From analle at no-racism.net Sat Oct 1 12:59:44 2005 From: analle at no-racism.net (=?iso-8859-1?q?MUND=3A_medienunabh=E4ngiger_Nachrichtendienst?=) Date: Sat, 1 Oct 2005 12:59:44 +0200 Subject: MUND: Freitag, 30. September 2005 Message-ID: <024401c5c677$3d7df540$4e046d50@chello.at> MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst www.no-racism.net/mund Freitag, 30. September 2005 ================================================ A) INHALT ================================================ ============================================== 01 Flucht.Hintergründe From: r.sona at pcnet.at ============================================== 02 Operation Spring From: schnittpunkt at gmx.at ============================================== 03 Charity Party From: nicholas.hauser at gpa.at ============================================== 04 Körper machen Leute From: newsletter at gajwien.at ============================================== 05 Irakische Frauen und Jugendliche on air From: wadi.wien at gmx.at ============================================== 06 Buchpräsentation From: contact at eipcp.net ============================================== 07 Kinoki From: p at kinoki.at ============================================== 08 depot-programm From: depot-news at mailman.sil.at ============================================== 09 Alternativer Nobelpreisträger zum Anhören From: w.hirner at radiofabrik.at ============================================== 10 SLP-Veranstaltung From: albert.kopf at gmx.at ============================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND KOMMENTARE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ============================================== 11 GATS zerschlägt die sozialen Strukturen Wiens From: gilbert.karasek at chello.at ============================================== 12 tschetschene sein und frei sein From: wadi.wien at gmx.at ============================================== 13 VKB.Innsbruck: Räumungsdrohung... From: villakunterbunt-innsbruck at web.de ============================================== 14 Lefö-PA From: lefoe at aon.at ============================================== 15 Alternativer Nobelpreis für San From: gfbv.austria at chello.at ============================================== 16 Venezuela News From: venezuela-info.net ============================================== 17 Grundsatzurteil (D) From: jan.steyer at web.de ============================================== ================================================ B) TEXTE ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ============================================== 01 Flucht.Hintergründe From: r.sona at pcnet.at ============================================== Liebe FreundInnen, liebe KollegInnen! ich bitte euch, zu dieser Veranstaltung am kommenden Montag um 18:30 zu kommen und sie nach Möglichkeit intensiv zu bewerben. Nach den beiden Vorbereitungstreffen die wir nun hatten, ist abzusehen, dass es eine sehr gute Veranstaltung sein wird. Es ist sehr wünschenswert, dass viele Menschen die persönlichen Berichte, Einschätzungen, Biografien der vier DiskutantInnen hören. Bitte mailt also die Einladung an Verteiler, die ihr kennt bzw. an eure eigenen Verteilen. Ich danke euch. lg. Renate *Flucht.Hintergründe* Südwind Wien lädt zu einem Gespräch mit Frauen und Männern aus Afrika In Wien leben tausende Menschen aus Afrika. Die meisten von ihnen waren gezwungen, ihre Heimat zu verlassen, weil sie verfolgt wurden, oder weil ihre Lebenssituation unerträglich wurde. Sie suchen Zuflucht in Europa und riskieren dabei oft ihr Leben. In Österreich angekommen, stoßen sie vielfach auf Unverständnis, Arroganz und Ablehnung, sodass sie nur schwer ein neues Leben beginnen können. Um sich gegenseitig besser zu verstehen, ist es für die Menschen aus Afrika und für die Menschen hier wichtig, mehr voneinander zu wissen. Daher laden wir Sie zu diesem Gespräch ein und freuen uns auf ihre Teilnahme. Mit: Marion Oshoshor aus Nigeria Koffe Kossane aus Cote d'Ivoire Ozoekwe Cyril Chaka aus Nigeria Christopher Eden aus Nigeria Moderation: Herbert Berger, Südwind *Zeit: Mo, 3.10.05, 18:30-21:00 Anschließend laden wir Sie zu Fairen Snacks ein. * *Ort: Frauensolidarität, Berggasse 7. Seminarraum, 1090 Wien* Information: Renate Sova, Südwind Wien, Laudongasse 40, 1080 Wien, Email: renate.sova at oneworld.at In Kooperation mit Frauensolidarität und Die Bunte. Informationen bei: Renate Sova Regionalstelle Wien Südwind Agentur / http://www.suedwind-agentur.at/ Laudongasse 40, 1080 Wien Tel: +43 1 405 55 15 327 Fax: +43 1 405 55 19 Mail: renate.sova at oneworld.at ============================================== 02 Operation Spring From: schnittpunkt at gmx.at ============================================== 29.9.2005 - Neuigkeiten rund um OPERATION SPRING DVD von OPERATION SPRING im Justizministerium Gestern nachmittag erreichte uns ein Anruf aus dem Justizministerium, mit der Bitte eine DVD dem Ministerium zur Ansicht zur Verfügung zu stellen. Nach Rückfrage mit unserem Filmverleih haben wir heute vormittag einen Fahrradboten samt DVD des Films auf den Weg geschickt. In einem beigefügten Brief an Justizministerin Karin Gastinger bitten wir Sie, uns in bezug auf die weitere Vorgehensweise seitens des Ministeriums auf dem Laufenden zu halten. Letzter, noch offener, "Operation Spring" Prozess vertagt Die für heute angesetzte Verhandlung musste vertagt werden, nachdem einer der Schöffen nicht erscheinen konnte. Nächster Prozesttermin: Mittwoch, 5.10.2005, 13:30 Uhr, Saal 305 Landesgericht für Strafsachen Wickenburggasse 18-20 1080 Wien Es ist jener Prozess gegen Emanuel Chukwujekwu, vertreten durch den Rechtsanwalt Lennart Binder, der auch im Film OPERATION SPRING thematisiert wird. Wir würden uns freuen, wenn MedienvertreterInnen und Interessierte diesen Prozess besuchen, um ihm jene öffentliche Aufmerksamkeit zuteil werden zu lassen, der ihm unserer Meinung nach zusteht. Lesetipp für das Wochenende In der Wochenendausgabe der Tageszeitung Die Presse erscheint im Spectrum ein größerer Artikel, dessen Ausgangspunkt der Film OPERATION SPRING ist. Mehr sei an dieser Stelle noch nicht verraten, nur: die Lektüre lohnt sich! Sondervorführungen Dieses Wochenende wird das Stadtkino mehr oder weniger rund um die Uhr bespielt. Neben den täglichen Vorführungen um 18.30, 20.15 und 22 Uhr, gibt es an diesem Wochenende zwei zusätzliche Vorführungen um jeweils 15 Uhr. Samstag, 1.10., 15 Uhr, Stadtkino - Sondervorführung der Wiener Grünen mit anschließender Diskussion mit den FilmemacherInnen Angelika Schuster und Tristan Sindelgruber Der Eintritt ist FREI. Die Kinokarten sind am Samstag ab 14.30 Uhr direkt im Stadtkino abzuholen. Weiters bitten wir Euch im Namen der FilmemacherInnen für Ute Bock zu spenden. Es wird eine Box vor dem Saaleingang aufgestellt werden. Die Grünen werden die Gesamtsumme verdoppeln. mit: David Ellensohn (Stadtrat), Karl Öllinger (Abg. zum Nationalrat), Madeleine Reiser (stv. Landessprecherin) mit freundlicher Unterstützung der Grünen Bildungswerkstatt Wien. Sonntag, 2.10., 15 Uhr, Stadtkino, Sondervorführung der englisch untertitelten Version von OPERATION SPRING Diese Sondervorführung richtet sich an englischsprachige MigrantInnen und AsylwerberInnen. Der Eintritt ist FREI. Diese Sondervorführung wird durch die Unterstützung der Grünalternativen Jugend Wien und SOS-Mitmensch ermöglicht. wir verbleiben mit der Bitte um Veröffentlichung / Weiterleitung. Etwaige Mehrfachzusendungen bitten wir zu entschuldigen. Sindelgruber Tristan, Schuster Angelika Schnittpunkt - Sindelgruber Tristan, Film- & Multimediaproduktion Große Sperlgasse 19/3 1020 Wien Austria UID-Nr.: ATU 46990608 Tel.+FAX: ++43-1-913 11 21 e-mail: schnittpunkt at gmx.at web: www.schnittpunkt-film.com www.operation-spring.com ============================================== 03 Charity Party From: nicholas.hauser at gpa.at ============================================== Liebe Kollegin! Lieber Kollege! Jose Kizhakkekara aus unserer IG work at migration möchte Euch gerne zur "Traditional Charity Party" am 7. Oktober in der UNO-City in Wien und zum Internationalen Volleyball-Turnier am 8. und 9. Oktober einladen. "Traditional Charity Party" WO: VIC-Gebäude Wagramerstraße 22 Gebäude F/10. Stock WANN: 7. Oktober 2005/17 bis 22 Uhr "International Volleyball Tournament" WO: American International School, Salmannsdorferstr. 47, 1190 Wien WANN: 8. und 9. Oktober 2005 All are invited to come for the Traditional Charity party on 7th October 2005 at the 10th Floor of F building in UN Building (VIC),Wagramerstrasse 5, 1220 Wien. We also invite you all for the International Volleyball Tournament on 8th and 9th October at American International School for both Men and Women. Those who are not Staff members of UN , must register their names by taking entree ticket and register their names with me so that I can submit it to the Security Officers in Time. The Entrance Ticket will for 5 Euro which includes a Drink too.A colourful programme with Music for dancing with a prominent TV star and team and many other traditional dances will be waiting for you. The Programme details are attached. Details im Anhang Mit freundlichen Grüßen Jose Kizhakkekara, E-mail : J.Kizhakkekara at iaea.org _______________________________________________ ============================================== 04 Körper machen Leute From: newsletter at gajwien.at ============================================== Wir möchten euch gerne zu folgender GAJ Wien Veranstaltung einladen: Körper machen Leute mein Körper - mein Problem?! Diskussionsveranstaltung am 3.10. * Wollen oder sollen wir schön sein? * geschlechtsspezifische mediale Bilder von "Schönheit" und ihre Verbindung mit gesellschaftlichen Rollenerwartungen * feministische, politische Strategien im Umgang mit "Schönheit" Diskussion mit: Dr. Ada Borgkenhagen, Psychologin Agnes Raschauer, Soziologiestudentin Montag 3.10.2005 ab 19 Uhr Kopfart, Gumpendorferstr. 34, 1060 Wien Nähere Infos: www.gajwien.at, www.wien.gruene.at/jugend Veranstalterinnen Grünalternative Jugend Wien Jugendwahlkampfteam der Grünen Wien ============================================== 05 Irakische Frauen und Jugendliche on air From: wadi.wien at gmx.at ============================================== Radio Dengî Nwê Irakische Frauen und Jugendliche on Air Nach dem Sturz einer der schrecklichsten Diktaturen der Geschichte des Nahen Osten, des Ba'th-Regimes, entstand für Frauen und Männer im Irak ein Freiraum, der trotz des anhaltenden Terrors und der traditionell patriarchal geprägten Gesellschaftsstrukturen in einigen Gebieten des Landes von der Zivilbevölkerung genutzt wird. Zum Beispiel von jenen Jugendlichen im nordirakischen Gebiet von Sharasur, Halabja und Hauraman, die mit dem Sender "Dengî Nwê" (Neue Stimme) ein einzigartiges Projekt umsetzten: sie gründeten ein parteiunabhängiges und freies Community Radio. Mary Kreutzer, Mitarbeiterin der Hilfsorganisation WADI und Redakteurin von Context XXI, gestaltete für die RadiomacherInnen im Nordirakischen Halabja im März 2005 einen Radioworkshop. Wien - Orange 94,0 am Freitag (30. September) 13:00 - 14:00 Uhr Graz - Helsinki 92,6 am Montag (2. Oktober) 10:00 - 11:00 Uhr Klagenfurt - AGORA 105,5 / 106,8 / 100,9 morgen: Donnerstag 19:00 ­ - 20:00 Uhr (Wiederholung vom Juli 2005) Die Sendung ist ebenfalls unter http://www.wadinet.at/Media/audio.php zu hören/downzuloaden. -- WADI - Verband für Krisenhilfe und solidarische Entwicklungszusammenarbeit e-mail: wadi.wien at gmx.at Tel.: 0699-11365509 Postfach 105 A-1181 Wien Spendenkonto in Österreich: Kontonummer 07.405.301 Evangelische Kreditgenossenschaft eG BLZ 31800 IBAN: AT10 3180 0000 0740 5301 BIC: EVKRATW1 Website mit weiteren Informationen zu Projekten von Wadi und Veranstaltungshinweisen: www.wadinet.at 5 GB Mailbox, 50 FreeSMS http://www.gmx.net/de/go/promail +++ GMX - die erste Adresse für Mail, Message, More +++ ---------------------------------------------------------------------------- ---- (Wiederholung vom Juli 2005) Radio Dengî Nwê Irakische Frauen und Jugendliche on Air Nach dem Sturz einer der schrecklichsten Diktaturen der Geschichte des Nahen Osten, des Ba'th-Regimes, entstand für Frauen und Männer im Irak ein Freiraum, der trotz des anhaltenden Terrors und der traditionell patriachal geprägten Gesellschaftsstrukturen in einigen Gebieten des Landes von der Zivilbevölkerung genutzt wird. Zum Beispiel von jenen Jugendlichen im nordirakischen Gebiet von Sharasur, Halabja und Hauraman, die mit dem Sender "Dengî Nwê" (Neue Stimme) ein einzigartiges Projekt umsetzten: sie gründeten ein parteiunabhängiges und freies Community Radio. Mary Kreutzer, Mitarbeiterin der Hilfsorganisation WADI und Redakteurin von Context XXI, gestaltete für die RadiomacherInnen im Nordirakischen Halabja im März 2005 einen Radioworkshop. Wien - Orange 94,0 am Freitag (30. September) 13:00 - 14:00 Uhr Graz - Helsinki 92,6 am Montag (2. Oktober) 10:00 - 11:00 Uhr Klagenfurt - AGORA 105,5 / 106,8 / 100,9 morgen: Donnerstag 19:00 ­ - 20:00 Uhr Die Sendung ist ebenfalls unter http://www.wadinet.at/Media/audio.php zu hören/downzuloaden. ============================================== 06 Buchpräsentation From: contact at eipcp.net ============================================== faculty for radical aesthetics faculty opening party Sonntag, 9. 10. 2005, 20.00 netbase Neustiftgasse 17 A-1070 Wien line-up: discobbediento, vienna | team manoa, vienna | mattin, bilbao visuals: olga/er, vienna Faculty (from lat. facultas) means possibility, occasion, but also capacity; in this specific case, the possibility, occasion and capacity to develop aesthetics beyond a philosophical discipline. Radical aesthetics interweave artistic practices, political activism and theory production, transgressing both trivial statements like "Every art is political!" or "Art is never political!" and vague claims of a political paedagogy with artistic means. It is precisely the overlaps and reconfigurations of the political and the artistic which open up a field of transversal practices that potentiate political-aesthetic forms of action, expression and intervention. The Faculty for Radical Aesthetics starts with a transnational pilot course taking place from October 2005 to September 2006 in the cities of Barcelona, Linz, Lüneburg, Napoli, Paris and Vienna. http://faculty.eipcp.net In the Place of the Public Sphere | Theorien der Öffentlichkeit Buchpräsentation und opening party TRANSFORM / translate Montag, 10. 10. 2005, 19.00 Depot Breitegasse 3 A-1070 Wien Simon Sheikh (ed.), In the Place of the Public Sphere?, Berlin: b_books 2005 Gerald Raunig, Ulf Wuggenig (Hg.), Publicum. Theorien der Öffentlichkeit (republicart, Bd. 5), Wien: Turia + Kant 2005 Diskussion mit Simon Sheikh, Kunsttheoretiker und Kurator, Kopenhagen und Ulf Wuggenig, Soziologe, Lüneburg Moderation: Hito Steyerl, Künstlerin und Theoretikerin, Berlin anschließend: opening party TRANSFORM / translate Nach einem Begriffsboom in den 1980er und 1990er Jahren bleibt das Konzept der "Öffentlichkeit" nach wie vor eine wichtige Bezugsebene emanzipatorischer Kunstpraxen, wird aber in politischen Diskursen zunehmend kritisch beleuchtet. Mit der Präsentation zweier Publikationen zu diesem Thema schließt das eipcp sein dreijähriges Projekt republicart ab und feiert zugleich den Start zweier neuer transnationaler Projekte mit den Titeln TRANSFORM und translate. http://www.eipcp.net/news/publicsphere.html Vorankündigung: TRANSFORM. The Future of Institutional Critique workshop, panel, project opening TRANSFORM / translate Lentos, Linz, 12/13.10.05 http://www.eipcp.net/news.htm --- eipcp - european institute for progressive cultural policies a-1060 vienna, gumpendorfer strasse 63b a-4040 linz, harruckerstrasse 7 contact at eipcp.net http://www.eipcp.net ============================================== 07 Kinoki From: p at kinoki.at ============================================== hallo, kinokis mikrokino startet wieder, einmal monatlich, immer am ersten dienstag des monats bei freiem eintritt im depot im 7. bezirk. kommenden dienstag begruessen wir zelimir zilnik mit selten zu sehenden werken, die er als "filmischer gastarbeiter" in deutschland gedreht hat, bevor er 1976 das land verlassen musste. unter der oberflaeche eines konsumistischen paradieses fand er den restaurativen sicherheitsstaat, der sich nach 68 breit gemacht hatte. zilnik gab uns in einem interview auskunft ueber den kontext dieser filme (siehe unten). noch weiter unten findet sich auch die vorschau auf november: wir zeigen hito steyerls letzten film zusammen mit einem klassiker des situationistischen kinos. schließlich moechten wir auf die letzten fuenf termine hinweisen, welche diese woche noch im rahmen unseres projekts "wider das verdrängen und vergessen" an wiener volkshochschulen statt finden: http://oesterreich-2005.at/veranstaltungen/event_view mit herzlichem gruss, kinok p p.s.: bildet ein, zwei, viele mikrokinos! http://www.spielboden.at/spielboden/html/mikrokino.htm KINOKIS MIKROKINO Politische Filmabende, einmal monatlich bei freiem Eintritt im depot. kinoki. Verein fuer audio-visuelle Selbstbestimmung mikrokino at kinoki.at | http://www.kinoki.at Newsletter subskribieren bzw. abbestellen unter: http://www.kinoki.at/mailman/listinfo/kinoki-mikrokino Foerderpreis Politische Kulturarbeit 2004 der IG Kultur Oesterreich. Einladung #128 Dienstag 4.10.2005, 20:00, freier Eintritt. depot, Breite Gasse 3, 1070 Wien, http://www.depot.or.at/ kinokis mikrokino präsentiert: Zelimir Zilnik EIN GASTARBEITER IM PARADIES Öffentliche Hinrichtung Buch und Regie: Zelimir Zilnik, BRD 1974, dt. Originalversion, 9 Minuten, VHS. Paradies - Eine imperialistische Tragikomödie Buch und Regie: Zelimir Zilnik, Kamera: Andrej Popovic, Darsteller: Michael Straleck, Dan van Husen, Gisela Siebauer, Natasa Stanojevic, Filiz Jakub. BRD 1976, dt. Originalversion, 65 Minuten, VHS. Zwei der Filme, die der jugoslawische Filmemacher Zelimir Zilnik als Gastarbeiter in Westdeutschland drehte, nachdem er wegen "Rani Radovi" ("Frühe Werke") in Jugoslawien in Ungnade gefallen war. "Öffentliche Hinrichtung" montiert polizeiliches Dokumentationsmaterial und setzt sich mit der Eskalation von Gewalt am Beispiel einer Geiselnahme nach einem Banküberfall auseinander. Im "Paradies" ist es die Konzernchefin selbst, die aus unternehmensstrategischen Gründen ihre Entführung durch eine anarchistische Gruppe inszeniert. Zilniks filmische Parodie auf die Entführung des CDU-Politikers Peter Lorenz durch die Bewegung 2. Juni ist eine leichtfüßig-poetische Demontage des staatsdienlichen Stadtguerillamythos und damit noch viel staatsfeindlicher als das paranoid verfolgte Sympathisantentum: Das in Terrorismushysterie verfallene deutsche Establishment ertrug Zilniks anarchisch-analytischen Humor so wenig, dass er wegen des Filmes aus der Bundesrepublik ausgewiesen und mit einem Aufenthaltsverbot belegt wurde. In Anwesenheit von Zelimir Zilnik. Ein Gastarbeiter im Paradies kinoki-Interview mit Zelimir Zilnik, September 2005 Fragen: Tina Leisch und Ljubomir Bratic, Übersetzung: Jasmina Jankovic, Redaktion: Peter Grabher Wann und warum bist du in die Bundesrepublik Deutschland gegangen? Im Herbst 1973. Schon fünf Jahre lang waren meine Filme in Frage gestellt worden: Zuerst wurden meine Dokumentarfilme "Nezaposleni ljudi ("Die Arbeitslosen", 1968) und "Lipanjska gibanja" ("Juni-Aufruhr", 1969) zensuriert, dann fand der Gerichtsprozess gegen "Rani radovi ("Frühe Werke", 1969) statt. Und im Jahr 1972, in der allgemeinen Kampagne gegen den neuen jugoslawischen Film, der als "Schwarzfilm bezeichnet wurde, wurden alle Filme, die ich bis dahin gemacht hatte, aus dem Vertrieb zurückgezogen. Die Produktion meines zweiten Langspielfilms "Sloboda ili strip" ("Freiheit oder Comicstrip") wurde gestoppt. Die Sozialversicherung teilte mir mit, dass ich, "da ich nicht mehr als Künstler öffentlich wirke", auch keine Sozialversicherung haben kann. Daraufhin ging ich den gleichen Weg, den in diesen Jahren hunderttausende Arbeitslose aus Jugoslawien gingen - ich wurde Gastarbeiter. Ich dachte, ich werde irgendeine Arbeit finden, und vielleicht wird es mir gelingen, auch Filme über diesen Massenexodus zu machen. Deutschland wirkte für mich herausfordernd aus noch zwei Gründen. Erstens: Kapitalismus und Sozialismus, Marxismus und Faschismus sind aus diesem Land während des 20. Jahrhunderts auf den Balkan "übergelaufen". Zweitens: Die Selbstzerstörung, in die Deutschland im Ersten und besonders im Zweiten Weltkrieg gesunken ist, brachte mich zum Nachdenken über diese selbstzerstörerische Energie, die mit einer ähnlichen Dosis von Narzismus versetzt war, wie ich sie in unmittelbarer Nähe, im Realsozialismus, beobachtet habe - besonders nach 68. Wie waren die Arbeitsbedingungen für dich als "filmischer Gastarbeiter"? Konntest du in der BRD gleich Filme machen oder mußtest du erst Teller waschen und Straßen kehren? In den ersten Wochen habe ich mit meinem Freund Andrej Popovic Autos repariert. Wir sind an die Münchener Uni in Schwabing gegangen und haben an der großen Anzeigentafel geschaut, wer eine Reparatur von Getrieben und Bremsen sucht. Andrej hatte früher in Heidelberg studiert und arbeitete für mich als Kameraassistent. So fühlte ich mich mit ihm nicht verloren in Deutschland. Wir kannten auch einige Kritiker und Fernsehredakteure, da ich mit meinen Kurzfilmen schon einige Preise in Oberhausen bekommen hatte, sogar den Großen Preis für "Die Arbeitslosen", sowie den Goldenen Bären in Berlin für "Frühe Werke". Wir erfuhren, dass zu dieser Zeit in Deutschland Nachfrage nach Kurzfilmen bestand, die dann in den Kinos als "Pflichtprogramm" vor den Spielfilmen gezeigt wurden. Und wenn der Kurzfilm von der Bewertungsstelle das Prädikat "besonders wertvoll" oder "wertvoll bekam, war der Vertreiber von der Steuer befreit. Für die Bewertung "besonders wertvoll" bekam der Produzent vom Fonds eine sehr stimulierende Prämie extra, ich glaube das waren damals etwa 30.000 Mark. So haben wir nach ein paar Wochen Dokumentarfilme gedreht. Zuerst über Gastarbeiterthemen - "Antrag", "Hausordnung", "Inventur", "Abschied". Alle Filme waren produktionstechnisch einfach, fast minimalistisch, da die Produzenten immer betont haben, dass sie "das Geld aus ihrer eigenen Tasche geben". Was war der Anlass für dich "Öffentliche Hinrichtung" zu drehen? In den Nachrichten des deutschen Fernsehens sah ich oft "Polizeiaktionen gegen die Stadtguerilla". Manchmal sah es aus wie in einer Filmszene: Das Team kommt, die Scheinwerfer werden eingeschaltet, dann die Kameras. Dann werden die Verdächtigen aufgefordert, herauszukommen, und dann wird auf sie geschossen. Später wurde herumerzählt, dass Andreas Baader und Gudrun Ensslin getötet wurden, indem sie aus ihren Zellen herausgebracht wurden, als das Flugzeug entführt wurde, um ihre Freilassung zu erzwingen. Diese Version lautete: Die beiden seien zum Flughafen Entebbe in Afrika gebracht worden, wo ihnen erlaubt worden sei, ins Flugzeug ihrer Anhänger hineinzukommen. Dann hätten die Polizeikommandos das Flugzeug gestürmt und ziemlich viele Menschen erschossen - unter ihnen auch die zwei Gefangenen aus Stammheim. Diese "Gerüchte" haben nicht irgendwelche Clochards und Säufer verbreitet, sondern unter anderem Jean-Paul Sartre und Schily, der heutige Innenminister Deutschlands, damals ein Rechtsanwalt und "radikal engagiert im Kampf für Menschenrechte". Wie hast du das gesellschaftliche Klima und insbesondere die Diskussionen in der westdeutschen Linken erlebt? Ich war im Kreis um den Filmverlag der Autoren in München. Damals waren da Kluge, Reitz, Ulla Stockl, Werner Herzog, Brustellin, Sinkel - Syberberg kannte ich auch. Fassbinder haben wir eingeladen, die männliche Hauptrolle in "Das Paradies" zu spielen, und die weibliche Hauptrolle war für Hanna Schygulla vorgesehen. Der Film wurde für Telepool aus München vorbereitet, eine Firma, die mit dem Bayerischen Fernsehen verbunden war. Aber ein paar Wochen vor dem Beginn der Dreharbeiten verloren die Sozialdemokraten die Macht in München, der Direktor von Telepool wurde abgesetzt und das Filmbudget drastisch reduziert, sodass der Film unter underground-Bedingungen gemacht wurde, ohne die Möglichkeit, normale Honorare zu zahlen. Ich kann "das Klima" nicht präzise beurteilen - aber ich spürte bei Filmautoren positive Energie, auch die Ambition und den Wunsch, eine Kontinuität mit den klassischen Filmen Deutschlands herzustellen. Aber man spürte auch einen gewissen Konformismus, das Vermeiden von polemischen Themen. Was die Linken direkt betrifft, so hatte ich viele Diskussionen und habe versucht, mit einigen zusammenzuarbeiten, z. B. mit dem "Theater K" aus München. Wir sind aber auseinander gegangen, da sie einen dogmatischen Zugang hatten, ohne auf Lebenserfahrungen Rücksicht zu nehmen. Nach einigen Proben scheiterte das Projekt "Gastarbeiter der Oper". Später habe ich dieses Projekt im Theater in Novi Sad realisiert. Wie bist du auf die Idee gekommen, in deinem Film "Paradies" eine Konzernchefin zu erfinden, die ihre Entführung durch Terroristen inszeniert? Das entstand in jener Atmosphäre, die ziemlich heiß und hysterisch war. Die Medien haben berichtet, dass der Abgeordnete der Christdemokraten aus Berlin, Lorenz, 14 Tage als Geisel der Terroristen verbracht, diese dann überlistet und dank seiner Tapferkeit und Schlauheit es geschafft hat, sich zu befreien. Er machte eine große Kampagne darüber. Die Wortwahl glich ungewöhnlich diesen bürokratischen Parolen, die ich nur einige Jahre früher hörte, als die sozialistischen Apparatschiks "mit den Feinden abrechneten" und sich selbst als Propheten "des unumgänglichen historischen Progresses" darstellten. Wie waren die Reaktionen auf diesen Film? Von Behörden und Institutionen? Von Seiten der Linken? Der Film wurde zur Bewertungsstelle geschickt und von dort bekamen wir die Mitteilung, dass ihn vorher die "Freiwillige Selbstkontrolle" - von der wir gar nicht wussten - gesehen und festgestellt hat, dass der Autor die gesellschaftlichen und politischen Verhältnisse in der BRD nicht versteht. Die Premiere war in München, im Werkstattkino, Ende Frühling 1976. Sehr gespannte Stimmung, schon während des Films und besonders am Ende. Alle haben mit dem Kopf geschüttelt, und viele sind leise weggegangen. Später hat die Polizei mich und Andrej verhört, ob wir Kontakte zur "Rote Armee Fraktion" hätten. Bei der Durchsuchung wurde nichts gefunden, aber wir haben unsere Steuerpapiere während der Filmproduktion verschlampt, und so bekamen wir den Bescheid, Deutschland innerhalb von zwölf Stunden zu verlassen. Was war dein Eindruck von den bewaffneten Aktionen der Stadtguerillagruppen? Diese Sache muss man in einen realen Kontext stellen. Und der Kontext ist der Druck der "Restauration", der im Westen nach 68 entstanden ist. Die Hoffnung, dass die Hierarchie erschüttert wird und dass Änderungen geschehen werden, war erloschen. Lügen und Manipulationen sind wieder zur Sprache der politischen Klasse geworden. Erinnert euch, wie in den USA, wo die Politik doch am offensten ist, Präsident Nixon beim Lügen, Betrügen und Fälschen ertappt und deshalb abgesetzt worden ist. Und in Deutschland hat die Ideologie des "humanen" Prosperitätskapitalismus, des Wirtschaftswunders den Punkt auf das Hinterfragen der faschistischen Vergangenheitserfahrung gesetzt. Und es kam zu wenigen verzweifelten Reaktionen. Übrigens denken wir heutzutage alltäglich über unzählige destruktive Vorfälle nach, vom Irak bis Madrid und London. Welche Möglichkeiten stehen heutzutage für einen sozialen Kampf noch offen und was kann die Rolle der Künstler und Künstlerinnen dabei sein? Meine Erfahrungen sind ziemlich optimistisch. Wenn man sich dazu entscheidet, einfache Produktionen zu machen, ohne große Budgets und zu jenen Themen, die der Mainstream-Film meidet, kann man "ein anderes Publikum" finden, das dich auch versteht. Ich glaube, dass das ganze Medium "der bewegten Bilder" neue Räume erobert, dank der digitalen Technologie und des Internets. In einigen Jahren wird die Hollywood-Produktion von Kriegs- und Action-Spektakeln als ein Medium betrachtet werden, das eher dem Zirkus oder einer Tanzsession um eine Stange in einer Nachtbar ähnelt. Link: Zelimir Zilniks Homepage http://www.zelimirzilnik.net/ *** Vorschau: #129 Dienstag 1.11.2005, 20:00, freier Eintritt. depot, Breite Gasse 3, 1070 Wien, http://www.depot.or.at/ kinokis mikrokino präsentiert: Hito Steyerl NOVEMBER November Hito Steyerl, A/D 2004, Schnitt: Stefan Landorf, Assistenz: Yasmina Dekkar. Englische Originalfassung, 25 Minuten, DVD. "An age that has lost its gestures is, for this reason, obsessed by them. For human beings who have lost every sense of naturalness, each single gesture becomes a destiny. And the more gestures lose their ease under the action of invisible powers, the more life becomes indecipherable". (Agamben 2000:53) Meine beste Freundin als ich 17 war, hiess Andrea. Wolf. 1998 wurde sie als kurdische Terroristin in Ostanatolien erschossen. In Deutschland wurde sie gesucht. Sie wurde verdächtigt, die Rote Armee Fraktion bei der kompletten Zersörung des Abschiebegefängnisses in Weiterstadt unterstützt zu haben. 1996 beschloß sie, nach Kurdistan zu gehen, um sich der Frauenarmee der PKK anzuschliessen. Sie nahm den Namen Ronahi an, und trainierte für einige Monate mit der Frauenarmee, meist in Lagern in Nordirak. Im Oktober 1998 wurde ihre Einheit von der türkischen Armee nah an der irakischen Grenze aufgespürt. Ein schweres Gefecht fand statt. Nur einige der Kämpfer überlebten. Sie waren unter schwerem Helikopterbeschuss. Die meisten Überlebenden versteckten sich in einem Erdloch. Später erzählt eine dieser Zeuginnen, Andrea sei nach ihrer Gefangennahme, vermutlich durch Angehörige der türkischen Sicherheitskräfte, exekutiert worden. "Gesture is the name of this intersection between life and art, act and power, general and particular, text and execution. It is a moment of life subtracted from the context of individual biography as well as the moment of art subtracted from the neutrality of aesthetics: it is pure praxis." (Agamben 2000:79) Der Film November stellt die Frage nach dem, was heute Terrorismus genannt wird an und früher Internationalismus genannt wurde. Die Arbeit untersucht die Gesten und Posen, die damit in Verbindung stehen, und ihr Verhältnis zur Populärkultur, vor allem dem Kino. Der Ausgangspunkt des Films ist ein feministischer Kungfu-Film, den Andrea Wolf und ich zusammen auf S-8 drehten, als wir 17 Jahre alt waren. Jetzt ist dieser Amateurtrashfilm plötzlich ein Dokument geworden. November ist kein Film über Andrea Wolf. November ist kein Film über die Situation in Kurdistan. Er reflektiert stattdessen die Gesten der Befreiung nach dem Ende der Geschichte, wie sie in der Popkultur und durch reisende Bilder verbreitet werden. Der Film handelt von der Epoche des November, in der die Revolution vorbei zu sein scheint, und nur ihre Gesten weiter zirkulieren. Agamben, G. (2000) 'Notes on Politics' Means Without End: (Theory Out of Bounds, V. 20), trans Binetti, V & Casarino, C University of Minnesota Press. La dialectique peut-elle casser des briques (Can dialectics break bricks ? / Kann die Dialektik Ziegelsteine zerbrechen?) René Viénet & Gerard Cohen, F 1973, Französische Originalfassung mit englischen Untertiteln, 90 Minuten, VHS. "Stellen Sie sich einen Kung-Fu-Film vor, in dem die Kampfkünstler situationistische Aphorismen über die Überwindung der Entfremdung von sich geben, während dekadente Bürokraten sich ironisch über eine abgewürgte Revolution auslassen. Genau das begegnet Ihnen in René Viénets greller Zweckentfremdung eines chinesischen Faustkampffilmes. Viénet, ein einflussreicher Situationist, entfernte den Soundtrack von dem mittelmäßigen Hong Kong-Export und pappte seine eigenen wahnwitzigen Dialoge darauf. (...) Eine brilliante, bittere und aufrührerische Kritik am Scheitern des Sozialismus, worin die Kampfkünstler ideologische Rückschläge durch theoretische Vorstöße nach Debord, Reich und anderen kontern. (...) Viénet zielt auch auf den Mechanismus des Kinos und die Art, wie dieser der Ideologie dient." (Pacific Film Archive, Berkeley 1992) In Anwesenheit von Hito Steyerl. *** ****Wider das Verdrängen und Vergessen** 11 Film- und Diskussionsmodule gegen die Gedankenlosigkeit des Jubiläumsjahres Info: http://oesterreich-2005.at/veranstaltungen/event_view Fr 30.9., 19:00, VHS Liesing (1230, Liesinger Platz 3) *Über die propagandistische Inszenierung des KZ Theresienstadt* "Kurt Gerron - Gefangen im Paradies", Malcolm Clarke und Stuart Sender, 2003 Referentin: Karin Krichmayr, Kommunikationswissenschafterin Info: http://www.kinoki.at/2005module/mo/mo4.htm Fr 30.9., 19:00, VHS Wien West (1060, Damböckgasse 4) *Über die filmische Aufklärung der Alliierten über die Shoah.* Kurzfilme der Alliierten aus den Jahren 1945-47 über die Befreiung der NS-Konzentrationslager. Referent: Peter Grabher, Historiker. Info: http://www.kinoki.at/2005module/mo/mo6.htm Mo 3.10., 19:00, VHS Simmering (1110, Enkplatz/Drischützgasse 1) *Über die Verbrechen der Wehrmacht und deren Leugnung.* "Jenseits des Krieges", Ruth Beckermann, A 1996, 117 min. Referentinnen: Nora Sternfeld und Renate Höllwart, Kulturvermittlerinnen, Büro trafo K Info: http://www.kinoki.at/2005module/mo/mo7.htm Di 4.10., 19:00, VHS Alsergrund (1080, Galileigasse 8) *Über den Massenmord an den Zigeunern und den heutigen Anti-Ziganismus.* "Eine lästige Gesellschaft", Claudia Fischer und Marika Schmiedt, A 2001, 90 min. Referentin: Marika Schmiedt Info: http://www.kinoki.at/2005module/mo/mo9.htm Mi 5.10., 19:00, VHS Rudolfsheim (1150, Schwendergasse 41) *Über Frauen, die das KZ Ravensbrück überlebten.* "Vom Leben und Überleben", Bernadette Dewald, Gerda Klingenböck, VideoArchiv Ravensbrück, A 2003, 110 min. Referentinnen: Gerda Klingenböck und Bernadette Dewald Info: http://www.kinoki.at/2005module/mo/mo11.htm *** Hinweise: 1) 23.9.-13.10.: "Operation Spring" im Stadtkino 2) 29.9.-12.10.: "Artikel 7 - Unser Recht!" im Top Kino 3) sa 1.10./österr. exilbibliothek: Themenabend / Lesung / Film / Gespräch: Seiltanz über dem Abgrund 4) WS 2005/2006: Ringvorlesung Uni Wien: Hintergedanken zum Gedankenjahr 2005 5) Ladyfest Wien 7-9 okt 05 6) Kanditatur von permanent breakfast und "Sa e Roma - gipsy info" für die Bezirksratswahlen 7) Tres Monos unterstützt ZARA: "Seibane" - Benefizsong gegen Rassismus *** 1) "Operation Spring" im Stadtkino (23.9.-13.10.) Info: http://www.operation-spring.com aus: Augustin Nr. 166, http://www.augustin.or.at/ Ein Staat wird sichtbar Nach der "Operation Spring" verkündete die Polizei vollmundig, eine " internationale Drogenbande" wäre ausgehoben worden. Die meisten der Verhafteten wurden zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt. Sechs Jahre später kommt nun ein Dokumentarfilm ins Kino, der die Beweisführung von Polizei und Justiz nüchtern analysiert. Am Ende steht die Frage im Raum: Leben wir wirklich in einem Rechtsstaat? Peter Grabher (kinoki) Am 1. Mai 1999 starb der nigerianische Asylwerber Marcus Omofuma während der Abschiebung im Flugzeug, weil ihm Polizisten den Mund verklebt hatten. Proteste und Kundgebungen folgten, dabei beteiligten sich so viele Afrikaner und Afrikanerinnen wie noch nie zuvor. Polizei und SP-Innenminister Schlögl standen im Kreuzfeuer der Kritik. Am 27. Mai, kaum einen Monat später, stürmten 850 Polizisten im Zuge der "Operation Spring" Flüchtlingsheime und Wohnungen in ganz Österreich. Unter den über hundert Verhafteten waren viele, die sich bei den Demonstrationen nach Omofumas Tod engagiert hatten. Sie hätten nicht nur mit Drogen gehandelt, sondern die Proteste bewusst inszeniert, um dem Ansehen der Polizei zu schaden. Im ORF "outete" ein Polizist Kundgebungsteilnehmer als führende Mitglieder des Drogenrings. In den folgenden Prozessen wurden in Summe mehrere hundert Jahre Haftstrafen verhängt. Das tauchte jedoch nur noch in wenigen Medien auf. Auch die Solidarität mit den Afrikanern war nach dem Schlag gegen die "nigerianische Drogenmafia" weitgehend verstummt. Eine gelungene Revanche der Polizei? Angelika Schusters und Tristan Sindelgrubers Film "Operation Spring" beginnt mit nächtlichen Aufnahmen von der Justizstrafanstalt Josefstadt, wo die Verhafteten in U-Haft saßen, bevor sie in Gefängnisse in ganz Österreich gebracht wurden, wo viele heute noch sind. Der Film vermeidet spektakuläre und dramatische Tonlagen. Er nähert sich der Geschichte der größten kriminalpolizeiliche Aktion seit 1945, indem er sich ganz auf die Analyse des Verfahrens und der Beweisführung der Gerichte konzentriert. Dabei kommen Angeklagte und deren Anwälte zu Wort, eine Schöffin, ein mittlerweile pensionierter Richter, eine Journalistin, sowie ein Beamter des Justizministeriums. Von der polizeilichen Sondereinheit wollte keiner reden. In einem Wiener China-Restaurant hatte die Polizei die Zentrale eines mutmaßlichen Drogenrings geortet. Sie verwanzte das Lokal und produzierte eine Unmenge von Video- und Audiomaterial. Die Aktion war der erste Einsatz des "Großen Lauschangriffs", von ihrem Erfolg hing dessen gesetzliche Verankerung ab. Der Film fragt nach der Qualität dieser Aufzeichnungen. "Man hat's von oben gesehen, aber man hat die Leut' nicht genau erkannt. Dunkel war's, alle waren schwarz. Und einen Schwarzafrikaner in der Nacht zu erkennen ist ... schwierig." Der pensionierte Richter ist beim Interview zum ersten Mal im China-Restaurant. Ein immer noch Inhaftierter traut seinen Augen nicht, als er die Aufnahmen zu Gesicht bekommt, die ihn belasten sollen: "Sie sagten, ich sei eine Person im Video, aber ich sah mich an einem anderen Tisch sitzen!" Der Film gewinnt immer mehr die Qualität eines beunruhigenden Thrillers. Es zeigt sich, dass die Übersetzungen der Aufzeichnungen, auf die sich die Anklage im Wesentlichen stützte, fragwürdige Interpretationen und Auslassungen enthält. Da heißt es etwa: "A überreicht B eine Kassette mit Drogen." Das ist dem Bild selbst jedoch keineswegs zu entnehmen, es könnte sich genauso um ein Video handeln oder ein Buch. Aber die Deutung des Geschehens entspricht der polizeilichen Phantasie von einem "Drogenring". Wie kam diese Übersetzung eigentlich zustande? Eine Journalistin erzählt von ihren Recherchen über den anonymisierten Übersetzer. Es stellte sich heraus, dass der Nigerianer in Deutschland ein Übersetzungsbüro betrieb und Sekretär einer Auslands-Sektion der nigerianischen Regierungspartei PDP war. Ein Vertreter jener Regierung, vor welcher viele der nigerianischen Asylwerber nach Österreich geflohen waren, ist also mit der Übersetzung betraut worden. Die Justiz präsentierte nun mit Motorradhelmen anonymisierte Zeugen ("AZ"). Diese belasteten dutzende Personen und wurden nun durch die zahlreichen Verfahren "durchgereicht". Ein Inhaftierter berichtet, auch ihm wäre angeboten worden, gegen Strafmilderung im Sinne der Anklage auszusagen. Einer der anonymisierten Zeugen widerrief seine Aussagen: "Mein Gewissen quält mich." Aber nur eines der Verfahren, in denen der "AZ 3000" eine Rolle spielte, wurde revidiert. Die Urteilssprüche vollenden das kafkaeske Bild dieser Verfahren: Verurteilten wurde vorgeworfen, sie hätten unbekannten Ortes, unbekannte Mengen von Drogen an unbekannte Leute verkauft. "Dies ist von der Verteidigung nicht entkräftbar und entzieht ihr jede Grundlage", so der Anwalt Lennart Binder. "Ich hätte nie geglaubt, dass bei uns so etwas möglich ist", meint Ute Bock im Film. In ihrem Flüchtlingsheim hatte im September 1999 eine weitere "Drogenrazzia" statt gefunden, genau fünf Tage vor der Nationalratswahl, die dann zur umstrittenen Koalition von ÖVP und FPÖ führte. Die politische Ökonomie der "Operation Spring", die Rolle der Medien und des Rassismus werden im Film nur in kurzen, aber aufschlussreichen Randbemerkungen sichtbar. Denn er beschränkt sich auf eine Arbeit, welche die Gerichte nicht erledigt haben. In diesen Verfahren ist die Gewaltenteilung zwischen Exekutive und Legislative, auf welcher der bürgerliche Rechtsstaat seit der französischen Revolution beruht, verwischt worden. Im Film selbst wird diese Konsequenz nicht ausdrücklich gezogen, aber sie verdichtet sich während seiner 95 Minuten zur Gewissheit: Wenn es in diesem Staat mit rechten Dingen zugeht, werden alle Verfahren der sogenannten "Operation Spring" neu aufgerollt werden. "Operation Spring" Dokumentarfilm von Angelika Schuster und Tristan Sindelgruber (A 2005, 35mm, 95 Minuten). Zu sehen im Stadtkino von 23. September bis 13. Oktober 2005, tägl. 18:30, 20:15 und 22:00. Stadtkino, 1030 Wien, Schwarzenbergplatz 7-8. Karten reservieren unter 01/522 48 14 (Büro) bzw. 01/712 62 76 (Kino). Für Augustin-VerkäuferInnen gilt ein reduzierter Eintrittspreis von 5 Euro (regulär: 6,5 Euro). *** 2) "Artikel 7 - Unser Recht!" im Top Kino (29.9.-12.10.) Info: http://www.artikel7.at/ aus: Augustin Nr. 167 (kommende Ausgabe), http://www.augustin.or.at/ Artikel 7 - Unser Recht! Clen 7 - Nasa Pravica! Der Artikel 7 des Staatsvertrags garantiert die Rechte der Minderheiten in Österreich, auch das Recht auf zweisprachige Ortstafeln. Ein bewegender Dokumentarfilm von Eva Simmler und Thomas Korschil erzählt die Geschichte vom Kampf der Kärntner SlowenInnen um die Durchsetzung dieses Rechts, welches seit nun 50 Jahren gebrochen wird. Peter Grabher (kinoki) Staatsvertragsjubelfeiern entbehren aus Kärntner Sicht nicht einer gewissen Ironie, sind doch wesentliche Bestimmung des Vertrages in Kärnten bis heute nicht erfüllt. Die Aufstellung von zweisprachigen Ortstafeln, die durch ein verfassungsgerichtliches Urteil 2001 abermals bestätigt wurde, wird weiterhin von der Kärntner Landesregierung verweigert. Und die "Tätigkeit von Organisationen, die darauf abzielen, der kroatischen oder slowenischen Bevölkerung ihre Eigenschaft und ihre Rechte als Minderheit zu nehmen" ist beileibe nicht verboten. "Artikel 7 - Unser Recht!" lautete die Parole unter der die slowenische Bürgerrechtsbewegung in den 70er Jahren auftrat. Thomas Korschil und Eva Simmler unternahmen mit ihrer Kamera eine Reise nach Kärnten, um Erzählungen von slowenischsprachigen KärntnerInnen aus drei Generationen aufzunehmen. Denn die Geschichte des Konflikts reicht weit zurück, die Geschichte ist in diesem Konflikt selbst ein umkämpftes Gebiet. Fernsehbilder vom sogenannten "Ortstafelsturm" 1972. Im Film erinnert sich Marjan Sturm an die Tage, als der deutschnationale Mob handgreiflich wurde. Damals musste Sturm an 1942 denken, als mehrere Verwandte deportiert worden waren. In einem ORF-Bericht von 1972 äußert einer, der Hitler sei ein feiner Mensch gewesen. Der Film entfaltet eine besondere Qualität, indem er die aktuellen Erzählungen seiner Protagonisten mit Bildern aus dem Fernseh-Archiv begleitet und vertieft. Das Archiv wird im Film zu einem Beweismittel: Dafür, dass Kämpfe statt gefunden haben, aber auch dafür, dass öffentlich-rechtliches Fernsehen einmal etwas war, was diesen Namen vielleicht verdient hat. Aus heutiger Sicht besonders faszinierend sind Ausschnitte aus Fernsehmagazinen wie "Querschnitte" oder "teleobjektiv", und aus Fernseh-Live-Diskussionen, die sich über vier Stunden hingezogen haben - heute undenkbar. Kärnten ist kein Nebenschauplatz. Der Film zielt auf einen zentralen Punkt des nationalen Mythos, Österreich wäre das erste Opfer Nazi-Deutschlands gewesen: 1943 hatten die Alliierten in der Moskauer Deklaration einen eigenständigen Beitrag Österreichs zu seiner Befreiung zur Bedingung für eine spätere Eigenstaatlichkeit gemacht. Da hieß es: "Österreich wird aber auch daran erinnert, dass es für die Teilnahme am Kriege an der Seite Hitler-Deutschlands eine Verantwortung trägt, der es nicht entrinnen kann, und daß anlässlich der endgültigen Abrechnung Bedachtnahme darauf, wieviel es selbst zu seiner Befreiung beigetragen haben wird, unvermeidlich sein wird." Den zahlenmäßig und militärisch bedeutendsten Widerstand haben die Kärntner slowenischen PartisanInnen geleistet. Ihr Kampf wurde als der von den Alliierten geforderte eigene Beitrag zur Befreiung gewertet, und wurde damit zu einer entscheidenden Grundlage für das Zustandekommen des Staatsvertrags 1955. Wäre Österreich tatsächlich ein Opfer Deutschlands gewesen, hätten die PartisanInnen doch folgerichtig Nationalhelden werden müssen, wie in Jugoslawien. Nichts dergleichen ist geschehen. Die Partisanen wurden aus der Öffentlichkeit und dem nationalen Gedächtnis gedrängt. Stattdessen gibt es dort einen Landeshauptmann, dessen Vater ein "Illegaler" war, und stattdessen gibt es - auch im "Jubiläumsjahr 2005" - die Kameradschaftsbundfeiern am Ulrichsberg. Der Film zeigt auch Bilder, in denen eine Kontinuität nationalsozialistischer Geschichte sichtbar wird. Der Bruch der Verfassung in Kärnten betrifft indes nicht nur die Kärntner Landespolitik. Der Film legt die Frage nahe, wie eine Bundesregierung diesen andauernden Gesetzesbruch tolerieren kann. Angesichts dessen, was Bundeskanzler Schüssel im Vorwort zu einem Lesebuch zum Jubiläumsjahr schrieb, muss man jedoch skeptisch sein, ob sich hier demnächst etwa ändern kann: "Die Wahrheit ist, dass der Durchschnittsösterreicher die Katastrophenjahre in eine fremde Uniform gezwängt und in blutige Schlachten kommandiert überlebte. (...) Und auf die Überlebenden wartete demütigende Gefangenschaft und niederdrückende Not." Im Jubiläumsjahr gibt es mindestens zweierlei Gedenken, eines der Opfer und ihrer Kinder und ein anderes der Täter und ihrer Kinder. "Artikel 7 - Unser Recht!" stellt eine Geschichte wieder her, deren Züge in der nationalen Erzählung bis heute verwischt und durchgestrichen sind. "Artikel 7 - Unser Recht! / Clen 7 - Nasa Pravica!" Ein Dokumentarfilm von Thomas Korschil und Eva Simmler (A/SLO 2005, 83 Minuten) In Wien zu sehen im Top Kino von 29. September bis 12. Oktober 2005. Top Kino, 1060 Wien, Rahlgasse 1. Karten reservieren unter 01/208 30 00. http://www.topkino.at *** 3) Samstag, 1. Oktober, 17.00 - 24.00 Uhr Themenabend / Lesung / Film / Gespräch SEILTANZ ÜBER DEM ABGRUND: DIE FRAGWÜRDIGE SICHERHEIT DES EXILS Dieses zweiteilige Programm zu Kultur und Naturwissenschaften im Exil präsentiert die Österreichische Gesellschaft für Exilforschung (öge) in Kooperation mit den in ihr vertretenen Institutionen. Aus dem Programm: Gespräche mit dem Filmemacher und Autor GEORG STEFAN TROLLER (Paris) und Nobelpreisträger ERIC KANDEL (New York), Konzert-Kabarett mit dem Ensemble Scholem Alejchem (Wien), Filmporträt CARL DJERASSI, interaktive Klangsäule, Büchertisch, Erfrischungen. Österreichische Exilbibliothek Abendeingang: Literaturhaus, 1070 Wien, Zieglergasse 26 A Freier Eintritt Eine Gemeinschaftsveranstaltung von öge, Orpheus Trust, Theodor Kramer Gesellschaft, Literaturhaus / Österreichische Exilbibliothek im Rahmen der >>Langen Nacht der Forschung<< Detailprogramm unter http://www.exilforschung.ac.at/ Österreichische Exilbibliothek im Literaturhaus 1070 Wien, Seidengasse 13 Öffnungszeiten: Mo, Mi 9-17 Uhr und nach Vereinbarung Kontakt: Dr. Ursula Seeber Tel. ++43/1/526 20 44-20 www.literaturhaus.at/lh/exil *** 4) Hintergedanken zum Gedankenjahr 2005: Eine politische Inszenierung österreichischer Verdrängung Eine Ringvorlesung thematisiert vor dem Hintergrund des so genannten "Gedankenjahres" 2005 verschiedene Identitätsentwürfe der Zweiten Republik. Details siehe: http://oesterreich-2005.at/projekte/1127892310/ *** 5) Ladyfest Wien 7-9 okt 05 ...plattform für feministische/queere/transgender kulturen... ...ladyfest is a platform for feminist, queer and transgender cultures... ladyzzz, transgenderzzz, lesbians, sistas, homies, dykes, faulenzerInnen, lazy ladyz, müßiggängerinnen, queers, bitches, ________, (un)moegliche identitaeten, drags, cyborgs, cisgernderzzz, maschinen, migrantInnen, arbeiterInnen, utopistInnen, traeumerInnen, arbeitslose, ?Innen, butches, queerunlantInnen, trans..., proletInnen, grrrls... queer-feminism will rock you! Start: freitag12:00 / friday 12am +++++ frühstück/breakfast @ infocafe lolligo -----> Bands/ live performances/ open stage Freitag/friday @ TÜWI, Samstag/saturday @ EKH -----> Auflegerei/dj-line -----> Workshops -----> Interventionen/ open megafon -----> Filme/ films http://q-film.org/ -----> vokü/free food -----> Do it yourself -----> Abschlussfest/ closing party Sonntag/sunday @ Tüwi Dykemarch! Sonntag 15:00 / sunday 3 pm / Treffpunkt/meeting point: Resselpark Abschlussdiskussion/ round-up discussion Sonntag/ sunday 6pm 18:00, TÜWI orte/ places sind die orte rolligerecht? bitte schauen bei: www.ladyfestwien.org/programm_timet.html EKH (Ernst Kirchweger Haus), 1100 Wien, Wielandgasse 2-4, www.med-user.net/ekh/ U1 Keplerplatz TÜWI, TÜWI Baracke, 1180 Wien, Peter Jordan Strasse 76, tuewi.action.at, Autobus 40A von U6 Volksoper Lolligo, 1010 Wien, Fischerstiege 4-8 Tram 1, 2, U4, U2 Schottenring, U4 Schwedenplatz MAREA ALTA, 1060 Wien, Gumpendorferstrasse 28 U4 Kettenbrückengasse FRAUENCAFE, 1080 Wien, Lange Gasse 11, www.frauencafe.com , Tram 43 EINBAUMÖBEL, 1170 WienGürtelbogen 97 U6 Alserstrasse, Tram 43, 44 raum35, 1040 Wien, Theresianumgasse 35 /Ecke/corner Favoritenstrasse, U1 Südtirolerplatz SCHIKANEDER, 1040 Wien, Margarethenstrasse 24 U1, U2, U4 Karlsplatz Bands/Performances/Auflegerei (dj-line) freitag, 7. okt. - TÜWI - ab 21 uhr open stage, a chance to do your stuff @ ladyfest - ladizzz enter the stages! cherry sunkist, www.cherry-sunkist.net , cherry sunkist ist eine one-woman-show, die sich im spielerischen umgang mit synthesizer, stimme, e-gitarre und computer bewegt. chick wings, www.chickwings.net , wings, like the nuggets are born to die young. what girl group lasts longer than 3 years? + photo-exhibition friday to sunday, tüwi/baracke supernachmittag, loewenzahn.repeating.net, rock- punk- alternative & country, visuals/ulla klopf, exklusiv fürs ladyfest: 3 tänzerinnen! snm lieben es drag zu kingen und queenen... "z.b.: ..." experimentell, elektronik, wut, boxhandschuh, feminismus, todernst, reissverschluss, lustig-leicht, sechste wurzel aus ich hoch drei, dilettantismus, sehr schön, permanent intelektuell, +++auflegerei+++ bilquis, miss celaneous samstag, 8. okt. - EKH - ab 21 uhr candelilla, schwester, mach dir keine sorgen! candelilla, eine band in der tradition der riot-grrrls der 90er. gitarre, bass, schlagzeug. gebrüll, gesang, gespräch. zimbabwe, evil.hardcore.lt/zimbabwe/"anything can happen in zimbabwe" geben sich diese 4 ladyzz aus litauen verschmitzt geheimnisvoll - mischung melodiöser ska/direkter hardcore. sissyboyz, sissyboyz.hb-subs.net, performance einer queeren all-girl-boygroup aus bremen! "sistas, homies, dykes, sissys, queers, bitches! wir küssen den Boden auf dem ihr tanzt..." + workshop: "genderfuck" - samstag 12-17 uhr im ekh, ex-tatblattraum eve massacre, www.evemassacre.de , liason von elektro/postpunk, nicht nur die fußstapfen von le tigre oder cos, auch vor noise core oder grime oder glam pop wird nicht zurückschreckt. es ist das soloprojekt von evi von the flamingo massacres, die den spaß am mixen von mash ups entdeckte um die musiksoftwarekniffe auch für eigene songs einzusetzt. jet moon and sal tomcat 'on the border', a performance about the policing of border regimes in the context of an SM scene. an SM session/ a play on dominance and submission jet moon ' capitalist whore fantasy', sydney/ australias premier female drag queen...a cross between 'barbie' on crack and your local black bloc. tales from the anti-authoritarian underground. +++auflegerei+++ shroombab, eve massacre sonntag, 9. okt. - TÜWI +++ ABSCHLUSSFEST +++ performance: transkitchen rythmic therapy/Beograd, act women have been involved in theatre for the sixth year now. coming together from three different cities they direct their multiculturality and dissimilarity towards a global women's active art. +++auflegerei+++ quote, dr dra, anne Workshops ::::: Intervention ::::: Workshop, in dem wir unsere Wünsche und Ziele betreffend die Teilnahme am Festival besprechen. Strategien für Raum nehmen und sexistisches, rassistisches, homophobes etc. Verhalten verhindern. lets discuss intervention against sexist, racist etc behaviour. Freitag/Freitag 16-19.00/4-7pm, Tüwi ::::: Genderfuck-Workshop ::::: Drag ist, wenn es Verkleidung ist? drag is more than putting a beard for lady or lipstick on a lad. there could be more to it Angeleitet von den Sissy Boyz, 10-15 TeilnehmerInnen, (dt. /engl.) Freitag/friday 16-19.00/4-7pm, Tüwi ::::: workshop zu Selbstverteidigung und Kampfkunst ::::: für kämpfende ladizz aller Identitäten! fighting ladizz of all genders/identities...karate ( mit der litauischen champion der band "zimbabwe"), capoeira, penjak silat, karate, escrima, krav maga major, wendo... Samstag/saturday 12-15.00/12am-3pm, EKH/ATGif Raum/ ATGif Room ::::: Kritik am Konstrukt der romantischen Zweierbeziehung ::::: Angeleitete Diskussion von Anette/Essen Romantische Zweierbeziehungen sind ausschliessend, heterosexistisch und voller Besitzansprüche. Auch in "der Linken" sieht das nicht viel anders aus...persönliche Erfahrungen in einem geschützten Rahmen austauschen Freitag/friday 13-15.00/1-3pm, Frauencafe ::::: Queer? subversiv? Kopie? Auflösung? / queer? subversiv? copy? dissolution? ::::: "For all princesses and their fans", von Judith und Tatjana ...ein Femme-Workshop! 2 Teile: praktisch/theoretisch, 2 parts: praxis + theory 1.Teil/part1 Freitag/friday 15.30-18.00/3.30pm-6pm, Marea Alta 2.Teil/part2 Samstag/saturday 15.30-18.00/3.30pm-6pm, Marea Alta ::::: Homosexualität im Dritten Reich in Österreich ::::: Dass Homosexuelle, ebenso wie Feministinnen, in einem System, das zur Fortpflanzung drängt, keinen Platz haben, liegt auf der Hand, und doch strotzten die Männerbündnisse der Nazis nur so vor Homoerotik. Samtag/saturday 12-14.00/12am-2pm, Frauencafe ::::: Sexuality and Masturbation::::: focuses on sexuality in anarchist perspective of struggle against all forms of domination, and on the ways of creating and developing sexuality. Sonntag/sunday 15.00-17.00/3-5pm, Frauencafe ::::: Metallworkshop ::::: leider schon voll! Samtag/saturday 15-17.00/3-5pm, EKH ::::: Die Suche nach politischer Verortung als NachfahrIn von NS-TäterInnen, MitläuferInnen und ProfiteurInnen / politicial positioning of descendants of nazi-perpetrators, supporters and profiteurs :::::: workshop mit lilly aus wien, strategien (er)finden, was solch ein "erbe", solch eine individuelle und auch kollektive geschichte für handlungsmöglichkeiten,- notwendigkeiten bedeuten. how to question (uncooperative) family members? what exactly is it we want to know?... what kind of political strategies follow from these kinds of questions? Samstag/saturday 13-16.00/1-4pm, Neustiftgasse 93 ::::: Grundbegriffe der Ökonomie aus feminischer Sicht ::::: Analysewerkzeuge für Alltagspolitik., für Frauen und Transgender. Ständig stolpern wir über uns vorgesetzte angeblich ökonomische Wahrheiten. Das Gefühl sagt uns Scheiss Kapitalismus, aber warum? Freitag/friday 15.30-18.00/3.30-6pm, Frauencafe ::::: The context is the content, let's meet there! ::::: with Emma Hedditch, Emma will be in Vienna during on week would like to meet, work and build a project here. STart: Galerie aRtmosphere, Holochergasse 32/ Top 1, Entrance Plunkergasse, 1150 Wien, Dienstag/tuesday oct. 4th, 8pm ::::: Radical Cheerleading ::::: von Splitz (Sissi) von Radical Cheers Philly. Neben kurzen Geschichte und Beschreibung der Bewegung werden wir für den dykemarch Cheers schreiben. Splitz (aka Sissi) from Radical Cheers Philly: Along with a brief history and description of the movement, we will learn a couple cheers and prepare to cheer at the Dyke March on Sunday. Samstag/saturday 16-19.00/4-7pm, Einbaumöbel :::: Tontechnik/sound engeneering ::::: Freitag/friday 12-15.00/12am-3pm, raum35 ::::: Graffiti for Kids, mädchen 4-6, 15.00, Lolligo ::::: noise is protest, kinder 0-12, 15.00, Lolligo/Rudolfspark ::::: PC hardware, 13-15.30, Netbase Raum für Spontan-Workshops/spontaneous workshops: samstag/saturday: 12-20.00 raum35, 14.30-18.30 Frauencafe Sonntag/sunday: 12-15.00 Frauencafe, 12-15.00 Lolligo Raise your voice - open megafon während Ladyfest05 gibts ein offenes Megaphon für Interventionen. during ladyfest we will provide a megaphone to make announces... Ladyfest05 interactive: Das Ladyfest Forum http://bb.mur.at/viewforum.php?f=4 "Open Stage" 7 Ekim 2005, Cuma Haydi sahneye! Ladyfest'te sen de performansini göster! Acik Sahne farkli kimliklerden bütün kadinlara kendi müziklerini sunmaya olanak saglayan bir platformdur.Ladyfest-Viyana-2005'te kendi müzigini sahneleme imkanina sahipsin. Solo ya da bir grupla, sarki söyleyerek ya da enstrümaninla, istedigin tarzda katilabilirsin. Eger sen de yer almak istyorsan bizimle iletisime gec : ladyfest05 at gmx.at informasi türkçe: www.ladyfestwien.org/ladyfest05_tur . *** 6) support candidacy: permanent breakfast and "Sa e Roma - gipsy info" Kanditatur von permanent breakfast und "Sa e Roma - gipsy info" für die Bezirksratswahlen! Erstmals in der Geschichte der Stadt gibtt es die surrealistische Kandidatur einer Kunstliste und die Kandidaturen von einer Roma-Liste auf Bezirksebene permanent breakfast kandidiert als Kunstprojekt im 18. Bezirk. Die Liste Gipsy-info tritt in den Bezirken 1090, 1200, 1160, 1170 an --- so es dafür die nötigen Unterstützungserklärungen gibt. Falls Sie in den Bezirken 1180, 1160, 1170 oder 1090 wohnhaft sind bitten wir Sie an ihrem Bezirksamt eine Unterstützungserklärung anzugeben. (Ausweis nicht vergessen!) --- bis spätestens 25.9.2005 möglich! Eine Unterstützungserklärung ermöglicht eine Listenkandidatur und ist unabhängig von ihrem Wahlverhalten. Sie verhelfen damit einfach einem demokratischen Grundrecht - dem des passiven Wahlrechts - zu seiner Realisierung. Im Gemeinderat / Nationalrat vertretene Parteien brauchen diese Erklärungen nicht. Alteingeführte Parteien haben meist ein Klientel, das sich diesen verpflichtet fühlt. Unabhängige Listen könnte es ruhig mehr geben. Stimmzettel die die wählbare Aufschrift "permanent breakfast" oder "Sa e Roma - gipsy info" tragen sind eine Manifestation: fürdas Recht der Kunst einzugreifen für Kunst als Ort der Plazierung von Anliegen jenseits festgefügter Strukturen für die Produktion von Wirklichkeit und die Machbarkeit von Geschichten Für die Ohnmacht des Faktischen für das Recht von Minderheiten, sich selbst zu vertreten. Für das Bekenntnis von Roma in Wien - sich selbst zu organisieren - Mitzusprechen - sichtbar zu sein - sich nicht assimilieren zu lassen Danke! -- Produktion von Wirklichkeiten ________________________ Institut zur Erforschung und Erschaffung von Ritualen und Zeremonien __________________________________ A-1180 Wien; Gentzgasse 122/18 Bitte weitersenden! © 2005 friedemann derschmidt Friedemann Derschmidt tel.: +43 699 2012 60 35 fax.: +43 699 4012 60 35 friedemann at derschmidt.com http://www.derschmidt.com http://www.permanentbreakfast.org http://rudyn.magnet.at *** 7) Pressetext: "Seibane" - Benefizsong gegen Rassismus Tres Monos unterstützt ZARA Campoz und Topoke sind Tres Monos, eine in Wien ansässige multinationale HipHop-Formation, die neben Musik, Film und Videoclips mit ihrem sozialpolitischen Engagement bestechen. Topoke, Frontman und Lyricist von Tres Monos, drehte 2004 einen Dokumentarfilm über den Mauretanier Seibane Wague, der im Juli 2003 auf tragische und brutale Weise während einer Amtshandlung im Wiener Stadtpark ums Leben kam. Der Song "Seibane ist die musikalische Umsetzung und Aufarbeitung der dabei empfundenen Ohnmacht gegenüber Rassismus. "Meine Befindlichkeiten mitzuteilen, ist mein Beitrag für die Verständigung zwischen Menschen und Kulturen. Der Fall Seibane Wague hat uns zutiefst betroffen gemacht und darf nicht in Vergessenheit geraten", erklärt Topoke. "Wir wollen, dass so viele Menschen wie möglich den Song 'Seibane' hören und verstehen. Wir wollen damit zu mehr Zivilcourage aufrufen!" Deshalb ist der Song nur gegen eine Spende an den Verein ZARA zur Aufrechterhaltung der einzigen Beratungsstelle für Opfer und ZeugInnen von Rassismus in Österreich erhältlich. "Mit jedem Benefizkauf des Songs 'Seibane' unterstützt ihr das Anliegen von ZARA, aktiv für mehr Zivilcourage und Gleichbehandlung in unserer Gesellschaft einzutreten", betont Dieter Schindlauer, Obmann von ZARA. Ein Stream des Songs samt Video ist auf der ZARA-Homepage zu finden und über den neuen ZARA-Shop gegen eine Spende zu erwerben. Reinhören & anschauen unter: www.zara.or.at und www.tresmonos.com Rückfragehinweis: Karin Bischof ZARA-Öffentlichkeitsarbeit Tel.01/929 13 99-18 presse at zara.or.at Pressematerialien: www.zara.or.at Topoke/Tres Monos: contact at tresmonos.com revolution will not be televised ************************************************* kinoki Gumpendorfer Str. 63B Buerogemeinschaft 1. Stock 1060 Wien Mobile: ++43 (0)650 5031574 Fax: ++43 (0)1 403 87 94-17 mikrokino at kinoki.at http://www.kinoki.at ============================================== 08 depot-programm From: depot-news at mailman.sil.at ============================================== Dienstag, 4. Oktober, 19.00 kinokis mikrokino Filme und Diskussion mit dem Regisseur Nachdem der Filmemacher Zelimir Zilnik wegen Rani Radovi (Frühe Werke) in Jugoslawien in Ungnade gefallen war, drehte er seine Film in Westdeutschland. Öffentliche Hinrichtung montiert polizeiliches Dokumentationsmaterial und setzt sich mit der Eskalation von Gewalt am Beispiel einer RAF-Geiselnahme auseinander. In Paradies ist es die Konzernchefin selbst, die aus unternehmensstrategischen Gründen ihre Entführung durch eine anarchistische Gruppe inszeniert. Wegen dieser filmischen Parodie auf die Entführung des CDU-Politikers Peter Lorenz durch die Bewegung 2. Juni wurde Zˇilnik aus der BRD ausgewiesen. Öffentliche Hinrichtung (BRD 1974), Buch und Regie: Zelimir Zilnik, 13 Min. Paradies - eine imperialistische Tragikomödie (BRD 1976), Buch und Regie: Zelimir Zilnik, 65 Min. Gespräch mit Zelimir Zilnik Eine neue Reihe zum politischen Film in Kooperation mit dem kinoki mikrokino. Mittwoch, 5. Oktober, 19.00 Kulturstadt Wien Podium zur Gemeinderatswahl Ist Wien anders oder ist es eine europäische Kulturstadt wie jede andere? Wenige Tage vor der Wahl zum Gemeinderat steht fest: Kultur spielt im Wahlkampf keine große Rolle. Das ist verständlich. Aber können die Kunst- und Kulturschaffenden der Stadt mit der Kulturpolitik zufrieden sein und was halten sie von den Forderungen der Oppositionsparteien? Gibt es überhaupt Kulturprogramme der Parteien für die nächsten fünf Jahre und welche Begriffe von Kultur werden damit bedient? Thomas Jelinek, IG Kultur Wien Daniela Koweindl, IG Bildende Kunst im Gespräch mit Marie Ringler, Kultursprecherin Die Grünen Wien Gerhard Franz Roth, ÖVP Ernst Woller, Kultursprecher SPÖ Wien -------------------- Depot Breitegasse 3 A-1070 Wien Tel: +43 1 522 76 13 www.depot.or.at _______________________________________________ ============================================== 09 Alternativer Nobelpreisträger zum Anhören From: w.hirner at radiofabrik.at ============================================== Radiofabrik: Alternative Nobelpreisträger nun auch online zum Anhören Was die Alternativen Nobelpreisträger bei ihrem Salzburg-Treffen im Juni zu sagen hatten, ist jetzt für alle Interessierten auch im Internet zu hören. Die Radiofabrik hat rechtzeitig zur Vergabe der Alternativen Nobelpreise 2005 in Stockholm die Internetseite www.radiofabrik.at/anp freigeschaltet. Hier gibt es eine Vielzahl von Audiofiles über das Salzburg-Treffen der Alternativen Nobelpreisträger zu hören - von Berichten, Kurzporträts und Interviews über Vorträgen bis hin zu aufwändig produzierten Radiosendungen. Wer also die vielbeachtete Rede von Bianca Jagger über die Opfer des Krieges gegen den Terror hören will, kann dies auf www.radiofabrik.at/anp tun. Auch was Manfred Max-Neff über die Barfussökonomie zu sagen hat oder Nicanor Perlas über die Rolle der Zivilgesellschaft in Zeiten der neoliberalen Globalisierung denkt, ist hier als Audiofile abrufbar. Die Beiträge wurden von über 30 nichtkommerziellen Lokalradios im deutschsprachigen Raum ausgestrahlt und werden wohl auch in Zukunft noch oft genutzt werden. Die Weiterentwicklung zu einem ständig aktualisierten Internet-Audioarchiv des "globalen Gewissens" ist möglich. Unterstützt wurde das Projekt von der ARGE Alternativer Nobelpreisträger, der Schatzkammer Heimat Land Salzburg, dem entwicklungspolitischen Beirat des Landes Salzburg und Komment. Die Alternativen Nobelpreise 2005 gingen übrigens an Francisco Toledo aus Mexiko, Maude Barlow und Tony Clarke (Canada), Irene Fernandez (Malaysia) und die Organisation First People of the Kalahari, und ihrem Gründer Roy Sesana aus Botswana. Rückfragen: Georg Wimmer - Radiofabrik 0676/6118378 -- Wolfgang Hirner Radiofabrik Mühlbacherhofweg 5 A-5020 Salzburg www.radiofabrik.at w.hirner at radiofabrik.at Tel: 0043-662-842961 Fax: 0043-662-84878413 ============================================== 10 SLP-Veranstaltung From: albert.kopf at gmx.at ============================================== Liebe InteressentInnen! Das Abschneiden der Linkspartei bei den deutschen Wahlen gibt SozialistInnen in ganz Europa Aufwind und macht Mut. Die deutschen Wahlen sind gerade angesichts der bevorstehenden Wahlauseinandersetzungen in Österreich (Wien, Burgenland, Steiermark und spätestens 2006 Parlament) von großer Bedeutung. Die SLP kämpft schon seit Jahren für eine neue Partei der Beschäftigten, Jugendlichen und PensionnistInnen mit einem sozialistischem Programm. Nächste Woche (ab 3. Oktober) haben wir deswegen Marc Treude zu Gast. Er ist Aktivist unserer Schwesterorganisation SAV, Stadtrat in Aachen (des Wahlbündnisses gegen den Sozialkahlschlag) und von Beginn an aktiv am Aufbau der WASG und der Linkspartei beteiligt. Veranstaltung in Wien Mittwoch, 5. Oktober 19.00 Uhr "Piwnca"; Jägerstrasse 38 (20. Bezirk) (4 Minuten von der U6 Station Jägerstrasse) Veranstaltung in Linz Montag, 3. Oktober 19.00 Uhr "Alte Welt"; Hauptplatz 4 Welche Chancen und Gefahren es für die Linke in Deutschland gibt, und wie wir hier in Österreich aus den Erfahrungen lernen können wird Gegenstand der Debatte sein. Wir freuen uns auf euer/ihr zahlreiches Kommen. Besuchen Sie auch die Seite unserer Schwesterorganisation SAV www.sozialismus.info sowie www.linkspartei-debatte.de - eine Seite zur Debatte in der WASG und Linkspartei und natürlich die Homepage der SLP www.slp.at ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND KOMMENTARE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ============================================== 11 GATS zerschlägt die sozialen Strukturen Wiens From: gilbert.karasek at chello.at ============================================== GATS zerschlägt die sozialen Strukturen Wiens. Artikel von Gilbert Karasek (Arbeitnehmer bei den Wiener Stadtwerken Holding AG) Der Neoliberalismus bricht durch die GATS Richtlinien über uns herein. Spitäler, Schulen, Universitäten Kindergärten, Altersversorgung, Jugendbetreuung, Gemeindewohnungen, Energie, öffentlicher Verkehr und Beseitigung des Amtes für Soziales MA 12, überall macht sich GATS (General Agreement on Trade in Services) in Wien bemerkbar. Wie es das Geschäftsjahr 2004 der Wiener Stadtwerke- Holding AG belegt, wird statt den Mensch zu beschäftigen, das Kapital gehortet. So wurden - zu Gunsten der Profitmaximierung - wieder hunderte Arbeitsplätze vernichtet. Während die Anzahl der Beschäftigten um 1,4 Prozent auf 14.148 fiel, stieg die Bilanzsumme um 274 Millionen Euro, um rund 2,8 Prozent, von 9,78 auf 10.06 Milliarden Euro. Aber bevor ich auf die Entwicklung und den Zuständen der privatisierten Wiener Stadtwerke Holding Aktiengesellschaft und auf das "Cross Border Leasing System" eingehe, möchte ich dazu eine Bemerkung machen. Nach GATS Richtlinien sind alle natürlichen und künstlichen Produkte - bis auf Luft und Sonne - Handelswaren. Die Spekulation und der Profit mit lebenswichtigen Gütern hat, nach GATS Richtlinien, Vorrang vor den Grundbedürfnissen des Menschen, da die Befriedigung menschlicher Grundbedürfnisse, ausschließlich der Gewinn und Profitbilanzierung, des Privateigentümers unterstellt sind. Wie wir alle miterleben konnten, war die Wirtschaftspolitik der Wiener SPÖ, in den vergangenen Jahren, auf die Anpassung der Gemeindebetriebe an den GATS Richtlinien ausgerichtet. Schon vor dem Beitritt zur EU, begannen die SPÖ und Gewerkschafts- Funktionäre der Gemeindebediensteten, mit der Planung zur Umsetzung der GATS Vorschreibungen. Hinter dem Rücken der Arbeitnehmer, haben die SPÖ und Gewerkschaftsfunktionäre, die Maßnahmen zur Liberalisierung der Gemeindebetriebe ausgearbeitet. Sie haben praktisch im Alleingang die juristischen Rahmenbedingungen geschaffen und alle Verträge produziert und unterzeichnet, die für die Privatisierung der Dienstleistungen erforderlich waren. Die Umwandlung des gesamten kommunalen Eigentums der Gemeinde Wien, in private Kapital und Holdings Aktiengesellschaften, wurde still und konsequent durchgezogen. Die Trennung der Gemeinde von ihrem gemeinnützigen Eigentum, war die größte wirtschaftliche Veränderung, seitdem es das Versorgungs- und Kommunalwesen in Wien gab. Das Privatisierungsprogramm der schwarz-blauen Bundesregierung, unterscheidet sich kaum vom Privatisierungsprogramm der SPÖ. Beide stellen die öffentlichen Dienstleistungen auf die Schienen der GATS Richtlinien. Beide entziehen somit der Allgemeinheit, ihre gemeinnützigen Einrichtungen und verwandeln diese zu persönlichen Profitquellen der neuen Eigentümer. An der Stelle der kommunalen Betriebe, mit ihren gemeinnützigen und sozialen Aufgaben, steht nun der Profit. Indem die menschlichen Grundbedürfnisse, dem Handel, den Spekulations- und Profitinteressen des Kapitals geopfert wurden, sind diese Dienstleistungen für viele Menschen zu unerreichbaren Luxusgüter geworden. In den privatisierten Unternehmungen der Wiener Stadtwerke Holding Aktiengesellschaft herrscht die Diktatur des Kapitals. Arbeitsdruck und Mobbing, sowie Drohungen und Ängste sind die Repressionsinstrumente mit der die neuen Eigentümer die Gewinne des Konzerns steigern. Der Kündigungsschutz im Bereich des Disziplinarverfahrens und die Kollektivverträge für Neuaufnahmen wurden mit der Unterstützung der Gewerkschaften massiv verschlechtert. So wurden die Rechtsmittel der Arbeitnehmer, durch die Stärkung der Rechte der Eigentümer eingeschränkt. Alleine bei den Elektrizitätswerken wurden in dem Zeitraum von 1998 bis 2003 ein Viertel der bestehenden Arbeitsplätze vernichtet. Einerseits wurde durch den Personalabbau die Arbeit der Verbliebenen vermehrt, andererseits wurden den Arbeitnehmer Überstunden und Zulagen gekürzt. Hingegen bei den Versorgungsposten wie Direktoren Vorstandsmitglieder und Führungskräften explodierten förmlich die Gehälter. So stiegen die Gehälter dieser Manager, von 7000 auf 20000 Euro, dabei sind die Zulagen und Späßen nicht berücksichtigt. Die Gewerkschaften der Gemeindebediensteten zeichnen ein schönes Bild ihrer privatisierten Betriebe und versichern den ausgegliederten Arbeitnehmerinnen, dass ihre Arbeitsplätze trotzdem abgesichert seien. Selbst den Zusammenhang zwischen den Privatisierungen und den GATS Richtlinien streiten sie ab. Aber Widerstand ist eine Frage des Bewusstseins. Auch wenn das Vertrauen in die SPÖ und an den Gewerkschaften tiefe Risse bekommen hat, so glaubt doch die Mehrheit der ArbeitnehmerInnen den Ausführungen und Versprechungen der Funktionärsklasse. Im Einklang mit dem Sozialabbau, geht bei den Stadtwerken die Beschwichtigungstaktik der Betriebsräte einher. Im Wesentlichen beschränken sich die gewerkschaftlichen Tätigkeiten auf die Verschleierung der Ausbeutung der menschlichen Arbeitskraft. Es geht den Betriebsräten vor allem darum, das Bewusstsein der Arbeitnehmer niederzuhalten. Bei jedem Angriff auf die Interessen der Arbeitnehmer finden die Betriebsräte neue Ausreden, mit der sie das Diktat der Eigentümer rechtfertigen. Die SPÖ hat um 2,3 Milliarden Euro, die Eigentumsrechte des gesamten öffentlichen Fuhrparks der Wiener- Linien in das Privateigentum amerikanischer Kapitalgesellschaften überschrieben. Sie hat auch die Abwasserversorgung des 21. und 22. Bezirk und alle Kanalanlagen rechts der Donau, an die US-Firma "John Hancock Insurance Company" verkauft. Der Ausverkauf Wiens geht schon seit Jahren stillschweigend vor sich her. Cross Border Leasing, das System für den Ausverkauf kommunaler Einrichtungen: Jahr Transaktion Volumen Vertretung von 2003 US Cross Border Leasing Transaktion über ein Rechenzentrum USD 100.000.000 Lessee 2003 Restrukturierung einer US Cross Border Leasing Transaktion über Rollmaterial USD 199.000.000 Lessee 2003 US Cross Border Leasing Transaction über Rollmaterial USD 100.000.000 Lessee 2003 US Cross Border Leasing Transaktion über Teile der Kanalanlagen der Stadt Wien USD 609.000.000 Head Lessor/Lessee 2002 Japanese Operating Lease Transaktion betreffend Autobusse Seller/ Lessee 2002 US Leasing Transaktion - Post Closing Betreuung des Head Lessor bei Austausch von Rollmaterial Head Lessor/ Lessee 2002 Japanese Operating Lease Transaktion - Post Closing Betreuung des Lessee bei Austausch von Autobussen Seller/ Lessee 2002 US Leasing Transaktion - Rechtsgutachten betreffend Equity PUA Provider Head Lessor/ Lessee 2002 US Leasing Transaktion betreffend Rollmaterial - Rechtsgutachten betreffend B PUA Provider US Eigenkapitalinvestoren 2001 US Leasing Transaktion betreffend Messeanlagen (Messe Essen) - Rechtsgutachten betreffend E PUA Provider US Eigenkapitalinvestoren 2001 US Leasing von Telekommunikationsequipment - Post Closing Betreuung im Zusammenhang mit Merger der Bank Austria mit Hypovereinsbank US Eigenkapitalinvestoren 2001 US Leasing Transaktion betreffend Messeanlagen (Messe Dortmund) - Rechtsgutachten hinsichtlich Equity PUA Provider US Eigenkapitalinvestoren 2001 US Leasing Transaktion betreffend Straßenbahn- und U-Bahnzügen USD 550.000.000 Head Lessor/ Lessee 2000 US Leasing Transaktion betreffend Mobilkom Equipment - Post Closing Betreuung bei Austausch des Investors US Eigenkapitalinvestoren 1999 US Leasing Transaktion betreffend Mobiltelephon Sendestationen (Connect Austria) USD 190.000.000 US Eigenkapitalinvestoren 1999 US Leasing Transaktion betreffend Straßenbahn- und U-Bahnzüge - Post Closing Betreuung bei Vergesellschaftung der Wiener Linien US Eigenkapitalinvestoren 1999 US Leasing Transaktion betreffend Straßenbahn- und U-Bahnzüge (Wiener Linien) USD 400.000.000 US Eigenkapitalinvestoren 1999 US Leasing Transaktion betreffend Mobiltelephon Sendestationen (Mobilkom Austria) USD 200.000.000 US Eigenkapitalinvestoren 1999 US Leasing Transaktion betreffend Telephone Switching Equipment (Telekom Austria) III USD 400.000.000 US Eigenkapitalinvestoren 1999 US Leasing Transaktion betreffend Telephone Switching Equipment (Telekom Austria) II US Eigenkapitalinvestoren 1998 US Leasing Transaktion betreffend Güterwaggons CAD 180.000.000 US Eigenkapitalinvestoren 1998 US Leasing Transaktion betreffend Telephone Switching Equipment (Telekom Austria) I USD 200.000.000 US Eigenkapitalinvestoren 1998 US Leasing Transaktion betreffend eine Papier Assembly Line (Maschinen-Infrastruktur plus Grundstücke) USD 250.000.000 US Eigenkapitalinvestoren 1998 US Leasing von Straßenbahn- und U-Bahnzügen (Wiener Linien) II USD 170.000.000 US Eigenkapitalinvestoren 1998 US Leasing Transaktion betreffend Straßenbahn- und U-Bahnzüge (Wiener Linien) I USD 550.000.000 US Eigenkapitalinvestoren 1997 Ankauf der Lessor Position aus Japanischen Leveraged Leases (JLL) durch Investmentbank Investmentbank GATS frisst also die kommunalen Einrichtungen auf. Zum Beispiel die privatisierte Alterspflege mit ihren Altersheimen, die Gemeindewohnungen mit ihren 56000 Wohnungen - die in das Privateigentum der Gesellschaft "WIENER WOHNEN" übertragen wurde, die Elektrizitäts- und Gaswerke, Heizbetriebe- Fernwärme die in das Eigentum einer Holding Aktiengesellschaft verschwunden sind, die Bestattung und schließlich der gesamte öffentliche Verkehr, mit all seinen Liegenschaften usw. Aber was kann man dagegen tun? Wenn die ArbeitnehmerInnen ihre Arbeitssituation in Sinne der objektiven menschlichen Interessen verbessern wollen, dann müssten sie selbst die Kontrolle übernehmen. Die vorhandene Arbeit müsste auf alle Menschen, auch auf die Arbeitslosen aufgeteilt und die Arbeitszeit herab gesenkt werden. Zum Beispiel müssten alle Personal- und Gehaltsentscheidungen direkt von allen ArbeitnehmerInnen, in demokratischer Abstimmung geregelt werden. Nach einem von allen ArbeitnehmerInnen ausgeklügelten Plan, wechseln die Menschen in den verschiedenen Produktions- und Geschäftszweigen. So lernen sie mit der Unterstützung technischer Einrichtungen und den un- eingeschränkten Zugang zu allen Daten und Laboratorien, die Probleme zu erkennen und die verschiedenen Arbeitsvorgänge zu verstehen und zu bedienen. Diese universelle Form der Arbeitsteilung eröffnet Allen den Einblick über die verschiedenen Zusammenhänge. Sie erleichtert die Kontrolle und die Entscheidung über Naturschutzmassnahmen, Produktion und alle anderen gesellschaftlichen Belange. Im Wechsel der verschiedenen Tätigkeiten werden ausnahmslos alle ArbeitnehmerInnen eingebunden. Die unproduktiven Versorgungsposten wie Kapitalisten, Direktoren, Vorstände, Führungskräfte, Abteilungsleitern, Politiker, Funktionäre und so weiter, die den repressiven Unterdrückungsapparat aufrecht erhalten und die gnadenlose Ausbeutung der Lohnarbeit organisieren, vollstrecken und sich daran bereichern, werden aufgelöst. Damit endlich Not und Elend, Hungersnöte, Krisen und Kriege ein Ende haben, müsste die knechtende Unterordnung, von Mensch, Besitz und Eigentum aufgehoben und die Ausbeuter selbst in den Arbeitsprozessen eingegliedert werden. Ihre Rechte werden den Rechten aller Anderen angeglichen, so dass kein Mensch mehr über einen Anderen steht. Gilbert karasek ============================================== 12 tschetschene sein und frei sein From: wadi.wien at gmx.at ============================================== TSCHETSCHENEN SEIN UND FREI SEIN In den vergangenen Jahren flüchteten Tausende vor Krieg und Unterdrückung aus Tschetschenien nach Österreich. Trotz hoher Anerkennungsquote gestaltet sich ein Neuanfang in Freiheit schwierig. von thomas schmidinger Khadija (1) zuckt resigniert mit den Schultern. Zu lange warte sie schon auf ihren Asylbescheid, erzählt die knapp dreißigjährige Tschetschenin. Ihre ehemalige Zimmernachbarin habe schon nach 3 Monaten einen positiven Asylbescheid bekommen. Sie aber warte nun mit ihrem Mann schon seit über zwei Jahren auf eine Antwort des Unabhängigen Bundesasylsenats, der zweiten Instanz im österreichischen Asylverfahren. Zwar ist Khadija keineswegs die am längsten wartende Asylwerberin in einer Pension in Niederösterreich, allerdings ist es für die junge Frau ebenso frustrierend wie für andere AsylwerberInnen, ohne Beschäftigung in einem kleinen Dorf festzusitzen und von der Grundversorgung abhängig zu sein. Neben Schlafplatz und Essen erhält sie 40 Euro Taschengeld im Monat. Bis zu einem Drittel des Geldes muss sie manchmal für die Fahrt zum Arzt ausgeben. Wie viele AsylwerberInnen ist sie gelegentlich krank. Aus Tschetschenien hat eines ihrer Kinder TBC mitgenommen. Auch sie selbst muss immer wieder zum Arzt. Oft haben die Besuche bei diversen FachärztInnen aber wenig Erfolg, denn viele Krankheiten haben in Wirklichkeit psychosomatische Ursachen. Wer den Tod naher Angehöriger mitansehen musste, von russischen Soldaten oder tschetschenischen Warlords vergewaltigt oder gefoltert wurde und dann auch noch unter der Unsicherheit als gerade geduldete Asylwerberin zu leiden hat, bräuchte zuallererst eine psychotherapeutische Unterstützung. Psychotherapien sind für AsylwerberInnen aber noch schwerer zu bekommen als Arztbesuche, insbesondere da es kaum russisch- oder gar tschetschenischsprachige PsychotherapeutInnen gibt. Mehr Abschiebungen Khadija ist kein Einzelfall. Frauen und Männer aus Tschetschenien bilden seit einigen Jahren die größte Gruppe unter den Flüchtlingen in Österreich. Sie sind es auch, die die höchste Anerkennungsquote von AsylwerberInnen in Österreich haben. Die dabei vom Innenministerium angegebene Zahl von 93,67 % für StaatsbürgerInnen der Russischen Föderation gibt jedoch nur das Verhältnis von rechtskräftig positiv entschiedenen Verfahren zu rechtskräftig negativ entschiedenen Verfahren wieder, nicht jedoch das Verhältnis zu den gestellten Anträgen. Jene, die gar nicht in das Normalverfahren kommen und etwa bereits an der Grenze zur tschechischen Republik "eingeladen" werden zurückzukehren, werden in dieser Zahl ebenfalls nicht berücksichtigt. Trotzdem ist die Anerkennungsquote zurzeit relativ hoch. In der Asyl- und Fremdenstatistik des Bundesministeriums für Inneres werden für das vergangene Jahr 6.172 anerkannte Flüchtlinge aus der Russischen Föderation angegeben. Ein großer Teil davon sind TschetschenInnen. Während sonst kaum ein/e AsylwerberIn eine Chance hat, bereits in erster Instanz beim Bundesasylamt einen positiven Asylbescheid zu bekommen, erhalten TschetschenInnen diesen manchmal schon nach wenigen Monaten. Dies könnte sich mit dem neuen Asylgesetz jedoch ändern. Waren bisher traumatisierte Flüchtlinge aus dem Dubliner-Abkommen, das eine Rückführung der AsylwerberInnen in den ersten von ihnen erreichten EU-Staat vorsieht, ausgenommen, wird dies ab 2006 anders werden. Nun können auch traumatisierte Folteropfer aus Tschetschenien etwa in die Slowakei abgeschoben werden. Von dort wurden im Vorjahr mehrere TschetschenInnen nach Russland abgeschoben, darunter mindestens zwei Minderjährige. Verlorene Jahre Aber auch jetzt schon werden viele Asylanträge nicht in der ersten Instanz entschieden. Jahrelange Wartezeiten auf ein Urteil des überlasteten Unabhängigen Bundesasylsenats (UBAS) sind angesichts der fehlenden Arbeitsmöglichkeiten während des Asylverfahrens extrem belastend. Als Aslanbek nach Österreich kam, war er 32. Eines seiner Kinder wurde in Tschetschenien von einem Granatsplitter getötet. Seine drei verbliebenen Kinder kamen mit seiner Frau vor einigen Monaten aus Tschetschenien nach. Bis Aslanbek seinen positiven Asylbescheid erhalten hatte, waren insgesamt fast vier Jahre vergangen. In den vier Jahren war er in mehreren Pensionen in der Steiermark untergebracht. Nachdem sein Fall endlich positiv entschieden war, suchte er sich eine billige Einzimmerwohnung in Wien. Behilflich waren ihm dabei tschetschenische Freunde, die er von früher kannte. Deutsch kann er kaum. Während der vier Jahre in diversen Pensionen war ihm nie ein Deutschkurs angeboten worden. Schließlich hätte es ja sein können, dass er wieder nach Russland zurück muss. Zumindest konnte der mittlerweile fast 37-jährige auf tschetschenische Solidarnetzwerke zurückgreifen. Schwieriger ist das für Menschen, die auch in der tschetschenischen Gesellschaft Probleme haben. Schwule, unverheiratete Mütter oder Tschetscheninnen, die sich in einen Nichttschetschenen verlieben, versuchen oft so wenig wie möglich mit anderen TschetschenInnen in Kontakt zu kommen. Neue Freiheiten Gerade als verfolgte Minderheit, die mit Unterbrechungen seit dem 18. Jahrhundert gegen die russische Vorherrschaft im Kaukasus kämpft und v. a. unter Stalin genozidalen Verfolgungen ausgesetzt war, ist die tschetschenische Gesellschaft von einem starken inneren Zusammenhalt der einzelnen Clans - tschetschenisch teipy - sowie einem sehr strikten tribalen Gewohnheitsrecht geprägt. Was einerseits der Gesellschaft das Überleben sicherte, ist für Personen, die von der dabei geforderten Norm abweichen, extrem repressiv. Obwohl dieser Zusammenhalt meist auch in Österreich weiter gepflegt wird, schätzen die meisten TschetschenInnen auch die neue persönliche Freiheit. Gerade manch tschetschenische Frau weiß mittlerweile den anderen Status von Frauen in der österreichischen Gesellschaft zu schätzen. Oft sind es gerade die Frauen, die schneller Deutsch lernen als ihre oft stark traumatisierten Männer und sich damit zu einer bisher ungeahnten neuen Position im Familiengefüge emporarbeiten. Obwohl sich fast alle TschetschenInnen in der Ablehnung der russischen Okkupationspolitik einig sind, sind fast nirgends Sympathien für die "Wahabiten" oder andere islamistische Warlords zu hören. "Wir wollten Tschetschenen und frei sein", fasst es Aslanbek zusammen und hofft damit auch in Österreich einen Platz für sich und seine Familie zu finden. (1) Namen geändert Thomas Schmidinger ist Lehrbeauftragter am Institut für Politikwissenschaft in Wien, Mitarbeiter der im Irak aktiven Hilfsorganisation Wadi, Redakteur von Context XXI und Flüchtlingsbetreuer in NÖ aus: planet, No. 41, September, Oktober 2005 www.planet.gruene.at -- WADI - Verband für Krisenhilfe und solidarische Entwicklungszusammenarbeit e-mail: wadi.wien at gmx.at Tel.: 0699-11365509 Postfach 105 A-1181 Wien Spendenkonto in Österreich: Kontonummer 07.405.301 Evangelische Kreditgenossenschaft eG BLZ 31800 IBAN: AT10 3180 0000 0740 5301 BIC: EVKRATW1 Website mit weiteren Informationen zu Projekten von Wadi und Veranstaltungshinweisen: www.wadinet.at ============================================== 13 VKB.Innsbruck: Räumungsdrohung... From: villakunterbunt-innsbruck at web.de ============================================== VKB Innsbruck: Räumungsdrohung, Spekulanten und Polizeibesuche Gestern, am 28. September besuchte eine Gruppe Spekulanten den Garten des Innsbrucker Squats "Villa Kuntabunt", und drohte mit einer baldigen Räumung. Heute, am 29. September bekam die VKB noch dazu Besuch von der Polizei... Die Stadt drängt auch auf eine baldige Räumung, dazu hat die das Haus ganz einfach als "Unbewohnbar" erklärt. Gestern Vormittag folgende Szene - im Garten der VKB standen ein paar Männer im Anzug, jeder von ihnen sah höchst "wichtig" aus, und unterhielten sich. Es waren übrigens teilweise die gleichen Typen, die schon vor Monaten mal mit den Worten "Wir sind die Spekulantenschweine" vor der Tür standen. Nachdem die BewohnerInnen vom Balkon her immer wieder runterriefen, was denn das ganze soll, gingen Leute runter in den Garten, um mal zuzuhören, was denn die Typen so reden - schließlich zog es die Männerrunde vor, in ein Kaffehaus abzuhauen, mit einem der Typen konnte jedoch ein Gespräch angefangen worden (sein Autokennzeichen is übrigens I CH 999, nur so zur Info...). Grundtenor war der, dass das Haus in Kürze verkauft werden soll, derzeit gehört es ja mehreren EigentümerInnen, mehr über die Besitzverhältnisse gibts hier: at.indymedia.org/newswire/display/54066. Ausserdem "wollen wir hier bald anfangen zu bauen" - so der Immobilienhai. Auf die Frage, wann das sein soll, gabs ein "Na, jetzt halt!", mit der kleinen Moralpredigt, "stellts euch vor, ihr bauts mal ein Haus (und ich hoff ja, dass ihr das machts!"), und jemand setzt sich einfach so rein!" Er signalisierte auch, dass es den Eigentümern "wurscht" is, wenn sie für eine eventuelle Räumung des Hauses Polizeigewalt gegen Menschen ausüben lassen müssen, und setzte den Zeitpunkt der Räumung auf "die nächsten Tage, unter Garantie!" Zumindest brachten wir ihn dazu, am Nachmittag nochmal vorbeizuschauen, um irgendwelche "neuen Bescheide" mitzubringen, was er dann auch tat. Nun, die "neuen Bescheide" waren nichts anderes als die gleichen Bescheide über die "Unbewohnbarkeit" des Hauses, den die Stadt schon vor dem Sommer ausgestellt hat und gegen den auch Einspruch erhoben wurde. Alles (auch den Bescheid) nachzulesen hier: at.indymedia.org/newswire/display/54066 ). Der Unterschied dabei ist erstens der, dass der erste Bescheid auch den BewohnerInnen zugestellt wurde, bei diesem kann uns das laut dem Spekulanten auch "wurscht" sein (schließlich leben wir ja nur im Haus und machen keinen Profit daraus, was?). Zweitens steht in diesem Bescheid an den Eigentümer, dass die Stadt darauf drängt, dass er das Haus räumen lassen soll, da es ja "gefährlich" sein soll, drin zu wohnen. Heute Vormittag (29. September) tauchten dann zu allem Überfluss noch 4 Polizisten vor dem Haus auf, schrien rum, sie wollen reingelassen werden und traten gegen die Tür. Die BewohnerInnen verlangten natürlich einen Durchsuchungsbefehl, worauf der Einsatzleiter schlicht Verstärkung anforderte. Da sich zu diesem Zeitpunkt nur wenige Leute im Haus befanden, und niemensch Bock auf eine Auseinadersetzung mit einer Überzahl von Bullen hatte, wurden die 4 Staatshüter reingelassen, worauf sie (nicht das erste mal) Fotos von der Villa machten und die Personalien der Anwesenden aufnahm und danach wieder abzogen. Die Situation derzeit ist folgende: Nach einem Gespräch mit dem Anwalt Max Kapferer, der die ErbInnen der Villa vertritt und somit auch die Anlaufstelle der Stadt ist, wurde klar, dass die Stadt massiven Druck auf ihn ausübt, den Bescheid des Benutzungsverbotes endlich zu exekutieren (sprich: Die Leute aus dem Haus zu schaffen), auch die ErbInnen selber machen Druck auf ihn. Kapferer selber kommt der Bescheid natürlich mehr als gelegen, Einspruch dagegen wird er nicht einlegen (welch Wunder). Auch Gespräche mit der Stadt (konkret: Stadträtin Oppitz-Ploerer, Bürgerliste "Für Innsbruck" (www.fuer-innsbruck.at), sitzt sonst auch im städtischen Bauausschuss ) verliefen ergebnislos. Auf die Forderung nach einem Ersatzobjekt, das den BewohnerInnen ein möglichst selbstbestimmtes Leben ohne KontrollerInnen, Portiere und sonstiges Zeug ermöglichen würde, kam nur die Reaktion, die Leute in Obdachlosenheimen und ähnlichen Einrichtungen unterzubringen, was ganz klar an den Bedürfnissen der in der VKB lebenden Menschen vorbeigeht. Ein klein wenig über die VKB für alle, die's noch nicht wissen: Sie ist neben dem EKH in Wien das einzige besetzte Haus in Österreich, seit mehr als 2 Jahren leben, lachen, lieben, weinen und feiern dort Menschen, die keine Lust mehr darauf haben, in der von Herrschaft, Normen und verlogener Moral und Profitsucht durchzogenen Welt zu funktionieren. Nach dem Krieg wurde in der Villa eine Kinderpsychiatrie betrieben, nach Gesprächen mit ehemaligen PatientInnen (bzw. eher Gefangenen!) dieser Anstalt wurde auch klar, dass die Kinder dort misshandelt wurden. Danach stand das Haus jahrzehntelang leer, die NachbarInnenschaft benutzte das Haus in dieser Zeit als illegale Mülldeponie - so fanden sich in den Müllbergen zB. dutzende kirchliche Bücher (Bibeln, etc.) - da hat sich wohl auch die Kirche ihres Abfalls entledigt. Schon länger ist die Villa Ziel von SpekulantInnen und sonstigen, naja, "begüterten" KäuferInnen, denen natürlich nicht danach ist, ein buntes, wildes, widerständiges Haus in Innsbruck zu erhalten, sondern möglichst viel Kohle aus der Bude rauszuschinden. Kontakt zu den BewohnerInnen gibt es unter villakuntabunt-innsbruck (at) web.de (wird jetzt mal wirklich täglich gecheckt! :-)) ============================================== 14 Lefö-PA From: lefoe at aon.at ============================================== LEFÖ Beratung, Bildung und Begleitung für Migrantinnen LEFÖ Beratung, Bildung und Begleitung für Migrantinnen Information, Education and Support for Migrant Women Kettenbrückengasse 15/II/4 1050 Wien Tel: +43-(1)-581 18 81 Fax: +43-(1)-581 18 82 Mail: office at lefoe.at www.lefoe.at Ò TAMPEP Gesundheitsprävention für Migrantinnen in der Sexarbeit Ò IBF Interventionsstelle für Betroffene von Frauenhandel Ò Lernzentrum Bildung für Migrantinnen Ò Beratung umfassende Beratung für Lateinamerikanerinnen Presseaussendung zur Pressekonferenz vom Verein LEFÖ am 28. September 2005 Krisenfester Kampf für die Rechte von Migrantinnen Anlässlich des 20 jährigen Bestehens: Der Verein LEFÖ Beratung, Bildung und Begleitung für Migrantinnen zieht positive Bilanz über das bisher Erreichte, ist aber gleichzeitig über die Situation der Migrantinnen in Österreich alarmiert. Einige der Erfolge des Vereins LEFÖ sind das Beratungs-, Bildungs- und Lernzentrum, die Einrichtung der ersten und nach wie vor einzigen Interventionsstelle für Betroffene des Frauenhandels in Österreich, der Mitaufbau einer niederschwelligen Beratungsstelle für Prostituierte (SILA), das systematische Streetwork in Wien u.v.m. Koordinatorin und Gründerin von LEFÖ, Maria Cristina Boidi präsentierte den steigenden Bedarf an Unterstützung von Migrantinnen. Problempunkte ortet sie vor allem bei Migrantinnen aus den osteuropäischen EU-Mitgliedsstaaten, die nicht mehr als Migrantinnen angesehen werden und daher aus Förderprogrammen herausfallen (diese aber nach wie vor benötigen). Außerdem stehen der Betreuung von Migrantinnen allgemein und im Speziellen für Migrantinnen, die in der Sexarbeit tätig sind und für Betroffene des Frauenhandels zu wenig Ressourcen zur Verfügung. Menschenrechtsexpertin Nadja Lorenz ging auf das neue Niederlassungs- und Aufenthaltsgesetz (NAG) ein, das mit 1.1.2006 in Kraft tritt und eine Verschlechterung der Situation von Migrantinnen mit sich bringt. Es soll unter anderem der sogenannte "illegale" Aufenthaltsstatus mit einer Freiheitsstrafe sanktioniert werden. Die frühere Frauenministerin und jetzige OSZE-Sonderbeauftragte gegen Menschenhandel Helga Konrad, betonte die Notwendigkeit des Schutzes und der Stabilisierung von Betroffenen des Frauenhandels - als Betroffenen einer Menschenrechtsverletzung - und hob die zentrale Rolle, die LEFÖ dabei spielt, als einzige anerkannte Opferschutzeinrichtung in dem Bereich - hervor. Stephanie Klee, Prostituierte, Mitglied der Hurenbewegung in Deutschland und Gründungsmitglied des Bundesverbandes Sexuelle Dienstleistungen kritisierte die rechtliche Unsicherheit, in der Sexarbeiterinnen ihren Beruf ausüben, obwohl sie selbständig und freiwillig in der Prostitution arbeiten und auch Kunden einen Bedarf nach ihren Leistungen haben. Migrantinnen in diesem Beruf sind mit zusätzlichen Problemen konfrontiert, wie z.B. Sprachbarrieren, auch das Nichtkennen von den politischen und gesetzlichen Gegebenheiten im Land - was sie für ausbeuterische Verhältnisse anfällig macht; zudem treffen sie auf das gesellschaftliche Opfer-Klischee. Fazit der Pressekonferenz: Migrantinnen besitzen nach wie vor nicht die Menschenrechte, die ihnen zustehen. Sie brauchen eine kontinuierliche Unterstützung und daher ist es von größter Wichtigkeit, dass die finanzielle Situation des Vereins LEFÖ auf Dauer gesichert ist. Helga Konrad: "... denn Menschenhändler beenden ihre Tätigkeit nicht mit dem 31. Dezember!" ============================================== 15 Alternativer Nobelpreis für San From: gfbv.austria at chello.at ============================================== GESELLSCHAFT FÜR BEDROHTE VÖLKER PRESSEERKLÄRUNG Göttingen, den 29.09.2005 Alternativer Nobelpreis für inhaftierten Führer der San in Botswana ist "schallende Ohrfeige" für diskriminierende Ureinwohner-Politik Als "schallende Ohrfeige für die Regierung Botswanas und ihre diskriminierende Ureinwohner-Politik" hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) die am heutigen Donnerstag in Stockholm angekündigte Verleihung des Alternativen Nobelpreises an den bedeutendsten Vertreter des Ureinwohner-Volkes der San, Roy Sesana, bezeichnet. Der 76 Jahre alte Medizinmann und Vorsitzende der 1992 gegründeten Menschenrechtsorganisation "First People of the Kalahari" (Ureinwohner der Kalahari) mache seit Jahren unermüdlich auf die Vertreibung der Buschleute aus dem Kalahari Wildpark (Central Kalahari Game Reserve) aufmerksam. "Für Botswanas Regierung kommt die Auszeichnung dieses Staatsfeindes Nummer eins äußerst ungelegen, hatte sie ihn doch erst am vergangenen Wochenende gemeinsam mit 20 Mitstreitern verhaften und inhaftieren lassen, als er gegen die Zwangsumsiedlung der San protestierte", sagte der GfbV-Afrikareferent Ulrich Delius. "Wir hoffen, dass der Preisträger nun freigelassen wird, Botswanas Behörden die Ureinwohner nicht länger kriminalisieren und die aus der Kalahari vertriebenen San in ihre Heimat zurückkehren können." Weit über Botswana hinaus sei die Auszeichnung aber auch wichtig, weil sie auf den Überlebenskampf der indigenen Völker Afrikas aufmerksam mache. So würden auch ihre enormen Anstrengungen gewürdigt, sich in Organisationen zusammenzuschließen, um ein Ende ihrer Diskriminierung zu fordern. Der Aufbau von Selbsthilfeorganisationen der indigenen Völker Botswanas seit Beginn der 90er Jahre sei beispielhaft und ohne Sesanas Engagement undenkbar gewesen. Weltweites Aufsehen habe Sesana bei Reisen in die USA und nach Großbritannien im Jahr 2004 erregt, als er im US-Kongress, beim Permanenten Forum indigener Völker der Vereinten Nationen in New York sowie bei indianischen Partnerorganisationen über die Hintergründe der Vertreibung der San informierte. Sesana, der der Untergruppe der Buschleute der Gana und Gwi angehört, sieht den angestrebten Abbau von Diamantenvorkommen als Hauptgrund für die Zwangsumsiedlung der San aus der Kalahari. Die Behörden begründen die Umsiedlung mit einer angestrebten Verbesserung der Lebensbedingungen der Ureinwohner, die jedoch niemals gefragt wurden, ob und wohin sie umsiedeln wollen. So ist die Vertreibung der San auch Ausdruck der allgemeinen Geringschätzung der heute noch rund 49.000 Buschleute in Botswana, die als Menschen "zweiter Klasse" behandelt werden. Seit rund 30.000 Jahren leben San als Jäger und Sammler in der Kalahari. Nachdem die Behörden im Jahr 2002 den im Wildpark verbliebenen etwa 2.200 Buschleuten Strom und Wasser abgestellt hatten, um sie zu vertreiben, suchte Sesana Recht vor dem Obersten Gerichtshof. Über seine Klage ist bis heute nicht entschieden. Das Verfahren wurde jüngst auf Februar 2006 vertagt. Erst gestern hat die GfbV 3.000 ihrer Mitglieder gebeten, sich an einer E-Mail- Aktion für die Freilassung Sesanas zu beteiligen. Auch appellierten sie an den Präsidenten Botswanas, endlich die Rückkehr der aus dem Kalahari-Wildpark zwangsumgesiedelten Buschleute zu gestatten. Seit mehr als 15 Jahren setzt sich die GfbV für ein Ende der Diskriminierung der indigenen Völker Botswanas ein. Auf Anfrage übersenden wir Ihnen gern unser Dossier zur Lage der San (Buschleute) in Botswana per Fax oder E-Mail (Tel. 0551 499 06-27 oder -25). Zitate von Roy Sesana (Vorsitzender von "First People of the Kalahari") "Wir wollen nach Hause zurückkehren und über unser eigenes Schicksal selbst entscheiden können". "Bevor wir umgesiedelt wurden, erreichten unsere Leute ein hohes Lebensalter. Nun gibt es neue Krankheiten und die Zahl der Toten in den Flüchtlingslagern ist hoch". "Uns wird nicht erlaubt unsere Toten auf den Land unserer Vorfahren zu bestatten. Stattdessen müssen wir sie nahe der Umsiedler-Lager beerdigen". "Es gibt keine Entwicklungsprojekte für uns - nur einen Plan, die Kultur der Buschleute zu vernichten und das Land für Diamantenschürfer zu räumen, insbesondere für das Unternehmen De Beers". "Mein Bruder zählt zu denen, die getötet wurden im Kampf für die Rechte unseres Volkes. Vor vier Jahren starb er unter den Schlägen und der Folter von Sicherheitskräften". (Zitat vom Oktober 2004) "Natürlich ändern sich unsere Lebensbedingungen, aber wir wollen kontrollieren, was passiert - wir wollen selbst entscheiden, ob Bergbau betrieben wird und was mit dem Erlös geschehen soll". "Die Umsiedlung bedeutet das Ende der Buschleute". "Ich bin ärgerlich. Wir wollen zu dem Land zurückkehren, weil es unser Land ist, das Land unserer Vorfahren". "Unsere Regierung sagt, wir würden an unserer alt hergebrachten Lebensweise festhalten, doch sie vernichten unsere Kultur. Es gibt ein altes Sprichwort, das sagt, eine Nation ohne Kultur ist tot. Wir sind am Sterben". "Wir werden als Bürger zweiter Klasse behandelt: Wir sind nicht wie andere Menschen, die über alle ihre Bürgerrechte und über ihr Recht auf eine eigene Sprache verfügen. Unsere Sprache wird in den Schulen nicht unterrichtet - das ist unmenschlich und entwürdigend. Es gibt für uns keine Zukunft, wenn sich dies nicht ändert". ====================================================== Gesellschaft fuer bedrohte Voelker e.V. (GfbV) Inse Geismar, Pressereferentin Postfach 2024, D-37010 Goettingen Tel.+49/551/49906-25, Fax:++49/551/58028 E-Mail: presse at gfbv.de, Homepage:http://www.gfbv.de ====================================================== ============================================== 16 Venezuela News From: venezuela-info.net ============================================== ----------------------------------------------------------- POLITICS ----------------------------------------------------------- Chavismo, Cardenismo and the revolution September 26, 2005 Tone of voice aside, what Venezuela`s President Hugo Chávez said at the UN General Assembly this past September 15 was rather reasonable and moderate. http://www2.eluniversal.com.mx/pls/impreso/web_columnas_sup.detalle?var=2529 3 ----------------------------------------------------------- The most reliable source for evaluating Venezuela`s multi-faceted rainbow September 26, 2005 VHeadline.com commentarist Oscar Heck writes: There is something I do not understand. Why is it that some reputable websites outside Venezuela continue to depend on news emanating from and/or produced by Venezuelan privately-owned traditional media outlets such as El Universal and El Nacional. http://www.vheadline.com/readnews.asp?id=46146 ----------------------------------------------------------- Anti-Chávez Bias Undermines U.S. Media Objectivity By Joel Wendland September 18, 2005 In a patronizingly racist and pro-imperialist article this past week in the Los Angeles Times (`Frustrated U.S. Finds Few Willing to Join Anti-Chavez Coalition`), authors Chris Kraul and Paul Richter echoed the Bush administration`s fabricated conundrum of `what to do with Venezuelan President Hugo Chávez?` http://www.politicalaffairs.net/article/articleview/1858/1/120/ ----------------------------------------------------------- Colombian Rebel Group Accepts Venezuela`s Offer to Mediate Peace Talks September 24, 2005 Caracas, Venezuela, September 24, 2005 The Colombian rebel group ELN said in a communiqué yesterday that it would accept Venezuela`s offer to mediate peace talks with the Colombian government. `The ELN accepts and appreciates the offer from the Venezuelan government and its people,` said the ELN communiqué on its website. http://www.venezuelanalysis.com/news.php?newsno=1765 Weitere Artikel finden Sie gesammelt auf http://www.venezuela-info.net ----------------------------------------------------------- Aktuelle Artikel ----------------------------------------------------------- Für eine neue internationale Ordnung Rede des Präsidenten der Bolivarischen Republik Venezuela, Hugo Chávez Frías, auf der 60. Vollversammlung der Organisation der Vereinten Nationen, New York, 15. September 2005 http://www.jungewelt.de/2005/09-23/003.php jungewelt.de, 23.09.2005 ----------------------------------------------------------- Chávez für Revolution in den USA Präsident Venezuelas zu Besuch in der Bronx Der venezolanische Präsident Hugo Chávez hat am Wochenende vor sozialen Organisationen und Nachbarschaftsgruppen in New York zum revolutionären Umbruch aufgerufen. http://www.jungewelt.de/2005/09-19/007.php jungewelt.de, 19.09.2005 ----------------------------------------------------------- Der Mythos der Mestizaje Fragt man einen Venezolaner, ob der Rassismus in seinem Land ein Problem ist, so lautet die Antwort in der Regel: `Unsere Bevölkerung ist eine bunte Mischung aus allem` oder `Das Problem in unserem Land ist die soziale Ungleichheit und nicht der Rassismus`. In Venezuela, so scheint es, leben Weiße, Schwarze und Indígenas friedlich nebeneinander. http://www.venezuela-avanza.de/html/der_mythos_der_mestizaje.html Venezuela Avanza, 10.09.2005 ----------------------------------------------------------- WIRTSCHAFT ----------------------------------------------------------- Chinesen kaufen Ölanlagen in Venezuela Die Andes Petroleum Co., ein Joint-Venture aus mehreren chinesischen Unternehmen, wird die Öl- und Pipeline-Beteiligungen des EnCana-Konzerns in Venezuela für 1,42 Milliarden Dollar aufkaufen. http://www.finanznachrichten.de/nachrichten-2005-09/artikel-5333419.asp FinanzNachrichten.de, 13.09.2005 ----------------------------------------------------------- LINK ----------------------------------------------------------- www.arcoiris.tv TELESUR (Integrativer TV Kanal für Lateinamerika mit Sitz in Caracas) http://www.arcoiris.tv/modules.php?name=Content&pa=showpage&pid=34 ============================================== 17 Grundsatzurteil (D) From: jan.steyer at web.de ============================================== Ein Sieg für die Meinungs- und Versammlungsfreiheit! Grundsatzurteil: Göttinger Polizei juristisch mit "Gefährderanschreiben" gegen Greifswalder Politiker gescheitert Am 22.09.2005 bestätigte der 11. Senat des Niedersächsischen Oberverwaltungsgerichts ein Urteil des Verwaltungsgerichts Göttingen vom 27.01.2004, in dem das Versenden sog. "Gefährderanschreiben" im Jahre 2001 als rechtswidrig angesehen wird. Damit hat ein mehr als 4 Jahre andauernder Klageweg ein positives Ende gefunden. Jan Steyer, damaliges Kreisvorstandsmitglied der PDS Göttingen und heute Kreisvorstandsmitglied der Linkspartei.PDS in Greifswald, hatte als einer der Betroffenen gegen dieses Anschreiben den Rechtsweg beschritten. Der Klage seines Rechtsanwalts Johannes Hentschel aus Göttingen gab nun auch das Berufungsgericht in vollem Umfang statt. Ein Rückblick: Am 07.12.2001, im Vorfeld des EU-Gipfels im belgischen Laeken, verschickte das 4. Fachkommissariat der Göttinger Polizei (Abt. Politische Polizei) an insgesamt 13 Personen aus der linken Bewegung sog. "Gefährderanschreiben". In diesen Schreiben wurde den EmpfängerInnen "nahegelegt", sich nicht an den Protesten in Belgien zu beteiligen. Ganz offen drohte die Göttinger Polizei in dem Schreiben mit "der Gefahr präventiver Maßnahmen im Rahmen der Gefahrenabwehr (bis hin zur Zurückweisung an der deutsch-belgischen Grenze) oder strafprozessualer Maßnahmen aus Anlass der Begehung von Straftaten im Rahmen der demonstrativen Aktionen". Der Europäische Gewerkschaftsbund, Nichtregierungsorganisationen und linke Parteien hatten für den 13-15.12.2001 unter dem Motto "Wir sind Europa!" nach Laeken mobilisiert, um gegen neoliberale Politik, gegen Sozialabbau und für ein solidarisches Miteinander auf die Straße zu gehen. Aus Deutschland wurden von den Gewerkschaften Busse für die Fahrt nach Belgien bereitgestellt. Erst über Einschaltung der Medien wurde bekannt, wie die Politische Polizei in Göttingen an die Daten der 13 angeschriebenen Personen kam: Ohne Wissen der Betroffenen wurden sie in der sog. "Gewalttäter Links"-Datei gespeichert waren, die im November 2000 in Niedersachsen eingerichtet worden war. In dieser "Gewalttäter Links"-Datei werden seither Personen gespeichert, die sich politisch aktiv betätigt haben. Ausschlaggebend für die Speicherung in der Datei sind nicht allein strafrechtliche Verurteilungen, es reichen schon Verdachtsmomente, polizeiliche "Gefahrenprognosen" oder Personalienfeststellungen am Rande von Demonstrationen aus. So kann der Protest gegen Naziaufmärsche, die Beteiligung an einer Sitzblockade gegen CASTOR-Transporte, ein kritischer LeserInnenbrief oder die Teilnahme an einer politischen Kundgebung ausreichen, um in diesem Datenpool zu landen. So ist es nicht verwunderlich, daß ein Großteil der 13 angeschriebenen Personen, wie z.B. der Kläger Jan Steyer, auch nicht vorbestraft war, mit dem "Gefährderanschreiben" der Polizei nun aber öffentlich als Gewalttäter verleumdet wurden. Der Fall der Göttinger "Gefährderanschreiben" hatte 2001/2002 für erhebliche Schlagzeilen gesorgt und war von verschiedenen regionalen und überregionalen Medien (darunter FR, ND, junge Welt und taz) aufgegriffen worden. Im niedersächsischen Landtag gab es dazu Anfragen von Bündnis90/Grüne (http://www.ltsich.niedersachsen.de/infothek/steno/steno_14_WP/endber095.pdf ) sowie vom niedersächsischen PDS-Abgeordneten Christian Schwarzenholz (http://www.landtag-niedersachsen.de/Infothek/steno/steno_14_WP/endber096.pd f); der damalige niedersächsische SPD-Innenminister Heiner Bartling verhedderte sich im Landtag dabei in Widersprüchlichkeiten. Das MdEP Ilka Schröder stellte im Januar 2002 eine parlamentarische Anfrage im Europa-Parlament (http://europa.eu.int/eur-lex/pri/de/oj/dat/2002/ce277/ce27720021114de001100 12.pdf) und auch die MdB Heidi Lippmann und Ulla Jelpke kritisierten scharf das Vorgehen der Polizei. "Das Urteil des niedersächsischen Oberverwaltungsgerichts ist ein deutliches Signal an die Polizei, sich bei ihrer Tätigkeit künftig an Recht und Gesetz zu halten. Es hat überregionale Bedeutung für die Beurteilung polizeilichen Handelns", so Rechtsanwalt Johannes Hentschel. +++ ACHTUNG: Bei Veröffentlichungen, insb. im Internet, bitte die unten angegebenen Telefonnummern nicht mit angeben! Für telefonische oder schriftliche Interviews stehe ich gerne zur Verfügung. Ich bin tagsüber erreichbar unter: mobil: 0179-7320577 email: jan.steyer at web.de Auch mein Rechtsanwalt Johannes Hentschel steht für juristische Einschätzungen und Nachfragen zur Verfügung: Tel: (0551) 5173623 Fax: (0551) 5173624 email: info at kanzlei-hentschel.de Auf Anfrage per email stelle ich auch gerne das Urteil aus 1. Instanz (VG Göttingen vom 27.01.2004) zur Verfügung [500 KB, pdf] sowie eine 43-seitige Pressemappe aus dem Jahre 2001/2002 zu den Gefährderanschreiben [1960 KB, pdf]. Für Abendveranstaltungen zu dem Thema stehen Jan Steyer und RA Johannes Hentschel nach Absprache zur Verfügung. Sobald ein schriftliches Urteil vorliegt, leiten wir euch dieses auf Anfrage gerne zu. ================================================ C) TERMINE ================================================ ======================== Freitag http://www.mund.at/butt/Termine/September/3009.htm Samstag http://www.mund.at/butt/Termine/Oktober/0110.htm Sonntag http://www.mund.at/butt/Termine/Oktober/0210.htm ======================== ================================================ D) EDITORIAL ================================================ Für den Inhalt verantwortlich und damit MedieninhaberInnen: Ihr. E-Mail-Adresse für Beiträge: widerstand at no-racism.net geschickt. widerst at nd MUND und alle Termine täglich aktualisiert im Web: http://www.no-racism.net/MUND Ziel von MUND (medienunabhängiger Nachrichtendienst) ist die unzensurierte und möglichst rasche Information über gesellschafts- politisch relevante Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu Widerstand und Antirassismus sowie verwandte Themen. sollen einen Titel, Namen und Emailadresse der/des AutorIn enthalten und möglichst kurz und prägnant gehalten sein, ev. mit Hinweis, wo weitere Informationen eingeholt werden können. Bitte keine Attachments! Die inhaltliche und sachliche Verantwortung liegt bei der/dem jeweiligen AutorIn bzw. jenen, die uns die Beiträge schicken. Der MUND wird von einzelnen TagesredakteurInnen zusammengestellt. Da Fehler nicht ausgeschlossen sind, bitten wir, nicht veröffentlichte Beiträge nochmals an widerstand at no-racism.net zu senden. Die Weiterleitung (auch auszugsweise) ist erwünscht. Beiträge mit rassistischen oder sexistischen Inhalten werden nicht veröffentlicht. Sehr persönliche Meldungen werden wir an den betreffenden Adressaten weiterleiten, aber nicht im MUND veröffentlichen. Die bisherigen Ausgaben sind unter http://www.no-racism.net/MUND archiviert. Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage: * Wann: Sonntag, 11.11.2001, 11:11 Uhr * * Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" * * Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf * * Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie. Aber kurz und prägnant.* Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch stillschweigend Zensur zu üben. Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die Nichtaufnahme geliefert. (Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.) Die AbsenderInnen der betroffenen Beiträge werden hiervon informiert. Im Sinne einer "gläsernen Zensur" könnt ihr Euch die Beiträge gerne extra schicken lassen: Ein kurzes Mail an widerstand at no-racism.net genügt. ================================================ E) VERTEILERLISTE ================================================ Zur Eintragung in diesen Verteiler bitte direkt subskribieren unter http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/analle oder von der einzutragenden Adresse aus ein mail schicken an: admin at no-racism.net mit folgendem Text: subscribe no-racism Bitte wegen Automatisierung diesen Wortlaut verwenden! Zur Austragung aus dieser Liste bitte an zusammengestellt. Bitte keine Attachments! (werden nicht angenommen) nicht drin: paar vorbeie termine, 3 nwr Redaktionsschluss für diese Ausgabe: Do 2:00 III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III ü, ö, ä, ß, Ü, Ö, Ä III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III widerst at nd-MUND is powered by http://alt.strg.at/ ================================================ From analle at no-racism.net Tue Oct 4 07:54:36 2005 From: analle at no-racism.net (=?iso-8859-1?q?MUND=3A_medienunabh=E4ngiger_Nachrichtendienst?=) Date: Tue, 4 Oct 2005 07:54:36 +0200 Subject: widerst@nd! - MUND: Dienstag, 4.10.2005 Message-ID: widerst at nd MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst www.no-racism.net/mund Dienstag, 04.10.2005 ================================================ A) INHALT ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 01 4.-6.10.: Vertreter der dt. Linkspartei in Wien Sozialistische LinksPartei ================================================== 02 7.-9.10.: Grundeinkommen-Kongress "ksoe" ================================================== 03 Demonstration syrischer/kurdischer Oppotitioneller am 08.10.2005 "wadi wien" ================================================== 04 8./9.10.: ladyfest / kinder Lolligo - Kindercafé ================================================== 05 [kinoki-mikrokino] korrektur beginnzeit mikrokino; zwei -videoabende; "p at kinoki.at"

================================================== 06 OPERATION SPRING - Justizministerin entscheidet nächste Woche - Prozessberichte in Standard und Kurier - Podiumsdiskussion 12.10.2005 "Schnittpunkt" ================================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND KOMMENTARE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 07 GATS in Wien "AL-Antifaschistische Linke" ================================================== 08 Alle Vögel sind schon da! Der internationale Lebensschuetzersumpf tagt in der Salzburger Residenz selbstbestimmungsrechtderfrau at gmx.net ================================================== 09 KI zu Wiener und steirischen Wahlen Otto Bruckner ================================================== 10 Jelica Redzic (Kandidatin der Gegenstimmen) darf nicht kandidieren! "gegenstimmen" ================================================== 11 Stmk/LTW/Abgeordnete/KPÖ KPÖ Steiermark ================================================== 12 Ottakringer Kommunisten kandidieren in Ottakring unabhängig von der Wiener KPÖ analle-bounces at no-racism.net ================================================== 13 Sieg für homosexuelle Paare vor dem Unabhängigen Finanzsenat "Rechtskomitee LAMBDA" ================================================== 14 GLB/Post/Liberalisierung/Petition "Gewerkschaftlicher Linksblock" ================================================== 15 Keine Partei gratuliert Kaltenegger aufrichtig! Keine Partei ================================================== 16 Abschaffung der Atomwaffen "Alois Reisenbichler - Stadtteilzentrum Simmering" ================================================== 17 Steiermark / Slowenen. GfbV-Südtirol: Endlich Minderheit anerkennen! "GFBV" ================================================== 18 Stmk/Parteienverhandlungen/KPÖ-Team/Inhalte KPÖ Steiermark ================================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< DISKUSSION ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 19 ASt - Mit der Bitte um Veröffentlichung ASt-LFI ================================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< SOLIDARITÄT WELTWEIT ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 20 [gipfelsoli] Thessaloniki -- Brüssel gipfelsoli-l at lists.nadir.org ================================================== 21 Hungerstreik gegen Kraftwerksgrossprojekt "Alois Reisenbichler - Stadtteilzentrum Simmering" ================================================== 22 China: 50 Jahre Herrschaft über Xinjiang - 50 Jahre Repression "GFBV" ================================================== 23 Köln: Antizionisten prügeln nach »Intifada«-Demo Café Critique ================================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< LINKS / VERWEISE / HINWEISE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 24 Pressemeldung: Moretti, Kuntzl und Ellensohn zu Grundeinkommen in den Glocalist Medien "GLOCALIST REVIEW" ================================================== 25 Geht's der Wirtschaft gut geht's der Wirtschaft gut ... Keine Partei ================================================== 26 Erste Reaktionen österr. NGOs auf Wahlen in Steiermark: Exklusiv auf Glocalist Daily News "GLOCALIST REVIEW" ================================================== 27 Glocalist Nr.85 mit Beiträgen zu Wiener Deklaration und Grundeinkommen und Wahlen in der Steiermark "GLOCALIST REVIEW" ================================================== ================================================ B) TEXTE ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 01 4.-6.10.: Vertreter der dt. Linkspartei in Wien Sozialistische LinksPartei ================================================== Eine Presseinformation der Sozialistischen LinksPartei (SLP) Von 4.-6.10. ist Marc Treude, Stadtrat in Aachen und Aktivist der WASG/Linkspartei in Wien. Im Zentrum steht eine Veranstaltung zum Thema "Braucht auch Wien eine Linkspartei?" Mittwoch, 5.10. um 19.00 - Wien 20, Jägerstr. 38 ("Piwnica") Herr Treude steht auch darüber hinaus der Presse für Interviews zur Verfügung. Terminvereinbarung bitte unter 0650-424 63 10 ================================================== 02 7.-9.10.: Grundeinkommen-Kongress "ksoe" ================================================== Im Rahmen des Kongresses "GRUNDEINKOMMEN - In Freiheit tätig sein" 7. - 9.10.2005, Wien (www.grundeinkommen2005.org) ist eine Teilnahme an den Philosophischen Cafés, am Workshop mit Eduardo Suplicy (Samstag) und an der Zukunfts-Matinée (Sonntag, 400 Sitzplätze) für alle, nicht nur für KongressteilnehmerInnen, offen - keine Anmeldung erforderlich! Samstag, 8.10.2005, 20.00-22.00 "Philosophische Cafés" in Wiener Kaffeehäusern "Wohltat Grundeinkommen? Zum Für und Wider aus feministischen Perspektiven" veranstaltet von Frauenhetz. Feministische Bildung, Kultur und Politik Philosophisches Café - Für Frauen Ort: Frauencafé, Langegasse 11, 1080 Wien "Wozu Arbeit? Auffassungen und Ideologie der Arbeit in der abendländischen Tradition zwischen Arbeitszwang und Arbeitslosigkeit" Dr. Robert Schwarz, Philosoph, Lektor an der Komenski Universität Bratislava. Dr. Werner Titelbach, Studium der Philosophie, Psychologie und Sozialwissenschaften; wissenschaftliches Projekt zum Thema der Erwerbsarbeitslosigkeit Ort: Café Prückel, Stubenring 24, 1010 Wien Philosophisches Café mit Dr. Karl Reitter , langjähriger externer Lektor am Institut für Philosophie Wien, Mitherausgeber der Zeitschrift grundrisse (www.grundrisse.net), Netzwerk Grundeinkommen und sozialer Zusammenhalt, Wien Titel und Ort werden noch bekanntgegeben (www.grundeinkommen2005.org) "Selbsterlösung durch Arbeit? Religiöse Momente im modernen Arbeitsverständnis" Dipl.-Theol. Ansgar Kreutzer, M.A., Institut für Fundamentaltheologie und Dogmatik Katholisch-Theologische Privatuniversität Linz Ort: Café Rathaus, Landesgerichtsstr. 5, A-1080 Wien "Arbeit und die Unwahrscheinlichkeit ihrer Nachfrage. Grundeinkommen als `historische Notwendigkeit´"? Univ.Doz. Dr. Manfred Füllsack, Sozialwissenschafter Universität Wien, Netzwerk Grundeinkommen und sozialer Zusammenhalt Ort: Café Westend, Mariahilfer Straße 128, 1070 Wien keine Anmeldung erforderlich, freier Eintritt zu den philosophischen Cafés Samstag, 8.10.2005, 20-22 Uhr Grundeinkommen als Projekt zur Armutsbekämpfung Welchen Beitrag kann Grundeinkommen als Instrument zur Armutsbekämpfung in den Ländern des Südens leisten? Workshop mit Eduardo Suplicy (Brasilien) - in englischer Sprache! Ort: Universitätscampus Wien, Hörsaal A, HOF 2, Spitalgasse 2, 1090 Wien keine Anmeldung erforderlich, freier Eintritt zum Workshop Sonntag, 9.10.2005, Zukunftsmatinée "Eine Welt mit Grundeinkommen" Universitätscampus Wien, Hörsaal C, HOF 2, Spitalgasse 2, A-1090 Wien REDE Franzobel, Fußballer, Schriftsteller, Ingeborg-Bachmann- Preisträger, Inhaber grotesken Humors, wohnhaft in Wien, Pichlwang und Buenos Aires, denkt über das Garantierte Grundeinkommen nach PODIUM mit: Eduardo Suplicy, Vorstandsmitglied von BIEN (Basic Income Earth Network), Senator der Brasilianischen Arbeiterpartei (PT), Professor of the Economics Department of the School of Business Administration in Sao Paulo, Brasilia Ursula Knecht-Kaiser, Theologin, Labyrinth-Denkerin, Mitautorin von www.gutesleben.org, aktiv in der Frauen- und Asylbewegung, Wallisellen/CH Klaudia Paiha, Bundessprecherin der Alternativen und Unabhängigen Gewerkschaften (AUGE) und Vorsitzende der Unabhängigen Gewerkschaften, Arbeiterkammer-Rätin, Wien keine Anmeldung erforderlich, Teilnahmebeitrag nach Selbsteinschätzung (vor Ort) Die Einführung eines Grundeinkommens - alle Menschen erhalten unabhängig von Erwerbsarbeit und Bedarfsprüfung ein existenzsicherndes Einkommen - steht im Mittelpunkt des ersten deutschsprachigen Kongresses über bedingungsloses Grundeinkommen. Dabei werden Vor- und Nachteile, Realisierbarkeit und gesellschaftliche Auswirkungen eines Grundeinkommens kontrovers diskutiert. "In Freiheit tätig sein", lautet das Motto des Grundeinkommens-Kongresses 7.-9.10.2005 in Wien. Genug zum Leben haben, nicht jeden Job um jeden Preis annehmen müssen, ist die Zielperspektive. Der Kongress will einen Innovationsschub für die stagnierende gesellschafts- und sozialpolitische Debatte auslösen, so die VeranstalterInnen. Den Kongress Grundeinkommen 2005 veranstalten attac Österreich, das Netzwerk Grundeinkommen und sozialer Zusammenhalt (Österreich), attac Deutschland und das deutsche Netzwerk Grundeinkommen. www.grundeinkommen2005.org ================================================== 03 Demonstration syrischer/kurdischer Oppotitioneller am 08.10.2005 "wadi wien" ================================================== Demonstration syrischer/kurdischer Oppotitioneller am 08.10.2005 zwischen 16:00 und 18:00h in Wien Wir, demokratische Oppositionelle aus Syrien protestieren gegen die Unterdrückung der kurdischen, demokratischen, linken und liberalen Opposition in Syrien und das Schweigen der Europäischen Union gegen diese Unterdrückung. Wir fordern Österreich und die Staaten der Europäischen Union auf, unseren Anliegen Gehör zu verschaffen und die Menschenrechtsverletzungen des syrischen Baath-Regimes nicht mehr länger schweigend zu dulden. Insbesondere die kurdische Opposition wird von diesem arabisch- nationalistischen Regime seit Jahrzehnten brutal unterdrückt. Kurdische und andere Oppositionelle sitzen seit Jahren in Haft, werden gefoltert oder ermordet. Treffpunkt: 16:00 Uhr Herbert von Karajan Platz (Opernring) Abmarsch zur britischen Botschaft: um 16:30 -- WADI - Verband für Krisenhilfe und solidarische Entwicklungszusammenarbeit e-mail: wadi.wien at gmx.at Tel.: 0699-11365509 Postfach 105 A-1181 Wien Spendenkonto in Österreich: Kontonummer 07.405.301 Evangelische Kreditgenossenschaft eG BLZ 31800 IBAN: AT10 3180 0000 0740 5301 BIC: EVKRATW1 Website mit weiteren Informationen zu Projekten von Wadi und Veranstaltungshinweisen: www.wadinet.at ================================================== 04 8./9.10.: ladyfest / kinder Lolligo - Kindercafé ================================================== Wir freuen uns, im Rahmen des Ladyfestes (vgl. http://www.ladyfestwien.org/ladyfest.html) zu folgenden Veranstaltungen einzuladen: 1. NOISE IS PROTEST Treffpunkt: Samstag, 8. Oktober 2005, 15 Uhr im Lolligo Für Kinder zwischen 0 und 12 Jahren Schnell kann aus jedem Ding ein Instrument werden, denn Lärm macht Spass und Musik fördert das Wohlbefinden. Umso lauter und schöner wird die Musik wohl werden, wenn wir uns eigene Musikinstrumente erfinden, oder schon bekannte untereinander austauschen. Der Workshop wird moderiert vom bekannten Entertainer Tullipan, der einigen vielleicht noch von der Eröffnungsfeier des Lolligo in Erinnerung ist. Jedes Kind hat musikalisches Talent: aus Alltagsgegenständen werden singende Sägen, Maultrommeln geben den Rhythmus vor, für entrückende Verirrungen und inspirierende Klangerfahrungen, die keinEr so schnell vergisst! Zum Workshop können die Kinder originelle Musikinstrumente mitbringen (wenn vorhanden). 2. GRAFFITI FOR KIDS Sonntag, 9. Oktober 2005, 15 Uhr im Lolligo Für Mädchen zwischen 4 und 6 Jahren Eine Wand im Lolligo soll unter der Anleitung zweier Frauen vom Dokumentationszentrum für Bildnerisches Gestalten von Kindern und Jugendlichen dekoriert werden. Die beiden sind ausgebildete Pädagoginnen und haben jahrelange Erfahrung im Gestalten von öffentlichen Flächen in Zusammenarbeit mit Kindern. Ihre Projekte realisierten sie u.a. am Matzleinsdorferplatz (Fliesen), in der Burggasse (Schule) und in der Neustiftgasse (Schule). Zum Workshop brauchen die Mädchen nichts mitzubringen außer gute Laune und ein fußlanges T-Shirt oder ähnliche, nicht unbedingt farbempfindliche Kleidung, denn es wird bunt werden! Bis dahin, Euer Lolligo P. S. Wir wurden noch gebeten, folgendes Anliegen zu verbreiten: "wenn du bei einem workshop oder der abschlussdiskussion des ladyfests eine übersetzung anbieten möchtest (englisch, türkisch, kroatisch/serbisch, französisch, spanisch, polnisch .......ohne anspruch "perfekt" zu sein), dann melde dich unter "translate_ladiez at hotmail.com" oder im "infocafe lolligo" am ersten tag des ladyfests (freitag, 7. okt., gibts ab 12 uhr frühstück)" ---------------------------------------------------------------------------- Kindercafé Lolligo - Fischerstiege 4-8 - 1010 Wien Öffnungszeiten: DO & FR 16-19 Uhr, SO 15-18 Uhr Veranstaltungsprogramm unter lolligo at earthling.net anfordern ! "lolligo" / blz 14000 / konto-nr. 10010-036-203 ================================================== 05 [kinoki-mikrokino] korrektur beginnzeit mikrokino; zwei -videoabende; "p at kinoki.at"

================================================== hallo, leider war der newsletter mit der einladung zum morgigen mikrokino #128 mit zelimir zilnik gespickt mit falschen angaben. zu korrigieren bleibt noch die beginnzeit: die ist sowohl morgen, als auch am 8.11. beim mikrokino #129 mit hito steyerl 19:00 (nicht 20:00!). unten noch die termine von kinoki-videoabenden im rahmen der vorbereitung der inzenierung von elfriede jelineks , sowie kommende bundeslaender-termine unserer 2005-filmmodule. sorry und beste gruesse, kinok p *** kinoki-VIDEOABENDE im Rahmen der Vorbereitung der Inszenierung von Elfriede Jelineks "Stecken, Stab und Stangl" (Premiere 16. November, siehe www.steckenstabundstangl.info) Am Donnerstag, 6.10. 19 Uhr 30, im ehemaligen jüdischen Theater im Nestroyhof. Nestroyplatz 1., Eintritt: freiwilli ge Spende. Stefan Horvath, Zigeuner aus Oberwart Regie: Peter Wagner, A 2004, Video Stefan Horvath, der im aktuellsten Film Peter Wagners porträtiert wird, lebt in der Roma-Siedlung in Oberwart. 1995 verlor er bei der Detonation der Oberwarter Rohrbombe unweit der Siedlung einen Sohn. Danach litt er an Schlafstörungen zu jener Nachtzeit, als die Detonation passierte, bis er eines Tages ein probates Mittel zur Überbrückung dieser Zeit fand: er begann zu schreiben. Was er zunächst aufzeichnete, waren in der Ich-Form gehaltene Erzählungen seiner Elterngeneration, die den systematischen Mord an den Roma thematisieren. Gerade das, sagt er, sei das Problem der Roma: sie hätten sich niemals mit ihrer Deportation und Vernichtung während der NS-Zeit auseinander gesetzt. Stefan Horvath will mit seinen Erzählungen den Roma seiner Heimat eine Erinnerung nachliefern, von der er glaubt, dass sie vielfach befreiende, wenn auch teilweise schmerzhafte Wirkung haben könnte. Am Donnerstag, 13.10. 19 Uhr 30, im ehemaligen jüdischen Theater im Nestroyhof. Nestroyplatz 1. , Eintritt: freiwillige Spende. Ceija Stojka Regie: Karin Berger. A 1999, 35 mm, 87 min, DF tw. Romanesk mit dt. UT Musik: Ceija Stojka, Harri Stojka, Willibald Stojka, El Pare "Ceija Stojka (geb. 1933) ist längst seßhaft geworden in dem Land, in dem ihr und ihren Kindern noch immer mit Vorbehalten begegnet - in dem Land, in dem sie gleichzeitig als Autorin, Malerin und Sängerin große Anerkennung findet. Wenn sie jedoch die Plätze ihrer Kindheit aufsucht, von den Festen der längst ermordeten Familienmitglieder erzählt, deren Lieder singt, bringen sie ihre eigenen Erinnerungen ins Wanken. Mit großer Besonnenheit tastet sich Karin Berger über diese Erinnerungen an ein persönliches Schicksal und zugleich an die dramatische Vergangenheit der in Österreich lebenden Roma heran. Als Rahmen für ihre (mit einzigartigem Archivmaterial bestückten) biographischen Erkundungen wählt sie das Jetzt und Hier: die in liebevoller Beobachtung geweckte Faszination für das gegenwärtige Erscheinen und Schaffen dieser Frau. Bergers Interesse an der bestürzenden Vergangenheit der ehemaligen KZ-Insassin zeigt sich somit nie losgelöst von Stojkas Präsenz - als charismatische Frau im Kreis ihrer Familie, als eifrige Köchin, als Bild oder Stimme gewordene Künstlerin. >Eigentlich könnten die gadje von uns lernen<, merkt Stojka einmal ohne Ressentiment gegen die Seßhaften an. Mit ihrem feinsinningen Porträt läßt Karin Berger erkennen, daß sie diese Aussage ernst genommen hat." (Robert Buchschwendter) *** hallo, nachstehend die kinoki-module "wider das verdrängen und vergessen" in den bundesländern im oktober. bitte um verbreitung und bewerbung! merci, ulli fuchs, kassierin kinoki ps: die angekündigte veranstaltung am 5.10. in der vhs 15 entfällt. Dienstag, 11. Okt., 19 Uhr, Kulturvereinigung Lungau, Bürgersaal Tamsweg Modul 3 "1. April 2000" W. Liebeneiner, A 1952 Über die Bebilderung des österreichischen Opfermythos nach 1945. Referent: Martin Wassermair, Historiker. Freitag, 14. Oktober, 19 Uhr, Literaturhaus Salzburg Modul 5 "Artikel 7- Unser Recht!" Eva Simmler, Thomas Korschil, A 2005 Über die SlowenInnen in Kärnten und die historischen Wurzeln des Ortstafelstreits. ReferentInnen: Eva Simmler und/oder Thomas Korschil, FilmemacherInnen Freitag, 14. Oktober, 19 Uhr, Das Dorf, 1030 Wien, Obere Viaduktg.2 Modul 7 "Jenseits des Krieges" von Ruth Beckermann, A 1996 Über die Verbrechen der Wehrmacht und deren Leugnung. Referentinnen: Nora Sternfeld und Renate Höllwart, Kulturvermittlerinnen, trafo K. Dienstag, 25. Oktober, 19 Uhr, Evangelisches Gemeindezentrum Gols, Bgld. Veranstalterin: VHS Halbthurn Modul 1 "Das wirst du nie verstehen" Anja Salomonowitz, A 2003 Über die Differenz von Täter- und Opferperspektive Referent: Peter Grabher, Historiker Donnerstag, 27. Oktober, 19 Uhr, Infobeisl KV Grauzone, PMK Bogen 19, 6021 Innsbruck Modul 6 Über die filmische Aufklärung der Alliierten über die Shoah. KZ-Befreiungsfilme. Referent: Peter Grabher, Historiker Montag, 31.10., 19 Uhr, Rathaussaal Oberwart Modul 3 "1. April 2000" W. Liebeneiner, A 1952 Über die Bebilderung des österreichischen Opfermythos nach 1945. Referent: Martin Wassermair, Historiker. siehe http://oesterreich-2005.at/veranstaltungen/event_view revolution will not be televised ************************************************* kinoki Gumpendorfer Str. 63B Buerogemeinschaft 1. Stock 1060 Wien Mobile: ++43 (0)650 5031574 Fax: ++43 (0)1 403 87 94-17 mikrokino at kinoki.at http://www.kinoki.at ================================================== 06 OPERATION SPRING - Justizministerin entscheidet nächste Woche - Prozessberichte in Standard und Kurier - Podiumsdiskussion 12.10.2005 "Schnittpunkt" ================================================== 30.09.2005 - Neuigkeiten rund um OPERATION SPRING Justizministerin entscheidet nächste Woche - "Operation Spring" Prozess vertagt Die DVD des Dokumentarfilmes OPERATION SPRING hat das Justizministerium gestern zur Mittagszeit erreicht. Die Tageszeitung Der Standard berichet in seiner heutigen Ausgabe zudem: " Mit Weisungen an die Staatsanwaltschaft will Justizministerin Karin Gastinger (BZÖ) allerdings nicht agieren, meint ihr Sprecher Christoph Pöchinger. Stattdessen werde sie sich die Dokumentation, die ihr von den Regisseuren am Donnerstag auf DVD geschickt wurde, anschauen." Die für gestern angesetzte Verhandlung des noch letzten offenen "Operation Spring" Prozesses musste aufgrund des Nichterscheinens eines Schöffen auf den 5.10. vertagt werden (s. unsere gestrige Aussendung). Medialen Niederschlag fanden sowohl die DVD Lieferung als auch die verschobene Verhandlung in Der Standard und im Kurier (in der gestrigen Abendausgabe). http://derstandard.at/?id!91225 http://derstandard.at/?id!91844 Podiumsdiskussion Operation Spring Operation Spring - Polizei, Justiz und die Folgen. Podiumsdiskussion mit Publikumsbeteiligung über die justizpolitische Dimension der umstrittenen Polizeiaktion. Zeit: Mittwoch, 12. Oktober 2005, 18.30 Uhr. Ort: Juridicum, Hörsaal U10, Schottenbastei 10-16, 1010 Wien TeilnehmerInnen am Podium * Phillip Bischof, Rechtsanwalt; (angefragt) * Manfred Herrnhofer, Richtervereinigung; * Heinz Patzelt, amnesty international Österreich; * Angelika Schuster, Regisseurin; * VertreterIn des Justizministeriums (angefragt) * Moderation: Simon Kravagna, Kurier Seit Ende September läuft der Dokumentarfilm "Operation Spring" in den Kinos. Er hinterlässt den Eindruck massiver Fehlurteile nach der größten Polizeiaktion gegen AfrikanerInnen in Österreich. ExpertInnen und Verantwortliche diskutieren nun über Folgen und Konsequenzen. Was ist im Zusammenspiel zwischen Exekutive und Justiz schief gelaufen? Sollen und können die Verfahren neu aufgerollt werden? Oder reicht der Hinweis auf die Strafrechtsreform als Konsequenz aus? Der Film verdichtet in eindrücklicher Weise Fehlverhalten der Justiz, das den Angeklagten jede Chance auf ein faires Verfahren nahm. Mit falschen Übersetzungen, präparierten Zeugen und verschwommenen Videos wollte das Gericht die Anklage von Polizei und Staatsanwaltschaft nachweisen. Statt den behaupteten "großen Schlag gegen die nigerianische Drogenmafia" kritisch zu überprüfen, wurde die Justiz so zum Erfüllungsgehilfen der Exekutive, die dringend Erfolge benötigte. Schliesslich war sie wegen des Todes von Marcus Omofuma mit schwerer Kritik der Öffentlichkeit konfrontiert. Auch der erstmals eingesetzte "grosse Lauschangriff" stand unter hohem Erfolgsdruck. Eine Veranstaltung von SOS Mitmensch mit freundlicher Unterstützung der ÖH Wien. (Aussendung von SOS-Mitmensch, www.sosmitmensch.at) Der Eintritt ist frei - die Eintrittsvoraussetzung unsererseits: Den Film bereits im Kino gesehen zu haben! Wir verbleiben mit der Bitte um Veröffentlichung / Weiterleitung. Etwaige Mehrfachzusendungen bitten wir zu entschuldigen. Sindelgruber Tristan, Schuster Angelika P.S.: In bezug auf die breite mediale Berichterstattung, über die wir uns wirklich sehr freuen, möchten wir nur einen (nebensächlichen) Wunsch äußern: Bei OPERATION SPRING handelt es sich schlicht und einfach um einen "Dokumentarfilm" - es würde uns freuen, wenn sich dieser Genrebegriff hierzulande durch- und festsetzt. Schnittpunkt - Sindelgruber Tristan, Film- & Multimediaproduktion Große Sperlgasse 19/3 1020 Wien Austria UID-Nr.: ATU 46990608 Tel.+FAX: ++43-1-913 11 21 e-mail: schnittpunkt at gmx.at web: www.schnittpunkt-film.com www.operation-spring.com ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND KOMMENTARE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 07 GATS in Wien "AL-Antifaschistische Linke" ================================================== AL-Newsletter Nr. 152 --------------------------- 1. GATS zerschlägt die sozialen Strukturen der Stadt Wien ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ 1.) GATS zerschlägt die sozialen Strukturen der Stadt Wien Gastartikel von Gilbert Karasek (Arbeitnehmer bei den Wiener Stadtwerken Holding AG) Der Neoliberalismus bricht durch die GATS-Richtlinien über uns herein. Spitäler, Schulen, Kindergärten, Altersversorgung, Jugendbetreuung, Gemeindewohnungen, Energie, öffentlicher Verkehr und Beseitigung des Amtes für Soziales MA 12, überall macht sich GATS (General Agreement on Trade in Services) in Wien bemerkbar ... Wie es das Geschäftsjahr 2004 der Stadtwerke- Holding AG belegt, wird, statt den Menschen zu beschäftigen, nur das Kapital gehortet. So wurden - zu Gunsten der Profitmaximierung - wieder hunderte Arbeitsplätze vernichtet. Während die Anzahl der Beschäftigten um 1,4 Prozent auf 14.148 fiel, stieg die Bilanzsumme um 274 Millionen Euro, um rund 2,8 Prozent, von 9,78 auf 10.06 Milliarden Euro. Aber bevor ich auf die Entwicklung und die Zustände der privatisierten Wiener Stadtwerke Holding Aktiengesellschaft und auf das "Cross Border Leasing System" eingehe, möchte ich dazu eine Bemerkung machen. Nach GATS Richtlinien sind alle natürlichen und künstlichen Produkte - bis auf Luft und Sonne - Handelswaren. Die Spekulation und der Profit mit lebenswichtigen Gütern hat, nach GATS Richtlinien, Vorrang vor den Grundbedürfnissen des Menschen, da die Befriedigung menschlicher Grundbedürfnisse ausschließlich der Gewinn- und Profitbilanzierung des Privateigentümers unterstellt sind. Wie wir alle miterleben konnten, war die Wirtschaftspolitik der Wiener SPÖ, in den vergangenen Jahren, auf die Anpassung der Gemeindebetriebe an die GATS-Richtlinien ausgerichtet. Schon vor dem Beitritt zur EU begannen die SPÖ und Gewerkschafts- Funktionäre der Gemeindebediensteten mit der Planung zur Umsetzung der GATS Vorschreibungen. Hinter dem Rücken der Arbeitnehmer haben die SPÖ und Gewerkschaftsfunktionäre die Maßnahmen zur Liberalisierung der Gemeindebetriebe ausgearbeitet. Sie haben praktisch im Alleingang die juristischen Rahmenbedingungen geschaffen und alle Verträge produziert und unterzeichnet, die für die Privatisierung der Dienstleistungen erforderlich waren. Die Umwandlung des gesamten kommunalen Eigentums der Gemeinde Wien, in private Kapital und Holdings Aktiengesellschaften, wurde still und konsequent durchgezogen. Die Trennung der Gemeinde von ihrem gemeinnützigen Eigentum, war die größte wirtschaftliche Veränderung, seitdem es das Versorgungs- und Kommunalwesen in Wien gab. Das Privatisierungsprogramm der schwarz-blauen Bundesregierung unterscheidet sich kaum vom Privatisierungsprogramm der SPÖ. Beide stellen die öffentlichen Dienstleistungen auf die Schienen der GATS- Richtlinien. Beide entziehen somit der Allgemeinheit ihre gemeinnützigen Einrichtungen und verwandeln diese zu persönlichen Profitquellen der neuen Eigentümer. An der Stelle der kommunalen Betriebe mit ihren gemeinnützigen und sozialen Aufgaben steht nun der Profit. Indem die menschlichen Grundbedürfnisse dem Handel und den Spekulations- und Profitinteressen des Kapitals geopfert wurden, sind diese Dienstleistungen für viele Menschen zu unerreichbaren Luxusgütern geworden. In den privatisierten Unternehmungen der Wiener Stadtwerke Holding Aktiengesellschaft herrscht die Diktatur des Kapitals. Arbeitsdruck und Mobbing, sowie Drohungen und Ängste sind die Repressionsinstrumente mit der die neuen Eigentümer die Gewinne des Konzerns steigern. Der Kündigungsschutz im Bereich des Disziplinarverfahrens und die Kollektivverträge für Neuaufnahmen wurden mit der Unterstützung der Gewerkschaften massiv verschlechtert. So wurden die Rechtsmittel der Arbeitnehmer durch die Stärkung der Rechte der Eigentümer eingeschränkt. Alleine bei den Elektrizitätswerken wurden in dem Zeitraum von 1998 bis 2003 ein Viertel der bestehenden Arbeitsplätze vernichtet. Einerseits wurde durch den Personalabbau die Arbeit der Verbliebenen vermehrt, andererseits wurden den Arbeitnehmern Überstunden und Zulagen gekürzt. Hingegen bei den Versorgungsposten wie Direktoren Vorstandsmitglieder und Führungskräften explodierten förmlich die Gehälter. So stiegen die Gehälter dieser Manager von 7000 auf 20000 Euro, dabei sind die Zulagen und Spesen nicht berücksichtigt. Die Gewerkschaften der Gemeindebediensteten zeichnen ein schönes Bild ihrer privatisierten Betriebe und versichern den ausgegliederten ArbeitnehmerInnen, dass ihre Arbeitsplätze trotzdem abgesichert seien. Selbst den Zusammenhang zwischen den Privatisierungen und den GATS Richtlinien streiten sie ab. Aber Widerstand ist eine Frage des Bewusstseins. Auch wenn das Vertrauen in die SPÖ und in die Gewerkschaften tiefe Risse bekommen hat, so glaubt doch die Mehrheit der ArbeitnehmerInnen den Ausführungen und Versprechungen der Funktionärsklasse. Im Einklang mit dem Sozialabbau geht bei den Stadtwerken die Beschwichtigungstaktik der Betriebsräte einher. Im Wesentlichen beschränken sich die gewerkschaftlichen Tätigkeiten auf die Verschleierung der Ausbeutung der menschlichen Arbeitskraft. Es geht den Betriebsräten vor allem darum, das Bewusstsein der Arbeitnehmer niederzuhalten. Bei jedem Angriff auf die Interessen der Arbeitnehmer finden die Betriebsräte neue Ausreden, mit der sie das Diktat der Eigentümer rechtfertigen. GATS frisst also die kommunalen Einrichtungen der Stadt Wien auf. Zum Beispiel die privatisierte Alterspflege mit ihren Altersheimen, die Gemeindewohnungen mit ihren 56000 Wohnungen - die in das Privateigentum der Gesellschaft "WIENER WOHNEN" übertragen wurde -, die Elektrizitäts- und Gaswerke, Bestattung, Heizbetriebe- Fernwärme die in das Eigentum einer Holding Aktiengesellschaft verschwunden sind und schließlich der gesamte öffentliche Verkehr, mit all seinen Liegenschaften usw. Die SPÖ hat um 2,3 Milliarden Euro, die Eigentumsrechte des gesamten öffentlichen Fuhrparks der Wiener- Linien in das Privateigentum amerikanischer Kapitalgesellschaften überschrieben. Sie hat auch die Abwasserversorgung des 21. und 22. Bezirk und alle Kanalanlagen rechts der Donau an die US-Firma "John Hancock Insurance Company" verkauft. Der Ausverkauf Wiens geht schon seit Jahren stillschweigend vor sich her. Aber was kann man dagegen tun? Wenn die ArbeitnehmerInnen ihre Arbeitssituation in Sinne der objektiven menschlichen Interessen verbessern wollen, dann müssten sie selbst die Kontrolle übernehmen. Die vorhandene Arbeit müsste auf alle Menschen, auch auf die Arbeitslosen aufgeteilt und die Arbeitszeit herab gesenkt werden. Zum Beispiel müssten alle Personal- und Gehaltsentscheidungen direkt von allen ArbeitnehmerInnen, in demokratischer Abstimmung geregelt werden. Nach einem von allen ArbeitnehmerInnen ausgeklügelten Plan, wechseln die Menschen in den verschiedenen Produktions- und Geschäftszweigen. So lernen sie mit der Unterstützung technischer Einrichtungen und den uneingeschränkten Zugang zu allen Daten und Laboratorien, die Probleme zu erkennen und die verschiedenen Arbeitsvorgänge zu verstehen und zu bedienen. Diese universelle Form der Arbeitsteilung eröffnet Allen den Einblick über die verschiedenen Zusammenhänge. Sie erleichtert die Kontrolle und die Entscheidung über Naturschutzmassnahmen, Produktion und alle anderen gesellschaftlichen Belange. Im Wechsel der verschiedenen Tätigkeiten werden ausnahmslos alle ArbeitnehmerInnen eingebunden. Die unproduktiven Versorgungsposten wie Kapitalisten, Direktoren, Vorstände, Führungskräfte, Abteilungsleitern, Politiker, Funktionäre und so weiter, die den repressiven Unterdrückungsapparat aufrecht erhalten und die gnadenlose Ausbeutung der Lohnarbeit organisieren, vollstrecken und sich daran bereichern, werden aufgelöst. Damit endlich Not und Elend, Hungersnöte, Krisen und Kriege ein Ende haben müsste die knechtende Unterordnung von Mensch, Besitz und Eigentum aufgehoben und die Ausbeuter selbst in den Arbeitsprozess eingegliedert werden. Ihre Rechte werden den Rechten aller Anderen angeglichen, so dass kein Mensch mehr über einem anderen steht. Gilbert Karasek ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ AL-Antifaschistische Linke Gegen Rassismus, Sexismus, Sozialabbau! Für Solidarität und Sozialismus! mail: al at sozialismus.net web: www.sozialismus.at phon: ++43 (0) 699 817 15 915 post: AL c/o Amerlinghaus, Stiftgasse 8, A-1070 Wien ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ ================================================== 08 Alle Vögel sind schon da! Der internationale Lebensschuetzersumpf tagt in der Salzburger Residenz selbstbestimmungsrechtderfrau at gmx.net ================================================== Alle Vögel sind schon da! Der internationale Lebensschuetzersumpf tagt in der Salzburger Residenz. Eigentlich ein Fall für den Rechtsextremismusbericht österreichischer Behörden. Jubel, Trubel, Heiterkeit! «Die Europaeische Ärzteaktion (EÄA) e.V.» *1) feiert ihr 30jaehriges Bestehen. Der Jubilaeumskongress findet nobel vom 30. September bis 2. Oktober 2005 in der Salzburger Residenz statt. Als Veranstalter zeichnen die EÄA ,das Familienreferat der Erzdiözese Salzburg, in Zusammenarbeit mit «Jugend» für das Leben, Human Life International-Schweiz und Kairos Consulting. Die Ankündigung im Volltext ist auf der Website der vorgeschobenen «Jugend» ( www.youthforlife.net ) zu finden. Als Kongressbüro firmiert das Familienreferat in Salzburg. Die Tagungskosten können - so wird stolz angepriesen - als Fortbildungskosten (!) steuerlich abgesetzt werden. Na denn.... Der abendliche Empfang in der Salzburger Residenz ist schon fixiert. Titel der Tagung: EUROPA - QUO VADIS? Auswege aus der demographischen Krise! Die Liste der Vortragenden ist ein Who is Who der international organisierten, rabiaten AbtreibungsgegnerInnenschaft und langjährig taetigen christlichen Bevölkerungsstrategen. Prof. Dr. Rocco Buttiglione, ein - der Göttin sei's gepriesen - verhinderter EU-Kommissär hält die Festrede: «Christliches Europa statt Laizismus?» Diverse Professoren, die sich nicht scheuen, gemeinsam mit ausgesprochen rechtsradikalen Kreisen und deren Medien ihre rassistische und sexistische Politik zu verbreitern, sind für diese Bildungsveranstaltung angefragt. So manch einer dieser honorigen Professoren findet sich im Rechtsextremismus- Archiv Deutschlands wieder! Google gibt hier ausfuehrlich Auskunft. Christa Meves, die moralinsaure Lebenshelfer-Tante aus dem Psychoeck, millionenfach verlegte Hüterin der christlichen Moral, darf da mit ihrem kostbaren Beitrag: «Zeitloses Maß in maßloser Zeit» selbstverständlich nicht fehlen. Sie war ja schließlich auch immer auf den Veranstaltungen von MUT/VPM (einer rechten Psycho- und Lehrersekte) im bregenzer Raum zugegen. Auch gemeinsame Mikrophone mit den NPD-Mitgliedern Kosiek und Adolf von Thadden sind ihr ein Vergnügen. Und Prof. Joachim Illies vom «Schutzbund für das Deutsche Volk» ist Ko-Autor mehrer ihrer Werke. So ist es kein Wunder, dass die «Psychagogin» folgendes vermeldet: «Für den Geburtenschwund sind die entseelten, genusssüchtigen Emanzen, Mätressen des Königs Kapitalistische Demokratie» verantwortlich.». Oder: «Eine Gesellschaft gedeiht am besten, wenn sie von einer elitären Gruppe geleitet wird, die kraft ihrer Fähigkeiten dazu auch am besten geeignet ist.» Weiters: «Der Orgasmus der Frau ist in seiner nackten Form im Grunde eine höchst künstliche Anpassung an das männliche sexuelle Erleben. Er geht von dem anatomischen «Rest» der Klitoris aus und ist deswegen eigentlich für die Frau ein Rückschritt in die infantile Sexualität. Die große Liebe der Frau, die keine Onanistin war, geht nicht phallisch als Anstieg und abrupter Abfall der Spannung vor sich, sondern sie schwingt in weichen Rhytmen, und für sie gibt es eigentlich kein Ende; denn für sie ist das Ende der männlichen Erregung im Grunde die Hoffnung auf einen großen, langanhaltenden erregenden Anfang: nämlich die Hoffnung, ein Kind empfangen zu haben». Für Mädchen fordert Meves eine «Mütterausbildung» in Sozialen Berufen - als Gegengewicht zu den «qualvoll intellektualisierten Bildungsgängen». Dieses Konzept «fußt auf der wissenschaftlichen geschlechtspsychologischen Erkenntnis, daß Frauen im allgemeinen viel leichter unter Zuhilfenahme der praktischen Erfahrung Theorie lernen. Wir wollen durch bessere Anpassung an die Hirnstruktur der Frau nicht schlechtere, sondern bessere Ausbildung in den sozialen Berufen erreichen.» (alle Zitate entstammen dem fulminanten Klassiker: Frauen gegen den Paragraph 218 Hg, Vorsicht «Lebensschützer». Die Macht der organisierten Abtreibungsgegner. Konkret Literatur Verlag, 1991). Für diesen reaktionären Stuss bekam Meves den Konrad-Adenauer Preis der Deutschlandstiftung, das Bundesverdienstkreuz erster Klasse und die Goldmedaille des Herder Verlages... Dr. Stephan Baier, Haus- und Hofschreiber Otto v. Habsburgs und Schreiber in «Die Tagespost» referiert über die «demographische Situation Europas». Das Know How hat er wohl von seinem Boss O. Habsburg, der wiederum nicht nur Erzreaktionäres mittels der PAN- Europa-Union im Europaparlament verbreitert, Habsburg ist auch ein engster Freund der extremen «Aktion Leben» Deutschland, der EÄA, Pro Vita, WIESE-Institut, und seine Nähe zum Opus Dei ist auch kein Geheimnis. Baiers Statements und Artikel und öffentliche Auftritte sind häufig auf den Websiten von «Jugend für das Leben» (www.youthforlife.net), auf www.kath.net und der anonymen Hetzpostille www.kreuz.net zu finden. Eine weitere Figur aus dem Dunstkreis der sogenannten «Jugend für das Leben» und Otto von Habsburg ist die Koordinatorin für «Lebensschutz»gruppen und KAIROS-Consulting Gründerin Dr. Gudrun Kugler-Lang. Ihre Tätigkeit reicht von Vorsitzende der Weltjugendallianz (Ehrenvorsitz damals Kardinal Schönborn), UNO und Europarat, wo sie für katholische Kreise gegen reproduktive Rechte von Frauen mauerte. Schlimm in diesem Zusammenhang ist der Mißbrauch der Geschwister Scholl für reaktionäre Veranstaltungen, bei denen der besagte Otto Habsburg Aushängeschild war. Nun unterstützt sie « Non-profit» Organisationen mit Know How, Pressearbeit und Publikationen und Kontakten. Ihr Thema in diesem Kongress: «Lebensrechtsorganisationen in Europa - Vernetzung» Ein wahrlich spannendes Thema für Frauenrechtlerinnen und Antifaschistinnen! Prof. Dr. Manfred Spieker, Professor für christliche Sozialwissenschaft, zählt ebenfalls zu den Opus-Dei-nahen «Lebens»schützern und ist Vortragender in Veranstaltungen der üblen Akademiker-Organisation «Juristenvereinigung Lebensrecht». Diese treibt seit 1984 ihr frauenfeindliches und reaktionäres Unwesen gegen die Bestimmungen des Paragraph 218 und die aktuellen gesetzlichen Regelung des Schwangerschaftsabbruches in Deutschland, aber auch in Österreich mittels aller nur erdenklicher juristischer Schritte. So geht etwa die Hexenjagd in Memmingen vor einigen Jahren, wo Arzt und Patientinnen auf das peinlichste durchleuchtet und befragt wurden und durch die Presse gezogen wurden, auf das Konto dieser Leute. Dr. Rudolf Ehmann ist Vorsitzender von Human Life International Schweiz - HLI-CH. HLI-CH ist eine Aussenstelle einer der global größten und ärgsten Anti-Abtreibungsorganisation, die das Ziel eines weltweiten Abtreibungsverbotes verfolgt. HLI arbeitet gegen Verhütung, Sexualaufklärung und unehelichen Geschlechtsverkehr aus, hetzt gegen Homosexuelle, Freimaurer, Juden, Moslems, Ärztinnen und Ärzte, Feministinnen und feministische Organisationen, Kommunisten und Linke, spricht von Babyholocaust, arbeitet aktiv gegen Kondome als Mittel gegen Aids, propagiert das in keinem medizinischen Lexikon zu findende sog. "Post-Abortion und Post-Abortion-Stress- Syndrom", verzapft ein ebensolches "Post-Abortion- Surviver-Syndrom" (= vor allem Maenner, die von abtreibungsfreudigen Frauen ja nur so umzingelt sind und daher unertraegliches Leid erdulden muessen) und ist mit für den aus Österreich sattsam bekannten Terror gegen Frauen vor Abtreibungskliniken und Arztpraxen (geschäftsschädigende Praktiken!) verantwortlich. Der legale Schwangerschaftsabbruch soll durch die so erzwungene Schließung der Kliniken und Ordinationen verunmoeglicht werden, was auch immer wieder gelingt. HLI quartiert sich so nahe wie möglich in der Umgebung von Klinken und Arztpraxen ein, errichtet sogenannte «Lebenszentren», oftmals gelingt auch der Kauf der Klinikräumlichkeiten selbst. Eine weitere Methode ist es, Ärzte und Personal, KritikerInnen wie auch Klinik-Securities, die die Klientinnen vor dem Terror vor der Türe schützen müssen, mit Klagen einzudecken und auch so wirtschaftlich zu ruinieren. HLI verfügt über ein Millionen-Dollar-Budget und hat diverse andere Organisationen und tausende AktivistInnen. Diese arbeiten weltweit, streng hierarchisch gesteuert, nach immer dem gleichen Muster vor Ort. Zudem wird für Vernetzung und millionenfache, gleichsam als «Marke» zu bezeichnende Greuelpropaganda in Wort und Bild gesorgt. HLI hatte Sprecher, die in das bombende extreme Lager in den USA abwanderten und zum Mord an Ärzten und zu Anschlägen auf «Abortionmills» aufriefen. Diese Aufrufe wurden gehört! (Näheres zu HLI auf www.die-abteibung.at.tf ). In dieser netten Runde kann daher der kaltschnaeuzige Bischof Andreas Laun nicht fehlen. Laun führte schliesslich die Gebetszüge von HLI-Austria in Salzburg an, ist mit dem Amerikaner Msgr. Philipp Reilly, dem Erfinder dieses von HLI praktizierten Gehsteigterrors, äußerst vertraut und auf allen öffentlichen Auftritten der sogenannten «Jugend» für das Leben mit dabei. Er bezeichnete Bruno Kreisky öffentlich als Verbrecher, der die Schuld am millionenfachen Tod von ungeborenen Kindern in Österreich trägt. Laun tritt für das Verbot des legalen Schwangerschaftsabbruches ein und spricht über Strafe für Abtreibung, ist empört, dass die armen»Lebensschützer von HLI durch ein Wegweiserecht der Polizei in ihrer so wertvollen Arbeit gestört werden. Verantwortlich dafür: wiederum die SPÖ. Laun schriftlich: «Weil Abtreibungen «straffrei» möglich sind, ist der Mutterleib zum gefährlichsten Ort der Welt geworden. Wer das Leben ungeborener Kinder wirksam schützen will, muss eine neue Debatte über die Bestrafung der Täter beginnen»... «Und jetzt will die Sozialistische Partei Österreichs auch wieder Strafe - nicht für Abtreiber, sondern für Lebensschützer, die Frauen auf dem Weg zur Abtreibung belästigen. Belästigen? Ja, etwa durch Rosenkranzbeten oder gar durch Hilfsangebote, die das Kind retten könnten.» (Zitate aus: Lebensforum 74). Laun wurde in Eichstätt zum Priester geweiht. Dort war auch jener Bischof als Militärbischof tätig, der beim Jubiläumskongress der EÄA die Festansprache halten wird. Auch Bischof Walter Mixa ist aktiv bei den Praktiken von Abtreibungsgegnern a la HLI tätig: in Ingolstadt hielt er 2003 ein «Gebetsvigil» der «Helfer für Gottes kostbare Kinder e.V.» . Wolfgang Hering, Chef dieser «Helfer», die nach Reillys Methoden arbeiten, ist engstens mit Dietmar Fischer, HLI-Austria vernetzt. Und so schließt sich wieder einmal der Kreis von Leuten, die in rassistischer und misogyner Art nicht und nicht begreifen wollen, dass Frauen Menschen mit reproduktiven Rechten sind und nicht wie Zuchtvieh fuer religioese, politische und staatliche Interessen missbraucht werden duerfen. Wie im Programm angekündigt, ist am 1. Oktober ist um 16.00 Uhr ein Altstadtspaziergang der Jubilare durch Salzburg angesagt. Die Einladung zum persönlichen Gespräch, zur Gelegenheit zu persönlichen Begegnungen sollte zahlreich angenommen werden. *1) Die Europaeische Aerzteaktion, EAEA, wurde 1975 durch den in konservativen und rechtsradikalen Kreisen bekannten Arzt Dr. Siegfried Ernst gegruendet.Ernst erhielt die hoechste Auszeichnung als «groesster Pro-Lifer aller Zeiten» von HLI und grosses Lob des verstorbenen Papstes. Bereits 1964 ging er gegen die Pille und gegen Pornographie und «Zerstoerung der geistig- moralischen Grundlagen unserer Kultur» auf die Barrikaden. 1972 fuehrte er offizielle Verhandlungen mit dem Bundesvorstand der NPD ueber die Gruendung einer «Christlichen Waehlerinitiative Menschenwuerde». Mitbegruender waren der rechtsextreme Dr. Wolfgang Borowsky und der ehemalige SA-ler und Embryologe Dr. Erich Blechschmidt (dessen Forschungsarbeit erfolgte hauptsaechlich in der Nazizeit). Er schuf den internationalen Sager: "Ein Mensch ist Mensch von Anfang an"; Die EAEA schuf Begriffe wie «Genosuizid» und ist in die international taetige Anti-Abtreibungsorganisation «World Federation of Doctors Who Respect Human Life (WFOD)» eingegliedert. Auch hier bestanden und bestehen engste Kontakte mit Human Life International und Opus Dei, der Einfluss auf vergangene und praesente Wahlkaempfe in den USA ist offensichtlich. Weitere Betaetigungsfelder sind die UNO, UNFPA und UNESCO sowie diverse EU-Gremien. Immer schon sollte der Passus des «Rechts auf Leben, von der Zeugung bis zum natuerlichen Tod» bzw. der "Schutz der Familie" in diverse Vertraege und UN- Beschluesse und die UN- Menschenrechtserklaerung hineinreklamiert werden. Bei den diversen Weltbevoelkerungskonferenzen in Vergangenheit und Gegenwart war diese Lobby von Abtreibungs- und Verhuetungsfeinden in Form von NGOs radikal gegen reproduktive Rechte von Frauen engagiert. Der WFOD pflegt gute Beziehungen zum Vatikan und zu evangelikalen Fuehrungskreisen. Dr. Bernhard Gappmaier, Amtsarzt in Salzburg, ist nach dem Tod von Ernst Vorsitzender der «Europaeischen Aerzteaktion» - the show must go on! Und wie schoen beschreibt er seine Taetigkeit im Programm zum Jubelkongress?: »Eingeladen sind alle, Mediziner wie Nichtmediziner, denen die Zukunft Europas am Herzen liegt. Nicht der Relativismus ist die Antwort auf die Not der Zeit, sondern die Besinnung auf die geistigen Wurzeln, welche tatsaechlich tragen. Salzburg, seit dem 12. Jahrhundert «das deutsche Rom» genannt, scheint uns das rechte Ambiente» Die Rechnung fuer die Plaene dieser Ewiggestrigen zahlen jedenfalls alle Frauen, aber die sind in der Einladung mit keinem Wort erwaehnt. FrauenLesben fuer das Selbstbestimmungsrecht der Frau -- FrauenLesben für das Selbstbestimmungsrecht der Frau Selbstbestimmungsrechtderfrau at gmx.net <+++<+++<+++<+++<+++<+++<+++<+++<+++<+++<+++> detailierte Infos zum Schwangerschaftsabbruch in Österreich auf: --- www.die-abtreibung.at.tf --- ================================================== 09 KI zu Wiener und steirischen Wahlen Otto Bruckner ================================================== Kommunistische Initiative: 1) Wählbare Alternativen in Wien, 2) Aufruf für Kaltenegger-KPÖ in der Steiermark 1) Wählbare Alternativen in Wien Die erst im Jänner dieses Jahres neugegründete Kommunistische Initiative beteiligt sich an drei Listen, die zu den Wiener Bezirksratswahlen am 23. Oktober antreten: * In Ottakring kandidiert die Liste "Ottakringer Kommunisten - Kommunistische Initiative (OK-KI)" * In der Leopoldstadt die Liste "Gegenstimmen" * In Döbling die Liste "Alternative 19" Alle drei Listen werden von der Kommunistischen Initiative unterstützt und stellen in ihrer Programmatik eine Alternative zum Kartell der Macht aus Konzernen und Politik dar. Die Politik der KI richtet sich vor allem an die "einfachen Leute", daher stellt sie in den Mittelpunkt ihres Wahlprogramms auch die Kritik am kapitalistischen System. Erst jüngst wurden wieder Studien veröffentlicht, die zeigen, daß die Profite der Konzerne explodieren, während die Bezieher niedriger Einkommen - ob sie Arbeit haben oder nicht - immer ärmer werden. Auch in Wien zeichnet sich nach dem 23. Oktober eine neuerliche Belastungslawine - vor allem durch die Erhöhung der Gas- und Strompreise ab. Wohnen, Heizen, Waschen, menschliche Grundbedürfnisse also, werden immer teurer, während die Einkommen der Menschen stagnieren. Die KI sieht den wichtigsten Ansatzpunkt für gesellschaftliche Veränderungen in einer Protest- und Widerstandsbewegung von unten, diese wird nicht mit ein paar Bezirksratslisten entstehen, aber sie können ein Ansatz dazu sein. 2) Viel Erfolg den steirischen GenossInnen Am kommenden Sonntag finden in der Steiermark Landtagswahlen statt. Die KI ruft alle Mitglieder und Freunde, die ihren Wohnsitz in der Steiermark haben, auf, die Liste Kaltenegger-KPÖ zu wählen. Ernest Kaltenegger in Graz oder auch Werner Murgg in Leoben, Renate Pacher in Knittelfeld, Gabi Leitenbauer in Trofaiach, um nur einige aufzuzählen, verkörpern mit ihrem Einsatz für die "einfachen Menschen" eine Glaubwürdigkeit, die abgehobenen "Zivilgesellschaftslinken" anderswo fehlt. Sie stehen für die Übereinstimmung von Wort und Tat, was in der heutigen Politik schon eine große Auszeichnung ist. Sie sind schließlich bewährte KommunistInnen, mit denen man da und dort verschiedener Meinung sein kann, die aber in der steirischen Landespartei ein in der KPÖ einzigartiges Klima der Vielfalt und des Miteinander eintwickelt haben. Auch das ist unserer Meinung nach ein Teil des Erfolgs. Die steirische KPÖ ist heute österreichweit die einzige linke Formation, die kampagnefähig ist. Wir wünschen den steirischen GenossInnen viel Erfolg und sprechen uns für ein weiterhin unpolemisches und solidarisches Verhältnis zwischen Kaltenegger-KPÖ und KI aus. Wir sind uns sicher, dass die klassenorientierten Kräfte in der österreichischen ArbeiterInnenbewegung viel Grund haben werden, sich über den Erfolg der steirischen KPÖ zu freuen. Gelingt der Einzug in den Landtag, und so sieht es ja aus, ist das ein historischer Meilenstein. Kommunistische Initiative (KI), Ende September 2005 ------------------------------------------------------------------------ ================================================== 10 Jelica Redzic (Kandidatin der Gegenstimmen) darf nicht kandidieren! "gegenstimmen" ================================================== Jelica Redzic darf nicht kandidieren! Demokratische Rechte für alle! Die Listendritte (Jelica Redciz) der GEGENSTIMMEN, Liste für Demokratie und Widerstand in der Leopoldstadt, welche sich am 25.10 zu den Bezirksratswahlen präsentiert, wird von der Kandidatur ausgeschlossen. Die seit mehr als 35 Jahren in Österreich lebende Krankenschwester darf aufgrund ihrer jugoslawischen Staatsbürgerschaft ihr demokratisches Recht der politischen Mitgestaltung in ihrer langjährigen Heimat, Österreich, nicht wahrnehmen. "Ich arbeite hier, zahle Steuern und darf nicht mitbestimmen. Viele Menschen, die sogar hier geboren sind, teilen mit mir dieses Schicksal. Ohne Wurzeln in unserer ursprünglichen Heimat und ohne Mitspracherechte in Österreich werden wir politisch entmündigt. Das ist keine Demokratie, wo so viele Menschen bevormundet und von den Wahl ausgeschlossen werden!" äußerte sich Jelica Redzic zur undemokratischen Rechtslage. GEGENSTIMMEN GEGENSTIMMEN ist die Liste derer, die mit dem herrschenden politischen System unzufrieden sind. Wir versammeln Menschen unterschiedlicher sozialer und nationaler Herkunft. Wir wollen uns nicht damit zufrieden geben alle paar Jahre die bestehende Machtelite zu bestätigen. Wir wollen eine demokratische Alternative. Die etablierten Partein Österreichs - ob rot, schwarz, blau, orange oder grün - stehen alle für eine Politik der Globalisierung und des Neoliberalismus: Die große Koalition der 1990er Jahre hatte Steuergeschenke für Reiche und Großkonzerne und Kürzungen für alle anderen. Die schwarz-orange-blaue Chaos- Regierung brachte noch mehr Steuergeschenke für Reiche und noch mehr Kürzungen für alle anderen. Die Politik der letzten Jahre war geprägt von Sparprogramme, insbesondere von Kürzungen im Bildungsbereich und im Sozialbereich, der wachsenden Arbeitslosigkeit und wachsenden Ungleichheiten sowie der Unterstützung der EU-Militarisierung und der US-amerikanischen Angriffskriege im Kosovo in Afghanistan und im Irak. Die Kandidatur der GEGENSTIMMEN ist natürlich nicht genug, aber ein erster Schritt, Protest zu formulieren. Rückfragen bitte an: Irina Vana, 069911006615 ___________________________________________ Gegenstimmen - Wahlplattform in der Leopoldstadt www.gegenstimmen.at ================================================== 11 Stmk/LTW/Abgeordnete/KPÖ KPÖ Steiermark ================================================== PRESSEMITTEILUNG DER STEIRISCHEN KPÖ Stellungnahme zum Ausgang der steirischen Landtagswahl Die steirische KPÖ erzielte bei der Landtagswahl am 2. Oktober 2005 (ohne Wahlkarten) 43.751 Stimmen oder 6,32 %. Das bedeutet einen Zugewinn von 36.952 Stimmen oder 5,29 %. Sie erreichte 2 Grundmandate im Wahlkreis 1 (Graz und Graz-Umgebung) und 2 Restmandate. Für die KPÖ werden folgende 4 Abgeordnete in den Landtag einziehen: Ernest Kaltenegger (Graz), Claudia Klimt- Weithaler (Graz), Dr. Werner Murgg (Leoben) und Ing. Renate Pacher (Knittelfeld). Beim bisher besten Abschneiden der KPÖ bei steirischen Landtagswahlen konnten am 25. November 1945 knapp 5,4 % der gültigen Stimmen und 2 Mandate erreicht werden. Ernest Kaltenegger kommentierte gegenüber dem ORF das Abschneiden der KPÖ wie folgt: "Unsere Rolle ist die Vertretung der sozial Schwächeren in der Steiermark, der arbeitenden Menschen, so wie wir das auch in Gemeinden gemacht haben, wo wir bereits vertreten sind. Und das wird jetzt auch in den kommenden fünf Jahren im Landtag so sein. Und ich möchte mich auch bei all unseren Wählerinnen und Wählern herzlich bedanken. Wir haben ein historisches Wahlergebnis für die KPÖ erzielt, zum ersten Mal seit 35 Jahren wieder im Landtag und noch dazu mit dem besten Ergebnis, das wir überhaupt jemals in der Steiermark erreicht haben", so Kaltenegger. Auf die Frage, ob er in Zukunft weiter Stadtrat bleibe oder im Landtag vertreten sein wird, sagte Kaltenegger: "Ich werde dieses Mandat natürlich annehmen, das habe ich auch vorher schon gesagt, und wir werden in den nächsten Tagen bei uns klären, wie das konkret ablaufen soll, aber selbstverständlich nehme ich dieses Mandat an", so Kaltenegger." Landesvorsitzender Franz Stephan Parteder betonte, dass die steirische KPÖ die Arbeit des neuen Landeshauptmannes Franz Voves daran messen werde, ob er seine Versprechen nach mehr sozialer Gerechtigkeit auch einhalten werde. KPÖ-Steiermark Lagergasse 98 a 8020 Graz Tel.: 0316 71 24 36 Fax 0316 71 62 91 email: kp.stmk at kpoe-graz.at; kpoe_stmk at hotmail.com _ ================================================== 12 Ottakringer Kommunisten kandidieren in Ottakring unabhängig von der Wiener KPÖ analle-bounces at no-racism.net ================================================== Ottakringer Kommunisten - Kommunistische Initiative (OK-KI) Presseaussendung Nr. 1 Die Ottakringer Kommunisten kandidieren für den Bezirksrat in Wien "Die erfolgreichen steirischen Kommunisten mit Spitzenkandidat Ernest Kaltenegger sind für die Ottakringer Kommunisten Vorbild. Die KP Steiermark tritt für eine soziale Politik im Interesse der Lohnabhängigen ein, ihr Spitzenkandidat steht für eine neue Ehrlichkeit in der Politik." Dies erklärte der Spitzenkandidat der Ottakringer Kommunisten Gerhard Dusek. Die Ottakringer Kommunisten kandidieren eigenständig und unabhängig von der KPÖ Wien. Denn die Wiener Parteiführung hat die gesamte Ottakringer Grundorganisation wegen ihrer Kritik an deren Unfähigkeit zu sozialer Politik und wegen bürokratischen Vorgehens gegen Kritiker ausgeschlossen und aus dem parteieigenen Lokal geworfen. Kritik an der Bunseparteiführung unter Walter Baier entzündete sich vor allem wegen des Verkaufs des parteieigenen linken Kulturzentrums EKH und weil kein Mitgliederparteitag zur Mitbestimmung der KPÖ-Politik einberufen wurde etc. Die Ottakringer Kommunisten kandidieren, weil nicht nur in der Steiermark, sondern auch in Ottakring eine kritische, sozial verantwortliche Stimme notwendig ist. Wir kämpfen gegen Ausbeutung, gegen unmenschliche Arbeit, die nur der Profitmaximierung dient. Wir nehmen den von oben verschärft geführten Klassenkampf an. Gerhard Dusek: "Wir sagen auch auf Bezirksebene klar, was wir wollen: Umverteilung des gesellschaftlichen Reichtums von den reichen zu den ärmeren Schichten, denn 1 Million Menschen leben in Österreich in Armut, 63.000 sind Millionäre! Das schreit nach Umverteilung! Wir sind auch klar für den Austritt aus der von den Konzernen geschaffenen Europäischen Union, für kämpferische Lohnpolitik, für existenzsichernde Pensionen. Wir sind eben Kommunisten und reden nicht um den Brei herum." In den Reihen der Kommunisten kandidieren Frauen und Männer, Arbeiterinnen und Akademiker. Es eint uns der Wunsch nach einer sozialen Politik im Interesse der arbeitenden Menschen. Auch auf Bezirksebene möchten wir wie in den Betrieben, Schulen und Universitäten die Interessen der Lohnabhängigen vertreten und in allen Fragen einbringen. Wehren wir uns! Erheben wir unsere Stimmen! Wählen wir links, radikal links! Beilage: Die umfangreiche Wahlplattform der Ottakringer Kommunisten Kontakt: Gerhard Dusek 0699/1924 65 21 ================================================== 13 Sieg für homosexuelle Paare vor dem Unabhängigen Finanzsenat "Rechtskomitee LAMBDA" ================================================== Erster Erfolg der RKL-Klagsoffensive Sieg für homosexuelle Paare vor dem Unabhängigen Finanzsenat Gleichgeschlechtlicher Lebensgefährte sollte EUR 12.000,-- für Aufenthaltsbewilligung zahlen Erster Erfolg der RKL-Klagsoffensive. Einen frappanten Fall von Homosexuellendiskriminierung hat letztes Jahr das Finanzamt Salzburg geliefert. Ein homosexueller Student hat eine Aufenthaltsbewilligung erhalten, weil sich sein Lebensgefährte für seinen Unterhalt verbürgt hat. Daraufhin wollte das Finanzamt von dem mittellosen Studenten fast EUR 12.000,-- Schenkungssteuer. Der Unabhängige Finanzsenat hat den Bescheid nun aufgehoben und dabei ausgesprochen, dass homosexuelle Partner nicht anders behandelt werden dürfen als heterosexuelle. Der Student kommt aus einem Land außerhalb der Europäischen Union und benötigt daher einen Aufenthaltstitel. Im Gegensatz zu Ehepartnern erhält er diesen Aufenthaltstitel nicht automatisch auf Grund der Partnerschaft. Hat er selbst nicht genug Geld, um in Österreich zu leben, muß sich sein Partner verpflichten, für seinen Unterhalt aufzukommen. Dann gibt es eine Niederlassungsbewilligung für den Zweck "Privat". Anders als Ehepartner darf er aber nicht arbeiten. Im April 2004 wollte das Finanzamt Salzburg von dem mittellosen Studenten auch noch EUR 11.855,80 an Schenkungssteuer, weil sein Partner für ihn freiwillig Unterhalt zahlt. Binnen 14Tagen bei sonstiger Exekution. Als "Fremder" fällt der Student auch noch in die höchste Schenkungssteuerklasse. Der Bescheid wurde bekämpft und der Unabhängige Finanzsenat hat dem jungen Mann Recht gegeben. Er hat den Bescheid aufgehoben und ausgesprochen, dass homosexuelle Partner nicht anders behandelt werden dürfen als heterosexuelle. Es fällt keine Schenkungssteuer an (UFS Aussenstelle Salzburg 16.08.2005, RV/0248-S/04). "Es ist dies der erste grosse Erfolg unserer Klagsoffensive, die wir angesichts der Untätigkeit der Regierung gestartet haben", sagt der Wiener Rechtsanwalt Dr. Helmut Graupner, Präsident der Homosexuellen-Bürgerrechtsorganisation Rechtskomitee LAMBDA und Vertreter des Studenten, "Wir sind davon überzeugt, das weitere folgen werden". Das 1991 gegründete Rechtskomitee LAMBDA (RKL) arbeitet überparteilich und überkonfessionell für die umfassende Verwirklichung der Menschen- und Bürgerrechte gleichgeschlechtlich l(i)ebender Frauen und Männer. In seinem Kuratorium vereinigt es so prominente Mitglieder wie den SPÖ-Vorsitzenden Dr. Alfred Gusenbauer, Präs. NRAbg. Peter Schieder,, NRAbg. Mag. Terezija Stoisits, den renommierten Kinder- und Jugendpsychiater Univ.-Prof. Dr. Max Friedrich und die Kinder- und JugendanwältInnen von Wien DSA Monika Pinterits und Dr. Anton Schmid, den Generalsekretär von Amnesty International Österreich Mag. Heinz Patzelt und die bekannten Menschenrechtsexperten Dr. Lilian Hofmeister und Univ.-Prof. Dr. Manfred Nowak, die Sexualwissenchafter ao.Univ.-Prof. Dr. Josef Christian Aigner und Prof. Dr. Rotraud Perner, den Theologen Univ.-Prof. Dr. Kurt Lüthi, Günter Tolar u.v.a.m. Rückfragehinweis: 0676/3094737; 01/8763061, office at RKLambda.at, www.RKLambda.at Die Klagsoffensive des RKL A. Erbschafts- und Schenkungssteuer 1. Gleichgeschlechtliche PartnerInnen gelten als Fremde und fallen daher in die höchste Steuerklasse. Während EhepartnerInnen je nach Höhe der Schenkung oder Erbschaft zwischen 2 und 15% Steuer bezahlen, müssen gleichgeschlechtliche PartnerInnen zwischen 14% und 60% an den Finanzminister abliefern. Gerade bei den kleinsten Schenkungen und Erbschaften ist die Diskriminierung am größten, müssen gleichgeschlechtliche LebenspartnerInnen sieben Mal mehr Steuer bezahlen als EhepartnerInnen. Die höhere Steuerklasse trifft zwar auch unverheiratete verschieden- geschlechtliche PartnerInnen. Diese können aber - im Gegensatz zu gleichgeschlechtlichen Paaren - die exorbitante Besteuerung durch Eheschliessung vermeiden. Das RKL unterstützt den Fall eines Mannes, der seinem Partner ein Geschenk im Wert von EUR 1.000,-- gemacht und beim Finanzamt für Gebühren und Verkehrssteuern in Wien beantragt hat, das Geschenk mit dem niedrigen Steuersatz für Ehepartner zu besteuern. Im Mai 2005 erging ein negativer Bescheid. Dieser wird bis zum Verfassungsgerichtshof bzw. dem Europäischen Menschenrechtsgerichtshof bekämpft werden. 2. Ein homosexueller Student hat eine Aufenthaltsbewilligung erhalten, weil sich sein Lebensgefährte für seinen Unterhalt verbürgt hat. Nun will das Finanzamt von dem mittellosen Studenten fast EUR 12.000,-- Schenkungssteuer; zahlbar binnen 14 Tagen. Der Student kommt aus einem Land außerhalb der Europäischen Union und benötigt daher einen Aufenthaltstitel. Im Gegensatz zu Ehepartnern erhält er diesen Aufenthaltstitel nicht automatisch auf Grund der Partnerschaft. Hat er selbst nicht genug Geld, um in Österreich zu leben, muß sich sein Partner verpflichten, für seinen Unterhalt aufzukommen. Dann gibt es eine Niederlassungsbewilligung für den Zweck "Privat". Anders als Ehepartner darf er aber nicht arbeiten. Nun wollte das Finanzamt von dem mittellosen Studenten auch noch EUR 11.855,80 an Schenkungssteuer, weil sein Partner für ihn freiwillig Unterhalt zahlt. Binnen 14Tagen bei sonstiger Exekution. Als "Fremder" fällt der Student auch noch in die höchste Schenkungssteuerklasse. Unterhaltszahlungen zwischen heterosexuellen Lebensgefährten sind laut Verwaltungsgerichtshof nicht steuerbar. Der Student hat Berufung erhoben und die Sache ging an den Unabhängigen Finanzsenat, der den Bescheid aufgehoben und ausgesprochen hat, dass homosexuelle Partner nicht anders behandelt werden dürfen als heterosexuelle. B. Mitversicherung in der Krankenversicherung Die Sozialversicherungsgesetze bestimmen, daß LebensgefährtInnen in der Krankenversicherung seines Partners/ihrer Partnerin anspruchsberechtigt sind. Allerdings bestimmt das Gesetz auch ausdrücklich, daß diese Lebensgefährten verschiedengeschlechtlich sein müssen. Das RKL unterstützt zwei Beschwerden an den Verfassungsgerichtshof, mit denen die Aufhebung dieser diskriminierenden Bestimmungen sowohl im ASVG als auch im GSVG begehrt wird. C. Hinterbliebenenpensionen Die Sozialversicherungsgesetze bestimmen, dass hinterbliebene EhepartnerInnen (Witwen und Witwer) Anspruch auf eine Hinterbliebenenpension haben. Obwohl gleichgeschlechtlich l(i)ebende Menschen in ebensolchem Ausmaß in die Pensionsversicherung einzahlen wie heterosexuelle erhalten sie nach ihrem Ableben für ihre LebenspartnerInnen keinerlei Absicherung. Das trifft zwar auch auf unverheiratete verschiedengeschlechtliche PartnerInnen zu. Diese können aber - im Gegensatz zu gleichgeschlechtlichen Paaren - die Absicherung durch Eheschliessung herbeiführen. Das RKL unterstützt den Fall eines Mannes, der in ASVG und GSVG pensionspflichtversichert ist, im Fall seines Ablebens für seinen langjährigen Lebenspartner aber keinerlei Absicherung erhält. Mit einem Individualantrag an den Verfassungsgerichtshof wird die Aufhebung der Bestimmungen über die Witwen/Witwerpension wegen Gleichheitswidrigkeit begehrt werden. D. Adoptionsverbot Theoretisch können auch gleichgeschlechtlich l(i)ebende Menschen als Einzelpersonen Kinder adoptieren, auch die leiblichen Kinder ihrer PartnerInnen (Stiefkindadoption). Faktisch ist dies aber nicht (sinnvoll) möglich, weil die leibliche Mutter ihre elterlichen Rechte verliert, wenn ihre Partnerin ihr Kind adoptiert bzw. der leibliche Vater seine elterlichen Rechte wenn sein Partner sein Kind adoptiert. Heterosexuelle (auch unverheiratete) Paare können nach Adoption des Kindes des einen Partners durch den Stiefelternteil beide rechtlich Eltern sein. Gleichgeschlechtlichen Paaren ist dies, und damit eine sinnvolle Stiefkindadoption, verwehrt. Das RKL unterstützt den Fall einer Frau, die die Adoption des Kindes ihrer Partnerin bereits vertraglich besiegelt hat, den Adoptionsvertrag aber nicht sinnvoll zur gerichtlichen Genehmigung einreichen kann, weil das nach der geltenden Gesetzeslage zwangsläufig den Verlust der elterlichen Rechte durch die Mutter zur Folge hätte. Bei den Gerichten wird nun die Verfassungswidrigkeit geltend gemacht. E. EU-Freizügigkeit für gleichgeschlechtliche Ehepaare Nach dem Recht der Europäischen Union haben EU-BürgerInnen nicht nur selbst das Recht, in einem anderen Mitgliedstaat der EU Aufenthalt zu nehmen, sondern auch ihr/e EhepartnerIn. Österreich verweigerte jedoch einem Amerikaner diese Freizügigkeit, der seinem deutschen Ehemann, den er in den Niederlanden geheiratet hatte, nach Österreich folgen wollte. Der Amerikaner führte dagegen Beschwerde. Der Präsident des RKL, Rechtsanwalt Dr. Helmut Graupner, vertritt dabei die International Lesbian and Gay Association (ILGA- Europe), die sich zur Unterstützung des Beschwerdeführers an dem Verfahren vor dem Verwaltungsgerichtshof und dem bevorstehenden Verfahren vor dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) beteiligt. ================================================== 14 GLB/Post/Liberalisierung/Petition "Gewerkschaftlicher Linksblock" ================================================== GLB-Petition gegen Börsengang der Post Klare Absage an Liberalisierung der Postdienste Hohe Tarife beim Briefporto, schlechtere Leistungen durch Zusperren hunderter Postämter und steigender Druck auf das Personal sind für die Fraktion Gewerkschaftlicher Linksblock im ÖGB (GLB) Argumente genug für eine klare Absage an die Liberalisierung der Post, wie sie von der EU verordnet und in Österreich unterwürfig vollzogen wird. Wenn Post-Chef Anton Wais jetzt beklagt, dass das Briefporto in Österreich zu niedrig ist, obwohl Österreich mit 55 Cent für den Normalbrief im EU-Vergleich im Spitzenfeld liegt, kann dies nur als Indiz dafür gesehen werden, die Post als noch im Staatsbesitz befindliches Unternehmen für den Börsengang und damit für private Investoren herauszuputzen. Die Kehrseite ist ein massiver Personalabbau verbunden mit der Auslagerung von angeblich überschüssigem Personal in zweifelhafte Job-Centers, Steigerung des Arbeitsdrucks und massives Mobbing bis hin zu Klagen gegen kritische Betriebsräte wie im Fall des GLB-Personalvertreters Robert Hobek (Postamt 1230 Wien). Die Österreichische Post AG erhöhte 2004 das Betriebsergebnis (EBIT) bei einem nur um vier Prozent auf 1,6 Mrd. gesteigerten Umsatz um satte 86 Prozent auf 86,6 Mio. . Die Zahl der Beschäftigten sank 2004 von 27.000 auf 25.400, bis 2007 ist ein weiterer Abbau auf 23.000 Beschäftigte vorprogrammiert. Als Kontrapunkt zu dem für 2006 geplanten Börsengang der Post hat der GLB eine BürgerInneninitiative an den Nationalrat Für die Erhaltung der Post im öffentlichen Eigentum gestartet: Die Post ist eine elementare Einrichtung einer funktionierenden Infrastruktur und darf daher nicht privatisiert werden, egal ob durch einen Verkauf oder einen Börsengang. Die Post muss im öffentlichen Eigentum erhalten bleiben. Ein verfassungsmäßiger Schutz des öffentlichen Eigentums ist notwendig heißt es in der von der GLB-Bundesleitung am 9. Juli 2005 beschlossenen Petition. Die SPÖ-Mehrheit in Postgewerkschaft und Personalvertretung hat gegen die Warnungen des GLB die Ausgliederung der Post aus dem Bundesbudget im Jahre 1996 mitgetragen, die sich als Ausgangspunkt für die seitherige Entwicklung erwiesen hat. Die Folge war bekanntlich die Aufspaltung in Gelbe Post, Telekom und PSK, dann die Teilprivatisierung der Telekom und der Verkauf der PSK an die BAWAG und des Postbus an die ÖBB. Damit gingen auch Möglichkeiten der Quersubventionierung von profitablen zu defizitären, aber gesellschaftlich notwendigen Leistungen verloren. Während AK, ÖGB und SPÖ in Oberösterreich einen Börsengang der Post ablehnen, sieht Postgewerkschaftschef Gerhard Fritz diesen für 2006 nur als verfrüht an. Gewerkschaft und Personalvertretung haben alle Verschlechterungen für die PostlerInnen in der rotschwarzen Regierungsära bis 2000 voll mitgetragen und sich auch in der schwarzblauen Regierungszeit mit verbalem Dampfablassen begnügt. So fand ein Antrag des GLB gegen die Schließung weiterer Postämter zu streiken im Frühjahr 2005 zwar die Zustimmung der FCG, die FSG-Mehrheit lehnte einen solchen Schritt jedoch ab um später zu beklagen, dass man eigentlich doch hätte streiken sollen. Gefehlt hat den PostlerInnen in ihrem Kampf gegen Arbeitsplatzvernichtung und Sozialabbau auch die Rückendeckung des gesamten ÖGB: Gelingt es der Regierung die PostlerInnen in die Knie zu zwingen, dann hat dies natürlich auch negative Beispielswirkungen für viele andere Branchen, gibt GLB- Postsprecher Robert Hobek dem ÖGB zu bedenken. ================================================== 15 Keine Partei gratuliert Kaltenegger aufrichtig! Keine Partei ================================================== Im Namen Keiner Partei gratuliert R.S., einer der SpitzenkandidatInnen, Ernest Kaltenegger aufrichtig! "Es ist schön, dass sich so viele SteirerInnen nicht von anderen Parteien oder Politprofis an der Nase rumführen lassen haben!" "Wir sind überzeugt", so KeinePartei-Spitzenkandidat R.S., "dass dies ein historisches Ereignis gegen lähmende Vertretungspolitik und platten Populismus war! Weiter so, SteirerInnen - vielleicht können wir nach wenigen bevorstehenden Kämpfen in Wien, der Steiermark und bald überall mit keiner Partei unser Auslangen finden! Schließt euch zusammen, do it yourself! Kaltenegger und Keine Partei helfen euch!", schließt R.S., einer der SpitzenkandidatInnen von Keiner Partei. ================================================== 16 Abschaffung der Atomwaffen "Alois Reisenbichler - Stadtteilzentrum Simmering" ================================================== Christinnen und Christen für die Friedensbewegung fordern KONKRETE SCHRITTE ZUR ABSCHAFFUNG ALLER ATOMWAFFEN Beim Treffen der ökumenischen Aktionsgemeinschaft Christinnen und Christen für die Friedensbewegung am Sonntag, 2. Oktober 2005 in der Evangelischen Pfarrgemeinde H.B. in Wien XV wurde über die noch immer aktuelle Bedrohung der Menschheit durch Atomwaffen diskutiert. "Die Christinnen und Christen für die Friedensbewegung fordern dringend Verhandlungen über die vollständige Abrüstung aller Atomwaffen", betont der Vorsitzende Kaplan Franz Sieder. "Wir unterstützen ein Programm mit konkreten Schritten, damit das Ziel einer atomwaffenfreien Welt verwirklicht werden kann. Wir fordern von der österreichischen Bundes- regierung und von der Europäischen Union eine Politik zur Unterstützung dieser für das Überleben der Menschheit wichtigen Vorschläge", sagte Kaplan Franz Sieder. Die Forderungen der Aktionsgemeinschaft Christinnen und Christen für die Friedensbewegung sind: * Verpflichtung zur vollständigen nuklearen Abrüstung und zu Verhandlungen über die nukleare Abrüstung in gutem Glauben gemäß Artikel VI des Nichtverbreitungsvertrages; * Festlegung eines zeitlichen Rahmens für das Erreichen wichtiger Meilensteine auf dem Weg zur vollständigen Abrüstung, um so Vertrauen in den politischen Willen der Atomwaffenstaaten zur baldigen Erfüllung ihrer Verpflichtungen herzustellen; * offizieller Verzicht auf den Ersteinsatz von Atomwaffen gegen andere Atomwaffenstaaten und offizieller Verzicht auf den Einsatz gegen Nicht-Atomwaffenstaaten; * Überprüfbarkeit aller nuklearen Abrüstungsschritte einschließlich der Verkleinerung der Nukleararsenale und der Vorräte an Spaltmaterialien; * Bereitschaft, die Rolle der Nuklearstreitkräfte reduzieren, indem die Alarmbereitschaft verringert und die Zeit zum Abschuss einer Atomwaffe von Minuten auf Stunden oder besser Tage verlängert wird; * keine Entwicklung neuer Atomwaffen und Stopp für jegliche Optimierung existierender Atomwaffen; * ein globales, überprüfbares Verbot der Produktion von Spaltmaterialien und Vernichtung der Spaltmaterialien aus abgerüsteten Atomwaffen unter internationaler Aufsicht; * Transparenzmaßnahmen und Offenlegung der Atomwaffenarsenale und regelmäßige Berichterstattung über die Fortschritte bei der Erfüllung der Verpflichtungen zur vollständigen Abrüstung der Atomwaffenarsenale. -- AKTIONSGEMEINSCHAFT CHRISTINNEN UND CHRISTEN FÜR DIE FRIEDENSBEWEGUNG Kaplan Franz Sieder, Vorsitzender A-3300 Amstetten, Kirchenstraße 16 Telefon 07472 646 16 ================================================== 17 Steiermark / Slowenen. GfbV-Südtirol: Endlich Minderheit anerkennen! "GFBV" ================================================== Gesellschaft für bedrohte Völker - Südtirol / Presseerklärung in www.gfbv.it/2c-stampa/2005/051003de.html Steiermark / Slowenen GfbV-Südtirol fordert: Endlich Minderheit anerkennen! Bozen, 3. Oktober 2005 Das Bundesland Steiermark weigert sich beharrlich, die slowenische Sprachgruppe als Minderheit anzuerkennen. Trotz der Erwähnung der steirischen Slowenen im Staatsvertrag von 1955. Die steirischen Parteien sollen endlich ihre starre deutsch- nationale Haltung aufgeben und ein Schritt hin zu den Angehörigen der slowenischen Sprachgruppe wagen. Die Verweigerung der Anerkennung als Minderheit ist letztendlich ein Versuch, die letzten Reste der slowenischen Bevölkerung zu assimilieren. Das kann doch nicht das Ziel einer demokratischen Landesregierung sein. Der "Artikel 7-Verein für die Slowenen in der Steiermark" hofft nach dem sozialdemokratischen Wahlsieg, "dass sich die Volksgruppenpolitik nicht verschlechtern wird". Das Nichtverschlechtern reicht aber nicht aus, das sprachlichen Überleben der kleinen slowenischen Minderheit zu sichern. Wahlsieger Franz Voves erklärte nach seinem Wahlsieg, dass die Beziehungen zwischen der Steiermark und Slowenien schon jetzt gut sind, da "vor allem wirtschaftliche Interessen im Vordergrund stehen". Als neuer Landeshauptmann wolle er jedoch dazu beitragen, "dass diese Beziehungen noch ausgebaut werden". Bei der Anerkennung der slowenischen Sprachgruppe als Minderheit in der Steiermark geht es aber vordergründig nicht um wirtschaftliche Interesse. Die Steiermark soll endlich den Staatsvertrag auch im eigenen Bundesland umsetzen. Der Artikel 7-Verein spricht in einer Reaktion auf das Wahlergebnis über positive Kontakte zum Land Steiermark und lobt die guten Kontakt mit der ÖVP und mit der SPÖ. Es gibt offensichtlich eine positive Gesprächsbasis. Deshalb sollten beide Volksparteien ihre Landsleute slowenischer Muttersprache auch als solche anerkennen - mit allen Folgen. Ein Signal auch nach Slowenien, zugunsten der dortigen deutschsprachigen Minderheit. PS: Die GfbV-Österreich schließt sich den Forderungen der GfbV-Südtirol an. ============================================================= Siehe auch: * www.gfbv.it: www.gfbv.it/2c-stampa/04-1/040625de.html | www.gfbv.it/2c-stampa/04-1/040323de.html | www.gfbv.it/2c-stampa/02-2/020612de.html | www.gfbv.it/2c-stampa/02-1/020408de.html | www.gfbv.it/2c-stampa/02-1/020109ade.html | www.gfbv.it/2c-stampa/01-3/011228de.html | www.gfbv.it/3dossier/eu-min/oe-klestil.html * www: Artikel-7-Verein/Pavelhaus: www.pavelhaus.at | Gottscheer Altsiedler-Verein: www.gottscheer.net | Rat der Kärntner Slowenen: www.nsks.at | Kärntner Einheitsliste/enotna lista: www.elnet.at | Zentralverband slowenischer Organisationen: www.slo.at | Liga für Menschenrechte: www.liga.or.at ================================================== 18 Stmk/Parteienverhandlungen/KPÖ-Team/Inhalte KPÖ Steiermark ================================================== PRESSEMITTEILUNG DER STEIRISCHEN KPÖ Graz, am 3. Oktober 2005 Steiermark: KPÖ nominiert Team für Verhandlungen Das Landessekretariat der steirischen KPÖ nominierte in seiner Sitzung am Montag Stadtrat Ernest Kaltenegger und Landesvorsitzenden Franz Stephan Parteder als Vertreter der KPÖ für mögliche Gespräche und Verhandlungen mit den anderen Landtagsparteien. Das Ergebnis der Wahl am Sonntag hat eigentlich die Möglichkeit für eine soziale Neuorientierung der steirischen Landespolitik eröffnet. Leider scheinen alle Signale auf die Fortsetzung einer Koalition der Großparteien gestellt worden zu sein. Darauf deuten die heutigen Erklärungen von Franz Voves und Hermann Schützenhöfer hin. Bei der KPÖ verweist man darauf, dass man sich bei Gesprächen mit den anderen Parteien von jenen Grundsätzen leiten lassen wird, die eine Woche vor dem Wahltag in einem Achtpunkteprogramm präsentiert worden sind. Ernest Kaltenegger: "Uns geht es nicht um Posten, sondern um konkrete Verbesserungen für die arbeitenden Menschen." KPÖ-Steiermark Lagergasse 98 a 8020 Graz Tel.: 0316 71 24 36 Fax 0316 71 62 91 email: kp.stmk at kpoe-graz.at; kpoe_stmk at hotmail.com ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< DISKUSSION ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 19 ASt - Mit der Bitte um Veröffentlichung ASt-LFI ================================================== Österreichweiter SchülerInnenstreik am 19. Oktober! Aber: Sozialdemokratische Jung-BürokratInnen in Wien machen nicht mit! Stellungnahme des ArbeiterInnenstandpunkt, 30. September 2005 (aus: Red Newsletter 177, Informationsdienst des ArbeiterInnenstandpunkt, 1. Oktober 2005, www.arbeiterInnenstandpunkt.net) Die positive Nachricht zuerst: Nicht nur in Wien, sondern auch in Oberösterreich und Vorarlberg haben sich eine Reihe von Aktionskomitees an den Schulen gebildet, um den Kampf gegen den Bildungsabbau zu organisieren. Vor diesem Hintergrund haben diese Aktionskomitees sowie die SJ Vorarlberg, wo die UnterstützerInnen der Funke-Strömung eine führende Rolle spielen, und die SJ Oberösterreich und SJ Linz beschlossen, am österreichweiten SchülerInnenstreik am 19. Oktober teilzunehmen. Weiters haben die AktivistInnen der SchülerInnen-Aktionskomitees in Wien viele positive Rückmeldungen für die STREIK-Kampagne bekommen. Die Mobilisierung für die Demonstration und Jugend- Aktionskonferenz am 7. Oktober - deren Ziel in der besseren Koordination der Vorbereitungen für den Streik am 19. Oktober besteht - ist im Laufen. So weit, so gut. Umso beschämender ist jedoch das Verhalten der Spitzen der SPÖ-Jugendorganisationen Sozialistische Jugend (SJ), Aktion Kritischer SchülerInnen (AKS) und der Jugendabteilung der GPA. Beim Treffen der Wiener Aktionseinheit gegen Bildungsabbau am 29. September ließen die sozialdemokratischen VertreterInnen von SJ, AKS und GPA-Jugend die Katze aus dem Sack. Sie werden - entgegen vorherigen Vereinbarungen - den SchülerInnen- und StudentInnenstreik am 19. Oktober nicht unterstützen. Dieser Beschluß der sozialdemokratischen Jung-BürokratInnen kommt nicht sonderlich überraschend. Er stellt vielmehr den unrühmlichen Höhepunkt einer zweimonatelangen Hinhaltetaktik dieser Organisationen dar. Natürlich waren die BürokratInnen um keine Ausreden verlegen. Da waren zuerst einmal die bösen Organisationen ArbeiterInnenstandpunkt und REVOLUTION. Haben wir uns doch glatt in der letzten Ausgabe des Red Newsletter erdreistet, den Spitzen von SJ, AKS und GPA-Jugend vorzuwerfen "sich bislang als bremsend und unwillig erwiesen haben, den Kampf gegen den Bildungsabbau ernst zu nehmen." Besonders auf den Schlips getreten fühlten sich diese Funktionäre, daß wir ihre Hinhaltetaktik der letzten beiden Monate bekannt machten und verurteilten: "Wochenlang wurden die Termine immer wieder neu festgesetzt, um beim nächsten Treffen wieder umgestoßen zu werden. Die Produktion der Plakate fand trotz gegenteiliger Versprechen natürlich auch nie statt. Bilanziert man die Tätigkeit der SozialdemokratInnen und der Linkswende mit einem Wort, fällt einem nur schwerlich ein anderer Begriff als Sabotage ein. Es steht zu befürchten, daß diese Kräfte entweder überhaupt keine Aktion organisieren werden oder es bei einem bürokratisch organisierten eintägigen Aktionstag belassen wollen." So verbrachten die anwesenden VertreterInnen die meiste Zeit der Sitzung mit dem Beklagen ihrer politischen Wehwehchen, die ihnen ASt und REVOLUTION zugefügt hätten, als über Aktionen zur Verteidigung der Interessen der Jugendlichen zu diskutieren. Nachdem die Spitzenfunktionäre dieser unheiligen Allianz die anwesenden VertreterInnen von Schüler-Aktionskomitees, ASt, REVOLUTION und Funke eine halbe Stunde warten ließen - ihre internen Fraktionsvorbesprechungen dauerten offenkundig länger als gedacht - gaben sie dann bei der Sitzung ihre offizielle Absage der STREIK-Mobilisierung bekannt. Die Logik liegt auf der Hand: Der ASt kritisiert die Tatenlosigkeit der sozialdemokratischen BürokratInnen. Als "Strafe" geben die BürokratInnen eben diese Tatenlosigkeit offiziell bekannt. Und dann gab es natürlich noch die Begründung, trotz aller vorhergehenden Beschlüsse doch keinen Streik am 19. Oktober zu organisieren, weil ... man ja vielleicht Mitte November einen Aktionstag machen möchte. Diese Argumentation haben wir schon oft gehört. Im Juli hieß es, wir könnten keinen Aktionstag zu dem von uns vorgeschlagenen Termin machen (zweite September-Hälfte), weil das zu früh wäre. Der beschlossene Termin 13. Oktober wurde dann wieder verschoben, weil die ÖH (an deren Spitze eine Koalition von SozialdemokratInnen, Grünen und Baier-"KommunistInnen" steht) in Aussicht stellte, einen Aktionstag vielleicht zu unterstützen ... wenn er nur möglichst spät stattfände. SozialdemokratInnen und Linkswende ergriffen die Gelegenheit beim Schopf und verschoben den Aktionstag auf den 19. Oktober. Daraufhin erklärte die ÖH, daß sie leider doch den Aktionstag nicht unterstützen könnte. Als dann bekannt wurde, daß die Metaller-Gewerkschaft (GMT) eventuell im Oktober noch vor den Wahlen einen Aktionstag gegen Jugendarbeitslosigkeit organisieren würde, wurde die an sich richtige Idee, die Proteste zusammenzulegen, aufgegriffen. Gleichzeitig wurde allerdings auch beschlossen, einen SchülerInnenstreik am 19. Oktober abzuhalten, falls die Gewerkschaft doch keinen Aktionstag vor den Wahlen abhält. Als diese Absage der GMT letzte Woche bekannt wurde, erschienen die sozialdemokratischen VertreterInnen gleich überhaupt nicht zur vereinbarten Aktionseinheitssitzung am 22. September, um nur ja nicht zu irgendwelchen Aktionen verpflichtet zu werden. Am 29. September gaben sie schließlich bekannt, daß sie nicht für den Streik am 19.10. mobilisieren werden. Die sozialdemokratische Politik des Versprechens von Aktionen (vielleicht) morgen, soll in Wirklichkeit die Tatenlosigkeit von heute verschleiern. Die Praxis der SozialdemokratInnen im Kampf gegen den Bildungsabbau wirft ein bezeichnendes Licht auf das politische Wesen dieser Schicht von Jung-BürokratInnen. Sie verdienen sich ihre Sporen in SJ, AKS und GPA-Jugend. Hier lernen sie ihren Funktionärsberuf von der Pieke an: Radikale Kräfte ausgrenzen, keine Jugendbewegung aufbauen, sondern alles nur bürokratisch verwalten. Im Mittelpunkt stehen "Events" für die Medien, Mitglieder als Beiträge zahlende Karteileichen gewinnen und hier und da eine überschau- und kontrollierbare Protestaktion zu veranstalten. Das Ziel ist für diese Jung-Funktionäre, später mal im Partei- und Gewerkschaftsapparat aufzusteigen. Und wer sich die aktuellen hochglanzfarbigen Wahlbroschüren der JugendkandidatInnen der SPÖ in Wien anschaut, kann erkennen, daß sich das Funktionärsdasein für so manche SJ'lerin durchaus gelohnt hat. Der Slogan "Karriere mit Lehre" gewinnt hier eine neue Bedeutung. Den Stellenwert, den die SozialdemokratInnen einem Aktionstag gegen den Bildungsabbau beimessen, unterscheidet sich daher auch grundlegend von unserer Herangehensweise. Vom reformistischen Gesichtspunkt aus dient ein eintägiger Streik dem Herzeigen gegenüber den Medien und den Parteioberen, daß man "wer ist". Höchstes Ziel ist für die Bürokratie, einen Platz am Verhandlungstisch des Klassenfeindes zu finden (seien es nun die Unternehmer, die Regierung oder Bildungsministerin Gehrer) und so ihre Existenz als bürokratischen Schicht - mit all den damit verbundenen Annehmlichkeiten an Privilegien und Karrierechance - zu rechtfertigen. Für die SozialdemokratInnen ist also der Aktionstag der reformistischen Strategie des Aufstiegs in Partei und Staat untergeordnet und die Absage eines Streiks fällt keinem Bürokraten schwer - wie die führenden GewerkschaftsfunktionärInnen schon oft unter Beweis stellten. RevolutionärInnen haben hier eine vollkommen entgegengesetzte Strategie. Für uns soll der Streik beim Aufbau einer machtvolle Jugendbewegung gegen den Bildungsabbau helfen. Deswegen treten wir nicht nur für einen eintägigen Streik ein, sondern für einen unbefristeten Streik und für Besetzungen der Ausbildungsstätten. Deswegen treten wir für den Aufbau von Aktionskomitees an der Basis ein, um nicht von den verbürokratisierten Jugendorganisationen abhängig zu sein. Darüber hinaus besteht für das Ziel nicht darin, sich mit Ministerin Gehrer zu Kaffee und Kuchen zu treffen und irgendein nichtssagendes Papier auszuverhandeln. Vielmehr geht es uns - neben den Aufbau einer Streikbewegung gegen den Bildungsabbau - um die Entwicklung eines neuen Widerstandsgeistes und politischen Bewußtseins unter Jugendlichen. Aktionen wie ein Streik können helfen, die Selbstorganisation an der Basis (Aktionskomitees) voranzutreiben sowie die Einsicht in die Notwendigkeit einer grundlegenden, revolutionären Umwälzung der kapitalistischen Gesellschaftsordnung. Aus all diesen Gründen ist die Demonstration und Jugend- Aktionskonferenz am 7. Oktober wichtig. Deswegen soll jede Aktivistin und jeder Aktivist diesen Kampf gegen den Bildungsabbau unterstützen. Unterstützt unsere STREIK-Kampagne! ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< SOLIDARITÄT WELTWEIT ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 20 [gipfelsoli] Thessaloniki -- Brüssel gipfelsoli-l at lists.nadir.org ================================================== Gipfelinfo - Meldungen über globalisierte Solidarität und die Proteste gegen unsolidarische Globalisierung -------------------------------------------------------------------------- - Tessaloniki: Solidarität gefragt - "Gefährderanschreiben" rechtswidrig! ------------------------------------------------------------------------------ Tessaloniki: Solidarität gefragt Einige der 2003 während des Eu-Gipfels in Griechenland wegen aufrührerischer Aktivitäten angeklagten Beschuldigten, sehen sich noch immer der Gefahr langer Haftsstrafen ausgesetzt. Hier ein weiterer Apell an die internationale Solidarität ... Viele werden sich an die Angeklagten Carlos und Fernando ( Spanien ); Simon ( Engld.); Tsitas, Jonathan, Michalis und Dimitris ( Griechenld.) erinnern; ebenso wie an das Schuldkonstrukt von Molotow-Cocktails und Anschlagsversuchen und das dann zu Tage tretende Video, welches bewies, dass besagte "Waffen" von Plozeiprovokateuren in die Rucksäcke der Infaftierten geschmuggelt worden waren. Nur der lebensgefährliche Hungerstreik der Angeklagten und eine breite, internationale Solidarität konnten bewirken, dass der "Fall" publik wurde und Freilassungen erfolgten. Rückblick ( und Goggeln ) : http://de.indymedia.org/2003/11/66542.shtml http://germany.indymedia.org/2003/11/67088.shtml AKTUELLE SITUATION ( übersetzt aus einem Apell der spanischen Basisgewerkschaft CNT, laufende Woche ) Simon ( UK ) ist freigesprochen - bezüglich Fernando, Castro, Tsitas, Jonathan, Michalis und Dimetris ist eine Untersuchung der Umstände der Verhaftung angestrengt, zu der es keine neuen Informationen gibt. Sie erwarten noch immer ihre Verhandlung - Gegen Carlos und weitere acht Compañeros der neunundzwanzig, die nach den Festnahmen, unter Anschuldigungen, freigelassen worden waren, wird am 10.Okt. 2005 ( internationaler Tag des Kampfes ) verhandelt werden. Ihnen wird Aufruhr ( 170 1,2 ), in Entsprechung dem Art. 544und 545 des spanischen Strafgesetzes zur Last gelegt. Der Artikel 544 bedeutet Anklagen wegen Aufruhr, die nicht als "Delikt der Rebellion" begriffen werden: Aufruhr, der öffentlich gemacht wird und zu Tumulten führt, " um gewaltsam oder ausserhalb des legalen Ramens, die Anwendung von Gesetzen oder sonstiger Autorität, offizieller Körperschaften oder der öffentlichen Ordnung und die legitime Anwendung derer Ausübung oder administrativer oder juristischer Resolutionen zu verhindern." Art. 545 besagt, die, welche zum Aufruhr verleiten, ihn aufrechterhalten, ihn führen oder als seine UrheberInnen erscheinen, werden mit Gefängnis zwischen acht und zehn Jahren und zwischen zehn und fünfzehn Jahren, im Falle es sich um beamtete Autoriätspersonen handelt, bestraft. In beiden Fällen tritt gleichzeitig die Aberkennung jeglicher Amtsbefugnisse in Kraft. Laut Harris ( dem Rechtsanwalt von Carlos ) muss, in obigem Sinne, mit einer Haftstrafe zwischen zwei und fünf Jahren für die Compañer at s gerechnet werden. "Wir können nicht zulassen, dass die Justiz der Kapitalisten/tinnen Personen verurteilt und bestraft, weil sie sich weigern, Marionetten des Systmes zu sein ... deshalb rufen wir Alle dazu auf, mit der Waffe auf die Strasse zu gehen, die am stärksten, effektivsten und am rebellischsten ist : der SOLIDARITÄT ! Unsere Compañer at s brauchen jetzt unsere Unterstützung, unser Verständniss und Zuneigung, die sie von Anfang an erhielten, denn ihre Vorstellungen, Träume und definitiv ihre Leben, sind in den Händen der Söldner der Justiz." ( Zitat CNT ) ALSO WEITERSAGEN-LEITEN ADRESSEN FÜR PROTESTSCHREIBEN : Griechische Botschaft in Madrid: Av. Doctor Arce, 24. 28002 Madrid. Telef. : 91 564 46 68 Griechisches Konsulat in Barcerlona : C/ Diputación 256 bis, 08002 Barcelona. Telef.: 934 12 52 11 Griechisches Konsulat in Coruña: C/ Linares Rivas 28-32 Telf.: 981 12 07 50 Nationales, griechisches Tourismusbüro ( Madrid): C/ Alberto Aguilera, 17 1º Izq. 28015 Madrid Telf.: 91 248 48 89, 905 48 89, 905 590 038 Fax: 91 542 81 38 ----------------------------------------------------------------------- Gewerkschaftskomitee CNT: VILLAVERDE A 20 DE SEPTIEMBRE DE 2005 Federación Comarcal Sur-Villaverde - CNT/AIT Sede del Sindicato: Paseo Alberto Palacios, 2 28021 MADRID Teléfono: (+34) 917 970 424 Movil 24Hs: (+34) 658 972 831 Fax: (+34) 915 052 183 Correo-e: fcsvillaverdealto at cnt.es Web: www.cnt.es/fcs-villaverde (Quellartikel : http://www.nodo50.org/valencia_llibertaria/noticia.php?id=1732) ERGÆNZUNGEN Abteilung für Konsularische Angelegenheiten der Griechischen Botschaft Berlin Wittenbergplatz 3a D-10789 Berlin Tel.: 030-21.37.033/4 Fax: 030-21.82.663 E-Mail: greekconsulate-berlin at t-online.de Generalkonsulat Düsseldorf Graffenbergerallee 128A D-40237 Düsseldorf Tel.: 0211-68.78.500 Fax: 0211-68.78.50.33 Web: www.gr-gkd.de E-Mail: info at gr-gkd.de Öffnungszeiten: Mo, Mi, Fr: 09:00-13:00, Di: 09:00-17:00, Do: 09:00-15:00 Generalkonsulat Frankfurt Zeppelinallee 43 D-60325 Frankfurt/Main Tel.: 069-97.99.120 Fax: 069-97.99.12.33 Web: www.Griechisches-Konsulat-Frankfurt.de E-Mail: grgencon.fra at t-online.de Öffnungszeiten: Mo-Fr: 09:00-13:00, Di: 09:00-13:00 & 16:00-18:00 Generalkonsulat Hamburg Neue ABC-Str. 10 D-20354 Hamburg Tel.: 040-41.32.430 Fax: 040-44.96.48 E-Mail: info at grkonsulathamburg.de Öffnungszeiten: Mo-Fr: 09:00 -13:00, Do: 09:00 -13:00 & 16:00 -18:00 Generalkonsulat Hannover Gellertstr. 43 D-30175 Hannover Tel.: 0511-28.19.110 Fax: 0511-28.29.707 Web: www.griechischeskonsulathannover.de E-Mail: info at griechischeskonsulathannover.de Öffnungszeiten: Mo-Fr: 09:00-13:00, Do: 09:00-13:00 & 16:00-18:00 Generalkonsulat Köln Universitätsstr. 45 D-50931 Köln Tel.: 0221-94.20.390 Fax: 0221-94.20.39.25 Öffnungszeiten: Mo, Mi, Do, Fr: 09:00-13:00 Di: 09:00-13:00 & 15:00-18:00 E-Mail: grkonsulkoeln at aol.com Generalkonsulat Leipzig Mehringstr. 20 D-04416 Markkleeberg-Leipzig Tel.: 0341-56.48.090 Fax: 0341-56.45.628 E-Mail: Greek.Con.Leipzig at t-online.de Öffnungszeiten: Mo-Fr: 09:00-15:30, Do: 09:30-17:30 Generalkonsulat München Möhlstrasse 22 D-81675 München Tel.: 089-49.20.64 Fax: 089-40.96.26 Web: www.griechisches-konsulat-muenchen.de Öffnungszeiten: Mo-Fr: 08:30-12:30, Do: 08:30-12:30 & 15:00-18:00 Generalkonsulat Stuttgart Hauptstätterstr. 54 D-70178 Stuttgart Tel.: 0711-22.29.870 Fax: 0711-22.29.87.40 Web: www.griechisches-konsulat-stuttgart.de E-Mail: info at ggkstuttgart.de Öffnungszeiten: Mo-Fr: 08:45-14:00, Di: 08:45 -13:30 & 15:00-18:00 Honorarkonsulat Nürnberg Hallplatz 23-25 D-90402 Nürnberg Tel.: 0911-20.46.55 & 22.12.32 Fax: 0911-24.38.73 E-Mail: Griech.Konsulat.Nuernberg at t-online.de Öffnungszeiten: Mo: 14:00-17:00, Di-Fr: 09:00-12:00 http://www.griechische-botschaft.de/ [indymedia.de, von tierr@ - 24.09.2005 09:20] ------------------------------------------------------------------------------ "Gefährderanschreiben" rechtswidrig! Bild Am 22.09.2005 bestätigte der 11. Senat des Niedersächsischen Oberverwaltungsgerichts ein Urteil des Verwaltungsgerichts Göttingen vom 27.01.2004, in dem das Versenden sog. "Gefährderanschreiben" im Jahre 2001 als rechtswidrig angesehen wird. Ein Sieg für die Meinungs- und Versammlungsfreiheit! Grundsatzurteil: Göttinger Polizei juristisch mit "Gefährderanschreiben" gegen Greifswalder Politiker gescheitert Am 22.09.2005 bestätigte der 11. Senat des Niedersächsischen Oberverwaltungsgerichts ein Urteil des Verwaltungsgerichts Göttingen vom 27.01.2004, in dem das Versenden sog. "Gefährderanschreiben" im Jahre 2001 als rechtswidrig angesehen wird. Damit hat ein mehr als 4 Jahre andauernder Klageweg ein positives Ende gefunden. Jan Steyer, damaliges Kreisvorstandsmitglied der PDS Göttingen und heute Kreisvorstandsmitglied der Linkspartei.PDS in Greifswald, hatte als einer der Betroffenen gegen dieses Anschreiben den Rechtsweg beschritten. Der Klage seines Rechtsanwalts Johannes Hentschel aus Göttingen gab nun auch das Berufungsgericht in vollem Umfang statt. Ein Rückblick: Am 07.12.2001, im Vorfeld des EU-Gipfels im belgischen Laeken, verschickte das 4. Fachkommissariat der Göttinger Polizei (Abt. Politische Polizei) an insgesamt 13 Personen aus der linken Bewegung sog. "Gefährderanschreiben". In diesen Schreiben wurde den EmpfängerInnen "nahegelegt", sich nicht an den Protesten in Belgien zu beteiligen. Ganz offen drohte die Göttinger Polizei in dem Schreiben mit "der Gefahr präventiver Maßnahmen im Rahmen der Gefahrenabwehr (bis hin zur Zurückweisung an der deutsch-belgischen Grenze) oder strafprozessualer Maßnahmen aus Anlass der Begehung von Straftaten im Rahmen der demonstrativen Aktionen". Der Europäische Gewerkschaftsbund, Nichtregierungsorganisationen und linke Parteien hatten für den 13-15.12.2001 unter dem Motto "Wir sind Europa!" nach Laeken mobilisiert, um gegen neoliberale Politik, gegen Sozialabbau und für ein solidarisches Miteinander auf die Straße zu gehen. Aus Deutschland wurden von den Gewerkschaften Busse für die Fahrt nach Belgien bereitgestellt. Erst über Einschaltung der Medien wurde bekannt, wie die Politische Polizei in Göttingen an die Daten der 13 angeschriebenen Personen kam: Ohne Wissen der Betroffenen wurden sie in der sog. "Gewalttäter Links"-Datei gespeichert waren, die im November 2000 in Niedersachsen eingerichtet worden war. In dieser "Gewalttäter Links"-Datei werden seither Personen gespeichert, die sich politisch aktiv betätigt haben. Ausschlaggebend für die Speicherung in der Datei sind nicht allein strafrechtliche Verurteilungen, es reichen schon Verdachtsmomente, polizeiliche "Gefahrenprognosen" oder Personalienfeststellungen am Rande von Demonstrationen aus. So kann der Protest gegen Naziaufmärsche, die Beteiligung an einer Sitzblockade gegen CASTOR-Transporte, ein kritischer LeserInnenbrief oder die Teilnahme an einer politischen Kundgebung ausreichen, um in diesem Datenpool zu landen. So ist es nicht verwunderlich, daß ein Großteil der 13 angeschriebenen Personen, wie z.B. der Kläger Jan Steyer, auch nicht vorbestraft war, mit dem "Gefährderanschreiben" der Polizei nun aber öffentlich als Gewalttäter verleumdet wurden. Der Fall der Göttinger "Gefährderanschreiben" hatte 2001/2002 für erhebliche Schlagzeilen gesorgt und war von verschiedenen regionalen und überregionalen Medien (darunter FR, ND, junge Welt und taz) aufgegriffen worden. Im niedersächsischen Landtag gab es dazu Anfragen von Bündnis90/Grüne ( http://www.ltsich.niedersachs en.de/infothek/steno/steno_14_WP/endber095.pdf) sowie vom niedersächsischen PDS-Abgeordneten Christian Schwarzenholz ( http://www.landtag- niedersachsen.de/Infothek/steno/steno_14_WP/endber096.pdf); der damalige niedersächsische SPD-Innenminister Heiner Bartling verhedderte sich im Landtag dabei in Widersprüchlichkeiten. Das MdEP Ilka Schröder stellte im Januar 2002 eine parlamentarische Anfrage im Europa-Parlament ( http://europa.eu.int/eur- lex/pri/de/oj/dat/2002/ce277/ce27720021114de00110012.pdf) und auch die MdB Heidi Lippmann und Ulla Jelpke kritisierten scharf das Vorgehen der Polizei. "Das Urteil des niedersächsischen Oberverwaltungsgerichts ist ein deutliches Signal an die Polizei, sich bei ihrer Tätigkeit künftig an Recht und Gesetz zu halten. Es hat überregionale Bedeutung für die Beurteilung polizeilichen Handelns", so Rechtsanwalt Johannes Hentschel. Kontakt: Für telefonische oder schriftliche Interviews stehe ich gerne zur Verfügung. Meine email: jan.steyer-at-web.de Auch mein Rechtsanwalt Johannes Hentschel steht für juristische Einschätzungen und Nachfragen zur Verfügung: Fax: (0551) 5173624 email: info-at-kanzlei-hentschel.de Auf Anfrage per email stelle ich auch gerne das Urteil aus 1. Instanz (VG Göttingen vom 27.01.2004) zur Verfügung [500 KB, pdf] sowie eine 43-seitige Pressemappe aus dem Jahre 2001/2002 zu den Gefährderanschreiben [1960 KB, pdf]. Für Abendveranstaltungen zu dem Thema stehen Jan Steyer und RA Johannes Hentschel nach Absprache zur Verfügung. An dieser Stelle noch ein Dank an den bundesweiten Rechtshilfe- und Solidaritätsverein Rote Hilfe e.V., der mich bei meinem Klageweg unterstützt hat. Schafft Rote Hilfe! - Mitglied werden! - Aktiv werden! Mehr Infos zur Roten Hilfe unter http://www.rote-hilfe.de e-Mail:: KEINSPAM.jan.steyer-at-web.de [indymedia.de, von Jan Steyer - 29.09.2005 12:07] -------------------------------------------------------------------------- gipfelsoli infogruppe Newsletter mit Nachrichten über Mobilisierungen, Debatten und Repression im Zusammenhang mit Gipfelprotesten. Die AutorInnen der Beiträge, so sie nicht von uns verfasst sind, sind mit eckigen Klammern versehen. Wir können leider keine Verantwortung für die Richtigkeit der Beiträge übernehmen. Auch geben die Beiträge nicht zwangsläufig unsere Meinung wieder. Kontakt, Kritik, Beiträge: gipfelsoli at nadir.org gipfelsoli mailinglist subscribe - unsubscribe https://lists.nadir.org/cgi-bin/mailman/listinfo/gipfelsoli-l -------------------------------------------------------------------------- ================================================== 21 Hungerstreik gegen Kraftwerksgrossprojekt "Alois Reisenbichler - Stadtteilzentrum Simmering" ================================================== Liebe Friedensfreundinnen und Friedensfreunde, die Bitte von Josef Heinen und Gustav Krammer von Pax Christi Burgenland betreffend einer elektronischen Petition zur Unterstützung des Hungerstreiks eines brasilianischen Bischofs gegen der Zerstörung des Lebensraumes von FischerInnen und FlussbewohnerInnen durch ein Kraftwerksgroßprojekt leite ich gerne an Sie / dich weiter. Mit solidarischen Friedensgrüßen Alois Reisenbichler Im Namen vieler uns bekannter brasilianischer Solidaritätsgruppen sowie der Landpastorale bitten wir Sie/dich, diese Aktion für den Rio San Francisco sowie für Bischof Dom Luiz mit Ihrer/deiner Unterschrift zu unterstützen. http://www.PetitionOnline.com/domluiz/petition.html Mit herzlichem Dank für Ihre/deine Solidarität und mit guten Wünschen, Josef Heinen und Gustav Krammer Pax Christi Burgenland Am Kalvarienberg 5 7423 Pinkafeld HintergundInformation: Der drittgrößte Fluss Brasiliens, der Rio San Francisco in Bahia, soll verlegt werden - in das Gebiet reicher Leute, um dort weitere Kraftwerke zu errichten. Das würde das Ende für viele Fischerdörfer und Flussbewohner bedeuten und die Folgen sind für Natur und Umwelt nicht absehbar. Dom Luiz Flávio Cappio, Franziskaner und seit 1997 Bischof von Barra (Bahia, Brasilien), ist deshalb am 26. September 2005 in den unbefristeten Hungerstreik getreten. Er befindet sich in der Kapelle von Cabrobó, Pernambuco, in der Nähe der Stelle, wo der Rio San Francisco umgeleitet werden soll. Dom Luiz hat 59 Jahre und lebt seit 40 Jahren in der betroffenen Region. Da der Rio San Francisco und seine Bewohner schon lange durch Großprojekte bedroht sind, nahm er 1993 an einer einjährigen Wallfahrt teil, bei der er den Rio San Francisco zu Fuß von der Quelle bis zur Mündung ins Meer ging. An den Präsidenten Lula schrieb er: "Vielleicht ist der Hungerstreik eine extreme Methode, Ihnen zu helfen, mit dem Herzen zu verstehen, wozu der Verstand offensichtlich unfähig ist." Die Beendigung des Hungerstreiks macht er von der Rücknahme des Projektes der Flussverlagerung abhängig, bestätigt durch die Unterschrift des Präsidenten von Brasilien, Luiz Ignácio Lula da Silva. Hier seine Erklärung zum Hungerstreik in deutscher Übersetzung (ganz unten der Originaltext): ERKLÄRUNG "EIN LEBEN FÜR DAS LEBEN" "Im Namen des auferstandenen Jesu, der das Leben durch den Tod besiegte, erkläre ich öffentlich: 1. Aus freiem und eigenem Entschluss nehme ich mir vor, mein Leben für das Leben des Flusses San Francisco und seiner Bewohner zu geben, gegen das Projekt der Flussverlagerung und für das Projekt der Revitalisierung. 2. Ich verbleibe im "Hungerstreik" bis zum Tod, falls der Entschluss zum Projekt der Flussverlagerung nicht zurückgenommen wird. 3. Der "Hungerstreik" wird nur beendet, wenn ein vom Präsidenten der Republik unterzeichnetes Dokument vorgelegt wird, das die Rücknahme und Archivierung des Projektes der Flussverlagerung bestätigt. 4. Falls das Dokument der Rücknahme, unterzeichnet vom Präsidenten, zu einem Zeitpunkt vorgelegt wird, da ich nicht mehr Herr meiner Sinne und Entscheidungen sein sollte, bitte ich um Hilfeleistung; denn ich möchte nicht sterben. 5. Falls ich sterben sollte, möchte ich, dass meine sterblichen Überreste bei Bom Jesus dos Navegantes bestattet werden, meinem ewigen Bruder und Freund, dem ich mit viel Liebe mein Leben und Wirken in Barra, meiner geliebten Diözese, gewidmet habe. 6. Ich bitte ausdrücklich, diese meine Entscheidung zu respektieren und sie auch bis zu meinem Ende zu befolgen." Dom Frei Luiz Flávio Cappio, OFM Unterschriften-Aktion für das Leben Frei Florêncio und Zoraide haben eine Online-Unterschriftenaktion an den Präsidenten organisiert mit folgendem Inhalt: Hochwürdigster Herr Präsident Luiz Ignácio Lula da Silva Die Unterzeichner möchten mit ihrer Unterschrift die Verbundenheit mit Dom Luiz Flávio Cappio, Bischof der Diözese Barra (Bahia - Brasilien), zum Ausdruck bringen. Er befindet sich im Hungerstreik, um gegen das Projekt der Flussverlagerung von San Francisco und für das Projekt der Revitalisierung zu protestieren. Um das Leben des Flusses San Francisco sowie unseres Bruders, des Bischofs Dom Luiz Flávio, zu retten, bitten wir Sie, Hochwürdigster Herr Präsident, das Projekt der Flussverlagerung zu widerrufen und ad acta zu legen. Das ist die einzige Bedingung von Dom Luiz, um seinen Hungerstreik zu beenden. Im Namen vieler uns bekannter brasilianischer Solidaritätsgruppen sowie der Landpastorale bitten wir Sie/dich, diese Aktion für den Rio San Francisco sowie für Bischof Dom Luiz mit Ihrer/deiner Unterschrift zu unterstützen. http://www.PetitionOnline.com/domluiz/petition.html Erklärung zum Hungerstreik von Dom Luiz im Originaltext: DECLARAÇÃO " UMA VIDA PELA VIDA" "Em nome de Jesus Ressuscitado, que vence a morte pela vida plena, faço saber a todos: 1. De livre e espontânea vontade assumo o propósito de entregar minha vida pela vida do Rio São Francisco e de seu povo contra o Projeto de Transposição, a favor do Projeto de Revitalização. 2. Permanecerei em "greve de fome", até a morte, caso não haja uma reversão da decisão do Projeto de Transposição. 3. A "greve de fome" só será suspensa mediante documento assinado pelo Exmo. Sr. Presidente da República revogando e arquivando o Projeto de Transposição. 4. Caso o documento de revogação, devidamente assinado pelo Exmo. Sr. Presidente, chegue quando já não for senhor dos meus atos e decisões, peço, por caridade, que me prestem socorro, pois não desejo morrer. 5. Caso venha a falecer, gostaria que meus restos mortais descansassem junto ao Bom Jesus dos Navegantes, meu eterno irmão e amigo, a quem, com muito amor, doei toda a minha vida, em Barra, minha querida diocese. 6. Peço, encarecidamente, que haja um profundo respeito por essa decisão e que ela seja observada até o fim". Dom Frei Luiz Flávio Cappio, OFM Weitere Infos auf Portugiesisch: http://www.adital.com.br/site/noticias/18925.asp?lang=PT&cod=1892 5 http://www.adital.com.br/site/noticias/18945.asp?lang=PT&cod=1894 5 ALOIS REISENBICHLER 1110 Wien, Schneidergasse 15/9 Tel. 0664 39 51 809 ================================================== 22 China: 50 Jahre Herrschaft über Xinjiang - 50 Jahre Repression "GFBV" ================================================== GESELLSCHAFT FÜR BEDROHTE VÖLKER PRESSEMITTEILUNG Göttingen, den 30.09.2005 China feiert 50 Jahre Herrschaft über unruhige Region Xinjiang (01.10.2005) und kündigt neue Repression an Uiguren haben keinen Grund zum Feiern: 50 Jahre chinesische Herrschaft waren 50 Jahre Repression und Kulturzerstörung Anlässlich der bevorstehenden Feierlichkeiten zum 50-jährigen Bestehen der chinesischen Herrschaft über die Autonome Region Xinjiang am 1. Oktober hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) Peking vorgeworfen, die traditionelle Kultur der Uiguren in der Provinz im Nordwesten des Landes systematisch zu zerstören. "Für die muslimische Bevölkerung Xinjiangs gibt es keinen Grund zu feiern", sagte der GfbV-Asienreferent Ulrich Delius am Freitag in Göttingen, "denn China betreibt eine Politik der Vernichtung der uigurischen Kultur. Bücherverbrennungen regime-kritischer Autoren sind nur die Spitze des Eisberges. Viel folgenreicher ist die gezielte Verdrängung der uigurischen Sprache zugunsten des Chinesischen aus dem öffentlichen Leben." Mit Blick auf die Feiern hat Peking vor wenigen Tagen eine neue Welle der Repressionen gegen uigurische Regime-Kritiker angekündigt. "Mit der Schließung von Minderheiten-Schulen, dem Verbot von Turk- Sprachen bei Vorträgen, Seminaren und anderen öffentlichen Veranstaltungen, der Einschränkung der Lehrer-Ausbildung in Minderheitensprachen sowie mit speziellen Zulassungs- beschränkungen, von denen vor allem uigurische Studenten betroffen sind, wird die Jahrtausende alte Kultur der Uiguren planmäßig zerstört", sagte Delius. Peking missachte die offiziell bestehende "Autonomie" Xinjiangs, das von den seit altersher dort lebenden Uiguren, Kasachen, Kirgisen und anderen Turkvölkern weiterhin als "Ostturkestan" bezeichnet wird. Mit seinem mangelnden Respekt gegenüber der traditionellen Kultur Ostturkestans schüre Peking den Widerstand der Uiguren gegen seine Herrschaft. "Eine blühende Zukunft" hatte der Vorsitzende der Kommunistischen Partei Xinjiangs, Wang Lequan, der Region am Donnerstag prophezeit, das Wirtschaftswachstum der Region werde jährlich um 9,2 Prozent steigen. Doch Recherchen der GfbV zufolge profitieren von diesem Wirtschaftswachstum vor allem Einwanderer der chinesischen Mehrheitsbevölkerung, die heute schon mindestens 40 Prozent der offiziell 19,6 Millionen Bewohner der Autonomen Region stellen. Systematisch fördert Peking ihre Einwanderung. Diese Han-Chinesen stellen inzwischen die meisten Arbeitskräfte in Wirtschaft, Handel und Verwaltung. Das hohe Wirtschafts- wachstum sei einseitig, da es vor allem von der Erdöl- und Erdgasförderung genährt werde. Peking ist vor allem daran interessiert, seine Herrschaft in Xinjiang zu sichern, um die Rohstoffversorgung der Industriezentren an der Ostküste zu gewährleisten. Ulrich Delius ist auch erreichbar unter Tel. 0160 95 67 14 03. ====================================================== Gesellschaft fuer bedrohte Voelker e.V. (GfbV) Inse Geismar, Pressereferentin Postfach 2024, D-37010 Goettingen Tel.+49/551/49906-25, Fax:++49/551/58028 E-Mail: presse at gfbv.de, Homepage:http://www.gfbv.de ====================================================== ================================================== 23 Köln: Antizionisten prügeln nach »Intifada«-Demo Café Critique ================================================== Antizionisten prügeln nach »Intifada«-Demo Am 24.09.2005 fand auf der Kölner Domplatte eine Kundgebung unter dem Motto »Fence Out Terror! Solidarität mit Israel!« gegen die zeitgleiche Demonstration zum fünften Jahrestag der »Intifada« statt. Die für 400 Teilnehmer angemeldete »Intifada«-Demo unter dem Motto »Schluss mit der Besatzung in Palästina, Irak, Afghanistan« zog letztendlich mit weniger als 100 Demonstranten nach einer kilometerlangen Route durch die Kölner Innenstadt an der antifaschistischen Kundgebung vorbei. Nach dem Ende der Veranstaltung gingen fünf Teilnehmer der zeitnah beendeten »Intifada«-Demo, darunter auch Mitglieder des Duisburger Initiativ e.V./Antifakomitee, auf wartende AntifaschistInnen los. Einer der »Intifada«-Anhänger fing an, die AntifaschistInnen zu beschimpfen und zu bespucken. Sekunden später schlug er einer jungen Frau völlig unvermittelt mit einem Eisenstativ gezielt ins Gesicht und verletzte sie am Auge. Weitere Mitglieder des Initiativ e.V./Antifakomitee eilten dazu und schlugen und traten auf die AntifaschistInnen ein. So wurde unter anderem ein Antifaschist mit einer vollen Wasserflasche ins Gesicht geschlagen und ebenfalls am Auge verletzt. Die Polizei kam kurz darauf hinzu und drängte die Angegriffenen zur Seite. Die Angreifer konnten flüchten. Nicht geliebt und dennoch geduldet, wird der Initiativ e.V./Antifakomitee in der Traditionslinken immer noch akzeptiert - trotz seiner antizionistischen »Solidaritätsdelegation nach Palästina« sowie seinen Kampagnen »Free Iraq« und »10 Euro für den irakischen Widerstand«. Nach wie vor ist der gewalttätige und offen antisemitische Initiativ e.V./Antifakomitee in antifaschistischen Linklisten zu finden, seine Mitglieder werden auf Demos weiterhin geduldet. Dieser Angriff zeigt einmal mehr, dass Gruppen innerhalb der traditionellen Linken, wie Initiativ e.V./Antifakomitee, nicht davor zurückschrecken, ihre von Gewalt geprägte Ideologie in die Tat umzusetzen. In den letzten Jahren kam es immer wieder zu solchen Angriffen. Dass Mitglieder solcher Organisationen auch Tote billigend in Kauf nehmen, zeigt die Messer-Attacke beim Berliner »Karneval der Kulturen« im Jahr 2004, bei der zwei Antifaschisten schwer verletzt wurden. Wir fordern eine konsequente Kritik an linken Strukturen, in denen antisemitische Gruppen und Positionen immer noch verankert sind. Das Ergebnis einer solchen Diskussion kann nur das Ende jeglicher Zusammenarbeit mit solchen Gruppen und deren Ausschluss aus antifaschistischen Zusammenhängen sein. AG Antifaschismus der Universität Potsdam Brandenburg AG-ASSKICKZ NRW [a:ka] Göttingen Niedersachsen A2K2 - Antifaschistische Gruppe - Westliches Ruhrgebiet NRW AK Antifa Mainz Rheinland-Pfalz Antideutsch-Kommunistische Initiative NRW Antifa Essen Z NRW Antifa Goes To Hollywood (AG2H) Berlin/Leipzig Berlin/Sachsen Anti-Defamation Forum (ADF) Berlin Antifa3d Duisburg NRW Antifa Saar / Projekt AK Saarland Antifaschistische Aktion Gera (AAG) Thüringen Antifa »Rise against Reality« (RAR), formerly (ANNR) NRW Antifajugend Moers NRW Antinationale Gruppe [ANG] Bremen Autonome Jugendantifa Bernau [ajab] Bayern Autonome Antifa Nordost (AANO) Berlin Barbara Kashi Baden-Württemberg Bonner Bündnis/Berliner Verhältnisse (BB/BV) NRW Bündnis gegen Antisemitismus und Antizionismus (BgAA) Berlin Egotronic Food Not Bombs, Köln NRW Franz Freiherr Klein von Wisenberg, K öln (Sabotage Rec.) NRW Georg-Weerth-Gesellschaft, Köln NRW Gruppe Casablanca, Köln NRW Gruppe.Internationale.Webteam (GI) Berlin Gruppe Sexykapitalismus Baden-Württemberg Hamburger Studienbibliothek Hamburg Junge Linke Pirna Sachsen Jugendantifa Mülheim NRW Jugendantifa Lippstadt NRW Junge Linke Lippstadt NRW K.I.S.T.E. [suspect], Dresden/Weißeritzkreis Sachsen Kommunistische Initiative Dortmund [K.I] NRW Linke Liste an der Ruhr-Universität Bochum NRW MAD Köln NRW mila26 Erfurt Thüringen Negative Assoziation Hamburg Never Again! Antifaschistische Gruppen Bonn NRW 12 Points against Germany Mönchengladbach NRW Prozionistische Linke Frankfurt Hessen redaktion quergelesen (Querfunk, Karlsruhe) Baden-Württemberg Rote Antifa Marl NRW Samuel Laster , Herausgeber "die jüdische" Sinistra Frankfurt Hessen Zur Unterzeichnung der Erklärung eine E-Mail an: unterstuetzung at post.com www.erklaerung.tk http://www.cafecritique.priv.at ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< LINKS / VERWEISE / HINWEISE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 24 Pressemeldung: Moretti, Kuntzl und Ellensohn zu Grundeinkommen in den Glocalist Medien "GLOCALIST REVIEW" ================================================== Sehr geehrte Damen und Herren, werte Redaktion, der aktuelle Glocalist Review: Digitale Wochenzeitschrift für Zivilgesellschaft und NGOs - Teil der Glocalist Medien:Medien für Zivilgesellschaft und NGOs - erscheint am Montag, den 3. Oktober mit Beiträgen u.a. von Tobias Moretti, Andrea Kuntzl (SPÖ) und David Ellensohn (GRÜNE) zu den Themen Wiener Erklärung resp. Grundeinkommen. Sollten Sie an einer redaktionellen Berichterstattung (unter Quellenangabe) interessiert sein, stellen wir Ihnen die Beiträge gerne zu. Besuchen Sie auch unsere Tages-Online-Zeitung Glocalist Daily News >> www.glocalist.com Vielen Dank und mit freundlichen Grüßen Christian Neugebauer PS: Ab 19. Oktober Glocalist Magazine: Printmonatsmagazin der Zivilgesellschaft und NGOs _____ Glocalist Medien - Medien für Zivilgesellschaft und NGOs Eine andere Information ist möglich GLOCALIST Daily News - Tages-Online-Zeitung GLOCALIST Review - Digitale Wochenzeitschrift GLOCALIST Magazine - Monatliches Printmagazin Barmherzigengasse 17 - stiege 6 - top 1 A-1030 Wien t: 01/597 2001 f: 01/597 6855 m: 0699 11 88 16 43 e: office at glocalist-review.com ================================================== 25 Geht's der Wirtschaft gut geht's der Wirtschaft gut ... Keine Partei ================================================== http://keinepartei.net/keineP_kleiner.mp4 ================================================== 26 Erste Reaktionen österr. NGOs auf Wahlen in Steiermark: Exklusiv auf Glocalist Daily News "GLOCALIST REVIEW" ================================================== Sehr geehrte Damen und Herren, erste Reaktionen österreichischer NGOs zu den Wahlen ind er Steiermark auf der Tages-Online-Zeitung der Zivilgesellschaft und NGOs GLOCALIST DAILY NEWS >> www.glocalist.com Bei Quellenangabe frei verwendbar für die redaktionelle Berichterstattung. Christian Neugebauer _____ Glocalist Medien - Medien für Zivilgesellschaft und NGOs Eine andere Information ist möglich GLOCALIST Daily News - Tages-Online-Zeitung >> www.glocalist.com GLOCALIST Review - Digitale Wochenzeitschrift GLOCALIST Magazine - Monatliches Printmagazin Barmherzigengasse 17 - stiege 6 - top 1 A-1030 Wien t: 01/597 2001 f: 01/597 6855 m: 0699 11 88 16 43 e: office at glocalist-review.com ================================================== 27 Glocalist Nr.85 mit Beiträgen zu Wiener Deklaration und Grundeinkommen und Wahlen in der Steiermark "GLOCALIST REVIEW" ================================================== Sehr geehrte Damen und Herren, werte Redaktion, anbei der aktuelle Glocalist Review mit folgenden Themen: Tobias Moretti zur Wiener Deklaration, Andrea Kuntzl (SPÖ) und David Ellensohn (GRÜNE) auf Einladung der Glocalist Medien zu Grundeinkommen. ÖVP-Wien verweigert Dialog mit Zivilgesellschaft zum Thema Grundeinkommen. Schwerpunktthema ist der Parallelbericht zu Armut in Koopertion mit der NGO FIAN sowie Termine des OeNWE und Wahl zur NGO des Jahres 2005. HINWEIS: Erste Reaktionen österreichischer NGOs zu den Wahlen in der Steiermark exklusiv auf GLOCALIST DAILY NEWS: www.glocalist.com oder www.glocalist.at oder www.glocalist.de . Viel Freude beim Lesen wünscht Christian Neugebauer _____ Glocalist Medien - Medien für Zivilgesellschaft und NGOs Eine andere Information ist möglich GLOCALIST Daily News - Tages-Online-Zeitung GLOCALIST Review - Digitale Wochenzeitschrift GLOCALIST Magazine - Monatliches Printmagazin Barmherzigengasse 17 - stiege 6 - top 1 A-1030 Wien t: 01/597 2001 f: 01/597 6855 m: 0699 11 88 16 43 e: office at glocalist-review.com Agentur: arbeitsraum-philosophie: agentur für analoge&digitale kommunikationswirtschaft GmbH- www.arbeitsraum.at ================================================ C) TERMINE ================================================ ======================== Dienstag http://www.mund.at/butt/Termine/Oktober/0410.htm Mittwoch http://www.mund.at/butt/Termine/Oktober/0510.htm Donnerstag http://www.mund.at/butt/Termine/Oktober/0610.htm ======================== ================================================ D) EDITORIAL ================================================ Für den Inhalt verantwortlich: Ihr. E-Mail-Adresse für Beiträge: widerstand at no-racism.net geschickt. widerst at nd MUND und alle Termine täglich aktualisiert im Web: http://www.no-racism.net/MUND Ziel von MUND (medienunabhängiger Nachrichtendienst) ist die unzensurierte und möglichst rasche Information über gesellschafts- politisch relevante Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu Widerstand und Antirassismus sowie verwandte Themen. sollen einen Titel, Namen und Emailadresse der/des AutorIn enthalten und möglichst kurz und prägnant gehalten sein, ev. mit Hinweis, wo weitere Informationen eingeholt werden können. Bitte keine Attachments! Die inhaltliche und sachliche Verantwortung liegt bei der/dem jeweiligen AutorIn bzw. jenen, die uns die Beiträge schicken. Der MUND wird von einzelnen TagesredakteurInnen zusammengestellt. Da Fehler nicht ausgeschlossen sind, bitten wir, nicht veröffentlichte Beiträge nochmals an widerstand at no-racism.net zu senden. Die Weiterleitung (auch auszugsweise) ist erwünscht. Beiträge mit rassistischen oder sexistischen Inhalten werden nicht veröffentlicht. Sehr persönliche Meldungen werden wir an den betreffenden Adressaten weiterleiten, aber nicht im MUND veröffentlichen. Die bisherigen Ausgaben sind unter http://www.no-racism.net/MUND archiviert. Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage: * Wann: Sonntag, 11.11.2001, 11:11 Uhr * * Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" * * Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf * * Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie. Aber kurz und prägnant.* Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch stillschweigend Zensur zu üben. Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die Nichtaufnahme geliefert. (Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.) Die AbsenderInnen der betroffenen Beiträge werden hiervon informiert. Im Sinne einer "gläsernen Zensur" könnt ihr Euch die Beiträge gerne extra schicken lassen: Ein kurzes Mail an widerstand at no-racism.net genügt. ================================================ E) VERTEILERLISTE ================================================ Zur Eintragung in diesen Verteiler bitte direkt subskribieren unter http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/analle oder von der einzutragenden Adresse aus ein mail schicken an: admin at no-racism.net mit folgendem Text: subscribe no-racism Bitte wegen Automatisierung diesen Wortlaut verwenden! Zur Austragung aus dieser Liste bitte an aus Einsendungen an zusammengestellt. Bitte keine Attachments! (werden nicht angenommen) Nicht aufgenommen: Zwei n.w. Beiträge, veraltete Termine Redaktionsschluss für diese Ausgabe: 20:00 Uhr III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III widerst at nd-MUND is powered by http://alt.strg.at/ From analle at no-racism.net Wed Oct 5 06:04:04 2005 From: analle at no-racism.net (=?iso-8859-1?q?MUND=3A_medienunabh=E4ngiger_Nachrichtendienst?=) Date: Wed, 5 Oct 2005 00:04:04 -0400 Subject: widerst@nd - MUND: Mittwoch, 5. 10. 2005 Message-ID: <89673491.20051005000404@nessizius.com> widerst at nd MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst Medieninhaberinnen & Medieninhaber seid Ihr www.no-racism.net/mund Mittwoch, 5. Oktober 2005 ================================================ A) INHALT ================================================ ================================================ 01 OPERATION SPRING - Kinoeinsatz in Wien verlängert - Prozesstermin 5.10.- Diskussion 12.10. - Was fehlt? - Was tun? Von: Tristan Sindelgruber ================================================ 02 [Netbase] Programm 6. Oktober - 9. Oktober 2005 Von: Martin Wassermair ================================================ 03 Einladung zur Pressekonferenz von Dr. Abdulhaleem KANDIL (Kifaya, Ägypten) Von: Gernot Bodner ================================================ 04 Veranstaltung 6.10.2005: Kifaya - Es reicht! Widerstand gegen die Diktatur in Ägypten Von: Irina Vana ================================================ 05 Mittwoch, 12. Oktober 05, Operation Spring-Diskussion Von: SOS Mitmensch ================================================ 06 Grüne Andersrum im "arte" | Die Grünen Andersrum gehen auf die Straße Von: Norbert Fischer ================================================ 07 Freiraumfestival Von: Freiraum ================================================ 08 3. Österreichische Entwicklungstagung – 18.-20. Nov. Von: Julia Günther ================================================ 09 Panafrican Festival 2005 Von: AFRICAN EVENTS ================================================ 10 PA: 8.Brgittenauer Sprachen-Symposium - Integrationshaus und Frühe Mehrsprachigkeit Von: Gabi Ecker ================================================ 11 Grüne Andersrum im "arte" Von: Norbert Fischer ================================================ 12 12.10./13.10.05 Linz: TRANSFORM. The future of institutional critique Von: eipcp ================================================ ================================================ MELDUNGEN UND MEINUNGEN ================================================ ================================================ 13 Notizen(II): HC Strache, Gary Lauck Von: akin ================================================ 14 Afghanistan: Der Schatten der achtziger Jahre Von: akin ================================================ 15 Kasachstan/USA/Schweiz: Kasachgate Von: akin ================================================ 16 Josef Maas Nachruf Von: KPÖ Steiermark ================================================ 17 GLB/MAN/Lohnkosten/Flexibilisierung Von: Gewerkschaftlicher Linksblock ================================================ 18 BRD/Der Polizei ist fad...: Razzia vor der Wahl Von: akin ================================================ 19 Notizen(III)/EU: EP gegen Asylverfahren-RL, Bolkestein-RL neu Von: akin ================================================ ================================================ B) TEXTE ================================================ ================================================ 01 OPERATION SPRING - Kinoeinsatz in Wien verlängert - Prozesstermin 5.10. - Diskussion 12.10. - Was fehlt? - Was tun? Von: Tristan Sindelgruber ================================================ 04.10.2005 - Neuigkeiten rund um OPERATION SPRING OPERATION SPRING - Kinoeinsatz in Wien verlängert - bis 13.10. im Stadtkino - ab 14.10. im Filmhaus am Spittelberg! OPERATION SPRING war ursprünglich bis zum 13.10. im Wiener Stadtkino angesetzt. Aufgrund des großen Interesses und des regen Besuchs ist der Film nun bis zum 13.10. im Stadtkino und ab 14.10. im Filmhaus am Spittelberg (Spittelberggasse 3, 1070 Wien) zu sehen. Die Beginnzeiten bleiben unverändert - täglich um 18:30, 20:15 und 22:00. Wir hoffen weiterhin auf zahlreichen Besuch der Vorstellungen. Alle Informationen rund um den Kinoeinsatz finden sich unter www.operation-spring.com und unter www.stadtkinowien.at. Wir bedanken uns an dieser Stelle beim Stadtkino Filmverleih für das Engagement und die Bereitschaft den Film weiterhin prominent zu platzieren. Warum der Kinostandortwechsel? Ganz einfach: vom 14.-26.10 läuft die VIENNALE und das Stadtkino ist eine ihrer Spielstätten. Da machen wir gerne etwas Platz und wandern in den 7. Bezirk weiter. An dieser Stelle unser Dank an alle BesucherInnen die bislang ins Kino gekommen sind und an jene, die den Film weiter empfohlen haben. Letzter, noch offener, "Operation Spring" - Verhandlungstermin: Nächster Prozesstermin: Mittwoch, 5.10.2005, 13:30 Uhr, Saal 305 Landesgericht für Strafsachen Wickenburggasse 18-20 1080 Wien Es ist jener Prozess gegen Emanuel Chukwujekwu., vertreten durch den Rechtsanwalt Lennart Binder, der auch im Film OPERATION SPRING thematisiert wird. Wir würden uns freuen, wenn MedienvertreterInnen und Interessierte diesen Prozess besuchen, um ihm jene öffentliche Aufmerksamkeit zuteil werden zu lassen, der ihm unserer Meinung nach zusteht. Podiumsdiskussion "Operation Spring" - 12.10.2005 Operation Spring - Polizei, Justiz und die Folgen. Podiumsdiskussion mit Publikumsbeteiligung über die justizpolitische Dimension der umstrittenen Polizeiaktion. Zeit: Mittwoch, 12. Oktober 2005, 18.30 Uhr. Ort: Juridicum, Hörsaal U10, Schottenbastei 10-16, 1010 Wien TeilnehmerInnen am Podium * Phillip Bischof, Rechtsanwalt; * Manfred Herrnhofer, Richtervereinigung; * Heinz Patzelt, amnesty international Österreich; * Angelika Schuster, Regisseurin; * VertreterIn des Justizministeriums (angefragt) * Moderation: Simon Kravagna, Kurier Eine Veranstaltung von SOS Mitmensch mit freundlicher Unterstützung der ÖH Wien. www.sosmitmensch.at Der Eintritt ist frei - die Eintrittsvoraussetzung unsererseits: Den Film bereits im Kino gesehen zu haben! Was fehlt? Weiterhin eine Stellungnahme, Reaktion, etc. der zuständigen und verantwortlichen Stellen. Wobei wir fairerweise dazu sagen wollen, dass die Justizministerium Karin Gastinger eine DVD geordert hat und mitgeteilt hat, innerhalb dieser Woche eine Entscheidung bezüglich weiterer Schritte zu fällen und bekannt zu geben. Seitens des Innenministeriums ist uns bislang nichts dergleichen zu Ohren gekommen. Was tun? Ob bei Sondervorstellungen mit anschliessender Diskussion, bei Anrufen, mails, etc. - Immer wieder sind alle jene, die den Film sehen, schockiert, betroffen, wütend, ... Viele von Ihnen wollen jetzt etwas dagegen unternehmen und wenden sich an uns, ob wir nicht Ideen haben oder eine Plattform bilden können. Vorab: Das können und wollen wir nicht. Der Film OPERATION SPRING versteht sich auch als Diskussionsangebot und -grundlage. Es steht allen frei, sich jetzt zu artikulieren, organisieren - Petitionen zu formulieren, Mailaufrufe zu starten, Arbeitsgrupppen zu bilden,etc. Das alles würde uns freuen, weil es damit gelänge mit und über den Film etwas zu thematisieren und ins laufen zu bringen. Wir bilden gerne einen kommunikativen Knotenpunkt - nur: die Initiative dazu kann und wird nicht von uns ausgehen. OPERATION SPRING ist ein Film für ein mündiges Publikum und wir bitten auch jetzt darum, sich in bezug auf weitere konkrete Schritte sich nicht auf uns oder andere zu verlassen - es liegt nunmehr in deinen/ihren/euren händen. Abseits des Gesamtkomplexes der "Operation Spring" geben wir noch etwas zu bedenken: Nach wie vor finden Großrazzien statt die keinerlei Beachtung finden, nach wie vor gibt es täglich Prozesse die ohne jede Öffentlichkeit stattfinden, nach wie vor sitzen unzählige Menschen im Gefängnis, die keinen Kontakt zur Aussenwelt haben, ... Es gibt einiges zu tun, das Ausdauer und Nachhaltigkeit erfordert - es wäre schön, wenn sich jetzt Menschen finden und selbst-organisieren um sich diesen Themenfeldern längerfristig zu widmen. Als Einstiegslektüre bezüglich der grundsätzlichen Problematiken, die der Film berührt, empfehlen wir folgenden Presse-Wochenende-Artikel, verfasst von Alfred Noll: http://www.diepresse.com/Artikel.aspx?channel=sp ressort=S100 id=509859 Weiterführende und grundlegende Informationen rund um die gesamte "Operation Spring" finden sich in dem Buch "1000 Jahre Haft - Operation Spring institutioneller Rassismus" Das Buch der GEMMI ist erhältlich im Amerlinghaus, 1070 Wien, Stiftg. 8 werktags ab 14 Uhr oder zu bestellen unter amerlinghaus at utanet.at Preis EUR 10,- (Es ist zudem an der Kinokasse erhältlich) Die GEMMI (Gesellschaft für Marginalisierte MigrantInnen) beobachtete von Anfang an die Verfahren der Operation Spring, versuchte die Widersprüche in der Prozessführung aufzuzeigen, besuchte Gefangene und betrieb Öffentlichkeitsarbeit. Resultate und Berichte der Arbeit der GEMMI liegen in diesem Buch vor. Wir verbleiben mit der Bitte um Veröffentlichung / Weiterleitung. Etwaige Mehrfachzusendungen bitten wir zu entschuldigen. Sindelgruber Tristan, Schuster Angelika P.S.: Antworten bitte an schnittpunkt at gmx.at Schnittpunkt - Sindelgruber Tristan, Film- Multimediaproduktion Große Sperlgasse 19/3 1020 Wien Austria e-mail: schnittpunkt at gmx.at web: www.schnittpunkt-film.com www.operation-spring.com ================================================ 02 [Netbase] Programm 6. Oktober - 9. Oktober 2005 Von: Martin Wassermair ================================================ |--- | VERANSTALTUNGSPROGRAMM |--- | 6. Oktober - 9. Oktober 2005 |--- | Netbase | Institut für Neue Kulturtechnologien/t0 |--- | Neustiftgasse 17 | A-1070 Wien |--- | Eintritt frei! Geöffnet jeweils ab 19.00 Uhr. |--- |--- | Achtung: Termin musste auf Dezember verschoben werden! |--- | THE LIE (and nothing but the truth) |--- | http://www.netbase.org/t0/programm/1123066096 | http://www.the-lie.at/ |--- |--- | Fr., 7. Oktober 2005, 21.00 Uhr |--- | club.ware |--- | infrasemantic extravaganza by electronic media artists | Christina Goestl and Boris Kopeinig |--- | club.ware ist ein Projekt von Software-Kunst und Club Visuals in | Verbindung mit Techno- und Sex-Kultur. |--- | http://www.netbase.org/t0/programm/1122986484 | http://www.club-ware.net/ | http://www.clitoressa.net/ | http://boris.kopeinig.net/ |--- |--- | Sa., 8. Oktober 2005, ab 20.00 Uhr |--- | Open NetBar |--- |--- | So., 9. Oktober 2005, 20.00 Uhr |--- | eipcp: faculty opening party |--- | Das Europäische Institut für Progressive Kulturpolitiken startet | seine transnationale Fakultät für Radikale Ästhetik mit einer Party. |--- | http://www.netbase.org/t0/programm/1653928473 | http://faculty.eipcp.net/ | http://www.mattin.org/ |--- |--- | Rückfragen: |--- | Netbase | Institut für Neue Kulturtechnologien/t0 | Neustiftgasse 17 | A-1070 Wien |--- | Tel. +43 (1) 522 18 34 | Fax. +43 (1) 522 50 58 |--- | http://www.netbase.org/ |--- ================================================ 03 Einladung zur Pressekonferenz von Dr. Abdulhaleem KANDIL (Kifaya, Ägypten) Von: Gernot Bodner ================================================ Auf Einladung des Österreichisch-Arabischen Kulturzentrums (OKAZ) wird Dr. Abdulhaleem KANDIL, Sprecher der wichtigsten ägyptischen Oppositionsbewegung KIFAYA zwischen 4. und 7 Oktober nach Wien kommen. Die Bewegung KIFAYA (arabisch für: „Es reicht“) vereinigt die bedeutendsten oppositionellen Organisationen und Parteien in Ägypten. Die ideologische Breite reicht von moslemischen Strömungen über arabische nationale Gruppierungen bis hin zur ägyptischen Linken. Die gemeinsame Plattform orientiert sich auf ein Ende der 24 jährigen Herrschaft von Hosni Mubarak und ein Aufhebung des seit diesem Zeitpunkt herrschenden Ausnahmezustandes, der jegliche oppositionelle Aktivität scharf verfolgt. Kifaya war das Sprachrohr der Ablehnung gegen die Fortführung des Mubarak-Regimes bei den Wahlen am 7. September, deren mangelnde Legitimität, trotz unmittelbarer westlicher Anerkennung, durch die offiziell nur 23 % Wahlbeteiligung von der ägyptische Bevölkerungsmehrheit deutlich zum Ausdruck gebracht wurde. Mehrere tausend Menschen demonstrierten dem Aufruf Kifayas folgend gegen Mubaraks Widerwahl in Kairos trotz der Androhung von Repressionen gegen öffentliche Protestbekundung. Dr. Abdulhaleem Kandil ist Sprecher von Kifaya und Chefredakteur der ägyptischen Zeitung Al-Arabi. Dr. Kandil wurde im November 2004 aufgrund seiner kritischen Kolumnen gegen die Mubarak-Regierung von „Unbekannten“, offensichtlichen Mitarbeitern der Geheimpolizei, für mehrere Tage entführt, misshandelt und auf einer Wüstenstraße entkleidet liegengelassen. Diesem Angriff auf die Pressefreiheit ging ein kritischer Artikel Kandils zum Vorgehen des Innenministers nach den Anschlägen auf touristische Einrichtungen am Sinai voraus. Dr. Kandil wurde von den Angreifern gewarnt, es zu unterlassen über „wichtige Leute“ zu schreiben. Das Zusammenfinden der wichtigsten ägyptischen Oppositionsgruppen in Kifaya hing ursächlich mit diesem Angriff auf einen weithin bekannten Exponenten der ägyptischen Opposition zusammen. Dr. Kandil besucht Wien nach seiner Teilnahme an einer internationalen Konferenz gegen die Besatzung des Irak in Rom und wird hier mit Vertretern von politischen Parteien, arabischen Vereinen und Solidaritätsgruppen zusammentreffen. PRESSEKONFERENZ: Donnerstag 10 Uhr Café Rathaus Landesgerichtsstraße 5, 1080 Wien Rückfragen: Dipl.-Ing. Gernot Bodner Tel. 0699 1 9206395 ================================================ ================================================ 04 Veranstaltung 6.10.2005: Kifaya - Es reicht! Widerstand gegen die Diktatur in Ägypten Von: Irina Vana ================================================ Kifaya - Es reicht! Widerstand gegen die Diktatur in Ägypten Veranstaltung mit Abdulhaleem Kandil, 6. Oktober, Wien Informationsveranstaltung mit Abdulhaleem Kandil, Vertreter der Bewegung Kifaya (Es Reicht!) Donnerstag, 6. Oktober 2005, 19:30 Uhr Österreichisch Arabisches Kulturzentrum Gußhausstraße 14/3, 1040 Wien 24 Jahre Diktatur Hosni Mubarak, seit 24 Jahren an der Spitze eines autoritären Regimes in Ägypten, ließ sich am 7. September neuerlich in seinem Amt bestätigen. Massive Wahlmanipulation, Verbot von oppositionellen Kandidaturen und Verfolgung demokratischer und antiimperialistischer Regimegegner sowie eine extrem geringe Wahlbeteiligung von etwa 23 % störten die westlichen Verbündeten der ägyptischen Diktatur nur wenig. George Bush gratulierte seinem nach Israel wichtigsten Verbündeten in der Region (dem weltweit zweitgrößten Empfänger amerikanischer Militärhilfe) zu seinen "demokratischen Wahlsieg" und zeigte damit neuerlich, dass der einzige Inhalt der "Demokratie" des amerikanischen Imperiums die Kontrolle der arabischen Welt mit allen Mitteln ist, Besatzung und Terrorregime inbegriffen. Kifaya Doch auch in Ägypten wird die oppositionelle Bewegung stärker, die den ständigen Ausnahmezustand durchbricht und auf der Straße den Unmut der Mehrheit mit der diktatorischen und proamerikanische Politik Mubaraks ausdrückt. Kifaya ist eine breite Koalition demokratischer, linker und islamischer Kräfte. Sie ist der Motor der Bewegung für Demokratie in Ägypten - Demokratie nicht im amerikanischen Sinn von prowestlicher Treue und liberalem Kapitalismus, sondern im Sinne des Volkes und einer antiimperialistischen, arabischen Identität. Trotz ständiger Angriffe von Polizei und Staatssicherheit auf die öffentlichen Potestaktion der Bewegung, gelingt es dem verhassten Mubarak Regime nicht mehr, das Anwachsen von Kifaya zu stoppen. Abdulhaleem Kandil Abdulhaleem Kandil ist führendes Mitglied von Kifaya. Er wird als Sprecher der antiimperialistischen ägyptischen Opposition am internationalen Kongress gegen die Besatzung und für den Widerstand im Irak teilnehmen, der am 1 und 2 Oktober in Rom stattfindet. Antiimperialistische Koordination (AIK) Arabischer Palästina Club (APC) Österreichisch Arabisches Kulturzentrum (OKAZ) ================================================ ================================================ 05 Mittwoch, 12. Oktober 05, Operation Spring-Diskussion Von: SOS Mitmensch ================================================ Operation Spring - Polizei, Justiz und die Folgen DISKUSSION mit Publikumsbeteiligung über die justizpolitische Dimension der umstrittenen Polizeiaktion Zeit: Mittwoch, 12. Oktober 2005, 18.30 Uhr Ort: Juridicum, Hörsaal U10, Schottenbastei 10-16, 1010 Wien TeilnehmerInnen am Podium Phillip Bischof, Rechtsanwalt; Manfred Herrnhofer, Richtervereinigung; Heinz Patzelt, amnesty international Österreich; Angelika Schuster, Regisseurin; VertreterIn des Justizministeriums; Moderation: Simon Kravagna, Kurier Folgen und Konsequenzen der Operation Spring Seit Ende September läuft der Dokumentarfilm "Operation Spring" in den Kinos. Der Film hinterlässt den Eindruck, dass Angeklagte der umstrittenen Polizeiaktion keine Chance auf ein faires Verfahren hatten. Ein anonymer Zeuge, der seine Aussage zurückgenommen hat, ein untauglicher Dolmetscher und verschwommene Überwachungsvideos waren Grundlage für drakonische Strafen. ExpertInnen und Verantwortliche diskutieren nun über Folgen und Konsequenzen. Was ist im Zusammenspiel zwischen Exekutive und Justiz schief gelaufen? Sollen und können die Verfahren neu aufgerollt werden? Oder reicht der Hinweis auf die Strafrechtsreform als Konsequenz aus? Eine Veranstaltung von SOS Mitmensch mit freundlicher Unterstützung der ÖH Wien. SOS MITMENSCH email info at sosmitmensch.at telefon +43 (1) 524 99 00 fax +43 (1) 524 99 00 - 9 post sos mitmensch, pf 220, 1070 wien web sosmitmensch.at spenden PSK blz:60000 kn:91000590 ================================================ 06 Grüne Andersrum im "arte" | Die Grünen Andersrum gehen auf die Straße Von: Norbert Fischer ================================================ Grüne Andersrum im "arte" Die Grünen Andersrum gehen wieder auf Tour. Am Donnerstag, den 6. Oktober um 20 Uhr sind wir gemeinsam mit den Grünen auf der Wieden im "arte". Barbara Neuroth - möglicherweise die nächste Bezirksvorsteherin vom 4. Bezirk - lädt mit Marco Schreuder, Kandidat für den Landtag, zu Prosecco und zum Gespräch. Weitere Tourdaten folgen Am 23. Oktober wird nicht nur ein neuer Landtag und Gemeinderat gewählt, sondern auch 23 neue Bezirksvertreterinnen. In vielen Bezirken haben die Grünen die Chance nach Neubau weitere Bezirksvorstehungen zu stellen. Besonders auf der Wieden, also im 4. Bezirk, stehen die Chancen sehr gut. Um Barbara Neuroth, die sich als Bezirksvorsteherin bewirbt, besser kennen lernen zu können, sind wir für Euch im "arte". Außer Neuroth kandidieren auch KandidatInnen der Grünen Andersrum im 4. Bezirk: Manfred Itzinger (bisher Klubobmann), Alkis Vlassakakis, Susanna Speckmayer und Peter Holub. Neben den Wiedner Grünen sind auch die Grünen Andersrum mit von der Partie. Marco Schreuder und weitere AktivistInnen der Grünen Andersrum freuen sich schon auf Dich! Nach dem "arte" laden wir übrigens zu weiteren Drinks und Talks ein: • 07.10. um 20 Uhr in der X-Bar, Mariahilfer Straße 45 - 2.Hof, 1060 Wien (mit Maria Vassilakou & Ulrike Lunacek) • 07. 10. um 22 Uhr im Café Willendorf, Linke Wienzeile 102, 1060 Wien (mit Maria Vassilakou & Ulrike Lunacek) • 07.10. um 23.30 Uhr im Village, Stiegengasse 8, 1060 Wien (mit Maria Vassilakou & Ulrike Lunacek) • 14. 10. um 20 Uhr im Café Berg, Berggasse 8, 1090 Wien • 14.10. um 22 Uhr im Café Savoy, Linke Wienzeile 36, 1060 Wien • 14.10. um 23.30 Uhr im Felixx, Gumpendorferstraße 5, 1060 Wien • 15.10. um 21 Uhr in Gina's Weibar, Marchettigasse 11, 1060 Wien • 15. 10. um 22.30 Uhr im Marea Alta, Gumpendorferstraße 28, 1060 Wien Mehr dazu findet Ihr unter http://www.gruene-andersrum.at/termine Die Grünen Andersrum gehen auf die Straße Gleichstellung von Lesben, Schwulen und TransGender interessiert die betroffene Zielgruppe naturgemäß am meisten. Trotzdem haben sich die Grünen Wien dazu entschlossen, die Gleichstellung zu einem ihrer Hauptthemen zu machen. Um alle WienerInnen zu erklären, warum die Gleichstellung wichtig ist, plakatieren wir nicht nur Plakate, sondern informieren auch auf der Straße. Wer neugierig ist, kann gerne vorbeischauen. Die Grünen Andersrum informieren über die Gleichstellungspolitik der Wiener Grünen: - 05.10.2005, 14:00 Uhr, Mariahilfer Straße / Bundesländerplatz (13A Station Neubaugasse) - 06.10.2005, 18:00 Uhr, U4 Center, Meidling (Philadelphiabrücke) - 07.10.2005, 20:00 Uhr, bei den Gürtellokalen unter den Stadtbahnbögen (Höhe Josefstädter Straße) - 12.10.2005, 14:00 Uhr, Mariahilfer Straße / Bundesländerplatz (13A Station Neubaugasse) - 19.10.2005, 14:00 Uhr, Mariahilfer Straße / Bundesländerplatz (13A Station Neubaugasse) - 21.10.2005, 20:00 Uhr, U4-Station Kettenbrückengasse / Naschmarkt Die Grünen Andersrum freuen sich über jeden Besuch und Unterstützung! ================================================ 07 Freiraumfestival Von: Freiraum ================================================ Drei Tage libertäres Programm zum Semesterbeginn, unzählige Workshops, Feste, Konzerte, Diskussionsveranstaltungen uvm. Universitätscampus (altesAKH) Win 9. Wenn sich wer in Selbstermächtigung üben möchte, kein Problem: Einfach mitmachen, helfen, oder mit eigenen Ideen das Festival zusätzlich bereichern. Kontakt zum Festival unter festival(ät)lnxnt.org Freiraum allgemein: Gruppe_Freiraum(ät)gmx.net Mittwoch, 5. Oktober ganztags: Foto-Austellung, Infotisch, Do it yourself-Nähwerkstatt 10:00 Gemeinsames öffentliches Frühstück 12:00 Club der lebenden DichterInnen: Workshop Vortragstechnik 14:00 Fußball-Match 16:00 Barrikaden-Bau Contest 17:00 Revolution ohne Partei. Kommunismus ohne Staat. 20:00 Filmabend (Baumbesetzung, feministische Kurzfilme) zwischendrin: Literatur auf der Bühne – Die VolXbibliothek liest! Donnerstag, 6. Oktober ganztags: Foto-Austellung, Infotisch, Do it yourself-Nähwerkstatt 10:00 Gemeinsames öffentliches Frühstück 12:00–16:00 Mobiler Kostnixladen 13:00 "Direkte Aktion" Workshop des allgemeinen Syndikat Wiens 16:00 "Aneignung – Her mit dem guten Leben!" Diskussionsrunde 16:00 Trommelworkshop 18:00 "Gesellschaft ohne Polizei" Utopie-Diskussion 20:00 Eröffnungsabend mit Fest www.keineuni.org Freitag, 7. Oktober ganztags: Foto-Austellung, Infotisch, Do it yourself-Nähwerkstatt 10:00 Gemeinsames öffentliches Frühstück 12:00 Wiki-Workshop 15:00 “Arbeit stinkt!?” Diskussion 17:00 Ideen- und Konzepteworkshop 18:00 Lesung (mit Melamar, Christian Schreibmüller, Hoppelmann Karottnig, Georg Sturmlechner u.a.) 19:00 Filme zum Thema "Hacking" im HS24 (the history of hacking, hackers – outlaws and angels, new york city hackers) 20:00 Großartiges, umwerfendes Abschlussfest -- www.freiraum.at.tt => für ein autonomes Kultur- und Sozialzentrum 5 GB Mailbox, 50 FreeSMS http://www.gmx.net/de/go/promail +++ GMX - die erste Adresse für Mail, Message, More +++ Widerstand mailing list Widerstand at no-racism.net http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/widerstand ================================================ ================================================ 08 3. Österreichische Entwicklungstagung – 18.-20. Nov. Von: Julia Günther ================================================ Terminankündigung: Vom 18.-20. November findet in den Räumen der Johannes Kepler Universität, Altenberger Str. 69, 4040 Linz, die Dritte Österreichische Entwicklungstagung statt. Das Thema Eigentum anders steht im Mittelpunkt der Auseinandersetzung und soll kritisch beleuchtet werden. Die Dritte Österreichische Entwicklungstagung versucht Konzepte und Strategien zu entwickeln wie Eigentum in Österreich und in der Dritten Welt nicht ausschließend wirken kann. Weitere Infos unter www.entwicklungstagung.at! ================================================ 09 Panafrican Festival 2005 Von: AFRICAN EVENTS ================================================ PANAFEST 2005 - Wortmeldung der "Visible Minority", "Sichtbaren Minderheit" Das PANAFEST 2005 ist ein dezentrales Bildungs-, Informations- und Kulturfestival der Völkerverständigung mit afrikanischen Intellektuellen, WissenschaftlerInnen und Kulturschaffenden. Das Festival umfasst die Bereiche Kunst, Wissenschaft, Bildung, Politik, Medien und Familie. Ziel ist es, neue und erfolgreiche Wege und entwicklungsbezogene Öffentlichkeitsarbeit, sowie Integrationsperspektiven mit AfrikanerInnen einzuschlagen. Zusammenfassend dokumentiert PANAFEST 2005, das Potential, der in Österreich lebenden AfrikanerInnen Infos auch unter Tel.: 5880/495 29 und www.panafa.net ================================================ 10 PA: 8.Brgittenauer Sprachen-Symposium - Integrationshaus und Frühe Mehrsprachigkeit Von: Gabi Ecker ================================================ PA: Anlässlich des 8. BrigittenauerSprachen-Symposium, 7. Oktober 2005 FRÜHEMEHRSPRACHIGKEIT - IN WORT UND PRAXIS Standder Dinge - Mögliche Fortschritte „Integrationsvereinbarung“ mit Assimilationscharakter Die Ergebnisse der PISA-Studie waren nicht unwichtig bei derVerabschiedung von Gesetzen, die die Integration von ZuwanderInnen über dieSprache regelt. Ein unhaltbarer Zustand, der schlussendlich in einer Diskussionum Deutschprüfungen für Volkschulkinder als Voraussetzung für die Zuerkennungder Staatsbürgerschaft gipfelt. Integration, als zweiseitiger Prozess, der einen wertschätzenden Umgangmit kulturellen Faktoren, wie Sprache, soziale und religiöse Wertvorstellungenmit einschließt, und die tatsächliche rechtliche Gleichstellung, wie z. B. dasWahlrecht anstrebt, wurden durch reine Zwangsmaßnahmen, die den BegriffIntegration nicht mehr gerecht werden, ersetzt. Integration durch Sprache – ja, aber richtig Im Kindesalter lernen MenschenSprachen am leichtesten. Deshalb sollten Kinder so früh wie möglich mitzusätzlichen Sprachen vertraut gemacht werden. Frühe Mehrsprachigkeit fördertaußerdem flexibles Sprach- und Denkverhalten, das Einnehmen unterschiedlicherPerspektiven und damit die soziale und kognitive Kompetenz. Dies wurde in denletzten 30 Jahren immer wieder durch Daten aus der Psycholinguistik bestätigt. Frühe Mehrsprachigkeit– seit 10 Jahren ein Arbeitsschwerpunkt im Integrationshaus Schon bei Gründung desIntegrationshauses war die Förderung der frühen Mehrsprachigkeit für unsvon wesentlicher Bedeutung. Daher gibt es im Integrationshaus seit seinerGründung einen mehrsprachigen Kindergarten, der in Kooperation mit den"Wiener Kinderfreunden" geführt wird; deshalb hat dasIntegrationshaus auch Österreich-weite und europäische Projektezu diesemThema initiiert und koordiniert Dabei war die Verbindung vonlinguistischem Wissen und didaktischer Praxis immer ein wesentliches Anliegender Projektkoordinatorin, Susanna Buttaroni. Als spezielle Anerkennung für diepositive Arbeit, die in diesem Bereich in Kooperation mit akademischenInstitutionen durchgeführt wurde, hat das Integrationshaus im Jahre 2003 auchdas "Europäische Sprachensiegel" gewonnen . „Ein weiteres wichtigesAnliegen des Integrationshauses ist es, dass mehrsprachige KindergärtnerInnengenerell in den Kindergärten eingesetzt werden. Mehrsprachige BetreuerInnen,die noch nicht über eine KindergärtnerInnenausbildung verfügen, sollen dabeiunterstützt werden, damit sie die Ausbildung zur/zum KindergärtnerInberufsbegleitend absolvieren können. Auch eine beratende Unterstützungbei der Nostrifikation von Abschlüssen für mehrsprachiges Betreuungspersonalwird im Integrationshaus als sehr wichtig erachtet. Das Thema 'Sprachwissen undfrühe Mehrsprachigkeit' sowie andere Bereiche der interkulturellen Arbeitsollen in das Standardprogramm der Ausbildung und Fortbildung zur/zumKindergärtnerIn aufgenommen werden“, so die Geschäftsführerin desIntegrationshauses Andrea Eraslan-Weninger. 8. BrigittenauerSprachen-Symposium Im Rahmen eineseuropäischen Projektes konnte das Integrationshaus eine wichtige Veranstaltungin Kooperation mit der Volkshochschule Brigittenau organisieren. Im 8.Sprachen-Symposium der Volkshochschule Brigittenau werden neue Perspektiven zurFörderung der Frühen Mehrsprachigkeit aufgezeigt. ExpertInnen aus verschiedenenBildungsinstitutionen in Deutschland, Italien, Lettland, Schweden und in derTürkei werden über die letzten Entwicklungen in ihren Ländern berichten. Besondere Aufmerksamkeitwird folgenden Themen geschenkt werden: - Die vielfältigenAspekte des Ansatzes "Frühe Mehrsprachigkeit" in einigen europäischenLändern. - Implikationen der"Frühen Mehrsprachigkeit" für die europäischen Bildungssysteme. - Die Bedeutung diesesAnsatzes für benachteiligte soziale und wirtschaftliche Zielgruppen,insbesondere MigrantInnenkinder. Durch einen Austauschüber Kenntnisse, Erfahrungen und strategische Vorschläge zur "FrühenMehrsprachigkeit" soll das Symposium einen Beitrag zur Weiterentwicklungder österreichischen Praxis im Zeichen des internationalen Austausches leisten. Das Symposium wird vonder Stadt Wien, Magistratsabteilung 13 und der Europäischen Kommissionunterstützt. Die gesamte Veranstaltung wird auf Englisch und Deutschstattfinden. 8. Brigittenauer Sprachensymposium 7. Oktober 2005 (9.00-18.30) VHS-Brigittenau Raffaelgasse13 - 1020 Wien Leitung:Mag. Dr. Susanna Buttaroni (Verein "Projekt Integrationshaus") Wir würden uns übereine Vorankündigung der Veranstaltung bzw. über eine Berichterstattung freuen. Mit besten Grüßen Gabi Ecker ------------http://www.integrationshaus.at------------ Mag. Gabi Ecker Öffentlichkeitsarbeit Verein "Projekt Integrationshaus" 1020 Wien, Engerthstraße 161-163 Phone +43/1/212 35 20-35, Fax +43/1/212 35 20-30 06991 21235 28 mailto: g.ecker at integrationshaus.at -------------------------------------------------------------- ================================================ 11 Grüne Andersrum im "arte" Von: Norbert Fischer ================================================ Grüne Andersrum im "arte" Die Grünen Andersrum gehen wieder auf Tour. Am Donnerstag, den 6. Oktober um 20 Uhr sind wir gemeinsam mit den Grünen auf der Wieden im "arte". Barbara Neuroth - möglicherweise die nächste Bezirksvorsteherin vom 4. Bezirk - lädt mit Marco Schreuder, Kandidat für den Landtag, zu Prosecco und zum Gespräch. Weitere Tourdaten folgen Am 23. Oktober wird nicht nur ein neuer Landtag und Gemeinderat gewählt, sondern auch 23 neue Bezirksvertreterinnen. In vielen Bezirken haben die Grünen die Chance nach Neubau weitere Bezirksvorstehungen zu stellen. Besonders auf der Wieden, also im 4. Bezirk, stehen die Chancen sehr gut. Um Barbara Neuroth, die sich als Bezirksvorsteherin bewirbt, besser kennen lernen zu können, sind wir für Euch im "arte". Außer Neuroth kandidieren auch KandidatInnen der Grünen Andersrum im 4. Bezirk: Manfred Itzinger (bisher Klubobmann), Alkis Vlassakakis, Susanna Speckmayer und Peter Holub. Neben den Wiedner Grünen sind auch die Grünen Andersrum mit von der Partie. Marco Schreuder und weitere AktivistInnen der Grünen Andersrum freuen sich schon auf Dich! Nach dem "arte" laden wir übrigens zu weiteren Drinks und Talks ein: • 07.10. um 20 Uhr in der X-Bar, Mariahilfer Straße 45 - 2.Hof, 1060 Wien (mit Maria Vassilakou & Ulrike Lunacek) • 07. 10. um 22 Uhr im Café Willendorf, Linke Wienzeile 102, 1060 Wien (mit Maria Vassilakou & Ulrike Lunacek) • 07.10. um 23.30 Uhr im Village, Stiegengasse 8, 1060 Wien (mit Maria Vassilakou & Ulrike Lunacek) • 14. 10. um 20 Uhr im Café Berg, Berggasse 8, 1090 Wien • 14.10. um 22 Uhr im Café Savoy, Linke Wienzeile 36, 1060 Wien • 14.10. um 23.30 Uhr im Felixx, Gumpendorferstraße 5, 1060 Wien • 15.10. um 21 Uhr in Gina's Weibar, Marchettigasse 11, 1060 Wien • 15. 10. um 22.30 Uhr im Marea Alta, Gumpendorferstraße 28, 1060 Wien Mehr dazu findet Ihr unter http://www.gruene-andersrum.at/termine ================================================ 12 12.10./13.10.05 Linz: TRANSFORM. The future of institutional critique Von: eipcp ================================================ TRANSFORM. Thefuture of institutional critique 12/13Oct. 2005 Lentos Kunstmuseum Linz Ernst-Koref-Promenade 1 4020 Linz The transnational three-yearproject TRANSFORM will investigate the relationship between institutionandcritique along three lines, which are also the theme of the openingworkshop atthe Lentos Art Museum Linz on 12 and 13 October 2005: 1. The lineof artproduction. Following the two phases of institutional critique in the1970s andthe 1990s, a new phase of critique is emerging, which goes beyond thetwoearlier phases, particularly as a combination of social critique,institutionalcritique, and self-critique. 2. The lineof artinstitutions. Here questions will be raised about the development ofcriticalart institutions, against the background of an increasing pressure fromrepressive or neo-liberal cultural policies. Beyond this, new forms oftheorganization of critical art institutions are to be reflected on. 3. The lineof therelationship of institution and critique as movement. At this mostgenerallevel the question of the mutual relationship of institution andsocial-political movements is to be addressed, and how thisrelationship can bemade productive in the sense of emancipatory policies. TRANSFORM is a project of the eipcp - European Institute forProgressiveCultural Policies (Linz/Wien). 12 Oct. 2005 13.00-14.30 GeraldRaunig:Transforming the Arts of Governing 14.45-16.15 IritRogoff:Smuggling: An Embodied Criticality 16.30-18.00 SimonSheikh:The Trouble With Institutions 13 Oct. 2005 13.00-14.30 HitoSteyerl:The Institution of Critique 14.45-16.15 SergioBologna:When the Movement Turns Into an Institution ...? 16.30-18.00 BorisBuden:Critique Without Crisis, Crisis Without Critique Moderation: StefanNowotny http://www.eipcp.net/news.htm panelThe Future ofCritical Art Institutions 12 Oct.2005, 19.00 | Lentos The co-organizers ofTRANSFORM will discuss the future of critical art institutions fromtheirdifferent local and global backgrounds Charles Esche (Van AbbeMuseum, Eindhoven) Solvita Krese(Latvian Centre for Contemporary Art, Riga) Jorge Ribalta (MACBA,Barcelona) Stella Rollig (Lentos, Linz) Ulf Wuggenig (Kunstraum ofthe University of Lüneburg) Moderation: ThereseKaufmann (eipcp,Linz/Wien) opening party ofthe transnational eipcp projects TRANSFORM and translate 12 Oct. 2005, 21:30 DRUZBA (KAPU) Kapuzinerstr. 36 4020 Linz reminder Faculty for Radical Aesthetics. faculty opening party. netbase, Vienna,9 Oct 2005 In the Place of the PublicSphere | Theorien der Öffentlichkeit, Buchpräsentation undopeningparty TRANSFORM / translate. Depot, Vienna, 10 Oct. 2005 http://www.eipcp.net/news.htm The workshop TRANSFORM. The future of institutional critique isrealised in cooperation with Lentos Kunstmuseum Linz -http://www.lentos.at Thethree-yearprojects TRANSFORM andtranslate are supported by: European Commission - Culture 2000 programme, KulturLandOberösterreich, Linz Kultur, Wien Kultur, Bundeskanzleramt:KUNST --- eipcp - european institute for progressive cultural policies a-1060 vienna, gumpendorfer strasse 63b a-4040 linz,harruckerstrasse 7 contact at eipcp.net http://www.eipcp.net ================================================ ================================================ MELDUNGEN UND MEINUNGEN ================================================ ================================================ 13 Notizen(II): HC Strache, Gary Lauck Von: akin ================================================ akin-Pressedienst. Aussendungszeitpunkt: Dienstag, 4. Oktober 2005; 18:07 Notizen: > HC Straches Homepage-Erlebnisse Unter anderem laesst sich dort der neue Oberblaue mittels halblustiger Comic-Strips als HC-Man feiern. Weniger feierlich sind seine Umfragen, mit denen er eher Pech hat. Kuerzlich ergab eine seiner e-Voting-Erhebungen ( http://www.hcstrache.at/umfrage.php ), dass 63% der Abstimmenden fuer mehr Zuwanderung sind. Auch seine juengste Umfrage nach "Prioritaetensetzungen" in der Politik laeuft nicht besser. Am Montag waren etwa 36% der Mitstimmer fuer "Senkung der Arbeitslosigkeit" und 31% fuer "Sicherung des Gesundheitssystems". Lediglich 22% waren fuer "Reduzierung der Zuwanderung" und gar nur 8% fuer "Bekaempfung des Asylmissbrauchs". Nur etwas ueber 3% konnten sich fuer "Kriminalitaetsbekaempfung" erwaermen. Ein grosser Verfechter des e-Votings wird Herr Strache wohl nicht mehr... -br- * > Auch Gary Lauck hat kein Glueck mit dem Internet. Die auf den US-Nazi eingetragene Site freier-widerstand.net wurde vollstaendig gehackt und incl. einschlaegigem Mailwechsel kopiert. (Nachzulesen unter http://www.ulm.antifa.net/ltbr/uploads/php_bb_dumpfw_public_.zip -- Achtung, Riesenfile!) Besonders erfrischend ist dabei, wie sich die Kameraden da per Postings gegenseitig beschimpfen. Die Hacker rechtfertigen ihre Aktion ausgerechnet mit dem deutschen Innenminister Otto Schily. Dessen Sprecher, Dirk Inger, hatte 2004 gemeint: Cyberattacken auf Nazi-Seiten seien "[...] nicht im Unrechtsbereich anzusiedeln; hinter ihnen steht vielmehr der Gedanke der Verteidigung unserer Rechtsordnung gegen rechtswidrige Angriffe unter bewusster Ausnutzung der Internationalitaet des Mediums Internet. Dafuer muss man ueber viele Instrumente nachdenken, was schliesslich umgesetzt wird, bestimmt sich nach Recht, Effektivitaet und Erfolgsaussicht." Gemeint war damit allerdings, dass es in Ordnung sei, wenn die Polizei sowas mache. Darauf wollten die Hacker aber wohl nicht warten. (indymedia deutschland/akin) ================================================ 14 Afghanistan: Der Schatten der achtziger Jahre Von: akin ================================================ Afghanistan: > Der Schatten der achtziger Jahre Bei den Wahlen hat es sich gezeigt: Die afghanische Linke ist tief gespalten. «Eine Stimme fuer Nurulhak Ulumi ist eine Stimme fuer Gesetzlichkeit, nationale Einheit und Souveraenitaet» warb der Kandidat auf seinen Plakaten. Dass er zur Nationalen Vereinigten Partei (NUP) gehoert, der derzeit wohl staerksten Linkspartei Afghanistans, steht nicht auf den Postern. Parteien, zudem eine, die ihre Wurzeln in der prosowjetischen und von 1978 bis 1992 herrschenden Demokratischen Volkspartei Afghanistans (DVPA) hat, sind nicht sehr populaer im Land. Bei der afghanischen Parlamentswahl am 18. September, deren Stimmenauszaehlung noch bis Anfang Oktober dauern wird, zaehlten Persoenlichkeiten mehr als Programme oder Parteizugehoerigkeit. Selbst Ulumis erbittertste Gegner in der frueheren suedafghanischen Taliban-Hochburg Kandahar erwarten, dass der 64-jaehrige ehemalige General den Einzug in das 249 Sitze starke Unterhaus schaffen wird. Er kann sich sowohl auf eine starke Anhaengerschaft in seinem Baraksai-Stamm, einem der groessten in der Kandaharer Gegend, als auch auf die fruehere DVPA-Anhaengerschaft stuetzen. Sein Hauptkonkurrent unter den Baraksai wirft Ulumi vor, als Supergouvemeur Suedafghanistans Ende der neunziger Jahre fuer militaerische Aktionen gegen die Bevoelkerung verantwortlich gewesen zu sein. Bisherige Berichte von Menschenrechtsorganisationen bieten dafuer jedoch keinen Beleg, so dass Ulumi diese Vorwuerfe zurueckweisen kann. 68 ParlamentskandidatInnen hat Ulumis Partei landesweit ins Rennen geschickt, darunter 20 Frauen. Programmatisch hat die Partei ihre kommunistische Ausrichtung aufgegeben und bewegt sich auf moderat linkem Kurs. Sie betont soziale Gerechtigkeit, die Gleichheit der Geschlechter und die Foerderung aller Wirtschaftssektoren, also nicht nur des privaten. Gleichzeitig bekennt sie sich aber auch zum «freien Markt» und nimmt nicht direkt Stellung gegen die von der Regierung betriebenen weitgehenden Privatisierungen im ausgedehnten Staatssektor. Ulumi hofft, dass aus seiner Partei sieben KandidatInnen den Sprung ins Unterhaus schaffen. Dort will er jene Abgeordneten um sich scharen, die er als «demokratische Opposition» bezeichnet. Doch das wird nicht leicht sein. Trotz programmatischer Naehe sind die Linke und das linksdemokratische Spektrum in Afghanistan stark zersplittert. Dabei spielt die DVPA-Vergangenheit eine zentrale Rolle. Eine Reihe der neuen linksdemokratischen Parteien -- zu denen fruehere maoistische Gruppen, liberale Stammesfuehrer und auch viele fruehere DVPA-Basismitglieder zaehlen -- lehnen die Zusammenarbeit mit frueheren DVPA-Fuehrern ab. Denn sie machen sie politisch fuer die massiven Menschenrechtsverletzungen waehrend der sowjetischen Besatzungszeit verantwortlich, in der ein bis zwei Millionen Menschen starben und fast sechs Millionen zu Fluechtlingen wurden. Sie argumentieren, dass Ulumi und andere fruehere Politbueromitglieder fuer breite Bevoelkerungskreise unwaehlbar bleiben. Ihre Kandidatur ermoegliche es den Fundamentalisten, die demokratische Opposition pauschal als «Kommunisten» abzuqualifizieren. Die National-Demokratische Front (NDF) - ein Zusammenschluss neuer Parteien - nimmt nur Parteien auf, die nicht von frueheren Politbuero- oder Zentralkomiteemitgliedern der DVPA gefuehrt werden. Fuenf dieser inzwischen dreizehn Parteien werden aber von frueheren DVPA-Funktionaeren der mittleren Ebene geleitet. Das fuehrt ebenfalls zu Konflikten. Sarif Naseri, ein ehemaliger Maoist, der seit 1979 den sowjetischen Einmarsch mit der Waffe in der Hand bekaempft hatte und heute die Nationale Stammessolidaritaetspartei fuehrt, empoert sich beispielsweise ueber den NDF-Kollegen Asef Baktasch von der Nationalen Fortschrittspartei, der in einer Fernsehdiskussion ohne zu relativieren sagte: «Wir sind stolz auf unsere Vergangenheit.» Trotz monatelanger Bemuehungen gelang es der NDF nicht, ihre Listen abzustimmen. So kandidierten in Kabul nicht weniger als sechs NDF-Parteivorsitzende faktisch gegeneinander. Immerhin gab es in den Provinzen einzelne Absprachen. Aber auch die aus der DVPA stammende Linke ist tief gespalten, und daran ist Ulumi nicht ganz schuldlos. Vor zwei Jahren hatten 22 linke Gruppen von inner- und ausserhalb der frueheren DVPA nach Vorarbeiten im Exil eine Kommission gebildet, die auf die Gruendung einer neuen, einheitlichen Linkspartei hinarbeiten sollte. Doch Ulumi startete einen Alleingang. Drei Viertel der beteiligten Gruppen zogen sich danach zurueck -- und konstituierten sich zu eigenen Parteien. Die drei wichtigsten -- gefuehrt von ehemaligen DVPA-Ministem -- unterstuetzten sich in der Wahl gegenseitig. Im Zwist zwischen dieser Dreiergruppe und Ulumi widerspiegeln sich die beiden Fraktionen Chalk (Volk) und Partschani (Banner), die die DVPA schon in den achtziger Jahren innerlich zerrissen hatten. Trotzdem muessen Linke und Linksdemokratinnen im Parlament miteinander auskommen. «Wir werden nur eine kleine Gruppe stellen», meint Sebghatullah Sandschar, Chef der sehr aktiven Republikanischen Partei. «Gegen die Fundamentalisten, die wohl in der Mehrheit sein werden, ist Solidaritaet ein muss." (Jan Heller, Kabul, WoZ 39/05) ================================================ 15 Kasachstan/USA/Schweiz: Kasachgate Von: akin ================================================ Kasachstan/USA/Schweiz: > Kasachgate Auf Genfer Bankkonten liegen Millionen US-Dollar an Bestechungsgeldern aus Oeldeals. Was tun damit? «Basel, 31.August 2005 - Sehr geehrte Frau Bundesraetin, Duerfen wir Sie auf einen Fall hinweisen, der unseres Erachtens eine Intervention der Schweiz verlangt? - Die Kasachstan-Koalition» Der Fall ist 120 Millionen US-Dollar schwer. Wer bei solchen Betraegen mit leisen Worten bittet und nicht fordert, der weiss: Die Sache ist heikel. Es geht um Korruptionsgelder auf Schweizer Bankkonten, das Schreiben stammt von der Kasachstan-Koalition. Die Gruppe von kasachischen nichtstaatlichen Organisationen, unterstuetzt von der "Aktion Finanzplatz Schweiz", moechte, dass die Gelder den Buergerinnen und Buergern von Kasachstan zugute kommen. Ein Brief, eine Bitte -- in einem der groessten Korruptionsfaelle der US-amerikanischen Wirtschaftsgeschichte. Es begann Anfang der neunziger Jahre. Die Sowjetunion war eben auseinander gebrochen, und in den neu entstandenen Staaten rund um das Kaspische Meer begannen die neuen Machthaber mit Elan, nach Bodenschaetzen zu suchen. Und mit Erfolg; In Kasachstan stiess man auf Oelfelder beinahe so gross wie jene in Saudi-Arabien. Das US-Aussenministerium prognostizierte, Kasachstan werde bis 2015 unter die Top Ten der Oelproduzenten vorstossen. Es roch nach Arbeit und Geschaeft, auch fuer die grossen Oelkonzerne der USA. Das Problem war nur: Wie gelangt man in das junge Land, das von Praesident Nursultan Nasarbajew ziemlich autokratisch gefuehrt wurde? Wie sicherte man sich Bohrlizenzen? Die Antwort hatte einen Namen: James Giffen, genannt «the bagman» -- der Handlungsreisende. Der heute 64-jaehrige Sohn eines Tuchhaendlers verbrachte sein halbes Leben in Zentralasien. Zuerst als Anwalt fuer allgemeine Handelsgeschaefte mit der Sowjetunion, dann als Experte fuer Oelfoerderung und schliesslich als Investmentbanker mit einer eigenen Bank: Mercator. Laut dem Wirtschaftsinformationsdienst Bloomberg pendelte er 150mal in die Sowjetunion und traf sich ab und zu mit Staatschef Michail Gorbatschow oder anderen Parteigroessen wie dem jetzigen kasachischen Praesidenten Nasarbajew. Kurz: Giffen kannte sie alle -- obschon er kaum Russisch sprach. Mit der Zeit aenderte sich sein Status. Der Geschaeftsmann Giffen wurde zum Berater -- und damit zum begehrten Wissenstraeger. Verbuergt ist die Aussage von Ed Chow, einem Manager beim Oelgiganten Chevron, der sagte: «Es war in den neunziger Jahren unmoeglich, an einen kasachischen Minister zu gelangen, ohne ueber Giffen zu gehen -- vor allem fuer eine amerikanische Firma.» Zunaechst beriet Giffen den Oelgiganten Chevron, dann die Regierung von Kasachstan, dann alle gleichzeitig. Nasarbajew -- der «Boss», wie ihn Giffen nannte -- machte ihn zum Botschafter mit einem kasachischen Pass. Andere Oelfirmen klopften bei Giffen an, er faedelte fast alle Milliardendeals zwischen ihnen und der kasachischen Regierung ein und wickelte die Geschaefte ueber seine Bank ab. Alleine zwischen 1995 und 2000 kassierte er regulaer 67 Millionen Dollar an Honoraren. Giffen, ein Whiskeyliebhaber, hatte nicht nur Freude am Verdienen, sondern auch am Ausgeben. 1998 kaufte er in einem Genfer Juwelierladen Schmuck fuer eine halbe Million Dollar. Praesident Nasarbajew schenkte er ein 80 000-Dollar-Speedboat. Dass man so viel weiss ueber Giffen, hat mit den Ereignissen im Jahr 2003 zu tun. Es war das Jahr, als Giffens Stern vergluehte. Die Genfer Staatsanwaltschaft hatte 1999 -- nach einem Tipp aus Belgien -- wegen Geldwaescherei zu ermitteln begonnen. Im Zentrum standen zwoelf Konten auf Schweizer Banken. Man stiess auf die Namen Giffen und Nasarbajew und orientierte die USA, die daraufhin ein Rechtshilfegesuch stellten. Das Bundesamt fuer Justiz liess den USA Akten zukommen. Das war das Ende. Am 30. Maerz 2003 wurde James Giffen am Kennedy International Airport in New York verhaftet. Die Anklage lautete auf Bestechung von auslaendischen Regierungen. Die zwoelf Konten in Genf gehoerten neben Nasarbajew dem kasachischen Oelminister und anderen hohen Funktionaeren. Laut dem New Yorker Staatsanwalt soll Giffen 84 Millionen Dollar auf diese geheimen Konten umgeleitet und im Gegenzug lukrative Bohrrechte fuer Amoco, Mobil, Phillips Petroleum und Texaco erhalten haben. Giffen drohen 88 Jahre Haft. Allerdings ist der Prozess inzwischen unterbrochen worden. Giffen bezahlte eine Million Dollar Kaution und ist auf freiem Fuss. Der Staatsanwalt sagt, noch nie habe er einen Fall gehabt, bei dem so viele Zeugen ihre Angst geaeussert haetten, mit den Behoerden zu sprechen. Der Prozessunterbruch hat mit der geschickten Strategie der Verteidigung zu tun. Diese beantragte, im Prozess Akten von Gespraechen zwischen Giffen und fuenfzehn ehemaligen US-Behoerdenmitgliedem zuzulassen, unter ihnen Aussenminister James Baker und CIA-Direktor Robert Gates. Die Akten sollen zeigen, dass Giffen nicht Initiator, sondern Ausfuehrender war und in seinem Tun von den Geheimdiensten ermutigt wurde. Die Argumentation ist plausibel: Giffens enge Kontakte zur Machtzentrale in Washington sind schon heute belegt. Als die USA erfuhren, dass Kasachstan sich mit dem Gedanken trug, einige MIG-Kampfflugzeuge nach Nordkorea und in den Iran zu verkaufen, fragte man Giffen an, ob er nicht intervenieren koenne. Giffen reiste nach Kasachstan, und die MiGs blieben am Boden. Und immer wieder Halliburton Vor dem zustaendigen New Yorker Gericht sagte Giffens Anwalt William Schwanz: «Euer Ehren, wir werden Beweise fuer die Verflechtungen vorlegen.» Prozessbeobachter Wayne Madsen schreibt auf seiner Homepage, die Kontakte liefen unter anderem ueber den Oelkonzern Halliburton, an dessen Spitze Dick Cheney stand. Cheney, unter George Bush nun Vizepraesident, hat sich laut der «New York Times» in Sachen Genfer-Konten-Affare selber ebenfalls mit Stabsmitarbeitern von Kasachstans Praesident Nasarbajew getroffen. Kasachstan. Fuenfzehn Millionen Einwohnerinnen, flaechenmaessig das neuntgroesste Land der Welt. Von den Petrodollars gelangt kaum etwas bis zur Bevoelkerung: Vierzig Prozent der KasachInnen leben unterhalb der Armutsgrenze. Bei den letzten Wahlen kam die Partei des Praesidenten auf 43 Prozent. Weitere neunzehn Prozent entfielen auf die Partei seiner Tochter. Auf dem Korruptionsindex der Antibestechungsorganisation Transparency International fungiert Kasachstan auf Rang 122 von 146. Dagegen moechten verschiedene nichtstaatliche Organisationen in Kasachstan etwas unternehmen. Sie heissen Public Committee Against Corruption oder For a Fair Kazakhstan und haben ein Ziel: die Zivilgesellschaft staerken. Doch das kostet, und an diesem Punkt kommt die Aktion Finanzplatz Schweiz (AFP) ins Spiel. «Die in Genf eingefrorenen Gelder gehoeren dem kasachischen Volk. Deshalb moechten wir, dass die Millionen in einen Fonds geleitet werden, der Projekte zur Staerkung der kasachischen Gesellschaft unterstuetzt», sagt Stefan Howald von der AFP. Denkbar waere die Foerderung von unabhaengigen Journalistenschulen oder juristischen Ausbildungsstaetten. Die Schweiz hat bereits Erfahrung mit Fonds aus konfisziertem Geld. Zum Beispiel in Nigeria, wo mit den Potentatenmillionen des Abacha-Clans nur Weltbank-Projekte finanziert werden (vgl. Seite 2). Die Schweizer Regierung und nichtstaatliche Organisationen bestimmen dabei mit, welche Expertinnen die Realisierung der Projekte kontrollieren, Auch in Peru half die Schweiz mit, einen Fonds zu schaffen. Die kasachische Regierung habe signalisiert, dass ein solcher Fonds durchaus moeglich sei, sagt Howald. Die derzeitige Unterbrechung im US-Prozess sei die ideale Gelegenheit, um politisch etwas in dieser Richtung vorzuspuren. Jetzt haette die Schweizer Aussenministerin etwas Handlungsspielraum. Beim Eidgenoessischen Departement fuer auswaertige Angelegenheiten heisst es, zuerst muesse die Justiz die laufenden Verfahren abschliessen, Aber man teile das grundsaetzliche Anliegen, eingefrorene Gelder zurueckzufuehren. Vor kurzem hat die internationale Rueckfuehrungsdebatte eine neue Grundlage erhalten. Der Artikel 51 der Uno-Antikorruptionskonvention sieht vor, sichergestellte Vermoegenswerte ins Ursprungsland zu transferieren. Die Konvention tritt am 14. Dezember dieses Jahres in Kraft, die Schweiz hat sie unterschrieben, aber noch nicht ratifiziert. Nur, die grosse Frage lautet: Was gilt im Fall «Kasachgate» als Ursprungsland? Und wer darf ueber das Geld verfuegen? Was passiert, wenn Giffen verurteilt wird? Was, wenn er freikommt? Die Opfer «Entscheidend wird die Beantwortung der Frage sein, wer das Opfer ist», sagt Howald. «Wir sind der Ansicht, dass die Bestechungsgelder Teil des Kaufpreises fuer die Oellizenzen waren. Damit gehoeren sie nach Kasachstan.» Denkbar waere aber auch die Argumentation, dass die Oelfirmen die Geschaedigten sind, weil die Bestechungsmillionen versteckt und zusaetzlich zum vereinbarten Kaufpreis angefallen sind. Der Prozess in New York wird fuer die Opferfrage entscheidend sein. Einige Opfer sind allerdings bereits heute benennbar. Zum Beispiel der Journalist Sergei Duwanow. Er schrieb in Kasachstan ueber die Genfer Schmiergeldkonten und landete im Gefaengnis. Oder Lira Baisetowa, die Chefredaktorin der Oppositionszeitung «Respublika». Sie sprach mit dem frueheren Genfer Staatsanwalt Bernard Bertossa ueber die Angelegenheit und veroeffentlichte das Interview. Kurz darauf wurde ihre Tochter entfuehrt und ermordet. Vor kurzem schlossen die Behoerden «Respublika». Laut Intemetforen war die Genfer Bankkonten-Affaere in Kasachstan letztes Jahr das beherrschende innenpolitische Thema. Bundesraetin Micheline Calmy-Rey antwortete auf den Brief der Kasachstan-Koalition, die Schweiz suche zusammen mit den Partnern in Kasachstan und den USA einen Weg, die Gelder den rechtmaessigen Eigentuemern zurueckzugeben. So toent Diplomatie. In Kasachstan finden diesen Winter Praesidentenwahlen statt. Die Verfassung haette Nasarbajew erlaubt, noch ein Jahr zuzuwarten. Er bittet aber bereits jetzt an die Urnen, im Dezember, einen Monat bevor in New York James Giffens Prozess wieder aufgenommen wird. Das ist Politik. (Marc Badertscher, WoZ 39/2005 / bearb.) ================================================ 16 Josef Maas Nachruf Von: KPÖ Steiermark ================================================ KPÖ Steiermark Lagergasse 98a 8020 Graz Tel. 03 16 / 71 24 36 Fax 03 16 / 71 62 91 email: kpoe_stmk at hotmail.com Dienstag, 4. Oktober 2005 Presseinformation der KPÖ Steiermark Nachruf auf Genossen Josef Maas Die steirische KPÖ nimmt Abschied von Josef Maas. Dieser verdiente Genosse und ehemalige Spanienkämpfer ist –im Alter von 92 Jahren stehend – vor kurzem verstorben. Bei der Verabschiedung am Dienstag in Graz hielt Stadtrat Ernest Kaltenegger die Traueransprache. Geboren am 15. April 1913 als Sohn einer Grazer Arbeiterfamilie mit fünf Kindern erlernte Josef Maas den Beruf eines Formers. Nach der Niederschlagung des Arbeiteraufstandes im Februar 1934 wurde er erstmalig in Haft genommen. er schloss sich der illegalen KPÖ an. Nach dem faschistischen Putsch in Spanien gehörte Josef Maas zu den Menschen, die im Rahmen der Internationalen Brigaden der spanischen Republik zu Hilfe kamen. Eine lange Zeit der Entbehrung und Verfolgung begann. Nach Kriegsende 1945 trat Genosse Maas in die Dienste der steiermärkischen Landesregierung, wo er bis zu seiner Pensionierung im Jahre 1973 als Elektriker arbeitete. So lange es seine Gesundheit zuließ, war er neben seinem Beruf auch noch in der KPÖ aktiv. Als Anerkennung für seine Leistungen wurde ihm die Goldene Medaille für Verdienste um die Republik Österreich verliehen. Die Regierung des demokratischen Spanien bot ihm wie allen Freiwilligen der Internationalen Brigaden die Ehrenstaatsbürgerschaft Spaniens an. Wir werden dem Verstorbenen stets ein ehrendes Gedenken bewahren Landesvorstand der steirischen KPÖ KPÖ-Bezirksleitung Graz KPÖ-Steiermark Lagergasse 98 a 8020 Graz Tel.: 0316 71 24 36 Fax 0316 71 62 91 email: kp.stmk at kpoe-graz.at; kpoe_stmk at hotmail.com ================================================ ================================================ 17 GLB/MAN/Lohnkosten/Flexibilisierung Von: Gewerkschaftlicher Linksblock ================================================ Pressedienst des Gewerkschaftlichen Linksblocks (GLB), Apostelgasse 36/12, A-1030 Wien - Telefon +43 1 718 26 23-0 - Fax +43 1 718 26 23-30 - Mail glb at glb.at – Web www.glb.at – Ausgabe vom 4. Oktober 2005 Vernebelung des „kräftigen Ergebnisanstieges“ für Aktionäre MAN-Vorstand: Länger arbeiten für weniger Geld Als unverschämte Attacke auf das Lohnniveau der Arbeiter und Angestellten bezeichnet die Fraktion Gewerkschaftlicher Linksblock im ÖGB (GLB) die Forderung des MAN-Vorstandschefs Anton Weinmann nach niedrigeren Lohnkosten und noch mehr Flexibilität. Weinmann begründet dies mit der Aussage „wir haben gegenüber unseren skandinavischen Mitbewerbern einen Lohnkostennachteil von 20 Prozent“. Ein Blick auf den Vergleich der Arbeitskosten zeigt jedoch, dass die Lohnkosten gerade in den skandinavischen Ländern deutlich höher sind als in Österreich: Laut Confederation of Swedish Enterprise (CSE) betrugen die Arbeitskosen pro Stunde in der Industrie im Jahre 2003 in Norwegen 30,4 Euro, in Dänemark 26,7, in Finnland 23, 9 und in Österreich 22,9 Euro, nur in Schweden lagen sie mit 22,0 Euro pro Stunde geringfügig unter dem österreichischen Wert: „Wenn hier also jemand einen Nachteil hat, dann die Lohnabhängigen und ganz sicher nicht die Unternehmen“, meint dazu die GLB-Bundesvorsitzende Karin Antlanger. Umgekehrt lag Österreich laut Eurostat im Jahre 2004 bei der realen Wochenarbeitszeit mit 43,2 Stunden deutlich vor Finnland (39,1), Dänemark (39,3) und Schweden (39,9 Wochenstunden). Mit dem Gejammer will der MAN-Boss offenbar die satten Profitsteigerungen des deutschen Konzerns – der in Steyr einen florierenden Standort hat – vernebeln und den Aktionären auf Kosten der Beschäftigten noch höhere Dividenden bescheren. Laut Aktionärsinformation von MAN wurde im ersten Quartal 2005 der Gewinn gegenüber dem Vorjahr von 63 auf 105 Millionen Euro und im zweiten Quartal 2005 von 132 auf 180 Millionen Euro gesteigert und es wird über einen „kräftigen Ergebnisanstieg bei Nutzfahrzeugen und Dieselmotoren“ gejubelt. Laut Weinmann sollen am MAN-Standort Steyr 16 Millionen Euro Lohnkosten durch verstärkte Flexibilisierung eingespart werden, wobei Weinmann „Teile der Gewerkschaften und Betriebsräte“ lobt, welche „dieses Thema sehr wohl versanden“ hätten. Gleichzeitig wird Druck auf Krankenständler gemacht und mit der Verringerung der Fertigungstiefe durch Verlagerung von Teilproduktionen nach Osteuropa gedroht. Betriebsrat und Gewerkschaft hatten Mühe, den Versuch von MAN am Standort Steyr Persönlichkeitskriterien in ein Lohnsystem einzuführen. Wie GMT-Landessekretär Walter Schopf in einem „Solidarität“-Bericht resümierte geht es der Unternehmensführung letztlich gar nicht um die Flexibilität an sicht, sondern nur darum, dass die Beschäftigten länger arbeiten und weniger Geld dafür bekommen. Mit dieser Taktik gelang es dem Vorstand die in einer Betriebsvereinbarung 1999 getroffene Vereinbarung von maximal sieben Prozent Leasingpersonal auszuhebeln und auf 15 Prozent anzuheben. Dass Österreich bereits Weltmeister in punkto Flexibilisierung ist beweist eine Erhebung, wonach 42 Prozent weder fixen Arbeitsbeginn noch Arbeitsschluss haben, 65 Prozent nicht jede Woche die gleiche Zahl von Arbeitstagen haben, 48 Prozent eine unterschiedliche Stundenzahl pro Arbeitstag arbeiten, 27 Prozent regelmäßig an Samstagen und 14 Prozent an Sonntagen arbeiten. ================================================ 18 BRD/Der Polizei ist fad...: Razzia vor der Wahl Von: akin ================================================ akin-Pressedienst. Aussendungszeitpunkt: Dienstag, 4. Oktober 2005; 18:20 BRD/Der Polizei ist fad...: Razzia vor der Wahl Am 5. September schlug die deutsche Polizei zu. Bei einer bundesweiten Razzia wurden in acht Bundeslaendern insgesamt 66 Objekte durchsucht. Dafuer wurden ueber 300 Beamte eingesetzt, allein in Hessen waren es 100. Dort waren 14 Objekte betroffen, darunter mehrere Wohnhaeuser. Von den insgesamt fuenf Organisationen, die es traf, waren zwei davon kurz zuvor vom sozialdemokratischen Innenminister Schily verboten worden. Es handelt sich dabei um die E. Xani Presse und Verlags-GmbH, von der die in tuerkischer Sprache erscheinende und seit ihrer Gruendung im Jahre 1995 kurdische Belange wahrnehmenden Tageszeitung Oezguer Politika ("Freie Politik") herausgegeben wird, sowie die Yatim Kinderhilfe e. V. mit Sitz in Essen, die von den Behoerden als Ersatzorganisation des Al-Aqsa e. V., der bereits 1992 verboten wurde, eingestuft wird. Der Yatim Kinderhilfe wird die Sammlung von Spendengeldern fuer die Hamas zur Last gelegt. Der Schlag gegen kurdische Strukturen in Deutschland betraf neben Oezguer Politika noch zwei weitere Organisationen, die sich ebenfalls im Verlagsgebaeude der Tageszeitung in Neu-Isenburg befinden, naemlich die MHA (Mezopotamische Nachrichtenagentur) und den Online-Dienst Roj. Letztere wurden nicht verboten, aber "durch die Beschlagnahme und den Abtransport ihrer Technik und Unterlagen wurde ihre Arbeit ebenfalls lahmgelegt", wie es Cemal Ucar, Mitherausgeber von Oezguer Politika (OeP) in einem Interview mit der Jungen Welt formulierte. Gestuermt und durchsucht wurden ausserdem noch der Musikverlag MIR in Duesseldorf, sowie der Mezopotamia-Verlag in Koeln, gegen diese Organisationen wird nach dem Vereinsrecht ermittelt. Auch auf die Yatim Kinderhilfe e. V. wie auf den Verlag von Oezguer Politika wird das Vereinsrecht angesetzt. Bemerkenswert ist hier, dass nach der umdeutenden Ideologie dieser "Gesetze", Organisationen, die eindeutig mit nationalen Befreiungsbestrebungen in Verbindung zu setzen sind, als "voelkerverstaendigungswidrig" bezeichnet werden. Es wird noch gegen eine weitere "islamistische" Organisation, ermittelt, naemlich gegen die IWO, die Islamische Wohlfahrtsorganisation in Herne/Westfalen. Auch sie soll fuer Hamas – die ja, als Gegnerin der Politik Israels, auf der "Schwarzen Liste" der Europaeischen Union steht und damit zur Terrororganisation erklaert wurde – Spenden gesammelt haben. Bei diesen Ueberfaellen und Duchsuchungen wurden Vermoegenswerte sowohl von der Yatim Kinderhilfe e.V., als auch vom E. Xani – Verlag beschlagnahmt. Die Polizei war nicht zimperlich: Der E. Xani Presse und Verlags-GmbH wurden 70.000 Schweizer Franken sowie 22.000 Euro weggenommen, der Yatim Kinderhilfe 25.000 Euro, diese Summen rangieren unter "Vereinsvermoegen". Das Innenministerium formuliert mit polizeilicher Eiseskaelte: "Im Falle der E. Xani Presse und Verlags-GmbH wurde ausserdem das gesamte mobile Vermoegen abtransportiert. Dem Verlag ist damit auch tatsaechlich die Handlungsgrundlage entzogen." Es war praktisch das gesamte Inventar, darunter Computer, Schriftstuecke, eine Vielzahl von Datentraegern, zahlreiche Konto- und Geschaeftsunterlagen, und die Mezopotamische Nachrichtenagentur (MHA) bemerkte: "Die Polizei beschlagnahmte nicht nur Technik und Archiv, sondern auch zahlreiche Topfpflanzen". Der politische Raubzug umfasste auch "mehrere Tonnen Propagandamaterial", wie es das Innenministerium nannte. Die Polizei drang nicht nur in Vereins- und Verlagsraeumlichkeiten, die Druckstaette von Oezguer Politika, in Wohnungen von Vereinsangehoerigen und sogar eine Moschee, sondern auch in die Privatwohnungen der leitenden Redakteure ein. Was Oezguer Politika betrifft, so ist es eine Zeitung, die von den meisten Kurden und vielen Tuerken, aber auch Fachleuten, die sich nicht ausschliesslich mit der kurdischen Frage beschaeftigen, gelesen wird, da sie auch die sozialen Bewegungen in der Gesamttuerkei sowie internationale Fragen der Politik spiegelt. Ueber 100 Personen insgesamt seien von den Uebergriffen auf Oezguer Politika betroffen, berichtet Cemal Ucar, darunter feste Mitarbeiter, freie Journalisten und Korrespondenten. 20 Reaktionsmitglieder sind nun arbeitslos. Der sozialdemokratische Innenminister Schily argumentiert, die Zeitung waere "nachweislich in die Organisationsstruktur der PKK (heute Kongra-Gel) eingebunden. Als Sprachrohr der PKK wuerden ueber die ,Oezguer Politika? Nachrichten und Propaganda verbreitet und die Anhaengerschaft mobilisiert." Von den deutschen Behoerden wurde die PKK 1993 verboten. Bayern waere nicht Bayern, waere nicht auch dort die Polizei auf den Plan getreten. In Nuernberg und Aschaffenburg wurden Wohnungen von Kurden durchsucht. Der CSU-Rechtsaussen Beckstein stellt sich sofort voll hinter den Sozialdemokraten: "Es ist nicht hinzunehmen, dass eine in Deutschland verbotene Organisation wie die PKK ungeniert weiter agiert und durch eigene Medienunternehmen ihre Propaganda verbreitet." Proteste Die KurdInnen in der Region reagierten schnell. Hunderte demonstrierten zusammen mit den Mitarbeitern der Zeitung vor dem Gebaeude in Neu-Isenburg, die DemonstrantInnen hielten die letzte Ausgabe der Zeitung in der Hand und riefen "Schily ist ein Terrorist!" "Wir werden gegen dieses Verbot juristisch alle Wege ausschoepfen", heisst es in der deutschsprachigen kurdischen Wochenzeitschrift Nûçe. Die Netzeitung berichtet: "Laut Herausgeber Cemal Ucar soll zunaechst beim Bundesverwaltungsgericht Einspruch gegen das Verbot und die Beschlagnahme des Verlagsinventars und -vermoegens eingelegt werden. Wenn dies erfolglos bleiben sollte, wollen die Betroffenen das Bundesverfassungsgericht und notfalls den europaeischen Gerichtshof fuer Menschenrechte anrufen". Die dju (Deutsche Journalistenunion) meldete sich zu Wort und widersprach dem Theorem Schilys. "Der Redaktion wird vorgeworfen, sie habe die Anhaenger der PKK in Europa mit Informationen und Vorgaben der Fuehrung der in Deutschland verbotenen Kurdenpartei versorgt. Fuer die Deutsche Journalistinnen- und Journalisten-Union (dju) in ver.di ist das eine fragwuerdige Begruendung". Die Zeitung habe zwar politische Grundsatzpositionen der kurdischen PKK dokumentiert. "Dies ist nicht gleichzusetzen mit der Einbindung in eine Befehl- und Kommandostruktur", sagte der hessische dju-Geschaeftsfuehrer-Manfred Moos. Es draenge sich vielmehr die Frage auf, ob der Bundesinnenminister zwei Wochen vor der Bundestagswahl noch einmal seinen Ruf als sicherheitspolitischer Hardliner festigen wolle. Polizeiliche Aktionen gegen eine Redaktion sind aus Sicht der dju besonders schwerwiegend. "Sie gefaehrden den Vertrauensschutz von Informanten gegenueber der Presse und zugleich den grundgesetzlich garantierten Schutz der Presse. Die dju haelt die angeordnete Schliessung der Zeitung fuer voellig ueberzogen und fordert das Bundesinnenministerium auf, bei allen Massnahmen den hohen Rang der Pressefreiheit zu beachten." Die Kooperation fuer den Frieden/Netzwerk Friedensinitiative urteilt: "Die Bundesrepublik hintertreibt durch das Verbot Chancen fuer Dialog und moegliche politische Verstaendigung im tuerkisch-kurdischen Konflikt" und weist unter anderem auch darauf hin, dass die "Zeitung sich fuer eine zivile und politische Loesung des tuerkisch-kurdischen Konflikts" einsetze und "gegen eine Eskalation von Gewalt" auftrete. Wahlpropaganda Die Verbotsmassnahmen seien nicht direkt als Antwort auf die Politik der kurdischen Opposition zu verstehen, mutmasst Nûçe: "Wir vermuten vielmehr sachfremde Gruende, die mit der kommenden Bundestagswahl in Verbindung stehen. Anscheinend will der Minister mit dem Verbot in letzter Minute die Gunst einer Wahlklientel gewinnen." Deren Groesse ist nicht unwichtig. Laut Bildzeitung gibt es in Deutschland insgesamt 600.000 wahlberechtigte Tuerken. Demonstrativ besuchte denn auch Schroeder – nicht eine demokratische Zeitung der Opposition – sondern die Deutschland-Redaktion der nationalistischen Hetzzeitung Huerriyet in Walldorf in der Naehe von Frankfurt. Von Huerriyet war der Schriftsteller Orhan Pamuk, der sich unter anderem kritisch mit der Armenien-Frage auseinandersetzt, als "elende Kreatur" bezeichnet worden. Bei diesem Besuch versicherte der deutsche Kanzler, er werde sich fuer die EU-Mitgliedschaft der Tuerkei einsetzen. Er sagt nicht, deutsche Tuerken, waehlt mich! Er sagt, ich werde euch die Bewegungsfreiheit in der kuenftigen Gross-EU sichern. Was macht die Huerriyet darauf? Sie sagt nicht direkt, nur Schroeder sei zu waehlen, aber sie gibt bekannt, dass laut einer Umfrage 77% der tuerkischen Waehler bereit seien, die SPD zu waehlen. Die Doðan Media Gruppe (DYH), die groesste Mediengruppe der Tuerkei, die unter anderen die Tageszeitungen Huerriyet und Milliyet herausgibt, erreicht in Deutschland 500.000 Waehler, also die uebergrosse Mehrzahl der aus der Tuerkei stammenden Wahlberechtigten. Haysdar Isik, langjaehriger Mitarbeiter von OeP und wohl guter Kenner der Szene: "Mit dem Verbot kurz vor der Wahl hat Schily der Tuerkei einen Gefallen getan und die Stimmen der eingebuergerten tuerkischen Nationalisten fuer die SPD gewonnen." Uns in Wien braucht der Stimmenfang der tuerkischen Nationalisten/Faschisten durch die deutschen Sozialdemokraten nicht zu ueberraschen. Arbeitet die Wiener Sozialdemokratie denn nicht schon seit Jahren mit der tuerkisch-faschistischen MHP insofern vollkommen friktionsfrei zusammen, als sie ihr die der Gemeinde Wien nahestehende Kurhalle Oberlaa regelmaessig fuer ihre Parteikongresse ueberlaesst? *Aug und Ohr/stark gekuerzt* ================================================ 19 Notizen(III)/EU: EP gegen Asylverfahren-RL, Bolkestein-RL neu Von: akin ================================================ akin-Pressedienst. Aussendungszeitpunkt: Dienstag, 4. Oktober 2005; 18:07 Notizen: > Europaparlament gegen Asylverfahrensrichtlinie Das Europaparlament hat letzte Woche den Entwurf einer Asylverfahrensrichtlinie der EU-Innenminister abgelehnt. Die klare Botschaft der Parlamentarier: Europa braucht mehr Fluechtlingsschutz, mehr Rechte fuer Fluechtlingskinder und keine Listen sicherer Drittstaat- und Herkunftsstaaten. Eine klare Absage wurde einer Verlaengerung der Schubhaft von AsylwerberInnen ueber sechs Monate hinaus erteilt Der vom Europaparlament angenommene Bericht muss nun Grundlage fuer die EU-Innenminister sein, ihren Vorschlag voellig zu ueberarbeiten. (asylkoo/gek.) * Bolkestein-RL ist zurueck Der Praesident der Europaeischen Kommission Barroso hatte seinerzeit durchklingen lassen, dass die "Bolkestein - Richtlinie" in die Schublade gewandert sei -- doch dem ist nicht so: Sie ist mit voller Kraft wieder zurueck gekommen. Der "Ausschuss fuer Beschaeftigung und soziale Angelegenheiten hat am 11.Juli einen "konstruktiven Bericht" angenommen, der "Bericht des Ausschusses fuer den Binnenmarkt" ist fuer Anfang Oktober vorgesehen und die Debatte im Plenum des Europaeischen Parlaments wird fuer die Sitzung vom 24. bis 27.Oktober erwartet. Anschliessend werden die jeweiligen Regierungen eine Stellungnahme fuer den "Rat fuer Wettbewerbsfaehigkeit" Ende November ausarbeiten. Sollte der Entwurf in seiner jetzigen Form angenommen werden, wuerden saemtliche in der EU erbrachten Dienstleistungen wie gewoehnliche Wirtschaftsprodukte behandelt werden: Grundlegende Bereiche wie Kultur, Bildung, Gesundheitswesen und Sozialversicherungssysteme wuerden denselben wirtschaftlichen Wettbewerbsmechanismen unterworfen werden wie herkoemmliche Waren. Daher ist es dringend noetig, die Initiativen der Organisationen, die dagegen ankaempfen, zu unterstuetzen, an die EU-ParlamentarierInnen zu appellieren und auch den nationalen ParlamentarierInnen zu schreiben. (Stopbolkestein/bearb.) Naeheres auf der Plattform: http://www.stopbolkestein.org ================================================ B) TERMINE ================================================ ======================== Mittwoch http://www.mund.at/butt/Termine/Oktober/0510.htm Donnerstag http://www.mund.at/butt/Termine/Oktober/0610.htm Freitag http://www.mund.at/butt/Termine/Oktober/0710.htm ======================== ================================================ D) EDITORIAL ================================================ Für den Inhalt verantwortlich: Ihr. Medieninhaberinnen & Medieninhaber seid Ihr E-Mail-Adresse für Beiträge: widerstand at no-racism.net geschickt. widerst at nd MUND und alle Termine täglich aktualisiert im Web: http://www.no-racism.net/MUND Ziel von MUND (medienunabhängiger Nachrichtendienst) ist die unzensurierte und möglichst rasche Information über gesellschafts- politisch relevante Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu Widerstand und Antirassismus sowie verwandte Themen. sollen einen Titel, Namen und Emailadresse der/des AutorIn enthalten und möglichst kurz und prägnant gehalten sein, ev. mit Hinweis, wo weitere Informationen eingeholt werden können. Bitte keine Attachments! Die inhaltliche und sachliche Verantwortung liegt bei der/dem jeweiligen AutorIn bzw. jenen, die uns die Beiträge schicken. Der MUND wird von einzelnen TagesredakteurInnen zusammengestellt. Da Fehler nicht ausgeschlossen sind, bitten wir, nicht veröffentlichte Beiträge nochmals an widerstand at no-racism.net zu senden. Die Weiterleitung (auch auszugsweise) ist erwünscht. Beiträge mit rassistischen oder sexistischen Inhalten werden nicht veröffentlicht. Sehr persönliche Meldungen werden wir an den betreffenden Adressaten weiterleiten, aber nicht im MUND veröffentlichen. Die bisherigen Ausgaben sind unter http://www.no-racism.net/MUND archiviert. Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage: * Wann: Sonntag, 11.11.2001, 11:11 Uhr * * Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" * * Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf * * Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie. Aber kurz und prägnant.* Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch stillschweigend Zensur zu üben. Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die Nichtaufnahme geliefert. (Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.) Die AbsenderInnen der betroffenen Beiträge werden hiervon informiert. Im Sinne einer "gläsernen Zensur" könnt ihr Euch die Beiträge gerne extra schicken lassen: Ein kurzes Mail an widerstand at no-racism.net genügt. ================================================ E) VERTEILERLISTE ================================================ Zur Eintragung in diesen Verteiler bitte direkt subskribieren unter http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/analle oder von der einzutragenden Adresse aus ein mail schicken an: admin at no-racism.net mit folgendem Text: subscribe no-racism Bitte wegen Automatisierung diesen Wortlaut verwenden! Zur Austragung aus dieser Liste bitte an zusammengestellt. Bitte keine Attachments! (werden nicht angenommen) 2 beitrag nicht genommen: nwr, unaktuell. Redaktionsschluss für diese Ausgabe: Mi 5.00 Uhr III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III ü, ö, ä, ß, Ü, Ö, Ä III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III widerst at nd-MUND is powered by http://alt.strg.at/ ================================================ From analle at no-racism.net Thu Oct 6 06:59:53 2005 From: analle at no-racism.net (=?iso-8859-1?q?MUND=3A_medienunabh=E4ngiger_Nachrichtendienst?=) Date: Thu, 6 Oct 2005 06:59:53 +0200 Subject: widerst@nd - MUND: Donnerstag, 6.10. 2005 Message-ID: widerst at nd MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst Medieninhaberinnen & Medieninhaber seid Ihr www.no-racism.net/mund Donnerstag, 6. Oktober 2005 ================================================ A) INHALT ================================================ ================================================ AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN ================================================ ================================================ 01 Donnerstag 6.10. von ================================================ 02 Lolligo im Netz ! von Lolligo - Kindercafé ================================================ 03 7stern] 7Stern Veranstaltungen im Oktober von 7stern kultur <7stern.kultur at kpoe.at> ================================================ 04 Fw: einladung planet° diskurs von ================================================ 05 KEINE Ankündigungen von Keine Partei ================================================ 06 Unkenruf Oktober 2005 von "Frauenhetz - feministische Bildung, Kultur & Politik" ================================================ 07 Einladung Spitze Feder05 Journalistinnenpreis von "Barbara Huemer" ================================================ ================================================ MELDUNGEN, MEINUNGEN und KOMMENTARE ================================================ 08 Kroatien-EU: Billiger Eintritt von "GFBV" ================================================ 09 KPÖ/Gentechnik-Verbot/EuGH-Entscheidung von KPÖ-Kommunikation ================================================ 10 Italien / Abessinien: 70 Jahre verdrängter Genozid von "GFBV" ================================================ 11 GLB/Dienstleistungsrichtlinie/Gewerkschaften/Abgeordnete von "Gewerkschaftlicher Linksblock" ================================================ 12 Terror-Alarm wegen arabischer Zeitung von "Initiative muslimischer ÖsterreicherInnen" ================================================ 13 Bosnien / Srebrenica: Suspendierung aller am Massaker beteiligten Staatsangestellten gefordert von "GFBV" ================================================ 14 Afghanistan: Freilassung eines wegen Gotteslästerung verhafteten Journalisten gefordert "GFBV" ================================================ 15 ACUS: Schubhaft ist gegen die Menschenwuerde von ================================================ 16 e-Card: Schöne groþe neue Datenwelt von "q/depesche" ================================================ 17 [slp-info] stellungnahme der slp zu den steirischen wahlen und zur frage einer linkspartei in österreich von Sozialistische LinksPartei ================================================ ================================================ B) TEXTE ================================================ ================================================ AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN ================================================ ================================================ 01 Donnerstag 6.10. von ================================================ Liebe Leute! ++++++++++++1) DO 6.10: SPEAKERSCORNER: VOEST-PRIVATISIERUNG Auch am DONNERSTAG (6.10.) gibt es zusätzlich zur wöchentlichen Mahnwache gegen Schwarzorange in Österreich und Orangerot in Kärnten vor dem Kanzleramt wieder einen SPEAKERSCORNER, diesmal mit einem Referat zur PRIVATISIERUNG der VOEST, eines Marksteins in der Geschichte schwarzblauen Privatisierungswahns und schwarzblauer Freunderlwirtschaft und Korruption. Treffpunkt ist um 19Uhr45 Ecke Ballhausplatz/Heldenplatz, Beginn 20Uhr. Und danach sind wieder alle Teilnehmerinnen im Stammlokal in der Neustiftgasse willkommen! Und wie jeden Donnerstag gibt es schon ab 17Uhr die WIDERSTANDSLESUNG (Ecke Ballhausplatz/Heldenplatz). +++++++++++2) FR 7.10.: DEMO GEGEN BILDUNGSABBAU Treffpunkt 15Uhr30, Oper-Karlsplatz. Zusatzinfos: Aufrufende Organisationen: SchülerInnen-Aktionskomitees, der ArbeiterInnenstandpunkt, REVOLUTION und Funke - um diesen Termin gab es Auseinandersetzungen zwischen verschiedenen linken Gruppierungen, viele Gruppierungen machen nicht mit. Wer sich ein Bild über den Aufruf machen will: siehe ANHANG (Presseerklärung, gekürzt) +++++++++++3) SO 9.10.: LANDTAGSWAHL IM BURGENLAND Wer im Burgenland wahlberechtigt ist, hat am Sonntag die Möglichkeit, mit dem Stimmzettel die rassistische, homophobe, unsoziale schwarzorangeblaue Bundesregierung mit ihrem gestörten Verhältnis zu den Nazi-Verbrechen zu schwächen. Wäre doch schön, wenn - wie am letzten Sonntag in der Steiermark - die Schüssel-ÖVP wieder einen gehörigen Dämpfer abbekommen könnte und die Strache-FPÖ nach der Steiermark jetzt auch im Burgenland aus dem Landtag rausfliegen würde. Straches Blaue üben sich in ihren Reden in heftigster Regierungskritik und stützen gleichzeitig im gemeinsamen "Freiheitlichen Parlamentsklub" mit den orangen Clowns die Regierung. Haiders BZÖ selbst wagt es ja im Burgenland gar nicht, sich der Wahl zu stellen, weil vermutlich nicht einmal die steirischen 1,7% für die orangen RegierungssesselkleberInnen erreichbar wären... ligrü Gustl ANHANG: Pressekonferenz am 4. Oktober zum Thema "Demonstration und Jugend-Aktionskonferenz gegen Bildungsabbau am 7. Oktober" Presseerklärung von Roman Birke Mein Name ist Roman Birke. Ich bin Sprecher des SchülerInnen-Aktionskomitees HAK 10 Pernerstorfergasse und Aktivist der Jugendorganisation REVOLUTION. Mit der heutigen Pressekonferenz wollen wir auf die bevorstehenden Protestaktionen vieler Jugendlicher gegen den Bildungsabbau hinweisen. In Österreich - wie in ganz Europa - wird seit vielen Jahren Sozial- und Bildungsabbau betrieben. Wie in ganz Europa wird auch hier eine Umverteilungspolitik von unten nach oben betrieben, von der breiten Mehrheit der Bevölkerung zugunsten einer kleinen Minderheit von Reichen und Konzernherren. (eine Entwicklung, die zuletzt selbst das Wirtschaftsforschungsinstitut WIFO bestätigte). Die Behauptung, man müsse bei der Bildung einsparen, weil halt kein Geld da sei, ist für mich daher eine glatte Lüge. Tatsache ist, dass Geld hinausgeschmissen wird für: * Eurofighter - die Anschaffung von 18 dieser Kampfflugzeuge kostet 2-3 Milliarden Euro! Die jährlichen Kosten belaufen sich auf bis zu 66 Millionen Euro! * Steuersenkungen für die Reichen, wie es ÖVP-Klubchef Molterer vorgeschlagen hat. Er möchte die Spitzenverdiener weniger Steuern zahlen lassen. Den Rest sollen einfach jene Leute übernehmen, die weniger verdienen. * den Bau einer "Elite-Uni" in Oberösterreich. Diese Universität kostet in einem Zeitraum von 15 Jahren 785 Millionen Euro! Dieses Geld wird für anfänglich rund 50 StudentInnen verwendet - in 10 Jahren sind es ungefähr 500 StudentInnen, für die so viel Geld ausgegeben wird! * Alleine für die sündteure Werbeaktion "Neue Schule" verschleuderte Bildungsministerin Gehrer 800.000 Euro! Im Unterschied zu SPÖ und Grünen oder den offiziellen Jugendorganisationen glauben wir jedoch nicht, dass die Regierung durch Bitten und Betteln oder ein paar Events für die Medien von ihrer Offensive des Bildungsabbau abgebracht werden kann. Die Mächtigen in Österreich und in Europa verstehen nur die Sprache des Widerstandes. Und deswegen werden wir mit der Regierung in den nächsten Tagen und Wochen in der Sprache des Widerstandes reden und nicht in der Sprache der diplomatischen Unterwürfigkeit. Unsere Stärke ist auf der Straße und nicht am Verhandlungstisch! Überall in Europa betreiben die Herrschenden Sozial- und Bildungsabbau, aber überall nimmt auch der Widerstand dagegen zu. (z.B. die Ablehnung der neoliberalen EU-Verfassung in Frankreich und den Niederlanden, die jüngsten Wahlerfolge der Linkspartei in Deutschland oder der KPÖ in der Steiermark usw.) Es hat politischen Symbolwert, dass zur gleichen Zeit, während diese Pressekonferenz heute am 4. Oktober stattfindet, ein grosser Generalstreik in Frankreich beginnt. Unser Widerstand reiht sich in diese Tradition des Abwehrkampfes der arbeitenden Bevölkerung und der Jugend und in diesem Sinne kann man sagen, dass wir "französisch lernen". Daher haben sich an mehr als einem Dutzend Wiener Schulen Aktionskomitees gebildet. Wir sind in knapp 50 Schulen Wiens aktiv, um einen Streik gegen den Bildungsabbau zu organisieren. Aber auch in anderen Bundesländern wie z.B. Oberösterreich und Vorarlberg haben sich zahlreiche Aktionskomitees gebildet. Gemeinsam werden wir am 19. Oktober einen österreichweiten SchülerInnenstreik abhalten. Wir wissen nicht, ob wir Erfolg haben werden, die Regierungspolitik des Bildungsraub zu stoppen. Aber wir wissen, dass es für uns keine Alternative zum Streik und zum Widerstand gibt. Wir wollen unsere Zukunft verteidigen und daher gilt für uns SchülerInnen: "Wer studieren will, muss streiken!" Ohne Streik haben wir keine Chance! Wir sind entschlossen, in den kommenden Monaten und Jahren eine neue, kämpferische Jugendbewegung gegen die Politik der Herrschenden aufzubauen. In diesem Sinne verleihen wir dem alten Spruch "In der Schule lernen wir für das Leben" eine neue Bedeutung: Wir lernen Widerstand! ================================================ 02 Lolligo im Netz ! von Lolligo - Kindercafé ================================================ Das Lolligo ist ins Netz gegangen! www.lolligo.net Herzlichen Danke an den Master ================================================ 03 7stern] 7Stern Veranstaltungen im Oktober von 7stern kultur <7stern.kultur at kpoe.at> ================================================ Kulturzentrum 7stern Siebensterngasse 31 Tel. 0699/15236157 www.7stern.net Koordinierung des Kulturprogrammes und des Veranstaltungsraumes: 0676/5421638 Das 7STERN im Oktober Samstag, 8. Oktober, 19.30 Uhr COCKTAIL - ART ISN'T EASY Ein Abendprogramm mit Gesang, Zauberkunst und Kabarett. Die Künstler aus dem MU2ICAL-Ensemble freuen sich über Ihren Besuch. UKB: 11.- /7.- im Vorverkauf. 13.- / 9.- an der Abendkassa. Karten können Sie unter 0664 53 73 547 oder online unter www.mu2ical.at bestellen. --------------------------- Montag, 10. Oktober, 20 Uhr WILDE WORTE Gast: Gustav Ernst FICKSTREIK Gastgeber: Michaela Opferkuh, Franz Hütterer, Richard Weihs Die Texte von Gustav Ernst sind von einer massiven Körperlichkeit. Seine Sprache gerne zotig, deftig, frontal und manchmal auch kraftmeierisch. Seine Männerfiguren mitunter cholerisch, was seine Frauenfiguren zwar nicht als Opfer, mit gehörigem Widersinn aber letztendlich doch zu tragen bereit sind. -------------------------------- Donnerstag, 13. Oktober, 19 Uhr Das Erste Wiener Lesetheater präsentiert Tankred Dorst: Auf dem Chimboraso Tankred Dorst sagt über sein Stück „Auf dem Chimboraso“, es habe die Dramaturgie eines Spazierganges. Das Stück ist eine Art Komposition, die es von bloßer naturalistischer Beschreibung fernhält, sie verdichtet, Spannungen aufbaut, Perspektiven gibt. Seit diesem Stück verwendet Dorst Personen und Fakten aus seiner Familiengeschichte (vor dem Hintergrund zweier deutscher Staaten). Seine Begründung: man kann Stoffe nicht erfinden, man findet sie. Schreiben kann man nur mit Erinnerungen, wenn man „erfindet“ gerät man leicht ins Konstruieren. Er aber möchte Realität festhalten, die er selbst erfahren hat – so wie in „chimbaraso“ – obwohl es sich nicht um historische Stücke handelt. Dorst: „Mich interessiert das Phänomen „Zeit“: wie sie durch Menschen hindurchgeht, sie trägt, verändert, fallen lässt. Und es interessiert ihn, Personen in verschiedenen Phasen ihres Lebens zu sehen, wieder zu sehen, wieder zu erkennen. VA: Ilse M. Aschner ---------------------------- Samstag, 15. Oktober, 11 Uhr Wiener Wahlen BRUNCH Am 23. Oktober wird in Wien gewählt. Die KPÖ ist wienweit dabei und DIE Alternative links von SPÖ und Grünen. Wer noch letzte Argumente braucht, die Spitzenkandidtinnen kennen lernen will oder aber auch nur einfach einen entspannenden Brunch mit guter Musik genießen möchte, die schauen einfach vorbei. Geplant: ein Besuch des frischgebackenen KPÖ-Landtagsabgeordneten Ernest Kaltenegger. LIVE: „Phone 3 Phone“. „Phone 3 Phone“ zählt zu den spannendsten Ethno-Jazz-Bands Österreichs: In Insiderkreisen ist die 1993 von Edith Lettner (Saxophon) und Stephan Brodsky (Drums & Marimbaphone) gegründete Formation seit Jahren schon für ihre eigenwillige Musik bekannt: in den vielschichtigen Eigenkompositionen verschmelzen Einflüsse aus Afrika, Asien und der Karibik zu Worldmusic im besten Sinne des Wortes. Ihr Jazz-Dialog bewegt sich weit abseits des Mainstreams: souverän, groovig, manchmal auch minimalistisch. Edith Lettner (sax) Stephan Brodsky (marimba) Gerhard Graml (bass) levent Tarhan (percussion) ------------------------------- Sonntag, 23. Oktober, ab 17 Uhr Gemeinsam den Wahlabend erleben, feiern, diskutieren .... -------------------------------- Samstag, 29. Oktober, 16 – 2 Uhr Poet-Night Anläßlich des Schiller Jahres präsentiert das Erste Wiener Lesetheater Die Räuberinnen Es lesen: R.Aspöck, El Awadalla, S.Ayoub, D.Berdel, B.Beyerl, M.Chobot, E.Dité, M.Fiala, P.Gynglbauer, A.Geistlinger, E.Gerstl, M.giller, H.Granzer, J.Gruber, R.Gumpinger, E.Hanke, E.Haslehner, W.Herbst, H.Höller, M.Horvath, C.Huber, F.Hütterer, E.Jancak, I.Jantzen, G.Jaschke, HW.Käfer, G.Kamna, C.Kern, J.Kilic, H.Kollegger, T.Korosa, E.Kostal, J.Langthaler, H.Lewinsky, HJ.Liebscher, W.Loenz, M.Loydott, C. Meissner, T.Northoff, E.Perchinig, D.Petrik, AS.Peyman, M.Podzeit-Lütjen, K.Raubal, H.Rizy, G.Ruiss, A.Schaub, Ray S., H.Schmölzer, C.Schreibmüller, HG.Schwaiger, B.Schwaner, R.Schwendter (VA), R.Seyfried, C.Stuhlpfarrer, C.Tiber, C.Vivenz, R.Weihs, A.Wiesenöcker, G.Windisch, J.Zucker-Geißler, Elfriede Hammerl, ….. _______________________________________________ 7stern mailing list 7stern at kpoe.at http://www.kpoe.at/mm/listinfo/7stern ================================================ 04 Fw: einladung planet° diskurs von ================================================ *planet° -Diskurs zum Thema „Kulturpolitik“* *_es diskutieren:_ Ruth Beckermann, Filmemacherin Robert Menasse, Autor Marie Ringler, Kultursprecherin der Wiener Grünen Moderation: Claus Philipp (Der Standard)* *Dienstag, 11. Oktober 2005 19:00 Uhr im Architekturzentrum, Museumsquartier* folgende Fragen sollen u.a. aufgeworfen werden: *Kulturpolitik versus Kunstpolitik? *Ist Kulturpolitik wirklich nicht mehr als die Förderung von Kunst? Für wen wird Kulturpolitik gemacht? *Kulturpolitik als Ausdruck herrschender politischer Kultur? *Die Paradigmen zur Kulturpolitik haben sich über die Jahre verändert. Geblieben ist Kultur als „schwieriger Begriff“ und ein meist seltsamer Umgang der Politik mit Kultur. Wo beginnt demnach Kulturpolitik und wo kann sie ansetzen? *Welche Möglichkeiten aber auch Verantwortung haben KünstlerInnen? *Der gesellschaftliche Stellenwert von Kunst- und Kulturschaffenden oszilliert zwischen belächeltem Hofnarr, prestigeträchtigen Aushängeschild und „Gewissen der Nation“. Welche politische Relevanz kommt ihnen zu? *Auch die aktuelle planet°-Ausgabe hat diesmal den Schwerpunkt Kulturpolitik.* Mehr dazu unter: www.planet.gruene.at Rückfragen an: daniela.ingruber at gruene.at ================================================ 05 KEINE Ankündigungen von Keine Partei ================================================ KEINE Partei macht was: Ab Donnerstag 6. Oktober bis Mittwoch 26. Oktober ist KEINE Reklame im Votivkino zu sehen. "Stell bitte den Krach ab!" KEINE-Jourfix ist jeden Freitag 15-18 Uhr im Wiener Deewan, Liechtensteinstraße 10, 1090. KEINE Partei bei den Bezirksratswahlen am 23. Oktober im Wiener Alsergrund wählbar! KEINE Partei kennt den Ausgang der Wiener Wahlen schon jetzt: Sie werden vorbei sein! Wer dies oder etwas Spezielles mit uns feiern will, ist willkommen: KEINE Wahlfeier im Wiener Deewan, Liechtensteinstraße 10 (1090), am 23.10., ab 16 Uhr. viel Freude & KEINE Panik! deine KEINE, http://keinepartei.net ps: KEINE Partei entblödet sich nicht, BesucherInnen mit einem Gratisflug und mehrere Kinokarten auf ihre Homepage und zu ihren Jourfix-Treffen zu locken. Wenn niemand kommt, auch ok. ================================================ 06 Unkenruf Oktober 2005 von "Frauenhetz - feministische Bildung, Kultur & Politik" ================================================ UNKENRUF OKTOBER 2005 Termine: 8.10. - Philosophisches Café zum Thema Grundeinkommen 9.10. - Vortrag und Diskussion "Umbau des Sozialstaates - ehrenamtliche Arbeit als Retter? 14.10. - Screening, Impulsreferate und Diskussion "Sprengt den Opfer-Täter-Komplex" Information: Finanzielle Anerkennung für "Trümmerfrauen" _____________________________________________ 8.10. Philosophisches Café 20.00 Uhr, im Frauencafé Wohltat Grundeinkommen? Zum Für und Wider aus feministischen Perspektiven Im Rahmen des Kongresses 'Grundeinkommen. In Freiheit tätig sein', veranstaltet von attac Deutschland, attac Österreich, dem 'Netzwerk Grundeinkommen, Deutschland' und dem 'Netzwerk Grundeinkommen und sozialer Zusammenhalt, Österreich' bestreitet die Frauenhetz ein Philosophisches Café. Grundeinkommensideale können dabei als mögliche Frauenfalle diskutiert werden. Inwiefern kann die Forderung nach Grundeinkommen auch als neoliberales Unterfangen betrachtet werden? Besteht die Gefahr einer Minderung von Teilhabe an politischen Prozessen? Inwiefern handelt es sich um ein 'Wohlstandsproblem'? Würde Grundeinkommen egalisierend eingreifen in das Geschlechter/Machtgefälle, das sich doch durch alle gesellschaftlichen Bereiche zieht und v.a. auch im Bereich der Reproduktionsarbeit und der Sphäre des Privaten verankert ist ? Was bedeutete das mögliche Verschwinden von Ehrenamtlichkeit, die in ihrer Freiwilligkeit auf einer Differenz zu entlohnter Arbeit beruht? Diese und ähnliche Fragen können diskutiert werden. __________________________ 9.10. Umbau des Sozialstaates - ehrenamtliche Arbeit als Retter? 19.30 Uhr, Vortrag und Diskussion Gisela Notz, Sozialwissenschaftlerin/Bonn in der Frauenhetz In der aktuellen sozial- und kulturpolitischen Diskussion hat sie Konjunktur, die "freiwillige Arbeit". Soziale und kulturelle Versorgung wird großflächig reprivatisiert, staatlichen Kürzungen zum Opfer fallende Einrichtungen werden der ehrenamtlichen Arbeit und Selbsthilfe übergeben - und all dies wird mit dem ideologischen Mäntelchen des Vorteils menschlicher Wärme in kleinen Netzwerken der Zivilgesellschaft im Vergleich zur Kälte der professionellen Institutionen zugedeckt. Moderation: Birge Krondorfer __________________________ 14.10. Sprengt den Opfer-Täter-Komplex! 18.30 Uhr, Screening, Impulsreferate und Diskussion 3 Videos von Michaela Pöschl, Künstlerin und Kunsttheoretikerin Edith Futscher, Kunsthistorikerin in der Frauenhetz Ausgehend vom unbehaglichen Video "Der Schlaf der Vernunft" (2000) sowie den Videoinstallationen "Das Wort Liebe kommt nicht vor" (2004) und "Sprengt den Opfer-Täter-Komplex!" (2005), die beide auf unterschiedliche Weise Praxen des Schneidens am eigenen Körper ins Bild setzen, fragen wir danach, was mit/in diesen Bildern verkehrt wird und werden soll. Können Bilder Gewaltstrukturen ins Wanken bringen? Inszenierungen des scheinbar Persönlichen, von Verweigerung, sowie der Zusammenhang von Macht und Genuss - wie das Lachen - werden zur Sprache kommen. Nicht zuletzt unser Zweifel gegenüber voyeuristischen Betrachter- und KünstlerInnenpositionen, die Identität zuweisen und fixieren. __________________________ Finanzielle Anerkennung für "Trümmerfrauen" Liebe Frauen! Es wurde uns die Nachricht zugetragen, dass die finanzielle Anerkennung, die der Bund via das Bundessozialamt im sogenannten Jubiläumsjahr 2005 sogenannten Trümmerfrauen, den Frauen der Wiederaufbaugeneration, zugesprochen hat, nicht beansprucht wird. Es handelt sich um eine einmalige finanzielle Zuwendung - ein Geschenk - in Höhe von EUR 300,-, die österreichischen Staatsbürgerinnen zugestanden wird, die vor dem 1. Jänner 1951 zumindest ein Kind zur Welt gebracht oder in Österreich groß gezogen haben. In der Veröffentlichung seitens des Budessozialamtes heißt es: "Die Frauen oder ihre Ehegatten müssen zum Zeitpunkt der Antragstellung eine der folgenden Leistungen beziehen: Ausgleichszulage aus der gesetzlichen Sozialversicherung; einkommensabhängige Leistung nach dem Opferfürsorgegesetz oder dem Kriegsopferversorgungsgesetz; Dauerleistung zur Sicherung des Lebensunterhaltes nach einem der Sozialhilfegesetze der Bundesländer; oder: ein vergleichbares Einkommen." Im Informationsblatt heißt es weiter: "Von der Zuwendung sind Frauen ausgeschlossen, deren Verhalten in Wort und Tat mit den Gedanken und Zielen eines freien, demokratischen Österreich unvereinbar war." Obwohl, uns nicht klar ist, warum die Geldzuwendungen an Mutterschaft gebunden ist, wollen wir doch an dieser Stelle darauf aufmerksam machen, dass die zur Verfügung gestellten Gelder nicht in Anspruch genommen werden. Wir schreiben Ihnen/Euch deshalb, weil die Zuwendungen nur binnen eines Jahres nach In-Kraft-Treten des Gesetzes beantragt werden können: Informationen und Antragsformulare finden sich auf: www.bundessozialamt.gv.at Und noch eine Information bezüglich der bevorstehenden Gemeinderatswahlen in Wien: H.C. Strache erhebt auf seiner Homepage die Meinung der BürgerInnen in Bezug auf 'Zuwanderung'. Braucht Wien mehr oder weniger Zuwanderung - so lautet seine Frage: Von jedem PC aus kann einmal täglich ein deutliches Nein gegen weniger Zuwanderung bzw. ein deutliches Ja für mehr Zuwanderung abgegeben werden. Mit einfachem Klicken unter: www.hcstrache.at/umfrage.php Nach dem Motto: Mehr Unterwanderung rassistischer Politiken! In diesem SinneŠ ...eure Hetzfrauen ================================================ 07 Einladung Spitze Feder05 Journalistinnenpreis von "Barbara Huemer" ================================================ EINLADUNG zur PREISVERLEIHUNG ***DIE SPITZE FEDER 2005*** Maria VASSILAKOU, Klubobfrau der Grünen Wien und das Frauen-Netzwerk-Medien laden herzlich zur Verleihung des Journalistinnenpreises Die Spitze Feder ein. WANN: 7. Oktober 2005, 19.00 Uhr WO: phil [ausgesprochen viel], 1060 Wien, Gumpendorferstraße 10 -12 Der Preis wird gestiftet von Dr. Monika VANA, Landtagsabgeordnete und Frauensprecherin der Wiener Grünen. Wir freuen uns, den Preis an Frau Dr. Ursula Kubes-Hoffmann und Frau Georgia Schultze, übergeben zu dürfen. Festrede: Cecile Cordon, Landtagsabgeordnete, Autorin und Schauspielerin Musik: Amina Sander, Chellistin Feierliche Verleihung mit musikalischer Begleitung, anschließend Buffet Die Spitze Feder wird heuer bereits zum 7. Mal für hervorragende publizistische Leistungen an engagierte Journalistinnen vergeben. Der Preis richtet sich an Medienarbeiterinnen, denen kritische und zeitgemäße Berichterstattung im Bereich Frauen, Demokratie und Menschenrechte ein besonders Anliegen ist. Der Hauptpreis, dotiert mit 2.200 *, wird vergeben zum Schwerpunktthema "Gedenkjahr 2005 - Frauenwelten im Wandel der Zeit". Für den Nachwuchsförderpreis in der Höhe von 800 * konnten sich ausschließlich Journalistinnen bis 35 Jahre mit einem Beitrag bewerben. Wir freuen uns, Sie bei der Ehrung begrüßen zu dürfen. ************************** Barbara Huemer Referentin für Beschäftigungs- und Frauenpolitik Grüner Klub im Rathaus 1082 Wien T: 4000 81580 www.wien.gruene.at ================================================ ================================================ MELDUNGEN, MEINUNGEN und KOMMENTARE ================================================ ================================================ 08 Kroatien-EU: Billiger Eintritt von "GFBV" ================================================ Gesellschaft für bedrohte Völker - Südtirol / Presseerklärung in www.gfbv.it/2c-stampa/2005/051004de.html Kroatien-EU: Billiger Eintritt Kroatien diskriminiert ungeniert seine Minderheiten. Beitrittsverhandlungen ohne Vorbedingungen legitimieren den kroatischen Nationalismus Bozen, Göttingen, Wien, 4. Oktober 2005 Anlässlich der Beratungen über einen möglichen Beginn von EU-Beitrittsverhandlungen mit Kroatien im März 2005 hat die Gesellschaft für bedrohte Völker-international (GfbV) den Regierungen der 25 EU-Mitgliedstaaten ihren Report über die Diskriminierung der serbischen Volksgruppe und die rassistische Ausgrenzung der kleinen Roma-Minderheit in Kroatien übersandt. Die GfbV unterstützt zwar den Beginn von Beitrittsverhandlungen, appellierte gleichzeitig jedoch an die EU, die völlige Gleichbehandlung dieser beiden ethnischen Gemeinschaften zur Vorbedingung einer Aufnahme Kroatiens in die EU zu machen. Die serbische Volksgruppe wird bis heute diskriminiert, kroatische Behörden und Gerichte missachten ihre Rechte. Nur ein Drittel der 300.000 kroatischen Bürger serbischer Nationalität, die von kroatischen Armee bei der Wiedereroberung der Krajina vertrieben worden waren, konnten zurückkehren. Kroatische Gerichte und Behörden verschleppen die Anerkennung und Rückgabe von Wohnungen, Häusern, Grundstücken und Ländereien oft so lange, bis die betroffenen Eigentümer aus Altersgründen nicht mehr zurückkehren können und ihre Kinder der Heimat entfremdet sind. Lebten 1990 etwa 600 000 Serben in Kroatien, sind es heute nur noch 201 631 Menschen*. Außerdem werden serbische Arbeitssuchende vielfach von kroatischen Betrieben und Behörden benachteiligt, Gerichte verzögern Entscheidungen bei der Wiedergutmachung oder Anerkennung der kroatischen Staatsbürgerschaft. Während kroatische Kriegsverbrechen an Angehörigen der serbischen Volksgruppe nur unzureichend untersucht werden, werden mutmaßliche serbische Täter sogar in Abwesenheit verurteilt. Die 30.000 bis 40.000 Angehörigen der kroatischen Roma-Gemeinschaft leiden unter rassischer Diskriminierung, Segregation im Bildungswesen. Auf dem Arbeitsmarkt werden sie total benachteiligt. Während die serbische Volksgruppe so wie sieben andere ethnische Minderheiten Kroatiens - erfreulicherweise - mit eigenen Abgeordneten im nationalen Parlament vertreten sind, wurde den Roma kein eigener Repräsentant in der Volksvertretung zugestanden. Scharf kritisiert die GfbV, dass in einigen Regionen Kroatiens alle Roma-Kinder gegen den Willen ihrer Eltern in getrennte Klassen von Hilfs- und Sonderschulen gezwungen werden. In diesem Zusammenhang muß an die Ausrottung von 28 000 der damals 28.500 Roma während des Zweiten Weltkrieges durch das Ustascha-Regime Kroatiens erinnert werden. * Anmerkung: Präsident Franjo Tudjman hat bis zu seinem Tode keine ernsthaften Schritte für die Rückkehr der Vertriebenen unternommen. Nach Auffassung der GfbV ist dieses Unrecht auch nicht mit der Vernichtung von etwa 13 000 kroatischen Zivilisten während des serbisch-kroatischen Krieg zu entschuldigen. Kroatischen Racheakten waren Hunderte von kroatischen Serben zu Opfer gefallen. ============================================================ Siehe auch: * www.gfbv.it: www.gfbv.it/2c-stampa/2005/050315de.html | > www.gfbv.it/2c-stampa/03-2/031124de.html | > www.gfbv.it/2c-stampa/03-2/030604de.html | > www.gfbv.it/2c-stampa/01-2/010517de.html | > www.gfbv.it/3dossier/kurdi/taibon-de.html | > www.gfbv.it/3dossier/kurdi/kurtur-de.html | > www.gfbv.it/3dossier/bosnia/indexbih.html > > * www: www.iccnow.org | www.unhcr.ch ================================================ 09 KPÖ/Gentechnik-Verbot/EuGH-Entscheidung von KPÖ-Kommunikation ================================================ KPÖ-Pressedienst - Drechslergasse 42, 1140 Wien - Telefon +43 (1) 50 36 580 - 0 - Fax +43 (1) 50 36 580 - 499 - Mail bundesvorstand at kpoe.at - Web www.kpoe.at - News www.kpoe.at/lpd - Ausgabe vom 5. Oktober 2005 Aufhebung des Gentechnik-Verbotes nicht überraschend Ein ökologisches Europa ist mit dieser EU nicht möglich Nicht überraschend ist nach Meinung der KPÖ die Aufhebung des vom oberösterreichischen Landtag mit den Stimmen aller vier Parteien beschlossenen Gentechnik-Verbotes durch den Europäischen Gerichtshof (EuGH): „Es ist eine Illusion zu glauben, solche Verbote zu erlassen, ohne die Grundlagen der EU wie etwa den freien Wettbewerb und den Binnenmarkt in Frage zu stellen“, meint dazu KPÖ-Umweltsprecher Leo Furtlehner. Oberösterreich wollte den Einsatz gentechnisch veränderter Organismen flächendeckend im ganzen Bundesland verbieten. Zahlreiche EU-Regionen von der Bretagne bis zur Toskana hatten sich dem angeschlossen und eine Plattform gegen den Gentechnik-Anbau gebildet. Die anderen österreichischen Bundesländer setzen hingegen auf den Schutz ökologisch sensibler Gebiete und die Klärung von Haftungsfragen im Falle von Verunreinigungen durch gentechnisch veränderte Pflanzen. Dies wird von der EU-Kommission grundsätzlich akzeptiert. Bereits im September 2003 hatte die EU-Kommission den oberösterreichischen Antrag abgelehnt. Oberösterreich zog daraufhin mit Unterstützung der Bundesregierung gegen diese Entscheidung der Brüsseler Behörde vor den EU-Gerichtshof. In der Klage wurde argumentiert, dass ein Nebeneinander von Gentechnikanbau und biologischer beziehungsweise konventioneller Landwirtschaft auf Grund der kleinstrukturierten Landwirtschaft nicht möglich sei. Der EuGH begründet die Ablehnung des Gentechnik-Verbotes damit, Österreich habe weder neue wissenschaftliche Erkenntnisse über Umweltprobleme durch die Technologie vorlegen noch landesspezifische Probleme durch die Verwendung gentechnisch veränderter Pflanzen nachweisen können. Der wirkliche Hintergrund für die Ablehnung des Verbotes durch den EuGH ist freilich der Verstoß einer solchen Regelung gegen den „freien Wettbewerb“ und damit verbunden gegen die Freiheit des Kapitals als Fundament der EU überhaupt. Das Gentechnik-Verbot steht im Widerspruch zum Binnenmarkt, einem Fundament der Europäischen Union. Die Entscheidung des EuGH macht deutlich, dass ein ökologisches Europa mit dieser EU und ihren Grundlagen - wie etwa die vier Grundfreiheiten des Maastricht-Vertrages, dem Binnenmarkt-Prinzip, dem Dogma des „freien Wettbewerbs“ und der geplanten EU-Verfassung - ebenso wenig möglich ist wie ein von Gewerkschaften gefordertes soziales Europa, so das Resümee der KPÖ. ================================================ 10 Italien / Abessinien: 70 Jahre verdrängter Genozid von "GFBV" ================================================ > Gesellschaft für bedrohte Völker - Südtirol / Presseerklärung in > www.gfbv.it/2c-stampa/2005/051005de.html > > Italien / Abessinien: 70 Jahre verdrängter Genozid > Das Parlament soll sich endlich der Geschichte stellen und sich für die > Kriegsverbrechen in Äthiopien entschuldigen > > Bozen, 5. Oktober 2005 > > Vor 70 Jahren am 3. Oktober 1935 startete das damalige faschistische > Italien seinen Eroberungskrieg gegen Äthiopien. Seit 70 Jahren verdrängt > Italien erfolgreich diesen Teil der Geschichte. Faschistische > Kriegsverbrecher wurden vom demokratischen Nachkriegs-Italien nie zur > Rechenschaft gezogen, genauso wenig gab es eine Wiedergutmachung. > > Es ist löblich, dass die italienische Abgeordnetenkammer sich nicht davor > gescheut hatte, den Völkermord der Türkei an den Armeniern anzuerkennen > und zu verurteilen. Genauso engagiert agiert das Parlament, wenn der sechs > Millionen europäischen Juden gedacht wird, die von Nazi-Deutschland und > seinen europäischen Helfershelfern ermordet wurden. Ermutigend sind jene > Parlamentarier, die sich für die Opfer der Genozidverbrechen in Darfur im > Westsudan oder in Tschetschenien und für die Verfolgung der Täter > engagieren. Aber auch Italien drückte sich bisher erfolgreich an einer > Entschuldigung von Völkermordverbrechen des faschistischen Italiens in > Afrika vorbei. Im Winter 1929/30 startete Italien die militärische > Rückeroberung der einstigen italienischen Kolonie Libyen. Dabei sollen > laut Untersuchungen der italienischen Historiker Giorgio Rochat und Giulio > Massobrio mehr als 40.000 (bei einer Gesamteinwohnerzahl von 800.000 > Menschen) ermordet worden sein. > > 1935 startete das faschistische Italien von der bereits 1887 eroberten > Kolonie Eritrea einen Großangriff auf das äthiopische Königreich. > Eingesetzt wurden dabei Hilfstruppen aus Eritrea, mehr als eine halbe > Million italienische Soldaten und Giftgas. Die äthiopische Regierung ging > nach Kriegsende von mehr als 730.000 Ermordeten aus, italienische > Historiker schätzen, dass dem italienischen Kolonialismus zwischen 1887 > und 1941 mehr als 300.000 Menschen zum Opfer fielen. Die Journalistin > Fiamma Nirenstein kritisierte vor Jahren die Verdrängung der > faschistischen Kriegsverbrechen in Afrika - zugunsten der sogenannten > nationalen Aussöhnung. Der Historiker Angelo Del Boca warf dem > Nachkriegsitalien vor, ein Auskommen mit den Diktatoren in Libyen, Somalia > und Äthiopien gesucht zu haben. Unterlassen wurde aber bisher die > Anerkennung der Kriegsverbrechen und eine entsprechende Wiedergutmachung. > > Diese Nichtaufarbeitung der eigenen Verbrechen war in Italien > Staatspolitik: Von 5.594 Verurteilten wurden 5.328 nachträglich > freigesprochen oder amnestiert und begnadigt. Für 20 Jahre Faschismus > wurde 266 Personen verantwortlich gemacht. Die > UN-Kriegsverbrecherkommission hatte immerhin 1.200 Italiener als > Kriegsverbrecher angeführt. Der Historiker Giorgio Rochat klagt das > faschistische Italien einer Völkermord-Politik an. Trotzdem ist kein > einziger der für die Genozid-Verbrechen in Afrika Verantwortliche je > bestraft worden. > ============================================================ > Siehe auch: > * www.gfbv.it: www.gfbv.it/2c-stampa/2005/050422de.html | > www.gfbv.it/2c-stampa/04-1/040113de.html | > www.gfbv.it/2c-stampa/04-1/040116de.html | > www.gfbv.it/3dossier/africa/oromo-de.html > > * www: www.zadigweb.it/amis/ric.asp?id=7 ================================================ 11 GLB/Dienstleistungsrichtlinie/Gewerkschaften/Abgeordnete von "Gewerkschaftlicher Linksblock" ================================================ Pressedienst des Gewerkschaftlichen Linksblocks (GLB), Apostelgasse 36/12, A-1030 Wien - Telefon +43 1 718 26 23-0 - Fax +43 1 718 26 23-30 - Mail glb at glb.at - Web www.glb.at - Ausgabe vom 5. Oktober 2005 GLB fordert EU-Abgeordnete zum Nein zur Dienstleistungsrichtlinie auf Vier Grundfreiheiten und Wettbewerb in Frage stellen Mit Brachialgewalt will offensichtlich die Europäische Kommission als verlängerter Arm der großen Konzerne die auch als „Bolkestein-Direktive“ bekannte Richtlinie zur Liberalisierung aller Dienstleistungen durchdrücken. Auf Grund massiver Proteste von Gewerkschaften, Sozialvereinen, Umweltschutzgruppen bis hin zu Wirtschaftsverbänden der Klein- und Mittelunternehmen musste der Entwurf der Richtlinie im Frühjahr 2005 zurückgestellt werden. Die EU-Kommission unter Präsident Barroso hatte aber nie daran gedacht, diese umstrittene Richtlinie zurückzuziehen, sondern hat ihre Umsetzung hinter den Kulissen mit aller Vehemenz weiter betrieben. Ende Oktober soll das EU-Parlament darüber entscheiden. Bereits im Vorfeld versucht die Konzern-Lobby in verschiedenen Parteien in den Ausschüssen die Richtlinie durchzudrücken. Die Fraktion Gewerkschaftlicher Linksblock im ÖGB (GLB) hat bereits bei ihrer Bundeskonferenz am 30. April 2005 in zwei Resolutionen der Richtlinie eine klare Absage erteilt und an dieser Haltung hat sich bis dato nichts geändert. Kernpunkte der Kritik sind das Herkunftslandsprinzip - das zu einem schrankenlosen Dumping für Löhne, Sozialleistungen, Arbeitsrecht, Konsumenten- und Umweltschutz usw. führen würde - und das Entgeltprinzip - demzufolge künftig auch bislang kostenlos erbrachte Dienstleistungen etwa im Sozialbereich dem Markt unterworfen würden. Die Dienstleistungsrichtlinie würde außerdem Klein- und Mittelbetriebe der Billigkonkurrenz ausliefern, zu einem Chaos von 25 Rechtsordnungen führen, die Kontrolle von Schwarzarbeit und Steuerhinterziehung vor Ort verunmöglichen, Regelungen für Kündigungs- und Entlassungsschutz, Krankengeld, die Beschäftigung von LeiharbeiterInnen oder die Gründung von Betriebsräten unterlaufen und den Standortwettbewerb im negativen Sinne anheizen. Als einen zentralen Punkt am Ziel der Richtlinie sieht der GLB die Gleichsetzung aller für die Aufrechterhaltung der Grundversorgung im weitesten Sinne wie Nahverkehr, Bildung, Gesundheitswesen usw. wesentlichen öffentlichen Dienste mit allen anderen Dienstleistungen. Der Hintergrund der Richtlinie ist letztlich die Auslieferung bislang der öffentlichen Hand vorbehaltenen Dienstleistungen an den „freien Markt“ bzw. an private Eigentümer. Im Gegensatz zur ÖGB-Spitze hat der GLB die Auseinandersetzung um die Dienstleistungsrichtlinie von Anfang an in einem untrennbaren Zusammenhang mit den Rechtsgrundlagen der EU, wie dem Maastricht-Vertrag und auch der vorläufig gescheiterten EU-Verfassung gesehen: „Die maßgebliche Grundlage für die Liberalisierung sind nämlich die vier Grundfreiheiten und die Festschreibung des Wettbewerbs als Säulen der EU“, meint GLB-Bundesvorsitzende Karin Antlanger. Ein wirksamer Kampf zur Verhinderung der „Bolkestein-Direktive“ ist daher nur möglich, wenn diese Grundlagen der EU in Frage gestellt werden. Das Scheitern der EU-Verfassung in Frankreich und den Niederlanden war maßgeblich auch der Erkenntnis dieses Zusammenhanges geschuldet. Wenn jetzt die Spitzen des ÖGB die Notwendigkeit eines „sozialen Europas“ entdecken, dann müssen sie entsprechend handeln: „Denn mit der EU wie sie hier und jetzt funktioniert, ist eine Sozialunion nicht möglich“, so Antlanger. Der GLB fordert daher die 18 österreichischen EuropaparlamentarierInnen auf, angesichts der gravierenden negativen Auswirkungen die geplante Dienstleistungsrichtlinie im Europäischen Parlament abzulehnen und statt dessen der Erhaltung und dem Ausbau der öffentlichen Dienste in der freien Entscheidungskompetenz der jeweiligen Träger (Bund, Länder, Gemeinden, Sozialversicherungen…) im allgemeinen Interesse Vorrang zu geben. ================================================ 12 Terror-Alarm wegen arabischer Zeitung von "Initiative muslimischer ÖsterreicherInnen" ================================================ Terror-Alarm wegen arabischer Zeitung: Es ist wieder ein Anlaß über neue Erscheinungen von Rassismen und Islamfeindlichkeit nachzudenken (siehe den u.a. Bericht): Straches Plakate "Kirchen gegen Moscheen" Steinwurf auf Linzer Moschee Terrorverdacht wegen arabische Zeitung Es muss mit aller Klarheit ausgesprochen werden: Der Weg zu einer weiteren Eskalation und daraus resultierenden physischen Attacken auf Muslime scheint gefährlich nahe. Daher sollen alle oben angeführten Beispiele zum Anlass genommen werden, einmal mehr daran zu erinnern, wie wichtig ein umsichtiger und fairer Umgang rund um das Thema "Islam" ist. Der Appell geht dabei an Politik, Medien und Zivilgesellschaft. Dipl.-Ing. Tarafa Baghajati Vizepräsident von ENAR - European Network against Racism und Mitgründer der Initiative muslimischer ÖsterreicherInnen Wien, 05. Oktober 2005 ******************** http://www.nachrichten.at/lokal/391268?PHPSESSID=dbdfb7dfbae2e38abb9fd892d64efa57 Terror-Alarm wegen Zeitung WIEN. Ein verdächtiger Passagier hat gestern an Bord eines dänischen Flugzeuges, das vom Wiener Flughafen starten sollte, für Aufregung gesorgt: Der Stundent war Insassen dermaßen dubios vorgekommen, dass die Crew die Polizei verständigte. Der Grund: Der Mann hatte eine arabische Zeitung gelesen und sah verdächtig aus. Nachdem Polizisten den Mann einvernommen hatten, konnte das Flugzeug starten. vom 05.10.2005 ***************************** -- Initiative muslimischer ÖsterreicherInnen e-mail:dieinitiative at gmx.at für Rückfragen und Korrespondenz kontaktieren sie bitte: Omar Al Rawi +43-664-3831942 al-rawi at gmx.at Amina & Tarafa Baghajati +43-1-2595449 baghajati at aon.at Mouddar Khouja +43-1-9685096 mouddar at gmx.net Andrea Saleh +43-1-7965652 salehand at gmx.at Liebe Brüder und Schwestern, liebe Interessierte! Wir hoffen, dass die so an Euch zugehenden Informationen auf Euer Interesse stoßen. Wir versenden über den Verteiler nicht nur Neuigkeiten, die die eigenen Aktivitäten betreffen, sondern auch Zeitungsartikel, die im weitesten Sinn mit dem Islam und Integration zu tun haben oder ähnliches. Diese spiegeln natürlich nicht unbedingt unsere eigene Meinung wieder, sind aber gut, um das Meinungsspektrum zu sichten. Wir freuen uns über jede Rückmeldung. Selbstverständlich kann auch alles an Freunde,Bekannte usw.weitergemailt werden. Für die Publikation in eigenen Homepages bitten wir jedoch um vorherige Rücksprache. Bitte achten Sie bei Zeitungsartikeln auf das Copyright. Alle Inhalte dienen der persoenlichen Information. Eine Weiterverwendung und Reproduktion ueber den persoenlichen Gebrauch hinaus ist nicht gestattet. ================================================ 13 Bosnien / Srebrenica: Suspendierung aller am Massaker beteiligten Staatsangestellten gefordert von "GFBV" ================================================ GESELLSCHAFT FÜR BEDROHTE VÖLKER INTERNATIONAL PRESSEMITTEILUNG Göttingen/Sarajevo/Srebrenica, den 05.10.2005 Bosnien: Überprüfung der 19.473 Mittäter von Srebrenica und Suspendierung aller beteiligten Staatsangestellten gefordert - Polizeichef der Republika Srpska muss abgesetzt werden Eine internationale Sonderkommission muss die 19.473 Serben aus Serbien und Bosnien, die direkt oder indirekt am Massaker von Srebrenica 1995 beteiligt waren, überprüfen und endlich diejenigen aus dem Dienst suspendieren, die noch immer unbehelligt öffentliche Ämter ausüben. Diese Forderung hat die Gesellschaft für bedrohte Völker International (GfbV) am Mittwoch erhoben, nachdem die für die Untersuchung des Massakers zuständige Regierungskommission und Arbeitsgruppe am Dienstag eine Liste mit den Namen der Beteiligten vorgelegt haben. Außerdem forderte die Menschenrechtsorganisation, deren bosnische GfbV-Sektion Büros in Sarajevo und Srebrenica unterhält, dringend die sofortige Amtsenthebung des heutigen Polizeichefs der serbischen Teilrepublik Bosnien-Herzegowinas, Dragan Andan. Er war ein enger Mitarbeiter des für die Massenerschießungen in Srebrenica hauptverantwortlichen serbischen Generals, Ratko Mladic. "Die Opferverbände der Frauen von Srebrenica haben kein Vertrauen, dass die Staatsanwaltschaft Bosnien-Herzegowina und das UN-Tribunal in Den Haag schnell und unbürokratisch gegen die Täter vorgehen", berichtete der Präsident der GfbV International, Tilman Zülch. "Sie gehen davon aus, dass wie bisher nur ganz wenige der Kriegsverbrecher zur Rechenschaft gezogen werden und dass die Stadt Srebrenica, die umgehende Drina-Region und die serbisch kontrollierte Hälfte Bosniens weiterhin von den Tätern dominiert werden. Immerhin ist es ein Fortschritt, dass die achtköpfige Arbeitsgruppe der Regierung zur Untersuchung des Massakers eingestanden hat, dass sich eine große Zahl von Angehörigen der Armee und der Spezialeinheiten des Innenministeriums Serbiens (MUP) an dem Verbrechen beteiligt haben." Der Arbeitsgruppe gehören sieben serbisch-bosnische Persönlichkeiten und der renommierte bosnisch-muslimische Genozidforscher Smail Cekic an. Inzwischen sind die Namen von 8.106 bosniakische Männern und Jugendlichen bekannt, die im Juli 1995 von serbischen Einsatztruppen ermordet wurden. "Die rund 4.500 Rückkehrer von Srebrenica, die fast alle Angehörige durch das Massaker verloren haben, können nur zur Ruhe kommen, wenn die Täter zur Rechenschaft gezogen werden", sagte Zülch. Nach Schätzungen der GfbV bekleiden noch immer bis zu 500 Personen im heute serbisch-kontrollierten Ostbosnien öffentliche Positionen. Tilman Zülch ist auch erreichbar unter Tel. 0151 153 09 888. Nachfragen beantwortet gern auch die Direktorin der bosnischen GfbV- Sektion in Sarajevo, Fadila Memisevic, unter Tel. 00387 33 213 707. ====================================================== Gesellschaft fuer bedrohte Voelker e.V. (GfbV) Inse Geismar, Pressereferentin Postfach 2024, D-37010 Goettingen Tel.+49/551/49906-25, Fax:++49/551/58028 E-Mail: presse at gfbv.de, Homepage:http://www.gfbv.de ================================================ 14 Afghanistan: Freilassung eines wegen Gotteslästerung verhafteten Journalisten gefordert "GFBV" ================================================ GESELLSCHAFT FÜR BEDROHTE VÖLKER PRESSEERKLÄRUNG Göttingen, den 5.10.2005 Afghanistan: GfbV fordert Freilassung eines wegen Gotteslästerung verhafteten Journalisten Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat am Mittwoch die sofortige Freilassung des am Samstag unter dem Vorwurf der Blasphemie verhafteten Herausgebers einer angesehenen Frauenzeitschrift in Afghanistan gefordert. "Kritische Stimmen gegen die fortschreitende Islamisierung Afghanistans dürfen nicht mundtot gemacht werden", erklärte der GfbV-Asienreferent Ulrich Delius. Der Herausgeber der engagierten Monatszeitschrift "Frauenrechte", Herr Ali Mohaqiq Nasab, war festgenommen worden, weil seine Zeitschrift die harte Bestrafung für Diebstahl und Ehebruch nach dem traditionellen muslimischen Scharia-Recht kritisiert hatte. Ein Sprecher des Hohen Gerichtshofes von Afghanistan bestätigte inzwischen, der Journalist sei nach der Anzeige eines muslimischen Geistlichen aus Kabul wegen der Veröffentlichung "anti-islamischer" Artikel verhaftet worden. Gemäß Artikel 31 des im März 2004 in Afghanistan beschlossenen Mediengesetzes steht die Veröffentlichung von Artikeln unter Strafe, die "den Prinzipien des Islam widersprechen". Dem Herausgeber des Magazins drohe zwar nur eine Geldstrafe, doch mehrmals hätten der Blasphemie beschuldigte Journalisten nach ihrer Haftentlassung das Land verlassen müssen, da ihr Leben akut gefährdet gewesen sei. So sei es im Jahr 2003 den Herausgebern der Wochenzeitung Aftab Afghanistan ergangen. Obwohl sie vom Vorwurf der Gotteslästerung freigesprochen worden seien, hatten sie Morddrohungen erhalten. Der Nationale Ulema Rat, dem unter Vorsitz des umstrittenen äußerst konservativen Obersten Richters Fazl Hadi Shinwari mehr als einhundert muslimische Geistliche angehören, hatte die unabhängigen Medien Afghanistans in den vergangenen Monaten mehrmals wegen ihrer "unmoralischen" und "unislamischen" Berichterstattung scharf kritisiert. Die Regierung hatte der Ulema Rat ultimativ aufgefordert, Fernsehprogramme, die gegen die Scharia verstoßen, zu verbieten. Für Nachfragen und Interviews ist der GfbV-Asienreferent Ulrich Delius auch erreichbar unter Tel. 0160 95 67 14 03. ====================================================== Gesellschaft fuer bedrohte Voelker e.V. (GfbV) Inse Geismar, Pressereferentin Postfach 2024, D-37010 Goettingen Tel.+49/551/49906-25, Fax:++49/551/58028 E-Mail: presse at gfbv.de, Homepage:http://www.gfbv.de ================================================ 15 ACUS: Schubhaft ist gegen die Menschenwuerde von ================================================ ACUS nach dem tragischen Tod eines Schubhäftlings: SCHUBHAFT IST GEGEN DIE MENSCHENWÜRDE Die Aktivistinnen und Aktivisten der Arbeitsgemeinschaft Christentum und Sozialdemokratie (ACUS) sind über den tragischen Tod eines Flüchtlings in der Schubhaft in Linz erschüttert. "Es ist wichtig, dass die Hintergründe dieses Todes aufgeklärt werden. Noch wichtiger ist es allerdings, dass grundsätzlich über Schubhaft diskutiert wird", sagt der Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Christentum und Sozialdemokratie (ACUS) Richard Schadauer. "Schubhaft kann nur gegen Fremde verhängt werden und dient dazu, dass 'Verfahren zur Erlassung einer Ausweisung oder eines Aufenthaltsverbotes und die Abschiebung sicherzustellen'", sagt der Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Christentum und Sozialdemokratie (ACUS) Richard Schadauer. "Es geht also um KEINE Straftat, sondern dass die Menschen, die in unserem Land Schutz suchen, kein Asyl bekommen und wie Waren oder Tiere wieder zurückgeschoben werden sollen." "Schubhaft und Abschiebung sind ein Anschlag auf die Menschenwürde. Es geht nicht nur darum, die Missstände bei der Schubhaft zu beseitigen, sondern die Schubhaft grundsätzlich in Frage zu stellen", betont ACUS Bundesvorsitzender Richard Schadauer. "Ein Hungerstreik zeigt doch deutlich die Verzweiflung eines Menschen in Schubhaft. Niemand kann das Leben des Flüchtlings, der in sein Herkunftsland zurückgeschoben wird, wirklich garantieren", meint ACUS-Bundesvorsitzender Richard Schadauer. Abschließend erinnert die Arbeitsgemeinschaft Christentum und Sozialdemokratie (ACUS) an Bruno Kreisky, der 1938 in Kopenhagen sagte: "Wenn Sie mich jetzt zurückschicken, liefern Sie mich den Leuten aus, denen ich gerade entkommen bin." Informationen: Richard Schadauer, Tel. 01 789 24 58 Alois Reisenbichler, Tel. 0664 39 51 809 ALOIS REISENBICHLER 1110 Wien, Schneidergasse 15/9 Tel. 0664 39 51 809 ================================================ 16 e-Card: Schöne groþe neue Datenwelt von "q/depesche" ================================================ From: "q/depesche" Subject: e-Card: Schöne groþe neue Datenwelt q/depesche 2005-10-05T17:01:21 e-Card: Schöne große neue Datenwelt ... oder: Der Computer hat immer Recht. Gigantomanische Datensammlungen wecken nicht nur neue Begierlichkeiten - sie potenzieren auch die Fehlermöglichkeiten. Fast wäre man versucht zu sagen, die österreichische Bürokratie funktionierte nur deshalb so gut, weil sich Dummheiten und Fehler nicht so einfach fortpflanzen konnten - das ist jetzt anders. -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- Die Art der Reaktion ist auch bezeichnend für den Respekt, den man diesen persönlichen Daten entgegenbringt. 1. Akt Christoph Leitl hat mich zur Frau gemacht! - Von Kurt Palm [Der Standard 12. September 2005] (...) Ihre persönliche e-card ist da!" Fett gedruckt stand diese Nachricht am Beginn eines Briefes, den ich dieser Tage von meiner Sozialversicherung erhielt. Und weiter hieß es in dem Schreiben der SVA: "Sehr geehrte Frau Palm! Wir freuen uns, Ihnen mit diesem Brief Ihre persönliche e-card, die elektronische Gesundheitskarte, zu übermitteln." Frau Palm? Weiß Christoph Leitl als Obmann der SVA mehr als ich? (...) http://derstandard.at/?url=/?id=2171002 2.Akt LESERSTIMMEN - Christoph Leitl [Der Standard 26.09.2005, Seite 23] Sehr geehrter Herr Dr. Palm! Laut unseren Recherchen wurden an Ihre Adresse zwei E-Cards versandt. Die erste wurde am 8. August erstellt, und war an Sie persönlich gerichtet. Die zweite wurde am 12. August bestellt und betraf Frau Kathrin Palm, die in der Datenspeicherung des Hauptverbandes seit dem Jahr 1986 als mitversicherte Ehegattin aufscheint. Die Daten Ihrer Gattin wurden uns im Jahr 2001 von der Gebietskrankenkasse übermittelt, weil seit damals die Sozialversicherung der Kunstschaffenden von unserem Institut wahrgenommen wird. Sollte die Mitversicherung nicht mehr bestehen, ersuche ich um kurze Sachverhaltsdarstellung. (...) Christoph Leitl, Obmann der Sozialversicherungsanstalt der Gewerblichen Wirtschaft http://derstandarddigital.at/?url=/?page=archivsuche%26action=ergebnis%26artikel=2005\20050926\26akt2304w 3. Akt Die E-Card und die Macht des Zufalls [Der Standard, 1./2.10.2005] Kurt Palm antwortet im Kommentar der anderen auf den Leserbrief von SVA-Obmann Christoph Leitl - Die E-Card ist noch nicht da, dafür darf er nachzahlen Ich finde es einen Witz, dass sich Herr Leitl bemüßigt fühlt, Informationen aus meinem Privatleben der Öffentlichkeit bekannt zu geben, nur um von den zahllosen Pannen rund um die E-Card abzulenken. Tatsache ist, dass die von ihm erwähnte Frau Palm seit 1987 nicht mehr bei mir mitversichert ist und ich 18 Jahre lang weder von der Wiener Gebietskrankenkasse noch von der SVA je etwas in dieser Sache gehört hätte. (...) 5000 Euro Nachzahlung PS: Eben erfahre ich von der SVA, dass man "zufällig" nach meinem im STANDARD erschienenen Kommentar zur E-Card meine Versicherungskonten durchgekämmt und dabei herausgefunden hat, dass ich wegen angeblich zu geringer Beitragsleistungen mit einer Nachzahlung von bis zu 5.000 Euro zu rechnen habe. Das nenne ich Effizienz. http://derstandard.at/?url=/?id=2193138 Kurt Palm lebt als Mann, SVA- Mitglied und Noch-nicht- E-Card-Besitzer in Wien. ================================================ 17 [slp-info] stellungnahme der slp zu den steirischen wahlen und zur frage einer linkspartei in österreich von Sozialistische LinksPartei ================================================ unter www.slp.at finden sie unsere aktuelle stellungnahme zu den steirischen wahlen und zur frage einer linkspartei in österreich der text auch folgend: Auch Österreich braucht eine Linkspartei! Eine Stellungnahme der SLP nach den steirischen Wahlen Die steirischen Landtagswahlen 2005 waren in mehrerlei Hinsicht bemerkenswert. Die Regierungsparteien ÖVP und BZÖ erlitten ebenso wie die FPÖ herbe Niederlagen. Die offen rechtsextreme FPÖ flog aus dem Landtag, das ebenfalls rechtsextreme BZÖ befindet sich fast unterhalb der Wahrnehmungsgrenze. Die SPÖ wurde stärkste Partei und hat damit der ÖVP nach Salzburg das nächste Bundesland abgenommen. Dies ist weder auf eine ernsthafte Alternative des SPÖ-Spitzenkandidaten Voves bzw. des SPÖ-Programms, noch auf eine Mobilisierung von Beschäftigten gegen die herrschende Politik zurückzuführen. Die SPÖ wurde in erster Linie nicht als positive Alternative, sondern vor allem als kleineres Übel gesehen. Sie hat zwangsläufig aus dem Debakel der skandalgeschüttelten ÖVP profitiert. Die Niederlage der ÖVP hat langfristige Auswirkungen. Das bedeutendste Resultat ist jedoch das Abschneiden der KP-Steiermark. Mit über 6,3 % bzw. knapp 45.000 WählerInnen wurde die KP-Steiermark unter ihrer Führungsfigur Kaltenegger drittstärkste Partei. Sie ließ Grüne, FPÖ, BZÖ und Liste Hirschmann klar hinter sich. Nach den Bundestagswahlen in Deutschland, bei der die Linkspartei 8,7 % erringen konnte, ist das KP-Steiermark-Ergebnis der nächste Anstoß für Diskussionen zur Notwendigkeit einer Linkspartei in Österreich. Die AktivistInnen der Sozialistischen LinksPartei (SLP) arbeiten seit Mitte der 90er Jahre am Aufbau einer eigenständigen sozialistischen Kraft. Wir sehen unsere Argumente für eine neue ArbeiterInnen-Partei (statt einer Anbindung an SPÖ oder Grüne) durch die aktuellen Entwicklungen bestätigt. Wir möchten neben einer Einschätzung der österreichischen Innenpolitik und der Rolle der KPÖ unsere Vorschläge für die Entstehung eines Ansatzes hin zu einer echten Linkspartei umreißen. Wir freuen uns über konstruktive Beiträge und Kritik von anderen Organisationen, AktivistInnen und Interessierten. Historischer Umbruch & Ablehnung der herrschenden Politik Die Niederlage der ÖVP hat gewaltige Ausmaße. Sie bringt mit sich, dass zum ersten mal eine Pattsituation zwischen den zwei großen Parteien SPÖ und ÖVP auf Länderebene (4:4) und eine Mehrheit der SPÖ im Bundesrat entsteht. Dies wird zwar leider keinen Schwenk hin zu einer Politik gegen Sozialabbau mit sich bringen. Nichts desto trotz ist dadurch die wachsende Krise der bürgerlichen Parteienlandschaft erneut bestätigt worden. Keine 3 Jahre nach Schüssels überraschendem Sieg bei den Neuwahlen 2002 steht die traditionellste Partei der Besitzenden und Herrschenden in Österreich vor einem Scherbenhaufen. Die Machtübernahme der SPÖ in der Steiermark wird keine Änderung der Politik zugunsten der ArbeitnehmerInnen und Arbeitslosen bringen. In Salzburg hat die SPÖ-Landesregierung die Stadt Salzburg angewiesen, den halben Euro Essenszuschuss für Kinder aus Familien, die Sozialhilfe empfangen, zu streichen. In Wien führt die SPÖ mit einer absoluten Mandatsmehrheit die Privatisierung des Sozialbereichs und öffentlicher Dienstleistungen durch. Viele SPÖ-WählerInnen, die gewisse Hoffnungen auf Veränderung in die Wahl gesetzt haben, werden sich in nicht allzu ferner Zukunft enttäuscht sehen. Das steirische Wahlergebnis lässt in Verbindung mit den Vorleistungen der Bundes-SPÖ speziell in den letzten Monaten (gehorsame Zustimmung zu wesentlichen Gesetzesvorlagen der Schüssel-Regierung) die Wahrscheinlichkeit einer neuen Großen Koalition (SPÖ-ÖVP) wachsen. Aus Sicht der Unternehmen und Kapital-Vertreter, die eine „arbeitsfähige“ Regierung wünschen, die Angriffe auf ArbeitnehmerInnen und Sozialleistungen fortführen soll, wird der Wiedereintritt der SPÖ in die Bundesregierung im Vergleich zum gegenwärtigen ÖVP-BZÖ-FPÖ-Chaos immer verlockender. Ursachen & Auswirkungen des Wahlergebnisses · Die Abwahl der ÖVP hat natürlich auch bundespolitische Gründe. Die ÖVP versucht wie schon nach den letzten Wahlen, dies herunterzuspielen. Die Auswirkungen der Kürzungen bei Bildung, Gesundheit und Wohnen auf Bundesebene führen auch in der Steiermark zur Ablehnung der ÖVP. Hinzu kamen die hausgemachten Skandale um Estag, Hirschmann und Herberstein, die die Abgehobenheit und Korruption der herrschenden Politik weiter deutlich gemacht haben. Die Stimmung: „Die da oben richten sich’s auf unsere Kosten“ war ein wesentlicher Grund für die Abwahl der ÖVP. Die Versuche der steirischen ÖVP, Verantwortung für die Skandale auf andere (v.a. Hirschmann) abzuwälzen, hat nicht funktioniert. Wir meinen, dass der Denkzettel für die ÖVP nicht in einer „Medienkampagne“ zu suchen ist, sondern in ihrer jahrzehntelangen Politik im Interesse der Unternehmen und Superreichen, die unausweichlich Korruption und Abgehobenheit mit sich bringt. · Dass die SPÖ heute die größte Fraktion im steirischen Landtag ist, ist nicht auf die Politik der SPÖ zurückzuführen. Die Voves-SPÖ zeigte im Wahlkampf wenig eigenes Profil. Sie hat weder ein Alternativkonzept zum Neoliberalismus präsentiert noch Menschen zur aktiven Umgestaltung der herrschenden Verhältnisse aufgefordert. Die SPÖ wurde als kleineres Übel gewählt bzw. als Partei, die sich weniger unbeliebt machen konnte. Tatsächlich war und ist die SPÖ auf Bundes- wie auf Landesebene für viele Probleme in der Steiermark verantwortlich. Die Privatisierung und Zerschlagung der Verstaatlichten Industrie unter SPÖ-Führung in den 80er und 90er Jahren hat für einzelne Regionen in der Steiermark zu hoher Arbeitslosigkeit geführt. Aufgrund der steirischen Landesverfassung war die SPÖ an der bisherigen Landesregierung beteiligt. Sie hatte bei den diversen Skandalen ebenso wie die ÖVP ihre Finger im Spiel. Es passt ins Bild, dass Voves nun angekündigt hat, im Fall Herberstein „einen Schlussstrich“ ziehen zu wollen. · Der Absturz der rechtsextremen Parteien FPÖ und BZÖ ist natürlich sehr erfreulich. Dennoch: Sofort nach der Parteispaltung hat die SLP gleichzeitig davor gewarnt, daraus ein Ende des Rechtsextremismus abzuleiten. Der Wiener Wahlkampf mit der besonders aggressiven Linie der Strache-FPÖ und dem BZÖ-Spitzenkandidaten Schimanek machen das deutlich. Ein Neuaufschwung des rechtsextremen Populismus kann auf Grundlage fortgesetzter Verarmung und Sozialabbau nicht ausgeschlossen werden. Vor allem dann, wenn es nicht gelingt, eine starke linke Alternative aufzubauen. · Die Stagnation und leichten Verluste der Grünen sind auf ihre immer größere Verwechselbarkeit mit den „traditionellen“ Parteien zurückzuführen. Die Grünen waren nie eine linke Partei für ArbeitnehmerInnen. Sie hatte aber früher zumindest ein linkes und fortschrittliches Image. Dieses ist in den letzten Jahren durch die Anbiederung an die ÖVP deutlich geschrumpft. · Das Ergebnis der Kommunistischen Partei zeigt, dass die Behauptung „Die kleineren Parteien haben unter dem Duell der beiden Großparteien gelitten“ falsch ist. Trotz lächerlicher Panikmache (v.a. von ÖVP-Seite) kam die KP-Steiermark auf 6,3 %. Der Einzug der KP in den Landtag drückt den Wunsch vieler Menschen, vor allem aus der ArbeiterInnenklasse, nach einer echten Alternative zum ÖVP-SPÖ-Proporz sowie zur angeblichen Alternative FPÖ aus. Die Politik der KPÖ ist für die gesamte Linke von großer Bedeutung. Auf jeden Schritt der KP-Steiermark, auf konkrete Vorschläge, auf Aussagen, auf das Abstimmungsverhalten im Landtag wird große Aufmerksamkeit fallen. · Das Ergebnis hat natürlich bundespolitische Auswirkungen. Die Bundesregierung hat neuerlich eine schwere Niederlage hinnehmen müssen. Die ÖVP verlor nach Salzburg nun ein weiteres Bundesland. Der kleine Koalitionspartner BZÖ ist bereits beim ersten Wahl-Test vollends gescheitert. Der Druck innerhalb der ÖVP auf Schüssel wird stärker. Eine Obmanndebatte könnte bald offen ausbrechen. Der einzige Klebstoff der jetzigen Regierung ist die Gewissheit, dass bei vorgezogenen Neuwahlen das BZÖ möglicherweise den Einzug ins Parlament verfehlen könnte und damit der ÖVP der bisherige Koalitionspartner endgültig wegfallen würde. Die Instabilität der Bundesregierung hat durch die steierischen Wahlen weiter zugenommen. In Bezug auf den Wahltermin ist es wie im Lotto: „Alles ist möglich“. Rolle der KP-Steiermark - Kritik der SLP · Der Wahlerfolg der KP-Steiermark ist ein wichtiges Signal für die Linke und darüber hinaus für breitere Schichten. Es zeigt, dass linke Politik nicht „an sich“ ein Minderheitenprogramm ist, sondern eine ernstzunehmende Alternative sein kann. Gleichzeitig sehen wir in den Positionen der KP-Steiermark und der Bundes-KPÖ (die sich in vielen Fragen durchaus unterscheiden) eine Reihe von Problemen und Schwächen. · Trotz Panikmache haben knapp 45.000 Menschen in der Steiermark die KP gewählt. Das Ergebnis unterscheidet sich von den Ergebnissen anderer Bundesländer, wo die KPÖ unter 1 % liegt. Andererseits gibt es Parallelen zu internationalen Entwicklungen, wie dem guten Abschneiden der Linkspartei in Deutschland. · Die KP wurde nicht wegen ihres „Kommunismus“ gewählt. Aber im Gegensatz zu früher war der Name „Kommunistische Partei“ kein Hindernis mehr. Dies spiegelt eine politische Entwicklung wider, die von der SLP in den letzten Jahren immer wieder betont wurde. Die Ablehnung des Establishments, der herrschenden Zustände und sogar des Kapitalismus als ganzes (oft unter den Begriffen „Globalisierung“ oder „Turbokapitalismus“) steigt. Erfahrungen mit den tatsächlichen Auswirkungen des Neoliberalismus am eigenen Leib und die offen zur Schau gestellte Abgehobenheit der Herrschenden in Politik & Wirtschaft haben den Wunsch nach „etwas anderem“ geweckt. Die Tatsache, dass es derzeit keine große Partei gibt, die die Interessen von ArbeiterInnen und Arbeitslosen vertritt und mit ihnen gegen den Sozialkahlschlag kämpft, bricht sich in solchen Ergebnissen Bahn. Die Skepsis gegenüber dem, was mit der KPÖ in Verbindung gebracht wird (den sogenannten „Kommunismus“, bzw. richtigerweise Stalinismus) ist zweifellos noch da. Doch die Erfahrung mit dem real existierenden Kapitalismus verschiebt die Blickpunkte. · Ein wichtiger Grund für den Erfolg der steirischen KP ist die Arbeit von Ernest Kaltenegger und die Politik der KP in Graz. Kaltenegger wirkt angesichts der bürgerlichen Parteienlandschaft als einziger Politiker ehrlich und um die Interessen der „einfachen Menschen“ bemüht. Er wirkt nicht gekünstelt und abgehoben. Er hat seinen Lebensmittelpunkt mit Menschen wie du und ich. Er bereichert sich nicht aus Steuermitteln. Er bzw. KP’lerInnen finanziert/en aus seinem/ihrem Einkommen Hilfe für sozial Schwache. Die KP-Steiermark (in Person von Kaltenegger) ist seit Jahren im Bereich Wohnen und Mieten in Graz federführend. · Die Politik der KP-Steiermark bietet für eine echte sozialistische Alternative eine Reihe positiver Anknüpfungspunkte. Gleichzeitig zeigten sich bereits vor und im Wahlkampf die Beschränkungen der KP-Politik. Es besteht die Gefahr, dass diese Schwächen künftig für den Wiederaufbau einer starken sozialistischen/kommunistischen ArbeiterInnen-Bewegung ein Hindernis darstellen und das famose Ergebnis vom 2.Oktober letztlich ungenutzt verstreicht. Die KP-Steiermark steht unter einem großen Druck. Von vielen Seiten wird gegen sie gehetzt. Diese Angriffe weisen wir zurück. Weil die Rolle der KP-Steiermark für die gesamte Linke große Auswirkungen hat und im Sinne einer fruchtbringenden Auseinandersetzung innerhalb der linken und ArbeiterInnen-Bewegung umreißen wir kurz einige unserer Kritikpunkte: · Die Politik der KP-Steiermark scheint lediglich auf die Steiermark reduziert zu sein. Natürlich muss eine ernsthafte sozialistische/kommunistische Kraft auch in regionalen und lokalen Fragen die Überlegenheit ihrer Standpunkte beweisen. Angesichts der weltweiten Entwicklungen und globaler wirtschaftlicher Verhältnisse ist jedoch selbst in der Lokalpolitik eine internationale Orientierung unerlässlich. · Die Arbeit der KP wird im Slogan „Helfen statt reden“ zusammengefasst. Dieser Slogan drückt bereits den sozialarbeiterischen Zugang aus. Dieser hat zweifellos seinen Sinn, um einzelnen Menschen aus schweren Notlagen zu helfen. Kern einer echten sozialistischen/kommunistischen Politik muss unserer Ansicht nach sein, Betroffene zur aktiven Mitarbeit zu bewegen. Einzelbeispiele können sehr gut genutzt werden, um generelle politische Forderungen zu entwickeln, um die herum Kampagnen und letztendlich Bewegungen entstehen sollten. Mit einer Mobilisierung im Rücken kann so eine sozialistische/kommunistische Partei politisch Verbesserungen durchkämpfen oder Verschlechterungen abwehren. Lediglich ein besseres Management des gegenwärtigen Systems wird dafür nicht ausreichen. · Wir haben den Eindruck, dass die KP-Steiermark, nicht zuletzt wegen dieses Konzeptes, die Erfolge auf der Wahlebene nicht gleichermaßen in den Aufbau einer aktiven und kämpferischen Partei umlegen kann. Die Gewinnung neuer Mitglieder und AktivistInnen auf allen Ebenen ist jedoch notwendig, da Verbesserungen eben nicht nur durch Arbeit in den Gremien sowie Hilfsleistungen von MandatarInnen erreicht werden können. · Die Angriffe der bürgerlichen und rechten Parteien verlangen von den verantwortlichen KP-Mitgliedern eine gut überlegte Reaktion. Wir halten es für nötig, hierbei eine Sprache zu wählen, die nicht „links akademisch“ geprägt ist, sondern an den Meinungen und Stimmungen unter ArbeiterInnen ansetzt. Doch der Kern jeder Aussage muss im Sinne der Verbreitung grundlegender sozialistischer/kommunistischer Standpunkte und Ideen liegen. Gerade diesbezüglich hat die KP im Wahlkampf eine Reihe von Rückziehern, z.B. in der Frage der Verstaatlichung bzw. gesellschaftlichen Besitzes gemacht, anstatt die öffentliche Aufmerksamkeit voll zu nutzen. Wir sind davon überzeugt, dass ein betont antikapitalistisches Auftreten kaum jemanden von der Wahl der KP abgeschreckt hätte. · Die KP hat (und dies gilt für die steirische wie für die Bundes-KP) niemals einen wirklichen Bruch mit den Traditionen, Methoden und Ideen ihrer stalinistischen Geschichte vollzogen. Einst Partei in direktem Zusammenhang mit der Moskauer Führung, bemühte sie sich zwar um eine Distanz zu den Verbrechen des Stalinismus. Dieser Punkt ist sehr wichtig. Aber in Fragen von Bündnispolitik (oftmals mit einer Öffnung nach rechts und weniger zu anderen Linken), des Programmes und der Methoden des Kampfes zieht sie keine Lehren aus vergangenen Fehlern. Das zeigt sich in Bezug auf die Notwendigkeit einer grundlegenden Gesellschaftsveränderung. Hier wurde „das Kind mit dem Bade ausgeschüttet“. Es sticht ins Auge, dass diesbezüglich ein sehr schaumgebremstes Programm präsentiert wird. Soziale Missstände werden aufgegriffen, doch die Antworten bleiben meist im Rahmen des Kapitalismus stecken. Der Sturz des Kapitalismus wird nicht als zentrale Aufgabe erklärt, was jedoch zur Lösung der Probleme der Menschheit nötig ist. · Viele frustrierte Ex-FPÖ-WählerInnen wählen nun KP-Steiermark. Deshalb steigt auch der Druck auf die KP, Fragen zu „AusländerInnen-Politik“ zu beantworten. Gerade angesichts eines solchen Drucks ist eine sozialistische antirassistische Position notwendig. In allen Fällen von Gemeindewohnungen und Arbeitsplätzen muss man klar machen, dass die Spaltung in In- und AusländerInnen keinen einzigen Job schafft und dadurch keine Wohnung leistbarer wird. Um Sozialleistungen gegen Kürzungen zu verteidigen, ist die beste Voraussetzung, einen gemeinsamen Kampf von möglichst allen hier lebenden Menschen anzustreben. Wir unterstellen der KP keinen Rassismus. Wir haben jedoch schon in der Vergangenheit in diesen Punkten (AusländerInnen in Gemeindebauten, Bündnisse mit der FPÖ in „Sachfragen“) sowohl in der Steiermark als auch in Wien problematische bzw. ungenaue Positionen kritisiert. · Eine neue linke Kraft hat die Möglichkeit, rechtsextreme und faschistische Gruppen auszubremsen. Die FPÖ konnte ihren Aufstieg in den 1990er Jahren wegen des Fehlens einer linken Alternative vollziehen. Das Antreten der Linkspartei in Deutschland konnte die NPD auf der Wahlebene zumindest vorerst zurückdrängen. Dies ist langfristig aber nur mit einer einerseits klaren antirassistischen Position und andererseits einem deutlichen Eintreten gegen die sozialen Probleme möglich. Scheitert eine neue linke Kraft, kann das rechten Kräften neuerlich Raum für Stärkung bieten. Die Bäume der KP-Steiermark werden nicht in den Himmel wachsen. Eine ruhige Position im Landtag wird und kann es nicht geben. Wir glauben nicht, dass die KP so etwas willentlich anstrebt. Doch die Gefahr ist in solch einer Situation immer gegeben, sich eine Art Nische als Opposition zu sichern und darin den wesentlichen Auftrag für seine Politik zu suchen. Die WählerInnen-Basis der KP ist nicht stabil; sie hat viel Vorschußlorbeeren erhalten. Dieser Kredit wird nicht nur der KP-Steiermark gewährt, sondern in einem gewissen Sinn der gesamten linken Bewegung in Österreich. Die KP-Steiermark wird auf der Grundlage zukünftiger Auseinandersetzungen die Verantwortung haben, an Vorschlägen für die Entstehung einer neuen bundesweiten sowie international organisierten Kraft mitzuwirken. Die SLP ist interessiert, bei jedem ernsthaften Ansatz in diese Richtung aktiv dabei zu sein. Doch wie sehen die Perspektiven dafür heute in diesem Land aus? Und wie müsste eine solche „Linkspartei“ oder Plattform o.ä. Politik machen und aufgebaut sein? Für eine neue Partei für ArbeiterInnen, Arbeitslose und Jugendliche · Die deutschen sowie die steirischen Wahlen haben den Wunsch nach einer neuen linken Kraft ausgedrückt. Weder die Linkspartei noch die KP-Steiermark haben das Potential für eine Kraft links von SPÖ/SPD und Grünen voll ausgeschöpft. Aber beide haben deutliche Zeichen gesetzt. Als Folge wird die Diskussion über eine neue linke Kraft auch in Österreich zunehmen. Auch wenn es derzeit noch keinen konkreten Ansatz gibt, halten wir es für sinnvoll, die wesentlichen Eckpfeiler für eine neue Linkspartei zu diskutieren. Man muss heute schon in seinen Vorstellungen fit sein für zukünftige Entwicklungen! Eine solche neue linke Partei, eine neue Partei für ArbeiterInnen, Arbeitslose und Jugendliche muss um erfolgreich sein zu können, drei Bedingungen erfüllen: sie muss aktiv in Kämpfe eingreifen, diese auch initiieren und anführen. Sie muss in ihren Strukturen demokratisch sein und Organisationen und Einzelmitgliedern breite Teilnahme an Diskussionen und Entscheidungen geben. Und sie braucht ein sozialistisches Programm, dass Lösungen nicht nur im Rahmen des Kapitalismus sucht, sondern eine systemüberwindende Perspektive hat. · Eine neue Linkspartei wird nicht der bloße Zusammenschluss bereits bestehender Organisationen sein. Eine neue Qualität erhält ein solches Projekt durch Bewegungen von ArbeiterInnen, Erwerbslosen und Jugendlichen. Für die Entstehung der WASG in Westdeutschland (gewerkschaftlich linker Teil der Wahlplattform Linkspartei.PDS) waren die Bewegungen gegen Hartz IV und die Agenda 2010 maßgeblich. Die Protest- und Streikbewegungen der Jahre 2003 und vor allem 2004 waren ihrerseits nicht möglich ohne des breiten Gefühls unter ArbeiterInnen und Arbeitslosen, von der SPD betrogen worden zu sein. Dieser Bruch vollzog sich auch in den Reihen der Gewerkschaften. Die SPD führt in Koalition mit den Grünen die schärfsten neoliberalen Angriffe durch. Sie handelt im Auftrag der Kapitalisten, die großen vergangenen Errungenschaften der ArbeiterInnenbewegung zu zerstören. Aus Sicht der Unternehmen sind diese Angriffe nötig, um angesichts einer weltweiten strukturellen Krise des Kapitalismus ihre Profite zu verteidigen. Der kapitalistische Konkurrenzkampf soll auf dem Rücken der ArbeiterInnen und sozialen Schwachen ausgetragen werden. · Die bisherigen Streiks und Arbeitskämpfe in Österreich haben noch zu keiner ähnlichen Entwicklung aus den Reihen der Gewerkschaft geführt. Die Situation in Österreich unterscheidet sich zu Deutschland nicht nur in der Schärfe der sozialen Krise und Verarmung (was nicht heißt, dass es in Österreich nicht schlimm genug wäre). Seit 2000 sind in Österreich ÖVP und FPÖ bzw. BZÖ an der Macht. Dies erlaubte der SPÖ, sich in der „Opposition“ zurückzulehnen. Dennoch geht die deutsche Entwicklung nicht spurlos vorüber. Die Streiks 2003 haben bisher keinen organisierten Ausfluss gehabt, aber es gibt auch innerhalb des ÖGB und der Fachgewerkschaften immer häufiger Diskussionen über die Notwendigkeit des Bruchs mit der SPÖ und die Notwendigkeit einer neuen Partei für ArbeitnehmerInnen. Eine Initiative aus den Reihen der Gewerkschaft - eine Konferenz von BetriebsrätInnen und GewerkschafterInnen, ein Mobilisierung aus diesem Bereich gegen Angriffe auf die ArbeiterInnenklasse könnte die so wichtige neue Qualität für den Prozess in Österreich sein. Denn auch für Österreich gilt: eine solche neue Kraft wird nicht aus dem blosen Zusammenschluss zwischen existierenden linken Organisationen entstehen. · Angesichts des Erfolges der KP-Steiermark stellt sich die Frage, welche Rolle die Bundes-KPÖ spielen wird, kann und soll. Wie so oft stellt sich die KPÖ in Wien als einzige linke Alternative dar, obwohl sie gleichzeitig von „linker Pluralität“ redet. Die Kandidatur der SLP und anderer Linker in diversen Bezirken werden abgetan oder offiziell ignoriert. Die KPÖ machte in den letzten Jahren eine Rechtsentwicklung durch. Das äußerte sich auch in einem Schwund an aktiven Mitgliedern, die die KPÖ verlassen haben oder hinausgeworfen wurden. Das Abschneiden der KPÖ bei den Wiener Wahlen wird mitentscheiden, ob sie Schritte Richtung „Linkspartei“ setzen wird und kann. Doch selbst wenn sie aufgrund der Popularität Kalteneggers jetzt in Wien zulegen sollte, ist nicht zu erwarten, dass die KPÖ ein Konzept vorschlagen wird, das einen offenen Zugang beinhaltet, wie wir es im folgenden Teil entwerfen. · Für eine erfolgreiche neue Linkspartei gilt unserer Meinung: Je weniger von dieser KP, desto besser. Eine neue Linkspartei muss mit den Traditionen und Methoden der KPÖ brechen. Dasselbe gilt in einer anderen Größenordnung für die SPÖ. Sie positionierte sich nach dem 2. Weltkrieg als Retterin kapitalistischer Verhältnisse, als deklariert anti-kommunistische (gemeint war hier nicht anti-stalinistisch!) und als Partei, die dazu da war, die Gewerkschaftsbewegung in enger Umklammerung zu halten. Linke wurden und werden an den Rand gedrängt, während sie sich sogar für ehemalige Nazis öffnete. In all diesen Fragen muss eine neue Linkspartei eine völlig andere Ausrichtung haben! · Das heißt nicht, dass KPÖ und SPÖ, oder besser: AktivistInnen aus KPÖ und SPÖ, nicht Teil einer solchen Entwicklung sein können und sein werden. Doch der Erfolg eines etwaigen Projektes hängt davon ab, wie stark sich andere neue Kräfte einbringen werden. Aus einer Reihe von Protesten, Kämpfen und Bewegungen kommen immer wieder frische AktivistInnen nach, die nicht den Ballast der alten Parteien mit sich schleppen. Eine aktive Partei ist nötig · Ein wesentlicher Bestandteil einer neuen Linkspartei wird die aktive Beteiligung ihrer Mitglieder und der Organisationen in sozialen und politischen Kämpfen sein. Um sich als echte Alternative zu entwickeln, ist die aktive Teilnahme und Unterstützung genauso wie das Starten und Führen solcher Kämpfe und Bewegungen nötig. Nur so können vereinzelte Kämpfe bundesweit und über Grenzen hinweg zusammengefasst werden. Das gegenseitige Ausspielen von Menschen in verschiedenen Gebieten, verschiedener Herkunft, Geschlechts oder Alters kann so durch die Klammer einer neuen Linkspartei beendet werden. · Nur die eigene Teilnahme an Kämpfen ermöglicht es, Erfahrungen im Umgang mit dem Staat, mit UnternehmerInnen, in Verhandlungen zu machen. Diese Erfahrungen sind notwendig für die Entwicklung von Bewusstsein. Das ist eine notwendige Grundlage für dauerhafte politische Aktivität. Stellvertretungs-Politik führt im Gegensatz zu Inaktivität. Demokratische Strukturen sind nötig · Ein wesentlicher Bestandteil einer neuen Linkspartei müssen demokratische Strukturen sein, die neuen AktivistInnen die Möglichkeit zu Teilnahme und Mitgestaltung geben. Politische Debatten müssen offen geführt werden. · Es braucht klare Prinzipien, an die sich jede/r, die /die in Zukunft im Namen einer Linkspartei bzw. eines Bündnisses gewählt wird, halten muss. Um einen Rückfall in Bürokratie und Korruption zu verhindern, ist die Forderung nach Facharbeiterlohn für Funktionäre entscheidend. Unserer Meinung nach gibt es keine Garantie, dass selbst lange Jahre ergebene linke AktivsitInnen an der Macht nicht dem Druck der Herrschenden nachgeben. Die Gefahr ist am größten, wenn sich der Lebensstil den Herrschenden anpasst. Deshalb braucht es eine kompromisslose Haltung gegen finanzielle Abgehobenheit von linken und ArbeiterInnen-Kandidaten. Gerade in der Gewerkschaftsbewegung gibt es dazu große Auseinandersetzungen. Die Abgehobenheit der gegenwärtigen ÖGB-Führung ist ein großes Hindernis für erfolgreiche Proteste von ArbeitnehmerInnen. Das zeigten die vertanen Chancen im Streik 2003 gegen den Pensionsraub. · Um einen Auswahl-Prozess von Ideen und Programm im Interesse der ArbeiterInnenschaft zu ermöglichen, ist eine föderale Struktur sinnvoll. Diese kann es einzelnen Gruppen und Strömungen, auch lokalen Initiativen, ermöglichen, sich an dem Projekt zu beteiligen, ohne von Beginn an ein fertiges Programm akzeptieren zu müssen. · Darüber hinaus ist ein klares Recht auf die Bildung von Strömungen und Fraktionen nötig, um der Auseinandersetzung von Ideen den nötigen Raum zu geben. Jede Strömung muss das Recht auf freie Meinungsäußerung in der Partei haben. Die negativen Erfahrungen mit den stalinistischen Diktaturen und der mangelnden Demokratie in den ehemals sozialdemokratischen Parteien sind die abschreckenden Beispiele. Ein ganz anderes Programm ist nötig · Die wesentlichen Forderungen einer Linkspartei müssen sich an den Bedürfnissen und Sachzwängen von ArbeitnehmerInnen, Erwerbslosen und Jugendlichen orientieren. Die Frage der Finanzierbarkeit notwendiger Dinge wie kostenlose Gesundheitsbetreuung, freier Bildungszugang, Arbeitszeitverkürzung (um mehr Zeit zum Leben zu haben) darf nicht an die Maßstäben bürgerlicher „Wirtschaftsprofessoren“ gekoppelt werden. · Ein internationalistischer und anti-rassistischer Zugang muss in jeder Auseinandersetzung Leitlinie sein. Gerade um der Zunahme von Spannungen zwischen Menschen verschiedener Herkunft und ArbeiterInnen verschiedener Länder entgegenzuwirken. Jedes Konzept, das nationale Sonderwege für möglich hält, muss zurückgewiesen werden. Solche Ansätze schaffen die Illusion, es könnte einen funktionierenden Kompromiss zwischen österreichischen Beschäftigten und österreichischen Unternehmen geben; und das letztlich auf Kosten von ArbeiterInnen in anderen Ländern. Daraus kann kein brauchbares Konzept zur Verteidigung von ArbeiterInnen-Interessen entwickelt werden. Denn die moderne Wirtschaft kann nicht als Summe nationaler Teile betrachtet werden. Sie ist eng ineinander verflochten. · Die größte Kraft kann eine neue Linkspartei dann entfalten, wenn ihre AktivistInnen auf Grundlage eines antikapitalistischen und systemüberwindenden Programms in die Auseinandersetzungen zu gehen. In den noch bevorstehenden Kämpfen gegen Job- und Sozialabbau wird klarer werden, dass für die Verteidigung von Arbeitsplätzen Maßnahmen nötig sind, die an der Grundlage des Kapitalismus kratzen. Mehr noch: angesichts weltweit zunehmender Kriegs- und Terrorgefahr kann nur eine international neu geordnete Wirtschaft, kontrolliert und verwaltet von den Beschäftigten, den Verfall in die Barbarei aufhalten. · Wir werden uns in jedem neuen Projekt entlang dieser Linien für sozialistische Ideen einsetzen. Doch wir machen ein komplettes sozialistisches Programm nicht zur Vorbedingung. Wir sehen ein, dass sich erst im Zuge der Zusammenarbeit mit AktivistInnen aus verschiedenen Strömungen die brauchbarsten Ideen und Methoden durchsetzen werden können. Genauso wäre es falsch, von vorneherein auf sozialistische Ideen zu verzichten, aus Angst, neue/potentielle Mitglieder zu verschrecken. Es werden viele Zugänge an einem Projekt Linkspartei, dessen Entwicklung in Österreich vielleicht noch seine Zeit brauchen wird, mitwirken. Um den sozialistischen Standpunkt gegenüber jenen Kräften zu stärken, die Illusionen auf Lösungen im Kapitalismus haben, ist schon heute die Arbeit mit und in der SLP die beste Möglichkeit! Unser Antreten bei den Wahlen in Wien am 23.10. ist ein Schritt in diese Richtung; ebenso wie unsere Arbeit in den Gewerkschaften für einen kämpferischen Kurs von ÖGB und Fachgewerkschaften. Wenn Sie/du mit unseren Ansätzen und Ideen übereinstimmen/übereinstimmst, dann arbeite gemeinsam mit und in der SLP und dem „Komitee für eine ArbeiterInnen-Internationale“ für einen starken sozialistischen Flügel in einer zukünftigen Linkspartei. ================================================ ================================================ B) TERMINE ================================================ ======================== Donnerstag http://www.mund.at/butt/Termine/Oktober/0610.htm Freitag http://www.mund.at/butt/Termine/Oktober/0710.htm Samstag http://www.mund.at/butt/Termine/Oktober/0810.htm ======================== ================================================ D) EDITORIAL ================================================ Für den Inhalt verantwortlich: Ihr. Medieninhaberinnen & Medieninhaber seid Ihr E-Mail-Adresse für Beiträge: widerstand at no-racism.net geschickt. widerst at nd MUND und alle Termine täglich aktualisiert im Web: http://www.no-racism.net/MUND Ziel von MUND (medienunabhängiger Nachrichtendienst) ist die unzensurierte und möglichst rasche Information über gesellschafts- politisch relevante Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu Widerstand und Antirassismus sowie verwandte Themen. sollen einen Titel, Namen und Emailadresse der/des AutorIn enthalten und möglichst kurz und prägnant gehalten sein, ev. mit Hinweis, wo weitere Informationen eingeholt werden können. Bitte keine Attachments! Die inhaltliche und sachliche Verantwortung liegt bei der/dem jeweiligen AutorIn bzw. jenen, die uns die Beiträge schicken. Der MUND wird von einzelnen TagesredakteurInnen zusammengestellt. Da Fehler nicht ausgeschlossen sind, bitten wir, nicht veröffentlichte Beiträge nochmals an widerstand at no-racism.net zu senden. Die Weiterleitung (auch auszugsweise) ist erwünscht. Beiträge mit rassistischen oder sexistischen Inhalten werden nicht veröffentlicht. Sehr persönliche Meldungen werden wir an den betreffenden Adressaten weiterleiten, aber nicht im MUND veröffentlichen. Die bisherigen Ausgaben sind unter http://www.no-racism.net/MUND archiviert. Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage: * Wann: Sonntag, 11.11.2001, 11:11 Uhr * * Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" * * Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf * * Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie. Aber kurz und prägnant.* Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch stillschweigend Zensur zu üben. Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die Nichtaufnahme geliefert. (Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.) Die AbsenderInnen der betroffenen Beiträge werden hiervon informiert. Im Sinne einer "gläsernen Zensur" könnt ihr Euch die Beiträge gerne extra schicken lassen: Ein kurzes Mail an widerstand at no-racism.net genügt. ================================================ E) VERTEILERLISTE ================================================ Zur Eintragung in diesen Verteiler bitte direkt subskribieren unter http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/analle oder von der einzutragenden Adresse aus ein mail schicken an: admin at no-racism.net mit folgendem Text: subscribe no-racism Bitte wegen Automatisierung diesen Wortlaut verwenden! Zur Austragung aus dieser Liste bitte an zusammengestellt. Bitte keine Attachments! (werden nicht angenommen) 3 beitraege nicht genommen Redaktionsschluss für diese Ausgabe: Mi 22.00 Uhr III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III ü, ö, ä, ß, Ü, Ö, Ä III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III widerst at nd-MUND is powered by http://alt.strg.at/ ================================================ From analle at no-racism.net Tue Oct 11 08:26:17 2005 From: analle at no-racism.net (=?iso-8859-1?q?MUND=3A_medienunabh=E4ngiger_Nachrichtendienst?=) Date: Tue, 11 Oct 2005 08:26:17 +0200 Subject: widerst@nd! - MUND: Dienstag, 11.10.2005 Message-ID: widerst at nd MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst www.no-racism.net/mund Dienstag, 11.10.2005 ================================================ A) INHALT ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 01 Depot-Programm 11.-14. Oktober depot-news at mailman.sil.at ================================================== 02 13.10.: "Unternehmerinnen in Wien. Wiener Mut für neue Betriebe." "Barbara Huemer" ================================================== 03 Morgen: Podiumsdiskussion "Wien wählt warm!" Kurt Krickler ================================================== 04 13.10.: 5 Jahre Stimmgewitter Fest augustin ================================================== 05 reminder: eipcp-projekte in linz und wien eipcp ================================================== 06 15., 18.10.: KPÖ-Termine - Wahlen in Wien didi zach ================================================== 07 15.-16.10.: ERSTE ERWERBSARBEITSLOSENKONFERENZ Martin Mair ================================================== 08 CROPfm - Newsletter: Frau&Mann [14.10.05] Tarek Al-Ubaidi ================================================== 09 17.10.: Einladung Ute Bock-Preis 2005 "Philipp Sonderegger" ================================================== 10 18.10.2005 "Wie anders ist Wien?" - Diskussion zur Wahl "Transdanubien gegen Schwarzblau" ================================================== 11 19.-22.10.: Africult - Afrikanisches Kulturfestival 2005 "dialoge africult" ================================================== 12 19. Oktober: STREIK an den Schulen ASt-LFI ================================================== 13 12.-15.10.: wortgraffitifotos northoff ================================================== 14 Ab 14.10.: ROH TV/gemeinsam Fernsehen machen "Martin Krenn" ================================================== 15 Ab 26.10.: THE GREAT TELEVISION SWINDLE / maschek. Rabenhof Presse ================================================== 16 Konzertankündigung infoladen wels ================================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND KOMMENTARE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 17 Tod in Schubhaft "Initiative muslimischer ÖsterreicherInnen" ================================================== 18 Licht ins Dunkel der Schubhaft office at asyl-in-not.org ================================================== 19 KPÖ über Gallup Umfrage nicht verwundert christiane maringer ================================================== 20 GLB/Wien/Ausgliederungen/Hundstorfer "Gewerkschaftlicher Linksblock" ================================================== 21 Steiermark/Graz/Kahr/Kaltenegger/Beschlüsse "Parteder Franz" ================================================== 22 IG-AutorInnen bei der Frankfurter Buchmesse / Halle 4.1 C 108 Traude Korosa ================================================== 23 Glawischnig/Kaltenegger/Stellungnahme/KPOE KPÖ Steiermark ================================================== 24 Erhalt der Arbeitsplätze bei Manner "Helmuth Fellner" ================================================== 25 Ottakringer Kommunisten [Liste 6] gegen Rassismus "Helmuth Fellner" ================================================== 26 LTW/Burgenland/Stellungnahme/Kaltenegger-KPÖ KPÖ Steiermark ================================================== 27 Bei FPÖ-Kundgebung am 6.10: Anzeige gegen das Verbotsgesetz Sozialistische LinksPartei ================================================== 28 Offener Brief - sexistischer/homophober Rapper infoladen wels ================================================== 29 GLB/Versicherungspflicht/Atypische "Gewerkschaftlicher Linksblock" ================================================== 30 Knittelfeld/Sparkassa/Verkauf/Offener Brief/KPÖ KPÖ Steiermark ================================================== 31 OPERATION SPRING - Justizministerium berät - politische Reaktionen - Diskussion 12.10. - Prozessbericht + neue Termine - Kinoeinsatz in Wien verlängert! - neue Festivaleinladungen "Tristan Sindelgruber" ================================================== 32 festival mit rechtsextremen bands in innsbruck "alois huber" ================================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< SOLIDARITÄT WELTWEIT ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 33 India: Student Protesters Killed by Police "global at no-racism.net" ================================================== 34 Türkei /EU: Kurdisch muss Amtssprache in der Südosttürkei werden "GFBV" ================================================== 35 Tag gegen die Todesstrafe: Handel mit Körperteilen Hingerichteter aus China unterbinden! "GFBV" ================================================== 36 Mosambik-Info 9, 7.10.2005 "Peter Pils" ================================================== 37 Wahlen/Portugal/KP/Erfolg/Gratukation KPÖ Steiermark ================================================== 38 Erdbebenkatastrophe - CWI-Mitglieder unter den Opfern - Kapitalismus macht alles noch schlimmer! Sozialistische LinksPartei ================================================== 39 Über den Tellerrand der Wiener Wahlen - SLP organisiert Hilfe für Erdbebenopfer in Pakistan und Kaschmir Sozialistische LinksPartei ================================================== 40 St. Petersburg gipfelsoli-l at lists.nadir.org ================================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< LINKS / VERWEISE / HINWEISE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 41 Newsletter andersrum.gruene.at Andersrum Newsletter ================================================== 42 Bildpunkt :: Heft Herbst 2005 zum Thema "Bildpolitiken" "IG BILDENDE KUNST" ================================================== ================================================ B) TEXTE ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 01 Depot-Programm 11.-14. Oktober depot-news at mailman.sil.at ================================================== Dienstag, 11. Oktober, 19.30 Globale Dialoge - Women on Air CD-Präsentation und Lesung Seit März 2005 arbeitet eine Gruppe von Radioredakteurinnen an Interviews, Features, Künstlerinnen- und Aktivistinnenporträts. Diese Audio-Beiträge zum Alltag und Kulturschaffen von Frauen aus dem Süden wurden nun von der Frauensolidarität und von Radio Orange 94,0 in einer CD-Edition herausgegeben. Etliche Hörbeiträge setzen sich mit den Millennium Development Goals der Vereinten Nationen auseinander. Die CD wird anhand einzelner Hörproben im Depot vorgestellt. Sarita Jenamani, Autorin Helga Neumayer, Redaktion Frauensolidarität Margit Wolfsberger, Projektkoordination Globale Dialoge Donnerstag, 13. Oktober, 19.00 Information ohne Gewähr? Podium zu Nachrichtenagenturen Nachdem die Macht- und Medienkonzentration innerhalb der letzten Jahrzehnte auch im Bereich der Nachrichtenagenturen gestiegen ist, stellt sich die Frage, welche Bedingungen notwendig wären, um die derzeitige Situation zu verändern. Neben dem Einfluss der Agenturen auf den Globalisierungsprozess wird auch über die Nebeneinkünfte von Nachrichtenagenturen in anderen Geschäftsfeldern gesprochen. Lassen sich objektive Berichterstattung und Content-Providing für Firmen oder Interessensgruppen vereinbaren? Ambros Kindel, APA Austria Presse Agentur Christian Gutlederer, Reuters Austria Livia Klingl, Kurier Rubina Möhring, Reporter ohne Grenzen Federico Nier-Fischer, IPS Inter Press Service Moderation: Martin Langeder, Student Publizistik Uni Wien Freitag, 14. Oktober, 19.00 Offen oder beschränkt? Podium zur Unipolitik Am 7. Juli hat der EuGH befunden, dass die österreichische Uni- Zugangsregelung für EU-Studierende diskriminierend und deshalb widerrechtlich sei. Seither wird befürchtet, deutsche "Numerus- Clausus-Flüchtlinge" könnten den österreichischen Studierenden ihre Plätze wegnehmen. Vor allem für das Medizinstudium und traditionell überlaufene Studien wie Publizistik, Betriebswirtschaft und Psychologie werden Formen von Zugangsregelungen überlegt. Die Modelle hierfür reichen vom "propädeutischen ersten Semester" über Knock-out- Aufnahmeprüfungen bis hin zum "First come, first serve"-Prinzip. Judith Böhm, Vorsitzende ÖH Medizin Gertrude Brinek, Wissenschaftssprecherin ÖVP Kurt Grünewald, Wissenschaftssprecher Die Grünen Rosa Nentwich-Bouchal, ÖH Vorsitzende Moderation: Eva Blimlinger, Universität für angewandte Kunst -------------------- Depot Breitegasse 3 A-1070 Wien Tel: +43 1 522 76 13 www.depot.or.at ================================================== 02 13.10.: "Unternehmerinnen in Wien. Wiener Mut für neue Betriebe." "Barbara Huemer" ================================================== Die Wiener Grünen laden herzlich ein zum S T A D T E X P E R T I N N E N G E S P R Ä C H U n t e r n e h m e r i n n e n i n W i e n. W i e n e r M u t f ü r n e u e B e t r i e b e. WANN: Donnerstag, 13.Oktober 2005 BEGINN 20.00 Uhr WO: Schraubenfabrik, Lilienbrunngasse 18/Hof/2. Stock, 1020 Wien Unternehmerinnen in Wien. Wiener Mut für neue Betriebe 31,3 Prozent der Wiener Einzelunternehmen sind in Frauenhand. Obwohl ein Drittel der Unternehmensneugründungen von Frauen ist, ist heute der Unternehmerinnenanteil geringer als vor 10 Jahren. Wir wollen wissen, woran das liegt und wie man die Chancen für Unternehmerinnen in Wien verbessern kann. Gemeinsam mit Expertinnen aus Politik, Finanz und Wirtschaft diskutieren wir die Themen Kredite, Vergab und Förderungen. Was brauchen Unternehmerinnen in Wien, um erfolgreich bestehen zu können? Impulsstatements: Christine Bauer-Jelinek, Initiative fur MikrounternehmerInnen Dagmar B. Gordon, Unternehmerin, ideenmanufactur Astrid Hastreiter, Vorstandsvorsitzende von FrauenVermögen, München Kathrin Hornbanger, Rechtsanwältin, Kanzlei Dr. Kathrin Hornbanger, MBL-HSG Helga Immervoll, Bank Austria Creditanstalt, Stadtdirektion Wien City Johanna Lary-Hofinger, Unternehmerin, BANANA-TREE - Lary-Hofinger Keg Gerlinde Lonin, WWFF Frauenservice Maria Vassilakou, Spitzenkandidatin der Grünen Wien Moderation: Monika Vana, Frauensprecherin der Grünen Wien Wir laden Sie herzlich ein, Ihre Expertise einzubringen und freuen uns auf Ihr Kommen. Anschließend an die Diskussion gemütlicher Ausklang mit Buffet. ************************** Barbara Huemer Referentin für Beschäftigungs- und Frauenpolitik Grüner Klub im Rathaus 1082 Wien T: 4000 81580 www.wien.gruene.at ================================================== 03 Morgen: Podiumsdiskussion "Wien wählt warm!" Kurt Krickler ================================================== Wien wählt warm! Podiumsdiskussion anlässlich der Wiener Landtags- und Gemeinderatswahlen 2005 Wie gut sind lesbisch/schwule Anliegen bei den einzelnen Parteien aufgehoben? Es diskutieren: Dr. Kurt Stürzenbecher Landtagsabgeordneter - SPÖ Christine Marek Nationalratsabgeordnete - ÖVP Mag. Harald Stefan Landtagsabgeordneter - FPÖ Marco Schreuder Offen schwuler Kandidat der Grünen Wien Mag. Norman Schadler Stv. Kabinettschef im Justizministerium - BZÖ Heidemarie Ambrosch Frauensprecherin der KPÖ Wien Moderation: Irene Brickner Journalistin ("Der Standard") Ort: HOSI-Zentrum, Novaragasse 40, Wien 2 (Eintritt frei!) Datum/Uhrzeit: Dienstag, 11. Oktober 2005, 19 Uhr Rückfragehinweis: Christian Högl, Obmann: Tel. 0699-11811038 Bettina Nemeth, Obfrau: Tel. 0699-11965265 Kurt Krickler, Generalsekretär: Tel.: 5451310 oder 0664-5767466 office at hosiwien.at; www.hosiwien.at ================================================== 04 13.10.: 5 Jahre Stimmgewitter Fest augustin ================================================== An alle Freundinnen & Freunde von (räudigem) Kitsch! Das Stimmgewitter Augustin, Österreichs schwächster (an der sozialen Lage der Mitglieder gemessen) und zugleich Österreichs stärkster Chor (gemessen an der Dynamik, mit der die ehemals Ausgeschlossenen die Bühnen dieses Landes erobern), jedenfalls Österreichs schrägster Klangkörper, feiert seinen 5. Geburtstag. Und ersucht euch, mitzufeiern: Donnerstag, 13. Oktober, 19.30 Uhr im Carioca, 1200 Wien, Wasnergasse 17. Eintritt: 7 Euro. Das Fest findet im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Cafe Schmalz" statt, mit der der Aktionsradius Augarten das Thema Kitsch von allen Seiten beleuchten will. Neben Konzerten und Diskussionen in der Bunkerei bzw. im Kulturlokal Gaußplatz 11 startet am 13. Oktober der Donnersags-Zyklus "Alles wird gut im Carioca". An den Oktoberdonnerstagen legt Augustinmitarbeiter Mario Lang - alias DJ LaMa - sentimentales Vinyl auf und begrüßt Livegäste. Die erste Gastpartie ist nicht "weit hergeholt" - ist Mario Lang doch einer der Gründer und Leiter des Stimmgewitters. Die a capella- Truppe des Augustin wird dem Motto entsprechend von seinem Standardprogramm abweichen und eine breite Schmalzspur im Carioca hinterlassen. Vorschau auf den nächsten Donnerstag: am 20. Oktober melden sich nach langer Pause die Blutjungen Verführer mit Akkordeonisten Walther Soyka zurück. Gesamtprogramm: www.augarten-kultur.at ================================================== 05 reminder: eipcp-projekte in linz und wien eipcp ================================================== workshop *TRANSFORM. The Future of Institutional Critique* Linz, Lentos | 12./13. Okt. 2005, jeweils 13.00 - 18.00 http://www.eipcp.net/news/transform-ws_linz.html panel *The Future of Critical Art Institutions* Linz, Lentos | Mittwoch, 12. Okt. 2005, 19.00 http://www.eipcp.net/news/transform-panel_linz.html *opening party TRANSFORM / translate* Linz, DRUZBA (KAPU) | Mittwoch, 12. Okt. 2005, 21.30 http://www.eipcp.net/news/opening_linz.html Veranstaltungen des eipcp in Kooperation mit: Netbase, Depot, Lentos TRANSFORM/translate supported by: European Commission - Culture 2000 programme, KulturLand Oberösterreich, Linz Kultur, Wien Kultur, Bundeskanzleramt:KUNST --- eipcp - european institute for progressive cultural policies a-1060 vienna, gumpendorfer strasse 63b a-4040 linz, harruckerstrasse 7 contact at eipcp.net http://www.eipcp.net ================================================== 06 15., 18.10.: KPÖ-Termine - Wahlen in Wien didi zach ================================================== * 15. Oktober - WAHLBRUNCH der KPÖ-Wien im 7stern Live-Musik von "Phone 3 Phone", Beginn: 11 Uhr - 7 stern, Siebensterng. 31, 1070 Wien "Phone 3 Phone" zählt zu den spannendsten Ethno-Jazz-Bands Österreichs: In Insiderkreisen ist die 1993 von Edith Lettner (Saxophon) und Stephan Brodsky (Drums & Marimbaphone) gegründete Formation seit Jahren schon für ihre eigenwillige Musik bekannt. * 18. Oktober - Diskussionsveranstaltung mit Evrim Baba (Linkspartei.PDS) Thema: "Gegen Gewalt an Frauen: eine Diskussionsrunde zu Lokalpolitischen Möglichkeiten und Maßnahmen" Wo: im 7stern, Siebensterng. 31, 1070 Wien, Beginn: 19 Uhr ================================================== 07 15.-16.10.: ERSTE ERWERBSARBEITSLOSENKONFERENZ Martin Mair ================================================== ERSTE ÖSTERREICHISCHE ERWERBSARBEITSLOSENKONFERENZ Samstag, 15.10.2005 - Sonntag, 16.10.2005, jeweils ab 10:00 Amerlinghaus, Stiftgasse 8, A-1060 Wien (Linie U3: Volkstheater) Einladung als PDF-Dokument zum ausdrucken, kopieren und weiter verteilen: http://www.arbeitslosensprecherin.at/_TCgi_Images/al-sprecher/20051005084922_flyer_arbeitslosenkonf_1.pdf http://www.arbeitslosennetz.org/arbeitslosigkeit/download/arbeitslosenkonferenz.pdf *** Mithilfe bei Kinderbetreuung noch gesucht !!!!! (Raum vermutlich im Amerlinghaus vorhanden) *** *** Kopiermöglichkeit für Plakate und Flyer gesucht !!! (und Menschen, die das dann auch verteilen/plakatieren *** ** Info auch an mm at mediaweb.at bitte !!! *** Unverbindliche Anmeldung bitte unter: office at arbeitslosensprecherin.at konferenz-infofon: 0699 81 939 599 In Vorwahlzeiten wird von vielen Seiten ueber die 300.000 - 400.000 erwerbsarbeitslosen Menschen diskutiert, aber nie mit Ihnen. Daher ergreifen die betroffenen Erwerbsarbeitslosen selbst die Stimme: Von Samstag, 15.10.2005 bis Sonntag 16.10.2005 diskutieren die betroffenen Erwerbsarbeitslosen über Ihre eigene, persönliche Lebenssituation, den Umgang der Politik mit den Erwerbsarbeitslosen und über die Möglichkeiten zur Selbstvertretung, sich selbst in der politischen Diskussion Gehöhr zu verschaffen, und die Zusammenarbeit der von Erwerbsarbeitslosigkeit betroffenen Menschen selbst zu organisieren. PROGRAMM SAMSTAG - 15.10.2005 ab 10:00 Begrüssung der TeilnehmerInnen Walter Neue Erwerbsarbeitslosigkeit und / oder Arbeitsbessenheit Walter mit TeilnehmerInnen-Diskussion Berufsorientierungskurse: Zwischen versuchter Disziplinierung und hilflosem Wahnsinn Fuzi; Experte für Berufsorientierungs-Kurse mit TeilnehmerInnen-Diskussion Arbeitslosigkeit und Suizid Gerald Grassl mit TeilnehmerInnen-Diskussion SAMSTAG - 15.10.2005 ab 14:00 Glückliche Arbeitslose Dieter Schrage mit TeilnehmerInnen-Diskussion Wertkritik Maria Wölflingseder mit TeilnehmerInnen-Diskussion SONNTAG - 16.10. ab 10:00 Begrüssung der TeilnehmerInnen Christian Moser Das ArbeitslosensprecherIn Projekt Christian Moser mit TeilnehmerInnen-Diskussion W.E.G - Möglichkeiten die Lebenssituation zu verbessern, Schenkungsökonomie und KostNix-Läden Maria Hintersteiner mit TeilnehmerInnen-Diskussion Sonntag - 16.10.2005 ab 14:00 Erwerbsarbeitslosigkeit über 50 Katarzyna Landa (angefragt) mit TeilnehmerInnen-Diskussion Im Zentrum der Aufmerksamkeit: Öffentlichkeiten der Arbeitslosenstatistik Günter Hefler und Sabine Sölkner mit TeilnehmerInnen-Diskussion Probleme und Perspektiven TeilnehmerInnen Diskussion In eigener Sache: Die OrganisatorInnen der Konferenz versuchen diese Konferenz ohne die sonst üblichen Zeitlimitierungen, also ohne exakten Zeitplan, zu gestalten. Dadurch soll eine offene und flexible Gestaltung der Referate möglich werden um breiten Raum für Diskussionen und Publikumsbeteiligungen zu schaffen. SELBSTORGANISATION ODER INSTITUTIONALISIERUNG Parteiunabhängige, autonome Erwerbsarbeitsloseninitiativen und Einzelpersonen Österreichs, beraten bei der 1. Erwerbsarbeitslosenkonferenz neue Strategien gegen die vorherrschende Politik der "grenzenlosen Wirtschaftsförderung" bei gleichzeitiger Arbeitsplatzvernichtung. Diese Konferenz setzt ein deutliches Zeichen gegen die restriktive Beschäftigungspolitik. Zunehmender Entrechtung großer Teile der Bevölkerung. Der zahnlosen Politik der Oppositionsparteien. Den lahmen Reaktionen der Sozialpartner. Sowie den menschenverachtenden Praktiken des Abeitsmarktservice Die OrganisatorInnen der 1. Erwerbsarbeitslosen- Konferenz setzen mit diesem Schritt an die Öffentlichkeit ein deutliches Zeichen solidarischer Vernetzung. Alle in Österreich lebenden Menschen, ob arbeitslos oder erwerbstätig, prekär beschäftigt oder selbstständig, sind herzlichst eingeladen. ÜBERLEBEN ALLEINE IST ZU WENIG! Immer wieder sorgen die permanent steigenden Arbeitslosenzahlen für Schlagzeilen. Darauf reagiert Wirtschaftsminister Martin Bartenstein mit fragwürdigen "Blitzaktionen". Doch trotz dieser "Beschäftigungsinitiativen" zeugen die Statistiken von der immerzu bestehenden Arbeitslosenproblematik. Die Anzahl der Erwerbslosen steigt unaufhörlich. Sogar die sogenannten "Kurse" können diese Tatsache nicht beschönigen Die TeilnehmerInnen scheinen in der Stastik nicht auf. Unter anderem dienen diese Maßnahmen nur dem wirtschaftlich orientierten Klientel der Regierungsparteien, die sich gerne als "Leistungsträger" darstellen. Tatsächlich ist diese Regierung tatkräftig mit der Vernichtung von Arbeitsplätzen beschäftigt Dies wird dann als "schlanker Staat" bezeichnet. Trotz "Pensionsreformen", "Null-Defizit", Einführung der "Zweiklassenmedizin" und "Sparpolitik" bei öffentlichen Investitionen hat diese Regierung den höchsten Stand der Arbeitslosenzahl seit 50 Jahren aufzuweisen. Die widrigen Lebensumstände durch Armut und die daraus resultierende gesellschaftliche Ausgrenzung führt oftmals zu Erkrankungen bishin zum Ausscheiden aus dem Leben. VeranstalterIn: Verein ArbeitslosensprecherIn A-1060 Wien - Gumpendorfersteraße 46 office at arbeitslosensprecherin.at www.arbeitslosensprecherin.at mit angeschlossenen Initiativen: AI.Kärnten; ALS; AMSand; arbeitslosennetz.org; Der Denker; IGEL; SoNed! und Einzelpersonen -- ================================================= Martin Mair - Publizist virtuell & traditionell Krottenbachstrasse 40/9/6, A-1190 Wien Tel. + Fax: +43 1 3677487, Mobil: + 43 676 3548310 Email: martin.mair at mediaaustria.at http://www.mediaaustria.at - Webhosting & Webdesign http://www.bannertausch.info http://www.mediaweb.at - Medienplattform http://journalisten.mediaweb.at - Journalistenplattform http://www.arbeitslosennetz.org - Arbeitslosenplattform ================================================= ================================================== 08 CROPfm - Newsletter: Frau&Mann [14.10.05] Tarek Al-Ubaidi ================================================== Hi! Die nächste live Sendung ist am 14. Oktober 2005 um 19.00 auf 92.6 Mhz - der Frequenz von Radio Helsinki - im Raum Graz/Steiermark als auch on-line (>> http://helsinki.at/live- stream.php) zu hören. Für Fragen und Kommentare während der Sendung steht Ihnen CROPcom zur Verfügung - der liveChat (>> http://pia.mur.at/croppage/ccd/ccd_fs.htm). Titel der Sendung: Frau&Mann Erfrischende Ansätze zum Thema Frau und Mann von Nicola Wohlgemuth. Wohin sich das Gespräch entwickeln wird, ist uns jetzt noch genauso unklar wie die Herkunft des auf der Startseite abgebildeten Kornkreises. Ging es in bisherigen Sendungen mit Nicola eher um energetische Lichtarbeit oder Kontakte mit anderen Existenz-Ebenen, beschätigen wir uns diesmal mit einem der ältesten Rätsel der Menschheit. Aufzeichnungen früherer Sendungen mit Nicola >> past_shows.htm#wendezeit Big Brother News >> http://pia.mur.at/g7/bigbrother/ Studiogast zur Sendung: Nicola Wohlgemuth (Energie-Arbeit, Medium, Website von Nicola Wohlgemuth >> http://www.wohlgemuth-nicola.com/) Lieber Gruß, Tarek Al-Ubaidi ================================================== 09 17.10.: Einladung Ute Bock-Preis 2005 "Philipp Sonderegger" ================================================== *** Einladung zum Ute Bock-Preis 2005 *** Die 3 Nominiees *** Der Ute Bock-Preis für Zivilcourage *** EINLADUNG SOS Mitmensch lädt zur Verleihung des Ute Bock-Preis für Zivilcourage. Am Montag, den 17. Oktober wird in der Österreichischen Nationalbibliothek der Ute Bock-Preis für Zivilcourage des Jahres 2005 verliehen. Ab 18.00 Uhr werden die drei Nominees im Prunksaal vorgestellt und anschließende die/der PreisträgerIn/en bekannt gegeben (Eingang Josefsplatz 1). Wegen beschränkter TeilnehmerInnenzahl ist eine Platzreservierung unter folgender Adresse erforderlich. >> mailto:ubp at sosmitmensch.at *** DIE 3 NOMINEES Silvia Franke: Sozialarbeiterin und Psychotherapeutin. Franke mobilisierte die Öffentlichkeit, nachdem in Wien mehreren Roma- Strassenmusikern die Instrumente konfisziert wurden. Die lebensnotwendigen Arbeitswerkzeuge wurden zurückgegeben, die Praxis von der Stadt Wien eingestellt. Dietmar Köhler: Der mittlerweile pensionierte Maschinenbauer engagiert sich als Betroffener für die Selbstvertretung von Erwerbsarbeitslosen. Köhler steht für die Bereitschaft, eigene Lebensumstände öffentlich zu machen, wo die Zuweisung von Schuld eine Darstellung sozialer Ausgrenzung behindert und damit Unrecht verdeckt. LEFÖ - Beratung, Bildung und Begleitung für Migrantinnen: Die Organisation setzt sich seit 20 Jahren für die Rechte von Migrantinnen ein und konnte nachhaltige Strukturen der Unterstützung etablieren, die konkrete Hilfe bieten und strukturelle Änderungen anstreben. Die Arbeit steht in engem Kontakt mit der Zielgruppe und ist eingehend auf deren Bedürfnisse. >> http://www.sosmitmensch.at/stories/488/ *** DER UTE BOCK-PREIS FÜR ZIVILCOURAGE VON SOS MITMENSCH Geehrt werden mit der Auszeichnung Personen, die sich mit besonderer Courage für die Einhaltung der Menschenrechte verdient gemacht haben und deren praktische Grundrechtspflege in ihrem privaten oder beruflichen Umfeld außerordentliche Wirkung entfalten konnte. Ziel des Preises ist es, Öffentlichkeit für wichtige Menschenrechts-Themen herzustellen und die gesammtgesellschaftliche Relevanz der Menschenrechte darzustellen. > http://www.sosmitmensch.at/stories/487/ *** Ende ================================================== 10 18.10.2005 "Wie anders ist Wien?" - Diskussion zur Wahl "Transdanubien gegen Schwarzblau" ================================================== Liebe TransdanubierInnen und SymphatisantInnen! Knapp vor der Wahl in Wien dürfen wir Euch zu einer Diskussion zum Thema "Wie anders ist Wien?" ---------------------- Wien... - eine Stadt zum Wohlfühlen für alle? - ein Gegenmodell zu Schwarz-Blau-Orange? Was soll und muss sich ändern? Auf der Suche nach Antworten und Gelegenheit zu fragen Bei unserem monatlichen Treffen am 18. Oktober ab 19:00 (Diskussionsbeginn 19:30) mit: Karl Dampier - SPÖ Rüdiger Maresch - GRÜNE Petra Albrecht - ÖVP (angefragt) Melina Klaus - KPÖ Kave Atefie - LIF Wie immer im Chinarestaurant "Sun" - Donaufelderstrasse 229 1. Stock, 1220 Wien Stefan für Transdanubien gegen Schwarzblau ================================================== 11 19.-22.10.: Africult - Afrikanisches Kulturfestival 2005 "dialoge africult" ================================================== Liebe Freunde/dear Friends, The Africult team cordially invites you to the African Festival 2005. The festival is from 19 - 22 October 2005 and comprises of seminars and cultural activities. The Cultural Activities will take place on the 22nd of October 2005, in the "Wiener Stadthalle - Halle E", where many excellent African groups will perform. The entrance ticket is 12 Euro for scholars and 16 Euro for adults. We will be pleased to welcome you to this colourful programme with traditional music for dancing. The seminar, from 19 - 21 October 2005, will be held in different locations. This will be an opportunity to discuss with you, the African social and political problems in regard to the three topics. For details of the festival programme please see: www.africult.net Das Africult Team lädt Euch zum neunten Africult Festival ein. Wie in der Vergangenenjahren findet das "Afrikanische Kulturfestival" auch AfriCult genannt von 19 - 22. Oktober 2005 statt. Das Festival bittet Awareness, Bildung, Kultur und Öffentlichkeitsarbeit. Das Afrikanische Kulturfestival besteht aus einen Kultur und Dialogprogamm. www.africult.net Das FESTIVAL mit Kulturprogramm findet am 22. Oktober 2005 ab 15:00 Uhr in der Wiener Stadthalle statt. Es beinhaltet Theater, Modenschau, traditionelle Tänze, Musik und Livekonzerte von sehr bekansten afrikanischen Künstlern wie Sam Tshabalala - Sud Afrika. Das Dialogprogamm findet an verschieden Orten von Mittwoch den 19 bis Freitag den 21. Oktober 2005 wie folgt, statt. Das Africult Team bittet zu den dies jährigen drei Themen parallel laufende Workschops. Die Teilnehmen an Dialogprogamm ist frei. a. Was bedeutet die Entwicklungshilfe für den einzelnen Menschen in Afrika? Ist nicht die Meinung der EntwicklungshilfebezieherInnen das ausschlaggebende Kriterium für eine Beurteilung der Entwicklungshilfe? Was hat diese Hilfe tatsächlich geändert? Wie lauten die Wünsche der Betroffenen? Durch Impulsreferate und erzählte Lebensgeschichten soll dieses Thema besonders anschaulich und verständlich den ZuhörerInnen näher gebracht werden. Aus der Sicht von AfrikanerInnen kann dieses Thema vielleicht immer noch neue Aspekte entwickeln. Der Titel wendet sich gegen eine eurozentristische Wahrnehmung der GeldgeberInnen und ist als gültigste Evaluation der "Entwicklungshilfe" zu betrachten. Diese Veranstaltung, ein "Awareness Workshop", ist allgemeine Bildung für alle. Es hat die Absicht, die Vorurteile unter den afrikanischen MigrantInnen in Österreich zu eliminieren und ein besseres Verständnis der unterschiedlichen Kulturen zu verbreiten. Damit wir nicht gegen einander kämpfen, ist diese Veranstaltung ein Teil des Friedensprozesses. ReferentInnen: Margherita Tinti(NGO - Hpe´87), Marlene Hahn (NGO - Hpe´87), Dr. Emmanuel Argo (President AVENIR NEPAD INTERNATIONAL UK), Ms. Ada Maduakoh (NEPAD INTERNATIONAL UK), und Dr. Yves Ekoue Maizo als Gastreferent im Gespräch. Ort: ÖGB Bildungszentrum, Strudelhofgasse 10, 1090 Wien Datum: Mittwoch den 19. Oktober 2005: 19:00 - 21:30 20. Oktober 2005, 10.00-14.00 Uhr: Workshop b. Erreichen Entwicklungshilfegelder die angepeilten Begünstigten in Afrika? Wie durchgreifend oder transparent sind die Maßnahmen der Entwicklungshilfe für die Europäer? AfrikanerInnen in Österreich haben viel Wissen über Afrika, aber durch ihr Leben in Österreich auch über Entwicklungspolitik, soziale, wirtschaftliche und politische Zusammenhänge und globale Vernetzungen. Die Wahrnehmung von in Österreich lebenden AfrikanerInnen beeinflusst in großem Maße auch die Haltung gegenüber entwicklungspolitischen Fragestellungen. Genauso ist das Bild, das Medien über AfrikanerInnen in Afrika vermitteln im Hinterkopf präsent, wenn es um immigrierte AfrikanerInnen geht. Kann man nun die beiden Bilder verknüpfen, eine positive Richtigstellung von tradierten Stereotypen erreichen? ReferentInnen: Dr. Manfred Schnitzer (Leiter des Afrikareferates der Sektion Entwicklungszusammenarbeit im Außenministerium), Babou Josue Ido(Lebensbedingungen von Jugendlichen in Burkina Faso, deren Zukunftsperspektiven in Zusammenhang mit wirtschaftlichen, politischen und kulturellen Entwicklungen), Dr. Emmanuel Argo (President AVENIR NEPAD INTERNATIONAL UK), Ms. Ada Maduakoh und Dr. Yves Ekoue Maizo als Gastreferent im Gespräch. Ort: Palais Eschenbach, Eschenbachgasse 11 1010 Wien Datum: Donnerstag den 20. Oktober 2005: 19:00 - 21:30 21. Oktober 2005, 10.00-14.00 Uhr: Workshop c. Wie kann man das allgemeine Bild "der Afrikanerin/des Afrikaners" ändern? Gibt es in der österreichischen Bevölkerung ausschließlich die Vorstellung des Schrarzafrikaners als Drogendealern? Warum? Welche Möglichkeiten würden sich anbieten, diese Vorstellung zu ändern? Die Problematik der Stereotypisierung und Verallgemeinerung von AfrikanerInnen ist immer noch gegenwärtig, obwohl deren Ausbildungsstand deutlich über dem der ÖsterreicherInnen liegt (3/4 der AfrikanerInnen besitzen Maturaniveau, die Hälfte hat einen Hochschulabschluss). Auch die zweite und dritte Generation ist noch davon betroffen. Da es in Österreich in den folgenden Jahrzehnten zu einem Rückgang der Bevölkerung im Erwerbsalter kommen wird, wird der Bedarf an ausländischen Arbeitskräften steigen und Zuwanderung wird mehr Beachtung verdienen. Hier werden Vorurteile und Diskriminierung angesprochen, in weiterer Folge kann aber auf das umfassendere Thema Zuwanderung und Integration eingegangen werden. Die Ablehnung der Menschen schwarzer Hautfarbe in Zusammenhang mit ihrer Gleichstellung zu Drogendealern muss näher definiert werden. Welche Ursachen und welchen Ursprung hat dies? a) Angst vor Fremdheit b) Warum diese Angst? c) Sind die eigenen Existenzängste lösbar, sobald ich diese auf irgendeine Rasse, Nation fokussiere? d) Warum dieses Bild des schwarzen, bösen Mannes, der natürlich nur Drogendealer sein kann und somit eine (eigentlich nicht vorhandene) Welt zerstört. ReferentInnen: Andreas Goerg (no-racism), Dr. Di - Tutu Bukasa (freier Journalist), Araba Evelyn Johnston-Arthur (Aktivistin zwischen Theotie und Praxis, Empowerment gegen Rassismus am Arbeitsmarkt und Mitgründerin von PAMOJA), und Dr. Chibueze Udeani (Ein Gast soll seinen Gastgeber durch seinen Besuch nicht in Tod treiben, aber der Gast soll auch das Haus des Gastgebers nicht mit Beulen auf dem Rücken verlassen. Afrikanisches Sprichwort) als Gastreferent im Gespräch. Ort: Palais Trauttmansdorff, Herrengasse 19-21, 1014 Wien Datum: Freitag den 21. Oktober 2005: 19:00 - 21:30 Mit freundlichen Grüßen Jane Ikwen African Cultural Promotion Email: dialoge.africult at gmx.at Website: www.africult.net ================================================== 12 19. Oktober: STREIK an den Schulen ASt-LFI ================================================== 19. Oktober: STREIK an den Schulen Treffpunkt: 9.00 Westbahnhof Plakate und Flugblätter können über uns bezogen werden: Kontaktadressen ArbeiterInnenstandpunkt: Stiftgasse 8, 1070 Wien E-Mail: ast-lfi at utanet.at Tel.: 0650/406 83 14 http://www.arbeiterinnenstandpunkt.net Revolution Stiftgasse 8, 1070 Wien E-Mail: onesolutionrevolution at gmx.at http://www.revolution-austria.at/ ================================================== 13 12.-15.10.: wortgraffitifotos northoff ================================================== die österreichischen dialektautorInnen und die grazer autorInnenversammlung präsentieren: gaunz grausliche gschichten symposion ort: cafe prem, 1060, gumpendorfer straße 67 12. bis 15. 10. 2005 jeweils 19 uhr das programm 12. 10. schimpfwörter graffiti fotografiert von thomas northoff - ausstellungseröffnung und lesung: palette der grauslichkeiten vortrag: dieter schmutzer kabarett: richard weihs und claus tieber moderation: el awadalla 13.10. das ganz gewöhnlich grausliche lesung: peter campa, walter pilar, eugenie kain moderation: el awadalla 14. 10. säfte und gerüche vorträge: peter payer, petra springer lesung: helga pankratz moderation: el awadalla 15.10. KRIEG vortrag: peter krasser - hunger, krieg und eine schule in äthiopien lesung: "m. rutt" - textcollagen thomas northoff - die ohnmacht vor dem ganzen der welt konzept: el awadalla, thomas northoff organisation: el awadalla, thomas northoff, helga pankratz sollten sie keine zusendung mehr wünschen, bitte um remail mit betreff "streichen" ================================================== 14 Ab 14.10.: ROH TV/gemeinsam Fernsehen machen "Martin Krenn" ================================================== ROH TV Einladung zur Mitarbeit und Konzeption eines wöchentlichen Nachrichtenformats für das Wiener "Community TV" Im Rahmen eines Workshops geleitet von Martin Krenn Keine Teilnahmegebühren Technisches Vorwissen zur Arbeit mit Kamera und Schnitt von Vorteil aber nicht erforderlich Fragen und Bewerbungen (max. eine Seite in der technische und/oder journalistische Vorerfahrungen und die Motivation beschrieben werden sollen) an mk at tvprojekt.at Anmeldung bis 12. Oktober 2005 Workshop Roh TV Unter dem Arbeitstitel Roh TV plant das Community TV Wien eine neue Form einer Nachrichtensendung/Wochenschau, die einmal pro Woche ein halbe Stunde im Kabelfernsehen in Wien ausgestrahlt wird und eine alternative Berichterstattung über das politische/kulturelle Leben in Wien ermöglicht. Gedacht ist an eine möglichst "objektive" und ungestaltete Aufzeichnung des jeweils ausgewählten Geschehens, wobei die Palette vom Pressefoyer nach dem Ministerrat über eine Pressekonferenz zum EKH bis zu Hochwasserbildern reichen kann. Produziert werden soll das Format von einer Redaktion unabhängiger ehrenamtlicher MitarbeiterInnen, die gemeinsam das Konzept für Roh TV entwickeln. Die TeilnehmerInnen erhalten gratis eine Einschulung in Kamera-, Tontechnik und Digitalschnitt. Ziel ist es im Gegensatz zu ORF/ATV/Puls TV usw. eine Form von Berichterstattung zu entwickeln, die anhand eines Aufnahme- und Schnittmanifestes Kriterien festlegt, die andere Blickwinkel auf das politische/kulturelle Geschehen in Wien eröffnen. Der Schwerpunkt der Berichte wird dabei auf zivilgesellschaftliche Ereignisse gelegt , die abseits des Meanstreams passieren und in kommerziellen Medien kaum bis gar keine Beachtung finden. Öffentlich aufwändiger inszenierte Ereignisse wie z.B. Pressekonferenzen, Papstbesuche und Wahlveranstaltungen können bei Roh TV ebenfalls thematisiert werden, wobei der Blick vor allem auf die Kulissen/Inszenierungen gerichtet sein sollte. Im Rahmen des Konzeptionsworkshops werden Fragen diskutiert, wie sich die Filmenden dem Ereignis annähern, welche Position die Kamera im Raum einnehmen könnte, wann auf und wann abgedreht wird und ob Interviews geführt werden, oder nicht. Neben der wöchentlichen Ausstrahlung von Roh TV wird parallel ein alternatives Videoarchiv aufgebaut, welches unter dem Lizenzmodell von "Creative Commons" verfügbar sein wird. Martin Krenn ist Künstler, unterrichtet an der Akademie der bildenden Künste Wien und beschäftigt sich mit gesellschaftspolitischen Fragestellungen. (www.martinkrenn.net) Zeitplan für den Workshop Fr, 14. Oktober 2005 14h - 18h Bildpolitik und alternative Medien Creative Commons als Basis für ein Verständnis zu ROH TV Möglichkeiten objektiver Berichterstattung Gemeinsame Betrachtung und Analyse von Fernsehsendungen im Nachrichtenbereich Medientheoretischer Hintergrund Sa, 15. Oktober 2005, 14h - 18h Konzeption des Formats Technische Grundlagen (Kamera und Schnittschulung) Zeitplanung für das "Trockentraining" (rund um die Wiener Wahl) In der Woche vom 17. - 21. Oktober 2005 4h - max 8h nach freier Vereinbarung begleitete Drehtermine Fr, 21. Oktober 2005 14h - 18h Analyse und Weiterentwicklung der formalen und inhaltlichen Kriterien von Community TV anhand der entstandenen Beiträge Festlegung weiterer Termine für die kommende Woche 22. Oktober und 23. Oktober weitere Drehtermine im Ausmaß von max. 8 Stunden Fr, 28 Oktober2005 14h - 18h Präsentation der gesammelten Beiträge mit anschließender Kritik und Diskussion. Festlegung weiterer Drehtermine für die kommende Woche Fr, 4. November 2005 14h - 18h Verfassen des Konzepts/Manifestes Bildung des Redaktion- und ProduzentInnenteams von ROH TV ================================================== 15 Ab 26.10.: THE GREAT TELEVISION SWINDLE / maschek. Rabenhof Presse ================================================== !!! Die 2. Wiederaufnahme des Smash - Hits !!! "THE GREAT TELEVISION SWINDLE" Eine Expedition durch 50 Jahre Fernsehgeschichte von und mit: maschek. (Peter Hörmanseder, Ulrich Salamun, Robert Stachel) Support: Ed. Hauswirth 26., 27., 28., 29. Oktober 2005 4., 5., 9., 10., 11., 12. November 2005 (Beginn: 20.00 Uhr) RABENHOF THEATER A-1030 Wien; Rabengasse 3 Kartenreservierungs-Hotline: Tel. 01/712 82 82 Infos + Online-Reservierung unter: http://www.rabenhof.at Kartenpreise: 16,-- / 9,-- THE GREAT TELEVISION SWINDLE - Eine Expedition durch 50 Jahre Fernsehgeschichte Der ORF und Wolfi Schüssel feiern sich selbst - wir feiern mit! "In dieses Kastl wird eh niemand einischaun", Julius Raab 1956, über die Zukunft des Fernsehens. maschek. decken auf: Dass man das Fernsehen "den Roten überlassen" könne, stellte sich schon nach kurzer Zeit als fatale Fehleinschätzung der schwarzen Politik heraus. Der Kampf der ÖVP um die Rückeroberung des österreichischen Fernsehens tobt nun seit fünfzig Jahren hinter den Kulissen. "In jedem Fall sehenswert" (Die Presse) "Ein höchst vergnügliches und empfehlenswertes Unterfangen" (Kurier) ================================================== 16 Konzertankündigung infoladen wels ================================================== Hallo, liebe Leute! Bitte um Ankündigung folgender Veranstaltung: Freitag, 11.11.05, im Musicpub Fred Sega, Vogelweiderstr. 1, 4600 Wels SKA2TONICS Die lieben Leute aus Bratislava überzeugten bereits mehrmals mit ihrer unkonventionellen Art, klassische Ska-, Reggae- & Rocksteady-Rhythmen mit Elementen aus dem Rock´n´Roll zu verbinden. Nun beehren sie uns wieder, ausgerüstet mit neuen Songs im Repertoire. SKAPUTNIK Eigentlich eine Newcomer-Band, allerdings beherrschen die einzelnen Musiker ihre Instrumente derart gut, dass sie bereits nach 1 Jahr mit zahl- reichen hitverdächtigen Nummern aufwarten können. Im Stile des englischen 2-Tone-Ska, bereichert durch Einflüsse des alten Punkrock. Das ganze wird euch 3 Euro Eintritt kosten, danach gibt es selbstverständlich noch After-hour-DJing. Liebe Grüße Infoladen Wels ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND KOMMENTARE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 17 Tod in Schubhaft "Initiative muslimischer ÖsterreicherInnen" ================================================== Zur Information senden wir die uns eben erreichte Nachricht weiter zur Information. Für die IMÖ ... Tarafa Baghajati ************** Yankuba (CEESAY ist nach unseren Informationen der Familienname) wurde am 2.3.1987 in Gambia geboren und lebte bis zu seiner Flucht aus dem Heimatland bei seiner Familie (Vater, Mutter er erwähnte auch einen Bruder). Er war Moslem und sprach außer seinem Heimatdialekt "Mandingo" noch Englisch. Er hatte eine Grundschulbildung in den Jahren 1993 - 1999 in seinem Heimatort absolviert. Er wusste nicht genau, wann seine Flucht begann: Auto-> Boot -> Schiff-> Landung irgendwo in Italien -> Zug Richtung Österreich -> Aufgreifung kurz nach dem Grenzübertritt (via Tarvis) in Österreich/Gemeindegebiet von Scheifling- Bez. Murau am 11.3.2004 im Zug. Kurzfristige Schubhaft im Polizeianhaltezentrum Leoben - Ausweisungsbescheid erfolgte in Leoben/ Italien = sicheres Drittland (offensichtlich erfolgte dort seine Entlassung mit der Aufforderung, das Land zu verlassen). Am 12.3.04 kam er jedenfalls zum Amt für Jugend und Familie der Stadt Wien- Fachbereich fremdenrechtliche Vertretung unbegleiteter Minderjähriger Flüchtlinge und ersuchte um Gewährung von Asyl. Der Asylantrag wurde am 12.3.04 beim Bundesasylamt eingebracht und eine Notunterkunft für den Burschen in einem Haus der Evangelischen Flüchtlingshilfe in Wien 11, Neu Albern gefunden. Mit 10.5.04 übersiedelte er ins Integrationshaus in Wien 2, Engerthstraße - vorübergehende Betreuung und Abklärung seines individuellen Betreuungs- und Förderungsbedarfes erfolgte im Projekt "Caravan" (spezieller Bereich für Jugendliche) . Am 2.6.04 erfolgte die Einvernahme des Burschen im Beisein eines MAG ELF Vertreters im Bundesasylamt: Fluchtgrund nach Angabe Yankubas: sein Vater hatte eine offizielle politische Funktion inne, war aber gleichzeitig illegales Mitglieder einer (sichtlich verbotenen) Oppositionspartei. Er wurde, als dies aufflog, von seinem Posten abgesetzt und in der Folge mitsamt seiner Familie bedroht, unter Druck gesetzt und mehrmals misshandelt- auch die Familienangehörigen und Yankuba selbst waren von Misshandlungen und Terror betroffen. Im Fall seiner Rückkehr fürchtete Yankuba neuerlich und möglicherweise noch ärgerem Druck ausgesetzt zu sein. Er gab an, dass er zuvor noch niemals sein Heimatland verlassen und auch noch nie irgendeine strafbare Handlung gesetzt hatte. Am 14.7.04 wurde erhielt er eine Anzeige gem. dem Suchtmittelgesetz (SMG), die aber sofort zurückgelegt wurde (hatte damals ganz geringe Menge Cannabis bei sich). Am 6. 8. 04 übersiedelte der Jugendliche in eine Wohn- u. Betreuungseinrichtung des Don Bosco Flüchtlingswerkes in Liesing (Tel: 01- 662 84 25), Ziel: engere Begleitung durchs Leben, Sprach- und individuelle Lernförderung. Dort war er unauffällig, still, zurückhaltend, höflich ... 2.- 3.9.04: Anhaltung in der Justizanstalt Wien -Josefstadt (SMG) War dann wieder in seiner Betreuungseinrichtung bis er am 29.10.04 wieder wegen SMG in der Justizanstalt Wien- Josefstadt landete. November/Dezember 04 und Jänner/Februar 05 ergaben sich für das Wr. Jugendamt/MAG ELF keine rechtlichen Vertretungshandlungen, mit Erreichung der Volljährigkeit am 2.3.05 entfiel die Zuständigkeit der Jugendwohlfahrt überhaupt. (Auch im Don Bosco Haus wurde niemand von weiteren Schritten informiert - nach Erreichung der Volljährigkeit gibt es auch dort keine Zuständigkeit, aber auch Yankuba selbst meldete sich nicht mehr ). Es gibt in unseren Unterlagen kein Foto der Burschen- ich hoffe, Ihnen mit den Informationen, in denen "zwischen den Zeilen" das tragische Schicksal diese jungen Menschen anklingt, gedient zu haben- Mit freundlichen Grüßen von Elisabeth Köpl, Sozialarbeiterin MAG ELF- Service & Öffentlichkeitsarbeit Amt für Jugend und Familie der Stadt Wien 1030 Wien, Rüdeng. 11 Tel: 01- 4000- 8011, Mo - Fr: 8 - 18 Uhr E- Mail: service at m11.magwien.gv.at -- Initiative muslimischer ÖsterreicherInnen e-mail:dieinitiative at gmx.at für Rückfragen und Korrespondenz kontaktieren sie bitte: Omar Al Rawi +43-664-3831942 al-rawi at gmx.at Amina & Tarafa Baghajati +43-1-2595449 baghajati at aon.at Mouddar Khouja +43-1-9685096 mouddar at gmx.net Andrea Saleh +43-1-7965652 salehand at gmx.at Liebe Brüder und Schwestern, liebe Interessierte! Wir hoffen, dass die so an Euch zugehenden Informationen auf Euer Interesse stoßen. Wir versenden über den Verteiler nicht nur Neuigkeiten, die die eigenen Aktivitäten betreffen, sondern auch Zeitungsartikel, die im weitesten Sinn mit dem Islam und Integration zu tun haben oder ähnliches. Diese spiegeln natürlich nicht unbedingt unsere eigene Meinung wieder, sind aber gut, um das Meinungsspektrum zu sichten. Wir freuen uns über jede Rückmeldung. Selbstverständlich kann auch alles an Freunde,Bekannte usw.weitergemailt werden. Für die Publikation in eigenen Homepages bitten wir jedoch um vorherige Rücksprache. Bitte achten Sie bei Zeitungsartikeln auf das Copyright. Alle Inhalte dienen der persoenlichen Information. Eine Weiterverwendung und Reproduktion ueber den persoenlichen Gebrauch hinaus ist nicht gestattet. ================================================== 18 Licht ins Dunkel der Schubhaft office at asyl-in-not.org ================================================== Licht ins Dunkel der Schubhaft Freier Zugang für NGOs ! Ein junger Afrikaner ist im Linzer Polizeigefängnis ums Leben gekommen. Er sollte deportiert werden und trat in den Hungerstreik. Weil er angeblich "aggressiv" geworden war, wurde er aus dem Krankenhaus in eine "Sicherungszelle" verlegt. Eine leere Zelle; Matratze auf dem Boden - Fotos waren in den Medien zu sehen. Bald darauf später war er tot. Eine "Verschiebung des Mineralstoff-Haushalts im Blut" hat, so lesen wir in den "Oberösterreichischen Nachrichten", zum "akuten Herztod" geführt. "Aggressive Afrikaner" - wie oft haben wir das schon gehört! - sterben meist an "Herzversagen" und dergleichen natürlichen Todesursachen. Bis sich, wie soeben im Fall Cheibane Wague, herausstellt, daß sie erstickt worden sind. Kein vom Staat unabhängiger Rechtsberater, kein unabhängiger Psychologe hatte Zugang zu dem jungen Mann aus Ghana. Er war von der Öffentlichkeit hermetisch abgeschirmt. Schubhäftlinge werden in Linz (ebenso wie in den beiden Polizeigefängnissen in Wien) vom sogenannten "Verein Menschenrechte" betreut - oder soll man sagen: "bewacht"? Dieser Verein wurde von der Regierung aufgebaut, um NGOs wie "SOS Menschenrechte" (man beachte die - offenbar bewußt gewählte - Namensähnlichkeit!) und dem Schubhaftsozialdienst das Wasser abzugraben. Sein Gründer, ein gewisser Günter Ecker, hatte zuvor in verschiedenen NGOs Fuß zu fassen versucht, die aber durchwegs auf ihn verzichteten, als seine Zusammenarbeit mit dem Innenministerium offenkundig geworden war. Statt die Schubhaft zu bekämpfen, setzt sich Ecker für "professionelle Abschiebungen" ein. Im Fall des jungen Mannes aus Gambia bescheinigt Ecker - ohne die nun dringend nötigen Untersuchungen abzuwarten! - der Linzer Polizei, sie habe "korrekt gehandelt" ("Oberösterreichische Nachrichten", 6.10.2005). In Wien hatten Schubhäftlinge früher einmal Zugang zur Rechtsberatung von Asyl in Not; dafür sorgte der (von Caritas und Volkshilfe getragene) Schubhaft-Sozialdienst. Seit Strasser Anfang 2003 die Schubhaft-"Betreuung" dem Ecker-Verein zuschanzte, sind die Häftlinge von uns abgeschnitten. Das lässt Schlimmes für die Zukunft erwarten: Wenn ab 1. Jänner 2006 das Prokop-Gesetz in Kraft sein wird, werden schwerst Traumatisierte und Folteropfer in der Schubhaft verschwinden. Und "professionell" bewacht und deportiert werden, unter Beihilfe des Ecker-Vereins. Asyl in Not fordert daher: Weg mit dem Ecker-Monopol; freier Zugang für die NGOs zu den Häftlingen. Licht ins Dunkel der Schubhaft. Michael Genner, Asyl in Not Währingerstraße 59 1090 Wien Tel. 408 42 10-15 0676 63 64 371 www.asyl-in-not.org Spendenkonto: Asyl in Not, P.S.K., Kontonummer 92.034.400 Veranstaltungen: Der Film "Operation Spring" ist noch bis 13. Oktober 2005, täglich 18.30, 20.15 und 22 Uhr, im "Stadtkino", 1030 Wien, Schwarzenbergplatz 7-8, zu sehen. Podiumsdiskussion: "Operation Spring - Polizei, Justiz und die Folgen". Mittwoch, 12. Oktober 2005, 18.30 Uhr. Ort: Juridicum, Hörsaal U10, Schottenbastei 10-16, 1010 Wien ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ Asyl in Not, Währingerstraße 59, A-1090 Wien Telefon +43/1/408 42 10, Fax +43/1/405 28 88 mailto:office at asyl-in-not.org http://asyl-in-not.org ================================================== 19 KPÖ über Gallup Umfrage nicht verwundert christiane maringer ================================================== Utl.: KPÖ-Wahlkampfleiter kritisiert ORF-Berichterstattung Die aktuelle Gallup-Umfrage im Auftrag der Zeitschrift NEWS, die ergibt, dass "15 Prozent der Befragten sich prinzipiell vorstellen (können), KPÖ zu wählen", zeigt, so Melina Klaus, Spitzenkandidatin der KPÖ bei der Gemeinderatswahl in Wien, "welch große Möglichkeiten links von der SPÖ und Grünen gegeben sind". Denn die Menschen - so Klaus - "halten Ausschau nach wählbaren Alternativen zu sozialem Kahlschlag und Privatisierungswahn." Didi Zach, Wahlkampfleiter der Wiener KPÖ, ist über die Ergebnisse der Gallup-Umfrage "nicht wirklich verwundert. Wir können uns zwar - aus finanziellen Gründen - keine Umfragen leisten, insofern uns auch nur auf die Reaktionen auf der Straße und das Feedback per Mail verlassen. Da jedoch SPÖ und ÖVP bei all den von ihnen in Auftrag gegebenen Umfragen peinlich genau darauf achten, dass KPÖ-Ergebnisse in der öffentlichen Präsentation nicht aufscheinen, vermute ich, dass unsere Werte auch in Wien gut sind." Zum Umstand, dass der ORF die KPÖ trotz des phänomenalen Wahlerfolgs in der Steiermark nicht zu "Offen gesagt" eingeladen hat, sagt Zach: "Das skandalöse Verhalten des laut Gesetz zur objektiven Berichterstattung verpflichteten ORF gegenüber der KPÖ hat eine lange Tradition. Obwohl die KPÖ als einzige Partei neben den Rathausparteien wienweit am Wahlzettel steht, werden unsere Meinungen, Standpunkte und Forderungen ignoriert und unterschlagen, die KPÖ darf im ORF-Wien nur unter "sonstige Kleinstgruppierungen" im Sekundenbereich zu Wort kommen. Verantwortlich dafür ist die ORF-Führung und insbesondere der derzeitige ORF Wien-Chefredakteur Paul Tesarek, der sich als Vollstrecker einer Desinformationspolitik profiliert, welche Breshnew und Honecker sicherlich gefallen hätte." ================================================== 20 GLB/Wien/Ausgliederungen/Hundstorfer "Gewerkschaftlicher Linksblock" ================================================== Pressedienst des Gewerkschaftlichen Linksblocks (GLB), Apostelgasse 36/12, A-1030 Wien - Telefon +43 1 718 26 23-0 - Fax +43 1 718 26 23-30 - Mail glb at aon.at - Web www.glb.at - Ausgabe vom 7. Oktober 2005 Kritik an EU-Liberalisierung, aber im Gemeinderat für Ausgliederung GLB kritisiert Doppelspiel von GdG-Chef Hundstorfer Ein fragwürdiges Doppelspiel betreibt der Vorsitzende der Gewerkschaft der Gemeindebediensteten (GdG), Rudolf Hundstorfer, der gleichzeitig in seiner Funktion als SPÖ-Gemeinderat Erster Vorsitzender des Wiener Gemeinderates ist. Mit Recht kritisiert Hundstorfer die drohenden Auswirkungen der auch als "Bolkestein-Direktive" bekannte EU-Richtlinie zur Liberalisierung aller Dienstleistungen auf den öffentlichen Dienst durch das darin verankerte Herkunftslandsprinzip sowie das Entgeltprinzip und fordert "klare Worte der Regierung" gegen diese Richtlinie, die Ende Oktober im EU-Parlament behandelt wird. Die Auswirkungen dieser Richtlinie würden unter anderem die Gesundheitsvorsorge, die sozialen Dienstleistungen und den Bildungsbereich betreffen. Als Gemeinderat hat Hundstorfer hingegen alle Maßnahmen der Wiener SPÖ-Mehrheit mitgetragen, die auf eine Liberalisierung von öffentlichen Dienstleistungen hinauslaufen. So wurden maßgebliche Bereiche der kommunalen Grundversorgung in Wien aus dem Budget in eigene Betriebsgesellschaften ausgelagert: Die Spitäler in den Krankenanstaltenverbund (KAV), die 220.000 Gemeindewohnungen in Wiener Wohnen, die sozialen Dienste in den Fonds Soziales Wien (FSW), die Verkehrsbetriebe in die Wiener Linien usw. Wenn Hundstorfer im Zusammenhang mit der "Bolkestein-Direktive" in Hinblick auf einen "Senkungswettlauf bei Arbeitsrechtsstandards und Arbeitsbedingungen" die zu einem Sozial- und Lohndumping führen. Was aber bedeutet die Ausgliederung aller wesentlichen Leistungen der kommunalen Daseinsvorsorge aus der Budgethoheit anderes als eben diesem Trend Rechnung zu tragen? Vor dem Hintergrund der Einhaltung der Maastricht-Kriterien bei der EU-konformen Budgetgestaltung mit dem Ziel eines Nulldefizits bedeutet die Ausgliederung aus der Budgethoheit doch nichts anderes, als Kosten zu sparen. Wie das geht spüren die Beschäftigten in den ausgegliederten Unternehmen schon heute deutlich genug und der Druck verstärkt sich laufend. Die Liberalisierung des öffentlichen Dienstes findet nicht erst mit dem von Hundstorfer beschworenen GATS-Abkommen der Welthandelsorganisation (WTO) statt, sondern wurde bereits vor Jahren mit der Ausgliederung eingeleitet: "Denn Ausgliederung bedeutet zunächst bislang öffentliche Bereiche privatkapitalistischen Kriterien zu unterwerfen um sie in weiterer Folge teilweise oder ganz zu privatisieren um mit dem Erlös Budgetlöcher zu stopfen", so Roman Böhm-Raffay, Vorsitzender der Fraktion Gewerkschaftlicher Linksblock im ÖGB (GLB) in der GdG. Der GLB-GdG sieht sich in ihren Warnungen vor den Auswirkungen der Ausgliederung bestätigt und lehnt daher diese sowohl im Interesse der betroffenen Beschäftigten als auch der Bevölkerung grundsätzlich ab. ================================================== 21 Steiermark/Graz/Kahr/Kaltenegger/Beschlüsse "Parteder Franz" ================================================== KPÖ Steiermark Lagergasse 98a 8020 Graz Tel. 03 16 / 71 24 36 Fax 03 16 / 71 62 91 email: kpoe_stmk at hotmail.com Donnerstag, 6. Oktober 2005 Presseinformation der KPÖ Steiermark Graz: Elke Kahr als Stadträtin der KPÖ nominiert Die KPÖ-Bezirksleitung Graz und der Grazer KPÖ-Gemeinderatsklub befassten sich am 5. 10. 05 in einer gemeinsamen Sitzung mit den Auswirkungen des Landtagswahlergebnisses auf die Arbeit in Graz. Folgende Beschlüsse wurden gefasst: 1.: Ernest Kaltenegger wechselt aus der Grazer Stadtregierung als Klubobmann in den Landtagsklub der KPÖ und legt seine Funktion als Stadtrat mit Wirkung vom 25. Oktober 2005 zurück. 2.: Elke Kahr wird als Nachfolgerin von Ernest Kaltenegger als Grazer Stadträtin nominiert. Sie wird als Spitzenkandidatin der KPÖ bei der spätestens im Jänner 2008 fälligen Gemeinderatswahl antreten. 3.: Als Klubobmann der KPÖ im Grazer Gemeinderat wird GR Josef Schmalhardt, als stellvertretende Klubvorsitzende wird Gemeinderätin Ingeborg Bergmann nominiert. Diese Veränderungen treten mit der Gemeinderatssitzung am 10. November 2005 in Kraft. Rückfragehinweis: 71 24 79 ================================================== 22 IG-AutorInnen bei der Frankfurter Buchmesse / Halle 4.1 C 108 Traude Korosa ================================================== "Nie mehr Kabelsalat! - Die Literatur der österreichischen Kunst-, Kultur- und Autorenverlage". Der Gemeinschaftsstand der IG Autorinnen Autoren auf der Frankfurter Buchmesse vom 19.10. bis 23.10.2005 - Halle 4.1 C 108 Rund ein Jahrzehnt nach der Ankündigung der Ablöse des Buchs durch die Neuen Medien ist es Zeit, die Aufmerksamkeit auf die Rückkehr des Buchs als wichtigstes Medium zu lenken. "Nie mehr Kabelsalat - Die Literatur der österreichischen Kunst und Kulturverlage", das heurige Motto der Gemeinschaftsausstellung der IG Autorinnen Autoren auf der Frankfurter Buchmesse, soll auf diese zurückgekehrte zentrale Bedeutung des Buchs, der Literatur und des Lesens verweisen. Mit rund 1.700 literarischen und kulturpublizistischen Neuerscheinungen 2005 (2004: rund 1.500) zeigt sich die österreichische Verlagslandschaft lebendiger denn je. Auch die österreichischen Verlage, die literarische und kulturpublizistische Titel verlegen, haben zugenommen, 2004 waren es 185 Verlage, heuer sind es 196. Etwas weniger Veröffentlichungen als im Vorjahr finden sich von österreichischen Autor/inn/en in deutschen und Schweizer Verlagen, 2004 waren es 180 literarische Neuerscheinungen, in diesem Jahr sind es 164. Die Zahl der an österreichischer Literatur interessierten deutschen und Schweizer Verlage ist mit 123 gegenüber dem Vorjahr (2004: 125) fast gleichgeblieben. Dennoch, das verlegerische Interesse an österreichischen Autor/inn/en in Deutschland und in der Schweiz scheint zu sinken, 2003 haben noch 143 deutsche und Schweizer Verlage 204 neue literarische Titel österreichischer Autor/inn/en verlegt. Mehr als 500 literarische Neuerscheinungen aus 130 österreichischen Verlagen und die aktuellen Ausgaben der wichtigsten österreichischen Kultur- und Literaturzeitschriften werden am Messestand der IG Autorinnen Autoren in Frankfurt zu sehen sein. Den ausführlichen Informationshintergrund dazu bildet wie in den zwei Jahrzehnten zuvor der jährlich zur Frankfurter Buchmesse neu erscheinende Bücherkatalog "Die Literatur", der mit über 150 Seiten seinen bisher größten Umfang erreicht hat. Dieser insgesamt 16. (die ersten Kataloge sind noch im Zweijahresrhythmus erschienen) und seit einigen Jahren einzige österreichische Bücherneuerscheinungskatalog liegt zur kostenlosen Entnahme am Stand der IG Autorinnen Autoren auf und wird ebenso dem Buchhandel, den Büchereien und allen interessierten Leser/inne/n kostenlos zur Verfügung gestellt. Der Katalog verzeichnet: 1.672 literarische Neuerscheinungen österreichischer Verlage 2005 sowie 1.541 Backlist-Titel 2004, somit ingesamt 3.213 literarische Titel, die 2004 und 2005 in 196 österreichischen Verlagen erschienen sind. 164 Neuerscheinungen österreichischer Autor/inn/en in deutschen und Schweizer Verlagen 2005 sowie 196 Backlist-Titel 2004, somit ingesamt 360 literarische Titel österreichischer Autor/inn/en, die 2004 und 2005 in 123 deutschen und Schweizer Verlagen erschienen sind. Weiters sendet unser Gemeinschaftsprogramm mit den österreichischen Lokalradios "LiteRadio" heuer zum fünften Mal rund um die Uhr aus Frankfurt Live-Beiträge, die auch per Internet abrufbar sind. Unser Standplatz in Frankfurt: Halle 4.1. Stand C 108, Frankfurter Messegelände, D-60326 Frankfurt/Main, Ludwig-Erhard-Anlage 1, Stand-Telefon: +49 69 7575-41242. Standbetreuung: Gerhard Ruiss, Beate Ranftl, Martin Höfer, Traude Korosa, Dieter Scherr. Programmdetails, weitere Informationen: LiteRadio - http://www.literadio.org IG Autorinnen Autoren - http://www.literaturhaus.at/lh/ig Mit freundlichen Grüßen Gerhard Ruiss, IG Autorinnen Autoren Wien, 5.10.2005 Beilagen pdf Werbeplakat und Werbepostkarte "Nie mehr Kabelsalat!" + Programm der Buchpräsentation bei der Frankfurter Buchmesse am Stand der IG AutorInnen IG AutorInnen Mag. Traude Korosa Seidengasse 13 A-1070 Wien Tel. 01/52 620 44-54 Fax: 01/52 620 44 55 LINKsite für österreichische Verlage: http://www.kultur.at/linx/verlag/ LINK zur Frankfurter Buchmesse: http://www.buchmesse.de ================================================== 23 Glawischnig/Kaltenegger/Stellungnahme/KPOE KPÖ Steiermark ================================================== PRESSEMITTEILUNG DER STEIRISCHEN KPOE GRUENE WANDELN AUF DEN SPUREN DER STEIRISCHEN OEVP Die Bundesgruenen wandeln auf den Spuren der steirischen OEVP. DiesenSchluss muss man aus den Passagen eines Interviews ihrer stellvertretenden Bundessprecherin Eva Glawischnig ziehen. Das stellte der steirische KPOE-Vorsitzende Franz Stephan Parteder am Samstag fest: "Klasnic, Bartenstein, Lopatka oder Schuessel haben es nach ihrer Wahlniederlage aufgegeben, mit Zitaten aus dem Landesprogramm der steirischen KPOE Politik zu machen. Jetzt sind die Gruenen dran. Besonders veraergert ist die Spitzengruene ueber die Tatsache, dass die KPOE in der Steiermark konsequent gegen die EU auftritt. Sie will sich als besonders EU-treu aufspielen. Dabei zeigen die Beispiele Genmanipuliertes Saatgetreide, Alpentransit oder Atompolitik, dass die EU eine Politik der Umweltzerstoerung betreibt bzw. zulaesst. Der Austritt ist keine Tagesfrage, aber eine moegliche Option, fuer die sehr viele Menschen in Oesterreich eintreten und die eine fortschrittliche Kraft nicht ausschliessen darf. Sonst entwickeln wir uns zu AerztInnen am Krankenbett der EU und verlieren den Kontakt mit breiten Teilen der Bevoelkerung, welche diese EU nicht mehr haben wollen." Die KPOE sieht die Gruene Partei in der Steiermark und in Oesterreich als eine positive Kraft an, die viel fuer eine soziale und oekologische Entwicklung unseres Landes tun kann. KPÖ-Steiermark Lagergasse 98 a 8020 Graz Tel.: 0316 71 24 36 Fax 0316 71 62 91 email: kp.stmk at kpoe-graz.at; kpoe_stmk at hotmail.com ================================================== 24 Erhalt der Arbeitsplätze bei Manner "Helmuth Fellner" ================================================== Return-Path: Delivered-To: analle at no-racism.net Ottakringer Kommunisten - Kommunistische Initiative (OK-KI) Presseaussendung Nr. 3 Manner droht mit Werkschließung Die Ottakringer Kommunisten, die bei den kommenden Bezirksvertretungswahlen unter der Kurzbezeichnung OK-KI als Liste 6 kandidieren, sind besorgt über die Nachrichten aus dem Manner-Werk. "Gerade in den letzten Jahrzehnten wurden aus dem traditionellen Industrie-Bereich Ottakring/Hernals zahlreiche Betriebe abgesiedelt, Tausende von Arbeitsplätzen vernichtet. Wir fordern die Beteiligten von Bund, Gemeinde Wien und die Firmenleitung von Manner unter Einbeziehung des Betriebsrates auf, unverzüglich Gespräche mit dem einzigen Verhandlungsziel, die rund 500 bedrohten Arbeitsplätze zu sichern aufzunehmen. Es kann nicht angehen, dass in Zeiten ständig steigender Arbeitslosigkeit die Existenz dieses Traditionsbetriebes in Frage gestellt wird." Meinte dazu Helmuth Fellner, ein an dritter Stelle kandidierender Betriebsrat. Die Manner-Fabrik soll unter Denkmalschutz gestellt werden, deswegen droht Firmenchef Carl Manner damit, das Werk, das an der Grenze zwischen Ottakring und Hernals steht, abzusiedeln, "schlimmstenfalls" sogar ins Ausland ausgelagert werden. "Im Prinzip wollen wir natürlich hier bleiben", sagte Unternehmenssprecher Otto Riedl. Dafür müssten aber vernünftige Bedingungen für die Produktion garantiert bleiben. Das Bundesdenkmalamt will den Backsteinbau der Manner-Fabrik wegen seiner "geschichtlichen, künstlerischen und kulturellen Bedeutung" unter Denkmalschutz stellen. Barbara Neubauer, Wiener Landeskonservatorin, meint: "Ein voller Betrieb kann auch unter Denkmalschutz gewährleistet werden." Die Stadt Wien lehnt den Plan des Bundesdenkmalamtes ab, es sei wichtig, dass traditionelle Betriebe ihren Standort in Wien erhalten und auch Arbeitsplätze sichern können. Das vor allem für seine Schnitten bekannte Unternehmen produziert mit rund 500 Mitarbeitern in Hernals Waffeln, Kekse, Biskotten und Lebkuchen. Weitere Manner-Standorte befinden sich in Wolkersdorf in Niederösterreich und in Perg in Oberösterreich. Hände weg von den Arbeitsplätzen bei Manner ! Kontakt: Telefon: Gerhard Dusek 0699/1924 65 21 e-mail: helmut.fellner at chello.at ================================================== 25 Ottakringer Kommunisten [Liste 6] gegen Rassismus "Helmuth Fellner" ================================================== Ottakringer Kommunisten - Kommunistische Initiative (OK-KI) Presseaussendung Nr. 2 Gleiche Rechte für alle, die Grenze verläuft zwischen oben und unten! "Die FPÖ - auf den Strache gekommen - hetzt gerade auch in Ottakring gegen Migranten. Doch uns Lohnabhängige verbindet mehr, als uns trennt. Lohnabhängige die aus anderen Ländern kommen, sind der kapitalistischen Ausbeutung in noch stärkerer Form ausgesetzt: ihre Arbeitsbedingungen sind meist schlechter, ihre Löhne niedriger, ihre Kinder sind im Bereich der Bildung benachteiligt." ist die Meinung der an zweiter Stelle kandidierenden Zoya Mossessian. Die Ottakringer Kommunisten haben in ihren Reihen selbst zahlreiche Genossinnen und Genossen ganz unterschiedlicher Herkunft, denen die praktische Diskriminierung von MigrantInnen aufgrund ihrer Herkunft, Konfession oder Hautfarbe aus dem eigenen Alltag bekannt ist. Von der Wiener Parteiführung der "K"PÖ wurde die Ottakringer Bezirksorganisation nicht zuletzt wegen ihrer Kritik an deren Untätigkeit im Kampf gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit aufgelöst, einige Mitglieder wurden sogar ausgeschlossen. Die österreichische Asylpraxis ist unmenschlich, das neue menschenrechtswidrige Asylgesetz wurde mit auch mit Zustimmung der SPÖ beschlossen. An Stelle des Asylgesetzes bedarf es eines klaren Antidiskriminierungsgesetzes. Es ist inakzeptabel, dass grundlegende Menschenrechte und die Genfer Flüchtlingskonvention in Österreich de facto außer Kraft gesetzt werden! - Die Grenze verläuft nicht zwischen uns ArbeiterInnen, sondern zwischen oben und unten! - Gleiche Rechte für alle ! - Aktives und passives Wahlrecht für alle in Österreich lebenden Menschen auf allen Ebenen! - Recht auf Gemeindewohnungen für alle Sozialbedürftigen, die in Wien arbeiten! - Für das Recht auf Unterricht in der Muttersprache und in Deutsch ! - Weg mit rassistischen Sondergesetze, her mit einem konsequenten Antidiskriminierungsgesetz! Bei den Wahlen zur Bezirksvertretung am 23. Oktober: OTTAKRINGER KOMMUNISTEN - LISTE 6 Kontakt: Telefon: Gerhard Dusek 0699/1924 65 21 e-mail: helmut.fellner at chello.at ================================================== 26 LTW/Burgenland/Stellungnahme/Kaltenegger-KPÖ KPÖ Steiermark ================================================== PRESSEMITTEILUNG DER STEIRISCHEN KPÖ Graz; am 9. 10. 05 BURGENLANDWAHL: STARKE SPÖ BRAUCHT STACHEL IM FLEISCH "Vor einer Woche waren wir in der Steiermark aufgeregt und gespannt. Heute können wir den Ausgang der Landtagswahl im Burgenland in aller Ruhe kommentieren. Das hat vor allem einen Grund: Im Burgenland gibt es - noch - keine Kaltenegger-KPÖ mit reellen Erfolgsaussichten. Zum Wahlsieg der SPÖ ist festzustellen, dass die vielen Stimmen für diese Partei und die absolute Mehrheit im Land wenig an der täglichen Lebenssituation der Menschen ändern wird, denen es nicht so gut geht. Eine starke SPÖ braucht nämlich einen Stachel im Fleisch, eine Kraft, die stets und unter allen Bedingungen auf die notwendige soziale Gerechtigkeit hinweist. Wir wollen in der Steiermark in den nächsten Monaten und Jahren im Landtag und vor allem außerhalb und gemeinsam mit der Bevölkerung zeigen, wie das funktionieren kann." Franz Stephan Parteder Steirischer KPÖ-Vorsitzender KPÖ-Steiermark Lagergasse 98 a 8020 Graz Tel.: 0316 71 24 36 Fax 0316 71 62 91 email: kp.stmk at kpoe-graz.at; kpoe_stmk at hotmail.com ================================================== 27 Bei FPÖ-Kundgebung am 6.10: Anzeige gegen das Verbotsgesetz Sozialistische LinksPartei ================================================== Eine Presseinformation der Sozialistischen LinksPartei - SLP "Du g'hörst ja nach Mauthausen und vergast!" Das war der Kommentar eines Teilnehmers der FPÖ-Kundgebung in Wien 20, am 6. Oktober gegenüber antirassistischen Jugendlichen. Die SLP hat Anzeige wegen Widerbetätigung erstattet. Der Mann wurde auch nachher noch im Gespräch mit FPÖ-Vertretern gesehen. Am 6. Oktober hielt die SLP in der Brigittenau eine Kundgebung gegen den Rassismus der FPÖ ab. Nur wenige Meter entfernt hielt Strache seine - inzwischen bekannte - hetzerische Rede. Zu einer Gegenaktion unter dem Motto "Rassismus schafft keine Arbeitsplätze" riefen die wahlwerbende Sozialistische LinksPartei (SLP) und die Jugendorganisation "Sozialistischer Widerstand International" (SWI) auf. Rund 20 TeilnehmerInnen verteilten Flugblätter und sprachen mit vielen PassantInnen. Schülerinnen hielten ein Transparent mit der Aufschrift "Gemeinsam gegen den Bildungsabbau". Damit zeigten sie auf, wie die gegenwärtigen Probleme wirklich gelöst werden könnten. Während die FPÖ an der Regierung Sozialabbau, Pensionsraub und Angriffe auf ArbeitnehmerInnen durchführte, stellt sich nun FP- Chef Strache hin und tut so, als habe er damit nichts zu tun. Im Gegenteil macht er ausländische Menschen für die soziale Krise und Arbeitslosigkeit verantwortlich. Doch es ist der Kapitalismus, der unfähig ist, die Gesellschaft weiterzuentwickeln. Und es sind die herrschenden Politiker auch der FPÖ, die im Interesse der Konzerne und Banken Politik betreiben. Es wurden Hunderte Flugblätter zur Mobilisierung gegen die FP- Abschlußkundgebung am 20.10. verteilt. Die SLP ist in den Bezirken 5, 10, 20 sowie im Wahlkreis Zentrum (1, 4, 5, 6) wählbar. Informationen unter 0650-424 63 10 ================================================== 28 Offener Brief - sexistischer/homophober Rapper infoladen wels ================================================== OFFENER BRIEF an POSTHOF Zeitkultur am Hafen Posthofstr. 43 4020 Linz Planet Music & Media Veranstaltungs- & VerlagsgmbH. Vereinigte Österreichische Musikförderer Adalbert-Stifter-Straße 1200 Wien Guten Tag! Mitte Oktober kommt der für seine extrem homophoben und sexistischen Texte bekannte deutsche Rapper "Kool Savas" alias Savas Yurderi nach Österreich, wo er auch in Ihrem Lokal auftreten soll (17.10. Posthof Linz, 18.10. Planet Music Wien). Im Jahr 2001 war er auch in Österreich. Damals gab es Proteste gegen seinen Auftritt, die dazu führten, dass er zB in der "Szene Wien" nicht auftreten durfte. Natürlich fällt das, was "Kool Savas" macht, in den Kunstbereich, insofern ist die Forderung, die wir stellen - nämlich eine Absage der Konzerte - heikel und wird von vielen als Zensur empfunden werden. Wir wollen nichts zensieren, da wir für die Freiheit der Kunst eintreten, jedoch glauben wir, dass es in Zeiten, in denen Sexismus und Homophobie eine Alltäglichkeit sind, in denen beispielsweise das Wort "schwul" in manchen Kreisen eine beliebte Möglichkeit ist, seine/ihre starke Ablehnung gegenüber irgendetwas auszudrücken, in denen täglich Frauen Opfer von Gewalt werden, ein Schlag ins Gesicht von all diesen Opfern einer solchen Haltung ist, solcher Kunst eine Bühne zu bieten. Wir denken nicht, dass "Kool Savas" mit seiner Musik provozieren möchte, um auf diese gesellschaftlichen Missstände aufmerksam zu machen. Vielmehr glauben wir, dass er keinerlei Problem damit hat und sie im Gegenteil sogar noch gut findet. Wir nehmen an, dass die wenigsten Menschen, die auf eines seiner Konzerte gehen, dies deshalb tun, um sich kritisch mit der Musik und mit der darin vertretenen Haltung bzw. der Problematik von Sexismus und Homophobie an sich auseinander zu setzen. "Kool Savas" bringt mit seiner Musik zum Ausdruck, dass es völlig normal und auch okay ist, extrem sexistisch und homophob zu sein. In diesem Sinne wird diese Haltung wohl auch von vielen seiner Fans übernommen. Es steht uns dennoch fern, die Jugendlichen davor bewahren zu wollen, sich selbst kritisch mit "Kool Savas" und seinen Aussagen zu beschäftigen, das Denken können wir keinem Menschen abnehmen. Solange es aber in diesem Land eine solche kritische Auseinandersetzung mit Sexismus und Homophobie nur wenig und "Kool Savas" im speziellen nicht gibt, bleibt uns nichts anderes übrig, als eine Absage der Konzerte zu fordern. Wir fordern "Kool Savas" bzw. Sie als VeranstalterInnen seiner Konzerte auf, Stellung zu diesem Thema zu beziehen. Wir können und wollen die in "Kool Savas'" Musik zum Ausdruck gebrachte Haltung nicht akzeptieren. Dieser offene Brief wird unterstützt von: Kulturverein Infoladen Wels Homosexuelle Initiative (HOSI) Linz KPÖ Linz HOSI Wien Volxbibliothek Wien ================================================== 29 GLB/Versicherungspflicht/Atypische "Gewerkschaftlicher Linksblock" ================================================== Pressedienst des Gewerkschaftlichen Linksblocks (GLB), Apostelgasse 36/12, A-1030 Wien Telefon +43 1 718 26 23-0 Fax +43 1 718 26 23-30 Mail glb at aon.at Web www.glb.at Ausgabe vom 10. Oktober 2005 Flucht in atypische Verhältnisse hungert Sozialsystem aus GLB tritt für generelle Sozialversicherungspflicht ein Eine generelle Sozialversicherungs- und Steuerpflicht für alle Beschäftigungsverhältnisse fordert die Fraktion Gewerkschaftlicher Linksblock im ÖGB (GLB) mit Verweis auf die rapid steigende Zahl von atypischen und geringfügigen Arbeitsverhältnissen sowie Scheinselbständigkeit. Geringfügig Beschäftigte mit einem Verdienst von maximal 323,46 Euro monatlich sind nur unfallversichert, für Kranken- und Pensionsversicherung müssen sie selbst aufkommen: "Die Sozialversicherung wird durch vorenthaltene Beiträge ausgehungert, woraus dann die Lüge von der Unfinanzierbarkeit von Pensionen oder Gesundheitswesen konstruiert wird", kritisiert die GLB-Bundesvorsitzende Karin Antlanger. Laut ÖGB ist die Zahl der "Neuen Selbständigen" von 2000 bis 2004 von 12.000 auf 33.000, jene der "Geringfügigen" von 196.000 auf 223.000 gestiegen. Analog zur steigenden Zahl der atypischen Beschäftigungen geht die Beitragsleistung für die Sozialversicherung ebenso wie die Steuerleistung zurück. Auf den häufigen Missbrauch atypischer Beschäftigungsverhältnisse weist die Arbeiterkammer Oberösterreich hin. So kommt es etwa vor, dass ein vormittags Teilzeitbeschäftigter nachmittags seine Tätigkeit als freier Dienstnehmer fortsetzt und damit für diese Zeit kein Urlaubs- und Krankengeld erhält. Laut dem Linzer Finanzstadtrat Johann Mayr erhalten die Gemeinden für jeden voll Beschäftigten durchschnittlich 850 Euro jährlich an Kommunalabgabe. Da die meisten atypisch Beschäftigten nicht kommunalabgabepflichtig sind, verlieren die Gemeinden einen immer größeren Anteil dieser wichtigsten Gemeindesteuer. Zusätzlich verschlechtert hat sich die Steuermoral in Bezug auf die Kommunalabgabe, nachdem die Prüfung der Steuerpflicht von den Gemeinden auf Finanzämter und Sozialversicherungen übertragen wurde. Die Kommunalabgabe wird derzeit mit drei Prozent der Lohnsumme bemessen. Davon profitieren Unternehmen die durch Personalabbau am stärksten rationalisieren durch immer geringere Steuerleistung im Vergleich zu den personalintensiven Betrieben. Der GLB fordert daher die rasche Umstellung der Bemessung aller Dienstgeberbeiträge (Sozialversicherung, Kommunalabgabe usw.) auf die gesamte Wertschöpfung. Die von Politik, Wirtschaft und Medien unter dem Dogma der Flexibilität forcierten atypischen Arbeitsverhältnisse nützen vor allem dem Kapital, weil sich die Unternehmen dadurch Lohnnebenkosten oder Auflagen durch das Arbeitsrecht ersparen und Risiken zunehmend auf die Beschäftigten abwälzen. Dabei zeichnet sich immer deutlicher ab, dass atypisch zunehmend typisch wird. Als notwendig sieht der GLB daher eine allgemeine Arbeitszeitverkürzung auf 30 Stunden wöchentlich mit vollem Lohnausgleich um die vorhandene Arbeit besser aufzuteilen. Immer dringlicher wird aber auch eine Diskussion - insbesondere auch in den Gewerkschaften - über ein existenzfähiges Grundeinkommen bzw. eine Grundsicherung für alle unabhängig von einer Beschäftigung: "Wenn eine immer reichere Gesellschaft durch eine völlig schieflastige Verteilung des Reichtums das Ziel einer Vollbeschäftigung immer weniger erfüllen kann, muss auf dem Wege einer entsprechenden Besteuerung die Existenzfähigkeit für alle sichergestellt werden", so Antlanger abschließend. ================================================== 30 Knittelfeld/Sparkassa/Verkauf/Offener Brief/KPÖ KPÖ Steiermark ================================================== KPÖ Steiermark Lagergasse 98a 8020 Graz Tel. 03 16 / 71 24 36 Fax 03 16 / 71 62 91 email: kpoe_stmk at hotmail.com Montag, 10. Oktober 2005 Presseinformation der KPÖ Steiermark Sparkassenverkauf: Renate Pacher: Offener Brief an die SPÖ Knittelfeld Knittelfeld, 10.10.2005 Seit 1945 ist die SPÖ die dominierende Partei in unserer Stadt. Sie hat eine große Mehrheit im Gemeinderat, sie stellt den Bürgermeister und den Finanzreferenten. Die SPÖ hat naturgemäß auch einen großen Einfluss auf unsere örtliche Sparkasse. Am 26. September war die letzte Gemeinderatssitzung des Knittelfelder Gemeinderats. Dennoch haben wir als KPÖ-Fraktion aus den Medien erfahren, dass die restlichen 49 Prozent der Knittelfelder Sparkasse verkauft werden sollen, mehr noch - vom Verkaufserlöss soll nicht ein einziger Euro in unsere Gemeindekasse fließen. Diese Vorgansweise kann nicht hingenommen werden. Es kann nicht angehen, dass wichtige Vermögenswerte ohne vorherige Diskussion verkauft werden und dann nur eine handverlesener Kreis von Personen (der Stiftungsrat, im dem nicht einmal ein Knittelfelder Gemeinderat vertreten ist) entscheidet, wofür diese Mittel verwendet werden. So gibt es Gerüchte, dass Millionen in den Bau der Golfanlage geflossen sind. Ist die Errichtung einer Golfanlage etwa ein soziales Anliegen? Andere Gemeinden haben durch den Verkauf ihrer Sparkassenanteile Millionen erhalten. In unserer Gemeinde regiert nur der Sparstift. Der entgültige Verkauf unserer Sparkasse ist auch eine wichtige wirtschaftliche Frage für unsere Region, die Gemeinde verliert dadurch wichtige Einflussmöglichkeiten. Die SPÖ hat in dieser Frage eine hohe wirtschaftspolitische Verantwortung. Wir appellieren an alle handelnden Personen diesen Verkauf noch einmal zu überdenken. Diese wichtige Frage muss auch Thema im Knittelfelder Gemeinderat sein. Für die KPÖ-Fraktion Gemeinderätin Ing. Renate Pacher Rückfragehinweis: 03512 82240KPÖ-Steiermark Lagergasse 98 a 8020 Graz Tel.: 0316 71 24 36 Fax 0316 71 62 91 email: kp.stmk at kpoe-graz.at; kpoe_stmk at hotmail.com ================================================== 31 OPERATION SPRING - Justizministerium berät - politische Reaktionen - Diskussion 12.10. - Prozessbericht + neue Termine - Kinoeinsatz in Wien verlängert! - neue Festivaleinladungen "Tristan Sindelgruber" ================================================== 10.10.2005 - Neuigkeiten rund um OPERATION SPRING Justizministerin beruft Gesprächsrunde ein - politische Reaktionen OPERATION SPRING sorgt weiterhin für Gesprächsstoff und beschäftigt nunmehr auch die österreichische Innenpolitik. Wie wir den Medien entnehmen konnten, hat Justizministerin Karin Gastinger für morgen eine Gesprächsrunde im Justizministerium einberufen, daran teilnehmen werden hochrangige Vertreter der Justiz. Auf Anfrage der Wiener Zeitung meint der Pressesprecher der Justizministerin zudem: "Gastinger wird die gesamten Vorwürfe, die in diesem Film gegen die Justiz erhoben werden nicht auf die leichte Schulter nehmen", versicherte Gastinger-Sprecher Christoph Pöchinger im Gespräch mit der "Wiener Zeitung". Der Keim der gesamten Affäre wird allerdings im Innenministerium vermutet. "Man sieht hier aber jedenfalls deutlich, wie wichtig es ist, dass der Staatsanwalt der Herr des Verfahrens ist und nicht der Polizist. Und das ist die Aufgabe des Justizministeriums, dass man ständig darauf hinweist. Denn im Fall der Operation Spring im Jahr 1999 könnte es sich so darstellen, dass das Innenministerium vielleicht nicht optimal agiert hat", meinte Pöchinger abschließend. Schon zuvor forderte Terezija Stoisitz, die Justizsprecherin der Grünen, dass zahlreiche der Verfahren neu aufgerollt werden müssen und sie forderte zudem eine Reform des Hauptverfahrens im Strafprozess, was sie als "wichtigstes justizpolitisches Vorhaben der nächsten Legislaturperiode" bezeichnete. Nach diesen beiden Reaktionen kam auch eine Aussendung von Johannes Jarolim, dem Justizsprecher der SPÖ. Er meint in einer Presseaussendung: "Die Geschehnisse der Operation Spring sind zum Teil durchaus fragwürdig und bedürfen daher einer eingehenden Überprüfung. Eine gerichtliche Aufarbeitung der Amtshandlung sowie der Mängel im Hauptverfahren ist dringlich geboten. Aus diesem Grund begrüße ich die nun anberaumte Gesprächsrunde mit Experten und Praktikern aus der Justiz." Wir halten somit fest: Die erste diesbezügliche Wortmeldung aus den Reihen der SPÖ. Wiener Zeitung "Dokumentation schlägt Wellen" http://www.wienerzeitung.at/DesktopDefault.aspx?TabID=4103&Alias=wzo&cob=202148 Der Standard "Dokumentation schlägt hohe Wellen" http://derstandard.at/?id"00779 Der Standard "Gefährliches Bild des Afrikaners" von Irene Brickner http://derstandard.at/?id"01180 Jarolim - SPÖ: "Fordere eingehende Überprüfung" http://www.ots.at/presseaussendung.php?schluessel=OTS_20051008_OTS0030&ch=po litik Podiumsdiskussion Operation Spring Operation Spring - Polizei, Justiz und die Folgen. Podiumsdiskussion mit Publikumsbeteiligung über die justizpolitische Dimension der umstrittenen Polizeiaktion. Zeit: Mittwoch, 12. Oktober 2005, 18.30 Uhr. Ort: Juridicum, Hörsaal U10, Schottenbastei 10-16, 1010 Wien TeilnehmerInnen am Podium * Phillip Bischof, Rechtsanwalt * Manfred Herrnhofer, Richtervereinigung; * Heinz Patzelt, amnesty international Österreich; * Angelika Schuster, Regisseurin; * VertreterIn des Justizministeriums (angefragt) * Moderation: Simon Kravagna, Kurier Seit Ende September läuft der Dokumentarfilm "Operation Spring" in den Kinos. Der Film hinterlässt den Eindruck, dass Angeklagte der umstrittenen Polizeiaktion keine Chance auf ein faires Verfahren hatten. Ein anonymer Zeuge, der seine Aussage zurückgenommen hat, ein untauglicher Dolmetscher und verschwommene Überwachungsvideos waren Grundlage für drakonische Strafen. ExpertInnen und Verantwortliche diskutieren nun über Folgen und Konsequenzen. Was ist im Zusammenspiel zwischen Exekutive und Justiz schief gelaufen? Sollen und können die Verfahren neu aufgerollt werden? Oder reicht der Hinweis auf die Strafrechtsreform als Konsequenz aus? Eine Veranstaltung von SOS Mitmensch mit freundlicher Unterstützung der ÖH Wien. (Aussendung von SOS-Mitmensch, www.sosmitmensch.at) Der Eintritt ist frei - die Eintrittsvoraussetzung unsererseits: Den Film bereits im Kino gesehen zu haben! Letzter "Operation Spring" - Prozess - großes öffentliches Interesse - Berichte in den Medien - neue Verhandlungstermine Mehr Interessierte, als der Verhandlungssaal fassen konnte, wollten am 6.10. den Prozess gegen Emmanuel Chukwujekwu beobachten. Mehr als die Hälfte der Anwesenden mussten vor dem Gerichtssaal warten - der Saal war zu klein, Stehplätze wurden nicht akzeptiert. In der Verhandlung wurden drei Zeugen vernommen, desweiteren ließ der vorsitzende Richter ein Video der Verteidung nicht zu und es wurden neue Verhandlungstermine für November fixiert. Medialen Niederschlag fand der Prozesstag in der Tageszeitung Der Standard, in einem Beitrag von Irene Brickner unter dem Titel: Wahres über "Operation Spring" (http://derstandard.at/?url=/?id!98408) und in einem Kommentar von Hans Rauscher unter dem Titel: Rechtsstaatsverständnis (http://derstandard.at/?url=/?id!98464) Drei neue Prozesstage wurden festgelegt (es sind vorauusichtlich die letzten Termine): Mittwoch, 16. November 2005, 9.15 Uhr, Saal 305 Mittwoch, 23. November 2005, 9.15 Uhr, Saal 305 Donnerstag, 24. November 2005, 9.15 Uhr, Saal 303 jeweils offenes Ende Landesgericht für Strafsachen Wickenburggasse 18-20 1080 Wien OPERATION SPRING - Kinoeinsatz in Wien verlängert - bis 13.10. im Stadtkino - ab 14.10. im Filmhaus am Spittelberg! OPERATION SPRING war ursprünglich bis zum 13.10. im Wiener Stadtkino angesetzt. Am letzten Wochenende lag OPERATION SPRING auf Platz 20 der österreichweiten Kinocharts und die Wiener Filmkopie erreichte einen Spitzenplatz in bezug auf das Verhältnis BesucherInnen pro Kopie! In Wien ist von Woche zu Woche eine Steigerung der BesucherInnen zu beobachten, was uns ungeheuer freut! Insgesamt haben bisher 4.228 zahlende BesucherInnen den Film gesehen und das Interesse am Film ist ungebrochen. Aufgrund dieses großen Interesses ist der Film nun bis zum 13.10. im Stadtkino und ab 14.10. im Filmhaus am Spittelberg (Spittelberggasse 3, 1070 Wien) zu sehen. Die Beginnzeiten bleiben unverändert - täglich um 18:30, 20:15 und 22:00. Reservierungen werden ab sofort entgegen genommen! ab 14.10. im Filmhauskino am Spittelberg Spittelberggasse 3 1070 Wien Telefon: (01) 522 48 16 Vorstellungsbeginn: täglich: 18:30, 20:15, 22:00 Uhr Reservierung per E-Mail: Montag - Donnerstag bis 17.00 Uhr Freitag bis 14.00 Uhr office at stadtkinowien.at Telefonische Reservierung: Büro: (01) 522 48 14 Montag bis Donnerstag 8.30 - 17.00 Uhr Freitag 8.30 - 14.00 Uhr Kino: (01) 522 48 16 Während der Kassaöffnungszeiten Kassaöffnungszeiten: 1 Stunde vor Beginn der ersten Vorstellung bis eine halbe Stunde nach Beginn der letzten Vorstellung Wir hoffen weiterhin auf zahlreichen Besuch der Vorstellungen. Alle Informationen rund um den österreichweiten Kinoeinsatz finden sich unter www.operation-spring.com. Zahlreiche Festivaleinladungen Letzte Woche wurde OPERATION SPRING im Rahmen des Dolumentarfilmfestivals in Leipzig, im Rahmen des Internationalen Programms, präsentiert. Das Interesse der BesucherInnen war groß, die Zeit für die Diskussionen danach war stets zu kurz bemessen. Kaum nach Wien zurückgekehrt, werden wir schon von den nächsten internationalen Festivaleinladungen überrascht. Ende Oktober läuft OPERATION SPRING auf dem Jihlava International Documentary Film Festival (Tschechien) im Rahmen des Wettbewerbs "Between the Seas" und Anfang November in Maribor im Rahmen des Dokumentarfilmfestivals DokMa in Slowenien. Die bisher eingelangten Festivaleinladungen ergeben somit bis Mitte November folgende Reiseroute für den Film: Lissabon, Jihlava, Maribor, Kopenhagen, ... weitere Informationen zum Festivaleinsatz von OPERATION SPRING finden sich unter: www.operation-spring.com Sindelgruber Tristan, Schuster Angelika Schnittpunkt - Sindelgruber Tristan, Film- & Multimediaproduktion Große Sperlgasse 19/3 1020 Wien Austria UID-Nr.: ATU 46990608 Tel.+FAX: ++43-1-913 11 21 e-mail: schnittpunkt at gmx.at web: www.schnittpunkt-film.com www.operation-spring.com ================================================== 32 festival mit rechtsextremen bands in innsbruck "alois huber" ================================================== Kein Festival mit rechtsextremen Bands im VZ Hafen / Innsbruck! Am 14. und 15. Oktober 2005 soll im Veranstaltungszentrum Hafen das "Misanthropic Violence Festival II" u.a. mit den Bands: INQUISITION (usa), HORNA (fin), CAEDES (de), ETERNITY (de) CORPUS CHRISTII (por), LUGUBRE (hol). organisiert von "Brutal Arts Tyrol" (http://www.brutal-arts-tyrol.com) stattfinden. Einige der dort auftretenden Black Metal Bands fallen durch antisemitische, homophobe, extrem gewaltverherrlichende und/oder rechtsextreme Texte und Meinungen auf. Des Weiteren existieren zahlreiche personelle und ideologische Verbindungen der auftretenden Gruppen zu neonazistischen Bands, Musikvertrieben und Labels. Hier einige Aussagen, um die Weltanschauung einiger "Musiker" zu verdeutlichen: "Ich unterstütze viele NS (nationalsozialistische a. d. V.) Bands, aufgrund der Qualität, die sie in der Musik bieten und wegen dem Intellekt der jeweiligen Personen". ("Shatraug", der Sänger und Gitarrist von HORNA) "I am a married man and yet I have dark thoughts like killing Jews, Christians and other insects..." ("Dagon" Mitglied bei INQUISITION) "...Norway is full of blue-eyed Jewish homosexuals who are no longer part of the underground elite..." ("Dagon" über die norwegische Black-Metal-Szene) "Wordrap zum Thema "Holocaust": "Tolle Sache! Eine spezielle Abart davon ist doch der Alkoholocaust!!??" (Auszug aus einem Interview mit ETERNITY) Weitere Informationen zu den auftretenden Bands und Quellenangaben zu den Zitaten siehe Anhang. Schon vor einem Jahr (Oktober 04) konnte im Innsbrucker Hafen das von "Brutal Arts Tyrol" organisierte sogenannte " Misanthropic-Violence-Festival" stattfinden. Bei dieser Veranstaltung trat u. a. die rechtsextreme Band "Nargaroth" auf. Proteste antifaschistischer Gruppen blieben erfolglos. Der Vertreter des Innsbrucker Veranstaltungslokals "Hafen" meinte zu den dargelegten Fakten: "Für die Überprüfung sind die Behörden zuständig" (1). Ludwig Spörr vom Landesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung war der Meinung: "Hinweise, dass sich Tirol, wie Vorarlberg, zum Treffpunkt für Skins und Neonazis entwickeln könnte, gibt es nicht" (2). Nichtsdestotrotz waren laut Christian Dornbusch, Autor des Buches "Rechtsrock" und Forscher im Bereich Jugendkultur und Rechtsextremismus in der Arbeitsstelle Neonazismus an der FH Düsseldorf, "spätestens beim Auftritt von "Nargaroth" eine größere Anzahl von neonazistischen Skinheads und rechten Metalern anwesend" (3). Wir, fordern daher im Sinne einer toleranten Gesellschaft und Musikkultur, dass rechtsextremen, intoleranten und gewaltverherrlichenden Musikgruppen keine Bühne mehr geboten wird. Wir fordern den Betreiber des Veranstaltungsorts "Hafen" bzw. die Verantwortlichen der Behörden auf, ein Stattfinden des genannten Festivals zu verhindern. Mit freundlichen Grüssen UnterstützerInnen (Stand 05. 10 2005): Österreichische HochschülerInnenschaft Innsbruck GRAUZONEACTION.NET & INFOBEISL ARGE ANTIRASSISMUS Innsbruck ASV Roter Stern Innsbruck e.V. CHOKE MEDIA DIDF Jugend/ArbeiterInnenjugend Tirol DIS (Democratic Internationalist Students) EMPIRE FAULZAHN Frauen aus allen Ländern FREIRAD 105.9 MHz Galerie St. Barbara GRÜN ALTERNATIVE JUGEND Tirol IGLER ART i|stole|a|million Infoladen Bregenz Infoladen Wels JUSOS Kulturlabor Stromboli Kulturverein v.a.k.u.u.m Kulturzentrum DIE VILLA KSV TKI Tiroler Kulturinitiativen / IG Kultur Tirol tRAUMfrauen Verein für Kultur Inzing Verein Spur/ Wörgl VSStÖ WORKSTATION -------------- 1: Red.: Ein Konzert mit einigen Misstönen, in: Die NEUE, Donnerstag, 14. Oktober 2004 - Nr. 17 - N, S. 24. 2: http://no-racism.net/article/984/, 20.09.2005 3: Vgl.: http://www.sjoe.at/downloads/Dossier_DunkelheitFestivalHP.pdf 20.09.2005 -------------- ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< SOLIDARITÄT WELTWEIT ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 33 India: Student Protesters Killed by Police "global at no-racism.net" ================================================== Garo Hills districts Meghalaya, India 30 Sept '05 Police have shot and killed up to 12 student protesters in the north east province of India. Protesters claim that the shots fired from police without just cause. Over forty other protesters, and over fifty police officers were injured. The Achik tribe, who are the second largest tribe in Meghalaya, have been staging protests concerning a government decision to move the Meghalaya State Education Board from Tura to Shillong. The Achik tribe fears thier interests will not be served with the Board being in a city controled by the Hynniewtrep tribe. The majority of Achik people are baptists, were as the Hynniewtrep are Presbyterian or Roman Catholic. Meghalaya has only been an autonomous state within India's Assam state since 1970. Locals issues within any state of India being controlled outside the region are prone to political corruption historically. Police claim unknown students attacked them by throwing stones, as a result police felt they were required to open fire on the crowd after they refused to leave following baton charges and water canons. Article was published on 01. Okt 2005 by wolfe @ http://india.indymedia.org/en/2005/10/210947.shtml Email:: wolfe at riseup.net URL:: http://wolfe.gnn.tv -- This mail was sent through the strg.at network. http://strg.at ================================================== 34 Türkei /EU: Kurdisch muss Amtssprache in der Südosttürkei werden "GFBV" ================================================== GESELLSCHAFT FÜR BEDROHTE VÖLKER PRESSEMITTEILUNG Göttingen, den 06.10.2005 Türkisch als europäische Amtssprache? Zuvor muss das Kurdische Amtssprache in der Südost-Türkei werden! Nachdem der türkische Außenminister Abdullah Gül am Mittwoch in Luxemburg vollmundig angekündigt hat, dass Türkisch "demnächst eine europäische Amtssprache"* sein wird, hat der Präsident der Gesellschaft für bedrohte Völker International (GfbV), Tilman Zülch, von der türkischen Regierung gefordert, zuvor das Kurdische zur Amtssprache im eigenen Land zu erheben: "Kurdisch, gesprochen von 15 Millionen Menschen, von 80 Prozent der Bevölkerung in einem Viertel des türkischen Territoriums ist bis heute keine Amtssprache in der Türkei. Kurdisch genießt keinerlei offiziellen Status weder bei den Behörden noch im Schulsystem noch in den großen Zeitungen der kurdischen Region im Südosten des Landes. Die Türkei macht kaum Anstalten, die bis zu zwei Millionen aus 3.428 Dörfern vertriebenen Kurden zurückzusiedeln. Ankara müsste der europäischen Öffentlichkeit Auskunft darüber geben, wie viele Kurden noch aus politischen Gründen gefangen gehalten werden. Verschiedene Institutionen sprachen noch vor einem Jahr von bis zu 3000 kurdischen politischen Gefangenen, die wegen angeblichen Terrorismus, in der Realität jedoch wegen des Verteilens von Flugblättern, wegen ihrer Teilnahme an Demonstrationen oder anderen friedlichen Aktionen zur Verteidigung ihrer Rechte zu langjährigen Haftstrafen verurteilt wurden. Das Kurdische im überwiegend kurdisch besiedelten Gebiet der Türkei muss zur offiziellen Amtssprache erhoben werden, und die Politik Ankaras gegenüber den Kurden muss endlich demokratischen Prinzipien folgen. Erst dann können solch enthusiastische Erwartungen an das demokratische Gremium der EU-Staaten formuliert werden." *die tageszeitung (taz) zitiert Abdullah Gül in ihrer Ausgabe vom 05. Oktober 2005: "Sie werden Ihre Kopfhörer benötigen", sagte er zu Beginn seiner Erklärung. "Türkisch wird demnächst eine europäische Amtssprache sein." Tilman Zülch ist für Nachfragen und Interviews auch erreichbar unter Tel. 0151 153 09 888. ====================================================== Gesellschaft fuer bedrohte Voelker e.V. (GfbV) Inse Geismar, Pressereferentin Postfach 2024, D-37010 Goettingen Tel.+49/551/49906-25, Fax:++49/551/58028 E-Mail: presse at gfbv.de, Homepage:http://www.gfbv.de ====================================================== ================================================== 35 Tag gegen die Todesstrafe: Handel mit Körperteilen Hingerichteter aus China unterbinden! "GFBV" ================================================== GESELLSCHAFT FÜR BEDROHTE VÖlKER PRESSEMITTEILUNG Göttingen, den 07.10.2005 10.Oktober: Internationaler Tag gegen die Todesstrafe Europas Kosmetikhersteller müssen Handel mit Körperteilen Hingerichteter aus China unterbinden! Europas Kosmetikhersteller müssen alles daran setzen, den Handel mit Körperteilen Hingerichteter aus China zu unterbinden. Diese Forderung hat die Gesellschaft für bedrohte Völker anlässlich des Internationalen Tages gegen die Todesstrafe (10.Oktober) erhoben. Nachdem chinesische Zulieferer beschuldigt wurden, Körperteile von Hingerichteten zu exportieren, müsse Europas Kosmetikbranche nun handeln und von ihren chinesischen Lieferanten die Garantie verlangen, keine Körperteile von zum Tode Verurteilten zu verwenden, sagte der GfbV-Asienreferent Ulrich Delius am Freitag in Göttingen. In den vergangenen Tagen hatte die angesehene britische Tageszeitung "Guardian" einer chinesischen Kosmetikfirma aus der im Norden des Landes gelegenen Provinz Heilongjiang vorgeworfen, die europäische Kosmetikproduktion mit Hautpartikeln Hingerichteter zu beliefern. Bei den Hautstücken handelt es sich einem Bericht des "Guardian" vom 13. September 2005 zufolge um Collagen, einer der wichtigsten Eiweißstoffe im Körper des Menschen. Die Einfuhr von Collagen spiele sich in einer Grauzone ab, da die Europäische Union noch keine Verordnungen zum Import dieser Stoffe erlassen habe. Es gebe jedoch angesichts des Booms in der Schönheitschirurgie und -industrie eine große Nachfrage nach dem Eiweißstoff. Menschenrechtler werfen den chinesischen Behörden seit Jahren vor, systematisch Handel mit Organen Hingerichteter zu betreiben. Mit Fotos und Filmmaterial dokumentierten Menschenrechtsorganisationen, wie zum Tode Verurteilte unmittelbar nach ihrer Erschießung in Krankenhäuser transportiert wurden, in denen ihre Leber, Niere oder ihr Herz transplantiert wurde. Für die chinesischen Behörden sei es ein lukrativer Handel, da viele kranke Japaner, Thailänder und Philippiner zur Transplantation nach China reisten, berichteten aus China geflohene Ärzte. Während der Handel mit Organen Hingerichteter aus China vom Deutschen Bundestag bereits verurteilt wurde, sei der Export von Hautpartikeln ein neues Phänomen, auf das weder die Behörden, noch die europäische Industrie angemessen reagiert hätten, kritisierte Delius. Obwohl China immer wieder behauptet, in Zukunft weniger Menschen zum Tode zu verurteilen, werden in keinem Land der Welt so viele Menschen hingerichtet wie in der Volksrepublik. Unter den politischen Gefangenen sind nach Recherchen der GfbV besonders muslimische Uiguren von den Hinrichtungen betroffen. Mehr als 700 Uiguren wurden seit 1997 hingerichtet, weil sie Kritik an der chinesischen Herrschaft über ihre Provinz Ostturkistan (chinesisch: Xinjiang) im Nordwesten der Volksrepublik geübt hatten. Von der Steuerflucht bis zum Mord werden 68 Verbrechen in China mit der Todesstrafe geahndet. Chinesische Menschenrechtler gehen davon aus, dass jedes Jahr in China bis zu 15.000 Menschen hingerichtet werden. Die Dunkelziffer ist sehr hoch, da in den Provinzen auch oft für geringfügigere Delikte die Todesstrafe verhängt werde. Der 10. Oktober wurde von der "World Coalition against Death Penalty" 2002 zum Internationalen Tag gegen die Todesstrafe erklärt. ====================================================== Gesellschaft fuer bedrohte Voelker e.V. (GfbV) Inse Geismar, Pressereferentin Postfach 2024, D-37010 Goettingen Tel.+49/551/49906-25, Fax:++49/551/58028 E-Mail: presse at gfbv.de, Homepage:http://www.gfbv.de ====================================================== ================================================== 36 Mosambik-Info 9, 7.10.2005 "Peter Pils" ================================================== Armut und Stigma bedrohen Kinder mit Aids Im zarten Alter von 12 Jahren ist Pedro Moniz (Name geändert) schon ein Veteran, wenn es darum geht sich an die strengen Regeln zu halten, die mit der Einnahme der anti-retroviralen Medikamente verbunden sind, die die AIDS-induzierten Krankheiten in Schach halten. "Ich nehme eine Tablette um 6 Uhr früh, eine um 13:45 Uhr kurz vor Schulbeginn, eine weitere um 17:45 Uhr, wenn ich aus der Schule komme und eine letzte um 22 Uhr", sagt er zu IPS ohne groß überlegen zu müssen. "Ich nehme sie, damit ich nicht krank werde und damit diese Flecken nicht wieder kommen." Der Sohn eines bereits verstorbenen Mitglieds von Kindlimuka, einer Organisation für HIV-positive Menschen, wurde bereits mit dem HI-Virus geboren. Er begann vor drei Jahren mit der Einnahme von anti-retroviralen Medikamenten - eines der ersten Kinder in Mosambik, die diese Medikamente erhielten. Pedro nimmt an einem Programm teil, dass von dem US-Büro der Organisation "Save the Children" gefördert wird. Kindlimuka implementiert dieses Programm. Innerhalb dieser Initiative werden 2.112 Kinder zwischen sieben und siebzehn Jahren, die HIV-positiv sind, von ausgebildeten Aktivisten besucht, die sicherstellen, dass ihre Grundbedürfnisse gedeckt sind. Das schließt ein, den Schulbesuch der Kinder wo immer möglich sicherzustellen und dafür zu sorgen, dass sie Informationsmaterial, Bekleidung und Nahrungsmittel haben. Circa 50 dieser Kinder nehmen anti-retrovirale Medikamente ein. So ermutigend solche und ähnliche Programme auch sind - sie erreichen lediglich einen Bruchteil der Kinder in Mosambik, die eine AIDS-Behandlung benötigen. Laut mosambikanischer Regierung sind 15,6% der Bevölkerung HIV-positiv. 91.000 Kinder unter 15 Jahren leben in Mosambik mit dem Virus. Bis zum Juni dieses Jahres wurden 500 Kinder in dem kostenlosen Behandlungsprogramm der Regierung aufgenommen. Man schätzt allerdings, dass noch über 60.000 Kinder eine Behandlung benötigen würden. AIDS gehört zunehmend zu den Haupttodesursachen und -krnakheiten von Kindern in Mosambik. Von den 97.000 Menschen, die im Jahr 2004 an AIDS induzierten Krankheiten starben, waren 17.500 Kinder unter fünf Jahre. Durchschnittlich schätzt man die Zahl der HIV- Neuinfektionen auf 500 pro Tag, 90 davon sind Kinder, die durch ihre Mütter infiziert werden. Diese deprimierenden Statistiken werfen die Frage auf, wie die staatlichen Institutionen in Mosambik die Bedürfnisse der HIV- positiven Kinder befriediggen können. Können sie es sich leisten, dem Sterben so vieler junger Bürger zuzuschauen? "Die Regierung hat einen multisektoralen Ansatz. Alle Aktuere, besonders die in den Kommunen, sollen in die Lage versetzt werden, benachteiligten Kindern zu helfen. Dies schließt Kinder ein, die HIV-positiv sind", teilt Estrela Herculano, die Leiterin der Abteilung für Frauen und Familie des Ministeriums für Frauen und Soziales IPS mit. HIV-positive Kinder, die keinen Zugang zu den Medikamenten haben, haben ein Anrecht auf ein Hilfsangebot, das die Behandlung von Infektionen, Nahrungsmittelhilfen des Welternährungsprogramms und Schulmaterial umfasst. Einige nehmen auch an dem Pflegeprogramm teil, das vom Gesundheitsministerium koordiniert wird. Bislang scheint es so, sagt Herculano, dass die Kinder durch die Maschen des Netzes rutschen. "Wir wissen nicht, wie viele Kinder wir erreichen. Wir ermutigen die lokalen Autoritäten die Kinder registrieren zu lassen. Aber es gibt Regionen ganz ohne Straßen, zu denen wir nicht einmal Zugang haben", stellt sie fest. "Viele Familien wissen nicht einmal, dass ihre Kinder HIV-positiv sind, selbst dann nicht wenn diese krank werden. Die meisten werden niemals getestet." Die Schwierigkeiten bei der Versorgung der HIV-positiven Kinder spiegeln die insgesamt großen Probleme wider, die das Land bei der Versorgung seiner jüngsten Bürger hat. Groß und dünn besiedelt ist Mosambik eines der ärmsten Länder der Welt: Nur gut die Hälfte der Kinder im schulpflichtigen Alter gehen zur Schule. Und auch für die Allerkleinsten wird die Stigmatisierung zum Problem. "Wir wollen die Kinder, die aufgrund AIDS-induzierter Krankheiten behandelt werden nicht aussondern. Sie könnten diskriminiert werden", erklärt Herculano. Pedor hält seine Infizierung vor Lehrern und Nachbarn geheim. "Sein Lehrer weiß nur, dass er manchmal krank ist, aber wir sagen nichts zu seiner Infizierung", sagt Anifa Amade Ibrahim, eine Repräsentantin von Kindlimuka. "Am wichtigsten ist, dass AIDS kranke Kinder so wie die anderen Kinder behandelt werden." "Als ich klein war habe ich oft die Schule verpasst, weil ich Fieber hatte" erzählt Pedro scheu. Obwohl er einen hartnäckigen Husten hat und sehr klein für sein Alter ist, geht es Pedro gesundheitlich viel besser als früher. Die Ironie ist, dass diese Besserung nicht öffentlich gewürdigt werden kann. (InterPressService) ================================================== 37 Wahlen/Portugal/KP/Erfolg/Gratukation KPÖ Steiermark ================================================== KPÖ Steiermark Lagergasse 98a 8020 Graz Tel. 03 16 / 71 24 36 Fax 03 16 / 71 62 91 email: kpoe_stmk at hotmail.com Montag, 10. Oktober 2005 Presseinformation der KPÖ Steiermark Portugal: Gutes Ergebnis für KP bei Kommunalwahl Bei den Kommunalwahlen in Portugal konnte die Kommunistische Partei Portugals (PCP) auf hohem Niveau leicht zulegen und zahlreiche Bürgermeisterposten verteidigen bzw. einige auch neu gewinnen. Der in Konkurrenz zur KP stehende neue - trotzkistisch dominierte - Linksblock (BE) blieb unter den Erwartungen. Laut Portugiesischem Fernsehen sieht das Ergebnis für die Parteien links von der SP wie folgt aus: PCP 565.493 (537.465) Stimmen oder 11,03 (10,71)%, 192 (189) Mandate. BE 149.967 (59.942) Stimmen oder 2,63 (1,32)% , 7 (6) Mandate. (Ergebnis nach 281 ausgezählten Gemeinden von 308) Die genauen Zahlen sind unter folgender Internetadresse zu finden: http://programas.rtp.pt/eleicoes/autarq2005/autarq2005.php Der steirische KPÖ-Vorsitzende Franz Stephan Parteder bezeichnete dieses Ergebnis am Montag als einen weiteren Beweis dafür, dass starke Positionen von kommunistischen Parteien zur Gegenwart und zur Zukunft des politischen Lebens in Westeuropa gehören. Rückfragehinweis: 0316/ 872 2151 KPÖ-Steiermark Lagergasse 98 a 8020 Graz Tel.: 0316 71 24 36 Fax 0316 71 62 91 email: kp.stmk at kpoe-graz.at; kpoe_stmk at hotmail.com ================================================== 38 Erdbebenkatastrophe - CWI-Mitglieder unter den Opfern - Kapitalismus macht alles noch schlimmer! Sozialistische LinksPartei ================================================== Die Erdbebenkatastrophe in Pakistan/Kaschmir/Indien hat unzählige Opfer gekostet. Darunter auch Mitglieder und SymphatisantInnen des CWI. Die Auswirkungen der Katastrophe werden durch die neoliberale Politik der letzten Jahre mit ihren Kürzungen bei öffentlichen Ausgaben noch drastisch verschärft. Wir rufen Sie zu Spenden und Unterstützung auf. Spenden bitte auf das PSK-Konto 726 20 353 - Verwendungszeck Erdbebenopfer. Wir garantieren, dass die Spenden direkt bei den Betroffenen landen, es wird kein Cent für Verwaltung verschwendet. Die Ärmsten leiden am meisten unter den Erdbeben in Kaschmir, Afghanistan, Pakistan und Indien http://www.slp.at/index.php/artikel+M57fa1af2cdc/ SozialistInnen und ihre Familien unter den Opfern des Erdbebens http://www.slp.at/index.php/artikel+M5fbfff2497f/ ================================================== 39 Über den Tellerrand der Wiener Wahlen - SLP organisiert Hilfe für Erdbebenopfer in Pakistan und Kaschmir Sozialistische LinksPartei ================================================== Eine Presseinformation der Sozialistischen LinksPartei (SLP) Die Erdbebenkatastrophe in Pakistan/Kaschmir/Indien hat unzählige Opfer gekostet. Darunter auch Mitglieder und SymphatisantInnen der Schwesterorganisationen der SLP. Die SLP organisiert daher Spenden und Hilfe für die Betroffenen. "Die Auswirkungen der Katastrophe werden durch die neoliberale Politik der letzten Jahre mit ihren Kürzungen bei öffentlichen Ausgaben noch drastisch verschärft. Öffentliche Infrastruktur ist fast nicht vorhanden - als Folge der Privatisierungen und der Kürzungen in diesem Bereich. Letztlich ist das die Konsequenz der neoliberalen Politik, für die alle etablierten Parteien auch in diesem Wiener Wahlkampf eintreten", meint Sonja Grusch, Spitzenkandidatin der SLP Informationen unter www.slp.at sowie 0650-424 63 10 ================================================== 40 St. Petersburg gipfelsoli-l at lists.nadir.org ================================================== Gipfelinfo - Meldungen über globalisierte Solidarität und die Proteste gegen unsolidarische Globalisierung -------------------------------------------------------------------------- A call out to protest against G8 summit of 2006 in St. Petersburg, Russia In July 2006 G8 will hold its summit in St.Petersburg, Russia. G7 was created in 1975, for informal discussions on economic and political questions between heads of most powerful capitalist states. Russia joined in 1998 - it was accepted thanks to its nuclear arsenal and vast natural resources (in 2004, Russia was only 16th largest economy of the world; e.g. China was not invited to the club). G8 has no juridical status whatsoever, so it exists outside any democratic framework. But it still has become an important spectacle and platform, where top leaders of the world may look for consensus among each other, before imposing their policies on their populations. We have no illusions about parliamentarian democracy, we are against any governments. Current state of the world proves all too well, that with a submissive mainstream media spreading anti- terrorist hysteria, powers are yet able to submit their citizens to policy of war and destruction. Russia has been one of the forerunners of these developments, with an endless war in Northern Caucasus and suppression of independent media. We are anticapitalists, and we do not have any illusions about national capital as an alternative to global one. Small diplomatic skirmishes between major powers in regards to North Caucasian and Iraq wars were quickly settled, and essentially all G8 states give at least passive support to policies of each other. Solidarity between elites passes any borders, so our solidarity must do this as well. Whatever labels media put on us, we are not "antiglobalists". We are for a free flow of people, ideas and struggles - across any borders. When G8 leaders claim to fight for freedom, they are fighting for a freedom of capital accumulation - according to which nuclear waste must have freedom to cross borders into Russia, but people must not have this right. G8 leaders also claim to fight against poverty, but in reality it is their policies that cause poverty in the first place. Moscow has more billionaries than any other city of the world, while vast majority of Russian population has profited nothing from the politics, declared to be aimed at "economic growth", which in any case will last just as long as there are natural resources to be looted. In contrary, it is the very poorest who have been targeted with the neoliberal reforms, such as revoking free social benefits and rising prices of communal payments, which is connected to the plan of Russia joining the WTO. We call for protests all around the world during G8 summit in St. Petersburg. We also call for a global convergence to St. Petersburg in time of the summit - attention of the whole world will be directed to spectacle of the G8, and we must show that they will be met with protest anywhere they will go! We are everywhere! Network Against G8 (Russia / ex-USSR) -------------------------------------------------------------------------- gipfelsoli infogruppe Newsletter mit Nachrichten über Mobilisierungen, Debatten und Repression im Zusammenhang mit Gipfelprotesten. Die AutorInnen der Beiträge, so sie nicht von uns verfasst sind, sind mit eckigen Klammern versehen. Wir können leider keine Verantwortung für die Richtigkeit der Beiträge übernehmen. Auch geben die Beiträge nicht zwangsläufig unsere Meinung wieder. Kontakt, Kritik, Beiträge: gipfelsoli at nadir.org ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< LINKS / VERWEISE / HINWEISE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 41 Newsletter andersrum.gruene.at Andersrum Newsletter ================================================== ******************************************** Newsletter andersrum.gruene.at mit den neuen Headlines seit 29. 9. 2005 09:01 ********************************************* ******* INHALT ******* - Green Night @ Why Not - Kino um 6 am 16.10.: "Sommersturm" - Die Grünen Andersrum on Tour - Videoclip - Fairness: Fremdwort für die ÖVP? - Die Grünen Andersrum gehen auf die Straße - Diskriminierung gleichgeschlechtlicher Paare von Gericht verurteilt - Tipp mit und gewinn! - Wake me up! - Grüne Andersrum beim Energaytics. ***************************************** *** Green Night @ Why Not *** 05. Oktober 2005 Die Grünen Andersrum laden am 15. Oktober ab 22 Uhr zur "Green Night @ Why Not". Der Eintritt ist frei und es wartet ein Begrüßungsdrink auf Euch. Miss Candy stellt die KandidatInnen für Wien vor. http://www.gruene-andersrum.at/queer_life/artikel/lesen/2882/1396/ ***************************************** *** Kino um 6 am 16.10.: "Sommersturm" *** 05. Oktober 2005 Die Grünen Andersrum laden wieder zu einem Kinabend andersrum. Im Cinemagic zeigen wir am 16. Oktober um 18 Uhr den deutschen Erfolgsfilm "Sommersturm" von Regisseur Marco Kreuzpaintner. Eintritt... http://www.gruene-andersrum.at/andersrumgrueneat/kultur_medien/artikel/lesen/2881/1396/ ***************************************** *** Die Grünen Andersrum on Tour *** 05. Oktober 2005 Die Grünen Andersrum gehen wieder auf Tour. Am Donnerstag, den 6. Oktober um 20 Uhr sind wir gemeinsam mit den Grünen auf der Wieden im "arte". http://www.gruene-andersrum.at/wien/artikel/lesen/2852/1396/ ***************************************** *** Videoclip *** 04. Oktober 2005 http://www.gruene-andersrum.at/wien/artikel/lesen/2869/1396/ ***************************************** *** Fairness: Fremdwort für die ÖVP? *** 04. Oktober 2005 Die ÖVP wird immer nervöser und umwickelt nun schon grüne Plakatständer. http://www.gruene-andersrum.at/wien/artikel/lesen/2860/1396/ ***************************************** *** Die Grünen Andersrum gehen auf die Straße *** 03. Oktober 2005 Gleichstellung von Lesben, Schwulen und TransGender interessiert die betroffene Zielgruppe naturgemäß am meisten. Trotzdem haben sich die Grünen Wien dazu entschlossen, die Gleichstellung zu einem... http://www.gruene-andersrum.at/wien/artikel/lesen/2851/1396/ ***************************************** *** Diskriminierung gleichgeschlechtlicher Paare von Gericht verurteilt *** 03. Oktober 2005 Unabhängiger Finanzsenat hebt diskriminierenden Bescheid auf. http://www.gruene-andersrum.at/oesterreich/artikel/lesen/2845/1396/ ***************************************** *** Tipp mit und gewinn! *** 03. Oktober 2005 Mach mit bei unserem Online Wahltoto und gewinn am Wahlabend ein KTM-Stadtrad. Start: 06.10.05. http://www.gruene-andersrum.at/wien/artikel/lesen/2843/1396/ ***************************************** *** Wake me up! *** 03. Oktober 2005 Wiener Mut zum rechtzeitigen wählen. http://www.gruene-andersrum.at/wien/artikel/lesen/2842/1396/ ***************************************** *** Grüne Andersrum beim Energaytics. *** 03. Oktober 2005 © Günter Strobl http://www.gruene-andersrum.at/queer_life/artikel/lesen/2841/1396/ ============================ http://andersrum.gruene.at/ ============================ ================================================== 42 Bildpunkt :: Heft Herbst 2005 zum Thema "Bildpolitiken" "IG BILDENDE KUNST" ================================================== :::::::::: Bildpunkt :::::::::: Zeitschrift der IG Bildende Kunst Heft Herbst 2005: Bildpolitiken - JETZT ERSCHIENEN ! :::::::::: Zeitschriftenpräsentation am 15. Oktober 2005 Dass die Produktion von Bildern nicht im politikfreien Raum entsteht, davon gehen wir aus. Ist deshalb aber jedes Bild auch Politik? Welchen Stellenwert haben Bilder überhaupt? Wer macht sie wofür, wozu werden sie eingesetzt und zu wem sprechen sie? Was Bildpolitiken sein können, dieser Frage widmet sich die aktuelle Ausgabe des "Bildpunkt - Zeitschrift der IG Bildende Kunst". Bildpolitiken: Eine Begriffsklärung versucht einleitend Jens Kastner. Konkret auf dieses Heft bezogen stellt sandy k. die Frage nach Bildproduktion als politischer Praxis. Hito Steyerl untersucht Bilder, die innerhalb von sozialen Bewegungen ausdrücklich als Gegenbilder produziert werden - und beschreibt das Scheitern dieser Strategien an zwei Beispielen aus globalisierungskritischen Zusammenhängen. Tom Holert diskutiert exemplarisch anhand der Bebilderung eines Newsweek-Artikels die (Definitions-)Macht von Bildern. Die Schwierigkeiten, sich dagegen zu wehren und möglicherweise eigene Bilder zu entwerfen, diskutieren die Aktivistin Araba Johnston-Arthur und die Küntslerin Jo Schmeiser in einem Gespräch mit der Redaktion. Von einem Vorhaben, vorgegebene bzw. vorgeschriebene Bilder vor allem von schwarzen Frauen durch Selbstbilder zu ersetzen, berichtet Beatrice Achaleke in ihrem Text über ein Projekt im öffentlichen Raum. Andreas Spiegl schließlich befasst sich mit den Verhältnis von Bildern zur Realität. Durch das Heft führt eine Bildstrecke von Petja Dimitrova, die sich mit Diversitätsmanagement befasst. Für das Poster in der Heftmitte entwickelte sandy k. ein Plakat, das das Verhältnis zwischen einer Politik der Darstellung und der Darstellung der Politik reflektiert. Auf der Rückseite des Hefts sucht Ulrike Müller mit ihren Zeichnungen einen intimen und zugleich öffentlichen Austausch mit den BetrachterInnen - Pornografie dient dabei als methodische Referenz. Weitere Texte zu aktuellen Themen von Juliane Alton (Kultur im ORF), Daniela Koweindl (Folgerecht) und Martin Wassermair (Mediengesetznovelle). Plus: Serviceteil für KünstlerInnen. :::::::::: Zeitschriftenpräsentation: :::::::::: Samstag, 15. Oktober 2005 17 Uhr Vortrag und Podiumsdiskussion "Visuelle Kommunikation und andere Missverständnisse" in der IG Bildende Kunst, mit sandy k. (Grafik-Designer, Creative Director, Aktivist bei Kanak Attak / Berlin) Eva Dertschei (Redaktion Bildpunkt, Grafik) Petja Dimitrova (Künstlerin) Christian Höller (Kunstkritiker / springerin) Moderation: Jens Kastner, Nora Sternfeld (Redaktion Bildpunkt) Ab 20 Uhr Fest in der Buchbar phil 1060 Wien, Gumpendorfer Straße 10-12 Bildpunkt erscheint - nach dem Relaunch 2005 - vier Mal im Jahr. Jede Ausgabe widmet sich einem Themenschwerpunkt. Zentral sind dabei ästhetische, aktivistische und theoretische Strategien samt ihrer gegenseitigen Verschränkungen und Überschneidungen. Versand-Abos sind zum Preis von EUR 12,- (Inland) bzw. EUR 16,- (Ausland) pro Jahr über die IG Bildende Kunst zu beziehen. Redaktion: Jens Kastner, Nora Sternfeld, Daniela Koweindl, Eva Dertschei, Carlos Toledo. ::::::: Bildpunkt bestellen: IG Bildende Kunst Gumpendorfer Straße 10-12 1060 Wien Email: office at igbildendekunst.at Tel.: 01/524 09 09 ::::::: Bildpunkt ::::::: Zeitschrift der IG Bildende Kunst ::::::: http://www.igbildendekunst.at/bildpunkt ================================================ C) TERMINE ================================================ ======================== Dienstag http://www.mund.at/butt/Termine/Oktober/1110.htm Mittwoch http://www.mund.at/butt/Termine/Oktober/1210.htm Donnerstag http://www.mund.at/butt/Termine/Oktober/1310.htm ======================== ================================================ D) EDITORIAL ================================================ Für den Inhalt verantwortlich: Ihr. E-Mail-Adresse für Beiträge: widerstand at no-racism.net geschickt. widerst at nd MUND und alle Termine täglich aktualisiert im Web: http://www.no-racism.net/MUND Ziel von MUND (medienunabhängiger Nachrichtendienst) ist die unzensurierte und möglichst rasche Information über gesellschafts- politisch relevante Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu Widerstand und Antirassismus sowie verwandte Themen. sollen einen Titel, Namen und Emailadresse der/des AutorIn enthalten und möglichst kurz und prägnant gehalten sein, ev. mit Hinweis, wo weitere Informationen eingeholt werden können. Bitte keine Attachments! Die inhaltliche und sachliche Verantwortung liegt bei der/dem jeweiligen AutorIn bzw. jenen, die uns die Beiträge schicken. Der MUND wird von einzelnen TagesredakteurInnen zusammengestellt. Da Fehler nicht ausgeschlossen sind, bitten wir, nicht veröffentlichte Beiträge nochmals an widerstand at no-racism.net zu senden. Die Weiterleitung (auch auszugsweise) ist erwünscht. Beiträge mit rassistischen oder sexistischen Inhalten werden nicht veröffentlicht. Sehr persönliche Meldungen werden wir an den betreffenden Adressaten weiterleiten, aber nicht im MUND veröffentlichen. Die bisherigen Ausgaben sind unter http://www.no-racism.net/MUND archiviert. Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage: * Wann: Sonntag, 11.11.2001, 11:11 Uhr * * Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" * * Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf * * Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie. Aber kurz und prägnant.* Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch stillschweigend Zensur zu üben. Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die Nichtaufnahme geliefert. (Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.) Die AbsenderInnen der betroffenen Beiträge werden hiervon informiert. Im Sinne einer "gläsernen Zensur" könnt ihr Euch die Beiträge gerne extra schicken lassen: Ein kurzes Mail an widerstand at no-racism.net genügt. ================================================ E) VERTEILERLISTE ================================================ Zur Eintragung in diesen Verteiler bitte direkt subskribieren unter http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/analle oder von der einzutragenden Adresse aus ein mail schicken an: admin at no-racism.net mit folgendem Text: subscribe no-racism Bitte wegen Automatisierung diesen Wortlaut verwenden! Zur Austragung aus dieser Liste bitte an aus Einsendungen an zusammengestellt. Bitte keine Attachments! (werden nicht angenommen) Weggelassen: Veraltete Termine, n.w. Beiträge Redaktionsschluss für diese Ausgabe: 20:00 Uhr III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III widerst at nd-MUND is powered by http://alt.strg.at/ From analle at no-racism.net Wed Oct 12 02:22:26 2005 From: analle at no-racism.net (=?iso-8859-1?q?MUND=3A_medienunabh=E4ngiger_Nachrichtendienst?=) Date: Tue, 11 Oct 2005 20:22:26 -0400 Subject: widerst@nd - MUND: Mittwoch, 12. 10. 2005 Message-ID: <194536365.20051011202226@nessizius.com> widerst at nd MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst Medieninhaberinnen & Medieninhaber seid Ihr www.no-racism.net/mund Mittwoch, 12. Oktober 2005 ================================================ A) INHALT ================================================ ================================================ WIENER WAHLEN ================================================ ================================================ 01 Eine Alternative in Doebling Von: akin ================================================ 02 OK-KI vs. LOGO Von: akin ================================================ 03 Zwei Reaktionen aus der KPÖ Von: akin ================================================ ================================================ ANKÜNDIGUNGEN UND TERMINE ================================================ ================================================ 04 Speakerscorner 13.10.:Jubiläumsjahrbilanz mit M. Wassermair (Oesterreich-2005;Netbase), weitere Termine Von: August Faschang < ================================================ 05 OPERATION SPRING - SOS-Mitmensch fordert Neuaufnahme - Justizministerium wird nicht aktiv Von: Tristan Sindelgruber ================================================ 06 OPERATION SPRING - Kinoeinsatz in Wien verlängert - ab 14.10. im Filmhauskino - demnächst in Linz und Innsbruck! Von: Tristan Sindelgruber ================================================ 07 Grundeinkommen für alle!...die Lösung? >Radio Stimme 13.10.2005 Von: Radio Stimme ================================================ 08 [Netbase] Programm 13. Oktober - 17. Oktober 2005 Von: Martin Wassermair ================================================ 09 Was wird aus der UNO? Von: Alois Reisenbichler - Stadtteilzentrum Simmering ================================================ 10 Initiativen/Termin: 15./16.10.: Erste oesterreichische Erwerbsarbeitslosenkonferenz Von: akin ================================================ ================================================ MELDUNGEN UND MEINUNGEN ================================================ ================================================ 11 Arbeitswelt: AUGE-BetriebsraetInnen gesucht! Von: akin ================================================ 12 Orpheus Trust in akuter Gefahr Von: akin ================================================ 13 Notizen: Sexverbot als Strafe, Verbilligte Revolution Von: akin ================================================ 14 Sudan: US-Botschafter verhindert Genozid-Debatte im Weltsicherheitsrat Von: GFBV ================================================ 15 1500 euro pro kurde/kurdin Von: wadi wien ================================================ 16 GLB/Telekom/Privatisierung Von: Gewerkschaftlicher Linksblock ================================================ ================================================ B) TEXTE ================================================ ================================================ WIENER WAHLEN ================================================ ================================================ 01 Eine Alternative in Doebling Von: akin ================================================ Wiener (K)Wahlen: > Eine Alternative in Doebling Alexander Parschalk von der in Doebling fuer die Bezirksvertretung kandidierenden Liste "Alternative 19" hat uns geschrieben, dass er diese Liste in der akin auch als linke Kandidatur erwaehnt sehen moechte. Daher hier deren gekuerzte Selbstdarstellung: * Die Alternative 19 (AL19) stellt sich zur Wahl. Anlaesse fuer die Gruendung dieses Buendnisses gab es genug. Uns bewegen Frust und Wut ueber das Treiben der politischen Kraefte; wir wollen offen gegen die menschenverachtende Politik auftreten und nicht zulassen, dass Opfer der gesellschaftlichen Verhaeltnisse (Nicht-OesterreicherInnen, alleinerziehende Muetter oder Vaeter, Arbeitslose, Suchtkranke, ...) fuer diese Verhaeltnisse auch noch verantwortlich gemacht werden. Wir sind der Ueberzeugung, dass die Gruenen vor allem im Bezirk keine wirkliche Alternative mehr darstellen, sie haben es aufgegeben, Visionen zu entwickeln, Traeume zu haben und ueberhaupt Veraenderungen zu wollen. Sie wollen lediglich mitspielen (Beispiele wie der Zustimmung der Bezirksgruenen zur Verbauung der Vienna-Gruende gaebe es viele). Dagegen stellen wir unsere Vorstellung von gesellschaftlicher Veraenderung, die mehr Lebensqualitaet zum Ziel hat, direktes Bestimmen Betroffener bei Entscheidungen ist fuer uns ein Muss. Wir orientieren uns bei ihrer Umsetzung bewusst an emanzipatorischen Zielen und Vorstellungen. Fuer uns ist dies eine der obersten Prioritaeten unseres Politikverstaendnisses. Wir wollen den Beweis dafuer antreten, dass das Engagement vieler Menschen, die entschieden fuer ein gerechtes System kaemfen, erfolgreich sein kann. Wir wollen Entscheidungen des Bezirksvorstehers sowie des Bezirksrates offen legen, und so mehr Menschen in das politische Leben einbinden. Dem Vorurteil, dass lokale Initiativen oft eingeschraenkt sind, halten wir entgegen: Es geht immer und ueberall um den Kampf gegen die Unterdrueckung von Menschen durch Menschen aufgrund gesellschaftlicher Zwaenge. ### Kontakt: info at alternative19.at http://www.alternative19.at/ ================================================ 02 OK-KI vs. LOGO Von: akin ================================================ Wiener (K)Wahlen: > OK-KI vs. LOGO Zwei Briefe zum 16.Hieb an die Redaktion: 1) Die Liste "Ottakringer Kommunisten - Kommunistische Initiative (OK-KI)" ist aus der von der Wiener "K"POe-Fuehrung aufgeloesten Bezirksorganisation Ottakring hervorgegangen. Diese Aufloesung erfolgte auf Grund unserer Kritik an der Parteifuehrung, weil diese buerokratisch und undemokratisch agierte, indem sie den Willen der Mitglieder auf Durchfuehrung eines Mitgliederparteitages gebrochen hat, einzelne Mitglieder ausgeschlossen hat, die Tiroler Landesorganisation aufgeloest hat usw. Man hat nicht nur unsere Grundorganisation aufgeloest, sondern die Schloesser unseres Parteilokales ausgewechselt, davon war nicht nur die BO Ottakring betroffen, sondern auch ein jeden Montag stattfindender Pensionistenabend sowie die KJOe. In unseren Reihen befinden sich alte kommunistische Widerstandskaempfer, Betriebsraete, StudentInnen, Arbeiter und Angestellte, wir haben keine monolithische Vorstellung vom Marxismus, daher trifft uns die ewige "Stalinismus-Keule" der buerokratischen Apparatschiks der "K"POe-Fuehrung nicht. Die Gruppe LOGO ist von der Parteifuehrung eingesetzt, sie besitzt keine Eigenstaendigkeit, es handelt sich um 2 Personen, die beide dem Bundesvorstand angehoeren und nun "Potemkinsche" Grundorganisation spielen. *Helmuth Fellner, Gerhard Dusek, fuer die Ottakringer Kommunisten* http://www.kommunisten.at *** 2) Die Grundorganisation im 16. Bezirk wurde von der Wiener Leitung aufgeloest, weil sie sich selbstermaechtigt hatte, einen Parteitag der Bundes-KPOe einzuberufen und ihre Vertreter gleichzeitig bei Gericht eine einstweilige Verfuegung zur Unterlassung unseres ordentlichen 33.Parteitages erwirken wollten. Wiewohl die KPOe bekanntlich sehr fuer politische Partizipation eintritt und Selbstermaechtigung ein wichtiger Aspekt unseres Verstaendnisses von sozialer und politischer Veraenderung ist, musste die Leitung in diesem Fall wohl eingreifen -- mit den statutarisch und gesetzlich zur Verfuegung stehenden Mitteln. Die KommunistInnen und linken AktivistInnen, die gemeinsam in Ottakring unter dem Namen "Logo" aktiv sind und als bzw. mit der KPOe zu den Bezirks- und Gemeindratswahlen kandidieren soll mensch an ihren eigenen Werken erkennen: http://www.logo.kpoe.at Auf ihrer Homepage sieht man ihre Materialien und kann ihre Positionen nachlesen. Man trifft sie auch regelmaessig am Brunnenmarkt, vor dem Hanusch-Spital und bei den U3 Stationen -- wenn man im direktem Kontakt herausfinden moechte wie Leute, "die keine Eigenstaendigkeit besitzen", sich so tun, beim Auftreten in der Oeffentlichkeit. *Claudia Krieglsteiner, KPOe Wien* ================================================ 03 Zwei Reaktionen aus der KPÖ Von: akin ================================================ Wiener (K)Wahlen: In akin 22/05 haben wir alle Wiener Parteien, die auf Stimmen von Linken Wert legen moegen, aufgefordert uns zu erklaeren, warum wir ausgerechnet sie waehlen sollen. Als erste und bislang einzige hat darauf die KPOe reagiert - und das in zweifacher Ausführung: > Ohne das uebliche Gelaber Liebe akin, liebe LeserInnen! Ihr wollt also wissen, warum KPOe waehlen, ohne "das uebliche Gelaber". Besser gesagt - also fuer die Schwankenden oder Kritischen ungeschoent - warum trotzalledem KPOe waehlen. Vor welchen Alternativen stehen wir, steht ihr? Da waere erst mal die Moeglichkeit nicht waehlen zu gehen. Da kann man/frau nicht um den heissen Brei reden, das ist immer eine Option und oftmals nicht die schlechteste. Wenn aber waehlen, was dann? Da waere die Moeglichkeit, wenn schon waehlen, dann so richtig. D.h. im Spiel der Grossen, der Etablierten mitspielen. Rot gegen schwarzblau zu waehlen, gruen fuer rotgruen zu waehlen, Heide Schmidt zu waehlen, damit sie im Nationalrat bleibt (Ja, auch das hat es gegeben), usw. Da waere nun in Wien die Moeglichkeit SPOe zu waehlen. Aus Tradition, aus kultureller oder sozialer Naehe, damit Wien zumindest rosarot bleibt. Kann ich alles nachvollziehen. Aber darueber hinaus? In Wien also nun mit der Stimme die Absolute ein bisschen mehr absichern? Und war da nicht noch was? Die SP gliedert aus und privatisiert. Und heisst links nicht auch ganz andere Formen von Demokratie zu leben und zu erkaempfen, als ER sie verkoerpert? Da waere nun in Wien die Moeglichkeit Gruen zu waehlen. Aus Tradition, aus kultureller und sozialer Naehe. Aber darueber hinaus? Schaffen es die Gruenen mit Themen wie Wahlrecht oder Grundeinkommen Politik und Diskurse zu aktivieren, die sich deutlich links positionieren? Oder schaffen sie nicht vielmehr das Kunststueck (und das schaffen sie wirklich), diese Themen schaumgebremst als 'Diskurs der Behueteten, der gut Situierten' einzubringen? Im oben genannten Farbenspiel kann man/frau jetzt gruen gegen schwarz waehlen - aber ist es das, was sich Linke gewuenscht haben? Da waere nun in Wien die Moeglichkeit, KPOe zu waehlen. Jetzt erst recht, deshalb oder trotzdem. Die KPOe geht mit Forderungen nach einem bedingungslosen Grundeinkommen, fuer Privatisierungsstopp, fuer gleiche soziale und politische Rechte fuer alle EinwohnerInnen (EinwohnerInnenrechte statt Staatsbuergerschaft) und mit Demokratievorstellungen in den Wahlkampf, die versuchen, Teilhabe und Selbstbestimmung in den Mittelpunkt zu stellen. Wir versuchen zu kommunizieren, dass Sozialpolitik nicht nur absichern und versorgen soll/muss, sondern dass unsere Vorstellungen dahin gehen, dass Sozialpolitik den Menschen ermoeglichen muss, ihr Leben in die Hand zu nehmen. Warum fuehre ich das aus? Weil in der KPOe Wien zur Zeit Menschen wahlkaempfen, die solche Prozesse nicht nur fordern, sondern foerdern wollen. Wir wollen kein Vertrauen, die Stimme fuer die KPOe ist nicht gut aufgehoben oder gar abgegeben - wir wollen vor der Wahl wie nach der Wahl Diskussionen, Ideen, Aktionen in Gang setzen. In der KPOe gab und gibt es zu allen Zeiten der Querelen, der Auseinandersetzungen, der Parteikrisen immer auch AktivistInnen, die Tagespolitik, Netzwerke, das Engagement ausserhalb der parteifoermigen Organisierung. Wenn ich mir - zB so etwas wie das Standard-Forum anschaue - ein Raum, den eine Diskussionskultur und Diskutanten (keine Innen) besetzt halten, die nicht die meine ist - dann kann ich nur sagen: Weder Ernest Kaltenegger noch Walter Baier stehen in Wien zur Wahl. Dies sind zwei, zwar prominente, doch lediglich zwei Mitglieder der KPOe. In Wien kandidieren Frauen (ihrer 4 an der Spitze) und Maenner, die auf ihre Art in verschiedensten Lebenslagen und Lebensfragen Politik machen. (siehe http://www.kpoe.at) Vor und nach dem 23.Oktober, in feministischen Netzwerken, im Rahmen des asf, in der Europaeischen Linkspartei, als Betriebsrat, in der Maedchenarbeit, bei Zeitungsprojekten, in der OeH, usw usw. Gemeinsam ist ihnen die Einstellung, dass eine linke Opposition notwendig ist und dass sie sich in der KPOe organisiert haben. Nun kann man/frau aus vielerlei Gruenden der KPOe kritisch gegenueber stehen, das koennen wir akzeptieren. Doch kann man/frau auch aus vielerlei Gruenden KPOe waehlen. Klingt ja alles ganz nett, aber die Stimme fuer die KPOe ist doch verloren, hoere ich. Aber was ist gewonnen mit einer Stimme fuer zB SP oder Gruene? Wer gewinnt? Verloren ist etwas, wenn es keine linke Stimme gibt, verloren waere wirklich etwas, wenn alles, was die Rathausparteien so treiben unwidersprochen bliebe. Kandidieren heisst fuer mich auch Widerspruch zu aktivieren und zu widersprechen! Und auch eine linke Stimme in Graz oder in Hamburg konnte noch vor wenigen Jahren als verloren tituliert werden.... Am Wahlabend ist ein Stimmenzuwachs fuer die KPOe ein deutliches Signal. Bei allen anderen Parteien (auf Gemeinderatsebene) kann herumgedeutelt werden, kann der Stimmenzuwachs dem einen oder dem anderen Faktor zugerechnet werden. Der Stimmenzuwachs fuer keine andere Partei ist so deutlich links. Heisst: so deutlich, dass mehr Menschen gegen den Ausverkauf kommunalen Eigentums stimmen, dass mehr Menschen gegen soziale Not stimmen, dass mehr Menschen auch in Wien eine linke Alternative unterstuetzen oder einfach nur, dass alles auch ganz anders funktionieren koennte. Das Wichtigste, wofuer Linksparteien oder eine KPOe stehen, ist doch, dass sie nach Interessen fragen, dass sie dort, wo andere von Sachzwaengen reden, vom Kapitalismus sprechen. - Also keine halben Sachen! In diesem Sinne wuerde ich gerne allen mein Motto ins Stammbuch schreiben: Eine andere Wahl ist moeglich! Das ist ein Zitat von Frigga Haug, deutsche Feministin und Marxistin, das ganz prinzipiell meint, dass ich - ja ich - immer so oder auch ganz anders handeln kann, als ich es jetzt tue. Wenn oft nicht allein, dann auf jeden Fall im Kollektiv. Es eignet sich aber natuerlich auch gut fuer einen Wahlkampf: Eine andere Wahl ist moeglich! In diesem Sinne noch eine Anmerkung: Ich stelle hier mein Motto vor, ich schreibe euch 'waehlt mich', 'waehlt uns'. Wie komisch ist das? Wie komisch ist das, gegen Stellvertreterpolitik zu wettern und aufzurufen als Stellvertreterin gewaehlt zu werden? Schon komisch - aber ich weiss - irgendwie auch logisch und ganz normal. Trotzdem und deshalb muss mein Wahlaufruf aber auch anders enden: Soziale Politik ist nicht ohne soziale Beteiligung! In und ausserhalb der KPOe. Mit wahl-kaempferischen Gruessen, Melina Klaus *** > Zu zwei Mythen ueber die KPOe Anmerkungen aus Anlass der Wiener Wahlen Ein sattes Viertel der WaehlerInnen, laesst sich, wenn mensch der Wahlforschung glaubt, mit ihrer Entscheidung bis in die letzte Woche Zeit. Ich nehme jedoch an, dass Linke in der Gruppe der "late decider" weniger stark vertreten sind. Das heisst, dass diejenigen akin-LeserInnen, die -- trotz allem (?) -- SPOe oder Gruene waehlen wollen, ihre Argumente bereits sortiert haben. Aehnliches duerfte fuer SLP (1 Wahlkreis bei den GRW, 3 BRW) und Ex-KP (1 BRW) gelten. Wer sich ueber die KPOe, die als einzige Partei links von SP und Gruenen in ganz Wien waehlbar ist, informieren will, kann das zwar nicht im ORF aber auf der taeglich aktualisierten HP "http://www.kpoe.at". Statt also in "Wahlkampf" zu machen, moechte ich kurz zu zwei Mythen ueber die KPOe Stellung nehmen. 1.Die Geschichte ums EKH: Im Oktober 2003 wurde die KPOe bekanntlich per deutschem Gerichtsbeschluss enteignet. Die Folgen sind bekannt: Kuendigung aller Angestellten, Einstellung der "Volksstimme" als Wochenzeitung und aller Subventionen fuer die "befreundeten Organisationen". Im November 2003 bin ich ins Rathaus und ins EKH gepilgert, um fuer folgenden Vorschlag zu werben: Die Gemeinde -- immerhin werden ja Steuermittel fuer Kultur- und Jugendpolitik aufgewendet -- moege das Haus, das die KPOe nicht mehr weiter erhalten kann, uebernehmen. Die BesetzerInnen versuchte ich dafuer zu gewinnen -- ohne oder gemeinsam mit der KPOe --, den Kampf um oeffentliche Subventionen fuer die Projekte aufzunehmen Von beiden Seiten erhielt ich eine Abfuhr: Die Botschaft war ueberdeutlich: "Auch wenn die KPOe finanziell zu Grunde geht, was geht das uns an ..." Erst nach einem Jahr vergeblichen Debatten hat die KPOe im Oktober 2004 das Haus verkauft. Ein weiteres Jahr spaeter erwirbt eine gemeindenahe Baufirma das Objekt, BesetzerInnen und Gemeinde verhandeln jetzt ueber die Nutzung. So findet also statt, was die KPOe von allem Anfang an vorgeschlagen hat. Dass ein Herr Machowetz als "Zwischenhaendler" abcashen kann, verdankt er der Gemeinde Wien, die zwar mit ihm, aber nicht mit der KP Geschaefte macht. Dass sich die SP nach dem 23.Oktober noch an ihre jetzt gegebenen Zusagen gebunden fuehlt, ist den BesetzerInnen zwar zu wuenschen, aber keineswegs sicher. 2.Worum es bei dem letztjaehrigen KP-Wickel gegangen ist, laesst sich an einer scheinbar unbedeutenden Einzelheit nachvollziehbar machen. Konsequent schreiben die Ex-KPlerInnen (so wie weiland die Bild-Zeitung die "DDR" apostrophierte) die KPOe als "K"POe. Gemeint ist nicht einfach, dass die so bezeichneten "Kommunisten" eigentlich keine wirklichen seien, sondern, wenn man so schreibt, will man sagen: Wer KommunistIn ist und wer nicht, bestimmen wir! Ueber Jahre hindurch wurde versucht, der KPOe genau dieses autoritaere Selbstverstaendnis aufzuzwingen.Wer die KP-Politik der 70er-Jahre mit gemacht und mitgemacht hat, wird sich erinnern, welche fatalen Folgen diese Borniertheit fuer die Linke hatte hatte. In einer modernen linken Partei muessen unterschiedliche politische Optionen koexistieren koennen, und auch unterschiedliche Wertungen der Vergangenheit ihren Platz haben. Linke Politik braucht den Pluralismus als politisches und erkenntnismaessiges Instrument, wobei ja klar ist, dass linker Pluralismus seine Grenzen dort hat, wo "Links" aufhoert. Nur ist naiv und selbstzerstoererisch, zu meinen, dass diese Grenze sich ein fuer allemal niederschreiben laesst. Im Gegenteil muss eine lebendige linke Formation ihren Pluralismus in der politischen Auseinandersetzung staendig neu festlegen. Auch dabei gibt es eine Grenze: Wer einen solchen offenen Prozess als "kleinbuergerlich" und "revisionistisches" Teufelswerk ablehnt, kann vielleicht Teil einer pluralen Linken sein, nicht aber Mitglied einer sich zum linken Pluralismus bekennenden Partei sein. Dieser Bruch hat auch seine historische Dimension: Alle Versuche einer ideologischen Ueberwindung des (post-)stalinistischen Dogmatismus in der KPOe seit 1956 muendeten in einer fraktionellen Auseinandersetzung, die als Kampf des Guten ("Marxismus-Leinismus") gegen das Boese ("Revisionismus") inszeniert wurde. Bei Leopold Spira laesst sich nachlesen, wie sehr gerade diese Inszenierung fuer antiintellektuelle und verdeckt antisemitische Aufladungen offen war und ist. Tragischstes Kapitel die Parteispaltung 1968/69. Diesmal lief es andersrum: Dass die KPOe sich etwa als eine feministische Partei versteht (fuer die "Parteiopposition" stellte der Feminismus eine "kleinbuergerliche" Verirrung dar!), ist in einer Zeit, in der der frauenpolitische "backlash" auch die Linke voll erfasst hat, ebenso von grundsaetzlicher Bedeutung; wie, dass die KPOe ihre Opposion zum neoliberalen Projekt der EU internationalistisch und innerhalb der Europaeischen Linkspartei formuliert. Letzteres impliziert auch die klare Ablehnung des Nationalismus und eine akzentuierte ImmigrantInnenpolitik. Entgegen dem, was viele erwartet haben, ist die KPOe in den letzten Monaten nicht auseinandergefallen, sondern hat sich konsolidiert. Das erlaubt einen vorsichtigen Optimismus. Nach dem linken "Non" in Frankreich, dem Wahlerfolg der Linkspartei in Deutschland und dem grossartigen Ergebnis der KPOe in der Steiermark gibt es neue Chancen. Einerseits, weil die auf den Neoliberalismus abonnierten Parteien von rechts bis "links-liberal" die Sozialpolitik im wahrsten Sinn des Worts links liegen lassen. Dabei meint "Sozialpolitik" auch eine bestimmte Perspektive: Armut und Arbeitslosigkeit bilden die Kehrseite von Reichtum und Kapitalakkumulation. Sozialpolitik ohne Umverteilung ist nicht zu haben. Anders gesagt ist linke Politik immer auch Klassenpolitik. Das ist zumindest die Sicht der KommunistInnen. Erstmals seit 20 Jahren erweitert sich in Europa der politische Raum fuer eine konsequent anti-neoliberale Linke. Diesen politisch zu besetzen, ist eine schwierige gemeinsame -- vor allem aber notwendige -- Aufgabe. Die KPOe will dabei nuetzlich sein. Was auch in Oesterreich moeglich ist, laesst sich dem steirischen Wahlergbnis entnehmen, wo die KPOe von einer aehnlichen Ausgangsbasis wie in Wien (knapp 1 Prozent) auf 6,3 Prozent steigen konnte. *Walter Baier* *************************************************** Der akin-pd ist die elektronische Teilwiedergabe der nichtkommerziellen Wiener Wochenzeitung 'akin'. Texte im akin-pd muessen aber nicht wortidentisch mit den in der Papierausgabe veroeffentlichten sein. Nachdruck von Eigenbeitraegen mit Quellenangabe erbeten. Namentlich gezeichnete Beitraege stehen in der Verantwortung der VerfasserInnen. Ein Nachdruck von Texten mit anderem Copyright als dem unseren sagt nichts ueber eine anderweitige Verfuegungsberechtigung aus. 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Wassermair (Oesterreich-2005;Netbase), weitere Termine Von: August Faschang ================================================ ++++++++SPEAKERSCORNER 13.10.: JUBILÄUMSJAHRBILANZ MIT M.WASSERMAIR (OESTERREICH-2005;NETBASE) Auch am DONNERSTAG (13.10.) gibt es zusätzlich zur wöchentlichen Mahnwache gegen Schwarzorange in Österreich und Orangerot in Kärnten vor dem Kanzleramt wieder einen SPEAKERSCORNER, diesmal mit einer vorläufigen BILANZ DES JUBILÄUMSJAHRS 2005 von MARTIN WASSERMAIR (Plattform ÖSTERREICH-2005; NETBASE). - 60Jahre Befreiung, 50Jahre Staatsvertrag, 10Jahre EU-Mitgliedschaft - Im so genannten Jubiläumsjahr 2005 erlebt Österreich einen neuerlichen Schub an Geschichtsverzerrung(...). Bereits das 70jährige Jubiläum des Februar 1934 hat gezeigt: Anstelle einer umfangreichen Debatte über den Austrofaschismus...wurde der Diskurs...nach rechts verschoben. Hier sind nachhaltige Effekte zweier Perioden der Bundesregierung von ÖVP und FPÖ zu erkennen, die in den Jahren seit 2000 eine weitgehende Verschränkung von neoliberalen und autoritär nationalistischen Tendenzen in Gang gebracht hat. Für das Jubeljahr 2005 ist ein weiterer Höhepunkt in der hegemonialen Verankerung dieser Politik zu erwarten (Aus dem Gründungstext der Plattform Österreich-2005). - Die Plattform wollte sich dieser Jubiläumsmaschine entgegenstellen. Jetzt ist es Zeit für eine kritische Bilanz der Regierungsaktivitäten und der Gegenaktivitäten! - Informationen aus erster Hand mit der Möglichkeit zu Fragen und zur Diskussion diesen Donnerstag beim Speakerscorner! (Infos auch auf: www.oesterreich-2005.at; www.netbase.org) Treffpunkt ist um 19Uhr45 Ecke Ballhausplatz/Heldenplatz, Beginn 20Uhr. Und danach sind wieder alle Teilnehmerinnen im Stammlokal in der Neustiftgasse willkommen! ++++++++WEITERE TERMINTIPPS: #### Dienstag 11.8., HOSI-Wien: Wien wählt warm! Podiumsdiskussion anlässlich der Wiener Landtags- und Gemeinderatswahlen 2005.Wie gut sind lesbisch/schwule Anliegen bei den einzelnen Parteien aufgehoben? Es diskutieren:Dr. Kurt Stürzenbecher-Landtagsabgeordneter - SPÖ,Christine Marek-Nationalratsabgeordnete - ÖVP, Mag. Harald Stefan - Landtagsabgeordneter - FPÖ,Marco Schreuder - Offen schwuler Kandidat der Grünen Wien, Mag. Norman Schadler-Stv. Kabinettschef im Justizministerium - BZÖ, Heidemarie Ambrosch-Frauensprecherin der KPÖ Wien-Moderation: Irene Brickner-Journalistin ("Der Standard"),Ort: HOSI-Zentrum, Novaragasse 40, Wien 2 (Eintritt frei!),Datum/Uhrzeit: Dienstag, 11. Oktober 2005, 19 Uhr - Die HOSI ist immer klar für eine Ablöse von Schwarzblauorange eingetreten! #### Donnerstag 13.8., ab 17Uhr: WIDERSTANDSLESUNG (Ecke Ballhausplatz/Heldenplatz). #### Donnerstag 13.8., 20Uhr: SPEAKERSCORNER "JUBILÄUMSJAHRBILANZ mit M.WASSERMAIR (OESTERREICH-2005;NETBASE)" , siehe oben. #### Samstag 15.10., Linz, Schillerpark, 13Uhr: Demo nach dem Tod eines Schubhäftlings in LInz. #### Samstag/Sonntag 15.-16.10., Amerlinghaus: Erste österreichische Erwerbsarbeitslosenkonferenz - Die schwarzorangeblaue Regierung ist tatkräftig mit der Vernichtung von Arbeitsplätzen beschäftigt... Zur Konferenz eingeladen sind alle, egal ob arbeitslos oder (noch?) nicht - Genaueres in ANHANG1. ligrü Gustl ANHANG1: FOLDERTEXT ZUR ERWERBSARBEITSLOSENKONFERENZ (GEKÜRZT) 15.-16.10, Amerlinghaus, Stiftg. 8, 1070 Wien Immer wieder sorgen die permanent steigenden Arbeitslosenzahlen für Schlagzeilen. Darauf reagiert Wirtschaftsminister Bartenstein mit fragwürdigen "Blitzaktionen". Doch trotz dieser "Beschäftigungsinitiativen" zeugen die Statistiken von der immerzu bestehenden Arbeitslosenproblematik. Die Anzahl der Erwerbslosen steigt unaufhörlich. Sogar die so genannten "Kurse" können diese Tatsache nicht beschönigen. Die TeilnehmerInnen scheinen in der Statistik nicht auf. Unter anderem dienen diese Maßnahmen nur dem wirtschaftlich orientierten Klientel der Regierungsparteien, die sich gerne als "Leistungsträger" darstellen. Tatsächlich ist diese Regierung tatkräftig mit der Vernichtung von Arbeitsplätzen beschäftigt. Dies wird dann als "schlanker Staat" bezeichnet. Trotz "Pensionsreformen", "Nul-Defizit", Einführung der "Zweiklassenmedizin" und "Sparpolitik" bei öffentlichen Investitionen hat diese Regierung den höchsten Standder Arbeitslosenzahl seit 50Jahren aufzuweisen. Die widrigen Lebensumstände durch Armut und die daraus resultierende gesellschaftliche Ausgrenzung führt oftmals zu Erkrankungen bishin zum Ausscheiden aus dem Leben. Programm: Samstag, ab 10Uhr: Neue Erwerbsarbeitslosigkeit und/oder Arbeitsbesessenheit (Walter)/ Berufsorientierungskurse zwischen versuchter Disziplinierung und hilflosem Wahnsinn (Fuzi)/ Arbeitslosigkeit und Suizid (Gerald Grassl) Samstag, ab 14Uhr: Glückliche Arbeitslose (Dieter Schrage)/ Wertkritik (Maria Wölflingseder) Sonntag, ab 10Uhr: Das ArbeitsolsensprecherIn Projekt (Christian Moser)/ W.E.G. - Möglichkeiten die Lebenssituation zu verbessern, Schenkungsökonomie und KostNix-Läden (Maria HIntersteiner) Sonntag, ab 14Uhr: Erwerbsarbeitslosigkeit über 50 (Katarzyna Landa - angefragt)/ Öffentlichkeiten der Arbeitslosenstatistik (Günter Hefler) Diskussionen zu jedem Beitrag, am Ende Diskussion "Probleme und Perspektiven" Veranstaltet von parteiunabhängigen, autonomen Erwerbsarbeitsloseninitiativen und Einzelpersonen. > ================================================ 05 OPERATION SPRING - SOS-Mitmensch fordert Neuaufnahme - Justizministerium wird nicht aktiv Von: Tristan Sindelgruber ================================================ 11.10.2005 Neuigkeiten rund um OPERATION SPRING SOS-Mitmensch fordert Wiederaufnahme - Justizministerium wird nicht aktiv In den letzten Stunden tat sich einiges rund um das Thema. Am Vormittag erneuerte SOS-Mitmensch seine Forderung nach einer Wiederaufnahme der Verfahren. In einer Aussendung dazu heisst es: Alle Verfahren neu aufrollen SOS Mitmensch: Jetzt keine Fehler mehr, sonst ist Glaube an Rechtsstaatlichkeit dahin Aus Anlass der "Gesprächsrunde" zur Operation Spring im Bundesministerium für Justiz erneuert die Menschenrechtsorganisation SOS Mitmensch die Forderung nach der Wiederaufnahme der betreffenden Verfahren durch die Staatsanwaltschaft. "Die Republik sollte sich jetzt keinen Fehler mehr leisten, sonst ist der letzte Glaube an faire Verfahren für Afrikaner dahin", erklärt Philipp Sonderegger, Sprecher von SOS Mitmensch. Insgesamt sind seit 1999 über hundert Afrikaner im Zuge der Aktion verurteilt worden. Ein präparierter anonymer Zeuge, ein unfähiger Dolmetscher und verschwommenes Überwachungsmaterial dienten als Beweise für teilweise drakonische Strafen. Nach Auskunft des Justizministeriums gab es bislang lediglich eine Überprüfung im Hinblick auf den präparierten Zeugen. "Wir wünschen uns eine Überprüfung aller Urteile unter Berücksichtigung aller fragwürdiger Beweise", regt Sonderegger eine umfassende Sanierung der Causa an. Die "Gesprächsrunde" wurde von Justizminister Gastinger für Dienstag Nachmittag einberufen, um ministeriumsintern die weitere Vorgangsweise in der Causa abzuklären. Dies nachdem Gastinger sich die Dokumentation "Operation Spring", die derzeit im Kino zu sehen ist, mit einigen Spitzenbeamten Montag abends zu Gemüte geführt hatte. Die Dokumentation stellt die Frage, ob Angeklagte nach der größten Polizeiaktion gegen Afrikaner eine Chance auf ein faires Verfahren hatten und führt bei den Kinobesuchern zu teilweise empörten Reaktionen. Selbst mit der Materie Vertraute sind erschüttert, da der Film minutiös Bausteine zusammenfügt, die das Bild einer unkritischen Justiz ergibt, die nahezu unhinterfragt zu beweisen versucht, was die Polizei vorgelegt: Die Konstruktion einer internationalen Drogenmafia mit Sitz in einem Wiener Chinarestaurant. Dies vor dem Hintergrund der massiven Kritik an der Exekutive in Folge des getöteten Schubhäftlings Markus Omofuma und des hohen Erfolgsdruck für die auf Probe eingeführten erweiterten Ermittlungsmethoden. Veranstaltungshinweis Operation Spring - Polizei, Justiz und die Folgen Eine Podiumsdiskussion mit Publikumsbeteiligung zur justizpolitischen Dimension der umstrittenen Polizeiaktion Mit: Phillip Bischof, Anwalt; Viktor Eggert, BMJ; Manfred Herrnhofer, Richtervereinigung; Heinz Patzelt, amnesty; Angelika Schuster, Filmemacherin; Simon Kravagna, Moderation. Mittwoch, 12. Oktober 2005, 18.30 Uhr. Juridicum, Hörsaal U10, Schottenbastei 10-16, 1010 Wien. Die Reaktion des Justizministeriums ließ nicht lange auf sich warten: Ministerium sieht keinen Grund, aktiv zu werden Das österreichische Justizministerium sieht derzeit keinen Grund, von sich aus aktiv zu werden und eine Neuaufnahme der Verfahren zur "Operation Spring" zu veranlassen. Das ist laut Christoph Pöchinger, Sprecher von Ministerin Karin Gastinger das Ergebnis einer Expertenrunde im Justizministerium am Dienstag. Noch ein laufendes Verfahren Pöchinger betonte gegenüber der APA, dass es noch ein laufendes Verfahren gegen den mutmaßlichen Kopf der Bande gebe. In diesen Prozess im Wiener Straflandesgericht gegen den mutmaßlichen Drogenboss Emmanuel C. "wollen wir auf keinen Fall präjudizierend eingreifen". Das Urteil soll am 24. November gefällt werden. Andererseits gebe es in den übrigen Fällen, so Pöchinger, "rechtskräftige Urteile": "Und es gibt für uns keinen Grund, daran zu zweifeln." Weiters gab der Gastinger-Sprecher zu bedenken, dass bisher keiner der Betroffenen von sich aus eine Wiederaufnahme des Verfahrens beantragt habe. In dem Dokumentarfilm werde "die belastende Seite ausgespart", sagte Pöchinger. Man müsse aber auch diese Seite beleuchten. Und das habe in den bisherigen Verfahren zu den gültigen Urteilen geführt. (Quelle - Online Standard: http://derstandard.at/?id=2204954) Wir sind schon gespannt, was die bisherigen BesucherInnen des Dokumentarfilmes OPERATION SPRING zu dieser Stellungnahme meinen. Von unserer Seite nur einige kurze Anmerkungen: 1.) Wir haben uns nicht viel anderes als Reaktion aus dem Justizministerium erwartet. 2.) Der Hinweis, dass bislang Verurteilte von sich aus keine Wiederaufnahme der Verfahren beantragten, erscheint uns aufgrund der Tatsache, welche Erfahrungen die Betroffenen mit der Justiz machten, geradezu zynisch. 3.) Im Film OPERATION SPRING werden Schritt für Schritt die damaligen belastenden Hauptbeweismittel (Lauschangriff, Übersetzungen, anonymisierte Zeugen, Hochrechnungen) in Frage gestellt. Wenn seitens des Justizministeriums nunmehr verlautbart wird, dass die "belastende Seite ausgespart" bleibt, nehmen wir das etwas ratlos zur Kenntnis. Nachvollziehbar ist diese Sichtweise für uns in keinster Weise. 4.) Hinter den Kulissen hat sich im Umkreis des Justizministeriums in den letzten Tagen vieles ereignet und wir wissen, dass die nun veröffentlichte Stellungnahme seitens des Ministeriums nicht auf ungeteilte Zustimmung im Justizapparat stößt. Es wäre ein Zeichen der Zivilcourage, wenn sich auch aus diesem Umfeld kritische Stimmen öffentlich zu Wort melden. Es liegt nunmehr wiederum an der kritischen Zivilgesellschaft, die zuständigen Stellen an ihre politische Verantwortung zu erinnern. All jene, die sich eine eigene Meinung dazu bilden wollen, raten wir zu einem Kinobesuch in den nächsten Tagen und Wochen. Informationen rund um den Film unter: www.operation-spring.com Wir verbleiben mit der Bitte um Veröffentlichung / Weiterleitung. Etwaige Mehrfachzusendungen bitten wir zu entschuldigen. Sindelgruber Tristan, Schuster Angelika Schnittpunkt - Sindelgruber Tristan, Film- Multimediaproduktion Große Sperlgasse 19/3 1020 Wien Austria UID-Nr.: ATU 46990608 Tel.+FAX: ++43-1-913 11 21 e-mail: schnittpunkt at gmx.at web: www.schnittpunkt-film.com www.operation-spring.com ================================================ 06 OPERATION SPRING - Kinoeinsatz in Wien verlängert - ab 14.10. im Filmhauskino - demnächst in Linz und Innsbruck! Von: Tristan Sindelgruber ================================================ XXXX Bitte um Weiterleitung! XXXX Bitte um Veröffentlichung XXXX Bitte um Homepage-Aktualisierungen XXXX OPERATION SPRING läuft seit 23. September 2005 erfolgreich im Kino! Bis zum heutigen Tag haben rund 4.500 BesucherInnen den Film in Wien und Graz gesehen. In Wien war ursprünglich gedacht, den Film bis zum 13.10. laufen zu lassen, doch die anhaltenden Diskussionen rund um den Film und das große Publikumsinteresse führen nun zu einer Laufzeitverlängerung! Von Woche zu Woche ist ein steigendes Publikumsinteresse zu beobachten, es würde uns freuen, wenn dies so bleibt und der Film und das behandelte Thema noch möglichst lange präsent bleiben. Wir bitten Dich/Euch und Sie daher, die neuen aktualisierten Kinoeinsatztermine weiter zu leiten und zu veröffentlichen. OPERATION SPRING - weiterhin erfolgreich im Kino! Kinoeinsatz in Wien verlängert - ab 14.10. im Filmhauskino am Spittelberg - Vorstellungsbeginn jeweils 18:30, 20:15, 22:00 Premiere in Linz am 14.10., 21 Uhr im Moviemento --- regulär in Linz ab 21.10. im Moviemento. Innsbruck - Cinematograph ab 11.11. OPERATION SPRING - Kinoeinsatz: Die Vorstellungstermine in Wien: ab 14.10. im Filmhauskino am Spittelberg Reservierungen werden ab sofort entgegen genommen! Spittelberggasse 3 1070 Wien Telefon: (01) 522 48 16 Vorstellungsbeginn: täglich: 18:30, 20:15, 22:00 Uhr Reservierung per E-Mail: Montag - Donnerstag bis 17.00 Uhr Freitag bis 14.00 Uhr office at stadtkinowien.at Telefonische Reservierung: Büro: (01) 522 48 14 Montag bis Donnerstag 8.30 - 17.00 Uhr Freitag 8.30 - 14.00 Uhr Kino: (01) 522 48 16 Während der Kassaöffnungszeiten Kassaöffnungszeiten: 1 Stunde vor Beginn der ersten Vorstellung bis eine halbe Stunde nach Beginn der letzten Vorstellung StadkinoZeitung Nr. 421 Informationen unter: www.stadtkinowien.at Die Vorstellungstermine in Linz: 14.10.2005, 21 Uhr, Premiere im Moviemento Tristan Sindelgruber und Angelika Schuster werden zur Premiere persönlich anwesend sein und dem Publikum für Fragen und Gespräche zur Verfügung stehen. ab 21.10. regulär im Programm des Moviemento 21.10.-3.11. - täglich um 17.00 und 19.00 Moviemento Programmkino 4020 Linz, Dametzstr. 30 Büro: 070/78 40 90-50 Kassa Moviemento: 070/78 40 90 movie at moviemento.at im Netz: www.moviemento.at Die Vorstellungstermine in Innsbruck: ab 11.11.2005 regulär im Programm des Cinematograph 11. - 17.11: 18.00 und 20.15 Uhr 18. - 24.11.: 19.00 Uhr Cinematograph Museumstraße 31 6020 Innsbruck T ++43/512/578500 im Netz: www.cinematograph.at Wir verbleiben mit der Bitte um Veröffentlichung und Weiterleitung. Tristan Sindelgruber, Angelika Schuster Schnittpunkt - Sindelgruber Tristan, Film- Multimediaproduktion Große Sperlgasse 19/3 1020 Wien Austria UID-Nr.: ATU 46990608 Tel.+FAX: ++43-1-913 11 21 e-mail: schnittpunkt at gmx.at web: www.schnittpunkt-film.com www.operation-spring.com ================================================ ================================================ 07 Grundeinkommen für alle!...die Lösung? >Radio Stimme 13.10.2005 Von: Radio Stimme ================================================ RADIO STIMME - DIE SENDUNG DER INITIATIVE MINDERHEITEN Donnerstag, 13. 10. 2005 13.00 Uhr, Orange 94.0 / Wien Grundeinkommen für alle!! ... die Lösung? Der Kapitalismus produziert nicht nur verdammt viele Waren, sondern auch verdammt viel Armut und Ungleichheit. Es gibt viele Ideen dies zu ändern – eine davon ist das „garantierte Grundeinkommen“. Ausnahmslos alle Mitglieder der Gesellschaft würden demnach eine Geldsumme erhalten, die die Befriedigung grundlegender Bedürfnisse ermöglicht. Im Studiogespräch mit dem Sozialwissenschafter Manfred Füllsack wird das utopische Konzept vorgestellt und dessen mögliche Folgen kritisch besprochen. Weitere Sendungsthemen: Im Telfongespräch: big brother awards - Diese Sendung wird weiters ausgestrahlt auf: FREIRAD (Innsbruck) Do, 20. Oktober, 12.00 Uhr Radio FRO (Linz) So, 30. Oktober, 11.00 Uhr Radio HELSINKI (Graz) Mo, 31. Oktober, 08.00 Uhr ****** -> Sendung verpaßt? Das Internet-Archiv. Diese und alle anderen Ausgaben von Radio Stimme sind in unserem digitalen Sendungsarchiv jederzeit als Download und Stream abrufbar: http://www.initiative.minderheiten.at/Radio ****** -> Sendung über's Internet hören. Die Sendungen sind über den Internet-Livestream der Radiosender zur jeweils angegebenen Sendezeit auch über das Internet zu hören. Orange 94.0: http://streamintern.orange.or.at/live3.m3u FREIRAD: http://www.freirad.at/live.m3u Radio FRO: http://www.fro.at/livestream.php HELSINKI: http://www.helsinki.at/live-stream.php ***** Radio Stimme – Die Sendung der Initiative Minderheiten Das politische Magazin zu den Themen Minderheiten - Mehrheiten - Machtverhältnisse on air: Wien - Do, 13.00 Uhr - Orange 94.0 - http://www.orange.or.at Innsbruck - Do, 12.00 Uhr - FREIRAD - http://www.freirad.at Linz - So, 11.00 Uhr - Radio FRO - http://www.fro.at Graz - Mo, 08.00 Uhr - Radio Helsinki - http://www.helsinki.at on line: weltweit - jederzeit - http://www.initiative.minderheiten.at ================================================ 08 [Netbase] Programm 13. Oktober - 17. Oktober 2005 Von: Martin Wassermair ================================================ |--- | VERANSTALTUNGSPROGRAMM |--- | 13. Oktober - 17. Oktober 2005 |--- | Netbase | Institut für Neue Kulturtechnologien/t0 |--- | Neustiftgasse 17 | A-1070 Wien |--- | Eintritt frei! Geöffnet jeweils ab 19.00 Uhr. |--- |--- | Do., 13. Oktober 2005, ab 19.00 Uhr |--- | BODYSCAN: e=motion2 |--- | Präsentation/Installation Eva Wohlgemuth featuring | sound by/in memoriam Nicole Oppholzer |--- | http://www.netbase.org/t0/programm/1122989929 | http://www.evawohlgemuth.com/ |--- |--- | Fr., 14. Oktober 2005, ab 20.00 Uhr |--- | Ludic Society Club Abend | hosted by Margarete Jahrmann & Max Moswitzer |--- | Special guests: ludic society honorary member F.E.Rakuschan, | ludic socialite Fleshgordo a.k.a. Super Mario live |--- | http://www.netbase.org/t0/programm/1122989132 | http://www.ludic-society.net/ |--- |--- | Sa., 15. Oktober 2005, ab 19.00 Uhr |--- | Der Wiener "Verein fuer experimentelle Datenverarbeitung [ xdv ]" | erstellt eine audiovisuelle Versuchsanordnung auf Basis der | physikalischen Vibrationsexperimente von Ernst Chladni und der Kymatik | Hans Jennys. |--- | http://www.netbase.org/t0/programm/1126708922 | http://xdv.org/ | http://trust.at/ |--- |--- | Mo., 17. Oktober 2005, 19.30 Uhr |--- | World-Information City |--- | Präsentation der Wettbewerbsbeiträge "Billboards Bangalore 2005" und | der Zeitung zum Projekt "World-Information City" in Bangalore (Indien) | mit anschließender Diskussion; mit Marina Grzinic, Elffriede, Hanna | Hacker, Felix Stalder u.a. |--- | http://www.netbase.org/t0/programm/1126625325 | http://world-information.org/bangalore | http://www.elffriede.net/ |--- |--- | Rückfragen: |--- | Netbase | Institut für Neue Kulturtechnologien/t0 | Neustiftgasse 17 | A-1070 Wien |--- | Tel. +43 (1) 522 18 34 | Fax. +43 (1) 522 50 58 |--- | http://www.netbase.org/ |--- ================================================ 09 Was wird aus der UNO? Von: Alois Reisenbichler - Stadtteilzentrum Simmering ================================================ Liebe Friedensfreundinnen und Friedensfreunde, die Information über die Vortragsserie des deutschen Universitätsprofessors DDr. Ernst WOIT zum Thema WAS WIRD AUS DER UNO? leite ich gerne weiter. Mit solidarischen Friedensgrüßen Alois Reisenbichler Was wird aus der UNO? Reformbestrebungen zwischen Gewaltverzicht und Interventionismus Vortrag und Diskussion mit Univ.-Prof. DDr. Ernst Woit (Dresden) Linz: Di, 18.10.2005, 19 Uhr, Katholische Hochschulgemeinde, Mengerstr. 23 Salzburg: Mi, 19.10.2005, 19 Uhr, GesWi-Fakultät (HS 383), Rudolfskai 42 Wien: Do, 20.10.2005, 19.45 Uhr, Hauptuniversität (HS 16), Karl-Lueger-Ring 1 Steyr: Fr, 21.10.2005, 19 Uhr, Betriebsseelsorgezentrum, Michaelerplatz 4a Eine Veranstaltung der Werkstatt Frieden Solidarität gemeinsam mit Rennerinstitut OÖ, SJ OÖ, Pax Christi OÖ, ÖH Uni Wien, ÖH Salzburg, Österreichischer Friedensrat, Friedensbüro Salzburg, Südwind OÖ, LehrerInnen für den Frieden. Was wird aus der UNO? Reformbestrebungen zwischen Gewaltverzicht und Interventionismus Gewalt in den internationalen Beziehungen anzuwenden oder auch nur anzudrohen, ist laut UNO-Charta eindeutig verboten. So heißt es im Artikel 2 der Charta, der die Grundsätze festlegt, nach denen die Mitgliedstaaten der UNO zu handeln haben: "Alle Mitglieder legen ihre internationalen Streitigkeiten durch friedliche Mittel so bei, daß der Weltfriede, die internationale Sicherheit und die Gerechtigkeit nicht gefährdet werden." (2.3) "Alle Mitglieder unterlassen in ihren internationalen Beziehungen jede sich gegen die territoriale Unversehrtheit oder die politische Unabhängigkeit eins Staates gerichtete oder sonst mit den Zielen der Vereinten Nationen unvereinbare Androhung oder Anwendung von Gewalt." (2.4) Tatsächlich erleben wir jedoch, wie die UNO entweder ignoriert wird - siehe Kriege gegen Jugoslawien, Afghanistan und Irak - oder von den Großmächten für die eigenen Machtansprüche instrumentalisiert wird - siehe Besatzungsmandate am Balkan, in Afghanistan und Irak. In dieser Situation gibt es von Seiten der USA und EU Vorstöße, den Gewaltverzicht in der UNO-Charta zugunsten von weltweiten Militärinterventionen im Namen des sog. "Antiterrorkampfes" in Frage zu stellen, die Zusammensetzung des UNO-Sicherheitsrates wird zum machtpolitischen Zankapfel zwischen den Großmächten. Fortschrittliche Kräfte und Friedensbewegung stehen dagegen vor der Herausforderung, das Faustrecht in den internationalen Beziehungen zurückzudrängen. "Wer den Frieden will, braucht ein gutes Gedächtnis, um den Täuschungsmanövern der Kriegstreiber zu widerstehen und die oft sehr raffiniert formulierten Resolutionen des UN-Sicherheitsrates mit kritischer Distanz zu beurteilen. Immer wieder zurückkommen aber sollten wir auf die UN-Charta. Wir sollten uns von niemandem davon abbringen lassen, die dort formulierten völkerrechtlichen Grundnormen wörtlich zu nehmen und die Politik ausnahmslos aller Staaten - besonders natürlich die des eigenen Staates - konsequent daran zu messen." (Ernst Woit) Zur Person des Referenten: Univ. Prof. DDr. Ernst Woit war bis 1991 Professor an der TU Dresden. Er publiziert u. a. zur philosophischen Problemen von Krieg und Frieden, zur Technikphilosophie sowie zur Problematik der Menschenrechte. Jüngstes von ihm mitherausgegebenes Buch: Kriege zur Neuordnung der Welt. Imperialismus und Krieg nach dem Ende des Kalten Krieges, Berlin 2004 ALOIS REISENBICHLER 1110 Wien, Schneidergasse 15/9 Tel. 0664 39 51 809 ================================================ ================================================ 10 Initiativen/Termin: 15./16.10.: Erste oesterreichische Erwerbsarbeitslosenkonferenz Von: akin ================================================ ********************************************************** akin-Pressedienst. Aussendungszeitpunkt: Dienstag, 11. Oktober 2005; 16:33 ********************************************************** Initiativen/Termin: 15./16.10.: Erste oesterreichische Erwerbsarbeitslosenkonferenz: Ueberleben alleine ist zu wenig! In Vorwahlzeiten wird von vielen Seiten ueber die 300.000-400.000 erwerbsarbeitslosen Menschen diskutiert, aber nie mit Ihnen. Daher ergreifen die betroffenen Erwerbsarbeitslosen selbst die Stimme: Von Samstag, 15.10. bis Sonntag 16.10.2005 diskutieren die betroffenen Erwerbsarbeitslosen ueber Ihre eigene, persoenliche Lebenssituation, den Umgang der Politik mit den Erwerbsarbeitslosen und ueber die Moeglichkeiten zur Selbstvertretung, sich selbst in der politischen Diskussion Gehoehr zu verschaffen, und die Zusammenarbeit der von Erwerbsarbeitslosigkeit betroffenen Menschen selbst zu organisieren. Parteiunabhaengige, autonome Erwerbsarbeitsloseninitiativen und Einzelpersonen Oesterreichs, beraten bei der 1. Erwerbsarbeitslosenkonferenz neue Strategien gegen die vorherrschende Politik der "grenzenlosen Wirtschaftsfoerderung" bei gleichzeitiger Arbeitsplatzvernichtung. Diese Konferenz setzt ein deutliches Zeichen gegen die restriktive Beschaeftigungspolitik. Zunehmender Entrechtung grosser Teile der Bevoelkerung. Der zahnlosen Politik der Oppositionsparteien. Den lahmen Reaktionen der Sozialpartner. Sowie den menschenverachtenden Praktiken des Abeitsmarktservice Die OrganisatorInnen der 1.Erwerbsarbeitslosen-Konferenz setzen mit diesem Schritt an die Oeffentlichkeit ein deutliches Zeichen solidarischer Vernetzung. Alle in Oesterreich lebenden Menschen, ob arbeitslos oder erwerbstaetig, prekaer beschaeftigt oder selbststaendig, sind herzlichst eingeladen. Immer wieder sorgen die permanent steigenden Arbeitslosenzahlen fuer Schlagzeilen. Darauf reagiert Wirtschaftsminister Martin Bartenstein mit fragwuerdigen "Blitzaktionen". Doch trotz dieser "Beschaeftigungsinitiativen" zeugen die Statistiken von der immerzu bestehenden Arbeitslosenproblematik. Die Anzahl der Erwerbslosen steigt unaufhoerlich. Sogar die sogenannten "Kurse" koennen diese Tatsache nicht beschoenigen Die TeilnehmerInnen scheinen in der Stastik nicht auf. Unter anderem dienen diese Massnahmen nur dem wirtschaftlich orientierten Klientel der Regierungsparteien, die sich gerne als "Leistungstraeger" darstellen. Tatsaechlich ist diese Regierung tatkraeftig mit der Vernichtung von Arbeitsplaetzen beschaeftigt Dies wird dann als "schlanker Staat" bezeichnet. Trotz "Pensionsreformen", "Null-Defizit", Einfuehrung der "Zweiklassenmedizin" und "Sparpolitik" bei oeffentlichen Investitionen hat diese Regierung den hoechsten Stand der Arbeitslosenzahl seit 50 Jahren aufzuweisen. Die widrigen Lebensumstaende durch Armut und die daraus resultierende gesellschaftliche Ausgrenzung fuehrt oftmals zu Erkrankungen bishin zum Ausscheiden aus dem Leben. PROGRAMM: SAMSTAG ab 10h: Neue Erwerbsarbeitslosigkeit und / oder Arbeitsbessenheit: Walter; Berufsorientierungskurse: Zwischen versuchter Disziplinierung und hilflosem Wahnsinn: Fuzi; Experte fuer Berufsorientierungs-Kurse; Arbeitslosigkeit und Suizid: Gerald Grassl; Glueckliche Arbeitslose: Dieter Schrage; Wertkritik: Maria Woelflingseder; SONNTAG ab 10h: Das ArbeitslosensprecherIn Projekt: Christian Moser; W.E.G - Moeglichkeiten die Lebenssituation zu verbessern, Schenkungsoekonomie und KostNix-Laeden: Maria Hintersteiner; Erwerbsarbeitslosigkeit ueber 50: Katarzyna Landa (angefragt); Im Zentrum der Aufmerksamkeit: Oeffentlichkeiten der Arbeitslosenstatistik: Guenter Hefler und Sabine Soelkner. (Aussendung ArbeitslosensprecherIn/gek.) * ORT: Amerlinghaus, 1070 Wien, Stiftgasse 8 Veranstalter: Verein ArbeitslosensprecherIn, 1060 Wien - Gumpendorfersterasse 46, office at arbeitslosensprecherin.at, mit angeschlossenen Initiativen: AI.Kaernten; ALS; AMSand; IGEL; Der Denker; SoNed! und Einzelpersonen Unverbindliche Anmeldung bitte unter: office at arbeitslosensprecherin.at; konferenz-infofon: 0699 81 939 599 Ausfuehrliches Programm und weitere Infos: http://www.arbeitslosensprecherin.at ================================================ MELDUNGEN UND MEINUNGEN ================================================ ================================================ 11 Arbeitswelt: AUGE-BetriebsraetInnen gesucht! Von: akin ================================================ Arbeitswelt: AUGE-BetriebsraetInnen gesucht! Du bist Betriebsrat/raetin? Du bist Jugendvertrauensrat/raetin? Du bist Mitglied einer Gewerkschaft, die ArbeitnehmerInnen in der Privatwirtschaft organisiert? Dir gefaellt unsere Zeitschrift ALTERNATIVE und Du freust Dich, dass es GewerkschafterInnen gibt, die aehnlich denken und handeln wie Du? Dir sind Gewerkschaften zu wenig oekologisch, demokratisch, feministisch, kaempferisch? Du denkst links, gruen, alternativ oder alles zusammen? Und du willst jene Kraft in den Gewerkschaften staerken, die Deinen Ansichten am naechsten ist? Oder noch besser. Du willst sogar bei einer derartigen Fraktion mitarbeiten und die Gewerkschaftspolitik in diesem Sinne aktiv mitgestalten? Du weisst aber noch nicht wie? Dir kann geholfen werden! Es gibt diese Fraktion: Die AUGE/UG – Alternative und Gruene GewerkschafterInnen/Unabhaengige GewerkschafterInnen. Wir brauchen Menschen wie Dich, die uns in unserer Arbeit in den Gewerkschaften durch eine Fraktionserklaerung unterstuetzen. Mit einer Fraktionserklaerung staerkst du die AUGE/UG. Denn, was viele nicht wissen. In den Gewerkschaften verhaelt es sich so: die Staerke der Fraktionen – und damit ihr Einfluss in den Gremien, ihr Einfluss auf die inhaltliche und politische Positionierung der Gewerkschaften, ihr Zugang zu Mitteln der Gewerkschaften, haengt davon ab, wie viele "deklarierte" BetriebsraetInnen eine Fraktion in den jeweiligen Gewerkschaften aufzuweisen hat. Willst Du daher den Einfluss der AUGE/UG staerken, hilft es nicht, mit ihr zu sympathisieren. Eine Fraktionserklaerung staerkt dagegen unsere Position und wir koennen – hoffentlich mit Dir zusammen – noch staerker linke, alternative und gruene Akzente in den Gewerkschaften setzen. Wie kannst Du die AUGE/UG in den Gewerkschaften staerken? - Du musst Mitglied einer Gewerkschaft sein, die Angestellte und ArbeiterInnen in der Privatwirtschaft organisiert (welcher du angehoerst, z.B. GPA, GMT, DJP, HGPD, HTV etc. bitte selbst ausfuellen, Adresse suchen notfalls wir heraus). - Du musst gewaehlter Betriebsrat/raetIn, Jugendvertrauensrat/raetIn, Behindertenvertrauensperson sein. Auch Ersatzmitglieder koennen sich "deklarieren". - Du fuellst die "Fraktionserklaerung" (zu bestellen bei uns: auge at ug-oegb.at) und schickst oder faxt sie an die AUGE/UG (Fax: 01/505 19 52 – 22, Adresse: AUGE/UG, Belvederegasse 10/1, 1040 Wien). Wir leiten dann die Fraktionserklaerung an die jeweilige Fachgewerkschaft weiter (GPA, GMT etc.) Und – wir wuerden Dich dann ganz gerne in unseren e-mail Verteiler aufnehmen: damit wir Dich immer ueber Veranstaltungen, Betriebsratsschulungen, Mitteilungen des OeGB etc. informieren koennen. Wir wuerden uns freuen, Dich bei uns begruessen zu duerfen. Falls Du ein Probeabo der Alternative willst, teil uns das bitte mit!!! *Dein AUGE/UG-Team* ================================================ 12 Orpheus Trust in akuter Gefahr Von: akin ================================================ Kunst/Geschichte/Inititiativen: > Orpheus Trust in akuter Gefahr Der Orpheus Trust wurde 1996 auf Initiative von Dr. Primavera Gruber in Wien gegruendet. In den fast zehn Jahren seit seiner Gruendung hat der Orpheus Trust seine Pionierrolle beim Anliegen, Musik und Musikern, die Opfer des nationalsozialistischen Terrors wurden und fast immer bis an ihr Lebensende vergessen blieben, den gebuehrenden Raum wieder zu geben, mit so grossem Erfolg ausgeuebt, dass der Verein zu einer in Oesterreich und international anerkannten und geachteten Institution geworden ist. Da die meisten vertriebenen Musikschaffenden nach 1945 in Oesterreich keine Akzeptanz fanden und nicht zurueckgekehrt sind, erstreckte sich die Forschung des Orpheus Trust ueber alle Kontinente. Die Kontaktaufnahme mit dort lebenden Kuenstlern oder ihren Nachkommen stiess unmittelbar auf Wertschaetzung. Darueber hinaus gab es eine intensive Zusammenarbeit mit auslaendischen Institutionen, Forschenden und Kuenstlern. Auszeichnungen wie die Torberg-Medaille der IKG, ein Preis aus der Dr. Karl-Renner-Stiftung sowie im Oktober 2005 der Premio Nazionale ‘Silvio Sammarco Springer’ spiegeln die Anerkennung fuer eine Taetigkeit wider, die kulturell, historisch und menschlich von grosser Bedeutung ist. Orpheus Trust: Vertrauen in ein besseres Oesterreich Der Orpheus Trust verfuegt ueber eine Datenbank mit der weltweit groessten Informationssammlung zu ueber 5000 NS-verfolgten Musikschaffenden und ihren Werken, die einen Bezug zu Oesterreich oder der ehemaligen ‘Donaumonarchie’ aufweisen. Zahlreiche Nachlaesse, Dokumente, Partituren, Fotos und andere Materialien wurden dem Orpheus Trust von Exilanten und ihren Angehoerigen anvertraut - Ausdruck eines zoegernden Vertrauens in ein besseres Oesterreich. Jaehrlich werden ueber 300 Forschungsanfragen beantwortet, Studenten werden bei der Themenauswahl fuer Diplomarbeiten und Dissertationen, Musiker bei der Programm- und Repertoiregestaltung beraten und Musikveranstalter ueber ihre Programme informiert. Seit 1996 wurden in 300 Veranstaltungen ueber 1500 NS-verfolgte Musikschaffende in Kooperation mit Veranstaltern in ganz Oesterreich der Oeffentlichkeit vorgestellt. Darunter waren 130 Ur- und oesterreichische Erstauffuehrungen und grosse Projekte wie das Fritz Spielmann - Festival, Masterclasses mit Karl-Ulrich Schnabel an den Musikuniversitaeten Salzburg und Graz, sowie mit der Theresienstadt-Ueberlebenden Edith Kraus an der Universitaet fuer Musik und darstellende Kunst Wien, die Hanns Eisler - und die Bruno Walter- Ausstellung, etc. etc. Zuletzt wurde mit zahlreichen Konzerten, zwei Ausstellungen und einem internationalen Symposion im Rahmen des Frankreich-Festivals ‘Douce France?’ Frankreich als Exil- und Durchgangsland fuer NS-verfolgte Musikschaffende in den Mittelpunkt gestellt. Im Gedenkjahr: Das Ende ? Waehrend die Anerkennung durch die Oeffentlichkeit zunahm, drueckte sich dies nicht in entsprechend steigenden Subventionen aus. Mit EUR 73.000 von der Stadt Wien, 30.000,-- vom bka.kunst im Jahr kann der Orpheus Trust nicht das Leben und das Werk von ueber 5000 NS-verfolgten Musikschaffenden erforschen, vermitteln, bekannt machen. Die Breite der Aktivitaeten wuerde mindestens fuenf Mitarbeiter erfordern, nicht zwei Halbtagskraefte wie heute (zwei Mitarbeiterinnen mussten bereits gekuendigt werden). Die 20 bis 25 jaehrlichen Veranstaltungen konnten auch so nur mit vielen unbezahlten Arbeitsstunden, dem Entgegenkommen engagierter Kuenstler und der Unterstuetzung durch Mitglieder und Spender realisiert werden. Das Sammeln von Informationen und Materialien, das Betreuen der bereits vorhandenen Dokumentation im Archiv und in den Datenbanken sowie die rege in Anspruch genommene Beratungstaetigkeit erfordern immer mehr Zeit. Nachlaesse mussten aus Raumnot ausgelagert werden, auch ein eigener Raum fuer die Archiv- und Datenbankbenutzung fehlt. Kontraer zu den gewachsenen Anforderungen ist die finanzielle Unterstuetzung besonders seitens des Bundes immer muehsamer zu erlangen und an mehr und mehr Auflagen gebunden. Eine Basisfinanzierung meint das Kunststaatssekretariat nicht beruecksichtigen zu muessen. Foerderungen durch die EU, die sich wegen der europaeischen Dimension unserer Anliegen anbieten, sind nur mit adaequater nationaler Foerderung und hohem administrativen Aufwand zu erlangen. Durch private Sponsoren konnten wir zusaetzliche Mittel aufbringen, aber auch zur erfolgreichen Sponsorakquirierung braucht es eine gesicherte finanzielle Basis. Die Frage bleibt: Warum hilft hier nicht die oeffentliche Hand? Gibt es hier nicht eine kollektive Verantwortung? Weder unsere erfolgreiche Taetigkeit der letzten neuneinhalb Jahre, noch die wiederholten Darlegungen der Sachlage bei den Subventionsgebern mit ueber 800 Unterstuetzungserklaerungen aus aller Welt (siehe Unterstuetzung) hatten bisher den angestrebten Erfolg. Immerhin hat die Stadt Wien zuletzt versprochen, die Subvention bei einer ‘Gleichziehung’ seitens des Bundes zu erhoehen. Aber der Bund schweigt bisher. (Aussendung Orpheus-Trust/gek.) * Quelle: http://www.orpheustrust.at/aktuelles.php?l=g&t=21 Siehe auch: http://derstandard.at/?url=/?id=2198563 ================================================ 13 Notizen: Sexverbot als Strafe, Verbilligte Revolution Von: akin ================================================ Notizen > USA: Sexverbot als Strafe «That's a new one», sagte Jim Mills, Interimsdirektor fiir Bewaehrung in Dallas. «Mir ist nicht ganz klar, wie sie das durchsetzen wollen.» Denn die siebzehnjaehrige Christina Brazier wurde tatsaechlich zu einer unerhoerten Strafe verurteilt: Sexverbot. Auf Bewaehrung. Und zwar so lange, wie sie noch zur Schule geht und bei ihren Eltern wohnt. Sonst drohen ihr Haft oder eine hohe Busse. Ausserdem darf sie keine neuen Taetowierungen oder Piercings anbringen lassen, keine «Tabakprodukte» konsumieren und muss um zehn Uhr abends zuhause sein. Dies berichtet der britische «Guardian». Christina Brazier war mit Drogen erwischt worden. (Aus WoZ 40/05) * Revolution, jetzt billiger Beim Billigbuchhaendler Hintermayer wird derzeit die "Proletenpassion" der Schmetterlinge auf CD fuer 9.90 verramscht. Die Revolution im Ausverkauf sozusagen. Was sagt uns das? Wurscht, wer "das letzte Lied" nicht selber singen will, sondern sich lieber anhoeren moechte, kann es jedenfalls derzeit aeusserst wohlfeil erstehen. -br- ================================================ 14 Sudan: US-Botschafter verhindert Genozid-Debatte im Weltsicherheitsrat Von: GFBV ================================================ GESELLSCHAFT FÜR BEDROHTE VÖLKER PRESSEMITTEILUNG Göttingen, den 11.10.2005 Genozid in Darfur: US-Botschafter verhindert Debatte im Weltsicherheitsrat US-Regierung versagt bei Eindämmung des Völkermordes im Sudan Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat dem US-Botschafter bei den Vereinten Nationen, John Bolton, am Dienstag "skandalöse Effekthascherei auf dem Rücken der leidenden Zivilbevölkerung in Darfur" vorgeworfen. Bolton hatte dem UN-Sonderbeauftragten für die Verhinderung von Völkermord, Juan Mendez, untersagt, im Weltsicherheitsrat über die alarmierende Lage im Westen des Sudan zu berichten und damit eine Debatte über Möglichkeiten der Eindämmung der fortdauernden Verbrechen verhindert. Daraufhin hatte Mendez auf einer Pressekonferenz vor einer Gewalteskalation in Darfur gewarnt. "Durch diese Politik verbünden sich die USA mit den besten Freunden der sudanesischen Regierung: mit China und Russland, die unbequemen Menschenrechtlern den Mund verbieten", kritisierte der GfbV- Afrikareferent Ulrich Delius. Es sei zwar verständlich, wenn Bolton den Vereinten Nationen vorwerfe, zu viel über den Sudan zu sprechen und zu wenig zu handeln. Doch auch die USA hätten zur Beendigung des Genozides und zum Schutz der leidenden Zivilbevölkerung bisher nicht viel Konkretes beigetragen, obwohl sie schon vor 13 Monaten erstmals öffentlich die schweren Verbrechen gegen die Menschlichkeit als Völkermord bewertet hatten. Nach starkem Druck aus dem US-Kongress und der Veröffentlichung einer Flüchtlingsbefragung durch das US-Außenministerium hatte das Weiße Haus am 9. September 2004 öffentlich erklärt, in Darfur werde Völkermord verübt. "Für die US-Regierung ist der "Kampf gegen den Terror" offensichtlich wichtiger als die Eindämmung von Völkermord", kritisierte Delius. So habe der US-Geheimdienst CIA seine sudanesischen Kollegen gelobt, weil sie ihnen Informationen über muslimische Extremisten zur Verfügung gestellt hatten. Der CIA sei auch nicht davor zurückgeschreckt, in der letzten April-Woche 2005 ein Flugzeug in den Sudan zu senden, um den umstrittenen Chef des sudanesischen Geheimdienstes Generalmajor Salah Abdallah Gosh zu Geheimgesprächen nach Washington auszufliegen. Gosh gilt als einer der Drahtzieher der sudanesischen Unterstützung für die in Darfur mordenden Janjaweed- Milizen. Dem Völkermord in Darfur sind seit 2002 bis zu 400.000 Menschen zum Opfer gefallen. Rund 2,4 Millionen Zivilisten wurden seither von regierungsfreundlichen Janjaweed-Milizen systematisch vertrieben. Für Nachfragen ist der GfbV-Sudanexperte UIrich Delius auch erreichbar unter Tel. 0160 95 67 14 03. ====================================================== Gesellschaft fuer bedrohte Voelker e.V. (GfbV) Inse Geismar, Pressereferentin Postfach 2024, D-37010 Goettingen Tel.+49/551/49906-25, Fax:++49/551/58028 E-Mail: presse at gfbv.de, Homepage:http://www.gfbv.de ====================================================== ================================================ 15 1500 euro pro kurde/kurdin Von: wadi wien ================================================ quelle: near east news - kurdistan aktuell BEKUS TRANSFER Die 1500 EURO PRÄMIE Die organisierte Verschubung von Kurden aus Deutschland erfüllt einen alten Traum des deutschen Innenministers. Wie auch aller Sozialämter & Kassen: Wenn nämlich die von Abubekir Saydam strapazierte Idealität der „Freiwilligkeit“ auf der ordinären Materialität einer Kopfprämie von 1 x 1500 Euro pro rückgeführtem Kurden fundiert ist, dann bedeutet das ganze ein Riesengeschäft für den deutschen Staat. Weil die Sache viel Geld spart & attraktiv ist, dürfte auch für die kurdischen Transferhelfer einiges daran zu verdienen sein: „Beratungsstellen“ werden ihnen staatlich finanziert und auch das Personal dazu, „Auffangprojekte“ an Ort und Stelle dürften weit mehr noch bringen, erst recht dann die „Re-Integrationsprojekte“ für die sogenannten „Freiwilligen“, deren 1500 Euro sich doch recht bald wieder in Nichts aufgelöst haben dürften. So entsteht im Namen Schilys ein großes lukratives Rückführungsprojekt von Kurden aus Deutschland. Humanitär geschminkt und kitschig-verlogen als „Heimatgarten“ camoufliert. Nicht zuletzt gewinnt der Hauptrückführer von Kurden aus Deutschland damit einen gewissen politischen Einfluß in der Region. In unfreiwilliger Komik gibt das folgende Programm über diesen Kurdenverschuber Auskunft: 11.00 : Begrüßung Saydam / danach ein alter Kurdenfreund vom Innenministerium / 11.25 wieder Herr Saydam / 12.00: erneut Saydam / 14.15: natürlich Saydam. Warum er überhaupt noch Leute einlädt, wo er das Ganze doch in vertrauter Runde mit deutschen Innenministern längst arrangiert haben dürfte, dient reinen Legitimationszwecken. P.s. Wir favorisieren ausdrücklich den überlegten Weg wissenschaftlicher Kader, fähiger Handwerker und Administratoren nach Kurdistan-Irak. Nicht aber eine Art "Menschenhandel" mit der Kopfprämie 1500 Euro. Vor jeglichem Kurdenhandel mit deutschen Innenbehörden steht die politische Forderung nach umfangreichen Entwicklungsprojekten für Kurdistan, nach Rehabiliation und Entschädigung für die Opfer von Halabja in Millionenhöhe, nach Wiedergutmachung für die jahrelange Förderung Saddam Husseins durch christliche wie sozialdemokratische Bundesregierungen. Nach arbeitsplatzfördernden Investitionen der daran beteiligten deutschen Wirtschaft. Nach Ausbildungsplätzen an hiesigen Universitäten für junge Kurdinnen und Kurden. Erst dann könnte ebenso menschlich wie vernünftig von einem nachhaltig wirksamen Einsatz von rückkehrbereiten Menschen gesprochen werden. Alles andere aber ist bezahlter Betrug. Programm IMK e.V. der Informationsveranstaltung am 22. Oktober 2005 über freiwillige Rückkehrmöglichkeiten für Flüchtlinge aus dem Irak 11.00 Uhr Begrüßung und Eröffnung durch den Geschäftsführer des IMK e.V., Abubekir Saydam, Bonn 11.10 Uhr Ausländerrechtliche Lage von irakischen Staatsangehörigen in Baden-Württemberg Referent: Jan Kepert, Innenministerium Baden Württemberg, Stuttgart 11.25 Uhr Kurze Vorstellung des IMK e.V. und der Bericht zur Delegationsreise nach Irakisch-Kurdistan (Nordirak) Referent: Abubekir Saydam, IMK e.V., Bonn 12.00 Uhr Beratungsstellen und deren Zielsetzung für freiwillige RückkehrerInnen Rückkehrberatungsstelle des IMK e.V. in Bonn Referent: Abubekir Saydam, Bonn 12.45 Uhr Mittagessen (Pause) 13.45 Uhr Rückführungsmöglichkeiten für Rückkehrerinnen und Rückkehrer in den Irak bzw. nach Irakisch-Kurdistan ReferentIn: N.N., IOM (Internationale Organisation für Migration), Bonn 14.15 Uhr Kurze Vorstellung von ZIRF (Zentrale Rückkehrförderung beim BAMF) Referent: Abubekir Saydam, IMK e.V. 14.30 Uhr Programme zu Reintegration von Rückkehrern. Projekt „Heimatgarten“ (Baxceyê nishtimanî) Referent: N.N. (AWO-Bremerhaven), Bremerhaven -- WADI - Verband für Krisenhilfe und solidarische Entwicklungszusammenarbeit e-mail: wadi.wien at gmx.at Tel.: 0699-11365509 Postfach 105 A-1181 Wien Spendenkonto in Österreich: Kontonummer 07.405.301 Evangelische Kreditgenossenschaft eG BLZ 31800 IBAN: AT10 3180 0000 0740 5301 BIC: EVKRATW1 Website mit weiteren Informationen zu Projekten von Wadi und Veranstaltungshinweisen: www.wadinet.at ================================================ 16 GLB/Telekom/Privatisierung Von: Gewerkschaftlicher Linksblock ================================================ Pressedienst des Gewerkschaftlichen Linksblocks (GLB), Apostelgasse 36/12, A-1030 Wien - Telefon +43 1 718 26 23-0 - Fax +43 1 718 26 23-30 - Mail glb at aon.at – Web www.glb.at – Ausgabe vom 11. Oktober 2005 Österreichische Investoren als Strohmänner der Telekom-Multis Übernahme der Telekom Austria durch die Hintertür? So wie bei dem von der Regierung forcierten Börsengang der Post greift auch bei der Telekom Austria (TA) das Privatkapital nach dem öffentlichen Eigentum. Die Fraktion Gewerkschaftlicher Linksblock im ÖGB (GLB) weist die Bestrebungen einer sich „patriotisch“ gebärdenden Finanzgruppe von Raiffeisen-Zentralbank (RZB) und BAWAG, dem Investorentrio Martin Schlaff, Josef Taus und Herbert Cordt und der Industriellenfamilie Swarowski den ÖIAG-Restanteil von 25,1 Prozent mit einem geschätzten Marktwert von 2,2 Mrd. Euro an der TA zu übernehmen zurück. Sogar die ÖIAG muss zugeben, dass derzeit „keinerlei Notwendigkeit für einen Verkauf“ sprechen: „Aber offenbar will Finanzminister Karl-Heinz Grasser als Eigentümervertreter seine privaten Connections zu Swarovski auch auf die geschäftliche Ebene transferieren“, kritisiert der Sprecher des GLB in der Gewerkschaft der Post- und Fernmeldebediensteten (GPF), Robert Hobek und weist auf die bereits 2000 beschlossene Vollprivatisierung hin. Dass der Präsident der Industriellenvereinigung, Veit Sorger, die Vollprivatisierung der TA unterstützt, ist nicht verwunderlich. Und für Telekom-Chef Heinz Sundt der dabei die Fäden zieht würden dabei sicher auch einige „Brosamen“ abfallen und wenn es nur eine Verlängerung seines hochdotierten Vertrages ist. Nunmehr besteht die Gefahr, dass dieses „Österreich-Konsortium“ bei Blockade eines Verkaufs des ÖIAG-Anteils auf dem Weg über die Börse größere Aktienpakete der Telekom Austria zusammenkauft um dieses dann zu majorisieren. Wenn sie dabei mehr als die Sperrminorität von 25,1 Prozent erreichen müssen sie den restlichen Eigentümern und damit auch der ÖIAG ein Pflichtoffert machen. Offen wird bereits darüber spekuliert, dass bei einer Vollübernahme der auf 6,83 Mrd. Euro geschätzten TA die neuen Kernaktionäre einen strategischen Partner in Gestalt der Swisscom (Schweiz) oder Telefónica (Spanien) ins Boot nehmen, womit sie sich letztlich als Strohmänner erweisen. Die eigentliche Verantwortung für diese Situation fällt auf die Ära der rotschwarzen Regierung zurück. 1996 wurde unter SPÖ-Regie und mit Zustimmung von Personalvertretung und Gewerkschaft – an welche sich GPF-Vorsitzender Fritz heute offenbar nicht mehr erinnern kann – die Post aus dem Bundesbudget ausgegliedert und anschließend in „Gelbe Post“, Telekom, Postbus und PSK filetiert. Die gewinnbringende Telekom wurde in der Folge mit der zeitweiligen Beteiligung der Telecom Italia und dem 2000 erfolgten Börsengang mehrheitlich privatisiert. Die jahrzehntelang funktionierende Querfinanzierung zwischen profitablen und defizitären Bereichen der Post wurde damit der EU-konformen Liberalisierung geopfert: „Nutznießer dieser Politik ist das in- und ausländische Privatkapital, die Folgen hat vor allem das Personal zu tragen“, so Robert Hobek abschließend. Er fordert mit Verweis auf die eindeutigen Ergebnisse der ÖGB-Urabstimmung im Jahre 2001 – bei welcher 95 Prozent für die Erhaltung des öffentlichen Eigentums und 88 Prozent für Kampfmaßnahmen gestimmt hatten – von der Postgewerkschaft Kampfmaßnahmen gegen die Privatisierung der Telekom. ================================================ B) TERMINE ================================================ ======================== Mittwoch http://www.mund.at/butt/Termine/Oktober/1210.htm Donnerstag http://www.mund.at/butt/Termine/Oktober/1310.htm Freitag http://www.mund.at/butt/Termine/Oktober/1410.htm ======================== ================================================ D) EDITORIAL ================================================ Für den Inhalt verantwortlich: Ihr. Medieninhaberinnen & Medieninhaber seid Ihr E-Mail-Adresse für Beiträge: widerstand at no-racism.net geschickt. widerst at nd MUND und alle Termine täglich aktualisiert im Web: http://www.no-racism.net/MUND Ziel von MUND (medienunabhängiger Nachrichtendienst) ist die unzensurierte und möglichst rasche Information über gesellschafts- politisch relevante Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu Widerstand und Antirassismus sowie verwandte Themen. sollen einen Titel, Namen und Emailadresse der/des AutorIn enthalten und möglichst kurz und prägnant gehalten sein, ev. mit Hinweis, wo weitere Informationen eingeholt werden können. Bitte keine Attachments! Die inhaltliche und sachliche Verantwortung liegt bei der/dem jeweiligen AutorIn bzw. jenen, die uns die Beiträge schicken. Der MUND wird von einzelnen TagesredakteurInnen zusammengestellt. Da Fehler nicht ausgeschlossen sind, bitten wir, nicht veröffentlichte Beiträge nochmals an widerstand at no-racism.net zu senden. Die Weiterleitung (auch auszugsweise) ist erwünscht. Beiträge mit rassistischen oder sexistischen Inhalten werden nicht veröffentlicht. Sehr persönliche Meldungen werden wir an den betreffenden Adressaten weiterleiten, aber nicht im MUND veröffentlichen. Die bisherigen Ausgaben sind unter http://www.no-racism.net/MUND archiviert. Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage: * Wann: Sonntag, 11.11.2001, 11:11 Uhr * * Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" * * Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf * * Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie. Aber kurz und prägnant.* Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch stillschweigend Zensur zu üben. Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die Nichtaufnahme geliefert. (Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.) Die AbsenderInnen der betroffenen Beiträge werden hiervon informiert. Im Sinne einer "gläsernen Zensur" könnt ihr Euch die Beiträge gerne extra schicken lassen: Ein kurzes Mail an widerstand at no-racism.net genügt. ================================================ E) VERTEILERLISTE ================================================ Zur Eintragung in diesen Verteiler bitte direkt subskribieren unter http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/analle oder von der einzutragenden Adresse aus ein mail schicken an: admin at no-racism.net mit folgendem Text: subscribe no-racism Bitte wegen Automatisierung diesen Wortlaut verwenden! Zur Austragung aus dieser Liste bitte an zusammengestellt. Bitte keine Attachments! (werden nicht angenommen) 3 nicht so brandaktuelle meldungen nicht drin. Redaktionsschluss für diese Ausgabe: Mi 5.00 Uhr III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III ü, ö, ä, ß, Ü, Ö, Ä III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III widerst at nd-MUND is powered by http://alt.strg.at/ ================================================ From analle at no-racism.net Thu Oct 13 07:06:03 2005 From: analle at no-racism.net (=?iso-8859-1?q?MUND=3A_medienunabh=E4ngiger_Nachrichtendienst?=) Date: Thu, 13 Oct 2005 07:06:03 +0200 Subject: widerst@nd - MUND: Donnerstag, 13.10.2005 Message-ID: widerst at nd MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst Medieninhaberinnen & Medieninhaber seid Ihr www.no-racism.net/mund Donnerstag, 13. Oktober 2005 ================================================ A) INHALT ================================================ ================================================ AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN ================================================ ================================================ 01 terminankündigungen für oktober von ekhaus at med-user.net ================================================ 02 Bildpunkt :Heft Herbst 2005 zum Thema "Bildpolitiken" von petja dimi ================================================ 03 [gipfelsoli] Heiligendamm von gipfelsoli-l at lists.nadir.org ================================================ 04 Benefizlesung Anlässlich 60 Jahre Befreiung und 67 Jahre Novemberpogrom von Willi Mernyi ================================================ 05 Kasseler Friedensratschlag von ================================================ ================================================ MELDUNGEN, MEINUNGEN und KOMMENTARE ================================================ ================================================ 06 Es gibt keine Musik mehr in Basra von "wadi wien" ================================================ 07 Programmauftrag des ORF: Offener Brief an LH Dr. Michael Haeupl von Kulturrat Österreich ================================================ 08 Serbien: Lebensgefahr für bedeutendste Menschenrechtlerin Europas von "GFBV" ================================================ 09 "This is not 'streamlining' the appeal system as the government claims. von John O ================================================ 10 FPÖ-Geschmacklosigkeit: Stattdessen bald eine Moschee? von "Initiative muslimischer ÖsterreicherInnen" ================================================ 11 Ottakringer Kommunisten: Steirisch wählen in Ottakring ! von "Helmuth Fellner" ================================================ ================================================ B) TEXTE ================================================ ================================================ AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN ================================================ ================================================ 01 terminankündigungen für oktober von ekhaus at med-user.net ================================================ Übers Polit Beisl am Mittwoch Wie ihr bereits wahrscheinlich schon wisst, gibt es das traditionelle Queer-Beisl nicht mehr im EKH, aber dies bedeutet nicht das Ende der am Mittwoch stattfindenden Diskussions- oder Infoveranstaltugen sondern einen Neubeginn. Dazu gab es am Mittwoch den 14. September das erste konstituierende Treffen zur Fortsetzung eines Polit Beisls im EKH. Wie ihr dem Programm entnehmen könnt haben wir für den Oktober bereits einiges vor. Bis dato haben sich zwei Gruppen gefunden, die kontinuierlich veranstalten wollen. Die Gruppe "Kantine" wird sich in Zukunft mit ArbeiterInnen- und Arbeitslosenkämpfen beschäftigen. Wobei es hier zum einem um einem Erfahrungsaustausch und der Entwicklung von Praxen, jeden ersten Mittwoch im Monat, gehen wird. Am dritten Mittwoch wird es zu diesem Themenkomplex eine "klassische" Veranstaltung mit ReferentInnen oder Filmen geben. Die zweite, noch namenlose, Gruppe, setzte sich thematisch weniger fest und wird zu verschiedensten aktuellen Themen (oder auch jene mit dem Bart) Veranstaltungen durchführen. Und wie solls anders sein, werden diese jeweils am zweiten und vierten Mittwoch im Monat sein. Für Gruppen und Interessierte soll diese Struktur jedenfalls offen sein. Deshalb gibt es eine Programmvorbereitungstreffen (PVT) jeden ersten Mittwoch im Monat um 19 Uhr im Beisl (dies natürlich für das jeweils kommende Monat). Wie immer gilt auch hier - von der Theorie der Praxis zur Praxis der Theorie - ist es nur ein Schritt aus dem alle weiteren Sprünge werden... mittwoch 12.10. 20Uhr Wider das Verdrängen und Vergessen über die Bebilderung des österreichischen Opfermythos nach 1945. 1. April 2000 (Ausschnitte) Wolfgang Liebeneiner, A 1952, 100 min. "Im Auftrag der Bundesregierung hergestellt, als komödiantisch verkleidetes Spielfilm-Pamphlet gegen die Besatzermächte konzipiert. Drei Jahre vor dem Staatsvertrag geht dieser erste und letzte 'Staatsfilm' sehr frei mit historischen Fakten um - und das Match 'Österreich gegen den Rest der Welt' entsprechend aus." (Diagonale 2000) don't Martin Arnold, A 1996, 10 min. Found Footage aus "1. April 2000" mittwoch 19.10. 20 Uhr: Diskussionsveranstaltung mit der Arge Wehrdienstverweigerung: Offene Diskussionsveranstaltung zur Geschichte der Wehr-dienstverweigerung mit der Arge Wehrdienstverweigerung. Die Verweigerung der Waffe ist zwar in österreich eine kaum geübte Praxis, dennoch hat sie ihr Geschichte. Im diesjähirgen Jubeljahr wird zwar verstärkt der Versuch unternommen jeglichen nationalen Dissenz auszublenden, um ein ungetrübtes Hurra zur Waffe, Militär und Vaterland zu beschwören, jedoch berufen wir uns auf eine andere Tradition. In einem historischen Abriss berichten Vertreter der Arge Wehrdienst-verweigerung von der Verweigerung seit des Nationalsozialmus bis zur Gegenwart. Der "Nationalfeiertag" am 26. Oktober mit seiner alljährlichen Militärparade ist nicht nur ein anschauliches Beispiel einer militärisierten Gesellschaft, sondern gleichzeitig eine Einladung an alle subersiven Kräfte diese Parade aktionistisch zu unterwandern. All jene die noch einen kleinen Anstoß benötigen, um diesen großen Tag der Nation genießen zu können, seien hier besonders angesprochen... Nachbesprechung der Aktionen gegen Nation und Militär. Anschließend Film donnerstag 20.10. 19 Uhr: Die subversive Kantine: Forces of Labour Arbeiterbewegungen und Globalisierung seit 1870, Beverly J. Silver Ein Dossier zum Buch auf www.wildcat-www.de Das Kapital ist kein Ding, sondern ein gesellschaftliches Verhältnis. Ein ganz besonderes Verhältnis - ein Produktionsverhältnis der Ausbeutung und der Beherrschung von Menschen, aber auch des Kampfes und des Widerstands der Proletarisierten gegen ihr angeblich unvermeidliches Schicksal. In dem Buch "Forces of Labor. Arbeiterbewegungen und Globalisierung seit 1870", das Anfang des Jahres auf Deutsch erschienen ist, wird historisch und auf globaler Ebene gezeigt, dass sich das Kapital nicht als objektiver, dinghafter Mechanismus entwickelt, sondern von der "ArbeiterInnenunruhe" vorangetrieben wird. Steckt darin auch die Perspektive der schließlichen Überwindung und Abschaffung dieser zwangsweisen Vergesellschaftung durch Arbeit, Geld und Ware? Einer der Übersetzer von "Forces of Labor" wird das Buch vorstellen und wir wollen über die Perspektiven diskutieren, die sich daraus ergeben. mittwoch 26.10. 20 Uhr Aachen4 Prozesse und Urteil eine Informationsveranstaltung zu den kürzlich verurteilten AnarchistInnen. Weil sie die Freiheit so sehr lieben Solidarität mit Bart, Jose, Gabriel und Begona Am 28. Juni 2004 werden vier Personen aus Spanien und Belgien in Aachen/Deutschland nach einem Schusswechsel mit der Polizei und Geiselnahme verhaftet. Sie hatten versucht nach einer Polizeikontrolle zu flüchten. Die meisten der Verhafteten waren in der spanischen oder belgischen Antiknastbewegung aktiv und selbst auf der Flucht vor Folter, Isolationshaft und langjährigen Haftstrafen in Spanien. Am 28 September 2005 kam das Gericht unter dem vorsitzenden Richter Nohl zu folgendem Urteil: die Gesamtstrafen 14 Jahre für Jose, 13 Jahre für Gabriel, 3 Jahre und 6 Monate für Bart und 10 Monate auf 3 Jahre Bewährung für Begonia. Repression als Reaktion auf Revolte, auf aus-dem-rahmen-fallen. so wird deutlich, dass Knast- und Soliarbeit nicht bei sich selber stehen bleiben, sondern immer in einen gesamten Kontext von Gesellschaft und Widerstand gesetzt werden sollte. http://www.escapeintorebellion.info ================================================ 02 Bildpunkt :Heft Herbst 2005 zum Thema "Bildpolitiken" von petja dimi ================================================ >:::::::::: Bildpunkt >:::::::::: Zeitschrift der IG Bildende Kunst >Heft Herbst 2005: Bildpolitiken - JETZT ERSCHIENEN ! > >:::::::::: Zeitschriftenpräsentation am 15. Oktober 2005 > >Dass die Produktion von Bildern nicht im politikfreien Raum entsteht, davon >gehen wir aus. Ist deshalb aber jedes Bild auch Politik? Welchen Stellenwert >haben Bilder überhaupt? Wer macht sie wofür, wozu werden sie eingesetzt und >zu wem sprechen sie? Was Bildpolitiken sein können, dieser Frage widmet sich >die aktuelle Ausgabe des "Bildpunkt - Zeitschrift der IG Bildende Kunst". > >Bildpolitiken: Eine Begriffsklärung versucht einleitend Jens Kastner. >Konkret auf dieses Heft bezogen stellt sandy k. die Frage nach >Bildproduktion als politischer Praxis. Hito Steyerl untersucht Bilder, die >innerhalb von sozialen Bewegungen ausdrücklich als Gegenbilder produziert >werden - und beschreibt das Scheitern dieser Strategien an zwei Beispielen >aus globalisierungskritischen Zusammenhängen. Tom Holert diskutiert >exemplarisch anhand der Bebilderung eines Newsweek-Artikels die >(Definitions-)Macht von Bildern. Die Schwierigkeiten, sich dagegen zu wehren >und möglicherweise eigene Bilder zu entwerfen, diskutieren die Aktivistin >Araba Johnston-Arthur und die Küntslerin Jo Schmeiser in einem Gespräch mit >der Redaktion. Von einem Vorhaben, vorgegebene bzw. vorgeschriebene Bilder >vor allem von schwarzen Frauen durch Selbstbilder zu ersetzen, berichtet >Beatrice Achaleke in ihrem Text über ein Projekt im öffentlichen Raum. >Andreas Spiegl schließlich befasst sich mit den Verhältnis von Bildern zur >Realität. > >Durch das Heft führt eine Bildstrecke von Petja Dimitrova, die sich mit >Diversitätsmanagement befasst. Für das Poster in der Heftmitte entwickelte >sandy k. ein Plakat, das das Verhältnis zwischen einer Politik der >Darstellung und der Darstellung der Politik reflektiert. Auf der Rückseite >des Hefts sucht Ulrike Müller mit ihren Zeichnungen einen intimen und >zugleich öffentlichen Austausch mit den BetrachterInnen - Pornografie dient >dabei als methodische Referenz. > >Weitere Texte zu aktuellen Themen von Juliane Alton (Kultur im ORF), Daniela >Koweindl (Folgerecht) und Martin Wassermair (Mediengesetznovelle). Plus: >Serviceteil für KünstlerInnen. > > >:::::::::: Zeitschriftenpräsentation: >:::::::::: Samstag, 15. Oktober 2005 > >17 Uhr Vortrag und Podiumsdiskussion > "Visuelle Kommunikation und andere Missverständnisse" > in der IG Bildende Kunst, mit > sandy k. (Grafik-Designer, Creative Director, Aktivist bei Kanak Attak >/ Berlin) > Eva Dertschei (Redaktion Bildpunkt, Grafik) > Petja Dimitrova (Künstlerin) > Christian Höller (Kunstkritiker / springerin) > Moderation: Jens Kastner, Nora Sternfeld (Redaktion Bildpunkt) > >Ab 20 Uhr Fest > in der Buchbar phil > 1060 Wien, Gumpendorfer Straße 10-12 > > >Bildpunkt erscheint - nach dem Relaunch 2005 - vier Mal im Jahr. Jede >Ausgabe widmet sich einem Themenschwerpunkt. Zentral sind dabei ästhetische, >aktivistische und theoretische Strategien samt ihrer gegenseitigen >Verschränkungen und Überschneidungen. > >Versand-Abos sind zum Preis von EUR 12,- (Inland) bzw. EUR 16,- (Ausland) >pro Jahr über die IG Bildende Kunst zu beziehen. > >Redaktion: Jens Kastner, Nora Sternfeld, Daniela Koweindl, Eva Dertschei, >Carlos Toledo. > > >::::::: Bildpunkt bestellen: > >IG Bildende Kunst >Gumpendorfer Straße 10-12 >1060 Wien > >Email: office at igbildendekunst.at >Tel.: 01/524 09 09 > > >::::::: Bildpunkt >::::::: Zeitschrift der IG Bildende Kunst >::::::: http://www.igbildendekunst.at/bildpunkt > ================================================ 03 [gipfelsoli] Heiligendamm von gipfelsoli-l at lists.nadir.org ================================================ Gipfelinfo - Meldungen über globalisierte Solidarität und die Proteste gegen unsolidarische Globalisierung -------------------------------------------------------------------------- Startschuß für linksradikale G8-Mobilisierung Am Wochenende vom 7.-9 Oktober fand in Hamburg ein Treffen statt um über die Mobilisierung gegen den G8 2007 zu beraten. Der G8-Gipfel findet 2007 im Seebad Heiligendamm statt, einem Ortsteil von Bad Doberan. Bad Doberan liegt etwa 20 km von Rostock entfernt. Das Wochenendtreffen fand statt auf der Basis einiger vorhergehender Zusammenkünfte, Plena und Workshops. Das erste dieser Treffen fand auf dem BUKO im April statt; dort nahmen etwa 80 Personen teil. Auf dem Prekärcamp im Wendland gab es einen 2tägigen Workshop zur Diskussion verschiedener Aspekte. Das Wochenende war mit über 200 Leuten extrem gut besucht. Teilgenommen haben Gruppen und Einzelpersonen aus verschiedenen Spektren und Ländern. Aus der Schweiz, Großbritannien, Frankreich und Polen waren TeilnehmerInnen vertreten; außerdem viele Flüchtlinge die in deutschen Flüchtlingslagern leben. Auf dem Treffen wurden in Workshops verschiedene Themenkomplexe bearbeitet und im Gesamtplenum weiterdiskutiert: Inhalte, Praxis, Lokale Vernetzung/ Vorbereitung, Internationale Vernetzung/ Vorbereitung, Struktur und Kommunikation nach innen, Vermittlung nach außen/ Mobilisierung. Aus allen Workshops gingen verbindliche Arbeitsgruppen (und natürlich wie immer: Mailinglisten) hervor, die konkrete Ergebnisse auf einem Folgetreffen im Januar vorstellen werden. Nächstes Jahr findet ein internationales Mobilisierungscamp in Mecklenburg-Vorpommern statt, zudem wird eine Infotour vorbereitet. Demnächst gibt es eine Homepage mit ausführlichen Texten und Terminen. Bei der Mobilisierung für 2007 soll der Gipfel in Russland 2006 nicht ausgespart werden; eine Zusammenarbeit wurde verabredet. Noch unklar, aber schon breit diskutiert ist die Frage wie sich die linksradikale Organisierung zu den anderen Gruppen und Bündnissen verhält, die sich bereits auf den G8 2007 vorbereiten (z.B. Attac, BUKO, Strategie- und Aktionskonferenz der sozialen Bewegungen, ESF). Auf dem Treffen waren auch VertreterInnen der Interventionistischen Linken (IL). Die IL bereitet ein Bündnis vor von autonomen Gruppen, Gewerkschaften, NGOs, Kirchenkreisen etc. Die linksradikale Organisierung könnte Teil dieses Bündnisses werden. Bisher ist allerdings in Hamburg die Organisierungsform offengelassen worden. Auf dem nächsten Treffen soll entschieden werden ob die linksradikale Organisierung womöglich unter dem Namen "dissent!" weitergeführt wird. Dissent! ist das Netzwerk, welches für den G8 2005 gegründet wurde und nun, nach dem G8-Gipfel, in Großbritannien zu anderen Themen arbeitet. Die linksradikale Organisierung ist erreichbar unter g8-2007 at riseup.net. [indymedia.de, von dabeisein ist alles - 10.10.2005 20:50] -------------------------------------------------------------------------- gipfelsoli infogruppe Newsletter mit Nachrichten über Mobilisierungen, Debatten und Repression im Zusammenhang mit Gipfelprotesten. Die AutorInnen der Beiträge, so sie nicht von uns verfasst sind, sind mit eckigen Klammern versehen. Wir können leider keine Verantwortung für die Richtigkeit der Beiträge übernehmen. Auch geben die Beiträge nicht zwangsläufig unsere Meinung wieder. Kontakt, Kritik, Beiträge: gipfelsoli at nadir.org gipfelsoli mailinglist subscribe - unsubscribe https://lists.nadir.org/cgi-bin/mailman/listinfo/gipfelsoli-l ================================================ 04 Benefizlesung Anlässlich 60 Jahre Befreiung und 67 Jahre Novemberpogrom von Willi Mernyi ================================================ Benefizlesung Anlässlich 60 Jahre Befreiung und 67 Jahre Novemberpogrom ERWIN STEINHAUER liest Berichte von Befreiern und Befreiten des KZ Mauthausen und seiner Nebenlagern Als die Rote Armee bereits an Wien vorbei weiter nach Westen vordrang und die Westalliierten gerade aus Bayern kommend Hitlers Geburtsstadt Braunau/ Inn erreicht hatten, wurde von den SS-Mannschaften im KZ Mauthausen noch stur Dienst nach Vorschrift getan. Zeitgleich wälzten sich Häftlingskolonnen durchs ganze Land – die Insassen der Mauthausener Außenlager und Häftlinge anderer Mordstätten, die von der SS vor der Ankunft der Alliierten geräumt worden waren. Wer auf diesen Todesmärschen nicht mehr weiter konnte, wurde von den Begleitmannschaften, die sich oft aus der lokalen Bevölkerung rekrutierten, gnadenlos erschossen oder erschlagen, von Hunden zerfleischt oder lebendig begraben. Die Überlebenden gelangten in ein heillos überfülltes Lager, in dem sich die Lebensbedingungen des einzelnen Häftlings aufgrund der entsetzlichen hygienischen Bedingungen, des Kollapses der Lebensmittelversorgung und der mangelnden Unterbringungsmöglichkeiten noch katastrophaler gestalteten als sie bis dahin schon gewesen waren. Am 5. Mai endlich erreichte eine amerikanische Panzerspitze den Ort Mauthausen. Als erstes fällt den Soldaten der Geruch auf, der über der ganzen Gegend hängt: Der süßliche Gestank der im Lager unter freiem Himmel verwesenden Leichen, um deren Beseitigung sich in den letzten Wochen niemand mehr geschert hatte. Sergeant Al Kosiek, der Kommandant jener US-Einheit wird den Moment, als er das Lagertor öffnet, später so beschreiben: "Ich ging voran und wurde mit dem spektakulärsten Beifall empfangen, der mir je zuteil geworden ist. Auf der Innenseite des Tores hatten sich hunderte Häftlinge versammelt, und als ich nun hereinkam waren sie so glücklich einen amerikanischen Soldaten zu sehen, dass sie alle auf einmal begannen zu rufen, zu schreien und zu weinen. Noch nie zuvor hatte mich etwas so beeindruckt wie das, was ich in diesem Moment fühlte." Anlässlich der 60. Wiederkehr des Tages der Befreiung wird der Schauspieler und Kabarettist Erwin Steinhauer am 9. November, dem Jahrestages des Novemberpogrom 1938, im Theater Akzent aus Berichten von Befreiern, Befreiten und ZuschauerInnen lesen. O r t / T e r m i n: 9.11.2005, Einlass: 19.00, Beginn: 19.30 Theater Akzent, Theresianumgasse 18, 1040 Wien E i n t r i t t s p r e i s: Erwachsene ? 15 SchülerInnen, StudentInnen und Lehrlinge ? 7 Karten gibt es in jeder BA/CA-Filiale und in der ÖGB-Kartenstelle Hohenstaufengasse 10, 1010 Wien, 01/53 444-338 www.oeticket.com Der Erlös der Veranstaltung kommt der antifaschistischen Jugendarbeit des Mauthausen Komitees Österreich zugute. http://www.oeticket.com ________________________________________ ACHTUNG NEUER EINGANG: SCHOTTENRING 14 EBENE 2 ZIMMER 04 ÖGB-Referat f. Kampagnen, Projekte, Zielgruppen Tel: 01/534 44/123 Fax: 01/534 44/477 e-mail: willi.mernyi at oegb.at www.oegb.at/kampagnen ================================================ 05 Kasseler Friedensratschlag von ================================================ Liebe Friedensfreundinnen und Friedensfreunde, die Information des Kasseler Friedensratschlages leite ich gerne weiter. Mit solidarischen Friedensgrüßen Alois Reisenbichler Sehr geehrte Damen und Herren, Liebe Friedensfreundinnen und -freunde, es sind schon die ersten besorgten Zuschriften eingetroffen, ob denn der nächste Friedenspolitische Ratschlag in diesem Jahr nicht stattfände und was denn los sei in Kassel. Ich kann Sie/euch alle beruhigen (und die uns weniger gut Gesonnenen beunruhigen): Der Friedenspolitische Ratschlag 2005 findet am gewohnten ersten Wochenende im Dezember in Kassel statt. Es gibt lediglich zwei Änderungen: eine sensationell gute und eine weniger gute, die aber gut zu meistern ist. Ich beginne mit der weniger guten: Der Veranstaltungsort am 3. und 4. Dezember wird aus dem vertrauten Gebäude in der Wilhelmshöher Allee an einen anderen, den zentralen Uni-Standort am Holländischen Platz verlegt. Ob das nur diesmal so ist und wir im nächsten Jahr wieder an den alten Ort zurückkehren, ist noch offen. Es kann ja auch sein, dass die neuen Örtlichkeiten uns mehr Möglichkeiten bieten, sodass wir die nächsten Jahre gern an den Holländischen Platz gehen. Und nun die sensationelle Botschaft: Der Friedensratschlag beginnt diesmal schon am Freitagabend, 2. Dezember, 20 Uhr, mit einem Solo-Konzert von Konstantin Wecker; Titel des Programms: "am flussufer" Übrigens wird dieses Konzert am altgewohnten Ort in der Wilhelmshöher Allee 73 stattfinden. Also: Wer von außerhalb kommt, sollte möglichst bald Hotels, Jugendherberge und Pensionen buchen oder Privatquartiere suchen, und zwar schon ab Freitag, den 2. Dezember!. Das Konzert sollte keine reine Kasseler Angelegenheit werden, sondern alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer von nah und fern erfreuen. Zum Ratschlag selbst: Motto: "Neue Kriege in Sicht?" Es wird drei Schwerpunkte geben: - Ein oder mehrere Imperien? USA, EU und die neuen Mächte - Kriegsherde Naher, Mittlerer und Ferner Osten – Der „euroasiatische Spannungsbogen“ - Deutsche Soldaten in aller Welt – Kosten, Gefahren, Strategien, Widerstände Zu jedem der drei Schwerpunkte gibt es bis zu neun Foren und Workshops. Außerdem ein Eröffnungsplenum (u.a. mit Reinhard Kühnl, Nele Hirsch und Mohssen Massarrat) und ein Abschlussplenum mit Vertreterinnen und Vertretern der Oppositionsparteien im Deutschen Bundestag. Zu einem Sondervortrag wird Andreas Zumach erwartet. Unter den vielen Referentinnen und Referenten der beiden Kongresstage sind auch Gäste aus Japan und Österreich dabei. (Einzelheiten später, wenn das Programm fertig ist). Der Friedenspolitische Ratschlag 2005 (es ist der zwölfte in Folge) wird in einer zugespitzten weltpolitischen Situation stattfinden, wozu auch die neue Bundesregierung, so wie sie sich großkoalitionär zusammensetzt, eher noch mehr als weniger beitragen wird. Wie bedrohlich die Situation z.B. im Nahen Osten inzwischen wieder ist, kann den vielen Dokumenten entnommen werden, die wir auf unserer Website veröffentlicht haben, z.B. die Rede von George W. Bush am letzten Donnerstag, als er neben Iran auch noch Syrien direkt ins Visier nahm (siehe: (http://www.uni-kassel.de/fb5/frieden/themen/Terrorismus/bush2.html). Und im Kosovo wollen die Kosovo-Albaner nun endlich die Ernte einfahren, die ihnen die NATO mit ihrem Krieg gegen Jugoslawien 1999 versprochen hatte. Es sieht ganz danach aus, als würden sie nun auch Schützenhilfe von der UNO erhalten: http://www.uni-kassel.de/fb5/frieden/regionen/Serbien-Montenegro/status4.html A propos UNO: Man muss nicht in allem mit Hugo Chávez einverstanden sein, was aber der Präsident Venezuelas auf dem UN-Gipfel im September Kritisches zur UNO und der Rolle der USA gesagt hat, ist höchst bedenkenswert. Wir haben seine Rede ("Lassen wir nicht zu, dass eine Handvoll Länder ungestraft versucht, die Prinzipien des Völkerrechts neu auszulegen") exklusiv für unsere Website übersetzen lassen: http://www.uni-kassel.de/fb5/frieden/themen/UNO/gipfel2005-chavez.html Soweit nur ein paar diskrete Hinweise auf die immer umfangreichere Sammlung wichtiger Dokumente der Außen- und Weltpolitik auf der Homepage der AG Friedensforschung. Ich hoffe, sehr viele von Ihnen/euch beim nächsten Friedenspolitischen Ratschlag am 2./3./4. Dezember in Kassel (wieder) zu sehen und verbleibe mit besten Grüßen Ihr/euer Peter Strutynski *** Besuchen Sie die Homepage der AG Friedensforschung an der Uni Kassel, die vielleicht best sortierte friedenswissenschaftlich-friedenspolitische Website im deutschsprachigen Raum: http://www.uni-kassel.de/fb5/frieden/ ALOIS REISENBICHLER 1110 Wien, Schneidergasse 15/9 Tel. 0664 39 51 809 ================================================ ================================================ MELDUNGEN, MEINUNGEN und KOMMENTARE ================================================ ================================================ 06 Es gibt keine Musik mehr in Basra von "wadi wien" ================================================ Es gibt keine Musik mehr in Basra In dem einst beliebten irakischen Ausflugsort bestimmen Islamisten das gesellschaftliche Leben Von Björn Blaschke Basra. Thar Abdelamir steht vor den Trümmern seiner Existenz. Bis vor wenigen Tagen hat er Musikkassetten und CDs verkauft. Doch dann zerstörte eine Bombe sein kleines Geschäft in der südirakischen Metropole Basra. Jetzt sind Maurer, Schreiner und Glaser dabei, den Laden wieder instand zu setzen. Thar Abdelamir sinnt derweil darüber nach, was er künftig verkaufen soll. Denn seit etwa einem Jahr mehren sich in Basra die Anschläge auf Musikgeschäfte. Hinter vorgehaltener Hand äußern die Ladeninhaber den Verdacht, daß die Attentäter Islamisten seien, denen jede Art von Musik als "unreligiös" gilt. Und sie berichten, daß Polizisten vielfach darüber hinwegsehen, wenn Anschläge vor ihren Augen verübt werden. Noch bis vor wenigen Jahrzehnten war Basra eines der beliebtesten Ausflugsziele der Region. Unter den Palmen der Corniche, der Uferpromenade am Zusammenfluß von Euphrat und Tigris, spazierten Iraker aus allen Teilen des Landes, aber auch Kuweitis und Saudis. Sie konnten hier ihre traditionelle Kleidung, die Dischdaschas und Abajas, ablegen und statt dessen Jeans und kurze Röcke tragen. Sie schätzten die säkularen Gesetze des Iraks, die ihnen neben legerer Kleidung auch Genüsse erlaubten, die in ihren Ländern verboten waren. Heute sind in Basra keine Frauen mehr in Röcken zu sehen; die meisten tragen einen Tschador, jenes schwarze Gewand, das aus Iran bekannt geworden ist. Die Clubs und Bars sind geschlossen, Wein oder Whiskey von den Getränkekarten verschwunden. Auch Restaurants und Geschäfte, die Alkohol verkauften, wurden Opfer von Bombenattentaten. Der Niedergang Basras begann 1980 mit dem Krieg gegen Iran. Den acht Jahre währenden Kämpfen folgten im August 1990 der Einmarsch irakischer Truppen in Kuweit, Anfang 1991 der Krieg um das Emirat und nach dessen Ende der Aufstand der Schiiten in und um Basra. Die Rebellion wurde mit Duldung der Amerikaner von den Schergen Saddam Husseins blutig niedergeschlagen. Es folgte eine Dekade zermürbender UN-Sanktionen, die zwar das Regime treffen sollten, tatsächlich aber die Bevölkerung verelenden ließen. Der Sturz Saddams im Frühjahr 2003 ließ viele Basrawis hoffen, daß ihre Stadt schnell wieder zu einem Ausflugsparadies am Golf würde. Aber es kam anders. Bald nach dem Einmarsch der "Koalition der Willigen" kehrten viele Vertreter jener schiitisch-islamistischen Bewegungen in den Südirak zurück, die vor mehr als dreißig Jahren vor den Baathisten nach Iran geflohen waren. Sie haben heute die Macht in der Region. Eine der wichtigsten Bewegungen ist der "Hohe Rat für die Islamische Revolution im Irak" (Sciri) mit seinem militärischen Arm, den Badr-Brigaden. In Basra werden sie von Abu Amr befehligt, einem alten Partisanen. Ganz offen sagt er, daß die Polizei ihn und seine Leute regelmäßig zu Hilfe rufe, wenn Razzien gegen Autobanden oder Schmuggler anstünden. In Anschläge seien seine Kämpfer nicht verwickelt, beteuert Abu Amr: "Terror ist unreligiös." Seine Organisation stehe - wie der Sciri - für den "wahren Islam, der sich im übrigen auch in der Verfassung des Landes widerspiegeln sollte". Eine, die davon gar nichts hält, ist Thawra Youssef. Sie lehrt als ordentliche Professorin in der Fakultät der "feinen Künste" an der Universität von Basra Ausdruckstanz. Nebenbei ist sie Choreographin und Musikerin. Ihre Familie stammt von Sklaven ab, die vor Jahrhunderten aus Zentralafrika an den Golf verschleppt wurden. Thawras Mutter, Umm Ali, machte das Erbe ihrer Ahnen im ganzen Land berühmt: Sie, die 1992 starb, stand zu Lebzeiten für jene Musikrichtung, die für Basra typisch ist: schwarzafrikanische Rhythmen, gemischt mit irakisch-arabischen. "Heute", klagt Youssef, "gibt es keine Musik mehr in Basra." Gruppen, die noch vor einem Jahr in der Stadt mit Musik auftraten, die der Umm Alis ähnelte, geben keine Konzerte mehr. Die Musiker haben Angst, daß sie das gleiche Schicksal ereilt wie Youssefs Verwandte vor etwas mehr als einem Jahr. Beim Auftritt einer Musikgruppe auf einer Privatfeier stürzte plötzlich ein Mann auf die Bühne, schoß wild um sich und versuchte, alle Musiker umzubringen. Die Frau eines Cousins bekam eine Kugel in den Kopf und war sofort tot. Eine Schwägerin wurde schwer verletzt und starb zwanzig Tage später im Krankenhaus. Der Täter, den Thawra Youssef in islamistischen Kreisen vermutet, wurde nie gefaßt. Noch immer hat sie, die die Feier als Gast besuchte, auf ihrem Handy Fotos der Ermordeten gespeichert: eine Frau in einer Blutlache, die Augen geschlossen, der Mund halb geöffnet. Youssef unterrichtet nach wie vor Schauspiel und Körperbewegung. Männlichen Studenten könne sie jedoch die Abläufe nur erklären, aber nicht zeigen, sagt sie. Balletthosen seien ohnehin tabu; sie müsse lange Röcke, weite Blusen und ein Kopftuch tragen: "Wenn ich mit ihnen anders trainierte, würde niemand lebend die Trainingshalle verlassen." Allein schon um ihre künstlerische Identität nicht zu verlieren, trete sie für eine säkulare Gesellschaft ein, sagt Thawra Youssef. "Und nicht nur ich. Die Leute auf der Straße, die eine bestimmte Liste gewählt haben, sind wirklich wütend auf die Islamisten." Youssef meint die Liste 169. Sie ist ein Zusammenschluß von Schiiten, der vom wichtigsten Kleriker des Landes, Großajatollah Ali al Sistani, während des Wahlkampfes im Winter unterstützt worden war. Die Liste zog am 30. Januar als stärkste Fraktion in das Übergangsparlament ein. Ihre Kandidaten vom Sciri oder von der Dawa-Partei dominieren heute die irakische Politik. Ihre Führer wie Ministerpräsident Ibrahim al Dschaafari haben sich in den vergangenen Wochen für eine islamisch geprägte Verfassung eingesetzt. Das hat sie in den Ruf gebracht, ein verlängerter Arm Teherans zu sein, zumal viele von ihnen im iranischen Exil gelebt haben. Neben al Dschaafaris Dawa und dem Sciri sind auch die Islamisten Muqtada al Sadrs in Basra stark vertreten. Viele seiner Anhänger in Basra geben zu, den Machthabern in Teheran ideologisch nahezustehen, Abu Sahra al Badadili zum Beispiel, der Kommandeur von al Sadrs Mehdi-Armee in Basra. Er und seine Leute verfolgen politisch-religiöse Ziele. Der Islam, so sagt er, solle in der neuen Verfassung nicht nur eine, sondern die Quelle des Rechts werden. Das islamische Strafrecht beispielsweise sei doch klar und eindeutig. Aber so denken in Basra längst nicht alle. Der Komponist Kathim Ikzar etwa wirft den Islamisten vor, den Islam für ihre Zwecke zu mißbrauchen und sein Bild zu verdrehen. "Für mich ist der Islam Liebe, Freiheit, Kreativität", sagt er. Längst arbeitet der Komponist nur noch im Privaten. Er fühlt sich bedroht, seit mehrere Künstler in Basra als "unreligiös" beschimpft und verprügelt wurden. Ikzar ist davon überzeugt, daß die militanten Gruppen in Basra von ausländischen Kräften aufgehetzt werden. Auf die Frage, ob er das iranische Regime meine, antwortet er: "Ich habe versucht, das nicht so direkt zu sagen." Wie präsent die iranische Staatsideologie in Basra ist, zeigt der Bücherverkauf in einem Theater der Stadt, für das Ikzar früher regelmäßig gearbeitet hat. Im Theaterfoyer stapeln sich auf langen Tapeziertischen Medizinlexika neben Standardwerken für Ingenieure oder Sprachwissenschaftler. Kaum eine Ausgabe, die doppelt im Angebot ist. Die einzigen Neuausgaben, die gleich kistenweise zum Verkauf stehen, sind Biographien und Schriften des iranischen Revolutionsführers Chomeini. Doch während in Teheran regelmäßig Theatervorstellungen gegeben werden, wurden in Basra mittlerweile alle vier Bühnen geschlossen. Allenfalls darf vormittags noch geprobt werden. Theaterdirektor Jasim Homadi al Habib hat den Bücherbazar in seinem Haus nur deshalb genehmigt, weil er nicht wollte, daß das Theater ganz in Vergessenheit gerät, wie er sagt, "in Zeiten, die von Militanten bestimmt werden, die schlimmer sind als Chomeini und seine Leute". Text: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 09.10.2005, Nr. 40 / Seite 9 -- WADI - Verband für Krisenhilfe und solidarische Entwicklungszusammenarbeit e-mail: wadi.wien at gmx.at Tel.: 0699-11365509 Postfach 105 A-1181 Wien Spendenkonto in Österreich: Kontonummer 07.405.301 Evangelische Kreditgenossenschaft eG BLZ 31800 IBAN: AT10 3180 0000 0740 5301 BIC: EVKRATW1 Website mit weiteren Informationen zu Projekten von Wadi und Veranstaltungshinweisen: www.wadinet.at ================================================ 07 Programmauftrag des ORF: Offener Brief an LH Dr. Michael Haeupl von Kulturrat Österreich ================================================ / Programmauftrag des ORF / Offener Brief an Landeshauptmann und SPÖ-Wien Vorsitzenden Dr. Michael Häupl Sehr geehrter Herr Landeshauptmann! Der ORF plant mit Jahresbeginn 2006 die Einstellung der Sendung "Tipp - die Kulturwoche". Bis heute ist ungeklärt, ob es eine Nachfolgesendung geben wird. Wird "Tipp - die Kulturwoche" ersatzlos abgeschafft, so ist das TV-Programm künftig auf eine einzige Sendung reduziert, die sich explizit der Kultur, selten genug auch der zeitgenössischen Kunst widmet ("Treffpunkt Kultur"). Die Programmverantwortlichen des ORF schreiten damit den Weg zur Ausschaltung von Kunst und Kultur fort. Quantität und insbesondere Qualität der ORF-Sendungen sind auf einem Tiefstand angelangt! Bereits mit der Einstellung der Sendung kunst-stücke im Herbst 2002 und dem vorangegangenen Verschwinden von zahlreichen Sendetypen zur Vermittlung von Kunst und Kultur (z.B. Büchermagazin, Galerienrundblick, Apropos Film, etc.) hat der ORF zunehmend Abstand von den Vorgaben für einen gebühreneinhebenden öffentlich-rechtlichen Sender genommen. Der Kulturrat Österreich sieht die Erfüllung des Programmauftrages des ORF in folgenden Punkten längst gefährdet: .) umfassende Information der Allgemeinheit über alle wichtigen kulturellen Fragen .) Vermittlung und Förderung von Kunst und Kultur .) angemessene Berücksichtigung und Förderung der österreichischen künstlerischen und kreativen Produktion .) Vermittlung eines vielfältigen kulturellen Angebots Das ORF-Gesetz sieht verschiedene Möglichkeiten vor, bei Verletzung von Bestimmungen des Bundesgesetzes - etwa bei Verletzung des Programmauftrages - Beschwerde bzw. Anträge an den Bundeskommunikationssenat zu richten. Der Bundeskommunikationssenat (dem die Rechtsaufsicht obliegt) hat über behauptete Verletzungen von Bestimmungen des ORF-Gesetzes zu entscheiden, wenn z.B. ein Land einen solchen Antrag stellt (siehe Rundfunkgesetz, BGBl. I Nr. 83/2001, § 36. (1) 2. a). - Sieht das Land Wien den Programmauftrag des ORF noch erfüllt? Der ORF ist unter anderem verpflichtet, "ein differenziertes Gesamtprogramm von Information, Kultur, Unterhaltung und Sport für alle anzubieten. Das Angebot hat sich an der Vielfalt der Interessen aller Hörer und Seher zu orientieren und sie ausgewogen zu berücksichtigen. Das ausgewogene Gesamtprogramm muss anspruchsvolle Inhalte gleichwertig enthalten. Insbesondere Sendungen in den Bereichen Information, Kultur und Wissenschaft haben sich durch hohe Qualität auszuzeichnen." Sollte "Tipp - die Kulturwoche" ersatzlos gestrichen werden: - Wird das Land Wien - vorausgesetzt unter Ihnen als Landeshauptmann - sein Recht wahrnehmen und einen Antrag an den Bundeskommunikationssenat richten? - Werden Sie als Landeshauptmann bzw. wird Ihre Partei nach den Wahlen für die Einbringung eines solchen Antrages Sorge tragen? Wir ersuchen um Antwort auf unsere Fragen vor der Wiener Landtagswahl 2005 und planen Ihre Antwort auf der Website des Kulturrat Österreich unter www.kulturrat.at zu veröffentlichen. Mit freundlichen Grüßen, Daniela Koweindl / Kulturrat Österreich /____________ ASSITEJ Austria, Dachverband der Filmschaffenden, Gewerkschaft Kunst Medien Freie Berufe, IG Architektur, IG Autorinnen Autoren, IG Bildende Kunst, IG Freie Theaterarbeit, IG Kultur Österreich, konsortium.Netz.kultur, Musikergilde, Österreichischer Musikrat, Übersetzergemeinschaft, Verband Freier Radios Österreich, VOICE - Verband der Sprecher und Darsteller / Kontakt /____________ Kulturrat Österreich Gumpendorfer Str. 63b A-1060 Wien mailto:contact at kulturrat.at www.kulturrat.at ================================================ 08 Serbien: Lebensgefahr für bedeutendste Menschenrechtlerin Europas von "GFBV" ================================================ GESELLSCHAFT FÜR BEDROHTE VÖLKER INTERNATIONAL Serbien: Lebensgefahr für Europas bedeutendste Menschenrechtlerin in Belgrad Offener Brief an den Präsidenten der Republik Serbien Boris Tadic an den Ministerpräsidenten Serbiens Vojislav Kostunica an den Präsidenten des Parlaments Serbiens Predrag Markovic an den Justizminister Serbiens Zoran Stojkovic an den Innenminister Serbiens Dragan Jocic an den Minister für Menschen- und Minderheitenrechte Serbien- Montenegros Rasim Ljajic Göttingen den 12. Oktober 2005 Sehr geehrte Herren, die bedeutendste und mutigste Menschenrechtlerin Europas, die Präsidentin des Helsinki Komitees Serbiens Sonja Biserko, und ihre Familie sind in Lebensgefahr. Wir wenden uns an Sie mit der dringenden Bitte, diese mutige Frau zu beschützen, der langjährigen Hetzkampagne gegen sie öffentlich entgegenzutreten und ihre Arbeit anzuerkennen. Sonja Biserko hat sich unermüdlich für Menschen- und Bürgerrechte eingesetzt. Sie hat ihre Stimme gegen den Bosnien-Krieg, gegen den Genozid an den bosnischen Muslimen erhoben. Sie hat mit der serbischen Antikriegsbewegung versucht, Serbien und seinen Nachbarländern diesen Krieg zu ersparen. Sie hat sich für die Opfer eingesetzt, hat auf internationalen Konferenzen mit vielen Publikationen, Büchern und Artikeln gegen die Kriegsverbrechen protestiert, sie hat Projekte für die Rückkehr der serbischen Flüchtlinge in die kroatische Krajina initiiert und sich gemeinsam mit der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) für die Frauen von Srebrenica eingesetzt. Und sie hat schon vor dem Kosovo-Krieg einen serbisch-albanischen Dialog initiiert, der Krieg und Vertreibung hätte verhindern können. Im vergangenen Jahr wurde die serbische Menschenrechtlerin mehrmals vor ihrer Wohnung in Belgrad, der Hauptstadt Serbiens, physisch angegriffen. Vor zwei Monaten wurde in ihre Wohnung eingebrochen, die Polizei wurde in Kenntnis gesetzt und es wurden Ermittlungen aufgenommen. Doch eine Polizeiwache, vor dem Eingang ihres Wohnungsgebäudes postiert, wurde vor kurzem unverantwortlicherweise abgezogen. Die permanente Kampagne aus Lügen und Hass wurde am 08. September 2005 von der serbischen Zeitung "Tabloid" ins Unerträgliche gesteigert: Man beschuldigte Sonja Biserko absurderweise, kroatische Spionin zu sein, veröffentlichte ihre private Anschrift (Straße, Eingangs- und Wohnungsnummer) und auch die persönlichen Daten ihrer engsten Familienangehörigen. All das kommt einer Aufforderung zur Lynchjustiz bei und geschieht in einem Land, dessen Ministerpräsident Zoran Djindjic vor zwei Jahren einem feigen Mordanschlag zum Opfer fiel. Wir sind bestürzt darüber, dass die Führung Serbiens und Serbien- Montenegros nichts unternimmt, um diese international anerkannte Menschenrechtlerin, die so viel für die Zukunft Serbiens leistet, zu schützen. Wir bitten Sie dringend, alles zu unternehmen, um Sonja Biserko vor diesen pogromartigen Methoden zu schützen. Wir werden dieses Schreiben heute auch an die Vereinten Nationen, an die Europäische Kommission, den Europarat, das Europäische Parlament, die OSZE, an die Menschenrechtsorganisationen der westlichen Welt sowie an die Regierungen Europas und Nordamerikas senden. Der Vorstand der Gesellschaft für bedrohte Völker International: Tilman Zülch, Präsident, D-Göttingen André Rollinger, Vizepräsident, L-Luxemburg Hans Bogenreiter, A-Wien Sharon Silber, USA- New York Fadila Memisevic, BiH-Sarajevo Hans-Peter Bigler, CH-Bern Wolfgang Mayr, I-Bozen Vicente Mariqueo, RCH-Temuco Tilman Zülch ist für Nachfragen auch erreichbar unter Tel. 0151 153 09 888. ====================================================== Gesellschaft fuer bedrohte Voelker e.V. (GfbV) Inse Geismar, Pressereferentin Postfach 2024, D-37010 Goettingen Tel.+49/551/49906-25, Fax:++49/551/58028 E-Mail: presse at gfbv.de, Homepage:http://www.gfbv.de ================================================ 09 "This is not 'streamlining' the appeal system as the government claims. von John O ================================================ --------------------------------- NCADC News Service --------------------------------- >"This is not 'streamlining' the appeal system as >the government claims. It is subverting and stacking the appeal system" > Appeals Clauses of the Immigration, Asylum and Nationality Bill 2005 Immigration Law Practitioners' Association (ILPA) is anxious to inform affected agencies and individuals about the changes to immigration appeals in the latest immigration legislation, the *Immigration, Asylum and Nationality Bill* 2005, which is currently being considered by Parliament. The government gave no hint of their intention to make the proposed changes. They have not explained the full significance and effect of the changes. The provisions in the Bill are complex and not readily understood unless read by reference to other immigration legislation. The changes are significant. People refused visas to come to the UK for example as fiancées, carers, students, work permit holders, business persons etc. will no longer have a right of appeal if they are refused entry clearance. The changes will also affect people with leave to remain in the UK. As the law presently stands a student, family member or work-permit holder refused an extension of stay in the UK has a right of appeal against the refusal and may remain in the UK while that appeal is being heard. About one third of these appeals are successful - that is one third of the Home Office refusal decisions are wrong. The Bill will prevent people from appealing whilst they are in the country and a person refused permission to stay will be compelled to leave the country immediately. Applicants appealing from abroad have far less chance of winning their appeals. The Home Office will be represented at their appeal hearing but the applicant will be unable to attend the hearing to give evidence. The Bill also has the appalling effect of criminalizing all people refused extensions of stay in the UK. These will be people here lawfully, whether as employees, students, family members or business people. As soon as they are refused an extension of stay they may be detained and removed. If they do not leave the UK, they are committing a criminal offence and may be arrested by a police officer or immigration officer and if convicted, may be imprisoned for up to six months. This is not 'streamlining' the appeal system as the government claims. It is subverting and stacking the appeal system. The changes will affect the families, livelihoods and careers of lawful immigrants and disrupt the workings of educational institutions and businesses by forced departures. ILPA encourages people to consider the effect of the Bill, to read our detailed written documentation to explain the changes and to PROTEST to defeat these changes. For further information, briefings and updates please contact: Alison Harvey Legal Officer 020 7251 8383 Immigration Law Practitioners' Association (ILPA) 40-42, Charterhouse St., London. EC1M 6JN. http://www.ilpa.org.uk/ ------------------------------------------------------------------------------------- National Coalition of Anti-Deportation Campaigns (NCADC) 1 Delaunays Road Manchester M8 4QS General enquiries 0121 554 6947 ncadc at ncadc.org.uk http://www.ncadc.org.uk/ ================================================ 10 FPÖ-Geschmacklosigkeit: Stattdessen bald eine Moschee? von "Initiative muslimischer ÖsterreicherInnen" ================================================ Wieder eine FPÖ-Geschmacklosigkeit. Jeder Kommentar erübrigt sich! Für die IMÖ ... Tarafa Baghajati ***************** Aus der FPÖ-Homepage: Kickl: Grüne wollen Stephansplatz ohne Stephansdom Stattdessen bald eine Moschee? "Den Wienerinnen und Wienern steht eine interessante Änderung des Stadtbilds bevor, wenn die Grünen in dieser Stadt an Einfluss gewinnen", warnt FPÖ-Generalsekretär Herbert Kickl. "Denn auf der Homepage der Wiener Grünen sieht man ein Bild des Stephansplatzes - den dazugehörigen Dom hat man allerdings wegretuschiert - was die Grünen wahrscheinlich wieder einmal mit ‚Akt künstlerischer Freiheit' argumentieren werden. In gewisser Weise muss man ja sogar noch froh sein, dass der Dom nur entfernt und nicht durch eine Moschee ersetzt worden ist. Aber das ist wahrscheinlich der nächste Schritt", vermutet Kickl, der gespannt auf weitere "Abrisspläne" der Grünen wartet. Allein anhand solcher Bilder kann man jedenfalls klar erkennen, wer für die echten Wienerinnen und Wiener steht und wem die Sorgen und Wünsche der Bevölkerung egal sind", betont Kickl. "Die FPÖ ist in dieser Stadt die einzige soziale Heimatpartei, während Parteien wie die Grünen nicht einmal vor dem Stephansdom haltmachen. Der Dom passt anscheinend nicht ins grüne Stadt- und Weltbild. Jedenfalls bleiben sie ihrer Linie treu, alles, was nur annähernd bürgerlich ist, zu vertreiben." ****** Die FPÖ-Geschmacklosigkeit hat kein Ende ************* -- Initiative muslimischer ÖsterreicherInnen e-mail:dieinitiative at gmx.at für Rückfragen und Korrespondenz kontaktieren sie bitte: Omar Al Rawi +43-664-3831942 al-rawi at gmx.at Amina & Tarafa Baghajati +43-1-2595449 baghajati at aon.at Mouddar Khouja +43-1-9685096 mouddar at gmx.net Andrea Saleh +43-1-7965652 salehand at gmx.at Liebe Brüder und Schwestern, liebe Interessierte! Wir hoffen, dass die so an Euch zugehenden Informationen auf Euer Interesse stoßen. Wir versenden über den Verteiler nicht nur Neuigkeiten, die die eigenen Aktivitäten betreffen, sondern auch Zeitungsartikel, die im weitesten Sinn mit dem Islam und Integration zu tun haben oder ähnliches. Diese spiegeln natürlich nicht unbedingt unsere eigene Meinung wieder, sind aber gut, um das Meinungsspektrum zu sichten. Wir freuen uns über jede Rückmeldung. Selbstverständlich kann auch alles an Freunde,Bekannte usw.weitergemailt werden. Für die Publikation in eigenen Homepages bitten wir jedoch um vorherige Rücksprache. Bitte achten Sie bei Zeitungsartikeln auf das Copyright. Alle Inhalte dienen der persoenlichen Information. Eine Weiterverwendung und Reproduktion ueber den persoenlichen Gebrauch hinaus ist nicht gestattet. ================================================ 11 Ottakringer Kommunisten: Steirisch wählen in Ottakring ! von "Helmuth Fellner" ================================================ Ottakringer Kommunisten – Kommunistische Initiative (OK-KI) Presseaussendung Gegen Armut und soziale Ausgrenzung ! [] []Was für die Steiermark gilt, hat auch in Ottakring Gültigkeit. Wer aufmerksam durch unseren Bezirk geht, erkennt auch bei uns Armut und soziale Not. Die Zahl der Obdachlosen und auch die Zahl der Arbeitslosen steigt, auch wenn sie ständig durch Manipulationen in den Medien verschleiert wird. Der Mangel an Ausbildungsplätzen und sozial ausgrenzende Bildungssysteme produzieren die Langzeitarbeitslosen von morgen. Arbeitslosengeld und Sozialhilfe werden ständig gekürzt und an Schikanen geknüpft. Die Kosten für Mieten, Strom und Heizung steigen, menschenwürdiges Wohnen wird allmählich Luxus. Die durchschnittliche österreichische Pension dient kaum mehr zur Absicherung im Alter, weitere Verschlechterung droht. Menschen, die ihr Leben lang für den Wohlstand anderer geschuftet haben, sind im Alter oft Sozialfälle. Die Reichen hingegen werden immer reicher, auch in unserer Nähe. * 1 Million Menschen leben in Armut, 63.000 sind Millionäre! Das schreit nach Umverteilung! * Für existenzsichernde Pensionen, Arbeitslosenunterstützung und Sozialhilfe! * Runter mit den Mieten, Strom- und Energietarifen! * Kostenfreie, sinnvolle Gesamtschulen für alle ! Bei den Wahlen zur Bezirksvertretung am 23. Oktober wählt OTTAKRINGER KOMMUNISTEN – LISTE 6 Kontakt: Telefon: Gerhard Dusek 0699/1924 65 21 e-mail: helmut.fellner at chello.at Homepages: www.kominform.at www.kommunisten.at ================================================ ================================================ C) TERMINE ================================================ ======================== Donnerstag http://www.mund.at/butt/Termine/Oktober/1310.htm Freitag http://www.mund.at/butt/Termine/Oktober/1410.htm Samstag http://www.mund.at/butt/Termine/Oktober/1510.htm ======================== ================================================ D) EDITORIAL ================================================ Für den Inhalt verantwortlich: Ihr. Medieninhaberinnen & Medieninhaber seid Ihr E-Mail-Adresse für Beiträge: widerstand at no-racism.net geschickt. widerst at nd MUND und alle Termine täglich aktualisiert im Web: http://www.no-racism.net/MUND Ziel von MUND (medienunabhängiger Nachrichtendienst) ist die unzensurierte und möglichst rasche Information über gesellschafts- politisch relevante Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu Widerstand und Antirassismus sowie verwandte Themen. sollen einen Titel, Namen und Emailadresse der/des AutorIn enthalten und möglichst kurz und prägnant gehalten sein, ev. mit Hinweis, wo weitere Informationen eingeholt werden können. Bitte keine Attachments! Die inhaltliche und sachliche Verantwortung liegt bei der/dem jeweiligen AutorIn bzw. jenen, die uns die Beiträge schicken. Der MUND wird von einzelnen TagesredakteurInnen zusammengestellt. Da Fehler nicht ausgeschlossen sind, bitten wir, nicht veröffentlichte Beiträge nochmals an widerstand at no-racism.net zu senden. Die Weiterleitung (auch auszugsweise) ist erwünscht. Beiträge mit rassistischen oder sexistischen Inhalten werden nicht veröffentlicht. Sehr persönliche Meldungen werden wir an den betreffenden Adressaten weiterleiten, aber nicht im MUND veröffentlichen. Die bisherigen Ausgaben sind unter http://www.no-racism.net/MUND archiviert. Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage: * Wann: Sonntag, 11.11.2001, 11:11 Uhr * * Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" * * Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf * * Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie. Aber kurz und prägnant.* Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch stillschweigend Zensur zu üben. Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die Nichtaufnahme geliefert. (Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.) Die AbsenderInnen der betroffenen Beiträge werden hiervon informiert. Im Sinne einer "gläsernen Zensur" könnt ihr Euch die Beiträge gerne extra schicken lassen: Ein kurzes Mail an widerstand at no-racism.net genügt. ================================================ E) VERTEILERLISTE ================================================ Zur Eintragung in diesen Verteiler bitte direkt subskribieren unter http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/analle oder von der einzutragenden Adresse aus ein mail schicken an: admin at no-racism.net mit folgendem Text: subscribe no-racism Bitte wegen Automatisierung diesen Wortlaut verwenden! Zur Austragung aus dieser Liste bitte an zusammengestellt. Bitte keine Attachments! (werden nicht angenommen) 1 beitrag nicht veröffentlicht mangels WR Redaktionsschluss für diese Ausgabe: Mi 21.45 Uhr III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III ü, ö, ä, ß, Ü, Ö, Ä III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III widerst at nd-MUND is powered by http://alt.strg.at/ ================================================ From analle at no-racism.net Fri Oct 14 08:27:06 2005 From: analle at no-racism.net (=?iso-8859-1?q?MUND=3A_medienunabh=E4ngiger_Nachrichtendienst?=) Date: Fri, 14 Oct 2005 08:27:06 +0200 Subject: MUND: Freitag, 14. Oktober 2005 Message-ID: <011801c5d088$4cb9c5a0$4e046d50@chello.at> MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst www.no-racism.net/mund Freitag, 14. Oktober 2005 ================================================ A) INHALT ================================================ ============================================== 01 Demo gegen europäische Abschottungspolitik From: aon.912510997 at aon.at ============================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ============================================== 02 Linz Demo From: thomas.martelschlaeger at volkshilfe-ooe.at ============================================== 03 Kraftwerksprojekte From: hx65 at dial.pipex.com ============================================== 04 Depot-Programm From: depot-news at mailman.sil.at ============================================== 05 pooool From: info at pooool.net ============================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND KOMMENTARE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ============================================== 06 Fortlaufende Gesundheitsprobleme durch Isolationshaft From: internationalplatform at gmail.com ============================================== 07 Darfur From: gfbv.austria at chello.at ============================================== 08 EU/Soziales Europa From: glb at aon.at ============================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< SERVICE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ============================================== 09 Newsletter From: andersrum.gruene.at ============================================== ================================================ B) TEXTE ================================================ ============================================== 01 Demo gegen europäische Abschottungspolitik From: aon.912510997 at aon.at ============================================== Demonstration in Wien gegen die europäische Abschottungspolitik Am Donnerstag, 20. Oktober 2005, wird in Wien eine Demonstration stattfinden, um gegen Abschiebungen, gegen die europäische Abschottungspolitik und die Morde an der Grenze zu protestieren. Donnerstag, 20. Oktober 2005; Treffpunkt 15 Uhr, Spanische Botschaft, Theresianumgasse 21, 1040 NO BORDER NO NATION STOP DEPORTATION ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ============================================== 02 Linz Demo From: thomas.martelschlaeger at volkshilfe-ooe.at ============================================== Die Plattform Zivilcourage und Black Community bittet um Veröffentlichung ihres Aufrufes zur Demanstration am 15. Oktober 2005 in Linz gegen menschenverachtende Fremden- und Asylpolitik: Wir trauern um den in Schubhaft verstorbenen 18-jährigen Ceesay Yankuba! Er ist im Gefängnis gestorben, weil er in Freiheit leben wollte! Demonstration Samstag, 15. Oktober 2005, 13.00 Uhr Treffpunkt: Schillerpark, Linz Wir rufen auf zum Widerstand gegen diese menschenverachtende Fremden- und Asylpolitik! Impressum:Plattform Zivilcourage und Black Community, 4020 Linz, Hessenplatz 11 Mit freundlichen Grüßen Thomas Martetschläger ------------------------------------------------------------------------- Öffentlichkeitsarbeit Volkshilfe Oberösterreich Glimpfingerstr. 48 A-4020 Linz Tel. +43.732.3405.150 Fax +43.732.3405.199 mob.+43.676.87341151 thomas.martetschlaeger at volkshilfe-ooe.at http://www.volkshilfe-ooe.at ============================================== 03 Kraftwerksprojekte From: hx65 at dial.pipex.com ============================================== ggae-info Anbei ein kleiner Hinweis auf das Wirken des Tiroler LH in der Ferne. Montag, 17. Oktober 1005, 19:30: Landeshauptmann DDr. hHerwig van Staa möchte Tiroler Mitbürger in Wien zu einem gemütlichen Beisammensein im Gasthof Tiroler Garten in Schönbrunn (Zufahrt über Elisabethallee/Seckendorff-Gudent-Weg) herzlich einladen. Um Antwort wird gebeten bis 15.10.2005. Tel. 0512-508-2232, Fax 0512-508-2235 oder email: repraesentation at tirol.gv.at Schönbrunn ist schön, voller SpaziergängerInnen, Kameras, ... kurz: eine herrliche Kulisse. Es geht am Montag abend um eine Veranstaltung gegen die TIWAG-Kraftwerkspläne, gegen das Kraftwerk Raneburg/Dorfertal. Infos unter http://www.wasser-osttirol.at/ Deine Unterstützung und Mithilfe ist gefragt. Vielleicht kennst Du jemanden, der/die sich die Fragen stellt: Was machen wir? Fällt jemandem etwas ein? Sollten wir nicht mitfeiern? Es wird sicher eine Informationsveranstaltung vor dem Gasthaus angemeldet werden. Das sollte nicht zu traurig oder ernst ablaufen. Kennst Du jemanden, der für unplugged music sorgen könnte? :-) Kennst Du Leute, die mitkommen (Musikinstrument , etwa Trillerpeife mitbringen)? Kennst Du Leute, die Transparente und Infomaterial mitbringen könnten? Jede Person, die sich anmeldet, kann Gast im Gasthaus sein. Mitzubringen ist eine Trillerpfeife ( falls die Bedienung unaufmerksam ist) und handliche Papiere, die in Handtaschen oder Sakkos passen und gegebenfalls entfaltet werden können. Buttons und Sticker können mitgebracht werden. Aufkleber "Hände weg vom Wasser" sind vorhanden. mit freundlichen Grüßen Dr. Josef Unterweger Mag. Robert Bitsche Mag.a Doris Einwallner Rechtsanwälte und Rechtsanwältin 1080 Wien, Buchfeldgasse 19a Tel.:++43 1 405 42 67, Fax.:++43 1 405 04 62 Email: office at unterweger.co.at Internet: www.unterweger-bitsche.at ============================================== 04 Depot-Programm From: depot-news at mailman.sil.at ============================================== Montag, 17. Oktober, 19.00 Wer macht die Kunst? Podium Welcher Kunst Relevanz zugeschrieben wird, hängt von vielen Faktoren ab und innerhalb des Kunstsystems sind verschiedene Player am Werk: KünstlerInnen, KuratorInnen, TheoretikerInnen, SammlerInnen, KritikerInnen und KunstvermittlerInnen beeinflussen auf jeweils spezifische Weise die Richtung, in die sich die Kunst entwickelt. In einer neuen Reihe soll der Frage nach Selbstverständnis und Selbstverortung der beteiligten Berufsgruppen in diesem Prozess nachgegangen werden. Wie sehen sie ihre jeweilige Funktion und ihren Einflussbereich? Flora Neuwirth, Künstlerin Sabine B. Vogel, Kunstkritikerin Daniela Zyman, Kuratorin Moderation: Andrea Hubin, basis wien Dienstag, 18. Oktober, 19.00 Community TV Programmpräsentation Wenige Wochen vor Sendestart stellen die OrganisatorInnen von Community TV, quasi ein offener Fernsehkanal für Wien, das Programm der ersten Monate vor. Das Projekt wendet sich an Menschen, die in den Medien des ersten und zweiten Sektors marginalisiert sind. Es ermöglicht ihnen durch Schulungen und die Bereitstellung von Infrastruktur die Produktion eigener, selbstgewählter Programme und damit sowohl öffentliche Präsenz als auch Erfahrungen im Umgang mit der Publikation ihrer jeweiligen Anliegen. Das Programm soll als vielfältige Plattform für Information und Diskussion wahrgenommen werden. Christian Jungwirth, Community TV Geschäftsführung Barbara Eppensteiner, Community TV Programmintendanz Robert Stachel, Community TV Programmplanung Moderation: Eva Brunner-Szabo, Medienwerkstatt Wien Donnerstag, 20. Oktober, 19.00 Die Kommission Reihe Bioethik Die Bioethik als eine der tiefgreifendsten Herausforderungen der Gegenwart wird in Österreich bisher leider nur punktuell diskutiert. Daher werden im Rahmen einer neuen Veranstaltungsreihe sowohl grundlegende Fragen behandelt, als auch konkrete bioethische Probleme diskutiert. Im ersten Podiumsgespräch sollen die grundsätzlichen Aufgaben, die rechtlichen Bedingungen und die bisherige Arbeit der österreichischen Bioethikkommission beim Bundeskanzleramt sowie die rechtsphilosophische und politische Dimension der Bioethikdebatte skizziert werden Robert Gmeiner, Jurist, Bioethikkommission Gerhard Luf, Rechtsphilosoph, Bioethikkommission Moderation: Birgit Dalheimer, Wissenschaftsjournalistin -------------------- Depot Breitegasse 3 A-1070 Wien Tel: +43 1 522 76 13 www.depot.or.at ============================================== 05 pooool From: info at pooool.net ============================================== Einladung zu einer etwas ungewöhnlichen, pooool Presseevent Termin :: 20.10.2005/18h Location :: Freiraum/MQ Wien Thema: Einsatz von Visuals mit politischen Inhalt, zur aktuellen Wien Wahl. Zum Anlass der weltweit ersten Expo "pooool-plays" zum Thema: Visual Arts, sowie der Präsentation des staatlich geförderten Projektes "pooool" erlauben wir uns Sie als Medienvertreter zu einer eigens zusammengestellten Event zu laden. Die Nutzung der Visual Arts wird weltweit intensiv vorangetrieben. Neben Infoscreens, Handys, Videowalls bei Konferenzen, Einkaufszentren oder Flughäfen... kommen Visual Arts auch bei architektonischen Bespielungen, Kunstuniversitäten, Schulen und vielfältigen Events zum Einsatz. Das Betätigungsfeld der Visual Arts ist unendlich, die Welt der visuellen Medien hat gerade erst begonnen.... es ist spannend!! Eine bewusste Wahrnehmung und die kommerzielle Vermarktung hinkt dieser Entwicklung eindeutig nach. Wo liegt das kreative Potential? Wo steuern wir hin? Welche Möglichkeiten gibt es? Wie kann dieser Kunstzweig gesellschaftsrelevant eingesetzt werden? Wo liegt die langzeitliche Effizienz? Zusätzlich erleichtert die assoziative Struktur dieses Mediums Manipulation. Kritisches Bewusstsein wird im assoziativen Bild weniger angesprochen als beim Wort. Hier ist Meinungsbildung gefragt. Schließlich muss auch der Mensch Modelle entwickeln, das bewegte Bild soll für - und nicht mit dem Menschen spielen. Printmedien werden neben der überaus wichtigen meinungsbildenden Tätigkeit die Visual Arts als neuen Medienpartner verstehen, diese bewusst einsetzen helfen und auch selbst nutzen. In vielen Installationen konnte schon Eindrucksvoll das perfekt ergänzende Moment des statischen Textes mit dem bewegten Bild hergestellt werden. Schließlich wirft auch das geschriebene Wort "Bilder" in unseren Köpfen. Wir möchten Sie... mit ihrem zukünftigen Partner :"pooool - label" bekannt machen. sie über die Funktionen von pooool - plattform und der laufenden expo: "pooool - plays" informieren. Modelle zu einer Kooperation mit Printmedien andenken. Gedanken über den Einfluss des neuen Mediums auf die sozialen und ökonomischen Strukturen machen. Aber auch ein wenig unterhalten mit: Präsentation einer Installation im öffentlichen Raum mit dem nahezu unbegrenzten Einsatzmöglichkeiten der Visual Arts einführen. Gespräch mit führenden Visual Artists. Direkte Installationen an Hand dieser Pressekonferenz. Spielerischem Erfahren der technischen Möglichkeiten - versuchen Sie sich als Visual Artist Nutzung der arterhaltenden Ressourcen an Hand eines Buffets... ooool plays Optical Machines for the New Collecting Society - Expo in die Zukunft 8. bis 23. Oktober 2005, 10-22 Uhr, Museumsquartier/Freiraum täglich geöffnet, Eintritt frei kommunikation ::: melissa saavedra mailto ::::: info at pooool.net mehr ::::::: http://www.pooool.net FOX medialab & design Halbgasse 7 A-1070 Vienna/Austria tel: ++43-1-522 40 28 mobile: ++43-699/10752218 fax: ++43-1-522 40 28-11 isdn: ++43-1-522 62 26 http://www.fox.co.at ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND KOMMENTARE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ============================================== 06 Fortlaufende Gesundheitsprobleme durch Isolationshaft From: internationalplatform at gmail.com ============================================== Betreff: Fortlaufende Gesundheitsprobleme aufgrund der Isolationshaft in der Türkei. Ein aktuelles Beispiel: Ercan Karal. Wir bitten um Unterstützung Seit dem 19. Dezember 2000 befindet sich Ercan Kartal in Totalisolation. Seit 5 Jahren hört er nichts ausser der Stille seiner Zelle. Weder das Zwitschern der Vögel, noch die Hupen der Autos oder lärmende Kinder. In den 5 Jahren abgeschnitten vom Leben hörte er nur die Stille der Einsamkeit. Die F Typ Gefägnisse, so werden die Hochsicherheitsgefängnisse in der Türkei bezeichnet, bedeuten nicht nur Isolation und Abschottung sämtlicher Geräusche. Auch die medizinische Behandlung der Gefangenen werden vereitelt. Extreme Bürokratiemechanismen führen ohnehin dazu, dass selbst bei aktuen Erkrankungen die Behandlung verzögert wird. Um sich auf der Krankenstation untersuchen zu lassen, muss ein Antrag gestellt werden. Ob diese Anträge je ankommen, darauf je geantwortet wird und wann endlich eine Arztbehandlung genehmigt wird, ist der Gefägnisleitung überlassen. Es herrschen keine Kontrollmechanismen und die Beschwerden dagegen sind nichts weiter als reine Formalität. Die Genehmigung des Antrages bedeutet noch lange nicht, dass eine Behandlung auch faktisch durchgeführt wird. Denn dann kommen andere Schikanen zum Zug. Der Weg ins Krankenhaus oder Gerichtssaal ist eine einzige Qual, die Gefangenen werden gefoltert. Zuvor muss man sich auf entwürdigende Weise durchsuchen lassen, die Handschellen werden während der Untersuchung nicht abgenommen, Soldaten lassen Arzt und Patient nicht alleine. Diese körperlichen und psychologischen Torturen sind dermaßen unerträglich, dass viele Gefangene gleich auf eine Behandlung verzichten. Somit werden die Gefangenen gezwungen, ihr Leben in den ohnehin gesundheitsschädlichen Gefängnisumfelden ohne eine medizinische Behandlung zu führen. Isolation führt zu Tinnitus, (Tinnitus bedeutet im Allgemeinen dass im Ohr ein Pfeiffen und Rauschen wahrgenommen wird. Dabei werde diese Geräusche nicht von Ausseneinflüßen ausgelöst. Nur die betroffene Person nimmt dieses Geräusch wahr), genau wie bei Ercan Kartal. Ercan Kartal befindet sich seit vielen Jahren, obwohl keine Belege und Beweise vorliegen im Gefängnis. Es finden immer noch Gerichtsverhandlungen gegen ihn statt. Einzig die Aussage einer Person, die dann unter seltsamen Umständen in einem anderen Gefängnis starb, belastet ihn. Ercan Kartal muss wahrscheinlich aufgrund nicht nachgewiesener und auch nicht mehr revierdierbaren Aussagen bis ans Ende seines Lebens im Gefängnis verbringen. Seine Tinnitus-Erkrankung wird immer schlimmer. Vor kurzem hat er im Gerichtssaal gar nichts mehr gehört. In einem Brief stellt er sein gesundheitliches Problem dar. Die F Typ Gefängnisse in der Türkei bedeuten nicht nur Deprivation, sondern auch die Verhinderung der medizischen Versorgung. Damit Ercan Kartal so schnell wie möglich eine medizinische Behandlung bekommt, bedürfen wir ihrer Hilfe. Der stille der Tod von Menschen sollte nicht zugelassen werden Um die Ernsthaftigkeit seines gesundheitlichen Zustandes Ausdruck zu verleihen, schicken wir eine Passage seines Briefes zu. Mit freundlichen Grüssen Internationale Plattform gegen die Isolation Kontaktdaten: Rue Stevin 190 1000 Bruxelles Belgique Tel: 0032-496-660484 Fax: 0032-2-2802229 Mail: isolation at post.com 26. September 2005 Hallo, Hier ist es wahrlich kühl geworden. Am 14. September wurde ich zum ACM (Schweres Strafgericht) mit dem Gefangenentransporter gebracht. An dem Tag war es furchtbar heiß. Auf dem Hin- und Rückweg hat mir die Hitze zu schaffen gemacht. Alles war durchnässt durch Schweiß. Wie die Hitze in Kerbela. Vor dem ACM hat die Gendarmie die Türe des Transporters offen gelassen, so dass ich etwas durchatmen konnte. Doch wie es scheint, war das der letzte heiße Tag des Jahres. Ab dem 15. September wurde es kühler .Während der Gerichtsverhandlung war es mir nicht möglich meine Verteidigung vollständig durchzulesen. Ich hatte gerade mal die Hälfte durchgelesen, da verstopften sich meine Ohren. Ich habe den Bezug zu meiner Stimme verloren, hatte keine Kontrolle mehr über sie. Es brachte auch nichts, meine Ohren zu reiben. Aus diesem Grund konnte ich nur noch die Überschriften vom Rest meines Gesuches durchlesen. Wahrscheinlich wegen dem Ortswechsel. Das muss eine Reaktion meiner Ohren auf den Wechsel von der Zelle in ein lebendiges Umfeld sein. Dieses Problem hatte ich auch auf meiner anderen Gerichtsverhandlung. Es ist natürlich ärgerlich, nicht in der Lage zu sein, den gesamten Text durchzulesen. ============================================== 07 Darfur From: gfbv.austria at chello.at ============================================== GESELLSCHAFT FÜR BEDROHTE VÖLKER PRESSEMITTEILUNG Göttingen, den 13.10.2005 West-Sudan: 650.000 Menschen von Hungerhilfe abgeschnitten Darfur droht neue humanitäre Katastrophe Vor einer neuen humanitären Katastrophe im Westen des Sudan hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) am Donnerstag gewarnt, nachdem die Sicherheit der 11.000 internationalen Helfer nach Angaben der Vereinten Nationen (UN) in weiten Teilen Darfurs nicht mehr garantiert werden kann. "Rund 650.000 Notleidende in Flüchtlingslagern im Westen und Süden Darfurs werden von der Außenwelt abgeschnitten und allein gelassen", warnte der GfbV- Sudanexperte Ulrich Delius. Wegen zunehmender Übergriffe mussten am Mittwoch zwei Drittel Darfurs für humanitäre Helfer gesperrt werden. "Die Europäische Union unternimmt zu wenig, um die Gewalt in Darfur einzudämmen", kritisierte Delius, "außer vielen Worten und Betroffenheitserklärungen kommt keine konkrete Initiative, um diesen Völkermord zu stoppen." Vergeblich hätte man auch beim jüngsten Sudan- Besuch des EU-Außen- und Sicherheitsbeauftragten Javier Solana vergangene Woche auf neue europäische Initiativen gewartet, um die von der sudanesischen Regierung geförderte Aufsplitterung der Rebellenbewegungen in Darfur zu stoppen. Es reiche nicht aus, wenn Solana immer wieder die Bedeutung von Friedensgesprächen betone. Die EU müsse die Rebellen in Darfur an einen Tisch bringen, um dafür zu sorgen, dass sie mit einer Stimme sprechen. Nur dann hätten Friedensgespräche Aussicht auf Erfolg. Geschickt nutze Khartum Rivalitäten unter den Ethnien in Darfur, um verschiedene Widerstandsbewegungen gegeneinander aufzuhetzen. So werde nicht nur die Gewalt im Westen des Sudan angeheizt. Auch die Friedensgespräche in der nigerianischen Hauptstadt Abuja könnten deshalb scheitern. Diese Politik habe Tradition im Sudan. Gezielt habe eine kleine Machtelite in Khartum in den vergangenen 50 Jahren Konflikte zwischen den Ethnien in dem Vielvölkerstaat geschürt, um ihre eigene Herrschaft zu sichern. Mehr als drei Millionen Südsudanesen und Nuba hätten diese Menschen verachtende Politik mit dem Leben bezahlen müssen. "Die EU muss mehr tun, um diesen Kreislauf der Gewalt zu durchbrechen und den Tod weiterer Zehntausender Menschen in Darfur zu verhindern", erklärte Delius. Für Nachfragen ist der GfbV-Sudanexperte UIrich Delius auch erreichbar unter Tel. 0160 95 67 14 03. ====================================================== Gesellschaft fuer bedrohte Voelker e.V. (GfbV) Inse Geismar, Pressereferentin Postfach 2024, D-37010 Goettingen Tel.+49/551/49906-25, Fax:++49/551/58028 E-Mail: presse at gfbv.de, Homepage:http://www.gfbv.de ====================================================== ============================================== 08 EU/Soziales Europa From: glb at aon.at ============================================== Pressedienst des Gewerkschaftlichen Linksblocks (GLB), Apostelgasse 36/12, A-1030 Wien - Telefon +43 1 718 26 23-0 - Fax +43 1 718 26 23-30 - Mail glb at aon.at - Web www.glb.at - Ausgabe vom 13. Oktober 2005 GLB kritisiert Behübschungsstrategie der ÖGB-Führung Ein "soziales Europa" ist mit dieser EU nicht zu machen Unter dem Motto "Für ein soziales Europa!" versuchen SPÖ, ÖGB und AK offensichtlich nach dem Desaster der EU-Verfassung durch das kräftige Nein in Frankreich und den Niederlanden von ihrer jahrelangen Einpeitscherrolle für die EU als "Europa der Konzerne" abzulenken um das neoliberale Projekt EU doch noch zu retten. SPÖ-Klubobmann Josef Cap bezeichnete sogar einen Kurswechsel in der EU als "notwendiger denn je", führte den EU-Frust aber nur auf die "verfehlte Politik in vielen Mitgliedsländern" zurück um damit nicht am Fundament der Union anzustreifen. "Schon in der Auseinandersetzung um die EU-Dienstleistungsrichtlinie war auffallend, dass die Spitzen von ÖGB und AK peinlichst bemüht waren, jeden Zusammenhang der Bolkestein-Direktive mit der gleichzeitig debattierten EU-Verfassung zu verleugnen", stellt dazu Karin Antlanger, Bundesvorsitzende der Fraktion Gewerkschaftlicher Linksblock im ÖGB (GLB) fest . Dabei ist für jeden politischen Laien offensichtlich, dass die Dienstleistungsrichtlinie als vorläufiger Höhepunkt der Liberalisierung auf EU-Ebene auf den im Maastricht-Vertrag und ebenso in der Verfassung verankerten Grundlagen der EU wie etwa den vier Grundfreiheiten, dem Binnenmarkt-Konzept, einer von der Politik unabhängigen Europäischen Zentralbank und dem Dogma des "freien Wettbewerbs" aufbaut. Bezeichnend ist in diesem Zusammenhang auch, dass sich ÖGB-Chef Fritz Verzetnitsch Ende Oktober 2004 anscheinend zu weit aus dem Fenster gelehnt und verbunden mit massiver Kritik an der EU-Verfassung - Stichwort fehlende Sozialunion und Gefährdung der österreichischen Neutralität - eine Volksabstimmung darüber auch in Österreich verlangt hatte. Er wurde aber umgehend von der SPÖ zur Parteiräson gerufen, schwieg forthin eisern zu diesem Thema und stimmte im Nationalrat brav der EU-Verfassung zu. Seit dem faktischen Scheitern der EU-Verfassung üben die sozialdemokratischen und gewerkschaftlichen Spitzen lautstarke verbale Kritik an der EU und versuchen den EU-Frust offenbar jetzt unter dem Stichwort "soziales Europa" zu kanalisieren. Dabei ist aber klar, dass ein soziales Europa mit den Grundlagen der jetzigen EU nicht machbar ist, die Strategie daher auf eine Behübschung hinausläuft um die notwendige tiefergehende Kritik zu verhindern. Auch nur ein elementarer sozialer Anspruch kann auf der Grundlage einer an rein monetären Kriterien Budgetpolitik - die auf die Zerstörung des Sozialstaates und des öffentlichen Eigentums hinausläuft - nicht realisiert werden. Die Entwicklung der letzten Jahre am Arbeitsmarkt, bei sozialen Einrichtungen und Daseinsvorsorge, der Verteilung des Reichtums usw. macht dies hinreichend deutlich: "Wer also von einem sozialen Europa spricht ohne am Fundament der EU zu rütteln, betreibt eine Vernebelungstaktik und leistet somit einem an sich höchst notwendigen Anliegen und damit vor allem den Interessen der Lohnabhängigen einen Bärendienst", so Antlanger abschließend. ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< SERVICE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ============================================== 09 Newsletter From: andersrum.gruene.at ============================================== ******************************************** Newsletter andersrum.gruene.at mit den neuen Headlines seit 6. 10. 2005 09:01 ********************************************* ******* INHALT ******* - Green Night @ Why Not - Kino um 6 am 16.10.: "Sommersturm" - Barbara Hammer Film Night - Wien-Wahl: Homosexuellen-Rechte als kontroverses Thema - California dreaming... - Die Grünen Andersrum on Tour - Die Grünen Andersrum gehen auf die Straße ***************************************** *** Green Night @ Why Not *** 13. Oktober 2005 Am Samstag, den 15. Oktober, feiern die Grünen Andersrum ihre Wahllparty im Why Not. Freier Eintritt, ein Welcome-Drink, Grüne KandidatInnen, Miss Candy und eine grünheiße Partynacht erwarten Euch! http://www.gruene-andersrum.at/queer_life/artikel/lesen/2882/1396/ ***************************************** *** Kino um 6 am 16.10.: "Sommersturm" *** 13. Oktober 2005 Die Grünen Andersrum laden wieder zu einem Kinabend andersrum. http://www.gruene-andersrum.at/andersrumgrueneat/kultur_medien/artikel/lesen /2881/1396/ ***************************************** *** Barbara Hammer Film Night *** 12. Oktober 2005 Das Top Kino zeigt mit der Barbara Hammer-Nacht die Filme einer Pionierin des lesbischen Kinos. Die Filmemacherin ist anwesend. http://www.gruene-andersrum.at/queer_life/artikel/lesen/2955/1396/ ***************************************** *** Wien-Wahl: Homosexuellen-Rechte als kontroverses Thema *** 10. Oktober 2005 Auch die APA stellt fest, dass lediglich die Grünen homosexuelle Kandidaten auf wählbaren Plätzen haben. http://www.gruene-andersrum.at/wien/artikel/lesen/2931/1396/ ***************************************** *** California dreaming... *** 10. Oktober 2005 Gerade brütete ich über meinen nächsten PRIDE-Kolumne, als in der APA zu lesen war, dass "Arnie" - mittlerweile besser bekannt als kalifornischer Gouverneur - ein Veto gegen die Entscheidung des... http://www.gruene-andersrum.at/international/artikel/lesen/2922/1396/ ***************************************** *** Die Grünen Andersrum on Tour *** 09. Oktober 2005 Die Grünen Andersrum gehen wieder auf Tour. http://www.gruene-andersrum.at/wien/artikel/lesen/2852/1396/ ***************************************** *** Die Grünen Andersrum gehen auf die Straße *** 09. Oktober 2005 Gleichstellung von Lesben, Schwulen und TransGender interessiert die betroffene Zielgruppe naturgemäß am meisten. Trotzdem haben sich die Grünen Wien dazu entschlossen, die Gleichstellung zu einem... http://www.gruene-andersrum.at/wien/artikel/lesen/2851/1396/ ============================ http://andersrum.gruene.at/ ============================ ================================================ C) TERMINE ================================================ ======================== Freitag http://www.mund.at/butt/Termine/Oktober/1410.htm Samstag http://www.mund.at/butt/Termine/Oktober/1510.htm Sonntag http://www.mund.at/butt/Termine/Oktober/1610.htm ======================== ================================================ D) EDITORIAL ================================================ Für den Inhalt verantwortlich: Ihr. E-Mail-Adresse für Beiträge: widerstand at no-racism.net geschickt. widerst at nd MUND und alle Termine täglich aktualisiert im Web: http://www.no-racism.net/MUND Ziel von MUND (medienunabhängiger Nachrichtendienst) ist die unzensurierte und möglichst rasche Information über gesellschafts- politisch relevante Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu Widerstand und Antirassismus sowie verwandte Themen. sollen einen Titel, Namen und Emailadresse der/des AutorIn enthalten und möglichst kurz und prägnant gehalten sein, ev. mit Hinweis, wo weitere Informationen eingeholt werden können. Bitte keine Attachments! Die inhaltliche und sachliche Verantwortung liegt bei der/dem jeweiligen AutorIn bzw. jenen, die uns die Beiträge schicken. Der MUND wird von einzelnen TagesredakteurInnen zusammengestellt. Da Fehler nicht ausgeschlossen sind, bitten wir, nicht veröffentlichte Beiträge nochmals an widerstand at no-racism.net zu senden. Die Weiterleitung (auch auszugsweise) ist erwünscht. Beiträge mit rassistischen oder sexistischen Inhalten werden nicht veröffentlicht. Sehr persönliche Meldungen werden wir an den betreffenden Adressaten weiterleiten, aber nicht im MUND veröffentlichen. Die bisherigen Ausgaben sind unter http://www.no-racism.net/MUND archiviert. Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage: * Wann: Sonntag, 11.11.2001, 11:11 Uhr * * Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" * * Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf * * Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie. Aber kurz und prägnant.* Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch stillschweigend Zensur zu üben. Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die Nichtaufnahme geliefert. (Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.) Die AbsenderInnen der betroffenen Beiträge werden hiervon informiert. Im Sinne einer "gläsernen Zensur" könnt ihr Euch die Beiträge gerne extra schicken lassen: Ein kurzes Mail an widerstand at no-racism.net genügt. ================================================ E) VERTEILERLISTE ================================================ Zur Eintragung in diesen Verteiler bitte direkt subskribieren unter http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/analle oder von der einzutragenden Adresse aus ein mail schicken an: admin at no-racism.net mit folgendem Text: subscribe no-racism Bitte wegen Automatisierung diesen Wortlaut verwenden! Zur Austragung aus dieser Liste bitte an zusammengestellt. Bitte keine Attachments! (werden nicht angenommen) nicht drin: 1 standard-artikel, 2 nwr-terminankündigungen, 1 sammlung von verschwörungstheorien - nwr Redaktionsschluss für diese Ausgabe: Do 2:00 III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III ü, ö, ä, ß, Ü, Ö, Ä III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III widerst at nd-MUND is powered by http://alt.strg.at/ ================================================ From analle at no-racism.net Mon Oct 17 16:11:52 2005 From: analle at no-racism.net (=?iso-8859-1?q?MUND=3A_medienunabh=E4ngiger_Nachrichtendienst?=) Date: Mon, 17 Oct 2005 16:11:52 +0200 Subject: Mund_171005 Message-ID: widerst at nd MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst Montag, 17. Oktober 2005 www.no-racism.net/mund MedieninhaberInnen seid Ihr! ================================================ A) INHALT ================================================ <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN/ANKÜNDIGUNGEN <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 01 plakate / space invaders against racism! von: raw at raw.at ================================================ 02 Einladung Vortrag und Gramsci Seminar 21./22.10.05 von: auf at AUF-EINEFRAUENZEITSCHRIFT.AT ================================================ 03 18.10.2005(!) "Wie anders ist Wien?" - Diskussion zur Wahl von: transdanubien at gegenschwarzblau.net ================================================ 04 1. Lesung - Grüne bringen Initiativantrag auf Öffnung der Ehe ein von: norbert.fischer at gruene.at ================================================ 05 Anne Lorenz - PATTERNS AIGEN 2005 von: kunstraum at servus.at ================================================ 06 Veranstaltungen im RC von: repiklub at surfeu.at ================================================ 07 ASt 1 - mit der Bitte um Veröffentlichung von: ast-lfi at utanet.at ================================================ <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN/MEINUNGEN/KOMMENTARE <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 08 OPERATION SPRING - Medienberichte - Nachlese zur Diskussion - Parlamentarische Anfrage -politische Reaktionen - Kinopremiere in Linz von: tristan.sindelgruber at chello.at ================================================ 09 Islamfeindlicher Wahlkampf der FPÖ/Stellungnahme der Isl. Glaubensgemeinschaft von: dieinitiative at gmx.at ================================================ 10 Wiener Türken klagen Strache von: mario at augustin.or.at ================================================ 11 Die katholisch verbrämten Faschisten lassen gerade wieder einen Anti-Abtreibungs-Furz von: selbstbestimmungsrechtderfrau at gmx.net ================================================ 12 Arbeit & Los: Nichts fuer die Betroffenen ohne die Betroffenen! Bericht PK 13.10.2005 von: buero at mediaaustria.at ================================================ 13 Emmerich Talos im Kurier-Artikel: "Grundeinkommen ist nicht gleich Grundeinkommen" von: angela.mores at chello.at ================================================ 14 Ottakringer Kommunisten: Für das Selbstbestimmungsrecht der Frau! von: helmut.fellner at chello.at ================================================ 15 REVOLUTION - mit der Bitte um Veröffentlichung von: REVOLUTION at utanet.at ================================================ 16 ASt 2 - mit der Bitte um Veröffentlichung von: ast-lfi at utanet.at ================================================ 17 Stmk/Kaltenegger/KPÖ-Landesvorstand/Bericht von: kpoe_stmk at hotmail.com ================================================ 18 KPÖ/Links/SPÖ/Grüne/EU-Verfassung von: kpoe at aon.at ================================================ <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< WELTWEIT <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 19 Robert Fisk's »The great war of civilisation« von: newswire at lists.fifthinternational.org ================================================ 20 Iraqi Kurds mobilise for constitution 'Yes' von: wadi.wien at gmx.at ================================================ 21 Darfur: GfbV fordert Mandatserweiterung für AU-Friedenstruppe von: gfbv.austria at chello.at ================================================ <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< LINKS/HINWEISE <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 22 [kanalb.at] kanalB videoclip - topfgang von: webmaster at kanalB.org ================================================ 23 Presseausgabe Glocalist Nr.87 von: office at glocalist-review.com ================================================ 24 NYTimes.com: G.I.'s and Syrians in Tense Clashes on Iraqi Border von: hx65 at dial.pipex.com ================================================ ================================================ B) TEXTE ================================================ <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN/ANKÜNDIGUNGEN <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 01 plakate / space invaders against racism! von: raw at raw.at ================================================ Beinahe jedes zweite Gebaeude in Wien ist mit "Neger raus" Parolen beschmiert. Im Wahlkampf plakatiert die Wiener FPOe in bekannter Manier rassistische Plakate. Die oesterreichische Regierung ist stets darum bemüht unmenschlichere Gesetze gegen MigrantInnen zu erlassen, wobei die SPOe noch von der Opposition aus freudig mitstimmt. Die Polizei kann in Oesterreich, selbst wenn sie einen Menschen bei ihren rassistischen Praktiken umbringt, noch mit milden Urteilen rechnen. Schließlich ist die Justiz darum bemueht bei dem rassistischen Konsens nicht hinten an zustehen und verurteilt lieber unschuldige Menschen - wie im Zuge der "Operation Spring" - zu mehrjaehrigen Haftstrafen. Die oesterreichische Bevoelkerung, so das Kalkuel aller Institutionen, wird es ihnen schon danken. Da kann nur noch eine fremde Macht helfen! Alsdann: Oesterreich abschalten! Space Invaders sind gelandet! Wer sie bei ihrer Invasion unterstuetzen moechte: Jede Menge Plakate gibts bei folgenden Adressen abzuholen: *) Hus-Fakultaetsvertretung, Rathausstr. 19 - 21 - 1010 Wien unregelmaessige Oeffnungszeiten (Mo-Do ab 10.00 - 19.00 gute Chancen, oder kurz anrufen: 01 4277-19651) *) Lolligo (Kinder-Café) - Fischerstiege 4-8 - 1010 Wien Oeffnungszeiten: Do & Fr 16-19 Uhr, So 15-18 Uhr Rosa Antifa Wien (RAW) Oktober 2005 -- ############ RAW ############# Rosa Antifa Wien c/o Rosa Lila Tip Linke Wienzeile 102 A-1060 Wien AUSTRIA ------------------------- E-Mail: raw at raw.at Web: http://www.raw.at Board: http://www.n3tw0rk.org ================================================ 02 Einladung Vortrag und Gramsci Seminar 21./22.10.05 von: auf at AUF-EINEFRAUENZEITSCHRIFT.AT ================================================ *Vortrag* Frigga Haug ERINNERUNGSARBEIT “Aus Erfahrung muss man nichts lernenŠ Šund zugleich gilt, dass man ohne Erfahrung nichts lernen kann." (Frigga Haug/B. Brecht) Freitag, 21.Oktober 2005, 18.00 Uhr, im Frauencafé, Lange Gasse 11 Organisation: AUF-Eine Frauenzeitschrift in Kooperation mit dem Frauencafé *Workshop* GRAMSCIS PHILOSOPHIE DER PRAXIS AUS FEMINISTISCHER SICHT Samstag, 22.Oktober 2005, 10:00 - 19:30 Uhr Campus, Hof 1, AAKH in der Aula Leitung: Frigga Haug Organisation: AUF-Eine Frauenzeitschrift in Kooperation mit dem ÖH-Frauenreferat* UKB: ±5 Euro, Anmeldung unter: auf at auf-einefrauenzeitschrift.at Zum Vortrag am 21.10.: “ŠWenn wir über die Aneignung objektiver Strukturen etwas wissen wollen, ist es in der Tat notwendig, die subjektiven Erinnerungen zu befragen. Dabei sind es nicht so sehr die fertigen Strukturen, die wir erkennen wollen, sondern ihr Werden, die Verarbeitung der Gegebenheiten im Alltag mit dem Resultat, dass die Einzelnen immer wieder die Gesamtgesellschaft reproduzieren. Wir nehmen nicht an, dass die Aneignung ganz ins Belieben der Einzelnen gestellt ist (wie dies als Beigeschmack des Wortes ’subjektiv' zu spüren ist). Ganz im Gegenteil. Wie wir als Einzelne etwas wahrnehmen, es für gut und richtig, für schön und erstrebenswert, für verächtlich halten - dies ist die Stätte des alltäglichen (Klassen)Kampfs um die Köpfe und Herzen der Menschen. Die Verarbeitung, der wir in den Alltagsgeschichten auf der Spur sind, bewegen sich auf dem Feld herrschender kultureller Werte und gegenkultureller, widerständiger Versuche, dem Leben einen Sinn und Genuss abzuringenŠ" (Frigga Haug) Zum Workshop am 22.10.: Was eigentlich ist Philosophie der Praxis? Laut Gramsci muss man das weit verbreitete Vorurteil zerstören, die Philosophie sei etwas sehr schwieriges aufgrund der Tatsache, dass sie die spezifische intellektuelle Fähigkeit einer bestimmten Kategorie von spezialisierten WissenschaftlerInnen oder PhilosophInnen ist. Philosophie ist enthalten in 1. der Sprache selbst, 2. im Alltagsverstand, 3. im gesamten System von Meinungen, Sicht- und Handlungsweisen. Eine Philosophie der Praxis kann anfänglich nicht anders als in polemischer und kritischer Haltung auftreten, als Aufhebung der vorhergehenden Denkweise und des konkreten bestehenden Denkens, mithin vor allem als Kritik des ’Alltagsverstands'. Wenn wir davon ausgehen, dass eine Philosophie der Praxis danach strebt, einen Kontakt herzustellen zwischen Intellektuellen und Anderen - wie steht es dann um die wissenschaftliche Aktivität einerseits und die Möglichkeit eines massenhaften intellektuellen Fortschritts und nicht nur einen von spärlichen Intellektuellengruppen andererseits? Diese Themen werden gemeinsam mit Frigga Haug im Workshop erarbeitet. Ausgewählte Texte zu Gramscis Theorien gibt es als Kopien beim Workshop oder werden bei Anmeldung gemailt. *Diese Zusendung erfolgt entsprechend den Bestimmungen des TKG §107 Abs. 4. Sollten Sie keine weiteren Zusendungen wünschen, senden Sie uns bitte eine kurze Mitteilung an: Auf at auf-einefrauenzeitschrift.at *If you do not want to receive our mailings please send an e-mail to: Auf at auf-einefrauenzeitschrift.at* - AUF eine frauenzeitschrift AUF info AUF edition AUF kultur Kleeblattgasse 7, A-1010 WIEN T. +43 1 533 91 64, F. +43 (720) 55 41 61 auf at auf-einefrauenzeitschrift.at, www.auf-einefrauenzeitschrift.at ================================================ 03 18.10.2005(!) "Wie anders ist Wien?" - Diskussion zur Wahl von: transdanubien at gegenschwarzblau.net ================================================ Liebe TransdanubierInnen und SymphatisantInnen, eine Erinnerung: Knapp vor der Wahl in Wien dürfen wir Euch zu einer Diskussion zum Thema "Wie anders ist Wien?" ---------------------- Wien... Šeine Stadt zum Wohlfühlen für alle? Šein Gegenmodell zu Schwarz-Blau-Orange? Was soll und muss sich ändern? Auf der Suche nach Antworten und Gelegenheit zu fragen Bei unserem monatlichen Treffen am 18. OKTOBER AB 19:00 (Diskussionsbeginn 19:30) mit: Karl Dampier - SPÖ Rüdiger Maresch - GRÜNE Petra Albrecht - ÖVP (angefragt) Melina Klaus - KPÖ Kave Atefie - LIF Wie immer im Chinarestaurant "Sun" - Donaufelderstrasse 229 1. Stock, 1220 Wien Stefan für Transdanubien gegen Schwarzblau ================================================ 04 1. Lesung - Grüne bringen Initiativantrag auf Öffnung der Ehe ein von: norbert.fischer at gruene.at ================================================ Zivilpakt Zip) in 1. Lesung - Grüne bringen Initiativantrag auf Öffnung der Ehe ein Ende September haben die grünen Nationalratsabgeordneten Ulrike Lunacek und Terezija Stoisits einen Initiativantrag für die Schaffung eines Zivilpaktes in der Plenarsitzung des Nationalrats eingebracht. Am Mittwoch den 19.10.2005 wird es eine erste Lesung (ohne Abstimmung) im Nationarat zu diesem Initiativantrag geben. Voraussichtlich wird die kurze Debatte darüber (Länge ca. 1/2h) in der Zeit zwischen 20h-22h statt finden. Wir laden euch ein, die Debatte als BesucherIn einer Plenarsitzung live mitzuerleben! Damit gleichgeschlechtliche Paare die selben Möglichkeiten wie verschiedengeschlechtlichen Paare haben, werden die Grünen in der selben Plenarsitzung einen Initiativantrag zur Öffnung der Ehe für Lesben und Schwule einbringen. Denn alle Menschen, die ein PartnerInnenschaftsmodell präferieren, das mehr Schutz, aber auch mehr Abhängigkeit bedeutet, sollen die Ehe eingehen können, auch Lesben und Schwule! Der Inititativantrag zum Zivilpakt kann auf der Grünen Andersrum Homepage downgeloadet werden: http://www.gruene-andersrum.at/zip_ehe/artikel/lesen/2810/1845/?no_cache=1 In Kürze wird auch der Initiativantrag zur Öffnung der Ehe für Interessierte zum Downloaden auf der Grünen Andersum Homepage zu finden sein. Informationen über den Besuch von Plenarsitzungen, sind auf der Homepage des österreichischen Parlaments zu finden: http://www.parlinkom.gv.at/portal/page?_pageid=894,89803&_dad=portal&_schema =PORTAL ================================================ 05 Anne Lorenz - PATTERNS AIGEN 2005 von: kunstraum at servus.at ================================================ From: "Kunstraum Goethestrasse" Subject: Anne Lorenz - PATTERNS AIGEN 2005 ------------------------------------------------ KunstRaum Goethestrasse Linz _ Oktober 05 ------------------------------------------------ Donnerstag, 20.Oktober 2005 , 19.30 Uhr Ausstellungseröffnung Patterns Aigen 2005, Anne Lorenz Dauer der Ausstellung: 21.10. -11.11. 2005 http://www.kunstraum.at/veranstaltungen/lorenz/index.html Die Ausstellung PATTERNS AIGEN 2005 verbindet Serien von Objekten mit Videoloops. Aufbauend auf einer intensiven Recherche zur Identität der Marktgemeinde Aigen in Oberösterreich (auf Einladung des Festivals der Regionen 05)hat die in der Schweiz wohnhafte Künstlerin Anne Lorenz sich mit den Eigenheiten des Ortes und der Leute beschäftigt. Daraus sind zum einen Objekte entstanden, die sich mit den vir Ort typischen Materialien wie Wachs, Goldstickutensilien, Gummihandschuhen und Tonhölzern befassen. Zum anderen ist eine Reihe von Videoloops an Originalschauplätzen realisiert worden, die sich mit Bewegungsschemata, die vor Ort typisch sind, wie Fussball spielen, einkaufen, jagen etc. choreografisch auseinandersetzen. Im KunstRaum Goethestrasse werden die Objekte mit den Videoloops verknüpft, so dass neue Lesarten der Bezüge von Bewegung, Material und Ort entstehen. Anne Lorenz geb. 1971 in Würzburg, lebt in Zürich Künstlerin / Szenografin / Dozentin HGKZürich & AKBStuttgart Vorankündigung Donnerstag, 10. November 2005, 19.30 Uhr Festival der Regionen 2005 Geordnete Verhältnisse. Präsentation des Festivalkatalogs KunstRaum_Goethestrasse Susanne Blaimschein Goethestr. 22 A- 4020 Linz www.kunstraum.at kunstraum at servus.at ================================================ 06 Veranstaltungen im RC von: repiklub at surfeu.at ================================================ Anbei die nächsten Veranstaltungen im Republikanischen Club - Neues Österreich, Rockhgasse 1, 1010 Wien, www.repclub.at repclub at repclub.at und andere Veranstaltungshinweise. Bitte um Weiterleitung. Vielen Dank! M.l.G. sibylle summer Republikanischer Club - Neues Österreich, Rockhgasse, 1, 1010, Eingang Cafe Hebenstreit Dienstag, 18. Oktober 2005, 19 Uhr, im Republikanischen Club Diskussionsabend: "MYTHEN DER ÖKONOMIE" An diesem Diskussionsabend im Rahmen von keine-uni (www.keineuni.org) in Kooperation mit BEIGEWUM werden das BEIGEWUM Buch "Mythen der Ökonomie": mit Vanessa REDAK, sowie der Arbeitskreis "Mythen der Ökonomie" von keine_uni vorgestellt, anschließend offene Diskussion mit Vertretern von BEIGEWUM, ATTAC, Paulo Freire Zentrum, und der ÖH Uni Wien. Mittwoch, 19. Oktober 2005, 19 Uhr, im Republikanischen Club SCHWEIGEN UND REDEN EINER GENERATION (Mandelbaum Verlag) Buchpräsentation mit dem Herausgeber des Sammelbandes Univ. Prof. Gerhard BOTZ (Uni Wien) und Univ. Prof. Mitchell ASH (Uni Wien). Schweigen und Reden einer Generation. 14 Erinnerungsgespräche mit Opfern,Tätern und Mitläufern. In Abwandlung eines Satzes von Raul Hilberg gehört der Holocaust wie der Nationalsozialismus in Deutschland, Österreich und anderen europäischen Ländern zur lebenden Geschichte vieler Familien. Dies trifft auf alle zu - auf Täter, Verfolgte und Mitläufer. Die Nachwirkungen in Form unbewusster Prägungen, Erinnerungen, Formen des Redens wie des Schweigens und Be-Schweigens zeigen sich auch in den nachfolgenden Generationen. Grundlage dieses Buches sind Gespräche, die im Rahmen des Projektes »Oral History mit NS-Opfern und -Tätern« geführt wurden. Es wurden die sonst meist getrennten Opfer- und Tätergeschichten zum Nationalsozialismus gemeinsam betrachtet und Erinnerungsgespräche der Enkelgeneration mit Zeitzeugen und Überlebenden in Essayform dargestellt. Weitere Veranstaltungshinweise: Montag, 17. Oktober 2005, 18.30 Uhr. Im Prunksaal der Österr. Nationalbibliothek, Josefsplatz 1, 1010 Wien VERLEIHUNG DES UTE BOCK PREISES FÜR ZIVILCOURAGE von SOS - Mitmensch. Bitte um Anmeldung an office at sosmitmensch.at; Tel.: 01 - 524 99 00. ================================================ 07 ASt 1 - mit der Bitte um Veröffentlichung von: ast-lfi at utanet.at ================================================ Freitag, 21. Oktober, 18.00 Versammlung von ArbeiterInnenstandpunkt und REVOLUTION (mit Film) Perspektiven gegen Bildungsabbau - Wie können wir weiter kämpfen? Ort: Amerlinghaus, Stiftg. 8, 1070 Wien (U3 Neubaugasse) <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN/MEINUNGEN/KOMMENTARE <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 08 OPERATION SPRING - Medienberichte - Nachlese zur Diskussion - Parlamentarische Anfrage -politische Reaktionen - Kinopremiere in Linz von: tristan.sindelgruber at chello.at ================================================ 16.10.2005 - Neuigkeiten rund um OPERATION SPRING Aktuelle Medienberichte In der aktuellen Ausgabe des Nachrichtenmagazins profil findet sich folgender Artikel, mit dem Titel "Schlussklappe" von Edith Meinhart. http://www.profil.at/articles/0541/560/123798.shtml In der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift "Falter" findet sich ein Kommentar des Strafverteidigers Josef Philipp Bischof mit dem Titel "Die anonyme Justiz" http://www.operation-spring.com/spring/presse/os-falter-41-05-KommentarBischof.rtf.pdf Nachlese zur Podiumsdiskussion Operation Spring Rege Diskussion im Juridicum Mehr als 300 ZuhörerInnen fanden sich am 12.10., bei der von SOS-Mitmensch organisisierten Diskussion am Wiener Juridicum, ein. Der Saal war überfüllt, das Podium prominent besetzt: * Phillip Bischof, Rechtsanwalt; * Viktor Eggert, Justizministerium * Manfred Herrnhofer, Richtervereinigung; * Heinz Patzelt, amnesty international Österreich; * Angelika Schuster, Regisseurin; * Moderation: Simon Kravagna, Kurier Im Mittelpunkt der Diskussion stand die Frage, wieso sich das Justizministerium weigert, die Verfahren im Rahmen der "Operation Spring" neu aufzurollen, bzw. einer neuerlichen Prüfung zu unterziehen. Die Conclusio seitens des Justizministeriums scheint derzeit zu lauten: Bis zum Abschluss des noch letzten offenen Prozesses werden keine weiteren/eigenen Schritte gesetzt. Da wir hier keine persönliche Wertung der Diskussion und der einzelnen Positionen vornehmen wollen, verweisen wir auf einen Livemitschnitt von Radio Orange, damit sich Interessierte ihre eigene Meinung dazu bilden können: http://sendungsarchiv.o94.at/get.php?id=094pr142 Tags darauf fand sich ein Bericht, mit dem Titel: OPERATION SPRING - Staatsanwalt: "Letztes Wort nicht gesprochen", bezüglich dieser Diskussion auch auf der online Ausgabe des Standards. http://derstandard.at/?url=/?id=2207524 Bilder der Diskussion finden sich mittlerweile auf der homepage von SOS-Mitmensch. http://www.sosmitmensch.at/stories/503/ Parlamentarische Anfrage Mittlerweile brachte die Abgeordnete Terezija Stoisits, Justizsprecherin der Grünen, eine parlamentarische Anfrage, gerichtet an Justizministerin Karin Gastinger, ein. Diese bezieht sich auf die "ExpertInnerunde" des Justizministeriums, die am 11.10. tagte und verlangt Aufklärung über Inhalt und Rahmenbedingungen dieser Gesprächsrunde. http://www.operation-spring.com/spring/presse/os-anf2716.pdf P olitische Reaktionen nach Weigerung des Justizministeriums aktiv zu werden Stoisits, Ellensohn und Jarolim kritisieren Justizministerium nach dessen Weigerung von sich aus aktiv zu werden: Stoisits: Justizskandal Operation Spring - Grundsätze des Rechtsstaates gefährdet Position von BMin Gastinger inakzeptabel - Heftige Kritik an Zwei-Klassen-Justiz. http://www.ots.at/presseaussendung.php?schluessel=OTS_20051012_OTS0173&ch=politik Grüne Wien: Operation Spring: Verfahren muss wiederaufgenommen werden Ellensohn: "Justizministerium zeigt geringe Sensibilität" http://www.ots.at/presseaussendung.php?schluessel=OTS_20051011_OTS0237&ch=politik Jarolim zu Operation Spring: Ernsthaftere Prüfung erforderlich Funktionierender Rechtsstaat muss sich gegebenenfalls selbst überprüfen. http://www.ots.at/presseaussendung.php?schluessel=OTS_20051011_OTS0232&ch=politik Kinopremiere Linz Am 14.10. war die Kinopremiere im Linzer Moviemento. Auf Einladung der GAJ, der GRAS und der Grünen OÖ fanden sich viel mehr Interessierte, als der Saal fassen konnte, ein. Trotz einmaliger Logistik den Saal bis auf den letzten Winkel zu füllen, mussten zahlreiche Menschen auf den regulären Kinostart ab 21.10., vertröstet werden. Die anschliessende Diskussion dauerte bis nach Mitternacht. Neben dem Film stand der tragische Tod des Schubhäftlings Yankuba Ceesay, der am 4.10. in Linz starb, im Zentrum der Diskussion. Ike Okafor, stellvertretender Vorsitzender des AusländerInnen Beirats appellierte an alle Anwesenden, nicht die Augen zu verschliessen, die aktuellen Medienberichte kritisch zu hinterfagen und forderte eine lückenlose Aufklärung der Begleitumstände dieses Todesfalls. Kino generell OPERATION SPRING läuft derzeit in Wien im Filmhauskino am Spittelberg und ab 21.10. zusätzlich im Linzer Moviemento. Trotz VIENNALE in Wien und trotz des deswegen erfolgten Kinowechsels ins Filmhauskino, hält der Zustrom ins Kino weiter an. Nach den uns derzeit vorliegenden Zahlen können wir davon ausgehen, dass nach dem heutigen Abend mehr als 6.000 BesucherInnen den Film im Kino gesehen haben. Mittlerweile hat sich der Film offensichtlich herumgesprochen und die Mundpropaganda zeigt ihre Wirkung - vielen Dank an all jene, die OPERATION SPRING weiter empfehlen. Alle Informationen rund um den österreichweiten Kinoeinsatz unter: www.operation-spring.com Informationen bezüglich des Wiener Kinoeinsatzes unter: www.stadtkinowien.at Wir verbleiben mit der Bitte um Veröffentlichung / Weiterleitung. Etwaige Mehrfachzusendungen bitten wir zu entschuldigen. Sindelgruber Tristan, Schuster Angelika Schnittpunkt - Sindelgruber Tristan, Film- & Multimediaproduktion Große Sperlgasse 19/3 1020 Wien Austria UID-Nr.: ATU 46990608 e-mail: schnittpunkt at gmx.at web: www.schnittpunkt-film.com www.operation-spring.com ================================================ 09 Islamfeindlicher Wahlkampf der FPÖ/Stellungnahme der Isl. Glaubensgemeinschaft von: dieinitiative at gmx.at ================================================ Sehr geehrte Damen und Herren! Anbei die Stellungnahme der Islamischen Glaubensgemeinschaft zur laufenden Wahlkampagne der FPÃ-. Mit freundlichen GrÑÃen Amina Baghajati Medienreferentin der IGGiÃ- Tel.: 06991 2381075 oder 01 2595449 e-mail: baghajati at aon.at ---------------------------------------------------------- Gegen die islamfeindliche Wahlwerbung der FPÃ- Stellungnahme der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Ã-sterreich Fremdenfeindliche Parolen in der Wahlkampfwerbung der FPÃ- sind nichts Neues. Die Unverfrorenheit, mit der in der diesjährigen Kampagne aber ein Feinbild Islam aufzubauen gesucht wird, ist ein Angriff auf das friedliche Zusammenleben von Menschen verschiedener Religion und Kultur in der kosmopolitischen und weltoffenen Stadt Wien. Auf unlautere Weise wird von der FPÃ- Religion in der Bildlichkeit von Stephansdom, Moschee und muslimischem Kopftuch fÑr Wahlkampfzwecke missbraucht, um unvereinbare Gegensätze zu konstruieren. Daher begrÑÃt die Islamische Glaubensgemeinschaft, dass sich hier sowohl die Katholische Aktion, als auch die Evangelische Kirche zu Wort gemeldet haben, um sich gegen eine derartige Wahlwerbung als Gefahr fÑr den religiösen Frieden und das in Wien gelebte Miteinander zu verwahren. Die Trennung von Staat und Religion ist fÑr die Islamische Glaubensgemeinschaft viel mehr als nur eine â¤zgute Sitte⤦, wie es die FPÃ- formuliert, sondern ein auch gesetzlich geregeltes ausbalanciertes Verhältnis, dessen Prinzip der gegenseitigen Nicht-Einmischung wir sehr ernst nehmen. Der Islam ist keine â¤zAusländerreligion⤦, sondern eine genauso anerkannte Religionsgemeinschaft wie die christlichen Kirchen und damit integrierter Bestandteil des österreichischen Rechtssystems mit rund 120.000 Gläubigen in Wien, davon mehr als 50.000 österreichische StaatsbÑrger. Muslime sind längst ein lebendiger Bestandteil Wiens und Ã-sterreichs. Daher geht der Appell an Medien, Politik und Gesellschaft den Charakter der FPÃ- Wahlwerbung nicht einzig mit dem Attribut â¤zausländerfeindlich⤦ zu belegen, sondern als â¤zislamfeindlich⤦ zu erkennen. Wenn die FPÃ- nun Hass zu schÑren sucht, sehen wir uns veranlasst als Betroffene Stellung zu nehmen. Islamisch gekleidete Frauen als â¤zunfrei⤦ zu diffamieren, kann nicht einfach hingenommen werden. Bei solchen Versuchen der Emotionalisierung hat sich gerade Ã-sterreich im europäischen Vergleich durch eine Diskussionskultur des miteinander, statt Ñbereinander Redens ausgezeichnet. So konnte von muslimischer Seite allgemein klargestellt werden, dass das Kopftuch kein religiöses Symbol, sondern ein Teil der gelebten Glaubenspraxis ist. Dabei gilt das Selbstbestimmungsrecht der Frau. Genau dieses greift die FPÃ- aber mit ihrem Slogan an, wenn sie impliziert, ZwangsmaÃnahmen wie Kopftuchverbote einfÑhren zu wollen und damit gleichzeitig gegen das Prinzip der Religionsfreiheit und die in Ã-sterreich funktionierende Rechtspraxis zu Felde zieht. Das Motto der Islamischen Glaubensgemeinschaft â¤zIntegration durch Partizipation⤦ spiegelt ein messbares Bewusstsein unter Muslimen fÑr ein positives Miteinander wider. Gesellschaftliche Teilhabe auf allen Ebenen erwies sich vor allem in Bezug auf Musliminnen als direkter Weg zum Abbau des Klischees der â¤zunterdrÑckten und fremdbestimmten Frau⤦. Der missionarische und paternalistische Habitus H.C. Straches, mit dem er vorgibt, muslimische Frauen â¤zbefreien⤦ zu wollen, leugnet dagegen die MÑndigkeit muslimischer Frauen. Diese Assimilierungsforderungen sind zurÑckzuweisen. RÑckfragehinweis: Carla Amina Baghajati Medienreferentin der Islamischen Glaubensgemeinschaft Tel.: 06991 2381075 oder 01 2595449 e-mail: baghajati at aon.at www.derislam.at Initiative muslimischer ÖsterreicherInnen e-mail:dieinitiative at gmx.at für Rückfragen und Korrespondenz kontaktieren sie bitte: Omar Al Rawi +43-664-3831942 al-rawi at gmx.at Amina & Tarafa Baghajati +43-1-2595449 baghajati at aon.at Mouddar Khouja +43-1-9685096 mouddar at gmx.net Andrea Saleh +43-1-7965652 salehand at gmx.at ================================================ 10 Wiener Türken klagen Strache von: mario at augustin.or.at ================================================ Presseinformation des Augustin Türkischer Akademikerverein klagt “echten Wiener" Strache Das “Zentrum Österreichisch-Türkische Akademiker in Wien" kümmert sich vor allem um bildungshungrige Menschen aus der Türkei, die in Wien und seiner Universität Fuß fassen wollen. Anlässlich des Wahlkampfs von FPÖ Wien-Chef H.C. Strache sah sich der Verein gezwungen, in die österreichische “Politik" einzugreifen. Vereinsobmann Aletin Arkac und sein Stellvertreter Hussein Ibrahim besuchten- zusammen mit Rechtsanwalt Lennart Binder - den Augustin, um über ihre Anzeige an die Staatsanwaltschaft Wien zu berichten. H.C. Strache beabsichtige zweifelsfrei, feindselige Handlungen gegen die Moslems anzustiften. Damit sei der Tatbestand des § 283 StGB verwirklicht, erklärten Arkac und Ibrahim. Besonders das “Duell in Wien"-Sujet, in dem der Stephansdom als Symbol des Guten mit einer Moschee als Zeichen der HäuplZschen Zuwanderungsförderung (die es, wie die Fakten zeigen, nicht gibt) - mithin also des Bösen - konkurriert, könne nur als öffentliche Hetze gegen eine Religionsgemeinschaft gedeutet werden. Die Moschee auf dem Plakat ist die einzige, die alle Muslime in Österreich repräsentiert, sagte Aletin Arkac. Der Missbrauch von Religionssymbolen schüre den Hass zwischen den beiden Religionen. Straches “Wahlinformation" suggeriere, so der seit 21 Jahren in Wien lebende Aletin Arkac, dass der “gute Wiener" ein Katholik sei und sein Gegenteil ein Muslim. Hussein Ibrahim machte im Augustingespräch auf eine weitere Implikation des FP-Wahlkampfs aufmerksam: “Diese Aussagen, diese Plakate sind natürlich Wasser auf die Mühlen jener radikalen Gruppen, die unter muslimischen Menschen die Meinung verbreiten, dass der Westen pauschal islamfeindlich und daher zu bekämpfen sei." Rechtsanwalt Lennart Binder, juristischer Vertreter des “Zentrums Österreichisch-Türkische Akademiker in Wien": “Der Staat ist verpflichtet, dafür zu sorgen, dass sich alle Gruppen in ihm sicher fühlen können. Die Behörden hätten also gegen diesen Wahlkampfstil längst einschreiten müssen. Aber seitens der Staatsanwaltschaft wird kein Ohrwaschel gerührt. Ihr scheint es vollkommen an Problembewusstsein zu mangeln. Stattdessen scheinen Straches Taten als Kavaliersdelikte eingestuft zu werden. Das Schlimmste für mich ist, dass die Regierung Straches Forderungen ja schon verwirklicht. So wurde eben die Quote für den Familiennachzug radikal gesenkt. Die Zuwanderung, gegen die Hassprediger Strache sich so wehrt, gibt es gar nicht mehr. Schlimm ist auch, dass die mächtige SPÖ nichts gegen den gefährlichen Primitiv-Populismus der Blauen unternimmt, und besonders schlimm ist, dass kein Bischof sich dagegen verwahrt, dass das Symbol des Katholizismus in dieser die Nachbarreligion verletzenden Weise missbraucht wird." Der Anwalt macht sich keine Illusionen über den Erfolg der Anzeige: “Nach einem halben Jahr werden wir einen Zwei-Zeilen-Brief bekommen, mit der Nachricht, das Verfahren sei eingestellt." Doch auf die Anzeige deswegen zu verzichten, wäre genau das falsche Signal gewesen. In der Weimarer Zeit habe das Ignorieren der zunächst rhetorischen Kränkungen nichts genützt. Es habe zu einer Politik der Vernichtung der Juden geführt. Es sei schockierend, klagte Binder, dass der Staatsanwaltschaft die Vorstellung, man könne Lehren aus der Geschichte ziehen, völlig ungeläufig ist. Die Verurteilung Österreichs wegen nicht fristgerechter Umsetzung der EU-Richtlinie gegen rassistische Diskriminierungen sei, so Binder, von der Öffentlichkeit kaum wahrgenommen worden. Leider habe diese Verurteilung - ausgesprochen im 3. Bericht der Europäischen Kommission gegen Rassismus - bisher keine Konsequenzen für die Praxis. Der Strache-Wahlkampf zeige, dass das Gegenteil der Fall sei. Die FPÖ dürfe Wien unbehelligt mit Wahlplakaten tapezieren, die eine große ethnische Minorität (die TürkInnen) und eine noch größere religiöse Minorität (die Muslime) in einer öffentlichen Schamlosigkeit verletzen, die wohl in keinem anderen EU-Land möglich wäre. Grafik: © Augustin, honorarfrei Rückfragen: Robert Sommer (Augustin) 01/ 587 87 89 ================================================ 11 Die katholisch verbrämten Faschisten lassen gerade wieder einen Anti-Abtreibungs-Furz von: selbstbestimmungsrechtderfrau at gmx.net ================================================ http://www.kreuz.net/article.2024.html Die Inquisition schlägt wieder mal zu. Opfer diesmal: die Frauenstadträtin der SPÖ in Wien, Sonja Wehsely, und auch der etwas aus der Figur geratene Bürgermeister Häupl. Bitte schaut euch den Link an, aber nur, wenn der Magen nicht ohnehin schon bedient ist - es ist einfach nur zum Kotzen. Nicht, dass wir die Originalwerbung der SPÖ so gut fänden, Frauen wissen, dass die SPÖ und auch die andren unsere Stimmen haben wollen, damit sie mächtiger und wir noch ärmer und ausgebeuteter werden. Aber was sich diese Mafia der vereinigten Frauenhasserschaft aus dem katholisch verbrämten Fascho-Lager hier erlaubt, ist krass. "Sein Bauch gehört dir" lautet die schwachsinnige Überschrift dieses schwachsinnigen Plakates - wohl in Anlehnung auf den gerade im TV gezeigten Pro-Life Spot von Jessica Hausner: Ich bin schwanger, sagt der Typ im Auto und sie: ah, so? Mit mir kannst net rechnen!" Tenor des ganzen: Wir schaffen das, BABY". Rauch Kallat hat diesen Dreck gesponsert und damit die ehemals "Geborenen für Ungeborene", ohnehin eine widerliche Truppe und Nachfolgerin der dem militanten Anti-Abtreibungslager zu zahm gewordenen "Aktion Leben". Damit abtreibungswillige Frauen in eine Anti-Abtreibungs-Beratung von der Österreichischen Lebensbewegung gehen sollen. Für wie blöd hält Frau Rauch Kallat eigentlich Frauen insgesamt? Weiter im Fascho-Text: Kreuz.net online: Wählen wir Abtreibung - wählen wir MORD" ist die Original-Werbung der SPÖ umgeschrieben... "Du entscheidest über sein Leben - Sein Bauch gehört Dir!" Wir haben erreicht: Stop der Schwangerenberatung zu Lasten der Abtreibungsindustrie. - Dank Wegweiserecht vor Abtreibungskliniken Wir fordern: Mehr Comfort beim Abtreiben: Billig und unbürokratisch “wegmachen lassen". - Tötung auf eCard: Einfach zwischendurch im KH. Sonja Wehsely Frauenstadträtin Copyright Kreuz.net Derzeit ist dieses Ding offenbar sehr stark über E-mail im Netz vertreten, aber das unter einer gefakten US-Adresse firmierende kreuz.net hat sich selbstverständlich vorgedrängt, dieses "Wahlkampf-Plakat" des Katholen-Fascho-Spektrums online zu stellen. Diesmal fehlt der wie sonst im Amen im Gebet auftretende Vernetzungsfaktor mit www.youthforlife.net (Jugend für das Leben Österreich firmiert ebenfallsals "net"!), mit www.kath.net und www.die-tagespost.de. Dort werden immer alle Anti-Abtreibungs und Anti-Selbstbestimmungsrecht-Furze der rechtsextremen Katholenschaft binnen Stunden gespiegelt und gefeatured. Diesmal ist es wohl ein bissl zu heiss, das Eisen. Die Bischofskonferenz könnte schimpfen! Sie hat die Tätigkeiten der "Jugend" und des Kath.net schließlich approbiert und liebt eher die bedeckte Zusammenarbeit. Getrennt marschieren, vereint schlagen. Die Angelegenheit wäre ein klarer Fall für die Staatsanwältin, aber die ist vermutlich auch diesmal depptert und terisch, die Inquisition ist ja rechts daham. Es wird Zeit für Anti-Katholen-Fascho - AKTIONEN, denkt ihr nicht auch?! Zum Beispiel könntet ihr diesen ganzen Scheiss-Artikel kopieren und an die ÖVP und die Kirche schicken, mit schönen Grüßen aus dem feministisch/lesbischen Spektrum! Die Wählerinnenstimmen könnt's euch schnitzen, Burschis! -- FrauenLesben für das Selbstbestimmungsrecht der Frau Selbstbestimmungsrechtderfrau at gmx.net <+++<+++<+++<+++<+++<+++<+++<+++<+++<+++<+++> detailierte Infos zum Schwangerschaftsabbruch in Österreich auch auf: --- www.die-abtreibung.at.tf ================================================ 12 Arbeit & Los: Nichts fuer die Betroffenen ohne die Betroffenen! Bericht PK 13.10.2005 von: buero at mediaaustria.at ================================================ Erste Österreichische Erwerbsarbeitslosenkonferenz: Nichts für die Betroffenen ohne die Betroffenen! Bericht von der Pressekonferenz "Erste Österreiche Erwerbsarbeitslosenkonferenz" am 13.10.2005 im depot, Wien organisiert vom Arbeitslosendachverband "ArbeitslosensprecherIn" (Wien, 13.10.2005) Ein deutliches Zeichen der Selbstvertretung setzt der neue Dachverband der Erwerbsarbeitsloseninitiativen, der Verein "Arbeitslosensprecherin" mit der "Ersten Österreichischen Erwerbsarbeitslosenkonferenz" am kommenden Wochenende im Amerlinghaus in Wien. Kaum ein Tag vergehe, an dem nicht in einer Veranstaltung über aber nicht mit den Erwerbsarbeitslosen geredet werde, erklärt Maria Hintersteiner, Obfrau-Stellvertrerin vom "Verein ArbeitslosensprecherIn", bei einer Pressekonferenz in Wien am 13.10.2005 die Motivation für die Veranstaltung: "Wir Arbeitslose werden nie eingeladen um über unsere Situation zu reden. Wir wollen uns selbst vertreten!" kritisiert Maria Hintersteiner, die Veranstalter alabimässiger Vorwahlveranstaltungen. Bei der Erwerbsarbeitslosenkonferenz kommen in erster Linie die Betroffenen Erwerbsarbeitslosen selbst zu Wort. Der Großteil der ReferntInnen, die kurze Impulsreferate zur Lebenssituation der Erwerbsarbeitslosen halten werden, sind engagierte Erwerbsarbeitslose und nicht bezahlte ExpertInnen. Gerald Grassl geht der Frage nach, wie viele der rund 1.500 Menschen, die jährlich in Österreich getrieben wegen Erwerbsarbeitslosigkeit und Ausschluss aus der Gesellschaft in den Selbstmord werden. Robert Foltin zeigt auf, wie Arbeitslose auf die unsinnigen Zwangsmaßnahmen wie "Berufsorientierungkurse", "Coachings" reagieren können, Maria Wölflingseder hinterfragt, wer den "Wert" von Gütern und Arbeit bestimmt, und warum sich Menschen diesen Zwängen unterwerfen. Dieter Schrage zeigt Möglichkeiten auf, als Arbeitsloser auch ohne Geld ein glückliches Leben zu führen. Maria Hintersteiner präsentiert erste Erfahrungen mit geldloser Solidarökonomie anhand des ersten selbstverwalteten Wiener Kostnixladens im VEKKS im 5. Wiener Bezirk. Günter Hefler und Sabine Sölkner zeigen den manipulativen Umgang mit Erwerbsarbeitslosenstatistiken durch Politiker und Medien auf. Im Gegensatz zu den üblichen "Diskussionsveranstaltungen" wird der Grossteil der Konferenzzeit den Betroffenen Erwerbsarbeitslosen zur feien Diskussion der eigenen Lebenssituation und daraus folgenden Forderungen zur Verfügung gestellt. Als eine Hauptforderung der Erwerbsarbeitslosenbewegung unterstreicht Maria Hintersteiner die Forderung nach einem bedingungslosem Grundeinkommen für alle Menschen, das deutlich über der "Armutsgrenze" von 780 Euro monatlich liegt und die realen Lebenskosten wie Miete, Kleidung, Bildung, Teilhabe am gesellschaftlichen Leben berücksichtigt. Dem sterotyp gegen das Grundeinkommen vorgebrachten Einwand, daß niemand mehr arbeiten wolle, entgegnet Hintersteiner: "Das Grundeinkommen bedeutet nicht, daß wir uns aus der menschlichen Gesellschaft zurückziehen. Wir wollen selbst bestimmen, was wir brauchen und was wir produzieren. Erst das Grundeinkommen ermöglicht kreatives, sinnvolles Arbeiten das sich nach den wirklichen Bedürfnissen der Menschen richtet." Eine klare Absage erteilt Hintersteiner dem "Kombilohn", den sie als österreichische Variante von Hartz IV ablehnt: "Das ist reine Unternehmerförderung auf Kosten der Arbeitenden. Der Kombilohn ist nur ein Anreiz für die Unternehmer, noch mehr reguläre Beschäftigungsverhältnisse aufzukündigen. Das ist Ausdruck der neoliberalen Ideologie und dem Wunsch der Unternehmer nach möglichst billigen Arbeitskräften." Hintersteiner kritisiert, daß der stetig steigende Gewinne immer weniger geteilt werde und Kollektivverträge ausgehöhlt werden. Maria Hintersteiner kritisiert den riesigen Graubereich von schlechtest bezahlten Arbeitsverhältnissen, die vom AMS als Trainings oder Praktika getarnt werden. Bei den aktuelle vom AMS forcierten "Transferarbeitsplätzen" werde oft der Übertritt in ein reguläres Beschäftigungsverhältnis verfehlt: "Das sind Beschäftigungen, die nicht qualifizieren, nicht weiter helfen." Bei diesen Pseudoanstellungen ist der "Gehalt" so gering, daß jene, die keine reguläre Arbeit finden, Gefahr laufen, danach mit noch weniger Arbeitslosengeld auskommen zu müssen: "Mit den neuen Programmen forciert das AMS nur die Spirale nach unten!" warnt Maria Hintersteiner für Programmen a la flexwork oder der erst im Juni 2005 gegründeten Firma "itworks Personalvermittlung", über die noch sehr wenig bekannt ist, wo aber bereits zahlreiche Menschen in "Beschäftigungsverhältnisse" gedrängt werden, deren Auswirkungen noch nicht erkennbar sind. Kritik übt Maria Hintersteiner an der Untätigkeit des ÖGB, denn "es ist ein Mythos, daß es die Vollbeschäftigung im kapitalistischen Wirtschaftsystem je wieder geben wird." Der ÖGB vertrete die Erwerbsarbeitslosen nicht, weil er den Status der Erwerbsarbeitslosigkeit, der das Versagen des kapitalistische Wirtschaftssystem aufzeigt, nicht wahrnehmen wolle: "Deshalb ist es dem ÖGB egal, wie es uns mit dem AMS geht". Lob gibt es für die Arbeiterkammer, die als einzige Institution die Erwerbsarbeitslosen zur aktiven Teilnahme an Veranstaltungen einlädt und erste Schritte zu einer Zusammenarbeit mit den Erwerbsarbeitslosen gesetzt hat. Leider habe aber bislang noch fast keine Gewerkschaftsvertreter an den von der Arbeiterkammer gesetzten Initiativen teilgenommen und so ihr Desinteresse an der Situation großer Bevölkerungsteile kundgetan. Daher müssen sich Erwerbsarbeitslose selbst bemerkbar machen. Die "Erste Österreichische Erwerbsarbeitslosenkonferenz" ist ein erster Schritt dazu, um eine "Sensibilisierung des Bewusstseins aller für die Probleme der Erwerbsarbeitslosen" zu erreichen und ruft alle Betroffenen Menschen auf, an der Konferenz teilzunehmen und lädt auch die MitarbeiterInnen von Arbeitsmarktservice, Arbeiterkammer, Gewerkschaften und politischen Parteien ein, auf die Erwerbsarbeitslosen zu hören. Zur freien Verwendung (Copyleft: Martin Mair) Bei Verwendung Belegexemplar/Hinweis erbeten Erste Österreichische Erwerbsarbeitsslosenkonferenz Samstag, 15.10 bis Sonntag 16.10.2005 jeweils ab 10 Uhr bis Open End Amerlinghaus, Stiftgasse 8, A-1070 Wien Raum für (selbstorganisierte) Kinderbetreuung vorhanden! Fahrtkostenzuschuss für TeilnehmerInnen aus den Bundesländern möglich Konferenz Info Telefon: 0699 81 939 599 Veranstalter: Verein ArbeitslosenprecherIn Gumpendorferstrasse 46, 1060 Wien Office at arbeitslosensprecherin.at http://www.arbeitslosensprecherin.at Detailliertes Programm unter: http://www.arbeitslosensprecherin.at ================================================= Media Austria - Gesellschaft für freie Medien, Kultur und Kommunikation Krottenbachstrasse 40/9/6, A-1190 Wien Tel. + Fax: +43 1 3677487, Mobil: + 43 676 3548310 Email: martin.mair at mediaaustria.at http://www.mediaaustria.at http://www.mediaweb.at - Medienplattform http://journalisten.mediaweb.at - Journalistenplattform http://www.arbeitslosennetz.org - Arbeitslosenplattform ================================================= ================================================ 13 Emmerich Talos im Kurier-Artikel: "Grundeinkommen ist nicht gleich Grundeinkommen" von: angela.mores at chello.at ================================================ WIEN-WAHL "Grundeinkommen ist nicht gleich Grundeinkommen" Nicht immer ist dasselbe gemeint, wenn man vom selben spricht. Im Wiener Wahlkampf entdecken alle eine Idee zur möglichen Armutseindämmung: das Grundeinkommen bzw. die bedarfsorientierte Grundsicherung. Das Durcheinanderbringen von Begriffen, die Unterschiedliches meinen, ist das Problem bei der Debatte, kritisierte der Politologe Emmerich Talos. "Grundeinkommen ist nicht gleich Grundeinkommen", betonte Talos. Es gebe unterschiedliche Ansätze, doch im Wiener Wahlkampf würden viele immer wieder den Begriff "Grundeinkommen" verwenden, aber unterschiedliches damit meinen und "wahllos durcheinanderwürfeln". "In der Öffentlichkeit wird wenig klargemacht, um was es eigentlich geht". Bedarfsorientiertes Grundsicherungsmodell Wieso sich beispielsweise der Wiener FPÖ-Obmann Heinz Christian Strache nun auch plötzlich für ein Grundsicherungsmodell ausspricht und es gar als freiheitliche Forderung deklariert, kann sich Talos nicht erklären, bestenfalls noch mit der Wahlkampfstimmung. Die SPÖ geht stärker in Richtung Sicherung von Mindeststandards und tritt für eine bundesweite Vereinheitlichung der Sozialhilfe ein. Der Wiener Bürgermeister Michael Häupl (S) hatte aber in Interviews auch den Begriff "Grundeinkommen" verwendet. Die Grünen wollen eine "bedarfsorientierte Grundsicherung", Mindeststandards in der Kranken- und Arbeitslosenversicherung, sowie eine Grundpension. Die ÖVP lehnt ein bindungsloses bzw. bedarfsorientiertes Grundsicherungsmodell ab. Umbrüche Das Thema "Grundeinkommen" komme immer dann aufs Tapet, wenn Umbrüche stattfinden - wie derzeit die steigende Arbeitslosigkeit, der Anstieg an prekären Beschäftigungen und das Phänomen working poor, dass also immer mehr Menschen - trotz Beschäftigung - unter die Armutsgrenze fallen. 1985 hat die Katholische Sozialakademie Österreichs (KSÖ) das Thema "Grundeinkommen" in Österreich erstmals bekannt gemacht. Die KSÖ fordert ein "bedingungsloses Grundeinkommen" - universell, in existenzsichernder Höhe, ohne Rücksicht auf sonstige Einkommen und Ersparnisse sowie als Rechtsanspruch. Neoliberale Variante Die neoliberale Variante der Grundsicherung wurde vom US-Ökonomen Friedman Milton 1962 vorgelegt: Der Wissenschaftler plädierte dafür, den Lebensstandard jedes Individuums in der Gemeinschaft auf ein bestimmtes Mindestniveau festzusetzen. Friedman trat für die negative Einkommenssteuer ein. So ist dieses Modell im Steuersystem verankert. Wer über ein eigenes Einkommen nur unterhalb einer bestimmten Grenze verfügt, erhält eine Transferleistung, wer darüber liegt, zahlt Einkommenssteuer. "Trivial formuliert: Der Finanzminister ersetzt dann den Sozialminister", kritisierte Talos. Die "bedarfsorientierte Grundsicherung" sei nicht so weit reichend wie die bedingungslose Variante, die zu einer "gespaltenen Gesellschaft" führen könnte, meinte der Politologe. Die einen verdienen, die anderen beziehen Grundeinkommen und das wären bei den derzeitigen Verhältnissen mehrheitlich Frauen. Armutseindämmung Das Modell der "bedarfsorientierten Grundsicherung" bettet sich in bestehende Strukturen ein: "Sie erweitert die Struktur, schafft sie nicht ab", betonte Talos. Der Bezug zur Erwerbsarbeit bleibe bestehen, die Leistung sei an den Bedarf gebunden. Voraussetzung bei diesem Modell: die Verfügbarkeit für den Arbeitsmarkt. Dabei würde aber das selbe Problem wie bei der Notstandshilfe und bei der Sozialhilfe auftreten, da diese Absicherung auf das Haushaltseinkommen orientiert ist. Es sei nicht des "Rätsels letzte Lösung", räumte Talos ein, aber könnte zur Armutseindämmung beitragen. Talos hält das bedarfsorientierte Grundsicherungsmodell für leistbar, denn es gehe um eine politische Prioritätensetzung - wie bei der Einführung des Kinderbetreuungsgeldes. Es gehe um Armutsvermeidung und "das gibt es nicht zum Nulltarif, sondern kostet Geld". Artikel vom 15.10.2005 |apa |wol ================================================ 14 Ottakringer Kommunisten: Für das Selbstbestimmungsrecht der Frau! von: helmut.fellner at chello.at ================================================ Ottakringer Kommunisten - Kommunistische Initiative (OK-KI) Liste 6 in Ottakring Presseaussendung Für das Selbstbestimmungsrecht der Frau! Der Kapitalismus bedeutet für die Frau grundsätzlich ein doppeltes Ausbeutungs- und Unterdrückungsverhältnis. Einerseits bedeuten kapitalistische Klassenverhältnisse für die Frauen der ArbeiterInnenklasse ebenso wie für die Männer direkte Ausbeutung und Unterdrückung durch kapitalistische Lohnarbeit. Dass die Frauen darüber hinaus unter einer Schlechterstellung gegenüber den Männern zu leiden haben, ist gesellschaftliche Realität. Zumeist trägt die Frau die Last der unbezahlten Arbeit in Haushalt und Familie, durch ihre gesamtgesellschaftliche Benachteiligung etwa im Bildungswesen, in der beruflichen Ausbildung und nicht zuletzt am Arbeitsplatz (und -markt) wird dieses Verhältnis ständig erneuert. Es ist ein Bedürfnis optimaler kapitalistischer Verwertungsbedingungen. Weitaus mehr sind Frauen von Arbeitslosigkeit und auch von atypischen Arbeitsverhältnissen betroffen, als es Männer sind. Frauen bekommen - auch bei gleicher Tätigkeit - üblicherweise nur einen Bruchteil der Löhne und Gehälter ihrer männlichen Kollegen, arbeiten aber zum Großteil ohnedies in angeblichen "Frauenberufen", die gleich kollektiv geringere Löhne bedeuten. Das heißt auch, dass die tatsächliche Gleichstellung der Geschlechter eng mit der ökonomischen Befreiung der Frauen verknüpft ist. So viel im Rahmen des Möglichen einer bürgerlichen Gesellschaft an formeller Gleichstellung durchaus bereits erreicht wurde, so wenig garantiert dies eine tatsächliche Gleichstellung. Und tatsächlich stehen diverse politische Maßnahmen der jüngeren Vergangenheit für zutiefst reaktionäre frauenpolitische Ansichten, nicht mehr für Reformen zur Besserstellung, sondern für eindeutige Rückschritte. Die Umsetzung der gegenwärtigen kapitalistischen Offensive geht überproportional zulasten der Frauen und ein Gutteil aller sozialen Verschlechterungen, für die die österreichische Bürgerblockregierung seit 2000 verantwortlich zeichnet, hat frauenspezifischen Charakter. Einerseits sollen damit - nach dem Weltbild der ÖVP und ihrer Anhängsel und nach den Bedürfnissen des Kapitals - Frauen aus der normalen Erwerbsarbeit gedrängt, andererseits dafür umso fester an Herd und Gitterbett gekettet werden. Eine diesbezügliche Maßnahme war durchaus auch die Neustrukturierung des Karenzgeldes im Sinne des nunmehrigen "Kindergeldes", das seinen reaktionären Charakter mit Allgemeinplätzen zu vertuschen sucht. Derartiges bedeutet für viele Frauen - und erstrecht für Alleinerzieherinnen - den Zwang zu einer bestenfalls geringfügigen Beschäftigung, Verschlechterungen in der Sozialversicherung und den Verlust von Pensionsjahren (bei gleichzeitiger Anhebung des Pensionsantrittalters für Frauen!). Auch der Wiedereinstieg in den Beruf wurde dadurch systematisch erschwert, von freien Wahlmöglichkeiten kann wahrlich keine Rede sein. - Und natürlich betreffen sämtliche sonstige allgemeine Restriktionen im Bildungs-, Gesundheits- und Sozialbereich Frauen relativ schärfer als Männer. Zu “guter" letzt stellen die reaktionärsten und konservativsten Kreise in ÖVP und katholischer Kirche gar die ohnedies in dieser Form unbefriedigende Fristenlösung bezüglich des Schwangerschaftsabbruches wieder offen in Frage. Stattdessen wäre es wichtig, kostenlose Möglichkeiten des Schwangerschaftsabbruchs in ganz Österreich zu schaffen sowie Empfängnisverhütungsmitteln kostenlos abzugeben. Doch hinter der Politik der Herrschenden steht ein Gesellschafts- und Frauenbild aus dem vorletzten Jahrhundert! Gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit! Keine soziale Schlechterstellung von AlleinerzieherInnen! Keine geschlechtsspezifischen Diskriminierungen am Arbeitsplatz, im Bildungsbereich und im öffentlichen Raum! Für eine flächendeckende und kostenlose Kinderbetreuung! Kontakt: Telefon: Gerhard Dusek 0699/1924 65 21 e-mail: elisabeth.rizy at chello.at Homepages: www.kominform.at und www.kommunisten.at ================================================ 15 REVOLUTION - mit der Bitte um Veröffentlichung von: REVOLUTION at utanet.at ================================================ Streik für freien Bildungszugang! Resolution der SchülerInnen-Aktionskonferenz am 7. Oktober 2005 Mit der Einführung von Zugangsbeschränkungen an den Universitäten erreicht der Bildungsabbau in Österreich eine neue Qualität. Das Recht auf freie Bildung soll, wenn es nach der Regierung geht, der Vergangenheit angehören. Die Herrschenden demonstrieren damit einmal mehr, dass das Bildungssystem im Interesse der Wirtschaft steht und auf unsere Kosten angegriffen wird. Das Argument, es fehle das nötige Geld zur Finanzierung eines öffentlichen Bildungssystems, das allen das Recht auf eine qualitativ hochwertige Bildung garantiert, können und wollen wir nicht akzeptieren. Die Reichen werden immer reicher, die Konzerne machen Milliardenprofite. Diese Gesellschaft wäre reich genug. Kürzungen im Bildungsbereich und Zugangsbeschränkungen sind auf keinen Fall zu rechtfertigen. Deshalb werden wir unser Recht auf Bildung verteidigen! Unsere Antwort auf diese Politik des Bildungsabbaus heißt Widerstand! Wir organisieren uns dabei in Aktionskomitees, um den Protest gegen Bildungsabbau von unten zu organisieren. Das Komitee ist der Ort, wo wir gemeinsam diskutieren und Aktionen planen können. Statt der üblichen Stellvertreterpolitik durch die offizielle SchülerInnenvertretung stellen die Aktionskomitees den Versuch dar möglichst großen Teilen der SchülerInnen die Möglichkeit auf Selbstorganisation zu geben. Wir wollen selbst entscheiden, wie die Bewegung gegen Bildungsabbau organisiert werden soll. Wir rufen alle SchülerInnen auf, sich uns anzuschließen, sich an den Schulen in Aktionskomitees selbst zu organisieren und mit uns am Mittwoch, dem 19. Oktober 2005, gegen Zugangsbeschränkungen an den Universitäten und für freien Bildungszugang zu streiken! Ein Streik ist das machtvollste Mittel, das wir besitzen. Verzichten wir einen Tag auf unsere Bildung um sie für die nächsten Jahre retten zu können! Wir begrüßen die Initiative für eine HörerInnen-Versammlung am 13. Oktober auf der Universität Wien, die für Studierende und Nicht-Studierende offen steht. Wir rufen zur Teilnahme möglichst vieler Schülerinnen und Schüler auf und werden dort vorschlagen, dass der Streik am 19. Oktober auch auf die Universität ausgeweitet wird. Wir solidarisieren uns mit allen von Sozial- und Bildungsabbau betroffenen Gruppen, vor allem den Studierenden, welche die Folgen des Kaputtsparens der Unis zu spüren bekommen, und den Lehrlingen, die sich gegen die wachsende Jugendarbeitslosigkeit und die verstärkte Lehrlingsausbeutung wehren. Der 19. Oktober ist erst der Anfang! Bauen wir eine starke Protestbewegung von SchülerInnen, StudentInnen und Lehrlingen zur Verteidigung unserer Interessen auf! Wir werden solange kämpfen, bis die Regierung die Zugangsbeschränkungen und alle bisherigen Einsparungen im Bildungsbereich zurücknimmt! Die heutige Aktionskonferenz wählt daher aus ihrer Mitte einen SprecherInnen-Rat, der bis zur nächsten Konferenz die Koordination der Widerstandsaktionen in Wien gewährleisten soll. Um den weiteren Widerstand demokratisch planen zu können, rufen wir zu einer großen Streik-Versammlung der SchülerInnen, StudentInnen und Lehrlinge unmittelbar im Anschluss an die Demonstration am 19. Oktober auf. Dort sollen die nächsten Aktionen besprochen und beschlossen werden. Um eine bessere österreich-weite Koordinierung des Widerstandes zu ermöglichen, schlagen wir ein österreich-weites Treffen der jeweiligen SprecherInnen-Räte aus den verschiedenen Bundesländern zum baldigst möglichen Zeitpunkt vor. Wir rufen die Bundes- und LandesschülerInnenvertretung, die Österreichische HochschülerInnenschaft sowie die Gewerkschaften auf, unseren Protest aktiv zu unterstützen und gemeinsam mit uns für einen SchülerInnenstreik am 19. Oktober zu mobilisieren! Deshalb fordert die heutige Aktionskonferenz: * Abschaffung der Studiengebühren * Nein zu Zugangsbeschränkungen an den Unis! Ja zu freiem Bildungszugang! * LehrerInnen und Lehrer - solidarisiert euch mit unserem Kampf! * Ausweitung des Widerstandes auf StudentInnen und Lehrlinge! * Für einen österreichweiten SchülerInnen- und StudentInnenstreik am 19. Oktober! ================================================ 16 ASt 2 - mit der Bitte um Veröffentlichung von: ast-lfi at utanet.at ================================================ Die Mobilisierung für den Streik am 19. Oktober: eine Zwischenbilanz Von Michael Pröbsting (aus: Red Newsletter 179, Informationsdienst des ArbeiterInnenstandpunkt, 16. Oktober 2005, www.arbeiterInnenstandpunkt.net) Am 7. Oktober fand in Wien eine SchülerInnen-Aktionskonferenz gegen den Bildungsabbau statt (Wir veröffentlichen die dort beschlossene Resolution im Anschluß an diesen Artikel). An der Konferenz nahmen mehr als 100 SchülerInnen teil, womit sie eine der größten Basisversammlungen von Schüler-AktivistInnen in Wien seit langem darstellt. Die wichtigsten Ziele der Konferenz waren einerseits die Diskussion und Annahme der Resolution, in deren Zentrum die Organisierung eines Schulstreiks am 19. Oktober steht sowie der Aufruf zur Organisierung von Aktionskomitees an den Schulen. Andererseits wählte die Konferenz am Schluß einen SprecherInnenrat, der aus VertreterInnen von 11 SchülerInnen-Aktionskomitees besteht. Ihre Aufgabe ist die Koordinierung der weiteren Arbeit gegen den Bildungsabbau. ArbeiterInnenstandpunkt und REVOLUTION haben in den letzten Wochen und Monaten die Mobilisierung für einen Streik gegen den Bildungsabbau ins Zentrum ihrer Arbeit gestellt. Neben der allgemeinen Mobilisierung versuchten wir im besonderen, in mehreren Schulen Aktionskomitees von AktivistInnen aufzubauen. Dabei konnten wir in den letzten Wochen wichtige Fortschritte erzielen. (6 Delegierte des SprecherInnenrates sind auch AktivistInnen von REVOLUTION.) Wir sind überzeugt, daß der Aufbau von Aktionskomitees eine wichtige Rolle auch bei der zukünftigen Organisierung des Widerstandes gegen Bildungs- und Sozialabbau spielen werden. Denn solche Aktionskomitees sind basisdemokratische Zusammenschlüsse von AktivistInnen und UnterstützerInnen des Widerstandes. Widerstand muß von unten, von der Basis her organisiert werden. Die Methoden der Spitzenfunktionäre der reformistischen Organisationen - wie SJ, AKS, GPA-Jugend oder der ÖH-Führung - lehnen wir hingegen ab. Ihnen geht es in erster Linie um sogenannte Medienarbeit - das bedeutet die Möglichkeit für die führenden Funktionäre, ihr Gesicht in der Zeitung wiederzufinden, prominent zu werden und so ihre Chancen für eine zukünftige Karriere in der Mutterpartei oder nahestehenden Institutionen zu verbessern. Wir sind natürlich keineswegs gegen Medienarbeit, aber sie muß nachgereiht und untergeordnet sein gegenüber der Mobilisierung für Aktionen und Organisierung möglichst vieler Jugendlicher und ArbeiterInnen an der Basis. Die Erfahrung der letzten Wochen und Monate ist jedoch, daß die bürokratische Führung der sozialdemokratischen - oder der Sozialdemokratie nahestehenden - Jugendorganisationen SJ, AKS, VSStÖ und GPA-Jugend - nicht das geringste Interesse daran haben, einen solchen Widerstand auf der Straße zu organisieren. Im Gegenteil, sie versuchen alles in ihrer Macht stehende, um einen Erfolg des Streiks am 19. Oktober zu verhindern. An der AHS Rahlgasse im 6. Wiener Gemeindebezirk versucht die ehemalige Schulsprecherin Hannah L. (GPA-Jugend) mit allen Mitteln, AktivistInnen am Verteilen von Flugblättern vor der Schule zu hindern. Sie schreckte dabei auch nicht davor zurück, für diesen Zweck die Hilfe der stellvertretenden Direktorin in Anspruch zu nehmen und so die SchülerInnen einzuschüchtern. (Ihren bislang letzten Versuch, uns vom Verteilen von Flugblättern für den Streik 19.10. abzuhalten, unternahm sie vor einem anwesenden Kamerateam des ORF, daß wir für eine Reportage über die SchülerInnen-Aktionskomitees mitbrachten - siehe den Hinweis unten.) Für die von ihr einberufene HörerInnenversammlung an der Wiener Universität am 13. Oktober mobilisierte die ÖH fast überhaupt keine StudentInnen. Man mußte in den Tagen davor schon genau schauen, um auf der Universität Wien überhaupt Bewerbungsplakate für die HörerInnenversammlung zu finden. Dementsprechend bescheiden war daher auch die Teilnahme mit knapp 100 StudentInnen. Der ÖH-Bürokratie bereitet dies kein besonderes Kopfzerbrechen, denn für sie dient eine solche HörerInnenversammlung sowieso nicht der Mobilisierung für größere Aktionen. Einziger Sinn und Zweck solcher Versammlungen in den Augen der ÖH-FunktionärInnen ist das Absegnen irgendwelcher nichtssagender Resolutionen, die sie dann für eine Presseaussendung benutzen. Daher stieß die Delegation des SprecherInnenrats der SchülerInnen bei den ÖH-FunktionärInnen auf heftigen Widerstand, als sie vorschlug, in der Resolution auch zur Unterstützung und Teilnahme der Studierenden am Streik am 19. Oktober aufzurufen. Die SchülerInnen wurden jedoch von einer Reihe von StudentInnen unterstützt, darunter auch AktivistInnen des ArbeiterInnenstandpunkts. Mit allen bürokratischen Mitteln versuchten die ÖH-FunktionärInnen, eine Abstimmung dieses Antrages zu verhindern. Nach einer mehr als eineinhalbstündigen Diskussion mußten sie jedoch nachgeben und eine demokratische Abstimmung zulassen. Wie zu erwarten sprach sich eine deutliche Mehrheit der Anwesenden für unseren Antrag aus. Man kann jedoch getrost davon ausgehen, daß die ÖH-Bürokratie diesen Aufruf der HörerInnenversammlung entweder überhaupt nicht vor dem 19. Oktober veröffentlichen wird und wenn, dann wohl nur auf einer schwer zu findenden Stelle im Internet. Wir bedauern diese Haltung der reformistischen Organisationen sehr, auch wenn sie uns nicht wirklich überrascht. Wieso sollten die Jugendorganisationen eine grundsätzlich andere Politik betreiben als die Mutterpartei SPÖ, an deren finanzieller Nabelschnur sie ja hängen?! Unsere Haltung als marxistische RevolutionärInnen ist, daß wir von unserer Seite her gemeinsame Aktionen mit Organisationen wie SJ usw. anstreben. Wenn diese Organisationen es jedoch ablehnen, konkrete, breite Aktionen auf der Straße zu organisieren, dann sind wir entschlossen, unseren Kräften entsprechend notfalls auch ohne diese Gruppen Widerstand gegen den Bildungsabbau zu leisten. Genau dies werden wir auch am 19. Oktober machen! ================================================ 17 Stmk/Kaltenegger/KPÖ-Landesvorstand/Bericht von: kpoe_stmk at hotmail.com ================================================ PRESSEMITTEILUNG DER STEIRISCHEN KPÖ GRAZ,AM 15. 10. 05 KPÖ-LANDESVORSTAND: KALTENEGGER BERICHTET ÜBER GESPRÄCHE MIT VOVES UND LECHNER-SONNEK Am Samstag hielt der Landesvorstand der steirischen KPÖ seine erste Sitzung nach der Landtagswahl am 2. Oktober ab. Ernest Kaltenegger dankte in seinem Referat allen AktivistInnen, die zum Einzug der KPÖ in den Landtag beigetragen und damit die Möglichkeiten für eine bessere Vertretung der sozial Schwachen in der Steiermark eröffnet haben. Er berichtete über den bisherigen Verlauf der Gespräche mit SPÖ und Grünen auf Landesebene. Am 26. Oktober wird in Knittelfeld eine Nationalfeiertagsveranstaltung von KPÖ und Kinderland stattfinden. Dort wird Ernest Kaltenegger - einen Tag nach der konstituierenden Sitzung des Landtags - bereits als Klubobmann der KPÖ die Festansprache zum 50. Jahrestag des Beschlusses über die immerwährende Neutralität Österreichs halten. KPÖ-Steiermark Lagergasse 98 a 8020 Graz Tel.: 0316 71 24 36 Fax 0316 71 62 91 email: kp.stmk at kpoe-graz.at; kpoe_stmk at hotmail.com ================================================ 18 KPÖ/Links/SPÖ/Grüne/EU-Verfassung von: kpoe at aon.at ================================================ SPÖ und Grüne haben Scheitern der EU-Verfassung nicht verstanden Durchsichtiges rotgrünes Gerangel um das Etikett “links" “Wenn man den Bezugspunkt nur weit genug rechts ansiedelt, kann sich bald jemand als links bezeichnen", meint KPÖ-Vorsitzender Walter Baier ironisch zum Gerangel von SPÖ und Grünen. Bis vor kurzem war links verpönt und der Drang in die politische Mitte - im Klartext Politik im Kontext des neoliberalen Zeitgeistes - die Leitlinie für die etablierten Parteien. Durch den daraus resultierenden Mangel an Unterscheidungsmöglichkeit erklärt sich auch ihre zunehmende Austauschbarkeit in allen nur denkbaren Koalitionsvarianten, wie die KPÖ bereits vor der Nationalratswahl 2002 festgestellt hat. Nach dem Scheitern der EU-Verfassung durch das linke Nein in Frankreich, dem Wahlerfolg der Linkspartei in Deutschland und dem Einzug der KPÖ in den steiermärkischen Landtag ist es offensichtlich aber plötzlich wieder schick geworden “links" zu sein. Die SPÖ versucht mit lautstarker Oppositionspolitik der sozialen Verunsicherung der Lohnabhängigen in einer zunehmend prekarisierten kapitalistischen Gesellschaft Rechnung zu tragen um zwischenzeitlich an die FPÖ verlorene WählerInnen wieder zurückzugewinnen bzw. ein Abdriften kritischer WählerInnen nach links zu verhindern. Bei den Grünen ist hingegen wenig ersichtlich wofür und für wen sie eigentlich stehen, nachdem sie sich sowohl die Koalitionsvariante rotgrün als auch schwarzgrün offen halten wollen. Vergessen gemacht soll mit diesem rotgrünen “Linksblinken" offensichtlich, dass die parlamentarische Opposition geschlossen mit den Regierungsparteien die EU-Verfassung durch den Nationalrat ebenso wie den Bundesrat gepeitscht hat. SPÖ und Grüne haben ebenso wie ÖVP und BZÖ alle Forderungen darüber eine Volksabstimmung durchzuführen eisern abgeblockt. Verdrängt werden soll mit dieser Debatte aber auch, dass sich sozialdemokratische Regierungspraxis (wie in Wien) oder grüne (wie in Deutschland) faktisch nicht von jener der Konservativen unterscheidet. SPÖ wie auch Grüne haben trotz des Schocks durch das vorläufige Scheitern der EU-Verfassung infolge der Volksabstimmungen in Frankreich und den Niederlanden bislang nicht erkennen lassen, dass sie auch nur ansatzweise bereit sind, die Grundlagen des neoliberalen Projekts EU in Frage zu stellen. Die vier Grundfreiheiten des Maastricht-Vertrages, die von der Europäischen Zentralbank diktierte Budgetpolitik, das Dogma des Binnenmarktes und des “freien Wettbewerbs", der Aufrüstungszwang verbunden mit der Entwicklung zu einer militärischen Supermacht werden nach wie vor nicht hinterfragt. Während die Sozialdemokratie dies mit der Forderung nach einem “sozialen Europa" zu übertünchen sucht, forciert der Grüne EU-Parlamentarier Johannes Voggenhuber eine Neuauflage der Verfassung als sein Lieblingsprojekt: “SPÖ und Grünen gemeinsam ist aber, dass sie den deutlichen Wink des Nein zur Verfassung und damit die Notwendigkeit zur Entwicklung einer Alternative zur EU wie sie hier und jetzt existiert nicht verstanden haben", so Baier abschließend. <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< WELTWEIT <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 19 Robert Fisk's »The great war of civilisation« von: newswire at lists.fifthinternational.org ================================================ >'The Americans have to leave. The Americans will >leave. The Americans can't leave.' >Preview of Robert Fisk's »The great war of civilisation« > War correspondent Robert Fisk gave a rare talk in London this week to launch his new book, »The great war of civilisation: the conquest of the Middle East«. Weighing in at 1.7kg and 1300 pages, the book represents thirty years of Fisk's career as a journalist in Lebanon, Iraq, Bosnia, Kosova, Afghanistan and back to Iraq again. His source consists of 328,000 notes made over those years, and his famous contact book. This makes Fisk sound like a figure from a bygone age when war reportage was "an honourable profession". Certainly his own record is an honourable one in an age when war correspondents are "embedded" with the invading and occupying forces. Fisk himself is quick to dismiss any romanticism. He recounted only one story of bravery, characteristically not about himself but about Jon Snow, now with Channel Four News, who swam out into the Shatt al-Arab waterway, which lay at the disputed heart of the Iran-Iraq war, in 1980. His mission was to rescue the crew of a merchant ship, caught between the two armies. Snow completes the rescue and they both file their reports, writes Fisk: "Then I sank into the deepest bed of the Intercontinental Hotel and woke to find a telex with a nudge-in-the-ribs question from the foreign desk in London: 'Why _you_ no swam in shark-infested Shatt al-Arab river?' But here the sweet stories must end." Fisk explained to his London audience that, in writing the book, he realised that this story, which appears on pages 237 to 242, would indeed be the last light-hearted moment of the book. From there on in, it would be a painful recounting of horror and death. The book is not written in chronological order, but flits about. Nevertheless, the First World War and its immediate aftermath forms a multilayered motif for Fisk's own experiences. Its title is taken from the inscription on the back of his father's medal from that war. Fisk told us how Britain drew the borders of Palestine, Ireland, Iraq and Yugoslavia in the eighteen months following WWI, and that he had "spent my life watching people die in those borders". The echoes between the two eras are sometimes co-incidental. Fisk points out that Sheikh Dhari killed a British officer, Colonel Gerald Leachman in Khan Dhari, near Fallujah in 1920, at the start of the anti-British insurgency; "in 2003 it would be the scene of the first killing of an American occupation soldier by a roadside bomb" (p177). But Fisk's serious point is that 1918-20 witnessed Britain, France, etc. carving up of whole areas of the globe. As he told the London audience, "When I talk to a Palestinian I realise that the Balfour Declaration [which established the mandate of Palestine and the Jewish right to settle] was signed yesterday, last night, because he is still living with the consequences." So what is Fisk's view on the current situation in Iraq? He dismisses the US/UK strategy to see off the insurgency through a combination of the ballot box and the bullet as hopelessly wide of the mark. "The constitution and referendum are not the subject of talk in the living rooms of Baghdad. They are not relevant to the horror and terror of their world." He says the British conduct a heavily armoured patrol of Amara in the south once a day; the rest of the time, it is patrolled by militiamen. Yet the Brits say they're "in control". Fisk says a conundrum lies at the centre of the situation: "America must leave, America will leave. America can't leave." His assessment of how this will end is that the Iraqis will eventually force the US and British troops out of the country. Mediators will have to be found, though this will be harder even than during the Algerian war for independence because so many have been killed. On questioning, Fisk predicted that Iran would - indeed was already in the shape of Shia parties in the governmental coalition - play a role in negotiating an acceptable withdrawal for the occupation forces. His opinion on what will happen next seems to be less clear. On the one hand, he says, "The insurgents are trying to get the US out. But that's not all they want. Afterwards they want to say, 'we are the liberators'". On the other hand, he thinks civil war is unlikely: Iraq has never had a civil war. Fisk claims never to have heard an Iraqi predict civil war at the end of the occupation, and points out that in large part Iraq remains a tribal society, within which Sunnis and Shias are mixed. When Fisk asked one tribal leader about his fears of civil war, his reply was, "What? You expect me to kill my wife?" There is, however, a problem with this perspective, and it is related to Fisk's lack of a theoretical framework with which to put together his unrivalled experiences into a unified whole. Fisk is a sceptic. He quoted approvingly Amira Hass of the Haaretz newspaper that "our job is to monitor the centres of power". This scepticism shows clearly, as one might expect, in Fisk's use of language. Asked why he calls the resistance fighters "insurgents", he said that he had "banned the word terrorist from his brain," but that neither could he call people who blow up mosques and marketplaces a "resistance". Similarly, though he does refer to the "American Empire", the word "imperialism" is never to be found in a Fisk article. But this is a problem. Only by placing the Iraq war and occupation in the context of the epoch of imperialism can we chart the dangers and possibilities of a progressive solution. Imperialism is the strongest social force on the planet with huge resources at its disposal. The USA is its only superpower. However, this is not to say that it can rule in the manner of its choosing. It has to deal with other imperialist forces and even with other, minor capitalist classes in order to protect its global and regional power bases. The Iraqi constitution - which now looks like it will be endorsed by the referendum due to the lockdown in the west and Grand Ayatollah al-Sistani's instruction to all Shias to vote "Yes" - will further entrench sectarianism as the basis for economics and politics. The Iraqi bourgeoisie is exceptionally weak and divided after thirty years of dictatorship, war, sanctions and occupation. Fractions of this class - among the Kurds, the Shias, the Sunnis - will jockey for prime position regarding territory and resources, and seek favour with the US and other imperialist and regional powers like the European Union and Iran. This is inevitable - _unless_ a national resistance movement can be formed. By giving potentially far-reaching powers to Iraqi regions - including rights over future gas and oil finds and the right to form their own militia - and by making the central government weak, US imperialism - along with its British sidekick - hope to play the role of all-powerful arbiter, playing one fraction off against the other. This is a very dangerous strategy, which could lead to years of fratricidal skirmishes and even civil war. Tribal loyalties would, unfortunately, count for little in such a situation. Indeed, Bosnians, especially in the urban centres, would have scoffed at the idea of civil war there before the final collapse of Tito's Stalinist reign. Intermarriage - as in Rwanda between Tutsi and Hutu - was common. But Bosnia also gave us a glimpse of what might have been. In the strong working class areas like Sarajevo, Tuzla and Srebrenica, multi-ethnic militia prevented pogroms and fought for a solution based on solidarity and social ownership and control of the resources. This glimpse needs to be transformed into a beam of light in Iraq. The success of trade unions like the General Union of Oil Employees shows that the Iraqi working class is willing and able to resist both sectarianism and imperialism, that it can fight for a working class solution to the economic crisis gripping the country. It is hardly surprising, given the counter-revolutionary role played by the Iraqi Communist Party and the reactionary positions of the various other populist parties, that the GUOE has developed a syndicalist, anti-party ideology. Unfortunately, this will leave the union - and the wider working class - at best off the field while other, hostile class forces shape the future of the country; at worse, workers and poor farmers will be swept along into opposing camps. Only a revolutionary working class party can unite the urban and rural poor behind a programme which links the tasks of ejecting the imperialist occupation to those of establishing a socialist society. In short, the working class has to come to the head of the anti-imperialist resistance. It would be too much to ask Robert Fisk to provide such an analysis in his book. But what he does do is provide much of the information that can help put flesh on such a skeletal programme. And for that he is well worth reading - and thanking for a lifetime spent critically monitoring the centres of power. ================================================ 20 Iraqi Kurds mobilise for constitution 'Yes' von: wadi.wien at gmx.at ================================================ Iraqi Kurds mobilise for constitution 'Yes' by Abdel Hamid Zebari ARBIL, Iraq, Oct 10 (AFP) - In Iraqi Kurdistan, no-one questions the usefulness of voting 'Yes' in Saturday's referendum on a new constitution, seen as the best way to reinforce their northern region's de facto autonomy. The mobilisation of voters to say 'Yes' in the provinces of Arbil, Dohuk and Suleimaniyah is unparalleled in the rest of Iraq. With one voice, political parties, officials and media sing the draft text's praises. "The Iraqi state in general and the Kurdish people in particular will (on October 15) take a huge step forward and enter a more advanced era in their social, political and economic history," said Arbil governor Nuzad Hadi of the Kurdistan Democratic Party (KDP). Another official from the KDP, headed by Iraqi Kurdistan's regional president Massud Barzani, underlined the importance of Kurds' "taking part en masse in the referendum and saying yes to the constitution". Mahmud Mahmud is in charge of educating the population about the necessity of going to the polls and his workers have inundated Kurdistan with slogans and explanations in a bid to inspire people of the virtues of the draft basic law. Banners stretched across city streets inform residents that "a Yes vote is the same as supporting autonomy" or that it "guarantees keeping the peshmerga," the Kurdish militia which fought the forces of ousted dictator Saddam Hussein for decades. During the long and laborious birth of the constitutional text, Kurdish negotiators fought fiercely to enshrine Iraq's federal nature, although the right to self-determination that could have led to secession was left out. Kurdish representatives in the regional parliament were quick to notice the "omission" while reading the final text but nevertheless called for Kurds to vote yes. "I will vote yes because I feel like I have an historic responsibility," said 35-year-old teacher Shilan Mulod. "I want to add my voice, that of a woman, to the voice of the Kurds who, united, will help our people's cause." Kurdish public opinion has been worked on by the media, in particular local television stations that broadcast an increasing number of roundtable discussions on the matter. Local channels have organised debates with themes such as "Why should you vote Yes?" and "With the constitution". Another programme called "The school of the constitution" invites viewers to call in with questions for a panel of experts. The television stations of both the KDP and the Patriotic Union of Kurdistan of Iraqi President Jalal Talabani have a permanent logo in the corner of the screen saying "Yes to the constitution". The United Nations began Saturday to distribute a million copies of the draft law's text in Kurdish, starting with the most isolated hamlets and villages before moving to the cities. The Chaldean, Assyrian and Turkmen minorities will also have copies printed in their respective languages, set to be handed out beyond the three strictly Kurdish provinces and into cities such as Kirkuk and Mosul, home to significant Kurdish minorities. During the bitter wrangling over the constitution's make-up, Kurds temporarily dropped their claims on the oil-rich but ethnically tense city of Kirkuk, which was significantly Arabised under Saddam. Nevertheless, Kurds say, the new document promises somewhat ambiguously to "normalise the situation" in Kirkuk after fresh elections set for December 15. -- WADI - Verband für Krisenhilfe und solidarische Entwicklungszusammenarbeit e-mail: wadi.wien at gmx.at Tel.: 0699-11365509 Postfach 105 A-1181 Wien Spendenkonto in Österreich: Kontonummer 07.405.301 Evangelische Kreditgenossenschaft eG BLZ 31800 IBAN: AT10 3180 0000 0740 5301 BIC: EVKRATW1 ================================================ 21 Darfur: GfbV fordert Mandatserweiterung für AU-Friedenstruppe von: gfbv.austria at chello.at ================================================ GESELLSCHAFT FÜR BEDROHTE VÖLKER PRESSEMITTEILUNG Göttingen, den 14.10.2005 Gewalt im Westen des Sudan eskaliert Darfur: GfbV fordert Mandatserweiterung für Friedenstruppen der Afrikanischen Union (AU) Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat am Freitag dringend eine Verstärkung des Mandats der Friedenstruppen der Afrikanischen Union in Darfur (AMIS) gefordert, um einen wirksamen Schutz der Zivilbevölkerung zu garantieren. "Wenn die internationale Staatengemeinschaft ernsthaft an einem Stopp des Völkermordes interessiert ist, dann muss sie der AU-Truppe auch die nötige logistische und finanzielle Unterstützung geben", sagte der GfbV- Sudanexperte Ulrich Delius, "sollte sie dazu nicht bereit sein, muss der Weltsicherheitsrat gemäß Kapitel VII der UN-Charta eine UN- Friedenstruppe nach Darfur entsenden, um den Schutz der Zivilbevölkerung sicherzustellen." Dort heißt es in Artikel 42: Der Weltsicherheitsrat kann mit Luft- und Landstreitkräften die zur Wiederherstellung der internationalen Sicherheit erforderlichen Maßnahmen durchführen. Angesichts des mangelnden Willens der sudanesischen Regierung, die Zivilbevölkerung vor Übergriffen zu schützen und die mit ihr verbündeten mordenden und vergewaltigenden Janjaweed-Milizen zu entwaffnen, braucht die AU-Truppe nach Auffassung der GfbV dringend ein robusteres Mandat. Bisher soll sie nur den Waffenstillstand überwachen, hat jedoch weder den Auftrag, Zivilisten aktiv zu schützen, noch das Recht, Angreifer zu verfolgen. Dringend müsse auch die Zahl der AU-Beobachter erhöht und ihre Ausstattung verbessert werden, fordert die GfbV. Bislang seien nur 6.000 afrikanische Soldaten in Darfur stationiert, obwohl geplant gewesen sei, 7.700 AU- Beobachter bis Ende September 2005 in den Westen des Sudan zu entsenden. "Und wie sollen 760 schlecht ausgerüstete nigerianische Soldaten in der Umgebung der Provinzhauptstadt Geneina (West-Darfur) die Einhaltung des Waffenstillstandes in einem 12.000 Quadratkilometer großen Gebiet überprüfen, wenn ihre Hubschrauber wegen Kerosinmangels am Boden bleiben müssen", kritisierte Delius. Die 18 Hubschrauber der AMIS könnten nur selten starten, weil die sudanesischen Behörden ihre Versorgung mit Flugbenzin verhinderten. Angesichts des Scheiterns der AU werde der Ruf nach Entsendung einer UN-Friedenstruppe lauter. Unterstützt werde diese Forderung von Friedensnobelpreisträger Elie Wiesel, dem ehemaligen Oberkommandierenden der NATO Wesley Clark, dem wegen seines Engagements gegen den Genozid in Ruanda bekannt gewordenen früheren kanadischen General Romeo Dallaire und von der Internationalen Vereinigung der Genozid-Forscher sowie zahlreichen Menschenrechtsorganisationen. Für Nachfragen ist der GfbV-Sudanexperte UIrich Delius auch erreichbar unter Tel. 0160 95 67 14 03. ====================================================== Gesellschaft fuer bedrohte Voelker e.V. (GfbV) Inse Geismar, Pressereferentin Postfach 2024, D-37010 Goettingen Tel.+49/551/49906-25, Fax:++49/551/58028 E-Mail: presse at gfbv.de, Homepage:http://www.gfbv.de ====================================================== <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< LINKS/HINWEISE <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 22 [kanalb.at] kanalB videoclip - topfgang von: webmaster at kanalB.org ================================================ itel des videoclips: topfgang --: - beschreibung: ein rundgang ueber das >Topf und Soehne< gelaende; Topf und Soehne hat in der zeit des nationalsozialismus die krematorien fuer die vernichtungslager entworfen und gebaut. seit dem 12. april 2001 ist das gelaende von antifaschistInnen besetzt. seither wird die geschichte dem interessierten publikum in form von rundgaengen, informationsveranstaltungen und konzerten naeher gebracht. ---: - kategorie: kurzfilm ----: - clipinfo: http://kanalB.org/clip.php?clipId=1168 -----: - video: http://austria.kanalb.org/video.php?clipId=1168&Viam=Clip ------: - download: http://austria.kanalb.org/download.php?clipId=1168 --------------: - laenge: 4,14 min team: filmpiraten team_homebase: http://www.topf.squat.net erstellt: 2005-10-15 format: rm datenmenge: 10554 kb -------------: - weitere informationen: http://www.topf.squat.net ----------------: - realplayer: http://kanalB.org/realplayer.html -----------------: - kanalB ersetzt herkoemmliches fernsehen: http://austria.kanalb.org _______________________________________________ clips_kanalb_at mailing list clips_kanalb_at at kanalB.org http://kanalB.org/cgi-bin/mailman/listinfo/clips_kanalb_at ================================================ 23 Presseausgabe Glocalist Nr.87 von: office at glocalist-review.com ================================================ Sehr geehrte Damen und Herren, werte Redaktion, anbei der aktuelle Glocalist Review mit folgenden Themen: Schwerpunkt ist Staatsbürgerschaft, Migration in Österreich und ein EU-Vergleich zu dieser Thematik. Als NGO der Woche prsäentieren wir die Jugendplattform AGENDAX, Offener Brief des Kulturrates Österreich an Bürgermeister Michael Häupl, ein Beitrag von Christiana Weidel zu CSR (Corporate Social Responsibility) in der EU, Vorstellung der neuen Zeitschrift Bildpunkt und die ZARA-Herbtskampagne gegen Rassismus sowie die Wahl der NGO des Jahres: Nur mehr zwei Wochen für die Stimmabgabe! Besonders wollen wir diesmal auf das Editorial hinweisen, wo einige Neuerungen rund um die GLOCALIST MEDIEN vorgestellt werden. Viel Freude beim Lesen wünscht Christian Neugebauer _____ Glocalist Medien - Medien für Zivilgesellschaft und NGOs Eine andere Information ist möglich GLOCALIST Daily News - Tages-Online-Zeitung >> www.glocalist.com GLOCALIST Review - Digitale Wochenzeitschrift GLOCALIST Magazine - Monatliches Printmagazin Barmherzigengasse 17 - stiege 6 - top 1 A-1030 Wien t: 01/597 2001 f: 01/597 6855 m: 0699 11 88 16 43 e: office at glocalist-review.com Agentur: arbeitsraum-philosophie: agentur für analoge&digitale kommunikationswirtschaft GmbH- www.arbeitsraum.at ================================================ 24 NYTimes.com: G.I.'s and Syrians in Tense Clashes on Iraqi Border von: hx65 at dial.pipex.com ================================================ This page was sent to you by: hx65 at dial.pipex.com WASHINGTON | October 15, 2005 G.I.'s and Syrians in Tense Clashes on Iraqi Border By JAMES RISEN and DAVID E. SANGER The clashes have raised the prospect that cross-border operations may become a dangerous new front in the Iraq war. 1. Art Review | Vincent van Gogh: The Evolution of a Master Who Dreamed on Paper 2. Op-Ed Columnist: Keeping Us in the Race 3. Big Girls Don't Cry 4. Jitters at the White House Over the Leak Inquiry 5. A Historic Discovery, in Beethoven's Own Hand » Go to Complete List ================================================ B) TERMINE ================================================ ======================== Montag http://www.mund.at/butt/Termine/Oktober/1710.htm Dienstag http://www.mund.at/butt/Termine/Oktober/1810.htm Mittwoch http://www.mund.at/butt/Termine/Oktober/1910.htm ======================== ================================================ D) EDITORIAL ================================================ Für den Inhalt verantwortlich: Ihr. Medieninhaberinnen & Medieninhaber seid Ihr E-Mail-Adresse für Beiträge: widerstand at no-racism.net geschickt. widerst at nd MUND und alle Termine täglich aktualisiert im Web: http://www.no-racism.net/MUND Ziel von MUND (medienunabhängiger Nachrichtendienst) ist die unzensurierte und möglichst rasche Information über gesellschafts- politisch relevante Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu Widerstand und Antirassismus sowie verwandte Themen. sollen einen Titel, Namen und Emailadresse der/des AutorIn enthalten und möglichst kurz und prägnant gehalten sein, ev. mit Hinweis, wo weitere Informationen eingeholt werden können. Bitte keine Attachments! Die inhaltliche und sachliche Verantwortung liegt bei der/dem jeweiligen AutorIn bzw. jenen, die uns die Beiträge schicken. Der MUND wird von einzelnen TagesredakteurInnen zusammengestellt. Da Fehler nicht ausgeschlossen sind, bitten wir, nicht veröffentlichte Beiträge nochmals an widerstand at no-racism.net zu senden. Die Weiterleitung (auch auszugsweise) ist erwünscht. Beiträge mit rassistischen oder sexistischen Inhalten werden nicht veröffentlicht. Sehr persönliche Meldungen werden wir an den betreffenden Adressaten weiterleiten, aber nicht im MUND veröffentlichen. Die bisherigen Ausgaben sind unter http://www.no-racism.net/MUND archiviert. Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage: * Wann: Sonntag, 11.11.2001, 11:11 Uhr * * Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" * * Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf * * Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie. Aber kurz und prägnant.* Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch stillschweigend Zensur zu üben. Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die Nichtaufnahme geliefert. (Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.) Die AbsenderInnen der betroffenen Beiträge werden hiervon informiert. Im Sinne einer "gläsernen Zensur" könnt ihr Euch die Beiträge gerne extra schicken lassen: Ein kurzes Mail an widerstand at no-racism.net genügt. ================================================ E) VERTEILERLISTE ================================================ Zur Eintragung in diesen Verteiler bitte direkt subskribieren unter http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/analle oder von der einzutragenden Adresse aus ein mail schicken an: admin at no-racism.net mit folgendem Text: subscribe no-racism Bitte wegen Automatisierung diesen Wortlaut verwenden! Zur Austragung aus dieser Liste bitte an zusammengestellt. Bitte keine Attachments! (werden nicht angenommen) Redaktionsschluss für diese Ausgabe: Sonntag, 22.00 Uhr III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III ü, ö, ä, ß, Ü, Ö, Ä III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III widerst at nd-MUND is powered by http://alt.strg.at/ ================================================ From analle at no-racism.net Tue Oct 18 11:50:06 2005 From: analle at no-racism.net (=?iso-8859-1?q?MUND=3A_medienunabh=E4ngiger_Nachrichtendienst?=) Date: Tue, 18 Oct 2005 11:50:06 +0200 Subject: widerst@nd! - MUND: Dienstag, 18.10.2005 Message-ID: widerst at nd MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst www.no-racism.net/mund Dienstag, 18.10.2005 ================================================ A) INHALT ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 01 19.-22.10.: Africult - Afrikanisches Kulturfestival 2005 "dialoge africult" ================================================== 02 23.10.: KEINE WAHL Party Keine Partei ================================================== 03 25.10.: BIG BROTHER AWARDS im Rabenhof!!! Rabenhof Presse ================================================== 04 25.10.: PARTY 2CONFERENCE vlatka ================================================== 05 25.11.: Radio Stimme bittet zum Tanz! Radio Stimme ================================================== 06 26.10.: Die andere Hymne - Minderheitenstimmen zum Nationalfeiertag Cornelia Kogoj ================================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND KOMMENTARE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 07 Presseaussendung Transit Peter Rosenauer ================================================== 08 Wahlaufruf IMÖ: Rassismus und Islamfeindlichkeit dürfen sich nicht lohnen! "Initiative muslimischer ÖsterreicherInnen" ================================================== 09 PA: Stellungnahme zur Änderung des Staatsbügerschaftsgesetzes 1985 "Robert Lackner" ================================================== 10 Die Zukunft von Strache in Wien - Hans Rauscher "Initiative muslimischer ÖsterreicherInnen" ================================================== 11 Stmk/Einigung SP-VP/Stellungnahme/Kaltenegger "Parteder Franz" ================================================== 12 GLB/Scherz/Androsch-Interview/Stellungnahme KPÖ Steiermark ================================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< LINKS / VERWEISE / HINWEISE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 13 Lesenswertes zu Venezuela "venezuela-info.net" ================================================== 14 Agency-News about Venezuela: Politics & Economics "venezuela-info.net" ================================================== ================================================ B) TEXTE ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 01 19.-22.10.: Africult - Afrikanisches Kulturfestival 2005 "dialoge africult" ================================================== Liebe Freunde/dear Friends, The Africult team cordially invites you to the African Festival 2005. The festival is from 19 - 22 October 2005 and comprises of seminars and cultural activities. The Cultural Activities will take place on the 22nd of October 2005, in the "Wiener Stadthalle - Halle E", where many excellent African groups will perform. The entrance ticket is 12 Euro for scholars and 16 Euro for adults. We will be please to welcome you to this colourful programme with traditional music for dancing. The seminar, from 19 - 21 October 2005, will be held in different locations. This will be an opportunity to discuss with you, the African social and political problems in regard to the three topics. For details of the festival programme please see: www.africult.net Das Africult Team lädt Euch zum neunten Africult Festival ein. Wie in der Vergangenenjahren findet das "Afrikanische Kulturfestival" auch AfriCult genannt von 19 - 22. Oktober 2005 statt. Das Festival bittet Awareness, Bildung, Kultur und Öffentlichkeitsarbeit. Das Afrikanische Kulturfestival besteht aus einen Kultur und Dialogprogamm. www.africult.net Das FESTIVAL mit Kulturprogramm findet am 22. Oktober 2005 ab 15:00 Uhr in der Wiener Stadthalle statt. Es beinhaltet Theater, Modenschau, traditionelle Tänze, Musik und Livekonzerte von sehr bekansten afrikanischen Künstlern wie Sam Tshabalala - Sud Afrika. Das Dialogprogamm findet an verschieden Orten von Mittwoch den 19 bis Freitag den 21. Oktober 2005 wie folgt, statt. Das Africult Team bittet zu den dies jährigen drei Themen parallel laufende Workschops. Die Teilnehmen an Dialogprogamm ist frei. a. Was bedeutet die Entwicklungshilfe für den einzelnen Menschen in Afrika? Ist nicht die Meinung der EntwicklungshilfebezieherInnen das ausschlaggebende Kriterium für eine Beurteilung der Entwicklungshilfe? Was hat diese Hilfe tatsächlich geändert? Wie lauten die Wünsche der Betroffenen? Durch Impulsreferate und erzählte Lebensgeschichten soll dieses Thema besonders anschaulich und verständlich den ZuhörerInnen näher gebracht werden. Aus der Sicht von AfrikanerInnen kann dieses Thema vielleicht immer noch neue Aspekte entwickeln. Der Titel wendet sich gegen eine eurozentristische Wahrnehmung der GeldgeberInnen und ist als gültigste Evaluation der "Entwicklungshilfe" zu betrachten. Diese Veranstaltung, ein "Awareness Workshop", ist allgemeine Bildung für alle. Es hat die Absicht, die Vorurteile unter den afrikanischen MigrantInnen in Österreich zu eliminieren und ein besseres Verständnis der unterschiedlichen Kulturen zu verbreiten. Damit wir nicht gegen einander kämpfen, ist diese Veranstaltung ein Teil des Friedensprozesses. ReferentInnen: Margherita Tinti(NGO - Hpe´87), Marlene Hahn (NGO - Hpe´87), Dr. Emmanuel Argo (President AVENIR NEPAD INTERNATIONAL UK), Ms. Ada Maduakoh (NEPAD INTERNATIONAL UK), und Dr. Yves Ekoue Maizo als Gastreferent im Gespräch. Ort: ÖGB Bildungszentrum, Strudelhofgasse 10, 1090 Wien Datum: Mittwoch den 19. Oktober 2005: 19:00 - 21:30 20. Oktober 2005, 10.00-14.00 Uhr: Workshop b. Erreichen Entwicklungshilfegelder die angepeilten Begünstigten in Afrika? Wie durchgreifend oder transparent sind die Maßnahmen der Entwicklungshilfe für die Europäer? AfrikanerInnen in Österreich haben viel Wissen über Afrika, aber durch ihr Leben in Österreich auch über Entwicklungspolitik, soziale, wirtschaftliche und politische Zusammenhänge und globale Vernetzungen. Die Wahrnehmung von in Österreich lebenden AfrikanerInnen beeinflusst in großem Maße auch die Haltung gegenüber entwicklungspolitischen Fragestellungen. Genauso ist das Bild, das Medien über AfrikanerInnen in Afrika vermitteln im Hinterkopf präsent, wenn es um immigrierte AfrikanerInnen geht. Kann man nun die beiden Bilder verknüpfen, eine positive Richtigstellung von tradierten Stereotypen erreichen? ReferentInnen: Dr. Manfred Schnitzer (Leiter des Afrikareferates der Sektion Entwicklungszusammenarbeit im Außenministerium), Babou Josue Ido(Lebensbedingungen von Jugendlichen in Burkina Faso, deren Zukunftsperspektiven in Zusammenhang mit wirtschaftlichen, politischen und kulturellen Entwicklungen), Dr. Emmanuel Argo (President AVENIR NEPAD INTERNATIONAL UK), Ms. Ada Maduakoh und Dr. Yves Ekoue Maizo als Gastreferent im Gespräch. Ort: Palais Eschenbach, Eschenbachgasse 11 1010 Wien Datum: Donnerstag den 20. Oktober 2005: 19:00 - 21:30 21. Oktober 2005, 10.00-14.00 Uhr: Workshop c. Wie kann man das allgemeine Bild "der Afrikanerin/des Afrikaners" ändern? Gibt es in der österreichischen Bevölkerung ausschließlich die Vorstellung des Schrarzafrikaners als Drogendealern? Warum? Welche Möglichkeiten würden sich anbieten, diese Vorstellung zu ändern? Die Problematik der Stereotypisierung und Verallgemeinerung von AfrikanerInnen ist immer noch gegenwärtig, obwohl deren Ausbildungsstand deutlich über dem der ÖsterreicherInnen liegt (3/4 der AfrikanerInnen besitzen Maturaniveau, die Hälfte hat einen Hochschulabschluss). Auch die zweite und dritte Generation ist noch davon betroffen. Da es in Österreich in den folgenden Jahrzehnten zu einem Rückgang der Bevölkerung im Erwerbsalter kommen wird, wird der Bedarf an ausländischen Arbeitskräften steigen und Zuwanderung wird mehr Beachtung verdienen. Hier werden Vorurteile und Diskriminierung angesprochen, in weiterer Folge kann aber auf das umfassendere Thema Zuwanderung und Integration eingegangen werden. Die Ablehnung der Menschen schwarzer Hautfarbe in Zusammenhang mit ihrer Gleichstellung zu Drogendealern muss näher definiert werden. Welche Ursachen und welchen Ursprung hat dies? a) Angst vor Fremdheit b) Warum diese Angst? c) Sind die eigenen Existenzängste lösbar, sobald ich diese auf irgendeine Rasse, Nation fokussiere? d) Warum dieses Bild des schwarzen, bösen Mannes, der natürlich nur Drogendealer sein kann und somit eine (eigentlich nicht vorhandene) Welt zerstört. ReferentInnen: Andreas Goerg (no-racism), Dr. Di - Tutu Bukasa (freier Journalist), Araba Evelyn Johnston-Arthur (Aktivistin zwischen Theotie und Praxis, Empowerment gegen Rassismus am Arbeitsmarkt und Mitgründerin von PAMOJA), und Dr. Chibueze Udeani (Ein Gast soll seinen Gastgeber durch seinen Besuch nicht in Tod treiben, aber der Gast soll auch das Haus des Gastgebers nicht mit Beulen auf dem Rücken verlassen. Afrikanisches Sprichwort) als Gastreferent im Gespräch. Ort: Palais Trauttmansdorff, Herrengasse 19-21, 1014 Wien Datum: Freitag den 21. Oktober 2005: 19:00 - 21:30 Mit freundlichen Grüßen Jane Ikwen African Cultural Promotion Email: dialoge.africult at gmx.at Website: www.africult.net ================================================== 02 23.10.: KEINE WAHL Party Keine Partei ================================================== KEINE Partei kennt den Ausgang der Wahlen schon jetzt: sie werden vorbei sein! Wer dies oder etwas anderes mit uns feiern will, ist willkommen: KEINE WAHL Party am Sonntag 23. Oktober ab 16 Uhr im Wiener Deewan, Liechtensteinstraße 10 (1090) Mahlzeit! ================================================== 03 25.10.: BIG BROTHER AWARDS im Rabenhof!!! Rabenhof Presse ================================================== Erstmals findet heuer die Verleihung der BIG BROTHER AWARDS am Vorabend des Nationalfeiertages im Rabenhof Theater statt: 25. Oktober 2005 (Beginn: 21.00 Uhr) RABENHOF THEATER A-1030 Wien; Rabengasse 3 Kartenreservierungs-Hotline: Tel. 01/712 82 82 Infos + Online-Reservierung unter: http://www.rabenhof.at Eintritt frei! Aus den dunklen Kellern des Flex begeben sich q/uintessenz, vibe!at und der Verein zur Förderung freier Software erstmals in das Rabenhof Theater, um die BIG BROTHER AWARDS 2005 zu vergeben. Ihr Programm heißt: mehr Kontrolle - von Menschen und Daten. Mit den Big Brother Awards kriegen Überwacher, Daten- Mineure und Beschneider der Privatsphäre sowie ihre Handlanger in Politik und Wirtschaft, was sie verdienen. Bereits zum 7. Mal werden heuer die Big Brother Awards Austria verliehen, und es steht zu befürchten, dass die Prämierung Österreichs agilster Datenschnüffler auch in den kommenden Jahren stattfinden muss. Die Kategorien der Big Brother Awards spiegeln die traurige Bandbreite wider: Business und Finanzen, Politik, Behörden und Verwaltung, Kommunikation, Lifetime Achievement sowie People's Choice heißen die Kategorien, aus denen es zur Normierung von Unternehmen, staatlichen Organen, Organisationen und PolitikerInnen kommt. Sie haben uns im Visier, aber wir kommen ihnen auf die Schliche... Die feierliche Preisverleihung erfolgt wie immer am Vorabend des Nationalfeiertags: Durch den Abend führen: Hubsi Kramar Mercedes Echerer Magenta Tanja Golden Christian Strasser Für den musikalischen Rahmen zeichne MC-HG und MC- Flausch, verantwortlich. Künstlerische Acts werden von maschek. und monochrom beigesteuert.. Die aktuellsten Detailinfos rund um die Awards finden Sie unter http://www.bigbrotherawards.at ================================================== 04 25.10.: PARTY 2CONFERENCE vlatka ================================================== PARTY 2CONFERENCE SoliEvent für den ersten Europäischen TransGender Rat, Wien, 3.11 - 6.11.05 SoliEvent for the First European TransGender Council, Vienna 3.11 - 6.11.05 Mittwoch, 25.10. 2005, ab 22h Dancefloor Djane Bette D. & Electronix Marea Alta, 6, Gumpendorferstrasse 28 ================================================== 05 25.11.: Radio Stimme bittet zum Tanz! Radio Stimme ================================================== demnächst ist es wieder so weit! *Radio Stimme feiert* - hier eine erste, uncoole einladung für die, die's ganz früh wissen müssen mit uns feiern: *live: dust collective* *dj yasemin (homoriental)* im: club u (karlsplatz) *am: freitag, 25.11.2005* eintritt: freiw. spende (noch viel coolere einladungen sind zu erwarten) bis dann! das radio stimme team -- *Radio Stimme - Die Sendung der Initiative Minderheiten *Das politische Magazin zu den Themen Minderheiten - Mehrheiten - Machtverhältnisse *on air:* Wien - Do, 13.00 Uhr - Orange 94.0 - http://www.orange.or.at Innsbruck - Do, 12.00 Uhr - FREIRAD - http://www.freirad.at Linz - So, 11.00 Uhr - Radio FRO - http://www.fro.at Graz - Mo, 08.00 Uhr - Radio Helsinki - http://www.helsinki.at *on line:* weltweit - jederzeit - http://www.initiative.minderheiten.at ================================================== 06 26.10.: Die andere Hymne - Minderheitenstimmen zum Nationalfeiertag Cornelia Kogoj ================================================== Die andere Hymne *Minderheitenstimmen zum Nationalfeiertag* Hymnen sind ein weltweit wichtiges Symbol nationaler Identität. Sie werden geschaffen, um die Zusammengehörigkeit einer Gruppe, einer Nation oder die Einzigartigkeit einer Region in Abgrenzung zu anderen zu zelebrieren und um Machtstrukturen zu erhalten und fortzuschreiben. In Österreich existieren die offizielle Bundeshymne und die Landeshymnen. Diese beziehen sich weder im Text noch in der Melodie auf jene Teile der Gesellschaft, die wir als Minderheiten bezeichnen, meist schließen sie diese aus. Die Initiative Minderheiten präsentiert deshalb zum österreichischen Nationalfeiertag inoffizielle "Minderheitenhymnen". Es sind Identitätslieder von Minderheitengruppen - bearbeitet, verfremdet oder parodiert. Mit kreativen Mitteln werden Machtmechanismen und Nationalismen hinterfragt und Gegenstimmen propagiert. Die Ergebnisse dieses künstlerischen Prozesses werden am 26. Oktober 2005 erstmalig in einem Konzert der Öffentlichkeit vorgestellt. *Mittwoch, 26. Oktober 2005, 20.00 Uhr Sargfabrik, Goldschlagstraße 169, 1140 Wien *Eintritt: EURO 15,- Vorverkauf: EURO 13,- Karten: www.sargfabrik.at *Programm* *Einführung* Ursula Hemetek *Die Hymne der behinderten Menschen* Melodie: Joseph Haydn Text: Erwin Riess Chorarrangement: Harald Huber Der Chor des Klubs slowenischer Studentinnen und Studenten in Wien / Zbor kluba slovenskih ¨tudentk in ¨tudentov na Dunaja gemeinsam mit Chor La Lumpur *Is eh a Gaudee ...* Nach dem Lied Glad To Be Gay von Tom Robinson Text: Helga Pankratz Chorarrangement: Harald Huber Der Chor des Klubs slowenischer Studentinnen und Studenten in Wien / Zbor kluba slovenskih ¨tudentk in ¨tudentov na Dunaja gemeinsam mit Chor La Lumpur *Barbara* Nach einem Kultlied von ABBA Text: Daniel Kittl Bearbeitung und Ausführung: Chor La Lumpur *Üsküdara* Traditional in verschiedenen Sprachen Bearbeitung und Ausführung: Tulug(-Tirpan-Project & guests *Djelem, djelem lungone dromesa* Romahymne Bearbeitung und Ausführung: Ensemble Ru¸a Nikolic'-Lakatos *Pause **Jugoslavijo* Traditional, "heimliche Hymne" des ehemaligen Jugoslawiens Bearbeitung und Ausführung: Aleksandra Tehovnik & Co. *Hura, hura, hura* Lied inspiriert durch die Hymne der BurgenlandkroatInnen Text, Musik und Ausführung: Bruji * **Nema problema* Kultlied Text, Musik und Ausführung: Bruji *Ro**¸**, Podjuna, Zila* Slowenisches Volkslied aus Kärnten Bearbeitung und Ausführung: Bali¨ *Ausführende* Der Chor des Klubs slowenischer Studentinnen und Studenten in Wien / Zbor kluba slovenskih ¨tudentk in ¨tudentov nach Dunaja ist seit 1996 fixer Bestandteil der Wiener Chorszene. Einen Namen gemacht hat sich der Chor mit Uraufführungen zeitgenössischer KomponistInnen sowie mit Kärntner Slowenischen Volksliedern. Das Schwulen-Acapellaquintett Chor La Lumpur macht seit fünf Jahren Musik. Ihr Repertoire reicht von Klassikern wie dem "Java Jive" der Manhatten Transfer bis "Sign Your Name" von Terence Trent D'Arby. Tulug(-T?rpan-Projeckt & guests: Sabri Tulug( T?rpan ist Komponist und vielseitiger Musiker, der aus der Türkei stammt. Er arbeitet in verschiedenen musikalischen Genres mit internationalen KünstlerInnen. Das Romaensemble Ru¸a Nikolic'-Lakatos ist auf vielen Bühnen mit der Musik der Lovara präsent. Ru¸a Nikolic'-Lakatos wird oft als "Botschafterin der Romakultur" bezeichnet. Aleksandra Tehovnik & Co.: Aleksandra Tehvonik ist Schauspielerin und Sängerin, stammt aus Slowenien und gilt als "Diva des Balkanjazz". Sie arbeitet mit verschiedenen MusikerInnen zusammen. Die burgenländisch-kroatische Rockgruppe Bruji wurde in den 1980ger Jahren gegründet. Sie steht für die musikalische Aufbruchstimmung einer jungen Generation von Volksgruppenmusikern. Die Kärntner-slowenische Rockgruppe Bali¨, die seit 2000 besteht, covert neben Eigenkompositionen das Liedgut bekannter Bands und verleiht diesem durch Texte in der slowenischen Mundart Südkärntens und eigenen Interpretationen eine neue Identität. *Projektleitung *Ursula Hemetek, Ethnomusikologin, lehrt ud forscht am Institut für Volksmusikforschung und Ethnomusikologie der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien und ist stellvertretende Obfrau der Initiative Minderheiten. *Initiative Minderheiten* Gumpendorfer Straße 15/13, 1060 Wien Telefon : +43 1 586 12 49-12 _kogoj at initiative.minderheiten.at www.initiative.minderheiten.at _ * In Kooperation mit* Grüne Bildungswerkstatt Minderheiten Österreichische DialektautorInnen Institut für Volksmusikforschung und Ethnomusikologie an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien *Gefördert durch* BKA Kunst Kulturabteilung der Stadt Wien * Impressum* Herausgeberin : Initiative Minderheiten, 1060 Wien Projektleitung : Ursula Hemetek Öffentlichkeitsarbeit : Cornelia Kogoj Organisation und Folderversand : Helga Kovrigar und Gerd Valchars Grafische Gestaltung Folder: Sascha Reichstein Powerpoint Präsentation: Maximilian Pramatarov ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND KOMMENTARE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 07 Presseaussendung Transit Peter Rosenauer ================================================== Resistance for Peace Peter Rosenauer Nobileg. 26/22 1150 Wien www.resistanceforpeace.org Presseaussendung Wien,17.10.05 Ttl.: Besetzung des Büros von Wiens Bürgermeister Häupl als Protest gegen Transitautobahn und 3. Flughafenpiste Uttl.: Die NGO Resistance for Peace besetzt BM Häupls Büro aus Empörung über die wissentliche Gesundheitsgefährdung und Irreführung der Bevölkerung. Heute Montag am 17.10.05 besetzen ab 11:30 Uhr völlig gewaltfrei 10 AktivistInnen der NGO Resistance for Peace im Rathaus den Bürobereich von BM Häupl. Ein Teil der AktivistInnen sind aneinandergekettet. Sie haben ein 4m langes Banner mit auf dem zu lesen ist : "Lärm, Abgase, Feinstaub machen todkrank. Keine Transitautobahn (S1) durch die Lobau. Keine 3. Flughafenpiste." Wissentliche, vorsätzliche Gefährdung der Gesundheit der Bevölkerung: Wie seriöse wissenschaftliche Studien (z.B.: WHO Studie) belegen, sterben durch die Abgase, Abrieb und Lärm des Straßenverkehrs in Österreich tausende Menschen. Viele zehntausende, vor allem Kleinkinder haben schwere Lungenkrankheiten. In den 3 Einflugsschneisen über Wien fliegen die Flugzeuge nahezu im Minutentakt und erzeugen gesundheitsgefährdenden Lärm. (Münchner Vergleichsstudie zeigte vor allem bei Kindern eine enorme Erhöhung des Streßhormons Cortisol) Vereinbarte Höhen und Flugzeiten werden nicht eingehalten. Bei den Landungen wird das Flugbenzin über der Natur oder auf Stadtgebiet abgelassen. Bis 2015 wird sich der Flugverkehr in Schwechat verdoppeln. Generell gelten Flugzeuge als Klimakiller Nr.1. "BM Häupl zieht es als Stadtkaiser vor die Bevölkerung über diese Gefahren uninformiert zu halten. Stattdessen lässt er zB.: durch die Umweltstadträtin Ulli Sima ein gezieltes "Greenwash" vornehmen. Fakten werden zurückgehalten, vertuscht oder falsch interpretiert. Ulli Sima stellt in teuren Werbekampagnen Wien so dar, dass man meinen könnte, es wäre ein Biodorf (Umweltmusterstadt Wien, Biosphärenpark, usw.)." so Peter Rosenauer, Sprecher von RfP. "In Wahrheit hinkt vor allem eine vernünftige Verkehrspolitik um Jahrzehnte nach. Flächen von Wien gelten laut Magistrat bereits jetzt schon als Luftsanierungsgebiet. Durch das belastete, sensible Wiener Stadtgebiet eine Transitautobahn bauen zu wollen und den Flugverkehr absichtlich zu steigern, muss als vorsätzliche Verschlechterung der Schadstoff- und Lärmbelastung gesehen werden. BM Häupl ist als Landeshauptmann politisch und auch strafrechtlich für die zu erwartenden vermehrten Todesfälle und Erkrankungen verantwortlich zu machen." empört sich Peter Rosenauer. Irreführung der Bevölkerung: - Vorsätzlich unseriöse Benützung der Medien: Es wurde mehrmals in Zeitungen und vor allem im ORF Wien Heute Unwahrheiten und Desinformationen verbreitet. So hat zB.: Wien Heute am 9.3.05 gesendet, "dass 2/3 der WienerInnen für die sogenannte Lobauautobahn sind." Tatsächlich wurden nur AutofahrerInnen (hauptsächlich im Stau stehend ) befragt ob sie eine Lobauautobahn als Entlastung für die Tangente wollen. - Die S1 wird als Umfahrungsschnellstraße als Ortsentlastung angekündigt. Tatsächlich ist die S1 gemeinsam mit der geplanten A5 im Norden Teil einer EU Transitstrecke. Das sogenannte TEN (Trans Europ. Netz ) Nr. 25 Nordeuropa - Adria und zieht enormen Fernverkehr nach Wien durch den Nationalpark Donau Auen. Sie wird die Tangente so gut wie gar nicht (laut ASFINAG zwischen 3 - 5%) entlasten. - Die geplante Untertunnelung des Nationalparks beim S1 Bau wird als umweltschonende Maßnahme gepriesen. Tatsächlich gibt es keine relevanten Prognosen über die Auswirkungen der Abgase und die Gefährdung des Grundwassers (Auch bei der Tunnelbauweise werden die Abgase 1 zu 1 an die Umwelt abgegeben). Es gibt auch keine Studien welche Abgase durch eine Transitautobahn zu erwarten wären. Das laufende UVP Verfahren S1 Ost bezieht sich nur auf den Regionalverkehr. - Studien werden vom Auftraggeber gekauft und beliebig interpretiert. Ulli Sima behauptet zB.: dass nur bis zu 22% des Feinstaubes durch den Straßenverkehr verursacht werden. In dieser Studie ist nicht einmal der Abrieb mitberücksichtigt. Eine seriöse schweizer Studie belegt, dass ca. 55% des Feinstaubes durch Straßenverkehr erzeugt wird. - Fachleute werden von Politik und Baubetreibern (zB.: ASFINAG) beauftragt und liefern zT. geschönte oder falsche Prognosen und Messergebnisse. (z.B.: Prognose Knoten Vösendorf war seinerzeit wie auch viele andere völlig falsch). - Bei den sehr teuren so genannten Bürgerinformations-, Mediationsveranstaltungen zum Thema S1 und Flughafen wurde die Bevölkerung hauptsächlich durch "schönreden" der geplanten Projekte für blöd verkauft. Auf gezielte Fragen von BürgerInnen wurde oft nicht einmal eingegangen. Stattdessen gab es Gehirnwäsche über die Notwendigkeit der Projekte. Wir fordern vom BM Häupl: Dass er noch während unserer Bürobesetzung Stellungnahmen zu unseren Anschuldigungen abgibt und sich vor der Wiener Landtagswahl unmissverständlich für die Gesundheit der Bevölkerung und gegen die Transitautobahn S1 und gegen ein internationales Flughafendrehkreuz Wien Schwechat mit 3. Piste ausspricht. Wirtschaftliche Interessen müssen zurückgestellt werden. Grundstückspekulationen oder Aktieninteressen (Land Wien und NÖ halten jeweils 20% Aktien beim Flughafen Wien) dürfen nicht mehr wiegen als die Gesundheit, das Leben und die Lebensqualität der Bevölkerung. Weitere Protestaktionen mit betroffenen BürgerInnen sind geplant. Mehr Informationen bei Peter Rosenauer Tel.: 0664 / 505 18 61 ================================================== 08 Wahlaufruf IMÖ: Rassismus und Islamfeindlichkeit dürfen sich nicht lohnen! "Initiative muslimischer ÖsterreicherInnen" ================================================== Rassismus und Islamfeindlichkeit dürfen sich nicht lohnen! Wahlaufruf der Initiative Muslimischer ÖsterreicherInnen, Wien 17.10.2005 Unter dem Motto "Rassismus und Islamfeindlichkeit dürfen sich nicht lohnen!" ruft die Initiative Muslimischer ÖsterreicherInnen alle wahlberechtigten Wienerinnen und Wiener auf, von ihrem Wahlrecht am nächsten Sonntag, dem 23.10.2005, Gebrauch zu machen. Dabei geht es auch darum, Rassismus und Islamfeindlichkeit eine klare Absage zu erteilen. Unser Aufruf ergeht vor allem an alle muslimischen BürgerInnen Wiens, an BürgerInnen mit Migrationshintergrund und jugendliche ErstwählerInnen ab 16 Jahre. Jede nicht abgegebene Stimme würde der FPÖ nützen! Die FPÖ hat wiederholt auf dem Rücken von Minderheiten xenophobe Wahlkämpfe geführt. Diesmal aber haben die geschmacklosen Versuche Hass, Neid und Intoleranz zu säen eine untragbare Dimension erreicht. Über das populistische Ausschlachten von Ressentiments und die altbekannte Sündenbockpolitik hinaus wird darauf aufbauend die Unversöhnlichkeit von Menschen verschiedener Religion oder Kultur gepredigt. So wie der Islam explizit als Feindbild angegriffen wird, ist dies eine Bedrohung des sozialen und religiösen Friedens. Mit Verwunderung verzeichnen wir, dass der islamfeindliche Charakter der FPÖ Wahlwerbung bisher von keiner einzigen Partei in der breiten Öffentlichkeit thematisiert wurde. Während europäische und internationale Institutionen wie EUMC und OSCE längst das gesellschaftliche Gefährdungspotential von Islamfeindlichkeit erkennen und gemeinsam mit Wissenschaftlern und NGOs zur Sprache bringen, ist Schweigen auch in den österreichischen Medien diesbezüglich auf der Tagesordnung. Unsere uneingeschränkte Solidarität gilt den ebenfalls pauschal angegriffenen Menschen dunkler Hauptfarbe und der afrikanischen comunity, die durch die aggressive FPÖ-Propaganda vor allem für Drogendelikte verantwortlich gemacht werden. Unser Appell geht an Gesellschaft, Politik und Medien nicht durchgehend ausschließlich von "Fremden- und Ausländerfeindlichkeit" zu reden. Muslime und schwarze Menschen sind längst ein Teil Österreichs und keine Fremden. Diese nur als Fremde oder Ausländer anzuführen, lässt gesellschaftliche Anerkennung vermissen. Wir wollen keine Wette eingehen - aber unser Vertrauen in die Wiener Bevölkerung stimmt uns zuversichtlich, dass das von der FPÖ angestrebte zweistellige Ergebnis nicht erreicht, sondern bei weitem verfehlt wird. Für die Initiative muslimischer ÖsterreicherInnen Dipl.-Ing. Tarafa Baghajati Mitgründer der Initiative muslimischer ÖsterreicherInnen und Vizepräsident von ENAR - European Network against Racism ************ -- Initiative muslimischer ÖsterreicherInnen e-mail:dieinitiative at gmx.at für Rückfragen und Korrespondenz kontaktieren sie bitte: Omar Al Rawi +43-664-3831942 al-rawi at gmx.at Amina & Tarafa Baghajati +43-1-2595449 baghajati at aon.at Mouddar Khouja +43-1-9685096 mouddar at gmx.net Andrea Saleh +43-1-7965652 salehand at gmx.at ================================================== 09 PA: Stellungnahme zur Änderung des Staatsbügerschaftsgesetzes 1985 "Robert Lackner" ================================================== Integrationshaus kritisiert Staatsbürgerschaftsgesetz scharf Die geplanten Änderungen im Staatsbürgerschaftsgesetz, für das heute die Begutachtungsfrist endet, stoßen im Integrationshaus auf massive Ablehnung. "Es gibt überhaupt keinen nachvollziehbaren Grund für diese Änderungen. Hier wird bewusst rechtliche Desintegration und Ausgrenzung auf eine demokratiepolitisch höchst bedenkliche Weise festgeschrieben", kritisiert Andrea Eraslan-Weninger, Geschäftsführerin des Integrationshauses. Gefordert wären dringend Integrationskonzepte, die Partizipation ermöglichen. Integration kann nur über die Herstellung von Chancengleichheit und die Möglichkeit der Partizipation in allen Bereichen der Gesellschaft erfolgen. "Eine rasche rechtliche Gleichstellung für ZuwanderInnen wäre die beste Voraussetzung für eine positive Integration. Die rasche und unkomplizierte Verleihung der Staatsbürgerschaft wäre ein guter Weg, Integration, politische Partizipation und rechtliche Gleichstellung zu verankern", betont Eraslan-Weninger . Die geplante Novelle verfolgt aber genau die entgegen gesetzten Ziele: Für anerkannte Flüchtlinge wird die Wartefrist auf bedenkliche Weise drastisch verlängert. Ausschlaggebend ist nicht mehr die Wohnsitzdauer, sondern der Zeitpunkt der Asylgewährung für die Antragstellung. Die oft sehr lange Wartezeit während des Asylverfahrens bleibt hinsichtlich der Integration unberücksichtigt. Rechtsansprüche werden durch Ermessensentscheidungen ersetzt. Fristen für die Verleihung der Staatsbürgerschaft (z.B. EhegattInnen von ÖsterreicherInnen...) hinaufgesetzt. Die Möglichkeit der Einbürgerung bei besonders guter persönlicher und beruflicher Integration sowie bei schutzbedürftigen Personen abgeschafft. Neue Hürden werden durch die Einführung von schriftlichen Sprachprüfungen aufgebaut, die beispielsweise ältere MigrantInnen, Personen, die in einer anderen Schrift alphabetisiert sind oder selbst Schulkinder massiv nachteilig betreffen können. Auch die neu geforderten Einkommensgrenzen sind untragbar. Armut wird mehrfach bestraft. Selbst der Bezug von Notstandshilfe kann ein Ausschlussgrund sein. Das Integrationshaus hofft, dass die von den NGOs in ihren Stellungnahmen vorgebrachten Bedenken Berücksichtigung finden und dieser "Integration missachtende Gesetzesentwurf" nicht beschlossen wird. Rückfragen: Andrea Eraslan-Weninger Geschäftsführerin Engerthstr. 161-163 1020 Wien Tel.: 0043 1 2123520 11 Mobil: 004369912123520 Email: a.eraslan-weninger at integrationshaus.at ================================================== 10 Die Zukunft von Strache in Wien - Hans Rauscher "Initiative muslimischer ÖsterreicherInnen" ================================================== DER STANDARD, 15.10.2005, Seite 39, Kommentar Die Zukunft von Strache in Wien HANS RAUSCHER Die Wahlwerbung der Strache-FPÖ "grenzt an den Verhetzungsparagrafen", meint der grüne Vorsitzende Alexander Van der Bellen, und man wird ihm nicht widersprechen können. Das war allerdings schon in den Zeiten vor Strache so, und die Themen haben sich nicht grundsätzlich verändert: gegen "Ausländer", jetzt auch noch gegen Muslime. Nur den Antisemitismus, den Jörg Haider 2001 in den Wiener Wahlkampf eingeführt hat (Stichworte: "Ostküste", "Griiieeenberg", Muzicant, "Dreck am Stecken") greift Strache noch etwas verschämt auf. Vielleicht, weil er sich erinnert, dass Haiders Antisemitismus damals etliche liberale, grüne, liberal- katholische Wähler zum "Bollwerk SPÖ/Häupl" getrieben und damit zur absoluten SPÖ-Mehrheit beigetragen hat. Dennoch: Die Strache-FPÖ hält laut Umfragen bei neun Prozent und könnte die Zehn-Prozent-Hürde schaffen. Immer noch ein gewaltiger Verlust - eine glatte Halbierung gegenüber den 20 Prozent für die FPÖ von 2001 oder gar den 28 Prozent von 1996; aber doch ein erträgliches Ergebnis für eine abgehauste Partei, deren Abspaltungsprodukt BZÖ sich zusammen mit dem früheren Star Haider immer schneller aus der politischen Landschaft eliminiert. Und ein ungutes Ergebnis angesichts des blanken Hetz-Wahlkampfes den Strache betreibt. Die islamische Glaubensgemeinschaft protestiert gegen die "unlautere Weise", mit der von der FPÖ "Religion in der Bildlichkeit von Stephansdom, Moschee und muslimischem Kopftuch für Wahlkampfzwecke missbraucht (wird), um unvereinbare Gegensätze zu konstruieren. Daher begrüßt die Islamische Glaubensgemeinschaft, dass sich hier sowohl die Katholische Aktion, als auch die Evangelische Kirche zu Wort gemeldet haben, um sich gegen eine derartige Wahlwerbung als Gefahr für den religiösen Frieden zu verwahren". Nun gut, nach einer internationalen Faustregel gibt es in jeder westlichen Demokratie einen Bodensatz von rund 15 Prozent Menschen mit rechtsextremistischen, rassistischen und antisemitischen Einstellungen. Wichtig ist, dass die anständigen gesellschaftlichen Kräfte entschieden dagegen auftreten und das ist ist in diesem Fall ja geschehen. Hat die Strache-FPÖ darüber hinaus eine Chance, eine merkbare Rolle in der politischen Landschaft Österreichs zu spielen? Strache erbt von Haider und seinem BZÖ, das den angekündigten Umstieg auf eine leistungsorientierte Mittelstandspartei nicht geschafft hat, die verbitterten Modernisierungsverlierer, die harten Deutschnationalen und die Ausländerfeinde. Das könnte ihn auch bei den Nationalratswahlen ins Parlament bringen. Würde sich eine mehrheitsbeschaffende Größenordnung für die ÖVP ausgehen und würde Schüssel mit einer Strache-FPÖ eine Koalition eingehen? In beiden Fällen lautet die Antwort: nein. Strache ist auch in seinen "besten" Momenten kein Haider in dessen "besten" Momenten; und Schüssel hat zwar die Kern-Natur der alten FPÖ geflissentlich ignoriert, bei der Strache-FPÖ fiele das nicht ganz so leicht, weil hier eben der Kern das Ganze ist. Straches Zukunft in Wien und möglicherweise auch auf nationaler Ebene scheint so vorgezeichnet: eine Rechtsaußen-Krawallpartei, wie sie in etlichen europäischen Ländern existiert, aber nicht mitregiert. Wenn er behauptet, die muslimischen Frauen "befreien" zu wollen, so hat er zwar ein echtes Thema angeschnitten, aber das ist in anderen Händen besser aufgehoben. hans.rauscher at derStandard.at -- Initiative muslimischer ÖsterreicherInnen e-mail:dieinitiative at gmx.at für Rückfragen und Korrespondenz kontaktieren sie bitte: Omar Al Rawi +43-664-3831942 al-rawi at gmx.at Amina & Tarafa Baghajati +43-1-2595449 baghajati at aon.at Mouddar Khouja +43-1-9685096 mouddar at gmx.net Andrea Saleh +43-1-7965652 salehand at gmx.at ================================================== 11 Stmk/Einigung SP-VP/Stellungnahme/Kaltenegger "Parteder Franz" ================================================== KPÖ Steiermark Lagergasse 98a 8020 Graz Tel. 03 16 / 71 24 36 Fax 03 16 / 71 62 91 email: kpoe_stmk at hotmail.com Montag, 17. Oktober 2005 Presseinformation der KPÖ Steiermark Kaltenegger: Stellungnahme zur Einigung SPÖ-ÖVP Die KPÖ sieht sich durch die Einigung zwischen SPÖ und ÖVP im Land in ihrer Einschätzung bestätigt. Ernest Kaltenegger: "Wir haben bereits vor der Wahl immer wieder darauf hingewiesen, dass es am Ende darauf hinauslaufen wird. Viele Auseinandersetzungen der letzten Wochen waren bloßer Theaterdonner. Gesellschaftspolitisch bedeutet die Koalition im Land eine Fortschreibung der Grundlinien der bisherigen Politik. Jetzt ist die Opposition im Landtag besonders gefordert. Angesichts der Übermacht von SPÖ und ÖVP wollen wir uns bemühen, unserem Wählerauftrag gerecht zu werden und ständig auf wichtige soziale Anliegen hinzuweisen. Eines ist sicher: Wir werden in den kommenden Monaten und Jahren die Erfüllung der sozialen Versprechen der SPÖ einmahnen. Die KPÖ tritt gegen den Ausverkauf öffentlichen Eigentums ein und wendet sich gegen die Privatisierung von landeseigenen Gesellschaften. Neben den sozialen Anliegen, die wir in unserem Sofortprogramm niedergelegt haben, sind uns auch die Abschaffung des Proporzes und die Novellierung des Grazer Altstadterhaltungsgesetzes - damit sich ein Fall "kommod"-Haus nicht wiederholen kann besondere Anliegen. Rückfragehinweis: 872/2060 ================================================== 12 GLB/Scherz/Androsch-Interview/Stellungnahme KPÖ Steiermark ================================================== PRESSEMITTEILUNG DES GEWERKSCHAFTLICHEN LINKSBLOCKS (GLB) STEIERMARK Montag, 17. Oktober 2005 Peter Scherz: Androsch-Interview bringt SPÖ in Verlegenheit Das Interview von Hannes Androsch mit der Grazer "Kleinen Zeitung" (16. 10. 05) hat beim Arbeiterkammerrat und Magna-Steyr- Betriebsrat Peter Scherz (GLB) heftige Reaktionen hervorgerufen. In einer Stellungnahme forderte er am Montag AK, ÖGB und steirische SPÖ auf, sich von Aussagen des Unternehmers zu distanzieren, die auf eine Beschönigung der Globalisierung und des damit verbundenen Sozialabbaus hinauslaufen. Scherz: "Es wäre eigentlich höchste Zeit, dass sich eine Partei, die im Wahlkampf die Werte der Arbeiterbewegung und der sozialen Gerechtigkeit hochgehalten hat, von einem Kollegen trennt, der ihr "gute Ratschläge" gibt, die nur im Interesse der international operierenden Großkonzerne liegen". Der KPÖ-Politiker wies darauf hin, dass der Name Androsch bei den Arbeiterinnen und Arbeitern, die ihre Arbeitsplätze in Fohnsdorf verlieren, keinen guten Klang hat. Außerdem habe das Hin und Her um den Standort einer neuen Fabriksanlage der Firma FACC gezeigt, dass der Standort Steiermark für den früheren SPÖ-Finanzminister nur zweitrangig ist, wenn es um die Maximierung des Unternehmensgewinns geht. Peter Scherz: "Das sozialpolitische Gewissen einer Partei zeigt sich nicht auf Plakaten, sondern anhand von konkreten Taten. Daran sollten auch die steirischen Sozialdemokraten denken". Rückfragehinweis: 404 52 33KPÖ-Steiermark Lagergasse 98 a 8020 Graz Tel.: 0316 71 24 36 Fax 0316 71 62 91 email: kp.stmk at kpoe-graz.at; kpoe_stmk at hotmail.com ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< LINKS / VERWEISE / HINWEISE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 13 Lesenswertes zu Venezuela "venezuela-info.net" ================================================== Weitere Artikel finden Sie gesammelt auf http://www.venezuela-info.net ----------------------------------------------------------- Aktuelle Artikel ----------------------------------------------------------- MERCOSUR: Venezuela verstärkt die Wirtschaftsgemeinschaft Die südamerikanische Wirtschaftsgemeinschaft Mercosur nimmt mit Venezuela zum Jahresende einen wichtigen Erdölexporteur als fünftes Mitglied auf. http://www.fr-aktuell.de/ressorts/wirtschaft_und_boerse/wirtschaft/?cntt2081 Frankfurter Rundschau, 16.10.2005 ----------------------------------------------------------- Chávez verweist US-Missionare des Landes Venezuelas Präsident wirft `New Tribes Mission` vor, strategische Informationen für den US-Geheimdienst CIA zu erkunden. Die in Florida ansässige Gruppe wird seit vielen Jahren der Spionage für US-Unternehmen verdächtigt http://www.taz.de/pt/2005/10/14/a0204.nf/text taz, 14.10.2005 ----------------------------------------------------------- Venezuela erlebt das Comeback des Sozialismus Staatspräsident Hugo Chávez verstaatlicht Privateigentum und vergrault Investoren http://www.wams.de/data/2005/10/02/783709.html WamS, 02. Oktober 2005 ----------------------------------------------------------- Keine Zeit für Zellophan-Diplomatie IM GESPRäCH: Venezuelas Vizepräsident José Vicente Rangel über Erdöl als Schmierstoff der lateinamerikanischen Integration und der `Bolivarischen Revolution` http://www.freitag.de/2005/40/05400301.php Freitag, 07.10.2005 ----------------------------------------------------------- ÖKONOMIE ----------------------------------------------------------- Venezuela baut staatlichen PC-Hersteller auf Präsident Hugo Chavez will preiswerte Rechner für die Bevölkerung anbieten http://de.internet.com/index.php?id 38592§ion=Marketing-News de.internet.com, 06.10.2005 ----------------------------------------------------------- Öffentliches Interesse vor Profit Venezuela rüttelt an den Produktionsverhältnissen. Besetzte Unternehmen, Enteignungen und Arbeitermitverwaltung http://www.jungewelt.de/2005/10-06/003.php jW, 06.10.2005 ----------------------------------------------------------- Chavez schließt US-Technikfirmen Vergangene Woche hat die venezolanische Regierung einige IT- Firmen geschlossen, die ihren Hauptsitz in den USA haben. http://www.silicon.de/cpo/news-b2b/detail.php?nr$177 silicon.de, 11.10.2005 ----------------------------------------------------------- HINTERGRUND ----------------------------------------------------------- Widersprüche und Herausforderungen des `Post-Neoliberalismus` Teil I: Regierungsprojekte und Bewegungen in Argentinien, Brasilien und Venezuela http://www.akweb.de/ak_s/ak499/20.htm ak - analyse + kritik - Zeitung für linke Debatte und Praxis, 14.10.2005 ----------------------------------------------------------- Besuch bei den Erben Bolivars Dritte Leserreise von junge Welt nach Venezuela: Erfolge des bolivarischen Prozesses und Konflikt mit den USA http://www.jungewelt.de/2005/10-14/008.php jW, 14.10.2005 ================================================== 14 Agency-News about Venezuela: Politics & Economics "venezuela-info.net" ================================================== ----------------------------------------------------------- POLITICS ----------------------------------------------------------- Two fingers to America Hugo Chávez, the president of Venezuela, is a genial fellow with a good sense of humour and a steely political purpose. As a former military officer, he is accustomed to the language of battle and he thrives under attack. He will laugh off this week`s suggestion by Pat Robertson, the US televangelist, that he should be assassinated, but he will also seize on it to ratchet up the verbal conflict with the United States that has lasted throughout his presidency. http://www.zmag.org/content/showarticle.cfm?SectionIDE&ItemID…81 ZNet, 25.08.2005 ----------------------------------------------------------- Is Osama Smiling? The Terrorist Resumé of Luis Posada Logic dictates that Luis Posada Carriles has become an Al Qaeda agent. This would explain his recent behavior. http://www.counterpunch.org/landau09242005.html counterpunch.org, 24.9.2005 ----------------------------------------------------------- A Bolivarian Socialist at the UN - Hugo Chavez`s Mission Hugo Chavez has moved onto the world stage as an advocate of profound change within his own country and abroad. http://www.counterpunch.org/burbach09242005.html counterpunch.org, 24.9.2005 ----------------------------------------------------------- Chavez moves ahead with his `agrarian reform` The Venezuelan government expropriated this week a corn silos plant belonging to the country`s main agro-business corporation http://www.falkland-malvinas.com/Detalle.asp?NUMe05 falkland-malvinas.com, 27.9.2005 ----------------------------------------------------------- Venezuelan Ranchers Federation gears up for confrontation with government The Venezuelan Federation of Ranchers (Fedenaga) is gearing up for a confrontation with the government over land interventions. http://www.vheadline.com/readnews.asp?idF221 vheadline.com, 3.10.2005 ----------------------------------------------------------- Cuba, Venezuela Foster Bilateral Links The 6th Cuba-Venezuela Joint Committee of Comprehensive Cooperation Agreement continues Tuesday in this capital, aimed at fostering bilateral links. http://www.plenglish.com/article.asp?ID={0E7D8936-20DF-4097-B49C-1F3C25C422F1})&language=EN plenglish.com, 4.10.2005 ----------------------------------------------------------- Venezuela invests in regional refining capacity Venezuela`s government owned oil company, PDVSA is planning investments in improving refining capacity in Latinamerica totalling 2,17 billion US dollars revealed the company`s Refineries Department Alejandro Granados. http://www.falkland-malvinas.com/Detalle.asp?NUMe58 falkland-malvinas.com, 4.10.2005 ----------------------------------------------------------- Venezuela Rejects Criticism of Inter-American Press Association Venezuelan Vice President, Jose Vicente Rangel, reacted to the Inter American Press Association`s criticisms of press freedom http://www.venezuelanalysis.com/news.php?newsno83 Venezuelanalysis.com, 11.10.2005 ----------------------------------------------------------- Venezuelan Land and Factory Expropriations as seen from the Labor Ministry and the Union Federation - UNT on Recent Expropriations The Venezuelan government`s recent moves to expropriate the slaughterhouse FRIBASA, a Heinz tomato processing plant, and PROMABASA http://www.venezuelanalysis.com/articles.php?artno76 venezuelanalysis.com, 13.10.2005 ----------------------------------------------------------- Interview with Richard Gott - Hugo Chavez and His Bolivarian Revolution What to make of Hugo Chavez? By the lights of the Bush administration, the President of Venezuela is an anti-American rabble rouser http://www.venezuelanalysis.com/articles.php?artno74 www.venezuelanalysis.com, 8.10.2005 ----------------------------------------------------------- A Real Racial Democracy? - Hugo Chávez and the Politics of Race As the war of words heats up between the Bush White House and Venezuelan president Hugo Chávez, the firebrand South American leader has boldly sought to forge ties with poor communities of color in the United States. http://www.counterpunch.org/kozloff10142005.html counterpunch.org, 14.10.2005 ----------------------------------------------------------- INTELLIGENCE REPORT: US `private military contractors` already in-country to `deal with` Venezuela`s President Hugo Chavez Frias... Intelligence agencies are revealing that US private military contractors, active in Colombia `under various contract umbrellas, including counter-narcotics and counter-insurgency` http://www.vheadline.com/readnews.asp?idF388 vheadline.com, 15.10.2005 ----------------------------------------------------------- ----------------------------------------------------------- no more newsletters: http://www.venezuela- info.net/newsletter/english/permission/abmelden.php ================================================ C) TERMINE ================================================ ======================== Dienstag http://www.mund.at/butt/Termine/Oktober/1810.htm Mittwoch http://www.mund.at/butt/Termine/Oktober/1910.htm Donnerstag http://mund.at/butt/Termine/Oktober/2010.htm ======================== ================================================ D) EDITORIAL ================================================ Für den Inhalt verantwortlich: Ihr. 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Beiträge mit rassistischen oder sexistischen Inhalten werden nicht veröffentlicht. Sehr persönliche Meldungen werden wir an den betreffenden Adressaten weiterleiten, aber nicht im MUND veröffentlichen. Die bisherigen Ausgaben sind unter http://www.no-racism.net/MUND archiviert. Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage: * Wann: Sonntag, 11.11.2001, 11:11 Uhr * * Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" * * Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf * * Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie. Aber kurz und prägnant.* Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch stillschweigend Zensur zu üben. Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die Nichtaufnahme geliefert. (Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.) Die AbsenderInnen der betroffenen Beiträge werden hiervon informiert. Im Sinne einer "gläsernen Zensur" könnt ihr Euch die Beiträge gerne extra schicken lassen: Ein kurzes Mail an widerstand at no-racism.net genügt. ================================================ E) VERTEILERLISTE ================================================ Zur Eintragung in diesen Verteiler bitte direkt subskribieren unter http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/analle oder von der einzutragenden Adresse aus ein mail schicken an: admin at no-racism.net mit folgendem Text: subscribe no-racism Bitte wegen Automatisierung diesen Wortlaut verwenden! Zur Austragung aus dieser Liste bitte an aus Einsendungen an zusammengestellt. Bitte keine Attachments! (werden nicht angenommen) Für diese Ausgabe nicht aufgenommen: nix. Redaktionsschluss für diese Ausgabe: 20:00 Uhr III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III widerst at nd-MUND is powered by http://alt.strg.at/ From analle at no-racism.net Wed Oct 19 08:39:33 2005 From: analle at no-racism.net (=?iso-8859-1?q?MUND=3A_medienunabh=E4ngiger_Nachrichtendienst?=) Date: Wed, 19 Oct 2005 08:39:33 +0200 Subject: widerst@nd mund: Mittwoch, 19. Oktober 2005 Message-ID: widerst at nd MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst MedieninhaberInnen seid ihr www.mund.at Mittwoch, 19. Oktober 2005 ================================================ A) INHALT ================================================ ================================================ WIENER WAHLEN ================================================ ================================================ 01 Donnerstag 20.10./Termine zu Wien-Wahl/Bildungsdemo Von: August Faschang ================================================ 02 Wiener (K)Wahlen: Fuer die Kommunistische Initiative und andere Von: akin ================================================ 03 Wiener (K)Wahlen: Fuer die Gegenstimmen Von: akin ================================================ 04 Wiener (K)Wahlen: Fuer die SLP Von: akin ================================================ 05 Wiener (K)Wahlen: Fuer die Gruene Alternative Von: akin ================================================ 06 Ankündigung: Treffen der libertären initiative sozial arbeitender Von: lisa syndikat ================================================ ================================================ ANKÜNDIGUNGEN UND TERMINE ================================================ ================================================ 07 Demonstration in Wien gegen die europaeische Abschottungspolitik Von: Rosa Antifa Wien ================================================ 08 21.10.05/19:30 Feministisches Erzählcafe im FZ-Beisl Von: selbstbestimmungsrechtderfrau at gmx.net ================================================ PARTY 2CONFERENCE 09 Von: vlatka ================================================ 10 Die andere Hymne - Minderheitenstimmen zum Nationalfeiertag Von: Cornelia Kogoj ================================================ 11 20.10 - Anti-Strache-Kundgebung * SLP-Abschlusskundgebungen Von: Sozialistische LinksPartei ================================================ 12 Einladung zur Ausstellungseröffnung UTOPIE : ABGELEHNT Von: Martin Mair ================================================ 13 Lyrik heute gefragt? - Ja! Exzellenter neuer Lyrikband von Rudolf Kraus Von: Mag. Nadja Roesner-Krisch ================================================ 14 Matinee 50 Jahre Neutralitaet Von: Alois Reisenbichler - Stadtteilzentrum Simmering ================================================ 15 Neu: Augustin-Comics Von: Angela Traussnig ================================================ ================================================ MELDUNGEN UND MEINUNGEN ================================================ ================================================ 16 deutsche wahlbeobachterInnen im nordirak Von: wadi wien ================================================ 17 Schattenbericht zu WSK-Rechte Von: Fian Oesterreich ================================================ 18 Belgrade: Continued repression against WiB Von: angela mores ================================================ 19 KPÖ-Wien: Wohnen gehört nicht in private Hände - Privatisierung stoppen Von: christiane maringer ================================================ Freitag-Nacht Punsch an der Andersrum-Wählbar am Naschmarkt 20 Von: Norbert Fischer ================================================ 21 Antisemitische Grafik auf dem Cover des neuen Arena-Programms Von: vanstittart at gmx.net ================================================ 22 Stmk/Einigung SP-VP/Stellungnahme/Kaltenegger Von: Parteder Franz ================================================ ================================================ MELDUNGEN UND MEINUNGEN ================================================ ================================================ B) TEXTE ================================================ ================================================ WIENER WAHLEN ================================================ ================================================ 01 Donnerstag 20.10./Termine zu Wien-Wahl/Bildungsdemo Von: August Faschang ================================================ Liebe Leute! +++++++DONNERSTAG 20.10.: Da am Donnerstag (20.10.) schon am Nachmittag 2 Demos/Kundgebungen stattfinden, wird es an diesem Donnerstag keinen Speakerscorner geben, damit die Protestierkondition nicht zu sehr überbeansprucht wird. Sehrwohl gibt es aber von 20Uhr-20Uhr15 eine Mahnwache gegen Schwarzorange in Österreich und Orangerot in Kärnten am Ballhausplatz vor dem Bundeskanzleramt. Und danach sind wie immer alle TeilnehmerInnen im Stammlokal in der Neustiftgasse willkommen! +++++++TERMINE mit Antischwarzorangeblau-Bezug: ++Dienstag 18.10., 19Uhr30: DISKUSSION ZUR WIENER WAHL: "Wie anders ist Wien?" Wien...eine Stadt zum Wohlfühlen für alle? ...ein Gegenmodell zu Schwarz-Blau-Orange? Was soll und muss sich ändern? mit:Karl Dampier - SPÖ,Rüdiger Maresch - GRÜNE,Petra Albrecht - ÖVP (angefragt),Melina Klaus - KPÖ,Kave Atefie - LIF, im Chinarestaurant "Sun" - Donaufelderstrasse 229 1. Stock, 1220Wien, Veranstalterin:Transdanubien gegen Schwarzblau - Da sich diese Initiative aufgrund der Regierungsbeteiligung der FPÖ im Jahr 2000 gebildet hat, sind VertreterInnen von FPÖ/BZÖ nicht eingeladen. ++Mittwoch 19.10., Treffpunkt Westbahnhof, 9Uhr: DEMO GEGEN BILDUNGSABBAU (im Rahmen eines SchülerInnenstreiks an mehreren Schulen als Reaktion auf die Bildungspolitik der Regierung) - Zusatzinfo: Aufrufende Organisationen: SchülerInnen-Aktionskomitees, der ArbeiterInnenstandpunkt, REVOLUTION und Funke - um diesen Termin gab es Auseinandersetzungen zwischen verschiedenen linken Gruppierungen, mehrere Gruppierungen machen nicht mit. ++Donnerstag 20.10., 17Uhr, Viktor Adler Markt, 10.Bezirk: GEGENKUNDGEBUNG ZUR WAHLKAMPFSCHLUSSKUNDGEBUNG DER STRACHE-FPÖ - Die FPÖ startet um 16Uhr30 mit Musik und einer Preisverlosung (haben wohl Angst, dass sonst keine Leute kommen). Treffpunkt für die Gegenkundgebung ist um 17Uhr (U1-Station Keplerplatz). Strache&Co wollen ab 17Uhr30 ihre Hetzreden halten. ++Donnerstag 20.10., ab 17Uhr: WIDERSTANDSLESUNG (Ecke Ballhausplatz/Heldenplatz). ++Donnerstag 20.10., 20Uhr-20Uhr15: MAHNWACHE gegen SCHWARZORANGE in Österreich und ORANGEROT in Kärnten (Ballhausplatz, vor dem Kanzleramt) ++Sonntag 23.10., WAHLEN IN WIEN: Wer in Wien wahlberechtigt ist, hat am Sonntag die Möglichkeit, mit dem Stimmzettel die rassistische, homophobe, unsoziale schwarzorangeblaue Bundesregierung mit ihrem gestörten Verhältnis zu den Nazi-Verbrechen zu schwächen. Nachdem die Regierung durch die Wahlergebnisse in der Steiermark und im Burgenland nun auch die Mehrheit im Bundesrat verloren hat, hat sie es ja schon etwas schwerer ihre Gesetzesvorhaben durchzusetzen. Eine weitere Schwächung durch das Wahlergebnis in Wien wäre wünschenswert. ================================================ 02 Wiener (K)Wahlen: Fuer die Kommunistische Initiative und andere Von: akin ================================================ ********************************************************** akin-Pressedienst. Aussendungszeitpunkt: Dienstag, 18. Oktober 2005; 17:16 ********************************************************** Wiener (K)Wahlen: Nach der KPOe und der AL19 haben auch einige andere wahlwerbenden Gruppierungen auf unseren Aufruf reagiert, Linken zu erklären, warum sie ausgerechnet bei ihren Listen ein Kreuz machen sollen. Wir reproduzieren diese Selbstdarstellungen ohne jegliche Wertung: * Fuer die Kommunistische Initiative und andere (BV Bezirke 2, 16 & 19): > "Unsere Menschen" "Unsere Menschen haben ein gutes Herz und eine grosse Seele. Sie lachen und weinen und arbeiten. Sie singen Lieder und sind arm. Sie schweigen und sie beten manchmal, dass alles anders wird. Und die Maechtigen in allen Laendern der Erde wissen: Eines Tages wird das Beten aufhoeren. Und dann haben sie ausgespielt." Diese Saetze stehen in einem Buch, das der Wiener Buergermeister dieses Jahr gratis unter das Volk bringen liess (J.M. Simmel: Das geheime Brot). Sie haben mir sehr gefallen, denn nicht nur, dass ich mich als Handwerker zu "unseren Menschen" zaehle, bin ich tagtaeglich unter meinesgleichen und bin gewiss, dass es so kommen muss. Die "einfachen Menschen" sind nicht dumm, zumindest nicht so dumm, fuer wie man sie verkaufen moechte. Die Tatsache, dass die Armut in unserem sehr reichen Land waechst, kriegen sie schon mit. Auch, dass die Antreiberei, das Schikanieren zunehmen, dass die Bourgois wieder wer sind. Aber "unsere Menschen" sind zugleich auch sehr muede. Der taegliche Kampf ums Ueberleben dominiert fuer viele das Leben, fuer Wohnung, Strom, Gas und Heizung geht schon ein Gutteil des Lohnes auf, weil alles teurer wird, nur der Preis nicht, um den wir unsere Arbeitskraft verkaufen. Es gibt auch feinfuehlige Intellektuelle, die das alles sehen. Peter Turrini zum Beispiel ist so einer. In einer Rede in Salzburg hat er vor kurzem sehr klar skizziert, wie die Verhaeltnisse sind in diesem Land. Er war nie einer, der die Verhaeltnisse bloss dozentenhaft schildert, sondern die Menschen und ihre Schicksale sieht. Oder Ernest Kaltenegger in Graz. Der zuhoert und hilft. Der nicht in Seitenblicke ist und auch nicht in Szenebeisln, dafuer aber an seinem Schreibtisch, wenn ihn wer braucht. Und solche Intellektuellen und Politiker brauchen die Menschen, damit sie weiterkommen koennen. Was sie nicht brauchen, ist ein SPOe-Vorsitzender, der mit seinen Weinkenntnissen prahlt. Oder einen KPOe-Vorsitzenden, der seine stiftungsgepolsterte Arbeitslosigkeit vor sich hertraegt, wie eine Trophaee. Denn weder kaufen sie Fuenfzig-Euro-Weine und essen in Haubenlokalen, noch jetten sie als Arbeitslose in der Welt herum, fuehren reihenweise kostspielige Prozesse und tragen Designerbrille und Massanzug. Mit ein paar Dutzend Gleichgesinnten habe ich mich zu Beginn dieses Jahres entschlossen, die Kommunistische Initiative (KI) zu gruenden. Unsere Absicht war und ist es, dem Wort kommunistisch seine urspruengliche Bedeutung zurueckzugeben, den Begriff von der Degeneration zu befreien, die damit verbunden ist, dass blutleere Apparatschiks fernab der Wirklichkeit "Kommunistische" Partei spielen. Wir haben es gewusst und wissen es, dass wir uns damit nicht nur mit Baiers Partei anlegen, sondern mit einem Gutteil des linken Establishment. Wer, wie wir, eine Politik fuer "unsere Menschen" machen will, muss sich von jenen Diskursen verabschieden, in denen es vorrangig um eigene Befindlichkeiten geht. Politik wie wir sie verstehen ist kein Selbsterfahrungs- und findungsseminar. Es geht beinhart um Interessen: Arbeitende Menschen und die grosse Mehrheit des Volkes gegen das Kartell der Macht aus Konzernen, Politik und Medien, hier in Oesterreich, in Europa und weltweit. Wir haben Abschied genommen von der Vorstellung, als "his masters loyal opposition" da und dort ein wenig mitplauschen zu duerfen im Rahmen der Regeln, welche die Maechtigen vorgeben. Und trotzdem meinen wir, dass noch so kleine Verbesserungen fuer unsere Menschen wichtig sind, wie beispielsweise ein Ernst Kaltenegger sie anstrebt und da und dort auch erreicht. Wir koennen nicht seine Erfahrung und sein langjaehriges Engagement aufweisen. Wir sehen aber die Moeglichkeit, auch in Wien zu beginnen. Klein zu beginnen. Von unten. Deshalb engangieren sich Mitglieder der KI in Betrieben, Gewerkschaften und Bewegungen, deshalb nehmen wir aber auch entsprechend unseren Moeglichkeiten an Wahlen teil. Am 23. Oktober treten drei Listen zu den Bezirksratswahlen an, in denen sich Mitglieder der KI engagieren: Im 2. Bezirk die Gegenstimmen (1), im 16. Bezirk Ottakringer Kommunisten - Kommunistische Initiative (2) und im 19. Bezirk die Alternative19 (3). Wer sich die drei Listen ansieht, wird sehen, dass hier durchaus drei sehr unterschiedliche Ansaetze vorhanden sind. Und das halten wir fuer gut. Uns ging und geht es nicht darum, dass moeglichst oft KI wo drauf steht, sondern dass durch konkrete Zusammenschluesse aktiver Leute vor Ort etwas Neues entsteht, das eine Opposition von unten gegen das Kartell der Macht sein oder werden kann. Das eine oder andere Bezirkratsmandat waere natuerlich ein schoener Anfang, und es koennte ermoeglichen, dass auch in Wien gezeigt wird, wie es anders und gegen den Strom geht. *Otto Bruckner* (1) http://www.gegenstimmen.at (2)http://www.kommunisten.at (3) http://www.alternative19.at Eine Vorstellung der AL19 findet sich auch in akin 26/05 ================================================ 03 Wiener (K)Wahlen: Fuer die Gegenstimmen Von: akin ================================================ Wiener (K)Wahlen: Nach der KPOe und der AL19 haben auch einige andere wahlwerbenden Gruppierungen auf unseren Aufruf reagiert, Linken zu erklären, warum sie ausgerechnet bei ihren Listen ein Kreuz machen sollen. Wir reproduzieren diese Selbstdarstellungen ohne jegliche Wertung. Nur in der Leopoldstadt kandidert auf Bezirksebene die Liste "Gegenstimmen". Einen Text fuer die akin haben wir zwar von dieser Gruppe nicht bekommen, der Vollstaendigkeit und Fairness halber sei hier aber aus einer Aussendung zitiert. * Fuer die Gegenstimmen: > Nein zur Politik der "Mitte"! Die Wahlplattform GEGENSTIMMEN tritt mit dem Anspruch an eine Kraft der Nichtprivilegierten zu sein. Wir sagen Nein zu den politischen und wirtschaftlichen Eliten dieses Landes und zu ihrer Politik der Reichen. Wir sagen Nein zu einem Oesterreich, in dem die Reichen immer reicher und die Armen aermer werden. Ein Oesterreich, in dem die Arbeitslosigkeit steigt und Jobs immer unsicherer werden. Wir sagen Nein zu einer Politik der "Mitte" und fordern die oesterreichischen Politikerinnen und Politiker auf zur verfassungsmaessig garantierten Neutralitaet zu stehen. Wir sagen Nein zur erzwungenen Aufruestung unter EU-Diktat. Wir sagen Nein zu einer Beteiligung an US-amerikanischen Kriegen. Wir sagen Nein zu einer Politik des Rassismus und der Hasspredigt eines HC Strache. Dieses Land gehoert uns allen, die wir hier leben und arbeiten. Integrieren wir unsere auslaendischen Mitbuerger in einen gemeinsamen Kampf um die Neubegruendung eines souveraenen Oesterreichs gegen amerikanische Kulturinvasion, Globalisierungsvernichter von Arbeitsplaetzen und Bruesseler Politbevormundung. Wir wollen echte Demokratie! Wir wollen die Mitbestimmung des Volkes! Wir wollen ein Leben in Wuerde und Gerechtigkeit fuer alle! Wir wollen ein Ende des Medienkartells, das uns vorschreibt was wir zu denken haben! Wir wollen ein Ende neoliberalen Machtkartells, egal ob rot-schwarz, oder schwarz-blau! Wir wollen und benoetigen eine echte politische Alternative! Mit Ihrer Stimme wird es moeglich unsere (GEGEN-)Stimme im Bezirksrat hoerbar zu machen: Eine Stimme von Menschen, welche das bestehende Mitte-Recht Mitte-Links Schema nicht hinzunehmen bereit sind. Eine Stimme von Menschen, die keiner Parteizentrale unterstehen. Eine (GEGEN-)Stimme, die gewillt ist, Ihrer Stimme Ausdruck zu verleihen. (Aussendungstext/stark gek.) ================================================ 04 Wiener (K)Wahlen: Fuer die SLP Von: akin ================================================ ********************************************************** akin-Pressedienst. Aussendungszeitpunkt: Dienstag, 18. Oktober 2005; 17:14 ********************************************************** Wiener (K)Wahlen: Nach der KPOe und der AL19 haben auch einige andere wahlwerbenden Gruppierungen auf unseren Aufruf reagiert, Linken zu erklären, warum sie ausgerechnet bei ihren Listen ein Kreuz machen sollen. Wir reproduzieren diese Selbstdarstellungen ohne jegliche Wertung: * Fuer die SLP (GR: Wien Zentrum, BV: Bezirke 5, 10 & 20): > Auch Wien braucht eine LinksPartei! Spaetestens die Wahlen in Deutschland und der Steiermark haben deutlich gemacht, was die SLP seit vielen Jahren sagt und schreibt: es braucht eine neue Partei von ArbeitnehmerInnen und Jugendlichen - und die Zeit ist reif dafuer! Die SLP ist bei den kommenden Wiener Gemeinderatswahlen fuer rund ein Viertel der in Wien wahlberechtigten Menschen waehlbar - ein wichtiger Schritt fuer eine neue Linkspartei. Ueber den Sozialabbau auf Bundesebene zu schreiben, erspare ich mir in diesem Rahmen - den kennen die LeserInnen der AKIN und lehnen ihn wohl auch ab. Die SPOe-PolitikerInnen im Rathaus behaupten, Wien sei "anders". Tatsaechlich macht die SPOe in Wien genauso Sozialabbau und Privatisierung, obwohl sie -- nicht zuletzt dank ihrer Absoluten -- die Moeglichkeit haette, alles ganz anders zu machen als die Bundesregierung. International vertieft sich die kapitalistische Krise: im Konkurrenzkampf zwischen den Unternehmen werden Loehne gesenkt und Menschen entlassen. Die herrschende Politik folgt diesem Druck durch Kuerzungen und Privatisierungen. Waere die SPOe noch eine ArbeiterInnenpartei, wuerde sie versuchen, diesem neoliberalen Trend mit politischem Druck aus der arbeitenden Bevoelkerung entgegenzuwirken. Das Gegenteil ist der Fall! Die abgehobene SPOe will die sozialpolitische Verantwortung loswerden und kurzfristig Geld in die leeren Kassen bekommen. Sie nennt das beschoenigend "Ausgliederung". Die Gruenen lehnen den Kapitalismus nicht ab (Spitzenkandidatin Vassilakou im O-Ton "Ja zur Freiheit der Wirtschaft") und beteiligen sich in Oberoesterreich in einer Koalition mit der OeVP an neoliberaler Politik. Die SLP hat zwei Hauptpunkte in diesem Wahlkampf: "Soziale Dienste statt private Profite" richtet sich gegen die Privatisierungen in Wien, gegen den Sozialabbau der auch auf Landesebene durchgefuehrt wird. "Strache macht die Hetze - Schuessel und SPOe die Gesetze" tritt gegen die FPOe-Hetze ebenso auf wie gegen den Nadelstreif-Rassismus der SPOe, die immerhin dem neuen Asylgesetz zugestimmt hat (O-Ton Gusenbauer "Gegen Scheinasylanten"). Unser Angebot: 100 Prozent sozialistisch! Die KandidatInnen der etablierten Parteien haben viel gemeinsam. Sie haben meist gutbezahlte Jobs, verfuegen oft ueber zumindest ein kleines Vermoegen und sofern es um ihre Wiederwahl geht, geniessen sie schon seit laengerem die Privilegien, die PolitikerInnen in Oesterreich auf allen Ebenen haben. Die KandidatInnen der SLP unterscheiden sich davon grundsaetzlich. Die SLP hat ein wichtiges Prinzip: Wir fordern Durchschnittseinkommen fuer PolitikerInnen und Abschaffung aller PolitikerInnenprivilegien. Nur wer das Leben der Menschen, die vom Sozialabbau betroffen sind, selbst lebt, kann die Auswirkungen nachvollziehen. Unser aeltester Kandidat ist 35, unser juengster 14. An der Spitze aller Listen stehen Frauen. Wir haben keine UnternehmerInnen oder MillionaerInnen auf unserer Liste, dafuer Arbeitslose, prekaer Beschaeftigte und ArbeitnehmerInnen, SchuelerInnen und Studierende. (Mehr Infos ueber unsere KandidatInnen unter (1) und (2) Wofuer stehen wir? Genaueres ist nachzulesen in unserem Wahlkampfmanifest (3) und in unserem Parteiprogramm (4). Hier daher nur einige Punkte: * Wir fordern eine 30-Stunden-Woche sowie einen Mindestlohn von 1100.- netto. Unfinanzierbar? Mitnichten - schon die Einfuehrung einer Vermoegenssteuer und einer echten Steuerprogression wuerde Milliarden bringen. * Wir fordern die Ruecknahme aller Kuerzungen der letzten Jahre im Gesundheits-, Sozial- und Bildungsbereich. Dazu braucht es einen politischen Kampf - den zu fuehren ist die SLP bereit und hat das in den letzten Jahren auch bewiesen. * Wir fordern ein Ende der Privatisierungspolitik und die Vergesellschaftung von zentralen Bereichen der Wirtschaft. * Wir fordern volle soziale und demokratische Rechte fuer alle hier lebenden Menschen, unabhaengig von ihrer Nationalitaet. * Wir treten ein fuer eine sozialistische Gesellschaft - damit meinen wir weder die stalinistischen Diktaturen in Osteuropa und der Sowjetunion noch die sozialdemokratische Politik der 70er Jahre, sondern eine Gesellschaft ohne Ausbeutung und Unterdrueckung, in der nicht die Profite, sondern die Beduerfnisse der Menschen im Zentrum stehen. *Sonja Grusch (gek.)* (1) http://www.slp.at/index.php/artikel+M5225e358f2f/ (2) http://www.slp.at/index.php/189/ (3) http://www.slp.at/index.php/artikel+M5ad958d7268/ (4) http://www.slp.at/index.php/53/ ================================================ 05 Wiener (K)Wahlen: Fuer die Gruene Alternative Von: akin ================================================ Wiener (K)Wahlen: Nach der KPOe und der AL19 haben auch einige andere wahlwerbenden Gruppierungen auf unseren Aufruf reagiert, Linken zu erklären, warum sie ausgerechnet bei ihren Listen ein Kreuz machen sollen. Wir reproduzieren diese Selbstdarstellungen ohne jegliche Wertung: * Fuer die Gruene Alternative: > Liebe Frust- und GrantwaehlerInnen! > Liebe potentielle SPOe/KPOe-WaehlerInnen! Ja, ich kann euch bis zu einem gewissen Grad verstehen. Ja, ihr seid, wie viele andere links denkende Menschen in Wien und in Oesterreich ueber die Gruenen enorm angefressen. Das "Andienen" so mancher Gruener SpitzenfunktionaerInnen an die OeVP als moeglicher Regierungspartner, die daraus resultierende inhaltliche Schwammigkeit, die fehlenden pointierten Positionen in der Sozialpolitik, wirtschaftspolitische Positionen, die eine sozial-oekologische, links-alternative Handschrift vermissen lassen und, und, und ... Ja, da kann frau/man durchaus so veraergert sein, dass er sie denkt: diesesmal werden die Gruenen von mir sicherlich keine Stimme bekommen. Diesesmal waehl ich SPOe. Oder KPOe. Oder gar nicht. Die Gruenen brauchen einen ordentlichen Denkzettel, denkst du dir. Die Gruenen sind - wenn sie sich irgendwo zwischen SPOe und OeVP positionieren - unnoetig geworden. Warten wir lieber, ob sich links der Gruenen nicht irgendwas entwickelt, das dann wieder waehlbar wird. Ja, diese Positionen sind durchaus nachvollziehbar. Sollen allerdings nicht unhinterfragt bleiben. Vor allem jetzt, kurz vor der Wien-Wahl. Es ist schon immer wieder faszinierend, wie kurz das Gedaechtnis so mancher Linker ist, wenn es darum geht, eine Wahlentscheidungs zu legitimieren. Da wird die SPOe ploetzlich zur progressiven Kraft, die KPOe zur ernst zu nehmenden politischen linken Alternative. Denn - mit den Gruenen waren dermaleinst grosse (vielleicht zu grosse?) Hoffnungen verbunden: eine neue Partei, eine basisdemokratische Partei offen fuer links-alternative Ideen jenseits des sozialdemokratischen, buerokratischen Wohlfahrsstaatsmodells, jenseits des kommunistischen Kasernenhofsozialismus. Der Anspruch an Gruene Politik(er) war dementsprechend besonders hoch, stark idealistisch und grundsatzorientiert - entsprechend war eine rege Streit- und Diskussionskultur bei den Gruenen vorhanden. Davon war die letzten Jahre nur mehr wenig zu sehen. Stromlinienfoermigkeit, das Image einer feel-good-Partei angesagt. Das ist den Gruenen nun gewaltig an den Kopf gefallen und eine Richtungsdiskussion ist angesagt. Und die wird gefuehrt werden muessen. Nun, nachdem die eigenen Erwartungen an die Gruenen entaeuscht worden sind, beginnt nun der "politische Trotz", der da besagt - wurscht wen waehlen, Hauptsache nicht gruen. Und frau/man legt sich ein Bild einer SPOe oder einer KPOe zurecht, um sein/ihr Wahlverhalten entsprechend zu legitimieren. Da wird dann ploetzlich wieder "Klassenbewusstsein" bei der SPOe entdeckt, dass die ja die Partei der ArbeiterInnenklasse ist etc. Oder frau/mann gibt sich illusionslos, zynisch abgeklaert: wenn ich schon von keiner Partei der Linken was erwarten kann, waehl ich wenigstens die, von den ich mir am wenigsten erwarten kann, wo aber zumindest die Wahrscheinlichkeit einer Enttaeuschung erspart bleibt. Auch ein moeglicher Gedankengang. So, und jetzt schauen wir uns die rote Realitaet im roten Wien an - nur auszugsweise: die stolze ArbeiterInnenpartei SPOe, die ja angeblich anti-neoliberal ausgerichtet ist, hat dermaleinst die stadteigene Bank-Austria privatisiert und Milliarden - damals noch Schilling - in den Sand gesetzt. Die Aktienpakete der bayrischen HVB-Bank, die sich ins boersennotierte Nirvana verabschiedet haben. Antiprivatisierungspartei SPOe? Die stolze ArbeiterInnenpartei mit ihrer anti-neoliberalen Rethorik hat weite Teile der Sozial- und Gesundheitspolitik in den Fonds Soziales Wien ausgegliedert - de facto privatisiert - und dabei so nebenbei "vergessen", der Belegschaftsvertretung ein entsprechendes Mitspracherecht in den Gremien des Fonds einzuraeumen. Erst ein auf einem AUGE-AK Antrag basierender Antrag der Gruenen im Gemeinderat hat die kuenftige Mitsprache des Betriebsrats im FSW sichergestellt. Die SPOe hat dafuer kein "Ohrwaschl" geruehrt. Erst als die Gruenen die Gesetzesinitiative gesetzt haben, musste die SPOe handeln. Und das obwohl die Zahl der GewerkschafterInnen im Gemeinderat Legion ist. SPOe - Partei der ArbeitnehmerInnen? Erhoehungen der Fahrpreis bei den Wiener Linien: dass hoehere Fahrpreise bei den Wr.Linien vor allem sozial benachteiligte Gruppen besonders treffen ist soweit bekannt - weil vor allem sie oeffentliche Verkehrsmittel nutzen. Schmecks, wurden trotzdem erhoeht. Gegen - vor allem den Widerstand - der Gruenen. Dafuer wettern SPOe und rot dominierte AK gegen zu hohe Benzinpreise, was das Zeug haelt. Ein Vergleich: seit 1985 ist der Preis fuer Oeffis um das 1,6fache gestiegen, jener fuer Benzin um das 1,4fache, jener fuer Diesel um das 1,3fache. Ueber die Preislawine bei den Oeffis - ein verteilungspolitischer Skandal in Wirklichkeit - haben sich rote kaum echauffiert. Es bleiben noch die geplanten Kuerzungen im Bereich der Sozialhilfe, die - nennen wir sie vorsichtig - Mangelverwaltung in Lainz etc. Verhindert bzw. aufgedeckt von den Gruenen. Sozialabbau findet statt - auch in Wien. So, kommen wir zu schwarz-gruen als Argument rot zu waehlen. Mir wird ja wohl wirklich keiner unterstellen wollen fuer schwarz-gruen zu sein. Die Oeffnung zur OeVP hin hat die Gruenen letztlich auch in die derzeitige Krise hineinmanoevriert. An der OeVP anzustreifen ist nicht nur unappetitlich, ideologisch nicht vertretbar, sondern auch taktisch-strategische Dummheit. Was allerdings fuer gruen gilt, muss genauso fuer rot gelten, soll das Argument "weg mit der OeVP" glaubwuerdig sein: so, und wie schaut jetzt die rote Realitaet aus: Tirol, OeVP absolute Mehrheit, dennoch OeVP-SPOe Koaliton. Salzburg, rot-gruene Mehrheit, dennoch SPOe-OeVP Koalition. Steiermarkt: rot-rot-gruene Mehrheit (zumindest im Landtag), dennoch rot-schwarze Koaltionsverhandlungen. Hallo? Hat irgendjemand aus den Reihen der SPOe einen Aufschrei gegen rot-schwarz, gegen eine Koaliton mit dem Teufel hoechstpersoenlich gehoert? Bislang hab ich derartige Aufschreie - betreffend Koalitionen mit der OeVP - nur, wenn auch viel zu leise und zu selten, von linken Gruenen gehoert. Von Kaernten wollen wir ja gar nicht reden, da kuendigt selbst die "linke" Schaunig-Kandut an, mit der BZOe und Haider weiter zu koalieren. Ja, eine klasse linke Partei, die SPOe. Die SPOe hat sich noch immer der OeVP in die Arme geworfen. Sie wirds wieder machen. Die Gruenen sind vom Verhandlungstisch immerhin aufgestanden. Die Roten kriechen noch unten durch. Zur KPOe schreib ich nur drei Buchstaben - EKH, das muesste eigentlich reichen. Ueber die real existierende KPOe kann sich ja ohnehin jede/r sein/ihr Bild machen. Wer SPOe waehlen will, solls tun. Wer KPOe waehlen will, solls tun. Wer sich dann wieder ueber die SPOe aergert, wird halt auf keine Resonanz in der SPOe treffen. Denen ist's wurscht. Wenn sich wer ueber die Gruenen aergert, wird er/sie genug bei den - vor allem den Wiener - Gruenen treffen und finden, der/die diesen Aerger sogar in die Gremien tragen wird. Da gibts naemlich noch Leute die zumindest sowas wie ein schlechtes Gewissen haben. Das ist halt auch gruene Realitaet. Wenn also wer die Gruenen trotzdem fuer schwarz-gruene Traeumereien strafen will, sollte es auf der Ebene tun, wo schwarz-gruene Phantasten vor allem beheimatet sind. In Wien kann frau/mann sie wahrscheinlich auf zwei Haenden abzaehlen. Die Wiener Gruenen sind mehrheitlich links. Sie haben ein linkes Wirtschaftsprogramm - sehr zum Aerger so mancher Oberrealos. Und sie machen in Wien auch eine gute, linke Sozialpolitik .Wer schwarz-gruen am Bund verhindern will, sollte daher gerade in Wien gruen waehlen. Das waere ein deutliches Zeichen gegenueber den Bundesgruenen. Zumindest das ist ein guter Grund fuer Gruen in Wien. *Markus Koza* ================================================ 06 Ankündigung: Treffen der libertären initiative sozial arbeitender Von: lisa syndikat ================================================ Und wieder trifft sich die libertäre Initiative Sozial Arbeitender, kurz LISA, diesen (22.10.) Samstag 16:00 uhr im Loligo, Fischerstiege 4-8, 1010 Wien. Alle geneigten KollegInnen, die im Sozialen, oder verwandten (Gesundheits-, Bildungs-Bereich, öffentlicher Dienst etc. kurz "gesellschaftl. ProduzentInnen") Bereichen arbeiten, ausgebildet, oder in Form des Zivildienstes zwangsverpflichtet werden, sind eingeladen mit uns über die Möglichkeiten der Direkten Aktion und der gewerkschaftlichen Selbstorganisierung in eben diesen Bereichen zu diskutieren. Dabei soll es aber nicht bleiben- unser mittelfristiges Ziel ist es, sich als Syndikat zu organisieren und zu etablieren. YOU ARE THE UNION! lisa.syndikat at linuxmail.org P.S.: da im Loligo zur gleichen Zeit möglicherweise eine andere Veranstaltung stattfindet, treffen wir uns davor und weichen gegebenenfalls aus!!! L.I.S.A. -- ================================================ ANKÜNDIGUNGEN UND TERMINE ================================================ ================================================ 07 Demonstration in Wien gegen die europaeische Abschottungspolitik Von: Rosa Antifa Wien ================================================ Wir leiten den folgenden Aufruf weiter: lg raw festung europa melilla Am Donnerstag, 20. Oktober 2005, wird in Wien eine Demonstration stattfinden, um gegen Abschiebungen, gegen die europaeische Abschottungspolitik und die Morde an der Grenze zu protestieren. Donnerstag, 20. Oktober 2005; Treffpunkt 15 Uhr, Spanische Botschaft, Theresianumgasse 21, 1040 Wien In den spanischen Enklaven Ceuta und Melilla in Marokko kam es in den letzten Wochen zu schweren Uebergriffen von spanischer und marokkanischer Polizei gegen MigrantInnen. Mehrere Fluechtlinge wurden im Zuge ihrer Fluchtversuche getoetet, viele an die Sued-Grenze Marokkos abgeschoben. http://no-racism.net/article/1387/ -- ############ RAW ############# Rosa Antifa Wien c/o Rosa Lila Tip Linke Wienzeile 102 A-1060 Wien AUSTRIA ------------------------- E-Mail: raw at raw.at Web: http://www.raw.at Board: http://www.n3tw0rk.org ------------------------- PGP-Key available here: http://www.raw.at/sub/kontakt/raw.asc ############ RAW ############# ================================================ 08 21.10.05/19:30 Feministisches Erzählcafe im FZ-Beisl Von: FrauenLesben fuer das Selbstbestimmungsrecht der Frau ================================================ ================================================ Das Erzählcafe ist im FZ-Beisl Währingerstr. 59/Eingang Ecke Prechtlgasse! :::: FR. 21. OKTOBER 2005 :::: 19:30 :::: ERZÄHLCAFÉ :::: ==================================================== "Wir stehen auf den Schultern von Riesinnen und wissen es nicht." Fifty : Fifty = 100% Feministisches Erzählcafe Begegnung 1: Abtreibungskampf, die Frage der Selbstbesimmung und die Antwort des Patriarchats mit einer Aktivistin von Frauen/Lesben für das Selbstbestimmungsrecht der Frau Die Einen haben es satt zu kämpfen, die anderen beginnen bei Null. Wir wollen ein feministisches Kontinuum! Frauen/Lesben aller Generationen kommt zum feministischen Erzählcafe, damit die Erfahrung, die Kämpfe, das Begehren weitergegeben werden und nicht verloren gehen! geöffnet ab 19:00 Beginn: 19:30 Eintritt frei! Nur Frauen! -- FrauenLesben für das Selbstbestimmungsrecht der Frau Selbstbestimmungsrechtderfrau at gmx.net <+++<+++<+++<+++<+++<+++<+++<+++<+++<+++<+++> detailierte Infos zum Schwangerschaftsabbruch in Österreich auch auf: --- www.die-abtreibung.at.tf --- -- FrauenLesben für das Selbstbestimmungsrecht der Frau Selbstbestimmungsrechtderfrau at gmx.net <+++<+++<+++<+++<+++<+++<+++<+++<+++<+++<+++> detailierte Infos zum Schwangerschaftsabbruch in Österreich auch auf: --- www.die-abtreibung.at.tf --- ================================================ 09 PARTY 2CONFERENCE Von: vlatka ================================================ PARTY 2CONFERENCE SoliEvent für den ersten Europäischen TransGender Rat, Wien, 3.11 - 6.11.05 SoliEvent for the First European TransGender Council, Vienna 3.11 - 6.11.05 Mittwoch, 25.10. 2005, ab 22h Dancefloor Djane Bette D. & Electronix Marea Alta, 6, Gumpendorferstrasse 28 ================================================ ================================================ 10 Die andere Hymne - Minderheitenstimmen zum Nationalfeiertag Von: Cornelia Kogoj ================================================ Die andereHymne Minderheitenstimmenzum Nationalfeiertag Hymnensind ein weltweit wichtiges Symbol nationaler Identität. Siewerden geschaffen, um die Zusammengehörigkeit einer Gruppe,einer Nation oder die Einzigartigkeit einer Region in Abgrenzung zuanderen zu zelebrieren und um Machtstrukturen zu erhalten undfortzuschreiben. In Österreich existieren die offizielleBundeshymne und die Landeshymnen. Diese beziehen sich weder im Textnoch in der Melodie auf jene Teile der Gesellschaft, die wir alsMinderheiten bezeichnen, meist schließen sie diese aus. DieInitiative Minderheiten präsentiert deshalb zum österreichischenNationalfeiertag inoffizielle “Minderheitenhymnen". Es sindIdentitätslieder von Minderheitengruppen - bearbeitet,verfremdet oder parodiert. Mit kreativen Mitteln werdenMachtmechanismen und Nationalismen hinterfragt und Gegenstimmenpropagiert. Die Ergebnisse dieses künstlerischen Prozesseswerden am 26. Oktober 2005 erstmalig in einem Konzert derÖffentlichkeit vorgestellt. Mittwoch,26. Oktober 2005, 20.00 Uhr Sargfabrik,Goldschlagstraße 169, 1140 Wien Eintritt:EURO 15,- Vorverkauf:EURO 13,- Karten:www.sargfabrik.at Programm Einführung UrsulaHemetek Die Hymneder behinderten Menschen Melodie:Joseph Haydn Text:Erwin Riess Chorarrangement:Harald Huber Der Chor des Klubs slowenischer Studentinnen undStudenten in Wien / Zbor kluba slovenskih studentk in studentov naDunajagemeinsammit Chor LaLumpur Iseh a Gaudee ... Nachdem Lied Glad To Be Gay von Tom Robinson Text:Helga Pankratz Chorarrangement:Harald Huber DerChor des Klubs slowenischer Studentinnen und Studenten in Wien / Zborkluba slovenskih studentk in studentov na Dunajagemeinsam mit Chor LaLumpur Barbara Nacheinem Kultlied von ABBA Text:Daniel Kittl Bearbeitungund Ausführung: Chor La Lumpur Üsküdara Traditionalin verschiedenen Sprachen Bearbeitungund Ausführung: Tulug-Tirpan-Project guests Djelem,djelem lungone dromesa Romahymne Bearbeitungund Ausführung: Ensemble Ruza Nikolic-Lakatos Pause Jugoslavijo Traditional,“heimliche Hymne" des ehemaligen Jugoslawiens Bearbeitungund Ausführung: Aleksandra Tehovnik Co. Hura, hura,hura Liedinspiriert durch die Hymne der BurgenlandkroatInnen Text,Musik und Ausführung: Bruji Nemaproblema KultliedText,Musik und Ausführung: Bruji Roz,Podjuna, Zila SlowenischesVolkslied aus Kärnten Bearbeitungund Ausführung: Balis Ausführende DerChor des Klubs slowenischer Studentinnen und Studenten inWien / Zbor kluba slovenskih studentk in studentov nach Dunajaist seit 1996 fixer Bestandteil der Wiener Chorszene. Einen Namengemacht hat sich der Chor mit Uraufführungen zeitgenössischerKomponistInnen sowie mitKärntner Slowenischen Volksliedern. DasSchwulen-Acapellaquintett Chor La Lumpur macht seit fünfJahren Musik. Ihr Repertoire reicht von Klassikern wie dem "JavaJive" der Manhatten Transfer bis "Sign Your Name" von TerenceTrent D'Arby. Tulug-Tirpan-Projeckt guests: Sabri Tulug Tirpan ist Komponist undvielseitiger Musiker, der aus der Türkeistammt. Er arbeitet in verschiedenen musikalischen Genres mitinternationalen KünstlerInnen. DasRomaensemble Ruza Nikolic-Lakatos ist auf vielen Bühnen mit der Musikder Lovara präsent. RuzaNikolic-Lakatos wirdoft als “Botschafterin der Romakultur" bezeichnet. AleksandraTehovnik Co.: Aleksandra Tehvonik ist Schauspielerin undSängerin, stammt aus Slowenien und gilt als “Diva desBalkanjazz".Sie arbeitetmit verschiedenen MusikerInnen zusammen. Dieburgenländisch-kroatische Rockgruppe Bruji wurde in den1980ger Jahren gegründet. Sie steht für die musikalischeAufbruchstimmung einer jungen Generation von Volksgruppenmusikern. DieKärntner-slowenische Rockgruppe Balis, die seit 2000besteht, covert neben Eigenkompositionen das Liedgut bekannter Bandsund verleiht diesem durch Texte in der slowenischen MundartSüdkärntens und eigenen Interpretationen eine neueIdentität. Projektleitung Ursula Hemetek,Ethnomusikologin, lehrt ud forscht am Institut für Volksmusikforschungund Ethnomusikologie der Universität für Musik und darstellende KunstWien und ist stellvertretende Obfrau der Initiative Minderheiten. InitiativeMinderheiten GumpendorferStraße 15/13, 1060 Wien Telefon :+43 1 586 12 49-12 kogoj at initiative.minderheiten.at www.initiative.minderheiten.at InKooperation mit Grüne Bildungswerkstatt Minderheiten ÖsterreichischeDialektautorInnen Institut fürVolksmusikforschung und Ethnomusikologie an der Universität für Musikund darstellende Kunst Wien Gefördertdurch BKAKunst Kulturabteilungder Stadt Wien Impressum Herausgeberin :Initiative Minderheiten, 1060 Wien Projektleitung :Ursula Hemetek Öffentlichkeitsarbeit :Cornelia Kogoj Organisationund Folderversand : Helga Kovrigar und Gerd Valchars GrafischeGestaltung Folder: Sascha Reichstein Powerpoint Präsentation: Maximilian Pramatarov ================================================ ================================================ 11 [SLP-Pressemeldung] 20.10 - Anti-Strache-Kundgebung * SLP-Abschlusskundgebungen Von: Sozialistische LinksPartei ================================================ Eine Information der Sozialistischen LinksPartei Der Wiener Wahlkampf neigt sich dem Ende zu. Die SLP war und ist mit einer Reihe von Aktivitäten jene Organisation, die den Rassismus der FPÖ aufgreift und kontert. Wir rufen gemeinsam mit Sozialistischer Widerstand International zu einer Kundgebung gegen die FPÖ auf. 20. Oktober - Kundgebung gegen die FPÖ Donnerstag, 20. Oktober um 17.00 am Viktor Adler Markt (Wien 10 - U1-Keplerplatz) Die FPÖ hält dort ihre Abschlusskundgebung ab - wir kontern mit einer lauten und starken Gegenkundgebung! Kommt zahlreich, bringt Transparente, Tafeln etc. mit! im Anschluss gibt es eine Vorführung von "Operation Spring" um 5.- (Karten bei der Kundgebung erhältlich) 21. und 22. Oktober - die Abschlusskundgebungen der SLP * Freitag 21. Oktober um 16.00 SLP-Abschlußkundgebung Brigittenau - 20; Milleniumstower - U6 Station Handelskai * Samstag, 22.Oktober um 10:00 SLP-Abschlußkundgebung Margareten - 5; U4 Station Kettenbrückengasse * Samstag, 22.Oktober um 14:00 SLP-Abschlußkundgebung Favoriten - 10;Viktor-Adler-Markt (U1 Station Keplerplatz) 19. und 21. Oktober - die Wahlkampftreffen der SLP * Mittwoch, 19.Oktober um 19.00 "Piwnica" (früher: Peer Gynt), Wien 20.; Jägerstraße 38 * Freitag, 21.Oktober 19.00 "Bunte Kuh", Wien 5.; Ecke Zentagasse/ Siebenbrunnengasse 23. Oktober - das Wahlfest der SLP * Sonntag, 23.Oktober ab 16.00 - wir beobachten den Wahlausgang und feiern gemeinsam mit UnterstützerInnen, FreundInnen, KandidatInnen SLP-Wahlfest "Fünfhauser Stüberl" - 15; Löhrg. 13 (Nähe Westbahnhof) ================================================ 12 Einladung zur Ausstellungseröffnung UTOPIE : ABGELEHNT Von: Martin Mair ================================================ UTOPIE : ABGELEHNT Kunstwettbewerb | die abgelehnten Beiträge Jury: Katarina Matiasek, Ursula Maria Probst, Hedwig Saxenhuber, Hemma Schmutz, Dieter Schrage veranstaltet von die AMS Aktiven Arbeitslosen und Media Austria Eröffnung der Ausstellung 18. Oktober um 19:00 Ablehnung der Projekte KUNSTHALLE EXNERGASSE UND WUK-PROJEKTRAUM Währingerstrasse 59, 1090 Wien Ausstellungsdauer: 19.10. bis 04.11.2005 Di - Fr 14.00 - 19.00, Sa 10.00 - 13.00 Veranstaltet von die AMS Aktiven Arbeitslosen und Media Austria Wir laden alle bei UTOPIE : FREIHEIT und anderen diversen Kunstwettbewerben abgelehnten Projekte ein, ihre Konzepte und Realisierungen trotz Subventionsverweigerung zu präsentieren !!! Die 513.678 AMS AKtiven Arbeitslosen, die Jobbewerbung zu Jobbewerbung gehetzt werden solidarisieren sich mit abertausenden KünstlerInnen, die von Wettbewerb zu Wettbewerb, von Subventionsantrag zu Subventionsantrag, von Sonderprogramm zu Sonderprogramm eilen und doch fast nur Ablehnungen einsammeln und ab und zu ein paar Krümmel vom grossen Kuchen abbekommen, der von jenen aufgefressen wird, die geschützt werden von jenen, die in Personalabteilungen und Kuratorien sitzend den Ansturm der Hungernden abwehren. Die AMS Aktiven Arbeitslosen fordern das bedingungslose Grundeinkommen und eine satte Gewinnbeteiligung sowie den freien Zugang zu Bildung, Kultur und Produktionsmittel für Erwerbsarbeitslose und KünstlerInnen. Mehr in Kürze im "Manifest der Abgelehnten" unter http://www.wiendarfalles.at UTOPIE : ABGELEHNT findet in einem Jahr statt, in dem das Moment der Vorspiegelung künstlerischer Freiheit und Aktivität als identitätsstiftendes Konstrukt des Wiener Wahlkampfes offizieller Selbstbespiegelung steht. Das Thema versucht den Begriff Freiheit auf sein utopisches Potenzial zu beschränken und ihn inmitten wahlpolitischer Vereinnahmung als leeres Versprechen neu zu formulieren. Die Kunst - "der Ort, der überall ist" - steht in krassem Widerspruch zur Politik des unbegrenzten Wettbewerbs und der Abgrenzung der Mehrheiten eröffnet gleichzeitig Freiräume für die Sieger, die sich nicht im Geflecht vorgefundener Bedingungen verorten lassen. Die Utopie wie die Ablehnung stehen damit im Spannungsfeld von Politik und Poesie und greifen - indem sie den Fokus vom Möglichen auf das wirtschaftliche Erwünschte lenken - auf emanzipatorische Strategien der Selbstbeschneidung zurück. Im Frühjahr 2005 wurde vom Verein Open Mind der offene Wettbewerb UTOPIE : FREIHEIT ausgeschrieben, an dem sich Kunstschaffende unabhängig von einschränkenden Kriterien beteiligen konnten. Die erste Stufe war ein Ideenwettbewerb, bei dem im weitesten Sinne utopische - weil in der nunmehrigen Form noch nicht existente - Projekte, die Freiheit bekamen, abgelehnt zu werden. Aus über 250 Konzepten hat die Jury 229 Projektideen zur Schubladisierung ausgewählt, deren Ergebnisse nun in der Kunsthalle Exnergasse nicht gezeigt werden. Im Rahmen der Ausstellung werden 15 der von der Jury ausgeschiedenen Arbeiten nicht gezeigt, von Open Mind wurden 3 weitere Projekte in Konkurrenz zur Nichtpräsentation eingeladen. Kunsthalle Exnergasse www.utopie-freiheit.at www.wiendarfalles.at -- ================================================= Martin Mair - Publizist virtuell & traditionell Krottenbachstrasse 40/9/6, A-1190 Wien Tel. + Fax: +43 1 3677487, Mobil: + 43 676 3548310 Email: martin.mair at mediaaustria.at http://www.mediaaustria.at - Webhosting & Webdesign http://www.bannertausch.info http://www.mediaweb.at - Medienplattform http://journalisten.mediaweb.at - Journalistenplattform http://www.arbeitslosennetz.org - Arbeitslosenplattform ================================================= ================================================ 13 Lyrik heute gefragt? - Ja! Exzellenter neuer Lyrikband von Rudolf Kraus Von: Mag. Nadja Roesner-Krisch ================================================ Rudolf Kraus aus der Seele brennen neue sprachminiaturen Mit Bildern von Kurt Giovanni Schönthaler Einen wunderschönen Herbstausklang wünsche ich Ihnen und erlaube mir, Ihnen unser neuestes Buch vorstellen zu dürfen, einen Lyrikband der besonderen Art. Es würde mich sehr freuen, wenn Sie dieses mit viel Liebe für alte Techniken der Buchmacherei gestaltetes Buch in Ihr Programm aufnehmen, Ihren KundInnen und der werthen LeserInnenschaft präsentieren bzw. darüber berichten. Auf Anfrage senden wir Ihnen sehr erne ein Rezensionsexemplar. Mit herzlichen Grüßen Mag. Nadja Rösner-Krisch (Verlagsinhaberin) Anfragen und Bestellungen EDITION ROESNER Mag. Nadja Rösner-Krisch Fürstenstraße 47 A-2344 Maria Enzersdorf Tel. u. Fax.: ++43 (0)2236/23540 edition-roesner at onemail.at www.edition-roesner.at Verlagsrepräsentanz und Auslieferung Michael Domes ++43 (0)699/102 002 92 ed.roesner-vertrieb at gmx.at * Textproben schwärzer als ich hast du jemals gespürt diese gedanken die mich manchmal quälen ich sehe nur dunkelheit schwärzer als ich je sein wollte bitte rette mich vor dieser dunkelheit die mich blindschleichenhaft die welt nur am rande berühren lässt schalte ein das licht das meine liebe entfacht damit ich die dunkelheit sehen kann verwirrt manchmal stehe ich kopf metaphorisch natürlich erde will ich dann sein stellen meinen brocken erde sein nichts als ein stückchen davon nichts als ich * ISBN, Preis und andere wichtige Daten Rudolf Kraus aus der Seele brennen neue sprachminiaturen Mit Bildern von Kurt Giovanni Schönthaler, ISBN 3-902300-18-3 140 Seiten engl. brosch., Bilder in alter Technik händisch von einem Buchbinder eingefügt ¤ 21,90 [A] / ¤ 21,30 [D] ================================================ ================================================ 14 Matinee 50 Jahre Neutralitaet Von: Alois Reisenbichler - Stadtteilzentrum Simmering ================================================ Liebe Friedensfreundinnen und Friedensfreunde, der 26. Oktober ist der österreichische Nationalfeiertag, NICHT weil an diesem Tag der letzte Soldat / die letzte Soldatin der Alliierten Österreich verlassen hat (das war nämlich am 25. Oktober 1955) und auch NICHT wegen des Staatsvertrages (15.5.1955), sondern weil am 26. Oktober 1955 das Bundesverfassungsgesetz über die IMMERWÄHRENDE NEUTRALITÄT Österreichs im Nationalrat beschlossen wurde. Daher sende ich gerne eine Einladung zu einer Matinee zum Thema "50 Jahre Neutralität" am 26. Oktober 2005 um 11.00 Uhr im Wiener Volkstheater (U2, U3 Volkstheater) weiter. Mit solidarischen Friedensgrüßen Alois Reisenbichler 50 JAHRE NEUTRALITÄT Matinee zum 50.Jahrestag ihrer Beschlussfassung Ehrenschutz: Bundespräsident Dr. Heinz Fischer Am Mittwoch 26. Oktober 2005 um 11 Uhr im Wiener Volkstheater Spende: 12 Euro Mit Brigitte Antonius, Gabriel Barylli, Konstanze Breitebner, Gerhard Bronner, Mercedes Echerer, Meike Gartner, Wolfgang Hübsch, Fritz Karl, Peter Lodinsky, Axel Schanda, Otto Tausig, Alexander Waechter. Mit Texten von Awertschenko, Kraus, Roth, Tucholsky u.A., mit Musik und zeitgeschichtlichen Dokumenten. Die Österreichische Neutralität feiert im Jubiläumsjahr 2005 den 50. Jahrestag ihres Bestehens. Am historischen Datum des 26. Oktober 1955 beschloss der Nationalrat das Neutralitätsgesetz, womit die 2. Republik aus freien Stücken ihre Außen- und Sicherheitspolitik nach »dem Muster der Schweiz« ausrichtet. Da die Bundesregierung in ihren Vorbereitungen zum Jubiläumsjahr diesen Anlass ausgespart hat, soll mit der Neutralitäts-Matinee am 26. Oktober 2005, um 11 Uhr im Wiener Volkstheater ein entsprechender Akzent gesetzt werden. Die Künstlerinnen und Künstler werden den 50. Geburtstag der Neutralität entsprechend begehen. Der Spendenerlös von 12 Euro pro Person kommt einem Projekt des Entwicklungshilfeklubs “Kindersoldaten in Liberia" zu Gute. Eine Benefizveranstaltung zugunsten ehemaliger Kindersoldaten in Liberia, ein Projekt des Entwicklungshilfeklubs. www.eh-klub.at In Zusammenarbeit mit dem Bundeskanzleramt, den Grünen, dem Renner-Institut, der SPÖ-Wien, dem Volkstheater und der Bank Austria-Creditanstalt. Karten bei der Tageskassa des Volkstheaters Montag bis Samstag von 10 Uhr bis Vorstellungsbeginn Telefon: +43-1-52111-400 Fax: +43-1-52111-444 E-Mail: ticket at volkstheater.at Online: www.volkstheater.at ALOIS REISENBICHLER 1110 Wien, Schneidergasse 15/9 Tel. 0664 39 51 809 ================================================ ================================================ 15 Neu: Augustin-Comics Von: Angela Traussnig ================================================ Presseinformation des Augustin 10 Jahre GUSTL Augustin-Comics nun auch in Heftform erschienen Seit 1995 zeichnet Thomas Kriebaum für die Wiener Straßenzeitung Augustin den Comic-Streifen "Gustl". Ist Gustl ein Held der Straße oder ein Mann ohne Eigenschaften? Sagt seine Persönlichkeit mehr über den Zeichner oder über "die Seele" von Wiener Clochards aus? Warum ist Gustl immer noch alleine, ohne "Augustine" an seiner Seite? Die Gustl-Fangemeinde wartet mit Spannung auf die eine oder andere Antwort. "Gustl Komplett" heißt das Bändchen, das sämtliche Abenteuer Gustls zwischen Oktober 1995 und August 2005- chronologisch geordnet- versammelt. Das Heft ist zum Preis von 4 Euro auf der Straße zu erwerben, wovon 2 Euro dem/der VerkäuferIn bleiben. Eine Auswahl der Comics wird außerdem in einer Ausstellung von "Kabinett für Wort und Bild" im Wiener Museumsquartier, Quartier 21- Museumsplatz 1, 1070 Wien von 26.Oktober bis 19.November zu sehen sein. Unter dem Titel: Thomas Kriebaum, GUSTL(fast)KOMPLETT, Ausgesuchtes aus 10 Jahren oder 162 Episoden "Augustin" Comics findet die Eröffnung der Ausstellung und die Heftpräsentation am Dienstag,den 25.Oktober 2005 um18.00 Uhr statt, Eintritt frei. für weitere Informationen: 587 87 90 Grafik: Kriebaum, honorarfrei ================================================ ================================================ MELDUNGEN UND MEINUNGEN ================================================ ================================================ 16 deutsche wahlbeobachterInnen im nordirak Von: wadi wien ================================================ Berlin, 17.10.2005 Pressemitteilung: Deutsche Wahlbeobachter/innen im Nordirak: Referendum ist weitgehend reibungslos abgelaufen Wir sind zufrieden mit dem Verlauf des Verfassungsreferendums im Irak und beruhigt, dass nur ein Bruchteil der angekündigten Anschläge und Gewalttaten gegen die wählende Bevölkerung stattgefunden hat. Besonders froh sind wir darüber, dass unsere zur Wahlbeobachtung entsandten Mitarbeiter ihre Aufgabe unversehrt und ohne auf Behinderungen zu stoßen erfüllen konnten. An dem am vergangenen Samstag abgehaltenen Verfassungsreferendum haben zwei deutsche und eine niederländische Mitarbeiter/innen der Hilfsorganisation WADI als akkreditierte internationale Beobachter/innen teilgenommen. Ersten Berichten zufolge sind Wahl und Stimmenauszählung in den von ihnen ohne Vorankündigung aufgesuchten Wahllokalen weitgehend reibungslos und ohne größere Beanstandungen verlaufen. Bemängelt wurde allerdings, dass nicht genügend Vorkehrungen für Analphabeten getroffen wurden. Außerdem habe es im Vorfeld teilweise Probleme mit der Registrierung der Wähler gegeben. Aufgesucht wurden Wahllokale in Ortschaften des nord-östlichen Irak in einer Region, die bis 2003 unter der Kontrolle der islamistischen Ansar al Islam Miliz stand. Nach wie vor bedrohen islamistische Milizen die mehrheitlich kurdisch besiedelte Region. Ein besonderes Augenmerk legten die Beobachter auf die Möglichkeiten von Frauen, ungehindert und ohne Beeinflussung ihre Stimme abzugeben. Insgesamt bewerten wir das Referendum als einen Erfolg. Zum ersten mal in der Geschichte des Irak hat die Bevölkerung über die Annahme einer Verfassung entscheiden können. Die relativ hohe Wahlbeteiligung - trotz bekannter Sicherheitsprobleme und Anschlagsdrohungen - und der weitgehend ruhige Ablauf des Referendums belegen den Willen einer Mehrheit der Irakis, über die Zukunft ihres Landes auf demokratische Weise mitzubestimmen. Bis vor kurzem war die irakische Bevölkerung aus der politischen Entscheidungsfindung systematisch ausgeschlossen worden. Wahlen unter Saddam Hussein kannten nur ein Votum: die 100-prozentige Bestätigung der Diktatur, erreicht durch den Ausschluss großer Bevölkerungsteile, durch Zwang und gezielte Manipulation. Die jetzige Verfassung, die nach ersten Informationen von der Bevölkerung bestätigt worden zu sein scheint, löst einen Jahrzehnte währenden Zustand der Rechtlosigkeit ab. Bis dato haben irakische Regierung seit Ende der 1950er lediglich auf der Grundlage einer "Übergangsverfassung" regiert und Gesetze weitgehend dekretär und ohne wirkungsvolle demokratische Kontrolle erlassen. Das Rechtssystem insgesamt ist im Irak unter der Diktatur Saddam Husseins vollständig entwertet worden. Rechtssicherheit und gleiche Gültigkeit von Rechten sind die Voraussetzungen für die schrittweise Normalisierung des Landes unter demokratischen Vorzeichen. Regierung und Parlament im Irak sind nunmehr gefragt, sich zu einer Annahme des Votums zu verpflichten und nicht von der in letzter Minute in die Verfassung aufgenommenen Möglichkeit Gebrauch zu machen, diese auch ohne Bevölkerungsvotum durch Mehrheitsbeschluss zu ändern. Die deutsche Bundesregierung ist hingegen gefordert, den demokratischen Wiederaufbau des Irak nach Kräften zu unterstützen und sich nicht wie ihre Vorgängerin aus der Verantwortung für die Zukunft des Nahen Ostens zu stehlen. Thomas Uwer WADI Deutschland | für den Vorstand -- WADI - Verband für Krisenhilfe und solidarische Entwicklungszusammenarbeit e-mail: wadi.wien at gmx.at Tel.: 0699-11365509 Postfach 105 A-1181 Wien Spendenkonto in Österreich: Kontonummer 07.405.301 Evangelische Kreditgenossenschaft eG BLZ 31800 IBAN: AT10 3180 0000 0740 5301 BIC: EVKRATW1 Website mit weiteren Informationen zu Projekten von Wadi und Veranstaltungshinweisen: www.wadinet.at ================================================ 17 Schattenbericht zu WSK-Rechte Von: Fian Oesterreich ================================================ Sehr geehrte Damen und Herren! Gemeinsam mit anderen österreichischen NGOs hat FIAN Österreich einen Schattenbericht zur Umsetzung der wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Menschenrechte (WSK Rechte) in Österreich verfasst. FIAN ist eine internationale Menschenrechtsorganisation für das Recht auf Nahrung und hat Beobachterstatus bei der UNO. Themenschwerkpunkte des Berichts sind Arbeitslosigkeit und zunehmende (Frauen)Armut, WSK Rechte von Asylwerbern, menschenrechtliche Probleme im Umgang mit den Opfern des Frauenhandels. Dazu ein allgemeiner Teil über Armuts- und Reichtumsverteilung in Österreich sowie die letzten Gesundheitsreformen. Der internationale Teil des Parallelberichts befasst sich unter anderem mit der Kohärenz in der Entwicklungszusammenarbeit, mit Österreichs Beitrag zur Bekämpfung von HIV/Aids auf internationaler Ebene und mit menschenrechtlichen Aspekten der Exportkreditförderung. Mit 17. Oktober 2005 startet in Wien, sowie in weiterer Folge dann auch in anderen Bundesländern, eine Veranstaltungsreihe zur Präsentation des Parallelberichts, um die Öffentlichkeit über den Inhalt des Schattenberichts zu informieren. Am 6. November 2005 wird eine NGO Delegation nach Genf reisen um am 7. November 2005 den Parallelbericht beim UN-Sozialkomitee zu präsentieren. Ziel ist von diesem Komitee eine Stellungnahme zur Regierungspolitik v.a. im Bereich Sozial- Wirtschafts- und Menschenrechtspolitik zu bekommen. Die abschließenden Empfehlungen des Komitees, die sich aus der Beurteilung des Staatenberichts und aus der Beurteilung des Parallelberichts ergeben, sind Anfang Dezember zu erwarten. Anbei übersenden wir Ihnen unseren Artikel zu den WSK-Rechten für AsylwerberInnen, verfasst von Anny Knapp, sowie die Veranstaltungstermine und würden uns freuen, wenn diese online gestellt werden könnten. Herzliche Grüße Katharina Wuppinger _Für Rückfragen und weitere Informationen: _ Katharina Wuppinger, Tel.Nr. 0650/7816760, fian-oe at oneworld.at Lisa Sterzinger, Tel.Nr. 0699/88798936, lisa.sterzinger at tele2.at -- -- =================================================== FIAN Food First Informations- und AktionsNetzwerk für das Menschenrecht sich zu ernähren Sektion Österreich Laudongasse 40 1080 Wien Tel: ++43/(0)1/405 55 15-316 Fax: ++43/(0)1/405 55 19 e-mail: fian-oe at oneworld.at web: www.fian.at ================================================ ================================================ 18 Belgrade: Continued repression against WiB Von: angela mores ================================================ CONTINUATION OF REPRESSION AGAINST WOMEN INBLACK On 17 October 2005 during morning working hours, an officer of theMinistry of Interior (MUP) of the Savski venac department visited theWomen in Black (WiB) office, this time with the alleged motivation of"establishing better cooperation between this association and theMinistry of Interior". To this aim, questions were posed to WiB activist Ljiljana Radovanovicabout the number of employees, length of the stay of persons in the Womenin Black space, about coordinator Stasa Zajovic, and more. We consider that this type of visit is not a form of care nor protection,rather solely intimidation; control through fear and agitation. Instead,MUP ought to protect us when we request it, or when we are subjected tovarious forms of violence during our activities. Since the beginning of our activities in 1991, Women in Black have beenexposed to various forms of repression. We had hoped that such repressionwould end with the fall of the dictatorial regime of Slobodan Milosevic,which unfortunately did not occur. Namely, since December 2003, with thebeginning of the government of Vojislav Kostunica, we again becameinteresting and dangerous for the security forces, most likely because ofour permanent campaign against denial of the criminal past and for thepunishment of criminals. Since the beginning of 2005, we have been exposed to organized campaignswhich have included repressive administrative methods (interrogation,being called for questioning, constant police visits to the Women inBlack office, investigation, infringement trials, financial control,etc.), as well as all other forms of agitation, physical attacks, andprovocation (in particular from neo-Nazi groups, and "patriotic"citizens). Due to other, worse pressures which represent a clear attempt atdiscrediting as well as criminalizing Women in Black, we began aninternational campaign with which we are turning the attention ofrelevant international institutions and civil society networks to demandthat the government of this country (before all the Ministry of Justice,Ministry of Interior, and the government president) to put an end to theorganized campaign against Women in Black. Women in Black 17 October 2005 Asunto: Continued repression against WiB Fecha: Mon, 17 Oct 2005 17:09:19 +0200 De: "Zene u crnom" PARA:: Zene u Crnom Women in Black +381 11 262 3225 _______________________________________________ womeninblack mailing list womeninblack at listas.nodo50.org http://listas.nodo50.org/cgi-bin/mailman/listinfo/womeninblack this is the international WiB mailing-out list, for the INTERACTIVEWiB e-list, go tohttp://groups.yahoo.com/group/interactiveWiB ================================================ ================================================ 19 KPÖ-Wien: Wohnen gehört nicht in private Hände - Privatisierung stoppen Von: christiane maringer ================================================ KPÖ-Wien: Wohnen gehört nicht in private Hände - Privatisierung stoppen Utl: Massive Erinnerungslücken von ÖVP und FPÖ/BZÖ KPÖ-PD (Wien) - ÖVP/FPÖ/BZÖ üben sich wenige Tage vor der Wahl als selbstgerechte “Aufdecker" in Sachen 'Wiener Wohnen'. So kritisieren sie etwa die “Verpolitisierung" im Wohnbaubereich und die Postenschacherei. Als Kollateralnutzen dieser “investigativen Politik" kann einerseits verbucht werden, dass die von allen Rathausparteien über das Wohnungswesen geworfene Decke aus Filz, Korruption, Freunderlwirtschaft und Selbstbereicherung auf Kosten der MieterInnen ein wenig gelüftet wird. Andererseits wird das angebliche Engagement der “Aufdecker" für die Bevölkerung unglaubwürdig, wenn gerade die Privatisierungsfanatiker in der Bundesregierung der SPÖ-Wien ihre - ohnehin seit Jahren bekannte - Vorreiterfunktion beim neoliberalen Umbau des öffentlichen Sektors vorwerfen. "Die Vorkommnisse um 'Wiener Wohnen' zeigen einmal mehr: Wohnen, Gesundheit und Bildung gehören nicht in private Hände!" stellt Melina Klaus, Spitzenkandidatin der KPÖ-Wien bei den Gemeinderatswahlen, fest; sie fordert die Vorbereitung zur Privatisierung umgehend zu stoppen. Josef Iraschko, Mietrechtsexperte der KPÖ-Wien, fasst die unrühmliche Geschichte der letzten Jahre zusammen: ÖVP und FPÖ stimmen 1996 der von der SPÖ eingebrachten Umwandlung der MA 27 und MA 52 in den Betrieb MA 17-'Wiener Wohnen' und drei Jahre später der weiteren Umwandlung in eine Unternehmung der Stadt Wien zu. Iraschko: "Damit war der erste Schritte hin zur Privatisierung des öffentlichen Wohnbaus im Gemeinderat gesetzt." Melina Klaus "Wenn nach der Wahl 'Wiener Wohnen', das noch ein Gemeindeunternehmen ist, in die Wienholding AG eingebracht wird, dann steht einer vollständigen Privatisierung nichts mehr im Wege. Den massenhaften Verkauf von Gemeindewohnungen kann dann nichts mehr verhindern." Heute kritisieren BZÖ/FPÖ und ÖVP die zunehmenden Missstände bei den Gemeindewohnungen, weil diese "Ärmsten der Armen" sich nicht wehren könnten. Es sei aber daran erinnert, dass es die Regierung Schüssel I war, die die Kostenpflicht bei Wohnverfahren, gegen den massiven Widerstand der Interessensvertretungen der MieterInen, durchsetzte. Damit war der Willkür der Immobilienwirtschaft (und da macht 'Wiener Wohnen' keine Ausnahme) Tür und Tor geöffnet. Dieselbe FPÖ stellt heute “Freunderlwirtschaft" unter Wohnbaustadtrat Faymann fest und kritisiert die Zustände bei den neu gegründeten Haus- und Außenbetreuungs GesmbHs von 'Wiener Wohnen'; vergessen wird dabei, dass die ÖVP/FPÖ-Regierung durch die Abschaffung des Hausbesorgergesetzes solchen Privatisierungstrategien der SPÖ-Wien Vorschub geleistet hat. Josef Iraschko weiter: "Dass die hauptsächlich von der SPÖ dominierten Genossenschaften dazu übergehen, mehr und mehr Höchstmieten aus ihren MieterInnen herauszupressen, um damit in den neuen EU-Ländern Geschäfte machen zu können, auch das ist Ergebnis der unter Schüssel I vorangetriebenen 'Reform' des Wohnungsgemeinnützigkeitsgesetzes. Mit dem Verkauf sämtlicher BUWOG-Wohnungen an private Investorengruppen sind die MieterInnen deren Willkür ausgeliefert. Das scheint ÖVP/FPÖ und BZÖ aber kaum zu stören." "Es sind genau die von ÖVP/FPÖ/BZÖ initiierten und betriebenen Privatisierungen öffentlichen Eigentums, die Korruption, Selbstbereicherung und Freunderlwirtschaft hervorbringen. Diese Tendenz ist in Österreich genauso zu beobachten wie überall dort, wo das von der Bevölkerung erarbeite Vermögen in private Hände verschoben wird." schließt Melina Klaus. Rückfragen: Christiane Maringer, KPÖ-Kommunikation, maringer at kpoe.at Josef Iraschko, MSZ-MieterSelbsthilfeZentrum der KPÖ-Wien, 480 88 33 ______________________________ kommunikation.kpö christiane maringer maringer at kpoe.at | www.kpoe.at 14., drechslergasse 42 ================================================ 20 Freitag-Nacht Punsch an der Andersrum-Wählbar am Naschmarkt Von: Norbert Fischer ================================================ Freitag-Nacht Punsch an der Andersrum-Wählbar am Naschmarkt Freitag Abend kannst du dich bei deiner Lokaltour aufwärmen. Die Grünen Andersrum verteilen heißen Punsch und warme Politik. An der U4-Station Kettenbrückengasse sind wir von 20 bis 23 Uhr für dich da. Du bist Freitagabend rund um den Naschmarkt unterwegs? Wir wärmen dich dabei gerne auf. Direkt neben der U4-Station Kettenbrückengasse, im Herzen des lesbischwulen Wiens, öffnen die Grünen Andersrum die Wählbar. Wir laden alle NachtschwärmerInnen ein zu Punsch. Talk und Info. Vorher sind die Grünen Andersrum auch wieder auf der Straße unterwegs, denn queere Politik wird von den Grünen nicht nur an Lesben, Schwule und TransGender erklärt. Gleichstellungspolitik geht allen WienerInnen an: * Mittwoch, 19.10., 14 bis 18 Uhr auf der Mariahilfer Straße (Bundesländerplatz) * Donnerstag, 20.10., 14 bis 18 Uhr beim U-Bahnaufgang am Schwedenplatz Powerd by: http://www.tommihirsch.at ---------------------------------------------------------------------------- -------------- Die Grüne Wahlparty Ab 17 Uhr könnt ihr gemeinsam mit den Grünen Wien die ersten Hochrechnungen verfolgen. Denn wir laden zur Wahlparty am Wahltag ins Palais Auersperg. Ab 19 Uhr öffnet wieder die berühmt-berüchtigte Andersrum-Bar. Diesmal zu Gunsten von “Aufschlag". Der Eintritt ist frei. Die Grünen Wien laden alle herzlich ins Palais Auersperg, um mit uns den Hochrechnungen entgegenzufiebern und - hoffentlich mit gutem Grund - zu feiern. Die Pforten des Palais Auersperg sind ab 15 Uhr geöffnet. Die Andersrum-Bar ist ab 19 Uhr geöffnet. Der Reinerlös der Sekt-Bar dient wieder einem guten Zweck, diesmal an “Aufschlag" für ihr 10-jähriges Jubiläum im Mai. Die Grüne Wahlparty 23.10.2005, 15:00 Uhr Palais Auersperg, Auerspergstraße, Ecke Lerchenfelderstraße, 1080 Wien Party mit allen Grünen, Großbildübertragung, Live-Musik, Andersrum-Bar 3 Live Bands: Magic Monkeys Harry Stojka Trio Exklusiv Danach: DJ ELK DJ Peter Altendorfer 17 Uhr: Hochrechnung aufgrund von Exit Polls 18 Uhr: Hochrechnung aufgrund erster ausgezählter Sprengel Freier Eintritt. Flowered by Zweigstelle - Der Blumenladen - www.zweigstelle.com ================================================ 21 Antisemitische Grafik auf dem Cover des neuen Arena-Programms Von: vanstittart at gmx.net ================================================ Antisemitische Grafik auf dem Cover des neuen Arena-Programms Das Cover des neuen Arena-Programms ist ein schlagender Beweis für den strukturellen Zusammenhang von Antiamerikanismus und Antisemitismus. Es wird von einer brennenden Stadt geziert, unter der ein Bild von George W. Bush mit einem Surfboard unter dem Arm montiert ist. Dieses Surfboard trägt die Farben der Flagge der Vereinigten Staaten - nur sind die Stars bezeicnenderweis nicht fünfeckinge - sondern Davidsterne... Die Macher des Arena-Programms sind also ganz offensichtlich ebenso von dem antisemitischen Wahngebilde eines Zionist Overtaken Governtment in den USA umgetrieben, wie etwa die Freien Kameradschaften, die Islamisten, die Trotzkisten vom ArbeiterInnenstandpunkt oder andere Antiimperialisten. SMASH ANTISEMITISM! BOYCOT THE ARENA!!! ================================================ 22 Stmk/Einigung SP-VP/Stellungnahme/Kaltenegger Von: Parteder Franz ================================================ Kaltenegger: Stellungnahme zur Einigung SPÖ-ÖVP Die KPÖ sieht sich durch die Einigung zwischen SPÖ und ÖVP im Land in ihrer Einschätzung bestätigt. Ernest Kaltenegger: "Wir haben bereits vor der Wahl immer wieder darauf hingewiesen, dass es am Ende darauf hinauslaufen wird. Viele Auseinandersetzungen der letzten Wochen waren bloßer Theaterdonner. Gesellschaftspolitisch bedeutet die Koalition im Land eine Fortschreibung der Grundlinien der bisherigen Politik. Jetzt ist die Opposition im Landtag besonders gefordert. Angesichts der Übermacht von SPÖ und ÖVP wollen wir uns bemühen, unserem Wählerauftrag gerecht zu werden und ständig auf wichtige soziale Anliegen hinzuweisen. Eines ist sicher: Wir werden in den kommenden Monaten und Jahren die Erfüllung der sozialen Versprechen der SPÖ einmahnen. Die KPÖ tritt gegen den Ausverkauf öffentlichen Eigentums ein und wendet sich gegen die Privatisierung von landeseigenen Gesellschaften. Neben den sozialen Anliegen, die wir in unserem Sofortprogramm niedergelegt haben, sind uns auch die Abschaffung des Proporzes und die Novellierung des Grazer Altstadterhaltungsgesetzes - damit sich ein Fall "kommod"-Haus nicht wiederholen kann besondere Anliegen. Rückfragehinweis: 872/2060 ================================================ B) TERMINE ================================================ ======================== Mittwoch http://www.mund.at/butt/Termine/Oktober/1910.htm Donnerstag http://www.mund.at/butt/Termine/Oktober/2010.htm Freitag http://www.mund.at/butt/Termine/Oktober/2110.htm ======================== ================================================ D) EDITORIAL ================================================ Für den Inhalt verantwortlich: Ihr. Medieninhaberinnen & Medieninhaber seid Ihr E-Mail-Adresse für Beiträge: widerstand at no-racism.net geschickt. widerst at nd MUND und alle Termine täglich aktualisiert im Web: http://www.no-racism.net/MUND Ziel von MUND (medienunabhängiger Nachrichtendienst) ist die unzensurierte und möglichst rasche Information über gesellschafts- politisch relevante Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu Widerstand und Antirassismus sowie verwandte Themen. sollen einen Titel, Namen und Emailadresse der/des AutorIn enthalten und möglichst kurz und prägnant gehalten sein, ev. mit Hinweis, wo weitere Informationen eingeholt werden können. Bitte keine Attachments! Die inhaltliche und sachliche Verantwortung liegt bei der/dem jeweiligen AutorIn bzw. jenen, die uns die Beiträge schicken. Der MUND wird von einzelnen TagesredakteurInnen zusammengestellt. Da Fehler nicht ausgeschlossen sind, bitten wir, nicht veröffentlichte Beiträge nochmals an widerstand at no-racism.net zu senden. Die Weiterleitung (auch auszugsweise) ist erwünscht. Beiträge mit rassistischen oder sexistischen Inhalten werden nicht veröffentlicht. Sehr persönliche Meldungen werden wir an den betreffenden Adressaten weiterleiten, aber nicht im MUND veröffentlichen. Die bisherigen Ausgaben sind unter http://www.no-racism.net/MUND archiviert. Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage: * Wann: Sonntag, 11.11.2001, 11:11 Uhr * * Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" * * Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf * * Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie. Aber kurz und prägnant.* Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch stillschweigend Zensur zu üben. Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die Nichtaufnahme geliefert. (Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.) Die AbsenderInnen der betroffenen Beiträge werden hiervon informiert. Im Sinne einer "gläsernen Zensur" könnt ihr Euch die Beiträge gerne extra schicken lassen: Ein kurzes Mail an widerstand at no-racism.net genügt. ================================================ E) VERTEILERLISTE ================================================ Zur Eintragung in diesen Verteiler bitte direkt subskribieren unter http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/analle oder von der einzutragenden Adresse aus ein mail schicken an: admin at no-racism.net mit folgendem Text: subscribe no-racism Bitte wegen Automatisierung diesen Wortlaut verwenden! Zur Austragung aus dieser Liste bitte an zusammengestellt. Bitte keine Attachments! (werden nicht angenommen) 3 nicht so brandaktuelle meldungen nicht drin. Redaktionsschluss für diese Ausgabe: Mi 5.00 Uhr III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III ü, ö, ä, ß, Ü, Ö, Ä III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III widerst at nd-MUND is powered by http://alt.strg.at/ ================================================ From analle at no-racism.net Thu Oct 20 08:50:23 2005 From: analle at no-racism.net (=?iso-8859-1?q?MUND=3A_medienunabh=E4ngiger_Nachrichtendienst?=) Date: Thu, 20 Oct 2005 08:50:23 +0200 Subject: widerst@nd - MUND: Donnerstag, 20.10.2005 Message-ID: widerst at nd MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst Medieninhaberinnen & Medieninhaber seid Ihr www.no-racism.net/mund Donnerstag, 20. Oktober 2005 ================================================ A) INHALT ================================================ ================================================ 01 Tatort Traiskirchen: von office at asyl-in-not.org ================================================ 02 Pressemeldung für den 24.10.2005 von Fian Oesterreich ================================================ ================================================ AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN ================================================ ================================================ 03 [ÖLSF-Liste] Wien-Wahl: ÖVP auf neuem homophobem Tiefpunkt angelangt von Kurt Krickler ================================================ 04 9. Nov./Karl Kraus/Grundlagen von Café Critique ================================================ 05 virno lesekreis, einladung zum von "redaktion grundrisse" ================================================ 06 Do, 20. Okt 2005: Protest gegen Festung Europa in Wien von "global at no-racism.net" ================================================ 07 [pooool-presse] pooool plays politics ::: einladung reminder von "Melissa Saavedra" ================================================ 08 Postgesetz/Hausbriefkästen/EU/Protest von KPÖ Steiermark ================================================ ================================================ MELDUNGEN, MEINUNGEN und KOMMENTARE ================================================ ================================================ 09 Prozess gegen Saddam Hussein - Bilanz seiner Verbrechen von "GFBV" ================================================ 10 ASt - Mit der Bitte um Veröffentlichung von ASt-LFI ================================================ 11 Wahlvergleich Kaltenegger-KPÖ - HPM von "Parteder Franz" ================================================ 12 Gudrun Kugler-Lang: Vernetzung transparent! von viktoria roth ================================================ 13 China: GfbV kritisiert "Weißbuch zur Demokratisierung" scharf von "GFBV" ================================================ ================================================ B) TEXTE ================================================ ================================================ 01 Tatort Traiskirchen: von office at asyl-in-not.org ================================================ Tatort Traiskirchen: Tschetschenenjagd Vergangene Woche haben die Erstaufnahmestelle des Bundesasylamts und die Fremdenpolizei in Traiskirchen eine Jagd auf tschetschenische Flüchtlinge inszeniert, die an die schlimmsten Tage der Strasserzeit erinnern und einen Vorgeschmack darauf liefern, was uns nach Inkrattreten des Prokopgesetzes im kommenden Jahr erwartet. Uns sind bisher 16 Fälle bekannt, wo die Erstaufnahmestelle sogenannte Dublinbescheide erließ und die aufschiebende Wirkung von Berufungen gemäß § 64 Absatz 2 des Allgemeinen Verwaltungsverfahrensgesetzes (AVG) aberkannte. Vorher hatten Traiskirchner Amtsärzte angebliche „Traumauntersuchungen“ durchgeführt, die jeweils nur Minuten dauerten und negativ verliefen; die Einholung von Gegengutachten qualifizierter ExpertInnen sollte offenbar durch den sofortigen Vollzug der Abschiebungen verhindert werden. Bisher sieben tschetschenische Männer wurden bereits nach Polen deportiert; ihr weiteres Schicksal ist derzeit unbekannt. Da sie vor ihrer Weiterflucht nach Österreich in Polen registriert worden waren, besteht die Gefahr, daß ihre Asylverfahren dort bereits negativ abgeschlossen sind und ihnen die sofortige Weiterschiebung nach Polen droht. Über die tschetschenischen Frauen und Kinder wurde das „gelindere Mittel“ verhängt; das heißt, daß sie in Gastwirtschaften ihre Deportation abwarten sollen. Viele von ihnen sind aber in der Zwischenzeit untergetaucht. Auch ihnen würde in Polen die Weiterschiebung nach Russland drohen. Die Aberkennung der aufschiebenden Wirkung steht in krassem Widerspruch zur Entscheidung des Verfassungsgerichtshofes vom 15. Oktober 2005. Der Verfassungsgerichtshof hatte damals die vom Strassergesetz vorgesehene Abschiebung trotz laufendem Berufungsverfahren als verfassungswidrig verboten. Das AVG, auf das die Erstaufnahmestelle sich nun zu stützen versucht, sieht die Möglichkeit der Aberkennung einer aufschiebenden Wirkung nur bei Gefahr in Verzug vor. Welche „Gefahr“ die weitere Anwesenheit tschetschenischer Flüchtlingsfamilien im Berufungsverfahren darstellen soll, hat die Behörde nicht dargelegt. Wir erwarten daher eine rasche Behebung dieser Bescheide wegen offenkundiger Verfassungswidrigkeit. Wie wir hören, wurde der Obmann der Vereinigung tschetschenischer Gefangener der Konzentrations- und Filtrationslager, Vacha Banjaev, der als anerkannter Flüchtling in Österreich lebt, vergangenen Freitag bei einem Besuch im Lager Traiskirchen vorübergehend festgenommen, als er eine dort tätige Rechtsberaterin besuchen wollte. Herrn Banjaev wurden im Freigelände des Flüchtlingslagers Handschellen angelegt, weil er mit einigen Tschetschenen dort stand und mit ihnen sprach. Erst nach Intervention der Rechtsberaterin wurde er enthaftet. Seine Festnahme begründete die Polizei, wie wir hören, so: Tschetschenen sei es verboten, in einer Gruppe von über zwei Personen ohne Aufsichtsperson miteinander zu reden. Wie heißt es bei Heinrich Heine? „Wo mehr als drei beisammen stehen, soll schnell man auseinander gehen. Wer auf der Straße räsonniert, wird unverzüglich füsiliert.“ Vor zweihundert Jahren, zu Metternichs Zeit... Herr Banjaev berichtete uns, daß ihn die Zustände in Traiskirchen eher an ein Filtrationslager in Russland erinnern als an ein Flüchtlingslager. Das Aufsichtspersonal sei mit Hunden und Schlagstöcken ausgestattet und „geleite“, besser: kommandiere die Flüchtlinge so in die Ess- und Schlafsäle. Asyl in Not fordert die sofortige Behebung der verfassungswidrigen Bescheide, die sofortige Rückführung der Deportierten nach Österreich, freies Geleit für ihre untergetauchten Angehörigen und die Amtsenthebung der für diese Bescheide zuständigen Beamten. Asyl in Not fordert die Überprüfung der amtsärztlichen „Befunde“ durch echte ExpertInnen (so etwa den renommierten Verein „Hemayat“). Asyl in Not fordert freien Zugang für NGO-Vertreter (und dazu gehören selbstverständlich auch Vertreter von Flüchtlings-Selbsthilfegruppen wie der Vereinigung tschetschenischer Gefangener) zum gesamten Bereich des Lagers Traiskirchen. Licht ins Dunkel der Schubhaft! Die Menschenrechte müssen wieder gelten in diesem Land. Michael Genner Asyl in Not Währingerstraße 59 1090 Wien Tel.: 408 42 10-15, 0676 - 63 64 371 www.asyl-in-not.org Spendenkonto: Asyl in Not, P.S.K., Kontonummer 92.034.400 ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ Die Zusendungen können Sie bei Bedarf unter http://asyl-in-not.org/abo/ abbestellen. Asyl in Not, Währingerstraße 59, A-1090 Wien Telefon +43/1/408 42 10, Fax +43/1/405 28 88 mailto:office at asyl-in-not.org http://asyl-in-not.org ================================================ 02 Pressemeldung für den 24.10.2005 von Fian Oesterreich ================================================ *Österreich als Asylland: Integrationschancen statt Flüchtlingselend * *Präsentation des Parallelberichts an den UN Sozial-Ausschuss am 24. Oktober 2005. NGOs berichten über gravierende Defizite bei wirtschaftlichen und sozialen Rechten von AsylwerberInnen und Opfern des internationalen Frauenhandels. * Bei der ab 1.1.2005 gültigen Novelle des Bundesbetreuungsgesetzes schränkt der Bund seine Kompetenz auf die Betreuung von AsylwerberInnen in den 5 Betreuungsstellen des Bundes und während des Zulassungsverfahrens ein. Für die Mehrheit der AsylwerberInnen sind nach der Zulassung des Asylantrags und der Zuweisung in die Betreuung eines Landes die Länder zuständig. Eine entsprechende Änderung der Sozialhilfegesetze der Länder ist bis dato nur in Wien und der Steiermark erfolgt. „Diese Änderungen müssen jedoch in Hinblick auf den Leistungsumfang und die Durchsetzung von Rechtsansprüchen in allen anderen Bundesländern dringend durchgeführt werden“, fordert Anny Knapp, Obfrau der Asylkoordination. „Für 1500 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge gibt es nur 500 adäquate Betreuungsplätze. Dass berufliche Aus- und Weiterbildung an den Zugang zum Arbeitsmarkt geknüpft sind, zwingt junge Asylsuchende zum Vegetieren in einer Situation der Perspektivenlosigkeit“, erläutert Knapp. Lefö-IBF weist auf die menschenrechtswidrige Situation von Frauen hin, die Opfer des internationalen Frauenhandels geworden sind. Mehr als 150 Opfern die von LEFÖ jährlich beraten und betreut werden, stehen nur 12 Notschlafplätze zur Verfügung. Die Erteilung eines begrenzten Aufenthaltstitels aus humanitären Gründen ist die rechtliche Grundlage für die Betreuung. Die Einschätzung, ob eine Frau von Frauenhandel betroffen ist oder nicht, ist den Behörden überlassen. Die Einbeziehung der Mitarbeiterinnen von LEFÖ ist nicht vorgesehen. So kann es weiterhin zu einer Kriminalisierung und raschen Abschiebung der Frauen kommen. Damit geht nicht nur die Chance verloren, den Betroffenen in Anerkennung eines menschenrechtlichen und strafrechtlichen Delikts eine umfassende Betreuung zukommen zu lassen, sonder auch die Möglichkeit, neue Formen des Frauenhandels kennen zu lernen und zu bekämpfen,“ kommentiert Eva Kaufmann. LEFÖ-IBF erhielt am 17. Oktober den UTE Bock Preis 2005. _Veranstaltungshinweis: „Österreich als Asylland“ _ Podiumsdiskussion mit den AutorInnen des Parallelberichts, mit Therezija Stoisits und Walter Posch , Menschenrechtssprecher von Grünen und SPÖ 24. Oktober 2005, 19 Uhr im Presseclub Concordia, Bankgasse 8, 1010 Wien Termine der weiteren Veranstaltungen: www.fian.at =================================================== FIAN Food First Informations- und AktionsNetzwerk für das Menschenrecht sich zu ernähren Sektion Österreich Laudongasse 40 1080 Wien Tel: ++43/(0)1/405 55 15-316 Fax: ++43/(0)1/405 55 19 e-mail: fian-oe at oneworld.at web: www.fian.at ================================================ ================================================ AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN ================================================ ================================================ 03 [ÖLSF-Liste] Wien-Wahl: ÖVP auf neuem homophobem Tiefpunkt angelangt von Kurt Krickler ================================================ *Österreich als Asylland: Integrationschancen statt Flüchtlingselend * *Präsentation des Parallelberichts an den UN Sozial-Ausschuss am 24. Oktober 2005. NGOs berichten über gravierende Defizite bei wirtschaftlichen und sozialen Rechten von AsylwerberInnen und Opfern des internationalen Frauenhandels. * Bei der ab 1.1.2005 gültigen Novelle des Bundesbetreuungsgesetzes schränkt der Bund seine Kompetenz auf die Betreuung von AsylwerberInnen in den 5 Betreuungsstellen des Bundes und während des Zulassungsverfahrens ein. Für die Mehrheit der AsylwerberInnen sind nach der Zulassung des Asylantrags und der Zuweisung in die Betreuung eines Landes die Länder zuständig. Eine entsprechende Änderung der Sozialhilfegesetze der Länder ist bis dato nur in Wien und der Steiermark erfolgt. „Diese Änderungen müssen jedoch in Hinblick auf den Leistungsumfang und die Durchsetzung von Rechtsansprüchen in allen anderen Bundesländern dringend durchgeführt werden“, fordert Anny Knapp, Obfrau der Asylkoordination. „Für 1500 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge gibt es nur 500 adäquate Betreuungsplätze. Dass berufliche Aus- und Weiterbildung an den Zugang zum Arbeitsmarkt geknüpft sind, zwingt junge Asylsuchende zum Vegetieren in einer Situation der Perspektivenlosigkeit“, erläutert Knapp. Lefö-IBF weist auf die menschenrechtswidrige Situation von Frauen hin, die Opfer des internationalen Frauenhandels geworden sind. Mehr als 150 Opfern die von LEFÖ jährlich beraten und betreut werden, stehen nur 12 Notschlafplätze zur Verfügung. Die Erteilung eines begrenzten Aufenthaltstitels aus humanitären Gründen ist die rechtliche Grundlage für die Betreuung. Die Einschätzung, ob eine Frau von Frauenhandel betroffen ist oder nicht, ist den Behörden überlassen. Die Einbeziehung der Mitarbeiterinnen von LEFÖ ist nicht vorgesehen. So kann es weiterhin zu einer Kriminalisierung und raschen Abschiebung der Frauen kommen. Damit geht nicht nur die Chance verloren, den Betroffenen in Anerkennung eines menschenrechtlichen und strafrechtlichen Delikts eine umfassende Betreuung zukommen zu lassen, sonder auch die Möglichkeit, neue Formen des Frauenhandels kennen zu lernen und zu bekämpfen,“ kommentiert Eva Kaufmann. LEFÖ-IBF erhielt am 17. Oktober den UTE Bock Preis 2005. _Veranstaltungshinweis: „Österreich als Asylland“ _ Podiumsdiskussion mit den AutorInnen des Parallelberichts, mit Therezija Stoisits und Walter Posch , Menschenrechtssprecher von Grünen und SPÖ 24. Oktober 2005, 19 Uhr im Presseclub Concordia, Bankgasse 8, 1010 Wien Termine der weiteren Veranstaltungen: www.fian.at =================================================== FIAN Food First Informations- und AktionsNetzwerk für das Menschenrecht sich zu ernähren Sektion Österreich Laudongasse 40 1080 Wien Tel: ++43/(0)1/405 55 15-316 Fax: ++43/(0)1/405 55 19 e-mail: fian-oe at oneworld.at web: www.fian.at ================================================ 04 9. Nov./Karl Kraus/Grundlagen von Café Critique ================================================ Vorankündigungen: 9. 11. 2005 Niemals Vergessen! Gegen Antisemitismus und Faschismus! Gegen den antizionistischen Konsens! Solidarität mit Israel! Kundgebung zum Novemberpogrom Wien, Ecke Zirkusgasse/Schmelzgasse, 2. Bezirk 10. November 2005 Die Dritte Walpurgisnacht Karl Kraus und der Nationalsozialismus Vortrag von Irina Djassemy in Wien http://www.cafecritique.priv.at ___________________ weitergeleitete Nachricht: Grundlagen der Gesellschaftskritik Einführende Veranstaltungsreihe der Studienvertretung Politikwissenschaft Donnerstags um 20 Uhr im HS II im NIG (Erdgeschoss) 20.10.2005 Wozu Kritik der politischen Ökonomie? (Florian Ruttner) 3.11.2005 Warum Staatskritik/Kritik der Politik? (Alex Gruber) 17.11.2005 Elemente einer Kritik des modernen Antisemitismus (Florian Markl) 1.12.2005 Einführung in die Psychoanalyse als Gesellschaftstheorie – Der autoritäre Charakter (Ljiljana Radonic) 15.12.2005 Kritik der Kategorie Geschlecht. Perspektiven feministischer Theorie (Jutta Sommerbauer) Mittwoch, 7.12.2005, 12 Uhr im KOZ: Tagesseminar zur Einführung in die Marxsche Kritik der politischen Ökonomie (Michael Heinrich) Anmeldung unter stv.powi at oeh.univie.ac.at http://www.univie.ac.at/politikwissenschaft/strv/news.html ________________ Unsubscribe Email an: cafe.critique at gmx.net ________________ Impressum: Café Critique c/o Gerhard Scheit Wickenburggasse 16/5 A - 1080 Wien Email: cafe.critique at gmx.net Web: http://www.cafecritique.priv.at ================================================ 05 virno lesekreis, einladung zum von "redaktion grundrisse" ================================================ liebe leserInnen, liebe interessierte, der herbst wird heiss - wegen dem virno-lesekreis. dieser findet im rahmen von "keine uni" statt (www.keineuni.org) hier die einladung. wir würden uns freuen euch zu sehen, starttermin ist der 27.10., alles weitere hier: Die Grammatik der Multitude lesen: Eine Einladung Der Begriff der Multitude (übersetzbar mit „Menge“, „Die Vielen“) gewinnt in der gegenwärtigen Debatte immer mehr an Bedeutung. Ursprünglich von Spinoza entwickelt, wurde er unter anderem durch die Arbeiten von Michael Hardt und Antonio Negri in die Diskussion eingeführt. Was unter Multitude zu verstehen sei, was dieser Begriff leistet und was nicht, in welchem Verhältnis er zum Begriff der ArbeiterInnenklasse steht, diese Fragen werden in der Auseinandersetzung äußerst kontrovers beantwortet. das Buch Im Herbst dieses Jahres wird nun endlich die nach der englischen auch die deutsche Übersetzung von Paolo Virnos „La grammatica della moltitudine“, zu Deutsch: „Grammatik der Multitude. Zur Analyse zeitgenössischer Lebensformen“ erscheinen. Dieser Text ist aus mehren Gründen bemerkenswert. Virno, ein wichtiger Vertreter des italienischen Postoperaismus, hat darin mündlich vorgetragene Referate schriftlich festgehalten. Das gesprochene Wort ist im Text noch zu spüren, er ist daher sehr präzise, fast thesenartig vorgetragen, lebendig und anschaulich. Obwohl Virno sehr komplexe philosophische Themen bemüht, können auch jene der Argumentation und Darstellung folgen, die mit den Referenzen nicht so vertraut sind, die Grammatik der Multitude ist kein InsiderInnentext. Auch der Umfang hält sich in Grenzen, er umfasst kaum mehr als 100 Seiten. Einerseits stellt dieser Text eine präzise Untersuchung des Begriffs der Multitude dar, nach dem Erscheinen von „Grammatik der Multitude“ zielt der gerne erhobene Vorwurf der Schwammigkeit und Vagheit endgültig ins Leere. Andererseits - der Untertitel „Zur Analyse zeitgenössischer Lebensformen“ legt dies ja nahe - verknüpft Virno die philosophische Untersuchung des Begriffs durchgehend mit der Analyse der postfordistischen Arbeits- und Lebensverhältnisse. Der philosophische Diskurs ist mit soziologischen und empirischen Befunden verknüpft. Ein Faktum, das diesen Text zusätzlich für eine genaue Debatte prädestiniert. der Termin Wir werden daher einen Lesekreis zu diesem Buch initiieren. Struktur und Ablauf wollen wir nicht vorwegnehmen sondern auf einem ersten Treffen mit all jenen gemeinsam bestimmen, die am Arbeitskreis Interesse haben. Dafür gibt es nun einen Termin: Donnerstag, 27.10.2005, Martinstr. 46, 1180 Wien (U6 - AKH) um 18.30 Uhr. Klaus Neundlinger, der die "Grammatik" aus dem Italienischen übersetzt hat, wird in das Buch einführen, anschließend werden wir uns der Strukturierung des Lesekreises widmen. der Kontakt Informationen findet ihr nicht nur auf unserer Homepage www.grundrisse.net, es wird auch eine diesbezügliche Aussendung geben. Wer daher in unseren Mailverteiler aufgenommen werden möchte, möge eine kurze Nachricht an grundrisse (ät] gmx.net schicken die Texte Die "Grammatik der Multitude" wird rechtzeitig zum Lesekreis im Wiener Verlag turia&kant erscheinen: http://www.turia.at/home_frame_vorschau.html Als Einstieg empfehlen wir ein Interview mit Paolo Virno, das auch auf seine Biographie zu sprechen kommt: http://www.generation-online.org/p/fpvirno2.htm Ein weiteres Interview nähert sich bereits der Thematik der "Grammatik der Multitude" - ebenfalls auf Englisch: http://www.generation-online.org/p/fpvirno8.htm Weitere, ebenfalls ins Englische übersetzte, Texte Virnos findet ihr hier: http://www.generation-online.org/t/translations.htm#virnobm Last not least ein kleiner Vorgeschmack auf das Buch: http://www.republicart.net/disc/publicum/virno02_de.htm beste gruesse die redaktion ps: der obige text findet sich auch auf der keine-uni-wiki-seite: http://not.priv.at/keineuni/Paolo_Virno und wird laufend aktualisiert. ____________________________|_________________________ imperator: "ich verspüre eine erschütterung der macht!" darth vader: "auch ich fühle so." ================================================ 06 Do, 20. Okt 2005: Protest gegen Festung Europa in Wien von "global at no-racism.net" ================================================ Wie ihr sicher mitbekommen habt, ist es in den letzen Wochen und Monaten an der Grenze zwischen Marokko und Spanien zu massiven Uebergriffen auf MigrantInnen gekommen. Zahlreiche menschen wurden erschossen, viele in die Wueste deportiert und mussten dort sterben. Am Donnerstag, 20. Oktober 2005, wird in Wien eine Demonstration stattfinden, um gegen Abschiebungen, gegen die europäische Abschottungspolitik und die Morde an der Grenze zu protestieren. Treffpunkt 15 Uhr, Spanische Botschaft, Theresianumgasse 21, 1040 Wien Ihr findet einen Aufruftext zur Aktion auf no-racism.net: Demonstration in Wien gegen die europäische Abschottungspolitik mehr: http://no-racism.net/article/1387/ Hintergrundinformationen finden sich hier: Artikelsammlung zum Thema Fluchtweg Mittelmeer http://no-racism.net/thema/38/ Tod an den Mauern der Festung Europa Feature auf http://at.indymedia.org/newswire/display/54577 Umfangreiche Linksammlung: Artikel, Lageberichte, Videos, Hintergrundinformationen, NGO's usw. http://at.indymedia.org/newswire/display/54580 Übersicht über Aktionen international: http://at.indymedia.org/newswire/display/54605 Aktuelle Berichte (auf spanisch): http://estrecho.indymedia.org/ noborder:nonation stop deportation! http://no-racism.net ================================================ 07 [pooool-presse] pooool plays politics ::: einladung reminder von "Melissa Saavedra" ================================================ Einladung zu einer etwas ungewöhnlichen, pooool Presseevent Termin :: 20.10.2005/18h Location :: Freiraum/MQ Wien Thema: Einsatz von Visuals mit politischem Inhalt, zur aktuellen Wien Wahl. Zum Anlass der weltweit ersten Expo pooool plays zum Thema: Visual Arts, sowie der Präsentation des staatlich geförderten Projektes pooool erlauben wir uns Sie als Medienvertreter zu einer eigens zusammengestellten Event zu laden. pooool eröffnet mit dieser Expo den noch kaum erforschten Kosmos der Visual Arts. pooool plays ist die erste internationale öffentliche Präsentation der Vermarktungs-–, Kommunikations- und Forschungsplattform pooool. :::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::: pooool plays politics artist featuring programm GLOBALISED BRAINWASH-MACHINEs El Geko Die globalisierten medialen Gehirnwaschanlagen, auch Fernsehsender genannt , werden mit manipulativen Mitteln und absichtlich weit hergeholten Sinnverzerrungen sowie mit Bananen ad absurdum geführt Der Wert von bearbeiteter und gefilterter Information kann hinterfragt werden. Man könnte es auch als "SWAP"-Art bezeichen. Nur ein kleiner Eingriff bewirkt eine große Veränderung des Gesamtbildes. Zufallsindoktrinator, Propagandamaschine, niemand Julia Zdarsky Bei dem Projekt "Zufallsindoktrinator" geht es darum, zu gegebenen medialen Anlässen, Phrasen zu indoktrinieren. Nicht wir indoktrinieren Phrasen, sondern irgendwann werden wir - so paradox es klingen mag - durch Phrasen indoktriniert. Wir denken nicht mehr darüber nach, was die Sprache mit uns macht, wir sind nachlässig im Sprachgebrauch in dem Sinn, dass wir der Bedeutung von Sätzen keine Bedeutung zumessen. Nicht mit demonstrativem Ernst, sondern mit dadaistischer Verzerrung und Vergrößerung hat Julia Zdarsky so die politischen Ereignisse des Frühjahrs 2000 in Österreich unter die Lupe genommen und in öffentliche Schrift verwandelt. "niemand" ist ein projekt das politik und zusammensein hinterfrägt Die "Propagandamaschine" ist ein Modul des "Zufallsindoktrinators". Eine Klaviatur der Weltpolitik, an der die Phrasen der Macht auseinandergepflückt und wieder neu zusammengespielt werde. Spielen bedeutet für das Publikum einen wunzigen Machtgewinn gegenüber der einseitigen medialen Bedröhnung. Live-Performance Georg Eisnecker präsentiert in einer life Filmperformance mit mehreren 16mm Projektoren und Filmschleifen, eine Installation die die Möglichkeiten im Umgang mit Wahrnehmung, Vermittlung und Erinnerung erkundet. Textgenerator Maschine Stefano Sartori Die Textgenerator Maschine um Politphrasen zu dreschen, von Stefano Sartori, Physiker und freischaffender Software Entwickler. :::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::: pooool plays die Ausstellung Die Meteoritenfalle Barbara Husar Die Meteoritenfalle von Barbara Husar, ist ein mehrdimensional zusammengeschnalltes Netzwerk bzw. Nervensystem im freien Raum. Informationseinspeisungen bei Umlaufsbegegnungen mit benachbarten Gestirnen sind erwünscht. Das Haus ohne Eigenschaften Michael Wallraff Modell, Maßstab 1:200, 1996/97 Karton, Papier, Acrylglas, extrudiertes Polystyrol, Farbe Gebäude dienen ebenso wie elektronische Kommunikationstechnologien als Werkzeug zur Veränderung unserer Lebensbedingungen. "Das Haus ohne Eigenschaften 1" stellt Zukunftstechnologien auf den Prüfstand. Es entstehen neue "experimentelle Gebäudeformen für neue Berufe: Informationsmanager oder "Lektoren der Nation" arbeiten in "öffentlichen Büros", die zugleich Bibliothek, Medien- und Konferenzzentrum sind. Alan Chris Veigl, Sergei und Franz Ablinger Der mobile Roboter, der Snacks und Getränke verteilen kann, variiert den Turing Test folgendermassen: da er sowohl autonom als auch ferngesteuert agieren kann, ist der interagierende Mensch immer vor die Frage gestellt, ob seine Handlungen eine "intelligente" aber programmierte Reaktion darstellt, oder ob ein Mensch via Telepräsenz die Handlungen des Roboters steuert. Pornoteppich Lisa Malle Bandweberei wertet überflüssig gewordene Speichermedien, Pornovideogewebe, zim Beweis mit originalen Covers gefüllt. Videoanimation - Bandweberei wertet überflüssig gewordene Speichermedien - Wind Pornovideos jugendfrei. Wir möchten Sie... mit dem pooool label bekannt machen. über die Funktionen der pooool plattform und der laufenden expo: pooool plays informieren. Aber auch ein wenig unterhalten mit: Präsentation einer Installation im öffentlichen Raum mit dem nahezu unbegrenzten Einsatzmöglichkeiten der Visual Arts einführen. Gespräch mit führenden Visual Artists. Direkte Installationen an Hand dieser Pressekonferenz. Spielerischem Erfahren der technischen Möglichkeiten - versuchen Sie sich als Visual Artist Nutzung der arterhaltenden Ressourcen an Hand eines Buffets... :::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::: pooool plays Optical Machines for the New Collecting Society - Expo in die Zukunft 8. bis 23. Oktober 2005, 10-22 Uhr, Museumsquartier/Freiraum täglich geöffnet, Eintritt frei kommunikation ::: melissa saavedra mailto ::::: info at pooool.net ================================================ 08 Postgesetz/Hausbriefkästen/EU/Protest von KPÖ Steiermark ================================================ Tel. 03 16 / 71 24 36 Fax 03 16 / 71 62 91 email: kpoe_stmk at hotmail.com Mittwoch, 19. Oktober 2005 Presseinformation der KPÖ Steiermark Hausbriefkästen: Nationalrat beschließt heute EU-Diktat Trotz vielfältiger Proteste aus der Öffentlichkeit beschließt der österreichische Nationalrat heute, Mittwoch, das neue Postgesetz, in dem unter anderem der Umtausch der Hausbriefkästen nach EU-Norm bis 1. Juli 2006 festgeschrieben und saftige Strafen (bis zu 30.000*) bei Nichtdurchführung dieser Schikane für Hauseigentümer und Mieter festgesetzt werden. Die teilweise schon angelaufene Umtauschaktion führte bereits zu massiver Kritik und offener Ablehnung durch die Betroffenen. Es gibt kein Verständnis dafür, den bisherigen Standard des Briefgeheimnisses und Datenschutzes einer EU-Richtlinie zu opfern. Der steirische KPÖ-Vorsitzende Franz Stephan Parteder verwies aus diesem Anlass darauf, dass allein in der Steiermark in den vergangenen Wochen knapp 2000 Unterschriften gegen diese Umrüstung gesammelt worden sind, die lediglich einigen Firmen satte Gewinne sichert, für die HausbewohnerInnen aber Erschwernisse bringt. Dazu kommen noch 710 Unterstützungserklärungen im Internet. Parteder: "Wir fordern nach wie vor: - Sofortiger Stopp der Umtauschaktion! - Erhaltung des österreichischen Standards des Briefgeheimnisses und Datenschutzes bei Hausbriefkästen! - Übernahme der Kosten nach dem Verursacherprinzip durch die privaten Postdienste! - Missbrauchssichere Verständigung von Hinterlegungen!" Rückfragehinweis: 0316 872 2151 KPÖ-Steiermark Lagergasse 98 a 8020 Graz Tel.: 0316 71 24 36 Fax 0316 71 62 91 email: kp.stmk at kpoe-graz.at; kpoe_stmk at hotmail.com ================================================ ================================================ MELDUNGEN, MEINUNGEN und KOMMENTARE ================================================ ================================================ 09 Prozess gegen Saddam Hussein - Bilanz seiner Verbrechen von "GFBV" ================================================ GESELLSCHAFT FÜR BEDROHTE VÖLKER PRESSEERKLÄRUNG Göttingen, den 19. Oktober 2005 Prozess gegen Saddam Hussein nach 35 Jahren Genozid und Kriegsverbrechen Irak: Bis zu eine Million Tote unter Diktator Saddam Hussein Zum Auftakt des Prozesses gegen Saddam Hussein vor einem Sondertribunal in Bagdad erinnert die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) daran, dass allein die Kurden einschließlich der Yeziden und die christlichen Assyro-Chaldäer des Nordirak unter dem Regime der Baath Partei des irakischen Diktators 1968 bis 2003 etwa 500.000 und die Schiiten und Marscharaber etwa 400.000 Opfer zu beklagen hatten. Die GfbV weist darauf hin, dass außerdem Tausende von Angehörigen aller anderen irakischen Nationalitäten und Religionsgemeinschaf-ten Vernichtungs- und Vertreibungsverbrechen zum Opfer gefallen sind. Die Kurden stellen 20% - 25%, die Schiiten 55% - 60% und die christlichen Assyro-Chaldäer etwa drei Prozent der mehr als 27 Millionen Einwohner des Irak. "Wir haben als Menschenrechtsorganisation seit 1970 kontinuierlich die Kriegs- und Genozidverbrechen dokumentiert, sind für die Rechte der verfolgten Volksgruppen und Minderheiten des Irak eingetreten und haben humanitäre und Wiederaufbauinitiativen in die Wege geleitet", so GfbV-Generalsekretär Tilman Zülch. "Allein bei der so genannten Anfal-Offensive 1987/88 starben 182.000 Menschen, ganz überwiegend Kurden, entweder durch den Einsatz chemischer Kampfstoffe einen qualvollen Tod oder sie wurden - wenn sie den Giftgaseinsatz überlebt hatten - bei Massenerschießungen von Einsatzgruppen getötet oder sie starben während und nach der Zwangsumsiedlungen. 1988 wurden 8.000 Männer und Knaben des kurdischen Barzani-Clans, unter ihnen auch die Männer eines christlichen Dorfes, entführt und liquidiert. Der Organisator der Anfal-Offensive, der Cousin Saddam Husseins, Ali Hassan Al-Majid, hat 100.000 Opfer ein-gestanden. Diesen Genozid haben Administration, Armee und Einsatzgruppen Saddams in allen Einzelheiten registriert und akribisch festgehalten. 14 Tonnen des Materials wurden in den USA von der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch gesichtet und analysiert. Organisationen der Schiiten im Südirak beklagen 300.000 Tote seit 1991, unter ihnen 9.000 Geistliche. Diese Angaben werden von Menschenrechtlern bestätigt. Nach der planmäßigen Austrocknung der Marschen des Euphrat- und Tigris-Deltas wurden etwa 500.000 sogenannte Marscharaber vertrieben. Zehntausende kamen bei Bombardements, durch Exekutionen und auf der Flucht ums Leben. Bereits Mitte der 70-er Jahre hatte die Baath-Partei die ohnehin nur noch 3.000 Mitglieder zählende jüdische Gemeinschaft nach öffentlichen Hinrichtungen und Verfolgungen fast ausnahmslos aus dem Lande gejagt. Weiteren Massakern, Einzel- und Massenhinrichtungen fielen Vertreter aus allen Oppositionsparteien, Intellektuelle und Angehörige der Arbeiter- und Frauenbewegung zum Opfer. Zahlreiche Emigranten wurden in ihrem Gastland von irakischen Agenten ermordet. Saddam Hussein ließ Tausende Angehörige des Regimes, darunter Diplomaten, Geheimdienstler, Mitglieder des Offizierkorps und sogar seiner Republikanischen Garden sowie seiner Familie liquidieren. Die GfbV kritisiert, dass die westeuropäischen Staaten, die USA, die damalige Sowjetunion und ihre Satelliten, insbesondere die DDR, viele dieser Verbrechen durch Lieferungen von Waffen und militärischem Know-how, durch enge diplomatische, ökonomische und politische Zusammenarbeit erst ermöglicht haben. Eine Reihe deutscher Firmen aus der Bundesrepublik Deutschland haben wesentlichen Anteil am Aufbau der irakischen Giftgasindustrie gehabt. Tilman Zülch steht für Nachfragen zur Verfügung: 0151 15 30 98 88. ACHTUNG: Es folgt die GfbV-Dokumentation CHRONIK DES SCHRECKENS. Dokumentation der Gesellschaft für bedrohte Völker Chronik des Schreckens unter Saddam Hussein 1969 Bombardement zahlreicher kurdischer Dörfer mit Napalm und Raketen; Tod von vielen Frauen und Kindern; allein zwischen dem 14. und 16. Mai Zerstörung von 544 Wohnhäusern, 65 Todesopfer unter Zivilisten. 1973 politische Oppositionelle, unter ihnen Linksbaathisten, Kommunisten, Kurden, Schiiten u.a., werden gefoltert oder ermordet. Es wird bestätigt, dass dem ehemaligen Premierminister Albazzaz 1968 in der Haft Arme und Beine gebrochen und ein Auge ausgeschlagen wurden. 450 von 130.000 im Irak verbliebenen Juden werden rücksichtslos unterdrückt, 20 seit November 1972 verschwundene Juden starben an den Folterungen, ein 11-jähriges jüdisches Mädchen gestand nach 3 Tagen Folter und Vergewaltigung ihre angebliche Mitgliedschaft in einem zionistisch-imperialistischen Spionagering. 1974-1976 291 bekannt gewordene Hinrichtungen, darunter Kurden, Kommunisten, Maoisten und Nasseristen. 1975 Einrichtung von KZs für 14.000 Kurdische Peshmerga. Vertreibung von 25.000 Yeziden und 30.000 Khanakin-Kurden, Flucht von 250.000 Kurden in den Iran. 1975-1978 Vertreibung von 500.000 Kurden. 1976-1988 Mordanschläge durch irakische Diplomaten und Sicherheitsbeamte an irakischen und kurdischen Emigranten u.a. in Lausanne (an GfbV-Beiratsmitglied Ismet Cherif Vanly), London, Paris, Wien, Beirut, Berlin, Khartoum und Modesto/Kalifornien. 1977 Exekution von mehreren hundert Kurden. 1978 Hinrichtung von 253 Kurden im Gefängnis von Mossul. 1987 Zahl der zerstörten chaldäischen und nestorianischen Kirchen erreicht 85. 1980-1988 Angriffskrieg gegen den Iran mit etwa einer Million Toten. 1981 300 vollstreckte Todesurteile an Kurden und Anhängern der Baath- Partei. 1982 Hinrichtung von 27 Turkmenen, 166 Schiiten und 35 Kommunisten. 1983 300 Hinrichtungen von Offizieren, Deserteuren, Demokraten und Schiiten. 1984 Hunderte von Hinrichtungen darunter Schüler, Studenten. 1985 Ermordung von 300 Kurden, Hinrichtung von Assyrern und Kommunisten. 1986 Hinrichtung von 83 kurdischen Studenten, 25 KDP-Mitgliedern, 38 Studenten der PUK und Ermordung von 300 kurdischen Kindern nach Folterung mit Elektroschocks und sexuellem Missbrauch. 1987 Verschwinden von 180 Schiiten, Exekution von 360 Kurden, darunter 17 Kindern, Vergiftung von 40 Angehörigen des Geheimdienstes, Beginn der Anfal-Offensive mit Giftgas, Deportationen und Massenerschießungen von Kurden, Yeziden, Assyrer und anderer im Nordirak. 1988 Erschießung von 8.000 männlichen Angehörigen der Barzani- Großfamilie, Hinrichtung von 400 durch Luftangriffe verletzten kurdischen Zivilisten in der Tamjaro-Kaserne, Hinrichtung von tausend Kurden in Dohuk; Anfal-Offensive fordert nach unterschiedlichen Quellen 60.000 Opfer (Gutman, Handbuch Kriegsverbrechen), 150.000 Opfer (der britische Nahostexperte Prof. David Mc Dowall), nach Angaben des irakischen Verantwortlichen 100.000 Opfer, nach kurdischen und anderen Angaben bis zu 182.000 Opfer; Zerstörung von 5.000 kurdischen, assyrischen und yezidischen Dörfern. 1988 Giftgasangriff auf Kurden-Stadt Halabja, 5.000 Opfer. 1989 Verschwinden von 33 Assyrern, Hinrichtung von 94 Deserteuren, Hinrichtung von drei Generälen. 1991 Invasion Kuwaits. 1991 Niederschlagung des Schiitenaufstandes, Genozid: 60.000-100.000 Tote (laut anderen Schätzungen bis zu 300.000 Tote). 1991 Niederschlagung des Kurdenaufstandes, Flucht von etwa 1,5 Millionen Kurden in die Bergregionen des türkischen und iranischen Kurdistan, Zehntausende zivile Opfer sterben an den Strapazen. Zwischen März und Mai werden Tausende Kurden, Schiiten und Angehörige anderer Gruppen verhaftet, viele in Schnellverfahren hingerichtet, darunter auch Frauen und Kinder; Tausende verschwinden. Im Süden werden am 16. März etwa 150 schiitische Männer und Jugendliche im Garnisonsstützpunkt al-Mahawil exekutiert. 1992 Nach Verhängung des Flugverbots im südlichen Irak Verhaftungswelle unter mehreren Tausend mehrheitlich nicht an Kampfhandlungen beteiligten schiitischen Zivilisten; eine unbekannte Zahl unbewaffneter Zivilisten fällt extralegalen Hinrichtungen zum Opfer. 1992 im März ergeht Befehl, alle Bewohner der Sumpfgebiete (Marscharaber und Schiiten) in eigens für sie errichtete Lager außerhalb der Sümpfe umzusiedeln; im Mai beschießt ein Kampfhubschrauber eine Hochzeitsgesellschaft in der Provinz al'Amara im Süden und tötet 13 Zivilisten. 1992 in der Nähe von Arbil, Sulaimaniya und in anderen Gebieten werden Massengräber mit den Überresten zahlreicher kurdischer Dorfbewohner und Kombattanten gefunden, die im Gewahrsam irakischer Behörden "verschwanden"; 107 Tote, die bei Arbil gefunden werden, gehören zu den etwa 360 Kurden, die die Angriffe mit chemischen Kampfstoffen überlebt hatten, dann aus den Krankenhäusern in Arbil entführt und verschleppt worden waren. 1993 Offensiven der Regierungsstreitkräfte, um die Sumpfgebiete im Süden unter Kontrolle zu bekommen, extralegale Hinrichtungen zahlreicher Zivilisten; bis zu 8.000 Marscharaber fliehen vor den Angriffen und aufgrund der Trockenlegung der Sümpfe; bei einem Angriff am 26.9. in den Sümpfen werden mehrere hundert Menschen getötet. 1994 Revolutionsrat (RCC) führt grausame Strafen wie Überkreuzamputationen der Gliedmaße, Abtrennung der Ohren oder Brandmarkung ein; ai erhält erneut Berichte über die Festnahme Tausender Oppositioneller, darunter auch Ärzte, die sich weigerten, die o. g. Amputationen durchzuführen; Folterung von Häftlingen; extralegale Hinrichtung Oppositioneller. 1995 Im August flüchten Generalleutnant Hussein Kamel al-Hassan al- Majid, ehemals Verteidigungsminister und Führungsoffizier bei den Republikanischen Garden, und sein Bruder, Oberstleutnant Saddam Kamel, Leiter der Präsidialgarde, beide Schwiegersöhne Saddam Husseins, mit ihren Frauen nach Jordanien. Irakische Behörden nehmen eine unbekannte Zahl führender Militärangehöriger und Funktionäre der Baathpartei fest, die in enger Verbindung zu diesen standen. 1995 Extralegale Hinrichtungen vermeintlicher Oppositioneller (genaue Zahl nicht bekannt). 1996 Im Februar werden Hussein Kamel al-Hassan al-Majid und Saddam Kamel kurz nach ihrer Rückkehr in den Irak trotz vorheriger Begnadigung getötet. 1996 Nach einem angeblichen Putschversuch werden im Juni mehr als 120 Armeeoffiziere hingerichtet. Das Schicksal weiterer 300 in diesem Zusammenhang festgenommener Personen bleibt ungewiss. 1996 Im August exekutieren Regierungskräfte unweit von Arbil mindestens 96 Mitglieder des oppositionellen Irakischen Nationalen Kongresses und vier Mitglieder der Irakisch-Nationalen Turkmenen- Partei. 1997 Bei Prozessionen werden am 9. Juni in Karbala Hunderte Schiiten verhaftet und viele getötet, als Regierungskräfte wahllos in die Menge schießen. 1997 14 Offiziere des Geheimdienstes, von Sondereinheiten und regulären Sicherheitskräften sowie ehemalige Mitglieder der Baathpartei werden zwischen Juli und Oktober wegen Beteiligung an einem Putschversuch und einer Verschwörung hingerichtet. 1997 a.i. fordert vom Irak Aufklärung über das Schicksal mehrerer Hunderttausender Menschen, die seit Beginn der 80er Jahre "verschwunden" sind. 1997 UN Sonderberichterstatter für den Irak Max van der Stoel berichtet, dass im November und Dezember mehr als 1.500 politische Gefangene in den bei Bagdad gelegenen Haftanstalten Abu Ghraib und al- Radhwaniya hingerichtet wurden. 1998 Im September werden Berichten zufolge mindestens 100 politische Gefangene, darunter 21 Frauen, hingerichtet, ihre Leichen in Massengräbern verscharrt. 1999 Mindestens 19 politische Gefangene sind unter den mehr als 100 Menschen, die im Oktober im Abu Ghraib-Gefängnis hingerichtet werden. 2000 Laut ai werden neue Strafen wie Hinrichtung durch Enthauptung oder das Herausschneiden der Zunge, z.B. wegen Verleumdung des Präsidenten, eingeführt; im Februar werden 38 Offiziere der Republikanischen Garde wegen eines gescheiterten Attentats auf den Präsidenten hingerichtet. 2000 Das Regime setzt die 1997 begonnene Vertreibung von Kurden und Turkmenen aus Kirkuk, Khaniqin, Makhmour, Sinjar, Tuz Khormatu und anderen Distrikten als Teil ihres Arabisierungsprogrammes fort. Zwischen Januar und Juni sind davon 800 Menschen betroffen, was die Gesamtzahl der seit 1991 Vertriebenen auf mehr als 94.000 erhöht. 2001 Zahlreiche Menschen werden ai-Berichten zufolge hingerichtet, unter ihnen Offiziere, vermeintliche Oppositionelle - vor allem Schiiten -, muslimische Geistliche, Rechtsanwälte und Lehrer. Aber auch Angehörige von mutmaßlichen Regimegegnern sind unter den Ermordeten. Berichtet wird über willkürliche Verhaftungen, nichtöffentliche Prozesse vor Sondergerichten, systematischer Folter und Misshandlungen in Haft und unmenschlichen Strafen wie Herausschneiden der Zunge, vollstreckt auf öffentlichen Plätzen. Die Vertreibung von Minderheitenangehörigen dauert an. 2002 Die durch ein Dekret vom 20. Oktober angeordnete Amnestie aller Gefangenen wurde laut Aussagen von Familienangehörigen offensichtlich nicht auf die politischen Gefangenen ausgedehnt. Die Vertreibung von Kurden, Turkmenen und Assyro-Chaldäern wird fortgesetzt. Es sind vor allem Familien betroffen, die das so genannte "Formular zur Korrektur ihrer Nationalität" nicht unterschreiben wollten und sich so dem Arabisierungsprogramm widersetzten, die der Baath-Partei trotz Aufforderung nicht beitreten oder deren Kinder sich den Jugendorganisationen des Diktators (Saddams Ashbal) nicht anschließen wollten. Zusammengestellt von Tilman Zülch, Gesellschaft für bedrohte Völker Verbrechen unter Saddam Hussein: Hinrichtungs- und Foltermethoden Tötungs- und Hinrichtungsarten: - "Normale" Hinrichtungen (in der Regel heißt es, Jahr für Jahr in Berichten von Menschenrechtsorganisationen - unter ihnen Amnesty international -: "...im Berichtsjahr wurden Hunderte von Personen hingerichtet") - Zu Tode Foltern - ohne Warnung in Ansammlungen von Zivilisten schießen - Demonstrationen durch Schusswaffengebrauch auflösen - Angehörige staatlicher Dienste mit Thallium vergiften - Dorfgemeinschaften überfallen, massakrieren oder bombardieren - mehrere hunderttausend Menschen verschwinden lassen - Massenexekutionen von Verschleppten und Verscharren der Toten in Massengräbern (z.B. 8.000 Knaben und Männer des Barzanistammes) - Bombardieren von Dörfern und Städten (Halabja) mit Giftgas - Massenexekutionen von Überlebenden der Giftgasangriffe - Vernichtung von Zehntausenden Alten, Kranken, Säuglingen, Kleinkindern, Schwangeren, Verwundeten, Hungernden als Konsequenz der Lebensbedingungen während und nach den Massenvertreibungen 1975, 1987/88 und 1991 und durch Zerstörung von 5.000 Dörfern und Vergiftung der Brunnen - gezielte Einzelerschießungen von Menschen bei Autofahrten, auf den Straßen, in Dörfern und Städten - Anschläge/Attentate auf Exilierte in allen fünf Kontinenten durch Diplomaten und Geheimdienstagenten des Regimes - Öffentliche Enthauptung von Frauen, von angeblichen Prostituierten und von Angehörigen der weiblichen Opposition mit Schwertern - Ertränken von Menschen im Tigris, die mit Gewichten beschwert worden waren - Erhängen von Menschen an Leitungsmasten - Menschen aus Krankenhausetagen stürzen lassen Foltermethoden - Herausschneiden der Zunge - Ausstechen der Augen - Elektroschocks - Verbrennungen mit Zigaretten - Ausreißen von Fingernägeln - Vergewaltigung von Häftlingen - Aufhängen an Gelenken über lange Zeiträume - Schläge mit Kabeln - Schläge auf die Fußsohlen - Durchbohren der Hände mit Bohrmaschinen - Scheinhinrichtungen (1997 Todesstrafe festgelegt für 18 Straftatbestände) - Einzelhaft über Jahre - Festnahme weiblicher Angehöriger eines Häftlings und deren Vergewaltigung in dessen Gegenwart - Zusendung von Videobändern an ins Ausland geflüchtete Oppositionelle, auf denen Vergewaltigungen weiblicher Angehöriger zu sehen sind - Amputation beider Hände - Übergabe zu Tode Gefolterter an Angehörige - Hetzen von Bluthunden auf Häftlinge - Amputation beider Ohren oder von rechter Hand und linkem Fuß mit Fernsehübertragung - Einbrennen von Brandzeichen auf die Stirn von Deserteuren - Brechen von Gliedmaßen - Verbrennen bei lebendigem Leibe - Entziehung von Wasser über längere Zeiträume Die Opfergruppen Kurden (Yeziden, Failis, Barzanis), Schiiten, Marscharaber, assyro- chaldäische Christen (Nestorianer, Chaldäer, u.a.), Turkmenen, Kuwaitis, andere Araber, sonstige Ausländer, iranische Gefangene, iranische Araber, vermeintliche und tatsächliche Regierungsgegner, vermeintliche und tatsächliche Kriminelle, so genannte Prostituierte, Frauen und Kinder aller Nationalitäten, vermeintliche und tatsächliche Schmuggler, Ärzte- und Pflegepersonal (das verwundete Kurden oder Schiiten versorgt oder Strafamputationen verweigert hatte), Oppositionelle (Kommunisten, Sozialisten, Demokraten, Gewerkschaftler, Intellektuelle, früher Maoisten und Nasseristen), Baath-Parteimitglieder und Regimeangehörige, Angehörige der republikanischen Garden, Armee: Offiziere und Generäle, Geheimdienstler, Politiker, Angehörige der Familie Saddam Husseins, u.a. die beiden Schwiegersöhne. Zusammengestellt von Tilman Zülch, Gesellschaft für bedrohte Völker Tilman Zülch steht für Nachfragen zur Verfügung unter Tel. 0151 15 30 98 88. ====================================================== Gesellschaft fuer bedrohte Voelker e.V. (GfbV) Inse Geismar, Pressereferentin Postfach 2024, D-37010 Goettingen Tel.+49/551/49906-25, Fax:++49/551/58028 E-Mail: presse at gfbv.de, Homepage:http://www.gfbv.de ================================================ 10 ASt - Mit der Bitte um Veröffentlichung von ASt-LFI ================================================ Kurzbericht von Schulstreik am 19.10. plus beschlossene Resolution der SchülerInnen-Streikversammlung (aus: Red Newsletter 180, Informationsdienst des ArbeiterInnenstandpunkt, 19. Oktober 2005, www.arbeiterInnenstandpunkt.net) =============================================================== 19. Oktober: Ein äußerst erfolgreicher STREIK an den Schulen! Ein erster Kurzbericht Im folgenden veröffentlichen wir einen allerersten, kurzen Bericht über den heutigen Schulstreik gegen Bildungsabbau. In knappen Worten: der Streik war ein riesiger Erfolg! In Wien nahmen 1500-2000 SchülerInnen an der Demonstration teil. In Linz waren es mehr als 2000 SchülerInnen aus Linz und Wels. In Dornbirn demonstrierten weitere 1000 SchülerInnen. Im Anschluß an die Demonstration besetzten über 500 SchülerInnen kurzerhand einen Hörsaal und verabschiedeten zwei Resolution. Eine davon – von AktivistInnen von REVOLUTION und ArbeiterInnenstandpunkt eingebracht – veröffentlichen wir hier (siehe unten). In den nächsten Tagen werden wir auf den websiten www.arbeiterInnenstandpunkt.net und www.revolution-austria.at zahlreiche Photos von der Demonstration und der Versammlung veröffentlichen. Wir werden in den nächsten Tagen eine ausführlichere Einschätzung des Aktionstages veröffentlichen. Klar ist auf jeden Fall, daß der Aktionstag besonders in Wien ein außergewöhnlicher Erfolg ist. Denn hier wurde der Streik ausschließlich von Aktionskomitees der SchülerInnen sowie REVOLUTION, ArbeiterInnenstandpunkt und Funke organisiert. Alle offiziellen „VertreterInnen“ – sprich die gesamte Clique von sozialdemokratischen SpitzenfunktionärInnen in SJ, AKS und GPA-Jugend sowie der ÖH – boykottierte nach Leibeskräften den Streik. (wir berichteten bereits in den letzten Red Newslettern) Dabei schreckten sie auch nicht vor Versuchen zurück, die SchülerInnen durch Verleumdungen von einer Teilnahme am Streik abzuhalten. So „informierte“ der von der AKS dominierte LandesschülerInnenvertretung Wien diverse SchulsprecherInnen, daß der Streik von „gewaltbereiten, linksextremistischen Gruppen“ organisiert worden wäre. Nun, die SchülerInnen haben diesen politischen Nichtstuern eine klare Antwort erteilt. Wir werden die nächsten Schritte unserer Arbeit auf unsere Versammlung am Freitag, 21.10. besprechen. (siehe unten) ============================================================ Setzen wir den Widerstand gegen Bildungsabbau fort! Resolution der SchülerInnen-Streikversammlung am 19. Oktober 1. Die Einführung von massiven Zugangsbeschränkungen an den Hochschulen ist ein schwerwiegender Angriff auf unser Recht auf freie Bildung. Der Angriff auf die Bildung geht aber viel weiter (Beispiel Studiengebühren, „Schulpaket II“ usw.). Bildungsabbau hat bereits unter der SPÖ/ÖVP-Regierung begonnen und wird wohl auch in den kommenden Jahren weitergehen, unabhängig davon, welche Partei gerade in der Regierung sitzt. 2. Denn die Ursachen für die Angriffe auf unsere Bildung liegen nicht in der Willkür einzelner MinisterInnen, sondern im System der Profitwirtschaft. In ganz Europa und weltweit finden Bildungs- und Sozialabbau statt. In ihren Beschlüssen und Konzepten legen die Herrschenden Europas fest, dass sie das Sozial- und Bildungssystem nach den Interessen der Gewinnsteigerung für die Konzerne umgestalten wollen (siehe „Lisabon-Agenda 2010“, „Bologna-Prozess“ usw.). Das ist kein Zufall, denn im kapitalistischen System dient die Bildung und die Wirtschaft nicht den Lohnabhängigen und der Jugend, sondern der kleinen Minderheit der Konzernherren und ihrer Profitinteressen. 3. Daher muss unser Widerstand breit, radikal, international und ausdauernd sein. Unser Ziel ist die Organisierung breiter Widerstandsaktionen wie Demonstrationen und Streiks, die möglichst viele SchülerInnen, StudentInnen, Lehrlinge und Lohnabhängige einbeziehen. Der konsequente Widerstand in der Schule, der Uni, im Betrieb und auf der Straße ist das einzige Argument, das die Herrschenden verstehen. 4. Am 16. und 17. März findet in Wien der EU-Bildungsgipfel statt. Hier werden die BildungsministerInnen – und damit die für den Bildungsabbau in Europa unmittelbar Verantwortlichen – zusammenkommen, um die nächsten Angriffe auf unsere Rechte zu planen. Wir rufen daher zu einem Streik an den Schulen und Universitäten an einem dieser Tage als Zeichen unseres Protestes auf. Weiters schlagen wir den Jugendorganisationen in Europa sowie dem nächsten Vorbereitungstreffen für das Europäische Sozialforum (das in Wien am 6.-8. Jänner stattfindet) vor, zur gleichen Zeit einen europaweiten Aktionstag gegen den Bildungsabbau zu organisieren. 5. Ebenso rufen wir zur Organisierung breiter Widerstandsaktionen gegen die US-amerikanische Kriegstreiberpolitik am Tage des Besuchs von US-Präsidenten Georg W. Bush im Juni 2006 in Österreich auf. 6. Eines der wichtigsten Resultate unseres Widerstandes gegen den Bildungsabbau ist die Gründung zahlreicher Aktionskomitees an den Schulen. Diese Aktionskomitees sollen weiter bestehen, denn sie werden bei den oben genannten Aktionen einen wichtige Rolle spielen und auch Widerstand gegen Direktorenwillkür an den einzelnen Schulen organisieren. 7. Wir bedauern es sehr, dass die offiziellen Interessensvertretungen der SchülerInnen und StudentInnen (Landes- bzw. BundesschülerInnenvertretung - LSV/BSV, Österreichische HochschülerInnenschaft - ÖH) in diesem Herbst nicht gewillt waren, an den Widerstandsaktionen gegen den Bildungsabbau teilzunehmen. Karrierehoffnungen in den Parlamentsparteien sollten für LSV/ÖH-Funktionäre kein größeres Gewicht haben als die Vertretung der Interessen der Jugendlichen. Wir fordern LSV/BSV und ÖH mit allem Nachdruck auf, die kommenden Widerstandsaktionen und Streiks gegen den Bildungsabbau Mitte März und gegen die US-amerikanische Kriegspolitik anläßlich des Bush-Besuchs im Juni nächsten Jahres zu unterstützen. Für einen Schulstreik gegen den EU-Bildungsgipfel in Wien am 16./17. März 2006! Für einen europaweiten Aktionstag gegen den EU-Bildungsgipfel! Für breite Widerstandsaktionen gegen die US-amerikanische Kriegs- und Besatzungspolitik am Tag des Besuchs von Bush im Juni 2006! ================================================ 11 Wahlvergleich Kaltenegger-KPÖ - HPM von "Parteder Franz" ================================================ Steiermark: KPÖ erzielte 2005 mehr Stimmen als Hans Peter Martin 2004 Die Kaltenegger- KPÖ hat – in absoluten Zahlen gerechnet – bei der Landtagswahl am 2. Oktober 2005 mehr Stimmen erhalten als die Liste HPM bei der EU-Parlamentswahl im Juni 2004: 2005 KPÖ 44.247 Stimmen 2004 Martin 40.874 Stimmen Dieses Ergebnis kommt zustande, weil die KPÖ 2005 in den Bezirken Graz und Graz-Umgebung deutlich mehr Stimmen erzielte als Martin im Jahr 2004. Auch in wichtigen Städten wie Leoben oder Trofaiach lag die KPÖ in der Stimmenzahl über dem seinerzeitigen Ergebnis der EU-Protestliste. Meiner Meinung nach ist dies ein Indiz dafür, dass die Kaltenegger-KPÖ in der Steiermark bereits eine Stammwählerschaft besitzt. Dies ist auch bei kommenden Wahlgängen zu berücksichtigen. Franz ================================================ 12 Gudrun Kugler-Lang: Vernetzung transparent! von viktoria roth ================================================ Gudrun Kugler-Lang: Vernetzung transparent! Gerade ist eine junge, dynamische Unternehmerin in allen Gazetten: Maga. Gudrun Kugler-Lang, Kandidatin der ÖVP zu den Wiener Wahlen. Doch ein riesiger Stunk trübt die Politkarriere der aufstrebenden Lebensschützerin, denn militante Abtreibungsgegner wie HLI (Human Life Austria) bewerben die für sie so hoffnungsvolle Pro-Life-Kandidatin in ihrem öffentlichen Organ „Ja zum Leben“ und mittels Postwurfsendungen in diversen Bezirken. www.derstandard.at und www.diestandard.at berichten. Auch die APA sendet dazu. HLI – Ja zum Leben - verhindert Abbrüche, indem es mittels geschäftsschädigender Methoden alles Weibliche vor Abtreibungseinrichtungen sekkiert, beschimpft und terrorisiert. Die haarsträubenden Gebetsaufrufe und Warnungen vor Gottes gerechter Strafe dieser ultrarechten Sektierer beschäftigen soeben die Medien (wie auch Polizei und Gerichte). Doch das ist im Wahlkampf der Kugler noch nicht alles: Andere Katholen-Fanatiker und Rotenhasser aus diesem Lebensschützersumpf schritten zur Tat und setzten ein „Wahlplakat“ in Umlauf (http://www.kreuz.net), auf dem die Stadträtin für Frauenangelegenheiten Sonja Wehsely defakto des Massenmordes und die SPÖ als Tötungsmaschine, ärger als die nationalsozialistische Mordindustrie, samt SPÖ-Logo verleumdet wird. Dies hatte Folgen. Für Kugler-Lang nämlich. Die ist nun in der saublöden Situation, sich von den Helfern distanzieren zu müssen, obwohl sie wohl sicherlich ahnt, woher die Wahkampfunterstützung stammen könnte... Denn Gudrun Lang ist wirklich eine aktive Vernetzerin! Neben ihrer Tätigkeit als in die EU Entsandte und Chefin der European Youth Alliance (EÄA) ist sie auch der sogenannten „Jugend für das Leben“ hold. Wie auch eine gewisse Jutta Lang, die die Vorsitzende dieses Anti-Abtreibungszirkels war und nach wie vor deren Sprecherin ist. Jutta schaut Gudrun wie aus dem Gesicht geschnitten ähnlich und hat Theologie auf einer der fundamentalistischsten Katholischen Uni studiert - in Gaming. Chef dort: der ewige Lächler Kardinal Schönborn. Seiner Initiative ist diese Universität im Auftrag des Vatikans auch zu verdanken. Und dort lehrt auch einer der betreuenden Priester der „Jugend für das Leben“: Don Reto Nay (Amici di Dio). Obwohl verhärmt, fanatisch und eigentlich unsympathisch, ist der Don selbstredend bei allen öffentlichen Happenings der „Jugend“ dabei, redet aufgebrachte Befürworterinnen des Schwangerschaftsabbruches ungeniert in Grund und Boden, naja, Frauen haben, wenn schon, nur dann etwas zu reden, wenn sie schön brav folgen! Ebenso agiert der Schirmherr der „Jugend“, Bischof Dr. Andreas Laun. Auf Veranstaltungen der „Jugend“ sitzen AktivistInnen von Human Life International-Austria, um von den verheerenden Folgen der Abtreibung zu berichten auf dem Podium, wie auch zahlreiche AktivistInnen und der Chef von HLI, Dietmar Fischer immer unterstützend an den Pro-Life-Märschen teilnehmen. In der Schweiz führt ein Link von der HLI-CH Website direkt auf die „Jugend für das Leben Schweiz“, mit dem Hinweis: gesponsert von HLI Schweiz. In Deutschland ist die „Jugend für das Leben“ eine Jugendorganisation der sehr aktiven und hardlinerischen Organisation „ALPHA“- Aktion Lebensrecht für Alle, die in engster Verbindung zu HLI steht. Alpha-VertreterInnen sind auf den Lichterketten der „Jugend für das Leben“ Österreich TeilnehmerInnen. Jugend für das Leben (www.youthforlife.net) kündigt selbstverständlich begeistert sämtliche Aktivitäten der Mag. Gudrun Lang an, auch, oder eben gerade deshalb, weil sie Veranstaltungen mitbestreitet oder organisiert, wo sich das Who is Who der alteingesessenen, teilweise extrem rechts stehenden Experten in Sachen Demographie, Abtreibungsbekämpfung und Psychagogie und Theologie ein Stelldichein geben (Hier ist ein Blick in das Fotoarchiv der Website äußerst aufschlussreich). Z.B. die legendäre Europäischen Ärzte Aktion (EÄA): Deren Vorsitzender ist ein salzburger Amtsarzt, Dr. Bernhard Gappmeyer, der gerade mal vom Dienst suspendiert sein soll. Früher war der von Feministinnen so genannte Neo-Nazi Dr. Siegfried Ernst der Chef. Er hat die höchste Auszeichnung von HLI für seine unersetzliche Arbeit als „Lebensschützer“ erhalten! Leider hält nichts ewig, der tolle Siegi ist tot. Im prunken Rahmen Anfang Oktober in Salzburg in der Residenz war da von HLI (Human Life International) über Opus Dei und katholischem hohen Klerus, über Rechtsradikale... ein wirklich wunderbares Sammelsurium an „Experten“ zum Jubiläumskongress in Sachen Frauenverachtung vertreten. Gudrun Lang ist eben folgsam. Das weiß auch der fanatische „Lebens“schützer, Opus Dei-Mann, Kaiserenkel und Abgeordnete zum Nationalrat der ÖVP, Prinz Vincenz Liechtenstein. Er empfiehlt die Ambitionierte auf seiner offiziellen Abgeordneten-Website! Seine Aktivitäten reichen vom Vorsitz der berüchtigten, rechten „Pro Vita, Bewegung für das Menschenrecht auf Leben Österreich“ über den Verein „Familienkongress“ (Opus Dei nahe), bis zur Unterstützung von „Jugend für das Leben“ und Holocaustverharmlosung: „Abtreibungskliniken sind Tötungskliniken wie KZ’s, Ärzte die abtreiben, sind Mörder, wie auch Frauen, die abtreiben, Mörderinnen sind. Sie gehören bestraft“ dröhnt der Prinz. Seit einiger Zeit verlangt Pro Vita, deren Obmann derzeit der Anwalt Dr. Alfons Adam ist (er vertritt übrigens auch Dietmar Fischer, Chef von HLI Austria!), der ÖVP mit der Gründung einer eigenen Lebensschutzpartei, weil die ÖVP sich zu wenig um den Lebensschutz kümmert! Liechtenstein wiederum war lange in der schwarzen Studentenvertretung JES im Amt und konnte so den vor Abtreibungskliniken rabiat agitierenden „Geborene für Ungeborene“ satte ÖH Gelder zur Verfügung stellen. In der JES war auch Dr. Martin Kugler tätig. Mann kennt sich also. Martin Kugler ist seit einiger Zeit mit Maga. Gudrun Lang verheiratet. Sein Lebenslauf im Internet verweist auf seine Tätigkeit als „Pressereferent“ und Medienbeauftragter des Katholikentages (Mariazeller Auflauf!). Mit Sicherheit ist er daher bekannt mit dem Redakteur der Fundipostille kath.net, Mag. Roland Biermeier, (www.kath.net). Und dieser Biermeier war der erste Vorsitzende von „Jugend für das Leben“ Österreich! „Zehn Jahre Jugendaktion für das ungeborene Leben“ titelt ein Internetartikel. Ein Gedenkgottesdienst mit anschließendem Schweigemarsch und einem abendlichen Festakt wird berichtet. „Die Initiative, die vor allem durch den jährlichen Pro-Life-Marsch zu Gunsten Ungeborener in Erscheinung tritt, hat heute ein von der Österreichischen Bischofskonferenz bestätigtes Statut. Der Salzburger Weihbischof Dr. Andreas Laun dankte beim 10-Jahres-Fest „Jugend für das Leben“ für ihren Einsatz.“ (28.12.1999, Kirchenzeitung der Diözese Linz). Auch Kath.net legt den christlichen WählerInnen Frau Maga. Kugler-Lang als Vertreterin des „Lebens“schutzes wärmstens ans Herz. Und bringt auch deren Enttäuschung über die Angriffe der Grünen gegen ihre Kandidatur der fundamentalistischen Leserschaft nahe. Genauere Recherchen zeigen, bei wem der Gemahl der Gudrun Lang als Pressereferent tätig war: bei der Monsterorganisation OPUS DEI. Das Sagen in Österreich in dieser von Kritikern als Katholischer Sekte bezeichneten Organisation hat(te) Bischof Küng, derzeit in St. Pölten beim Aufräumen beschäftigt. Und das ist der Punkt: Auf der Website von „Jugend für das Leben“ existieren zahlreiche Artikel und Berichte, die allesamt Leute aus dem OPUS DEI oder Personen mit starkem Bezug zum Opus Dei darstellen (soweit diese Zugehörigkeit überhaupt bekannt ist, denn Opus Dei hält seine Mitglieder bekanntlich geheim! Von Opus Dei können die Linken noch etwas lernen, um in Anlehnung an HLI-Chef Dietmar Fischer im Kath.net Interview zu bleiben. Infiltrieren die Gesellschaft,....). Bekannt ist Prof. Dr. Wolfgang Waldstein, Verfassungsrechtler in Salzburg. Er versucht, die Fristenlösung beim Verfassungsgerichtshof zu kippen – ohne Erfolg. Dr. Otto v. und zu Habsburg, Pan-Europa Union, etc. Oft mit seinen Artikeln veröffentlicht auch sein Biograph, Stephan Baier (Redakteur der www.die-tagespost.de), der sich sorgen um den Fortbestand Österreichs macht, die Abtreibung zerstört das christliche Abendland ist seine Message und ein Europa, in welchem Frauen ganz selbständig und alleine reproduktive Rechte in Anspruch nehmen, ist in seinen Augen dem Untergang geweiht. Das muss verhindert werden. Ein Mittel dazu wäre ein klitzekleines Abtreibungsverbot. IMABE (www.imabe.org) darf nicht fehlen, das „Institut für medizinische Anthropologie und Bioethik“, ehemaliger Vorsitz Bischof Küng, Opus Dei. Die denken selbstverständlich schon immer laut über eine Gesetzesänderung der Fristenlösung zum Schikanieren der Frauen des Landes nach. Auch das in keinem medizinischen Lexikon zu findende Leiden „PAS - Post Abortion Syndrom“ wird dort von den zahlreichen Medizinern erklärt. Derzeit hat den Vorsitz Prim. Univ.-Prof. Dr. Johannes BONELLI, Wien, Ärztlicher Direktor des KH St.Elisabeth und Vorstand der Abteilung für Innere Medizin; ein Mitarbeiter ist Dr. Raphael M. BONELLI, Graz. Und der tritt auf Veranstaltungen der „Jugend für das Leben“ immer wieder auf. Und nicht zu vergessen: Abg.z.NR Dr. Vincenz Liechtenstein. So viel Unterstützung für die „Jugend“ ist wahrlich beachtlich! Ein weiterer Aktiver für JfdL ist der Sohn des Präsidenten des Verfassungsgerichtshofes, Prof. Dr. Karl Korinek, Dr. Stefan Korinek. Aber auch der Herr Verfassungsgerichtshof-Präsident ist ein glühender Anhänger von „Jugend für das Leben“, für 18.10.2005 war er für die Veranstaltung der European Youth Alliance: „Survival of the fittest“ im Festsaal des Innenministeriums als „Schirmherr“ angekündigt! Na, wenn das keine Reputation ist. Am Podium die Lebensschützer-Vernetzungsfachfrau Maga. Gudrun Kugler-Lang. Die ist nun verschnupft über die Wahlhelfer aus dem extremen Spektrum, sauer auf Monika Vana und die SPÖ, die den Rückzug ihrer Kandidatur verlangen, und sie distanziert sich gegen die Radikalen Anti-Abtreibungs-Eiferer, die ihr mit Eifer ein ordentliches Ei gelegt haben... Nur Gudrun, wo bleibt das theologische Know-How? DU SOLLST NICHT FALSCHES ZEUGNIS ABLEGEN WIDER DEINEN NÄCHSTEN! Weil es nixnutzt und alles sonnenklar ist... bis auf eine Frage: Frau Maga. Kugler-Lang, sind Sie Mitglied des Opus Dei? Copyright: alle Rechte vorbehalten: Viktoria Roth, Okt. 2005 Nachdruck nur mit ausdrücklicher Genehmigung ================================================ 13 China: GfbV kritisiert "Weißbuch zur Demokratisierung" scharf von "GFBV" ================================================ GESELLSCHAFT FÜR BEDROHTE VÖLKER PRESSEMITTEILUNG Göttingen, den 19.10.2005 "Weißbuch zur Demokratisierung Chinas" in Peking veröffentlicht Chinas gelenkte "Volksdemokratie" verhöhnt Menschenrechte Als "Griff in die Mottenkiste des Sozialismus" hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) das am heutigen Mittwoch in Peking vom Presseamt des Staatsrates Chinas veröffentlichte "Erste Weißbuch zur Demokratisierung Chinas" bezeichnet. "Das Weißbuch unterstreicht den absoluten Führungsanspruch der Kommunistischen Partei, der mit aller Macht auch weiterhin durchgesetzt werden soll", kritisierte der GfbV- Asienreferent Ulrich Delius. Bei der Beschreibung der Verhältnisse im Land gleiche das Pamphlet einem Märchenbuch. So sei es unverfroren, sich angesichts neuer religiöser Repression gegen Tibeter und Uiguren zu rühmen, ethnische Minderheiten würden Religionsfreiheit genießen. "Die Staatliche Religionsbehörde Chinas hat ihre Kampagne der Umerziehung in tibetischen Klöstern schon seit April 2005 wieder aufgenommen", sagte Delius. Kürzlich aus Tibet geflohene Mönche hätten berichtet, dass erneut Nonnen und Mönche aus mehreren buddhistischen Klöstern ausgewiesen worden seien. So seien 44 Nonnen des Klosters Gyabdak im Juni aufgefordert worden, ihr Kloster zu verlassen. Sie hatten sich geweigert, sich von Sicherheitsbeamten fotografieren zu lassen. Weitere 18 Mönche hätten im Juli das Kloster Sera verlassen müssen, weil sie bei Umerziehungskursen die Politik der Kommunistischen Partei nicht unterstützten. Seit Beginn der Umerziehungskampagne im Januar 1996 wurden mehr als 11.400 tibetische Nonnen und Mönche aus ihren Klöstern ausgewiesen. Auch in der Autonomen Region Xinjiang hält Recherchen der GfbV zufolge die religiöse Repression gegen muslimische Uiguren an. So würden Gläubige willkürlich an der Wallfahrt nach Mekka gehindert, religiöse Bücher verbrannt und Moscheen geschlossen. Deutlichstes Beispiel für das seltsame Demokratieverständnis von Chinas Regierenden seien ihre drastischen Eingriffe in die Freiheit des Internets, kritisierte Delius. "Mehr als die Informationsfreiheit fürchtet Chinas Machtelite, dass sich die Bevölkerung dank des Internets spontan zu Massenprotesten entschließen könnte." Daher setze sie rund 65.000 Internet-Polizisten ein, um den Informationsfluss zu steuern und Kritik zu unterdrücken. "Doch so lange Chinas Machthaber Angst vor ihrer eigenen Bevölkerung haben, ist es Etikettenschwindel, wenn die chinesische Führung in Peking ihre Unterdrückungspolitik gegenüber dem Ausland als "Demokratisierung" verkauft." Für Nachfragen und Interviews ist Ulrich Delius auch erreichbar unter Tel. 0160 95 67 14 03. ====================================================== Gesellschaft fuer bedrohte Voelker e.V. (GfbV) Inse Geismar, Pressereferentin Postfach 2024, D-37010 Goettingen Tel.+49/551/49906-25, Fax:++49/551/58028 E-Mail: presse at gfbv.de, Homepage:http://www.gfbv.de ================================================ ================================================ C) TERMINE ================================================ ======================== Donnerstag http://www.mund.at/butt/Termine/Oktober/2010.htm Freitag http://www.mund.at/butt/Termine/Oktober/2110.htm Samstag http://www.mund.at/butt/Termine/Oktober/2210.htm ======================== ================================================ D) EDITORIAL ================================================ Für den Inhalt verantwortlich: Ihr. Medieninhaberinnen & Medieninhaber seid Ihr E-Mail-Adresse für Beiträge: widerstand at no-racism.net geschickt. widerst at nd MUND und alle Termine täglich aktualisiert im Web: http://www.no-racism.net/MUND Ziel von MUND (medienunabhängiger Nachrichtendienst) ist die unzensurierte und möglichst rasche Information über gesellschafts- politisch relevante Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu Widerstand und Antirassismus sowie verwandte Themen. sollen einen Titel, Namen und Emailadresse der/des AutorIn enthalten und möglichst kurz und prägnant gehalten sein, ev. mit Hinweis, wo weitere Informationen eingeholt werden können. Bitte keine Attachments! Die inhaltliche und sachliche Verantwortung liegt bei der/dem jeweiligen AutorIn bzw. jenen, die uns die Beiträge schicken. Der MUND wird von einzelnen TagesredakteurInnen zusammengestellt. Da Fehler nicht ausgeschlossen sind, bitten wir, nicht veröffentlichte Beiträge nochmals an widerstand at no-racism.net zu senden. Die Weiterleitung (auch auszugsweise) ist erwünscht. Beiträge mit rassistischen oder sexistischen Inhalten werden nicht veröffentlicht. Sehr persönliche Meldungen werden wir an den betreffenden Adressaten weiterleiten, aber nicht im MUND veröffentlichen. Die bisherigen Ausgaben sind unter http://www.no-racism.net/MUND archiviert. Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage: * Wann: Sonntag, 11.11.2001, 11:11 Uhr * * Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" * * Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf * * Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie. Aber kurz und prägnant.* Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch stillschweigend Zensur zu üben. Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die Nichtaufnahme geliefert. (Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.) Die AbsenderInnen der betroffenen Beiträge werden hiervon informiert. Im Sinne einer "gläsernen Zensur" könnt ihr Euch die Beiträge gerne extra schicken lassen: Ein kurzes Mail an widerstand at no-racism.net genügt. ================================================ E) VERTEILERLISTE ================================================ Zur Eintragung in diesen Verteiler bitte direkt subskribieren unter http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/analle oder von der einzutragenden Adresse aus ein mail schicken an: admin at no-racism.net mit folgendem Text: subscribe no-racism Bitte wegen Automatisierung diesen Wortlaut verwenden! Zur Austragung aus dieser Liste bitte an zusammengestellt. Bitte keine Attachments! (werden nicht angenommen) Redaktionsschluss für diese Ausgabe: Mi 23.30 Uhr III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III ü, ö, ä, ß, Ü, Ö, Ä III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III widerst at nd-MUND is powered by http://alt.strg.at/ ================================================ From analle at no-racism.net Fri Oct 21 08:47:17 2005 From: analle at no-racism.net (=?iso-8859-1?q?MUND=3A_medienunabh=E4ngiger_Nachrichtendienst?=) Date: Fri, 21 Oct 2005 08:47:17 +0200 Subject: MUND: Freitag, 21. Oktober 2005 Message-ID: <012501c5d60b$49426700$4e046d50@chello.at> MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst www.no-racism.net/mund Freitag, 21. Oktober 2005 ================================================ A) INHALT ================================================ ============================================== 01 Wienwahl 2005 From: office at RKLambda.at ============================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ============================================== 02 Wahlkampfspecial Glocalist From: office at glocalist-review.com ============================================== 03 Zeitungspräsentation From: wassermair at t0.or.at ============================================== 04 kanalB videoclip Seibane From: webmaster at kanalB.org ============================================== 05 Depot-Programm From: depot-news at mailman.sil.at ============================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND KOMMENTARE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ============================================== 06 Forderungen der Erwerbsarbeitslosen-Konferenz From: buero at mediaaustria.at ============================================== 07 Spitalskostenerhöhung GLB From: glb at aon.at ============================================== 08 Integrationshaus protestiert From: g.ecker at integrationshaus.at ============================================== 09 Jury diskutiert "Idiotenpreis" From: depesche at quintessenz.org ============================================== 10 Abtreibungsgegnerin auf ÖVP-Liste From: slp at slp.at ============================================== 11 Homosexuelle Opfer From: office at RKLambda.at ============================================== 12 Franz Leitner tot From: kpoe_stmk at hotmail.com ============================================== 13 KPÖ/Armut/Umverteilung From: kpoe at aon.at ============================================== ================================================ B) TEXTE ================================================ ============================================== 01 Wienwahl 2005 From: office at RKLambda.at ============================================== Wienwahl 2005 Offen LesBiSchwule-TransX KandidatInnen Sowohl bei der Gemeinderats- als auch bei der Bezirksvertretungswahl kann man nicht nur eine Partei wählen, sondern auch bestimmten KandidatInnen Vorzugsstimmen geben. Insgesamt können vier Vorzugsstimmen vergeben werden. Jede/r WählerIn erhält 2 Wahlzettel. Einen für den Gemeinderat, einen für die Bezirksvertretung. Auf dem Wahlzettel für die Bezirksvertretung kann man einen Namen dazuschreiben. Auf dem Wahlzettel für den Gemeinderat sogar drei Namen angeben. Eine Vorzugsstimmen kann man nur KandidatInnen jener Partei geben, die man ankreuzt. Die KandidatInnen SPÖ (bisher 52 Mandate): Elvira Franta (Platz 64 der Landesliste), www.soho.or.at Mag. Wolfgang Wilhelm (Platz 69 der Landesliste), http://www.wien.gv.at/queerwien/meda.htm Dominik Mungenast (Platz 133 der Landesliste), www.soho.or.at Peter Traschkowitsch (Platz 213 der Landesliste), www.soho.or.at Ing. Gabriele (Angelika) Frasl (Platz 10 der Bezirksliste im 15. Bezirk), www.soho.or.at Grüne (bisher 11 Mandate): Marco Schreuder (Platz 14 der Landesliste), www.gruene-andersrum.at Susanna Speckmayer (Platz 17 der Landesliste), www.gruene-andersrum.at Jennifer Kickert (Platz 19 der Landesliste; Platz 2 der Bezirksliste im 4. Bezirk), www.gruene-andersrum.at Andreas Stöhr (Platz 24 der Landesliste), www.gruene-andersrum.at Manfred Itzinger (Platz (Platz 3 der Bezirksliste im 4. Bezirk), www.gruene-andersrum.at Alkis Vlassakakis (Platz 12 der Bezirksliste im 4. Bezirk), www.gruene-andersrum.at Martin Koschat (Platz 8 der Bezirksliste im 5. Bezirk), www.gruene-andersrum.at Thomas Fröhlich (Platz 12 der Bezirksliste im 6. Bezirk), www.gruene-andersrum.at Oliver Schönsleben (Platz (Platz 16 der Bezirksliste im 6. Bezirk), www.gruene-andersrum.at Norbert Fischer (Platz 7 der Bezirksliste im 15. Bezirk), www.gruene-andersrum.at Iris Hajicsek (Platz 8 der Bezirksliste im 17. Bezirk), www.gruene-andersrum.at ÖVP (bisher 16 Mandate): "Hast du gewusst, dass der Hurrikan Katarina gerade zwei Tage vor dem jährlichen Homosexuellen Festival New Orleans zerstört hat?" Solch grotesker und gefährlicher Unsinn findet sich unter dem Titel "Wien darf nicht New Orleans werden" im Propagandamaterial "Wahlen in Wien", in dem für Vorzugsstimmen für die ÖVP-Kandidatin Dr. Gudrun Kugler-Lang geworben wird. In dem Pamphlet ist auch zu lesen, dass Beten 'Schwulen-Propaganda' und 'Homo-Ehe' aufhalten kann. FPÖ (bisher 21 Mandate): "Homo-Ehe: Nur er ist dagegen: HC Strache, FPÖ-Obmann . Christliche Wählergemeinschaft für HC Strache . bei allen angesprochenen Themen nahezu völlige Übereinstimmung . vor allem bei . der konsequenten Ablehnung der ,Homo-Ehe'" (FP-Bürgermagazin "Wir Wiener", an alle Wiener Haushalte verschickt, Oktober 2005) "Häupl macht Politik für die Wärmsten der Warmen statt für die Ärmsten der Armen" (FPÖ-Obmann HC Strache, Oktober 2005) ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ============================================== 02 Wahlkampfspecial Glocalist From: office at glocalist-review.com ============================================== Sehr geehrte Damen udn Herren, werte Redaktion, aufgrund der Wiener Wahlen erscheint das Wahlkampfspecial des Glocalist Review: Medien für NGOs und Zivilgesellschaft. Dr. Michael Häupl, Maria Vassilakou und Melina Klaus haben auf Fragen des Glocalist geantwortet. Die ÖVP-Wien hat trotz Zusage, es vorgezogen keinen Beitrag zur Diskussion zu stellen. Anbei das Wahlkampfspecial. Bei Quellenangabe ist die redaktionelle Berichterstattung erwünscht. Mit freundlichen Grüßen Christian Neugebauer PS: Seit 19. Oktober im Zeitschriftenhandel - Glocalist Magazine:Magazin für NGOs und Zivilgesellschaft. _____ Glocalist Medien - Medien für Zivilgesellschaft und NGOs Eine andere Information ist möglich GLOCALIST Daily News - Tages-Online-Zeitung >> www.glocalist.at GLOCALIST Review - Digitale Wochenzeitschrift GLOCALIST Magazine - Monatliches Printmagazin Barmherzigengasse 17 - stiege 6 - top 1 A-1030 Wien t: 01/597 2001 f: 01/597 6855 m: 0699 11 88 16 43 e: office at glocalist-review.com ============================================== 03 Zeitungspräsentation From: wassermair at t0.or.at ============================================== |--- | PRESSEMITTEILUNG |--- | Netbase | Institut für Neue Kulturtechnologien/t0 |--- | 20.10.2005 |--- |--- | Denkanstöße und Strategien gegen die Einengung der Infosphäre |--- | Netbase präsentierte Zeitung zum Thema "Stadt und Geistiges Eigentum" |--- Anlässlich des Mitte November im indischen Bangalore startenden Projekts "World-Information City" hat die Wiener Medienkultur-Institution Netbase diese Woche unter dem gleichen Titel auch eine Zeitung vorgestellt. Im Mittelpunkt der zwanzig Seiten umfassenden Sonderausgabe steht die Frage nach den vielfältigen Zusammenhängen von "Stadt und geistigem Eigentum". Mit 40.000 Stück Auflage soll das Druckwerk neben Wien, Europa und Indien auch beim UN-Weltgipfel der Informationsgesellschaft in Tunis Verbreitung finden. "Tiefgreifende gesellschaftliche und technologische Entwicklungen haben neue Informationslandschaften herausgebildet, die unser Leben nachhaltig verändern", erklärt Netbase-Leiter und Herausgeber Konrad Becker. "Es ist von großer Bedeutung, diese Prozesse zu beschreiben und ihre sozialen, kulturellen und wirtschaftlichen Folgen aufzuzeigen". Insbesondere der Vormarsch von digitalen Restriktionstechnologien und das Ausufern der Intellectual Property-Regime machen es notwendig, nach neuen Wegen zu suchen, die den Schutz der intellektuellen und kulturellen Commons ermöglichen. In "World-Information City" kommen internationale Expertinnen und Experten aus den Bereichen Kunst, Theorie und Wissenschaft zu Wort, die eine Vielzahl kritischer Standpunkte zur Politik des Einengens durch immer weitreichendere Copyrights und Patentierungen vertreten. Die Zeitung möchte demzufolge wichtige Denkanstöße bieten. "Wir alle produzieren im täglichen Leben Kultur und müssen uns entscheiden, ob wir in der Informationsgesellschaft Restriktionen durchsetzen oder Zugänge öffnen wollen", so Becker abschließend. |--- | Informationen zu "World-Information City": |--- | http://world-information.org/bangalore |--- |--- | Rückfragen und Bestellungen: |--- | Netbase | Institut für Neue Kulturtechnologien/t0 | Neustiftgasse 17 | A-1070 Wien |--- | Tel. +43 (1) 522 18 34 | Fax. +43 (1) 522 50 58 |--- | http://www.netbase.org/ |--- ============================================== 04 kanalB videoclip Seibane From: webmaster at kanalB.org ============================================== titel des videoclips: Seibane --: - beschreibung: videoclip zur benefiz-single Seibane von Tres Monos. die erloese aus dem verkauf gehen an ZARA (Verein fuer Zivilcourage und Antirassismusarbeit)! hochaktuell zum prozess gegen die beteiligten an seinem tod. ---: - kategorie: musikvideo ----: - clipinfo: http://kanalB.org/clip.php?clipId=1183 -----: - video: http://austria.kanalb.org/video.php?clipId=1183&Viam=Clip ------: - download: http://austria.kanalb.org/download.php?clipId=1183 --------------: - laenge: 3:11 min team: Patrick Bongola, Yosh Forrer team_homebase: http://www.tresmonos.com erstellt: 2005-10-20 format: rm datenmenge: 4294 kb -------------: - weitere informationen: http://www.tresmonos.com ---------: - weitere clips zum thema rassismus toetet!: http://austria.kanalb.org/topic.php?clipId=67 ----------------: - realplayer: http://kanalB.org/realplayer.html -----------------: - kanalB ersetzt herkoemmliches fernsehen: http://austria.kanalb.org ============================================== 05 Depot-Programm From: depot-news at mailman.sil.at ============================================== Dienstag, 25. Oktober, 19.00 Niklas Luhmann und das Ende der Kunst Diplomarbeit Seiner Gesellschaftstheorie entsprechend erzählt Luhmann die Geschichte der bildenden Kunst. Das Kunstsystem wird zunehmend autonom und geht im Laufe der Neuzeit daran, sich Grenzen, Ziele und Mittel selbst zu setzen. In dem Maße, in dem sich die Selbst-Problematisierungen und Referenzen auf ihre eigene Geschichte verstärken, entfernt sich die Kunst auf Grund ihrer Autonomie jedoch von der ontologisch-theologischen Seite des Werkkonzepts, bei dem es immer auch um einen Bezug zur Fülle des Ganzen (des Lebens, der Gesellschaft) ging. Eine grundsätzliche Frage lautet, ob sich das Kunstsystem den verstärkten inneren Redundanzen, wie der Folge von Avantgarden, Neo-Avantgarden und deren Revisionen, gewachsen zeigt, oder ob es dabei ist, in den Dienst anderer gesellschaftlicher Funktionssysteme zu treten. Markus Klammer: Niklas Luhman und das Ende der Kunst. Universität Wien, 2005 Donnerstag, 27. Oktober, 19.00 Phänomene der Migration Podium Die immer restriktiver werdenden Asylgesetze gehen nicht zuletzt auf das Unverständnis einer kurzsichtigen, populistischen und nationalen Interessen folgenden Politik zurück, die das Phänomen und die verschiedenen Ursachen von Migration offenbar wenig interessiert. Eines dieser Phänomene ist der globale Markt, der eine transkontinentale Migrationsdynamik mit verursacht. Zur Diskussion steht auch die Frage, welche Formen der Migration existieren. Ljubomir Bratic, Philosoph DiTutu Bukasa, Die Bunten Stephan Jürgen Mertens, Rechtsanwalt Terezija Stoisits, Migrationssprecherin, Die Grünen Moderation: Werner Rotter, Menschenrechtskomitee Cheibane In Kooperation mit Die Bunten Depot Breitegasse 3 A-1070 Wien Tel: +43 1 522 76 13 www.depot.or.at _______________________________________________ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND KOMMENTARE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ============================================== 06 Forderungen der Erwerbsarbeitslosen-Konferenz From: buero at mediaaustria.at ============================================== PRESSEMITTEILUNG der Ersten österreichischen Erwerbsarbeitslosen-Konferenz 15. - 16.10.2005 Ein voller Erfolg war die Erste Österreichische Ererbslosenkonferenz, die vom 15. - 16. Oktober im Amerlinghaus in Wien abgehalten wurde. Bei dieser von den parteiunabhängigen Erwerbsarbeitslosenintiativen selbst organisierten Konferenz nahmen mehr als zehn Erwerbsarbeitslosenintiativen und insgesamt etwa 200 Personen aktiv teil. Nach teils heftig geführten Diskussionen zu den dargelegten Standpunkten, verfassten die VeranstalterInnen gemeinsam mit KonferenzbesucherInnen einen Forderungskatalog. Dieser richtet sich direkt an die politischen Vertreter und an das Abeitsmarktservice. * Rasche Einführung eines existenzsichernden, bedingungslosen Grundeinkommens (aus heutiger Sicht nach der Formel: 50% des pro Kopf-BIP) * Der Mietaufwand (inkl. Betriebskosten unter Miteinbeziehung der Heizkosten) darf nicht mehr als 30 % des Grundeinkommens erreichen * Sofortige bundesweite Anhebung der Sozialhilferichtlinien auf das Existenzminimum (Euro 750.-) als Vorgriff einer Lösung durch das Grundeinkommen * Absage an Kombilohn- oder anders gelagerte Niedriglohnmodelle sowie prekärer Beschäftigungsverhältnisse * Mindestlohn (unter Ausschluss von Lohndumping) netto Euro 1200.- * Arbeitszeitverkürzung ohne Lohneinbuße zwecks Aufteilung von Arbeit * Flächendeckende Gratis-Kinderbetreuungseinrichtungen * Einführung der Wertschöpfungsabgabe * Sofortige Abschaffung von allen Zwangsmaßnahmen * Streichung der "Zumutbarkeitsbestimmungen" * Ersatzlose Streichung der menschenrechtswidrigen ALVG Paragraphen: Par. 10 Bezugssperre bei Weigerung der Annahme einer nicht selbst ausgesuchten Arbeit (<-> Recht auf freie Berufswahl) Par. 11 Bezugssperre bei Selbstkündigung Par. 13 Anti Streik Gesetze (<-> Streikrecht) * Recht auf selbstgewählte, qualifizierte Aus- und Weiterbildung * PartnerInneneinkommen, Lehrlingsentschädigungen und andere Einkommen von in gleichem Haushalt lebenden Personen dürfen nicht zur Bezugsberechnung herangezogen werden (<-> Schutz des Familienlebens) * Fünfwöchiger, bezahlter Urlaubsanspruch * Errichtung einer unabhängigen Ombudsstelle, welche durch VertreterInnen der "ArbeitslosensprecherIn", im Rang einer Rechtsperson geführt wird. Basierend auf den Erfahrungen der VeranstalterInnen der "Ersten österreichischen Erwerbsabeitslosen Konferenz" und dem breiten Zuspruch seitens der Besucher wird eine Weiterführung dieser Veranstaltungen folgen. Für weitere Informationen bzw. Rückfragen wenden Sie sich bitte an: Infofon: 0699-81 939 599 Mail: r.nesset at newsclub.at Endredaktion und Aussendung im Auftrag der Ersten Oesterreichischen Erwerbsarbeitslosenkonferenz durch das Organisationsteam gebildet von: Verein ArbeitslosensprecherIn Gumpendorferstrasse 46, A-1060 Wien http://www.arbeitslosensprecherin.at office at arbeitslosensprecherin.at mit angeschlossenen Initiativen: AI.Kärnten; ALS; AMSand; IGEL; Der Denker; SoNed! und Einzelpersonen ============================================== 07 Spitalskostenerhöhung GLB From: glb at aon.at ============================================== SPÖ in Oberösterreich gegen, in Wien für Erhöhung des Spitalskostenbeitrages Unsoziale Belastung wurde im Finanzausgleich vereinbart Mit verteilten Rollen agiert die SPÖ bei der Erhöhung des Spitalskostenbeitrages von 8,13 auf zehn Euro pro Tag ab 1. Oktober 2005. Während in Oberösterreich die SPÖ berechtigt Sturm gegen die von der schwarzgrünen Mehrheit beschlossene Anhebung läuft und eine Unterschriftenaktion gegen diese "Krankenstrafsteuer" (Originalton Klubobmann Karl Frais) gestartet hat, wurde in Wien die Anhebung in gleicher Höhe von der SPÖ im Alleingang durchgezogen. "So berechtigt jeder Protest gegen eine solche unsoziale Maßnahme ist, muß doch daran erinnert werden, dass die SPÖ in ihrem eigenen Wirkungsbereich um keinen Deut anders agiert", meint dazu die GLB-Bundesvorsitzende Karin Antlanger (BRV EXIT-sozial Linz). An der enormen Erhöhung ändern auch geringfügige Abfederungen durch eine soziale Staffelung nichts Grundsätzliches. In Wien hat nämlich die SPÖ im Landtag im Alleingang eine Erhöhung der Spitalssteuer von 7,93 auf zehn Euro gegen die Stimmen aller anderen Parteien beschlossen. Wortführer dabei war der Vorsitzende der Gewerkschaft der Gemeindebediensteten und Erster Vorsitzender des Wiener Gemeinderates, Rudolf Hundstorfer, der sich "erschüttert" über die ablehnenden Argumente der anderen Parteien zeigte. Im Wiener Landtag war die in Oberösterreich ins Treffen geführte Kritik gegen die Erhöhung fast deckungsgleich von ÖVP, Grünen und FPÖ verwendet worden. Wenn die oö SPÖ kritisiert, dass die Grünen nur in Oberösterreich für diese Erhöhung gestimmt haben, dann ist umgekehrt festzustellen, dass die SPÖ nur in Oberösterreich nicht für diese Anhebung war, in den anderen Bundesländern aber schon. Der Spitalskostenbeitrag wurde ebenso wie die Rezeptgebühren und zahlreiche Selbstbehalte vor Jahren unter Regierungsverantwortung der SPÖ überhaupt erst eingeführt. Auch der "Blankoscheck" zur jetzt stattfindenden Erhöhung auf zehn Euro wurde von der SPÖ mit ihrer Zustimmung zum laufenden Finanzausgleich mitbeschlossen, weil darin die Ermächtigung an die Länder zur Erhöhung des Spitalskostenbeitrages auf zehn Euro enthalten ist. Der GLB hat die Einführung der Spitalssteuer von Anfang an abgelehnt, weil sie den Prinzipien der sozialen Krankenversicherung widerspricht. Vor allem sozial Schwache und chronisch Kranke werden vom Spitalgeld hart getroffen. Im Rahmen seiner Kampagne "Gesund ohne Selbstbehalt" tritt der GLB einmal mehr für die Abschaffung des Spitalskostenbeitrages ein. Der frühere oö AK-Präsident Fritz Freyschlag trat vor Jahren für die Abschaffung des Spitalskostenbeitrages ein. Obwohl es für die Abschaffung schon längere Zeit Beschlüsse in Gewerkschaft und Arbeiterkammern gibt, existiert der Beitrag noch immer. Es sind nicht wenige gewählte AK- und Gewerkschaftsfunktionäre, die im Nationalrat, Landtag und in Gemeinderäten sitzen, Initiativen ihrerseits für die Abschaffung sind jedoch nicht bekannt. ============================================== 08 Integrationshaus protestiert From: g.ecker at integrationshaus.at ============================================== Integrationshaus protestiert gegen die Abschottungspolitik der EU Humanitäre Behandlung für Flüchtlinge statt Vertreibung Anfang des Monats starben mehrere Menschen und etliche wurden verletzt, die versuchten in den spanischen Enklaven Ceuta und Mellila den Grenzzaun zu überwinden. Reagiert wurde mit massivem Einsatz des Militärs und menschrechtswidrigen Rückschiebungen von Marokko und Spanien. Amnesty International hat mehrere Fälle von nach Marokko abgeschobenen Menschen dokumentiert, die in Marokko inhaftiert und in der Haft gefoltert wurden. In den vergangen Tagen gab es in Europa zahlreiche Protestkundgebungen gegen diesen menschenunwürdigen Umgang mit Flüchtlingen. Zwtl.: Verantwortungslose EU-politische Maßnahmen Gestern wurde ein Bericht der Beobachtungskommission der EU betreffend die spanischen Enklaven Ceuta und Melilla vorgestellt. Als eine konkrete Maßnahme wird vorgeschlagen, die Grenzkontrollen in Marokko zu verstärken. Dafür hat die EU Kommission bereits 40 Millionen Euro bereitgestellt. Eine Finanzspritze an Marokko für verschärfte Grenzkontrollen und die Errichtung eines dreidimensionalen Hi-Tech Zaunes in Spanien können doch wohl nicht die Antwort sein. "Die EU kümmert sich vor allem um die Fragestellung, wie Flüchtlinge von Europa ferngehalten werden können. Anstatt umfassende Anstrengungen für die Gewährleistung des Flüchtlingsschutzes zu unternehmen und die Ursachen dafür zu bekämpfen, wird eine menschenverachtende Abschottungspolitik betrieben", so Andrea Eraslan-Weninger, die Geschäftsführerin des Integrationshauses. "Wir brauchen legale Einreise- und Bleibemöglichkeiten für Menschen, die zur Migration gezwungen sind und ein Europäisches Asylsystem, das sich nicht der Abwehrpolitik, sondern dem internationalen Flüchtlingsschutz verpflichtet fühlt", fordert die Geschäftsführerin des Integrationshauses. Zwtl.: Aufklärung und Solidarität gefordert Das Integrationshaus fordert weiters eine umfassende Untersuchung und Aufklärung der Todesfälle in Ceuta und Mellila. Diese Menschen haben ein Recht auf ein faires Asylverfahren. Die Menschen, die derzeit versuchen in die spanischen Enklaven in Marokko zu gelangen, stammen schwerpunktmäßig aus Ländern, in denen schwerwiegende Menschrechtsverletzungen auf der Tagesordnung stehen. Wir dürfen nicht zuschauen, wie dies vor unseren Augen passiert. Wir brauchen Solidarität für den Flüchtlingsschutz. Rückfragehinweis: Integrationshaus Gabi Ecker, Öffentlichkeitsarbeit, Tel. 01/212 35 20-35, g.ecker at integrationshaus.at Andrea Eraslan-Weninger, Geschäftsführerin, Tel. 06991 212 35 20, a.eraslan-weninger at integrationshaus.at, www.integrationshaus.at übrigens: LACHEN HILFT! am 26. Oktober im Volkstheater Infos unter http://www.integrationshaus.at ============================================== 09 Jury diskutiert "Idiotenpreis" From: depesche at quintessenz.org ============================================== From: "q/depesche" Subject: BBA Austria: Jury diskutierte "Idioten/preis" q/depesche 2005-10-19T21:57:57 BBA Austria: Jury diskutierte "Idioten/preis" Bei der Sitzung der hochlöblichen Jury der Big Brother Awards Austria 2005 ward angeregt, im nächsten Jahre eine eigene Kategorie für besonders hirnarme Unterfangen zu erstellen. Hätte es diese Kategorie heuer schon gegeben, wären folgende Nominees dafür in Frage gekommen, einen Preis dieser noch zu benennenden Kategorie abzufangen: -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- ÖVP Hernals [DNA-Analyse von Hundstrümmerln], FPÖ Burgenland [elektronische Fußfesseln für Asylbewerber], Regens des Priesterseminars St. Pölten [Biometrie/Log/in gegen Porno/surfen] und Alfred Gusenbauer ["Ja zu Data Retention", begründet mit sinnfreien Argumenten]. -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- Die Nominierungen für die Volkswahl laufen weiter. Die Kameraüberwachung der Wiener Linien und die Uniqa [GPS-Vollüberwachung als Deal für niedrigere Gebühren] haben es den Netzbürgern offenbar am meisten angetan. -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- Das Formular http://www.bigbrotherawards.at/2005/Formular Alle Nominees http://www.bigbrotherawards.at/2005/Nominierungen Die Jurymitglieder in Wort und Bild http://www.bigbrotherawards.at/2005/Jury ============================================== 10 Abtreibungsgegnerin auf ÖVP-Liste From: slp at slp.at ========================== ==================== Eine Information der Sozialistischen LinksPartei (SLP) Abtreibungsgegnerin auf ÖVP-Liste ist Fortsetzung des Schüssel-Kurses SLP warnt: Frauenrechten von ÖVP bedroht! Nachdem die Kandidatur der dezidierten Abtreibungsgegnerin Gudrun Kugler-Lang für Aufregung gesorgt hat, versucht sich die ÖVP in Schadensbegrenzung. Kugler-Lang selbst sagt im "Presse"-Interview sie sei keine Fundamentalistin, aber gegen Abtreibung ("Das ist eine klaffende Wunde."). Tatsächlich war sie von 2001 bis 2004 Vorsitzende der Weltjugendallianz-Europa, einer einschlägigen Organisation die eindeutig gegen das Recht auf Abtreibung auftritt. Sonja Grusch, Spitzenkandidatin der SLP bei den Gemeinderatswahlen: "Kugler-Lang ist kein Ausrutscher der ÖVP sondern ist die Fortsetzung ihrer frauenverachtenden Politik." Für die Sozialistische LinksPartei wurde wieder einmal deutlich, dass die Angriffe auf Frauenrechte weitergehen. Denn auch wenn sich einzelne ÖVP-PolitikerInnen aus Angst vor einem Verlust von WählerInnenstimmen von Kugler-Lang distanzieren, steht eines fest: Die ÖVP hat schon in der Vergangenheit immer wieder das Recht auf Abtreibung in Frage gestellt. So hat etwa Wolfgang Schüssel im Mai 2003 im Rahmen der Stadtmission gesagt "Abtreibung ist eine Bedrohung, welche ein Hinschauen und Einmischen notwendig macht." Letztes Jahr trat die ÖVP-Familienlandesrätin Doraja Eberle in Salzburg sehr offen gegen das Recht auf Abtreibung auf und lud sich den Chef von Human Life International Dietmar Fischer zu einer "Expertenrunde" nach Salzburg ein. Vinzenz Liechtenstein, ÖVP-Nationalratsabgeordneter nahm am Abschlussempfang einer "Jugend für das Leben"-Tour teil und lobte die Jugend für ihr Engagement. Die ÖVP sieht daher auch keinen Handlungsbedarf, wenn es darum geht, dass nach wie vor Frauen vor Abtreibungskliniken von einer Organisation belästigt werden, der Terror und Psychoterror gerichtlich nachgewiesen werden konnte. Die Sozialisitsche LinksPartei führt seit 2001 eine Kampagne gegen die Umtriebe der radikalen Abtreibungsgegner, denen Kugler-Lang mit ihrer Kandidatur Rückendeckung gibt. Die SLP-Frauensprecherin Claudia Sorger, ebenfalls Kandidatin der SLP bei diesen Wahlen, war vom HLI-Chef auf üble Nachrede geklagt worden. Im Rahmen des Verfahrens konnte unter anderem bewiesen werden, dass MitarbeiterInnen von HLI Terror vor Abtreibungskliniken ausüben; Frauen beschimpfen und Morddrohungen aussprechen. Auch heute ist das Recht auf Abtreibung für die SLP von zentraler Bedeutung und spielt im derzeitigen Wahlkampf eine wichtige Rolle. Die SLP fordert u.a. die kostenlose Durchführung von Schwangerschaftsabbrüchen in allen öffentlichen Spitälern sowie der Errichtung von Frauengesundheitszentren. Informationen unter www.slp.at slp at slp.at 0650-424 63 10 ============================================== 11 Homosexuelle Opfer From: office at RKLambda.at ============================================== Am 1. Juli 2005 ist das Anerkennungsgesetz 2005 in Kraft getreten, mit dem sämtliche Urteile aus der Nazizeit aufgehoben wurden, die auf "typisch nationalsozialistischem Unrecht" beruhen. Desweiteren wurde "sexuelle Orientierung" als Anspruchsgrund in das Opferfürsorgegesetz eingefügt. Nach wie vor nicht enthalten sind homo- und bisexuelle Opfer des Nationalsozialismus jedoch in den Wiedergutmachungsbestimmungen des Allgemeinen Sozialversicherungsgesetzes (ASVG), sodass ihre Haft- und KZ-Zeiten immer noch nicht als Pensionszeiten zählen. Die grüne Justizsprecherin und RKL-Kuratoriumsmitglied, Mag.a Terezija Stoisits, hat daher Anfragen an Justizministerin und Sozialministerin gestellt. Sie will darin insb. wissen, ob Verurteilungen im Dritten Reich wegen homosexueller Kontakte als "typisch nationalsozialistisches Unrecht angesehen werden und warum homo- und bisexuelle Opfer des Nationalsozialismus in die Wiedergutmachungsbestimmungen des ASVG wieder nicht aufgenommen wurden. Die Anfragen im Wortlaut: Justizministerin: http://www.parlament.gv.at/portal/page?_pageid=908,975830&_dad=portal&_schem a=PORTAL Sozialministerin: http://www.parlament.gv.at/portal/page?_pageid=908,975835&_dad=portal&_schem a=PORTAL www.RKLambda.at ============================================== 12 Franz Leitner tot From: kpoe_stmk at hotmail.com ============================================== -----Ursprüngliche Nachricht----- Von: Parteder Franz Gesendet: Donnerstag, 20. Oktober 2005 15:13 Betreff: Todesnachricht/Stmk/Franz Leitner/KPÖ KPÖ Steiermark Lagergasse 98a 8020 Graz Tel. 03 16 / 71 24 36 Fax 03 16 / 71 62 91 email: kpoe_stmk at hotmail.com Donnerstag, 20. Oktober 2005 Presseinformation der KPÖ Steiermark Landtagsabgeordneter a.D. Franz Leitner verstorben Uns hat eine traurige Nachricht erreicht: Franz Leitner ist tot. Der ehemalige Landtagsabgeordnete und Landesobmann der KPÖ-Steiermark ist am Donnerstag, dem 20. Oktober 2005 im 88. Lebensjahr nach langer schwerer Krankheit verstorben. Franz Leitner wurde am 12. Februar 1918 in Wiener Neustadt geboren. 1936 schloss er seine Schulbildung an der Staatsgewerbeschule für Maschinenbau mit Matura ab, im selben Jahr wurde er wegen der Zugehörigkeit zum illegalen kommunistischen Jugendverband zu vier Monaten Kerker sowie einer 15-monatigen Polizeistrafe verurteilt. Am Tag des Kriegsbeginns, also am 1. September 1939, wurde er verhaftet und eine Woche später aus Wien in das KZ Buchenwald bei Weimar deportiert. Er war damals 21 Jahre alt. Franz Leitner nahm an der Selbstbefreiung der Häftlinge des KZ-Buchenwald teil.. Als gewählter Blockältester des "Kinderblocks" in Buchenwald mit bis zu 400 Kindern konnte er die Lebensbedingungen seiner Mitgefangenen verbessern und zahlreichen jüdischen Kindern das Leben retten. Nach der Befreiung im Mai 1945 kam Franz Leitner zurück nach Wiener Neustadt. Dort wurde er Bezirkssekretär der KPÖ, ein Jahr später Vizebürgermeister, 1950 Stadtrat. 1953 ging er nach Graz, wo er zunächst als Landessekretär und ab 1958 bis 1979 als Landesobmann der steirischen KPÖ tätig war. Er war auch mehrere Perioden lang Mitglied des ZK und des Politbüros der KPÖ. Von 1961 bis 1970 war er Abgeordneter zum Steiermärkischen Landtag. 1999 wurde Franz Leitner mit dem Ehrentitel "Gerechter unter den Völkern" der Jerusalemer Gedenkstätte Yad Vashem geehrt und war damit einer von insgesamt 80 ÖsterreicherInnen, die diesen höchsten Titel tragen dürfen, der vom Staat Israel an Menschen mit nicht-jüdischer Herkunft verliehen werden kann. So lange es ihm möglich war, wirkte er als Zeitzeuge an Schulen und klärte Jugendliche über die Gefahren des Rechtsextremismus auf. Er war Träger des steirischen Menschenrechtspreises und hoher Auszeichnungen der Republik Österreich, des Landes Steiermark und der Stadt Wien. Franz Leitner wird uns immer ein Vorbild bleiben. Unser tiefes Mitgefühl gilt seiner Frau und seinem Sohn. Wir verabschieden uns von ihm am Donnerstag, dem 27. Oktober, um 14. 30 Uhr in der Grazer Feuerhalle Bundesvorstand der KPÖ Landesvorstand der KPÖ-Steiermark KPÖ-Bezirksleitung Graz Rückfragehinweis: 0316 /872/ 2151 ============================================== 13 KPÖ/Armut/Umverteilung From: kpoe at aon.at ============================================== KPÖ-Pressedienst - Drechslergasse 42, 1140 Wien - Telefon +43 (1) 50 36 580 - 0 - Fax +43 (1) 50 36 580 - 499 - Mail bundesvorstand at kpoe.at - Web www.kpoe.at - News www.kpoe.at/lpd - Ausgabe vom 20. Oktober 2005 Ein "soziales Europa" ist mit dieser EU nicht zu machen Umverteilung als Antwort auf wachsende Armut "Die Fakten der Umverteilung von unten nach oben und die daraus resultierende Zunahme von Armut sind alarmierend und verlangen als Antwort eine grundlegende Umverteilung des gesellschaftlichen Reichtums", stellt Michael Graber, Wirtschaftspolitischer Sprecher der KPÖ, im Zusammenhang mit der diesjährigen Armutskonferenz fest. Von 1978 bis 2004 ist die bereinigte Lohnquote - also der Anteil der Löhne und Gehälter am gesamten Volkseinkommen - von 72 auf 58 Prozent gesunken. Während die Produktivität seit 1995 um 15,3 Prozent stieg, wuchsen die Bruttolöhne nur um magere 1,1 Prozent und die Realeinkommen sanken laut Wifo sogar um 2,4 Prozent. Die Gewinne der 33 größten börsenotierten Unternehmen stiegen laut Gesellschaft für Politikberatung seit 2001 um 161 Prozent. Derzeit gelten bereits 467.000 Menschen als arm und fast eine Million als armutsgefährdet. Dieser Zahl stehen 63.000 Euro-Millionäre gegenüber, deren Vermögen ständig wächst. Die Armutsgefährdungsschwelle von 785 Euro monatlich wird auch nach der Anhebung des Richtsatzes für Ausgleichszulagenbezieherinnen auf 690 Euro nicht überschritten. Ohne Sozialtransfers wären statt 13 sogar 42 Prozent der Bevölkerung armutsgefährdet, wird sogar im Sozialbericht 2004 festgestellt. Die Zahl der Sozialhilfeempfänger stieg von 2000 bis 2003 von 68.201 auf 96.102. Als zentrale Frage stellt sich im Zusammenhang mit der Bekämpfung der wachsenden Armut die Steuerpolitik. Solange Kapital und Vermögen immer mehr aus der Steuerleistung flüchten, wird der Sozialstaat immer mehr ausgehöhlt. Die Einführung der steuerschonenden Privatstiftungen und Abschaffung der Vermögenssteuer unter dem damaligen SPÖ-Finanzminister Ferdinand Lacina und der Senkung der Körperschaftssteuer unter seinem Nachfolger Karl-Heinz Grasser sieht die KPÖ als gravierende negative Einschnitte der österreichischen Steuerpolitik. Forciert wird die Demontage des Sozialstaates vor allem aber durch die Maastricht-Auflagen für eine nachhaltige Budgetsanierung auf EU-Ebene. Auch im Zusammenhang mit der Armutskonferenz ist jetzt von einem "sozialen Europa" die Rede: "Ein solches soziales Europa ist mit den Grundlagen der jetzigen EU - Maastricht-Vertrag, Grundfreiheiten, Binnenmarkt-Konzept, Verfassung, EZB usw. - nicht zu machen. Dazu ist grundlegend andere Orientierung notwendig", so Michael Graber. Grundfragen für einen wirksamen Kampf zur Vermeidung und Beseitigung von Armut sind daher die Schaffung von Mindestsicherungen bzw. eines Grundeinkommens von dem man leben kann, ein offenes Bildungssystem mit gleichen Chancen für alle, ein Gesundheitswesen für alle ohne Selbstbehalte, die Erhaltung des Sozialstaates und des öffentlichen Eigentums im Bereich der Daseinsvorsorge und Maßnahmen für Beschäftigung wie etwa eine allgemeine Arbeitszeitverkürzung. Armut ist ein logisches Produkt einer neoliberal enthemmten "freien Marktwirtschaft". Von Bert Brecht stammt der Spruch "Wär` ich nicht arm, wärst du nicht reich", welcher die ungerechte Verteilung deutlich macht. Ein wirksamer Kampf gegen Armut verlangt eine Umverteilung des gesellschaftlichen Reichtums und stellt somit natürlich immer auch das kapitalistische Gesellschaftssystem in Frage. ================================================ C) TERMINE ================================================ ======================== Freitag http://www.mund.at/butt/Termine/Oktober/2110.htm Samstag http://www.mund.at/butt/Termine/Oktober/2210.htm Sonntag http://www.mund.at/butt/Termine/Oktober/2310.htm ======================== ================================================ D) EDITORIAL ================================================ Für den Inhalt verantwortlich und somit MedieninhaberInnen: Ihr. E-Mail-Adresse für Beiträge: widerstand at no-racism.net geschickt. widerst at nd MUND und alle Termine täglich aktualisiert im Web: http://www.no-racism.net/MUND Ziel von MUND (medienunabhängiger Nachrichtendienst) ist die unzensurierte und möglichst rasche Information über gesellschafts- politisch relevante Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu Widerstand und Antirassismus sowie verwandte Themen. sollen einen Titel, Namen und Emailadresse der/des AutorIn enthalten und möglichst kurz und prägnant gehalten sein, ev. mit Hinweis, wo weitere Informationen eingeholt werden können. Bitte keine Attachments! Die inhaltliche und sachliche Verantwortung liegt bei der/dem jeweiligen AutorIn bzw. jenen, die uns die Beiträge schicken. Der MUND wird von einzelnen TagesredakteurInnen zusammengestellt. Da Fehler nicht ausgeschlossen sind, bitten wir, nicht veröffentlichte Beiträge nochmals an widerstand at no-racism.net zu senden. Die Weiterleitung (auch auszugsweise) ist erwünscht. Beiträge mit rassistischen oder sexistischen Inhalten werden nicht veröffentlicht. Sehr persönliche Meldungen werden wir an den betreffenden Adressaten weiterleiten, aber nicht im MUND veröffentlichen. Die bisherigen Ausgaben sind unter http://www.no-racism.net/MUND archiviert. Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage: * Wann: Sonntag, 11.11.2001, 11:11 Uhr * * Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" * * Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf * * Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie. Aber kurz und prägnant.* Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch stillschweigend Zensur zu üben. Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die Nichtaufnahme geliefert. (Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.) Die AbsenderInnen der betroffenen Beiträge werden hiervon informiert. Im Sinne einer "gläsernen Zensur" könnt ihr Euch die Beiträge gerne extra schicken lassen: Ein kurzes Mail an widerstand at no-racism.net genügt. ================================================ E) VERTEILERLISTE ================================================ Zur Eintragung in diesen Verteiler bitte direkt subskribieren unter http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/analle oder von der einzutragenden Adresse aus ein mail schicken an: admin at no-racism.net mit folgendem Text: subscribe no-racism Bitte wegen Automatisierung diesen Wortlaut verwenden! Zur Austragung aus dieser Liste bitte an zusammengestellt. Bitte keine Attachments! (werden nicht angenommen) nciht drin: ein ganzer haufen werbung für diversestes, nwr Redaktionsschluss für diese Ausgabe: Do 2:00 III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III ü, ö, ä, ß, Ü, Ö, Ä III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III widerst at nd-MUND is powered by http://alt.strg.at/ ================================================ From analle at no-racism.net Mon Oct 24 08:12:51 2005 From: analle at no-racism.net (=?iso-8859-1?q?MUND=3A_medienunabh=E4ngiger_Nachrichtendienst?=) Date: Mon, 24 Oct 2005 08:12:51 +0200 Subject: MUND_241005 Message-ID: widerst at nd MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst Montag, 24. Oktober 2005 www.no-racism.net/mund MedieninhaberInnen seid ihr! ================================================ A) INHALT ================================================ <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN/ANKÜNDIGUNGEN <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 01 Infoveranstaltungen: Solidarität mit den “Aachen 4"! von: r.rattzom at gmx.net ================================================ 02 Friedenslesung der GAJ Wien von: buero at gajwien.at ================================================ 03 3.11. - 24.11.: Medien. Macht. Meinung. von: LM.Sender at spoe.at ================================================ 04 WG: 26. Oktober/Knittelfeld/Neutralitätsfeiertag/Kaltenegger von: Franz.Parteder at stadt.graz.at ================================================ <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN/MEINUNGEN/KOMMENTARE <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 05 Großer Zuspruch für Online-Wahlhilfe 2005 von: wassermair at t0.or.at ================================================ 06 Erste Reaktionen von NGOs auf Glocalist Daily News zu den Wiener Wahlen von: office at glocalist-review.com ================================================ 07 und Wahlaufruf der IMÖ von: dieinitiative at gmx.at ================================================ 08 GLB/Bahnhöfe/Supermärkte/Sonntagsöffnung von: glb at aon.at ================================================ 09 Protestaktion gegen radikale VP-Abtreibungsgegnerin von: barbara.huemer at gruene.at ================================================ 10 Muzicant im STANDARD-Gespräch zur FPÖ: "Nur dieses Mal nicht die Juden" von: wadi.wien at gmx.at ================================================ 11 Presse: Muslim-Initiative begrüßt Muzicant-Aussagen gegen FPÖ von: dieinitiative at gmx.at ================================================ 12 Die "Protokolle der Weisen von Zion" auf der Frankfurter Buchmesse von: OEKOLI_Wien at gmx.net ================================================ 13 ASt - Mit der Bitte um Veröffentlichung von: ast-lfi at utanet.at ================================================ 14 Gemeinderatswahl/KurdInnenen/Kommunalebene von: Werner.Rotter at blackbox.net ================================================ <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< WELTWEIT <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 15 [gipfelsoli] Heiligendamm -- Genua von: gipfelsoli-l at lists.nadir.org ================================================ 16 Hariri-Mord: Laut UN-Bericht Verwicklung Syriens von: wadi.wien at gmx.at ================================================ 17 Brasilien: Fischsterben gefährdet Amazonas-Indianer von: gfbv.austria at chello.at ================================================ ================================================ B) TEXTE ================================================ <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN/ANKÜNDIGUNGEN <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 01 Infoveranstaltungen: Solidarität mit den “Aachen 4"! von: r.rattzom at gmx.net ================================================ Betreff: Infoveranstaltungen: Solidarität mit den “Aachen 4"! Am 28. Juni 2004 werden vier Personen aus Spanien und Belgien in Aachen (Deutschland) verhaftet. Sie hatten versucht nach einer Polizeikontrolle zu flüchten. Die zwischenzeitlich unter dem Namen “Aachen 4" bekannten Personen sind Bart de Geeter, Jose Fernandez Delgado, Gabriel Pombo da Silva und Begona Pombo da Silva. Im September wurden sie zu großteils mehrjährigen Haftstrafen verurteilt. Zum Hintergrund der Verhaftung Die vier wurden zu Mittag aufgrund einer Drogenkontrolle von der deutschen Polizei auf einer Tankstelle an der Grenze Richtung Aachen angehalten. Als die Polizei das Auto durchsuchen will, zieht einer von den Kontrollierten eine Waffe und gibt einen Schuss in die Luft ab. Dann flüchten die drei Männer Bart, Jose und Gabriel mit einem Ehepaar als Geisel in ihrem Auto Richtung Aachen. Die Polizei nimmt die Verfolgung auf, dabei fallen Schüsse. Nach einem Unfall wird das Paar freigelassen und die drei Männer flüchten in einem anderen Auto weiter. Sie verschanzen sich in einer Werkstatt, in der sich mehrere Menschen befinden und werden von der Polizei umzingelt. Einer der drei versucht zwar zu entkommen, wird aber festgenommen, die anderen zwei ergeben sich. Die drei Männer werden im September 2005 von der Staatsanwaltschaft Aachen vor Gericht gestellt und zu Haftstrafen bis zu 14 Jahren verurteilt. Im Zuge der Ermittlungen der Behörden rund um den Prozess, leiten diese auch Untersuchungen gegen ein angeblich existierendes “internationale linksradikales Netzwerk" ein, d.h. spanische, belgische und deutsche AnarchistInnen sind von Ermittlungen betroffen. Dies zeigt sich, als in Dresden (Deutschland) am 4. August 2004 die Polizei bei zwei Genossinnen, die seit Jahren in der Gefangenenbewegung und in der Organisation Rote Hilfe aktiv sind, eine Hausdurchsuchung durchführt. Die beiden wollten einen Anwalt für einen der Festgenommenen besorgen, und sind seitdem in der Unterstützung für die “Aachen 4" aktiv. Die “Aachen 4" sind Bart de Geeter ist ein 26-jähriger Anarchist aus Belgien, der schon Jahre politisch aktiv ist, vor allem bei der Solidaritätsarbeit mit Gefangenen (auch mit Anarchist Black Cross-Gent) und in der antirassistischen Arbeit. Bart wurde im September zu 3 Jahren 6 Monaten Haft verurteilt. Gabriel Pombo da Silva ist 36 Jahre alt und ein bekennender Anarchist, der 20 Jahre im spanischen Knast einsaß, davon 14 Jahre in der berüchtigten F.I.E.S. Isolationshaft. Im Oktober letzten Jahres kehrte er nach einem Urlaub nicht mehr in den Knast zurück und flüchtete aus Spanien. Gabriel hatte sich in der Haft weiterhin politisch betätigt, einerseits durch Schriften, andererseits durch individuelle und kollektive Aktionen (alltäglicher Widerstand, Hunger- und Hofgangstreik, Ausbruchsversuche, ...) gegen die Isolation, Folter und Misshandlungen in spanischen Gefängnissen. Gabriel wurde im September zu 13 Jahren Haft verurteilt. Jose Fernandez Delgado ist 44 Jahre alt, saß 24 Jahre in Spanien im Knast und kommt ebenfalls aus der spanischen anarchistischen Bewegung. Auch er flüchtete aus dem Gefängnis und lebte untergetaucht. Jose wurde im September zu 14 Jahren Haft verurteilt. Begona Pombo da Silva ist 34 Jahre alt und die Schwester von Gabriel. Sie wohnt in Deutschland und hat eine 7-jährige Tochter. Außer dass sie die Schwester von Gabriel ist, steht sie in keiner Beziehung zur anarchistischen Bewegung. Begonia wurde im September zu 10 Monaten auf Bewährung verurteilt. Was ist F.I.E.S.? Fincheros de Interno de Especial Seguimiento) wurde 1991 eingeführt und 1997 legalisiert. Bis dato waren schon 6 Gefangene unter den unmittelbaren Auswirkungen des F.I.E.S.-Regimes gestorben. Der Weg zum spanischen F.I.E.S.-Regime ist ein Weg der Gefangenenkämpfe, die vor allem nach dem Übergang der faschistischen Diktatur Francos in einen demokratischen Staat aufflammten. Anstatt weniger (politischer) Gefangener und dem Abbau von Knästen, schnellte die Zahl der Inhaftierten schon kurze Zeit nach dem Wechsel sprunghaft an und etliche Knastneubauten wurden benötigt. Auf Grund der schlechten Haftbedingungen und der Gesetze, die noch aus der Franco-Zeit übernommen wurden, gährte es in den spanischen Knästen gewaltig. Ein Höhepunkt bildete das Jahr 1977, in dem es allein zu 35 Meutereien und einer Unzahl von Protestaktionen kam. In diesem Jahr bildete sich auch die COPEL (Coordinación de presos en lucha - Koordination kämpfender Gefangener), ein Zusammenschluss von Gefangenen, die die Kämpfe koordinierten. Der Kampf zur Befreiung der politischen Gefangenen weitete sich so zu einem Kampf zur Befreiung aller Gefangenen, sowie der Abschaffung des bestehenden Haftsystems aus, dem mit F.I.E.S. geantwortet wurde. Infoveranstaltungen Aus diesem Grund wird es am 26.10. in Wien (EKH, 1100, Wielandgasse 2-4 / 20.00 Uhr) und 27.10. in Linz (Kapu Dachgeschoß, 4020, Kapuzinerstraße 36 / 19.00 Uhr). Bei den Veranstaltungen wird es um den Prozess gegen die “Aachen 4" gehen, aber auch um Antirepressionsarbeit und das spanische Knastsystem F.I.E.S. und den Widerstand der in den spanischen Gefängnissen dagegen existiert. Weitere Infos abc.tommyhaus.org www.escapeintorebellion.info ================================================ 02 Friedenslesung der GAJ Wien von: buero at gajwien.at ================================================ Friendeslesung der GAJ Wien, des 1. Wiener Lesetheaters und der Initiative grüner SeniorInnen: Ort: Maria- Theresien Platz (zwischen Kunsthistorischem und Naturhistorischem Museum) Datum: 26.10.2005 Zeit: 11 - 14 Uhr So wie in den vergangenen Jahren findet auch heuer am österreichischen Nationalfeiertag (26.10) wieder die Friedenslesung der Grünalternativen Jugend Wien in Zusammenarbeit mit dem Ersten Wiener Lesetheater statt. Während sich am Heldenplatz das österreichische Bundesheer präsentiert und zum Anlass des "Gedankenjahres" eine Militärparade über den Ring marschiert, werden wir am Maria- Theresien Platz Texte gegen den Krieg und gegen Österreich lesen. Wir wollen damit einen Gegenpunkt zu Militarismus und revisionistischer Gedenkkultur setzen. Niemals vergessen! Österreich Abschalten! Grünalternative Jugend Wien Lindengasse 40 1070 Wien tel. 01/52125242 mail. info at gajwien.at page. www.gajwien.at Bürozeiten. mo-fr 15-18 ================================================ 03 3.11. - 24.11.: Medien. Macht. Meinung. von: LM.Sender at spoe.at ================================================ Zukunfts und Kulturwerkstätte Newsletter 16/2005 ================================================= Medien. Macht. Meinung Journalist Lectures (7-10) * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * Medien stehen häufig in einem spannungsgeladenen Verhältnis zu Politik und Wirtschaft. In diesem Zusammen"spiel" von Macht und Meinung erhalten ethische Standpunkte und der Ruf nach Qualitätssicherung im Journalismus einen immer höheren Stellenwert. Aktive Räume kritischer Öffentlichkeit können dabei eine wesentliche Rolle für Bestand und Weiterentwicklung demokratischer Gesellschaften spielen. In 4 Journalist Lectures analysieren Medienprofis Realitäten und Utopien bei der Ausübung von Medienberufen. * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * Politik. Macht. Meinung. Wie unpolitisch kann Journalismus sein? Donnerstag, 3. November 2005, 19 Uhr in der Zukunfts- und Kulturwerkstätte, 1., Schönlaterngasse 9 > Mit Bascha Mika > Chefredakteurin der taz, Berlin * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * Geld. Macht. Meinung. Wer bestimmt die Spielregeln in der Medienlandschaft? Montag, 7. November 2005, 19 Uhr in der Zukunfts- und Kulturwerkstätte, 1., Schönlaterngasse 9 > Mit Siegmar Schlager > Geschäftsführer der Falter Verlagsges.m.b.H. * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * Bild. Macht. Meinung. Welche Sprache sprechen Bilder? Donnerstag, 10. November 2005, 19 Uhr in der Zukunfts- und Kulturwerkstätte, 1., Schönlaterngasse 9 > Mit Peter Bitzer > CEO laif Agentur für Photos & Reportagen GmbH * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * Ethik. Macht. Meinung. Wieviel Voyeurismus braucht die Aufmerksamkeit? Donnerstag, 24. November 2005, 19 Uhr in der Zukunfts- und Kulturwerkstätte, 1., Schönlaterngasse 9 > Mit Petra Grimm > Hochschule der Medien, Stuttgart * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * > Moderationen: > Manfred Lang Publizist * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * > Buchtipp: Journalist Lectures (1-6) > Medien. Macht. Meinung. Hg.: Zukunfts- und Kulturwerkstätte, Friedrich Austerlitz-Institut Wien 2003, 81 Seiten, ISBN 3-901485-19-8, Euro 5,- Beiträge von: Barbara Coudenhove-Kalergi, Christoph Feurstein, Manfred Lang, Rosa Lyon, Lydia Ninz, Elisabeth J. Nöstlinger, Friedrich Orter, Veronika Pelikan, Günter Traxler, Alfred Worm, Senta Ziegler. * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * Eintritt frei! Um Anmeldung wird gebeten! Zukunfts- und Kulturwerkstätte Schönlaterngasse 9, 1010 Wien eMail: zuk at spoe.at t.: 01/513 86 82; f.: 01/513 86 81 In Kooperation mit Friedrich Austerlitz-Institut * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * > Nähere Infos unter: Zukunfts- und Kulturwerkstätte Schönlaterngasse 9, 1010 Wien Tel.: 01/513 86 82 www.diezuk.at zuk at spoe.at > An- und Abmeldung des Veranstaltungsabos: Gehen Sie bitte auf die Seite www.diezuk.at/online/page.php?P=10180 Impressum/Offenlegung gem. §§ 24, 25 MedienG: www.diezuk.at/online/page.php?P=10942 ================================================ 04 WG: 26. Oktober/Knittelfeld/Neutralitätsfeiertag/Kaltenegger von: Franz.Parteder at stadt.graz.at ================================================ Presseinformation der KPÖ Steiermark 26. Oktober: "Neutralitätsfeiertag" mit Kaltenegger KPÖ-Festveranstaltung in Knittelfeld Heuer ist ein besonderer Nationalfeiertag. Vor 50 Jahren - am 26. Oktober 1955 - hat der Nationalrat mit den Stimmen von ÖVP, SPÖ und KPÖ das Gesetz über die immerwährende Neutralität Österreichs beschlossen. Der Nationalfeiertag soll daran erinnern. es ist die Aufgabe der fortschrittlichen Kräfte in unserem Land, aus diesem Anlass auch auf die Bedrohungen der Neutralität durch die EU- Aufrüstung hinzuweisen. Die österreichweit größte Festveranstaltung der KPÖ zum Nationalfeiertag findet traditionell und auch in diesem Jahr in Knittelfeld statt. Als Redner konnte Landtagsklubmann Ernest Kaltenegger gewonnen werden. Danach liest der Schauspieler Peter Uray unter dem Titel "Die Ansichten des Herrn B." Texte von Bertolt Brecht. Die Veranstaltung findet am Mittwoch, dem 26. 10. 2005 in Knittelfeld, Neues Volkshaus, Hans Reselgasse 2 mit dem Beginn um 10 Uhr statt. Wir bitten Sie, diese Veranstaltung in Ihrem Medium anzukündigen und eine/n Berichterstatter/in zu diesem Termin zu entsenden. Rückfragehinweis: 0316/ 71 24 79 KPÖ-Steiermark Lagergasse 98 a 8020 Graz Tel.: 0316 71 24 36 Fax 0316 71 62 91 email: kp.stmk at kpoe-graz.at; kpoe_stmk at hotmail.com <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN/MEINUNGEN/KOMMENTARE <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 05 Großer Zuspruch für Online-Wahlhilfe 2005 von: wassermair at t0.or.at ================================================ |--- | PRESSEMITTEILUNG |--- | Netbase | Institut für Neue Kulturtechnologien/t0 |--- | 23.10.2005 |--- |--- | Über 100.000 Einsätze für wahlkabine.at |--- | Großer Zuspruch für Online-Wahlhilfe 2005 |--- | http://wahlkabine.at/ |--- Nach dem Wahlschluss in Wien schließt auch die virtuelle Wahlkabine vorerst ihre Türen. Netbase und Donau-Universität Krems können als Veranstalter eine beeindruckende Bilanz vorlegen. Mehr als 100.000 Mal kamen interessierte Wähler auf wahlkabine.at zu einem Ergebnis. Wer im Internet ausgewählte Fragen zu politischen Themen in Wien, in der Steiermark oder im Burgenland beantwortete, konnte vor der jeweiligen Landtagswahl die persönliche Meinung mit den offiziellen Standpunkten der kandidierenden Parteien vergleichen. "Unsere Online-Wahlhilfe versteht sich als ein Projekt der Politischen Bildung, das auf die Bedeutung von Sachthemen in der Politik aufmerksam machen will. Mit dem Durchbrechen der 100.000 Grenze findet das Interesse vieler Menschen an der Politik eine eindrucksvolle Bestätigung", zeigen sich Netbase-Geschäftsführer Martin Wassermair und Politologe Peter Filzmaier von der Donau-Universität Krems hochzufrieden. 2006 wird wahlkabine.at vor der Nationalratswahl zum Einsatz kommen. Darüber hinaus hoffen Wassermair und Filzmaier auf eine Erweiterung: "Die Grundidee von wahlkabine.at ist sowohl inhaltlich als auch technisch im Prinzip unabhängig von Wahlen anwendbar. Es gibt bereits Überlegungen, die Online-Wahlhilfe auszubauen und dem Bedürfnis der Internetnutzer nach einer Auseinandersetzung mit politischen Sachfragen noch umfangreicher zu entsprechen." |--- | Rückfragen: |--- |--- | Martin Wassermair |--- | Netbase | Institut für Neue Kulturtechnologien/t0 | Neustiftgasse 17 | A-1070 Wien |--- | Tel. +43 (1) 522 18 34 | Fax. +43 (1) 522 50 58 | Mobil. +43 (676) 309 49 86 |--- | http://www.netbase.org/ |--- |--- | Flooh Perlot |--- | Donau-Universität Krems | Dr.-Karl Dorrek-Straße 30 | A-3500 Krems |--- | Mobil. +43 (676) 444 55 67 |--- | http://donau-uni.ac.at | mailto:flooh.perlot at donau-uni.ac.at ================================================ 06 Erste Reaktionen von NGOs auf Glocalist Daily News zu den Wiener Wahlen von: office at glocalist-review.com ================================================ www.glocalist.com auf Chanell Politik _____ Glocalist Medien - Medien für Zivilgesellschaft und NGOs Eine andere Information ist möglich GLOCALIST Daily News - Tages-Online-Zeitung GLOCALIST Review - Digitale Wochenzeitschrift GLOCALIST Magazine - Monatliches Printmagazin Barmherzigengasse 17 - stiege 6 - top 1 A-1030 Wien t: 01/597 2001 f: 01/597 6855 m: 0699 11 88 16 43 e: office at glocalist-review.com ================================================ 07 und Wahlaufruf der IMÖ von: dieinitiative at gmx.at ================================================ Begrüßung und Wahlaufruf der IMÖ Die Initiative Muslimischer ÖsterreicherInnen begrüßt die klaren und unmissverständlichen Worte des Präsidenten der Israelitischen Kultusgemeinde (IKG) Herr Ariel Muzicant (siehe Beitrag unten) zum islamfeindlichen Wahlkampf der FPÖ die von Politik und Medien bis heute ausblieben und wiederholt hiermit ihren Wahlaufruf für den 23.10.2005: Rassismus und Islamfeindlichkeit dürfen sich nicht lohnen! Wahlaufruf der Initiative Muslimischer ÖsterreicherInnen, Wien 17.10.2005 Unter dem Motto “Rassismus und Islamfeindlichkeit dürfen sich nicht lohnen!" ruft die Initiative Muslimischer ÖsterreicherInnen alle wahlberechtigten Wienerinnen und Wiener auf, von ihrem Wahlrecht am nächsten Sonntag, dem 23.10.2005, Gebrauch zu machen. Dabei geht es auch darum, Rassismus und Islamfeindlichkeit eine klare Absage zu erteilen. Unser Aufruf ergeht vor allem an alle muslimischen BürgerInnen Wiens, an BürgerInnen mit Migrationshintergrund und jugendliche ErstwählerInnen ab 16 Jahre. Jede nicht abgegebene Stimme würde der FPÖ nützen! Die FPÖ hat wiederholt auf dem Rücken von Minderheiten xenophobe Wahlkämpfe geführt. Diesmal aber haben die geschmacklosen Versuche Hass, Neid und Intoleranz zu säen eine untragbare Dimension erreicht. Über das populistische Ausschlachten von Ressentiments und die altbekannte Sündenbockpolitik hinaus wird darauf aufbauend die Unversöhnlichkeit von Menschen verschiedener Religion oder Kultur gepredigt. So wie der Islam explizit als Feindbild angegriffen wird, ist dies eine Bedrohung des sozialen und religiösen Friedens. Mit Verwunderung verzeichnen wir, dass der islamfeindliche Charakter der FPÖ Wahlwerbung bisher von keiner einzigen Partei in der breiten Öffentlichkeit thematisiert wurde. Während europäische und internationale Institutionen wie EUMC und OSCE längst das gesellschaftliche Gefährdungspotential von Islamfeindlichkeit erkennen und gemeinsam mit Wissenschaftlern und NGOs zur Sprache bringen, ist Schweigen auch in den österreichischen Medien diesbezüglich auf der Tagesordnung. Unsere uneingeschränkte Solidarität gilt den ebenfalls pauschal angegriffenen Menschen dunkler Hauptfarbe und der afrikanischen comunity, die durch die aggressive FPÖ-Propaganda vor allem für Drogendelikte verantwortlich gemacht werden. Unser Appell geht an Gesellschaft, Politik und Medien nicht durchgehend ausschließlich von “Fremden- und Ausländerfeindlichkeit" zu reden. Muslime und schwarze Menschen sind längst ein Teil Österreichs und keine Fremden. Diese nur als Fremde oder Ausländer anzuführen, lässt gesellschaftliche Anerkennung vermissen. Wir wollen keine Wette eingehen - aber unser Vertrauen in die Wiener Bevölkerung stimmt uns zuversichtlich, dass das von der FPÖ angestrebte zweistellige Ergebnis nicht erreicht, sondern bei weitem verfehlt wird. Für die Initiative muslimischer ÖsterreicherInnen Dipl.-Ing. Tarafa Baghajati Mitgründer der Initiative muslimischer ÖsterreicherInnen und Vizepräsident von ENAR - European Network against Racism ********************************* Initiative muslimischer ÖsterreicherInnen e-mail:dieinitiative at gmx.at für Rückfragen und Korrespondenz kontaktieren sie bitte: Omar Al Rawi +43-664-3831942 al-rawi at gmx.at Amina & Tarafa Baghajati +43-1-2595449 baghajati at aon.at Mouddar Khouja +43-1-9685096 mouddar at gmx.net Andrea Saleh +43-1-7965652 salehand at gmx.at ********************************** Muzicant im STANDARD-Gespräch zur FPÖ: "Nur dieses Mal nicht die Juden" Der Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde warnt vor der "Hetze" der Freiheitlichen Wien - Es sei um seine Glaubwürdigkeit gegangen, wird der Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde (IKG), Ariel Muzicant, später sagen. Nach der feierlichen Eröffnung des ehemaligen jüdischen Betpavillon im Alten AKH in Wien-Alsergrund. Seine Rede war zu einer Abrechnung mit dem Wahlkampf der Wiener FPÖ geworden, der mit Slogans wie "Pummerin statt Muezin" oder "Freie Frauen statt Kopftuchzwang" schon den Protest der Islamischen Glaubensgemeinschaft hervorgerufen hatte. Muzicant im Gespräch mit dem STANDARD: "Als Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde fühle ich mich verpflichtet, wenn ich schon so eine Stätte eröffne, massiv davor zu warnen, dass zwischen dem, was die Antisemiten und Nazis in den 20er- und 30er-Jahren gemacht haben und dem, was die FPÖ-Politiker in diesen Wochen treiben, kein großer Unterschied ist. Wohl betont: 20er- und 30er-Jahre". Und weiter: "Die sagen's jetzt gegen die Moslems, verunglimpfen eine Religionsgemeinschaft und deren Vertreter, beschimpfen Moslems, dass sie keine ordentlichen Österreicher sind und so weiter." Das sei unerträglich. "Es sind nur dieses Mal nicht die Juden sondern die Moslems. Aber die Diktion, die Sprache, die Vergleiche, die Unwahrheiten, die Hetze waren genau das selbe", meint der IKG-Präsident. Es sei, so Muzicant, "eine Schande für unsere österreichische Heimat, dass im Jahr 2005 so etwas möglich ist. Und dann wundern wir uns, wenn man uns im Ausland als Nazis beschimpft." Für den IKG-Präsidenten ist längst "die Grenze überschritten, die in einer zivilisierten Gesellschaft zulässig ist. Wenn ich gegen eine Religionsgemeinschaft hetze, dann ist das in meinen Augen nicht mehr zulässig." Dass FP-Chef Heinz-Christian Strache ihn klagt, glaubt Muzicant nicht, denn: "Was will er klagen? Dass die Nazis gesagt haben, die Juden stehlen den Österreichern die Arbeitsplätze? Dass gesagt wurde, die Juden nehmen den braven Österreichern die Wohnungen weg? Das haben sie gesagt. Und das ist genau derselbe Stil." (DER STANDARD, Printausgabe, 21.10.2005) © 2005 derStandard.at - Alle Rechte vorbehalten. Nutzung ausschließlich für den privaten Eigenbedarf. Eine Weiterverwendung und Reproduktion über den persönlichen Gebrauch hinaus ist nicht gestattet. ************** E N D E ************** ================================================ 08 GLB/Bahnhöfe/Supermärkte/Sonntagsöffnung von: glb at aon.at ================================================ Pressedienst des Gewerkschaftlichen Linksblocks (GLB), Apostelgasse 36/12, A-1030 Wien - Telefon +43 1 718 26 23-0 - Fax +43 1 718 26 23-30 - Mail glb at aon.at - Web www.glb.at - Ausgabe vom 21. Oktober 2005 ÖBB-Chef als Bulldozer für Handelskonzerne Bahnhofsmärkte als Einstieg in generelle Sonntagsöffnung “Als Bulldozer für die Handelskonzerne agiert offensichtlich ÖBB-Chef Martin Huber", stellt Karin Antlanger, Bundesvorsitzende der Fraktion Gewerkschaftlicher Linksblock im ÖGB (GLB) zum Vorstoß der ÖBB auch in niederösterreichischen Bahnhöfen Supermärkte einzurichten und diese per Ausnahmegenehmigung auch an Sonntagen zu öffnen. Konkret geht es um die Bahnhöfe Sankt Pölten, Mödling, Hollabrunn, Gänserndorf, Leobersdorf, Sankt Valentin, Bruck an der Leitha, Stockerau und Tulln. Der ÖBB-Vorstand hatte schon im Konflikt um den Spar-Supermarkt im neu errichteten Linzer Hauptbahnhof eine höchst unrühmliche Rolle gespielt, indem er den Handelskonzern bei seinen Bestrebungen auch an Sonntagen offen zu halten massiv unterstützte. Spar hatte sich dabei auch auf vergleichbare Bahnhofssupermärkte wie Billa in Wien oder M-Preis in Innsbruck berufen. Wirtschaftsminister Martin Bartenstein (ÖVP) hatte vor der Verländerung der Kompetenz für die Ladenöffnungszeiten im August 2003 - unterstützt von einem Gefälligkeitsgutachten des Verfassungsrechtlers Heinz Mayer - dem Spar-Konzern das Offenhalten seines im Dezember 2004 eröffneten neuen 600 Quadratmeter großen Einkaufszentrums am Linzer Hauptbahnhof an Sonn- und Feiertagen von 6 bis 21 Uhr gestattet. Derzeit kann der Spar-Markt am Linzer Bahnhof laut Bescheid der Landesregierung an Sonntagen jedoch nur 80 Quadratmeter offen halten, das ist jene Fläche welche unter die Kategorie “Reiseproviant" fällt. Die vehemente Ablehnung des ÖBB-Vorstoßes in Niederösterreich durch die dortige Wirtschaftskammer zeigt, dass auch für die überwiegende Zahl der Handelsbetriebe eine Sonntagsöffnung unerwünscht ist. Die Wirtschaftskammer befürchtet nämlich, dass eine Ausnahmegenehmigung für die ÖBB nur der erste Schritt für eine generelle Sonntagsöffnung wäre. Sie beruft sich dabei auf einen einstimmigen Landtagsbeschluss. Mit solchen Vorstößen wird die Ende der 80er Jahre vom Fotohändler Franz Hartlauer mit dem demonstrativen Aufsperren am 8. Dezember (Maria Empfängnis) begonnene Offensive zur Zertrümmerung geregelter Öffnungszeiten im Handel fortgesetzt. Unter Rückgriff darauf versuchen insbesondere die Handelsriesen aus Konkurrenzgründen die Sonn- und Feiertage als normale Einkaufstage und damit Arbeitstage für die Handelsangestellten durchdrücken wollen. Die oberösterreichische “Allianz für den freien Sonntag", getragen von ÖGB und Kirche und unterstützt auch von kleinen Handelsunternehmern und auch vom GLB warnt schon seit Jahren vor den gravierenden Auswirkungen, wenn Sonn- und Feiertage zu gewöhnlichen Einkaufs- und Arbeitstagen gemacht werden: Verlust von Lebensqualität durch Entfall gemeinsamer Zeit für Erholung und Familie, weitere Flexibilisierung der Arbeitszeiten zunehmend rund um die Uhr sowie wachsender Wettbewerbs- und sozialer Druck. “Es kann nicht akzeptiert werden, permanent die Sonntagsarbeit im Handel zu verlangen. Es gibt niemand, dem durch den geschlossenen Sonntag die Lebensmittelbeschaffung unmöglich wäre. Es gibt jedoch genug Handelsangestellte, die durch noch längere Öffnungszeiten noch weniger Zeit für Familie, Freundeskreis und soziales Umfeld haben", so Antlanger. Nicht Arbeitszeitverlängerung, sondern Arbeitszeitverkürzung - und das bei vollem Lohnausgleich - ist dringend angebracht. Denn seit Jahren steigt der Leistungsdruck bei fallender Lohnquote. Die Gewerkschaft muss mit aller Kraft gegen dieses Aufbrechen der Arbeitszeiten kämpfen. Von den Behörden verlangt der GLB klare Bescheide, die solche gesetzeswidrige Vorstöße unterbinden, die gegebenenfalls mit empfindlichen Beugestrafen für die Verantwortlichen verbunden sein müssen. ================================================ 09 Protestaktion gegen radikale VP-Abtreibungsgegnerin von: barbara.huemer at gruene.at ================================================ WIENER GRÜNEN RUFEN ZUM PROTEST GEGEN RADIKALE ABTREIBUNGSGEGNERIN AUF ÖVP-LISTE FÜR DEN GEMEINDERAT AUF Schicken Sie eine Protestnote an die Wiener ÖVP! Kein Platz für radikale AbtreibungsgegnerInnen im Wiener Landtag! Liebe Frauen & Männer! Wenn Ihr auch so entsetzt darüber seid, dass die Wiener ÖVP eine radikale Abtreibungsgegnerin an wählbare Stelle der ÖVP-Liste gesetzt hat, dann schickt eine Protestnote an die Wiener ÖVP, abrufbar auf der Homepage der Wiener Grünen unter http://www.wien.gruene.at. Frau Gudrun Kugler-Lang, die einen massiven Vorzugsstimmenwahlkampf mit vermeintlichen "christlichen Werten" betreibt und auf Platz 18 der ÖVP-Liste gereiht ist, bezeichnet Schwangerschaftsabbruch als "Kultur des Todes" , möchte entsprechene Politik gegen die Fristenregelung im kommenden Landtag betreiben und wird massiv von den religiös-fundamentalistischen Pro-Life-Bewegung unterstützt, die seit Jahren Psychoterror gegen Frauen vor Abtreibungskliniken ausübt. Bitte protestiert gegen eine Politik des finsteren Mittelalters gegen Frauen: Das Recht auf Schwangerschaftsabbruch muss unangetastet bleiben! Mit feministischen Grüßen Moni Vana Frauensprecherin der Wiener Grünen ================================================ 10 Muzicant im STANDARD-Gespräch zur FPÖ: "Nur dieses Mal nicht die Juden" von: wadi.wien at gmx.at ================================================ Muzicant im STANDARD-Gespräch zur FPÖ: "Nur dieses Mal nicht die Juden" Der Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde warnt vor der "Hetze" der Freiheitlichen Wien - Es sei um seine Glaubwürdigkeit gegangen, wird der Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde (IKG), Ariel Muzicant, später sagen. Nach der feierlichen Eröffnung des ehemaligen jüdischen Betpavillon im Alten AKH in Wien-Alsergrund. Seine Rede war zu einer Abrechnung mit dem Wahlkampf der Wiener FPÖ geworden, der mit Slogans wie "Pummerin statt Muezin" oder "Freie Frauen statt Kopftuchzwang" schon den Protest der Islamischen Glaubensgemeinschaft hervorgerufen hatte. Muzicant im Gespräch mit dem STANDARD: "Als Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde fühle ich mich verpflichtet, wenn ich schon so eine Stätte eröffne, massiv davor zu warnen, dass zwischen dem, was die Antisemiten und Nazis in den 20er- und 30er-Jahren gemacht haben und dem, was die FPÖ-Politiker in diesen Wochen treiben, kein großer Unterschied ist. Wohl betont: 20er- und 30er-Jahre". Und weiter: "Die sagen's jetzt gegen die Moslems, verunglimpfen eine Religionsgemeinschaft und deren Vertreter, beschimpfen Moslems, dass sie keine ordentlichen Österreicher sind und so weiter." Das sei unerträglich. "Es sind nur dieses Mal nicht die Juden sondern die Moslems. Aber die Diktion, die Sprache, die Vergleiche, die Unwahrheiten, die Hetze waren genau das selbe", meint der IKG-Präsident. Es sei, so Muzicant, "eine Schande für unsere österreichische Heimat, dass im Jahr 2005 so etwas möglich ist. Und dann wundern wir uns, wenn man uns im Ausland als Nazis beschimpft." Für den IKG-Präsidenten ist längst "die Grenze überschritten, die in einer zivilisierten Gesellschaft zulässig ist. Wenn ich gegen eine Religionsgemeinschaft hetze, dann ist das in meinen Augen nicht mehr zulässig." Dass FP-Chef Heinz-Christian Strache ihn klagt, glaubt Muzicant nicht, denn: "Was will er klagen? Dass die Nazis gesagt haben, die Juden stehlen den Österreichern die Arbeitsplätze? Dass gesagt wurde, die Juden nehmen den braven Österreichern die Wohnungen weg? Das haben sie gesagt. Und das ist genau derselbe Stil." (DER STANDARD, Printausgabe, 21.10.2005) www.derstandard.at -- WADI - Verband für Krisenhilfe und solidarische Entwicklungszusammenarbeit e-mail: wadi.wien at gmx.at Tel.: 0699-11365509 Postfach 105 A-1181 Wien Spendenkonto in Österreich: Kontonummer 07.405.301 Evangelische Kreditgenossenschaft eG BLZ 31800 IBAN: AT10 3180 0000 0740 5301 BIC: EVKRATW1 Website mit weiteren Informationen zu Projekten von Wadi und Veranstaltungshinweisen: www.wadinet.at ================================================ 11 Presse: Muslim-Initiative begrüßt Muzicant-Aussagen gegen FPÖ von: dieinitiative at gmx.at ================================================ Wahlkampf: Muzicant wirft FPÖ Methoden der Nazis vor http://www.diepresse.com/Artikel.aspx?channel=p&ressort=pw&id=514403 (diepresse.com) 21.10.2005 Muslim-Initiative begrüßt Muzicant-Aussagen gegen FPÖ Die Initiative Muslimischer Österreicher hat am Freitag die "klaren und unmissverständlichen Worte" des Präsidenten der Israelitischen Kultusgemeinde (IKG), Ariel Muzicant, begrüßt. Die FPÖ wies dies dagegen als "völlig haltlos" zurück. Tarafa Baghajati von der Muslim-Initiative rief alle Wiener dazu auf, am kommenden Sonntag von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen und dabei Rassismus und Islamfeindlichkeit eine klare Absage zu erteilen. "Jede nicht abgegebene Stimme würde der FPÖ nützen", betonte er in einer Aussendung. Für die FPÖ wies deren Floridsdorfer Spitzenkandidat David Lasar, der selber Mitglied der IKG ist, die "Unterstellungen" Muzicants zurück, mit denen er dem Judentum Wiens keinen guten Dienst erweise. Es gebe zahlreiche jüdische Mitbürger in Wien, die den Kurs von FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache durchaus mit Wohlwollen sehen würden, so Lasar. Der Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde vergleicht den Ausländerfeindlichen Wahlkampf der Wiener FPÖ mit den Methoden der Nationalsozialisten in den 20er und 30er Jahren. Der Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde (IKG), Ariel Muzicant, vergleicht den Ausländerfeindlichen Wahlkampf der Wiener FPÖ mit den Methoden der Nationalsozialisten in den 20er und 30er Jahren. In der Freitag-Ausgabe des "Standard" warnte Muzicant davor, dass zwischen dem, "was die Antisemiten und Nazis in den 20er- und 30er- Jahren gemacht haben und dem, was die FPÖ-Politiker in diesen Wochen treiben, kein großer Unterschied ist. Wohl betont: 20er- und 30er-Jahre". Und weiter: "Die sagens jetzt gegen die Moslems, verunglimpfen eine Religionsgemeinschaft und deren Vertreter, beschimpfen Moslems, dass sie keine ordentlichen Österreicher sind und so weiter." Das sei unerträglich. "Es sind nur dieses Mal nicht die Juden sondern die Moslems. Aber die Diktion, die Sprache, die Vergleiche, die Unwahrheiten, die Hetze waren genau das selbe", meint der IKG-Präsident. Es sei, so Muzicant, "eine Schande für unsere österreichische Heimat, dass im Jahr 2005 so etwas möglich ist. Und dann wundern wir uns, wenn man uns im Ausland als Nazis beschimpft." Für den IKG-Präsidenten ist längst "die Grenze überschritten, die in einer zivilisierten Gesellschaft zulässig ist. Wenn ich gegen eine Religionsgemeinschaft hetze, dann ist das in meinen Augen nicht mehr zulässig." **************************************** -- Initiative muslimischer ÖsterreicherInnen e-mail:dieinitiative at gmx.at für Rückfragen und Korrespondenz kontaktieren sie bitte: Omar Al Rawi +43-664-3831942 al-rawi at gmx.at Amina & Tarafa Baghajati +43-1-2595449 baghajati at aon.at Mouddar Khouja +43-1-9685096 mouddar at gmx.net Andrea Saleh +43-1-7965652 salehand at gmx.at ================================================ 12 Die "Protokolle der Weisen von Zion" auf der Frankfurter Buchmesse von: OEKOLI_Wien at gmx.net ================================================ Die "Protokolle der Weisen von Zion" auf der Frankfurter Buchmesse von Matthias Küntzel Eigentlich standen die Internationalen Verlage in Halle 5 der Frankfurter Buchmesse nicht auf meinem Plan. Doch hatte ich vor Abfahrt meines Zuges noch einigen Minuten Zeit, besuchte die Halle und war überrascht, in welchem Ausmaß der Iran hier vertreten ist. Die Stände aus dem Iran scheinen weit mehr Hallenplatz einzunehmen, als alle hier vertretenen Länder der Arabischen Liga zusammen. Nun ist zwar bekannt, dass die Staatsführung des Iran die Existenz eines Mitgliedsstaats der Vereinten Nationen, Israels, auslöschen will. Und es ist bekannt, dass Teheran zu diesem Zweck einen kruden Antisemitismus in alle Welt exportiert. Doch überraschte mich, wie offen dies auch auf der Buchmesse geschieht. Ich meine nicht die mehrere Hundert Regalmeter iranischer Literatur, die in Halle 5 ausgestellt sind. Ich rede von Broschüren, die der Iran hier auf Englisch präsentiert - nicht, um die Literatur des eigenen Landes zu präsentieren, sondern um den Antisemitismus europäischer und US-amerikanischer Provenienz zu verbreiten. Da wird unter der Überschrift “Jewish Conspiracy" der Text angeboten, der Hitlers Antisemitismus wie kein anderes Werk beeinflusste: Die “Protokolle der Weisen von Zion", diesmal herausgegeben von der “Islamic Propaganda Organization" der “Islamic Republic of Iran". Die ersten Seiten dieser Broschüre umreißen in Form einer aus Dreiecken gebildeten Schlange das Gebiet, dass hier als “Map of ,Greater Israel'" vorgestellt wird: große Teile von Ägypten, Syrien, Libanon, Jordanien, Irak, Teile der Türkei sowie die Nordhälfte Saudi-Arabiens. Jedes Einzeldreieck, heißt es in der Erläuterung, symbolisiere das “Freemasony Eye", das Auge der Freimaurer, ein angebliches “Symbol of Jewry". Auf den nächsten Seiten erklärt uns das “International Relations Department" des Iran den Zweck der Veröffentlichung: Man wolle “das wirkliche Antlitz des satanischen Feindes offen legen" um “die Moslems wachzurütteln". Der Zionismus sei “ein tödlicher Krebstumor", der vollständig zu vernichten sei. Unter Rückgriff auf ein Zitat von Khomeini wird die Tötung der Israelis propagiert. Es folgt eine Zusammenstellung von Zitaten wie dem folgenden: “Die Vereinten Nationen sind der Zionismus. Es ist die Super-Regierung, die vielfach in den ,Protokolle der Weisen von Zion' erwähnt ist". Nachdem einem Aufruf zum “Djihad gegen diese Bedrohung", folgt der Wortlaut des antisemitischen Traktats. Auch der zweite berüchtigte Klassiker des Antisemitismus: Henry Fords “The International Jew. The World's Formost Problem" wird in Halle 5 der Buchmesse “In the name of Allahm (sic) the Beneficent, the Merciful" in 200-seitiger Kurzfassung präsentiert und verkauft. Herausgeber ist das “Departement of Translation and Publication, Islamic Culture and Relations Organization" der "Islamic Republic of Iran". In seiner Vorbemerkung schreibt der Herausgeber, dass “die Macht des jüdischen parasitären Einflusses [seit der Zeit von Henry Ford] stets zugenommen hat. Die jüdische Gefahr - heute Zionismus genannt - bedroht nicht nur eine Nation, sondern richtet sich gegen die gesamte Menschheit." Anschließend folgt Henry Fords Machwerk von 1921 in einer Version, die erstmals 1970 in Pakistan vom “World Muslim Congress" verbreitet wurde. Interessant sind die zahlreichen Fußnoten, die von iranischer Seite dem Text hinzugefügt worden sind: Da ist zum Beispiel die Rede von der “Machtausweitung" der Juden während des Zweiten Weltkriegs (S. 39) und dem deutschen “Widerstand" gegen jene “jüdische Kontrolle" (S. 52). Saldam Rushdie wird als ein Beispiel für die Bösartigkeit jüdischer Verleumdungen präsentiert (S. 77) und wir erinnern uns: 1989 rief der iranische Staatschef Khomeini die Muslime in aller Welt dazu auf, den indischen Autor zu töten, da er in seinem Buch “Die Satanischen Verse" den Islam beleidigt habe. Für seinen Tod wurde ein Kopfgeld von 3 Millionen US-Dollar ausgesetzt. Erst 1998 wurde diese Fatwa vom Regime formell zurückgenommen; islamische Fundamentalisten halten sie jedoch weiterhin für verbindlich weshalb sich Rushdie bis heute nicht öffentlich zeigen kann. Ein drittens antisemitisches Machwerk fiel mir bei meinem raschen Rundgang durch Halle 5 schon aufgrund seines grellen Titels ins Auge: Ein roter Davidstern über einem grauen Totenkopf und einer gelben Karte von der Welt. Es trägt den Titel “Tale of the ,Chosen People' and the Legend of ,Historical Right'" und ist von Mohammad Taqi Taqipour verfasst. Herausgeber ist erneut der iranische Staat. In seinem Vorwort gibt sich der Autor siegessicher: Israel werde angesichts der “globalen islamischen Bewegung" bald schon von der Landkarte verschwunden sein. Sollte tatsächlich von diesen Broschüren, die schon dem flüchtigem Besucher der Messe ins Auge fallen, niemand sonst etwas bemerkt haben? Was ist zum Beispiel mit den Mitarbeitern der Deutschen Welle und des Auswärtigen Amts, die sich ebenfalls in Halle 5 - nur wenige Schritte von den iranischen Ausstellern entfernt - präsentieren? Die Deutsche Welle empfiehlt sich auf der Messe als “Brücke zur islamischen Welt" und auch das Auswärtige Amt verteilt hier seine “Dialogue with the Islamic World"-Broschüre, in der es heißt: “Peace-building, too, may require dialogue with extremists." Wurde aber mit den iranischen Ausstellern über die Präsentation jenes nazihaften Antisemitismus gesprochen oder wurden (wieder einmal) beide Augen zugedrückt? Was sagt der Direktor der Buchmesse, Jürgen Boos, zu der Tatsache, dass ein Aussteller dieser Messe mit englischsprachiger Propaganda zur Auslöschung Israels aufruft? Welche Schlussfolgerung werden Herr Boos und die deutsche Öffentlichkeit in Bezug auf eine Teilnahme des Iran an der Buchmesse 2006 ziehen? -- Ökologische Linke (ÖKOLI) Schottengasse 3a/1/4/59 A-1010 Wien e-milio: oekoli_wien at gmx.net Visite our Website: http://www.oekoli.cjb.net Ökoli Vorarlberg: http://PolitiX.cjb.net Spenden auf unser Konto sind immer willkommen: Konto Nr.: 56001071333 Bank Austria Creditanstalt BLZ 12000 ================================================ 13 ASt - Mit der Bitte um Veröffentlichung von: ast-lfi at utanet.at ================================================ Der Streik am 19. Oktober: Was können wir daraus für die Zukunft lernen? Resolution der Versammlung von ArbeiterInnenstandpunkt (ASt) und REVOLUTION am 21. Oktober Der Schulstreik am 19. Oktober war ein herausragendes politisches Ereignis im Herbst 2005. Er legte Zeugnis ab sowohl vom verbreiteten Unmut vieler Jugendlicher gegen den Bildungsabbau als auch von der erfolgreichen Arbeit von ArbeiterInnenstandpunkt (ASt) und REVOLUTION in der vergangenen Periode. Nicht zufällig war der ASt/REVOLUTION- Block auf der Demonstration in Wien mit 250-300 TeilnehmerInnen der größte, kämpferischste und am besten organisierteste Teil. Folgende Resolution wurde auf der ASt/REVOLUTION-Versammlung am 21. Oktober diskutiert und angenommen. Sie wurde für die Veröffentlichung leicht gekürzt und überarbeitet. An der Versammlung nahmen revolutionäre AktivistInnen aus 13 Schulen Wiens sowie der Universität teil und diskutierten die Erfahrungen des Streiks sowie unsere weitere Arbeit. ************ 1. Der SchülerInnen-Streik am 19. Oktober war in jeder Hinsicht ein voller Erfolg. 1.500-2.000 SchülerInnen demonstrierten in Wien, weitere 3.000 in Linz und Vorarlberg. Insbesondere die breite Mobilisierung in Wien ist als großer Erfolg zu bewerten, da hier die sozialdemokratischen Jugendorganisationen SJ, AKS und GPA- Jugend den Streik offen sabotierten und mit allen Mitteln versuchten, eine Unterstützung in den Schulen und an der Universität für den Streik zu verhindern. Lehren des Streiks 2. Die Erfahrungen unserer STREIK-Kampagne sind im höchsten Maße lehrreich. Erstens hat sich das politische Wesen des Reformismus - also der sozialdemokratischen Organisationen - mehr als deutlich gezeigt. Reformismus bedeutet bürokratisches Politikverständnis, Anpassung und Anbiederung an den bürgerlichen Staat und politische Feigheit. Sozialdemokratische Organisationen wie die SJ, AKS oder die GPA-Jugend (und das gleich gilt für die Hochschulgruppen VSStÖ oder dem KSV, der der ebenso reformistische KPÖ nahesteht) werden von einer Schicht von FunktionärInnen beherrscht, die über bezahlte Posten, Karriereaussichten in der Mutterpartei oder in staatlichen Institutionen direkt oder indirekt mit dem kapitalistischen System verbunden sind. Breite Mobilisierungen der Betroffenen (SchülerInnen, StudentInnen, ArbeiterInnen) interessieren sie daher nicht und wenn sie solche Mobilisierungen organisieren, dann nur aus einem Grund: Um so ihre Verhandlungsposition beim Postenschacher in der Partei oder in staatlichen Institutionen zu stärken. Während unser Ziel bei einer Mobilisierung die Stärkung des politischen Bewusstseins und der Selbstorganisation der Betroffenen ist, beschränkt sich das Interesse der Bürokraten darauf, solche Mobilisierungen als politisches Kleingeld für ihre Karrierechance auszunützen. 3. Wir dürfen deswegen jedoch Macht und Einfluss des Reformismus in der ArbeiterInnen- und Jugendbewegung keineswegs unterschätzen. Die Sozialdemokratie verfügt über einen gut ausgebauten Apparat, über unzählige Verbindungen zum bürgerlichen Staatsapparat und kann sich auch die Tatsache zunutze machen, dass viele ArbeiterInnen und Jugendliche unter dem alltäglichen Druck der Ausbeutung und des Stress am Arbeits- und Ausbildungsplatz weitgehend politisch passiv bleiben. Der bürokratischen Organisation der Sozialdemokratie muss daher eine starke revolutionäre Organisation von AktivistInnen entgegengesetzt werden. Kampf gegen den Reformismus bedeutet Aufbau der revolutionären Organisation. 4. Kampf gegen den Reformismus bedeutet aber auch, es den BürokratInnen so schwer wie möglich zu machen, den Widerstand zu kontrollieren und ihn dadurch abzuwürgen, indem sie ihn in ’parlamentarische Bahnen' lenken. Weil dann haben wir automatisch verloren. Wir dürfen niemanden als StellvertreterInnen für uns kämpfen lassen, sondern die ArbeiterInnen und Jugendlichen müssen den Kampf selber führen. Denn die reformistischen BürokratInnen vertreten nicht unsere Interessen, sondern nur ihre eigenen Karriereinteressen in der Partei und im Parlament. Wir dürfen daher nicht die Spalter sein, sondern müssen den sozialdemokratischen Organisationen immer wieder die praktische Zusammenarbeit anbieten, um ihnen so die Ausrede zu verunmöglichen, sie würden sich vor dem Kampf drücken, weil sie “nicht informiert wurden", weil wir “nicht mit ihnen zusammenarbeiten wollen würden" usw. Wenn es gelingt, SJ und AKS zumindest eine Zeit lang für eine praktische Zusammenarbeit zu gewinnen, so ist das gut, weil dadurch breitere Mobilisierungen von Jugendlichen und ArbeiterInnen möglich sind. Lehnen die BürokratInnen (SpitzenfunktionärInnen) jedoch ab, so ist das auch gut, denn dann kann jeder und jede sehen, wer die wirklichen Spalter sind. 5. Zweitens: Der Erfolg des SchülerInnen-Streiks am 19. Oktober fiel nicht vom Himmel, sondern war das Ergebnis einer mit großen Anstrengungen verbundenen Mobilisierungskampagne der AktivistInnen über mehr als zwei Monate hinweg. Im Zentrum unserer Anstrengungen stand der Aufbau von Aktionskomitees in den Schulen und diese Aktionskomitees bzw. AktivistInnen-Gruppen waren die entscheidende Grundlage für die erfolgreiche Mobilisierung. Solche Aktionskomitees können nicht nur eine entscheidende Rolle bei der Mobilisierung für einen Streik spielen, sondern auch bei der Organisierung des Widerstandes gegen reaktionäre LehrerInnen oder DirektorInnen oder andere schulspezifische Problemen. 6. Drittens: Die Grundlage unserer Mobilisierungskampagne und des Aufbaus der Aktionskomitees sowie der erfolgreichen Durchführung der 19.10.-Demonstration war das Vorhandenseins eines politischen und organisatorischen Fundaments: von ArbeiterInnenstandpunkt und REVOLUTION. Dies zeigte sich auch klar in der Größe und dem organisierten Auftreten des 250-300 SchülerInnen umfassenden ASt/ REVOLUTION-Blocks. Politische Erfolge und insbesondere eine erfolgreiche Streik-Mobilisierung entstehen nichts aus dem Nichts, passieren nicht einfach so spontan, sondern sind das Resultat vereinter, disziplinierter Anstrengungen einer Organisation von AktivistInnen basierend auf einer bewussten politischen Strategie. Mit anderen Worten: nur wenn es ein möglichst starkes Team von AktivistInnen gibt, die wissen was sie wollen und mit vereinten Kräften die beschlossenen Projekte umsetzten, besteht die Möglichkeit, Erfolg zu haben. Deswegen lautet die Vorraussetzung für den weiteren Kampf gegen Bildungsabbau, Sozialabbau und Krieg: Aufbau und die Stärkung der revolutionären Organisation. 7. Wir haben auf der Demonstration am 19. Oktober - und auch in der Mobilisierungskampagne davor sowie den anderen Demonstration im Frühjahr - gezeigt, wie entscheidend Organisierung sowie kollektives und diszipliniertes Arbeiten im Team ist. Aber gute Organisierung setzt ein starkes politisches Fundament voraus. Aktionen ohne Ideen und Strategie sind blind und wirkungslos. Daher ist die Erarbeitung und Diskussion der politischen Grundlagen des revolutionären Marxismus Voraussetzung für die erfolgreiche Arbeit. Die nächsten Schritte 8. Was bedeutet das nun für die nächsten Schritte in unserer Arbeit? Erstens: Der sozialdemokratisch dominierte LSV/BSV (LandesschülerInnenvertretung/BundesschülerInnenvertretung) und die sozialdemokratisch/grün/"kommunistische" regierte ÖH (Österreichische HochschülerInnenschaft) sollen noch einmal aufgefordert werden, am 18. November nicht wie geplant eine zahnlose Medienaktion gegen den Bildungsabbau abzuhalten, sondern einen ernsthaften Streik an den Schulen und Universitäten. Von der Basis aus muß entsprechender Druck auf diese politischen Nichtstuer ausgeübt werden, endlich aktiv zu werden und einen breiten Streik an den Schulen und Universitäten zu organisieren. Wir fordern von ihnen gleichberechtigte, demokratische Zusammenarbeit und erklären uns bereit, unseren Möglichkeiten entsprechend für den Streik zu mobilisieren. 9. Wir schlagen den Aktionskomitees an den Schulen vor, sich kleinere Kampagnen und Aktionen um schulspezifische (im obengenannten Sinne) zu überlegen und - falls sie konkrete Projekte entwickeln - muss REVOLUTION sie nach Möglichkeit unterstützen. 10. Ein besonderes Augenmerk werden wir in den nächsten Monaten der politischen Weiterbildung und dem Ausbau der Organisation im Vordergrund stehen. In diesem Sinne werden wir ein entsprechendes Diskussions- und Schulungsprogramm abhalten. 11. Der nächste große Kampagnenschwerpunkt wird die Organisierung eines Schulstreiks gegen den EU-Bildungsgipfel am 16./17. März 2006 in Wien sein. (Unser Vorschlag dahingehend wurde auch von der SchülerInnenversammlung am 19. Oktober angenommen.). Dieses Projekt schlagen wir auch dem SprecherInnenrat der SchülerInnen-Aktionskomitees vor. Zur Vorbereitung dessen schlagen wir die Abhaltung einer Aktionskonferenz Ende Jänner vor. 12. Ein weiterer Schwerpunkt - auch dieser Vorschlag von uns wurde von der SchülerInnenversammlung am 19. Oktober angenommen - ist die Organisierung breiter Widerstandsaktionen gegen die kriegstreiberische Politik des US-Imperialismus angesichts des Besuchs von US-Präsident Bush in Österreich im Juni 2006. 13. Fassen wir zusammen: Der Erfolg des 19. Oktober ist nicht vom Himmel gefallen, sondern das Ergebnis harter und systematischer Arbeit. Er ist das Resultat eines revolutionären Programms, einer klaren Perspektive und des beharrlichen Aufbaus einer disziplinierten, kämpferischen Organisation. Weitere Erfolge können ebenfalls nur das Ergebnis einer konsequenten politischen Arbeit sein. Wir appellieren daher an all jene, die in den vergangenen Wochen und Monaten mit uns in Kontakt gekommen sind, in den Aktionskomitees aktiv zu werden und an den Treffen, den Diskussionen und der Arbeit von REVOLUTION und ArbeiterInnenstandpunkt teilzunehmen. Nur gemeinsam können wir Erfolg haben und eine bessere Welt durch eine sozialistische Revolution erkämpfen! ================================================ 14 Gemeinderatswahl/KurdInnenen/Kommunalebene von: Werner.Rotter at blackbox.net ================================================ hiermit dürfen wir Sie auf eine Initiative hinweisen, die sicherlich das Interesse der Öffentlichkeit findet. Falls Sie darüber berichten wollen, ersuchen wir um Benachrichtigung. Hochachtungsvoll Werner Rotter Mustafa Akgün Sehr geehrtes Redaktionsteam, nicht erst seit dem Beginn der Beitrittsverhandlungen der EU mit der Türkei stellen sich verschiedene Fragen in Bezug auf die kurdische Minderheit im kommunalen Bereich. Immerhin leben nach Schätzung kurdischer Institutionen 40 bis 50 Prozent aller Personen, die aus der Türkei gebürtig sind, in Wien in der kurdischen Diaspora. Sie sind oft unter lebensbedrohlichen Umständen vor Folter, Brandschatzung und sogar Genozid aus vier verschiedenen Ländern geflohen. Allerdings wird ihre Sprache in ihren Herkunftsländern nur zögerlich, wenn überhaupt anerkannt. Insofern ist es von Interesse, wie die einzelnen Parteien zu dieser Problematik stehen. Eine unabhängige Plattform stellte allen Wahl werbenden Gruppen vier Fragen mit der Bitte um Beantwortung. Die Befragung richtete sich auch an die Spitzenkandidatinnen und Spitzenkandidaten der Bezirke Favoriten, Meidling, Fünfhaus und Ottakring. Immerhin unterscheiden sich die Stellungnahmen der einzelnen Parteien in einem Ausmaß, wie es bei kaum einem anderen Thema möglich war. Dank gebührt allen Personen, die sich für die Antworten Zeit genommen haben. Immerhin umfasst dieses Spektrum alle Wahl werbenden Gruppierungen von der KPÖ bis hin zur FPÖ. Die Vollständigkeit des Rücklaufs erleichtert, nicht nur Angehörigen der kurdischen Minderheit, sondern auch allen Personen, die sich für den Bereich Migration und Menschenrechte interessieren, die Entscheidung, wem sie ihre Stimme für die Gemeinderatswahl am 23. Oktober geben werden. Zunächst der Wortlaut der Befragung: Fragen an die wahlwerbenden Parteien zur Wiener Gemeinderatswahl 2005 Laut statistischen Angaben leben in Wien 35.000 wahlberechtigte Kurdinnen und Kurden in Wien. Die meisten wurden gewaltsam aus insgesamt vier Ländern vertrieben, wo sie zuvor politisch und kulturell brutal unterdrückt worden waren. Nach Schätzung kurdischer Institutionen leben 40 bis 50 Prozent aller Personen, die aus der Türkei gebürtig sind, in Wien in der kurdischen Diaspora. Die verschiedenen kurdischen Gemeinschaften erwarten in ihrer neuen Umgebung Verständnis für ihre Anliegen und erhoffen in Zukunft eine Förderung ihrer Vorhaben. Aus diesem Grund erlauben wir uns, Ihnen Fragen zu den kommunalen Angelegenheiten der kurdischen Minderheit in Wien zur Beantwortung zu unterbreiten: 1. Fördern Sie die Bestrebung, ein Kurdisches Zentrum in Wien zu errichten, in dem auch eine Bibliothek eingerichtet werden soll? 2. Befürworten Sie die Einrichtung eines kurdischen Beratungszentrums für kurdische Frauen und Jugendliche? 3. Was halten Sie von der Institutionalisierung der kurdischen Sprache auf Ebene des Stadtschulrates, wenn dadurch auch Kurdisch als Muttersprache für diese Minderheit unterrichtet werden kann? 4. Würden Sie sich für die wienweite Anerkennung des Kurdischen als Minderheitensprache einsetzen? Seitens der SPÖ ist es ein Anliegen der MA 17 die für die kommunalpolitischen Fragen der Diversität zuständig ist, die interkulturelle Sensibilität zu fördern. Die Stadt Wien wird sich bemühen, ihre Dienstleistungen den Bedürfnissen der in der Stadt verankerten Minderheiten anzupassen. In Bezug auf den muttersprachlichen Unterricht bedauert Stadträtin Wehsely die massiven Kürzungen des Bundes. Prinipiell sei aber das Kurdische wie jede andere MigrantenInnensprache anerkannt. Für die FPÖ meint Heinz-Christian Strache, dass diese Gruppierung das Streben des kurdischen Volkes schon immer mit Sympathie verfolgte und verfolge. Die kommunalen Anregungen zur Integration der kurdischen Minderheit werden jedoch abgelehnt. Herr Frühbauer von der ÖVP stimmt den Aktivitäten für die Errichtung von Kulturzentren prinzipiell zu. Es wird vorgeschlagen für alle Fragen der Kurden in der kommenden Legislaturperiode eine Enquette abzuhalten. Maria Vassilakou verweist auf die Themen des Wahlkampfs der Grünen, in dem eine Sprachoffensive forciert wird. Zur Bewahrung der Identität der in Wien lebenden Ethnien sei ein Kulturzentrum mit Bibliothek zu befürworten. Zum Ausgleich von Benachteiligungen von Frauen und Jugendlichen wird die Schaffung eines Beratungszentrums befürwortet. Aus allen angeschriebenen Bezirken antworteten die jeweiligen Listenersten der Grünen. Ebenso wie die FPÖ unterscheidet das BZÖ zwischen autochthonen Minderheiten und anderen. Frau Schmalenberg beeinsprucht jedoch die Gründung eines Kurdischen Zentrums und einer Beratungsstelle nicht, solange eine Gründung dieser Stellen von der kurdischen Minderheit initiiert wird. Sie spricht sich jedoch gegen eine Institutionalisierung des Kurdischen aus. Im Gegensatz dazu positioniert sich die KPÖ in Solidarität zu den KrudInnen, die im Exil leben. Frau Kriegelsteiner befürwortet zusätzliche fördernde Maßnahmen für alle Menschen, die bislang benachteiligt und unterdrückt wurden. Zum Schluss noch der Wortlaut der Antworten. Änderungen ergaben sich ausschließlich, um die Anredeformen zu neutralisieren. SPÖ (Sonja Wehsely) 1) Grundsätzlich zu Förderungen: Die Stadt Wien, im integrations- und diversitätspolitischen Belangen die MA 17, fördert Projekte und Maßnahmen zur Förderung interkultureller Sensibilität und Kompetenz, Niederlassungs- und Integrationsbegleitung sowie Maßnahmen, die die Bereitschaft und die Fähigkeit von MigrantInnen zur Teilnahme und Teilhabe am gesellschaftlichen, sozialen, wirtschaftlichen und politischen Leben erhöhen. Die Selbstorganisation von MigrantInnen im Sinne der Stärkung der Partizipation ist uns ein Anliegen. Einrichtungen, die die Potenziale und Kompetenzen Ihre Mitglieder stärken und die Kommunikation zwischen mehreren Organisationen/Vereine fördern, sind grundsätzlich zu begrüßen. 2) Die Stadt Wien hat mit dem Diversitätsprozess eine neue Richtung eingeschlagen, in dem die Dienstleistungen der Stadt Wien an die Bedürfnisse Ihrer KundInnen angepasst bzw. verbessert werden sollen. MigrantInnen, in diesem Fall die KurdInnen, gehören zu KundInnen unterschiedlichsten Dienststellen. Ziel ist es, die Angebote der Stadt, wo der Bedarf besteht, auch in der Muttersprache anzubieten. Auch die personelle Zusammensetzung in der städtischen Dienststellen soll eine Spiegel der gesellschaftlichen und demografischen Realität werden. Personen mit interkultureller und muttersprachlicher Kompetenz können sich bei der Stadt Wien bewerben. Weiterhin fördert die Stadt Wien Vereine und Beratungsstellen, wo auch in einigen Einrichtungen Beratung auf Kurdisch angeboten wird. Die konkrete Anträge bezüglich Förderungen und Fördermöglichkeiten werden in jeweiligen Dienststellen fachlich beurteilt. 3) Grundsätzlich ist zu sagen, dass gute muttersprachliche Kenntnisse die Basis für das Erlernen weiterer Fremdsprachen sind, jedoch hat der Stadtschulrat für Wien mit massiven Kürzungen des Bundes zu kämpfen. 4) Es ist ein Faktum, dass viele MigrantInnen Kurdisch als Muttersprache haben und in diesem Sinne ist Kurdisch wie alle anderen MigrantInnensprachen anerkannt. FPÖ (Heinz-Christian Strache) Die Freiheitlichen verfolgten und verfolgen das Streben nach nationaler Selbstbestimmung des kurdischen Volkes mit großer Sympathie. Es kommt immer wieder zu freundschaftlichen Kontakten mit Angehörigen demokratischer Gruppierungen aus allen vier Staaten, unter denen Kurdistan aufgeteilt. Wir sind uns ferner bewußt, daß die kurdische Kultur eine sehr alte und nicht nur deswegen ausgesprochen wertvolle ist. Allerdings nehmen wir uns auch das Recht heraus, die Identität unserer Heimatstadt erhalten zu wollen. Anders als bei vielen Zuwanderungswellen der Vergangenheit leidet Wien unter großen Problemen, die durch mangelnde Integration hervorgerufen werden. Das betrifft beispielsweise auch den von Ihnen angesprochenen Bereich von Schule und Ausbildung. Der Grundfaktor jeder Integration ist die Kenntnis der Landessprache. Wir haben in vielen Stadtteilen das Problem, daß in Volksschulklassen 90 % und mehr Kinder die deutsche Sprache nicht beherrschen. Diese Situation ist hinsichtlich der beruflichen Zukunft auch gegenüber den Zuwandererkindern unverantwortlich. Wir Freiheitlichen forcieren daher, daß die Kinder des Deutschen mächtig werden, um dem Unterricht folgen und sich in der Stadt verständigen zu können. Unter den Fremdsprachen ist vor allem das Englische für internationale Kontakte und das Wirtschaftsleben sehr wichtig. In den österreichischen Schulen ist zumeist das Unterrichten einer zweiten lebenden Fremdsprache (Französisch, Spanisch, Italienisch, Russisch) üblich. Der Gebrauch anderer Sprachen ist grundsätzlich Privatsache. Wer im Kreise der Familie, in Vereinen usw. eine Fremdsprache pflegt wird darin nicht im geringsten behindert. Wir Freiheitlichen bekennen uns zur staatlichen Unterstützung der autochthonen Minderheiten in Österreich, wie etwa Slowenen in Kärnten, Kroaten im Burgenland oder Tschechen in Wien. Einer finanziellen Förderung anderer, erst seit einigen Jahrzehnten in Wien lebenden Minderheitengruppen stehen wir skeptisch gegenüber, da wir das weitere Herausbilden von Parallelgesellschaften, noch dazu auf Kosten aller Steuerzahler, befürchten müssen. ÖVP (Milan Frühbauer) Im Sinne der Förderung kultureller Vielfalt in einer Stadt wie Wien , mit entsprechender einschlägiger Tradition, finden selbstverständlich alle Aktivitäten zur Errichtungen entsprechender Eiunrichtungen wie Kulturzentren, Bibliotheken etc..unsere Zustimmung . Das gilt auch für Beratungszentren. Was die Anerkennung des Kurdischen als Minderheitensprache betrifft sollte - wie über alle anderen Fragen der Kurden in Wien - in der kommenden Legislaturperiode eine Enquete in Wien stattfinden , um einen Überblick über den Status quo zu erhalten und allfällige Konsequenzen daraus zu diskutieren. Grüne (Maria Vassilakou) ad 1: Die Grünen halten es für besonders wichtig, dass Ethnien ihre Identität in Wien und auch in anderen Orten festhalten, konservieren und dokumentieren können. Selbstverständlich gehört dazu auch die Erhaltung und Forschung von Schriftgütern, Literatur und ähnlichem, wie es Aufgabe einer Biblothek ist. ad 2: Gerade in kulturellen Veränderungen werden Frauen und Kinder besonders eingeschränkt. Oft ist der Mann jener, der durch die Arbeitswelt die gesellschaftlichen Änderungen rasch wahrnimmt, Frauen hingegen ihre soziale Unabhängigkeit durch den oftmaligen Schwerpunkt im Haushalt verlieren. ebenso haben Jugendliche keine adäquaten Räume, müssen diese schaffen, stehen vor Entscheidungen, die sie oftmals überfordern. Diese und andere Gründe sprechen für ein kurdisches Beratungszentrum. ad 3: Es ist einer der Schwerpunkte im Wahlkampf der Wiener Grünen: Nie mehr Sprachlos! Alle Förderungen Mensche die Möglichkeit zu geben ihre Sprache zu vertiefen, verbessern und zu erhalten sollten genutzt werden. Ob dies durch die Institutionalisierung durch den Stadtschulrat geschieht ist eine andere Frage. ad 4: Die österreichischen Schullehrpläne für die Pflichtschulen sehen seit Mitte der 90er-Jahre vor, dass die Muttersprachen der Schüler und Schülerinnen, in der Schule unterrichtet werden können, wenn eine bestimmte Anzahl von SchülerInnen erreicht wird. Aufgrund der Sparmaßnahmen der Bundesregierung im Bildungsbereich, aber auch aufgrund der Untätigkeit der Wiener Landesregierung kann dieses Prinzip derzeit vielerorts nicht in die Praxis umgesetzt werden, da derzeit 1.400 LehrerInnen in Wien fehlen. Die Wiener Grünen treten dafür ein, dass die Muttersprachen der Wiener SchülerInnen, also selbstverständlich auch Kurdisch, als Unterrichtsgegenstand anerkannt und unterrichtet werden. Unseren Einsatz für mehr LehrerInnen, auch für den Muttersprachenunterricht, werden wir selbstverständlich fortsetzen. BZÖ (Heidrun Schmalenberg) 1. Das BZÖ tritt für eine Minderheitenpolitik ein, die eine Minderheit nicht zu Lasten einer anderen benachteiligt bzw. Minderheiten ungleich behandelt. Im Sinne der Gleichbehandlung der verschiedenen Minderheiten steht den Bestrebungen zur Errichtung eines Kurdischen Zentrums mit angeschlossener Bibliothek aus Sicht des BZÖ nichts im Wege. Generell geht es darum, kulturelle Freiräume und Identität(en) zuzulassen, gleichzeitig aber auch eine Integrationspolitik zu fördern, die Ghettoisierungen jeder Art verhindert. 2. Siehe Antwort auf Frage 1. Es ist Sache der kurdischen Minderheit, ein solches Beratungszentrum zu initiieren. Öffentlichen Förderungen für die Einrichtungen von Minderheiten und zu deren Unterstützung steht das BZÖ-Wien prinzipiell nicht ablehnend gegenüber. Integration darf aber nicht allein als Aufgabe und Verantwortung der Zielgesellschaft missverstanden werden. 3. Anders als es im Bereich der gesetzlichen Regelungen hinsichtlich der autochthonen Minderheiten der Fall ist, ist der muttersprachliche Unterricht für Kurden keine Verpflichtung des Wiener Stadtschulrates und es wäre eine solche Institutionalisierung auch nicht sinnvoll. 4. Nein - siehe Antwort auf Frage 3. KPÖ (Claudia Kriegelsteiner) Die KPÖ hat eine aktiv solidarische Haltung zum Ringen der Kurden und Kurdinnen um ihre Eigenständigkeit in den vier Ländern, in denen sie hauptsächlich leben - und selbstverständlich auch in den Ländern in denen sie im Exil leben. Klar können wir alle 4 Fragen mit Ja beantworten. Weil wir überzeugt sind, dass sich das Zusammenleben und der gegenseitige Respekt von Menschen mit verschiedenem kulturellen und/oder religiösen Hintergrund nur auf der Grundlage der selbst bestimmten und selbst bewußten Möglichkeiten zur Kooperation und Verständigung aller entwickeln kann. Überall auf der Welt. Wir treten für gleiche soziale und politische Rechte für alle Menschen die in der EU, in Österreich, in Wien leben ein und sind uns dessen bewusst, dass gleiches Recht immer auch zusätzliche fördernde Maßnahmen für die bislang Benachteiligten und Unterdrückten voraussetzt. Ich versichere, dass die KandidatInnen aus den Bezirken bzw. aus den Gemeinderats-Wahlkreisen keine anderen Positionen zu diesen Fragen haben. Aus den Bezirken - ausschließlich von den Grünen: 10. Bezirk (Oswald Kuppelwieser) 1. JA 2. Ein Beratungszentrum JA, allerdings verstehe ich nicht ganz die Intention: warum nur Frauen + Jugendliche? heißt kurdisch, dort beraten dann ausschließlich Kurden? es wird, so meine ich, auch Bedarf nach anderen BeraterInnen geben. 3. ICH DURCHSCHAUE den Zweck der Frage nicht wirklich; was bedeutet hier Institutionalisierung? dass neben vielen anderen Sprachen auch die kurdische unterrichtet werden kann, ist zu wünschen. 4. WAS SOLL DAMIT ERREICHT WERDEN? Ich denke, wenn kurdische Kinder Gelegenheit bekommen, ihre Muttersprache zu lernen, dann werden sie sich in ihrer Comunity auch auf kurdisch unterhalten. Außerhalb der Comunity, so vermute ich, werden wenige Menschen diese Sprache lernen und verstehen. 12. Bezirk (Peter Joham) wir haben in Meidling über einen türkischen Kulturverein Kontakt zur Türkischen Comunity. Ob das Kurden oder Nicht-Kurden sind, weiß ich nicht, für mich spielt das auch keine Rolle. Ich/wir bin/sind noch nie von jemandem aus dieser Personengruppe kontaktiert und darauf angesprochen worden. Natürlich unterstütze ich die Rechte von Minderheiten, kenne aber im konkreten Fall den tatsächichen Bedarf nicht. 15. Bezik (Waltraud Antonov) 1. die errichtung eines kurdischen zentrums mit bibliothek finde ich gut und unterstütze ich natürlich, weil ich es generell für wichtig halte, dass menschen ihre eigene kultur pflegen und bücher in eigener sprache lesen können, egal, welche minderheit oder bevölkerungsgruppe. 2. wie martin grabler [s. 16. Bezirk] - ja natürlich, wenn der bedarf da ist, daß es ein spezielles beratungszentrum für kurdische frauen und jugendliche gibt, dann soll es das auch geben. 3. da in wien viele kurd/innen leben (es sind ja wohl mehr als die 35.000 wahlberechtigten:-), ist es sicher wichtig, dass es zumindest ein paar schulen mit kurdischer unterrichtssprache gibt. daher: ja, befürworte ich. 4. da ich persönlich 4 sprachen spreche, und ich weiss, wieviel bereicherung ich durch jede einzelne sprache und die damit verbundene kultur erfahre, und weil ich mit einem russen verheiratet bin und es mir sehr wichtig ist, dass auch meine kinder beide sprachen und kulturen lernen und erfahren, bin ich ohnehin eine befürworterin dessen, dass viele sprachen (und mit ihnen die kulturen) gesprochen, gelernt und erhalten werden. daher würde ich natürlich auch kurdisch als minderheitensprache anerkennen. 16. Bezirk (Martin Grabler) 1. Ja, unterstütze ich (so wie ich viele andere Ideen, Kultureinrichtungen verschiedenster ethnischer Minderheiten zu fördern, für gut finde). Speziell Bibliotheken sind wichtig und in Wien immer noch sehr ausbaufähig. 2. Ja, wenn der Bedarf besteht, klar. 3. Wie es hier mit dem Bedarf und den Möglichkeiten ausschaut, weiß ich ehrlich gesagt nicht. Als ergänzendes Angebot kann ich es mir vorstellen. Für nähere Infos bin ich dankbar. 4. Auch hier hätte ich gerne nähere Informationen, speziell die Größenordnung, a) wie viele Leute das nun wirklich betrifft (sprich: wer verwendet im Alltag tatsächlich Kurdisch - schriftlich, mündlich) und b) wie vielen Leuten das auch wirklich ein Anliegen ist. Ich bin prinzipiell gerne bereit, mich für alle Minderheiten einzusetzen, die schützenswerte Aktivitäten glaubhaft artikulieren - Sinti und Roma fallen mir da sofort ein, aber auch unterschiedlichste Ethnien aus dem südostasiatischen Raum, aus Afrika, aus der Karibik. Für nähere Infos stehe ich gerne zur Verfügung. Eine Initiative von Mustafa Akgün (Gesellschaft für bedrohte Völker) und Werner Rotter (Menschenrechtskomitee Seibane Wague) Rückragen an: Mustafa Akgün M.Akguen at gmx.at 06767/533851 oder: Werner Rotter 0699 - 12490944 werner.rotter at blackbox.net <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< WELTWEIT <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 15 [gipfelsoli] Heiligendamm -- Genua von: gipfelsoli-l at lists.nadir.org ================================================ Gipfelinfo - Meldungen über globalisierte Solidarität und die Proteste gegen unsolidarische Globalisierung ------------------------------------------------------------------------ -- - Autonome rühmen sich: Wir haben das Gästehaus in Brand gesetzt - Veranstaltung zu Genua in Berlin - Brunchen gegen G8 2007 in Berlin ------------------------------------------------------------------------ ------- Autonome rühmen sich: Wir haben das Gästehaus in Brand gesetzt Gegner des G-8-Gipfels 2007 in Heiligendamm bekannten sich zum Anschlag auf den Pavillon du Lac Lutz Schnedelbach und Andreas Kopietz Das Feuer im Pavillon du Lac am Tegeler See ist offenbar von Linksautonomen gelegt worden. Das geht aus einem Bekennerschreiben hervor, das am Dienstag bei der Berliner Zeitung einging. Die Verfasser haben den Brief mit "autonome gruppen/militant people (mp)" unterzeichnet. In dem dreiseitigen Schreiben heißt es unter anderem: "Wir haben in der Nacht vom 16. auf den 17. Oktober das Gästehaus des Auswärtigen Amtes am Schwarzen Weg in Berlin-Tegel in Brand gesetzt." Mit dieser Aktion habe man die "neue deutsche Außenpolitik" im ökonomischen und militärischen Sinne "offensiv angreifen" wollen. Der Brief bezieht sich auf den für 2007 im Ostseebad Heiligendamm geplanten G-8-Gipfel und ist überschrieben mit: "No G 8 - 2007 - die Verhältnisse zum Tanzen bringen! Die Polizei hält den Brief für authentisch. Die Ermittler des Staatsschutzes schließen aus, dass die Verfasser Trittbrettfahrer sind. Mit den "autonomen gruppen" hat es die Polizei nicht zum ersten Mal zu tun. Mehrmals wurden in den vergangenen Jahren in ihrem Namen Brandanschläge, zum Beispiel auf Supermärkte wie Extra und Wal-Mart, begangen. Die Täter wurden nie gefasst. Ende Mai wurde - offenbar von diesen Tätern - der Eigentümer des Kreuzberger Wohnhauses Yorckstraße 59 bedroht, nachdem er dort ein linkes Wohnprojekt räumen ließ. Die Höhe des Schadens, den der Brandanschlag in Tegel verursachte, ist noch nicht errechnet. Das Gebäude steht auf dem Gelände der "Villa Borsig", die vom Auswärtigen Amt ab Dezember als neue Fortbildungs- und Ausbildungsstätte genutzt werden soll. Der vom Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung renovierte und ausgebaute Pavillon sollte den Diplomaten als Kantine dienen. Die Eröffnung war für Dezember geplant. Bereits vor vier Wochen war die Technik in dem zweigeschossigen Gebäude abgenommen worden. Von Anfang an war die Polizei davon ausgegangen, dass das verheerende Feuer in dem Pavillon von Brandstiftern gelegt worden ist. Ob mittlerweile Spuren von brennbaren Chemikalien, einer Zündschaltuhr oder anderen Brandvorrichtungen entdeckt worden sind, hält die Polizei geheim. Die Flammen brachen in einem Raum im Erdgeschoss aus und fraßen sich in wenigen Minuten bis zum Dach hoch. [http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/berlin/492931.html] ------------------------------------------------------------------------ ------- Veranstaltung zu Genua in Berlin Info-Veranstaltung zum Stand der G8-Prozesse in Genua und zum europäischen Haftbefehl mit Leuten von Supporto Legale aus Genua und der Rechtsanwältin Eva Lindenmaier aus Berlin Im Juli 2001 fand in Genua ein Treffen der G8 statt. An den Protesten gegen dieses Treffen beteiligten sich über 300.000 Menschen aus unterschiedlichen politischen Spektren. Der italienische Staat reagierte darauf mit brutaler Repression: Carlo Giulliani wurde von Carabinieri erschossen und viele DemonstrationsteilnehmerInnen auf der Strasse zusammengeschlagen. Im Anschluss an das Treffen wurde die Diaz-Schule, ein Schlafquartier für ProtestteilnehmerInnen, gestürmt und viele Anwesende krankenhausreif geprügelt. Die Anderen wurden anschließend in der Polizeikaserne Bolzaneto systematisch misshandelt. In der ersten Woche nach Ende des Gipfels wurden noch viele Leute, überwiegend aus Deutschland und Österreich, willkürlich verhaftet. Wieder kam es zu Misshandlungen im Gefängnis und die Festgenommenen wurden mit konstruierten Beweisen bis zu 10 Wochen festgehalten. Im Dezember 2002 wurden nach Ermittlungen und Videoauswertung im Rahmen einer erneuten Repressionswelle in verschiedenen Städten Italiens Durchsuchungen durchgeführt und Leute verhaftet. Gegen 25 der hiervon betroffenen läuft seit März 2003 ein Prozess mit dem Tavorwurf Devastazione. Ihnen drohen damit 8-15 Jahre Haft. Auch in Consenza sind mittlerweile Prozesse gegen 13 ProtestteilnehmerInnen eröffnet worden, denen die Bildung einer terroristischen Vereinigung vorgeworfen wird. Dies steht im Zusammenhang mit Auseinandersetzungen in Genua und in Neapel während des Gobal Forums, das einige Monate vor dem G8 in Genua stattfand. Auch hier beträgt das Strafmaß unglaubliche 6-15 Jahre. Da auch Prozesse gegen 76 Polizeibeamte wegen Misshandlungen in der Diaz-Schule und in der Polizeikaserne Bolzaneto geführt werden, fordert Franco Fini, Innenminister Italiens und Mitglied der neofaschistischen Alleanza Nazionale, dass mindestens genauso viele DemonstrantInnen vor Gericht kommen. Es ist die Rede von 50-60 weiteren Prozessen, u.a. gegen Leute der Volkstheatherkarawane und TeilnehmerInnen aus der BRD. Die mit den Prozessen gegen ProtestteilnehmerInnen beauftragte Staatsanwältin Anna Canepa ist inzwischen von anderen Aufgaben freigestellt worden um sich ganz um die Genua-Fälle kümmern zu können. Das Auslieferungsverfahren innerhalb der EU ist aktuell stark durch den Europäischen Haftbefehl vereinfacht worden. Konnten die Staaten bis Ende 2003 nur an ein anderes Land ausliefern, wenn die vorgeworfene Straftat auch im eigenen Land so definiert ist, gibt es nun 32 "Deliktfelder", bei denen dies nicht erforderlich ist. Dazu zählen unter anderem die "Unterstützung und Zugehörigkeit zu einer kriminellen Vereinigung", "Terrorismus" und "Cyberkriminalität". Mit dem Beschluss durch das Bundesverfassungsgericht ist der Europäische Haftbefehl in Deutschland derzeit ausgesetzt. Die Richter haben nicht den Europäischen Haftbefehl insgesamt als unvereinbar mit dem Grundgesetz erklärt, wohl aber die deutschen Ausführungsbestimmungen. So ist der Europäische Haftbefehl noch nicht vom Tisch, denn Bundesjustizministerin Zypries kündigte sofort eine neue Gesetzesvorlage an. In Anbetracht der noch anstehenden Genua-Prozesse, auch gegen Leute aus Deutschland, und in Hinblick auf kommende europaweite Mobilisierungen zu politischen Großereignissen, haben wir die Rechtsanwältin Eva Lindenmaier aus Berlin eingeladen, die über den europäischen Haftbefehl informieren wird. Supporto Legale unterstützt die Arbeit der Anwälte des Genua Legal Forums und hilft z.B. bei der Auswertung von Bild- und Filmmaterial, was zur Entkräftung der Konstruktionen der italienischen Staatsanwaltschaft unerlässlich ist. Samstag, 29. Oktober 2005 19 Uhr: Infoveranstaltung ab 22 Uhr: Soli-Party für Supporto Legale/Genua mit leckeren Cocktails und DJZs Cafe Grössenwahn (Kinzigstrasse 9) ------------------------------------------------------------------------ ------- Brunchen gegen G8 2007 in Berlin 13.11. - Brunchen gegen G8 Infos & Andockmöglichkeiteiten an die Mobilisierung gegen die Gipfeltreffen der 8 mächtigsten Regierungen 2006 in St.Petersburg/Russland & 2007 in Heiligendamm bei Rostock. Ab 12 Uhr gibtZs Genüsslichkeiten von vegan bis karnivor. Nach kurzen Darbietungen zum Stand der Dinge bleibt genug Zeit für angeregte Gespräche und spannungsgeladene Planschmiederei. Jeden 2. Sonntag im Monat High Noon Bandito Rosso, Lottumstr.10a ------------------------------------------------------------------------ -- gipfelsoli infogruppe Newsletter mit Nachrichten über Mobilisierungen, Debatten und Repression im Zusammenhang mit Gipfelprotesten. Die AutorInnen der Beiträge, so sie nicht von uns verfasst sind, sind mit eckigen Klammern versehen. Wir können leider keine Verantwortung für die Richtigkeit der Beiträge übernehmen. Auch geben die Beiträge nicht zwangsläufig unsere Meinung wieder. Kontakt, Kritik, Beiträge: gipfelsoli at nadir.org gipfelsoli mailinglist subscribe - unsubscribe https://lists.nadir.org/cgi-bin/mailman/listinfo/gipfelsoli-l ================================================ 16 Hariri-Mord: Laut UN-Bericht Verwicklung Syriens von: wadi.wien at gmx.at ================================================ Hariri-Mord: Laut UN-Bericht Verwicklung Syriens "Übereinstimmende Belege" für syrische und libanesische Beteiligung - Verdacht gegen Lahoud und Assad-Schwiegersohn New York - Der vom UNO-Sonderermittler Detlev Mehlis erstellte Bericht zum Mord an dem früheren libanesischen Premier Rafik Hariri enthält Beweise für Syriens Verwicklung in die Bluttat. In dem am Donnerstagabend in New York veröffentlichten Bericht ist die Rede von "übereinstimmenden Belegen" für eine syrische und eine libanesische Beteiligung. Angesichts der massiven Präsenz der syrischen und der libanesischen Geheimdienste in der Gesellschaft des Libanons wäre es dem Bericht zufolge kaum vorstellbar, dass ein derart komplexes Mordkomplott wie im Fall Hariri ohne ihr Wissen hätte stattfinden können. Die UN-Untersuchung habe ergeben, "dass vieles direkt auf eine Beteiligung syrischer Sicherheits-Kräfte an dem Attentat hindeutet". Nun sei es Sache Syriens, einen großen Teil der noch ungeklärten Fragen zu klären, hieß es in dem Bericht. Als bedeutende Figur bei dem Anschlag wurde Ahmad Abdel-al genannt, ein Mitglied der militanten Islamisten-Gruppe Ahbash mit historischen Verbindungen zu führenden Vertretern Syriens. Es habe zahlreiche Kontakte am Tag des Anschlags zwischen Abdel-al und libanesischen Sicherheitskräften gegeben, darunter Brigadegeneral Faysal Rasheed, dem Chef der Sicherheitsbehörden von Beirut. "Mittel und Befähigungen" Nach derzeitigem Stand der Ermittlungen sehe es so aus, dass der Anschlag von einer Gruppe mit beträchtlichen Möglichkeiten einer Organisation sowie erheblichen Mitteln und Befähigungen verübt worden sei, hieß es. Das Verbrechen sei über einen Zeitraum von mehreren Monaten vorbereitet worden. Es sei bekannt, hieß es im Bericht weiter, dass der syrische Militärgeheimdienst mindestens bis zum Abzug der syrischen Truppen in diesem Jahr im Libanon präsent war. Er habe die früheren hochrangigen Verantwortlichen für die Sicherheit im Libanon nominiert. Der Bericht beschuldigte außerdem hochrangige syrische Politiker, unter ihnen Außenminister Faruk al-Shara, der versuchten Täuschung. Sharas Schreiben an die von Mehlis geleitete UN-Kommission zur Untersuchung des Hariri-Mords habe "falsche Informationen" enthalten. Die syrischen Behörden hätten ihrerseits nach anfänglichem Zögern "in begrenztem Maß" mit der Kommission zusammengearbeitet. Verdacht gegen Lahoud und Assad-Schwiegersohn Ein Verdacht richtet sich auch gegen den libanesischen Präsidenten Emile Lahoud sowie den Schwiegersohn des syrischen Präsidenten Bashar al- Assad, Generalmajor Asef Shaukat. Zu dem Verdacht gegen Lahoud hieß es in dem Bericht, dieser sei Minuten vor dem Anschlag auf seinem Mobil-Telefon von dem Bruder einer der Hauptfiguren des Attentats angerufen worden. Zwei anti-syrische Mitglieder des libanesischen Parlaments forderten nach Bekanntwerden des Berichts den Rücktritt Lahouds. Es wäre nicht normal, wenn jemand Präsident bliebe, der von einer solchen Sache gewusst, konspiriert oder sie vertuscht hat", sagte Jibran Tueini dem Sender LBC. Zunächst kein US-Kommentar Die US-Regierung enthielt sich zunächst jeglichen Kommentars. Ein Außenamtssprecher sagte, die zuständigen Stellen wollten den Bericht zunächst aufmerksam lesen. Die Veröffentlichung des Untersuchungsberichts war mit Spannung erwartet worden. Der Berliner Oberstaatsanwalt Detlev Mehlis hatte den Bericht am Nachmittag UN-Generalsekretär Kofi Annan übergeben. Mehlis und seine Mitarbeiter ermittelten im Auftrag von Annan vier Monate lang zu dem Bombenattentat auf Hariri. Dabei waren am 14. Februar in Beirut insgesamt 21 Menschen getötet worden. Der UN-Sicherheitsrat wollte sich am Dienstag mit dem Mehlis-Bericht befassen. Sanktionen In US-Medien gibt es Spekulationen, dass die Regierung von Präsident George W. Bush den Bericht zum Anlass für scharfe Sanktionen gegen Syrien nehmen werde. Washington werde auch die Forderung nach einer neuen Regierung in Damaskus erheben, hieß es. Die US-Regierung hatte angedeutet, dass sie Syrien wegen andauernder Einmischung im Libanon sowie wegen Unterstützung für Aufständische und ausländische Gotteskrieger im Irak durch UN-Entschließungen verurteilen lassen wolle. Der Fernsehsender "Al Arabiya" berichtete am Donnerstag, in Mehlis' Bericht würden acht Militär- und Geheimdienstoffiziere als Beteiligte an der Ermordung Hariris genannt - vier Syrer und vier Libanesen. Unter den vier Syrien ist dem Sender zufolge der verstorbene syrische Innenminister Ghazi Kanaan. Der 63-Jährige beging am Mittwoch voriger Woche Selbstmord. Kanaan war bis zu seiner Berufung zum Innenminister vor zwei Jahren 20 Jahre lang Chef des syrischen Geheimdienstes im Libanon. Der syrische Präsident Bashar al-Assad hat jede Verwicklung in den gezielten Bombenanschlag stets bestritten. (APA/AFP/Reuters/AP) www.derstandard.at -- WADI - Verband für Krisenhilfe und solidarische Entwicklungszusammenarbeit e-mail: wadi.wien at gmx.at Tel.: 0699-11365509 Postfach 105 A-1181 Wien Spendenkonto in Österreich: Kontonummer 07.405.301 Evangelische Kreditgenossenschaft eG BLZ 31800 IBAN: AT10 3180 0000 0740 5301 BIC: EVKRATW1 Website mit weiteren Informationen zu Projekten von Wadi und Veranstaltungshinweisen: www.wadinet.at ================================================ 17 Brasilien: Fischsterben gefährdet Amazonas-Indianer von: gfbv.austria at chello.at ================================================ GESELLSCHAFT FÜR BEDROHTE VÖLKER PRESSEMITTEILUNG Göttingen, den 21.10.2005 Dürre-Katastrophe in Brasiliens Amazonas-Region Fischsterben gefährdet Leben zehntausender Indianer Mehrere zehntausend Indianer in Brasiliens Amazonasregion sind durch ein Fischsterben in den Nebenflüssen des Amazonas akut gefährdet, warnte die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) am Freitag. Das Trinkwasser von rund 170.000 Menschen in 1.200 Siedlungen entlang den Amazonas-Zuflüssen sei verseucht, da Millionen verendete Fische in den austrocknenden Flussbetten verwesen. Die Behörden befürchten bereits den Ausbruch von Epidemien, denn wer das Wasser trotzdem trinke, dem drohten Durchfallerkrankungen und Cholera. Außerdem fehlten Lebensmittel. Mindestens 8.000 Indianer an den Zuflüssen des Amazonas sind unmittelbar vom Fischfang abhängig. Amazonien erlebt die schlimmste Dürre seit 40 Jahren. Im Bundesstaat Amazonas wurde deshalb am 15. Oktober der Ausnahmezustand erklärt. Die Armee versuche mit Hubschraubern, die Dörfer entlang der Flüsse mit Trinkwasser und Lebensmitteln zu versorgen, berichtete die GfbV. Doch sei es fraglich, ob tatsächlich alle abgelegenen indianischen Siedlungen erreicht werden und die Hilfe noch rechtzeitig kommt. Die Perspektiven für die rund 700.000 Indianer Amazoniens seien düster, da Meteorologen auch für die kommenden drei Monate außergewöhnlich hohe Temperaturen und unterdurchschnittliche Regenfälle erwarten. Die Dürrekatastrophe sei auf die fortschreitende Rodung des Regenwaldes und auf den Klimawandel zurückzuführen, erklärte die GfbV. Brasilien zähle zu den vier Staaten, die am meisten Treibhausgase freisetzen, die von Wissenschaftlern für den Klimawandel verantwortlich gemacht werden. Gigantische Waldbrände und Rodungen in Amazonien machten 75 Prozent der Treibhausgas-Emissionen Brasiliens aus. In einer gestern veröffentlichten Studie warnten amerikanische und brasilianische Wissenschaftler, Amazoniens Regenwald sei durchlöchert wie ein "Schweizer Käse". Die bereits zerstörte oder geschädigte Regenwaldfläche sei doppelt so groß wie bislang angenommen. Mit der Zerstörung des Amazonas-Urwaldes wird die Lebensgrundlage der Indianer vernichtet. ====================================================== Gesellschaft fuer bedrohte Voelker e.V. (GfbV) Inse Geismar, Pressereferentin Postfach 2024, D-37010 Goettingen Tel.+49/551/49906-25, Fax:++49/551/58028 E-Mail: presse at gfbv.de, Homepage:http://www.gfbv.de ====================================================== ================================================ B) TERMINE ================================================ ======================== Montag http://www.mund.at/butt/Termine/Oktober/2410.htm Dienstag http://www.mund.at/butt/Termine/Oktober/2510.htm Mittwoch http://www.mund.at/butt/Termine/Oktober/2610.htm ======================== ================================================ D) EDITORIAL ================================================ Für den Inhalt verantwortlich: Ihr. Medieninhaberinnen & Medieninhaber seid Ihr E-Mail-Adresse für Beiträge: widerstand at no-racism.net geschickt. widerst at nd MUND und alle Termine täglich aktualisiert im Web: http://www.no-racism.net/MUND Ziel von MUND (medienunabhängiger Nachrichtendienst) ist die unzensurierte und möglichst rasche Information über gesellschafts- politisch relevante Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu Widerstand und Antirassismus sowie verwandte Themen. sollen einen Titel, Namen und Emailadresse der/des AutorIn enthalten und möglichst kurz und prägnant gehalten sein, ev. mit Hinweis, wo weitere Informationen eingeholt werden können. Bitte keine Attachments! Die inhaltliche und sachliche Verantwortung liegt bei der/dem jeweiligen AutorIn bzw. jenen, die uns die Beiträge schicken. Der MUND wird von einzelnen TagesredakteurInnen zusammengestellt. Da Fehler nicht ausgeschlossen sind, bitten wir, nicht veröffentlichte Beiträge nochmals an widerstand at no-racism.net zu senden. Die Weiterleitung (auch auszugsweise) ist erwünscht. Beiträge mit rassistischen oder sexistischen Inhalten werden nicht veröffentlicht. Sehr persönliche Meldungen werden wir an den betreffenden Adressaten weiterleiten, aber nicht im MUND veröffentlichen. Die bisherigen Ausgaben sind unter http://www.no-racism.net/MUND archiviert. Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage: * Wann: Sonntag, 11.11.2001, 11:11 Uhr * * Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" * * Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf * * Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie. Aber kurz und prägnant.* Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch stillschweigend Zensur zu üben. Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die Nichtaufnahme geliefert. (Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.) Die AbsenderInnen der betroffenen Beiträge werden hiervon informiert. Im Sinne einer "gläsernen Zensur" könnt ihr Euch die Beiträge gerne extra schicken lassen: Ein kurzes Mail an widerstand at no-racism.net genügt. ================================================ E) VERTEILERLISTE ================================================ Zur Eintragung in diesen Verteiler bitte direkt subskribieren unter http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/analle oder von der einzutragenden Adresse aus ein mail schicken an: admin at no-racism.net mit folgendem Text: subscribe no-racism Bitte wegen Automatisierung diesen Wortlaut verwenden! Zur Austragung aus dieser Liste bitte an zusammengestellt. Bitte keine Attachments! (werden nicht angenommen) Redaktionsschluss für diese Ausgabe: Sonntag, 22.00 Uhr III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III ü, ö, ä, ß, Ü, Ö, Ä III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III widerst at nd-MUND is powered by http://alt.strg.at/ ================================================ _______________________________________________ Analle mailing list Analle at no-racism.net http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/analle _______________________________________________ Techred mailing list Techred at no-racism.net http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/techred From analle at no-racism.net Tue Oct 25 10:27:57 2005 From: analle at no-racism.net (=?iso-8859-1?q?MUND=3A_medienunabh=E4ngiger_Nachrichtendienst?=) Date: Tue, 25 Oct 2005 10:27:57 +0200 Subject: widerst@nd! - MUND: Dienstag, 25.10.2005 Message-ID: widerst at nd MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst www.no-racism.net/mund MedieninhaberInnen seid Ihr! Dienstag, 25.10.2005 ================================================ A) INHALT ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 01 Einladung zum Pressegespräch Fian Oesterreich ================================================== ================================================ B) TEXTE ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 01 Einladung zum Pressegespräch Fian Oesterreich ================================================== EAEZ Evangelische Entwicklungszusammenarbeit Einladung zum Pressegespräch Ort: Café Prückel, 1010 Wien, Stubenring 24 Termin: 3. November 2005, 16 Uhr Erstmals berichten NGOS vor dem UN-Sozialausschuss über die Umsetzung von sozialen Menschenrechten in Österreich Das Pressegespräch bietet die Gelegenheit, mit den AutorInnen des Parallelberichts, die bei der bevorstehenden Sitzung des Sozialausschusses am 7. November anwesend sein werden, über ihre fachspezifischen Themen zu sprechen. Welche Vorstellungen und Ideen haben sie, wie die gravierenden menschenrechtlichen Defizite in Zukunft bearbeitet werden sollen? Welche Forderungen werden an die Regierung gerichtet? Welche Unterstützung erhoffen sie sich vom UN- Komitee? Anwesend werden sein: Lisa Sterzinger, Evangelische Entwicklungszusammenarbeit, FIAN Gertrude Klaffenböck, FIAN Österreich Dietmar Köhler, Initiativgruppe Arbeitslosigkeit Eva Lachkovics, WIDE, FIAN Anny Knapp, Asylkoordination Karin Lukas, Boltzmann Institut für Menschenrechte Zunehmende Arbeitslosigkeit und Armut - insbesondere von Frauen-, Flüchtlingselend und Rückschritte im Bereich des Gesundheits- und Pensionssystems verweisen auf gravierende Defizite bei der Verwirklichung wirtschaftlicher und sozialer Menschenrechte in Österreich. Delegierte österreichischer NGOs werden deshalb bei der bevorstehenden Sitzung des Komitees am 7. November 2005 einen Parallelbericht zum Bericht der Bundesregierung vom Frühjahr 2004 präsentieren. Der Bericht besteht aus zwei Teilen. In Teil I geht es um die Erfüllung nationaler Staatenpflichten, Teil II beschäftigt sich mit der Umsetzung von wirtschaftlichen und sozialen Rechten in Österreichs internationaler Zusammenarbeit. Nur alle fünf Jahre ist die Regierung als Mitglieds- staat des Internationalen Pakts über wirtschaftliche, soziale und kulturelle Menschenrechte verpflichtet, dem UN- Sozialausschuss einen Bericht über den Stand der Implementierung der im Pakt verbrieften Rechte vorzulegen. Der Bericht der Bundesregierung wird ebenfalls bei der bevorstehenden Sitzung diskutiert werden. Im Dezember sind die abschließenden Empfehlungen des UN Sozialausschusses zu erwarten. Anmeldung bei: FIAN Österreich, e-mail: fian-oe at oneworld.at; Tel: 01 405 5515 316 Rückfragen, Interviewünsche: Katharina Wuppinger: 0650/ 7816760 ========================= FIAN Food First Informations- und AktionsNetzwerk für das Menschenrecht sich zu ernähren Sektion Österreich Laudongasse 40 1080 Wien Tel: ++43/(0)1/405 55 15-316 Fax: ++43/(0)1/405 55 19 e-mail: fian-oe at oneworld.at web: www.fian.at ================================================ C) TERMINE ================================================ ======================== Dienstag http://www.mund.at/butt/Termine/Oktober/2510.htm Mittwoch http://www.mund.at/butt/Termine/Oktober/2610.htm Donnerstag http://www.mund.at/butt/Termine/Oktober/2710.htm ======================== ================================================ D) EDITORIAL ================================================ Für den Inhalt verantwortlich: Ihr. E-Mail-Adresse für Beiträge: widerstand at no-racism.net geschickt. widerst at nd MUND und alle Termine täglich aktualisiert im Web: http://www.no-racism.net/MUND Ziel von MUND (medienunabhängiger Nachrichtendienst) ist die unzensurierte und möglichst rasche Information über gesellschafts- politisch relevante Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu Widerstand und Antirassismus sowie verwandte Themen. sollen einen Titel, Namen und Emailadresse der/des AutorIn enthalten und möglichst kurz und prägnant gehalten sein, ev. mit Hinweis, wo weitere Informationen eingeholt werden können. Bitte keine Attachments! Die inhaltliche und sachliche Verantwortung liegt bei der/dem jeweiligen AutorIn bzw. jenen, die uns die Beiträge schicken. Der MUND wird von einzelnen TagesredakteurInnen zusammengestellt. Da Fehler nicht ausgeschlossen sind, bitten wir, nicht veröffentlichte Beiträge nochmals an widerstand at no-racism.net zu senden. Die Weiterleitung (auch auszugsweise) ist erwünscht. Beiträge mit rassistischen oder sexistischen Inhalten werden nicht veröffentlicht. Sehr persönliche Meldungen werden wir an den betreffenden Adressaten weiterleiten, aber nicht im MUND veröffentlichen. Die bisherigen Ausgaben sind unter http://www.no-racism.net/MUND archiviert. Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage: * Wann: Sonntag, 11.11.2001, 11:11 Uhr * * Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" * * Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf * * Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie. Aber kurz und prägnant.* Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch stillschweigend Zensur zu üben. Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die Nichtaufnahme geliefert. (Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.) Die AbsenderInnen der betroffenen Beiträge werden hiervon informiert. Im Sinne einer "gläsernen Zensur" könnt ihr Euch die Beiträge gerne extra schicken lassen: Ein kurzes Mail an widerstand at no-racism.net genügt. ================================================ E) VERTEILERLISTE ================================================ Zur Eintragung in diesen Verteiler bitte direkt subskribieren unter http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/analle oder von der einzutragenden Adresse aus ein mail schicken an: admin at no-racism.net mit folgendem Text: subscribe no-racism Bitte wegen Automatisierung diesen Wortlaut verwenden! Zur Austragung aus dieser Liste bitte an aus Einsendungen an zusammengestellt. Bitte keine Attachments! (werden nicht angenommen) Für diese Ausgabe nicht aufgenommen: nix. Redaktionsschluss für diese Ausgabe: 20:00 Uhr III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III widerst at nd-MUND is powered by http://alt.strg.at/ From analle at no-racism.net Thu Oct 27 08:42:00 2005 From: analle at no-racism.net (=?iso-8859-1?q?MUND=3A_medienunabh=E4ngiger_Nachrichtendienst?=) Date: Thu, 27 Oct 2005 08:42:00 +0200 Subject: widerst@nd - MUND: Donnerstag, 27.10.2005 Message-ID: widerst at nd MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst Medieninhaberinnen & Medieninhaber seid Ihr www.no-racism.net/mund Donnerstag, 27. Oktober 2005 ================================================ A) INHALT ================================================ ================================================ AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN ================================================ ================================================ 01 Donnerstag 27.10./29.10.Kundgebg.für Wehrmachtsdeserteure /Seibane-Prozess-Fortsetzung von ================================================ 02 Es war, weil es nicht war eine musikalische ROMA FREAK SHOW von Getto attack ================================================ 03 veranstaltungstipp von ================================================ 04 OPERATION SPRING - Ab 27.10. im Stadtkino und Filmhauskino in Wien! von ================================================ 05 Cleft-Smile-Night von Cleft-Kinder" von ================================================ 06 16. Dezember - Demonstration gegen Sozialabbau und rechte Hetzer von Sozialistische LinksPartei ================================================ ================================================ MELDUNGEN, MEINUNGEN und KOMMENTARE ================================================ ================================================ 07 EU: Firmen/kunden/hacken als Provider/pflicht von "q/depesche" ================================================ 08 Indien / Tsunami: Ureinwohner der Andamanen durch verfehlte Hilfe gefährdet von "GFBV" ================================================ 09 Stmk/Landtag/Kaltenegger/KPÖ von ================================================ 10 Presseaussendung Sexarbeiterinnen Brüssel von "lefoe" ================================================ 11 Italien: Die diskrete Kapitulation des Herrn Bertinotti von ASt-LFI ================================================ 12 Wien ist auch rot, welch Überraschung! von ASt-LFI ================================================ 13 Das demokratiepolitische Verständnis des österreichischen Rundfunks von ASt-LFI ================================================ 14 SOLIDARITY APPEAL von "Kurd-chr" ================================================ 15 Terroranschläge in Sulemaniya von "wadi wien" ================================================ 16 CROPfm - Newsletter: Biosynergetik [28.10.05] von Tarek Al-Ubaidi ================================================ ================================================ B) TEXTE ================================================ ================================================ AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN ================================================ ================================================ 01 Donnerstag27.10./29.10.Kundgebg.für Wehrmachtsdeserteure /Seibane-Prozess-Fortsetzung von ================================================ Liebe Leute! 1) Donnerstag 27.10. 2) Gedenkkundgebung für Wehrmachtsdeserteure: 29.10. 3) Seibane-Prozess - Fortsetzung ab & Veranstaltung dazu am 28.10. 4) 24.10.-Diskussion:Oestereich als Asylland - Verletzungen sozialer Grundrechte ++++++++++++1) DONNERSTAG 27.10. Auch am DONNERSTAG (27.10.) gibt es zusätzlich zur wöchentlichen Mahnwache gegen Schwarzorange in Österreich und Orangerot in Kärnten vor dem Kanzleramt wieder einen SPEAKERSCORNER, diesmal mit einem Referat zu den GRÄBERN DER GRUPPE 40 am Wiener Zentralfriedhof. - In diesen Gräbern liegen WiderstandskämpferInnen gegen das Nazi-Mörderregime (u.a. auch Wehrmachtsdeserteure). Kurz nach der Machtübernahme der schwarzblauen Regierung ordnete das Innenministerium die Einebnung der Gräber an. Auch nach Protesten war dieses zuständige Ministerium nicht zu einer angemessenen Behandlung der Gräber der Nazi-Opfer bereit. Seit April 2005 steht ein Gedenkstein der eigentlich nicht zuständigen Gemeinde Wien... Treffpunkt ist um 19Uhr45 Ecke Ballhausplatz/Heldenplatz, Beginn 20Uhr. Und danach sind wieder alle Teilnehmerinnen im Stammlokal in der Neustiftgasse willkommen! Und wie jeden Donnerstag gibt es schon ab 17Uhr die WIDERSTANDSLESUNG (Ecke Ballhausplatz/Heldenplatz). +++++++++++2) SA 29.10.:GEDENKKUNDGEBUNG FÜR WEHRMACHTSDESERTEURE Samstag 29.10., 10Uhr30, Donaupark: GEDENKKUNDGEBUNG FÜR WEHRMACHTSDESERTEURE - beim Gedenkstein bei der ehemaligen Hinrichtungsstätte - Wegbeschreibung: U1-Station "Alte Donau" - dann auf der Arbeiterstrandbadstr. ca. 300Meter Richtung Westen (=Donauturm) bis zum östlichen Eingang "Donaupark" - Falls jemensch trotzdem nicht hinfindet, bitte anrufen: 0650 9451650. Soll keine Insiderveranstaltung ehemaliger Deserteure werden, bitte zahlreich kommen! Liebe Grüße an alle Speakerscornermenschen von Richard Wadani! (Deserteur und Referent beim Speakerscorner am 29.9.) HINTERGRUND: Nach ca. 40 000 Verfahren wurden unter der Naziherrschaft an ca. 15 000 Wehrmachtsdeserteuren Todesurteile vollstreckt und viele andere wurden in "Straf"lagern, Konzentrationslagern, "Bewährungs"verbänden u.ä. zu Tode gequält. Angesichts dieser historisch einmaligen skrupellosen Vorgangsweise gegen Deserteure sind auch jene Deserteure, die keine Widerstandskämpfer waren, jedenfalls als Opfer des NS-Unrechtssystems zu betrachten. Die Wehrmacht zu verlassen erforderte vermutlich mindestens so viel Mut, wie in ihr gehorsam (mit oder ohne innerer Zustimmung) den Dienst zum Nutzen eines Terrorregimes zu leisten, und trug jedenfalls zur Verkürzung des Kriegs und damit der NS-Mordherrschaft bei. Dennoch war die schwarzorangeblaue Regierung auch im vielbefeierten "Gedankenjahr 2005" nicht zu einer zufriedenstellenden Rehabilitierung von Wehrmachtsdeserteuren bereit. +++++++++++3) SEIBANE-PROZESS - FORTSETZUNG AB UND VERANSTALTUNG DAZU AM 28.10. -----Ab 28.10.2005 wird nach langen Verzögerungen endlich der öffentliche PROZESS gegen zehn Personen (PolizistInnen, SanitäterInnen, Notarzt), die am 15. Juli 2003 den mauretanischen Staatsbürger Seibane Wague in Bauchlage fixierten und sich auf ihn stellten, sodaß er leblos ins Krankenhaus transportiert werden mußte, wo nur noch der Tod festgestellt werden konnte. Die Prozeßtage sind für 28.und 31.10 sowie 2.-4.11. anberaumt, Beginn jeweils 9Uhr im großen Schwurgerichtssaal (Erdgeschoss), Landesgericht für Strafsachen, Wickenburggasse 18- 20, 1080 Wien. Ein reger Besuch der Prozesstage könnte dazu beitragen, dass vielleicht trotz politischen Drucks ein halbwegs faires Verfahren durchgezogen wird. (Ex-Innenminister Strasser hatte ja von vornherein immer behauptet, es habe sich um eine korrekte Amtshandlung gehandelt.) -----AM FREITAG 28 OKTOBER AB 20 UHR im EKH /Wielandgasse 2-4 1100 Wien: -Installation "Füße über Waffen" (von Gudrun und Sidy) -Eröffnungsrede ist eine Solotrommel (Cheikh -Tam-Tam d'Afrique) -Verhandlungsfilterreport Theater, Performance (Gruppe-von EKH und Andere) -"Menschenrechtsbeirat" Performance (von Gudrun und Sidy) -DJs und Musik mit der Ekhausstudioreggaeband -Live-Musik: good vibration, monomania Eintritt (Spende) +++++++++++4) 24.10.: DISKUSSION: ÖSTERREICH ALS ASYLLAND - VERLETZUNG SOZIALER GRUNDRECHTE... Presseclub Concordia, 19h, Oestereich als Asylland - Verletzungen sozialer Grundrechte von AsylwerberInnen und Opfern von Menschenhandel. Mit Anny Knapp/Asylkoord. Bernadette Karner/LEFOe, Terezija Stoisits, Walter Posch. 1010 Bankg.8 ligrü Gustl ================================================ 02 Es war, weil es nicht war eine musikalische ROMA FREAK SHOW von Getto attack ================================================ Habe ich letzten gesehen, sehr zu empfehlen. Gute Musiker! Leider viel zu wenig ZuschauerInnen, aber wen wundert es in dieser Stadt bei so einem Thema. Und Songs wie "Opferfürsorgegesetz" Noch zu sehen am Mittwoch 26. Okt. (die etwas andere Art den Nationalfeiertag zu beenden.) Freitag 28. und Samstag 29. Oktober um 20 Uhr im DieTheater KONZERTHAUS-KELLER ""Es war, weil es nicht war eine musikalische ROMA FREAK SHOW"" Mit einem Theaterfestival, einer Ausstellung und einem eigenen Beitrag aus Österreich verwirklichte uniT Graz im letzten Jahr einen interkulturellen Austausch zwischen Roma und "gadze" (Nicht-Roma). Eine Woche lang kamen Roma aus Rumänien, Slowakei, Ungarn, Slowenien und Österreich nach Graz, um uns mit ihrer Lebensweise, Kunst und Tradition vertraut zu machen. Neben den eingeladenen Theatergruppen, die ihre Werke während des Festivals präsentieren, wurde auch ein eigenes Theaterstück aus Österreich entwickelt: ES WAR WEIL ES NICHT WAR ist der Beginn vieler Romamärchen. ES WAR WEIL ES NICHT WAR ist das Märchen über die Roma in unseren Köpfen. Die Regisseurin Frauke Steiner hat aus historischen, zeitgenössischen, politischen und poetischen Texten ein musikalisches Stück entwickelt, das sich zwischen Wahrheit und Lüge, zwischen Vorurteil und Klischee, zwischen Geschichte und Gegenwart der Roma bewegt. Inhalt 5 Schauspieler und drei Musiker, 10 Lieder und 5 Monologe erzählen vom Faulsein, vom großen Talent der Kinder, vom Opferfürsorgegesetz, vom Stehlen. Von Heimatlosigkeit, vom Betteln, vom Schweigen der Glücklichen. Von Fremdheit, von Flucht, von Schlägen, von Romarobben und Romaseepferdchen und vom Mittelfinger, der der lange Freund des Todes ist. Alle sind sie Opfer, Outsider, oder tun so, als wären sie welche. Stars sind sie, mit und ohne Behinderung, gierig nach Anerkennung und Ruhm. Sie spielen mit der Wahrheit als wäre sie ein Kinderspiel. Sie sind hysterisch in der Gebärde, freundlich in der Lüge, zerbrechlich in der Geschichte und cool, wenn es um Aufmerksamkeit geht. Die Musik ist das Karussell, das sie für ihre Eskapaden antreibt. ES WAR WEIL ES NICHT WAR ist eine Welt für sich. Abgeschlossen auf einem Floss kann von keinem mehr festgemacht werden, wo die Wahrheit zu finden ist. Alles hat sich verschoben. Es WAR WEIL ES NICHT WAR ist der Beginn vieler Romamärchen. ES WAR WEIL ES NICHT WAR ist das Märchen über die Roma in unseren Köpfen. Regie: Frauke Steiner Musikal. Leitgung/Komposition: Imre Lichtenberger Bozoki Bühne: Antonia Pöhlmann Kostüme: Lena Winkler-Hermaden Darsteller: Nadja Brachvogel, Martin Horn, Bernhard Karner, Suse Lichtenberger, Jochen Strodthoff Musiker: Vanja Kevresen, Milan Nicolic, Dragan Tabakovic GEGEN BRAUN-SCHWARZ !!! .......http://www.no-racism.net ........ http://www.gettoattack.net ......! gegen patriarchat und sexismus -FRAUENSOLIDARITAET ! ================================================ 03 veranstaltungstipp von ================================================ lieber mund, möglicherweise interessiert euch folgende Veranstaltung: lg robert Anhang: INTEGRATIONSRÄTSEL UND IDENTITÄTSWAHN Mit kanak attak über Migration, Autonomie und Integration. Freitag, 28. Oktober 2005 um 20:00 Uhr Universitätscampus, Hörsaalzentrum, Hof 2, Hörsaal C1 im Altes AKH, 1090 Wien, Spitalgasse 2-4 Manuela Bojadzijev (kanak attak-Aktivistin, Forschungsprojekt transit-migration, Mitherausgeberin "Konjunkturen des Rassismus" (2002), Westfälisches Dampfboot) Senol Sentürk (kanak attak-Aktivist, Gesellschaft für Legalisierung, plataforma von Flüchtlingen und MigrantInnen) und andere kanak attak-AktivistInnen. Vorträge und Diskussion zu: Was ist kanak attak? Über die Geschichte, Politiken und Strategien von kanak attak. Über migrantische Kämpfe und die Autonomie der Migration, für die Wiederaneignung des Wissens um historische Kämpfe. Kritiken an herrschenden Integrationsvorstellungen und Integrationszwängen. Möglichkeiten kreativer migrantischer Selbstermächtigung und Selbstrepräsentation. Die aktuellen Politiken von kanak attak, für Legalisierung, gegen die Abschaffung der Doppelstaatsbürgerschaft. Das Prinzip des Ausbürgerns (in Deutschland wurden in diesem Jahr 70.000 StaatsbürgerInnen die Staatsbürgerrechte aberkannt) und was dies mit dem neuen so genannten Zuwanderungsgesetz, dem Integrationsparadigma und Neorassismus zu tun hat sowie Thesen zum Antiislamismus. integration brings frustration. Gleiche Rechte für alle, für globale Bewegungsfreiheit!!! Eine Veranstaltung des Kulturvereins Kanafani mit Unterstützung der ÖH Wien und ÖH Bundesvertretung sowie Grüne Bildungswerkstatt und Österreichische Entwicklungszusammenarbeit. ================================================ 04 OPERATION SPRING - Ab 27.10. im Stadtkino und Filmhauskino in Wien! von ================================================ 25.10.2005 - Neuigkeiten rund um OPERATION SPRING OPERATION SPRING - Ab 27.10. im Stadtkino und Filmhauskino in Wien! Zusätzliche Filmkopie - möglich durch großzügige Spende!! OPERATION SPRING läuft ab 27.10. in diesen beiden Wiener Kinos, da es nunmehr eine neue, dritte Filmkopie gibt. Wie kam es zu dieser zusätzlichen Filmkopie? Einfach zu erklären, doch kaum zu glauben: Es handelt sich dabei um eine großzügige Spende des Rechtsanwalts Dr. Alfred J. Noll, der sich mit uns in Verbindung setzte und erklärte, eine weitere Filmkopie zu finanzieren. Wir sind überglücklich und sagen ein herzliches "Danke!" Wir freuen uns daher mitteilen zu können, dass OPERATION SPRING nach dem Ende der VIENNALE ins Stadtkino zurückkehren wird und zusätzlich im Filmhauskino weiter läuft. Die Vorstellungstermine in Wien: Filmhauskino am Spittelberg Spittelberggasse 3 1070 Wien Telefon: (01) 522 48 16 Vorstellungsbeginn: bis 27.10. täglich: 18:30, 20:15, 22:00 Uhr ab 28.10. täglich: 17:30, 19:15, 21:00 Uhr ab 27.10. wieder im Stadtkino am Schwarzenbergplatz Schwarzenbergplatz 7-8 1030 Wien Telefon: (01) 712 62 76 Vorstellungsbeginn: täglich: 18:30, 20:15, 22:00 Uhr Reservierung für Stadtkino und Filmhauskino: Reservierung per E-Mail: Montag - Donnerstag bis 17.00 Uhr Freitag bis 14.00 Uhr office at stadtkinowien.at Telefonische Reservierung: Büro: (01) 522 48 14 Montag bis Donnerstag 8.30 - 17.00 Uhr Freitag 8.30 - 14.00 Uhr Während der Kassaöffnungszeiten in den jeweiligen Kinos: Stadtkino: (01) 712 62 76 Filmhauskino: (01) 522 48 16 Kassaöffnungszeiten: 1 Stunde vor Beginn der ersten Vorstellung bis eine halbe Stunde nach Beginn der letzten Vorstellung Informationen unter: www.stadtkinowien.at Medienberichte In den letzten Tagen kam es wieder zu Medienberichten rund um OPERATION SPRING. Hier die weiterführenden Links zum Weiterlesen: Wiener Zeitung vom 20.10. - Gastkommentar von Arno Pilgram (Univ.-Dozent am Institut für Rechts- und Kriminalsoziologie in Wien) unter dem Titel: "OPERATION SPRING - Lehren aus dem Film" Am 21.10. brachte der Fernsehsender 3-sat einen Bericht im Kulturmagazin "Kulturzeit". Eine Online Zusammenfassung findet sich unter: http://www.3sat.de/kulturzeit/themen/84682/index.html Bundesweiter Kinoeinsatz: Derzeit ist der Film noch bis zum 3.11. im Moviemento in Linz zu sehen (www.moviemento.at). Alle Informationen rund um den österreichweiten Kinoeinsatz unter: www.operation-spring.com Informationen bezüglich des Wiener Kinoeinsatzes unter: www.stadtkinowien.at Wir verbleiben mit der Bitte um Veröffentlichung / Weiterleitung. Etwaige Mehrfachzusendungen bitten wir zu entschuldigen. Sindelgruber Tristan, Schuster Angelika [] Schnittpunkt - Sindelgruber Tristan, Film- & Multimediaproduktion Große Sperlgasse 19/3 1020 Wien Austria UID-Nr.: ATU 46990608 e-mail: schnittpunkt at gmx.at web: www.schnittpunkt-film.com www.operation-spring.com ================================================ 05 Cleft-Smile-Night von Cleft-Kinder" ================================================ Cleft - Smile-Night The Cleft Children Charity 05 Giardino Verde Zürich-Uitikon / Schweiz Donnerstag, 1. Dezember 2005 www.smile-night.ch www.cleft-children.org __________________________________________________________________________ Liebe Freunde der Cleft-Kinder! Seit vielen Jahren ist es mein Herzenswunsch, missgebildeten Kindern zu einem normalen Aussehen zu verhelfen. Mit der Gründung der Cleft-Children International CCI habe ich dieser Motivation Taten folgen lassen. Neben den vielen Lippen-Kiefer-Gaumenspalten, die ich selbst operiert habe, entwickelten wir an der Universität Zürich über 30 Jahre lang eine Methode, die Kindern mit einer Lippen-Kiefer-Gaumen-Spalte (Cleft-Kindern) zu einem normalen Gesichtswachstum und zu einer normalen Entwicklung verhilft. Inzwischen operieren viele von mir ausgebildete Ärzte in vielen Ländern der Dritten Welt nach dieser Methode. Ein Kerngebiet unseres Wirkens ist Indien: Allein hier werden pro Jahr über 30'000 Kinder mit einer Lippen-Kiefer-Gaumenspalte geboren. In Mangalore, Hyderabad, Madras und Bombay unterstützen vier durch die CCI ausgebildete Professoren die Stiftungsarbeit. Es ist uns gelungen, über 6'000 Kinder zu operieren, auch mit der Unterstützung von Frau Sonia Ghandi. Jetzt ist der Augenblick gekommen, in dem ich auch Sie bitten möchte, dieses Projekt mit zu unterstützen. Unsere Smile-Night steht im Zeichen der indischen Cleft-Kinder und soll ein Abend der Nächstenliebe sein, an dem auch Sie einem Cleft-Kind ein Lächeln schenken können. In diesem Sinne möchten wir auch unsere Gäste auffordern to "SMILE AT EACH OTHER". Ich würde mich freuen, Sie an diesem Anlass persönlich zu begrüssen. Mit herzlichen Grüssen Prof. Hermann F. Sailer Präsident der Cleft-Children International CCI ================================================ 06 16. Dezember - Demonstration gegen Sozialabbau und rechte Hetzer von Sozialistische LinksPartei ================================================ Die Wiener Wahlen sind vorbei - und das gute Abschneiden der FPÖ stellt hierbei eine echte Bedrohung dar. Es ist zu befürchten das es auf der Kombination "Aufgestachelt durch Strache-Hetze" + "Wahleuphorie" in der nächsten Zeit vermehrt zu Übergriffen gegen MigrantInnen und Linke kommen wird. Die Tatsache, dass auch ÖVP (anlässlich der Pisa-Studie) und SPÖ-Führung (anlässlich des neuen Asylgesetzes) ausländerInnenfeindliche Töne von sich gegeben haben, hat den Boden für den FPÖ-Wahlsieg bereitet. In Kombination natürlich mit dem massiven Sozialabbau der soziale Probleme mit all ihren Folgen schafft. Wir rufen daher zu einer Demonstration gegen Sozialabbau und rechte Hetzer am Freitag den 16. Dezember in Wien auf Wir denken das es notwendig ist, rasch "Nägel mit Köpfen" zu machen und mit der Bewerbung zu beginnen um ein deutliches Zeichen zu setzen. Wir meinen aber auch, dass eine solche Demonstration so groß wie möglich sein sollte und laden Euch daher ein, Euch an Vorbereitung, Mobilisierung und Durchführung zu beteiligen. Je mehr Menschen und Organisationen aus dem linken/gewerkschaftlichen/migrantInnen-Bereich sich beteiligen, um so besser. Gerade in SJ und Gewerkschaft gibt es ja auch viele, die mit der Zustimmung der SPÖ zum neuen Asylgesetz nicht einverstanden sind. Daher: Gemeinsam gegen Sozialabbau und recht Hetzer Vorbesprechung dazu am Do. 3.11. um 17.00 im Amerlinghaus - Raum 3 Bitte um Rückmeldung wer kommt, Interesse hat an Mitarbeit etc. slp at slp.at 0650-424 63 10 ================================================ ================================================ MELDUNGEN, MEINUNGEN und KOMMENTARE ================================================ ================================================ 07 EU: Firmen/kunden/hacken als Provider/pflicht von "q/depesche" ================================================ From: "q/depesche" Subject: EU: Firmen/kunden/hacken als Provider/pflicht q/depesche 2005-10-24T20:58:34 EU: Firmen/kunden/hacken als Provider/pflicht Seit der Ära "ENFOPOL", als die Strafverfolger datengeil geworden waren, zieht sich durch alle Entwürfe derselben dasselbe Nix/verständnis für dezentrale Netze. -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- post/scrypt: Wer hat da schon wieder "circuit switched assholes" gesagt? -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- Die von der EU geplante Speicherpflicht für E-Mail-Verkehrsdaten stellt die Provider vor kaum lösbare strukturelle Probleme. Um an die Daten heranzukommen, müssten Firmenkunden mit eigenem Mailserver de facto "gehackt" und der komplette E-Mail- und WWW-Verkehr zentral gefiltert werden. Am Mittwoch tritt der Innenausschuss des EU-Parlaments zusammen, um seine Vorschläge zum umstrittenen Richtlinienentwurf der Kommission zur verpflichtenden Speicherung von Verkehrsdaten aus Telefonnetzen und dem Internet einzubringen. Auch wenn der Entwurf [Data Retention] im Vergleich zur parallel erstellten Rahmenrichtlinie des Rats etwas entschärft ist, enthält er doch eine zentrale Forderung, die Internet-Provider vor große bis unlösbare strukturelle Probleme stellt. In Analogie zu den Überwachungsbegehren für den Telefonverkehr soll vom Internet-Provider erfasst werden, wer wem wann von welchem Rechner E-Mails geschickt bzw. welche empfangen hat. "Nach den aktuellen EU-Plänen zur Vorratsspeicherung von Kommunikationsdaten stehen Internet-Provider vor der Wahl, ihre Kunden mit krimininellen 'Hacker-Methoden' auszuforschen oder das Internet nach chinesischem Vorbild zu einem Spitzelwerkzeug umzubauen", sagt Oskar Obereder, Geschäftsführerer des Wiener Breitband-Providers Silver Server. [...] Direkten Zugriff hat der Provider nur auf jene E-Mails von Kunden, die ihre Mail-Infrastruktur vom Provider verwalten lassen. Unterhält der [Firmen-]Kunde einen eigenen Mailserver, der über einen SSH-Tunnel oder HTTPS zugänglich ist oder überhaupt ein eigenes Netz im Netz [Virtual Private Network], müsste der Provider die Verschlüsselung des Kunden knacken, um wie verlangt die Verkehrsdaten der E-Mails zu beschaffen. Doch auch an die unverschlüsselten E-Mails von Privatkunden kommt der Provider nicht so einfach heran. Dafür bedarf es erstens eines zentralen Proxy-Servers, über den der gesamte Verkehr via Port 110 [POP3, eingehende E-Mails] und Port 25 [ausgehende E-Mails] gefiltert wird. Mehr dazu http://futurezone.orf.at/futurezone.orf?read=detail&id=276545 - -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- relayed by Harkank - -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- quintessenz is powered by http://www.onstage.at subscribe/unsubscribe/digest http://www.quintessenz.at/cgi-bin/index?funktion=subscribe comments to depesche at quintessenz.org ================================================ 08 Indien / Tsunami: Ureinwohner der Andamanen durch verfehlte Hilfe gefährdet von "GFBV" ================================================ PRESSEERKLÄRUNG Göttingen, den 25. Oktober 2005 Zehn Monate nach der Tsunami-Katastrophe Verfehlte Hilfe gefährdet Ureinwohner der Andamanen-Inseln Die Ureinwohner der indischen Andamanen- und Nikobaren-Inseln haben zwar die Tsunami-Katastrophe überlebt, doch nun droht ihnen durch verfehlte humanitäre Hilfe die Zerstörung ihrer Kultur. Diesen schweren Vorwurf gegen die indischen Behörden hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) zehn Monate nach der Flutkatastrophe am Dienstag erhoben. "Aus ehemals selbstbewussten Ureinwohner werden Almosenempfänger und Slumbewohner gemacht", kritisierte der GfbV- Asienreferent Ulrich Delius. "Die Ignoranz der indischen Behörden grenzt an Rassismus." Denn vergeblich würden die indigenen Völker seit Monaten um Werkzeuge bitten, um ihre bei der Flut zerstörten traditionell mit Palmwedeln und Bambus bedeckten Holzhäuser wiederaufzubauen. Stattdessen seien sie in Wellblechhütten gepfercht worden, die sich für das Klima nicht eigneten, schlecht gebaut seien und von den Ureinwohnern abgelehnt würden. Medien in aller Welt hatten nach der Tsunami-Katastrophe über die spektakuläre Rettung der meisten der mehr als 30.000 Ureinwohner der Andamanen und Nikobaren berichtet. Der größte Teil der Urbevölkerung hatte aufgrund seiner Jahrhunderte alten Kenntnis der Natur die drohende Flutwelle vorhergesagt und rechtzeitig im Landesinnern Zuflucht gesucht. Die 572 von Indien verwalteten Inseln waren zum Teil nur 150 Kilometer vom Epizentrum des Seebebens am 26. Dezember 2004 entfernt. Rund 7.500 der 350.000 Bewohner der Inselgruppe starben bei der Naturkatastrophe. Aufgrund der massiven Einwanderung vom indischen Festland stellen die Ureinwohner heute nur noch ein Zehntel der Gesamtbevölkerung des Archipels. "Himmel und Erde" werde er in Bewegung setzen, um den Andamanen beim Wiederaufbau zu helfen, hatte Indiens Premierminister Manmohan Singh am 8. Januar 2005 beteuert. Doch die humanitäre Hilfe hat mehr Schaden angerichtet als geholfen. "Es ist ein Skandal", erklärten Vertreter des indischen Menschenrechts-Netzwerkes gegenüber der GfbV. Die behelfsmäßigen Wellblechhütten bestünden aus unzureichenden Materialien, hätten gravierende Konstruktionsmängel und seien an der falschen Stelle errichtet worden. In den Hütten sei es glühend heiß, wenn die Sonne scheine. Während des nun andauernden Monsuns dringe der Regen in die Räume und die Menschen müssten im Schlamm leben. Viele der 10.100 neuen Hütten hätten schon jetzt Rost angesetzt. "Statt den Ureinwohnern die wenigen erbetenen Hilfsgüter zur Verfügung zu stellen und sie ansonsten über ihre Zukunft selbst entscheiden zu lassen, betreiben die indischen Behörden rücksichtslos ihre Assimilierung", kritisierte Delius. Viele Ureinwohner seien willkürlich umgesiedelt worden. Auf Strukturen ihrer traditionellen Gesellschaft, auf Sitten und Gebräuche würden die Behörden kaum Rücksicht nehmen. Was der Tsunami nicht geschafft hat, besiegeln nun die indischen Behörden: Eine Jahrhunderte alte Kultur droht unterzugehen." Ulrich Delius ist erreichbar unter Tel. 0160 95 67 14 03. ====================================================== Gesellschaft fuer bedrohte Voelker e.V. (GfbV) Inse Geismar, Pressereferentin Postfach 2024, D-37010 Goettingen Tel.+49/551/49906-25, Fax:++49/551/58028 E-Mail: presse at gfbv.de, Homepage:http://www.gfbv.de ================================================ 09 Stmk/Landtag/Kaltenegger/KPÖ von ================================================ KPÖ Steiermark Lagergasse 98a 8020 Graz Tel. 03 16 / 71 24 36 Fax 03 16 / 71 62 91 email: kpoe_stmk at hotmail.com Dienstag, 25. Oktober 2005 Presseinformation der KPÖ Steiermark KPÖ wird im Landtag konstruktive und sehr konsequente Opposition sein. In seinem Redebeitrag auf der konstituierenden Sitzung des steiermärkischen Landtages kündigte Klubobmann Ernest Kaltenegger am Dienstag an, dass die KPÖ eine konstruktive und sehr konsequente Opposition sein werde: "Die Anliegen, die wir vor der Wahl vertreten haben, wollen wir auch in den nächsten Jahren mit Nachdruck verfolgen". Dabei bezog er sich ausdrücklich auf die Punkte des Sofortprogramms, das die KPÖ in den Gesprächen mit Franz Voves vorgelegt hatte. Zur Frage des Verhaltens der KPÖ bei der Landeshauptmannwahl betonte Kaltenegger: "Franz Voves wird unsere Stimmen bekommen. Dies geschieht einerseits aus Respekt vor dem Wählerwillen, andererseits als eine Art Vertrauensvorschuss. Wir sagen aber auch, dass dies keinesfalls als eine Art Blankoscheck zu verstehen ist." Der KPÖ-Vertreter kritisierte die Anhebung der Gas- und Strompreise bei der ESTAG wenige Tage nach der Landtagswahl: "Die Glaubwürdigkeit der Politik dürfte durch solche Aktionen wohl nicht gehoben werden." Am Beginn seiner Ausführungen ehrte er den bisher letzten KPÖ-Landtagsabgeordneten Franz Leitner, der vor wenigen Tagen verstorben war: "Als Landtagsabgeordneter war Franz Leitner - wie auch seine Vorgänger Ditto Pölzl und Otto Fischer – ein konsequenter Interessensvertreter der arbeitenden Menschen und der sozial Schwachen. Diese Tradition will die neue KPÖ-Fraktion in diesem Haus wieder aufnehmen." Rückfragehinweis: 0316/ 872 2151 ================================================ 10 Presseaussendung Sexarbeiterinnen Brüssel von "lefoe" ================================================ LEFÖ Beratung, Bildung und Begleitung für Migrantinnen LEFÖ Beratung, Bildung und Begleitung für Migrantinnen Information, Education and Support for Migrant Women Kettenbrückengasse 15/II/4 1050 Wien Tel: +43-(1)-581 18 81 Fax: +43-(1)-581 18 82 Mail: office at lefoe.at www.lefoe.at Ò TAMPEP Gesundheitsprävention für Migrantinnen in der Sexarbeit Ò IBF Interventionsstelle für Betroffene von Frauenhandel Ò Lernzentrum Bildung für Migrantinnen Ò Beratung umfassende Beratung für Lateinamerikanerinnen SexarbeiterInnen-Konferenz darf nicht ohne Echo verhallen: Menschenrechte müssen auf nationaler Ebene sichergestellt werden! Utl.: LEFÖ fordert Gesetzesänderung in Österreich Wien/Brüssel „Die Stimmen von über 200 SexarbeiterInnen und ihren UnterstützerInnen dürfen nicht ungehört bleiben“, fordert Cristina Boidi, Koordinatorin des Vereins LEFÖ, nach der 3-tägigen Konferenz von Sexarbeiterinnen vergangene Woche in Brüssel. Vom 15.-17. Oktober 2005 fand in der EU-Metropole die europäische Konferenz zu Sexarbeit, Menschenrechten, Arbeit und Migration mit VertreterInnen aus über 25 Ländern statt. „Die rechtliche Kriminalisierung und Verunglimpfung von SexarbeiterInnen verstößt gegen unsere Menschenrechte und muss ein Ende finden“, unterstreicht Stephanie Klee, Vertreterin der deutschen Hurenbewegung, eine der Forderungen von Sexarbeiterinnen europaweit. Klee, die auch maßgeblich an der Gesetzesänderung 2002 zur Legalisierung von Sexarbeit in Deutschland beteiligt war, weiter: „Nur die rechtliche Gleichstellung von SexarbeiterInnen mit anderen Erwerbstätigen kann auf Dauer die herrschenden Ungerechtigkeiten beseitigen.“ In dem Manifest, das von SexarbeiterInnen in Brüssel beschlossen wurde, werden außerdem ein differenzierter Zugang zu Sexarbeit gefordert, das Recht auf selbst bestimmtes Leben und Arbeiten, Schutz vor Gewalt und Ausbeutung und endlich volle Menschen-, Arbeits- und BürgerInnenrechte. Cristina Boidi betont gleichzeitig die Wichtigkeit, aufeinander abgestimmter Gesetzesänderungen durchzuführen und den Bereich der Prostitution nicht isoliert zu betrachten. „Mit Inkrafttreten des neuen Niederlassungs- und Aufenthaltsgesetzes (NAG) werden Sexarbeiterinnen illegalisiert, die seit Jahren rechtmäßig in Österreich aufhältig sind. Sie verlieren ihr Recht auf Arbeit und ihr Recht auf Aufenthalt.“ In dem NAG 2005 ist ein so genanntes „Prostituiertenvisum“, das auf dem jetzigen Fremdenrecht basiert, nicht mehr vorgesehen. „Es besteht akuter Handlungsbedarf im Angesicht der steigenden sensationalistischen und rassistischen Hetze“, warnt Boidi. „Alle politischen Kräfte in Österreich sind jetzt gefordert, die Doppelmoral zu beenden und Sexarbeiterinnen nicht länger von ihren Rechten auszuschließen!“ Die progressiven Gesetzgebungen in Deutschland und den Niederlanden dürfen dabei nicht nur Inspiration sein, sondern müssen als Ausgangspunkt für eine längst fällige nationale und EU-weite Implementierung evaluiert werden. Der Verein LEFÖ, der dieses Jahr das 20jährige Bestehen feiert, wurde kürzlich mit dem von SOS Mitmensch gestifteten Ute-Bock-Preis für Zivilcourage ausgezeichnet und arbeitet seit über 10 Jahren für die Rechte von Sexarbeiterinnen. Rückfragen: Frau Cristina Boidi oder Frau Faika Anna El-Nagashi unter 01/581 18 81. ================================================ 11 Italien: Die diskrete Kapitulation des Herrn Bertinotti von ASt-LFI ================================================ Italien: Die diskrete Kapitulation des Herrn Bertinotti (aus: Red Newsletter 182, Informationsdienst des ArbeiterInnenstandpunkt, 26. Oktober 2005, www.arbeiterInnenstandpunkt.net) Bislang sind „Primaries“ (Vorwahlen) nur aus den USA bekannt. Dort werden die Kandidaten der großen Kapitalistenparteien in einer Vorwahl gekürt, an der nicht nur Parteimitglieder, sondern im Grund das ganze Wahlvolk teilnehmen können. Am 16. Oktober wartete auch das Mitte-Links-Bündnis „Unione“, das von den Christdemokraten des ehemaligen EU-Vorsitzenden Prodi über die „Demokratische Linke“ bis zu Bertinottis Rifondazione reicht, mit einer solchen plebiszitären Aktion auf. Anders als in den USA, wo es wenigstens einen realen Wettstreit zwischen Kandidaten geben kann, stand der Sieger hier aber schon im Voraus fest. Prodi wurde als Spitzenmann inthronisiert - noch vor Abschluss eines formellen Bündnisses oder gar irgendeiner programmatischen Fixierung. Nun hat er als Vertreter der italienischen Kapitalistenklasse freie Hand. Seine Führungsrolle im Mitte-Links-Bündnis und seine politischen Ziele sind jetzt nicht durch Parteienschacher und politische Abkommen, sondern vom „Volk“, von der „Basis“ sanktioniert. Prodi erhielt 3.103.334 Stimmen, was 74,4% entspricht. Auf dem zweiten Platz folgt mit 609.394 Stimmen Fausto Bertinotti, der auf 14,6% kommt und damit deutlich unter den angepeilten 20 Prozent blieb. Abgeschlagen bzw. weit abgeschlagen alle anderen. An dritter Stelle rangiert Clemente Mastella von der noch rechts von Prodi stehenden christdemokratisch-korrupten UDEUR mit 4,5% und 187.167 Stimmen. Unmittelbar hinter ihm folgt der ehemalige Anti-Schmiergeld-Ermittler und Staatsanwalt Antonio di Pietro (Italia dei Valori = Italien der Werte) mit 3,3% und 137.244 Stimmen. Danach, mit 2,2% Alfonso Pecoraro Scanio (Grüne), der 89.769 erhielt. Die beiden Außenseiter Ivan Scalfarotto (Personalchef des multinationalen Citigroup-Konzern, parteipolitisch unabhängig) und Simona Panzino (ex-Disobbedienti), die dem Kandidaten ohne Gesicht (Senza Volto) ihren Namen geliehen hatte, bleiben unter einem Prozent. 0,6% und 25.670 Stimmen gibt es für Scalfarotto und 0,4% und 18.818 Stimmen für Panzino. Der Erfolg Prodis und die Niederlage Bertionottis - vom Desaster der „Senza Volto“ (ehemals Ya Basta! bzw. Disobbedienti) ganz zu schweigen - verdeutlicht gewissermaßen arithmetisch, wozu die Bündnisorientierung von Rifondazione geführt hat. Ähnlich wie das Olivien-Baum-Bündnis in den 1990ern ist auch die Unione ein klassenübergreifender Block, der vor allem dazu dient, die neoliberale, EU-passförmige Restrukturierung des italienischen Kapitalismus durchzuführen. Er dient der politischen Integration der Arbeiterklasse, der Massenbewegungen, die in den letzten Jahren immer wieder die Regierung Berlusconi an den Rand des Ruins getrieben haben. Von denselben politischen Führungen und Apparaten, die heute Prodi unterstützen und inthronisieren, wurden auch in den letzten Jahren eintägige Generalstreiks, Massenstreiks in Großbetrieben auf halbem Wege abgeblasen und mit mehr oder weniger faulen Kompromissen beendet. In Italien hat sich in diesen Kämpfen mehr als in allen anderen europäischen Ländern auch eine Zuspitzung der Machtfrage gezeigt. Dieser wollte die Linke aber aus dem Weg gehen und statt dessen ein Bündnis mit der „fortschrittlichen“ Bourgeoisie haben. Diese Politik hat in den letzten Jahren zur Demobilisierung sozialer Kämpfe geführt (was auch ihr eigentlicher Zweck war). Sie hat aber deshalb keineswegs zu einer Stärkung der links-reformistischen Parteien wie Rifondazione geführt, sondern dazu, dass diese die Position der Herrschenden massiv gestärkt haben. Die Disobbediente um Casarini haben dazu den nützlichen autonomen Idioten gespielt und für die „anti-autorititäre“ Begleitmusik zur Volksfront gesorgt, die eigentlich nur zur Legitimation Prodis gegenüber linker Kritik gebraucht wird. Bertinottis Beteuerung, dass jetzt - nachdem die Rifondazione-Führung dem plebiszitären Auswahlverfahren und dem Bündnis mit Prodi längst zugestimmt hat - eine „Programmdiskussion“ anstünde, ist ebenso hilflos wie verlogen. Prodi hat schließlich nie ein Hehl aus seinem Programm gemacht und als EU-Präsident maßgeblich an der, vorerst gescheiterten, Verfassung mitgestrickt. Unter seiner Regierung würde sich Italien selbstredend nicht dem „Kampf gegen den Neoliberalismus“ verpflichten, wohl aber einer „vernünftigeren“ und sozial integrativeren Politik des Sozialraubs und der Annäherung an den deutschen und französischen Imperialismus. Die von Rifondazione in Italien angeschobenen „Euroforen“, die Ausformulierung links-bürgerlicher Utopien eines sozialen europäischen Kapitalismus dienen als erbauliche Begleitmusik zum Abstieg in die Niederungen einer zukünftigen Regierung Prodi. Die Forderung „nach Programmdiskussion“ ist eine Beruhigungspille für die eigene Anhängerschaft und eine politische Waffe gegen die oppositionellen Minderheitsströmungen in Rifondazione. Die Kritik der Minderheitsströmungen, die insgesamt rund 40 Prozent der Parteiführung repräsentieren, war zwar scharf, politisch jedoch weit weniger radikal und grundlegend als notwendig. (Übersetzungen von Interviews mit Vertretern dieser drei Strömungen finden sich unter: antifa.unihannover.tripod.com) „Essere Comunisti“ (Kommunisten sein), die größte der drei Strömungen griff das Plebiszit als Angriff auf das demokratische Mehrheitswahlrecht und als Amerikanisierung und Personalisierung der Politik an und monierte die programmatische Unklarheit. So meint Claudio Grassi von „Essere Comunisti“ dazu: “... obwohl wir das Programm nicht mit der ganzen Mitte-Linken diskutiert und keinen eigenen Programmentwurf verfasst haben, haben wir unsere Regierungsbeteiligung (nach einem derzeit zu erwartenden Sieg der Mitte-Links-Union im April 2006) dennoch als sicher erklärt. Und ich frage mich, was werden wir in einer Mitte-Links-Regierung tun, wenn diese sich nicht einige unserer grundlegenden Forderungen zu eigen macht?” (Interview, veröffentlicht in il manifesto am 14.8.2005) Ähnlich die “Sinistra Critica“ (Kritische Linke) um die Zeitschrift „ERRE“ (früher: „Bandiera Rossa“), die die im wesentlichen die Mitglieder des “Vereinigten Sekretariats der Vierten Internationale” in Italien umfasst. “Man akzeptiert die Idee, dass der Sieger Ministerpräsident wird, ohne noch irgendetwas über das Programm zu wissen. De facto gibt es eine präventive Inthronisierung, die Rifondazione akzeptiert. So wird allerdings ein ganzer Zyklus beendet. Bislang stand der PRC immer außerhalb der Mitte-Linken. Es konnte enge Beziehungen geben. Man konnte sich auch zwecks Regierung verbünden, aber immer von außen. Mit den Vorwahlen führt Bertinotti den PRC hingegen in die Union.” (Interview mit Salvatore Cannavò, il manifesto“ vom 30.8.2005) Beide Strömungen lassen eine grundlegende Kritik und Ablehnung der Mitte-Links-Koalition vermissen. Das Problem wird an wichtigen, im Grunde aber zweitrangigen Fragen aufgehängt (Personalisierung, keine eigenen Forderungen etc.). Ein Regierungsbündnis mit der herrschenden Klasse (respektive einer Fraktion) wird jedoch akzeptiert, sofern diese nur die richtigen Versprechungen macht oder solange die „engen Beziehungen“ nicht zu sehr formalisiert sind. Eine solche Kritik wird die weitere Anpassung Rifondaziones unter Bertinotti nicht verhindern können, sondern höchstens einige “Korrekturen” im Programm einer zukünftigen bürgerlichen Regierung herbeiführen. Die dritte Oppositionsströmung, die trotzkistische „Progetto Comunista”, hat als einzige größere Oppositionsgruppe in Rifondazione (sie stellt 6,5 Prozent des Parteivorstandes) eine grundlegendere Kritik. “Die Vorwahlen sind für die Wiederherstellung der Sozialpartnerschaft funktional, d.h. faktisch für die Ausschaltung der Kämpfe und der Bewegungen der letzten Jahre. Es ist bezeichnend und auch gravierend, dass einige Führungen der Bewegungen die Rolle von zweiten Hauptdarstellern in diesem Spiel akzeptieren.“ Und weiter: „Das Problem ist, dass sich diese Konkurrenz bis zum letzten Blutstropfen um die Hegemonie auf dem linken Flügel der Koalition in einer Auseinandersetzung um das Vorrecht zur Zusammenarbeit mit Prodi und mit der liberalen Mitte der Union auflöst. Im Gegensatz dazu müssten die Kräfte der Linken und die Bewegungen mit Prodi und mit der Mitte brechen, um einen wirklich alternativen Pol ins Leben zu rufen. Das Bestürzende ist, dass unser Bereich (d.h. die Fraktion „Progetto Comunista“ innerhalb von Rifondazione Comunista) in der gesamten Linken die Einzigen sind, die einen Bruch mit Prodi und mit der liberalen Mitte fordern. Von diesem Gesichtspunkt aus gleichen sich alle anderen Kräfte der Linken in der Union. Die Vorteile dieses Wettbewerbs um die Zusammenarbeit mit der liberalen Mitte streichen allein Berlusconi (indirekt) und Prodi (direkt) ein.” (Interview mit Marco Ferrando in il manifesto, 30.8.2005) Die nächsten Monate werden zu einer Zuspitzung des politischen Kampfes in Rifondazione führen, denn die Parteispitze bereitet sich auf die Unterstützung einer Koalitionsregierung vor, gegenüber der die Angriffe der ersten Prodi-Regierung Peanuts sein werden. Das heißt aber auch, dass die Linken in Rifondazione eine revolutionäre Fraktion gegen die Bertinotti-Führung formieren müssen, die sich nicht - wie so oft in der Vergangenheit - mit halbherzigen Kritiken zufrieden gibt, sondern der Klassenkollaboration der Mehrheit ein Programm der sozialistischen Revolution und des Aufbaus einer neuen, Fünften Internationale zum Sturz des kapitalistischen Systems entgegensetzt. ================================================ 12 Wien ist auch rot, welch Überraschung! von ASt-LFI ================================================ Wien ist auch rot, welch Überraschung! Eine erste Einschätzung der Ergebnisse der Wiener Landtagswahlen Von Dieter Reinisch (aus: Red Newsletter 182, Informationsdienst des ArbeiterInnenstandpunkt, 26. Oktober 2005, www.arbeiterInnenstandpunkt.net) Die letzten Wahlen dieses Jahres sind geschlagen und sie brachten ein überraschendes Ergebnis: Nicht die (geringen) Zugewinne der SPÖ, oder die Entscheidung um Platz zwei klar zu Gunsten der ÖVP, sondern der trotz Verlust nach wie vor hohe Stimmenanteil der Strache-FPÖ. Was hat die Wahl nun gezeigt? Die Bundesregierung schlittert nach den drei Wahlgängen diesen Herbsts in eine immer größere Krise. (1) Anders als nach den Landtagswahlen im Burgenland und der Steiermark liegt dies diesmal aber nicht so sehr an den großen Zugewinnen der SPÖ, sondern am Abschneiden des sog. ‚Dritten Lager’, nämlich von Haider-BZÖ und Strache-FPÖ. Durch die endgültige Bankrotterklärung des BZÖ, das Wien-weit gerade einmal 7.824 Stimmen bzw. 1,15% erreichte und somit sogar hinter die KPÖ zurückgefallen ist, hat Schüssel seinen Wunsch-Koalitionspartner endgültig verloren. Nachdem der Regierung im Bundesrat durch die drei Wahlgänge ihre Mehrheit Abhanden gekommen ist, steht sie nun auch im Nationalrat wackeliger denn je da. So erklärte etwa der Vorarlberger Nationalrat Reinhard Bösch im Ö1-Mittagsjournal: ‚Ich bin auf dem Weg in die Opposition.’ Der gute Mann ist einfach nur ein Realist, der weiß, dass das BZÖ nach den nächsten Wahlen wohl weder in der Regierung noch im Parlament vertreten sein wird. Eventuell ist das aber auch das erste offene Zeichen, dass es innerhalb des rechten Lagers einen Orientierungsprozess hin zu Strache gibt. Schüssel wird nun alles versuchen, um die nächsten Wahlen so lange wie möglich hinauszuzögern. Einerseits um durch die EU-Ratspräsidentschaft Österreichs im nächsten Jahr noch so viel Ansehen wie möglich herauszuschlagen und andererseits in der Hoffnung, dass das BZÖ doch noch irgendwie Fuß fassen kann und somit ein weiterer potentieller Koalitionspartner zu Verfügung steht. Dass dem BZÖ dies aber gelingt ist mehr als zweifelhaft. Rechte ProtestwählerInnen spricht der junge Populist Strache mehr an. Wieso soll man sich für den alten Haider entscheiden, wenn der junge viel attraktiver, lauter und radikaler ist? Jene rechten Stimmen, die auf „Recht und Ordnung“ und neoliberalen Angriffskurs setzen, gehen lieber gleich zum Schmied als zum Schmiedl und wandern daher zur ÖVP. Und für eine liberale Partei ist in Österreich weder Platz noch Interesse wie wir am Beispiel LiF wissen. Oder wieso soll Heide Schmidt als männliche Reinkarnation zehn Jahre später plötzlich Erfolg haben? Dass das BZÖ sich noch ein ‚Profil’ bis nächsten Herbst verschaffen kann ist ebenso zweifelhaft, denn das einzige mit dem sie in den letzten Monaten versucht haben zu Punkten, waren Antiglobalisierungsthemen und Anti-EU. Ersteres ist klar von SPÖ, Grünen und der außerparlamentarischen und zivilgesellschaftlichen Linken besetzt und das zweite uneingeschränkt in FPÖ-Hand. Das Abschneiden der SPÖ Auch wenn man die Wahlerfolge der SPÖ in den letzten Wochen nicht schmälern soll, so kann sie aus den Gemeinderatswahlen in Wien kaum mit erhobenem Haupt gehen. Die SPÖ war nämlich die einzige Partei - neben der FPÖ - die in absoluten Zahlen Stimmen verlor. Das lag sicherlich auch an dem sich klar abzeichnenden SPÖ-Wahlsieg. Die absolute Mandatsmehrheit war nie in Gefahr, die absolute Stimmenmehrheit realistisch. Dieser Gedanke veranlasste viele SP-WählerInnen nicht zur Wahl zu gehen. Dies zeigt sich auch daran, dass der Großteil der ehemaligen SP-WählerInnen diesmal nicht einer anderen Partei ihre Stimme gab, sondern einfach nicht zur Wahl ging. Bei den Wahlen in Wien war das kein Problem, dass man seine WählerInnen nicht schaffte zu mobilisieren und bei den Nationalratswahlen wird dies nicht passieren, denn dann ist die Ausgangslage ‚ÖVP gegen SPÖ’ Mobilisierungsfaktor genug. Häupls Position in der Partei wurde aber alles andere als gestärkt. Die Legitimität des größten Gusenbauer Kritikers hat er verloren und Burgstaller, Niessl und Voves besitzen nun ungleich bessere Ausgangslagen bei einer SP-Wahlschlappe bei den Nationalratswahlen 2006 in die Fußstapfen Gusenbauer zu treten. Die SPÖ um Alfred Gusenbauer wird nun versuchen, alle parlamentarischen und medialen Hebel in Bewegung zu setzen, um möglichst bald Neuwahlen abhalten zu können. Denn der Wahltermin nächsten Herbst birgt für die SPÖ mehrere Probleme. Die Bundesregierung hätte nun ein Jahr Zeit alle möglichen Steuergeschenke an die Hauptwählerschicht der SPÖ, ArbeiterInnen und PensionistInnen, auszuteilen, die FPÖ kann sich in dieser Zeit als Oppositionskraft etablieren und der Elan der Wahlsiege würde etwas verloren gehen. Wie wir wissen beginnt der geistige Horizont der sozialdemokratischen Bürokratie bei Wahlerfolgen und endet bei Regierungs- und Staatsposten. Der Klassenkampf auf der Straße und im Betrieb – konkret heute z.B. die Mobilisierung breiter Proteste gegen die EU-Verfassung und den europaweiten Bildungs- und Sozialabbau – liegt jenseits der politischen Gedankenparameter des Reformismus. Ihre Devise lautet: Kontrollierbare StellvertreterInnenpolitik anstatt Klassenkampfaufschwung. Denn ein solch höheres Protestniveau und ein höherer politischer Bewusstseinsgrad würden ihre Politik des Verrats an den Interessen der ArbeiterInnenklasse und der Jugend schnell aufdecken und somit ihre Posten im bürgerlichen System ins Wanken bringen. Das gute Ergebnis der Baier-KPÖ Im Fahrwasser des Kaltenegger-Wahlsiegs in der Steiermark gelang der KPÖ in Wien ein Achtungserfolg. Ihr Abschneiden der EU-Wahlen konnte nochmals um über 2.000 Stimmen auf 9.969 (1,5%) erhöht werden. Man muss schon sehr lange zurück denken als die österreichischen „Kommunisten“ (natürlich mit Ausnahme der Steiermark) über ein Prozent der Stimmen bekamen. Die Gründe hierfür sind aber weniger in der Baier-KPÖ selbst zu suchen, als in einem allgemeinen Linksruck in der ArbeiterInnenklasse und der Jugend. Einerseits ist und bleibt die KPÖ eine Partei mit Tradition und gilt nun auch als die Partei von Ernst Kaltenegger, was sicherlich einer der Gründe für viele linke Proteststimmen war. Andererseits hat der Begriff ‚Kommunismus’ wie wir bereits in etlichen anderen Artikeln erörtert haben (2) seine abschreckende Wirkung verloren und gewinnt im Gegenteil immer mehr an Anziehungskraft. Somit ist das Wahlergebnis nicht als Zustimmung von 10.000 kleinbürgerlichen Baier-treuen ZivilgesellschafterInnen zu werten, sondern als – wenn auch kleiner - Ausdruck einer Linksentwicklung von Teilen der fortgeschrittensten ArbeiterInnen und Jugendlichen vor dem Hintergrund der weltweiten Krise des Kapitalismus. Das Desaster des Zentrismus Die Wahlergebnisse von SLP, KI und AIK mit zwischen 0.1% und 0.4% in den jeweiligen Bezirken sind ein einziges Desaster. Auch wenn sich die einzelnen Betonungen in den Wahlprogrammen unterschieden, so waren sie doch alle miteinander völlig unrevolutionär und reformistisch Programm. (3) Hinzu kam das völlige Fehlen einer Verankerung in Teilen der ArbeiterInnenklasse und Jugend. Entgegen jeglicher marxistischer Tradition versuchen diese Organisationen ihre fehlende Verankerung durch Wahlen zu erlangen. Wahlen können aber nie am Beginn einer Verankerung stehen, sondern sind erst dann sinnvoll, wenn bereits eine gewisse Basis in den unterdrückten Schichten geschaffen wurde, um den Einfluss und die Bekanntheit zu vergrößern, vor allem aber um neue Mitglieder zu gewinnen. Doch in all diesen Punkten fuhren diese drei Organisationen schwere Niederlagen ein. Dies unterscheidet sie auch von der KPÖ. Zwar ist das Programm der KPÖ weit rechter anzusiedeln und auch auf andere Gesellschaftsschichten abgestimmt. Doch die KPÖ hat dank ihrer über 80-jährigen Geschichte nicht nur einen bekannten Namen, sondern durch GLB und andere Vorfeldorganisationen und einer wenn auch veralteten, passiven WählerInnenbasis eine gewisse, wenn auch sehr kleine, Verankerung in tendenziell fortschrittliche Teile der österreichischen Bevölkerung. Etwas, von dem KI, AIK und SLP meilenweit entfernt sind und mit solch unmarxistischer Herangehensweise auch nie erreichen werden können. Die anstehenden Aufgaben für revolutionäre MarxistInnen An der Politik der SPÖ wird sich nun nach den Landtagswahlen wenig ändern. Womöglich verändert sie aufgrund des Wahlerfolgs von Strache nun ihre Standpunkte zu Asylfragen und einem EU-Beitritt der Türkei. Dies ist aber rhetorische Kosmetik, Verbesserungen wird dies nicht mit sich bringen, wohl eher Verschlechterungen für die Betroffenen, allen voran MigrantInnen und Jugendliche. Sicherlich hat die SPÖ mit ihrem „roten Oktober“ einen großen Erfolg errungen. Sie hat wenig überraschend drei Wahlsiege eingefahren und somit die Instabilität und Krise der Bürgerblockregierung verstärkt. Was sie nun aus der gewonnen Stärke macht ist eine andere Frage und die Antwort ist klar: Nichts für uns ArbeiterInnen, ImmigrantInnen und Jugendliche! Es liegt also an uns und die Vorraussetzungen können kaum besser sein. Nicht nur das weltweit steigende Niveau an Klassenkämpfen ist dafür ein Zeichen. Auch gelang es uns am 19. Oktober, erstmals seit vielen Jahren einen sehr erfolgreicher Schulstreik ohne bürokratische Kontrolle und Dominanz durch die sozialdemokratischen Vorfeldorganisationen abzuhalten. Und die Bourgeoisie sorgt im nächsten Halbjahr auch für genug Themen für weitere Proteste: die EU-Ratspräsidentschaft und damit zusammenhängend der EU-Bildungsgipfel in Wien am 16./17. März und der Österreich-Besuch von US-Präsident und Kriegstreiber Nr. 1 George Bush im Juni. Die Vorbereitungen für Gegenproteste laufen bereits: So beschloss eine SchülerInnenversammlung am 19. Oktober an der Universität Wien, an der mehre hundert SchülerInnen teil nahmen, einen Schulstreik am Tag des EU-Bildungsgipfel sowie breite Protestaktionen anläßlich des Besuchs von George Bush in Österreich. Die Vorraussetzungen sind also gegeben, dass 2006 ein Jahr wird, das die herrschende Klasse in Österreich und all ihre Verbündeten in den Spitzenetagen der Sozialdemokratie und Gewerkschaft nicht so schnell vergessen werden. Dafür werden wir sorgen und somit den nächsten Schritt zu einer revolutionär-marxistischen Alternative machen! Eine ausführliche Analyse zu den Landtagswahlen wird in unserer nächsten Zeitung ‚ArbeiterInnenstandpunkt Nr. 140’ erscheinen. Fußnoten: (1) Zur Einschätzung der innenpolitischen Lage siehe die Resolution des ArbeiterInnenstandpunkt vom 9. Juni 2005: Die ÖVP/BZÖ/FPÖ-Regierung wackelt: Ein Zeichen der instabilen bürgerlichen Herrschaft. Thesen zur innenpolitischen Situation und der Strategie marxistischer RevolutionärInnen. (www.arbeiterInnenstandpunkt.net) (2) siehe u.a.: Dieter Reinisch: Die Steiermark ist rot! Eine marxistische Einschätzung des Ergebnisses der Landtagswahlen vom 2. Oktober; in: Red Newsletter 178 (www.arbeiterInnenstandpunkt.net) (3) Siehe auch: Roman Birke: In Wien und Burgenland: SPÖ wählen ... aber den Widerstand selbst organisieren!; in: ArbeiterInnenstandpunkt Nr. 139 (September/Oktober 2005) ================================================ 13 Das demokratiepolitische Verständnis des österreichischen Rundfunks von ASt-LFI ================================================ Das demokratiepolitische Verständnis des österreichischen Rundfunks Ein Kommentar von Stefan Estege (aus: Red Newsletter 182, Informationsdienst des ArbeiterInnenstandpunkt, 26. Oktober 2005, www.arbeiterInnenstandpunkt.net) Am 23. Oktober waren die Wiener Landtagswahlen. Zum großen Ärgernis des schwarz eingefärbten ORF kam es dabei zu einem Absturz der Regierungsparteien. So erhielten die Regierungsparteien zusammen nicht einmal 20%. Die KPÖ erreichte einen Achtungserfolg von 1,5%. In Folge wurde dies jedoch vom ORF totgeschwiegen, indem bei der offiziellen Bekanntgabe des Endergebnisses selbst das BZÖ mit 1,2% erwähnt wurde, die KPÖ jedoch alleine unter dem Sammelbegriff „Sonstige“ mit 1,5% erschien. Bei den ersten Interviews der Parteien, hieß es von Seiten des ORF, daß alle fünf (!) angetretene Spitzenkandidaten – also SPÖ, ÖVP, FPÖ, Grüne und BZÖ, exklusive KPÖ – bereits bereitstünden; und tatsächlich: kein Wort von der KPÖ. Auch bei der Sendung „offen Gesagt“ wurde die KPÖ ausgeschlossen. Das ist also das Verständnis des offiziellen österreichischen Senders bezüglich Demokratie und Gleichberechtigung. Eher gibt man Rassisten, die gerade mal 1% der Stimmen erhalten das Wort, als daß man Kommunisten auch nur erwähnt. Wir sehen also wie die Vertreter der bürgerlichen Macht und des Kapitals den Begriff Demokratie biegen und dehnen, bis er in ihre Schablone passt. Daher: kein Vertrauen in die schönen Worte der Mächtigen in diesem Lande, sondern Kampf für wahre Demokratie! Mit anderen Worten: Kampf für die Revolution, für den Aufbau einer direkt-demokratischen, sozialistischen Gesellschaft! ================================================ 14 SOLIDARITY APPEAL von "Kurd-chr" ================================================ International Initiative Freedom for Abdullah Öcalan -Peace in Kurdistan Phone: 0049 221 130 15 59 Fax: 0049 221 139 30 71 Cologne/Germany e-mail :nilufer at freedom-for-ocalan.com www.freedom-for-ocalan.com Peace in Kurdistan Campaign Phone: 0044 207 586 5892 Fax:0044 207 483 2531 London/United Kingdom e-mail: estella24 at tiscali.co.uk London/Cologne, September/October 2005 SOLIDARITY APPEAL Open a Dialogue for Peace - Freedom for Ocalan On May 12 the European Court of Human Rights announced its decision in the case of Abdullah Ocalan, finding that the Kurdish leader had not had a fair trial, that his right to defend himself had been restricted, and that he had suffered inhuman treatment through the imposition of the death penalty. The judges in Strasbourg thus in all essentials confirmed the decision of the lower court, but issued an important new recommendation; that Turkey should conduct a retrial of the case against Ocalan. The court gave the Council of Ministers of the European Council the responsibility for monitoring implementation of this decision. The Turkish military, whose view still carries great weight inside Turkey, was angered by the decision. Leading generals excluded categorically any possibility of retrying Ocalan. Apart from the fact that a retrial could only make a limited contribution to solving the conflict, it is more than doubtful whether it would be in any way possible for Ocalan to receive a fair trial in Turkey, since it is far from being a country that operates under the rule of law. Indeed, the new Turkish Penal Code, which was originally conceived as a step on the path to Europe, only strengthens these fears. The rights of journalists and lawyers in particular are curtailed under the new code, including Abdullah Ocalan's legal representatives. The lawyers were already compelled to operate under threat of state prosecution with a series of crude accusations made against them, and now any remark to which exception is taken by the authorities will be sufficient for removal of their mandate by court order. Twelve of Ocalan's lawyers had already had their mandate removed by court decision. His lawyers have now announced that they will refuse to be used as pawns in a legal farce and at their client's request are now not making any visits to him until further notice. They also informed the public that their client Ocalan does not believe that the conditions for a fair trial exist in Turkey. He states that he would only take part in a trial where the conduct of all sides in the conflict can come under scrutiny, but that this cannot be expected to happen. Only a trial before an international court could possibly be fair. However, it remains to be seen to what extent such a trial would be possible from a legal point of view. All would depend on the political will of the international community to help find a solution to the Kurdish question. But it is clear that law cannot substitute for politics, as can be seen from the judgment of the European Court in this case: governments have been asked to hold Turkey to a constructive course as far as the Kurdish question is concerned. Nevertheless, the conflict is visibly escalating. There are daily reports in the media of clashes between the Turkish army and Kurdish guerrillas. The number of deaths and injured is rising constantly. In spite of the clearly declared wishes of the Kurdish side for peace, and the fact that the Kurdish side has once again offered a ceasefire, until the Turkish army is prepared to negotiate and call a ceasefire themselves, the conflict looks set to go on. Evidently, the Turkish army and government are intent upon a military solution. It is clear that a new full-scale war is not far off. The increased deaths in the last few months show that the problem cannot be ignored. Efforts need to be made at an international level and political pressure needs to be applied, in order to stop the conflict. The solution of the Kurdish question has to be made one of the key criteria for future EU membership of Turkey. Turkish leaders must start to engage in dialogue with the Kurds and their chosen leader, Abdullah Ocalan, who has already shown himself willing to talk to reach a mutual settlement beneficial to both Turks and Kurds. Only negotiations can halt the spiral of violence. We call for an immediate end to military operations and on both parties to find a political solution to the Kurdish question through negotiations. Freedom for Abdullah Öcalan - Peace in Kurdistan! Please send reply by 30 October to nilufer at freedom-for-ocalan.com Signed by Tony Benn, former MP, independent politician Lord Dholakia, House of Lords Baroness Jenny Tonge, House of Lords Bruce Kent, President, International Peace Bureau Stewart Hemsley, Pax Christi UK Lord Rea Dafydd Ian, President Plaid Cymru John Austin MP Adam Pice John McDonnell MP Andrew George MP Angus Robertson MP Martin Caton MP Hywel Williams MP Mike Weir MP Elwyn Llywd MP Joe Benton MP Ben Bradshaw MP Russell Brown MP Richard Burden MP Jean Lambert MEP Andrew Duff MEP Ian Hudghton MEP Jill Evans MEP Gareth Peirce, lawyer D Sheppard Lindsey German, Stop the War Coalition P R MacKenzie SNP (Scottish National Party) Convenor Thomas Angus SNP Branch Secretary Elizabeth Angus SNP Branch Treasurer Elspeth Mcclachan SNP Organisere Maggie Bowden, Secretary Liberation Rachel Bird Sarah Parker, interpreter David Morgan, journalist Mark Thomas, comedian Nick Hildyard, policy analyst Margaret Wright, Executive Green Party Hugo Charlton, Chair Green Party Desmond Fernandes, Lecturer Felix Padel, author and campaigner Prof Ken Coates, European Network for Human Rights And Bertrand Russell Peace Foundation Angela Sibley, NUT trade union Angie Zelter, peace activist Ewa Jasiewicz, journalist Dr Kay Goodall, lawyer, Unversity of Glasgow ================================================ 15 Terroranschläge in Sulemaniya von "wadi wien" ================================================ Terroranschläge in Sulemaniya Bei Anschlägen in der kurdischen Stadt Sulemaniya sind gestern 9 Peschmerga ums Leben gekommen, einige ZivilistInnen wurden verletzt. Die ehemaligen Guerillakämpfer der Patriotischen Union Kurdistans (PUK), die nun für die Sicherheit der Region Sulemaniya verantwortlich sind, kamen bei der Zündung von zwei Autobomben vor der Peshmerga-Kommandozentrale und vor dem Privathaus Mala Bachtiars, einem der prominentesten Mitglieder des Politbüros der PUK, ums Leben. Mala Bachtiar selbst blieb unverletzt. Die Arbeit von Wadi ist durch diese jüngsten Anschläge nicht gefährdet. Mary Kreutzer, Projektmanagerin von Wadi-Österreich: "So schrecklich diese Angriffe der Terrorgruppen auf eine der Hauptstädte des autonomen Kurdengebietes auch sind, so sehr handelt es sich dabei um einen Einzelfall. Die Projekte von Wadi waren durch die Anschläge nicht betroffen und werden wie geplant fortgesetzt." Kreutzer ist davon überzeugt, dass gerade die Stärkung zivilgesellschaftlicher und demokratischer Initiativen im Irak eine Demokratisierung vorantreiben und damit den Terrorgruppen das Wasser abgraben können: "Unsere Frauenprojekte stoßen überall positives Echo und tragen viel dazu bei, dass auch in den Dörfern und Kleinstädten Frauen in den Demokratisierungsprozess eingebunden sind." Ähnlich wird dies von Thomas Schmidinger gesehen. Der Obmann des Vereins in Österreich hält auch ein Prosemininar zum Thema "Politischer Islam" auf dem Institut für Politikwissenschaft in Wien: "Der terroristische Flügel des politischen Islam ist nicht allein mit polizeistaatlichen Methoden zu bekämpfen. Allein eine wirkliche Demokratisierung und ein Wiederaufbau funktionierender staatlicher aber auch zivilgesellschaftlicher Strukturen im Irak kann den gihadistischen Gruppen dort Einhalt gebieten." Die Deutsch-Österreichische NGO Wadi unterstützt seit 1993 Frauen- und Menschenrechtsprojekte im Nordirak. -- WADI - Verband für Krisenhilfe und solidarische Entwicklungszusammenarbeit e-mail: wadi.wien at gmx.at Tel.: 0699-11365509 Postfach 105 A-1181 Wien Spendenkonto in Österreich: Kontonummer 07.405.301 Evangelische Kreditgenossenschaft eG BLZ 31800 IBAN: AT10 3180 0000 0740 5301 BIC: EVKRATW1 Website mit weiteren Informationen zu Projekten von Wadi und Veranstaltungshinweisen: www.wadinet.at ================================================ 16 CROPfm - Newsletter: Biosynergetik [28.10.05] von Tarek Al-Ubaidi ================================================ Hi! Die nächste live Sendung ist am 28. Oktober 2005 um 19.00 auf 92.6 Mhz - der Frequenz von Radio Helsinki - im Raum Graz/Steiermark als auch on-line (>> http://helsinki.at/live-stream.php) zu hören. Für Fragen und Kommentare während der Sendung steht Ihnen CROPcom zur Verfügung - der liveChat (>> http://pia.mur.at/croppage/ccd/ccd_fs.htm). Thema der Sendung: Biosynergetik "Wir alle, sowohl der Einzelne als auch die Gesellschaft, brauchen Menschen, die gewillt sind, gegen den Strom zu schwimmen", meint Dipl. Ing. Hardy Burbaum: "Nur wer lernt, auch Hintergründe zu erkennen, schafft Wissen." Unter diesem Aspekt setzt sich der Architekt und Baubiologe mit den Abläufen im Universum auseinander, die allsamt auf Schwingungen beruhen. Falls im Rahmen von körperlichen oder seelischen Lebensvorgängen Fehldispositionen und Schwächen in den energetischen Vorgängen aufgetreten sind, muss das gestörte Magnetfeld durch einen Energieausgleich in Form von Schwingungen bis in die höchsten und subtilen Ebenen hinein harmonisiert werden. Burbaum beschäftigt sich seit Jahren erfolgreich mit der Beseitigung solcher Dissonanzen mittels technischen Geräten, die Menschen wieder einen ausgewogenen Energiehaushalt verschaffen sollen. Er bezeichnet das als "Biosynergetik", die man sowohl als eine Art "Hightech-Homöopathie" betrachten kann wie auch als "neue, geisteswissenschaftliche Physik" der Heilung. Oecovita Website >> http://www.oecovita.com Big Brother News >> http://crop.mur.at/g7/bigbrother Telefongast der Sendung: Dipl. Ing. Hardy Burbaum (Architekt, Baubiologe) Lieber Gruß, Tarek Al-Ubaidi _______________________________________________________ CROPfm website >> http://cropfm.mur.at Past Shows Sektion >> http://cropfm.mur.at/past_shows.htm ================================================ ================================================ C) TERMINE ================================================ ======================== Donnerstag http://www.mund.at/butt/Termine/Oktober/2710.htm Freitag http://www.mund.at/butt/Termine/Oktober/2810.htm Samstag http://www.mund.at/butt/Termine/Oktober/2910.htm ======================== ================================================ D) EDITORIAL ================================================ Für den Inhalt verantwortlich: Ihr. Medieninhaberinnen & Medieninhaber seid Ihr E-Mail-Adresse für Beiträge: widerstand at no-racism.net geschickt. widerst at nd MUND und alle Termine täglich aktualisiert im Web: http://www.no-racism.net/MUND Ziel von MUND (medienunabhängiger Nachrichtendienst) ist die unzensurierte und möglichst rasche Information über gesellschafts- politisch relevante Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu Widerstand und Antirassismus sowie verwandte Themen. sollen einen Titel, Namen und Emailadresse der/des AutorIn enthalten und möglichst kurz und prägnant gehalten sein, ev. mit Hinweis, wo weitere Informationen eingeholt werden können. Bitte keine Attachments! Die inhaltliche und sachliche Verantwortung liegt bei der/dem jeweiligen AutorIn bzw. jenen, die uns die Beiträge schicken. Der MUND wird von einzelnen TagesredakteurInnen zusammengestellt. Da Fehler nicht ausgeschlossen sind, bitten wir, nicht veröffentlichte Beiträge nochmals an widerstand at no-racism.net zu senden. Die Weiterleitung (auch auszugsweise) ist erwünscht. Beiträge mit rassistischen oder sexistischen Inhalten werden nicht veröffentlicht. Sehr persönliche Meldungen werden wir an den betreffenden Adressaten weiterleiten, aber nicht im MUND veröffentlichen. Die bisherigen Ausgaben sind unter http://www.no-racism.net/MUND archiviert. Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage: * Wann: Sonntag, 11.11.2001, 11:11 Uhr * * Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" * * Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf * * Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie. Aber kurz und prägnant.* Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch stillschweigend Zensur zu üben. Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die Nichtaufnahme geliefert. (Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.) Die AbsenderInnen der betroffenen Beiträge werden hiervon informiert. Im Sinne einer "gläsernen Zensur" könnt ihr Euch die Beiträge gerne extra schicken lassen: Ein kurzes Mail an widerstand at no-racism.net genügt. ================================================ E) VERTEILERLISTE ================================================ Zur Eintragung in diesen Verteiler bitte direkt subskribieren unter http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/analle oder von der einzutragenden Adresse aus ein mail schicken an: admin at no-racism.net mit folgendem Text: subscribe no-racism Bitte wegen Automatisierung diesen Wortlaut verwenden! Zur Austragung aus dieser Liste bitte an zusammengestellt. Bitte keine Attachments! (werden nicht angenommen) 8 beiträge nicht veröffentlicht mangels WR, Doubletten, Inaktualität Redaktionsschluss für diese Ausgabe: Mi 21.45 Uhr III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III ü, ö, ä, ß, Ü, Ö, Ä III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III widerst at nd-MUND is powered by http://alt.strg.at/ ================================================ From analle at no-racism.net Sun Oct 30 10:28:20 2005 From: analle at no-racism.net (=?iso-8859-1?q?MUND=3A_medienunabh=E4ngiger_Nachrichtendienst?=) Date: Sun, 30 Oct 2005 10:28:20 +0100 Subject: MUND: Freitag, 28. Oktober 2005 Message-ID: <005301c5dd34$47225f40$4e046d50@chello.at> MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst www.no-racism.net/mund Freitag, 28. Oktober 2005 ================================================ A) INHALT ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ============================================== 01 NGO-Vertreter kommentieren Wiener Wahl From: www.glocalist.com ============================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND KOMMENTARE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ============================================== 02 Terrorakt in Suleymania From: wadi.wien at gmx.at ============================================== 03 Irans Drohungen ernst nehmen From: gfbv.austira at chello.at ============================================== 04 Nur vor der Glotze vereint From: wadi.wien at gmx.at ============================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< SERVICE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ============================================== 05 Newsletter andersrum From: andersrum.gruene.at ============================================== ================================================ B) TEXTE ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ============================================== 01 NGO-Vertreter kommentieren Wiener Wahl From: www.glocalist.com ============================================== Kommentare von NGO Vertreter auf Glocalist Daily News im Channel "Kommentare" von: Dietmar Köhler, Kurt Krickler und Dieter Schindlauer. www.glocalist.com _____ Glocalist Medien - Medien für Zivilgesellschaft und NGOs Eine andere Information ist möglich GLOCALIST Daily News - Tages-Online-Zeitung GLOCALIST Review - Digitale Wochenzeitschrift GLOCALIST Magazine - Monatliches Printmagazin Barmherzigengasse 17 - stiege 6 - top 1 A-1030 Wien t: 01/597 2001 f: 01/597 6855 m: 0699 11 88 16 43 e: office at glocalist-review.com w: http://www.glocalist-review.com Agentur: arbeitsraum-philosophie: agentur für analoge&digitale kommunikationswirtschaft GmbH- www.arbeitsraum.at ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND KOMMENTARE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ============================================== 02 Terrorakt in Suleymania From: wadi.wien at gmx.at ============================================== Terroranschläge in Sulemaniya Bei Anschlägen in der kurdischen Stadt Sulemaniya sind gestern (anm.: donnerstag, 27.) 9 Peschmerga ums Leben gekommen, einige ZivilistInnen wurden verletzt. Die ehemaligen Guerillakämpfer der Patriotischen Union Kurdistans (PUK), die nun für die Sicherheit der Region Sulemaniya verantwortlich sind, kamen bei der Zündung von zwei Autobomben vor der Peshmerga-Kommandozentrale und vor dem Privathaus Mala Bachtiars, einem der prominentesten Mitglieder des Politbüros der PUK, ums Leben. Mala Bachtiar selbst blieb unverletzt. Die Arbeit von Wadi ist durch diese jüngsten Anschläge nicht gefährdet. Mary Kreutzer, Projektmanagerin von Wadi-Österreich: "So schrecklich diese Angriffe der Terrorgruppen auf eine der Hauptstädte des autonomen Kurdengebietes auch sind, so sehr handelt es sich dabei um einen Einzelfall. Die Projekte von Wadi waren durch die Anschläge nicht betroffen und werden wie geplant fortgesetzt." Kreutzer ist davon überzeugt, dass gerade die Stärkung zivilgesellschaftlicher und demokratischer Initiativen im Irak eine Demokratisierung vorantreiben und damit den Terrorgruppen das Wasser abgraben können: "Unsere Frauenprojekte stoßen überall positives Echo und tragen viel dazu bei, dass auch in den Dörfern und Kleinstädten Frauen in den Demokratisierungsprozess eingebunden sind." Ähnlich wird dies von Thomas Schmidinger gesehen. Der Obmann des Vereins in Österreich hält auch ein Prosemininar zum Thema "Politischer Islam" auf dem Institut für Politikwissenschaft in Wien: "Der terroristische Flügel des politischen Islam ist nicht allein mit polizeistaatlichen Methoden zu bekämpfen. Allein eine wirkliche Demokratisierung und ein Wiederaufbau funktionierender staatlicher aber auch zivilgesellschaftlicher Strukturen im Irak kann den gihadistischen Gruppen dort Einhalt gebieten." Die Deutsch-Österreichische NGO Wadi unterstützt seit 1993 Frauen- und Menschenrechtsprojekte im Nordirak. -- WADI - Verband für Krisenhilfe und solidarische Entwicklungszusammenarbeit e-mail: wadi.wien at gmx.at Tel.: 0699-11365509 Postfach 105 A-1181 Wien Spendenkonto in Österreich: Kontonummer 07.405.301 Evangelische Kreditgenossenschaft eG BLZ 31800 IBAN: AT10 3180 0000 0740 5301 BIC: EVKRATW1 Website mit weiteren Informationen zu Projekten von Wadi und Veranstaltungshinweisen: www.wadinet.at ============================================== 03 Irans Drohungen ernst nehmen From: gfbv.austira at chello.at ============================================== GESELLSCHAFT FÜR BEDROHTE VÖLKER INTERNATIONAL PRESSEMITTEILUNG Göttingen, den 26.10.2005 Drohung des Iran gegen Israel muss ernst genommen werden - Terror gegen kurdische Gemeinschaft zeigt Grausamkeit des iranischen Regimes In einer Rede auf einer Konferenz mit dem Titel "Die Welt ohne Zionismus" in Teheran hat der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad einem Bericht der Nachrichtenagentur afp vom heutigen Mittwoch zufolge öffentlich gefordert, "Israel von der Landkarte zu löschen". Dazu erklärt der Generalsekretär der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV), Tilman Zülch: "Die internationale Öffentlichkeit muss die Ankündigung des iranischen Präsidenten Ahmadinedschad, Israel auszulöschen, sehr ernst nehmen. Mit dem Aufbau seiner Atomindustrie wird der Iran die Mittel für einen Schlag gegen Israel in die Hand bekommen. Gleichzeitig beobachten wir einen zunehmenden Terror gegen die sieben bis zehn Millionen Angehörige zählende kurdische Gemeinschaft, der die Grausamkeit des Regimes vor Augen führt: Bereits in den frühen 80er Jahren wurden 60.000 Kurden von Sicherheitskräften des Regimes im Iran vernichtet. Sie hatten sich für Demokratie und Autonomie erhoben. Seit Mitte dieses Jahres verfolgt das Mullah-Regime zunehmend kurdische Bürgerrechtler. In den letzten Wochen wurden 21 Kurden niedergeschossen, hunderte wurden verletzt oder als politische Gefangene eingesperrt. Ihnen drohen Folter und drakonische Strafen von lebenslanger Haft bis zur Todesstrafe. Der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) liegt eine Liste mit 31 Namen von kurdischen politischen Gefangenen vor, die von so genannten islamischen Revolutionsgerichten zum Tode, zu lebenslanger Haft oder zu über 20 Jahren Gefängnis verurteilt worden sind. Manche von ihnen sind bereits seit Jahren eingesperrt. Erst am 3. September wurde der 38 Jahre alte Kurde Ismail Mohammadi hingerichtet, weil er sich früher in der kurdischen Komala-Partei engagiert hatte. Die GfbV hatte sich zwei Jahre lang für seine Begnadigung eingesetzt." Für Nachfragen ist Tilman Zülch auch erreichbar unter Tel. 0151 153 09 888. ====================================================== Gesellschaft fuer bedrohte Voelker e.V. (GfbV) Inse Geismar, Pressereferentin Postfach 2024, D-37010 Goettingen Tel.+49/551/49906-25, Fax:++49/551/58028 E-Mail: presse at gfbv.de, Homepage:http://www.gfbv.de ====================================================== ============================================== 04 Nur vor der Glotze vereint From: wadi.wien at gmx.at ============================================== Nur vor der Glotze vereint Der Prozess gegen Saddam Hussein sollte die Vergangenheit der Ba'ath-Diktatur aufarbeiten. Tatsächlich könnte er die Spaltung zwischen Sunniten, Schiiten und Kurden vorantreiben. von thomas von der osten-sacken, suleymaniah (aus Jungle World, 26. Okt. 2005) Ginge es nach Mohammed Said Qader, könnte man sich den Aufwand sparen. Wie Millionen andere Irakis verfolgt der alte kurdische Widerstandskämpfer den ersten Tag des Prozesses gegen Saddam Hussein und sieben Mitangeklagte vor dem Fernseher. Aufhängen solle man ihn, meint er, am besten in Halabja, jener kurdischen Stadt, die die irakische Armee im Jahr 1988 mit Giftgas bombardieren ließ. »Wenn er tot ist, hört auch der Terror auf!« Ob das Verfahren fair sei oder nicht, interessiere hier niemanden, meint der Alkoholhändler Tariq Amin. Man wolle einfach Saddams Kopf. Der Prozess solle möglichst lange dauern und allen internationalen Standards entsprechen, findet hingegen die Jurastudentin Samira Hussein. Schließlich gehe es vor allem darum, Saddams Verbrechen der Welt vorzuführen. »Wenn das Verfahren fair ist, sehen die Menschen, dass der neue Irak keine Diktatur ist.« Für die Todesstrafe plädiert allerdings auch sie. »Erst wenn Saddam unter der Erde liegt, können die Menschen hier Frieden den.« Hatte man gerade im kurdischen Nordirak diesen Tag lange erwartet, stieß das Thema der ersten Verhandlung jedoch auf Unverständnis. Denn das Gericht begann mit einem vergleichsweise kleinen Fall, dem Massaker nämlich, das die Ba'ath-Partei im Jahr 1982 in Dujail, einem kleinen Dorf nördlich von Bagdad verübt hatte. Hier hatten viele erwartet, dass die Anklage mit der »Anfal«-Kampagne beginnen würde, also der systematischen Zerstörung kurdischer Dörfer in den achtziger Jahren, der mindestens 182 000 Menschen zum Opfer fielen. In Dujail hatten Sicherheitskräfte alle 148 männlichen Dorfbewohner exekutiert, nachdem der Konvoi des Präsidenten bei der Durchfahrt beschossen worden war. Ausgewählt hat das Gericht den Fall wohl vor allem, weil er filmisch dokumentiert ist und die Beweislage eindeutig scheint. Weitere Anklagepunkte sollen folgen: die Niederschlagung der Aufstände im Südirak 1991, der Überfall auf Kuwait, unzählige politische Morde, der Einsatz von Giftgas gegen kurdische Zivilisten. Mit Hilfe US-amerikanischer Experten und eines eigens hierfür eingerichteten »Regime Crimes Liaison Office« wurden vor dem Verfahren über 40 Tonnen Beweismaterial gesichtet, unzählige der inzwischen bekannten 270 Massengräber geöffnet und tausende Zeugen befragt. Denn das Verfahren soll helfen, das ganze Ausmaß der ba'athistischen Verbrechen bekannt zu machen. Nicht nur die US-amerikanische Regierung, sondern auch irakische Politiker und Juristen hatten sich dabei gegen eine Internationalisierung des Tribunals ausgesprochen und alle Vorschläge abgelehnt, Saddam Hussein vor einem internationalen Gericht oder gar einem UN-Tribunal anzuklagen. Denn die Vereinten Nationen genießen in Teilen des Irak einen denkbar schlechten Ruf; Kofi Annan gilt dort weithin als Unterstützer Saddam Husseins. »Die meisten seiner Opfer waren Iraker«, sagt etwa der Rechtsanwalt Sarwar Hassan. »Deshalb ist es unsere Pflicht und unser Recht, Saddam und die ehemalige irakische Führung im Irak abzuurteilen. In Nürnberg wurden die Nazis schließlich nur für die Verbrechen verurteilt, die sie außerhalb Deutschlands begangen en.« Als Hauptargument gegen ein nationales Tribunal führen Menschenrechtsorganisationen wie Amnesty International und Human Rights Watch an, dass im Irak die Todesstrafe gilt, die Saddam Hussein und andere Führungsfiguren des Regimes ziemlich sicher erwarten dürfte. Zudem wird das Fehlen einer Berufungsinstanz bemängelt. Von Saddams offenen Unterstützern abgesehen, finden sich jedoch dieser Tage im Irak nur wenige, die diese Sorgen teilen. Im Gegenteil, immer wieder hört man die Beschwerde, dass die vornehmliche Sorge von UN und Menschenrechtsorganisationen dem Wohlbefinden ehemaliger Diktatoren gelte. Mit berechtigter Sorge dagegen betrachten manche irakische Intellektuelle wie Kanan Makiya eine Entwicklung in ihrem Land, die auch angesichts des Tribunals offensichtlich wird. Kaum noch gelingt es, die Differenzen zwischen den verschiedenen Gruppen und Konfessionen zu überbrücken. Daher befürchtet Makiya, d as Tribunal könne einen Wettkampf zwischen Schiiten und Kurden entfachen, in dem beide für sich reklamierten, am meisten unter Saddam gelitten zuhaben. Erste Anzeichen dafür gibt es bereits. Auf der anderen Seite fanden in Tikrit und anderen sunnitischen Städten Demonstrationen für Saddam Hussein statt. Die Sunniten, selbst eine äußerst heterogene Gruppe, sehen sich zunehmend gemeinsam mit Saddam Hussein auf der Anklagebank. Tatsächlich aber stützte sich Saddams Macht nur auf eine Minderheit unter den Sunniten, während sich der ba'athistische Terror gegen jede oppositionelle Regung im Irak richtete. Ein sunnitisches Apartheidsregime war die Herrschaft Saddam Husseins keineswegs. Auch das Referendum über die Verfassung, das am vorletzten Wochenende durchgeführt wurde, war weniger eine Abstimmung über Vor- und Nachteile des Entwurfs, sondern eher eine Art Volkszählung: Schiiten und Kurden dafür, Sunniten dagegen. Je mehr allerdings die verschiedenen Gruppen ethnisiert und konfessionalisiert werden, umso einfacher fällt es selbstmandatierten Führern, sie als Gefolgschaft um sich zu scharen. So droht in Vergessenheit zu geraten, dass der Ba'athismus viele Anhänger im Süd- und im Nordirak hatte. Unterdessen kann man sowohl innerhalb der schiitischen Parteien wie im Nordirak beobachten, wie die Ideologie und die Herrschaftstechniken der Ba'ath-Partei strukturell fortgeführt werden. Eine Aufarbeitung von 24 Jahren faschistischer Diktatur, die zugleich das Ziel einer grundlegenden Verwandlung der irakischen Gesellschaft verfolgt, ist unter solchen Voraussetzungen kaum zu leisten. Dass es trotz allem die Ba'ath-Partei war, deren brutale Unterdrückung auch zu dieser fatalen Dreiteilung des Landes geführt hat, ist dabei eine besonders bittere Ironie. Dabei würde eine solche Auseinandersetzung mit den Voraussetzungen und Funktionsweisen des ba'athistischen Staatsterrorismus nicht nur die künftige irakische Gesellschaft maßgeblich beinflussen, sondern auch die Herrschaft der übrigen Regimes in der Region in Frage stellen. Wie sehr man sich dort vor einer solchen Entwicklung fürchtet, zeigt ein Blick in die dortige halbstaatliche Presse. In einer Region, in der Schnell- oder Shariagerichte willkürlich Angeklagte verurteilen, empörten sich islamistische und panarabische Zeitungen über die »Siegerjustiz«, die, so etwa Abdulbari Atwan, der Herausgeber der in London erscheinenden al-Quds al-Arabia, nur über die Verbrechen der Amerikaner in Falluja und Abu Ghraib hinwegtäuschen solle. Auch wenn die ethnische und konfessionelle Zersplitterung des Irak die Freude über die jüngste Entwicklung trübt, sind sich irakische Kommentatoren doch erstaunlich einig, dass mit dem Beginn des Tribunals die Demokratisierung des Landes irreversibel voranschreite. Obwohl noch kein amtliches Endergebnis festgestellt ist, scheint die Verfassung per Referendum angenommen. Im Dezember dürften dann Neuwahlen stattfinden. »Saddam Hussein ist nun Geschichte«, sagt Fathil Amin, der in einem Kaffeehaus in Suleymaniah mit seinen Freunden den Prozess verfolgt. »Und eines Tages werden wir auch Zarqawi und seine ganze Bande vor ein Gericht stellen und aburteilen. Alle sollen ein freies und faires Verfahren haben, und nichts mehr soll an die Zeit erinnern, als Saddam uns ierte.« -- WADI - Verband für Krisenhilfe und solidarische Entwicklungszusammenarbeit e-mail: wadi.wien at gmx.at Tel.: 0699-11365509 Postfach 105 A-1181 Wien Spendenkonto in Österreich: Kontonummer 07.405.301 Evangelische Kreditgenossenschaft eG BLZ 31800 IBAN: AT10 3180 0000 0740 5301 BIC: EVKRATW1 Website mit weiteren Informationen zu Projekten von Wadi und Veranstaltungshinweisen: www.wadinet.at ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< SERVICE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ============================================== 05 Newsletter andersrum From: andersrum.gruene.at ============================================== ******************************************** Ne wsletter andersrum.gruene.at mit den neuen Headlines seit 20. 10. 2005 09:01 ********************************************* ******* INHALT ******* - Good News - Danke! ***************************************** *** Good News *** 24. Oktober 2005 Wir haben gestern viel erreicht. In Zukunft gibts vierzehn Grüne Abgeordnete und zwei Grüne StadträtInnen im Rathaus. Eine erste Analyse. http://www.gruene-andersrum.at/wien/artikel/lesen/3261/1396/ ***************************************** *** Danke! *** 23. Oktober 2005 Die Wahllokale haben geschlossen. Wir bedanken uns herzlich bei allen Grün-WählerInnen für ihre Stimme! Wir werden verantwortungsvoll mit ihrem geschenkten Vertrauen umgehen. http://www.gruene-andersrum.at/wien/artikel/lesen/3260/1396/ ============================ http://andersrum.gruene.at/ ============================ ================================================ C) TERMINE ================================================ ======================== Freitag http://www.mund.at/butt/Termine/Oktober/2810.htm Samstag http://www.mund.at/butt/Termine/Oktober/2910.htm Sonntag http://www.mund.at/butt/Termine/Oktober/3010.htm ======================== ================================================ D) EDITORIAL ================================================ Für den Inhalt verantwortlich: Ihr. E-Mail-Adresse für Beiträge: widerstand at no-racism.net geschickt. widerst at nd MUND und alle Termine täglich aktualisiert im Web: http://www.no-racism.net/MUND Ziel von MUND (medienunabhängiger Nachrichtendienst) ist die unzensurierte und möglichst rasche Information über gesellschafts- politisch relevante Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu Widerstand und Antirassismus sowie verwandte Themen. sollen einen Titel, Namen und Emailadresse der/des AutorIn enthalten und möglichst kurz und prägnant gehalten sein, ev. mit Hinweis, wo weitere Informationen eingeholt werden können. Bitte keine Attachments! Die inhaltliche und sachliche Verantwortung liegt bei der/dem jeweiligen AutorIn bzw. jenen, die uns die Beiträge schicken. Der MUND wird von einzelnen TagesredakteurInnen zusammengestellt. Da Fehler nicht ausgeschlossen sind, bitten wir, nicht veröffentlichte Beiträge nochmals an widerstand at no-racism.net zu senden. Die Weiterleitung (auch auszugsweise) ist erwünscht. Beiträge mit rassistischen oder sexistischen Inhalten werden nicht veröffentlicht. Sehr persönliche Meldungen werden wir an den betreffenden Adressaten weiterleiten, aber nicht im MUND veröffentlichen. Die bisherigen Ausgaben sind unter http://www.no-racism.net/MUND archiviert. Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage: * Wann: Sonntag, 11.11.2001, 11:11 Uhr * * Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" * * Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf * * Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie. Aber kurz und prägnant.* Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch stillschweigend Zensur zu üben. Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die Nichtaufnahme geliefert. (Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.) Die AbsenderInnen der betroffenen Beiträge werden hiervon informiert. Im Sinne einer "gläsernen Zensur" könnt ihr Euch die Beiträge gerne extra schicken lassen: Ein kurzes Mail an widerstand at no-racism.net genügt. ================================================ E) VERTEILERLISTE ================================================ Zur Eintragung in diesen Verteiler bitte direkt subskribieren unter http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/analle oder von der einzutragenden Adresse aus ein mail schicken an: admin at no-racism.net mit folgendem Text: subscribe no-racism Bitte wegen Automatisierung diesen Wortlaut verwenden! Zur Austragung aus dieser Liste bitte an zusammengestellt. Bitte keine Attachments! (werden nicht angenommen) nicht drin: 1 unaktueller termin Redaktionsschluss für diese Ausgabe: Do 2:00 III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III ü, ö, ä, ß, Ü, Ö, Ä III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III widerst at nd-MUND is powered by http://alt.strg.at/ ================================================ From analle at no-racism.net Mon Oct 31 15:09:25 2005 From: analle at no-racism.net (=?iso-8859-1?q?MUND=3A_medienunabh=E4ngiger_Nachrichtendienst?=) Date: Mon, 31 Oct 2005 15:09:25 +0100 Subject: Fwd: MUND_311005 References: Message-ID: <10CF5867-FD4D-4C74-B41A-750E9D169469@no-racism.net> Anfang der weitergeleiteten E-Mail: > Von: frketic > Datum: 31. Oktober 2005 14:45:08 GMT+01:00 > An: techred > Kopie: analle at no-racism.net > Betreff: MUND_311005 > > > widerst at nd MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst > > Montag, 31. Oktober 2005 > > www.no-racism.net/mund > > > > MedieninhaberInnen seid Ihr! > > > ================================================ > A) INHALT > ================================================ > > ================================================ > 01 In memoriam Rosa Louise Parks > von: depesche at quintessenz.org> > ================================================ > > <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< > > AKTIONEN/ANKÜNDIGUNGEN > > <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< > > ================================================ > 02 PK Erster europäischer TransGenderRat in Wien, 3.11.05 Rathaus > von: michael.haas at cid.at > ================================================ > 03 7stern-programm > von: 7stern.kultur at kpoe.at > ================================================ > > > > <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< > > MELDUNGEN/MEINUNGEN/KOMMENTARE > > <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< > > ================================================ > 04 Strafprozess wegen Tötung von Seibane Wague , Mitschrift > Fr. 28.10.05, vormittag (9.00-12.05h) > von: andreas at no-racism.net > ================================================ > 05 Strafprozess wegen Tötung von Seibane Wague , Mitschrift > Fr. 28.10.05, Teil 1 vom nachmittag (12.45-15.00) > von: frketic at no-racism.net > ================================================ > 06 Strafprozess wegen Tötung von Seibane Wague , Mitschrift > Fr. 28.10.05, Teil 2 vom nachmittag > von: a9401029 at unet.univie.ac.at > ================================================ > 07 Operation Spring - SOS-Mitmensch - Mithilfe benötigt für > Schaltung > von Protestinserat. > von: tristan.sindelgruber at chello.at > ================================================ > 08 Wie sollen wir die Wiener Wahlen beurteilen? > von: Ljubomir at gmx.net > ================================================ > 09 REVOLUTION - mit der Bitte um Veröffentlichung > von: ast-lfi at utanet.at > ================================================ > 10 ASt - mit der Bitte um Veröffentlichung > von: ast-lfi at utanet.at > ================================================ > 11 Haider/Pressestunde/Kaltenegger/KPÖ > von: kpoe_stmk at hotmail.com > ================================================ > 12 KPÖ/Handymastensteuer/Raumordnung/Öffentliche Finanzen > von: kpoe at aon.at > ================================================ > 13 Oil for Food: Fritz Edlinger (GÖAB) und 37 österreichische > Firmen unter Korruptionsverdacht mit dem Regime Saddam Husseins > von: wadi.wien at gmx.at > ================================================ > 14 "Zu Gast bei Saddam": Gastkommentar in der Presse als Antwort > auf Jörg Haider > von: wadi.wien at gmx.at > ================================================ > > > > > > <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< > > WELTWEIT > > <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< > > ================================================ > 15 ILGA-Europa-Tagung in Paris: HOSI-Wien-Generalsekretär in > den ILGA-Europa-Vorstand gewählt > von: Kurt.Krickler at hosiwien.at > ================================================ > 16 Portugiesische Kommunisten distanzieren sich von EU-Linkspartei > von: kpoe_stmk at hotmail.com > ================================================ > 17 Aus der Europäischen Linkspartei (Estland) > von: kpoe_stmk at hotmail.com > ================================================ > 18 Mosambik-Info > von: peter-pils at chello.at > ================================================ > 19 Syrien: Einbürgerung von 200.000 Kurden längst überfällig! > von: gfbv.austria at chello.at > ================================================ > > > > > <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< > > LINKS/HINWEISE > > <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< > > > ================================================ > 20 kanalB.at video: themensektion lebensabend und kontrolle > von: webmaster at kanalB.org > ================================================ > 21 Pakistan's Leading Education Website > von: talha at interface.com.pk > ================================================ > > > > > > > ================================================ > B) TEXTE > ================================================ > > > > ================================================ > 01 In memoriam Rosa Louise Parks > von: depesche at quintessenz.org> > ================================================ > > From: "q/depesche" > Subject: In memoriam Rosa Louise Parks > > q/depesche 2005-10-28T02:12:02 > > In memoriam Rosa Louise Parks > > Über die Frau, die sich hinsetzte, um für Bürgerrechte aufzustehen. > > /Ohne Mut und Inspiration werden die Träume sterben, die Träume von > Freiheit und Frieden./ > Rosa Parks, 1913 bis 2005 > > > -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- > Höret, Kinder! > Der 1. Dezember 1955 gilt als Geburts/stunde der US/amerikanischen > Bürgerrechtsbewegung. In Montgomery, Alabama, weigerte sich eine > Näherin in > einem Bus ihren Sitzplatz für einen Weißen zu räumen. Der > Busfahrer rief > die Polizei. Eine schwarze(!) Frau(!), die sich weigerte, für einen > weißen(!) Mann(!) aufzustehen, war ein Skandal. Denn die für die > Südstaaten > typischen Rassen/gesetze verpflichteten Schwarze, die gesamte > Sitzreihe für > /einen/ Weißen zur räumen. > > Die Dame hieß Rosa Parks, war 42 Jahre alt und neben ihrem > eigentlichen > Beruf als Näherin auch als Sekretärin für die NAACP /National > Association > for the Advancement of Colored People/ tätig. > http://www.naacp.org/news/2005/2005-10-25.html > > Sie wurde verhaftet, vor Gericht gestellt und zu einer Geldstrafe > verurteilt. Für den Tag des Gerichts/verfahrens (5. 12. 1955) > organisierte > das Women's Political Council einen Boykott der öffentlichen Busse. > Fast > die gesamte schwarze Bevölkerung Montgomerys beteiligte sich. Zum > Prozess > reiste auch ein damals relativ unbekannter Baptistenprediger an. Er > hieß > Martin Luther King und kündigte nach dem Prozess eine Fortsetzung des > Boykotts an. Die Forderungen: Respektvolle Behandlung, gleiche > Rechte für > alle Fahrgäste und die Einstellung schwarzer Busfahrer. > http://de.wikipedia.org/wiki/Montgomery_Bus_Boycott > > Über ein Jahr lang benutzten die Schwarzen der Stadt keine > städtischen > Autobusse. Da sie den Großteil der Fahrgäste gestellt hatten, > fehlten > plötzlich die Fahrkarten/einnahmen. Schwarze Taxifahrer führten > einen > Aktions/preis von 10 Cent ein, die Stadt reagierte mit einer > Mindest/preis/verordnung über 45 Cent. Die Schwarzen bildeten > Fahrgemeinschaften, die Stadt übte Druck auf die > Versicherungsgesellschaften aus, die Verträge aufzulösen. Aktivisten > organisierten neuen Versicherungs/schutz durch Lloyd London. > Willkürliche > Festnahmen, Duldung offener Gewalt gegen Schwarze, und zum Beispiel > eine > Verurteilung Martin Luther Kings zu einer hohen Geldstrafe > gehörten zum > Waffenarsenal der Rassisten. > > Am 13. November 1956 erkannte der Oberste US/Gerichtshof die > Rassentrennung > in den Autobussen als rechtswidrig. Es war nicht nur der Anfang vom > Ende > der Rassen/trennung, sondern einer der wichtigsten Siege der > Bürgerrechtsbewegung überhaupt. Rosa Parks war zu einer Ikone dieser > Bewegung geworden, Martin Luther King eine internationale > Berühmtheit. > > Aufgrund zahlreicher Drohungen gegen sie und ihren Mann zog Rosa > Parks 1957 > nach Detroit. Sie blieb bis ins hohe Alter in der Bürger/ > rechtsbewegung > aktiv. Von 1965 bis zur ihrer Pensionierung 1988 arbeitete sie für > den > demokratischen Abgeordneten zum US/Repräsentantenhaus John Conyers. > http://www.house.gov/conyers/ > > Rosa Parks wurde mit den beiden höchsten zivilen Auszeichnungen der > U/S/A > bedacht. 1996 erhielt sie von Bill Clinton die Presidential Medal of > Freedom, 1999 die Congressional Gold Medal of Honor. > > Am 24. Oktober 2005 starb Rosa Lee Parks im Alter von 92 Jahren. > > /All your life > You were only waiting for this moment to be free. > Blackbird fly Blackbird fly > Into the light of the dark black night./ > Aus /Blackbird/, dem Beatles-Song über Rosa Parks. > > http://www.rosaparks.org > > - -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- > relayed by Babuschka > - -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- > quintessenz is powered by http://www.onstage.at > subscribe/unsubscribe/digest > http://www.quintessenz.at/cgi-bin/index?funktion=subscribe > comments to depesche at quintessenz.org > > > > <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< > > AKTIONEN/ANKÜNDIGUNGEN > > <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< > > ================================================ > 02 PK Erster europäischer TransGenderRat in Wien, 3.11.05 Rathaus > von: michael.haas at cid.at > ================================================ > > Presseinformation: Erster europäischer TransGenderRat, > 3. bis 6. November 2005, Wien, Rathaus > > ?Schluss mit dem Operationszwang!? > > Betroffene aus mehr als 20 Ländern organisieren sich gegen > sexistische Strukturen, diskriminierende Körperpolitik und brutale > Eingriffe ins Persönlichkeitsrecht: beim Ersten Europäischen > TransGender - Rat in Wien (3. - 6. Nov. 2005) > > Einladung zur Pressekonferenz > am Donnerstag, 3. November 2005 > 10.30 Uhr im Cafè Berg (Berggasse 8, 1090 Wien) > > Das Programm der ersten europäischen TransGender Ratsversammlung, > die Forderungen der Organisation TransX für Österreich sowie eine > umfassende Hintergrundinformation finden Sie anbei. > > weitere Pressetermine: > TransMission Europe, die 10 Jahres TransX Jubiläumsparty > mit Lucy McEvil und den Kingz of Berlin > Samstag, 5. November 20.00 Uhr, Andino (Münzwardeingasse 2, 1060 > Wien) > > Öffentliche Präsentation der Ergebnisse der Ersten Europäischen > TransGender Ratsversammlung > Sonntag, 6. November ab 14.30 Uhr im Rathaus/Wappensaal > > Presseanfragen und -akkreditierungen an: > CID Werbe- & PR-Agentur > michael.haas at cid.at > Tel.: 01/406 48 14-16 > > > ================================================ > 03 7stern-programm > von: 7stern.kultur at kpoe.at > ================================================ > > Sa 5.11. 20.00: Konzert: Jo Kleeberg > > Di 8.11. 19.30: Erste Wiener Lesetheater: Lesung des > > ?Manifests der Kommunistischen Partei? > > Sa 12.11. 20.00: Film: ?wir leben ewig?, von Carla Knapp > > Mo 14.11. 20.00: Wilde Worte: Patricia Brooks: ?RADIO ROSA? > > Di 22.11. 19.30: Film: ?Zwischen Magie und Realität? > > Sa 29.11. 20.00: Konzert mit Carla Knapp > > --------------------------------------------------- > Samstag, 5. November, 20 Uhr > Konzert > > Jo Kleeberg > > Die Vita Musica Jo Kleebergs beginnt mit einem achtjährigen Studium > der Violine. Als Pendant entwickelt sich der Straßenmusikant mit > Gitarre und Mundharmonika. Er singt demokratische Volkslieder, > selbstverfasste "Protestlieder", Brechtiges, Tucholsky und eigene > Vertonungen von E. Kästner-Gedichten auf den Strassen, in Lokalen > und Kellertheatern von Graz, Wien, Arena St. Marx 1976, Nürnberg, > Rosenheim, Würzburg, Paris und Avignon, bei Vernissagen und in > anderen Etablissements. > > Das ?Lied von der Unnötigkeit der Natur?, der ?Herr > Karl? , ?A Weana Hausherr?, ?Mir san Österreicher?, > ?Üb immer Treu und Redlichkeit? sind für den Liedermacher > richtungsweisend. > > Die neue Hymne für Österreich wird im 7stern vorgestellt. > > UKB: 5.- > > -------------------------------- > Dienstag, 8. November, 19.30 Uhr > Das Erste Wiener Lesetheater präsentiert die Lesung des > > ?Manifests der Kommunistischen Partei? > von Karl Marx und Friedrich Engels > > Ein politisches Manifest, erschienen 1848, im Jahr der Revolutionen > in Europa noch vor deren Ausbruch! Eineinhalb Jahrhunderte später: > Eine Gesellschaftsanalyse aktueller denn je! > > Es lesen: Claudia Groiss (VA), Werner J. Grüner (VA), Ottwald John > und Gabriela Schmoll > > > > ----------------------------- > Samstag, 12. November, 20 Uhr > Filmvorführung > > wir leben ewig > Dokumentarfilm von Carla Knapp > > Vom Publikum begeistert aufgenommen ? ?wir leben ewig?, ein > berührender Dokumentarfilm, der sich in äußerst subtiler und > leiser Art mit dem Holocaust und dessen Aufarbeitung auseinandersetzt. > > ?Hier wird Hoffnung spürbar ? Hoffnung, auf ein ?nie > mehr?. (Wiener Zeitung) > > ?wir leben ewig? begibt sich auf die Spurensuche nach dem > ?Jerusalem von Litauen?, dem einstigen Zentrum des Ostjudentums > in Wilna. Während die nichtjüdische Musikgruppe Gojim (?die > Nicht-Juden?) den musikalischen Spuren folgt, erfahren wir von > sechs Zeitzeuginnen deren persönlichen Blick auf diese Zeit. > > ?Ein Volk, das seine Kultur vergisst, kann nicht mehr > weiterleben.? (Chasia Spanerflig) > > Anschl. Diskussion mit der Regisseurin. > UKB: 7.- > > > ---------------------------- > Montag, 14. November, 20 Uhr > Wilde Worte > Gastgeber: Michaela Opferkuh, Franz Hütterer, Richard Weihs > > Gast: Patricia Brooks > RADIO ROSA > > Die Medien haben heute eine beinahe religiöse Funktion inne, sie > moderieren uns durch den Tag, manövrieren uns durch Jahreszeiten > wie ehemals der kirchliche Kalender. Sie manipulieren unsere > Emotionen durch ein Wechselbad von Schreckensmeldungen und > Erbaulichem. Radiosender bilden Gemeinden. Moderatoren sind die > Priester des Medienzeitalters. Sie buhlen um Quoten und versprechen > Erlösung durch Unterhaltung. > > > --------------------------------- > Dienstag, 22. November, 19.30 Uhr > Filmvorführung > > Zwischen Magie und Realität > ?Zwischen Magie und Wirklichkeit? ist ein Streifzug durch > Aracata, das Geburtsdorf des großen kolumbianischen Schriftstellers > Gabriel García Márquez. Mit seinem Roman ?100 Jahre > Einsamkeit? setzte er dem Dorf in der heißen Magdalenatiefeben > ein Denkmal. > > Musiker, Esel, Maler und Hähne formen den Alltag: so magisch und > doch ganz real. > Uraufführung war im April 2005 in Aracataca selbst. > > Ein filmischer Versuch von Michaela Krimmer und Friedrich Ofner. > (39 min., span.OV, engl.UT) > > > ------------------------------ > Samstag, 29. November, 20 Uhr > Konzert > > Carla Knapp: Reise zum dritten Ort > > Mit ihrer Gitarre im Gepäck und jeder Menge Power begibt sich die > Liedermacherin gemeinsam mit dem Publikum auf die ?Reise zum > dritten Ort?. > > Unverwechselbar mit ihrer markanten Stimme, originell in ihren > Geschichten, verspricht Carla Knapps Konzertprogramm einen Abend > der besonderen Art. > > hingehen ? anhören ? mitreisen > UKB ? 5,- > > > <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< > > MELDUNGEN/MEINUNGEN/KOMMENTARE > > <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< > > ================================================ > 04 Strafprozess wegen Tötung von Seibane Wague , Mitschrift > Fr. 28.10.05, vormittag (9.00-12.05h) > von: andreas at no-racism.net > ================================================ > > > Strafprozess gegen 6 PolizistInnen, 3 Sanitäter > und einen Notarzt wegen Tötung von Seibane Wague > > Protokoll vom Fr. 28.10.05, vormittag (9.00-12.05h) > > > R = Richter > STA = Staatsanwältin > SV1 Sachverständiger (Polizeigutachter) > GM Gerichtsmediziner > Schriftführerin > V1: Verteidigerin des angeklagten Notarztes > V2: Verteidiger von 2 angeklagten Polizisten > V3: Verteidiger von 2 weiteren angeklagten Polizisten > V4: Verteidiger der angeklagten Polizistin und eines Polizisten > V5: Verteidiger von 2 Sanitätern > V6: Verteidiger eines Sanitäters > P1, P2, P3, P4, P5, P6: angeklagte PolizistInnen > S1, S2, S3: angeklagte Sanitäter > Dr. K.: angeklagter Notarzt > A: Nadja Lorenz - Anwältin der privatbeteiligten Witwe von Seibane > Wague. > Z1 - Z10: ZeugInnen > > > ((Die folgende Mitschrift ist leider > unvollständig. Anders als im UVS-Prozess wurden > die Aussagen im Strafprozess nicht fürs Protokoll > wiederholt, wodurch der Redefluss schneller und > das Mitkommen beim Schreiben schwieriger ist, > außerdem ist die Akustik im großen > Schwurgerichtssaal nicht besonders gut, sodass > hinten nicht alles gut zu verstehen war. Die > Mitschrift ist kein Wortprotokoll - viele > Aussagen und Fragen werden sinngemäß > wiedergegeben)). > > > Publikum ca. 45 Personen > > > R: > Bitte Türen schließen. Wir haben versucht einen > größeren Saal zu finden. Sind nun im großen > schwurgerichtssaal, der allerdings das Problem > aht, dass die Akustik nicht gut ist. > R stellt Anwesenheit fest > Einvernehmlich werden vom Einzelrichter die > bisherigenVerhandlungsergebnisse vorgetragen > im zwischenverfahren wurden Gutachten neu erhoben: > Verantwortug der Beschuldigten, Sie.wurden nicht > so geschult und die Möglichkeit des > Erstickungstodes war ihnen nicht bekannt gewesenn. > > R gibt Verhandlungsplan bekannt: > Kommenden Montag werden die restlichen Zeugen vernommen > > Dabei wird insbesondere die Frage zu klären sein, > wie weit die Beschuldigten über die Möglichkeit > des lagebedingten Erstickungstodes Bescheid > wissen mussten. > Rechtsvorschriften dazu: > Omofumaerlass: betrifft nicht Sichrheitswachbeamte, sondern die > Fremdenpolizei. > Es gibt aber einen Erlass zur Anwendung einsatzbezogener > Körperkraft (AEK) > im Erlass gibt es zwei berücksichtigungswürdige Punkte > Vermittlungsinhalt > 1.) Erste Hilfe > 2.) Problem der positionsbedingten Asphyxie > Täter ist möglichst schnell in eine senkrechte > Position zu bringen. Ein Täter darf in > waagrechter Position in keinen Fall länger als > vier Minuten gehalten werden. Sonst kann es zu > Sauerstoffmangel mit Narkose ähnlichen Zustand > kommen. > Der dadurch bewirkte Erregungszustand ist von > einer Aggressionshandlung zu unterscheiden > > von 4 Minuten ist die Rede > > auf Band sind zwei Minuten und 31 Sekunden > Fixierung dokumentiert, dabei handelt es sich um > eine Mindestzeit > wir wissen, dass die Aufzeichnung auf Band nicht > den gesamten Fixierungszeitraum abdeckt. > bis zum Verbringen des Herrn Wague in den > Rettungswagens sind etwa fünf Minuten vergangen > Das Band dokumentiert nicht den Anfang > Der genaue Zeitraum wird zu rekonstruieren sein > ab dem Funkspruch vom Schwarzenbergplatz > wie lange hat der Weg gedauert > > Mittwoch werden die Chefs der Wiener Rettung zum Ausbildungsstand > vernommen. > Außerdem werde ich die Bahre vorführen lassen > wie konnte sich Wague befreien > > Donnerstag: werden die neuen 4 Sachverständigen-Gutachten besprochen > Am Donnerstag kommen die 4 GutachterInnen > gesammelt dran, denn es könnte Fragen über die > Sachgebiete hinweg geben > Am Freitag ist dann die Urteilsverkündung geplant > > Beschuldigte bleiben bei ihrer bisherigen Verantwortung > > Das Beweisverfahren wird eröffnet > > > ##################### > > Z1 > Generalmayor M > > Personalien werden aufgenommen, Wahrheitserinnerung > > Z1 ist seit Juli 2005 Landespolizeikommandant in Wien > ab September 2002 stellvertetender Generalinspektor der Wiener > Sicherheitswache > von 1991 bis 2000 Abteilungkommandant in Hietzing > > R: > Was haben sie zu tun mit diesem Erlass? Es gab da > einen Dienstbefehl zum Informationsbrief? > > Z1 > Der Informationsbrief wurde neu gestaltet, > dazu gab es einen Dienstbefehl, dass der > Informationsbrief an jeden Beamten ausgehändigt > werden soll > Alle Mitarbeiter haben sich verpflichtend zu informieren > > R: > Wie hat die Umsetzung funktioniert? > > Z1 > Die Beamten haben die Informationsbriefe bekommen > Maximal eines hat nicht funktioniert, nämlich die > Beamten haben die Informationsbriefe nicht > namentlich bekommen. Es sind z.B. 30 Stück ins > Wachzimmer gekommen. Die Zuteilung an jeden > Beamten war Aufgabe der Wachkommandanten. > Es wurde ab 1991 dafür Sorge getragen, dass eine > erforderliche Stückzahl zur Verfügung steht > Jeder Beamte sollte einen Informationsbrief in der Hand haben > 1989 waren es 6000 Stück > > R: > Wurde den Beamten der Informationsbrief bei der > Einschulung zur Kenntnis gebracht? > > Z1: > Der Informationsbrief ist ein seit Jahrzehnten vorhandenes > Informationsmittel > schon seit den 70er Jahren > das ist das einzige Schriftliche und erscheint 4 bis 6 mal im Jahr > > R: > Wenn ein Informationsbrief nicht zugeht, würde man das merken? > > Z1: > Die Informationsbriefe sind laufend zu sammeln > Chronologie sollte sichergestellt sein > Die Seiten waren auch numeriert > > R: > Inwiefern ist der Informationsbrief verbindlich? > > Z1: > Die Verbindlichkeit ist im Dienstbefehl schriftlich festgelegt > Die Wachkommandanten hatten die Anweisungen an > die Beamten weiterzugeben und sie zu schulen, das > ist festgelegt > ein Wachkommandant kommt seiner Pflicht nicht > nach, wenn er die Weitergabe und schulung > verabsäumt. > > Primär sollen alle Beamten einzeln den Informationsbrief bekommen > und lesen > erst im Laufe der Zeit im Rahmen von > Dienstbesprechungen kommt es zu Schulungen durch > die Wachkommandanten als zweiter schritt > > > SV1 > (Polizeigutachter) > Es gibt im Informationsbrief 2 Teile: Den > Magazinteil und den Teil "lesen sammeln wissen". > War der Schulungsteil zum lagebedingten > Erstickungstod im Magazinteil oder im Teil lesen > sammeln wissen > > Z1: > in lesen sammeln wissen > > A > Das Selbststudium war für dei Beamten verpflichtend > > Z1: > ja, war im Dienstbefehl, jeder einzelne Beamte hatte den Befehl, > das zu lesen > darüber hinaus gab es die Wachzimmerbesprechungen > > A > Wie wurde das Wissen überprüft? > > Z1: > später in den Wachzimmerbesprechungen > eine tatsächliche Kontrolle ist bei der Informationsflut aber > schier unmöglich > > V2 > Sie sind also nicht sicher, dass die namentliche Zuteilung > funktioniert hat > > Z1: > Ich habe durchaus eigene Erfahrungen. Die > persönliche Zuordnung hat funktioniert, nicht > aber die namentliche > damit sich Beamte angesprochen fühlen > > Es wird eine Liste aufgestellt, > jede Abteilung erhält eine bestimmte Stückzahl anhand der > Personalliste. > > z. b. 12 werden vom Wachkommandanten persönlich ausgegeben > Die entsprechende Anzahl steht dann bereit > Es gibt keine Namensliste, wo der Erhalt von den Beamten bestätigt > wird. > Allerdings gibt es einen Dienstbefehl, wonach die > persönliche namentliche Zuteilung des > Informationsbriefes zu erfolgen hat. > und zwar als persönliche Zuteilung durch den Wachkommandant > nicht auf jedem Informationsbrief steht der Name des Empfängers drauf > das ändert aber nichts an der Verpflichtung, dass > der Beamte das lesen und in einem Aktenordner > sammeln muss > > R: > können sie sich eine Situation vorstellen, wo > Beamte den Informationsbrief nicht erhalten haben > > Z1: > es sind 6000 Menschen. Lückenlos ist das schwer nachzuweisen > Durch den Umstand, dass die Beamten in diesem > Verfahren ausgesagt haben, dass sie in Hinsicht > auf die positionelle Asphyxie nicht geschult > wurden, sind die Mängel in der > Informationsweitergabe aufgewiesen worden. > Es ist nicht auszuschließen, dass bestimmte > Beamte den Informationsbrief nicht erhalten haben > > R: > wie konnten sich Beamten das wissen verschaffen? > Ein Blick in Computer müsste heute genügen > > Z1: > elektronisch geht's nicht > Der Informationsbrief wird erst seit 3 Jahren elektronisch erzeugt > davor wurde er nur in Papierform hergestellt > Die älteren Ausgaben sind nicht in elektronischer Form aufgenommen > worden > > R: > wenn ich jetzt Sicherheitswachebeamter bin, wie > komme ich an die Information heran? > > Z1: > im Abteilungskommando gibt es eine Aufstellung der alten Ausgaben. > Das Kommando hat geöffnet zwischen 7.30 und 15.30h, > für Beamte ist es aber betretbar rund um die Uhr > Eine Person, die Hilfestellung bei der Suche nach > Information leistet, ist zwischen 7.30 und 15.30h > vorhanden > > R: > Wie darf ich mir diesen Informationsbrief vorstellen? > ist das eine Aktenmappe? > hat das Zeitschriftenform? > > Z1: > Der informationsbrief ist ein A4-Produkt mit 12 bis 16 Seiten, > gefaltet > in den 90er Jahren hat er sich mehrmals geändert > in der Mitte befindet sich der Teil lesen sammeln wissen zum > Herausnehmen. > meistens in Ockergelb gehalten. > Der Informationsbrief hat einen allgemeinem Teil > Außenteil war das Magazin, Bericht über > Veranstaltungen besondere Erfolge, Ehrungen. > durch den allgemeinen Mantel des > Informatiosbriefes sollte das Interesse der > Beamten geweckt werden. > In der Mitte steht dann das Wichtige. > In den 90er Jahren sind 5 bis 7 periodische > Druckschriften sonstiger Art daugekommen, aber > der Informationsbrief ist die einzige > Druckschrift geblieben, die verbindlich zu lesen > ist. > > V2 > Es hat also diesen Dienstbefehl gegeben > > Z1: > man kann zwar Dienstbefehle schreiben, > wir erkennen aber subjektiv, dass das Wissen > nicht in der optimalen Form angekommen ist. > Seit 2003 hat daher Generalinspektor Ernst > Holzinger jede Wachstube persönlich besucht, > damit die Wichtigkeit der Thematik des > lagebedingten Erstickungstodes deutlich wird > Anlass war der Vorfall im Stadtpark > > V2 > das war also ein Schritt, damit das Wissen der Beamten erhöht wird > > Z1: > wir haben aus diesem hier gegenständlichen > Verfahren erkannt, dass die Beamten das Wissen > nicht genügend aufgenommen haben und daher die > berufsbegleitende Fortbildung intensiviert > zu diesem Thema wird jetzt ganz speziell ausgebildet. > > V2 > Es sind also Informationslücken bei Einzelnen vorhanden > daher wurde die Schulung intensiviert > > Z1: > Ja. Wenn eine Organisation im Zuge eines > Verfahrens erkennt, dass sich die Beamten als zu > wenig geschult erachten, dann kann sich > Organisation nicht auf Dienstbefehle > zurückziehen. Wenn Mitarbeiter melden, dass sie > sich nicht ausreichend geschult fühlen, dann > müssen wir nachbessern > > V2 > dann waren objektive Mängel vorhanden in der Ausbildung? > > Z1: > Ja, da verstehen sie mich richtig > > > V3 > sehen sie die Verpflichtung zum Selbststudium als Schulung an? > was verstehen sie unter Wissen lehren? > > Z1: > auf den Informationsbrief hat sich alles aufgebaut > Der Informationsbrief war aber nur ein Teil der Schulungen > Wissen über den lagebedingten Erstickungstod ist > Beamten in vielfältiger Form zu Teil geworden > nicht nur im Informationsbrief vermittelt worden > > V3 > wurde intern überprüft, ob im Rahmen der > Wachzimmerbesprechungen Wissen über den > lagebedingten Erstickungstod vermittelt wurde? > > Z1: > dazu ist mir nichts bekannt > > V4 > keine Fragen > > V5 > seit wann ist ihnen persönlich das Problem des > lagebedingten Erstickungstodes bekannt > > Z1 > seit Beginn der 90er Jahre aus der AEK-Ausbildung > Es ist klar, dass keine Kompression auf den Brustkorb entstehen soll. > Wenn ein Mensch sich nicht mehr bewegt, dann ist > nach den erste Hilfe Schema Atmung und Kreislauf > zu prüfen > diese beiden Grundsätze sind vermittelt worden > > V5 > Bei einem Zusammenwirken von Polizei und Rettung, > wer ist da für die erste Hilfe verantwortlich? > > Z1: > Grundsätzlich ist der Rettungsdienst für erste Hilfe verantwortlich > meist ist es aber ein fließender Übergang, wo die > Amtshandlung aufhört und die erste Hilfe > einzusetzen hat > Zuerst hat jedenfalls die Polizei bei Widerstand > zu handeln, es ist ein sehr fließender Übergang > > V5 > bei wem verbleibt die Verantwortung für die Zwangsmaßnahmen > > R: > Die Frage wird nicht zugelassen, das ist eine Rechtsfrage > > V5 > verliest ersten Satz vom Akt oben Seite 329 > "Aber selbst wenn der Rettungsdienst beigezogen > wird, verbleibt die Verantwortung bei den Organen > des öffentlichen Sicherheitsdienstes" > > STA > Ist in der Grundausbildung ist auf das Thema des > lagebedingten Erstickungstodes eingegangen worden? > > Z1: > Im Rahmen der AEK-Ausbildung hätten das diese Beamten lernen müssen > Meines Wissens gibt es auch eine Aufstellung, was > an Schulung stattgefunden hat. > > V2 > in welcher Form ist diese spezielle Problematik > angesprochen worden in der Grundausbildung > > Z1 > zur praktischen Durchführung kann ich nichts sagen > es gab den Erlass mit entsprechenden Beilagen > > V2 > wie war es vor 1999 bzw. 2000 > > Z1: > Es gab den Pfeffersprayerlass > > V2 > ich halte ihnen vor, dass vom > Menschenrechtsbeirat schon kritisiert wurde, dass > die Frage im Pfeffersprayerlass irgendwo unter > anderem gestreift wurde > > Z1: > Die Information ist an alle Trainer ergangen: > Keine Kompression am Bauch Brustkorb und Rücken > Das ist selbstverständlich gelehrt worden > > V2 > Es wurde allgemein darüber gesprochen? > > Z1: > Nein, nicht ohne Zufall ist erst in den späten > 90er Jahren das Thema zum Thema geworden. > Der Grundsatz war aber lange, bevor es die Vorfälle gegeben hat, > bekannt > Das Grundthema: keine Kompression wurde geschult > Aber es ist immer ein Unterschied zwischen Schulung und Einsatz > Da ist die schwierige Situation der KollegInnen vor Ort zu betonen. > > SV1 > Gibt es eine Dokumentierung zu den tatsächlichen Schulungsinhalten > > Z1: > Eine Dokumentierung gibt es darüber nicht > > R: > Danke, Zeuge ist entlassen. > > V1: > Ich habe noch eine Frage > > R: > Sie hatten jetzt eine Stunde Zeit, sich Fragen zu überlegen > > V1 > Eine ganz kurze Frage > Wann ist eine Amtshandlung beendet > > Z1: > wenn der widerstand beendet und Fixierung gegeben ist > > ##################### > > Z 2 > Chefinspektor Heribert B. > Personalien werden aufgenommen > Wahrheitserinnerung > > R: > Sie sind der Verfasser des Erlasses, wo auf die > AEK Inhalte und erste Hilfe eingegangen wurde und > auf die positionsbedingte Asphyxie. > Haben sie persönlich Wahrnehmungen gemacht, dass der Erlass > umgesetzt wurde > > Z2: > Das war ein Erlass an die Behörde, an alle Bundespolizeidirektionen > > R: > Ich frage nochmal: haben sie eine persönliche > Wahrnehmung, dass der Erlass umgesetzt wurde > > Z2: > Ich habe das nicht persönlich kontrolliert > Welche Anweisungen die Behörde dann weitergibt, ist Sache der > Behörde > > R: > d.h. sie haben keine Wahrnehmungen, ob im Rahmen > der praktischen Ausbildung etwas zur > positionellen Asphyxie gelehrt wurde. > > Z2: > Als der Erlass in Wien umgesetzt wurde, haben die > Trainer Gebühren bekommen. Mit der Schulung wurde > also begonnen > > R: > Was war der Anlass, am 19.09.2000 so einen Erlass herauszugeben > > Z2: > Der Fall Omofuma und moderne AEK Techniken > > SV1 > einsatzbezogene Anwendung von Körperkraft > welche Erlässe wurden in Wien umgesetzt > > Z2 > an sich müssten beide umgesetzt worden sein > > SV1 > AEK light Seite 24 a und 24 b > warum wurde die Seite 24 b tituliert > > Z2 > weiss ich nicht mehr > welche Techniken waren das > > SV1 > auf 24 b geht es um die positionelle Asphyxie > > Z2 > Es kann nur so sein, dass die Technik zusammen > gehört und daher a b und c tituliert wurde > nachträglich ist nie was eingefügt worden > > ########################## > > Z3 > Herr S. > > R: > Sie sind Verfasser des Dienstbefehles und des > Schulungskonzeptes, die die Umsetzung des > Erlasses 38201 betroffen haben > Offenbar waren sie mit der Umsetzung des Erlasses betraut > Was wissen sie über die Umsetzung? > > Z3 > jeder Erlass kommt in die Dienststellen > wir als Generalinspektoriat sind mit dem Erlass befasst > Erlass selbst wird von uns in einen Dienstbefehl umgearbeitet > dann in die Sicherheitswachebereichsabteilungen verschickt > an alle Kommandanten der uniformierten Polizei in Wien > das waren damals die Bezirks-Abteilungen 1-23 und > Sonderabteilungen wie z.B. die WEGA > > R: > Der Dienstbefehl regelt also die Umsetzung des Ausbildungserlasses > > Z3: > Mit der Umsetzung des AEK Erlasses wurde die Schulungsabteilung > betraut > diese Dienststelle setzte in der Praxis den Erlass um > organisatorische Grundlagen sind Aufgabe des Generalinspektorats > > R: > Wie das in der Praxis umgesetzt wurde, dazu können sie keine > Auskunft geben > > Z3: > nur soweit ich es von KollgInnen gehört habe > > R: > Haben sie konkret Wahrnehmungen darüber, dass > lagebedingeter Erstickungstod behandelt wurde? > > Z3: > Das war Teil des Erlasses aber nicht Teil des Dienstbefehls > Die Fortbildung ist in einem System zu sehen. > Es gibt eine Seminarwoche > alle 2 Jahre sind Sicherheitswachebeamten zu schulen > erste Hilfe und AEK werden mit Dienstbefehl geregelt > > R: > Wie sie den Dienstbefehl im Jahr 2001 verfasst > haben, haben sie damals Defizite gesehen > dass den Beamten an der Front das nicht bewusst ist > Was ist ihre subjektive Erinnerung > War da Handeln notwendig oder bloß ein Erlass > > Z3: > Ich habe keine Erinnerung daran, ob das ein besonderes Thema für > mich war. > > R: > wenn für sie lagebedingter Erstickungstod > besonders sensibel war, warum hat man nicht > sofort darauf geachtet, dass eine verpflichtende > Nachschulung vorgenommen wird? > > Z3: > meine Erklärung ist: > jede Fortbildung steht im Spannungsfeld zum Dienstgeschehen > der tägliche Dienstbetrieb macht es nicht immer > möglich, dass jeder Erlass bis ins Letzte zu den > Kollegen vordringt > wir versuchen das Beste, die Kollegen > vorzubereiten, aber wir können keine Garantien > geben > > STA > wird in der Grundausbildung auf diese Problematik geachtet > > Z3: > Ja > > STA > muss das jeder Polizeibeamte in seiner Grundausbildung lernen > > Z3: > wenn es Thema der Fortbildung war, dann war es > so, aber das Spannungsfeld zwischen Dienst und > Schulung bleibt bestehen. > > STA > Gab es eine Schulung genau zu dieser Thematik > > Z3 > Die hat es nicht gegeben > inhaltlich geht es darum, den Kollegen > mitzugeben, dass sie erkennen, was sie tun müssen > und was sie nicht tun dürfen > > A > im Rahmen der Ausführung der AEK wurde da ab 2000 > lagebedingter erstickungstod behandelt? > > Z3. > Das wurde von Arbeitsgruppe ausgearbeitet im November 2000 > Der entsprechende Dienstbefehl ist aus dem Jahr 2001 > > A > waren da Kompression auf Brust und Bauch ein Thema? > in den Fortbildungen > > Z3: > das ist mir nicht direkt erinnerlich, nicht in Ausbildung selbst > es gibt den Erlass, den habe ich gelesen > > A > ab wann wurde für sie das Thema ein Thema? > > Z3: > Muss zu selben zeit eingeflossen sein in die Fortbildung > > V6 > Wie oft findet so eine Schulung statt. > > Z3: > Es sind 32 Unterrichtseinheiten > Die AEK ausbildung dauert 8 stunden bzw > kombiniert 4 stunden oder 2 mal 3 Stunden in > einem Jahr > Wir haben hier sehr viele Leute in kurzer Zeit zu schulen > > V6 > Sind diese Fortbildungen irgendwo dokumentiert? > Ich bekomme da von meiner Mandantin gerade einen sogenannten > Schießzettel > > Die Schießkarte der Beschuldigten B. wird Gericht vorgelegt. > > Die Beschuldigte gibt Auskunft zum Inhalt der Schießkarte. > > V2 > Stellt Antrag auf Beischaffung der Schießkarten > Zum Beweis dafür, dass AEK-Ausbildung evt. einen andern Inhalt hatte > Ohne Schießkarten ist Beurteilung des Ausbildungsstandes nicht > möglich > > R > Gibt Beweisantrag statt > Wir haben wegen der Feiertage Zeit, die Schießkarten beizuschaffen > Ausbildner sind dieselben > > V2 > Legt Schießkarten von fast allen angeklagten PolizistInnen vor > > R > Andere werden beigeschafft > > V6 > es handelt sich um berufsbegleitende Fortbildungen > Wenn Dienstplan nun aber eine andere > Diensteinteilung vorsieht, kann es dann sein, > dass die Fortbildung versäumt wird? > > Z3: > Ja das kann sein. > Dienst geht immer vor Fortbildung > Wenn es dringend ist > > V5 > Lagebedingter Erstickungstod ist ja vorwiegend ein medizinisches > Problem > Wer schult da? > > Z3: > Ausgebildete Sanitäter > Aber keine Mediziner, keine Ärzte > Die dazu notwendige Ausbildung der Sanitäter ist im Gesetz geregelt > > > 5 min Pause > > Fortsetzung 10:40 > > ##################### > > Z4 > Herr Z. Wachkommandant > Personalien werden aufgenommen > > R: > Wenn sie sich duch Aussage selbst belasten > könnten, z. B. ich hab Informationspflicht > verletzt, dann können sie sich jetzt der Aussage > entschlagen. > > Z4: > Ich will aussagen. > > R > Es geht um das Problem der Wachzimmerschulungen > Sie waren Vorgesetzter von B. > Was ist ein Informationsbrief > > Z4: > Der enthält zusätzliche Informationen über dienstliche Sachen als > Ergänzung > > R > Was ist für sie so ein Informationsbrief > > Z4: > Reine Information > Keine Dienstanweisung > > R: > Es gibt da einen Dienstbefehl > Der Informationsbrief sei verpflichtend zum Selbststudium > > Z4: > Das war bei keinem Informationsbrief der Fall > Wird ins Wachzimmer geliefert > Aufgelegt oder fallweise verteilt > > R: > Es gibt den Infobrief 04 aus 2000 > über lagebedingten Erstickungstod > > Z4: > Kann ich nicht sagen, ob ich den erhalten habe > > R: > Haben sie den Informationsbrief regelmäßig bekommen und > regelmäßig verteilt? > Z4: > Im Prinzip schon > > R: > Bei relevanten Themen werden Schulungen im Wachzimmer durchgeführt > Haben sie jemals aufgrund von Infobriefen eine Schulung durchgeführt? > > Z4: > Kann ich nicht mehr sagen > > R: > Haben sie den Infobrief über den lagebedingten Erstickungstod > selbst gelesen? > > Z4: > Kann ich nicht mehr sagen > > R > Liest aus Informationsbrief vor > Da wird Katalog aufgezählt, weil das ein Ringen mit dem Tode ist > Das ist für sie nicht wichtig? > Das ist etwas, was täglich vorkommen kann. > Das war für sie nicht wichtig? > > Z4: > Wenn das wichtig gewesen wäre, dann wäre das > nachweislich mit Unterschrift zur Kenntnis zu > bringen gewesen > Informationsbrief war an unterster Stelle in der Informationspflicht > > SV1 > Ist ihnen die Neugestaltung des Informationsbriefes seit 1989 bekannt? > > Z4: > Der Informationsbrief wurde nicht behandelt > Kann mich nicht mehr erinnern > > SV1 > Haben sie Schulungen vermerkt? > > Z4: > Möglicherweise vermerkt aber ohne Themen > > SV1 > Wäre es nachweisbar, dass Beamte Infobrief bekommen haben? > > Z4: > Nein. Es gab keine persönliche Empfangsbestätigung > > STA > Wenn aber für jeden Beamten das aufliegen sollte. > Das heisst doch, dass jedem ein exemplar zukommen > musste > > Z4: > Es gibt keine Verpflichtung das nachweislich zu übernehmen > > A > Laut Dienstbefehl 1989 sollte der > Informationsbrief im Wachzimmer katalogisiert > werden. > > Z4: > Informationsbriefe werden gesammelt im Prinzip > > A > Sie sagen immer wieder im Prinzip, was bedeutet das? > > Z4: > Es war grundsätzlich gedacht > > R > Haben sie Informationsbriefe abgelegt? > Ja oder nein > > Z4: > Im Prinzip geschieht das > > A > Ist ihnen aufgefallen, dass Informationsbriefe nummeriert sind? > > Z4: > Ja schon > > A > Wo haben sie die gesammelten Informationsbriefe aufbewahrt? > > Z4: > In jedem Wachzimmer gibt es Schränke wo unzählige > Materialien und Akten aufbewahrt werden > Der Informationsbrief steht meines Erachtens am Ende der > Informationskette > > A > War die Sammlung für die anderen zugänglich? Die Papierversionen? > > Z4: > Das kann ich jetzt nicht beantworten, wo der Ordner steht > Normalerweise sollte er im Wachkommandantenzimmer stehen > > A > Seit 1989 waren diese Infobriefe nicht nur zu > lesen sondern auch geordnet aufzubewahren > > > R > Das hat er schon beantwortet: Er hat sie > geammelt, er hat sie den KollegInnen zugänglich > gemacht > > A > Das ist ein konkreter Aktenordner oder sind das 10 Ordner > > R > Sind sie jetzt noch Wahkommandant? > Wo stehen die Infobriefe in ihrem Wachzimmer? > > Z4: > Im Wachkommandantenzimmer > > V1 > Haben sie jemals Schulung auf Basis des Infobriefes im Wachzimmer > gemacht? > > Z4: > Es hat sicher Themen gegeben, die vorgetragen wurden > > R > Wie oft war das? > > Z4: > Kann ich nicht sagen. > > R > Menschenrechtlich gibt es wohl nichts wichtigeres > > Z4: > Schulungen hat es nur gekoppelt mit Dienstbefehl gegeben. > An konkrete Schulung, die mit Dienstbefehl > gekoppelt war, kann ich mich nicht erinnern. > > V2 > Kann es sein, dass Infobriefe geliefert wurden > und sie waren auf der Straße im Einsatz? > > Z4: > Das kann sein, dann werden die Infobriefe zur freien Entnahme > liegen gelassen. > > V3 > Wie lange bleiben Infobriefe liegen? > > Z4: > Die bleiben sicher eine Zeit lang liegen, dann werden sie entsorgt > > V3 > Wann haben sie den Ordner letztes mal gesucht? > > Z4: > Kann ich nicht beantworten > > V6 > Ein Teil der Mannschaft ist drinnen ein Teil ist > draussen, irgendwer kommt und bringt die Briefe > ins Wachzimmer > Was passiert, wenn eine Partie auf Urlaub ist? > Wie schaut das in der Praxis aus? > Ist es möglich, dass jemand um eine Ausgabe "umfällt"? > > Z4: > Ja, ist möglich > Die alten Ausgaben der Infobriefe wurden nicht elektronisiert > > V5 > Wie werden Schulungen gemacht, intern oder extern? > > Z4: > Beides > > V5 > Wurden sie von Ärzten zum lagebedingten Erstickungstod geschult? > > Z4: > Wurde nie angesprochen in dieser Form > > A > Es geht ja nicht um den Begriff > > Z4: > Die Problematik des lagebedingten > Erstickungstodes wurde meines Wissens nicht > gelehrt > > A > Wann haben sie von der Problematik erfahren? > > Z4: > Die letzten 2 Monate werden externe Schulungen durchgeführt > Es sind immer wieder Teile dabei, wo Ärzte und Sanitäter vortragen > > A > Wer hat Informationsbriefe entsorgt? > Waren ja an sich für jeden Beamten > > Z4: > Verschieden > Was liegen bleibt, kommt dann zur Papierfabrik > > A > Das wird doch nicht von der Putzfrau entschieden > > Z4: > Unterschiedlich > Wird wahrscheinlich von den Wachkommandanten entschieden > > A > Sie sind doch Wachkommandant > Haben sie das mit den Informationsbriefen gemacht > oder sind die eh nicht übriggeblieben? > > R > Die Fragen von A sind doch ganz klar > Haben sie je einen Informationsbrief selbst entsorgt? > > Z4: > Das kann ich nicht sagen > > V6 > Ich hab mich in einigen Kommissariaten umgehört > Die Dinge kommen in ein Eck und werden dann von der Putzfrau entgsorgt > Ist das so? > > Z4: > In der Regel schon > > V2 > In letzer Zeit gab es besondere Schulungen zu diesem Thema > Von wem > > Z4: > Schulungen in letzer Zeit durch die Wachkommandanten vorgetragen > Bezirksinspektor H hat das vorgetragen, ist Wachkommandant > > Beschuldigter L > Beschuldigter O > sind auch nachgeschult worden > Br ist auch von Kollegen H geschult worden > P5 bis heute nicht geschult > Vor zwei Wochen war die Schulung, die habe ich > versäumt, weil ich Dienst machen musste > Frau B auch von Bezirksinspektor H geschult > > V2 > Seit der letzten Hauptverhandlung werden von der > Polizei verstärkt Schulungen durchgeführt > > R > Wird zum Akt genommen > Abteilung für Personal und Logistiksteuerung > Allgemeine Schießausbilung und Anwendung einsatzbezogener > Körperkraft > War nach der letzten Hauptverhandlung im gegenständlichen Prozess. > Adäquate Schulungsmöglichkeiten zur AEK > > Unter AEK findet sich folgender Punkt: > Einsatzbezogene Techniken, Lagekontrolle am Boden , u. s. w. > Gezeichnet Mag Horngacher > > V2 > Bitte letzten Punkt zur Evidenthaltung zu verlesen > > R verliest > > V2 > Es muss also nun ein namentlicher Nachweis über Besuch des Kurses > erfolgen. > > ##################### > > > Z5 > Herr Karl J. > > R > Frage an alle Parteien > Kann ich allen Zeugen gemeinsam § 52 vorhalten > Keine Verfahrenstechnischen Bedenken > > Es werden aufgerufen > Z6, Z7, und Z8 > Alles Wachkommandanten > > Z7 K > Z8 Lenz > Herr R ist entschuldigt > > Wahrheitserinnerung > > Es geht um Folgendes: > Thema ihrer Einvernahme ist: Es hat Infobriefe gegeben > Es waren zwingend Schulungen vorzunehmen > > Wenn sie das rechtswidrig nicht weitergegeben > haben, dann könnten sie sich selbst belasten > > Wollen alle aussagen > > Zeugen warten wieder draussen > > Z5 > War im relevanten Zeitraum nur von Beschuldigter B. der Vorgesetzte. > > R > Ist ihnen so ein Informationsbrief bekannt? > Wo befindet sich der? > > Z5: > Von Bezirkskommando in die Wachzimmer gebracht > Ich persönlich habe sie in die einzenen Fächer der Beamten > hineingelegt > Ich habe ihn teilweise gelesen, > > R > Ist das für sie Information > > Z5: > Das war auf freiwilliger Basis > > R > Halte vor, dass es einen Dienstbefehl gegeben hat > Dieser Informationsbrief war verbindlich für die Beamten > > Z5: > Hab ich nicht so mitgekriegt > Von Informationsbriefen habe ich keine Schulungen > durchgeführt, war allen Beamten selbst überlassen > > R > Ist ihnen der Informationsbrief 04/2000 bekannt? > Weil da ja ein routinemäßiger Anlass geschildert > wird, ausgehend von einer Alkoholisierung > > Z5: > Von diesem Informationsbrief habe ich keine Kenntnis > > SV1 > Haben sie die Ablage in die Fächer dokumentiert? > > Z5: > Nein > > A > Im Dienstbefehl steht drinnen, dass der > Informationsbrief geordnet aufzubewahren ist > > Z5: > Wurde abgelegt, kann aber nur für mich sprechen > > > > A > Infobriefe sind nummeriert, wissen sie das > > Z5: > Ja weiss ich schon, habe von früher gewusst, dass > sie verschiedene Nummern haben > Für mich zu hause > Ich lese sie manches mal > In der Polizeistation habe ich nicht darauf geachtet > Pro Wachzimmer gibt es 6 Wachkommandanten, kann > sein, dass einer mal ausgerückt ist > Es ist möglich, dass kein Kommandant anwesend ist > Bei spontanen Ereignissen kann das sein > > A > Wie oft passiert das im Monat? > > Z5: > Kann man nicht sagen > > A > Wissen sie, was mit den Fächern der Beamten passiert? > > Z5: > Beamten leeren diese Fächer selbst aus > > A > Waren diese Fächer alle übervoll? > > Z5: > Werden sehr wohl verwendet und sind nicht übervoll > > R > Wir werden den Werdegang des Informationsbriefes > 04/2000 nicht nachvollziehen können. > Bitte wegen der Zeit nicht alles im Detail fragen > > V2 > Wie habe ich mir diese Fächer vorzustellen? Sind die allgemein > zugänglich? > > Z5: > Sind für Wachzimmerangehörige zugänglich > > V2 > Falsche Einordnung in Fach wäre genauso möglich? > > Z5: > Ja > > > V2 > Bedeutet das, dass sie teilweise bei der > Empfangnahme der Informationsbriefe nicht > anwesend waren? > > Z5: > Ja, es kann ja sein, dass ein anderer > Wachkommandant Dienst hat. Ob er sie einordnet, > oder einordnen lässt, kann ich nicht sagen > > V5 > Wie schaut ihr Dienst aus? > > Z5: > Habe 12 Stunden Dienst, 12 Stunden frei. > > ########################## > > > Z6 > Herr J. Wachkommandant > > R > Ist ihnen bekannt, was ein Informationsbrief ist? > > Z6: > Wie der Name schon sagt, eine Information > > R > An wen? > > Z6: > An den, der es liest, an das Wachzimmer > > R > Es wird ihnen schon aufgefallen sein, dass > Informationsbriefe in der Stückanzahl bekommen, > die der Anzahl der MitarbieterInnen entspricht > > Z6: > Bei uns wurde der Informationsbrief aufgelegt, wo Platz war > Es hat keine persönliche Zuteilung gegeben > Es wurde nicht vermerkt, wer was bekommen hat > Ich hab den Infobrief nie in die Fächer gelegt > Nicht kontrolliert, ob Beamte sich den genommen haben > > R > Hat Informationsbrief verbindlichen Charakter? > Sie sind Wachkommandant > Eine Verpflichtung wird sein, für den Informationsfluss zu sorgen > Bitte nicht mit Ja aber antworten > > > Z6: > Wachzimmerschulungen mache ich > Keine Ahnung, ob es verpflichtend war > Ich habe nicht regelmäßig den Informationsbrief gelesen > Zeit reicht knapp, um die 5 bis 6 Dienstbefehle vorzutragen > Habe nicht aus Informationsbriefen vorgetragen > Von Dienstbefehl weiss ich nichts mehr, von 1989, > dass Informationsbrief zu lesen und vorzutragen > ist > > R > Werden Informationsbriefe im Wachzimmer gesammelt? > > Z6: > Nein, das machen alle für sich selber > > R > Haben sie den Informationsbrief 04/2000 gesehen? > > Z6: > Mittlerweile schon > Wenn ich ihn damals gelesen hätte, hätte ich es den KollegInnen > gesagt > > STA > Was passiert eigentlich in Wachzimmerschulungen? > > Z6: > Zeit dafür ist nur Samstag in der Früh > Wenn Dienstbefehle kommen, werden die besprochen > > STA > War der lagebedingte Erstickungstod jemals ein Thema? > > Z6: > Meine Ausbildung ist schon so lange her > Habe das nicht gelernt > Meine Grundausbildung war 1975 > > STA > Generalmajor M. hat gesagt, es ist gelehrt worden > > Z6: > Dann werde ich es wohl vergessen haben > > A > Mir ist nicht klar, wie sie etwas vergessen > können, was zu ihrem alltäglichen Einsatz gehört > > Z6: > Das war ein Einzelfall > > A > Fixierung am Boden kommt oft vor? > > Z6: > Nicht so oft > Meine letzte Bodenfixierung ist 15 Jahre her > > V5 > Wie lange sind sie Polizeibeamter > > Z6: > Ich bin seit 1978 auf der Straße > > ######################## > > > Z7 > Wachkommandant Alois S. > > R > Ist ihnen der Informationsbrief bekannt? > Hat der verbindliche Wirkung, wozu dient der? > > Z7: > Lesen sammeln wissen, steht auf dem Informationsbrief > Ich hab das als reine Information aufgefasst > > R > Haben sie das regelmäßig gelesen? > > Z7: > Kann ich nicht sagen > Gegenständlichen Informationsbrief habe ich nicht gelesen > Habe 60-70 % der Infobriefe gelesen > War nie Gegenstand der Wachzimmerschulungen > > R > Ist ihnen der Dienstbefehl bekannt, dass diese > Informationsbriefe von allen Beamten zu lesen > sind? > > Z7: > Seit Juli 2000 bin ich Wachkommandant > Kann mich nicht erinnern, dass ich Wachkommandant > von irgendeinem der Beschuldigten war > > Beschuldigter G. bestätigt, dass Dienstgruppe eine andere war. > > SV1 > Offiziell laut dem mir vorliegenden Dientsplan war es schon so > > Z7: > War im Dezmber in der hinterne Zollamtsstraße, > war Dienstgruppe C, die Beschuldigten Kollegen > waren in Gruppe B. > > R > Das was beim Generalinspektorat der > Sicherheitswache vermerkt wurde, stimmt also nicht > > Z7: > Ja, das ist erst später auf meine Intervention berichtigt worden > > R > Letzte Frage war, ob sie Sorge getragen haben, > dass Informationsbriefe zu verteilen sind > R liest aus dem Impressum des Informationsbriefes vor > Dieser Passus ist ihnen nicht bekannt > > Z7: > Nein > > A > Beschreiben sie uns bitte den Weg der Papierfassung > > Z7: > Von Streifenwagen zum Wachzimmer transportiert worden > Theoretisch hätte ich Dienstbefehl zu lesen > > A > Wie kann es passieren, dass Dienstbefehl aus 1989 > von allen Wachkommandanten nicht gelesen wurde? > > Z7: > Es kann sein, dass Dienstbefehl nicht zu den Wachzimmern gekommen ist > Dienstbefehle werden entlang der Schlagwortsammlung abgelegt > > A > Anregung, es möge ausgeforscht werden, ob > Dienstbefehl 164 auf die einzelnen Wachzimmern > verteilt wurde > > SV1 > Habe Kopie vom Original > daran hängt eine Verteilerliste an alle Wachzimmer > Dieser Dienstbefehl ist also mit allergrößter > Wahrscheinlichkeit an die Wachzimmer verteilt > worden > > V6 > 1989 war nur Beschuldigter G. Im Dienst, alle anderen sind zu jung > > > ########################## > > Z8 > Herr L. > Wachkommandant > Ich war in diesem Zeitraum nicht im fraglichen Wachzimmer tätig. > > R > Warum entsprechen diese Dienstaufzeichnungen nicht der Realität? > > Z8: > War Wachkommandant von G. aber nur bis 1999 > > R > Sind ihnen Informationsbriefe bekannt, Stellenwert? > > Z8: > War Information > Kann mich an Dienstbefehl aus 1989 nicht erinnern > > R: > Wie haben sie Vorsorge getroffen, dass Informationsbriefe verteilt > werden? > > Z8: > Habe mit Bleistift Namen draufgeschrieben, damit sie alle > persönlich entnehmen > War im fraglichen Zeitraum nicht Vorgesetzter von den Angeklagten > > > ################### > > > Z9 und Z10 > > Jetzt Mittagspause, dann in einer halben Stunde Einvernahme > > > 12.45h geht es weiter > > > > ================================================ > 05 Strafprozess wegen Tötung von Seibane Wague , Mitschrift > Fr. 28.10.05, Teil 1 vom nachmittag (12.45-15.00) > von: frketic at no-racism.net > ================================================ > > Strafprozess gegen 6 PolizistInnen, 3 Sanitäter und einen Notarzt > wegen Tötung von Seibane Wague > > Protokoll vom Fr. 28.10.05, nachmittag (12.45-15.00h) > > > R = Richter > STA = Staatsanwältin > SV1 Sachverständiger (Polizeigutachter) > GM Gerichtsmediziner > Schriftführerin > V1: Verteidigerin des angeklagten Notarztes > V2: Verteidiger von 2 angeklagten Polizisten > V3: Verteidiger von 2 weiteren angeklagten Polizisten > V4: Verteidiger der angeklagten Polizistin und eines Polizisten > V5: Verteidiger von 2 Sanitätern > V6: Verteidiger eines Sanitäters > P1, P2, P3, P4, P5, P6: angeklagte PolizistInnen > S1, S2, S3: angeklagte Sanitäter > Dr. K.: angeklagter Notarzt > A: Nadja Lorenz - Anwältin der privatbeteiligten Witwe von Seibane > Wague. > Z1 - Z10: ZeugInnen > > > ((Die folgende Mitschrift ist leider unvollständig. Anders als im > UVS- > Prozess wurden die Aussagen im Strafprozess nicht fürs Protokoll > wiederholt, wodurch der Redefluss schneller und das Mitkommen beim > Schreiben schwieriger ist, außerdem ist die Akustik im großen > Schwurgerichtssaal nicht besonders gut, sodass hinten nicht alles gut > zu verstehen war. Die Mitschrift ist kein Wortprotokoll - viele > Aussagen und Fragen werden sinngemäß wiedergegeben. Außerdem war > neben der schlechten Akustik auch der Dialekt der einzelnen schwer zu > verstehen.)). > > > Publikum ca. 45 Personen > > > Z9 Herr B. Chefinspektor, Chefausbilder > > R: > Habe vor Jahren einen Selbstverteidigungskurs bei Z9 gemacht. Kenne > ihn aber nicht privat. Keine Befangenheit. > Sie waren der Verfassen des Dienstbefehls zur Umsetzung der Anwendung > der Körperkraft? > > > Z9: > Kann so einen dienstbefehlt gar nicht geben. Als Chefinspektor. Bin > seit Mai 2003 Dienstführer des Rechargenkurses = AUSbildungskurse. > Davor Dienstführer der Ausbildung. > 2000 hatte ich diese Funktion eingeschränkt. Bin seit 1984 in der > Ausbildung. Bin nicht für die Grundausbildung zuständig. > Oberst Matzka war dafür zuständig. > > R: > Zwei möglichkeiten für Erstickungstod: wann und wie wurde > Sicherheitsbeamten die Problematik zur Kenntnis gebracht. Eines der > Grundprinzipien, dass mann im Bereich der Atmung, den Oberkörper > freihält. Das wird schon in Grundausbildung unterrichtet? Können sie > uns etwas über die Grundausbildung sagen? > > Z9: > Ich habe mit der Grundausbildung nichts zu tung > > R: > Haben sie eine Grundausbildung gemacht > > Z9: > Ja, 1974, die Sache mit der Atmung hat man damals nicht gekannt. > > R. > Das war nicht meine frage. Wurde da behandelt, wie Atmung > funktioniert? > > Z9: > Nein, nur Bewusstlosigkeit wurde behandelt > > R: > Das ist auch nicht Thema, war nur eine Randbemerkung > > SV3. (Funktion: Jurist?, Spezialist für AEK-Vorschriften) > (zeigt AEK-Vorschriften, hält sie in die Höhe) > > Z9: > Die AEK-Vorschriften kenne ich seit 1999. > > SV3: > Es gibt 2 AEK-Vorlagen: 1998 und 200 > > Z9. > Habe eine aus dem Jahr 1999. Die habe ich dabei, ist draußen im > Aktenkoffer. > > (Richter fordert ihn auf, diese aus dem aktenkoffer zu holen) > > Z9 legt vor AEK aus dem Jahre 1999 Zahl (?) vor, > > R: > Auf seite 22 des AEK-Vorlage von Z9 im Gegensatz zu der AEK OEM147 > (?) v. 2000 auf S. 22 sich nicht die Anmerkung befindet, dass bei der > Bodenfixierung zu achten ist, dass sie nicht zu lange dauern darf. Es > steht: ?in gestreckte Bauchlage bringen, .......? Da steht nichts > von Atemwegen. Auf S. 24 Täter in waagrechter Position, sämtliche > Zusätze fehlen, die in AEK OEM147 v. 2000 vermerkt sind. > > Z9: > Per fax wurde der Erlass v. 2000 am übermittelt 20.7.2005 wo > aktenseite 24B, drin war. > > R: > S. 22 und 24 werden kopiert. Was waren für sie die Grundlagen, ihrer > Schulungen im Unterricht. > > Z9 > der AEK Erlass. Skript ist von 1999, Ausbildung begann 2000. Ich bin > mit der detailplanung befasst. > > R: > ist ihnen der Erlass v. 2000 Zl. 38201/136II bekannt. Dieser > Erlass enthält die Verordnung die neuren AEK vorschriften. In diesem > Erlass wurde auf das probelm der Fixierung verwiesen, nicht im rahmen > der AEK, sondern im rahmen der ersten Hilfe. > > Z9: > Dieser erlass wurde mir 2000 bekannt (ca. Oktober) > > R: > da waren die Kopien s. 24b vorhanden? > > Z9: > nein, die praktischen Unterweisungen habe ich nicht bekommen, nur die > AEK-Unterlagen. Mir war nicht bekannt, dass es aktueller Ausgabe gibt. > > R: > sie als Chefausbilder haben erst am 20.7.05 erfahren, dass es > aktuellere ausbildungsunterlagen gibt. S. 24a und 24b waren ihnen > nicht bekannt? > > Z9. > NEIN. Jeden Freitag gab es Instruktorentraining, Teilnahme 2xmonat > war Pflicht, > > R: > Haben die instruktoren dieses AEK-heft bekommen? Jeder einzelne? > > Z9: > ja, jedes Wachzimmer > > R: > Welche AEK wurde ausgeteilt? 1999 oder 2000 > > Z9: > die 1999, bis juli 200? war nicht bekannt, dass die die 2000 Ausgabe > gibt. > > R: > Auf positionsbedingte Asphyxie wurde im Rahmen der Ersten Hilfe > hingewisen. Ist das auch bei AEK Thema? > > Z9. > Nein, aber AEK werden ausgeführt. Wenn der Grund fehlt, jemanden zu > fixieren, ist diese Technik einzustellen. > Dieses Phänomen wurde er bei Omofuma akut. Bei uns wurde nur auf > Bewusstlosigkeit allgemein eingeleitet. Wir haben uns konzentiert auf > auf AEK-Techniken, nicht auf Erste-Hilfe-an ort und stelle, das ist > arbeit der sanitäter. Bwz. Wird im erste-hilfe-kurs vermittelt, nicht > in aek. > > R. wie wurde Seibane Wague fixiert? > > Z9. habe nur die infos, die alle anderen aus der Presse haben. > > R: > Seibane Wague wurde auf Tragbare gelegt, wurde in Bauchlage auf boden > gerungen, in Bauchlage fixiert wurde, dann minimal gesichert 1-2 > minuten, Fußfesseln wurden angelegt. Wie wird generell gelehrt > jemanden zu fixieren? Was wird gemacht, wenn jemand schon Fußfesseln > hat? Wie werden Fesseln angelgt? Wie wird jemand fixiert, damit man > Fußfesseln anlgen kann? > > Z9: > Das Anlegen der Fußfesseln wird nicht geschult, nur die WEGA macht > das, die haben aber eigene Schulungen. Wenn ich jemanden Hände am > Rücken fessele, gibt es Fesseltechniken. > > R: > Ich habe SV bestellt wegen Fixiertechniken, möchte jetzt wissen, wie > es unterrichtet wird, das Fixieren. > > Z9: > Wie üben gegenseitig aneinander, spüren dabei, wie die Technik > funktioniert, wie die Schmerzen sind. > > R: > Wird geschult, dass jemand in bauchlage fixiert wird? > > Z9: > Das wird nur dann gemacht, wenn es die situation erfordert. > > R: > Haben Sie jemanden unterrichtet, ?es ist notwendig, dass jemand in > bauchlage fixiert wird? > > Z1: JA > > R: > Welche griffe werden unterrichtet > > Z9: > Man muss person in sitzende position bringen, wenn er nicht mehr > atmen kann, aus der liegenden position. > > R. > Im erlass 2000 gibt es die Anmerkung, haben sie schon unterrichtet > was auf S,. 22 steht, jemanden in gestreckte bauchlage bringen > > Z9: > das atemwege freizuhalten sind, wird in erste hilfe unterrichtet. > Fuß wird unter kopf gelegt, damit sich person nicht verletzt, unter > schonung der person sicher lagern. > In der praktischen übung wird nicht herumgeworfen. Bei amtshandlung > ist das nicht so, da schlägt er ja um sich. Am bauch wird nicht > fixiert, da wird kein druck ausgeübt. Wir haben technik für einen am > rücken liegenden. > > R. > jetzt geht?s ums auf dem bauch liegen. > > Z9. > druck wird bei bauchliegenden auf die schulter ausgeübt. > > R: > fixierungsmaßnahme waren auf den knien und auf dem rücken von > seibane > wague. gibt es für den bereich rücken, schultern und hüften > fixierungsgriffe, die gelehrt werden? > > Z9. > grundhaltetechnicken: rücken, schulter, hüften. Wenn der um sich > schlägt, ist das ganze nicht kontrolliertbar. > > R: > woher wissen sie von der 4 ´-minutengrenze S. 24 > > Z9 > aus der aussendung vom chefartz 2003 im intranet > > SV: > jetzt liegen 3 AEK: 1998, 1999, 2000.. AEK-erlass scheint auf seite 5 > auf. Schulungsprogramm ist noch im anhang 1 zu erfolgen. Erlass > beginnt Nov. 2000. auf vorherigen erlass wird bezug genommen, als > beilage 1 angeheftet. Mit dem erlass wurde die version aus jahr 2000 > übermittelt. > > Z9. > leider nicht, habe erst 2005 davon erfahren. > > SV: > von wem haben sie ihrer version erhalten. > > Z9. > Die lag in meinem postfach. so ein postfach hat jeder > > SV: > Sie können nicht sagen, von wem sie diese version erhalten haben. > > Z9: > kenne den absender nicht. > > SV: > es geht um die beilage, die sie vorgelegt haben 1999er version. Wer > war verfasser, absender dieser version? > > Z9 > Das kann icht nicht sagen. > > SV: > ist es üblich, auf schießkarten ausbildungen zu dokumentieren. > > Z9. > ja, ist schon passiert, das ein teilnehmer seine karte vergessen > hat, hat dann stempel nachbekommen. Wir haben unterlagen über TN. > > > SV: > widerspruch. Zwischen den terminen, AEK,termine ? sind > "einzelstocktermine" (?). Was wurde an diesen terminen ausgebildet? > AEK oder einzelstock? > > Z9. > man kann jemanden nicht 3 stunden schießen lassen, dazwischen als > auflockerung auch AEK > > SV: > vor reform hat jeder polizeischüler bestimmte stundenanzhal an AEK > in grundausbildung absolviert > > Z9: > Ja, aber kein AEK trainier hat in der grundausbildung E2C > (=grundausbildung) unterrichtet. > > R: > im rahmen der AEK wurde unterrichtet, wie jemand auf dem boden zu > fixieren ist und den täter ? (richter korriegiert sich) die > person so > schnell wie möglich aufzurichten. > > Z9. > wahrscheinlich ja, kann aber keine verbindliche aussage machen. > > SV1: (wahrscheinlich mediziner, hat skizppe von körper, auf dem für > das publikum im saal nicht sichtbar, körperteile gezeigt werden) > schulterfixierung mit ca. 20 % wovon. > > Z9 > von eigenem körpergewicht > > SV1 > wo sind die fixierungspunkte (zeigt skizze). > > Z9. > abbildung entspricht nicht der realität, weil kopf entweder links > oder rechts ist ? auf der seite. Es wird unterrichtet, wie der kopf > fixiert wird. > > SV1. > dann wird mittels knieeinsatz mit 20 % des eigenen körpergewichtes > der hals fixiert/unterer schulterbereich. Fixiert dauert so lange, > bis der erfolg eintritt. Aber nicht mit dem gesamten körpergewicht. > > > Z9. > kniefixierungen (kopf, schulter ???), mit dem knie, keine > prozentuelle vorgabe, aber nicht mit dem ganzen körpergewicht. > > Staatsanwältin: > wird da näher drauf eingegangen? > > Z9. hängt davon ab, wie sehr er sich wehrt. Wenn er sich wehrt, muss > er zu seinem eigenen schutz fixiert. Das fällt ja alles unter > das ???? > gesetz. > > STW: > sie sollen ja sofort aufhören, wenn widerstand nachlässt? Warum > > Z9: > wenn der widerstand nachlässt, ist die person bewusstlos oder hat die > widerstand aufgegeben. > > > A: > Fixierung sollte für das anlegen der handfesseln da sein. Was, wenn > jemand schon handschellen hat? > Wird unterschied zw. normaler amtshandlung und einer wo auch tobende > psychose gibt gelehrt? > > Z9. > da sind wir nicht drauf eingegangen. Das können wir nicht lehren, > jeder einsatz ist unterschiedlich. Wenn jemand schon gefesselt ist, > sollte das eigentlich niht notwendig sein. > > > Staatsanwältin: > wo ist der anhang, warum haben sie sich nicht darum gekümmert? > > Z9: > das war mir nicht bekannt, habe nicht mitgewirkt an der > zusammensetzung dieses skriptums, > > Staatsanwältin: > dachten sie, da hat sich eh nix geändert? Beilage? > > Z9: > solche erlässe kriegen wir am laufenden band > > A: > es war ja nicht irgendein erlasse. > > R: es stand da, dass es einen anhang gibt, warum haben sie ihn nicht > angefordert? > > Z9: kann ich nicht mehr beantwortet. > > A: > wie wird bei kniefixierung die gewichtsverlagerung beigebracht? > > Z9: > das wird erzählt und ausprobiert. > > A: > wenn jemand schon mit händen am rücken gefesselt ist, muss da auch > fixiert werden? > (Richter sagt was, A schüttelt den kopf und sagt nix mehr) > > Z9: > das ergibt sich in der jeweiligen situation. Bei übungen übt > niemand gegenwehr aus. Sagt aber bescheid bei schmerzen. > Schwierig zu unterscheiden, ob jemand widerstand setzt oder .... > > V(?) > Ist es richtig, das es besser wenn mehr leute weniger zu drücken als > weniger leute mehr? > > Z9: kann ich nicht beantworten. > > V(?) > 1999 habe sie zum ersten mal im erlass ?positionelle asphyxie? > gelesen? Woher wussten sie, was das ist? > > Z9. > kann ich nicht mehr sagen. Schulungen sind basisschulungen. Es gibt > keine schulungen für tobende psychose. > > V (?) > redet von einer 50kg frau ? konnte von mehreren nicht fixiert > werden) > lösung wäre: je mehr beamte desto besser. > > Z9: > ja > > R: jetzt wird aber nur der konkrete fall behandelt. Wie unterrichten > sie, wie die beine fixiert werden? > > Z9: > wie im aek-erlass steht, ein bein festhalten, ist keine sportliche > sache. > > (Z1 zeigt auf skizze, wo beine zu fixieren sind) im hinteren > kniebereich, kniekehle, am rechten bei am. Fixierungen werden kniend > geleistet. > Z1 holte eine skripte mit bildern. > > > R: > schulterbereich (oberer bereich, gesichtsbereicht), entweder oder > fixieren. > Wenn kopf fixiert wird, dann schulter nicht? > > Z9: schulter muss ich auf jeden fall fixieren. > > R: > es wird immer unterrichtet, wie eine person fixiert. Oder auch wie 2, > 3, oder mehr eine person fixieren? > > Z9: > nein, nur wie eine person fixiert wird, wird unterrichtet. > > R: > eine person fixiert, gibt es direktiven über die anzahl derer, die > fixieren? > > Z9: > nein, schlagwort ?verhältnismäßigkeit? > > R. > Fixierten menschen aufrichten? Wird in berufsbegleitender fortbildung > einsatz von körperkraft gelehrt? > > Z9: > Ein seminar dauert 2 jahre (berufsbegleitende fortbildungen) ist für > langfristige ausbildungsziele gedacht (in 4 tägigen seminaren werden > versch. Lehrinhalte vermittelt). > Z1 erzählt einzelne bildungsinhalte dieser seminare. Von feuerwehr > bis Wiener verkehrsbetriebe. > > > > PAUSE > > Z 10 Herr Z. Inspektor, zuständig für praktische umsetzung der > ausbildung > > Z10 > ich war 1999-2003: für praktische umsetzung der ausbildung zuständig > > R: > 2000 war erlass in dem der begriff ?positionelle asphyxie? > erscheint. > > Z10: > ich habe heuer mitte des jahres von diesem erlass erfahren > > R. > vor oder nach unserem prozess? > > Z10: weiß ich jetzt nicht mehr > > R: > AEK war ihnen schon früher begriff? > > Z10 > nicht erlass, sondern seite 24 b ? wo es um fixierungstechnik am > boden und transporttechnik geht. Die habe ich einmal kurzfristig > gesehen bei einem besuch in der BPD, ca. juli/august 2005. AEK > vorschriften aus 1999 sind mir ein begriff. Meine aufgabe in der > praktischen trainerarbeit auch die multiplikatorien/ = instruktoren > zu schulen. Ich hab das programm entsprechend der richtlinien > unterrichtet. > > R: > schulungsinhalte die gleichen wie bei Z9? > > Z10: > ja, wie haben uns abgesprochen bezgl. der schulungsinhalte. > > R: > der begriff ?lagebedingter erstickungstod? war bis 2005 nicht > bekannt? > > Z10 > stimmt. Ab 9/2004 wurde atmung im rahmen 3tägiger weiterbildung > durchgeführt. Inhalt wurde vorgetragen. Dann wurde AEK wieder in > fortbildung eingeführt. Ich habe über lagebedingten erstickungstod > referiert. > > R. > ab 2004 wurde lagebedingter erstickungstod unterrichtet? > > > Z10: > Ja, in bauchlage liegende sofort aufrichten wurde auch früher > unterrichtet. > Im bereich oberkörper haben wir 2 fixierungstechniken: armhebel > belastung von max. 20 % des körpergewichts des beamten. > > R. > darf man im bereich des rückens (zentrum des rückens) fixieren mit > körpergewicht? Wird da etwas geschult oder soll der ausgelassen > werden? > > Z10: > niederhalten nur mit körpergewicht wäre nicht zielführend, weil > dadurch der beamte kontrolle verlieren würde. deswegen wird das nicht > unterrichtet. > > R: > wird unterrichtet, dass jemand in bauchlage fixiert wird. Ist das ein > thema? > > Z10: > ja, sind schulungsinhalten. > > R. > machen sie darauf aufmerksam, den körperstamm freizuhalten (mitte des > rückens). Ist das das kleine 1x1? > > Z10. > aufgrund des vorgetragenen kann es nicht zu einer übermäßigen > gewichtsverlagerung auf die mitte des rückens kommen. > > R. > korrekt angewandte techniken können keine belastung für den körper > werden. Machen sie darauf noch aufmerksam? > > Z10: > stimmt so > > R: > wird auch unterrichtet, dass mehrere gemeinsam fixieren? > > Z10: > Es wird immer nur einer fixiert > > SV: > wer hat die AEK bei grundausbildung abgedeckt, vorher? > > Z10: > nach meinem wissensstand die sportlehrer > > SV: > AEK 1998, 2000 dritte version v. 1999. > > Z10: > Ich kenne die version von 1999. > > SV: > erlass über beilage > > Z10: > habe die beilage erst mitte 2005 gesehen.. für mich waren die > ausbildungsinhalte maßgeblich. Erlässe wurde von berhanek behandelt. > Dritte fassung, von 1999, wurde uns über üblichen dienstweg > zugetragen. Mit dienstvorschrift kommt automatisch erlass. > > SV: > schießkarten mit ES (IS) weiterbildungen, was war ihr inhalt? > > Z10 : > begleitende körpertechniken, die sich nur auf techniken (????) > beziehen > > SV > Das zu boden bringen wird das gelehrt um diesen dann fesseln > anzulegen oder gibt es andere gründe? > > Z10: > handfesseln anlegen, und dann, wenn es situation zulässt von > fixierungstechnik aufhören. Auch um tritte und schläge für > beamten zu > behindern. > Gefesselter in bauchlage ist sehr eingeschränkt beweglich. > > V > Wenn man gefesselt steht, ist das schlagen und treten schwieriger? > > R: > das ist von SV zu beantworten. Wurde unterrichtet, dass mit > handfesseln in bauchlage widerstand geleistet werden kann? > > Z10: > nein, war nicht möglich. > > R. > Bei den ausbildungen, wie viele TN sind anwesend (auszubildende)? > > Z10: > Seminarreihe 3-4 tage-schulungen bis max 25 leute, 2 vortragende, im > rahmen der reservekompanie 40 TN, 2 trainer. > Eine AEK einheit netto 3 stunden (berufsausbildung), > > V > Nicht jeder TN kann einmal als fixierender und fixierter teilnehmen > bie 3 stunden. > > Z10: > ausmaß der übungen sind nicht zufrieden stellend für alle. Nicht > alle > kommen zu 100% dran. > In der ausbildung ist es nicht möglich zu schulen, wenn jemand tobt > oder widerstand leistet. Wir sind schon froh, wenn wir das leuten in > gruppen näher bringen können > Andere maßnahmen werden nicht gelehrt aus zeitgründen. Bei 40 TN = > 20 > paare. Wir zeigen übungen vor. Jeder der trainer betreut je 20 leute. > Die möglichkeit, das mehrere eine person fixieren wird nicht geübt, > es wird darüber gesprochen. > > V > Wird gelehrt, wie tobende psychosen behandelt werden? > > Z10: > nein, ich habe eine erlebt, könnte sie aber nicht lehren. > Da hat WEGA menschenwürdig person zu boden gebracht, die wurde dann > von arzt versorgt. Tobende psychose zu bändigen war nicht möglich. > Es > haben ca. 15-20 beamte teilgenommen. 5-6 leute haben den tobenden mit > seilen zu boden gebracht. > > R: > möchte nicht alle psychosen in wien behandeln. > > Staatsanwältin: > gibt es einen punkt, wo einschreitende sicherheitsbeamten sagen > müssen, jetzt müssen wir die wega holen? > > R. > Wega-beamter hat schon im verfahren gesagt, die fixierung war nicht > ok. bzw. er würde es nicht so machen. bitte den akt zitieren oder > frage allgemein formulieren. > > Staatsanwältin: > gibt es situationen, in denen klar ist, die sache geht über unsere > ausbildung hinaus, müssen ausgebildete holen > > Z10 > dann müsste man ablassen von der amtshandlung > > R: > es ist jetzt ein durcheinander. Ich formuliere mal: müssten > sicherheitsbeamte von sich aus sagen, jetzt brauchen wir speziell > ausgebildete zb. Leute von der wega? > > Z10: > es ist nicht möglich die amtshandlung zu unterbrechen um > unterstützung einzufordern. > > Staatsanwältin > Müssen ja nicht alle unterbrechen, einer kann ja unterstützung > anfordern. > > R: > SV kann das behandeln. haben sie um unterstützung gesucht? > > Z10: > habe ungefährt geesagt, brauchen unterstützung, das wort > unterstützung ist gefallen. > > ============================================== > 06 Strafprozess wegen Tötung von Seibane Wague , Mitschrift > Fr. 28.10.05, Teil 2 vom nachmittag > von: a9401029 at unet.univie.ac.at > ================================================ > > Strafprozess wegen Tötung von Seibane Wague, 28. Oktober 2005 > Mitschrift Fr. 28.10.05, nachmittag (15.00-17.00h) > > > Strafprozess gegen 6 PolizistInnen, 3 Sanitäter > und einen Notarzt wegen Tötung von Seibane Wague > > > R = Richter > STA = Staatsanwältin > SV1 Sachverständiger (Polizeigutachter) > GM Gerichtsmediziner > Schriftführerin > V1: Verteidigerin des angeklagten Notarztes > V2: Verteidiger von 2 angeklagten Polizisten > V3: Verteidiger von 2 weiteren angeklagten Polizisten > V4: Verteidiger der angeklagten Polizistin und eines Polizisten > V5: Verteidiger von 2 Sanitätern > V6: Verteidiger eines Sanitäters > P1, P2, P3, P4, P5, P6: angeklagte PolizistInnen > S1, S2, S3: angeklagte Sanitäter > Dr. K.: angeklagter Notarzt > A: Nadja Lorenz - Anwältin der privatbeteiligten Witwe von > Seibane Wague. > Z15 - Z27: ZeugInnen > > ((Die folgende Mitschrift ist leider > unvollständig. Anders als im UVS-Prozess wurden > die Aussagen im Strafprozess nicht fürs Protokoll > wiederholt, wodurch der Redefluss schneller und > das Mitkommen beim Schreiben schwieriger ist, > außerdem ist die Akustik im großen > Schwurgerichtssaal nicht besonders gut, sodass > hinten nicht alles gut zu verstehen war. Die > Mitschrift ist kein Wortprotokoll - viele > Aussagen und Fragen werden sinngemäß > wiedergegeben)). > > > Publikum ca. 35 Personen > > (Vernehmung des AEK-Ausbildners Z15 ist im Gange) > > R: > Sind ihnen diese Zusätze bekannt, wo auf die 4 > Minuten Fixierung eingegangen wird? > > Z15: > Zum Zeitpunkt, wo wir mit dem Skriptum gearbeitet > haben, ist mir das nicht bekannt. > > R: > Wann ist ihnen das bekannt geworden? > > Z15: > Die Schulung muss im Herbst 2003 gewesen sein. > > R: > Wurde ihnen aber schon gesagt, dass jemand > möglichst rasch aufzurichten ist, wenn jemand in > Bauchlage ist? > > Z15: > Wenn möglich, wird er aufgerichtet. > Das war immer situationsbedingt. > > R > Gibt es Fixierungsmethoden, die es erlauben, auf > den Kernbereich des Oberkörpers Druck auszuüben? > > Z15: > Unterrichtet werden solche Methoden nicht. > Geben tut es genug. > > V2 > Ist ihnen bekannt, ob solche Techniken trotzdem angewendet werden? > Obwohl sie es nicht unterrichten? > von Kollegen. > > Z15: > Ich bin seit 30 Jahren im Kampfsport tätig Ju-Jitsu. > > R > Inwieweit werden diese privaten Kenntnisse in die > Polizeiausbildung eingebracht? > > Z15: > Sie werden nicht eingebracht. > > A > Ich nehme an, dass sie die Abhandlung zu Würge- > und Haltegriffe im Polizeieinsatz von Prof. D. > kennen? > > V2 > Wendet ein, dass hier dem Zeugen etwas vorgehalten wird, was nicht > im Akt ist. > > R > gibt dem Einwand statt. > > A > Also gut, dann reden wir halt von Schwitzkasten > > Z15: > Durch Würgegriffe kommt es niemals zum Druck auf den Brustkorb. > Im Wettkampf kommt es oft zum Druck am Brustkorb. > Lagebedingte Asphyxie ist im Kampfsport nie ein Thema gewesen. > > ######## > > Z16 > > Revierinspektor H > Ausbildner > > R > Wer hat ihnen die AEK-Inhalte vermittelt? > > Z16: > Die Inhalte wurden mir von Revierinspektor Be. > und Revierinspektor B. vermittelt. > > R > Sie tragen AEK Inhalte vor. > auch eigenständig > > Z16: > So wie es im Plan steht. > > SV1 > zeigt verschiedene ähnliche Unterlagen. > > Z16: > Unsere Vorlage ist die mit der Endnummer 99. > > R > Ist es richtig, dass man in der AEK lernt, dass > eine am Boden fixierte Person möglichst rasch in > eine aufrechte Position gebracht wird? > > Z16: > Ja > > R > Gibt es Möglichkeiten der Fixierung im Zentrum des Brustkorbs? > Dass man da Druck ausübt. > > Z16: > Das wird nicht gelehrt. > > STA > es wird gelehrt, dass eine Person in die > aufrechte Position zu bringen ist, wenn der > Erfolg eingetreten ist. Habe ich das richtig > verstanden? > > Z16: > Wenn es aus eigensicherungstechnischen Gründen möglich ist. > Wenn sich Person wieder ruhig verhält. > Es wird in der Ausbildung nicht konkret auf Atmungsgefahr hingewiesen. > > ############### > > Z17 > > Herr S > Revierinspektor > Ausbildner > Instruktor der AEK > > Z17: > ausgebildet von Revierinspektor B. > unterrichte das was vorgesehen ist. > AEK Unterlagen habe ich nicht bekommen. > Ich unterrichte ohne schriftliche Unterlagen. > Auf das Problem des lagebedingten > Erstickungstodes wurde ich nach dem 1.9.2003 im > Zuge einer Ausbildung hingewiesen. > Gelehrt wurde ich, sobald Verhältnismäßigkeit > gegeben ist, der Körper in eine aufrechte > Sitzposition zu bringen ist. > Gesundheitliche Gründe waren darüber hinaus kein Thema. > Fixierungsmethoden mit Druck am Oberkörper werden nicht unterrichtet. > > SV1 > Haben sie sich die Lehrinhalte gemerkt? > > Z17: > Ja > Aus dem neuen Programm, seit 28. Sept. 2005 habe ich > Ausbildungsunterlagen. > > ############### > > Z18 > Revierinspektor Z > Ausbildner > > Z18: > Ich wurde ausgebildet von Revierinspektor B. > Das Programm wird eins zu eins weitergegeben > Nein, ich habe keine Ausbildungsunterlagen bekommen. > Wenn jemand fixiert ist, sobald die Amtshandlung > beendet ist, kann die Person wieder in die > aufrechte Position gebracht werden. > Nein, bei der Ausbildung war nicht die Rede von gesundheitlichen > Problemen. > Druckausübung auf Bauch Brust und Rücken wird nicht unterrichtet. > > A > Kennen sie den Informationsbrief? > > Z18: > Ja den kenne ich. > Ich lese ihn aber nicht regelmäßig > Den Teil zu Sicherungstechnik kenne ich nicht. > > ################## > > Z19 > Herr M > Instruktor > > Z19: > ausgebildet von Revierinspektor B. > Keine eigenen Erweiterungen > Nein, zu der Schulung bei Herrn Revierinspektor > B. habe ich keine Unterlagen bekommen > Es wurde vorgetragen, dass jemand so schnell wie möglich > aufzurichten ist. > Schulungsunterlagen habe ich erst 2003 bekommen > lagebedingten Erstickungstod war kein Thema. > Im Kampfsport Ju-Jitsu gibt es Fixierungsmethoden um den Rumpfbereich. > > A > Wann haben sie das erste mal diese AEK-Ausbildung gemacht? > > Z19: > 1997 > > A > Herr Revierinspektor B. hat gelehrt, dass jemand > möglichst schnell aufzurichten ist. > > R > unterbricht A, damit nicht alles 3 mal protokolliert wird. > > ############## > > Z20 > Revierinspektor K > Instruktor > > Z20: > Ich wurde von Herrn Revierinspektor B. ausgebildet. > Ich habe mich an das Ausbildungsprogramm gehalten. > Nein, schriftliche Unterlagen habe ich nicht bekommen. > Personen die in Bauchlage fixiert wurden, sind aufzurichten. > Ja, das wurde vorgetragen. > > R > Wurde ihnen eine Begründung gegeben? > > Z20: > Nein. > Ich nehme an: Person ist schneller (mit > Handschellen) zu schließen und leichter vom Ort > wegzubringen. > > R > Haben sie sich darüber Gedanken gemacht? > > Z20: > Im Sinne der Verhältnismäßigkeit auf jeden Fall. > Ich wurde bezüglich des lagebedingten Erstickungstodes Ende 2003 > ausgebildet. > Die direkte Druckausübung auf den Brustkorb wurde nicht unterrichtet. > > A > Früher hat es laut Aussage von Generalmajor M. > bei der Polizei ein Grundprinzip gegeben: Keine > Kompression auf Bauch Brust und Rücken. Ist ihnen > dieses Ausbildungsprinzip begegnet? > > Z20: > Nein. > > > ################### > > Z21 > Revierinspektor H > > Z21: > Ich bin Instruktor. > Ich wurde von Hr. Revierinspektor B. ausgebildet. > Die Ausbildungsinhalte habe ich 1:1 weitergegeben. > Nein, schriftliche Unterlagen habe ich keine bekommen. > Positionelle Asphyxie ist mir kein Begriff. > > R > War ihnen bekannt, dass ein in Bauchlage > Fixierter möglichst schnell aufzurichten ist? > > Z21: > Das hab ich nie unterrichtet. > > R > Kennen sie Fixierungsmethoden, die es erlauben > würden, den Rumpf eines am Boden liegenden zu > fixieren? > > Z21: > Ich habe keinen solchen Griff gelernt und gelehrt. > > > > STA > Es wird doch gegenseitig trainiert. > Wie lange wird denn da so ein Kollege niedergehalten? > > Z21: > Mehrere Minuten. > > STA > Welches Gefühl hatten sie, wenn sie jemand fixiert hatten? > > Z21: > Ich wurde an der Schulter fixiert, Hebel am Ellbogen. > Nein, mit der Atmung hatte ich kein Problem. > > ##################### > > Z22 > Revierinspektor K > > Z22: > Ich wurde von Hr. Revierinspektor B. unterrichtet. > Habe die Inhalte 1:1 übernommen > Nein, ich habe keine Unterlagen bekommen. > Seit September 2003 ist mir der lagebedingte Erstickungstod ein > Begriff. > > R > Und vor 2003 haben sie nicht gewusst, dass man > einen am Boden Fixierten möglichst schnell wieder > aufrichten soll > > Z22: > Wenn sie die Frage bitte wiederholen. > > R > Ist es trainierbar, jemand in Bauchlage zu fixieren? > > Z22: > In Bauchlage zu fixieren ist anhand der > Ausbildungsvorschrift 99 gezeigt worden, aber ich > habe das nicht weitergegeben. > > SV1 > Sie sprechen von der Ausbildungsvorschrift 99. > Sie haben sie also zumindest gesehen, sie haben > sich das gemerkt. Sie haben doch gerade > angegeben, dass sie keine schriftlichen > Lehrunterlagen bekommen haben. > > Z22: > Die Vorschift 99 habe ich kurz vor der Verhandlung das erste mal > gesehen. > Es hat eine Besprechung der Instruktoren gegeben, > um uns auf diese Verhandlung vorzubereiten. > > STA > Wie bitte, habe ich das richtig verstanden? Es > gab eine Besprechung über diese Aussage? > > Z22: > Es hat eine Besprechung über das Verhalten vor > Gericht gegeben, über die korrekte Ansprache des > Vorsitzenden usw. > > R > Wo hat es eine Besprechung gegeben? > Von wem wurde sie initiiert? Wer hat daran > teilgenommen? Wo hat sie stattgefunden? > Ich erinnere sie daran, sie stehen unter Wahrheitspflicht. > Wer hat daran teilgenommen? > > Z22: > Vor 5 Tagen hat sie stattgefunden. > > R > Wo hat sie stattgefunden und wer hat daran teilgenommen? > > Z22: > Stattgefunden hat sie im Bundesamtsgebäude im 3. Bezirk. > Es handelte sich um eine offizielle Zusammenkunft. > > R > Da wurden ihnen die AEK Unterlagen vorgelegt? > Die haben sie dort das erste mal gesehen? Dann > war die Besprechung ja doch inhaltlich. > > Z22: > Es ging um den Erlass von 1999. > Das steht auf der Zeugenladung. > > R > Der Richter verliest die Zeugenladung. > > Z22: > Ich hab im Polizeicomputer nachgeschaut, nichts darüber gefunden. > Dann wurde die Besprechung veranlasst, um mir das näherbringen zu > lassen. > Dabei waren die Kollegen, die zur Verhandlung gekommen sind. > Und bei der Besprechung, da habe ich erstmals > gesehen, dass es ein AEK-Skriptum gibt. > > A > Wer hat ihnen die Unterlagen vorgelegt? > > Z22: > Herr Be. > > > R > Wer hat diese Sitzung einberufen? > > Z22: > Ich weiss nicht, wer die Sitzung einberufen hat. > Ich wurde durch ein Telephonanruf durch Herrn > Revierinspektor B. von der Sitzung in Kenntnis > gesetzt. > > > ################# > > Z23 > Revierinspektor E > > Z23: > war von 1997 bis 2000 Instruktor > unterrichtet zu den AEK Inhalten wurde ich von Revierinspektor B. > und Be. > es war laufend, es hat sich so ergeben > ausbildungsinhalte habe ich 1:1 weitergegeben > schriftliche Unterlagen habe ich nicht bekommen > Die Ausbildung, das waren wöchentliche Treffen > in Bauchlage fixieren habe ich unterrichtet > wenn es die Situation erlaubt, wird die fixierte Person aufgerichtet. > Gedanken zu gesundheitlicher Situation habe ich mir bis dahin nicht > gemacht > Bezüglich Fixierungsmethoden kommt für mich > aufgrund meines geringen Gewichts sowieso nur die > Fixierung an der Schulter in Frage > > R > Kennen sie die AEK Unterlage > > Z23: > Kenne sie von der Optik her > Irgendwo im büro hab ich sie gesehen > um 2002 herum, genau weiss ich nicht mehr > > R > Der Vorfall im Stadtpark ist jedem in Erinnerung > Haben sie den AEK Erlass vorher oder nachher gesehen > Haben sie mit Kollegen gesprochen vor der Verhandlung > > Z23: > Ja. Warum sind wir als Zeugen geladen wurden > Ich hab den Revierinspektor Be. angerufen > der hat dann eine Besprechung mit herrn Revierinspektor B. veranlasst. > Besprechung hat vorige Woche am Montag stattgefunden > Thema war: Warum sind wir hier geladen > sind dann draufgekommen dass wir 13 geladene Personen sind. > > R > Warum haben sie mir dann so schwammig Auskunft > gegeben, als ich sie gefragt hab, ob sie die > Ausbildujngsunterlage schon einmal gesehen haben? > > Z23: > ich hab gedacht sie meinen vorher schon > Wir sind bei der Besprechung druafgekommen, dass > wir bis dahin keine Ahnung hatten von einem > lagebedingten Erstickungstod > Wir sind der Frage nachgegangen: Was hatten wir für eine Ausbildung > es ist eine Schwierige Situation > dort hab ich erst erfahren, dass 13 hier geladen sind > Wir haben uns gefragt: was ist hier los > worum gehts hier eigentlich > > R > Das Thema der Befragung hätten sie von mir auch erfahren > War das Thema auf der Zeugenladung so schwer zu verstehen? > > Z23: > so genau weiss ich dann auch nicht mehr, wann wurde was vorgetragen > Schließlich hatte ich ja gleichzeitig die Ju-Jitsu-Ausbildung > 1997 war von AEK noch keine Rede > erst um 2000 aufgrund unserer Ju-Jitsu-Ausbildung > sind wir nach und nach in die Trainerposition > hineingerutscht. wir haben mitgelernt > > A > ist bei der Besprechung auch über die AEK-Unterlagen gesprochen > worden > > Z23: > weiss ich nicht > es hat was gegeben, diese eine Fixierungstechnik mit den Schultern > das hat der Be. in der Mappe gefunden > das war alles nachher > es ist dann gegangen um die Schulterfixierung > > STA > R hat nach dem lagebedingten Erstickungstod gefragt > > Z23: > es ist bei der Besprechung darum gegangen, ab > wann haben wir gewusst, dass so etwas passieren > kann > lagebedingter Erstickungstod war für uns ein Fremdwort > bis das passiert ist, im Sommer 2003 > > A > Haben sie Erfahrung mit Pfefferspray > > Z23: > Nein > > > ########################### > > > Z24 > Revierinspektor M. > > R > Ich fang gleich anders an > Wurde mit den Instruktoren über Prozess gesprochen > > Z24: > ja draussen ... und wir haben uns getroffen > wie wir uns vor Gericht verhalten sollen > > R > ich erinnere sie an die Wahrheitspflicht > Wenn ich es positiv formuliere: > Sie haben sich bemüht, zu hinterfragen, ab wann > war lagebedingter Erstickungstod ein Thema > negativ formuliert: Sie haben sich abgesprochen, > um gleichlautende Aussagen zu machen > > Z24: > Be. hat Unterlagen über Lehrinhalte gezeigt > Aber es gab keine Absprache > > R > Was war für sie der Zweck der Zusammenkunft > > Z24: > Es gab da in der Zeugenladung den Erlass mit der > Zahl, mit der wir nichts anfangen konnten > > R > Haben sie bei der Besprechung den Erlass zu Gesicht bekommen > > Z24: > ja, der wurde von Be. gezeigt > > R > haben sie die AEK-Vorschriften zu Gesicht bekommen? > > Z24: > Ja, die aus dem Jahr 99 > > R > wurde besprochen, dass es nur diesen Inhalt von 99 gibt? > Mittlerweile intetressiert mich die Besprechung > mehr als das, was unterrichtet wurde > Haben sie sich auch abgesprochen bezüglich der Fixierungsmethoden? > > Z24: > Man hat nur versucht, sich gemeinsam zu erinnern > > R > da brauchts nicht viel erinnerung > da gab es doch nur eine Fixierungsart, oder? > Wurde auch unterrichtet, dass ein am Boden > Fixierter möglichst schnell wieder aufzurichten > ist? > > Z24: > damals nicht > > R > Ah so? Revierinspektor B. hat gesagt, > selbstverständlich war das schon immer Thema der > Ausbildung. > > Z24: > Ich habe vor 2003 nicht vorgetragen, dass jemand > in die aufrechte Position zu bringen ist > In der mitte des Rückens gibt es keine > fixierungstechniken, die wir vorgetragen haben > > SV1 > Sie haben keine schriftlichen Unterlagen erhalten? > > Z24: > Nein. Wir waren so oft mit Revierinspektor B. > dabei, da haben wir das so gelernt. > > STA > Die Besprechung hat wie lange gedauert? > > Z24: > 1-1,5 Stunden weiss nicht > > A > Unterlagen waren aus dem Jahr 99, wissen sie > noch, ob da ein Teil zum positionsbedingten > Erstickungstod dabei war? > > Z24: > Das haben wir an dem Tag der Besprechung gehört. > wir konnten uns nur nach dem richten, was uns von > Revierinspektor B. gezeigt wurde > > STA > Was wurde ihnen gezeigt? > > Z24: > Die Unterlage wurde uns gezeigt. Da ist eine > Seite 24b nachträglich dazugekommen > > STA > Als sie die Unterlage gesehen haben, war also eine seite 24b dabei > > Z24: > Die Seite 24b war im Skriptum als Kopie drinnen, beigelegt. > Da waren Angaben zur Fixierung in waagrechter Position > Ansonsten war da nur eine Zeile im Skriptum und > auf der Kopie der Seite 24b waren mehrere Absätze > dazu > > STA > das versteh ich jetzt nicht, war die Seite 24b jetzt dabei oder > nicht dabei? > > Z24: > Eine Photokopie von Seite 24b war beim Skriptum > dabei, ist aber nicht geheftet gewesen > Auf der Seite 24b ist jetzt mehr drauf als in dem > Skriptum, das wir 1999 bekommen haben > > ####################### > > Z25 > Revierinspektor R > > Z25: > Ich war instruktor, ca von 1995 bis 2002 > Ja, ich habe mit Kollegen über diese Verhandlung gesprochen > > R > Wann haben sie mit den Kollegen gesprochen? > > Z25: > Ich weiss, worauf sie hinauswollen > Ich wurde von Revierinspektor B. angerufen > habe ihm per email mitgeteilt, dass ich diese > Besprechung für eine schlechte Idee halte > War bei der Besprechung nicht dabei. > in erster Linie wurde ich von Revierinspektor B. unterrichtet > > R > Haben sie von anderen Ausbildungen etwas in die AEK-Schulungen > eingebracht. > > Z25: > Nein, von anderen Bereichen habe ich nichts eingebracht > > R > Hatten sie schriftliche Unterlagen? > > Z25: > Vom Skriptum von 99, da hatte ich ein Exemplar > das weiss ich aufgrund der Zeugenladung, bin > dabei auf meine alten Skripten gestoßen, die > waren in meinen Unterlagen > > R > sie haben jetzt gerade gesagt, sie sind auf die Unterlagen gestoßen > > Z25: > Verzeihung, ich habe mich unklar ausgedrückt: Den > Dienstbefehl hatte ich noch, das Skriptum habe > ich entsorgt > > SV1 > Das Skriptum 99 ist noch in keinen Unterlagen aufgetaucht > Was können sie uns zur Fixierung in Bauchlage sagen? > > Z25: > Fixierung in Bauchlage wurde unterrichtet > es wurde bis 2002 v.a. auf die Sicherheit der > Kollegen Bedacht genommen und das endete mit der > Fixierung am Boden > ich betreibe seit 13 Jahren Kampfsport. In diesem > Bereich gibt es verschiedenste Techniken, aber > vorgetragen wurde die, wo am leichtesten zu > fixieren ist. > > A > Können sie uns sagen, welche Erinnerung an den > Dienstbefehl sie noch haben? War das ein > Begleitschreiben, ist da gestanden, dass das > jetzt die neuen Schulungsunterlagen sind? > > Z25: > ja > > V5 > Sie sagen, andere Fisierungstechniken wurde nicht > im Rahmen der AEK-Schulung nicht unterrichtet. > Was aber, wenn Kollegen anderswo auch > Fixierungstechniken gelernt haben? > > Z25: > wenn Kollegen aus privatem Wissen andere > Techniken anwenden, kann ich das nicht verhindern > > V1 > wie haben sie das Skriptum bekommen > > Z25: > es gab nur eine begrenzte Anzahl von Skripten im > Büro von Herrn Revierinspektor B, > andere müssten das auch bekommen haben > > ###################### > > Z26 > Revierinspektor G. > > R > Hat es eine Besprechung gegeben, bezüglich dieser Verhandlung > > Z26: > ja, vor ein paar Tagen > ziel war, wir wollten uns informieren, was es mit > dieser Zahl des Erlasses auf sich hatte > > R > das klingt nicht glaubwürdig > > Z26: > wir haben alle verschiedene Ausbildungen gemacht > und es hat niemand mehr gewusst, wann das war > nachdem alle Kompanien Ende der 90er Jahre > ausgebildet wurden, gab es die AEK-Ausbildung > bis ins Jahr 2000 > dann ist keine Ausbildung mehr gemacht worden > > R > wenn sie vor Gericht als Zeuge vernommen werden > wäre es ihre Pflicht auszusagen, wer wann welche Asubildung gemacht > hatte > eine Besprechung vorher widerspricht dem Sinn der Zeugenaussage > > Z26: > wir haben dort nicht über diesen Fall gesprochen > es ist nur darum gegangen, von wann bis wann wer welche Ausbildung > gemacht hat > wenn sie mich fragen, wer wann welche Ausbildung gemacht hatte > dann kommt das ja komisch, wenn ich das nicht beantworten kann. > > R > Komisch? ich komme mir komisch vor, von jedem > Zeugen dieselben Antworten zu bekommen > > Z26: > Revierinspektor B. war mein Ausbildner > eigene Ideen habe ich nicht eingebracht > Ausbildungsinhalte wurden durchgemacht, wie sie uns gezeigt wurden > dieses Skriptum kenne ich, aber nur von außen > > R > Hat es mehrere Skripten gegeben? > > Z26: > habe einmal ein Skriptum gesehen > aber vorgetragen haben wir immer nur, was uns der > Revierinspektor Revierinspektor B. gezeigt hat > Bauchlage fixierung ist unterrichtet worden > schnell aufrichten ist nicht unterrichtet worden. > > SV1 > war es für sie üblich, dass keinerlei Unterlagen zur Verfügung > gestanden sind > > Z26: > Die Schulungsabteilung wien wurde damals aufgelöst > skriptenstelle wurde aufgelöst > Uns wurde gesagt: es ist kein geld da > daher kriegen wir keine Skripten > > STA > war Revierinspektor B. dabei bei der Besprechung? > > Z26: > ja > > STA > Be. auch? > > Z26: > ja > > ################ > > R > befragt die Beschuldigten > Haben sie so eine AEK-Ausbildung gehabt? > > P1 > Aufrichten des Fixierten aus der Bauchlage war mir nicht bekannt > > R > Im Bereich der Grundausbildung > wurde da irgendwie darauf eingegangen > > P1 > Ich hatte eine halbtägige Ausbildung bei der Alarmabteilung > da wurde nur auf Atemwege geachtet > > R > selbe 2 Fragen stelle ich an die anderen Beschuldigten > > P2-P6 antworten alle inhaltlich dasselbe wie P1 > > #################### > > R > Wie im Verfahren im Sommer beantragt, wurde der UVS Akt beigeschafft > Außerdem wurde das VWGH Erkenntnis beigeschafft > Der VwGH steht auf dem Standpunkt, dass die > Handlung an sich rechtswidrig war, er hat sich > aber nicht auf die einzelnen beteiligten Personen > bezogen. > Fixierung mit Handschellen war rechtmäßig, > Fussfesseln war aber rechtswidrig, außerdem war > diese Anzahl an fixierenden Personen rechtswidrig. > ich möchte den UVS-Verwaltungsakt wieder retournieren > UVS-Urteil hat keine Bindungswirkung für das Strafgericht. > Die widerspüchlichen Zeugenaussagen werden allerdings zum Akt > genommen > > Frage an SV1: gibt es eine Möglichkeit, diese Grundausbildner zu > laden > oder Chef der Grundausbildung zu laden > > SV1 > AEK-Vorschriften wurden notwendig, weil Mängel erkannt wurden > es wird schwierig werden, für jeden einzelnen > Beschuldigten die Grundausbildner aufzutreiben. > aber ein Ausbildungsleiter sollte vorladbar sein > > R > beauftragt SV1, einen Verantwortlichen und die > ausforschbaren Grundausbildner zu laden > > ################# > > Z27 > Gruppeninspektor G. > kommt herein, wartet seit 6 Stunden draussen, hat > draussen gerade gehört, dass die Zeugenvernehmung > für heute abgeschlossen sei und fragt, ob der > Richter ihn vergessen hat. > > R > gibt Versehen zu, bietet was zu Trinken an, was der Zeuge aber > ablehnt. > > R > Es gab da diesen Diensterlass aus dem Jahr 2000, > wo auf das Problem der lagebezogenen Asphyxie > hingewiesen wurde > > Z27: > bis zu meiner Zeugenladung war mir das kein Begriff > Damals war ich bei der BPD Wien dienstführender > Beamter für den Sanitätsunterricht, zuständig für > die Vermitlung von AEK Inhalten und erste Hilfe > ich kann mich an diesen Erlass nicht erinnern > wir sind unter Fachaufsicht vom chefärztlichen Dienst gestanden > wir sind nicht direkt der berufbegleitenden > Fortbildung unterstellt gewesen. der Erlass hat > sich auf die berufsbegleitende Fortbildung bezogen > > R > Im Rahmen der Grundausbildung > wird da unterrichtet, dass der Bereich Bauch > Brust und Rücken von Druck frei zu sein hat > > Z27: > Ja > aber auf Fixierungen wird in der ersten Hilfe nicht eingegangen > > R > das ist ein anderes Problem > kommen wir zur Fixierung > > Z27: > Fixierung ist nie Thema der ersten Hilfe gewesen > wir haben kein spezielles Ausbildungsangebot für > Sicherheitswachebeamte > Das curriculum stammt vom österreichischen Roten Kreuz > es geht zwar um Atemwege freihalten, aber nicht speziell um > Fixierungen > > A > fragt SV1, wie er eigentlich darauf gekommen ist, > Z27 als Zeugen nahmhaft zu machen. > > SV1 > mir wurde Z27 als Verantwortlicher genannt > > A > Zu Z27: Sie waren also doch in berufbegleitende Ausbildung involviert > > Z27 > nicht als Person > Inhaltich habe ich dort erste Hilfe gelehrt > > A > Aber die Atmung im Bereich von Brust und Bauch > ist schon ein Thema in der ersten Hilfe, oder? > > Z27: > Es wird notfalls gelehrt > Atemwege sind zu überprüfen > > A > Was wurde da konkret gelehrt? > > Z27: > Enge Kleidungsstücke öffnen > Mund freimachen > Seitenlage Notfalldiagnose > in stabile seitenlage bringen sobald Bewusstlosigkeit > weil dadurch die Atmung gesichert ist. > > ##################### > > STA > Beantrage nochmalige Ladung von Revierinspektor > B. und Be. wegen der Besprechung vor dem Prozess > und zur Klärung, was mit dem Dienstbefehl > geschehen ist > > R > Revierinspektor B. und Be. werden für Montag nochmal geladen. > Ich dränge auf Verfahrenskonzentration. > Ist dem Thema Grundausbildung damit genüge getan? > > V2 > Wir können jetzt nicht pro futuro auf weitere Beweisanträge > verzichten. > > R > Wissen die Beschuldigten noch, wer ihre Grundausbildner waren? > > P3 > hatte mehrere Grundausbildner > das waren Sportlehrer, die haben uns das > beigebracht, was heute als AEK bezeichnet wird. > > Sportlehrer K. wird von mehreren Beschuldigten genannt > > R > diskutiert das weitere Programm der Verhandlung mit den Anwesenden > einstweilen keine weiteren Beweisanträge > > Weiter gehts am Montag schon um 8.45h wegen der vielen ZeugInnen. > > > > ================================================ > 07 Operation Spring - SOS-Mitmensch - Mithilfe benötigt für > Schaltung > von Protestinserat. > von: tristan.sindelgruber at chello.at > ================================================ > > Aus gegebenem Anlass leiten wir folgenden Aufruf von SOS-Mitmensch > weiter: > > Sehr geehrte Dame, sehr geehrter Herr! > > Der Dokumentarfilm "Operation Spring" hat viele empört. Er > hinterlässt den > Eindruck, dass die Angeklagten der umstrittenen Polizeiaktion keine > Chance > auf ein faires Verfahren hatten. Falsche Zeugenaussagen, > verschwommenes > Überwachungsmaterial und falsche Übersetzungen haben zum Teil zu > drakonischen Strafen geführt. > > Doch das Justizministerium will nicht handeln und systematisch > überprüfen, > welche Rolle die fragwürdigen Beweise in allen Verfahren gespielt > haben. Das > wäre aber notwendig, um zumindest jene Prozesse neu aufzurollen, > bei denen > die Angeklagten keine faire Chance auf Verteidigung hatten. > > INSERAT MIT AUFRUF > Mit dem angefügten Aufruf als Inserat in einer Österreichischen > Tageszeitung wollen wir uns an das Justizministerium wenden. Es > muss endlich > gehandelt werden. Dafür bitten wir dringend um Ihre Mithilfe. Bitte > sagen > Sie uns ehestmöglich Ihre Mitwirkung mit 30 Euro an der > Kostendeckung des > Inserats zu. Sie ermöglichen damit eine gute Platzierung des > Appells und > werden auf Wunsch als UnterstützerIn genannt (Bei eingeschränkten > finanziellen Möglichkeiten ist ein geringerer Betrag möglich). > > SO FUNKTIONIERTS > Das brauchen wir von Ihnen: Senden Sie uns ein Mail an > mailto:operationspring at sosmitmensch.at in dem sie uns mitteilen, > > + mit welchem Namen Sie oder Ihre Organisation als UnterstützerIn > genannt > werden soll. Aus organisatorischen Gründen können wir keine Titel, > Funktionen, Berufbezeichnungen oder ähnliches angeben (Wenn Sie > anonym > bleiben wollen, teilen Sie uns das bitte ebenfalls mit.) > > + wenn Sie eine Bestätigung für den Druckkostenbeitrag brauchen, > Ihre > Postanschrift. > > Wir informieren Sie dann bei Zustandekommen der Schaltung über die > Modalitäten der Einzahlung. > > Mit freundlichen Grüssen, > Philipp Sonderegger, Sprecher > > PS: Wie immer bitten wir um Verständnis, dass wir zur > Unterstreichung des > strikt überparteilichen Charakters der Initiative auf die > Unterstützung von > wahlwerbenden Gruppen und deren bekannten VertreterInnen verzichten > wollen. > > > DER AUFRUF > > "Für das Menschrecht auf ein faires Verfahren! > Das Bundesministerium für Justiz muss handeln. > > Nach der umstrittenen Polizeiaktion "Operation Spring" des Jahres > 1999 haben > österreichische Gerichte insgesamt 140 Verfahren gegen Afrikaner > durchgeführt. Ein Dokumentarfilm hat nun Justiz-Fehler öffentlich > gemacht, > die bislang nur wenig bekannt waren. Aufgrund fragwürdiger Beweise > wurden > zum Teil drakonische Strafen verhängt: Unrichtige Übersetzungen, > verschwommenes Überwachungsmaterial, Falschaussagen eines anonymen > Hauptbelastungszeugen und mehr. > > Das Bundesministerium für Justiz räumt Fehler ein, wurde aber > bislang nicht > tätig. Deshalb fordern wir nun: Das Justizministerium muss die > Auswirkung > der zweifelhaften Beweismittel auf alle Verurteilungen in Bezug auf > Schuldspruch und Strafausmaß überprüfen. Wo sie Einfluss auf das > Urteil > hatten, müssen die Verfahren neu aufgerollt werden. > > Es geht um das Recht auf ein faires Verfahren für alle Angeklagten!" > > > Wir verbleiben mit der Bitte um Veröffentlichung / Weiterleitung. > Etwaige Mehrfachzusendungen bitten wir zu entschuldigen. > > Sindelgruber Tristan, Schuster Angelika > > Schnittpunkt - > > Sindelgruber Tristan, Film- & Multimediaproduktion > Große Sperlgasse 19/3 > 1020 Wien > Austria > UID-Nr.: ATU 46990608 > e-mail: schnittpunkt at gmx.at > > > > ================================================ > 08 Wie sollen wir die Wiener Wahlen beurteilen? > von: Ljubomir at gmx.net > ================================================ > > Wie sollen wir die Wiener Wahlen beurteilen? > > Zunächst einmal sehe ich keinen Grund für Panik. Die > sozialliberalen Parteien haben dazu gewonnen und die > Rechtsliberalen haben insgesamt verloren, wenn wir die > Wahlresultate der beiden letzten Wahlen vergleichen. Dies bedeutet > aber keineswegs, dass wir wegen dem Sieg der Sozialliberalen einen > Grund zum Feiern haben. Die Ratlosigkeit und Vogel-Strauss-Politik > der Wiener Regierung bezüglich der MigrantInnen wird weiter > andauern. Die Mutlosigkeit bezüglich der - noch von Ex- > Integrationstadrätin Renate Brauner initierten ? sehr mutigen > Wahlrechtsinitiative hat sich schon beim aller ersten Inteview der > neuen Integrationstadträtin Sonja Wehsely gezeigt und dieser > Zustand dauert bis heute, wie wir aus den Presseberichten über ihre > Tätigkeit und aus den Presseaussendungen ihres Büros entnehmen > können. Den neuen Restriktionen im ?Fremdenpaket? haben die > SozialdemokratInnen auf Bundesebene mit dem Argument, dass es noch > schlimmer hätte werden können, zugestimmt. Die Häftlinge der > rassistischen Operation Spring sitzen nach wie vor hinter Gittern. > Der Menschenrechtsbeirat ? installiert nach der Tötung von Marcus > Omofuma ? ist zur einem reinem Alibiinstrument verkommen. Und die > Gefängnisse springen aus allen Nähten, weil sie mit MigrantInnen > überfüllt sind. 45% der Insassen dort sind nach den Worten der > Justizministerin ?Ausländer?. Diese Liste ist keineswegs zu > Ende gedacht und könnte sicher nach einem grundlegenden > Rekapitulationsvorgang der Migrationspolitik in Bund und Stadt in > den letzten Jahren noch viel länger werden. > > Darum bitte nicht immer dem ersten Reflex nachgeben und in die > braune Scheiße treten. Dieser Reflex hat wie bisher eine Funktion > in dem für den österreichischen Staat spezifischen Rassismus. > Diese Funktion ist die der Rechtfertigung der diskriminierenden > Gesetze. Während sie in einem lauen Jännerlüfterl 1993 mit einer > Kerze in der Hand auf dem Ring gegen > ?Fremdenfeindlichkeit?spazieren gingen, riefen die > Sozialliberalen: ?Gesetze statt Hetze?. Und die Gesetze sind > dann auch geworden. Diese Gesetze (z.B. Aufenthaltgesetz von den > Herren Löschnak und Matzka) haben durch die Hetze sowohl eine > politische (??Wir? zeigen Stärke gegenüber > ?Ausländern?!?) als auch eine moralisierende (??Wir? > zeigen Stärke gegen den ?braunen Sumpf?!?) Rechtfertigung > gehabt. In dieser Tradition steht auch das neue Wiener > Kasperltheater. Die Gesetzgebenden und ihre öffentlichen > WortspenderInnen werden sehr wohl wissen, wie sie diese > Inszenierung zur Fortsetzung des staatlichen Rassismus einsetzen > werden. > > Stichwort dazu wäre zum Beispiel das neue > Staatbürgerschaftsgesetz. Wir werden sehen, wie die Sozialliberalen > sich da verhalten. Bei den Rechtsliberalen scheint mir eine > restriktive Richtung wegen der Totgeburt BZÖ fast vorprogrammiert. > Jedenfalls werden sich alle auf den angeblichen Volkswillen > berufen, der sich durch die Wiener Wahl gezeigt hat. > > Noch einmal: Die Hetze ist nicht ausserhalb des Systems, sondern > dessen integraler Bestandteil. Dass sie sich jetzt in ihren > schlimmsten Auswirkungen gegen die Menschen mit islamischem > Bekenntnis richtet, ist nur folgerichtig entlang der immer wieder > stattfindenden, durchaus undifferenzierten und dümmlichen, aber > umso wirksameren Umstrukturierung des MigrantInnenkörpers. Wieder > einmal wird eine bestimmte Gruppe von MigrantInnen zum Haupfeind > ausgerufen und wieder einmal gib es linke und rechte > selbsternannte ?RetterInnen des Abendlandes?. Wieder einmal > versuchen ?weiße Männer die braunen Frauen von braunen Männern > zu schützen? wie Gayatri Spivak sehr zutreffend schrieb. > > Wir sollten diese hegemonialen rassistischen Transformationen > rational analysieren und ihnen mit einer entsprechenden > antirassistischen Strategie entgegentreten. Und unsere Schreie und > unsere Wut in Richtung Handeln umlenken. Eine Militanz ist > heutzutage angesichts der Bedrohungen, die auf uns zurollen, > durchaus angebracht. > > Und noch ein letztes Wort zur Wiener Wahl. Ich bin der Meinung, > dass diese Wahlen - da 18% der in Wien lebenden Menschen nicht > wählen dürfen - keine legitimen Wahlen sind. Alle zukünftigen > Entscheidungen, die von den letzte Woche gewählten > RepräsentantInenn geetroffen werden, können die MigrantInenn nicht > als legitime Entscheidungen betrachten. Es handelt sich - von der > migrantischer Seite her gesehen - um reine Willkürakte dieser > Personen und Gremien. Was das für die hier vermeintliche Demokratie > heisst, darüber können wir weiter diskutieren. > > Ljubomir Bratic > Büro für ungewöhnliche Massnahmen - BUM > > > ================================================ > 09 REVOLUTION - mit der Bitte um Veröffentlichung > von: ast-lfi at utanet.at > ================================================ > > Offener Brief an den LSV Wien, SJ Wien, AKS Wien sowie die ÖH > Universität Wien > > Wien, 2005-10-29 > > Liebe KollegInnen! > > Wir ihr wisst, haben die SchülerInnen-Aktionskomitees am 19. > Oktober einen erfolgreichen Schulstreik und eine Demonstration mit > 1.500-2.000 TeilnehmerInnen organisiert. Ihr habt im Vorfeld der > Demonstration eure Nichtteilnahme an diesem Streik unter anderem > damit begründet, dass eine Protestaktion gemeinsam mit der > Gewerkschaft für den 18. November bereits geplant sei. > > Nun hat die AKS Wien auf ihrer Homepage einen Aufruf > veröffentlicht, indem sie für Freitag, den 18. November einen > ?großen Schulstreik gegen Bildungsraub!? ankündigt. > > Ungeachtet unserer Meinungsverschiedenheiten über den Streik am 19. > Oktober begrüßen wir den Plan, am 18. November einen gemeinsamen > Aktionstag mit den Lehrlingen und der Gewerkschaft zu organisieren. > Wir glauben, dass gemeinsame Aktionen von Lehrlingen, SchülerInnen > und StudentInnen sehr gut sind. Ebenso halten wir eine > Zusammenarbeit aller im SchülerInnen- und StudentInnenbereich > verankerten Organisationen im Interesse einer möglichst großen und > breiten Protestaktion am 18. November für sehr wichtig. > > Wir schlagen euch daher vor, am 18. November einen Streik an den > Schulen und Universitäten gemeinsam und auf gleichberechtigter > Grundlage zu organisieren. Zu diesem Zweck sollte so bald wie > möglich ein Treffen zwischen den Aktionskomitees, dem LSV, der ÖH > und allen Organisationen, die einen Schul- und Unistreik > mitorganisieren möchten, einberufen werden. Bitte kontaktiert in > den nächsten Tagen eine/n unserer SprecherInnen unter der unten > genannten Telefonnummer oder nennt uns eine bzw. einen > Verantwortlichen von eurer Seite, mit der/dem wir in dieser Frage > in Kontakt treten können. > > Mit solidarischen Grüßen, > > Mercan Sümbültepe (SchülerInnen-Aktionskomitee Hagenmüllergasse) > Patrick Berger (SchülerInnen-Aktionskomitee Schmelz) > Rebecca Sternberg (SchülerInnen-Aktionskomitee Rahlgasse) > Roman Birke (SchülerInnen-Aktionskomitee HAK 10) > Joanna Götz (SchülerInnen-Aktionskomitee Karajangasse) > Anna Herzog (SchülerInnen-Aktionskomitee Maturaschule Lernen 8) > Max Lasser (SchülerInnen-Aktionskomitee Maturaschule Dr. Roland) > REVOLUTION > ArbeiterInnenstandpunkt > > Kontaktpersonen: > Roman Birke (0650/55 888 21) > Rebecca Sternberg (0699/11 410 562) > Michael Pröbsting (0650/406 83 14) > > ================================================ > 10 ASt - mit der Bitte um Veröffentlichung > von: ast-lfi at utanet.at > ================================================ > > KPÖ Steiermark: > ?Konstruktive und konsequente Opposition? oder konsequenter > Klassenkampf? > > Anmerkungen zur Antrittsrede von Ernest Kaltenegger und der Wahl > Voves zum Landeshauptmann > > Von Dieter Reinisch (aus: Red Newsletter 183, Informationsdienst > des ArbeiterInnenstandpunkt, 29. Oktober 2005, > www.arbeiterInnenstandpunkt.net) > > ?In seinem Redebeitrag auf der konstituierenden Sitzung des > steiermärkischen Landtages kündigte Klubobmann Ernest Kaltenegger > am Dienstag an, dass die KPÖ eine konstruktive und sehr konsequente > Opposition sein werde: ?Die Anliegen, die wir vor der Wahl > vertreten haben, wollen wir auch in den nächsten Jahren mit > Nachdruck verfolgen?.? So begann am Dienstag, 25. 10. 2005, eine > Presseaussendung der KPÖ-Steiermark. (1) > > Auf den ersten Blick sieht dies nach einer KPÖ-Aussendung wie jeder > anderen aus, hinter diesen Worten verbirgt sich aber viel mehr. > Denn was die KPÖ-Steiermark unter ?konstruktiver Opposition? > versteht, geht aus der Antrittsrede von Ernest Kaltenegger auf der > konstituierenden Sitzung des steiermärkischen Landtages klar > hervor: ?Der als neuer Landeshauptmann vorgeschlagene Magister > Franz Voves wird unsere Stimmen bekommen. Dies geschieht einerseits > aus Respekt vor dem Wählerwillen, andererseits als eine Art > Vertrauensvorschuss. Wir sagen aber auch, dass dies keinesfalls als > eine Art Blankoscheck zu verstehen ist.? (2) > > Die Frage ist, ob es wirklich der WählerInnenwille der KPÖ- > WählerInnen war, Voves als Landeshauptmann zu bekommen? Vor allem, > wenn Franz Voves sich zum Landeshauptmann auf Grundlage eines > Vertrages mit der ÖVP wählen lies. Voves hätte dieses Abkommen > mit der bürgerlichen ÖVP nicht notwendig, er hätte sich mit den > Stimmen der KPÖ ebenfalls zum Landeshauptmann wählen lassen > können, ohne einen Koalitionspartner also, der auf Sozialabbau und > Privatisierung drängt. Doch dies ist weder im Interesse der SPÖ- > Bürokratie, noch von Großkoalitionär Voves. Abgesehen davon, dass > die KPÖ für den Großteil sozialdemokratischer > SpitzenfunktionärInnen immer noch die Partei des Bolschewismus ist, > deren GenossInnen aus Russland bis zehn Jahre nach dem Zweiten > Weltkrieg nichts anderes getan hätten als die österreichische > Bevölkerung zu tyrannisieren und nur mit entschlossenem Willen > olah?scher Schlägertrupps ?befreit? werden konnten, stehen > die nächsten Nationalratswahlen vor der Tür und die SPÖ will > nichts anderes als in die Regierung. Nach dem Schwächeln der > Grünen scheint also kein Weg an der ÖVP vorbei zu führen. > > Nach dem KPÖ-Wahlsieg bei den Landtagswahlen Anfang Oktober schrieb > der ArbeiterInnenstandpunkt in einer Aussendung: ?Die Frage der > Taktik gegenüber der SPÖ muss ? wie auch die gesamte Politik ? > im Lichte einer längerfristigen Strategie gesehen werden. Das > strategische Ziel muss der Aufbau einer revolutionären > ArbeiterInnenpartei sein. Dazu ist es unter anderem notwendig, die > Basis der SPÖ und vor allem auch die Gewerkschaften zu gewinnen. > Dies kann durch die konsequente Anwendung der Einheitsfronttaktik > erreicht werden. Die KPÖ-Steiermark muss der SPÖ immer wieder > konkrete, praktische Vorschläge unterbreiten und sie auffordern, > gemeinsam mit der KPÖ dafür einzutreten.? (3) > > Doch die Art und Weise, wie die KPÖ Voves zum Landeshauptmann > wählte, müssen wir revolutionäre MarxistInnen auf das schärfste > verurteilen. Der SPÖ wurden keine Einheitsfrontangebote von Seiten > der Kaltenegger-KPÖ gemacht. Es hat lediglich ein paar Gespräche > gegeben, wo bei Seiten ihre Positionen darlegen konnten und > währenddessen erarbeitete die SPÖ mit der angeschlagenen ÖVP ein > Grundsatzpapier aus. Die darin enthaltenen Losungen sind leicht in > drei Worten zusammen zu fassen: Sozialabbau, Privatisierung und > Neoliberalismus. > > Schlussendlich stimmt die KPÖ dann diesem Programm zu, in dem sie > nicht nur Voves zum Landeshauptmann wählten, sondern auch einen > Großteil der ÖVP-Regierungsmitglieder in die Landesregierung. So > meinte etwa Ernest Kaltenegger: ?Wir werden auch ÖVP-Kandidaten > wählen.? Und begründete dies sofort, in dem er sogar das soziale > Gewissen mancher bürgerlicher PolitikerInnen entdeckte: ?So zum > Beispiel die als 2. Präsidentin des Landtages vorgeschlagene > Abgeordnete Walburga Beutl oder Landesrat Seitinger, der für > Anliegen des sozialen Wohnbaus in Graz immer ein offenes Ohr > hatte.? Doch nicht ein ?offenes Ohr? interessiert die > Betroffenen, sondern konkrete Taten zur Verbesserung ihrer sozialen > Lage. > > Der Unterstützung der Landesregierung und dem steirischen > Landeshauptmann Voves durch die KPÖ-Fraktion ist also nicht im > geringstem ein Einheitsfrontangebot an die Sozialdemokratie > vorangegangen. Es ist nichts anderes als die KP-Unterstützung für > eine große Koalition in der Steiermark. > > Dieser Schritt ist aber alles andere als überraschend, denn es war > über Jahrzehnte die Politik stalinistischer Parteien, bürgerliche > Regierungen zu unterstützen. Sei es im ?Kampf? gegen den > Faschismus und auch gegen den Trotzkismus, sei es nach dem Zweiten > Weltkrieg bei der Errichtung der reaktionären Nachkriegsordnung, > welche die Grundlage für die schweren Niederlagen des > internationalen Proletariats und die beispiellose Stabilisierung > und Stärkung des Weltkapitalismus in den 1950er und 1960er Jahren > bildete. Hier wurde das ?neutrale und unabhängige?, vor allem > aber kapitalistische Österreich als großer Erfolg von allen Seiten > gefeiert, unter anderem auch von den StalinistInnen. In Wahrheit > war es der Beginn von Sozialpartnerschaft, Proporz und ein Ende der > Periode offener und massiver Klassenkämpfe. Kurz: eine durch und > durch reformistische Politik der Aussöhnung mit dem Kapitalismus > und somit ein Verrat am österreichischen und internationalen > Proletariat. > > Einer solchen reformistischen Politik ist die KPÖ auch über > fünfzehn Jahre nach dem Ende der stalinistischen Diktaturen noch > immer verhaftet und wird dies wohl auch bleiben. Auch die Argumente > des Respektierens des ?Wählerwillens? und der > ?Vertrauensvorschuss für Voves? sind nichts anderes als glatte > Ausreden und Lügen. Denn Kaltenegger kennt die wahre Politik von > SPÖ und ÖVP nicht nur in Graz sehr gut. Das beste Beispiel > hierfür gab er in seiner Anrittsrede selbst: ?Nicht einmal drei > Wochen seit der Landtagswahl hat es gedauert, bis eine massive > Erhöhung der Energiepreise in der Steiermark angekündigt wurde. > Wer die Vorlaufzeiten bei solchen Entscheidungen kennt, wird sehr > schnell zum Schluss kommen, dass die Preiserhöhungen schon lange > vor dem Wahltag fixiert wurden. Jetzt spielt man die Ahnungslosen > und schiebt sich gegenseitig die Verantwortung zu. Die > Glaubwürdigkeit der Politik dürfte durch solche Aktionen wohl > nicht gehoben werden.? (4) > > Die KPÖ-Steiermark ist sich also der Sozialabbau von SPÖ und ÖVP > durchaus bewusst, trotzdem will sie - entgegen jeder marxistischen > Tradition ? nur ja nicht zu rebellisch sein, sondern > ?konstruktiv mitarbeiten?. Vielleicht sollten sich die > steirischen KommunistInnen weniger an Baier, PDS und Europäischer > Linkspartei und mehr an Lenin orientieren! Dieser meinte: ?Das > Parlament ist ein Produkt der historischen Entwicklung, das wir > nicht aus der Welt schaffen können, solange wir nicht stark genug > sind, um das bürgerliche Parlament auseinanderzujagen. Nur als > Mitglied des bürgerlichen Parlaments kann man, ausgehend von den > gegebenen historischen Bedingungen, die bürgerliche Gesellschaft > und den Parlamentarismus bekämpfen. Dasselbe Mittel, das sich die > Bourgeoisie im Kampf zunutzen macht, muss auch vom Proletariat > ausgenutzt werden ? natürlich zu ganz anderen Zwecken.? Und > kurz von Lenin selbst zusammengefasst: ?Wir sind genötigt, im > Parlament zu kämpfen, um das Parlament zu vernichten.? (5) > > Abschließend können wir feststellen, dass dieselbe Politik, die > die KPÖ seit Jahren im Grazer Gemeinderat betreibt ? wo sie mehr > als 90% aller beschlossenen Anträge unterstützt hat (6) - von ihr > nun auch auf Landesebene umgesetzt werden wird. Und diese Politik > kann nur als linker Reformismus bezeichnet werden, deren Ziel eine > möglichst ?erfolgreiche? StellvertreterInnenpolitik ist, bei > der jedoch die Massen passiv gehalten werden. Ziel ist nicht, die > Positionen im Landtag auszunützen um den Klassenkampf auf der > Straße, im Betrieb und in den Ausbildungsstätten voranzutreiben. > Ziel ist vielmehr der Ausbau der parlamentarischen Positionen und > eventuell einmal in die Regierung zu kommen. Wie das geht, zeigen > seit Jahren die italienische Rifondazione Comunista oder die > deutsche PDS und dies ist nichts anderes als Verrat an den > Interessen der ArbeiterInnen, ImmigrantInnen und Jugendlichen, die > ihre Stimme Kaltenegger in der Hoffnung auf eine bessere Zukunft > gegeben haben. > > Doch die Perspektive für den Klassenkampf gegen die unaufhörliche > Offensive der herrschenden Klasse lautet nicht reformistische > StellvertreterInnenpolitik, sondern Mobilisierung der > ArbeiterInnenklasse und der Jugend auf der Straße, im Betrieb und > in den Ausbildungsstätten. Exemplarisch und in einem kleinen > Ausmaß haben wir diesen Weg mit der STREIK-Kampagne gegen den > Bildungsabbau und der Gründung zahlreicher Aktionskomitees in > Schulen aufgezeigt. Aber der Klassenkampf könnte viel größere > Schritte vorwärts machen, wenn nicht nur verhältnismäßig kleine > Organisationen wie ArbeiterInnenstandpunkt und REVOLUTION (oder > auch die ebenfalls beteiligten GenossInnen um die Zeitschrift > Funke) solche Kampagnen initiieren, sondern auch weitaus > einflußreichere Kräfte wie die KPÖ Steiermark. Doch dies würde > einen politischen Bruch mit dem ganzen reformistischen Erbe > voraussetzen. > > Wenn es bei den steirischen KommunistInnen nicht rasch zu einem > Bruch mit dieser Politik kommt, muß man weniger als ein Monat nach > den Landtagswahlen mit Bedauern feststellen: Eine historische > Chance wurde vertan! > > Fußnoten: > > (1) siehe: Kaltenegger: KPÖ konstruktive und konsequente > Opposition, 25.10.05. zu finden unter www.kpoe-graz.at > > (2) KPÖ im Landtag: Für die arbeitenden Menschen und die sozial > Schwachen. Antrittsrede auf der konstituierenden Sitzung des > steiermärkischen Landtages von LAbg. Ernest Kaltenegger, 25. 10. > 05. zu finden unter www.kpoe-graz.at > > (3) Dieter Reinisch. Die Steiermark ist rot! Eine marxistische > Einschätzung des Ergebnisses der Landtagswahlen vom 2. Oktober. > Erschienen in Red Newsletter Nr. 178, zu finden unter > www.arbeiterInnenstandpunkt.net > > (4) siehe Fußnote (2) > > (5) W.I. Lenin: Rede über den Parlamentarismus (August 1920), in: > Lenin-Werke 31, S. 241. > > (6) siehe: Bilanz. KPÖ wehrt sich gegen Blockadevorwurf. Quelle: > ORF Steiermark, 06.10.2004 > > > > ================================================ > 11 Haider/Pressestunde/Kaltenegger/KPÖ > von: kpoe_stmk at hotmail.com > ================================================ > > PRESSEMITTIELUNG DER STEIRISCHEN KPÖ > > Sonntag, 30. Oktober 2005 > > > > KALTENEGGER-KPÖ BRINGT HAIDER UND STRACHE IN BEDRÄNGNIS ? > WEHLEIDIGER HAIDER BEI PRESSESTUNDE > > > ?Es war sehr erfreulich zu sehen, wie sich Haider in der > Pressestunde mit der Antwort auf die Frage herumplagen musste, > warum seine Bewegung in der Steiermark und in Wien weniger Stimmen > erhalten hat als die KPÖ. So wehleidig hat man Haider noch selten > gesehen?. Das sagte der steirische KPÖ-Vorsitzende Franz Stephan > am Sonntag Parteder in einer Reaktion auf den Auftritt des > Kärntner Landeshauptmannes. > > Der große Erfolg der Kaltenegger-KPÖ in Graz und in der Steiermark > hat soziale Ursachen. Wenn Haider darauf hinweist, dass ehemalige > FP-Wähler in unserem Bundesland jetzt Kaltenegger gewählt haben, > dann handelt es sich nicht um das ?Dritte Lager? sondern um > arbeitende Menschen, die zuerst von der SPÖ und dann von Haider > enttäuscht worden sind. > > Parteder: ?Wir hoffen, in der Steiermark durch unsere konkreten > Aktivitäten zeigen zu können, dass wir ernsthaft für die > Interessen der Arbeiter, Angestellten und der Pensionisten und > insbesondere für die sozial Schwachen eintreten. Auch unsere > ausgeprägt kritische Haltung zur EU ist keinen konjunkturellen > Schwankungen unterworfen. > > Wenn es uns gelingt, viele Leute dauerhaft für unsere Vorschläge > zu überzeugen, dann können wir die Regierung, aber auch rechte > Sprücheklopfer wie Strache in Bedrängnis bringen.? > > > > KPÖ-Steiermark > > Lagergasse 98 a > > 8020 Graz > > > Tel.: 0316 71 24 36 > > Fax 0316 71 62 91 > > email: kp.stmk at kpoe-graz.at; kpoe_stmk at hotmail.com > > > ================================================ > 12 KPÖ/Handymastensteuer/Raumordnung/Öffentliche Finanzen > von: kpoe at aon.at > ================================================ > > KPÖ-Pressedienst ? Drechslergasse 42, 1140 Wien ? Telefon +43 > (1) 50 36 580 - 0 ? Fax +43 (1) 50 36 580 - 499 - Mail > bundesvorstand at kpoe.at ? Web www.kpoe.at - News www.kpoe.at/lpd - > Ausgabe vom 28. Oktober 2005 > > > > > > > > Finanzierungsprobleme nicht durch neue Massenbelastung lösen > > KPÖ sieht sich durch Aus für Handymastensteuer bestätigt > > Bestätigt sieht sich die KPÖ mit dem jetzt verkündeten Aus für > die im Sommer beschlossene Handymastensteuer in Niederösterreich in > ihrer Auffassung, daß der Wildwuchs der Handymasten nicht mit einer > Steuer eingeschränkt werden kann. Diese Abgabe sollte ab 2006 > jährlich 60 bis 80 Mio. Euro bringen und wurde als Beitrag zur > Spitalsfinanzierung gerechtfertigt. Durch den Verzicht auf eine > Beeinspruchung gab die Bundesregierung dieser neuen Belastung > Rückendeckung. > > Das Scheitern der neuen Belastung ist wesentlich der breiten > Ablehnung dieser Abgabe ? die marktwirtschaftlich zwangsläufig > auf die > Tarife überwälzt und damit zu einem Preisschub bei den > Handytarifen geführt hätte ? in der Bevölkerung und der zu > erwartenden > Aufhebung durch den Europäischen Gerichtshof (EuGH) geschuldet. > Telekom-Regulator Georg Serentschy und der Verfassungsrechtler Heinz > Mayer hatten ?erhebliche verfassungsrechtliche Bedenken? sowie > einen Verstoß gegen EU-Recht und den Gleichheitsgrundsatz angemeldet. > > Die KPÖ forderte anstelle einer neuen Steuer das vorhandene > Instrumentarium der Raum- und Bauordnung konsequent für eine > Reduzierung > der Zahl der Mobilfunkanlagen zu nutzen. Dazu sollen auch > bundesweit einheitliche Regelungen verschärft und durch Entwicklung > gemeinsamer Standards die gemeinsame Nutzung der Anlagen > ausgeweitet werden. Der zunehmende Unmut vieler BürgerInnen gegen > Handymasten durch Verschandelung des Ortsbildes und Gefährdung > durch Strahlungen ist ein Auswuchs der EU-konformen Liberalisierung > im Telekomsektor, als deren Folge jede Handyfirma eigene > Sendeanlagen mit großteils unterschiedlichen Standards aufgestellt > hat. > > ?Die Finanzprobleme der Länder und Gemeinden können nicht durch > neue Massenbelastungen gelöst werden, notwendig ist eine andere > Verteilung der Mittel aus dem Finanzausgleich, dessen Volumen durch > eine wesentlich höhere Besteuerung von Kapital und Vermögen > vergrößert werden muss?, meint KPÖ-Kommunalsprecher Leo > Furtlehner. > > > > ================================================ > 13 Oil for Food: Fritz Edlinger (GÖAB) und 37 österreichische > Firmen unter Korruptionsverdacht mit dem Regime Saddam Husseins > von: wadi.wien at gmx.at > ================================================ > Oil for Food: > Schmiergeld für Saddams Schatulle > > VON SUSANNA BASTAROLI, GERHARD HOFER, NORBERT RIEF UND CHRISTIAN > ULTSCH (Die > Presse) 29.10.2005 > > 7 Mill. Dollar aus Österreich. 37 heimische Firmen stehen laut UN- > Bericht > unter Korruptionsverdacht. > Dubiose Geldflüsse. 100.000 Dollar für den Bruder des ehemaligen > SP-Finanzministers Edlinger? > > > WASHINGTON/NEW YORK/WIEN. 1,8 Milliarden Dollar Schmiergeld hat der > frühere > irakische Diktator Saddam Hussein von 1996 bis 2003 durch das > UN-Hilfsprogramm "Öl für Lebensmittel" kassiert. Ein Teil davon > floss über > Wien, wie aus einem in der Nacht auf Freitag in New York > veröffentlichten > Untersuchungsbericht hervorgeht. > > Mit von der Partie waren laut Bericht auch Unternehmen, > Organisationen und > Privatpersonen aus Österreich. 37 österreichischen Firmen (siehe > Grafik) > haben demnach im Zuge ihrer Lieferungen an den Irak Schmiergeld > bezahlt. > Insgesamt sieben Millionen Dollar wanderten so aus Österreich in die > schwarzen Kassen des Regimes. Wer ins Geschäft mit dem Irak kommen > wollte, > musste eine "Nachbearbeitungsgebühr" in Höhe von rund zehn Prozent > des > Kaufvertrags entrichten - vorbei an den laschen Kontrollen der > Vereinten > Nationen. > > Eine Nennung in dem Bericht bedeute nicht zwangsläufig, dass die > Firma > unerlaubte Zahlungen veranlasst, sie genehmigt oder davon gewusst > habe, > erklärte Paul Volcker, Leiter des Untersuchungskomitees. Vertreter > österreichischer Firmen bestritten denn auch auf Anfrage der > "Presse", dass > sie Schmiergeld gezahlt hätten. Es sei jedoch üblich, Provisionen an > Vermittler zu entrichten. > > In dem Bericht über den Skandal um das UN-Hilfsprogramm sind > insgesamt 2253 > Firmen aus aller Welt aufgezählt, die Bestechungsgelder bezahlt haben > sollen. Darunter DaimlerChrylser, Volvo und Siemens (angeblich 1,6 > Mill. > Dollar). Die Unternehmen bestreiten allesamt die Vorwürfe. Während > in > Deutschland und der Schweiz die Staatsanwaltschaft bereits > ermittelt, warten > die Behörden in Österreich noch ab. > > Belegt ist, dass die irakische Botschaft in der Wiener Johannesgasse > illegale Zahlungen von Firmen kassiert hat, die Öl aus dem Irak > bezogen. Das > Geld sei bar ausbezahlt und in Koffern nach Bagdad gebracht worden, > heißt es > in dem 630 Seiten starken Report. Die Schmiergelder, die in Wien > flossen, > stammten in erster Linie von russischen Gesellschaften, die sich > damit die > lukrativen Ölverträge sicherten. > > Wie viel Geld die irakische Vertretung in Wien kassierte, geht aus dem > Bericht mit dem Titel "Manipulation of the Oil-for-Food-Programme > by the > Iraqi Regime" nicht hervor. Der größte Betrag sei von der > Botschaft des Irak > in Moskau eingenommen worden: 52 Millionen Dollar zwischen März > 2001 und > Dezember 2002. Der russische Außenminister Sergej Lawrow blockte > ab. Der > Bericht beruhe in weiten Teilen auf Fälschungen, behauptete er. > > Das "Oil-for-Food"-Programm mit einem Volumen von 64 Milliarden Dollar > erlaubte Saddam Hussein, ab dem Jahr 1996 Öl zu verkaufen und mit den > Einnahmen Lebensmittel und Medikamente zu erwerben. > > Schnell erkannte das Regime einen Webfehler im UN-System: Der Irak > konnte > sich seine Geschäftspartner selbst wählen. Ausgesucht wurde, wer > dem Regime > genehm war. So kamen Unternehmen aus Russland und Frankreich zu den > meisten > Aufträgen. Beide Länder hatten sich vehement für die Aufhebung der > Sanktionen gegen den Irak eingesetzt. > > Mit Öl-Gutscheinen wurden auch Einzelpersonen und Organisationen > belohnt, > die sich für Irak einsetzten. Auch ein prominenter Name aus > Österreich > taucht im Untersuchungsbericht auf: Fritz Edlinger. Der Bruder des > ehemaligen SP-Finanzministers, Rudolf Edlinger, und langjährige > Generalsekretär der "Gesellschaft für österreichisch-arabische > Beziehungen" > soll von einer irakischen Frontfirma 100.000 US-Dollar erhalten > haben. Er > selbst kann sich daran nicht erinnern. > > ---------------------------------------------------------------------- > -- > > Unter österreichisch-irakischen Freunden > > VON CHRISTIAN ULTSCH (Die Presse) 29.10.2005 > > ÖL-SKANDAL. Eine irakische Front-Firma, die illegale Öl-Geschäfte > abwickelte, überwies laut UN-Bericht 100.000 Dollar auf das Konto > von Fritz > Edlinger. Der Bruder des ehemaligen SP-Finanzministers kann sich nicht > erinnern. > > > Saddam Hussein hatte seine Freunde im Westen. Und er wusste, wie er > sie bei > Laune halten konnte: mit Öl. Nicht nur in Russland, Frankreich und > Großbritannien (siehe unten) hatte der irakische Diktator > Verbündete, die > sich ihr stets mit großem humanitären Gestus erbrachtes Engagement > abgelten > ließen. Auch in Österreich hatte Saddams Regime offenbar treue > Partner, die > sich nicht nur ums darbende irakische Volk, sondern auch um ihre > eigene > Geldbörse sorgten. > > Saddams Buchhalter führten peinlich genaue Aufzeichnungen über die > Geschäfte > mit ihnen. Das Expertenteam, das für die UNO den nun vorliegenden > Untersuchungsbericht über das "Oil-for-Food-Programm" verfasste, fand > seitenlange Einträge vor. > > Sie stießen auch auf einen Namen, der in Österreich nicht > unbekannt ist: > Fritz Edlinger, Bruder des ehemaligen SP-Finanzministers, seit 1996 > Generalsekretär der "Gesellschaft für österreichisch-arabische > Beziehungen" > (GÖAB). > > Auf Seite 123 des Untersuchungsberichts ist dokumentiert, dass die > irakische > Firma "al-Hoda" der GÖAB 100.000 US-Dollar überwiesen habe. Der > Scheck sei > am 29. Oktober 2001 ausgestellt worden, und zwar namentlich zu > Gunsten von > "Fritz Edlinger". Die "Arab Bank" habe über die Transaktion Buch > geführt. > > Edlinger wollte die Angelegenheit auf Anfrage der "Presse" weder > bestätigen > noch dementieren. "Ich kann nicht ausschließen, dass al-Hoda Geld > für > humanitäre Projekte gespendet hat", sagte der 58-Jährige. Es sei > durchaus > üblich gewesen, dass auch Iraker die GÖAB unterstützt hätten. Er > könne sich > auch erinnern, in Kontakt mit Repräsentanten von al-Hoda in Kontakt > gestanden zu sein. > > Al-Hoda war laut Untersuchungsbericht eine Front-Firma, über die > das Regime > ab Mai 2000 viele ihrer illegalen Öl-Transaktionen laufen ließ. > Die geheimen > Aufschläge von zehn bis 30 Cent pro Fass, die Öl-Käufer zahlen > mussten, > landeten teils auf Konten des irakischen Handelsunternehmens. Die > Firma > gehörte angeblich zu einer Hälfte einem Privatier, Riyadh al- > Khawam, und zur > anderen der irakischen Regierung. > > Al-Hoda wickelte auch die Zuteilung von Öl-Gutscheinen ab. Irak war > ja seit > 1996 berechtigt, jeweils nur eine bestimmte Anzahl von Öl auf den > Markt zu > bringen - unter Kontrolle der UNO, doch die Kontrolle war zu lasch. > > Iraks Regime durfte nach Gutdünken Vouchers verteilen, die zum Kauf > des > schwarzen Goldes berechtigten. Nur wer sich wohl verhielt, konnte auf > Bagdads Gunstbezeugungen hoffen, wie etwa der russische > Ultranationalist > Wladimir Schirinowskij oder der britische Labour-Rebell George > Galloway > (siehe unten). > > Und wieder taucht im Untersuchungsbericht Österreich auf. Al-Hoda > teilte > demnach einer "Arabisch-Österreichischen Freundschaftsgesellschaft" > Gutscheine für eine Million Barrel Öl zu. Edlinger winkt ab. "Es > hat nie > Ölgeschäfte gegeben." Und: "Weder ich noch die Gesellschaft für > österreichisch-arabischen Beziehungen waren gekauft." > > Schon vor einem Jahr war unter derselben Vertragsnummer (M/10/68) > ein von > den USA verbreiteter Beleg aufgetaucht, wonach eine > "Irakisch-österreichische Gesellschaft" einen Gutschein für eine > Million > Fass Öl erhalten habe. > > Damals richtete sich der Verdacht gegen die gleichnamige > Organisation, die > im Juni 2001 von FPÖ-Volksanwalt Ewald Stadler gegründet worden > war. Ein > irakischer Insider meint dazu: Es stimmt, die FPÖ wollte ins > Geschäft kommen > mit Saddam Hussein, doch sie kam zu spät. > > ---------------------------------------------------------------------- > - > > "International übliche Provisionen" > > (Die Presse) 29.10.2005 > > 37 österreichische Firmen sollen im Zuge des Oil-for-Food-Programms > der UNO > an das Saddam-Regime Schmiergeld gezahlt haben. > > > WIEN (g. h.). 37 zum Teil renommierte österreichische Unternehmen > stehen im > Verdacht, Schmiergeld in den Irak gezahlt und somit das Regime Saddam > Husseins gestärkt zu haben. Dies geht aus dem Untersuchungsbericht > zum > UN-Programm "Öl für Lebensmittel" hervor, der dieser Woche von > Ex-US-Notenbankchef Paul Volcker vorgelegt wurde. Österreichische > Firmen > lieferten demnach - legal - Waren im Wert von knapp 90 Mill. Dollar > (73,8 > Mill. Euro) in den Irak. Um ins Geschäft zu kommen, sollen > sogenannte "after > sales service fees", illegale Vermittlungsprovisionen, an der UNO > vorbei an > die unter UN-Sanktionen stehende irakische Regierung geflossen sein. > > Der Bericht interessiert mittlerweile auch die Staatsanwaltschaft > Wien. Noch > gebe es keine Ermittlungen, sagte ein Sprecher zur "Presse". Er > meint aber: > "Man wird sich den Bericht ansehen müssen." Genannt werden dort unter > anderen Böhler Schweißtechnik, Siemens, Stölzle Oberglas, Veitsch- > Radex. Die > Konzerne dementieren, Schmiergeld gezahlt zu haben. > > "Warum wir auf der Liste stehen, wissen wir nicht", sagt Randolf > Fochler, > Sprecher von Böhler-Uddeholm. 3159 Dollar soll der Konzern an > Schmiergeld in > den Irak gezahlt haben. "Es ist kein einziger Cent von Österreich > in den > Irak geflossen", betont Fochler. Fochler bestätigt aber, dass > Böhler an die > in Dubai ansässige Dome International eine Vermittlerprovision von > knapp > 6000 Dollar gezahlt habe. "Alles weitere entzieht sich unserer > Kenntnis." > > Vanja Zajsek, Geschäftsführer der Firma Hotwell Services im > burgenländischen > Klingenbach, dementiert ebenfalls den Fluss von 160.000 Dollar > Schmiergeld. > Richtig sei, dass man um knapp zwei Mill. Dollar Messgeräte für die > Erdölindustrie in den Irak geliefert habe. Und natürlich bedürfe > es eines > Agenten im Irak, der die Geschäfte betreut. > > Die Geschäftsabläufe ähneln sich. Nirgendwo wurde direkt Geld in > den Irak > überwiesen, in vielen Fällen sehr wohl aber Provisionen an > Zwischenhändler > oder Agenten gezahlt. > > Auch die BSH Klimatechnik aus Wien hat im Zuge das "Oil-for- food"- > Programms > Lüftungsgeräte für Spitäler geliefert. Schmiergeld? "Natürlich > nicht", sagt > Geschäftsführer Peter Pichler. Man habe nur eine "international > übliche > Provision" an eine jordanisch-irakische Firma gezahlt. > > ----------------------------------------------------------------- > > Auch Pfarrer war Saddams Günstling > > (Die Presse) 29.10.2005 > > Nicht nur Politiker profitierten von den illegalen Geschäften mit > dem Irak. > > > NEW YORK/ WIEN (ag., red.). Saddam Hussein hatte gute und > einflussreiche > Freunde - die er mit teuren "Geschenken" bei Laune hielt. Dutzende > Personen, > die einst gegen das UN-Embargo gegen Irak auf die Barrikaden > gingen, seien > vom Saddam-Regime mit Öl-Vouchers bestochen wurden, heißt es im > Volcker-Bericht zum irakischen UN-Hilfsprogramm "Öl für > Lebensmittel" - > darunter auch zahlreiche Politiker aus Frankreich, Großbritannien, > Russland, > Italien. > > > Mit den Vouchers konnten Saddams Günstlinge irakisches Erdöl > erwerben und > dieses dann gewinnbringend weiterverkaufen. Hier die bekanntesten > Namen: > > So soll der britische Abgeordnete und Labour-Rebell George Galloway 18 > Millionen Barrel Öl vom Regime erhalten haben, "um Galloways > Kampagne gegen > die UNO-Sanktionen zu unterstützten". Über einen jordanischen > Geschäftsmann > habe der Brite das Erdöl gewinnbringend verkauft und Millionen Dollar > verdient. Galloway weist die Vorwürfe zurück und spricht von > "Lügen". > Lukrative Geschäfte hat dem Bericht zufolge auch der frühere UN- > Botschafter > Frankreichs, Jean Bernard Merimée, gemacht. Der Ex-Diplomat, gegen > den in > Frankreich bereits ein Verfahren läuft, habe als "Belohnung" für > seine > Dienste zwei Millionen Barrel Öl von Saddam bekommen. 166.000 Dollar > verdiente der Diplomat am Verkauf des "schwarzen Goldes". > > Als Dank für "seine Dienste für das irakische Volk" soll auch ein > weiterer > hochrangiger französischer Politiker Öl-Gutscheine vom Diktator > bekommen > haben: Der frühere Innenminister Charles Pasqua soll über seinen > Mitarbeiter > Bernard Guillet elf Millionen Barrel Öl von Saddam kassiert haben. > Guillet > verkaufte das Öl am schwarzen Markt und verdiente laut Volcker- > Kommission > 234.000 Dollar. Sowohl Guillet als auch Pasqua weisen die Vorwürfe > zurück. > > Der russische Ultranationalist Wladimir Schirinowskij bekam dem > UN-Untersuchungsbericht zufolge sogar 73 Millionen Barrel Öl von > Saddam > Hussein. 61 Millionen Barrel seien direkt an Schirinowskij überwiesen > worden. Der Politiker erhielt die Öl-Gutscheine, da "er > international zu > Gunsten des Irak eintrat". Der Russe dementiert vehement. > > 27 Millionen Barrel erhielt der italienische Politiker Roberto > Formigoni, > der Gouverneur der norditalienischen Provinz Lombardei und Mitglied > von > Silvio Berlusconis Regierungspartei Forza Italia. Für den Verkauf > des Erdöls > war laut Volcker-Bericht ein Freund des Politikers zuständig. > Offenbar gibt > es keine Beweise dafür, dass Formigoni persönlich den Ertrag des > Verkaufes > erhielt. Auch dieser Politiker dementiert, jemals Öl-Gutscheine vom > Saddam-Regime erhalten zu haben. > > Ein weiterer Nutznießer war der französische Pfarrer Jean-Marie > Benjamin, > der einst als Assistent im Außenministerium des Vatikan arbeitete. > Benjamin > zählte zu den entschiedensten Gegnern der Irak-Sanktionen. > > > > alle Berichte aus der morgigen Presse vom 29. 10. 2005 > www.diepresse.at > > > > > ================================================ > 14 "Zu Gast bei Saddam": Gastkommentar in der Presse als Antwort > auf Jörg Haider > von: wadi.wien at gmx.at > ================================================ > > Zu Gast bei Saddam > > GASTKOMMENTAR von Thomas Schmidinger > > Die Presse, 28.10.2005 > > http://www.diepresse.at/Artikel.aspx?channel=m&ressort=g&id=515501 > > Jörg Haider sieht sich bemüßigt, den Prozess gegen Saddam Hussein > als > "fernsehgerechte Show des Siegers" zu denunzieren. Er scheint dabei > aber an > eine andere "Siegerjustiz" zu denken. > > Haider sieht im Prozess gegen jenen Mann, der den Irak 30 Jahre > lang mit > Einschüchterung, Terror und Gewalt regierte, als "Tribunal der > Sieger" nach > dem "Drehbuch des Pentagon" und hebt anerkennend hervor, dass sich > Saddam > Hussein nicht "an dieses US-Drehbuch" halten wolle. Dass sich der > Mann, der > über eine Million seiner Landsleute, Schiiten, Kurden, Kommunisten, > als > Prostituierte verdächtige Frauen, Juden, Liberale oder Islamisten > ermorden > und in Massengräbern verscharren ließ, der sein Land in drei > sinnlose Kriege > geführt hatte, von denen allein der irakisch-iranische Krieg eine > weitere > Million irakischer und eine Million iranischer Soldaten und > Zivilisten das > Leben kostete, dass er sich nach wie vor als "Präsident des Irak" > sieht, > hält er nicht für größenwahnsinnig, sondern für "trotzig, > unbeugsam und > unbelehrbar". > > Haider kritisiert den Prozess gegen Saddam und seine vorerst sieben > Mitangeklagten, darunter der frühere Vizepräsident Taha Yassin > Ramadan und > Saddam Husseins Halbbruder, der frühere Geheimdienstchef Barzan > Ibrahim > al-Tikriti, als "Realversion der unzähligen fiktiven Gerichtsshows" > ohne > einen Beleg für Verstöße gegen rechtsstaatliche Prinzipien zu > liefern. > > Tatsächlich mag es berechtigte Bedenken gegen einen Prozess geben, > der sich > in einem Land abspielt, das tagtäglich von Terror heimgesucht wird > und in > dem die Sicherheitslage so fatal ist, dass es bisher nicht möglich > war die > notwendigen Zeugen vorzuladen. Bisher hatte sich das Gericht jedoch > gegenüber den Angeklagten korrekt verhalten. Die Angeklagten werden > professionell verteidigt, der Prozess war öffentlich und wurde im > irakischen > Fernsehen live übertragen. Die von Haider kritisierte 30-minütige > Verspätung > war lediglich auf CNN durch technische Probleme und die notwendige > Übersetzung bedingt. Könnte Haider Arabisch hätte er den Prozess im > irakischen Fernsehen live und unzensuriert mitverfolgen können. > > So legitim es ist, wenn manche Rechtsexperten Saddam lieber vor einem > internationalen Gericht sehen würden, so legitim ist der Wunsch der > irakischen Bevölkerung ihm dort den Prozess zu machen, wo er seine > Verbrechen begangen hat. Für die neue irakische Justiz ist dies > eine große > Herausforderung. Sie kann dabei beweisen, dass der neue Irak ein > Rechtsstaat > sein wird. Dazu ist jede kritische Beobachtung der Prozessführung > hilfreich. > > > Die Forderung Haiders nicht nur Saddam, sondern auch George W. Bush > vor > Gericht zu stellen, hat allerdings neben dem traditionellen > Antiamerikanismus des dritten Lagers einen anderen Grund: Die engen > politischen und wirtschaftlichen Beziehungen der damaligen FPÖ zum > irakischen Baath-Regime. > > Nicht nur Haider selbst, der über sein gutes Verhältnis zum Baath- > Regime > sogar ein eigenes Buch ("Zu Gast bei Saddam") verfasste, sondern > eine Reihe > von Funktionären seiner Partei standen in einem Naheverhältnis zur > Baath-Partei. Insbesondere die Irakisch-Österreichische > Gesellschaft unter > ihrem Vizepräsidenten Ewald Stadler war eine wichtige Drehscheibe des > Baath-Regimes zu österreichischen Politikern und > Wirtschaftstreibenden. > > Im Irak tauchten nach dem Sturz Saddams Dokumente auf, die nicht > nur der > Gesellschaft für Österreichisch-Arabische Beziehungen unter den > Sozialdemokraten Fritz Edlinger und Karl Blecha eine Verwicklung in > illegale > Geschäfte mit irakischen Ölgutscheinen vorwarfen, sondern eben > auch der > FP-nahen Irakisch-Österreichischen Gesellschaft. Sensiblere Waren > dürften > dabei über die Firma des in Kärnten lebenden irakischen > Geschäftsmann Abdul > Moneim Jebara abgewickelt worden sein. Der persönliche Bekannte > Haiders > begann, als sich der Sturz Saddams abzeichnete, in einer ARD-Sendung > auszupacken und erzählte, wie biologische und chemische > Waffenlabors in den > Irak geschmuggelt worden waren. > > Nicht nur Saddam "weiß genau, was er sagt und wem er das sagt", wie > Haider > richtig feststellt. Auch Haider weiß genau, was er sagt und wem er > das sagt. > Der alte Freund des Baath-Regimes, der nicht nur nach Bagdad fuhr > um Saddam > - oder sein Double - zu treffen, sondern auch besonders enge > Beziehungen zu > Naji Sabri, dem Ex-Botschafter des Irak in Österreich und späteren > Außenminister unterhielt und diesem nach dem Sturz des Regimes Asyl > in > Kärnten anbot, verteidigt damit nicht nur seine alten Kameraden in > Bagdad. > > Vielmehr scheint vor Haiders geistigem Auge eine andere "Siegerjustiz" > abzulaufen. Auch dieser Prozess wurde von Richtern geleitet, die > von den > Siegern eines Krieges eingesetzt wurden um Kriegsverbrecher > abzuurteilen. Er > fand zwischen 1945-46 in Nürnberg statt und endete nach einem > rechtsstaatlich einwandfreien Verfahren mit zwölf Todesstrafen, drei > Freisprüchen und sieben Haftstrafen. Ich kann nur hoffen, dass die > Prozesse > gegen Saddam und die anderen Verbrecher seines Regimes denselben > rechtsstaatlichen Kriterien genügen werden, wie dieser Prozess > gegen die > Hauptkriegsverbrecher in Nürnberg. > > > > Thomas Schmidinger ist Lehrbeauftragter am Institut für > Politikwissenschaft > in Wien, Mitarbeiter der Hilfsorganisation Wadi. Zuletzt > erschienen: "Irak - > Von der Republik der Angst zur bürgerlichen Demokratie?". > > > ------------------------------------------------------------------ > Der Beitrag erscheint am 28. Oktober als Antwort auf einen > Gastkommentar > Jörg Haiders vom vergangenen Samstag: > http://www.diepresse.at/Artikel.aspx?channel=m&ressort=g&id=514565 > > -- > WADI - Verband für Krisenhilfe und solidarische > Entwicklungszusammenarbeit > e-mail: wadi.wien at gmx.at > Tel.: 0699-11365509 > > Postfach 105 > A-1181 Wien > > Spendenkonto in Österreich: > Kontonummer 07.405.301 > Evangelische Kreditgenossenschaft eG BLZ 31800 > > IBAN: AT10 3180 0000 0740 5301 > BIC: EVKRATW1 > > > Website mit weiteren Informationen zu Projekten von > Wadi und Veranstaltungshinweisen: > www.wadinet.at > > > > > <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< > > WELTWEIT > > <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< > > ================================================ > 15 ILGA-Europa-Tagung in Paris: HOSI-Wien-Generalsekretär in > den ILGA-Europa-Vorstand gewählt > von: Kurt.Krickler at hosiwien.at > ================================================ > > Medienaussendung der Homosexuellen Initiative (HOSI) Wien vom 31. > Oktober 2005 > > ?In Vielfalt geeint? ? 27. Europa-Tagung des Internationalen > Lesben- und Schwulenverbands ILGA > > ?In Vielfalt geeint? ? unter diesem Leitspruch der > Europäischen Union stand die Jahrestagung des europäischen Lesben- > und Schwulenverbands ILGA-Europe, die gestern in Paris zu Ende > ging. Mehr als 200 TeilnehmerInnen aus ganz Europa waren an die > Seine gekommen, um in Plenarsitzungen und Arbeitskreisen für > Europas Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transgenders relevante > Fragen sowie die Aktivitäten des Verbands zu diskutieren. > Prominentes Thema waren u. a. die Schwierigkeiten, auf die etliche > OrganisatorInnen von Gay-Pride-Paraden heuer in Osteuropa gestoßen > sind und in diesem Zusammenhang auch die homophoben Ausfälle des > neugewählten polnischen Staatspräsidenten Lech Kaczy?ski, der als > Warschauer Bürgermeister im Vorjahr und dieses Jahr die Parada > Równo?ci, die Parade für Gleichheit, untersagt hatte. Die > bedenklichen Entwicklungen in Polen waren auch Anlass für eine > Demonstration am Samstag vor der polnischen Botschaft in Paris, die > auf großes Medieninteresse stieß. > > Gesellschaftlicher Höhepunkt der viertägigen Konferenz war ein > Abendempfang, zu dem Bürgermeister Bertrand Delanoë, der selbst > offen schwul lebt, die TeilnehmerInnen ins prächtige Hôtel de > Ville (Rathaus) geladen hatte. > > Die Homosexuelle Initiative (HOSI) Wien war ? als einzige > österreichische LSBT-Organisation ? in Paris durch Ute Stutzig > und Kurt Krickler vertreten. ?Wir haben uns ja um die Konferenz im > Jahre 2007 beworben?, berichtet Ute Stutzig, ?aber unsere > Bewerbung dann zurückgezogen, weil unsere FreundInnen aus Litauen > die Konferenz unbedingt in zwei Jahren in Vilnius haben wollen. Sie > führen zu dem Zeitpunkt ein EU-Projekt durch und befürchten, für > eine spätere Austragung dann keine ausreichende Unterstützung mehr > in ihrem Land zu erhalten. Wir sind aber entschlossen, uns nächstes > Jahr wieder zu bewerben und die Tagung 2008 unbedingt nach Wien zu > holen.? Die Konferenz 2006 wurde ja bereits im Vorjahr an Sofia > vergeben. > > Kurt Krickler in den Vorstand gewählt > > Auf der Pariser Tagung wurde auch der Vorstand neu gewählt. HOSI- > Wien-Generalsekretär Kurt Krickler, der bereits von 1996-2003 > sieben Jahre dem ILGA-Europa-Vorstand angehörte, kandidierte wieder > und wurde in das zehnköpfige Gremium gewählt. > > > Rückfragehinweis: > Kurt Krickler, Generalsekretär: Tel.: 5451310 oder 0664-5767466 > office at hosiwien.at; www.hosiwien.at > > ================================================ > 16 Portugiesische Kommunisten distanzieren sich von EU-Linkspartei > von: kpoe_stmk at hotmail.com > ================================================ > > Die KP Portugals distanziert sich von der EU-Linkspartei. In einem > Artikel, der in der Parteizeitung Avante veröffentlicht wurde, > begründet die Parteiführung, warum sie die ELP für ein verfehltes > Projekt hält. > > Die Gründung einer strukturierten supranationalen europäischen > Partei, die sich auf einen Teil Europas beschränkt und die > institutionellen Vorgaben der EU akzeptiert - und die darüber > hinaus nach einer ideologischen udn programmatischen Uniformität > strebt, entspricht nach Auffassung der portugiesischen KP nicht den > Anforderungen der Zeit. Man müsse statt dessen zu gemeinsamen > Aktionen der Kommunisten und der fortschrittlichen Kräfte in Europa > kommen. Die Gruündung der EU-Linkspartei wird in diesme Artikel als > unangtemessen und negativ charakterisiert. > > > First Congress of the European Left Party > Reply to an invitation > Published in the October 27, 2005 edition of ?Avante!? > > > The PCP is an avowedly internationalist Party that attaches great > importance to strengthening the Communist movement and the > cooperation and unity of action of all progressive, left-wing and > anti-imperialist forces. With very intense and diversified > international relations, on a bilateral level ? reflected in the > large number of foreign delegations that were present at the PCP?s > 17th Congress and at the 29th edition of the ?Avante!? > Festival ? the PCP pays great attention to the initiatives and > forms of liaison and cooperation on a European and world level. It > does so, with full independence of analysis, respecting points of > view that are different from its own, but not joining in, and > countering, processes and projects that it considers inappropriate > and negative. That is the case of the ?European Left Party?, > regarding which the PCP?s 17th Congress took a critical stand. > > In its edition of January 22, 2004, ?Avante!? published the > statement by the PCP?s delegation that attended the January 10/11, > 2004, Berlin meeting where some Parties launched an appeal to found > a ?European political Party? ? an appeal, which the PCP did > not sign. > > ?Avante!? is now publishing the text of the reply by the > Secretariat of the Central Committee to the invitation that was > conveyed for the PCP to attend the ELP?s 1st Congress, which has > essential information that clarifies the reasons why this > invitation was not accepted. > > -------------------------------- > > «In reply to your invitation, we inform you that the Portuguese > Communist Party will not attend the First Congress of the European > Left Party (ELP), to be held in Athens, on October 28 and 29 of > this year. > > We thank you for your invitation, all the more so because we have > close relations of friendship, cooperation and mutual solidarity > with the majority of the ELP-member Parties. But it is precisely > because we wish to preserve and deepen these relations, as well as > our relations with other Parties and political forces in Europe and > in all continents, and namely with the Communist Party of Greece, > that we consider that the PCP's participation in that event would > be inadequate. > > As you know, our Party took part in the discussions and expressed > serious reservations and disagreements both in relation to the work > methods that hastily formalized the ELP and to its political and > ideological content. These reservations and disagreements have, not > just subsisted, as they have even intensified after the Rome > Congress, which we attended as mere guests. > > It is the PCP's firm conviction that, both to confront > imperialism's violent offensive, and to give new impetus to the > real possibilities of securing progressive and revolutionary > advances, it is necessary, together with the development of the > struggle in each country, to make progress in the forms of > exchange, cooperation and solidarity between the Communists and > other anti-capitalist forces. The problem, therefore, does not lie > in the usefulness and need to strengthen internationalist > cooperation ? for which the PCP continues to be fully available > and interested ? but, rather, in the forms and contents that are > adequate for such a cooperation, taking into account both the > positive and negative experiences, as well as the differences of > opinion that exist in this respect. > > For our part, we have always - including in the multilateral > discussions that preceded the formalization of the ELP - stood for > a solution of unity that could take into account, and respect, the > broad diversity of situations and opinions regarding the complex > problems of the working-class and Communist movement's History, the > issues of an ideological nature and even the paths towards social > progress and socialism in our times. > > At the same time, we always expressed the opinion that the creation > of a structured ?European party?, with a federalist prospect and > a supranational vocation, restricted to just one part of Europe and > conditioned by impositions from the European Union, was not only > not in accordance with the needs, as it eluded and delayed progress > towards an effective and united cooperation, based on the principle > of equality, on respect for differences, on the constant search for > a consensus and geared, not towards some impossible programmatic > and ideological uniformity, but towards the joint or convergent > activity of the Communists, of progressive people, of the workers > and peoples of the world. > > These are the fundamental reasons that determine the PCP's negative > reply to your invitation. We are confident that they will be > understood as an expression of the loyalty and frankness which > characterize the PCP's international relations, and which we > consider to be indispensable in building solid relations of trust > and mutual assistance among progressive and revolutionary forces. > > We confirm our wish to maintain and strengthen our existing > bilateral and multilateral relations with the Parties in the ELP, > and send you our greetings.» > > KPÖ-Steiermark > > Lagergasse 98 a > > 8020 Graz > > > Tel.: 0316 71 24 36 > > Fax 0316 71 62 91 > > email: kp.stmk at kpoe-graz.at; kpoe_stmk at hotmail.com > > ================================================ > 17 Aus der Europäischen Linkspartei (Estland) > von: kpoe_stmk at hotmail.com > ================================================ > Der gesellschaftliche Einfluss der Mitgliedsparteien der EU- > Linkspartei ist von Land zu Land verschieden. Besonders klein ist > er in Tschechien (PDS-Tschechien), in Estland (Estnische > Linkspartei) und in Rumänien (Partei der Sozialistsichen Aktion). > > Aktuell ist folgendes Beispiel. Am 16. Oktober 2005 fanden in > Estland Kommunalwahlen statt. In 3 Gemeinden (darunter Tallin und > Tartu) trat auch die Linkspartei an. Das Ergebnis landesweit: 320 > Stimmen oder 0,06 % (0,07%). > > Bei den Kommunsalwahlen in Luxemburg am 9.Oktober 2005 erreichte > die "Linke" 1 Mandat, die KPL kein einziges. 4 Jahre zuvor hatten > KPL und Linke gemeinsam (unter dem Dach der "Linken") 6 Mandate > erzielt. > > In der Schweiz scheiterte die Partei der Arbeit PdA - ebenfalls ein > Mitgleid der Linkspartei - in Genf (wo sie traditionell stark ist) > erstmals an der 7-Prozent-Hürde. > > Ich nenne diese Beispiele (vor allem das aus Estland) im vollen > Bewusstsein der Tatsache, dass die Bedingungen für Linksparteien > sehr schwierig sind und dass ein augenblicklicher Erfolg sich auch > wieder in eine Niederlage umwandeln kann. > > Mit der Ausnahme von den Mitgliedern der EU-Linkspartei > Deutschland, Italien, Spanien und Frankreich kann man nicht von > einem Masseneinfluß der meisten von ihnen in ihren eigenen Ländern > sprechen. > > Der beitritt zur supranationalen EU-Linkspartei hat keine > Auswirkung darauf gehabt, diesen Einfluß zu stärken. > > Es kommt auf die Arbeit vor Ort an. > > > Franz Stephan Parteder > > > KPÖ-Steiermark > > > Lagergasse 98 a > > 8020 Graz > > > Tel.: 0316 71 24 36 > > Fax 0316 71 62 91 > > email: kp.stmk at kpoe-graz.at; kpoe_stmk at hotmail.com > > > ================================================ > 18 Mosambik-Info > von: peter-pils at chello.at > ================================================ > Mosambik-Info > > Inhalt: 1. Von Dürre zu Dürre > 2. Aids tötet Lehrer > > 1. Von Dürre zu Dürre > Suazina Antonio und ihre Nachbarin kratzen den Sand vom Boden eines > seichten > Brunnens bis genügend Wasser austritt, um zwei Eimer zu füllen. > Das Wasser > ist salzig, aber nach vier Jahren ausgebliebenen Regens ist es > kostbar. > > Die Landschaft in der von der Dürre betroffenen südlichen > Landeshälfte ist > übersät mit Wasserlöchern. Wenn ein Loch austrocknet, ziehen die > Menschen > zum nächsten. > > "Die Menschen sind unterernährt - sie haben schon keine > Nahrungsmittel, aber > wenn man kein Wasser hat, dann wird es wirklich schwierig. Die > Menschen bei > uns im Distrikt leben von wilden Beeren und Früchten, aber an > manchen Orten > gibt es nicht einmal davon genug," sagt Fernando Muchanga, ein lokaler > Regierungsbeamter im Distrikt Buzi der Provinz Sofala im Zentrum > des Landes. > > Die Menschen in den Dürreprovinzen des Landes erzählen ähnliche > Geschichten > von fehlendem Wasser und wenig Nahrung. > > Bis vor vier Jahren noch waren die Bewohner des Distriktes Moamba > in der > Provinz Maputo Subsistenzbauern und lebten auf dem fruchtbaren > Landstrich > zwischen den Flüssen Incomati und Sabie. Im Jahr 2000 wurde die > Region > überflutet - eine Katastrophe, von der fast 300.000 Menschen > betroffen > waren. "Menschen, die solchen Katastrophen ausgesetzt waren, lassen > sich so > leicht nicht unterkriegen," kommentiert ein Entwicklungshelfer. > > Einige der Subsistenzbauern sind zu informellem Handel übergegangen > und > verkaufen Holzkohle und Feuerholz, um ihren Lebensunterhalt zu > verdienen. > Aber gerade Viehhalter, wie Melody Pelembe, sind besonders > betroffen. "Wir > haben bereits all unser Rindvieh und unsere Ziegen verkauft. Wir haben > nichts mehr," beklagt sie. > > Dem Welternährungsprogramm (WFP) fehlen zur Zeit 8,5 Millionen US > $, so dass > lediglich knapp ein Drittel der bedürftigen 500.000 Menschen in den > Provinzen Maputo, Gaza, Inhambane, Manica, Sofala und Tete erreicht > werden > können. > Circa 28.000 Menschen nehmen an den "Food for Work"-Programmen des > WFP teil. > "Wir könnten viel mehr Menschen unterstützen, wenn wir die Mittel > dazu > hätten," stellt Kerstin Reisdorf, die Pressesprecherin des WFP > fest. Im > "Food for Work"-Programm verdienen die Menschen 60 kg Getreide, 6 > kg Bohnen > oder Linsen und ein wenig Öl pro Monat. > > Auf den ländlichen Märkten kostet ein Sack Maismehl inzwischen > fast 5 US $ > und ist damit doppelt so teuer wie vor einem Jahr zur selben Zeit. Die > Menschen, die sich das nicht leisten können, ernähren sich von > wilden > Früchten, Blättern und Wurzeln. > Immer mehr Menschen leiden an Durchfall, da sie Dinge essen, die > sich nicht > für den menschlichen Verzehr eignen berichtet Sonia dos Anglos > Faustino, > eine Koordinatorin des Roten Kreuzes Mosambik. "Viele Menschen > bekommen auch > Cholera, da sie keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser haben," fügt > sie > hinzu. Wasserlöcher werden häufig von Menschen und Tieren > gemeinsam genutzt, > so dass das Risiko von Krankheiten steigt, die durch schmutziges > Wasser > übertragen werden. > > Wasser aus der Leitung oder auch nur funktionierende Wasserpumpen sind > selten in den ländlichen Gebieten, die sich noch immer nicht von den > Auswirkungen des brutalen 16-jährigen Bürgerkriegs erholt haben. > "Wir haben > nicht genügend Ressourcen, um angemessen zu reagieren. Wir sind > noch gar > nicht bis in die abgelegensten Gebiete gekommen, die am schwersten > von der > Dürre betroffen sind," sagt Francisca Cabral von Mosambiks > Technischem > Sekretariat für Ernährungssicherung (SETSAN). > > In der Provinz Maputo behaupten die Menschen, das Nachbarland > Südafrika sei > nicht bereit, das Wasser des Incomati zu teilen. "Der Fluss führt in > Südafrika eine Menge Wasser - hier ist nichts," sagt ein lokaler > Regierungsbeamter. Der Komatifluss, wie er in Südafrika genannt wird, > entspringt in den Drakensbergen, fließt durch Swasiland, um dann > wieder > durch Südafrika zu fließen, wo er sich mit dem Krokodilfluss > vereinigt und > dann als Incomati durch Mosambik fließt. Die beiden Länder haben ein > Abkommen geschlossen, wonach ein bestimmter Wasserstand im Fluss > verbleiben > muss. > Ein südafrikanischer Beamter bestätigt die Auswirkungen von > Bewässerungssystemen in Südafrika auf den Wasserstand des Flusses > und auf > den herrschenden Wassermangel auf der mosambikanischen Seite. "Aber > darüber > haben wir keine Kontrolle," betont er. > > Wiederkehrende Naturkatastrophen - Dürren und Überschwemmungen - > haben > Mosambik immer wieder heimgesucht und die Entwicklung des Landes > erschwert. > > Eine stetige Wachstumsrate von 8 Prozent hat geholfen, die absolute > Armut > von 69 Prozent auf 54,5 Prozent zu reduzieren. Trotzdem liegt das > Land noch > immer auf einem der letzten Plätze im "Human Development Index > Ranking"(HDI), in dem Indikatoren der menschlichen Entwicklung > bewertet > werden. Hier nimmt Mosambik den 169. von 177 Plätzen ein. Der HDI > berücksichtigt u.a. Einkommen, Bildung und Lebenserwartung. > > > 2. Aids tötet Lehrer > Mehr als 15.000 Beamte, darunter viele Lehrer und Krankenpfleger, > werden bis > zum Jahr 2010 in Mosambik an AIDS sterben. Diese Schätzung wurde > von der > mosambikanischen Regierung vorgenommen. Mindestens 95% der > Infektionen sind > auf ungeschützten Geschlechtsverkehr zurückzuführen. > > Der Gesundheitsminister des Landes, Ivo Garrido, geht davon aus, > dass 9.200 > Lehrer und 6.000 Mitarbeiter des Gesundheitssektors, darunter auch > Krankenpfleger, in den nächsten fünf Jahren an AIDS sterben > werden. Circa > 16% der Gesamtbevölkerung (zwischen 15 und 49 Jahren) sind HIV- > positiv. > > "Das bedeutet, die Anzahl der Lehrer und Krankenpfleger wird > abnehmen. Und > zwar in einem Umfang, dass wir mit unseren Kapazitäten der > Berufsbildung > nicht mit der Anzahl der Toten werden mithalten können," stellte > Ivo Garrido > während einer Rede im Parlament fest. Man werde "astronomische > Summen" > ausgeben müssen, um Medikamente bereitzustellen und die weitere > Verbreitung > der Krankheit zu bekämpfen. > > Im Jahr 2004 starben 97.000 Mosambikaner an Aids, davon waren > 20.000 Kinder > unter 5 Jahren. Insgesamt schätzt man, dass ca. 1,4 Millionen > Menschen in > Mosambik HIV-positiv sind. Von den Infizierten sind ca. 800.000 > Frauen, 570. > 000 Männer und 80.000 Kinder. Im letzten Jahr wurden 100.000 > Neuinfektionen > registriert, 34.000 davon waren Mädchen unter 20 Jahren. > "Diese Zahlen beweisen klar die Feminisierung der Krankheit," > unterstreicht > der Minister, "die Anfälligkeit der Frauen ist nicht in erster Linie > biologischen Faktoren zuzuschreiben, sondern sozioökonomischen. Dies > betrifft besonders Mädchen und junge Frauen." > > Aufgrund von AIDS reduziert sich die durchschnittliche > Lebenserwartung in > Mosambik von 46 auf 38 Jahre. > > > Quelle: IRIN News, Expresso Africa > > > > > ================================================ > 19 Syrien: Einbürgerung von 200.000 Kurden längst überfällig! > von: gfbv.austria at chello.at > ================================================ > > > GESELLSCHFAT FÜR BEDROHTE VÖLKER > PRESSEERKLÄRUNG Göttingen, den 28.10.2005 > > Längst überfällig: Syrien will 200.000 staatenlose Kurden endlich > einbürgern > > Als "erfreulichen, jedoch längst überfälligen Schritt" hat die > Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) die Entscheidung des > syrischen Baath-Regimes bezeichnet, den rund 200.000 staatenlosen > Kurden im Land endlich die Staatsbürgerschaft zuzuerkennen. Das > Zentralkomitee der Partei hatte der staatlichen Nachrichtenagentur > SANA zufolge am Donnerstag aufgrund des zunehmenden internationalen > Druckes auf Syrien erklärt, die Kurden einbürgern zu wollen. > > "Seit 1962 warten die Kurden darauf, dass endlich alle Angehörigen > ihrer Volksgruppe in Syrien Bürgerrechte erhalten", berichtete die > GfbV-Referentin Sarah Reinke. "Die Staatenlosen hatten kein > Stimmrecht, durften kein Land besitzen, hatten keinen Anspruch auf > staatliche Anstellung, ihre Ehen wurden nicht anerkannt und auch > ihren Kindern wurde die syrische Staatsbürgerschaft vorenthalten. > Dadurch wurde vielen sogar der Schulbesuch unmöglich gemacht." Die > Kurden stellen mit etwa zwei Millionen Angehörigen rund zwölf > Prozent > der Gesamtbevölkerung Syriens. > > "Es bleibt abzuwarten, ob Syrien sein Versprechen nun tatsächlich > einlöst", sagte Reinke. Schon mehrfach seien ähnliche Ankündigungen > nicht wahr gemacht und die Kurden weiter diskriminiert und ihre > politischen Repräsentanten verfolgt worden. > > Am 23.August 1962 war per Dekret Nr. 93 eine Volkszählung in der > Provinz Al-Hassaka verordnet worden. Ziel war es, dieses mehrheitlich > von Kurden besiedelte Gebiet im Norden Syriens zu arabisieren. Nach > der Volkszählung am 5. Oktober 1962 wurden 120.000 Kurden zu > Staatenlosen erklärt. Seither ist ihre Zahl auf 200.000 staatenlose > Kurden angestiegen, die in der Gruppe der "Ausländer" oder der > "Nichtregistrierten" geführt werden. > > Als "Ausländer" gelten Kurden, denen 1962 die syrische > Staatsangehörigkeit entzogen wurde. "Nichtregistrierte" sind nach > offizieller syrischer Lesart Kurden, die nach der Volkszählung 1962 > illegal in die Provinz Al-Hassaka eingereist sind und sich dort > niedergelassen haben. Die "Ausländer" erhalten Sonderausweise, die > "Nichtregistrierten" haben nicht einmal das. Häufig gibt es in ein > und derselben Familie sowohl registrierte als auch nicht registrierte > Staatenlose. > > Hinsichtlich der Bildungsmöglichkeiten sind die "Nichtregistrierten" > besonders benachteiligt. Schon die Einschulung der Kinder erweist > sich oft als Problem, da sie keinen Rechtsanspruch auf den > Schulbesuch haben. Für die Einschulung ist außerdem eine Genehmigung > des politischen Sicherheitsdienstes erforderlich. So sind aus der > Stadt Qamishli und der Provinz Al-Hassaka mehrere aktuelle Fälle > bekannt, in denen die Versuche von Eltern, ihr nicht registriertes > Kind in der Schule anzumelden, scheiterten. > ====================================================== > Gesellschaft fuer bedrohte Voelker e.V. (GfbV) > Inse Geismar, Pressereferentin > Postfach 2024, D-37010 Goettingen > Tel.+49/551/49906-25, Fax:++49/551/58028 > E-Mail: presse at gfbv.de, Homepage:http://www.gfbv.de > ====================================================== > > > > <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< > > LINKS/HINWEISE > > <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< > > > ================================================ > 20 kanalB.at video: themensektion lebensabend und kontrolle > von: webmaster at kanalB.org > ================================================ > > titel des videoclips: themensektion lebensabend und kontrolle > --: - > beschreibung: ein > kritisch-süffisantes couplé der vier rüstigen pensionärinnen von > monochrom, dargeboten bei der big brother awards gala 2005 im wiener > rabenhof theater.
> "Wenn wir wo Überwachungsgerätschaften seh?n
dann hau?ma > mit?m Holzstecken drauf
und wann?s as ersetzen, weil sie > nix verstehn?
dann hau?ma mit?m Holzstecken drauf"
>
> ---: - > kategorie: musikvideo > ----: - > clipinfo: http://austria.kanalb.org/clip.php?clipId=1200 > -----: - > video: http://austria.kanalb.org/video.php?clipId=1200&Viam=Clip > ------: - > download: http://austria.kanalb.org/download.php?clipId=1200 > --------------: - > laenge: 9,02 min > team: craz / flo > erstellt: 2005-10-30 > format: ogg > datenmenge: 28796 kb > -------------: - > weitere informationen: http://www.monochrom.at/lebensabend-und- > kontrolle/ > ----------------: - > realplayer: http://austria.kanalb.org/realplayer.php > -----------------: - > kanalB ersetzt herkoemmliches fernsehen: http://austria.kanalb.org > _______________________________________________ > clips_kanalb_at mailing list > clips_kanalb_at at kanalB.org > http://kanalB.org/cgi-bin/mailman/listinfo/clips_kanalb_at > > ================================================ > 21 Pakistan's Leading Education Website > von: talha at interface.com.pk > ================================================ > > Considering your visit to our Pakistan's leading educational > website www.interface.com.pk for teaching vacancies or many other > educational services, we would like to happily inform you that our > Find Classmates service which is fastest growing Pakistani > classmate's reunion place where you can track down your long-lost > Pakistani school, college, institute and university friends. 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Ende nie. > Aber kurz und prägnant.* > > Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine > Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und > rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch > stillschweigend Zensur zu üben. > Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge > hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die > Nichtaufnahme geliefert. > (Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind > z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten > Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.) > Die AbsenderInnen der betroffenen Beiträge werden hiervon informiert. > > Im Sinne einer "gläsernen Zensur" könnt ihr Euch die Beiträge gerne > extra schicken lassen: > Ein kurzes Mail an widerstand at no-racism.net genügt. > > > ================================================ > E) VERTEILERLISTE > ================================================ > Zur Eintragung in diesen Verteiler bitte direkt subskribieren unter > http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/analle > > oder von der einzutragenden Adresse > aus ein mail schicken an: > admin at no-racism.net > mit folgendem Text: > subscribe no-racism > Bitte wegen Automatisierung diesen Wortlaut verwenden! > > Zur Austragung aus dieser Liste bitte an ein mail mit dem Text > unsubscribe no-racism > Bitte wegen Automatisierung diesen Wortlaut verwenden! > > > > REDAKTIONELLES: > > Diese Ausgabe hat Vlatka Frketic aus Einsendungen an > zusammengestellt. > Bitte keine Attachments! 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