From analle at no-racism.net Thu Sep 1 12:47:34 2005 From: analle at no-racism.net (=?iso-8859-1?q?MUND=3A_medienunabh=E4ngiger_Nachrichtendienst?=) Date: Thu, 1 Sep 2005 12:47:34 +0200 Subject: widerst@nd - MUND: Donnerstag, 1.9.2005 Message-ID: widerst at nd MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst Donnerstag, 1.9.2005 www.no-racism.net/mund Medieninhaberinnen & Medieninhaber seid Ihr! ================================================ A) INHALT ================================================ ================================================ 01 Schluss mit dem Ulrichsbergtreffen! von Rosa Antifa Wien ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN/ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 02 Rechts? Ausgezeichnet!>Radio Stimme - 01.09. von Radio Stimme ================================================ 03 VolksstimmeFest 2005 - Wiens schönstes Fest findet wieder statt von christiane maringer ================================================ 04 Waeren sie doch nie heimgekehrt! / Infoveranstaltung / Ulrichsberg von Rosa Antifa Wien ================================================ 05 ASF Treffen von "Frauenhetz - feministische Bildung, Kultur & Politik" ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN/MEINUNGEN/KOMMENTARE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 06 UN-Erklärung/-Jubiläum: Terrorbekämpfung darf Menschenrechts verletzunge nicht legitimieren von "GFBV" ================================================ 07 makepovertyhistory kampagne in österreich! schon seit einem jahr!!! von "michi botka" ================================================ ================================================ B) TEXTE ================================================ ================================================ A) INHALT ================================================ ================================================ 01 Schluss mit dem Ulrichsbergtreffen! von Rosa Antifa Wien ================================================ Wir haben folgenden Aufruftext mit der Bitte um Weiterverbreitung vom "Arbeitskreis gegen den Kaerntner Konsens" erhalten. Dieser AK mobilisiert 2005 zum ersten Mal auf einer breiteren Basis gegen das Ulrichsbergtreffen in Kaernten. Am Wochenende vom 16.-18. September finden oeffentliche Gegenveranstaltungen in und um Klagenfurt statt. Rosa Antifa Wien (RAW) Weitere Infos und Neuigkeiten auf http://www.u-berg.at. Den Kaerntner Konsens angreifen! Schluss mit dem Ulrichsbergtreffen! Traditionspflege in Kaernten Seit 1958 treffen sich alljaehrlich im Herbst Veteranen der Wehrmacht und (Waffen-)SS, sowie deren Angehoerige und ideologische "Nachfahren" im Schulterschluss mit Politprominenz bei der "Europa-Heimkehrergedenkstaette" am Ulrichsberg in Kaernten, um dem vermutlich groessten Treffen ehemaliger "Freiwilliger" im deutschsprachigen Raum beizuwohnen. Unterstuetzt vom oesterreichischen Bundesheer, gehuldigt durch (fast) alle politischen Parteien in Kaernten/Koroška und unter grosser Anteilnahme der Bevoelkerung, reisen zu den Feierlichkeiten Delegationen und Kameradschaften aus der BRD, Norwegen, Belgien, Finnland, Frankreich, Schweden, Daenemark, Italien und den Niederlanden an. Gedacht wird der gefallenen Kameraden und ihrer "anstaendigen Pflichterfuellung" als Soldaten. Dabei wird der Mythos vom "Kampfes- und Opfertod" fuer die "Freiheit des Vaterlandes" in beiden Weltkriegen, wie auch im Kaerntner "Abwehrkampf", genaehrt. Es wird eine Traditionspflege betrieben, die eine Verdrehung des Verhaeltnisses von Opfern und Taetern verfolgt und faschistische, antislowenische und geschichtsrevisionistische Brauchtuemer kultiviert. Organisiert und ausgerichtet werden die Feiern vom "Verein fuer die Heimkehrergedenkstaette 'Ulrichsberg'" (Ulrichsberggemeinschaft), dessen Aktivitaeten sich bis in die unmittelbare Nachkriegszeit verfolgen lassen, und der einen Zusammenschluss von u.a. dem "Oesterreichischen Kameradschaftsbund", dem "Kaerntner Abwehrkaempferbund", dem "Kaerntner Heimatdienst", der "Kameradschaft ehemaliger Gebirgsjaeger", der "Kameradschaft IV Kaernten", dem "Heimkehrerverband Kaernten", "Vertretern der Kaerntner Landsmannschaft" und der "Volksdeutschen Landsmannschaft" darstellt. Ulrichsberg - Ein "who is who" der deutschsprachigen Nazi-Szene Regelmaessige Gaeste des Treffens sind die Nazi-Ikone Florentine Rost van Tonningen und deren enge Freundin, Himmler-Tochter Gudrun Burwitz. Aus Deutschland kommen fuer gewoehnlich Mitglieder der nationalsozialistischen "Ordensgemeinschaft der Ritterkreuztraeger" (OdR), sowie der nationalsozialistischen "Hilfsgemeinschaft auf Gegenseitigkeit ehemaliger Angehoeriger der Waffen-SS" (HIAG). Darueber hinaus veranstaltet die Kameradschaft IV am Tag vor dem Ulrichsbergtreffen traditioneller Weise eine eigene Begleitveranstaltung, die auch als "Krumpendorftreffen" bekannt ist und als Brueckenschlag zwischen "jung" und "alt" fungieren soll. Als prominentester neonazistischer Referent war dort in der Vergangenheit der Neonazi-Anwalt Juergen Rieger angekuendigt. Zwar kein Nazi, trotzdem ein gerne gesehener Referent, ist auch Joerg Haider, selber "Abwehrkaempfer" und jetziger Landeshauptmann von Kaernten, der 1995 in einer Aufsehen erregenden Rede den versammelten (Waffen-)SS-Soldaten in Krumpendorf seinen Dank und seine Anerkennung aussprach. Gedenkjahr 2005 Solche Auftritte von SpitzenpolitikerInnen sind in Oesterreich aber keine "einmaligen Ausritte", sondern gelebte Normalitaet. Gerade in dem - von der oesterreichischen Bundesregierung ausgerufenen - "Gedankenjahr 2005" schwappt der braune Sumpf auch wieder in den rest-oesterreichischen Politik-Mainstream ueber. So leugnet der (Ex - FPOe) Bundesrat John Gudenus in Interviews die Existenz von Gaskammern auf dem Gebiet des "3. Reichs". Sein Kollege, der aus Kaernten stammende Buergermeister von Gurk, Bundesrat Siegfried Kampl, spricht im Bundesrat von einer "brutalen Naziverfolgung" nach dem 2. Weltkrieg und bezeichnet Wehrmachtsdeserteure als "Kameradenmoerder". Doch auch abseits von (Ex-)FPOe PolitikerInnen ist diese Art der Geschichtsauffassung in Kaernten politische Normalitaet. Der deutschnationale Konsens in Kaernten/Koroška besteht ueber alle Parteigrenzen hinweg. Nicht zuletzt aber ist der derzeitige Klagenfurter OeVP-Buergermeister Harald Scheucher, selbst Sohn des Gebirgsjaegers und Mitbegruenders des Ulrichsbergtreffens Blasius Scheucher (Ex-Vizebuergermeister von Klagenfurt), ein gutes Beispiel dafuer, wie Traditionspflege ueber PolitikerInnengenerationen hinweg "vererbt" wird. Fuer seinen familiaeren Hintergrund ist der Buergermeister dabei klarer Weise nicht angreifbar, doch, dass er unbeirrt seine schuetzende Hand ueber die Ulrichsberggemeinschaft haelt, ist Ausdruck der verbreiteten Identifizierung mit den kriegsverherrlichenden Zielen und fuer die ungebrochene Verherrlichung der Taten der Wehrmacht, sowie den in Kaernten bis heute gefuehrten "Abwehrkampf" der "Deutsch-Kaerntner". Blutige Vergangenheit Die meisten Kriegsverbrechen, die von SS- und Wehrmachtseinheiten, denen am Ulrichsberg gedacht wird, begangen worden waren, wurden juristisch nur schleppend bis gar nicht verfolgt. Auch heute werden bei Anklagen oder Verurteilungen die zumeist in Oesterreich und Deutschland (noch) lebenden Taeter nicht behelligt, geschweige denn ausgeliefert. So zum Beispiel auch im aktuell vor Gerichten anhaengigen Verfahren rund um Kriegsverbrechen der Gebirgsjaeger - auch diese haben am Ulrichsberg ihre Gedenktafeln - in Griechenland. "Ich wuerde gern einen der Soldaten finden und ihn fragen, warum hast du das getan?" Diese Frage stellte Christina Dimou, Ueberlebende aus dem griechischen Dorf Kommeno, als sie 2003 an Protestveranstaltungen gegen die Traditionspflege der Gebirgsjaeger im bayerischen Mittenwald teilnahm. Als 13-jaehriges Maedchen hatte sie erleben muessen, wie im August 1943 ihr Dorf Kommeno in Nordgriechenland von einer Wehrmachtseinheit zerstoert wurde und 317 Menschen erschossen wurden. Die taetige Wehrmachtseinheit war die 12. Kompanie des Gebirgsjaeger-Regiments 98 der 1. Gebirgsjaegerdivision. Das von Gebirgsjaegern der Wehrmacht begangene Massaker in dem griechischen Dorf Kommeno am 16. August 1943 war kein Einzelfall; zum Katalog der Gebirgsjaeger-Verbrechen gehoert auch die Erschiessung von ca. 5.000 italienischen Kriegsgefangenen auf der griechischen Insel Kephallonia im September 1943. Die Blutspur schwerster Kriegsverbrechen dieser Eliteeinheit zieht sich ueber Finnland, die heutige Ukraine, Jugoslawien, Italien, Frankreich bis nach Griechenland. "Suehnemassnahme" und "Vergeltungsaktion" lautete die kriegspropagandistische Rechtfertigung, mit der die Soldaten ZivilistInnen ermordeten, pluenderten und die Doerfer niederbrannten und zerstoerten. "Deutsches Kaernten" Die revisionistischen Geschichtsdeutungen, wie sie unter anderem am Ulrichsberg verbreitet sind, wie sie aber auch in vom Land Kaernten betreuten Wanderausstellungen verbreitet werden, bemuehen immer wieder das Feindbild der "Tito-kommunistischen Partisanen". Der politische Kampf der PartisanInnen gegen den Nationalsozialismus wird von den VerteidigerInnen der Deutschen Wehrmacht zu einer Kette von angeblich jugoslawisch-nationalistisch inspirierten Verbrechen umgelogen - da klingt noch die "Bandenbekaempfung" der naationalsozialistischen Propaganda nach. FPOe-Landeshauptmann Haider weigerte sich schlichtweg Kaerntner WiderstandskaempferInnen das vom Bund verliehene "Ehrenzeichen um die Befreiung Oesterreichs" zu ueberreichen. Keine Entschaedigung fuer die Opfer Waehrend die Moerder von einst strafrechtlich nicht verfolgt wurden und ihre "Dienstjahre" fuer ihre Pension anrechnen koennen, wird die Entschaedigung von NS-Opfern in Oesterreich bis heute verzoegert. Wehrmachtsdeserteure werden bis heute vom oesterreichischen Staat nicht als Opfergruppe anerkannt, sondern muessen individuell nachweisen, dass sie aus "politischer" Ueberzeugung Widerstand geleistet haben und - im Rahmen eines verbrecherischen Krieges - nicht "bloss" aus "Drueckebergerei" und soldatischer "Ehr- und Pflichtverletzung". Opfer von Wehrmachtsverbrechen haben bis heute zumeist gar keine Chance Entschaedigungen zu bekommen, da solche "Kollalateralschaeden" an ZivilistInnen im offiziellen Geschichtsbild von Soldaten, die ihrer "Ehre und Treue" verpflichtet sind - wie dies beim Ulrichsbergtreffen der Fall isst - keinen Platz finden koennen. Aber auch, weil die Laaender der Taeter - Oesterreich und Deutschland - nicht bereit sind fuer die Verbrechen der Wehrmacht Verantwortung zu uebernehmen. Kein Vergeben, kein Vergessen! Wir rufen alle AntifaschistInnen und AntimilitaristInnen zur Teilnahme an den geplanten Protestveranstaltungen gegen die Traditionspflege der "Heimkehrer" auf. Vom 16. bis zum 18. September 2005 wollen wir dazu beitragen, dass dieses Soldatentreffen gebuehrend gewuerdigt wird! Gegen revisionistische Opfer-Mythen! Fuer die Aufloesung des Ulrichsbergtreffens! Fuer die Bestrafung der letzten lebenden Kriegsverbrecher! Fuer die sofortige Rehabilitierung der Wehrmachtsdeserteure! Fuer die sofortige Entschaedigung aller NS-Opfer! -- ############ RAW ############# Rosa Antifa Wien c/o Rosa Lila Tip Linke Wienzeile 102 A-1060 Wien AUSTRIA ------------------------- E-Mail: raw at raw.at Web: http://www.raw.at Board: http://www.n3tw0rk.org ------------------------- PGP-Key available here: http://www.raw.at/sub/kontakt/raw.asc ############ RAW ############# ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN/ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 02 Rechts? Ausgezeichnet!>Radio Stimme - 01.09. von Radio Stimme ================================================ RADIO STIMME - DIE SENDUNG DER INITIATIVE MINDERHEITEN Donnerstag, 01.September 2005 13.00 Uhr, Orange 94.0 / Wien Rechts? Ausgezeichnet! Der Leopold Stocker Verlag und das steirische Landeswappen Dem 1992 mit dem steirischen Landeswappen ausgezeichneten Grazer Leopold Stocker Verlag werden von mehreren Seiten Berührungspunkte mit dem Rechtsextremismus vorgeworfen. Die steirischen Grünen treten seit etwa zwei Jahren aktiv für eine Aberkennung des Landeswappens ein und haben dafür bereits zwei Anträge im Landtag eingebracht. Beide Anträge wurden von der ÖVP, SPÖ und FPÖ abgelehnt. Radio Stimme ist der Frage nachgegangen, mit welchen Argumenten die Grünen die Anträge auf Aberkennung des Landeswappens gestellt haben, weshalb ÖVP, SPÖ und FPÖ diese Anträge abgelehnt haben, und worin die Schwierigkeiten einer Zuschreibung von Adjektiven wie rechtsextrem oder rassistisch bestehen. Diese Sendung wird weiters ausgestrahlt auf: FREIRAD (Innsbruck) Do, 08.September, 12.00 Uhr Radio FRO (Linz) So, 18. September, 11.00 Uhr Radio HELSINKI (Graz) Mo, 19. September, 08.00 Uhr ****** -> Sendung verpaßt? Das Internet-Archiv. Diese und alle anderen Ausgaben von Radio Stimme sind in unserem digitalen Sendungsarchiv jederzeit als Download und Stream abrufbar: http://www.initiative.minderheiten.at/Radio ****** -> Sendung über's Internet hören. Die Sendungen sind über den Internet-Livestream der Radiosender zur jeweils angegebenen Sendezeit auch über das Internet zu hören. Orange 94.0: http://streamintern.orange.or.at/live3.m3u FREIRAD: http://www.freirad.at/live.m3u Radio FRO: http://www.fro.at/livestream.php HELSINKI: http://www.helsinki.at/live-stream.php ***** -> aus der Mailinglist austragen? leeres Mail bitte an radio.stimme_news-unsubscribe at initiative.minderheiten.at -- Radio Stimme - Die Sendung der Initiative Minderheiten Das politische Magazin zu den Themen Minderheiten - Menschenrechte - Rassismus on air: Wien - Do, 13.00 Uhr - Orange 94.0 - http://www.orange.or.at Innsbruck - Do, 12.00 Uhr - FREIRAD - http://www.freirad.at Linz - So, 11.00 Uhr - Radio FRO - http://www.fro.at Graz - Mo, 08.00 Uhr - Radio Helsinki - http://www.helsinki.at on line: weltweit - jederzeit - http://www.initiative.minderheiten.at -- This mail was sent through the strg.at network. http://strg.at ================================================ 03 VolksstimmeFest 2005 - Wiens schönstes Fest findet wieder statt von christiane maringer ================================================ liebe kollegInnen, ich bitte um ankündigung des volksstimmefestes 2005, wenn möglich mit dem programm in ihrem medium. mfg christiane maringer Der Ankündigungstext: Titel: VolksstimmeFest 2005 Sub: Wiens schönstes Fest findet am 3.und 4. September im Prater auf der Jesuitenwiese statt Vorspann: Gerade einmal eine große Bühne weniger - sonst bleibt alles beim Alten: Vor allem die politischen, kulturellen und kulinarischen Höhepunkte. Wiens schönstes Fest erlebt seine Neuauflage; die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Einige Fest-Highlights: Die Jura-Soyfer-Bühne, eine großen Bühne mit gemischtem Kulturprogramm, das Solidorf, die abwechslungsreiche InitiativenStraße, das Sportfest mit Judo-Vergleichskämpfen und Schach-Simultan, der Kinderbereich und die vielfältige Gastronomie. Dazu Spiel, Spaß, gute Laune und das erste politische Zusammentreffen nach der Sommerpause inklusive! Außerdem ein vielversprechender Wetterbericht. Das gesamte Programm findet sich auf: www.volksstimmefest.at Der Erfolg der Soli-Veranstaltung, die an Stelle des Festes 2004 im Prater organisiert worden war, hat den entscheidenden Beitrag dazu geliefert, dass es heuer wieder ein VolksstimmeFest geben wird: Tausende BesucherInnen und eine Reihe von Persönlichkeiten aus den Bereichen Kunst, Sport und Politik unterstützen im Vorjahr den Aufruf zur Weiterführung des VolksstimmeFestes. Diese solidarische Unterstützung, in Verbindung mit zahlreichen Spenden, der Gratis-Auftritt vieler KünstlerInnen und der unentgeltlichen Hilfe von Unternehmen halfen mit, dass es 2005 wieder “ein richtiges VolksstimmeFest” geben wird! Das Programm: … SoliBühne Samstag 15.00 -> Deeper than Purple 16.30 -> 2 deep 2 dub 18.00 -> Halil Gürsu & Vienna Orient Projekt 19.30 -> Habana Son Club Sonntag 15.00 -> Xalis 16.30 -> Mosa Sisic 18.00 -> kpunkt 19.30 -> Houseverstand … JuraSoyferBühne Samstag 15.00 -> Reinhart Sellner 16.30 -> Matthias Loibner & Tunji Beier 18.00 -> Michaela Rabitsch + Robert Pawlik 19.30 -> Scholem Alejchem Sonntag 14.30 -> Zappa & The Wild Irish Lasses 16.00 -> Linkes Wort 18.00 -> Leo Lukas 19.30 -> Tschiritschs Urwerk … KinderBühne Samstag 15.00 -> Heuschrecken singen Monster-Lieder 16.00 -> Praterkasperl 17.00 -> Heuschrecken singen Monster-Lieder Sonntag 15.00 -> Pierre Mardue 16.00 -> Praterkasperl 17.00 -> Pierre Mardue ... SportPodium Samstag 16.00 -> Judo-Vergleichskampf Siena (Italien) - Colup-Vienna 17.00 -> Autogrammstunde mit Edip Sekowitsch und Gotthard Hinteregger 18.00 -> The Real Freestyle Breakdance Show 21.30 -> Breakdance on flames Sonntag 15.00 -> Judo-Vergleichskampf Siena (Italien) - Colup-Vienna 21.00 -> Claudia Beiler - Firedance-Performance Schachsimultan Samstag und Sonntag gegen Rene Vokroj und Harald Penz ______________________________ VolksstimmeFest 2005 christiane maringer 0664/344 13 12 maringer at kpoe.at | www.volksstimmefest.at ================================================ 04 Waeren sie doch nie heimgekehrt! / Infoveranstaltung / Ulrichsberg von Rosa Antifa Wien ================================================ Waeren sie doch nie heimgekehrt! Stoppt das revisionistische Treffen am Ulrichsberg! Bestrafung fuer Kriegsverbrecher und Rehabilitierung von Deserteuren JETZT! Am 17. und 18. September findet nahe Klagenfurt wieder das "Ulrichsbergtreffen" statt. Ehemalige Soldaten der Wehrmacht, der (Waffen-) SS suhlen sich wie jedes Jahr gemeinsam mit Neonazis und PolitikerInnen jedweder Couleur auf dem kleinen Huegel, in bester oesterreichischer Manier werden aus Taetern auch gleich mal Helden oder gar Opfer, denen es zu gedenken gilt. Lobhudelei fuer Kriegsverbrecher und jene, die sich auch noch freiwillig der NS-Mordmaschinerie als Handlager zur Verfuegung gestellt haben, waehrend weder die Leistungen der PartisanInnen im Kampf gegen das Naziregime, noch die Deserteure entsprechend gewuerdigt werden. Um gegen diesen fortgesetzten Wahnsinn anzugehen haben sich nun einige Menschen zusammengetan und wollen von Freitag dem 16.9. bis Sonntag dem 18. 9. einen Kontrapunkt setzen. Statt auf Berge zu marschieren sollten die "Veteranen" endlich fuer ihre Verbrechen zur Verantwortung gezogen werden. Klar ist daher, die Treffen am Ulrichsberg muessen endlich aufhoeren, stattdessen sollten endlich die Opfer entsprechend entschaedigt werden. Gerade im sogenannten Gedenkjahr 2005 waere es hoechste Zeit, diesen Berg mitsamt seinem Treffen zu schleifen! Den Kaerntner Konsens angreifen! Schluss mit dem Ulrichsbergtreffen! Infoveranstaltung 02.09.2005 - 19:30 EKH, Wielandgasse 2-4, 1100 Wien Bei der Info-Veranstaltung am 2. September im EKH wollen wir einerseits naeheres zum Hintergrund und der Bedeutung des Treffens erzaehlen. Dabei werden wir auch rare Video-Auschnitte von den Feiern am Berg, sowie von dem beruechtigten Treffen der "Kameradschaft IV" am Tag davor in Krumpendorf praesentieren. Wir wollen aber auch auf den oft verdraengten Widerstand der PartisanInnen in Kaernten und kurz auf die antifaschistischen Proteste gegen das Treffen in den letzten Jahren eingehen, sowie natuerlich die geplanten Gegenaktivitaeten vom 16.-18. September 2005 vorstellen. Veranstaltungsbeginn ist 19:30 Uhr. Anschliessend an die Info-Veranstaltung gibt's ein entsprechendes musikalisches Rahmenprogramm mit DJ Discobbidiento (Balkan-Pop, PartisanInnenschlager, Roma-Techno u.a.) AK Gegen den Kaerntner Konsens! http://www.u-berg.at -- ############ RAW ############# Rosa Antifa Wien c/o Rosa Lila Tip Linke Wienzeile 102 A-1060 Wien AUSTRIA ------------------------- E-Mail: raw at raw.at Web: http://www.raw.at Board: http://www.n3tw0rk.org ------------------------- PGP-Key available here: http://www.raw.at/sub/kontakt/raw.asc ############ RAW ############# ================================================ 05 ASF Treffen von "Frauenhetz - feministische Bildung, Kultur & Politik" ================================================ Die Frauenhetz leitet weiter: Liebe Frauen! Das gesamtösterreichische Sozialforum (asf) findet nicht - wie ursprünglich geplant - im Oktober 2005 statt, sondern voraussichtlich im Juni nächsten Jahres. (Anfang November gibt es ein Forum zum Thema "ein anderes Europa". Vorbereitungstreffen dazu und zum asf: 11. September 2005, Ort wird noch bekanntgegeben). Feministischer Widerstand braucht Bewegung! Seit dem ersten ASF (2003) existiert das für dort gegründete Feministische Forum, ein loser Verbund von Frauen verschiedener politischer Herkünfte und Generationen, eine Plattform innerhalb des asf, ein Ort, der geistigen und konkreten Raum für Diskussionen über feministische Politik, Theorie und Begehren bieten soll. Das asf soll a u c h ein Ort für ein feministisches Diskussions- und Aktionsforum sein! Das nächste Vorbereitungs- und Reflektionstreffen dazu findet am Samstag, 3.9. um 17.00 Uhr auf der Jesuitenwiese beim "Frauendorf" des Volksstimmenfestes statt (vorletzte Station mit der Straßenbahnlinie N ab Schwedenplatz) Das Feministische Forum hat sich bisher folgende Aufgaben und Möglichkeiten zur Option gestellt: - eine (österreichweite) Plattform für Antiglobalisierungspolitik aus feministischer Perspektive zu sein (und dies in Form von aktiven Beiträgen, wie Workshops, Vorträgen, Podiumsteilnahme etc. während des ASF zu repräsentieren); - eine Versammlung von Feministinnen zu ermöglichen, die vor Ort versucht sich frauenpolitisch einzumischen; - einen Raum für Frauen anzubieten, der die physische, psychische, politische Integrität gewährleistet; - Zeit für Diskussionen für wieder zu findende gemeinsame Aktionen und deren Inhalte; - inhaltliche österreichweite Standpunktaustauschung unter nicht/migrantischen Frauenprojekten - und Organisationen. Unser Ziel ist es, dass möglichst viele Feministinnen und Frauenprojekte an diesem Prozess teilnehmen, ihn mitgestalten und mittragen! Feministischer Widerstand gegen die neoliberale Ausbeutung von Frauen braucht Vielfalt!! Das Feministische Forum als Gremium soll künftig als Koordinationsdrehscheibe und Vernetzungsplattform genutzt werden können für alle inhaltlichen Beiträge der österreichischen Frauenprojekte. Den verschärften Angriffen auf den Sozialstaat, der Ersetzung demokratischer Verfahren durch zunehmend autoritäre Politikmethoden soll und muss frauenpolitisch Paroli geboten werden. Warum sich also nicht auch als Feministinnen engagieren in einer gemischtgeschlechtlichen Widerstandsbewegung? Wir wollen das ASF für uns selbst als konkreten Versammlungsort nutzen und uns am ASF lustvoll positionieren! Das FF könnte ein Aktionsforum vor Ort sein, in dem feministische Aktions- und Interventionsformen im Rahmen des ASF und darüber hinaus nicht nur diskutiert, sondern auch in die Tat umgesetzt werden sollen! Feministischer Widerstand braucht Bewegung! ,Frauen machen Geschichte nicht immer aus freien Stücken, aber sie machen sie selbst.' _______________________________________________ asf_fem mailing list asf_fem at socialforum.at http://lists.socialforum.at/mm/listinfo/asf_fem --------------- Frauenhetz-feministische Bildung, Kultur & Politik Untere Weißgerberstr. 41, 1030 Wien fon/fax: 01/7159888 office at frauenhetz.at www.frauenhetz.at ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN/MEINUNGEN/KOMMENTARE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 06 UN-Erklärung/-Jubiläum: Terrorbekämpfung darf Menschenrechts verletzunge nicht legitimieren von "GFBV" ================================================ GESELLSCHAFT FÜR BEDROHTE VÖLKER PRESSEMITTEILUNG Göttingen, den 31.08.2005 UN-Erklärung zum Jubiläumsgipfel: Terrorbekämpfung darf Menschenrechtsverletzungen keinen Vorschub leisten Anlässlich der zur Zeit laufenden Beratungen über eine Abschlusserklärung zum bevorstehenden Jubiläumsgipfel der Vereinten Nationen (UN) hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) am Mittwoch davor gewarnt, dass die Verfolgung von ethnischen oder religiösen Minderheiten unter dem Deckmantel der Terrorbekämpfung legitimiert wird. Deshalb müsse im Vorfeld des Gipfels zum 60- jährigen Bestehen der UN die Chance genutzt werden, um eine menschen- und völkerrechtlich eindeutige Formulierung zu finden, die willkürliche Gewalt und kollektive Verfolgung ganzer Volksgruppen durch den Staat und seine Truppen als Mittel der Terrorbekämpfung verurteile. Eine Kerngruppe von 32 Staaten verhandelt seit Montagabend in New York über gemeinsame Initiativen der UN- Mitgliedsstaaten bei der Terrorismusbekämpfung, die im Rahmen eines neuen Grundsatzprogrammes der UN Mitte September von Staats- und Regierungschefs aus aller Welt verabschiedet werden soll. Schon seit Beginn des weltweiten Antiterrorkrieges nutzten Verfolgerstaaten wie Russland, China und Ägypten diesen Kampf, um ihre eigenen, hausgemachten Konflikte zu rechtfertigen, kritisierte die GfbV. Diese Strategie sei kontraproduktiv, weil sie Menschenrechte grob missachte und in einigen Ländern sogar zum Erstarken terroristischer Aktivitäten geführt habe. Sollte die von den USA vorgeschlagene Definition des Begriffs Terrorismus in der UN- Schlusserklärung festgeschrieben werden, bestehe die Gefahr, dass Staatsterrorismus legitimiert werde. So seien Russlands "Antiterror-Kampf" in Tschetschenien seit 1994 rund 200.000 Menschen zum Opfer gefallen. Die politische Ursache des Konflikts jedoch, das Streben der Tschetschenen nach einem unabhängigen Staat, werde von Wladimir Putin ignoriert, meinte die GfbV. Tschetschenien und insbesondere die Hauptstadt Grosny wurden dem Erdboden gleich gemacht, Massaker, Flächenbombardements, Folter in so genannten Filtrationslagern, willkürliche Verhaftungen und Ermordungen trieben Zehntausende in die Flucht. Die russischen Soldaten gehen weitgehend straffrei aus. Als Reaktion auf dieses Verbrechen gegen die gesamte Zivilbevölkerung Tschetscheniens hätten einzelne tschetschenische Extremisten Terrorakte verübt, die die GfbV auf das Schärfste verurteilt. Doch nur eine politische Lösung des Konfliktes könne eine Ausweitung der Gewalt verhindern, betonte die Menschenrechtsorganisation. In China drohe eine neue Welle der Repression gegen muslimische Uiguren, warnte die GfbV. Allein im August 2005 seien mehr als 190 Uiguren in der Provinz Xinjiang aus politischen Gründen verhaftet worden. Der kommunistische Parteichef der Region, Wang Lequan, habe erst am vergangenen Sonntag auf einem Parteitag einen verstärkten Kampf gegen uigurische "Terroristen" angekündigt. "Terroristen werden gehasst und verabscheut .Sie sind wie Ratten, die auf der Strasse laufen und jeder ruft: Zermalme sie!", erklärte der regionale Parteichef Ismail Tiliwaldi. Unter dem Deckmantel des Antiterror- Kampfes schlage China brutal alle Proteste gegen die Diskriminierung der Uiguren nieder und verdächtige eine ganze Volksgruppe pauschal des Terrorismus, warnte die GfbV. Auch in Ägypten leiste der Antiterror-Kampf schweren Menschenrechtsverletzungen Vorschub. So seien nach dem Bombenanschlag von Sharm el-Sheik am 23. Juli mehr als 700 Beduinen willkürlich verhaftet worden, viele der Inhaftierten seien gefoltert worden. In den ägyptischen Medien könne darüber nicht berichtet werden, nachdem die Behörden eine Informationssperre verhängten. Rund 5.000 Polizisten und Soldaten durchkämmten zur Zeit die Berggebiete des Sinai und erklärten Beduinen als "vogelfrei". So werde auch in Ägypten eine ganze Bevölkerungsgruppe pauschal als "Terroristen" diffamiert. Nachfragen beantworten gern die GfbV-Referentin Sarah Reinke unter Tel. 0551 499 06-28 und der GfbV-Referent Ulrich Delius unter Tel. 0160 95 67 14 03. ====================================================== Gesellschaft fuer bedrohte Voelker e.V. (GfbV) Inse Geismar, Pressereferentin Postfach 2024, D-37010 Goettingen Tel.+49/551/49906-25, Fax:++49/551/58028 E-Mail: presse at gfbv.de, Homepage:http://www.gfbv.de ================================================ 07 makepovertyhistory kampagne in österreich! schon seit einem jahr!!! von "michi botka" ================================================ hola! wie ihr unweigerlich mitbekommen habt war im sommer in schottland beim g8 treffen riesen proteste die unter dem motto MAKEpovertyHISTORY gestanden sind. außerdem gabs auf der ganzen welt konzerte mit dem selben motto - das war die spitze einer kampagne die schon länger läuft - obwohl ich bei den protesten und dem thema mitten drinnen bin hab ich erst gestern entdeckt (durch eine tv werbung?!) daß es diese kampagne auch in österreich gibt. und zwar enorm breit unterstützt. vorallem von einem haufen ngo's, dem linke teil der sozialdemokratie, und unmenge christicher organisationen getragen - sehr konzentriert auf medien arbeit aber auch auf aktionismus und alles was sonst möglich ist ausgerichtet. außerdem ist die kampagne deutlich mit der ausrichtung druck auf die regierung zu machen (daß sie endlich das vor 30! jahren zugesicherte un entwicklungsprogramm umsetzt - es geht drum 0.7% des bip's für entwicklungshilfe auszugeben). und nicht wie teile der weltweiten bzw. schottischen kampagne die glauben daß es besser ist sich bei den verantwortlichen einzuschleimen - (so als hätten die einfach vergessen das entwicklungshilfe budget zu erhöhen) ich bin ganz begeistert. hab die webpage durchforstet und mich für newsletter eignetragen, dem schüssel ein protestmail geschickt und ein mail an die kontaktaddr. der page geschickt. bin schon gespannt und freu mich sobald wie möglich bei einer aktion dabei sein zu können. die unterstützung für die kampagne ist offenbar riiiieeesig (außer in der regierung:-) also checkt die seite http://www.nullkommasieben.at und helft auch bißchen mit daß die kampagne nun ordentlich weiter gedeiht! revolt michi ================================================ ================================================ C) TERMINE ================================================ ======================== Donnerstag http://mund.at/butt/Termine/September/0109.htm Freitag http://www.mund.at/butt/Termine/September/0209.htm Samstag http://www.mund.at/butt/Termine/September/0309.htm ======================== ================================================ D) EDITORIAL ================================================ Für den Inhalt verantwortlich: Ihr. E-Mail-Adresse für Beiträge: widerstand at no-racism.net geschickt. widerst at nd MUND und alle Termine täglich aktualisiert im Web: http://www.no-racism.net/MUND Ziel von MUND (medienunabhängiger Nachrichtendienst) ist die unzensurierte und möglichst rasche Information über gesellschafts- politisch relevante Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu Widerstand und Antirassismus sowie verwandte Themen. sollen einen Titel, Namen und Emailadresse der/des AutorIn enthalten und möglichst kurz und prägnant gehalten sein, ev. mit Hinweis, wo weitere Informationen eingeholt werden können. Bitte keine Attachments! Die inhaltliche und sachliche Verantwortung liegt bei der/dem jeweiligen AutorIn bzw. jenen, die uns die Beiträge schicken. Der MUND wird von einzelnen TagesredakteurInnen zusammengestellt. Da Fehler nicht ausgeschlossen sind, bitten wir, nicht veröffentlichte Beiträge nochmals an widerstand at no-racism.net zu senden. Die Weiterleitung (auch auszugsweise) ist erwünscht. Beiträge mit rassistischen oder sexistischen Inhalten werden nicht veröffentlicht. Sehr persönliche Meldungen werden wir an den betreffenden Adressaten weiterleiten, aber nicht im MUND veröffentlichen. Die bisherigen Ausgaben sind unter http://www.no-racism.net/MUND archiviert. Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage: * Wann: Sonntag, 11.11.2001, 11:11 Uhr * * Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" * * Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf * * Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie. Aber kurz und prägnant.* Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch stillschweigend Zensur zu üben. Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die Nichtaufnahme geliefert. (Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.) Die AbsenderInnen der betroffenen Beiträge werden hiervon informiert. Im Sinne einer "gläsernen Zensur" könnt ihr Euch die Beiträge gerne extra schicken lassen: Ein kurzes Mail an widerstand at no-racism.net genügt. ================================================ E) VERTEILERLISTE ================================================ Zur Eintragung in diesen Verteiler bitte direkt subskribieren unter http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/analle oder von der einzutragenden Adresse aus ein mail schicken an: admin at no-racism.net mit folgendem Text: subscribe no-racism Bitte wegen Automatisierung diesen Wortlaut verwenden! Zur Austragung aus dieser Liste bitte an zusammengestellt. Bitte keine Attachments! (werden nicht angenommen) 2 Beiträge mangels WR, 1 Beitrag bereits erschienen Redaktionsschluss für diese Ausgabe: Mi, 22.00 Uhr III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III ü, ö, ä, ß, Ü, Ö, Ä III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III widerst at nd-MUND is powered by http://alt.strg.at/ ================================================ From analle at no-racism.net Fri Sep 2 08:48:06 2005 From: analle at no-racism.net (=?iso-8859-1?q?MUND=3A_medienunabh=E4ngiger_Nachrichtendienst?=) Date: Fri, 2 Sep 2005 08:48:06 +0200 Subject: MUND: Freitag, 2. September 2005 Message-ID: <009d01c5af8a$4652b420$4e046d50@chello.at> MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst www.no-racism.net/mund Freitag, 2. September 2005 ================================================ A) INHALT ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ============================================== 01 makepovertyhistory-Kampagne From: michibotka at gmx.net ============================================== 02 proSV-Treffen From: proSV at akis.at ============================================== 03 Vernichtung als Kunst From: cafe.critique at gmx.net ============================================== 04 Ilse Scheer From: office at gamuekl.org ============================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND KOMMENTARE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ============================================== 05 Kontrolle und Tabu From: wadi_wien at gmx.at ============================================== 06 Kurdish Women want Secular Laws From: wadi_wien at gmx.at ============================================== 07 Graz-Medizinuni From: kpoe_stmk at hotmail.com ============================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< SERVICE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ============================================== 08 Andersrum-Newsletter From: andersrum.gruene.at ============================================== ================================================ B) TEXTE ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ============================================== 01 makepovertyhistory-Kampagne From: michibotka at gmx.net ============================================== hola! wie ihr unweigerlich mitbekommen habt war im sommer in schottland beim g8 treffen riesen proteste die unter dem motto MAKEpovertyHISTORY gestanden sind. außerdem gabs auf der ganzen welt konzerte mit dem selben motto - das war die spitze einer kampagne die schon länger läuft - obwohl ich bei den protesten und dem thema mitten drinnen bin hab ich erst gestern entdeckt (durch eine tv werbung?!) daß es diese kampagne auch in österreich gibt. und zwar enorm breit unterstützt. vorallem von einem haufen ngo's, dem linke teil der sozialdemokratie, und unmenge christicher organisationen getragen - sehr konzentriert auf medien arbeit aber auch auf aktionismus und alles was sonst möglich ist ausgerichtet. außerdem ist die kampagne deutlich mit der ausrichtung druck auf die regierung zu machen (daß sie endlich das vor 30! jahren zugesicherte un entwicklungsprogramm umsetzt - es geht drum 0.7% des bip's für entwicklungshilfe auszugeben). und nicht wie teile der weltweiten bzw. schottischen kampagne die glauben daß es besser ist sich bei den verantwortlichen einzuschleimen - (so als hätten die einfach vergessen das entwicklungshilfe budget zu erhöhen) ich bin ganz begeistert. hab die webpage durchforstet und mich für newsletter eignetragen, dem schüssel ein protestmail geschickt und ein mail an die kontaktaddr. der page geschickt. bin schon gespannt und freu mich sobald wie möglich bei einer aktion dabei sein zu können. die unterstützung für die kampagne ist offenbar riiiieeesig (außer in der regierung:-) also checkt die seite http://www.nullkommasieben.at und helft auch bißchen mit daß die kampagne nun ordentlich weiter gedeiht! revolt michi ============================================== 02 proSV-Treffen From: proSV at akis.at ============================================== Plattform proSV - Keine Zerschlagung der Sozialversicherung" E I N L A D U N G zum NÄCHSTES TREFFEN Mittwoch, 14. September 2005, 18.00 Uhr Café Schottenring (vis a vis der Börse) 1010 Wien THEMA - HERBSTARBEIT Weitere Angriffe auf den Gesundheitsbereich sind für Herbst zu erwarten. Nicht ur die E-Card beschäftigt viele Menschen. U.a. der "Hilfeschrei" der Ärzte wegen des Finanznotstandes im Gesundheitsbereich (Stichwort: keine Krebsversorgung mit den enuesten Medikamenten) soll die Stimmung vorbereiten wie bei der "Pensionsreform", die Menschen reif machen dafür, dass man Einschnitte hinnimmt. Letzhlicht soll das bestehende Gesundheitssystem zugunsten Privater Anbieter umgekrempelt werden. Es kommt also etliche Arbeit auf die im Gesundheitsbereich Beschäftigten, auf ihre gewählten Belegschaftsvertreter und die Versicherten zu. Nur gemeinsam können wir diesen Angriffen paroli bieten. TO: 1. Aktuelle Situation 2. Schwerpunkte (Auftreten, Referenten, Verantstaltungen) 3. Termine Um Anmeldung wird gebeten. proSV: 0650 830 7 830 E-mail: proSV at akis.at Homepage: http://proSV.akis.at Wir ersuchen Mehrfachzusendungen zu entschuldigen. Wer keine Zusendungen mehr will, gibt uns das bitte an obige e-mail-Adresse bekannt. AKTUELLE ÖSK - INFO: KUNDGEBUNG GEGEN DEN AUSVERKAUF DER POST Freitag, den 9.9.2005, 8.00 Uhr in 1200 Wien, Dresdnerstrasse 87 (vor der ÖIAG-Zentrale) Anbei ein Aufruf zur Unterstützung der GPF(Gewerkschaft der Post- und Fernmeldebediensteten), die gegen den Verkauf der POST demonstriert. Bei der am 31.8.2005 in der ÖIAG abgehaltenen Besprechung mit den ÖIAG-Verantwortlichen wurde der weitere Fahrplan in Bezug auf den Börsegang der Post mitgeteilt: Am 9.9.2005 will die ÖIAG in der Aufsichtsratssitzung einen Antrag an die Bundesregierung beschließen, mit dem die Bundesregierung ersucht wird, den Privatisierungsauftrag so abzuändern, dass ein Börsegang der Post ermöglicht wird. Für 20.9.2005 ist geplant, dass der Ministerrat dann diese Abänderung des Privatisierungsauftrages tatsächlich beschließt. Es ist daher am 9.9.2005 notwendig, ein deutliches Zeichen der Ablehnung des Börseganges zu geben. Wir werden daher als GPF zu einer Kundgebung gegen den geplanten Börsegang für den Freitag, den 9.9.2005, 8.00 Uhr in 1200 Wien, Dresdnerstrasse 87 (vor der ÖIAG-Zentrale) einladen. Ein Argumentarium, warum wir den Börsegang ablehnen müssen, dürfen wir Euch in der Anlage anfügen. Die organisatorischen Details werden ausgearbeitet und Euch rechtzeitig zugehen. Für weitere Fragen steht Kollegin Michaela Krstic seitens des ZA Post als Koordinatorin zur Verfügung. Sie ist unter der Wiener Nummer 01/51551-90040 erreichbar. NEIN ZUM BÖRSEGANG ! Positionspapier der Gewerkschaft der Post- und Fernmeldebediensteten Bei einem Börsegang 2006 droht ein Absturz der Aktien, weil das neue Postgesetz die Marktsituation der Post deutlich verschlechtert (Umsatzbedrohung mind. 200 Millionen Euro pro Jahr) die Mitbewerber bevorzugt die Qualität der Postdienste gefährdet in naher Zukunft nochmals verschärft werden soll (StS Mainoni; 22.8. DiePresse) das von Investoren geforderte Wachstum des Unternehmens nicht zulässt. Drohender Verlust von Marktanteilen durch: die vorzeitige Marktöffnung des Info.Post Bereiches (auch unter 50 Gramm) die Marktöffnung für alle Briefsendungen bis 50 Gramm Öffnung der HBFA fehlende umsetzbare Gegenstrategien (Wachstumsgeschichte), Ideen sind da zu wenig Auswirkungen für die MitarbeiterInnen und die Bevölkerung Massiver Verlust von Arbeitsplätzen Verkauf von Firmenanteilen Gefährdung der postalischen Versorgung im ländlichen Gebiet Drohung weiterer Postamtsschließungen Auslagerung von Tätigkeiten an "Billigarbeitskräfte" Die GPF fordert daher den Börsegang zu stoppen. Sollte die Bundesregierung am 6.9.2005 und die ÖIAG am 9.9.2005 den Börsegang der Post beschließen, sind seitens der GPF Kampfmaßnahmen nicht auszuschließen. Die Post darf nicht am Kapitalmarkt geopfert werden. ============================================== 03 Vernichtung als Kunst From: cafe.critique at gmx.net ============================================== Vernichtung als Kunst ? Das Selbstopfer als Erlösung Zum Kinostart von "Paradise Now" Vortrag von Tobias Ebbrecht (Filmwissenschaftler an der Filmhochschule Potsdam) und Ralf Schröder (Mitherausgeber von TYPOSKRIPT.NET) Dienstag, 13. September 2005, 19.30h Gemeindezentrum der Israelitischen Kultusgemeinde Seitenstettengasse 2, 1010 Wien (bitte Lichtbildausweis mitnehmen und ca. eine halbe Stunde vor Beginn erscheinen) Eine Veranstaltung von Café Critique, Basisgruppe Politikwissenschaft und der Zwi Peres Chajes Loge der B´nai B´rith in Wien ### QANTARA.DE: Verurteilen Sie die Selbstmordanschläge? Abu-Assad: Warum denn? Ich bin gegen die Tötung von Menschen, und ich will das stoppen. Aber ich verurteile die Selbstmordattentäter nicht. Für mich ist das eine sehr menschliche Reaktion auf eine extreme Situation. (Aus einem Interview von QANTARA.DE, Gemeinschaftsprojekt zum »Dialog mit der islamischen Welt« der Bundeszentrale für Politische Bildung, der Deutschen Welle, des Goethe-Instituts und des Instituts für Auslandsfragen, gefördert vom Auswärtigen Amt der Bundesrepublik Deutschland.) ### Am 29. September 2005 startet der »Paradise Now« in den Kinos. Auf den diesjährigen Internationalen Filmfestspielen in Berlin wurde der Film des Regisseurs Hany Abu-Assad gleich dreifach ausgezeichnet. Er erhielt den Preis für den besten europäischen Film, den Publikumspreis sowie den Amnesty International-Filmpreis. Die Prämierungen gelten Unfaßlichem: Dieser Film inszeniert Judenmord und Selbstopfer ohne jede Allegorisierung; sein Antisemitismus verbirgt sich nur schlecht hinter einem opportun erscheinenden Antizionismus. Am Ende des Streifens sprengt sich ein palästinensischer Selbstmordattentäter in einem israelischen Bus in die Luft. Seine jüdischen Opfer bleiben unsichtbar, die Tat erscheint als verzweifelter Widerstand gegen einen übermächtigen Feind. Dem kunstsinnigen Publikum wird Verständnis und Einfühlung ermöglicht: Erst zünden anti-israelische Monologe wie Sprengsätze, dann kommt es zum Suicide Attack als moralisch legitimiertem Erlösungsakt. Stehende Ovationen für den in Szene gesetzten Judenmord beendeten die Berlinale-Aufführung. Die Kulturstaatsministerin Christina Weiss, die den deutschen Verleih des Filmes fördert, konnte sich zufrieden zeigen. Inzwischen besorgt Deutschlands Schicksalsexperte Bernd Eichinger mit seiner Firma »Constantin-Film« den Vertrieb des Judenmörderdramas. Der Filmwissenschaftler Tobias Ebbrecht erörtert in seinem Vortrag, warum nicht nur wegen des europaweiten Erfolges von Eichingers »Der ntergang« dieses kulturpolitische Engagement folgerichtig erscheint. Die eingeübte Täter-Opfer-Verkehrung wird distanzlos als pseudodokumentarisches Fernsehspiel inszeniert. Das mythologische Motiv konstruiert die deutsch-palästinensische Koprojektion: Wo Schicksal herrscht, ist jeder fraglos Opfer des sich ereignenden Dramas, jede individuelle Entscheidung wird zum bloßen Nachvollzug des Schicksals. Das Selbstopfer wird dabei zur Befreiung, der behauptete Kampf »gegen Krieg und Gewaltherrschaft« wendet sich schließlich mit antifaschistischem Gestus gegen Israel. Der Publizist Ralf Schroeder geht der Frage nach, warum sich gerade der Kunstsinn so nah der Barbarei verorten kann. Im Rekurs auf »Der Fliegende Holländer« wird dem Mythos des Selbstopfers und der Todessehnsucht nachgespürt. Was Heinrich Heine gerade zur Satire reichte, wurde von Richard Wagner im Wortsinne todernst genommen. Die nihilistische Tat ist dabei ein fortwährender Topos insbesondere der deutschen Kulturgeschichte, sie ist uns nicht fremd, und wird sie politisch mit Sinn aufgeladen, verspricht der antisemitische Suicide Attack nicht weniger als ein Paradise Now. Der Kulturkampf zwischen Wagner und Heine, zwischen opferwahnsinnigem Mythos, der im Tode die Erlösung wähnt, und der erbitterten Kritik, die doch für die Sinnlichkeit des Lebens streitet, tobt noch immer. _________________ Nach einigen Wochen umsiedelungsbedingter Unterbrechung ist auch unsere Website wieder mit einigen Neuerungen online. Beispielsweise können nun auch die von Café Critique produzierten Radiosendungen auf unserer Seite abgerufen werden. http://www.cafecritique.priv.at Unter http://www.cafecritique.priv.at/paradise.html findet sich ein Text von Tobias Ebbrecht und Ralf Schroeder: Vom Untergang ins Paradies. Cineastische Allianzen. _________________ weitergeleitete Nachricht: Vortragsreihe in Linz DIE AKTUALITÄT VON ANTISEMITISMUS UND NAZISMUS Volkshaus Kandlheim, Edlbacherstr.1, 4020 Linz; Seminarraum 2 13., 20., 27. Oktober, 03., 10., 17. November 2005 Beginn: 1. Abend: 18:40 - , weitere Abende: 19: 00 bis spätestens 21:00 I. Islamismus und Antisemitismus - Luis Liendo Espinoza Islamismus und Antisemitismus in der Gegenwart: 1. Abend: Der Kampf gegen die jüdische Weltherrschaft als zentrales Element des Islamismus 2. Abend: Islamismus und Nationalsozialismus: Die Wurzeln des Islamismus und seine Verbindungen zum Dritten Reich II. Linke und Antisemitismus - Luis Liendo Espinoza 3. Abend: Struktureller Antisemitismus und konforme Revolte: Elemente des Antisemitismus und der Antikapitalismus der Linken 4. Abend: Linke und Nationalsozialismus ? Reflexion über das Verhältnis der Linken zum Nationalsozialismus III. Rechtsextremismus in Österreich und Deutschland - Thomas Hetterle 5. Abend: Die ?Neue Rechte?: Kontinuitäten und Unterschiede im Vergleich zum Rechtextremismus 6. Abend: Rechtsextreme Übergriffe in der Gegenwart. Darstellung der Art und der Häufigkeit von rechtsextremen Angriffen Eintritt: Freie Spende Anmeldung per Email erbeten: genuineantithesis at hotmail.com ________________ Unsubscribe Email an: cafe.critique at gmx.net ________________ Impressum: Café Critique c/o Gerhard Scheit Wickenburggasse 16/5 A - 1080 Wien Email: cafe.critique at gmx.net Web: http://www.cafecritique.priv.at ============================================== 04 Ilse Scheer From: office at gamuekl.org ============================================== Sehr geehrte Damen und Herren, werte Redaktion, Eine Theaterlegende kehrt heim: Aus Berlin kommend gastiert die Wiener Schauspielerin Ilse Scheer von 5. ? 16. Oktober 2005 mit einem vielschichtigen Programmreigen von Brecht bis Ha?ek in der gemütlichen ?Italienischen Weinstube? am Spittelberg. ? ERÖFFNUNGSABEND: 5. Oktober 2005 (19h) mit Buffet und Kostproben aus dem neuen Ha?ek-Programm sowie musikalischen ?Schmankerln?, aus 3 Produktionen (Kaiser- und Küchenlieder, Nussbaumsonate, Die Schlesische Nachtigall) ? SCHEER BRINGT BRECHT Lieder, Gedichte, Geschichten von Bertolt Brecht, interpretiert und dargeboten von Ilse SCHEER Musikalische Begleitung: Rudolf STODOLA 7., 8., 12., 13. Oktober 2005 (20h) Bereits in ihren Anfangsjahren als Mitbegründerin der legendären ?Komödianten am Börseplatz? hat Ilse Scheer mit Brecht-Programmen ihr Publikum begeistert. Nun hat die Scheer - die mittlerweile als eine der bedeutendsten Brecht-Interpretinnen ihrer Zeit gelten darf - wieder ein neues Brecht-Programm vorbereitet: Unter dem Titel ?SCHEER BRINGT BRECHT? präsentiert sie Bekanntes und weniger Bekanntes, Vergnügliches und erschreckend Aktuelles - Vom frühen Brecht, vom späten Brecht, aus Stücken, aus dem Arbeitsjournal. Ein Programm voller Widersprüche über die ?Hochgestellten? und die ?Niedrigen?, von der ?Hanna Cash?, dem ?Mackie Messer? über die ?Ballade vom Förster und der schönen Gräfin?, die ?Wiegenlieder? bis hin zu den ?Nachgeborenen?... PRESSESTIMMEN ZU BRECHT-PROGRAMMEN VON ILSE SCHEER: Eine auf dem festen Boden eigener künstlerischer Mittel stehende Schauspielerin ? Eine sehr nuancenreiche Stimme und exakt eingesetzte mimische Fähigkeiten ? ein sehr dichter Abend in künstlerischer Hinsicht, bei der sich die Aktualität Brechts erneut beweisen konnte. (BONNER RUNDSCHAU) Sie hat den trotzigen Optimismus in der Stimme, jenes Felsenfeste, das die herrschende Bitterkeit hinter sich lässt, eine Art Pathos der Hoffnung, das gebrochen wird durch die valentinesk bohrende Naivität und Komik. (SÜDWEST PRESSE) Der große Brecht erwies sich in diesem Programm sehr lebendig. Ilse Scheer war eine gekonnt virtuose Interpretin. (DIE WELT) ? SCHEER LIEST HA?EK Unterhaltsame Geschichten über Noahs Sohn und andere Heilige, über Mörder, Selbstmörder, über Scheidungen und andere tröstliche Dinge: gelesen von Ilse SCHEER, musikalisch begleitet von Rudolf STODOLA 14. + 15. Oktober 2005 (20h) Unterhaltsame Geschichten über Noahs Sohn und andere Heilige, über Mörder, Selbstmörder, über Scheidungen, finanzielle Schwierigkeiten und dergleichen Angenehmes und Erheiterndes. Jaroslav Ha?ek (1883-1923) wurde als Sohn eines Gymnasiallehrers in Prag geboren, verließ nach dem Tod des Vaters als Dreizehnjähriger die Schule, begann eine Drogistenlehre, absolvierte die Prager Handelsakademie; durchwanderte ohne Geld viele Länder Europas; war vorübergehend Angestellter einer Versicherungsgesellschaft; entschied sich als Zwanzigjähriger für den Beruf eines freischaffenden Schriftstellers; schrieb Feuilletons und etwa 1200 humoristische und satirische Kurzgeschichten für Prager Blätter; wurde 1915 zur k. u. k. Armee eingezogen; trat zu den Tschechoslowakischen Legionen in Rußland über; war als Agitator und politischer Kommissar in der Fünften Roten Armee tätig; 1920 kehrte er nach Prag zurück. Begann 1921 mit der Niederschrift seines großen satirischen Romans ?Die Abenteuer des braven Soldaten Schwejk"; starb 1923 vor dessen Vollendung. ? KAISER- & KÜCHENLIEDER Ilse SCHEER & Rudolf STODOLA in der legendären Inszenierung mit den schönsten Liedern des Hausschatzes Matinee: 9. + 16. Oktober 2005 (16h) Ilse SCHEER & Rudolf STODOLA in der legendären Inszenierung mit den schönsten Liedern des Hausschatzes: Endlich gibt am Spittelberg wieder eine resche Küchenfee samt feschem Herrn Untermieter den Ton an: zwischen Kuchlkredenz und Lavoir rühren und köcheln, musizieren und trällern die beiden in trauter Zweisamkeit schaurigschöne Moritaten von Mord und Totschlag, Liebesleid und ?weh, bis kein Auge trocken bleibt. Was Ilse Scheer und Rudolf Stodola hier wie einst im Mai auf das Vergnüglichste zum Besten geben, ist von Text und Musik bis hin zum Bühneninterieur authentisch: Gar köstlich in Szene gesetzte ?Kaiser- und Küchenlieder? von anno dazumal. Bereits vor über 30 Jahren als einmaliger Silvestergag gedacht, hat sich das Programm schnell im gesamten deutschen Sprachraum als unverwüstlicher Dauerbrenner erwiesen. Das gleiche gilt für beide Darsteller: im Laufe der Jahrzehnte sind sie wie maßgeschneidert in ihre Rollen hinein gereift und treffen heute ihr Publikum bereits in zweiter und dritter Generation punktgenau in Herz, Hirn und Zwerchfell. Auch auf CD (Nr. PR 90008) erhältlich bei ?Preiser Records? (Tel. 533 62 28) ITALIENISCHE WEINSTUBE (gegenüber der Creperie): 1070 Wien; Spittelberggasse 3 Kartenreservierungen unter Tel. 0688 81 56 644 Eintritt: ? 14,--/ ? 12,-- (Gruppen: ? 10,-) GAMUEKL: 1040 Wien; Favoritenstrasse 58/Top 15; Tel. 0699 - 913 14 11; e-mail: office at gamuekl.org ILSE SCHEER Schauspielerin, Regisseurin Ausbildung bei Dorothea Neff und Mela Wigandt, Wien Mitbegründerin der ?Komödianten?/Wien Mitbegründerin und künstlerische Leitung der ?Theatermanufaktur?, mit Otto Zonschitz 10 Jahre lang künstlerische Leitung der Theatermanufaktur am Halleschen Ufer Berlin Leitung des Sommertheaters Theater am Spittelberg Wien 2000 bis 2002 Gast-Inszenierungen und zahlreiche Tourneen im In- und Ausland ? Inszenierungen: Bertolt Brecht: ?Pauken und Trompeten?, ?Die Mutter?, ?Der gute Mensch von Sezuan? Margarete Steffin: ?Wenn er einen Engel hätte? Hauptmann/Brecht: ?Happy End? Jura Soyfer: ?Astoria Nestroy: ?Weder Lorbeerbaum noch Bettelstab? ? Eigene Produktionen ?Kaiser- und Küchenlieder? mit Rudolf Stodola ?Die Schlesische Nachtigall? (Regie: Conny Hannes Meyer) ?Die andere Bibel? (Regie: Otto Zonschitz) ?Die Macht des Schicksals oder Sie werden mich noch kennenlernen? ?Die Nussbaumsonate? (Buch und Regie: Otto Zonschitz) Brecht-Programme, u. a. : ?So wie es ist, bleibt es nicht? ?Wer baute das siebentorige Theben? ?Das Sichere ist nicht sicher? ?Wenn die Haifische Menschen wären? ? Rollen u. a.: Brecht: Shen Te in ?Der gute Mensch von Sezuan? Mutter in ?Die Mutter? Frau Carrar in ?Die Gewehre der Frau Carrar? Dansen in ?Dansen? Frau Cornamontis in ?Rundköpfe und Spitzköpfe? Eisler: Grete und Hanswurst in ?Faust? Dürrenmatt: Tabtum in ?Ein Engel kommt nach Babylon? Nestroy: Flora Baumscheer in ?Talisman? Sartre: Madame Bounoumi in ?Nekrassow? ? Co-Regie mit Otto Zonschitz: Nestroy ?Der Talisman? Peter Weiss ?Der Gesang vom Lusitanischen Popanz? Hanns Eisler: ?Johann Faustus? Zonschitz/Neruda: ?Murieta? Zonschitz: ?1848? ?Henry Ford? ?Das Richtfest? ?Unser Recht zu Leben? ?Das Phantom vom Spittelberg? u.a. ? Gastspiele und Tourneen: Wien, Berlin, Paris, London, Denver, Moskau, Leningrad, Parma, Lyon, Bozen, Meran, Frankfurt, Turku, Tampere, Nancy, Hamburg, München, Wrozlaw, Sarajevo, Rostock, Graz, Innsbruck, Zürich, Winterthur, Stockholm, Oslo, Amsterdam, Havanna, Kopenhagen, Brüssel, Utrecht u. a. RUDOLF STODOLA Geboren 1946 in Wien Studium am Wiener Konservatorium (Klavier, Musiktheorie) bei Prof. E. Spiller Schauspiel-Ausbildung in Wien 1970 Preisträger des Wiener Kulturfonds für schauspielerische und musikalische Leistungen Mitarbeiter der ?Komödianten? Wien (Leitung Conny Hannes Meyer) im Theater am Börseplatz Seit 1972 in Berlin, musikalische Leitung der ?Theatermanufaktur?, bei Produktionen der Ruhrfestspiele, des Landestheaters Tübingen und des Staatstheaters Stuttgart Bearbeitungen von Bühnenmusiken von A. Müller, Eisler, Weill, Wagner-Regeny u. a. Musik zu Film und Theaterstücken Zahlreiche Tourneen als Schauspieler und Theatermusiker nach London, Paris, Moskau, Denver, Havanna, Skandinavien, Polen und Jugoslawien, Stuttgart, Köln, Hamburg, Leipzig u. v. a. Rollen u.a.: Hanns Eisler: Faust in ?Johann Faustus? ?Kaiser- und Küchenlieder? und ?Die Nussbaumsonate? mit Ilse Scheer ? Unterrichtet seit 1991 Gesang für Schauspieler/Innen ? 1994 Sonderpreis beim Kompositionswettbewerb des Sängerbundes Rheinland-Pfalz ? Seit 1996 Musik zu den Produktionen der ?Berliner Compagnie? ? 2000 bis 2002: Sommertheater im Theater am Spittelberg, Wien ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND KOMMENTARE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ============================================== 05 Kontrolle und Tabu From: wadi_wien at gmx.at ============================================== http://www.wadinet.de/analyse/iraq/kontrolleundtabu.htm Kontrolle und Tabu Im kurdischen Nordirak ist die Genitalverstümmelung von Frauen weit verbreitet. Frauenorganisationen haben eine Kampagne gegen die Praxis begonnen. von sandra strobel, suleymania Bekannt ist die Praxis der "Female Genital Mutilation" (FGM) vor allem aus dem subsaharischen Afrika und Ägypten, wo einer Untersuchung zufolge 97 Prozent aller verheirateten Frauen im Alter von 15 bis 49 Jahren an der Klitoris verstümmelt worden sind. Seit langem vermuten Frauenorganisationen, dass diese brutale Praxis auch in anderen islamischen Ländern weit verbreitet ist. Doch in Diktaturen wie Syrien, Saudi Arabien oder dem Iran werden Informationen zu diesem Thema weitgehend unterdrückt. Seit einiger Zeit beginnt sich dies allerdings, wenn auch sehr langsam, zu ändern. So hat etwa die jemenitische Regierung nach Angaben von Unicef einige Schritte unternommen, um Klitorisbeschneidungen zu unterbinden. Und seit einiger Zeit wird auch in Irakisch-Kurdistan über dieses Problem offen diskutiert. Mitte der neunziger Jahre begannen Frauenorganisationen in Suleymaniah die verschiedenen Formen von Gewalt gegen Frauen zu thematisieren. Möglich war dies, weil diese Region nach 1991 dem militärischen Zugriff der Diktatur Saddam Husseins entzogen war. Seitdem hat sich im Nordirak eine rudimentäre Zivilgesellschaft entwickelt. Ersten Berichten über Klitorisbeschneidungen, die das Fraueninformationszentrum Rewan vorlegte, wurden allerdings kaum Glauben geschenkt. Offiziell ist diese Praxis verboten, was dazu führt, dass sie, anders als in Afrika, heimlich und unter äußerst unhygienischen Umständen durchgeführt wird. Erst als vergangenes Jahr die deutsch-österreichische Hilfsorganisation Wadi in Germian, einer extrem armen und benachteiligten Region im Südwesten Suleymanias, eine Studie unter 1500 Frauen durchführte, wurde das Ausmaß des Problems bekannt: 907 der befragten Frauen waren beschnitten. "Wir waren erschüttert als wir die Resultate sahen", sagte Suaad Abdulrahman, die Frauenprojektoordinatorin von Wadi. "Wir wussten zwar, dass es diese fürchterliche Praxis hier gibt, nicht aber, dass mehr als 50 Prozent der Frauen betroffen sind." Hero Umar, eine Sozialarbeiterin aus Germian, die an der Studie beteiligt war, erklärt, in der Regel würden die Mädchen im Alter von vier bis sechs Jahren dem schmerzhaften Eingriff unterzogen. Dabei komme es häufig vor, dass Mädchen verbluten. Im Irak findet die so genannte Sunna-Beschneidung statt, bei der äußere Schamlippen und Klitoris entfernt werden. Diese Bezeichnung nimmt Bezug auf die Sunna, die islamische Überlieferung, der zufolge Mohammed einer Beschneiderin die Anweisung gegeben habe soll: " Nimm wenig weg und übertreibe nicht!" Im Koran dagegen wird die Frauenbeschneidung nicht erwähnt. Deshalb herrscht unter den Klerikern Uneinigkeit. Einige sunnitische Rechtschulen befürworten die Beschneidung, andere lehnen sie ab. Unter Saddam Husseins Regierung wurde die Beschneidung von Frauen geleugnet, deshalb fehlen umfassende statistische Daten. Auch die kurdische Regionalregierung hat es bislang bevorzugt, das Problem herunterzuspielen, erklärt Awad, der lange in einem Frauenschutzhaus gearbeitet hat. Nun bereitet er, unterstützt von Hilfsorganisationen, eine Studie im Nordirak vor. "Was wir brauchen, ist eine landesweite Kampagne gegen Genitalverstümmelung. In Schulen, Kindergärten, Moscheen und in den Medien muss dieses Problem thematisiert werden." Bislang wird FGM als Familienangelegenheit und absolutes Tabuthema behandelt. In der sehr patriarchalisch geprägten kurdischen Gesellschaft spielt das Konzept der "Ehre" eine Schlüsselrolle. Die "Ehre" der Familie ist direkt an das Sexualverhalten der Frauen gebunden und wird mit Waffengewalt verteidigt. "Khatana, so der kurdische Name für FGM, warnt das Mädchen auf brutalste Art davor, die Ehre der Familie in Gefahr zu bringen. Das ist Besitzsicherung", sagt Runak Faraj, Geschäftsfüherin von Rewan. Die Praxis der Genitalverstümmelungen passt schlecht zu dem Bild, dass die Kurden gerne nach außen vermitteln. Besonders Suleymaniah gibt sich betont westlich, weniger Frauen als in anderen kurdischen Städten tragen hier ein Kopftuch. Doch hinter dieser Fassade verbirgt sich eine andere Realität. " Wir Frauen wissen alle, dass es für uns eine rote Linie gibt, deren Überschreitung schnell tödlich verlaufen kann. Keine von uns ist frei. Auch in Suleymania nicht, der modernsten Stadt Kurdistans," kritisiert Nias, eine Studentin der Universität Suleymania, die gerade ihre Magisterarbeit über Selbstmorde von Frauen beendet hat. Stichproben von Rewan ergaben, dass selbst in Suleymaniah im Jahr 2001 noch mindestens zehn Prozent der Frauen beschnitten waren. "In Dörfern und den armen Stadtvierteln der Städte, in denen Traditionen und Unwissenheit dominieren, liegt die Quote wesentlich höher", erklärt Nias. Auf dem Land seien die Leute noch immer der Ansicht, unbeschnittene Frauen seien schmutzig und könnten nicht kochen, weil sie ständig an Sex denken würden. Zudem unterstützen viele Kleriker die Beschneidung. Aber es gibt auch gegensätzliche Entwicklungen. In Suleymania wurde sogar eine Fatwa gegen Genitalverstümmelung von Frauen erlassen, doch ist dies vor allem in Dörfern, in denen die Frauen weder lesen noch schreiben können, weitgehend unbekannt. "Tradition ist ein wichtiger Pfeiler der kurdischen Gesellschaft. Nur wenige haben Khatana bisher in Frage gestellt. Man macht es, weil es schon immer so war, weil es alle machen und weil es eben gemacht werden muss", sagt Nias. "Außerdem herrscht in unserer Gesellschaft ein völlig unnatürliches Verhältnis zu Sexualität. Die Eltern reden mit ihren Kindern nicht darüber und können ihnen deswegen nicht vertrauen." Das größte Problem sei der Wunsch der Männer, totale Kontrolle über ihre Frauen auszuüben. Befragungen haben allerdings ergeben, dass vor allem ältere Frauen auf der Beschneidung ihrer Töchter oder Enkelinnen bestehen. Dies mag auf Unwissenheit zurückzuführen sein, aber auch die Angst, unbeschnittene Frauen könnten von ihrem Ehemann nach der Hochzeitsnacht wieder nach Hause geschickt werden, spielt eine Rolle. Doch selbst in den Dörfern beginnt sich etwas zu ändern. Fatima erzählt: "Meine Mutter hat es bei mir und allen meinen älteren Schwestern getan. Aber bei meinen jüngeren Schwestern habe ich es nicht zugelassen. ,Wenn du es trotzdem machst, schneide ich dir deine Ohren ab!', sagte ich meiner Mutter." Dass verschiedene Medien über Klitorisbeschneidungen berichtet haben, Frauenorganisationen Aufklärungskampagnen planen und offener über die verschiedenen Formen von Gewalt gegen Frauen diskutiert wird, sei erst der Anfang eines langen und schwierigen Prozesses, meint Nias. "Früher, zu Saddams Zeiten hätte man uns einfach verhaftet oder wir wären verschwunden." In Suleymaniah hofft man, dass die Aktivitäten gegen FGM auch Wirkungen im restlichen Irak zeigen. Man ist sich sicher, dass Frauen im ganzen Land unter dieser Praxis leiden, nur traue man sich im Süd- und Zentralirak noch nicht, darüber zu sprechen. "Diese Gesellschaft fußt wie in allen islamischen Ländern auf der Unterdrückung von Frauen", weiß Suaad Abdulrahman, "erst wenn wir dies ändern, wird sich unser Traum von einem Leben in Demokratie und Freiheit verwirklichen." Erschienen in Jungle World v. 31. 8. 2005 -- WADI - Verband für Krisenhilfe und solidarische Entwicklungszusammenarbeit e-mail: wadi.wien at gmx.at Tel.: 0699-11365509 Spendenkonto in Österreich: Kontonummer 07.405.301 Evangelische Kreditgenossenschaft eG BLZ 31800 IBAN: AT10 3180 0000 0740 5301 BIC: EVKRATW1 Website mit weiteren Informationen zu Projekten von Wadi und Veranstaltungshinweisen: www.wadinet.at ============================================== 06 Kurdish Women want Secular Laws From: wadi_wien at gmx.at ============================================== KURDISH WOMEN WANT SECULAR LAWS Women in Iraqi Kurdistan worry that the wording of the draft charter could open the way to Sharia law.By Samah Samad and Safaa al-Mansoor in Sulaimaniyah In the largely secular Kurdish-dominated north of Iraq, many women are concerned about references to Islam in the country's new draft constitution.The draft document which was approved by lawmakers on August 28 includes the provision that Islam, as the official state religion, is "a basic source of legislation".It also states that "no law can be passed that contradicts the undisputed rules of Islam."Such clauses, say many Kurdish women, who are used to living in the relatively liberal environment of the Kurdistan region, could open the door to Islamic governance.The constitution was drafted mainly by Shia Arab and Kurdish politicians, whose political parties took first and second places respectively in the January election to the National Assembly.The document may yet be rejected, if two thirds of the voters in at least three out of Iraq's 18 provinces vote against it in a referendum scheduled for October 15.Sunni Arabs - who boycotted the January elections and played a lesser role in the drafting process - have vowed to do all they can to make sure that happens, as they feel the wording on federalism, in particular, will disadvantage them.But there is also much dissatisfaction with the document amongst women in Iraqi Kurdistan, albeit for different reasons. Ala Talabani, head of the Women's Empowerment Organisation in Sulaimaniyah, says her group will lobby for votes against the constitution, with its blanket ban on legislation that contradicts Islam.Dr Awreng Mohamad Qadir, a pediatrician and also a women's rights activist, says she is concerned about the citation of Islam as a basic source of law. "We are afraid of having a religious state," she said.Before the draft was finalised, there was concern among Iraqi women's groups that Islam would be named the principal source of legislation, rather than "a source"."I have got my freedom here in this region," added another Kurdish woman, Shireen Osman, "and I will not allow any law to force me to do something I don't like." Many women in the region would prefer to see a clear divide between religion and state. "There should be a new civil and secular society to match other communities in the world," said Sara Ahmed, a law student at Sulaimaniyah University. "That would present new opportunities for women to demonstrate their qualifications and capacity." Some in the region, though, welcome a role for Islam in state affairs. Amina Kareem, a single mother of six who works as a cleaner in a hotel, said she knows little about the constitution. But she hopes that it will help to address the fact that young women of today have forgotten many customs of the past. "I want a religious state to keep our inherited traditions," she said. Samah Samad and Safaa al-Mansoor are IWPR trainees in Iraq. -- WADI - Verband für Krisenhilfe und solidarische Entwicklungszusammenarbeit e-mail: wadi.wien at gmx.at Tel.: 0699-11365509 Spendenkonto in Österreich: Kontonummer 07.405.301 Evangelische Kreditgenossenschaft eG BLZ 31800 IBAN: AT10 3180 0000 0740 5301 BIC: EVKRATW1 Website mit weiteren Informationen zu Projekten von Wadi und Veranstaltungshinweisen: www.wadinet.at ============================================== 07 Graz-Medizinuni From: kpoe_stmk at hotmail.com ============================================== KPÖ Steiermark Lagergasse 98a 8020 Graz Tel. 03 16 / 71 24 36 Fax 03 16 / 71 62 91 email: kpoe_stmk at hotmail.com Donnerstag, 1. September 2005 Presseinformation der KPÖ Steiermark Medizinuni: Keine Vorlesungen für Erstsemestrige Studium nur übers Internet möglich Scharfe Kritik an den unzumutbaren Zuständen an der Medizinischen Uni Graz übte der Studienvertreter für Humanmedizin Sebastian Wisiak (KSV) am Donnerstag. An der Medizinischen Universität Graz sind für diesen Herbst bereits fast 3.000 Studierende vorangemeldet. Im Jänner findet ein Auswahlverfahren statt, das nur den besten 100 ein Weiterkommen erlaubt. Bis dahin wird den Studierenden keine einzige Vorlesung und kein einziges Praktikum geboten. Unterrichtet wird ausschließlich über das Internet. Dabei verdient die Uni allein an den Studiengebühren der Erstsemestrigen über 1 Million ?! Hinzuzurechnen sind noch die Einsparungen an den Personalkosten, für die bisher täglichen Praktika. Wenn von Seiten der Universitätsführung behauptet wird, man wolle den freien Hochschulzugang erhalten, geht es in Wahrheit nur um plumpe Geldbeschaffung. Eine weitere Frechheit ist darin zu sehen, dass der EMS-Test, der einen großen Teil des Auswahlverfahrens ausmacht, von einer privaten Firma gemacht wird, die dazu kostenpflichtige Seminare im Bereich von 500 ?790 ? anbietet. Eine andere Vorbereitung darauf ist nicht möglich, weil kein vergleichbarer Test vorliegt! Wenn man die Puzzleteile zusammensetzt, ergibt sich ein klares Bild davon, wie die Zusammensetzung der Studierenden aussieht, die auch im 2. Semester studieren werden. Denn es wird sich darunter kaum jemand finden, der/die nicht von zu Hause mit großzügigen finanziellen Mitteln unterstützt wird. Wisiak: "Wir fordern daher die Uni auf, die Studiengebühren zurückzuzahlen und ein Ausbildungssystem zu schaffen, das Studierende aus sozial schwächeren Schichten nicht benachteiligt." Die steirische KPÖ unterstützt diese Forderung und fordert eine bessere finanzielle Ausstattung der Universitäten. Rückfragehinweis: 0660/ 3492014 KPÖ-Steiermark Lagergasse 98 a 8020 Graz Tel.: 0316 71 24 36 Fax 0316 71 62 91 email: kp.stmk at kpoe-graz.at; kpoe_stmk at hotmail.com ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< SERVICE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ============================================== 08 Andersrum-Newsletter From: andersrum.gruene.at ============================================== ******************************************** Newsletter andersrum.gruene.at mit den neuen Headlines seit 1. 9. 2005 09:44 ********************************************* ******* INHALT ******* - dance against intolerance - Lauf mit uns den Business Run - Todesstrafe wegen Homosexualität muss ein Ende haben - Stoppt die Hinrichtungen im Iran! ***************************************** *** dance against intolerance *** 29. August 2005 Im Oktober haben erstmals alle ab 16 die Wahl. Am 9. September startet unsere "ALLES WIRD GUT TOUR" durch die Bezirke mit einem Fest im Museumsquartier. http://www.gruene-andersrum.at/wien/artikel/lesen/2229/1396/ ***************************************** *** Lauf mit uns den Business Run *** 26. August 2005 Der Wiener Business Run startet am 1. September wieder. Wir sind mit Grünen Teams dabei. Hast du Lust, in einem Grünen Team mitzulaufen? http://www.gruene-andersrum.at/wien/artikel/lesen/2219/1396/ ***************************************** *** Todesstrafe wegen Homosexualität muss ein Ende haben *** 26. August 2005 Neuerlicher Protest gegen Hinrichtung zweier schwuler Männer im Iran. http://www.gruene-andersrum.at/international/artikel/lesen/2217/1396/ ***************************************** *** Stoppt die Hinrichtungen im Iran! *** 25. August 2005 Die HOSI Wien und die Rosa Lila Villa rufen am Freitag, den 26. August, zu einer Demonstration gegen die Hinrichtungen im Iran auf. http://www.gruene-andersrum.at/international/artikel/lesen/2211/1396/ ============================ http://andersrum.gruene.at/ ============================ ================================================ C) TERMINE ================================================ ======================== Freitag http://www.mund.at/butt/Termine/September/0209.htm Samstag http://www.mund.at/butt/Termine/September/0309.htm Sonntag http://www.mund.at/butt/Termine/September/0409.htm ======================== ================================================ D) EDITORIAL ================================================ Für den Inhalt verantwortlich und damit auch MedieninhaberInnen: Ihr. E-Mail-Adresse für Beiträge: widerstand at no-racism.net geschickt. widerst at nd MUND und alle Termine täglich aktualisiert im Web: http://www.no-racism.net/MUND Ziel von MUND (medienunabhängiger Nachrichtendienst) ist die unzensurierte und möglichst rasche Information über gesellschafts- politisch relevante Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu Widerstand und Antirassismus sowie verwandte Themen. sollen einen Titel, Namen und Emailadresse der/des AutorIn enthalten und möglichst kurz und prägnant gehalten sein, ev. mit Hinweis, wo weitere Informationen eingeholt werden können. Bitte keine Attachments! Die inhaltliche und sachliche Verantwortung liegt bei der/dem jeweiligen AutorIn bzw. jenen, die uns die Beiträge schicken. Der MUND wird von einzelnen TagesredakteurInnen zusammengestellt. Da Fehler nicht ausgeschlossen sind, bitten wir, nicht veröffentlichte Beiträge nochmals an widerstand at no-racism.net zu senden. Die Weiterleitung (auch auszugsweise) ist erwünscht. Beiträge mit rassistischen oder sexistischen Inhalten werden nicht veröffentlicht. Sehr persönliche Meldungen werden wir an den betreffenden Adressaten weiterleiten, aber nicht im MUND veröffentlichen. Die bisherigen Ausgaben sind unter http://www.no-racism.net/MUND archiviert. Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage: * Wann: Sonntag, 11.11.2001, 11:11 Uhr * * Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" * * Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf * * Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie. Aber kurz und prägnant.* Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch stillschweigend Zensur zu üben. Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die Nichtaufnahme geliefert. (Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.) Die AbsenderInnen der betroffenen Beiträge werden hiervon informiert. Im Sinne einer "gläsernen Zensur" könnt ihr Euch die Beiträge gerne extra schicken lassen: Ein kurzes Mail an widerstand at no-racism.net genügt. ================================================ E) VERTEILERLISTE ================================================ Zur Eintragung in diesen Verteiler bitte direkt subskribieren unter http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/analle oder von der einzutragenden Adresse aus ein mail schicken an: admin at no-racism.net mit folgendem Text: subscribe no-racism Bitte wegen Automatisierung diesen Wortlaut verwenden! Zur Austragung aus dieser Liste bitte an zusammengestellt. Bitte keine Attachments! (werden nicht angenommen) nicht drinnen: 1 profaschistischer beitrag, 2 zeitungsartikel Redaktionsschluss für diese Ausgabe: Do 2:00 III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III ü, ö, ä, ß, Ü, Ö, Ä III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III widerst at nd-MUND is powered by http://strg.at/ ================================================ From analle at no-racism.net Wed Sep 7 08:51:49 2005 From: analle at no-racism.net (=?iso-8859-1?q?MUND=3A_medienunabh=E4ngiger_Nachrichtendienst?=) Date: Wed, 7 Sep 2005 08:51:49 +0200 Subject: MUND: Dienstag, 06.09.2005 Message-ID: <006101c5b378$a2efd040$4e046d50@chello.at> widerst at nd MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst www.no-racism.net/mund Dienstag, 06.09.2005 ================================================ A) INHALT ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 01 7.9.: ksoe: Antritts-PK von Schlagnitweit als neuer Direktor "ksoe" ================================================== 02 14.9.: Deutschland-Veranstaltung "agm" ================================================== 03 15.9.: Politisches Engagement Zukunfts- und Kulturwerkstätte ================================================== 04 29.9.-5.10.: "Bunt und braun?" infoladen wels ================================================== 05 Lesereihe "Alles über Zeit" Victor Halb ================================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND KOMMENTARE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 06 Prokop-Putin-Pakt office at asyl-in-not.org ================================================== 07 Volkshausfest/Landtagswahl/Kaltenegger KPÖ Steiermark ================================================== 08 SLP-Wahlkampf-Info, Einladung zu Treffen, Flutkatastrophe USA "Sozialistische LinksPartei" ================================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< SOLIDARITÄT WELTWEIT ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 09 US-Ökonom: Regierung der Unfähigkeit "Initiative muslimischer ÖsterreicherInnen" ================================================== 10 It's time to let the majority rule in Iraq "wadi wien" ================================================== 11 Irakische KP zum Verfassungsentwurf "wadi wien" ================================================== 12 China / EU-Gipfel: EU ignoriert Opfer des Wirtschaftsbooms in China "GFBV" ================================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< LINKS / VERWEISE / HINWEISE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 13 Context XXI 3-4/05 Österreich frisst Ei.... "Ökologische Linke" ================================================== ================================================ B) TEXTE ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 01 7.9.: ksoe: Antritts-PK von Schlagnitweit als neuer Direktor "ksoe" ================================================== Termin-Erinnerung: Einladung zur Antritts-Pressekonferenz von Dr. Markus Schlagnitweit als neuer Direktor der ksoe (Kath. Sozialakademie Österreichs) Mittwoch, 7. September 2005, 10 Uhr Club Stephansplatz 4, A-1010 Wien Moderation: P. Dr. Alois Riedlsperger SJ (bisheriger Leiter) Inhalte: > zur Person des Wirtschafts- und Sozialethikers Schlagnitweit seine gesellschaftspolitischen Anliegen die Arbeitsvorhaben der Katholischen Sozialakademie Wir freuen uns über Ihr Kommen! Um Anmeldung unter office at ksoe.at oder Tel: 01-310 51 59 wird gebeten. Mit freundlichen Grüßen Markus Blümel ksoe - Öffentlichkeitsarbeit kommunikation at ksoe.at, DW 70 ksoe (Kath. Sozialakademie Österreichs) Schottenring 35/DG A-1010 Wien Tel: 01-310 51 59 Fax:01-310 68 28 www.ksoe.at ================================================== 02 14.9.: Deutschland-Veranstaltung "agm" ================================================== Veranstaltung der Arbeitsgruppe Marxismus (AGM) W o h i n g e h t D e u t s c h l a n d ? Perspektiven der herrschenden Klasse und der Arbeiter/innen/bewegung Referent: N i c k B r a u n s (Mitarbeiter von junge welt und Mitglied der Marxistischen Initiative / München) Mittwoch, 14. September 2005, 18.30 (pünktlich) Amerlinghaus (Galerie), Stiftgasse 8, 1070 Wien Anschließend (ab 20.45): informelle Diskussionen und (für alle, die wollen) gemeinsames Ansehen von SK Rapid vs. FC Bayern auf Großbildleinwand PS: Der Referent ist Anhänger von 1860 München und Unterstützer von "Löwen-Fans gegen rechts". www.agmarxismus.net ================================================== 03 15.9.: Politisches Engagement Zukunfts- und Kulturwerkstätte ================================================== Zukunfts und Kulturwerkstätte Newsletter 12/2005 ================================================= "ICH WILL DIE WELT VERÄNDERN!" Formen politischen Engagements Was tut ein junger Mensch, der genug vom Jammern hat und sich politisch engagieren will? Die Angebotspalette diesbezüglich ist groß: Parteien oder Gewerkschaften sowie unzählige - lokale, nationale und globale - NGOs freuen sich über jeden Zuwachs. Doch während bei den einen ein Mangel an partizipationswilligen jungen Mitgliedern attestiert wird, erreichen sperrige Gesellschaftstheoretiker wie Toni Negri ein - zumeist jüngeres - engagiertes Millionenpublikum und versammeln sich 100.000e im Zeichen von Globalisierungskritik, Menschenrechtspolitik oder Umweltschutz. Sind die klassischen demokratischen Institutionen demnach out? Welche Motivation, welche Erfahrungen haben diejenigen, die sich in Parteien engagieren? Welche Ziele verfolgen andere politisch Aktive? Was kennzeichnet politisches Engagement heutzutage überhaupt? Geht es darum, "nur mehr" die unmittelbare persönliche Umgebung - das Wohngrätzel, die Schulgemeinschaft, die Situation am Arbeitsplatz - zu verbessern oder will man sehr wohl den Lauf der Welt beeinflussen? * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * Buchtipp Nicol Ljubic Genosse Nachwuchs. Wie ich die Welt verändern wollte München, DVA, 2004, EUR 18,40 erhältlich beim Büchertisch während der Veranstaltung * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * Podiumsdiskussion Donnerstag, 15. September 2005, 19 Uhr in der Zukunfts- und Kulturwerkstätte, Schönlaterngasse 9, 1010 Wien TeilnehmerInnen: Karin Harrasser Kulturwissenschafterin, beschäftigt im Bereich Wissenschaftskommunikation Nicol Ljubic Journalist und Buchautor Laura Rudas SPÖ-Gemeinderätin in Wien Moderation: Michael Vosatka Politik-Redakteur, derstandard.at * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * Nähere Infos unter: Zukunfts- und Kulturwerkstätte Schönlaterngasse 9, 1010 Wien Tel.: 01/513 86 82 www.diezuk.at zuk at spoe.at An- und Abmeldung des Veranstaltungsabos: Gehen Sie bitte auf die Seite www.diezuk.at/online/page.php?P=10180 Impressum/Offenlegung gem. §§ 24, 25 MedienG: www.diezuk.at/online/page.php?P=10942 ================================================= ================================================== 04 29.9.-5.10.: "Bunt und braun?" infoladen wels ================================================== S. g. Damen und Herren/Hallo! Wir bitten um Ankündigung folgender Veranstaltung(en): Vortrag und Diskussion: "Bunt und braun? Ideologien und Propaganda der Neonazis von heute" Eine Veranstaltung des apabiz (antifaschistisches Pressearchiv und Bildungszentrum Berlin eV) Donnerstag, 29.09.2005, 20 Uhr: Jugendzentrum STUWE, Steingasse 5, 4020 Linz Freitag, 30.09.2005, 19 Uhr: Grünes Haus, Großer Saal, Lindengasse 40, 1070 Wien Samstag, 01.10.2005, 19 Uhr, spektral, Lendkai 45, 8020 Graz Montag, 03.10.2005, Klagenfurt/Celovec (nähere Infos: www.noborder.at.tt) Dienstag, 04.10.2005, Innsbruck (nähere Infos: gaj.skisk.com) Mittwoch, 05.10.2005, 19 Uhr, Graf Hugo, Widnau 10, 6800 Feldkirch Links: www.catbull.com/grauzone gaj.skisk.com www.apabiz.de www.gaj-linz.de www.catbull.com/faulzahn/infobeisl.htm www.linkslinxooe.at mayday.widerstand.org www.gaj-vbg.at www.vstandi.at.tt ---------------- vielen dank im voraus! mfg kulturverein infoladen wels 07242-910432 ================================================== 05 Lesereihe "Alles über Zeit" Victor Halb ================================================== "ALLES ÜBER ZEIT" "... lade ich Euch ein, mit mir vier Tage in einem Landhaus in Gänsenhaupten bei Lüneburg zu verbringen, um uns dort gemeinsam ALLES anzusehen, was es heute über `Zeit´ in Erfahrung zu bringen gibt." Victor Halb liest sein Roman-Sachbuch "Das Zeit-Seminar". 4 Abende, 4 Örtlichkeiten, 4 Veranstaltungen, 4 Kapitel 1. ZEIT IM FEUILLETON - DIE GROSSE KONFUSION ... Das kann doch nichts anderes heißen als: Die eine große Zeit gibt es nicht! Die Widersprüche in dem, was uns die Experten erklären, wenn ihnen das Feuilleton die Frage stellt: "Was ist eigentlich die Zeit?", werden wohl daher rühren, dass diese Experten aus den unterschiedlichen Fachgebieten von verschiedenen Zeiten reden: Von der physikalisch-kosmologischen Zeit, von der biologisch- physiologischen Zeit, von geschichtlicher Zeit, von subjektiver Zeitempfindung, von individueller Zeit, von kollektiver Zeit, das heißt von sozialer Zeit, und so weiter. Wo sie von Zeiten reden sollten oder von dem, was eine Zeit zu einer solchen macht, das heißt von "Zeitlichkeit", begeben sie sich, ganz Fachidioten, die sie sind, in ihrem speziellen Fachgebiet auf die Suche nach einer einzig wahren aber irgendwie verloren gegangenen Zeit ... Dienstag, 13. 09. 05, 19 Uhr, Bücherei Zirkusgasse 3, 1020 Wien 2. ZEIT IN DER PHYSIK "Es ist schon bezeichnend, dass wir hier heute, ohne Widerspruch zu ernten, die Zeit in der Physik abhandeln können und erst morgen dann die Zeit in der Philosophie. Denn diese Trennung bestand nicht schon immer. Ganz im Gegenteil: Der Durchbruch der klassischen Physik kam mit Newtons Standardwerk, das sich als eine "Philosophie" verstand und von ihm auch als solche bezeichnet wurde. Heute dagegen gibt es ein von beiden Seiten anerkanntes arbeitsteiliges Verhältnis zwischen Physik und Philosophie: Die Physik ist dafür zuständig, die exakten und handfesten Resultate zu liefern. Die Philosophie andererseits, wenn sie nicht mehr hat sein wollen als exakte Wissenschaft, landete stets in der drögen Sackgasse des Positivismus. Sie soll, sie muss auch spekulieren. Wenn sie den Namen verdient, wird sie aber die Resultate aus der Physik auch weiterhin zur Kenntnis nehmen." Dienstag. 20. 09. 05, 21 Uhr, "Die Feile", Novaragasse 37, 1020 Wien 3. ZEIT IN DER PHILOSOPHIE ... Die alten Griechen waren noch ziemlich dumm. Genauer gesagt: Sie konnten nicht über ihren Tellerrand blicken. Genauer gesagt: Warum hätten sie es überhaupt versuchen sollen? Stellen wir uns vor, wir seien Philosophen im alten Griechenland. Wir würden hier in unsere Tücher eingewickelt sitzen und herumphilosophieren. In den Pausen bekämen wir gebratene Tauben serviert. Auch sonst hätten wir die Muße und den Zugang zu sämtlichen niederen, hohen und höchstkultivierten Genüssen. Was wir uns heute schwer vorstellen können: Dass das schon seit Hunderten von Jahren so ginge. Wir würden hier herumsitzen und philosophieren und es würde uns einen hohen ästhetischen Genuss bereiten, uns gegenseitig zu versichern, dass der Zustand um uns herum seit ewig so sei und auch auf ewig so weitergehen werde ... Dienstag, 27. 09. 05, 20 Uhr "St. Art", Zollergasse 6, 1070 Wien 4. AUSSEREUROPÄISCHE ZEITVORSTELLUNGEN ... In Bali könntet Ihr auf die Frage "Wann kommt der Bus?" zur Antwort erhalten: "Um vier Uhr Gummizeit." Das bedeutet, dass es zwar einen Fahrplan gibt, dass er aber nur so in etwa eingehalten wird. Es geht dabei nicht nur um Verspätungen! "Vier Uhr Gummizeit" kann ebensogut bedeuten, dass der Bus schon ein paar Stunden früher abfahren wird. Es scheint da ein gesamtgesellschaftliches ironisches Spiel mit dieser "Gummizeit" zu geben als Parodie auf die Uhrzeit. In vielen anderen Gegenden wiederum wird der Uhrzeit selbst solch eine ironische Gültigkeit verweigert. Dort ist dann die übliche Antwort auf die Frage "Wann kommt der Bus?": "Er kommt." Samstag, 01. 10. 05, 20 Uhr "Café Kafka", Capistrangasse 8, 1060 Wien Die vier Abende sind auch jeder für sich allein goutierbar. Der Eintritt ist frei. Victor Halb, Schriftsteller, Musiker, Fotograf, geb. 1962 und aufgewachsen in Nürnberg, lebt seit einem Jahr in Wien. Kontakt: Halb_on_Tour at gmx.net ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND KOMMENTARE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 06 Prokop-Putin-Pakt office at asyl-in-not.org ================================================== Prokop-Putin-Pakt Will Prokop Tschetschenen ausliefern? Asyl in Not warnt vor Pakt mit Putins Geheimpolizei Frau Prokop ist nach Moskau gefahren. Sie will, daß Russland "illegale Migranten" zurücknimmt. Von den 35.000 im Vorjahr aufgegriffenen illegalen Einwanderern wären 6000 aus Russland gekommen, fast alle aus Tschetschenien. O-Ton Prokop: "Viele kommen als Tschetschenen getarnt". Man wisse "sehr genau, daß sich viele als Tschetschenen ausgeben, aber keine sind." ("Der Standard", 5.9.2005). Frau Prokop und ihre Ratgeber wissen es vielleicht nicht: Aber Tschetschenisch ist eine eigene Sprache. Keine indogermanische wie Russisch, sondern eine kaukasische Sprache, also ganz anders. Die Asylbehörden in Österreich führen Sprachtests durch und prüfen die Asylwerber auch auf ihre Kenntnis tschetschenischer Sitten und Gebräuche. Dem UBAS stehen tschetschenische Dolmetscher zur Verfügung. Daher kann sich niemand als Tschetschene "tarnen". 90 Prozent der aus Russland stammenden Asylwerber erhalten in Österreich Asyl - weil das Ermittlungsverfahren ergibt, daß sie echte Tschetschenen sind und von Russland verfolgt werden. Frau Prokop erwähnt eine "Zusage" Russlands, Datenschutz und Menschenrechte einzuhalten. Glaubt sie wirklich, daß Putin "Zusagen" einhält? Weiß sie wirklich nicht, was in Tschetschenien geschieht? Tag für Tag werden dort Menschen von Putins Geheimdienst verschleppt, gefoltert, umgebracht. Nachzulesen in den Protokollen der Asylbehörden. Illegale "Migranten" aus Tschetschenien nach Russland "zurückzuführen", ist Beihilfe zum Mord. Michael Genner Asyl in Not Währingerstraße 59 1090 Wien Tel.: 408 42 10-15, 0676 - 63 64 371 www.asyl-in-not.org (druckfehler-korrigierte Fassung) Spendenkonto: Asyl in Not, P.S.K., Kontonummer 92.034.400 ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ Die Zusendungen können Sie bei Bedarf unter http://asyl-in-not.org/abo/ abbestellen. Asyl in Not, Währingerstraße 59, A-1090 Wien Telefon +43/1/408 42 10, Fax +43/1/405 28 88 mailto:office at asyl-in-not.org http://asyl-in-not.org ================================================== 07 Volkshausfest/Landtagswahl/Kaltenegger KPÖ Steiermark ================================================== PRESSEMITTEILUNG DER STEIRISCHEN KPÖ Kaltenegger beim Volkshausfest: "KPÖ in engere Wahl ziehen" Beim traditionellen Volkshausfest der Grazer KPÖ am Samstag spielte auch die Landtagswahl am 2.Oktober eine Rolle. Stadtrat Kaltenegger in seiner Begrüßungsansprache: "Ich möchte sie ersuchen, am 2. Oktober eventuell die KPÖ, Liste 5, in die engere Wahl zu ziehen, undsollten sie vielleicht überlegen, nicht zur Wahl zu gehen: Nicht zur Wahl zu gehen, bedeutet eigentlich´Danke` zu sagen zu den herrschenden Parteien, denn es wird sich einfach nichts ändern." Wahlzziel der steirischen KommunistInnen ist der Einzug in den Landtag mit 2 Mandaten. Auf dem sehr gut gesuchten Fest wurden auch die neuen Ansteckplaketten der steirischen KPÖ mit dem text: "Fürchtet Euch nicht -KPÖ" vorgestellt. KPÖ-Steiermark Lagergasse 98 a 8020 Graz Tel.: 0316 71 24 36 Fax 0316 71 62 91 email: kp.stmk at kpoe-graz.at; kpoe_stmk at hotmail.com ================================================== 08 SLP-Wahlkampf-Info, Einladung zu Treffen, Flutkatastrophe USA "Sozialistische LinksPartei" ================================================== Liebe Kollegin! Lieber Kollege! Der Wahlkampf in Wien gewinnt an Fahrt. Die Sozialistische LinksPartei (SLP) hat - auch durch Ihre Unterstützung - bereits einen Gutteil der nötigen Unterstützungs-Unterschriften gesammelt (Bezirke 10, 20 sowie 5,4,6,1 für Wahlkreis Zentrum). Wir möchten Sie auf folgende Neuigkeiten aufmerksam machen und zu unseren beiden Wahlkampf-Gruppentreffen einladen. * Am Wochenende erschien die neue Ausgabe unserer Zeitung "Vorwärts", die erste von zwei Wahlkampf-Sonderausgaben (das Stück um 50 Euro-Cent). Die Titelseitenüberschrift lautet "Nein zu Sozialabbau und Privatisierung". Im Internet als PDF zu lesen: http://www.slp.at/uploads/media/vorwaerts149_sep05_web.pdf * Mit dieser Woche starten wir je eine Wahlkampf-Gruppe im Norden (20. Bezirk) und eine im Süd-Bereich (5., 10. und angrenzende Bezirke). Das bisherige Treffen am Mittwoch im Amerlinghaus, 7. Bezirk, findet nicht mehr statt. Die neuen Termine sind: --- Wahlkampftreffen 20. Bezirk jeden MITTWOCH ab 19 Uhr im Lokal "Peer Gynt", Jägerstraße 38 (nahe U6-Jägerstrasse und Linie 5). Am Mittwoch, den 7. September zum Thema "Venezuela - Perspektiven für eine sozialistische Zukunft" mit Vorstellung der neuen Broschüre. --- Wahlkampftreffen Bezirke 5,10,6,4 jeden FREITAG ab 19 Uhr in der "Bunten Kuh" (Hinterzimmer), Ecke Zentagasse/Siebenbrunnengasse im 5. Bezirk. Die Themen: "Die Flutkatastrophe in den USA; warum die Herrschenden und der Kapitalismus Tausende sterben lassen?" sowie Aktionsplanung für den Wiener Wahlkampf. Schauen Sie vorbei, auch wenn Sie in anderen Bezirken oder Orten wohnen! * SLP auf "Radio Orange - 94.0" (im Raum Wien auf UKW 94.0, im Telekabel auf 92.7 und weltweit http://orange.or.at/live/) am Freitag, den 9. September um 20 Uhr: In der Sendung "Trotz allem", dem politischen Wochenjournal von "Radio Orange 94.0" kommen dieses mal VertreterInnen der SLP zu Wort. Es geht um die Wiener Bezirks- und Gemeinderatswahlen und unsere Kandidatur. * Die Katastrophe an der US-Golfküste: Arme Menschen (in den Südstaaten sind dies überwiegend Schwarze, die zusätzlich oft rassistischer Diskriminierung ausgesetzt sind) sind am stärksten von der Flut betroffen. Die Logik des Kapitalismus verhinderte rasche Hilfe - statt Menschen zu retten, stand auf der Prioritätenliste der Herrschenden, sogenannte "Plünderer" zu erschießen. Ein erster Artikel von der US-amerikanischen Schwesterorganisation der SLP: http://www.socialistworld.net/eng/2005/09/01us.html Mit besten Grüßen, Das Wahlkampf-Team der SLP ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< SOLIDARITÄT WELTWEIT ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 09 US-Ökonom: Regierung der Unfähigkeit "Initiative muslimischer ÖsterreicherInnen" ================================================== Kommentar der anderen: Regierung der Unfähigkeit Die Bush-Administration habe den Katastrophenschutz finanziell ausgehungert, kritisiert US-Ökonom Paul Krugmann Einer der prominentesten US-Ökonomen und -Publizisten erhebt massive Vorwürfe gegen die Bush-Administration: Sie habe den Katastrophenschutz finanziell ausgehungert und systematisch ruiniert. * * * Vor dem 11. September zählte die Bundesbehörde für Katastrophenschutz (FEMA) die drei wahrscheinlichsten Katastrophen auf: Eine Terrorattacke auf New York, ein großes Erdbeben in San Francisco und ein Hurrikan, der New Orleans trifft. "Das New-Orleans-Szenario," schrieb der Houston Chronicle im Dezember 2001, "könnte das tödlichste von allen sein" - und malte ein Desaster aus, das dem nun eingetroffenen deutlich ähnelt. Warum waren dann New Orleans und die Nation so unvorbereitet? Nach dem 11. September wurden unbequeme Fragen im Namen der nationalen Einheit zuerst weggeschoben, dann unter einer dicken Schicht der Weißwaschung vergraben. Diesmal aber müssen sich ihnen die Verantwortlichen stellen: Frage eins: Warum hat es so lange gedauert, bis Hilfe kam? Katrina ist schon Tage her, und es war schon am vergangenen Freitag klar, dass der Sturm einen gewaltigen Schaden an der Golfküste anrichten kann. Aber die Reaktion, die man von einem entwickelten Land erwarten würde, blieb aus. Tausende Amerikaner liegen im Sterben oder sind schon tot, nicht weil sie sich weigerten zu fliehen, sondern weil sie zu arm oder zu krank waren, um ohne Hilfe herauszukommen - und Hilfe wurde ihnen auch nicht angeboten. Selbst militärische Ressourcen wurden nicht rechtzeitig zum richtigen Platz beordert. "Während Reporter sich am Mittwoch im Notquartier einer Mittelschule schreckliche Geschichten über Tod und Überleben anhörten, blickten sie nach Norden und sahen dort Luftwaffenpersonal, das Basketball spielte und Gymnastikübungen machte. Basketball und Gymnastik!", schrieb die Sun Herald in Biloxi (Mississippi). Vielleicht dachten Regierungsbeamte, dass die Nationalgarde für Ordnung sorgen und Hilfe bringen könnte. Aber viele Nationalgardisten und ein Großteil der Ausrüstung sind im Irak. "Die Nationalgarde braucht die Ausrüstung zu Hause um die Heimatschutzmission zu unterstützen", sagte ein Gardeoffizier in Louisiana vor einigen Wochen den Journalisten. Frage zwei: Warum wurde nicht mehr zur Vorbeugung getan? Seit 2003 hat das Ingenieurkorps der Armee ihre Hochwasserschutzarbeiten drastisch verlangsamt, einschließlich der Arbeiten an sinkenden Deichen. "Das Korps hat nie verheimlicht, dass die Ausgaben für den Irakkrieg und für den Heimatschutz, die gleichzeitig mit Steuersenkungen eintraten, der Grund für diese Probleme waren", schrieb das Fachjournal Editor and Publisher mit Hinweis auf eine Artikelserie in der Times Picayune. 2002 hat der Leiter des Ingenieurskorps gekündigt; er war angeblich knapp davor, gefeuert zu werden, nachdem er die von der Regierung vorgeschlagenen Kürzungen im Korpsbudget, einschließlich Hochwasserschutzausgaben, kritisiert hatte. Frage drei: Hat die Bush-Regierung die Handlungsfähigkeit der FEMA zerstört? Alle Berichte deuten darauf hin, dass sie die Katastrophenschutzbehörde wie ein ungeliebtes Stiefkind behandelte, was zu einem Massenexodus erfahrener Experten geführt hat. James Lee Witt, der für die Leitung der Behörde in den Clinton- Jahren viel Lob von allen Seiten des politischen Spektrums erhalten hat, sagte vor einem Kongressausschuss vor zwei Jahren: "Ich bin äußerst besorgt, dass die Fähigkeit unserer Nation zur Vorbereitung und Reaktion auf Katastrophen stark verringert wurde. Ich höre jeden Tag von Notfallmanagern, lokalen und regionalen Politikern und Leuten vor Ort, dass die FEMA, mit der sie einst so gut zusammengearbeitet haben, verschwunden ist." Ich halte das nicht bloß für eine Sache von Unfähigkeit. Ich glaube, der Grund dafür, dass das Militär nicht sofort an die Golfküste eilte, ist derselbe, weshalb nichts getan wurde, um die Plünderungen nach dem Fall von Bagdad 2003 zu verhindern. Der Hochwasserschutz wurde aus denselben Gründen vernachlässigt wie die ausreichende Versorgung unserer Truppen im Irak mit Schutzpanzern. Fundamental desinteressiert Unsere heutigen politischen Eliten sind an einer funktionierenden Regierung nachgerade fundamental desinteressiert. Sie führen gerne Krieg, halten aber nicht viel davon, für Sicherheit zu sorgen, Hilfesuchende zu retten oder Geld für Vorbeugung auszugeben. Gestern hat Mr. Bush eine unglaubliche Behauptung aufgestellt: Niemand habe den Bruch der Dämme erwartet. In Wirklichkeit wurde vor genau diesem Risiko wiederholt gewarnt. Amerika war einst berühmt für seine "Das schaffen wir"-Haltung. Nun hat es eine Regierung, die nichts zustande bringt und stattdessen nur nach Ausreden sucht. In der Zwischenzeit sterben Amerikaner. (DER STANDARD, Printausgabe 3./4.9.2005) ******************* -- Initiative muslimischer ÖsterreicherInnen e-mail:dieinitiative at gmx.at für Rückfragen und Korrespondenz kontaktieren sie bitte: Omar Al Rawi +43-664-3831942 al-rawi at gmx.at Amina & Tarafa Baghajati +43-1-2595449 baghajati at aon.at Mouddar Khouja +43-1-9685096 mouddar at gmx.net Andrea Saleh +43-1-7965652 salehand at gmx.at Liebe Brüder und Schwestern, liebe Interessierte! Wir hoffen, dass die so an Euch zugehenden Informationen auf Euer Interesse stoßen. Wir versenden über den Verteiler nicht nur Neuigkeiten, die die eigenen Aktivitäten betreffen, sondern auch Zeitungsartikel, die im weitesten Sinn mit dem Islam und Integration zu tun haben oder ähnliches. Diese spiegeln natürlich nicht unbedingt unsere eigene Meinung wieder, sind aber gut, um das Meinungsspektrum zu sichten. Wir freuen uns über jede Rückmeldung. Selbstverständlich kann auch alles an Freunde,Bekannte usw.weitergemailt werden. Für die Publikation in eigenen Homepages bitten wir jedoch um vorherige Rücksprache. Bitte achten Sie bei Zeitungsartikeln auf das Copyright. Alle Inhalte dienen der persoenlichen Information. Eine Weiterverwendung und Reproduktion ueber den persoenlichen Gebrauch hinaus ist nicht gestattet. ================================================== 10 It's time to let the majority rule in Iraq "wadi wien" ================================================== 04.09.2005 | Quad-City Times | Charles Krauthammer ---------------------------------------------------------------------------- ---- It's time to let the majority rule in Iraq I've never been a big fan of the Iraqi constitution project. Issues such as federalism and the role of Islam are simply too large and fundamental to be decided this early in Iraq's democratic evolution. It is more appropriately the work of years as Iraqis learn accommodation and tolerance and the other habits of self-government. I wrote two months ago that forcing a resolution of Iraq's cosmic dilemmas by some arbitrary date could only serve to exacerbate already existing divisions. This has indeed happened. Nonetheless, the Iraqi constitution project is a fact. It has produced a document. It goes to referendum on Oct. 15. And all the lamentations and rending of garments over the text are highly overblown. The idea that it creates an Islamic theocracy is simply false. Its Islamist influence is relatively mild. Chapter One, Article One: "The Republic of Iraq is ... a democratic, federal, representative (parliamentary) republic." The word Islamic is deliberately and importantly omitted. More specifically, the rule of sharia is significantly constrained. All constitutions have their "thou shalts" and "thou shalt nots." The constitution writers in Iraq finessed the question of Islam by posing it as a thou shalt not. No law may contradict Islam. But it also says that no law may contradict democratic principles, and that the constitution accepts all human rights conventions. This means that there are two gatekeepers for the passing of any law. Insofar as the constitution is adhered to, democratic rights are protected from the imposition of sharia. Establishing a double roadblock to new legislation is an excellent way to launch Iraq's experiment with limited government. In any case, the real Gordian issue was never Islam, but federalism. The Sunnis object to devolving power away from Baghdad because they happen not to be sitting on oil and have spent the last century plundering everybody else's. With this constitution, that is going to stop. As it should. The only problematic proposal was for the Shiites to have the right to create a nine-province super-region as autonomous as Kurdistan. That might establish de facto self-governing entities within the shell of a weak Iraqi central government. So what? The only major objection is that the neighboring countries would vigorously reject a fully sovereign Kurdistan or Shiite "south Iraq." However, maintaining the shell of Iraqi sovereignty might mollify the Turks and Saudis and others who would resist outright independence. It might even turn out to be the best solution for Iraq's deep religious and ethnic divisions. In the end, the Sunni representatives walked out. It would have been nice if the Shiites and Kurds had been more accommodating, though to expect such niceness from a majority population that had suffered 30 years at the hands of a Tikriti gangster regime rooted in the Sunni minority, is to expect too much. Nor have the Sunnis acted in a way that might encourage such niceness. First they boycott the elections that would have given them a real say in the constitution-writing process. Then they support a murderous insurgency that is killing dozens of Shiites and Kurds every day, to say nothing of coalition troops. Then they demand a veto on the proposed constitution. We went into Iraq knowing that we were going to overturn the political order. The introduction of democracy would inevitably take power away from the former ruling community - the 20 percent of the population that ruled with uncommon brutality - and transfer it to the other 80 percent. That the previously victimized 80 percent should not wish to be held hostage to the political demands of their former oppressors should hardly be a surprise. Nonetheless, they still managed to produce a perfectly reasonable constitutional document that deserves far more respect than it has received from the knee-jerk critics here at home. Copyright 2005, The Quad-City Times -- WADI - Verband für Krisenhilfe und solidarische Entwicklungszusammenarbeit e-mail: wadi.wien at gmx.at Tel.: 0699-11365509 Spendenkonto in Österreich: Kontonummer 07.405.301 Evangelische Kreditgenossenschaft eG BLZ 31800 IBAN: AT10 3180 0000 0740 5301 BIC: EVKRATW1 Website mit weiteren Informationen zu Projekten von Wadi und Veranstaltungshinweisen: www.wadinet.at ================================================== 11 Irakische KP zum Verfassungsentwurf "wadi wien" ================================================== Hot debates over Iraq's constitution People's Weekly World Newspaper, Sept. 3, 2005 Author: Susan Webb Iraq's communists say that while the draft constitution now being hotly debated is "acceptable" in its general content, they have big reservations about many aspects. They single out potential loopholes that could set back women's rights and open the door for sectarian religious control over Iraqi society. Iraqi Communist Party spokesperson Salam Ali called the draft's vague language on women's status "a step backward" compared to Iraq's current personal status law, adopted in 1959, considered one of the most advanced in the region. Under the new draft, he said, women could be subject to religious courts in matters like divorce and inheritance. "It all depends on how it is interpreted in practice," Ali told the World in a phone interview this week. He credited the emergence of an outspoken Iraqi women's movement with keeping more extreme language out of the draft. Without the women's activism, he said, "It could have been much worse." The ICP objected to the undemocratic way the draft was put together, in backroom deals between the two main blocs in the current government - a coalition of Shiite religious parties and an alliance of Kurdish parties. They virtually iced out other groups represented in the drafting committee, and blocked the National Assembly from discussing and voting on the draft. The draft does reflect an acceptable consensus on federalism for Iraqi Kurdistan, decentralization and other important issues, Ali said. Further changes may be made before it is voted up or down in a national referendum Oct. 15. If it is approved, a new constitutional government will be elected in December. If it is rejected, voters will elect a new transitional assembly in December, and the constitution drafting process will start over. A wide range of liberal to left groups is planning a national unity conference next month, aiming to build a political alliance for the December elections. The debate over the constitution is "part of a bigger political and social battle about shaping the whole of the new Iraqi state," Ali said. "This is just one step." Ali reacted with scorn to President Bush's effort to spin the constitution battle as proof that the U.S. war and occupation has brought democracy to Iraq. "He's desperate for success," Ali commented. "It's only for internal U.S. political consumption." In Iraq, he said, "everybody understands his game. We have no illusions about his 'democracy'. Bush has turned Iraq into a battlefield. They have achieved nothing but disaster." U.S. machinations have fueled religious and ethnic strife, he said. The U.S. promoted adding well-known former Baathists to the constitution drafting committee. These individuals, said Ali, played a "very reactionary and anti-democratic role." They demanded that Islam be the main source of laws, and that women's rights protected in the personal status law be eliminated. They opposed any kind of decentralization for the country outside of Kurdistan. They objected to barring top Baath officials from political office and to any mention of Baath crimes under Saddam Hussein. Many Iraqis feel these forces are really pushing for the return of a new Saddam Hussein-type authoritarian regime. But the hardline Baathists, Ali emphasized, do not speak for Sunni Arabs, whose political views span a broad range. The U.S. has also played up to Islamic Shiite religious parties, including an unusual phone call by Bush to Abdul Aziz Hakim, leader of one of these parties, that was viewed in Iraq as giving this group added political weight. Despite the risks that Iraqis took to vote in January, conditions have only gotten worse, leaving them angry and cynical. "What can I do with a constitution if I have no water, gasoline and electricity?" a young woman in Baghdad asked a New York Times reporter. With summer temperatures up to 130 degrees, electricity to power fans, air conditioners and refrigerators is often only available a few hours a day. A July UN poll found wide discontent, especially over lack of electricity, unemployment and terrorist attacks. The current government is seen as impotent, and divisions are emerging within the Shiite Islamic alliance that dominates it. Fundamentalist Moqtada al-Sadr is using the opportunity to build his own base, particularly among the unemployed, sometimes in alliance with Baathists. In one effort to shore up power, the government, without consulting the National Assembly, recently issued a decree seizing control of trade unions' funds. The religious parties are believed to be setting up their own Islamic trade union. Iraqi unions are asking the international labor movement to protest the government action. -- WADI - Verband für Krisenhilfe und solidarische Entwicklungszusammenarbeit e-mail: wadi.wien at gmx.at Tel.: 0699-11365509 Spendenkonto in Österreich: Kontonummer 07.405.301 Evangelische Kreditgenossenschaft eG BLZ 31800 IBAN: AT10 3180 0000 0740 5301 BIC: EVKRATW1 Website mit weiteren Informationen zu Projekten von Wadi und Veranstaltungshinweisen: www.wadinet.at ================================================== 12 China / EU-Gipfel: EU ignoriert Opfer des Wirtschaftsbooms in China "GFBV" ================================================== GESELLSCHAFT FÜR BEDROHTE VÖLKER PRESSEMITTEILUNG Göttingen, den 05.09.2005 EU-China Gipfel in Peking Europäische Union ignoriert Opfer des chinesischen Wirtschaftsbooms Anlässlich des heute in Peking tagenden 8. Europäisch- Chinesischen Gipfeltreffens hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) der Europäischen Union (EU) vorgeworfen, in ihrer China-Euphorie schwere Menschenrechtsverletzungen zu tabuisieren und die Schattenseiten des chinesischen Wirtschaftsbooms zu ignorieren. Die EU interessiere nur der der Ausbau der Wirtschaftsbeziehungen, während mehr als zwölf Millionen Uiguren und Tibeter unmittelbar unter den Folgen des Wirtschaftsbooms in den Industriezonen an der Ostküste Chinas zu leiden hätten. In ihren Gebieten nähmen die Repressionen Pekings ständig zu, um Ressourcen wie Erdöl, Erdgas, Holz, Wasser und Mineralien für die Boomregionen ungestört systematisch ausschlachten zu können. Auch das Schicksal von 300.000 Zwangsarbeitern interessiere die EU- Vertreter offensichtlich nicht, obwohl die Arbeitslager vielen Branchen, die für den Export arbeiten, billige Arbeitskräfte lieferten. Auch dadurch seien chinesische Produkte in Europa konkurrenzlos billig. Der Einsatz der Zwangsarbeiter verzerre nicht nur die Wettbewerbsbedingungen, sondern sei eine nicht hinnehmbare Verletzung grundlegender Menschenrechte. Chinas Energie-Hunger lässt nicht nur den Erdölpreis weltweit stetig ansteigen, er hat auch schwerwiegende Folgen für die Menschen in den Fördergebieten. Mit jedem Bau einer Pipeline oder neuen Raffinerie nimmt die strategische Bedeutung der Autonomen Region Xinjiangs und Tibets für die chinesische Regierung zu. Demzufolge verstärke sie auch die Unterdrückung der Einheimischen, um jede Kritik an der chinesischen Herrschaft zu unterbinden. Außerdem werden in der Ölindustrie fast nur Han- Chinesen beschäftigt. In Xinjiang wurden in den drei Fördergebieten Tarim, Junggar und Turpan-Hami rund 21 Milliarden Tonnen Erdölreserven sowie 10,85 Billionen Kubikmeter Erdgas ermittelt. Damit befinden sich dort 25,5 % der Erdöl- und 27,9 % der Erdgasreserven Chinas. Schon heute zählt die Autonome Region zu den wichtigsten Energielieferanten der chinesischen Großindustrie. Dort wurden 22,6 Millionen Tonnen Rohöl im Jahr 2004 gefördert. Bis zum Jahr 2010 soll die Ölförderung in Xinjiang mehr als verdoppelt werden. Schon wenige Monate nach der Einweihung einer 4.000 Kilometer langen Pipeline, mit der Erdgas von Xinjiang an die Ostküste transportiert wird, hat China den Bau weiterer Pipelines angekündigt. Für Nachfragen ist der GfbV-Asienreferent Ulrich Delius erreichbar unter Tel. 0160 95 67 14 03. ====================================================== Gesellschaft fuer bedrohte Voelker e.V. (GfbV) Inse Geismar, Pressereferentin Postfach 2024, D-37010 Goettingen Tel.+49/551/49906-25, Fax:++49/551/58028 E-Mail: presse at gfbv.de, Homepage:http://www.gfbv.de ====================================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< LINKS / VERWEISE / HINWEISE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 13 Context XXI 3-4/05 Österreich frisst Ei.... "Ökologische Linke" ================================================== Abobestellungen/Preise: http://www.contextxxi.at/context/content/view/45/57/ Erscheint demnächst: --------------------------------------------------------------------------- Context XXI 3-4/05 Österreich ist frei... ..."vom Zwang, sich mit dem Nationalsozialismus auseinandersetzen zu müssen." (Josef Haslinger) --------------------------------------------------------------------------- Elisabeth Kübler - OPFERSTAAT ÖSTERREICH Judith Goetz - DIE "MÖRDER" DER "KAMERADEN" - PartisanInnen in Österreich Stefanie Mayer - ALLES OPFER - Setting the stage for Gedankenjahr Erik Fürst - "PIECE NUMBER 26": Die ungehaltene Ansprache Nicole Burgermeister, Alexander Hasgall - 60 JAHRE KRIEGSENDE IN DER SCHWEIZ Nicole Burgermeister - KEIN RECHT AUF ASYL - Asyl in der Schweiz Ines Garnitschnig - WER IST HIER NOCH SICHER? - Asyl in Österreich Mary Kreutzer - SEX, DRUGS & SALVADOR ALLENDE - Ein chilenischer Sozialdemokrat und seine kruden Thesen Mary Kreutzer - WER HAT DIE GELADENE PISTOLE AUF DEM TISCH GELASSEN? Víctor Farías über die chilenische Linke Mary Kreutzer - PLÄDOYER FÜR DIE "VERMISCHUNG DER RASSEN" - Cesare Lombroso im 19. Jahrhundert Mary Kreutzer - DER KAMPF GEGEN DAS ANTIVATERLAND - Faschismus in Chile vor 1945 Olaf Kirstenmacher - "ANTIZIONISMUS" IN DER KPD DER 1920er JAHRE Jutta Sommerbauer - ERFOLGREICHE ATTACKE - Nationalismus in Bulgarien Kaveh Azadi - KLEINE RUNDREISE - IRAN 2004 Thomas Schmidinger - "Wir glaubten nie an den kritischen Dialog" Interview mit Abdulla Mohtadi Benjamin Rosendahl - "WALK ON WATER" Eine Filmkritik über die deutsch-israelische Zusammenarbeit von Regisseur Eytan Fox Eveline Goodman-Thau - WALTER BENJAMIN IM ZEITALTER DER TECHNIK Dimitre Dinev - VON MENSCHEN UND FLEDERMÄUSEN Felix Mitterer - ESRA-LESUNG: DREI GESCHICHTEN ÜBER KINDER UND WIE ES WEITER GING Alexander Schürmann - LA PAZ, QUE MATA - CARL EINSTEIN AUS DER ASCHE -- Ökologische Linke (ÖKOLI) Schottengasse 3a/1/4/59 A-1010 Wien e-milio: oekoli_wien at gmx.net Visite our Website: http://www.oekoli.cjb.net Ökoli Vorarlberg: http://PolitiX.cjb.net Spenden auf unser Konto sind immer willkommen: Konto Nr.: 56001071333 Bank Austria Creditanstalt BLZ 12000 Unsere Aussendungen sind nicht zur Verbreitung über Indymedia bestimmt! ================================================ C) TERMINE ================================================ ======================== Dienstag http://www.mund.at/butt/Termine/September/0609.htm Mittwoch http://www.mund.at/butt/Termine/September/0709.htm Donnerstag http://mund.at/butt/Termine/September/0809.htm ======================== ================================================ D) EDITORIAL ================================================ Für den Inhalt verantwortlich: Ihr. E-Mail-Adresse für Beiträge: widerstand at no-racism.net geschickt. widerst at nd MUND und alle Termine täglich aktualisiert im Web: http://www.no-racism.net/MUND Ziel von MUND (medienunabhängiger Nachrichtendienst) ist die unzensurierte und möglichst rasche Information über gesellschafts- politisch relevante Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu Widerstand und Antirassismus sowie verwandte Themen. sollen einen Titel, Namen und Emailadresse der/des AutorIn enthalten und möglichst kurz und prägnant gehalten sein, ev. mit Hinweis, wo weitere Informationen eingeholt werden können. Bitte keine Attachments! Die inhaltliche und sachliche Verantwortung liegt bei der/dem jeweiligen AutorIn bzw. jenen, die uns die Beiträge schicken. Der MUND wird von einzelnen TagesredakteurInnen zusammengestellt. Da Fehler nicht ausgeschlossen sind, bitten wir, nicht veröffentlichte Beiträge nochmals an widerstand at no-racism.net zu senden. Die Weiterleitung (auch auszugsweise) ist erwünscht. 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Redaktionsschluss für diese Ausgabe: 20:00 Uhr III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III widerst at nd-MUND is powered by http://alt.strg.at/ _______________________________________________ From analle at no-racism.net Wed Sep 7 08:52:12 2005 From: analle at no-racism.net (=?iso-8859-1?q?MUND=3A_medienunabh=E4ngiger_Nachrichtendienst?=) Date: Wed, 7 Sep 2005 08:52:12 +0200 Subject: MUND: Mittwoch, 7. September 2005 Message-ID: <006401c5b378$ad8be0c0$4e046d50@chello.at> widerst at nd MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst Mittwoch, 7. September 2005 www.no-racism.net/mund ================================================ A) INHALT ================================================ ================================================ 01 Freitag, 9.9.: Kundgebung gegen den Ausverkauf der Post Von: akin ================================================ ================================================ ANKÜNDIGUNGEN ================================================ ================================================ 02 Sowjet-Unterzoegersdorf, Sektor 1 Von: suzoed at monochrom.at ================================================ 03 ASt 3 - Mit der Bitte um Veröffentlichung Von: ASt-LFI ================================================ 04 ASt 1 - Mit der Bitte um Veröffentlichung Von: ASt-LFI ================================================ ================================================ MEINUNGEN UND MELDUNGEN ================================================ ================================================ 05 An alle wahlwerbende Gruppierungen, die auf Stimmen von Linken Wert legen! Von: akin ================================================ 06 Laue Wahlkabinettigkeiten Von: akin ================================================ 07 EKH-Verkauf: Dementi eines Nicht-Dementis Von: akin ================================================ 08 Politisch Lied - garstig Lied Von: akin ================================================ 09 Bei uns in Bagdad Von: akin ================================================ 10 Kommentare der Anderen/Deutschland: Wie links? Von: akin ================================================ 11 Afrika: Humanitäre Krisen nicht vergessen! Von: GFBV ================================================ 12 Todesurteil an fünffachem Vater vollstreckt Von: GFBV ================================================ 13 anschläge, kampf gegen fgm in irakisch kurdistan Von: wadi wien ================================================ 14 Iraqi-Kurdish Call for Solidarity and Assistance to the Victims of Katrina in the United States of America Von: wadi wien ================================================ ================================================ B) TEXTE ================================================ ================================================ 01 Freitag, 9.9.: Kundgebung gegen den Ausverkauf der Post Von: akin ================================================ Privatisierung/Termin/Protest: > Freitag, 9.9.: Kundgebung gegen den Ausverkauf der Post Bei der am 31.8.2005 in der OeIAG abgehaltenen Besprechung mit den OeIAG-Verantwortlichen wurde der weitere Fahrplan in Bezug auf den Boersegang der Post mitgeteilt: Am 9.9.2005 will die OeIAG in der Aufsichtsratssitzung einen Antrag an die Bundesregierung beschliessen, mit dem die Bundesregierung ersucht wird, den Privatisierungsauftrag so abzuaendern, dass ein Boersegang der Post ermoeglicht wird. Fuer 20.9.2005 ist geplant, dass der Ministerrat dann diese Abaenderung des Privatisierungsauftrages tatsaechlich beschliesst. Es ist daher am 9.9.2005 notwendig, ein deutliches Zeichen der Ablehnung des Boerseganges zu geben. Wir werden daher als GPF (Gewerkschaft der Post- und Fernmeldebediensteten) zu einer Kundgebung gegen den geplanten Boersegang fuer den Freitag, den 9.9.2005, 8.00 Uhr in 1200 Wien, Dresdnerstrasse 87 (vor der OeIAG-Zentrale) einladen: * > NEIN ZUM BOeRSEGANG ! Positionspapier der Gewerkschaft der Post- und Fernmeldebediensteten Bei einem Boersegang 2006 droht ein Absturz der Aktien, weil das neue Postgesetz * die Marktsituation der Post deutlich verschlechtert (Umsatzbedrohung mind. 200 Millionen Euro pro Jahr) * die Mitbewerber bevorzugt * die Qualitaet der Postdienste gefaehrdet * in naher Zukunft nochmals verschaerft werden soll (StS Mainoni; 22.8. DiePresse) * das von Investoren geforderte Wachstum des Unternehmens nicht zulaesst. Drohender Verlust von Marktanteilen durch: * die vorzeitige Marktoeffnung des Info.Post Bereiches (auch unter 50 Gramm) * die Marktoeffnung fuer alle Briefsendungen bis 50 Gramm * Oeffnung der HBFA * fehlende umsetzbare Gegenstrategien (Wachstumsgeschichte), Ideen sind da zu wenig Auswirkungen fuer die MitarbeiterInnen und die Bevoelkerung * Massiver Verlust von Arbeitsplaetzen * Verkauf von Firmenanteilen * Gefaehrdung der postalischen Versorgung im laendlichen Gebiet * Drohung weiterer Postamtsschliessungen * Auslagerung von Taetigkeiten an "Billigarbeitskraefte" Die GPF fordert daher, den Boersegang zu stoppen. Sollte die Bundesregierung am 6.9.2005 und die OeIAG am 9.9.2005 den Boersegang der Post beschliessen, sind seitens der GPF Kampfmassnahmen nicht auszuschliessen. Die Post darf nicht am Kapitalmarkt geopfert werden. (GPF via proSV/gek.) ================================================ ANKÜNDIGUNGEN ================================================ ================================================ 02 Sowjet-Unterzoegersdorf, Sektor 1 Von: suzoed at monochrom.at ================================================ / // /// //// ///// ////// /////// SOWJET-UNTERZÖGERSDORF ////// ///// SEKTOR 1 //// /// Das Adventure Game // / / // /// Genossinnen und Genossen //// in den Weiten eurer scheinbar /// sicheren Drittländer! // / Sowjet-Unterzögersdorf ist die letzte existierende Teilrepublik der UdSSR. Der Staat unterhält keine diplomatischen Beziehungen zu der ihn umschließenden (sogenannten) "Republik Österreich" oder zur Festung "Europäische Union". Das Zerfallen des Kernlandes der Sowjetunion in den frühen 1990ern wirkte sich schlecht auf die wirtschaftliche Situation der Enklave aus. Die innerökonomische Existenzsicherung ist auch weiterhin die größte Herausforderung für die Bewohnerinnen und Bewohner des kleinen Landes. Doch auch direkte externe Einflussnahme durch reaktionäre Kräfte bedroht die Rest-Konföderation. Das Ziel einer glorreichen Zukunft scheint in unendliche Ferne gerückt. Doch manchmal sind es einige wenige, die die Weichen in ein besseres Morgen zu stellen vermögen. Wir möchten Ihnen deshalb die Geschichte einiger tapferer Bürgerinnen und Bürgern von Sowjet-Unterzögersdorf erzählen. Es ist eine Geschichte, die in die Geschichte eingehen wird. / // /// http://www.monochrom.at/suz-game/ // / Mit Musikbeiträgen von 'Negativland', Jazztanzkombinat 'Vibemaster', 'Motion Picture Expert Group', 'cccp.at', Jörg Piringer u.a. / // Für IBM PC /// //// Windows oder Linux/BSD ///// ////// Ansprechende grafische BenutzerInnenoberfläche ///// //// Russisch mit englischen und deutschen UT /// // Creative Commons Lizenz / ================================================ ================================================ 03 ASt 3 - Mit der Bitte um Veröffentlichung Von: ASt-LFI ================================================ STREIK-Versammlung von ASt undREVOLUTION Was steckt hinter demBildungsabbau? Wie können wir unswehren und einen Streik organisieren? Wo: Amerlinghaus,Stiftgasse 8, 1070 Wien (Nähe U3 Neubaugasse) ================================================ 04 ASt 1 - Mit der Bitte um Veröffentlichung Von: ASt-LFI ================================================ DieHerrschenden wollen die freie Bildung endgültig abschaffen! OhneStreik haben wir keine Chance! (aus: Red Newsletter 173,Informationsdienst des ArbeiterInnenstandpunkt,6. September 2005, www.arbeiterInnenstandpunkt.net) Die folgende Erklärung desArbeiterInnenstandpunkt wird seit Anfang September als Flugblattverteilt. Sie legtunsere Analyse der kapitalistischen Bildungspolitik sowie unsereStrategie füreinen wirksamen Widerstand dagegen dar. Dieses Flugblatt ist Teil derKampagnefür einen Streik gegen die Angriffe auf den Hochschulzugang, dieArbeiterInnenstandpunktund die Jugendorganisation REVOLUTION gegenwärtig an den Schulen undUniversitätenorganisieren. ********************************************* Der freie Zugang zur Bildung steht vor demEnde! Die Regierung nimmt das Urteil des Europäischen Gerichtshof alsVorwand,um ihre reaktionären Pläne der Einschränkung des Zuganges zurUniversitätdurchzudrücken. Wenn wir keinen entschlossenen Widerstand leisten,werden siedamit durchkommen! Das Urteil des Europäischen Gerichthofes vom7. Juli 2005 besagt bekanntlich, daß Österreich gegen EU-Recht verstößtunddaher nicht länger Zugangsbeschränkungen an Universitäten für Studentenaus demEU-Ausland aufrechterhalten darf. Doch anstatt die Universitäten füralle zuöffnen und sich für eine europaweite Abschaffung derZugangsbeschränkungeneinzusetzen, setzen die Herrschenden alles daran, die freie Bildungauchhierzulande völlig abzuschaffen. Mit sofortiger Wirkung sind folgende Fächerbetroffen: Betriebswirtschaftslehre Biologie Medizin Pharmazie Psychologie Publizistik Veterinär-Medizin Wie die Zugangsbeschränkungen genau aussehen,ist noch nicht überall klar. Dafür gibt es ja den Ausbau dersogenanntenAutonomie der Universität. Hinter dieser Phrase verbirgt sich inWirklichkeitdie Kürzung der öffentlichen Gelder für die Universitäten und diegleichzeitigeengere Ankoppelung der Hochschulen an die Konzerne. Gleichzeitig wirdderAusbaus des Charakters der Hochschulen als Ausbildungsfabrikenvorangetrieben,an deren Spitze ein Management ("Universitätsrat") und ein CEO(Rektor)steht. Diese Uni-Bosse nützen ihre Machtposition natürlich dazu aus,zuersteinmal ihre Gehälter saftig zu erhöhen. Zwischen 2002 und 2004verdreifachtensich z.B. die Bezüge der fünfPersonen, die das Rektorat der Uni Wien bilden. Alleine diese fünfverdienen659.680 Euro oder umgerechnet 9 Millionen Schilling. Nun ja, jetztwissen wirwenigstens, wofür wir unsere Studiengebühren zahlen! Abernatürlich: Herumkommandieren, nachdenken, wie man am besten Ausgabenfür dieStudentInnen und das Uni-Personal einsparen kann usw. ist jaschließlich auchein anstrengender und verantwortungsvoller Job! Jedenfalls soll in manchen Bereichen nun dieMatura und der Notendurchschnitt als Kriterium des Zugangs auf dieHochschulenherangezogen werden. An der Universität Wien sollen - laut Berichtender"Presse" vom 13. August - in den Fächern Psychologie und Pharmazie imNovember mindestens zwei Eignungsprüfungen stattfinden. Und in denFächernBetriebswirtschaftslehre, Biologie und Publizistik soll am Ende deserstenSemesters entsprechend den Prüfungsergebnissen selektiert werden. Aberselbstbei diesem reaktionären Ausleseverfahren schneidet der Staat noch mit,müssendoch die StudentInnen Studiengebühren bzw. Prüfungsgebühren entrichten. Das alles ist wohl nur der Anfang. Das ganzeHochschulsystem steht am Beginn eines einschneidenden Rückschritts.Jetzt istSchluß mit dem freien Zugang zu den Hochschulen! Jetzt geht es darum,nach derEinführung der Studiengebühren die Daumenschraube der verschärftenSelektionanzusetzen. Zuerst zockt der bürgerliche Staat die StudentInnen ab undjetztverschärft er auch noch den Ausbildungsdruck! Geldmangel? Eine der größten Lügen, die uns die Regierungund ihre Haus- und Hof'experten ' und -journalisten regelmäßigauftischenlautet, daß wir sparen müssen und für uns kein Geld vorhanden ist. Esheißt,daß unser Bildungssystem zu teuer und nicht mehr finanzierbar gewordenist.Tatsache jedoch ist, daß genug Geld da ist, nur daß es in den falschenTaschenlandet. Für die Lohnabhängigen und die Jugendlichen ist nicht genugGeld da.Doch die Profite der Kapitalisten - im Unterschied zu den Löhnen undSozialleistungen - sind explosionsartig gewachsen. In einerStudie kommt die Arbeiterkammer zu folgendem Ergebnis: "Von 1992 bis2003ist (...) der Durchschnittslohn je Arbeitnehmer um 28,2 Prozentgestiegen,während die Gewinne (Netto-Betriebsüberschuss) im selben Zeitraum um65,2Prozent gestiegen sind." (Arbeiterkammer: Geht's wirklich allengut, wenn'sden Unternehmen gut geht? Pressegespräch von AK Direktor Werner Muhm am16.12.2004) Gleichzeitigzahlen die Kapitalisten immer weniger Steuern, während dieLohnabhängigen immermehr ausgepreßt werden. So hält die AK-Studie fest: "DieSteuerbelastung derUnternehmungen sinkt. Während die Einnahmen aus der KörperschaftsteuerundEinkommensteuer nächstes Jahr (2005) um 680 Millionen Euro niedrigerseinwerden als 2000, steigen die Lohnsteuereinnahmen im selben Zeitraum um2,5 MrdEuro." Wiefunktioniert das? Ganz einfach: die Kapitalisten haben ihre Freunde,ihreHelfershelfer in der Regierung und in den Spitzenpositionen derStaatsbürokratie sitzen. Die sorgen dafür, daß die Steuern für dieReichengesenkt werden, daß diverse Steuerausnahmen bewilligt werden oder sieblickeneinfach weg, wenn die Konzerne ihre Steuer einfach nicht bezahlen. Somußte FinanzministerGrasser - ehemaliger Pressesprecher des Magna-Konzerns und Liebling deseinheimischen Finanzkapitals - kürzlich eingestehen, daß ÖsterreichsUnternehmen dem Staat 1,64 Mrd. Euro an Steuerrückständen schulden(Wirtschaftsblatt 16. Juli 2005). Das alles hindert die Regierungnicht,nun auch noch Steuersenkungen für die Reichen vorzuschlagen. So ließÖVP-Klubchef Molterer verlauten, er möchte die Spitzenverdiener wenigerSteuernzahlen lassen! Tatsache ist, daß das Großkapital mehr denn jeim Geld schwimmt. Alleine die reichsten 63.000 Österreicher - diesuperreicheGeld-Aristokratie - nennen 144 Milliarden Euro ihr Privatvermögen. Dassind diewirklichen Sozialschmarotzer im kapitalistischen System: SIE leben vonUNSERERArbeit! Wir werden ausgebildet, damit WIR später in IHREN Firmen fürIHRENProfit arbeiten dürfen! Die dumm-dämliche Propagandaformel derWirtschaftskammer "Geht's der Wirtschaft gut, geht's uns allen gut"bedeutet in Wirklichkeit übersetzt in die Sprache der einfachenMenschen: "DenKapitalisten kann es nur dann gut gehen, wenn es den Lohnabhängigen undJugendlichen schlecht geht!" Ihre Rekordprofite werden durchSteuerkürzungen für die Reichen sowie Lohnkürzungen, Entlassungen,Sparpakete,Kürzungen im Bildungsbreich für unsereins finanziert. In der Bibel heißt es: "Geben ist seligerals nehmen". Die Kapitalistenklasse hat dieses Motto umgedreht undjetztlautet ihr Credo: "Das Volk zahlt und wir kassieren!" Auch für sonstige Ausgaben, die den Interessender herrschenden Klasse dienen, ist genug Geld da. Siehe dieAnschaffung derEuro-Fighter um 2-3 Milliarden Euro, die Teilnahme des Bundesheeres andenEuro-Schlachtgruppen der EU, der Einsatz in Kosovo und Afghanistan, derAusbauder Videoüberwachung usw. Selbst auf der Uni kann man dieKlassengesellschaft immer deutlicher sehen: während bei den StudentenStudiengebühren eingehoben werden, gibt der bürgerliche Staat für dieErrichtung einer Elite-Universität in Oberösterreich um 80 MillionenEuro undprojektierten Kosten für die nächsten 15 Jahre von 785 Millionen Euroaus. Unddas alles nur um 50 bis maximal 500 Elite-Schnösel ausbilden zu lassen! Kurz, unsere Gesellschaft schwimmt im Geld,doch diese Geld wird immer mehr aus unseren Taschen gezogen und auf dieKontender Kapitalistenklasse verschoben. Kapitalismus ist tagtäglicherDiebstahl anden Lohnabhängigen und Jugendlichen durch Räuber im Nadelstreif! Sind die Deutschen der Feind? Angesichts des wachsenden Unmuts über dieTaten- und (gespielte) Ahnungslosigkeit der Regierung angesichts desUrteilsdes Europäischen Gerichtshofes schieben die bürgerlichen PropagandistendieSchuld auf die "ausländischen Studenten". Sie - und nicht die Regierung- seienin Wirklichkeit Schuld daran, daß die Universitäten jetzt denösterreichischenJugendlichen den freien Zugang zur Bildung verwehren müßten. Allen voran werden nun die deutschenStudentInnen zu Sündenböcken abgestempelt. Das paßt gut zu denjahrzehntelang -auch von der Sozialdemokratie und der KPÖ - gepflegtenaustro-patriotischenBild des "arroganten, bösen Piefke". Schon in der Vergangenheitwurdedem unschuldigen österreichischen Staat vom bösen Nachbarn im NordenUnrechtangetan. Und jetzt kommen sie und nehmen uns unsere Studien- undArbeitsplätzeweg! Der ÖVP-Mann und Tiroler Arbeiterkammer-Präsident FritzDinkhauser erging sich sogar in solch chauvinistischen Ausfällen, daßer dieDeutschen als "Feinde bezeichnete! Schwachsinn! InWirklichkeit sind die deutschen StudentInnen und ArbeiterInnen Opferder vonder sozialdemokratisch-grünen Regierung betriebenen bürgerlichenSozial- undBildungspolitik. Der Feind sind nicht die deutschen StudentInnen undArbeiterInnen - die sind vielmehr unsere KollegInnen. Der Feind, dersteht imeigenen Land! Der Feind, daß sind die Großkapitalisten Österreichs undderganzen EU, die Geld-Aristokratie, die Regierung und ihre Lakaien in denUniversitätsräten! Lassen wir uns nichtauseinanderdividieren! Österreichische, deutsche und alle"ausländischen"Studierende und ArbeiterInnen - gemeinsam gegen die Regierung, gegendasKapital und gegen den austro-patriotischen Chauvinismus! Was steckt dahinter? Die Angriffe auf den freien Hochschulzugangdienen in Wirklichkeit einzig und allein dem Zweck, Kosten für dasKapital zusparen und auf die StudentInnen abzuwälzen sowie den Arbeits- undAusbildungsdruck zu verschärfen. Die Schulen und Universitäten werdenimmermehr den Methoden des "modernen Management" unterworfen - mitanderenWorten, den Methoden des kapitalistischen Fabriksystems. EinwesentlicherBestandteil der modernen kapitalistischen Ausbeutungsmethoden ist dieVerschärfung des Ausbildungsdruck. Gleichzeitig muß das Kapital immer mehr beiden Sozial- und Bildungsausgaben einsparen. Irgendwie müssen ja dieSteuerkürzungen für die Reichen finanziert werden und das geht v.a. nurüberEinsparungen bei den öffentlichen Ausgaben. Kurz: Das kapitalistische System preßt unsalle immer mehr aus. In der Arbeit werden die Lohnabhängigen zu einemimmerschärferen Arbeitsrhythmus angetrieben, immer höheren Mehrwert ausihnenherausgepreßt und der Profit so gesteigert. In der Schule - der FabrikderJugend - werden die Anforderungen und der Streß immer mehr gesteigertundgleichzeitig bei dem Lehrpersonal und dem Erholungsangebot eingespart.Das gleicheauf der Universität. Aber warum? Weil das kapitalistische System ineiner tiefen Krise steckt. Der Kapitalismus ist immer weniger in derLage, diegewaltigen technologischen Revolutionen in gesellschaftlichenFortschrittumzuwandeln. Die Wachstumsdynamik der Weltwirtschaft nimmt zunehmend ab(sieheTabelle 1 und 2). Die Folgen sind verschärfter Konkurrenzkampf zwischendenKonzernen und verschärfte Angriffe auf unsere Arbeits-, Ausbildungs-undLebensbedingungen. Tabelle 1: Jährliche Wachstumsraten desWelt-Brutto-Inlandsproduktes pro Kopf 1960-1969: +3.7% 1970-1979: +2.1% 1980-1989: +1.3% 1990-1999: +1.1% 2000-2003: +1.0% Quelle: ILO: A FairGlobalization: CreatingOpportunities For All (2004), S. 36 Tabelle 2: JährlicheWachstumsraten des Brutto-Inlandsproduktes in den OECD-Staaten (Europa,USA undJapan 1970-1980: +3.4% 1980-1990: +3.0% 1990-2000: +2.5% Quelle: OECD -Understanding Economic Growth(2004), http://213.253.134.29/oecd/pdfs/browseit/1104011E.PDF, S. 18f. Vor diesem Hintergrund setzen die Kapitalistenin Österreich und der Europäischen Union alles daran, um ihre Profitezuerhöhen und den Rückstand am Weltmarkt v.a. gegenüber demUS-amerikanischenKonkurrenten aufzuholen. Daher übernehmen die europäischen undösterreichischenKapitalisten immer mehr die neoliberalen Ausbeutungs- undUnterdrückungsmethoden, daher die Amerikanisierung der Arbeitswelt undderAusbildungsstätten wie Schule und Universität. DieRegierung betreibt diese Politik also nicht deswegen, weil ihnen dasgerade soeinfällt. Nein, sie müssen den Vorstellungen der europäischen Konzerneentsprechen, die Europa bis 2010 zum mächtigsten Wirtschaftsblock derWeltmachen möchte (Stichworte: Lissabon-Agenda 2010, Bologna-Prozeß usw.).Deswegenwürde die Sozial- und Bildungspolitik nicht anders aussehen, wenn wireineandere Regierung hätten. Das Motto der Regierung - egal in welchen Land-heißt: "Machen wir die Reichen immer reicher und die Armen immerärmer!"Die Farbe der Partei ist dabei egal - alle Parteien haben sich diesesMotto aufden Leib geschrieben. Wir wollen nicht Gesichter oder Parteienverändern,sondern das ganze kapitalistische System abschaffen, das diese Politikhervorruft! Deswegen kämpfen der ArbeiterInnenstandpunktund die Jugendorganisation REVOLUTION für den Sturz deskapitalistischenSystems durch eine sozialistische Revolution in Österreich und weltweit. Was können wir dagegen tun? Ohne einen Streik in den Schulen undUniversitäten haben wir nicht einmal den Funken einer Chance. EinStreik, nichtnur einen Tag, sondern so lange, bis die Regierung nachgibt, ist dasstärksteMittel des Widerstandes, das wir besitzen. Nur wenn wir dasAusbildungssystemlahmlegen, nur wenn wir streiken und die Universitäten und Schulenbesetzen,nur wenn wir einen effektiven Boykott der Selektionsprüfungen auf denUniversitäten organisieren, können wir Druck auf die Regierung ausüben.Nurwenn wir auf die Straße gehen und mit unseren Streiks und BesetzungeneinSignal setzen, können wir auch die Unterstützung derArbeiterInnenklasse - derLohnabhängigen, die von der kapitalistischen Politik des Lohn- undSozialraubesgenauso betroffen sind - gewinnen. Ein solche Streikbewegung braucht von Anfangan eine internationalistische Ausrichtung. Wir wollen Widerstandgemeinsam mitden deutschen und allen ausländischen KollegInnen organisieren undkeinenAbwehrkampf der österreichischen Studierenden gegen den "Ansturm ausDeutschland" (Presse, 13. August). Wir wollen den Widerstandgemeinsammit den SchülerInnen und StudentInnen in ganz Europa leisten. Uns gehtes nichtbloß um die Verteidigung einer österreichischen Sonderregelung. Wirsind sehrwohl für eine einheitliche Regelung des Hochschulzugangs in dergesamten EU.Daher fordern wir die Abschaffung aller Zugangsbeschränkungen für dieUniversitäten in Österreich, Deutschland und der ganzen EU! ArbeiterInnenstundpunktund REVOLUTION sind von Anfang an aktiver Teil eines Bündnissesfür die Verteidigung der freien Bildung gewesen. (AndereOrganisationen, diedaran teilnehmen, sind bislang: GPA-Jugend, SJ Wien, Linkswende,Funke). UnserZiel war die Organisierung eines Streiks an den Schulen zumfrühestmöglichenZeitpunkt (Ende September, Anfang Oktober), doch die anderenOrganisationenbestanden auf einen späteren Zeitpunkt. Die rosa-grüne ÖH wollte einenAktionstag überhaupt erst im November und zog sich aus dem Bündniszurück, alsder Rest auf einen Streik im Oktober bestand! Die sozialdemokratischeAktionKritischer SchülerInnen (AKS) tauchte erst gar nicht auf. UnsereÜberlegungist: Je länger wir mit dem Widerstand zu warten, umso größer ist dieGefahr,daß die Regierung den SchülerInnen und StudentInnen erfolgreicheinredet, daßdie Abschaffung des freien Hochschulzugangs eine vollendete Tatsacheist, ander es nichts mehr zu rütteln gibt. Wenn dies der Regierung gelingt,dann istder Druck groß, mehr zu lernen und die Prüfungen zu schaffen als sichzur Wehrzu setzen. Jedenfalls wurde nun ein Streik für den19. Oktober beschlossen. Wir werden mit aller Kraft dafür mobilisieren.Unser Ziel ist, den Streik nicht nur auf einen einzigen Tag zubegrenzen,sondern in einen unbefristeten Streik mit Besetzung der UniversitätenundSchulen zu verwandeln. Nur wenn wir eine effektive Streikbewegung imAusbildungssektor aufbauen, können wir Druck auf die Herrschendenausüben unddie Sympathie anderer Bevölkerungsschichten - v.a. derArbeiterInnenklasse -gewinnen. Wir können nur dann erfolgreichen Widerstandleisten, wenn wir unseren Kampf von unten, von der Basis her,organisieren.Deswegen schlagen wir den Aufbau von Aktionskomitees an den Schulen undUniversitäten vor. Diese Aktionskomitees sollen all jene umfassen, dieWiderstand leisten wollen und sich regelmäßig treffen. Die Bedeutung der Aktionskomitees liegt darin,daß so der Kampf von der Basis her geführt werden kann. Nur wenn sichdie Basisorganisiert, kann sie demokratisch bestimmen wie wir kämpfen. Ansonstenwerdenabgehobene StellvertreterInnen, die in erster Linie an ihre Karrierebei derSPÖ und den Grünen denken, im Alleingang darüber entscheiden, wie bzw.obüberhaupt die SchülerInnen und StudentInnen Widerstand leisten. Aus den gleichen Gründen treten wir auch fürHörerInnenversammlungen auf den Universitäten ein. Dort - und nicht indenverschlossenen Sitzungsräumen der ÖH-Führung - soll diskutiert undbeschlossenwerden, wie wir den Kampf für die freie Bildung führen können. Eine wichtige Gelegenheit für dieKoordinierung des Widerstandes der AktivistInnen und Aktionskomitees andenSchulen wird die SchülerInnen-Aktionskonferenz am 7. Oktoberdarstellen.Diese auf unseren Vorschlag hin von oben genannten Bündnis unterstützteKonferenz könnte einen wichtigen Schritt zur Organisierung des Streiksdarstellen. (Aktuelle Informationen dazu können laufend im Internetunter www.arbeiterInnenstandpunkt.netsowie www.revolution-austria.atbezogen werden.) ArbeiterInnenstandpunkt und REVOLUTION werdeneine erste Streik-Versammlung am 14. September abhalten. Jeder und jedeAktivistInnen, die sich an dem Kampf beteiligen möchte, ist dazueingeladen,mit uns gemeinsam den Widerstand zu planen. In unserem Kampf stoßen wir aber auf großeHindernisse. Denn die offiziellen, bürokratischen Vertretungen derSchülerInnenund StudentInnen - die von der AKS dominierte LSV und diesozialdemokratisch-grüne ÖH - fürchten einen entschlossenen Kampf mitStreiks,Besetzungen und Großdemonstrationen wie der Teufel das Weihwasser. InWirklichkeit versuchen sie, eine erfolgreiche Streikbewegung zuverhindern.Denn eine solche Streikbewegung würde sich ihrer Kontrolle entziehenund daherwäre eine Gefahr für ihren Monopolanspruch auf dieInteressensvertretung derSchülerInnen und StudentInnen. Bürokratie will bekanntlich früh geübtwerden.Diese Organisationen leben von der materiellen Unterstützung desbürgerlichenStaatsaparates sowie der SPÖ und Grüne und können gar nicht andershandeln.Deswegen müssen wir uns organisieren und gemeinsam handeln, deswegenwollen ArbeiterInnenstandpunktund REVOLUTION gemeinsam mit allen entschlossenen AktivistInnendenStreik organisieren. Nur ein entschlossener, breiter Kampf derSchülerInnen undStudentInnen gemeinsam mit der ArbeiterInnenbewegung kann den Angriffauf diefreie Bildung abwehren! KeineZugangsbeschränkungen für die Hochschulen! Weg mit den Studiengebühren!Freie Bildung für Alle! Alle heraus zum Streikam 19. Oktober - als ersten Schritt zu einer breiten und entschlossenenWiderstandsbewegung! Für einenunbefristeten Streik an den Schulen und Hochschulen! Für die Besetzungender Ausbildungsstätten und direkte Aktionen auf der Straße! Bildet Aktionskomiteesan den Schulen und Universitäten! ================================================ ================================================ MEINUNGEN UND MELDUNGEN ================================================ ================================================ 05 An alle wahlwerbende Gruppierungen, die auf Stimmen von Linken Wert legen! Von: akin ================================================ (K)Wahlen/Aufruf: > An alle wahlwerbende Gruppierungen, die auf Stimmen von Linken Wert legen! Es stehen in Wien Wahlen ins Haus. Und da wollt Ihr gewaehlt werden. Wir bieten Euch an, auch in unserer Zeitschrift akin fuer Euch Wahlwerbung zu machen. Ihr koennt uns diesbezueglich Beitraege schicken. Jedoch: Bedenkt, dass die akin ein Blatt von Linken fuer Linke ist und erspart uns das uebliche Gelaber von wegen "Vertrauen schenken" etc. Denn wir sind erwachsen und haben genug davon, unsere Intelligenz beleidigen zu lassen. Vertrauen werden wir Euch sicher nicht, wenn ueberhaupt, dann waehlen wir (Blattmachende wie -lesende) das geringste Uebel oder entscheiden rein taktisch, ohne uns etwas davon zu versprechen. Es gibt unter euren Gruppierungen solche, die schon in Landes- und Bundesgremien sind und dort bisweilen auch ziemlich Ungutes verzapft haben und es gibt Gruppierungen, die sind nicht in diesen Gremien, die eben noch nicht die Gelegenheit dazu hatten, wo wir uns aber leider auch schon ausmalen koennen, was uns erwarten wuerde. Denn mit Helmut Qualtingers Travnicek gesagt: Wir waehlen ja nicht zum ersten Mal. Daher: Seid nicht beleidigt ob des hier Geschriebenen, sondern schreibt uns, warum alternative Linke Euch trotz Eurer buergerlichen und/oder autoritaeren Tendenzen waehlen sollten. Der Redaktionsschluss fuer die letzte akin-Ausgabe vor der Wiener Wahl ist am 17.Oktober 2005. *Die Redaktion* ================================================ 06 Laue Wahlkabinettigkeiten Von: akin ================================================ Glosse: > Laue Wahlkabinettigkeiten "Im Oktober finden in drei Bundeslaendern Landtagswahlen statt, doch fuer den Waehler ist es unmoeglich, die Parteistandpunkte zu allen ihm wichtigen Themen zu recherchieren und mit der eigenen Meinung zu vergleichen." Mit dieser Einleitung oeffnet wieder Wahlkabine.at wieder ihre Pforten. Die Site, von der Wiener Netzkultur-Plattform Netbase in Zusammenarbeit mit der Donau-Universitaet Krems soll da mittels 23 zu beantwortenden Fragen den verwirrten Wahlberechtigten weiterhelfen: "Die Wahlkabine vergleicht die Mausklick-Antworten des Internetnutzers mit den Positionen der Parteien und ermoeglicht so jedem, die persoenliche Naehe zu deren Programmen auszuloten." Ich hab auch diesmal wieder fuer die Wiener Wahlen dieses Angebot genuetzt und auch diesmal wenig ueberraschend die Antwort bekommen, ich solle KPOe waehlen. Sehr nett! Aber was fange ich damit an? Denn demokratiepolitisch ist diese Site trotz ihres Anspruches eher kontraproduktiv. Denn sie stellt einfach einen extrem verkuerzenden Ansatz politischen Handelns dar. In unsere McPolitics-Gesellschaft passt so etwas wunderbar: Man braucht nur mehr ein paar vorgefertigte Fragen beantworten und bekommt eine Wahlempfehlung ausgespuckt. Dabei waeren ja gerade die Fragen, ueber die die wahlwerbenden Parteien ungern reden und die damit auch gar nicht Aufnahme finden koennen in ein solches Projekt die spannenderen. Der Fragenkatalog hingegen, den die buergerliche Presse und die Parteien fuer relevant halten, wird damit zementiert. Besonders nett finde ich dabei folgende Fragen: 1) "Sollen anerkannte Religionsgemeinschaften (z.B. Islam, Buddhismus) in Wien fuer die Errichtung und Erhaltung der Glaubensstaetten die gleiche finanzielle Unterstuetzung erhalten wie christliche Glaubensgemeinschaften?" Was antwortet man da als ueberzeugter Atheist resp. Antitheist, der fuer die Trennung von Kirche und Staat ist? Die Antwort: "Nur wenn alle nix kriegen" stand nicht zur Auswahl, sondern nur "Ja" oder "Nein" sowie "Keine Angabe" 2) "Soll Personen ohne oesterreichische Staatsbuergerschaft nach fuenf Jahren Aufenthalt in Wien das aktive und passive Wahlrecht auf Landesebene gewaehrt werden?" Das steht in diesem Wahlkampf ueberhaupt nicht zur Debatte, da es zuerst einmal eine Angelegenheit der Bundesverfassung ist, die in der Auslegung des Verfassungsgerichtshofs diese Moeglichkeit ausschliesst. Diesbezuegliche Aussagen der Parteien sind ungefaehr so zu werten, wie wenn ich mir schoeneres Wetter wuensche -- wuenschen kann man sich viel! 3) "Soll Wien mehr Projekte gegen Rassismus und Antisemitismus finanzieren?" Tolle Frage! Wenn ich da "Nein" sage, schickens mich zur FPOe; aber ich bin halt der Meinung, dass die meisten dieser Zeigefingerprojekte diesbezueglich nix bringen. Das Geld gehoert in die soziale Versorgung und in einen menschenwuerdigen Wohnbau, wenn man antifaschistische Praevention machen moechte. Doch das gibts halt nicht zum Ankreuzen. So einfaeltig diese Fragen sind, so ist auch das hier vertretene Bild der Parteienlandschaft -- auch diesmal haben es nur die im Rathaus vertretenen Parteien plus der KPOe auf diesen virtuellen Stimmzettel gebracht. Ein Fortschritt immerhin, bei den Bundeswahlen 2002 standen bei Wahlkabine.at ueberhaupt nur die eh schon im Nationalrat vertretenen Parteien zur Auswahl. Aber zumindest auch die aller Voraussicht nach kandidierende SLP waere nett gewesen -- allein deswegen, um zu dokumentieren, dass es auch anderes gibt als den ewigen Einheitsbrei. Auch ueber die Glaubwuerdigkeit solcher Wahlprogramme resp. der Parteien oder ueber relevante taktische Ueberlegungen sagt eine solch eindimensional arbeitendes Maschinchen nichts aus -- was natuerlich auch die Moeglichkeit ausschliesst, eine Wahlenthaltung zu empfehlen. Fazit: Wahlkabine.at zementiert die einer komplizierten Welt vollkommen inadaequate Ja-Nein-Logik und natuerlich auch das Denken, dass die wenig wirksame Methode der Partizipation durch ein Kreuzerl am Wahlzetterl alle heiligen Zeiten das non plus ultra gesellschaftlicher Entscheidungsfindung waere. Sicher: Ein Projekt wie Wahlkabine.at kann da nicht mehr leisten, ist auch gar nicht fuer mehr gedacht. Aber dann sollten man derlei ueberhaupt lassen. Beitraege zur Demokratie sehen anders aus. Wenn man muendige Buerger will, sollte man sie nicht wie Volksschulkinder behandeln, die man nicht ueberfordern moechte. *Bernhard Redl* Wer sich den Spass trotzdem geben will: http://wahlkabine.at/ ================================================ 07 EKH-Verkauf: Dementi eines Nicht-Dementis Von: akin ================================================ ********************************************************** akin-Pressedienst. Aussendungszeitpunkt: Dienstag, 6. September 2005; 13:36 ********************************************************** EKH-Verkauf: > Dementi eines Nicht-Dementis Kein Dementi ist auch eine Antwort. Laut einem "Presse"-Bericht und Angaben aus dem EKH hat ja der Fond Soziales Wien im August einen Deal eingefaedelt, bei dem die Baufirma Porr AG das Ernst-Kirchweger-Haus um 1,7 Millionen Euro kaufen soll und die jetzigen Bewohner/Benutzer des Hauses unbehelligt lassen soll. Angeblich sollte der Deal Anfang dieses Monats perfekt sein, doch bestaetigt wurde diesbezueglich von keiner der beteiligten Parteien irgendetwas. Denn wenn man dieser Tage die Porr AG anruft, was denn nun mit dem Kauf des EKHs ist, bekommt man immer noch kryptische Antworte: "Wir sind kein Wahlkampfthema!". Man gebe derzeit keine Auskuenfte an Journalisten, liess uns eine Sprecherin wissen, "nach den Wahlen koennen wir darueber reden". Auch die Frage, ob das heisst, dass es zumindest kein Dementi gaebe, wird insofern beantwortet, dass man darueber ebenfalls keine Auskuenfte gebe. Einen Reim sich darauf zu machen ist nicht schwer: 1. die gemeindenahe Porr kauft das EKH, 2. die SPOe hat via FSW das tatsaechlich arrangiert -- sonst waere der so eindringliche Verweis auf den Wahlkampf unnotwendig und die Porr wuerde mit verstaendlichen kommerziellen Interessen argumentieren. Ob man der SPOe dafuer dankbar sein kann, bleibt abzuwarten. Immerhin wird das Haus dann nicht mehr dem Herrn Machowetz gehoeren (der dafuer allerdings trotz Spekulationssteuer viel Geld bekommt, hatte er doch fuer das Haus -- wie kolportiert -- nur 600.000 auf den Tisch der KPOe blaettern muessen). Jedoch wird gemunkelt, dass der Kauf fuer die Porr AG so schlecht nicht sei, da der Wert des Grundstuecks im Zusammenhang mit dem geplanten Zentralbahnhof schnell steigen koennte. Daher bleibt die Frage offen, was die Porr nach den Wiener Wahlen mit dem Haus und seiner Bewohnerschaft machen moechte. Denn immerhin sind die Raeumungsklagen derzeit anscheinend sowas aehnliches wie auf Eis, aber das kann schneller tauen, als man glaubt. Die EKHler bestehen daher unabhaengig vom Eigentuemer auf ihren noch zu KPOe-Zeiten zu symbolischem Zins abgeschlossenen Mietvertraegen. -br- ================================================ 08 Politisch Lied - garstig Lied Von: akin ================================================ Tuerkei/EU/Glosse: > Politisch´ Lied - garstig´ Lied 1.Strophe: Jeden Tag stroemen ungehemmt tuerkische Familien nach Oesterreich - in der EU sind dies ungeheure Massen, die mit ihrem Islam die Sozialsysteme durchloechern. Allen ist gemeinsam, dass sie nicht einmal im Traum daran denken, die jeweilige Landessprache zu lernen. Ihr einziges Interesse ist, jede Menge Kinder zu gebaeren oder mitzubringen, um dadurch immer hoehere Kinderbeihilfen zu erhalten. Diese streifen sich dann die tuerkischen Maenner ein, die mit Vorliebe nichts arbeiten und nur in Moscheen oder Lokalen herumsitzen. 2.Strophe: Die Oesterreicher sind zu uns Tuerken sehr unfreundlich. Wir zahlen fuer schmutzige, kleine Wohnungen mit Klo am Gang in Abbruch-Haeusern extreme Mieten. Ausserdem erhalten wir kaum Hauptmietvertraege und koennen von einem Tag auf den anderen hinausfliegen, wenn wir 'unsere Rechte' durchsetzen moechten. Fuer die Arbeit, wenn wir eine bekommen, gibt es wesentlich weniger Gehalt, als an die Oesterreicher ausbezahlt wird. Auf den Strassen werden wir manchmal beschimpft, in der Nacht gehen wir allein kaum aus dem Haus. 3.Strophe: Den Urlaub haben wir heuer in der Tuerkei gemacht. Einfach super - eine tolle Hotelanlage, 4-Stern direkt am Strand. Es war All-Inclusive, essen und trinken rund um die Uhr. Eine Schlemmerei... Die Bedienung war sehr freundlich, aber andere Tuerken haben natuerlich nicht die Anlage betreten duerfen. Einmal waren wir im Ort gleich neben der Anlage. Sie waren sehr freundlich, diese Tuerken dort. Aber das Essen war nicht so toll, Alkohol bekommst du dort keinen, und nette Frauen lernst du auch keine kennen. Ueberhaupt baden die tuerkischen Frauen mit ihren Kleidern, aber in der Hotel-Anlage kannst du natuerlich nackt-baden. 4.Strophe: Ich und ein paar weitere Oesterreicher arbeiten in einer Metallverarbeitungs-Fabrik mit vielen Tuerken zusammen. Sie sind eigentlich ganz nett. Aber ab und zu muss man einige hinauswerfen, damit die anderen fleissiger sind, damit sie spuren. Dann jammern die, dass sie soviele Kinder haben und die Arbeit dringend brauchen. Es geht aber nicht. Die Tuerken muessen sich an uns anpassen - und nicht wir an sie. Diese Religionsversessenheit geht mir auch auf die Nerven. Fuenf mal am Tag beten! Ja freilich, sonst noch was! Naja, arbeitsmaessig sind sie nicht so schlecht, aber auf der Strasse lass' ich mich mit so einem nicht sehen. 5.Strophe: Alle Medien vermelden seit einigen Jahren einen eklatanten Rueckgang der oesterreichischen Geburtenrate. Obwohl es nahe liegt, diese Rate durch Migration auszugleichen, bedienen sich fast alle Parteien im Lande an der materiellen und sozialen Not der Zuwanderer. Durch staendiges Uebertreiben der Aengste vor dem 'Fremden' entsteht das Bild aggressiver 'Volksmassen', die sich ungehemmt 'im Vaterland' herumtreiben. Wer sein Land verlaesst, ist ja an sich schon suspekt. Denn woher kommen sonst die vielen Verbrechen? Und die wollen in die EU? 6.Strophe: Nach positiven Aeusserungen zum EU-Beitritt der Tuerkei kann innerhalb der EU lang gesucht werden. Die Gegner eines derartigen Beitrittes sehen sich in ihrer Meinung bestaetigt, die Vorsichtigen mahnen dringend vor uebereilten Schritten und aus den einstigen Befuerwortern sind Skeptiker geworden. Die Debatte an sich dauert nun so an die 40 Jahre, doch je mehr EU-Staaten es gibt, desto dringender wird auch die Auseinandersetzung gefuehrt, wie der Tuerkei die Unmoeglichkeit eines Beitrittes offeriert werden kann. . 7.Strophe: Die Tuerkei ortet gegebene Versprechen und laesst sich nicht mehr laenger vertroesten. Sie hat ohnedies weitreichende demokratische Reformen durchgefuehrt, der Beweis fuer ihre Europa-Reife liegt durch die durchgepeitschten Wirtschaftsreformen auf der Hand - und sie ist schliesslich ein durch den NATO-Beitritt legitimierter Buendnispartner, ein Bollwerk zum Schutz gegen all die Terrorstaaten an der oestlichen Grenze. So ist sie auch der beste Schutz fuer Europas Wirtschaft und Demokratien - ein Nichtbeitritt kann kaum im Interesse der EU sein. Im uebrigen fuehrt die Zusammenarbeit mit der EU dazu, dass viele europaeische Arbeitsplaetze entstehen. 8.Strophe: Der Volksmund entlehnt seine Aussagen 'der hohen Politik' - die Politik versucht, dem Volksmund zu entsprechen, um Wahlen zu gewinnen. Aber natuerlich verueben Politiker, die mit der Migration ihren ueblen Geschaeften nachgehen, ein Verbrechen an der Menschlichkeit. Verfolgenswert am Beispiel Tuerkei besonders dadurch, weil das Land tatsaechlich Systemkritiker einsperren und foltern laesst. Weil noch immer Medien wegen des geringsten Widerspruches verboten werden, wobei die Journalisten Berufsverbot erhalten oder gleich die im Gefaengnis landen. Weil allein die Erwaehnung der Worte 'Kurdenpartei' und 'PKK' zu sofortiger Entlassung bis zu hohen Haftstrafen fuehrt. 9.Strophe und Resuemee: Wuerden die Mitgliedslaender der EU dafuer sorgen, dass der unseligen Reglementierungswut von Bruessel endlich der Garaus gemacht wird, koennten Laender wie die Tuerkei ohne weiteres sofort der Union beitreten. Denn die einzelnen Nationen koennten endlich wieder ueber ihre hoechst individuelle oekonomische Situation selbst entscheiden. Die Pflichten der EU wuerden dann 'lediglich' darin bestehen, die Menschenrechts-Situation aller beigetretenen Staaten zu beobachten und Massnahmen zur Friedenssicherung zu entwickeln. *Fritz Pletzl* ================================================ 09 Bei uns in Bagdad Von: akin ================================================ Staat/Religion/Glosse: > Bei uns in Bagdad Warum ein irakischer Gottesstaat nicht das eigentliche Problem darstellt Ob die von der irakischen Regierung vorgeschlagene Verfassung eine Mehrheit bekommt, wird wohl von der Frage abhaengen, ob die projektierte Form des Foederalismus beim Referendum akzeptiert wird. Mehr Aufregung loeste allerdings im Westen die Bindung an den Islam als Rechtsquelle aus. Doch ganz so absurd ist das ja nicht mal -- wenn ich mir die Gottesbezuege in diversen Verfassungen, aber auch in Statements von Regierungschefs (nicht zuletzt des amerikanischen) ansehe, so ist buergerliche Demokratie (wie sie real existiert) und Theokratismus durchaus vereinbar. Mit Demokratie in einem sekularem, individual-buergerrechtlichen Sinne natuerlich nicht, aber die existiert im Westen ja so auch nicht. Denn wenn ich hoere, dass Darwins Erkenntnisse an amerikanischen Schulen in manchen Bundesstaaten immer noch nicht als Stand der Wissenschaft anerkannt werden, schreckt mich der theokratische Ansatz im Irak nicht wirklich. Oder man erinnere sich an die durchaus nicht dezenten Kraefte, die die EU-Verfassung vergoettlichen wollten! Oder man stelle sich vor, die OeVP haette eine Zwei-Drittel-Mehrheit im Nationalrat und koennte machen, was sie wollte... Es gibt nur zwei relevante Unterschiede -- aber die sind nicht unerheblich. Zum einen: Die westlichen buergerlichen Demokratien erkennen alle einigermassen die Religionsfreiheit an und respektieren ansatzweise auch ueber den privaten Bereich hinaus diese (wenn auch mit faktischer Bevorzugung des verschiedenen Geschmacksrichtungen des Christentums). Zweitens steht nicht der Koran oder Allah, sondern der Islam als Rechtsquelle im irakischen Verfassungsentwurf. Und das ist deutlich etwas anderes. Immerhin ist der Koran als Rechtsquelle sehr prominent auch in einer Verfassung definiert, an den man im ersten Moment gar nicht denkt: in Libyen. Nur: Irgendwelche Mullahs haben dort noch weniger im Staat zu reden als bei uns die Pfaffen, denn die Auslegung des Korans ist faktisch allein die Sache des Revolutionsfuehrers -- praktisch ist Libyen eine saekulare Theokratie. Ist aber der Islam -- also die Religion selbst -- Rechtsquelle, wird es spannend, denn dann unterliegt die Ausdeutung des Koran den religioesen, nicht den staatlichen Autoritaeten. D.h. zweierlei: erstens sind damit die Vorstellungen von buergerlicher Demokratie, Frauenrechten, einer Reihe anderer Menschenrechte etc. vollkommen obsolet. Zum anderen sind die islamischen Religionsgemeinschaften speziell im irak nicht nur in sunnitisch und schiitisch gespalten, sondern auch in einen ganzen Zoo sunnitischer und schiitischer Sekten und Stroemungen, von denen eine jede Absolutheitsanspruch hat. Das bedeutet, dass die Formulierung, kein Gesetz duerfe dem Islam widersprechen, absurd ist, wenn der Islam in seinen verschiedenen Versionen sich selbst widerspricht. Das wiederum kann verschiedene Folgen haben: die Autoritaeten einigen sich oder werden durch Pfruende ruhiggestellt und es entsteht ein autoritaerer, aber korrupter Gottestaat; oder der Islam faellt als Rechtsquelle in eine vollkommene Bedeutungslosigkeit, weil keine gueltige Auslegung zu bekommen ist; oder aber (was unter den gegenwaertigen nationalen als auch globalen Bedingungen am wahrscheinlichsten ist) ein vollkommen instabiles Rechtssystem entsteht, das weder buergerliche Demokratie noch einen funktionierenden Staatsapparat gewaehrleisten kann. Ueber kurz oder lang wird der Irak damit wohl solange herumschlingern, bis ein neuer starker Mann kommt, der das alles unter Kontrolle bringt, womit wir wieder beim Stand von Saddam Hussein waeren. Die Rueckkehr der Hohepriester Aber das ist noch nicht das eigentliche Problem. Die irakische Entwicklung ist ja nur die letzte in einer ganzen Reihe erloesungsorientierter politischer Tendenzen hin zu einer Rueckkehr zu islamisch/islamistisch gepraegten Politikvorstellungen in Asien und Afrika in den letzten 20 oder 30 Jahren. Und mit dieser ganzen religioesen Wahnhaftigkeit drueben wird es hueben, hier bei uns, dann wirklich auch heikel. Denn in dieser Situation erstarkt in Europa das politische Christentum -- interessanterweise naemlich sowohl in der Abwehrhaltung gegen den Islam, als auch in Anlehnung an eine Abkehr von saekularen Staatsmodellen. Die durchaus verstaendlichen Bemuehungen christlicher Kirchenvertreter, zum Dialog mit dem Islam anzutreten, verstaerken dabei prompt den Trend zu einer Rueckkehr der Religion in die Politik. Ploetzlich erscheinen kirchliche Kreise christlicher und islamischer Praegung mit einer Art Vermittlungsfunktion auf der politischen Ebene und zementieren damit den fuer sie erwuenschten Effekt, dass ihre eigene Wichtigkeit betont wird. Die Kirchen, die an der ganzen Malaise ueber die Jahrhunderte hinweg nicht ganz unschuldig sind, tauchen da ploetzlich als Wunderheiler auf. Gerade die Aussage, dass doch alle Weltreligionen gemeinsam nichts anderes als den Frieden wollten, ist eine Selbstempfehlung der Religionsgemeinschaften als Problemloeser. Eine naive Unterstuetzung fortschrittlicher Kreise solcher "Dialoge", die trotz guten Willens mancher Beteiligter nichts anderes sind als Propaganda eines Weltverbandes der Gottesglaeubigen, sollte im Lichte dieser Ueberlegungen doch etwas vorsichtiger angegangen werden. Im Irak wie anderswo auf der Welt drehen sich die Konflikte nicht um die Religion. Wenn es den Menschen oekonomisch gut geht, sind ihnen Dinge wie Religion oder Ethnie ziemlich egal. Wenn es ihnen aber schlecht geht und es kommt jemand, der ihre Wut gerne fuer seine Ziele ausnuetzen moechte, ist die Religion ein seit Jahrtausenden erprobter Transmissionsriemen -- egal, wie die angebetete Gottheit gerade heisst. Die Probleme dieser Welt muss man anderswo suchen. Solange man sie sich mit Weihrauchschwaden verschleiern und mit Gebetsteppichen zudecken laesst, wird man sie nicht loesen. *Bernhard Redl* ================================================ 10 Kommentare der Anderen/Deutschland: Wie links? Von: akin ================================================ Kommentare der Anderen/Deutschland: > Wie links? Gut, das es ein paar aktive Rentner gibt, Leute wie Paul Kirchhof, Heinrich von Pierer oder Oskar Lafontaine. Denn nur sie sorgen fuer etwas Schwung in diesem Wahlkampf. Kirchhof zum Beispiel, ein frueherer Verfassungsrichtcr, den die CDU-Kanzlerkandidatin Angela Merkel in ihr «Kompetenzteam» holte, hat es im Handumdrehen geschafft, die Union aufzumischen, Die hitzige Debatte ueber seinen Einheitssteuerplan hat den Wahlkampf der CDU voellig aus dem Tritt gebracht. Das haette kein Gegner so schoen hingekriegt. Von Pierer wiederum darf miterleben, wie seine Fehlleistungen als Chef des Eiektrokonzerns Siemens breitgewalzt werden. Denn Merkel hat das CSU-Mitglied von Pierer, das frueher auch schon mal Kanzler Gerhard Schroeder zur Seite stand, zu ihrem wirtschaftspolitischen Berater ernannt. Unter ihm hat das Unternehmen gut 75 000 Arbeitsplaetze abgebaut und ausgelagert, den Gewinn vervierfacht und allerlei Pannen produziert -- vom desastroesen Mautsystem Tollcollect ueber miserabel fabrizierte Zuege, Bahn- und Strassenbahnsysteme («Combino») bis hin zur Pleite im Handybereich. Bevor von Pierer diese Sparte an eine taiwanesische Firma verhoekerte, hatte er noch dafuer gesorgt, dass die Belegschaften eine unbezahlte Mehrarbeit von fuenf Stunden in der Woche akzeptierten, um ihre Jobs zu retten. Dieser Mann also soll kuenftig zeigen, wie Deutschland zu retten ist. Der "Luxuslinke" Und dann ist da natuerlich Lafontaine, ohne den die Medien fast nichts zu berichten haetten. Immer nur Merkel hier und Schroeder dort, dazu die Luftballons, die in die Hoehe gehaltenen Plakate, die rhetorischen Blasen -- das ermuedet auf Dauer sogar die ReporterInnen. Da stuerzt man sich doch lieber auf Lafontaine, der Rot-Gruen als «Mitte-rechts-Regierung» bezeichnet, hoehere Loehne fordert, vor den Konsequenzen zu vieler Billigjobs warnt, die Ruecknahme der letzten Sozialgesetze verlangt und fuer sich selber (als Besserverdienenden) hoehere Steuern fordert. Und wenn er nicht genug Reibungsflaeche bietet, erfindet man halt Geschichten. Wie die von den «Luxuslinken». Vorletzte Woche fragte «Bild am Sonntag» (BamS) den mit der Billigfluggesellschaft Air Berlin in den Urlaub gereisten Lafontaine, ob er nicht zu einem Leserforum kurz zurueck nach Deutschland fliegen koenne. Eine Lafontaine-Mitarbeiterin suchte nach einer Linienmaschine, fand aber keinen Flug, der ihn in die Naehe des Diskussionsorts transportiert haette. Und fragte daher an, ob BamS eventuell einen Privatjet schicken koennte. Prompt empoerte sich das BamS-Schwesterblatt «Bild» ueber die Luxuswuensche des Linken. Weitere Zeitungen griffen das Thema auf und schon lief eine Kampagne, die so manche potenzielle Waehlerinnen der neu entstandenen Linkspartei verunsicherte. Darf ein Linker Geld haben, fragten sich viele, die nicht wissen,wie reich Friedrich Engels und August Bebel, der Mitbegruender der SPD, gewesen waren - und die wahrscheinlich ueber das Gehalt des Springer-Chefs Mathias Doepfner staunen wuerden. Bereits 2002 versuchten viele, die PDS ins Abseits zu schreiben. Damals war die auf den Osten beschraenkte PDS kein grosser Gegner, die Linkspartei ist es heute schon. Schliesslich agieren in ihr nicht nur ehemalige DDR-StaatssozialistInnen, sondern auch SozialdemokratInnnen, die die SPD wegen Schroeders Kurs verlassen haben, und viele aktive GewerkschafterInnen. Sie hat ein Programm, das nicht nur, aber vor allem das untere Drittel der Gesellschaft anspricht. So scheint es nur logisch, dass sie ins Schussfeld jener geraet, die dem oberen Drittel dienen. Dennoch liegt sie weiter bei zehn Prozent, ein Drittel der WaehlerInnen ist zwei Wochen vor der Wahl noch unentschieden. Allerdings hat es die Linkspartei -und das war wohl der groesstc Geburtsfehler beim Zusammenschluss der westdeutschen Wahlalternative fuer Arbeit und soziale Gerechtigkeit WASG und der ostdeutschen PDS -- den Kritikerinnen aus den rechten Grossverlagen ziemlich einfach gemacht: Sie setzt ganz auf die Medien stars Lafontaine und Gysi. Mehr muss her Diese sind in der oeffentlichen Wahrnehmung die neue Linkspartei, und nicht Leute wie beispielsweise der parteilose Voelkerrechtler Norman Paech, der im Wahlkampf -- anders als Lafontaine -- auch mal sagt: «Links ist, wo niemand fremd ist» (er kandidiert in Hamburg und koennte demnaechst dem Bundestag angehoeren), aber auch basisorientierte Aktivistinnen wie das Attac-Mitglied Heike Haensel und die Gewerkschafterin Karin Binder (beide treten in Baden-Wuerttemberg an und werden wohl gewaehlt) oder der renommierte linke Oekonom Joerg Huffschmid. Von ihnen wird es abhaengen, ob die Partei zu einer gesellschaftsveraendernden Kraft wird und demnaechst mehr zu bieten hat, als eine Rueckkehr in eine Zeit, in der keynesianische Finanz- und Wirtschaftspolitik noch akzeptiert war, Vermoegen besteuert wurden, Loehne ueber der Inflationsrate lagen, niemand von Hartz IV sprach und Kriegseinsaetze der Bundeswehr undenkbar waren. Das nun verabschiedete Programm enthaelt durchweg vernuenftige Forderungen nach einem Mindestlohn in Hoehe von 1350 Euro brutto zum Beispiel oder nach einem von allen zu finanzierenden Sozialsystem. Aber eine ernst zu nehmende Linke muss mehr bieten koennen. Sie muesste expliziter umweltpolitische Fragen beruecksichtigen, mehr ueber die Regulierung internationaler Wirtschaftsprozesse nachdenken, staerker die Nord-Sued-Solidaritaet beruecksichtigen, die Geschlechtergerechtigkeit mehr in den Mittelpunkt ruecken und die Bedrohung durch den Ueberwachungsstaat ernster nehmen. Dennoch koennte sie so manches zum Tanzen bringen, im Parlament, auf der Strasse und vielleicht sogar in den Gewerkschaften. Diese wagen noch immer nicht den Bruch mit der SPD. Auch die naechste Regierung koennte die Linke zu spueren bekommen. Sollte die Linkspartei viele NichtwaehlerInnen mobilisieren koennen und neun oder mehr Prozent erreichen, wird es wohl zu einer grossen Koalition aus CDU und SPD kommen, von der Einheitssteuern, Kopfpauschalen im Gesundheitswesen und eine weitere Lockerung des Kuendigungsschutzes kaum umgesetzt werden duerften. Schon das waere ein Erfolg. Und wer weiss, vielleicht verreisst es noch die SPD. Ulrich Maurer, langjaehriger SPD-Fraktionschef im baden-wuerttembergischen Landtag und seit kurzem WASG-Abgeordneter, erwartet weitere Abspaltungen: «Zwei Drittel meiner frueheren Fraktionskollegen schneiden mich», sagte er am Wochenende. «Das andere Drittel aber ist demonstrativ freundlich zu mir.» (Pit Wuhrer, WOZ, 1.9.2005) ================================================ 11 Afrika: Humanitäre Krisen nicht vergessen! Von: GFBV ================================================ GESELLSCHAFT FÜR BEDROHTE VÖLKER PRESSEMITTEILUNG Göttingen, den 06.09.2005 Wirbelsturm Katrina überschattet Leid in Afrika Humanitäre Krisen in Afrika nicht vergessen! Trotz der schrecklichen Bilder aus New Orleans dürfen die Opfer humanitärer Krisen in Afrika nicht vergessen werden, fordert die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV). Der Afrikareferent der Menschenrechtsorganisation, Ulrich Delius, erinnerte am Dienstag daran, dass jede Woche in den Kriegsgebieten im Norden Ugandas 1.000 Kinder, Frauen und Männer an den Folgen von Krieg, Entkräftung, Krankheiten und Unterernährung sterben. "Obwohl mehr als 30.000 Kriegsflüchtlinge seit Januar 2005 im Norden Ugandas aufgrund von Gewalt und mangelhafter Versorgung sterben mussten, interessiert sich kaum jemand für ihr Schicksal." Auch die vom Hungertod bedrohten Nomaden in Niger bräuchten dringend mehr Hilfe. "Fast jeden Tag erhalten wir Hilfsappelle von Tuareg, die um Unterstützung bitten, weil ihre Viehherden verendet sind", berichtete Delius. "Zehntausende Tuareg und Peul-Nomaden stehen heute in der Sahelzone vor dem Nichts. Ohne langfristige Hilfen droht diesen Völkern ihnen der Untergang." Auch die jüngsten Regenfälle hätten an der katastrophalen Lage der von der Viehzucht lebenden Nomaden in der Sahelzone nichts geändert. Da ihre Herden weitestgehend vernichtet seien, hätten sie ihre wirtschaftliche Lebensgrundlage verloren. Die nun beginnende Getreideernte helfe den Viehzüchtern langfristig nur wenig. Sie benötigten besondere Förderprogramme, um ihre Viehherden wieder aufzubauen. "Doch wenn die Weltöffentlichkeit sich nicht für das Schicksal der Tuareg und Peul interessiert, wird es auch keine langfristigen Hilfsprogramme für diese vom Untergang bedrohten Nomadenvölker geben", warnte Delius. Der vergessene Konflikt im Norden Ugandas sei eine der schlimmsten humanitären Katastrophen weltweit. Rund 1,6 Millionen Menschen hätten auf Anordnung der ugandischen Behörden ihre Dörfer verlassen müssen, um in von der Armee bewachten Flüchtlingslagern Schutz vor Übergriffen der Rebellen der Lords Resistance Army (LRA) zu suchen. Doch statt Sicherheit zu finden, sei die Lage in vielen Lagern katastrophal. Statt die Flüchtlinge zu schützen, plünderten und vergewaltigten Soldaten der regulären Armee Ugandas. Mangelhafte Versorgung mit Nahrungsmitteln und Medikamenten löse immer mehr Verzweiflung bei den Flüchtlingen aus. So hätten im Juli alleine in einem Flüchtlingslager 15 Menschen Selbstmord begangen. Für Nachfragen ist der GfbV-Afrikaexperte UIrich Delius auch erreichbar unter Tel. 0160 95 67 14 03. ====================================================== Gesellschaft fuer bedrohte Voelker e.V. (GfbV) Inse Geismar, Pressereferentin Postfach 2024, D-37010 Goettingen Tel.+49/551/49906-25, Fax:++49/551/58028 E-Mail: presse at gfbv.de, Homepage:http://www.gfbv.de ====================================================== ================================================ 12 Todesurteil an fünffachem Vater vollstreckt Von: GFBV ================================================ GESELLSCHAFT FÜR BEDROHTE VÖLKER PRESSEMITTEILUNG Göttingen, den 06.09.2005 Iran: Todesurteil an fünffachem Vater vollstreckt Mit Entsetzen und Entrüstung hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) zur Kenntnis nehmen müssen, dass der Kurde Ismail Mohammadi am vergangenen Samstag (3.9.) im Iran hingerichtet worden ist. Der 38 Jahre alte Vater von fünf Kindern war im Juli 2003 zum Tode verurteilt worden, nur weil er Mitglied der sozialistischen Komala Partei war. Weltweit hatten sich Menschenrechtsorganisationen und Privatpersonen für eine Aufhebung des Todesurteils eingesetzt. Die Exekution von Mohammadi zum jetzigen Zeitpunkt bestätigt Befürchtungen der GfbV, dass das Vorgehen der neuen iranischen Regierung unter Präsident Mahmud Ahmadinedschad gegenüber den Minderheiten des Iran, insbesondere den Kurden, noch härter sein wird als das der Vorgängerregierung. In den kurdischen Gebieten im Westen des Iran gibt es seit Juli 2005 Unruhen, in deren Verlauf es viele Tote und Hunderte von Verhaftungen gegeben haben soll. Der GfbV sind die Namen von 21 Kurden bekannt, die von iranischen Sicherheitskräften erschossen wurden: Omar Amini, Bayzid Shno, Jamileh Khezri, Hakim Sour, Loghman Nasrollahi, Hossein Abdi, Abas Ramazanzadeh, Behzad Rahimi, Obeid Kamali, Kaveh Vakili, Saghez Rahman, Mohammad Shariati, Afshin Morovati, Kaveh Hejazi, Shadman Mohammadi, Naser Niloufar, Farzad Mohammadi, Reza Fathi, Haidar Tarighi, Muzaffar Abdullahi, Shafi Soheylai. ====================================================== Gesellschaft fuer bedrohte Voelker e.V. (GfbV) Inse Geismar, Pressereferentin Postfach 2024, D-37010 Goettingen Tel.+49/551/49906-25, Fax:++49/551/58028 E-Mail: presse at gfbv.de, Homepage:http://www.gfbv.de ====================================================== ================================================ 13 anschläge, kampf gegen fgm in irakisch kurdistan Von: wadi wien ================================================ Erschienen in an.schläge 09/05 Das feministische Magazin. www.anschlaege.at i r a k i s c h k u r d i s t a n Kampf gegen FGM Es ist lange kein Geheimnis mehr, dass in den ländlichen Gegenden von Kurdistan weibliche Genitalverstümmelung (FGM) praktiziert wird. Lokale kurdische Frauenorganisationen wie "Rewan" kämpfen seit über zehn Jahren dagegen an. Zwar ist FGM mittlerweile nach dem irakischen Strafgesetzbuch strafbar, aber tief verwurzelte Praktiken sind nicht so leicht auszurotten. Das zeigt sich auch an den sogenannten Ehrenmorden (Frauen werden ermordet, weil sie durch ihr Verhalten die Ehre der Familie verletzt haben, etwa wenn sie vor eine Zwangsehe fliehen). 1990 hatte ein von Saddam Hussein erlassenes Dekret Gewalttaten gegenüber Frauen straffrei gestellt, und laut UNIFEM- Schätzungen wurden in den 1990er Jahren mehr als 4.000 Mädchen und Frauen Opfer von Ehrenmorden. Seit einigen Jahren sind "Verbrechen gegen die Ehre" wieder illegal und werden im Regelfall auch verfolgt, aber viel zu oft weiterhin toleriert. "Das Unrechtssystem unter Saddam Hussein hat eine vollständige Verfügungsgewalt der Männer über ihre weiblichen Angehörigen etabliert. Zwangsehen und FGM sind in ländlichen Gebieten nach wie vor verbreitet", beschreibt der international agierende Verband für Krisenhilfe und solidarische Entwicklungszusammenarbeit (WADI) die Situation im Irak. WADI arbeitet seit 1993 mit Mobilen Teams im Nordirak und gemeinsam mit lokalen Frauenorganisationen unter anderem an Aufklärungskampagnen über die Folgen von FGM. Im Herbst 2004 hat das WADI-Team eine Befragung in vierzig Dörfern der Region Germian (im südlichen Nordirak) durchgeführt: fast sechzig Prozent der Frauen und Mädchen gaben an, Opfer von FGM zu sein. Aus der Befragung ging aber auch etwas anderes hervor: In einigen Dörfern zeigte die AufklärungsarbeitWirkung. Beispielsweise in Duraji Village mit 195 EinwohnerInnen waren alle Frauen über 25 Jahren verstümmelt, aber keine einzige unter 25. Im Gespräch sagten einige Frauen, sie seien über die Folgen von FGM aufgeklärt worden und möchten nun darauf verzichten. Vereinzelt unterstützen auch sunnitische Geistliche die Aufklärungskampagnen und treten öffentlich gegen FGM auf. Als nächsten Schritt bereitet WADI ein großes "Research-Projekt" vor, um die Gesamtsituation in Irakisch-Kurdistan zu erforschen. Die Ergebnisse sollen die Basis für eine groß angelegte Kampagne gegen FGM im Irak sein. Weibliche Genitalverstümmelung wird in vielen Ländern Afrikas, in Teilen des Nahen Ostens und Asiens praktiziert, aber auch in Europa, Australien und den USA. Weltweit sind derzeit schätzungsweise 170 Millionen Frauen und Mädchen Opfer von FGM und jedes Jahr steigt diese Zahl um etwa zwei Millionen. GaH WADI - Verband für Krisenhilfe und solidarische Entwicklungszusammenarbeit: www.wadinet.at Foto: T.Schmidinger (WADI) ------------------------------------------------------------------ -- WADI - Verband für Krisenhilfe und solidarische Entwicklungszusammenarbeit e-mail: wadi.wien at gmx.at Tel.: 0699-11365509 Spendenkonto in Österreich: Kontonummer 07.405.301 Evangelische Kreditgenossenschaft eG BLZ 31800 IBAN: AT10 3180 0000 0740 5301 BIC: EVKRATW1 Website mit weiteren Informationen zu Projekten von Wadi und Veranstaltungshinweisen: www.wadinet.at GMX DSL = Maximale Leistung zum minimalen Preis! 2000 MB nur 2,99, Flatrate ab 4,99 Euro/Monat: http://www.gmx.net/de/go/dsl ================================================ 14 Iraqi-Kurdish Call for Solidarity and Assistance to the Victims of Katrina in the United States of America Von: wadi wien ================================================ Von: Mesopotamia Helps Dear Ladies and Sirs, dear Friends, attached you find a Call for Donations and a Declaration of Solidarity with the victims of Katrina Hurricane. This Call is going to be published in Kurdish in major Newspapers in Iraqi Kurdistan and will be distributed widely. You can find the original version here: http://www.jenero.net/donation/hawkare.pdf Suleymaniah, September 5th 2005 Sarwar Ali Jafar Falah Muradkhin Call for Solidarity and Assistance to the Victims of Katrina in the United States of America To the Citizens of Iraqi-Kurdistan and Iraq With sympathy and great sorrow, we have watched the reports on the devastation of the city of New Orleans by the hurricane Katrina. As Iraqi and Kurds we wish to express our solidarity with all the victims and their beloved ones. So far, we have benefited from the support of many brave people in America for our struggle for freedom, democracy and progress. We will never forget that Saddam Hussein's brutal dictatorship would not have been toppled in 2003, without the devotion of the American people and their government. To our regret, almost daily American soldiers are killed by terrorist in Iraq. We also remember that the billions of dollars spent for the reconstruction of Iraq and Iraqi Kurdistan are the taxes paid by American citizens. As Kurds and Iraqis we know to well what it means to loose one's home and become a refugee. Now we can show our solidarity with those who supported us in 2003 when we needed assistance. Therefore, we are calling all Kurds and other Iraqis to donate for the victims of the natural disaster that hit the South of the USA. Our country is now impoverished after decades of dictatorship and war and thus unable to contribute as much as its natural wealth could allow. Thus we can not give, what we would like to, but we are able to contribute, every one of us. We are appealing to all Citizens of Iraqi-Kurdistan and Iraq and the Civil Society Organizations and Charities to participate in this collection. The collected donations will be sent as soon as possible together with a letter of support and solidarity to the American Red Cross. Therefore we got a license (Number 2735 from September 4th 2005 ) from the Local Authorities to conduct this collection. Development and Human Rights Democracy Center (DHRD), Suleymaniah The members of WADI in Iraqi-Kurdistan. Sulaimanyah, Kurdistan, Iraq, September 4th 2005 Sarwar Ali Jafar for DHRD Falah Muradkhin for the Members of WADI in Iraqi-Kurdistan Email: mesoptamiahelps at yahoo.com Tel: 009647701588173 ================================================ B) TERMINE ================================================ ======================== Mittwoch http://mund.at/butt/Termine/September/0709.htm Donnerstag http://www.mund.at/butt/Termine/September/0809.htm Freitag http://www.mund.at/butt/Termine/September/0909.htm ======================== ================================================ D) EDITORIAL ================================================ Für den Inhalt verantwortlich: Ihr. Medieninhaberinnen & Medieninhaber seid Ihr E-Mail-Adresse für Beiträge: widerstand at no-racism.net geschickt. widerst at nd MUND und alle Termine täglich aktualisiert im Web: http://www.no-racism.net/MUND Ziel von MUND (medienunabhängiger Nachrichtendienst) ist die unzensurierte und möglichst rasche Information über gesellschafts- politisch relevante Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu Widerstand und Antirassismus sowie verwandte Themen. sollen einen Titel, Namen und Emailadresse der/des AutorIn enthalten und möglichst kurz und prägnant gehalten sein, ev. mit Hinweis, wo weitere Informationen eingeholt werden können. Bitte keine Attachments! Die inhaltliche und sachliche Verantwortung liegt bei der/dem jeweiligen AutorIn bzw. jenen, die uns die Beiträge schicken. Der MUND wird von einzelnen TagesredakteurInnen zusammengestellt. Da Fehler nicht ausgeschlossen sind, bitten wir, nicht veröffentlichte Beiträge nochmals an widerstand at no-racism.net zu senden. Die Weiterleitung (auch auszugsweise) ist erwünscht. Beiträge mit rassistischen oder sexistischen Inhalten werden nicht veröffentlicht. Sehr persönliche Meldungen werden wir an den betreffenden Adressaten weiterleiten, aber nicht im MUND veröffentlichen. Die bisherigen Ausgaben sind unter http://www.no-racism.net/MUND archiviert. Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage: * Wann: Sonntag, 11.11.2001, 11:11 Uhr * * Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" * * Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf * * Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie. Aber kurz und prägnant.* Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch stillschweigend Zensur zu üben. Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die Nichtaufnahme geliefert. (Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.) Die AbsenderInnen der betroffenen Beiträge werden hiervon informiert. Im Sinne einer "gläsernen Zensur" könnt ihr Euch die Beiträge gerne extra schicken lassen: Ein kurzes Mail an widerstand at no-racism.net genügt. ================================================ E) VERTEILERLISTE ================================================ Zur Eintragung in diesen Verteiler bitte direkt subskribieren unter http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/analle oder von der einzutragenden Adresse aus ein mail schicken an: admin at no-racism.net mit folgendem Text: subscribe no-racism Bitte wegen Automatisierung diesen Wortlaut verwenden! Zur Austragung aus dieser Liste bitte an zusammengestellt. Bitte keine Attachments! (werden nicht angenommen) 1 beitrag nicht genommen: nwr. Redaktionsschluss für diese Ausgabe: Mi 5.00 Uhr III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III ü, ö, ä, ß, Ü, Ö, Ä III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III widerst at nd-MUND is powered by http://alt.strg.at/ ================================================ From analle at no-racism.net Thu Sep 8 11:22:01 2005 From: analle at no-racism.net (=?iso-8859-1?q?MUND=3A_medienunabh=E4ngiger_Nachrichtendienst?=) Date: Thu, 8 Sep 2005 11:22:01 +0200 Subject: MUND: Donnerstag, 8.9. 2005] Message-ID: <20050908092201.BRIG2153.viefep13-int.chello.at@localhost> widerst at nd MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst Donnerstag, 8.9. 2005 www.no-racism.net/mund Medieninhaberinnen & Medieninhaber seid Ihr! ================================================ A) INHALT ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN/ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 01 Wendelin Schmidt-Dengler in der Stadt des Kindes von Stadt Theater Wien_Mertin/Büchel ================================================ 02 10.10.: Richter stürmen den Rabenhof! von Rabenhof Presse ================================================ 03 mal was anderes von "Ludwig Kess" ================================================ 04 Russland / Öl: Ureinwohner fordern deutsche Umweltstandards von "GFBV" ================================================ 05 DRAHDIWABERL in St.Pölten! von GAMUEKL ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN/MEINUNGEN/KOMMENTARE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 06 Strache-Wolf auf Video von gerald.demmel at nextra.at ================================================ 07 [womeninblack] Belgrade: Attacks on Non-governmental Organizations, Media and Courts in Serbia von Women in Black Belgrade ================================================ 08 THE LATEST PRESSURES AGAINST WOMEN IN BLACK, BELGRADE von womeninblack at listas.nodo50.org ================================================ 09 First European Network Meeting on the United Nations Security Council's Resolution 1325 von womeninblack at listas.nodo50.org ================================================ ================================================ B) TEXTE ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN/ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 01 Wendelin Schmidt-Dengler in der Stadt des Kindes von Stadt Theater Wien_Mertin/Büchel ================================================ Deren Sprache wir verstehen sollten Zur Literatur der österreichischen Autorin Marianne Fritz spricht Prof. Wendelin Schmidt-Dengler in der Stadt des Kindes am Donnerstag, 8. September 2005, 19.30 Uhr in der Stadt des Kindes Mühlbergstraße 7-9 1140 Wien Eintritt frei. Erreichbarkeit: S 50 ab Westbahnhof oder Hütteldorf bis Station Weidlingau-Wurzbachtal Abfahrt Hütteldorf: 18.50 und 19.20 oder Bus 150/151 ab Hütteldorf bis Wolfgang Pauli Gasse (Auhof Center) Abfahrt Hütteldorf: 18.32 und 19.02 Eine Veranstaltung im Rahmen von: In deinem Lager ist Österreich Eine bewohnbare szenische Installation mit Hausordnung Naturgemäß durchgehender Betrieb von 22.September 2005, 19 Uhr bis 29. September 2005, 22 Uhr Ein Projekt von Stadt Theater Wien / Fritzpunkt mit osa (office for subversive architecture) Tanz*Hotel internil Katherina Bauer Bei den Vorträgen im Vorfeld und den Aufführungen innerhalb der szenischen Installation jeweils limitierte Platzanzahl. Für Rückfragen zum Gesamtprojekt und Anmeldung kontaktieren sie bitte +43 (0)699 11 68 56 16 oder: stadttheaterwien at nextra.at Weitere Informationen unter http://www.fritzpunkt.at Gefördert von der MA 7 Kultur der Stadt Wien und der Unruhe Privatstiftung ================================================ 02 10.10.: Richter stürmen den Rabenhof! von Rabenhof Presse ================================================ Es ist endlich soweit! Richter stürmen das Rabenhof Theater. DAS TRIBUNAL - eine Gruppe oberösterreichischer RichterInnen spielt Theater um eine „Konstruktive Irritation justizieller Selbstzufriedenheit“ auszulösen. Ein gesellschaftspolitisch spannendes und, wie wir glauben, äußerst wichtiges Projekt, welches das Gemeindebau Theater mit großer Freude erstmalig in Wien präsentiert: 10. Oktober 2005 (Beginn: 20 Uhr) „DIE UNSCHULDSVERMUTUNG“ - Szenen einer Befürchtung von und mit: Wolfgang Aistleitner Ein Gastspiel der Gruppe DAS TRIBUNAL Einführende Worte: Dr. Peter Huemer RABENHOF THEATER A-1030 Wien; Rabengasse 3 Kartenreservierungs-Hotline: Tel. 01/712 82 82 Infos + Online-Reservierung unter: http://www.rabenhof.at Kartenpreise: € 16,-- / € 9,-- ZUM STÜCK Ein Richter gerät - unschuldig - in den Verdacht einer schweren Straftat. Nun sieht er sich auf der anderen Seite des Richterpults mit all den Gesetzen, Üblichkeiten und Erklärungsmustern konfrontiert, die er selbst jahrelang praktizierte. Nichts bleibt ihm erspart: Er wird zum Objekt polizeilicher Ermittlungen, wird sogar in Untersuchungshaft genommen, muss den Beistand eines Rechtsanwaltes suchen; seine Familie leidet mit. Ändert all das seine Sicht der Dinge, die da heißen: Die Wahrheit, der Unparteiische, das faire Verfahren, die Unschuldsvermutung Letztlich entgeht er einer Verurteilung; aber nicht so, wie das im Gesetz vorgesehen ist. 17 Szenen, 90 Minuten, keine Pause. „Bis zum gesetzlichen Nachweis seiner Schuld wird vermutet, dass der wegen einer strafbaren Handlung Angeklagte unschuldig ist“ (aus der Europäischen Menschenrechtskonvention). „... ein außergewöhnliches Stück“ Der Standard. „... Die Suche nach Wahrheit ist oft nichts anderes als die Suche nach Bestätigung der Voreingenommenheit ... ein Requiem für Richter ...“ Salzburger Nachrichten „... Richter machen sich selbst zum Thema eines Theaterabends ... mutig, richtig spannend und auch gut gespielt ...“ Neue Kronen Zeitung DIE THEATERGRUPPE „DAS TRIBUNAL“: Autor, Regisseur und Darsteller sind allesamt hauptberuflich RichterInnen. Lediglich der Musiker - aus der Gruppe „Kohelet III“ ist „ausgeborgt“. Das Tribunal existiert seit 1999. Ausschließlicher Themenkreis: Justiz. Ziel: Konstruktive Irritation justizieller Selbstzufriedenheit. Gründer der Gruppe und Autor der Stückes: Wolfgang Aistleitner, Richter in Linz, von 1998 bis 2004 Vizepräsident der Österreichischen Richtervereinigung ================================================ 03 mal was anderes von "Ludwig Kess" ================================================ Hallo, immer schneller, größer, immer teurer....., das muss nicht sein, das Spiel können Sie nicht gewinnen; irgendjemand ist immer noch schneller, größer, teurer. Steigen Sie um, suchen Sie das Besondere. Entscheiden Sie sich bei Ihrer Veranstaltung für etwas Beeindruckendes, Ansprechendes....entscheiden Sie sich für: http://www.rolling-dancers.com Unser kurzer Videoclip beweist es Ihnen: Sie und Ihre Gäste können dabei nur gewinnen. Zuschauerkommentare: "...Die große Show der rolling dancers" "...The rolling dancers - Feeling im Rollstuhl" "...da wurde der Beifall zur Ovation" "...man vergisst die Rollstühle, man sieht sie nicht mehr" "...toll, was bei Eurer Show rüberkommt" PS: Hier versuchen 2 Rollstuhlfahrer Barrieren zwischen Behinderten und Nichtbehinderten abzubauen. Sollten Sie für unser Angebot keine Verwendung haben, schicken Sie diese Mail mit dem Vermerk "kein Bedarf" als Antwort an uns zurück. Danke, Wir sehen uns Ludwig Kess, the rolling dancers Ringallee 5, 94486 Osterhofen Tel. 09932 3126, Fax 09932 959380 http://www.rolling-dancers.com email: L.Kess.Rollstuhltanz at t-online.de ================================================ 04 Russland / Öl: Ureinwohner fordern deutsche Umweltstandards von "GFBV" ================================================ GESELLSCHAFT FÜR BEDROHTE VÖLKER Einladung zur Menschenrechtsaktion Berlin/Göttingen, den 07. September 2005 Ölförderung in Sibirien: Ureinwohner fordern deutsche Umweltstandards Anlässlich der Unterzeichnung von Vereinbarungen zum Bau der Ostsee- Pipeline am kommenden Donnerstag in Berlin wird die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) gemeinsam mit einem Repräsentanten der etwa 200.000 sibirischen Ureinwohner auf die Gefahren der Öl- und Gasförderung im hohen Norden Russlands aufmerksam machen. Um die indigenen Gemeinschaften (Ureinwohner) vor verheerenden Umweltschäden zu schützen, fordert die GfbV mit ihrer Menschenrechtsaktion die Einhaltung deutscher Umweltstandards im Fördergebiet. Die Aktion wird von infoe, dem Institut für Ökologie und Aktions-Ethnologie, unterstützt. Deutschland bezieht etwa 30 Prozent seines importierten Öls und rund 40 % seines importierten Gases aus Sibirien. Dort versickern aus Lecks in den maroden Pipelines bis zu zehn Prozent des geförderten Öls im Erdreich. Weite Landstriche sind verseucht, Flüsse und Bäche sind biologisch tot. Hauptleidtragende sind die Angehörigen indigener Gemeinschaften in diesen Gebieten. Ihre Lebenserwartung liegt zehn Jahre unter dem russischem Durchschnitt. Zu unserer Menschenrechtsaktion mit Ölfässern und einer flexiblen Röhre als "Pipeline" laden wir Sie und Ihre Kolleginnen und Kollegen aus den Bildredaktionen herzlich ein am Donnerstag, den 08. September 2005, von 11.15 Uhr an Budapester Str. 7-9 (ganz in der Nähe des Hotel Intercontinental, in dem die Unterzeichnung in Anwesenheit des russischen Präsidenten Wladimir Putin und des deutschen Bundeskanzlers Gerhard Schröder stattfindet) in Berlin. ACHTUNG REDAKTIONEN: Als Sprecher der indigenen Gemeinschaft der Nivchen von der Insel Sachalin ist Aleksej Limanso zurzeit Gast der GfbV in Deutschland. Er wird während unserer Menschenrechtsaktion über die verheerenden Folgen der Öl- und Gasförderung in seiner Heimat berichten. Während der Aktion ist die GfbV erreichbar unter Tel.-Nr. 0174 54 60 297. Wir vermitteln auch gern Interviews mit Herrn Limanso. ====================================================== Gesellschaft fuer bedrohte Voelker e.V. (GfbV) Inse Geismar, Pressereferentin Postfach 2024, D-37010 Goettingen Tel.+49/551/49906-25, Fax:++49/551/58028 E-Mail: presse at gfbv.de, Homepage:http://www.gfbv.de ================================================ 05 DRAHDIWABERL in St.Pölten! von GAMUEKL ================================================ St. Pölten darf sich freuen, denn bald schon heizen hier der kürzlich mehrfach ausgezeichnete Rockprofessor Stefan Weber und sein Rockrabaukentrupp kräftig ein: “AUF ZUM LETZTEN GEFECHT!” DRAHDIWABERL live in concert Support: Sextiger & Adrenaline Kings Sa., 15. Oktober 2005 VAZ St. Pölten: A-3100 St. Pölten; Kelsengasse 9 (Tel. 02742/71400, ticket at vaz.at ) (direkt an der A1 Westautobahn gelegen/ Ausfahrt St. Pölten Süd) http://www.vaz.at Einlass: 19 Uhr; Beginn: 19.30 Uhr Eintritt: € 19,-- VVK / € 24,-- AK Kartenvorverkauf in allen BA-CA-Filialen, Raiffeisenbanken, bei www.ticketbox.at sowie unter 01/95050 und in allen Vertriebsstellen der Austria Ticket Online und sämtlichen Trafiknet-Trafiken mit ATO - Anschluss. STEFAN WEBER ZUM KONZERT: Die Drahdiwaberl waren immer schon Vorreiter revolutionären Gedankenguts und haben sich wieder einmal ihrer politischen Wurzeln besonnen, um ihre Aufgabe, die Jugend mit radikal linken Ideen zu infiltrieren, zu erfüllen. Im Sinne Che Guevaras: Aufwachen! Musizieren & Diskutieren allein ist zuwenig! Wohin man schaut, brodelt es, man spürt’s in allen Poren, die Vogerln pfeifen es bereits von den Dächern, es liegt in der Luft: DIE WELTREVOLUTION IST FAST SCHON DA! Der Sturm auf die Bastille oder die Aurora waren dagegen ein Lercherlschas! Also auf geht’s, Madln und Burschen! Völker hört die Signale: AUF ZUM LETZTEN KONZERT! Doch keine Angst ­ in einer Revolution muss immer auch für die Liebe Platz sein! Auch Revolutionäre brauchen zum Ausgleich einen Mulatschag ­ solange er politisch korrekt und nicht sexistisch ist! SUPPORT-ACT: SEXTIGER Seit Jahrzehnten schon sind Chris Bauer und seine SEXTIGER mit schöner Regelmäßigkeit der DRAHDIWABERL bewährtester Support-Act. Im Gepäck haben SEXTIGER einige Klassiker aus ihren 3 bisher erschienenen CDs, sowie einige Coverversionen. Gemeinsam mit Frontman Chris Bauer ist auch Sängerin Uschi nach ihrer Babypause wieder on stage. Ihre Version des Janis Joplin-Hits „Mercedes Benz“, für die auch ein Videoclip gedreht wurde, zeigt nicht nur, dass Uschi eine einzigartige Sängerin ist: ihre Bühnenperformance inklusive Feuerstuntshow ist einer der unbestrittenen Höhepunkte der SEXTIGER - Show Die Band ist derzeit im Studio, um ihr neues Album aufzunehmen, das voraussichtlich vor Weihnachten erscheinen wird. ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN/MEINUNGEN/KOMMENTARE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 06 Strache-Wolf auf Video von gerald.demmel at nextra.at ================================================ hallo mundler! mögts folgendes aussenden? Strache-Wolf als Video: http://raketa.at/index.php?id=5002&rid=260 und das Transkript: http://raketa.at/index.php?id=4953&rid=260 wäre nett, wenn ihr das verbreiten könnten. liebe grüße, gerald ================================================ 07 [womeninblack] Belgrade: Attacks on Non-governmental Organizations, Media and Courts in Serbia von Women in Black Belgrade ================================================ Attacks on Non-governmental Organizations, Media and Courts in Serbia 19. August 2005 The non-governmental organizations and media establishments espousing the rule of law and justice for mass human rights violations in the past are laid open to insults, threats and attacks by nationalist political parties, extreme nationalist groups, media outlets and individuals extolling Radovan Karad i , Ratko Mladi , Slobodan Miloševi and Vojislav Šešelj. These people are publicly demanding that the human rights activists and journalists whom they regard as 'Serb traitors' should be put behind bars; they are also threatening to stage mass streets protests if the courts fail to impose custodial sentences in these cases. After a video recording of the execution of six Srebrenica Muslims was shown publicly on 1 June 2005, the Socialist Party of Serbia (SPS), the Serbian Radical Party (SRS) and the Democratic Party of Serbia (DSS) accused the Humanitarian Law Center and the other members of the 8NGO coalition, TV B92 and the daily Danas of conducting an anti-Serb campaign. The failure of the Serbian government to take action is a further encouragement to the extremists in parliament and in other institutions to foment hostility towards the 'traitorous' non-governmental organizations and media. 1. Threats to courts 1.1. In connection with the decision of the Fourth Municipal Prosecutor's Office in Belgrade to dismiss the criminal complaint of the SRS against HLC executive director Nataša Kandi and B92 editor-in-chief Veran Mati for lack of evidence that they intended to undermine the public law and order,1 the SRS held a news conference on 23 July 2005. At the conference, SRS general secretary Aleksandar Vu i said: 'Today we're setting a deadline for them, and on Monday Tomislav Nikoli is going to file a civil suit as well..., so we're giving them until 15 October...if the proceedings are not brought to a close [by that date] I'm promising them half a million people in the streets of Belgrade, so let them see for themselves whether or not they have put in jeopardy and undermined the public law and order.' Source: www.srs.org.yu The threat of the SRS spokesman was carried by all media establishments in Serbia: 'Vu i said he was giving the authorities until 15 October to bring the proceedings to an end, otherwise the SRS promised to put half a million people on the streets of Belgrade'. Source: Ve ernje novosti, Vu i najavio demonstracije (Vu i announces demonstrations), 24 July 2005, p. 8. 'Serbian Radical Party general secretary Aleksandar Vu i ...promises half a million people in Belgrade streets'. Source: Blic, Radikali dali rok da se osudi Nataša Kandi (Radicals set deadline for convicting Nataša Kandi ), 24 July 2005, p. 2. 'The general secretary of the Serbian Radical Party, Aleksandar Vu i , said yesterday that the party had been informed by the Fourth Municipal Prosecutor's Office that it could bring a civil action against the president of the Humanitarian Law Centre, Nataša Kandi , and the director of TV B92, Veran Mati ...[he also] announced that on Monday Nikoli was going to bring a civil action against Kandi , whereas regarding Mati he was still to decide what kind of action to take because Mati could not be sued for libel as a private citizen.' Source: Politika, Radikali podnose privatnu tu bu (Radicals to file civil suit), 24 July 2005, p. A6. 'According to Vu i , while the SRS cannot file a civil action for libel against the B92 director, Tomislav Nikoli will file a civil action against the Humanitarian Law Centre director on Monday. "You may invent all sorts of things, but you mustn't call people murderers. The public hasn't and won't be told the names of any people allegedly killed by Tomislav Nikoli simply because no one was killed in Antin while he was there," said Vu i .' Source: Danas, Nataša Kandi : Na pretnje sudu se mora reagovati (Nataša Kandi : one must react to threats made against a court), 25 July 2005, p. 5. 1.2. On 26 July 2005, the First Municipal Court in Belgrade ruled on a private criminal complaint by Nikola Popovi , a Serb from Pe , and found HLC executive director Nataša Kandi not guilty of insult. The incident which led Popovi to file the criminal complaint occurred at a rally on the occasion of International Day of Missing Persons on 30 August 2003: a group of extremists attacked Kandi verbally and physically for protecting Albanian rights and she slapped an attacker across the face in self-defence. On hearing the verdict, Popovi 's witnesses and friends threatened to take the law into their own hands and called the judge a Serb traitor. Source: HLC. 2. Accusations against and attacks on NGOs in the Serbian parliament 'The opening of the session of the Serbian Assembly was marked with accusations by SRS, DSS and SPS representatives that non-governmental organizations are conducting an "anti-Serb campaign". The deputy head of the SRS parliamentary floor group, Aleksandar Vu i , said that the president of the Humanitarian Law Centre, Nataša Kandi , is the head of the gang conducting the campaign against Serbs.' Source: Srpski nacional, Kandi ka je šef bande (Kandi is the head of the gang), 25 June 2005, p. 3. 'Vu i called the HLC director a "pathologic liar"...He accused Kandi of being party to a "campaign against all things Serb" and added that he was convinced that she will "end up behind bars".' Source: Danas, Radikali bili dobrovoljci JNA (Radicals were JNA volunteers), 16 June 2005, p. 4. '...which means that the president of the Humanitarian Law Centre, Nataša Kandi , will find herself behind bars, to be followed by others...the prison is the only place in Serbia for those swindlers and wretches.' Source: Srpski nacional, Nataša Kandi i Veran Mati moraju u zatvor (Nataša Kandi and Veran Mati must go to jail), 19 June 2005, p. 3. 3. Fomenting hatred of and violence against NGOs 'Serbia's "non-governmental government" with the notorious Nataša Kandi at its head has shown recently how powerful it really is by giving fresh currency to the "Srebrenica case" by dint of heavily edited footage and political manipulation. By all accounts, Nataša Kandi has finally won by a wide margin the quiet behind-the-scenes power struggle among the mischief-makers systematically planted in Serbia. The silver may go to the ill-famed Sonja Biserko just to keep the pair of them in close company; next would follow their media entourage including B92, Danas, Vreme...The rest of the contestants liberally slinging mud at Serbia and Serbs are not in this league, which does not mean that they are not doing their best: some of them are actually falling over backwards in order not to drop out of the contest, which would mean being stricken off the Soros, US and Albanian drug mafia payrolls. (Surely, Kandi wouldn't be putting as much enthusiasm into the coaching of Albanian witnesses due to testify in The Hague if she were doing it for free!) This is why the second-raters are training hard daily, there being quite a large number of them including Biljana Kova evi -Vu o, Borka Pavi evi , Vesna Peši , Latinka Perovi ...not to mention the mournful "revolutionary" eda Jovanovi and the "gay" arko Kora . 'However, it would be a waste of effort to invoke sense, morals or facts in any reference to Nataša Kandi , her trabant Sonja Biserko, the aforementioned media outlets and the second-rate gang of reprobates - calling them Sorosite "mujahedin" wouldn't be too wide of the mark.' Source: www.srpskenovineogledalo.co.yu, Ko je zapravo Nataša Kandi (The true face of Nataša Kandi ), No. 53. 'The national deputies, who recently failed to reach agreement on adopting a resolution to condemn war crimes, spent five hours on Friday discussing Srebrenica, a subject not on the parliament agenda! At the start of the extraordinary session, the deputies of the SRS, DSS and SPS accused non-governmental organizations of being behind the "anti-Serb campaign". Aleksandar Vu i (SRS) accused the president of the Humanitarian Law Centre of being behind the "anti-Serb campaign" and of "falsely accusing Tomislav Nikoli of participation in a war crime". 'Dragoljub Koj i (DSS) urged the Assembly to set up a "special committee to investigate everything regarding the NGO anti-Serb campaign", while Ivica Da i (SPS) criticized the initiative of the Vojvodina government to declare the anniversary of the Srebrenica crime falling on 11 July a day of mourning."' Source: Kurir, NVO vode antisrpsku kampanju (NGOs conduct anti-Serb campaign), 25 June 2005, p. 2. The daily Srpski nacional called the eight non-governmental organizations' motion to the Serbian Assembly to adopt a declaration on Srebrenica a 'plant' and insisted that its adoption would have wider implications for the case before the International Court of Justice in The Hague where the Federal Republic of Yugoslavia (FRY) stands accused of aggression and genocide. Source: Srpski nacional, Kukavi je jaje (The Plant), 26 April 2005, p. 11. In an interview with Svedok the academic Kosta avoški says: 'Sonja Biserko is the least entitled of all to reproach anybody for anything. For a long time she was not only a public servant but also a member of the diplomatic service, that is, one of those who had to be screened for their attitude to the authorities. The screening was done chiefly by the secret police, that is, the UDBA. So, having passed the screening, she was fully one of them and a true communist by conviction...She worked all that time under Minister Lon ar who, if my memory serves me well, was also a minister in Slobodan Miloševi 's day...So, she has no moral right to reproach anybody for anything.' Source: Svedok, Pre e biti da je Miloš Vasi od nalogodavaca i finansijera dobio zadatak da mnoge ljude opanjka i potka e, pa kako sam i ja na tom spisku, i mene proziva (Miloš Vasi has in all likelihood been given instructions from his bosses and paymasters to bad-mouth and inform against many people; since my name is on the list, he's making accusations against me too), 15 March 2005, p. 11. 'As she watches the results of her deeds squinting through the fringe of her peculiar coiffure, this woman is already contemplating some other activity to curry even greater favour with her boss and those giving people marks', writes the author of the Glas javnosti column 'Psychological Profile' Sonja Biserko, among other things. Source: Glas javnosti, 'Psihološki profil' column, 20 July 2005, p. 15. Regarding the nomination of '1000 Women for the Nobel Peace Prize for 2005' including the president of the Helsinki Committee for Human Rights in Serbia, Sonja Biserko, Ogledalo wrote an article incorporating these lines: 'Whether the people who put forward these women activists were doing it for kicks or whether they meant it, we do not know; but the prospect of Kandi 's right-hand man (or rather right-hand woman) Sonja Biserko getting a "Nobel" - that crowns it all!' The article, which carries a 'biography' of Biserko already published in Internacional (11 January 2005), also says: 'By the way, Sonja Biserko is not overjoyed when you ask her what nationality she is, and she jealously hides her other biographical data from the Serbian public. All the same, it is known that she worked in the Federal Secretariat for Foreign Affairs as adviser to the notorious minister Budimir Lon ar, that she has no children or family commitments, and that she is fully committed to the "activities" mentioned above (that is, to tirelessly maligning the people she most hates in all the world - the Serb people). Source: Ogledalo, 6 July 2005. 4. The writing of graffiti During the night of 4 to 5 November 2004 a swastika was sprayed over the plaque bearing the HLC name and logo at the entrance to the building where the organization has its headquarters; on 22 March 2005 the star of David was painted on the plaque and the following messages written on a wall across from the HLC offices: 'Nataša Kandi is a Jewish pawn - a humble servant of the Jewish world order', 'Say No to the Zionist occupation of the world', 'Fight for Serbia until final victory' and 'Serbia to the Serbs'; on 11 July 2005 the star of David was sprayed on the HLC plaque for the third time. Source: HLC. The message 'Sectarians get the hell out of Serbia' adorned a wall along the staircase leading to the offices of the Helsinki Committee for Human Rights in Serbia for months; as part of the latest anti-NGO drive, the messages 'Sonja Biserko - Jewish pawn - humble servant of the Jewish world order', 'Serbia to the Serbs' (combined with the Serbian coat-of-arms bearing the four timber-box steels) and 'B92 = star of David (symbol)' were sprayed on the walls outside the offices as well as on the door itself. Source: Helsinki Committee for Human Rights. 5. B92 journalists and editor-in-chief insulted and threatened Brankica Stankovi , the editor of the B92 popular programme Insider, was subjected to extremely crude insults on the pages of Kurir and Srpski nacional for almost two weeks following a show on 4 July 2005 discussing the links between tabloids and organized crime. The public prosecutor's office took no action. At a news conference on 15 August 2005, B92 journalist Ana Veljkovi asked Serbian Minister for Capital Investment Velimir Ili to comment on the dropping of charges against Marko Miloševi , the son of the Hague indictee Slobodan Miloševi . Ili said this in reply: 'Listen, we're here on a very serious business, but you people from B92 create havoc and make provocations wherever you turn up. You're sick, you belong in a psychiatric ward, you ought to be undergoing treatment as a team!' Source: Politika, Neobi na ministarska briga (The minister's unusual concerns), 16 August 2005, p. 8. The minister's media adviser, Petar Lazovi , told Veljkovi that he'd 'kill Veran Mati ' and suggested that he 'Go to fucking hell!' Source: Kurir, Veran Mati je idiot! (Veran Mati is an idiot!), 16 August 2005, p. 2. In connection with Minister Ili 's opprobrious conduct, the B92 editor-in-chief and executive editor wrote to Serbian Prime Minister Vojislav Koštunica demanding that Ili should be made to resign, a demand backed by the Democratic Party, the Civic Alliance, the Liberal-Democratic Faction, the Social Democratic Union, the Association of Independent Electronic Media (ANEM) and many associations, non-governmental organizations and public figures. At a government meeting on 18 August 2005 Ili briefed the ministers on the incident and said he was sorry if the journalist had taken offence at what he had said because that had not been his intention. Source: Danas, Kurir, Srpski nacional, Ve ernje novosti, 19 August 2005. 6. Attacks on human rights lawyers On 21 July 2005 the lawyer Tatomir Lekovi , the HLC's collaborator of many years, was physically assaulted by a private person in the centre of Kragujevac. Lekovi suffered injuries to the head and body as a result. The HLC has reason to believe that the attack had to do with Lekovi 's activities and address in connection with the 10th anniversary of the genocide of the Srebrenica Muslims, his insistence on establishing the truth about and the accountability for the war crimes committed in the name of Serbia, and for his support to the HLC. Before the attack, owing to pressure and threats from various criminal groups and policemen involved in war crimes and other criminal offences, Mr Lekovi had been forced to find a temporary safe place for his family outside Kragujevac Source: HLC, press release, HLC wants truth about attack on lawyer Tatomir Lekovi , 21 July 2005. About 9 p.m. on 30 July 2005, Dragutin Vidosavljevi , the lawyer with the Committee for Human Rights in Leskovac, was accosted outside the Plus betting shop in the town centre by a local police officer named Goran Veli kovi . The police officer told Vidosavljevi he was going to cut his throat, made various insults against him and ordered him to go home. Vidosavljevi went in all the same and Veli kovi caught up with him inside, grabbing him by the neck with one hand and punching him in the face with the other. Source: HLC, letter to Ministry of Internal Affairs inspector general Vladimir Bo ovi , 4 August 2005. 7. Threats to the editor-in-chief and executive editor and journalist of the daily Danas 'The editorial staff of Danas have been informed by credible lawyer circles that the people close to Franko Frenki Simatovi 2 have been making threats against our journalist Bojan Ton i over an article published in Danas on Wednesday, 6 April...Ton i is threatened not only with court action but also with unspecified retaliation. Source: Danas, Pretnje Bojanu Ton i u (Threats against Bojan Ton i ), 13 April 2005, p. 3. The article on the threats made against the editor-in-chief and executive editor, Grujica Spasovi , quotes the following message received by the editorial staff: 'Pass this message to him. I'm calling from Republika Srpska, from General Ratko Mladi 's personal security. He's a dead man as of today. We're going to kill him and cut off his head, arms and legs because of the things he wrote and published about General Ratko Mladi the other day.' Source: Danas, Brutalna pretnja glavnom uredniku Danasa (Danas editor-in-chief receives brutal threat), 13 June 2005, p. 3. 8. Non-governmental organizations under surveillance The director of the Serbian Security Intelligence Agency (BIA), Rade Bulatovi , has said publicly that the service is keeping the activities of certain non-governmental organizations under scrutiny. The daily Danas wrote the following in this connection: 'When the number one man in charge of security says that his service is keeping the activities of certain non-governmental organizations under scrutiny and stresses that they are "abusing their NGO status and are mostly financed by centres situated abroad to promote their political and security assignments later, especially on the territory of Raška region and southern Serbia", then this means the green light for a witch-hunt. BIA director Rade Bulatovi is the hero and the Defence and Security Committee of the Assembly of Serbia the stage where it is being played out; as to the organizations being watched, it does not take too much effort to identify the Centre for Cultural Decontamination, the Belgrade Circle, the Lawyers Committee for Human Rights, the Humanitarian Law Centre, the Youth Initiative, the Women in Black, the Civil Initiative, and the Helsinki Committee for Human Rights in Serbia.' Source: Danas, Lov na veštice (The witch-hunt), 7 July 2005, p. 9. 9. Disrupting an NGO rally commemorating the 10th anniversary of the Srebrenica genocide 'The Women in Black protest "Lest We Forget" in Belgrade's Republic square last night, commemorating the 10th anniversary of the crime against the Srebrenica Bosniaks, was disrupted briefly when a tear-gas canister was tossed into a group of non-governmental organization activists. The tear-gas was thrown by extremists who had first been chanting "Knife, wire, Srebrenica" [the words rhyming in Serbian] and "Nataša Kandi is a whore". The police, who had three cordons protecting the rally, took into custody nine youths with shaved heads. The rally was attended by NGO activists from Italy, Israel, the United States, Germany and Serbia, including Nataša Kandi of the Humanitarian Law Centre, Sonja Biserko of the Helsinki Committee for Human Rights in Serbia, Biljana Kova evi -Vu o of the Yugoslav Lawyers Committee for Human Rights, and Borka Pavi evi of the Centre for Cultural Decontamination.' Source: Danas, Suzavac na Srebrenicu (Tear-gas against Srebrenica), 11 July 2005, p.1 . 10. Srebrenica photo billboards defiled On 27 June 2005 the Youth Human Rights Initiative set up over 30 billboards in Belgrade, Novi Sad, Niš and a ak with photographs taken in Srebrenica by the Sarajevo author Tarik Samarah. The message beside the photographs read: 'For you to see, to know, to remember'. Nearly every billboard was defiled within days with messages in black ink saying: 'Knife, wire, Srebrenica', 'Ratko Mladi ', 'There's going to be a rerun', and so on. The media reported on the affair as follows: 'We ought to be discussing all the crimes rather than condemning just one people in this way,' said Dragan Kojadinovi , the Serbian Minister of Culture. 'The late [psychiatrist and Serb leader] Jovan Raškovi called this thing aggressive consciousness in his references to the pressure put on the Serbs in Croatia by the HDZ [Croatian Democratic Union], which insisted that everything there was Croatian including the air and water,' said Savo Štrbac, the president of the Veritas documentation centre. The author of the article writes in conclusion: 'Strangely enough, there is no regulatory body in our country to check the contents of advertisements and stop photos of this kind being displayed in public places. Unlike in many other European countries, everything here is left to the discretion of the advertiser.' Source: Glas javnosti, Zlo in kao reklama (Advertising crime), 2 July 2005, p. 4. 'Are these billboards meant as an insult to those dead people in the coffins and their relatives as part of a marketing drive designed to let an NGO rake it in? (I've never heard of this Youth Initiative organization before.) Or rather, are they meant to insult the residents of this city and their children - are they supposed to feel collective guilt like the Germans did in 1946 through being force-fed the feelings of anguish and remorse in this way? Source: Kurir, column by Isidora Bjelica, 2-3 July 2005. 'The humanitarians, who are humane as long as there are people to line their pockets, have adorned Belgrade with billboards about Srebrenica, their idea probably being that we should go on committing genocide in the future by strangling with our bare hands everybody who just so much as mentions genocide to us.' Source: Glas javnosti, column by Dragoljub Petrovi , 8 July 2005. 1 The SRS filed the criminal complaint against Nataša Kandi and Veran Mati regarding her statement on B92 that there was evidence that a number of civilians in the Croatian village of Antin were killed in 1991 by the SRS vice-president personally and that the evidence was being checked. 2 Franko Simatovi alias Frenki was charged by the ICTY with war crimes against humanity. His threats against Ton i were preceded by Ton i 's article about Simatovi and his threats to witnesses. Zene u crnom Women in Black www.wib-zeneucrnom-belgrade.org tel/fax: +381 11 26 23 225 _______________________________________________ womeninblack mailing list womeninblack at listas.nodo50.org http://www.nodo50.org/cgi-bin/mailman/listinfo/womeninblack this is the international WiB mailing-out list, for the INTERACTIVE WiB e-list, go to http://groups.yahoo.com/group/interactiveWiB ================================================ 08 THE LATEST PRESSURES AGAINST WOMEN IN BLACK, BELGRADE von womeninblack at listas.nodo50.org ================================================ Public Announcement THE LATEST PRESSURES AGAINST WOMEN IN BLACK, BELGRADE Two officials from the Ministry of Interior of Serbia, department of city secretariat of Belgrade from the economic crimes department, visited the Women in Black office on August 26th 2005 for another in the countless number of visits. They questioned Stasa Zajovic, coordinator of Women in Black, on the basis of a criminal charge that was submitted to the Ministry of Interior in February 2005. What is this all about? In the string of systematic and permanent pressures that Women in Black have been exposed to since the beginning of their work in 1991, the latest is characterized by unprecedented bizarreness. At the beginning of this year, one pensioner from Serbia, a person known locally to be violent and by the police for numerous charges submitted against him because of his violent behavior and domestic violence, has submitted to the organs of the Ministry of Interior a criminal charge against Stasa Zajovic. According to that charge, the police department of the municipality of Savski Venac (the district in which the Women in Black office is located), department for economic crimes, dealt with it, where the procedure of preliminary investigation is completed. The bizarreness of the charge is mostly represented in the following: Content of the charge: Women in Black are accused for the organization of prostitution; The fate of the charge: The organs of the Ministry, instead of dropping the charge as obviously absurd, have spent taxpayer funds and half a year’s time on the investigation, which included questionings of our activists, the checking of our financial and administrative business, etc. However, the Ministry’s organs would be able to justify their acts in accordance with the law by the submission of a criminal charge against these false accusations. We expect from the prosecutor’s office who is in charge to process our criminal charge in the line of his/her duty, and from the police organs in the offender’s town to stop tolerating his violent behavior, as well as to prevent the permanent phone harassment and threats to which Stasa Zajovic is being exposed by the mentioned offender. We consider this act to be discrediting and criminalizing, as well as minimilizing the ability of civil society in the building of democracy, a legal state, and integration into the international community, and affirms that the “legalism” of current authorities aims to clash with the political opposition. Women in Black, Belgrade Belgrade – August 28th, 2005 _______________________________________________ womeninblack mailing list womeninblack at listas.nodo50.org http://www.nodo50.org/cgi-bin/mailman/listinfo/womeninblack this is the international WiB mailing-out list, for the INTERACTIVE WiB e-list, go to http://groups.yahoo.com/group/interactiveWiB ================================================ 09 First European Network Meeting on the United Nations Security Council's Resolution 1325 von womeninblack at listas.nodo50.org ================================================ First European Network Meeting on the United Nations Security Council's Resolution 1325 Hosted by the German Women's Security Council (GWSC) Sunday, September 11th 2005 Venue: Weiberwirtschaft, Anklamer Str. 3, 10155 Berlin (subway station Bernauer Str.) 10:00 am - 5:00 pm 10:00 am Welcome and presentation of the German WSC and the intention of the conference Gitti Hentschel, Feminist Institute of the Heinrich Boell foundation, member of GWSC, and Sabine Gürtner, WOMNET 10:30 am Short presentations of participants and their activities, state of implementation of UN-SC Resolution1325 in your country 11:30 am "International Security policy from a gender perspective - actual debates" Susi Snyder, Secretary General, WILPF Followed by a discussion, facilitated by Simone Wisotzki HSFK/GWSC 1:00 pm Lunch 2:00 pm "Challenges for a European peace and security policy from a gender perspective " Simone Wisotzki, Peace Research Institute Hessen (HSFK) Followed by a discussion, facilitated by Ute Scheub, Author/GWSC 3:30 pm Coffee/tea 4:00 pm "Strategies for European Activities in 2006 and discussion on a European Conference in 2006" Facilitated by Heidi Meinzolt-Depner, WILPF/ GWSC 5:00 pm End Facilitator of the conference: Petra Bläss, Senior Advisor to the OSCE, member of the GWSC The conference will be held in English. The conference is kindly supported by the Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Background - "Sustainable Security Policy Needs a Genderperspective" Foreign and security politics of the nations are a still widely domaine of men. Debates and the decisions are made and dominated by men. Only a few women are in responsible functions and positions. At the same time, women are still seen as victims and passively suffering in wars which manifests their traditional roles. But in reality, women have a diverse active role in peace processes, in the prevention and the non violent conflict management and during the period of conflict transformation. They contribute to assure the survival of the society in war and post war times and contribute decisively to the reconstruction of the communities. But still, women are not part of the official peace negotiations and the UN missions. Their experiences and demands are not reflected in the post-war and nation-building process. In addition, there is too little focus on the specific needs of women and girls in refugee camps and in development projects. The Resolution 1325 of the Security Council of the United Nations (UN-SC Res 1325) from October 2000 is an important and necessary instrument in order to ensure and to realize the participation of women on all levels of decision-making and measures for the realization of political concepts including a gender perspective. The German Women's Security Council (GWSC) concentrates on lobbying activities in order to speed up the implementation of UN SC Res 1325. There is a gender blindness in reference to the EU constitution concerning foreign and security policy, as well as in the security strategy of the EU Council of Ministers. Therefore, we need a strengthened coordination and common initiatives of women experts to endorse the implementation of the UN-SC Res. 1325 and the participation of women on the European level. The aim of the meeting is: more national and European action plans. We want to strengthen our efforts using our diversity of experiences and to develop common strategies. We all know that there are already a lot of activities and organizations like the European Women's Lobby, the OSCE, the 1000 Peace Women, International Alert, Kvinna til Kvinna, WILPF, Women without bordersor Women in black, working on the same issue. So, please join us in Berlin!! If you feel concerned by this ideauneif _______________________________________________ womeninblack mailing list womeninblack at listas.nodo50.org http://www.nodo50.org/cgi-bin/mailman/listinfo/womeninblack this is the international WiB mailing-out list, for the INTERACTIVE WiB e-list, go to http://groups.yahoo.com/group/interactiveWiB ================================================ ================================================ C) TERMINE ================================================ ======================== Donnerstag http://mund.at/butt/Termine/September/0809.htm Freitag http://www.mund.at/butt/Termine/September/0909.htm Samstag http://www.mund.at/butt/Termine/September/1009.htm ======================== ================================================ D) EDITORIAL ================================================ Für den Inhalt verantwortlich: Ihr. E-Mail-Adresse für Beiträge: widerstand at no-racism.net geschickt. widerst at nd MUND und alle Termine täglich aktualisiert im Web: http://www.no-racism.net/MUND Ziel von MUND (medienunabhängiger Nachrichtendienst) ist die unzensurierte und möglichst rasche Information über gesellschafts- politisch relevante Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu Widerstand und Antirassismus sowie verwandte Themen. sollen einen Titel, Namen und Emailadresse der/des AutorIn enthalten und möglichst kurz und prägnant gehalten sein, ev. mit Hinweis, wo weitere Informationen eingeholt werden können. Bitte keine Attachments! Die inhaltliche und sachliche Verantwortung liegt bei der/dem jeweiligen AutorIn bzw. jenen, die uns die Beiträge schicken. Der MUND wird von einzelnen TagesredakteurInnen zusammengestellt. Da Fehler nicht ausgeschlossen sind, bitten wir, nicht veröffentlichte Beiträge nochmals an widerstand at no-racism.net zu senden. Die Weiterleitung (auch auszugsweise) ist erwünscht. Beiträge mit rassistischen oder sexistischen Inhalten werden nicht veröffentlicht. Sehr persönliche Meldungen werden wir an den betreffenden Adressaten weiterleiten, aber nicht im MUND veröffentlichen. Die bisherigen Ausgaben sind unter http://www.no-racism.net/MUND archiviert. Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage: * Wann: Sonntag, 11.11.2001, 11:11 Uhr * * Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" * * Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf * * Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie. Aber kurz und prägnant.* Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch stillschweigend Zensur zu üben. Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die Nichtaufnahme geliefert. (Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.) Die AbsenderInnen der betroffenen Beiträge werden hiervon informiert. Im Sinne einer "gläsernen Zensur" könnt ihr Euch die Beiträge gerne extra schicken lassen: Ein kurzes Mail an widerstand at no-racism.net genügt. ================================================ E) VERTEILERLISTE ================================================ Zur Eintragung in diesen Verteiler bitte direkt subskribieren unter http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/analle oder von der einzutragenden Adresse aus ein mail schicken an: admin at no-racism.net mit folgendem Text: subscribe no-racism Bitte wegen Automatisierung diesen Wortlaut verwenden! Zur Austragung aus dieser Liste bitte an zusammengestellt. Bitte keine Attachments! (werden nicht angenommen) alles aufgenommen Redaktionsschluss für diese Ausgabe: Mi, 22.00 Uhr III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III ü, ö, ä, ß, Ü, Ö, Ä III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III widerst at nd-MUND is powered by http://alt.strg.at/ ================================================ _______________________________________________ Analle mailing list Analle at no-racism.net http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/analle -------------- nächster Teil -------------- _______________________________________________ Widerstand mailing list Widerstand at no-racism.net http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/widerstand From analle at no-racism.net Fri Sep 9 08:47:26 2005 From: analle at no-racism.net (=?iso-8859-1?q?MUND=3A_medienunabh=E4ngiger_Nachrichtendienst?=) Date: Fri, 9 Sep 2005 08:47:26 +0200 Subject: MUND: Freitag, 9. September 2005 Message-ID: <002b01c5b50a$581070a0$4e046d50@chello.at> MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst www.no-racism.net/mund Freitag, 9. September 2005 ================================================ A) INHALT ================================================ ============================================== 01 Meinung im Puls-TV kaufen! From: esel at esel.at ============================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ============================================== 02 grundrisse in graz und am papier From: grundrisse at gmx.net ============================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND KOMMENTARE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ============================================== 03 Iranisches Terrorregime richtet politischen Häftling hin From: wadi-wien at gmx.at ============================================== 04 Police arrests 100 in Christiania From: global at no-racism.net ============================================== 05 Rezension Die friedfertige Antisemitin From: cafe.critique at gmx.net ============================================== 06 Nein zur Privatisierung der Post From: ast-lfi at utanet.at ============================================== ================================================ B) TEXTE ================================================ ============================================== 01 Meinung im Puls-TV kaufen! From: esel at esel.at ============================================== Meinung ist auch Deinung. Eine neoopportunistische Finanztransktion von eSeL und monochrom.at Derzeit ist eSeL auf Puls TV Wien täglich live bei "Talk of Town" (18:35 MEZ) zu Gast und hat dort die Möglichkeit seine Meinung (die eine Meinung ist) medial zu multiplikatorisieren. Das ist total eine Chance für die Partizipationsgesellschaft - und zugleich eine ökonomische Chance für uns. Wir haben uns dazu entschlossen eSeLs Freitagsmeinung (9. September 2005) zu versteigern und uns die Kohle zu teilen. Der oder die Höchstbietende kann uns bis max. 2500 Zeichen Text schicken, dieser Inhalt wird dann von eSeL live in die Sendung wiedergegeben und hardgespint. Punkt. zur AUKTION: http://wiki.esel.at/tiki-index.php?page=deinung Guten Tag uns. eSeL und Grenzfurthner und Du ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ============================================== 02 grundrisse in graz und am papier From: grundrisse at gmx.net ============================================== liebe leserInnen, liebe interessierte vorbei mit sommer, so er je gewesen ... die nummer 15 kommt in wenigen tagen, kaufet, leset, verbreitet, abonniert - und besucht den grundrisse-workshop mit dem schönen titel "revolution ohne partei - kommunismus ohne staat; vom operaismus zum postoperaismus" am elevate-festival in graz (www.elevate.at/workshop_info.html) am 10.9. hier jedenfalls das editorial der neuen grundrisse, im anschluss daran finden sich noch zwei einladungen für geplante herbst-aktivitäten. liebe gruesse die grundrisse-redaktion Editorial Liebe LeserInnen, eigentlich sollten hier Berichte über unser Sommerseminar "Kapitalismus, Geschlechterordnung und Revolution" stehen. Da es aber so verschiedene Sichtweisen (und zurückgestellte Beiträge) dazu gibt, die noch diskutiert werden müssen, werden die Berichte erst in den nächsten grundrissen zu lesen sein. Die Texte sind diesesmal sehr (post)operaismuslastig, was eine starke Tendenz in der Redaktion bestätigt. Allerdings ist dies die erste Ausgabe der grundrisse, in der sich kein Text eines Redaktionsmitglieds findet - was uns sehr freut. Weniger erfreulich ist dagegen - auch darauf wird in der oben bereits angedeuteten Auseindandersetzung im Gefolge unseres Gender-Seminars noch zurückzukommen sein - die rein männliche Autorenschaft dieser Nummer. Der Artikel von Martin Dieckmann beruht auf seinem Referat am diesjährigen Buko-Kongress in Hamburg und stellt eine erfrischende Perspektive auf das Themenfeld Prekarität und Prekarisierung vor. Da diese Thematik bereits im Umfeld des Euromayday sowie im Beitrag von Gundula Ludwig und Birgit Mennel in der vorigen Ausgabe der grundrisse einen hohen Stellenwert einnahm und -nimmt, würden wir auch über weitere Beiträge zu diesem Thema freuen. Wir laden alle Interessierten ein, uns Artikel (nicht nur) zu diesem Thema zu schicken. Da wir immer wieder versuchen, über den deutschsprachigen Tellerrand hinauszublicken, findet ihr des weiteren einen Artikel über die marxistische Diskussion im angloamerikanischen Raum von Engelbert Stockhammer. Da es Widerspruch gegen die "mathematisierte" Lesart von Marx gab, sind auf den folgenden Seiten kritische Anmerkungen dazu von Karl Reitter zu lesen. Max Henningers Beirag nimmt aus einer postoperaistischen Sichtweise das Verhältnis von immaterieller Arbeit und Subjektivität in den Blick und verknüpft seine Analyse mit der Ideologietheorie Louis Althussers. Adolphs und Karakayali vergleichen die Kämpfe im Kapitalismus, wie sie von Beverly Silver und Robert Castel gesehen werden, um anschließend die Sichtweise von Hardt und Negri als diejenige zu bewerten, welche die Kämpfe der Multitude am besten zum Ausdruck bringt. In der Rubrik "MIT NACHDRUCK" freuen wir uns, euch die deutsche Erstübersetzung eines Kapitels von Harry Cleavers Buch "Reading Capital Polititcally" zu präsentieren. Darin geht es um die Entwicklung der Marxschen Wertformanalyse in ihrer Beziehung zum Klassenkampf. Auf den folgenden Seiten findet ihr außerdem Einladungen zu Aktivitäten, an denen die grundrisse aktiv sind: Ein Arbeitskreis wird sich mit Paolo Virnos "Grammatik der Multitude" beschäftigen, außerdem beteiligen wir uns sowohl am Kongress zum Garantierten Grundeinkommen in Wien als auch an der geplanten Erwerbsarbeitslosenkonferenz. Zu guter Letzt möchten wir uns bei Clemens, Gerold und Roland für Übersetzungs- und Lektoratsarbeiten bedanken und freuen uns wie immer über neue Abos. die grundrisse-redaktion Die Grammatik der Multitude lesen: Eine Einladung Der Begriff der Multitude (übersetzbar mit "Menge", "Die Vielen") gewinnt in der gegenwärtigen Debatte immer mehr an Bedeutung. Ursprünglich von Spinoza entwickelt, wurde er unter anderem durch die Arbeiten von Michael Hardt und Antonio Negri in die Diskussion eingeführt. Was unter Multitude zu verstehen sei, was dieser Begriff leistet und was nicht, in welchem Verhältnis er zum Begriff der ArbeiterInnenklasse steht, diese Fragen werden in der Auseinandersetzung äußerst kontrovers beantwortet. Im Herbst dieses Jahres wird nun endlich die nach der englischen auch die deutsche Übersetzung von Paolo Virnos "La grammatica della moltitudine", zu Deutsch: "Grammatik der Multitude. Zur Analyse zeitgenössischer Lebensformen" erscheinen. Dieser Text ist aus mehren Gründen bemerkenswert. Virno, ein wichtiger Vertreter des italienischen Postfordismus, hat darin mündlich vorgetragene Referate schriftlich festgehalten. Das gesprochene Wort ist im Text noch zu spüren, er ist daher sehr präzise, fast thesenartig vorgetragen, lebendig und anschaulich. Obwohl Virno sehr komplexe philosophische Themen bemüht, können auch jene der Argumentation und Darstellung folgen, die mit den Referenzen nicht so vertraut sind, die Grammatik der Multitude ist kein InsiderInnentext. Auch der Umfang hält sich in Grenzen, er umfasst kaum mehr als 100 Seiten. Einerseits stellt dieser Text eine präzise Untersuchung des Begriffs der Multitude dar, nach dem Erscheinen von "Grammatik der Multitude" zielt der gerne erhobene Vorwurf der Schwammigkeit und Vagheit endgültig ins Leere. Andererseits - der Untertitel "Zur Analyse zeitgenössischer Lebensformen" legt dies ja nahe - verknüpft Virno die philosophische Untersuchung des Begriffs durchgehend mit der Analyse der postfordistischen Arbeits- und Lebensverhältnisse. Der philosophische Diskurs ist mit soziologischen und empirischen Befunden verknüpft. Ein Faktum, das diesen Text zusätzlich für eine genaue Debatte prädestiniert. Wir werden daher einen Lesekreis zu diesem Buch initiieren. Struktur und Ablauf wollen wir nicht vorwegnehmen sondern auf einem ersten Treffen mit all jenen gemeinsam bestimmen, die am Arbeitskreis Interesse haben. Eine erste Zusammenkunft wird Ende Oktober stattfinden. Informationen findet ihr nicht nur rechtzeitig auf unserer Homepage www.grundrisse.net, es wird auch eine diesbezügliche Aussendung geben. Wer daher in unseren Mailverteiler aufgenommen werden möchte, möge eine kurze Nachricht an grundrisse at gmx.net schicken. In Planung: Konferenz zur Erwerbsarbeitslosigkeit Kurz nachdem einige Medien über neuerlich steigende Zahlen in der Arbeitslosenstatistik berichtet und Maßnahmen gefordert hatten, zauberte auch schon Wirtschafts- und Arbeitsminister Bartenstein eine neuerliche Beschäftigungsinitiative aus den Hut. Das Problem dabei: Nach jeder Beschäftigungsinitiative dieser Regierung stiegen die Zahlen der Erwerbsarbeitslosigkeit weiter, und das obgleich ständig an den Statistiken herumgedreht wird. Ganz offensichtlich dienen diese Initiativen nicht der Schaffung neuer Arbeitsplätze, sondern bedienen die Klientel der Regierungsparteien in Wirtschaft und in der Oberschicht. Tatsächlich ist die Regierung tatkräftig mit der Vernichtung von Arbeitsplätzen beschäftigt (so etwas nennt mensch schlanken Staat), mittels Pensionsreformen, 0-Defiziten, einer Sparefroh-Politik bei Investitionen und Steuererleichterungen für Reiche usw. In dem Maße, wie einerseits Arbeitsplätze vernichtet werden, ist andererseits die Regierung damit beschäftigt, jenen, die davon betroffen sind zu vermitteln, dass es in ihrer individuellen Verantwortung liegt, dass sie erwerbsarbeitslos sind. Waren dafür noch vor 20 Jahren gesellschaftliche Begründungen wie Wirtschaftsentwicklung, geographisch-strukturelle Probleme etc. selbstverständlich so hat sich das grundlegend geändert. Dazu wurde ein System einer Ethik der Arbeitszentriertheit entwickelt (workfare statt welfare) und über ständige Wiederholungen naturalisiert - wirklichkeitsmächtig gemacht. Wir begegnen heute unzähligen Aufmerksamkeitstechnologien, die uns alle das gleiche vermitteln: Arbeit, Leistung, Wettbewerb. Dies entspricht einer ideologischen Verkoppelung zwischen Neoliberalismus und Neokonservatismus. Hier verknüpft sich scheinbar widersprüchliches, liberales mit konservativem, bis hin zu rechtsextremen und totalitären Formen von Politik. Es sei nur daran erinnert, dass es liberale und sozialdemokratische Parteien waren, die besonders tiefe Schneisen in die soziale Realität rissen (Clinton, Blair, Schröder). Die Arbeitszentriertheit umfasst mehr eine Strategie des Reagierens (ein ständiges "verbessern" und anpassen) als ein fixes Konzept. Die Generallinie ist die des Arbeitszwanges, der Arbeitszwangsprogramme. Diesen Sinn haben die "Aktivierungskurse- und maßnahmen". Es geht darum, für einen Arbeitsmarkt zu aktivieren, der immer kontingenter, schlechter bezahlt, unsicherer, kurz prekärer wird. Es geht um die Konstituierung einer Klasse von working poor. Das ist der eigentliche Sinn der Arbeitszentriertheit. Dafür wird die Ethik der Arbeit bemüht, die beinahe an totalitäre Regime erinnert. Aus diesen und noch vielen anderen Punkten haben wir (autonome Erwerbsarbeitslosengruppen und Einzelpersonen) uns entschlossen eine Konferenz zum Thema Erwerbsarbeitslosigkeit einzuberufen. Es geht uns dabei nicht darum ein exklusives Treffen zu arrangieren, gerade weil wir wissen, dass unsere Situation aufs Engste mit der aller anderen Untergruppen verbunden ist. Deshalb rufen wir alle Interessierten auf, sich an einer solchen Konferenz zu beteiligen, unabhängig davon, ob sie erwerbsarbeitslos sind oder noch in Erwerbsarbeit stehen, ob prekär beschäftigt oder neu selbständig - weil wir glauben, dass Widerstand gegen ein System der Perspektivlosigkeit und Verelendung eine Sache der Vielfalt, der Pluralität ("Multitude") sein könnte. Die Konferenz zur Erwerbsarbeitslosigkeit wird vom 15. und 16. Oktober 2005 im Amerlinghaus, Stiftgasse 8, 1070 Wien, stattfinden. Ein genaues Programm ist in Ausarbeitung. Walter Weitere Informationen gibt es auf folgenden Webseiten: www.amsand.at.tt, www.zum-alten-eisen.org, www.arbeitslosensprecherin.at www.grundrisse.net _______________________|_________________________ imperator: "ich verspüre eine erschütterung der macht!" darth vader: "auch ich fühle so." ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND KOMMENTARE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ============================================== 03 Iranisches Terrorregime richtet politischen Häftling hin From: wadi-wien at gmx.at ============================================== Iranisches Terroregime richtet politischen Häftling der Komala hin Ismail Mohammadi wurde am vergangenen Samstag (3.9.) im Iran hingerichtet. Der 38 Jahre alte Vater von fünf Kindern war im Juli 2003 zum Tode verurteilt worden, nur weil er Mitglied der sozialistischen Komala Partei war. Weltweit hatten sich Menschenrechtsorganisationen und Privatpersonen für eine Aufhebung des Todesurteils eingesetzt. In den kurdischen Gebieten im Westen des Iran gibt es seit Juli 2005 Unruhen, in deren Verlauf es viele Tote und Hunderte von Verhaftungen gegeben haben soll. Quelle: Gesellschaft für bedrohte Völker (www.gfbv.de) ------------------------------ Hintergrundinformationen zur Komala u.a. unter http://www.jungle-world.com/seiten/2005/24/5700.php -- WADI - Verband für Krisenhilfe und solidarische Entwicklungszusammenarbeit e-mail: wadi.wien at gmx.at Tel.: 0699-11365509 Spendenkonto in Österreich: Kontonummer 07.405.301 Evangelische Kreditgenossenschaft eG BLZ 31800 IBAN: AT10 3180 0000 0740 5301 BIC: EVKRATW1 Website mit weiteren Informationen zu Projekten von Wadi und Veranstaltungshinweisen: www.wadinet.at ============================================== 04 Police arrests 100 in Christiania From: global at no-racism.net ============================================== ----- Weitergeleitete Nachricht von francesca ----- This morning at 11.45 Danish cops entered the occupied free town of Christiania in the city of Copenhagen, arresting more than 100 persons. The the police action was aiming to repress the rebellion of the Clown Army that has been camping in the centre of Christiania for days, protesting against the continuous police harassments against the autonomous free town, a wave of harassment aiming to break down the solidarity within Christiania and between the citizens of Christiania & the citizens of the rest of Copenhagen. The strategy of the Danish right wing government/the Copenhagen police has been named "the salami method" since the authorities try to avoid major confrontations, making minor charges on a number of fields over a long period of time. In the specific case of the repression against the Christiania Clown Army, the police repression formally aimed to move a number of small vans that the clown army used as the base for their rebel activities. When the police entered Christiania a large number of people from all over Copenhagen rushed to Christiania, defending their Clown friends. More news later..... http://www.christiania.org http://www.klovne.net/index.html (still under construction) ============================================== 05 Rezension Die friedfertige Antisemitin From: cafe.critique at gmx.net ============================================== ############################# Vernichtung als Kunst - Das Selbstopfer als Erlösung Zum Kinostart von "Paradise Now" Vortrag von Tobias Ebbrecht (Filmwissenschaftler an der Filmhochschule Potsdam) und Ralf Schröder (Mitherausgeber von TYPOSKRIPT.NET) Dienstag, 13. September 2005, 19.30h Gemeindezentrum der Israelitischen Kultusgemeinde Seitenstettengasse 2, 1010 Wien (bitte Lichtbildausweis mitnehmen und ca. eine halbe Stunde vor Beginn erscheinen) Eine Veranstaltung von Café Critique, Basisgruppe Politikwissenschaft und der Zwi Peres Chajes Loge der B´nai B´rith in Wien ############################### Die friedfertige Antisemitin? Ein Buch von Ljiljana Radonic gelesen von Renate Göllner (erschienen in: Zwischenwelt, Nr.1/2, 2005) In nahezu allen Bereichen des nationalsozialistischen Staates waren Frauen nicht nur als Täterinnen aktiv, sondern zählten zugleich auch zu den Profiteurinnen der Vernichtung: Frauen arbeiteten als Aufseherinnen in den Konzentrations- und Vernichtungslagern, sie beteiligten sich als Ärztinnen an medizinischen Menschenversuchen und Zwangssterilisationen, sie nahmen als SS-Ehefrauen an den Raubzügen durch die Ghettos in den besetzten Gebieten teil und bereicherten sich an den Häftlingen, sie trugen als Pflegerinnen in den diversen Tötungsanstalten die Verantwortung für die Vernichtung "unwerten Lebens", sie exekutierten als Fürsorgerinnen das "Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses" und sie lieferten als Denunziantinnen Juden, Roma, Homosexuelle u.a. dem Zugriff der Gestapo aus. Ljiljana Radonic berichtet in ihrem Buch Die friedfertige Antisemitin? von diesen ganz gewöhnlichen deutschen und österreichischen Frauen, welchen plötzlich, bedingt durch den "Kriegs -" oder "Osteinsatz", zahlreiche berufliche Karrieren in bis dahin ungekanntem Ausmaß offen standen. Dieser empirischen Darstellung aber liegt eine theoretische Frage zugrunde, die die Autorin in ihrer Studie zu beantworten versucht: Sind Frauen ebenso antisemitisch wie Männer? Oder gibt es geschlechtsspezifische Merkmale, eine Differenz zwischen dem Antisemitismus von Frauen und Männern? Ist der autoritäre Charakter ein rein männliches Phänomen? Und gelingt es Frauen ebenso wie Männern einen "psychischen Gewinn" aus dem Antisemitismus zu ziehen? Provoziert durch Margarete Mitscherlichs Buch Die friedfertige Frau, bildet dessen Kritik gleichsam den Dreh- und Angelpunkt von Radonic' Überlegungen: Die berühmte Psychoanalytikerin behauptet, daß Frauen aufgrund ihrer Über-Ich Strukturen zum Antisemitismus erst gar nicht fähig seien, ihm vielmehr nur "verfallen" würden, gleichsam "als Folge ihrer Identifikation mit männlichen Vorurteilen". Aus Angst vor Liebesverlust neigten sie dazu, "sich mit dem Aggressor zu identifizieren, sich seiner Meinung zu unterwerfen und sie zu teilen." Dermaßen entmündigt und von Männern instrumentalisiert enthebt Mitscherlich die Frauen jeder Verantwortung für nationalsozialistische Verbrechen. Gerade aber diese These von der Frau als Opfer stieß in der Frauenbewegung auf große Resonanz: Sofern Feministinnen sich überhaupt mit dem Thema Frauen und Nationalsozialismus beschäftigten, übernahmen sie zumeist unhinterfragt Mitscherlichs Ideologie von der Frau als dem weniger aggressiven, viel mehr friedfertigen Geschlecht. Ljiljana Radonic ist die erste, die sich kritisch und systematisch mit den Thesen der Analytikerin auseinandersetzt und auf der Grundlage der Psychoanalyse das Verhältnis von Frauen und Antisemitismus untersucht. Nach einer kurzen Einführung in die Grundbegriffe der Lehre Freuds stellt sie die Frage, ob die Psychoanalyse heute überhaupt noch imstande ist, die Theorie des Geschlechterverhältnisses erklären zu können; eine durchaus berechtigte Frage, wird doch von vielen Feministinnen die Psychoanalyse insgesamt als biologistisch und frauenfeindlich verworfen. Auf sehr differenzierte Weise kritisiert die Autorin Freuds Theorie der Weiblichkeit, arbeitet deren Schwachpunkte heraus, insbesondere den Biologismus, verweist aber zugleich auch auf Ambivalenzen. Freud, der sich bekanntlich davor hütete, seine Erkenntnisse als endgültig und abgeschlossen zu betrachten, bewahrte sich insbesondere in der Frage des Geschlechterunterschiedes stets eine gewisse Skepsis, die ihn offen machte für jede neu gewonnene Beobachtung und Erfahrung. Radonic verweist in diesem Zusammenhang sowohl auf seine widersprüchlichen Bemerkungen über den weiblichen Masochismus, von dessen gesellschaftlicher Bedingtheit Freud überzeugt war, als auch auf seine ambivalenten Aussagen zum weiblichen Narzißmus. Und sie widerlegt vor allem die These, daß Frauen aufgrund mangelnder Kastrationsangst ein schwächeres Über-Ich haben als Männer. Unverzichtbar sei die Psychoanalyse, so die Autorin, weil sie erklären kann, "wie sich gesellschaftliche Zwänge im Allgemeinen auf die Psyche der Einzelnen - Männer wie Frauen - auswirken ... und warum nicht zugelassene und verdrängte Wünsche und Bedürfnisse auf gefährliche Art nach außen kanalisiert werden können". Um mögliche geschlechtsspezifische Formen des Antisemitismus begreifen zu können, stellt Radonic anschließend zunächst die ganz allgemeine Frage, welchen "psychischen Gewinn" Antisemiten aus ihrem Haß auf Jüdinnen und Juden ziehen, bzw. nach dem Stellenwert der gesellschaftlichen Bedingtheit dieser Form der Konfliktlösung. In Anlehnung an die Kritische Theorie werden anhand der grundlegenden Studien zum autoritären Charakter von Adorno u.a. jene psychischen Mechanismen dargestellt, die diesem "Charakter" zugrunde liegen, wie Verdrängung und Aggression, Macht und Disziplin, gestörte Objektbesetzungen, der anale Charakter, konformistische Rebellion sowie die pathische Projektion. "Das Pathische am Antisemitismus" schreiben Adorno und Horkheimer in der Dialektik der Aufklärung, "ist nicht das projektive Verhalten als solches, sondern der Ausfall der Reflexion darin. Indem das Subjekt nicht mehr vermag, dem Objekt zurückzugeben, was es von ihm empfangen hat, wird es selbst nicht reicher, sondern ärmer." Wesentlich auch ist Radonic' Unterscheidung zwischen Rassismus und Antisemitismus: Ist der Antisemit immer auch rassistisch, so tritt bei ihm noch ein grundsätzliches Moment hinzu: "Zu all den Merkmalen rassistischer Projektion kommt dem Antisemiten zusätzlich noch die Möglichkeit gelegen, Hass gegen Autoritäten ohne Schaden für die Wir-Gemeinschaft auf andere als Autorität Imaginierte abwälzen zu können." Gezielt wird dabei auf die Juden als die vermeintlichen Repräsentanten des Geistes und des Geldes. Was schließlich die Frage des "psychischen Nutzens", den der Antisemit und die Antisemitin aus seiner bzw. ihrer wahnhaften Projektion bezieht, anlangt, so ist der freilich nur im Rahmen von Freuds Massenpsychologie und deren Interpretation durch die Kritische Theorie zu beantworten: Denn erst in einer ihm gleich gesinnten Gemeinschaft oder Masse kommt es, so die Autorin, zu jener kollektiv-narzistischen Aufwertung, die der Antisemit braucht, um seinen Affekten freien Lauf zu lassen. Dazu bedarf es zugleich eines Objekts, bzw. Führers, das an die Stelle des Ich-Ideals - der verinnerlichten Autorität des Vaters - tritt. Die Ersetzung dieser internalisierten Autorität durch das Objekt, des nationalsozialistischen Staates, aber schafft durch die Identifikation des Einzelnen als auch der Individuen untereinander eine direkte Bindung an den Führer, wodurch das Gewissen außer Kraft gesetzt wird; erst jetzt kommt es zur kollektiven Entladung des antisemitischen Hasses. Dieser antisemitische Wahn aber kennt kein Geschlecht, wie Radonic in ihrem letzten Kapitel Geschlechterverhältnis und Antisemitismus nachweist. Darin geht es, abgesehen von der bereits erwähnten Aufdeckung der Verstrickung von Frauen in die nationalsozialistischen Verbrechen und ihrer damit verbundenen narzistischen Aufwertung, die sie als Angehörige der deutschen Volksgemeinschaft im Kampf gegen die Juden erfuhren, auch um die kritische Auseinandersetzung unterschiedlicher feministischer Positionen. Nicht nur war von zahlreichen Historikerinnen bis in die späten achtziger Jahre die Beteilung von Frauen am Nationalsozialismus kaum thematisiert worden, sondern, und das war weitaus problematischer, ihre Geschichte wurde häufig in einem gleichsam identitätsstiftenden Sinne umgeschrieben; geeint in dem Versuch, Frauen als Opfer nationalsozialistischer Herrschaft darzustellen, sprechen diese Autorinnen ihre Geschlechtsgenossinnen von jeder Verantwortung und Schuld frei. KZ-Aufseherinnen, so heißt es etwa, seien bloß von Männern instrumentalisierte "Aufsichtsmaschinen" gewesen, Denunziantinnen hätten aus "Rachegelüsten für patriarchale Verkehrsformen" gehandelt, und überhaupt seien Frauen genau wie Juden Opfer patriarchaler Herrschaft gewesen. Bei Mitscherlich rangieren Frauen im nationalsozialistischen Staat gar nur "knapp vor den Kühen". Feministischen Theologinnen blieb es allerdings vorbehalten, Kritik am Patriarchat mit genuinem Antisemitismus zu verbinden und mehr oder weniger indirekt zu behaupten, Juden seien an ihrer Vernichtung selber schuld, was eine besonders widerliche Form der Verkehrung von Opfern und Tätern und Verharmlosung der Shoah darstellt. Radonic ist zuzustimmen, wenn sie schreibt, daß die Theorie des Patriarchats für die Erklärung aller Formen der Vergesellschaftung, einschließlich des Nationalsozialismus, "in höchstem Maße unzulänglich ist". Indem sie aber auf die Entstehung des autoritären Charakters in der Familie, also unter der Autorität des Vaters, hinweist, deutet sie selbst, ohne es zu wollen, darauf hin, daß ein psychoanalytisch reflektierter Begriff von Patriarchat, der die kritische Theorie der Gesellschaft mit einschließt, notwendig wäre, um zu begreifen, in welcher Weise sich der autoritäre nationalsozialistische Staat in den Individuen etablieren kann. Ein solcher Begriff müßte im selben Sinn erklären können, worin die Differenz besteht, die im anderen Falle die Etablierung eines solchen Staates nicht erlaubt. Wenngleich schon allein die historischen Fakten jeden Zweifel an der These von der Frau als dem "friedfertigen Geschlecht" beseitigen sollten, so muß dennoch auch deren psychoanalytische Begründung überprüft werden. Radonic macht dies zum einen an dem Begriff der Kastrationsangst fest, den sie als weitgehend symbolisch und für beide Geschlechter gültig - als "Einschränkung sexueller Strebungen durch den/die mächtige(n) Rivalen/in" - begreift. Das Verdrängungs- und Aggressionspotential aber wäre dann, entgegen Mitscherlichs Behauptung, bei Mädchen und Knaben das gleiche. Andrerseits aber verweist sie auf Else Frenkel-Brunswick' und Sanfords Studie "Die antisemitische Persönlichkeit", die 1944 in den USA mit Studentinnen durchgeführt wurde. Demnach verläuft der potentielle Unterschied auf ganz bestimmte Weise entlang der Geschlechterrolle und betrifft die jeweils verdrängten Inhalte: Weil Männern gemeinhin Aggressionen eher zugestanden werden als Frauen, so Radonic, verschieben und projizieren sie "nur" jene Aggressionen, die gegen eigene Autoritäten gerichtet sind, "während der andere Teil sowieso ungehindert an Schwächeren ausgelassen wird". Frauen hingegen, "die sich im größeren Maße als Männer als ohnmächtig erfahren", äußern nicht zuletzt aus Angst vor Liebesverlust, in jeder Hinsicht weit weniger Aggressionen, die sie aber gleichwohl haben. Antisemitismus und Rassismus bieten also auch hier die perfideste Möglichkeit psychischer Entlastung. Ljiljana Radonic. Die friedfertige Antisemitin? Kritische Theorie über Geschlechterverhältnis und Antisemitismus, Europäische Hochschulschriften, Verlag Peter Lang, Frankfurt a. Main 2004, 178 Seiten, Euro 39.- ______________________ Impressum: Café Critique c/o Gerhard Scheit Wickenburggasse 16/5 A - 1080 Wien Email: cafe.critique at gmx.net Web: http://www.cafecritique.priv.at ============================================== 06 Nein zur Privatisierung der Post From: ast-lfi at utanet.at ============================================== Nein zur Privatisierung der Post! Solidarität mit dem Widerstand der KollegInnen! (aus: Red Newsletter 174, Informationsdienst des ArbeiterInnenstandpunkt, 9. September 2005, www.arbeiterInnenstandpunkt.net) Heute, dem 9. September, findet in Wien vor der ÖIAG-Zentrale eine Protestkundgebung der Postgewerkschaft gegen die drohende Privatisierung der Post statt. AktivistInnen des ArbeiterInnenstandpunkt unterstützen den Protest und werden das folgende Flugblatt verteilen. Nur Streik kann Privatisierung stoppen! Kolleginnen und Kollegen! Die heutige Protestkundgebung ist ein vollkommen berechtigtes Zeichen, daß die Beschäftigten der Post AG den geplanten Börsegang nicht widerspruchslos hinnehmen. Die Umwandlung der Post in ein Aktienunternehmen liefert das Unternehmen und seine Beschäftigten den Spekulanten an der Börse aus. Deren Interesse ist der schnelle Profit und den bekommen sie durch "fit-machen", "out-sourcing" und wie all die anderen Modewörter des Kapitalisten-Neudeutsch lauten. Sie bedeuten in Wirklichkeit Lohnkürzungen und Entlassungen auf Kosten der Lohnabhängigen. Auf dem Spiel stehen tausende Arbeitsplätze und die Zukunft vieler Kolleginnen und Kollegen! Die heutige Kundgebung ist ein wichtiges Zeichen ... aber auch nicht mehr. Die Regierung wird sich durch eine einzelne Protestaktion nicht abschrecken lassen. Die Regierung ist eine Regierung der Konzernherren und des Großkapitals. Sie tut nur das, was ihr von diesen Herren befohlen wird. Und die Kapitalisten wollen das große Geld machen durch die Privatisierung des öffentlichen Eigentums. Mit Erfolg! Zuerst wurde dem Kapital von der SPÖ-ÖVP-Regierung zwischen 1994 und 1999 4,785 Milliarden Euro in den Rachen geworfen und seit 2000 weitere 5,377 Milliarden Euro. (Angaben der ÖIAG, zitiert aus: Wiener Zeitung, 3.9.2005) Kein Wunder, daß sich die Unternehmer in den vergangenen zehn Jahren gesund stoßen konnten. Die Arbeiterkammer berichtet in einer Studie: "Von 1992 bis 2003 ist (...) der Durchschnittslohn je Arbeitnehmer um 28,2 Prozent gestiegen, während die Gewinne (Netto-Betriebsüberschuss) im selben Zeitraum um 65,2 Prozent gestiegen sind." (Arbeiterkammer, 16.12.2004) Kurz und gut, die Regierung dient dem Großkapital und wird daher nicht so leicht von ihren Privatisierungsplänen abzubringen sein. Nur ein unbefristeter Streik kann die Privatisierung stoppen! Daher brauchen wir eine härtere Gangart und einen entschlossen Widerstand. Die Regierung kann man nicht durch gute Argumente überzeugen - sie versteht nur die Sprache des Kampfes! Ohne Streik haben wir keine Chance! Und zwar ein Streik, der nicht nur einen Tag dauert, denn das kann die Regierung durchtauchen. Erinnern wir uns nur an die beiden eintägigen Streiks gegen die Pensionsreform am 6. Mai und 3. Juni 2003. Beim 66-stündigen Streik der Eisenbahner im November 2003 hingegen wurde sie schon nervös. Nur ein unbefristeter Streik, der in den nächsten Wochen organisiert werden muß, kann die Regierung in die Knie zwingen! Gewerkschaftsbürokratie ist Eigentümer näher als der Basis Es ist ein Jammer, daß die Gewerkschaftsführung bisher so lange mit Kampfmaßnahmen gewartet hat. Sie vertröstete in den vergangenen Jahren immer wieder die Basis anstatt zu kämpfen. Sie stimmte der Ausgliederung zu, anstatt zu erkennen, daß - wie wir vom ArbeiterInnenstandpunkt schon damals darauf hinwiesen - die Ausgliederung nur der erste Schritt zur Privatisierung und damit dem Ausverkauf des Unternehmens und der Arbeitsplätze bedeutet. Warum verhält sich die Gewerkschaftsführung so? Verstehen sie nicht, worum es geht? Nein, die oberen Funktionäre sind nicht dumm, sie wissen sehr wohl was auf dem Spiel steht. Nur: ihre Jobs sind nicht unmittelbar gefährdet. Die Bürokratie hat ihre guten Beziehungen mit der Unternehmensführung, mit dem Staat, der Gemeinde Wien usw. In Wirklichkeit steht die Gewerkschaftsbürokratie - ungeachtet aller kämpferischer Reden bei Betriebsversammlungen - dem Kapital und seinem Staat viel näher als den Kolleginnen und Kollegen an der Basis. Nur unter massiven, organisierten Druck von der Basis aus, werden sie ihren Hintern bewegen und Proteste organisieren. Sich an der Basis zusammenschließen Letztlich müssen die Kollegen selbständig, ohne Bürokratie, kämpfen, um nicht bei der nächsten Gelegenheit einen Dolchstoß in den Rücken zu erhalten. Deswegen ist ein wichtiges Ziel der Aufbau einer Basisbewegung in den Gewerkschaften, um gegen die bürokratische Passivität und Kontrolle zu kämpfen. Um den Kampf gegen die Privatisierung erfolgreich führen zu können, müssen wir uns jetzt in den Betrieben in Aktionskomitees zusammenschließen. Alle Kolleginnen und Kollegen, die aktiv Widerstand leisten wollen, sollen sich zusammenschließen. So kann man die Betriebsräte und Gewerkschaftsfunktionäre am besten unter Druck setzen, damit sie einen Streik organisieren und notfalls selbständig Kampfmaßnahmen organisieren. Wir siegen durch gemeinsamen und entschlossenen Kampf! Wir können siegen, weil unsere Sache gerecht ist. Wir kämpfen für keine Privilegien, wir kämpfen für unsere Arbeitsplätze, für unsere Zukunft, für die Zukunft des öffentlichen Dienstes und damit für die Zukunft der gesamten Bevölkerung! Die Post-Kolleginnen und -Kollegen sind auch nicht alleine. Die Jugendarbeitslosigkeit schießt in die Höhe und im Oktober wollen die Lehrlinge gemeinsam mit der Gewerkschaft Kampfmaßnahmen setzen. Gleichzeitig versucht die Regierung, den freien Hochschulzugang endgültig zu vernichten. Deshalb organisieren SchülerInnen und StudentInnen einen Streik im Oktober. ArbeiterInnenstandpunkt und die Jugendorganisation REVOLUTION treten für eine Bündelung des Widerstandes ein. Treten wir alle gemeinsam in den Streik - gegen die Privatisierungspolitik, gegen Jugendarbeitslosigkeit und gegen das Ende des freien Hochschulzugang. Kurz: GEGEN die kapitalistische Politik des Sozial- und Bildungsabbaus und der Privatisierung und FÜR unsere Zukunft! * Streik gegen die Privatisierung der Post, solange bis die Regierung nachgibt! * Bildet Aktionskomitees in den Betrieben zur Organisierung des Widerstandes! * Gemeinsamer Kampf mit den Lehrlingen, SchülerInnen und StudentInnen! Für einen gemeinsamen Massenstreik! ================================================ C) TERMINE ================================================ ======================== Freitag http://www.mund.at/butt/Termine/September/0909.htm Samstag http://www.mund.at/butt/Termine/September/1009.htm Sonntag http://www.mund.at/butt/Termine/September/1109.htm ======================== ================================================ D) EDITORIAL ================================================ Für den Inhalt verantwortlich: Ihr. E-Mail-Adresse für Beiträge: widerstand at no-racism.net geschickt. widerst at nd MUND und alle Termine täglich aktualisiert im Web: http://www.no-racism.net/MUND Ziel von MUND (medienunabhängiger Nachrichtendienst) ist die unzensurierte und möglichst rasche Information über gesellschafts- politisch relevante Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu Widerstand und Antirassismus sowie verwandte Themen. sollen einen Titel, Namen und Emailadresse der/des AutorIn enthalten und möglichst kurz und prägnant gehalten sein, ev. mit Hinweis, wo weitere Informationen eingeholt werden können. Bitte keine Attachments! Die inhaltliche und sachliche Verantwortung liegt bei der/dem jeweiligen AutorIn bzw. jenen, die uns die Beiträge schicken. Der MUND wird von einzelnen TagesredakteurInnen zusammengestellt. Da Fehler nicht ausgeschlossen sind, bitten wir, nicht veröffentlichte Beiträge nochmals an widerstand at no-racism.net zu senden. Die Weiterleitung (auch auszugsweise) ist erwünscht. Beiträge mit rassistischen oder sexistischen Inhalten werden nicht veröffentlicht. Sehr persönliche Meldungen werden wir an den betreffenden Adressaten weiterleiten, aber nicht im MUND veröffentlichen. Die bisherigen Ausgaben sind unter http://www.no-racism.net/MUND archiviert. Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage: * Wann: Sonntag, 11.11.2001, 11:11 Uhr * * Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" * * Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf * * Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie. Aber kurz und prägnant.* Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch stillschweigend Zensur zu üben. Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die Nichtaufnahme geliefert. (Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.) Die AbsenderInnen der betroffenen Beiträge werden hiervon informiert. Im Sinne einer "gläsernen Zensur" könnt ihr Euch die Beiträge gerne extra schicken lassen: Ein kurzes Mail an widerstand at no-racism.net genügt. ================================================ E) VERTEILERLISTE ================================================ Zur Eintragung in diesen Verteiler bitte direkt subskribieren unter http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/analle oder von der einzutragenden Adresse aus ein mail schicken an: admin at no-racism.net mit folgendem Text: subscribe no-racism Bitte wegen Automatisierung diesen Wortlaut verwenden! Zur Austragung aus dieser Liste bitte an zusammengestellt. Bitte keine Attachments! (werden nicht angenommen) nicht drin: 1 attach, 1 nwr Redaktionsschluss für diese Ausgabe: Do 2:00 III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III ü, ö, ä, ß, Ü, Ö, Ä III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III widerst at nd-MUND is powered by http://alt.strg.at/ ================================================ From analle at no-racism.net Wed Sep 14 07:38:27 2005 From: analle at no-racism.net (=?iso-8859-1?q?MUND=3A_medienunabh=E4ngiger_Nachrichtendienst?=) Date: Wed, 14 Sep 2005 07:38:27 +0200 Subject: MUND: Dienstag, 13.9.2005 Message-ID: <001b01c5b8ee$8a2169e0$4e046d50@chello.at> widerst at nd MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst www.no-racism.net/mund Dienstag, 13.09.2005 MedieninhaberInnen seid Ihr! ================================================ A) INHALT ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 01 Depot-Programm 12.09.- 15.09. depot-news at mailman.sil.at ================================================== 02 13.9.: Podiumsdiskussion: Migration "Ali Taghian" ================================================== 03 13./27.9.: kinoki-videoabende im ekh "p at kinoki.at"

================================================== 04 16.9.-8.11.: literarische events - einladung el awadalla ================================================== 05 22.9.: Veranstaltung in der Buchhandlung Frauenzimmer LesbenFrauenNachrichten at gmx.at ================================================== 06 1.10.: 10 Jahre Augustin Mario Lang ================================================== 07 17.10.: Erfolge und Misserfolge der Demokratisierung im Irak "wadi wien" ================================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND KOMMENTARE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 08 Homosexuelle Partnerschaften: VORAUSEILENDER GEHORSAM VON ROT UND GRÜN? "Rechtskomitee LAMBDA" ================================================== 09 Erfolgreiche Zwischenbilanz der Internet-Wahlkabine Martin Wassermair ================================================== 10 Islam, Terror, Menschenrechte office at asyl-in-not.org ================================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< SOLIDARITÄT WELTWEIT ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 11 Women Centers about to close in Northern Iraq "wadi wien" ================================================== 12 Genua gipfelsoli-l at lists.nadir.org ================================================== 13 Chile / Mapuche: Kampagen gegen "Anti-Terrorismus"-Gesetz gestartet "GFBV" ================================================== 14 Heiligendamm -- Gleneagles gipfelsoli-l at lists.nadir.org ================================================== 15 Wie Feuer und Benzin? Irakische Frauen und Jugendliche on Air "wadi wien" ================================================== 16 "Sunna-Beschneidung" im Irak aktuell "wadi wien" ================================================== 17 UN-Gipfel: Demokratisierung der UN-Generalversammlung "GFBV" ================================================== 18 Mosambik-Info 12.09.05 "Peter Pils" ================================================== 19 Maennerpolitik nur in Deutschland? Martin Mair ================================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< LINKS / VERWEISE / HINWEISE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 20 News zu Venezuela "venezuela-info.net" ================================================== 21 News about Venezuela "venezuela-info.net" ================================================== ================================================ B) TEXTE ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 01 Depot-Programm 12.09.- 15.09. depot-news at mailman.sil.at ================================================== Montag, 12. September, 19.00 Wissenschaft und Sicherheit Projektpräsentation Die "Lange Nacht der Forschung" stellt als Teil des Vermittlungsprogramms X.PERIMENTA. am 1. Oktober 150 interdisziplinäre Forschungsergebnisse zum Thema "comprehensive security" vor. Dass die öffentliche Darstellung von Wissenschaft einer gewissen Konjunktur unterliegt, verdankt sich nicht nur den von der Politik formulierten Lissabon-Zielen, die in der "Wissensgesellschaft" den Schlüssel zu globaler Wettbewerbsfähigkeit sehen. Auch die Wissenschaftstheorie selbst fordert vermittelbare und leicht verständliche Forschungsergebnisse. Die Veranstaltung erörtert die neuen Arbeitsformen zwischen Universität, Forschungspolitik und Kulturindustrie am speziellen Fall der Sicherheitsforschung Karin Harrasser, Kulturwissenschafterin, Science Communications Alexander Martos, Wissenschaftsvermittler, Science Communications Moderation: Harald Katzmair, Sozialwissenschafter Donnerstag, 15. September, 19.00 Diese Revolution hat kein Gesicht Diplomarbeit Zum ersten Mal 1994 in Italien in den Medien aufgetreten, findet sich der multiple Name Luther Blissett in den darauf folgenden Jahren in verschiedenen Ländern wieder, sei es als Autorenname, als Unterzeichner und Initiator politischer Aktionen. Ein verbindendes Element dieser Aktionen ist eine umfassende Staats- und Gesellschaftskritik, die mit Methoden der Kommunikations- und Medienguerilla geführt wird. Ausgehend von den Programmen historischer Avantgardebewegungen wie der Situationistischen Internationale und dem Neoismus werden alle Menschen zu Künstlern erklärt, womit dem Geniebegriff eine Absage erteilt wird. Deshalb werden auch alle Werke von L.B. mit copyleft-Signaturen versehen und können frei aus dem Internet herunter geladen werden. Dietmar Unterkofler: Diese Revolution hat kein Gesicht. Die Gesellschaftskritik in den Schriften und Aktionen von Luther Blissett und Wu-Ming im Kontext aktueller sozialer Bewegungen. Universität Wien, 2005 Depot Breitegasse 3 A-1070 Wien Tel: +43 1 522 76 13 www.depot.or.at ================================================== 02 13.9.: Podiumsdiskussion: Migration "Ali Taghian" ================================================== Migration Auftakt zur Veranstaltungsreihe Austria - Avusturya - Rakúsko - - Österreich Dienstag, 13. September 2005, 19:00 BSA Generalsekretariat, Landesgerichtsstraße 16, 3. Stock, 1010 Wien Warum migrieren Menschen nach Österreich? Wer kommt, wer bleibt, wer zieht weiter? Ist Migration im Hinblick auf die Arbeitslosenquote eine Bürde oder ein Segen für eine überalterte Gesellschaft? Wie wird das Thema Migration von der österreichischen Bevölkerung aufgenommen? Die MigrantInnen von gestern sind die ÖsterreicherInnen von heute - sind die MigrantInnen von heute auch die ÖsterreicherInnen von morgen? Wird die EU und Öster­reich mit ihr zur "Festung"? Zu diesen und weiteren Fragen diskutieren unter der Moderation von Ali Taghian (Eingebürgerte für die Demokratie) Brigitte Schütz (International Organization for Migration), Barbara Herzog-Punzenberger (Institut für europäische Integrationsforschung; Österreichische Akademie der Wissenschaften) und Thomas Marth (Abteilung für Fremden- und Asyllegistik, Bundesministerium für Inneres). Die Veranstaltung wird von der internationalen Arbeitsgruppe des BSA in Kooperation mit dem Verein Eingebürgerte für die Demokratie organisiert. ================================================== 03 13./27.9.: kinoki-videoabende im ekh "p at kinoki.at"

================================================== Stecken, Stab und Stangl im EKH Erinnert sich noch jemand an das finstere Jahr 1995? Das rassistische Volksbegehren der FPÖ war gerade zwei Jahre vorbei, zwei Briefbombenserien an Menschen, die in der einen oder andren Weise eine kosmopolitische, anitrassistische, minderheitenfreundliche Haltung bewiesen, hatten etliche Verletzte gefordert, als am 4. Februar 1995 in Oberwart eine Sprengfalle vier Männer tötete. Erwin Horvath, Karl Horvath, Peter Sarközi und Josef Simon waren Burgenländer Roma, Nachfahren der wenigen Romafamilien, die Lackenbach und Maxglahn, Buchenwald und Ravensbrück, Auschwitz und Mauthausen überlebt hatten. Die ersten Reaktionen von Behörden und Politikern auf den Mordanschlag waren empörende Zeichen eines tiefsitzenden Antiziganismus. Als erstes durchsuchte man die Häuser der Angehörigen der Toten. Und Jörg Haider meinte: "Wer sagt, daß es nicht um einen Konflikt bei einem Waffengeschäft, einen Autoschieberdeal oder um Drogen gegangen ist." Dieser unsägliche Haidersager steht als Motto über Elfriede Jelineks Text "Stecken, Stab und Stangl", der vor allem die Niedertracht der medialen Kommentare zu dem Anschlag in Oberwart zu einem Stimmengewirr des Vergessenwollens, Verdrängens und Beschwichtigens komponiert. Wir freuen uns, daß dieser Text ab 16. November diesen Jahres im EKH und im Dezember im ehemaligen jüdischen Theater im Nestroyhof aufgeführt werden wird. Ab September werden die ersten Proben stattfinden. Zum Hintergrund des Textes und zur Vorbereitung der Inszenierung werden wir regelmäßig Videos zeigen und darüber diskutieren. VIDEOABENDE Dienstag, 13.9. um 19:30 im EKH, Wielandgasse 2-4 (U1 Keplerplatz) ZK-Saal (Eingang ATIGF): Eine lästige Gesellschaft Regie: Claudia Fischer und Marika Schmiedt, Video, 90 Minuten Eine niederösterreichische Zigeunerin steht im Mittelpunkt dieses Films. Er zeigt Marika Schmiedts mühsame Spurensuche nach den Mitgliedern ihrer Familie. Im Zuge dieser Nachforschungen entrollte sich vor den Augen der Wiener Filmemacherin und Malerin das Schicksal ihrer Großmutter. Unzählige Archive und Gedenkstätten haben Fischer und Schmiedt für ihre Recherchen aufgesucht. Mit kaum mehr als einem ausgebleichten Bild begannen die beiden ihre Recherche, in deren Verlauf deutlich wurde, wie mühevoll es ist, ohne dokumentierte Vergangenheit zu einer gegenwärtigen Identität zu finden: Spätfolge des Holocaust, mit dem die Roma auf diese Weise noch heute zu kämpfen haben. In Anwesenheit von Marika Schmiedt Dienstag, 27.9. um 19:30 im EKH, Wielandgasse 2-4 (U1 Keplerplatz) ZK-Saal (Eingang ATIGF): Kronen Zeitung - Tag für Tag ein Boulevardstück A/B/F 2002, 58 min, DF Regie: Nathalie Borgers;Darsteller: Edouard Papazian, Mit: Hans Dichand, Wolf Martin, Kurt Krenn, Kurt Steinitz, Andreas Mölzer, Thomas Klestil, Robert Menasse, Heide Schmidt Mit annähernd drei Millionen LeserInnen ist die Krone das geliebte Kleinformat Österreichs und im Verhältnis zur Einwohnerzahl sogar die größte Tageszeitung der Welt. Der Regisseurin Nathalie Borgers gelang es einen Blick hinter die Kulissen des "Imperiums" zu werfen und die Verquickung von Politik und Medien in Österreich darzustellen. Trotz großen Interesses hat sich der ORF bislang geweigert, die Dokumentation auszustrahlen. Und das, obwohl sich der Publikumsrat undder Stiftungsrat, Professoren am Institut für Publizistik und MedienjournalistInnen dafür ausgesprochen haben. Warum darf sie den ÖsterreicherInnen nicht zugemutet werden? Link: http://www.med-user.net/ekh/ revolution will not be televised ************************************************* kinoki Gumpendorfer Str. 63B Buerogemeinschaft 1. Stock 1060 Wien Mobile: ++43 (0)650 5031574 Fax: ++43 (0)1 403 87 94-17 mikrokino at kinoki.at http://www.kinoki.at ================================================== 04 16.9.-8.11.: literarische events - einladung el awadalla ================================================== 16. 9. - 25. 9. 2005 fritz-grünbaum-platz der 6. sinn - sprach-spiel-hör-gang die österreichischen dialektautorInnen und veit aschenbrenner architekten präsentieren ein seh-, geh- und hörprojekt im stadtraum. eröffnung: 16. 9. 2005, 17 uhr anschließend (18h) rap mit dino trener 18. 9. 2005, 19 uhr lesung: markus köhle 24. 9. 2005, 19 uhr lesung: andreas nastl (in kooperation mit MAIN) http://www.mainweb.at/content_main_web/events.html bei schönwetter finden alle veranstaltungen am fritz-grünbaum- platz statt, bei schlechtwetter im cafe prem, 1060, gumpendorfer straße 67 21. 9. 2005, 19 uhr cafe prem, 1060, gumpendorfer straße 67 ebenfalls im rahmen von sprach-spiel-hör-gang liest friedrich achleitner ******* 24. 9. 2005, 19 uhr kugel, 2425 nickelsdorf, lindengasse 1a von millionen und zwergen el awadalla liest in ihrem heimatdorf aus ihren neuen büchern. http://www.awadalla.at/content/literatur-pubs.html ******* 12. bis 15. 10 2005, jeweils 19 uhr die österreichischen dialektautorInnen, unterstützt von der grazer autorInnenversammlung präsentieren: gaunz grausliche gschichten - symposion cafe prem, 1060, gumpendorfer straße 67 12. 10. schimpfwörter graffitis fotografiert von thomas northoff. vortrag: dieter schmutzer kabarett: richard weihs und claus tieber moderation: el awadalla 13.10. das ganz gewöhnlich grausliche vortrag: peter campa lesung: walter pilar, eugenie kain moderation: el awadalla 14. 10. säfte und gerüche vorträge: peter payer, petra paul lesung: helga pankratz moderation: el awadalla 15.10. KRIEG vortrag: NN lesung: "M. Rutt" - textcollagen (genaueres zum progamm folgt demnächst). ******* 8. 11. 2005, 19 uhr literaturhaus wien, 1070, zieglergasse 26a präsentation der neu aufgelegten bücher aus dem früheren triton-verlag (genaues programm folgt). -- widerstandslesung jeden donnerstag 17 bis 19 uhr 1010 wien, ballhausplatz 1a. http://www.awadalla.at/ ================================================== 05 22.9.: Veranstaltung in der Buchhandlung Frauenzimmer LesbenFrauenNachrichten at gmx.at ================================================== Veranstaltungsankündigung Donnerstag, 22.9. 2005, 19:30 Uhr Die friedfertige Antisemitin? Kritische Theorie über Geschlechterverhältnis und Antisemitismus Vortrag und Diskussion mit Ljiljana Radonic Haben Frauen dasselbe Bedürfnis wie Männer, unerlaubte Regungen auf "Sündenböcke" zu projizieren oder sind sie zu aggressivem Verhalten und Antisemitismus gar nicht fähig? Sind Frauen tatsächlich das "friedfertige Geschlecht" wie M. Mitscherlich behauptet? Jahrelang hat die "neue Frauenbewegung" im Sinne einer identitätsstiftenden Geschichtsschreibung ein positives Bild von "der Frau" im NS gezeichnet, was nicht selten zu einer den Holocaust verharmlosenden und antisemitischen Argumentation führt(e). Entgegen der Tatsache, dass Frauen als KZ- Aufseherinnen, Denunziantinnen oder Fürsorgerinnen an der antisemitischen Ausgrenzung und Vernichtung von Jüdinnen und Juden begeistert mitwirkten, werden sie in feministischen Schriften oft auch, im Widerspruch zu dem obigen positiven Bild, gerne als auf die Mutterrolle reduzierte "Gebärmaschinen" (Renate Wiggershaus) dargestellt. Während 1988 zum Jahr des Holocausts an den Frauen erklärt wurde, gaben feministische Theologinnen dem Judentum die Schuld am Untergang des Matriarchats, dem Patriarchat weiters die Schuld am Nationalsozialismus. Wie die Schuldkette weitergeht, kann man bei Gerda Weiler nachlesen - ein feministischer Fall von Täter(innen) -Opfer-Umkehr. Ist dem feministischen Opfermythos seine Grundlage entzogen, so lässt sich auf Basis einer kritischen Theorie des Antisemitismus die Frage stellen, ob der Antisemitismus bei Frauen und Männern die gleichen Bedürfnisse befriedigt, oder ob entsprechend der verschiedenen Geschlechterrollen unterschiedliche Inhalte projiziert werden. Und welche Rolle spielt dabei die Entwicklung zu einer "vaterlosen Gesellschaft", in der charakterlose Charaktere die autoritäre Persönlichkeit ablösen? Ljiljana Radonic ist Lehrbeauftragte am Wiener Institut für Politikwissenschaft. "Die friedfertige Antisemitin? Kritische Theorie über Geschlechterverhältnis und Antisemitismus" ist 2004 im Peter Lang-Verlag erschienen. Eine Veranstaltung des Vereins Freundinnen der Buchhandlung Frauenzimmer. Ort: Buchhandlung Frauenzimmer A- 1070 Wien, Zieglergasse 28 Tel.: +43/15224892 Fax: +43/15226320 e-mail: buchhandlung at frauenzimmer.at http://www.frauenzimmer.at FÜR FRAUEN! ================================================== 06 1.10.: 10 Jahre Augustin Mario Lang ================================================== Presseinformation des Augustin Leider nur einmal im Leben 10 Jahre Augustin Fest am 1.10. im Club Ost Die erste Ausgabe der Wiener Straßenzeitung Augustin fand noch bescheidenen Zuspruch. 2000 Exemplare wurden von einer Handvoll obdachlosen Verkäufern im Oktober 1995 verkauft. 24 Seiten dünn war der Prototyp des Blattes, dessen Anspruch, das "soziale Gewissen Wiens" auszudrücken, damals großspurig erschien. Heute ist die Zeitung 56 Seiten stark, erscheint zweimal im Monat und wird von rund 400 Bedürftigen ­ Obdachlosen, Asylwerbern, Langzeitarbeitslosen ­ vertrieben. Zweimal im Monat können sie zwischen 33.000 und 37.000 Exemplare an Mann und Frau bringen. Am Samstag, 1. Oktober feiern das Augustin-Team und die Straßenkolporteure - die dabei möglichst viele von ihren Kunden sehen wollen - das 10-jährige Jubiläum im Club Ost (ehemaliges Atrium) am Schwarzenbergplatz. Den Tanzfreudigen stehen The Beautiful Kantine Band und die DJs LaMa und Rainer Krispel zur Verfügung. Ein von Didi Sommer moderierter Poetry Slam und Kurzpräsentationen der Augustin- Initiativen Stimmgewitter Augustin, 11%K.Theater und Schwarz-Weiß Augustin (Fußballteam) komplettieren das Programm. Ort: Club Ost, 1040, Schwindgasse 1 Beginn: 19 Uhr Eintritt: 5 Euro, für Obdachlose frei Das Augustin-Team 01 587 87 89 oder 01 54 55 133 www.augustin.or.at ================================================== 07 17.10.: Erfolge und Misserfolge der Demokratisierung im Irak "wadi wien" ================================================== Irak. Von der Republik der Angst zur bürgerlichen Demokratie? Mo 17.10., 19 Uhr, Grüne Akademie, Paulustorgasse 3/I, Graz Vortrag und Lesung mit Mary Kreutzer und Thomas Schmidinger, MitarbeiterInnen der österreichischen Sektion der im Irak tätigen Hilfsorganisation WADI (www.wadinet.at) Zweieinhalb Jahre nach dem Sturz Saddam Husseins und ein Jahr nach Erscheinen des Sammelbandes "Irak - Von der Republik der Angst zur bürgerlichen Demokratie" ziehen die HerausgeberInnen Mary Kreutzer und Thomas Schmidinger eine kritische Bilanz über Erfolge und Misserfolge der Demokratisierung des Irak. VeranstalterIn: Grüne Jugend Graz & Grüne Akademie ------------------------------------------------- http://www.wadinet.at/spendenaufruf.htm ------------------------------------------------- -- WADI - Verband für Krisenhilfe und solidarische Entwicklungszusammenarbeit e-mail: wadi.wien at gmx.at Tel.: 0699-11365509 Spendenkonto in Österreich: Kontonummer 07.405.301 Evangelische Kreditgenossenschaft eG BLZ 31800 IBAN: AT10 3180 0000 0740 5301 BIC: EVKRATW1 Website mit weiteren Informationen zu Projekten von Wadi und Veranstaltungshinweisen: www.wadinet.at ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND KOMMENTARE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 08 Homosexuelle Partnerschaften: VORAUSEILENDER GEHORSAM VON ROT UND GRÜN? "Rechtskomitee LAMBDA" ================================================== Homosexuelle Partnerschaften VORAUSEILENDER GEHORSAM VON ROT UND GRÜN? Rechtskomitee LAMBDA bestürzt über kolportierte Aussagen von Prammer und Lunacek Das Rechtskomitee LAMBDA (RKL), Österreichs Bürgerrechtsorganisation für homo- und bisexuelle Frauen und Männer, zeigt sich bestürzt über die vom Standard in seiner Wochenendausgabe wiedergegebenen Aussagen der Zweiten Nationalratspräsidenten und SPÖ-Frauenvorsitzenden, Dr. Barbara Prammer, und der grünen Nationalratsabgeordneten Mag. Ulrike Lunacek. Wie die Tageszeitung berichtet, hätten die beiden Politikerinnen erklärt, die Gleichstellung homosexueller Partnerschaften sei für ihre Parteien keine Bedingung für eine Koalition mit der ÖVP. Wenn diese kolportierten Aussagen tatsächlich gemacht wurden, so ist bereits jetzt klar, dass die gleichgeschlechtlich l(i)ebenden BürgerInnen unseres Landes auch von der nächsten Regierung nichts zu erwarten haben. Ihre Anliegen würden bereits jetzt dem Wettstreit um eine Koalition mit der katholisch-konservativen ÖVP geopfert. Im "günstigsten" Fall verkaufte eine rot-schwarze, schwarz-rote oder schwarz-grüne Regierung wohl das von der ÖVP bereits seit einem Jahr angekündigte "Augenauswischerei"- Gleichstellungspaket als grossen Erfolg. Auch für den Fall einer rot-grünen Koalition lassen die jetzt zitierten, knieweichen Äusserungen nichts Gutes ahnen. Wenn bereits die beiden Vorkämpferinnen in ihren jeweiligen Parteien schon weit vor der Wahl gegenüber der ÖVP aufgeben, so steht zu befürchten, dass SPÖ und Grünen auch im Falle einer Koalition miteinander der Mumm fehlen wird, die Diskriminierung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften wirklich zu beenden. "Wir können nur hoffen, dass es sich bei dem Bericht des Standard um eine Zeitungsente handelt", sagt der Präsident des Rechtskomitees LAMBDA, Dr. Helmut Graupner, "Andernfalls wird es in diesem Land gleichgeschlechtlich l(i)ebenden BürgerInnen wahrlich immer schwerer gemacht, ihre Stimme einer der Parlamentsparteien zu geben". Das 1991 gegründete Rechtskomitee LAMBDA (RKL) arbeitet überparteilich und überkonfessionell für die umfassende Verwirklichung der Menschen- und Bürgerrechte gleichgeschlechtlich l(i)ebender Frauen und Männer. In seinem Kuratorium vereinigt es so prominente Mitglieder wie den SPÖ-Vorsitzenden Dr. Alfred Gusenbauer, Präs. NRAbg. Peter Schieder,, NRAbg. Mag. Terezija Stoisits, den renommierten Kinder- und Jugendpsychiater Univ.-Prof. Dr. Max Friedrich und die Kinder- und JugendanwältInnen von Wien DSA Monika Pinterits und Dr. Anton Schmid, den Generalsekretär von Amnesty International Österreich Mag. Heinz Patzelt und die bekannten Menschenrechtsexperten Dr. Lilian Hofmeister und Univ.-Prof. Dr. Manfred Nowak, die Sexualwissenchafter ao.Univ.-Prof. Dr. Josef Christian Aigner, Prof. Dr. Rotraud Perner und Mag. Johannes Wahala, den Theologen Univ.-Prof. Dr. Kurt Lüthi, Günter Tolar u.v.a.m. Rückfragehinweis: 0676/3094737; 01/8766112, office at RKLambda.at, www.RKLambda.at 12.09.2005 ================================================== 09 Erfolgreiche Zwischenbilanz der Internet-Wahlkabine Martin Wassermair ================================================== |--- | PRESSEMITTEILUNG |--- | Institut für Neue Kulturtechnologien/t0 |--- | http://www.netbase.org/ |--- | 12.09.2005 |--- |--- | Bereits 30.000 Mal Orientierungshilfe im Irrgarten der Tagespolitik |--- | Netbase zieht mit Internet-Wahlkabine erfolgreiche Zwischenbilanz |--- | http://wahlkabine.at/ |--- "wahlkabine.at bestätigt das Bedürfnis vieler Menschen nach einer inhaltlichen Auseinandersetzung mit der Politik. In Anbetracht von 30.000 Einsätzen alleine in den ersten vier Wochen blicken wir auf einen überaus erfolgreichen Auftakt!" Die Wiener Medienkultur-Institution Netbase zieht eine erste Zwischenbilanz für die Internet-Wahlkabine, die gemeinsam mit der Donau- Universität Krems entwickelt wurde und nun im Vorfeld der Wahlen in Wien, Steiermark und Burgenland zur Verfügung steht. "Die Online-Wahlhilfe zeigt anhand von ausgewählten Fragen den Grad der Übereinstimmung mit den Parteien und spricht dezidiert keine Wahlempfehlung aus", erklärt Netbase-Leiter Konrad Becker. "Das zahlreiche Feedback bestätigt uns, dass viele Menschen erst dadurch eine Orientierung im Irrgarten der Tagespolitik erhalten". Die Online-Wahlhilfe sorgt dabei immer wieder für Überraschungen. Nicht selten kommt es vor, dass unerwartete Resultate ausgegeben werden. Das ist laut Becker nicht verwunderlich: "Es handelt sich um ein Instrument der politischen Bildung, nicht aber zur Überprüfung von politischer Gesinnung!" wahlkabine.at ist seit 2002 ein fortlaufendes Projekt von Netbase und trägt maßgeblich zur Diskussion von politischer Beteiligung in einer demokratischen Gesellschaft bei. Dabei bedarf es auch eines kritischen Umgangs mit Voting-Systemen. "Vielfach werden falsche Erwartungen geweckt, denen oftmals Enttäuschungen folgen. Mit der Online-Wahlhilfe schaffen wir Anreize der Politisierung, die insbesondere bei Jugendlichen sehr viel Zuspruch finden. Politik selbst lässt sich dadurch allerdings nicht ersetzen", so Becker abschließend. |--- | Rückfragen: |--- | Netbase | Institut für Neue Kulturtechnologien/t0 | Neustiftgasse 217 | A-1070 Wien |--- | Tel. +43 (1) 522 18 34 | Fax. +43 (1) 522 50 58 |--- | http://www.netbase.org/ |--- ================================================== 10 Islam, Terror, Menschenrechte office at asyl-in-not.org ================================================== Machen wir uns nichts vor. Es gibt einen Terror, der sich vom Islam inspirieren läßt. Einen Terror, der weder gerechte Ziele verfolgt noch gerechte Mittel anwendet; der sich nicht gegen Unterdrücker, sondern gegen Unterdrückte richtet, gegen die Zivilbevölkerung, ohne Ansehen des Glaubens, der Herkunft, der Hautfarbe und der Person. Dieser Terror hat nichts mit Freiheitskampf zu tun; er steht völlig in Widerspruch zu Che Guevaras Grundsatz, der Wert der Guerilla bestehe darin, daß sie besser ist als das Bestehende. Dieser Terror ist nicht "individuell" im Sinne der Anarchisten vergangener Tage, sondern kollektiv, totalitär; er dient nicht der Befreiung, sondern der Unterwerfung des Individuums unter die Herrschaft der Religion. Und es gibt genug Stellen im Koran und in den Hadith, die als Rechtfertigung für Terror, als Rechtfertigung für die Unterdrückung der Frauen - gelinde gesagt: benützbar sind. Und es gibt Muslime, die sich ehrlich und empört davon distanzieren. Es gibt eine Erklärung der österreichischen Imame, die beruhigend klingt: voll Bekenntnissen zur Demokratie, zur Republik Österreich, zur Gleichstellung der Frauen mit den Männern. Aber es gibt, auch in Österreich, Imame, die meinen, wenn der Prophet befohlen habe, Ehebrecherinnen zu steinigen und Dieben die Hand abzuschlagen, dann könne man daran nichts ändern, es sei Gottes Wille. Es gibt auch, mitten in Österreich, arrangierte Heiraten, schlimmer noch: Zwangsehen. Und Ehrenmorde. Es gibt Eltern und ReligionslehrerInnen, die jungen Mädchen am Beginn der Pubertät einreden, sie müssten ihre "Reize" verhüllen - jungen Mädchen in einem Alter, wo sie lernen sollten, ihre Sexualität zu entfalten und auf gleicher Stufe mit gleichaltrigen Burschen zu verkehren. Der Islam ist in Österreich seit 1912 eine anerkannte Religion (weil der Kaiser Bosnien besetzt hatte und muslimische Soldaten brauchte, um die Serben zu unterdrücken - aber lassen wir das, es ist lange her). Seit den Siebzigerjahren gibt es die Islamische Glaubensgemeinschaft als Gesprächspartner der staatlichen Behörden. Das ist gut so, es trägt zur Entspannung bei. Es gibt keinen Kopftuchstreit in Österreich, weil die Religionsfreiheit garantiert ist; das ist gut so, die Freiheit der Religion ist ein Menschenrecht. Ebenso ist es aber ein Menschenrecht, keine Religion zu haben, die Religion zu wechseln, vom Glauben abzufallen. Es ist auch ein Menschenrecht, die Familie zu verlassen, eine neue zu gründen, ohne Familie zu leben, eine andere Art des Zusammenlebens zu suchen; es gibt ein Menschenrecht auf Liebe, auf Sex, und daher auch, deutlich gesagt: ein Menschenrecht auf Ehebruch. Und es gibt ein Menschenrecht auf politische, antireligiöse, prosexuelle Agitation. Auch an den Schulen. Dazu wird es nötig sein, Jugendgruppen, Jugend-NGOs aufzubauen aus den Reihen der zweiten und dritten Generation. Darum war es so unglaublich verantwortungslos und skandalös, dass die Gemeinde Wien die Förderungen für "Echo", ein betont nichtreligiöses und nichtethnisches Vorzeigeprojekt, gestrichen hat - während religiöse Gruppen aus dem Boden schießen wie Schwammerln. Um es deutlich zu sagen: Wenn eine muslimische Lehrerin in einer österreichischen Schule das Kopftuch trägt und ihren Schülerinnen den religiösen Wert dieses Kleidungsstückes erklärt, dann soll sie das tun, es ist ihr gutes Recht. Aber wenn diese Lehrerin den Jugendlichen in der Schule von Amts wegen einzureden versucht, dass sie nicht vögeln dürfen, wenn sie nicht verheiratet sind, dann werden wir diese Lehrerin mit nassen Fetzen davonjagen, wir NGOs, denn wir wollen nicht, dass ein so widerlicher, widernatürlicher Unsinn an unseren Schulen verzapft wird. Wohlgemerkt: Wir NGOs werden das tun. Wir brauchen dazu keinen Staat. Den haben wir 1968 auch nicht gebraucht, als es gegen die katholische Reaktion in Schulen und Universitäten ging. Familienväter, die die Freiheit ihrer Töchter und Söhne beschneiden, müssen die Härte unserer Gerechtigkeit spüren; religiöse Gruppen, die die Unterordnung des Individuums unter das Kollektiv wollen, ebenso. Freie, aufrechte junge Menschen, die ein selbstbestimmtes Leben führen, gehen nicht zur al-Kaida. Der Kampf gegen den Terror ist daher auch ein Kampf gegen Familie und Religion. Michael Genner, Obmann von Asyl in Not, Vorstandsmitglied von SOS Mitmensch Spendenkonto: P.S.K. 92.034.400 Asyl in Not Buchempfehlung: Ayaan Hirsi Ali, "Ich klage an. Plädoyer für die Befreiung der muslimischen Frauen", Piper Verlag 2004. ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ Asyl in Not, Währingerstraße 59, A-1090 Wien Telefon +43/1/408 42 10, Fax +43/1/405 28 88 mailto:office at asyl-in-not.org http://asyl-in-not.org ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< SOLIDARITÄT WELTWEIT ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 11 Women Centers about to close in Northern Iraq "wadi wien" ================================================== Urgent Appeal for Funds: Help to keep three Women's Centers in Northern-Iraq open Dear Ladies and Sirs, We urgently need your support. Two years ago we opened three women's centers in Halabja, Biara and Tawela, in north-east Iraq . In the centers women benefit from training and learning. They take computer courses and they participate in education programs on women's rights and on prospects of political participation. Now, for example, the centers offer courses and seminars to help prepare women to the upcoming referendum and elections. The women receive in centers legal, medical and psychological advice. They participate in professional training courses, such as sewing and hairdressing. Sometimes, they simply meet other women for a cup of tea. The centers are the only place of refuge for women in a region that has known years of was and oppression. For years, this area was controlled by the Islamist militia, Ansar al-Islam. Beforehand, this region was severely afflicted by Saddam Hussein's dictatorship. The Iraqi state used poison gas in its military campaign in the area. Due to its strategic location on the turbulent border between Iraq and Iran , this area has always been the arena of regional conflicts. Women and girls were pushed out of public life and doomed to live closed in their houses. The women of this region have suffered through war and the rule of an Islamist militia resembling the Taliban. Biara was the headquarters of al-Zarqawi. No woman, then, was even allowed to leave the house without male company. The women of this region continue to suffer through the striking underdevelopment and social exclusion that this turmoil has left in its wake. The women's centers offered for the first time a way out of isolation, domestic violence and exclusion. For countless women and girls, these centers are the only accessible place outside their families. Now in Biara, the women's center is located just across the street from the former headquarters of al-Zarqawi. In Halabja, the courses are fully booked until next spring. The Women's Centers are now in Danger of Being Closed Until summer 2005, the running costs of the centers were covered by funds from the Austrian Foreign Ministry and from the "World Woman Prayer Day". At the beginning of this year, other funding bodies promised their support for the project. These funds were supposed to finance the project until February 2006, when other international support will again be in sight. Lately, however, these prospective funds were cancelled. Some of the funds allocated for the centers were transferred in short notice to Tsunami relief. Another funding body cancelled all of their support for projects in Iraq , because of the security situation in the country. In short, there are currently no more institutional funding sources for the women's centers. It is virtually impossible to raise money from institutional sources in the middle of the year and on a short notice. Especially not for Iraq where headlines about bombs attack dominate the reports in the media. The work of the women's centers - among other things - shows that there is also and entirely different reality in Iraq at the present as well as hopes for the future. Without Private Donations, We Cannot Keep the Women's Centers Running Until February 2006 We urgently need donations to secure the necessary funds for operating the centers. Wadi already works on minimal administrative costs and operates almost exclusively by volunteers. Thus, there is no money available in our budget. We depend now on the support of all people, who share the belief of the women in Halabja, Biara and Tawela, that these centers are important for a better future. We prepared an emergency plan together with the women, who are active in the centers. Under that plan, each of the participants offered ways to save on the expenses. But this alone is not enough. Even at minimal costs, we still need your donations. We Must Raise 3.000 Euro per Month in Order to Keep the Women's Centers Running With 3.000 Euro per month, the course will continue, the computer workshops and the library will stay open. Medical, psychological and legal support will remain accessible. This money will help maintain the tearoom and the professional training. This money will make a difference of the women and the girls of the region. Every Donation, Big and Small, Helps! Bank Account Nr. in Austria: 07.405.301 Bank Name: Evangelische Kreditgenossenschaft eG BLZ 31800 IBAN: AT10 3180 0000 0740 5301 BIC: EVKRATW1 www.wadinet.at and www.wadinet.de (english texts) -- WADI - Verband für Krisenhilfe und solidarische Entwicklungszusammenarbeit e-mail: wadi.wien at gmx.at Tel.: 0699-11365509 Spendenkonto in Österreich: Kontonummer 07.405.301 Evangelische Kreditgenossenschaft eG BLZ 31800 IBAN: AT10 3180 0000 0740 5301 BIC: EVKRATW1 Website mit weiteren Informationen zu Projekten von Wadi und Veranstaltungshinweisen: www.wadinet.at ================================================== 12 Genua gipfelsoli-l at lists.nadir.org ================================================== Gipfelinfo - Meldungen über globalisierte Solidarität und die Proteste gegen unsolidarische Globalisierung ------------------------------------------------------------------- Es gibt inzwischen viel neues Material zu den Prozessen in Genua: Der Berliner Ableger des Supportolegale hat eine 16seitige Broschüre veröffentlicht. Die vierfarbig gedruckte Broschüre ist in einer Auflage von 7.000 Stück gedruckt und wird in verschiedene Städte verschickt. Eine Idee ist auch, die Broschüre diversen Zeitschriften beizulegen die per Post, also im Umschlag, versandt werden. Wenn ihr dabei helfen könnt solche Zeitschriften ausfindig zu machen, meldet euch doch beim Supportolegale Berlin (info at supportolegale.org) oder bei Gipfelsoli (gifelsoli at nadir.org). Dort könnt ihr auch Broschüren für eure Städte bestellen. Supportolegale Berlin hält auch diverse Merchandising-Artikel vorrätig: Schlüsselbänder, Aufkleber etc. Im folgenden dokumentieren wir den Text der Broschüre sowie die Ankündigung für das Plakat (beides auch als PDF verfügbar). - Eine Revolte ist eine Revolte ist eine Revolte - 4 Jahre Genua: Soliposter auf deutsch erschienen ------------------------------------------------------------------- Eine Revolte ist eine Revolte ist eine Revolte Repression und Solidarität nach Genua 2001 Genua 2005: Stand der Prozesse Trotz offensichtlicher Beweise ist seit dem Beginn der Verfahren gegen die Polizei im Jahre 2002 in Zusamenhang mit der Repression während des G8-Gipfels 2001 in Genua bisher kaum etwas geschehen. Dagegen stehen derzeit 25 GipfelgegnerInnen vor Gericht, die bis zu 15 Jahren Haft riskieren. Aus diesem Grund haben wir diese Broschüre veröffentlicht. Sie enthält Informationen zum Stand der Verfahren, die derzeit laufen oder noch bevorstehen und zur Arbeit des Genoa Legal Forum, das seit 2001 im Rahmen der juristischen Aufarbeitung von Genua bemüht ist, wenigstens die schlimmsten Ungerechtigkeiten zu verhindern. Vielfalt, Macht und Ohnmacht In den 1990er-Jahren kam es weltweit zu einem bemerkenswerten Erstarken der sozialen Bewegungen. Immer mehr Menschen weltweit sahen sich zum Handeln veranlasst. Der Grund war eine entschiedene Kritik der globalen Situation, die aus der Notwendigkeit resultierte, der allgegenwärtigen Verschlechterung der Lebensverhältnisse entgegenzutreten. Wesentliche Impulse hatten Anfang der 90er Jahre zweifellos die ZapatistInnen im Südosten Mexikos gegeben. Weitere Impulse kamen kurz darauf von zahlreichen, immer größer werdenden Demonstrationen gegen die Gipfeltreffen der der G8-Regierenden und der global operierenden Konzerne und Organisationen wie WTO und Weltbank. In Seattle, Prag und Göteborg wurde eine Bewegung sichtbar, in der sich verschiedene kulturelle und politische Hintergründe begneneten und jede der vielen unterschiedlichen Stimmen gleichberechtigt sprechen konnte. Ihre größte Kraft lag in der Vielfalt derjenigen, die sich beteiligten. Im Alltag wurde lokal gehandelt und gekämpft, bei Gipfeltreffen wurde der Protest gemeinsam auf die Straße getragen. Anlässlich der Gipfeltreffen schufen lokale AktivistInnen und die oft von weit her Angereisten immer bessere Infrastrukturen, darunter unabhängige Medienzentren, Diskussionsrunden zum Anlass des Protests und verschiedene Workshops wie bspw. zum Umgang mit Polizeigewalt. Vor allem aber begann ein Prozess, bei dem neben Kritik und Forderungen auch neue, unabhängige Visionen entwickelt wurden, die ernsthafte Alternativen zur gängigen Politik boten. Im gleichen Maße, wie die Protestbewegungen an Dynamik gewannen, verschärfte sich pünktlich die Repression. Auf den Gipfel-Demonstrationen in Seattle und Prag hatten bereits viele die Polizeigewalt zu spüren bekommen. Auf dem EU-Gegen- Gipfel im Juni 2001 in Göteborg wurde auf Demonstrierende scharf geschossen. Als im Juli 2001 über 300.000 Menschen nach Genua kamen, um gegen das G8-Treffen zu demonstrieren und zum ersten Mal im Rahmen des Genoa Social Forums alternative Entwürfe zu artikulieren erreichte die Repression Ausmaße, die noch lange unvergessen bleiben werden. Durch Errichtung eines eisernen Rings um die Innenstadt wurde ganz Genua in Beschlag genommen, die Einwohner Genuas wurden tagelang des sozialen Lebensraums beraubt während die Bewegungen, die auf dem Weg dorthin waren zur Rechtfertigung der Maßnahmen in den Medien zu einer Horde von barbarischen Polit-Hooligans stilisiert wurden. Die Vertreter der G8-Staaten konnten völlig ungestört ihr Treffen abhalten, während draußen hunderttausend- facher Protest mit einer Gewalt niederschlagen wurde, wie man sie von mancher Diktatur kennt. Der 23-jährige Carlo Giuliani kam ums Leben, mehrere Menschen überlebten nur knapp. Hunderte wurden in jenen Tagen widerrechtlich festgehalten und folterartig misshandelt, zehntausende brutal geschlagen und gejagt. Nach anfänglich weltweiter Empörung wurde es um die Opfer und die Gejagten bald sehr still. I n Italien folgten Jahre der erbitterten Verfolgung und Repression von Systemgegnern, während die Massenmedien anhand einer heftig manipulierten Gewaltdebatte mit allen Mitteln die Spaltung der Bewegungen forcierten. Von der Gewalt, die von den Ordnungskräften ausging sollte hingegen möglichst wenig die Rede sein. Heute wünschen sich die Verantwortlichen nichts sehnlicher als ausgedehntes Schweigen, weil jetzt der für sie unangenehmste Teil der juristischen "Aufarbeitung" von Genua ins Rollen kommt. Genua geht uns immer noch alle an Ungefähr zwei Dutzend kleinere Verfahren gegen Einzelne und zwei gewichtige, das Verfahren wegen der Tötung von Carlo Giuliani und das gegen die damals mit schweren Vorwürfen konfrontierten Opfer des Überfalls auf die Diaz-Schule sind abgeschlossen. Für Freude sorgte der Freispruch der Diaz-Leute, der Freispruch der Angeklagten im Fall Giuliani hinterließ hingegen tiefe Trauer und bittere Ohnmacht. Im Mittelpunkt stehen derzeit drei Mammut- Verfahren. Beim schwierigsten geht es angesichts der Lage ganz besonders darum, 25 betroffene G8-GegnerInnen so gut es geht vor der Verhängung der ungeheuren ihnen drohenden Strafmaße zu bewahren. Es geht aber auch darum, die Durchsetzung des Vorwurfs der Verwüstung und Plünderung in Zusammenhang mit Protesten als Präzedenzfall zu verhindern und das Recht auf Widerstand zu behaupten, weil die Rekonstruktion der Ereignisse mittlerweile deutlich zeigt, dass die Unruhen tatsächlich die Merkmale einer Revolte trugen , deren Ursachen in der Beschneidung der Rechte, in der Belagerung einer ganzen Stadt und in einer hemmungslosen Repression der Proteste lagen. Eine Revolte ist eine Revolte ist eine Revolte Die gerichtliche Strafverfolgung von Protestteilnehmenden in Genua betrifft derzeit 25 Personen aus ganz Italien, denen "Verwüstung und Plünderung" vorgeworfen wird. In irgendeiner Schublade liegen offenbar Klageschriften, durch die weiteren 50 ebenfalls ein Verfahren mit besonders schweren Anschuldigungen droht und es werden bald bis zu 200 weitere Prozesse gegen Personen aus Italien und dem Ausland eröffnet werden, die damals in den Straßen von Genua verhaftet wurden. Berge von Bildmaterial werden durchforstet, um per biometrischer Bildauswertung oder durch Polizisten identifizierten Personen die Begehung irgendwelcher Vergehen in jenen Tagen nachzuweisen. Wäre Carlo Giuliani nicht tot, so könnte er sich wegen der Geste, bei der er starb, gut unter den 25 oder den anderen befinden, die im Visier der Justiz sind. Bilder zeigen Carlo hinter Barrikaden, Carlo, der einen kleinen Stein wirft, Carlo, der einen Feuerlöscher aufliest und ansetzt, ihn zu werfen. Die Rekonstruktion seiner letzten Stunden zeigt aber, dass Carlo das alles eigentlich überhaupt nicht vorhatte. Diese Erkenntnis gilt genau so für viele, die jetzt auf der Anklagebank sitzen. Stell' dir vor, du kommst an einem Tag, an dem Tausende Tränengaspatronen eine Stadt verpesten und überall nur noch Polizeiknüppel wüten und Rauchschwaden steigen an einem Supermarkt vorbei. Stell' dir vor, die Rollläden sind ausgehoben und die Tür offen. Du bist hungrig und durstig und unter Schock und voller Wut, über das, was mit den Menschen passiert, die gekommen sind, um die G8- Repräsentanten zur Rede zu stellen. Stell' dir vor, du gehst, wie viele andere, hinein und nimmst einen Schinken mit. Stell' dir vor, du bist auf einer genehmigten, von oben bis unten friedlichen Demonstration und Horden von PolizistInnen, die teilweise mit frisierten Schlagstöcken wüten, sprengen den Zug mit roher Gewalt. Stell dir vor, es fliegen Tränengaspatronen auf Augenhöhe, stell dir vor, Zigtausend haben keinen Fluchtweg und vergessen, dass sie sich geeinigt hatten, gewaltlos die Rote Zone zu entern, weil das, was passiert, einfach zuviel ist. Stell' dir vor, aus Angst und Schrecken wird Revolte. Carlo übrigens, der stolperte - rein zufällig - genau über diese Situation und war zweieinhalb Stunden später tot. Die StaatsanwältInnen blenden den Kontext, in dem die Handlungen zustande kamen, durch die den Angeklagten 8 bis 15 Jahre Haft drohen, hartnäckig aus. Sie wollen um jeden Preis dafür sorgen, dass die Menschen - etwa der, der den Schinken mitnahm - exemplarisch bestraft werden. Wenn sie sich durchsetzen, wird diese juristische Handhabe zum bedrohlichen Präzedenzfall. Eine breite politische Diskussion und eine scharfe Auseinandersetzung sind unumgänglich, wenn man den verheerenden potentiellen Folgen entgegentreten will und es ist wichtig, die Arbeit der AnwältInnen der Verteidigung und ihrer UnterstützerInnen zuverlässig mitzutragen, weil es um das Schicksal von weiteren Leuten in der Zukunft geht und weil die 25, die jetzt schon einer Strafe entgegen sehen, in den italienischen Knästen ein Bolzaneto auf Raten erwarten könnte, denn... die Gewalt in Genua, die 2001 die Welt schockierte, gehört in vielen Knästen zum Alltag und zur gängigen Polizeikultur Italiens. Das Absitzen einer Strafe als Genua- DemonstrantIn wird es mit Sicherheit nur noch schwerer machen. Der "Diaz-Schule"-Prozess: der Terror bleibt im Grunde folgenlos In der Nacht vom 21. auf den 22. Juli 2001 stürmten rund 300 Polizisten die Schule Armando Diaz. Dort überfielen sie maskiert, laut brüllend und wild um sich schlagend 93 wehrlose, teils schlafende GipfelgegnInnen und JournalistInnen. 81 Personen wurden verletzt. 3 schwebten mehrere Tage in akuter Lebensgefahr. Einschließlich der meisten Verletzten wurden sie hinterher in die Polizeikaserne Bolzaneto verbracht, wo sie grausamst misshandelt und gedemütigt wurden - wie zuvor auch schon zahlreiche andere DemonstrantInnen. Der Überfall auf die Schule sollte dazu dienen, möglichst viele G8-GegnerInnen zu verhaften, um die Polizeigewalt der vorausgegangenen Tage zu rechtfertigen. Man stilisierte die Opfer kaltblütig zu TäterInnen und präsentierte sie als Mitglieder einer kriminellen Vereinigung. Man behauptete, sie hätten die Polizei gewaltsam angegriffen und ein Waffenarsenal besessen. Ihre Verletzungen wurden durch gefälschte Atteste vordatiert und als Blessuren verkauft, die sie sich bei Straßenschlachten zugezogen haben sollten. Die einzigen Gewalttäter im Gebäude waren aber die Polizisten, die es gestürmt hatten. Die ermittelnden StaatsanwältInnen haben die Razzia als "Entfaltung und Ausdruck einer Handlungsvorgabe" bezeichnet, "die eine Initiative mit extrem hohem taktisch- militärischem und politisch-sozialem Risiko für reif hielt" und konstatiert, dass ein "Direktorium" aus höchstrangigen Beamten dabei Regie führte. Wer für diese Vorgabe "ganz oben" verantwortlich war, bleibt aber ungelöst und auch wegen den grausamen Übergriffen wird sich im Einzelnen keiner verantworten müssen. Die verbrecherische Aktion fand hinter Mauern statt, hinter die keine Kamera drang. Die Polizeibehörden erschwerten die Identifizierung der einzelnen Täter mit allen Mitteln. Bis heute konnten die anklagenden StaatsanwältInnen die Namen der Angehörigen von einer involvierten dreißigköpfigen Sondereinheit nicht erfahren. Die Herausgabe von Bildern der restlichen Polizisten zur Identifizierung wurde mehrfach aufgehalten. Als es soweit war, fanden sie sich mit einem Haufen uralter Passfotos, die teilweise auch noch fotokopiert waren wieder. Weil viele Schläger maskiert und behelmt waren, gelang es kaum, die einzelnen Männer der Begehung von einzelnen Gewaltakten zuzuordnen. Nach Ansicht der Staatsanwaltschaft waren alle am Überfall beteiligten Polizisten auf irgendeine Weise schuldhaft in ihm verwickelt, aber nur 29 konnten am Ende angeklagt werden. Stellvertretend für die Truppe müssen sich nun 13 Zugführer verantworten, weil sie den "Exzessen" der Untergebenen nicht "angemessen" Einhalt geboten haben. Zusätzlich ist ein gutes Dutzend leitender Beamter an der Reihe. Unter ihnen sind mehrere Polizeipräsidenten und -direktoren, der Chef der Antiterrorpolizei und der Vizechef der Sonderabteilung des Staatsschutzes Digos, die ohne Ausnahme weiter im Amt sind und teilweise sogar erst nach Genua in diese Ämter befördert wurden. Einige von ihnen müssen u. a. erklären, was eine blaue Plastiktüte, die zwei Brandflaschen enthielt, die später in der Schule deponiert und zur Begründung des Vorwurfs der Bildung einer kriminellen Vereinigung den dort verhafteten Menschen untergeschoben wurden, in ihren Händen zu suchen hatte. Aufnahmen eines lokalen TV-Senders zeigen, wie sie sich auf dem Schulhof mit diesen Flaschen beschäftigen, die nachweislich aus einem Polizeifahrzeug kamen. Ministerpräsident Berlusconi und der rechte Außenminister Gianfranco Fini bleiben hartnäckig: sie nennen die Männer - die auch treue Wähler sind - Helden, die zu Unrecht beschuldigt werden. Wir aber wissen es besser: diese "Helden" legten einen Auftritt hin, der einstigen Übergriffen von faschistischen Schwadronen in einer früheren Zeit in Nichts nachgestanden hat. Fortsetzung folgt: Die TäterInnen dürfen gelassen bleiben Operation Sammellager: in der Kaserne Bolzaneto wurden Hunderte widerrechtlich festgehalten, anhaltend schwer misshandelt, gedemütigt, terrorisiert und an der Wahrnehmung ihrer Rechte gehindert. Das Recht, bei Festnahme einen Anwalt zu sprechen, war bereits im Vorfeld per Dekret aufgehoben worden. Um ganz sicher zu gehen, erpressten die "Diensthabenden" arglistig und gewaltsam von zahlreichen Insassen auch noch die Unterschrift von Protokollen, in denen stand, dass es sie selbst waren, die keinen Anwalt wünschten. Ebenso wurden falsche Geständnisse erzwungen. Die StaatsanwältInnen stellen fest, dass "von den fünf Behandlungen, die vom [europäischen] Gerichtshof [für die Menschenrechte im Verfahren Irland gegen UK 1978] untersucht und für unmenschlich befunden wurden, in Bolzaneto mit Sicherheit vier" zur Anwendung kamen. Es handelt sich um das Vorenthalten von Nahrung und Getränken, um die Aussetzung zu akustischem Stress, um Schlafentzug und langanhaltendes Stehen an der Wand. Die Gefangenen wurden wiederholt geschlagen und genötigt, faschistisches Liedgut zu singen. Sie mussten hungrig, durstig und verletzt stundenlang in kalten und zugigen Räumen verharren und mit erhobenen Armen und gespreizten Beinen an der Wand stehen. In einige Zellen sprühte man CS-Gas, Toilettengänge waren Spießrutenläufe zwischen Spalieren von prügelnden PolizistInnen. Frauen wurden wiederholt sexualisiertem Psychoterror ausgesetzt, alle wurden gedemütigt. Den Rekord der Anklagepunkte, die im Bolzaneto-Verfahren nun gegen 47 Angehörige von Polizia, Carabinieri und einigen Ärzten bestehen, hält der Arzt Giacomo Toccafondi, der im Tarnanzug arbeitete und unter anderem einem Gefangenen zwei Finger auseinander zog, bis die Handfläche zentimetertief einriss - nicht ohne ihm vorher gesagt zu haben, er müsse angeben, er habe sich selbst verletzt, wenn er nicht wolle, dass ihm noch schlimmeres widerfährt. In den Augen der StaatsanwältInnen besteht kein Zweifel: In Bolzaneto wurden die Grundrechte und die Menschenwürde mit Füßen getreten. Viel mehr als ein vernichtendes moralisches Urteil wird aber womöglich nie zustande kommen, weil - wie im Diaz-Verfahren - fast durchgehend die Verjährung winkt, es sei denn, die Auseinandersetzung wird zu gegebener Zeit vor dem europäischen Gerichtshof weitergeführt, wie vom Genoa Social Forum angekündigt wurde, damit es doch noch zu Konsequenzen wegen der Folter kommt und eine angemessene Entschädigung der Opfer erstritten werden kann, von denen einige derart schwere Langzeitschäden davon trugen, dass ihre Existenz bedroht ist. Weil Folter im italienischen Strafgesetzbuch nicht vorkommt, wird die gesamte Gewalt jetzt aber bloß als gewöhnliche Körperverletzung behandelt. Hier ist die Verjährungsfrist weit geringer. Die meisten werden also sehr wahrscheinlich den Kopf aus der Schlinge ziehen können. Die Schwierigkeit, einzelne TäterInnen einzelnen Taten zuzuordnen sorgt auch hier dafür, dass viele gar nicht erst vor Gericht kommen. Von Anfang an dabei: das GLF Im Vorfeld des damaligen G8-Gipfels formierte sich das Genoa Legal Forum (GLF) als Zusammenschluss von engagierten AnwältInnen, die den Protestierenden angesichts der Einschränkungen der Grundrechte rechtlichen Beistand bieten wollten. Sie ahnten nicht, was sie erwartete. Sie ernteten teilweise selbst Prügel und erlebten, wie aus der Einschränkung der Grundrechte deren Aufhebung wurde. Nach Genua kämpften sie um die Rehabilitation der Diaz-Opfer, während der Fall Giuliani ungelöst begraben wurde. Heute vertreten sie die Nebenklage in den Verfahren gegen die Polizei und vor allem verteidigen sie die 25 ProtestteilnehmerInnen, die wegen Verwüstung und Plünderung Gefahr laufen, für etliche Jahre hinter Gittern zu verschwinden. Seit 2004 steht ihnen Supportolegale zur Seite, ein Team aus Menschen, die nicht bereit sind zuzulassen, dass die Geschichte von Genua vollständig im Sinne der Obrigkeit umgeschrieben wird. Sie unterstützen die Arbeit von Sachverständigen, ArchivarInnen, DokumentationsanalystInnen und TechnikerInnen und verbuchten schon wesentliche Erfolge. Konstruierte Beweisunterstellungen konnten ernsthaft angezweifelt werden. Es wurde der Gebrauch von frisierten Schlagstöcken durch die Polizei nachgewiesen und einiges mehr, das Teile der Wahrheit ans Licht bringt, die am frühen Nachmittag des 20. Juli 2001 zu jener Revolte in den Straßen führte, die der Obrigkeit nach anstelle der eigentlichen Verbrechen, die vom "Sicherheits- apparat" begangen wurden, als kriminelle Handlung in die Geschichte eingehen soll. Um Gerechtigkeit kämpfen ist kein Spaziergang Wer in Sachen Genua versucht hat, nicht wegzuschauen, hat deutlich zu spüren bekommen, dass ein solches Verhalten nicht erwünscht ist. JournalistInnen, RichterInnen und Prozess- beobachterInnen haben es erfahren und ganz besonders die AktivistInnen, die dazu beitragen, dass Supportolegale existiert. Wenn die AnwältInnen und ihre UnterstützerInnen in mühseliger Arbeit unliebsame Wahrheiten zu Tage fördern, holen Berlusconis TV-Lakaien schon mal zum schwer illegalen medialen Gegenschlag aus. Als das GLF etwa die Dynamik des Angriffs auf die völlig gewaltfreie und genehmigte Demonstration der Tute Bianche rekonstruierte und bewies, mit welcher Gewalt die widerrechtliche Maßnahme durchgeführt wurde, ließ ein italienischer Talkmaster prompt Abhörmitschnitte, die Teil eines noch schwebenden Verfahrens wegen Genua und damit geheim sind ausstrahlen, um der TV-Nation die GipfelgegnerInnen als die eigentlichen Verbrecher zu präsentieren. Wer einer Gerichtsverhandlung beiwohnen will, der/die wird am Eingang penibel durchsucht und des Öfteren von "sonstigen" BesucherInnen ungesehen angerempelt, während seine Papiere kopiert werden. Der jüngste Höhepunkt war die mit einer Anzeige wegen Verleumdung eingehende Beschlagnahmung von zwei Rechnern, die zwei im Auftrag des GLF arbeitenden Sachverständigen gehörten und sämtliche Materialien der Verteidigung im Verfahren gegen die 25 enthielten. Der Weg ist lang und die Mittel sind knapp Wir blicken auf ein mehrjähriges Partizipationsvakuum zurück, das durch Lähmung und Spaltung der Bewegungen sowie durch jahrelange Geheimhaltung von vielen Tatsachen in der Ermittlungsphase und das gewollte - und zum Teil wahrscheinlich auch erzwungene - Schweigen der Medien verursacht wurde. Die Zahl derer, die jene die wirklich intensiv mitarbeiten mit Öffentlichkeit, Aktionen und Spenden unterstützen, ist derzeit noch sehr gering. Das muss sich ändern, weil die Arbeit des GLF und von Supportolegale noch über viele Jahre ungeheuer wichtig sein wird. Sie wird nur bestehen können, wenn viele versuchen, sich an der Beschaffung der Mittel zu beteiligen. 10.000 Euro im Monat sind kein Pappenstiel, die Arbeit von Supportolegale aber auch nicht, soviel ist sicher. Ein zusätzlicher Grund, um sich den G8 2001 ins Gedächtnis zurück zu rufen und das Schweigen zu beenden ist, dass die Erinnerung auch helfen kann, etwas vom Selbstbewusstsein, von der Kraft und den Visionen, die uns durch die Gewalt in Genua genommen wurden zurückzugewinnen, um die gewaltsam unterdrückte Auseinander- setzung mit den G8-RepräsentantInnen noch motivierter und entschlossener wiederaufzunehmen, wenn sie nach Schottland kommen. Spendenkonto Italien: Don Antonio Balletto swift code CRGEITGG040 iban IT45 H061 7501 4000 0000 6135 980 Zahlungszweck: supporto legale Paypal: donate-glf at indymedia.org www.supportolegale.org Spendenkonto Deutschland: Rote Hilfe Berlin Konto Nr. 7189 590 600 BLZ 100 200 00 Stichwort: Genua info at supportolegale.org Die Proteste gegen die G8-Gipfel... ... haben die Regierungen immerhin gezwungen, sie in abgelegenem Gebiet abzuhalten. Zudem wurde der Öffentlichkeit erklärt, dass sie demnächst weniger repräsentativ vonstatten gehen sollen. 2005 tagen die G8 wieder, in Großbritannien. Der Gipfel 2005 wurde im Gleneagles Hotel in Perthshire, Schottland (ca. 60 km nördlich von Edinburgh) veranstaltet. 2006 findet der Gipfel zwar in der Metropole St. Petersburg statt, dort allerdings 30km außerhalb der Stadt. 2007 soll das Polit-Theater in Deutschland zur Aufführung kommen, im mecklenburgischen Seebad Heiligendamm, etwa 80 km von Rostock entfernt. Ein Netzwerk um dagegen zu mobilisieren ist bereits am Entstehen. Der erste Aufruf ist unter http://anarchie.de/main-50818.html abrufbar. Das Netzwerk ist zu erreichen unter g8-2007 at riseup.net. Aktuelles zu Genua Informationen gibt es unter anderem über den Newsletter von gipfelsoli [Gipfelinfo - Meldungen über globalisierte Solidarität und die Proteste gegen unsolidarische Globalisierung]. Über diesen Verteiler wird Aktuelles über juristische Nachspiele vergangener Gipfel verschickt, aber auch über Mobilisierungen zu künftigen Ereignissen (Göteborg, Thessaloniki, Prag, Genua, Gleneagles, Heiligendamm etc.). Subscribieren könnt ihr euch unter https://lists.nadir.org/cgi-bin/mailman/listinfo/gipfelsoli-l. Die Gruppe erreicht ihr per Mail über gipfelsoli at nadir.org. [supportolegale berlin] ------------------------------------------------------------ Das Gedächtnis ist ein kollektives Getriebe 4 Jahre Genua: Soliposter auf deutsch erschienen Im Juli 2001 kamen 300000 Menschen nach Genua um gegen den G8 - Gipfel zu demonstrieren. Anschließend an Gipfelproteste in Seattle, Prag und Göteburg, wurde sich versammelt, um ein klares Zeichen gegen die kapitalistische Globalisierung und das neoliberale Wirtschaftssystem zu setzen. So vielfältig die Bewegung, so unterschiedlich waren auch die Aktionsformen gegen das Treffen der 8 reichsten Länder der Welt. Kennzeichnend waren aber vor allem die militanten Auseinandersetzungen mit der Polizei und die Angriffe auf Symbole des Kapitalismus. Doch bereits mit den Schüssen in Göteburg bekam die Bewegung einen Vorgeschmack auf das, was passiert, wenn Menschen mit radikalen Mitteln die herrschenden Verhältnisse in Frage stellen. Am 20.7.2001 wird auf dem Piazza Alimonda Carlo Guiliani erst von einem Schuß in den Kopf getötet und anschließend zwei mal von einem Polizeijeep überrollt. In den folgenden Tagen wütet und foltert die italienische Polizei auf brutalste Art und Weise in den Strassen, bei Festnahmen und in der Polizeikaserne von Bolzaneto. In Europa verschärft sich auf allen Ebenen die Repression gegen antikapitalistische GipfelgegnerInnen, und auch in Italien laufen nach 4 Jahre in Genua immer noch unzählige Verfahren. Während der italienische Staat in einem Prozess gegen gewaltätige und folternde Polizisten auf Verzögerung und Verjährung setzt, stehen aktuell 25 Menschen vor Gericht mit dem Tatvorwurf der Verwüstung und Plünderung und sehen sich damit Gefängnisstrafen von 6 bis 15 Jahren konfrontiert. Es wird auch immer noch die Eröffnung von 50 weiteren Verfahren gegen AktivistInnen erwartet. Seit 4 Jahren leistet nun auch schon das Genoa Legal Forum und vor allem der Supporto Legale gibt's auch eine deutsche wichtige Arbeit im Kampf gegen die Repression. In jahrelanger Kleinarbeit sichten die GenossInnen Videomaterial und andere Quellen. Sie leisten damit die enorm wichtige Zuarbeit für die laufenden Prozesse. Diese Arbeit kostet wie immer viel Geld, und deswegen haben wir uns entschlossen ein Soliposter, das wir aus dem italienischen übersetzt haben, im deutschsprachigen Raum zu verteilen. In einer Comicgeschichte werden die Tage von Genua in einer realistischen und eindrucksvollen Stimmung aufgearbeitet. Wir sehen uns 2007 zum G8 in Heiligendamm! Für weitere aktuelle Informationen: www.supportolegale.org(mit deutscher Unterseite). Oder relativ ausführlich www.sezuan.com(dort dann zum Genua Verfahren) Für Plakatbestellungen schickt eine mail an rl-nuernberg[at]web.de demnächst auch (dann incl. Mehrwertsteuer) unter www.linke-t-shirts.de (dort dann zu Poster) * 1 stck - 1 Euro * 10 stck - 5 Euro * 50 stck - 20 Euro (Alles plus Versandkosten. Bei gerollten Plakaten kostets mehr. Gebt bei kleinen Mengen (-15) an, ob gefaltet oder gerollt) ...also bestellt gleich für eure GANZE STADT! Außerdem arbeiten gerade Leute in Berlin an einer interessanten Broschüre zu Genua, die demnächst erscheinen wird. Wer selbst Geld spenden mag oder sonstigen Solikram machen will, hier die italienische Bankverbindung: swift code CRGEITGG040 iban IT45 H061 7501 4000 0000 6135 980 Zahlungszweck: supporto legale Solidarität ist eine Waffe - Angeklagt sind 25, gemeint sind wir alle! [www.redside.tk] -------------------------------------------------------------------------- gipfelsoli infogruppe Newsletter mit Nachrichten über Mobilisierungen, Debatten und Repression im Zusammenhang mit Gipfelprotesten. Die AutorInnen der Beiträge, so sie nicht von uns verfasst sind, sind mit eckigen Klammern versehen. Wir können leider keine Verantwortung für die Richtigkeit der Beiträge übernehmen. Auch geben die Beiträge nicht zwangsläufig unsere Meinung wieder. Kontakt, Kritik, Beiträge: gipfelsoli at nadir.org ================================================== 13 Chile / Mapuche: Kampagne gegen "Anti-Terrorismus"-Gesetz gestartet "GFBV" ================================================== GESELLSCHAFT FÜR BEDROHTE VÖLKER PRESSEMITTEILUNG Göttingen, den 09.09.2005 Freiheit für inhaftierte indianische Bürgerrechtler in Chile! Kampagne zur Abschaffung des "Anti-Terrorismus"-Gesetzes aus der Pinochet-Zeit gestartet Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat eine neue Kampagne zur Abschaffung des so genannten Anti-Terrorismus- Gesetzes in Chile gestartet. Damit will die internationale Menschenrechtsorganisation erreichen, dass die Kriminalisierung von Repräsentanten der indianischen Bürgerrechtsbewegungen beendet wird und inhaftierte Mapuche-Indianer freigelassen werden. "Das Gesetz Nr. 18.314 macht Mapuche-Indianer in Chile zu Terroristen, nur weil sie mit Mitteln des zivilen Ungehorsams ihr legitimes Recht auf Rückgabe ihres geraubten Landes einfordern", erläutert die GfbV-Referentin Yvonne Bangert. "Mapuche-Bürgerrechtler beklagen, dass sie schon allein deshalb wegen Terrorismus angeklagt werden können, weil sie auf die Enteignung ihrer Ländereien unter der Pinochet-Diktator zum Beispiel mit friedlichen Protestmärschen oder Kundgebungen aufmerksam machen. Gewaltfreie Aktionen richteten sich auch gegen den Rassismus, unter dem ihr Volk auch heute noch vielfach leidet." Die Besetzung von Waldgebieten der Mapuche, die heute als Holzplantagen für die Zellstoffindustrie genutzt werden, oder die Blockade von Zufahrtsstraßen zu dem Besitz von Forstkonzernen könnten ebenfalls zur Anklage auf Grundlage des Antiterrorismus- Gesetzes führen. "Terroristische Brandstiftung gegen Fahrzeuge, Maschinen oder Holzstapel sind dann die üblichen Anklagepunkte", berichtet Bangert. "Es sind meist einfache Bauern, die gegen Großgrundbesitzer um ihre nackte Existenz kämpfen." "Ein solches Gesetz, das noch aus der Zeit der Diktatur 1973-1990 stammt und 1997 sogar noch verschärft wurde, ist einer Demokratie nicht würdig", kritisiert die GfbV in einem Schreiben, dass an Hunderte Adressen von Regierung, Parlamentariern, NGOs und Medien in Chile, der EU und anderen Staaten versandt wird. "Dieses Gesetz, das gezielt gegen die Menschenrechte einer ethnischen Minderheit gerichtet wird, muss abgeschafft werden." Ausdrücklich begrüßt die GfbV in ihren Schreiben jedoch auch die jüngste Verfassungsreform in Chile als eine wichtige Weiche hin zur Verarbeitung der Vergangenheit. Die chilenische Regierung fordert die GfbV in ihrer Kampagne dazu auf, die zu hohen Haft- und Geldstrafen verurteilten und inhaftierten Mapuche-Bürgerrechtler Patricia Troncoso Robles (36), Pascual Pichún Paillalao (52), Rafael Pichún Collonao (21), Aniceto Norin Catriman (43), Victor Ancalaf Llaupe (37), Florencio Jaime Marileo Saravia (27), José Marileo Saravia (31) und Juan Huenulao Lielmil (38) umgehend freizulassen. Laufende Verfahren gegen andere nach dem Antiterrorismus-Gesetz angeklagte Bürgerrechtler müssten eingestellt werden. Zum Prozess gegen Mapuche-Repräsentanten kommt es oft erst nach monatelanger Untersuchungshaft. Die Anklage darf anonyme Zeugen vorbringen, deren Aussage von der Verteidigung nicht geprüft werden kann. Geld- und Haftstrafen sind ungewöhnlich hoch. International renommierte Menschenrechtler wie etwa der UN- Sonderberichterstatter für Indigene Völker, Rodolfo Stavenhagen, kritisieren scharf die Anwendung einer solchen Sondergesetzgebung bei vergleichsweise harmlosen Vergehen gegen Sachen, die nicht darauf abzielten, Menschen zu verletzen oder gar zu töten. Die Mapuche sind die größte Ureinwohnergruppe Chiles. Sie stellen mit rund 1,3 Millionen Menschen fast zehn Prozent der Gesamtbevölkerung Chiles. Sie haben ihr Land Jahrhunderte lang gegen die Inka und die spanische Konquista verteidigt, erst der junge chilenische Staat konnte sie Ende des 19. Jahrhunderts unterwerfen. Ihr Land wurde zwischen Chile und Argentinien geteilt. Vielen blieben durch den Landraub vor allem in der Pinochet-Diktatur nur so kleine Flächen, dass inzwischen fast die Hälfte der Mapuche in den Städten leben müssen. ====================================================== Gesellschaft fuer bedrohte Voelker e.V. (GfbV) Inse Geismar, Pressereferentin Postfach 2024, D-37010 Goettingen Tel.+49/551/49906-25, Fax:++49/551/58028 E-Mail: presse at gfbv.de, Homepage:http://www.gfbv.de ====================================================== ================================================== 14 Heiligendamm -- Gleneagles gipfelsoli-l at lists.nadir.org ================================================== Gipfelinfo - Meldungen über globalisierte Solidarität und die Proteste gegen unsolidarische Globalisierung ---------------------------------------------------------------- - Verfassungsschutz MV, 18.08.2005 - Police Seize G8 Disorder Tapes - Call for witnesses: Were you treated by street medics at the Carnival for Full Enjoyment? ----------------------------------------------------------------- Verfassungsschutz MV, 18.08.2005 Linksextremisten rufen zu gemeinsamen Aktionen gegen den G8- Gipfel 2007 in Heiligendamm auf (18.08.2005) In jüngster Zeit wurde u.a. auf der eigens eingerichteten Internetseite www.g8-2007.de ein mit "Diskutieren, Protestieren, Umzingeln, Blockieren" überschriebener Aufruf zu gemeinsamen Aktionen gegen den G8-Gipfel 2007 in Heiligendamm veröffentlicht. Darin wird nachdrücklich die Notwendigkeit betont, bereits jetzt gemeinsame Vorraussetzungen für "kraftvolle Tage des Widerstands" zu schaffen. Das "Gesamtprojekt G-8-Mobilisierung 2007" sei insgesamt so bedeutsam, dass einzelne Strömungen oder Organisationen damit überfordert seien. Allein das "Zusammenwirken Aller" eröffne die Möglichkeit, dass aus der angestrebten Mobilisierung "mehr als ein einmaliges Ereignis" entstehe, nämlich ein "Aufbruchsignal für eine sich neu formierende Bewegung", die wieder Kraft und Selbstvertrauen besitze. Vor diesem Hintergrund werben die Verfasser für ein unter möglichst großer Beteiligung gebildetes "Gesamtbündnis" gegen den G8-Gipfel in Heiligendamm. Als Unterzeichner des Aufrufs treten unter der gemeinsamen Projektbezeichnung "Für eine interventionistische Linke" sowohl Gruppierungen des militanten autonomen Lagers wie auch revolutionär-marxistische Organisationen und Einzelpersonen auf. In den vergangenen Monaten ist es im Lande bereits zu einzelnen themenbezogenen Aktionen gekommen. [http://www.verfassungsschutz-mv.de/pages/start.htm] ----------------------------------------------------------------- Police Seize G8 Disorder Tapes Police investigating disorder at the time of the G8 summit have used a court order to seize TV footage from BBC Scotland and Scottish Television. It is understood they also have a warrant to take tapes from Sky. Police viewed the footage in advance and then took 15 tapes from the BBC offices in Edinburgh on Monday morning and 10 from STV. Demonstrations and violent clashes over the week of the G8 summit at Gleneagles in July led to 358 arrests. Some 10,000 officers from across the UK were drafted in as world leaders met in Perthshire. Safety concern The week of the summit saw running battles on Edinburgh's Princes Street, on the streets of Stirling and Bannockburn and at the summit security fence near Auchterarder. BBC Scotland lawyer Alistair Bonnington said that the corporation objected to the breadth of material being requested. He said: "We were successful in taking it right down to the minimum and also we managed to get the powers of search taken out of the warrant." Mr Bonnington said there was only so much that could be done in the face of a warrant but he backed the idea of a stronger industry-wide strategy. NUJ spokesman Paul Holleran told BBC Radio's Good Morning Scotland programme: "It needs to be seen that the press is at arms-length from the state and shouldn't be seen as a body that hands over material for information to the police just willy- nilly." Mr Holleran called on stronger criteria to protect the press in such cases. "That's the second part of our concern, the health and safety aspect of journalists who could be seen as being used by the police," he said. [http://news.bbc.co.uk/1/hi/scotland/4217096.stm] ----------------------------------------------------------------- Call for witnesses: Were you treated by street medics at the Carnival for Full Enjoyment? We are two medics seeking the people we treated in Edinburgh on the 4th July, to help with our forthcoming court case. My medic partner and I were arrested at the Carnival For Full Enjoyment in Edinburgh on the 4th July 2005, as part of the G8 protests. We had spent the day working as street medics, treating about 15 injured people, and providing water and food. We were violently arrested by a snatch squad at about 5pm that day, and have both been charged with Breach of the Peace. We are due in court in October. When we were arrested we were inside a pen, watching for injuries and people in distress. The Crown has called three policemen who were part of the snatch squad to testify against us, and it is up to us to find witnesses for our side. Therefore, this is a call out for the following people: Any of the 7 or 8 people we treated for spike wounds in Princes Park Anyone we treated for other injuries, including two men with head wounds Anyone who witnessed the arrest of two medics on Princes Street at around 5 o' clock. details - We are both women, I have an English accent and am reasonably short, I was wearing a red tshirt or hoodie, black jeans with a studded belt, a medic kit over my chest and another medic kit on my belt. I was clearly marked as a medic, and was wearing a red headscarf and a red armband. I was also wearing a small khaki canvas backpack. My partner is taller and was wearing a black shirt. Her medic kit was a large pack around her waist, and she wore a yellow backpack. She has dreadlocks and a New Zealand accent. She was also wearing a red headscarf. Our arrest took place on Princes Street, on the corner of the park. We were surrounded by a snatch squad so probably not that visible, but we were both screaming in pain, and my medic partner was shouting "we are not resisting". Prior to this we had been standing together in the pen, and at one point I was kneeling close to the line of riot police to try and see an injured man who was handcuffed on the floor behind police lines. If you saw us treating people, or we treated you or a friend, or you saw us in the pen, or being arrested, please contact me at dr_abcde at hushmail.com. Your evidence could be really helpful in this travesty of a court case - please help show the courts that the police cannot brutalise and arrest clearly marked medics and get away with it. For more details of what happened, this is an interview we gave after being released from custody. http://www.indymedia.org.uk/en/2005/07/317485.html many thanks, solidarity to all those arrested at the G8 medic on bail e-mail: dr_abcde at hush.com [dr_abcde at hush.com] -------------------------------------------------------------------------- gipfelsoli infogruppe Newsletter mit Nachrichten über Mobilisierungen, Debatten und Repression im Zusammenhang mit Gipfelprotesten. Die AutorInnen der Beiträge, so sie nicht von uns verfasst sind, sind mit eckigen Klammern versehen. Wir können leider keine Verantwortung für die Richtigkeit der Beiträge übernehmen. Auch geben die Beiträge nicht zwangsläufig unsere Meinung wieder. Kontakt, Kritik, Beiträge: gipfelsoli at nadir.org ================================================== 15 Wie Feuer und Benzin? Irakische Frauen und Jugendliche on Air "wadi wien" ================================================== erschien in: Frauensolidarität 3/2005, Schwerpunkt: Junge Frauen und Medien pdf: http://www.frauensolidaritaet.org Wie Feuer und Benzin? Irakische Frauen und Jugendliche on Air Von Mary Kreutzer und Sandra Strobel Nach dem Sturz einer der schrecklichsten Diktaturen der Geschichte des Nahen Osten, des Ba'th-Regimes, entstand für Frauen und Männer im Irak ein Freiraum, der trotz des anhaltenden Terrors und der traditionell patriachal geprägten Gesellschaftsstrukturen in einigen Gebieten des Landes von der Zivilbevoelkerung genutzt wird. Zum Beispiel von jenen Jugendlichen im nordirakischen Gebiet von Sharasur, Halabja und Hauraman, die mit dem Sender "Dengue Nué" (Neue Stimme) ein einzigartiges Projekt umsetzten: sie gründeten ein parteiunabhängiges Community Radio, das nach acht Monaten Vorbereitung und Probephase ab September 2005 live on air geht. Ein Radio-Pionierprojekt für den Irak Die Regionalregierung, religiöse Führer und diverse Parteien sind aus den inhaltlichen, personellen und strukturellen Entscheidungen des Radios ausgeschlossen. Die irakisch- deutsch-österreichische Hilfsorganisation Wadi unterstuetzt das Radioteam sowohl technisch als auch finanziell. Thematisch beschäftigt sich der Sender mit den Problemen von Frauen und Jugendlichen. Die Radiocrew will dadurch ein Bewusstsein für die Notwendigkeit von Frauenrechten und Verständnis für die Jugend schaffen und Frauen ein öffentliches Forum bieten. Das Radio bietet seinen Hörern eine Mischung aus Nachrichten, Aufklärung, Information und Unterhaltung an. Der Sender besteht aus 7 Mitarbeiterinnen und 4 Mitarbeitern im Alter von 19 bis 28 Jahren. Sie sind allesamt Überlebende des Giftgasangriffs Saddams Husseins auf Halabja und teilen das Trauma von Tod und Vertreibung, Flucht und Exil, Rückkehr und Internierung in Collective Towns. Im März 1988 waren die BewohnerInnen Halabjas mit einem Giftgasgemisch eingenebelt worden, das für Tausende sofort tödlich war und die Überlebenden auf Lebenszeit vergiftete. Holländische und deutsche Firmen lieferten das Gas. Die Krebsrate und Infertilität ist nirgends in Kurdistan so erschreckend hoch wie hier. Das Gebiet wurde nach dem Gasangriff staatlich "geräumt" und die Bewohner flüchteten meist in den Iran. Nach jahrzehntelanger Flucht leben die Menschen heute wieder an genau dem Ort, an dem sie den Giftgasangriff erlebten. Mit unglaublicher Energie haben sie ihre Stadt wieder aufgebaut. Seit 1988 sind in jeder Familie überdurchschnittlich viele Menschen an Krebs gestorben, psychologische Betreuung ist bis heute schlichtweg inexistent, finanzielle Entschädigung gab es nur für direkte Verwandte der Todesopfer vom März 1988. Auch die Freude über die partielle Befreiung des Nordiraks im Jahr 1991 konnten die BewohnerInnen Halabjas nur kurz genießen, denn bald etablierten islamistische Gruppen ein Terrorregime. Mit der Befreiung des Irak 2003 wurde ihrer Herrschaft ein Ende gesetzt. "Ich kann meine Gefühle darüber kaum in Worte fassen", erzählt Zhihan vom Radioteam, "doch eines steht fest: in diesem Jahr hat sich alles in meinem Leben verändert." Im Jahr 2000 musste sie die Schule abbrechen, weil sie sich geweigert hatte, ihr Haar zu bedecken. Die Islamisten dominierten die Schulen und drangsalierten Mädchen, die das Kopftuch verweigerten oder dieses anders als "vorschriftsgemäß" trugen. Aus ähnlichen Gründen hat auch sonst niemand im Radioteam einen Schulabschluss erreicht. Jahandin verließ die Schule, da er seinen Vater durch den Gasangriff verlor und somit für seine Familie verantwortlich war. Heresch brach die Grundschule ab, nachdem das Schulgebäude bombardiert wurde. Wie viele KurdInnen hatten die Eltern Angst, ihre Kinder täglich diesem Risiko auszusetzen. Analphabetentum ist im Nordirak auch bei der heutigen Jugend weitverbreitet. Die Analphabetenrate variert von Ort zu Ort. Halabja ist auf Grund seiner Geschichte einer der vielen Orte der besonders viele AnalphabetInnen und verfrühte SchulabgängerInnen hat. Ein Radio ist daher das geeignete Medium, um den Menschen die Chance zu geben, ihr Recht auf Meinungsäußerung und Bildung in Anspruch zu nehmen. Auch die entlegensten Regionen können so erreicht werden. Im Jahr 2003 entstand innerhalb kurzer Zeit eine pluralistische Medienlandschaft, die im Nahen Osten ihresgleichen sucht. Heute erscheinen hunderte von Tageszeitungen, etliche neue TV- und Radiostationen nahmen den Betrieb auf. Doch die meisten dieser Medien sind parteiabhängig. So entstand im Halabja Women Center die Idee, einen parteiunabhaengigen Radiosender zu gründen. Mit einer Starthilfe von Wadi, der US-amerikanischen Organisation ACDI-Voca und dem spanischen Radio Gladys Palmera wurde die Radiostation aufgebaut. Alle internen Entscheidungen über das Radio werden seitdem ausschließlich vom MitarbeiterInnenteam getroffen. Nach außen repräsentiert ein rotierendes Gremium von drei Dengue Nué-Mitgliedern das Radio. Dengue Nué als Symbol einer neuen Generation Die MitarbeiterInnen des Radioteams bewarben sich, als sie erfuhren, dass dieses Radio kein weiterer Parteisender ist. "So etwas hat es hier noch nie gegeben", meint Queisar, "einen unabhängigen Sender, der zivilgesellschaftliche Strukturen schafft und unterstützt!" Unter dem Ba'th-Regime und später unter den Islamisten waren unabhängige Radioprojekte nicht erlaubt. "Das Radio soll helfen, diese Verspätung, all die verlorene Zeit wieder aufzuholen", erklärt Queisar. "Es soll zum Symbol einer neuen Generation werden." Der Schwerpunkt liegt daher auf Themen wie Umgang mit Behinderungen, Gewalt an Frauen, Gesundheit, Sexualität, der rechtliche Status der Frauen und Kampf gegen Vorurteile. 60 % der irakischen Bevölkerung sind Jugendliche. Daher ist es zur Sicherung einer friedlichen Zukunft entscheidend, gerade bei ihnen das Verständnis für demokratische Institutionen und Vernetzung durch Eigeninitiative zu schaffen. Erfan möchte Toleranz und Verantwortungsbewusstsein fördern. Das Radio soll Frauen helfen, aus dem gesellschaftlichen Gefängnis zu entfliehen. "Das Radio ist für viele Frauen die einzige Bildungsmöglichkeit", erklärt Hero. Auch viele Männer empfinden die traditionelle Gesellschaft als ein Gefängnis. "Wir Jugendliche haben noch viel zu tun", sagt Heresch. Das Radio soll der Gesellschaft die Bedürfnisse und Träume kurdischer Jugendlicher zu Ohren bringen. Es sendet einen Mix aus moderner kurdischer, arabischer, persischer und englischer Musik. Auf Ablehnung seitens der Parteien und v.a. aus den Reihen traditioneller Bevölkerungsschichten ist das Radioteam gefasst. Ein weiteres Problem ist die Meinung traditioneller Bevölkerungsschichten: Zhihan berichtet: "Ein gemischter Arbeitsplatz wird hier als 'schlechter Ort', und Frauen, die sich dort aufhalten als `schlechte Mädchen', bezeichnet.". Doch die MitarbeiterInnen wollen sich nicht einschüchtern lassen. "Ich tue alles für das Radio, denn ich tue hier etwas fuer meine Stadt!" sagt Heresch. Insgesamt hat das Radio bis jetzt viel positives Feedback bekommen. Zor bascha. Die Jungs helfen uns! Auf die Frage, wie es denn nun ist, im gemischten Team zu arbeiten, antworten die Mädchen "Zor bascha. (Sehr gut). Die Jungs helfen uns!" Jahandin erklärt: "Wir sind ein Modell dafür, dass Männer und Frauen zusammenarbeiten können. Männer und Frauen sind nicht 'wie Feuer und Benzin', wie die lokale Tradition behauptet." Und wie wünschen sich die jungen Männer die Zukunft der Frauen? "Ich sehe keinen Unterschied zwischen Männern und Frauen. Frauen sollen tun können, was Männer tun, denn Frauen sind die Hälfte unserer Gesellschaft." Wegen dieser Einstellung wird er von manchen als Verrückter bezeichnet. Erfan wünscht sich, mit seinen Kolleginnen abends spazieren zu können. "Bei uns liegt alles in der Hand der Männer. Das muss sich ändern. Ich bin gegen Zwangsheirat. Auch Männer fühlen sich wie im Gefängnis. Die Religion erlaubt Liebesheirat, aber die Leute missbrauchen Traditionen." Queisar erklärt: "Männer und Frauen ergänzen sich, aber die Gesellschaft versteht uns bisher nicht." Vertreter dieser Ansicht gehören im Irak zu einer Minderheit. "Das Problem unserer Gesellschaft ist, dass Männer und Frauen sich überhaupt nicht kennen. Die Gesellschaft kennt sich nicht." Mary Kreutzer ist Redakteurin des Multimediaprojekts Context XXI und Mitarbeiterin von Wadi. Im Frühjahr 2005 leitete sie im Irak ein Workshop für die MitarbeiterInnen von Radio Dengue Nué. Zuletzt recherchierte sie für die spanische Ausgabe von Waris Diries "Schmerzenskinder" über FGM in Spanien. Sandra Strobel studierte Geschichte, Französisch und Spanisch und ist Mitarbeiterin der Hilfsorganisation Wadi. Zur Zeit befindet sie sich im Nordirak -- WADI - Verband für Krisenhilfe und solidarische Entwicklungszusammenarbeit e-mail: wadi.wien at gmx.at Tel.: 0699-11365509 Spendenkonto in Österreich: Kontonummer 07.405.301 Evangelische Kreditgenossenschaft eG BLZ 31800 IBAN: AT10 3180 0000 0740 5301 BIC: EVKRATW1 Website mit weiteren Informationen zu Projekten von Wadi und Veranstaltungshinweisen: www.wadinet.at ================================================== 16 "Sunna-Beschneidung" im Irak aktuell "wadi wien" ================================================== Quelle: www.diestandard.at --------------------------------------------------------- "Sunna-Beschneidung" im Irak aktuell Studie belegt weit verbreitete FGM-Praxis Links: Terre des Femmes / Artikel von Alicia Allgäuer (Wadi Österreich) http://www.terredesfemmes.de/ http://www.contextxxi.at/context/content/view/236/107/ Bisher war die Verbreitung weiblicher Genitalverstümmelung in der irakischen Gesellschaft nur wenig bekannt und wurde auch bei ihrer Aufdeckung - insbesondere der weit verbreiteten "Sunna- Beschneidung", bei der die Klitoris eingeritzt oder zur Gänze amputiert wird - mit dem Argument, es handle sich um "Islamophobie" von den Aktivisten der Initiative Muslimischer Österreicher/innen noch im Jänner dieses Jahres geleugnet. Die neue Studie von Wadi belegt jedoch, dass genitale Verstümmelungen an Frauen zumindest regional in einigen Teilen Irakisch-Kurdistans verbreitet sind. Die Erhebung in 40 Dörfern der Region Germian (im südlichen Nordirak) zeigte, dass fast 60 Prozent der Frauen und Mädchen unter zehn Jahren beschnitten worden waren. Von den 1.544 Frauen gaben 907 an, beschnitten worden zu sein. Dabei wird die Dunkelziffer um vieles höher geschätzt. Lesen Sie den gesamten Artikel HIER. (red) -- WADI - Verband für Krisenhilfe und solidarische Entwicklungszusammenarbeit e-mail: wadi.wien at gmx.at Tel.: 0699-11365509 Spendenkonto in Österreich: Kontonummer 07.405.301 Evangelische Kreditgenossenschaft eG BLZ 31800 IBAN: AT10 3180 0000 0740 5301 BIC: EVKRATW1 Website mit weiteren Informationen zu Projekten von Wadi und Veranstaltungshinweisen: www.wadinet.at ================================================== 17 UN-Gipfel: Demokratisierung der UN-Generalversammlung "GFBV" ================================================== GESELLSCHAFT FÜR BEDROHTE VÖLKER INTERNATIONAL PRESSEMITTEILUNG Göttingen, den 12.09.2005 Demokratisierung der UN-Generalversammlung könnte lebensrettende Intervention bei Genozid ermöglichen Anlässlich des bevorstehenden UN-Gipfels in New York bedauert die Gesellschaft für bedrohte Völker International (GfbV) die Ohnmacht der Weltorganisation, Genozid, Massenvertreibung und andere schwere Verbrechen gegen die Menschlichkeit schnell zu beenden. "Für die Opfer von Genozid und ethnischer Säuberung ist es unerträglich, dass die fünf im Weltsicherheitsrat vertretenen Vetomächte USA, Großbritannien, Russland, Frankreich und China immer wieder ein schnelles, robustes Eingreifen gegen Massentötungen verhindern", sagt der Präsident der GfbV International, Tilman Zülch. "Obwohl UN-Untersuchungskommissionen das Versagen der Weltorganisation in Srebrenica und Ruanda eingestanden haben, und obwohl auch der fortdauernde Genozid in Darfur im Westsudan hingenommen wird, hat nicht einmal die britische Initiative eines Vertragsentwurfs zur Intervention der UN bei Genozid eine Chance, den Widerstand innerhalb der UN-Generalversammlung zu überwinden. Bei unseren zahlreichen Initiativen vor UN-Gremien für verfolgte Minderheiten zur Beendigung von Völkermord und Vertreibung sind wir immer wieder damit konfrontiert, dass verantwortliche Regierungen Verbrechen leugnen und UN-Interventionen verhindern." Als Menschenrechtsorganisation mit beratendem Status beim Wirtschafts- und Sozialrat der UN fordert die GfbV eine weitgehende Demokratisierung der Weltorganisation und die Schaffung einer einsatzbereiten UN-Eingreiftruppe für eine schnelle robuste Intervention bei Verbrechen gegen die Menschlichkeit. "Die Dominanz der UN durch die fünf Großmächte muss schrittweise beendet werden", meint Zülch. "Die UN- Generalversammlung darf nicht länger ausschließlich durch Vertreter der Regierungen beherrscht werden, sondern sie muss durch eine demokratische frei gewählte parlamentarische Versammlung bei der UN ergänzt werden. Dabei könnte das Parlament der Europäischen Union als Vorbild dienen. Schließlich sollte internationalen Menschenrechtsorganisationen und Repräsentanten der jeweiligen Opfergruppen Mitsprachemöglichkeiten eingeräumt werden." Tilman Zülch ist auch erreichbar unter Tel. 0151 153 09 888. ================================================== 18 Mosambik-Info 12.09.05 "Peter Pils" ================================================== KoordinierungsKreis Mosambik Inhalt: 1. Welternährungsprogramm WFP fordert sofortige Hilfe für Mosambik 2. Zwölf Tote bei Zusammenstößen zwischen FRELIMO und RENAMO- Anhängern 1. Welternährungsprogramm WFP fordert sofortige Hilfe für Mosambik Hunderttausende von Menschen in Mosambik müssen hungern, wenn die internationale Gemeinschaft nicht sofort Mittel für Hilfsprogramme zur Verfügung stellt, warnt das Welternährungsprogramm WFP. "Wir brauchen dringend 19 Millionen US $, um Nahrungsmittelhilfen für 430.000 Menschen weiterführen zu können. Wir brauchen sofortige Unterstützung," gibt der Regionaldirektor des WFP für das südliche Afrika, Mike Sackett, in einer Erklärung bekannt. "Das südliche Mosambik ist besonders stark von der Nahrungsmittelknappheit betroffen. In der gesamten Region des südlichen Afrika braucht das WFP noch ca. 191 Millionen US $, um 8,5 Millionen Menschen in Lesotho, Swasiland, Mosambik, Simbabwe, Malawi und Sambia mit Nahrungsmittelhilfen zwischen Dezember dieses Jahres und April 2006 zu unterstützen. In fast jedem der genannten Länder berichtet das WFP von signifikanten Preissteigerungen bei Grundnahrungsmitteln. In der Küstenstadt Xai-Xai in Mosambik waren die Maispreise im Juli um 30% höher als im Juli 2004. In Chokwe, 100 km nordöstlich von Xai-Xai lagen die Maispreise im Juli um 38% über den Vorjahrespreisen. "Es ist alarmierend, dass wir so viele negative Vorzeichen schon so früh in der Anbauperiode feststellen müssen," sagt Sackett. "Alle Länder sind betroffen, aber in Mosambik wird die Situation dadurch verschärft, dass auch die Aussicht auf die nächste Anbauperiode dadurch getrübt wird, dass der Grundwasserspiegel stark abgesunken ist." Im Mai hatte die mosambikanische Regierung um internationale Unterstützung für 550.000 Menschen gebeten, nachdem klar geworden war, dass die Ernten in den südlichen Regionen nur 57% der erwarteten Erntemengen betrugen. Zur Zeit erreicht das WFP nur wenig mehr als ein Drittel der 430.000 Menschen, die auf Unterstützung angewiesen sind. In den Provinzen Maputo, Gaza, Inhambane, Manica, Sofala und Tete, den am stärksten durch das vierte Jahr der Trockenheit betroffenen Provinzen, wird erwartet, dass die Anzahl der bedürftigen Menschen ab November stark ansteigen wird. 2. Zwölf Tote bei Zusammenstößen zwischen FRELIMO und RENAMO- Anhängern Mosambikanische Politiker haben einhellig die Zusammenstöße zwischen Anhängern der FRELIMO und der RENAMO verurteilt. Die Auseinandersetzungen betreffen Unstimmigkeiten über den Ausgang von Gemeindewahlen. In der letzten Woche wurden zwölf Menschen während der Auseinandersetzungen in der Gemeinde Mocimboa da Praia, in der Nordprovinz Cabo Delgado, getötet und 47 verletzt. Die Zusammenstöße ereigneten sich während eines Protestmarsches von RENAMO-Anhängern, die gegen das Ergebnis der Maiwahlen protestierten. "Es wird behauptet, RENAMO-Anhänger hätten die Auseinandersetzung verursacht, aber das ist nicht wahr. Wir haben erfahren, dass die Häuser von politischen Führern beider Seiten niedergebrannt wurden. Es ist nicht klar, was wirklich passiert ist. Wir distanzieren uns von diesen Auseinandersetzungen und bitten die Autoritäten darum, den Fall zu untersuchen," teilte der Sprecher der RENAMO Fernando Mazanga am letzten Mittwoch mit."Wir sollten nicht gleich ein gewaltsames Bild der Beziehungen zwischen der RENAMO und der FRELIMO heraufbeschwören. Sies ist ein lokales Problem, mit dem die Provinz sich beschäftigen wird." Der Sprecher der FRELIMO, Edson Macuacua, teilte mit, dass Ermittler aus der Hauptstadt Maputo bereits am Donnerstag in der Gemeinde eingetroffen seien, um den Vorfall zu untersuchen. "Nicht die Polizei hat auf die Protestierenden geschossen. Unsere Berichte besagen, dass Anhänger beider Seiten bewaffnet waren", sagte Macuacua. Johane Zonjo von der Universität Eduardo Mondlane stellt fest, dass der Vorfall zwar Anlass zur Besorgnis gäbe, aber nicht das Verhältnis der beiden politischen Parteien im ganzen Land abbilde. "Ja, da ist Bitterkeit bei der RENAMO wegen der Wahlergebnisse, aber insgesamt hat die Basis der Partei den Sieg der FRELIMO akzeptiert," sagte Zonjo."Was Besorgnis erweckt ist, dass auch über 10 Jahre nach Ende des Bürgerkrieges noch so viel Spannung zwischen den beiden Seiten herrscht, dass die Menschen gewillt sind, Gewalt anzuwenden." Quelle: IRIN News ================================================== 19 Maennerpolitik nur in Deutschland? Martin Mair ================================================== Unglaublich: In "Deutschland" ist das Thema Männeremanzipation, wenngleich vielleicht ein bisserl beschränkt noch, ein politisches Thema. In "Österreich" ist mir bislang kaum etwas aufgefallen, da hat doch glatt die blau/orange Partie mit ihrer halbseidenen "Männerabteilung" sozusagen die Themenführerschaft übernommen (peinlich, peinlich, wo bleibt die "Linke" nur?). Quelle: Newsletter von http://www.maennerrat.de Politik für Väter - Wahlprüfsteine der Väterzeitschrift paps Politik für Väter! Aktive Väter brauchen gute Bedingungen Väter wollen mehr sein als nur die Ernährer ihrer Familie. Dass sie bei der Geburt dabei sind und im Vorbereitungskurs ist schon so normal, dass man es kaum zu erwähnen braucht. Und nach einer Online-Umfrage auf www.familie.de glauben drei Viertel der Deutschen, dass Männer ihre Kinder genauso gut erziehen können wie Frauen. Wie wichtig Väter sind, das ist inzwischen im Bewusstsein der meisten Menschen verankert - besonders bei den Vätern selbst. Warum also machen sie nicht, was immer mehr von ihnen wollen? Sicher könnten viele Männer mal etwas mehr Mut und Risikobereitschaft an der richtigen Stelle zeigen und einfach rein gehen in die aktive Vaterrolle.Was dann auf sie zukommt, schreckt verständlicherweise viele ab. Obwohl die Gesellschaft den neuen Vater will, lässt sie Gesetze und Regelwerke fortbestehen, die Männer immer wieder in ihre traditionellen Rollen zurückdrängen.Es gibt einen väterpolitischen Reformstau, der aufgelöst werden muss. Eine Anforderung, an der sich jedwede neue Bundesregierung wird messen lassen müssen. 1. Einkommensabhängiges Elterngeld - 80 Prozent im ersten Lebensjahr des Kindes! Derzeit ist Elternzeit zu 95 Prozent Müttersache, weil meist der Einkommensausfall für die Familie zu groß wäre, wenn der Vater zu Hause bliebe. Ein nettolohnbezogenes Elterngeld würde den Väteranteil an der Elternzeit verfünffachen - das zeigen die skandinavischen Beispiele. 2. Öffentliche Betreuungsangebote: Recht auf einen Kindergartenplatz ab dem ersten Lebensjahr. Ausbau der Ganztagsschule zu einem integrierten Lernort, der musische, sportliche, soziale Fähigkeiten fördert - das würde die Vereinbarkeitsprobleme auch von Vätern lösen helfen! 3. Arbeitszeiten: Die Trendwende der letzten Jahre von der Verkürzung der Arbeitszeit zu ihrer Verlängerung ist ein geschlechterpolitischer Rückfall ohnegleichen. Die Männer, die immer noch immer noch den größeren Anteil zum Familieneinkommen beitragen, werden durch Arbeitszeitverlängerung immer mehr auf diese Rolle festgelegt. Sie werden immer weiter von ihren Kindern abgedrängt und zwangsläufig werden Frauen wieder stärker an Heim und Herd gefesselt. Deswegen: Männer gegen länger, wie eine paps- Kampagne firmierte, Arbeitszeitverkürzung statt Gute-Nacht-Kuss- Papi! 4. Familienfreundliche Betriebe: In der Alltagskultur von Unternehmen müssen auch Männer in ihren familiären Bezügen wahrgenommen werden. Auch Väter brauchen flexible Arbeitszeiten, um Kinder zur Schule bringen, vom Kindergarten abholen oder bei Krankheit versorgen zu können. Die biografisch unterschiedlichen Anforderungen an die Vaterrolle müssen in flexiblen Lebensarbeitszeitmodellen Berücksichtigung finden. Familien- freundliche Betriebe nehmen auch Rücksicht auf die Sondersituationen von Trennungsvätern. 5. Teilzeitarbeit: Bisher eine Frauendomäne. Um den Männeranteil zu erhöhen, muss Teilzeitarbeit besser abgesichert werden. Teilzeitarbeit ist nicht Fahnenflucht vor der Arbeit, sondern Verantwortungsübernahme in der Familie. Deswegen darf Teilzeit nicht mit Einschränkungen der beruflichen Entwicklungs- möglichkeiten bestraft werden. Die Rückkehr auf einen gleichwertigen und für einen Mindestzeitraum von sechs Monaten auch auf den gleichen Arbeitsplatz muss garantiert werden. 6. Ehegattensplitting: ein Relikt aus patriarchaler Vorzeit. Mit dem Splittingvorteil wird das Zuhausebleiben der Mutti und die vorrangige oder alleinige Berufstätigkeit des Mannes gefördert. Um Kinder geht es gar nicht. Weg damit! 7. Sorgerecht: Noch immer können unverheiratete Männer das Sorgerecht nur bekommen, wenn die Mutter dem zustimmt. Vater von Mutters Gnaden? Wir fordern, dass grundsätzlich beide Eltern für ihre Kinder sorgeberechtigt sind! 8. Trennung und Scheidung: Nach einer Scheidung wird der getrennte Vater, bei dem das Kind nicht wohnt, wie ein Single besteuert. Obwohl für die Kinder in zwei Wohnungen Zimmer da sein müssen und eingerichtet sein wollen. Wir fordern: Gleiche steuerliche Veranlagung für Eltern, egal, ob sie getrennt oder zusammen wohnen! Außerdem besteht für Väter eine Pflicht, mit ihren Kindern Umgang zu haben. Da fallen oft erhebliche Fahrt- und Unterbringungskosten an. Wir fordern, Umgangskosten steuerlich geltend machen zu können! 9. Umgangsvereitelung: Viele getrennt lebende Väter beklagen, dass ihnen trotz richterlichen Beschlusses ihre Kinder immer wieder vorenthalten und Besuchszeiten nicht eingehalten werden. Wir fordern, Umgangsvereitelung tatsächlich zu bestrafen, wenn nötig sogar mit dem Entzug des Sorgerechts.Die Verfahren müssen schnell durchgeführt werden, damit Väter und Kinder nicht dauerhaft entfremdet werden. In diesem Zusammenhang sind auch verpflichtende Fortbildungen für Richter und andere beteiligte Professionen sinnvoll. 10. Zweite Chance: Hohe Unterhaltskosten für die erste Ehefrau und ihre Kinder belasten Väter oft so erheblich, dass sie sich in einer neuen Partnerschaft keine weiteren Kinder leisten können. Wir fordern, Unterhaltshöhe und -dauer für die Ex-Ehefrau zu begrenzen und Kinder aus allen Partnerschaften gleichzustellen! 11. Hartz IV: Vom gerade mal die eigene Existenz sichernden Arbeitslosengeld II können nach einer Trennung Fahrtkosten zu Besuchen bei den Kindern meist nicht bezahlt werden. Außerdem führt die Begrenzung des Wohnraums von ALG-2-Empfängern dazu, dass getrennt lebende Väter ihren Kindern kein eigenes Zimmer mehr zur Verfügung stellen können. Hier muss dringend nachgebessert werden! 12. Väterbeauftragter: Männer- und Väterfragen müssen Bestandteil Bestandteil von Geschlechterpolitik in Ministerien, Verwaltungen und Unternehmen werden. Geschlechterdemokratie statt Geschlechterkampf! Werner Sauerborn, Ralf Ruhl, Vorstand von paps e.V. Mit freundlichem Gruß Ralf Ruhl Redaktion "spielen und lernen" Kaiser-Joseph-Str. 263 79098 Freiburg Tel. 0761/70578535 Fax 0761/70578539 E-Mail: ralf.ruhl at familymedia.de www.paps.de www.familie.de ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< LINKS / VERWEISE / HINWEISE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 20 News zu Venezuela "venezuela-info.net" ================================================== Weitere Artikel finden Sie gesammelt auf http://www.venezuela-info.net ----------------------------------------------------------- Aktuelle Artikel ----------------------------------------------------------- Karibik-Staaten und Venezuela verstärken Öl-Zusammenarbeit Petrocaribe-Gipfel: Caracas sagt Sonderkonditionen zu Caracas - Angesichts der hohen Ölpreise und der Produktionskrise nach dem Hurrikan `Katrina` setzen die Karibik-Staaten und Venezuela auf eine intensive Zusammenarbeit in der Energiepolitik. Bei dem ersten Gipfeltreffen der Petrocaribe- Staaten am Dienstag in Jamaika standen die Koordinierung des regionalen Energiemarktes und die Energiepolitik der 14 Mitgliedsländer der im Juni gegründeten Energie-Allianz auf der Tagesordnung. http://derstandard.at/?url=/?id!65233 DerStandard.at, 06.09.2005 ----------------------------------------------------------- Die Feinde bieten Hilfe an HAVANNA (afp), Kuba und Venezuela, beide mit den USA verfeindet, haben Washington medizinische Hilfe angeboten. Kubas Staatschef Fidel Castro sagte in einer Fernsehansprache, ingesamt könnten 1.100 Ärzte mit 26,4 Tonnen Medikamenten in die USA entsandt werden. 'Wir bieten ganz konkrete Dinge an, Ärzte am Ort der Tragödie, was genau das ist, woran es im Moment fehlt.' Venezuela bot Hilfsgelder von 1 Millionen Dolllar, Notfallteams, Wasserreiniger, Stromgeneratoren, Lebensmittel und Decken an. http://www.taz.de/pt/2005/09/05/a0161.nf/text.ges,1 TAZ, 05.09.2005 ----------------------------------------------------------- Dauerzwist zwischen USA und Venezuela Vereint gegen die USA: Die Präsidenten Venezuelas und Kubas Chávez und Castro seien eine Gefahr für die Stabilität Südamerikas, sagt die US-Regierung. Die USA seien 'Zerstörer der Welt', entgegnet Chávez. DW-WORLD fragt nach den Hintergründen dieser Wortgefechte. http://www.dw-world.de/dw/article/0,1564,1690727,00.html Deutsche Welle, 26.08.2005 ----------------------------------------------------------- Wirbel um Mordaufruf gegen Chávez Entgleisung eines amerikanischen Fernsehpredigers Der amerikanische Fernsehevangelist Robertson hat angeregt, den venezolanischen Präsidenten Chávez mit einer Kommandoaktion aus dem Weg zu räumen. Washington sah sich zu Dementis genötigt; eine Mordaktion sei nicht geplant. Chávez selbst reagierte zurückhaltend. Er will armen Amerikanern verbilligtes Erdöl spendieren http://www.nzz.ch/2005/08/25/al/articleD32QI.html NZZ, 25.08.2005 ----------------------------------------------------------- »Realpolitik ist immer schizophren« Der venezolanische Präsident Hugo Chávez gilt innerhalb und außerhalb Lateinamerikas als »Hoffnungsträger« für eine Erneuerung der Linken. Kritiker werfen ihm jedoch vor, dass seine autoritäre und populistische Politik die gesellschafltliche Emanzipation nicht fördert. Edgardo Lander ist Professor für Soziologie an der Universität von Caracas, er beschäftigt sich mit Eurozentrismus, Freihandel und Geopolitik und versteht die sozialen Bewegungen als wichtigstes Moment der Entwicklung Venezuelas. Mit ihm sprachen Birgit Marzinka, Niklaas Hofmann und Nils Brock. http://www.jungle-world.com/seiten/2005/34/6155.php JungleWorld, 24.08.2005 ================================================== 21 News about Venezuela "venezuela-info.net" ================================================== ----------------------------------------------------------- POLITICS ----------------------------------------------------------- Two fingers to America Hugo Chávez, the president of Venezuela, is a genial fellow with a good sense of humour and a steely political purpose. As a former military officer, he is accustomed to the language of battle and he thrives under attack. He will laugh off this week`s suggestion by Pat Robertson, the US televangelist, that he should be assassinated, but he will also seize on it to ratchet up the verbal conflict with the United States that has lasted throughout his presidency. http://www.zmag.org/content/showarticle.cfm?SectionIDE&ItemID.81 ZNet, 25.08.2005 ----------------------------------------------------------- Venezuela ignores IMF advice on oil money The managing director of the International Monetary Fund (IMF) urged oil producing countries like Venezuela not to spend their extra income from high international prices - but to save it - The government has decided to do just the opposite. http://news.bbc.co.uk/1/hi/business/4035787.stm BBC News, 24.11.2004 ================================================ C) TERMINE ================================================ ======================== Dienstag http://www.mund.at/butt/Termine/September/1309.htm Mittwoch http://www.mund.at/butt/Termine/September/1409.htm Donnerstag http://mund.at/butt/Termine/September/1509.htm ======================== ================================================ D) EDITORIAL ================================================ Für den Inhalt verantwortlich: Ihr. E-Mail-Adresse für Beiträge: widerstand at no-racism.net geschickt. widerst at nd MUND und alle Termine täglich aktualisiert im Web: http://www.no-racism.net/MUND Ziel von MUND (medienunabhängiger Nachrichtendienst) ist die unzensurierte und möglichst rasche Information über gesellschafts- politisch relevante Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu Widerstand und Antirassismus sowie verwandte Themen. sollen einen Titel, Namen und Emailadresse der/des AutorIn enthalten und möglichst kurz und prägnant gehalten sein, ev. mit Hinweis, wo weitere Informationen eingeholt werden können. Bitte keine Attachments! Die inhaltliche und sachliche Verantwortung liegt bei der/dem jeweiligen AutorIn bzw. jenen, die uns die Beiträge schicken. Der MUND wird von einzelnen TagesredakteurInnen zusammengestellt. Da Fehler nicht ausgeschlossen sind, bitten wir, nicht veröffentlichte Beiträge nochmals an widerstand at no-racism.net zu senden. Die Weiterleitung (auch auszugsweise) ist erwünscht. 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(Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.) Die AbsenderInnen der betroffenen Beiträge werden hiervon informiert. Im Sinne einer "gläsernen Zensur" könnt ihr Euch die Beiträge gerne extra schicken lassen: Ein kurzes Mail an widerstand at no-racism.net genügt. ================================================ E) VERTEILERLISTE ================================================ Zur Eintragung in diesen Verteiler bitte direkt subskribieren unter http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/analle oder von der einzutragenden Adresse aus ein mail schicken an: admin at no-racism.net mit folgendem Text: subscribe no-racism Bitte wegen Automatisierung diesen Wortlaut verwenden! Zur Austragung aus dieser Liste bitte an aus Einsendungen an zusammengestellt. Bitte keine Attachments! (werden nicht angenommen) Für diese Ausgabe nicht aufgenommen: - Ein m.E. nicht widerstandsrelevanter Beitrag - Einen Beitrag, dessen Hauptteil aus einem Attachment besteht, zurückgestellt. Redaktionsschluss für diese Ausgabe: 20:00 Uhr III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III widerst at nd-MUND is powered by http://alt.strg.at/ _______________________________________________ From analle at no-racism.net Wed Sep 14 07:39:03 2005 From: analle at no-racism.net (=?iso-8859-1?q?MUND=3A_medienunabh=E4ngiger_Nachrichtendienst?=) Date: Wed, 14 Sep 2005 07:39:03 +0200 Subject: MUND: Mittwoch, 14 .9. 2005 Message-ID: <002301c5b8ee$9dc6b5e0$4e046d50@chello.at> widerst at nd MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst Mittwoch, 14. September 2005 www.no-racism.net/mund ================================================ A) INHALT ================================================ ================================================ 01 15.9.:Speakerscorner mit D.Koweindl (IG Bildende Kunst) zu Sozialversicherungsproblemen für KünstlerInnen unter SchwarzBauOrange Von: August Faschang ================================================ 02 Öffentliches Plenum am Donnerstag 15.9. Von: ekhaus at med-user.net ================================================ 03 Neue Liste im zweiten Bezirk! Von: Otto Bruckner ================================================ 04 Stmk/LTW/KPÖ/Landesliste Von: KPÖ Steiermark ================================================ ================================================ AUFRUF ================================================ ================================================ 05 Hilfe fuer einen abgeschobenen tscheteschnischen Fluechtling Von: rainer obrist ================================================ ================================================ ANKÜNDIGUNGEN ================================================ ================================================ 08 20. 9. im NIL: novus ordo seclorum Von: ursprung ================================================ 09 ladyfest ist wieder in der stadt Von: Lilly Axster ================================================ ================================================ 06 Was alles moeglich ist - Der Film "Operation Spring" Von: akin ================================================ 07 15.9.-5.10. kinoki-module an allen wr. volkshochschulen Von: p at kinoki.at ================================================ 10 roter stern 3 Von: agm ================================================ ================================================ MEINUNGEN UND MELDUNGEN ================================================ ================================================ 11 Kritischer UNO-Entwicklungsbericht, Das Positive Von: akin ================================================ 12 BRD/G8/Initiativen: Gegen den Gipfel 2007 Von: akin ================================================ 13 Wie sich politische Parteien in Wien Umweltpolitik vorstellen Von: akin ================================================ 14 Das Letzte (Monarchisten) Von: akin ================================================ 15 "Strasse der Erinnerung" auf dem Volkertplatz Von: akin ================================================ 16 Türkei/BRD/"Terror": Ankara will Zugriff auf die kurdische Fuehrungsschicht in Europa Von: akin ================================================ 17 "Homoehe-light" ersetzt nicht gleiche Rechte Von: Rechtskomitee LAMBDA ================================================ 18 Homoehe für Rot/Grün keine Koalitionsbedingung mit Schwarz? Von: Rechtskomitee LAMBDA ================================================ ================================================ B) TEXTE ================================================ ================================================ 01 15.9.:Speakerscorner mit D.Koweindl (IG Bildende Kunst) zu Sozialversicherungsproblemen für KünstlerInnen unter Schwarzblauorange Von: August Faschang ================================================ ================================================ Liebe Leute! Auch am DONNERSTAG (15.9.) gibt es zusätzlich zur wöchentlichen Mahnwache gegen Schwarzorange in Österreich und Orangerot in Kärnten vor dem Kanzleramt wieder einen SPEAKERSCORNER, diesmal mit einem Referat von DANIELA KOWEINDL (IG BILDENDE KUNST) zu den zunehmenden Problemen im SOZIALVERSICHERUNGSBEREICH für KÜNSTLER/INNEN unter Schwarzblauorange. ( - Wenige Monate nach der ersten blau-schwarzen Regierungsbildung wurde das Künstlersozialversicherungsfondsgesetz beschlossen, das damals schon in vielen Punkten kritisiert wurde. (U.a. ist eine der Voraussetzungen für einen Zuschuss das Erreichen eines bestimmten MINDESTeinkommens. Wer weniger verdient - so Staatssekretär Morak - arbeite ohnehin nicht professionell.) 2003 kam es zu weiteren Verschlechterungen (u.a. Einstellung der Beitragsleistungen des Bundes). Seit einigen Wochen wird von zahlreiche KünstlerInnen die Rückzahlung von Zuschüssen aus dem Jahr 2001 eingefordert,weil sie 2001 nicht ausreichend verdient haben. Mehr über diesen u.a. Kritikpunkte am Donnerstag! Während es in Österreich ohnehin keine soziale Absicherung gibt, die die prekäre Arbeitssituation von - bei weitem nicht nur ! - Kunst- und Kulturschaffenden anerkennt, sind nun auch noch diejenigen, die besonders wenig verdienen, durch Rückzahlungsforderungen doppelt gestraft! Ein Recht auf soziale Rechte für alle ist längst überfällig!) Da sich einige vom Speakerscornerstamm noch kurzfristig zu Septemberkurzurlaubsreisen entschlossen haben, wäre es schön, wenn möglichst viele NichturlauberInnen kommen könnten! Treffpunkt ist um 19Uhr45 Ecke Ballhausplatz/Heldenplatz, Beginn 20Uhr. Und danach sind wieder alle Teilnehmerinnen im Stammlokal in der Neustiftgasse willkommen! Und wie jeden Donnerstag gibt es schon ab 17Uhr die WIDERSTANDSLESUNG (Ecke Ballhausplatz/Heldenplatz). Weiterverbreitung erwünscht! ligrü Gustl ================================================ 02 Öffentliches Plenum am Donnerstag 15.9. Von: ekhaus at med-user.net ================================================ Liebe Leute, interessante Zeiten stehen dem Haus, uns und euch, bevor! Um über den Stand der Dinge zu informieren, gemeinsame Strategien und Aktionen zu planen und zu diskutieren solls mal wieder ein öffentliches Plenum geben, und zwar am kommenden Donnerstag, den 15.9.2005 um 19h im Beisl! Kommt zahlreich und motiviert, es gibt viel zu tun und zu bequatschen! Danach wie jeden Donnerstag UnzumutBar! Liebe Grüsse aus Favoriten...ekh upcöming Termine: so. 18.09.: THE SPECTACLE (oslo) / REQUIEM (Greensboro, nc/us) / THE PLAGUE MASS (graz) di. 20.09.: Hoggidy Hog Hog, Rocksteady Orchestra mi. 21.09.: G.I. Joe (it) + Room 204 (fra) do 22.09.: unzumutBar di 27.9.: 19Uhr30 im ZK-Saal (Eingang ATIGF): Tag für Tag ein Boulevardstück (Kronen Zeitung Film) mi. 28.09.: KYLESA (us) & CYRUSS (erdberg) do 29.09.: unzumutBar fr. 30.09.: fettkakao-labelparty w\ Räuberhöhle (berlin), SPÖNK (wien), Vortex rex (wien), Redheadarmy sa 01.10.: I SHOT CYRUS & DISCARGA (beide sao paolo) + RUIDOSA INMUNDICIA mi 05.10.: FRACTURA (ger) 07.-09.10.: Ladyfest Wien 15.10.: YHTEISKUNNAN YSTÄVÄT (fin), NEUROOTTISET PELIMANNIT (fin) mo 17.10.: ISKRA (can) + DICK CHENEY (swe) + REANIMA sa 22.10.: [viennanoisecamp & freetekkno] noisecamp-floor [BREAKCORE/FUKKED UP DRUMNBASS/NOISE]: live _ AMBASSADOR 21 [Minsk], www.ambassador21.com, live _ LFO DEMON [Berlin], www.lfodemon.com, live _ PHAL, live _ EAT DEAD GORE!, dj _ FLUSSSAEURE, live/dj _ FI EINHEIT, dj _ SEPIX, dj _ MADAME STRANG, dj _ ASSIMILATAH&BB, visuals _ VJ AZZ, ACID/FREETEKKNO-floor hosted by EXIT SOUNDSYTEM di 25.10.: FLYBLOWN (uk) fr 28.10.: ProberaumSoli sa 29.10.: Frauenbanden mo 31.10.: SIGNAL LOST (usa) + Abduktio (fin) 04. + 05. 11. MORE NOISE FOR LIFE #3 - tbc sa 17.12.: UNKIND (fin) ================================================ 03 Neue Liste im zweiten Bezirk! Von: Otto Bruckner ================================================ Fest der Gegenstimmen Liste für Demokratie und Widerstand in der Leopoldstadt Samstag 17. September, ab 12 Uhr Volkertmarkt, 1020 Wien Feiert mit uns bei Livemusik, Luftburg und Erfrischungen ! Außerdem: Speakerscorner Sagt uns Eure Meinung zu steigender Arbeitslosigkeitund Armut Neutralität undKriegstreiberei den machthabenden Parteien und Mitbestimmung steigende Mietpreise und elitäre Stadterneuerung www.gegenstimmen.at ================================================ ================================================ 04 Stmk/LTW/KPÖ/Landesliste Von: KPÖ Steiermark ================================================ KPÖ Steiermark Lagergasse 98a 8020 Graz Tel. 03 16 / 71 24 36 Fax 03 16 / 71 62 91 email: kpoe_stmk at hotmail.com Dienstag, 13. September 2005 Presseinformation der KPÖ Steiermark KPÖ: Landesliste offiziell eingebracht Heute, Dienstag , hat die KPÖ ihre Landesliste für die Landtagswahl am 2. Oktober offiziell eingebracht. Die Landesliste ist für die Vergabe von Reststimmenmandaten im 2. Ermittlungsverfahren von Bedeutung. Im Folgenden die ersten 10 KandidatInnen auf der 53 Plätze umfassenden Liste: 1.: Ernest Kaltenegger, Stadtrat, Graz 2.: Dr. Werner Murgg, Stadtrat, Leoben 3.: Claudia Klimt-Weithaler, Kindergartenpädagogin, Tobelbad 4.: Ing. Renate Pacher, Gemeinderätin, Knittelfeld 5.: Franz Stephan Parteder, Bezirksvorsteherstellvertreter, Graz 6.: Mag. Eva Moazedi, Pharmazeutin, Graz 7.: Dr. Gerhard Dienes, Historiker, Graz 8.: DI Dr. Birgit Kampl, Betriebsrätin, Hetzendorf 9.: Peter Scherz, AK-Rat, Betriebsrat, Kainbach 10.: Karin Gruber, Dipl. Sozialarbeiterin, Graz "Diese Liste gibt auch eine Antwort auf die oft gestellte Frage, ob die KPÖ überhaupt in der Lage sein werde, Landtagsmandate mit qualifizierten Persönlichkeiten zu besetzen". Das betonte KPÖ-Wahlkampfleiterin Elke Kahr aus diesem Anlass. " Neben Stadtrat Kaltenegger kandidieren bei dieser Wahl für die KPÖ Menschen mit beruflicher Erfahrung in vielen Bereichen, die zum großen Teil in Gemeinden und Betrieben Kenntnisse in der Interessensvertretung der arbeitenden Menschen gesammelt haben". Wahlziel der KPÖ –Liste 5 - ist nach wie vor der Einzug in den Landtag mit Klubstärke. Rückfragehinweis: 872 2151 KPÖ-Steiermark Lagergasse 98 a 8020 Graz Tel.: 0316 71 24 36 Fax 0316 71 62 91 email: kp.stmk at kpoe-graz.at; kpoe_stmk at hotmail.com ================================================ ================================================ AUFRUF ================================================ ================================================ 05 Hilfe fuer einen abgeschobenen tscheteschnischen Fluechtling Von: rainer obrist ================================================ Datum: Fri, 09 Sep 2005 20:15:53 +0200 Hallo ihr Lieben, die folgende Mail ist von meinem Freund. Ware schoen, wenn ihr Abubakar helfen koenntet. Vielen lieben Dank, Tanja Liebe Mitmenschen, Ein tschetschenischer Fluechtling, Abubakar Saraliev (ein Freund von mir)wurde in die Slowakei abgeschoben. Er erhielt einen negativen Bescheid vom Bundesasylsenat und wurde trotz eines noch zu erhoffenden Einspruches vom Verwaltungsgerichtshof bereits von der Fremdenpolizei verhaftet und in die Slowakei transportiert. In Tschetschenien sind in den letzten Jahren mindestens 200.000 Menschen im Krieg getoetet worden. Das bedeutet, dass wohl jeder vierte Bewohner der Nordkaukasusrepublik dem Krieg zum Opfer fiel. Zusaetzlich gibt es taeglich Unfaelle durch Landminen. Die tschetschenischen Menschen sind andauerenden schrecklichen Folterungen durch russische Soldaten ausgesetzt. Pluenderungen sind an der Tagesordnung. Abubakar Sarliev konnte dem Unabhaengigen Asylsenat nicht glaubhaft machen in Tschetschenien persoenlich verfolgt zu werden, wohl aus Sprachlosigkeit, einem Traumasysmptom. "Verbale, zusammenhaengende Erzaehlungen fehlen bei traumatischen Erinnerungen; stattdessen sind sie in Form intensiver Gefuehle und deutlicher Bilder gespeichert." (vgl. Hermann 1993) Abubakar befindet sich derzeit noch in einem Fluechtlingslager in der Slowakei. Von da aus kann er jederzeit nach Moskau ausgeflogen werden und dann direkt in die tschetschenische Hauptstadt Grozny. Dort droht ihm die Verhaftung und die Einlieferung in ein Folterlager. Noch ist es nicht zu spaet. Hilfsorganisationen und ein rennomierter Rechtsanwalt haben sich bereits eingeschalten und versuchen Abubakar Saraliev wieder nach Oesterreich zu holen. Mit einem Mail (siehe unten) an den UBAS- Unabhaengigen Bundesaslsenat koennt ihr um Asyl fuer Abubakar und Familie ersuchen. Danke und Liebe Gruesse Sigi Stupnig die E-Mail Adresse: harald.perl at ubas.gv.at Als Text schlage ich vor: "Ich ersuche Sie der Familie Abuabakar Saraliev Asyl in Oesterreich zu gewaehren." Vielen Dank.... ================================================ ANKÜNDIGUNGEN ================================================ ================================================ 08 20. 9. im NIL: novus ordo seclorum Von: ursprung ================================================ BAODO im N I L Kunstraum + Café Dreihackengasse 42, 8020 Graz http://nil.mur.at, nil at mur.at Hans Nevidal NOVUS ORDO SECLORUM* Eröffnung: Dienstag 20. 9. um 20:00 Uhr Ausstellungsdauer: 21. 9. – 12. 10. 2005 Öffnungszeiten Kunstraum N I L.: Mo – Sa 10:00 – 20:00 Uhr Das Vernichtungslager Auschwitz II/Birkenau, Camp X-Ray auf der US-Marinebasis Guantánamo Bay, das Logo der Firma Shell im Gebrauch der nigerianischen Protestbewegung gegen diese Firma mit fehlendem „S“ – das alles sind Aspekte des Themas „Hölle“, mit dem sich Hans Nevidal zur Zeit beschäftigt. Wie verbünden sich Wirtschaft, Politik, Geld- und Machtgier gegen die wichtigsten Errungenschaften der Zivilisation – die menschlichen Grundrechte auf Leben, Handlungsfreiheit, freie Meinungsäusserung. Was sind die Wurzeln von Rassismus? Die Bilder: 1. Das Vernichtungslager Auschwitz II/Birkenau im August 1944 Zu erkennen ist, daß neben Krematorium V in einer Grube, Leichen verbrannt werden, da die Kapazität der 4 Krematorien nicht ausreicht (lt. Kommandant Rudolf Höß ca. 3 Millionen Tote in Auschwitz). Aber Auschwitz war nicht nur Vernichtungslager, sondern auch ein Wirtschaftskörper, wo die SS durch Sklavenarbeit Profite erwirtschaftete: im Nebenlager „Buna“ (oder Auschwitz III) der IG Farben (damals nach General Motors, United States Steel und Standard Oil of New Jersey der viertgrößte Konzern der Welt) wurde aus der oberschlesischen Kohle synthetischer Kautschuk und Benzin erzeugt. 2. Camp X-Ray im Januar 2002 auf der Marinebasis Guantánamo Bay, das erste der Öffentlichkeit bekannt gewordene Konzentrationslager eines Landes der ersten Welt seit der nationalsozialistischen Diktatur in Deutschland. 3. HELL – Symbol des Kampfes der Ogoni gegen die Zerstörung ihrer Heimat und ihrer Existenz bei der Erdölgewinnung. I begin to think that the world is not a good place even. Ken Saro-Wiwa Hans Nevídal wurde am 29. 3. 1956 in Wien geboren. Der Konzeptkünstler erforscht in seiner Arbeit soziale Prozesse wie auch das weite Feld experimenteller Druckprozesse. In seiner Arbeit setzt er sich immer wieder mit dem Nationalsozialismus und dessen aktuellen Erscheinungsformen auseinander. Seit dem 10. Mai 2000 bekämpft er ihn prophylaktisch in seiner alljährlichen Aktion „Projektionen zum 10. Mai – 34 Aktionen von Hans Nevidal“: Mit der Projektion von Brandschutzfilmen an die Fassade der Deutschen Bibliothek in Frankfurt und Leipzig anlässlich des Jahrestages der Bücherverbrennung durch die Nationalsozialisten 1933 setzt er mit den Methoden der Homöopathie gedankliches Gegengift. Die Behandlung wird bis zum 10. Mai 2033 fortgesetzt. *Novus ordo seclorum (Latein für „Neue Ordnung der Zeitalter“) ist das Motto auf der Rückseite des Großen Siegels der Vereinigten Staaten und wird seit 1935 auf die Rückseite des amerikanischen 1-Dollar -Scheins gedruckt ================================================ ================================================ 09 ladyfest ist wieder in der stadt Von: Lilly Axster ================================================ liebe leute, ich schicke euch im anhang das Programm vom Ladyfest wien 05 (eine kurze wordfassung und das programmheft mit ausführlicheren Informationen zu der Konzeption des Ladyfestes, zu den Bands und Workshops). wäre super, wenn ihr das ladyfest ankündigen könntet. Motive, Bilder und Texte sind auch jederzeit von der ladyfest website www.ladyfestwien.org herunterzuladen. bilder in druckqualität unter http://www.ladyfestwien.org/ladyfest05_images_druck.html Wenn ihr mehr Information benötigt oder sonstige fragen habt, erreicht ihr mich am besten unter dieser emailadresse, ansonsten unter tel: (01) 585 65 58. danke und liebe grüße von lilly ================================================ ladyfest wien 7 –9 oktober 2005... plattform für feministische/queere/transgender kultur... programm ladyfest 05 (stand 12.9.05) www.ladyfestwien.org KONZERTE + PERFORMANCES freitag 7.10.05, 21:00 tüwi baracke, 1180 wien, peter-jordan-straße 76 open stage supernachmittag /graz chick wings /wien/london cherry sunkist / linz dj-line samstag 8.10.05, 21:00 ekh (ernst kirchweger haus), 1100 wien, wielandgasse 2-4 eve massacre / nürnberg candelillas / münchen sissy boyz / bremen zimbabwe / litauen jet moon und sal tomcat / sydney/london dj-line sonntag 9.10.05, 21:00 tüwi baracke, 1180 wien, peter-jordan-straße 76 transkitchen rythmic therapy /beograd abschlussparty, dj-line informationen zu den bands siehe: programmheft oder website FILME, DYKEMARCH, WORKSHOPS, VOLKSKÜCHE, INFOCAFE, KONZERTE, FEUERSHOW, DO IT YOURSELF, DISKUSSION, OPEN MEGAPHONE, PERFORMANCES freitag 7.10.05 start-up+breakfast 12:00 – 20:00 infocafe lolligo, fischerstiege 4-8, 1010 wien workshops ganzen tag, diverse orte volksküche ab 19:00 tüwi, peter-jordan-straße 76, 1180 wien konzerte open stage / supernachmittag / chick wings / cherry sunkist 21:00 tüwi samstag 8.10.05 breakfast 12:00 – 20:00 infocafe lolligo, fischerstiege 4-8, 1010 wien workshops ganzen tag, diverse orte volksküche ab 19:00 ekh, wielandgasse 2-4, 1100 wien konzerte + performances eve massacre / candelillas / sissy boyz / zimbabwe / jet moon and sal tomcat / dj-line 21:00 ekh, wielandgasse 2-4, 1100 wien sonntag 9.10.05 film(e)frühstück 12:00 (ort steht noch nicht fest) workshops ganzen tag, diverse orte dyke-march 15:00 schwedenplatz, 1010 wien volksküche ab 18:00 tüwi, peter-jordan-straße 76, 1180 wien abschlussdiskussion 18:00 tüwi, peter-jordan-straße 76, 1180 wien performances + abschlussfest transkitchen rythmic therapy / dj-line 21:00 tüwi, peter-jordan-straße 76, 1180 wien orte und adressen: schikaneder kino, 1040 wien, margarethenstraße 24 // tüwi-baracke, 1180 wien, peter-jordan-straße 76 // ekh (ernst kirchweger haus) 1100 wien, wielandgasse 2-4 // lolligo, 1010 wien, fischerstiege 4-8 // workshop-orte und adressen: marea alta, 1060 wien, gumpendorferstraße 28 // frauencafe, 1080 wien, lange gasse 11 // einbaumöbel, 1170 wien, gürtelbogen 97 // villa, 1060 wien, linke wienzeile 102 file://tüwi, 1180 wien, peter-jordan-straße 76 workshops intervention genderfuck kritik am konstrukt der romantischen zweierbeziehung queer? subversiv? kopie? auflösung? videoschnitt oder computer hardware homosexualität im dritten reich in österreich sexualität und masturbation metallworkshop die suche nach politischer verortung als nachfahrIn von NS-täterInnen, mitläuferInnen und profiteurInnen the context is the content, let?s meet there! spontan workshops do it yourself filmfrühstück (watch out for the program) das ladyfest – filmfrühstück wird zusammengestellt von q-film.org online datenbank für kurzfilme und präsentiert aktuelle videos und filme, die sich mit gender in einem sich zunehmend differenzierenden medienfeld beschäftigen. arbeiten, die sich sowohl experimentell als auch dokumentarisch mit themen wie körper-, identitätspolitik etc. beschäftigen. genreübergreifend feministisch/queer/lady-made Filme, Musikvideos, Dokumentationen... ankündigung - q-film.org online datenbank für kurzfilme (start frühjahr 2006) q-film.org versteht sich als eine offene plattform für filme mit feministischen, queeren, transgender und antirassistischen inhalten. ziel der datenbank ist es, noch nicht etablierten filmemacherInnen eine möglichkeit zur präsentation ihrer arbeit zu bieten. darüber hinaus verhindert die online archivierung das verschwinden von kurzfilmen und ermöglicht einen längerfristigen zugriff. auflegerei shroombab nadja quote karo anne ================================================ 06 Was alles moeglich ist - Der Film "Operation Spring" Von: akin ================================================ Kino/Rezension: > Was alles moeglich ist Operation Spring Idee, Buch, Regie: Angelika Schuster, Tristan Sindelgruber Oesterreich 2005, 92 Minuten Deutsch/Englisch mit deutschen Untertiteln "Operation Spring" -- die Geschichte von der Verhaftung von ueber 100 schwarzafrikanischen Menschen unter dem Verdacht der Drogendealerschaft am 27.Mai 1999 und die nachfolgende Razzia im Heim in der Zohmanngasse im September desselben Jahres kann als bekannt vorausgesetzt werden. Dementsprechend geht auch der Film nur relativ kurz auf diese, mittlerweile als "zeithistorisch" anzusehenden Geschehnisse ein. Auch die zeitliche Naehe zum Skandal um den Tod von Marcus Omofuma am 1.Mai 1999 sowie die Tatsache, dass sich unter den Verhafteten eine ganze Reihe derjenigen befanden, die sich in der daraus entstehenden Protestbewegung stark gemacht hatten, wird zwar erwaehnt, ist aber nicht eigentlich Thema des Films. Denn wenn die Polizei tatsaechlich eine Revancheaktion gestartet hat, um sich an den Aktivisten zu raechen und Omofuma endgueltig als Drogenkriminellen zu desavouieren, "um den eh net schad ist", so waere das zwar ein handfester Skandal, aber wohl nur fuer diejenigen, denen die Polizei als Staat im Staat mit seinen eigenen, von demokratischen Vorstellungen wenig beeinflussten Gesetzen bislang als rechtsstaatlich einwandfreie Institution erschienen ist. Auch auf die im engeren Sinne politische Ebene, also vor allem der als Minister verkleidete, damalige Pressesprecher der Polizei, Karl Schloegl, wird nicht sonderlich kritisiert -- wer sich von Polizeiministern etwas anderes erwartet, ist nun wirklich ein bisserl zu naiv fuer diesen Film. Die vierte Gewalt Nein, worum es geht, ist, dass auch die Medien, der Gesetzgeber und vor allem die Justiz derart versagt haben. Punkt eins: Die Medien. In ihrer Not, tagesaktuell sein zu wollen, uebernehmen alle unwidersprochen den Polizeibericht so, als handle es sich dabei um eine objektive Quelle -- klar, denn eine entsprechend fundierte Kritik ist so schnell nicht zu haben, schliesslich liegen die Informationen ueber die Aktion alle bei der Polizei. Selbst wenn kritische Stimmen aus dem etablierten Bereich der Gesellschaft existieren, koennen die in dem ganzen Chaos nunmal nicht binnen weniger Stunden detaillierte Gegendarstellungen aus dem Aermel schuetteln. Das passiert erst nachher, Woche, Monate, manchmal Jahre nach dem Geschehenen -- doch dann ist die mediale Aufmerksamkeit laengst verpufft und auch keinen Aufmacher mehr wert. Die Antwort auf diese journalistische Misere waere eine Zurueckhaltung bei der Reportierung -- oder besser: Apportierung -- von Polizeiberichten; was sich auch Blaetter wie "Der Standard" nicht zu leisten trauen, wollen sie als Tagesmedien ernstgenommen werden. Punkt zwei: Der Gesetzgeber. Die Polizei wollte den grossen Lauschangriff. Der Minister -- damals noch der ach so liberale Caspar Einem -- musste ihn daher auch wollen. Und das Parlament beschloss ihn, ohne sich gross Gedanken darueber zu machen. Denn "Operation Spring" bewies, dass diese Ueberwachungsmethoden nicht nur sehr bedenklich sind, was die Verletzung der Intimsphaere angeht, sondern dass massenhafte Telefonueberwachung plus Wanzen plus versteckte Videokameras eine Fuelle von Informationen liefern, die serioes nicht mehr handhabbar sind -- die Folge ist aber nicht ein Zusammenbruch des Systems, sondern eine "Aufarbeitung" durch die Polizei. Die Gerichte bekommen dann nur mehr schriftliche Exzerpte -- um einen reibungslosen Ablauf des Verfahrens und unnoetige Widersprueche zu ermoeglichen. Diese Folgen haetten aber dem Gesetzgeber bekannt sein muessen -- nur hat es ihn wohl nicht interessiert. Justizia -- nicht blind, aber taub Punkt drei: Die Justiz. Und da wirds wirklich ungustioes. Denn die meisten Richter akzeptierten das, was ihnen da die Polizei vorlegte, wie halt so ueblich, ohne nachzufragen. Die Justiz ist in unserem Land bekanntlich voellig ueberlastet und muss sich auf das, was die Polizei so anbringt, verlassen. Und unsere Richter tun das auch sehr gerne, denn sonst geht ja nichts weiter und schliesslich ist die Polizei ja nicht einfach Partei, sondern eine unbefangene Behoerde. Genau da liegt aber der Hund begraben -- denn waehrend Oesterreichs Justiz in anderen Fragen durchaus als zumindest einigermassen serioes angesehen werden kann, ist sie im Bereich der Strafjustiz hoffnungslos mit Staatsanwaltschaft und Polizei verbandelt. Die Aufgabe von Polizei und Staatsanwaltschaft ist es aber nunmal, mutmassliche Taeter vor Gericht zu bringen -- der vorsitzende Richter im Hauptverfahren hat diese Beweise kritisch zu pruefen und im Zweifel (alleine oder mit Schoeffen- resp. Gerschworenensenat) als nicht ausreichend zu erklaeren. Unsere Strafjustiz nimmt aber das Material der Polizei und vor allem deren Aufarbeitung als bare Muenze -- als waeren unsere Polizisten mit Columbo zu vergleichen, der vorurteilsfrei, aber mit hundertprozentiger Sicherheit immer den richtigen Verdaechtigen verfolgt und dann unwiderlegbare Beweise vorlegt. Dementsprechend sind diese Verfahren verlaufen. In fast allen Prozessen weigerten sich die Richter, die Originalunterlagen anzufordern. Erst im Laufe der Instanzen kam es dann doch zu einigen Verfahren, wo die Originalvideos gezeigt wurden -- verwaschene, schlecht belichtete Schwarzweissaufnahmen aus der Vogelperspektive, bei denen nun wirklich beim besten Willen niemand eindeutig identifiziert werden konnte. Es kam in diesen spaeteren Verfahren auch heraus, dass die Uebersetzung der Videos und sogar die Identifikationen der Personen zumeist von einem Dolmetsch gemacht worden waren, der nicht vereidigt war, grob fehlerhaft uebersetzte und Funktionaer der nigerianischen Regierungspartei war -- also nicht unbedingt ein Freund von gefluechteten Regimkritikern. Als diese Dinge bekannt wurden, waren aber schon fast alle anderen Verurteilungen rechtskraeftig -- zu Wiederaufnahmen kam es bislang deswegen natuerlich so gut wie nicht. Auch die beruechtigten "Anonymisierten Zeugen", die sich im nachhinein, wie der Film beweist, schlicht als vorher praeparierte Beschuldigte herausstellten, waren wichtige Grundlagen fuer die Urteile -- und auch genauso serioes. Denn im Nachhinein deanonymisierte sich ein Zeuge (Codename "AZ 3000") selbst: "AZ 3000", rechtskraeftig zu 3 Jahren Haft verurteilt, stellte sich ohne Maske und mit vollem Namen vor laufender Kamera vor: "Ich will mein Gewissen erleichtern" sagt er "und nicht mehr luegen". Als er den Polizisten gesagt haette, dass er nicht mehr erfundene Geschichten erzaehlen wollte, haetten diese gemeint, dann werde wohl sein Verfahren wieder aufgenommen und er zu einer hoeheren Strafe verurteilt. "Die Polizei erzaehlt mir, dass der Oberste Gerichtshof dieses Urteil aufheben kann und ich diesmal 13 Jahre bekommen." Natuerlich wussten das die Richter zum Zeitpunkt ihrer Sprueche noch nicht. Aber sie haetten es ahnen koennen -- speziell der beruechtigte "AZ 1" konnte nicht so einfach als glaubwuerdig angesehen werden. Und einer der Richter gesteht ein: "Es war schon etwas verwunderlich, dass er ueber jeden etwas gewusst hat." und schwaecht gleich darauf wieder ab: "Aber es wird schon so gewesen sein." Muss es wohl, denn es kann ja wohl nicht sein, was nicht sein darf, und zumindest darf man nicht zugeben, dass es an Sorgfaltspflicht gemangelt haben koennte. Wobei AZ 1 auch allein wegen seiner Aussagen doch genauer unter die Lupe genommen werden haette koennen. Ute Bock, Leiterin des Heims in der Zohmanngasse, das bei Operation Spring II heimgesucht worden war: "Der hat ja auch mich beschuldigt." Was aber dann doch nicht weiter verfolgt wurde -- waere sicher ein spannender Prozess geworden... Der Film in seiner Gesamtheit ist sehr sehenswert. Jedoch sollte man vorher nichts gegessen haben, denn passagenweise ist er in einer subtilen Art grauslicher als so manches Splattermovie. Auch geht ihm erfreulicherweise die manchmal penetrante Art eines Michael Moore ab, der die Dinge immer ein wenig zu sehr "auf lustig" abhandelt. Trocken werden Fakten und Zeugenaussagen aneinandergereiht und so manch einem abgehaerteten Linken wird dabei wohl uebel und er wird sich das denken, was auch Ute Bock im Film meint: "Ich haette nicht geglaubt, dass so etwas bei uns moeglich ist!" Das Filmplakat zeigt die oesterreichische Justizia, wie sie ueber der Treppe des Justizpalastes throhnt. Diese Treppe muessen die Beschuldigten in ihrem Verfahren vor dem Oberlandesgericht demuetig hinaufsteigen. Die dort dargestellte Justizia hat keine Augenbinde, sondern schaut sich genau an, wer da kommt. Sie steht nicht aufrecht, sondern sie sitzt erhoeht und bequem. In der linken Hand haelt sie statt der Waage, um die Beweise abzuwaegen, ein Gesetzbuch -- vielleicht ist es aber auch ein Akt. Von der ueblichen Vorstellung der mythologischen Figur wurde nur das uebernommen, was sie in der rechten Hand traegt: Das Schwert. *Bernhard Redl* "Operation Spring" startet am 23. 9. und laeuft bis 14.10. im Stadtkino, danach noch bis Ende Oktober im Filmhaus am Spittelberg, und ab 23.9. auch im Grazer Augartenkino Kiz. -- Ebenfalls demnaechst im Kino: "Artikel 7 - Unser Recht!" Ueber den Kampf der Kaerntner Slowenen um Anerkennung Dokumentarfilm, A/SLO 2005 Regie: Thomas Korschil und Eva Simmler Kinostart 29. September 2005. ================================================ 07 15.9.-5.10. kinoki-module an allen wr. volkshochschulen Von: p at kinoki.at

================================================ liebe leute, wir freuen uns, anzukuendigen, dass die 11 kinoki-module von donnerstag 15.9. bis mittwoch 5.10. an allen wiener volkshochschulen bei freiem eintritt zu sehen sind. die programme dieses no-budget-projektes von kinoki wurden uebrigens von tina leisch, bady minck, anja salomonowitz, gunnar landsgesell und peter grabher zusammengestellt. die organisation wird von ulli fuchs besorgt (kontakt: 2005 at kinoki.at). wir laden Euch herzlich zu diesen terminen ein und bitten Euch, sie in Eurem umfeld weiterzuverbreiten. mit herzlichem gruss, kinok p p.s.: am 4.10. startet das mikrokino wieder. im depot wird zelimir zilnik mit filmen aus den 70ern zu gast sein. einladung folgt... Links: http://www.kinoki.at/2005module/index.html http://www.vhs.at/NewsDetail.do?nb=1&id=691335&mID=1000&cat=1000 http://oesterreich-2005.at/projekte/filmmodule *Wider das Verdrängen und Vergessen* 11 Film- und Diskussionsmodule gegen die Gedankenlosigkeit des Jubiläumsjahres Volkshochschulen Wien, 15.9. bis 5.10., Eintritt frei. Dieses Programm möchte exemplarisch Lücken thematisieren und vor allem Filme präsentieren, die in den letzten Jahren wider das Vergessen und Verdrängen entstanden, am Rande der Filmwirtschaft, oft als kleine, unaufwendig produzierte, unabhängige Produktionen. Unser filmischer Beitrag zum Jubiläumsjahr 2005 konzentriert sich auf Themen und Bilder, die nicht in die offizielle Geschichtsschreibung und in das audiovisuelle Gedächtnis der Republik eingegangen sind. Es finden sich nur wenige Filme über Opfer und Täter des Nationalsozialismus, über die nur exemplarisch stattgehabte Entnazifizierung, über die Kontinuität der NS-Eliten. Die Erzählungen der der Shoah entkommenen Jüdinnen und Juden, der überlebenden Sinti und Roma, der "Displaced Persons", der ZwangsarbeiterInnen, der PartisanInnen und Widerstands-kämpferInnen wurde weitgehend zum Verschwinden gebracht. Nicht ein großer Film über Mauthausen. Keine Spielfilme über das "Euthanasie" genannte PatientInnenmordprogramm, keine HeldInnenfilme über die WiderstandskämpferInnen. ReferentInnen - teils die FilmemacherInnen selber, teils ZeitzeugInnen, teils ZeithistorikerInnen und KulturvermittlerInnen - stehen zur Verfügung, um die Filmprogramme zu kommentieren, Diskussionen in Gang zu bringen oder auch eine weitergehende Beschäftigung mit den Themen anzuleiten. Termine chronologisch (nach Modulen geordnet siehe http://www.vhs.at/NewsDetail.do?nb=1&id=691335&mID=1000&cat=1000 ): Do 15.9., 19:00, Urania (1010, Uraniastr. 1) *Über die Bebilderung des österreichischen Opfermythos nach 1945. * "1. April 2000 (Ausschnitte)", Wolfgang Liebeneiner, A 1952 Referent: Martin Wassermair, Historiker Info: http://www.kinoki.at/2005module/mo/mo3.htm Fr 16.9., 19:00, VHS Ottakring (1160, Ludo Hartmann-Platz 7) *Über die Perspektive von nach England geflohenen Frauen und deren Töchtern. * "Things. Places.Years.", Klub Zwei (Simone Bader & Jo Schmeiser), A/GB 2004, 70 min., engl. OF mit deutschen Untertiteln Referentinnen: Simone Bader & Jo Schmeiser Info: http://www.kinoki.at/2005module/mo/mo2.htm Fr 16.9., 19:00, VHS Favoriten (1100, Arthaberplatz 18) *Über die Euthanasie, die Definition und Vernichtung von „unwertem“ Leben. * "Spiegelgrund", Angelika Schuster & Tristan Sindelgruber, A 2000, 71 min. Referent: Peter Schwarz, Historiker, Mitarbeiter des DOEW. Info: http://www.kinoki.at/2005module/mo/mo10.htm Mo 19.9., 19:00, VHS Brigittenau (1200, Raffaelgasse 11-13) *Über die SlowenInnen in Kärnten und die historischen Wurzeln des „Ortstafelstreits“. * "Artikel 7 – Unser Recht!", Eva Simmler & Thomas Korschil, A/SLO 2005, 83 min. ReferentInnen: Eva Simmler & Thomas Korschil Info: http://www.kinoki.at/2005module/mo/mo5.htm Di 20.9., 19:00, Jüdisches Institut für Erwachsenenbildung (1020, Praterstern 1) *Über die Differenz von Täter- und Opferperspektive. * "Das wirst du nie verstehen.", Anja Salomonowitz, A 2003, 52 min. Referent: Anja Salomonowitz Info: http://www.kinoki.at/2005module/mo/mo1.htm Mi 21.9., 10:00 (!), VHS Donaustadt (1220, Bernoullistraße 1) *Über die Differenz von Täter- und Opferperspektive. * "Das wirst du nie verstehen.", Anja Salomonowitz, A 2003, 52 min. Referent: Anja Salomonowitz Info: http://www.kinoki.at/2005module/mo/mo1.htm Mi 21.9., 19:00, VHS Wien West (1060, Damböckgasse 4) *Über die Euthanasie, die Definition und Vernichtung von „unwertem“ Leben. * "Spiegelgrund", Angelika Schuster & Tristan Sindelgruber, A 2000, 71 min. Referent: Peter Schwarz, Historiker, DOEW. Info: http://www.kinoki.at/2005module/mo/mo10.htm Do 22.9., 19:00, VHS Landstraße (1030, Hainburger Straße 29) *Über die filmische Aufklärung der Alliierten über die Shoah. * Kurzfilme der Alliierten aus den Jahren 1945-47 über die Befreiung der NS-Konzentrationslager. Referent: Peter Grabher, Historiker. Info: http://www.kinoki.at/2005module/mo/mo6.htm Mo 26.9., 19:00, VHS Simmering (1110, Enkplatz/Drischützgasse 1) *Über die Euthanasie, die Definition und Vernichtung von „unwertem“ Leben. * "Spiegelgrund", Angelika Schuster & Tristan Sindelgruber, A 2000, 71 min. Referent: Peter Schwarz, Historiker, DOEW. Info: http://www.kinoki.at/2005module/mo/mo10.htm Mo 26.9., 19:00, VHS Brigittenau (1200, Raffaelgasse 11-13) *Über den verdrängten Kampf der Kärntner PartisanInnen * "Andri 1924-1944", Andrina Mracnikar, A 2003 Referentin: Andrina Mracnikar Info: http://www.kinoki.at/2005module/mo/mo8.htm Di 27.9., 19:00, VHS Wien West (1060, Damböckgasse 4) *Über die propagandistische Inszenierung des KZ Theresienstadt * "Kurt Gerron - Gefangen im Paradies", Malcolm Clarke und Stuart Sender, 2003 Referentin: Karin Krichmayr, Kommunikationswissenschafterin Info: http://www.kinoki.at/2005module/mo/mo4.htm Mi 28.9., 14:00 (!), VHS Donaustadt (1220, Bernoullistraße 1) *Über die Differenz von Täter- und Opferperspektive. * "Das wirst du nie verstehen.", Anja Salomonowitz, A 2003, 52 min. Referent: Anja Salomonowitz Info: http://www.kinoki.at/2005module/mo/mo1.htm Mi 28.9., 19:00, VHS Floridsdorf (1210, Angerer Straße 14) *Über Frauen, die das KZ Ravensbrück überlebten. * "Vom Leben und Überleben", Bernadette Dewald, Gerda Klingenböck, VideoArchiv Ravensbrück, A 2003, 110 min. Referentinnen: Gerda Klingenböck und Bernadette Dewald Info: http://www.kinoki.at/2005module/mo/mo11.htm Fr 30.9., 19:00, VHS Liesing (1230, Liesinger Platz 3) *Über die propagandistische Inszenierung des KZ Theresienstadt * "Kurt Gerron - Gefangen im Paradies", Malcolm Clarke und Stuart Sender, 2003 Referentin: Karin Krichmayr, Kommunikationswissenschafterin Info: http://www.kinoki.at/2005module/mo/mo4.htm Fr 30.9., 19:00, VHS Wien West (1060, Damböckgasse 4) *Über die filmische Aufklärung der Alliierten über die Shoah. * Kurzfilme der Alliierten aus den Jahren 1945-47 über die Befreiung der NS-Konzentrationslager. Referent: Peter Grabher, Historiker. Info: http://www.kinoki.at/2005module/mo/mo6.htm Mo 3.10., 19:00, VHS Simmering (1110, Enkplatz/Drischützgasse 1) *Über die Verbrechen der Wehrmacht und deren Leugnung. * "Jenseits des Krieges", Ruth Beckermann, A 1996, 117 min. Referentinnen: Nora Sternfeld und Renate Höllwart, Kulturvermittlerinnen, Büro trafo K Info: http://www.kinoki.at/2005module/mo/mo7.htm Di 4.10., 19:00, VHS Alsergrund (1080, Galileigasse 8) *Über den Massenmord an den Zigeunern und den heutigen Anti-Ziganismus. * "Eine lästige Gesellschaft", Claudia Fischer und Marika Schmiedt, A 2001, 90 min. Referentin: Marika Schmiedt Info: http://www.kinoki.at/2005module/mo/mo9.htm Mi 5.10., 19:00, VHS Rudolfsheim (1150, Schwendergasse 41) *Über Frauen, die das KZ Ravensbrück überlebten. * "Vom Leben und Überleben", Bernadette Dewald, Gerda Klingenböck, VideoArchiv Ravensbrück, A 2003, 110 min. Referentinnen: Gerda Klingenböck und Bernadette Dewald Info: http://www.kinoki.at/2005module/mo/mo11.htm revolution will not be televised ************************************************* kinoki Gumpendorfer Str. 63B Buerogemeinschaft 1. Stock 1060 Wien Mobile: ++43 (0)650 5031574 Fax: ++43 (0)1 403 87 94-17 mikrokino at kinoki.at http://www.kinoki.at ================================================ 10 roter stern 3 Von: agm ================================================ Die Nummer 3 unserer Flugschriftzeitung r o t e r s t e r n ist erschienen: http://www.agmarxismus.net/flugschriften/FSZ%20Roter%20Stern.html Wir erinnern an unsere Veranstaltung: W o h i n g e h t D e u t s c h l a n d ? Perspektiven der herrschenden Klasse und der Arbeiter/innen/bewegung Referent: N i c k B r a u n s (Mitarbeiter von junge weltund Mitglied der Marxistischen Initiative / München) Mittwoch, 14. September 2005,18.30 (pünktlich) Amerlinghaus (Galerie), Stiftgasse 8, 1070 Wien Anschließend (ab 20.45): informelle Diskussionen und (für alle, diewollen) gemeinsames Ansehen von SKRapid vs. FC Bayern auf Großbildleinwand PS: Der Referent ist Anhänger von 1860 München und Unterstützer von„Löwen-Fans gegen rechts“. www.agmarxismus.net Kurzer Bericht vom 1. Franz-Drexler-Sportturnier Das Turnier, das am 10. September in Wienstattfand, hat fünf Stunden gedauert. Es gab etwa 45 aktive Teilnehmer/innenund etwa 15 weitere Anwesende. Teams von AL, SLP und AGM haben bei allen fünfBewerben teilgenommen, ein Team vom Funke nur beim Männerfußball. Dersportliche Wettkampf in der Tradition des Arbeiter/innen/sportsist in sehr solidarischer Stimmung zwischen den Gruppen abgelaufen – undes gab einhellig eine sehr positive Bilanz und den Wunsch nach Wiederholung imnächsten Jahr. Die Ergebnisse: Bei 2500m-Lauf der Männer siegte die AL vor derAGM und der SLP, beim 2500m-Lauf der Frauen die AGM vor der AL und der SLP.Beim Fußball der Männer: SLP vor AL, Funke und AGM, beim Fußball der Frauen:AGM vor SLP und AL. Den Wurfbewerb entschied die AGM vor SLP und AL für sich.Beim Staffellauf gewann die AL vor der AGM und der SLP. Der Gesamtsieg gingschließlich an die AGM (82 Punkte) vor SLP (72 Punkte), AL (71 Punkte) undFunke (12 Punkte). Der Franz-Drexler-Wanderpokal wurde bei der Sieger/innen/ehrung durch Karl Fischbacher (Labournet) übergeben undwird nun für ein Jahr von der AGM behütet werden Ich verwende die kostenlose Version von SPAMfighter, die bis jetzt 8394 Spammails entfernt hat. Für private Anwender ist SPAMfighter völlig kostenlos! 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"Dass Handel die Einkommenskluft zwischen Arm und Reich verringert, ist ein Mythos, in dem ein Fuenkchen Wahrheit kombiniert mit einer grossen Dosis Uebertreibung steckt", bilanzieren die AutorInnen. Der Report enthaelt auch einen geschlechtsbezogenen Entwicklungsindex, interessanten Detail: nur in Pakistan, Iran und Jemen ist der Einkommensunterschied zwischen Frauen und Maennern groesser als in Oesterreich. (ATTAC) Weitere Info: http://hdr.undp.org * > Das Positive Die Eisenbahnergewerkschaft (GdE) bedankt sich herzlich fuer die zahlreiche Unterstuetzung ihrer Internet -Unterschriftenaktion fuer den Erhalt der OeBB-Lehrwerkstaetten. Binnen 4 Wochen haben sich weit ueber 12.000 UnterstuetzerInnen auf http://www.oebb-leerwerkstaetten.at eingetragen bzw. ihre Unterstuetzungserklaerung auf anderem Wege zukommen lassen. Laut GdE haetten massgeblich dazu beigetragen, den Umdenkprozess bei der Bundesregierung und dem OeBB-Management endlich ins Rollen zu bringen: Es wurde nun zugesichert, dass statt der wie urspruenglich geplanten 54 Lehrstellen nunmehr insgesamt 440 Ausbildungsplaetze oesterreichweit ab Herbst 2005 bei den OeBB zur Verfuegung stehen werden. (GdE/bearb.) ================================================ 12 BRD/G8/Initiativen: Gegen den Gipfel 2007 Von: akin ================================================ BRD/G8/Initiativen: > Gegen den Gipfel 2007 Einheit in Vielfalt braucht gruendliche Vorbereitung In diesem Jahr war es ein mondaenes Schloss im schottischen Gleneagles, 2006 wird es die ehemalige russische Zarenresidenz St. Petersburg sein und im Fruehsommer 2007 treffen sich die "Fuehrer der Welt" im Kempinski-Grandhotel im deutschen Heiligendamm an der mecklenburgischen Ostseekueste. Im Bild der Regierungschefs der acht staerksten Wirtschaftsnationen symbolisiert sich wie kaum sonst die Macht des globalisierten Kapitalismus und seine politische und militaerische Gewalt. Nur diese Machtfuelle legitimiert den G-8. Die G-8-Gipfel sind daher immer wieder zu Kristallisationspunkten fuer Protest und Widerstand geworden. Durch Strassenproteste, Blockaden oder direkten Aktionen wurden in der Vergangenheit die "Roten Zonen" der Macht attackiert und die G-8-Treffen wurden aus den Grossstaedten an die Peripherie gedraengt. Die Bilder wandelten sich: Schon laengst huldigt keine dankbare Bevoelkerung mehr den Maechtigen und das populistische Bad in der Menge gehoert dem letzten Jahrtausend an. Seit den Ereignissen von Genua treffen sich die G-8 in nichtoeffentlichen Luxusdomizilen fernab der Zentren, hinter Stacheldraht, geschuetzt durch Flugabwehrraketen und massive Polizeitruppen. Dieses Szenario erwartet uns im Sommer 2007 in Heiligendamm. Es geht daher darum, schon jetzt die Voraussetzungen zu schaffen, dass in zwei Jahren gemeinsam kraftvolle Tage des Widerstands organisiert werden. Demonstrationen, Veranstaltungen, Blockaden, Aktionen, Diskussionen, Kultur- und Musikfestivals sollen deutlich machen, dass wir uns mit den globalen und lokalen Auswirkungen des kapitalistischen Weltsystems nicht abfinden werden. Dabei lehnen wir jede Form von chauvinistischer Standortlogik ab und sollten als soziale Bewegung die expansive deutsch-europaeische-Militaerpolitik und das neoliberale Kontrollregime im Innern zurueckweisen. Niemand von uns geht davon aus, dass wir im Fruehsommer 2007 an der mecklenburgischen Ostseekueste die Welt entscheidend veraendern werden, aber wir wissen, was Tage der Bewegung leisten koennen. Das Gesamtprojekt G-8-Mobilisierung 2007 ist so gross und ambitioniert, dass eine Stroemung oder Organisation damit ueberfordert waere. Jeder Versuch eines Alleingangs oder die Dominanz einer Richtung wuerde die Handlungsmoeglichkeiten und die politische Ausstrahlungskraft der Aktionen insgesamt merklich einschraenken. Im Interesse der Gesamt-Bewegung wollen wir das Prinzip der Einheit in der Vielfalt tatsaechlich zur Geltung bringen. Wir rufen daher zur Bildung eines breit angelegten Gesamtbuendnisses auf, das die Organisation und Koordination der gemeinsamen Aufgaben uebernimmt, die nicht von einzelnen Stroemungen allein geleistet werden koennen. Hier sollten Initiativen aus allen Spektren der Linken zusammen kommen: Die lokalen Sozialforen, Erwerbslosen- und Sozialinitiativen, Antifagruppen, Fluechtlings-Initiativen, Autonome Gruppen und andere bewegungsorientierte Linksradikale, 3.Welt- und Kirchengruppen, attac und die no-global-Netzwerke, traditionskommunistische und trotzkistische Organisationen, Gewerkschaftsgliederungen und -jugendverbaende, Linkspartei/ PDS usw. Damit alle relevanten Gruppierungen an den Vorbereitungen gleichberechtigt teilnehmen koennen, brauchen wir einen Grundkonsens, der um die Unterschiede wissend ein offenes Miteinander ermoeglicht und nicht zu eng gefasst ist. Als gemeinsame Grundlagen schlagen wir vor: - Die eindeutige Delegitimierung der G-8 - Die gegenseitige Anerkennung unterschiedlicher Aktions- und Widerstandsformen - Ein solidarischer, verlaesslicher Umgang miteinander, der verbindliche Absprachen erlaubt - Eine klare und offensive Abgrenzung gegenueber rechtspopulistischen und rechten Kraeften. Wir wollen fuer den Vorschlag werben, dass unter moeglichst grosser Beteiligung ein Buendnis gegen den G-8 in Heiligendamm gebildet wird. Wir werden uns darum bemuehen, dass es schon Anfang 2006 eine breit getragene Einladung dazu gibt und hoffen auf ein bewegungsorientiertes, basisdemokratisches Buendnis, das auch den politischen Raum schafft, die unterschiedliche Praxis aller Beteiligten in der Einheit der Kritik wirkungsvoll zu entfalten. Dieser Vorschlag eines grossen Buendnisses schliesst andere bereits bestehende Initiativen zur Gegenmobilisierung ein. Jeder Mobilisierungsansatz ist zu begruessen. Wir denken aber, dass es zusaetzlich notwendig und sinnvoll ist, tatsaechlich alle Gruppen, Organisationen und Stroemungen zusammenzubringen und das Experiment einer offenen und konstruktiven Zusammenarbeit zu wagen. Denn die bevorstehenden Aufgaben wie z.B. gemeinsamer Camp-Koordination, verlaessliche Praxisabsprachen, oeffentlichkeitswirksame Veranstaltungen, internationaler Mobilisierung, Oeffentlichkeitsarbeit und Finanzierung werden nur gemeinsam loesbar sein. Die vor uns liegenden zwei Jahre bis zum Gipfel werden wir fuer die Vorbereitung und Mobilisierung dringend brauchen. Es ist jetzt an der Zeit damit anzufangen. *Fuer eine interventionistische Linke: AKU Wiesbaden; Antifaschistische Linke Berlin (ALB); AVANTI - Projekt undogmatische Linke; Redaktionen analyse + kritik/fantômas; Dr. Sabah Alnasseri (Universitaet Frankfurt und Kassel); Erika Feyerabend; fortsetzung folgt! (Muenchen); Fuer eine linke Stroemung (FelS) Berlin; Bundesweite Koordination antimilitaristischer gruppen "Krieg ist Frieden" (KIF), Bundesweite Kampagne Libertad!; Dagmar Paternoga, Bonn; Radikale Linke Koeln; radikale linke (rl) Nuernberg - Projekt fuer revolutionaere Organisierung; Michael Ramminger (ITP, Muenster); Werner Raetz (Informationsstelle Lateinamerika, attac-D Ko-Kreis); Rote Aktion Kornstrasse (RAK-Hannover); Thomas Seibert (attac-Rat); Redaktion der Zeitung So oder So; Pedram Shahyar (attac Ko-Kreis); rosa antifa wien; Stiftung Unruhe Koeln; Katja Strobel (Institut fuer Theologie und Politik, Muenster); Georg Wissmeier, Hamburg* (gekuerzt) Quelle und Infos: http://www.g8-2007.de Kontakt: info at g8-2007.de *************************************************** Der akin-pd ist die elektronische Teilwiedergabe der nichtkommerziellen Wiener Wochenzeitung 'akin'. Texte im akin-pd muessen aber nicht wortidentisch mit den in der Papierausgabe veroeffentlichten sein. Nachdruck von Eigenbeitraegen mit Quellenangabe erbeten. Namentlich gezeichnete Beitraege stehen in der Verantwortung der VerfasserInnen. Ein Nachdruck von Texten mit anderem Copyright als dem unseren sagt nichts ueber eine anderweitige Verfuegungsberechtigung aus. Der akin-pd wird nur als Abonnement verschickt. 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Natuerlich ist Wien nicht ganz tatenlos und setzt einige Aktivitaeten wie diverse Klimaschutzprogramme. Aber diese dabei gewonnenen Einsparungen werden locker durch verschiedene gegenlaeufige Entwicklungen durch Verkehr und Energie wieder ueberkompensiert. Die jaehrlichen CO2-Emissionen sind daher nach wie vor im Steigen begriffen, wie auch aktuellere Luftschadstoff-Inventuren bezeugen. Und das Umweltbundesamt konstatiert in allen Schadensmessungen jaehrlich weitere Zunahmen der CO2-Werte. Nun waeren allein diese Wiener Werte nicht so tragisch -- lebt halt Wien wie jede Grossstadt in einer Glockenhaube aus Dunst und Schadstoffen. Aber kluge Menschen haben schon seit laengerem einen logisch stringenten Zusammenhang zwischen CO2-Ausstoss und der Erwaermung des Meeres festgestellt, wobei es nur eine Frage der Zeit ist, wann die bekannten Katastrophen sich weltweit und gleichmaessig verteilen. Da wir allein nicht viel machen koennen, haben wir kluge PolitikerInnen gewaehlt, die uns gefaelligst das verbieten sollen, was den Treibhauseffekt weiter beschleunigen koennte. Dabei tauchen allein im Falle Wiens hoechst sonderbare Verhaltensmuster auf. Die Wiener OeVP moechte den Individualverkehr reduzieren und oeffentliche Verkehrsmittel attraktiver gestalten. Sieh’ da - das haetten wir uns nicht gedacht. Aber weiter: die OeVP verlangt sogar nach einer intelligenten Verkehrsplanung. Man glaubt es kaum -- denn sie meint dann traurig, dass sinnvolle Moblitaet kaum mehr moeglich ist. Naja, wenn das so ist. Dann taucht aber ploetzlich die ‘City Maut fuer Wien’ auf, die jedoch fuer Buergermeister Michael Haeupl nicht in Frage kommt, denn die Parkraumbewirtschaftung habe sich "ausserordentlich gut" bewaehrt. Haeupl entsann sich dann noch praeziser der baldigen Gemeinderatswahlen und lehnte das Thema ‘Road Pricing’ ab, denn die Entlastung der AutofahrerInnen habe im Vordergrund zu stehen. Um dann ueberhaupt ein ‘bissi’ parteipolitisch nachzusetzen: Er sei fuer die Erhoehung der Pendlerpauschale und des Kilometergeldes und natuerlich auch fuer eine Herabsetzung der Mineraloelsteuer. Diese Meldungen bringen wiederum Eva Glawischnig von den Gruenen zum Kochen -- sie ortet bei der SPOe massive Unehrlichkeit, denn gerade Haeupl habe sich unlaengst sogar oeffentlich zu einer Strassenmaut bekannt. Das sei wiedermal typisch von OeVP und SPOe. Darabos, Gusenbauer und Cap haetten alle dezidiert erklaert, gegen diese PKW-Maut zu sein -- und jetzt das! Alle wollten nur bis nach den Wahlen darauf warten, bis sie die AutofahrerInnen schroepfen koennen, so Glawischnig. Sowohl Schuessel als auch Gusenbauer seien zu feig, dies zuzugeben. Die Gruenen indes wuerden fuer eine Umgestaltung der fixen Abgaben eintreten, die sowohl gerecht als auch oekologisch waere. Waehrenddessen beschwert sich Buergermeister Haeupl ueber OeVP-Klubobmann Molterer, der mit ihm bereits ueber Road Pricings gesprochen habe. Nach diesem moeglichst aktuellen ‘Zustand’ der Wiener Politik erfolgt zuletzt ein Wunsch an die VertreterInnen dieser Parteien. Sollten jemals in und um Wien ein Tsunami, ein Sturm lá Kathrina oder schwere Erdbeben auftauchen, bitte versucht uns nicht zu retten. Wir kommen schon allein zurecht, ganz sicher! *Fritz Pletzl* ================================================ 14 Das Letzte (Monarchisten) Von: akin ================================================ ********************************************************** akin-Pressedienst. Aussendungszeitpunkt: Dienstag, 13. September 2005; 15:39 ********************************************************** > Das Letzte: Die liebe Bierfamilie Bekanntermassen gehoert ja unsere Innenministerin einer "Bierfamilie" (bitte, das haben jetzt nicht wir erfunden, das heisst wirklich so) der studentischen Verbindung Elisabethina an. Und das kommt gar nicht gut fuer eine der hoechsten Vertreterinnen der Republik, steht doch diese Verbindung im Geruch des Kapuzinergruftmoders. Aber das ist natuerlich erstunken und erlogen, wie die Elisabethina jetzt auf ihrer Homepage feststellte: "Durch die Medienberichterstattung waehrend der vergangenen Tage konnte der Eindruck entstehen, dass die C.oe.a.St.V. Elisabethina den oesterreichischen Rechtsstaat in Frage stelle. Dies ist falsch und wir verwehren uns gegen Behauptungen in diese Richtung." Das wird wohl auch der Grund sein, warum von der Site flugs das Angebot fuer zwei nicht ganz so demokratische Schluesselanhaenger verschwunden ist. Auf den Anhaenger prangen die Aufschriften: Unser Motto - Kaiser Otto" und "i m a monarchist". Nur leider will ein boeser Mensch vor dem Verschwinden dieses Angebot kopiert und ins Netz gestellt haben. Wahrscheinlich eine plumpe Faelschung von irgendeinem niedertraechtigen Linksradikalen. Weil Monarchisten koennen sich sowas Flappsiges wahrscheinlich nicht ausdenken -br- Zu sehen unter: http://img236.imageshack.us/img236/9448/imamonarchist0en.jpg Den Stammbaum der Bierfamilie der Liese Prokop gibt es zu bewundern unter: http://img236.imageshack.us/my.php?image=stammbaumliese8wd.jpg Und die ganze Wahrheit findet sich unter: http://www.elisabethina.at/ ================================================ 15 "Strasse der Erinnerung" auf dem Volkertplatz Von: akin ================================================ > "Strasse der Erinnerung" auf dem Volkertplatz Der Volkertplatz liegt im Volkertviertel, das ist die Gegend neben dem ehemaligen Nordbahnhof, zwischen dem Praterstern, der Nordbahnstrasse, der Heinestrasse, Am Tabor und der Taborstrasse. Da dieser Platz zurzeit neu gestaltet wird, hat der Verein "Steine der Erinnerung" angeregt, eine Gedenkstaette fuer die ehemaligen juedischen EinwohnerInnen zu gestalten. Unterstuetzt von der Bezirksvorstehung, der Gebietsbetreuung und dem Graetzl-Management haben wir gemeinsam mit der Planerin des Platzes und dem Architekten ein Projekt entwickelt, das sich "Strasse der Erinnerung" nennt. Dieses Projekt baut auf der Idee der "Stolpersteine" auf, die in Deutschland zum Andenken an die ermordeten BewohnerInnen vor die Haeuser gesetzt werden. Diese "Strasse der Erinnerung" ist in den Bereich des Platzes eingebettet, der mit Baeumen und Sitzbaenken der Kommunikation und der Erholung gewidmet ist. Zu Beginn werden 3 Steine ins Pflaster gesetzt, die an die juedische Bevoelkerung des Viertels erinnern: ZUM GEDENKEN AN 1504 JUeDISCHE MAeNNER UND FRAUEN DIE IM VOLKERTVIERTEL GELEBT HABEN ZUM GEDENKEN AN 1585 JUeDISCHE EINWOHNER DIE IM VOLKERTVIERTEL GELEBT HABEN ZUM GEDENKEN AN 81 KINDER. SIE WURDEN AUS IHRER HEIMAT UND AUS IHREM LEBEN GERISSEN UND VON DEN NAZIS ERMORDET Danach werden in unterschiedlichen Abstaenden 84 Steine gesetzt, die an einzelne juedische BewohnerInnen des Viertels erinnern. Aus den Listen der Ermordeten haben wir vorwiegend Menschen ausgewaehlt, die nach dem Holocaust keine ueberlebenden Angehoerigen hatten, an die also niemand mehr denkt, derer niemand gedenken kann. Es sind aber auch 14 Steine, die auf Wunsch von Menschen in Israel gesetzt werden, die ihrer Angehoerigen gedenken wollen. Jeder Stein ist 10X10 cm gross. Die Schrift wird in eine Messingplatte graviert, die in Beton gegossen wird. Alle 84 Steine wurden von einem Kuenstler gestaltet. Diese Steine der Erinnerung werden durch Patenschaften finanziert. Die Patenschaft fuer einen Stein betraegt 95 Euro. Solltet ihr Interesse an einer Patenschaft oder Fragen zu dem Projekt haben, dann schreibt mir unter steinedererinnerung at gmx.at Elisabeth Ben David-Hindler (Obfrau des Vereins) *************************************************** Der akin-pd ist die elektronische Teilwiedergabe der nichtkommerziellen Wiener Wochenzeitung 'akin'. Texte im akin-pd muessen aber nicht wortidentisch mit den in der Papierausgabe veroeffentlichten sein. Nachdruck von Eigenbeitraegen mit Quellenangabe erbeten. Namentlich gezeichnete Beitraege stehen in der Verantwortung der VerfasserInnen. Ein Nachdruck von Texten mit anderem Copyright als dem unseren sagt nichts ueber eine anderweitige Verfuegungsberechtigung aus. Der akin-pd wird nur als Abonnement verschickt. 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Sie versucht nun, die Verhaftung und Auslieferung fuehrender, in Europa lebender PKK-Aktivisten zu erreichen. Die Akten von insgesamt 23 PKK-Mitgliedern sind fuenf europaeischen Regierungen uebermittelt worden: an Grossbritannien, Deutschland, Belgien, Daenemark und die Niederlande. Es wurde zu diesem Zweck Erkenntnisse der tuerkischen Gendarmerie, der Polizei und des MIT (des Geheimdienstes) gesammelt, mit denen die Verbindungen zwischen der PKK und diesen Personen dokumentiert werden sollen. Den genannten Regierungen bietet die PKK eine verstaerkte geheimdienstliche Zusammenarbeit an. Von diesem euro-tuerkischen Feldzug sind unter anderem zwei ehemalige Abgeordnete der DEP (der Partei der Demokratie) betroffen: Zuber Aydar und Remzi Kartal. Die Tuerkei will insbesondere die Auslieferung von Personen, gegen die bereits in der Tuerkei Verfahren laufen. In der Tuerkei gelten jedoch saemtliche marxistischen Organisationen als "terroristisch" und werden entsprechend kriminalisiert. Die tuerkische Regierung findet sich nicht nur durch Schilys Feldzug bestaetigt: In Belgien wurde vor kurzem eine Pressekonferenz verboten, die das Thema eines einseitigen Waffenstillstandes zum Inhalt hatte, und in Daenemark wird gegen das kurdische Roj-TV ermittelt, nachdem Erdogan diesen Sender zum Abschuss freigegeben hatte. *Aug und Ohr* Quelle: Oemer Sahin, Turkish Govt. Sends Files on 23 Terrorists to Europe, Zaman, 9. 9. 2005 ================================================ 17 "Homoehe-light" ersetzt nicht gleiche Rechte Von: Rechtskomitee LAMBDA ================================================ GleichgeschlechtlichePartnerschaften „Homoehe-light“ersetzt nicht gleiche Rechte Rechtskomitee LAMBDA kritisiert BZÖ-Modell Das RechtskomiteeLAMBDA (RKL), Österreichs Bürgerrechtsorganisation für homo- undbisexuelle Frauen und Männer, lehnt das heute vonJustizministerin Mag. Karin Gastinger präsentierte Modell für eine„Homoehe-light“ ab und erneuert seine Forderung nachGleichberechtigung homosexueller Paare. Es ist zwar sehr positiv, wenn die Palette derfamilienrechtlichen Institute erweitert wird und damit Paare aus mehrAlternativen auswählen können. Die Schaffung einer Ehe zweiter Klasse ändertaber nichts an der Diskriminierung gleichgeschlechtlicher Paare. WährendHomosexuelle derzeit eine (formlose Lebensgemeinschaft) und Heterosexuelle zweiWahlmöglichkeiten haben (formlose Lebensgemeinschaft – Ehe), werden ihnennach dem jetzt angekündigten Modell des BZÖ zwei (formlose Lebensgemeinschaft– „Homoehe-light“), Heterosexuellen dann aber drei (formloseLebensgemeinschaft – „Homoehe-light“ – Ehe) offenstehen. Die Wahlfreiheit steigt, die Ungleichheit aber bleibt. Die vom BZÖ laut heutigem Bericht des Standardvorgeschlagene „Homoehe-light soll nur einen Bruchteil der Rechteund Pflichten der Ehe mit sich bringen und beinhaltet auch keine klarenAussagen über die Kinder in Regenbogenfamilien. In Österreich wachsenzehntausende Kinder in lesbischen oder schwulen Lebensgemeinschaften auf. Lesbischeund schwule Eltern tragen alleine oder in Partnerschaft Verantwortung für dieErziehung und das Wohlergehen ihrer Kinder. Doch noch immer sind dieseRegenbogenfamilien Familien zweiter Klasse und werden rechtlich diskriminiert.Auch sie haben im Interesse der Kinder Anspruch auf Rechtssicherheit. Lesben,Schwule und Bisexuelle sind keine schlechteren Eltern als heterosexuelleMenschen, nur weil sie eine andere sexuelle Orientierung haben. Insbesonderedie fehlende Möglichkeit zur Stiefkindadoption (also des leiblichen Kindesdes/der PartnerIn) entzieht den Kindern Versorgungsansprüche und sorgt fürUnsicherheit „Homoehe-light“ hat sich inEuropa nicht durchgesetzt In Europa haben auch nur drei Länder ein solches Modellgewählt (Frankreich, Luxemburg und Andorra) während alle anderen Staaten, diegleichgeschlechtliche Partnerschaften anerkannt haben, diesen Paaren den Zugangzu den Rechten und Pflichten der Ehe eröffnet haben. Volle Gleichberechtigung kann es nur geben, wenn allenPaaren die gleichen Wahlmöglichkeiten, auch die Zivilehe, offen stehen. Wenndie Niederlande, Belgien, Spanien, Kanada und Teile der USA diese Gleichheitbereits geschaffen haben und andere wie Schweden und Südafrika sich bereits aufdem Weg dorthin befinden, so sollte dies auch für unser Land recht und billigsein, das 1787 als erstes Land der Welt die Todesstrafe für homosexuelleBeziehungen abgeschafft hat. Wenn Justizministerin Gastinger den Ausschlussgleichgeschlechtlicher Paare von der Zivilehe damit begründet, dass „dieBedeutung der Ehe keineswegs geschmälert werden dürfe“, so ist diesmassiv diskriminierend. Warum soll die Ehe von Mann und Frau entweiht werden,bloss weil zwei Männern oder zwei Frauen die Ehe nicht mehr verboten ist? Siewird dadurch ebenso wenig herabgewürdigt wie eine Ehe zwischen Menschen mitweisser Hautfarbe dadurch, dass auch Menschen mit schwarzer Hautfarbe heiratendürfen. „Wir werden uns nicht miteiner Ehe zweiter Klasse abspeisen lassen, während verschiedengeschlechtlichenPaaren nach wie vor die Ehe erster Klasse offen steht. Nach derVierklassengesellschaft im Diskriminierungsschutz brauchen wir nicht auch nochdie Zweiklassengesellschaft im Familienrecht“, sagt der WienerRechtsanwalt Dr. Helmut Graupner,Präsident der Homosexuellen-Bürgerrechtsorganisation Rechtskomitee LAMBDA, „Gleiches Recht für alle! Allesandere ist Diskriminierung“. Das 1991 gegründete Rechtskomitee LAMBDA(RKL) arbeitet überparteilich und überkonfessionell für die umfassendeVerwirklichung der Menschen- und Bürgerrechte gleichgeschlechtlich l(i)ebenderFrauen und Männer. In seinem Kuratorium vereinigt es so prominente Mitgliederwie den SPÖ-Vorsitzenden Dr. Alfred Gusenbauer, Präs. NRAbg. Peter Schieder,, NRAbg. Mag. Terezija Stoisits, den renommierten Kinder- und JugendpsychiaterUniv.-Prof. Dr. Max Friedrich und die Kinder- und JugendanwältInnen von WienDSA Monika Pinterits und Dr. Anton Schmid, den Generalsekretär von AmnestyInternational Österreich Mag. Heinz Patzelt und die bekanntenMenschenrechtsexperten Dr. Lilian Hofmeister und Univ.-Prof. Dr. Manfred Nowak,die Sexualwissenchafter ao.Univ.-Prof. Dr. Josef ChristianAigner und Prof. Dr. Rotraud Perner, den Theologen Univ.-Prof. Dr. Kurt Lüthi,Günter Tolar u.v.a.m. Rückfragehinweis: Rechtskomitee LAMBDA (01/876 30 61;0676/3094737), office at RKLambda.at; www.RKLambda.at Europakarte: http://www.rklambda.at/rechtsvergleich.htm 12.09.2004 ================================================ ================================================ 18 Homoehe für Rot/Grün keine Koalitionsbedingung mit Schwarz? Von: Rechtskomitee LAMBDA ================================================ Reaktion der SPÖ (12.09.2005) Klarstellung von Barbara Prammer, zweiteNationalratispräsidentin Zur Aussage, »die SPÖ mache die Einführung der Homoehe nicht zu einerKoalitionsbedingung mir Schwarz« in einem Artikel im Standard vom 10./11.September stellt die Zweite Präsidentin des Nationalrates Barbara Prammer fest,dass sie Irene Brickner keine aktuelles Interview gegeben habe. Mit derRedakteurin habe vor einigen Wochen ein Telefongespräch stattgefunden, in demüber Koalition nur am Rande gesprochen worden sei. Und zwar dahin gehend, wieweit weltanschauliche Diskrepanzen zwischen Schwarz und Rot Koalitionsfragengenerell schwierig machen und nicht allein auf die Homoehe beschränkt sind. »Eingetragene Partnerschaften sind ein unabdingbares Muss, da sie nicht nur denMenschenrechten entsprechen, sondern die Basis für ein Familienrecht bilden,das seinen Platz im 21. Jahrhundert hat,« sagt Prammer. »Ein Regierungspaketohne nachhaltige Gleichstellungsinitiativen – dazu hört auch dieeingetragene Partnerschaft - ist für mich orstellbar.« Reaktion der Grünen (13.09.2005) Keine Aufregung, bitte! Lunacek: Koalitionen gibt es nur mit sich bewegenden PartnerInnen Für uns Grüne ist die rechtliche Gleichstellung für Lesben und Schwule einnotwendiges Muss, egal mit welcher Partei. Wir werden - bei entsprechendemWahlergebnis - nach der nächsten Nationalratswahl Koalitionsverhandlungenführen. Das Grüne Modell für lesbische und schwule Paare beinhaltet dieEinführung des Zivilpaktes "Zip" für gleich- undverschiedengeschlechtliche Paare sowie die Öffnung der Ehe für Lesben undSchwule. Im Telefon-Interview, das Irene Brickner vor einigen Wochen mit mir geführthat, habe ich das gesagt, womit ich u.a. zitiert werde: Die ÖVP werde sich beietwaigen Koalitionsverhandlungen mit den Grünen "bewegen müssen",denn es herrsche "massiver Handlungsbedarf". Von der"Homoehe" war nicht die Rede. Dass es bei Koalitionsverhandlungenjeglicher Kombination harte Bedingungen und Vorgaben gibt, ist klar. Wenn demnicht so wäre, bräuchte man/frau ja gar keine Verhandlungen beginnen..... An alle KritikerInnen aus der Community und der Szene: Es gibt bei den Grünenweder "vorauseilenden Gehorsam" noch werden unsere "Anliegenbereits jetzt dem Wettstreit um eine Koalition mit der katholisch-konservativenÖVP" geopfert (Zitat des Rechtskomitee Lambda). Ganz im Gegenteil: Wirhaben schon 2003 hart mit der ÖVP verhandelt, die rechtliche Gleichstellung vonLesben und Schwulen war dabei ein wichtiger Punkt. Und wir haben dieseVerhandlungen abgebrochen, als wir gesehen haben, dass die ÖVP nicht annäherndbereit war, in den sensiblen Fragen - wozu die rechtliche Gleichstellung vonLesben und Schwulen gehört - nachzugeben. Ulrike Lun acek ist Nationalratsabgeordnete der Grünen und Sprecherin für dieGleichstellung von Lesben, Schwulen und TransGenders. HomosexuellePartnerschaften VORAUSEILENDERGEHORSAM VON ROT UND GRÜN? RechtskomiteeLAMBDA bestürzt über kolportierte Aussagen von Prammer und Lunacek Das RechtskomiteeLAMBDA (RKL), Österreichs Bürgerrechtsorganisation für homo- undbisexuelle Frauen und Männer, zeigt sich bestürzt über die vom Standard inseiner Wochenendausgabe wiedergegebenen Aussagen der ZweitenNationalratspräsidenten und SPÖ-Frauenvorsitzenden, Dr. Barbara Prammer, undder grünen Nationalratsabgeordneten Mag. Ulrike Lunacek. Wie die Tageszeitungberichtet, hätten die beiden Politikerinnen erklärt, die Gleichstellunghomosexueller Partnerschaften sei für ihre Parteien keine Bedingung für eineKoalition mit der ÖVP. Wenn diese kolportierten Aussagen tatsächlich gemachtwurden, so ist bereits jetzt klar, dass die gleichgeschlechtlich l(i)ebendenBürgerInnen unseres Landes auch von der nächsten Regierung nichts zu erwartenhaben. Ihre Anliegen würden bereits jetzt dem Wettstreit um eine Koalition mitder katholisch-konservativen ÖVP geopfert. Im „günstigsten“ Fallverkaufte eine rot-schwarze, schwarz-rote oder schwarz-grüne Regierung wohl dasvon der ÖVP bereits seit einem Jahr angekündigte„Augenauswischerei“-Gleichstellungspaket als grossen Erfolg. Auch für den Fall einer rot-grünen Koalition lassen diejetzt zitierten, knieweichen Äusserungen nichts Gutes ahnen. Wenn bereits diebeiden Vorkämpferinnen in ihren jeweiligen Parteien schon weit vor der Wahlgegenüber der ÖVP aufgeben, so steht zu befürchten, dass SPÖ und Grünen auch imFalle einer Koalition miteinander der Mumm fehlen wird, die Diskriminierunggleichgeschlechtlicher Partnerschaften wirklich zu beenden. „Wir können nur hoffen,dass es sich bei dem Bericht des Standard um eine Zeitungsente handelt“,sagt der Präsident des RechtskomiteesLAMBDA,Dr. Helmut Graupner,„Andernfalls wird es in diesem Land gleichgeschlechtlich l(i)ebendenBürgerInnen wahrlich immer schwerer gemacht, ihre Stimme einer derParlamentsparteien zu geben“. Das 1991 gegründete Rechtskomitee LAMBDA (RKL) arbeitetüberparteilich und überkonfessionell für die umfassende Verwirklichung derMenschen- und Bürgerrechte gleichgeschlechtlich l(i)ebender Frauen und Männer.In seinem Kuratorium vereinigt es so prominente Mitglieder wie denSPÖ-Vorsitzenden Dr. Alfred Gusenbauer, Präs. NRAbg. Peter Schieder,, NRAbg. Mag. Terezija Stoisits, den renommierten Kinder- und JugendpsychiaterUniv.-Prof. Dr. Max Friedrich und die Kinder- und JugendanwältInnen von WienDSA Monika Pinterits und Dr. Anton Schmid, den Generalsekretär von AmnestyInternational Österreich Mag. Heinz Patzelt und die bekannten MenschenrechtsexpertenDr. Lilian Hofmeister und Univ.-Prof. Dr. Manfred Nowak, dieSexualwissenchafter ao.Univ.-Prof. Dr. Josef ChristianAigner, Prof. Dr. Rotraud Perner und Mag. Johannes Wahala, den TheologenUniv.-Prof. Dr. Kurt Lüthi, Günter Tolar u.v.a.m. Rückfragehinweis:0676/3094737; 01/8766112, office at RKLambda.at, www.RKLambda.at 12.09.2005 ================================================ B) TERMINE ================================================ ======================== Mittwoch http://mund.at/butt/Termine/September/1409.htm Donnerstag http://www.mund.at/butt/Termine/September/1509.htm Freitag http://www.mund.at/butt/Termine/September/1609.htm ======================== ================================================ D) EDITORIAL ================================================ Für den Inhalt verantwortlich: Ihr. Medieninhaberinnen & Medieninhaber seid Ihr E-Mail-Adresse für Beiträge: widerstand at no-racism.net geschickt. widerst at nd MUND und alle Termine täglich aktualisiert im Web: http://www.no-racism.net/MUND Ziel von MUND (medienunabhängiger Nachrichtendienst) ist die unzensurierte und möglichst rasche Information über gesellschafts- politisch relevante Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu Widerstand und Antirassismus sowie verwandte Themen. sollen einen Titel, Namen und Emailadresse der/des AutorIn enthalten und möglichst kurz und prägnant gehalten sein, ev. mit Hinweis, wo weitere Informationen eingeholt werden können. Bitte keine Attachments! Die inhaltliche und sachliche Verantwortung liegt bei der/dem jeweiligen AutorIn bzw. jenen, die uns die Beiträge schicken. Der MUND wird von einzelnen TagesredakteurInnen zusammengestellt. Da Fehler nicht ausgeschlossen sind, bitten wir, nicht veröffentlichte Beiträge nochmals an widerstand at no-racism.net zu senden. Die Weiterleitung (auch auszugsweise) ist erwünscht. Beiträge mit rassistischen oder sexistischen Inhalten werden nicht veröffentlicht. Sehr persönliche Meldungen werden wir an den betreffenden Adressaten weiterleiten, aber nicht im MUND veröffentlichen. Die bisherigen Ausgaben sind unter http://www.no-racism.net/MUND archiviert. Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage: * Wann: Sonntag, 11.11.2001, 11:11 Uhr * * Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" * * Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf * * Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie. Aber kurz und prägnant.* Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch stillschweigend Zensur zu üben. Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die Nichtaufnahme geliefert. (Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.) Die AbsenderInnen der betroffenen Beiträge werden hiervon informiert. Im Sinne einer "gläsernen Zensur" könnt ihr Euch die Beiträge gerne extra schicken lassen: Ein kurzes Mail an widerstand at no-racism.net genügt. ================================================ E) VERTEILERLISTE ================================================ Zur Eintragung in diesen Verteiler bitte direkt subskribieren unter http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/analle oder von der einzutragenden Adresse aus ein mail schicken an: admin at no-racism.net mit folgendem Text: subscribe no-racism Bitte wegen Automatisierung diesen Wortlaut verwenden! Zur Austragung aus dieser Liste bitte an zusammengestellt. Bitte keine Attachments! (werden nicht angenommen) Redaktionsschluss für diese Ausgabe: Mi 5.00 Uhr III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III ü, ö, ä, ß, Ü, Ö, Ä III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III widerst at nd-MUND is powered by http://alt.strg.at/ ================================================ From analle at no-racism.net Thu Sep 15 17:42:42 2005 From: analle at no-racism.net (=?iso-8859-1?q?MUND=3A_medienunabh=E4ngiger_Nachrichtendienst?=) Date: Thu, 15 Sep 2005 17:42:42 +0200 Subject: MUND:Donnerstag, 15. September 2005 Message-ID: <20050915154242.HQTL2153.viefep13-int.chello.at@localhost> widerst at nd MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst Donnerstag, 15. September 2005 www.no-racism.net/mund ================================================ A) INHALT ================================================ ================================================ 01 Anreise zu den Antifa-Aktionstagen in Klagenfurt (16.-18.09.) Von: GAJ Wien ================================================ 02 Echte sozialistische Kandidatur bei den Wiener Gemeinde- und Bezirksratswahlen Von: Sozialistische LinksPartei ================================================ 03 Sonder-Wohnungs-Sanierungsprogramm für Margareten Von: KPÖ Margareten ================================================ ================================================ ANKÜNDIGUNGEN ================================================ ================================================ 04 > Radio Stimme - 15.09 Von: Radio Stimme ================================================ 05 nevidal im NIL Von: ursprung ================================================ 06 Benefizkonzert von Alegre Correa Von: Ruth Chylik ================================================ 07 Schwarzbuch Öl - Eine Geschichte von Gier, Krieg, Macht und Geld, ab 24.9. im Handel Von: Klaus Werner ================================================ ================================================ MELDUNGEN UND MEINUNGEN ================================================ ================================================ 08 Nestroypreis fürs RAbenhof Theater!!! Von: Rabenhof Presse ================================================ 09 Newsletter andersrum.gruene.at Von: Andersrum Newsletter ================================================ 10 Bundespräsident mahnt Begnadigung von Homosexuellen ein Von: PF209 ================================================ 11 GLB/Herbstlohnrunde/Kaufkraft Von: Gewerkschaftlicher Linksblock ================================================ 12 Bosnien: Reform gescheitert - Auflösung der Republika Srpska gefordert Von: GFBV ================================================ ================================================ B) TEXTE ================================================ ================================================ 01 Anreise zu den Antifa-Aktionstagen in Klagenfurt (16.-18.09.) Von: GAJ Wien ================================================ Jedes Jahr im September findet bei Klagenfurt/Celovec in Kärnten/Koroska das sogenannte "Heimkehrertreffen am Ulrichsberg" statt. Dagegen werden dieses Jahr Antifaschitische Aktionstage stattfinden! Mit Filmveranstaltungen, Ausstellungen, ZeitzeugInnen und HistorikerInnen Veranstaltungen und Demonstrationen soll ab Freitag den 16.09. bis Sonntag 18.09. dieser "Kärnter Konsens" gestört werden! Dazu wird es einen vom AK gegen den Kärntener Konsens organisierten Bus geben, der am Freitag (16.09.) von Linz über Wien und Graz nach Klagenfurt fährt. Wer mitfahren will kann sich jetzt noch einen Platz in einem Bus sichern! Bitte meldet euch verbindlich unter bus at u-berg.at an! Abfahrtszeiten: Linz 10:00 Uhr, Wien 12:00 Uhr, Graz 16:00 Uhr! Die selbe Strecke zurück geht's am Sonntag. Abfahrt in Klagenfurt/Celovec um ca. 15:00 Uhr (der Bus wird jedenfalls nach der Demo stressfrei erreichbar sein - insofern kann sich die Abfahrt auch noch etwas verschieben.) Es wird ein Unkostenbeitrag (nach Selbsteinschätzung, aber mindestens 10 Euro für Hin- und Rückfahrt) eingehoben. Ein zweiter Bus fährt aus Innsbruck - Treffpunkt: 12.30 Uhr vorm Hotel Europa (gegenüber vom Hauptbahnhof)! Anmeldungen auch in diesem Fall unter: bus at u-berg.at an! Detaillierte Informationen findest du auf: http://www.u-berg.at ================================================ 02 Echte sozialistische Kandidatur bei den Wiener Gemeinde- und Bezirksratswahlen Von: Sozialistische LinksPartei ================================================ Eine Presseinformation der Sozialistischen LinksPartei (SLP) Die SLP tritt an! Die Sozialistische LinksPartei (SLP) tritt bei den kommenden Bezirks- und Gemeinderatswahlen in Wien an. In den nächsten Tagen werden die Unterstützungserklärungen und KandidatInnenlisten für die ersten Bezirke und Wahlkreise eingereicht. Die SLP wird für knapp ein Viertel der Wiener Bevölkerung wählbar sein - in den Bezirken 5, 10, 20 sowie im Wahlkreis Zentrum (1, 4, 5, 6) - vorläufig. Die Spitzenkandidatin der SLP, Sonja Grusch, erklärt: "Auch in Wien gibt es Sozialabbau und Privatisierungen - eine sozialistische Alternative ist nötig. Für uns stehen nicht die Profite der Konzerne, sondern die Bedürfnisse von ArbeitnehmerInnen, Jugendlichen und MigrantInnen im Vordergrund." SCHWERPUNKTE DES SLP-WAHLKMAMPFES: „Soziale Dienste statt privater Profite“ – gegen die Ausgliederungs- und Privatisierungspolitik der Gemeinde Wien, gegen Kürzungen im Sozialbereich – für eine Gesellschaft die sich an Bedürfnissen und nicht an Profiten orientiert „Strache macht die Hetze – Schüssel&SPÖ die Gesetze“ – gegen Rassismus – für volle soziale und demokratische Rechte für alle Menschen die hier leben 22.9.: PROTEST GEGEN FPÖ-POLITIK In diesem Sinne wird es Proteste anlässlich des FPÖ-Wahlkampfauftaktes von Strache geben. Treffpunkt: Do. 22.9. 16.30 Viktor-Adler-Markt (Favoriten) INFORMATIONEN Mehr zu unserem Programm, zu den KandidatInnen und den Aktivitäten unter www.slp.at Informationen und Kontakt zur Spitzenkandidatin unter 0650-424 63 10 ================================================ 03 Sonder-Wohnungs-Sanierungsprogramm für Margareten Von: KPÖ Margareten ================================================ (KPÖ-05-PD) Sonder-Wohnungs-Sanierungsprogramm für Margareten Bereits vor 10 Jahren hat man festgestellt, dass Teile von Margareten zu den schlechtesten Wohngegenden Wiens gehören, insbesondere das Gebiet zwischen Reinprechtsdorferstrasse und Gürtel. Jede 7te Wohnung hat das Klo am Gang und kein Bad. (siehe Volkszählung 2001: 14.2% der Wohnungen in Margareten sind Kategorie C oder D - Durchschnitt in Wien liegt bei 8,6% - Quelle: Statistik Austria) Auch Lifts, die besonders die älteren Menschen brauchen würden, werden nicht gebaut. "Es hängt alleine von den privaten Hausbesitzern ab, ob etwas verbessert wird. Und die profitieren offensichtlich von den schlechten Wohnungen genug und sind nicht bereit etwas zu tun." so Wolf Goetz-Jurians, Spitzenkandidat der KPÖ Margareten. "Das wollen wir ändern. Wir wollen, dass es in Margareten in der Zukunft keine Kategorie D und C Wohnungen (*) mehr gibt. Dass jeder Haushalt WC und Bad in der Wohnung hat.", so Wolf Goetz-Jurians weiter. Jurians weiters: "Ein Sonder-Wohnungs-Sanierungsprogramm soll sicherstellen, dass die Mieter keine höheren Mieten zahlen oder die Wohnung verlassen müssen. Die Mieter sollen die Mittel des Althaussanierungsfonds zur Wohnungsverbesserung in Anspruch nehmen können, ein weiteren Teil der Kosten soll die Gemeinde übernehmen. Damit wäre den Bewohnern und der lokalen Bauwirtschaft gedient und Margareten hätte keine Gegenden mehr, die immer verkommen, verslummen, Wettbüros und Umweltbelastungen aller Art nach sich ziehen und die Lebensqualität jedes einzelnen vermindern." *Anm.: Wohnungskategorie C: WC und Wasserentnahme in der Wohnung - kein eigener Dusch/Bad-Raum in der Wohnung Wohnungskategorie D: Kein(e) WC/Wasserinstallation in der Wohnung Rückfragen: KPÖ-Margareten http://rotpunkt.kpoe.at rotpunkt at kpoe.at Michael Gutsch 0664/3234068 ================================================ ANKÜNDIGUNGEN ================================================ ================================================ 04 > Radio Stimme - 15.09 Von: Radio Stimme ================================================ >-------- Original Message -------- >Subject: ____ > Radio Stimme - 15.09 >Date: Tue, 13 Sept 2005 21:00:00 +0200 >Von: Radio Stimme >To: Radio Stimme Newsletter > RADIO STIMME - DIE SENDUNG DER INITIATIVE MINDERHEITEN Donnerstag, 15. September 2005 13.00 Uhr, Orange 94.0 / Wien Get connected! Jedes Jahr suchen einige Hundert Jugendliche in Österreich Schutz vor Verfolgung und Missständen in ihrer Heimat. Noch mitten im erwachsen werden bräuchten diese jungen Menschen besonderen Halt und Aufmerksamkeit. Was der Staat nicht bietet, versucht das Projekt "Connecting People" bereitzustellen: Patinnen und Paten sollen den jugendlichen Flüchtlingen eine Starthilfe in der Fremde sein. Außerdem: "Operation Spring" - Sie gilt als die größte kriminalpolizeiliche Aktion in Österreich seit 1945, bei der im Mai 1999 über 100 AfrikanerInnen wegen des Verdachts auf organisierten Drogenhandel verhaftet und später vor Gericht gestellt wurden. Der gleichnamige Dokumentarfilm ist ein Film über die Erprobung der damals neuen Ermittlungsmethoden und über eine Reihe von Gerichtsverfahren mit teils kafkaesken Zügen. Weitere Sendungsthemen: - Workcamps: gemeinsames Arbeiten und Erleben von Jugendlichen aus aller Welt - Im Telefongespräch: LEFÖ über den medialen Vojeurismus in der "Callgirl-Affäre" Diese Sendung wird weiters ausgestrahlt auf: FREIRAD (Innsbruck) Do, 22. September, 12.00 Uhr Radio FRO (Linz) So, 02.Oktober, 11.00 Uhr Radio HELSINKI (Graz) Mo, 03. Oktober, 08.00 Uhr ****** Sendung verpaßt? Das Internet-Archiv. Diese und alle anderen Ausgaben von Radio Stimme sind in unserem digitalen Sendungsarchiv jederzeit als Download und Stream abrufbar: http://www.initiative.minderheiten.at/Radio ****** Sendung über's Internet hören. Die Sendungen sind über den Internet-Livestream der Radiosender zur jeweils angegebenen Sendezeit auch über das Internet zu hören. Orange 94.0: http://streamintern.orange.or.at/live3.m3u FREIRAD: http://www.freirad.at/live.m3u Radio FRO: http://www.fro.at/livestream.php HELSINKI: http://www.helsinki.at/live-stream.php ***** aus der Mailinglist austragen? leeres Mail bitte an radio.stimme_news-unsubscribe at initiative.minderheiten.at ***** Radio Stimme – Die Sendung der Initiative Minderheiten Das politische Magazin zu den Themen Minderheiten - Mehrheiten - Machtverhältnisse on air: Wien - Do, 13.00 Uhr - Orange 94.0 - http://www.orange.or.at Innsbruck - Do, 12.00 Uhr - FREIRAD - http://www.freirad.at Linz - So, 11.00 Uhr - Radio FRO - http://www.fro.at Graz - Mo, 08.00 Uhr - Radio Helsinki - http://www.helsinki.at on line: weltweit - jederzeit - http://www.initiative.minderheiten.at -- This mail was sent through the strg.at network. http://strg.at ================================================ 05 nevidal im NIL Von: ursprung ================================================ BAODO im N I L Kunstraum + Café Dreihackengasse 42, 8020 Graz http://nil.mur.at, nil at mur.at Hans Nevidal WRONG WAY Eröffnung: Dienstag 20. 9. um 20:00 Uhr Ausstellungsdauer: 21. 9. – 12. 10. 2005 Öffnungszeiten Kunstraum N I L.: Mo – Sa 10:00 – 20:00 Uhr Das Vernichtungslager Auschwitz II/Birkenau, Camp X-Ray auf der US-Marinebasis Guantánamo Bay, das Logo der Firma Shell im Gebrauch der internationalen Umweltschutzkampagne gegen diese Firma mit fehlendem „S“ – das alles sind Aspekte des Themas „Hölle“, mit dem sich Hans Nevidal zur Zeit beschäftigt. Wie verbünden sich Wirtschaft, Politik, Geld- und Machtgier gegen die wichtigsten Errungenschaften der Zivilisation – die menschlichen Grundrechte auf Leben, Handlungsfreiheit, freie Meinungsäusserung. Was sind die Wurzeln von Rassismus? Die Bilder: 1. Das Vernichtungslager Auschwitz II/Birkenau im August 1944 Zu erkennen ist, daß neben Krematorium V in einer Grube, Leichen verbrannt werden, da die Kapazität der 4 Krematorien nicht ausreicht (lt. Kommandant Rudolf Höß ca. 3 Millionen Tote in Auschwitz). Aber Auschwitz war nicht nur Vernichtungslager, sondern auch ein Wirtschaftskörper, wo die SS durch Sklavenarbeit Profite erwirtschaftete: im Nebenlager „Buna“ (oder Auschwitz III) der IG Farben (damals nach General Motors, United States Steel und Standard Oil of New Jersey der viertgrößte Konzern der Welt) wurde aus der oberschlesischen Kohle synthetischer Kautschuk und Benzin erzeugt. 2. Camp X-Ray im Januar 2002 auf der Marinebasis Guantánamo Bay, das erste der Öffentlichkeit bekannt gewordene Konzentrationslager eines Landes der ersten Welt seit der nationalsozialistischen Diktatur in Deutschland. 3. HELL – Symbol des Kampfes der Ogoni gegen die Zerstörung ihrer Heimat und ihrer Existenz bei der Erdölgewinnung. I begin to think that the world is not a good place even. Ken Saro-Wiwa Hans Nevídal wurde am 29. 3. 1956 in Wien geboren. Der Konzeptkünstler erforscht in seiner Arbeit soziale Prozesse wie auch das weite Feld experimenteller Druckprozesse. In seiner Arbeit setzt er sich immer wieder mit den aktuellen Erscheinungsformen des Totalitarismus auseinander. Seit dem Jahr 2000 kämpft er jedes Jahr am Jahrestag des Autodafés vor der Fassade der Deutschen Bibliothek gegen Windmühlen: Durch die Projektion von Brandschutzfilmen möchte er mit Methoden der Homöopathie therapieren. Die gering dosierte Gabe soll als gedankliches Gegengift wirken und 33 Jahre jeweils am 10. Mai an der Deutschen Bibliothek in Frankfurt und in Leipzig vorbeugen. ================================================ 06 Benefizkonzert von Alegre Correa Von: Ruth Chylik ================================================ Liebe KollegInnen, am 4. Oktober findet ein Benefizkonzert von Alegre Correa zugunsten der Grünen AusländerInnenberatung statt, das von der ideenmanufactur (www.ideenmanufactur.at) organisiert wird. Hiermit ersuche ich um eure Unterstützung des Benefizevents und bitte um Aufnahme des Termins in eure Mailverteiler bzw. Publikationen. Danke im voraus, mit lieben Grüßen Ruth Chylik ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ ideenmanufactur präsentiert: * Alegre Corrêa "Por Causa do Samba"* Wann: Dienstag, 04.10.2005 Wo: Reigen, Hadikgasse 62, 1130 Wien Einlass: 19:30 Uhr, Beginn: 20:30 Uhr *Benefiz-Konzert; der Reinerlös kommt der Grünen AusländerInnenberatung/ Flughafen Sozialdienst zugute.* Das neue Programm "Por Causa do Samba" von Alegre Corrêa verbindet traditionelle brasilianische Musik - die Musica Popular Brasiliera - mit Jazz und World Music. Die Gitarre ist in Brasilien DAS Musiksymbol - vergleichbar mit dem Saxophon im Jazz. Mit Ana Paula da Silva präsentiert Alegre Corrêa eine faszinierende neue Stimme aus Brasilien in Österreich. Aninha da Silva stammt aus Südbrasilien und bezeichnet als ihren wesentlichen musikalischen Einfluss die Musica Popular Brasiliera. "Por Causa do Samba" ist eine respektvolle Annäherung an die Geschichte der brasilianischen Musik, ein Hineinhören in die Tradition und daraus die Entwicklung zu Alegre Corrêas eigener musikalischer Sprache. Besetzung: * Ana Paula da Silva (BRA) (voc, g) * Alegre Corrêa (BRA/A) (g, perc) Eintritt: 20 Euro (VVK 16 Euro) ================================================ 07 Schwarzbuch Öl - Eine Geschichte von Gier, Krieg, Macht und Geld, ab 24.9. im Handel Von: Klaus Werner ================================================ *** Pressemitteilung - Bitte Sperrfrist beachten 24.9.2005 *** Schwarzbuch Öl - Eine Geschichte von Gier, Krieg, Macht und Geld (Deuticke 2005) Rechtzeitig zur Hurrikan-Katastrophe und zur Benzinkrise: Das Buch über den Rohstoff, der die Welt bewegt Erdöl - kein anderer Rohstoff hat so sehr Wohl und vor allem Wehe der jüngeren Weltgeschichte geprägt. Als Ursache für Kriege und Umweltzerstörung war und ist er das wichtigste Schmiermittel globaler Machtkämpfe - und der gefährlichste Feind von Demokratie und Wohlstand. Zwei renommierte Autoren gehen nun mit einem Buch an die Öffentlichkeit, das nahe legt, dass Hurrikan Katrina und die steigenden Spritpreise nur vergleichsweise harmlose Vorboten kommender Katastrophen sind. Der österreichische Journalist Thomas Seifert, der den jüngsten Krieg ums Öl im Irak an vorderster Front miterlebt hat und u.a. aus Saudi-Arabien, dem Iran, Tschetschenien, dem Sudan und Afghanistan berichtete, hat gemeinsam mit Bestsellerautor Klaus Werner (*Schwarzbuch Markenfirmen") jahrelang den Einfluss der Öl-Lobby auf die Weltpolitik recherchiert. Die Autoren beweisen schlüssig, dass die meisten größeren und kleineren Konflikte der letzten Jahrzehnte - egal ob im Nahen Osten, in Afrika oder in Lateinamerika - auf das Verlangen nach dem Schwarzen Gold zurückzuführen sind. Zukünftige Konflikte könnten all diese Kriege in den Schatten stellen: Bereits jetzt führen die USA und China einen kalten Krieg um die Welterdölvorräte - bislang noch an den internationalen Börsen, bald jedoch vielleicht schon mit Waffengewalt. Und auch Deutschland, das sich mit dem Hintergedanken einer Öl- und Erdgas-Allianz bei Russland anbiedert, stellt dafür Menschenrechtsbedenken und Klimaschutz hintan. Peak Oil - Das Ende des Ölzeitalters Renommierte Experten sagen einen Ölpreis jenseits der 100-Dollar-Marke voraus: Der *Peak" ist bereits erreicht - die Frage ist nicht, wann die Ölreserven erschöpft sind, sondern wie lange wir uns den kostbaren Rohstoff noch leisten können. Der *Peak" in der Erdölproduktion hat dramatische Auswirkungen auf die Weltwirtschaft: Nach dem Gesetz von Angebot und Nachfrage steigen bei steigender Nachfrage und gleichzeitig stagnierender Förderung die Preise steil an. Der globale Konjunkturmotor kommt ins Stottern, es droht eine weltweite Rezession. Was bisher nur von einigen Geologen diskutiert wurde (Colin J. Campbell, Jean Laherrere) - dass die Weltölvorräte nicht einmal mehr 35 Jahre reichen -, wird mittlerweile von den Ölkonzernen nicht mehr geleugnet: Der jüngste Report des größten Ölkonzerns der Welt ExxonMobil sagt den Höhepunkt der globalen Ölförderung für 2010 (*The Outlook for Energy: The 2030 View") voraus, danach sinken die Fördermengen. Die erste Milliarde Barrel haben wir in 125 Jahren verbrannt, die nächste Milliarde wird in 30 Jahren aufgebraucht sein. Das Hydrokarbonzeitalter geht zu Ende. Einstweilen schreiben die Ölkonzerne aber noch fette Gewinne: Sie werden 2005 die mit Abstand höchsten Profite ihrer gesamten Geschichte einfahren, während man die Autofahrer zur Kasse bittet. Zwanzig der reichsten und mächtigsten dieser Konzerne widmet dieses Buch ausführliche Porträts - ihre Geschichte, ihre Verbindungen in die Spitzen der Weltpolitik und ihre nachweisbaren Vergehen gegen die Menschenrechte und die Umwelt. Kein Thriller könnte spannender sein. Doch das *Schwarzbuch Öl" zeigt auch die Auswege aus der Ölkrise durch dezentrale, ökologische und solidarische Energieversorgung. Ein Abgesang auf das Ölzeitalter - und gleichzeitig ein Hoffnungsschimmer auf eine friedlichere Welt. Thomas Seifert lebt als Redakteur des österreichischen Nachrichtenmagazins "News" in Wien. Seifert berichtete für "News" und andere Medien wie "Stern", "brand eins", "Welt am Sonntag", "Facts" u.a. aus Afghanistan, Irak, Iran, Tschetschenien, Russland und Saudi-Arabien. Klaus Werner lebt als freier Journalist und darstellender Künstler in Rio de Janeiro. Mitautor des Globalisierungsbestsellers "Schwarzbuch Markenfirmen" (Deuticke 2003). Veröffentlichungen in der "tageszeitung" (taz), "Welt am Sonntag", "profil", "Der Standard" u.a. Thomas Seifert / Klaus Werner: Schwarzbuch Öl. Eine Geschichte von Gier, Krieg, Macht und Geld 320 Seiten, Preis: 21,50 EUR, ISBN 3-552-06023-5 , Deuticke Verlag Erscheinungsdatum: 24. September 2005 Weitere Informationen, Interviewanfragen und Rezensionsexemplare: Friederike Rumschöttel/Presse Deuticke im Paul Zsolnay Verlag Tel.: +43 (1) 505 76 61-28 Fax: +43 (1) 505 76 61-10 E--Mail: friederike.rumschoettel at zsolnay.at http://www.deuticke.at Präsentationsveranstaltungen: Donnerstag, 22. September 2005, 19.30 Uhr Palais Trautmannsdorf (Der Standard), Herrengasse 21, A-1010 Wien Der Kampf ums Öl. Gewinner und Verlierer durch Märkte und Machtpolitik Es diskutieren: Klaus Werner - Co-Autor *Schwarzbuch Öl" Eva Glawischnig - Stellvertretende Bundessprecherin der Grünen Johannes Benigni - Geschäftsführer PVM Oil Associates Wien Hans Strassl - Generaldirektor BP Austria (angefragt) Moderation: Eric Frey - Der Standard Dienstag, 27. September 2005, 19.30 Uhr, Berlin Thomas Seifert / Klaus Werner: Der Kampf ums Öl - Sind neue Kriege unvermeidlich? Urania, An der Urania 17 / Kleiststr. 13 , D-10787 Berlin-Schöneberg ================================================ MELDUNGEN UND MEINUNGEN ================================================ ================================================ 08 Nestroypreis fürs RAbenhof Theater!!! Von: Rabenhof Presse ================================================ Wien, 14.9.05 Endlich geschafft – Wir sind Nestroy! Was von so manchem sehnlichst erhofft, von anderen eindringlich gefordert und von einigen wenigen seit längerem befürchtet wurde, ist nun endlich Gewissheit – wir sind Nestroy! Kaum wurde das Rabenhof Theater von der Theaterjury der Stadt Wien in den Stand einer „Boulevardbühne“ gehoben, deren inhaltlicher Ansatz als „exemplarisch für eine Boulevardbühne mit zeitgenössischem Anspruch“ anzusehen ist, dürfen wir uns über die nächste Auszeichnung freuen. Wie heute Vormittag von der Nestroy-Kommission offiziell bekannt gegeben, wurde dem Rabenhof Theater in der Kategorie „Beste Off-Produktion“ für die gesamte Spielzeit 2004/05 ein Nestroy zuerkannt. Ein Grund mehr für uns Boulevard-Schlampen, am heutigen Tag die Jury, uns selbst und Johann Nepomuk gehörig hochleben zu lassen, eröffnen wir doch heute unsere Herbstsaison mit Schillers Räubern in einer Version der Brüder Waldeck & Waldeck. Wenn in wenigen Stunden bei der Räuber-Premierenfeier die Korken knallen, können wir Gemeindebau-Nestroys auch den Wermutstropfen über die „Off“-Kategorie hinunterspülen – offen gestanden hätten wir uns ja einen eigenen Boulevard-Nestroy erwartet – ist doch mit der Auszeichnung auch die zusätzliche Finanzierung einer Produktion in Aussicht gestellt worden, denn wie sagt Nestroy so schön: Die Phönizier haben das Geld erfunden - aber warum so wenig? Auf diesem Wege sei auch dem Herrn Kunsstaatssekretär Morak, der bis zum heutigen Tag nicht das notwendige Vertrauen aufgebracht hat, das Rabenhof Theater zu unterstützen, in sein Stammbuch mit Nestroy geschrieben: Zuviel Vertrauen ist häufig eine Dummheit, zuviel Mißtrauen ist immer eine Dummheit. Thomas Gratzer & sein Team -- Rabenhof Presse Gabriele Müller-Klomfar Tel: +43-699-1-913 14 11 Fax: +43-1-913 14 11 rabenhof_presse at gamuekl.org ================================================ 09 Newsletter andersrum.gruene.at Von: Andersrum Newsletter ================================================ ******************************************** Newsletter andersrum.gruene.at mit den neuen Headlines seit 8. 9. 2005 09:01 ********************************************* ******* INHALT ******* - Gastingers Vorstoß: Endlich etwas Konkretes - Keine Aufregung, bitte! - Jetzt geht's los ***************************************** *** Gastingers Vorstoß: Endlich etwas Konkretes *** 13. September 2005 Wir fordern Ende der ÖVP-Blockade zu Gleichstellung von Lesben und Schwulen. http://www.gruene-andersrum.at/zip_ehe/artikel/lesen/2399/1396/ ***************************************** *** Keine Aufregung, bitte! *** 13. September 2005 Für uns Grüne ist die rechtliche Gleichstellung für Lesben und Schwule ein notwendiges Muss, egal mit welcher Partei. Wir werden - bei entsprechendem Wahlergebnis - nach der nächsten... http://www.gruene-andersrum.at/oesterreich/artikel/lesen/2419/1396/ ***************************************** *** Jetzt geht's los *** 12. September 2005 Einladung zum Grünen Wahlkampfstart feat. Maria Vassilakou und Alexander Van der Bellen am 22.09.2005 im Planetarium Wien. http://www.gruene-andersrum.at/wien/artikel/lesen/2383/1396/ ============================ http://andersrum.gruene.at/ ============================ Diese E-Mail wurde dir geschickt, weil du den Newsletter andersrum.gruene.at abonniert hast. Newsletter abbestellen? E-Mail an: newsletter-andersrum-unsubscribe at listen.gruene.at Fragen? E-Mail an: newsletter-andersrum-request at gruene.at ================================================ 10 Bundespräsident mahnt Begnadigung von Homosexuellen ein Von: PF209 ================================================ Sonderstrafgesetze Bundespräsident mahnt Begnadigung von Homosexuellen ein Plattform gegen § 209: „Die Stigmatisierungmuss ein Ende haben“ Bundespräsident Dr. Heinz Fischer hatJustizministerin Mag. Karin Gastinger ersucht, das Gnadenrecht bei Verurteiltennach den anti-homosexuellen Sonderstrafgesetzen grosszügiger zu handhaben. Diesteilte der Bundespräsident der Plattformgegen § 209 in einem Schreiben mit. Wie im Sommer bekannt wurde sind imösterreichweiten (Vor)Straf(en)register immer noch 1.434 (!) Männer und Frauenvorgemerkt, die nach den anti- homosexuellen Sonderstrafgesetzen verurteiltworden sind. Während nach dem erst jüngst (2002) aufgehobenen § 209Strafgesetzbuch 476 Verurteilte als vorbestraft registriert sind, werden nachdem bereits 1971 (!) beseitigten Totalverbot homosexueller Kontakte (§ 129 I bStrafgesetz 1852) gar immer noch 558 Männer und Frauen vorgemerkt. Die Bundesregierung und das österreichische Parlament verweigernbis heute denjenigen Rehabilitierung und Entschädigung, die auf Grund derSonderstrafgesetze verurteilt und, zum Teil sogar in Anstalten für geistigabnorme Rechtsbrecher, inhaftiert wurden. Neben der Vormerkung ihrer Vorstrafenim österreichweiten Strafregister sind auch die Polizeiakten immer nochvorhanden. Bundesregierung und Parlament weigern sich aber nicht nurbeharrlich, die Urteile durch einen Gesetzesakt aufheben zu lassen, sondern Justizministerin Mag. Karin Gastinger blockiert (wieihr Vorgänger) sogar hartnäckig alle Gnadengesuche von Opfern derSonderstrafgesetze an den Herrn Bundespräsidenten. Erst kürzlich hat sie damitdie Begnadigung in zwei besonders krassen Fällen verhindert. Ein Gnadenwerber,der bereits vor dem Menschenrechtsgerichthof erfolgreich war und die Aufhebungder diesbezüglichen § 209-Verurteilung erreichte, ersuchte um die gnadenweiseTilgung einer früheren § 209- Verurteilung, die er nicht in Strassburg bekämpfthatte. Der zweite Gnadenwerber wiederum war ausschließlich wegen § 209 in einerAnstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher untergebracht und ist aus dieserAnstalt nur auf Probe entlassen. Für beide gibt es, dank Gastinger, keineGnade. Erst jüngst hat die Justizministerin wieder erklärt, dassdie Menschenrechtswidrigkeit der strafrechtlichen Verfolgung kein Grund füreine Begnadigung der Opfer sei (Anfragebeantwortung 08.08.2005, XXII. GP- NR3079/AB). Fischer: „UnbefriedigendeSituation“ Österreichwurde deshalb wiederholt durch den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechteverurteilt: über Beschwerde von Verurteilten (L. V. gg. Österreich 2003; Woditschka Wilfling gg. Österreich 2004; F.L.gg. Österreich 2005; G.B. H.G. gg. Österreich 2005; http://www.echr.coe.int)ebenso wie über Beschwerde eines Jugendlichen,dem zwischen 14 und 18 einverständliche sexuelle Kontakte mit erwachsenenPartnern verwehrt waren (S.L. gg. Österreich2003; http://www.echr.coe.int).Insgesamt musste die Republik den bislang neun erfolgreichen Beschwerdeführernüber EUR 300.000,-- Schadenersatzzahlungen leisten. ErstEnde Mai hat der Gerichtshof in einem Aufsehen erregenden Urteil ausgesprochen,dass auch freigesprochene Opfer des § 209 entschädigt werden müssen (Thomas Wolfmeyer gg. Österreich, http://www.echr.coe.int). Und Amnesty International hat in seinem Jahresbericht 2005 neuerlich die Entschädigung der §209-Opfer eingefordert. VertreterInnender Plattform gegen § 209 habenim Februar dieses Jahres daher in einem persönlichen Gespräch mit Dr. HeinzFischer den beschämenden Umgang der Republik mit den Opfern derstrafrechtlichen Homosexuellenverfolgung erörtert und ihn um Hilfe ersucht. DerHerr Bundespräsident hat die Angelegenheit daraufhin mit seinemverfassungsrechtlichen Berater, dem vormaligen Präsidenten desVerfassungsgerichtshofs Univ.-Prof. Dr. Ludwig Adamovich, ausführlichbesprochen. In seinem nunmehrigen Antwortschreiben bezeichnet der Präsident dieSituation als unbefriedigend und teilt mit, dass er die Justizministerin umeine grosszügigere Handhabung des Gnadenrechts ersuchen werde. „Wir hoffen, dass die Justizministerin nun endlich einEinsehen hat und wenigstens jetzt ihre Starrköpfigkeit aufgibt“, sagt derWiener Rechtsanwalt und Sprecher der Plattformgegen § 209 Dr. Helmut Graupner, „Die Stigmatisierung derOpfer muss ein Ende haben“. In der überkonfessionellen undüberparteilichen Plattform gegen § 209haben sich über 30 Organisationen zusammengeschlossen, um gegen das in § 209StGB verankerte diskriminierende zusätzliche Sondermindestalter von 18 Jahrenausschließlich für homosexuelle Beziehungen zwischen Männern (zusätzlich zurallgemeinen, für Heterosexuelle, Lesben und Schwule gleichermaßen gültigenMindestaltersgrenze von 14 Jahren) anzukämpfen. Der Plattform gehören nebennahezu allen Vereinigungen der Homosexuellenbewegung auch allgemeineOrganisationen an, wie Aids-Hilfen, die Kinder- und Jugendanwaltschaften Tirolund Wien, die Österreichische Hochschülerschaft, die Bewährungshilfe, dieÖsterreichische Gesellschaft für Sexualforschung u.v.a.m.. Nach der Aufhebungdes § 209 StGB dringt die Plattform auf die Entlassung aller Gefangenen und dieRehabilitierung und Entschädigung aller § 209-Opfer und beobachtet dieVollziehung der § 209-Ersatzbestimmung, § 207b StGB. Rückfragehinweis: Plattform gegen §209: 01/876 30 61, 0676/3094737, office at paragraph209.at, www.paragraph209.at 15.09.2005 ================================================ 11 GLB/Herbstlohnrunde/Kaufkraft Von: Gewerkschaftlicher Linksblock ================================================ Pressedienst des Gewerkschaftlichen Linksblocks (GLB), Apostelgasse 36/12, A- 1030 Wien - Telefon +43 1 718 26 23-0 - Fax +43 1 718 26 23-30 - Mail glb at glb.at – Web www.glb.at – Ausgabe vom 15. September 2005 Kein Grund für falsche Bescheidenheit oder Zurückhaltung GLB: Stärkung der Kaufkraft als Ziel der Herbstlohnrunde Einen Abschluss, der sowohl eine Inflationsabgeltung als auch die gestiegene Produktivität berücksichtigt erwartet sich die Fraktion Gewerkschaftlicher Linksblock im ÖGB (GLB) von der diesjährigen Herbstlohnrunde, die traditionell von der Metallindustrie eingeleitet wird. Eine kräftige Erhöhung der Löhne und Gehälter ist nicht nur gerechtfertigt, sondern in Hinblick auf die Konjunkturabschwächung – neben einer Lockerung der restriktiven Maastricht-Budgetkriterien – auch ein wichtiger Impuls zur Belebung der Kaufkraft und damit der Wirtschaft. Bekanntlich fließen Löhne und Gehälter der Durchschnittsverdiener vorwiegend in den Konsum, während der Reichtum an Kapital und Vermögen meist spekulativ angelegt wird. Strikt abgelehnt werden vom GLB hingegen die Forderungen der Unternehmerseite nach einer noch weitergehenden Flexibilisierung durch Ausdehnung von Tages- oder Wochenarbeitszeit die letztlich auf nichts anderes als auf eine Lohnsenkung durch Entfall von Überstundenzuschlägen hinauslaufen. Hingegen erinnert der GLB an die vom ÖGB seit 1987 bei allen Bundeskongressen bekräftige Forderung nach einer allgemeinen Arbeitszeitverkürzung als Antwort auf die Rationalisierung und wachsende Arbeitslosigkeit. Der GLB hat seine Vorstellungen zur Lohnrunde in seinen „Grundsätzen zur Kollektivvertragspolitik“ zusammengefasst und sieht die Lohnpolitik als wesentliches Element des Verteilungskampfes: „Angesichts einer sinkenden Lohnquote als Indikator für den Anteil von Löhnen und Gehältern am gesellschaftlichen Reichtum und seit Jahren stagnierender bzw. real teilweise gesunkener Löhne gibt es keinen Grund für eine falsche Bescheidenheit und Zurückhaltung bei den anstehenden Lohnverhandlungen“ meint dazu GLB-Bundesvorsitzende Karin Antlanger (BRV EXIT-sozial Linz). Eckpunkte in der KV-Politik des GLB sind auch die Forderung nach einem Mindestlohn von 1.300 Euro für alle Vollarbeitszeitverhältnisse und die Ablehnung von Optionsklauseln und ähnlichen Regelungen mit denen Lohnverhandlungen auf Betriebsebene verlagert und damit die Gewerkschaften geschwächt und die Entsolidarisierung gefördert wird. Antlanger sieht angesichts von verbal kämpferischen Äußerungen von ÖGB- Präsident Fritz Verzetnitsch die Herbstlohnrunde auch die als Nagelprobe dafür, wie ernst den Gewerkschaften die in der ÖGB-Urabstimmung im Jahre 2001 von 88 Prozent unterstützten Kampfmaßnahmen wirklich sind. Der GLB plädiert daher auch dafür, seitens der Gewerkschaften die Beschäftigten durch Betriebsversammlungen und Urabstimmungen nach dem Vorbild der deutschen Gewerkschaften intensiver als bisher in die Lohnverhandlungen einzubeziehen. ================================================ 12 Bosnien: Reform gescheitert - Auflösung der Republika Srpska gefordert Von: GFBV ================================================ GESELLSCHAFT FÜR BEDROHTE VÖLKER INTERNATIONAL PRESSEMITTEILUNG Göttingen/Sarajevo, 15.09.2005 Nach Scheitern der Polizeireform in Bosnien-Herzegowina Auflösung der Republika Srpska und Verbot der Karadzic-Partei gefordert Ein sofortiges Verbot der Karadzic-Partei SDS und die Auflösung des bosnischen Teilstaates Republika Srpska hat die Gesellschaft für bedrohte Völker International (GfbV) auch im Namen ihrer bosnischen Sektion am Donnerstag von der internationalen Gemeinschaft gefordert. Nur so könne aus dem de facto geteilten Bosnien-Herzegowina ein funktionsfähiger Staat geschaffen werden. "Die in der Republika Srpska regierenden Extremisten haben ihr wahres Gesicht gezeigt: Sie haben mit der Ablehnung der Polizeireform ganz Bosnien-Herzegowina zur Geisel genommen und erneut den Einzug in die Europäische Union sowie die Eingliederung in die europäische Völkerfamilie verhindert", sagte der Präsident der GfbV International, Tilman Zülch, in Göttingen. "Alle Hohen Repräsentanten der internationalen Gemeinschaft in Sarajevo haben seit 1995 die permanente Blockadepolitik der Karadzic-Partei hingenommen und somit die ethnische Säuberung und die Teilung des Landes zementiert. Deshalb tragen Carl Bildt, Carlos Westendorp, Wolfgang Petritsch und Paddy Ashdown die Hauptverantwortung für diese tragische Entwicklung." Die Polizeireform hatte zum Ziel, eine einheitliche, ethnisch neutrale Polizei für ganz Bosnien-Herzegowina zu schaffen. Sie war eine der Voraussetzungen für den Beginn von Gesprächen über eine engere Zusammenarbeit Bosniens mit der EU. Bosnien-Herzegowina ist seit Ende des Krieges 1995 geteilt. Damals entstand der Teilstaat "Republika Srpska" durch den Vertrag von Dayton nach dem vierjährigen Versagen des Westens, den Völkermord in Bosnien-Herzegowina zu beenden und die ethnischen Säuberungen zu stoppen. Nahezu alle Regierungsfunktionen wurden auf die beiden bosnischen Teilstaaten konzentriert, während der Zentralregierung nur wenige Kompetenzen zugestanden wurden. Die Republika Srpska, ein nach einer 500-jährigen gemeinsamen Geschichte willkürlich herausgeschnittener Teil Bosnien-Herzegowinas, war immer eine multiethnische Region, in der vor der Vertreibung neben etwa 800.000 serbischen Bosniern rund 700.000 muslimische, kroatische und so genannte jugoslawische Bosnier zusammenlebten. Diese Region war der Hauptschauplatz der furchtbaren Kriegsverbrechen und ethnischen Säuberungen des Bosnienkrieges. Vor ihrer Vertreibung wurden dort Zehntausende in Konzentrations-, Vergewaltigungs- und Internierungslagern gefangen gehalten oder ermordet. Die Moscheen wurden ohne Ausnahme ebenso zerstört wie die Mehrheit der katholischen Kirchen. Die von Karadzic gegründete und noch immer in seinem Geist funktionierende Serbische Demokratische Partei (SDS) verhindert bis heute die Rückkehr einer großen Mehrheit der Vertriebenen und die Aburteilung von Hunderten mutmaßlichen Kriegsverbrechern. Außerdem blockiert sie das Funktionieren des bosnischen Gesamtstaates. Erreichbar sind in Göttingen: Tilman Zülch 0551 49906-21, in Luxemburg: André Rollinger 00352 021252180, Vize-Präsident der GfbV International, und in Sarajevo: Fadila Memisevic, Direktorin der bosnischen Sektion der Gesellschaft für bedrohte Völker / Drustvo za ugrozene narode 00387 33 213707. ====================================================== Gesellschaft fuer bedrohte Voelker e.V. (GfbV) Inse Geismar, Pressereferentin Postfach 2024, D-37010 Goettingen Tel.+49/551/49906-25, Fax:++49/551/58028 E-Mail: presse at gfbv.de, Homepage:http://www.gfbv.de ====================================================== ================================================ B) TERMINE ================================================ ======================== Donnerstag http://www.mund.at/butt/Termine/September/0915.htm Freitag http://www.mund.at/butt/Termine/September/0916.htm Samstag http://www.mund.at/butt/Termine/September/0917.htm ======================== ================================================ D) EDITORIAL ================================================ Für den Inhalt verantwortlich: Ihr. Medieninhaberinnen & Medieninhaber seid Ihr E-Mail-Adresse für Beiträge: widerstand at no-racism.net geschickt. widerst at nd MUND und alle Termine täglich aktualisiert im Web: http://www.no-racism.net/MUND Ziel von MUND (medienunabhängiger Nachrichtendienst) ist die unzensurierte und möglichst rasche Information über gesellschafts- politisch relevante Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu Widerstand und Antirassismus sowie verwandte Themen. sollen einen Titel, Namen und Emailadresse der/des AutorIn enthalten und möglichst kurz und prägnant gehalten sein, ev. mit Hinweis, wo weitere Informationen eingeholt werden können. Bitte keine Attachments! Die inhaltliche und sachliche Verantwortung liegt bei der/dem jeweiligen AutorIn bzw. jenen, die uns die Beiträge schicken. Der MUND wird von einzelnen TagesredakteurInnen zusammengestellt. Da Fehler nicht ausgeschlossen sind, bitten wir, nicht veröffentlichte Beiträge nochmals an widerstand at no-racism.net zu senden. Die Weiterleitung (auch auszugsweise) ist erwünscht. Beiträge mit rassistischen oder sexistischen Inhalten werden nicht veröffentlicht. Sehr persönliche Meldungen werden wir an den betreffenden Adressaten weiterleiten, aber nicht im MUND veröffentlichen. Die bisherigen Ausgaben sind unter http://www.no-racism.net/MUND archiviert. Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage: * Wann: Sonntag, 11.11.2001, 11:11 Uhr * * Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" * * Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf * * Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie. Aber kurz und prägnant.* Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch stillschweigend Zensur zu üben. Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die Nichtaufnahme geliefert. (Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.) Die AbsenderInnen der betroffenen Beiträge werden hiervon informiert. Im Sinne einer "gläsernen Zensur" könnt ihr Euch die Beiträge gerne extra schicken lassen: Ein kurzes Mail an widerstand at no-racism.net genügt. ================================================ E) VERTEILERLISTE ================================================ Zur Eintragung in diesen Verteiler bitte direkt subskribieren unter http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/analle oder von der einzutragenden Adresse aus ein mail schicken an: admin at no-racism.net mit folgendem Text: subscribe no-racism Bitte wegen Automatisierung diesen Wortlaut verwenden! Zur Austragung aus dieser Liste bitte an zusammengestellt. Bitte keine Attachments! (werden nicht angenommen) 3 beiträge nicht genommen: nwr/newsletter-mehrfachzusenden, fast schon spam Redaktionsschluss für diese Ausgabe: Do 15.00 Uhr III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III ü, ö, ä, ß, Ü, Ö, Ä III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III widerst at nd-MUND is powered by http://alt.strg.at/ ================================================ From analle at no-racism.net Mon Sep 19 02:02:28 2005 From: analle at no-racism.net (=?iso-8859-1?q?MUND=3A_medienunabh=E4ngiger_Nachrichtendienst?=) Date: Mon, 19 Sep 2005 02:02:28 +0200 Subject: MUND_19.09.2005 Message-ID: widerst at nd MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst Montag, 19. September 2005 www.no-racism.net/mund Medieninhaberinnen & Medieninhaber seid Ihr! ================================================ A) INHALT ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN/ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 01 AUF-Infoabend zu Asylrecht Do. 22. Sept, 20:00 im Frauencafé von: auf at auf-einefrauenzeitschrift.at ================================================ 02 gegen das iranische Mörder-Regime von: wadi.wien at gmx.at ================================================ 03 Einladung zur Neueröffnung von: wassermair at t0.or.at ================================================ 04 Programm 20.- 22.September von: depot-news at mailman.sil.at ================================================ 05 27.9.: Wege aus der Jobmisere? von: LM.Sender at spoe.at ================================================ 06 In deinem Lager ist Ö sterreich - Eine bewohnbare szenische Installation mit Hausordnung von: stadttheaterwien at nextra.at ================================================ 07 Workshop: Gleichbehandlung im Gesundheitsbereich von: birgit.weyss at univie.ac.at ================================================ 08 ASt 1 - Mit der Bitte um Veröffentlichung von: ast-lfi at utanet.at ================================================ 09 ASt 2 - Bitte um Veröffentlichung von: ast-lfi at utanet.at ================================================ 10 Alles über Zeit 2.Teil von: Halb_on_Tour at gmx.net ================================================ 11 Österr. Worldmusic Preis 2005 von: office at gamuekl.org ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN/MEINUNGEN/KOMMENTARE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 12 zukunft des ekh von: augustine.leisch at gmx.at ================================================ 13 REVOLUTION - Mit der Bitte um Veröffentlichung von: REVOLUTION at utanet.at ================================================ 14 Reaktionen österr. NGOs zu den Wahlen in Deutschland: Exklusiv auf Glocalist Daily News von: office at glocalist-review.com ================================================ 15 Häupl: bin stolz-bei uns brennen keine Moscheen und Synagogen von: dieinitiative at gmx.at ================================================ 16 GLB/Lenzing/Lohnkürzungen von: glb.ooe at aon.at ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< SOLIDARITÄT WELTWEIT ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 17 A War to Be Proud Of von: wadi.wien at gmx.at ================================================ 18 Terrorists unite to plot Iraqi civil war von: wadi.wien at gmx.at ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< LINKS, VERWEISE, HINWEISE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 19 neu auf www.doew.at von: aktion at gegendenantisemitismus.at ================================================ 20 Glocalist Nr.83: Wochenzeitung für NGos&Zivilgesellschaft von: office at glocalist-review.com ================================================ ================================================ B) TEXTE ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN/ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 01 AUF-Infoabend zu Asylrecht Do. 22. Sept, 20:00 im Frauencafé von: auf at auf-einefrauenzeitschrift.at ================================================ *SUBVERSIV WIDER DAS UNRECHT!* *STRATEGIEN GEGEN DAS ÖSTERREICHISCHE FREMDEN- UND ASYLGESETZ* Infoabend Do, 22. Sept, 20:00 im Frauencafé *In einem gemeinsamen Informationsabend werden Migrantinnen als Vertreterinnen der Beratungsstellen für MIGRANTINNEN (N.N. angefragt), eine Vertreterin der Asylkoordinationsstelle (Anni Knapp), eine Film-, Text- und Theaterarbeiterin (Tina Leisch) in kurzen Beiträgen zur Geschichte der Genfer Flüchtlingskonvention, der Entwicklung der erweiterten österreichischen Gesetzgebung und dem Status quo berichten. Die anschließende Diskussion wird von Gabriele Bargehr (ImKontext) als Moderatorin begleitet.* /Ein gutes Gesetz sollte so formuliert sein, dass es von jenen, die es betrifft, gelesen und verstanden werden kann. / /Ein akzeptables Gesetz muss zumindest für JuristInnen, die nicht ständig damit befasst sind, klare Auskunftsqelle sein. Das Fremden- und Asylrecht erfüllt nichts davon/. (S. Schumacher) Dass eine Spezialwissenschaft aus einer Materie gemacht wird, die für über 700.000 Menschen - darunter viele Frauen - außerordentlich bedeutend ist, weil sie keinen österreichischen Pass haben, ist skandalös. Und überhaupt: warum ein Asyl- und Fremdengesetz? /Die Genfer Flüchtlingskonvention ist Teil des österreichischen Rechtsbestands, und in Verbindung mit einem allgemeinen Verwaltungsverfahrensgesetz sollte eigentlich das Auslangen gefunden werden können./ (A. Knapp/M. Genner) Mit diesen Voraus-setzungen sind wir also konfrontiert, eine Situation, die für die Betroffenen eine enorme Belastung bedeutet, und für jene, die in Beratungsorganisationen, -in stitutionen und NGOs mitarbeiten, eine Überforderung im Sinne der Auskunfts- und Unterstützungsmöglichkeiten. "Wissen ist Macht" - auch das Wissen um mögliche Nischen, die im Kampf um Rechte und in Zeiten wie diesen notwendig sind ... Um das grundlegende Unrecht dieser Rechts-sprechung nicht aus den Augen zu verlieren, müssen wir uns vertraut machen mit den Um- und Zuständen, um sie zu erkennen und subversiv unterlaufen zu können. Dies wäre die "Hegemoniekompetenz einer sozialen Widerstandsbewegung" (A.Gramsci) *ORGANISATION: AUF - EINE FRAUENZEITSCHRIFT* -- AUF eine frauenzeitschrift AUF info AUF edition AUF kultur Kleeblattgasse 7, A-1010 WIEN T. +43 1 53 39 164, F. +43 1 532 63 37 auf at auf-einefrauenzeitschrift.at, www.auf-einefrauenzeitschrift.at ================================================ 02 Kundgebung gegen das iranische Mörder-Regime von: wadi.wien at gmx.at ================================================ Fwd: Kundgebung der Demokratischen Partei Kurdistan-Iran Anlässlich der Menschenrechtsverletzungen bzw. neuer Hinrichtungen in Kurdistan-Iran und anlässlich des Atomprogramms des iranischen Regimes findet eine Protestaktion gegen das iranische Regime statt. Wann: Montag,19.September 2005, 8.00-10.00 Wo: Wagramerstraße 5, 1220 Wien Vor Vienna International Center Gate 1 (Eingang) --------------------------------------------------------------------- ================================================ 03 Einladung zur Neueröffnung von: wassermair at t0.or.at ================================================ |--- | EINLADUNG zur NEUERÖFFNUNG |--- | Netbase | Institut für Neue Kulturtechnologien/t0 |--- | Neustiftgasse 17, A-1070 Wien |--- |--- | Fr., 23. September 2005, 19.30 Uhr |--- Mit: Cornelia Kogoj (Initiative Minderheiten) Armin Medosch (Journalist, Medienkünstler) Christian Möller (OSZE Freedom of the Media) Anschließend: Dunja und Ravissa (Live-Act) Bitselektion "livedocu - ein rückblick" |--- | Sa., 24. September 2005, 20.00 Uhr |--- Werbebotschaften im Visier! Ein audiovisueller Abend mit doorbitch http://www.doorbitch.nu/ |--- | Rückfragen: |--- | Netbase | Institut für Neue Kulturtechnologien/t0 | Neustiftgasse 17 | A-1070 Wien |--- | Tel. +43 (1) 522 18 34 | Fax. +43 (1) 522 50 58 |--- | http://www.netbase.org/ |--- ================================================ 04 Programm 20.- 22.September von: depot-news at mailman.sil.at ================================================ Dienstag, 20. September, 19.00 Geschichte der Gewalt Buchpräsentation Die “Geschichte der Gewalt" ist der Einführungsband in eine fünfbändige Kriegskulturgeschichte der Neuzeit. In sieben Essays zeigt der Autor, wie unsere Kultur unausweichlich Gewalt stiftet und die destruktiven Möglichkeiten der Gesellschaft vermehrt. Unbeeindruckt von den Turbulenzen der Ideologien versucht das Buch ein paar hartnäckige Rätsel der politischen Theorie zu lösen. Koch plädiert für eine Pluralität der Ansätze, er diskutiert die These von der Ambiguität der Moderne, er fragt, ob das Links-Rechts-Schema ausgedient hat und untersucht einen bisher verschwiegenen Ursprung des Faschismus. Wolfgang Koch: Geschichte der Gewalt. Das Unglück des 20. Jahrhunderts. Klagenfurt: Wieser Verlag 2005 Mittwoch, 21.September, !Beginn: 18.30! StaatsbürgerInnenschaft, wozu? Gespräch Die Bundesregierung hat ein Konzept für das neue Gesetz zur StaatsbürgerInnenschaft vorgelegt, das noch heuer beschlossen werden soll. ÖsterreicherIn zu werden, soll "Belohnung für einen erfolgreichen Prozess der Integration" sein. Aus diesem Anlass bittet SOS Mitmensch die beiden Politikwissenschafter Rainer Bauböck und Harald Waldrauch zum Informationsaustausch. Wie ist die Situation in anderen europäischen Ländern und welche Modelle sind denkbar? Aber auch die Frage "StaatsbürgerInnenschaft, wozu?" ist erlaubt. Rainer Bauböck, Politikwissenschafter Harald Waldrauch, Migrationsforscher Donnerstag, 22. September, 19.00 Medientechnik und Bildanalyse Vortrag mit Podium Visuelle Kompetenz ist nicht nur in der Kunst, sondern auch in anderen Bereichen erforderlich. In der Medizin etwa, wo der Einsatz von bildgebenden Verfahren unverzichtbar ist, oder in den Rechtswissenschaften, wo es um die Beweiskraft von Bilddokumenten geht. Das 2003 eingerichtete Zentrum für Bildwissenschaften der Donau-Universität Krems stellt seine Arbeit, speziell im Hinblick auf Möglichkeiten der Bildanalyse vor: Welche Erschließungsmechanismen gibt es für Bilder? Welche Kulturen des Blicks lassen sich ausmachen? Frank Hartmann, Medienphilosoph Barbara Kopf, Bildwissenschafterin, Donau-Universität Krems Jeanna Nikolov-Ramírez, Bildwissenschafterin, Donau-Universität Krems Depot Breitegasse 3 A-1070 Wien Tel: +43 1 522 76 13 www.depot.or.at ================================================ 05 27.9.: Wege aus der Jobmisere? von: LM.Sender at spoe.at ================================================ Vranitzky-Kolloquium WEGE AUS DER JOBMISERE? Mängel in Arbeitsmarkt- und Wachstumspolitik Dienstag, 27. September 2005, 10.30 Uhr im Kassensaal der Oesterreichischen Nationalbank Otto Wagner-Platz 3, 1090 Wien Dr. Franz Vranitzky Bundeskanzler a. D. >> Podium > > Dkfm. Wilhelmine Goldmann Vorstandsdirektorin der ÖBB Personenverkehr AG Stefan Janny Chefredakteur profil Dr. Markus Marterbauer Wirtschaftsforscher Dr. Josef Taus Vorstand Management Trust Holding AG Moderation Dr. Rupert Weinzierl Sozialwissenschaftler; WIWIPOL >> Um Anmeldung wird gebeten! > > WIWIPOL Arbeitsgemeinschaft für wissenschaftliche Wirtschaftspolitik Maria Theresien-Straße 24/4, 1010 Wien Tel.: 01/319 44 47, Fax: 01/319 44 49, office at wiwipol.at, www.wiwipol.at * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * > Nähere Infos unter: Zukunfts- und Kulturwerkstätte Schönlaterngasse 9, 1010 Wien Tel.: 01/513 86 82 www.diezuk.at zuk at spoe.at > An- und Abmeldung des Veranstaltungsabos: Gehen Sie bitte auf die Seite www.diezuk.at/online/page.php?P=10180 ================================================ 06 In deinem Lager ist Ö sterreich - Eine bewohnbare szenische Installation mit Hausordnung von: stadttheaterwien at nextra.at ================================================ In deinem Lager ist Österreich Eine bewohnbare szenische Installation mit Hausordnung Naturgemäß durchgehender Betrieb von 22. September 2005, 19 Uhr bis 29. September 2005, 22 Uhr Stadt des Kindes Mühlbergstraße 7-9 1140 Wien S 50 ab Westbahnhof/Hütteldorf bis Station Weidlingau-Wurzbachtal oder Bus 150/151 ab Hütteldorf bis Wolfgang Pauli Gasse (Auhof Center) Das Stadt Theater Wien lädt vom 22. bis 29. September 2005 während acht Tagen zur Teilnahme an der bewohnbaren szenischen Installation In deinem Lager ist Österreich. Die durchgehend geöffnete Installation antwortet auf das Idealstadtmodell der 1974 vom Architekten Anton Schweighofer als Kinderheim errichteten Stadt des Kindes und begreift das vorhandene Raumpotential (Höfe, Wege, Park, Schwimmbad, Turnhalle, Theater, Wohnhäuser, Sportplätze) als bespielbares räumliches Instrument. Eines von fünf Wohnhäusern der Stadt des Kindes wird für die Dauer der Installation mit Betten ausgestattet, eine Kantine eingerichtet und eine Bibliothek im Zentrum eröffnet. Das Theater der Anlage fungiert - naturgemäß volksbildnerisch - als Hör-Saal zur Verbreitung von Marianne Fritz-Texten. Für die Dauer der Installation wird die FEZ, die FritzEinheitsZeit, anstelle der geläufigen MittelEuropäischenZeit (MEZ) eingeführt. Erläutert werden solche einschneidenden Zeit- und Raum-Verhältnisse von einem permanent anwesenden Portierpaar am zentralen Info-Point. Dieses hält auch Hinweise für Raumwahrnehmung für das zu jeder Tages- und Nachtzeit willkommene Publikum bereit. Teil der szenischen Installation sind folgende Aufführungen und Interventionen: Stadt Theater Wien Das Nichtmerkmal im Gelände 22.9. 19 Uhr 23.9. 16 Uhr 24.9. 13 Uhr 25.9. 10 Uhr 26.9. 07 Uhr 27.9. 04 Uhr 28.9. 01 Uhr und 28.9. 22 Uhr Fred Büchel / Bert Gstettner / Martin Haas / Susanne Hahnl / Anne Mertin / Thilo Räther / Markus Redl / Gen Seto / Barbara Vockenhuber / Antonia Valerie Würnitzer Kontakt: +43 (0)699 11685616 stadttheaterwien at nextra.at http://www.fritzpunkt.at internil stimmt nicht mehr 23.9. - 29.9. jeweils 19 Uhr (außer 26.9.) Marina Dessau / Stefanie Klimkait / Ulrich Rechenbach / Ilkem Ulugün / Arne Vogelgesang Kontakt: +43 (0)699 11570749 arne.vogelgesang at gmx.net Tanz*Hotel Permanent*Transition 23.9. - 29.9. jeweils 20 Uhr (außer 26.9.) Hanna Adlaoui-Mayerl / Richard Deutsch / Bert Gstettner / Andrea Nagl / Indira Nunez / Erich Pracher / Regina Ramsl / Alexander Strauß / Christian Vogel Kontakt: +43 (0)699 11717971 b.gstettner at tanzhotel.at http://www.tanzhotel.at Katherina Bauer halbgrauen / diffus rot (Fragment 2 von 3) 23. 24. und 29.9. jeweils 21.30 Uhr Katherina Bauer, Sonja Schmidlehner, Arnold Haberl Kontakt: +43 (0)699 12248076 katherina.bauer at gmx.net osa (office for subversive architecture) Schaulager Gesamtes Areal der Stadt des Kindes Während der acht Tage zu wechselnden Zeiten Ulrich Beckefeld / Britta Eiermann / Bernd Trümpler Kontakt: +43 (0)676 6169297 Ulrich.Beckefeld at osa-online.net http://www.osa-online.net Bei allen Aufführungen jeweils limitierte Platzanzahl. Eintritt frei. Für Rückfragen zum Gesamtprojekt, Bettenreservierung und Anmeldung kontaktieren sie bitte: +43 (0)699 11 68 56 16 oder: stadttheaterwien at nextra.at Weitere Informationen unter http://www.fritzpunkt.at In deinem Lager ist Österreich Eine bewohnbare szenische Installation mit Hausordnung ein Projekt von Stadt Theater Wien / Fritzpunkt mit osa (office for subversive architecture) internil Tanz*Hotel Katherina Bauer Gefördert von der MA 7 Kultur der Stadt Wien und der Unruhe Privatstiftung ================================================ 07 Workshop: Gleichbehandlung im Gesundheitsbereich von: birgit.weyss at univie.ac.at ================================================ Einladung zum Workshop "Gleichbehandlung im Gesundheitsbereich - Maßnahmen gegen Diskriminierung am Arbeitsplatz und im Umgang mit Patient/innen" Termin: 4. Oktober 2005, 13:30 - 17:30 Veranstaltungsort: Seminarhotel Strudlhof, Strudlhofgasse 10, 1090 Wien In welchen Bereichen gelten die neuen Gleichbehandlungsgesetze, die neben der Gleichstellung von Männern und Frauen in der Arbeitswelt nun auch das Verbot der Diskriminierung aufgrund der ethnischen Zugehörigkeit, der Religion oder Weltanschauung, des Alters und der sexuellen Orientierung regeln? Welche Ansprüche und alternative Handlungsmöglichkeiten gibt es im Fall eines Verstoßes und welche präventiven Maßnahmen zur Vermeidung von Konflikten und Mobbingfällen im Krankenhausbereich haben sich in der Praxis bewehrt? Diese und andere Fragen sollen von Expert/innen im Rahmen von kurzen Impulsreferaten und unter spezieller Bezugnahme auf das Arbeitsumfeld in Krankenhäusern erläutert und diskutiert werden. Diese Veranstaltung wird vom Ludwig Boltzmann Institut für Menschenrechte in Kooperation mit der Fachgruppenvereinigung für Gesundheitsberufe durchgeführt. Dank der finanziellen Unterstützung durch die Europäische Kommission und das Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit besteht keine Teilnahmegebühr. Weitere Informationen zu der Veranstaltung finden sie unter: www.univie.ac.at/bim/workshopreihe. Wir bitten um rechtzeitige Anmeldung bis spätestens 28. Sep. 2005 an das Ludwig Boltzmann Institut für Menschenrechte, Constanze Pritz: workshop.bim at univie.ac.at, Tel. 01/ 4277 34016, Fax 01/ 4277 27429. ================================================ 08 ASt 1 - Mit der Bitte um Veröffentlichung von: ast-lfi at utanet.at ================================================ 7. Oktober: Demonstration und Jugend-Aktionskonferenz gegen Bildungsabbau (aus: Red Newsletter 175, Informationsdienst des ArbeiterInnenstandpunkt, 18. September 2005, www.arbeiterInnenstandpunkt.net) Seit zwei Monaten sind die Angriffe auf den freien Hochschulzugang bekannt. Der ArbeiterInnenstandpunkt und REVOLUTION haben daher den Kampf für die Verteidigung der freien Bildung ins Zentrum ihrer Aktivitäten gerückt. Wie wir bereits berichteten (siehe Red Newsletter 173 bzw. www.arbeiterInnenstandpunkt.org), zögern und zaudern jedoch die reformistischen Organisationen (GPA-Jugend, SJ, AKS) sowie die Linkswende, umgehend einen Streik zu organisieren. Die sozialdemokratisch-grüne ÖH (und in Wien ist auch noch der Baier-nahe KSV Teil dieser unheiligen Allianz) halten sich überhaupt heraus und genießen die Früchte der bei den jüngsten Wahlen erfolgreich verteidigten Spitzenpositionen. ArbeiterInnenstandpunkt und REVOLUTION sowie der Funke haben jedoch die Initiative für die Organisierung einer SchülerInnen-Konferenz ergriffen, die am 7. Oktober im Saal der Gewerkschaft der Gemeindebediensteten stattfinden wird. Wie aus der oben abgedruckten Resolution der REVOLUTION-Versammlung ersichtlich ist, trifft unser STREIK-Kampagne auf große Zustimmung v.a. unter SchülerInnen. Die wichtigste Aufgabe, die sich jetzt stellt, ist die Organisierung der AktivistInnen in Aktionskomitees an den Schulen, um den Kampf von unten her führen zu können. Der nächste wichtige Schritt ist die Aktionskonferenz am 7. Oktober mit vorhergehender Demonstration. Unterstützt der Kampf gegen den Bildungsabbau! Unterstützt unsere STREIK-Kampagne! 7. Oktober 15.30: SchülerInnen-Demonstration Treffpunkt: Oper, Karlsplatz 17.00: Jugend-Aktionskonferenz Ort: Saal der Gewerkschaft der Gemeindebediensteten, Maria-Theresien-Straße 11 (U2 Schottentor) ================================================ 09 ASt 2 - Bitte um Veröffentlichung von: ast-lfi at utanet.at ================================================ Termine des ArbeiterInnenstandpunkt Samstag 24. September, 13.00 Intifada-Tag: Solidarität mit dem Widerstand in Irak und Palästina! ASt/REVOLUTION-Versammlung (mit Film, Diskussion und Essen; danach Demonstration) Ort: Amerlinghaus, Stiftg. 8, 1070 Wien (U3 Neubaugasse) Freitag 30. September, 19.00 Treffen des ArbeiterInnenstandpunkt Thema: Der Oktoberstreik 1950 und seine Lehren Ort: Amerlinghaus, Stiftg. 8, 1070 Wien (U3 Neubaugasse) Freitag, 14. Oktober, 19.00 Treffen des ArbeiterInnenstandpunkt Thema: Landtagswahlen: Wen sollen ArbeiterInnen und Jugendliche wählen? Ort: Amerlinghaus, Stiftg. 8, 1070 Wien (U3 Neubaugasse) Freitag, 28. Oktober, 19.00 Treffen des ArbeiterInnenstandpunkt Thema: Aufstieg und Niedergang der Revolution in Portugal 1974/75 Ort: Amerlinghaus, Stiftg. 8, 1070 Wien (U3 Neubaugasse) ================================================ 10 Alles über Zeit 2.Teil von: Halb_on_Tour at gmx.net ================================================ _*Alles über Zeit - 2. Teil *_*Victor Halb *liest aus seinem Roman-Sachbuch *"Das Zeit-Seminar".*_* *_* */Hans-Heinz Hanssen ist ein forscher und ambitionierter Amateurforscher. Während seiner letzten Jahre hat er alle Bücher zum Thema "Zeit" gelesen, die er in die Hände bekommen konnte, und nun lädt er eine Handvoll Freunde und Bekannte für vier Tage in ein Landhaus ein, um ihnen dort die Ergebnisse seiner Recherchen vorzulegen und sie zur Diskussion zu stellen. Die Feuerfrau hält das alles für Hirngewichse - Kopfgeburten, wie Männer sie typischerweise produzieren, um über ihren Gebärneid hinwegzukommen. Gunter dagegen war noch bis vor kurzem im Rahmen der Antiglobalisierungsbewegung aktiv und auf Reisen, um den Lauf der Zeit aufzuhalten. Philip aus London hinwiederum ist Student der Physik im 11. Semester und also in der Lage, Hans-Heinz Hanssens möglichst knapp und zeitsparend gehaltene Vorträge mit kompetent ergänzenden Bemerkungen zu versehen. Lederhut schließlich hört sich das Ganze zwar gern an und hält es auch für nicht uninteressant, aber letztlich doch für Ideologie. Aber möglicherweise kommen auch Kunigunde, Frau Zeitlos und die Kinder bei dem Seminar vorbei - und dann könnten die Tage auch noch einen völlig anderen Verlauf nehmen als den von Hans-Heinz Hanssen ursprünglich vorgesehenen... / 2. Kapitel, 2. Lesung: *"2. Tag: _Zeit in der Physik_"* Dienstag, 20. September 2005, 21 Uhr *"Die Feile"*, Novaragasse 37, 1020 Wien [folgt noch: "3. Tag: Zeit in der Philosophie": Dienstag, 27. September 2005, 20 Uhr, "St. Art", Zollergasse 6 und "4. Tag: Außereuropäische Zeitvorstellungen": Samstag, 1. Oktober 2005, 20 Uhr, "Café Kafka", Capistrangasse 8] ================================================ 11 Österr. Worldmusic Preis 2005 von: office at gamuekl.org ================================================ Bereits zum dritten Mal haben heuer in Österreich lebende MusikerInnen und Gruppen unterschiedlichster Ethnien die Möglichkeit, sich am “Österreichischen Worldmusic Preis 2005" zu beteiligen. Einsendeschluss: 31.10.05. Initiator und Veranstalter des Wettbewerbes ist Das IKKZ (Internationales Kultur- und Kommunikationszentrum) in Wien. Eine hochkarätig besetzte Jury wird im Rahmen einer Vorausscheidung am 7.11.05 jene 10 Finalisten auswählen, die sich und Ihre Kunst gemäß dem Motto “Festival der Klänge" im Rahmen des großen Abschlusskonzertes am 3.12.05 (20h) im Wiener Jazzclub PORGY & BESS präsentieren werden. ANMELDUNG + DETAILINFORMATION: IKKZ - Internationales Kultur- und Kommunikationszentrum http://www.ikkz.at A-1020 Wien; Rotensterngasse 22/20 E-mail: info at ikkz.at ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN/MEINUNGEN/KOMMENTARE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 12 zukunft des ekh von: augustine.leisch at gmx.at ================================================ Liebe Leute Obwohl ich selber - außer mails schreiben - nicht viel Zeit und Energie zur Verfügung habe, wirklich an einer Neugestaltung des EKH mitzuwirken, erlaube ich mir doch, hier ein paar Anregungen mitzuteilen. Ich war am Donnerstag im EKH auf dem Plenum über die Zukunft des EKH und hatte am Freitag ein Gespräch mit Herrn Florianschütz, der wohl nicht ganz unschuldig an der erstaunlichen Rettung des EKH aus den Klauen des Machowetz ist und als Mediator in der Sache auftritt. Die Baufirma PORR hat das Haus gekauft. Der Fonds Soziales Wien führt die Verhandlungen mit den BewohnerInnen/BesetzerInnen. Im Prinzip soll eine Vielfalt an sozialen, kulturellen und politischen Projekten nun Verträge erhalten. Ein Trägerverein soll als zukünftiger Eigentümer auftreten. Allerdings habe ich beide Gespräche etwas traurig gefunden. Auf dem Plenum waren beileibe nicht Dutzende von interessierten Gruppen. Von den im Sommer ausgezogenen Initativen scheint kaum eine zurückzukehren. (Warum nicht??? Wäre doch eine Geste der Anerkennung für die, die weitermachen, wenn die ausgezogenen ihre Unlust am Projekt als solidarische Kritik formulieren würden...) Von der Vielfalt der auf der www.ekhbleibt.info angekündigten Projekte scheint nicht viel übrig. Bezeichnend, daß auch bei den Verhandlungen um Verträge nur Verein für Gegenkultur und ATIGF vertreten sind. Die Stärke des EKH, seine Besonderheit, war meines Erachtens immer eine internationalistische Vielfalt linker Gruppierungen und Vereine im politisch aktivistischen Bereich und ein Nebeneinander, manchmal auch Miteinander von Menschen sehr unterschiedlicher Herkunft und Alltagskultur im Wohnbereich. Insofern wäre es wünschenswert, wenn die verschiedensten Gruppen und Leute, die eine zukünftige EKH-Nutzung erwägen, sich JETZT in den Diskussionsprozess einschalten und möglichst auch Ideen entwickeln, Anspruch auf Raumnutzung im EKH und Anspruch auf eigene Mietverträge stellen. Im Sinne einer internen Demokratie und Autonomie der verschiedenen Projekte erscheint es mir sehr schlecht, wenn der Verein für Gegenkultur das ganze Haus (ausgenommen ATIGF) mietete und alle andren Gruppen dann nur UntermieterInnen des Vereins für Gegenkultur wären. Ich denke, es sollte auch diskutiert werden, ob 2. und 4. Stock für Wohnprojekte oder eher für politische Initiativen zur Verfügung stehen sollten? Insbesondere glaube ich, daß es wichtig wäre, einen selbstverwalteten, eigenständigen und mit eigenem Mietvertrag ausgestatteten Flüchtlingsbereich herzustellen. Weil ich denke, daß Migrationspolitik im Moment sowas wie der “Hauptwiderspruch" ist, und gerade da Modelle selbstbestimmten Wohnens von MigrantInnen, die aus allen andren Einrichtung fallen (das sind vor allem alleinstehende Männer, denen eine Geschichte von politischer Verfolgung nicht geglaubt wird, also "Armutsflüchtlinge"), eine wichtige Sache wäre. Frage also an Ute Bock, Black Butterflies, asylkoordination, etc: Welche MigrantInnen aus den Comunities gibt es, die in der Lage sind, soetwas selbstbestimmt aufzuziehen???? Denn ein Hauptproblem des bisherigen Flüchtlingsbereichs des Flughafensozialdienstes war, daß er für die Autonomen des Wohnprojektes im 3.Stock viel unbezahlte Sozialarbeit bedeutete. (Das haben immer wieder einzelne engagierte, kosmopolitisch und international gesonnene Leute mit viel Engagement erledigt, für einige der Autonomen war es aber eher eine Belastung -.) Wie gesagt: das ist meine persönliche Meinung, ich würde mir wünschen, daß per email an tour at no-racism.net sich eine Diskussion über die Zukunft des EKH enstspinnt! Her mit Ideen, Projekten, Utopien! Hier noch ein paar mehr Informationen über den Status Quo im EKH: (wenn ich was falsch mitgekriegt habe, bitte berichtigen) Es scheint einige (meinem Eindruck nach: fast nur aus EU-BürgerInnen bestehende autonome) Gruppen zu geben, die wieder politischen Beisl- Betrieb machen wollen und auch die Werkstätten und Proberäume werden genutzt. Im zweiten Stock sind Punks mit sehr vielen Hunden ein gezogen, die aber eigentlich ein eignes Haus wollen. Und das laut Herrn Florianschütz auch bekommen sollen. Über die Art undWeise , wie und welche Flüchtlinge und MigrantInnen wieder einziehen sollen, wird diskutiert. Nach meinem Eindruck diskutieren darüber aber auch hauptsächlich Mehrheits-EU-Bürgerliche Autonome. Flüchtlinge und migrantische Selbstorganisationen sind im Moment an dem Diskussionsprozess nicht beteiligt. In Verhandlung mit der Stadt sind derzeit also nur : - ATIGF (ein eher maoistischer türkisch-kurdischer ArbeiterInnenverein, der zu den ursprünglich Besetzerinnen 1990 gehörte und im 1.Stock ein Infokaffee und den ZK-Saal betreibt. - Verein für Gegenkultur, Verein der autonomen Besetzerinnen, der einen gültigen Mietvertrag für den 3.Stock und für den großen Theatersaal im Keller besitzt. Im 3.Stock unterhält der Verein für Gegenkultur ein autonomes Wohnprojekt (von mehrheits-EU-bürgerlichen Autonomen, in das sich inzwischen auch einige MigrantInnen, die früher im 2.Stock im ehemaligen Flüchtlingsbereich des Flughafensozialdienstes gewohnt hatten, integriert haben, das beisl im Erdgeschoss und der Theatersaal haben keine gültige Veranstaltungsstättengenehmigung und werden hauptsächlich für Soliprojekte (z.B. Ladyfest) und für Punkkonzerte genützt. - dann der Dachverband serbischer Vereine, der Räume im ersten Stock angemietet hat. Zwischen den Autonomen und dem Dachverband hat es vom ersten Tag an nicht gut fúnktioniert. Der gegen den Willen der Autonomen von der KPÖ einquartierte Verein wurde von den Autonomen von Anfang an mit Mißtrauen betrachtet, so daß die erheblichen Differenzen in Lebensform und politischer Praxis niemals zu einer fruchtbaren Auseinandersetzung und interkulturellem Miteinander, sondern von Anfang an nur zu Streit und Zerwürfnis geführt hatten. (Die politische Kultur des Dachverbandes wurde von den Autonomen als machistisch, patriarchal, nationalistisch wahrgenommen, die Alltagskultur der Autonomen vom Dachverband als soziale, ästhetische und hygienische Verwahrlosung gelesen.) Ich habe in der letzten Zeit aus der antirassistischen Szene einige böse Kommentare gehört, so im Sinne: “jetzt, da die Autonomen das Haus krigen, schmeißen sie die MnigrantInnen raus", die auf das Zerwürfnis zwischen Autonomen und Dachverband abzielen. Denn die Autonomen wünschen sich, daß der Dachverband auszieht, was sich der Dachverband aber nicht leisten kann. Im Prinzip wäre es aus meiner Sicht natürlich ein gutes Zeichen, wenn es gelänge, die Differenzen zumindest soweit beizulegen, daß ein konfliktfreies Nebeneinander im gleichen Haus möglich wäre. Laut Herrn Florianschütz gibt es keinerlei Absichten der Stadt oder des Fonds Sozialen Wiens dem Dachverband ein Alternativquartier zu besorgen. - Außerdem gibt es noch einen kurdischen Verein, der die vom Rest des Hauses völlig getrennt begehbaren Räume des marxistischen Zentrums benützt. und hier noch ein paar (bewußt provokative) Fragen: - was macht das Politische am EKh aus? - welche Wirkungen hat das EKH nach "Innen", sozusagen auf die Existenz, den Zusammenhalt, den Erhalt einer linksradikalen Szene in Wien? - hat sich die Bedeutung von besetzten Häusern zum Wohnen für diese Szene in den letzten 15 Jahren geändert (Stichwort. vielmehr mediale Vernetzung, wegen Internet nicht soviele Plenas nötig zur Debatte, Stichwort: Vervielfältigung radikaler subkultureller Ausdrucksformen und Stile. Nicht mehr nur Punk ist linksradikal!)? - Welche sonstigen politischen Parameter haben sich in den letzten 15 Jahren verändert, welche Diskussionen sind in der Linken geführt worden, die vielleicht wichtig für eine Neupositionierung des EKH sein könnten? - welche Vorschläge und Vorstellungen gibt es von antirassistischen, nicht-paternalistischen transversalen und respektvollen Flüchtlings-und MigrantInnenprojekten? - welche Bedingungen stellen MigrantInnen an solche Projekte? Inwieweit sind MehrheitEuBügerInnen darin bereit ihren privilegierten Status und ihren anerzogenen,. oft unbewußten Rassismus und Exotismus zu reflektieren? - Gibt es eine Bereitschaft die dazu in den letzten Jahren z.B. von Bürofür ungewöhnliche Maßnahmen, MAIZ, Soho in Ottakring entworfenen Diskussionen zur Kenntnis zu nehmen? - Welche politischen Außenwirkungen soll ein Projekt EKH haben? Wie sind die zu erzielen? - In weiten Kreisen von theoretischen SympathisantInnen mit dem Projekt und der Position EKH gibt es trotzdem wenig bis keine Lust den realen Ort EKH zu besuchen und zu benützen, weil er von vielen Leuten als unwirtlich, unfreundlich, unangenehm empfunden wird. Warum ist das so? Will das jemand ändern? - Also: an die tastaturen, companer at s...., ================================================ 13 REVOLUTION - Mit der Bitte um Veröffentlichung von: REVOLUTION at utanet.at ================================================ Wie weiter gegen den Bildungsabbau? Resolution der STREIK-Versammlung von REVOLUTION am 14. September 2005 Folgende Resolution wurde auf einer REVOLUTION-Versammlung am 14. September in Wien, an der AktivistInnen aus 16 Schulen teilnahmen, diskutiert und nach Abänderungen einstimmig angenommen. 1. Die Einführung von massiven Zugangsbeschränkungen an den Hochschulen ist ein schwerwiegender Angriff auf unser Recht auf freie Bildung. 2. Dieser Angriff der Regierung zeigt einmal mehr: Im kapitalistischen System dient die Bildung und die Wirtschaft nicht den Lohnabhängigen und der Jugend, sondern der kleinen Minderheit der Konzernherren und ihrer Profitinteressen. 3. Daher rufen wir zum breitest möglichen Widerstand auf. Nur ein entschlossen geführter Streik kann die Herrschenden von ihrem Vorhaben abbringen. 4. Ein solcher Streik kann mit einem eintägigen Aktionstag Mitte Oktober beginnen, darf sich aber nicht darauf beschränken. Die Herrschenden werden wegen einem eintägigen Streik nicht ihre Pläne ändern. Notwendig ist: a) die unbefristete Fortführung des Streiks und die Besetzung der Universitäten und Schulen so lange, bis die Regierung nachgibt; b) ein gleichzeitiger Streik auf den Schulen und Universitäten; c) die Ausweitung des Kampfes auf die Betriebe, denn wenn die Wirtschaft stillsteht, treffen wir die Bosse, wo es ihnen wehtut. 5. Wir solidarisieren uns mit den Protesten der Lehrlinge gegen die wachsende Jugendarbeitslosigkeit und befürworten einen gemeinsamen Streik-Aktionstag der SchülerInnen, Lehrlinge und StudentInnen im Oktober. 6. Wir solidarisieren uns mit von der Regierung angegriffenen ArbeitnehmerInnen, wie zum Beispiel der Post-Belegschaft. Wo es Widerstand gibt, schlagen wir eine Zusammenführung des Widerstandes zu gemeinsamen Streik-Aktionen vor. 7. Wir fordern von unseren Lehrerinnen und Lehrern, sich mit unserem gerechten Kampf zur Verteidigung der freien Bildung zu solidarisieren. Sie sollen uns keine Steine in den Weg legen, wenn wir für unser Recht kämpfen. Auch Lehrerinnen und Lehrer sind von der kapitalistischen Sparpolitik betroffen und haben deswegen guten Grund, sich mit uns zu solidarisieren. 8. Wir werden mit all unseren Kräften zur erfolgreichen Mobilisierung der SchülerInnen, StudentInnen und Lehrlinge für den geplanten Streik-Aktionstag im Oktober beitragen. Unser Ziel ist aber, dass dieser Aktionstag nicht das ENDE, sondern der BEGINN einer Reihe von Demonstrationen und Streiks gegen die jugend- und arbeiterfeindliche Bildungs- und Sozialpolitik der Regierung ist. 9 Eine solche Widerstandsbewegung der SchülerInnen, StudentInnen und Lehrlinge muss von unten, von der Basis aus geführt werden und darf nicht von oben, von bürokratischen Vereinen wie der BundesschülerInnenvertretung (BSV) bzw. LandesschülerInnenvertretung (LSV) und der Österreichische HochschülerInnenschaft (ÖH) kontrolliert werden. Deswegen rufen wir zur Bildung von Aktionskomitees an den Schulen und Universitäten auf. In diesen Aktionskomitees sollen sich alle AktivistInnen zusammenschließen und den Streik sowie darüber hinaus gehende Widerstandsmaßnahmen organisieren. 10. Weiters schlagen wir den Zusammenschluss aller AktivistInnen und Aktionskomitees zu einer wien- und letztlich bundesweiten Bewegung vor. Die SchülerInnenkonferenz am 7. Oktober kann hier einen ersten Schritt in diese Richtung darstellen und sollte einige der anwesenden SchülerInnen zu ihren demokratisch kontrollierten Vertretern wählen, welche sich regelmäßig treffen sollen, um die Bewegung weiter zu bringen. 11. Ebenso schlagen wir vor, unmittelbar im Anschluss an den Streik-Aktionstag Mitte Oktober eine große Versammlung mit möglichst viel SchülerInnen, StudentInnen und Lehrlingen abzuhalten, um die nächsten Schritte im Kampf gegen Bildungs- und Sozialabbau besprechen und beschließen sowie eine demokratische Koordination der Bewegung bilden zu können. 12. Es ist eine Schande, dass die offiziellen Vertretungen der SchülerInnen und StudentInnen BSV/LSV/ÖH bislang untätig geblieben sind, anstatt einen entschlossenen Widerstand gegen das drohende Ende des freien Hochschulzugangs zu organisieren. LSV/BSV und ÖH betreiben eine Politik, die den Interessen der Parteibürokratie von SPÖ, Grüne oder KPÖ weitaus näher steht als den Bedürfnissen der SchülerInnen und StudentInnen. Um diese bürokratischen Strukturen zum Handeln zu bewegen, müssen wir einen starken Druck von unten entwickeln und - kämpfen die BürokratInnen nicht für uns - den Widerstand gegen den Bildungsabbau selber organisieren. ================================================ 14 Reaktionen österr. NGOs zu den Wahlen in Deutschland: Exklusiv auf Glocalist Daily News von: office at glocalist-review.com ================================================ Erste Reaktionen österr. NGOs zu den Wahlen in Deutschland:Exklusiv auf Glocalist Daily News: Tages-Online-Zeitung für NGOs & Zivilgesellschaft. Jetzt unter www.glocalist.com Zitate können bei Quellenangabe verwendet werden. Christian Neugebauer _____ Glocalist Medien - Medien für Zivilgesellschaft und NGOs Eine andere Information ist möglich GLOCALIST Daily News - Tages-Online-Zeitung GLOCALIST Review - Digitale Wochenzeitschrift GLOCALIST Magazine - Monatliches Printmagazin Barmherzigengasse 17 - stiege 6 - top 1 A-1030 Wien t: 01/597 2001 f: 01/597 6855 m: 0699 11 88 16 43 e: office at glocalist-review.com w: http://www.glocalist-review.com Agentur: arbeitsraum-philosophie: agentur für analoge&digitale kommunikationswirtschaft GmbH- www.arbeitsraum.at ================================================ 15 Häupl: bin stolz-bei uns brennen keine Moscheen und Synagogen von: dieinitiative at gmx.at ================================================ aus der Rede des Wiener Landeshauptmann und Bürgermeisters beim Wahlkampfauftakt Freitag abend in Wien. "Wenn ich die Plakate des Herrn Strache sehe, dann weiß ich: ich brauche kein Duell um Wien mit einem Abziehbild des Jörg Haiders. Aber der Demagogie, die auf diesen Plakaten verbreitet wird, treten wir entgegen. Hier sage ich: Stopp, es reicht!", kommentierte Häupl in Richtung FPÖ. Das Problem sei nicht die geregelte Zuwanderung und Integration, die in Wien erfolgreich praktiziert werde, sondern vielmehr die Saisonniersregelung der Bundesregierung. "Jeder der hier legal lebt, soll hier auch legal arbeiten können. Und wir brauchen auch kein strengeres Staatsbürgerschaftsrecht", so der Wiener Bürgermeister weiter. Die Angstmacherei, die hier geschehe, sei die gleiche wie die eines Jörg Haiders. "Um es deutlich zu machen: egal ob blau oder orange, es gibt keinen Unterschied!" Und es sei auch ein Gebot des Humanismus, allen zu helfen, die Hilfe brauchen und Asylanten und Asylantinnen ein menschenwürdiges Leben zu ermöglichen. Wien gehe hier den Weg der Integration, wie es einer weltoffenen Stadt gebührt. "Und wir können stolz darauf sein, dass wir eine Stadt sind, in der die verschiedenen Religionen und Kulturen friedlich zusammen leben, dass bei uns keine Asylantenheime, keine Moscheen und keine Synagogen brennen. Um diese Vielfalt in Frieden beneidet uns die ganze Welt", erklärte der Wiener Bürgermeister hierzu. ================================================ 16 GLB/Lenzing/Lohnkürzungen von: glb.ooe at aon.at ================================================ Pressedienst des Gewerkschaftlichen Linksblocks (GLB), Apostelgasse 36/12, A-1030 Wien - Telefon +43 1 718 26 23-0 - Fax +43 1 718 26 23-30 - Mail glb at glb.at - Web www.glb.at - Ausgabe vom 16. September 2005 Mehr Gewinn für Aktionäre auf Kosten der Beschäftigten Lohnkürzungen für 120 Beschäftigte bei der Lenzing AG Satte Profite für Eigentümer und Dividenden für Aktionäre, Lohnkürzungen für Beschäftigte - auf diese einfallslose Formel beschränkt sich offensichtlich auch in der Lenzing AG die Qualifikation des hochbezahlten Vorstandes, stellt die Fraktion Gewerkschaftlicher Linksblock im ÖGB (GLB) fest. Für 120 Beschäftigte des Sektors Papier erfolgen jetzt mit Einverständnis des Betriebsrates Änderungskündigungen. Wenn Betroffene nicht zustimmen “sehen wir uns gezwungen, Ihr Dienstverhältnis aufzulösen" teilt der Vorstand mit. Die Arbeitsplätze von zwölf ausgeschiedenen Mitarbeitern wurden bereits nicht mehr nachbesetzt. Begründet wird die Änderungskündigung mit dem Verzicht auf den variablen Teil des 15. Bezuges mit der schlechten Auftragslage des Geschäftsbereichs Papier. Erst wenn dieser wieder mehr als eine Million Euro Gewinn erzielt, soll der Betrag unverzinst nachbezahlt werden. Dem steht freilich eine Jubelmeldung des Vorstandes für die Halbjahresbilanz des Konzerns 2005 gegenüber, für welche ein “gutes Halbjahresergebnis trotz Marktschwäche" vermeldet wird. Demnach ist der Konzernumsatz gegenüber dem Vorjahr von 407,3 auf 464,4 Mio. Euro gestiegen, der Gewinn (EGT) wurde von 45,9 auf 51,3 Mio. Euro erhöht: “Was den ArbeiterInnen und Angestellten genommen wird, erhalten die Aktionäre als Draufgabe", kritisiert die GLB-Bundesvorsitzende Karin Antlanger (BRV EXIT-sozial Linz) diese Vorgangsweise. Wenn hochprofitable Großbetriebe so agieren, darf man sich nicht wundern, wenn in mittleren und kleineren Unternehmen es noch viel brutaler zugeht. Haupteigentümer der Lenzing AG mit 75 Prozent ist weiterhin die zur Bank Austria-Creditanstalt (BACA) gehörende B & C-Holding, die zum Bankenkonzern der mittlerweile von der italienischen UniCredit übernommenen deutschen HypoVereinsbank (HVB) gehört. Die restlichen 25 Prozent sind Streubesitz. Der Verkauf der Lenzing AG an den britischen Konzern Citicorp Venture Capital (CVC) war 2001 am Einspruch der EU-Wettbewerbsbehörde gescheitert. Der GLB hatte in diesem Zusammenhang die Übernahme der Lenzing AG durch die Verstaatlichtenholding ÖIAG verlangt. ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< SOLIDARITÄT WELTWEIT ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 17 A War to Be Proud Of von: wadi.wien at gmx.at ================================================ 29.08.2005 | The Weekly Standard | Christopher Hitchens -------------------------------------------------------------------------------- A War to Be Proud Of Let me begin with a simple sentence that, even as I write it, appears less than Swiftian in the modesty of its proposal: "Prison conditions at Abu Ghraib have improved markedly and dramatically since the arrival of Coalition troops in Baghdad." I could undertake to defend that statement against any member of Human Rights Watch or Amnesty International, and I know in advance that none of them could challenge it, let alone negate it. Before March 2003, Abu Ghraib was an abattoir, a torture chamber, and a concentration camp. Now, and not without reason, it is an international byword for Yankee imperialism and sadism. Yet the improvement is still, unarguably, the difference between night and day. How is it possible that the advocates of a post-Saddam Iraq have been placed on the defensive in this manner? And where should one begin? I once tried to calculate how long the post-Cold War liberal Utopia had actually lasted. Whether you chose to date its inception from the fall of the Berlin Wall in November 1989, or the death of Nicolae Ceausescu in late December of the same year, or the release of Nelson Mandela from prison, or the referendum defeat suffered by Augusto Pinochet (or indeed from the publication of Francis Fukuyama's book about the "end of history" and the unarguable triumph of market liberal pluralism), it was an epoch that in retrospect was over before it began. By the middle of 1990, Saddam Hussein had abolished Kuwait and Slobodan Milosevic was attempting to erase the identity and the existence of Bosnia. It turned out that we had not by any means escaped the reach of atavistic, aggressive, expansionist, and totalitarian ideology. Proving the same point in another way, and within approximately the same period, the theocratic dictator of Iran had publicly claimed the right to offer money in his own name for the suborning of the murder of a novelist living in London, and the génocidaire faction in Rwanda had decided that it could probably get away with putting its long-fantasized plan of mass murder into operation. One is not mentioning these apparently discrepant crimes and nightmares as a random or unsorted list. Khomeini, for example, was attempting to compensate for the humiliation of the peace agreement he had been compelled to sign with Saddam Hussein. And Saddam Hussein needed to make up the loss, of prestige and income, that he had himself suffered in the very same war. Milosevic (anticipating Putin, as it now seems to me, and perhaps Beijing also) was riding a mutation of socialist nationalism into national socialism. It was to be noticed in all cases that the aggressors, whether they were killing Muslims, or exalting Islam, or just killing their neighbors, shared a deep and abiding hatred of the United States. The balance sheet of the Iraq war, if it is to be seriously drawn up, must also involve a confrontation with at least this much of recent history. Was the Bush administration right to leave--actually to confirm--Saddam Hussein in power after his eviction from Kuwait in 1991? Was James Baker correct to say, in his delightfully folksy manner, that the United States did not "have a dog in the fight" that involved ethnic cleansing for the mad dream of a Greater Serbia? Was the Clinton administration prudent in its retreat from Somalia, or wise in its opposition to the U.N. resolution that called for a preemptive strengthening of the U.N. forces in Rwanda? I know hardly anybody who comes out of this examination with complete credit. There were neoconservatives who jeered at Rushdie in 1989 and who couldn't see the point when Sarajevo faced obliteration in 1992. There were leftist humanitarians and radicals who rallied to Rushdie and called for solidarity with Bosnia, but who--perhaps because of a bad conscience about Palestine--couldn't face a confrontation with Saddam Hussein even when he annexed a neighbor state that was a full member of the Arab League and of the U.N. (I suppose I have to admit that I was for a time a member of that second group.) But there were consistencies, too. French statecraft, for example, was uniformly hostile to any resistance to any aggression, and Paris even sent troops to rescue its filthy clientele in Rwanda. And some on the hard left and the brute right were also opposed to any exercise, for any reason, of American military force. The only speech by any statesman that can bear reprinting from that low, dishonest decade came from Tony Blair when he spoke in Chicago in 1999. Welcoming the defeat and overthrow of Milosevic after the Kosovo intervention, he warned against any self-satisfaction and drew attention to an inescapable confrontation that was coming with Saddam Hussein. So far from being an American "poodle," as his taunting and ignorant foes like to sneer, Blair had in fact leaned on Clinton over Kosovo and was insisting on the importance of Iraq while George Bush was still an isolationist governor of Texas. Notwithstanding this prescience and principle on his part, one still cannot read the journals of the 2000/2001 millennium without the feeling that one is revisiting a hopelessly somnambulist relative in a neglected home. I am one of those who believe, uncynically, that Osama bin Laden did us all a service (and holy war a great disservice) by his mad decision to assault the American homeland four years ago. Had he not made this world-historical mistake, we would have been able to add a Talibanized and nuclear-armed Pakistan to our list of the threats we failed to recognize in time. (This threat still exists, but it is no longer so casually overlooked.) The subsequent liberation of Pakistan's theocratic colony in Afghanistan, and the so-far decisive eviction and defeat of its bin Ladenist guests, was only a reprisal. It took care of the last attack. But what about the next one? For anyone with eyes to see, there was only one other state that combined the latent and the blatant definitions of both "rogue" and "failed." This state--Saddam's ruined and tortured and collapsing Iraq--had also met all the conditions under which a country may be deemed to have sacrificed its own legal sovereignty. To recapitulate: It had invaded its neighbors, committed genocide on its own soil, harbored and nurtured international thugs and killers, and flouted every provision of the Non-Proliferation Treaty. The United Nations, in this crisis, faced with regular insult to its own resolutions and its own character, had managed to set up a system of sanctions-based mutual corruption. In May 2003, had things gone on as they had been going, Saddam Hussein would have been due to fill Iraq's slot as chair of the U.N. Conference on Disarmament. Meanwhile, every species of gangster from the hero of the Achille Lauro hijacking to Abu Musab al Zarqawi was finding hospitality under Saddam's crumbling roof. One might have thought, therefore, that Bush and Blair's decision to put an end at last to this intolerable state of affairs would be hailed, not just as a belated vindication of long-ignored U.N. resolutions but as some corrective to the decade of shame and inaction that had just passed in Bosnia and Rwanda. But such is not the case. An apparent consensus exists, among millions of people in Europe and America, that the whole operation for the demilitarization of Iraq, and the salvage of its traumatized society, was at best a false pretense and at worst an unprovoked aggression. How can this possibly be? There is, first, the problem of humorless and pseudo-legalistic literalism. In Saki's short story The Lumber Room, the naughty but clever child Nicholas, who has actually placed a frog in his morning bread-and-milk, rejoices in his triumph over the adults who don't credit this excuse for not eating his healthful dish: "You said there couldn't possibly be a frog in my bread-and-milk; there was a frog in my bread-and-milk," he repeated, with the insistence of a skilled tactician who does not intend to shift from favorable ground. Childishness is one thing--those of us who grew up on this wonderful Edwardian author were always happy to see the grown-ups and governesses discomfited. But puerility in adults is quite another thing, and considerably less charming. "You said there were WMDs in Iraq and that Saddam had friends in al Qaeda. . . . Blah, blah, pants on fire." I have had many opportunities to tire of this mantra. It takes ten seconds to intone the said mantra. It would take me, on my most eloquent C-SPAN day, at the very least five minutes to say that Abdul Rahman Yasin, who mixed the chemicals for the World Trade Center attack in 1993, subsequently sought and found refuge in Baghdad; that Dr. Mahdi Obeidi, Saddam's senior physicist, was able to lead American soldiers to nuclear centrifuge parts and a blueprint for a complete centrifuge (the crown jewel of nuclear physics) buried on the orders of Qusay Hussein; that Saddam's agents were in Damascus as late as February 2003, negotiating to purchase missiles off the shelf from North Korea; or that Rolf Ekeus, the great Swedish socialist who founded the inspection process in Iraq after 1991, has told me for the record that he was offered a $2 million bribe in a face-to-face meeting with Tariq Aziz. And these eye-catching examples would by no means exhaust my repertoire, or empty my quiver. Yes, it must be admitted that Bush and Blair made a hash of a good case, largely because they preferred to scare people rather than enlighten them or reason with them. Still, the only real strategy of deception has come from those who believe, or pretend, that Saddam Hussein was no problem. I have a ready answer to those who accuse me of being an agent and tool of the Bush-Cheney administration (which is the nicest thing that my enemies can find to say). Attempting a little levity, I respond that I could stay at home if the authorities could bother to make their own case, but that I meanwhile am a prisoner of what I actually do know about the permanent hell, and the permanent threat, of the Saddam regime. However, having debated almost all of the spokespeople for the antiwar faction, both the sane and the deranged, I was recently asked a question that I was temporarily unable to answer. "If what you claim is true," the honest citizen at this meeting politely asked me, "how come the White House hasn't told us?" I do in fact know the answer to this question. So deep and bitter is the split within official Washington, most especially between the Defense Department and the CIA, that any claim made by the former has been undermined by leaks from the latter. (The latter being those who maintained, with a combination of dogmatism and cowardice not seen since Lincoln had to fire General McClellan, that Saddam Hussein was both a "secular" actor and--this is the really rich bit--a rational and calculating one.) There's no cure for that illusion, but the resulting bureaucratic chaos and unease has cornered the president into his current fallback upon platitude and hollowness. It has also induced him to give hostages to fortune. The claim that if we fight fundamentalism "over there" we won't have to confront it "over here" is not just a standing invitation for disproof by the next suicide-maniac in London or Chicago, but a coded appeal to provincial and isolationist opinion in the United States. Surely the elementary lesson of the grim anniversary that will shortly be upon us is that American civilians are as near to the front line as American soldiers. It is exactly this point that makes nonsense of the sob-sister tripe pumped out by the Cindy Sheehan circus and its surrogates. But in reply, why bother to call a struggle "global" if you then try to localize it? Just say plainly that we shall fight them everywhere they show themselves, and fight them on principle as well as in practice, and get ready to warn people that Nigeria is very probably the next target of the jihadists. The peaceniks love to ask: When and where will it all end? The answer is easy: It will end with the surrender or defeat of one of the contending parties. Should I add that I am certain which party that ought to be? Defeat is just about imaginable, though the mathematics and the algebra tell heavily against the holy warriors. Surrender to such a foe, after only four years of combat, is not even worthy of consideration. Antaeus was able to draw strength from the earth every time an antagonist wrestled him to the ground. A reverse mythology has been permitted to take hold in the present case, where bad news is deemed to be bad news only for regime-change. Anyone with the smallest knowledge of Iraq knows that its society and infrastructure and institutions have been appallingly maimed and beggared by three decades of war and fascism (and the "divide-and-rule" tactics by which Saddam maintained his own tribal minority of the Sunni minority in power). In logic and morality, one must therefore compare the current state of the country with the likely or probable state of it had Saddam and his sons been allowed to go on ruling. At once, one sees that all the alternatives would have been infinitely worse, and would most likely have led to an implosion--as well as opportunistic invasions from Iran and Turkey and Saudi Arabia, on behalf of their respective interests or confessional clienteles. This would in turn have necessitated a more costly and bloody intervention by some kind of coalition, much too late and on even worse terms and conditions. This is the lesson of Bosnia and Rwanda yesterday, and of Darfur today. When I have made this point in public, I have never had anyone offer an answer to it. A broken Iraq was in our future no matter what, and was a responsibility (somewhat conditioned by our past blunders) that no decent person could shirk. The only unthinkable policy was one of abstention. Two pieces of good fortune still attend those of us who go out on the road for this urgent and worthy cause. The first is contingent: There are an astounding number of plain frauds and charlatans (to phrase it at its highest) in charge of the propaganda of the other side. Just to tell off the names is to frighten children more than Saki ever could: Michael Moore, George Galloway, Jacques Chirac, Tim Robbins, Richard Clarke, Joseph Wilson . . . a roster of gargoyles that would send Ripley himself into early retirement. Some of these characters are flippant, and make heavy jokes about Halliburton, and some disdain to conceal their sympathy for the opposite side. So that's easy enough. The second bit of luck is a certain fiber displayed by a huge number of anonymous Americans. Faced with a constant drizzle of bad news and purposely demoralizing commentary, millions of people stick out their jaws and hang tight. I am no fan of populism, but I surmise that these citizens are clear on the main point: It is out of the question--plainly and absolutely out of the question--that we should surrender the keystone state of the Middle East to a rotten, murderous alliance between Baathists and bin Ladenists. When they hear the fatuous insinuation that this alliance has only been created by the resistance to it, voters know in their intestines that those who say so are soft on crime and soft on fascism. The more temperate anti-warriors, such as Mark Danner and Harold Meyerson, like to employ the term "a war of choice." One should have no problem in accepting this concept. As they cannot and do not deny, there was going to be another round with Saddam Hussein no matter what. To whom, then, should the "choice" of time and place have fallen? The clear implication of the antichoice faction--if I may so dub them--is that this decision should have been left up to Saddam Hussein. As so often before . . . Does the president deserve the benefit of the reserve of fortitude that I just mentioned? Only just, if at all. We need not argue about the failures and the mistakes and even the crimes, because these in some ways argue themselves. But a positive accounting could be offered without braggartry, and would include: (1) The overthrow of Talibanism and Baathism, and the exposure of many highly suggestive links between the two elements of this Hitler-Stalin pact. Abu Musab al Zarqawi, who moved from Afghanistan to Iraq before the coalition intervention, has even gone to the trouble of naming his organization al Qaeda in Mesopotamia. (2) The subsequent capitulation of Qaddafi's Libya in point of weapons of mass destruction--a capitulation that was offered not to Kofi Annan or the E.U. but to Blair and Bush. (3) The consequent unmasking of the A.Q. Khan network for the illicit transfer of nuclear technology to Libya, Iran, and North Korea. (4) The agreement by the United Nations that its own reform is necessary and overdue, and the unmasking of a quasi-criminal network within its elite. (5) The craven admission by President Chirac and Chancellor Schröder, when confronted with irrefutable evidence of cheating and concealment, respecting solemn treaties, on the part of Iran, that not even this will alter their commitment to neutralism. (One had already suspected as much in the Iraqi case.) (6) The ability to certify Iraq as actually disarmed, rather than accept the word of a psychopathic autocrat. (7) The immense gains made by the largest stateless minority in the region--the Kurds--and the spread of this example to other states. (8) The related encouragement of democratic and civil society movements in Egypt, Syria, and most notably Lebanon, which has regained a version of its autonomy. (9) The violent and ignominious death of thousands of bin Ladenist infiltrators into Iraq and Afghanistan, and the real prospect of greatly enlarging this number. (10) The training and hardening of many thousands of American servicemen and women in a battle against the forces of nihilism and absolutism, which training and hardening will surely be of great use in future combat. It would be admirable if the president could manage to make such a presentation. It would also be welcome if he and his deputies adopted a clear attitude toward the war within the war: in other words, stated plainly, that the secular and pluralist forces within Afghan and Iraqi society, while they are not our clients, can in no circumstance be allowed to wonder which outcome we favor. The great point about Blair's 1999 speech was that it asserted the obvious. Coexistence with aggressive regimes or expansionist, theocratic, and totalitarian ideologies is not in fact possible. One should welcome this conclusion for the additional reason that such coexistence is not desirable, either. If the great effort to remake Iraq as a demilitarized federal and secular democracy should fail or be defeated, I shall lose sleep for the rest of my life in reproaching myself for doing too little. But at least I shall have the comfort of not having offered, so far as I can recall, any word or deed that contributed to a defeat. Christopher Hitchens is a columnist for Vanity Fair. His most recent book is Thomas Jefferson: Author of America. A recent essay of his appears in the collection A Matter of Principle: Humanitarian Arguments for War in Iraq, newly published by the University of California Press. ================================================ 18 Terrorists unite to plot Iraqi civil war von: wadi.wien at gmx.at ================================================ September 15, 2005 Terrorists unite to plot Iraqi civil war >From Anthony Loyd in Baghdad A TERRORIST mastermind has united insurgent groups in Baghdad to target the Iraqi Shia Muslim community with the aim of bringing civil war to Iraq, The Times has learnt. According to US military intelligence sources, Abu Musab al-Zarqawi, the man responsible for the bloodiest acts of terror in Iraq over the past two years, now commands thousands of fighters from various rival groups and is set to order further waves of bombings. NI_MPU('middle');Yesterday the self-styled "emir" of Iraq was blamed for a dozen co-ordinated bombings in Baghdad that killed 152 people, the single worst death toll in the city since the overthrow of Saddam Hussein. Most of the dead were poor Shia labourers killed by a huge car bomb in a busy square. "The al-Qaeda organisation in Mesopotamia is declaring all-out war on the Rafidha [a pejorative term for Shias], wherever they are in Iraq," said the 38-year-old in an audio message released on an Islamic website. He urged Sunni Muslims to "wake up from your slumber" and joint the fight. Last night the threat was being taken seriously by US and Iraqi officials, who have offered a $25 million reward for his capture. "We have got reason to believe that al-Zarqawi has now been given tactical command in the city over groups that have had to merge under him for the sake of survival," an American intelligence officer in Baghdad told The Times yesterday. An intelligence summary, citing the conglomeration of insurgent groups under the al-Qaeda banner to be the result of rebel turf wars, money, weaponry and fear, concluded that of the estimated 16,000 Sunni Muslim insurgents, 6,700 were hardcore Islamic fundamentalists who were now supplemented by a possible further 4,000 members after an amalgamation with Jaysh Muhammad, previously an insurgent group loyal to the former Baathist regime. Al-Zarqawi's rise to supremacy will cast a long shadow in the run up to the October 15 referendum on Iraq's new constitution and general elections due in December. His organisation is believed already to have gained domination of smaller resistance groups in Ramadi, the capital of Anbar province in western Iraq and a centre of gravity for the Sunni insurgency. An Iraqi resistance insider there last week told The Times that al-Zarqawi's men had already caused thousands of Shia to flee the city over the past six weeks. "His men announced through leaflets that all Shia should leave Ramadi or face 'the iron fist'," the Ramadi resident said. "At first local Sunnis didn't want anything to do with it. But they know how powerful Zarqawi's group is, that it doesn't hesitate to kill and is not afraid to die." "They control Ramadi now. They have the best weapons and the most money, and more and more men. They walk openly on the streets when the Americans aren't around. So the Shias left, by their thousands." The man, himself a supporter of the insurgency, claimed that public executions of coalition informers were a regular occurrence, and happened during daylight in the street. Such is the breakdown of any official authority in Ramadi that it was impossible to stop. Coalition intelligence sources said that a culmination of signal, image and human intelligence had alerted the coalition to a huge al-Qaeda attack planned for Baghdad in August, which had been aborted at the last minute. They said the yesterday's attack was likely a rescheduling of the original operation, and broadcast for propaganda purposes as retaliation for recent government successes in Tal Afar, northern Iraq. In Tal Afar itself yesterday, where some 10,000 US and Iraqi troops have been engaged in a massive offensive to recapture the ethnically divided town from Sunni insurgents, commanders spoke of the "horrible" abuses they had uncovered. The details were prophetic reminder of what al-Qaeda's supremacy may bode. "The enemy here did just the most horrible things you can imagine, in one case murdering a child, placing a booby trap within the child's body and waiting for the parent to come recover the body of their child and exploding it to kill the parents," said Colonel H R McMaster, a senior American commander in the town. Yesterday commanders said they were in full control of the town after the insurgents melted away, but their victory appears quickly overshadowed by al-Zarqawi's subsequent gore-splattered stamp acoss the very centre of Baghdad. Copyright 2005 Times Newspapers Ltd. ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< LINKS, VERWEISE, HINWEISE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 19 neu auf www.doew.at von: aktion at gegendenantisemitismus.at ================================================ Neues von ganz rechts - September 2005 Völkische Wurzeln Der steirische FPÖ-Vorsitzende und Spitzenkandidat bei den anstehenden Landtagswahlen, Leopold Schöggl (C! Erz, Leoben), wurde vom Internet-Jugendmagazin Chilli im Wahlkampf begleitet. Bei einer Festveranstaltung zur (steirischen) Volkskultur war der treudeutsche Korporierte ganz in seinem Element. Chilli zitiert aus Schöggls Rede zum Erhalt des völkischen Erbes. Zunächst postuliert er, dass "das Volk [...] seine Wurzeln kennen" müsse. Dass Juden und Jüdinnen gemäß deutschnationaler Weltanschauung nicht zum "Volk" gehören, sondern vielmehr dieses von außen bedrohen, macht Schöggl gleich darauf deutlich: "Wir werden zunehmend äußeren Einflüssen ausgesetzt. Was der Herr Konrad Mautner, der ja ein Wiener Jude ist, mit unseren Trachten gemacht hat, war ja schon Übertreibung. Das waren nicht mehr unsere traditionellen Trachten. Aber das sind halt die blutarmen Gstoderer aus Wien, [...] a Zuagraster holt." http://www.doew.at/projekte/rechts/chronik/2005_09/fpoe2.html ================================================ 20 Glocalist Nr.83: Wochenzeitung für NGos&Zivilgesellschaft von: office at glocalist-review.com ================================================ Sehr geehrte Damen und Herren, anbei die aktuelle Wochenzeitung Glocalist Review:Wochenzeitung für NGOs&Zivilgesellschaft. SCHWERPUNKT - Grundeinkommen Teil II Wahl zur NGO des Jahres 2005, Dr. Markus Schlagnitweit (Direktor der Katholischen Sozialakademie) und das Wiener Manifest im Dokument und Diskurseinladung an die Glocalist Community >> Reaktionen und Stellungnahmen dazu sind herzlichst willkommen. Viel Freude beim Lesen und besuchen Sie auch unsere Tages-Online-Zeitung Glocalist Daily News: www.glocalist.at für aktuelle Nachrichten und Termine. Christian Neugebauer _____ Glocalist Medien - Medien für Zivilgesellschaft und NGOs Eine andere Information ist möglich GLOCALIST Daily News - Tages-Online-Zeitung GLOCALIST Review - Digitale Wochenzeitschrift GLOCALIST Magazine - Monatliches Printmagazin Barmherzigengasse 17 - stiege 6 - top 1 A-1030 Wien t: 01/597 2001 f: 01/597 6855 m: 0699 11 88 16 43 e: office at glocalist-review.com w: http://www.glocalist-review.com Agentur: arbeitsraum-philosophie: agentur für analoge&digitale kommunikationswirtschaft GmbH- www.arbeitsraum.at ================================================ C) TERMINE ================================================ ======================== Montag http://mund.at/butt/Termine/September/1909.htm Dienstag http://www.mund.at/butt/Termine/September/2009.htm Mittwoch http://www.mund.at/butt/Termine/September/2109.htm ======================== ================================================ D) EDITORIAL ================================================ Für den Inhalt verantwortlich: Ihr. E-Mail-Adresse für Beiträge: widerstand at no-racism.net geschickt. widerst at nd MUND und alle Termine täglich aktualisiert im Web: http://www.no-racism.net/MUND Ziel von MUND (medienunabhängiger Nachrichtendienst) ist die unzensurierte und möglichst rasche Information über gesellschafts- politisch relevante Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu Widerstand und Antirassismus sowie verwandte Themen. sollen einen Titel, Namen und Emailadresse der/des AutorIn enthalten und möglichst kurz und prägnant gehalten sein, ev. mit Hinweis, wo weitere Informationen eingeholt werden können. Bitte keine Attachments! Die inhaltliche und sachliche Verantwortung liegt bei der/dem jeweiligen AutorIn bzw. jenen, die uns die Beiträge schicken. Der MUND wird von einzelnen TagesredakteurInnen zusammengestellt. Da Fehler nicht ausgeschlossen sind, bitten wir, nicht veröffentlichte Beiträge nochmals an widerstand at no-racism.net zu senden. Die Weiterleitung (auch auszugsweise) ist erwünscht. Beiträge mit rassistischen oder sexistischen Inhalten werden nicht veröffentlicht. Sehr persönliche Meldungen werden wir an den betreffenden Adressaten weiterleiten, aber nicht im MUND veröffentlichen. Die bisherigen Ausgaben sind unter http://www.no-racism.net/MUND archiviert. Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage: * Wann: Sonntag, 11.11.2001, 11:11 Uhr * * Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" * * Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf * * Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie. Aber kurz und prägnant.* Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch stillschweigend Zensur zu üben. Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die Nichtaufnahme geliefert. (Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.) Die AbsenderInnen der betroffenen Beiträge werden hiervon informiert. Im Sinne einer "gläsernen Zensur" könnt ihr Euch die Beiträge gerne extra schicken lassen: Ein kurzes Mail an widerstand at no-racism.net genügt. ================================================ E) VERTEILERLISTE ================================================ Zur Eintragung in diesen Verteiler bitte direkt subskribieren unter http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/analle oder von der einzutragenden Adresse aus ein mail schicken an: admin at no-racism.net mit folgendem Text: subscribe no-racism Bitte wegen Automatisierung diesen Wortlaut verwenden! Zur Austragung aus dieser Liste bitte an ein mail mit dem Text unsubscribe no-racism Bitte wegen Automatisierung diesen Wortlaut verwenden! REDAKTIONELLES: Diese Ausgabe hat Vlatka Frketic aus Einsendungen an zusammengestellt. Bitte keine Attachments! (werden nicht angenommen) Redaktionsschluss für diese Ausgabe: Sonntag, 00.00 Uhr III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III ü, ö, ä, ß, Ü, Ö, Ä III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III widerst at nd-MUND is powered by http://alt.strg.at/ From analle at no-racism.net Tue Sep 20 08:16:03 2005 From: analle at no-racism.net (=?iso-8859-1?q?MUND=3A_medienunabh=E4ngiger_Nachrichtendienst?=) Date: Tue, 20 Sep 2005 08:16:03 +0200 Subject: widerst@nd! - MUND: Dienstag, 20.9.2005 Message-ID: widerst at nd MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst www.no-racism.net/mund MedieninhaberInnen seid Ihr! Dienstag, 20.09.2005 ================================================ A) INHALT ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 01 30.9.-2.10.: AUF-TAGUNG: 60 JAHRE VERDRÄNGUNG AUF Eine Frauenzeitschrift ================================================== 02 LEFÖ Pressekonferenz am 28.Sep.05, 11.00 Uhr "lefoe" ================================================== 03 13.10.: Hängen Sie sich ein Bild an die Wand! "SOS Mitmensch" ================================================== 04 Die "andere Hymne" / Präsentation 26. Oktober 2005 Cornelia Kogoj ================================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND KOMMENTARE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 05 MitmieterInnen gesucht "ulcus @ qujOchOE" ================================================== 06 SOS-Menschenrechte Newsletter SOS-Menschenrechte at chello.at ================================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< DISKUSSION ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 07 Stellungnahme zu "Islam, Terror, Menschenrechte" von M. Genner "Initiative muslimischer ÖsterreicherInnen" ================================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< SOLIDARITÄT WELTWEIT ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 08 Dringend! Feminist Majority gegen Nominierung eines Pro-Lifers zum Obersten Höchstrichter FrauenLesben für das Selbstbestimmungsrecht der Frau ================================================== 09 Genua -- Gleneagles gipfelsoli-l at lists.nadir.org ================================================== 10 Uganda / Weltkindertag: Schutz für Kinder in vergessenem Bürgerkrieg gefordert "GFBV" ================================================== 11 Für die Einheit des Irak - Aussendung IGGiÖ "Initiative muslimischer ÖsterreicherInnen" ================================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< LINKS / VERWEISE / HINWEISE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 12 Alternative Economics, Alternative Societies: NEW ISSUE republicart web-journal Oliver Ressler ================================================== 13 Pressemitteilung iz3w 288: Move on! - Soziale Bewegungen in Indien "Oeffentlichkeitsarbeit iz3w-freiburg" ================================================== ================================================ B) TEXTE ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 01 30.9.-2.10.: AUF-TAGUNG: 60 JAHRE VERDRÄNGUNG AUF Eine Frauenzeitschrift ================================================== *AUF-TAGUNG: 60 JAHRE VERDRÄNGUNG aus feministischer Sicht* *Gast aus Berlin: Christina Thürmer-Rohr* Fr 30. September, Sa 1. & So 2. Oktober im ehemaligen jüdischen Theater Nestroyhof, 1020 Wien, Nestroyplatz 1/10 Veranstaltung für Frauen, Ausführliches Programm im .pdf - Anhang * Freitag 30. September * *14:30 *FÜHRUNG * Martha Keil */Institut für Geschichte der Juden in Österreich/ *"Geschichte Umgehen" *Führung durch die jüdische Leopoldstadt. Treffpunkt Kai, Morzinplatz, Stiegenaufgang zur Rupprechtskirche. UKB 7/5 Euro * Nestroyhof*; 1020 Wien, Nestroyplatz 1/10 * **19:00 Begrüßung durch AUF-Frauen* sowie Kurzinfo: *Chris Standfest/AUF-Frauen: Zur Geschichte des ehemaligen jüdischen Theaters im Nestroyhof* *19:15* VORTRAG *Brigitte Bailer-Galanda */Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstands/ *Widerstand als Privatsache - Entschädigung als Glückssache, *Widerständigkeit und Eigenständigkeit der Frauen im Opferfürsorgegesetz nicht vorgesehen * Samstag 1. Oktober* ***15:00 - 19:00 *FILME & DISKUSSION *Lisa Rosenblatt *präsentiert Teile aus unveröffentlichten eigenen Interviewmitschnitten und anderen Filmen. *Hannah Fröhlich *präsentiert *Things.Places.Years*, A/GB 2004 Regie Club Zwei *(Simone Bader & Jo Schmeiser)*. *20:00 *VORTRAG* Christina Thürmer-Rohr */feministische Philosophin, Psychologin, Forscherin zu feministischer Theorie, Menschenrechte, dialog/dialogisches Denken und Pianistin/ *"Das Vergangene ist, wenn vergangen, von unserem Urteil abhängig" (Hannah Arendt)* - Fragezeichen zur Gedenkkultur und Erinnerungsexplosion - *** Sonntag 2. Oktober * ***11:00 - 17:00* WORKSHOP* Hildegard Pruckner */Psychodramatikerin,/ /Psychotherapeutin und Historikerin/ *Psychodrama Workshop*: *Frauen-Fragen zum Thema* **WS-Anmeldung: auf at auf-einefrauenzeitschrift.at oder 01/533 91 64. Limitierte Teilnehmerinnenzahl! * Speisen- und Getränkebuffet: Frauencafé * -- AUF eine frauenzeitschrift AUF info AUF edition AUF kultur Kleeblattgasse 7, A-1010 WIEN T. +43 1 53 39 164, F. +43 1 532 63 37 auf at auf-einefrauenzeitschrift.at, www.auf-einefrauenzeitschrift.at ================================================== 02 LEFÖ Pressekonferenz am 28.Sep.05, 11.00 Uhr "lefoe" ================================================== LEFÖ Beratung, Bildung und Begleitung für Migrantinnen Information, Education and Support for Migrant Women Kettenbrückengasse 15/II/4 1050 Wien Tel: +43-(1)-581 18 81 Fax: +43-(1)-581 18 82 Mail: office at lefoe.at www.lefoe.at - TAMPEP Gesundheitsprävention für Migrantinnen in der Sexarbeit - IBF Interventionsstelle für Betroffene von Frauenhandel - Lernzentrum Bildung für Migrantinnen - Beratung umfassende Beratung für Lateinamerikanerinnen Einladung zur Pressekonferenz krisen.Fest - am Mittwoch | 28. September 2005 | 11 Uhr - bei LEFÖ | Kettenbrückengasse 15/4 | 1050 Wien Lefö zieht Bilanz und ist alarmiert über die aktuelle Situation von Migrantinnen. Auf dem Spiel stehen: - die Rechte von Sexarbeiterinnen - Opferschutzrechte von Betroffenen des Frauenhandels - Beratung, Betreuung und Zugang zu Bildung für Migrantinnen Seit 20 Jahren setzt sich Lefö für die Rechte von Migrantinnen ein und mobilisiert mit dem krisen.Fest politische Verantwortliche und die Zivilgesellschaft. Rednerinnen: Maga M. CRISTINA BOIDI, Koordinatorin von LEFÖ Drin HELGA KONRAD, Sonderbeauftragte für Menschenhandel der OECD Maga NADJA LORENZ, Menschenrechtsexpertin STEPHANIE KLEE, Vertreterin d. deutschen Hurenbewegung, Inhaberin der Agentur highLights Moderatorin: JUDITH BRANDNER, freie Radio- und Printjournalistin Für nähere Informationen wenden Sie sich an: Renate Maria Blum / mobil: 069981 95 30 62 Supported by TechnixAG / Buffet by DO & CO krisen.Fest Wir feiern 20 Jahre LEFÖ! LEFÖ kämpft seit 20 Jahren für die Rechte von Migrantinnen! Bitte teilen Sie uns Ihre Anwesenheit bei der Pressekonferenz und/oder beim krisen.Fest mit, indem Sie nachstehendes Formular an uns retournieren: Verein LEFÖ Beratung, Bildung und Begleitung für Migrantinnen FAX: + 43 - 1 - 581 18 82 E-Mail: office at lefoe.at [ ] Ich nehme an der Pressekonferenz am 28.9.2005 in den Räumlichkeiten von LEFÖ teil. Medium: ________________________________________________________________ TeilnehmerIn: ____________________________________________________________ Kontaktadresse: __________________________________________________________ [ ] Ich nehme am krisen.Fest am 29.09.2005 im Moulin Rouge teil und reserviere hiermit eine Presse-Akkreditierung. Medium: ________________________________________________________________ Person 1*: _______________________________________________________________ Person 2*: _______________________________________________________________ Kontaktadresse: ___________________________________________________________ * pro Medium sind 2 Akkreditierungen möglich ================================================== 03 13.10.: Hängen Sie sich ein Bild an die Wand! "SOS Mitmensch" ================================================== *** Mittwoch: Podium StaatsbürgerInnenschaft *** 13.Oktober: Kunstauktion *** 17.Oktober: Ute Bock-Preis *** PODIUM STAATSBÜRGERINNENSCHAFT Am Mittwoch, den 21. September bittet SOS Mitmensch aus Anlass der geplanten Verschärfungen des StaatsbürgerInnenschaftsgesetzes zwei Wissenschafter aufs Podium ins Depot. Rainer Bauböck, Politikwissenschafter, und Harald Waldrauch, Migrationsforscher, werden ab 18.30 Uhr über die Details der geplanten Änderungen, die Situation in anderen europäischen Ländern und denkbare Konzepte sprechen. Auch die Frage "StaatsbürgerInnenschaft, wozu?" wird gestellt werden. Vorinformationen gibts bereits auf unserer Website. >> www.sosmitmensch.at *** KUNSTAUKTION 05 "Weil die Regierung Menschenrechtsarbeit nicht finanziert, müssen Sie sich leider ein Bild an die Wand hängen", formuliert Josef Hader in seinem Begleitbrief für die diesjährige Kunstauktion zu Gunsten unserer Menschenrechtsarbeit. Dank großzügiger Unterstützung von zahlreichen Künstlern und Künstlerinnen findet diese am 13. Oktober im Wiener Dorotheum statt. Versteigert werden Exponate von etablierten Malern und Malerinnnen, sowie von aufstrebenden jungen Künstlern und Künstlerinnen. Auf Wunsch senden wir gerne einen Katalog zu. >> http://kunstauktion05.sosmitmensch.at *** UTE BOCK-PREIS Bereits zum sechsten Mal wird der Ute Bock-Preis für Zivilcourage von SOS Mitmensch vergeben. Der Anerkennungspreis soll das Augenmerk auf außergewöhnliche Menschenrechtsarbeit richten. Nominiert sind heuer gleich drei Personen und Gruppen. Stattfinden wird die Verleihung am 17. Oktober im Prunksaal der Nationalbibliothek. Nähere Informationen folgen bald. >> www.sosmitmensch.at ================================================== 04 Die "andere Hymne" / Präsentation 26. Oktober 2005 Cornelia Kogoj ================================================== *Die "andere" Hymne* Minderheitenstimmen zum Nationalfeiertag Hymnen sind ein weltweit wichtiges Symbol nationaler Identität. Sie werden geschaffen, um die Zusammengehörigkeit einer Gruppe, einer Nation oder die Einzigartigkeit einer Region in Abgrenzung zu anderen zu zelebrieren. In Österreich existieren die offizielle Bundeshymne und die Landeshymnen. Diese beziehen sich weder im Text noch in der Melodie auf jene Teile der Gesellschaft, die wir als Minderheiten bezeichnen, meist schließen sie diese aus. Die Initiative Minderheiten präsentiert deshalb zum österreichischen Nationalfeiertag inoffizielle "Minderheitenhymnen". Es sind Identitätslieder verschiedenster Minderheitengruppen - bearbeitet, verfremdet oder parodiert. Mit kreativen Mitteln werden Nationalismen hinterfragt und Gegenstimmen propagiert. Die Ergebnisse dieses künstlerischen Prozesses werden am 26. Oktober 2005 erstmalig in einem Konzert der verschiedenen MinderheitenmusikerInnen der Öffentlichkeit vorgestellt. Datum: *Mittwoch, der 26. Oktober 2005 um 20.00 Uhr* Ort: *Sargfabrik, Goldschlagstraße 169, 1140 Wien* Eintritt: *¤ 15,-* *Mitwirkende* Die burgenländisch-kroatische Rockgruppe Bruji Alexandra Tehovnik & Co. Die Kärntner-slowenische Rockgruppe Bali¨ Das Romaensemble Ru¸a Nikolic' Lakatos Der Chor des Klubs slowenischer Studentinnen und Studenten in Wien / Zbor kluba slovenskih ¨tudentk in ¨tudentov na Dunaja (Klavier: Harald Huber) Das Tug(lu-T?rpan-Project & guests *KomponistInnen und AutorInnen* Alle Mitwirkenden sowie Helga Pankratz (für die Lesben- und Schwulenhymne) und Erwin Riess (für die Behindertenhymne); Choraragement: Harald Huber *Konzept und Ausführung* Ursula Hemetek *Öffentlichkeitsarbeit* Cornelia Kogoj *Ein Projekt der Initiative Minderheiten in Kooperation mit* Grüne Bildungswerkstatt Minderheiten Österreichische DialektautorInnen Institut für Volksmusikforschung und Ethnomusikologie an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien *Gefördert durch* BKA Kunst Kulturabteilung der Stadt Wien *INITIATIVE MINDERHEITEN* Gumpendorferstr. 15/13 1060 Wien Tel 586 12 49-12 kogoj at initiative.minderheiten.at, www.initiative.minderheiten.at ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND KOMMENTARE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 05 MitmieterInnen gesucht "ulcus @ qujOchOE" ================================================== Hallo, das Kunst- und Kulturkollektiv "qujOchÖ - experimentelle kunst- und kulturarbeit" sucht ab Oktober eine interessierte Person zur Mitmiete an Büroräumlichkeiten im Erdgeschoss des quitch, Untere Donaulände 10, 4020 Linz (gegenüber vom Kunstmuseum LENTOS): - ca. 10 m2 Arbeitsfläche - Gemeinschaftsräume nutzbar (Küche, couch grass room, WC, Innenhof) - Büro-Infrastruktur vorhanden (Netzwerk, Drucker, Fax, ...) - zentrale Lage - coole Leute, netter Innenhof - Kosten: EUR 85,00 mtl. (inkl. Internet & Co.) Nähere Informationen: eMail an ulcus at qujOchOE.org oder telefonisch unter +43 (650) 80 80 150 --- ulcus at qujOchOE.org qujOchÖ - experimentelle kunst- und kulturarbeit Untere Donaulände 10, A-4020 Linz http://www.qujOchOE.org/ mailto:fips at quitch.net quitch - kunst kultur plateaus Untere Donaulände 10, A-4020 Linz http://www.quitch.net/ ================================================== 06 SOS-Menschenrechte Newsletter SOS-Menschenrechte at chello.at ================================================== SOS-Menschenrechte Termine - Termine - Termine 1) Theater 20 000 Meilen mit Anne Bennet im Wiener Schauspielhaus 2) Flohmarkt zugunsten von SOS-Menschenrechte 3) Lange Nacht der Museen 1) Anne Bennet spielt mit und für SOS-Menschenrechte Das Theaterstück 20 000 Meilen wird vom 19. - 23. Oktober 2005 im Wiener Schauspielhaus neu aufgeführt. Die bekannte Schauspielerin Anne Bennet und der Künstler Otto Lechner werden als Special Guests am Stück mitwirken. Die erfolgreichen Aufführungen im Frühjahr 2005 und die Notwendigkeit künstlerischer Projekte für Flüchtlinge bewegten die zwei bekannten Persönlichkeiten zur Teilnahme. 20 000 Meilen ist das Ergebnis eines erstmals in der Erstaufnahmestelle Ost durchgeführten kulturellen Projektes mit unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen unter der künstlerischen Leitung des international bekannten Künstler João de Bruçó. Termine: 19. - 23. Oktober 2005; täglich um 20:00 Sichern sie sich jetzt ihre Karten unter office.noe at sos.at oder direkt im Wiener Schauspielhaus (www.schauspielhaus.at) Weitere Infos unter: www.sos.at 2) Flohmarkt zugunsten von SOS-Menschenrechte Am 7./8. Oktober 2005 findet in Linz ein Flohmarkt zugunsten von SOS-Menschenrechte statt. Angeboten werden Antiquitäten, Geschirr, Bücher, Spielsachen und diverse Flohmarktwaren. Wann: 7.Oktober 2005; 14:00 - 18:00 8. Oktober 2005; 08:00 - 13:00 Wo: Melicharstraße 8; 4020 Linz 3) Lange Nacht der Museen Im Rahmen der Langen Nacht der Museen wird es im Linzer Schlossmuseum eine Sektbar von und für SOS-Menschenrechte geben. Für diese Möglichkeit bedanken wir uns bei den OÖ-Landesmuseen. Nähere Infos zur Langen Nacht unter: www.landesmuseum.at Rückfragehinweis Mag. Karin Mach SOS-Menschenrechte Öffentlichkeitsarbeit A-4020 Linz, Tummelplatz 5 Tel.: 0732/ 777 404; 0699/1880 4041 mach at sos.at ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< DISKUSSION ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 07 Stellungnahme zu "Islam, Terror, Menschenrechte" von M. Genner "Initiative muslimischer ÖsterreicherInnen" ================================================== Stellungnahme zum Text von Michael Genner "Islam, Terror, Menschenrechte" von Carla Amina Baghajati "Der Kampf gegen den Terror ist daher auch ein Kampf gegen Familie und Religion.", schreibt der bekannte Menschenrechtsaktivist Michael Genner, Geschäftsführer von "Asyl in Not". Ein Satz, der aufzeigt, welche Herausforderungen in der Diskussion noch auf uns zukommen. Wie sollen wir Islamophobie abbauen, wenn nun der Islam nicht nur "unter Verdacht" gestellt wird, wie dies neuerdings Mode scheint, sondern gleich zum Frontalangriff geblasen wird? Aber hinter der von Michael Genner aufgestellten Forderung steckt mehr. Schauen wir uns eines seiner Beispiele an: Islamlehrerinnen, die sich gegen vorehelichen Geschlechtsverkehr aussprächen seien "mit nassen Fetzen davonzujagen". - An keiner österreichischen Schule könnten sich die Behörden in die Inhalte der anerkannten Religionsgemeinschaften einmischen und etwa vorschreiben, dass "Familie", der Michael Genner ja auch den Kampf ansagt, nicht mehr als Wert zu betrachten sei. Genauso wenig wie die Behörden gegen das Unterrichten der katholischen Lehre von der Unauflöslichkeit der Ehe und dem Verbot der Empfängnisverhütung im Rahmen des katholischen Religionsunterrichts einschreiten würden - während die muslimische Kollegin übrigens auch die islamische Ehescheidung und Möglichkeit der Familienplanung in ihrem Stoff unterbringt - und, um zum Ausgang zurückzukehren, auch auf das Recht auf ein erfülltes Geschlechtsleben innerhalb der Ehe zu sprechen kommen kann. Doch soll hier auf keinen Fall die eine Religion gegen die andere ausgespielt werden. Ganz im Gegenteil: Dieses Beispiel sei darum herausgegriffen, weil sich daran plastisch zeigen lässt, dass gerade in der heutigen Zeit der Unsicherheit Antireligiöse sich im Aufwind sehen, über den Umweg des Warnens vor islamischem Extremismus für generelle Religionsfeindlichkeit zu werben, um ihrem Ziel den Stellenwert von Religion zu stürzen näher zu kommen. Und dabei gleich ankündigen - Zitat im Zusammenhang mit dem Beispiel von eben: "Wir NGOs werden das tun. Wir brauchen dazu keinen Staat." - das Recht in die eigene Hand zu nehmen. Woher hat Michael Genner bitte ein Mandat sich als Sprecher der NGO Szene hinzustellen? Seine Privatmeinung möge bitte auch als solche gekennzeichnet sein. Noch erstaunlicher, dass ihm scheinbar gar nicht auffällt, dass seine Position in ein Extrem kippt, das auf einmal Nähe zu so manchem extremistischem Wirrkopf von der Sorte verrät, gegen die vorzugehen er doch eigentlich Strategien einfordert. Oder wie soll ich die Bereitschaft Gewalt anwenden zu wollen (Lehrerinnen verjagen), weil der Staat in dieser oder jener Frage keine Autorität beanspruchen dürfe, anders verstehen? Es offenbart sich ein Absolutheitsanspruch der eigenen Meinung, es mutieren die eigenen Ideale auf einmal zu einer Ideologie, die für alle gelten soll. Besonders verblüffend ist immer wieder zu beobachten, dass anti-religiöse Menschen sich offensichtlich so gefeit vor dogmatischem Denken glauben, dass sie prompt in die Falle einer solchen Engstirnigkeit fallen. Wie sie das wohl als aufrechte Menschenrechtler rechtfertigen? Glauben sie wohl ihre Rechthaberei trete für die "wahren", "richtigen" Ziele ein und sei damit legitim? Ihre Träume von einer besseren Welt seien nur über ihren exklusiven Weg einer bestimmten Weltsicht erreichbar? Dann wären sie prompt bei jenem Wahrheitsanspruch gelandet, der ihnen bei den Religionen so suspekt, ja verhasst ist. Etwas mehr Nachdenklichkeit könnte hier gut tun. Fingerspitzengefühl, das Religiöse sich aus Erfahrung aneignen mussten und weiterhin sollen, was der Gesellschaft und dem sozialen und religiösen Frieden nur gut tut. Eine Haltung des Respekts, die das Recht zum lebendigen Praktizieren des Glaubens (oder eben der Weltanschauung), wozu laut Gesetz (und wohl vor allem dem christlichen evangelikalen Verständnis entsprechend) auch die "Verkündigung" gehört, aber unbedingt verbunden mit der Akzeptanz einer anderen Lebenseinstellung. In einer demokratischen offenen Gesellschaft, in der das Recht auf Meinungs- und Religionsfreiheit etwas gilt, ist dies entscheidend, um jedem Menschen die freie Entfaltung zu ermöglichen, solange er/sie nicht die Freiheit eines anderen verletzt. Die eine oder andere unbequeme Frage müssen sich im Sinne des Eintretens für die Menschenrechte auch ausgewiesene Menschenrechtler also gefallen lassen: Gilt das Bekenntnis zur Religionsfreiheit als Menschenrecht nur, wenn die Inhalte dieser oder jener Gruppe auch genehm sind, gewissermaßen "approbiert" wurden? Womöglich von einem "neutralen" Außenstehenden, der von Theologie nichts versteht? Würden wir nicht sehr schnell bei Zensur landen? Gegen das österreichische Gesetz würden sich solche Vorstellungen auf jeden Fall wenden. Es gilt das Recht auf "innere Autonomie" für die Regelung der internen Belange der anerkannten Religionsgemeinschaft der Muslime. Nicht zuletzt liegt hier der Schlüssel zur Entwicklung jenes eigenen Profils für Muslime in Österreich: Möglichst ohne Rechtfertigungsdruck eine interne Diskussion führen zu können, Standortbestimmungen vornehmen zu können, eigenständig, ohne an der Nabelschnur irgendeinen islamischen Landes zu hängen, die Kompatibilität einer muslimischen Lebensweise mit einem europäischen Identitätsgefühl zu erfüllen. Sich auch den Fragen der Moderne kritisch und mit offenem Geist zu stellen. In einer Zeit der tiefen Verunsicherung und Angst einer Religion an sich die Existenzberechtigung abzusprechen, scheint eine willkommene Gelegenheit mangelndes Wissen und Vorurteile in den Dienst der eigenen Sache - Religionsabschaffung- zu stellen. Auf der Welle der Angst vor dem Terror mit zu reiten, ist ein Mittel, das sich auf einmal nicht mehr von den Populismen der Rechten und ihren Forderungen einer verfassungsrechtlich höchst bedenklichen Terrorbekämpfung (Aberkennung der Staatsbürgerschaft bei Terrorverdacht, z.B.) unterscheidet. Gerade im Einsatz für die Menschenrechte wäre eine solche Einstellung von verdienten Personen der NGO-Szene fatal. Immerhin setzt sich langsam die Einsicht durch, wie viel Schaden die Arroganz des Westens gegenüber anderen Kulturen schon angerichtet hat. Dann gilt es sich zu hüten nicht in alte imperialistische Monopolitätsansprüche zu verfallen. Wie die Weltanschauung als Antireligiöser keine Sicherheit vor quasi-religiösem Eifern bietet, darf auch die politische linke Haltung nicht als Garant für eine Vermeidung alter rechtsgesinnter Fehler gesehen werden. Menschenrechte sind unteilbar? Ein unbedingtes Ja! Aber natürlich dürfen wir nicht mit doppelten Standards messen! Und darum sei auch an Johann Galtung erinnert, der mit seinem Konzept als Friedensforscher für einen Pluralismus auch in den Zugängen zum Thema "Menschenrechte" plädiert. Eines sei jedenfalls unbestritten: Defizite, wie sie jede Gesellschaft kennt, herauszupicken, um daran die Untauglichkeit einer Religion oder Weltanschauung beweisen zu wollen, meist in unbewusster, oder - schlimmer noch - bewusster Verkennung, welche Einstellung die jeweilige Richtung dazu hat, ist nicht legitim. Für die Menschenrechtsarbeit ist eine solche Vorgangsweise kontraproduktiv. Oder um es anders zu sagen: Ich möchte auch weiterhin Muslimen die ausgezeichnete Arbeit von Asyl in Not empfehlen, ohne mir die Kritik anhören zu müssen: "Die machen sich über muslimische Moralvorstellungen lustig und würden ihre Tätigkeit am liebsten auch dazu einsetzen die Klienten zum Saufen und zum Ehebruch zu "bekehren"." Schon einmal an die weiteren Konsequenzen gedacht? Natürlich würden Einrichtungen, deren Erhalter einen religiösen Hintergrund haben "wie die Schwammerln aus dem Boden schießen", falls soziale Einrichtungen respektlos mit dem religiösen Empfinden der Klienten umgingen oder gar ihre Arbeit missbrauchten, um etwa bei Problemen im familiären Bereich mit Holzhammermethode für eine "Zerschlagung der Familie" (siehe oben) einzutreten. Wo sonst, wenn nicht in einer engagierten und diskutier- und nachdenkfreudigen Zivilgesellschaft soll jene immens wichtige Arbeit geleistet werden, die dringender denn je ist: Bei zunehmender sozialer Kälte und wirtschaftlichem Konkurrenzdruck zu zeigen, dass eine pluralistische Gesellschaft, ein Leben in gegenseitigem Verständnis und Toleranz möglich ist. Bei aller Unterschiedlichkeit der persönlichen Anschauungen und Meinungen sehe ich Organisationen aus dem Menschenrechts- und Migrantenbereich weiterhin als natürliche Partner, die verantwortungsvoll genug mit ihrer Diversität umgehen, um die Effizienz des Netzwerkgedankens nicht zu stören. Dies konnte ich jedenfalls unter anderem als Vorstandsmitglied von SOS Mitmensch bisher immer wieder positiv erleben. -- Initiative muslimischer ÖsterreicherInnen e-mail:dieinitiative at gmx.at für Rückfragen und Korrespondenz kontaktieren sie bitte: Omar Al Rawi +43-664-3831942 al-rawi at gmx.at Amina & Tarafa Baghajati +43-1-2595449 baghajati at aon.at Mouddar Khouja +43-1-9685096 mouddar at gmx.net Andrea Saleh +43-1-7965652 salehand at gmx.at ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< SOLIDARITÄT WELTWEIT ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 08 Dringend! Feminist Majority gegen Nominierung eines Pro-Lifers zum Obersten Höchstrichter FrauenLesben für das Selbstbestimmungsrecht der Frau ================================================== URGENT ACTION ALERT! email to US senators: maintain right to abortion! Author Pro Choice Date Created 18 Sep 2005 More details... Date Edited 18 Sep 2005 10:06:23 please do this! it doesnt take much time! Zur Vergrösserung auf Bild drücken Send email to US senators: maintain right to abortion! (it costs little time. via url under this statement you can send emails with one press of the button.) De hearings of the Senat in the US with John G.Roberts, Bushes nominee as chief supreme court, are taking place these days. Womens organisations opppose Roberts, cause its known that het is against abortion. So its very important that feminists and folks who value the right to abortion send email to the senators. Roberts is not only a danger for the right to abortion. He allso has made statements against positive discrimination of women and minorities, against privacyprotection according to restrictions of police authorities and he was against forbidding prayer at schools. most of these opinions he gave as a lawyer or as an advisor. (not as a private opinion). if you click this url, and after that click on take action you can mail to US senators. its an international action. capwiz.com/fmf1/utr/2/?a=7895441&i=71955946 -- FrauenLesben für das Selbstbestimmungsrecht der Frau Selbstbestimmungsrechtderfrau at gmx.net <+++<+++<+++<+++<+++<+++<+++<+++<+++<+++<+++> detailierte Infos zum Schwangerschaftsabbruch in Österreich auch auf: --- www.die-abtreibung.at.tf --- ================================================== 09 Genua -- Gleneagles gipfelsoli-l at lists.nadir.org ================================================== Gipfelinfo - Meldungen über globalisierte Solidarität und die Proteste gegen unsolidarische Globalisierung -------------------------------------------------------------------------- - Pressemitteilung Supportolegale Genua: - Court farce as G8 cases dropped -------------------------------------------------------------------------- Pressemitteilung Supportolegale Genua: Im Gerichtshof von Genua wird der Prozess gegen die 25 DemonstrantInnen fortgeführt (Beginn März 2004). Die Anklage lautet Zerstörung und Plünderung. Es wird die 58. Verhandlung sein und ein wichtiger Zeuge wird angehört werden. Es handelt sich um den Major Claudio Cappello, der während der Ereignisse im 2001 Hauptmann der Carbinieri war und die Abteilung CCIR ("entscheidende Abteilung zur Beherrschung und Intervention") leitete, welcher Plancanica (der angebliche Schütze und Mörder von Carlo Giuliani) unterwiesen war. Die Arbeit der Anwälte und des Sekretariats wird darin bestehen, die Ereignisse der Piazza Alimonda minutiös zu rekonstruieren, auch in Anbetracht der Aussageverweigerung seitens der Ordnungskräfte, um die vielen Unklarheiten, die Carlo Giulianis Tod umgeben, zu klären. Am 12. Oktober wird ebenfalls in Genua die öffentliche Gerichtsverhandlung für Bolzaneto beginnen (47 Personen, darunter Ordungskräfte und Pflegepersonal, werden für die vorgefallenen Folterungen der DemonstrantInnen in Bolzaneto vor Gericht gestellt, einer Polizeikaserne, die in ein temporäres Gefängnis umgewandelt wurde). Zwei Tage später, am 14. Oktober ist der Prozess für den Raid der Diaz-Schule an der Reihe, bei welchem 28 Polizisten vor Gericht stehen werden, darunter hohe Beamte der Staatspolizei. Dieser Prozess sollte nun,nach etlichen Verspätungen (Wechsel des richtenden Kollegiums) wirklich beginnen. Der Kalender ist sehr eng gestaltet, es sind zwei Verhandlungen pro Woche vorgesehen und es wird erwartet, dass bald die Zeugenaussagen der verletzten Parteien angehört werden. Am 22. September beginnt in Cosenza zusätzlich der Prozess gegen die AktivistInnen von Sud Ribelle, der subversiven Vereinigung angeklagt, ebenfalls in Bezug auf den G8 in Genua und die Ereignisse in Napoli im 2001. Der Prozess basiert sich ausschliesslich auf Telefon- und Mailüberwachungen. Es bestehen keine konkreten Beweise. Wie im vergangen Jahr wird Supporto Legale die Prozesse in Genua (und dieses Jahr auch in Cosenza) verfolgen. Um dieses Projekt und die Arbeit des Sekretariats garantieren zu können, sind wir auf Spenden und/oder Soliveranstaltungen angewiesen. Nehmt Kontakt mit uns auf: info (at) supportolegale.org [Supporto Legale] ----------------------------------------------------------------- Court farce as G8 cases dropped CRIMINAL cases against G8 protestors have been dropped after costing the taxpayer thousands of pounds in fees and court time. Trials involving activists who tried to disrupt this summer's summit at Gleneagles Hotel were due to get under way tomorrow. Wasted However it has emerged that after racking up huge costs in court time, legal aid and translator fees, the Crown Office has decided to quietly abandon prosecutions. G8 Alternatives spokesman Aamer Anwar said, "This comes after many millions of pounds were wasted on protecting George Bush. "We still believe these people were arrested illegally by English officers and now the police involved will not be produced to give evidence. "People were warned that they would face the full might of the justice system, but now a few months later their cases are being quietly dropped." SNP Justice spokesman Kenny MacAskill said, "I think questions need to be asked about why these people were not simply booted out after a night in the cells and told to stay away." Cases could have been dismissed earlier. The Procurator Fiscal has to weigh the risk to the public against the cost to the public purse." Four men and a woman were due to stand trial at Perth Sheriff Court tomorrow on a charge of conspiring to commit a breach of the peace with a view to disrupting the G8 summit. Perth trio John Boatman (33), Arnold Crone (44) and Joseph McLoughlin (35), along with Ludwig Appeltans (34), from Glasgow, and Kate Holcombe (45), from Evesham, were accused of plotting to chain themselves to the hotel. But Perth fiscal Dr David Griffiths said, °I am taking no further proceedings in this case. I do not intend to call 'I the complaint on any ! future date." Belgians In a second case four ; Belgians had the charge against them dropped ' ahead of a scheduled trial the following week. Around a dozen different solicitors have been involved in representing the accused, with all claiming legal aid payments. Translators who can claim over £400 per day in fees have also been present in court, while each accused left court with a standard `prisoner's goody bag' of food and travel cash. It is believed around half of the original cases have now been dropped across the country. A Crown source said, "There was no way these cases were going to trial and I would be amazed if many others do either. Most of the arresting officers were from places like Cambridgeshire and Teesside. It was a nightmare to organise bringing them north again to give evidence." [Scotland's Sunday Post newspaper (18/09/2005)] -------------------------------------------------------------------------- gipfelsoli infogruppe Newsletter mit Nachrichten über Mobilisierungen, Debatten und Repression im Zusammenhang mit Gipfelprotesten. Die AutorInnen der Beiträge, so sie nicht von uns verfasst sind, sind mit eckigen Klammern versehen. Wir können leider keine Verantwortung für die Richtigkeit der Beiträge übernehmen. Auch geben die Beiträge nicht zwangsläufig unsere Meinung wieder. Kontakt, Kritik, Beiträge: gipfelsoli at nadir.org ================================================== 10 Uganda / Weltkindertag: Schutz für Kinder in vergessenem Bürgerkrieg gefordert "GFBV" ================================================== GESELLSCHAFT FÜR BEDROHTE VÖLKER PRESSEERKLÄRUNG Göttingen , den 19.09.2005 20. September: Weltkindertag Albtraum Nord-Uganda: Schutz für Kinder in vergessenem Bürgerkrieg gefordert Zum Weltkindertag hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) am Montag mehr Schutz für die Kinder in den Bürgerkriegsregionen Nordugandas gefordert. "Die Welt muss endlich handeln, allein seit Januar 2005 sind dort 19.000 Kinder aufgrund von Bürgerkrieg und Krankheiten gestorben", sagte der GfbV-Afrikareferent Ulrich Delius. Die Regierung Ugandas müsse gedrängt werden, sich im Interesse der Kinder endlich glaubwürdig um eine Friedenslösung zu bemühen. Von dem bis Ende September in Genf tagenden Kinderrrechtskomitee der Vereinten Nationen forderte die GfbV, Uganda zu verurteilen, weil den jüngsten Opfern des Bürgerkrieges jeder Schutz versagt und die Internationale Kinderrechtskonvention verletzt werde. Das UN-Kinderrechtskomitee wird sich im Rahmen seiner alljährlichen Sitzung am kommenden Donnerstag über einen von der Regierung Ugandas vorgelegten Bericht zur Lage der Kinder in dem ostafrikanischen Land beraten. Darin werde ihre dramatische Situation in unverantwortlicher Weise verharmlost, kritisierte Delius. Mit keinem Wort werde auf das Schicksal der mehr als 40.000 Kinder eingegangen, die jede Nacht kilometerweit laufen müssten, um in den Städten Zuflucht vor Übergriffen zu suchen. Auch werde nicht erwähnt, dass die regulären Streitkräfte systematisch Kindersoldaten rekrutierten, die zuvor von den Rebellen der Lord's Resistance Army (LRA) zum Dienst an der Waffe gezwungen worden seien und flüchten konnten. "Die Kinder sind die Hauptleidtragenden in diesem vergessenen Konflikt. Er ist einer der schlimmsten humanitären Katastrophen weltweit", sagte Delius. Rund 1000 Tote wöchentlich - darunter hunderte von Kindern - forderten Bürgerkrieg und Krankheiten in der Region nach Informationen der Weltkinderorganisation UNICEF. Mindestens 23 Prozent der schulpflichtigen Kinder in der Region könnten nicht am Unterricht teilnehmen, weil sie von der Armee zum Verlassen ihrer Dörfer gezwungen wurden und in den Flüchtlingslagern keine ausreichende Schulversorgung bestehe. Mehr als 90 Prozent der Zivilbevölkerung im Norden Ugandas ist auf der Flucht. Ulrich Delius ist erreichbar unter Tel. 0160 / 95671403 ====================================================== Gesellschaft fuer bedrohte Voelker e.V. (GfbV) Inse Geismar, Pressereferentin Postfach 2024, D-37010 Goettingen Tel.+49/551/49906-25, Fax:++49/551/58028 E-Mail: presse at gfbv.de, Homepage:http://www.gfbv.de ====================================================== ================================================== 11 Für die Einheit des Irak - Aussendung IGGiÖ "Initiative muslimischer ÖsterreicherInnen" ================================================== Für die Einheit des Irak Gegen die Gewalt der Kriegstreiber zwischen Sunniten und Schiiten Mit Trauer und großer Sorge reagieren Muslime in Österreich auf die jüngsten Ereignisse im Irak. Nachdem während der letzten Tage die Zahl der unschuldigen Zivilopfer durch Anschlagsserien dramatisch stieg, droht die Gefahr eines Bürgerkriegs. Betroffen macht nicht nur das unvorstellbare menschliche Leid der schwer geprüften irakischen Bevölkerung, sondern auch die Infamie, mit der brutale Kriegstreiber Zwietracht zwischen Sunniten und Schiiten zu säen suchen. Daher kommt den Muslimen insgesamt Verantwortung zu, solchen Tendenzen entgegen zu treten. Ein Flächenbrand, wie er die ganze Region ergreifen könnte, hätte ungeheuerliche Folgen für den Weltfrieden. Der Präsident der Islamischen Glaubensgemeinschaft Anas Schakfeh verurteilt im Namen der Muslime in Österreich mit aller Deutlichkeit und Schärfe die grausamen Anschläge, zu denen sich der Al Kaida nahe stehende Terrorzellen bekennen. Er betont die Wichtigkeit eines Bewusstseins der Einheit in Vielfalt innerhalb des Islam. Dieses Konzept spiegelt sich auch in Österreich wider, wo die islamische Religion Anerkennungsstatus genießt, wobei ausdrücklich sunnitische und schiitische Rechtsschulen eingeschlossen sind. So gehören ein gelebtes Miteinander und ein fruchtbarer Austausch innerhalb der sehr vielfältigen muslimischen Gemeinschaft zum Alltag, sind Gefühle von Feindschaft hier völlig fremd. Stellung zu beziehen ist in dieser Zeit gezielter Provokation wichtig, da keinesfalls ein Keil zwischen sunnitische und schiitische Glaubensrichtung getrieben werden soll. So ist sehr zu begrüßen, dass auch anlässlich der Freitagspredigten Imame sich deutlich an die Gemeinde wenden. Zuletzt fand auch Scheich Adnan Ibrahim, Imam der Schuramoschee und Dozent an der Islamischen Religionspädagogischen Akademie, klare Worte zu der theologischen Frage des Verhältnisses zwischen Schia und Sunna. Fanatischen und extremen Haltungen, die Schiiten im Irak als "Ungläubige" bezeichneten und für vogelfrei erklärten, sei eine deutliche Absage zu erteilen. Eine solche Denkart entspreche nicht dem Geist des Pluralismus innerhalb des Islam, der die verschiedenen Rechtsschulen als eine Gnade betrachtet. So forderte er dazu auf, sich mit der Lehre der Religion tiefer zu befassen und sich danach zu orientieren. Er unterstrich auch die Wirkung von Solidaritätsbekundungen sunnitischer Muslime gerade nach der Tragödie an der Brücke von Bagdad, der viele schiitische Pilger zum Opfer gefallen waren. Dies gebe zur Hoffnung Anlass, dass die Menschen im Irak extremistischen Aufrufen zu einem Krieg gegen Schiiten nicht folgen würden. Wien, am 17. September 2005 Rückfragehinweis: Carla Amina Baghajati Medienreferentin der IGGiÖ Tel.: 06991 2381075 oder 01 2595449 e-mail: baghajati at aon.at -- Initiative muslimischer ÖsterreicherInnen e-mail:dieinitiative at gmx.at für Rückfragen und Korrespondenz kontaktieren sie bitte: Omar Al Rawi +43-664-3831942 al-rawi at gmx.at Amina & Tarafa Baghajati +43-1-2595449 baghajati at aon.at Mouddar Khouja +43-1-9685096 mouddar at gmx.net Andrea Saleh +43-1-7965652 salehand at gmx.at ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< LINKS / VERWEISE / HINWEISE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 12 Alternative Economics, Alternative Societies: NEW ISSUE republicart web-journal Oliver Ressler ================================================== The new issue of the multilingual republicart web-journal is now online: ALTERNATIVE ECONOMICS, ALTERNATIVE SOCIETIES A project by Oliver Ressler After the loss of a counter-model for capitalism - which socialism, in its real, existing form had presented until its collapse - alternative concepts for economic and social development face hard times at the beginning of the twenty-first century. In the industrial nations, broadly discussed are only those "alternatives" that do not question the existing power relations of the capitalist system and representative democracies. Other socio-economic approaches are labeled utopian, devalued, and excluded from serious discussion if even considered at all. This edition of the republicart web journal presents transcriptions from 13 videos from Oliver Ressler's thematic installation "Alternative Economics, Alternative Societies" focusing on diverse concepts and models for alternative economies and societies, which all share a rejection of the capitalist system of rule. http://republicart.net/disc/aeas/index.htm Contents Michael Albert: Participatory Economics Ralf Burnicki: Anarchist Consensual Democracy Alain Dalotel: The Paris Commune 1871 Nancy Folbre: Caring Labor Takis Fotopoulos: Inclusive Democracy Chaia Heller: Libertarian Municipalism John Holloway: Change the World Without Taking Power Todor Kuljic: Yugoslavia's Workers Self-Management Maria Mies: The Subsistence Perspective Salomé Moltó: Workers' Collectives during the Spanish Revolution Marge Piercy: Utopian Feminist Visions p.m.: bolo'bolo Christoph Spehr: Free Cooperation www.ressler.at --- eipcp - european institute for progressive cultural policies a-1060 vienna, gumpendorfer strasse 63b contact at eipcp.net www.eipcp.net www.republicart.net ================================================== 13 Pressemitteilung iz3w 288: Move on! - Soziale Bewegungen in Indien "Oeffentlichkeitsarbeit iz3w-freiburg" ================================================== Wir möchten Sie auf das Erscheinen der aktuellen Ausgabe Nr. 288 der nord-süd-politischen Zeitschrift iz3w aufmerksam machen. Die Zeitschrift kann für Euro 4.- plus Porto beim Informationszentrum 3. Welt (iz3w) bezogen werden. iz3w Nr. 288 (Oktober 2005) Themenschwerpunkt: Move on! - Soziale Bewegungen in Indien Der kontinentgroße Bundesstaat Indien ist durchzogen von extremen gesellschaftlichen Konflikten. Viele von ihnen kreisen um ungleich verteilte Ressourcen wie Fischgründe, Wasser, Land oder Saatgut und ähneln weltweit beobachtbaren Auseinandersetzungen. Andere Konflikte haben einen spezifisch indischen Kontext, der auf der religiösen und ethnischen Spaltung der Bevölkerung beruht. Indem sich unser Themenschwerpunkt den vielfältigen sozialen Bewegungen Indiens widmet, soll er einen Beitrag zur Dekonstruktion des orientalistischen Mythos von der Schicksalsergebenheit der dortigen Menschen leisten. Themen im Schwerpunkt: Vielfältig gespalten - Ein Überblick über die sozialen Bewegungen in Indien + Schutzschild der Schwachen - Die Bewegung der NaxalitInnen + Grenzenlos ausgegrenzt - Dalits gegen Diskriminierung und Ausgrenzung + Doppelt diskriminiert - Identitätspolitiken des Dalit-Feminismus + Seid umschlungen, Millionen - Die indische Frauenbewegung + Raus aus dem Schweigen - Queeres und lesbisches Engagement Weitere Themen im Heft: Politik und Ökonomie: Lateinamerika: Telesur auf Sendung + Uganda I: Der Geist des Krieges + Uganda II: Stadtentwicklung und soziale Konflikte in Kampala + Deutscher Kolonialismus: Der Maji-Maji-Krieg und die Grenzen deutscher Machtausübung in Afrika + Zweiter Weltkrieg: Zur Vergangenheitspolitik in Asien Kultur und Debatte: Film: Innocent Voices - Ein Bürgerkriegsepos zu El Salvador + Kunst: Das interkulturelle Projekt "Import Export" + Musik: HipHop als Frustventil deutscher und migrantischer Jugendlicher + Literatur: Neue Romane aus Südkorea Weitere Informationen zum aktuellen Heft finden Sie unter: www.iz3w.org/iz3w/index.htm iz3w - Verlag und Redaktion Tel: 0049-(0)761-74003 Fax: -709866 Postfach 5328 E-mail: info at iz3w.org D-79020 Freiburg Internet: www.iz3w.org ================================================ C) TERMINE ================================================ ======================== Dienstag http://www.mund.at/butt/Termine/September/2009.htm Mittwoch http://www.mund.at/butt/Termine/September/2109.htm Donnerstag http://mund.at/butt/Termine/September/2209.htm ======================== ================================================ D) EDITORIAL ================================================ Für den Inhalt verantwortlich: Ihr. E-Mail-Adresse für Beiträge: widerstand at no-racism.net geschickt. widerst at nd MUND und alle Termine täglich aktualisiert im Web: http://www.no-racism.net/MUND Ziel von MUND (medienunabhängiger Nachrichtendienst) ist die unzensurierte und möglichst rasche Information über gesellschafts- politisch relevante Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu Widerstand und Antirassismus sowie verwandte Themen. sollen einen Titel, Namen und Emailadresse der/des AutorIn enthalten und möglichst kurz und prägnant gehalten sein, ev. mit Hinweis, wo weitere Informationen eingeholt werden können. Bitte keine Attachments! Die inhaltliche und sachliche Verantwortung liegt bei der/dem jeweiligen AutorIn bzw. jenen, die uns die Beiträge schicken. Der MUND wird von einzelnen TagesredakteurInnen zusammengestellt. Da Fehler nicht ausgeschlossen sind, bitten wir, nicht veröffentlichte Beiträge nochmals an widerstand at no-racism.net zu senden. Die Weiterleitung (auch auszugsweise) ist erwünscht. Beiträge mit rassistischen oder sexistischen Inhalten werden nicht veröffentlicht. Sehr persönliche Meldungen werden wir an den betreffenden Adressaten weiterleiten, aber nicht im MUND veröffentlichen. Die bisherigen Ausgaben sind unter http://www.no-racism.net/MUND archiviert. Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage: * Wann: Sonntag, 11.11.2001, 11:11 Uhr * * Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" * * Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf * * Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie. Aber kurz und prägnant.* Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch stillschweigend Zensur zu üben. Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die Nichtaufnahme geliefert. (Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.) Die AbsenderInnen der betroffenen Beiträge werden hiervon informiert. Im Sinne einer "gläsernen Zensur" könnt ihr Euch die Beiträge gerne extra schicken lassen: Ein kurzes Mail an widerstand at no-racism.net genügt. ================================================ E) VERTEILERLISTE ================================================ Zur Eintragung in diesen Verteiler bitte direkt subskribieren unter http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/analle oder von der einzutragenden Adresse aus ein mail schicken an: admin at no-racism.net mit folgendem Text: subscribe no-racism Bitte wegen Automatisierung diesen Wortlaut verwenden! Zur Austragung aus dieser Liste bitte an aus Einsendungen an zusammengestellt. Bitte keine Attachments! (werden nicht angenommen) Für diese Ausgabe nicht aufgenommen: nix. Redaktionsschluss für diese Ausgabe: 20:00 Uhr III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III widerst at nd-MUND is powered by http://alt.strg.at/ _______________________________________________ From analle at no-racism.net Wed Sep 21 16:28:48 2005 From: analle at no-racism.net (=?iso-8859-1?q?MUND=3A_medienunabh=E4ngiger_Nachrichtendienst?=) Date: Wed, 21 Sep 2005 16:28:48 +0200 Subject: MUND: Mittwoch, 21. September 2005 Message-ID: <20050921142848.JYAA2153.viefep13-int.chello.at@localhost> widerst at nd MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst Mittwoch, 21. September 2005 www.no-racism.net/mund ================================================ A) INHALT ================================================ ================================================ 01 Zum Tod von Simon Wiesenthal: Wir haben einen unersetzbaren Ratgeber verloren Von: GFBV ================================================ ================================================ ANKÜNDIGUNGEN ================================================ ================================================ 02 sprachspiel - eine runde weiter Von: el awadalla ================================================ 03 22.9.:Speakerscorner mit S.Schumacher (Netzwerk SprachenRechte)-Recht auf Sprachen statt Deutsch als Pflicht Von: August Faschang ================================================ 04 Konferenz "Demokratie in Arbeit?", 4. Oktober 2005 Von: Plansinn Gruber Sonja ================================================ 05 Termin: Libertäre Initiative Sozial Arbeitender Von: lisa syndikat ================================================ 06 „Hände Hoch“ - Pressetext Von: Nikolaus Heinelt ================================================ 07 Irak - Villach: Benefizkonzert für Frauenprojekt Von: wadi wien ================================================ 08 die termine der woche Von: ursprung ================================================ 09 Bertha von Suttner ... ein neues Buch (Maria Enichlmair/Elfriede Jelinek) Von: EDITION ROESNER/Mag. Nadja Roesner-Krisch ================================================ 10 [7stern] Veranstaltungen 7Stern Von: 7stern kultur <7stern.kultur at kpoe.at> ================================================ ================================================ MELDUNGEN UND MEINUNGEN ================================================ ================================================ 12 WG: ORF/Elefantenrunde/Kaltenegger/Stellungnahme Von: Parteder Franz ================================================ 13 Homosexuelle: Nicht einmal Österreichs erster Gewissensgefangener wurde begnadigt Von: PF209 ================================================ 14 KPÖ/Siemens/Arbeitsplatzvernichtung/Pierer/Ederer Von: KPÖ-Kommunikation ================================================ 15 LTW/Vogl/Wahlempfehlung/Kaltenegger Von: KPÖ Steiermark ================================================ 16 GLB/Herbstlohnrunde/Lohnkampf/Fakten Von: Gewerkschaftlicher Linksblock ================================================ ================================================ B) TEXTE ================================================ ================================================ 01 Zum Tod von Simon Wiesenthal: Wir haben einen unersetzbaren Ratgeber verloren Von: GFBV ================================================ GESELLSCHAFT FÜR BEDROHTE VÖLKER INTERNATIONAL PRESSEMITTEILUNG Göttingen, den 20.09.2005 Zum Tod von Simon Wiesenthal "Wir haben einen unersetzbaren Freund, Schirmherren und Ratgeber verloren" In dankbarer Erinnerung an Simon Wiesenthal (96) erklärt der Präsident der Gesellschaft für bedrohte Völker International (GfbV), Tilman Zülch: Durch den Tod von Simon Wiesenthal hat die Gesellschaft für bedrohte Völker International (GfbV) einen unersetzbaren Freund, Schirmherren und Ratgeber verloren. Mehr als drei Jahrzehnte lang hat Simon Wiesenthal die Arbeit unserer Menschenrechtsorganisation begleitet und immer wieder großherzig unterstützt. Die Weltöffentlichkeit weiß um seine unvergesslichen Verdienste um die Verfolgung der nationalsozialistischen Kriegsverbrecher, aber zu wenig um seinen konsequenten Einsatz für die vergessenen Opfer von Völkermord, Vertreibung und Kriegsverbrechen der Gegenwart. Dabei lagen ihm die Menschenrechte bedrohter und verfolgter ethnischer und religiöser Minderheiten immer besonders am Herzen. Wiesenthal hat immer besonderen Wert darauf gelegt, keine kollektiven Schuldzuweisungen vorzunehmen, sondern Täter und ihre Regimes individuell zur Verantwortung zu ziehen. Wir erinnern uns mit tiefer Dankbarkeit an seine hilfreichen und wegweisenden Initiativen für Gerechtigkeit und Versöhnung. 1981 hat Simon Wiesenthal gemeinsam mit der indischen Ministerpräsidentin Indira Ghandi die Schirmherrschaft über den von der GfbV organisierten Welt-Roma-Kongress in Göttingen übernommen, an dem Roma, Sinti, Gypsies, Gitanos u.a. aus 28 Staaten teilnahmen. Vor allem ihm haben wir es zu verdanken, dass dieser Kongress und die folgende Menschenrechtsarbeit weltweit zur Kenntnis genommen und schließlich Bundespräsident Karl Carstens und Bundeskanzler Helmut Schmidt dazu bewegt wurden, den Genozid der Nationalsozialisten an den Sinti und Roma anzuerkennen, sich bei den Überlebenden offiziell zu entschuldigen sowie eine erste Wiedergutmachungsregelung durchzusetzen. Als die bosnischen Muslime Opfer von Völkermord, Angriffskrieg und ethnischer Säuberung ihrer beiden Nachbarländer wurden, mahnte Simon Wiesenthal die internationale Gemeinschaft, auf keinem Auge blind zu sein. Gemeinsam mit der damaligen Bundestagspräsidenten Rita Süssmuth und dem bosnischen Ministerpräsidenten Haris Silajdzic übernahm er die Schirmherrschaft über den von der GfbV durchgeführten Bonner Weltkongress über den Genozid in Bosnien im August 1995, an dem 150 Persönlichkeiten aus fünf Kontinenten teilnahmen. 1993 hatte Wiesenthal bereits eine vierköpfige Delegation der GfbV nach New York eingeladen, um über den Völkermord in Bosnien zu berichten. Wir trauern um unseren Freund Simon Wiesenthal, der uns auch in schwierigen Situationen mit Rat und Tat zur Seite stand. Tilman Zülch ist auch erreichbar unter Tel. 0049 (0)151 153 09 888. ====================================================== Gesellschaft fuer bedrohte Voelker e.V. (GfbV) Inse Geismar, Pressereferentin Postfach 2024, D-37010 Goettingen Tel.+49/551/49906-25, Fax:++49/551/58028 E-Mail: presse at gfbv.de, Homepage:http://www.gfbv.de ====================================================== ================================================ ANKÜNDIGUNGEN ================================================ ================================================ 02 sprachspiel - eine runde weiter Von: el awadalla ================================================ sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freundinnen und Freunde, als Attachment finden Sie/findest du die ersten Photos unserer Stadtverbesserung. Weiter gehts mit hörgangsprachspiel-sprachganghörspiel: Mi. 21.9. , 19.00 Uhr: Friedrich ACHLEITNER: "Kaas" und andere Texte. Bei jedem Wetter: Café PREM, 1060 Wien, Gumpendorfertstr. 67 Sa. 24.9., 19.00 Uhr: Andreas NASTL (NÖ) liest aus seinem aktuellen Roman; simultan übersetzt in österreichische Gebärdensprache - in Kooperation von Ö.D.A. und MAIN-Medienintegrativ Bei Schönwetter: auf dem Fritz Grünbaumplatz vor der Installation. Bei Schlechtwetter: Prem, Wien 6, Gumpendorferstr. 67 Die Installation hörgangsprachspiel-sprachganghörspiel steht noch bis 25. 9. 2005. ******* lesungen el awadalla: 24. 9. 2005, 19h, 2425 nickelsdorf, lindengasse 2a, kugel 16. 10. 2005, 14h, 3264 gresten, ybbsbachpromenade 6, NÖ - tage der offenen ateliers ******* 1. Internationale Bludescher Mund Art Literatur Werkstatt LESUNG mit: Adolf Vallaster - Mäder/A Emmi Troppmair - Rum/Innsbruck/A El Awadalla - Wien/A Markus Manfred Jung - Wehr/D Ronald Euler - Saverne/F Moderation: Dr. Johannes Schmidle - Bregenz/A Projektleiter: Anni Mathes - Bludesch/A Eva Maria Dörn - Schlins/A Musik: Saxophon Peter Lenzin - Altstätten/CH ******* Präsentation Reibeisen Nr. 22 Österreichische Gesellschaft für Literatur - Palais Wilczek, 1010 Wien http://www.europa-literaturkreis.net ******* gaunz grausliche gschichtn lesungen, vorträge, photos 12. bis 15. oktober jeweils 19h im cafe prem, gumpendorfer straße 67 ******* Mit besten Empfehlungen: Ö.D.A. - Österreichische DialektautorInnen Gumpendorferstr. 15/13, 1060 Wien office at oeda.at ******* 12. bis 15. oktober gaunzs grausliche gschichtn jeweils 19h im cafe prem, gumpndorfer straße 67 -- widerstandslesung jeden donnerstag 17 bis 19 uhr 1010 wien, ballhausplatz 1a. http://www.awadalla.at/ ================================================ ================================================ 03 22.9.:Speakerscorner mit S.Schumacher(Netzwerk SprachenRechte)-Recht auf Sprachen statt Deutsch als Pflicht Von: August Faschang ================================================ Liebe Leute! Auch am DONNERSTAG (22.9.) gibt es zusätzlich zur wöchentlichen Mahnwache gegen Schwarzorange in Österreich und Orangerot in Kärnten vor dem Kanzleramt wieder einen SPEAKERSCORNER, diesmal mit einem Referat von SEBASTIAN SCHUMACHER vom NETZWERK SPRACHENRECHTE zum Thema "RECHT AUF SPRACHEN STATT DEUTSCH ALS PFLICHT." - Seit 2003 werden ZuwandererInnen im Rahmen der so genannten "INTEGRATIONSVEREINBARUNG" durch Androhung von Zwangsmaßnahmen zum Besuch von Deutschkursen verpflichtet. Zu kritisieren ist nicht nur der Zwangscharakter der Kurse, sondern auch deren ungenügende Qualität. Wesentliche Rechte werden von der positiven Erfüllung der "Integrationsvereinbarung" abhängig gemacht: So können MigrantInnen ihre Familienangehörigen erst nach einer bestandenen Deutschprüfung nach Österreich holen. Das Nichtbestehen der Deutschprüfung kann mit Geldstrafen oder der Ausweisung sanktioniert werden. Als nächsten Schritt plant die schwarzorange Regierung noch in diesem Herbst die im Staatsbürgerschaftsgesetz vorgesehene Deutschprüfung wesentlich zu verschärfen. Damit wird die Erlangung elementarer BürgerInnenrechte nur mehr für MigrantInnen mit sehr guten Deutschkenntnissen möglich sein. Treffpunkt ist um 19Uhr45 Ecke Ballhausplatz/Heldenplatz, Beginn 20Uhr. Und danach sind wieder alle Teilnehmerinnen im Stammlokal in der Neustiftgasse willkommen! Und wie jeden Donnerstag gibt es schon ab 17Uhr die WIDERSTANDSLESUNG (Ecke Ballhausplatz/Heldenplatz). Weiterverbreitung erwünscht! ligrü Gustl ================================================ 04 Konferenz "Demokratie in Arbeit?", 4. Oktober 2005 Von: Plansinn Gruber Sonja ================================================ Sehr geehrte Damen und Herren, Wir möchten Sie auf folgende Veranstaltung aufmerksam machen: Internationale Konferenz Demokratie in Arbeit? - Chancen demokratischer Teilhabe in einer flexibilisierten Arbeitswelt 4. 10. 2005, Wien, Museumsquartier Halle E Was sind die Chancen und Notwendigkeiten einer Demokratisierung der modernen Arbeitswelt, die durch Flexibilisierung, erhöhte Erwerbsbeteiligung von Frauen und gestiegene Qualifikationsniveaus gekennzeichnet ist, und wie kann der Zugang zu Erwerbsarbeit als Voraussetzung gesellschaftlicher Integration und sozialer Demokratie gesichert werden? Das sind die zentralen Fragen, die auf der Konferenz Demokratie in Arbeit, die im Rahmen der Wiener Wissenschaftstage (29. 9. - 7. 10. 2005) stattfindet und von FORBA (Forschungs- und Beratungsstelle Arbeitswelt) in Zusammenarbeit mit dem Wissenschaftszentrum Wien, dem bm:bwk, der AK Wien und der GPA veranstaltet wird, gestellt und diskutiert wird. Der Eintritt ist frei, Anmeldung unter: www. wiener-wissenschaftstage.at. Im Zusammenhang mit Globalisierungs- und Internationalisierungsprozessen und den gestiegenen Möglichkeiten zur Verlagerung von Arbeitsplätzen wird eine Defensive oder sogar Ohnmacht institutioneller Interessenvertretung festgestellt. Gleichzeitig sind Hoffnungen, die Anfang der 80er Jahre in die Partizipationsspielräume durch die Einführung neuer Arbeitsformen und Managementsysteme gesetzt wurden, inzwischen einer Ernüchterung gewichen, vor allem vor dem Hintergrund der Tendenz zu einer unbegrenzten, flexiblen Verfügbarkeit der Arbeitskräfte. Unter gesellschaftlichen Rahmenbedingungen, die von ökonomischem Druck geprägt sind, wird die Frage einer Demokratisierung der Arbeitswelt häufig gar nicht mehr gestellt bzw. tabuisiert. In einem weiteren Sinne ist auch der gesellschaftliche Skandal des Ausschlusses relevanter Teile der Gesellschaft an einer (gesicherten) Teilhabe an Arbeit als demokratiepolitische Frage zu stellen. In dieser Situation will die Konferenz die Frage nach den Chancen demokratischer Mitbestimmung in der Arbeitswelt sowie der Teilhabe an Arbeit dem vorherrschenden ökonomisierten Diskurs entgegenstellen. Programm: 9:15 – 9:30 Begrüßung durch Vizebürgermeister Dr. Sepp Rieder 9:30 – 11:00 Podium 1: DEMOKRATIE UND ARBEIT Univ. Doz. Dr. Jörg Flecker (FORBA): Das Ende vom Anfang – Demokratisierung der Arbeitswelt und neoliberaler Kapitalismus Prof. Dr. Ingrid Kurz-Scherf (Universität Marburg): Kooperative Demokratie. Zur Kritik von Arbeit und Arbeitslosigkeit Kommentar: VertreterIn von attac 11:00 – 11:20 Pause 11:20 – 12:50 Podium 2: BETRIEBLICHE MITBESTIMMUNG UND ROLLE DER GEWERKSCHAFTEN Prof. Dr. Klaus Dörre (Universität Jena): Erosion der Mitbestimmung und Krise gewerkschaftlicher Repräsentation als Demokratisierungschance? Mag. Dr. Susanne Pernicka / Mag. Dr. Sabine Blaschke (Universität Wien): Selbstständige - (k)eine Klientel für Gewerkschaften? Kommentar: Dwora Stein (GPA) 12:50 – 13:50 Mittagessen 13:50 – 15.50 Podium 3: PARTIZIPATION UND DEMOKRATISIERUNG IN DER ARBEIT PD Dr. Harald Wolf (SOFI Göttingen): Notwendige Partizipation, “Entgrenzung” von Arbeit und industrielle Demokratie Mag. Dr. Ulrike Papouschek / Mag. Manfred Krenn (FORBA): Partizipation und Delegation von Unsicherheit? Partizipationschancen in entgrenzten Arbeitsfeldern – IT-Dienstleistungen und mobile Pflege Prof. Dr. Wolfgang Weber / Mag. Christine Unterrainer (Universität Innsbruck): Solidarisches Handeln in demokratischen Betrieben – Illusion oder Realität? Kommentar: Peter Ulrich Lehner (Zeitschrift mitbestimmung) 15:50 – 16:10 Pause 16:10 – 16:20 Resümee Im Rahmen der Konferenz werden Ergebnisse folgender Forschungsprojekte aus dem Forschungsprogramm >node< - New Orientations for Democracy in Europe des bm:bwk präsentiert: Entgrenzung von Arbeit und Chancen zur Partizipation (Forschungs- und Beratungsstelle Arbeitswelt – FORBA) Arbeitsgesellschaft und industrielle Demokratie in Europa (Universität Wien – Institut für Staatswissenschaft und vergleichende Gesellschaftswissenschaft / Abteilung Wirtschaftssoziologie) Organisationale Demokratie – Ressourcen für soziale, demokratieförderliche Handlungsbereitschaften (ODEM), (Universität Innsbruck – Institut für Psychologie) Für weitere Informationen zur Konferenz und rund um die Wiener Wissenschaftstage: (01) 522 31 27 22, office at educult.at. Mit freundlichen Grüßen, Sonja Gruber _________________________________________ Mag.a Sonja Gruber PlanSinn GmbH CoKeg Technisches Büro für Planung und Kommunikation Schleifmühlgasse 1a/14 1040 Wien Tel.: ++43/1/585 33 90 - 19 Fax: ++43/1/585 33 90 - 40 Handy: 0664/431 64 10 E-mail: gruber at plansinn.at Web: www.plansinn.at ================================================ ================================================ 05 Termin: Libertäre Initiative Sozial Arbeitender Von: lisa syndikat ================================================ Die libertäre Initiative Sozial Arbeitender, kurz LISA, trifft sich diesen (24.9.) Samstag um 16:00 Uhr im Loligo, Fischerstiege 4-8, 1010 Wien. Alle geneigten KollegInnen, die im Sozialen, oder verwandten (Gesundheits-, Bildungs- Bereich, öffentlicher Dienst etc. kurz "gesellschaftl. ProduzentInnen") Bereichen arbeiten, ausgebildet, oder in Form des Zivildienstes zwangsverpflichtet werden, sind eingeladen mit uns über die Möglichkeiten der Direkten Aktion und der gewerkschaftlichen Selbstorganisierung in eben diesen Bereichen zu diskutieren. Dabei soll es aber nicht bleiben- unser mittelfristiges Ziel ist es, sich als Syndikat zu organisieren und zu etablieren. YOU ARE THE UNION! L.I.S.A. ================================================ 06 „Hände Hoch“ - Pressetext Von: Nikolaus Heinelt ================================================ „Hände Hoch“ GehörlosenkünstlerRob Farmer (AUS) und Sherry Hicks (USA) in Wiener Urania – Ausstellunggehörloser KünstlerInnen im Brick-5 Wozu ist ein barrierefreies Event gutist, das zeigtVisualbrain mit dem Event „ Hände hoch!“ Von 20.09.2005 bis 24.09.2005findendie ersten Tage der GebärdensprachbenutzerInnen in der Wiener Uraniastatt.Unter dem Motto „Hände hoch!“ gibt es ein internationales Bildungs- undKulturprogramm, das nicht nur für Gehörlose interessante Themen undkurzweiligeUnterhaltung bietet. „Ziel war es, eine barrierefreie Veranstaltung zuorganisieren, die sowohl hörendes als auch gehörloses Publikum anziehtundzeigt, dass Kommunikation untereinander möglich ist“, sagen dieVeranstaltervon Visualbrain, Jürgen Brunner und Georg Marsh. Am 22. bzw. 23. September gibt es imTheatersaal der„Urania“ Show- und Theateraufführungen von und mit Rob Farmer, einemgehörlosenPerformer aus Australien („der Harald Schmidt der Gehörlosen“) und vonund mit SherryHicks, einer Musikkünstlerin aus den USA. „Rob Famer Show” und “Coda Heart in Deaf Art” RobertRoy Farmer machte seinen bedeutenden Eintritt indiese Welt am 23. April 1969 als dritter in ein eine Familie mit fünfBuben.„Rob Roy“ wuchs in der nähe des bekannten Vorstadtstrandes vonScarborough inWestralia Australia auf. Nachdem er seine Kariere als Mauerer gestartethatte,die aber, wie er fand, seinem natürlichen Spürsinn für das Dramatischenichtentsprach, zog er 1992 nach Sydney, wo er erfolgreich als Schauspielerfür das AustralianTheatre of the Deaf (ATOD) vorsprach. Rob Roy verblieb 4 Jahre bei derGruppeund entwickelte seine natürlichen Fähigkeiten durch Workshops undÜbungsmöglichkeiten in der Praxis weiter, was auch eine Ausbildung anderSommerschule des National Theatre of the Deaf in den USA beinhaltete.1998wurde seine erste Show im Shepherds Bush Deaf Club in Londonaufgeführt. In dennächsten Jahren hat Rob Roy es geschafft, seine fesselnde undeinzigartige Formdes visuellen Theaters verbunden mit Satire, Liedern in Gebärdenspracheundwunderbar dramatisch mit den Händen erzähltem Geflunker und Witze – die“RobRoy Show”-, in unzählige Länder zu bringen. Sherry Hicks ist Dolmetscherin,Dolmetschtrainerin,Gebärdensprachlehrerin und CODA-Entertainerin. Sie ist Tochter vonGehörlosenund eine der bekanntesten Persönlichkeiten der „CODA“ (Children of DeafAdults)Bewegung. Dieser dichtbepackte, kraftvolle 90-minütige Abend mitGebärdensprach-Improvisation and zeitgenössischer Metaphorik wird mitSicherheit von den Sitzen reißen. Sherry Hicks kombiniertGebärdensprache,Musik und Multimedia verflochten in einem Reichtum, der uns erstaunenund nachmehr verlangen lässt. Sherry Hicksbringt eine musikalische Auswahl vorgeführt in ihrer, wie sie es nennt, natürlichen Kunstfertigkeit des „musikalischinspirierten Erzählens in Gebärdensprache“ – das muss man live erlebthaben!Sie nimmt das Publikum mit auf eine emotionale Achterbahnfahrt,präsentiertwerden tief empfindsame Schriften übersetzt in Gebärdensprache, füralle sichtbarund fühlbar. Sherry Hicks ist eine Gebärdenspracherzählerin und gibteinenhumorvollen Blick auf das Leben aus ihrer CODA-Sicht. Kunstausstellung„HUKOMASCHTI“ Im Brick-5 (Fünfhausgasse 5, 1150 Wien) wird von 21.-23. September ab19.00 dieKunstaustellung „Kunstbildern von bekannten Gehörlosen KünstlerInnen“zu Gastsein. Hu, Kout, Mariaschk, Schramek, Schuster und Tidl sind dieprofessionellenKünstler, die in der Ausstellung „HUKOMASCHTI“ zu treffen und erlebensind. „HUKOMASCHTI“zeigen ästhetische Fotos, traditionelle Malerei, ironischeIllustrationen,landschaftliche Fotos, Installation und die andere Art sichauszudrücken. Ebensodort befindet sich das „Visualbrain-Pub“, wo ausschließlich gehörloseundgebärdensprachbenutzende Menschen ausschenken werden. Am Samstag, den24.September gibt es dann dort auch die große Abschlussveranstaltung. Mehr zum Programm und Download desgesamten Eventablaufesauf www.visualbrain.net Rückfragen schriftlich an: visualbrain brunner.marsh 1120 Wien, Liebenstraße 35/2/22; e-mail: office at visualbrain.net www.visualbrain.net -- Nikolaus Heinelt noPRoblem Public Relations Ennsgasse 17/36 1020 Wien Tel.: +43-699-12123522 Email.: n.heinelt at no-pr-oblem.atwww.no-pr-oblem.at ================================================ ================================================ 07 Irak - Villach: Benefizkonzert für Frauenprojekt Von: wadi wien ================================================ Liebe Freundinnen und Freunde von Wadi, Der Soroptimistclub Villach veranstaltet am 28. November 2005 ein Benefizkonzert mit Stefan Vladar. (siehe Attachment) Der Reinerlös wird international einem Projekt von Wadi (ein mobiles Frauenteam im Nordirak) gewidmet, regional fließt er der Initiative „Kindergruppe Sonnenstrahl“ zu. Die Karten können direkt bei der Präsidentin des Soroptimist-Club Villach, Arch. Dipl. Ing. Sigrid Fathulla, bestellt werden. KARTEN: EUR 45,- / 35,- / 25,- Bitte leitet diese Information an Freude und Bekannte weiter, und helft uns, für diese Benefizveranstaltung zu werben. Es gibt ebenfalls die Möglichkeit, als SponsorIn die Veranstaltung zu unterstützen: Großsponsoren mit Logo auf dem Plakat, der Einladung und dem Programm ab 2000,00 ? nach oben offen Kleinsponsoren: Namensnennung auf der Einladung und dem Programm ab 200,00 ? auch kleine Beträge werdne angenommen. Weitere notwendigen Informationen findet Ihr im Attachment. Montag, 28. November 2005 I 19.30 Uhr I Congress Center Villach Kartenreservierungen und Informationen bezüglich Sponsoring: Arch. Dipl. Ing. Sigrid Fathulla Tel: 0676/4190 510 oder 04242/312 999 Fax: 04242/312 999 - 4 E-mail: fathulla at netway.at Mit freundlichen Grüßen und der Bitte um Weiterleitung der Information und Bewerbung dieses Benefizkonzertes, Mary Kreutzer (Wadi) --------------------------------------------------- Frauengeleitete Mobile Teams: Seit 2003 betreuen sechs mobile Teams Frauen und Kinder in den Regionen Mossul, Hawler/Arbil, Kirkuk, Suleymaniah, Halabja und Germian. Die Teams bestehen aus einer Ärztin und einer Krankenschwester, die Gesundheitsberatung und ambulante Untersuchungen anbieten, sowie aus einer Sozialarbeiterin bzw. Psychologin, die den Frauen in rechtlichen und psychosozialen Fragen zur Seite steht. Die Aufklärung über Frauenrechte und die Thematisierung von Gewalt in der Familie tragen dazu bei, die gesellschaftliche Stellung von Frauen und Kindern zu stärken. Zusätzlich erhalten besonders bedürftige Familien materielle Unterstützung in Form von Lebensmitteln, Kleidung und Medizin. Einen umfassenderen Beitrag über die Arbeit dieser Mobilen Teams findet er Ihr auf der Homepage von Wadi Deutschland: http://www.wadinet.de/projekte/frauen/medica/mobileteams.htm -- WADI - Verband für Krisenhilfe und solidarische Entwicklungszusammenarbeit e-mail: wadi.wien at gmx.at Tel.: 0699-11365509 Postfach 105 A-1181 Wien Spendenkonto in Österreich: Kontonummer 07.405.301 Evangelische Kreditgenossenschaft eG BLZ 31800 IBAN: AT10 3180 0000 0740 5301 BIC: EVKRATW1 Website mit weiteren Informationen zu Projekten von Wadi und Veranstaltungshinweisen: www.wadinet.at 5 GB Mailbox, 50 FreeSMS http://www.gmx.net/de/go/promail +++ GMX - die erste Adresse für Mail, Message, More +++ ================================================ ================================================ 08 die termine der woche Von: ursprung ================================================ BAODO im N I L Dreihackengasse 42, 8020 Graz http://nil.mur.at, nil at mur.at DI 20. 9. ab 20:00 Vernissage Hans Nevidal “Wrong Way” MI 21. 9. ab 19:00 Synagoge David Herzogplatz 1, Graz Öberdösis Österreich – So feiern wir Gedenken 60 Jahre Befreiung, 50 Jahre Staatsvertrag, 10 Jahre EU-Mitgliedschaft Wie erinnert sich Österreich? „Limbo“, Performance von Eva Ursprung, Medienkünstlerin und Musikerin, Im Zwiegespräch: Gerhard Baumgartner, Historiker und Journalist, Ruth Beckermann, Filmschaffende und Autorin, Margret Kreidl, Schriftstellerin und Wolfgang Zinggl, Kulturschaffender und grüner Kultursprecher im Parlamentsklub. Musik: M. A.R.S., Visuals: MIMU (sofa 23), Moderation: Edith Zitz, Kultursprecherin der steirischen Grünen VeranstalterIn: Grazer Grüne Grüne Akademie DO. 23. 9. ab 12:30 Bergstation am Dachstein/Ramsau KünstlerInnenpräsentation von und mit Lea Titz, Gertrude Grossegger, Wendelin Pressl, Eva Ursprung und Initiatorin Monika Wogrolly Europas höchstgelegenem Kulturstützpunkt DACHSTEIN:CULT ================================================ 09 Bertha von Suttner ... ein neues Buch (Maria Enichlmair/Elfriede Jelinek) Von: EDITION ROESNER/Mag. Nadja Roesner-Krisch ================================================ Maria Enichlmair Abenteurerin Bertha von Suttner Die unbekannten Georgien-Jahre 1876 bis 1885 mit einem Geleitwort von Elfriede Jelinek (Mag. Nadja Rösner-Krisch mit Dr. Maria Enichlmair bei der Buchpräsentation) Einen wunderschönen Herbsttag wünsche ich Ihnen! Ich möchte Ihnen heute unser neuestes Buch vorstellen: Abenteurerin Bertha von Suttner - Die unbekannten Georgien-Jahre 1876 bis 1885von Maria Enichlmair, zu dem Elfriede Jelinek ein berührendes Geleitwort verfasst hat. Informationen, Rezensionen und Daten finden Sie unten. Es würde mich sehr freuen, wenn Sie über dieses einzigartige Buch - vor allem im heurigen Bertha von Suttner-Jahr (100 Jahre Friedensnobelpreis) - berichten. Auf Anfrage übersenden wir Ihnen gerne ein Rezensionsexemplar. Mit herzlichen Grüßen Mag. Nadja Rösner-Krisch (Verlagsinhaberin) Anfragen und Bestellungen EDITION ROESNER Fürstenstr. 47 A-2344 Maria Enzersdorf Tel. u. Fax.: ++43 (0)2236/23540 edition-roesner at onemail.at www.edition-roesner.at Verlagsrepräsentanz und Auslieferung Michael Domes ++43(0)699/102 002 92 ed.roesner-vertrieb at gmx.at ================================================ ================================================ 10 [7stern] Veranstaltungen 7Stern Von: 7stern kultur <7stern.kultur at kpoe.at> ================================================ Die nächsten Veranstaltungen imKulturzentrum 7STERN: 1070 Siebensterng.31, 069915236157. 7stern.net Mittwoch, 21. September, 19 Uhr Veranstaltung derKPÖ-Wien Mit Lothar Bisky,Parteichef von Die Linke. PDS Auf Einladung der KPÖ-Wien kommt LotharBisky (Parteichefvon Die Linke. PDS) nach Österreich und wird über das Ergebnis derBundestagswahl die absehbaren Folgen für Deutschland und Europaberichten. --------------------------------------- Donnerstag, 22. September, 18.30 Uhr Ausstellungseröffnung 1945 – Das Gründungsjahr der österreichischendemokratischen Parteien Noch vor dem offiziellen Kriegsende desZweiten Weltkrieges kames in Wien zur Gründung bzw. Neuinstallation der Parteien und des ÖGB. Die Sozialdemokraten trafen sich mit denVertretern des linkenFlügels der Sozialisten im „Roten Salon“ im Wiener Rathaus undbeschlossen dieGründung der Sozialistischen Partei Österreichs. Vertreter des bürgerlichen Lagers trafen sich imPrälatensaal des Schottenstiftes und begründeten die ÖsterreichischeVolkspartei, die sich nicht nur im Programm, sondern auch im Namen vonderChristlichsozialen Partei der Zwischenkriegszeit unterscheiden sollte. Die im Exil weilenden Vertreter derKommunistischen ParteiÖsterreichs errichteten die seit 1933 verbotene Partei wieder. Die Ausstellung derKulturgemeinde Neubau will diese Zeit und die agierenden Personenin einerAusstellung im 7Stern Kulturtreff präsentieren und an diese Zeiterinnern. Sie wird von RainerHusty, Bezirksvorsteher-Stellvertreter eröffnet. --------------------------------------- Mittwoch, 28.September, 19.30 Uhr Das Erste Wiener Lesetheater und Zweite Stegreiftheater präsentiert: RenateWelsh: Constanze Mozart. Eine unbedeutende Frau. Mitwirkende: Renate Welsh-Rabady, Anita C. Schaub(VA) (mit freundlicher Unterstützung der GAV) In "Constanze Mozart. Eine unbedeutende Frau." versucht Renate Welsh,Mozarts Frau ohne die üblichen Vorurteile zu betrachten. ================================================ ================================================ MELDUNGEN UND MEINUNGEN ================================================ ================================================ 12 WG: ORF/Elefantenrunde/Kaltenegger/Stellungnahme Von: Parteder Franz ================================================ ORF-Diskussion: Auch Kaltenegger von seltsamer Regelung betroffen! Von der seltsamen Einladungspolitik des ORF im Zusammenhang mit der Fernsehdiskussion mit den SpitzenkandidatInnen für die steirische Landtagswahl ist auch Ernest Kaltenegger betroffen. Unserer Meinung nach müssen es die Verantwortlichen dafür, die wir sehr hoch in der Hierarchie des ORF ansiedeln, selbst mit sich ausmachen, wie folgende Tatsache auf die FernsehkonsumentInnen wirken wird: Vier von den 5 eingeladenen Parteien (ÖVP, Grüne, FPÖ, BZÖ) warnen derzeit vor Ernest Kaltenegger und der KPÖ, der Spitzenkandidat der fünften Partei (SPÖ) schließt nicht aus, sich von der KPÖ zum Landeshauptmann wählen zu lassen - und der Spitzenkandidat der Partei, über die vor dem 2. Oktober sehr geredet wird, hat keine Möglichkeit, diese Fragen vor den Fernsehrkameras von Angesicht zu Angesicht mit den Mitbewerbern zu klären. Uns würde es für vernünftiger erscheinen, am Sonntag nicht über Ernest Kaltenegger und die KPÖ, sondern auch vor den Fernsehkameras mit ihm zu diskutieren. Rückfragehinweis: 71 24 79 KPÖ-Steiermark Lagergasse 98 a 8020 Graz Tel.: 0316 71 24 36 Fax 0316 71 62 91 email: kp.stmk at kpoe-graz.at; kpoe_stmk at hotmail.com ================================================ 13 Homosexuelle: Nicht einmal Österreichs erster Gewissensgefangener wurde begnadigt Von: PF209 ================================================ Anti-homosexuelleSonderstrafgesetze Nicht einmal Österreichs erster Gewissensgefangenerwurde begnadigt Plattform gegen § 209: „BundespräsidentFischer hat völlig recht“ Zu den Rechtfertigungsversuchen vonJustizministerin Gastinger teilt die Plattform gegen § 209 mit: Es wurden nur Gnadengesuche von Personen betreut, die ausschliesslich auf Grund des § 209 verurteilt worden sind. In keinem einzigen Fall wurde die gnadenweise Tilgung gewährt. Sogar die Begnadigung des ersten von Amnesty International adoptierten Gewissensgefangenen wurde abgelehnt.Bei allen 1.434 noch im Strafregister vorgemerkten Verurteilten war das anti- homosexuelle Sonderstrafgesetz das schwerste Delikt. Gastinger hat sichgestern gegen das Ersuchen des Herrn Bundespräsidenten auf Begnadigung derOpfer der anti-homosexuellen Strafverfolgung gestemmt und in ihrenRechtfertigungsversuchen den Eindruck erweckt, dass es sich bei denVerurteilten um Verbrecher handelt , die zugleich mit dem anti- homosexuellenSonderstrafgesetz auch wegen anderer Verbrechen verurteilt worden seien. Die Plattform gegen § 209 stellt in allerDeutlichkeit klar: Das ist unrichtig. 1. Bei allen 1.434 noch imStrafregister vorgemerkten Verurteilten war das anti- homosexuelleSonderstrafgesetz das schwerste (führende) Delikt. Es handelt sich dabei daherausschliesslich um solche Verurteilungen, die einzig und allein wegen einesanti-homosexuellen Sonderstrafgesetzes erfolgten oder bei denen neben demSonderstrafgesetz lediglich ein Vergehen vorlag (Anfragebeantwortung BM LieseProkop 28.07.2005, XXII. GP-NR 3039/AB). 2. Sämtliche von der Plattform gegen § 209 betreuten Gnadenfälleseit der Aufhebung des § 209 im Jahr 2002 betrafen Personen, die einzig undallein wegen des § 209 verurteilt worden sind. In keinem einzigen Fall wurdedie gnadenweise Tilgung gewährt. AI-Gewissensgefangenerwurde in den Schmutz gezogen 3.Nicht einmal der erste Gewissensgefangene Österreichs seit Jahrzehnten wurdedem Bundespräsidenten zur Begnadigung vorgeschlagen. Der unbescholtene Mannwurde im Frühjahr 2001 von AmnestyInternational London offiziell als Gewissensgefangenen adoptiert, nachdem er vom Landesgericht für Strafsachen Wien in Untersuchungshaft genommenwurde. Im Dezember 2002, also vier Monate nach dem Außerkrafttreten des § 209(!), wurde der Mann dann durch das Oberlandesgericht Wien noch zu drei MonatenHaft verurteilt. DerGewissensgefangene reichte daraufhin eine Gnadenbitte ein. Gastingers Vorgängerlehnte dieses 2003 ab. Böhmdorfer stellte den ai-Gewissensgefangenen alsschlimmen Missbraucher dar, der die Jugendlichen ausgenutzt habe (Anfragebeantwortung04.04.2003, XXII. GP-NR 89/AB). Dabei ist der Mann mit seinenjugendlichen Partnern derart rücksichtsvoll umgegangen ist, dass der zuständigeRichter des Landesgerichtes für Strafsachen Wien, im Gerichtssaal wiederholtbetont hatte, dass sich so manch Ehemann, der betrunken nach Hause kommt unddie ehelichen Pflichten einfordert, an ihm ein Beispiel nehmen könnte. RichterSchrammel hatte den Gewissensgefangenen ja nur sehr widerstrebend und gegenseine eigene Überzeugung verurteilt. Seine ursprüngliche Verfahrenseinstellungwar über Beschwerde der Staatsanwaltschaft durch das Oberlandesgericht Wienaufgehoben und Richter Schrammel so zur Verurteilung des Gewissensgefangenengezwungen worden. ImFebruar 2005 hat der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte Österreich deshalbverurteilt. Die Republik musste dem Mann mehr als EUR 30.000,-- Schadenersatzbezahlen. Der Oberste Gerichtshof wird nun die seinerzeitige Verurteilungaufzuheben haben. Nur um Tilgung reiner 209er-Verurteilungen ersucht 4.Wie ihr Vorgänger blockiert auch Gastinger hartnäckig alleGnadengesuche von Opfern der Sonderstrafgesetze an den Herrn Bundespräsidenten.Erst Anfang dieses Jahres hat sie damit die Begnadigung in zwei besonderskrassen Fällen verhindert. Ein Gnadenwerber, der bereits vor demMenschenrechtsgerichthof erfolgreich war und die Aufhebung der diesbezüglichen§ 209-Verurteilung erreichte, ersuchte um die gnadenweise Tilgung einerfrüheren § 209-Verurteilung, die er nicht in Strassburg bekämpft hatte. Derzweite Gnadenwerber wiederum war ausschließlich wegen § 209 in einer Anstaltfür geistig abnorme Rechtsbrecher untergebracht und ist aus dieser Anstalt,nachdem sich sogar die Kronenzeitung für ihn eingesetzt hatte, nur auf Probeentlassen. Für beide gibt es, dank Gastinger, keine Gnade. Richtig ist, dass diese beiden Männer wegen anderer Deliktevorbestraft waren, was aber an der Sache nichts ändert. Sie haben ja nicht umdie Tilgung dieser anderen Vorstrafen ersucht sondern nur um Tilgung der209er-Verurteilung; Verurteilungen, die bei beiden einzig und allein auf Grunddes menschenrechtswidrigen § 209 erfolgten. Gastinger ignoriertauch Obersten Gerichtshof 5. Gastinger rechtfertigt (wie ihrVorgänger) ihre Ablehnungen immer wieder damit, dass das Verhalten derVerurteilten heute unter den § 209- Ersatzparagraphen, § 207 StGB, würde. Dasist aber bei den meisten der Gnadenwerber schicht und einfach falsch. Ausserdemänderte das nichts daran dass die gleiche „Tat“ am selben Ort zurselben Zeit bei Heterosexuellen nicht strafbar war und diese daher das gleicheVerhalten nicht angeklagt, nicht verurteilt werden konnten und auch heute nichtim Strafregister vorgemerkt werden können. Der Oberste Gerichtshof hat indiesem Sinne bereits 2003 entschieden, dass § 207b StGB deshalb auch beimännlich-homosexuellen Beziehungen nicht auf Taten vor dem 14.08.2002 (demDatum seines Inkrafttretens) angewendet werden darf (OGH 11.11.2003, 11 Os101/03). Das ignoriert Gastinger völlig. Das Problem liegt in Wahrheit auch ganz woanders. Erstjüngst hat doch die Justizministerin wieder ganz offen erklärt, dass dieMenschenrechtswidrigkeit der strafrechtlichen Verfolgung für sie kein Grund füreine Begnadigung der Opfer sei (Anfragebeantwortung 08.08.2005, XXII. GP-NR3079/AB). „Der Bundespräsident hat völlig recht“, sagt derWiener Rechtsanwalt und Sprecher der Plattformgegen § 209 Dr. Helmut Graupner, „Die Justizministerin solltesich an seiner menschlichen Grösse ein Beispiel nehmen anstatt krampfhaft anden letzten Resten der Homosexuellenverfolgung festzuhalten“. In der überkonfessionellen undüberparteilichen Plattform gegen § 209haben sich über 30 Organisationen zusammengeschlossen, um gegen das in § 209StGB verankerte diskriminierende zusätzliche Sondermindestalter von 18 Jahrenausschließlich für homosexuelle Beziehungen zwischen Männern (zusätzlich zurallgemeinen, für Heterosexuelle, Lesben und Schwule gleichermaßen gültigenMindestaltersgrenze von 14 Jahren) anzukämpfen. Der Plattform gehören nebennahezu allen Vereinigungen der Homosexuellenbewegung auch allgemeineOrganisationen an, wie Aids-Hilfen, die Kinder- und Jugendanwaltschaften Tirolund Wien, die Österreichische Hochschülerschaft, die Bewährungshilfe, dieÖsterreichische Gesellschaft für Sexualforschung u.v.a.m.. Nach der Aufhebungdes § 209 StGB dringt die Plattform auf die Entlassung aller Gefangenen und dieRehabilitierung und Entschädigung aller § 209-Opfer und beobachtet dieVollziehung der § 209-Ersatzbestimmung, § 207b StGB. Rückfragehinweis: Plattform gegen §209: 01/876 30 61, 0676/3094737, office at paragraph209.at, www.paragraph209.at 20.09.2005 ================================================ 14 KPÖ/Siemens/Arbeitsplatzvernichtung/Pierer/Ederer Von: KPÖ-Kommunikation ================================================ KPÖ-Pressedienst – Drechslergasse 42, 1140 Wien – Telefon +43 (1) 50 36 580 - 0 – Fax +43 (1) 50 36 580 - 499 - Mail bundesvorstand at kpoe.at – Web www.kpoe.at - News www.kpoe.at/lpd - Ausgabe vom 20. September 2005 Ex-SPÖ-Staatssekretärin Ederer federführend beim Verkauf der VA Tech Siemens-Boss Pierer: Berater für Kohl, Schröder und Merkel Ein Eigentor schießt sich der oberösterreichische SPÖ-Landeschef Erich Haider mit massiven seiner Kritik an der vom deutschen Siemens-Konzern am Tag nach der deutschen Bundestagswahl angekündigten Vernichtung von weiteren 10.000 Arbeitsplätzen, stellt Michael Graber, wirtschaftspolitischer Sprecher der KPÖ fest. Haider weist darauf hin, dass der von CDU-Chefin Angela Merkel als wirtschaftspolitischen Berater angeworbene Siemens-Aufsichtsratschef Heinrich von Pierer maßgeblich für diesen Arbeitsplatzabbau verantwortlich ist, wobei auch Auswirkungen auf Österreich zu befürchten sind. Was Haider offensichtlich nicht weiß ist, dass Pierer als „Vorzeigemanager der Deutschland AG“ bereits für SPD-Kanzler Gerhard bei der Aktion „Partner für Innovation“ – einem Bündnis der Industrie mit der rotgrünen Regierung – federführend tätig war. In ähnlicher Weise unterstützte Pierer früher auch Helmut Kohl als Berater. An der Person Pierers – laut Insiderjargon steht über Pierer „nur noch der Papst und der UN-Generalsekretär“ – wird deutlich, dass sich Siemens als Inbegriff deutschen Kapitals schlechthin es sich mit jeder Regierung im Interesse der Aktionäre – 60 Prozent der Siemens-Aktien sind im Besitz diverser Hedgefonds – richtet. Siemens gilt in Deutschland als „Arbeitszeitrambo“ und setzte 2004 trotz satter Gewinne mit der Drohung von Standortverlagerungen in Billiglohnländer Arbeitszeitverlängerung und Lohnverzicht durch. Siemens gilt auch als „Bank mit angeschlossener Industrie“ und ist als Rüstungslieferant eine der treibenden Kräfte für die Militarisierung der EU in Richtung Supermacht. Bekannt ist der Konzern auch für seine führende Rolle in der Atomindustrie sowie für seine zahlreichen Verwicklungen in diverse Bestechungsskandale. Daneben geht die Polemik Haiders aber auch insofern, als Siemens Österreich künftig von der ehemaligen SPÖ-Staatssekretärin Brigitte Ederer geführt wird. Sie hat sich offensichtlich mit der „Überzeugung“ der Betriebsräte beim Verkauf der VA Tech – deren Privatisierung mit dem Börsengang bereits in der SPÖ-Regierungsära eingeleitet wurde – an den Siemens-Konzern die dazu notwendigen Lorbeeren verdient. Die von Haider richtig kritisierten „ehrgeizigen Renditevorgaben“ der Siemens- Aktionäre als Hintergrund für den Personalabbau gelten weltweit und somit auch für Österreich: Der Siemens-Konzern verzeichnete 2004 mit 430.000 Beschäftigten in 190 Ländern bei einem Umsatz von 75 Mrd. Euro einen Gewinn von 3,1 Mrd. Euro: „Würde Erich Haider seine wortgewaltige Kritik an der Siemens-Firmenpolitik ernst nehmen, müsste er wohl gegen seine Parteifreundin Ederer einen Ausschlussantrag stellen“, so Graber abschließend. ================================================ ================================================ 15 LTW/Vogl/Wahlempfehlung/Kaltenegger Von: KPÖ Steiermark ================================================ Gemeinderat Peter Vogl: "Diesmal wähle ich Kaltenegger"! Der Kapfenberger Gemeinderat Peter Vogl ruft dazu auf, bei der Landtagswahl am 2. Oktober Ernest Kaltenegger zu wählen. Der langjährige Aktivist der steirische Grünen war im Vorfeld der Gemeinderatswahl aus der Grün-Partei ausgetreten und hatte mit einer Namensliste (Sozial gerechte Liste Kapfenberg) ein Mandat im Gemeinderat erreicht. Peter Vogl: "Also, ich wähle diesmal den Ernest Kaltenegger, weil der gibt einen Teil von seinem Gehalt für die Armen und das finde ich sympathisch. Der gibt nicht den Reichen, was er den Armen genommen hat und kürzte uns bisher nicht die Sozialleistungen. Das Militär, die NATO und Claus Raidl sind auch nicht sein Hauptproblem. Er hat keinen Dienstwagen und keine Villa in der Toskana. Er hat soviel oder sowenig Geld wie der Durchschnitt in unserem Land, dadurch weiß er wohl am besten, wie es uns allen geht." Im Jahr 1995 war Peter Vogl bei der Landtagswahl noch Spitzenkandidat der Grünen im Wahlkreis Obersteiermark gewesen. Die Kaltenegger –KPÖ ist auf dem Stimmzettel die Liste 5. Es gibt die Möglichkeit, Vorzugsstimmen zu vergeben. Rückfragehinweis: 0664 25 0 1 713 ================================================ 16 GLB/Herbstlohnrunde/Lohnkampf/Fakten Von: Gewerkschaftlicher Linksblock ================================================ Pressedienst des Gewerkschaftlichen Linksblocks (GLB), Apostelgasse 36/12, A- 1030 Wien - Telefon +43 1 718 26 23-0 - Fax +43 1 718 26 23-30 - Mail glb at glb.at – Web www.glb.at – Ausgabe vom 20. September 2005 Fakten sprechen eindeutig für kräftige Lohnerhöhungen GLB plädiert für einen offensiven Lohnkampf Für einen offensiven Lohnkampf der Gewerkschaften in der traditionell von der Metallbranche eingeleiteten diesjährigen Herbstlohnrunde spricht sich die Fraktion Gewerkschaftlicher Linksblock im ÖGB (GLB) aus und verweist dazu auf einschlägige Fakten. Laut Angaben von Statistik Austria, Wifo und Metallindustrie deckten die Ist- Lohnabschlüsse der Metallindustrie seit 1991 – mit zwei Ausnahmen – zwar die Inflation ab, hingegen wurde den Beschäftigten – mit einer Ausnahme – der Produktivitätszuwachs durchgängig vorenthalten. Wie die oö Arbeiterkammer feststellt, stieg die Produktivität von 1994 bis 2004 um 17,1 Prozent, die Bruttoeinkommen aber nur um 5,5 Prozent, während die Nettoeinkommen sogar um 0,7 Prozent sanken. Angesichts dieser Entwicklung verwundert es nicht, dass die Lohnquote – der Anteil der Löhne und Gehälter am Volkseinkommen – seit Ende der 70er Jahre laufend gesunken ist. Ebenso ist der Index der Löhne und Gehälter deutlich hinter dem Wachstum von Gewinnen und Selbständigeneinkommen zurückgeblieben. Als Indiz für kräftige Lohn- und Gehaltserhöhungen sieht der GLB auch, dass die 37 besten der Wiener Börse notierenden Unternehmen ihre Gewinne von 2000 bis 2004 um 116 Prozent – davon allein im Vorjahr um 40 Prozent – gesteigert haben. Während die Managergehälter der börsennotierten Unternehmen 2004 durchschnittlich um zwölf Prozent stiegen, wuchsen die KV-Löhne nur um zwei Prozent. Laut Interessensverband der Anleger (IVA) kassieren die Vorstände der börsennotierten Unternehmen durchschnittlich 170.000 Euro (Spitzenreiter Erste Bank 11,7 Mio. Euro) und die Aufsichtsräte durchschnittlich 100.000 Euro (Spitzenreiter Uniqa 441.000 Euro). Den Exporterfolgen der Industrie steht die Stagnation der Binnennachfrage durch gesunkene Kaufkraft und explodierende Preise – vor allem bei Energie und Wohnkosten – gegenüber: „Daher ist eine Stärkung der Massenkaufkraft durch kräftige Lohnerhöhungen – die sowohl Inflation als auch Produktivitätszuwachs abdecken – gerade bei der heurigen Lohnrunde geradezu ein Muss“, meint die GLB-Bundesvorsitzende Karin Antlanger (BRV EXIT-sozial Linz). Die Herangehensweise der Gewerkschaft bei der Metall-Lohnrunde und deren Ergebnis ist dabei erfahrungsgemäß die Leitlinie auch für alle anderen Branchen sowie für den öffentlichen Dienst und auch für die PensionistInnen. 88 Prozent der ÖGB-Mitglieder haben bei der Urabstimmung im Jahre 2001 auf die Frage „Soll der ÖGB zur Durchsetzung seiner Forderungen in Verantwortung für die Zukunft unseres Landes und seiner Menschen notfalls auch gewerkschaftliche Kampfmaßnahmen ergreifen?“ mit Ja geantwortet: „Die Gewerkschaften haben damit auch die entsprechende Rückendeckung für einen offensiven Lohnkampf im Herbst 2005“, so Antlanger abschließend. ================================================ B) TERMINE ================================================ ======================== Mittwoch http://mund.at/butt/Termine/September/2109.htm Donnerstag http://www.mund.at/butt/Termine/September/2209.htm Freitag http://www.mund.at/butt/Termine/September/2309.htm ======================== ================================================ D) EDITORIAL ================================================ Für den Inhalt verantwortlich: Ihr. Medieninhaberinnen & Medieninhaber seid Ihr E-Mail-Adresse für Beiträge: . widerst at nd MUND und alle Termine täglich aktualisiert im Web: http://www.no-racism.net/MUND Ziel von MUND (medienunabhängiger Nachrichtendienst) ist die unzensurierte und möglichst rasche Information über gesellschafts- politisch relevante Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu Widerstand und Antirassismus sowie verwandte Themen. sollen einen Titel, Namen und Emailadresse der/des AutorIn enthalten und möglichst kurz und prägnant gehalten sein, ev. mit Hinweis, wo weitere Informationen eingeholt werden können. Bitte keine Attachments! Die inhaltliche und sachliche Verantwortung liegt bei der/dem jeweiligen AutorIn bzw. jenen, die uns die Beiträge schicken. Der MUND wird von einzelnen TagesredakteurInnen zusammengestellt. Da Fehler nicht ausgeschlossen sind, bitten wir, nicht veröffentlichte Beiträge nochmals an widerstand at no-racism.net zu senden. Die Weiterleitung (auch auszugsweise) ist erwünscht. Beiträge mit rassistischen oder sexistischen Inhalten werden nicht veröffentlicht. Sehr persönliche Meldungen werden wir an den betreffenden Adressaten weiterleiten, aber nicht im MUND veröffentlichen. Die bisherigen Ausgaben sind unter http://www.no-racism.net/MUND archiviert. Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage: * Wann: Sonntag, 11.11.2001, 11:11 Uhr * * Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" * * Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf * * Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie. Aber kurz und prägnant.* Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch stillschweigend Zensur zu üben. Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die Nichtaufnahme geliefert. (Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.) Die AbsenderInnen der betroffenen Beiträge werden hiervon informiert. Im Sinne einer "gläsernen Zensur" könnt ihr Euch die Beiträge gerne extra schicken lassen: Ein kurzes Mail an widerstand at no-racism.net genügt. ================================================ E) VERTEILERLISTE ================================================ Zur Eintragung in diesen Verteiler bitte direkt subskribieren unter http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/analle oder von der einzutragenden Adresse aus ein mail schicken an: admin at no-racism.net mit folgendem Text: subscribe no-racism Bitte wegen Automatisierung diesen Wortlaut verwenden! Zur Austragung aus dieser Liste bitte an zusammengestellt. Bitte keine Attachments! (werden nicht angenommen) 1 beitrag nicht genommen: attachment, 1 i-p. Redaktionsschluss für diese Ausgabe: Mi 5.00 Uhr III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III ü, ö, ä, ß, Ü, Ö, Ä III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III widerst at nd-MUND is powered by http://alt.strg.at/ ================================================ From analle at no-racism.net Thu Sep 22 08:36:33 2005 From: analle at no-racism.net (=?iso-8859-1?q?MUND=3A_medienunabh=E4ngiger_Nachrichtendienst?=) Date: Thu, 22 Sep 2005 08:36:33 +0200 Subject: MUND:Donnerstag, 22. September 2005 Message-ID: widerst at nd MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst Donnerstag, 22. September 2005 www.no-racism.net/mund MedieninhaberInnen seid Ihr! ================================================ A) INHALT ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN/ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 01 Termin: Libertäre Initiative Sozial Arbeitender von "lisa syndikat" ================================================ 02 Konferenz "Demokratie in Arbeit?", 4. Oktober 2005 von Plansinn Gruber Sonja ================================================ 03 Ab 17.10. REICHUNDSCHÖN / Drachengasse von GAMUEKL ================================================ 04 Fwd: Presseerklärung der Rechtshilfe vom 20.9. 2005 von r.rattzom at gmx.net ================================================ 05 Das Nichtmerkmal im Gelände/Stadt des Kindes / 22. - 29. September 05 von ================================================ 06 4.10. Vernissage Ioulia Kondratovitch: Logomotion von Zukunfts- und Kulturwerkstätte ================================================ 07 [slp-info] Wiener Wahlen: SLP-Protestkundgebung am 22.9. gegen FPÖ-Strache in Favoriten von "Sozialistische LinksPartei" ================================================ 08 Wiener Dialogplattform Türkei-EU stellt sich vor von "Alev Korun" ================================================ 09 Kinostart: ARTIKEL 7 - UNSER RECHT! von Cornelia Kogoj ================================================ 10 OPERATION SPRING - Kinostart am 23.9.! - jetzt Karten reservieren! von Cornelia Kogoj ================================================ 11 AUF-Infoabend zu Asylrecht Do. 22. Sept, 20:00 im Frauencafé von AUF Eine Frauenzeitschrift ================================================ ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN/MEINUNGEN/KOMMENTARE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 12 HOSI Wien fordert volle Rehabilitierung und Entschädigung aller Opfer staatlicher Verfolgung im 20.Jahrhundert von Kurt Krickler ================================================ 13 gipfelsoli] Gleneagles -- St. Petersburg von gipfelsoli-l at lists.nadir.org ================================================ 14 Irak-Krieg: Anglikanische Bischöfe regen Entschuldigung an von "Initiative muslimischer ÖsterreicherInnen" ================================================ 15 [al_news] Ölpreis-Debatte / Antifaschismus in Griechenland und Österreich von "AL-Antifaschistische Linke" ================================================ 16 Ein Viertel der WienerInnen hat eine sozialistische Alternative bei der Wahl von Albert Kropf ================================================ 17 Energiekosten/Abgeldung/Lohnverhandlungen/Pensionen von KPÖ Steiermark ================================================ 18 DE: Lachkrämpfe sollen Selbstmordpiloten vom Ziel abbringen von "q/depesche" ================================================ 19 Europride 2007 geht an Madrid, 2008 an Stockholm - Kurt Krickler in den EPOA-Vorstand wiedergewählt von ================================================ ================================================ B) TEXTE ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN/ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 01 Termin: Libertäre Initiative Sozial Arbeitender von "lisa syndikat" ================================================ Die libertäre Initiative Sozial Arbeitender, kurz LISA, trifft sich diesen (24.9.) Samstag um 16:00 Uhr im Loligo, Fischerstiege 4-8, 1010 Wien. Alle geneigten KollegInnen, die im Sozialen, oder verwandten (Gesundheits-, Bildungs-Bereich, öffentlicher Dienst etc. kurz "gesellschaftl. ProduzentInnen") Bereichen arbeiten, ausgebildet, oder in Form des Zivildienstes zwangsverpflichtet werden, sind eingeladen mit uns über die Möglichkeiten der Direkten Aktion und der gewerkschaftlichen Selbstorganisierung in eben diesen Bereichen zu diskutieren. Dabei soll es aber nicht bleiben- unser mittelfristiges Ziel ist es, sich als Syndikat zu organisieren und zu etablieren. YOU ARE THE UNION! L.I.S.A. -- ================================================ 02 Konferenz "Demokratie in Arbeit?", 4. Oktober 2005 von Plansinn Gruber Sonja ================================================ Sehr geehrte Damen und Herren, Wir möchten Sie auf folgende Veranstaltung aufmerksam machen: Internationale Konferenz Demokratie in Arbeit? - Chancen demokratischer Teilhabe in einer flexibilisierten Arbeitswelt 4. 10. 2005, Wien, Museumsquartier Halle E Was sind die Chancen und Notwendigkeiten einer Demokratisierung der modernen Arbeitswelt, die durch Flexibilisierung, erhöhte Erwerbsbeteiligung von Frauen und gestiegene Qualifikationsniveaus gekennzeichnet ist, und wie kann der Zugang zu Erwerbsarbeit als Voraussetzung gesellschaftlicher Integration und sozialer Demokratie gesichert werden? Das sind die zentralen Fragen, die auf der Konferenz Demokratie in Arbeit, die im Rahmen der Wiener Wissenschaftstage (29. 9. - 7. 10. 2005) stattfindet und von FORBA (Forschungs- und Beratungsstelle Arbeitswelt) in Zusammenarbeit mit dem Wissenschaftszentrum Wien, dem bm:bwk, der AK Wien und der GPA veranstaltet wird, gestellt und diskutiert wird. Der Eintritt ist frei, Anmeldung unter: www.wiener-wissenschaftstage.at. Im Zusammenhang mit Globalisierungs- und Internationalisierungsprozessen und den gestiegenen Möglichkeiten zur Verlagerung von Arbeitsplätzen wird eine Defensive oder sogar Ohnmacht institutioneller Interessenvertretung festgestellt. Gleichzeitig sind Hoffnungen, die Anfang der 80er Jahre in die Partizipationsspielräume durch die Einführung neuer Arbeitsformen und Managementsysteme gesetzt wurden, inzwischen einer Ernüchterung gewichen, vor allem vor dem Hintergrund der Tendenz zu einer unbegrenzten, flexiblen Verfügbarkeit der Arbeitskräfte. Unter gesellschaftlichen Rahmenbedingungen, die von ökonomischem Druck geprägt sind, wird die Frage einer Demokratisierung der Arbeitswelt häufig gar nicht mehr gestellt bzw. tabuisiert. In einem weiteren Sinne ist auch der gesellschaftliche Skandal des Ausschlusses relevanter Teile der Gesellschaft an einer (gesicherten) Teilhabe an Arbeit als demokratiepolitische Frage zu stellen. In dieser Situation will die Konferenz die Frage nach den Chancen demokratischer Mitbestimmung in der Arbeitswelt sowie der Teilhabe an Arbeit dem vorherrschenden ökonomisierten Diskurs entgegenstellen. Programm: 9:15 – 9:30 Begrüßung durch Vizebürgermeister Dr. Sepp Rieder 9:30 – 11:00 Podium 1: DEMOKRATIE UND ARBEIT Univ. Doz. Dr. Jörg Flecker (FORBA): Das Ende vom Anfang – Demokratisierung der Arbeitswelt und neoliberaler Kapitalismus Prof. Dr. Ingrid Kurz-Scherf (Universität Marburg): Kooperative Demokratie. Zur Kritik von Arbeit und Arbeitslosigkeit Kommentar: VertreterIn von attac 11:00 – 11:20 Pause 11:20 – 12:50 Podium 2: BETRIEBLICHE MITBESTIMMUNG UND ROLLE DER GEWERKSCHAFTEN Prof. Dr. Klaus Dörre (Universität Jena): Erosion der Mitbestimmung und Krise gewerkschaftlicher Repräsentation als Demokratisierungschance? Mag. Dr. Susanne Pernicka / Mag. Dr. Sabine Blaschke (Universität Wien): Selbstständige - (k)eine Klientel für Gewerkschaften? Kommentar: Dwora Stein (GPA) 12:50 – 13:50 Mittagessen 13:50 – 15.50 Podium 3: PARTIZIPATION UND DEMOKRATISIERUNG IN DER ARBEIT PD Dr. Harald Wolf (SOFI Göttingen): Notwendige Partizipation, “Entgrenzung” von Arbeit und industrielle Demokratie Mag. Dr. Ulrike Papouschek / Mag. Manfred Krenn (FORBA): Partizipation und Delegation von Unsicherheit? Partizipationschancen in entgrenzten Arbeitsfeldern – IT-Dienstleistungen und mobile Pflege Prof. Dr. Wolfgang Weber / Mag. Christine Unterrainer (Universität Innsbruck): Solidarisches Handeln in demokratischen Betrieben – Illusion oder Realität? Kommentar: Peter Ulrich Lehner (Zeitschrift mitbestimmung) 15:50 – 16:10 Pause 16:10 – 16:20 Resümee Im Rahmen der Konferenz werden Ergebnisse folgender Forschungsprojekte aus dem Forschungsprogramm >node< - New Orientations for Democracy in Europe des bm:bwk präsentiert: Entgrenzung von Arbeit und Chancen zur Partizipation (Forschungs- und Beratungsstelle Arbeitswelt – FORBA) Arbeitsgesellschaft und industrielle Demokratie in Europa (Universität Wien – Institut für Staatswissenschaft und vergleichende Gesellschaftswissenschaft / Abteilung Wirtschaftssoziologie) Organisationale Demokratie – Ressourcen für soziale, demokratieförderliche Handlungsbereitschaften (ODEM), (Universität Innsbruck – Institut für Psychologie) Für weitere Informationen zur Konferenz und rund um die Wiener Wissenschaftstage: (01) 522 31 27 22, office at educult.at. Mit freundlichen Grüßen, Sonja Gruber _________________________________________ Mag.a Sonja Gruber PlanSinn GmbH & CoKeg Technisches Büro für Planung und Kommunikation Schleifmühlgasse 1a/14 1040 Wien Tel.: ++43/1/585 33 90 - 19 Fax: ++43/1/585 33 90 - 40 Handy: 0664/431 64 10 E-mail: gruber at plansinn.at Web: www.plansinn.at ================================================ 03 Ab 17.10. REICHUNDSCHÖN / Drachengasse von GAMUEKL ================================================ Im Herbst sind der Schauspieler und Kabarettist Hubert Wolf (u. a. auch bekannt als „Papa Putz“ der XXX-Lutz Werbefamilie) und sein Gitarrist Bruno Reininger mit ihrem dritten Musikkabarettprogramm „Reichundschön“ wieder einen Monat lang live in Wien zu erleben: • 17. 10 - 12. 11. 2005 (Di. - Sa., 20 Uhr) BAR & CO. / THEATER DRACHENGASSE A-1010 Wien; Fleischmarkt 22 http://www.drachengasse.at Karten: Tel. 01/513 14 44, karten at drachengasse.at * 16,-- / * 14,-- WEITERE TERMINE IN DEN BUNDESLÄNDERN: • 8. 10. 2005 (20h) KELLERTHEATER WILHERINGERHOF A-3400 Klosterneuburg; Albrechtstrasse 61 Karten: Tel. 02243/444 351 * 14,-- / * 13,-- • 1. - 3. 12. 2005 (20h) KULTUR IM GUGG A-5280 Braunau am Inn; Palmstrasse 4 Karten: Tel.: 07722 / 656 92, gugg at gugg.at * 18,-- / * 16,--, Gugg-Card: * 15,-- ZUM PROGRAMM: Denken Sie auch manchmal: „Eigentlich bin ich irgendwie FLACH UND SCHIACH" ?*) *) Gut wienerisch für "pleite und hässlich" Oder: "Ich wäre viel lieber REICH UND SCHÖN“ ? SIE SIND NICHT ALLEIN!!! Steigen Sie ein und machen Sie mit uns eine Kreuzfahrt auf den Wellen des Erfolges. An Bord unseres garantiert unsinkbaren Traumschiffes, der MS ÖSTERREICH, bringen wir Sie an den Rand der guten Hoffnung! Und wenn uns doch einmal der Eisberg streift, dann bleibt nur eins: SINK POSITIV!!! Nach Mitleids-Tour und Pasta Disasta ist Reichundschön das dritte Musikkabarettprogramm von Hubert Wolf und seinem Gitarristen Bruno Reininger. „Träumen Sie auch davon reich und schön zu werden? Seien Sie vorsichtig mit ihren Wünschen! Sie könnten in Erfüllung gehen! Als ich vierzehn war, fragte uns unser Klassenvorstand, was wir einmal werden möchten. Witziges Kerlchen das ich damals schon war, antwortete ich: ‚Ich werde einmal Schaufensterschläfer in einem Möbelhaus. Da kann ich die ganze Nacht um die Häuser ziehen und verdiene mein Geld tagsüber im Schlaf.’ 20 Jahre später ging dieser Traum , an den ich nie mehr gedacht hatte, in Erfüllung. Verstehen Sie was ich meine…?“ Hubert Wolf (alias „Papa Putz“ der XXXLutz-Werbefamilie) HUBERT WOLF Geboren 1967 in Braunau /OÖ Erster Schauspielunterricht bei Roland Düringer Unterricht bei Eva Zilcher Paritätische Kommission/ Wien 1992(Reifeabschluss) Zahlreiche Workshops, u.a. am New York Performance Works Studio und bei Marcia Haufrecht in New York Seit 1989 freier Schauspieler in Wien Seit 1998 Kabarett • 3 eigene Kabarettprogramme Mitleids-Tour (Goldener Kleinkunstnagel 98) Pasta Disasta (Passauer Scharfrichterbeil in Bronze 02) Reichundschön (Premiere: 28.2.05) ================================================ 04 Fwd: Presseerklärung der Rechtshilfe vom 20.9. 2005 von r.rattzom at gmx.net ================================================ Betreff: Presseerklärung der Rechtshilfe vom 20.9. 2005 Von: rechtshilfe at u-berg.at Presseerklärung der Rechtshilfe vom 20.9. 2005 Die Festnahme eines Antifaschisten in Krumpendorf/Wörthersee anlässlich seiner Teilnahme an einer Demonstration gegen das Treffen der Kameradschaft IV - einer Vereinigung ehemaliger (Waffen-)SS-Soldaten - lässt eine Reihe Fragen aufkommen, welche eigentlich nicht den Grundsätzen eines demokratischen Rechtsstaats entsprechen. Der deutsche Staatsbürger wurde am Samstag, 17.9.2005 von BeamtInnen der Polizeiinspektion Krumpendorf wegen "Widerstands gegen die Staatsgewalt" festgenommen. Nach seiner Festnahme wurde er von den BeamtInnen mit herabwürdigenden und beleidigenden Äusserungen bedacht und verbal mit Schlägen bedroht. Außerdem wurde der festgenommenen Person gegen ihren Willen eine DNA-Probe abgenommen, obwohl keinerlei gesetzliche Voraussetzungen für die Abnahme einer DNA-Probe vorlagen und der Zuständige Polizeijurist vor Ort auch auf diesen Umstand von der Rechtshilfe mit Nachdruck aufmerksam gemacht wurde. Von Sonntag Mittag, 18.9., bis Dienstag Morgen, 20.9., wurde der Festgenommenen - ohne dass er oder sein Anwalt Dr. Paya einen Haftbefehl gesehen hätten - in der Justizanstalt Klagenfurt festgehalten. Dr. Paya, der von seinem Mandaten zu diesem Zeitpunkt bereits mit der Vertretung vor Gericht bevollmächtigt war, wurde auch nicht benachrichtigt, als der Deutsche am 20.9 unter Umgehung des eigentlich zuständigen U-Richters sofort vor das Landesgericht Klagenfurt/Celovec gestellt wurde. Richter Mag. Liebknecht setzte dort den Mann dermaßen unter Druck, indem er ihn vor die Entscheidung stellte: Entweder jetzt ein Schnellverfahren ohne Anwalt und du machst eine Aussage oder weiter in Haft. Der Betroffene willigte schließlich in das Schnellverfahren ein und wurde ohne Rechtsbeistand zu 9 Monaten bedingter Haft verurteilt. Nach Ende des Prozesses wurde ihm mitgeteilt, dass er jetzt frei sei - er könne gehen. Weil im Haftraum noch persönliche Gegenstände lagen, ging der Deutsche in die Zelle zurück. Die diensthabenden BeamtInnen schlossen hinter ihm die Tür und hinderten ihn daran, diese zu verlassen. Auch dieses absolut willkürliche und schikanöse Verhalten stellt eine weitere Verletzung fundamentaler Menschenrechte dar und wird auf dem Rechtsweg beinsprucht werden. Nachdem ihm dann doch erlaubt wurde, die Justizanstalt zu verlassen, erfolgte der Einsatz der Fremdenpolizei, welche den deutschen Staatsbürger in Abschiebehaft überstellte und ihm ein Aufenthaltsverbot in Österreich für die kommenden 10 Jahre erteilte. Erst nach erneutem Eingreifen des Anwalts Dr. Paya konnte er tatsächlich den Haftraum bei der Fremdenpolizei verlassen, musste Österreich jedoch noch am selben Tag verlassen. Wir protestieren entschieden gegen das willkürliche und völlig unbegründete Verhalten der Kärntner Exekutive und Justiz, das vielmehr an das Rechtssystem eines autoritären Staates erinnert! Auch wenn es Kärnter Behörden nicht wahrhaben wollen, sind auch sie noch Teil eines Rechtsstaats und folglich auch an die Gesetze und die Verfassung der Republik gebunden! Gegen die Kriminalisierung antifaschistischen Widerstands! Wir rufen außerdem zu folgender Kundgebung auf: Mittwoch 21.9., 16 Uhr Protestkundgebung vor dem Justizministerium (1070 Wien, Museumstraße 7) Wir protestieren vor dem Justizministerium gegen diese Kriminalisierung antifaschistischen Protests! Weitersagen - Hinkommen - FreundInnen mitnehmen - Krach machen Rechtshilfe / AK Gegen den Kärntner Konsens Rückfragehinweise: Email: rechtshilfe at u-berg.at Telefon: 0650/5926791 _________________ U-Berg halt's Maul 16.-18.09.2005 Klagenfurt/Celovec http://www.u-berg.at ================================================ 05 Das Nichtmerkmal im Gelände/Stadt des Kindes / 22. - 29. September 05 von ================================================ Stadt Theater Wien http://www.fritzpunkt.at Das Nichtmerkmal im Gelände 22.9. 19 Uhr 23.9. 16 Uhr 24.9. 13 Uhr 25.9. 10 Uhr 26.9. 07 Uhr 27.9. 04 Uhr 28.9. 01 Uhr und 28.9. 22 Uhr Im Rahmen der bewohnbaren szenischen Installation In deinem Lager ist Österreich etabliert das Stadt Theater Wien auf den Höfen und Wegen der Stadt des Kindes eine Textperformance aus Texten der Romane Naturgemäß I und II der österreichischen Autorin Marianne Fritz mit dem Titel Das Nichtmerkmal im Gelände. Der Tänzer Bert Gstettner interpunktiert dieses Sprachgewebe auf der Ebene der Auslegung. Der Beginn dieser räumlich flanierenden Performance wandert, jeweils versetzt um drei Stunden, im Uhrzeigersinn rückwärts durch die acht Aufführungstage, durchläuft so im Verlaufe dieser acht Tage die gesamten 24 Stunden eines Tages und macht so die Konfrontation von Architektur und Text zu verschiedenen Tages- und Nachtzeiten möglich. Beginnt die erste Vorstellung zur üblichen Abendstunde um 19 Uhr, die zweite um 16 Uhr des darauffolgenden Tages, die dritte um 13 Uhr usw., so schließt sich der Kreis mit der letzten Vorstellung, die um 22 Uhr des vorletzten Tages von In deinem Lager ist Österreich beginnt. TEXT: Marianne Fritz (aus: Naturgemäß I und II) SCHAUSPIEL: Fred Büchel / Susanne Hahnl / Anne Mertin TANZ: Bert Gstettner AUSTATTUNG/KÜCHE: Thilo Räther PORTIER: Markus Redl PRODUKTIONSLEITUNG / PORTIERIN: Barbara Vockenhuber TON: Gen Seto AUFSCHRIFT: Antonia Valerie Würnitzer Jeweils limitierte Platzanzahl. Anmeldung erbeten. Eintritt frei. Für Rückfragen und Anmeldung kontaktieren sie bitte +43 (0)699 11 68 56 16 oder: stadttheaterwien at nextra.at Weitere Informationen unter http://www.fritzpunkt.at Eine Aufführung im Rahmen von: In deinem Lager ist Österreich Eine bewohnbare szenische Installation mit Hausordnung Naturgemäß durchgehender Betrieb von 22.September 2005, 19 Uhr bis 29. September 2005, 22 Uhr Stadt des Kindes Mühlbergstraße 7-9 1140 Wien S 50 ab Westbahnhof/Hütteldorf bis Station Weidlingau-Wurzbachtal oder Bus 150/151 ab Hütteldorf bis Wolfgang Pauli Gasse (Auhof Center) Das Stadt Theater Wien lädt vom 22. bis 29. September 2005 während acht Tagen zur Teilnahme an der bewohnbaren szenischen Installation In deinem Lager ist Österreich. Die durchgehend geöffnete Installation antwortet auf das Idealstadtmodell der 1974 vom Architekten Anton Schweighofer als Kinderheim errichteten Stadt des Kindes und begreift das vorhandene Raumpotential (Höfe, Wege, Park, Schwimmbad, Turnhalle, Theater, Wohnhäuser, Sportplätze) als bespielbares räumliches Instrument. Ein Projekt von Stadt Theater Wien / Fritzpunkt mit osa (office for subversive architecture) Tanz*Hotel internil Katherina Bauer http://www.fritzpunkt.at Gefördert von der MA 7 Kultur der Stadt Wien und der Unruhe Privatstiftung ================================================ 06 4.10. Vernissage Ioulia Kondratovitch: Logomotion von Zukunfts- und Kulturwerkstätte ================================================ Wenn Sie diesen Newsletter nicht im HTML-Format sehen können, klicken Sie bitte hier Zukunfts und Kulturwerkstätte Newsletter 15/2005 ================================================= Ioulia Kondratovitch Logomotion Die Fotoausstellung "Logomotion" ist ein Teil des Projektes "Logomotion. Einblick in die bunte Welt der Logos". "Logomotion" ist ein künstlerisch-analytisches internationales Projekt (Österreich/Russland), das sich mit den Logos diverser Unternehmen, die mehrere Filialen haben, beschäftigt. Diese Unternehmen sind Supermarktketten, Baumärkte, Bekleidungsgeschäfte, Möbelhäuser, Banken und andere, die mit ihren Filialen zahlreich in Österreich oder Russland (bzw. in beiden Ländern) vertreten sind. Die Schwerpunktsetzung liegt bei deren Erscheinungsbild. Die Wirkung der Logos (im Zusammenhang mit ihrer Umgebung) wird zum Mittelpunkt. In der Ausstellung wird ein Teil der im Rahmen des Projektes erstellten Fotos präsentiert. Ioulia Kondratovitch 1981 geboren in St. Petersburg, Russland 1998 Matura Seit 2002 lebt und arbeitet in Wien 2003-2005 Studium an der Höheren Graphischen BLVA, Wien, Kolleg für Fotografie Ausstellungsbeteiligungen (Auswahl): 2004 WUK Projektraum, Wien; Galerie Maringer, St.Pölten 2005 Galerie Unart, Villach * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * Vernissage am Dienstag, 4. Oktober 2005, 19 Uhr in der Zukunfts- und Kulturwerkstätte, Schönlaterngasse 9, 1010 Wien > Begrüßung: Gertraud Knoll Leiterin der Zukunfts- und Kulturwerkstätte Eröffnung: Werner Sobotka Abteilungsvorstand Fotografie/Multimedia der Höheren Graphischen Bundes-Lehr- und Versuchsanstalt, Präsident der Photographischen Gesellschaft in Wien (PhG) Dauer der Ausstellung: bis 15. Dezember 2005 Öffnungszeiten: Montag bis Donnerstag von 13 bis 16 Uhr (ausgen. Feiertage) sowie während der laufenden Vorträge und Diskussionsveranstaltungen * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * > Nähere Infos unter: Zukunfts- und Kulturwerkstätte Schönlaterngasse 9, 1010 Wien Tel.: 01/513 86 82 www.diezuk.at zuk at spoe.at > An- und Abmeldung des Veranstaltungsabos: Gehen Sie bitte auf die Seite www.diezuk.at/online/page.php?P=10180 Impressum/Offenlegung gem. §§ 24, 25 MedienG: www.diezuk.at/online/page.php?P=10942 ================================================ 07 [slp-info] Wiener Wahlen: SLP-Protestkundgebung am 22.9. gegen FPÖ-Strache in Favoriten von "Sozialistische LinksPartei" ================================================ Eine Information der Sozialistischen LinksPartei (SLP) Wir laden alle herzlich ein, an unserer Kundgebung gegen den Wahlkampfauftakt der Strache-FPÖ in Wien-Favoriten teilzunehmen. Ort: Wien 10; Viktor-Adler-Markt (erreichbar über Linie U1) Datum: Donnerstag, 22.09.2005 ab 16:30 Uhr (Strache will um 18 Uhr reden) Der neueste Vorschlag der FPÖ sind Fußfesseln für AsylwerberInnen! In der Jagd nach Stimmen setzt die Wiener FPÖ wieder stark auf Rassismus. Gleichzeitig gibt sie sich als Partei der „kleinen Leute“ aus. Doch das ist falsch: Die FPÖ-Politik der letzten Jahre brachte Angriffe auf ArbeiterInnen, Arbeitslose und sozial Schwache. Die FPÖ ist eine Unternehmer-Partei. Der Rassismus der Strache-FPÖ („Arbeit statt Zuwanderung “) schafft keinen einzigen Arbeitsplatz. Im Gegenteil bedeutet die ständige Spaltung in In- und AusländerInnen, dass „billige Arbeitskräfte“ von den Unternehmen ausgebeutet und dazu mißbraucht werden, die Löhne anderer ArbeitnehmerInnen zu drücken. Nicht MigrantInnen nehmen Arbeitsplätze weg, sondern der Kapitalismus und seine Profiteure. Der Rassismus nützt den Sozialabbauern! Es liegt daher auch im Interesse österreichischer ArbeitnehmerInnen, für volle politische und soziale Rechte aller in Österreich lebenden Menschen einzutreten. „Strache macht die Hetze - Schüssel & SPÖ die Gesetze“ Keine der etablierten Parteien stellt eine echte Alternative zu Sozialabbau und Rassismus dar. Die SLP tritt daher bei diesen Wahlen in folgenden Bezirken an: Margareten (5.), Favoriten (10.) und Brigittenau (20.), sowie im Wahlkreis Zentrum (4.,5.,6.,1.). Außerdem: Da es mit einmaligem Protest nicht getan ist, werden wir auch bei der FPÖ-Abschlusskundgebung kurz vor dem 23.10. eine Demonstration organisieren. Ort & Zeit werden noch bekannt gegeben. Helfen Sie mit bei der Bewerbung, besuchen Sie unsere Wahlkampftreffen und machen Sie mit! SLP-Wahlkampf-Treffen Wien-Nord Jeden Mittwoch um 19 Uhr im "Piwnica" (früher Peer Gynt), 20. Bezirk; Jägerstraße 38 (erreichbar über U4-Friedensbrücke, U6-Jägerstr., Linien 5 und 33 (Wallensteinplatz)) Diesen Mittwoch, 21.9., Thema: AsylwerberInnen, die FPÖ und Fußfesseln SLP-Wahlkampf-Treffen Wien-Süd Jeden Freitag um 19.00 Uhr, in der "Bunten Kuh", 5. Bezirk; Ecke Zentagasse/ Siebenbrunnengasse Diesen Freitag, 23.9., Thema: Wahlen in Deutschland - Linkspartei erfolgreich! Treffen der Jugendorganisation Sozialistischer Widerstand International (SWI), die den SLP-Wahlkampf unterstützt: Jeden Montag im Amerlinghaus, Raum 3 (7. Bezirk, Stiftgasse 8; nahe U3-Neubaugasse, Linie 49). Nächsten Montag, 26.9., 17.30 Uhr: Wofür steht HC Strache wirklich? _______________________________________________ slp-info at slp.at - Info-Mailliste der SLP Mails abbestellen/Einstellungen ändern: http://slp.at/mailman/listinfo/slp-info Für weitere Infos: http://www.slp.at ================================================ 08 Wiener Dialogplattform Türkei-EU stellt sich vor von "Alev Korun" ================================================ Sehr geehrte Damen und Herren, Anbei finden Sie eine Presseinformation der Wiener Dialogplattform Türkei-EU zu Ihrer Information und Verwendung. Für Fragen stehen wir unter 0664 502 36 89 gerne zur Verfügung. Mit freundlichen Grüßen Alev Korun für die Dialogplattform Presseinformation 21.9.05 Wiener Dialogplattform Türkei-EU stellt sich vor Gegen Rassismus, für Versachlichung der Debatte über EU-Erweiterung und Türkei Mit einer Pressekonferenz am heutigen Mittwoch stellte sich die zivilgesellschaftliche „Wiener Dialogplattform Türkei-EU“ den Medien und der Öffentlichkeit vor. Die Plattform, in der WienerInnen mit türkisch/kurdischen Wurzeln, NGOs und Grüne sich gegen Rassismus, Vorurteile und für eine Versachlichung der EU-Erweiterungsdebatte engagieren, wird sich aktiv am öffentlichen Diskurs zu Migration, Integration und Europa beteiligen. „Vor allem die rassistischen Untertöne über die Türkei-EU-Beitrittsverhandlungen im Europaparlamentswahlkampf haben uns alarmiert. Wir, eingewanderte WienerInnen mit Wurzeln in der Türkei, sind BürgerInnen dieser Stadt und schalten uns in die Debatte ein. Das Thema EU-Türkei darf nicht auf dem Rücken von MigrantInnen und ohne ihre Beteiligung ausgetragen werden“ forderte Alev Korun, eine der ProponentInnen der Plattform auf der heutigen Pressekonferenz. „Es geht uns um Politik- und Rassismusmonitoring und um Allianzenbildung mit der Mehrheitsgesellschaft gegen Rassismus. Die Plattform ist für alle, die an einer fairen, substanziellen Debatte zu EU-Erweiterung und europäischer Demokratie interessiert sind, offen“, teilte Hikmet Kayahan von der Plattform mit. Die Plattform plant als ihre erste öffentliche Veranstaltung am 3.10., am Tag des wahrscheinlichen Beginns der Beitrittsverhandlungen zwischen der EU und der Türkei, eine Diskussionsveranstaltung zu Rassismus und Menschenrechten in Österreich und der Türkei. Eine der prominentesten MenschenrechtsanwältInnen der Türkei, Eren Keskin, wird auch am Podium sein und mit Plattform-Mitgliedern und Gästen das Thema Rassismus und Menschenrechte in den beiden Ländern diskutieren. Weitere Vorhaben der Plattform sind Interventionen im öffentlichen Raum, Veröffentlichungen in den Medien und Diskussionsveranstaltungen. ================================================ 09 Kinostart: ARTIKEL 7 - UNSER RECHT! von Cornelia Kogoj ================================================ !!! Österreichischer Kinostart !!! ARTIKEL 7 - UNSER RECHT! CLEN 7 - NASA PRAVICA! Ein Film von Thomas Korschil und Eva Simmler A / SLO 2005, 83 Min. Navigator Film und sixpackfilm freuen sich, den österreichischen Kinostart des Dokumentarfilms Artikel 7 - Unser Recht! / Clen 7 - Nasa Pravica! von Thomas Korschil und Eva Simmler bekannt geben zu können! Wien: TOPKINO, ab 29. September www.topkino.at Graz: RECHBAUERKINO, ab 30. September www.filmzentrum.com Salzburg: ELMO-KINO, ab 7. Oktober www.elmokino.at Innsbruck: CINEMATOGRAPH, ab 7. Oktober www.leokino.at Linz: MOVIEMENTO, ab 7. Oktober www.moviemento.at Klagenfurt: VOLKSKINO, ab 26. Oktober www.volkskino.com Villach: FILMSTUDIO VILLACH, ab Mitte November www.filmstudiovillach.at St.Pölten: CINEMA PARADISO, in Vorbereitung www.cinema-paradiso.at Die genauen Spielzeiten entnehmen sie bitte dem Kinoprogramm. Besuchen sie auch die Website zum Film mit umfangreichem, stets aktuellem Material und den neuesten Terminen: www.artikel7.at Ausgehend von bis heute offenen Fragen rekonstruieren Korschil und Simmler in ihrem ersten Dokumentarfilm die wechselhafte Geschichte des Kärntner Minderheitenkonflikts. Im Zentrum stehen die bewegten 1970er Jahre und vor allem die damals politisch aktive Jugend der Kärntner Slowenen. “Artikel 7 Unser Recht!" war die zentrale Parole einer österreichweiten Solidaritätsbewegung, die auf eine vollständige Erfüllung des, 1955 im Staatsvertrag festgelegten Minderheitenschutzes drängte. Mit “Aufschriftenaktionen" der eigenmächtigen Ergänzung von Ortstafeln mit den slowenischen Bezeichnungen brachten junge Kärntner SlowenInnen den verdeckten Konflikt Anfang der 70er Jahre an die Öffentlichkeit. Bald darauf führte die erste staatliche Aufstellung zweisprachiger Tafeln zum so genannten Ortstafelsturm, der gewaltsamen Demontage sämtlicher Schilder durch Deutschnationale mit bürgerkriegsähnlichen Szenen. Mit ZeitzeugInnen, politischen AktivistInnen und vielfältigen Archivmaterialien stellen Korschil und Simmler in Artikel 7 - Unser Recht! / Clen 7 - Nasa Pravica! ein wenig bekanntes Kapitel österreichischer Zeitgeschichte assoziativ, kontextreich und bei allen Abgründen, auf die sie stoßen, nicht ohne Ironie dar. Auch 50 Jahre nach Unterzeichnung des Staatsvertrags und der Wiedererlangung seiner Souveränität hat Österreich die Verpflichtungen gegenüber den Kärntner Slowenen nicht vollständig eingelöst. Seit Jahren weigert sich die Politik allen voran der Kärntner Landeshauptmann Jörg Haider ein Erkenntnis des Verfassungsgerichtshofs über die Aufstellung zusätzlicher zweisprachiger Ortstafeln umzusetzen. Im heurigen Jubiläumsjahr gibt es neben symbolischen Akten bislang bloßleere Versprechungen. Und auch 2005 werden in Kärnten zweisprachige Ortstafeln ausgerissen. “Artikel 7 - Unser Recht! / Clen 7 - Nasa Pravica! ist ein Film, der Zeugnis ablegt: von Versuchen, eine Minderheitenpolitik in Österreich durchzusetzen und von dem Widerstand dagegen; von der fragwürdigen Identität dieser Republik, die seit Jahrzehnten den Staatsvertrag und die Verfassung bricht und der konstant in Frage gestellten Identität derKärntner SlowenInnen; von historischen Ereignissen und deren medialer Wahrnehmung." Sylvia Szely, www.diagonale.at/materialien ARTIKEL 7 - UNSER RECHT! / CLEN 7 - NASA PRAVICA! Österreich/Slowenien 2005, 83 Min. (deutsch-slowenische Originalversion m. deutschen Untertiteln) Konzept und Realisation Thomas Korschil und Eva Simmler Eine Navigator Film Produktion mit Mojca Drcar Murko, Peter Gstettner, Janko Messner, Mirko Messner, Helga Mracnikar, Maja Sticker, Marjan Sturm, Hellwig Valentin, Rudi Vouk, Vladimir Wakounig, Angela Wieser gefördert von BKA-Kunstsektion, Land Salzburg in Koproduktion mit ORF (Film/Fernseh-Abkommen), RTV Slovenija, Korschil/Simmler Navigator Film | http://www.navigatorfilm.com sixpackfilm | http://www.sixpackfilm.com -- sixpacknews mailing list you are subscribed as kogoj at initiative.minderheiten.at to unsubscribe from the list go to your personal list-info site (no password is required to unsubscribe): http://news.sixpackfilm.com/mailman/options/sixpacknews/kogoj%40initiative.minderheiten.at ================================================ 10 OPERATION SPRING - Kinostart am 23.9.! - jetzt Karten reservieren! von Cornelia Kogoj ================================================ >Bitte um Weiterleitung! ... OPERATION SPRING - Kinostart am 23.9. in Graz >und Wien! ....Bitte um Weiterleitung! ... > > >Am 23. September ist es soweit: An diesem Tag erfolgt der Kinostart von >OPERATION SPRING im Wiener Stadtkino und im KIZ - Kino im Augarten in Graz.. > >Aufgrund des großen Interesses empfehlen wir eine rechtzeitige >Kartenreservierung! >Die Vorstellungstermine in Wien: >Vom 23.9. bis 13.10. im Stadtkino am Schwarzenbergplatz >Schwarzenbergplatz 7-8 >1030 Wien > >Vorstellungsbeginn: >täglich: 18:30, 20:15, 22:00 Uhr > >Reservierung per E-Mail: >Mo. - Do. bis 17.00 Uhr, Fr. bis 14.00 Uhr >office at stadtkinowien.at >Telefonische Reservierung: >Büro: (01) 522 48 14, Mo. - Do. 8.30 - 17.00 Uhr, Fr. 8.30 - 14.00 Uhr >Kino: (01) 712 62 76 während der Kassaöffnungszeiten > >Informationen unter: >www.stadtkinowien.at > > >Die Vorstellungstermine in Graz: >ab 23.9.2005. im KIZ - Kino im Augarten >Friedrichstraße 24 >8010 Graz >Kartenbestellung: 0316 / 82 11 86 > >Termine der ersten Vorstellungswoche: >23.9.- 22 Uhr >24.-29.9. täglich um 18:00, 20:00 und 22:00 > >im Netz: http://www.uncut.at/graz/kiz/ > > >Schon die Uraufführung von OPERATION SPRING im Rahmen der diesjährigen >Diagonale sorgte für großes Aufsehen und intensive Berichterstattung. >Stellvertretend zwei Pressestimmen an dieser Stelle: > >"Operation Spring" erschüttert das Vertrauen in den Rechtsstaat Österreich >nachhaltig. >(Stefan Grissemann, Profil) > >An die 100 Afrikaner wurden inhaftiert und verurteilt: in anfechtbaren >Verfahren mit fadenscheinigen Begründungen, wie Angelika Schuster und >Tristan Sindelgruber in jahrelangen Recherchen herausfanden und spannend wie >eine Detektivstory erzählen. >(Neue Zürcher Zeitung) > > >Die internationale Premiere fand im Rahmen des Dokumentarfilmfestivals >Visions du Reel in Nyon (Schweiz) statt. OPERATION SPRING wurde dabei im >Rahmen der Reihe Regards neufs mit einer "mention speciale" ausgezeichnet. > >Die nächsten Festivalstationen sind Leipzig und Kopenhagen! >Weitere internationale Festivaleinladungen werden wohl noch folgen ... > >Wir bitten um die Weiterleitung dieses mails in euren Verteilern und eurem >Bekanntenkreis. Erfahrungsgemäß bestimmt der BesucherInnenerfolg des ersten >Kinowochenendes die Laufzeit des Films und eröffnet die Chance auf den >Einsatz in weiteren Kinos in den Bundesländern. > >Vielen Dank im Voraus, >Tristan Sindelgruber, Angelika Schuster > > > > > > > >OPERATION SPRING: > >Im Morgengrauen des 27. Mai 1999 stürmen 850 Polizisten Wohnungen und >Flüchtlingsheime in ganz Österreich. Der Codename der Polizeiaktion ist >"Operation Spring", es ist die größte kriminalpolizeiliche Aktion seit 1945. >Insgesamt werden an die 100 Afrikaner verhaftet. >Die Medien berichten von einem noch nie dagewesenen Erfolg der Polizei im >Kampf gegen die Organisierte Kriminalität. Mit Hilfe des ersten Großen >Lauschangriffs sei es gelungen, die Bosse eines international agierenden >Nigerianischen Drogenrings festzunehmen. > >In den folgenden Jahren entwickelt sich daraus das größte Justizverfahren >gegen Afrikaner in Österreich. Fast alle Angeklagten werden verurteilt. Das >gesamte Strafausmaß beträgt mehrere hundert Jahre Haft. > > >OPERATION SPRING ist ein Dokumentarfilmthriller über die Erprobung neuer >Ermittlungsmethoden und Gesetze in Österreich. Schritt für Schritt werden >die damaligen Ereignisse aufgerollt und die Hauptbeweismittel unter >verschiedenen Blickwinkeln akribisch untersucht. > >Während zu Beginn den Schwierigkeiten der Polizei und des Gerichts bei der >Handhabung der neuen Ermittlungsmethoden und deren Ergebnissen nachgegangen >wird, nehmen die Ereignisse im weiteren Verlauf eine immer bedrohlichere >Entwicklung mit kafkaesken Zügen. > >Beteiligte der involvierten Seiten erzählen, was sie damals erlebt haben, >wie sie die Ereignisse wahrgenommen haben. Unter ihnen Richter, Anwälte, ein >Beamter aus dem Justizministerium, ein ehemaliger Kronzeuge und ein >verurteilter und inhaftierter Afrikaner. >Darüber hinaus folgt der Film dem letzten noch offenen "Operation Spring"- >Prozess, der im Herbst 2003 zum dritten Mal neu aufgerollt wird. >Entwicklungen und Fragen, die in diesem Verfahren auftauchen, werfen im >Nachhinein ein neues Licht auf die gesamten Operation Spring Prozesse. > >Der Film stellt die Frage, ob die Angeklagten jemals die Chance auf ein >faires Verfahren hatten. > >Weitere Informationen und Bilder zum Film finden sich auch unter: >www.operation-spring.com > >TEAM: >Idee, Buch, Regie, Schnitt: Angelika Schuster, Tristan Sindelgruber >Kamera: Robert Angst >Dramaturgische Beratung, Schnitt: Wolfgang Widerhofer > > > >OPERATION SPRING wurde unterstützt durch: > >Sundance Institute Documentary Fund (USA) >The Documentary Channel (Canada) >Media Plus >Filmfonds Wien >ORF (Film-Fernsehabkommen) >Bundeskanzleramt - Kunstsektion > >Entwickelt im Rahmen des Media Programms Eurodoc-Script. > > > > >Schnittpunkt - >Sindelgruber Tristan, Film- & Multimediaproduktion >Große Sperlgasse 19/3 >1020 Wien >Austria >e-mail: schnittpunkt at gmx.at >web: www.schnittpunkt-film.com >www.operation-spring.com >P.S.: Wir würden uns freuen, wenn diese Mitteilung weiter geleitet wird. >Etwaige Mehrfachzusendungen bitten wir zu entschuldigen. > > > > > >----- Ende der weitergeleiteten Nachricht ----- > ================================================ 11 AUF-Infoabend zu Asylrecht Do. 22. Sept, 20:00 im Frauencafé von AUF Eine Frauenzeitschrift ================================================ SUBVERSIV WIDER DAS UNRECHT STRATEGIEN GEGEN DAS ÖSTERREICHISCHE FREMDEN- UND ASYLGESETZ Infoabend Do, 22. Sept, 20:00 im Frauencafé (Lange Gasse 11, 1080 Wien) Um das grundlegende Unrecht der Rechts-setzung und -sprechung des Asyl- und Fremdengesetzes nicht aus den Augen zu verlieren, müssen wir uns vorab vertraut machen mit den Um- und Zuständen, wir müssen sie gemeinsam studieren, um sie zu erkennen, als Voraussetzung, sie subversiv unterlaufen zu können. Dies wäre die „Hegemoniekompetenz einer sozialen Widerstandsbewegung.“ In einem gemeinsamen Informationsabend werden Migrantinnen als Vertreterinnen der Beratungsstellen für Migrantinnen (N.N. angefragt), eine Vertreterin von asylkoordination österreich (Anny Knapp), eine Film-, Text- und Theaterarbeiterin (Tina Leisch), eine Studentin der Politikwissenschaft (Cigdem Gülcehre) in kurzen Beiträgen zur Geschichte der Genfer Flüchtlingskonvention, der Entwicklung der erweiterten österreichischen Gesetzgebung und dem Status quo berichten. Die anschließende Diskussion zu un/möglichen Perspektiven (und kollektiven Selbst-Reflexionen) wird von Gabriele Bargehr (Im Kontext) als Moderatorin begleitet. "Das fundamentale politische Problem der Moderne gründet nicht auf einem einheitlichen und souveränen Typus der Macht/Herrschaft, sondern auf einer Vielzahl von Kräften, die, den Beziehungen des Gehorsams und des Befehls entsprechend, und durch ihre Beziehung zueinander produktiv werden." ORGANISATION: AUF – EINE FRAUENZEITSCHRIFT -- AUF eine frauenzeitschrift AUF info AUF edition AUF kultur Kleeblattgasse 7, A-1010 WIEN T. +43 (1) 533 91 64, F. +43 (720) 55 41 61 auf at auf-einefrauenzeitschrift.at, www.auf-einefrauenzeitschrift.at Diese Zusendung erfolgt entsprechend den Bestimmungen des TKG §107 Abs. 4. Sollten Sie keine weiteren Zusendungen wünschen, senden Sie uns bitte eine kurze Mitteilung an: Auf at auf-einefrauenzeitschrift.at If you do not want to receive our mailings please send an e-mail to: Auf at auf-einefrauenzeitschrift.at ====================================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN/MEINUNGEN/KOMMENTARE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 12 HOSI Wien fordert volle Rehabilitierung und Entschädigung aller Opfer staatlicher Verfolgung im 20.Jahrhundert von Kurt Krickler ================================================ Medienaussendung der Homosexuellen Initiative (HOSI) Wien vom 21. September 2005 HOSI Wien fordert volle Rehabilitierung und Entschädigung aller Opfer staatlicher Verfolgung im 20. Jahrhundert "Die gestrige Ablehnung des grünen Antrags auf Erlassung eines Amnestie-, Rehabilitierungs- und Entschädigungsgesetzes durch den Justizausschuss des Nationalrats zeigt einmal mehr, dass Lesben und Schwule von ÖVP und BZÖ bzw. FPÖ nichts zu erwarten haben, jedenfalls nichts Positives”, erklärt Bettina Nemeth, Obfrau der Homosexuellen Initiative (HOSI) Wien. “Denn mit der in den letzten Tagen diskutierten gnadenweisen Tilgung von Vorstrafen nach § 209 durch den Bundespräsidenten, und dies auch nur in jenen Einzelfällen, wo der entsprechende Antrag des Betroffenen den Filter des Justizministeriums passiert, kann es wohl nicht getan sein. Hier muss eine umfassende Generallösung getroffen werden." Nationale Wahrheits- und Versöhnungskommission soll Verfolgung aufarbeiten “Die HOSI Wien hat bereits auf ihrer Generalversammlung im März 2002 eine Resolution für den Tag X, der Abschaffung der letzten Sonderstrafbestimmung gegen Homosexuelle, der dann drei Monate später eingetreten ist, verabschiedet”, ergänzt HOSI-Wien-Obmann Christian Högl. “Der gestern von Terezija Stoisits eingebrachte Antrag hat wichtige Punkte aus unserer Resolution aufgegriffen. Denn wir fordern eine Entschuldigung der Republik Österreich für die staatliche und gesetzliche Verfolgung von Homosexuellen im gesamten 20. Jahrhundert und in der Folge eine völlige Rehabilitierung und auch eine finanzielle Entschädigung aller Opfer dieser staatlichen Verfolgung, also auch für die nach dem bis 1971 geltenden Totalverbot verurteilten Lesben und Schwulen. Weiters fordern wir die Einsetzung einer nationalen Wahrheits- und Versöhnungskommission, deren Aufgabe es sein soll, dieses traurige Kapitel der Kriminalisierung und Pathologisierung der Homosexualität in Österreich aufzuarbeiten und das volle Ausmaß der Unterdrückung und Verfolgung von Lesben und Schwulen im vergangenen Jahrhundert ebenso zu untersuchen wie die Ursachen dafür, warum es in Österreich – im Gegensatz zu den allermeisten Staaten Europas – möglich war, dass die strafrechtliche Diskriminierung Homosexueller bis ins 21. Jahrhundert fortdauern konnte.” “Wir haben daher unsere Resolution aus 2002 Justizministerin Karin Gastinger und Bundespräsident Heinz Fischer, denen wir sie schon bei früheren Gelegenheiten überreicht haben, nochmals mit dem Ersuchen um eine umfassende Regelung übermittelt”, berichtet Nemeth abschließend. Der volle Wortlaut der Resolution findet sich auf dem Website der HOSI Wien unter: http://www.hosiwien.at/?p=35 Rückfragehinweis: Christian Högl, Obmann: Tel. 0699-11811038 Bettina Nemeth, Obfrau: Tel. 0699-11965265 Kurt Krickler, Generalsekretär: Tel.: 5451310 oder 0664-5767466 office at hosiwien.at; www.hosiwien.at ================================================ 13 gipfelsoli] Gleneagles -- St. Petersburg von gipfelsoli-l at lists.nadir.org ================================================ Gipfelinfo - Meldungen über globalisierte Solidarität und die Proteste gegen unsolidarische Globalisierung -------------------------------------------------------------------------- - IMPORTANT information for G8 defendants with trial dates - Updated summary G8 summit in Petersburg ------------------------------------------------------------------------------- IMPORTANT information for G8 defendants with trial dates >>PLEASE CIRCULATE TO RELEVANT LISTS >> This is IMPORTANT information for G8 defendants with trial dates due soon to make sure that they check their dates have not been changed or cancelled! The legal support group has been contacted by some defendants whose trials were due to begin to say that they were not informed of the change and had already paid in advance for transport. This will obviously be *particularly important* if you were planning to attend a trial and are coming from outside the UK. The daily court rolls can be checked online at; http://www.scotcourts.gov.uk/locations/index.asp?crt=per&val=rolls though defendants should also check with their solicitor or the court to be sure. [international-g82005] ------------------------------------------------------------------------------- Updated summary G8 summit in Petersburg Cheers to everyone! Here is an updated summary of some discussions concerning the resistance to G8 summit in Petersburg. Keep in touch and best wishes Zhenya, Petersburg Updated version - 19th of September 2005. *** Some questions of resistance to G8 summit in Petersburg - as discussed in Otradny protest camp and in Petersburg (August-September 2005) Please note that we are just in the beginning of our discussions so nothing is decided clearly yet! 1. It was proposed to create a Russian-language e-mail list, moderated and not open for just everyone. There already exists an international English-language list - http://lists.riseup.net/www/info/g8-2006 - but nothing much has happened there yet - as you can see (as of mid-September). 2. There is a proposal to start a campaign against Russia's entry into WTO (which might happen already in December 2005 in Hong Kong) and then "transform" this campaign into anti-G8 one. 3. We should think of the goal of protests - should we try to disrupt the summit or just express our disagreement with G8 authorities' policies? There is also a proposal to demand Russia's exclusion from G8. 4. We should also think how to mobilise local (Petersburg) people for the actions. 5. Technical question - we will need our own printing facilities. We also suffer from lack of space for our meetings (there is now a new small squat, but it doesn't solve the problem). 6. Most probably some DISSENT-like network will be created in Russia. Most of the people who participated in the discussions are in favor of autonomous antiauthoritarian organising and are against cooperation with political parties like communists of all sorts or National-Bolshevik Party, who are sure to plan some anti-G8 actions by themselves. We need to come up with some name for this network, not necesarily copying something like DISSENT. (Comment from compilator: anyway, most people are not very familiar with practice of DISSENT and PGA due to language barrier etc.) This year we plan to organise again a festival called "Black Petrograd" (on November 11-13th), and not later than this date this "national" network should be created. 7. While we have no plans to cooperate with political parties etc., we should somehow be in contact ith them and exchange informations on what's going on. E.g. if our actions take place simultaneously, they should be in different locations or we shall somehow discuss such things with them (communists etc.) in advance. 8. An idea for international networking - as Ukraine canceled visas for EU and US citizens, there is a proposal to organize some sort of international netorking meeting(s) there (Russians need no visas as well). 9. Information for the activists from other countries who need a visa to Russia and would like to come to the protests. Making invitations, visas and registrations through commercial touristic firms is recommended. E.g. personal invitations from Russian citizens are processed NOT LESS than one month, if not done through touristic firm. Invitations from organisations like NGOs etc. could worsen their relationship with Russian authorities if things go wrong. 10. During the summit in Petersburg any street actions most probably WILL NOT not be permitted / sanctioned by the city authorities. We shall be ready to make non-sanctioned demostrations, small-scale (simultaneous) actions in different parts of the city, maybe some conference etc. Being repressed and detained by the police will be very possible for the protesters in most cases. 11. During the summit itself we will probably need the following groups to be active: human rights / legal advice group (this is probably the most difficult task); street medics group (there are already some people ready to deal with this question); public relations group; informaton work group. 12. Most probably there will be no centralised convergence center or a camp, because such things are easily controlled and blocked by cops. Text compiled by Evgueni Oregon (Petersburg; zilonis at newmail.ru), with the much appreciatd help of Uliana and Russian Indymedia collective. Many of the above mentioned questions were discussed in protest camp in Otradny (Samara region) by members of Rainbow Keepers (radical environmentalist network) and other activists from Russia, Belarus and Germany. Further discussions took place in Petersburg in September, more than 30 people from local anarchist scene participated in them. [g8-2006 at lists.riseup.net] -------------------------------------------------------------------------- gipfelsoli infogruppe Newsletter mit Nachrichten über Mobilisierungen, Debatten und Repression im Zusammenhang mit Gipfelprotesten. Die AutorInnen der Beiträge, so sie nicht von uns verfasst sind, sind mit eckigen Klammern versehen. Wir können leider keine Verantwortung für die Richtigkeit der Beiträge übernehmen. Auch geben die Beiträge nicht zwangsläufig unsere Meinung wieder. Kontakt, Kritik, Beiträge: gipfelsoli at nadir.org gipfelsoli mailinglist subscribe - unsubscribe https://lists.nadir.org/cgi-bin/mailman/listinfo/gipfelsoli-l ================================================ 14 Irak-Krieg: Anglikanische Bischöfe regen Entschuldigung an von "Initiative muslimischer ÖsterreicherInnen" ================================================ Anglikanische Bischöfe haben eine Entschuldigung christlicher Kirchenvertreter für den Irak-Krieg angeregt. Da es unwahrscheinlich sei, dass die britische Regierung für eine "lange Litanei von Fehlern" im Irak um Verzeihung bitte, sollten dies christliche Repräsentanten etwa bei einem Treffen mit irakischen Muslimen tun, empfiehlt eine anglikanische Arbeitsgruppe in einem am Montag in London vorgelegten Bericht. So könnten die westlichen Kirchen zu einer Versöhnung zwischen dem Westen und dem Islam beitragen. Bishops suggest apology for war http://news.bbc.co.uk/1/hi/uk/4259062.stm Bericht im Original unter: http://www.cofe.anglican.org/info/socialpublic/terrorism.pdf The bishops suggested the apology would be a public act Church of England bishops have suggested Christian leaders apologise to Muslim leaders for the war in Iraq. A report from a working group of bishops says the war was one of a "long litany of errors" relating to Iraq. As the government is unlikely to offer an apology, a meeting of religious leaders would provide a "public act of institutional repentance", it said. It urges a "truth and reconciliation" meeting, but acknowledges that arranging it could be difficult. The report, entitled Countering Terrorism: Power, Violence and Democracy Post 9/11, was written by a working group of the Church of England's House of Bishops. It suggests the meeting would be an opportunity to apologise for the way the West has contributed to the situation in Iraq, including the war. Collusion The Church of England has criticised the war, saying it was not a "just war". But a dilemma now exists for those within the Church - to pull out of Iraq without a stable democracy in place would be irresponsible, but to stay suggests collusion with a "gravely mistaken" war, the bishops said. Leaving Iraq without stability would be irresponsible, the Church said But if collusion was a necessary evil, the report says, there needs to be a degree of public recognition of the West's responsibility for the present situation. "It might be possible for there to be a public gathering...at which Christian leaders meet with religious leaders of other, mainly Muslim, traditions, on the basis of truth and reconciliation, at which there would be a public recognition of at least some of the factors mentioned [in the report]." US reasons The report said errors in the West's handling of Iraq included support of Saddam Hussein over many years as a strategic ally against Iran, a willingness to sell him weapons and the suffering caused to the Iraqi people by sanctions. It also says the war appeared to be "as much for reasons of American national interest as it was for the well-being of the Iraqi people". The report said religious institutions had apologised for past injustices, including the Vatican's remorse over Christians' responsibility for the persecution of Jews. "These indicate that it is possible for institutions to take responsibility for their corporate action in the past, not in order to make individual Christians today feel guilty, but as a mature, public act of institutional repentance," the report states. ENDE -- Initiative muslimischer ÖsterreicherInnen e-mail:dieinitiative at gmx.at für Rückfragen und Korrespondenz kontaktieren sie bitte: Omar Al Rawi +43-664-3831942 al-rawi at gmx.at Amina & Tarafa Baghajati +43-1-2595449 baghajati at aon.at Mouddar Khouja +43-1-9685096 mouddar at gmx.net Andrea Saleh +43-1-7965652 salehand at gmx.at Liebe Brüder und Schwestern, liebe Interessierte! Wir hoffen, dass die so an Euch zugehenden Informationen auf Euer Interesse stoßen. Wir versenden über den Verteiler nicht nur Neuigkeiten, die die eigenen Aktivitäten betreffen, sondern auch Zeitungsartikel, die im weitesten Sinn mit dem Islam und Integration zu tun haben oder ähnliches. Diese spiegeln natürlich nicht unbedingt unsere eigene Meinung wieder, sind aber gut, um das Meinungsspektrum zu sichten. Wir freuen uns über jede Rückmeldung. Selbstverständlich kann auch alles an Freunde,Bekannte usw.weitergemailt werden. Für die Publikation in eigenen Homepages bitten wir jedoch um vorherige Rücksprache. Bitte achten Sie bei Zeitungsartikeln auf das Copyright. Alle Inhalte dienen der persoenlichen Information. Eine Weiterverwendung und Reproduktion ueber den persoenlichen Gebrauch hinaus ist nicht gestattet. ================================================ 15 [al_news] Ölpreis-Debatte / Antifaschismus in Griechenland und Österreich von "AL-Antifaschistische Linke" ================================================ AL-Newsletter Nr. 151 --------------------------- 1. Fossiler Brennstoff - fossiles System. Zur Debatte um den Öpreis 2. Griechenland: Nazi-Demo verhindert! 3. HEUTE: Protestkundgebung gegen Kriminalisierung des Antifaschismus ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ 1.) Fossiler Brennstoff - fossiles System Zur Diskussion um den Ölpreis Erdöl gehört zu den wichtigsten Rohstoffen der modernen Industrie. Ob als Treibstoff für Transportmittel wie Autos, LKW oder Flugzeuge, ob zur Erzeugung von elektrischem Strom oder in der chemischen Industrie zur Herstellung von Kunststoffen, Lacken oder gar Medikamenten ... Nicht zu unrecht wird das dickflüssige Stoffgemisch daher häufig auch als "schwarzes Gold" bezeichnet. Und aufgrund der derzeit hohen Treibstoffpreise ist auch die Diskussion um den Ölpreis hierzulande wieder in aller Munde ... Im Jahr 2004 wurden weltweit 3821,1 Tonnen Erdöl gefördert - und 3.780,1 Tonnen gleich wieder verbraucht. Denn Erdöl ist mit einem Anteil von 36,8% (Stand 2004) an der Weltenergieerzeugung weiterhin die unangefochtene Nummer Eins unter den Energiequellen.(1) Im letzten Jahr waren die fünf größten Förderstaaten Saudi-Arabien (505,9 Mio. Tonnen), Russland (458,7), USA (329,8), Iran (202,6) und Mexiko (190,7). Die fünf größten Verbraucherländer waren hingegen die USA (937,6), China (308,6), Japan (241,5) Russland (128,5) und Deutschland (123,6).(2) Wie so oft im Unrechts-System Kapitalismus fallen auch hier ProduzentInnen und KonsumentInnen nicht unbedingt zusammen. Der überwiegende Teil der weltweit aus Erdöl und anderen Rohstoffe erzeugten Energie wird in den reichen imperialistischen Staaten verbraucht und verschwendet. (Und auch hier natürlich hauptsächlich von den reicheren Bevölkerungsschichten.) Mit dem Erdöl stehen und fallen Börsenkurse und ganze Industrien. Dem Kurs des Ölpreises wird daher auch ganz besonders hohe Aufmerksamkeit geschenkt. Natürlich haben wir es momentan zwar mit einem hohen, nicht aber mit einen Ölpreis in Rekordhöhe zu tun. Erdöl war in den späten 70er Jahren deutlich teurer als heute. Schließlich darf für einen Vergleich nicht der nominelle, sondern muss der reale Preis von Erdöl hergenommen werden. Und inflationsbereinigt macht der derzeitige Ölpreis nur etwa die Hälfte des tatsächlichen Rekord-Standes von 1981 aus. Der Preis von Öl wird in Barrel gemessen, wobei ein Barrel (= engl. für "Fass") 159 Liter ausmacht. Weltweit existieren unterschiedliche Sorten verschiedenster Qualität (ausschlaggebend ist hier in erster Linie der Schwefelgehalt: je geringer, umso besser), deren Preise zwar variieren, sich im Großen und Ganzen aber parallel entwickeln. Die meistgehandelte Ölsorte der USA ist WTI, in Europa ist es die Nordseesorte Brent. Die OPEC (Organization of the Petroleum Exporting Countries - Organisation der erdölexportierenden Länder) bemisst ihren Preis aus dem Durchschnitt eines Korbes, der 11 verschiedene Sorten enthält. In die Preise fließen auch die unterschiedlichen Produktionskosten ein, die da wären: Aufwand der Förderung (Tiefe und Druckverhältnisse der Lagerstätte), der meist über Pipelines und Öltanker geführte Transport und die Arbeitslöhne. Während etwa die durchschnittlichen Produktionskosten in Kanada 12-14 Dollar pro Barrel betragen, belaufen sie sich am persischen Golf auf etwa 2 Dollar pro Barrel.(3) Kein Wunder also, dass der Imperialismus im "Nahen Osten" seit eh und je seine schmutzigen Finger mit im Spiel hat. Eine äußerst wichtige Stellung nimmt hier das ölreichste Land der Erde, Saudi-Arabien, ein. Die ultra-reaktionäre, islamisch- fundamentalistische Diktatur, die über weite Strecken weit repressiver war als der ehemalige Irak unter Diktator Saddam Hussein, ist ein williger Lakai des US-Imperialismus (und deshalb auch kein Land, welches die Regierung in Washington "demokratisieren" will). Nicht auszudenken, würde sich die politische Lage dort entscheidend ändern ... Wie bildet sich der Ölpreis Wie dem auch sei, bei Produktionskosten von unter 20 Dollar pro Fass und Preisen jenseits der 60 Dollar reibt sich jedeR KapitalistIn die Hände. Erdöl wird an der Börse gehandelt und bildet sich über Angebot und Nachfrage auf dem "freien Markt". (Einem Markt der übrigens von Horden an SpekulantInnen geprägt wird, die sich mittels sogenannten Termingeschäften bereichern wollen). Jedoch funktioniert die Preisbildung hier nicht gleich wie bei anderen Waren. Denn Erdöl, das nur in ganz bestimmten Regionen vorkommt, ist ein monopolisierbares Gut und kann nicht wie andere Rohstoffe wie Weizen oder Kaffee oder gar wie eine Dienstleistung in zusätzlichen Gebieten produziert werden. Ein dauerhaft hohes Preisniveau kann daher auch nicht allein aus einer Überschuss-Nachfrage erklärt werden, auch wenn es zur Zeit nirgendwo auf der Welt ungenutzte Kapazitäten in relevantem Ausmaß gibt. Das Nr.1-Kartell im Ölgeschäft ist die OPEC , ein 1960 gegründeter Zusammenschluss von Iran, Irak, Kuwait, Saudi-Arabien und Venezuela. Später gesellten sich noch Indonesien, Libyen, die Vereinigten Arabischen Emirate, Algerien und Nigeria hinzu. Die OPEC-Staaten verfügen über ca. drei Viertel der weltweiten Ölreserven. Daher verwundert es auch nicht, dass der US-Imperialismus, der kraft seiner volkswirtschaftlichen Situation auf billiges (und vor allem auf massenhaft) Öl angewiesen ist, immer wieder OPEC-Ländern wie dem Iran oder Venezuela gegenüber mit Drohgebärden aufwartet oder gar dort einmarschiert, wie 2003 im Irak. (Wobei nicht das Öl an sich der hauptsächliche Kriegsgrund war, ebenso wesentlich waren die kurz vor dem Krieg getätigten Überlegungen des Irak und des Iran, ihre Ölgeschäfte künftig in Euro abzuwickeln. Dies hätte die "Ölwährung" Dollar in Gefahr gebracht - eine wichtige Finanzierungsquelle für die gigantische Staatsverschuldung der USA. Doch natürlich war den USA auch daran gelegen, eines der größten Erdölreservoirs der Welt langfristig unter verlässliche Kontrolle zu bekommen und gleichzeitig gegenüber der EU, Russland und China einen wesentlichen wirtschaftlichen und strategischen Standortvorteil im Nahen Osten zu haben.). Auch in den USA wird eine Menge an Erdöl gefördert, allerdings mit hohen Produktionskosten. Dieses wird aber trotzdem nachgefragt, der hohe Ölpreis ist daher am Markt zu erzielen. Ein niedriger Ölpreis - der für den US-amerikanische Kapitalismus eigentlich wünschenswert wäre - würde hingegen die eigene Produktion in Gefahr bringen. It's all about the price of oil Dabei können wir uns - geht es nach Vertretern des Kapitals - in Zukunft auf einen Ölpreis einstellen, gegen den sich der derzeitige Wert wie ein Kinkerlitzchen ausnimmt. Der Erdölexperte Matthew Simmons, Chef einer Investmentbank in Houston/Texas, rechnet mittelfristig mit einem Preis von 200 - 250 US-Dollar pro Fass - das wäre eine Vervierfachung der derzeitige Marke. Eingerechnet ist nebst Investitionen in neue Förderkapazitäten selbstredend noch eine Rendite von 10% ... (4) Der derzeit im Vergleich zu den 90er Jahren hohe Ölpreis hat verschiedene Ursachen. Da wäre zuerst einmal die gestiegene Nachfrage der sich rasant industrialierenden Staaten Indien und China. Letztgenanntes Land stillte 1993 noch ein Drittel seines Bedarfs aus Importen - 2020 wird China allerdings bereits etwa 60% seiner Nachfrage importieren müssen.(5) Allein von 2001 bis 2003 stieg der chinesische Öl-Import von 60,26 auf 91,58 Mrd. US-Dollar. (6) Das "Reich der Mitte" ist in Sachen Erdöl mittlerweile zum "Big Player" aufgestiegen und rangiert in der Liste der größten Ölverbraucher bereits auf Platz zwei hinter den USA. Was allerdings passieren würde, wenn China mit seinen über 1,3 Mrd. EinwohnerInnen den selben Pro-Kopf-Verbrauch anstreben würde, den auch die Vereinigten Staaten aufweisen, darauf geben die diversen bürgerlichen ExpertInnen keine befriedigende Antwort (außer vielleicht, dass dafür ein neues Saudi-Arabien gefunden werden müsste). Der Pro-Kopf-Verbrauch in den USA betrug im Jahr 2004 ca. 3,1 Mio. Tonnen, für China aber nur ca. 0,2 Mio. Tonnen.(7) Anhand dieser Zahlen können wir übrigens einmal mehr die zum Himmel schreiende Ungleichverteilung der Ressourcen auf diesem Planeten erkennen. Ein weiterer Grund ist natürlich die instabile politische Situation im "Nahen Osten", d.h. im Irak. Die Ausbeutung der Ölfelder im "Zwischenstromland", das über die viertgrößten Reserven der Welt verfügt, hat sich das US-amerikanische Kapital und seine Regierung in Washington sicher anders vorgestellt. An eine gesicherte Förderung ist angesichts der Zähigkeit und Schlagkraft des irakischen Widerstands auf unabsehbare Zeit nicht zu denken. Im Gegenteil, unter amerikanisch-britischer Besatzung dürfte die Ölförderung im Irak sogar um gut 2 Mio. Fass pro Tag zurückgegangen sein. Das drückt auf den Preis! In der heiklen Situation der krisengeschüttelten kapitalistischen Weltwirtschaft schlagen sich die verschiedensten Ereignisse im Ölpreis nieder - wie etwa der Streik der ÖlarbeiterInnen in Ecuador. Dort blockierten vor kurzem tausende Menschen mit dem berechtigten Anliegen, dass der Rohstoffreichtum des Landes eigentlich dem Volk und nicht imperialistischen Konzernen zu Gute kommen sollte, Förderanlagen und Transportwege und legten dadurch die gesamte Ölproduktion Ecuadors lahm. Doch auch die für das internationale Kapital äußerst instabile vorrevolutionäre Situation in Venezuela unter Präsident Chávez spiegelt sich im Ölpreis wieder. Treibstoffpreise Der Grund für die momentan hitzigen Diskussionen über den hohen Ölpreis sind in allererster Linie die gestiegenen Preise für Treibstoff. Schließlich werden weltweit nicht weniger als 70% des Öls im Straßenverkehr verbraucht. Eine andere Statistik besagt, dass in Deutschland 90% des zur Verfügung stehenden Erdöls verfahren, verflogen oder verheizt werden.(8) 1,176 Euro für "Eurosuper" und 1,028 Euro für Diesel (Stand vom 16. September 2005, Quelle: ARBÖ) behagen den AutofahrerInnen im motorverwöhnten Österreich überhaupt nicht. Schnell wurden Rufe an die Politik laut, den gierigen Ölmultis doch endlich Einhalt zu gebieten und "was für die Autofahrer zu tun", die ja schließlich nicht "die Melkkühe der Nation" wären. Und da die soziale Basis der dominierenden Regierungspartei ÖVP hauptsächlich Bauern/Bäuerinnen, besser verdienende Lohnabhängige im ländlichen Raum sowie KleinunternehmerInnen sind - also allesamt Schichten die oft und viel mit dem Auto, Lieferwagen oder Traktor unterwegs sind und dementsprechend viel Treibstoff verbrauchen - muss Kanzler Schüssel die Spritpreis-Wehklagen auch ernst nehmen. Kilometergeld und Pendlerpauschale wurden geringfügig erhöht. Sogar eine "Strafsteuer" für Ölkonzerne wurde gefordert. Und die Kronen Zeitung bejubelte Finanzminister Grasser, der sich angeblich mit den Ölmultis anlegen würde. Selbstverständlich wird sich keinE bürgerlicheR PolitikerIn ernsthaft im Sinne der einfachen Menschen mit irgendwelchen Großkonzernen anlegen. Schon gar nicht Karl Heinz Grasser der sich bekanntlich sündteure Homepages und andere hübsche Dinge von der Industriellenvereinigung (IV) sponsern lässt. Zur Erinnerung: Eine zentrale Forderung der IV ist die Senkung von Steuern und Abgaben auf Energie. Weit weniger laut und häufig als die Wehklagen über die hohen Spritpreise waren in den letzten Tagen im Übrigen die Meldungen darüber, dass nun auch Heizöl teurer ist. In Österreich gibt es noch über 900.000 (!) Ölheizungen. Im Prinzip ein ökologischer Wahnsinn, aber nichts würde uns ferner liegen, Leuten, die ohnehin kein Geld haben, vorwurfsvoll die Frage zu stellen, warum sie nicht ihren alten Ölofen austauschen lassen. Wie immer bei Preiserhöhungen trifft es hier die sozial Schwachen am härtesten. Zu den, im letzten Armutsbericht des Sozialministeriums ausgewiesenen 231.000 Menschen, die es sich im 7.-reichsten Land der Erde nicht leisten können, "ihre Wohnung angemessen warm zu halten" (!) werden sich - so ist zu befürchten - diesen Winter einige hinzugesellen.(9) Auch die unnötige Koppelung des Preises für Erdgas an jenen für Öl trifft zahlreiche Haushalte. Sempre in olio? In Zeiten hoher Ölpreise flammen auch immer wieder die Diskussionen über das nahende Ende des Erdöls auf. Dabei gehen die Prognosen auseinander. Aussagen a la "in 45 Jahren gibt es kein Erdöl mehr" sind mäßig hilfreich. Sie helfen nur, jene Kreise zu bestätigen, denen die Zukunft dieses Planeten mehr oder minder egal ist. Schließlich wurden ähnliche Prognosen schon von 30 Jahren abgegeben und haben sich als Humbug erwiesen. Erstens ist nicht auszuschließen, dass irgendwo auf der Welt noch große unentdeckte Vorkommen schlummern, zweitens kann weiterentwickelte Technologie die Ölfelder effektiver ausbeuten und das Öl rationaler verarbeiten. Große Funde wären aber angesichts dessen, dass ständig danach gesucht wird, ziemlich unwahrscheinlich. Zur Veranschaulichung: 1962 wurden weltweit 41 Mrd. Barrel neu entdeckt, 1997 nur mehr 7,1 Mrd. Barrel!(10) Außerdem können wir davon ausgehen, dass einige Staaten wie etwa Russland ihre Erölreserven als viel zu hoch angeben. Sie melden jährlich die selben Zahlen obwohl sie Unmengen an Öl fördern. Fakt ist jedoch: Öl ist ein endlicher Rohstoff und wird irgendwann ausgehen. Ob in zwei, drei oder vier Generationen ist sekundär. Viel wichtiger ist die Frage, ab welchem Zeitpunkt der sogenannte "Oil- Peak" erreicht sein wird: Jener Zeitpunkt, an dem die Förderung nicht mehr weiter steigen kann und nach einer gewissen Zeitspanne zurückgehen wird. Laut ExpertInnen wird diese Spitze in wenigen Jahren erreicht sein. In einer zutiefst vom Erdöl abhängigen Weltwirtschaft in der die Nachfrage weiter steigt wird das für den Kapitalismus zahlreiche Probleme mit sich bringen ... Ein grundsätzlicher Widerspruch des Kapitalismus ist jedoch jener, dass das kapitalistische Einzelunternehmen zwar - relativ - rational und effektiv arbeitet, auf gesamtgesellschaftlicher Ebene dies jedoch keineswegs Gültigkeit hat. Und rational agieren die Ölkonzerne und Ölgesellschaften nur, wenn sie so weitermachen wie bisher (und ihre Politik dann noch mit total "wissenschaftlichen" Studien legitimieren). Schließlich schwimmen sie angesichts des hohen Preises im Geld. ExxonMobil beispielsweise: Der amerikanische Ölriese steigerte im ersten Halbjahr 2005 seinen Gewinn um satte 38 Prozent auf 15,5 Mrd. Dollar (12,51 Mrd. Euro) zu. Im Jahr 2004 hatte der Profit-Champion bei einem Umsatz von nahezu 300 Mrd. Dollar 25,3 Mrd. Gewinn gemacht. Auch die anderen Ölmultis konnten ihre Gewinne in letzter Zeit zweistellig steigern: Royal Dutch/Shell erzielte im Vorjahr mit 18,5 Mrd. Dollar den höchsten Gewinn der Firmengeschichte - und ist im ersten Halbjahr 2005 bereits um 39 Prozent profitabler als im Vorjahreszeitraum. Beim Londoner Unternehmen British Petroleum (BP) klingelten ebenfalls die Kassen. Im Jahr 2004 verdiente es 16,2 Mrd. Dollar, ein Plus von 26 Prozent.(11) An dieser Stelle sei erwähnt, dass die großen Mineralölkonzerne heute aber nur mehr Zugriff auf etwa 15% der Weltproduktion haben. Auch sie sind gezwungen, sich auf der Börse mit Erdöl einzudecken und geben in diesem Fall die hohen Preise in ihren Endprodukten (Treibstoff) nur weiter. Fette Gewinne fließen also ebenso in die Kassen der staatlichen Ölgesellschaften in den arabischen Ländern oder anderswo, beispielsweise nach Venezuela.(12) Momentan haben die Mineralölkonzerne schlicht und einfach kein Interesse daran, alternative Technologie zu entwickeln. (Auch wenn sie ganz gerne auf diverse Nischenforschung hinweisen, etwa Shell, das in Malaysia eine Anlage unterhält, die Erdgas in Diesel umwandeln kann). Sie werden dies erst tun, wenn tatsächlich kaum mehr schwarzes Gold aus der Erde sprudelt. Bis zu diesem Zeitpunkt allerdings werden sie weiterhin ihre Profite auf dem Rücken der Menschen machen, ohne Rücksicht auf gesamtgesellschaftliche Schäden. Der Verbandsprecher des deutschen Chemieriesen Bayer bringt diese Linie auf den Punkt: "Da denkt noch kein Mensch dran".(13) Erwähnenswert ist vielleicht noch, dass die Förderung von Erdöl, etwa in Alaska, in Zukunft nicht nur bedeutend aufwendiger und damit teurer, sondern auch viel umweltschädlicher ausfallen wird, da künftig mehr in Sanden vermischtes Öl freigesetzt werden müsste, wozu Schwefelsäure nötig ist. Und die führt wiederum zu vermehrtem Ausstoß von SO2-Abgasen. Sicher wird sich Kapital mit gegenüber den Ölkonzernen und - Gesellschaften divergierenden Interessen, finden, dass die Entwicklung anderer Energieformen vorantreibt. Ob diese allerdings nachhaltig und umweltfreundlich sind, darf bezweifelt werden. Gegenwärtig wird viel mehr über eine Reinovation der Atomkraft diskutiert. CDU/CSU-Kanzlerkandidatin Angela Merkel kündigte vor der deutschen Bundestagswahl im Falle eines Wahlsiegs ihrer Partei bei den deutschen Bundestagswahlen bereits an, das deutsche Kernenergie- Ausstiegsprogramm wieder zu lockern. In zahlreichen europäischen Staaten wird überlegt, neue Atomkraftwerke aus dem Boden zu stampfen. Vergessen wird dabei, dass die Kernenergie nicht nur hochgefährlich, sondern ebenfalls keine unendliche Energiequelle ist. Würden (mit der heuten Technik) weltweit 40% der Primärenergie aus Atomkraft erzeugt werden, so wären die Uranvorräte der Erde binnen einem Jahrzehnt erschöpft. Das Hantieren mit wiederaufbereitbaren Brennstäben (Brütertechnologie) ist hingegen noch viel gefährlicher und kaum erforscht ... Der Kapitalismus löst die Probleme nicht, er schafft sie Dass sich KapitalistInnen nicht um unsere Zukunft scheren, darf uns nicht verwundern. Seit seiner Entstehung betreibt der Kapitalismus rücksichtslosen Raubbau an dieser Erde. Langfristige Auswirkungen auf die Umwelt und die Gesundheit der Menschen waren schon immer egal - was zählt ist der Profit. Aber genauso wie der fossile Brennstoff Erdöl ist das wirtschaftliche Fossil Kapitalismus dazu verdammt, eines Tages durch etwas anderes, wenn möglich besseres, ersetzt zu werden. Im Gegensatz zum "schwarzen Gold", welches irgendwann auf natürliche Art und Weise zu Ende gehen wird, wird das kapitalistische System jedoch leider nicht automatisch von der Bildfläche verschwinden. Es liegt also an der ArbeiterInnenklasse, an jener Klasse, die objektiv gesehen ein Interesse an der Überwindung kapitalistischer Verhältnisse hat, dem Wahnsinn Einhalt zu gebieten. Es liegt an ihr, den kapitalistischen Widerspruch zwischen an sich gesellschaftlicher Produktion und privater Aneignung zu überwinden. Erst wenn wir selbst die Spielregeln vorschreiben müssen wir in ihrem grausigen Spiel nicht mehr länger mitmachen. Im Gegensatz zur den mittlerweile völlig bürgerlichen Grünen, deren "Umweltbewusstsein" immer dort aufhört, wo der Kapitalismus anfängt, beschränken wir MarxistInnen uns in unserer Politik nicht auf jämmerliche Appelle an die herrschende Klasse. Eine Revolution gegen dieses Profitsystem ist notwendig! Der massive Ausbau öffentlicher Verkehrsmittel auch in ländlichen Regionen, die Förderung von Fahrgemeinschaften sowie der Versuch, die Städte möglichst autofrei zu bekommen, die sofortige Einstellung der Produktion spritverschlingender Protzautos, eine Verlagerung des Gütertransports von der Straße auf die Schiene, verschiedenste Umweltschutz-Kampagnen, die Bewusstsein für nachhaltiges Wirtschaften schaffen sollen und ähnliches werden die unmittelbaren Aufgaben einer ArbeiterInnenregierung sein. Dabei müssen wir uns im reichen "Norden" auch von möglicherweise liebgewonnenen Gewohnheiten trennen. Solange die grundlegenden Bedürfnisse der Weltbevölkerung nicht in ausreichendem Maße sichergestellt sind, ist es absurd, darüber zu diskutieren, ob es "im Sozialismus weiterhin Autorennen geben wird." Das sind skurille Ideen von Leuten, die zwar großmäulig für eine "bessere Welt" eintreten, aber nur, solange sie dabei nicht auf Wein aus Chile und Silvesterraketen aus Pakistan verzichten müssen. Seit den Jahrzehnten des fordistischen Booms tief im Bewusstsein des "westlichen" Proletariats verankerte bürgerliche Vorstellungen a la "Freie Fahrt für freie Bürger" und motorisierten Pseudo- Individualismus müssen abgeworfen werden.(14) Schließlich bedeutet Wohlstand nicht mit dem 12-Liter-Auto 500 Meter zum Wirten zu fahren. Wir sind aber zuversichtlich, dass dies in einer Gesellschaft in der die Menschen nicht mehr entfremdet leben und arbeiten müssen sondern sich im Gegenteil wirklich selbst entfalten können, und sich folglich nicht mehr über Prestigesymbole wie das Auto definieren müssen, leichter fallen wird. Zu guter Letzt wird es in der sozialistischen Gesellschaft auch keine kapitalistische Werbeindustrie geben, die den Menschen Tag aus, Tag ein neue künstliche Bedürfnisse (z.B. Schwachsinn wie Geländewägen im urbanen Raum) in die Köpfe hämmert. Nicht schwarz sehen Die nächsten Aufgaben einer sozialistischen Gesellschaft wären z.B. die Umstellung auf erneuerbare Energie, wo dies bereits möglich ist (z.B. in Österreich die Umstellung von Ölheizungen auf moderne Holz- Heizungen mittels Pellets, die Umstellung auf Wind-, Wasser- und Solarenergie, etc.), vernünftige Stadtplanung, um Zersiedlung zu verhindern oder eine gigantische Verlagerung von Ressourcen in Erforschung und Entwicklung alternativer Technologien und erneuerbarer sowie umweltfreundlicher Energieformen. Wir behaupten natürlich nicht, dass eine sozialistische Revolution die dringlichen Probleme, vor denen die Menschheit in dieser Periode steht, alle auf Anhieb wird lösen können. Aber sie wird den Grundstein legen, sie wird ermöglichen, dass diese Probleme erst einmal ernsthaft angegangen werden. Wie schon damals für Lenin stellt sich für uns heute die Gretchenfrage: Wollen wir Teil des Problems oder Teil der Lösung sein? Die AL-Antifaschistische Linke tut ihr bestes, um letzterem gerecht zu werden ... Stefan Kalnoky stefan.kalnoky at sozialismus.net (1) BP Statistical Review of world energy 2005, London (2) ebd. (3) Pershing (1999), "Fossil fuel implications of climate change mitigation responses", IEA, Paris, Tabelle 5. (4) Interview im Schweizer "Tages-Anzeiger" vom 23.07.2005 (5) Quelle: Peters (2005), "China zwischen Gestern und Morgen", München (6) ebd. (7) Wikipedia, Eigenberechnungen (8) Quelle: http://www.dw-world.de/dw/article/0,1564,1213178,00.html (9) Der Bericht aus dem Jahr 2003 findet sich hier (10) Quelle: Campbell (2000): "BP Amoco Statistical Review of World Energy", Petroconsultants, LBST (11) Quelle: Online-Standard (http://derstandard.at/?id=2162251) (12) Ein oft wenig beachteter Punkt in der Diskussion um die "bolivarianische Revolution" des linken Präsidenten Hugo Chávez in Venezuela. Momentan finanziert die Regierung Chávez einen Gutteil ihrer großangelegten Sozialprogramme mittels der Einnahmen aus dem Ölgeschäft. Angenommen, der Preis auf dem Weltmarkt würde wieder sinken - Chávez könnte seine Reformen nicht mehr finanzieren, ohne endlich dem Problem wirklich auf den Grund zu gehen, d.h. die Banken und Konzerne im Land zu enteignen. (13) http://www.dw-world.de/dw/article/0,1564,1213178,00.html (14) Einen selten dämlichen Einblick in diese Mentalität lieferte vor kurzem der Journalist Helmut A. Gansterer im Standard. Nachzulesen ist seine Hommage an das Auto mit dem dreisten Titel "Autofahren ist gut fürs Hirn" unterhttp://derstandard.at/? id=2176161 ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ 2.) Griechenland: Nazi-Demo verhindert! Die griechischen Faschisten der Chrysia Avgi (Goldener Sonnenaufgang) planten fuer das Wochenende 16.-18. September gemeinsam mit NPD und italienischen, franzoesischen und spanischen Faschisten ein Sommerlager bei Meligalas, ein Ort in der Naehe von Kalamata. In Meligalas waren Mitte September 1944 etwa 800 griechische NS-Kollaborateure der sogenannten Sicherheitsbataillone von 1000 ELAS-Partisan/inn/en aufgerieben und bis auf den letzten Mann nieder gemacht worden. Mehr auf http://www.sozialismus.at ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ 3.) Kurzfristig haben wir von einer Protestkundgebung gegen den neuesten Justizskandal in Kärnten erfahren. Dort wurde ein Teilnehmer der Aktionstage gegen das revisionistische Ulrichsbergtreffen in Krumpendorf auf ungesetzliche Art und Weise festgenommen ... mehr auf http://www.sozialismus.at Mittwoch 21.9., 16 Uhr Protestkundgebung vor dem Justizministerium (1070 Wien, Museumstraße 7) ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ AL-Antifaschistische Linke Gegen Rassismus, Sexismus, Sozialabbau! Für Solidarität und Sozialismus! mail: al at sozialismus.net web: www.sozialismus.at phon: ++43 (0) 699 817 15 915 post: AL c/o Amerlinghaus, Stiftgasse 8, A-1070 Wien ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ Eine weitere Adresse kann per Mail an al_newsletter-subscribe at yahoogroups.com eingetragen werden. Um den Newsletter in Zukunft nicht mehr zu erhalten, genügt ein leeres E-Mail an al_newsletter-unsubscribe at yahoogroups.com Yahoo! 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An der Spitze aller Listen stehen weibliche KandidatInnen. Die Spitzenkandidatin, Sonja Grusch (35), zur Kandidatur der SLP: "Wir wollen nicht nur WählerInnen gewinnen, sondern wir wollen auch AktivistInnen gewinnen, die mit uns gegen Privatisierung, Sozialabbau und Rassismus kämpfen. Wir stehen für eine Gesellschaft ohne Ausbeutung und Unterdrückung. Sozialismus ist nicht nur ein Wort, sondern steht in unserem Programm ganz oben. Wir sind vor, am und nach dem 23. Oktober die sozialistische Alternative zur neoliberalen Profitlogik." Informationen zu Programm und KandidatInnen der SLP unter www.slp.at sowie 0650-424 63 10 Foto Anlagen: - Die KandidatInnen der SLP für den 20. Bezirk (Spitzenkandidatin Sonja Grusch, Claudia Sorger und Peter Regner) - SLP AktivistInnen vorm Amtshaus der Brigittenau beim Einreichen der Unterstützungserklärungen ================================================ 17 Energiekosten/Abgeldung/Lohnverhandlungen/Pensionen von KPÖ Steiermark ================================================ Tel. 03 16 / 71 24 36 Fax 03 16 / 71 62 91 email: kpoe_stmk at hotmail.com Mittwoch, 21. September 2005 Presseinformation der KPÖ Steiermark Energiekosten steigen: KPÖ fordert Abgeltung für Berufstätige und Senioren! Die steigenden Energiekosten beschleunigen die Inflation. Das spüren Menschen mit geringem Einkommen besonders stark. Sie geben einen großen Teil ihrer Barschaft für Wohnen, Essen oder Heizen aus. In den letzten Jahren sind die Bruttopensionen kaum erhöht worden. Netto hat es sogar einen Rückgang gegeben. Auch die Reallöhne sind nicht gestiegen. Und was meist verschwiegen wird: Das Höhe des Arbeitslosengeldes stagniert. Jetzt droht eine neue Teuerungswelle. Als Begründung müssen die Treibstoffpreise und Naturkatastrophen herhalten. Die Verantwortlichen denken aber nicht daran, die riesigen Gewinne der Großunternehmer und insbesondere die Profite der Mineralölkonzerne auch nur anzutasten. Aber man muss etwas tun, damit für die Menschen mehr herauskommt. Gehälter und Pensionen müssen kräftig angehoben werden. Im Vorfeld der jährlichen Kollektivvertragsverhandlungen und des Beschlusses über die Pensionsanpassung ist Druck von unten notwendig. Wir fordern deshalb : Lohn- und Gehaltserhöhungen, welche die Inflation und die gestiegene Produktivität abgelten; Eine Pensionsanpassung, durch die der Lebensstandard der älteren Menschen gewahrt wird. Eine Stärkung der KPÖ bei der steirischen Landtagswahl würde auch eine kräftige Unterstützung dieser Forderungen bei den laufenden Verhandlungen bedeuten. Rückfragehinweis: 71 24 79 KPÖ-Steiermark Lagergasse 98 a 8020 Graz Tel.: 0316 71 24 36 Fax 0316 71 62 91 email: kp.stmk at kpoe-graz.at; kpoe_stmk at hotmail.com ================================================ 18 DE: Lachkrämpfe sollen Selbstmordpiloten vom Ziel abbringen von "q/depesche" ================================================ q/depesche 2005-09-21T13:10:56 DE: Lachkrämpfe sollen Selbstmordpiloten vom Ziel abbringen Selten karikieren amoklaufende Sicherheitsexperten ihre eigenen Maßnahmen so, wie im Fall des deutschen Atomkraftwerkes Grohnde: Selbstmordpiloten sollen offenbar alleine durch die groteske Idee denn durch künstliche Nebelwände und Störungen der GPS-Signale vom Ziel abgebracht werden. -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- (...) Im Gespräch war zunächst die so genannte Vernebelungstaktik: Bei einem drohenden Angriff aus der Luft sollten die Atomkraftwerke blitzartig in künstlichen Nebel gehüllt werden, damit potenzielle Selbstmord-Piloten die kritischen Teile des Reaktors entweder gar nicht oder zumindest nicht zielgenau treffen können. Diese Pläne hielt das Bundesumweltministerium jedoch für unzureichend und forderte die Stromkonzerne als Kraftwerksbetreiber zu Nachbesserungen auf -- schließlich könne man ja in den Autopiloten einer jeden Verkehrsmaschine die geografische Position des Kraftwerks eingeben und dann das Ziel auch ohne Sicht über GPS-Signale ansteuern lassen. Daraufhin müssen sich zumindest einige der Sicherheitsexperten wohl an die Zeit vor Mai 2000 erinnert haben: Bis dahin hatte das US-Militär die für zivile Zwecke bestimmten GPS-Signale durch die so genannte "Selective Availability" (S/A) verzerrt. Wichtige Navigationsinformationen der Satelliten wie Ephemeriden (Laufbahnen der Satelliten) und Uhrzeiten wurden vorsätzlich unregelmäßigen Schwankungen unterworfen, weshalb selbst mit hochwertigen Messgeräten eine Standortbestimmung bestenfalls bis auf etwa 50 Meter Radius möglich war. (...) Zum einen sind Atomkraftwerke große, meist helle Klötze in der Luft-Landschaft, die bei guten Bedingungen aus einer Entfernung von 50 Kilometern und mehr zu sehen sind und daher gerne als Orientierungspunkte genutzt werden. Nebelt man sie nun ein, erscheinen sie noch größer und sind daher aus noch größerer Distanz gut zu erkennen. Auch eine Störung des GPS-Empfangs in der unmittelbaren Umgebung der Reaktoren würde nicht ausreichen, da eine Verkehrsmaschine diesen Bereich in wenigen Sekunden durchfliegt. Und bis die GPS-Anlage überhaupt gemerkt hätte, dass keine Signale mehr da sind, wäre das Flugzeug schon im Ziel eingeschlagen. Als Konsequenz müsste man also den Empfangsbereich sehr viel großflächiger stören -- ein Durchmesser von 100 Kilometer für jedes Kraftwerk wäre das Minimum. Bei der Größe Deutschlands verbunden mit der vorhandenen Kernkraftwerks-Dichte würde man damit aber der Nutzung von GPS-Daten hierzulande (Straßennavigation, Luftfahrt, Toll-Collect) den Todesstoß versetzen. mehr... http://www.heise.de/newsticker/meldung/64016 - -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- relayed by Mac Gyver - -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- quintessenz is powered by http://www.onstage.at subscribe/unsubscribe/digest http://www.quintessenz.at/cgi-bin/index?funktion=subscribe comments to depesche at quintessenz.org ================================================ 19 Europride 2007 geht an Madrid, 2008 an Stockholm - Kurt Krickler in den EPOA-Vorstand wiedergewählt von ================================================ -- FOR IMMEDIATE RELEASE -- EuroPride 2007 goes to Madrid, EuroPride 2008 to Stockholm Other news: New European Pride Website www.europride.info EuroPride London 2006 well under-way New Board elected The 12th international conference of the European Pride Organisers Association (epoa) in London from September 15-18 drew record numbers. 35 delegates from Pride committees from all over Europe got together to network, inspect London as the host of EuroPride 2006 and select the host cities of EuroPride 2007 and 2008. EuroPride 2007 in Madrid, 2008 in Stockholm The epoa delegates very clearly chose Madrid as the host for EuroPride 2007 and Stockholm for 2008. “We are happy to see EuroPride go to the very south of Europe in 2007. Madrid already has a gigantic and stable Pride event that is well worthy of EuroPride and Spain as a country has made huge advances in GLBT Human Rights which deserves to be honoured.” says Robert Kastl, President of epoa. “In 2008, we will see EuroPride return to the north of Europe where Stockholm will host the event for the second time. EuroPride in Stockholm is a real success story as the event in 1998 first created a stable and lasting organisation and infrastructure to hold Pride in the Swedish capital on an annual basis. Now they will celebrate EuroPride again on their 10th anniversary,” says Kastl. New Website www.europride.info launched epoa also launched their new website at the conference. Under www.europride.info the site not only provides information about EuroPride events but has a complete European Pride calendar and represents a great tool for gays, lesbians, bisexuals and transgenders in the whole world to find out where and when the next Pride event is happening in any European city. Preparations for EuroPride London 2006 Traditionally the conference gives the host of the next EuroPride the possibility to show other Pride organizers from all over Europe how well their plans are progressing. “We are happy to see that the contents of EuroPride London will not only make a significant impact on the London GLBT community, but that there is a diverse programme offering all aspects of European GLBT life,” says PJ Aldred, EuroPride Coordinator of epoa. The London senior policy advisor on GLBT issues, Annie Marjoram, stated at the conference that the Mayor of London will also make a significant contribution and negotiations are well underway. Eastern Europe remains difficult terrain for Pride organisers In the past year, epoa has particularly reached out to Eastern European countries, where GLBT Pride is not met with enthusiasm and cheering crowds but with open hostility from the authorities, counter-protesters, the media and the general public. In several European cities, such as Warsaw, Riga, Moscow, Sofia, Chisinau or Tallinn, the authorities tried to ban the demonstrations and stifle the GLBT movement. In some cases there were violent attacks by local right-wing, neo-nazi or ultra-religious groups. “Five years ago, there were hardly any Pride events in Eastern Europe because people were afraid to come out in the public. That, at least, has changed and we are seeing a more visible movement in these countries. At the same time, the organisers of Pride events in Eastern Europe are facing an enormous struggle and it is appalling to see how the authorities in these countries outrightly neglect, ignore and besmear Human Rights and European Union Law,” says Kurt Krickler, Human Rights Coordinator of epoa. New Board of epoa The board of epoa was also elected at the conference and consists of Robert Kastl (President, Berlin, Germany), Henry Schwyter (Secretary, Zurich, Switzerland), Markus Manegold (Treasurer, Brunswick, Germany), Vincent Lorijn (Outreach Coordinator, Utrecht, Netherlands), PJ Aldred (EuroPride Coordinator, Brigthon, UK), Sven Schmohl (Media and Marketing Coordinator, Constance, Germany), Kurt Krickler (Human Rights Coordinator, Vienna, Austria). Contact: Robert Kastl, mobile: +49-177-317 09 43, e-mail: robert at europride.info ================================================ ================================================ B) TERMINE ================================================ ======================== Donnerstag http://www.mund.at/butt/Termine/September/2209.htm Freitag http://www.mund.at/butt/Termine/September/2309.htm Samstag http://www.mund.at/butt/Termine/September/2409.htm ======================== ================================================ D) EDITORIAL ================================================ Für den Inhalt verantwortlich: Ihr. Medieninhaberinnen & Medieninhaber seid Ihr E-Mail-Adresse für Beiträge: widerstand at no-racism.net geschickt. widerst at nd MUND und alle Termine täglich aktualisiert im Web: http://www.no-racism.net/MUND Ziel von MUND (medienunabhängiger Nachrichtendienst) ist die unzensurierte und möglichst rasche Information über gesellschafts- politisch relevante Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu Widerstand und Antirassismus sowie verwandte Themen. sollen einen Titel, Namen und Emailadresse der/des AutorIn enthalten und möglichst kurz und prägnant gehalten sein, ev. mit Hinweis, wo weitere Informationen eingeholt werden können. Bitte keine Attachments! Die inhaltliche und sachliche Verantwortung liegt bei der/dem jeweiligen AutorIn bzw. jenen, die uns die Beiträge schicken. Der MUND wird von einzelnen TagesredakteurInnen zusammengestellt. Da Fehler nicht ausgeschlossen sind, bitten wir, nicht veröffentlichte Beiträge nochmals an widerstand at no-racism.net zu senden. Die Weiterleitung (auch auszugsweise) ist erwünscht. Beiträge mit rassistischen oder sexistischen Inhalten werden nicht veröffentlicht. Sehr persönliche Meldungen werden wir an den betreffenden Adressaten weiterleiten, aber nicht im MUND veröffentlichen. Die bisherigen Ausgaben sind unter http://www.no-racism.net/MUND archiviert. Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage: * Wann: Sonntag, 11.11.2001, 11:11 Uhr * * Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" * * Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf * * Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie. Aber kurz und prägnant.* Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch stillschweigend Zensur zu üben. Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die Nichtaufnahme geliefert. (Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.) Die AbsenderInnen der betroffenen Beiträge werden hiervon informiert. Im Sinne einer "gläsernen Zensur" könnt ihr Euch die Beiträge gerne extra schicken lassen: Ein kurzes Mail an widerstand at no-racism.net genügt. ================================================ E) VERTEILERLISTE ================================================ Zur Eintragung in diesen Verteiler bitte direkt subskribieren unter http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/analle oder von der einzutragenden Adresse aus ein mail schicken an: admin at no-racism.net mit folgendem Text: subscribe no-racism Bitte wegen Automatisierung diesen Wortlaut verwenden! Zur Austragung aus dieser Liste bitte an zusammengestellt. Bitte keine Attachments! (werden nicht angenommen) 7 beiträge nicht genommen: nwr, Doubletten, IL/PAL, 1 Beitrag zurückgestellt Redaktionsschluss für diese Ausgabe: Mi, 22.00 Uhr III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III ü, ö, ä, ß, Ü, Ö, Ä III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III widerst at nd-MUND is powered by http://alt.strg.at/ ================================================ From analle at no-racism.net Mon Sep 26 08:54:27 2005 From: analle at no-racism.net (=?iso-8859-1?q?MUND=3A_medienunabh=E4ngiger_Nachrichtendienst?=) Date: Mon, 26 Sep 2005 08:54:27 +0200 Subject: MUND_260905 Message-ID: widerst at nd MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst Montag, 26. September 2005 www.no-racism.net/mund MedieninhaberInnen und Medieninhaber seid Ihr! ================================================ A) INHALT ================================================ <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN/ANKÜNDIGUNGEN <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 01 "Wien wählt und die MigrantInnen sind dabei" von: kogoj at initiative.minderheiten.at ================================================ 02 Veranstaltungshinweis: Wien w ä hlt warm! von: Kurt.Krickler at hosiwien.at ============================================== 03 Korrektur zu LEFÖ Pressekonferenz am 28.9.05,11.00 Uhr von: lefoe at aon.at ================================================ 04 [Depot-news] Termine 28.09. - 29.09. von: depot-news at mailman.sil.at ================================================ 05 Veranstaltungsankündigung: Bunt&Braun? - Ideologien und Propaganda der Neonazis heute von: buero at gajwien.at ================================================ 06 Nichtmerkmal im Gelände / Stadt des Kindes / noch 26. - 29.9.2005 von: stadttheaterwien at nextra.at ================================================ 07 newsletter Interkulttheater von: info at interkulttheater.at ================================================ 08 Alles über Zeit 3. Teil von: Halb_on_Tour at gmx.net ================================================ 09 Antideutsche Konferenz in Berlin von: cafe.critique at gmx.net ================================================ <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN/MEINUNGEN/KOMMENTARE <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 10 Keine Partei hilft dir von: office at keinepartei.net ================================================ 11 AT: BBA Kandidaten müssen schon was leisten von: depesche at quintessenz.org ================================================ 12 Lolligo - Wieder Offen !!! von: lolligo at earthling.net ================================================ 13 KPÖ/Deponieverordnung/Abfalltourismus von: kpoe.ooe at aon.at ================================================ 14 GLB/ÖBB-Reform/Verkehrspolitik von: glb.ooe at aon.at ================================================ 15 Beitrag der Wiener Friedensbewegung zum Internationalen Aktionstag 24.9.2005 von: verin.stadtteilz.simmering at chello.at ================================================ 16 Durchschnittsalter der KPÖ-Gemeinderatsliste liegt bei 37 Jahren von: maringer at kpoe.at ================================================ 17 "Sie kennen die Liebe nicht" - Necla Kelek über den Mord an Hatun Aynur Sürücü von: wadi.wien at gmx.at ================================================ 18 Gratidkindergarten/Stellungnahme/Klimt-Weithaler/KPÖ von: kpoe_stmk at hotmail.com ================================================ 19 ASt - Mit der Bitte um Veröffentlichung von: ast-lfi at utanet.at ================================================ 20 "Islam, Terror, Menschenrechte"... von: michibotka at gmx.net ================================================ <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< WELTWEIT <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 21 Mosambik-Info 8, 22.9.2005 von: peter-pils at chello.at ================================================ 22 [gipfelsoli] Gleneagles von: gipfelsoli-l at lists.nadir.org ================================================ 23 Nigeria: Gewalteskalation könnte Ölpreis in die Höhe treiben von: gfbv.austria at chello.at ================================================ 24 UK: Wie CCTV "Terroristen" produziert von: depesche at quintessenz.org ================================================ 25 A bad day in Basra von: newswire at lists.fifthinternational.org ================================================ <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< LINKS/HINWEISE <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 26 Newsletter andersrum.gruene.at von: andersrum-newsletter at listen.gruene.at ================================================ 27 Iran von: hg at graupner.at ================================================ 28 Neue Ausgabe von: redaktion at malmoe.org ================================================ ================================================ B) TEXTE ================================================ <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN/ANKÜNDIGUNGEN <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 01 "Wien wählt und die MigrantInnen sind dabei" von: kogoj at initiative.minderheiten.at ================================================ Die Initiative Minderheiten leitet folgende Einladung gerne weiter: Vorgarten Kulturverein und Öneri laden zum Talk-Salon ?Wien wählt und die MigrantInnen sind dabei? ein! Wir laden Sie herzlichst zu unserer Diskussionsveranstaltung anlässlich der Wiener Gemeinderatswahlen ein. Diese Veranstaltung des Vorgarten Kulturvereins findet im Rahmen unserer Reihe Talk-Salon statt. Bei diesem Talk möchten wir mit den Kandidatinnen von SPÖ, ÖVP und Die Grünen sowie einem Vertreter der Wiener Integrationskonferenz über ihre politischen Positionen zu aktuellen Themen, die Gemeinderatswahl und ihre zukünftige Kommunalpolitik sprechen. Zeit: 7. Oktober 2005, ab 19.00 Uhr Ort: Cafe Lux, Schrankgasse 4, 1070 Wien Unsere Gäste: Nurten Yilmaz (SPÖ) Alev Korun (Die Grünen) Sirvan Ekici (ÖVP) Alexis Neuberg (Wiener Integrationskonferenz) Moderation: Senol Akkilic, Vorgarten Kulturverein Wir präsentieren Ihnen zu Beginn dieser Veranstaltung die Sondernummer unserer Zeitung Öneri Bedenkliches im Gedankenjahr, die in Kooperation mit der Stadtzeitung Falter und der Stimme von und für Minderheiten in Auseinandersetzung mit dem Jubiläumsjahr 2005 entstanden ist. Mit Interviewbeiträgen von: Bundeskanzler Wolfgang Schüssel SPÖ Vorsitzenden Alfred Gusenbauer Bundessprecher der Grünen Alexander Van der Bellen FPÖ Obmann Heinz-Christian Strache Herbert Scheibner, BZÖ Präsentation: Sabine Strasser, Universität Wien Durch das Programm führt Seher Cakir, Vorgarten Kulturverein. Wir freuen uns auf Ihr Kommen! Mit freundlichen Grüßen Senol Akkilic (Vorgarten Kulturverein) Diese Veranstaltung findet mit freundlicher Unterstützung der MA 17 statt. ================================================ 02 Veranstaltungshinweis: Wien wählt warm! von: Kurt.Krickler at hosiwien.at ================================================ Sehr geehrte Damen und Herren! Wir erlauben uns, Sie auf folgende Veranstaltung im HOSI-Zentrum in Wien am 11. Oktober 2005, 19 Uhr, aufmerksam zu machen und Sie dazu herzlich einzuladen. Überdies ersuchen wir Sie um Ankündigung der Podiumsdiskussion in Ihrem Medium. Wir danken Ihnen im voraus und freuen uns auf Ihr Kommen. Mit freundlichen Grüßen Kurt Krickler Generalsekretär Wien wählt warm! Podiumsdiskussion anlässlich der Wiener Landtags- und Gemeinderatswahlen 2005 Wie gut sind lesbisch/schwule Anliegen bei den einzelnen Parteien aufgehoben? Es diskutieren: Dr. Kurt Stürzenbecher Landtagsabgeordneter ? SPÖ Christine Marek Nationalratsabgeordnete ? ÖVP Mag. Harald Stefan Landtagsabgeordneter ? FPÖ Marco Schreuder Offen schwuler Kandidat der Grünen Wien Mag. Norman Schadler Stv. Kabinettschef im Justizministerium ? BZÖ Heidemarie Ambrosch Frauensprecherin der KPÖ Wien Moderation: Irene Brickner Journalistin (?Der Standard?) Ort: HOSI-Zentrum, Novaragasse 40, Wien 2 (Eintritt frei!) Datum/Uhrzeit: Dienstag, 11. Oktober 2005, 19 Uhr Rückfragehinweis: Christian Högl, Obmann: Tel. 0699-11811038 Bettina Nemeth, Obfrau: Tel. 0699-11965265 Kurt Krickler, Generalsekretär: Tel.: 5451310 oder 0664-5767466 office at hosiwien.at; www.hosiwien.at ============================================== 03 Korrektur zu LEFÖ Pressekonferenz am 28.9.05,11.00 Uhr von: lefoe at aon.at ================================================ LEFÖ Beratung, Bildung und Begleitung für Migrantinnen Information, Education and Support for Migrant Women Kettenbrückengasse 15/II/4 1050 Wien Tel: +43-(1)-581 18 81 Fax: +43-(1)-581 18 82 Mail: office at lefoe.at www.lefoe.at Ò TAMPEP Gesundheitsprävention für Migrantinnen in der Sexarbeit Ò IBF Interventionsstelle für Betroffene von Frauenhandel Ò LERNZENTRUM Bildung für Migrantinnen Ò BERATUNG umfassende Beratung für Lateinamerikanerinnen Einladung zur Pressekonferenz krisen.Fest Ò am Mittwoch | 28. September 2005 | 11 Uhr Ò bei LEFÖ | Kettenbrückengasse 15/4 | 1050 Wien Lefö zieht Bilanz und ist alarmiert über die aktuelle Situation von Migrantinnen. Auf dem Spiel stehen: Ò die Rechte von Sexarbeiterinnen Ò Opferschutzrechte von Betroffenen des Frauenhandels Ò Beratung, Betreuung und Zugang zu Bildung für Migrantinnen Seit 20 Jahren setzt sich Lefö für die Rechte von Migrantinnen ein und mobilisiert mit dem krisen.Fest politische Verantwortliche und die Zivilgesellschaft. Rednerinnen: Maga M. CRISTINA BOIDI, Koordinatorin von LEFÖ Drin HELGA KONRAD, Sonderbeauftragte für Menschenhandel der OSZE Maga NADJA LORENZ, Menschenrechtsexpertin STEPHANIE KLEE, Vertreterin d. deutschen Hurenbewegung, Inhaberin der Agentur highLights Moderatorin: JUDITH BRANDNER, freie Radio- und Printjournalistin Für nähere Informationen wenden Sie sich an: Renate Maria Blum / mobil: 069981 95 30 62 ================================================ 04 [Depot-news] Termine 28.09. - 29.09. von: depot-news at mailman.sil.at ================================================ Von: depot-news at mailman.sil.at Betreff: [Widerstand] [Depot-news] Termine 28.09. - 29.09. Datum: 23. September 2005 10:56:02 GMT+02:00 An: depot-news at mailman.sil.at Mittwoch, 28. September, 19.00 Das Stadion Buchpräsentation Die mächtigen Betonovale sind Monumente der Moderne wie nur wenige andere Gebäudetypen. Stadien dienen als politisches Gefängnis und als architektonisches Kunstwerk. Sie sind Schauplatz massenkultureller Faszinationen und ökonomischer Interessen. Bevorstehende sportliche Großereignisse in Deutschland, Österreich und der Schweiz werfen die Frage nach den weit über den sportlichen Kontext hinausgehenden Funktionen von Stadien auf. Bettina Kratzmüller, klassische Archäologin Matthias Marschik, Kulturwissenschafter Rudolf Müllner, Sportwissenschafter Georg Spitaler, Politologe Michael Zinganel, Architekturtheoretiker Matthias Marschik, Rudolf Müllner, Georg Spitaler, Michael Zinganel (Hg.): Das Stadion. Geschichte, Architektur, Politik und Ökonomie. Wien: Turia +Kant 2005. Donnerstag, 29. September, 19.00 Wissenschaft im Austausch Vortrag Um eine mysteriöse Krankheit, die bei den Miskitos und Mayangnas im Regenwald Nicaraguas anfallsartig und massenhaft auftrat, auf ihre sozialpsychologischen Bedingungen hin zu untersuchen, engagierte die Universität Uraccan die österreichische Sozialwissenschafterin Gerhild Trübswasser. Ziel dieses Projekts der Entwicklungszusammenarbeit war nicht zuletzt ein Wissenschaftstransfer. Im Zuge der Untersuchung konnte sich ein Team von einheimischen Fachleuten qualitative sozialwissenschaftliche Methoden aneignen. Die Forschungsarbeit wurde gemeinsam durchgeführt, was mit der reflexiven Nutzung des ?europäischen? und des ?einheimischen? Blicks völlig neue Erkenntnisse mit sich brachte. Gerhild Trübswasser, helix Forschung und Beratung Depot Breitegasse 3 A-1070 Wien Tel: +43 1 522 76 13 depot at depot.or.at www.depot.or.at _______________________________________________ Depot-news mailing list Depot-news at mailman.sil.at http://mailman.sil.at/mailman/listinfo/depot-news ================================================ 05 Veranstaltungsankündigung: Bunt&Braun? - Ideologien und Propaganda der Neonazis heute von: buero at gajwien.at ================================================ 30.09. 20:00 Uhr Veranstaltung: "Bunt & Braun" - Neonazis jetzt Friedensengel? Entstanden ist diese Veranstaltung "Bunt & braun" zu Beginn des Jahres 2003. Damals gab es im Schatten des drohenden Irak-Krieges eine breite Antikriegsbewegung, in der auch Neonazis aktiv wurden. AntifaschistInnen waren oft machtlos, da viele der VeranstalterInnen der Demonstrationen "einfach jeden im Boot haben" wollten. Der Vortrag sensibilisiert die Teilnehmenden für die Themen Antikriegs- und Antiglobalisierungs-Agitation von rechts. Die Arbeitsthese des apabiz hierbei ist, dass sich nicht die Inhalte der extremen Rechten verändert haben, sondern deren Auftreten. Kern von "Bunt & braun" ist die Sichtbarmachung von Schnittstellen zwischen linken und rechten Inhalten, wie beispielsweise bei der Kritik an der Globalisierung. Während eine linke Kritik mit einem internationalistischen Blickwinkel die weltweiten Ausbeutungsmechanismen des kapitalistischen Wirtschaftssystems - einschließlich der Auswirkungen für alle Individuen - im Blick hat, hebt die Kritik von rechts auf die Benachteiligung der deutschen Bevölkerung ab; wenn sie völkisch motiviert ist, wird auch die rassistische Karte gespielt. Anhand des Beispiels von attac Frankfurt a. M. wird aufgezeigt, dass eine fehlende internationalistische Argumentation, ein plattes Freund-Feind-Schema und eine populistische Symbolik mehr als anziehend auf Rechte wirken. Eine Veranstaltung des apabiz (antifaschistisches Pressearchiv und Bildungszentrum Berlin eV) mit Michael Weiß und der GAJ Wien Ort: Grünes Haus, Großer Saal, Lindengasse 40, 1070 Wien Mehr Informationen: www.apabiz.de www.gajwien.at Weitere Termine der "Bunt & Braun" Veranstaltungsreihe: Linz, Do, 29. 09., 20:00 Uhr, STUWE, Steingasse 5 Graz, Sa, 01. 10., 19:00 Uhr, spektral, Lenkai 45 Klagenfurt/Celovec, Mo, 03. 10., nähere Infos unter www.vastani.at.tt Innsbruck, Di, 04. 10. Feldkirch, Mi, 05. 10., 19:00 Uhr, Graf Hugo Widnau 10 ================================================ 06 Nichtmerkmal im Gelände / Stadt des Kindes / noch 26. - 29.9.2005 von: stadttheaterwien at nextra.at ================================================ Stadt Theater Wien http://www.fritzpunkt.at Das Nichtmerkmal im Gelände noch vier Termine: 26.9. 07 Uhr 27.9. 04 Uhr 28.9. 01 Uhr und 28.9. 22 Uhr Im Rahmen der bewohnbaren szenischen Installation In deinem Lager ist Österreich etabliert das Stadt Theater Wien auf den Höfen und Wegen der Stadt des Kindes eine Textperformance aus Texten der Romane Naturgemäß I und II der österreichischen Autorin Marianne Fritz mit dem Titel Das Nichtmerkmal im Gelände. Der Tänzer Bert Gstettner interpunktiert dieses Sprachgewebe auf der Ebene der Auslegung. Der Beginn dieser räumlich flanierenden Performance wandert, jeweils versetzt um drei Stunden, im Uhrzeigersinn rückwärts durch die acht Aufführungstage, durchläuft so im Verlaufe dieser acht Tage die gesamten 24 Stunden eines Tages und macht so die Konfrontation von Architektur und Text zu verschiedenen Tages- und Nachtzeiten möglich. Beginnt die erste Vorstellung zur üblichen Abendstunde um 19 Uhr, die zweite um 16 Uhr des darauffolgenden Tages, die dritte um 13 Uhr usw., so schließt sich der Kreis mit der letzten Vorstellung, die um 22 Uhr des vorletzten Tages von In deinem Lager ist Österreich beginnt. TEXT: Marianne Fritz (aus: Naturgemäß I und II) SCHAUSPIEL: Fred Büchel / Susanne Hahnl / Anne Mertin TANZ: Bert Gstettner AUSTATTUNG/ KÜCHE: Thilo Räther PORTIER: Markus Redl PRODUKTIONSLEITUNG / PORTIERIN: Barbara Vockenhuber TON: Gen Seto AUFSCHRIFT: Antonia Valerie Würnitzer Jeweils limitierte Platzanzahl. Anmeldung erbeten. Eintritt frei. Für Rückfragen und Anmeldung kontaktieren sie bitte +43 (0)699 11 68 56 16 oder: stadttheaterwien at nextra.at Weitere Informationen unter http://www.fritzpunkt.at Eine Aufführung im Rahmen von: In deinem Lager ist Österreich Eine bewohnbare szenische Installation mit Hausordnung Naturgemäß durchgehender Betrieb von 22.September 2005, 19 Uhr bis 29. September 2005, 22 Uhr Stadt des Kindes Mühlbergstraße 7 9 1140 Wien S 50 ab Westbahnhof/Hütteldorf bis Station Weidlingau-Wurzbachtal oder Bus 150/151 ab Hütteldorf bis Wolfgang Pauli Gasse (Auhof Center) Das Stadt Theater Wien lädt vom 22. bis 29. September 2005 während acht Tagen zur Teilnahme an der bewohnbaren szenischen Installation In deinem Lager ist Österreich. Die durchgehend geöffnete Installation antwortet auf das Idealstadtmodell der 1974 vom Architekten Anton Schweighofer als Kinderheim errichteten Stadt des Kindes und begreift das vorhandene Raumpotential (Höfe, Wege, Park, Schwimmbad, Turnhalle, Theater, Wohnhäuser, Sportplätze) als bespielbares räumliches Instrument. Ein Projekt von Stadt Theater Wien / Fritzpunkt mit osa (office for subversive architecture) Tanz*Hotel internil Katherina Bauer http://www.fritzpunkt.at Gefördert von der MA 7 Kultur der Stadt Wien und der Unruhe Privatstiftung ================================================ 07 newsletter Interkulttheater von: info at interkulttheater.at ================================================ Sufi-Geschichten Do., 29. September, 20.00 Uhr Parvis Mamnun erzählt... Live-Aufnahme Zum Auftakt der neuen Spielzeit werden an diesem Abend eine Auswahl der besten Sufi-Geschichten und Geschichten von Rumi Live auf CD aufgenommen. Es handelt sich um jene besinnlich-heiteren Geschichten, die Parvis Mamnun in den Jahren 2000 bis 2004 zuerst im Interkulttheater präsentiert und dann in mehreren Theatern mit großem erfolg erzählt hat. Der Eintritt beinhaltet einen Gutschein von ? 5.- zum Erwerb einer CD. ? 15.- (inkl.Gutschein) Fernando Paiva Group Fr, 30.Sept., 20.00 Uhr The Art of Brasilian Music Fernando Paiva, forscht nach den indianischen Wurzeln, studiert die Einflüsse afrikanischer Motive und kennt die Klassiker des brasilianischen Jazz. In ?The Art of Brasilian Music? trifft dieser Kosmos brasilianischen Lebensgefühls auf kongeniale Partner, allesamt Meister ihrer Instrumente. Die Band entwickelt dabei ihren eigenen unverkennbaren Stil. Auf dem Programm stehen Interpretationen der Werke berühmter brasilianischer Komponisten wie eigene Kompositionen. ? 15,- / 12,- Märchenhafte Tänze Sa, 1.Okt., 20.00 Uhr Märchenland Orient Ein Abend mit den Tänzerinnen - Mandana Alavi Kia - persischer Tanz, Veronika Hotowy - indischer Tanz und Negar Javadimand und Livemusik. Nariman Hodjaty (Taar/persische Langhalslaute ) Amir Kasra Zandian (Tonbak ) Moderation: Walpurga Neuberger ? 14.- / 12.- Ich bin der Jude von der ?Hochzeitsfeier? So, 2.Okt. , 19.00 Uhr Theater ?Stary? aus Krakau Hierbei handelt es sich um ein kleines Theaterstück des polnischen Nationaltheaters ?Teatr Stary?, das eine zutiefst traurige Geschichte mit einzigartigem, melancholischem Humor zu erzählen vermag. Es besteht aus einem einzigen Dialog zw. dem Jüdischen Kaufmann und seinem Notar, in dem der alte Jude seinen Frust über die neueste und höchst unkonventionelle Liebesaffäre seiner Tochter entlädt. Der 80jährige Hauptdarsteller Jerzy Nowak, der die Rolle des jüdischen Kaufmanns spielen wird, ist einer der letzten Repräsentanten der guten, alten Schauspielschule. Mit: Jerzy Nowak,Tadeusz Malak Klavier: Les?aw Lic, Pawe? Bie?kowski Regie: Tadeusz Malak in polnischer Sprache ? 12.- / 10.- Tsatsiki Connection Mi, 5.Okt.20.00 Uhr "Für Gourmets & Gourmands" Wenn der Liedermacher und Fernsehmoderator Lakis Jordanopoulos einen Musiker mit auf die berühmte Insel nehmen würde, so wäre es garantiert Hakan Gürses. Schon seit über 20 Jahren trifft sich die griechische und die türkische Seele von "Lakis & Achwach " auf der Bühne. Nicht nur musikalisch, auch mit Humor und dem liebevollen Umgang mit den Gemeinsam-keiten und den Unterschieden ihrer Kulturen. Beinahe ebenso lange musiziert Lakis Jordanopoulos mit Herwig Thoeny, dem Liechtensteiner. Der Istambuler Ausnahmegitarrist Yildirim Fakilar übernimmt in der Band den Part des Perkussionisten. Ohne komplizierte Technik aber mit raffinierte Arrangements, ohne Bühnenshow aber mit Witz und Charme entsteht ein Abend, der die Leidenschaft und das Feuer des mediterranen Lebens widerspiegelt. Mit: Lakis Jordanopoulos, Hakan Gürses, Yildirim Fakilar, Herwig Thöny ? 17.- / 13.- ================================================ 08 Alles über Zeit 3. Teil von: Halb_on_Tour at gmx.net ================================================ Alles über Zeit Victor Halb liest aus seinem Roman-Sachbuch "Das Zeit-Seminar" 3. Teil: "Zeit in der Philosophie" Dienstag, 27. September 2005, 20 Uhr "St. Art", 1070 Wien, Zollergasse 6 Hans-Heinz Hanssen will nun der Philosophie eine Lanze brechen und sagt: ?Eine Geschichte der Philosophie, welche neutral nacherzählt, was da gedacht wurde und die objektiv den einen Hauptweg nachzeichnen will, ist aber das gerade Gegenteil von Philosophie!? Er schließt die Frage an: ?Diesen schrecklichen Bestseller hast Du aber nicht gelesen: `Sophies Welt´?? Sie verneint. ?Da hast Du nichts verpasst. Darin wird erzählt, wie ein rätselhafter alter Mann in einer rätselhaften Atmosphäre, nämlich bei heimlichen Treffen, häppchenweise einem kleinen Mädchen die ganze Geschichte der Philosophie verklickert.? ? ?Ist ja ekelhaft!? entfährt es der Feuerfrau. ? ?Nicht was Du schon wieder denkst?, sagt Hans- Heinz Hanssen. ?Der Alte hat nur die besten Absichten. Getreulich schildert er alles ab, was es seines Wissens an Philosophie so gegeben hat seit den alten Griechen. Zu nichts bezieht er eine Position. Nichts lobt er, nichts verdammt er. Es ist das gerade Gegenteil von Philosophie. Euer Dozent an der Uni hat wahrscheinlich ebenso an nichts und niemand Kritik geübt.? Die Feuerfrau zuckt die Schultern und sagt: ?Was willst Du? Es war ein Einführungskurs in Geschichte der Philosophie.? ? ?Philosophiegeschichte!?, sagt Hans-Heinz Hanssen. ?Wie ich sie hasse!? Victor Halb, Schriftsteller, Musiker, Fotograf, geb. 1962 und aufgewachsen in Nürnberg, lebt seit einem Jahr in Wien. ================================================ 09 Antideutsche Konferenz in Berlin von: cafe.critique at gmx.net ================================================ Kritik und Parteilichkeit Aufruf zur antideutschen Konferenz am 18. und 19. November 2005 in Berlin Zweiundfünfzig in die Luft gesprengte Londoner und das sichere Wissen darum, daß sich vergleichbare Untaten in den westlichen Metropolen jederzeit wiederholen könnten, löst allein professionelles Nicht- verstehen-wollen aus. Kritik an den Tätern und ihrer Legitimation scheint von vornherein aussichtslos ? und zwar gerade weil jeder weiß, wer da mordet und warum. Keineswegs ist diese paradoxe Situation etwa allein ?typisch deutsch?, wie einen die Erfahrung insbesondere seit den Anschlägen von Madrid lehrt: Ausnahmslos jedes dem Westen zugerechnete Land verfügt über Dutzende nationaltypischer Ken Livingstones, heißen sie nun Zapatero, Prodi, Chomsky, Langer oder Zuckermann, die stets dann zum Dialog aufrufen, wenn es gälte, zu den korangrünen Banden auf Konfrontationskurs zu gehen. Jene Matadore des Kulturrelativismus gleichen einander bis in die letzte Friedensphrase so sehr, daß, wer einen kennt, die Einlassungen der anderen selbst verfassen könnte. Weil das bekannt ist und bereits bis zum Überdruß wiederholt wurde, klingen die flammenden Anklagen gegen die regierungsoffiziellen Helfershelfer und intellektuellen Verharmloser der suicide bomber allmählich schal. Die entscheidenden Frage lautet doch eher: Wie ist es möglich, daß das Offensichtliche nicht gesehen, den wirklichen und prospektiven Opfern die gebotene Empathie versagt und jede fundamentale Kritik am antiwestlichen Fundamentalismus verdächtigt wird, faschistische Säuberungspolitik vorbereiten zu wollen? Keineswegs nämlich sind die offiziellen Repräsentanten des heutigen Antizionismus für sich genommen das Problem, sondern der neue linke bzw. linksliberale nach-68er Mittelstand, dem sie entstammen und dessen Exponenten sie sind. Es ist dieses Milieu, das in seiner zwischen Auftrumpfen und Selbstekel, Vitalismus und Todessehnsucht oszillierenden Gemütslage sich so ganz spontan in die islamistischen Mörderseelen einzufühlen vermag und das in seiner qua ?political correctness? autoritär befestigten und bislang ungebrochenen Meinungsführerschaft jede Kritik am Islamfaschismus als Verrat am multikulturellen Glaubensbekenntnis diskreditiert. Dies alles ist nicht spezifisch deutsch, findet hierzulande aber deswegen eine so unverwechselbare Ausprägung, da die sogenannten 68er auf nichts mehr zielten als darauf, als ideologische und praktische Erben des Nationalsozialismus im antifaschistischen Gewand anzutreten. Die fürsorgliche Islambegleitung der im Namen ausgerechnet des Antifaschismus auftretenden 68er verweist durchaus auf Übereinstimmungen mit den Zielen der angeblich verfolgten Anhänger des Propheten. Und wie ungebrochen deutsch Antifaschismus gerade dann ausfällt, wenn ausgewiesene deutsche Linke vor islamkritischer Praxis warnen, war auch diesen Sommer wieder zu beobachten ? und keineswegs nur im Bezug auf den Erzteufel USA. Ob die Ex-Maoistin und heutige Verbraucherschutzministerin Künast bei Maischberger der Unions-Kandidatin Merkel mangelnden Patriotismus, ja Landesverrat vorwirft, weil diese im Sommer 2002, wenn auch verzagt, vor den Folgen des rotgrünen Feldzugs gegen die Vereinigten Staaten von Amerika und ihres Präsidenten gewarnt hatte, ob der sozialdemokratische Berliner Innensenator Körting nach den Londoner Anschlägen von dem erhöhten Terrorismusrisiko warnt, das durch einen Wahlerfolg der CDU entstünde, da eine unionsgeführte Regierung von den USA verleitet werden könnte, sich an der ?Besatzung? des Irak zu beteiligen, oder ob der Berliner Links-Professor Grottian mit seiner Initiative gegen die Berliner Bankgesellschaft sich darum bemüht, den antikapitalistischen Volkszorn gegen deren Aufsichtsratschef Landowsky anzustacheln, obwohl der während seiner Amtszeit nichts anderes getan hat als das, was Grottian als Sympathisant der neuen Linkspartei heute allen Ernstes empfiehlt ? alles, was im Gefolge von Dutschke und Meinhof gedacht und getan wurde, erweist sich als ein sehenden Auges eingeschlagener deutscher Holzweg, der, egal aus welcher Richtung er beschritten wurde, immer nur eines anpeilt: eine staatlich befriedete Gemeinschaft der Gleichen, die ihre individuelle Angst in kollektive Panik übersetzt. Genau das ist das Erbe von 1968. Alles, was man den 68ern darüber hinaus auf der Habenseite angerechnet hat, sind gesellschaftliche Fortschritte, die sich zumeist nicht aufgrund sondern gegen die eigentlichen Intentionen der 68er eingestellt haben. Dieser heutige Mittelstand hat seine Eltern nicht etwa als ?Hitlers willige Vollstrecker? angeprangert, um irgendwelche antinationalsozialistischen gar antideutschen Konsequenzen aus den deutschen Verhältnissen zu ziehen ? sie haben ihre Eltern vielmehr deswegen gehaßt, weil sie bei ihnen mehr Übereinstimmung in der deutschen Sache erkannten, als ihrem Programm gut tun konnte. Der Antifaschismus der 68er war eine Unternehmung, die in Israel und den Vereinigten Staaten jenen Feind am Wirken sah, den schon ihre Eltern mit der Vernichtung der europäischen Juden unschädlich machen wollten. Der Weg Horst Mahlers oder Bernd Rabehls vom studentenbewegten Kader zu waschechten Nationalrevolutionären in der Tradition des Nationalsozialismus ist nur in der extremen Konsequenz randständig. Der Kampf der Grottians, Münteferings oder Geißlers um einen ?Kapitalismus mit menschlichem Antlitz? und ?in sozialer Verantwortung? ist den Kapitänen des deutschen Wirtschaftswunders wie den früheren Nazi-Wirtschaftsführern Heinrich Nordhoff oder Gerling entweder in Nostalgie oder aber ?ungeglaubtem Glauben? (Adorno) verpflichtet und richtet sich unter dem Empfinden ständiger Bedrohung umso fanatischer gegen vorgebliche Schädlinge am Volkskörper, ?Asoziale? und ?Heuschrecken?. Diesem Kampf liegt die Sehnsucht nach jenen sozialistischen Volksgemeinschaften zugrunde, in denen Arbeitsameisen, vom gerechten Volksstaat geleitet, ununterbrochen irgendwelche dem Kollektivwohl dienlichen Werke hochziehen und nach Feierabend ein gutes Buch lesen ? das heute sehr gut der Koran sein könnte. In der Verehrung für den roten Terror, wie er im China der Kulturrevolution, im stalinistischen Albanien und schließlich im Kampuchea der Roten Khmer wütete, kam der einzige substantielle Einwand zum Ausdruck, den sie gegen die Nazis geltend machten: deren unordentliches Verhältnis zu den Kapitalisten, die sie zwar an die staatliche Kandare nahmen, zugleich aber als Personifikationen ihrer Klasse nicht liquidierten. Im Gefolge von 68 wurde zwar unermüdlich gegen Autoritäten in Staat und Gesellschaft gestritten und zum Beispiel deutschen Beamten ihr Feldwebelgehabe in der Tat endgültig verunmöglicht. Die eigentlichen 68er hatten allerdings längst selber einen stalinistischen Kasernenhofton angenommen und Flugblätter wie Hinrichtungsbefehle oder Todesfatwas herausgegeben, in denen allerlei Feinde des Volkes gebrandmarkt und zunächst nur rhetorisch zum Abschuß freigegeben wurden. Auch die sogenannte sexuelle Revolution und die rechtliche und allmählich auch ökonomische Gleichberechtigung der Frauen war nur zum kleinen Teil das Werk der Politgeneration. Viel stärker wirkte hier der wachsende Bedarf der Wirtschaft nach Arbeitskräften zusammen mit der Expansion der Kulturindustrie als Motor für die überfällige Demontage von Frauenunterdrückung und sexueller Zwangsmoral. Die politische Generation von 1968 war, anders als die sich mit ihr personell und habituell nur teilweise überschneidende zeitgleiche Popgeneration, nicht mit Lust und Sinnlichkeit beschäftigt, sondern mit Lebensreform, die die autoritären Verhältnisse der Gesellschaft nur bekämpfte, um sie gegen sich selbst in aller Unmittelbarkeit zu reproduzieren. Ein Spruch wie: ?Wer zweimal mit der gleichen pennt, gehört schon zum Establishment? meinte eben nicht den Angriff auf enge bürgerliche Arbeitsmoral, sondern auf individuelle Privatheit, der einzigen Voraussetzung für Liebe und eben auch gelebte Sexualität. Den privaten Rückzug, diese Voraussetzung für jeden Traum, jede Ahnung, jede Erfahrung von Glück, als faschistisch zu denunzieren, ist der finstere Beitrag der 68er zur sexuellen Revolution ? die Parole ?Das Private ist politisch? erhebt dieses gegenaufklärerische Programm zum Selbstbewußtsein. Durch relative ökonomische Prosperität und die recht hartnäckige politische Abstinenz der Bevölkerung gegenüber den Angeboten, die die Generation 68 ihnen machte, blieb all dies bis 1990 mühsam gebändigt. Seitdem lastet jedoch all das auf einer in Panik verfallenden Gesellschaft, die auf eine volksstaatliche Rettung aus der Krise vertraut, obwohl sie weiß, daß die Heinrich Nordhoffs von heute keine scheinbar krisenunabhängige Wohlstands-Volksgemeinschaft mit Arbeitersiedlungen und KdF-Programmen mehr im Angebot haben, sondern eine Zwangsgemeinschaft der Durchgefallenen, die sinnigerweise nach einem Nachfolger Nordhoffs in der Chefetage von Volkswagen benannt ist. Heute erweist sich das nostalgisch verklärte Modell Volkswagen als das heimliche Leitbild einer linken Sammlungsbewegung, um die sich fast alle scharen, die das Erbe von 68 nicht nur zu verwalten vorgeben, sondern wirklich glaubwürdig repräsentieren und die endlich einmal die Aussicht hat, von größeren Teilen des Volkes als Wahlalternative angenommen zu werden. Heute steht der Volkswagenwerker, der seine übertariflichen Leistungen gefährdet sieht und deshalb als eingefleischter Bild- zeitungslesender Antikommunist die Wahl einer Partei erwägt, die der alten BRD genauso nachtrauert wie der untergegangenen DDR, Seit an Seit mit den Berliner Autonomen der Gruppe FELS, die dauernd ein staatlich alimentiertes Existenzgeld für alle einfordert, als wäre ausgerechnet der deutsche Staat keine Zwangsanstalt, sondern eine altruistische Unternehmung zur Verteilung von Almosen und Hartz IV nicht die konsequente Umsetzung der Existenzgeldforderung. Parteilichkeit für Israel Ohne Zweifel sind diejenigen, die das Appeasement mit dem Vernichtungskrieg gegen den Westen am lautesten einfordern und ganz multikulturell begünstigen, in erster Linie Linke, seien sie nun K- Gruppen-Exoten, professionelle Antirassisten, Globalisierungsgegner, Ökologen, Pazifisten oder Sozialdemokraten und Gewerkschaftler. Das ist bekannt und was daraus folgt, scheint ebenso klar auf der Hand zu liegen: Man vollzieht den überfälligen Befreiungsschlag und verabschiedet sich ohne Rückversicherung und Einschränkung von diesem Milieu, das sich die ?Linke? nennt und mit dieser Selbstzuschreibung zum Ausdruck bringt, daß es sich bei ihm um nichts anderes handelt als um eine Gemeinschaft zur wechselseitigen Gesinnungspflege, die ihren erbaulichen Gewißheiten unbekümmert um Fakten und Interessen Geltung verschafft, wenn sie dazu Macht und Gelegenheit hat. Man könnte es damit sein Bewenden haben lassen, sich der Freiheit von kollektivistischen Zumutungen, die man sich damit erobert hat, sowie des damit gewonnen Spielraums erfreuen und endlich einer Kritik nachgehen, die nach Marx weder vor den herrschenden Mächten noch vor ihren eigenen Resultaten sich fürchtet. Zu beobachten ist freilich etwas anderes: Kaum ist man der alten Gesinnungsgemeinschaft einigermaßen glücklich entkommen, wird von nicht wenigen eine neue ins Leben gerufen, als halte man es in der neuen Freiheit ohne übergreifende Ordnung und neue kollektive Prinzipien einfach nicht aus. Man sucht geistiges Obdach, neue Freunde in einem neuen zu Hause, kurz: Identität. Ein solches Bedürfnis macht sich auch dort bemerkbar, wo antideutsche Kritik am ehesten erfolgreich zu werden schien: in der Solidarität mit Israel. In diesem Spektrum hat sich längst die notorische Unlust verbreitet ? schlechtes Überbleibsel aus linken Bewegungsjahren ?, fällige Fehden mit angeblich antisemitismuskritischen Antizionisten, die plötzlich auch unter dem Label Israelsolidarität segeln, tatsächlich auszutragen, als sollte um jeden Preis eine Einheitsfront der Guten für Israel geschmiedet werden. Schon jene seltsamen Spezialisten, die sich auf dem Feld sogenannter Antisemitismusforschung tummeln und wegen baldiger Verwendung in den ideologischen Staatsapparaten der Berliner Republik bei Professoren und Stiftungen, Behörden und Parteien eifrig mit den Füßen scharren, haben viele Freunde Israels nie wirklich mißtrauisch gestimmt. Denn ähnlich wie mit der sogenannten Antisemitismuskritik verhält es sich immer öfter auch mit den Stellungnahmen zu Israel: Statt um die Parteinahme für Israel und seine Anstrengungen, als Staat in einer feindlichen Welt zu überleben, statt also im wesentlichen mit den Feinden des jüdischen Staates abzurechnen, geht es zunehmend darum, ein so inniges Verhältnis zu Israels Land und Leuten ? oder besser: zu dem, was man darin sehen will ? zu unterhalten, als müsse unbedingt ein Ersatz für das verlorene Vaterland der Werktätigen her. Es reicht vielen nicht aus, jede Kritik an Israel als Tribunal gegen den jüdischen Staat zu delegitimieren und deshalb auch jede öffentlich verkündete Enttäuschung über gesellschaftliche Entwicklungen in Israel als notwendige Konsequenz eines abstrakten Philosemitismus zu kritisieren, der sich für den realen Staat Israel und seine Bewohner nicht interessiert, weil seine Anhänger damit beschäftigt sind, mit der Seele ihre wahre Heimat zu suchen und im jüdischen Staat das wiedererlangte Paradies so lange gefunden zu haben behaupten, bis irgendwann die zum Glück pragmatische Realität vor Ort als Verrat an der Sache und Grund, die Solidarität aufzukündigen, angeführt wird. Parteinahme für Israel findet ihren Ausdruck nicht in Identifikation etwa in Form von Pilger- statt Urlaubsreisen ins heilige Land und auch nicht in der dauernden Beschwörung der erfreulichen Verhältnisse im jüdischen Staat. Parteilichkeit für Israel manifestiert sich allein im Negativen, in der Kritik an der antisemitischen Internationalen: Dies ist die einzige Form der Unterstützung eines Staates, die sich vom persönlichen Meinen und Dafürhalten und den darin einbegriffenen übermächtigen projektiven Gehalten unabhängig macht und deshalb ein wenig länger hält als die gerade modische politische Konjunktur. Solche berechtigten Zweifel an manchen Erscheinungen der Israelsolidarität diente allerdings vielen allein dazu, sich der gebotenen Kritik an den sehr konkreten Feinden Israels zu entziehen und stattdessen naserümpfend sich gegen jene auszusprechen, die ihre Israelsolidarität als Kritik an der antisemitischen Internationale unzweideutig und öffentlich bekundeten. Bezeichnenderweise war es das Mitführen jenes Symbols auf Kundgebungen und Demonstrationen, das die Feinde Israels wo immer es gezeigt wird, Bekenntnisse ihres Vernichtungswillen gegen den jüdischen Staat magisch abnötigt, das von den selbsternannten ?wahren? Kritikern des Antisemitismus als unzulänglich, ja, die Solidarität mit Israel diskreditierend verunglimpft wurde. Wer die Israel-Fahne trägt wurde und wird regelmäßig nicht als schärfster und beiläufig auch mutiger Kritiker der Todfeinde dieses Staates erkannt, sondern entweder als zionistisch-nationalistischer Provokateur oder als verkappter Nazi gebrandmarkt, der eben unbedingt einem staatliche Autorität verbürgendem Winkelement hinterherlaufen müsse, sei es die schwarz-rot-goldene oder eben die blau-weiße. Solche antinationale Kritik an den einzigen radikalen Kritikern des Israelhasses gilt vielen immer noch als Ausdruck scheinbar theoretischer Bemühung um Wahrheit, ist in Wirklichkeit aber wie jedes ?antinational? sich drapierende Bekenntnis nur der Beleg für Desinteresse am empirischen Gegenstand und damit die Voraussetzung für jenes so grundsätzliche Desengagement von dem die Antisemiten regelmäßig profitieren. Was Liberalismus ist Aber genau dieses Negative, Kritik und Polemik, reicht manchen offenbar nicht mehr. Statt auf Erkenntnisse ist man auf Bekenntnisse aus, statt Parteinahme zu einem bestimmten Sachverhalt ist Identifikation mit einem Großen und Ganzen gefragt. Reiste man zuvor auf dem Ticket des ?Links-Seins?, mit dem man sich, wie man zunehmend erkannte, en bloc Antiliberalismus, Judenhaß und die Option für den Volksstaat einhandelte, so lautet das neue Ticket nun ?Liberalismus?, dessen notwendige Implikationen man einstweilen noch nicht komplett unterschreiben möchte, deren Ratifizierung aber in der Logik der Sache selbst liegt. Abgelehnt werden nicht Ticketmentalität, identitäre Selbstvergewisserung und Prinzipienreiterei als solche ? man wechselt einfach nur das Ticket. Genau darin aber reproduziert man ? und das ist das Entscheidende ? formell die deutsche Ideologie, auch wenn man inhaltlich weit von ihr entfernt ist: Deutsch sein heißt, wenn es überhaupt etwas heißt, Interessen zu leugnen und sein ganzes Denken und Handeln als selbstlosen Dienst an einer höheren Allgemeinheit auszugeben. Man schafft hierzulande offenbar nicht das Einfache und Selbstverständliche, das Salman Rushdie gelang, als er nach dem 11.9.2001 katalogartig all jene zivilisatorischen Errungenschaften und Fortschritte aufzählte, die für ihn nicht verhandelbar sind, und sucht entlang dieser nicht dogmatisch, sondern aus Erfahrung, Wissen und Interesse gewonnenen Prämissen pragmatisch das Bündnis mit jenen politischen Gegnern, die am ehesten bereit und in der Lage sind, der aktuell schlimmsten gemeinsamen Bedrohung entgegenzutreten ? nein: Als deutscher vom Links- zum Liberal-sein Konvertierter muß etwas, dem man sich verschreibt, schon ein wasserdichtes System sein, aus dem alles weitere abgeleitet wird: nun also der Liberalismus. Es interessieren die einzelnen Sachverhalte also nur, insofern sie das vorgefaßte System illustrieren. Die Tatsache, daß im jüdischen Staat Frauen nicht unterdrückt, Schwule nicht verfolgt werden und Alkohol nicht verboten ist, ist dieser Logik zufolge nicht etwa nur bemerkenswert in der Konfrontation mit Leuten, die solches entweder gerne unter den Teppich kehren oder diese Freiheiten gar bekämpfen, ansonsten aber eine Banalität, die schlecht dazu taugt, fortwährend gefeiert zu werden; von manchen Freunden Israels werden die genannten zivilisatorischen Minimalstandards nicht einfach bloß als Evidenzbeweis dafür angeführt, wie haushoch überlegen die israelische Gesellschaft der arabischen ist, sondern ganz prinzipienfest zum Anlaß genommen, die rule of law und den Kapitalismus abzufeiern. Dabei wäre die Geschichte der Juden doch viel eher ein Beispiel dafür, daß die westliche Zivilisation im Zeichen des Liberalismus sie lediglich duldend scheinintegrierte, um bei der nächsten Krise wieder vorwurfsvoll auf den gelben Fleck zu zeigen, den ihnen die Nazis schließlich aufklebten. Die Tatsache, daß ein Buch von Paul Berman von großer Klarheit und Vernunft durchdrungen ist, ist solcher Logik folgend nicht etwa nur dann hervorhebenswert, wenn man es mit den vollends projektiven und faktenresistenten Hervorbringungen deutscher Friedensideologen oder französischen Europäern vergleicht, ansonsten aber eine Trivialität, die keiner weiteren Erwähnung wert ist: Bermans und anderer Veröffentlichungen sollen vielmehr als Beweis herhalten für die angeblich grundsätzliche Differenz von positivistischer Vernunft und pseudo-metaphysischem Wahn und die vorgebliche Superiorität des ersteren. Die Tatsache schließlich, daß in den USA oder in Großbritannien der nationalsozialistische Volksgemeinschaftsstaat jedenfalls bis heute keine Option der Herrschaft darstellt, soll demnach wahr und bedeutsam sein nicht nur als Einspruch gegen die beliebte simple Gleichsetzung Kapitalismus=Faschismus, sondern gilt als Beleg dafür, welch menschheitliches Gut der liberale Rechtssaat angeblich sei, wenn er nur in den richtigen Händen liege. Man könnte in der Aufzählung fortfahren und würde doch jedesmal zu demselben Ergebnis kommen: Jede an sich erfreuliche partikulare Einsicht gerät den frisch Konvertierten zu einem Argument für ein Allgemeines: Das aber entwertet jede einzelne Einsicht, indem sie ihrer anstößigen und polemischen Qualität beraubt und zu einer Glaubenswahrheit hochstilisiert wird und desavouiert überdies den Wahrheitsgehalt, der der neu entdeckten Liebe zum Liberalismus eben auch innewohnt. Denn ohne Zweifel ist eine liberal verfaßte Gesellschaft Voraussetzung jeder Emanzipation: In der Wertschätzung für die ?Entzauberung? der gesellschaftlichen Beziehungen unterm Kapital, in der Zurückweisung einer dem Einzelnen vorgeschriebenen Ordnung und demzufolge aller abstrakten Weltverbesserei und Menschheitsbeglückung, im Insistieren auf der Kategorie des individuellen Interesses sowie darauf, daß jegliche gesellschaftliche Assoziation durch das interesse- und vernunftgeleitete Handeln der Einzelnen vermittelt sein soll, konvergieren Liberalismus und ein recht verstandener Kommunismus. Die Einsicht in die emanzipatorischen Gehalte des Liberalismus ist jedoch identisch mit der Einsicht, daß diese nicht ungebrochen existieren, daß dieser, entgegen seiner Selbstideologisierung, kein in sich ruhendes System ist, dessen bewußtloses Funktionieren den Ausgleich der Interessen zum Besten aller besorgt, sondern daß seine Dynamik eine durchaus selbstdestruktive ist, eine negative Dialektik, an deren Ende die fortschrittlichen Gehalte des Liberalismus entweder zurückgenommen werden oder an sich selbst ins Gegenteil umschlagen. Der harte Kern des Antisemitismus, die Auffassung, das Weltjudentum mit seinen Machenschaften und Manipulationen sei schuld daran, daß die Gesellschaft sich von ihren Ursprüngen entfernt habe und an ihrem natürlichen Funktionieren gehindert werde, ist schließlich nichts anderes als die bösartig gewordene, an sich selbst in vollendeten Wahnsinn umgeschlagene altliberale Doktrin, Gesellschaft sei ein natürlicher Organismus und funktioniere zu Nutz und Frommen aller, wenn sie nur nicht durch ?unnatürliche? ?äußere? Eingriffe von Seiten des Staates gehindert werde: Der Radikalliberalismus von Jörg Haider, der gegen Bonzen, ?verkrustete Strukturen? und moderne Kunst genauso polemisiert wie gegen die frechen Juden und die Globalisierung, indiziert eine Konvergenz zum Liberalnazi. In ihrer naturalistischen Gesellschaftslehre, die letzten Endes auf die Zwangshomogenisierung der gesellschaftlichen Interessenkonflikte zielt, die der Liberale durch die unsichtbare Hand des Markts, der Nazi durch die sichtbare des starken Staats erreichen will, gleichen sich Liberale, Faschisten und Partei- oder Bewegungslinke ? und unterscheiden sich alle vom aufgeklärten Kommunisten, der im Gegenteil die Interessengegensätze und ihre Verschärfung begrüßt. Was Liberalismus auch ist Es ist die unhintergehbare Einsicht von Horkheimer, Adorno, Marcuse, Löwenthal und allen, die für die ?Kritische Theorie? stehen, daß der Liberalismus sich selbst sein ärgster Feind ist, daß seine emanzipativen Seiten von innen her bedroht sind und daß das, was ihn vermeintlich ?von außen? bedroht, im Sinne nicht eines Kausal- sondern eines Konstitutionszusammenhangs sein eigenes Produkt ist. Diese Einsicht ist nicht, wie deutsch-europäische Schicksalsgläubige automatisch annehmen müssen und wie konvertierte Liberale nun ex negativo bestätigen würden, die Aufforderung, alle Hoffnung fahren zu lassen, weil eh alles vergeblich sei, sondern die Erkenntnis, daß die fortschrittlichen Gehalte des Liberalismus, die zivilisatorischen Standards, die er gesetzt hat, letzten Endes nur gegen den zum System sich aufwerfenden Liberalismus und die gesellschaftlichen Verhältnisse, die er zum Ausdruck bringt und auf denen er aufruht, gerettet werden können, daß sie eine prekäre Existenz fristen, beständig in Gefahr stehen zurückgenommen oder einkassiert zu werden und ihre Verteidigung als Mindestbedingung jeglichen Strebens nach Glück selbstverständlich sein sollte. In frisch-fröhlicher Manier den Liberalismus abzufeiern; anzunehmen, dieser habe etwa in den USA oder Großbritannien ein angestammtes Vaterland, ein solides Fundament, eine überwältigende Anhängerschaft und sei gegen autoritäre Anfechtungen immun; daraus gar noch Hoffnungen auf eine menschenfreundliche Erneuerung der spätkapitalistischen Ökonomie abzuleiten, ist zum einen blanker Zynismus angesichts der Tatsache, daß ein Bezieher des britischen Mindestlohns an seinen Zahnlücken zu erkennen ist oder ein zum dritten Mal rückfälliger amerikanischer Straftäter für immer einfährt. Vor allem aber bedeutet es ein fast schon vorsätzliches Sich-dumm-stellen gegenüber der Ambivalenz des Liberalismus und impliziert eine grundsätzliche Verkennung der existierenden liberalen Potentiale, die in der gegenwärtigen Lage nicht nur naiv, sondern fast schon fahrlässig ist. Was einem in der heutigen Weltlage noch Luft zum Atmen verschafft, ist die Tatsache, daß es sich bei den USA und Großbritannien um zwei zum Glück zurückgebliebene Gemeinwesen handelt, in denen die negative Dialektik des Liberalismus bislang keine Chance hatte, an ihr totalitäres Ende zu kommen, und die im naturwüchsigen Fortschritt kapitaler Vergesellschaftung hin zur Barbarei im Vergleich mit Europa deshalb arg hinterherhinken ? und hoffentlich nie aufschließen werden ? und in denen deshalb immerhin beachtliche Restposten instrumenteller Vernunft anzutreffen sind. In diesem engen Sinn ist liberal organisierte bürgerliche Herrschaft, wie man sie in den USA und Großbritannien vorfindet, aktuell das einzig wirkungsmächtige Potential gegen den Faschismus, wie er im Namen von Islam, UN und Europa den ewigwährenden Djihad gegen Juden und Amerikaner zu führen sich anschickt. Zugleich ist dies ein logisch unmögliches Unterfangen, weil der Liberalismus hier gegen etwas in Stellung geht, was er selber konstitutiv hervorgebracht hat ? ein logischer Mißstand, der umso erfreulicher jedoch ist, eben weil das logisch Unmögliche praktisch getan wird und es so unzeitgemäß und herausfordernd wirkt in seiner Zuversicht, gesellschaftliche Entwicklungen umgestalten zu können. Der beliebten Projektion des Feuilletons, bei den ?Neo-cons? handele es sich um verkappte Kommunisten, ist in diesem Sinn unbedingt zuzustimmen. Diesen Zusammenhang zu benennen, sich über das stets Gefährdete liberaler Errungenschaften wenigstens nicht in die eigene Tasche zu lügen, gebietet intellektuelle Redlichkeit auch dann, wenn man weitergehende Aspirationen auf Emanzipation fahren gelassen hat: Das wäre ein entschieden realitätsgerechteres Verhalten, als sich die Kritische Theorie als Legitimationsanstalt für einen endlich richtig erkannten Liberalismus zurechtzulegen oder deren Erkenntnisse gleich ganz zu verleugnen. Umso mehr steht sie allen an, die aus wohlverstandenem Selbsterhaltungsinteresse mit Winston Churchill den bürgerlichen Verfassungsstaat zwar als die am wenigsten unangenehme Herrschaftsform anerkennen, aber zu Herrschaft als solcher auf Konfrontation gehen, weil sie die Bedingung dafür ist, daß gesellschaftliche Konflikte in kollektive Amokläufe übersetzt werden. Zu retten ist nicht die Kläglichkeit liberaler Ideologie und schon gar nicht ihre Praxis, die notwendig auf die Auslöschung jeglicher utopischen Ideen zielt. Vom Bürgertum bleibt lediglich, was die Option auf Befreiung einmal war, die in seinem Namen erstmals eingefordert wurde. Die Hinterlassenschaft des bürgerlichen Zeitalters ist das Streben nach ungeschmälertem Glück, das sich gerade im unglücklichen Bewußtsein, im Zerfallensein mit der scheinbar selbstbewußt geschaffenen gesellschaftlichen Realität manifestiert und in der Philosophie, wo sie triftig gerät, das Selbstbewußtsein, und in der Kunst, wo sie dicht und gespannt gelingt, Ausdruck verleiht. Was da die Klage über nicht eingehaltene Versprechungen auf Glück war, muß antideutscher Kritik Ansporn in ihrem Eintreten für eine Gesellschaft ohne Angst sein. Was deutscher Liberalismus ist Die naiv-draufgängerische Bezugnahme auf den Liberalismus befremdet umso mehr, als sie in Deutschland stattfindet, dessen liberale Tradition und dessen aktuelle Vertreter des Liberalismus einem doch eher das Gruseln lehren sollten. Wer aber im angelsächsischen Liberalismus das an sich gute Prinzip zu entdecken haben glaubt, der wird es auch ausfindig machen, wo man es sonst nie vermuten würde: der wird zwar einen schlechten, deutschen Liberalismus als dessen angebliches Gegenprinzip stets zu kritisieren wissen, muß sich aber seinen Wünschen entsprechend seine Bündnispartner zurechtlügen, etwa nach der Methode, diese seien zwar an der Oberfläche deutsche Liberale, kämpften aber ?eigentlich? und ?an sich? irgendwie doch für den ?wahren? Liberalismus. Offenbar hat man auch in Kreisen, die sich nicht nur als israelsolidarisch, sondern auch als antideutsch begreifen, nicht erfaßt, was es heißt, in einem postfaschistischen Gemeinwesen zu leben: daß in einer Gesellschaft, in der der Nationalsozialismus nicht einfach bloß Tendenz und Bewegung blieb, sondern sich zum massenmörderischen Regime verfestigen konnte, alles beschädigt wurde und es daher keinen naiven Bezug mehr auf irgendeine politische Idee oder Bewegung geben kann ? das gilt für den Kommunismus, wie die Konvertiten natürlich sofort einräumen würden, das gilt aber erst recht für den Liberalismus, dem in Deutschland ermöglicht wurde, seine miesesten, opportunistischsten und autoritärsten Potentiale voll zu entfalten. Wie sehr der Liberalismus hier mit nazistischer Ideologie durchtränkt ist, zeigt sich am entscheidenden Punkt: Wenn deutsche Liberale einen Befreiungsschlag aus etatistisch verwalteter Ökonomie herbeisehnen, argumentieren sie nicht, stellen sie sich nicht der Diskussion, sondern vertrauen aufs blinde Schicksal, dessen letzter Erfüllungsgehilfe unversehens genau die Einrichtung sein wird, die sie scheinbar in die Schranken weisen wollen: der Volksstaat. ?Diese Gesellschaft betritt eine Scholle, die sich von den vertrauten Landmassen zu lösen beginnt. Wo es kein Brückengeländer gibt und auch keine durchgerechneten Rezepte, die sich in langatmigen Kampagnen vermitteln lassen. All das ist Köhlerglaube. Der Schritt wird kurz und heftig sein wie dieser Wahlkampf. Ihn führt eine Union, die sich darüber verwandeln wird. Spät erst wird man erkennen, ob sie sich dabei verirrt. Früh aber, mit welchem Mut sie beginnt.? So endet der Leitartikel ?Republik im Morgengrauen? von Johann Michael Möller, der in der Welt vom 4.6.05 erschienen ist. Der Wahnsinn, der aus solchen Sätzen spricht, dementiert jede Hoffnung auf eine liberale Alternative im angelsächsischen Sinn. Deutsche Ideologie hat Realitätsverlassenheit zum Programm, propagiert die Apokalypse als Sehnsucht und erhebt die Verweigerung jedes empirischen Bezugs auf die Tatsachen zu ihrem Grundgesetz. Das passive Destruktivitätspotential des deutschen Seelenhaushalts läßt die Landsleute nicht nur bewundernd und angeschauert zugleich die Orgien der Zerstörung im Zeichen des Islam als Vorschein des insgeheim herbeigesehnten Weltuntergangs ausstellen anstatt sie zu kritisieren und zu bekämpfen. Angesichts des eingebildeten und herbeigeredeten Weltuntergangs zu Hause geht der Rest von Vernunft, Pragmatismus und Caritas restlos den Bach hinunter: Es wird ein Neuaufbruch im Morgengrauen beschworen, der in seinem Schamanismus noch hinter die andernorts üblichen Beschwörungen von Markt- und Staatstheologie zurückfällt. Emir Kusturicas am Ende seines Films ?Underground? gezeigte traurig-poetische Sequenz von der besiegten serbischen, restjugoslawischen Gesellschaft, die von Europa abgehängt wird und als vom Festland abbrechende Scholle, auf der die Bewohner zu scheppernder Blasmusik ein Saufgelage feiernd die Donau nach Nirgendwo hinuntertreiben, gerät einem deutschen, für die serbische Katastrophe mitverantwortlichen liberalen Ideologen zum Gegenteil: zum Aufbruch zu neuen Ufern. Was antideutsch ist Die Gegnerschaft zu allem, ?was deutsch ist?, kann, wenn sie es ernst meint und das Objekt der Abgrenzung in seinem Wesen treffen möchte, kein Fundament errichten, keine ?Position? beziehen, keine positiven Wahrheiten verkünden, keine Bekenntnisse erzwingen, keine Gesinnungsgemeinschaft etablieren: Ihr Medium ist allein die Kritik, ihr Maßstab die Bestimmtheit und Genauigkeit der darin ausgedrückten Negation und ihre Wirksamkeit entfaltet sie ebenfalls als Kritik, d.h. als wesentlich interessengeleitete Tätigkeit zur Herbeiführung von Zuständen, in denen jeder ohne Angst verschieden sein kann. Deshalb scheut sie nicht davor zurück, in Konsequenz ihrer Überlegungen sich einzumischen und Partei zu ergreifen. Darin unterscheidet sich antideutsche Kritik in kommunistischer Absicht von marxologischen oder adornierenden Unternehmungen, die sich, Bibelkreisen nicht unähnlich, der Exegese verschrieben haben, deren Wahrheitsgehalt, wie groß er auch immer ausfallen mag, durch die Unwahrheit erkauft wird, daß die Texte sorgsam eingeschreint werden und die Tätigkeit des Interpretierens durchweg allen eingreifenden Charakters, den sie der Sache nach doch an sich trägt, entkleidet wird. Auf der anderen Seite grenzt antideutsche Kritik sich strikt von allen Anstrengungen in positivem ?Politik-Machen? ab, das statt auf vernünftig begründete Parteinahme im Einzelnen notwendig auf Identifikation im Großen abzielt und daher ohne Heilsgewißheiten nicht auskommen kann. Die ?Gegenidentifikation? (Manfred Dahlmann) etwa mit bestimmten außenpolitischen Maßnahmen der Vereinigten Staaten von Amerika meint eben nicht deren Glorifizierung, sondern ist getragen von der Unausweichlichkeit klarer und eindeutiger Parteinahme in einem Konflikt, in dem eine Seite, der politische Islam mit seinen Selbstmordattentätern an der Spitze, eine unzweideutige, durch massenmörderische Taten beglaubigte Feinderklärung ausgesprochen hat und in dem die andere Seite, die USA, Großbritannien und Israel, diese Feinderklärung angenommen haben, indem sie mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln den auf Vernichtung zielenden Feind bekämpfen, während Old Europe mit seiner Politik des konstruktiven Dialogs de facto mit dem Feind kollaboriert. Maßstab der Gegenidentifikation ist nicht, was der ?war on terror? positiv ist und schafft, sondern was er abschafft und was er nicht ist. Gegenidentifikation meint schließlich das Insistieren darauf, daß die US-Army in Afghanistan und im Irak gerade in ihrer kriegerischen Praxis weit eher eine Ahnung von Frieden zum Ausdruck bringt als all jene, die mit ihrem Gewedel mit Tauben- und Pacesymbolen das Ihre zur Schaffung einer Welt beitragen, die in einem unendlichen Weltkrieg für Gerechtigkeit und ethnische Zufriedenheit genau jenes Armageddon vorbereiten, von dem Ronald Reagan einst im Bezug auf die Sowjetunion dumm aber folgenlos daherfaselte. Öffentliche Parteinahme, die Bereitschaft, in wichtigen Fragen wie der Verteidigung Israels gegen jede Kritik auch Bündnisse mit Leuten einzugehen, mit denen einen darüber hinaus nichts verbindet, war und ist notwendig praktischer Ausweis von Kritik, die sich selbst ernst nimmt. Aber zur Parteinahme gehört, daß keine großen Gemeinsamkeiten beschworen und antagonistische Gegensätze nicht verschwiegen werden. Der bloße Umstand, daß man mit einem durchschnittlichen Abonnenten der Welt in der Parteilichkeit für Israel weit größeren Konsens hat als mit einem durchschnittlichen Linken, darf nicht darüber hinwegtäuschen, daß der gleiche Zeitungsleser höchst unappetitliche Thesen über Drückeberger an der Hartz-IV-Front in petto haben wird, von seinen Einlassungen zum deutschen Vaterland und der erbrachten Opfer im Bombenkrieg einmal ganz zu schweigen. Wenn sich mit ihnen eine vernünftige israelsolidarische Kampagne eröffnen ließe, spräche nichts gegen Zusammenarbeit. Aber genau dazu wird es vermutlich nicht kommen und das mit Gründen. Israelsolidarität in Deutschland gibt es schon viel länger als die Antideutschen ? ihr tatsächlicher Sprecher ist die deutsch-israelische Gesellschaft, die leider durchaus legitimiert auch für viele jüdische Organisationen im Land spricht, und ihr Label ist ein Sticker, auf dem die deutsche und die israelische Fahne freundschaftlich nebeneinander im Wind wehen. Als es darum ging, Israelsolidarität in klarer Abgrenzung zu den wirklichen Feinden Israels zu formulieren ? sei es gegen den palästinensischen Mob am sogenannten Tag des Bodens in Berlin 2002 oder gegen die Freunde genau dieses Mobs im Auswärtigen Amt, der Bundeszentrale für politische Bildung oder in den zahlreichen in den Autonomiegebieten ihr Unwesen treibenden NGOs ? war von der traditionellen Israelsolidarität wenig zu hören. Die kuschte und konnte dann wieder befreit durchatmen, als der Zentralrat der Juden in Deutschland ausgerechnet an Joseph Fischer den Leo-Baeck-Preis verlieh. Zuviel Genörgel am Friedensjoschka und an der nicht minder friedfertigen islamischen Religion stört den Geschäftsgang, den man sich als einen kurzen Weg ins Vorzimmer des Außenministers vorstellen muß, wo die staatlich anerkannten Antisemitismuskritiker und Vertreter jüdischer Organisationen auf das Plauderstündchen mit dem Minister warten. Zum Erfolg wird dann hochstilisiert, was das Dokument der eigenen Kritikunwilligkeit ist: Wenn zum Beispiel in regierungsamtlichen Verlautbarungen vor Antisemitismus und Rassismus und Islamophobie in einem Atemzug gewarnt wird. Antideutsche Kritik muß und wird notwendig jeden scheinbaren Parteigänger verunsichern, der nach einer positiven Bezugsgröße fahndet, an die man sich halten kann. Antideutsche Kritik kann sich keines gesicherten Fundus? versichern, am allerwenigsten jener Schlagworte aus den frühen 90er Jahren, als man jede ungeliebte Erscheinung mit dem Etikett ?völkisch? versah und unverdrossen einen waffenstarrenden deutschen Imperialismus mit eigenem Hinterhof in Südosteuropa wähnte. Sie wird vielmehr, gerade weil sie ideologiekritisch und nicht ideologisch ist, sich weder den Fakten und noch weniger der eigenen Erfahrung des Kritikers verschließen ? eine Erfahrung, der deutlich vor Augen tritt, das Deutschland nicht mehr militaristisch zerstört, sondern pazifistisch zerstören läßt, das aber von den alten Freunden. Gerade die realitätsvergessene Verachtung solcher Fakten, der empirischen Wirklichkeit, die stille Übereinkunft, sich auch generell mit Realität nicht befassen zu wollen, weil man das gar nicht nötig habe, zeichnet deutsche Ideologie in so niederschmetterndem Maße aus. Die Kritik am Islam ? nicht an Übertreibungen, bedauerlichen Auswüchsen, Extremismus, sondern genau am Islam ? hat in den letzten zwei Jahren unter Beweis gestellt, wie antideutsch es ist, sich mit der Sache selber in ihrer ganzen Rohheit und Schmutzigkeit zu befassen statt den Ideologen zu lauschen oder selber Ideologien zu zimmern. Dieser scheinbar nüchterne Zugang zum Erlebten, zum Material, eben zur Sache selbst, ist der einzig mögliche Zugang zur Empathie mit den vom Islam für Dreck Erklärten und in den Dreck Geworfenen. Empathie mit Theo van Gogh und Hatun Sürücü ist deshalb überhaupt nicht zufällig hierzulande hauptsächlich eine antideutsche Angelegenheit geblieben. Diese Auseinandersetzung um die Sache, dieser daher nicht nur in Deutschland notwendig fremde Standort des Kritikers, der doch zugleich der einzig mögliche ist, muß man ? ohne mit Stalinisten, Wertkritikern und anderen Mißbrauchern über Eigentumstitel zu streiten ? kommunistisch nennen. Das gilt auch trotz des Umstandes, daß der Versuch, sich durch ein bestimmendes Adjektiv ? als antideutscher Kommunist also ? hinreichend abzugrenzen, die Verbindung zwischen kommunistischer Sache und Parteigeschichte nicht ganz aus der Welt zu schaffen vermag. Gerade weil antideutsche Kritik sich nicht verabschieden kann von einem Anspruch, den zu Unrecht ?die Linke? stets für sich verbucht hat, kann sie, auch wenn sie nie konstruktiv sein kann und wird, die Überzeugung nicht aufgeben, daß es etwas Besseres gibt als die jämmerlichen Verhältnisse, unter denen die Menschen auch in der liberalsten bürgerlichen Republik ihr Dasein fristen müssen. Den fremden Ort der Kritik zu beziehen, von dem aus man der Realität sich öffnet, gerade weil er scheinbar weltabgewandt ist; von dem aus man sich erst recht parteilich einzumischen vermag in gesellschaftliche Konflikte, gerade weil man am Unort nicht unmittelbar in die Realität verstrickt ist, sondern ihr mit gehöriger Distanz gegenübertreten kann, ist unhintergehbare Voraussetzung und dringliche Tagesaufgabe antideutscher Kritik. Das hat auch dann zu gelten, wenn die eigene Stimme nicht ?links?, aber eben auch nicht in der liberalen Mitte auf Gehör und schon gar nicht auf Zustimmung zählen kann, sich also der fremde Ort zugleich als ein einsamer erweist. Insofern gilt es, an dem festzuhalten, was einmal ? bevor der Name endgültig durch den Dreck gezogen war und das ist sehr lange her ? als ?links? galt. Das Programm und der Ort werden rechtzeitig vor dem 18./19. November auf der Website www.redaktion-bahamas.org zu finden sein. http://www.cafecritique.priv.at <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN/MEINUNGEN/KOMMENTARE <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 10 Keine Partei hilft dir von: office at keinepartei.net ================================================ Für die kommenden Bezirksratswahlen im Alsergrund (1090 Wien) erlauben wir uns, frühzeitig eine Wahlempfehlung abzugeben: Keine Partei ist wählbar! http://keinepartei.net/ Wir rufen auch dazu auf, Keine Partei aktiv zu unterstützen. Wenn dir das jetzt wieder mal zu blöd und negativ vorkommt - http://keinepartei.net/news/images/articles/20050917121343503_2.jpg ================================================ 11 AT: BBA Kandidaten müssen schon was leisten von: depesche at quintessenz.org ================================================ From: "q/depesche" Subject: AT: BBA Kandidaten m¸ssen schon was leisten q/depesche 2005-09-23T14:08:28 AT: BBA Kandidaten müssen schon was leisten Die Big Brother Awards fühlen sich geehrt - die Nominierungen laufen zwar noch gute zwei Wochen, aber schon jetzt stehen die Kandidaten Schlange und versuchen schnell noch mir Ihrer Performance zu überzeugen. Heute ist die ÖBB vorstellig geworden: Kameraüberwachung und bewaffnete Zugbegleiter. -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- Wir nehmen die Bewerbung natürlich dankend an, bemängeln aber den geringen Innovationsgrad im Lichte des neuen Sicherheitspolizei-"Permanentausnahme"-Gesetz. Da hätten sich die ÖBB-Manager schon etwas Perfideres und Subtileres überlegen können - obwohl wir ihnen natürlich hoch anrechnen, dass die Kriminalität im Zugbereich im Fallen befindet, und ein akuter Handlungszwang nicht glaubhaft gemacht werden konnte. Trotzdem nicht vergessen, JETZT Vorschläge für Nominierte einzuwerfen! Auch die "üblichen" Verdächtigen sollen genannt werden, denn jede Stimme zählt automatisch auch für den - direkt mehrheitlich gewählten - Publikumspreis. http://www.bigbrotherawards.at/ -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- Bahnhofskameras und bewaffnete Zugbegleiter Bewaffnete Beamte sollen Passagiere schützen - ÖBB verschärft Überwachung noch heuer Wien - Innenministerium und ÖBB starten eine gemeinsame Überwachungsoffensive in Bahnhöfen und Zügen. Ressortchefin Liese Prokop kündigte am Donnerstag, dass noch heuer der Bahnhof Salzburg mit Videokameras ausgestattet werden. Kommendes Jahr soll der Wiener Westbahnhof folgen. Außerdem werden ab sofort verstärkt uniformierte Polizisten in Zügen patrouillieren (...) Obwohl die Kriminalität in Bahnhöfen und Zügen in den vergangenen Jahren stark abgenommen habe, dürfen man diesen Rückgang nicht nur halten, sondern müsse ihn auch ausbauen, sagte Huber. Die Zahl der Diebstähle auf ÖBB-Areal betrug 2001 noch 1335, im Vorjahr wurden knapp 1000 angezeigt. (...) http://derstandard.at/?id=2183699 - -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- relayed by Mac Gyver - -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- quintessenz is powered by http://www.onstage.at subscribe/unsubscribe/digest http://www.quintessenz.at/cgi-bin/index?funktion=subscribe comments to depesche at quintessenz.org ================================================ 12 Lolligo - Wieder Offen !!! von: lolligo at earthling.net ================================================ liebe leute, der sommer ist vorbei und wir flitzen wieder gemütlich in den herbstlichen winter. es wird bald sehr kalt und nass, gatschig und früh finster. das wetter, das auf uns zukommt, erfordert, dass das lolligo endlich wieder seine pforten öffnet. daher freuen wir uns, ab übernäxten sonntag (2. oktober) jeden DONNERSTAG & FREITAG von 16 bis 19 uhr und jeden SONNTAG von 15 bis 18 uhr frierende menschen mit und ohne kind (er) in unserer warmen stube aufzunehmen und mit spielzeug, getränken und lesestoff zu verwöhnen. ausserdem laden wir, damit wir uns unserem anspruch, nämlich einen generationsübergreifenden freiraum zu schaffen, ein bisschen annähern, zu folgenden veranstaltungen ein: freitag, 30. september, ab 19.30 das lolligo zeigt in zusammenarbeit mit der gruppe ?Schwarzwurzeln? den film ?Homosexualität? (teil 6 der reihe ?Vergessene Opfer?). (in zukunft soll jeden letzten freitag im monat ein teil dieser reihe vorgeführt werden). (die reihe "Vergessene Opfer" wirft letztendlich auch die frage nach dem heutigen umgang mit menschen auf, die von der gesellschaft sog. randgruppen zugeordnet werden. um wenigstens einige dieser opfer dem vergessen zu entreissen, produzierte der ver. "schnittpunkte" im jahr 2002 diese siebenteilihge interviewreihe. die erzählungen stehen als einzelschicksale für sich und repräsentieren gleichzeitig eine biografie innerhalb der jeweiligen opfergruppe. die interviews wurden teilw. durch inserts, die zusätzliche informationen beispielsweise zu histor. ereignissen bieten, ergänzt). (zur reihe vgl. www.schnittpunkt-film.com). sonntag, 2. oktober, ab 15 uhr ?verspätetes frühstücksbuffet? freitag, 7. oktober bis sonntag, 9. oktober an diesen drei tagen steht das lolligo den besucherInnen des lady-festes 2005 als zentrales info-café zur verfügung. eben kaffee, snacks und plausch werden informationen über alle programmpunkte des festes gereicht. einige workshops erden im lolligo abgehalten. für kinderbetreuung wird gesorgt. (vgl. http://www.ladyfestwien.org/ladyfest.html) freitag, 14. oktober themenabend ?Zwagsprostitution? nach einem vortrag von doris arztmann zum thema frauenhandel, zwangsprostitution und feministischen betrachtungenen wollen wir uns den spielfilm ?Lilija Forever (Schweden 2000, Thomas Moodisson)? ansehen: darin schildert der urch "Fucking Amal" bekannt gewordene regisseur moodison das leben einer frau, die durch falsche versprechungen nach schweden gelockt und dort zur prostitution gezwungen wird. - - - - - wir suchen übrigens noch motivierte menschen, die lust und zeit haben, ab und zu an einem donnerstag, während der normalen öffnungszeiten einen ?lolligo-dienst? zu übernehmen. ansonsten wünschen wir einen schönen herbst und freuen uns auf euren besuch kindercafé lollígo - - - - - fischerstiege 4-8 / 1010 vienna - - - - - p.s. wir freuen uns natürlich auch über zuwendungen jeglicher art (spenden, daueraufträge etc.) zum aufbringen der mietkosten für das lolligo auf folgendes konto: "lolligo" / BAWAG / blz 14000 / ko.-nr. 10010-036-203 ================================================ 13 KPÖ/Deponieverordnung/Abfalltourismus von: kpoe.ooe at aon.at ================================================ KPÖ-Pressedienst ? Drechslergasse 42, 1140 Wien ? Telefon +43 (1) 50 36 580 - 0 ? Fax +43 (1) 50 36 580 - 499 - Mail bundesvorstand at kpoe.at ? Web www.kpoe.at - News www.kpoe.at/lpd - Ausgabe vom 22. September 2005 Ansätze zu Abfallvermeidung werden unterlaufen Mülltourismus als Ergebnis der Deponieverordnung Zu absurden Entwicklungen in der Abfallwirtschaft führt die seit Jahresbeginn 2004 geltende Deponieverordnung, derzufolge Hausmüll nur noch nach entsprechender Vorbehandlung deponiert werden darf oder verbrannt werden muss, kritisiert die KPÖ. Weil die Welser Abfallverbrennung (WAV) derzeit nur 75.000 Tonnen Hausmüll pro Jahr verbrennen kann ? erst 2006 geht eine zweite Ausbaustufe in Betrieb ? und die Zwischenlager in Wels, Sankt Valentin und Sankt Martin voll sind wird Abfall im großen Stil auf die Deponie Riederberg in Tirol zur Zwischenlagerung transportiert. Mit Genehmigung des Umweltministeriums exportierte Oberösterreich längere Zeit Hausmüll nach Deutschland. Dies wurde per 15. Juni 2005 beendet, nachdem auch im Nachbarland die Deponierung unbehandelten Mülls nicht mehr erlaubt ist. In Tirol darf Hausmüll auf Grund einer Ausnahmegenehmigung des Umweltministeriums hingegen noch bis Ende 2008 unbehandelt deponiert werden, weil die Errichtung einer Verbrennungs- und Sortieranlage verabsäumt wurde. Obwohl der Müllexport in andere Bundesländer laut EU- und Bundesregelung gesetzlich untersagt ist, wurden durch einen Subunternehmer der zur landeseigenen Energie AG gehörenden AVE große Mengen Hausmüll aus Salzburg und teilweise auch aus Oberösterreich nach Tirol transportiert. Die Fachgruppe Abfallwirtschaft in der Wirtschaftskammer bezeichnet das Exportverbot überhaupt als EU-widrig. Der Betreiber der Deponie in Tirol sieht in dieser Transaktion ein profitables Geschäft. Einmal mehr eröffnet der Föderalismus durch das Bestehen von neun verschiedenen Landes-Abfallwirtschaftsgesetzen anstatt einer bundesweit einheitlichen Regelung diversen Geschäftemachern satte Geschäfte auf Kosten der Umwelt. Allein unter Berücksichtigung der Tatsache, dass die von der Allgemeinheit aus Steuermitteln zu finanzierenden externen Kosten für tausend Kilometer LKW-Transport 248 Euro im Vergleich zu 83 Euro beim Bahnverkehr betragen, wird die Unsinnigkeit deutlich, tausende Tonnen Abfall über hunderte Kilometer auf Deponien oder zu Verbrennungsanlagen zu transportieren. Die KPÖ hat im Zusammenhang mit der Deponieverordnung kritisiert, dass damit der Verbrennung Tür und Tor geöffnet wird und jeder vernünftige Ansatz zur Müllvermeidung unterlaufen wird: ?Diese Befürchtungen werden mit der jetzt stattfindenden Entwicklung bestätigt?, so KPÖ-Kommunalsprecher Leo Furtlehner. ================================================ 14 GLB/ÖBB-Reform/Verkehrspolitik von: glb.ooe at aon.at ================================================ Pressedienst des Gewerkschaftlichen Linksblocks (GLB), Apostelgasse 36/12, A-1030 Wien - Telefon +43 1 718 26 23-0 - Fax +43 1 718 26 23-30 - Mail glb at glb.at ? Web www.glb.at ? Ausgabe vom 22. September 2005 Bilanz der ÖBB-Reform ist ein einziges Desaster GLB verlangt Rückbau der ÖBB zu einheitlichem Unternehmen Als ein einziges Desaster bezeichnet die Fraktion Gewerkschaftlicher Linksblock im ÖGB (GLB) die bisherige Bilanz der ÖBB-Reform. Als deren Ergebnis sind die Nettoschulden von 1,56 auf 5,0 Mrd. ? explodiert und werden bis 2010 auf 11,6 Mrd. ? wachsen. Der Konzernverlust im ersten Halbjahr 2005 beträgt rund 200 Mio. ?. Der Güterverkehr ist erstmals in seiner Geschichte defizitär. Dem Personenverkehr fehlen 200, der Infrastruktur 100 Mio. ?. Bis 2010 soll die Schienenmaut um rund 70 Prozent steigen, dies führt Prognosen zufolge zum Verlust von sieben Prozent des Gesamtverkehrsanteils der Bahn zugunsten der Straße. Wie sich die EU- weite und auch in Österreich mit aller Brutalität durchgeboxte Liberalisierung konkret auswirkt, beweist allein die Tatsache, dass bereits 69 Prozent der Züge im Fernverkehr auf der Westbahn Verspätungen von mehr als fünf Minuten aufweisen. Die politische ?Umfärbung? der ÖBB durch zehn neue Vorstandsmitglieder, zehn neue Prokuristen und 43 neue Aufsichtsratsmitglieder in der zur Unkenntlichkeit aufgesplitterten ÖBB kostet 1,5 Mio. Wie kontraproduktiv die durch EU-Richtlinie erzwungene Trennung von Infrastruktur und Betrieb und die Aufsplitterung in zahlreiche Einzelgesellschaften ist zeigen Beispiele, dass der Personenverkehr sich zu Leistungen verpflichtet, die faktisch aber durch fehlende Investitionen in der Infrastruktur nicht realisiert werden können. ?Der Ausgangspunkt für die Misere der ÖBB ist die bereits 1993 unter der damaligen SPÖ-ÖVP-Regierung erfolgte Ausgliederung der Bahn aus dem Bundesbudget, vor deren negativen Folgen der GLB immer gewarnt hat?, stellt dazu Ernst Wieser, Sekretär des GLB in der Gewerkschaft der EisenbahnerInnen fest. Bereits in der Ära des der SPÖ angehörenden Generaldirektors Helmut Draxler wurden von 1993 bis 2001 nicht weniger als 18.000 qualitativ hochwertige Bahnarbeitsplätze vernichtet. Der amtierende ÖBB-Chef Martin Huber soll im Auftrag der Regierung bis 2010 weitere 12.000 Arbeitsplätze abbauen. Draxler machte zwar die ÖBB zum europaweit führenden Güterverkehrsunternehmen, gleichzeitig begann aber auch durch die Konzentration auf die Zentren und Achsen die Vernachlässigung des Personenverkehrs, insbesondere in der Fläche. Als Ergebnis wird in den nächsten Jahren mit einer massiven Schließungswelle von Regionalbahnen gerechnet. Vor allem auch deswegen, weil der Bund im Zuge der ?Verländerung? sich aus der Finanzierung des Bahnverkehrs davonstiehlt und diese den finanzmaroden Ländern und Gemeinden überlässt. Bevor die jahrzehntelang bewährte Bahn endgültig in einen verkehrspolitischen Kollaps nach dem Negativ-Beispiel der britischen Bahn geführt wird, fordert der GLB eine grundlegende Änderung der Bahnpolitik. Eine solche verlangt natürlich eine Absage an die EU- konforme Liberalisierung und die Aufhebung der Trennung von Infrastruktur und Betrieb: ?Notwendig ist der Rückbau der ÖBB zu einem einheitlichen integrierten Verkehrsunternehmen nach dem Muster der Eisenbahnen in der Schweiz, Kanada oder Japan?, so Wieser abschließend. ================================================ 15 Beitrag der Wiener Friedensbewegung zum Internationalen Aktionstag 24.9.2005 von: verin.stadtteilz.simmering at chello.at ================================================ Liebe Friedensfreundinnen und Friedensfreunde, hiermit sende ich meinen heutigen Beitrag im Namen der Wiener Friedensbewegung zur Kundgebung in Wien zum INTERNATIONALEN AKTIONSTAG GEGEN KRIEG, BESATZUNG UND RASSISMUS. Mit den besten Wünschen für einen schönen Sonntag und mit solidarischen Friedensgrüßen Alois Reisenbichler P.S. Ich bitte Mehrfachzusendungen zu entschuldigen. Rede bei der Wiener Kundgebung zum Internationalen Aktionstag gegen Krieg, Besatzung und Rassismus, zum Thema ?Die Rolle der US-Regierung in der Welt? Wien, vor dem Museumsquartier, 24. September 2005 Liebe Friedensfreundinnen und Friedensfreunde, die Wiener Friedensbewegung unterstützt selbstverständlich die Forderungen des heutigen Internationalen Aktionstages gegen Krieg, Besatzung und Rassismus: - gegen die Besatzung des Irak; - gegen die Besatzung Palästinas und für einen gerechten Frieden, der allen Menschen in den zwei Staaten Israel und Palästina ein Leben in sozialer Sicherheit ermöglicht - und gegen jeden Krieg. Gerade angesichts der geschmacklosen Plakate einer Partei im Wiener Wahlkampf sagen wir als überparteiliche Friedensbewegung klar und deutlich Arbeit für alle statt Rassismus, AusländerInnenfeindlichkeit und Ausgrenzung von Menschen. Ich persönlich habe mir heute beim Herfahren gedacht, dass diese islamfeindlichen und reaktionären Plakate zum Speiben sind. Die US-amerikanische Friedensbewegung hat den heutigen Aktionstag initiiert. Die Politik der Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika ist der Schwerpunkt meines Beitrages. Die Friedensbewegung ist nicht antiamerikanisch, weil wir zu jenen gehören, die die Vereinigten Staaten von Amerika von der Fläche und der Bevölkerung her als den kleineren Teil des Kontinents Amerika sehen. Friedensbewegung ist aber vor allem nicht antiamerikanisch, weil wir gegen die Politik der US-amerikanischen Regierung sind. Die ersten Opfer der Politik der US-Regierung sind die Menschen, die in den USA leben. Wir haben es in den vergangenen Wochen leider mit aller Deutlichkeit gesehen, wie sich eine Naturkatastrophe auswirkt. Ein Hurrikan ist ein Schicksalsschlag, wobei aber schon auch die Frage gestellt werden muss, inwieweit Ausbeutung und Zerstörung der Natur dazu beitragen, dass sich Naturkatastrophen weltweit häufen. Und vor allem die Regierung der USA verhindert jeden kleinen Schritt in Sachen Umweltschutz wie das Kyoto-Protokoll. Es ist kein Schicksal, dass ein Land, das mit seinen Atomraketen in Windeseile jeden beliebigen Punkt der Erde ? zum Beispiel auch hier vor dem Museumsquartier ? jederzeit erreichen und zerstören kann, kein Geld hat, um die Dämme in New Orleans zu erhalten und dass jene USA mit den größten Armee der Welt nicht einmal jene Transportkapazitäten hat, um die Bevölkerung großer Städte in Sicherheit zu bringen. Hier zeigt sich, wohin eine Politik führt, die beim Militär und Polizei auf den starken Staat baut, aber in allen zivilen Bereichen den Staat kaputt spart. Wer den schlanken Staat will, schafft Unsicherheit für die Bürgerinnen und Bürger, im sozialen Bereich und eigentlich in allen zivilen Bereichen wie z. B. dem Schutz vor Naturkatastrophen. Es wurde und wird uns in New Orleans eine Realität vor Augen geführt, die im Kapitalismus eigentlich die ?Normalität? ist: die Reichen werden gerettet und die Armen, jene, die kein Auto haben und jene, die sich nicht die Busfahrkarte leisten können, gehen zugrunde Auch wenn es darüber keine Sondersendungen gibt und von den Medien oft verschwiegen wird: in den reichen USA existiert auch die dritte und vierte Welt: Menschen ohne Arbeit und sogar ohne Wohnung, während die Steuern der Reichen gesenkt werden. Jean Ziegler, der UN- Sonderberichterstatter für das Recht auf Nahrung, sagt: ?In den USA ist das Vermögen von Bill Gates genauso groß wie das der 106 Millionen ärmsten Amerikaner(innen, Red.) zusammen.? Ein einzelner Mensch hat soviel wie 106 Millionen Menschen in den USA. Auch das ist eigentlich ein Wahnsinn. Die Wiener Presse schrieb am 12. September 2005: ?Man müsse Freund und Feind von der Entschlossenheit der USA überzeugen, heißt es nun in dem 69-seitigen Pentagon-Papier.? Der Leser / die Leserin fragt sich: welche Entschlossenheit und wozu? ?Terroristen und feindliche Staaten müssten überzeugt sein, dass die USA ihnen bei einem Angriff entweder zuvorkommen oder unverzüglich Vergeltung üben würden. ?Das Wissen eines potenziellen Feindes, dass die USA die Möglichkeiten und den Willen (zum Einsatz von Atomwaffen, Anm.) haben, trägt zu einer effektiven Abschreckung bei?, schreibt Norton Schwartz, Direktor des Generalstabs, in dem Entwurf. (?) Mit der neuen Doktrin wird laut ?Washington Post? auch die Herstellung von kleinen Atombomben wieder aktuell, die beispielsweise gegen Bunker eingesetzt werden könnten. Vergangenes Jahr stoppte der Kongress die Finanzierung einer Machbarkeitsstudie, das Pentagon beharrt aber auf der Notwendigkeit solcher Waffen im Kampf gegen den Terrorismus.? Das ist kein Fake. Die Herren und vielleicht auch Frauen des US- Verteidigungs-, ja eigentlich Kriegsministeriums sagen es ganz offen: Wir planen den Atomkrieg. Wir werden Atomwaffen einsetzen. Hier ist Widerstand angesagt! Widerstand seitens der Friedensbewegung, Widerstand seitens der globalisierungskritischen Bewegung, aber genauso Widerstand seitens der Regierungen. Gerade das neutrale Österreich, das dank der Friedensbewegung die Freiheit von Atomwaffen und Atomkraftwerken in seiner Verfassung verankert hat, ist hier gefordert. Wir wissen schon, dass Herr Bundeskanzler Schüssel gerne schweigt. Aber es ist ein Skandal, dass der Herr Bundeskanzler und die Frau Außenministerin hier wieder geschwiegen haben. Hier kann es kein Schweigen Österreichs und der anderen EU- Regierungen geben. Hier heißt es klar und deutlich Nein zu den Atomkriegsplänen der USA zu sagen! 400 Milliarden Dollar für die Rüstung jährlich, dazu könnte jetzt man und frau lange reden und es ist wichtig, dass darüber informiert wird. Dorothee Sölle hat gesagt: ?Aufrüstung tötet auch ohne Krieg.? Daher ist das eine Schweinerei gegenüber den Armen in den USA. Es ist aber noch schlimmer: Wie die Kriege gegen die Menschen in Afghanistan und im Irak gezeigt haben, handelt es sich bei den USA um Aufrüstung für den Krieg, um mehr Rüstung, die auch tatsächlich eingesetzt werden soll. Das ist ein Verbrechen gegen die Menschheit! Millionen Menschen in aller Welt kämpften, kämpfen und werden weiterkämpfen für die Umsetzung der Milleniumsziele der Vereinten Nationen, die am Beginn des neuen Jahrtausends sogar von allen StaatschefInnen beschlossen wurden. Es handelt sich hier um die Bekämpfung von Hunger, Armut und Analphabetismus. Das erfordert jetzt konkrete Taten. Und wer hat vor wenigen Tagen beim Gipfeltreffen der StaatschefInnen der Welt jeden konkreten Plan zur Verwirklichung dieser Ziele verhindert? Die Regierung der USA! Es mag vielleicht dieses jetzt mit allen Streichungen der USA beschlossene Papier dem Bildungsstand des US-Präsidenten entsprechen. Aber dieses Papier, das nichts aussagt, ist eine Beleidigung für die Intelligenz jeder Erdenbürgerin und jedes Erdenbürgers. Für die weltweiten, sozialen Bewegungen kann das nur heißen: weiterzukämpfen, bis wirklich eine Umverteilung für ein menschenwürdiges Leben für alle Menschen gemacht wird. Das bedeutet die Vereinten Nationen zu stärken, Druck auf die Regierungen der Welt auszuüben, dass sie endlich Rückgrat gegen die skrupellose Politik der US-Regierung zeigen und den Sonntagsreden von Menschenrechten und Entwicklung endlich Taten folgen. Darauf muss noch besonders hingewiesen werden, nämlich auf die Rolle der Regierung der Vereinigten Staaten in der Welthandelsorganisation (WTO), der Weltbank und dem Internationalen Währungsfonds. ?Tag für Tag auf unserem Planeten sterben ungefähr 100.000 Menschen an Hunger oder an den unmittelbaren Folgen des Hungers. 826 Millionen Menschen sind gegenwärtig chronisch und schwer unterernährt. (...) Alle sieben Sekunden verhungert auf der Erde ein Kind unter zehn Jahren?, schreibt Jean Ziegler. Das ist die Folge der Politik dieser internationalen Institutionen, in denen die US- Regierung den Ton angibt. Die Weltwirtschaft ist nämlich reguliert. Sie ist klar reguliert ? im Interesse der multinationalen Konzerne und der wenigen Reichen und zu den geradezu mörderischen Lasten derjenigen, die verhungern, die verrecken, die kein Obdach haben. Wobei wir nicht vergessen, wie oft Demokratie und Menschenrechte militärisch von den USA zerstört wurden, z. B. an jenen 11. September 1973 beim faschistischen Militärputsch in Chile, z. B. mit den Contras gegen das sandinistische Nicaragua oder durch die ständige Bedrohung von Cuba oder durch Drohungen bis hin zu Morddrohungen gegen den schon mehrfach demokratisch gewählten Präsidenten von Venezuela. Die Friedensbewegung hat mit Millionen Menschen auf den Straßen den Regierungen von Frankreich und Deutschland jenes Rückgrat gegeben, Nein zum Irakkrieg der USA zu sagen. Wir freuen uns über die Kritik an den USA auch bei vielen PolitikerInnen der Europäischen Union. Das ist aber kein Grund, dass die Europäische Union selber in Richtung atomare Supermacht aufrüstet, dass die Europäische Union die gleiche neoliberale Politik in den internationalen Gremien vertritt und in ihren Ländern umsetzt. Wir wollen keine Kopie der USA werden! Nein zur US-Politik heißt für uns auch Nein zur Aufrüstung der EU, Nein zu den Atomwaffen in den EU-Staaten Frankreich und Großbritannien, Nein zu Sozialabbau, Deregulierung und Privatisierung in der EU, Nein zu einer Politik für die Konzerne und die Reichen bei uns. Zum Schluss möchte ich die Journalistin Dolores Bauer zitieren, die in ihrem lesenswerten Buch ?Der lange Schatten des Adlers ? Menschenverachtung made in USA? feststellt: ?Die Pax Americana geht über Leichen. Frieden und Demokratie als Lippenbekenntnis, um die wahren Interessen der USA zu verschleiern. (:..) Das Echo des Schreies der Ausgebeuteten hallt über die Welt und wird totgeschwiegen. Wo es um die Profite der Reichen und Superreichen geht, wächst kein Gras mehr ? der kleine blaue Planet blutet.? Alois Reisenbichler ist ehrenamtlicher Mitarbeiter der Wiener Friedensbewegung. ALOIS REISENBICHLER 1110 Wien, Schneidergasse 15/9 Tel. 0664 39 51 809 ================================================ 16 Durchschnittsalter der KPÖ-Gemeinderatsliste liegt bei 37 Jahren von: maringer at kpoe.at ================================================ "Junge Menschen sind bereit, sich für Ideale wie soziale Gerechtigkeit, Demokratie und Humanismus aktiv einzusetzen", dass zeigt auch die KandidatInnenliste der KPÖ-Wien für die Gemeinderatswahl. Durchschnittsalter der KPÖ-Gemeinderatsliste liegt bei 37 Jahren Nicht nur inhaltlich versteht sich die KPÖ als Alternative zu den etablierten Rathausparteien, die mit ihren neoliberalen Rezepten zunehmend alt aussehen, auch die KandidatInnenliste der KPÖ-Wien für die Gemeinderatswahlen läßt aufhorchen. "Das Durchschnittsalter aller KandidatInnen liegt bei 37 Jahren. Damit wird nicht nur der Generationswechsel innerhalb der KPÖ sichtbar, damit haben wir auch die jüngste Liste aller zur Gemeinderatswahl antretenden Parteien", so die Wiener KPÖ-Sprecherin Waltraud Stiefsohn. Insgesamt umfaßt die KandidatInnenliste der KPÖ 17 Personen - angeführt von einen Team um Spitzenkandidatin Melina Klaus (geb. 1968). An zweiter Stelle kandidiert Katarina Ferro (geb. 1971), auf Platz 3 Susanne Empacher (Jahrgang 1969). Die jüngste Kandidatin ist 18 Jahre. Insgesamt werden auf Gemeinderatsebene 10 Frauen und 7 Männer kandidieren. KPÖ-Sprecherin Waltraud Stiefsohn: "Die KandidatInnenliste zeigt, dass junge Menschen bereit sind, sich für Ideale wie Demokratie, Humanismus und soziale Gerechtigkeit aktiv einzusetzen." Das Wahlkampfbudget beträgt - so Stiefsohn - "rund 40.000 Euro. Nicht finanziell bezifferbar sind die Leistungen, die die AktivistInnen der Partei neben ihrer Berufstätigkeit leisten." -- ______________________________ kommunikation.kpö christiane maringer 0664/344 13 12 maringer at kpoe.at | www.kpoe.at 14., drechslergasse 42 ================================================ 17 "Sie kennen die Liebe nicht" - Necla Kelek über den Mord an Hatun Aynur Sürücü von: wadi.wien at gmx.at ================================================ "Es sind verlorene Söhne " Hatun Aynur Sürücü wurde ermordet, weil sie "wie eine Deutsche lebte". Die Betroffenheit über die Gewalt in muslimischen Familien ist groß. Aber: Was treibt junge muslimische Männer zum Mord an ihren Nächsten? Unter welchem Druck stehen sie, welcher Moral sind sie verpflichtet? Eine kennt sich aus: die Sozialwissenschaftlerin Necla Kelek. Sie sagt: "Sie kennen die Liebe nicht" INTERVIEW JAN FEDDERSEN UND MARTIN REICHERT taz: Frau Kelek, an welcher Macht ist Hatun Aynur Sürücü gescheitert? Necla Kelek: An der ihrer Familie. Auch ein sozial aus der Unterschicht stammender Mann versucht sehr früh zu heiraten und eine Familie zu gründen. Mit ihr hat er dann einen, seinen Ordnungsstaat gegründet. Und je mehr Söhne er hat, desto stärker wird sein Staat, nach innen wie nach außen. Ist das Familienoberhaupt, der Staatspräsident weniger wert, wenn er nur Mädchen gezeugt hat? Nur Töchter als Kinder? Ha! Dann hätte er keinen Staat. Seinen Staat bildet er mit seinen Söhnen, die Hauptaufgabe dieser Staatsmitglieder ist es, die Ordnung so aufrechtzuerhalten, dass die weiblichen Mitglieder im Haus unter Kontrolle sind. Über die bestimmen sie dann: etwa, ob sie zur Schule gehen dürfen oder nicht. Warum sind Mädchen weniger wert? Weil sie für die Männer auf die Welt kommen. Das ist ein muslimischer Gedanke. Die Frau ist die Sünderin, die ihn verführt hat zum Ungehorsam gegenüber Gott. Sie ist jene, die beim Mann den Trieb weckt, dafür muss sie zahlen. Was war die Sünde der Hatun Aynur Sürücü? Dass sie ihre Familie verlassen hat und damit genau die Ordnung, die in diesem Haus herrschte, durchbrochen hat. Sie hat den Männern damit bewiesen, dass sie versagt haben. Worin, bitte? Dass sie nicht einzusperren war - und der Macht des Vaters und der Brüder getrotzt hat. Die Männer der Familie Sürücü müssen dies als tiefe Kränkung empfunden haben. Ja, und der Vater macht natürlich seine Söhne verantwortlich: Habe ich euch so erzogen, dass ihr versagt und nicht auf eure Schwester aufpasst? Sobald er seine Söhne bekommen hat, kann er sich zurückziehen. Er geht in ein Männercafé. Das heißt: Ich habe meine Macht weitergegeben. Aber müsste es für die Brüder nicht unerträglich sein, die eigene Schwester prügeln, gar töten zu müssen? Sie wissen ja nicht, dass sie etwas Schlimmes tun, denn es gilt ja das Gesetz der Väter. Aber Geschwister haben doch eine Bindung sie kennen sich doch kaum. Das Mädchen wird rasch Teil der Frauengesellschaft. Der Junge jedoch muss draußen sein, bestehen, sich raufen. Und dann kommt er nach Hause, wird bedient, Hausschuhe werden ihm herangebracht, ganz wie dem Vater. Was ihn am meisten verletzt, ist, wenn das Mädchen sagt: Ich mache, was ich will. Ist er dann kein Mann mehr? Ja, und er schämt sich auch vor dem Vater: dass der arme Vater so leiden muss. Geht es also immer um Liebe zum Vater? Liebe? Nein. Es geht nie um Liebe, wie wir sie verstehen. Es geht hier um die Herstellung von Ordnung. Liebe gibt es im Islam nur zu Gott. Gott liebt man, aber Ordnung hält man. Eine Tragödie für die Brüder? Nein, denn sie mögen die Schwester nicht, wenn sie in der Öffentlichkeit mit einem Mann - einem deutschen außerdem - sich küsst. Sie fühlen sich von morgens bis abends persönlich von ihr beleidigt, da baut sich solch ein Hass bei ihnen und Angst bei den Schwestern auf. Kennen diese Jungs Liebe? Liebe? Ja. Die Liebe zur Mutter ist unendlich. Für die Liebe zur Mutter würden sie ihr Leben geben. Wir meinten Liebe im Sinne von Verliebtheit. Nein, das können Sie vergessen. Sich verlieben heißt sich verlieren. Das versucht man zu vermeiden, indem man eine Wildfremde holt, die er nicht bestimmt hat. Genau, um diese Liebe zu vermeiden, denn dann würde sich das Paar verselbstständigen, sie wären dann ein Bund - ein Nebenstaat quasi. Ist deshalb türkische Musik oft so traurig? Volkslieder kann ich nicht ertragen, ich breche immer in Tränen aus. Allein wenn ich darüber erzähle warum? Weil sie von der Sehnsucht nach dieser Liebe erzählen, die man nicht haben darf: O Falke, sie haben sie mir genommen / Nun ist sie die Braut eines anderen / O Falke, nimm mich mit fort, ich kann es nicht ertragen Die Liebe ist unmöglich? Ja, denn Liebe ist Freiheit. Zur Liebe gehört dazu, dass man verletzt wird, weil der Geliebte auch weggehen kann. Vor diesem Ausgeliefertsein, vor diesem Gefühl versucht man sich immer zu schützen, hart zu werden. Es geht hier nicht um Liebe, sondern darum, dass wir dieses Leben bestehen, dass wir Gott gehorchen. Außerdem gehört die Liebe ja eigentlich der Mutter, und die fühlt sich dann verraten, wenn er sagt: Du, ich liebe jetzt Aysche. Ungütige Härte: Wer streichelt diese Jungs eigentlich? Die Mutter. Aber wenn die Jungs älter werden, hört das auf. Das würde der Vater schon nicht erlauben, weil die Söhne sonst nicht groß und stark werden und sein Erbe antreten. Die Mütter machen das mit? Der Frau, den Müttern, Tanten und Töchtern, wird suggeriert, dass sie keine Rechte hat, dass sie ein Teil des Systems ist, dem sie sich unterzuordnen hat. Sie wird natürlich erst verwöhnt, auch vom Vater. Aber sobald sie in die Pubertät kommt, ist Schluss damit, dann muss er sie disziplinieren, weil er dann Angst hat, sie könnte ausarten. Er muss ihr dann Härte zeigen. Wie erleben türkische Jugendliche ihre Sexualität? Sexualität? Die Hochzeitsnächte sind, wenn es Zwangsheiraten waren, gesellschaftlich organisierte Vergewaltigungen. Der Mann wird auf diese Nacht hin erzogen, er hat ein paar Stunden Zeit, die gesamte Hochzeitsgesellschaft steht vor der Tür, und das blutige Laken muss präsentiert werden Der Mann steht offenbar unter mächtigem Druck. Grauenhaft! Und das geht dann so, dass er, mir haben ja so viele Frauen davon erzählt, der springt da halt auf sie und muss es hinter sich bringen. Den Beweis antreten. Da habe ich gehört, dass sich die Frau dann schneidet, irgendwo Blut tropfen lässt, mit einem Messer rangeht und sich aufschlitzt, weil er es nicht kann. Sie ist ja dafür zuständig, dass er als Mann dasteht. Auch allein verantwortlich? Immer. Nur sie hat einen Ruf zu verlieren. Sonst heißt es: Ach, dein Mann konnte dich nicht einmal schwängern. Gibt's denn eine Vorstellung von Spaß, Befriedigung in der Sexualität? Habe ich von niemandem gehört. Als ich vierzehn Jahre alt war, sagte mir meine Tante: Er kommt und entleert sich. Wenn du dich nicht bewegst, dich steif machst und deine Hände zu Fäusten, dann ist er ganz schnell fertig. Wenn du dich zu sehr bewegst, dann wird er sich lange an dir aufhalten. Ist der weibliche Orgasmus, ist der Spaß ihrer Frauen eine Dimension unter türkischen Männern? Kein Thema, ach was. Er muss doch nur kommen! Schön scheint das nicht, auch nicht für die Männer. Nein, sie sind für mich die verlorenen Söhne, auch was die Integration angeht. Sie werden zu einem bestimmten Typen gemacht, zu einem Wesen, das ihrem Ich nicht entspricht. Sie werden in diesem Wir groß und sind gleichzeitig von der Nestwärme ausgeschlossen. Inwiefern? Die meisten sagen mir, wenn sie die Schule nicht schaffen, und sie sind ja generell schlechter als die türkischen Mädchen in der Schule: Wo hätte ich denn meine Schulaufgaben machen sollen, ich habe ja zu Hause keinen Platz. Tagsüber gehört das Haus den Frauen, nachmittags treffen sie sich zum Tee, die kleine Schwester bedient sie dabei. Da kann der kleine Junge nicht einfach aus der Schule kommen und sich dazwischen setzen. Der stört, der muss raus. Deprimierend. Meinen eigenen Bruder habe ich ab 16 nicht mehr gesehen. Er hätte ja nicht mal Besuch mit nach Hause bringen dürfen, weil ich ja da war. Er wurde schon verspottet, weil er mit 15 immer noch zu Hause rumhing. Das heißt, bildungspolitisch sind diese Jungen verloren? Was ich erfahren hab, ist das: Wenn eine Schule bis vier Uhr nachmittags geöffnet hat, wird das vor allem von türkischen Mädchen und Jungen in Anspruch genommen. Die Mädchen müssten sonst zwei Stunden mehr putzen oder ein Kind betütteln. Die sind froh, aus diesen familiären Zwängen herauszukommen? Alle Kinder, die ich befragt habe, sagen: Hier in der Schule bin ich zu Hause, hier werde ich verstanden. Zu Hause ist das Mädchen die Putzfrau, und der Junge ist auf der Straße. Um noch einmal über Sexualität zu sprechen: Sprechen die Jugendlichen über Begierde, über die Sinnlichkeit zwischen den Geschlechtern? Wenn das so wäre, würde man die Frauen ja nicht unter das Kopftuch stecken. Man beschützt die Frauen vor den Blicken der Männer, damit diese Gedanken nicht aufkommen. Die Frau wird ja als ein abstraktes Wesen für Beischlaf und Reproduktion gesehen, idealtypisch trifft man sich in der Hochzeitsnacht und überlässt sie dann sich selbst. Wie er das macht, ist ihm überlassen, zärtlich oder schnell. Begehren? Das sind alles europäische Gedanken. Haben Sie nicht Angst, dem Rassismus Vorschub zu leisten? Das ist für mich so absurd, dass ich nicht einmal weiß, was ich sagen soll. Ich spreche hier von Menschenrechtsverletzungen, von Unfreiheit, von Menschen, die ihre Leben nicht leben können. Dieses zu verschweigen, ist für mich Rassismus. Sie antworten sehr erregt. Gibt es denn keine Hoffnung? Mich berührt der Fall der ermordeten Hatun Sürücü zutiefst. Ich gehe regelmäßig zum Prozess - und ich lass mir von den "Ehrenmördern", die ich für mein neues Buch befrage, berichten. Ich will verstehen. Was? Woher die Gewalt rührt. Hatun Sürücü darf nicht umsonst gestorben sein. taz Nr. 7776 vom 23.9.2005, Seite 13, 282 Zeilen (Interview), JAN FEDDERSEN / MARTIN REICHERT -- WADI - Verband für Krisenhilfe und solidarische Entwicklungszusammenarbeit e-mail: wadi.wien at gmx.at Tel.: 0699-11365509 Postfach 105 A-1181 Wien Spendenkonto in Österreich: Kontonummer 07.405.301 Evangelische Kreditgenossenschaft eG BLZ 31800 ================================================ 18 Gratidkindergarten/Stellungnahme/Klimt-Weithaler/KPÖ von: kpoe_stmk at hotmail.com ================================================ KPÖ Steiermark Lagergasse 98a 8020 Graz Tel. 03 16 / 71 24 36 Fax 03 16 / 71 62 91 email: kpoe_stmk at hotmail.com Freitag, 23. September 2005 Presseinformation der KPÖ Steiermark Gratis-Kindergarten: Klasnic übernimmt KPÖ-Programm! Zur Ankündigung von Landeshauptfrau Waltraud Klasnic, ab 2006 ein kostenloses Kindergartenjahr einzuführen und damit die Vorschulerziehung zu erleichtern, erklärt die KPÖ-Landtagskandidatin Claudia Klimt-Weithaler: "Das Programm der steirischen KPÖ kann nicht so schlecht sein wie die KPÖ in diesen Tagen landauf landab behauptet. Schließlich ist die Forderung nach flächendeckenden kostenlosen Kinderbetreuungseinrichtungen schon seit 2001 darin enthalten. Im Februar 2005 hat der Grazer Gemeinderat auf Antrag von KPÖ- Gemeinderätin Ingeborg Bergmann einen Beschluss gefasst, der die Finanzierung eines kostenlosen Vorschuljahres fordert. Falls die KPÖ in den steiermärkischen Landtag einziehen sollte, werden wir selbstverständlich dafür eintreten, dass die Ankündigung von Frau Klasnic in dieser Sache auch umgesetzt wird. Darüber hinaus ist zu hoffen, dass die ÖVP-Mitarbeiter beim aufmerksamen Lesen unseres Programms auf eine weitere wichtige KPÖ- Forderung in Sachen Kinderbetreuung stoßen: Wir verlangen darin die gesetzliche Verpflichtung für Handelsketten, Betriebskindergärten einzurichten!" Claudia Klimt-Weithaler kandidiert auf Platz 2 KPÖ-Liste im Wahlkreis Graz, Graz-Umgebung. Sie ist Leiterin des Modellino-Kindergartens in Graz. Rückfragehinweis: 0650 9706051 KPÖ-Steiermark Lagergasse 98 a 8020 Graz Tel.: 0316 71 24 36 Fax 0316 71 62 91 email: kp.stmk at kpoe-graz.at; kpoe_stmk at hotmail.com ================================================ 19 ASt - Mit der Bitte um Veröffentlichung von: ast-lfi at utanet.at ================================================ Nach den Wahlen in Deutschland: Den Kampf gegen den Generalangriff vorbereiten ? für eine neue Arbeiterpartei kämpfen! Einschätzung des Wahlergebnisses und Perspektiven für den Klassenkampf von der Gruppe Arbeitermacht (deutsche Sektion der Liga für die 5. Internationale) (aus: Red Newsletter 176, Informationsdienst des ArbeiterInnenstandpunkt, 22. September 2005, www.arbeiterInnenstandpunkt.net) Die herrschende Klasse rügt das Wahlvolk. Die Unternehmerverbände beklagen die ?schwierige Lage? und sind ?enttäuscht?. Nachdem das Plebiszit für Sozialabbau und Neoliberalismus kein ?eindeutiges Ergebnis? gebracht habe, müssten die Parteien ihrer Verantwortung für Deutschland nachkommen und rasch eine ?starke Regierung? bilden, die den unter rot-grün gestarteten Generalangriff mit mehr Nachdruck fortsetzt. Ob es nun zu einem Kabinett aus CDU/FPD/Grünen, einer Ampel oder zur Großen Koalition kommt - klar ist, dass jede Regierung ein verschärftes Angriffstempo fahren wird. Keine der in Frage kommenden Parteien wird es hier an Verantwortungsbewusstsein für die Profit- und Weltmachtinteressen des deutschen Imperialismus fehlen lassen. In dieser Hinsicht sind auch die Behauptungen von Lafontaine oder Gysi, dass eine Große Koalition ?weniger Sozialabbau? bedeuten würde und dass allein die parlamentarische Existenz der Linkspartei zur ?Mäßigung? anderer führen würde, Illusionen. Die Zeit des sozialen Geschwafels ist vorbei. Das verdeutlicht nicht nur der Siemens-Konzern, der weitere 2500 Stellenstreichungen ankündigt. Die herrschende Klasse ist mit dem Ergebnis unzufrieden - nicht, weil keine neue Regierung gebildet werden könne. Der Grund ist vielmehr, dass es an einer eindeutig aus dem Wahlergebnis ableitbaren Legitimation für das Programm einer schwarz-gelben Regierung oder eine große Koalition unter Merkel mangelt. In der Wahl hat sich eine Scheidung in der Gesellschaft gezeigt. CDU/ CSU/FPD erhielten keine Mehrheit, weil die Arbeiterklasse und Teile der Mittelschichten weiterhin an einem Minimum sozialer Rechte, also einer Form von Klassenkompromiss, festhalten wollen und deshalb SPD, Grüne oder Linkspartei wählten. Dadurch konnte die SPD ihre Verluste Grenzen halten. Von einem Teil der Arbeiterklasse und einer Mehrheit der Jugend wurde sie trotz ihrer Politik als eine Barriere gegen die Pläne von Schwarz/Gelb betrachtet. Die SPD schnitt bei ?in Ausbildung stehenden? (lt. ARD- Umfragen 40 Prozent), ErstwählerInnen und bei gewerkschaftlich Organisierten überdurchschnittlich gut ab. Bei Erwerbslosen und ArbeiterInnen, die am stärksten von den rot-grünen ?Reformen? betroffen waren, verlor sie überdurchschnittlich. Die Wahl der Linkspartei drückt den Protest von Arbeitslosen, ArbeiterInnen, Jugendlichen, RentnerInnen gegen den sozialen Kahlschlag und die Suche nach einer politischen Alternative aus. Es waren wesentlich die Hauptbetroffenen der Angriffe von Rot/Grün, die links wählten - 20 % der Arbeitslosen, rund 11% der ArbeiterInnen. Fast eine Million ehemaliger SPD-WählerInnen und 430.000 Menschen, die 2002 ungültig oder nicht wählten, gaben ihre Stimme der Linkspartei. Gleichzeitig zeigte sich aber auch, dass sie wichtige TrägerInnen und Schichten sozialen und politischen Widerstandes recht wenig erreichte. So wurde sie von Jugendlichen unterdurchschnittlich gewählt - was nicht zuletzt das Fehlen einer starken und radikalen Jugendorganisation widerspiegelt. Auch unter Frauen ist die Linkspartei unterrepräsentiert. Die Haltung der Gewerkschaften Angesichts der drohenden Attacken üben sich die GewerkschaftsbürokratInnen in selbstgefälligen Reden. Die Wahlen hätten eine ?strukturelle Mehrheit? für ?eine solidarische und soziale Reformpolitik? gezeigt, lässt IG Metall-Chef Peters verlauten. ?Das Werben der Gewerkschaften um eine Politik der sozialen Gerechtigkeit hat zu einer richtigen Akzentverschiebung insbesondere bei den Regierungsparteien geführt", freut sich der Bürokrat. DGB-Chef Sommer und ver.di-Boss Bsirske blasen ins gleiche Horn und jubeln über eine ?Mehrheit links von der Mitte?. Solche und ähnliche Stellungnahmen verdeutlichen, dass die Gewerkschaftsbürokratie den Ernst der Lage nicht begriffen hat - und ihn auch nicht begreifen will! SPD und Grüne treten für die Fortsetzung der Agenda 2010 an, CDU und FPD wollen sie ohne soziale Tünche und Einbindung der Gewerkschaften durchziehen. Die Aufkündigung sozialpartnerschaftlicher Rücksichtnahme stört die Gewerkschaftsspitzen allerdings wirklich. Daher haben sie auch einen Pro-SPD-Wahlkampf betrieben, was sich in einer Konstanz gewerkschaftlicher Unterstützung bei den Wahlen ausdrückte. Sie wollen deshalb allerdings nichts von Klassenkampf hören, sondern nur von Lobbying. Deutlich wurde das schon vor der Wahl. Gegen die Lockerung der Kündigungsschutzes drohte Sommer mit ?Protesten?, die IG Metall Chef Peters dann auch gleich ?konkretisierte? - als Verfassungsklage! Die Linkspartei Löhne, Arbeitszeiten, Kündigungsschutz, soziale Sicherung werden zusammen mit den bestehenden Machtpositionen der Gewerkschaften im Zentrum der Angriffe der nächsten Regierung und des Kapitals stehen. Die letzten Jahre haben verdeutlicht, dass hier wenig bis kein Widerstand von den Gewerkschaftsspitzen, sondern im Gegenteil nur Ausverkauf und Hintertreiben der Mobilisierungen zu erwarten ist. Diese Politik der Apparate und das Fehlen einer alternativen politischen Strategie in der Gewerkschaftsopposition und in den sozialen Bewegungen haben zu einer Reihe von Niederlagen und dem Rückgang der Mobilisierung auf der Straße geführt. Die Linkspartei und besonderes die WASG sind ein Produkt dieser Entwicklung. Einerseits entstanden sie aus einem Erosionsprozess der SPD und der sozialdemokratischen Dominanz in den Gewerkschaften sowie aus dem Widerstand. Andererseits entstanden sie, als die Bewegung auf der Straße bereits zurückging. Die WASG (von der PDS ganz zu schweigen) wurde von den führenden Kräften der Parteigründung (unzufriedene Gewerkschaftssekretäre und Funktionäre von SPD und PDS sowie links-bürgerliche WissenschaftlerInnen) von Beginn als ein Mittel zur Schaffung einer neuen reformistischen Parteien betrachtet, deren Funktion die Integration des Widerstandes in das bürgerliche System ist. Programmatisch sind beide - PDS/Linkspartei und WASG - eindeutig reformistische, d.h. auf dem Boden des bürgerlichen Systems und der kapitalistischen Marktwirtschaft stehende Formationen. Die Führungen um Gysi, Lafontaine, Bisky und Ernst werden jetzt versuchen, den Wahlsieg zu nutzen, um die neue Partei weiter nach rechts zu schieben und damit ein Auffangbecken für künftige Radikalisierungen zu schaffen. Gleichzeitig zieht die Aussicht auf eine Partei, die gegen die Angriffe des Kapitals steht, einen großen Teile der fortgeschrittensten ArbeiterInnen bis tief hinein in die Gewerkschaften an - sei es als Mitglieder, WählerInnen oder SympathisantInnen. Sie betrachten die Linkspartei, PDS und WASG durchaus mit Skepsis, aber auch mit der Erwartung, dass sie zu Mitteln des Widerstandes werden. Die WASG ist unter den beiden Komponenten der Linkspartei die dynamischere und weniger bürokratisch verfestigte. Das drückt sich nicht zuletzt darin aus, dass sie seit Mai/Juni deutlich gewachsen ist, um ca. 50% auf rund 10.000 Mitglieder. PDS und Teile der WASG-Spitze (Ernst, Maurer, Lafontaine) werden versuchen, den Wahlerfolg für eine rasche Fusion von oben zu nutzen. Die neue Bundestagsfraktion wird dazu ein besonders wichtiges Vehikel sein. Nach diesen Plänen soll die Fusion möglichst ohne Diskussion in der Mitgliedschaft ?durchgezogen? werden. Die politisch- programmatischen Grundlagen sollen von einer kleinen Kommission Handverlesener ausgearbeitet und einem Parteitag zur Akklamation vorgelegt werden. Wie dieser zusammengesetzt sein soll, ist sicher eine Streitfrage, hinter der jedoch keine politisch-strategischen Differenzen stehen. Ein Teil des WASG-Vorstandes (Bischoff, Radke) setzt auf einen längeren Vereinigungsprozess - nicht wegen politischer Differenzen mit Ernst etc., sondern um das Gewicht der WASG (genauer: des WASG- Vorstandes) bei einer Vereinigung zu erhöhen. Die Einbeziehung anderer Kräfte, eine wirkliche Öffnung ist für PDS- Führung und WASG-Vorstand allenfalls eine mehr oder weniger dekorative Formel - kein Wunder, denn sie wollen sich durch ?unpassende? Beschlüsse ihren Manövrierspielraum im Bundestag oder bei vorhandenen oder zukünftigen Koalitionen in den Landtagen nicht einschränken lassen. Angesichts der Tatsache, dass die PDS in Berlin und Schwerin Teil der Landesregierung ist und aktiv an Kürzungen, Sozialabbau sowie der Umsetzung der Hartz-Gesetze mitwirkt, ist es offensichtlich, dass der Berliner PDS-Landesvorstand einen besonders undemokratischen Zusammenschluss will (vergleiche dazu das dreiste Papier von PDS- Landesvorstandsmitgliedern, das von der Berliner WASG veröffentlicht wurde). Eingreifen ist notwendig Der Generalangriff einerseits, wie die Attraktionskraft der Linkspartei und die zu erwartenden inneren Auseinandersetzungen andererseits machen es notwendig, dass RevolutionärInnen in diesen Prozess entlang folgender Linien aktiv eingreifen: a) Die kämpferischen ArbeiterInnen und Erwerbslosen, Gewerkschaftslinke, die sozialen Bewegungen, die Jugend müssen in die Formierung der Partei gezogen werden. Nur so kann die Linkspartei zu einem Mobilisierungs- und Kampfinstrument werden, das mehr als die Summe aus PDS und WASG ist. Dazu sind offene Konferenzen zu den politischen Grundlagen einer solchen Partei notwendig. Zu diesen sollen alle, die gegen Agenda 2010, Krieg und Rassismus usw. kämpfen wollen, eingeladen werden. Sie müssen für alle organisierten Linken offen stehen. b) Dazu ist es notwendig, dass die sozialen Bewegungen (auf der Aktionskonferenz am 19./20. November), die Gewerkschaftslinke (1. Oktober), die bundesweite Jugendkonferenz (15. Oktober) und die Berliner WASG auf ihrer Arbeitskonferenz einen Kampf- und Mobilisierungsplan gegen die Angriffe der neuen Regierung und des Kapitals diskutieren und beschließen. Dieser muss an WASG und PDS mit der Forderung herangetragen werden, ihn und die notwendigen Strukturen dieses Kampfes (politische Streiks, internationale Streiks und Mobilisierungen, Basisbewegung in den Gewerkschaften, Aktionskomitees und mobilisierende Sozialforen) zu unterstützen. c) Von diesen Konferenzen muss auch der Bruch der PDS mit der neo- liberalen Regierungspolitik in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern gefordert werden. PDS und WASG müssen auf ein klares Nein zum Mitmachen oder Tolerieren von neoliberalen ?rot-grünen? Koalitionen auf Landes- und Kommunalebene verpflichtet werden. d) In der sich formierenden neuen Partei treten wir für eine gründliche und offene Programmdiskussion ein. Die Vorschläge der PDS, aber auch die ?Programmdiskussion?, die in der WASG vor ihrem Bundesparteitag geführt wurde, waren und sind eine bürokratische Farce. Wirkliche Offenheit bedeutet, dass neben reformistischen und keynesianischen Positionen anti-kapitalistische, revolutionäre, kommunistische Positionen gleichberechtigt zur Diskussion stehen und jeder Strömung in einer neuen Partei das Recht auf offene Organisierung eingeräumt wird. Eine neue Partei wird nur dann wirklich zu einer Partei der Bewegungen, zu einer Arbeiterpartei werden, wenn sie eine Partei des Widerstandes und des Kampfes zum Sturz des Kapitalismus wird. ================================================ 20 "Islam, Terror, Menschenrechte"... von: michibotka at gmx.net ================================================ nachdem ich nun wiederholt aufgefordert wurde schick ich meine antwort auf die islamophobe sauerei die von Michael Genner, (Obmann von Asyl in Not & Vorstandsmitglied von SOS Mitmensch) die hier gepostet wurde. leider hat er nicht selbst reagiert - bzw. niemand der sonst die emailaddr. checkt von der aus er geschrieben hat. darum denk ich mir es macht sinn meine antwort auch wenn sie nahe dem wutausbruch ist auf diese art zu veröffentlichen... dieses mail geht außerdem an sos-mitmensch und nochmal an die asyl in not addresse. (vielleicht findet sich ja doch noch wer der antwortet was das soll und ob das okay ist von deren addresse aus - damits praktisch halboffiziellen charakter hat.) der ursprüngliche text hatte die üebrschrift: 10 Islam, Terror, Menschenrechte und kam eben von office at asyl-in- not.org ich poste den text hier nicht nochmal weil ich diesen schwachsinn nicht nochmehr verbreiten will. wer ihn nicht gelesen hat und interessiert ist kann ja im mund archiv suchen. revolt michi hier also mein mail: Betreff: ist das dein ernst?!? der text letztens im mund wo du vor der gefahr islam warnst - ist der dein ernst und wirklich von euch?!? http://www.illegalisiert.at/MUND/aktuell.htm#10 wenn nicht dann bitte schnellstens eine berichtigung in den http://www.no-racism.net/MUND stellen. wenn doch dann frag ich mich ob du/ihr jemanden persönlich kennt von denen ihr da so schreibt? und wie genau ihr so hinschaut wie katholische organisationen agieren? ich fürchte menschen die aus ländern mit anderen staatsreligionen nach österreich fliehen haben hier andere probleme als sich von ach so vortschrittlichen ngos vorschreiben zu lassen welche religion sie wie auslegen sollen und wie sie miteinander umgehen sollen bzw. sich erklären zu lassen daß ihre religion und ihre familie sie unterdrückt. du wirst es nciht glauben aber junge frauen - selbst wenn ihre religion der islam ist - können sich auch selbst artikulieren und klar machen was sie wollen und was nicht. und wenn du mit ihnen sprichst wirst du feststellen daß sie das problem haben von österreichischen behörden und pseudo antirassistinnen oder intellektuellen feministinn/en zu viel vorgeschrieben bekommen und gerne ubahn fahren würden ohne blöd angemacht und angestarrt zu werden, ohne sich witze über terroristinnen oder selbstmordattentäterinnen anhören zu müssen. sie hätten gerne daß ihre heimat nicht mehr bebombt wird, daß sie wiedermal ihre verwandten die sich die flucht nicht leisten konnten, besuchen wollen oder einfach als ganz normaler mensch wie alle anderen auch behandelt werden würde. und da gehört z.b. dazu daß sich niemand außer sie selbst gedanken drüber macht ob und warum sie welches kleidungsstück tragen, welche religion sie wählen, welche leute sie als freunde hat, wann wie und mit wem sie ihre sexualität auslebt und daß ihnen solche texte wie deiner gestohlen bleiben können. bevor ich hier noch ausfälliger werden möcht ich nur noch anmerken daß mir enorm viel eingetrichtert wurde sex gibts nur nach der ehe. und das obwohl ich in meiner jugend kaum mit islam oder moslems zu tun hatte. dafür haben schon meine christlichen eltern, großeltern und meine katholischen religionslehrer/innen gesorgt. was die religionslehrer betrifft hätt ich nix dagegen sie mit nassen fetzen zu verjagen - aber ich fürcht das ist nicht so praktikabel. und bei meinen eltern - tja da müßtest erst mal an mir vorbei bevor du die verjagst. unglaublich gell? denn so wie die meisten leute hab ich die recht gern auch wenn sie mir über sexualität nicht viel hilfreiches erzählen konnten. aber das ist für dich/euch warscheinlich ganz seltsam weil aus eurer ideologischen verblendung ja sowas nur bei mosliminnen ähm sorry ihr nennt die ja islamisten... vorkommt und das mit der natur des islam zu tun hat. in wirklichkeit möcht ich gern mal sehen welches kind mit der sexuellen anschauung, meinung oder vorschriften seiner eltern viel anfangen kann. aus meiner sicht ist das was ihr da im mund gepostet habt purer rassismus und das ist von asyl-in-not aus verschickt schon enorm enttäuschend bzw. eigentlich ein grund jemanden mit nassen fetzen zu jagen - aber nicht die migrantin die es geschaft hat einen job als religionslehrerinn zu bekommen sondern die rassistischen frauenbefreier die besser als die jungen frauen wissen was gut für sie ist. gehts doch bitte einfach scheißen und überlaßts das hetzen der krone und dem orf bzw. der fpö. (oder beteiligt ihr euch da ohnehin? wie darf nicht istambul werden? damit der echte wiener nicht untergeht?!? - trifft das e.v. eure position?) revolt michi ps e.v. wärs gut gewesen eure schlüsse aus dieser pseudo analyse dazuzuschreiben damit mensch weis was ihr vom leser/in erwartet. die nächste moschee anzünden? mosliminnen auf offener straße als terroristinnen beschimpfen? als freiwilliger bei der us armee melden um in den irak zu gehen? bush lobeskundgebungen organisieren? oder den treffpunkt der nasse fetzen aktion. <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< WELTWEIT <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 21 Mosambik-Info 8, 22.9.2005 von: peter-pils at chello.at ================================================ Mosambik-Info 8, 22.09.2005 KoordinierungsKreis Mosambik Inhalt: 1. Menschenrechtsgruppen bestürzt über Entlassung von Korruptionsbekämpferin 2. Welthungerhilfe befürchtet dramatische Folgen der Dürre 1. Menschenrechtsgruppen bestürzt über Entlassung von Korruptionsbekämpferin Die überraschende Entlassung der Leiterin der mosambikanischen Anti-Korruptionsabteilung, Isabel Rupia, wurde von Menschenrechtsgruppen scharf kritisiert. Die Entlassung wird als Unterminierung der Anti-Korruptionsbotschaft der Regierung angesehen. "Wir müssen erfahren, warum Isabel Rupia aus dem Amt entfernt wurde - es ist das Recht der Leute, das zu erfahren. Wenn es geheim gehalten wird, führt das zu Spekulationen," sagt Carimo Abdul von der Anti-Korruptions-NRO Ética Mocambique. Die Regierung hat bislang nicht Stellung genommen. Rupias Abteilung wurde in der letzten Woche aufgelöst und durch das neue Zentralbüro für Korruptionsbekämpfung (GCCC) ersetzt. Aber während diese Maßnahme erwartet worden war, da die Abteilung nur eine Behelfsmaßnahme darstellte, kam Rupias Entlassung völlig überraschend. Rupias Assistent, Rafael Sebastiao, wurde zum leiter des GCCC ernannt. Die portugiesische Nachrichtenagentur Lusa berichtete, dass die Anti-Korruptionsabteilung unter Rupias Führung mehrere Ermittlungen gegen frühere und derzeitige hohe Regierungsvertreter durchführte, einschließlich der Machtausübung des Staatsoberhauptes und das Management des internationalen Flughafens in Maputo. Viele dieser Aufsehen erregenden Fälle wurden fallen gelassen und resultierten nicht in Anklagen. Rupia war laut LUSA auch Opfer eines Mordanschlags. "Meiner Ansicht nach zeigt die Einrichtung des Zentralbüros, dass es eine Entschlossenheit git, etwas gegen Korruption zu tun. Andererseits ist es sonderbar, wenn jemand der einen guten Job gemacht wird so einfach abgesetzt wird, "stellt Fernando Lima von der Wochenzeitung Savana fest. "Es hat keine adäquate Erklärung gegeben. Sie scheinen eine politische Angelegenheit durch einen burökratischen Schachzug gelöst zu haben." Korruption war ein prominentes Thema in Mosambik in den vergangenen Jahren. Der bekanntestes Fall war die Anklage gegen die Mörder des investigativen Journalisten Carlos Cardoso. Nyimpine Chissano, der Sohn des ehemaligen Präsidenten Chissano, war in diesen Fall verwickelt. Cardoso untersuchte die Unterschlagung von 14 Millionen US$ in der BCM, der größten Bank Mosambiks, als er in der Mitte der Hauptstadt Maputo erschossen wurde. Die Gerichtsverhandlung wurde live im Fernsehen übertragen und wurde zum Pflichtprogramm für Mosambikaner, die schockiert waren über die vorher ungekannten Ausmaße der Korruption. Die derzeitigen Spekulationen um die Entlassung Rupias kommen zu einem Zeitpunkt, zu dem die neue Regierung unter Präsident Armando Guebuza allgemein gelobt wird wegen der harten Linie gegen Korruption. Korruptionsbekämpfung war ein zentrales Wahlkampfthema und wurde auch in seiner Einführungsrede zu Beginn des Jahres besonders herausgestellt. 2. Welthungerhilfe befürchtet dramatische Folgen der Dürre Die anhaltende Dürre in Mosambik nimmt bedrohliche Ausmaße an. Die Deutscher Welthungerhilfe (DWHH) befürchtet "dramatische Folgen" der anhaltenden Trockenheit. "In der Provinz Inhambane nördlich der Hauptstadt Maputo sind viele Brunnen in den Dörfern versiegt", berichtete die Regionalkoordinatorin der Welthungerhilfe in Mosambik, Walburga Greiner. "Die ohnehin schon kranken und geschwächten Menschen müssen jetzt noch viele Kilometer weiter laufen, um sich Wasser zu besorgen." Der Grundwasserspiegel sei so stark gesunken, dass selbst bis zu 14 Meter tiefe Brunnen austrockneten, so Greiner. Zugleich stiegen die Preise für Grundnahrungsmittel angesichts der geringen Ernte enorm. "Diese Dürre trifft die Menschen besonders hart, weil sie im vierten Jahr in Folge auftritt. Die Menschen haben keine Reserven mehr, weder Geld noch Getreide oder neues Saatgut", warnte sie. Die mosambikanische Regierung hatte bereits im Mai um internationale Unterstützung für 550.000 Menschen gebeten. Neben Inhambane ist vor allem der Süden des Landes betroffen. Die DWHH geht davon aus, dass die Zahl zum Jahresende ansteigen wird, wenn die Ernte aufgezehrt ist. In der Provinz Inhambane unterstützt die DWHH gegenwärtig 15.000 besonders schwer getroffene Menschen mit "Food-for-work"-Programmen und fördert Projekte für von Aids betroffene Familien. Die Deutsche Welthungerhilfe bittet um Spenden für die Dürreopfer in Mosambik. Diese sollen für den Bau von Tiefbrunnen und für Schulspeisungs-Programme eingesetzt werden. Quellen: IRIN News, www.epo.de ================================================ 22 [gipfelsoli] Gleneagles von: gipfelsoli-l at lists.nadir.org ================================================ Von: gipfelsoli-l at lists.nadir.org Betreff: [Widerstand] [gipfelsoli] Gleneagles Datum: 24. September 2005 20:17:48 GMT+02:00 An: gipfelsoli-l at lists.nadir.org Antwort an: gipfelsoli-l-owner at lists.nadir.org, gipfelsoli- l at lists.nadir.org Gipfelinfo - Meldungen über globalisierte Solidarität und die Proteste gegen unsolidarische Globalisierung ------------------------------------------------------------------------ -- Reinventing Dissent: G8 2005 Analysis Part 1 This article examines the G8 mobilisation in 2005 from an anarchist perspective. Part 1 gives a full description of the mobilisation, the Carnival, the Black Bloc, the Ecovillage, and more... Reinventing Dissent: The Unabridged Story of Resistance against the G8 Summit in Scotland, 2005 by Alex Trocchi, Giles Redwolf, and Petrus Alamire "Has there ever been a society which has died of dissent? Several have died of conformity in our lifetime" Jacob Bronowski Everyone knows that the odds are stacked overwhelmingly against us at summit mobilizations. Yet the 2005 G8 mobilisation in Scotland proved that disrupting a summit is not beyond our grasp, and that, if anything, we underestimate our own capabilities. It is all too easy to state that "Another World is Possible"-to actually create another world is far more difficult. For a week, an unlikely field near Stirling became the "Hori-Zone," a model of large-scale horizontal and autonomous decision-making. To create a long-lasting and effective anarchist network is looked upon as a fantasy. However, the G8 mobilisation turned a scattered and divided activist scene into a well-organised network of resistance, capable not only of hosting an explicitly anti-capitalist and anti-authoritarian mobilisation, but also of continuing beyond the G8. As for the inevitable action, anarchists confronted the meeting of the eight most powerful men in the industrial world directly, right outside the G8 summit venue, shutting down their highways and tearing down their fences. The attacks of the fundamentalist Islamic bombers in London the same week look cowardly in comparison. One cannot help but feel that there is something hopeful back in the air in Britain, even as the dark repression of the police state inevitably kicks into motion after the London bombings. Britain was the nation in which industrial capitalism first took root, and accordingly it has often remained ahead of its time in the art of protest. The British anti-roads movement of the early 1990s was a harbinger of the "anti-globalisation" movement, featuring a wild and eclectic focus on direct action and cultural resistance, in contrast to the notoriously boring politics of the institutional left. The model was moved with much success into the cities, in the form of Reclaim the Streets, capitalising on the fact that in Britain hordes of ravers will show up anywhere, anytime for a good party in the middle of a street. Within a few years, cities from Brisbane to Bratislava were reclaiming their streets. Coinciding with the G8 Summit in Cologne, the June 18th 1999 Global Day of Action against Capitalism paralysed the financial centre of London, prefiguring the shut-down of the WTO in Seattle a few months later. As Britain's turn came to host the G8 in 2005, things looked grim. There had been successful mass mobilisations, particularly in London for Mayday 2000 and 2001, and anarchists had taken part in direct action against the war in Iraq. However, there had not been a "Global Day of Action" in Britain in six years, and many anarchists in Britain were simply not interested, since many were convinced that mass mobilisations were no longer effective means of resistance. The early meetings consisted of arguments about whether a truly anti-authoritarian mobilisation was even theoretically possible! Nearly two years before the G8 summit, an anti-capitalist network called Dissent! was founded in Britain to mobilise against the G8. The questions we want to look at in this piece are whether Dissent! and the 2005 G8 mobilisation actually succeeded, and whether they can serve as a model for actions and networks elsewhere. We will begin with an analysis of the formation and functioning of the Dissent! network. We will then give an overview of the myriad actions that took place before the blockades around Gleneagles. Finally, we will analyse the blockades and the response of the anarchists to the bombings in London. The Dissent! Network Forms... Before beginning, there are two brief disclaimers. First, the participants in the Dissent! network studiously avoid the word "anarchist," and prefer to call themselves "anti-capitalist" and "anti-authoritarian." One reason behind this is that the word "anarchist" might be seen to exclude our comrades in the autonomist communist movement (especially from Germany) and the occasional post-Situationist council communist. A more pressing reason is that in the last decade, just like a century ago, the public in all Western countries has been subjected to a media scare campaign around the word "anarchist," so the word "anti-capitalist" is seen as more friendly. Nevertheless, we will just call all the people who participated in Dissent! "anarchists" since we believe most of them (minus our autonomist and council communist friends, to whom we must just apologise!) would not object to using "anarchist" to describe their politics, and since the word "anti-capitalist" could also be seen to include retrograde Marxist-Leninist sects like the Socialist Workers' Party (SWP) who were by design not part of the Dissent! network. Second, we indeed often use the words "Dissent! network" or just "Dissent!" to describe the actions of particular working groups and people, and the general feelings of people, in order not to have to specify individual names. Though a useful shorthand for saying "anti-authoritarian and anti-capitalist" every time we wish to speak of the protesters (many who may have had only the slightest of contact with Dissent!), this stands against the official policy of Dissent!, since only consensus decisions at network-wide gathering can carry the weight of being cited in the name of "Dissent!" and "anyone who claims to be speaking on behalf of the Dissent! network is lying." Dissent! as a network began after meetings at the UK Earth First! gathering and London Anarchist Bookfair in 2003. More class-conscious than their North-American counterparts, British eco-activists always tended to have little patience for the notion that the Earth coming "First" means that its human inhabitants are somehow "second." The original plan for Dissent! was to loosely unite the various strands of British anti-capitalism in the run-up to the G8, a grab bag of everything from ecology to insurrection, and to show that it was something that could stand on its own as an anti-authoritarian UK- wide network. The main problem is that there was actually no clearly defined or unified agreement on anything at all, except a hatred of capitalism and hierarchy combined with a love of humanity and the planet. Turning that particular weakness into a strength, Dissent! adopted the most minimal points of agreement: the hallmarks of the People's Global Action (PGA) network. This had the effect of maximising the number and diversity of people who would be interested in participating, while maintaining some political parameters. In particular, these hallmarks feature "a very clear rejection of capitalism" just in case people thought the network was reformist, "a confrontational attitude" with a "call to direct action and civil disobedience" to focus the network on concrete action over bureaucracy, and "an organisational philosophy based on decentralisation and autonomy", which conveniently excluded authoritarians like the SWP. Some groups participating in Dissent! originally seemed to want only to network on a model similar to Earth First!, so that there would be local collectives such as Edinburgh Dissent!, Brighton Dissent! and so on. Early on, many people seemed to want to dispose of the idea of a mass action altogether, and instead focus on decentralised local actions. The initial meetings involved endless discussions about "What exactly is a network anyway?" These involved both very long-winded arguments, and a real discussion of how a UK-wide network could enable local groups to join something larger without sacrificing their autonomy. A strategy based on maximising the autonomy of the participants in Dissent! emerged. First, it was decided that all local groups should adopt their own names - Newcastle Dissent!, for instance, became "Why Don't You? - as a first step toward becoming a network of autonomous groups in practise and not just in theory. Local groups were expected to take care of their own internal finances, have regular meetings, and hold local events. In addition, a Dissent! network gathering was used by the Britain-wide Social Centre Network to donate generous amounts of cash to start social centres throughout Britain. The purpose of these centres was to increase the general level of social struggle, and many local groups coalesced around them. Dissent! incarnated itself most clearly at its more-or-less monthly "gatherings," where the local groups came together to discuss network- wide issues and form working groups, the latter ranging from the normal "Publicity" and "Legal" working groups to innovative ones such as the "Trauma Support Group," which aimed to reduce burn-out and Post-Traumatic Stress Disorder in the wake of police repression, and the "Working Group Against Work," which formed to highlight issues of wage-slavery and precarious labour during the G8 protests. The "Education Working Group" became TRAPESE, a travelling roadshow that educated people about the G8 through pub quizzes and workshops. Importantly, these working groups allowed individuals from across different geographical locations to get to know each other and work together, building bonds of friendship and trust across the network. The network adopted the fairly standard consensus and working-group model, so that during network-wide "Dissent! gatherings" the often unmanageable number of people at the meeting would break up into their working groups. They would "report back" to the entire network on the results of their actions (or lack thereof) in between gatherings, and ask for input from the wider network. If any decision was expected to actually affect the entire network, it was decided via consensus in the dreaded but useful plenary meetings. Dissent! as an anti-capitalist network was a self-fulfilling prophecy. The Dissent! gatherings went on for nearly two years before the mobilisation, and two-day long meetings nearly led many participants to a state of heavy drinking. For the first few Dissent! gatherings, the network seemed more like a dis-organisation than an organisation. Many of the original proponents either moved on, or dropped the torch for others to carry. From that chaos, however, evolved a sort of flexible order as groups organically came together. Often the first real point of action for a local group was to successfully host a Dissent! gathering. While some of the "local groups" and "working groups" were in reality a single individual (or, worse, just an e-mail address from which no one would reply!), some groups formed into solid affinity groups where none had been before. There was no small number of problems, as many groups managed to meet for nearly a year without being able to focus their energies and accomplish anything of note, and often individuals were stretched among what appeared to be a never-ending cast of bureaucratic meetings. However, where before there had been almost no activity, new local groups inspired by Dissent! and the possibility of taking down the G8 began to be taken seriously, and long-standing direct action groups ranging from local Earth First! collectives to the WOMBLES in London started participating in the Dissent! network. When weak spots were identified such as finances (after all, no-one ever wants to sign their name to the paradoxical bank account of an anti-capitalist network), individuals stood up and took responsibility. The Dissent! network also jumped through hoops to remain inclusive, albeit with mixed results. At almost every gathering there was a discussion of who should be allowed to participate in the Dissent! network. Could Christians, who might be proselytising an authoritarian religion? How about members of organised political parties? What exactly were the limits of the PGA Hallmarks, and who did they include and exclude? By adopting the most minimal radical guiding hallmarks, and by agreeing to disagree on many issues, the Dissent! network succeeded in attracting participation from more than the "usual suspects" in such scenarios. Novel and accessible projects like the Cre8 summit community garden in Glasgow and the Clandestine Insurgent Rebel Clown Army further contributed to making the network more diverse and open. Although anarchists are often used to meeting and planning in a clandestine manner, Dissent! tried its best to be entirely open and public, both to avoid the stereotyping of anarchists as secretive and to allow more people to get involved. In a country like Britain where it sometimes feels like every square inch of the ground is under CCTV surveillance, this strategy makes certain sense. The network published all its meeting minutes on its admittedly labyrinthine website, and was remarkably accessible - at least if one were on the e-mail list and read the website regularly, since the communications of the network in between meetings were nearly all digital. Despite this openness, reporters often announced "secret anarchist plans to take action against the G8" after visiting the website and discovering among the piles of meeting minutes a juicy tidbit that had been, after all, publicly announced. Not that there weren't secret plans, but more on this later. Some aspects of Dissent!, such as its focus on local groups and decision-making structure, were clearly hallmarks of a genuine network-but others, such as the bank account and the mostly centralised production of propaganda, definitely seemed to be the work of something resembling an actual organisation. Dissent! had an informal leadership develop,as individuals and groups put things in motion behind the scenes or overtly set the agenda via the process group and proposals, resulting in much gnashing of teeth at meetings. Yet the informal leadership was flexible, with individuals moving in and out of various levels of activity, and often political manoeuvrings at meetings resulted in issues that were being foolishly ignored being addressed. The "process group" in charge of creating the Dissent! gathering agenda was in theory supposed to rotate every gathering, although often it did not due to lack of volunteers. At the beginning many processes were heavily criticised. To Dissent!'s credit, the network learned by its mistakes and improved, though there is still much room for improvement. Also, Dissent! had unprecedented amounts of funding, combining online donations with extensive fund-raising, and the total budget for the protest ran into the tens of thousands of pounds, nothing compared to the multi-million pound budget of "Make Poverty History," but substantial for anti-capitalists. People need to think about the issues behind anti-capitalists using money to destroy capitalism. Are we being corrupted or just "bio-degrading" money out of capitalist circulation? Who's Down for Civil Unrest? After almost a year of perpetual meetings, the location of the 2005 G8 Summit was announced: the Gleneagles Hotel in rural Scotland. This posed a dilemma: either commit to a centralised action around the summit location or to decentralised actions around the United Kingdom. Earlier at Dissent! gatherings, many shared the implicit assumption that mass mobilisations around summits were a dead-end. Serious thought had been put into what went wrong and what went right at previous mobilisations, as shown by the still useful magazine "Days of Dissent: Reflections on Summit Mobilisations." The rural location of the Gleneagles Hotel presented added difficulties, since many found it hard to imagine primarily urban activists tromping through the woods and glens of Scotland. On the other hand, the idea of decentralised actions, which had every local working group doing direct action in its home town instead of coming to Scotland, was not appealing. First, just issuing a vague call for action and hoping that every group would do something, even if focused around a theme like climate change, was uninspiring. While decentralised days of action like J18 in 1999 had been successful in the past, recently widely decentralised actions had failed to accomplish much of anything. No one even remembers the "Insurrection Night" proposal for decentralised actions across the United States for G8 2004, which was accompanied by an equally ineffective call for solidarity actions in the UK put forward by the Dissent! network. At the urging of many members, especially those in Scotland who were thrilled a mass summit was coming near to their town, Dissent! finally did reach a consensus that it would indeed take on hosting a mass mobilisation in Scotland. One lurking question was: Could anyone organise direct action and not be held accountable by the powers of the state? The repercussions of this nebulous and even dangerous position lent an atmosphere of paranoia to Dissent! gatherings. The year-long operation to round up activists after J18 set a worrying precedent, and often crippled the ability of newer activists to even discuss what they actually wanted to do. Dissent! at first determined it would take as its prime duty the organising of infrastructure for protests and remain absolutely neutral towards action, except insofar as it would publicise them. This meant organising a convergence centre for everyone and making sure there would be no official Dissent! action. However, upon closer inspection of the actual location of the summit itself, confusion set in even over infrastructure. The location of the summit was north of Stirling, about an hour drive north from both Edinburgh and Glasgow, the two largest Scottish cities. The large reformist groups like "Make Poverty History" were basing their huge marches in Edinburgh, while cities like Glasgow had a much stronger tradition of working-class resistance, and the nearest towns to the summit itself, Perth and Stirling, had only a very small number of sympathetic activists. As for action, after Genoa many militant anti-capitalists were not excited by the prospect of "storming the red zone" through a traditional attack on the perimeter fence, which would likely be heavily guarded. The simple spatial layout of the protest was a nightmare, and if Dissent! was too paranoid to organise any actions, who would? Despite the gloom, even the most cursory inspection of a map would give anyone with an inkling of tactical ability reason for hope. Gleneagles was not nearly as remote as many other previous summit locations. In fact, it was extremely vulnerable by virtue of being accessible largely off a single trunk road, the A9. A number of small side- roads led to the G8 venue through the idyllic resort town of Crieff and the Ochil Hills. Since the Gleneagles Hotel only held a few hundred people, and since the entourage of bureaucrats, translators, caterers, and other assorted servants of capital for the G8 numbered in the thousands, the vast majority of participants in the summit would have to be driven in from nearby cities. The idea captured the Dissent! network: Well-placed blockades on the motorways could paralyse the summit. A large-scale blockade scenario, involving not city streets but rural motorways, had already been experimented with earlier around the G8 in Evian. Now, this idea could be revisited in the Scottish countryside, with far better preparation. It was a difficult concept even to formulate, and somewhat doubtful at times, but it made sense: If delegates, staff, and media coming in from hotels could be physically stopped from getting to the G8, the meeting would be shut down. Even if eventually many made it through, a blockade would at least disrupt the meeting and send a message to the G8 that it could not ignore. The sheer number of places the delegates could be staying was confusing, but it seemed likely that a mixture of urban and rural convergence centres at major cities, with at least one near the A9, would be best. To top it all off, the Gleneagles Hotel was surrounded by hills. One group formed to promote the ancient Scottish hobby of "hill-walking" across the countryside of Scotland, a time-honoured occupation and hard-fought-for legal right in Scotland. Its plan was to meet at the Gathering Stone in Stirling and walk right over the Ochil Hills. Once on the hills they would light "Beacons of Dissent," fires on the top of the hills that could be seen by the G8 leaders below in their hotel, and then descend upon the hotel, not to be stopped until they were having a whisky at the hotel bar in Gleneagles. As a network, Dissent! continued to sponsor the policy of no "official Dissent! actions," but at the network gatherings autonomous action groups began forming and hatching plans around blockading and hill-walking. Since the action groups were autonomous and not representing anyone but themselves, and their decisions did not need to be ratified by the rest of the network, anyone was allowed to join in any legally-risky action-planning. On the other hand, people who didn't agree with a particular action or who were not in a position to suffer legal repercussions could still participate in the Dissent! network. The combination of hill-walking and blockades around the roads to Gleneagles would be hard for any centralised police force to deal with, and was nearly guaranteed to disrupt the summit as long as people showed up ready for action. Convincing People of the Impossible Would people actually show up for action against the G8? There had been some activity in Europe: many considered the prior G8 mobilisation in Evian, France to be a success since blockades did manage to substantially delay the G8 meetings, but Scotland was considerably further away than Lake Geneva for most of Europe. Many anarchists and assorted anti-capitalists in England were probably more familiar with the hotspots of Barcelona than they were with Scotland. Nearly two years ahead of the protest, the "Dissent! Publicity Group" began making ludicrous amounts of stickers, posters, and other pamphlets to announce the summit mobilisation against the G8. These texts went through an often painful but rewarding group writing process, and did end up sounding like the voice of the genuinely new spirit many of us were feeling in the heyday of the "anti-globalisation" movement before the vultures like Globalise Resistance moved in. An "International Networking" working group formed, and hosted a packed meeting in Tuebingen, Germany five months before the G8. This made it much easier to get the word out in Germany and for people from overseas to arrange their travel. In outreach it is often the small things, like helping to pay the travel costs of anarchists from Ukraine and Russia (where the G8 will be in 2006) that build true international solidarity. When it appeared there might not be many Mediterranean activists at the mobilisation, a series of workshops was organised in Spain and another International Networking Gathering took pace at Thessalonika in Greece. In Britain itself, at every major and minor activist event, from the autonomous spaces around the European Social Forum in November 2004 to an anarchist ballroom dance in Cambridge, the word spread that something big was going to happen in Scotland during the summer. Towards the end, a large print-run of small stickers was made, and these proved to be an immensely effective tool in spreading the word about the G8, as they were easier to put up than fly-pasted large posters and stayed up longer. The Dissent! network made an effort to ensure its media policy did not create leading spokespeople. Too often in anarchist groups one person, usually a white male, gets labelled as the "leader" by the media, usually through talking to the media about the message of the protest. One of the earliest decisions by Dissent! was that "anyone who claims to be speaking on behalf of the Dissent! network is lying," in order to prevent any self-proclaimed media spokespeople from arising. Only decisions and statements approved by the plenary meeting of a Dissent! gathering could be cited in the name of Dissent!. However, local groups, working groups, and individuals could make as many statements and do as much media work as they wanted to, as long as they were clear about who they were and spoke in their own name. As a tool for preventing the media from creating leaders, this policy was excellent. The policy was misunderstood by many participants in Dissent! as explicitly forbidding all media work, and confounded by so many anarchists' overt opinion that all media coverage was to be inherently negative. Local and working groups did not for the most part deal with the media at all, with only a few of them occasionally communicating to the media through a collectively written press-statement. In turn this led the media to more or less make up whatever they wanted to about the "sinister" Dissent! network, and ironically ended up in a situation where the cops and corporate media were the only ones "speaking" for Dissent! to the media. While the corporate media are, with a few notable exceptions, scumbags who are interested in making anti-capitalists look like deranged axe murderers, this media policy didn't make it easy for anyone outside the anti-capitalist scene to feel sympathy towards or even understand Dissent! or the radical anti- capitalist analysis of the G8. In the final few months before the summit, a media-group called the Counterspin Collective formed itself. The Counterspin participants sent letters to the editor regarding the sensationalist British media's outright lies about the "dangerous anarchists," and helped individuals who were prepared to be interviewed as individuals. Members of this group acted as a go-between for mainstream journalists through a "media phone number" that they advertised. A group within Dissent! even managed to get an opinion piece published in the "Guardian" newspaper, where the efforts of Make Poverty History and Live8 were called the world's first "embedded protest," pointing to how they allowed Blair to co-opt, domesticate and diffuse the struggle for global justice. Even the Rock Stars Mobilise Throughout the two years leading up to the G8, other groups and networks against the G8 started organising their own large-scale activities. The Southeast Assembly, an anti-authoritarian network around London, took on the ambitious plan of hiring trains to transport protesters from London to Edinburgh for the mobilisation. This was viewed as a way to increase the level of anarchists' organisational capacity by taking care of some of the necessary but unglamorous and expensive work, such as booking transport, that is normally left to the traditional Left and socialists. One interesting thing to note is that instead of organising exclusively in large cities, Dissent! made it a priority to organise in smaller towns that were in need of more momentum and conveniently had less police surveillance. At the same time as Dissent!, two years before the G8, large NGOs such as Oxfam launched a massive media campaign and strategic alliance to "Make Poverty History," a campaign centred around asking the G8 to cancel third- world debt, enforce "trade justice," increase aid to developing countries, and in a very radical gesture, not let privatisation be the condition for any aid or debt relief. While this was a fairly radical agenda, in practice the campaign consisted of wearing white wristbands manufactured in a Chinese sweatshop and pinning all hope upon the G8. "Make Poverty History" was seen by many anarchists in Britain, and many NGOs actually composed of Africans, as a literal whitewash of the power held by the G8 by the largest British NGOs. Even within "Make Poverty History," many of the more radical NGOs like "War on Want" began heavily criticizing the endless heaping of praise upon Blair and his chief economic wizard Gordon Brown, as well as the fact that Oxfam, Comic Relief, and the more conservative NGOs were effectively dismissing their agenda in their attempts to coddle to the G8. It appeared some of the NGOs might even be sympathetic to Dissent! At the mobilisation against the G8 in 1998 in Birmingham, many of these very same NGOs under the banner "Jubilee 2000" formed a human chain around the G8 during its meetings. This was tactically useful and provided a great counterbalance to the direct action that took place in City Centre. This time around the NGOs did a massive media campaign that took "marching in circles" to a whole new high: "Make Poverty History" hoped to mobilise two hundred thousand people dressed in white to form a white armband around a non-existent target in central Edinburgh an hour away from Gleneagles and on the weekend before the G8 actually met. There is something to be said for bringing so many thousands to Scotland for issues of social justice. This was massive mobilisation for the wrong date and the wrong place. Later in the day, the manipulative Trotskyist Socialist Workers Party (SWP) quickly put together a front-group called "G8 Alternatives." Originally they wanted to hold a corporate rock concert in order to distract people from direct action and sell them newspapers, but after the Scottish Parliament denied them funding, they settled for an "alternative summit" complete with a high price tag and big name speakers. While Dissent! was based primarily in anti-globalisation networks south of the Scottish border, G8 Alternatives attracted many more Scottish people due to the widespread socialist tendencies of Scotland and good old-fashioned regular meetings in Scotland that were widely advertised. However, the grassroots constituents were more feisty than the SWP bargained for, and after Dissent! revealed its plans for blockading the G8, the leadership of G8 Alternatives, attempting to prevent a mass defection to Dissent!, announced they would host a peaceful, legal, and police- controlled march to Gleneagles. A few months before the G8 meetings Bob Geldof (a singer in the not particularly well-known rock band "The Boomtown Rats") of Band-Aid fame decided to hold simultaneous "Live8" concerts around the world on the same day of the "Make Poverty History" march, inviting everyone from the Pope to rapper Fifty Cent to join in his call for the G8 leaders to do something about poverty in Africa. The politics of Live8 were murky and unclear at best, with no set agenda besides celebrities grandstanding and legitimizing the G8, holding them up as potential saviours who under the pressure of a few rock concerts would use their powers for good instead of evil. In what could only be termed a truly bewildering turn of events, Geldof then announced a concert on July 6th in Edinburgh - the same day as the blockades - and called for everyone to flood Scotland. The police panicked as visions of half a million confused pop fans wreaking havoc in the city began troubling their sleep. Some anarchists viewed this as a potential opportunity to expose hordes of well-meaning and previously depoliticized people to radical politics. The government was likely simply pleased there would be a giant rock concert to show on the evening news rather than protesters. Geldof's second-in-command, Midge Ure, admitted that instead of worrying about anarchists hijacking Live8, Live8 was hijacking the anarchists' event. The Dissent! network steered clear of sectarian warfare with reformist groups by being friendly, while making no promises and consistently criticising their reformist politics. The Blair spin-machine was using anti-globalisation rhetoric to posit the British leader as a responsible world statesman, portraying him as the saviour of Africa and pitting him against the Bush regime, in its refusal to admit that climate change was real and man- made. In contrast to many previous anti-globalisation protests where the public seemed unaware and apathetic to the issues, it became positively hip to talk about the G8 and anti-globalisation, and the forces of state and capital seemed to be positively aping some early Naomi Klein article in their rhetoric. Even Gordon Brown, the Chancellor of the Exchequer, was spotted wearing a "Make Poverty History" wristband. It was like some anarchist dream: people knew the world was going to hell in a hand basket due to poverty and climate change and were looking for solutions: the main problem was that instead of relying on their own ability to take action, people were petitioning the G8 leaders, the very ones responsible for the problems, to solve them. As one leaked document after another showed, the G8 was not even going to agree climate change was a "problem," and poverty in Africa was only going to be worsened through further devastating privatisation, even though a few small debts might be written off. Not a big surprise since, as the radical research group Corporate Watch had already revealed, the G8 agenda had been stitched up ahead of the summit in collaboration with the very corporations destroying Africa and the global climate - from Shell and Rio Tinto to Monsanto. One could almost feel the disillusionment in the air: and now, as the dreaded anarchists took the stage, this could have been the historic moment when many people finally understood that solutions to the problems of the world could only come through direct action. History Speeds Up! Even though there was a strong feeling about doing "something" at the Global Day of Action on the opening day of the G8 Summit, it was felt by many that just another spectacular protest was not enough. Instead, as one group after another began formulating plans for actions around the G8, the Dissent! network publicised and connected the diverse tapestry of actions of many groups, from a demonstration in front of the Dungavel Detention Centre, where asylum seekers are imprisoned on arrival or pending deportation, to the blockade of the Faslane nuclear submarine base, where Britain's fleet of Trident nuclear submarines is based, by Trident Ploughshares and Scottish CND. These alliances were crucially important: while the local anti-G8 Reshape! groups were just starting in Scotland, Scottish CND had a decades-old history of blockading and pacifist direct action, and was widely applauded by everyone who disliked the storage of all of Britain's nuclear weapons in Scotland. The idea of focusing all energy on a single day of action gave way to the idea that a diverse tapestry of actions should be woven together, starting months before the day of action itself. The Month Before July 6th: Cre8 Summat > From the beginning, the Dissent! network tried make its radical > politics > accessible to people of all sorts. Anarchists in the UK were inspired by the "Fix Shit Up!" community outreach actions in the previous G8 Summit in Georgia, which connected the G8 mobilisation with local struggles. Tired of being seen as merely destructive, anarchists saw it as crucial to demonstrate how direct action was also "positive" and constructive. It became a clear agenda for many anarchists not only to attack the existing system, but to begin to construct and demonstrate what the better world would look like. As the sensationalist media were bound to tell everyone that senseless anarchist thugs were coming to burn down their homes, and as Scotland had no previous exposure to such a large anti-globalisation protest, some form of community outreach was vital. The idea of a "Cre8 Summat" ("summat" being local slang for "something") finally took flesh when a group of permaculture activists hooked up with campaigners in Glasgow to create a community garden in a desolate patch of urban wasteland, in one of the city's poorest neighbourhoods. Although community gardens and social services were usually supported by the kind, gentle, and disempowering Scottish government, in this case they wanted nothing less than to wipe whole sections of the neighbourhood of Govanhill off the map, in order to build the M74 motorway extension. In order to do this, Glasgow Council had begun to shut down one social service after another. Now, residents had responded, even mounting a militant occupation in order to reclaim their Victorian baths. Early in June, after a few planning meetings with some of the local residents, anarchists arrived in Govanhill armed with spades and with plants carefully propagated months beforehand. Since the land was unsuitable for growing edible plants, having been a wasteland and dump for years, truckloads of soil were brought in as locals watched, interested but wary of the outsiders. One by one people walking their dogs and kids riding their bikes came through the garden, and were soon gardening hand-in-hand with the anarchists. In this wasteland on which the state was planning to construct a supporting-column for the massive road, there soon stood a garden with sculptures, paintings, flowers, and herb beds. The Cre8 Summat ended with an all-day celebration at which the entire neighbourhood showed up to party, and local newspapers published encouraging stories about this "new way of protesting." While the Cre8 Summat was going on, it was announced that the M74 motorway extension would be delayed by at least two years following citizens' legal challenges. To its credit, the Cre8 Summat helped to empower people in the neighbourhood around the project and demonstrated that people do have the power in their own hands to bring about positive change without waiting for the "sympathy" and "aid" of any politician. Some of these people who would otherwise not have been interested in the G8 got involved in Cre8, and went on to participate in the rest of the G8 mobilisation. The Month Before July 6th: Not One, but Three Convergences One problem with mass mobilisations is that no one knows exactly how many people are going to show up. When a member of the Edinburgh Council asked someone from the Dissent! Convergence Working Group exactly how many people were in their "organisation," the only response was somewhere between a thousand and twenty thousand. While everyone coming in from afar didn't need full "Bed and Breakfast" treatment, some legal autonomous space near both major transport centres and within spitting distance of Gleneagles was crucial. The Dissent! network decided on the ambitious policy of opening multiple convergence centres: Urban convergence centres in both Edinburgh and Glasgow, and a rural convergence centre somewhere near Gleneagles itself. Since there was a whole week of actions planned in or near the cities of Glasgow and Edinburgh in the run-up to the G8, it made sense to have a base in both cities. Most people would come directly to either Edinburgh or Glasgow rather than directly to a rural convergence centre near Gleneagles. With Glasgow having a large and historically volatile working class, and Edinburgh hosting the massive Live8 and "Make Poverty History" events, it was reasoned that some of these people could be tempted to join in more radical politics once they were actually exposed to them. The Dissent! network formed convergence working groups six months before the protest to look for someone insane enough to rent a piece of land or a building to anarchists. In Glasgow there was no problem finding a nearly derelict warehouse that could be rented for hard cash and no questions asked, and soon the Glasgow convergence space was up and running, with funds allocated to help get a new permanent social centre off the ground. Edinburgh was another story. The tight housing market in the expensive capital of Scotland made finding space for a full-scale convergence centre impossible, so a shop-front opened as the "Dissent! Infopoint" to offer free Zapatista coffee and G8 information to interested parties. After what was either a naive or an insane plan by the Scottish government to house the anarchists and police in a single football stadium in Edinburgh, pressure from everyone from the Dissent! network to the Green Party prompted the city to provide state-sanctioned protest camping in the Jack Kane Centre, miles away from Edinburgh City Centre. The protest site was revealed to have a price- tag and to come complete with security and surveillance. On July 1st, anarchists arriving in Edinburgh on the train from London decided to set up a squatted campsite more to their liking in Pilrig Park. This horrified the authorities, who proceeded to drop the cameras and lower security, and even let Dissent! set up their own tent and food facilities. In order to bring in more people from the streets, the Dissent! network in co-operation with the reformist yet very effective People and Planet student group (who once offered a workshop entitled "Reform or Revolution: Why Reform is the Answer") set up a free "Days of Dissent" conference of workshops and films in Edinburgh University. Around the corner, in the remains of a former church, Indymedia set up dozens of computers to serve as the media communications centre for the G8 protest. Inspired by the "VAAAG" village set-up in Annemasse, France at the 2003 protests against the Evian G8, the rural convergence centre was designed to be both a demonstration of the world we want and a base for action against the G8. The amount of energy spent in specifying exactly how the world we want would function was intense, and the original idea for a campsite was transformed into an idea for a Eco-village to demonstrate sustainable alternatives to life under capitalism. With the protest just a few weeks away there was still no Eco-village in sight, despite six months of intense searching, forming a non-profit company, planning the details down to the plumbing, and allying with much more publicly respectable groups such as People and Planet and Scottish CND. Two sites on which tentative agreements had already been reached fell through. Rumour had it the owners received menacing visits from agents of the state. In an emergency manoeuvre, the rural convergence working group approached the City Council in Stirling (the city due south of Gleneagles and on the A9 trunk road to Gleneagles) and made a simple statement: It was fundamentally better for everybody, including the residents of Stirling, if the protesters had a legal place to camp with proper food and toilets than to have them squatting buildings and rampaging throughout the countryside. One member of Parliament from the region reported concern from his constituents that Italian anarchists would be camping in their backyard with their sheep. After considerable debate and even interest from Stirling Council in greywater systems, a cattle field behind the Stirling football stadium was offered to Dissent!. It was unfortunately bounded by the swift-flowing River Forth on all sides except the entrance. For actions it appeared to be a certain trap but it was still far better than having no place to hatch plans and organise within walking distance of Gleneagles. The chessboard was finally set. The Week Before July 6th: The Eco-village Opens Within days after the deal was made, the cattle were cleared off the land and the rural convergence site was ready to roll. Somehow a giant lorry had been captured by anarchists and went around the whole country collecting all the needed wood and other bits for the Eco-village. The Eco-Village was set into two main sections, one a small section for People and Planet to hold their festival, and the other the much larger "Hori-Zone" initiated through the Dissent! network. As a week of intense set-up began, volunteers worked day and night to get everything sorted out, anarchists from outside Britain began pouring in, and the Eco-village began to take shape. Against all odds, it actually was a genuine Eco-village: thousands of anarchists managed to live for a week in an ecological fashion, including a vast "diversity of toilets" (as Starhawk put it) ranging from composting toilets to the immensely non-ecological but legally necessary porta-loos. Water was dealt with via greywater systems were meant to filter the water through woodchips inoculated with beneficial water-cleansing bacteria (although the clay soil of the site made this difficult!), and an alternative energy collective had varying levels of success in getting wind and solar energy working to help power mobile phones and an Indymedia Centre. As for ecological living, even the BBC noted that it "could be a model for us all." The Eco-village was criticised for not being ecological enough, since many non-recyclable materials were used in its construction, and a lot went to landfill afterwards. However, if more time had been available for set-up instead of waiting for Stirling Council to commit to giving the site to the protesters, better planning could have made the eco-village even more ecologically sound. Some felt excluded by the often haphazard decision-making process at the Eco-village, including the so-called "The Bureaucracy Bloc,"an unelected group which ended up dealing with infrastructure and all manner of troubleshooting. The camp was organised around "barrios" or neighbourhoods, usually centred around a kitchen, since a kitchen provided a natural place for everyone to be together for breakfast and dinner. Each neighbourhood had its own consensus meetings and would self-organise in order to deal with its own problems, and each neighbourhood would send representatives to the site-wide consensus decision-meetings that met every day to deal with village-wide issues. The Dissent! Network emerged from the realm of bureaucratic meetings and ethereal cyberspace to become concrete and real, as each local group and social centre became a neighbourhood within the Eco-village. Food was bought from local organic farms and distributed through the network of neighbourhood kitchens. Medics provided rations and supplies to take care of people's needs both in the Eco-village and for the blockades. Whole neighbourhoods took care of children, and a loving and caring spirit made the Eco-village a surprisingly relaxing hive of activity. #file_1# It was a virtual kaleidoscope of resistance: a death metal band raging against capitalism, pagan healers helping anarchists deal with emotional trauma, and Celtic fiddle keeping everyone's spirits high. A number of Stirling residents visited and came away impressed both by the welcome they received and by just how together it was. Many others, nervous of communicating with us, drove up to the entrance to have a look and turned back. Corporate journalists were kept corralled in a media tent outside the Eco-village. The occasional noisy drunk would be dealt with by a "tranquillity team" of mediators who maintained security on site, while others watched the horizon for approaching police. Many people, when confronted with the idea of a world without government, quickly retort that without government we would just rob, loot, and kill each other off. Instead, without any state thousands of people lived, loved, and actually made decisions together by consensus, often agreeing to disagree and respecting the wide away of diverse opinions there. For those in the Eco- village, it was like living the revolution. Saturday July 2nd: Make Poverty History The "Make Poverty History" march began in the Meadows of Edinburgh - sort of. While many people had imagined an actual march from one point in the city to another, the organisers had set it up so people would literally march in a circle, for the sole purpose of a media stunt: A white band around central Edinburgh, just like the "Make Poverty History" wristbands that had been distributed throughout Britain. Having seriously underestimated the number of marchers, the event became one big traffic jam. People were standing around for hours waiting to begin marching, while others milled around on the large lawn of the Meadows, listened to speakers, and paid money for bottled water and food from corporate stalls. It was, in short, a "happening" rather than a march, and a very disempowering one at that, although many of the speakers did have a surprisingly radical flavour and questioned the legitimacy of the G8, the IMF, and even occasionally capitalism itself. Despite threats by certain members of "Make Poverty History" that those not wearing white would be removed from the march, a horde of clowns showed up to add colour and humour to the event. Dissent! had printed eighty-thousand fliers carefully subverting the logo of "Make Poverty History" to "Make History: Shut Down the G8," in order to encourage everyone at the march to stay on in Scotland and take direct action; everyone from old Scottish ladies and young children from council estates took the fliers, often resulting in confused questions and engaging debates about social change. While the message of anti-capitalism was spread, few of those people seemed to actually come to the Eco-village, showing not surprisingly that it takes more than handing out a flyer to get people to act. Anarchists met in a disorderly fashion in front of the "Days of Dissent" conference. There had been debate about whether anarchists should split up into small affinity groups for the march or march as one large contingent in order to radicalise it, but as the moment approached the crowd simply split into two main groups, with one sizeable Black Bloc running off early and the clowns and others making their own way later to the march. After a good deal of pointless milling about, the colourful anarchist contingents mostly dispersed into the crowd, but the the Black Bloc tried to lead a breakaway march. It was a bit too late, for by then the police had enough time to prepare their forces and surrounded them with heavily armoured riot police, sending a message to all that no unauthorized demonstrations would be allowed. Using the particularly British policing tactic of "frustrate and disperse," they managed to isolate and eventually split-up the Bloc. For better or for worse, the rest of the march seemed to pass without incident. Nobody knows if they actually managed to create the giant white wristband of people circling Edinburgh, although there were thousands upon thousands there. Monday July 4th: Blockading Faslane Nuclear Base On the Monday before the days of action, two actions of differing natures happened in Edinburgh and the Faslane Nuclear Base. For seven years before the G8, Scottish CND and Trident Ploughshares had organised large non- violent blockades at Faslane, home to Britain's infamous Trident nuclear submarines. This year they moved the date of the protest close to the G8 summit in order to remind people that the G8's domination of the world was backed up by murderous wars, not by handing out debt relief to poor countries. This long and proud tradition of civil disobedience was only strengthened by the energy and numbers brought in by anti-G8 mobilisation, and for most of the day the entire base was shut down. The police, long-accustomed to this sort of thing, actually were rather kind and accommodating to the protesters. In Edinburgh, a different story was taking place. Monday July 4th: Carnival for Full Enjoyment In Edinburgh, the Carnival for Full Enjoyment took to the financial and tourist district of Edinburgh, in order to connect the mobilisation against the G8 to the everyday struggles of people in the city. The carnival encouraged everyone to take a day off work in protest against low wages, lack of job security, over-working, and dole slavery. In the city that played such a key part in the birth of the anti-poll tax campaign, this definitely hit a chord: thousands of locals showed up for the Carnival, and Princes Street was lined with ordinary people waiting for something - anything - to happen. The state and the media had promised everyone a riot in central Edinburgh, and they were hell-bent on making it transpire. Hordes of cops were everywhere, and they went out of their way to harass, as the newspapers put it, the "most militant anarchists": The clowns. They also again quickly trapped the Black Bloc, and targeted medics for arrest. However, the Infernal Noise Brigade made it to downtown Princes Street and then courageously took the streets. The police reacted by blocking them in. However, as one older Scottish gentleman noted, while from their limited perspective the police thought they had won the day, the anarchists did a classic pincer around Princes Street, as there was not one but three gathering spots for the Carnival. As these other groups arrived, the police found themselves surrounded by people on every side, and proceeded to panic. The carnival then began in full force. Police attempted to block one unit of their carnival with a line of horses, but the hilarious movements of a black IWW sabotage cat puppet terrified the horses. Police from Manchester attempted to arrest a man, and anarchists were outdone by angry locals who shouted for the English cops to get the hell out of their town, and backed up their threats by throwing uprooted flowers, rubbish, and even benches at the police! The carnival sought to move people to targets like the Social Security head office, home of dole fraud investigator Joan Kirk. Large bits of carpet with handles were used to help reclaim some of the streets, and even a sound system was pulled out at the last minute. Many locals were disgusted with police behaviour and enjoyed the Carnival because of, not despite, the chaos: People roaming the streets, cars trapped, music playing, clowns mocking police officers, the houses of the corrupt and wealthy targeted for payback. It was anarchy in its most pure and undistilled form, and it felt a hell of a lot better to everyone involved than the zombie-like shopping that dominates Princes Street every other day of the week. Wednesday July 6th: The Day of Action "Violent Extremists Come to Gleneagles: And we're going to try to stop them!" the web-page of Dissent! proclaimed. And against all odds this is exactly what happened. The hill-walkers met at the historic Gathering Stone inside the grounds of Stirling University, and began their long walk through the Ochil Hills. On the top of the breath-taking Scottish hills and within viewing distance of the wine-glasses at Gleneagles, the hill-walkers lit their "Beacons of Dissent!": the fires on the hill that traditionally in Scotland were the signal that an invasion was near. The day before July 6th, the day of action, the Eco-Village was abuzz with last-minute talk of blockades. Likewise, a series of difficult meetings were taking place in the Glasgow warehouse, and anarchists were busy hatching a scheme in Edinburgh as well. To say that communication between the various convergence centres was difficult would be an understatement: people for the most part had little or no idea what other groups were doing. Although last minute guides to blockading the G8 had been produced by the notorious Deconstructionist Institute for Surreal Topology, to almost everyone the plan seemed vague and informal: Find friends, exit the convergence centre, and stop the delegates on the roads by whatever means you can. There was a method to the madness. Scotland is home to an insect called the midge. The midge is like a mosquito, but terrifyingly tiny, and they travel in hordes, making them even more ferocious and unstoppable. Due to their small size and speed, one cannot even slap them to kill them, but can only resist by literally running away from them. In retrospect, the entire plan seemed to be based on "The Midge Principle": Hundreds of irritating and determined small groups moving in and out of critical road junctions would be impossible for a centralised police force to cope with. This contrasted with the "Make Poverty History" march, which seemed to be based on the behaviour of another common Scottish animal also known to wear white: the sheep. The police, much like a shepherd, can easily control vast numbers of people if they are docile and scared of confrontation. In contrast, the "Midge" action was based on confrontation through swarming, so that even when facing a vastly superior force, smaller groups could overcome it by surprise and speed, so long as they were highly mobile, co-ordinated, and had numbers at the critical point of engagement equivalent to that of the superior force. Although the plan sounded dodgy, autonomy worked: in their neighbourhoods in the Eco-village, groups each met and had decided together how far they were willing to go to stop the G8. The answer was pretty damn far; the highway to Gleneagles was many hours from the Eco-village, and rainclouds were gathering. Since the Eco-village was surrounded by a deep river and had only one exit, it would be ludicrously simple for the police to simply block the exit and trap everyone inside. To counter this, affinity groups began leaving the Eco- village en-masse the evening before the day of action, often with nothing but a plastic trash-bag for a raincoat and no supplies to block the road but their bodies. Hordes of affinity groups scattered to the four winds, each trekking to find their own way to the A9. The police set an emergency "Section 60" order that let them stop and search anyone in Scotland for weapons, a technique used mainly to separate activists and even arrest them. As the groups slipped out one by one, the police seemed to be sleeping on the job. The Black Bloc Strikes Back As nightfall approached, roars could be heard from the campfire. Over a thousand people, including a large Black Bloc, had stayed behind in the camp, preparing themselves to march straight from the Eco-village to the M9 motorway (which becomes the A9 a little further north). This courageous plan was dubbed the "Suicide March" since it likely meant a direct confrontation with the police, and for the inevitable throw down with police the Black Bloc prepared by having some impromptu padded armour, a "battering ram" made of a line of lorry tires attached to a banner, which bore the bemusing text "Peace and Love," and some "big sticks." Since it was assumed that the police would attempt to block the camp early in the morning, the mass walk-out set its leaving time for 3:00 AM. As the Black Bloc gathered in front of the mass walk-out as it readied to leave, the heavens opened and a giant torrent of rain came down, soaking the Bloc and all the affinity groups already outside of the Eco-village. Resolute, the mass walk-out left the camp - only to discover that in an act of shocking incompetence the police had not blockaded the exit to the Eco-village. While the police did eventually move in to stop the Black Bloc, it was too little and too late as much of the Bloc had left the Eco-village unchallenged. When the Scottish police finally managed to stop the Bloc en masse, they attempted to trap them in a nearby industrial estate. The police learned all too soon this was a mistake, as in a controversial but tactical move the Bloc began to wreck corporate outfits like Burger King and Pizza Hut. This was exactly the type of behaviour the police were trying to stop, and they had just caused it by trapping the Bloc in a corporate shopping district. The police backed off and the Bloc managed to find a road out. As the Bloc approached the M9, the police finally pulled out the riot cops and formed a line blocking their route. To the shock of the police, the Bloc reacted with a full frontal charge on the police lines. Ya Basta!-style armoured members took the initial charge - and then, in a very non-pacifist move, turned on the police and attacked them from behind! The front line of the Bloc was armed with the infamous big sticks, and managed to beat the police at their own game by giving them a shocking beatdown, while rocks were thrown at the police from behind. Overwhelmed by the ferocity of the Bloc, the police line collapsed and the impossible was accomplished: The Black Bloc and others involved in the mass walk-out victoriously took the M9, shutting down traffic going to Gleneagles. In a panic, the police sent hundreds of riot cops to surround the Bloc, but again the Bloc battled their way out, and eventually dispersed and escaped through the Scottish countryside to return victorious to the Eco-village. The "suicide" plan was a momentous victory, for the taking of the M9 by the Bloc would turn out to be the largest and most public of a series of blockades. Reinventing Dissent: Part 2! This second part continues the story of the G8 with a look at the blockades and the London bombings. Gleneagles Surrounded Earlier, it had generally been thought that affinity groups would never leave the camp the day before and move into position to take the roads. It was just too much to ask of activists from all over the world who had just come to Scotland and had little experience with rural actions and the topography of the Scottish landscape. That is exactly what happened. No doubt bringing much planning to a crescendo, affinity groups spent the evening and night before the day of actions scattering around the roads surrounding Gleneagles in a radius of several miles, waiting to stomp on their targets. A vacation in the Scottish countryside this was not: it rained heavily during the evening and vicious midges attacked the activists. As the morning traffic started, the groups mobilised and took the roads - creating an almost impossible policing situation. Suddenly, as if from nowhere, the activists were everywhere. A handful of affinity groups made sure the first wave of actions to halt traffic at all crucial junctions leading to Gleneagles was successful. One of the first blockades to hit was an innovative five-person lockdown in Muthill near Crieff, a small village immediately north of Gleneagles that had never been discussed openly as a site for protest. Thinking themselves safe, the American delegation to the G8 had located in Crieff, and then had to spend hours waiting for the police to disable the complex lockdown. At the same time, another blockade, this time using a car with lock- ons inside and underneath, hit the small road south-east of Gleneagles at the village of Yetts o' Muckhart. Because the police had to spend so much time getting the Crieff blockade dismantled, this one was up most of the day. Just in case the delegates were re-routed around the A9, another large blockade hit the exit from Perth, with two smaller ones south-west of Perth, near Forteviot and on Kinkell Bridge. Even earlier, the train-tracks going to Gleneagles were disabled using a compressor, tyres set ablaze on both sides a warning. With the Black Bloc taking the M9 west of Gleneagles on the A9, the hotel was completely surrounded by blockades for most of the morning. The Canadian delegation never even made it to Gleneagles. Mission accomplished. The original plan was to co-ordinate these blockades with disruption at the hotels where the delegates were staying in Edinburgh and Glasgow. This made sense given the convergence spaces present in both cities. While most of the anarchists had gone to the Eco-village, the blockades guide released on the Internet somehow got garbled by the media, who announced that the anarchists' main plan was to blockade Edinburgh and riot in Glasgow, and in response more of the police seemed to be based in Edinburgh and Glasgow than in Stirling. Disinformation, whether on purpose or not, helped to confuse both the police and ourselves. There was truth in the reports; instead of going to the Eco-village, a substantial group of anarchists stayed in Edinburgh. In the early morning, they went to the Sheraton Hotel where Japanese G8 delegates were staying, and while hordes of police officers prevented any mass action, as the delegates climbed on a bus affinity groups blocked the road by throwing a bin into the street and surrounding the bus. Then, as delegates left the hotel with the help of the police and made their way north to the Forth Bridge, a giant steel bridge connecting Edinburgh to central Scotland, anarchists crashed two cars into each other on the road to blockade delegates, in a literally death-defying action. In Glasgow, many of the anarchists had felt out of the loop of the action plans, and were getting ready to head up to the Eco-village, when another wave of anarchists, including the WOMBLES, showed up in order to blockade the hotels in Glasgow where the delegates were staying. However, by then the anarchists already in Glasgow were demoralised and in the process of leaving, so the blockade organising in Glasgow broke down. To add to the confusion, on the afternoon of the day of action the police mounted a huge operation against the WOMBLES. The WOMBLES had been a major anti-authoritarian organising force within London for years and had bested the London Metropolitan Police before, and their social centres had been the main hubs of organising everything from Indymedia to medic trainings in London in preparation for the G8. The police were sure they were the ring-leaders behind the G8 blockades, guided perhaps by the blind assumption that the UK anarchist movement works like the police, an operation commanded from London. As the WOMBLES were in a van leaving Glasgow, the police proceeded to surround them with hundreds of police and arrest eleven of the WOMBLES on "conspiracy to breach the peace" charges; charges so ridiculous they were dropped almost immediately. The next day the WOMBLES were even attacked by the police in a pub! The WOMBLES did have two strengths which doubled as weaknesses: their open organising meetings allowed the police to discover their identities and plans easily, and their support of militant direct action (as well as many them dressing in all black) made them the stereotypical anarchist targets the police were looking for. Due to the general confusion and repression, the blockades in Glasgow collapsed. However, one strength of a decentralised network is that no matter how strong one of its components is, the rest of the network and its connections continues even if that component is lost. The amount of repression the WOMBLES faced is directly proportional to how effective they've been in the past in contesting the state. Swarming the A9 One by one, all the early morning blockades began to be cleared off, but these were only the beginning. Hard-lock blockades are by nature troublesome and difficult for the police to deal with initially, but once they were removed and the participants arrested, it was easy to get the delegates through. While the groups hard-locked on the perimeter of Gleneagles made sure the traffic got snarled, many affinity groups which didn't have pre-decided targets proceeded to get as close as they could to the hotel itself and literally jump in the road. These affinity groups, after many hikes, played a sort of cat- and-mouse game with the cops, capitalising on two obvious principles. The first is that drivers tend to stop when they see someone in the road to avoid running them over, even if said driver is transporting G8 delegates. The second is that the police are by nature terrified of leaving their comfortable cars to run into some countryside field to chase an anarchist. The combination made the blockades around Gleneagles almost impossible for the police to deal with, as their reliance on cars often led the police themselves to be blockaded. A typical blockade struck first early in the morning, and simply walked around the highway, and a few people doing this was enough to bring traffic to a standstill. If there were any available materials, such as orange traffic cones, they were re-arranged (and there are even reports of burning tires being thrown into the road). Groups self-evidently had plans, as the BBC reported that some activists hung-off via ropes from overpasses from the motorway to blockade the exits; this was an exceptionally courageous move given that at G8 2003 a British activist had nearly been killed when the police cut the rope on which he and his comrade were suspended. The vast majority clearly had no plan but to cause disruption, and groups would appear on the road, blocking it by just walking around until the police could mobilise and get near them, or dragging branches and dislodged paving stones onto the tarmac. Then, they would simply exit the road and go into the nearest field, walking away in order to get to another part of the road. The police almost never followed them, and would eventually disperse to go deal with another blockade - and at that moment, the affinity group would reappear at another nearby location in the road, blocking traffic yet again till the police re-mobilised. This effect was multiplied exponentially by the number of affinity groups doing it. Just as the police would mobilise to stop one group, another group would appear and blockade their way! The clowns were present all over the place, tantalising the police and keeping everyone in good cheer. At a certain point there was even a "kids' blockade" of children blocking the road. A car blockade left the Eco-village, and they gleefully thanked the police every time they were stopped and searched, as this delayed traffic even more. Cyclists, who had arrived in Scotland on a bike-tour against the G8, also lended their mobile support. At the Eco-village people kept flooding back in and out, and a transport group kept in touch with information from Indymedia, a Dissent! info-line, and various bike- scouts and affinity groups in order to attempt to re-route groups to critical junctions. The police were simply unable to keep track of the movements of so many small groups taking the highway, such that even after the hard-locks were eliminated and the Black Bloc returned to the Eco-village, the highway remained blockaded. Delegates, media, and other assorted staff could not make it to Gleneagles, and inside the hotel the meetings tottered close to collapsing, with nothing of any substance happening. The BBC announced that the roads were closed by the anarchists and the police sent announcements urging everyone to avoid the A9, stating that traffic all over central Scotland was a mess. The Scottish police were caught with their pants down. The news reported that a member of the Scottish government announced that "Dissent! was both organised and dangerous." At the Eco-village, one person stood up at a consensus meetings and announced that "We have successfully destroyed 10,000 of Britain's best police force." Taking the Fence Down Humiliated, the police announced that they would stop the previously permitted noon march to Gleneagles, called by G8 Alternatives. Gill Hubbard of the Socialist Workers Party, the self-proclaimed leader of G8 Alternatives, had done everything except put on a police uniform in order to ensure a legal, peaceful demonstration without an ounce of direct action involved - and as usual the grassroots of G8 Alternatives was considerably more rowdy than their Trotskyist leadership. When the police disallowed their demonstration, people undertook a spontaneous march through Edinburgh to demonstrate their right to peaceful protest. The police backed off, and allowed the march to go on. By this time, later in the afternoon, the trains were functioning again and the highway was less of a mess, so several thousand people showed up to march on Gleneagles, including many people from the Dissent! network, CND, and beyond. As usual a fence had been erected, marking a large red zone around the hotel, yet instead of being large and intimidating the fence was barely taller than your average anarchist. One could climb over it. To counteract this, the fence was actually two fences with diagonal fences in between so it would be more stable if someone attempted to pull it down with grappling hooks, and so that anyone who climbed over it would just become trapped in the middle. As the march approached one part of an outer fence, spontaneous anger at the arrogance of the G8 rose from the crowd, and groups such as the Dundee Trades Council went to the fence and put their banners on it. One contingent got right next to a fence and simply pushed and kicked it right off the ground, breaking the fence. There was access to the inner security fence of Gleneagles itself! Led by the Infernal Noise Brigade, a trickle and then a storm of people approached the inner security fence through a field. Hundreds of people ranging from clowns to Congolese drummers were in the red zone! The police were caught off guard and didn't even have enough riot cops behind the fence to contain the crowd. Just as a police officer would try to arrest a Black Bloc kid who threw a rock at them, he would nearly trip over a rainbow-draped hippie, and then from out of nowhere a Scottish union-member would jump in front of the confused officer and in outrage demand his right to peaceful protest! Soon, the mechanical buzzing of choppers could be heard overhead, as hundreds of riot cops were flown in on Chinook helicopters, formed a giant line, and eventually cleared the field. They had to literally send in the helicopters to stop us that afternoon. Tactically, the blockades were a tremendous success, for nearly the same reason the Dissent! network was a success: Instead of homogenising everyone into a single course of action, the blockades provided a structure that gave people just enough to hang on to, while encouraging creativity and a diversity of actions. Everyone felt they could do something to stop the G8, and a vast diversity of tactics was employed. With a common goal, everyone knew they were going to disagree on specific tactics, but managed to get along anyway. The most controversial tactic by far was the physical confrontation with police made by the Black Bloc as it left the Eco-village. Some of the pacifists, who often were facilitating the meetings, were shocked by the relatively minor property destruction and the physical confrontation with the police of Wednesday morning, feeling that it betrayed the understanding they had reached with some of the residents of Stirling and the Stirling Council. Others felt that since the Bloc had been one of the first to shut down the M9, the action was a stunning success, and that for most part the confrontation had been well-timed and tactical. There was no consensus reached, but in the framework set up by Dissent! autonomy was the secret weapon. Unlike many other protests in which a vast centralised plan keeps everyone in check until the moment chaos actually hits, the Dissent! plan was to have no "plan" but to facilitate the creation of plans. This created real autonomy, allowing everyone to self-organise around their own particular style and concerns. On the other end of the spectrum from the Black Bloc was the Clandestine Rebel Insurgent Clown Army, who aimed to protest the G8 by using their three - wait, four! - secret weapons of humour: ridicule, red noses, face paint, and silly army costumes. Nobody expected the clowns! The clowns had held trainings for the months leading up to the G8 as a way for staid activists to release their "inner clowns," and the results were fantastic: the police were absolutely baffled at how to deal with them. Because the uptight British police knew they would look ludicrous if they beat or even arrested them, they would just sit there and be the target of the clowns' jokes, even when the clowns were blockading the road! The clowns were one of the most organised contingents, having their own internal e-mail lists and meetings. When organised but disparate groups ranging from the clowns to the Black Bloc could sit together in one meeting and work together to shut down the G8, the words "diversity of tactics" really meant something. One could speculate that the process of actually living together and having to co-operate on more mundane matters such as keeping the toilets working helped everyone get along. The blockades' success was not entirely the anarchists' doing; it must also be attributed to the utter incompetence of the police. Due to their mistaken belief that anarchists wanted a Genoa-style riot in Edinburgh, they put an incredibly large concentration of their force in the city and, no doubt because of request from the London Met, obsessively focused their efforts on following and arresting the WOMBLES. The police force was a bizarre composite of English police in riot gear and Scottish police in bright yellow jackets; with so many different police forces called in to help in Scotland, the police sometimes appeared to have even worse communications than the protesters did. The police would let themselves be isolated, would not apply force until it was too late, and in general seemed to have no idea how to cope with protesters that were even a bit disorderly. We should not kid ourselves into thinking that it was our tactical genius that won the day. It was about half tactically sound ideas and about half sheer police incompetence. In the end, the day of action had proved to be a victory for the global movement against capitalism, and everyone wondered what the next day of action would bring. Thursday July 7th: The Moment of Terror Under the cover of darkness early on Thursday the police finally did what everyone had feared they would: In revenge for the blockade of the G8, the police blockaded the camp. They formed a large line outside the camp's main entrance point, searching everyone coming in and out and even arresting people. Most people coming back after a hard day of blockading and marching found themselves trapped. As discussions on how to deal with this new development began on Thursday morning, everyone was still exhausted but elated by the success of the blockades the day before. Still, tensions soon became felt. The more insurrectionary anarchists argued that the police blockade around the Eco-village had to be disposed of in order to continue the success of the previous day. With the police so obviously weak and the fence easily toppled, they believed that one more co-ordinated action could shut the summit down. The more pacifist wing felt that any attempt to force through the police lines, especially now that the police would not be caught off guard as they had been on the previous morning, would be a disaster, but they couldn't propose how to deal with the police blockade. Before discussions about the next few days of action could really commence, news came of the terrorist attack in London. It hit everyone like a physical punch in the stomach, and the whole meeting came to an eerie standstill. A tremendous wave of shock and sorrow swept over the meetings; many people had friends and family in London who could be dead. The news continued to worsen: one bomb had gone off on a bus full of random Londoners going to work, and more bombs had gone off at major Underground stations across the British capital. Unlike the September 11th bombings, these bombings were clearly targeting civilians whose only crime was to live in London, and their one and only intention was to spread fear. Rumours spread that the G8 itself was cancelled - although it later turned out that it was just interrupted while Blair flew down to London to make a statement. The bombings were quickly said to be the work of Islamic fundamentalists enraged by Britain's complicity in the war on Iraq. The timing was almost too convenient: it shattered any dreams about refocusing the debate on climate change and poverty, inescapably pulling the focus onto George Bush's rusty refrain on war and terror, and most importantly sending everyone fleeing for protection into the arms of the state. The net effect of the terrorist attacks was complete paralysis. The spectacular bombings simply fed into the image of the G8 as the defenders of western civilisation from anarchy and Islam. The response of activists was half-hearted to say the least: there was a plan for some sort of press release. One group didn't see how the bombings really changed anything, and aggressively pushed to continue the blockade of the G8. The fatal flaw of this proposal was the blockade around the Eco-village. It was going to be hard to mount an escape without a united front, and most people were physically - and now emotionally - exhausted. Finally an agreement was reached to do a vigil for the victims in both London and Iraq through a peaceful march out of the Eco-village. Predictably, the vigil was stopped by the police before leaving the Eco-village, and in a very strange moment the anarchists and the police seemed to share a moment of grief together. There was a very touching ceremony at the gates of the Eco village, where a procession of anarchists with candles sang to the shift of cops. The candles were laid at the feet of the officers and for a brief moment we were all one, separated by grief and a few rows of flickering light. Many of the police seemed disenchanted with their job of "containing the anarchist menace". The police even offered people in the Eco-village a free train back to London. The energy left the Eco-village, and people eventually began leaving in small groups. The police, in a style of policing no doubt learned after decades of successful empire, would act as kindly as possible up to the moment they searched someone leaving the Eco-village, then make an arrest if they had any suspicion they were part of the Black Bloc or were otherwise wanted. Things continued like this for days until finally almost everyone had escaped the Eco-village. We were all held paralysed by the spectacle of the London bombings, unable to act or move, caught in the same numb sense of disempowerment that infected the rest of Britain. In all respects, both the G8 and Islamic fundamentalist terrorists share the aim of disempowering people through the media spectacle they create and their ability to murder at will. This brings us to an important point: the difference between the terrorists and anarchists is precisely in the effect that their action has upon both the participants and the observers. Fundamentalist terrorists want to see people disempowered, to provoke fear in the average person on the street. Unlike terrorists, anarchists want to see people empowered to take control of their own lives, to inspire hope rather than fear. The G8 and the London terrorists are in an incestuous relationship: the London attacks gave the G8 and in particular the Bush "War on Terror" agenda exactly the excuse it needed to force a security state upon Britain, and deflect attention from the effects of corporate globalisation. The alternative represented, however imperfectly, by the Eco-village, Dissent!, and anarchists everywhere is the real alternative to terror and capital. Just as popular interest was moving to issues of global inequality and systematic ecological collapse, at a moment that was so pregnant with historic possibility, the terrorist strikes. Anarchists proved themselves no more capable of responding to this turn of events than anyone else, despite the empowering experience of the G8 mobilisation. A media blackout of course fell on the anarchists after the bombings - but is all we are doing a game for the media to report on? For their own part, the anarchists had very little to say publicly. One does not use the word "racist" lightly, but it is hard to explain this lack of response by anarchists any other way. People were very naturally shocked and horrified by the events in London, but the same number of people have been dying frequently in Iraq due to the depravity of the U.S. and their twin puppets the British and Iraqi governments. Just because it happens in Britain, it is "different"? In one obvious manner it is different, since it is our families and friends in London that could have been killed, and so some loss of momentum for everyone to check on the safety of their loved ones is both to be expected and is an expression of our humanity. For days, in our stunned silence we could not even enunciate clearly that the enemy of our enemy is not our friend: the authoritarian religious fundamentalists such as those behind the bombings behead women in the street for not wearing the Hijab. The situation is only getting worse, as the "democratic" government set up in Iraq by the United States would enshrine the very same Sharia laws in its new constitution. People desperately want another option besides Bush and Bin Laden, and anarchists could have shown that in their response to the bombings. Although it is tactically unclear what could have worked, one has the feeling that something beautiful and brave could have somehow shifted the British population's disempowerment. Yet nothing happened, and the lack of a good media working group made any sort of even verbal response impossible. At the same time, various anarcho-communist and anarcho-syndicalist groups, seen as the conservative wing of the anarchist movement, put together a very solid and inspiring "Statement against London Bombings." In final analysis, those responsible for the conditions that lead inevitably to disasters such as the London bombings and the war in Iraq were left unmolested in Gleneagles. It can only be called a failure of imagination. Perhaps we should thank this turn of events for showing us that despite the dreams we made reality, the world is engulfed in a larger nightmare that we must learn how to respond to and eventually banish. Ruthless Criticism We can only move forward if we inspect our mistakes instead of blindly repeating failing stratagems. There are definitely criticisms to be made of the day of action, since the blockades disrupted but did not actually shut down the G8 Summit. There are clear reasons for this. Up until the very day before the day of action, most groups were confused about even what city to be in. Dissent! could have done a much better job at communicating the goals and actions of the blockades. Dissent! was on some level too ambitious, and stretched its organisational resources too thinly in setting up three convergence centres, one of which was attended by only a few hundred and the other unattended on the day of action. The convergence centres could have simply shut down themselves down after their purpose had been served, and moved everyone to the Eco-village. Communicating within one consensus meeting is hard enough; communicating among three simultaneous consensus meetings is nearly impossible, and serious thought needs to be put into how such a thing could be done realistically. On the other hand, this lack of communication and lack of a central convergence centre may have been a saving grace, as lack of clarity about the blockades was probably one of the deciding factors in the police's failure to focus on the Eco-village and the A9 itself. Second, many groups who were out blockading felt very much alone and isolated from other groups. Dissent! did not provide much of a communications infrastructure, issuing only a single phone number one could call for "updates" and having an ad-hoc communications map at the Eco-village. The map itself was useful but could have been better managed, as it was usually unclear where to send people to blockade. Most updates spread through rumour, and bike scouts were few and far between, although some affinity groups had put together their own scouting and communication networks. The Black Bloc that left the Eco-village was mostly lost until they ran into a bike scout. Affinity groups who organised through the public process often chose their location and time of blockade almost at random, which led to crucial junctions having not enough people blockading on them and other less critical junctions being overstocked with anarchists, so that the G8 was eventually able to re-route its delegates through the blockades. Still, through sheer mass and some clear thinking by certain affinity groups, the plan did succeed up to a point later in the afternoon in literally shutting down the G8. A network is only as powerful as its communications, and something like a text-mobbing server (that was used on a much smaller scale to great effect during the RNC protests in the USA the summer before) would have allowed groups to use the ubiquitous mobile phone "text" (SMS message) to communicate where more blockades were needed and where the police and delegates were. On the other hand, once again, reliance upon a centralised text-messaging centre would have had drawbacks: it could easily have been infiltrated or shut down, and it might have turned out to be simply useless in the Scottish countryside where mobile phone service can be dodgy at best. Regardless, the gain should have outweighed the cost, allowing groups to more flexibly co-ordinate where the blockades were going and when. Not surprisingly, many groups got lost rambling in the sheep fields around Gleneagles, and a topographic map was worth its weight in gold on the day of action, so obviously Dissent! could have done a much better job briefing people about the geography around Gleneagles. Third, the main reason the G8 Summit was not shut down was not the fact that the police managed to break the blockades, but that due to sheer exhaustion and lack of food and water the various blockading groups simply went home early. Had the level of intensity of blockading been kept up for only a few more hours - which it might have been, if only people had known how effective their seemingly isolated blockades actually were! - the summit would have likely been shut for the entire day. Dissent! had set aside money for extra food and water for the blockaders, but it wasn't enough and it would have been difficult, due to the success of the blockades, to get the food and water to them anyway. Groups should have been made self-sufficient not for a morning and afternoon of blockades but for three full days of non-stop action. While this sounds impossible, many of us have gone camping for at least three days, and carrying that amount of food and water is possible - it just requires time and money for preparation that most of the groups did not have. Provisioning would have allowed the groups to continue their midge-like presence around Gleneagles. It was only a matter of time until the police trapped people who had returned to the Eco-village inside. To the extent the blockades were a success it is proof that we can aim for something that is beyond our capacity to do, and still do it. In retrospect, we just need to aim even further and press harder! Spreading the Flames of Dissent One of the most important things about Dissent! was its radical anti- capitalist analysis, since this was what served as the concrete framework for organising direct actions. It separated Dissent! from the Socialist Worker Party leadership of G8 Alternatives, who while in theory are anti- capitalists, in true Trotskyist tradition were absolutely terrified of direct action. What Dissent! accomplished was to unite the various strands of British anti-authoritarian and anti-capitalism into a mobilisation framework, strengthening the movement in Britain, and generating excitement about the G8 overseas. The anarchists set their own game plan for the G8 and succeeded: we organised our own infrastructure, finances, publicity, and even action plans independently of the NGOs and the old Left. While earlier mobilisations like the FTAA protests in Quebec city had shown that anarchists could successfully organise their own mobilisation, the Dissent! G8 mobilization was done by anarchists on a national scale with international participation. One should recognise how few people actually participated in the G8 mobilisation in Scotland, and that the total number of people involved in the direct action and self-organisation numbered five thousand or so at most. A few hundred really formed the planning and organisation in the month leading up to the G8, with only dozens working on the mobilisation half a year beforehand. The fact that the protest worked so well was a testament to the power of a fairly small number of people to self-organise, and the superiority of swarming and decentralised networks over centralised hierarchies. However, Dissent! never reached the point of generating a giant mass mobilisation of its own. One could only imagine how much more powerful the protest could have been had more people gone to the Eco-village instead of staying home and watching Live8 on television, or if even a tenth of the participants at the Make Poverty History march could have been persuaded to join in the direct actions. Interestingly enough, more people who otherwise would not have been involved in the Eco-village and the day of action seem to have come from the Cre8 summat site than the "Make Poverty History" march, and this shows that concrete activity is always a better way to get allies than just flyers. As the ruckus at G8 Alternatives march proved, more people are up for direct action than anarchists tend to give them credit for, but for first-timers this often requires the context of a mass action where even a clear affinity group is not a prerequisite. Public opinion was in favour doing something about climate change and poverty in Africa, and in retrospect Dissent! was simply outmanoeuvred by "Make Poverty History" to a large extent, and by "G8 Alternatives" in Scotland, as far as involving masses of people was concerned. This was primarily due to two factors: First, "Make Poverty History" had a well-oiled media machine and contacts in Scotland. Second, they had paid employees and were virtually endorsed by the government, who knew very well their ineffective approach would not be a threat to the G8. Dissent! did eventually start making fliers with more popular appeal such as the clever "Big Bother" posters that took off from the "Big Brother" T.V. series, but it was too little, too late. The moments when global anti-capitalism can truly seize the popular imagination are few, and while the Dissent! media policy obeyed its own principle of preventing the rise of media spokespeople, it followed its policy too well, and, in the words of one frustrated activist: "When no-one speaks to the media, the police just end up speaking for us!" That is exactly what happened as anarchists were routinely vilified, and even sympathisers who were not "in the know" often found Dissent! and the mobilisation mysterious unless they could actually make it to one of the meetings. One lesson for future mobilisations is to craft a more coherent media policy that can use the media to artfully get the message across without creating the impression of leadership. Something like the media policy used by the masked Zapatistas, in which anonymous spokespeople are carefully selected, might be more effective. Otherwise it could simply be the case that more of us who have sensible things to say to each other should be prepared to say them to the public through the media as well, however much that risks having our message distorted. Moreover, the best means of promoting anarchy is not abstract analysis or propaganda, but by helping people live it. The connections to local everyday struggles such as those against work in the Carnival and those against the demolition of poor communities at the Cre8 Summat both worked well and were crucial to the success of the G8 mobilisation. It seems that with tactics such as the opening of social centres, the anarchist movement in Britain will slowly yet surely make these connections. On a sheerly practical note, if the convergence space search had begun in earnest a year before instead of months before the protest, everything would have been easier, since organisers wouldn't be in a continual state of panic over accommodation! As everything from the discovery of the melting permafrost in Siberia to the rapid destruction of the world's carbon sinks in the Amazon shows, however, we may not have time for slowly but surely. Despite the pestering by popstars and NGOs, the G8 managed to give only a paltry sum, far from even debt relief, to developing countries while furthering massive privatisation. The G8 made no substantial agreement on tackling climate change. The ecological collapse caused by climate change is coming, hand in hand with the end of industrial civilization due to peak oil, and it will take all the collective power we can muster to make sure that humanity survives. Time is of the essence, and the sustainable, decentralised forms of society so briefly glimpsed at these convergences must strengthen now, if the psychotics hiding in comfort on 10 Downing Street and in caves in Pakistan don't do us all in first. Everything depends on this. In fifty years, it will likely be too late. Beyond the G8 It is all true: there are working-class heroes whose hearts are made of gold, and villains in business suits who will try to stab us all in the back. The Emperor has no clothes: in Gleneagles, the leaders of the world watched events unfold on the news mutely, wondering why their retinue of sycophants and servants were stopped behind an army of assorted anarchists, clowns, and children. As Dissent! mobilised, we came to know that miracles still happen, not by accident but by dedication and hard work. In the Eco-village, we came to understand that another world is not only possible, it can exist right now: thousands of people can organise their own lives, cook food for each other, and even literally handle their own shit without a single boss or policeman. There are thousands of us - at least. We are not alone, and even the most capable of us must join hands with others, forming networks of resistance capable of changing the world. Dissent! is just one such network - there are others, and there need to be more. The G8 was just one event, in the tradition of Seattle, Prague, and all the other moments where the established order ruptures and something strangely beautiful emerges. The real question is: What next? The lessons of this mobilisation are clear. The Dissent! network was an excellent example of how a nation-wide above-ground anarchist network can successfully organise the infrastructure for a mass mobilisation, and unlike many past protests, design the entire infrastructure to encourage effective actions. Dissent! showed how one can organise without losing autonomy. Large-scale rural actions like the blockades of Gleneagles can be done, and for the next summit that takes place in some remote location, such as the G8 mobilisation in Russia in 2006 and in Germany in 2007, the key point to strike will be the roads leading to the summit. Outside of summits, we must find some way that these model forms of struggle can emerge outside the traditionally conceived arena of "globalisation" and be put to use against the fundamentalism of both Bush and Bin Laden. This mobilisation showed how concerned many ordinary people are with the problems that we anarchists are grappling with, and if anything we just need to do a better job of broadcasting our solutions and, as done in the Eco-village, actually demonstrate how anarchist organisation and sustainability can be put into practice. The ability to create autonomous spaces that provide concrete alternatives to capitalism, such as the Eco-village and the Cre8 Summat, equals in importance the day of action itself. When the world is screaming for these types of alternatives, anarchists need to become better equipped and proficient at creating them. The G8 is, if anything, a convenient excuse for us rebels to demonstrate our own power - after all, capitalism and the state exist every day of the year, not just on days of action. The importance of these days lies not in shutting the summit down, but in inspiring people to demonstrate to take action into their own hands. The bombers in London managed to nearly shut the summit down and only caused paralysis and terror among ordinary people, a fact that was quickly exploited by the G8. In contrast, the G8 knows that the real threat to their regime comes from the anarchist and anti-capitalist mobilisation against the G8. Blockades nearly shutting down summits and anarchists building Eco-villages are proof by example of a spreading collective power that is far more dangerous to the the G8 than any bomb, for it demonstrates the gathering momentum of a widespread global revolt against all would-be rulers of the world. These days of action are days of celebrating our resistance, strengthening it, and furthering it. During these intense days and nights we remember we are neither alone nor insane, and that our friends and lovers inhabit the entire world. Still, the mobilisation against the G8 was just a glimpse of what a truly organised, diverse, and visionary revolutionary movement could be. Related http://www.dissent.org.uk [http://scotland.indymedia.org/newswire/display/2109/index.php] ------------------------------------------------------------------------ -- gipfelsoli infogruppe Newsletter mit Nachrichten über Mobilisierungen, Debatten und Repression im Zusammenhang mit Gipfelprotesten. Die AutorInnen der Beiträge, so sie nicht von uns verfasst sind, sind mit eckigen Klammern versehen. Wir können leider keine Verantwortung für die Richtigkeit der Beiträge übernehmen. Auch geben die Beiträge nicht zwangsläufig unsere Meinung wieder. Kontakt, Kritik, Beiträge: gipfelsoli at nadir.org gipfelsoli mailinglist subscribe - unsubscribe https://lists.nadir.org/cgi-bin/mailman/listinfo/gipfelsoli-l ------------------------------------------------------------------------ -- ================================================ 23 Nigeria: Gewalteskalation könnte Ölpreis in die Höhe treiben von: gfbv.austria at chello.at ================================================ GESELLSCHAFT FÜR BEDROHTE VÖLKER PRESSEERKLÄRUNG Göttingen, den 23.09.2005 Ureinwohner besetzen Öl-Pumpstation in Nigeria Gewalteskalation in Nigeria könnte Ölpreis in die Höhe treiben Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat am Freitag vor einem Gewaltausbruch in den Ölfördergebieten Nigerias gewarnt, der weltweit die Ölpreise in die Höhe treiben könnte. Die Menschenrechtsorganisation forderte nach der Erstürmung einer Öl- Pumpstation durch aufgebrachte Ureinwohner am Donnerstag jetzt die sofortige Freilassung des am Dienstag verhafteten Milizenführers Mujahid Dokubo-Asari. Er und sein ebenfalls verhafteter Rechtsanwalt Uche Okoko sollen wegen Hochverrates angeklagt werden, weil sie sich für die Gründung eines unabhängigen Staates im seit Jahrzehnten von der Bundesregierung Nigerias vernachlässigten Nigerdelta einsetzen. "Statt endlich die Verelendung der unter der Ölförderung leidenden Minderheiten im Nigerdelta zu bekämpfen, wird der umstrittene Milizenchef mit der Hochverrats-Anklage zum Märtyrer gemacht und so neues Blutvergießen provoziert", warnte der GfbV-Afrikareferent Ulrich Delius. Ausdrücklich distanzierte sich die Menschenrechtsorganisation von den gewalttätigen Protesten der Ureinwohner und den Äußerungen des Milizenchefs. "Doch die tief greifenden ethnischen, religiösen und sozialen Probleme des Vielvölkerstaates Nigeria lassen sich nicht dadurch lösen, dass man die Konflikte tabuisiert und alle, die auf eine Lösung drängen, kriminalisiert", erklärte Delius. Mehr als 20.000 Nigerianer seien seit 1999 ethnisch motivierter Gewalt zum Opfer gefallen. Mit großer Besorgnis verfolge die GfbV, dass Nigerias Sicherheitskräfte immer rücksichtsloser gegen Kritiker ihrer Nationalitätenpolitik vorgehen. So seien am 7. September 2005 mehr als 200 Anhänger der "Bewegung für einen unabhängigen Staat Biafra" (MASSOB) bei einer Demonstration in dem an das Nigerdelta angrenzenden Bundesstaat Anambra festgenommen worden. "35 Jahre nach dem Ende des Völkermordes in Biafra ist der Genozid an mehr als einer Million Biafranern in Nigeria noch immer tabu", kritisierte Delius. Auch auf die jüngsten Proteste im Nigerdelta nach der Verhaftung des Chefs der Miliz "Niger Delta Peoples Volunteers Forces" (NDPVF) reagierten die Behörden nur hilflos mit der Entsendung von mehreren tausend Soldaten, Hubschraubern und Kriegsschiffen. Die Anhänger des Milizenführers hatten zuvor gedroht, Einrichtungen der Ölindustrie gewaltsam zu schließen, um seine Freilassung zu erzwingen. Nach Auffassung der GfbV trägt Nigerias Bundesregierung Mitschuld an der Gewalteskalation, da sie jahrelang friedliche Proteste der Ureinwohner ignoriert und den gewalttätigen Milizenchef lange umworben und in seiner Macht gestärkt habe. Nigeria zählt zu den acht bedeutendsten Ölförderstaaten der Welt. Fast die gesamte Tagesproduktion von 2,5 Millionen Barrel Rohöl wird im Nigerdelta gefördert. Für Nachfragen und Interviews ist der GfbV-Afrikareferent Ulrich Delius auch erreichbar unter Tel. 0160 95 67 14 03. ====================================================== Gesellschaft fuer bedrohte Voelker e.V. (GfbV) Inse Geismar, Pressereferentin Postfach 2024, D-37010 Goettingen Tel.+49/551/49906-25, Fax:++49/551/58028 E-Mail: presse at gfbv.de, Homepage:http://www.gfbv.de ====================================================== ================================================ 24 UK: Wie CCTV "Terroristen" produziert von: depesche at quintessenz.org ================================================ From: "q/depesche" Subject: UK: Wie CCTV "Terroristen" produziert q/depesche 2005-09-25T11:48:35 UK: Wie CCTV "Terroristen" produziert Die Londoner Polizei, neu ermächtigt durch den Terrorism Act, ist eifrig bei der Suche nach Terroristen. Da diese sich aber leider nicht deutlich als solche zu erkennen geben, wird nach suspekten Verhaltensmustern unter den überwachten Menschen gesucht. Die Definition von suspekten Verhalten könnte man dabei als "eigenwillig" und die Folgen für die Betroffenen als "katastrophal" bezeichnen. -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- [...] They found my behaviour suspicious from direct observation and then from watching me on the CCTV system; · I went into the station without looking at the police officers at the entrance or by the gates; · two other men entered the station at about the same time as me; · I am wearing a jacket "too warm for the season"; · I am carrying a bulky rucksack, and kept my rucksack with me at all times; · I looked at people coming on the platform; · I played with my phone and then took a paper from inside my jacket. [...] Under current laws the police are not only entitled to keep my fingerprints and DNA samples, but according to my solicitor, they are also entitled to hold on to what they gather during their investigation: notepads of arresting officers, photographs, interviewing tapes and any other documents they entered in the police national computer (PNC). So even though the police consider me innocent there will remain some mention (what exactly?) in the PNC and, if they fully share their information with Interpol, in other police databases around the world as well. Isn't a state that keeps files on innocent persons a police state? This erosion of our fundamental liberties should be of concern to us all. All men are suspect, but some men are more suspect than others (with apologies to George Orwell). der Betroffenen/bericht: http://www.guardian.co.uk/comment/story/0,,1575411,00.html -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- - -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- relayed by Harkank - -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- quintessenz is powered by http://www.onstage.at subscribe/unsubscribe/digest http://www.quintessenz.at/cgi-bin/index?funktion=subscribe comments to depesche at quintessenz.org ================================================ 25 A bad day in Basra von: newswire at lists.fifthinternational.org ================================================ >> Iraq: A bad day in Basra << >> ?A difficult day in Basra, but we have to put this behind us and move on.? These were the words of Brigadier John Lorimer, one of the commanding officers of the British occupation forces in Basra, southern Iraq. 20th September was very, very difficult for the British forces ? as they were forced to explain why two of their soldiers were found disguised as Iraqis carrying explosives in their car, and why the British Army felt it necessary that they had to destroy an Iraqi police station to rescue their two men. While the British establishment and its poodle press rushed to cover up the incident, the core facts surrounding actual events are clear. Two British soldiers, disguised as Iraqi civilians, were driving a car in Basra, which is under the effective control of the UK forces stationed in the region. According to the Chinese state news agency, Xinhua, the car was ?packed with explosives?. A source close to Moqtada al-Sadr?s Mahdi army said it also contained a remote control detonator. When the troops opened fire on their supposed ?allies? in order to escape arrest, they killed one officer and injured three more, before they were finally subdued. Senior British officers went to ?negotiate? with the Iraqi police. Ominously, the ?negotiators? were accompanied by a couple of armoured Warrior vehicles, a provocation which resulted in them being set on fire by an angry crowd. The occupiers were forced to beat a hasty retreat. In typical high-handed imperialist fashion, revenge for this humiliation was quickly ordered. In the dead of night about ten tanks and armoured vehicles smashed into Basra?s police station and forcibly removed the British prisoners. A hundred and fifty prisoners also took the opportunity to effect their own escape. The BBC reported that the Ministry of Defence ordered this attack. The amount of forced used in the operation shows how necessary the British state found the release of these men. Rumours are rife that the arrested men are from the elite SAS squadron. The question remains, however, why were British soldiers dressed in disguise carrying around explosives in Basra? And why did the British Army ride roughshod over the very police force they have invested in ? both in weaponry, and training ? to defend the imperialist occupation of Iraq? Given the spate of bombings aimed at Shi?ite civilians, it is reasonable to ask whether these soldiers were planning more of the same. After all, recent US proconsul on Iraq John Negroponte was noted for his undercover ?dirty? war tactics in Equator and Honduras, whereby soldiers planted bombs which stirred up divisions between anti-US forces. So the British forces had the capacity, the know-how, and were caught with the evidence. But did they have the motive? Who gains from these bombs, which set Sunni against Shia? Certainly not the anti-federalist forces of the resistance, Sunni and Shia! But Britain and the US have been fervent advocates of federalism. They would like nothing better than a divided (and conquered) Iraq, each at each others? throats, while they sit with a considerably reduced but technically superior force to ?arbitrate?, and of course to cream off the rich oil from the top of a simmering pot of inter-ethnic and inter-faith rivalry and suspicion. The hypocrisy of the British state, in its actions in Iraq and its actions in its own domain is also quite clear for all to see. It uses the excuse of the terrible attacks in London on 7th July to clamp down on our civil rights at home in the name of defending the ?British way of life? against terrorism. But when it uses similar tactics to the bombers in London to sustain its dominance of southern Iraq, this is a defence of ?civilisation? against a supposedly ?barbaric? enemy. While it sheds crocodile tears over the tragic losses of 7th July, it shows a reckless disregard for the loss of Iraqi life on 20th September. For two and a half years Iraq has been occupied. In that time the occupying forces have only succeeded in creating a deeply unpopular puppet government where the US was given right of veto over any candidate in the elections to their parliament. Their aim, when the troops were originally sent in, was to ?pacify? the country. But this has proved to be a near impossible task, despite having the immeasurable might of more than 150,000 superbly armed soldiers. The best they can do is keep Iraqi prime minister Ibrahim al-Jaafari?s government from falling. The resistance to this occupation has been dedicated and serious. Attacks on occupation forces and Iraqi police are escalating, despite a blackout in the mainstream media. The US forces are now trying to use a ?divide and rule? tactic over the Iraqi people, to artificially reignite ? or create ? sectarian tensions. For a while, it appeared to work. As the US government bought off different rival ethnic groups, it created a form of stability for the occupiers. The actions of the British forces in Basra have, for the short term at least, smashed that illusion for millions across the world. The Iraqi puppet government has claimed that the police force, as trained and funded by the British, has been infiltrated by insurgents ? their word for resistance fighters. Talk of foreign Al-Qa?ida supporters have been replaced by a new bogeyman stopping the work of ?Our Brave Lads? in the reconstruction efforts. The new bogeyman is Moqtada al-Sadr, the leader of the Mahdi Army, a leading current in the Iraqi resistance. They are accused of infiltrating the local police force ? a claim they flatly deny. Now that the Governor of Basra, Mohammed al-Waili, has demanded an apology from the British army, no doubt the next claim will be that the Basra electorate has been ?infiltrated?. As senior aide to al-Sadr, Abbas al-Rubaei, pointed out to The Guardian; ?The real problem of stability in Basra was the fact that British forces attacked a police station and in doing so released 150 Salafists [Sunni resistance fighters] on to the streets.? The growth of the Mahdi Army in various different parts of Iraq is a real worry for the occupying forces. Al-Sadr enjoys a high level of support among young Shia poor, who have lost the most since the US and British forces seized power. Al-Sadr?s message of opposition to the occupation by mass demonstrations as well as armed uprisings consistently appeal to oppressed young Iraqis. Of course, the political programme of al-Sadr is highly reactionary, promoting an Islamic state and sharia law, which would send Iraq back to the times before Saddam Hussein took power. However, socialists support the resistance to the occupation of Iraq, because there can be no freedom from oppression or exploitation until the occupation is ended. Imperialism is the main danger facing all the Iraqi people. That?s why socialists always side with the oppressed and never with the oppressor. However, all this seems to be lost on the biggest group on the British left, the Socialist Workers Party. Convenor of the Stop the War Coalition, and SWP Central Committee member Lindsey German, claims that those who are opposed to imperialism?s actions in Iraq can only call for ?troops out by Christmas?. This is the demand of the United Nations, the Liberal Party, editorials in the Independent and most of the trade union tops. After Christmas, no doubt, they will change the demand to Easter, and so on. It is also, ironically, the demand of a number of ex-army high commanders and British imperialist strategists. The generals know that an early exit strategy is imperative? so long as they can ensure imperialist control will survive the withdrawal of most the troops. A long, drawn out occupation would be military political suicide for Britain?s ? and the US ? imperialist ruling class. It is in their interests to get the task of dividing Iraq done quickly. > In this struggle we take sides. We stand for the defeat of the > imperialists in their divide and rule strategy, and for the victory > of those forces which want to drive them out of their country. > This is why we raise the demand of troops out now, with no strings attached. This demand sums up not just our moral repulsion of an alien occupying military force, but also the fact that we desire its defeat. In opposition to the liberal-pacifist position rammed through the Stop the War Coalition by the SWP and the Morning Star, we demand that the troops are brought home right now, without delay. Where the SWP refuses to advance its own position ? critical but unconditional support for the Iraqi resistance ? in the StWC, we will be advancing this very slogan on the demonstration on the 24th September. After all, the greatest unity between the anti-war movements in the West and the resistance ? economic, political and military ? in Iraq is the surest alliance to win the immediate withdrawal of the troops. However this is an international struggle, as imperialism is an international system, and also a class based system. The way forward for the liberation of Iraq from the chains of occupation is also the same way forward for the liberation of workers across the world from the chains of exploitation. Iraqi workers need to break from the collaborationist Iraqi Communist Party and found a new revolutionary party with a programme for the working class to take power. But it cannot act alone. Only a new world party of socialist revolution ? a Fifth International ? can free us all from the chains of imperialism?s latest stage ? globalisation. <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< LINKS/HINWEISE <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 26 Newsletter andersrum.gruene.at von: andersrum-newsletter at listen.gruene.at ================================================ ******************************************** Newsletter andersrum.gruene.at mit den neuen Headlines seit 15. 9. 2005 09:01 ********************************************* ******* INHALT ******* - Wahlkampfstart bei energaytics. - Wahlkampfstart der Linken Emanzen Crew - Wiener Mut für Lesben und Schwule - Peinlicher Zick-Zack-Kurs der ÖVP - Pickerlaktion: Keine Stimme für Gudenus&Co - ÖVP hat Gastinger-Vorstoß im Keim erstickt ***************************************** *** Wahlkampfstart bei energaytics. *** 21. September 2005 Die Grünen Andersrum starten am 1. Oktober ihren Wahlkampf für die Wien-Wahl am 23. Oktober. Bei "energaytics. 2nd Stop: Crazy Amsterdam" laden die Grünen Andersrum in den G-Room, ganz im Zeichen... http://www.gruene-andersrum.at/wien/artikel/lesen/2525/1396/ ***************************************** *** Wahlkampfstart der Linken Emanzen Crew *** 21. September 2005 veranstaltet von der Linken Emanzen Crew (Grüne Andersrum Wien) und den Grünen Frauen Wien. http://www.gruene-andersrum.at/andersrumgrueneat/linke_emanze/artikel/ lesen/2524/1396/ ***************************************** *** Wiener Mut für Lesben und Schwule *** 20. September 2005 Wiener Mut kommt in den Wahlherbst. Wir präsentieren heute unser Wahlprogramm und unsere Plakatkampagne. http://www.gruene-andersrum.at/wien/artikel/lesen/2509/1396/ ***************************************** *** Peinlicher Zick-Zack-Kurs der ÖVP *** 16. September 2005 Billiger Wahlkampfgag von Hahn - stimmte noch im Juni im Gemeinderat gegen Gleichstellung von gleichgeschlechtlichen Paaren. http://www.gruene-andersrum.at/wien/artikel/lesen/2457/1396/ ***************************************** *** Pickerlaktion: Keine Stimme für Gudenus&Co *** 15. September 2005 Heute wird John Gudenus im Wiener Landtag die Immunität aberkannt. Doch: Gudenus Junior wartet schon in den Startlöchern. http://www.gruene-andersrum.at/wien/artikel/lesen/2443/1396/ ***************************************** *** ÖVP hat Gastinger-Vorstoß im Keim erstickt *** 15. September 2005 Volkspartei blockiert weiterhin Gleichstellung von Lesben und Schwulen. http://www.gruene-andersrum.at/zip_ehe/artikel/lesen/2439/1396/ ============================ http://andersrum.gruene.at/ ============================ Diese E-Mail wurde dir geschickt, weil du den Newsletter andersrum.gruene.at abonniert hast. Newsletter abbestellen? E-Mail an: newsletter-andersrum-unsubscribe at listen.gruene.at Fragen? E-Mail an: newsletter-andersrum-request at gruene.at ================================================ 27 Iran von: hg at graupner.at ================================================ New reports on anti-gay cruelty in Iran http://direland.typepad.com/direland/2005/09/theyll_kill_me_.html ================================================ 28 Neue Ausgabe von: redaktion at malmoe.org ================================================ Belesen in den Herbst mit MALMOE Ausgabe Nr. 28! Unser Informationspaket enthaelt diesmal: * Politik der Angst: Mediale Konstruktionen gefaehrlicher Klassen * Ladyfest Wien: Diskussion ueber kollektive Umsetzungsprozesse * Entgrenzte Kriege: (Para-) Militarisierung in Chiapas und Kolumbien * Taeter passen nicht ins Bild: Erinnerungskulturen in Ungarn und Oesterreich * Elitenausbildung für alle! Der Mythos von den Leistungseliten & keine_unis * Subversion im Elchtest: Copyleft vs. Ausbeutung Und wie immer viele andere essenzielle Dinge auf gewohnt vielversprechenden 32 Seiten. Gute Gelegenheit, ein Abo zu bestellen: 10 Euro (fuer 5 Ausgaben) oder 35 Euro (fuer 20 Ausgaben): redaktion at malmoe.org ************************************* MALMOE Sensationsjournalismus fuer Fortgeschrittene http://www.malmoe.org redaktion at malmoe.org ************************************* _______________________________________________ malmoe newsletter http://www.malmoe.org Abbestellen des newsletters auf http://goldfisch.at/mailman/listinfo/malmoe oder ein mail mit dem subject "unsubscribe" an malmoe-request at list.malmoe.at schicken. ================================================ B) TERMINE ================================================ ======================== Montag http://www.mund.at/butt/Termine/September/2609.htm Dienstag http://www.mund.at/butt/Termine/September/2709.htm Mittwoch http://www.mund.at/butt/Termine/September/2809.htm ======================== ================================================ D) EDITORIAL ================================================ Für den Inhalt verantwortlich: Ihr. Medieninhaberinnen & Medieninhaber seid Ihr E-Mail-Adresse für Beiträge: widerstand at no-racism.net geschickt. widerst at nd MUND und alle Termine täglich aktualisiert im Web: http://www.no-racism.net/MUND Ziel von MUND (medienunabhängiger Nachrichtendienst) ist die unzensurierte und möglichst rasche Information über gesellschafts- politisch relevante Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu Widerstand und Antirassismus sowie verwandte Themen. sollen einen Titel, Namen und Emailadresse der/des AutorIn enthalten und möglichst kurz und prägnant gehalten sein, ev. mit Hinweis, wo weitere Informationen eingeholt werden können. Bitte keine Attachments! Die inhaltliche und sachliche Verantwortung liegt bei der/dem jeweiligen AutorIn bzw. jenen, die uns die Beiträge schicken. Der MUND wird von einzelnen TagesredakteurInnen zusammengestellt. Da Fehler nicht ausgeschlossen sind, bitten wir, nicht veröffentlichte Beiträge nochmals an widerstand at no-racism.net zu senden. Die Weiterleitung (auch auszugsweise) ist erwünscht. Beiträge mit rassistischen oder sexistischen Inhalten werden nicht veröffentlicht. Sehr persönliche Meldungen werden wir an den betreffenden Adressaten weiterleiten, aber nicht im MUND veröffentlichen. Die bisherigen Ausgaben sind unter http://www.no-racism.net/MUND archiviert. Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage: * Wann: Sonntag, 11.11.2001, 11:11 Uhr * * Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" * * Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf * * Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie. Aber kurz und prägnant.* Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch stillschweigend Zensur zu üben. Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die Nichtaufnahme geliefert. (Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.) Die AbsenderInnen der betroffenen Beiträge werden hiervon informiert. Im Sinne einer "gläsernen Zensur" könnt ihr Euch die Beiträge gerne extra schicken lassen: Ein kurzes Mail an widerstand at no-racism.net genügt. ================================================ E) VERTEILERLISTE ================================================ Zur Eintragung in diesen Verteiler bitte direkt subskribieren unter http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/analle oder von der einzutragenden Adresse aus ein mail schicken an: admin at no-racism.net mit folgendem Text: subscribe no-racism Bitte wegen Automatisierung diesen Wortlaut verwenden! Zur Austragung aus dieser Liste bitte an zusammengestellt. Bitte keine Attachments! (werden nicht angenommen) Redaktionsschluss für diese Ausgabe: Sonntag, 18.30 III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III ü, ö, ä, ß, Ü, Ö, Ä III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III widerst at nd-MUND is powered by http://alt.strg.at/ ================================================ _______________________________________________ Analle mailing list Analle at no-racism.net http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/analle -------------- nächster Teil -------------- Ein Dateianhang mit HTML-Daten wurde abgetrennt... URL: From analle at no-racism.net Mon Sep 26 13:54:14 2005 From: analle at no-racism.net (=?iso-8859-1?q?MUND=3A_medienunabh=E4ngiger_Nachrichtendienst?=) Date: Mon, 26 Sep 2005 13:54:14 +0200 Subject: widerst@nd MUND: Montag, 26. September 2005, Teil 1 Message-ID: widerst at nd MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst Montag, 26. September 2005 www.no-racism.net/mund MedieninhaberInnen und Medieninhaber seid Ihr! ================================================ A) INHALT ================================================ <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN/ANKÜNDIGUNGEN <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 01 "Wien wählt und die MigrantInnen sind dabei" von: kogoj at initiative.minderheiten.at ================================================ 02 Veranstaltungshinweis: Wien w ä hlt warm! von: Kurt.Krickler at hosiwien.at ============================================== 03 Korrektur zu LEFÖ Pressekonferenz am 28.9.05,11.00 Uhr von: lefoe at aon.at ================================================ 04 [Depot-news] Termine 28.09. - 29.09. von: depot-news at mailman.sil.at ================================================ 05 Veranstaltungsankündigung: Bunt&Braun? - Ideologien und Propaganda der Neonazis heute von: buero at gajwien.at ================================================ 06 Nichtmerkmal im Gelände / Stadt des Kindes / noch 26. - 29.9.2005 von: stadttheaterwien at nextra.at ================================================ 07 newsletter Interkulttheater von: info at interkulttheater.at ================================================ 08 Alles über Zeit 3. Teil von: Halb_on_Tour at gmx.net ================================================ 09 Antideutsche Konferenz in Berlin von: cafe.critique at gmx.net ================================================ <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN/MEINUNGEN/KOMMENTARE <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 10 Keine Partei hilft dir von: office at keinepartei.net ================================================ 11 AT: BBA Kandidaten müssen schon was leisten von: depesche at quintessenz.org ================================================ 12 Lolligo - Wieder Offen !!! von: lolligo at earthling.net ================================================ 13 KPÖ/Deponieverordnung/Abfalltourismus von: kpoe.ooe at aon.at ================================================ 14 GLB/ÖBB-Reform/Verkehrspolitik von: glb.ooe at aon.at ================================================ 15 Beitrag der Wiener Friedensbewegung zum Internationalen Aktionstag 24.9.2005 von: verin.stadtteilz.simmering at chello.at ================================================ 16 Durchschnittsalter der KPÖ-Gemeinderatsliste liegt bei 37 Jahren von: maringer at kpoe.at ================================================ 17 "Sie kennen die Liebe nicht" - Necla Kelek über den Mord an Hatun Aynur Sürücü von: wadi.wien at gmx.at ================================================ 18 Gratidkindergarten/Stellungnahme/Klimt-Weithaler/KPÖ von: kpoe_stmk at hotmail.com ================================================ 19 ASt - Mit der Bitte um Veröffentlichung von: ast-lfi at utanet.at ================================================ 20 "Islam, Terror, Menschenrechte"... von: michibotka at gmx.net ================================================ in Teil 2: <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< WELTWEIT <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 21 Mosambik-Info 8, 22.9.2005 von: peter-pils at chello.at ================================================ 22 [gipfelsoli] Gleneagles von: gipfelsoli-l at lists.nadir.org ================================================ 23 Nigeria: Gewalteskalation könnte Ölpreis in die Höhe treiben von: gfbv.austria at chello.at ================================================ 24 UK: Wie CCTV "Terroristen" produziert von: depesche at quintessenz.org ================================================ 25 A bad day in Basra von: newswire at lists.fifthinternational.org ================================================ <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< LINKS/HINWEISE <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 26 Newsletter andersrum.gruene.at von: andersrum-newsletter at listen.gruene.at ================================================ 27 Iran von: hg at graupner.at ================================================ 28 Neue Ausgabe von: redaktion at malmoe.org ================================================ ================================================ B) TEXTE ================================================ <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN/ANKÜNDIGUNGEN <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 01 "Wien wählt und die MigrantInnen sind dabei" von: kogoj at initiative.minderheiten.at ================================================ Die Initiative Minderheiten leitet folgende Einladung gerne weiter: Vorgarten Kulturverein und Öneri laden zum Talk-Salon “Wien wählt und die MigrantInnen sind dabei" ein! Wir laden Sie herzlichst zu unserer Diskussionsveranstaltung anlässlich der Wiener Gemeinderatswahlen ein. Diese Veranstaltung des Vorgarten Kulturvereins findet im Rahmen unserer Reihe Talk-Salon statt. Bei diesem Talk möchten wir mit den Kandidatinnen von SPÖ, ÖVP und Die Grünen sowie einem Vertreter der Wiener Integrationskonferenz über ihre politischen Positionen zu aktuellen Themen, die Gemeinderatswahl und ihre zukünftige Kommunalpolitik sprechen. Zeit: 7. Oktober 2005, ab 19.00 Uhr Ort: Cafe Lux, Schrankgasse 4, 1070 Wien Unsere Gäste: Nurten Yilmaz (SPÖ) Alev Korun (Die Grünen) Sirvan Ekici (ÖVP) Alexis Neuberg (Wiener Integrationskonferenz) Moderation: Senol Akkilic, Vorgarten Kulturverein Wir präsentieren Ihnen zu Beginn dieser Veranstaltung die Sondernummer unserer Zeitung Öneri Bedenkliches im Gedankenjahr, die in Kooperation mit der Stadtzeitung Falter und der Stimme von und für Minderheiten in Auseinandersetzung mit dem Jubiläumsjahr 2005 entstanden ist. Mit Interviewbeiträgen von: Bundeskanzler Wolfgang Schüssel SPÖ Vorsitzenden Alfred Gusenbauer Bundessprecher der Grünen Alexander Van der Bellen FPÖ Obmann Heinz-Christian Strache Herbert Scheibner, BZÖ Präsentation: Sabine Strasser, Universität Wien Durch das Programm führt Seher Cakir, Vorgarten Kulturverein. Wir freuen uns auf Ihr Kommen! Mit freundlichen Grüßen Senol Akkilic (Vorgarten Kulturverein) Diese Veranstaltung findet mit freundlicher Unterstützung der MA 17 statt. ================================================ 02 Veranstaltungshinweis: Wien wählt warm! von: Kurt.Krickler at hosiwien.at ================================================ Sehr geehrte Damen und Herren! Wir erlauben uns, Sie auf folgende Veranstaltung im HOSI-Zentrum in Wien am 11. Oktober 2005, 19 Uhr, aufmerksam zu machen und Sie dazu herzlich einzuladen. Überdies ersuchen wir Sie um Ankündigung der Podiumsdiskussion in Ihrem Medium. Wir danken Ihnen im voraus und freuen uns auf Ihr Kommen. Mit freundlichen Grüßen Kurt Krickler Generalsekretär Wien wählt warm! Podiumsdiskussion anlässlich der Wiener Landtags- und Gemeinderatswahlen 2005 Wie gut sind lesbisch/schwule Anliegen bei den einzelnen Parteien aufgehoben? Es diskutieren: Dr. Kurt Stürzenbecher Landtagsabgeordneter - SPÖ Christine Marek Nationalratsabgeordnete - ÖVP Mag. Harald Stefan Landtagsabgeordneter - FPÖ Marco Schreuder Offen schwuler Kandidat der Grünen Wien Mag. Norman Schadler Stv. Kabinettschef im Justizministerium - BZÖ Heidemarie Ambrosch Frauensprecherin der KPÖ Wien Moderation: Irene Brickner Journalistin ("Der Standard") Ort: HOSI-Zentrum, Novaragasse 40, Wien 2 (Eintritt frei!) Datum/Uhrzeit: Dienstag, 11. Oktober 2005, 19 Uhr Rückfragehinweis: Christian Högl, Obmann: Tel. 0699-11811038 Bettina Nemeth, Obfrau: Tel. 0699-11965265 Kurt Krickler, Generalsekretär: Tel.: 5451310 oder 0664-5767466 office at hosiwien.at; www.hosiwien.at ============================================== 03 Korrektur zu LEFÖ Pressekonferenz am 28.9.05,11.00 Uhr von: lefoe at aon.at ================================================ LEFÖ Beratung, Bildung und Begleitung für Migrantinnen Information, Education and Support for Migrant Women Kettenbrückengasse 15/II/4 1050 Wien Tel: +43-(1)-581 18 81 Fax: +43-(1)-581 18 82 Mail: office at lefoe.at www.lefoe.at " TAMPEP Gesundheitsprävention für Migrantinnen in der Sexarbeit " IBF Interventionsstelle für Betroffene von Frauenhandel " LERNZENTRUM Bildung für Migrantinnen " BERATUNG umfassende Beratung für Lateinamerikanerinnen Einladung zur Pressekonferenz krisen.Fest " am Mittwoch | 28. September 2005 | 11 Uhr " bei LEFÖ | Kettenbrückengasse 15/4 | 1050 Wien Lefö zieht Bilanz und ist alarmiert über die aktuelle Situation von Migrantinnen. Auf dem Spiel stehen: " die Rechte von Sexarbeiterinnen " Opferschutzrechte von Betroffenen des Frauenhandels " Beratung, Betreuung und Zugang zu Bildung für Migrantinnen Seit 20 Jahren setzt sich Lefö für die Rechte von Migrantinnen ein und mobilisiert mit dem krisen.Fest politische Verantwortliche und die Zivilgesellschaft. Rednerinnen: Maga M. CRISTINA BOIDI, Koordinatorin von LEFÖ Drin HELGA KONRAD, Sonderbeauftragte für Menschenhandel der OSZE Maga NADJA LORENZ, Menschenrechtsexpertin STEPHANIE KLEE, Vertreterin d. deutschen Hurenbewegung, Inhaberin der Agentur highLights Moderatorin: JUDITH BRANDNER, freie Radio- und Printjournalistin Für nähere Informationen wenden Sie sich an: Renate Maria Blum / mobil: 069981 95 30 62 ================================================ 04 [Depot-news] Termine 28.09. - 29.09. von: depot-news at mailman.sil.at ================================================ Von: depot-news at mailman.sil.at Betreff: [Widerstand] [Depot-news] Termine 28.09. - 29.09. Datum: 23. September 2005 10:56:02 GMT+02:00 An: depot-news at mailman.sil.at Mittwoch, 28. September, 19.00 Das Stadion Buchpräsentation Die mächtigen Betonovale sind Monumente der Moderne wie nur wenige andere Gebäudetypen. Stadien dienen als politisches Gefängnis und als architektonisches Kunstwerk. Sie sind Schauplatz massenkultureller Faszinationen und ökonomischer Interessen. Bevorstehende sportliche Großereignisse in Deutschland, Österreich und der Schweiz werfen die Frage nach den weit über den sportlichen Kontext hinausgehenden Funktionen von Stadien auf. Bettina Kratzmüller, klassische Archäologin Matthias Marschik, Kulturwissenschafter Rudolf Müllner, Sportwissenschafter Georg Spitaler, Politologe Michael Zinganel, Architekturtheoretiker Matthias Marschik, Rudolf Müllner, Georg Spitaler, Michael Zinganel (Hg.): Das Stadion. Geschichte, Architektur, Politik und Ökonomie. Wien: Turia+Kant 2005. Donnerstag, 29. September, 19.00 Wissenschaft im Austausch Vortrag Um eine mysteriöse Krankheit, die bei den Miskitos und Mayangnas im Regenwald Nicaraguas anfallsartig und massenhaft auftrat, auf ihre sozialpsychologischen Bedingungen hin zu untersuchen, engagierte die Universität Uraccan die österreichische Sozialwissenschafterin Gerhild Trübswasser. Ziel dieses Projekts der Entwicklungszusammenarbeit war nicht zuletzt ein Wissenschaftstransfer. Im Zuge der Untersuchung konnte sich ein Team von einheimischen Fachleuten qualitative sozialwissenschaftliche Methoden aneignen. Die Forschungsarbeit wurde gemeinsam durchgeführt, was mit der reflexiven Nutzung des “europäischen" und des “einheimischen" Blicks völlig neue Erkenntnisse mit sich brachte. Gerhild Trübswasser, helix Forschung und Beratung Depot Breitegasse 3 A-1070 Wien Tel: +43 1 522 76 13 depot at depot.or.at www.depot.or.at _______________________________________________ Depot-news mailing list Depot-news at mailman.sil.at http://mailman.sil.at/mailman/listinfo/depot-news ================================================ 05 Veranstaltungsankündigung: Bunt&Braun? - Ideologien und Propaganda der Neonazis heute von: buero at gajwien.at ================================================ 30.09. 20:00 Uhr Veranstaltung: "Bunt & Braun" - Neonazis jetzt Friedensengel? Entstanden ist diese Veranstaltung "Bunt & braun" zu Beginn des Jahres 2003. Damals gab es im Schatten des drohenden Irak-Krieges eine breite Antikriegsbewegung, in der auch Neonazis aktiv wurden. AntifaschistInnen waren oft machtlos, da viele der VeranstalterInnen der Demonstrationen "einfach jeden im Boot haben" wollten. Der Vortrag sensibilisiert die Teilnehmenden für die Themen Antikriegs- und Antiglobalisierungs-Agitation von rechts. Die Arbeitsthese des apabiz hierbei ist, dass sich nicht die Inhalte der extremen Rechten verändert haben, sondern deren Auftreten. Kern von "Bunt & braun" ist die Sichtbarmachung von Schnittstellen zwischen linken und rechten Inhalten, wie beispielsweise bei der Kritik an der Globalisierung. Während eine linke Kritik mit einem internationalistischen Blickwinkel die weltweiten Ausbeutungsmechanismen des kapitalistischen Wirtschaftssystems - einschließlich der Auswirkungen für alle Individuen - im Blick hat, hebt die Kritik von rechts auf die Benachteiligung der deutschen Bevölkerung ab; wenn sie völkisch motiviert ist, wird auch die rassistische Karte gespielt. Anhand des Beispiels von attac Frankfurt a. M. wird aufgezeigt, dass eine fehlende internationalistische Argumentation, ein plattes Freund-Feind-Schema und eine populistische Symbolik mehr als anziehend auf Rechte wirken. Eine Veranstaltung des apabiz (antifaschistisches Pressearchiv und Bildungszentrum Berlin eV) mit Michael Weiß und der GAJ Wien Ort: Grünes Haus, Großer Saal, Lindengasse 40, 1070 Wien Mehr Informationen: www.apabiz.de www.gajwien.at Weitere Termine der "Bunt & Braun" Veranstaltungsreihe: Linz, Do, 29. 09., 20:00 Uhr, STUWE, Steingasse 5 Graz, Sa, 01. 10., 19:00 Uhr, spektral, Lenkai 45 Klagenfurt/Celovec, Mo, 03. 10., nähere Infos unter www.vastani.at.tt Innsbruck, Di, 04. 10. Feldkirch, Mi, 05. 10., 19:00 Uhr, Graf Hugo Widnau 10 ================================================ 06 Nichtmerkmal im Gelände / Stadt des Kindes / noch 26. - 29.9.2005 von: stadttheaterwien at nextra.at ================================================ Stadt Theater Wien http://www.fritzpunkt.at Das Nichtmerkmal im Gelände noch vier Termine: 26.9. 07 Uhr 27.9. 04 Uhr 28.9. 01 Uhr und 28.9. 22 Uhr Im Rahmen der bewohnbaren szenischen Installation In deinem Lager ist Österreich etabliert das Stadt Theater Wien auf den Höfen und Wegen der Stadt des Kindes eine Textperformance aus Texten der Romane Naturgemäß I und II der österreichischen Autorin Marianne Fritz mit dem Titel Das Nichtmerkmal im Gelände. Der Tänzer Bert Gstettner interpunktiert dieses Sprachgewebe auf der Ebene der Auslegung. Der Beginn dieser räumlich flanierenden Performance wandert, jeweils versetzt um drei Stunden, im Uhrzeigersinn rückwärts durch die acht Aufführungstage, durchläuft so im Verlaufe dieser acht Tage die gesamten 24 Stunden eines Tages und macht so die Konfrontation von Architektur und Text zu verschiedenen Tages- und Nachtzeiten möglich. Beginnt die erste Vorstellung zur üblichen Abendstunde um 19 Uhr, die zweite um 16 Uhr des darauffolgenden Tages, die dritte um 13 Uhr usw., so schließt sich der Kreis mit der letzten Vorstellung, die um 22 Uhr des vorletzten Tages von In deinem Lager ist Österreich beginnt. TEXT: Marianne Fritz (aus: Naturgemäß I und II) SCHAUSPIEL: Fred Büchel / Susanne Hahnl / Anne Mertin TANZ: Bert Gstettner AUSTATTUNG/KÜCHE: Thilo Räther PORTIER: Markus Redl PRODUKTIONSLEITUNG / PORTIERIN: Barbara Vockenhuber TON: Gen Seto AUFSCHRIFT: Antonia Valerie Würnitzer Jeweils limitierte Platzanzahl. Anmeldung erbeten. Eintritt frei. Für Rückfragen und Anmeldung kontaktieren sie bitte +43 (0)699 11 68 56 16 oder: stadttheaterwien at nextra.at Weitere Informationen unter http://www.fritzpunkt.at Eine Aufführung im Rahmen von: In deinem Lager ist Österreich Eine bewohnbare szenische Installation mit Hausordnung Naturgemäß durchgehender Betrieb von 22.September 2005, 19 Uhr bis 29. September 2005, 22 Uhr Stadt des Kindes Mühlbergstraße 7_9 1140 Wien S 50 ab Westbahnhof/Hütteldorf bis Station Weidlingau-Wurzbachtal oder Bus 150/151 ab Hütteldorf bis Wolfgang Pauli Gasse (Auhof Center) Das Stadt Theater Wien lädt vom 22. bis 29. September 2005 während acht Tagen zur Teilnahme an der bewohnbaren szenischen Installation In deinem Lager ist Österreich. Die durchgehend geöffnete Installation antwortet auf das Idealstadtmodell der 1974 vom Architekten Anton Schweighofer als Kinderheim errichteten Stadt des Kindes und begreift das vorhandene Raumpotential (Höfe, Wege, Park, Schwimmbad, Turnhalle, Theater, Wohnhäuser, Sportplätze) als bespielbares räumliches Instrument. Ein Projekt von Stadt Theater Wien / Fritzpunkt mit osa (office for subversive architecture) Tanz*Hotel internil Katherina Bauer http://www.fritzpunkt.at Gefördert von der MA 7 Kultur der Stadt Wien und der Unruhe Privatstiftung ================================================ 07 newsletter Interkulttheater von: info at interkulttheater.at ================================================ Sufi-Geschichten Do., 29. September, 20.00 Uhr Parvis Mamnun erzählt... Live-Aufnahme Zum Auftakt der neuen Spielzeit werden an diesem Abend eine Auswahl der besten Sufi-Geschichten und Geschichten von Rumi Live auf CD aufgenommen. Es handelt sich um jene besinnlich-heiteren Geschichten, die Parvis Mamnun in den Jahren 2000 bis 2004 zuerst im Interkulttheater präsentiert und dann in mehreren Theatern mit großem erfolg erzählt hat. Der Eintritt beinhaltet einen Gutschein von ¤ 5.- zum Erwerb einer CD. ¤ 15.- (inkl.Gutschein) Fernando Paiva Group Fr, 30.Sept., 20.00 Uhr The Art of Brasilian Music Fernando Paiva, forscht nach den indianischen Wurzeln, studiert die Einflüsse afrikanischer Motive und kennt die Klassiker des brasilianischen Jazz. In “The Art of Brasilian Music" trifft dieser Kosmos brasilianischen Lebensgefühls auf kongeniale Partner, allesamt Meister ihrer Instrumente. Die Band entwickelt dabei ihren eigenen unverkennbaren Stil. Auf dem Programm stehen Interpretationen der Werke berühmter brasilianischer Komponisten wie eigene Kompositionen. ¤ 15,- / 12,- Märchenhafte Tänze Sa, 1.Okt., 20.00 Uhr Märchenland Orient Ein Abend mit den Tänzerinnen - Mandana Alavi Kia - persischer Tanz, Veronika Hotowy - indischer Tanz und Negar Javadimand und Livemusik. Nariman Hodjaty (Taar/persische Langhalslaute ) Amir Kasra Zandian(Tonbak ) Moderation: Walpurga Neuberger ¤ 14.- / 12.- Ich bin der Jude von der “Hochzeitsfeier" So, 2.Okt. , 19.00 Uhr Theater “Stary" aus Krakau Hierbei handelt es sich um ein kleines Theaterstück des polnischen Nationaltheaters “Teatr Stary", das eine zutiefst traurige Geschichte mit einzigartigem, melancholischem Humor zu erzählen vermag. Es besteht aus einem einzigen Dialog zw. dem Jüdischen Kaufmann und seinem Notar, in dem der alte Jude seinen Frust über die neueste und höchst unkonventionelle Liebesaffäre seiner Tochter entlädt. Der 80jährige Hauptdarsteller Jerzy Nowak, der die Rolle des jüdischen Kaufmanns spielen wird, ist einer der letzten Repräsentanten der guten, alten Schauspielschule. Mit: _Jerzy Nowak,Tadeusz Malak_Klavier: Les_aw Lic, Pawe_ Bie_kowski_Regie: Tadeusz Malak in polnischer Sprache ¤ 12.- / 10.- Tsatsiki Connection Mi, 5.Okt.20.00 Uhr "Für Gourmets & Gourmands" Wenn der Liedermacher und Fernsehmoderator Lakis Jordanopoulos einen Musiker mit auf die berühmte Insel nehmen würde, so wäre es garantiert Hakan Gürses. Schon seit über 20 Jahren trifft sich die griechische und die türkische Seele von "Lakis & Achwach " auf der Bühne. Nicht nur musikalisch, auch mit Humor und dem liebevollen Umgang mit den Gemeinsam-keiten und den Unterschieden ihrer Kulturen. Beinahe ebenso lange musiziert Lakis Jordanopoulos mit Herwig Thoeny, dem Liechtensteiner. Der Istambuler Ausnahmegitarrist Yildirim Fakilar übernimmt in der Band den Part des Perkussionisten. Ohne komplizierte Technik aber mit raffinierte Arrangements, ohne Bühnenshow aber mit Witz und Charme entsteht ein Abend, der die Leidenschaft und das Feuer des mediterranen Lebens widerspiegelt. Mit: Lakis Jordanopoulos, Hakan Gürses, Yildirim Fakilar, Herwig Thöny _¤ 17.- / 13.- ================================================ 08 Alles über Zeit 3. Teil von: Halb_on_Tour at gmx.net ================================================ Alles über Zeit Victor Halb liest aus seinem Roman-Sachbuch "Das Zeit-Seminar" 3. Teil: "Zeit in der Philosophie" Dienstag, 27. September 2005, 20 Uhr "St. Art", 1070 Wien, Zollergasse 6 Hans-Heinz Hanssen will nun der Philosophie eine Lanze brechen und sagt: “Eine Geschichte der Philosophie, welche neutral nacherzählt, was da gedacht wurde und die objektiv den einen Hauptweg nachzeichnen will, ist aber das gerade Gegenteil von Philosophie!" Er schließt die Frage an: “Diesen schrecklichen Bestseller hast Du aber nicht gelesen: `Sophies Welt´?" Sie verneint. “Da hast Du nichts verpasst. Darin wird erzählt, wie ein rätselhafter alter Mann in einer rätselhaften Atmosphäre, nämlich bei heimlichen Treffen, häppchenweise einem kleinen Mädchen die ganze Geschichte der Philosophie verklickert." - “Ist ja ekelhaft!" entfährt es der Feuerfrau. - “Nicht was Du schon wieder denkst", sagt Hans-Heinz Hanssen. “Der Alte hat nur die besten Absichten. Getreulich schildert er alles ab, was es seines Wissens an Philosophie so gegeben hat seit den alten Griechen. Zu nichts bezieht er eine Position. Nichts lobt er, nichts verdammt er. Es ist das gerade Gegenteil von Philosophie. Euer Dozent an der Uni hat wahrscheinlich ebenso an nichts und niemand Kritik geübt." Die Feuerfrau zuckt die Schultern und sagt: “Was willst Du? Es war ein Einführungskurs in Geschichte der Philosophie." - “Philosophiegeschichte!", sagt Hans-Heinz Hanssen. “Wie ich sie hasse!" Victor Halb, Schriftsteller, Musiker, Fotograf, geb. 1962 und aufgewachsen in Nürnberg, lebt seit einem Jahr in Wien. ================================================ 09 Antideutsche Konferenz in Berlin von: cafe.critique at gmx.net ================================================ Kritik und Parteilichkeit Aufruf zur antideutschen Konferenz am 18. und 19. November 2005 in Berlin Zweiundfünfzig in die Luft gesprengte Londoner und das sichere Wissen darum, daß sich vergleichbare Untaten in den westlichen Metropolen jederzeit wiederholen könnten, löst allein professionelles Nicht-verstehen-wollen aus. Kritik an den Tätern und ihrer Legitimation scheint von vornherein aussichtslos - und zwar gerade weil jeder weiß, wer da mordet und warum. Keineswegs ist diese paradoxe Situation etwa allein “typisch deutsch", wie einen die Erfahrung insbesondere seit den Anschlägen von Madrid lehrt: Ausnahmslos jedes dem Westen zugerechnete Land verfügt über Dutzende nationaltypischer Ken Livingstones, heißen sie nun Zapatero, Prodi, Chomsky, Langer oder Zuckermann, die stets dann zum Dialog aufrufen, wenn es gälte, zu den korangrünen Banden auf Konfrontationskurs zu gehen. Jene Matadore des Kulturrelativismus gleichen einander bis in die letzte Friedensphrase so sehr, daß, wer einen kennt, die Einlassungen der anderen selbst verfassen könnte. Weil das bekannt ist und bereits bis zum Überdruß wiederholt wurde, klingen die flammenden Anklagen gegen die regierungsoffiziellen Helfershelfer und intellektuellen Verharmloser der suicide bomber allmählich schal. Die entscheidenden Frage lautet doch eher: Wie ist es möglich, daß das Offensichtliche nicht gesehen, den wirklichen und prospektiven Opfern die gebotene Empathie versagt und jede fundamentale Kritik am antiwestlichen Fundamentalismus verdächtigt wird, faschistische Säuberungspolitik vorbereiten zu wollen? Keineswegs nämlich sind die offiziellen Repräsentanten des heutigen Antizionismus für sich genommen das Problem, sondern der neue linke bzw. linksliberale nach-68er Mittelstand, dem sie entstammen und dessen Exponenten sie sind. Es ist dieses Milieu, das in seiner zwischen Auftrumpfen und Selbstekel, Vitalismus und Todessehnsucht oszillierenden Gemütslage sich so ganz spontan in die islamistischen Mörderseelen einzufühlen vermag und das in seiner qua “political correctness" autoritär befestigten und bislang ungebrochenen Meinungsführerschaft jede Kritik am Islamfaschismus als Verrat am multikulturellen Glaubensbekenntnis diskreditiert. Dies alles ist nicht spezifisch deutsch, findet hierzulande aber deswegen eine so unverwechselbare Ausprägung, da die sogenannten 68er auf nichts mehr zielten als darauf, als ideologische und praktische Erben des Nationalsozialismus im antifaschistischen Gewand anzutreten. Die fürsorgliche Islambegleitung der im Namen ausgerechnet des Antifaschismus auftretenden 68er verweist durchaus auf Übereinstimmungen mit den Zielen der angeblich verfolgten Anhänger des Propheten. Und wie ungebrochen deutsch Antifaschismus gerade dann ausfällt, wenn ausgewiesene deutsche Linke vor islamkritischer Praxis warnen, war auch diesen Sommer wieder zu beobachten - und keineswegs nur im Bezug auf den Erzteufel USA. Ob die Ex-Maoistin und heutige Verbraucherschutzministerin Künast bei Maischberger der Unions-Kandidatin Merkel mangelnden Patriotismus, ja Landesverrat vorwirft, weil diese im Sommer 2002, wenn auch verzagt, vor den Folgen des rotgrünen Feldzugs gegen die Vereinigten Staaten von Amerika und ihres Präsidenten gewarnt hatte, ob der sozialdemokratische Berliner Innensenator Körting nach den Londoner Anschlägen von dem erhöhten Terrorismusrisiko warnt, das durch einen Wahlerfolg der CDU entstünde, da eine unionsgeführte Regierung von den USA verleitet werden könnte, sich an der “Besatzung" des Irak zu beteiligen, oder ob der Berliner Links-Professor Grottian mit seiner Initiative gegen die Berliner Bankgesellschaft sich darum bemüht, den antikapitalistischen Volkszorn gegen deren Aufsichtsratschef Landowsky anzustacheln, obwohl der während seiner Amtszeit nichts anderes getan hat als das, was Grottian als Sympathisant der neuen Linkspartei heute allen Ernstes empfiehlt - alles, was im Gefolge von Dutschke und Meinhof gedacht und getan wurde, erweist sich als ein sehenden Auges eingeschlagener deutscher Holzweg, der, egal aus welcher Richtung er beschritten wurde, immer nur eines anpeilt: eine staatlich befriedete Gemeinschaft der Gleichen, die ihre individuelle Angst in kollektive Panik übersetzt. Genau das ist das Erbe von 1968. Alles, was man den 68ern darüber hinaus auf der Habenseite angerechnet hat, sind gesellschaftliche Fortschritte, die sich zumeist nicht aufgrund sondern gegen die eigentlichen Intentionen der 68er eingestellt haben. Dieser heutige Mittelstand hat seine Eltern nicht etwa als “Hitlers willige Vollstrecker" angeprangert, um irgendwelche antinationalsozialistischen gar antideutschen Konsequenzen aus den deutschen Verhältnissen zu ziehen - sie haben ihre Eltern vielmehr deswegen gehaßt, weil sie bei ihnen mehr Übereinstimmung in der deutschen Sache erkannten, als ihrem Programm gut tun konnte. Der Antifaschismus der 68er war eine Unternehmung, die in Israel und den Vereinigten Staaten jenen Feind am Wirken sah, den schon ihre Eltern mit der Vernichtung der europäischen Juden unschädlich machen wollten. Der Weg Horst Mahlers oder Bernd Rabehls vom studentenbewegten Kader zu waschechten Nationalrevolutionären in der Tradition des Nationalsozialismus ist nur in der extremen Konsequenz randständig. Der Kampf der Grottians, Münteferings oder Geißlers um einen “Kapitalismus mit menschlichem Antlitz" und “in sozialer Verantwortung" ist den Kapitänen des deutschen Wirtschaftswunders wie den früheren Nazi-Wirtschaftsführern Heinrich Nordhoff oder Gerling entweder in Nostalgie oder aber “ungeglaubtem Glauben" (Adorno) verpflichtet und richtet sich unter dem Empfinden ständiger Bedrohung umso fanatischer gegen vorgebliche Schädlinge am Volkskörper, “Asoziale" und “Heuschrecken". Diesem Kampf liegt die Sehnsucht nach jenen sozialistischen Volksgemeinschaften zugrunde, in denen Arbeitsameisen, vom gerechten Volksstaat geleitet, ununterbrochen irgendwelche dem Kollektivwohl dienlichen Werke hochziehen und nach Feierabend ein gutes Buch lesen - das heute sehr gut der Koran sein könnte. In der Verehrung für den roten Terror, wie er im China der Kulturrevolution, im stalinistischen Albanien und schließlich im Kampuchea der Roten Khmer wütete, kam der einzige substantielle Einwand zum Ausdruck, den sie gegen die Nazis geltend machten: deren unordentliches Verhältnis zu den Kapitalisten, die sie zwar an die staatliche Kandare nahmen, zugleich aber als Personifikationen ihrer Klasse nicht liquidierten. Im Gefolge von 68 wurde zwar unermüdlich gegen Autoritäten in Staat und Gesellschaft gestritten und zum Beispiel deutschen Beamten ihr Feldwebelgehabe in der Tat endgültig verunmöglicht. Die eigentlichen 68er hatten allerdings längst selber einen stalinistischen Kasernenhofton angenommen und Flugblätter wie Hinrichtungsbefehle oder Todesfatwas herausgegeben, in denen allerlei Feinde des Volkes gebrandmarkt und zunächst nur rhetorisch zum Abschuß freigegeben wurden. Auch die sogenannte sexuelle Revolution und die rechtliche und allmählich auch ökonomische Gleichberechtigung der Frauen war nur zum kleinen Teil das Werk der Politgeneration. Viel stärker wirkte hier der wachsende Bedarf der Wirtschaft nach Arbeitskräften zusammen mit der Expansion der Kulturindustrie als Motor für die überfällige Demontage von Frauenunterdrückung und sexueller Zwangsmoral. Die politische Generation von 1968 war, anders als die sich mit ihr personell und habituell nur teilweise überschneidende zeitgleiche Popgeneration, nicht mit Lust und Sinnlichkeit beschäftigt, sondern mit Lebensreform, die die autoritären Verhältnisse der Gesellschaft nur bekämpfte, um sie gegen sich selbst in aller Unmittelbarkeit zu reproduzieren. Ein Spruch wie: “Wer zweimal mit der gleichen pennt, gehört schon zum Establishment" meinte eben nicht den Angriff auf enge bürgerliche Arbeitsmoral, sondern auf individuelle Privatheit, der einzigen Voraussetzung für Liebe und eben auch gelebte Sexualität. Den privaten Rückzug, diese Voraussetzung für jeden Traum, jede Ahnung, jede Erfahrung von Glück, als faschistisch zu denunzieren, ist der finstere Beitrag der 68er zur sexuellen Revolution - die Parole “Das Private ist politisch" erhebt dieses gegenaufklärerische Programm zum Selbstbewußtsein. Durch relative ökonomische Prosperität und die recht hartnäckige politische Abstinenz der Bevölkerung gegenüber den Angeboten, die die Generation 68 ihnen machte, blieb all dies bis 1990 mühsam gebändigt. Seitdem lastet jedoch all das auf einer in Panik verfallenden Gesellschaft, die auf eine volksstaatliche Rettung aus der Krise vertraut, obwohl sie weiß, daß die Heinrich Nordhoffs von heute keine scheinbar krisenunabhängige Wohlstands-Volksgemeinschaft mit Arbeitersiedlungen und KdF-Programmen mehr im Angebot haben, sondern eine Zwangsgemeinschaft der Durchgefallenen, die sinnigerweise nach einem Nachfolger Nordhoffs in der Chefetage von Volkswagen benannt ist. Heute erweist sich das nostalgisch verklärte Modell Volkswagen als das heimliche Leitbild einer linken Sammlungsbewegung, um die sich fast alle scharen, die das Erbe von 68 nicht nur zu verwalten vorgeben, sondern wirklich glaubwürdig repräsentieren und die endlich einmal die Aussicht hat, von größeren Teilen des Volkes als Wahlalternative angenommen zu werden. Heute steht der Volkswagenwerker, der seine übertariflichen Leistungen gefährdet sieht und deshalb als eingefleischter Bild-zeitungslesender Antikommunist die Wahl einer Partei erwägt, die der alten BRD genauso nachtrauert wie der untergegangenen DDR, Seit an Seit mit den Berliner Autonomen der Gruppe FELS, die dauernd ein staatlich alimentiertes Existenzgeld für alle einfordert, als wäre ausgerechnet der deutsche Staat keine Zwangsanstalt, sondern eine altruistische Unternehmung zur Verteilung von Almosen und Hartz IV nicht die konsequente Umsetzung der Existenzgeldforderung. Parteilichkeit für Israel Ohne Zweifel sind diejenigen, die das Appeasement mit dem Vernichtungskrieg gegen den Westen am lautesten einfordern und ganz multikulturell begünstigen, in erster Linie Linke, seien sie nun K-Gruppen-Exoten, professionelle Antirassisten, Globalisierungsgegner, Ökologen, Pazifisten oder Sozialdemokraten und Gewerkschaftler. Das ist bekannt und was daraus folgt, scheint ebenso klar auf der Hand zu liegen: Man vollzieht den überfälligen Befreiungsschlag und verabschiedet sich ohne Rückversicherung und Einschränkung von diesem Milieu, das sich die “Linke" nennt und mit dieser Selbstzuschreibung zum Ausdruck bringt, daß es sich bei ihm um nichts anderes handelt als um eine Gemeinschaft zur wechselseitigen Gesinnungspflege, die ihren erbaulichen Gewißheiten unbekümmert um Fakten und Interessen Geltung verschafft, wenn sie dazu Macht und Gelegenheit hat. Man könnte es damit sein Bewenden haben lassen, sich der Freiheit von kollektivistischen Zumutungen, die man sich damit erobert hat, sowie des damit gewonnen Spielraums erfreuen und endlich einer Kritik nachgehen, die nach Marx weder vor den herrschenden Mächten noch vor ihren eigenen Resultaten sich fürchtet. Zu beobachten ist freilich etwas anderes: Kaum ist man der alten Gesinnungsgemeinschaft einigermaßen glücklich entkommen, wird von nicht wenigen eine neue ins Leben gerufen, als halte man es in der neuen Freiheit ohne übergreifende Ordnung und neue kollektive Prinzipien einfach nicht aus. Man sucht geistiges Obdach, neue Freunde in einem neuen zu Hause, kurz: Identität. Ein solches Bedürfnis macht sich auch dort bemerkbar, wo antideutsche Kritik am ehesten erfolgreich zu werden schien: in der Solidarität mit Israel. In diesem Spektrum hat sich längst die notorische Unlust verbreitet - schlechtes Überbleibsel aus linken Bewegungsjahren -, fällige Fehden mit angeblich antisemitismuskritischen Antizionisten, die plötzlich auch unter dem Label Israelsolidarität segeln, tatsächlich auszutragen, als sollte um jeden Preis eine Einheitsfront der Guten für Israel geschmiedet werden. Schon jene seltsamen Spezialisten, die sich auf dem Feld sogenannter Antisemitismusforschung tummeln und wegen baldiger Verwendung in den ideologischen Staatsapparaten der Berliner Republik bei Professoren und Stiftungen, Behörden und Parteien eifrig mit den Füßen scharren, haben viele Freunde Israels nie wirklich mißtrauisch gestimmt. Denn ähnlich wie mit der sogenannten Antisemitismuskritik verhält es sich immer öfter auch mit den Stellungnahmen zu Israel: Statt um die Parteinahme für Israel und seine Anstrengungen, als Staat in einer feindlichen Welt zu überleben, statt also im wesentlichen mit den Feinden des jüdischen Staates abzurechnen, geht es zunehmend darum, ein so inniges Verhältnis zu Israels Land und Leuten - oder besser: zu dem, was man darin sehen will - zu unterhalten, als müsse unbedingt ein Ersatz für das verlorene Vaterland der Werktätigen her. Es reicht vielen nicht aus, jede Kritik an Israel als Tribunal gegen den jüdischen Staat zu delegitimieren und deshalb auch jede öffentlich verkündete Enttäuschung über gesellschaftliche Entwicklungen in Israel als notwendige Konsequenz eines abstrakten Philosemitismus zu kritisieren, der sich für den realen Staat Israel und seine Bewohner nicht interessiert, weil seine Anhänger damit beschäftigt sind, mit der Seele ihre wahre Heimat zu suchen und im jüdischen Staat das wiedererlangte Paradies so lange gefunden zu haben behaupten, bis irgendwann die zum Glück pragmatische Realität vor Ort als Verrat an der Sache und Grund, die Solidarität aufzukündigen, angeführt wird. Parteinahme für Israel findet ihren Ausdruck nicht in Identifikation etwa in Form von Pilger- statt Urlaubsreisen ins heilige Land und auch nicht in der dauernden Beschwörung der erfreulichen Verhältnisse im jüdischen Staat. Parteilichkeit für Israel manifestiert sich allein im Negativen, in der Kritik an der antisemitischen Internationalen: Dies ist die einzige Form der Unterstützung eines Staates, die sich vom persönlichen Meinen und Dafürhalten und den darin einbegriffenen übermächtigen projektiven Gehalten unabhängig macht und deshalb ein wenig länger hält als die gerade modische politische Konjunktur. Solche berechtigten Zweifel an manchen Erscheinungen der Israelsolidarität diente allerdings vielen allein dazu, sich der gebotenen Kritik an den sehr konkreten Feinden Israels zu entziehen und stattdessen naserümpfend sich gegen jene auszusprechen, die ihre Israelsolidarität als Kritik an der antisemitischen Internationale unzweideutig und öffentlich bekundeten. Bezeichnenderweise war es das Mitführen jenes Symbols auf Kundgebungen und Demonstrationen, das die Feinde Israels wo immer es gezeigt wird, Bekenntnisse ihres Vernichtungswillen gegen den jüdischen Staat magisch abnötigt, das von den selbsternannten “wahren" Kritikern des Antisemitismus als unzulänglich, ja, die Solidarität mit Israel diskreditierend verunglimpft wurde. Wer die Israel-Fahne trägt wurde und wird regelmäßig nicht als schärfster und beiläufig auch mutiger Kritiker der Todfeinde dieses Staates erkannt, sondern entweder als zionistisch-nationalistischer Provokateur oder als verkappter Nazi gebrandmarkt, der eben unbedingt einem staatliche Autorität verbürgendem Winkelement hinterherlaufen müsse, sei es die schwarz-rot-goldene oder eben die blau-weiße. Solche antinationale Kritik an den einzigen radikalen Kritikern des Israelhasses gilt vielen immer noch als Ausdruck scheinbar theoretischer Bemühung um Wahrheit, ist in Wirklichkeit aber wie jedes “antinational" sich drapierende Bekenntnis nur der Beleg für Desinteresse am empirischen Gegenstand und damit die Voraussetzung für jenes so grundsätzliche Desengagement von dem die Antisemiten regelmäßig profitieren. Was Liberalismus ist Aber genau dieses Negative, Kritik und Polemik, reicht manchen offenbar nicht mehr. Statt auf Erkenntnisse ist man auf Bekenntnisse aus, statt Parteinahme zu einem bestimmten Sachverhalt ist Identifikation mit einem Großen und Ganzen gefragt. Reiste man zuvor auf dem Ticket des “Links-Seins", mit dem man sich, wie man zunehmend erkannte, en bloc Antiliberalismus, Judenhaß und die Option für den Volksstaat einhandelte, so lautet das neue Ticket nun “Liberalismus", dessen notwendige Implikationen man einstweilen noch nicht komplett unterschreiben möchte, deren Ratifizierung aber in der Logik der Sache selbst liegt. Abgelehnt werden nicht Ticketmentalität, identitäre Selbstvergewisserung und Prinzipienreiterei als solche - man wechselt einfach nur das Ticket. Genau darin aber reproduziert man - und das ist das Entscheidende - formell die deutsche Ideologie, auch wenn man inhaltlich weit von ihr entfernt ist: Deutsch sein heißt, wenn es überhaupt etwas heißt, Interessen zu leugnen und sein ganzes Denken und Handeln als selbstlosen Dienst an einer höheren Allgemeinheit auszugeben. Man schafft hierzulande offenbar nicht das Einfache und Selbstverständliche, das Salman Rushdie gelang, als er nach dem 11.9.2001 katalogartig all jene zivilisatorischen Errungenschaften und Fortschritte aufzählte, die für ihn nicht verhandelbar sind, und sucht entlang dieser nicht dogmatisch, sondern aus Erfahrung, Wissen und Interesse gewonnenen Prämissen pragmatisch das Bündnis mit jenen politischen Gegnern, die am ehesten bereit und in der Lage sind, der aktuell schlimmsten gemeinsamen Bedrohung entgegenzutreten - nein: Als deutscher vom Links- zum Liberal-sein Konvertierter muß etwas, dem man sich verschreibt, schon ein wasserdichtes System sein, aus dem alles weitere abgeleitet wird: nun also der Liberalismus. Es interessieren die einzelnen Sachverhalte also nur, insofern sie das vorgefaßte System illustrieren. Die Tatsache, daß im jüdischen Staat Frauen nicht unterdrückt, Schwule nicht verfolgt werden und Alkohol nicht verboten ist, ist dieser Logik zufolge nicht etwa nur bemerkenswert in der Konfrontation mit Leuten, die solches entweder gerne unter den Teppich kehren oder diese Freiheiten gar bekämpfen, ansonsten aber eine Banalität, die schlecht dazu taugt, fortwährend gefeiert zu werden; von manchen Freunden Israels werden die genannten zivilisatorischen Minimalstandards nicht einfach bloß als Evidenzbeweis dafür angeführt, wie haushoch überlegen die israelische Gesellschaft der arabischen ist, sondern ganz prinzipienfest zum Anlaß genommen, die rule of law und den Kapitalismus abzufeiern. Dabei wäre die Geschichte der Juden doch viel eher ein Beispiel dafür, daß die westliche Zivilisation im Zeichen des Liberalismus sie lediglich duldend scheinintegrierte, um bei der nächsten Krise wieder vorwurfsvoll auf den gelben Fleck zu zeigen, den ihnen die Nazis schließlich aufklebten. Die Tatsache, daß ein Buch von Paul Berman von großer Klarheit und Vernunft durchdrungen ist, ist solcher Logik folgend nicht etwa nur dann hervorhebenswert, wenn man es mit den vollends projektiven und faktenresistenten Hervorbringungen deutscher Friedensideologen oder französischen Europäern vergleicht, ansonsten aber eine Trivialität, die keiner weiteren Erwähnung wert ist: Bermans und anderer Veröffentlichungen sollen vielmehr als Beweis herhalten für die angeblich grundsätzliche Differenz von positivistischer Vernunft und pseudo-metaphysischem Wahn und die vorgebliche Superiorität des ersteren. Die Tatsache schließlich, daß in den USA oder in Großbritannien der nationalsozialistische Volksgemeinschaftsstaat jedenfalls bis heute keine Option der Herrschaft darstellt, soll demnach wahr und bedeutsam sein nicht nur als Einspruch gegen die beliebte simple Gleichsetzung Kapitalismus=Faschismus, sondern gilt als Beleg dafür, welch menschheitliches Gut der liberale Rechtssaat angeblich sei, wenn er nur in den richtigen Händen liege. Man könnte in der Aufzählung fortfahren und würde doch jedesmal zu demselben Ergebnis kommen: Jede an sich erfreuliche partikulare Einsicht gerät den frisch Konvertierten zu einem Argument für ein Allgemeines: Das aber entwertet jede einzelne Einsicht, indem sie ihrer anstößigen und polemischen Qualität beraubt und zu einer Glaubenswahrheit hochstilisiert wird und desavouiert überdies den Wahrheitsgehalt, der der neu entdeckten Liebe zum Liberalismus eben auch innewohnt. Denn ohne Zweifel ist eine liberal verfaßte Gesellschaft Voraussetzung jeder Emanzipation: In der Wertschätzung für die “Entzauberung" der gesellschaftlichen Beziehungen unterm Kapital, in der Zurückweisung einer dem Einzelnen vorgeschriebenen Ordnung und demzufolge aller abstrakten Weltverbesserei und Menschheitsbeglückung, im Insistieren auf der Kategorie des individuellen Interesses sowie darauf, daß jegliche gesellschaftliche Assoziation durch das interesse- und vernunftgeleitete Handeln der Einzelnen vermittelt sein soll, konvergieren Liberalismus und ein recht verstandener Kommunismus. Die Einsicht in die emanzipatorischen Gehalte des Liberalismus ist jedoch identisch mit der Einsicht, daß diese nicht ungebrochen existieren, daß dieser, entgegen seiner Selbstideologisierung, kein in sich ruhendes System ist, dessen bewußtloses Funktionieren den Ausgleich der Interessen zum Besten aller besorgt, sondern daß seine Dynamik eine durchaus selbstdestruktive ist, eine negative Dialektik, an deren Ende die fortschrittlichen Gehalte des Liberalismus entweder zurückgenommen werden oder an sich selbst ins Gegenteil umschlagen. Der harte Kern des Antisemitismus, die Auffassung, das Weltjudentum mit seinen Machenschaften und Manipulationen sei schuld daran, daß die Gesellschaft sich von ihren Ursprüngen entfernt habe und an ihrem natürlichen Funktionieren gehindert werde, ist schließlich nichts anderes als die bösartig gewordene, an sich selbst in vollendeten Wahnsinn umgeschlagene altliberale Doktrin, Gesellschaft sei ein natürlicher Organismus und funktioniere zu Nutz und Frommen aller, wenn sie nur nicht durch “unnatürliche" “äußere" Eingriffe von Seiten des Staates gehindert werde: Der Radikalliberalismus von Jörg Haider, der gegen Bonzen, “verkrustete Strukturen" und moderne Kunst genauso polemisiert wie gegen die frechen Juden und die Globalisierung, indiziert eine Konvergenz zum Liberalnazi. In ihrer naturalistischen Gesellschaftslehre, die letzten Endes auf die Zwangshomogenisierung der gesellschaftlichen Interessenkonflikte zielt, die der Liberale durch die unsichtbare Hand des Markts, der Nazi durch die sichtbare des starken Staats erreichen will, gleichen sich Liberale, Faschisten und Partei- oder Bewegungslinke - und unterscheiden sich alle vom aufgeklärten Kommunisten, der im Gegenteil die Interessengegensätze und ihre Verschärfung begrüßt. Was Liberalismus auch ist Es ist die unhintergehbare Einsicht von Horkheimer, Adorno, Marcuse, Löwenthal und allen, die für die “Kritische Theorie" stehen, daß der Liberalismus sich selbst sein ärgster Feind ist, daß seine emanzipativen Seiten von innen her bedroht sind und daß das, was ihn vermeintlich “von außen" bedroht, im Sinne nicht eines Kausal- sondern eines Konstitutionszusammenhangs sein eigenes Produkt ist. Diese Einsicht ist nicht, wie deutsch-europäische Schicksalsgläubige automatisch annehmen müssen und wie konvertierte Liberale nun ex negativo bestätigen würden, die Aufforderung, alle Hoffnung fahren zu lassen, weil eh alles vergeblich sei, sondern die Erkenntnis, daß die fortschrittlichen Gehalte des Liberalismus, die zivilisatorischen Standards, die er gesetzt hat, letzten Endes nur gegen den zum System sich aufwerfenden Liberalismus und die gesellschaftlichen Verhältnisse, die er zum Ausdruck bringt und auf denen er aufruht, gerettet werden können, daß sie eine prekäre Existenz fristen, beständig in Gefahr stehen zurückgenommen oder einkassiert zu werden und ihre Verteidigung als Mindestbedingung jeglichen Strebens nach Glück selbstverständlich sein sollte. In frisch-fröhlicher Manier den Liberalismus abzufeiern; anzunehmen, dieser habe etwa in den USA oder Großbritannien ein angestammtes Vaterland, ein solides Fundament, eine überwältigende Anhängerschaft und sei gegen autoritäre Anfechtungen immun; daraus gar noch Hoffnungen auf eine menschenfreundliche Erneuerung der spätkapitalistischen Ökonomie abzuleiten, ist zum einen blanker Zynismus angesichts der Tatsache, daß ein Bezieher des britischen Mindestlohns an seinen Zahnlücken zu erkennen ist oder ein zum dritten Mal rückfälliger amerikanischer Straftäter für immer einfährt. Vor allem aber bedeutet es ein fast schon vorsätzliches Sich-dumm-stellen gegenüber der Ambivalenz des Liberalismus und impliziert eine grundsätzliche Verkennung der existierenden liberalen Potentiale, die in der gegenwärtigen Lage nicht nur naiv, sondern fast schon fahrlässig ist. Was einem in der heutigen Weltlage noch Luft zum Atmen verschafft, ist die Tatsache, daß es sich bei den USA und Großbritannien um zwei zum Glück zurückgebliebene Gemeinwesen handelt, in denen die negative Dialektik des Liberalismus bislang keine Chance hatte, an ihr totalitäres Ende zu kommen, und die im naturwüchsigen Fortschritt kapitaler Vergesellschaftung hin zur Barbarei im Vergleich mit Europa deshalb arg hinterherhinken - und hoffentlich nie aufschließen werden - und in denen deshalb immerhin beachtliche Restposten instrumenteller Vernunft anzutreffen sind. In diesem engen Sinn ist liberal organisierte bürgerliche Herrschaft, wie man sie in den USA und Großbritannien vorfindet, aktuell das einzig wirkungsmächtige Potential gegen den Faschismus, wie er im Namen von Islam, UN und Europa den ewigwährenden Djihad gegen Juden und Amerikaner zu führen sich anschickt. Zugleich ist dies ein logisch unmögliches Unterfangen, weil der Liberalismus hier gegen etwas in Stellung geht, was er selber konstitutiv hervorgebracht hat - ein logischer Mißstand, der umso erfreulicher jedoch ist, eben weil das logisch Unmögliche praktisch getan wird und es so unzeitgemäß und herausfordernd wirkt in seiner Zuversicht, gesellschaftliche Entwicklungen umgestalten zu können. Der beliebten Projektion des Feuilletons, bei den “Neo-cons" handele es sich um verkappte Kommunisten, ist in diesem Sinn unbedingt zuzustimmen. Diesen Zusammenhang zu benennen, sich über das stets Gefährdete liberaler Errungenschaften wenigstens nicht in die eigene Tasche zu lügen, gebietet intellektuelle Redlichkeit auch dann, wenn man weitergehende Aspirationen auf Emanzipation fahren gelassen hat: Das wäre ein entschieden realitätsgerechteres Verhalten, als sich die Kritische Theorie als Legitimationsanstalt für einen endlich richtig erkannten Liberalismus zurechtzulegen oder deren Erkenntnisse gleich ganz zu verleugnen. Umso mehr steht sie allen an, die aus wohlverstandenem Selbsterhaltungsinteresse mit Winston Churchill den bürgerlichen Verfassungsstaat zwar als die am wenigsten unangenehme Herrschaftsform anerkennen, aber zu Herrschaft als solcher auf Konfrontation gehen, weil sie die Bedingung dafür ist, daß gesellschaftliche Konflikte in kollektive Amokläufe übersetzt werden. Zu retten ist nicht die Kläglichkeit liberaler Ideologie und schon gar nicht ihre Praxis, die notwendig auf die Auslöschung jeglicher utopischen Ideen zielt. Vom Bürgertum bleibt lediglich, was die Option auf Befreiung einmal war, die in seinem Namen erstmals eingefordert wurde. Die Hinterlassenschaft des bürgerlichen Zeitalters ist das Streben nach ungeschmälertem Glück, das sich gerade im unglücklichen Bewußtsein, im Zerfallensein mit der scheinbar selbstbewußt geschaffenen gesellschaftlichen Realität manifestiert und in der Philosophie, wo sie triftig gerät, das Selbstbewußtsein, und in der Kunst, wo sie dicht und gespannt gelingt, Ausdruck verleiht. Was da die Klage über nicht eingehaltene Versprechungen auf Glück war, muß antideutscher Kritik Ansporn in ihrem Eintreten für eine Gesellschaft ohne Angst sein. Was deutscher Liberalismus ist Die naiv-draufgängerische Bezugnahme auf den Liberalismus befremdet umso mehr, als sie in Deutschland stattfindet, dessen liberale Tradition und dessen aktuelle Vertreter des Liberalismus einem doch eher das Gruseln lehren sollten. Wer aber im angelsächsischen Liberalismus das an sich gute Prinzip zu entdecken haben glaubt, der wird es auch ausfindig machen, wo man es sonst nie vermuten würde: der wird zwar einen schlechten, deutschen Liberalismus als dessen angebliches Gegenprinzip stets zu kritisieren wissen, muß sich aber seinen Wünschen entsprechend seine Bündnispartner zurechtlügen, etwa nach der Methode, diese seien zwar an der Oberfläche deutsche Liberale, kämpften aber “eigentlich" und “an sich" irgendwie doch für den “wahren" Liberalismus. Offenbar hat man auch in Kreisen, die sich nicht nur als israelsolidarisch, sondern auch als antideutsch begreifen, nicht erfaßt, was es heißt, in einem postfaschistischen Gemeinwesen zu leben: daß in einer Gesellschaft, in der der Nationalsozialismus nicht einfach bloß Tendenz und Bewegung blieb, sondern sich zum massenmörderischen Regime verfestigen konnte, alles beschädigt wurde und es daher keinen naiven Bezug mehr auf irgendeine politische Idee oder Bewegung geben kann - das gilt für den Kommunismus, wie die Konvertiten natürlich sofort einräumen würden, das gilt aber erst recht für den Liberalismus, dem in Deutschland ermöglicht wurde, seine miesesten, opportunistischsten und autoritärsten Potentiale voll zu entfalten. Wie sehr der Liberalismus hier mit nazistischer Ideologie durchtränkt ist, zeigt sich am entscheidenden Punkt: Wenn deutsche Liberale einen Befreiungsschlag aus etatistisch verwalteter Ökonomie herbeisehnen, argumentieren sie nicht, stellen sie sich nicht der Diskussion, sondern vertrauen aufs blinde Schicksal, dessen letzter Erfüllungsgehilfe unversehens genau die Einrichtung sein wird, die sie scheinbar in die Schranken weisen wollen: der Volksstaat. “Diese Gesellschaft betritt eine Scholle, die sich von den vertrauten Landmassen zu lösen beginnt. Wo es kein Brückengeländer gibt und auch keine durchgerechneten Rezepte, die sich in langatmigen Kampagnen vermitteln lassen. All das ist Köhlerglaube. Der Schritt wird kurz und heftig sein wie dieser Wahlkampf. Ihn führt eine Union, die sich darüber verwandeln wird. Spät erst wird man erkennen, ob sie sich dabei verirrt. Früh aber, mit welchem Mut sie beginnt." So endet der Leitartikel “Republik im Morgengrauen" von Johann Michael Möller, der in der Welt vom 4.6.05 erschienen ist. Der Wahnsinn, der aus solchen Sätzen spricht, dementiert jede Hoffnung auf eine liberale Alternative im angelsächsischen Sinn. Deutsche Ideologie hat Realitätsverlassenheit zum Programm, propagiert die Apokalypse als Sehnsucht und erhebt die Verweigerung jedes empirischen Bezugs auf die Tatsachen zu ihrem Grundgesetz. Das passive Destruktivitätspotential des deutschen Seelenhaushalts läßt die Landsleute nicht nur bewundernd und angeschauert zugleich die Orgien der Zerstörung im Zeichen des Islam als Vorschein des insgeheim herbeigesehnten Weltuntergangs ausstellen anstatt sie zu kritisieren und zu bekämpfen. Angesichts des eingebildeten und herbeigeredeten Weltuntergangs zu Hause geht der Rest von Vernunft, Pragmatismus und Caritas restlos den Bach hinunter: Es wird ein Neuaufbruch im Morgengrauen beschworen, der in seinem Schamanismus noch hinter die andernorts üblichen Beschwörungen von Markt- und Staatstheologie zurückfällt. Emir Kusturicas am Ende seines Films “Underground" gezeigte traurig-poetische Sequenz von der besiegten serbischen, restjugoslawischen Gesellschaft, die von Europa abgehängt wird und als vom Festland abbrechende Scholle, auf der die Bewohner zu scheppernder Blasmusik ein Saufgelage feiernd die Donau nach Nirgendwo hinuntertreiben, gerät einem deutschen, für die serbische Katastrophe mitverantwortlichen liberalen Ideologen zum Gegenteil: zum Aufbruch zu neuen Ufern. Was antideutsch ist Die Gegnerschaft zu allem, “was deutsch ist", kann, wenn sie es ernst meint und das Objekt der Abgrenzung in seinem Wesen treffen möchte, kein Fundament errichten, keine “Position" beziehen, keine positiven Wahrheiten verkünden, keine Bekenntnisse erzwingen, keine Gesinnungsgemeinschaft etablieren: Ihr Medium ist allein die Kritik, ihr Maßstab die Bestimmtheit und Genauigkeit der darin ausgedrückten Negation und ihre Wirksamkeit entfaltet sie ebenfalls als Kritik, d.h. als wesentlich interessengeleitete Tätigkeit zur Herbeiführung von Zuständen, in denen jeder ohne Angst verschieden sein kann. Deshalb scheut sie nicht davor zurück, in Konsequenz ihrer Überlegungen sich einzumischen und Partei zu ergreifen. Darin unterscheidet sich antideutsche Kritik in kommunistischer Absicht von marxologischen oder adornierenden Unternehmungen, die sich, Bibelkreisen nicht unähnlich, der Exegese verschrieben haben, deren Wahrheitsgehalt, wie groß er auch immer ausfallen mag, durch die Unwahrheit erkauft wird, daß die Texte sorgsam eingeschreint werden und die Tätigkeit des Interpretierens durchweg allen eingreifenden Charakters, den sie der Sache nach doch an sich trägt, entkleidet wird. Auf der anderen Seite grenzt antideutsche Kritik sich strikt von allen Anstrengungen in positivem “Politik-Machen" ab, das statt auf vernünftig begründete Parteinahme im Einzelnen notwendig auf Identifikation im Großen abzielt und daher ohne Heilsgewißheiten nicht auskommen kann. Die “Gegenidentifikation" (Manfred Dahlmann) etwa mit bestimmten außenpolitischen Maßnahmen der Vereinigten Staaten von Amerika meint eben nicht deren Glorifizierung, sondern ist getragen von der Unausweichlichkeit klarer und eindeutiger Parteinahme in einem Konflikt, in dem eine Seite, der politische Islam mit seinen Selbstmordattentätern an der Spitze, eine unzweideutige, durch massenmörderische Taten beglaubigte Feinderklärung ausgesprochen hat und in dem die andere Seite, die USA, Großbritannien und Israel, diese Feinderklärung angenommen haben, indem sie mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln den auf Vernichtung zielenden Feind bekämpfen, während Old Europe mit seiner Politik des konstruktiven Dialogs de facto mit dem Feind kollaboriert. Maßstab der Gegenidentifikation ist nicht, was der “war on terror" positiv ist und schafft, sondern was er abschafft und was er nicht ist. Gegenidentifikation meint schließlich das Insistieren darauf, daß die US-Army in Afghanistan und im Irak gerade in ihrer kriegerischen Praxis weit eher eine Ahnung von Frieden zum Ausdruck bringt als all jene, die mit ihrem Gewedel mit Tauben- und Pacesymbolen das Ihre zur Schaffung einer Welt beitragen, die in einem unendlichen Weltkrieg für Gerechtigkeit und ethnische Zufriedenheit genau jenes Armageddon vorbereiten, von dem Ronald Reagan einst im Bezug auf die Sowjetunion dumm aber folgenlos daherfaselte. Öffentliche Parteinahme, die Bereitschaft, in wichtigen Fragen wie der Verteidigung Israels gegen jede Kritik auch Bündnisse mit Leuten einzugehen, mit denen einen darüber hinaus nichts verbindet, war und ist notwendig praktischer Ausweis von Kritik, die sich selbst ernst nimmt. Aber zur Parteinahme gehört, daß keine großen Gemeinsamkeiten beschworen und antagonistische Gegensätze nicht verschwiegen werden. Der bloße Umstand, daß man mit einem durchschnittlichen Abonnenten der Welt in der Parteilichkeit für Israel weit größeren Konsens hat als mit einem durchschnittlichen Linken, darf nicht darüber hinwegtäuschen, daß der gleiche Zeitungsleser höchst unappetitliche Thesen über Drückeberger an der Hartz-IV-Front in petto haben wird, von seinen Einlassungen zum deutschen Vaterland und der erbrachten Opfer im Bombenkrieg einmal ganz zu schweigen. Wenn sich mit ihnen eine vernünftige israelsolidarische Kampagne eröffnen ließe, spräche nichts gegen Zusammenarbeit. Aber genau dazu wird es vermutlich nicht kommen und das mit Gründen. Israelsolidarität in Deutschland gibt es schon viel länger als die Antideutschen - ihr tatsächlicher Sprecher ist die deutsch-israelische Gesellschaft, die leider durchaus legitimiert auch für viele jüdische Organisationen im Land spricht, und ihr Label ist ein Sticker, auf dem die deutsche und die israelische Fahne freundschaftlich nebeneinander im Wind wehen. Als es darum ging, Israelsolidarität in klarer Abgrenzung zu den wirklichen Feinden Israels zu formulieren - sei es gegen den palästinensischen Mob am sogenannten Tag des Bodens in Berlin 2002 oder gegen die Freunde genau dieses Mobs im Auswärtigen Amt, der Bundeszentrale für politische Bildung oder in den zahlreichen in den Autonomiegebieten ihr Unwesen treibenden NGOs - war von der traditionellen Israelsolidarität wenig zu hören. Die kuschte und konnte dann wieder befreit durchatmen, als der Zentralrat der Juden in Deutschland ausgerechnet an Joseph Fischer den Leo-Baeck-Preis verlieh. Zuviel Genörgel am Friedensjoschka und an der nicht minder friedfertigen islamischen Religion stört den Geschäftsgang, den man sich als einen kurzen Weg ins Vorzimmer des Außenministers vorstellen muß, wo die staatlich anerkannten Antisemitismuskritiker und Vertreter jüdischer Organisationen auf das Plauderstündchen mit dem Minister warten. Zum Erfolg wird dann hochstilisiert, was das Dokument der eigenen Kritikunwilligkeit ist: Wenn zum Beispiel in regierungsamtlichen Verlautbarungen vor Antisemitismus und Rassismus und Islamophobie in einem Atemzug gewarnt wird. Antideutsche Kritik muß und wird notwendig jeden scheinbaren Parteigänger verunsichern, der nach einer positiven Bezugsgröße fahndet, an die man sich halten kann. Antideutsche Kritik kann sich keines gesicherten Fundus' versichern, am allerwenigsten jener Schlagworte aus den frühen 90er Jahren, als man jede ungeliebte Erscheinung mit dem Etikett “völkisch" versah und unverdrossen einen waffenstarrenden deutschen Imperialismus mit eigenem Hinterhof in Südosteuropa wähnte. Sie wird vielmehr, gerade weil sie ideologiekritisch und nicht ideologisch ist, sich weder den Fakten und noch weniger der eigenen Erfahrung des Kritikers verschließen - eine Erfahrung, der deutlich vor Augen tritt, das Deutschland nicht mehr militaristisch zerstört, sondern pazifistisch zerstören läßt, das aber von den alten Freunden. Gerade die realitätsvergessene Verachtung solcher Fakten, der empirischen Wirklichkeit, die stille Übereinkunft, sich auch generell mit Realität nicht befassen zu wollen, weil man das gar nicht nötig habe, zeichnet deutsche Ideologie in so niederschmetterndem Maße aus. Die Kritik am Islam - nicht an Übertreibungen, bedauerlichen Auswüchsen, Extremismus, sondern genau am Islam - hat in den letzten zwei Jahren unter Beweis gestellt, wie antideutsch es ist, sich mit der Sache selber in ihrer ganzen Rohheit und Schmutzigkeit zu befassen statt den Ideologen zu lauschen oder selber Ideologien zu zimmern. Dieser scheinbar nüchterne Zugang zum Erlebten, zum Material, eben zur Sache selbst, ist der einzig mögliche Zugang zur Empathie mit den vom Islam für Dreck Erklärten und in den Dreck Geworfenen. Empathie mit Theo van Gogh und Hatun Sürücü ist deshalb überhaupt nicht zufällig hierzulande hauptsächlich eine antideutsche Angelegenheit geblieben. Diese Auseinandersetzung um die Sache, dieser daher nicht nur in Deutschland notwendig fremde Standort des Kritikers, der doch zugleich der einzig mögliche ist, muß man - ohne mit Stalinisten, Wertkritikern und anderen Mißbrauchern über Eigentumstitel zu streiten - kommunistisch nennen. Das gilt auch trotz des Umstandes, daß der Versuch, sich durch ein bestimmendes Adjektiv - als antideutscher Kommunist also - hinreichend abzugrenzen, die Verbindung zwischen kommunistischer Sache und Parteigeschichte nicht ganz aus der Welt zu schaffen vermag. Gerade weil antideutsche Kritik sich nicht verabschieden kann von einem Anspruch, den zu Unrecht “die Linke" stets für sich verbucht hat, kann sie, auch wenn sie nie konstruktiv sein kann und wird, die Überzeugung nicht aufgeben, daß es etwas Besseres gibt als die jämmerlichen Verhältnisse, unter denen die Menschen auch in der liberalsten bürgerlichen Republik ihr Dasein fristen müssen. Den fremden Ort der Kritik zu beziehen, von dem aus man der Realität sich öffnet, gerade weil er scheinbar weltabgewandt ist; von dem aus man sich erst recht parteilich einzumischen vermag in gesellschaftliche Konflikte, gerade weil man am Unort nicht unmittelbar in die Realität verstrickt ist, sondern ihr mit gehöriger Distanz gegenübertreten kann, ist unhintergehbare Voraussetzung und dringliche Tagesaufgabe antideutscher Kritik. Das hat auch dann zu gelten, wenn die eigene Stimme nicht “links", aber eben auch nicht in der liberalen Mitte auf Gehör und schon gar nicht auf Zustimmung zählen kann, sich also der fremde Ort zugleich als ein einsamer erweist. Insofern gilt es, an dem festzuhalten, was einmal - bevor der Name endgültig durch den Dreck gezogen war und das ist sehr lange her - als “links" galt. Das Programm und der Ort werden rechtzeitig vor dem 18./19. November auf der Website www.redaktion-bahamas.org zu finden sein. http://www.cafecritique.priv.at <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN/MEINUNGEN/KOMMENTARE <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 10 Keine Partei hilft dir von: office at keinepartei.net ================================================ Für die kommenden Bezirksratswahlen im Alsergrund (1090 Wien) erlauben wir uns, frühzeitig eine Wahlempfehlung abzugeben: Keine Partei ist wählbar! http://keinepartei.net/ Wir rufen auch dazu auf, Keine Partei aktiv zu unterstützen. Wenn dir das jetzt wieder mal zu blöd und negativ vorkommt - http://keinepartei.net/news/images/articles/20050917121343503_2.jpg ================================================ 11 AT: BBA Kandidaten müssen schon was leisten von: depesche at quintessenz.org ================================================ From: "q/depesche" Subject: AT: BBA Kandidaten m¸ssen schon was leisten q/depesche 2005-09-23T14:08:28 AT: BBA Kandidaten müssen schon was leisten Die Big Brother Awards fühlen sich geehrt - die Nominierungen laufen zwar noch gute zwei Wochen, aber schon jetzt stehen die Kandidaten Schlange und versuchen schnell noch mir Ihrer Performance zu überzeugen. Heute ist die ÖBB vorstellig geworden: Kameraüberwachung und bewaffnete Zugbegleiter. -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- Wir nehmen die Bewerbung natürlich dankend an, bemängeln aber den geringen Innovationsgrad im Lichte des neuen Sicherheitspolizei-"Permanentausnahme"-Gesetz. Da hätten sich die ÖBB-Manager schon etwas Perfideres und Subtileres überlegen können - obwohl wir ihnen natürlich hoch anrechnen, dass die Kriminalität im Zugbereich im Fallen befindet, und ein akuter Handlungszwang nicht glaubhaft gemacht werden konnte. Trotzdem nicht vergessen, JETZT Vorschläge für Nominierte einzuwerfen! Auch die "üblichen" Verdächtigen sollen genannt werden, denn jede Stimme zählt automatisch auch für den - direkt mehrheitlich gewählten - Publikumspreis. http://www.bigbrotherawards.at/ -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- Bahnhofskameras und bewaffnete Zugbegleiter Bewaffnete Beamte sollen Passagiere schützen - ÖBB verschärft Überwachung noch heuer Wien - Innenministerium und ÖBB starten eine gemeinsame Überwachungsoffensive in Bahnhöfen und Zügen. Ressortchefin Liese Prokop kündigte am Donnerstag, dass noch heuer der Bahnhof Salzburg mit Videokameras ausgestattet werden. Kommendes Jahr soll der Wiener Westbahnhof folgen. Außerdem werden ab sofort verstärkt uniformierte Polizisten in Zügen patrouillieren (...) Obwohl die Kriminalität in Bahnhöfen und Zügen in den vergangenen Jahren stark abgenommen habe, dürfen man diesen Rückgang nicht nur halten, sondern müsse ihn auch ausbauen, sagte Huber. Die Zahl der Diebstähle auf ÖBB-Areal betrug 2001 noch 1335, im Vorjahr wurden knapp 1000 angezeigt. (...) http://derstandard.at/?id=2183699 - -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- relayed by Mac Gyver - -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- quintessenz is powered by http://www.onstage.at subscribe/unsubscribe/digest http://www.quintessenz.at/cgi-bin/index?funktion=subscribe comments to depesche at quintessenz.org ================================================ 12 Lolligo - Wieder Offen !!! von: lolligo at earthling.net ================================================ liebe leute, der sommer ist vorbei und wir flitzen wieder gemütlich in den herbstlichen winter. es wird bald sehr kalt und nass, gatschig und früh finster. das wetter, das auf uns zukommt, erfordert, dass das lolligo endlich wieder seine pforten öffnet. daher freuen wir uns, ab übernäxten sonntag (2. oktober) jeden DONNERSTAG & FREITAG von 16 bis 19 uhr und jeden SONNTAG von 15 bis 18 uhr frierende menschen mit und ohne kind (er) in unserer warmen stube aufzunehmen und mit spielzeug, getränken und lesestoff zu verwöhnen. ausserdem laden wir, damit wir uns unserem anspruch, nämlich einen generationsübergreifenden freiraum zu schaffen, ein bisschen annähern, zu folgenden veranstaltungen ein: freitag, 30. september, ab 19.30 das lolligo zeigt in zusammenarbeit mit der gruppe “Schwarzwurzeln" den film “Homosexualität" (teil 6 der reihe “Vergessene Opfer"). (in zukunft soll jeden letzten freitag im monat ein teil dieser reihe vorgeführt werden). (die reihe "Vergessene Opfer" wirft letztendlich auch die frage nach dem heutigen umgang mit menschen auf, die von der gesellschaft sog. randgruppen zugeordnet werden. um wenigstens einige dieser opfer dem vergessen zu entreissen, produzierte der ver. "schnittpunkte" im jahr 2002 diese siebenteilihge interviewreihe. die erzählungen stehen als einzelschicksale für sich und repräsentieren gleichzeitig eine biografie innerhalb der jeweiligen opfergruppe. die interviews wurden teilw. durch inserts, die zusätzliche informationen beispielsweise zu histor. ereignissen bieten, ergänzt). (zur reihe vgl. www.schnittpunkt-film.com). sonntag, 2. oktober, ab 15 uhr “verspätetes frühstücksbuffet" freitag, 7. oktober bis sonntag, 9. oktober an diesen drei tagen steht das lolligo den besucherInnen des lady-festes 2005 als zentrales info-café zur verfügung. eben kaffee, snacks und plausch werden informationen über alle programmpunkte des festes gereicht. einige workshops erden im lolligo abgehalten. für kinderbetreuung wird gesorgt. (vgl. http://www.ladyfestwien.org/ladyfest.html) freitag, 14. oktober themenabend “Zwagsprostitution" nach einem vortrag von doris arztmann zum thema frauenhandel, zwangsprostitution und feministischen betrachtungenen wollen wir uns den spielfilm “Lilija Forever (Schweden 2000, Thomas Moodisson)" ansehen: darin schildert der urch "Fucking Amal" bekannt gewordene regisseur moodison das leben einer frau, die durch falsche versprechungen nach schweden gelockt und dort zur prostitution gezwungen wird. - - - - - wir suchen übrigens noch motivierte menschen, die lust und zeit haben, ab und zu an einem donnerstag, während der normalen öffnungszeiten einen “lolligo-dienst" zu übernehmen. ansonsten wünschen wir einen schönen herbst und freuen uns auf euren besuch kindercafé lollígo - - - - - fischerstiege 4-8 / 1010 vienna - - - - - p.s. wir freuen uns natürlich auch über zuwendungen jeglicher art (spenden, daueraufträge etc.) zum aufbringen der mietkosten für das lolligo auf folgendes konto: "lolligo" / BAWAG / blz 14000 / ko.-nr. 10010-036-203 ================================================ 13 KPÖ/Deponieverordnung/Abfalltourismus von: kpoe.ooe at aon.at ================================================ KPÖ-Pressedienst - Drechslergasse 42, 1140 Wien - Telefon +43 (1) 50 36 580 - 0 - Fax +43 (1) 50 36 580 - 499 - Mail bundesvorstand at kpoe.at - Web www.kpoe.at - News www.kpoe.at/lpd - Ausgabe vom 22. September 2005 Ansätze zu Abfallvermeidung werden unterlaufen Mülltourismus als Ergebnis der Deponieverordnung Zu absurden Entwicklungen in der Abfallwirtschaft führt die seit Jahresbeginn 2004 geltende Deponieverordnung, derzufolge Hausmüll nur noch nach entsprechender Vorbehandlung deponiert werden darf oder verbrannt werden muss, kritisiert die KPÖ. Weil die Welser Abfallverbrennung (WAV) derzeit nur 75.000 Tonnen Hausmüll pro Jahr verbrennen kann - erst 2006 geht eine zweite Ausbaustufe in Betrieb - und die Zwischenlager in Wels, Sankt Valentin und Sankt Martin voll sind wird Abfall im großen Stil auf die Deponie Riederberg in Tirol zur Zwischenlagerung transportiert. Mit Genehmigung des Umweltministeriums exportierte Oberösterreich längere Zeit Hausmüll nach Deutschland. Dies wurde per 15. Juni 2005 beendet, nachdem auch im Nachbarland die Deponierung unbehandelten Mülls nicht mehr erlaubt ist. In Tirol darf Hausmüll auf Grund einer Ausnahmegenehmigung des Umweltministeriums hingegen noch bis Ende 2008 unbehandelt deponiert werden, weil die Errichtung einer Verbrennungs- und Sortieranlage verabsäumt wurde. Obwohl der Müllexport in andere Bundesländer laut EU- und Bundesregelung gesetzlich untersagt ist, wurden durch einen Subunternehmer der zur landeseigenen Energie AG gehörenden AVE große Mengen Hausmüll aus Salzburg und teilweise auch aus Oberösterreich nach Tirol transportiert. Die Fachgruppe Abfallwirtschaft in der Wirtschaftskammer bezeichnet das Exportverbot überhaupt als EU-widrig. Der Betreiber der Deponie in Tirol sieht in dieser Transaktion ein profitables Geschäft. Einmal mehr eröffnet der Föderalismus durch das Bestehen von neun verschiedenen Landes-Abfallwirtschaftsgesetzen anstatt einer bundesweit einheitlichen Regelung diversen Geschäftemachern satte Geschäfte auf Kosten der Umwelt. Allein unter Berücksichtigung der Tatsache, dass die von der Allgemeinheit aus Steuermitteln zu finanzierenden externen Kosten für tausend Kilometer LKW-Transport 248 Euro im Vergleich zu 83 Euro beim Bahnverkehr betragen, wird die Unsinnigkeit deutlich, tausende Tonnen Abfall über hunderte Kilometer auf Deponien oder zu Verbrennungsanlagen zu transportieren. Die KPÖ hat im Zusammenhang mit der Deponieverordnung kritisiert, dass damit der Verbrennung Tür und Tor geöffnet wird und jeder vernünftige Ansatz zur Müllvermeidung unterlaufen wird: “Diese Befürchtungen werden mit der jetzt stattfindenden Entwicklung bestätigt", so KPÖ-Kommunalsprecher Leo Furtlehner. ================================================ 14 GLB/ÖBB-Reform/Verkehrspolitik von: glb.ooe at aon.at ================================================ Pressedienst des Gewerkschaftlichen Linksblocks (GLB), Apostelgasse 36/12, A-1030 Wien - Telefon +43 1 718 26 23-0 - Fax +43 1 718 26 23-30 - Mail glb at glb.at - Web www.glb.at - Ausgabe vom 22. September 2005 Bilanz der ÖBB-Reform ist ein einziges Desaster GLB verlangt Rückbau der ÖBB zu einheitlichem Unternehmen Als ein einziges Desaster bezeichnet die Fraktion Gewerkschaftlicher Linksblock im ÖGB (GLB) die bisherige Bilanz der ÖBB-Reform. Als deren Ergebnis sind die Nettoschulden von 1,56 auf 5,0 Mrd. ¤ explodiert und werden bis 2010 auf 11,6 Mrd. ¤ wachsen. Der Konzernverlust im ersten Halbjahr 2005 beträgt rund 200 Mio. ¤. Der Güterverkehr ist erstmals in seiner Geschichte defizitär. Dem Personenverkehr fehlen 200, der Infrastruktur 100 Mio. ¤. Bis 2010 soll die Schienenmaut um rund 70 Prozent steigen, dies führt Prognosen zufolge zum Verlust von sieben Prozent des Gesamtverkehrsanteils der Bahn zugunsten der Straße. Wie sich die EU-weite und auch in Österreich mit aller Brutalität durchgeboxte Liberalisierung konkret auswirkt, beweist allein die Tatsache, dass bereits 69 Prozent der Züge im Fernverkehr auf der Westbahn Verspätungen von mehr als fünf Minuten aufweisen. Die politische “Umfärbung" der ÖBB durch zehn neue Vorstandsmitglieder, zehn neue Prokuristen und 43 neue Aufsichtsratsmitglieder in der zur Unkenntlichkeit aufgesplitterten ÖBB kostet 1,5 Mio. Wie kontraproduktiv die durch EU-Richtlinie erzwungene Trennung von Infrastruktur und Betrieb und die Aufsplitterung in zahlreiche Einzelgesellschaften ist zeigen Beispiele, dass der Personenverkehr sich zu Leistungen verpflichtet, die faktisch aber durch fehlende Investitionen in der Infrastruktur nicht realisiert werden können. “Der Ausgangspunkt für die Misere der ÖBB ist die bereits 1993 unter der damaligen SPÖ-ÖVP-Regierung erfolgte Ausgliederung der Bahn aus dem Bundesbudget, vor deren negativen Folgen der GLB immer gewarnt hat", stellt dazu Ernst Wieser, Sekretär des GLB in der Gewerkschaft der EisenbahnerInnen fest. Bereits in der Ära des der SPÖ angehörenden Generaldirektors Helmut Draxler wurden von 1993 bis 2001 nicht weniger als 18.000 qualitativ hochwertige Bahnarbeitsplätze vernichtet. Der amtierende ÖBB-Chef Martin Huber soll im Auftrag der Regierung bis 2010 weitere 12.000 Arbeitsplätze abbauen. Draxler machte zwar die ÖBB zum europaweit führenden Güterverkehrsunternehmen, gleichzeitig begann aber auch durch die Konzentration auf die Zentren und Achsen die Vernachlässigung des Personenverkehrs, insbesondere in der Fläche. Als Ergebnis wird in den nächsten Jahren mit einer massiven Schließungswelle von Regionalbahnen gerechnet. Vor allem auch deswegen, weil der Bund im Zuge der “Verländerung" sich aus der Finanzierung des Bahnverkehrs davonstiehlt und diese den finanzmaroden Ländern und Gemeinden überlässt. Bevor die jahrzehntelang bewährte Bahn endgültig in einen verkehrspolitischen Kollaps nach dem Negativ-Beispiel der britischen Bahn geführt wird, fordert der GLB eine grundlegende Änderung der Bahnpolitik. Eine solche verlangt natürlich eine Absage an die EU-konforme Liberalisierung und die Aufhebung der Trennung von Infrastruktur und Betrieb: “Notwendig ist der Rückbau der ÖBB zu einem einheitlichen integrierten Verkehrsunternehmen nach dem Muster der Eisenbahnen in der Schweiz, Kanada oder Japan", so Wieser abschließend. ================================================ 15 Beitrag der Wiener Friedensbewegung zum Internationalen Aktionstag 24.9.2005 von: verin.stadtteilz.simmering at chello.at ================================================ Liebe Friedensfreundinnen und Friedensfreunde, hiermit sende ich meinen heutigen Beitrag im Namen der Wiener Friedensbewegung zur Kundgebung in Wien zum INTERNATIONALEN AKTIONSTAG GEGEN KRIEG, BESATZUNG UND RASSISMUS. Mit den besten Wünschen für einen schönen Sonntag und mit solidarischen Friedensgrüßen Alois Reisenbichler P.S. Ich bitte Mehrfachzusendungen zu entschuldigen. Rede bei der Wiener Kundgebung zum Internationalen Aktionstag gegen Krieg, Besatzung und Rassismus, zum Thema “Die Rolle der US-Regierung in der Welt" Wien, vor dem Museumsquartier, 24. September 2005 Liebe Friedensfreundinnen und Friedensfreunde, die Wiener Friedensbewegung unterstützt selbstverständlich die Forderungen des heutigen Internationalen Aktionstages gegen Krieg, Besatzung und Rassismus: - gegen die Besatzung des Irak; - gegen die Besatzung Palästinas und für einen gerechten Frieden, der allen Menschen in den zwei Staaten Israel und Palästina ein Leben in sozialer Sicherheit ermöglicht - und gegen jeden Krieg. Gerade angesichts der geschmacklosen Plakate einer Partei im Wiener Wahlkampf sagen wir als überparteiliche Friedensbewegung klar und deutlich Arbeit für alle statt Rassismus, AusländerInnenfeindlichkeit und Ausgrenzung von Menschen. Ich persönlich habe mir heute beim Herfahren gedacht, dass diese islamfeindlichen und reaktionären Plakate zum Speiben sind. Die US-amerikanische Friedensbewegung hat den heutigen Aktionstag initiiert. Die Politik der Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika ist der Schwerpunkt meines Beitrages. Die Friedensbewegung ist nicht antiamerikanisch, weil wir zu jenen gehören, die die Vereinigten Staaten von Amerika von der Fläche und der Bevölkerung her als den kleineren Teil des Kontinents Amerika sehen. Friedensbewegung ist aber vor allem nicht antiamerikanisch, weil wir gegen die Politik der US-amerikanischen Regierung sind. Die ersten Opfer der Politik der US-Regierung sind die Menschen, die in den USA leben. Wir haben es in den vergangenen Wochen leider mit aller Deutlichkeit gesehen, wie sich eine Naturkatastrophe auswirkt. Ein Hurrikan ist ein Schicksalsschlag, wobei aber schon auch die Frage gestellt werden muss, inwieweit Ausbeutung und Zerstörung der Natur dazu beitragen, dass sich Naturkatastrophen weltweit häufen. Und vor allem die Regierung der USA verhindert jeden kleinen Schritt in Sachen Umweltschutz wie das Kyoto-Protokoll. Es ist kein Schicksal, dass ein Land, das mit seinen Atomraketen in Windeseile jeden beliebigen Punkt der Erde - zum Beispiel auch hier vor dem Museumsquartier - jederzeit erreichen und zerstören kann, kein Geld hat, um die Dämme in New Orleans zu erhalten und dass jene USA mit den größten Armee der Welt nicht einmal jene Transportkapazitäten hat, um die Bevölkerung großer Städte in Sicherheit zu bringen. Hier zeigt sich, wohin eine Politik führt, die beim Militär und Polizei auf den starken Staat baut, aber in allen zivilen Bereichen den Staat kaputt spart. Wer den schlanken Staat will, schafft Unsicherheit für die Bürgerinnen und Bürger, im sozialen Bereich und eigentlich in allen zivilen Bereichen wie z. B. dem Schutz vor Naturkatastrophen. Es wurde und wird uns in New Orleans eine Realität vor Augen geführt, die im Kapitalismus eigentlich die “Normalität" ist: die Reichen werden gerettet und die Armen, jene, die kein Auto haben und jene, die sich nicht die Busfahrkarte leisten können, gehen zugrunde Auch wenn es darüber keine Sondersendungen gibt und von den Medien oft verschwiegen wird: in den reichen USA existiert auch die dritte und vierte Welt: Menschen ohne Arbeit und sogar ohne Wohnung, während die Steuern der Reichen gesenkt werden. Jean Ziegler, der UN-Sonderberichterstatter für das Recht auf Nahrung, sagt: “In den USA ist das Vermögen von Bill Gates genauso groß wie das der 106 Millionen ärmsten Amerikaner(innen, Red.) zusammen." Ein einzelner Mensch hat soviel wie 106 Millionen Menschen in den USA. Auch das ist eigentlich ein Wahnsinn. Die Wiener Presse schrieb am 12. September 2005: “Man müsse Freund und Feind von der Entschlossenheit der USA überzeugen, heißt es nun in dem 69-seitigen Pentagon-Papier." Der Leser / die Leserin fragt sich: welche Entschlossenheit und wozu? “Terroristen und feindliche Staaten müssten überzeugt sein, dass die USA ihnen bei einem Angriff entweder zuvorkommen oder unverzüglich Vergeltung üben würden. ’Das Wissen eines potenziellen Feindes, dass die USA die Möglichkeiten und den Willen (zum Einsatz von Atomwaffen, Anm.) haben, trägt zu einer effektiven Abschreckung bei', schreibt Norton Schwartz, Direktor des Generalstabs, in dem Entwurf. (Š) Mit der neuen Doktrin wird laut ’Washington Post' auch die Herstellung von kleinen Atombomben wieder aktuell, die beispielsweise gegen Bunker eingesetzt werden könnten. Vergangenes Jahr stoppte der Kongress die Finanzierung einer Machbarkeitsstudie, das Pentagon beharrt aber auf der Notwendigkeit solcher Waffen im Kampf gegen den Terrorismus." Das ist kein Fake. Die Herren und vielleicht auch Frauen des US-Verteidigungs-, ja eigentlich Kriegsministeriums sagen es ganz offen: Wir planen den Atomkrieg. Wir werden Atomwaffen einsetzen. Hier ist Widerstand angesagt! Widerstand seitens der Friedensbewegung, Widerstand seitens der globalisierungskritischen Bewegung, aber genauso Widerstand seitens der Regierungen. Gerade das neutrale Österreich, das dank der Friedensbewegung die Freiheit von Atomwaffen und Atomkraftwerken in seiner Verfassung verankert hat, ist hier gefordert. Wir wissen schon, dass Herr Bundeskanzler Schüssel gerne schweigt. Aber es ist ein Skandal, dass der Herr Bundeskanzler und die Frau Außenministerin hier wieder geschwiegen haben. Hier kann es kein Schweigen Österreichs und der anderen EU-Regierungen geben. Hier heißt es klar und deutlich Nein zu den Atomkriegsplänen der USA zu sagen! 400 Milliarden Dollar für die Rüstung jährlich, dazu könnte jetzt man und frau lange reden und es ist wichtig, dass darüber informiert wird. Dorothee Sölle hat gesagt: “Aufrüstung tötet auch ohne Krieg." Daher ist das eine Schweinerei gegenüber den Armen in den USA. Es ist aber noch schlimmer: Wie die Kriege gegen die Menschen in Afghanistan und im Irak gezeigt haben, handelt es sich bei den USA um Aufrüstung für den Krieg, um mehr Rüstung, die auch tatsächlich eingesetzt werden soll. Das ist ein Verbrechen gegen die Menschheit! Millionen Menschen in aller Welt kämpften, kämpfen und werden weiterkämpfen für die Umsetzung der Milleniumsziele der Vereinten Nationen, die am Beginn des neuen Jahrtausends sogar von allen StaatschefInnen beschlossen wurden. Es handelt sich hier um die Bekämpfung von Hunger, Armut und Analphabetismus. Das erfordert jetzt konkrete Taten. Und wer hat vor wenigen Tagen beim Gipfeltreffen der StaatschefInnen der Welt jeden konkreten Plan zur Verwirklichung dieser Ziele verhindert? Die Regierung der USA! Es mag vielleicht dieses jetzt mit allen Streichungen der USA beschlossene Papier dem Bildungsstand des US-Präsidenten entsprechen. Aber dieses Papier, das nichts aussagt, ist eine Beleidigung für die Intelligenz jeder Erdenbürgerin und jedes Erdenbürgers. Für die weltweiten, sozialen Bewegungen kann das nur heißen: weiterzukämpfen, bis wirklich eine Umverteilung für ein menschenwürdiges Leben für alle Menschen gemacht wird. Das bedeutet die Vereinten Nationen zu stärken, Druck auf die Regierungen der Welt auszuüben, dass sie endlich Rückgrat gegen die skrupellose Politik der US-Regierung zeigen und den Sonntagsreden von Menschenrechten und Entwicklung endlich Taten folgen. Darauf muss noch besonders hingewiesen werden, nämlich auf die Rolle der Regierung der Vereinigten Staaten in der Welthandelsorganisation (WTO), der Weltbank und dem Internationalen Währungsfonds. "Tag für Tag auf unserem Planeten sterben ungefähr 100.000 Menschen an Hunger oder an den unmittelbaren Folgen des Hungers. 826 Millionen Menschen sind gegenwärtig chronisch und schwer unterernährt. (...) Alle sieben Sekunden verhungert auf der Erde ein Kind unter zehn Jahren", schreibt Jean Ziegler. Das ist die Folge der Politik dieser internationalen Institutionen, in denen die US-Regierung den Ton angibt. Die Weltwirtschaft ist nämlich reguliert. Sie ist klar reguliert - im Interesse der multinationalen Konzerne und der wenigen Reichen und zu den geradezu mörderischen Lasten derjenigen, die verhungern, die verrecken, die kein Obdach haben. Wobei wir nicht vergessen, wie oft Demokratie und Menschenrechte militärisch von den USA zerstört wurden, z. B. an jenen 11. September 1973 beim faschistischen Militärputsch in Chile, z. B. mit den Contras gegen das sandinistische Nicaragua oder durch die ständige Bedrohung von Cuba oder durch Drohungen bis hin zu Morddrohungen gegen den schon mehrfach demokratisch gewählten Präsidenten von Venezuela. Die Friedensbewegung hat mit Millionen Menschen auf den Straßen den Regierungen von Frankreich und Deutschland jenes Rückgrat gegeben, Nein zum Irakkrieg der USA zu sagen. Wir freuen uns über die Kritik an den USA auch bei vielen PolitikerInnen der Europäischen Union. Das ist aber kein Grund, dass die Europäische Union selber in Richtung atomare Supermacht aufrüstet, dass die Europäische Union die gleiche neoliberale Politik in den internationalen Gremien vertritt und in ihren Ländern umsetzt. Wir wollen keine Kopie der USA werden! Nein zur US-Politik heißt für uns auch Nein zur Aufrüstung der EU, Nein zu den Atomwaffen in den EU-Staaten Frankreich und Großbritannien, Nein zu Sozialabbau, Deregulierung und Privatisierung in der EU, Nein zu einer Politik für die Konzerne und die Reichen bei uns. Zum Schluss möchte ich die Journalistin Dolores Bauer zitieren, die in ihrem lesenswerten Buch “Der lange Schatten des Adlers - Menschenverachtung made in USA" feststellt: “Die Pax Americana geht über Leichen. Frieden und Demokratie als Lippenbekenntnis, um die wahren Interessen der USA zu verschleiern. (:..) Das Echo des Schreies der Ausgebeuteten hallt über die Welt und wird totgeschwiegen. Wo es um die Profite der Reichen und Superreichen geht, wächst kein Gras mehr - der kleine blaue Planet blutet." Alois Reisenbichler ist ehrenamtlicher Mitarbeiter der Wiener Friedensbewegung. ALOIS REISENBICHLER 1110 Wien, Schneidergasse 15/9 Tel. 0664 39 51 809 ================================================ 16 Durchschnittsalter der KPÖ-Gemeinderatsliste liegt bei 37 Jahren von: maringer at kpoe.at ================================================ "Junge Menschen sind bereit, sich für Ideale wie soziale Gerechtigkeit, Demokratie und Humanismus aktiv einzusetzen", dass zeigt auch die KandidatInnenliste der KPÖ-Wien für die Gemeinderatswahl. Durchschnittsalter der KPÖ-Gemeinderatsliste liegt bei 37 Jahren Nicht nur inhaltlich versteht sich die KPÖ als Alternative zu den etablierten Rathausparteien, die mit ihren neoliberalen Rezepten zunehmend alt aussehen, auch die KandidatInnenliste der KPÖ-Wien für die Gemeinderatswahlen läßt aufhorchen. "Das Durchschnittsalter aller KandidatInnen liegt bei 37 Jahren. Damit wird nicht nur der Generationswechsel innerhalb der KPÖ sichtbar, damit haben wir auch die jüngste Liste aller zur Gemeinderatswahl antretenden Parteien", so die Wiener KPÖ-Sprecherin Waltraud Stiefsohn. Insgesamt umfaßt die KandidatInnenliste der KPÖ 17 Personen - angeführt von einen Team um Spitzenkandidatin Melina Klaus (geb. 1968). An zweiter Stelle kandidiert Katarina Ferro (geb. 1971), auf Platz 3 Susanne Empacher (Jahrgang 1969). Die jüngste Kandidatin ist 18 Jahre. Insgesamt werden auf Gemeinderatsebene 10 Frauen und 7 Männer kandidieren. KPÖ-Sprecherin Waltraud Stiefsohn: "Die KandidatInnenliste zeigt, dass junge Menschen bereit sind, sich für Ideale wie Demokratie, Humanismus und soziale Gerechtigkeit aktiv einzusetzen." Das Wahlkampfbudget beträgt - so Stiefsohn - "rund 40.000 Euro. Nicht finanziell bezifferbar sind die Leistungen, die die AktivistInnen der Partei neben ihrer Berufstätigkeit leisten." -- ______________________________ kommunikation.kpö christiane maringer 0664/344 13 12 maringer at kpoe.at | www.kpoe.at 14., drechslergasse 42 ================================================ 17 "Sie kennen die Liebe nicht" - Necla Kelek über den Mord an Hatun Aynur Sürücü von: wadi.wien at gmx.at ================================================ "Es sind verlorene Söhne " Hatun Aynur Sürücü wurde ermordet, weil sie "wie eine Deutsche lebte". Die Betroffenheit über die Gewalt in muslimischen Familien ist groß. Aber: Was treibt junge muslimische Männer zum Mord an ihren Nächsten? Unter welchem Druck stehen sie, welcher Moral sind sie verpflichtet? Eine kennt sich aus: die Sozialwissenschaftlerin Necla Kelek. Sie sagt: "Sie kennen die Liebe nicht" INTERVIEW JAN FEDDERSEN UND MARTIN REICHERT taz: Frau Kelek, an welcher Macht ist Hatun Aynur Sürücü gescheitert? Necla Kelek: An der ihrer Familie. Auch ein sozial aus der Unterschicht stammender Mann versucht sehr früh zu heiraten und eine Familie zu gründen. Mit ihr hat er dann einen, seinen Ordnungsstaat gegründet. Und je mehr Söhne er hat, desto stärker wird sein Staat, nach innen wie nach außen. Ist das Familienoberhaupt, der Staatspräsident weniger wert, wenn er nur Mädchen gezeugt hat? Nur Töchter als Kinder? Ha! Dann hätte er keinen Staat. Seinen Staat bildet er mit seinen Söhnen, die Hauptaufgabe dieser Staatsmitglieder ist es, die Ordnung so aufrechtzuerhalten, dass die weiblichen Mitglieder im Haus unter Kontrolle sind. Über die bestimmen sie dann: etwa, ob sie zur Schule gehen dürfen oder nicht. Warum sind Mädchen weniger wert? Weil sie für die Männer auf die Welt kommen. Das ist ein muslimischer Gedanke. Die Frau ist die Sünderin, die ihn verführt hat zum Ungehorsam gegenüber Gott. Sie ist jene, die beim Mann den Trieb weckt, dafür muss sie zahlen. Was war die Sünde der Hatun Aynur Sürücü? Dass sie ihre Familie verlassen hat und damit genau die Ordnung, die in diesem Haus herrschte, durchbrochen hat. Sie hat den Männern damit bewiesen, dass sie versagt haben. Worin, bitte? Dass sie nicht einzusperren war - und der Macht des Vaters und der Brüder getrotzt hat. Die Männer der Familie Sürücü müssen dies als tiefe Kränkung empfunden haben. Ja, und der Vater macht natürlich seine Söhne verantwortlich: Habe ich euch so erzogen, dass ihr versagt und nicht auf eure Schwester aufpasst? Sobald er seine Söhne bekommen hat, kann er sich zurückziehen. Er geht in ein Männercafé. Das heißt: Ich habe meine Macht weitergegeben. Aber müsste es für die Brüder nicht unerträglich sein, die eigene Schwester prügeln, gar töten zu müssen? Sie wissen ja nicht, dass sie etwas Schlimmes tun, denn es gilt ja das Gesetz der Väter. Aber Geschwister haben doch eine Bindung sie kennen sich doch kaum. Das Mädchen wird rasch Teil der Frauengesellschaft. Der Junge jedoch muss draußen sein, bestehen, sich raufen. Und dann kommt er nach Hause, wird bedient, Hausschuhe werden ihm herangebracht, ganz wie dem Vater. Was ihn am meisten verletzt, ist, wenn das Mädchen sagt: Ich mache, was ich will. Ist er dann kein Mann mehr? Ja, und er schämt sich auch vor dem Vater: dass der arme Vater so leiden muss. Geht es also immer um Liebe zum Vater? Liebe? Nein. Es geht nie um Liebe, wie wir sie verstehen. Es geht hier um die Herstellung von Ordnung. Liebe gibt es im Islam nur zu Gott. Gott liebt man, aber Ordnung hält man. Eine Tragödie für die Brüder? Nein, denn sie mögen die Schwester nicht, wenn sie in der Öffentlichkeit mit einem Mann - einem deutschen außerdem - sich küsst. Sie fühlen sich von morgens bis abends persönlich von ihr beleidigt, da baut sich solch ein Hass bei ihnen und Angst bei den Schwestern auf. Kennen diese Jungs Liebe? Liebe? Ja. Die Liebe zur Mutter ist unendlich. Für die Liebe zur Mutter würden sie ihr Leben geben. Wir meinten Liebe im Sinne von Verliebtheit. Nein, das können Sie vergessen. Sich verlieben heißt sich verlieren. Das versucht man zu vermeiden, indem man eine Wildfremde holt, die er nicht bestimmt hat. Genau, um diese Liebe zu vermeiden, denn dann würde sich das Paar verselbstständigen, sie wären dann ein Bund - ein Nebenstaat quasi. Ist deshalb türkische Musik oft so traurig? Volkslieder kann ich nicht ertragen, ich breche immer in Tränen aus. Allein wenn ich darüber erzähle warum? Weil sie von der Sehnsucht nach dieser Liebe erzählen, die man nicht haben darf: O Falke, sie haben sie mir genommen / Nun ist sie die Braut eines anderen / O Falke, nimm mich mit fort, ich kann es nicht ertragen Die Liebe ist unmöglich? Ja, denn Liebe ist Freiheit. Zur Liebe gehört dazu, dass man verletzt wird, weil der Geliebte auch weggehen kann. Vor diesem Ausgeliefertsein, vor diesem Gefühl versucht man sich immer zu schützen, hart zu werden. Es geht hier nicht um Liebe, sondern darum, dass wir dieses Leben bestehen, dass wir Gott gehorchen. Außerdem gehört die Liebe ja eigentlich der Mutter, und die fühlt sich dann verraten, wenn er sagt: Du, ich liebe jetzt Aysche. Ungütige Härte: Wer streichelt diese Jungs eigentlich? Die Mutter. Aber wenn die Jungs älter werden, hört das auf. Das würde der Vater schon nicht erlauben, weil die Söhne sonst nicht groß und stark werden und sein Erbe antreten. Die Mütter machen das mit? Der Frau, den Müttern, Tanten und Töchtern, wird suggeriert, dass sie keine Rechte hat, dass sie ein Teil des Systems ist, dem sie sich unterzuordnen hat. Sie wird natürlich erst verwöhnt, auch vom Vater. Aber sobald sie in die Pubertät kommt, ist Schluss damit, dann muss er sie disziplinieren, weil er dann Angst hat, sie könnte ausarten. Er muss ihr dann Härte zeigen. Wie erleben türkische Jugendliche ihre Sexualität? Sexualität? Die Hochzeitsnächte sind, wenn es Zwangsheiraten waren, gesellschaftlich organisierte Vergewaltigungen. Der Mann wird auf diese Nacht hin erzogen, er hat ein paar Stunden Zeit, die gesamte Hochzeitsgesellschaft steht vor der Tür, und das blutige Laken muss präsentiert werden Der Mann steht offenbar unter mächtigem Druck. Grauenhaft! Und das geht dann so, dass er, mir haben ja so viele Frauen davon erzählt, der springt da halt auf sie und muss es hinter sich bringen. Den Beweis antreten. Da habe ich gehört, dass sich die Frau dann schneidet, irgendwo Blut tropfen lässt, mit einem Messer rangeht und sich aufschlitzt, weil er es nicht kann. Sie ist ja dafür zuständig, dass er als Mann dasteht. Auch allein verantwortlich? Immer. Nur sie hat einen Ruf zu verlieren. Sonst heißt es: Ach, dein Mann konnte dich nicht einmal schwängern. Gibt's denn eine Vorstellung von Spaß, Befriedigung in der Sexualität? Habe ich von niemandem gehört. Als ich vierzehn Jahre alt war, sagte mir meine Tante: Er kommt und entleert sich. Wenn du dich nicht bewegst, dich steif machst und deine Hände zu Fäusten, dann ist er ganz schnell fertig. Wenn du dich zu sehr bewegst, dann wird er sich lange an dir aufhalten. Ist der weibliche Orgasmus, ist der Spaß ihrer Frauen eine Dimension unter türkischen Männern? Kein Thema, ach was. Er muss doch nur kommen! Schön scheint das nicht, auch nicht für die Männer. Nein, sie sind für mich die verlorenen Söhne, auch was die Integration angeht. Sie werden zu einem bestimmten Typen gemacht, zu einem Wesen, das ihrem Ich nicht entspricht. Sie werden in diesem Wir groß und sind gleichzeitig von der Nestwärme ausgeschlossen. Inwiefern? Die meisten sagen mir, wenn sie die Schule nicht schaffen, und sie sind ja generell schlechter als die türkischen Mädchen in der Schule: Wo hätte ich denn meine Schulaufgaben machen sollen, ich habe ja zu Hause keinen Platz. Tagsüber gehört das Haus den Frauen, nachmittags treffen sie sich zum Tee, die kleine Schwester bedient sie dabei. Da kann der kleine Junge nicht einfach aus der Schule kommen und sich dazwischen setzen. Der stört, der muss raus. Deprimierend. Meinen eigenen Bruder habe ich ab 16 nicht mehr gesehen. Er hätte ja nicht mal Besuch mit nach Hause bringen dürfen, weil ich ja da war. Er wurde schon verspottet, weil er mit 15 immer noch zu Hause rumhing. Das heißt, bildungspolitisch sind diese Jungen verloren? Was ich erfahren hab, ist das: Wenn eine Schule bis vier Uhr nachmittags geöffnet hat, wird das vor allem von türkischen Mädchen und Jungen in Anspruch genommen. Die Mädchen müssten sonst zwei Stunden mehr putzen oder ein Kind betütteln. Die sind froh, aus diesen familiären Zwängen herauszukommen? Alle Kinder, die ich befragt habe, sagen: Hier in der Schule bin ich zu Hause, hier werde ich verstanden. Zu Hause ist das Mädchen die Putzfrau, und der Junge ist auf der Straße. Um noch einmal über Sexualität zu sprechen: Sprechen die Jugendlichen über Begierde, über die Sinnlichkeit zwischen den Geschlechtern? Wenn das so wäre, würde man die Frauen ja nicht unter das Kopftuch stecken. Man beschützt die Frauen vor den Blicken der Männer, damit diese Gedanken nicht aufkommen. Die Frau wird ja als ein abstraktes Wesen für Beischlaf und Reproduktion gesehen, idealtypisch trifft man sich in der Hochzeitsnacht und überlässt sie dann sich selbst. Wie er das macht, ist ihm überlassen, zärtlich oder schnell. Begehren? Das sind alles europäische Gedanken. Haben Sie nicht Angst, dem Rassismus Vorschub zu leisten? Das ist für mich so absurd, dass ich nicht einmal weiß, was ich sagen soll. Ich spreche hier von Menschenrechtsverletzungen, von Unfreiheit, von Menschen, die ihre Leben nicht leben können. Dieses zu verschweigen, ist für mich Rassismus. Sie antworten sehr erregt. Gibt es denn keine Hoffnung? Mich berührt der Fall der ermordeten Hatun Sürücü zutiefst. Ich gehe regelmäßig zum Prozess - und ich lass mir von den "Ehrenmördern", die ich für mein neues Buch befrage, berichten. Ich will verstehen. Was? Woher die Gewalt rührt. Hatun Sürücü darf nicht umsonst gestorben sein. taz Nr. 7776 vom 23.9.2005, Seite 13, 282 Zeilen (Interview), JAN FEDDERSEN / MARTIN REICHERT -- WADI - Verband für Krisenhilfe und solidarische Entwicklungszusammenarbeit e-mail: wadi.wien at gmx.at Tel.: 0699-11365509 Postfach 105 A-1181 Wien Spendenkonto in Österreich: Kontonummer 07.405.301 Evangelische Kreditgenossenschaft eG BLZ 31800 ================================================ 18 Gratidkindergarten/Stellungnahme/Klimt-Weithaler/KPÖ von: kpoe_stmk at hotmail.com ================================================ KPÖ Steiermark Lagergasse 98a 8020 Graz Tel. 03 16 / 71 24 36 Fax 03 16 / 71 62 91 email: kpoe_stmk at hotmail.com Freitag, 23. September 2005 Presseinformation der KPÖ Steiermark Gratis-Kindergarten: Klasnic übernimmt KPÖ-Programm! Zur Ankündigung von Landeshauptfrau Waltraud Klasnic, ab 2006 ein kostenloses Kindergartenjahr einzuführen und damit die Vorschulerziehung zu erleichtern, erklärt die KPÖ-Landtagskandidatin Claudia Klimt-Weithaler: "Das Programm der steirischen KPÖ kann nicht so schlecht sein wie die KPÖ in diesen Tagen landauf landab behauptet. Schließlich ist die Forderung nach flächendeckenden kostenlosen Kinderbetreuungseinrichtungen schon seit 2001 darin enthalten. Im Februar 2005 hat der Grazer Gemeinderat auf Antrag von KPÖ-Gemeinderätin Ingeborg Bergmann einen Beschluss gefasst, der die Finanzierung eines kostenlosen Vorschuljahres fordert. Falls die KPÖ in den steiermärkischen Landtag einziehen sollte, werden wir selbstverständlich dafür eintreten, dass die Ankündigung von Frau Klasnic in dieser Sache auch umgesetzt wird. Darüber hinaus ist zu hoffen, dass die ÖVP-Mitarbeiter beim aufmerksamen Lesen unseres Programms auf eine weitere wichtige KPÖ-Forderung in Sachen Kinderbetreuung stoßen: Wir verlangen darin die gesetzliche Verpflichtung für Handelsketten, Betriebskindergärten einzurichten!" Claudia Klimt-Weithaler kandidiert auf Platz 2 KPÖ-Liste im Wahlkreis Graz, Graz-Umgebung. Sie ist Leiterin des Modellino-Kindergartens in Graz. Rückfragehinweis: 0650 9706051 KPÖ-Steiermark Lagergasse 98 a 8020 Graz Tel.: 0316 71 24 36 Fax 0316 71 62 91 email: kp.stmk at kpoe-graz.at; kpoe_stmk at hotmail.com ================================================ 19 ASt - Mit der Bitte um Veröffentlichung von: ast-lfi at utanet.at ================================================ Nach den Wahlen in Deutschland: Den Kampf gegen den Generalangriff vorbereiten - für eine neue Arbeiterpartei kämpfen! Einschätzung des Wahlergebnisses und Perspektiven für den Klassenkampf von der Gruppe Arbeitermacht (deutsche Sektion der Liga für die 5. Internationale) (aus: Red Newsletter 176, Informationsdienst des ArbeiterInnenstandpunkt, 22. September 2005, www.arbeiterInnenstandpunkt.net) Die herrschende Klasse rügt das Wahlvolk. Die Unternehmerverbände beklagen die “schwierige Lage" und sind “enttäuscht". Nachdem das Plebiszit für Sozialabbau und Neoliberalismus kein “eindeutiges Ergebnis" gebracht habe, müssten die Parteien ihrer Verantwortung für Deutschland nachkommen und rasch eine “starke Regierung" bilden, die den unter rot-grün gestarteten Generalangriff mit mehr Nachdruck fortsetzt. Ob es nun zu einem Kabinett aus CDU/FPD/Grünen, einer Ampel oder zur Großen Koalition kommt - klar ist, dass jede Regierung ein verschärftes Angriffstempo fahren wird. Keine der in Frage kommenden Parteien wird es hier an Verantwortungsbewusstsein für die Profit- und Weltmachtinteressen des deutschen Imperialismus fehlen lassen. In dieser Hinsicht sind auch die Behauptungen von Lafontaine oder Gysi, dass eine Große Koalition “weniger Sozialabbau" bedeuten würde und dass allein die parlamentarische Existenz der Linkspartei zur “Mäßigung" anderer führen würde, Illusionen. Die Zeit des sozialen Geschwafels ist vorbei. Das verdeutlicht nicht nur der Siemens-Konzern, der weitere 2500 Stellenstreichungen ankündigt. Die herrschende Klasse ist mit dem Ergebnis unzufrieden - nicht, weil keine neue Regierung gebildet werden könne. Der Grund ist vielmehr, dass es an einer eindeutig aus dem Wahlergebnis ableitbaren Legitimation für das Programm einer schwarz-gelben Regierung oder eine große Koalition unter Merkel mangelt. In der Wahl hat sich eine Scheidung in der Gesellschaft gezeigt. CDU/CSU/FPD erhielten keine Mehrheit, weil die Arbeiterklasse und Teile der Mittelschichten weiterhin an einem Minimum sozialer Rechte, also einer Form von Klassenkompromiss, festhalten wollen und deshalb SPD, Grüne oder Linkspartei wählten. Dadurch konnte die SPD ihre Verluste Grenzen halten. Von einem Teil der Arbeiterklasse und einer Mehrheit der Jugend wurde sie trotz ihrer Politik als eine Barriere gegen die Pläne von Schwarz/Gelb betrachtet. Die SPD schnitt bei “in Ausbildung stehenden" (lt. ARD-Umfragen 40 Prozent), ErstwählerInnen und bei gewerkschaftlich Organisierten überdurchschnittlich gut ab. Bei Erwerbslosen und ArbeiterInnen, die am stärksten von den rot-grünen “Reformen" betroffen waren, verlor sie überdurchschnittlich. Die Wahl der Linkspartei drückt den Protest von Arbeitslosen, ArbeiterInnen, Jugendlichen, RentnerInnen gegen den sozialen Kahlschlag und die Suche nach einer politischen Alternative aus. Es waren wesentlich die Hauptbetroffenen der Angriffe von Rot/Grün, die links wählten - 20 % der Arbeitslosen, rund 11% der ArbeiterInnen. Fast eine Million ehemaliger SPD-WählerInnen und 430.000 Menschen, die 2002 ungültig oder nicht wählten, gaben ihre Stimme der Linkspartei. Gleichzeitig zeigte sich aber auch, dass sie wichtige TrägerInnen und Schichten sozialen und politischen Widerstandes recht wenig erreichte. So wurde sie von Jugendlichen unterdurchschnittlich gewählt - was nicht zuletzt das Fehlen einer starken und radikalen Jugendorganisation widerspiegelt. Auch unter Frauen ist die Linkspartei unterrepräsentiert. Die Haltung der Gewerkschaften Angesichts der drohenden Attacken üben sich die GewerkschaftsbürokratInnen in selbstgefälligen Reden. Die Wahlen hätten eine “strukturelle Mehrheit" für “eine solidarische und soziale Reformpolitik" gezeigt, lässt IG Metall-Chef Peters verlauten. "Das Werben der Gewerkschaften um eine Politik der sozialen Gerechtigkeit hat zu einer richtigen Akzentverschiebung insbesondere bei den Regierungsparteien geführt", freut sich der Bürokrat. DGB-Chef Sommer und ver.di-Boss Bsirske blasen ins gleiche Horn und jubeln über eine “Mehrheit links von der Mitte". Solche und ähnliche Stellungnahmen verdeutlichen, dass die Gewerkschaftsbürokratie den Ernst der Lage nicht begriffen hat - und ihn auch nicht begreifen will! SPD und Grüne treten für die Fortsetzung der Agenda 2010 an, CDU und FPD wollen sie ohne soziale Tünche und Einbindung der Gewerkschaften durchziehen. Die Aufkündigung sozialpartnerschaftlicher Rücksichtnahme stört die Gewerkschaftsspitzen allerdings wirklich. Daher haben sie auch einen Pro-SPD-Wahlkampf betrieben, was sich in einer Konstanz gewerkschaftlicher Unterstützung bei den Wahlen ausdrückte. Sie wollen deshalb allerdings nichts von Klassenkampf hören, sondern nur von Lobbying. Deutlich wurde das schon vor der Wahl. Gegen die Lockerung der Kündigungsschutzes drohte Sommer mit “Protesten", die IG Metall Chef Peters dann auch gleich “konkretisierte" - als Verfassungsklage! Die Linkspartei Löhne, Arbeitszeiten, Kündigungsschutz, soziale Sicherung werden zusammen mit den bestehenden Machtpositionen der Gewerkschaften im Zentrum der Angriffe der nächsten Regierung und des Kapitals stehen. Die letzten Jahre haben verdeutlicht, dass hier wenig bis kein Widerstand von den Gewerkschaftsspitzen, sondern im Gegenteil nur Ausverkauf und Hintertreiben der Mobilisierungen zu erwarten ist. Diese Politik der Apparate und das Fehlen einer alternativen politischen Strategie in der Gewerkschaftsopposition und in den sozialen Bewegungen haben zu einer Reihe von Niederlagen und dem Rückgang der Mobilisierung auf der Straße geführt. Die Linkspartei und besonderes die WASG sind ein Produkt dieser Entwicklung. Einerseits entstanden sie aus einem Erosionsprozess der SPD und der sozialdemokratischen Dominanz in den Gewerkschaften sowie aus dem Widerstand. Andererseits entstanden sie, als die Bewegung auf der Straße bereits zurückging. Die WASG (von der PDS ganz zu schweigen) wurde von den führenden Kräften der Parteigründung (unzufriedene Gewerkschaftssekretäre und Funktionäre von SPD und PDS sowie links-bürgerliche WissenschaftlerInnen) von Beginn als ein Mittel zur Schaffung einer neuen reformistischen Parteien betrachtet, deren Funktion die Integration des Widerstandes in das bürgerliche System ist. Programmatisch sind beide - PDS/Linkspartei und WASG - eindeutig reformistische, d.h. auf dem Boden des bürgerlichen Systems und der kapitalistischen Marktwirtschaft stehende Formationen. Die Führungen um Gysi, Lafontaine, Bisky und Ernst werden jetzt versuchen, den Wahlsieg zu nutzen, um die neue Partei weiter nach rechts zu schieben und damit ein Auffangbecken für künftige Radikalisierungen zu schaffen. Gleichzeitig zieht die Aussicht auf eine Partei, die gegen die Angriffe des Kapitals steht, einen großen Teile der fortgeschrittensten ArbeiterInnen bis tief hinein in die Gewerkschaften an - sei es als Mitglieder, WählerInnen oder SympathisantInnen. Sie betrachten die Linkspartei, PDS und WASG durchaus mit Skepsis, aber auch mit der Erwartung, dass sie zu Mitteln des Widerstandes werden. Die WASG ist unter den beiden Komponenten der Linkspartei die dynamischere und weniger bürokratisch verfestigte. Das drückt sich nicht zuletzt darin aus, dass sie seit Mai/Juni deutlich gewachsen ist, um ca. 50% auf rund 10.000 Mitglieder. PDS und Teile der WASG-Spitze (Ernst, Maurer, Lafontaine) werden versuchen, den Wahlerfolg für eine rasche Fusion von oben zu nutzen. Die neue Bundestagsfraktion wird dazu ein besonders wichtiges Vehikel sein. Nach diesen Plänen soll die Fusion möglichst ohne Diskussion in der Mitgliedschaft “durchgezogen" werden. Die politisch-programmatischen Grundlagen sollen von einer kleinen Kommission Handverlesener ausgearbeitet und einem Parteitag zur Akklamation vorgelegt werden. Wie dieser zusammengesetzt sein soll, ist sicher eine Streitfrage, hinter der jedoch keine politisch-strategischen Differenzen stehen. Ein Teil des WASG-Vorstandes (Bischoff, Radke) setzt auf einen längeren Vereinigungsprozess - nicht wegen politischer Differenzen mit Ernst etc., sondern um das Gewicht der WASG (genauer: des WASG-Vorstandes) bei einer Vereinigung zu erhöhen. Die Einbeziehung anderer Kräfte, eine wirkliche Öffnung ist für PDS-Führung und WASG-Vorstand allenfalls eine mehr oder weniger dekorative Formel - kein Wunder, denn sie wollen sich durch “unpassende" Beschlüsse ihren Manövrierspielraum im Bundestag oder bei vorhandenen oder zukünftigen Koalitionen in den Landtagen nicht einschränken lassen. Angesichts der Tatsache, dass die PDS in Berlin und Schwerin Teil der Landesregierung ist und aktiv an Kürzungen, Sozialabbau sowie der Umsetzung der Hartz-Gesetze mitwirkt, ist es offensichtlich, dass der Berliner PDS-Landesvorstand einen besonders undemokratischen Zusammenschluss will (vergleiche dazu das dreiste Papier von PDS-Landesvorstandsmitgliedern, das von der Berliner WASG veröffentlicht wurde). Eingreifen ist notwendig Der Generalangriff einerseits, wie die Attraktionskraft der Linkspartei und die zu erwartenden inneren Auseinandersetzungen andererseits machen es notwendig, dass RevolutionärInnen in diesen Prozess entlang folgender Linien aktiv eingreifen: a) Die kämpferischen ArbeiterInnen und Erwerbslosen, Gewerkschaftslinke, die sozialen Bewegungen, die Jugend müssen in die Formierung der Partei gezogen werden. Nur so kann die Linkspartei zu einem Mobilisierungs- und Kampfinstrument werden, das mehr als die Summe aus PDS und WASG ist. Dazu sind offene Konferenzen zu den politischen Grundlagen einer solchen Partei notwendig. Zu diesen sollen alle, die gegen Agenda 2010, Krieg und Rassismus usw. kämpfen wollen, eingeladen werden. Sie müssen für alle organisierten Linken offen stehen. b) Dazu ist es notwendig, dass die sozialen Bewegungen (auf der Aktionskonferenz am 19./20. November), die Gewerkschaftslinke (1. Oktober), die bundesweite Jugendkonferenz (15. Oktober) und die Berliner WASG auf ihrer Arbeitskonferenz einen Kampf- und Mobilisierungsplan gegen die Angriffe der neuen Regierung und des Kapitals diskutieren und beschließen. Dieser muss an WASG und PDS mit der Forderung herangetragen werden, ihn und die notwendigen Strukturen dieses Kampfes (politische Streiks, internationale Streiks und Mobilisierungen, Basisbewegung in den Gewerkschaften, Aktionskomitees und mobilisierende Sozialforen) zu unterstützen. c) Von diesen Konferenzen muss auch der Bruch der PDS mit der neo-liberalen Regierungspolitik in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern gefordert werden. PDS und WASG müssen auf ein klares Nein zum Mitmachen oder Tolerieren von neoliberalen “rot-grünen" Koalitionen auf Landes- und Kommunalebene verpflichtet werden. d) In der sich formierenden neuen Partei treten wir für eine gründliche und offene Programmdiskussion ein. Die Vorschläge der PDS, aber auch die “Programmdiskussion", die in der WASG vor ihrem Bundesparteitag geführt wurde, waren und sind eine bürokratische Farce. Wirkliche Offenheit bedeutet, dass neben reformistischen und keynesianischen Positionen anti-kapitalistische, revolutionäre, kommunistische Positionen gleichberechtigt zur Diskussion stehen und jeder Strömung in einer neuen Partei das Recht auf offene Organisierung eingeräumt wird. Eine neue Partei wird nur dann wirklich zu einer Partei der Bewegungen, zu einer Arbeiterpartei werden, wenn sie eine Partei des Widerstandes und des Kampfes zum Sturz des Kapitalismus wird. ================================================ 20 "Islam, Terror, Menschenrechte"... von: michibotka at gmx.net ================================================ nachdem ich nun wiederholt aufgefordert wurde schick ich meine antwort auf die islamophobe sauerei die von Michael Genner, (Obmann von Asyl in Not & Vorstandsmitglied von SOS Mitmensch) die hier gepostet wurde. leider hat er nicht selbst reagiert - bzw. niemand der sonst die emailaddr. checkt von der aus er geschrieben hat. darum denk ich mir es macht sinn meine antwort auch wenn sie nahe dem wutausbruch ist auf diese art zu veröffentlichen... dieses mail geht außerdem an sos-mitmensch und nochmal an die asyl in not addresse. (vielleicht findet sich ja doch noch wer der antwortet was das soll und ob das okay ist von deren addresse aus - damits praktisch halboffiziellen charakter hat.) der ursprüngliche text hatte die üebrschrift: 10 Islam, Terror, Menschenrechte und kam eben von office at asyl-in-not.org ich poste den text hier nicht nochmal weil ich diesen schwachsinn nicht nochmehr verbreiten will. wer ihn nicht gelesen hat und interessiert ist kann ja im mund archiv suchen. revolt michi hier also mein mail: Betreff: ist das dein ernst?!? der text letztens im mund wo du vor der gefahr islam warnst - ist der dein ernst und wirklich von euch?!? http://www.illegalisiert.at/MUND/aktuell.htm#10 wenn nicht dann bitte schnellstens eine berichtigung in den http://www.no-racism.net/MUND stellen. wenn doch dann frag ich mich ob du/ihr jemanden persönlich kennt von denen ihr da so schreibt? und wie genau ihr so hinschaut wie katholische organisationen agieren? ich fürchte menschen die aus ländern mit anderen staatsreligionen nach österreich fliehen haben hier andere probleme als sich von ach so vortschrittlichen ngos vorschreiben zu lassen welche religion sie wie auslegen sollen und wie sie miteinander umgehen sollen bzw. sich erklären zu lassen daß ihre religion und ihre familie sie unterdrückt. du wirst es nciht glauben aber junge frauen - selbst wenn ihre religion der islam ist - können sich auch selbst artikulieren und klar machen was sie wollen und was nicht. und wenn du mit ihnen sprichst wirst du feststellen daß sie das problem haben von österreichischen behörden und pseudo antirassistinnen oder intellektuellen feministinn/en zu viel vorgeschrieben bekommen und gerne ubahn fahren würden ohne blöd angemacht und angestarrt zu werden, ohne sich witze über terroristinnen oder selbstmordattentäterinnen anhören zu müssen. sie hätten gerne daß ihre heimat nicht mehr bebombt wird, daß sie wiedermal ihre verwandten die sich die flucht nicht leisten konnten, besuchen wollen oder einfach als ganz normaler mensch wie alle anderen auch behandelt werden würde. und da gehört z.b. dazu daß sich niemand außer sie selbst gedanken drüber macht ob und warum sie welches kleidungsstück tragen, welche religion sie wählen, welche leute sie als freunde hat, wann wie und mit wem sie ihre sexualität auslebt und daß ihnen solche texte wie deiner gestohlen bleiben können. bevor ich hier noch ausfälliger werden möcht ich nur noch anmerken daß mir enorm viel eingetrichtert wurde sex gibts nur nach der ehe. und das obwohl ich in meiner jugend kaum mit islam oder moslems zu tun hatte. dafür haben schon meine christlichen eltern, großeltern und meine katholischen religionslehrer/innen gesorgt. was die religionslehrer betrifft hätt ich nix dagegen sie mit nassen fetzen zu verjagen - aber ich fürcht das ist nicht so praktikabel. und bei meinen eltern - tja da müßtest erst mal an mir vorbei bevor du die verjagst. unglaublich gell? denn so wie die meisten leute hab ich die recht gern auch wenn sie mir über sexualität nicht viel hilfreiches erzählen konnten. aber das ist für dich/euch warscheinlich ganz seltsam weil aus eurer ideologischen verblendung ja sowas nur bei mosliminnen ähm sorry ihr nennt die ja islamisten... vorkommt und das mit der natur des islam zu tun hat. in wirklichkeit möcht ich gern mal sehen welches kind mit der sexuellen anschauung, meinung oder vorschriften seiner eltern viel anfangen kann. aus meiner sicht ist das was ihr da im mund gepostet habt purer rassismus und das ist von asyl-in-not aus verschickt schon enorm enttäuschend bzw. eigentlich ein grund jemanden mit nassen fetzen zu jagen - aber nicht die migrantin die es geschaft hat einen job als religionslehrerinn zu bekommen sondern die rassistischen frauenbefreier die besser als die jungen frauen wissen was gut für sie ist. gehts doch bitte einfach scheißen und überlaßts das hetzen der krone und dem orf bzw. der fpö. (oder beteiligt ihr euch da ohnehin? wie darf nicht istambul werden? damit der echte wiener nicht untergeht?!? - trifft das e.v. eure position?) revolt michi ps e.v. wärs gut gewesen eure schlüsse aus dieser pseudo analyse dazuzuschreiben damit mensch weis was ihr vom leser/in erwartet. die nächste moschee anzünden? mosliminnen auf offener straße als terroristinnen beschimpfen? als freiwilliger bei der us armee melden um in den irak zu gehen? bush lobeskundgebungen organisieren? oder den treffpunkt der nasse fetzen aktion. ================================================ B) TERMINE ================================================ ======================== Montag http://www.mund.at/butt/Termine/September/2609.htm Dienstag http://www.mund.at/butt/Termine/September/2709.htm Mittwoch http://www.mund.at/butt/Termine/September/2809.htm ======================== ================================================ D) EDITORIAL ================================================ Für den Inhalt verantwortlich: Ihr. Medieninhaberinnen & Medieninhaber seid Ihr E-Mail-Adresse für Beiträge: widerstand at no-racism.net geschickt. widerst at nd MUND und alle Termine täglich aktualisiert im Web: http://www.no-racism.net/MUND Ziel von MUND (medienunabhängiger Nachrichtendienst) ist die unzensurierte und möglichst rasche Information über gesellschafts- politisch relevante Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu Widerstand und Antirassismus sowie verwandte Themen. sollen einen Titel, Namen und Emailadresse der/des AutorIn enthalten und möglichst kurz und prägnant gehalten sein, ev. mit Hinweis, wo weitere Informationen eingeholt werden können. Bitte keine Attachments! Die inhaltliche und sachliche Verantwortung liegt bei der/dem jeweiligen AutorIn bzw. jenen, die uns die Beiträge schicken. Der MUND wird von einzelnen TagesredakteurInnen zusammengestellt. Da Fehler nicht ausgeschlossen sind, bitten wir, nicht veröffentlichte Beiträge nochmals an widerstand at no-racism.net zu senden. 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(Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.) Die AbsenderInnen der betroffenen Beiträge werden hiervon informiert. Im Sinne einer "gläsernen Zensur" könnt ihr Euch die Beiträge gerne extra schicken lassen: Ein kurzes Mail an widerstand at no-racism.net genügt. ================================================ E) VERTEILERLISTE ================================================ Zur Eintragung in diesen Verteiler bitte direkt subskribieren unter http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/analle oder von der einzutragenden Adresse aus ein mail schicken an: admin at no-racism.net mit folgendem Text: subscribe no-racism Bitte wegen Automatisierung diesen Wortlaut verwenden! Zur Austragung aus dieser Liste bitte an zusammengestellt. Bitte keine Attachments! (werden nicht angenommen) Redaktionsschluss für diese Ausgabe: Sonntag, 18.30 III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III ü, ö, ä, ß, Ü, Ö, Ä III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III widerst at nd-MUND is powered by http://alt.strg.at/ ================================================ From analle at no-racism.net Mon Sep 26 13:54:29 2005 From: analle at no-racism.net (=?iso-8859-1?q?MUND=3A_medienunabh=E4ngiger_Nachrichtendienst?=) Date: Mon, 26 Sep 2005 13:54:29 +0200 Subject: widerst@nd MUND: Montag, 26. September 2005, Teil 2 Message-ID: widerst at nd MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst Montag, 26. September 2005 www.no-racism.net/mund MedieninhaberInnen und Medieninhaber seid Ihr! ================================================ A) INHALT ================================================ <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< WELTWEIT <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 21 Mosambik-Info 8, 22.9.2005 von: peter-pils at chello.at ================================================ 22 [gipfelsoli] Gleneagles von: gipfelsoli-l at lists.nadir.org ================================================ 23 Nigeria: Gewalteskalation könnte Ölpreis in die Höhe treiben von: gfbv.austria at chello.at ================================================ 24 UK: Wie CCTV "Terroristen" produziert von: depesche at quintessenz.org ================================================ 25 A bad day in Basra von: newswire at lists.fifthinternational.org ================================================ <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< LINKS/HINWEISE <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 26 Newsletter andersrum.gruene.at von: andersrum-newsletter at listen.gruene.at ================================================ 27 Iran von: hg at graupner.at ================================================ 28 Neue Ausgabe von: redaktion at malmoe.org ================================================ ================================================ B) TEXTE ================================================ <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< WELTWEIT <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 21 Mosambik-Info 8, 22.9.2005 von: peter-pils at chello.at ================================================ Mosambik-Info 8, 22.09.2005 KoordinierungsKreis Mosambik Inhalt: 1. Menschenrechtsgruppen bestürzt über Entlassung von Korruptionsbekämpferin 2. Welthungerhilfe befürchtet dramatische Folgen der Dürre 1. Menschenrechtsgruppen bestürzt über Entlassung von Korruptionsbekämpferin Die überraschende Entlassung der Leiterin der mosambikanischen Anti-Korruptionsabteilung, Isabel Rupia, wurde von Menschenrechtsgruppen scharf kritisiert. Die Entlassung wird als Unterminierung der Anti-Korruptionsbotschaft der Regierung angesehen. "Wir müssen erfahren, warum Isabel Rupia aus dem Amt entfernt wurde - es ist das Recht der Leute, das zu erfahren. Wenn es geheim gehalten wird, führt das zu Spekulationen," sagt Carimo Abdul von der Anti-Korruptions-NRO Ética Mocambique. Die Regierung hat bislang nicht Stellung genommen. Rupias Abteilung wurde in der letzten Woche aufgelöst und durch das neue Zentralbüro für Korruptionsbekämpfung (GCCC) ersetzt. Aber während diese Maßnahme erwartet worden war, da die Abteilung nur eine Behelfsmaßnahme darstellte, kam Rupias Entlassung völlig überraschend. Rupias Assistent, Rafael Sebastiao, wurde zum leiter des GCCC ernannt. Die portugiesische Nachrichtenagentur Lusa berichtete, dass die Anti-Korruptionsabteilung unter Rupias Führung mehrere Ermittlungen gegen frühere und derzeitige hohe Regierungsvertreter durchführte, einschließlich der Machtausübung des Staatsoberhauptes und das Management des internationalen Flughafens in Maputo. Viele dieser Aufsehen erregenden Fälle wurden fallen gelassen und resultierten nicht in Anklagen. Rupia war laut LUSA auch Opfer eines Mordanschlags. "Meiner Ansicht nach zeigt die Einrichtung des Zentralbüros, dass es eine Entschlossenheit git, etwas gegen Korruption zu tun. Andererseits ist es sonderbar, wenn jemand der einen guten Job gemacht wird so einfach abgesetzt wird, "stellt Fernando Lima von der Wochenzeitung Savana fest. "Es hat keine adäquate Erklärung gegeben. Sie scheinen eine politische Angelegenheit durch einen burökratischen Schachzug gelöst zu haben." Korruption war ein prominentes Thema in Mosambik in den vergangenen Jahren. Der bekanntestes Fall war die Anklage gegen die Mörder des investigativen Journalisten Carlos Cardoso. Nyimpine Chissano, der Sohn des ehemaligen Präsidenten Chissano, war in diesen Fall verwickelt. Cardoso untersuchte die Unterschlagung von 14 Millionen US$ in der BCM, der größten Bank Mosambiks, als er in der Mitte der Hauptstadt Maputo erschossen wurde. Die Gerichtsverhandlung wurde live im Fernsehen übertragen und wurde zum Pflichtprogramm für Mosambikaner, die schockiert waren über die vorher ungekannten Ausmaße der Korruption. Die derzeitigen Spekulationen um die Entlassung Rupias kommen zu einem Zeitpunkt, zu dem die neue Regierung unter Präsident Armando Guebuza allgemein gelobt wird wegen der harten Linie gegen Korruption. Korruptionsbekämpfung war ein zentrales Wahlkampfthema und wurde auch in seiner Einführungsrede zu Beginn des Jahres besonders herausgestellt. 2. Welthungerhilfe befürchtet dramatische Folgen der Dürre Die anhaltende Dürre in Mosambik nimmt bedrohliche Ausmaße an. Die Deutscher Welthungerhilfe (DWHH) befürchtet "dramatische Folgen" der anhaltenden Trockenheit. "In der Provinz Inhambane nördlich der Hauptstadt Maputo sind viele Brunnen in den Dörfern versiegt", berichtete die Regionalkoordinatorin der Welthungerhilfe in Mosambik, Walburga Greiner. "Die ohnehin schon kranken und geschwächten Menschen müssen jetzt noch viele Kilometer weiter laufen, um sich Wasser zu besorgen." Der Grundwasserspiegel sei so stark gesunken, dass selbst bis zu 14 Meter tiefe Brunnen austrockneten, so Greiner. Zugleich stiegen die Preise für Grundnahrungsmittel angesichts der geringen Ernte enorm. "Diese Dürre trifft die Menschen besonders hart, weil sie im vierten Jahr in Folge auftritt. Die Menschen haben keine Reserven mehr, weder Geld noch Getreide oder neues Saatgut", warnte sie. Die mosambikanische Regierung hatte bereits im Mai um internationale Unterstützung für 550.000 Menschen gebeten. Neben Inhambane ist vor allem der Süden des Landes betroffen. Die DWHH geht davon aus, dass die Zahl zum Jahresende ansteigen wird, wenn die Ernte aufgezehrt ist. In der Provinz Inhambane unterstützt die DWHH gegenwärtig 15.000 besonders schwer getroffene Menschen mit "Food-for-work"-Programmen und fördert Projekte für von Aids betroffene Familien. Die Deutsche Welthungerhilfe bittet um Spenden für die Dürreopfer in Mosambik. Diese sollen für den Bau von Tiefbrunnen und für Schulspeisungs-Programme eingesetzt werden. Quellen: IRIN News, www.epo.de ================================================ 22 [gipfelsoli] Gleneagles von: gipfelsoli-l at lists.nadir.org ================================================ Von: gipfelsoli-l at lists.nadir.org Betreff: [Widerstand] [gipfelsoli] Gleneagles Datum: 24. September 2005 20:17:48 GMT+02:00 An: gipfelsoli-l at lists.nadir.org Antwort an: gipfelsoli-l-owner at lists.nadir.org, gipfelsoli-l at lists.nadir.org Gipfelinfo - Meldungen über globalisierte Solidarität und die Proteste gegen unsolidarische Globalisierung -------------------------------------------------------------------------- Reinventing Dissent: G8 2005 Analysis Part 1 This article examines the G8 mobilisation in 2005 from an anarchist perspective. Part 1 gives a full description of the mobilisation, the Carnival, the Black Bloc, the Ecovillage, and more... Reinventing Dissent: The Unabridged Story of Resistance against the G8 Summit in Scotland, 2005 by Alex Trocchi, Giles Redwolf, and Petrus Alamire "Has there ever been a society which has died of dissent? Several have died of conformity in our lifetime" Jacob Bronowski Everyone knows that the odds are stacked overwhelmingly against us at summit mobilizations. Yet the 2005 G8 mobilisation in Scotland proved that disrupting a summit is not beyond our grasp, and that, if anything, we underestimate our own capabilities. It is all too easy to state that "Another World is Possible"-to actually create another world is far more difficult. For a week, an unlikely field near Stirling became the "Hori-Zone," a model of large-scale horizontal and autonomous decision-making. To create a long-lasting and effective anarchist network is looked upon as a fantasy. However, the G8 mobilisation turned a scattered and divided activist scene into a well-organised network of resistance, capable not only of hosting an explicitly anti-capitalist and anti-authoritarian mobilisation, but also of continuing beyond the G8. As for the inevitable action, anarchists confronted the meeting of the eight most powerful men in the industrial world directly, right outside the G8 summit venue, shutting down their highways and tearing down their fences. The attacks of the fundamentalist Islamic bombers in London the same week look cowardly in comparison. One cannot help but feel that there is something hopeful back in the air in Britain, even as the dark repression of the police state inevitably kicks into motion after the London bombings. Britain was the nation in which industrial capitalism first took root, and accordingly it has often remained ahead of its time in the art of protest. The British anti-roads movement of the early 1990s was a harbinger of the "anti-globalisation" movement, featuring a wild and eclectic focus on direct action and cultural resistance, in contrast to the notoriously boring politics of the institutional left. The model was moved with much success into the cities, in the form of Reclaim the Streets, capitalising on the fact that in Britain hordes of ravers will show up anywhere, anytime for a good party in the middle of a street. Within a few years, cities from Brisbane to Bratislava were reclaiming their streets. Coinciding with the G8 Summit in Cologne, the June 18th 1999 Global Day of Action against Capitalism paralysed the financial centre of London, prefiguring the shut-down of the WTO in Seattle a few months later. As Britain's turn came to host the G8 in 2005, things looked grim. There had been successful mass mobilisations, particularly in London for Mayday 2000 and 2001, and anarchists had taken part in direct action against the war in Iraq. However, there had not been a "Global Day of Action" in Britain in six years, and many anarchists in Britain were simply not interested, since many were convinced that mass mobilisations were no longer effective means of resistance. The early meetings consisted of arguments about whether a truly anti-authoritarian mobilisation was even theoretically possible! Nearly two years before the G8 summit, an anti-capitalist network called Dissent! was founded in Britain to mobilise against the G8. The questions we want to look at in this piece are whether Dissent! and the 2005 G8 mobilisation actually succeeded, and whether they can serve as a model for actions and networks elsewhere. We will begin with an analysis of the formation and functioning of the Dissent! network. We will then give an overview of the myriad actions that took place before the blockades around Gleneagles. Finally, we will analyse the blockades and the response of the anarchists to the bombings in London. The Dissent! Network Forms... Before beginning, there are two brief disclaimers. First, the participants in the Dissent! network studiously avoid the word "anarchist," and prefer to call themselves "anti-capitalist" and "anti-authoritarian." One reason behind this is that the word "anarchist" might be seen to exclude our comrades in the autonomist communist movement (especially from Germany) and the occasional post-Situationist council communist. A more pressing reason is that in the last decade, just like a century ago, the public in all Western countries has been subjected to a media scare campaign around the word "anarchist," so the word "anti-capitalist" is seen as more friendly. Nevertheless, we will just call all the people who participated in Dissent! "anarchists" since we believe most of them (minus our autonomist and council communist friends, to whom we must just apologise!) would not object to using "anarchist" to describe their politics, and since the word "anti-capitalist" could also be seen to include retrograde Marxist-Leninist sects like the Socialist Workers' Party (SWP) who were by design not part of the Dissent! network. Second, we indeed often use the words "Dissent! network" or just "Dissent!" to describe the actions of particular working groups and people, and the general feelings of people, in order not to have to specify individual names. Though a useful shorthand for saying "anti-authoritarian and anti-capitalist" every time we wish to speak of the protesters (many who may have had only the slightest of contact with Dissent!), this stands against the official policy of Dissent!, since only consensus decisions at network-wide gathering can carry the weight of being cited in the name of "Dissent!" and "anyone who claims to be speaking on behalf of the Dissent! network is lying." Dissent! as a network began after meetings at the UK Earth First! gathering and London Anarchist Bookfair in 2003. More class-conscious than their North-American counterparts, British eco-activists always tended to have little patience for the notion that the Earth coming "First" means that its human inhabitants are somehow "second." The original plan for Dissent! was to loosely unite the various strands of British anti-capitalism in the run-up to the G8, a grab bag of everything from ecology to insurrection, and to show that it was something that could stand on its own as an anti-authoritarian UK-wide network. The main problem is that there was actually no clearly defined or unified agreement on anything at all, except a hatred of capitalism and hierarchy combined with a love of humanity and the planet. Turning that particular weakness into a strength, Dissent! adopted the most minimal points of agreement: the hallmarks of the People's Global Action (PGA) network. This had the effect of maximising the number and diversity of people who would be interested in participating, while maintaining some political parameters. In particular, these hallmarks feature "a very clear rejection of capitalism" just in case people thought the network was reformist, "a confrontational attitude" with a "call to direct action and civil disobedience" to focus the network on concrete action over bureaucracy, and "an organisational philosophy based on decentralisation and autonomy", which conveniently excluded authoritarians like the SWP. Some groups participating in Dissent! originally seemed to want only to network on a model similar to Earth First!, so that there would be local collectives such as Edinburgh Dissent!, Brighton Dissent! and so on. Early on, many people seemed to want to dispose of the idea of a mass action altogether, and instead focus on decentralised local actions. The initial meetings involved endless discussions about "What exactly is a network anyway?" These involved both very long-winded arguments, and a real discussion of how a UK-wide network could enable local groups to join something larger without sacrificing their autonomy. A strategy based on maximising the autonomy of the participants in Dissent! emerged. First, it was decided that all local groups should adopt their own names - Newcastle Dissent!, for instance, became "Why Don't You? - as a first step toward becoming a network of autonomous groups in practise and not just in theory. Local groups were expected to take care of their own internal finances, have regular meetings, and hold local events. In addition, a Dissent! network gathering was used by the Britain-wide Social Centre Network to donate generous amounts of cash to start social centres throughout Britain. The purpose of these centres was to increase the general level of social struggle, and many local groups coalesced around them. Dissent! incarnated itself most clearly at its more-or-less monthly "gatherings," where the local groups came together to discuss network-wide issues and form working groups, the latter ranging from the normal "Publicity" and "Legal" working groups to innovative ones such as the "Trauma Support Group," which aimed to reduce burn-out and Post-Traumatic Stress Disorder in the wake of police repression, and the "Working Group Against Work," which formed to highlight issues of wage-slavery and precarious labour during the G8 protests. The "Education Working Group" became TRAPESE, a travelling roadshow that educated people about the G8 through pub quizzes and workshops. Importantly, these working groups allowed individuals from across different geographical locations to get to know each other and work together, building bonds of friendship and trust across the network. The network adopted the fairly standard consensus and working-group model, so that during network-wide "Dissent! gatherings" the often unmanageable number of people at the meeting would break up into their working groups. They would "report back" to the entire network on the results of their actions (or lack thereof) in between gatherings, and ask for input from the wider network. If any decision was expected to actually affect the entire network, it was decided via consensus in the dreaded but useful plenary meetings. Dissent! as an anti-capitalist network was a self-fulfilling prophecy. The Dissent! gatherings went on for nearly two years before the mobilisation, and two-day long meetings nearly led many participants to a state of heavy drinking. For the first few Dissent! gatherings, the network seemed more like a dis-organisation than an organisation. Many of the original proponents either moved on, or dropped the torch for others to carry. From that chaos, however, evolved a sort of flexible order as groups organically came together. Often the first real point of action for a local group was to successfully host a Dissent! gathering. While some of the "local groups" and "working groups" were in reality a single individual (or, worse, just an e-mail address from which no one would reply!), some groups formed into solid affinity groups where none had been before. There was no small number of problems, as many groups managed to meet for nearly a year without being able to focus their energies and accomplish anything of note, and often individuals were stretched among what appeared to be a never-ending cast of bureaucratic meetings. However, where before there had been almost no activity, new local groups inspired by Dissent! and the possibility of taking down the G8 began to be taken seriously, and long-standing direct action groups ranging from local Earth First! collectives to the WOMBLES in London started participating in the Dissent! network. When weak spots were identified such as finances (after all, no-one ever wants to sign their name to the paradoxical bank account of an anti-capitalist network), individuals stood up and took responsibility. The Dissent! network also jumped through hoops to remain inclusive, albeit with mixed results. At almost every gathering there was a discussion of who should be allowed to participate in the Dissent! network. Could Christians, who might be proselytising an authoritarian religion? How about members of organised political parties? What exactly were the limits of the PGA Hallmarks, and who did they include and exclude? By adopting the most minimal radical guiding hallmarks, and by agreeing to disagree on many issues, the Dissent! network succeeded in attracting participation from more than the "usual suspects" in such scenarios. Novel and accessible projects like the Cre8 summit community garden in Glasgow and the Clandestine Insurgent Rebel Clown Army further contributed to making the network more diverse and open. Although anarchists are often used to meeting and planning in a clandestine manner, Dissent! tried its best to be entirely open and public, both to avoid the stereotyping of anarchists as secretive and to allow more people to get involved. In a country like Britain where it sometimes feels like every square inch of the ground is under CCTV surveillance, this strategy makes certain sense. The network published all its meeting minutes on its admittedly labyrinthine website, and was remarkably accessible - at least if one were on the e-mail list and read the website regularly, since the communications of the network in between meetings were nearly all digital. Despite this openness, reporters often announced "secret anarchist plans to take action against the G8" after visiting the website and discovering among the piles of meeting minutes a juicy tidbit that had been, after all, publicly announced. Not that there weren't secret plans, but more on this later. Some aspects of Dissent!, such as its focus on local groups and decision-making structure, were clearly hallmarks of a genuine network-but others, such as the bank account and the mostly centralised production of propaganda, definitely seemed to be the work of something resembling an actual organisation. Dissent! had an informal leadership develop,as individuals and groups put things in motion behind the scenes or overtly set the agenda via the process group and proposals, resulting in much gnashing of teeth at meetings. Yet the informal leadership was flexible, with individuals moving in and out of various levels of activity, and often political manoeuvrings at meetings resulted in issues that were being foolishly ignored being addressed. The "process group" in charge of creating the Dissent! gathering agenda was in theory supposed to rotate every gathering, although often it did not due to lack of volunteers. At the beginning many processes were heavily criticised. To Dissent!'s credit, the network learned by its mistakes and improved, though there is still much room for improvement. Also, Dissent! had unprecedented amounts of funding, combining online donations with extensive fund-raising, and the total budget for the protest ran into the tens of thousands of pounds, nothing compared to the multi-million pound budget of "Make Poverty History," but substantial for anti-capitalists. People need to think about the issues behind anti-capitalists using money to destroy capitalism. Are we being corrupted or just "bio-degrading" money out of capitalist circulation? Who's Down for Civil Unrest? After almost a year of perpetual meetings, the location of the 2005 G8 Summit was announced: the Gleneagles Hotel in rural Scotland. This posed a dilemma: either commit to a centralised action around the summit location or to decentralised actions around the United Kingdom. Earlier at Dissent! gatherings, many shared the implicit assumption that mass mobilisations around summits were a dead-end. Serious thought had been put into what went wrong and what went right at previous mobilisations, as shown by the still useful magazine "Days of Dissent: Reflections on Summit Mobilisations." The rural location of the Gleneagles Hotel presented added difficulties, since many found it hard to imagine primarily urban activists tromping through the woods and glens of Scotland. On the other hand, the idea of decentralised actions, which had every local working group doing direct action in its home town instead of coming to Scotland, was not appealing. First, just issuing a vague call for action and hoping that every group would do something, even if focused around a theme like climate change, was uninspiring. While decentralised days of action like J18 in 1999 had been successful in the past, recently widely decentralised actions had failed to accomplish much of anything. No one even remembers the "Insurrection Night" proposal for decentralised actions across the United States for G8 2004, which was accompanied by an equally ineffective call for solidarity actions in the UK put forward by the Dissent! network. At the urging of many members, especially those in Scotland who were thrilled a mass summit was coming near to their town, Dissent! finally did reach a consensus that it would indeed take on hosting a mass mobilisation in Scotland. One lurking question was: Could anyone organise direct action and not be held accountable by the powers of the state? The repercussions of this nebulous and even dangerous position lent an atmosphere of paranoia to Dissent! gatherings. The year-long operation to round up activists after J18 set a worrying precedent, and often crippled the ability of newer activists to even discuss what they actually wanted to do. Dissent! at first determined it would take as its prime duty the organising of infrastructure for protests and remain absolutely neutral towards action, except insofar as it would publicise them. This meant organising a convergence centre for everyone and making sure there would be no official Dissent! action. However, upon closer inspection of the actual location of the summit itself, confusion set in even over infrastructure. The location of the summit was north of Stirling, about an hour drive north from both Edinburgh and Glasgow, the two largest Scottish cities. The large reformist groups like "Make Poverty History" were basing their huge marches in Edinburgh, while cities like Glasgow had a much stronger tradition of working-class resistance, and the nearest towns to the summit itself, Perth and Stirling, had only a very small number of sympathetic activists. As for action, after Genoa many militant anti-capitalists were not excited by the prospect of "storming the red zone" through a traditional attack on the perimeter fence, which would likely be heavily guarded. The simple spatial layout of the protest was a nightmare, and if Dissent! was too paranoid to organise any actions, who would? Despite the gloom, even the most cursory inspection of a map would give anyone with an inkling of tactical ability reason for hope. Gleneagles was not nearly as remote as many other previous summit locations. In fact, it was extremely vulnerable by virtue of being accessible largely off a single trunk road, the A9. A number of small side- roads led to the G8 venue through the idyllic resort town of Crieff and the Ochil Hills. Since the Gleneagles Hotel only held a few hundred people, and since the entourage of bureaucrats, translators, caterers, and other assorted servants of capital for the G8 numbered in the thousands, the vast majority of participants in the summit would have to be driven in from nearby cities. The idea captured the Dissent! network: Well-placed blockades on the motorways could paralyse the summit. A large-scale blockade scenario, involving not city streets but rural motorways, had already been experimented with earlier around the G8 in Evian. Now, this idea could be revisited in the Scottish countryside, with far better preparation. It was a difficult concept even to formulate, and somewhat doubtful at times, but it made sense: If delegates, staff, and media coming in from hotels could be physically stopped from getting to the G8, the meeting would be shut down. Even if eventually many made it through, a blockade would at least disrupt the meeting and send a message to the G8 that it could not ignore. The sheer number of places the delegates could be staying was confusing, but it seemed likely that a mixture of urban and rural convergence centres at major cities, with at least one near the A9, would be best. To top it all off, the Gleneagles Hotel was surrounded by hills. One group formed to promote the ancient Scottish hobby of "hill-walking" across the countryside of Scotland, a time-honoured occupation and hard-fought-for legal right in Scotland. Its plan was to meet at the Gathering Stone in Stirling and walk right over the Ochil Hills. Once on the hills they would light "Beacons of Dissent," fires on the top of the hills that could be seen by the G8 leaders below in their hotel, and then descend upon the hotel, not to be stopped until they were having a whisky at the hotel bar in Gleneagles. As a network, Dissent! continued to sponsor the policy of no "official Dissent! actions," but at the network gatherings autonomous action groups began forming and hatching plans around blockading and hill-walking. Since the action groups were autonomous and not representing anyone but themselves, and their decisions did not need to be ratified by the rest of the network, anyone was allowed to join in any legally-risky action-planning. On the other hand, people who didn't agree with a particular action or who were not in a position to suffer legal repercussions could still participate in the Dissent! network. The combination of hill-walking and blockades around the roads to Gleneagles would be hard for any centralised police force to deal with, and was nearly guaranteed to disrupt the summit as long as people showed up ready for action. Convincing People of the Impossible Would people actually show up for action against the G8? There had been some activity in Europe: many considered the prior G8 mobilisation in Evian, France to be a success since blockades did manage to substantially delay the G8 meetings, but Scotland was considerably further away than Lake Geneva for most of Europe. Many anarchists and assorted anti-capitalists in England were probably more familiar with the hotspots of Barcelona than they were with Scotland. Nearly two years ahead of the protest, the "Dissent! Publicity Group" began making ludicrous amounts of stickers, posters, and other pamphlets to announce the summit mobilisation against the G8. These texts went through an often painful but rewarding group writing process, and did end up sounding like the voice of the genuinely new spirit many of us were feeling in the heyday of the "anti-globalisation" movement before the vultures like Globalise Resistance moved in. An "International Networking" working group formed, and hosted a packed meeting in Tuebingen, Germany five months before the G8. This made it much easier to get the word out in Germany and for people from overseas to arrange their travel. In outreach it is often the small things, like helping to pay the travel costs of anarchists from Ukraine and Russia (where the G8 will be in 2006) that build true international solidarity. When it appeared there might not be many Mediterranean activists at the mobilisation, a series of workshops was organised in Spain and another International Networking Gathering took pace at Thessalonika in Greece. In Britain itself, at every major and minor activist event, from the autonomous spaces around the European Social Forum in November 2004 to an anarchist ballroom dance in Cambridge, the word spread that something big was going to happen in Scotland during the summer. Towards the end, a large print-run of small stickers was made, and these proved to be an immensely effective tool in spreading the word about the G8, as they were easier to put up than fly-pasted large posters and stayed up longer. The Dissent! network made an effort to ensure its media policy did not create leading spokespeople. Too often in anarchist groups one person, usually a white male, gets labelled as the "leader" by the media, usually through talking to the media about the message of the protest. One of the earliest decisions by Dissent! was that "anyone who claims to be speaking on behalf of the Dissent! network is lying," in order to prevent any self-proclaimed media spokespeople from arising. Only decisions and statements approved by the plenary meeting of a Dissent! gathering could be cited in the name of Dissent!. However, local groups, working groups, and individuals could make as many statements and do as much media work as they wanted to, as long as they were clear about who they were and spoke in their own name. As a tool for preventing the media from creating leaders, this policy was excellent. The policy was misunderstood by many participants in Dissent! as explicitly forbidding all media work, and confounded by so many anarchists' overt opinion that all media coverage was to be inherently negative. Local and working groups did not for the most part deal with the media at all, with only a few of them occasionally communicating to the media through a collectively written press-statement. In turn this led the media to more or less make up whatever they wanted to about the "sinister" Dissent! network, and ironically ended up in a situation where the cops and corporate media were the only ones "speaking" for Dissent! to the media. While the corporate media are, with a few notable exceptions, scumbags who are interested in making anti-capitalists look like deranged axe murderers, this media policy didn't make it easy for anyone outside the anti-capitalist scene to feel sympathy towards or even understand Dissent! or the radical anti-capitalist analysis of the G8. In the final few months before the summit, a media-group called the Counterspin Collective formed itself. The Counterspin participants sent letters to the editor regarding the sensationalist British media's outright lies about the "dangerous anarchists," and helped individuals who were prepared to be interviewed as individuals. Members of this group acted as a go-between for mainstream journalists through a "media phone number" that they advertised. A group within Dissent! even managed to get an opinion piece published in the "Guardian" newspaper, where the efforts of Make Poverty History and Live8 were called the world's first "embedded protest," pointing to how they allowed Blair to co-opt, domesticate and diffuse the struggle for global justice. Even the Rock Stars Mobilise Throughout the two years leading up to the G8, other groups and networks against the G8 started organising their own large-scale activities. The Southeast Assembly, an anti-authoritarian network around London, took on the ambitious plan of hiring trains to transport protesters from London to Edinburgh for the mobilisation. This was viewed as a way to increase the level of anarchists' organisational capacity by taking care of some of the necessary but unglamorous and expensive work, such as booking transport, that is normally left to the traditional Left and socialists. One interesting thing to note is that instead of organising exclusively in large cities, Dissent! made it a priority to organise in smaller towns that were in need of more momentum and conveniently had less police surveillance. At the same time as Dissent!, two years before the G8, large NGOs such as Oxfam launched a massive media campaign and strategic alliance to "Make Poverty History," a campaign centred around asking the G8 to cancel third-world debt, enforce "trade justice," increase aid to developing countries, and in a very radical gesture, not let privatisation be the condition for any aid or debt relief. While this was a fairly radical agenda, in practice the campaign consisted of wearing white wristbands manufactured in a Chinese sweatshop and pinning all hope upon the G8. "Make Poverty History" was seen by many anarchists in Britain, and many NGOs actually composed of Africans, as a literal whitewash of the power held by the G8 by the largest British NGOs. Even within "Make Poverty History," many of the more radical NGOs like "War on Want" began heavily criticizing the endless heaping of praise upon Blair and his chief economic wizard Gordon Brown, as well as the fact that Oxfam, Comic Relief, and the more conservative NGOs were effectively dismissing their agenda in their attempts to coddle to the G8. It appeared some of the NGOs might even be sympathetic to Dissent! At the mobilisation against the G8 in 1998 in Birmingham, many of these very same NGOs under the banner "Jubilee 2000" formed a human chain around the G8 during its meetings. This was tactically useful and provided a great counterbalance to the direct action that took place in City Centre. This time around the NGOs did a massive media campaign that took "marching in circles" to a whole new high: "Make Poverty History" hoped to mobilise two hundred thousand people dressed in white to form a white armband around a non-existent target in central Edinburgh an hour away from Gleneagles and on the weekend before the G8 actually met. There is something to be said for bringing so many thousands to Scotland for issues of social justice. This was massive mobilisation for the wrong date and the wrong place. Later in the day, the manipulative Trotskyist Socialist Workers Party (SWP) quickly put together a front-group called "G8 Alternatives." Originally they wanted to hold a corporate rock concert in order to distract people from direct action and sell them newspapers, but after the Scottish Parliament denied them funding, they settled for an "alternative summit" complete with a high price tag and big name speakers. While Dissent! was based primarily in anti-globalisation networks south of the Scottish border, G8 Alternatives attracted many more Scottish people due to the widespread socialist tendencies of Scotland and good old-fashioned regular meetings in Scotland that were widely advertised. However, the grassroots constituents were more feisty than the SWP bargained for, and after Dissent! revealed its plans for blockading the G8, the leadership of G8 Alternatives, attempting to prevent a mass defection to Dissent!, announced they would host a peaceful, legal, and police-controlled march to Gleneagles. A few months before the G8 meetings Bob Geldof (a singer in the not particularly well-known rock band "The Boomtown Rats") of Band-Aid fame decided to hold simultaneous "Live8" concerts around the world on the same day of the "Make Poverty History" march, inviting everyone from the Pope to rapper Fifty Cent to join in his call for the G8 leaders to do something about poverty in Africa. The politics of Live8 were murky and unclear at best, with no set agenda besides celebrities grandstanding and legitimizing the G8, holding them up as potential saviours who under the pressure of a few rock concerts would use their powers for good instead of evil. In what could only be termed a truly bewildering turn of events, Geldof then announced a concert on July 6th in Edinburgh - the same day as the blockades - and called for everyone to flood Scotland. The police panicked as visions of half a million confused pop fans wreaking havoc in the city began troubling their sleep. Some anarchists viewed this as a potential opportunity to expose hordes of well-meaning and previously depoliticized people to radical politics. The government was likely simply pleased there would be a giant rock concert to show on the evening news rather than protesters. Geldof's second-in-command, Midge Ure, admitted that instead of worrying about anarchists hijacking Live8, Live8 was hijacking the anarchists' event. The Dissent! network steered clear of sectarian warfare with reformist groups by being friendly, while making no promises and consistently criticising their reformist politics. The Blair spin-machine was using anti-globalisation rhetoric to posit the British leader as a responsible world statesman, portraying him as the saviour of Africa and pitting him against the Bush regime, in its refusal to admit that climate change was real and man-made. In contrast to many previous anti-globalisation protests where the public seemed unaware and apathetic to the issues, it became positively hip to talk about the G8 and anti-globalisation, and the forces of state and capital seemed to be positively aping some early Naomi Klein article in their rhetoric. Even Gordon Brown, the Chancellor of the Exchequer, was spotted wearing a "Make Poverty History" wristband. It was like some anarchist dream: people knew the world was going to hell in a hand basket due to poverty and climate change and were looking for solutions: the main problem was that instead of relying on their own ability to take action, people were petitioning the G8 leaders, the very ones responsible for the problems, to solve them. As one leaked document after another showed, the G8 was not even going to agree climate change was a "problem," and poverty in Africa was only going to be worsened through further devastating privatisation, even though a few small debts might be written off. Not a big surprise since, as the radical research group Corporate Watch had already revealed, the G8 agenda had been stitched up ahead of the summit in collaboration with the very corporations destroying Africa and the global climate - from Shell and Rio Tinto to Monsanto. One could almost feel the disillusionment in the air: and now, as the dreaded anarchists took the stage, this could have been the historic moment when many people finally understood that solutions to the problems of the world could only come through direct action. History Speeds Up! Even though there was a strong feeling about doing "something" at the Global Day of Action on the opening day of the G8 Summit, it was felt by many that just another spectacular protest was not enough. Instead, as one group after another began formulating plans for actions around the G8, the Dissent! network publicised and connected the diverse tapestry of actions of many groups, from a demonstration in front of the Dungavel Detention Centre, where asylum seekers are imprisoned on arrival or pending deportation, to the blockade of the Faslane nuclear submarine base, where Britain's fleet of Trident nuclear submarines is based, by Trident Ploughshares and Scottish CND. These alliances were crucially important: while the local anti-G8 Reshape! groups were just starting in Scotland, Scottish CND had a decades-old history of blockading and pacifist direct action, and was widely applauded by everyone who disliked the storage of all of Britain's nuclear weapons in Scotland. The idea of focusing all energy on a single day of action gave way to the idea that a diverse tapestry of actions should be woven together, starting months before the day of action itself. The Month Before July 6th: Cre8 Summat From the beginning, the Dissent! network tried make its radical politics accessible to people of all sorts. Anarchists in the UK were inspired by the "Fix Shit Up!" community outreach actions in the previous G8 Summit in Georgia, which connected the G8 mobilisation with local struggles. Tired of being seen as merely destructive, anarchists saw it as crucial to demonstrate how direct action was also "positive" and constructive. It became a clear agenda for many anarchists not only to attack the existing system, but to begin to construct and demonstrate what the better world would look like. As the sensationalist media were bound to tell everyone that senseless anarchist thugs were coming to burn down their homes, and as Scotland had no previous exposure to such a large anti-globalisation protest, some form of community outreach was vital. The idea of a "Cre8 Summat" ("summat" being local slang for "something") finally took flesh when a group of permaculture activists hooked up with campaigners in Glasgow to create a community garden in a desolate patch of urban wasteland, in one of the city's poorest neighbourhoods. Although community gardens and social services were usually supported by the kind, gentle, and disempowering Scottish government, in this case they wanted nothing less than to wipe whole sections of the neighbourhood of Govanhill off the map, in order to build the M74 motorway extension. In order to do this, Glasgow Council had begun to shut down one social service after another. Now, residents had responded, even mounting a militant occupation in order to reclaim their Victorian baths. Early in June, after a few planning meetings with some of the local residents, anarchists arrived in Govanhill armed with spades and with plants carefully propagated months beforehand. Since the land was unsuitable for growing edible plants, having been a wasteland and dump for years, truckloads of soil were brought in as locals watched, interested but wary of the outsiders. One by one people walking their dogs and kids riding their bikes came through the garden, and were soon gardening hand-in-hand with the anarchists. In this wasteland on which the state was planning to construct a supporting-column for the massive road, there soon stood a garden with sculptures, paintings, flowers, and herb beds. The Cre8 Summat ended with an all-day celebration at which the entire neighbourhood showed up to party, and local newspapers published encouraging stories about this "new way of protesting." While the Cre8 Summat was going on, it was announced that the M74 motorway extension would be delayed by at least two years following citizens' legal challenges. To its credit, the Cre8 Summat helped to empower people in the neighbourhood around the project and demonstrated that people do have the power in their own hands to bring about positive change without waiting for the "sympathy" and "aid" of any politician. Some of these people who would otherwise not have been interested in the G8 got involved in Cre8, and went on to participate in the rest of the G8 mobilisation. The Month Before July 6th: Not One, but Three Convergences One problem with mass mobilisations is that no one knows exactly how many people are going to show up. When a member of the Edinburgh Council asked someone from the Dissent! Convergence Working Group exactly how many people were in their "organisation," the only response was somewhere between a thousand and twenty thousand. While everyone coming in from afar didn't need full "Bed and Breakfast" treatment, some legal autonomous space near both major transport centres and within spitting distance of Gleneagles was crucial. The Dissent! network decided on the ambitious policy of opening multiple convergence centres: Urban convergence centres in both Edinburgh and Glasgow, and a rural convergence centre somewhere near Gleneagles itself. Since there was a whole week of actions planned in or near the cities of Glasgow and Edinburgh in the run-up to the G8, it made sense to have a base in both cities. Most people would come directly to either Edinburgh or Glasgow rather than directly to a rural convergence centre near Gleneagles. With Glasgow having a large and historically volatile working class, and Edinburgh hosting the massive Live8 and "Make Poverty History" events, it was reasoned that some of these people could be tempted to join in more radical politics once they were actually exposed to them. The Dissent! network formed convergence working groups six months before the protest to look for someone insane enough to rent a piece of land or a building to anarchists. In Glasgow there was no problem finding a nearly derelict warehouse that could be rented for hard cash and no questions asked, and soon the Glasgow convergence space was up and running, with funds allocated to help get a new permanent social centre off the ground. Edinburgh was another story. The tight housing market in the expensive capital of Scotland made finding space for a full-scale convergence centre impossible, so a shop-front opened as the "Dissent! Infopoint" to offer free Zapatista coffee and G8 information to interested parties. After what was either a naive or an insane plan by the Scottish government to house the anarchists and police in a single football stadium in Edinburgh, pressure from everyone from the Dissent! network to the Green Party prompted the city to provide state-sanctioned protest camping in the Jack Kane Centre, miles away from Edinburgh City Centre. The protest site was revealed to have a price-tag and to come complete with security and surveillance. On July 1st, anarchists arriving in Edinburgh on the train from London decided to set up a squatted campsite more to their liking in Pilrig Park. This horrified the authorities, who proceeded to drop the cameras and lower security, and even let Dissent! set up their own tent and food facilities. In order to bring in more people from the streets, the Dissent! network in co-operation with the reformist yet very effective People and Planet student group (who once offered a workshop entitled "Reform or Revolution: Why Reform is the Answer") set up a free "Days of Dissent" conference of workshops and films in Edinburgh University. Around the corner, in the remains of a former church, Indymedia set up dozens of computers to serve as the media communications centre for the G8 protest. Inspired by the "VAAAG" village set-up in Annemasse, France at the 2003 protests against the Evian G8, the rural convergence centre was designed to be both a demonstration of the world we want and a base for action against the G8. The amount of energy spent in specifying exactly how the world we want would function was intense, and the original idea for a campsite was transformed into an idea for a Eco-village to demonstrate sustainable alternatives to life under capitalism. With the protest just a few weeks away there was still no Eco-village in sight, despite six months of intense searching, forming a non-profit company, planning the details down to the plumbing, and allying with much more publicly respectable groups such as People and Planet and Scottish CND. Two sites on which tentative agreements had already been reached fell through. Rumour had it the owners received menacing visits from agents of the state. In an emergency manoeuvre, the rural convergence working group approached the City Council in Stirling (the city due south of Gleneagles and on the A9 trunk road to Gleneagles) and made a simple statement: It was fundamentally better for everybody, including the residents of Stirling, if the protesters had a legal place to camp with proper food and toilets than to have them squatting buildings and rampaging throughout the countryside. One member of Parliament from the region reported concern from his constituents that Italian anarchists would be camping in their backyard with their sheep. After considerable debate and even interest from Stirling Council in greywater systems, a cattle field behind the Stirling football stadium was offered to Dissent!. It was unfortunately bounded by the swift-flowing River Forth on all sides except the entrance. For actions it appeared to be a certain trap but it was still far better than having no place to hatch plans and organise within walking distance of Gleneagles. The chessboard was finally set. The Week Before July 6th: The Eco-village Opens Within days after the deal was made, the cattle were cleared off the land and the rural convergence site was ready to roll. Somehow a giant lorry had been captured by anarchists and went around the whole country collecting all the needed wood and other bits for the Eco-village. The Eco-Village was set into two main sections, one a small section for People and Planet to hold their festival, and the other the much larger "Hori-Zone" initiated through the Dissent! network. As a week of intense set-up began, volunteers worked day and night to get everything sorted out, anarchists from outside Britain began pouring in, and the Eco-village began to take shape. Against all odds, it actually was a genuine Eco-village: thousands of anarchists managed to live for a week in an ecological fashion, including a vast "diversity of toilets" (as Starhawk put it) ranging from composting toilets to the immensely non-ecological but legally necessary porta-loos. Water was dealt with via greywater systems were meant to filter the water through woodchips inoculated with beneficial water-cleansing bacteria (although the clay soil of the site made this difficult!), and an alternative energy collective had varying levels of success in getting wind and solar energy working to help power mobile phones and an Indymedia Centre. As for ecological living, even the BBC noted that it "could be a model for us all." The Eco-village was criticised for not being ecological enough, since many non-recyclable materials were used in its construction, and a lot went to landfill afterwards. However, if more time had been available for set-up instead of waiting for Stirling Council to commit to giving the site to the protesters, better planning could have made the eco-village even more ecologically sound. Some felt excluded by the often haphazard decision-making process at the Eco-village, including the so-called "The Bureaucracy Bloc,"an unelected group which ended up dealing with infrastructure and all manner of troubleshooting. The camp was organised around "barrios" or neighbourhoods, usually centred around a kitchen, since a kitchen provided a natural place for everyone to be together for breakfast and dinner. Each neighbourhood had its own consensus meetings and would self-organise in order to deal with its own problems, and each neighbourhood would send representatives to the site-wide consensus decision-meetings that met every day to deal with village-wide issues. The Dissent! Network emerged from the realm of bureaucratic meetings and ethereal cyberspace to become concrete and real, as each local group and social centre became a neighbourhood within the Eco-village. Food was bought from local organic farms and distributed through the network of neighbourhood kitchens. Medics provided rations and supplies to take care of people's needs both in the Eco-village and for the blockades. Whole neighbourhoods took care of children, and a loving and caring spirit made the Eco-village a surprisingly relaxing hive of activity. #file_1# It was a virtual kaleidoscope of resistance: a death metal band raging against capitalism, pagan healers helping anarchists deal with emotional trauma, and Celtic fiddle keeping everyone's spirits high. A number of Stirling residents visited and came away impressed both by the welcome they received and by just how together it was. Many others, nervous of communicating with us, drove up to the entrance to have a look and turned back. Corporate journalists were kept corralled in a media tent outside the Eco-village. The occasional noisy drunk would be dealt with by a "tranquillity team" of mediators who maintained security on site, while others watched the horizon for approaching police. Many people, when confronted with the idea of a world without government, quickly retort that without government we would just rob, loot, and kill each other off. Instead, without any state thousands of people lived, loved, and actually made decisions together by consensus, often agreeing to disagree and respecting the wide away of diverse opinions there. For those in the Eco-village, it was like living the revolution. Saturday July 2nd: Make Poverty History The "Make Poverty History" march began in the Meadows of Edinburgh - sort of. While many people had imagined an actual march from one point in the city to another, the organisers had set it up so people would literally march in a circle, for the sole purpose of a media stunt: A white band around central Edinburgh, just like the "Make Poverty History" wristbands that had been distributed throughout Britain. Having seriously underestimated the number of marchers, the event became one big traffic jam. People were standing around for hours waiting to begin marching, while others milled around on the large lawn of the Meadows, listened to speakers, and paid money for bottled water and food from corporate stalls. It was, in short, a "happening" rather than a march, and a very disempowering one at that, although many of the speakers did have a surprisingly radical flavour and questioned the legitimacy of the G8, the IMF, and even occasionally capitalism itself. Despite threats by certain members of "Make Poverty History" that those not wearing white would be removed from the march, a horde of clowns showed up to add colour and humour to the event. Dissent! had printed eighty-thousand fliers carefully subverting the logo of "Make Poverty History" to "Make History: Shut Down the G8," in order to encourage everyone at the march to stay on in Scotland and take direct action; everyone from old Scottish ladies and young children from council estates took the fliers, often resulting in confused questions and engaging debates about social change. While the message of anti-capitalism was spread, few of those people seemed to actually come to the Eco-village, showing not surprisingly that it takes more than handing out a flyer to get people to act. Anarchists met in a disorderly fashion in front of the "Days of Dissent" conference. There had been debate about whether anarchists should split up into small affinity groups for the march or march as one large contingent in order to radicalise it, but as the moment approached the crowd simply split into two main groups, with one sizeable Black Bloc running off early and the clowns and others making their own way later to the march. After a good deal of pointless milling about, the colourful anarchist contingents mostly dispersed into the crowd, but the the Black Bloc tried to lead a breakaway march. It was a bit too late, for by then the police had enough time to prepare their forces and surrounded them with heavily armoured riot police, sending a message to all that no unauthorized demonstrations would be allowed. Using the particularly British policing tactic of "frustrate and disperse," they managed to isolate and eventually split-up the Bloc. For better or for worse, the rest of the march seemed to pass without incident. Nobody knows if they actually managed to create the giant white wristband of people circling Edinburgh, although there were thousands upon thousands there. Monday July 4th: Blockading Faslane Nuclear Base On the Monday before the days of action, two actions of differing natures happened in Edinburgh and the Faslane Nuclear Base. For seven years before the G8, Scottish CND and Trident Ploughshares had organised large non-violent blockades at Faslane, home to Britain's infamous Trident nuclear submarines. This year they moved the date of the protest close to the G8 summit in order to remind people that the G8's domination of the world was backed up by murderous wars, not by handing out debt relief to poor countries. This long and proud tradition of civil disobedience was only strengthened by the energy and numbers brought in by anti-G8 mobilisation, and for most of the day the entire base was shut down. The police, long-accustomed to this sort of thing, actually were rather kind and accommodating to the protesters. In Edinburgh, a different story was taking place. Monday July 4th: Carnival for Full Enjoyment In Edinburgh, the Carnival for Full Enjoyment took to the financial and tourist district of Edinburgh, in order to connect the mobilisation against the G8 to the everyday struggles of people in the city. The carnival encouraged everyone to take a day off work in protest against low wages, lack of job security, over-working, and dole slavery. In the city that played such a key part in the birth of the anti-poll tax campaign, this definitely hit a chord: thousands of locals showed up for the Carnival, and Princes Street was lined with ordinary people waiting for something - anything - to happen. The state and the media had promised everyone a riot in central Edinburgh, and they were hell-bent on making it transpire. Hordes of cops were everywhere, and they went out of their way to harass, as the newspapers put it, the "most militant anarchists": The clowns. They also again quickly trapped the Black Bloc, and targeted medics for arrest. However, the Infernal Noise Brigade made it to downtown Princes Street and then courageously took the streets. The police reacted by blocking them in. However, as one older Scottish gentleman noted, while from their limited perspective the police thought they had won the day, the anarchists did a classic pincer around Princes Street, as there was not one but three gathering spots for the Carnival. As these other groups arrived, the police found themselves surrounded by people on every side, and proceeded to panic. The carnival then began in full force. Police attempted to block one unit of their carnival with a line of horses, but the hilarious movements of a black IWW sabotage cat puppet terrified the horses. Police from Manchester attempted to arrest a man, and anarchists were outdone by angry locals who shouted for the English cops to get the hell out of their town, and backed up their threats by throwing uprooted flowers, rubbish, and even benches at the police! The carnival sought to move people to targets like the Social Security head office, home of dole fraud investigator Joan Kirk. Large bits of carpet with handles were used to help reclaim some of the streets, and even a sound system was pulled out at the last minute. Many locals were disgusted with police behaviour and enjoyed the Carnival because of, not despite, the chaos: People roaming the streets, cars trapped, music playing, clowns mocking police officers, the houses of the corrupt and wealthy targeted for payback. It was anarchy in its most pure and undistilled form, and it felt a hell of a lot better to everyone involved than the zombie-like shopping that dominates Princes Street every other day of the week. Wednesday July 6th: The Day of Action "Violent Extremists Come to Gleneagles: And we're going to try to stop them!" the web-page of Dissent! proclaimed. And against all odds this is exactly what happened. The hill-walkers met at the historic Gathering Stone inside the grounds of Stirling University, and began their long walk through the Ochil Hills. On the top of the breath-taking Scottish hills and within viewing distance of the wine-glasses at Gleneagles, the hill-walkers lit their "Beacons of Dissent!": the fires on the hill that traditionally in Scotland were the signal that an invasion was near. The day before July 6th, the day of action, the Eco-Village was abuzz with last-minute talk of blockades. Likewise, a series of difficult meetings were taking place in the Glasgow warehouse, and anarchists were busy hatching a scheme in Edinburgh as well. To say that communication between the various convergence centres was difficult would be an understatement: people for the most part had little or no idea what other groups were doing. Although last minute guides to blockading the G8 had been produced by the notorious Deconstructionist Institute for Surreal Topology, to almost everyone the plan seemed vague and informal: Find friends, exit the convergence centre, and stop the delegates on the roads by whatever means you can. There was a method to the madness. Scotland is home to an insect called the midge. The midge is like a mosquito, but terrifyingly tiny, and they travel in hordes, making them even more ferocious and unstoppable. Due to their small size and speed, one cannot even slap them to kill them, but can only resist by literally running away from them. In retrospect, the entire plan seemed to be based on "The Midge Principle": Hundreds of irritating and determined small groups moving in and out of critical road junctions would be impossible for a centralised police force to cope with. This contrasted with the "Make Poverty History" march, which seemed to be based on the behaviour of another common Scottish animal also known to wear white: the sheep. The police, much like a shepherd, can easily control vast numbers of people if they are docile and scared of confrontation. In contrast, the "Midge" action was based on confrontation through swarming, so that even when facing a vastly superior force, smaller groups could overcome it by surprise and speed, so long as they were highly mobile, co-ordinated, and had numbers at the critical point of engagement equivalent to that of the superior force. Although the plan sounded dodgy, autonomy worked: in their neighbourhoods in the Eco-village, groups each met and had decided together how far they were willing to go to stop the G8. The answer was pretty damn far; the highway to Gleneagles was many hours from the Eco-village, and rainclouds were gathering. Since the Eco-village was surrounded by a deep river and had only one exit, it would be ludicrously simple for the police to simply block the exit and trap everyone inside. To counter this, affinity groups began leaving the Eco-village en-masse the evening before the day of action, often with nothing but a plastic trash-bag for a raincoat and no supplies to block the road but their bodies. Hordes of affinity groups scattered to the four winds, each trekking to find their own way to the A9. The police set an emergency "Section 60" order that let them stop and search anyone in Scotland for weapons, a technique used mainly to separate activists and even arrest them. As the groups slipped out one by one, the police seemed to be sleeping on the job. The Black Bloc Strikes Back As nightfall approached, roars could be heard from the campfire. Over a thousand people, including a large Black Bloc, had stayed behind in the camp, preparing themselves to march straight from the Eco-village to the M9 motorway (which becomes the A9 a little further north). This courageous plan was dubbed the "Suicide March" since it likely meant a direct confrontation with the police, and for the inevitable throw down with police the Black Bloc prepared by having some impromptu padded armour, a "battering ram" made of a line of lorry tires attached to a banner, which bore the bemusing text "Peace and Love," and some "big sticks." Since it was assumed that the police would attempt to block the camp early in the morning, the mass walk-out set its leaving time for 3:00 AM. As the Black Bloc gathered in front of the mass walk-out as it readied to leave, the heavens opened and a giant torrent of rain came down, soaking the Bloc and all the affinity groups already outside of the Eco-village. Resolute, the mass walk-out left the camp - only to discover that in an act of shocking incompetence the police had not blockaded the exit to the Eco-village. While the police did eventually move in to stop the Black Bloc, it was too little and too late as much of the Bloc had left the Eco-village unchallenged. When the Scottish police finally managed to stop the Bloc en masse, they attempted to trap them in a nearby industrial estate. The police learned all too soon this was a mistake, as in a controversial but tactical move the Bloc began to wreck corporate outfits like Burger King and Pizza Hut. This was exactly the type of behaviour the police were trying to stop, and they had just caused it by trapping the Bloc in a corporate shopping district. The police backed off and the Bloc managed to find a road out. As the Bloc approached the M9, the police finally pulled out the riot cops and formed a line blocking their route. To the shock of the police, the Bloc reacted with a full frontal charge on the police lines. Ya Basta!-style armoured members took the initial charge - and then, in a very non-pacifist move, turned on the police and attacked them from behind! The front line of the Bloc was armed with the infamous big sticks, and managed to beat the police at their own game by giving them a shocking beatdown, while rocks were thrown at the police from behind. Overwhelmed by the ferocity of the Bloc, the police line collapsed and the impossible was accomplished: The Black Bloc and others involved in the mass walk-out victoriously took the M9, shutting down traffic going to Gleneagles. In a panic, the police sent hundreds of riot cops to surround the Bloc, but again the Bloc battled their way out, and eventually dispersed and escaped through the Scottish countryside to return victorious to the Eco-village. The "suicide" plan was a momentous victory, for the taking of the M9 by the Bloc would turn out to be the largest and most public of a series of blockades. Reinventing Dissent: Part 2! This second part continues the story of the G8 with a look at the blockades and the London bombings. Gleneagles Surrounded Earlier, it had generally been thought that affinity groups would never leave the camp the day before and move into position to take the roads. It was just too much to ask of activists from all over the world who had just come to Scotland and had little experience with rural actions and the topography of the Scottish landscape. That is exactly what happened. No doubt bringing much planning to a crescendo, affinity groups spent the evening and night before the day of actions scattering around the roads surrounding Gleneagles in a radius of several miles, waiting to stomp on their targets. A vacation in the Scottish countryside this was not: it rained heavily during the evening and vicious midges attacked the activists. As the morning traffic started, the groups mobilised and took the roads - creating an almost impossible policing situation. Suddenly, as if from nowhere, the activists were everywhere. A handful of affinity groups made sure the first wave of actions to halt traffic at all crucial junctions leading to Gleneagles was successful. One of the first blockades to hit was an innovative five-person lockdown in Muthill near Crieff, a small village immediately north of Gleneagles that had never been discussed openly as a site for protest. Thinking themselves safe, the American delegation to the G8 had located in Crieff, and then had to spend hours waiting for the police to disable the complex lockdown. At the same time, another blockade, this time using a car with lock-ons inside and underneath, hit the small road south-east of Gleneagles at the village of Yetts o' Muckhart. Because the police had to spend so much time getting the Crieff blockade dismantled, this one was up most of the day. Just in case the delegates were re-routed around the A9, another large blockade hit the exit from Perth, with two smaller ones south-west of Perth, near Forteviot and on Kinkell Bridge. Even earlier, the train-tracks going to Gleneagles were disabled using a compressor, tyres set ablaze on both sides a warning. With the Black Bloc taking the M9 west of Gleneagles on the A9, the hotel was completely surrounded by blockades for most of the morning. The Canadian delegation never even made it to Gleneagles. Mission accomplished. The original plan was to co-ordinate these blockades with disruption at the hotels where the delegates were staying in Edinburgh and Glasgow. This made sense given the convergence spaces present in both cities. While most of the anarchists had gone to the Eco-village, the blockades guide released on the Internet somehow got garbled by the media, who announced that the anarchists' main plan was to blockade Edinburgh and riot in Glasgow, and in response more of the police seemed to be based in Edinburgh and Glasgow than in Stirling. Disinformation, whether on purpose or not, helped to confuse both the police and ourselves. There was truth in the reports; instead of going to the Eco-village, a substantial group of anarchists stayed in Edinburgh. In the early morning, they went to the Sheraton Hotel where Japanese G8 delegates were staying, and while hordes of police officers prevented any mass action, as the delegates climbed on a bus affinity groups blocked the road by throwing a bin into the street and surrounding the bus. Then, as delegates left the hotel with the help of the police and made their way north to the Forth Bridge, a giant steel bridge connecting Edinburgh to central Scotland, anarchists crashed two cars into each other on the road to blockade delegates, in a literally death-defying action. In Glasgow, many of the anarchists had felt out of the loop of the action plans, and were getting ready to head up to the Eco-village, when another wave of anarchists, including the WOMBLES, showed up in order to blockade the hotels in Glasgow where the delegates were staying. However, by then the anarchists already in Glasgow were demoralised and in the process of leaving, so the blockade organising in Glasgow broke down. To add to the confusion, on the afternoon of the day of action the police mounted a huge operation against the WOMBLES. The WOMBLES had been a major anti-authoritarian organising force within London for years and had bested the London Metropolitan Police before, and their social centres had been the main hubs of organising everything from Indymedia to medic trainings in London in preparation for the G8. The police were sure they were the ring-leaders behind the G8 blockades, guided perhaps by the blind assumption that the UK anarchist movement works like the police, an operation commanded from London. As the WOMBLES were in a van leaving Glasgow, the police proceeded to surround them with hundreds of police and arrest eleven of the WOMBLES on "conspiracy to breach the peace" charges; charges so ridiculous they were dropped almost immediately. The next day the WOMBLES were even attacked by the police in a pub! The WOMBLES did have two strengths which doubled as weaknesses: their open organising meetings allowed the police to discover their identities and plans easily, and their support of militant direct action (as well as many them dressing in all black) made them the stereotypical anarchist targets the police were looking for. Due to the general confusion and repression, the blockades in Glasgow collapsed. However, one strength of a decentralised network is that no matter how strong one of its components is, the rest of the network and its connections continues even if that component is lost. The amount of repression the WOMBLES faced is directly proportional to how effective they've been in the past in contesting the state. Swarming the A9 One by one, all the early morning blockades began to be cleared off, but these were only the beginning. Hard-lock blockades are by nature troublesome and difficult for the police to deal with initially, but once they were removed and the participants arrested, it was easy to get the delegates through. While the groups hard-locked on the perimeter of Gleneagles made sure the traffic got snarled, many affinity groups which didn't have pre-decided targets proceeded to get as close as they could to the hotel itself and literally jump in the road. These affinity groups, after many hikes, played a sort of cat-and-mouse game with the cops, capitalising on two obvious principles. The first is that drivers tend to stop when they see someone in the road to avoid running them over, even if said driver is transporting G8 delegates. The second is that the police are by nature terrified of leaving their comfortable cars to run into some countryside field to chase an anarchist. The combination made the blockades around Gleneagles almost impossible for the police to deal with, as their reliance on cars often led the police themselves to be blockaded. A typical blockade struck first early in the morning, and simply walked around the highway, and a few people doing this was enough to bring traffic to a standstill. If there were any available materials, such as orange traffic cones, they were re-arranged (and there are even reports of burning tires being thrown into the road). Groups self-evidently had plans, as the BBC reported that some activists hung-off via ropes from overpasses from the motorway to blockade the exits; this was an exceptionally courageous move given that at G8 2003 a British activist had nearly been killed when the police cut the rope on which he and his comrade were suspended. The vast majority clearly had no plan but to cause disruption, and groups would appear on the road, blocking it by just walking around until the police could mobilise and get near them, or dragging branches and dislodged paving stones onto the tarmac. Then, they would simply exit the road and go into the nearest field, walking away in order to get to another part of the road. The police almost never followed them, and would eventually disperse to go deal with another blockade - and at that moment, the affinity group would reappear at another nearby location in the road, blocking traffic yet again till the police re-mobilised. This effect was multiplied exponentially by the number of affinity groups doing it. Just as the police would mobilise to stop one group, another group would appear and blockade their way! The clowns were present all over the place, tantalising the police and keeping everyone in good cheer. At a certain point there was even a "kids' blockade" of children blocking the road. A car blockade left the Eco-village, and they gleefully thanked the police every time they were stopped and searched, as this delayed traffic even more. Cyclists, who had arrived in Scotland on a bike-tour against the G8, also lended their mobile support. At the Eco-village people kept flooding back in and out, and a transport group kept in touch with information from Indymedia, a Dissent! info-line, and various bike-scouts and affinity groups in order to attempt to re-route groups to critical junctions. The police were simply unable to keep track of the movements of so many small groups taking the highway, such that even after the hard-locks were eliminated and the Black Bloc returned to the Eco-village, the highway remained blockaded. Delegates, media, and other assorted staff could not make it to Gleneagles, and inside the hotel the meetings tottered close to collapsing, with nothing of any substance happening. The BBC announced that the roads were closed by the anarchists and the police sent announcements urging everyone to avoid the A9, stating that traffic all over central Scotland was a mess. The Scottish police were caught with their pants down. The news reported that a member of the Scottish government announced that "Dissent! was both organised and dangerous." At the Eco-village, one person stood up at a consensus meetings and announced that "We have successfully destroyed 10,000 of Britain's best police force." Taking the Fence Down Humiliated, the police announced that they would stop the previously permitted noon march to Gleneagles, called by G8 Alternatives. Gill Hubbard of the Socialist Workers Party, the self-proclaimed leader of G8 Alternatives, had done everything except put on a police uniform in order to ensure a legal, peaceful demonstration without an ounce of direct action involved - and as usual the grassroots of G8 Alternatives was considerably more rowdy than their Trotskyist leadership. When the police disallowed their demonstration, people undertook a spontaneous march through Edinburgh to demonstrate their right to peaceful protest. The police backed off, and allowed the march to go on. By this time, later in the afternoon, the trains were functioning again and the highway was less of a mess, so several thousand people showed up to march on Gleneagles, including many people from the Dissent! network, CND, and beyond. As usual a fence had been erected, marking a large red zone around the hotel, yet instead of being large and intimidating the fence was barely taller than your average anarchist. One could climb over it. To counteract this, the fence was actually two fences with diagonal fences in between so it would be more stable if someone attempted to pull it down with grappling hooks, and so that anyone who climbed over it would just become trapped in the middle. As the march approached one part of an outer fence, spontaneous anger at the arrogance of the G8 rose from the crowd, and groups such as the Dundee Trades Council went to the fence and put their banners on it. One contingent got right next to a fence and simply pushed and kicked it right off the ground, breaking the fence. There was access to the inner security fence of Gleneagles itself! Led by the Infernal Noise Brigade, a trickle and then a storm of people approached the inner security fence through a field. Hundreds of people ranging from clowns to Congolese drummers were in the red zone! The police were caught off guard and didn't even have enough riot cops behind the fence to contain the crowd. Just as a police officer would try to arrest a Black Bloc kid who threw a rock at them, he would nearly trip over a rainbow-draped hippie, and then from out of nowhere a Scottish union-member would jump in front of the confused officer and in outrage demand his right to peaceful protest! Soon, the mechanical buzzing of choppers could be heard overhead, as hundreds of riot cops were flown in on Chinook helicopters, formed a giant line, and eventually cleared the field. They had to literally send in the helicopters to stop us that afternoon. Tactically, the blockades were a tremendous success, for nearly the same reason the Dissent! network was a success: Instead of homogenising everyone into a single course of action, the blockades provided a structure that gave people just enough to hang on to, while encouraging creativity and a diversity of actions. Everyone felt they could do something to stop the G8, and a vast diversity of tactics was employed. With a common goal, everyone knew they were going to disagree on specific tactics, but managed to get along anyway. The most controversial tactic by far was the physical confrontation with police made by the Black Bloc as it left the Eco-village. Some of the pacifists, who often were facilitating the meetings, were shocked by the relatively minor property destruction and the physical confrontation with the police of Wednesday morning, feeling that it betrayed the understanding they had reached with some of the residents of Stirling and the Stirling Council. Others felt that since the Bloc had been one of the first to shut down the M9, the action was a stunning success, and that for most part the confrontation had been well-timed and tactical. There was no consensus reached, but in the framework set up by Dissent! autonomy was the secret weapon. Unlike many other protests in which a vast centralised plan keeps everyone in check until the moment chaos actually hits, the Dissent! plan was to have no "plan" but to facilitate the creation of plans. This created real autonomy, allowing everyone to self-organise around their own particular style and concerns. On the other end of the spectrum from the Black Bloc was the Clandestine Rebel Insurgent Clown Army, who aimed to protest the G8 by using their three - wait, four! - secret weapons of humour: ridicule, red noses, face paint, and silly army costumes. Nobody expected the clowns! The clowns had held trainings for the months leading up to the G8 as a way for staid activists to release their "inner clowns," and the results were fantastic: the police were absolutely baffled at how to deal with them. Because the uptight British police knew they would look ludicrous if they beat or even arrested them, they would just sit there and be the target of the clowns' jokes, even when the clowns were blockading the road! The clowns were one of the most organised contingents, having their own internal e-mail lists and meetings. When organised but disparate groups ranging from the clowns to the Black Bloc could sit together in one meeting and work together to shut down the G8, the words "diversity of tactics" really meant something. One could speculate that the process of actually living together and having to co-operate on more mundane matters such as keeping the toilets working helped everyone get along. The blockades' success was not entirely the anarchists' doing; it must also be attributed to the utter incompetence of the police. Due to their mistaken belief that anarchists wanted a Genoa-style riot in Edinburgh, they put an incredibly large concentration of their force in the city and, no doubt because of request from the London Met, obsessively focused their efforts on following and arresting the WOMBLES. The police force was a bizarre composite of English police in riot gear and Scottish police in bright yellow jackets; with so many different police forces called in to help in Scotland, the police sometimes appeared to have even worse communications than the protesters did. The police would let themselves be isolated, would not apply force until it was too late, and in general seemed to have no idea how to cope with protesters that were even a bit disorderly. We should not kid ourselves into thinking that it was our tactical genius that won the day. It was about half tactically sound ideas and about half sheer police incompetence. In the end, the day of action had proved to be a victory for the global movement against capitalism, and everyone wondered what the next day of action would bring. Thursday July 7th: The Moment of Terror Under the cover of darkness early on Thursday the police finally did what everyone had feared they would: In revenge for the blockade of the G8, the police blockaded the camp. They formed a large line outside the camp's main entrance point, searching everyone coming in and out and even arresting people. Most people coming back after a hard day of blockading and marching found themselves trapped. As discussions on how to deal with this new development began on Thursday morning, everyone was still exhausted but elated by the success of the blockades the day before. Still, tensions soon became felt. The more insurrectionary anarchists argued that the police blockade around the Eco-village had to be disposed of in order to continue the success of the previous day. With the police so obviously weak and the fence easily toppled, they believed that one more co-ordinated action could shut the summit down. The more pacifist wing felt that any attempt to force through the police lines, especially now that the police would not be caught off guard as they had been on the previous morning, would be a disaster, but they couldn't propose how to deal with the police blockade. Before discussions about the next few days of action could really commence, news came of the terrorist attack in London. It hit everyone like a physical punch in the stomach, and the whole meeting came to an eerie standstill. A tremendous wave of shock and sorrow swept over the meetings; many people had friends and family in London who could be dead. The news continued to worsen: one bomb had gone off on a bus full of random Londoners going to work, and more bombs had gone off at major Underground stations across the British capital. Unlike the September 11th bombings, these bombings were clearly targeting civilians whose only crime was to live in London, and their one and only intention was to spread fear. Rumours spread that the G8 itself was cancelled - although it later turned out that it was just interrupted while Blair flew down to London to make a statement. The bombings were quickly said to be the work of Islamic fundamentalists enraged by Britain's complicity in the war on Iraq. The timing was almost too convenient: it shattered any dreams about refocusing the debate on climate change and poverty, inescapably pulling the focus onto George Bush's rusty refrain on war and terror, and most importantly sending everyone fleeing for protection into the arms of the state. The net effect of the terrorist attacks was complete paralysis. The spectacular bombings simply fed into the image of the G8 as the defenders of western civilisation from anarchy and Islam. The response of activists was half-hearted to say the least: there was a plan for some sort of press release. One group didn't see how the bombings really changed anything, and aggressively pushed to continue the blockade of the G8. The fatal flaw of this proposal was the blockade around the Eco-village. It was going to be hard to mount an escape without a united front, and most people were physically - and now emotionally - exhausted. Finally an agreement was reached to do a vigil for the victims in both London and Iraq through a peaceful march out of the Eco-village. Predictably, the vigil was stopped by the police before leaving the Eco-village, and in a very strange moment the anarchists and the police seemed to share a moment of grief together. There was a very touching ceremony at the gates of the Eco village, where a procession of anarchists with candles sang to the shift of cops. The candles were laid at the feet of the officers and for a brief moment we were all one, separated by grief and a few rows of flickering light. Many of the police seemed disenchanted with their job of "containing the anarchist menace". The police even offered people in the Eco-village a free train back to London. The energy left the Eco-village, and people eventually began leaving in small groups. The police, in a style of policing no doubt learned after decades of successful empire, would act as kindly as possible up to the moment they searched someone leaving the Eco-village, then make an arrest if they had any suspicion they were part of the Black Bloc or were otherwise wanted. Things continued like this for days until finally almost everyone had escaped the Eco-village. We were all held paralysed by the spectacle of the London bombings, unable to act or move, caught in the same numb sense of disempowerment that infected the rest of Britain. In all respects, both the G8 and Islamic fundamentalist terrorists share the aim of disempowering people through the media spectacle they create and their ability to murder at will. This brings us to an important point: the difference between the terrorists and anarchists is precisely in the effect that their action has upon both the participants and the observers. Fundamentalist terrorists want to see people disempowered, to provoke fear in the average person on the street. Unlike terrorists, anarchists want to see people empowered to take control of their own lives, to inspire hope rather than fear. The G8 and the London terrorists are in an incestuous relationship: the London attacks gave the G8 and in particular the Bush "War on Terror" agenda exactly the excuse it needed to force a security state upon Britain, and deflect attention from the effects of corporate globalisation. The alternative represented, however imperfectly, by the Eco-village, Dissent!, and anarchists everywhere is the real alternative to terror and capital. Just as popular interest was moving to issues of global inequality and systematic ecological collapse, at a moment that was so pregnant with historic possibility, the terrorist strikes. Anarchists proved themselves no more capable of responding to this turn of events than anyone else, despite the empowering experience of the G8 mobilisation. A media blackout of course fell on the anarchists after the bombings - but is all we are doing a game for the media to report on? For their own part, the anarchists had very little to say publicly. One does not use the word "racist" lightly, but it is hard to explain this lack of response by anarchists any other way. People were very naturally shocked and horrified by the events in London, but the same number of people have been dying frequently in Iraq due to the depravity of the U.S. and their twin puppets the British and Iraqi governments. Just because it happens in Britain, it is "different"? In one obvious manner it is different, since it is our families and friends in London that could have been killed, and so some loss of momentum for everyone to check on the safety of their loved ones is both to be expected and is an expression of our humanity. For days, in our stunned silence we could not even enunciate clearly that the enemy of our enemy is not our friend: the authoritarian religious fundamentalists such as those behind the bombings behead women in the street for not wearing the Hijab. The situation is only getting worse, as the "democratic" government set up in Iraq by the United States would enshrine the very same Sharia laws in its new constitution. People desperately want another option besides Bush and Bin Laden, and anarchists could have shown that in their response to the bombings. Although it is tactically unclear what could have worked, one has the feeling that something beautiful and brave could have somehow shifted the British population's disempowerment. Yet nothing happened, and the lack of a good media working group made any sort of even verbal response impossible. At the same time, various anarcho-communist and anarcho-syndicalist groups, seen as the conservative wing of the anarchist movement, put together a very solid and inspiring "Statement against London Bombings." In final analysis, those responsible for the conditions that lead inevitably to disasters such as the London bombings and the war in Iraq were left unmolested in Gleneagles. It can only be called a failure of imagination. Perhaps we should thank this turn of events for showing us that despite the dreams we made reality, the world is engulfed in a larger nightmare that we must learn how to respond to and eventually banish. Ruthless Criticism We can only move forward if we inspect our mistakes instead of blindly repeating failing stratagems. There are definitely criticisms to be made of the day of action, since the blockades disrupted but did not actually shut down the G8 Summit. There are clear reasons for this. Up until the very day before the day of action, most groups were confused about even what city to be in. Dissent! could have done a much better job at communicating the goals and actions of the blockades. Dissent! was on some level too ambitious, and stretched its organisational resources too thinly in setting up three convergence centres, one of which was attended by only a few hundred and the other unattended on the day of action. The convergence centres could have simply shut down themselves down after their purpose had been served, and moved everyone to the Eco-village. Communicating within one consensus meeting is hard enough; communicating among three simultaneous consensus meetings is nearly impossible, and serious thought needs to be put into how such a thing could be done realistically. On the other hand, this lack of communication and lack of a central convergence centre may have been a saving grace, as lack of clarity about the blockades was probably one of the deciding factors in the police's failure to focus on the Eco-village and the A9 itself. Second, many groups who were out blockading felt very much alone and isolated from other groups. Dissent! did not provide much of a communications infrastructure, issuing only a single phone number one could call for "updates" and having an ad-hoc communications map at the Eco-village. The map itself was useful but could have been better managed, as it was usually unclear where to send people to blockade. Most updates spread through rumour, and bike scouts were few and far between, although some affinity groups had put together their own scouting and communication networks. The Black Bloc that left the Eco-village was mostly lost until they ran into a bike scout. Affinity groups who organised through the public process often chose their location and time of blockade almost at random, which led to crucial junctions having not enough people blockading on them and other less critical junctions being overstocked with anarchists, so that the G8 was eventually able to re-route its delegates through the blockades. Still, through sheer mass and some clear thinking by certain affinity groups, the plan did succeed up to a point later in the afternoon in literally shutting down the G8. A network is only as powerful as its communications, and something like a text-mobbing server (that was used on a much smaller scale to great effect during the RNC protests in the USA the summer before) would have allowed groups to use the ubiquitous mobile phone "text" (SMS message) to communicate where more blockades were needed and where the police and delegates were. On the other hand, once again, reliance upon a centralised text-messaging centre would have had drawbacks: it could easily have been infiltrated or shut down, and it might have turned out to be simply useless in the Scottish countryside where mobile phone service can be dodgy at best. Regardless, the gain should have outweighed the cost, allowing groups to more flexibly co-ordinate where the blockades were going and when. Not surprisingly, many groups got lost rambling in the sheep fields around Gleneagles, and a topographic map was worth its weight in gold on the day of action, so obviously Dissent! could have done a much better job briefing people about the geography around Gleneagles. Third, the main reason the G8 Summit was not shut down was not the fact that the police managed to break the blockades, but that due to sheer exhaustion and lack of food and water the various blockading groups simply went home early. Had the level of intensity of blockading been kept up for only a few more hours - which it might have been, if only people had known how effective their seemingly isolated blockades actually were! - the summit would have likely been shut for the entire day. Dissent! had set aside money for extra food and water for the blockaders, but it wasn't enough and it would have been difficult, due to the success of the blockades, to get the food and water to them anyway. Groups should have been made self-sufficient not for a morning and afternoon of blockades but for three full days of non-stop action. While this sounds impossible, many of us have gone camping for at least three days, and carrying that amount of food and water is possible - it just requires time and money for preparation that most of the groups did not have. Provisioning would have allowed the groups to continue their midge-like presence around Gleneagles. It was only a matter of time until the police trapped people who had returned to the Eco-village inside. To the extent the blockades were a success it is proof that we can aim for something that is beyond our capacity to do, and still do it. In retrospect, we just need to aim even further and press harder! Spreading the Flames of Dissent One of the most important things about Dissent! was its radical anti-capitalist analysis, since this was what served as the concrete framework for organising direct actions. It separated Dissent! from the Socialist Worker Party leadership of G8 Alternatives, who while in theory are anti-capitalists, in true Trotskyist tradition were absolutely terrified of direct action. What Dissent! accomplished was to unite the various strands of British anti-authoritarian and anti-capitalism into a mobilisation framework, strengthening the movement in Britain, and generating excitement about the G8 overseas. The anarchists set their own game plan for the G8 and succeeded: we organised our own infrastructure, finances, publicity, and even action plans independently of the NGOs and the old Left. While earlier mobilisations like the FTAA protests in Quebec city had shown that anarchists could successfully organise their own mobilisation, the Dissent! G8 mobilization was done by anarchists on a national scale with international participation. One should recognise how few people actually participated in the G8 mobilisation in Scotland, and that the total number of people involved in the direct action and self-organisation numbered five thousand or so at most. A few hundred really formed the planning and organisation in the month leading up to the G8, with only dozens working on the mobilisation half a year beforehand. The fact that the protest worked so well was a testament to the power of a fairly small number of people to self-organise, and the superiority of swarming and decentralised networks over centralised hierarchies. However, Dissent! never reached the point of generating a giant mass mobilisation of its own. One could only imagine how much more powerful the protest could have been had more people gone to the Eco-village instead of staying home and watching Live8 on television, or if even a tenth of the participants at the Make Poverty History march could have been persuaded to join in the direct actions. Interestingly enough, more people who otherwise would not have been involved in the Eco-village and the day of action seem to have come from the Cre8 summat site than the "Make Poverty History" march, and this shows that concrete activity is always a better way to get allies than just flyers. As the ruckus at G8 Alternatives march proved, more people are up for direct action than anarchists tend to give them credit for, but for first-timers this often requires the context of a mass action where even a clear affinity group is not a prerequisite. Public opinion was in favour doing something about climate change and poverty in Africa, and in retrospect Dissent! was simply outmanoeuvred by "Make Poverty History" to a large extent, and by "G8 Alternatives" in Scotland, as far as involving masses of people was concerned. This was primarily due to two factors: First, "Make Poverty History" had a well-oiled media machine and contacts in Scotland. Second, they had paid employees and were virtually endorsed by the government, who knew very well their ineffective approach would not be a threat to the G8. Dissent! did eventually start making fliers with more popular appeal such as the clever "Big Bother" posters that took off from the "Big Brother" T.V. series, but it was too little, too late. The moments when global anti-capitalism can truly seize the popular imagination are few, and while the Dissent! media policy obeyed its own principle of preventing the rise of media spokespeople, it followed its policy too well, and, in the words of one frustrated activist: "When no-one speaks to the media, the police just end up speaking for us!" That is exactly what happened as anarchists were routinely vilified, and even sympathisers who were not "in the know" often found Dissent! and the mobilisation mysterious unless they could actually make it to one of the meetings. One lesson for future mobilisations is to craft a more coherent media policy that can use the media to artfully get the message across without creating the impression of leadership. Something like the media policy used by the masked Zapatistas, in which anonymous spokespeople are carefully selected, might be more effective. Otherwise it could simply be the case that more of us who have sensible things to say to each other should be prepared to say them to the public through the media as well, however much that risks having our message distorted. Moreover, the best means of promoting anarchy is not abstract analysis or propaganda, but by helping people live it. The connections to local everyday struggles such as those against work in the Carnival and those against the demolition of poor communities at the Cre8 Summat both worked well and were crucial to the success of the G8 mobilisation. It seems that with tactics such as the opening of social centres, the anarchist movement in Britain will slowly yet surely make these connections. On a sheerly practical note, if the convergence space search had begun in earnest a year before instead of months before the protest, everything would have been easier, since organisers wouldn't be in a continual state of panic over accommodation! As everything from the discovery of the melting permafrost in Siberia to the rapid destruction of the world's carbon sinks in the Amazon shows, however, we may not have time for slowly but surely. Despite the pestering by popstars and NGOs, the G8 managed to give only a paltry sum, far from even debt relief, to developing countries while furthering massive privatisation. The G8 made no substantial agreement on tackling climate change. The ecological collapse caused by climate change is coming, hand in hand with the end of industrial civilization due to peak oil, and it will take all the collective power we can muster to make sure that humanity survives. Time is of the essence, and the sustainable, decentralised forms of society so briefly glimpsed at these convergences must strengthen now, if the psychotics hiding in comfort on 10 Downing Street and in caves in Pakistan don't do us all in first. Everything depends on this. In fifty years, it will likely be too late. Beyond the G8 It is all true: there are working-class heroes whose hearts are made of gold, and villains in business suits who will try to stab us all in the back. The Emperor has no clothes: in Gleneagles, the leaders of the world watched events unfold on the news mutely, wondering why their retinue of sycophants and servants were stopped behind an army of assorted anarchists, clowns, and children. As Dissent! mobilised, we came to know that miracles still happen, not by accident but by dedication and hard work. In the Eco-village, we came to understand that another world is not only possible, it can exist right now: thousands of people can organise their own lives, cook food for each other, and even literally handle their own shit without a single boss or policeman. There are thousands of us - at least. We are not alone, and even the most capable of us must join hands with others, forming networks of resistance capable of changing the world. Dissent! is just one such network - there are others, and there need to be more. The G8 was just one event, in the tradition of Seattle, Prague, and all the other moments where the established order ruptures and something strangely beautiful emerges. The real question is: What next? The lessons of this mobilisation are clear. The Dissent! network was an excellent example of how a nation-wide above-ground anarchist network can successfully organise the infrastructure for a mass mobilisation, and unlike many past protests, design the entire infrastructure to encourage effective actions. Dissent! showed how one can organise without losing autonomy. Large-scale rural actions like the blockades of Gleneagles can be done, and for the next summit that takes place in some remote location, such as the G8 mobilisation in Russia in 2006 and in Germany in 2007, the key point to strike will be the roads leading to the summit. Outside of summits, we must find some way that these model forms of struggle can emerge outside the traditionally conceived arena of "globalisation" and be put to use against the fundamentalism of both Bush and Bin Laden. This mobilisation showed how concerned many ordinary people are with the problems that we anarchists are grappling with, and if anything we just need to do a better job of broadcasting our solutions and, as done in the Eco-village, actually demonstrate how anarchist organisation and sustainability can be put into practice. The ability to create autonomous spaces that provide concrete alternatives to capitalism, such as the Eco-village and the Cre8 Summat, equals in importance the day of action itself. When the world is screaming for these types of alternatives, anarchists need to become better equipped and proficient at creating them. The G8 is, if anything, a convenient excuse for us rebels to demonstrate our own power - after all, capitalism and the state exist every day of the year, not just on days of action. The importance of these days lies not in shutting the summit down, but in inspiring people to demonstrate to take action into their own hands. The bombers in London managed to nearly shut the summit down and only caused paralysis and terror among ordinary people, a fact that was quickly exploited by the G8. In contrast, the G8 knows that the real threat to their regime comes from the anarchist and anti-capitalist mobilisation against the G8. Blockades nearly shutting down summits and anarchists building Eco-villages are proof by example of a spreading collective power that is far more dangerous to the the G8 than any bomb, for it demonstrates the gathering momentum of a widespread global revolt against all would-be rulers of the world. These days of action are days of celebrating our resistance, strengthening it, and furthering it. During these intense days and nights we remember we are neither alone nor insane, and that our friends and lovers inhabit the entire world. Still, the mobilisation against the G8 was just a glimpse of what a truly organised, diverse, and visionary revolutionary movement could be. Related http://www.dissent.org.uk [http://scotland.indymedia.org/newswire/display/2109/index.php] -------------------------------------------------------------------------- gipfelsoli infogruppe Newsletter mit Nachrichten über Mobilisierungen, Debatten und Repression im Zusammenhang mit Gipfelprotesten. Die AutorInnen der Beiträge, so sie nicht von uns verfasst sind, sind mit eckigen Klammern versehen. Wir können leider keine Verantwortung für die Richtigkeit der Beiträge übernehmen. Auch geben die Beiträge nicht zwangsläufig unsere Meinung wieder. Kontakt, Kritik, Beiträge: gipfelsoli at nadir.org gipfelsoli mailinglist subscribe - unsubscribe https://lists.nadir.org/cgi-bin/mailman/listinfo/gipfelsoli-l -------------------------------------------------------------------------- ================================================ 23 Nigeria: Gewalteskalation könnte Ölpreis in die Höhe treiben von: gfbv.austria at chello.at ================================================ GESELLSCHAFT FÜR BEDROHTE VÖLKER PRESSEERKLÄRUNG Göttingen, den 23.09.2005 Ureinwohner besetzen Öl-Pumpstation in Nigeria Gewalteskalation in Nigeria könnte Ölpreis in die Höhe treiben Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat am Freitag vor einem Gewaltausbruch in den Ölfördergebieten Nigerias gewarnt, der weltweit die Ölpreise in die Höhe treiben könnte. Die Menschenrechtsorganisation forderte nach der Erstürmung einer Öl- Pumpstation durch aufgebrachte Ureinwohner am Donnerstag jetzt die sofortige Freilassung des am Dienstag verhafteten Milizenführers Mujahid Dokubo-Asari. Er und sein ebenfalls verhafteter Rechtsanwalt Uche Okoko sollen wegen Hochverrates angeklagt werden, weil sie sich für die Gründung eines unabhängigen Staates im seit Jahrzehnten von der Bundesregierung Nigerias vernachlässigten Nigerdelta einsetzen. "Statt endlich die Verelendung der unter der Ölförderung leidenden Minderheiten im Nigerdelta zu bekämpfen, wird der umstrittene Milizenchef mit der Hochverrats-Anklage zum Märtyrer gemacht und so neues Blutvergießen provoziert", warnte der GfbV-Afrikareferent Ulrich Delius. Ausdrücklich distanzierte sich die Menschenrechtsorganisation von den gewalttätigen Protesten der Ureinwohner und den Äußerungen des Milizenchefs. "Doch die tief greifenden ethnischen, religiösen und sozialen Probleme des Vielvölkerstaates Nigeria lassen sich nicht dadurch lösen, dass man die Konflikte tabuisiert und alle, die auf eine Lösung drängen, kriminalisiert", erklärte Delius. Mehr als 20.000 Nigerianer seien seit 1999 ethnisch motivierter Gewalt zum Opfer gefallen. Mit großer Besorgnis verfolge die GfbV, dass Nigerias Sicherheitskräfte immer rücksichtsloser gegen Kritiker ihrer Nationalitätenpolitik vorgehen. So seien am 7. September 2005 mehr als 200 Anhänger der "Bewegung für einen unabhängigen Staat Biafra" (MASSOB) bei einer Demonstration in dem an das Nigerdelta angrenzenden Bundesstaat Anambra festgenommen worden. "35 Jahre nach dem Ende des Völkermordes in Biafra ist der Genozid an mehr als einer Million Biafranern in Nigeria noch immer tabu", kritisierte Delius. Auch auf die jüngsten Proteste im Nigerdelta nach der Verhaftung des Chefs der Miliz "Niger Delta Peoples Volunteers Forces" (NDPVF) reagierten die Behörden nur hilflos mit der Entsendung von mehreren tausend Soldaten, Hubschraubern und Kriegsschiffen. Die Anhänger des Milizenführers hatten zuvor gedroht, Einrichtungen der Ölindustrie gewaltsam zu schließen, um seine Freilassung zu erzwingen. Nach Auffassung der GfbV trägt Nigerias Bundesregierung Mitschuld an der Gewalteskalation, da sie jahrelang friedliche Proteste der Ureinwohner ignoriert und den gewalttätigen Milizenchef lange umworben und in seiner Macht gestärkt habe. Nigeria zählt zu den acht bedeutendsten Ölförderstaaten der Welt. Fast die gesamte Tagesproduktion von 2,5 Millionen Barrel Rohöl wird im Nigerdelta gefördert. Für Nachfragen und Interviews ist der GfbV-Afrikareferent Ulrich Delius auch erreichbar unter Tel. 0160 95 67 14 03. ====================================================== Gesellschaft fuer bedrohte Voelker e.V. (GfbV) Inse Geismar, Pressereferentin Postfach 2024, D-37010 Goettingen Tel.+49/551/49906-25, Fax:++49/551/58028 E-Mail: presse at gfbv.de, Homepage:http://www.gfbv.de ====================================================== ================================================ 24 UK: Wie CCTV "Terroristen" produziert von: depesche at quintessenz.org ================================================ From: "q/depesche" Subject: UK: Wie CCTV "Terroristen" produziert q/depesche 2005-09-25T11:48:35 UK: Wie CCTV "Terroristen" produziert Die Londoner Polizei, neu ermächtigt durch den Terrorism Act, ist eifrig bei der Suche nach Terroristen. Da diese sich aber leider nicht deutlich als solche zu erkennen geben, wird nach suspekten Verhaltensmustern unter den überwachten Menschen gesucht. Die Definition von suspekten Verhalten könnte man dabei als "eigenwillig" und die Folgen für die Betroffenen als "katastrophal" bezeichnen. -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- [...] They found my behaviour suspicious from direct observation and then from watching me on the CCTV system; · I went into the station without looking at the police officers at the entrance or by the gates; · two other men entered the station at about the same time as me; · I am wearing a jacket "too warm for the season"; · I am carrying a bulky rucksack, and kept my rucksack with me at all times; · I looked at people coming on the platform; · I played with my phone and then took a paper from inside my jacket. [...] Under current laws the police are not only entitled to keep my fingerprints and DNA samples, but according to my solicitor, they are also entitled to hold on to what they gather during their investigation: notepads of arresting officers, photographs, interviewing tapes and any other documents they entered in the police national computer (PNC). So even though the police consider me innocent there will remain some mention (what exactly?) in the PNC and, if they fully share their information with Interpol, in other police databases around the world as well. Isn't a state that keeps files on innocent persons a police state? This erosion of our fundamental liberties should be of concern to us all. All men are suspect, but some men are more suspect than others (with apologies to George Orwell). der Betroffenen/bericht: http://www.guardian.co.uk/comment/story/0,,1575411,00.html -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- - -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- relayed by Harkank - -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- quintessenz is powered by http://www.onstage.at subscribe/unsubscribe/digest http://www.quintessenz.at/cgi-bin/index?funktion=subscribe comments to depesche at quintessenz.org ================================================ 25 A bad day in Basra von: newswire at lists.fifthinternational.org ================================================ Iraq: A bad day in Basra << "A difficult day in Basra, but we have to put this behind us and move on." These were the words of Brigadier John Lorimer, one of the commanding officers of the British occupation forces in Basra, southern Iraq. 20th September was very, very difficult for the British forces - as they were forced to explain why two of their soldiers were found disguised as Iraqis carrying explosives in their car, and why the British Army felt it necessary that they had to destroy an Iraqi police station to rescue their two men. While the British establishment and its poodle press rushed to cover up the incident, the core facts surrounding actual events are clear. Two British soldiers, disguised as Iraqi civilians, were driving a car in Basra, which is under the effective control of the UK forces stationed in the region. According to the Chinese state news agency, Xinhua, the car was "packed with explosives". A source close to Moqtada al-Sadr's Mahdi army said it also contained a remote control detonator. When the troops opened fire on their supposed "allies" in order to escape arrest, they killed one officer and injured three more, before they were finally subdued. Senior British officers went to "negotiate" with the Iraqi police. Ominously, the "negotiators" were accompanied by a couple of armoured Warrior vehicles, a provocation which resulted in them being set on fire by an angry crowd. The occupiers were forced to beat a hasty retreat. In typical high-handed imperialist fashion, revenge for this humiliation was quickly ordered. In the dead of night about ten tanks and armoured vehicles smashed into Basra's police station and forcibly removed the British prisoners. A hundred and fifty prisoners also took the opportunity to effect their own escape. The BBC reported that the Ministry of Defence ordered this attack. The amount of forced used in the operation shows how necessary the British state found the release of these men. Rumours are rife that the arrested men are from the elite SAS squadron. The question remains, however, why were British soldiers dressed in disguise carrying around explosives in Basra? And why did the British Army ride roughshod over the very police force they have invested in - both in weaponry, and training - to defend the imperialist occupation of Iraq? Given the spate of bombings aimed at Shi'ite civilians, it is reasonable to ask whether these soldiers were planning more of the same. After all, recent US proconsul on Iraq John Negroponte was noted for his undercover "dirty" war tactics in Equator and Honduras, whereby soldiers planted bombs which stirred up divisions between anti-US forces. So the British forces had the capacity, the know-how, and were caught with the evidence. But did they have the motive? Who gains from these bombs, which set Sunni against Shia? Certainly not the anti-federalist forces of the resistance, Sunni and Shia! But Britain and the US have been fervent advocates of federalism. They would like nothing better than a divided (and conquered) Iraq, each at each others' throats, while they sit with a considerably reduced but technically superior force to "arbitrate", and of course to cream off the rich oil from the top of a simmering pot of inter-ethnic and inter-faith rivalry and suspicion. The hypocrisy of the British state, in its actions in Iraq and its actions in its own domain is also quite clear for all to see. It uses the excuse of the terrible attacks in London on 7th July to clamp down on our civil rights at home in the name of defending the "British way of life" against terrorism. But when it uses similar tactics to the bombers in London to sustain its dominance of southern Iraq, this is a defence of "civilisation" against a supposedly "barbaric" enemy. While it sheds crocodile tears over the tragic losses of 7th July, it shows a reckless disregard for the loss of Iraqi life on 20th September. For two and a half years Iraq has been occupied. In that time the occupying forces have only succeeded in creating a deeply unpopular puppet government where the US was given right of veto over any candidate in the elections to their parliament. Their aim, when the troops were originally sent in, was to "pacify" the country. But this has proved to be a near impossible task, despite having the immeasurable might of more than 150,000 superbly armed soldiers. The best they can do is keep Iraqi prime minister Ibrahim al-Jaafari's government from falling. The resistance to this occupation has been dedicated and serious. Attacks on occupation forces and Iraqi police are escalating, despite a blackout in the mainstream media. The US forces are now trying to use a "divide and rule" tactic over the Iraqi people, to artificially reignite - or create - sectarian tensions. For a while, it appeared to work. As the US government bought off different rival ethnic groups, it created a form of stability for the occupiers. The actions of the British forces in Basra have, for the short term at least, smashed that illusion for millions across the world. The Iraqi puppet government has claimed that the police force, as trained and funded by the British, has been infiltrated by insurgents - their word for resistance fighters. Talk of foreign Al-Qa'ida supporters have been replaced by a new bogeyman stopping the work of "Our Brave Lads" in the reconstruction efforts. The new bogeyman is Moqtada al-Sadr, the leader of the Mahdi Army, a leading current in the Iraqi resistance. They are accused of infiltrating the local police force - a claim they flatly deny. Now that the Governor of Basra, Mohammed al-Waili, has demanded an apology from the British army, no doubt the next claim will be that the Basra electorate has been "infiltrated". As senior aide to al-Sadr, Abbas al-Rubaei, pointed out to The Guardian; "The real problem of stability in Basra was the fact that British forces attacked a police station and in doing so released 150 Salafists [Sunni resistance fighters] on to the streets." The growth of the Mahdi Army in various different parts of Iraq is a real worry for the occupying forces. Al-Sadr enjoys a high level of support among young Shia poor, who have lost the most since the US and British forces seized power. Al-Sadr's message of opposition to the occupation by mass demonstrations as well as armed uprisings consistently appeal to oppressed young Iraqis. Of course, the political programme of al-Sadr is highly reactionary, promoting an Islamic state and sharia law, which would send Iraq back to the times before Saddam Hussein took power. However, socialists support the resistance to the occupation of Iraq, because there can be no freedom from oppression or exploitation until the occupation is ended. Imperialism is the main danger facing all the Iraqi people. That's why socialists always side with the oppressed and never with the oppressor. However, all this seems to be lost on the biggest group on the British left, the Socialist Workers Party. Convenor of the Stop the War Coalition, and SWP Central Committee member Lindsey German, claims that those who are opposed to imperialism's actions in Iraq can only call for "troops out by Christmas". This is the demand of the United Nations, the Liberal Party, editorials in the Independent and most of the trade union tops. After Christmas, no doubt, they will change the demand to Easter, and so on. It is also, ironically, the demand of a number of ex-army high commanders and British imperialist strategists. The generals know that an early exit strategy is imperativeŠ so long as they can ensure imperialist control will survive the withdrawal of most the troops. A long, drawn out occupation would be military political suicide for Britain's - and the US - imperialist ruling class. It is in their interests to get the task of dividing Iraq done quickly. In this struggle we take sides. We stand for the defeat of the imperialists in their divide and rule strategy, and for the victory of those forces which want to drive them out of their country. This is why we raise the demand of troops out now, with no strings attached. This demand sums up not just our moral repulsion of an alien occupying military force, but also the fact that we desire its defeat. In opposition to the liberal-pacifist position rammed through the Stop the War Coalition by the SWP and the Morning Star, we demand that the troops are brought home right now, without delay. Where the SWP refuses to advance its own position - critical but unconditional support for the Iraqi resistance - in the StWC, we will be advancing this very slogan on the demonstration on the 24th September. After all, the greatest unity between the anti-war movements in the West and the resistance - economic, political and military - in Iraq is the surest alliance to win the immediate withdrawal of the troops. However this is an international struggle, as imperialism is an international system, and also a class based system. The way forward for the liberation of Iraq from the chains of occupation is also the same way forward for the liberation of workers across the world from the chains of exploitation. Iraqi workers need to break from the collaborationist Iraqi Communist Party and found a new revolutionary party with a programme for the working class to take power. But it cannot act alone. Only a new world party of socialist revolution - a Fifth International - can free us all from the chains of imperialism's latest stage - globalisation. <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< LINKS/HINWEISE <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 26 Newsletter andersrum.gruene.at von: andersrum-newsletter at listen.gruene.at ================================================ ******************************************** Newsletter andersrum.gruene.at mit den neuen Headlines seit 15. 9. 2005 09:01 ********************************************* ******* INHALT ******* - Wahlkampfstart bei energaytics. - Wahlkampfstart der Linken Emanzen Crew - Wiener Mut für Lesben und Schwule - Peinlicher Zick-Zack-Kurs der ÖVP - Pickerlaktion: Keine Stimme für Gudenus&Co - ÖVP hat Gastinger-Vorstoß im Keim erstickt ***************************************** *** Wahlkampfstart bei energaytics. *** 21. September 2005 Die Grünen Andersrum starten am 1. Oktober ihren Wahlkampf für die Wien-Wahl am 23. Oktober. Bei "energaytics. 2nd Stop: Crazy Amsterdam" laden die Grünen Andersrum in den G-Room, ganz im Zeichen... http://www.gruene-andersrum.at/wien/artikel/lesen/2525/1396/ ***************************************** *** Wahlkampfstart der Linken Emanzen Crew *** 21. September 2005 veranstaltet von der Linken Emanzen Crew (Grüne Andersrum Wien) und den Grünen Frauen Wien. http://www.gruene-andersrum.at/andersrumgrueneat/linke_emanze/artikel/lesen/2524/1396/ ***************************************** *** Wiener Mut für Lesben und Schwule *** 20. September 2005 Wiener Mut kommt in den Wahlherbst. Wir präsentieren heute unser Wahlprogramm und unsere Plakatkampagne. http://www.gruene-andersrum.at/wien/artikel/lesen/2509/1396/ ***************************************** *** Peinlicher Zick-Zack-Kurs der ÖVP *** 16. September 2005 Billiger Wahlkampfgag von Hahn - stimmte noch im Juni im Gemeinderat gegen Gleichstellung von gleichgeschlechtlichen Paaren. http://www.gruene-andersrum.at/wien/artikel/lesen/2457/1396/ ***************************************** *** Pickerlaktion: Keine Stimme für Gudenus&Co *** 15. September 2005 Heute wird John Gudenus im Wiener Landtag die Immunität aberkannt. Doch: Gudenus Junior wartet schon in den Startlöchern. http://www.gruene-andersrum.at/wien/artikel/lesen/2443/1396/ ***************************************** *** ÖVP hat Gastinger-Vorstoß im Keim erstickt *** 15. September 2005 Volkspartei blockiert weiterhin Gleichstellung von Lesben und Schwulen. http://www.gruene-andersrum.at/zip_ehe/artikel/lesen/2439/1396/ ============================ http://andersrum.gruene.at/ ============================ Diese E-Mail wurde dir geschickt, weil du den Newsletter andersrum.gruene.at abonniert hast. Newsletter abbestellen? E-Mail an: newsletter-andersrum-unsubscribe at listen.gruene.at Fragen? E-Mail an: newsletter-andersrum-request at gruene.at ================================================ 27 Iran von: hg at graupner.at ================================================ New reports on anti-gay cruelty in Iran http://direland.typepad.com/direland/2005/09/theyll_kill_me_.html ================================================ 28 Neue Ausgabe von: redaktion at malmoe.org ================================================ Belesen in den Herbst mit MALMOE Ausgabe Nr. 28! Unser Informationspaket enthaelt diesmal: * Politik der Angst: Mediale Konstruktionen gefaehrlicher Klassen * Ladyfest Wien: Diskussion ueber kollektive Umsetzungsprozesse * Entgrenzte Kriege: (Para-) Militarisierung in Chiapas und Kolumbien * Taeter passen nicht ins Bild: Erinnerungskulturen in Ungarn und Oesterreich * Elitenausbildung für alle! Der Mythos von den Leistungseliten & keine_unis * Subversion im Elchtest: Copyleft vs. Ausbeutung Und wie immer viele andere essenzielle Dinge auf gewohnt vielversprechenden 32 Seiten. Gute Gelegenheit, ein Abo zu bestellen: 10 Euro (fuer 5 Ausgaben) oder 35 Euro (fuer 20 Ausgaben): redaktion at malmoe.org ************************************* MALMOE Sensationsjournalismus fuer Fortgeschrittene http://www.malmoe.org redaktion at malmoe.org ************************************* _______________________________________________ malmoe newsletter http://www.malmoe.org Abbestellen des newsletters auf http://goldfisch.at/mailman/listinfo/malmoe oder ein mail mit dem subject "unsubscribe" an malmoe-request at list.malmoe.at schicken. ================================================ B) TERMINE ================================================ ======================== Montag http://www.mund.at/butt/Termine/September/2609.htm Dienstag http://www.mund.at/butt/Termine/September/2709.htm Mittwoch http://www.mund.at/butt/Termine/September/2809.htm ======================== ================================================ D) EDITORIAL ================================================ Für den Inhalt verantwortlich: Ihr. Medieninhaberinnen & Medieninhaber seid Ihr E-Mail-Adresse für Beiträge: widerstand at no-racism.net geschickt. widerst at nd MUND und alle Termine täglich aktualisiert im Web: http://www.no-racism.net/MUND Ziel von MUND (medienunabhängiger Nachrichtendienst) ist die unzensurierte und möglichst rasche Information über gesellschafts- politisch relevante Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu Widerstand und Antirassismus sowie verwandte Themen. sollen einen Titel, Namen und Emailadresse der/des AutorIn enthalten und möglichst kurz und prägnant gehalten sein, ev. mit Hinweis, wo weitere Informationen eingeholt werden können. Bitte keine Attachments! Die inhaltliche und sachliche Verantwortung liegt bei der/dem jeweiligen AutorIn bzw. jenen, die uns die Beiträge schicken. Der MUND wird von einzelnen TagesredakteurInnen zusammengestellt. Da Fehler nicht ausgeschlossen sind, bitten wir, nicht veröffentlichte Beiträge nochmals an widerstand at no-racism.net zu senden. Die Weiterleitung (auch auszugsweise) ist erwünscht. Beiträge mit rassistischen oder sexistischen Inhalten werden nicht veröffentlicht. Sehr persönliche Meldungen werden wir an den betreffenden Adressaten weiterleiten, aber nicht im MUND veröffentlichen. Die bisherigen Ausgaben sind unter http://www.no-racism.net/MUND archiviert. Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage: * Wann: Sonntag, 11.11.2001, 11:11 Uhr * * Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" * * Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf * * Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie. Aber kurz und prägnant.* Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch stillschweigend Zensur zu üben. Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die Nichtaufnahme geliefert. (Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.) Die AbsenderInnen der betroffenen Beiträge werden hiervon informiert. Im Sinne einer "gläsernen Zensur" könnt ihr Euch die Beiträge gerne extra schicken lassen: Ein kurzes Mail an widerstand at no-racism.net genügt. ================================================ E) VERTEILERLISTE ================================================ Zur Eintragung in diesen Verteiler bitte direkt subskribieren unter http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/analle oder von der einzutragenden Adresse aus ein mail schicken an: admin at no-racism.net mit folgendem Text: subscribe no-racism Bitte wegen Automatisierung diesen Wortlaut verwenden! Zur Austragung aus dieser Liste bitte an zusammengestellt. Bitte keine Attachments! (werden nicht angenommen) Redaktionsschluss für diese Ausgabe: Sonntag, 18.30 III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III ü, ö, ä, ß, Ü, Ö, Ä III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III widerst at nd-MUND is powered by http://alt.strg.at/ ================================================ From analle at no-racism.net Tue Sep 27 08:16:01 2005 From: analle at no-racism.net (=?iso-8859-1?q?MUND=3A_medienunabh=E4ngiger_Nachrichtendienst?=) Date: Tue, 27 Sep 2005 08:16:01 +0200 Subject: widerst@nd! - MUND: Dienstag, 27.9.2005 Message-ID: widerst at nd MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst www.no-racism.net/mund Dienstag, 27.09.2005 ================================================ A) INHALT ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 01 Erinnerung: LEFÖ Pressekonferenz 28.9.,11.00 Uhr "lefoe" ================================================== 02 AUF-TAGUNG: 60 JAHRE VERDRÄNGUNG 30.9. bis 2.10.05 AUF Eine Frauenzeitschrift ================================================== 03 Ab 16.11.: Tina Leisch: STECKEN, STAB & STANGL GAMUEKL ================================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND KOMMENTARE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 04 Steinwurf auf Linzer Moschee/Aussendung IGGiÖ "Initiative muslimischer ÖsterreicherInnen" ================================================== 05 OPERATION SPRING - letzter offener Prozess geht weiter - Termin am 29.9. am Wiener Landesgericht "Schnittpunkt" ================================================== 06 KPÖ/Oktoberstreik/Gewerkschaft/Olah KPÖ-Kommunikation ================================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< SOLIDARITÄT WELTWEIT ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 07 Darfur: Viele Worte, wenig Taten, um Massensterben zu stoppen "GFBV" ================================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< LINKS / VERWEISE / HINWEISE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 08 Operation Spring office at asyl-in-not.org ================================================== 09 Das nächste Mal wirst du hingerichtet! "wadi wien" ================================================== ================================================ B) TEXTE ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 01 Erinnerung: LEFÖ Pressekonferenz 28.9.,11.00 Uhr "lefoe" ================================================== Wir möchten Sie noch einmal an die Pressekonferenz krisen.Fest erinnern, die am kommenden Mittwoch, 28.9.05, um 11.00 Uhr in den Räumlichkeiten von LEFÖ stattfinden wird. Mit freundlichen Grüßen Renate Maria Blum LEFÖ Beratung, Bildung und Begleitung für Migrantinnen Information, Education and Support for Migrant Women Kettenbrückengasse 15/II/4 1050 Wien Tel: +43-(1)-581 18 81 Fax: +43-(1)-581 18 82 Mail: office at lefoe.at www.lefoe.at - TAMPEP Gesundheitsprävention für Migrantinnen in der Sexarbeit - IBF Interventionsstelle für Betroffene von Frauenhandel - Lernzentrum Bildung für Migrantinnen - Beratung umfassende Beratung für Lateinamerikanerinnen Einladung zur Pressekonferenz krisen.Fest - am Mittwoch | 28. September 2005 | 11 Uhr - bei LEFÖ | Kettenbrückengasse 15/4 | 1050 Wien Lefö zieht Bilanz und ist alarmiert über die aktuelle Situation von Migrantinnen. Auf dem Spiel stehen: - die Rechte von Sexarbeiterinnen - Opferschutzrechte von Betroffenen des Frauenhandels - Beratung, Betreuung und Zugang zu Bildung für Migrantinnen Seit 20 Jahren setzt sich Lefö für die Rechte von Migrantinnen ein und mobilisiert mit dem krisen.Fest politische Verantwortliche und die Zivilgesellschaft. Rednerinnen: Maga M. CRISTINA BOIDI, Koordinatorin von LEFÖ Drin HELGA KONRAD, Sonderbeauftragte für Menschenhandel der OSZE Maga NADJA LORENZ, Menschenrechtsexpertin STEPHANIE KLEE, Vertreterin d. deutschen Hurenbewegung, Inhaberin der Agentur highLights Moderatorin: JUDITH BRANDNER, freie Radio- und Printjournalistin Für nähere Informationen wenden Sie sich an: Renate Maria Blum / mobil: 069981 95 30 62 Supported by TechnixAG / Buffet by DO & CO krisen.Fest Wir feiern 20 Jahre LEFÖ! LEFÖ kämpft seit 20 Jahren für die Rechte von Migrantinnen! Bitte teilen Sie uns Ihre Anwesenheit bei der Pressekonferenz und/oder beim krisen.Fest mit, indem Sie nachstehendes Formular an uns retournieren: Verein LEFÖ Beratung, Bildung und Begleitung für Migrantinnen FAX: + 43 - 1 - 581 18 82 E-Mail: office at lefoe.at [ ] Ich nehme an der Pressekonferenz am 28.9.2005 in den Räumlichkeiten von LEFÖ teil. Medium: ________________________________________________________________ TeilnehmerIn: ____________________________________________________________ Kontaktadresse: __________________________________________________________ [ ] Ich nehme am krisen.Fest am 29.09.2005 im Moulin Rouge teil und reserviere hiermit eine Presse-Akkreditierung. Medium: ________________________________________________________________ Person 1*: _______________________________________________________________ Person 2*: _______________________________________________________________ Kontaktadresse: ___________________________________________________________ * pro Medium sind 2 Akkreditierungen möglich ================================================== 02 AUF-TAGUNG: 60 JAHRE VERDRÄNGUNG 30.9. bis 2.10.05 AUF Eine Frauenzeitschrift ================================================== *AUF-TAGUNG: 60 JAHRE VERDRÄNGUNG aus feministischer Sicht* * Referentinnen: Chris Standfest, Brigitte Bailer-Galanda, Christina Thürmer-Rohr Mitwirkende: Martha Keil, Lisa Rosenblatt, Hannah Fröhlich, Hildegard Pruckner** * Fr 30. September, Sa 1. & So 2. Oktober im ehemaligen jüdischen Theater Nestroyhof, 1020 Wien, Nestroyplatz 1/10 Veranstaltung für Frauen * Freitag 30. September * *14:30 *FÜHRUNG * Martha Keil */Institut für Geschichte der Juden in Österreich/ *"Geschichte Umgehen" *Führung durch die jüdische Leopoldstadt. Treffpunkt Kai, Morzinplatz, Stiegenaufgang zur Rupprechtskirche. UKB 7/5 Euro * Nestroyhof*; 1020 Wien, Nestroyplatz 1/10 * **19:00 Begrüßung durch AUF-Frauen* sowie Kurzinfo: *Chris Standfest/AUF-Frauen: Zur Geschichte des ehemaligen jüdischen Theaters im Nestroyhof* *19:15* VORTRAG *Brigitte Bailer-Galanda */Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstands/ *Widerstand als Privatsache - Entschädigung als Glückssache, *Widerständigkeit und Eigenständigkeit der Frauen im Opferfürsorgegesetz nicht vorgesehen * Samstag 1. Oktober* ***15:00 - 19:00 *FILME & DISKUSSION *Lisa Rosenblatt *präsentiert Teile aus unveröffentlichten eigenen Interviewmitschnitten und anderen Filmen. *Hannah Fröhlich *präsentiert *Things.Places.Years*, A/GB 2004 Regie Club Zwei *(Simone Bader & Jo Schmeiser)*. *20:00 *VORTRAG* Christina Thürmer-Rohr */feministische Philosophin, Psychologin, Forscherin zu feministischer Theorie, Menschenrechte, dialog/dialogisches Denken und Pianistin/ *"Das Vergangene ist, wenn vergangen, von unserem Urteil abhängig" (Hannah Arendt)* - Fragezeichen zur Gedenkkultur und Erinnerungsexplosion - *** Sonntag 2. Oktober * ***11:00 - 17:00* WORKSHOP* Hildegard Pruckner */Psychodramatikerin,/ /Psychotherapeutin und Historikerin/ *Psychodrama Workshop*: *Frauen-Fragen zum Thema* **WS-Anmeldung: auf at auf-einefrauenzeitschrift.at oder 01/533 91 64. Limitierte Teilnehmerinnenzahl! * Speisen- und Getränkebuffet: Frauencafé * -- AUF eine frauenzeitschrift AUF info AUF edition AUF kultur Kleeblattgasse 7, A-1010 WIEN T. +43 (1) 533 91 64, F. +43 (720) 55 41 61 auf at auf-einefrauenzeitschrift.at, www.auf-einefrauenzeitschrift.at ================================================== 03 Ab 16.11.: Tina Leisch: STECKEN, STAB & STANGL GAMUEKL ================================================== STECKEN, STAB UND STANGL: Ein entlarvendes Stück zur jüngeren österreichischen Zeitgeschichte aus der Feder der Nobelpreisträgerin Elfriede Jelinek, inszeniert von der Nestroypreisträgerin Tina Leisch: Mit einem außergewöhnlichen, multikulturellen und fast ausschließlich weiblichen Ensemble. An mit Bedacht gewählten, nicht minder außergewöhnlichen Auftrittsorten. Es spielen: Tania GOLDEN, Sevgi EFE, Kristina ZOUFALY, Cigdem GÜLCEHRE Güllü AY, Magdalena FORTON, Bobana STOJKOV, Sevim KUSKAN Saray SAHAN, Seyhan KURT, Lisbeth KOVACIC, Lisa KORTSCHAK, Alexander PEER, Lenny LAKATOS, u.a. Regie: Tina LEISCH Musikkonzept: Gini MÜLLER Videoprojektionen: Alenka MALY PREMIERE: Mi., 16. November 2005 Weitere Vorstellungen: 18., 19., 20., 22.,23., 25., 26., 27., Nov. 2005 und 7., 8., 9.,10., Dez.2005 (Beginn: jeweils 20 Uhr) im ehem. Jüdischen THEATER IM NESTROYHOF A-1020 Wien; Nestroyplatz1 (U1 Nestroyplatz) Eintritt: 15,-- / 12,-- Reservierung: 0699/101 94 579 Zusatzvorstellungen: 2., 3., 4. Dez. 2005 (Beginn: jeweils 20 Uhr) Im EKH/Ernst-Kirchweger-Haus A-1100 Wien; Wielandgasse 2-4 (U1 Keplerplatz) Eintritt: 7,-- (plus Spende!) Reservierung: Tel. 0699/101 94 579 An beiden Auftrittsorten: Eintritt für AsylwerberInnen und AugustinverkäuferInnen frei! Ein von Tina Leisch kontinuierlich geführtes Arbeitsjournal zu diesem Theaterexperiment finden Sie unter http://www.steckenstabundstangl.info und genauere Detailinformation zur in der hier beiliegenden Presseinformation Mit freundlichen Grüßen Gabriele Müller-Klomfar ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND KOMMENTARE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 04 Steinwurf auf Linzer Moschee/Aussendung IGGiÖ "Initiative muslimischer ÖsterreicherInnen" ================================================== Steinwurf auf Linzer Moschee Wenn muslimische Gläubige bei ihrem Morgengebet in der Moschee mit einem Stein angegriffen werden, so gibt dies Grund zur Sorge. Eine solche Attacke zeugt von Hass und Gewaltbereitschaft gegenüber einer religiösen Minderheit, so dass darauf nicht nur von muslimischer Seite reagiert werden sollte. Ein Steinwurf von außerhalb verursachte in einer Linzer Moschee Glasbruch bei einer Fensterscheibe. Der Vorfall ereignete sich in den frühen Morgenstunden am Samstag, dem 24. September. Da sich der Gebetsraum im ersten Stock eines Gebäudes befindet, das mit mehr als zehn Metern Entfernung zur Straße liegt, ist davon auszugehen, dass es sich hier um einen bewussten islamfeindlichen Gewaltakt handelt. Durch einen Vorhang wurden die Glassplitter glücklicher Weise aufgefangen, so dass niemand verletzt wurde. Da sich die Betenden in unmittelbarer Nähe des Fensters aufhalten, wären körperliche Verletzungen sonst nicht auszuschließen gewesen. Offenbar nahm der Täter dies in Kauf. Die Moscheeleitung meldete den Übergriff sofort bei der Polizei. Es wird Anzeige gegen unbekannt erstattet. Die Islamische Glaubensgemeinschaft nimmt diesen Fall sehr ernst. Undifferenzierte Kritik, verbale Ausfälle, Pauschalverdächtigungen und kollektive Beschuldigungen führen zu gesellschaftlichen Spannungen. Der Weg zu einer weiteren Eskalation und daraus resultierenden physischen Attacken auf Muslime scheint gefährlich nahe. Daher soll der Angriff auf die Linzer Moschee auch zum Anlass genommen werden, einmal mehr daran zu erinnern, wie wichtig ein umsichtiger und fairer Umgang rund um das Thema "Islam" ist. Der Appell geht dabei an Politik, Medien und Gesellschaft. Durch den Anerkennungsstatus des Islam in Österreich ist eine Situation geschaffen, die den Dialog fördert und die Integration von Muslimen beschleunigt. So konnte Österreich auch im internationalen Vergleich bisher immer ein alles in allem positives Bild zeigen. Auf dieser Basis gilt es aufzubauen, wobei die muslimische Gemeinde durch vielfältige Initiativen aktiv ist, von Tagen der offenen Moschee bis zu Schulprojekten. Wien, am 25. September 2005 Für Rückfragen: Carla Amina Baghajati Medienreferentin der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich Tel.: 01 2595449 oder 06991 2381075 e-mail: baghajati at aon.at -- Initiative muslimischer ÖsterreicherInnen e-mail:dieinitiative at gmx.at für Rückfragen und Korrespondenz kontaktieren sie bitte: Omar Al Rawi +43-664-3831942 al-rawi at gmx.at Amina & Tarafa Baghajati +43-1-2595449 baghajati at aon.at Mouddar Khouja +43-1-9685096 mouddar at gmx.net Andrea Saleh +43-1-7965652 salehand at gmx.at ================================================== 05 OPERATION SPRING - letzter offener Prozess geht weiter - Termin am 29.9. am Wiener Landesgericht "Schnittpunkt" ================================================== Letzter, noch offener "Operation Spring" Prozess geht weiter! Der letzte noch offene Prozess im Rahmen der "Operation Spring" hat einen neuen, aktuellen Verhandlungstermin: Donnerstag, 29.9.2005, 11 Uhr, Saal 201 Landesgericht für Strafsachen Wickenburggasse 18-20 1080 Wien Es ist jener Prozess gegen Emanuel Chukwujekwu, vertreten durch den Rechtsanwalt Lennart Binder, der auch im Film OPERATION SPRING thematisiert wird. Wir würden uns freuen, wenn MedienvertreterInnen und Interessierte diesen Prozess besuchen, um ihm jene öffentliche Aufmerksamkeit zuteil werden zu lassen, der ihm unserer Meinung nach zusteht. mit der Bitte um Weiterleitung und mit freundlichen Grüßen, Sindelgruber Tristan P.S.: Als "Einstimmung" zu diesem Prozesstermin empfehlen wir in eigener Sache, sich den Film OPERATION SPRING anzusehen, der gerade in Wien und Graz im Kino angelaufen ist Weitere Informationen dazu finden sich unter: www.operation-spring.com OPERATION SPRING im Kino Die Vorstellungstermine in Wien: Vom 23.9. bis 13.10. im Stadtkino am Schwarzenbergplatz Schwarzenbergplatz 7-8 1030 Wien Vorstellungsbeginn: täglich: 18:30, 20:15, 22:00 Uhr Reservierung per E-Mail: Mo. - Do. bis 17.00 Uhr, Fr. bis 14.00 Uhr office at stadtkinowien.at Telefonische Reservierung: Büro: (01) 522 48 14, Mo. - Do. 8.30 - 17.00 Uhr, Fr. 8.30 - 14.00 Uhr Kino: (01) 712 62 76 während der Kassaöffnungszeiten Informationen unter: www.stadtkinowien.at Die Vorstellungstermine in Graz: ab 23.9.2005. im KIZ - Kino im Augarten Friedrichstraße 24 8010 Graz Kartenbestellung: 0316 / 82 11 86 Termine der ersten Vorstellungswoche: 23.9.- 22 Uhr 24.-29.9. täglich um 18:00, 20:00 und 22:00 im Netz: http://www.uncut.at/graz/kiz/ XXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXX Schnittpunkt - Sindelgruber Tristan, Film- & Multimediaproduktion Große Sperlgasse 19/3 1020 Wien Austria e-mail: schnittpunkt at gmx.at web: www.schnittpunkt-film.com www.operation-spring.com ================================================== 06 KPÖ/Oktoberstreik/Gewerkschaft/Olah KPÖ-Kommunikation ================================================== Linker Pressedienst - Herausgegeben vom KPÖ-Landesvorstand Oberösterreich, Melicharstraße 8, 4020 Linz, Telefon (0732) 65 21 56, Mail kpoe.ooe at aon.at - Web www.kpoe.at/ooe - News www.kpoe.at/lpdooe - Ausgabe vom 26. September 2005 Oktoberstreik war berechtigter Protest gegen kapitalistische Restaurationspolitik Gewerkschaft und Arbeiterkammer standen 1950 auf der falschen Seite Als berechtigten Protest gegen die kapitalistische Restaurationspolitik auf Kosten der Lohnabhängigen bezeichnet die KPÖ-Oberösterreich den Oktoberstreik im Jahre 1950 anlässlich des 55. Jahrestages dieses markanten Ereignisses der Nachkriegsgeschichte. Die KPÖ weist gleichzeitig die immer noch getätigten Versuche mancher Politiker, Historiker und Medien zurück, den Oktoberstreik zu einem "kommunistischen Putschversuch" umzulügen. Die Streikbewegung nahm ihren Ausgang am 25. September 1950 in den Steyr-Werken und der Voest in der US-amerikanischen Besatzungszone. Sie war ein massiver parteiübergreifender Protest der Arbeiterschaft gegen die mit den Lohn- und Preispakten seit 1947 erfolgende Sanierungspolitik zur kapitalistischen Restauration. Der 4. Lohn- und Preispakt vom September 1950 sah wiederum Preiserhöhungen die um ein vielfaches größer waren als die Lohnerhöhungen vor. Dies machte das Maß voll und führte zum spontanen Streik, an dem sich allein in Oberösterreich rund 60.000 ArbeiterInnen und Angestellte aus rund 120 Betrieben beteiligten. "Aus heutiger Sicht läßt sich mit Fug und Recht feststellen, daß die unter sozialdemokratischer Führung stehende Gewerkschaft und die Arbeiterkammer bei diesem Streik auf der falschen Seite gestanden sind und die kämpfende Arbeiterschaft nicht nur im Stich gelassen, sondern den Streik mit allen Mitteln bekämpft haben", so KPÖ-Landessekretär Leo Furtlehner. Im Zusammenhang mit der schon 1950 als Ast-Gemeinschaft bestehenden und nach Niederschlagung des Streiks institutionalisierten Sozialpartnerschaft hat die Streikbewegung von 1950 für die Sozialdemokratie eine geradezu traumatische Bedeutung erlangt. Während in Italien, Frankreichen oder Deutschland Streiks zur normalen politischen Kultur gehören und als legitimes Kampfmittel der Arbeiterbewegung selbstverständlich sind, gelten sie in Österreich nach wie vor als verpönt. Zahlreiche Streiks - wie etwa bei Böhler, Hukla oder Engel in den 70er Jahren - mussten als "wilde Streiks" gegen den erklärten Willen des ÖGB und dessen erbitterten Widerstand geführt werden. Sogar nach der Bildung der blauschwarzen Regierung fürchtet die SPÖ-Mehrheit im ÖGB Streiks wie der Teufel das Weihwasser und es bleibt meist bei verbalen Streikdrohungen anstelle wirklicher Kampfaktionen. Auch im Streikjahr 2003 wurden die Proteste gegen "Pensionsreform", bei der ÖBB und AUA durch Zusammenwirken von Ö GB-Spitze und Industriellenvereinigung rasch abgedreht. Die KPÖ stand 1950 voll und ganz auf die Seite der Streikenden, durch die demokratiepolitisch gutgemeinte Unterbrechung des Streiks durch eine gesamtösterreichische Betriebsrätekonferenz wurde diesem allerdings die Dynamik genommen und den Gegnern - wie dem späteren ÖGB-Präsidenten Franz Olah mit massiver Hilfe der US-Besatzungsbehörden - die Gelegenheit gegeben den Streik niederzuschlagen. Die Maßregelung tausender Streikteilnehmer durch Entlassung und Kündigung auf Betreiben der SPÖ machte den antikommunistischen Charakter deren Politik am Höhepunkt des "Kalten Krieges" deutlich. Das Versagen beim Oktoberstreik 1950 bleibt daher eine historische Schande der Sozialdemokratie. Dass Olah ausgerechnet im "Gedenkjahr" 2005 von der ÖVP-geführten Regierung mit höchsten Ehren ausgezeichnet wurde, macht die antikommunistische Stoßrichtung dieser Regierungskampagne deutlich. Der KPÖ-Landesvorstand Oberösterreich hat die Ereignisse um den Oktoberstreik 1950 zu dessen 50. Jahrestag im Jahre 2000 mit einer Broschüre "Heiße Tage im Herbst - Dokumentation über den Oktoberstreik 1950 in Oberösterreich" gewürdigt, die weiterhin erhältlich ist. ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< SOLIDARITÄT WELTWEIT ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 07 Darfur: Viele Worte, wenig Taten, um Massensterben zu stoppen "GFBV" ================================================== GESELLSCHAFT FÜR BEDROHTE VÖLKER PRESSEMITTEILUNG Göttingen, den 26. September 2005 Friedensgespräche für Darfur beginnen in Nigeria Viele Worte, doch wenig Taten, um Massensterben in Darfur zu stoppen Der Völkermord in Darfur im Westen des Sudan nimmt immer erschreckendere Ausmaße an. Darauf hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) zum Auftakt der Friedensgespräche für Darfur hingewiesen, die am Montag in der nigerianischen Hauptstadt Abuja beginnen. "Innerhalb eines Jahres hat sich die Zahl der Toten von 50.000 auf mehr als 300.000 versechsfacht", sagte der GfbV- Sudanexperte Ulrich Delius in Göttingen. Es gebe sogar Stimmen, die von bis zu 400.000 Opfern ausgingen. Die Zahl der Flüchtlinge sei von 1,4 Millionen im September 2004 auf 2,4 Millionen im September 2005 angestiegen. "Trotz dieser Zahlen, hinter denen sich furchtbare Einzelschicksale und Tragödien verbergen, beschränkt sich die internationale Staatengemeinschaft darauf, humanitäre Hilfe zu leisten und ihre Besorgnis zu äußern", kritisierte Delius. "Es ist ein Skandal, dass die Staatengemeinschaft nicht Willens ist, mehr Friedenstruppen zu entsenden und so einen wirksameren Schutz der Zivilbevölkerung durchzusetzen." Darauf zu warten, dass die sudanesische Regierung ihre bereits vor drei Jahren abgegebenen Zusicherungen wahr macht, die Janjaweed-Reitermilizen endlich zu entwaffnen, sei vollkommen aussichtslos. Es sei nun anderthalb Jahre her, dass der Einsatz von Friedenstruppen der Afrikanischen Union (AU) in Darfur beschlossen worden sei. Doch diesen Truppen sei es nicht gelungen, Angriffe auf schutzlose Zivilisten oder internationale Helfer zu verhindern. So seien allein im September 2005 zehn schwere Übergriffe auf humanitäre Helfer registriert worden. Noch schlimmer ergehe es der Zivilbevölkerung. Vor allem in der Nähe von Flüchtlingslagern würden noch immer regelmäßig Frauen von regierungsnahen Milizen vergewaltigt. Als die Hilfsorganisation "Ärzte ohne Grenzen" im Mai 2005 in einem Report darüber berichtete, wurden die Autoren des Berichts der Spionage beschuldigt und zeitweise inhaftiert. Nun wurden ihre Vorwürfe in einem Report der Vereinten Nationen bekräftigt. Darin heißt es, die Vergewaltigungen hätten katastrophale psychologische und soziale Folgen. Viele Opfer sexueller Gewalt sagten, sie hätten nach dem erlittenen Missbrauch nur deshalb keinen Selbstmord verübt, weil dies der Koran verbiete. Rund 60 Prozent der vertriebenen Zivilbevölkerung sind Frauen und Kinder. Für Nachfragen ist der GfbV-Sudanexperte UIrich Delius auch erreichbar unter Tel. 0160 95 67 14 03. ====================================================== Gesellschaft fuer bedrohte Voelker e.V. (GfbV) Inse Geismar, Pressereferentin Postfach 2024, D-37010 Goettingen Tel.+49/551/49906-25, Fax:++49/551/58028 E-Mail: presse at gfbv.de, Homepage:http://www.gfbv.de ====================================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< LINKS / VERWEISE / HINWEISE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 08 Operation Spring office at asyl-in-not.org ================================================== "Operation Spring" Filmempfehlung Stadtkino, 23.9.-13.10., täglich 18.30, 20.15 und 22 Uhr Liebe Leserin, lieber Leser! Stellen Sie sich vor, man verdächtigt Sie auf einmal: Sie hätten "an einem unbekannten Ort zu einer unbekannten Zeit eine nicht mehr feststellbare Menge Rauschgift an unbekannte Endabnehmer" verkauft. Was würden Sie dazu sagen? Wie würden Sie sich verteidigen? Ihre Unschuld beweisen? Würden Sie diese Anschuldigung überhaupt ernst nehmen, so im ersten Augenblick? Na ja, aber - wenn Sie dann hinter Gittern säßen, und wenn Sie zum ersten Mal hörten, so zehn Jahre könnte das schon dauern, bis Sie wieder frei wären - wie ginge es Ihnen dann? Aber keine Sorge! Wahrscheinlich, liebe Leserin, lieber Leser, sind Sie ohnedies weiß. In Österreich geboren. Mit einem inländischen, hoffentlich halbwegs gut situierten Freundeskreis. Na, dann wäre es ja halb so schlimm, dann kämen Sie bestimmt bald wieder frei. Oder - nicht? Vorläufig wäre es wahrscheinlich noch so. Aber - wie lange noch? Der Film "Operation Spring" von Angelika Schuster und Tristan Sindelgruber zeigt erschreckend deutlich, wie ein Netzwerk des Unrechts funktioniert. Er zeigt Menschen, die ums nackte Überleben kämpfen. Und: Verfolger, Polizisten, Richter - brave Bürger, brave Spießer, keiner Schuld bewusst. Er zeigt die Verlogenheit unseres "Rechts"-Systems: Dolmetscher übersetzen falsch; Richter wischen Beweisanträge der Verteidiger vom Tisch; anonyme "Zeugen" liefern, um mildere Strafen zu erhalten, Unschuldige ans Messer; Medien hetzen... Am 1. Mai 1999 wurde Marcus Omofuma, Asylwerber aus Nigeria, von österreichischen Fremdenpolizisten umgebracht. Die Täter laufen noch immer frei herum. Viele, die dagegen demonstrierten, wurden als angebliche "Dealer" zu hunderten Jahren Gefängnis verurteilt. Und was haben wir alle dagegen getan? Wir haben versagt. Wir waren ja auch noch nicht wirklich betroffen. Michael Genner Asyl in Not Währingerstraße 59 1090 Wien Tel. 408 42 10-15 0676 63 64 371 www.asyl-in-not.org Spendenkonto: Asyl in Not, P.S.K., Kontonummer 92.034.400 Der Film "Operation Spring" ist von 23. September bis 13. Oktober 2005, täglich 18.30, 20.15 und 22 Uhr, im "Stadtkino", 1030 Wien, Schwarzenbergplatz 7-8, zu sehen. ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ Asyl in Not, Währingerstraße 59, A-1090 Wien Telefon +43/1/408 42 10, Fax +43/1/405 28 88 mailto:office at asyl-in-not.org http://asyl-in-not.org ================================================== 09 Das nächste Mal wirst du hingerichtet! "wadi wien" ================================================== Ein Artikel über einen jungen schwulen Iraner, der aus dem Iran in die Türkei geflüchtet ist, weil er um sein Leben unter dem Mullah-Regime fürchtet: Next Time, You'll Be Executed A Young, Gay Iranian Torture Victim Speaks Out http://www.gaycitynews.com/gcn_438/nexttimeyoullbe.html -- WADI - Verband für Krisenhilfe und solidarische Entwicklungszusammenarbeit e-mail: wadi.wien at gmx.at Tel.: 0699-11365509 Postfach 105 A-1181 Wien Spendenkonto in Österreich: Kontonummer 07.405.301 Evangelische Kreditgenossenschaft eG BLZ 31800 IBAN: AT10 3180 0000 0740 5301 BIC: EVKRATW1 Website mit weiteren Informationen zu Projekten von Wadi und Veranstaltungshinweisen: www.wadinet.at ================================================ C) TERMINE ================================================ ======================== Dienstag http://www.mund.at/butt/Termine/September/2709.htm Mittwoch http://www.mund.at/butt/Termine/September/2809.htm Donnerstag http://www.mund.at/butt/Termine/September/2909.htm ======================== ================================================ D) EDITORIAL ================================================ Für den Inhalt verantwortlich: Ihr. E-Mail-Adresse für Beiträge: widerstand at no-racism.net geschickt. widerst at nd MUND und alle Termine täglich aktualisiert im Web: http://www.no-racism.net/MUND Ziel von MUND (medienunabhängiger Nachrichtendienst) ist die unzensurierte und möglichst rasche Information über gesellschafts- politisch relevante Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu Widerstand und Antirassismus sowie verwandte Themen. sollen einen Titel, Namen und Emailadresse der/des AutorIn enthalten und möglichst kurz und prägnant gehalten sein, ev. mit Hinweis, wo weitere Informationen eingeholt werden können. Bitte keine Attachments! Die inhaltliche und sachliche Verantwortung liegt bei der/dem jeweiligen AutorIn bzw. jenen, die uns die Beiträge schicken. Der MUND wird von einzelnen TagesredakteurInnen zusammengestellt. Da Fehler nicht ausgeschlossen sind, bitten wir, nicht veröffentlichte Beiträge nochmals an widerstand at no-racism.net zu senden. Die Weiterleitung (auch auszugsweise) ist erwünscht. Beiträge mit rassistischen oder sexistischen Inhalten werden nicht veröffentlicht. Sehr persönliche Meldungen werden wir an den betreffenden Adressaten weiterleiten, aber nicht im MUND veröffentlichen. Die bisherigen Ausgaben sind unter http://www.no-racism.net/MUND archiviert. Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage: * Wann: Sonntag, 11.11.2001, 11:11 Uhr * * Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" * * Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf * * Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie. Aber kurz und prägnant.* Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch stillschweigend Zensur zu üben. Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die Nichtaufnahme geliefert. (Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.) Die AbsenderInnen der betroffenen Beiträge werden hiervon informiert. Im Sinne einer "gläsernen Zensur" könnt ihr Euch die Beiträge gerne extra schicken lassen: Ein kurzes Mail an widerstand at no-racism.net genügt. ================================================ E) VERTEILERLISTE ================================================ Zur Eintragung in diesen Verteiler bitte direkt subskribieren unter http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/analle oder von der einzutragenden Adresse aus ein mail schicken an: admin at no-racism.net mit folgendem Text: subscribe no-racism Bitte wegen Automatisierung diesen Wortlaut verwenden! Zur Austragung aus dieser Liste bitte an aus Einsendungen an zusammengestellt. Bitte keine Attachments! (werden nicht angenommen) Für diese Ausgabe nicht aufgenommen: nix. Redaktionsschluss für diese Ausgabe: 20:00 Uhr III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III widerst at nd-MUND is powered by http://alt.strg.at/ From analle at no-racism.net Wed Sep 28 14:59:19 2005 From: analle at no-racism.net (=?iso-8859-1?q?MUND=3A_medienunabh=E4ngiger_Nachrichtendienst?=) Date: Wed, 28 Sep 2005 08:59:19 -0400 Subject: widerst@nd - MUND: Mittwoch, 28. 9. 2005 Message-ID: <3610374010.20050928085919@nessizius.com> widerst at nd MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst Mittwoch, 28. September 2005 www.no-racism.net/mund ================================================ A) INHALT ================================================ ================================================ 01 29.9.:Speakerscorner mit R.Wadani(Wehrmachtsdeserteur)/ 2.10.Steiermarkwahl/Benefizsong/Othohaguamhen freigesprochen Von: August Faschang ================================================ 02 Einladung Gespräch - Flucht.Hintergründe - 3.10.05 Von: Gundi Dick ================================================ 03 Presseerklärung: Aktionen gegen Bildungsabbau am 7. Oktober Von: ASt-LFI ================================================ 04 reminder Noches de Buenos Aires und Ladies Night Von: KosmosTheater ================================================ 05 PA Theater 20 000 Meilen Von: Presse SOS-Menschenrechte ================================================ 06 Filmempfehlung „Operation Spring“ Von: Initiative muslimischer ÖsterreicherInnen ================================================ 07 Die "andere" Hymne - Minderheitenstimmen zum Nationalfeiertag Von: Cornelia Kogoj ================================================ 08 AUF-TAGUNG: 60 JAHRE VERDRÄNGUNG 30.9. bis 2.10.05 Von: AUF EINE FRAUENZEITSCHRIFT ================================================ 09 Rückblick Eröffnung + Programm 29. September - 3. Oktober 2005 Von: Martin Wassermair ================================================ 10 ZARA-Station bei der 1. Langen Nacht der Forschung Von: ZARA - Presse ================================================ ================================================ MEINUNGEN UND MELDUNGEN ================================================ ================================================ 11 10 Jahre Augustin - Ein verwirklichter Traum? Von: Mario Lang ================================================ 12 Ohnmacht und die Gesichter der Macht Von: akin ================================================ 13 Wiener (K)Wahlen: Das grosse Kandidaturen-Raetseln Von: akin ================================================ 14 Saddam Hussein steht ab 19. Oktober vor Gericht Von: wadi wien ================================================ 15 Das Letzte: Sicher in Londons U-Bahn und um deutschen AKWs Von: akin ================================================ 16 BRD/Wahlen/Glossen(I): Keine Kopiervorlage Von: akin ================================================ 17 Botswana launches war against First Nations of Bushmen Von: ECOTERRA Intl. ================================================ 18 Request for Protest Letters re Killing of Nestle Labor Leader Von: hilde grammel ================================================ 19 US-Polizei misshandelt bewusst Gays Von: RA Dr. Helmut Graupner ================================================ ================================================ B) TEXTE ================================================ ================================================ 01 29.9.:Speakerscorner mit R.Wadani(Wehrmachtsdeserteur)/ 2.10.Steiermarkwahl/Benefizsong/Othohaguamhen freigesprochen Von: August Faschang ================================================ Liebe Leute! 1) Donnerstag29.9.:Speakerscorner mit R.Wadani(Wehrmachtsdeserteur) 2) 2.10.Steiermarkwahl 3) Benefizsong für ZARA 4) Othohaguamhen freigesprochen ++++++++++++1) DO 29.9.: SPEAKERSCORNER MIT R.WADANI (WEHRMACHTSDESERTEUR) Auch am DONNERSTAG (29.9.) gibt es zusätzlich zur wöchentlichen Mahnwache gegen Schwarzorange in Österreich und Orangerot in Kärnten vor dem Kanzleramt wieder einen SPEAKERSCORNER, diesmal mit einem Referat von RICHARD WADANI (WEHRMACHTSDESERTEUR). - Nach ca. 40 000 Verfahren wurden unter der Naziherrschaft an ca. 15 000 Wehrmachtsdeserteuren Todesurteile vollstreckt und viele andere wurden in "Straf"lagern, Konzentrationslagern, "Bewährungs"verbänden u.ä. zu Tode gequält. Angesichts dieser historisch einmaligen skrupellosen Vorgangsweise gegen Deserteure sind auch jene Deserteure, die keine Widerstandskämpfer waren, jedenfalls als Opfer des NS-Unrechtssystems zu betrachten. Die Wehrmacht zu verlassen erforderte vermutlich mindestens so viel Mut, wie in ihr gehorsam (mit oder ohne innerer Zustimmung) den Dienst zum Nutzen eines Terrorregimes zu leisten, und trug jedenfalls zur Verkürzung des Kriegs und damit der NS-Mordherrschaft bei. Dennoch war die schwarzorangeblaue Regierung auch im vielbefeierten "Gedankenjahr 2005" nicht zu einer zufriedenstellenden Rehabilitierung von Wehrmachtsdeserteuren bereit. RICHARD WADANI hat nach seiner Desertion aus der Kriegsmaschinerie Nazideutschlands auf Seiten der Alliierten für die Befreiung von der NS-Herrschaft gekämpft und setzt sich seit Jahren für eine Rehabilitierung ehemaliger Wehrmachtsdeserteure in Österreich ein. - Informationen aus erster Hand mit der Möglichkeit zu Fragen und zur Diskussion diesen Donnerstag beim Speakerscorner! Treffpunkt ist um 19Uhr45 Ecke Ballhausplatz/Heldenplatz, Beginn 20Uhr. Und danach sind wieder alle Teilnehmerinnen im Stammlokal in der Neustiftgasse willkommen! Und wie jeden Donnerstag gibt es schon ab 17Uhr die WIDERSTANDSLESUNG (Ecke Ballhausplatz/Heldenplatz). ++++++++++++2) SO 2.10.: LANDTAGSWAHL IN DER STEIERMARK Wer in der Steiermark wahlberechtigt ist, hat am Sonntag die Möglichkeit, mit dem Stimmzettel die rassistische, homophobe, unsoziale schwarzorangeblaue Bundesregierung mit ihrem gestörten Verhältnis zu den Nazi-Verbrechen zu schwächen. +++++++++++3) "SEIBANE" - BENEFIZSONG FÜR ZARA Als Nachtrag zum Speakerscorner vom18.8. mit H. Kayahan von ZARA (Zivilcourage und Anti-Rassismus-Arbeit) noch ein Hinweis auf eine Benefizaktion von Tres Monos zugunsten von ZARA. ZARA berät seit 5 Jahren Opfer und ZeugInnen von Rassismus, macht Rassismus Monitoring und liefert mit dem jährlichen Rassismus-Report die einzige derart breit zugängliche Informationsquelle über Rassismus in Österreich. Die schwarzblauorange Regierung lehnt seit 5 Jahren alle Ansuchen um finanzielle Unterstützung von ZARAs Beratungsstelle für Opfer und ZeugInnen von Rassismus ab. Wer sich für den Benefizsong interessiert: siehe ANHANG1. ++++++++++4) FREISPRUCH FÜR EBHOMHENYA OTOHAGUAMHEN,SPENDEN VON NÖTEN E.O. ist ein Flüchtling aus Nigeria, der in Kärnten von PolizistInnen mißhandelt wurde, nachdem er um ein Glas Wasser gebeten hatte. Dann wurde er wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt angeklagt. Es gab im Sommer eine Petition an das und eine Kundgebung vor dem Innenministerium. (Näheres in den Donnerstagsaussendungen 04082005 und 11082005). Am Freitag wurde er freigesprochen, es bleiben aber hohe Kosten im Zusammenhang mit dem Verfahren. Wer sich für den Freispruch und die Spendenmöglichkeit interessiert: siehe ANHANG2. ligrü Gustl ************ANHANG1:BENEFIZSONG FÜR ZARA "Seibane" - Benefizsong gegen Rassismus Tres Monos unterstützt ZARA Campoz und Topoke sind Tres Monos, eine in Wien ansässige multinationale HipHop-Formation, die neben Musik, Film und Videoclips mit ihrem> sozialpolitischen Engagement bestechen. Topoke, Frontman und Lyricist von Tres Monos, drehte 2004 einen Dokumentarfilm über den Mauretanier Seibane Wague, der im Juli 2003 auf tragische und brutale Weise während einer Amtshandlung im Wiener Stadtpark ums Leben kam. Der Song "Seibane" ist die musikalische Umsetzung und Aufarbeitung der dabei empfundenen Ohnmacht gegenüber Rassismus. "Meine Befindlichkeiten mitzuteilen, ist mein Beitrag für die Verständigung zwischen Menschen und Kulturen. Der Fall Seibane Wague hat uns zutiefst betroffen gemacht und darf nicht in Vergessenheit geraten", erklärt Topoke. "Wir wollen, dass so viele Menschen wie möglich den Song 'Seibane' hören und verstehen. Wir wollen damit zu mehr Zivilcourage aufrufen!"> Deshalb ist der Song nur gegen eine Spende an den Verein ZARA zur Aufrechterhaltung der einzigen Beratungsstelle für Opfer und ZeugInnen von Rassismus in Österreich erhältlich. "Mit jedem Benefizkauf des Songs 'Seibane' unterstützt ihr das Anliegen von ZARA, aktiv für mehr Zivilcourage und Gleichbehandlung in unserer Gesellschaft einzutreten", betont Dieter Schindlauer, Obmann von ZARA. Ein Stream des Songs samt Video ist auf der ZARA-Homepage zu finden und über den neuen ZARA-Shop gegen eine Spende zu erwerben. Reinhören & anschauen unter: www.zara.or.at und www.tresmonos.com ************ANHANG2:FREISPRUCH FÜR EBHOMHENYA OTOHAGUAMHEN,SPENDEN VON NÖTEN FREISPRUCH FÜR EBHOMHENYA OTOHAGUAMHEN: HERUMFUCHTELN STATT WIDERSTAND 'Herumfuchteln' und widersprüchliche Aussagen der PolizistInnen: Ebhomhenya Otohaguamhen wurde heute im Landesgericht Klagenfurt vom Vorwurf, Widerstand gegen die Staatsgewalt angewandt zu haben, freigesprochen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Die BeamtInnen haben sich in widersprüchliche Aussagen verstrickt, am Ende der Verhandlung haben sich die Beteiligten auf die Begrifflichkeit eines diffusen "Herumfuchtelns" von seiten Ebhomhenya Otohaguamhens, welches auf keine Widerstandshandlung gegen die Festnahme schließen läßt, geeinigt. Die BeamtInnen mußten ihre Aussagen relativieren. Freispruch und Öffentlichkeit: Die Verhandlung verlief auch diesmal unter dem wachsamen Auge der Öffentlichkeit, zahlreiche ProzeßbeobachterInnen bestärkten Ebhomhenya Otohaguamhen in seinem Selbstvertrauen. Notwendigkeit solidarischer Unterstützung: Ebhomhenya Otohaguamhen hat auf die Solidarität zahlreicher Menschen sowie auf professionelle und engagierte rechtliche Unterstützung zurückgreifen können, unserer Einschätzung nach hat dies dazu beigetragen, die Familie in Kärnten vor weiterer ungerechter Behandlung zu schützen. Allerdings: der ganze Formalismus, die Anwaltskanzlei, mit dem Verfahren im Zusammenhang stehende Aktivitäten verursachen relativ hohe Kosten. Daher möchten wir uns an dieser Stelle für die Solidarität nicht nur bedanken sondern auch um einen finanziellen Beitrag bitten, aus eigener Kraft sind die entstehenden Zahlungsverpflichtungen nicht mehr zu bewältigen. Spenden erbitten wir unter dem Kennwort 'kein mensch ist illegal' auf das Konto der Arge Wehrdienstverweigerung und Gewaltfreiheit: Sparda Bank: BLZ 49460, Kontonummer: 00-473.805; Legalisierung der Familie Otohaguamhen: Der Freispruch ist erst die Voraussetzung dafür, das Asylverfahren nochmals neu zu beginnen. Die Familie benötigt dringend einen legalen Status in Österreich. friedliche grüße, barbara hable und florian walter initiative abflug rosalia krenn arge wehrdienstverweigerung, gewaltfreiheit & flüchtlingsbetreuung ================================================ 02 Einladung Gespräch - Flucht.Hintergründe - 3.10.05 Von: Gundi Dick ================================================ *Flucht.Hintergründe* Südwind Wien lädt zu einem Gespräch mit Frauen und Männern aus Afrika In Wien leben tausende Menschen aus Afrika. Die meisten von ihnen waren gezwungen, ihre Heimat zu verlassen, weil sie verfolgt wurden, oder weil ihre Lebenssituation unerträglich wurde. Sie suchen Zuflucht in Europa und riskieren dabei oft ihr Leben. In Österreich angekommen, stoßen sie vielfach auf Unverständnis, Arroganz und Ablehnung, sodass sie nur schwer ein neues Leben beginnen können. Um sich gegenseitig besser zu verstehen, ist es für die Menschen aus Afrika und für die Menschen hier wichtig, mehr voneinander zu wissen. Daher laden wir Sie zu diesem Gespräch ein und freuen uns auf ihre Teilnahme. Mit: Marion Oshoshor aus Nigeria Koffe Kossane aus Cote d'Ivoire Ozoekwe Cyril Chaka aus Nigeria Christopher Eden aus Nigeria Moderation: Herbert Berger, Südwind *Zeit: Mo, 3.10.05, 18:30-21:00 Anschließend laden wir Sie zu Fairen Snacks ein. * *Ort: Frauensolidarität, Berggasse 7. Seminarraum, 1090 Wien* Information: Renate Sova, Südwind Wien, Laudongasse 40, 1080 Wien, Email: renate.sova at oneworld.at In Kooperation mit Frauensolidarität und Die Bunte. Informationen bei: Renate Sova Regionalstelle Wien Südwind Agentur / http://www.suedwind-agentur.at/ Laudongasse 40, 1080 Wien Tel: +43 1 405 55 15 327 Fax: +43 1 405 55 19 Mail: renate.sova at oneworld.at ================================================ ================================================ 03 Presseerklärung: Aktionen gegen Bildungsabbau am 7. Oktober Von: ASt-LFI ================================================ Presseerklärung: Demonstration und Jugend-Aktionskonferenz gegenBildungsabbau am7. Oktober Protest gegen Ende des freien Hochschulzugangs undBildungsabbau nimmt zu Aktionskomitees an den Schulen rufen zu Demonstration undKonferenz am 7. Oktober auf Pressekonferenz am 4. Oktober Die Einführung von Zugangsbeschränkungen an denösterreichischen Hochschulen und der fortgesetzte Bildungsabbau durchdieRegierung Schüssel sorgt für wachsenden Unmut unter Jugendlichen. Hinzukommtnoch die wachsende Jugendarbeitslosigkeit, die die Zukunftsaussichtenfür vieleimmer trister werden läßt. Thomas Patz, ein Sprecher der Aktionskomitees, stellt fest:„Seit Jahren wird bei der Bildung eingespart und jetzt droht demfreienHochschulzugang das endgültige Aus. An den Schulen herrscht daher dickeLuft.Viele sagen jetzt: So kann es nicht mehr weitergehen, wir müssen aufdie Straßegehen!“ Roman Birke, ein weiterer Sprecher der Aktionskomitees,meint: „Klar ist, dass es mit ein paar Protest-Erklärungen der offiziellen SchülerInnen-Vertretungennicht getan ist. Wir brauchen jetzt eine Streik-Kampagne, um den nötigen Druck auf die Regierungausüben zu können. Der Widerstand muss von der Basis in den Schulen,der Uniund Lehrwerkstätten ausgehen.“ An einer Reihe von Schulen haben sich daher in den letztenWochen Aktionskomitees gebildet. Ihr Ziel ist die Organisierung vonStreiks undDemonstrationen gegen den Bildungsabbau. Eine erste Demonstrationfindet amFreitag, dem 7.Oktober, um 15.30 statt (Treffpunkt Oper), danachversammelnsich AktivistInnen zu einer Jugend-Aktionskonferenz. Am Dienstag, 4. Oktober 10.00, findet im Cafe Votiv(Reichsratsstraße 17, 1010 Wien, Nähe Universität) eine Pressekonferenzstatt,bei der Vertreterinnen und Vertreter der Aktionskomitees über diekommendenProteste informieren werden. Nähere Informationen unter: Roman Birke (0650/55 888 21) Thomas Patz (0664/5765387) Michi Pils (0650/25 10 170) Michael Pröbsting (0650/406 83 14) ================================================ ================================================ 04 reminder Noches de Buenos Aires und Ladies Night Von: KosmosTheater ================================================ KosmosTheater präsentiert: Werte Redaktion! Aus besonderem Anlass möchten wir Sie nochmals auf unser aktuelles Programm aufmerksam machen: Noch bis 08. Oktober gastiert erstmals die Theater- und Musikgruppe Los Cometabrás in Wien. Die Aufführungen finden in spanischer Sprache statt, sind jedoch für nicht spanisch-sprachiges Publikum durchaus verständlich und unterhaltsam. Da die spanisch-sprechende Community in Wien eher selten Theaterangebote erhält, ersuchen wir Sie um spezielle Ankündigung und / oder Berichterstattung. Nähere Informationen (auch in spanischer Sprache) und druckfähige Fotos erhalten Sie gerne bei uns bzw. auf unserer website. Noches de Buenos Aires Los Cometabrás MI 28.09. - SA 01.10. / 20:30 Uhr 2 mujeres para voZ Musikkabarett Eine Geschichte von Verzauberung und Ernüchterung. Damit diese beiden Frauen den langen Weg der Suche nach Liebe und Anerkennung bewältigen können, müssen sie zuvor die Panzer aufbrechen, die sie umgeben. Mit allen Facetten der menschlichen Stimme lassen sie uns die Intimität des theatralen Aktes wieder entdecken. Geht es um Witz, Täuschung oder Komplizinnenschaft - sie lassen ihre Stimme erschallen ... a capella! Von und mit: Alejandra Cash Dalila Regie: Leandro Rosati DI 04. - FR 07.10. / 20:30 Uhr Trip telúrico Ein Werk des Terrors Groteske Einen einfachen Mann ereilt ein tragisches Schicksal. Was als Traum beginnt, entwickelt sich zu furchtbarer Realität. In dieser rituellen Zeremonie versucht er, bei Sinnen zu bleiben und sein Ziel nicht aus den Augen zu verlieren. Aber „die anderen“ benützen ihn und die Situation, um ihre Machtgelüste zu befriedigen. Verführung, Angriff und Täuschung sind dabei die Mittel der Wahl. Die szenische Umsetzung baut vornehmlich auf intensiver Körpersprache, wobei Tanz, Musik, Maskenspiel und Video sich zu Bildern und Subtexten fügen, die auch in der Bildsprache der Inszenierung anklingen. Dieses Stück resultiert aus der Entstehungsgeschichte der Theatergruppe Los Cometabrás, deren Entwicklung von Variété über Musiktheater bis zu diesem ?Werk des Terrors? reicht. „In haarsträubender Abfolge von witzigen Szenen, brillianten Klängen und Farben entrollt sich eine absurde, bisweilen kafkaeske Geschichte. Macht und ihre Pervertierung gewinnen schließlich die Oberhand über die Hauptfigur des Stückes, einen total einsamen, weil unkorrumpierbaren Beamten. Bis sie ihn zerstören. – Hervorragend!“ Sonia Gonorazsky. Abrí Magazine. August 2004 von Leandro Rosati y Teresa Lopez mit Dalila, Maria Marcela Lasarte, Leandro Rosati, Teresa Lopez Regie: Leandro Rosati SA 08.10./ 20:30 Uhr Noche de Tango y Cabaret Eine phantastische Tangonacht beendet die Noches de Buenos Aires im KosmosTheater. Das Publikum ist eingeladen, zu Milonga und anderen Rhythmen mitzutanzen! Los Cometabrás ist eine freie Gruppe, die im Genre Musiktheater experimentiert, indem sie es mit verschiedenen Kunstformen wie Commedia dell’Arte, Variété, Straßentheater, Tanztheater und Musik kombiniert. Termin MI 28.09. – SA 08.10. 2005 Veranstalter KosmosTheater Preis Euro 14 / ermäßigt 12 >> Mehr Info Oscar Balducci Ladies Night zweite Runde Sie sind wieder da. Die Ladies Night geht in die zweite Runde. Bunt schillernd und vielfältig wie nie zuvor. Alle 2 Wochen frisch aufgetankt. Die Augen weit geöffnet. Eine Stunde vor dem neuen Tag. Alles ist möglich.... Mit 9,50 Euro inklusive 1 Getränk sind Sie mittendrin. Ladies Night...macht müde Fische wieder munter! Mit: Eva D., Susanne Draxler, Christina Förster, Natascha Gundacker, Ingeborg Schwab, Gerti Tröbinger, Christa Urbanek u.a. Termin ab Fr. 30.09. vierzehntägig (14.10., 28.10., 11.11., 25.11., 09.12) / 23:00 Uhr Preis Euro 9,50 inkl. 1 Getränk Ladies KosmosTheater / A-1070 Wien Siebensterngasse 42 / Tel. 01 5231226 / http://www.kosmostheater.at / email: office at kosmostheater.at / anVeranstaltungstagen geöffnet ab 19:00 / Büro Mo-Fr 11:00 bis 15:00 ================================================ ================================================ 05 PA Theater 20 000 Meilen Von: Presse SOS-Menschenrechte ================================================ A-4020 Linz, Tummelplatz 5, Tel.: 0732/777404 Betreff:Kultur/ Integration/ Asyl Datum:28. September 2005 20 000 Meilen im Wiener Schauspielhaus Anne Bennet und Otto Lechner als Special Guests 20000 Meilen feiert nach erfolgreicher Österreich-Tournee vom 19. – 23.Oktober das Comeback mit Special Guests Anne Bennet und Otto Lechner im WienerSchauspielhaus. „Fürmich ist es eine große Freude mitspielen zu dürfen und zu können. 20 000 Meilenist die Wiederbegegnung von brasilianischer und afrikanischer Kultur im Rahmenösterreichischer Asylbürokratie“, so Otto Lechner. Wasals Theaterworkshop für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge in derErstaufnahmestelle Traiskirchen 2004 begann, endete mit Aufführungen quer durchÖsterreich. Startpunkt des Erfolges waren die Aufführungen im WienerSchauspielhaus im März 2005. Daraufhin folgten Auftritte in Linz, Wels, beimKasumama Festival/ NÖ, beim Donauinselfest in Wien u.v.m. „AlsAbschluss des Projektes kehrt 20 000 Meilen nun an den Ort zurück, wo derAufstieg begann. Diese Auftritte stellen den Höhepunkt der einjährigenZusammenarbeit mit den Asylwerbern dar. Die Mitwirkung der namhaftenösterreichischen Künstler ist nicht nur ein Zeichen der Anerkennung für dieMitwirkenden, sondern vor allem auch ein politisches Signal der Notwendigkeitkreativer und künstlerischer Flüchtlingsarbeit” so Andreas Gruber,Vorsitzender von SOS-Menschenrechte. Indieser Produktion von SOS-Menschenrechte mit dem international bekanntenbrasilianischen Künstler Joãode Bruçó wurde erstmalig in der Erstaufnahmestelle Ost ein kulturellesProjekt unter professioneller künstlerischer Leitung durchgeführt. Vorlagedes skurrilen, subversiven, romantischen und wilden Musiktheaters ist der Roman20.000 Meilen unter den Meeren von Jules Verne. Captain Nemo und seine Crewkehren der Zivilisation, wie wir sie kennen, den Rücken und entwickeln auf demU-Boot Nautilus ihre eigene auf die Natur zugeschnittene Form desZusammenlebens. Geradedieses Stück thematisiert den Kampf gegen Unrecht, für die Harmonisierung vonMensch und Umwelt sowie von Reichtum und Armut und eignet sich daher für einProjekt mit Flüchtlingen besonders gut. ImMittelpunkt des Stückes stehen zwölf Unbegleitete Minderjährige Flüchtlinge.Von der Musik bis hin zur Endproduktion, von den Kostümen bis hin zumBühnenbild ist alles aus der Hand von minderjährigen Asylwerbern, unterprofessioneller Anleitung entstanden. Das gesamte Bühnenbild und dieMusikinstrumente sind aus "Abfall" entstanden. Das U-Boot besteht ausKinderwagenrädern, Ampellichtern, Plexiglas, Abfallrohren und alten Reifen. Termine:19. bis 23. Oktober jeweils 20:00 WienerSchauspielhaus FürInterviewtermine betreffend die Vorberichterstattung stehen ihnen die Künstlernach Rücksprache gerne zur Verfügung. Rückfragehinweise: Mag.Karin Mach Öffentlichkeitsarbeit A-4020Linz, Tummelplatz 5 Tel.:0732/ 777 404 bzw. 0699/1880 4041 mach at sos.at ================================================ 06 Filmempfehlung „Operation Spring“ Von: Initiative muslimischer ÖsterreicherInnen ================================================ „Operation Spring“ Filmempfehlung Stadtkino, 23.9.-13.10., täglich 18.30, 20.15 und 22 Uhr aus http://no-racism.net/article/1354/ Audiomitschnitte von Radiosendungen zum Film "Operation Spring" auf Radio Orange 94.0. Eine Filmempfehlung, ein StudioGespräch und Interviews. Der Film ist seit 23. September 2005 in Wien und Graz im Kino zu sehen. Filmempfehlung von Radio Stimme Operation Spring war nicht nur der Codename fuer die bisher groesste Polizeiaktion in Oesterreich - Operation Spring ist auch der Titel des neuen Dokumentarfilms der beiden FilmemacherInnen Angelika Schuster und Tristan Sindelgruber, in dem diese die Ereignisse rund um die Polizeiaktion darstellen und die Gerichtsprozesse der folgenden Jahre nachzeichnen. Eine Filmempfehlung von Gerd Valchars, der mit den FilmemacherInnen gesprochen und unter Verwendung einiger Filmausschnitte folgenden Beitrag gestaltet hat. Operation Spring ist ein Film von Angelika Schuster und Tristan Sindelgruber. Zu sehen ab 23. September in Wien, im Stadtkino am Schwarzenbergplatz sowie in Graz im Augartenkino KIZ. Der Film „Operation Spring“ ist von 23. September bis 13. Oktober 2005, täglich 18.30, 20.15 und 22 Uhr, im „Stadtkino“, 1030 Wien, Schwarzenbergplatz 7-8, zu sehen. ================================================ 07 Die "andere" Hymne - Minderheitenstimmen zum Nationalfeiertag Von: Cornelia Kogoj ================================================ Die„andere“ Hymne Minderheitenstimmenzum Nationalfeiertag DieInitiative Minderheiten begrüsst prinzipiell den Vorschlag derBundsregierung die Österreichische Bundeshymnefrauenfreundlicher zu machen. Doch „mit kosmetischen Korrekturen inRichtung Frauen kann es nicht abgetan werden, es müsste eineNeuausschreibung erfolgen“, so die stellvertretende Vorsitzende derInitiative Minderheiten und Projektleiterin von „Die andere Hymne –Minderheitenstimmen zum Nationalfeiertag“, Ursula Hemetek. Es gibtviele Gruppen in Österreich, die sich mit dieser Hymne nichtidentifizieren können, wie etwa die ethnischen und sozialenMinderheiten (MigrantInnen, Volksgruppen, Lesben und Schwule undMenschen mit Behinderung etc.). DieInitiative Minderheiten präsentiert deshalb zum österreichischenNationalfeiertag inoffizielle „Minderheitenhymnen“. Es sindIdentitätslieder verschiedenster Minderheitengruppen –bearbeitet, verfremdet oder parodiert. Mit kreativen Mitteln werdenMachtstrukturen und Nationalismen hinterfragt und Gegenstimmenpropagiert. Die Ergebnisse dieses künstlerischen Prozesseswerden am 26. Oktober 2005 erstmalig in einem Konzert derverschiedenen MinderheitenmusikerInnen der Öffentlichkeitvorgestellt. Datum:Mittwoch, der 26. Oktober 2005 um 20.00 Uhr Ort:Sargfabrik, Goldschlagstraße 169, 1140 Wien Eintritt:? 15,- (Ermäßigt im Vorverkauf über die BankAustria und im Cafe-Restaurant Sargfabrik) Mitwirkende Dieburgenländisch-kroatische Rockgruppe Bruji DasTuglu-Tirpan-Project guests AlexandraTehovnik Co. DieKärntner-slowenische Rockgruppe Bali? DasRomaensemble Ru?a Nikolic Lakatos DerChor des Klubs slowenischer Studentinnen und Studenten in Wien / Zborkluba slovenskih ?tudentk in ?tudentov na Dunaja (Klavier: HaraldHuber) ChorLaLumpur(Schwulenacapellaquintett) KomponistInnenund AutorInnen AlleMitwirkenden sowie Helga Pankratz (für die Lesben- undSchwulenhymne) und Erwin Riess (für die Behindertenhymne);Choraragement: Harald Huber Konzeptund Ausführung UrsulaHemetek Öffentlichkeitsarbeit CorneliaKogoj EinProjekt der Initiative Minderheiten in Kooperation mit GrüneBildungswerkstatt Minderheiten ÖsterreichischeDialektautorInnen Institutfür Volksmusikforschung und Ethnomusikologie an der Universitätfür Musik und darstellende Kunst Wien Gefördertdurch BKAKunst Kulturabteilungder Stadt Wien INITIATIVEMINDERHEITEN Gumpendorferstr.15/13 1060Wien Tel586 12 49-18 kogoj at initiative.minderheiten.at,www.initiative.minderheiten.at ================================================ ================================================ 08 AUF-TAGUNG: 60 JAHRE VERDRÄNGUNG 30.9. bis 2.10.05 Von: AUF EINE FRAUENZEITSCHRIFT ================================================ *AUF-TAGUNG: 60 JAHRE VERDRÄNGUNG aus feministischer Sicht* * Referentinnen: Chris Standfest, Brigitte Bailer-Galanda, Christina Thürmer-Rohr Mitwirkende: Martha Keil, Lisa Rosenblatt, Hannah Fröhlich, Hildegard Pruckner** * Fr 30. September, Sa 1. & So 2. Oktober im ehemaligen jüdischen Theater Nestroyhof, 1020 Wien, Nestroyplatz 1/10 Veranstaltung für Frauen, Ausführliches Programm im .pdf - Anhang * Freitag 30. September * *14:30 *FÜHRUNG * Martha Keil */Institut für Geschichte der Juden in Österreich/ *"Geschichte Umgehen" *Führung durch die jüdische Leopoldstadt. Treffpunkt Kai, Morzinplatz, Stiegenaufgang zur Rupprechtskirche. UKB 7/5 Euro * Nestroyhof*; 1020 Wien, Nestroyplatz 1/10 * **19:00 Begrüßung durch AUF-Frauen* sowie Kurzinfo: *Chris Standfest/AUF-Frauen: Zur Geschichte des ehemaligen jüdischen Theaters im Nestroyhof* *19:15* VORTRAG *Brigitte Bailer-Galanda */Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstands/ *Widerstand als Privatsache - Entschädigung als Glückssache, *Widerständigkeit und Eigenständigkeit der Frauen im Opferfürsorgegesetz nicht vorgesehen * Samstag 1. Oktober* *15:00 - 19:00 *FILME & DISKUSSION *Lisa Rosenblatt *präsentiert Teile aus unveröffentlichten eigenen Interviewmitschnitten und anderen Filmen. *Hannah Fröhlich *präsentiert *Things.Places.Years*, A/GB 2004 Regie Club Zwei *(Simone Bader & Jo Schmeiser)*. *20:00 *VORTRAG* Christina Thürmer-Rohr */feministische Philosophin, Psychologin, Forscherin zu feministischer Theorie, Menschenrechte, dialog/dialogisches Denken und Pianistin/ *"Das Vergangene ist, wenn vergangen, von unserem Urteil abhängig" (Hannah Arendt)* - Fragezeichen zur Gedenkkultur und Erinnerungsexplosion - *** Sonntag 2. Oktober * ***11:00 - 17:00* WORKSHOP* Hildegard Pruckner */Psychodramatikerin,/ /Psychotherapeutin und Historikerin/ *Psychodrama Workshop*: *Frauen-Fragen zum Thema* **WS-Anmeldung: auf at auf-einefrauenzeitschrift.at oder 01/533 91 64. Limitierte Teilnehmerinnenzahl! * Speisen- und Getränkebuffet: Frauencafé * -- AUF eine frauenzeitschrift AUF info AUF edition AUF kultur Kleeblattgasse 7, A-1010 WIEN T. +43 (1) 533 91 64, F. +43 (720) 55 41 61 auf at auf-einefrauenzeitschrift.at, www.auf-einefrauenzeitschrift.at Diese Zusendung erfolgt entsprechend den Bestimmungen des TKG §107 Abs. 4. Sollten Sie keine weiteren Zusendungen wünschen, senden Sie uns bitte eine kurze Mitteilung an: Auf at auf-einefrauenzeitschrift.at If you do not want to receive our mailings please send an e-mail to: Auf at auf-einefrauenzeitschrift.at ================================================ Von: KPÖ Steiermark To: <> Date: Tuesday, September 27, 2005, 2:21:42 AM Subject: Stmk/Wahlkampf/KPÖ-Plakate/Kahr Files: Message.html, Part.txt ================================================ Presseinformation der KPÖ Steiermark "Kommandoaktion" gegen KPÖ-Plakate Elke Kahr: Anzeige gegen unbekannte Täter Unbekannte Täter haben in der Nacht auf Dienstag fast alle Plakate der KPÖ in Graz überklebt. Die Art und Weise der Aktion lässt darauf schließen, dass politische Gegner von Ernest Kaltenegger ihren Schmutzkübelwahlkampf nun mit eindeutig rechtswidrigen Mitteln fortsetzen. Wie bereits bei einem Inserat in der "Kleinen Zeitung" vom 26. 9. 05 wird bei den für die Kommandoaktion verwendeten aus teurem Material hergestellten Aufklebern mit aus dem Zusammenhang gerissenen Zitaten operiert und von der Tatsache abgelenkt, dass die KPÖ sich im gesamten Verlauf dieses Wahlkampfes nicht an der Verächtlichmachung von politischen Mitbewerbern beteiligt hat. Die miese Aktion wird auf ihre UrheberInnen zurückfallen. Uns erscheint es als bezeichnend, dass manche Parteien uns derzeit praktisch als Schreckgespenster betrachten, gegen die jedes Mittel recht ist, während wir uns trotz aller Anfeindungen daran halten, was wir am 20. Juli 2005 im Fairnessabkommen vereinbart haben, das von ÖVP, KPÖ, Liste Hirschmann und BZÖ unterzeichnet worden ist. Damit keine Missverständnisse entstehen, betonen wir, dass die KPÖ in diesem Wahlkampf ausschließlich die folgenden Losungen verwendet: "Geben statt nehmen!", "Helfen statt reden!", "Sozialpolitik statt Eventpolitik", "Fürchtet Euch nicht!" und "Da weiß man, was man wählt". Wir werden bei der Polizei Anzeige gegen unbekannte Täter erstatten. Gemeinderätin Elke Kahr Wahlkampfleiterin der KPÖ PS: Zur Information eine Passage aus dem Sozialprogramm des ÖAAB-Steiermark (1945) "Verstaatlichung der Grossbetriebe (z. B. Alpine, Böhler, Schöller-Bleckmann, gewisser Grossbanken, usw.). Die Reingewinne sollen in Zukunft nicht mehr geschäftstüchtigen Kriegsspekulanten , sondern dem Volk zugute kommen". Quelle: Das Steirerblatt, Freitag, 9. November 1945 Rückfragehinweis: 71 24 79 KPÖ-Steiermark Lagergasse 98 a 8020 Graz Tel.: 0316 71 24 36 Fax 0316 71 62 91 email: kp.stmk at kpoe-graz.at; kpoe_stmk at hotmail.com ================================================ ================================================ 09 Rückblick Eröffnung + Programm 29. September - 3. Oktober 2005 Von: Martin Wassermair ================================================ |--- | VERANSTALTUNGSPROGRAMM |--- | 29. September - 3. Oktober 2005 |--- | Netbase | Institut für Neue Kulturtechnologien/t0 |--- | Neustiftgasse 17 | A-1070 Wien |--- | Eintritt frei! Geöffnet jeweils ab 19.00 Uhr. |--- |--- | Rückblick Eröffnung, 23. September 2005 |--- | http://www.netbase.org/t0/programm/1122990154 |--- |--- | Do., 29. September 2005, 21.00 Uhr |--- | NotTheSameColor |--- | live video-sound-duo by dieb13 and billy roisz |--- | Audio- und Video-Signale in einer neuen Funktion und Bedeutung: | Sound verursacht Images und Video-Signale werden plötzlich gehört. |--- | http://www.netbase.org/t0/programm/1122987457 | http://ntsc.klingt.org/ |--- |--- | Fr., 30. September 2005, 21.00 Uhr |--- | reservoir_bots v.3 |--- | an audio-visual interactive feedback circuit. | GameMod: Syl.Eckermann, 4Kanal Soundsystem: Szely |--- | Das Flanieren eines Bots im virtuellen Raum löst Klänge aus, die in | das Soundsystem einfließen, Prozesse durchlaufen und im realen Raum | mehrfach gespiegelt und modifiziert an die im Raum verteilten | Lautsprecher weitergeleitet werden. |--- | http://www.netbase.org/t0/programm/1123776589 | http://syl-eckermann.net/ | http://www.szely.org/ |--- |--- | Mo., 3. Oktober 2005, 19.00 Uhr |--- | Datenzwangsverhaltung |--- | Ein pseudomedizinischer Vortrag von Erich Möchel (leitender Redakteur | futurezone.ORF.at) |--- | http://www.netbase.org/t0/programm/1123838997 |--- |--- | Rückfragen: |--- | Netbase | Institut für Neue Kulturtechnologien/t0 | Neustiftgasse 17 | A-1070 Wien |--- | Tel. +43 (1) 522 18 34 | Fax. +43 (1) 522 50 58 |--- | http://www.netbase.org/ |--- ================================================ 10 ZARA-Station bei der 1. Langen Nacht der Forschung Von: ZARA - Presse ================================================ Presseeinladung: ZARA präsentiert Anti-Rassismus-Arbeitund -Forschung in Wien im Rahmen der 1.Langen Nacht der Forschung zum Thema: „ViennaSafety included – Ein sicherer Alltag für ALLE“ Samstag, 1. Oktober2005, ab 17 Uhr ZARA-Büro,Luftbadgasse 14-16, 1060 Wien ZARA - Zivilcourageund Anti-Rassismus-Arbeit – präsentiert sich mit der Station “ViennaSafety included – ein sicherer Alltag für ALLE“ im Rahmen der 1.Langen Nacht der Forschung einem breiten Publikum. Sicherheit im Alltagbedeutet für viele MigrantInnen, AsylwerberInnen und andere Mitglieder ethnischeroder religiöser Minderheiten aber auch, gleich behandelt und nichtdiskriminiert zu werden. Gleichbehandlung meint Sicherung der eigenen Existenz,also gleichberechtigter Zugang zu Arbeit und Wohnen für alle. Eine Ausstellungzu rassistischen Beschmierungen im öffentlichen Raum, ein interaktiver Vortragzu Diskriminierung am Wiener Arbeitsmarkt und ZARA-Kurztrainings regen zurReflexion über Vorurteile, rassistischen Sprachgebrauch und individuelleHandlungsmöglichkeiten an. Über Ihren Besuchwürden wir uns sehr freuen! Rückfragehinweis: Karin Bischof ZARA-Öffentlichkeitsarbeit: Tel. 929 13 99-18 presse at zara.or.at www.zara.or.at ================================================ ================================================ MEINUNGEN UND MELDUNGEN ================================================ ================================================ 11 10 Jahre Augustin - Ein verwirklichter Traum? Von: Mario Lang ================================================ Presseinformation des Augustin 10 Jahre Augustin - Ein verwirklichter Traum? Der Augustin, Wiens Straßenzeitung, feiert am 1. Oktober seinen zehnjährigen Geburtstag. Die Gründerinnen und Gründer werden aus diesem Anlass immer wieder gefragt, was sich in diesen zehn Jahren geändert hat. Hier der Versuch einer Bilanz. Vorneweg der Schluss: Der Augustin ist kein verwirklichter Traum. Denn die Gründerinnen und Gründer hätten vor zehn Jahren nicht einmal im Traum vorwegnehmen können, wie sich ihr "Kind" entfalten würde ... VOR 10 JAHREN hatte der Augustin 6 Verkäuferinnen und Verkäufer. Mehr meldeten sich nicht, denn die Straße wollte mit der Stadt nichts zu tun haben. Die Obdachlosen glaubten, sie hätten es mit einem Rathausprojekt zu tun. Alle 6 beherrschten das Meidlinger L. HEUTE hat der Augustin 450 registrierte Verkäuferinnen und Verkäufer und eine Dunkelziffer von Pfuscherinnen und Pfuschern ohne Ausweis. Das Vertriebsbüro ist eine Partnerstadt von Babylon. Rund 40 Muttersprachen ergeben das Allgemeine Augustin-Geraune. Ein durchschnittlicher afrikanischer Kolporteur kann seinen Charme in fünf Sprachen ausdrücken: auf Deutsch, auf Englisch, auf Französisch und in zwei afrikanischen Sprachen. Die Meidlinger entdeckten, dass das Russische L wie ihr eigenes klingt. Eine gute Basis für die Zusammenarbeit. VOR 10 JAHREN war der Augustin 24 Seiten dünn und erschien einmal im Monat. Die besten Artikel waren jene, die aus guten Zeitungen gestohlen worden waren, und die autobiografischen Berichte des Wiener Sandlerkönigs. Schon damals stand der Augustin im Dienst der Volkserziehung: der Sandlerkönig berichtete, wie man mit der Eisenbahn von Wien bis Malaga fährt, ohne zu bezahlen, und wie man ein Haus besetzt. HEUTE ist der Augustin 56 Seiten dick und erscheint zweimal im Monat. Weil die Texte der vielen eigenen Schreiberlinge spannender als die Artikel der anderen Zeitungen sind, wird nichts mehr gestohlen. Institutionen, die Herrschaft und Kontrolle über arme Leute ausüben, behaupten, die Augustin-Artikel seien nicht objektiv. Danke für das Kompliment, erwidert die Augustin-Redaktion. VOR ZEHN JAHREN beschlossen die Gründerinnen und Gründer des Augustin, das Projekt ohne Subventionen aufzubauen. Die üblichen Subventionsgeber waren froh, dass sie nicht belästigt wurden. BIS HEUTE hat der Augustin keinen Groschen und keinen Cent Subvention bekommen. Die üblichen Subventionsgeber sind besorgt, weil ihnen dadurch die Möglichkeit der Kontrolle und der Einflussnahme entgeht. Viele nennen es wahnsinnig, vor einem offenen Subventionstopf zu flüchten wie der Teufel vor dem Weihwasser. Wir sind lieber wahnsinnig als abhängig, sagt das Augustin-Team. VOR ZEHN JAHREN konnte der Augustin den Bedürftigen nichts bieten außer das Verkaufen der Zeitung und das Schreiben für die Zeitung. Die Frauen und Männer des Urgesteins wussten noch nichts von den 1000 Ideen, die in ihren Köpfen schlummerten. HEUTE sind die ersten dieser Ideen aus den Köpfen ausgebrochen und haben sich in Wirklichkeit verwandelt. Mit der Schreibwerkstatt, der Radiogruppe, dem Chor Stimmgewitter, der Theatergruppe, dem schwarz-weißen Fußballteam und mit dem Anlauf zur Eroberung des Freitag des Dreizehnten ist der Augustin die lebendigste Baracke des Slums, die manischte Abteilung des Irrenhauses, der bunteste Winkel der Grauzone, die vielseitigste Ausgeburt des Randes. Wie das Gesamtkunstwerk Augustin weiter in die Breite wuchert, steht nicht einmal im Augustin-Horoskop. VOR ZEHN JAHREN mussten Sozialhilfeempfänger, Obdachlose und Flüchtlinge den vollen Preis bei den Wiener Linien bezahlen. HEUTE müssen Sozialhilfeempfänger, Obdachlose und Flüchtlinge den vollen Preis bei den Wiener Linien bezahlen, obwohl Augustin-Leute zehnmal eine Straßenbahn besetzten. Manchmal fällt auch dem Augustin nicht ein, wie man eine Revolution macht. Im Rahmen des Geburtstagsfestes am Samstag, 1. Oktober 2005 im OST (ehemaliges Atrium) am Schwarzenbergplatz, Beginn 19 Uhr, stellen sich die oben angeführten Kultur- und Freizeitprojekte des Augustin vor. Wir würden uns freuen, Sie bei unserem Fest begrüßen zu dürfen. Das AUGUSTIN-Team Tel.: 587 87 89 ================================================ ================================================ 12 Ohnmacht und die Gesichter der Macht Von: akin ================================================ > Ohnmacht und die Gesichter der Macht In Polen streben zwei Brueder mit grosser Konsequenz nach noch mehr politischer Macht. Sie sehen einander so aehnlich, dass sie oft vertauscht und vom Volk nur ‘die Zwillinge’ genannt werden. Jaroslaw und Lech Kaczynski sind auch tatsaechlich Zwillinge, die mit identischen law-and order-Spruechen das Wahlvolk ueberzeugt haben. Die rechtskatholische Partei ‘Recht und Ordnung’ der beiden wird Polen aus dem Fiasko der Umwaelzungen nach der Wende in den sicheren Hafen der EU fuehren, lautet die hoffnungsvolle politische Parole fuer einen immer groesseren Teil der Bevoelkerung. Den Preis fuer diesen Schnellsiedekurs in Globalisierung fuerchtet wiederum der andere Teil Polens, der durch das Zusperren der Werften sowie der riesigen Stahlwerke den Arbeitsplatz bereits verloren hat. Die Unmoeglichkeit, Jobs aufzutreiben, fuehrt zu der exorbitant hohen Arbeitslosenrate mit einer minimalsten sozialen Absicherung -- was die Rechtskatholen wie meist ueberhaupt nicht stoert. Jaroslaw koennte uebrigens bald Regierungschef werden, waehrend Lech spaeter mal Staatschef sein koennte. Die Macht der Aussergewoehnlichen? Die Union hat vor den vorgezogenen Bundestagswahlen in der BRD so um die 400.000 Stimmen mehr erhalten als die Sozialdemokraten -- ohne die bevorstehenden Wahlen in Dresden. Devise ist seither, mit allen Mitteln den Siegeswillen der eigenen Partei zu behaupten. Natuerlich wird Angelika Merkel die Union als Kanzlerin fuehren, selbstverstaendlich bleibt Gerhard Schroeder der Kanzler in Deutschland. Schroeders Gesicht, seine Gestik, eigentlich alles an ihm strahlte Sieg aus. So jemand kann nicht verlieren, auch wenn er ein paar hunderttausend Stimmen weniger erhalten hat. Und Merkels leiser Einwurf, dass eigentlich sie aufgrund der hoeheren Anzahl gewonnen habe, wurde von der Impulsivitaet der Macht Schroeders samt den heftigen Beifallskundgebungen seiner Partei zerbroeselt. Selten war eine Gewinnerin so unscheinbar, selten waren Verlierer so macht- und siegesbewusst. Ein paar Tage nach diesem Sonntag waren Koalitionsspiele und -plaudereien im ARD zu sehen. Ploetzlich sass da ein bescheidener, fast in sich gekehrter Deutscher Kanzler da, der kaum unterbrach und wahrscheinlich staendig alle ihm verbleibenden Moeglichkeiten durchzaehlte. Von denen gab es nicht viele. Die Macht der Inszenierungen? Am 23.10. finden in Wien Gemeinderatswahlen statt. Alle Prognosen gehen in die Richtung einer haushohen Mehrheit einer saturierten Wiener Sozialdemokratie. Buergermeister Haeupl liegt es fern, angesichts dieses zu erwartenden klaren Sieges eine dezente Maske anzulegen. Mit groben Spruechen untermauert er die jahrzehntelange Stadt-Herrschaft der Partei. Wer, wenn nicht er ? Sein Gesicht verraet die gewohnten Siege, in seinen Interviews wirkt er fadisiert, fast belaestigt mit dem, was er dann ziemlich schnoddrig beantwortet. Die selbstverstaendliche Macht? Und dann waer? dann noch das Gegenteil, die Macht, die sich staendig beweisen muss, die andauernd erkaempft wird: Wolfgang Schuessel, der kleine Musterschueler der Nation. Ein Mann, der Schuhe mit hohen Absaetzen traegt und der bei oeffentlichen Auftritten strategisch so plaziert wird, dass gleiche Groesse mit den anderen vorgetaeuscht wird. Ein gnadenlos begabter Karrierist, dessen Gang stets kerzengerade und dessen Sprache und Rhetorik buehnenreif sind. Ohnmacht bedeutet es, zusehen zu muessen, dass die Bevoelkerung mehrere Jahre von der Regierung missbraucht wird, um ein Sparpaket nach dem anderen zu befolgen -- Macht bedeutet, dieselbe Bevoelkerung vor den Wahlen mit Geschenken bedenken zu koennen, die in Summe vielleicht ein Zehntel der abgeknoepften Betraege ausmachen. Ohnmacht bedeutet, den Kopf stets zu beugen, wenn Maechtigere vorbeifahren oder -marschieren, die gerade deinen Betrieb nach Sued-Ost-Asien oder sonstwohin verlegen lassen. Denn es ist wahrlich nichts Neues, dass politische Macht staendig dazu missbraucht wird, um die Wahlberechtigten auch zu disziplinieren, sie auf den ‘politisch richtigen Weg’ zu fuehren. Der darin besteht, zu kuschen und die Maechtigen weiter zu waehlen, die ausser institutioneller Macht kaum etwas vorweisen koennen. Und eine besondere Ohnmachts-Situation besteht darin, Plappermaulen wie Elisabeth Gehrer zuhoeren zu muessen.... *Fritz Pletzl* ================================================ ================================================ 13 Wiener (K)Wahlen: Das grosse Kandidaturen-Raetseln Von: akin ================================================ Wiener (K)Wahlen: > Das grosse Kandidaturen-Raetseln Auch dieses Mal ist es schwer, einen Ueberblick ueber die in Wien stattfindenden Kandidaturen abseits der bereits im Rathaus und in den Bezirksvertretungen etablierten Parteien zu bekommen. Am Sonntag ist die Einbringungsfrist abgelaufen. Und nach laengerem Suchen findet man in der Online-Ausgabe der Rathauskorrespondenz tatsaechlich auch eine Auflistung der Kandidaturen -- vorbehaltlich etwaiger noch stattzufindender Bezirkswahlbehoerdensitzungen. Auf Gemeinde/Landesebene hat es von den Ausserrathaeuslichen wienweit nur die KPOe (als "KPOe - Offene Liste") geschafft. Im Wahlkreis Zentrum (1., 4., 5., und 6. Bezirk) wird die Sozialistische LinksPartei (SLP) kandidieren. Im Wahlkreis Donaustadt kandidiert das Wiener Forum (WIF). Die KPOe wird auch fuer alle Bezirksvertretungen kandidieren, ausser in den Bezirken 6 und 9. In Mariahilf kandidiert sie unter "YC - Junge KommunistInnen". Auch die "KEINE - Keine Partei" im Alsergrund wird als KPOe-Bezirkskandidatur von der Rathauskorrespondenz gelistet -- nur duerfte das der KPOe eher neu sein. Das Liberale Forum (LIF) kandidiert in allen Bezirken -- ausser im 18. Bezirk. Die SLP kandidiert auf Bezirksebene im 5., 10. und 20.Bezirk. Wahlvorschlaege fuer die Bezirksvertretungswahlen wurden darueber hinaus noch von folgende Listen eingebracht: 2. Bezirk: Liste Gegenstimmen; 4. Bezirk: WWW - wir waehlen wieden - Liste Emmerling; 12. Bezirk: PH - Pro Hetzendorf; 16. Bezirk: OK-KI - Ottakringer Kommunisten - Kommunistische Initiative; 18. Bezirk: Erich M. Porsch, PB permanent breakfast, OEF - fuer Oesterreich; 19. Bezirk: Alternative 19; 22. und 23.Bezirk: WIF - Wiener Forum. Ottakringer Spaltungen Fuer etwas Verwirrung duerfte es sorgen, dass in Ottakring neben der KPOe eine weitere Liste antritt die "Kommunistisch" im Namen traegt, die "Ottakringer Kommunisten - Kommunistische Initiative". Laut KPOe handle es sich "zum Grossteil um Menschen die aus der KPOe ausgetreten sind weil sie die klare Distanzierung vom Stalinismus nicht mittragen konnten. Politisch ist diese Gruppe, die ebenso wie die FPOe den EU-Austritt, fordert, eher rechts angesiedelt, auch wenn dies mit linker Rhetorik kaschiert werden soll." Sagt die KPOe. Gegenstimmen in der Leopoldstadt Ebenfalls von der Kommunistischen Initiative unterstuetzt wird die Liste "Gegenstimmen" im 2.Bezirk. Diese hat ein ziemlich weltumspannendes Programm. Losungen: "Gegen das Kartell der Macht, Fuer Demokratie, Gegen Armut und Arbeitslosigkeit, Fuer Gerechtigkeit, Dieses Land gehoert uns allen, Gegen Euro-Amerika, Fuer eine echte politische Alternative!" Homepage: http://www.gegenstimmen.at KEINE Partei trifft sich und andere in Alsergrund Die Alsergrunder Eben-nicht-Partei hat ihren offiziellen Wahlkampfauftakt am 1.Oktober um 12 Uhr an der Kreuzung Porzellangasse/Berggasse, wo zum Fruehstueck geladen wird. Als Wahlkampfbudget stehen der Nichtpartei laut eigenen Angaben 650 Euro zur Verfuegung. Ihre Homepage ist http://www.keinepartei.net. Einen oeffentlichen jour-fixe der "KEINE" gibt es jeden Freitag, 15 bis 18 Uhr im Lokal "Wiener Deewan", Liechtensteinstrasse 10, 1090 Wien. Unser Aufruf Ernstgenommen duerfte bislang keine Liste unseren Aufruf in akin 22/05 (akin-pd 6.9.2005) haben, uns zu erzaehlen, warum Linke ausgerechnet sie waehlen sollten. Zugegeben, die Einladung klang eben nicht sonderlich einladend. Aber sie war durchaus ernst gemeint -- aber wer nicht will, der hat schon... -br- Quellen: http://www.wien.gv.at/vtx/rk?S=020050925004 http://wien.kpoe.at http://www.kominform.at http://www.gegenstimmen.at ================================================ 14 Saddam Hussein steht ab 19. Oktober vor Gericht Von: wadi wien ================================================ "For these crimes," wrote Hannah Arendt during the Nuremberg trials, "no punishment is severe enough. It may well be essential to hang Göring, but it is totally inadequate." Saddam Hussein's punishment will surely be inadequate too - all the more so if he is executed too soon. Gray J. Bass Princeton, N.J. The Iraqi war crimes tribunal's first case against Mr. Hussein, which opens Oct. 19, charges him with the 1982 massacre of at least 143 men and boys from the village of Dujail. This was meant to be a test case of manageable scope and strong evidence. Unfortunately, Laith Kubba, a spokesman for Prime Minister Ibrahim al-Jaafari, says that once the court has reached a guilty verdict in the Dujail case, the near-certain sentence of death "should be implemented without further delay." But if Mr. Hussein is executed for the Dujail killings, he will never be called to account for the larger atrocities on which he was arraigned in July 2004: killing political rivals, crushing the Shiite uprising in southern Iraq in 1991, invading Kuwait in 1990, and waging the genocidal Anfal campaign against the Kurds in 1988, including gassing Kurdish villagers at Halabja. It is easy to understand the temptation to get the high-profile trial over with quickly. The lives of the tribunal's officials - including the young chief investigative judge, Raid Juhi, who confronted Mr. Hussein in a televised courtroom showdown - are at constant risk from the raging insurgency. And the international tribunal for the former Yugoslavia, where Slobodan Milosevic has dragged his trial into its fourth year with his theatrics, furnishes a cautionary example. A shorter trial would afford less time for Mr. Hussein to make defiant final speeches to Arab nationalists. What's more, the tribunal is a political football. The Dujail trial is set to start just four days after Iraq's referendum on its draft constitution - a time when ethnic rivalries will probably run high - and not long before the Dec. 15 elections. Saleh al-Mutlak, a former Baathist who led the Sunni delegation's rejection of the draft constitution, has accused the Iraqi government of speeding Mr. Hussein to trial in order to win election-season political points, presumably with Shiites and Kurds. Mr. Mutlak menacingly warns that the trial could touch off more violence. Nonetheless, the Iraqi tribunal would do well not to rush Mr. Hussein to the gallows. A hasty execution would shortchange Mr. Hussein's victims and diminish the benefits of justice. Baathists would be all the more likely to complain about a show trial. Kurds would rightly feel that they were denied their day in court for the Anfal campaign. Shiites in the south would also be deprived of a reckoning. A thorough series of war crimes trials would not only give the victims more satisfaction but also yield a documentary and testimonial record of the regime's crimes. After Nuremberg, the American chief prosecutor estimated that he had assembled a paper trail of more than five million pages. A comparably intensive Iraqi process would help drive home to former Baathists and some Arab nationalists what was done in their names. The alternative is on display in Turkey, where the collapse of a war crimes tribunal after World War I paved the way for today's widespread Turkish nationalist denial of the Armenian genocide. In June, Mr. Kubba said that Mr. Hussein could face as many as 500 charges, but that Iraqi prosecutors would pursue only about 12 well-documented counts. Now it may be down to just one. Because Iraq and the United States have chosen the hard road of courtroom justice, the war crimes tribunal should see it through. The Dujail case is a good start but not a good finish. Gary J. Bass, an associate professor of politics and international affairs at Princeton, is the author of "Stay the Hand of Vengeance: The Politics of War Crimes Tribunals." -- WADI - Verband für Krisenhilfe und solidarische Entwicklungszusammenarbeit e-mail: wadi.wien at gmx.at Tel.: 0699-11365509 Postfach 105 A-1181 Wien Spendenkonto in Österreich: Kontonummer 07.405.301 Evangelische Kreditgenossenschaft eG BLZ 31800 IBAN: AT10 3180 0000 0740 5301 BIC: EVKRATW1 ================================================ 15 Das Letzte: Sicher in Londons U-Bahn und um deutschen AKWs Von: akin ================================================ Letzte Worte zur Sicherheit: > Das Vorletzte: Sehr verdaechtig Dass George Orwells "1984" in London spielt, wird immer verstaendlicher An einem kuehlen Sommerabend im Juli geht ein junger Mann in Suedlondon von seinem Arbeitsplatz zur naechsten U-Bahn-Station, um zu seiner Freundin nach Hause zu fahren. Er traegt – weil der Juli eben etwas kuehl ist – eine warme Jacke und einen Rucksack mit seinem Laptop. Er passiert die Polizisten am Eingang der U-Bahn, schaut auf die Stufen, waehrend er runtergeht, setzt sich und schaut auf sein Handy, dann nimmt er ein Papier aus der Jacke und beginnt zu lesen. Als der Zug in die Station einfaehrt, wird der junge Mann mit Handschellen festgenommen – zu seiner eigenen Sicherheit, wie die Polizei erklaert. Er haette sich verdaechtig gemacht, weil er: - die Polizisten nicht angesehen haette beim Eingang in die Station, - zwei andere Maenner zur gleichen Zeit in die Station gekommen waeren, - die Jacke zu warm fuer die Jahreszeit sei, - er einen dicken Rucksack getragen haette. - er die Leute, die auf den Bahnsteig gekommen waren, beobachtet haette und - er auf sein Handy geschaut und dann ein Papier aus der Jacke gezogen haette. Nachdem die Polizei alles genau untersucht und nichts Verdaechtiges gefunden hatte, nimmt ihm einer der Polizisten die Handschellen wieder ab und beginnt bereits mit Entschuldigungen, als ein anderer erklaert, das sei nicht korrekt und ihm die Handschellen wieder anlegt. Um 21 Uhr ist der junge Mann in der Polizeistation und festgenommen wegen "verdaechtigen Verhaltens und oeffentlichen Aergernisses". Noch einmal werden ihm seine Sachen abgenommen, Fotos werden gemacht, Fingerabdruecke und DNS-Proben genommen. Um 22 Uhr darf der junge Mann seine Freundin anrufen. Um 22: 30 wird er in eine Zelle gesperrt und informiert, dass die Polizei seine Wohnung durchsuchen werde. Zwischen 0:30 und 1:30 wird die Wohnung durchsucht, mehrere alte Handys, ein Laptop, ein alter Computer, ein GPS-Empfaenger und diverse technische Geraete, ein Stadtplan von Prag und diverse Geschaeftskarten mitgenommen. Der junge Mann ist immerhin Computer-Spezialist. Um 3:20 wird der junge Mann noch einmal verhoert und informiert, dass er festgehalten worden sei, weil es in seiner Firma ein Jahr vorher einen Zwischenfall gegeben habe. Um 4:30 wird der Mann endlich entlassen. Am 31.August kommt der Mann mit seinem Rechtsanwalt, wie von der Polizei verlangt, noch einmal und wird informiert, dass die Anklage fallen gelassen wurde. Der Polizist entschuldigt sich kurz. Der Mann moechte nun wissen, wo ueberall seine Daten gespeichert wurden. Nach den derzeitigen Gesetzen in Grossbritannien duerfen zwar weder seine Fingerabdruecke noch seine DNS gespeichert werden, aber seine Verhoerprotokolle und alles, was die Polizei an Dokumenten von der Festnahme hat, geht in den PNC (police national computer). Und diese Inhalte teilt die Polizei mit Interpol. Alle sind verdaechtig -- aber manche sind verdaechtiger als andere. (The Guardian/Ue & gek: ig) Originaltext - mit noch ein paar wunderlichen Details mehr: http://www.guardian.co.uk/comment/story/0,,1575411,00.html * > Das Letzte: Benebelte Sicherheit Auch in deutschen Landen macht man sich Gedanken ueber die Sicherheit. Es koennte ja Terroristen kommen und ein Flugzeug auf einem Atomkraftwerk abstuerzen zu lassen. Deswegen sollte man erstens die Atomkraftwerke mit einer dichten Nebelwand umschliessen und zweitens die GPS-Signale in ihrer Umgebung stoeren. Diese Vorschlaege des deutschen Bundesumweltministeriums zitierte die Computerzeitschrift c?t juengst genuesslich auf ihrer Homepage. Bloed nur, dass man durch die Nebelwand die Atomkraftwerke noch deutlicher markieren wuerde. Und da es eben GPS gibt, mit dem man auch ohne Sicht punktgenau treffen koennte, kam man auf die Stoerung der GPS-Signale. Aber da Flugzeuge keine Mopeds sind und man jene doch ein paar Kilometer vor dem Eintreffen auf den Zielort einrichten muss, berechnet sich die zu stoerende Zone auf ein Minimum von 100km Umkreis. Bei der AKW-Dichte in Deutschland hiesse das, dass das GPS-System in ganz Deutschland gestoert werden muesste -- damit kann man wohl nur das AKW von Schilda schuetzen... -br- Quelle: http://www.heise.de/newsticker/meldung/64016 *************************************************** Der akin-pd ist die elektronische Teilwiedergabe der nichtkommerziellen Wiener Wochenzeitung 'akin'. Texte im akin-pd muessen aber nicht wortidentisch mit den in der Papierausgabe veroeffentlichten sein. Nachdruck von Eigenbeitraegen mit Quellenangabe erbeten. Namentlich gezeichnete Beitraege stehen in der Verantwortung der VerfasserInnen. Ein Nachdruck von Texten mit anderem Copyright als dem unseren sagt nichts ueber eine anderweitige Verfuegungsberechtigung aus. Der akin-pd wird nur als Abonnement verschickt. 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Es war nur moeglich, weil erstens ein funktionierender Apparat einer Partei vorhanden war, die in einem Teil des Landes eine Grosspartei ist und zweitens weil es im anderen Teil des Landes ehemalige Politprofis und vor allem -promis einer dortigen Grosspartei gab. Dazu kamen 7 Jahre einer Koalition wo zwei Parteien, die angeblich links sind, alleine und ohne glaubwuerdige Ausreden zu haben, beinharte Austeritaetspolitik betrieben. Das und die entsprechenden Prognosen der Wahlauguren, dass diese Partei tatsaechlich mehr als nur eine Chance haette, machten den Erfolg aus. Bei uns gibts das alles nicht -- es gab noch nie eine Koalition von Rot und Gruen, die die Moeglichkeit gehabt haette, zu beweisen, dass sie auch ohne Schwarz oder Blau Scheisse bauen kann. Ergo kann man von ihnen auch noch nicht so frustriert sein. Es gibt daher auch keine maechtige und geschlossene Abspaltung von der SP oder auch den Gruenen, die sich mit einer ebenso nicht existenten starken linken Regional-Partei haette zusammenschliessen koennen -- denn die KPOe wird auch nach einem Erfolg in der Steiermark dort eine Kleinpartei und auf Bundesebene ein zerstrittenes Haeuflein bleiben. Die Linkspartei in Deutschland entstand aus einer historischen Situation heraus, eine Analogie in Oesterreich zu basteln, so gerne manche davon traeumen moegen, ist derzeit unrealistisch. Nichts gegen politisches Traumtaenzertum allgemein, aber die Gruendung einer Linkspartei hiesse in Oesterreich etwas ganz anderes: es hiesse derzeit unheimlich viel Aufwand, der kaum eine Chance haette -- und wenn man es doch schaffte, sich zu etablieren, entspraeche dieser Aufwand kaum dem Nutzen. Dass es in Deutschland allein die Linkspartei war, die jetzt die Parteien in eine Patt-Situation gestuerzt hat, muss, egal wie man jetzt zu einer Promi-Partie bestehend aus einer Ostalgie-Partei und einer SPD-Abspaltung steht, jeden Linken freuen -- denn gewaehlt wurde diese Kombination eindeutig aus den "richtigen" Motiven. Aber diese neue Partei brauchte sich kaum anzustrengen, diesen Erfolg einzufahren - man musste nur geringfuegige Kompromisse schliessen und keine jahrelange frustriende Aufbauarbeit leisten, die das Engagement vieler aktiver Menschen ausgesaugt haette. Die ausserparlamentarische Opposition (die man heutzutage mit einem irrefuehrenden Wort "Zivilgesellschaft" nennt) blieb unangetastet -- ein brain-drain, wie er in Oesterreich passiert ist mit der Gruendung der Gruenen war nicht notwendig. Der Linkspartei blieb auch das Schicksal erspart, erst dann erfolgreich zu sein, wenn ihre Protagonisten schon laengst schmeichelweich gespuelt worden sind, wie das bei den nicht mehr sehr alternativen Gruenen hierzulande der Fall ist. Und dennoch wird ihre politische Partizipation gering bleiben, denn es wird wohl eine "italienische Loesung" geben. Denn in Italien waren bis zum grossen Parteien-Crash Anfang der 90er jahrzehntelang trotz staendiger Regierungskrisen immer ziemlich stabile Koalitionen am Ruder. Man einigte sich einfach darauf, dass man zusammenarbeiten muesse, damit man die Kommunisten -- die PCI hatte in ihrer besten Zeit auf Bundesebene ein Drittel aller Stimmen fuer sich -- draussenhalten kann. Wenn sich nicht doch noch die WASGler romantisch ihrer sozialdemokratischen Vergangenheit erinnern, wird es sich so aehnlich wohl auch in Deutschland abspielen. Dennoch wird die Linkspartei vielleicht Druck erzeugen koennen, nicht obwohl sie in keiner Regierung sitzt, sondern genau deswegen -- eben weil sie derzeit keinerlei Anpassungsdruck unterworfen ist und auch, weil sie sich auf eine teils organisierte teils nicht organisierte Bewegung von unten stuetzen kann, die sie nicht zu okkupieren braucht. Bei uns sind diese Parameter aber alle nicht gegeben. Was wir brauchen ist eine Bewegung und die muss erst aufgebaut werden. Wenn als Nebenprodukt eine parlamentarische Praesenz entsteht, ist das kein Fehler. Aber es gilt dasselbe, was gescheite Menschen schon vor der Gruendung der Gruenen in Oesterreich immer wieder gesagt haben: die Bewegung muss VOR der Partei kommen und nicht die Partei STATT der Bewegung. Wobei fraglich beibt, ob in diesem immer noch josefinisch gepraegten Land nicht sowieso jede Partei letztendlich die Bewegung auffressen muss, aus der sie stammt. *Bernhard Redl* ================================================ 17 Botswana launches war against First Nations of Bushmen Von: ECOTERRA Intl. ================================================ - pleasedistribute far and wide (incl. media) - INTERNATIONAL BOYCOTT AGAINST BOTSWANA - - ISOLATE THE TSWANA OVERLORDS - WE, THE INTERNATIONAL COMMUNITY OFHUMANITY, MUST BEAT BACK THE BOTSWANA TERROR REGIME! - see Call for Action below thesehorrible news: ------ BOTSWANA LAUNCHES FULL-SCALE CRACKDOWN ON BUSHMEN: LEADERSIMPRISONED, CHILDREN ARRESTED, RESISTERS SHOT AT 26 September 2005 The leaders of the Bushman organization First People of the Kalaharihave been arrested and imprisoned. They were among a group of 28Bushmen, including seven children, who were seized by police as theytried to enter their ancestral homeland, the Central Kalahari GameReserve. Their fate is now uncertain. The Bushmen were attempting to highlight the plight of their relativesstill inside the reserve. With the reserve sealed off, all huntingbanned, their radio transmitters confiscated, no water allowed in andarmed wildlife guards in every Bushman community, those Bushmen stillholding out in the reserve have little means of survival. The last message sent by the Bushmen in the reserve read, 'They arefiring over our heads, they are beating us, we don't know if we canhold out.' At least two Bushmen have reportedly been shot at; one is recoveringin hospital, and one has since been arrested. The government has banned journalists from entering the reserve. Agroup of Americans probing allegations of repression in the reserve,including the Chair of Human Rights Watch, report that they werefollowed, questioned, intimidated and harassed for three days byWildlife Department officials, and finally escorted out of the reserveby armed guards. This repression is the culmination of the government's crackdown onall Bushman resistance to their forced relocation. It comes despitethe fact that the court case to establish whether the Bushmen'seviction was lawful is still going on. Rafael Runco, Chair of Survival International, said today,'Botswana's government seems to have gone totally off the rails.Faced with criticism from all quarters, it's simply lashing out atthe easiest targets - the Bushmen who it's been persecuting for solong. What it's doing now is coming perilously close to genocide -a systematic attempt to destroy an ethnic group.' SURVIVAL INTERNATIONAL PRESS RELEASE To read this press release online, visit http://www.survival-international.org/news.php?id=1051 For more information contact Miriam Ross on (+44) (0)20 7687 8734or email mr at survival-international.org -------------- ECOTERRA Intl. CALLS FOR ACTION TAKEACTION - BOYCOTT BOTSWANA - - ISOLATE THE TSWANA OVERLORDS - 1. TELL all your friends and associates about the atrocities the stateand corporate terrorists of Botswana commit against the indigenouspeoples of the Kalahari - send them thehttp://survival-international.organd http://www.khoisanpeoples.orgforreferences. Warn them from the spindoctors, like Clifford Maribe, whopublish their blurs of deceit on the government website of the state orthrough the paid mainstream media. Clifford Maribe, the propagandamouthpiece of the Minister of Foreign Affairs of Botswana has closefamily links to still-President Festus Mogae and is a self-styledadversary to Survival International and other international HumanRights Organizations, who stand beside the first peoples of southernAfrica in the defence of their rights. Maribe, who can not possiblydisassociate himself from the ruling elites of today's Botswana,politically as well as concerning his own family relations, must becompared to Goebbels, the propaganda minister of Adolf Hitler, in theirstruggle to exterminate another human race. But unlike Goebbels, whoclaimed to have a vision, Maribe does it purely for blood-money and"because it is my job!" Be aware that the churches are deeply entangled in the oppression ofthe spirited traditional peoples of the southern African wildlands. 2. BOYCOTT EVERYTHING BOTSWANA. Don't buy anything from Botswana, don'tspend your vacation money in Botswana, cancel all business contractswith the oppressors. Boycott especially all companies, like de Beers,who profit from the suffering. 3. COMBAT the sale of blood diamonds from Botswana. Demand from the UNand the international diamond cartel that all diamonds from Botswanaare classified as blood-diamonds and their trading is banned. Stopgoing out with people who buy, sell or wear diamonds from Botswana -throw them off your party! Name them and publicly shame them ! 4. DEMAND from your own government a very clear boycott of the presentRepublic of Botswana in every respect: Any political or economicsupport, any co-operation with governmental officials or aid to thepresent Botswana governance under FESTUS MOGAE, the governance puppetof the Tswana Paramount Chief - styled Kgôsikgolo -, must STOPNOW! Not a single tax Dollar, Euro or Yen shall be given from thepockets of citizens of free nations to this terror state governance.Governmental and church officials from Botswana must be banned from allinternational bodies and meetings, incl. the UN and the AU, like it wasdone with the Apartheid regime of former South Africa. 5. CONTACT your nearest Botswana High Commission (their Embassy),demand freedom for the traditional bushmen (San and Khoi peoples) andtell them what you already did and are going to achieve with yourboycott. Isolate the Botswana oppressors. They are just a phone-callaway from you - hopefully they will tape what you have to say, so use apublic phone. For those who again want to express For those, who again want to expresstheir Write to: The Hon F G Mogae President of the Republic Private Bag 001 Gaborone Botswana Fax: + 267 3956 086 and, if possible, copy to: Mr Nicky Oppenheimer Chairman De Beers 17 Charterhouse Street London EC1N 6RA UK Fax: +44 (0)20 7404 4730 All these actions mustcontinue until the oppression of the first peoples of southern Africais stopped, until all their rights are re-instituted and specificallytheir right to self-determination as well as to their lands and naturalresources is guaranteed - once and for all! Crack down on the Botswana overlord governance and their corporatestirrup holders wherever you find them! BOYCOTT - BOYCOTT - BOYCOTT and CUT BOTSWANA BUSINESS AND THEIR PRESENTGOVERNANCE OUT FROM ANYTHING AND WHEREVER YOU FIND THEM ! - Until theystop the ethnocide and genocide against the First Peoples of theKalahari ! KICK THE PRESENT BOTSWANA REGIME OUT OF THE UN, since they do notlisten to the findings of the UN High Commissioner on Human Rights andhis Special Rapporteur anyway! BOTSWANA is not a signatory to the International Labour Organisation(ILO) Convention 169 on Indigenous and Tribal Peoples, but the Tswanaoverlord governance is persistently violating these internationallyagreed standards - see http://www.khoisanpeoples.org/indepth/ind-ilo-no-169.htm And like in Namibia and South-Africa, i.e. in compliance of and incomplicity with European and other Northern World interests in naturalresources exploitation as well as together with the massive proselytismby the churches, the overlord governance in Botswana is guilty ofgenocide and crimes against humanity, which must bring them and theircorporate allies in crime before the International Criminal Court ofJustice. The International Criminal Court (ICC) was established in 2002 as apermanent tribunal to prosecute individuals for genocide,crimes against humanity, and warcrimes, as defined by several international agreements, mostprominently the Rome Statute of the International Criminal Court. --------------------------------------- ECOTERRA Intl. ---------------------- Do you want to read or distribute a message in anotherlanguage? (Don't use these services for confidential texts - they areread and stored!) Just go to the free translation sites: Best: Google Language Tools http://www.google.com/language_tools?hl=enor Altavista Babelfish http://babelfish.altavista.com/translate.dynor Freetranslator http://www.freetranslation.com/orhttp://www.systransoft.com/ (all - except google - for text of less than 150 words only) or go to http://www.worldlingo.com/en/products_services/worldlingo_translator.html or http://www.t-mail.com/t-text.shtmlor check for Arabic and African automated translators at http://www.bisharat.net/Trans/ and have the translation of the text done free of charge.Look for other tools at http://www.omniglot.com/links/translation.htm. But, please, still keep the reference to the source and note in your distribution that the text is only an automated translation, while the original can be obtained from ECOTERRA. Thank you! 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Sent: Monday, September 26, 2005 7:24 PM Subject: Request for Protest Letters re Killing of Nestle Labor Leader Dear friends, Please find below an updated Urgent Action Alert concerning the brutal slaying of Diosdado Fortuna, Nestle-Cabuyao union president and chairman of the regional chapter of Kilusang Mayo Uno (KMU) in Southern Tagalog. We enjoin you to send protest letters to Nestle management, Pres. Gloria Macapagal Arroyo and concerned government agencies, as well as send solidarity message to the Nestle union. Attached also is a sample protest letter that you can use. We hope for your immediate action on this matter. Thank you very much. In solidarity, Tess Dioquino Secretary KMU International Department 24 Sept 2005 URGENT ACTION ALERT!!! Nestle Union President and KMU Leader Shot Dead! Another union leader was shot dead in Southern Tagalog on Sept 22, 2005, a day after the 33rd anniversary of the declaration of martial law in the Philippines. Diosdado Fortuna, chairperson of the KMU regional chapter of the Pagkakaisa ng mga Manggagawa sa Timog Katagalugan (PAMANTIK-KMU) or the Solidarity of Workers in Southern Tagalog, was killed by unidentified motorcycle-riding gunmen on his way home. Fortuna was shot near Sagara factory in Brgy Paciano, Calamba. He had just presided an All-Leaders meeting of KMU federations OLALIA and ALMAPILA and went directly to the Nestle picketline for a discussion with student exposurists from the University of Sto. Tomas (UST). He was supposed to go to another meeting but opted to go home first to check on his sick grandson. Two gunshot wounds in the chest felled Fortuna. Bystanders rushed him to the hospital where he was pronounced dead on arrival at the Calamba Provincial Hospital. The bullets entered his back and exited through his right chest near his nipple, ripping his heart and injured his liver and spleen. The killers made sure that Fortuna will not survive the attack. The labor leader is the first victim in Pres. Gloria Macapagal-Arroyo's renewed "all-out war" against people and organizations that opposes her policies and her illegal mandate. On the day he was killed, Arroyo talked tough about applying the rule of law and the use of a "calibrated force" against her opponents. Few hours indeed, armed agents killed Fortuna. Fortuna, fondly called Ka Fort by friends and comrades, is also the president of the Union of Filipro Employees Drug, Food Allied Industries (UFE-DFA-KMU) in Cabuyao, Laguna. He holds many positions, among them being the chairman of the Anakpawis (Toiling Masses) Partylist in Southern Tagalog and co-chairman of the National Coalition for the Protection of Workers Rights in Southern Tagalog. He is also a member of the National Executive Committee and National Council of KMU. In a speech during the September 21st provincial rally in front of the Nestle Cabuyao plant to commemorate the declaration of martial law, Fortuna mentioned the brutal assassination of his predecessor Meliton Roxas in front of the picketline by unidentified assasins in 1988. Protesters remembered Fortuna as saying that the Arroyo government and greedy capitalists such as Nestle can never silence the voice of the workers and people. He enjoined the people to be vigilant and fight against the creeping martial law under the present regime. "As a principled labor leader, Ka Fort manned the Nestle picketlines since their strike started in January 2002. He consistently advocated workers' rights and welfare by actively serving the union and progressive people's movement in Southern Tagalog, despite dangerous conditions and threats on his life. He braved and fought the government's militarization campaign and atrocities on the people's rights and livelihood," said KMU Chairperson Elmer Labog. KMU believes that the killing is politically motivated. Fortuna has reportedly been on the hit list of the military due to his active political involvement. He has received death threats and was under constant surveillance and harassment by military and paid goons of Nestle since the Cabuyao plant went on strike on January 14, 2002 over a deadlock in the collective bargaining agreement (CBA). The Nestle management refuses to include the retirement benefits of the workers in the CBA, despite an earlier ruling of the Supreme Court in favor of the workers. KMU also noted that on the day Fortuna was killed, there was heightened police and military presence in Laguna and several checkpoints were set up. Likewise, in the provincial rally on Sept 21, an alarming number of military forces were deployed both inside and outside the perimeter of Nestle plant, carrying long firearms. KMU said that Fortuna's killing could point directly to the Armed Forces of the Philippines (AFP), Intelligence Service of the Armed Forces of the Philippines (ISAFP), Philippine National Police, Regional Special Action Force (RSAF) and paid goons of multinational Nestle as suspects. KMU condemns in the strongest possible terms the brutal murder of Fortuna. Fortuna is the 120th victim of military atrocities in Southern Tagalog alone since Pres. Arroyo came into power in 2001. We ask you to send solidarity message to the Nestle union as well as condemnation letters to the Nestle management, to Pres. Gloria Macapagal Arroyo, to the AFP, Department of Labor and Employment and other concerned agencies. Other forms of actions such as picket protest in front of Nestle companies or in front of Philippine Consulates in your respective countries are very much welcome. In addition, we would also like to solicit monetary support which is extremely needed to help defray the various burial requirements and expenses, the cost of transporting Fortuna's body to Manila and Southern Tagalog for the wake and vigil, and assistance to his family, among other things. You can send financial donation through these means: a) bank transfer Bank of the Philippines Islands Timog Branch, Quezon City c/o Norma Binas and Ma. Teresa Dioquino Account Number: 0274-0768-52 b) thru cheque or door-to-door delivery addressed to: Ma. Teresa Dioquino KMU International Department G/F, Balai Obrero Foundation 63 Narra St., Proj. 3, Quezon City, Philippines Please inform us by e-mail or by fax (00632-421 1049) of any donations that you will make. Solidarity messages can be sent to: Luz Baculo Secretary-General PAMANTIK-KMU e-mail address: cc: KMU International Dept Protest letters can be sent to: Nandu Nandkishore CEO President Nestle Center 31 Plaza Drive Rockwell Center, Makati City, Phils. Fax No. (632) 8906681 Email: Peter Brabeck Chief Executive Officer Nestle Vevey Switzerland Email: Peter.Brabeck_Letmathe at nestle.com Sec. Patricia Sto. Tomas Labor Secretary Department of Labor and Employment 7th Floor, DOLE Building Muralla Street, Intramuros, Manila, PHILIPPINES email: sto-tomapat at pacific.net.ph fax: 0063-2-527 3494 H.E. Gloria Macapagal-Arroyo President of the Republic Malacanang Palace, JP Laurel St., San Miguel Manila Philippines Voice: (+632) 564 1451 to 80 Fax: (+632) 742-1641 / 929-3968 Cell#: (+ 63) 919 898 4622 / (+63) 917 839 8462 E-mail: corres at op.gov.ph / opnet at ops.gov.ph Hon. Rene Sarmiento OIC-Presidential Adviser on the Pea ce Process 7F Agustin Building I Emerald Avenue Pasig City, Philippines Voice: (+632) 636 0701 to 0766 Fax: (+632) 638 2216 Hon. Avelino Cruz Secretary, Department of National Defense Camp Emilio Aguinaldo E. de los Santos Avenue, Quezon City, Philippines Voice: (+632) 912-9281 Fax: (+632) 911 6213 Hon. Purificacion Valera Quisumbing Chairperson, Commission on Human Rights SAAC Bldg., UP Complex Commonwealth Avenue Diliman, Quezon City Philippines Fax: (+632) 929 0102 Email: drpvq at chr.gov.ph The Secretariat, GRP-Human Rights Monitoring Committee Email: grp_mc at myway.com or The Secretariat, NDFP-Human Rights Monitoring Committee E-mail: ndfp_Jsection at yahoo.com 6/F Immaculate Conception Multi-Purpose Building 71 Lantana St., Cubao, Quezon City Please inform us of your actions. Thank you very much for your continued support to the Filipino people and workers. In this time of sorrow and grief, let us not forget the countless martyrs, who have laid down their lives so that a world free from exploitation and oppression will finally be achieved. More updates: Sept 22 - 25: wake for Fortuna at their residence in Laguna Sept 26: march-caravan from Laguna to UP Diliman chapel in Quezon City. Southern Tagalog tribute for Fortuna. Sept 27: National Day of Condemnation. Nationwide indignation rally. National tribute for Fortuna. Sept 28: caravan-march from UP Diliman chapel to Southern Tagalog; burial of Fortuna's body in Laguna On the Killing of Ka Ding Fortuna * note from Jessica Tulloch, Philippine International Forum I was back in the Philippines for a little more than twenty-four hours when I received a text message that Diosdado Fortuna, the President of the union at Nestle-Cabuyao, Laguna plant, was shot dead with two wounds in the chest around 6pm on September 22. I have always admired Ka Fort (as he was known to his friends and comrades) since I first met him when I spent three months with the genuine labor movement in Southern Tagalog, a region just south of Manila. He was a servant-leader¡?a calm and quiet manner, unassuming, powerful in his speeches that reflected his nearly thirty years in the labor movement. Yesterday a missionary friend told me that she led a group of young adults from North America and Europe to the picket line last week. Ka Fort was there, and during their assessment one of the participants told him that she was struck by his humility, despite being a respected leader in several regional and national worker and labor advocacy organizations. She told him lightheartedly that he was like Jesus, to which someone responded, "Yeah, but you know what they did to Jesus." During the heavy silence following a few awkward chuckles, Ka Fort just let the tears roll out. The last time I saw him was in February 2005 at a conference of internationals working in the Philippines. He also became teary- eyed as he recounted the union's persevering struggle for the right to negotiate retirement benefits with the world's largest and very profitable food company. For those of you who have been on this list for awhile, you'll remember a backgrounder I wrote in early 2003 regarding the strike at the Nestle-Cabuyao plant. The union struck in January 2002 after the management refused to allow retirement benefits as a negotiable issue of their collective bargaining agreement. The issue of retirement benefits as negotiable had been settled through a strike that started in 1987 over the same issue and ended with a 1991 Supreme Court decision in favor of the union. Meliton Roxas, the union's president at the time, was killed in 1988 at the picket line in the course of that strike. Ka Fort was his successor. He as well as other leaders of the union have been under constant surveillance by company goons and the military and police since the early weeks of the strike. Despite the constant threats to his life, Ka Fort could not give up the struggle of the workers at Nestle where he had worked since 1976. He and the other workers at Nestle Cabuyao, understood their struggle as the struggle of all workers worldwide against an ideology of free markets and free competition that turns all of us into numbers in a profit margin calculation. Their fight, as led by Ka Fort's example, embodies something much greater than themselves. Ka Fort's killing came one day after the commemoration of Ferdinand Marcos' declaration of Martial Law in 1972. The persistence of politically motivated killings under Gloria Macapagal-Arroyo's (GMA) administration is alarming. Diosdado Fortuna is the 119th person killed in Southern Tagalog under her de facto martial law. As the political crisis surrounding GMA's legitimacy and moral ascendancy to govern deepens, she has chosen to use the "rule of law" to respond to the cries of the grassroots for just wages, land to till, affordable education and healthcare. She declared a "no permit, no rally" policy the day that Ka Fort was killed. It's likely that no permits will be granted, and a crackdown on political activists will intensify. Respect to Ka Fort, to those who have gone before him, and to those who will proceed him in the fight for the liberation of humanity. May we all draw inspiration from his selfless sacrifice. ================================================ 19 US-Polizei misshandelt bewusst Gays Von: RA Dr. Helmut Graupner ================================================ US-Polizei misshandelt bewusst Gays In einem am Donnerstag veröffentlichten vernichtenden Bericht über die US-amerikanische Polizei hat Amnesty International festgestellt, dass die Gesetzeshüter in den USA die Rechte von Gays extrem oft bewusst missachten. Der 150 Seiten starke Bericht mit dem Titel "'Stonewalled: police abuse and misconduct against lesbian, gay, bisexual and transgender people in the United States" wurde während einer Pressekonferenz in New York vorgestellt. Der Bericht gilt als der bisher umfassenste seiner Art. Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International konzentrierte sich in ihrem Bericht auf die beiden US-Grossstädte Chicago, Los Angeles, New York und San Antonio. Es wurden aber auch Umfragebögen an die 50 größten Polizeistationen der USA geschickt, wie etwa der in Washington, und Interviews mit mehr als 170 Gays durchgeführt. Das Fazit des Berichtes: Weitverbreitete Misshandlungen von Gays durch die Polizei. "In dem Moment, wo wahrgenommen wird, dass eine Person schwul oder lesbisch ist, kommt es bereits zu physischen oder verbalen Übergriffen", heisst es im Bericht. Das schliesse auch eine erhöhte Bereitschaft zur Misshandlung von jungen Gays, Transgenderidentitäten und Gays anderer Hautfarbe, homosexuellen Immigranten, Obdachlosen und Prostituierten ein. Zu den Misshandlungen der US-Polizei zählen laut Amnesty-Bericht folgende Punkte: Verbale Übergriffe; dem Vergehen unangemessene Leibesvisitationen und Aufforderungen zum Ausziehen; nicht gewährter Schutz für Gays in Gefängniszellen; unangemessene und unterlassene Hilfeleistung bei diskriminierenden Übergriffen oder Anzeigen wegen häuslicher Gewalt; sexuelle Belästigung und sexueller Missbrauch, der auch Vergewaltigung einschliesst; körperliche Misshandlungen wie etwa Folter, die auch zu schweren Verletzungen führen. Junge Schwule wussten bspw. von einem Polizisten in Chicago zu berichten, der seinen Gürtel und sein Koppel ablegt, und "dich so lange schlägt, bis du ihm einen bläst". In San Antonio beschuldigte die Polizei sogar eine Transgenderfrau des Raubes, obwohl sie diesen gar nicht begangen hatte und erklärten ihr: "Individuen wie Du sind an der Schlechtigkeit dieser Welt schuld!" Eine andere Transgenderfrau wurde von Polizisten abgetastet und an ihren Brüsten begrapscht. Als sie nach einer weiblichen Polizistin fragte, wurde dies ignoriert. Nur 29 Polizeireviere reagierten auf die Umfragebögen von Amnesty International. Von diesen 29 gaben nur 31 Prozent an, auch tatsächlich ihre Polizisten zu schulen, wie man bspw. eine Transgenderidentität bei einer Leibesvisitation behandelt. Nur ein Drittel trainierte seine Polizisten hinsichtlich der Rechte von Homosexuellen und Transgender-Identitäten. Michael Heflin, Vorsitzender des Amnesty International "USA’s OUTfront"-Programmes erklärte gegenüber der Presse: "Die Polizei ist da, um alle zu schützen und nicht nur jene, von denen sie glauben, dass sie es verdient hätten." http://www.gayboy.at/index.php?doc=news&nid=8563 ================================================ B) TERMINE ================================================ ======================== Mittwoch http://mund.at/butt/Termine/September/2809.htm Donnerstag http://www.mund.at/butt/Termine/September/2909.htm Freitag http://www.mund.at/butt/Termine/September/3009.htm ======================== ================================================ D) EDITORIAL ================================================ Für den Inhalt verantwortlich: Ihr. 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Redaktionsschluss für diese Ausgabe: Mi 3.00 Uhr III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III ü, ö, ä, ß, Ü, Ö, Ä III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III widerst at nd-MUND is powered by http://alt.strg.at/ ================================================