From analle at no-racism.net Sun May 1 23:08:36 2005 From: analle at no-racism.net (analle at no-racism.net) Date: Sun, 1 May 2005 23:08:36 +0200 Subject: MUND 02.05.05 Message-ID: MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst www.no-racism.net/mund Montag, 2. Mai 2005 ================================================ A) INHALT ================================================ >><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN >><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 01 Veranstaltungenanläßlich der Befreiungsfeier in Mauthausen von: LesbenFrauenNachrichten at gmx.at ================================================ 02 OTS: Radio Helsinki zum 60. Jahrestag der Befreiung vom Nationalsozialismus von: restrisiko at hotmail.com ================================================ 03 "Krieg ist der Mord auf Kommando" von: Eva.Dit at gmx.net ================================================ 04 +++ 1. Mai 2005 von: ggae at aon.at ================================================ 05 [7stern] mai-programm 7STERN von: 7stern.kultur at kpoe.at ================================================ 06 8. Mai: Kundgebung und Fest zur Befreiung von: cafe.critique at gmx.net ================================================ 07 Radicalendar event notification: Wiener Kongress: Volxküchenorganisationstreffen von: http://wienerkongress.info ================================================ 08 3.6. Premiere ENDSPIEL / Flüchtlinge spielen Beckett von: office at gamuekl.org ================================================ >><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND KOMMENTARE >><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 09 Graz/1. Mai/Kaltenegger/Ansprache von: kpoe_stmk at hotmail.com ================================================ 10 Wo ist die Grenze? KPÖ-Buvo-Mitglied bezeichnet Linke als "Faschos"! von: hannes.fellner at gmx.at ================================================ 11 Information - Kritik von: hannes.fellner at gmx.at ================================================ 12 60. Jahrestag der Befreiung!? Ein Zwischenruf! von: gatasnegras at t-online.de ================================================ >><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< WELTWEIT >><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 13 Offener Brief an die CDU/CSU: "Visa-Mißbrauch-Affäre" von: gfbv.austria at chello.at ================================================ 14 Koeln: Was Videoueb/erwachung nicht kann von: depesche at quintessenz.org ================================================ 15 Vietnam/Jahrestag/Stellungnahme/Parteder von: kpoe_stmk at hotmail.com ================================================ >><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< SERVICE - LINKS >><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 16 Werkstatt Rundbrief Nr. 11-2005 von: office at werkstatt.or.at ================================================ 17 monochroms Zukunftslektorat auf CD von: zukunftslektorat at monochrom.at ================================================ 18 Anzeigen für AIB Nr. 66 und AIB-Spezial zum 8. Mai von: antifa-info-blatt at web.de ================================================ 19 presseausgabe Nr.70 >> Schwerpunkt NGOs zum TAG der Arbeit von: office at glocalist-review.com ================================================ 20 Neue SLP-Homepage von: p.fleischmann at slp.at ================================================ =============================================== B) TEXTE ================================================ >><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN >><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 01 Veranstaltungenanläßlich der Befreiungsfeier in Mauthausen von: LesbenFrauenNachrichten at gmx.at ================================================ bitte weiterschicken, weitersagen, aushängen ..... 5.5.2005 19:30 Uhr Vortrag. "EU-Verfassung und Militarisierung" (mit Frauen von der "Werkstatt für Frieden und Solidarität") mit anschließender Diskussion aus Anlass der Menschenkette vorm Parlament am 7.5.2005 im FZ, Währingerstr. 59, 1090, in der FZ-Bar, Eingang Prechtlgasse (schwarze Tür-läuten) 6.5.2005 19:30 Uhr Film. "Frauen als Beute: Wehrmacht und Prostitution im NS-Faschismus" mit anschließender Diskussion im FZ, Währingerstr. 59, 1090, in der FZ-Bar, Eingang Prechtlgasse (schwarze Tür - läuten) 8.5.2005 Befreiungsfeier in Mauthausen 60. Jahrestag der Befreiung Anmeldung zur gemeinsamen Fahrt - bei den Veranstaltungen am 29.4. und 6.5. und im FZ, Tel.: 408 50 57 Es werden noch Frauen gesucht, die beim Frauengedenken um 14 h Texte in Russisch, Hebräisch, Spanisch und Jiddisch verlesen wollen. 2.5 - 22.5.2005 Ausstellung Sexzwangsarbeit in NS-Konzentrationslagern In Erinnerung an jene weiblichen Häftlinge, welche unter dem NS-Regime in Konzentrationslagern zur Prostitution gezwungen wurden. im WUK, Währingerstr. 59, Stiege 4, Projektraum (Hochparterre) ================================================ 02 OTS: Radio Helsinki zum 60. Jahrestag der Befreiung vom Nationalsozialismus von: restrisiko at hotmail.com ================================================ Mit der Bitte um Ankündigung in ihrem Medium SPASIBO MERCI THANK YOU Tocotronic spielen Konzert zum Dank für die Alliierten Radio Helsinki 92,6 überträgt live Das Radio Helsinki 92,6 Spezialprogramm zum 60. Jahrestag der Befreiung vom Nationalsozialismus durch die Alliierten Samstag, 7. Mai 16 bis 22 Uhr Radio Helsinki 92,6 MHz Programm: 16 bis 18 Uhr INTRO Überblick über relevante Veranstaltungen zum 8. Mai und zum "Gedankenjahr" in Graz und anderswo. Mit Antifa Hits aus acht Jahrzehnten. Erste Einstiege nach Berlin. 18 bis 19 Uhr JAZZ TIME Spezial Royal Garden Jazz Club Chef Burschi Wachsmann spielt die Pop-Musik der 1940er Jahre. 19 bis 22 Uhr DEUTSCHLAND DU OPFER Live aus Berlin Gala zur Feier des Jahrestages des Sieges der Allierten. Gegen Opfermythen und Geschichtsrevisionismus. Livekonzert vom Gendarmenmarkt in Berlin mit "von Spar" und "Tocotronic" (beide Hamburg) und Support Rückfragen: Manfred restrisiko at hotmail.com =============================================== 03 "Krieg ist der Mord auf Kommando" von: Eva.Dit at gmx.net ================================================ für den terminkalender!!! -.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.- Do, 12.Mai 2005 19:00Uhr Literaturhaus Wien "Krieg ist der Mord auf Kommando" Bürgerliche und anarchistische Friedenskonzepte. Bertha von Suttner und Pierre Ramus (Verlag Graswurzelrevolution, 2004) Vortrag: Beatrix Müller-Kampel (HG) Lesung: Eva Dité Vor hundert Jahren wurde Bertha von Suttner der Friedensnobelpreis verliehen. Anlässlich dieses Jubiläums referiert Beatrix Müller-Kampl über die von ihr herausgegebene und eingeleitete Sammlung historischer Texte, die zwei Traditionen im Kampf gegen den Krieg zeigt: Die pazifistische, die darauf setzte, dass durch zunehmende Rationalität auch die zwischenstaatlichen Beziehungen zivilisiert würden und der Bertha von Suttner angehörte. Dagegen stand die anarchistische Konzeption, die im Staat die entscheidende Kriegsursache erkannte und zur Verweigerung und schließlich Revolution gegen den Krieg aufrief. Beide Ansätze wirken bis heute fort. Deren Stärken, aber auch Grenzen neu zu diskutieren, ist (leider) immer noch aktuell. BEATRIX MÜLLER-KAMPEL ist Professorin am Institut für Germanistik der Universität Graz. Forschungsschwerpunkte: Geschichte und Literatur (Thematologie), Kanonforschung, Wissenschaftsgeschichte der Germanistik und Exilliteratur seit 1933. EVA DITÉ, Schauspielerin, Autorin und Regisseurin, liest aus den Texten des Buches, u.a. von Stefan Zweig, Lev Tolstoj, Petr Kropotkin, Pierre Ramus und Olga Misar. Do, 12.Mai 2005 19:00Uhr Literaturhaus Zieglergasse 26a 1070 Wien ================================================ 04 +++ 1. Mai 2005 von: ggae at aon.at ================================================ Liebe Kolleginnen und Kollegen! Wir treten auch am 1. Mai 2005 für die Neutralität ein! - Bitte unterstützt uns! So. 1. Mai 2005, 08.30 - 12.30 Uhr, Straßenbahnhaltestelle-Insel vor Burgtheater, 1010 Wien Die. 3. Mai 2005, 15.30 - 18.00 Uhr, Schwedenplatz, U-Bahn Aufgang zu Linie N, 21, 1, 2 Sa. 7. Mai 2005 - Großaktionstag NEUTRAL BLEIBEN statt Kriegsverpflichtung - Nein zur EU-Verfassung 14. 00 Uhr - Auftakt: Naschmarkt/Kettenbrückengasse 16.00 Uhr - Parlament - Menschenkette 16.30 Uhr - Abschlusskundgebung vor dem Parlament Unterstützt wird der Aktionstag u.a. auch von Sozialistischer Jugend, FSG-Mitgliedern, Österr. Solidaritätskomitee, Plattform proSV-Keine Zerschlagung dr Sozialversicherung (http://prosv.akis.at) Werkstatt für Frieden & Solidarität, ARGE Wehrdienstverweigerung, GewerkschafterInnen gegen Atomenergie und Krieg u.v.a. Tel.: 0650 830 7 830; E-Mail: ggae at aon.at Sehr geehrte Damen und Herren! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Mitte Mai 2005 wird im Parlament, geht es nach dem Willen aller Parteien, die EU- Verfassung beschlossen werden. Darüber wird kaum berichtet. Das ist kein Zufall. Die EU-Verfassung heißt, dass die EU-Gesetze weitgehend nach den Profitinteressen der großen internationalen Konzerne ausgerichtet sind. Staatliche, nationale Gemeinwohlinteressen, sei es z.B. im Gesundheitsbereich oder im Pensionsbereich sind gesetzlich benachteiligt. Es wird per Gesetz das Recht des Eigentums, das heißt insbesondere des Kapitaleigentums, vor das Recht des Gemeinwohls gestellt. Das heißt u.a., dass die Konzerne die Liberalisierung, sprich Privatisierung von Bereichen wie Wasser, Energie, Bildung, Gesundheit, Transport sogar einklagen können. Hier will die EU in die Verfassung aufnehmen, was die die internationalen Proteste bei MAI und GATS bisher verhindert haben. Das jeweils nationalstaatliche Recht wird in für alle Menschen elementaren Bereiche zugunsten der "liberalen Wirtschaft" = für die Freiheit der Konzerne - abgewertet. Hauptziel ist es, den Wirtschaftsraum Europa für Kapitalanlagen noch attraktiver zu machen. Die Annahme der EU-Verfassung bedeutet eine Selbstentmachtung des österreichischen Parlaments, der österreichischen Gesetzgebung. Das heißt Demokratieabbau, Unterordnung unter das "neue Europa der Konzerne" und Anschluss an ein offensives Militärbündnis - die EU-Armee! Wir arbeiten aktiv in der "Plattform Neutralität statt Euro-Armee" mit. Die Plattform ist ein Zusammenschluss verschiedener Organisationen, die in dieser Frage schon länger aktiv sind und wird von immer mehr Personen und Organisationen unterstützt. Die Plattform hat sich derzeit als Aufgabe gestellt, mittels beiliegender "Erklärung für Österreich" die österreichische Bevölkerung g e g e n die EU-Verfassung zu mobilisieren, die Mitte Mai im Parlament ratifiziert werden soll! Mit diesem Schreiben ersuche wir Sie, beiliegende "Erklärung für Österreich" in den nächsten Wochen massiv zu verbreiten und für den Aktonstag am 7. Mai 2005 in Wien zu mobilisieren! Der ÖGB hat in seinen Statuten die Verteidigung der Neutralität festgeschrieben (§ 3 (1): "Der Gewerkschaftsbund ist in Verfolgung seines Zwecks zu einem kraftvollen Mitwirken am Aufbau Österreichs, zur Wahrung der Unabhängigkeit und Neutraliät unseres Landes, zur Bekämpfung des Faschismus, jeder Reaktion und aller totalitären Bestrebungen, zur Mitarbeit an der Sicherheit des Weltfriedens sowie zum unentwegtem Kampf zur Hebung des Lebensstandards der Arbeitnehmerschaft Österreichs berufen.") und ist im Oktober 2004 im Bundesvorstand für eine Volksabtsimmung über die EU-Verfassung eingetreten. TRETEN WIR DAHER ALS GEWERKSCHAFTSMITGLIEDER UND BETRIEBSRÄTE UND BETRIEBSRÄTINNEN AKTIV UND OFFENSIV ÖFFENTLICH FÜR DIE ERHALTUNG DER NEUTRALITÄT EIN! Auch die "Sozialistische Jugend Österreichs" (SJÖ) unterstützt die "Erklärung Für Österreich" und den Aktionstag am 7. Mai 2005. EU-Verfassung heißt u.a., in der Folge, Anschluss an den Krieg! Das klingt unglaublich und es ist doch wahr! Die Kriegspolitik der Supermacht USA im Irak, mit der Drohung nun gegen den Iran usw. , verstellt oft den Blick für die Aufrüstung der EU. Die Entwicklung Richtung EU-Armee für den Krieg geht zügig voran! Und Österreich soll wieder auf eine Kriegsteilnahme hingetrimmt werden! Dieses Thema ist wahrscheinlich für alle Österreicher, für uns, für unsere Kinder, für unser Land so fatal, wie zuletzt im letzten Jahrhundert der erzwungene Anschluss Österreichs an Hitlerdeutschland 1938 und in der Folge die Zwangs-Teilnahme am II.Weltkrieg. Österreich soll, geht es nach dem Willen a l l e r Parteien, an das neue offensive Militärbündnis der EU angeschlossen werden und zwar mit Hilfe der Ratifizierung der EU-Verfassung im Parlament im Mai. Die EU-Großmächte schaffen sich eine Militär- und Atommacht zum Kriegführen in Konkurrenz zur USA! Dazu aus dem Strategiepapier der EU-Staatschefs Ende 2003, dem sog. European Defense Paper: "Die Transformation Europäischer Streitkräfte von der Landesverteidigung in Richtung Intervention und Expeditionskriegszügen ist eine unabdingbare Voraussetzung für eine effektive Europäische Sicherheitsstrategie". Es geht um Sicherheit, ja um die Sicherheit für Konzernprofite! Als Missionsziele der Streitkräfte nennt das Papier dann auch bald u.a.: "Stabilitätsexport zum Schutz der Handelswege und des freien Flusses von Rohstoffen". Die Annahme der EU-Verfassung wäre ein Verfassungsbruch, ja Landesverrat. Die EU-Verfassung ist unvereinbar mit Österreichs Neutralität. Österreicher sollen wieder für Kriegseinsätze geopfert werden! Es käme sowohl zu einer immer weiteren Militarisierung unseres Landes, weitere Entwicklung des "starken Staates", weiterer Sozialabbau und Abwälzung aller Kosten auf die arbeitenden Menschen. Und Österreicher würden wieder für fremde Großmachtinteressen in Kriege einrücken. Doch das weiß die Mehrheit der Österreicher nicht und soll es, nach dem Willen der Herrschenden auch nicht erfahren - bis es zu spät ist. Denn wenn die Wahrheit ans Licht käme, dann würde die Zustimmung der Parlamentarier im Mai zur EU-Verfassung ziemliche Ablehnung bei der Bevölkerung hervorrufen. 80% der Österreicher sind für die Beibehaltung der Neutralität. Deswegen wird im Feierjahr 60/50/10 das Wort Neutralität so gut wie gar nicht in den Mund genommen. Und am 2. März 2005 wurde im Plenum des Nationalrats schon einstimmig beschlossen, die EU-Verfassung ohne Volksabstimmung Ende Mai zu beschließen. Und in keiner Zeitung und auch nicht im ORF wurde eine Silbe darüber berichtet! Soweit zur Mediendemokratie. In unseren Medien bestimmen zum Gutteil deutsche Konzerne, da gibt es schon den neuen "Anschluss". Die Regierenden haben Angst, dass die Bevölkerung erfährt, was wirklich gespielt wird. In diesem Fall würde der Unmut bzw. auch der Widerstand über dieses undemokratische Vorgehen der sog. Volksvertreter zunehmen. Informieren wir! Das ist unsere Chance! Lassen wir uns das nicht so einfach bieten. Wenn jeder von Ihnen diesen Sachverhalt verbreitet, wenn jeder die beiliegende "Er k l ä r u n g für Ö s t e r r e i c h" der "Plattform Neutralität statt Euro-Armee" massiv verbreitet, als Flugblatt und als e-mail, dann kann es für die Regierenden noch ziemlich unangenehm werden. Die Plattform ist ein Zusammenschluss verschiedener Organisationen, die in dieser Frage schon länger aktiv sind und wird von immer mehr Personen und Organisationen unterstützt. Lassen wir uns nicht nachsagen, wir haben dazu geschwiegen, als die Herrschenden unser Land für den Krieg vorbereitet haben. Niemand soll sagen, er/sie habe es nicht wissen können. Informieren Sie alle ihre Freunde, Bekannte, Kollegen/Innnen! Informieren Sie auch alle Journalisten die Sie kennen. Fragen Sie weiters Prominente, ob sie bereit sind diese Erklärung zu unterstützen, sei es einfach mit ihrem Namen oder auch aktiv nach außen. Die Bundesregierung fürchtet sich auch vor einer Volksabstimmung über die EU-Verfassung, weil dann die ganze Sache offen gelegt würde. UnterstützerInnen sowie Personen, die aktiv werden wollen, z.B. an Ständen die beiliegende "Erklärung für Österreich" mitverteilen wollen, melden sich bitte unter 0650/830 7 830 oder per e-mail: mailto:ggae at aon.at oder an: "Plattfrom Neutralität statt Euro-Armee", p.A. "GewerkschafterInnen gegen Atomenergie und Krieg", Schlüsselgasse 11/34, 1040 Wien. Die "Erklärung für Österreich"ist als pdf-datei im Anhang oder unterhalb auf dieser Seite verfügbar. Die GewerkschafterInnen und BetriebsrätInnen treffen sich am Aktionstag 7. Mai 2005 um 14.00 Uhr beim Naschmarkt/Kettenbrückengasse und gehen von dort zum Parlament. Mit solidarischen Grüssen "GewerkschafterInnen gegen Atomenergie und Krieg" Mitglied der SprecherInnengruppe der "Plattform Neutralität statt Euro-Armee" P.S. Wir ersuchen Mehrfachzusendungen zu entschuldigen. Wer keine Zusendungen mehr will möge uns dies bitte unter ggae at aon.at bekannt geben. E R K L Ä R U N G F Ü R Ö S T E R R E I CH der Plattform NEUTRALITÄT statt EURO-ARMEE NEUTRAL BLEIBEN STATT KRIEGSVERPFLICHTUNG NEIN ZUR E U-VERFASSUNG Wir rufen alle ÖsterreicherInnen auf, gegen die geplante EU-Verfassung zu protestieren. Wir fordern von den PolitikerInnen, ihre Verantwortung für Österreich wahrzunehmen und im Parlament gegen die EU-Verfassung zu stimmen. Bundeskanzler Schüssel und Außenministerin Ursula Plassnik haben am 29. Oktober 2004 die neue EU-Verfassung unterschrieben. Sie soll im Mai 2005 im Parlament beschlossen werden. Die Oppositionsparteien haben schon ihre Zustimmung signalisiert. Die EU-Verfassung bedeutet: Verpflichtung zur ständigen Aufrüstung - kontrolliert durch ein EU-Rüstungsamt zur Förderung der Kriegsindustrie, militärische Beistandspflicht zu weltweiten Kriegseinsätzen, Teilnahme Österreichs an den neuen EU-Schlachtgruppen. Die EU arbeitet schon länger auf eine eigene Militär- und Atommacht hin. In Konkurrenz zur militärisch aggressiven USA wollen die europäischen Konzerne nun auch militärisch im Kampf um Absatzmärkte, Rohstoffquellen, geopolitische Einflusssphären, ein Gegengewicht aufbauen. Die Menschen Europas sollen dafür wieder Opfer bringen. Die EU-Verfassung öffnet die Tür für die weitere Privatisierung von öffentlichen Diensten, wie z.B. von Wasserwerken, Verkehrsbetrieben, Spitälern, Energieversorgern, Bildungseinrichtungen usw. Die EU-Verfassung bedeutet weitere Förderung der Atomenergie mit dem Ziel, "die Voraussetzungen für die Entwicklung einer mächtigen Kernindustrie zu schaffen." (EURATOM-Vertrag). Massiver Sozial- und Demokratieabbau für die Menschen bei gleichzeitiger Aufrüstung, die die ArbeitnehmerInnen bezahlen sollen, das steht uns mehr und mehr ins Haus. Die EU-Verfassung, der Anschluss an ein offensives EU-Militärbündnis, ist Verfassungsbruch! 80 % aller ÖsterreicherInnen sind nach wie vor für die Beibehaltung der Neutralität. Deswegen will die Regierung das Neutralitätsgesetz formal nicht antasten und auch keine Volksabstimmung über die EU- Verfassung abhalten. Sie hat Angst, dass die ÖsterreicherInnen den Schwindel durchschauen und ihre Pläne ablehnen würden. Die Lehre aus dem II. Weltkrieg mit seinen Millionen Opfern hieß für Österreich nach 1945: Nie wieder Faschismus, nie wieder Krieg! Österreich wurde in der Folge ein neutrales und souveränes Land! Es gehört seit 1955 keinem Militärbündnis an! Unser Land hat seit 50 Jahren die Neutralität in der Verfassung! Das Neutralitätsgesetz war und ist Ausdruck des Willens der Menschen, dass nicht ÖsterreicherInnen, wie schon zweimal in der Geschichte, für Großmachtsinteressen kämpfen und sterben müssen! Nun soll dieses Gesetz gebrochen werden. Wir sollen wieder für Großmächte einrücken! · Es geht nicht um ein europäisches Sicherheitssystem gegen den Terror, sondern um Kriegspläne · Es geht nicht um Frieden in Krisengebieten, sondern um Eroberung und Machtausweitung durch Krieg · Es geht nicht um die Freiheit der Menschen, sondern um die Freiheit der Konzerne. Entweder Eingliederung in die EU der Konzerne und Militärs, Aufgabe der staatlichen Souveränität und Teilnahme an Kriegen o d e r N e u t r a l i t ä t, S e l b s t b e s t i m m u n g und F r i e d e n s p o l i t i k! Unsere Neutralität ist gerade in dieser immer kriegerischer werdenden Welt wichtiger denn je. Sie fördert den Frieden. Im Sinne einer aktiven Neutralitätspolitik soll sich Österreichs Außen- und Sicherheitspolitik an den Prinzipien des Dialogs, der Konfliktvermeidung, der friedlichen Koexistenz und der internationalen Solidarität orientieren. Das ist der beste Beitrag zum Frieden. Lassen wir nicht zu, dass Österreich wieder unfrei wird, dass ÖsterreicherInnen wieder in den Krieg marschieren. Für unsere Zukunft, für unsere Jugend, für unsere Kinder: verhindern wir die EU-Verfassung! Unrecht darf nicht zu Recht werden! Wir fordern daher: · Keine Ratifizierung der EU-Verfassung - Volksabstimmung! · Keine Beteiligung an der EU-Armee! Keine Annäherung an die NATO! · Soziale Sicherheit statt Aufrüstung! Österreich ist neutral - und muss es bleiben! * Großaktionstag Samstag, 7. Mai 2005 in Wien 14. 00 Uhr - Naschmarkt/Kettenbrückengasse 16.00 Uhr - Parlament Menschenkette vor dem Parlament 16.30 Uhr Abschlusskundgebung Plattform Neutralität statt Euro-Armee: p.A. GewerkschafterInnen gegen Atomenergie und Krieg, Schlüsselgasse 11/34, 1040 Wien; Tel.: 0650 830 7 830; E-Mail: ggae at aon.at ================================================ 05 [7stern] mai-programm 7STERN von: 7stern.kultur at kpoe.at ================================================ *Café und Kulturzentrum 7STERN **1070, Siebensterngasse 31. Tel. 0699/15236157 Saalanmietung und Programmkoordinierung: 0676/542 16 38 *7stern at action.at www.7stern.net * * *Das 7STERN im Mai 2005* So 1.5. 13.00: *1. Mai FEST* am 7Stern-Platz, Live Musik Mo 9.5. 20.00: *Wilde Worte*: "Wir lesen alles" Gäste: Werner Brix und Gregor Seberg Mi 11.5. 20.00: *Erstes Wiener Lesetheater*: 1945 - Die Russen in Wien. Texte aus dem Buch von Erich Klein. Do 12.5. 19.30: Veranstaltung: *Bericht über Aktuelles * * in Mexiko und Guatemala * Sa 14.5. 21.00: *Konzert: [decay] * Di 17.5. 19.00: *Veranstaltung der ARGE Feminismus*: "Opfer am Ende? Am Ende doch Opfer?" Mi 18.5. 20.00: *Literaturkabarett: *Herbert Eigner: "Menschen-Leben" Sa 21.5. 17.30: *Backgammon-Turnier* Di 24.5. 19.30: *Frauen lesen Frauen*: Gertrude Stein: Melanctha Sa 28.5. 16-21.30: Seminar der GO-Dogma: *Theoretische Auseinandersetzung mit dem* * Faschismus-Begriff* Jeden Mittwoch: ab 18 Uhr: Roter Bauer 7Stern: Schach-Klubabend! *1.MAI-FEST am Siebensternplatz* Ab 13 Uhr Live Musik ab 15 Uhr *"Fabian Patzak & TrainBrakes"* Folk-Rock, Blues und Country *"Splitter" *Eigenkompositionen zwischen Jazz, Folklore und neuer Musik *"LA TROVA"* (cuba, venezuela, chile) Musicalatina ----------------------- Montag, 9. Mai, 20 Uhr *Wilde Worte * Gastgeber: Michaela Opferkuh, Franz Hütterer, Richard Weihs * * *Wir lesen alles* *Gäste: Werner Brix und Gregor Seberg* (f.a.l.t.- fuckin' austrian lesetheater) Literatur ist laut Duden der Gesamtbestand aller Schriftwerke eines Volkes. Das schreit danach, wörtlich genommen zu werden. Natürlich gibt es Rilke und Jandl und Brecht und Schiller. Schon. Eh. Aber es gibt auch Einkaufszettel, Bedienungsanleitungen, Liebesbriefelein. Oder Chat-Rooms, Foren, Spickzettel, Post-Its, Zigarettenschachteln. Was noch? Hip-Hop, Moraksche Liedertexte, Waschanleitungen, den Buchtipp der Woche. ------------------------------- Mittwoch, 11. Mai, 20.00 Uhr *Das Erste Wiener Lesetheater präsentiert:* *1945 - Die Russen in Wien* *Zur Befreiung Wiens durch die Rote Armee* *Texte aus dem Buch von Erich Klein.* Wie war es in Wien im Frühling des Jahres 1945? Die Text-Collage aus Erinnerungen ehemaliger Angehöriger der Roten Armee an ihre Zeit im Nachkriegs-Wien und Tagebuchaufzeichnungen von Josef Schöner, der die ersten Tage des Friedens dokumentierte, ergänzt durch Gedichte Jan Satunowskijs zeichnet ein Bild der Stadt nach dem Zusammenbruch des NS-Regimes. *Mit: Ilse M. Aschner, Marius Gabriel, Claudius Loner, Vera Schwarz (VA), Susanna C. Schwarz-Aschner (VA)* ------------------------------- Donnerstag, 12. Mai, 19.30 Uhr *Veranstaltung * * * *Bericht über Aktuelles in Mexiko und Guatemala * Vorgestellt werden die Projekte in beiden Ländern, in denen sich Freiwillige auch engagieren können, wie auch das Konzept einer alternativen Solidaritätsreise nach Guatemala. In Chiapas besteht ein ungelöster Konflikt zwischen dem Staat und den indigenen zapatistischen Gemeinden, die Widerstand leisten und eine autonome Entwicklung ihrer Regionen und Völker in die Tat umsetzen wollen. Deshalb sind diese Bedrohungen von anders denkenden Akteuren, von Militär und Paramilitärs ausgesetzt. Internationale Freiwillige begleiten ZapatistInnen in ihre Dörfer und tragen durch ihre Anwesenheit zu einer Entschärfung der Spannungen bei bzw. zeigen sie konkrete Menschenrechtsverletzungen auf. In Guatemala haben verschiedene Menschenrechtsorganisationen gegen die Diktatoren der frühen 80-Erjahre Prozesse angestrengt: Die Zeugen dieser Prozesse kommen aus verschiedenen ländlichen Regionen und werden in ihren Dörfern von internationalen Freiwilligen begleitet. *Ehemalige Freiwillige und MitarbeiterInnen von Mexiko-Plattform und Guatemala-Solidarität berichten über ihre Arbeit und diese Form des Engagements.* ------------------------- Samstag, 14. Mai, 21 Uhr *Konzert* *[decay] * Die Musik von [decay] charakterisiert sich durch einen schrägen Mix aus himmelhoch jauchzend und tief betrübt, aus nervösem Pop und melodischem Rock, Wut und Leidenschaft mit einem Schuss Selbstironie. [decay] spielen ausschließlich Eigenkompositionen, eine Bandbreite an Songs wird präsentiert und irritiert - manchmal. UKB: 5.- Euro -------------------------- Dienstag, 17. Mai, 19 Uhr *Veranstaltung der ARGE Feminismus* *Opfer am Ende? Am Ende doch Opfer?* *Mit Maria Moser* Gewalt gegen Frauen kann als das zentrale Thema der Frauenbewegung der 1960er und 1970er Jahre identifiziert werden. Diese Gewalt gegen Frauen galt es öffentlich zu machen und zu bekämpfen. Zunächst musste Gewalt gegen Frauen im allgemeinen Bewusstsein überhaupt erst als Gewalt anerkannt, der Schaden, den Frauen durch sie nehmen, und die politische Relevanz erkannt werden. Dies schien möglich über die Anerkennung des Opfer-Status von Frauen. Entdeckung der Gewalt im Geschlechterverhältnis prägte das (Selbst)Verständnis von Frauen: Frauen sind Opfer. Mit der Frau als Opfer rückte auch der Mann als Täter in den Blick. Die Das Muster der Gewaltbeziehung wurde auf das Geschlechterverhältnis überhaupt übertragen, der Opfer-Begriff auf die generelle Beschreibung der Situation der Frau angewandt. Seit den 1980er Jahren wurde von feministischen Theoretikerinnen und Praktikerinnen in unterschiedlichen inhaltlichen Zusammenhängen Kritik an der Opfer-Perspektive geübt. An diese Kritik anknüpfend, gilt es zu fragen: Was bedeutet es, von Frauen als Opfern zu sprechen? Was bedeutet es, nicht mehr von Frauen als Opfern zu sprechen? Kann von Frauen als Opfern gesprochen werden ohne die Subjektivität und das Handeln von Frauen in Frage zu stellen? Wenn nicht mehr von Opfern gesprochen wird, was passiert dann mit dem Tätern? Wie Erfahrungen und Strukturen von Gewalt und Unterdrückung benennen? *Mag. Maria Katharina Moser* ist Theologin und Ethikerin, externe Universitätslektorin, Erwachsenenbildnerin und Chefredakteurin der pastoraltheologischen Fachzeitschrift Diakonia; sie arbeitet an einer Dissertation zu Opfer als politischer und theologischer Kategorie aus feministisch-ethischer Perspektive. -------------------------- Mittwoch, 18. Mai, 20 Uhr *Literaturkabarett:Herbert Eigner* *Menschen-Leben* Herbert Eigner erzählt in seinem Programm von Menschen, die auf der Suche nach der Zufriedenheit mit sich und der Welt sind. Eigner wirft nicht nur Blicke auf einige der vielen Namenlosen unter uns, sondern versucht vielmehr mit ihnen zu sehen. Denn finden wir uns nicht alle irgendwann unter den Namenlosen oder wollen wir nicht oftmals ebensolche sein - ohne allerdings vergessen zu werden? Anekdoten über "alltägliche Grausamkeiten" wie Fahrten mit den öffentlichen Verkehrsmitteln und Wunder - konterkariert mit Versen in authentischer Wiener Mundart garantieren einen heiter-besinnlichen Abend. Freier Eintritt! Herbert Eigner: Student der Theaterwissenschaft. Regieassistent am Theater Brett und an der Freien Bühne Wieden. Zahlreiche kabarettistische Lesungen. 2005: Veröffentlichung des Gedichtbandes "Menschen-Leben" (Rundblick-Verlag). ----------------------------- Samstag 21. Mai, 17.30 Uhr *Backgammon-Turnier* Hauptpreis: ein Flugticket nach Istanbul Anschließend Live-Musik Anmeldeformulare erhalten sie im 7Stern oder per e-mail: ikkz at action.at Veranstalter: Internationales Kultur- und Kommunikationszentrum-IKKZ, www.ikkz.at ------------------------------------- *Dienstag, 24. Mai 2005, 19.30 Uhr* Das Erste Wiener Lesetheater präsentiert: *Frauen lesen Frauen* * * *Gertrude Stein: Melanctha* Mitwirkende: Judith Gruber-Rizy (VA) Andrea Pauli, Marlen Schachinger, Hilde Schmölzer Die US-amerikanische Schriftstellerin Gertrude Stein (1874 - 1946) führte in Paris einen Salon, in dem die berühmtesten KünstlerInnen ihrer Zeit verkehrten. Sie galt als die "Mutter und Muse der Avantgarde" Ihre Texte blieben allerdings weitgehend unbekannt. Dabei revolutionierte sie mit ihrem assoziativen Stil und ihren Wiederholungen die amerikanische Prosa. Die Erzählung /Melanctha/ ist die zweite der drei Erzählungen aus dem Band /Three Lives/, der 1909 in New York erschien und heute als der Beginn der modernen amerikanischen Literatur gilt. Cesare Pavese schrieb über die Erzählungen: "/Three Lives/ ist ohne Zweifel ein stilistisches Meisterwerk, eines jener exemplarischen Werke, mit denen die künstlerische Laufbahn eines Menschen beginnt". ----------------------------------- Samstag, 28. Mai, 16.00 - 21.30 Uhr Seminar der GO Dogma *Theoretische Auseinandersetzung mit* *dem Faschismus-Begriff* Anhand von *Texten* (George Sorel, Zeev Sternhell, Roger Griffin) und einem *Spielfilm "Fight club"* wollen wir versuchen, eine Annäherung an einen Begriff des Faschismus zu erarbeiten. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Infos können bezogen werden über: http://god.kpoe.at ================================================ 06 8. Mai: Kundgebung und Fest zur Befreiung von: cafe.critique at gmx.net ================================================ 8. Mai 2005 Kundgebung und Fest zum 60. Jahrestag der Befreiung vom Nationalsozialismus 17 Uhr beim Mahnmal der Roten Armee am Schwarzenbergplatz in Wien Es sprechen unter anderem Rainer Fastenbauer (Israelitische Kultusgemeinde), Alexander Bergelsohn (Vorsitzender der Jüdischen Veteranen der Roten Armee) und Ilse Aschner (Zeitzeugin). Musik von OlZ Dirty Drehli Robnik und anderen; Catering von Maschu Maschu. Eine Veranstaltung von Anthropoid Innsbruck, Archiv der sozialen Bewegungen/Wien, Bund Werktätiger Juden - Avoda, Café Critique, Context XXI, Grüne Alternative Jugend/Wien, Gewi-Fakultätsvertretung, Hashomer Hazair, HuS-Fakultätsvertretung, Infoladen X, Israelitische Kultusgemeinde, Jüdische Österreichische HochschülerInnen, KPÖ-GO Dogma, LIAB, Monochrom, Ökoli, Österreichische HochschülerInnenschaft, Studienrichtungsvertretung HuS Doktorat, Studienrichtungsvertretung Judaistik, Studienrichtungsvertretung Politikwissenschaft, Studienrichtungsvertretung Theaterwissenschaft, www.gegennazis.at.tf, www.juedische.at, Zecken, Zionistische Föderation Österreich, ZPCL - der B'nai B'rith Am 8. Mai 2005 jährt sich zum 60. Mal die Zerschlagung der nationalsozialistischen Herrschaft. An diesem Tag feiern wir die Niederlage des deutschen Reiches, das Ende von Mord und Unterdrückung, die Befreiung der Gefangenen aus den Konzentrations- und Vernichtungslagern - und trauern um die Ermordeten der Shoah. Am 8. Mai feiern wir diejenigen und danken denjenigen, die diesem Treiben ein Ende setzten. Gleichzeitig bleibt aber das Entsetzen, dass die Niederlage der Nazis um so vieles zu spät erfolgte und dass essenzielle “Errungenschaften" des NS bis heute weiterbestehen. Die Alliierten, welche in Österreich und Deutschland 1945 die Einführung einigermaßen zivilisierter Zustände erzwangen, wurden als Besatzer gesehen. Die personelle Kontinuität nach 1945, das Buhlen der Parteien um die Stimmen der “Ehemaligen" ist bloß ein Symptom für die ideologische Kontinuität. Resultate des NS, wie die Stiftung einer Volksgemeinschaft, ihre innige Beziehung zum Staat, korporative Strukturen (Sozialpartnerschaft, Volksparteien etc.), sowie dürftige Bemühungen, offenen Antisemitismus durch neue Formen wie den Antizionismus zu verdecken, bestimmen den Charakter der Nachfolgestaaten. Das Schweigen über die eigene Beteiligung an der Shoah wirkt einigend und entlastend; Österreich brachte zu diesem Zweck die Behauptung hervor, erstes Opfer des Nationalsozialismus gewesen zu sein. In diesem Jahr soll die nationale Mythenbildung hierzulande ein Revival erleben. Im Gedenkjahr 2005 steht alles im Zeichen des sich unschuldig wähnenden Nationalstolzes und der Selbstbeweihräucherung der österreichischen Seele. So steht in der Jubiläumsbroschüre der Bundesregierung: “Der zweite Weltkrieg hat über 25 Millionen Soldaten den Tod gebracht, weitere 20-30 Millionen Menschen haben als Opfer im Holocaust, bei Luftangriffen, im Widerstand, bei Vergeltungsmaßnahmen und auf der Flucht ihr Leben verloren." Der parteitreue Blockwart im Luftschutzbunker und der Vernichtungskrieg führende Landser werden auf eine Stufe mit den von ihnen Ermordeten gestellt. Wer vom grausamen Krieg redet, will von den konkreten Verbrechen der NationalsozialistInnen nicht sprechen - am wenigsten vom Holocaust. Die durch das NS-Regime und seine zahlreichen HelferInnen Ermordeten müssen aber im Sinne einer entlastenden Versöhnung auch oft für moralisch selbstgefälliges Erinnern herhalten. Eine vernünftige Aufarbeitung der Vergangenheit müsste der Täter-Opfer-Umkehr ein Ende bereiten und das Aufgehen in der nationalsozialistischen Volksgemeinschaft thematisieren. Im Gedenkjahr hätte auch der Umgang nach 1945 mit den Verbrechen des NS skandalisiert werden müssen - dass dies der Fall sein würde, konnte jedoch angesichts der österreichischen Zustände niemand ernsthaft hoffen. Die NachfolgerInnen des NS, diesmal in Form der schwarz-blauen Regierung, sahen sich nämlich z.B. am Jahrestag des Novemberpogroms 2001 bemüßigt, davon zu sprechen, dass nicht nur Österreich, sondern die Österreicher erstes Opfer des NS waren. Nachstellungen der Bombennächte und die Idee, zum Gedenken an die Opfer des NS Kreuze auf dem Heldenplatz aufzustellen zeigen, wie hartnäckig sich der Opfermythos zum Zwecke der Schuldabwehr am Leben erhält. Damit sollen das spezifische Element des NS, sein rassischer Vernichtungsantisemitismus, sowie die eigene Verantwortung abgewehrt werden. Dieser Antisemitismus verschwand nach 1945 keineswegs. Die oberflächliche gesellschaftliche Missbilligung offener antisemitischer Ausbrüche führte zur Herausbildung neuer Erscheinungsformen: Es durfte kritisiert werden, dass “die Juden" immerzu vom Holocaust sprachen, ständig Entschädigung verlangten, nie ein Schlussstrich gezogen werden dürfe. Dieser “sekundäre" Antisemitismus wird auf internationaler Ebene durch den Antizionismus ergänzt. Jenem Staat, der als Konsequenz aus dem Holocaust gegründet wurde, um Jüdinnen und Juden relative Sicherheit vor dem weltweiten Antisemitismus zu bieten, schlägt als dem “Juden unter den Staaten" das Ressentiment entgegen. Seit der “Al-Aqsa-Intifada", welche außer bei arabischen Staaten auch in der UNO, der EU und weiten Teilen der Antiglobalisierung- und Friedensbewegung Unterstützung findet, und anhand der Zunahme antisemitischer Ausschreitungen seit dem 11. September lässt sich ein “neuer Antisemitismus" ausmachen, der sich an dem Zusammenfinden rechtsextremer, islamistischer und linker Positionen festmacht. Angesichts dieser globalen Bedrohung ist unbedingte Solidarität mit Israel als dem Staat der Shoah-Überlebenden und als Schutzmacht von Jüdinnen und Juden weltweit nicht nur die einzig logische Konsequenz - auch ist es traurig und bezeichnend, dass dies immer wieder gefordert werden muss und keine Selbstverständlichkeit ist. Der 8. Mai soll als jener Tag erinnert werden, an dem das großangelegte nationalsozialistische Projekt zur Vernichtung von Menschen um der Vernichtung willen erfolgreich zurückgedrängt worden ist. Wir erinnern daher an den Einsatz der US-amerikanischen und britischen Streitkräfte, der französischen Resistance, der PartisanInnenverbände, der Deserteure und aller WiderstandskämpferInnen, die gegen das nationalsozialistische Regime kämpften. Wir erinnern im Besonderen an den Einsatz der Roten Armee, die mit ihrem Beitrag zur Befreiung die größten Opfer hinnehmen musste. Aus diesem Grund treffen wir uns beim Mahnmal der Roten Armee am Schwarzenbergplatz, um die Niederlage des Nationalsozialismus zu feiern und gleichzeitig daran zu erinnern, dass die Möglichkeit der Barbarei ebenso fortwest wie die Verhältnisse, die sie schon einmal hervorbrachten. ____________ Vorankündigungen: 24. 5. 2005 Wien, 21.00 Reclaim the Rainbow Vom queeren Symbol zum antiamerikanischen Pace-Wahn Diskussion mit Café Critique bei queerograd #2 Künstlerhauspassage, Karlsplatz 5 25. 5. 2005 Wien, 20.00 Die friedfertige Antisemitin? Kritische Theorie über Geschlechterverhältnis und Antisemitismus Buchpräsentation mit Ljiljana Radonic Neues Institutsgebäude, Universitätsstraße 7, Hörsaal II http://www.cafecritique.priv.at ================================================ 07 Radicalendar event notification: Wiener Kongress: Volxküchenorganisationstreffen von: http://wienerkongress.info ================================================ ------------------------------------- Wiener Kongress: VolxkÑchenorganisationstreffen ------------------------------------- Tuesday, 03 May 2005 5:00 PM-7:00 PM "Also das näxte treffen findet am 3. mai um 17 uhr im ekh-beisl statt. komm vorbei nimm lust und laune mit. es soll sich bei dem treffen hauptsächlich um eine vokÑstruktur während und fÑr (weil davor auch was zu machen ist) den Wiener Kongress drehen. im weiteren geht es um nahrungsmittelbeschaffung und arbeitsteilung. und natÑrlich alles sonst was fragen und unklarheiten aufwirft. kochst du, koch ich, kocht er und sie muss keina hungan nie." EKH, Wielandgasse 2-4, 1100 Wien (U1 Keplerpaltz) http://wienerkongress.info ================================================ 08 3.6. Premiere ENDSPIEL / Flüchtlinge spielen Beckett von: office at gamuekl.org ================================================ “ENDSPIEL" Schauspiel von Samuel Beckett zweisprachig (Deutsch/Englisch) gespielt von ehemaligen Bewohnern des Wiener Integrationshauses: HAMM: Abate Dejene AMBACHEW (Äthiopien) CLOV:Farzad MOJGANI (Persien) BÜHNE:Erich SPERGER REGIE & BEARBEITUNG:Manfred MICHALKE Eine Co-Produktion des WIENER VORSTADTTHEATERS mit dem STADTLABOR KABELWERK PREMIERE 3. Juni 2005 Weitere Spieltage: 4., 6. - 11. und 13. - 19. Juni 2005 (Beginn: jeweils 20h) KABELWERK: 1120 Wien, Oswaldgasse 33 - 35 (U6 / Tscherttegasse) Eintritt: ¤ 16,-- / ¤ 12,-- Kartenreservierung: Tel./Fax:01/406 68 69 INHALT: “Ende, es ist zu Ende, es geht zu Ende, es geht vielleicht zu Ende." Dieser Satz aus “Endspiel" von Samuel Beckett ist als Leitmotiv - durchaus auch im musikalischen Sinn - zu verstehen. Die resümierenden Personen Hamm und Clov haben sich ihre eigene Welt geschaffen. “Niemand hat je so verdreht gedacht wie wir" antwortet Clov auf die Existenzfragen des Hamm.Sie, und die von ihnen reflektierte Umwelt streben also dem Ende zu - das aber auch als Ausgangspunkt für eine bessere Welt interpretiert werden kann. “Endspiel" von Samuel Beckett entstand in den Jahren 1954 bis 1956, die Uraufführung fand (in französischer Sprache!) 1957 im Royal Court Theatre in London statt. Der Originaltitel “Fin de partie" wurde später mit “Endgame" übersetzt. Auf die Frage, wie denn dieses Endspiel gespielt werden sollte, antwortete Beckett selbst: “Einfach spielen!" ZUM STÜCK: “Das Ende ist am Anfang, und doch macht man weiter." Aus: “Endspiel" von Samuel Beckett Nach Becketts “Warten auf Godot" (2003) und Gorkis “Nachtasyl" (2004) wird nun mit “Endspiel" von Samuel Beckett der dritte Teil der Flüchtlingstrilogie des Wiener Vorstadttheaters unter der Regie von Manfred Michalke im Wiener Kabelwerk Premiere haben. Das Wiener Vorstadttheater - integratives theater österreichs arbeitet auch hier wieder mit dem Stadtlabor Kabelwerk zusammen und zeigt in dieser Neuinszenierung eine ungewöhnliche szenische Aufarbeitung des Textes mit absurden Bildern - zweisprachig (Deutsch/Englisch) gespielt von ehemaligen Bewohnern des Wiener Integrationshauses. Die beiden Hauptdarsteller - Farzad Mojgani (aus Persien) und Abate Ambachew (aus Äthiopien) haben bereits an den beiden ersten Produktionen der Trilogie mitgewirkt und schließen nun nicht nur personell den Kreis: “Warten auf Godot “ (2003) stand für die Unerträglichkeit der Existenz in einer “Warteschleife" auf Gewährung legalen Aufenthalts. Die Folgeproduktion -“Nachtasyl" von Maxim Gorki (2004) bezog sich auf die Realität dieser “Wartenden" . Die nun folgende Premiere von Becketts “Endspiel" soll die Zukunftsaussichten dieser Menschen erahnen lassen. In diesem Sinne ist die Weiterführung auch wieder der Anfang: der Kreis schließt sich. Diese Theaterarbeit steht also in direktem Bezug zu den vorhergegangenen Produktionen und setzt am Ende keinen Punkt, sondern vielmehr einen Doppelpunkt. Die Aufführungssprachen sind (wie schon bei “Warten auf Godot") Deutsch und Englisch. KURZBIOGRAFIEN DER MITWIRKENDEN * ABATE DEJENE AMBACHEW (Ham) geb. 23.7.1974 in Äthiopien Marathonläufer, politische Verfolgung, Friedenskämpfer, UNHCR- Flüchtling etc.; Aufenthalt: Asylwerber §19 BAA. hat vor 10 Jahren Äthiopien aus politischen Gründen verlassen und 8 Jahre als Flüchtling in Kenia gelebt. 2001 kam er als Teilnehmer beim Vienna City Marathon nach Österreich und hat hier um Asyl angesucht. Die kontinuierliche Theaterarbeit seit der Erfolgsproduktion von “Warten auf Godot verbesserte seine Ausgangssituation, er erhielt 2004 einen positiven Asylbescheid. Weitere Engagements: Liz King/Tanztheater im MQ Vor Sonnenaufgang/Burgtheater * FARZAD MOJGANI (Clov) geb. 30.3.1982, Iran Schüler, Matura abgeschlossen im Iran, Familie verfolgt aus religiösen Gründen (sind Christen), Vater im Gefängnis im Iran- kein Kontakt. Spielt gerne Fußball und möchte in Österreich studieren. Aufenthalt:Asylwerber § 19 UBAS Hat vor 3 Jahren Teheran wegen der Situaton seines Vaters (Politiker, seit 10 Jahren in Haft) verlassen und lebt seither in Österreich. Er gehörte ebenfalls dem Gründungsensemble an und konnte jetzt nach positivem Asyl-Bescheid seine Lebensumstände entsprechend verändern. Weitere Engagements: Liz King/Tanztheater im MQ Vor Sonnenaufgang/Burgtheater * MANFRED MICHALKE (Regie) Schauspiel & Regisseur Geb. 1954 in Wien Engagements ab 1975 an Stella Kadmon's Theater der Courage, Josefstadt, Volkstheater, Stadttheater Baden, u.a. Regiearbeiten (Auswahl): “Und sie legen den Blumen Handschellen an" (Fernando Arabal), 1988, Graz “Der Spiegelmensch" (Franz Werfel), 1989, Graz “Erste Österr. Behindertenpassion"/Mozart-Requiem, 1997, Retz “Warten auf Godot" (Beckett) / 2003, Kabelwerk Wien “Nachtasyl" (Gorki) / 2004, Kabelwerk Wien Seit 1985: Gründung & Leitung des Wiener Vorstadttheaters - integratives Theater Österreichs >><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND KOMMENTARE >><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 09 Graz/1. Mai/Kaltenegger/Ansprache von: kpoe_stmk at hotmail.com ================================================ PRESSEMITTEILUNG DER STEIRISCHEN KPÖ Sonntag, 1. Mai 2005 Stadtrat Kaltenegger regt an: In Zukunft überparteiliche Maikundgebungen für gemeinsame Forderungen durchführen Der Grazer KPÖ-Stadtrat Ernest Kaltenegger tritt dafür ein, dass künftig gemeinsame Maidemonstrationen der arbeitenden Menschen über alle Parteigrenzen hinweg und unter dem dach des ÖGB veranstaltet werden sollen. Diese Forderung erhob Kaltenegger auf der Maikundgebung der steirischen KPÖ in Graz: “Es ist ein Gebot der Stunde, gemeinsam für grundlegende Forderungen der arbeitenden Menschen einzutreten. In einer Zeit des Sozialabbaus bei gleichzeitigen Rekordgewinnen kann soziale Gerechtigkeit nicht bei den Konzernherren erbettelt, sie muss erkämpft werden". Der Leobener Neo-Stadtrat Werner Murgg (KPÖ) betonte in seiner Ansprache, dass sich das Kapital durch die Steuerreform 1 Mrd. Euro erspart: “Die Antreiberei wird immer größer, im Geldbörsel ist immer weniger drin". Da immer mehr Menschen dies spüren, sind die politischen Möglichkeiten für eine konsequente Kraft, die von den Interessen der Lohnabhängigen ausgeht, gewachsen. An der Grazer Maidemonstration der KPÖ nahmen über 400 Menschen teil. Bei der Auftaktkundgebung hielten Vertreter von palästinensischen und türkischen Organisationen Ansprachen. KPÖ-Steiermark Lagergasse 98 a 8020 Graz Tel.: 0316 71 24 36 Fax 0316 71 62 91 email: kp.stmk at kpoe-graz.at; kpoe_stmk at hotmail.com ================================================ 10 Wo ist die Grenze? KPÖ-Buvo-Mitglied bezeichnet Linke als "Faschos"! von: hannes.fellner at gmx.at ================================================ Wo ist die Grenze? KPÖ-Bundesvorstandsmitglied bezeichnet Linke als "Faschos"! In verschiedenen e-Mails, die an einen grösseren Personenkreis in und ausserhalb der KPÖ verschickt werden, wird das Bündnis "1. Mai - Unser Tag des Widerstandes" vom KPÖ-Pressereferenten Dietmar Zach aüsserst unqualifiziert und niveaulos angegriffen. Auf dieser Ebene sehen wir keine Möglichkeit, eine sinnvolle Debatte zu führen. Die Angriffe, Verleumdungen und Unterstellungen gegen Personen und einzelne Organisationen werden diese selbst beantworten oder auch nicht. Diesbezüglich verweisen wir auch auf die angehängte Stellungnahme von einigen SJ-GenossInnen. Für uns als Anmelder der Demonstration am 1.Mai gilt jedenfalls: Unser Ziel ist es, eine gemeinsame, gleichberechtigte und kämpferische Manifestation auf der Wiener Ringstraße durchzuführen. Diese richtet sich nicht gegen andere Linke, sondern gegen das Kapital, gegen Aufrüstung, Unterdrückung und Krieg. Aus Erfahrung wissen wir, dass die KPÖ-Bundesführung und einige mit ihr eng verbundene Gruppen bei außerparlamentarischen Aktionen stets bemüht sind, die antiimperialistische Linke - die jedoch immer einen beträchtlichen Teil der TeilnehmerInnen stellt - auszugrenzen. So hat z.B. ausschließlich die Ausgrenzung der AntiimperialistInnen aus dem Bündnis zur Spaltung der Anti-Kriegs-Demonstration am 19. März geführt. Auf diesem Erfahrungshintergrund und in der Überzeugung, dass niemand ein Monopol auf die Straße hat, haben wir die Initiative für die heurige 1.Mai-Demonstration in Wien ergriffen. Die KPÖ wurde, wie alle anderen linken Gruppen auch, dazu eingeladen. Die Einladung wurde auf etlichen Webseiten veröffentlicht. Diese Einladung blieb unbeantwortet. Ebenso kam keine Reaktion auf einen offenen Brief unsererseits, als bereits klar war, dass es zwei Komitees gibt. Umso erfreulicher ist es für uns, dass erstmals seit langer Zeit eine gemeinsame Demonstration der revolutionären Bewegungen aus der Türkei und der österreichischen Linken stattfindet. Auch hier gilt: Niemand wurde getäuscht, alles wurde offen und solidarisch besprochen, es gibt auch keine wie immer geartete Distanzierung einer der türkischen Organisationen, wie Zach behauptet. Es herrscht Rede- und Agitationsfreiheit, alle Beteiligten nehmen auf gleichberechtigter Grundlage an der internationalistischen Demonstration teil. Zach erhebt in seinen mails auch den Vorwurf an uns, wir hätten den GLB oder einzelne GLB-FunktionärInnen zu Unrecht auf unserem Aufruf stehen. Wir verweisen diesbezüglich auf die angehängte Stellungnahme von Selma Schacht, und halten fest, dass uns bis heute weder der GLB noch einzelne FunktionärInnen mitgeteilt haben, sie würden ihre Unterstützung zurückziehen. Wir glauben auch nicht, dass der überparteiliche GLB oder dessen FunktionärInnen und BetriebsrätInnen einer Gängelung oder Willensinterpretation durch die KPÖ-Spitze bedürfen. Grenzüberschreitung Eine unfassbare Genzüberschreitung seitens der KPÖ stellt ein e-Mail des Bundesvorstandsmitglieds F.S. an eine Unterzeichnerin unseres Aufrufs dar, in dem die Organisationen AIK, ASt und KI als "Faschos" bezeichnet werden. Wir fragen die KPÖ und alle anderen UnterzeichnerInnen des "Personenkomitees 1.Mai", von denen einige in anderen Bündnissen und Aktionseinheiten mit uns zusammenarbeiten, ob sie diese Diktion verantworten können und wollen? Wir erwarten klare Antworten, denn andere Linke als "Faschos" zu bezeichnen kann nicht mehr als eine der üblichen Narreteien des KPÖ-Apparats abgetan werden. Das ist ein ernster Vorwurf, der ernsthafte Stellungnahmen erfordert. Michael Pröbsting und Otto Bruckner Anmelder der Demonstration "1.Mai - Unser Tag des Widerstandes". 29.04.2005 P.S.: Wir haben den vollen Namen des KPÖ-Bundesvorstandsmitglieds nicht genannt, da es uns nicht um eine Personalisierung geht. Wir sind aber im Besitz des Original-mails, in dem ASt, KI und AIK als "Faschos" bezeichnet werden. 1. Mai - unser Tag des Widerstandes! Treffpunkt: 9.00 Uhr Oper / 10.00 Uhr Albertina Abschlußkundgebung: 11.30 Uhr Parlament/Stadiongasse ANHANG: 1) Stellungnahme von SJ-FunktionärInnen 2) Einladung vom 30.03. 3) Offener Brief vom 15.04. 4) Stellungnahme von Selma Schacht 1) Stellungnahme von SJ-FunktionärInnen Werte Genossinnen und Genossen der KPÖ! In den letzten Tagen haben uns diverse E-Mails erreicht, die sich mit den Kundgebungen zum 1. Mai 2005 in Wien befassen und die vom KPÖ-Pressereferenten Dietmar Zach offenbar an einen größeren EmpfängerInnenkreis ausgeschickt wurden. Einiges von den Inhalten, aber auch die Form wurde in unseren Reihen der Sozialistischen Jugend mit ziemlichem Befremden aufgenommen, weshalb wir uns kurz an euch wenden möchten. Wir nehmen aufgrund dieser Aussendungen zur Kenntnis, dass es der KPÖ offenbar unangenehm ist, dass es neben der ihren am 1. Mai 2005 in Wien eine weitere Kundgebung links des SPÖ-Aufmarsches geben wird. Die KPÖ möge jedoch zur Kenntnis nehmen, dass sie kein Monopol auf diesen politischen Raum hat. Wenn sich mehrere linke politische Organisationen finden, die eine eigene und v.a. kämpferischere Demo durchführen möchten - und dies sind einige Gruppen mehr, als den offiziellen Aufruf unterfertigt haben -, dann haben diese Gruppen das demokratische Recht dazu und es kann ihnen nicht von der KPÖ abgesprochen werden - schon gar nicht unter Berufung auf einen "traditionalistischen" Anspruch, ein Erbrecht, wie es von der KPÖ versucht wird. Wenn die KPÖ glaubt, sie hätte ein Monopol auf eine zum SPÖ-Aufmarsch alternative linke Mai-Kundgebung, dann deutet dies nicht nur auf eine gewisse Realitätsverweigerung hin, sondern damit legt die KPÖ ein Selbstverständnis an den Tag, das sich methodisch nicht wesentlich vom Absolutheitsanspruch der SPÖ (auch gegenüber der KPÖ...) unterscheidet: nur ist es seitens der KPÖ zusätzlich quantitativ absurd. Unser Bündnis "1. Mai - Unser Tag des Widerstandes" hat den Anspruch, allen linken Gruppen zur gleichberechtigten Teilnahme offen zu stehen - dies kann vom KPÖ-"Bündnis" nicht behauptet werden. Wir nehmen des weiteren zur Kenntnis, dass sich Dietmar Zach anscheinend in eine Art Privatfehde gegen Otto Bruckner verstiegen hat. Dies erachten wir als durchaus legitim, denn jeder Mensch darf sich das zentrale Hauptanliegen seiner politischen Betätigung ja selbst aussuchen. Wir halten es jedoch für weniger legitim, die zwei Kundgebungen am 1. Mai für diese Kampagne gegen Otto Bruckner und andere missliebige Einzelpersonen zu missbrauchen. Die VertreterInnen der Sozialistischen Jugend haben (wie die verschiedenen unterstützenden Organisationen - die österreichischen wie die türkischen - und Einzelpersonen unseres Bündnisses) dafür kein Verständnis, und wir möchten annehmen, dass es das andere Personenkomitee - quasi "eures" - auch nicht haben wird. Wir nehmen drittens zur Kenntnis, dass es offenbar eine besondere Feindschaft der KPÖ zur "Kommunistischen Initiative" (KI) gibt. Auch das sei aus unserer Sicht der KPÖ unbenommen, denn jede Organisation darf sich ja seinen politischen Hauptfeind, den es in erster Linie zu bekämpfen gilt, selbst aussuchen. Wir halten es jedoch für völlig inakzeptabel, wenn die KPÖ ihre offene Feindschaft zur und ihren Kampf gegen die KI, die KPÖ Ottakring und einen wesentlichen Teil des GLB nun in die 1. Mai-Bündnisse hineintragen will. Die KPÖ möge sich seriöser Weise darauf beschränken, sich mit den konkreten politischen Inhalten auseinandersetzen und anhand derer ebenso konkrete Kritik zu üben, sofern gewollt. Die KPÖ möge jedoch hinkünftig davon absehen, so wie in den letzten Tagen zu versuchen, ganze Demo-Bündnisse auf äußerst unschöne Weise zu diffamieren, nur um die politische Verfolgung der KI und interner Oppositioneller fortzusetzen. Die KPÖ diffamiert aber nicht nur unsere SJ-Strukturen, was wir tendenziell als letztklassige Beleidigung werten müssen, sondern, was uns noch mehr erstaunt, gleichzeitig die teilnehmende KJÖ, die teilnehmenden großen ArbeiterInnenorganisationen der türkischen ImmigrantInnen sowie unterstützende Einzelpersonen wie z.B. Sandra Bakutz, El Awadalla, Grace Latigo oder Chris Peterka. Wir können uns eigentlich nicht vorstellen, dass die Verächtlichmachung dieser Menschen der politische Output der KPÖ sein soll. Hinzu kommt, dass diese Diffamierungsversuche auch noch auf einem politischen und intellektuellen Niveau geschehen, das in der Linken fehl am Platz ist: hier wurde in den Aussendungen des Herrn Zach mit bewussten Unterstellungen, augenscheinlichen Unwahrheiten und nicht allzu klugen Pauschalisierungen operiert. Derartiges möchten wir doch entschieden zurückweisen. Selbst wenn diese charakterlich wie politisch nicht allzu hoch stehende Methodik seitens der KPÖ im Kampf gegen die KI sowie missliebige Menschen in KPÖ, KJÖ und GLB als unbedingt notwendig erachtet wird, wie es scheint, so lehnen wir es ab, dass unser Demo-Bündnis damit belästigt wird. Und in diesem Sinne möchten wir auch die wiederholten Versuche entschieden zurückweisen, unserem Demo-Bündnis die Berechtigung abzusprechen und es als Spaltungsversuch zu betiteln. Und wir möchten den Versuch zurückweisen, unserem Bündnis unlautere Methoden zu unterstellen. Wir würden es begrüßen, wenn die KPÖ zur Überzeugung kommen könnte, dass es unser demokratisches Recht ist, zum 1. Mai unsere eigene kämpferische und internationalistische Kundgebung gemeinsam mit den türkischen GenossInnen durchzuführen. Wir würden es begrüßen, wenn die KPÖ nun davon absehen könnte, unsere Kundgebung weiterhin mit Sabotageversuchen und derart inakzeptablen Diffamierungsversuchen zu versehen. Wir würden es abschließend begrüßen, wenn die KPÖ sich wieder auf ein Niveau der politischen Auseinandersetzung besinnen könnte, das gleichberechtigte Aktionseinheiten in der außerparlamentarischen österreichischen Linken hinkünftig ermöglicht. So wie gegenwärtig gehandelt wird, ist die KPÖ dabei, sich fortschreitend zu isolieren. Denn wir in der SJ werden uns kaum wiederholt derartig niveaulos diffamieren lassen - und dann wieder zur bündnispolitischen Tagesordnung und "Normalität" übergehen. Mit verwunderten Grüßen, Edith Hruska, Vorsitzende der Sozialistischen Jugend Klosterneuburg David Stockinger, stv. Landesvorsitzender der SJ Niederösterreich und Vorsitzender der SJ Schwechat GR Michael Wögerer, Bezirksvorstand der SJ Amstetten und Vorstand der SJ NÖ 2) Einladung vom 30.03.2005 Liebe Freundinnen und Freunde! Seit mehr als hundert Jahren ist der 1. Mai der internationale Kampftag der ArbeiterInnenklasse. Damit es auch so bleibt, wollen wir den 1. Mai 2005 auf der Wiener Ringstraße zu einer eindrucksvollen Manifestation gegen kapitalistische Ausbeutung, Imperialismus und Krieg machen. Daher laden wir Euch zu einer Besprechung am Donnerstag, 07. April 2005 um 18.00 Uhr in den Arbeiterclub Ottakring, Familienplatz 6, 1160 Wien ein. Unser Vorschlag ist, dass sowohl Personen, als auch Organisationen zur 1.Mai-Demonstration aufrufen. Einen ersten Entwurf für einen Aufruftext wollen wir Euch noch vor der Besprechung am 07.04. zukommen lassen. In der Hoffnung auf Eure zahlreiche Beteiligung verbleiben wir mit solidarischen Grüßen Roman Birke (REVOLUTION) Otto Bruckner (Kommunistische Initiative) Helmuth Fellner (Betriebsrat und ehem. Arbeiterkammer-Rat des Gewerkschaftlichen Linksblocks) Marion Hackl (Bezirksvorsitzende der SJ Alsergrund) Stefan Hirsch (Antiimperialistische Koordination) Michael Pröbsting (ArbeiterInnenstandpunkt) Selma Schacht (Betriebsrätin und Vorsitzende des Gewerkschaftlichen Linksblocks in der GPA) Gernot Trausmuth (Funke-Redaktion) Tibor Zenker (Sozialistische Jugend Niederösterreich) 3) Offener Brief an das "Personenkomitee 1. Mai 2005" (15.04.2005) Werte Kolleginnen und Kollegen, Etliche Organisationen und Personen der Wiener Linken haben sich zusammengefunden, um dieses Jahr am 1. Mai eine kämpferische antikapitalistische und antiimperialistische Demonstration auf der Wiener Ringstraße abzuhalten. Die Erfahrungen der letzten Jahre - insbesondere der Monopolanspruch der KPÖ - haben uns dazu bewogen. Wir wollen eine gleichberechtigte 1.Mai Demonstration aller fortschrittlichen Kräfte und haben deshalb alle, auch die Organisationen, die den "KPÖ-Aufruf" unterstützen, zur Vorbereitung eingeladen. Die Demonstration wurde von uns bereits vor längerem ordnungsgemäß angemeldet, und wir möchten euch nochmals einladen, auf gleichberechtigter Grundlage mit dabei zu sein. Den Aufruftext und die (vorläufige) Liste der unterstützenden Organisationen und Personen legen wir diesem Schreiben bei. Mit solidarischen Grüßen Michael Pröbsting (ArbeiterInnenstandpunkt) Otto Bruckner (Kommunistische Initiative) 4)Stellungnahme von Selma Schacht (GLB) zu den Vorwürfen der KPÖ bezüglich 1. Mai - Bündnisse Für einen kämpferischen 1. Mai - dem Kampftag der ArbeiterInnenklasse! Der Gewerkschaftliche Linksblock (GLB) unterstützt als Organisation in Wien beide vorhandenen Aufrufe für 1. Mai-Demonstrationen. Dies spiegelt die derzeit herrschende Realität, in der sich die Organisation und die in ihr aktiven Kolleginnen und Kollegen befinden, wider. Die KPÖ hat für das von ihr initiierten Bündnis den GLB in Wien weder eingeladen noch ihn von Bündnistreffen informiert. Trotzdem wurde der GLB als Unterstützerin in der Öffentlichkeit wiedergegeben. Viele AktivistInnen und BetriebsrätInnen des GLB können sich jedoch mit diesem Bündnis nicht identifizieren, woraufhin ich der Einladung der Aktionseinheit "1.Mai - Unser Tag des Widerstandes!" gerne nachgekommen bin, diesen Kampftag in einem Bündnis gleichberechtigter Organsationen mitvorzubereiten. Einige GLBlerInnen haben sich daraufhin bereit erklärt, auch mit ihrem Namen persönlich diesen Aufruf zu unterstützen. BetriebsrätInnen, PersonalvertreterInnen, FunktionärInnen und AktivistInnen des GLB sind in den Reihen derer zu finden, die ihre Politik an die der KPÖ anlehnen wie auch in den Reihen derer, die für davon unabhängige, revolutionäre Positionen eintreten. Insofern existiert auch kein "Protestschreiben des GLB", das sich von einem der Bündnisse distanziert. Als Vorsitzende des GLB Wien weise ich die Vorgangsweise der KPÖ, den GLB und einzelne GLBlerInnen als Spielball ihrer Interessen zu benutzen, entschieden zurück. Als GewerkschafterInnen sehen wir es als unsere primäre Aufgabe, nicht zuletzt angesichts der weltweiten kapitalistischen Offensive, der imperialistischen Kriege, der Zerschlagung der durch die Arbeiterklasse erkämpften sozialen Sicherungssysteme und der Privatisierungswelle in Österreich gemeinsam kämpferisch aufzutreten - gerade auch am 1. Mai! Selma Schacht Vorsitzende des GLB Wien Vorsitzende des GLB in der GPA ================================================ 11 Information - Kritik von: hannes.fellner at gmx.at ================================================ In der Ausgabe von Freitag, 29. April 2005 11:36 ist ein Artikel von Didi Zach. Diesen Artikel von Herrn Zach will ich garnicht weiter kommentieren, sondern mittels eines ähnlichen Artikel selben Inhaltes aus dem internen KPÖ-Newsletter zeigen, worum es Herrn Zach - auch in dem im MUND erschienen Artikel, für welchen er sich aus taktischen Gründen eines anderen Tones befleißigt hatte - eigentlich geht. >>From: didi zach >>To: kpnews_wien at kpoe.at >>Subject: [KPnews_wien] 1. Mai: Seltsame (?) Entscheidungen der Behörden - >>KI, AST u.a. spalten traditionelle 1. Mai Demonstration Date: Thu, 28 Apr >>2005 16:52:52 +0200 >> >>* 1. Mai: Seltsame (?) Entscheidungen der Behörden - KI, AST u.a. spalten >>traditionelle 1. Mai Demonstration >> >> >>Seit 60 Jahren ist es eine Selbstverständlichkeit, dass die KPÖ am 1. Mai >>(im Anschluss an die SPÖ) über den Ring marschiert. Und seit 14 Jahren >>organisiert das "Personenkomitee 1. Mai" gemeinsam mit der KPÖ diesen >>Aufmarsch. >> >>Was 60 Jahre lang die Regel war, wird aber im Gedenkjahr 2005, in welchem >>u.a. die Niederringung des Faschismus und die Errichtung der Republik >>gefeiert wird, nicht gelten. >> >>Warum? Weil die KI gemeinsam mit der trotzkistischen Gruppe >>ArbeiterInnenstandpunkt (AST) und der AIK bereits im Jänner (!) eine eigene >>1. Mai Demo am Ring angemeldet hat. Damit nicht genug. Die Bundespolizei >>stellte sich - auf "höchste Weisung", wie zwischen den Zeilen kundgetan >>wurde - und trotz bisher gegenteiliger Praxis auf den Standpunkt, dass der >>Anmeldung der Demonstration durch KI & Konsorten Priorität einzuräumen sei. >> >>Was heißt dies nun konkret: >> >>Die Demonstration von KI, AST, AIK wird - vor der KPÖ - über den Ring zum >>Parlament ziehen und Ecke Parlament/Stadiongasse ihre Schlußkundgebung >>abhalten. >>Bruckner & Co feiern dies, entsprechend ihrem autoritären >>Politikverständnis, schon jetzt als "Sieg", welcher darin besteht, dass sie >>den gesamten von der Polizei hinter sie gereihten Zug als "ihre" >>Mai-Demonstration reklamieren möchten. >>Da irritiert natürlich auch nicht, dass sich z.B. der Gewerkschaftliche >>Linksblock, der entgegen seinen eigenen Beschlüssen und einer >>entsprechenden Klarstellung noch immer als Mitveranstalter der >>Spalterdemonstration aufgeführt wird, und andere Gruppen sich von den >>Vorgängen distanzieren. >> >>Treffpunkt der 1. Mai Demonstration der KPÖ ist und bleibt das >>Hrdlicka-Denkmal bei der Albertina - ab 10 Uhr. Die Abschlußkundgebung wird >>diesmal - aufgrund der skandalösen Entscheidung der Behörden - links vom >>Parlament (beim Denkmal der Republik) stattfinden. >> >>Nach den Provokationen vor dem 33. Parteitag (Ausrufung eines >>Gegenparteitags, Anrufung eines Gerichts, auf Untersagung des Parteitags), >>nach fortgesetzter Hetze gegen die KPÖ auf der Website der KI und in der >>"NvS", nach dem Beginn des Aufbaus der KI als Partei, deren primäres Ziel >>in Ab- und Ausgrenzung der KPÖ besteht, nach der Spaltung der Demonstration >>vom 19. März - entgegen dem Willen der OrganisatorInnen - wurden von >>Bruckner, Fellner & Co ein weiteres Mal "Taten" gesetzt. >> >>Mit diesen Vorgängen wird aber auch eine Klarheit geschaffen, die durchaus >>im Interesse der KPÖ liegt. Denn nun wird offensichtlich, was sich seit >>Monaten andeutet - dass ein Trennungsstrich zwischen der KPÖ und Menschen >>und Gruppen zu ziehen ist, deren Positionen inakzeptabel sind. >> >>Wer sich z.B. in der Frage des palästinensisch-isrealischen Konflikts immer >>wieder dazu versteigt, Losungen auszugeben, die angesichts der Shoah >>inakzeptabel sind ("Nieder mit dem zionistischen Staat Israel!" - siehe >>z.B. *Newsletter Nr. 145 des AST vom 16. März 2005*), der beschreitet einen >>anderen Weg als die KPÖ. >> >>Die bedingungslose Verteidigung aller angeblich antiimperialistischen >>"Aussagen und Taten" führt - ob gewollt oder nicht - nur zur Verteidigung >>von Reaktionärem. Ein führender AIK-Aktivist erklärte z.B. im "Falter" Nr. >>32/03: "Wir teilen nicht I.Alloush' Ansicht (eines jordanischen >>Holocaustleugners und "Kämpfers" gegen den US-Imperialismus-Anmerk. D.Z.). >>Aber wir unterstützen alle, die gegen das US-Imperium kämpfen. Das ist die >>Hauptfrage". >> >>KommunistInnen üben kritische, nicht bedingungslose Solidarität. Für die >>KPÖ gilt: Sowohl das israelische wie auch das palästinensische Volk hat das >>Recht auf nationale und staatliche Selbstbestimmung. Wir treten für eine >>politische Lösung des Nahost-Konflikts auf Grundlage der UNO-Resolutionen >>ein. Unsere Soldarität galt stets den Friedenskräften in Israel und in >>Palästina, allen voran den KommunistInnen, die jeweils in ihrem Volk für >>das friedliche Zusammenleben beider Nationen und für die dazu notwendigen >>Voraussetzungen eintraten. >> >>Ebenso gilt es festzuhalten: Zwischen Gruppen wie der AIK, die kein Problem >>damit hat, "ALLE Formen des Widerstands im Irak" (also auch Bombenanschläge >>auf Moscheen, Krankenhäuser, Marktplätze) zu unterstützen, und der KPÖ >>besteht in einer ganz zentralen Frage keine Übereinstimmung, sondern eine >>riesige Kluft. >> >>Didi Zach > > In dem Bündnis sind weit mehr Gruppen als KI, ASt und AIK, z.B. eine Reihe von türkischen und kurdischen Gruppen, Teile der SJ und so weiter... vgl. http://www.kominform.at/article.php?story=20050421220348162 Die inhaltlichen Standpunkte eines breiten Bündnisses variieren naturgemäß. Herrn Zach geht es hier um Diffamierung, Ausgrenzung und Verleumdung von weiten Teilen der wiener Linken und inbesondere türkischen und kurdischen KollegInnen, die das erstemal seit 14 Jahren wieder in ein gemeinsames 1. Mai - Bündnis eingebunden sind. Warum wird Herrn Zach Tribüne für seine den innerparteilichen Sumpf und Kleinkrieg der KPÖ betreffende verleumderische, diffamierende und ausgrenzende Propaganda gewährt? MfG, Hannes Fellner ================================================ 12 60. Jahrestag der Befreiung!? Ein Zwischenruf! von: gatasnegras at t-online.de ================================================ 60. Jahrestag der Befreiung!? Ein Zwischenruf! Hier in der Gefängniszelle einer Haftanstalt, erbaut im Revolutionsjahr 1848, von den Nazis später ebenfalls als Zuchthaus verwendet, hier also bekomme ich die Debatten, Diskussionen um den 8. Mai, dem "60. Jahrestag der Befreiung" nur gefiltert mit. Erstaunt, fast ein wenig erschrocken, bemerke ich, dass auch in linken Zusammenhängen, bzw. Publikationen, relativ undifferenziert von "Befreiung" die Rede ist, wird doch mit diesem Begriff suggeriert, der Nationalsozialismus wäre besiegt worden. Wahr ist, dass die nationalsozialistische Barbarei ein Ende fand und das Terrorregime der Deutschen (vorübergehend) gebrochen wurde. Aber auch heute noch werden Juden und Jüdinnen, Roma und Sinti und all jene Menschen, die nicht ins Weltbild der herrschenden Eliten und ihrer Vollstrecker passen, verfolgt; wenn auch - zugegebenermaßen - nicht mehr systematisch ermordet. Die nationalsozialistischen Ideen, ihr menschenverachtender Impetus, ihr Rassenwahn lebten jedoch fort. Im sächsischen Landesparlament sitzen Abgeordnete der NPD, die sich teilweise in der Tradition der NSDAP sehen oder von Kreisen unterstützt werden, die offen und unverhüllt dem Faschismus huldigen. Wer möchte angesichts dessen ehrlichen Herzens von einer Befreiung im umfassenden Sinne sprechen? Der Faschismus des 21. Jahrhunderts zeigt sich nur selten in seiner allumfassenden Brutalität und seinem Vernichtungswillen, aber das heißt doch nicht, dass er besiegt wäre! Das Wort von der "Befreiung" verleitet manche dazu, sich zurück zu lehnen und zu sagen: "Es ist doch alles halbwegs in Ordnung!", währenddessen brennen Neonazis Geschäfte nieder, ermorden Menschen, marschieren durch Städte ..... und das sind nur jene, die ihre Gesinnung ganz offen zur Schau tragen. Wer sich mit den Karrieren der deutschen Nationalsozialisten nach 1945 beschäftigt, dem kommt das Wort "Befreiung" nur mit einem bitteren Beigeschmack über die Lippen. Ob im diplomatischen Dienst, in der Justiz, in der Politik, in der Wirtschaft, all über all reüssierten die alten SS- und NSDAP-Kader, bis hinauf in höchste Ämter. Ist das "Befreiung"? Gerade heute gilt es, wachsamer, konsequenter und aktiver denn je zu sein! Weltweite Aktionspläne der USA mit dem Ziel, natürliche und menschliche Ressourcen auszubeuten und geostrategischen Einfluss zu sichern, weltweite Vernetzung offen militant auftretender Nationalsozialisten. Eine Welt, in der der Prozess der Faschisierung auf Hochtouren läuft; all dies verträgt kein gemütliches sich auf dem Sofa zurücklehnen! Thomas Meyer-Falk, c/o JVA - Z. 3117, Schönbornstr. 32, D-76646 Bruchsal http://www.freedom-for-thomas-de >><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< WELTWEIT >><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 13 Offener Brief an die CDU/CSU: "Visa-Mißbrauch-Affäre" von: gfbv.austria at chello.at ================================================ > www.gfbv.it/2c-stampa/2005/050428ade.html > > Offener Brief an die CDU/CSU > > "Visa-Mißbrauch-Affäre" > Eine rassistische Kampagne der Christ- und Freidemokraten - Die > Konservativen und Liberalen prügeln Außenminister Fischer, > kriminalisieren gleichzeitig Ukrainer > > Bozen, 28. April 2005 > > Sehr geehrte Damen, sehr geehrte Herren, > > es war löblich, dass Sie den Bundestag mit den Vertreibungen und > Massakern an den Armeniern am 24. April 1915 befasst haben. Ihr Mut > blieb aber auf halber Strecke stecken, die Vertreibungen und Massaker > an Armeniern, Assyrern und Ponto-Griechen waren der erste Völkermord > im vergangenen Jahrhundert. Den Begriff "Völkermord" haben Sie aber > ausgespart. Damit hat Ihre Initiative ihren Grundwert verloren. > Löblich war auch Ihr Engagement gegen die von Bundeskanzler Gerhard > Schröder angestrebte Aufhebung des EU-Waffenembargos gegen die > "Volksrepublik" China, löblich Ihr Widerstand gegen Schröders > "Männer-Freundschaft" mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin, > der für den zweiten Krieg gegen Tschetschenien verantwortlich ist und > damit für einen Völkermord, der mit der Ideologie einer "Endlösung" > vorangetrieben wird. > > Auf dem ersten Blick erscheint Ihr Verhalten als eine konsequente > menschenrechtliches. Schade nur, dass es vorrangig Fassade ist. Und > parteipolitisches Kalkül. In der Angelegenheit der sogenannten > "Visa-Mißbrauch-Affäre" ist Ihre Haltung weit ab jeder > menschenrechtlicher Ethik. Wir verteidigen nicht Außenminister Joschka > Fischer, ganz im Gegenteil. Kaum ein anderer Außenminister hat sich > opportunistischer, skrupelloser und noch dazu arroganter verhalten als > der gefeierte Joschka. Nicht nur in Fragen wie Tschetschenien, China, > Irak oder Türkei hat er kläglich versagt und gegen die von seiner > Partei ehemals selbstgerecht geforderter Prinzipien verstoßen, sprich > Menschenrechte und Demokratie außer Acht gelassen. In der > Visa-Angelegenheit hat er sich widersprüchlich, hochmütig und > gewissenlos verhalten - sicher, es war nicht sein persönliches > Schicksal, über das er leichtfertig und selbstverliebt Beschlüsse fasste. > > Die Kritik der CDU/CSU jedoch können wir in diesen Auswüchsen nicht > teilen. Greifen Sie bitten den verantwortlichen Politiker an, > kriminalisieren Sie nicht die Ukrainer! Sie stellen die nach > Deutschland eingereisten Ukrainerinnen und Ukrainer pauschal als > Schwarzarbeiter, Prostituierte, Kriminelle und Mafiosi dar. Das ist > Rassismus. Wo bleibt das Engagement für Ost-Europa, wie es vom > geistigen Erbe eines Alt-Kanzlers Kohl entsprechen würde? Wo die > Differenzierung, wo die Ethik, wo der christliche Auftrag, den mit > gesellschaftlicher Verachtung Gestraften, Wohlwollen entgegen zu > bringen und statt Vorurteilen und Vorverurteilungen den Tadel an den > Verurteilenden zu praktizieren? Haben Sie sich die SPD zum Vorbild > genommen, die unter dem Vorsitzenden Oskar Lafontaine die "Aussiedler" > aus den GUS-Staaten als Kriminelle beschimpften? > > Zwar solidarisierte sich die CDU/CSU mit der orangen Revolution, ganz > im Gegensatz zur rot-grünen Regierung, die sich vor einer klaren > Positionierung drückte (ob aus Ignoranz, aus Ergebenheit gegenüber > Putin oder aus genereller Skrupellosigkeit, ist einerlei). Ihre > Solidarität mit den Ukrainern in der Ferne ist pharisäerisch, wenn die > Ukrainer vor der Haustür als Gefahr hingestellt werden. Kritisieren > Sie bitte Fischer, ohne die Ukrainerinnen und Ukrainer zu > kriminalisieren, denn das - und wir wiederholen uns - ist Rassismus. > > Siehe auch: > * www.gfbv.it: www.gfbv.it/2c-stampa/04-1/041123de.html | > www.gfbv.it/2c-stampa/04-1/041104de.html | > www.gfbv.it/2c-stampa/04-1/041102de.html | > www.gfbv.it/2c-stampa/04-1/040930de.html > > * www: http://orangeukraine.squarespace.com/ ================================================ 14 Koeln: Was Videoueb/erwachung nicht kann von: depesche at quintessenz.org ================================================ From: "q/depesche" Subject: Koeln: Was Videoueb/erwachung nicht kann q/depesche 2005-04-29T01:57:08 Koeln: Was Videoueb/erwachung nicht kann In der Stadt am Rhein hat man erkannt: die Bevölkerung ist mehr, als nur eine Horde passiver Schäfchen, auf die es nur besonders gut aufzupassen gilt. In Wien herrscht weiter Hirtendenken vor: Die weitere Ausstattung mit Wachhunden .. äh.. Kameras soll für mehr Wohlbefinden in der Herde sorgen. -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- Kameras können eine Tat nicht verhindern, nicht Eingreifen, niemanden aktiv Beschützen und Täter können mit relativ einfachen Mitteln eine Identifizierung deutlich erschweren. Emotionale Taten werden kaum beeinflusst und Geplante wandern in umliegende Gebiete ab. In Köln wählt man einen vielschichtigeren Ansatz. >> Kölner lassen keinen allein. - Hinsehen. Handeln. Hilfe holen. << > Mit einer Kampagne für mehr Zivilcourage kämpft die Polizei gemeinsam mit der Stadt seit 1999 gegen das Wegsehen, die Gleichgültigkeit und Ignoranz: die Bevölkerung wird zum aktiven Element. "In einer Bürgerumfrage im darauffolgenden Jahr kannten bereits 80% der Kölner die Kampagne", freut sich Heike Afflerbach von der Polizei Köln gegenüber der q/depesche. "Die Vielzahl der von den Kollegen eingereichten Vorschläge für die Helferehrungen belegen, dass couragierte Menschen in Köln - und das wird auf die Kampagne zurückgeführt - hinsehen, handeln und Hilfe holen." >> Machen Sie lautstark auf die Situation aufmerksam. << > Nicht Selbstjustiz ist gefragt, sondern 'Flagge zeigen', andere Fahrgäste/Passanten mobilisieren, beherztes handeln, Hilfe holen und sich als Zeuge zu Verfügung zu stellen. Spontan organisierte Reaktionen von Fahrgästen und Passanten verändern die Situation für den Täter grundlegend. >> Es ist wichtig, selbst den ersten Schritt zu machen. Dies zeigt > Signalwirkung und erleichtert anderen den Schritt zur Mithilfe (Vorbildfunktion). Sprechen Sie andere Personen gezielt an, z.B. Sie da mit der roten Jacke, holen Sie den Fahrer, die Polizei, die Feuerwehr! << Die Aktion wird seit dem immer weiter Ausgebaut: Zu den Plakaten, Postern, Infomaterial, Veranstaltungen und Schildern mit Handlungsanweisungen kamen Anfang 2005 zwei Straßenbahn-Garnituren hinzu. >> Guck hin, schalt' Dich ein! << > http://www.mynetcologne.de/~nc-polizevi2/ ================================================ 15 Vietnam/Jahrestag/Stellungnahme/Parteder von: kpoe_stmk at hotmail.com ================================================ PRESSEMITTEILUNG DER STEIRISCHEN KPÖ Samstag, 30. April 2005 VOR 30 JAHREN: VIETNAM IST FREI Am 30. April 1975 flüchteten die letzten US-amerikanischen Besatzer und ihre vietnamesischen Helfershelfer mit einem Hubschrauber vom Dach der US-Botschaft in Saigon. Der Befreiungskampf des vietnamesischen Volkes gegen die stärkste Macht des Imperialismus war erfolgreich zu Ende geführt worden. Für alle fortschrittlichen Kräfte - auch in Österreich - ist die Erinnerung an diesen Sieg auch wie vor auch eine Ermunterung: Erfolge in unserem Kampf sind möglich. Gleichzeitig darf man die Opfer nicht vergessen, die das vietnamesische Volk im Kampf gegen einen skrupellosen Gegner bringen musste. 30 Jahre danach sieht die Weltsituation anders aus als 1975. Vor allem das Verschwinden der Sowjetunion hat die Kampfbedingungen für Befreiungsbewegungen in der 3. Welt dramatisch verschlechtert. Trotzdem kann man sagen: Was den US-Besatzern vor 30 Jahren in Vietnam geschehen ist, steht ihnen im Irak und in anderen Weltgegenden erst bevor. Die Entwicklung in Venezuela zeigt gleichzeitig, dass auch im 21. Jahrhundert nicht alles nach dem Drehbuch abläuft, das in Washington geschrieben wird. Franz Stephan Parteder Steirischer KPÖ-Vorsitzender KPÖ-Steiermark Lagergasse 98 a 8020 Graz Tel.: 0316 71 24 36 Fax 0316 71 62 91 email: kp.stmk at kpoe-graz.at; kpoe_stmk at hotmail.com >><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< SERVICE - LINKS >><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 16 Werkstatt Rundbrief Nr. 11-2005 von: office at werkstatt.or.at ================================================ Werkstatt Frieden & Solidarität Waltherstr. 15, 4020 Linz Tel. 0732/771094 Fax 797391 Mail: office at werkstatt.or.at Web: www.werkstatt.or.at Wer diesen Rundbrief nicht mehr erhalten möchte, ersuchen wir um ein E-Mail unter folgendem Link: mailto:mailfriwe-request at friwe.at?subject=unsubscribe Werkstatt Rundbrief Nr. 11-2005 Inhalt: (1) EU-Parlament: "EU-Verfassung dem Geist und Inhalt nach ab sofort anwenden" (2) MENSCHENKETTE vor dem Parlament (3) Termine (4) Neue Informationsmaterialien (5) Petition für eine Volksabstimmung über die EU-Verfassung: Bisheriger Gesamtstand von 4996 Unterstützungen (6) Dringende Bitte aus GrazVerschiedenes ---------------------------------------------------------------------------- ---- (1) EU-Parlament: "EU-Verfassung dem Geist und Inhalt nach ab sofort anwenden" Vertreter von SPÖ, ÖVP und Grünen treten im EU-Parlament für massive Aufrüstung ein Am 14. April hat das Europäische Parlament (EP) mit großer Mehrheit einen Beschluss zur Europäischen Sicherheitsstrategie und einen zur Gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik (GASP) verabschiedet. Diese Beschlüsse haben es in sich. So bekundet das EP "die Auffassung, dass der Geist (und der Inhalt) der Vorschriften" der EU-Verfassung "die die GASP betreffen, ab sofort angewandt werden sollten." Man muss sich die Augen reiben und diesen Satz zwei Mal lesen. Die EU-Verfassung ist bislang in gerade mal sechs Staaten ratifiziert. In Kraft treten kann sie erst, wenn sie in allen 25 EU-Staaten ratifiziert ist. Doch die große Mehrheit der EU-Parlamentarier meint: egal, umgesetzt werden soll sofort: sprich Aufrüstungsverpflichtung, weltweite Militäreinsätze auch ohne UNO-Mandat, militärische Beistandsverpflichtung uvm. sollen ab sofort gelten. Das ist ein Aufruf, alle rechtsstaatlichen und demokratischen Prinzipien über Bord zu werfen und die Entscheidungen von nationalen Parlamenten und Volksabstimmungen schlicht und einfach zu ignorieren. Zugestimmt haben diesen Aufruf zum Verfassungsputsch alle Europaparlamentarier von ÖVP, SPÖ und Grünen. Dagegen gestimmt haben nur die beiden Vertreter der Liste HPM Hans Peter Martin und Karin Resetarits. Lichtenberger, Karas, Swoboda & Co. für Verpflichtung auf "Mindestrüstungsbudgets" Die Zustimmung der Vertreter von ÖVP, SPÖ und Grünen zu diesen Beschlüssen zeigt auch auf einen anderen Ebene das doppelte Spiel des politischen Establishments auf. Während in Österreich die EU-Verfassung als "Friedensprojekt" inszeniert wird, stimmen sie in Strassburg/Brüssel für die weitere Aufrüstung der Union. So kritisieren die EU-Parlamentarier, dass viel zu wenig Geld für Rüstung ausgegeben wird. Wörtlich: "Die bestehende Finanzierung der GASP und der ESVP (Europäische Sicherheits- und Verteidigungspolitik) ist sowohl in quantitativer als auch in qualitativer Hinsicht .... völlig unzureichend." Das EP fordert daher "die Verfügbarkeit ausreichender Haushaltsmittel für die Verwirklichung von Rüstungsinitiativen, die von der EVA (Rüstungsagentur) geleitet werden. ... Die Rüstungsagentur soll der Ausrüstung und Bewaffnung der "Battle Groups" eine besondere Aufmerksamkeit widmen." Denn "Schwachstellen" werden u.a. bei "Operationen von hoher Intensität mit vorwiegend militärischen Mitteln" geortet. Weiters fordert das EP, dass EU-Militärintervention aus dem EU-Gemeinschaftshaushalt finanziert werden sollen. Um sicherzustellen, dass keiner aus der Aufrüstungspflicht ausschert, die in der EU-Verfassung festgehalten ist, sollen die Mitgliedsstaaten auf ein gewisses Mindestmaß an Rüstungsausgaben gemessen in einem Prozentsatz des Bruttoinlandsprodukt verpflichtet werden. Für Österreich verlangen ÖVP, SPÖ und Grüne damit ein geschmalzenes Aufrüstungsprogramm, denn hinsichtlich des Anteils der Militärausgaben am BIP ist Österreich nach wie vor Schlusslicht in der EU. Aufruf für Menschenkette am 7. Mai Voraussichtlich am 12. Mai will der Nationalrat die EU-Verfassung ratifzieren. Der Vorsitzende der Werkstatt Frieden & Solidarität Günter Reder zu den Beschlüssen im Europäischen Parlament: "Diese Beschlüsse im Europäischen Parlament zeigen einmal mehr, wie wichtig der Widerstand gegen die EU-Verfassung ist. Denn diese Verfassung erhebt im Art. I-41 Aufrüstung sogar in Verfassungsrang. Mit der Menschenkette vor dem Parlament am 7. Mai will die Plattform Neutralität statt Euro-Armee zeigen, dass diese Verfassung nicht in unserem Namen beschlossen wird. Ohne Volksabstimmung fehlt der EU-Verfassung die politische und juristische Legitimation, das haben auch namhafte Verfassungsrechtler begründet. Dass die EU-Parlamentarier Teile der EU-Verfassung sogar ohne Ratifizierung in Kraft setzen wollen, zeigt, wie weit sich das politische Establishment von rechtsstaatlichen Grundsätzen bereits entfernt hat." Der Koordinator des Friedensvolksbegehrens Boris Lechthaler: "Mit dem Friedensvolksbegehren, das sich für ein aktiv neutrales Österreich einsetzt, werden wir den Widerstand gegen die EU-Verfassung auch nach dem illegitimen Ratifizierungsprozess fortsetzen." Menschenkette vor dem Parlament Samstag, 7. Mai 2005 16 Uhr vor dem Parlament Wir fordern Unrecht darf nicht Recht werden! Keine Ratifkation der EU-Verfassung! Für eine Volksabstimmung! Ja zur Neutralität! Keine Beteiligung an der EU-Armee! Keine Annäherung an die NATO! Soziale Sicherheit statt Aufrüstung! Aufrufer: Plattform Neutralität statt Euro-Armee Quellen: Europäisches Parlament: Europäische Sicherheitsstratgie, A6-0072/2005 Gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik 2003, A6-0062/2005 Die beiden Beschlüsse des Europäischen Parlaments finden sich vollständig (einschließlich der Abstimmungsergebnisse) auf der Web-Page der Werkstatt Frieden & Solidarität: www.werkstatt.or.at Mehr dazu in der soeben erschienenen guernica 03-2005. Ein kostenloses Probeexemplar kann bestellt werden bei: office at werkstatt.or.at ---------------------------------------------------------------------------- ---- (2) MENSCHENKETTE Samstag, 7. Mai 2005, 16 Uhr Vor dem Parlament in Wien Ja zur Neutralität! Nein zur EU-Verfassung! Volksabstimmung! [mehr] Auftaktkundgebungen/Treffpunkte, von denen es dann zur Menschenkette geht: 14 Uhr, Westbahnhof 14 Uhr, Stephansplatz 14 Uhr, Naschmarkt/Kettenbrückengasse Abschlusskundgebung: 16.30 Uhr, Vor dem Parlament Anreise zur Menschenkette aus Linz - Abfahrt mit einem Bus: Samstag, 7. Mai 2005, 11 Uhr Vor der Bezirkshauptmannschaft Linz-Land (Kärntnerstr.), A-4020 Linz Preis für Hin- und Rückfahrt: EUR 22,- (EUR 15,- ermäßigt) Einfach Betrag auf das Konto mit der Nr. 6274146, BLZ 34777 überweisen und als Kennwort "Menschenkette" angeben; der Zahlungsbeleg gilt als Fahrkarte! Bitte zusätzlich eine kurze Information an E-Mail office at werkstatt.or.at, damit wir die Plätze planen können. Weiters können Fahrkarten im Werkstatt-Büro in der Waltherstr. 15b, A-4020 Linz zu folgenden Zeiten gekauft werden: Mo, 9-16 Uhr; Di, 9-18 Uhr; Mi, 9-18 Uhr; Do, 9-16 Uhr; Fr, 9-14 Uhr Weitere Informationen unter Tel. (0732) 77 10 94, E-Mail office at werkstatt.or.at Anreise zur Menschenkette aus Graz - Abfahrt mit einem Bus: Samstag, 7. Mai 2005, 11 Uhr Hauptbahnhof, A-8020 Graz Preis für Hin- und Rückfahrt: EUR 10,- (EUR 5,- ermäßigt) Anmeldung: Steirische Friedensplattform, Tel. (0316) 71 24 79 Anreise zur Menschenkette aus Salzburg - Treffpunkt: Samstag, 7. Mai 2005, 9.45 Uhr Hauptbahnhof (Bahnhofshalle), A-5020 Salzburg Eine Anmeldung würde die Organisation erleichtern, für Anmeldung und Rückfragen: Rosi Krenn, Tel. 0699 12 11 59 85, E-Mail arge-wdv at gmx.net Wöchentliche Treffen zur Vorbereitung der Menschenkette in Wien: Do, 5. Mai 2005, 18 Uhr Ort: Werkstatt Frieden & Solidarität, Rosensteingasse 69/6, A-1170 Wien Am Sonntag, 22. Mai 2005, findet um 11.00 ein bundesweites Koordinationstreffen der Plattform "Neutralität statt Euro-Armee" im Büro der Werkstatt in Linz, Waltherstr. 15, 4020 Linz statt, zu dem wir Dich herzlich einladen möchten. ---------------------------------------------------------------------------- ---- (3) Termine: Freitag, 29. April, 19.30 Sternbräu, Clubraum 3, I. Stock Treffen der Werkstatt Frieden&Solidarität, Salzburg Vorbereitung der Menschenkette vor dem Parlament am 07. Mai 2005, Aktionen, I. Mai Samstag, 30. April, 2005, 14 bis 17 Uhr, Hauptplatz/Graz Kleinkundgebung der Steirischen Friedensplattform zur Bewerbung des 7. Mai Samstag, 30. April 2005, 20.00 Salzhof - Freistadt Konzert mit diamodal - Musik zum Eintauchen In der Musik von diamodal fließen klassische Elemente, Jazz, wie auch Musik aus anderen Kulturkreisen zusammen (Sufimusik, indische Musik, ...). diamodal läßt sich von Melodien und Klängen aus verschiedenen Musikkulturen inspirieren, verbunden mit eigenen Ideen entstehen so neue diamodale Kompositionen. Einige Instrumente stammen aus dem Orient und aus Asien (Indien, Zentralasien, Japan) und werden gemeinsam mit traditionellen europäischen Instrumenten wie Cello und Saxophon zum Klingen gebracht. Wolfgang Weissengruber - Saxophone, Dombra, Ud, Hang Karen Schlimp - Bambusquerflöten, Harmonium, Koto, Klavier Magdalena König - Cello Markus Lindner - Percussion Samstag, 30. April 2005, 20 Uhr AK OÖ, Kongressaal (Volksgartenstraße 40) Neues Glas aus alten Scherben Deutscher Rock - poetisch und politisch, gänsehauterzeugend und tiefgründig, wehmütig und mutig, brisant und kritisch. Abendkassa: 10 Euro, Vorverkaufs-Info über willy at kv-willy.at erhältlich. Ermäßigung mit AK-OÖ-Leistungskarte ---------------------------------------------------------------------------- ---- I.Mai: Linz: 9.00 Taubenmarkt: Treffpunkt für Verteilungsaktion Salzburg, 11.00 Bahnhofsvorplatz Demonstration und Kundgebung Salzburg Social Forum Wien: Infotisch am Dr.Karl Lueger Ring zwischen Bellaria und Parlament 8 bis 12uhr ---------------------------------------------------------------------------- ---- Mo.2.05: Verteilaktion am Praterstern um 9uhr Journaldienst im Büro 13 bis 15uhr Verteilaktion U3-Station - Ottakring 15uhr30 Mi.4.05: Verteilaktion Reumannplatz/Vitkor Adler Markt/ Keplerplatz 9uhr Infotisch Neues AKH 15uhr Mittwoch, 4. Mai 2005, von 15 - 17 Uhr Graz, Hauptplatz Infostand der Steirischen Friedensplattform Do.5.05: Jour Fix 19uhr im Wiener Büro - letzte Planung für 7.05 Freitag, 06. Mai 2005, 14.00 - 17.00 Taubenmarkt, Linz Infostand zur Bewerbung der Menschenkette ---------------------------------------------------------------------------- ---- Menschenkette vor dem Parlament, am Samstag, 07. Mai 2005, 16.00 Ja zur Neutralität! Nein zur EU-Verfassung! Volksabstimmung! Im Mai 2005 soll im Parlament der sogenannte EU-Verfassungsvertrag ratifiziert werden. Ohne Volksabstimmung. Die EU-Verfassung enthält eine Aufrüstungsverpflichtung, die Selbstermächtigung zu weltweiten Kriegseinsätzen und eine militärische Beistandsverpflichtung. Die EU-Verfassung privilegiert die Atomkraftkonzerne. Sie hebt den Neoliberalismus in Verfassungsrang und führt zur Privatisierung öffentlicher Dienste. Ein Austritt aus der EU ist nur noch mit Zustimmung der großen Staaten, insbesondere Deutschlands möglich. Die Selbstbestimmung der Republik wird zugunsten des Kommandos der großen Mächte und ihrer Apparate ausgehebelt. Tritt die EU-Verfassung, so wie geplant, in Kraft, ist es vorbei mit der Neutralität. Der Verfassungsvertrag steht in völligem Widerspruch zum Recht der II. Republik. Führende Rechtsexperten argumentieren, dass eine Volksabstimmung zur Ratifizierung zwingend erforderlich ist. Wird der "Vertrag über eine Verfassung für Europa" ohne Volksabstimmung ratifiziert, entspricht dies einem kalten Staatsstreich. Wir fordern deshalb: Unrecht darf nicht Recht werden! Keine Ratifikation der EU-Verfassung! Ja zur Neutralität! Keine Beteiligung an der EU-Armee! Keine Annäherung an die Nato! Soziale Sicherheit statt Aufrüstung! ---------------------------------------------------------------------------- ---- Dienstag, 10. Mai 2005, 19.00 Büro, Waltherstr. 15, 4020 Linz Treffen der Werkstatt, Linz 11./12. Mai 2005 Ratifikation der EU-Verfassung im Nationalrat - Aktionen Donnerstag, 12. Mai 2005, 19.00 Büro, Rosensteingasse 69/6, 1170 Wien Treffen der Werkstatt, Wien Mittwoch, 18. Mai 2005, 19.00, Linz Arbeiterkammer Linz, Volksgartenstr. 40, LInz "50 Jahre nach dem Staatsvertrag - Friedensrepublik statt EU-Militärprovinz!" Vortrag und Diskussion mit Univ. Prof. Hans Hautmann (Institut für Zeitgeschichte, Linz und Vorsitzender der Alfred Klahr Gesellschaft) Freitag, 20. Mai 2005, 19.00, Wien Bildungszentrum der Arbeiterkammer, Wien, Theresianumstr. 16-18, 1040 Wien "50 Jahre nach dem Staatsvertrag - Friedensrepublik statt EU-Militärprovinz!" Vortrag und Diskussion mit Univ. Prof. Hans Hautmann (Institut für Zeitgeschichte, Linz und Vorsitzender der Alfred Klahr Gesellschaft) Eine Veranstaltung der Werkstatt Frieden&Solidarität in Kooperation mit der Grünen Bildungswerkstatt Wien und der pädagogischen Zeitschrift "Schulhefte" Am Sonntag, 22. Mai 2005, findet um 11.00 ein bundesweites Koordinationstreffen der Plattform "Neutralität statt Euro-Armee" im Büro der Werkstatt in Linz, Waltherstr. 15, 4020 Linz statt, zu dem wir Dich herzlich einladen möchten. ---------------------------------------------------------------------------- ---- (4) Neue Informationsmaterialien guernica 3-2005 - Zeitung für Frieden und Solidarität, Neutralität und EU-Opposition ist erschienen: aus dem Inhalt: - Europäisches Parlament ruft zur Entmachtung der Bevölkerungen auf: Das EP fordert mit großer Mehrheit, dass die außen- und sicherheitspolitischen Teile der EU-Verfassung "dem Geist und dem Inhalt nach" ohne Rücksicht auf die Abstimmung in nationalen Parlamenten und Volksabstimmung sofort angewendet werden. - "European Challenge 2005" - Erst deutsch-österreichische Übung für die EU-Schlachtgruppen - Bundeswehr trainiert Häuserkampf aZla Falludscha - Widerstand gegen EU-Verfassung: offener Brief an alle Abgeordneten des National- und Bundesrats - Interview mit Franz Sölkner von den Steirischen Grünen über EU-Verfassung und die Entwicklung der Grünen - Krieg gegen den Iran? Poker der Großmächte am Golf. - Beilage: Bringt die Post allen was? Aktuelle Daten zur Gewinn- und Beschäftigtenentwicklung der österreichischen Post. Interview mit dem Vorsitzenden der Postgewerkschaft in OÖ Gottfried Zauner: "Dann muss es zum Streik kommen!" - Gewaltfreier Widerstand gegen den Mauer in Palästina - Interview mit zwei FriedensaktivistInnen - Weltwirtschaft: Dollarfall und Euroaufstieg - Was steckt hinter der Lissabon-Strategie - Übernahme der VA-Tech durch Siemens: "Warten auf Godot" uvm. Ein Probeexemplar schicken wir gerne gratis zu. Bestellung an: office at werkstatt.or.at Ein Jahresabo (=10 Ausgaben) kostet EUR 9,-; ein "Schnupperabo" (=5 Ausgaben) EUR 5,- Wer mehr als 5 Exemplare bestellt, bekommt die Guernica um EUR 0,50 p. Ex. und kann sie zum Preis von EUR 1,- weitervertreiben. II. Auflage-Werkstatt-Info-Zeitung: Inhalt: EU-Verfassung bringt Aufrüstungspflicht - Menschenkette vor dem Parlament, Sa. 07. Mai 2005, 16.00 - Eckpunkte der EU-Verfassung - EU-Militärausgaben steigen rasch an - Friedensvolksbegehren Helft uns informieren: Die Werkstatt-Info Zeitung kann zu folgenden Preisen zuzüglich Versandspesen bei office at werkstatt.or.at bezogen werden. bis 50 Stück: EUR 0,15 p. Ex - von 50 bis 500 Stück: EUR 0,10 p. Ex - über 500 Stück EUR 0,05 p. Ex. Plakate - EU-Verfassung bringt Aufrüstungspflicht A1 - Format: bis 10 Stück EUR 0,30 p. Ex, ab 10 Stück EUR 0,20 p. Ex. A3 - Format: bis 10 Stück EUR 0,20 p. Ex, ab 10 Stück EUR 0,10 p. Ex. NEU: ATTAC EU-AG (Hg.) EU global - fatal?! Ergebnisse der Europa-Konferenz Stuttgart, 4./5. März 2005 Beiträge von N. Andersson, S. Best, U. Duchrow, M. Geistlinger, U. Goelz, A. Groth, B. Lechthaler, N. Paech, S. Ruszca, W. Sauerborn, E. Schenk, H. Schui, F. Schmidt-Hullmann, C. Strawe, A. Strickner, A. Wehr, E. Wesselius, C. Zeller, W. Zimmermann A4-Reader, 136 Seiten, EUR 7,50 (exkl. Porto) Broschüre: "Die verfasste Militarisierung" Die Informationsstelle Militarisierung, Tübingen, hat eine gute Zusammenfassung der aktuellen Militariserung in der EU verfaßt. Aus dem Inhalt: - Fit für die globale Kriegsführungsfähigkeit - Europäische Sicherheitsstrategie - European Defence Paper - Neue Schlachtgruppen - Parlamentsentmachtungsgesetzt u. a. Die Broschüre (21 Seiten) kann zum Preis von EUR 1,50 zuzüglich Versandspesen bei office at werkstatt.or.at bestellt werden. NEU: Rudy Weißenbacher Jugoslawien - Politische Ökonomie einer Desintegration Das vorliegende Buch bespricht die ökonomischen, sozialen und politischen Prozesse, die den Hintergrund für den gewalttätigen Desintegrationsprozess der 1990er Jahre bildeten. Jugoslawien war aufgrund seiner Position zwischen kapitalistischem "Westen" und sozialistischem "Osten" bzw. zwischen wirtschaftlich entwickeltem "Norden" und wirtschaftlich unterentwickeltem "Süden" besonders von den internationalen Rahmenbedingungen abhängig. Wie rasch sich die Interpretationen der sezessionistischen Teilrepubliken international durchsetzten, ist nicht zuletzt der Stärke Deutschlands geschuldet, dem es gelang, das Völkerrecht ergebnisorientiert zu formen und so seine eigenen ökonomischen und politischen Interessen durchzusetzen. 496 Seiten, EUR 39,90 (exkl. Porto) ZUM AKTIONSPREIS: Winfried Wolf Sturzflug in die Krise: Die Weltwirtschaft - Das Öl - Der Krieg Winfried Wolf liefert eine Fülle Material zum brüchigen Zustand der internationalen Ökonomie, zum Zusammenhang von Krise, Öl und Krieg und Belege für die Gefahr einer neuen Weltwirtschaftskrise. EUR 6,- (exkl. Porto) Broschüre: Das andere Afrika: Widerstand gegen Krieg, Korruption und Unterdrückung April 2005, 44 Seiten, EUR 1,50 zuzüglich Versandspesen Mit Beiträgen zu Angola, DR Kongo, Eritrea, Kenia, Liberia, Nigeria, Südafrika, Sudan, Tschad Aus dem Vorwort: Zumeist geraten die Ereignisse in Afrika nur ins Blickfeld, wenn über Kriege, Flüchtlinge oder Hungerkatastrophen berichtet wird. Nur selten, wie bei der Verleihung des Friedensnobelpreises an die Kenianerin Wangari Maathai, wird ein anderes Bild gezeigt: Frauen und Männer, die trotz Krieg, Gewalt, Diktatur, Korruption sowie Raubbau an den Naturschätzen nicht resignieren. Sie kämpfen für ihre Zukunft und fordern ein Ende der Herrschaftsgewalt und der Kultur der Straflosigkeit gegenüber den Herrschenden. Sie wenden sich gegen die oft entscheidende Unterstützung der Diktaturen durch die Industrieländer. ---------------------------------------------------------------------------- ---- (5) Petition für eine Volksabstimmung über die EU-Verfassung: Bisheriger Gesamtstand von 4996 Unterstützungen Bericht von Univ. Prof. Dr. Thomas Schönfeld (Österreichischer Friedensrat) Da wichtige Schritte im Verfahren zur Ratifikation der EU-Verfassung in Österreich für Ende April bzw. für Mai erwartet werden (Beratung im Verfassungsausschuss des Nationalrates, Debatte und Abstimmung im Plenum des Nationalrates) habe ich die seit Dezember eingelangten unterstützenden Unterschriften für die Petition / Bürgerinitiative "Volksabstimmung" an die Parlamentsdirektion übermittelt. Es handelt sich um 2466 Unterschriften. Dabei ist festzustellen, dass diese Unterschriften aus allen Bundesländeren, und durchaus nicht nur aus größeren Städten gekommen sind, dass es also an vielen Orten Aktivitäten zur Unterstützung unserer Forderung gegeben hat. (Ein großer Teil der Unterschriften ist über die Werkstatt für Frieden und Solidarität zu mir gekommen). An die Parlamentsdirektion wurde das Ersuchen gerichtet, die Mitglieder des Verfassungsausschusses über diese unterstützenden Unterschriften bzw. über den Gesamtstand der Unterstützung für die Petition / Bürgerinitiative zu informieren. Es gibt weiterhin keine Information über den Termin der Sitzung des Verfassungsauschusses, und ob unsere Petition / Bürgerinitiative auf der Tagesordnung der Beratung stehen wird. Da von uns bis Mitte Dezember 2530 unterstützende Unterschriften eingereicht worden waren, ergibt sich nun ein Gesamtstand von 4996 Unterstützungen für die Petition / Bürgerinitiative, mit der eine Volksabstimmung in Österreich über die Ratifikation der EU-Verfassung verlangt wird. Dieses Ergebnis zeigt: Dort wo über die EU-Verfassung sachlich und kritisch informiert wird, entsteht große Bereitschaft, sich für die Durchführung einer Volksabstimmung auszusprechen. Darauf sollte überall hingewiesen werden . Thomas Schönfeld ---------------------------------------------------------------------------- ---- (6) Dringende Bitte aus Graz Graz: Leerstehende Büroräume Liebe Kolleginnen und Kollegen! Leider haben wir immer noch keinen Mieter für die leerstehenden Büroräume gefunden. Da wir die gesamte Miete nicht bezahlen können, ist die Existenz unseres Instituts akut bedroht. Wir bitten daher dringenst um Ihre Mithilfe, um eine Untermieterin / einen Untermieter zu finden. Bei den Räumlichkeiten handelt es sich um 2 Büroräume (zusammen ca. 36 m2) in zentraler Lage Nähe Jakominiplatz, die ab sofort zu vermieten sind. Zusätzlich zu den 36 m2 werden noch Vorraum, Küche und WC gemeinsam mit uns benutzt. Wir bitten Sie, diese Informationen weiterzugeben. Bei Interesse wenden Sie sich bitte an 0316/811513 oder 0650/8303018. Christian Spielhofer ACPC Austrian Center for Philosophy with Children - Institut für Kinder- und Jugendphilosophie Schönaugasse 3 8010 Graz Austria Tel. + Fax: +43 (0)316/81 15 13 e-mail: kinderphilosophie at aon.at Homepage: www.kinderphilosophie.at ---------------------------------------------------------------------------- ---- Ende ---------------------------------------------------------------------------- ------------------- P.S.:Samstag, 07. Mai 2005, 16.00 Menschenkette vor dem Parlament Ja zur Neutralität! Nein zur EU-Verfassung! Volksabstimmung! ================================================ 17 monochroms Zukunftslektorat auf CD von: zukunftslektorat at monochrom.at ================================================ monochroms Zukunftslektorat ist nun als CD erhältlich. Bestellungen an willhaben at monochrom.at Hier eine Rezension des Projekts von Martin Büsser (für Intro). --cut-- monochrom Zukunftslektorat (Hausmacherkassetten / www.monochrom.at) [22.04.05] Wollen Sie die Welt erklärt bekommen und am Ende das Gefühl haben, dass alles nicht verstehbar, aber beschissen ist? Dann greifen Sie hier zu! Anfangs war Monochrom noch ein verschrobenes Nerd-Fanzine aus der österreichischen Provinz, dessen Macher sich nach den typischen Regeln provinzieller Reizunterflutung für alles nur Erdenkbare von Quantenphysik bis zu postserieller Musik, von Schokoriegeln bis zu imaginären Zahlen interessierten. Inzwischen hat Monochrom ein eigenes Büro im Wiener Museumsquartier, gilt als respektable Künstlergruppe und hat mit “Zukunftslektorat" sein erstes Hörspiel produziert. Das im Dialog vorgetragene “Sittengemälde In 7 Lektionen" erzählt von einer ominösen, Zukunftsforschung betreibenden Projektgruppe und untermauert die herausragende Rolle von Monochrom als effektiver Medienguerilla. Im Hörspiel, das unter anderem vom “Wandel von der Dienstleistungsgesellschaft zur Informationsgesellschaft" handelt, werden vor allem Floskeln aneinander gereiht, die aus den verschiedensten sozialen Systemen übernommen wurden, aus den Manager-Schulungen der New Economy ebenso wie aus dem Diskursvorrat der Edition-Suhrkamp- und Merve-Galaxie. Bis zur Ununterscheidbarkeit vermengen hier die Sprechweisen und werden als ewig gleich reproduzierte Phrasen kenntlich gemacht, die Sprache zum Tretrad im Hamsterkäfig haben werden lassen. Was sich manchmal anhört wie ein ernst gemeinter Katalogbeitrag zur Expo, lässt an anderer Stelle einen beklemmenden Meta-Humor erkennen, der den völligen Utopieverlust kenntlich macht, ohne zu dessen Überwindung beizutragen. Helge Schneider trifft auf Adorno. Mindestens. (Martin Büsser) --cut-- q: http://www.intro.de/review/Monochrom/Zukunftslektorat ================================================ 18 Anzeigen für AIB Nr. 66 und AIB-Spezial zum 8. Mai von: antifa-info-blatt at web.de ================================================ Hallo, anbei schicken wir Euch Anzeigen für die neuerschienene Sondernummer des AIB zum Thema "Erinnerungskultur in Deutschland - Vergessen, Verschweigen, Vereinnahmen" und für unsere Frühlingsausgabe mit dem Titelthema "Rechte in den Parlamenten - Vom rechten Rand der CDU bis zur NPD in Sachsen", verbunden mit der Bitte, sie kostenlos oder evtl. (nach Rücksprache) als Austauschanzeige in Eurer Zeitung zu veröffentlichen. Gerne schicken wir Euch ein kostenloses Probeexemplar des AIB zu. Zum Inhalt besucht auch unsere untenstehende Webseite. Mit freundlichen Grüssen, Alex Buchte, Redaktion AIB --- Antifaschistisches Info Blatt (AIB) - Gneisenaustr. 2 a - 10961 Berlin www.nadir.org/aib Konto: AIB - Konto-Nr. 3251800 - Bank für Sozialwirtschaft - BLZ 10020500 ================================================ 19 presseausgabe Nr.70 >> Schwerpunkt NGOs zum TAG der Arbeit von: office at glocalist-review.com ================================================ Sehr geehrte Damen und Herren, werte Redaktion, anbei der aktuelle Glocalist Review. An dieser Stellen wollen wir uns besonders bei Erich SCHROEDER vom Illinois State Historical Library/Museum bedanken, welcher uns das Titelphoto vom Haymarket Riot (Chicago/1886) zur Verfügung gestellt hat. Der GLOCALIST hat zu diesen öffentlichen Diskurs "Arbeit" eingeladen und mehr als 20 Beiträge waren die Antwort. Es ist so einer der umfangreichsten GLOCALIST Ausgaben geworden. Damit ist das Terrain der Diskussion allgemein abgesteckt. Der nächste Schritt wird sein, konkrete Maßnahmen zur Schaffung von Arbeitsplätzen zu präsentieren und diskursiv zu entwickeln; denn ergänzend zu den ExpertenInnen(-gremien) gibt es auch so etwas wie die "Weisheit der Gruppe", die der GLOCALIST befördern will. Wir freuen uns daher, auf die Fortsetzung durch die Darstellung und Diskussion konkreter Einzelmaßnahmen und/oder Ideen zur Schaffung von sinnvoller Beschäftigung. Als NGO der Woche präsentieren wir die ai-academy, der wirtschaftsethische Diskurs des OeNWE mit Terminen und Fortsetzung der Serie Experts Group CSR der UBIT/WKO, ein Kommentar von Michael Genner zum Asyl-Gesetzesentwurf, Reaktion von CSR-Austria zur Konstituierung der NGO Allinaz CSR und die gewohnten Vermischten Meldungen. Viel Freude beim Lesen wünscht Christian Neugebauer _____ Glocalist Review: Digitale Wochenzeitschrift für NGOs&NPOs Barmherzigengasse 17 - stiege 6 - top 1 A-1030 Wien f: 01/597 2001 m: 0699 11 88 16 43 e: office at glocalist-review.com w: http://www.glocalist-review.com Agentur: arbeitsraum-philosophie: agentur für analoge&digitale kommunikationswirtschaft GmbH- www.arbeitsraum.at ================================================ 20 Neue SLP-Homepage von: p.fleischmann at slp.at ================================================ Liebe InteressentInnen! Zum 1.Mai 2005 präsentiert die Sozialistische LinksPartei Ihre neue Homepage - mit vielen Publikationen, Artikeln und Terminen. Einen Besuch unter www.slp.at ist es jedenfalls wert. mit sozialistischen Grüßen Philipp Fleischmann ================================================ C) TERMINE ================================================ ======================== Montag http://www.mund.at/butt/Termine/Mai/0205.htm Dienstag http://www.mund.at/butt/Termine/Mai/0305.htm Mittwoch http://www.mund.at/butt/Termine/Mai/0405.htm ======================== ================================================ D) EDITORIAL ================================================ Für den Inhalt verantwortlich: Ihr. E-Mail-Adresse für Beiträge: widerstand at no-racism.net geschickt. widerst at nd MUND und alle Termine täglich aktualisiert im Web: http://www.no-racism.net/MUND Ziel von MUND (medienunabhängiger Nachrichtendienst) ist die unzensurierte und möglichst rasche Information über gesellschafts- politisch relevante Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu Widerstand und Antirassismus sowie verwandte Themen. sollen einen Titel, Namen und Emailadresse der/des AutorIn enthalten und möglichst kurz und prägnant gehalten sein, ev. mit Hinweis, wo weitere Informationen eingeholt werden können. Bitte keine Attachments! Die inhaltliche und sachliche Verantwortung liegt bei der/dem jeweiligen AutorIn bzw. jenen, die uns die Beiträge schicken. Der MUND wird von einzelnen TagesredakteurInnen zusammengestellt. Da Fehler nicht ausgeschlossen sind, bitten wir, nicht veröffentlichte Beiträge nochmals an widerstand at no-racism.net zu senden. Die Weiterleitung (auch auszugsweise) ist erwünscht. Beiträge mit rassistischen oder sexistischen Inhalten werden nicht veröffentlicht. Sehr persönliche Meldungen werden wir an den betreffenden Adressaten weiterleiten, aber nicht im MUND veröffentlichen. Die bisherigen Ausgaben sind unter http://www.no-racism.net/MUND archiviert. Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage: * Wann: Sonntag, 11.11.2001, 11:11 Uhr * * Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" * * Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf * * Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie. Aber kurz und prägnant.* Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch stillschweigend Zensur zu üben. Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die Nichtaufnahme geliefert. (Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.) Die AbsenderInnen der betroffenen Beiträge werden hiervon informiert. Im Sinne einer "gläsernen Zensur" könnt ihr Euch die Beiträge gerne extra schicken lassen: Ein kurzes Mail an widerstand at no-racism.net genügt. ================================================ E) VERTEILERLISTE ================================================ Zur Eintragung in diesen Verteiler bitte direkt subskribieren unter http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/analle oder von der einzutragenden Adresse aus ein mail schicken an: admin at no-racism.net mit folgendem Text: subscribe no-racism Bitte wegen Automatisierung diesen Wortlaut verwenden! Zur Austragung aus dieser Liste bitte an aus Einsendungen an zusammengestellt. Bitte keine Attachments! (werden nicht angenommen) Redaktionsschluss für diese Ausgabe: Sonntag, 18.00 III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III ü, ö, ä, ß, Ü, Ö, Ä III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III widerst at nd-MUND is powered by http://alt.strg.at/ ================================================ From analle at no-racism.net Tue May 3 03:49:23 2005 From: analle at no-racism.net (analle at no-racism.net) Date: Mon, 2 May 2005 21:49:23 -0400 Subject: widerst@nd - MUND: Dienstag, 3.5. 2005 Message-ID: <1807073545.20050502214923@nessizius.com> widerst at nd MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst www.no-racism.net/mund Dienstag, 3. Mai 2005 ================================================ A) INHALT ================================================ ================================================ 01 Jury-Entscheidung im 2005-kritischen Kurzfilm-Wettbewerb Von: Martin Wassermair ================================================ 02 facing transcontinental AFRO-EUROPÄISCHE HÖRSPIELBRÜCKE im MQ Von: Evelyn Blumenau ================================================ 03 Kuscheln oder Gerechtigkeit > Radio Stimme - 03.05 Von: Cornelia Kogoj ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 04 Religion und Kapitalismus Von: GegenStandpunkt at gmx.at ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND MEINUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 05 Friedensbewegung zum 1. Mai Von: Alois Reisenbichler - Stadtteilzentrum Simmering ================================================ 06 Ägypten: Spirale der Gewalt gegen Kopten befürchtet Von: GFBV ================================================ 07 Bosnien: Srebrenica-Frauen erwarten Schröder Von: GFBV ================================================ 08 Greetings From Ohio // This & That! Von: Abraham J. Bonowitz ================================================ 09 Qatar GIS Conference & Exhibition 2005 - call for papers Von: Qatar GIS ================================================ ================================================ B) TEXTE ================================================ ================================================ 01 Jury-Entscheidung im 2005-kritischen Kurzfilm-Wettbewerb Von: Martin Wassermair ================================================ |--- | 2. Mai 2005 |--- | PRESSEINFORMATION |--- |--- | Ergebnis der öffentlichen Jury-Sitzung: display your dissent! |--- | "Karfreitag 2005" ist Sieger im 2005-kritischen Kurzfilm-Wettbewerb |--- Am Samstag, 30. April 2005, wurde im minus2005 Kurzfilm-Wettbewerb ein Siegerprojekt gekürt. In einer öffentlichen Sitzung trafen die Jurymitglieder Ruth Beckermann (freie Autorin, Filmschaffende), Barbara Eppensteiner (Programmintendantin Community TV Wien), Araba Evelyn Johnston-Arthur (PAMOJA, Diagonale 05) und Christoph Weihrich (Sixpack Film) nach mehr als 5 Stunden eine knappe Mehrheitsentscheidung. Unter den 36 eingereichten Filmen wurde die Arbeit "Karfreitag 2005" ausgewählt. Dieser Film ist auf der Internet-Plattform zu sehen unter: http://oesterreich-2005.at/projekte/wettbewerb/1114970441 Der Filmwettbewerb wurde von der IG Kultur Österreich mit Unterstützung von Public Netbase realisiert und war ein wichtiger Bestandteil in der kritischen Auseinandersetzung mit dem so genannten "Gedankenjahr". Sein Ziel war es, den gängigen Bildern und historischen Erzählungen in den Medien jene Bilder entgegen zu setzen, die nicht oder kaum zu sehen sind. Diese selbstbestimmte Form der Geschichtsdarstellung sowie auch die gestalterische Umsetzung haben die Jury zu ihrem Entschluss bewogen, den Kurzfilm "Karfreitag 2005" auszuwählen. Der Film soll nun bis Ende des Jahres in österreichischen Kinos einem breiten Publikum vorgestellt werden. Ebenso ist eine DVD mit allen 36 eingereichten Projekten geplant, an deren Produktion und Vertrieb bereits gearbeitet wird. |--- | 2005: odyssee im staatsraum – display your dissent! | http://oesterreich-2005.at/wettbewerb |--- | IG Kultur Österreich | http://www.igkultur.at/ |--- | Public Netbase | http://www.t0.or.at/ |--- |--- | Rückfragen: |--- | Daniela Birk | c/o IG Kultur Österreich | Gumpendorfer Str. 63b | A-1060 Wien |--- | film at oesterreich-2005.at |--- | Tel: +43-1-503 71 20 | Fax: +43-1-503 71 20-15 |--- ================================================ ================================================ 02 facing transcontinental AFRO-EUROPÄISCHE HÖRSPIELBRÜCKE im MQ Von: Evelyn Blumenau ================================================ Liebes Team, Wir laden interessierte Menschen zu unserer Ausstellung und Workshops im Quartier 21 ein und würden uns freuen, wenn Sie zu unserer Vernissage kommen! - Bitte um Weiterleitung an KollegInnen und um Aufnahme in Ihren newsletter ! Herzlichen Gruß Evelyn Blumenau (gecko-art) ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ muriya na neman hoto - Stimme sucht Bild Mit diesem Leitspruch in der Sprache Haussa ladet die Kunst- und Projektgruppe gecko-art zu einer Projektpräsentation mit Workshopangeboten für Jugendliche ins MQ ein. Auf euer Kommen freuen sich Evelyn Blumenau und Walter Kreuz facing transcontinental AUSSTELLUNG UND WORKSHOPS SO, 15.5. bis SO, 22.5. 05, jeweils 10.00 bis 20 Uhr Vernissage mit Live-Act und Webcam-Kommunikation: SO, 15.5., 19.00 Uhr MUSEUMSQUARTIER, quartier 21/FREIRAUM Museumsplatz 1, 1070 Wien Seit November 2004 besteht eine "afro-europäische Hörspielbrücke". SchülerInnen aus den Städten Wien und Kaduna (Nigeria) gestalten Kurzhörspiele, die in der jeweils anderen Stadt in fotografische Szenen umgesetzt werden. Die akustischen und visuellen Ergebnisse dieser transkontinentalen Bildsuche zwischen Wien und Kaduna zum Thema daily life experience werden eine Woche lang im Museumsquartier ausgestellt und im Rahmen von Hörspiel- und Fotoworkshopstationen weitergeführt. Workshops für Schulklassen (HS, KMS, AHS, BS und PTS) werden im Rahmen der Ausstellung jeweils vormittags angeboten. Workshopstationen für Jugendliche (13-25 Jahre) werden nachmittags aufgebaut. Di, 16. bis Sa, 21. Mai, jeweils14:00, 16:00, 18:00 Bei diesen Workshops können Jugendliche aus Wien Fotoszenen zu Hörspielen von Jugendlichen aus Kaduna gestalten. Gleichzeitig erhalten Bilder aus Nigeria von den Wiener TeilnehmerInnen den passenden soundtrack. Terminvereinbarung, Anmeldung und Rücksprache mit gecko-art ist erforderlich unter Wien/4069002 oder gecko.art at aon.at Workshopbeitrag: 2,50 Euro / mit JIW-Bon gratis (Jugend in Wien-Bon) Das Gesamtprojekt wird von KulturKontakt Austria, ÖZA (Österreichische Entwicklungszusammenarbeit), wienXtra-jugend in wien, media wien, quartier 21 sowie von der Firma GMBHaar unterstützt. Projektpartner der Vorbereitungsphase in Wien waren das Bundesgymnasium Kandlgasse, die Berufsschule Hütteldorferstraße, der Polytechnische Lehrgang Arzbergergasse, die Austro-Nigerianische Initiative sowie in Kaduna das Whelp Project Center. Weitere Informationen zum Projekt: http://www.aufdraht.org/geckoart/projekte/geckoart_factransc.htm. Eintritt zur Ausstellung für alle gratis ************ gecko-art kunst & sprache - walking act & art sharing Evelyn Blumenau und Walter Kreuz holding office: Auerspergstraße 13 1080 Wien foning/faxing: 00431 406 90 02 mailing: gecko.art at aon.at surfing: http://www.aufdraht.org/geckoart.htm ================================================ ================================================ 03 Kuscheln oder Gerechtigkeit > Radio Stimme - 03.05 Von: Cornelia Kogoj ================================================ RADIO STIMME - DIE SENDUNG DER INITIATIVE MINDERHEITEN Dienstag, 03.Mai 2005 20.00 Uhr, Orange 94.0 Kuscheln oder Gerechtigkeit - Wo ansetzen gegen rassistische Polizeipraktiken? Am 20. April fand im Schikaneder Kino eine offene Vorführung des Andreas Gruber Films "Welcome Home" statt, der das Verhältnis von AfrikanerInnen und PolizistInnen thematisiert. Im Anschluss an den Film fand eine spannende, fast schon dramatische Diskussion statt, bei der vor allem eine Frage heftig diskutiert wurde: Wo sollte zuallererst gegen Rassismus angesetzt werden, auf rechtlicher und struktureller Ebene oder in der persönlichen Wahrnehmung und Beziehung der Menschen untereinander? Ausgehend von zwei weiteren Diskussionsrunden zum Thema Rassismus und schwarze Menschen, steht in einem zweiten Teil der Sendung die kritische Auseinandersetzung mit der medialen Berichterstattung in Österreich im Vordergrund. Es soll beleuchtet werden, inwiefern Medien als gesellschaftliches Feld rassistische Bilder produzieren und reproduzieren bzw., dass mediale Berichterstattung in Bezug auf schwarze Menschen auch immer im Zusammenhang mit gesellschaftlichen Strukturen, Polizei und Politik verstanden werden muss. Weitere Sendungsthemen: - SOS-Meinungsfreiheit - Wochenrückblick "Zwei Wochen in einer Stimme" ***** -> RADIO STIMME ZIEHT UM ... Radio Stimme hat einen neuen Sendeplatz. Ab 9.Juni 2005 senden wir jeden zweiten Donnerstag um 13.00 Uhr ... und das feiern wir am 10.juni im Club-U live: first fatal kiss // djs: Amina Handke, Vlatka Frketic ***** -> Radio Stimme auf FRO Radio Stimme ist seit 1.Mai 05 auch auf Radio FRO (Freier Rundfunk Oberösterreich) in Linz zu hören (105.0 MHz). Jeden zweiten Sonntag, 11.00 - 12.00 Uhr. http://www.fro.at ***** -> Sendung über's Internet hören Die Sendung ist über den Live-Stream von Orange 94,0 zur angegebenen Sendezeit (jeweils Di, 20.00 - 21.00 Uhr) über das Internet zu hören. Orange 94.0 Live-Stream: http://streamintern.orange.or.at/live3.m3u ***** -> Sendung verpaßt? Das Internet-Archiv Diese und alle anderen Ausgaben von Radio Stimme sind in unserem digitalen Sendungsarchiv jederzeit als Download und Stream abrufbar: http://www.initiative.minderheiten.at/Radio ***** -> Mitmachen bei Radio Stimme Radio Stimme sucht Interessierte, die auf ehrenamtlicher Basis mitmachen wollen: http://www.initiative.minderheiten.at ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 04 Religion und Kapitalismus Von: GegenStandpunkt at gmx.at ================================================ GegenStandpunkt & Diskussion RELIGION UND KAPITALISMUS Habemus papam! - Von der Pflege des Glaubens in der sog. „Wissensgesellschaft“ Montag 9. 5. 2005 19:30 Universität Wien, Neues Institutsgebäude (NIG), Hörsaal 3 Da stirbt der Oberpriester einer Religionsgemeinschaft, die glaubt, ein vor 2000 Jahren hingerichteter Prediger sei ein Gott gewesen, der jetzt im Himmel sitzt und seine Anhänger bis auf den heutigen Tag begleitet und bewacht und später dann zu sich holt. Nach dem Ableben ihres alten Chefs wählen die Häuptlinge der Priesterschaft einen neuen. Ihre Stimmzettel und Abmachungen erklären sie für das Werk ihres Gottes und verbrennen erstere vorsichtshalber. Das alles ist kein Wunder. Eher verwunderlich ist der Rummel, den der Rest der Welt darum macht: Wochenlang sind alle Fernsehkanäle mit der Inszenierung eines öffentlichen Sterbens verstopft, alle sonstigen Hauptmeldungen fallen unter „ferner liefen“. Die Staatschefs rund um den Globus loben „Lebensleistung“ und „Charisma“ des toten Kirchenobersten in den höchsten Tönen und finden die Zeit, ihm die letzte Ehre zu erweisen. Dazu findet sich auch genug katholisches und nichtkatholisches Volk ein, das sich religiöser Verzückung hingibt, oder jedenfalls weiß, was es den überall in Rom präsenten Fernsehkameras schuldig ist: Moderne, selbstbewusste Bürger weinen, zeigen alle Zeichen von Verzweiflung angesichts der Todesmeldung, schreien und klagen bei der Totenmesse, und applaudieren ­ wie bei einer gelungenen Inszenierung ­ dem Holzsarg, sobald er an ihnen vorübergetragen wird. Eine gute Woche später wird den Gläubigen auf dem Petersplatz der neue Vorsitzende präsentiert, und wieder gerät die ganze Mannschaft außer Rand und Band: Sie lachen, weinen, tanzen, fallen sich um den Hals, schwenken Nationalflaggen ... Nach all dem sollte sich in Acht nehmen, wer behaupten will, dass ein angeblich modernes Abendland den zurückgebliebenen Moslems die „Aufklärung“ voraus hätte. Auch hier ist die Welt religiöser Einbildungen, der dazugehörige Zauber und das Außer-Sich-Sein weder ausgestorben noch bloße Privatsache, die man den alten Weiblein und Unverbesserlichen überlässt. Die Spitzen der demokratischen Staatsgewalten selbst dokumentieren dieser Tage ihr großes Interesse an den Leistungen der Gottesmänner. Von der berühmten Trennung zwischen Staat und Religion, die „wir“ angeblich haben und die Moslems nicht, ist jedenfalls wenig zu merken. Auch von Seiten der Religion nicht: Gilt es nicht gerade als großer und zu beseitigender Frevel des Islam, wenn dort Gläubige ihre Religion zum politischen Leitfaden der weltlichen Macht machen und gegebenenfalls in deren Namen eine ungläubige Herrschaft stürzen wollen?! Beim verstorbenen polnischen Papst wird genau das zu seinen größten Leistungen gezählt: Man hält ihm zugute, beim Sturz der kommunistischen Staaten Osteuropas kräftig mitgeholfen zu haben. Klar: „Unser“ Fundamentalismus ist gut, gefährlich ist der andere! Der Vortrag soll klären, wie religiöses Denken heute funktioniert, welche Rolle der Glaube für das Gelingen unserer menschenfreundlichen Gesellschaft spielt ­ und warum die politische Gewalt, die Wirtschaftswachstum und Armut organisiert, samt dazugehöriger Öffentlichkeit auf die Pflege religiöser Sinnstiftung mitten in unserer angeblichen „Wissensgesellschaft“ so großen Wert legt. Lesetipp: Vom christlichen Glauben: Opium für's Volk, moralische Waffe für die Herrschaft Mit dem Glauben an ein Subjekt namens Gott, das die Welt erschaffen hat und erhält, eines allwissenden, allmächtigen, omnipotenten Herrschers, dem alle und alles folgt, knüpft der Christ an die allgemeinen Prinzipien der weltlichen Herrschaft an, die er als Untertan kennt. Gott besitzt alle Insignien einer weltlichen Macht: Er erlässt Gebote, an die sich jeder bei Strafe zu halten hat, er besteht in ihnen auf der Wahrung von Eigentum und Ordnung, Familie, Sitte und Moral, er kassiert bei seinen Untertanen ab, er fordert die unbedingte Loyalität seiner Schäfchen zu sich ein, er sieht andere Götter gar nicht gerne neben sich, kennt also durchaus auch gute Gründe fürs Töten, wenn’s gegen die Konkurrenz geht, er lässt sich durch jedes Opfer für ihn adeln ­ und ist den wirklichen Machthabern und ihrer Herrschaftsführung gerade darin moralisch haushoch überlegen, dass er über den niederen Gefilden der wirklichen Machtausübung, dem irdischen Jammertal, steht. Die Richtlinien seiner Machtausübung lauten Frieden und Nächstenliebe, Gerechtigkeit und Mitmenschlichkeit, Gnade und Vergebung auf Erden und wer sich an diese Maximen zu Lebzeiten hält bzw. nicht hält, dem winken Lohn und Strafe ganz besonderer Art: Im Jenseits winken das Paradies oder das Schmoren in der Hölle, wenn das „Jüngste Gericht“ die Eintrittskarte in den Himmel verweigert. Sein Reich ist in jeder Hinsicht nicht von dieser Welt ­ und wird doch als nicht nur theoretisch wahr, sondern auch praktisch wirksam behauptet. Die wirkliche Welt, ob arm, ob reich, ob Machthaber oder Elendsfigur, kann gar nicht anders, als seinen Geboten zu folgen, und jedes Nicht-Befolgen, so deutet nämlich der Christ Neid und Missgunst, Krieg, Armut und Elend, münzt der Glaube konstruktiv um in einen einzigen Beleg für seine Konstruktion vom „lieben Gott“. Nicht umsonst beginnt die Bibel mit einer sorgsam ausgetüftelten Schöpfungsgeschichte, die im Dogma von der doppelten Menschennatur gipfelt, wonach jeder Mensch qua Natur ebenso ein Ebenbild Gottes, also ein per se dem Glauben verpflichteter Christ ist, wie auch ein armseliger Sünder, der ständig und notwendig vor seiner eigenen besseren, sprich: gläubigen Natur versagt. Mit anderen Worten: Gott ist ein gleichermaßen ideeller wie idealer Herrscher, mit dem sich das Bedürfnis eines Untertanen nach einer ebenso allmächtigen wie guten und gerechten Herrschaft, die ohne Ansehen der Person Anstand und Güte belohnt, vortrefflich bedienen lässt. Mögen die diesseitigen Mächte auch oft grausam und ungerecht, schwach und erfolglos sein, Gott lassen sich alle Tugenden eines erfolgreich guten Machthabers andichten. ... Vollständiger Text: http://www.gegenargumente.at ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND MEINUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 05 Friedensbewegung zum 1. Mai Von: Alois Reisenbichler - Stadtteilzentrum Simmering ================================================ Liebe Friedensfreundinnen und Friedensfreunde, Alois Reisenbichler hat als Vertreter der Wiener Friedensbewegung bei der Kundgebung der ÜBERPARTEILICHEN Plattform für eine Bündnisdemonstration zum 1. Mai beim Denkmal der Republik nahe dem Parlament in Wien gesprochen: Liebe Friedensfreundinnen und Friedensfreunde, liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Genossinnen und Genossen! „Nein zum Krieg! Er ist nie ein unabwendbares Schicksal. Er ist immer eine Niederlage der Menschheit.“ Als Mitte des 19. Jahrhunderts die ersten Demonstrationen für den Acht-Stunden-Tag stattfanden, waren es zuerst nur kleine, engagierte Gruppen, die für soziale Gerechtigkeit kämpften – ebenso wie der Krieg nur von den politisch bewusstesten und kämpferischsten Teilen der ArbeiterInnenbewegung und wenigen Friedensinitiativen abgelehnt wurde. Mit dem 1. Mai 1890 als weltweiten Kampftag der ArbeiterInnenklasse wurde der Grundstein gelegt zur Globalisierung von unten – zur weltweiten Solidarität der Arbeiterinnen und Arbeiter im Kampf für soziale Gerechtigkeit ebenso wie gegen den Krieg und für den Frieden. Im Februar und März vor zwei Jahren waren es 40, 60 und mehr Millionen Menschen aus aller Herren und Frauen Länder, die gegen den Krieg gegen die Menschen im Irak aufstanden. Heute ist das Nein zum Krieg, ausgehend von der Friedens- und ArbeiterInnenbewegung, ein Nein, das von vielen Menschen unterschiedlichster religiöser und politischer Überzeugung sowie kultureller Zugänge getragen wird. Nahezu die gesamte Menschheit ist heute gegen den Krieg. Das eingangs erwähnte Zitat stammt zum Beispiel vom verstorbenen Papst Johannes Paul II., der hier den Krieg verurteilt hat. Diese Änderung in den großen Institutionen war nur möglich, weil Millionen Menschen auf die Straße gehen, weil Millionen Menschen gegen den Krieg und für den Frieden kämpfen. Der Willen der Menschheit hat sich noch nicht durchgesetzt. Es ist der Wille der gesamten Menschheit, weil die „Kriegsfreunde“ eine ganz kleine Minderheit sind. Die Macht jener Wirtschaftsbosse, die ihre Interessen mit Krieg durchsetzen wollen, die Gewissenlosigkeit ihrer Lakaien in der Politik wie jener des Kriegsverbrechers Bush, und die Militärs haben sich vorerst durchgesetzt. Sie haben diesen völkerrechtswidrigen Krieg gegen die Menschen im Irak vom Zaun gebrochen. Wir müssen auch hinterfragen, wenn jetzt manche sagen, dass dieser oder jener vermeintliche Fortschritt im Irak eine Folge des Krieges sei. Es ist ein Schmäh und eine Lüge. Die Menschen im Irak leiden noch immer an den Folgen des Krieges von 1991 und noch viel mehr an den Folgen des jüngsten Krieges. Für uns steht fest: Mit Bomben können keine Demokratie und keine Menschenrechte durchgesetzt werden. Krieg ist immer eine Niederlage der Menschheit und immer eine Niederlage der Menschlichkeit. Und der Herr Bush plant neue Kriege. Er gibt 480 Milliarden Doller pro Jahr für Rüstung und Militär aus, in den Vereinigten Staaten von Amerika, einem Land, wo im eigenen Land die „Dritte“ und „Vierte Welt“ existiert, wo sich nicht einmal alle Menschen satt essen können, wo Menschen nicht einmal genug Geld für die Heizung haben. In diesem Land wird so viel Geld für die Rüstung zum Fenster hinausgeworfen. Und das versprechen wir schon heute: Wenn US-Präsident Bush im Mai nächsten Jahres zum EU-Lateinamerika-Gipfel nach Wien kommt, werden wir ihn gebührend mit unserem Protest und Widerstand empfangen. Nein zum Krieg heißt Friedenspolitik. Es freut uns als Friedensbewegung, dass sich sehr viele – auch von den offiziellen Stellen in der Europäischen Union – gegen diesen Krieg ausgesprochen haben. Aber das darf uns nicht blind machen für die Aufrüstung innerhalb der Europäischen Union. Es ist leider nicht nur der Herr Blair, der genauso ein Kriegsverbrecher wie George Bush ist, der jetzt wie der wegen des Krieges abgewählte, spanische Kriegsverbrecher Aznar um seine Wiederwahl zittern muss, es ist eben nicht nur er, der die Aufrüstung in den EU-Staaten vorantreibt. Es gibt leider in der offiziellen Politik in Österreich und in der EU eine breite Mehrheit für den EU-Verfassungsentwurf. Und in diesem Verfassungsentwurf stehen auch gute Sachen, aber die Punkte, die klar im Richtung militärische Großmachtpolitik zielen, die klar die menschenverachtende Politik des Neoliberalismus in der Verfassung verankern wollen, diese Punkte sind ausschlaggebend, dass diese Verfassung für die friedensbewegten Menschen in der Europäischen Union und für die friedensbewegten Menschen in Österreich nicht akzeptierbar ist. Und daher fordern wir eine Volksabstimmung. Wir rufen daher auf, die Menschenkette am Samstag, 6. Mai um 16.00 Uhr hier beim Parlament unter dem Motto „Ja zur Neutralität. Nein zur EU-Verfassung. Volksabstimmung“ zu unterstützen. Liebe Freundinnen und Freunde! Die Lehre aus zwei Weltkriegen lautet für nahezu alle in Österreich lebenden Menschen: Nur die immerwährende Neutralität Österreichs sichert den Frieden. Die Neutralität ist ein Nein zu fremden Truppen, ein Nein zu Militärblöcken und vor allem ein klares und eindeutiges Nein zur Teilnahme am Krieg. Und wenn wir nicht wollen, dass österreichische Soldaten und eventuell Soldatinnen auf den Schlachtfeldern der USA, der EU oder wem auch immer verbluten, müssen wir für die Erhaltung der immerwährenden Neutralität mit aller Kraft kämpfen. Österreich muss eine aktive Neutralitäts- und Friedenspolitik machen. Diese Bundesregierung macht das Gegenteil. Es gibt viele Gründe für diese Bundesregierung, besser heute als morgen zurückzutreten. Ein Grund ist, dass sie gegen den Willen von 80 und mehr Prozent der ÖsterreicherInnen die Neutralität zerstückelt, dass sie Neutralität abschaffen will und dabei noch den Leuten Sand in die Augen streut. Ein anderer Grund ist, dass es höchste Zeit ist, Licht ins Dunkel des Abfangjägerdeals zu bringen, damit hier endlich die Geschäftemacherei aufgedeckt wird. Ein weiterer Grund, dass es im heurigen Gedenk- und Bedenkjahr in der Regierung zwei, drei oder mehr Parteien gibt (man weiß es ja nicht so genau, wie viele Parteien zur Regierung gehören), wo Herren der Wehrmacht Kriegsdienstverweigerer und Wehrmachtsdeserteure verleumden. Das ist eine Schande für Österreich. Gerade jene Menschen, die den Kriegsdienst verweigert haben und die es wie Franz Jägerstätter mit dem Leben bezahlt haben, und jene Menschen, die den Mut gehabt haben, zu desertieren, und jene Menschen, die verschiedene Formen des Widerstandes geleistet haben – das sind jene, die die wirklichen Heldinnen und Helden unserer Geschichte sind. Die größte Bedrohung – und das dürfen wir nie vergessen – ist die Gefahr des Atomkrieges. Es ist die Menschheit immer noch am Abgrund. Und in wenigen Tagen beginnt die Überprüfungskonferenz des Nichtweiterverbreitungsvertrages, der atomare Abrüstung fordert. Diese Konferenz droht an der US-Regierung zu scheitern. Wir sind gegen alle Atomwaffen – gegen jene in den neuen atomwaffenbesitzenden Staaten ebenso wie gegen jene in den alten Atomwaffenstaaten. Wenn Herr Bush, Herr Blair und Herr Chirac Atomwaffenabrüstung fordern, gleichen sich einem Besoffenen, der den anderen das Mineralwassertrinken empfiehlt. Das ist pure Heuchelei. Wir sagen: weg mit allen Atomwaffen! Eine atomwaffenfreie Europäische Union wäre ein gutes Beispiel für eine gemeinsame EU-Außen- und Sicherheitspolitik. Warum machen österreichische PolitikerInnen, die hier im Parlament auf Initiative der Friedensbewegung Österreichs Freiheit von Atomwaffen und AKWs in der Verfassung verankert haben, fast nichts, um das auch in Brüssel umzusetzen. Wir wollen ein atomwaffenfreies Europa – eine atomwaffenfreie EU könnte ein positives Beispiel der gemeinsamen Außenpolitik der EU sein. Die Friedensbewegung ist für die friedliche Lösung von Konflikten. Es gäbe viele Regionen zu nennen. Ich möchte nur den Nahen Osten erwähnen: Es wird im Nahen Osten erst dann Frieden geben, wenn auch die PalästinenserInnen in Würde leben können. Daher sind wir für eine Zwei-Staaten-Lösung, die die Grundlage für ein friedliches Zusammenleben aller Menschen in dieser Region sein kann. Ein klares und eindeutiges Nein zu Antijudaismus, Antisemitismus, Islamfeindlichkeit und ein Nein gegen jede Form von Rassismus ist für jeden Friedensaktivisten und jede Friedensaktivistin eine Selbstverständlichkeit. Wir brauchen aber auch in Palästina keine Mauern, sondern Menschenrechte für alle Menschen, die dort leben. Zum Schluss möchte ich noch etwas sagen – zum Zusammenhang von ArbeiterInnenbewegung und Friedensbewegung: „Gerechtigkeit und Frieden gehören zusammen, wie Aufrüstung und Krieg zusammen gehören. Außenpolitik und Innenpolitik werden nicht getrennt, als ob man sich außenpolitisch unterwerfend, imperialistisch, aufrüstend verhalten und zugleich innenpolitisch Ruhe und Ordnung erhalten könne!“, sagte die verstorbene Friedenskämpferin und Theologin Dorothee Sölle. Es gibt der Friedensbewegung eine Einigkeit in der Ablehnung der neoliberalen Globalisierung. Es gibt in der Friedensbewegung unterschiedliche Positionen zur Wirtschaftspolitik. Es haben aber bei uns auch alle jene Menschen aus der ArbeiterInnenbewegung, die grundsätzlich gegen Kapitalismus und gegen Imperialismus sind, Platz. Sie dürfen nicht als „inhuman“ verleumdet werden. Die Friedensbewegung ist als Gesamtbewegung nicht antikapitalistisch und nicht antiimperialistisch. Aber als einer, der in der ArbeiterInnenbewegung tätig ist, als ein Humanist und religiöser Sozialist sage ich persönlich, dass der Kapitalismus ein mörderisches, ein menschenverachtendes System ist, dass leider derzeit nur viel zu mächtig ist. Der Kapitalismus ist nicht ökologisch, nicht demokratisch, nicht sozial, nicht human, der Kapitalismus ist nur mächtig. Da ist es eigentlich humanistisch, wenn man und frau gegen den Kapitalismus auftritt. Das ist vielleicht eine Minderheits- oder sogar eine Mehrheitsposition, wenn man gegen den Kapitalismus auftritt, aber es ist humanistisch. Wir brauchen mehr Mut zum Kämpfen in Solidarität, in Freundinnen- und Freundschaft, in Geschwisterlichkeit. Daher unterstützt die Friedensbewegung die überparteiliche Plattform für diese Bündnis-Demonstration zum 1. Mai. Und bei allen Unterschieden, gerade auch in der Vorbereitung dieser Demonstration: wir sollen streiten, wir dürfen unterschiedliche Standpunkte haben, aber wir dürfen darüber hinaus nicht unsere gemeinsame Freundinnen- und Freundschaft vergessen, und vor allem nicht vergessen, dass wir nur, wenn wir gemeinsam kämpfen, stark sind. In diesem Sinne volle Kraft für unser gemeinsames Engagement für Frieden und soziale Gerechtigkeit. Hoch der 1. Mai! ALOIS REISENBICHLER 1110 Wien, Schneidergasse 15/9 Tel. 0664 39 51 809 ALOIS REISENBICHLER 1110 Wien, Schneidergasse 15/9 Tel. 0664 39 51 809 ================================================ ================================================ 06 Ägypten: Spirale der Gewalt gegen Kopten befürchtet Von: GFBV ================================================ GESELLSCHAFT FÜR BEDROHTE VÖLKER PRESSEERKLÄRUNG Göttingen, den 02.05.2005 Terroranschläge in Ägypten Kopten drohen zum Opfer von Gewaltspirale zu werden Nach jüngsten Massenverhaftungen in Ägypten hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) am Montag vor einer neuen Spirale der Gewalt gegen die Kopten gewarnt. "Wenn Ägypten jetzt von ausländischen Touristen aus Angst vor neuem Terror gemieden wird, dann werden radikale Muslime wieder die christlichen Kopten zur Zielscheibe ihres Kampfes gegen einen liberaleren Lebensstil machen", befürchtet der GfbV-Referent Ulrich Delius. "Muslimischen Terroristen sind bereits zwischen 1992 und dem Jahr 2000 mehrere hundert Kopten zum Opfer gefallen." Selbstverständlich verurteile die GfbV die brutalen Selbstmordattentate des vergangenen Wochenendes. "Doch Ägyptens Politik der Massenverhaftungen heizt die Situation weiter an und die Kopten, die trotz ihrer Diskriminierung durch staatliche Stellen als wohlhabend gelten, drohen wieder einmal zum Opfer von Terror und Gegenterror zu werden." Noch immer halte die ägyptische Regierung mehr als 2.000 Menschen im Norden des Sinai - unter ihnen viele Beduinen - ohne Angabe von Gründen und reguläres Strafverfahren fest, die nach den Gewaltanschlägen auf israelische Urlauber im Oktober 2004 verhaftet worden waren, kritisierte Delius. Erst Mitte April hatte der vom ägyptischen Staat mit aufgebaute "Oberste Rat für Menschenrechte" in seinem 358 Seiten umfassenden Jahresbericht der ägyptischen Polizei vorgeworfen, inhaftierte politische Gefangene systematisch zu foltern. In den vergangenen Monaten hat die Gewalt gegen Kopten erneut zugenommen. So waren am 29. Dezember 2004 bei Auseinandersetzungen zwischen jugendlichen Muslimen und Kopten in der 250 Kilometer südlich von Kairo gelegenen Provinz Minya ein Mensch getötet und zwei Personen verletzt worden. Als der Touristenstrom nach Ägypten Anfang der 90er Jahre aufgrund von Bombenanschlägen nachließ, wurden die christlichen Kopten von radikalen Muslimen mit Terror überzogen. Von Behörden werden Kopten allein aufgrund ihrer Religionszugehörigkeit benachteiligt: Obwohl sie immerhin zehn Prozent der 70 Millionen Ägypter stellten, werden ihnen keine Leitungsfunktionen in Verwaltung, Staat, Polizei und Armee anvertraut. Für Nachfragen und Interviews ist der GfbV-Referent Ulrich Delius auch erreichbar unter Tel. 0160 97 65 14 03. ========================================================= Gesellschaft fuer bedrohte Voelker e.V. (GfbV) Inse Geismar, Pressereferentin Postfach 2024, D-37010 Goettingen Tel. +49/551/49906-25, Fax:+49/551/58028 E-Mail: presse at gfbv.de, Homepage:http://www.gfbv.de ========================================================== ================================================ 07 Bosnien: Srebrenica-Frauen erwarten Schröder Von: GFBV ================================================ GESELLSCHAFT FÜR BEDROHTE VÖLKER INTERNATIONAL PRESSEMITTEILUNG Göttingen/Berlin/Sarajevo, den 02.05.2005 Gerhard Schröder reist nach Sarajevo (03. Mai 2005) Mütter von Srebrenica erwarten Bundeskanzler Schröder vor bosnischem Staatspräsidium Für die Bürgerrechtsbewegung "Mütter von Srebrenica" hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) Bundeskanzler Gerhard Schröder heute in einem Schreiben gebeten, eine Delegation der Mütter am Dienstag in Sarajevo zu einem Gespräch zu empfangen. Schröder wird morgen in der bosnischen Hauptstadt erwartet. Etwa 50 dieser Frauen, in deren Heimatstadt im Juli 1995 mindestens 7.800 Knaben und Männer von serbischen Truppen ermordet und in Massengräbern verscharrt wurden, wollen vor dem bosnischen Staatspräsidium auf den Bundeskanzler warten. Bisher konnten 6.500 Ermordete exhumiert, 1.327 identifiziert und im Gedenkzentrum Potocari beigesetzt werden. Zwar wurde Srebrenica von der Weltöffentlichkeit zum Synonym des Völkermords in Bosnien und des traurigen Versagens Europas erklärt, doch ist die Stadt völlig von der Außenwelt abgeschnitten, die 4500 Rückkehrer sind verelendet und vergessen. Die Mütter von Srebrenica wollen den deutschen Bundeskanzler dringend bitten sich dafür einzusetzen, dass jene 892 mutmaßlichen serbischen Kriegsverbrecher zur Verantwortung gezogen werden, die sich auf der Liste der Srebrenica-Kommission befinden, unter ihnen der gegenwärtige Polizeichef der serbischen Teilrepublik ("Srbska") Dragan Andan. Diese Täter sind mitverantwortlich für die Massenerschießungen vor fast zehn Jahren. "Die Mütter", heißt es weiter in dem GfbV-Schreiben an Schröder, "möchten mit Ihnen Möglichkeiten des Wiederaufbaus von Wirtschaft, Infrastruktur und Zivilgesellschaft diskutieren. In Srebrenica gibt es weder ein Krankenhaus noch funktionierende Wirtschaftsbetriebe." Außerdem fordert die Mütterbewegung von Srebrenica einen Sonderstatus für ihre Stadt. Denn die so genannte "Republika Srbska" entstand als Zusammenfassung der ethnisch gesäuberten Regionen. Dort dominiert die Partei des international gesuchten Kriegsverbrechers Radovan Karadzic SDS bis heute. So wird von dort jeder Fortschritt für Srebrenica unmöglich gemacht. Die Frauen wollen den deutschen Bundeskanzler auch über die Vergangenheit von Boris Paravac, einem Mitglied des dreiköpfigen Staatspräsidiums der Republik Bosnien-Herzegowina und einer seiner offiziellen Gesprächspartner, informieren und ihn bitten, ein Treffen mit Paravac zu verweigern. Dieser war während des Bosnienkrieges als Präsident des "serbischen Krisenstabs" von Doboj verantwortlich für die ethnische Säuberung und die Massenmorde an der nichtserbischen Bevölkerung in dieser zentralbosnischen Stadt. Die GfbV hat sich seit Anfang des Bosnienkrieges für die Opfer von Genozid und Vertreibung eingesetzt, die ersten Berichte über den Völkermord publiziert und die Arbeit von über hundert bosnischen Vereinigungen der Flüchtlinge und Gastarbeiter europaweit koordiniert. Seit Kriegsende gibt es eine bosnische GfbV-Sektion, deren Vorstand muslimische, jüdische, kroatische, serbische und Roma- Bosnier angehören. Die bosnische GfbV-Sektion unterhält ganztägig besetzte Büros in Sarajevo und Srebrenica. Die GfbV arbeitet eng mit der Mütterbewegung von Srebrenica und den ehemaligen Häftlingen der Vergewaltigungslager zusammen. Sie hat dem Tribunal in Den Haag kontinuierlich Material über Kriegsverbrechen zur Verfügung gestellt. ========================================================= Gesellschaft fuer bedrohte Voelker e.V. (GfbV) Inse Geismar, Pressereferentin Postfach 2024, D-37010 Goettingen Tel. +49/551/49906-25, Fax:+49/551/58028 E-Mail: presse at gfbv.de, Homepage:http://www.gfbv.de ========================================================== ================================================ 08 [CUADPUpdate] Greetings From Ohio // This & That! Von: Abraham J. Bonowitz ================================================ Sent to CUADPUpdate Feel Free to Forward SEE CONTENTS LIST BELOW Greetings From Ohio! It's been more than two weeks since my last message to this list, so we're due for a little catch-up. First, for your information, I have temporarily relocated CUADP/FADP operations to Ohio, which where I will be waiting out the last two months of pregnancy with my partner, who lives in Dayton. If all goes well, I'll be bringing two more abolitionists back to Florida with me in August. I will, of course, continue to work on Florida issues every bit as much as I would if I were in the office in Gainesville - 95% of what I do is on the phone and via e-mail and can thus be accomplished from just about anywhere. Please note that volunteers are checking the mail, etc., so all contact info remains the same.... If YOU live in the Dayton, Ohio area and would to volunteer, please drop me a note at . I want to again thank all those who sent holiday greetings and well wishes on the baby..... I spent this past weekend in Washington, DC, where I attended my first meeting as a member of the Board of Directors of the National Coalition to Abolish the Death Penalty. The state of our movement is good, and the prognosis is better! A few notes on my travels: Thursday night saw the first military death sentence handed down since 1996. I heard about it and read about it as I traveled to DC very early on Friday morning. Taking the Metro (subway train) into DC from the airport, I made it a point to get off at the stop for the Pentagon and I staged my own little vigil right at the turnstiles where everyone had to go through to leave the train platform. AbolitionWear made it easy - All I had to do was stand there, and people noticed - not only during my little action there at the Pentagon, but also on the plane, and the train, and I got several smiles from people on Capitol Hill as I walked to the hotel.... I was wearing my favorite -- t-shirt #5 - check it out at http://www.CUADP.org/abolitionwear.html Sunday was fun at the National Museum of the American Indian. This is a spectacular new museum - I urge everyone who gets to DC to make it a point to visit. (Go see it when you come for the Fast & Vigil!) The place was crowded, and again many people read my shirt - this time the limited edition Abolitionist Action Committee (AAC) shirt, which is yellow/gold on a black shirt and reads "I OPPOSE THE DEATH PENALTY - DON'T KILL FOR ME." Nobody commented at the museum, but checking in at the airport for my return flight, the US Airways employee read it and went out of his way to tell me how much he appreciated my message and how he wants to get involved in the struggle. Of course, I had a handy dandy FADP brochure to put in his hands.... And then, walking to my gate, there was a familiar face - it was Hector (I think) from Homies Unidos, and a colleague of his - they had just arrived in DC to testify at a federal death penalty trial (I didn't get the details). Hector saw the shirt first and called me over.... SO, you never know who you're going to meet, and you never know how many opportunities are lost by NOT wearing the message.... AbolitionWear - don't leave home without it! http://www.CUADP.org/abolitionwear.html And now, here's more This & That! ********************** CONTENTS Are YOU a Military Abolitionist? CUADP Fund Raiser in the mail.... Amnesty Election Deadline is TODAY! Abe in Albuquerque THIS WEEKEND Frequent Flier Miles Needed! CONNECTICUT Needs Your Help! Pennsylvania Abolitionists to Meet in Philadelphia! Walker in Virginia.... Ohio Newsletter On-Line! *********** ARE YOU A MILITARY ABOLITIONIST? The Military death penalty is in the news again.... It would be good to know of potential abolitionist spokespersons who have a military background. We have a few already - most notably is NCADP Board Chairman and Journey of Hope Co-Founder Bill Pelke, who is a decorated combat veteran who served in Viet Nam. Attorney Karl Keys served in the Gulf War. Murder Victim Family Member and exonoree George White served in the Viet Nam era. Death Row survivor Ray Krone is an Air Force veteran. Who else? You? If you or someone you know is veteran of the U.S. Military opposed to the death penalty, and you are willing to speak out as such, please send your details to . *********************** CUADP FUND RAISER IN THE MAIL. If you are on CUADP's snail mail list, you should have received our latest mailing by now. See the text and a color version of the photo (press conference after Simmons argument at US Supreme Court) at http://www.cuadp.org/support.html#LATEST%20CUADP%20APPEAL Please donate to CUADP today at http://www.cuadp.org/support.html ! ******************** AMNESTY ELECTION DEADLINE IS TODAY! Today (May 2) is the final day to mail your ballots or vote on-line in the election of the board of directors of Amnesty International USA.... If you want to know who I am voting for, just drop me at line at ******************* ABE IN ALBUQUERQUE THIS WEEKEND CUADP Director Abe Bonowitz will be a featured presenter at the annual conference of the American Humanist Association this coming weekend in Albuquerque, New Mexico. Details are at http://www.americanhumanist.org/index.html ****************** FREQUENT FLIER MILES NEEDED The last time we issued a call for frequent flier miles we ended up with FOUR tickets. With next weekend's trip to NM, that eats them all up and we need some more. If YOU can donate all or part of a plane ticket to help support the work of FADP, please e-mail . *************** CONNECTICUT NEEDS YOUR HELP! Dear Friends, Please read, post and spread this e-mail as far as you can. Earlier tonight, we learned in Connecticut that there is going to be a vote on the floor of the House of Representatives within the next one to two weeks. House Bill 6012 was passed out of the Judiciary Committee last Wednesday, March 9 with a 24-15 vote. This was historic in Connecticut as this was the first bill calling for abolition of the death penalty to make it out of committee. We were assuming that we would have 1-2 months to prepare for the full house debate, but we learned just hours ago that the Speaker of the House, very PRO death penalty, wants to get this bill to the floor for debate within one to two weeks. We are fairly confident that the bill will be debated and voted on next Wednesday, March 23. Right now, we need 76 of the 151 votes to pass this bill (although the governor said that she is going to veto this bill if it makes it out of the house and senate). Last time a vote was taken regarding the death penalty (a bill changing the law) we got 58 votes - people we considered to be abolitionists. We NEED to surpass that number with this vote, if not get a majority of 76. Right now, our lobbyists have not even done a head count as this was unexpected. However, we think that we have at least 50 votes. But as you see, we need to get things moving in a short time. We are mounting a campaign to do two things. We are going to be in contact with every legislator with a crash course in "Abolition 101" over the next week. Whereas we have been doing this in many ways due to the circumstances here (we faced our first execution post-Furhman - 2 hours away from it on January 29) the topic has been discussed several times in very public ways, including a VERY successful Judiciary Committee public hearing. We will also be mounting a phone-a-thon this weekend to call thousands of people to get them to contact their legislators immediately. Therefore, I would like to ask, what can you do to help??? I would appreciate it if you could contact any and all people in Connecticut you know and ask them to contact their legislator. I would appreciate it if you could post something applicable so people of Connecticut can learn about this. We have two web sites - www.DontKillInMyNameCT.org and www.cnadp.org. Please e-mail me back with suggestions of what you can offer us at this critical time. Feel free to e-mail or call - 203.206.9854 Best, Bob Robert Nave, State Death Penalty Abolition Coordinator Connecticut-Amnesty International Executive Director Connecticut Network to Abolish the Death Penalty 32 Grand Street; Hartford, CT 06106, www.cnadp.org robertnave at cnadp.org 203-206-9854 www.DontKillInMyNameCT.org ***************************** PENNSYLVANIA ABOLITIONISTS TO MEET THIS WEEK Pennsylvania Abolitionists United Against the Death Penalty Southeast PA Chapter meeting 6:00 pm Thursday, May 5th Friends Center 15th and Cherry Streets, Philadelphia Light snacks will be on hand. Agenda: I) PA death penalty update (HB 1410, SB 631) II) National death penalty update III) PAUADP organization update (state coordinating meeting) IV) Vigil review V) Summer activities planning VI) Philly chapter building (members, events, etc.) Note our new e-mail address below. _______ PENNSYLVANIA ABOLITIONISTS United Against the Death Penalty PO Box 58128, Philadelphia, PA 19102 215-724-6120 pauadp at pa-abolitionists.org Web: www.pa-abolitionists.org _______ ********************** WALKER IN VIRGINIA Action Alert April 29, 2005 The article below was sent to the VADP Media this evening. If you can join Lisa Thomas for a portion of this walk please consider doing so. I will bring VADP signs with me on Monday morning and arrange to leave a few with the van. Can those near RT. 29 extend hospitality to Lisa and her van driver Frank Mason? How about having a potluck at your home or a nearby church or community center to give you and your friends a chance to be inspired by Lisa? Lisa is providing VADP a chance to reach Virginia with our message of Ending the Death Penalty. It has particular importance for Virginia given this year’s Gubernatorial and House of Delegates elections. This is a good opportunity to get your local media to cover the death penalty. Call your newspaper and radio and TV stations to suggest that they interview Lisa Thomas. Please call the office and let us know what you are doing. Thanks for your commitment. Jack Payden-Travers, Director of VADP Media Alert sent out 8:00 PM Friday April 29, 2005 Alabama Woman Walking to Washington for End to Death Penalty & Hunger APRIL 29, 2005 ­ An Alabama woman is entering Virginia Monday, May 2, on a 925-mile walk to Washington, D.C., to call for an end to the death penalty and hunger in the United States. She hoped to hand-deliver a letter to President George Bush but he has already written to her that he will not have time to see her. She plans to drop it off at the White House anyway. Lisa Thomas, 52, the manager of a food bank in Brewton, Ala., has found both hospitality and hostility on her trip, and says she was almost run down by a pick-up truck in South Carolina, but she says she is continuing on her journey to try to make a difference. “Thousands are seeing my signs,” she said from her cell phone on Route 29 south of Virginia. “If it makes no more difference than that, it makes a difference.” Jack Payden-Travers, Director of Virginians for Alternatives to the Death Penalty plans to greet her at the North Carolina line to welcome her to Virginia. He is issuing a call to VADP members and supporters to offer their welcome and hospitality by calling Thomas on her cell phone, (251) 752-8433. Lisa would also enjoy having company on her pilgrimage through the Commonwealth. Frank Mason, a friend of Lisa’s, is following her in a small van plastered with signs calling attention to hunger and the death penalty. Thomas said that in South Carolina the signs apparently provoked two young men to “deliberately” turn the wheel of their pick-up and drive directly at her, cursing. She screamed and quickly moved out of the way, and the truck continued down the road. Others have glared at her, she said. “If looks could kill, we’d be dead.” But she has also spoken with many supporters. In Athens, GA., she said, she had a long talk with a young woman who was working in a gas station. In Belmont, NC she stayed at the convent of the Sisters of Mercy. She already has received offers of a place to stay in the District of Columbia. She also says she knows she has support of another kind. “I have faith that God will see me through.” Some Catholic nuns in Alabama, friends of hers, told her to remember Pope John Paul II, who had recently died, in her prayers. “I have Jesus walking on my right, and the pope on my left,” said Thomas, a Baptist. She expects the 245 walk through Virginia will take her about 13 days on Rt. 29 through Danville, Lynchburg, Charlottesville, Madison, Culpeper, Manassas, Fairfax, and Arlington. She and her friend sleep overnight in rest areas or parking lots in the van unless hospitality is offered by local residents. If you live along or near Route 29 in Virginia, VADP encourages you to give Lisa a call and consider offering hospitality at your church or home. Groups in Lynchburg and Charlottesville are planning to hear from Lisa Thomas at potluck suppers that are being arranged. People are invited to contact the VADP office if they would like to participate in or arrange for one in their home community. Lisa will take a day off her walk to participate at a May 7th conference in Arlington entitled “Faith, Values, and Capital Punishment in Virginia 2005.” Her work with the poor and elderly at the food bank in Alabama inspired her to walk to Washington to bring attention to hunger in America, but it was a recent meeting in Birmingham that encouraged her to add the death penalty to her cause. Someone mentioned at the meeting that Alabama was about to execute a man on death row. There was little reaction in the group, she said. “No one was concerned we were going to kill this man. I thought ‘Wow, we are nonchalant about the death penalty.’” This past Thursday, April 28th, Alabama executed Mario Centobie. She hopes her walk will “stir people up.” -30- To follow Thomas on her journey, visit a weblog by Project Hope to Abolish the Death Penalty at http://www.phadp.org/blog/. To interview Lisa Thomas, call her cell phone number: (251) 752-8433. To reach Jack Payden-Travers call 434-960-4673. Virginians for Alternatives to the Death Penalty is a statewide citizens’ organization dedicated to educating the public about alternatives to the death penalty. VADP relies on contributions for support. For further information visit our website: www.VADP.org. ******************* OHIO NEWSLETTER ON-LINE! Von: "Eunice" Date: Wed, 27 Apr 2005 14:11:33 -0400 Subject: [OTSE] Spr 2005 OTSE newsletter is out The Spring 2005 OTSE newsletter STOPPIT will be in your mailboxes soon ..... but you can get an early look on the website - visit www.otse.org and download from lefthand side bar or click http://otse.org/spring%202005%20FINAL.pdf Special thanks to the NEW newsletter editor, Molly Wieser at AFSC's Criminal Justice Programs! ******************* MORE SOON! SENT BY: Abraham J. Bonowitz Director, CUADP ******************************************************** YES FRIENDS! There is an Alternative to the Death Penalty Citizens United for Alternatives to the Death Penalty (CUADP) works to end the death penalty in the United States through aggressive campaigns of public education and the promotion of tactical grassroots activism. Visit or call 800-973-6548 PMB 335, 2603 NW 13th St (AKA Dr. MLK Jr. Hwy) Gainesville, FL 32609 ******************************************************** ================================================ 09 Qatar GIS Conference & Exhibition 2005 - call for papers Von: Qatar GIS ================================================ Qatar GIS Conference & Exhibition 2005 14-16 November 2005, Doha Qatar www.gisqatar.com Dear Colleagues, The organizing committee of Qatar GIS Conference & Exhibition cordially invite you to participate in the 2005 Qatar GIS Conference and Exhibition to be held in Doha during the period 14-16 November 2005. Conference Topics: Utilities & Infrastructure Environmental Studies & Planning Urban Planning Industrial Planning Oil Exploration and Geophysics Cartographic Modeling & Analysis Wireless GIS Web Enabled GIS GIS & e-Government GIS Future Developments GIS Education GIS in Agriculture GIS in Transportation GIS in Emergency Response GIS Policy issues Other Applications related to GIS/GPS/RS Abstract submission can be made by email to papers at gisqatar.com . For further information you are kindly invited to visit the conference site www.gisqatar.com . www.gisqatar.com. Organizing Committee ================================================ ================================================ B) TERMINE ================================================ ======================== Mittwoch http://mund.at/butt/Termine/Mai/0305.htm Donnerstag http://www.mund.at/butt/Termine/Mai/0405.htm Freitag http://www.mund.at/butt/Termine/Mai/0505.htm ======================== ================================================ D) EDITORIAL ================================================ Für den Inhalt verantwortlich: Ihr. E-Mail-Adresse für Beiträge: widerstand at no-racism.net geschickt. widerst at nd MUND und alle Termine täglich aktualisiert im Web: http://www.no-racism.net/MUND Ziel von MUND (medienunabhängiger Nachrichtendienst) ist die unzensurierte und möglichst rasche Information über gesellschafts- politisch relevante Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu Widerstand und Antirassismus sowie verwandte Themen. sollen einen Titel, Namen und Emailadresse der/des AutorIn enthalten und möglichst kurz und prägnant gehalten sein, ev. mit Hinweis, wo weitere Informationen eingeholt werden können. Bitte keine Attachments! Die inhaltliche und sachliche Verantwortung liegt bei der/dem jeweiligen AutorIn bzw. jenen, die uns die Beiträge schicken. Der MUND wird von einzelnen TagesredakteurInnen zusammengestellt. Da Fehler nicht ausgeschlossen sind, bitten wir, nicht veröffentlichte Beiträge nochmals an widerstand at no-racism.net zu senden. Die Weiterleitung (auch auszugsweise) ist erwünscht. Beiträge mit rassistischen oder sexistischen Inhalten werden nicht veröffentlicht. Sehr persönliche Meldungen werden wir an den betreffenden Adressaten weiterleiten, aber nicht im MUND veröffentlichen. Die bisherigen Ausgaben sind unter http://www.no-racism.net/MUND archiviert. Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage: * Wann: Sonntag, 11.11.2001, 11:11 Uhr * * Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" * * Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf * * Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie. Aber kurz und prägnant.* Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch stillschweigend Zensur zu üben. Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die Nichtaufnahme geliefert. (Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.) Die AbsenderInnen der betroffenen Beiträge werden hiervon informiert. Im Sinne einer "gläsernen Zensur" könnt ihr Euch die Beiträge gerne extra schicken lassen: Ein kurzes Mail an widerstand at no-racism.net genügt. ================================================ E) VERTEILERLISTE ================================================ Zur Eintragung in diesen Verteiler bitte direkt subskribieren unter http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/analle oder von der einzutragenden Adresse aus ein mail schicken an: admin at no-racism.net mit folgendem Text: subscribe no-racism Bitte wegen Automatisierung diesen Wortlaut verwenden! Zur Austragung aus dieser Liste bitte an zusammengestellt. Bitte keine Attachments! (werden nicht angenommen) Redaktionsschluss für diese Ausgabe: Di 3.00 Uhr III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III ü, ö, ä, ß, Ü, Ö, Ä III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III widerst at nd-MUND is powered by http://alt.strg.at/ ================================================ From analle at no-racism.net Wed May 4 13:55:54 2005 From: analle at no-racism.net (analle at no-racism.net) Date: Wed, 4 May 2005 07:55:54 -0400 Subject: widerst@nd - MUND: Mittwoch, 4.5. 2005 Message-ID: <13110380281.20050504075554@nessizius.com> widerst at nd MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst www.no-racism.net/mund Mittwoch, 4. Mai 2005 ================================================ A) INHALT ================================================ ================================================ 01 Donnerstag (5.5.) Von: August Faschang ================================================ 02 [kanalb.at] kanalB videoclip - besetzungs-schluss Von: kanalB_at_redaktion at kanalB.org ================================================ 03 Grüne tragen rosa und schwarze Winkel Von: Grüne Andersrum ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 04 Medieninformation: Menschenkette vor dem Parlament Von: Friedensvolksbegehren ================================================ 05 Initiativen/Termine: Wiener Kongress, 11-18.Mai Von: akin ================================================ 06 Morgen: Hermes Phettberg performt in der Wienzeile Zentrale Von: wienzeile ================================================ 07 8. Mai/Mauthausen/Termine Von: AL-Antifaschistische Linke ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND MEINUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 08 Arbeit/Recht: Betriebsratswahlen torpediert Von: akin ================================================ 09 Moderne Zeiten/Schule: Bildungsevidenz vor dem VfGH Von: akin ================================================ 10 "Schöne neue Arbeitswelt" und Nachwuchsteams beim Demokratie-Forschungsprogramm Von: PlanSinn ================================================ 11 Kapitalismus/Recht: Patente auf Leben Von: akin ================================================ 12 In eigener Sache: Staublunge fuer alle! Von: akin ================================================ 13 Ueber Neutralitaet, Schuessel und China Von: akin ================================================ 14 ASt - Mit der Bitte um Veröffentlichtung Von: ASt-LFI ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< INTERNATIONALES ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 15 Brasilien/Menschenrechte: Fremde im eigenen Land Von: akin ================================================ 16 Pressemitteilung iz3w 285 Von: iz3w-freiburg ================================================ ================================================ B) TEXTE ================================================ ================================================ 01 Donnerstag (5.5.) Von: August Faschang ================================================ > -----Ursprüngliche Nachricht----- > Von: August Faschang > Gesendet: Dienstag, 03. Mai 2005 20:41 > Betreff: Donnerstag (5.5.) > > Auch am DONNERSTAG (5.5.) gibt es zusätzlich zur wöchentlichen Mahnwache gegen Schwarzorange in Österreich und Orangerot in Kärnten vor dem Kanzleramt wieder einen SPEAKERSCORNER, diesmal - anlässlich des 60.Jahrestags der Befreiung des KZ Mauthausen - mit einem Referat zum Umgang mit WEHRMACHTSDESERTEUREN in der 2.Republik mit besonderer Berücksichtigung der SCHWARZBLAUORANGEN REGIERUNG. In Mauthausen wurden u.a. auch Deserteure von den Nazischergen gequält. Die Regierung weigert sich nach wie vor, etwas daran zu ändern, dass Deserteure rechtlich schlechter gestellt sind als ehemalige Mitglieder der verbrecherischen Waffen-SS der Nazis. > > Treffpunkt ist um 19Uhr45 Ecke Ballhausplatz/Heldenplatz, Beginn 20Uhr. Und danach sind wieder alle Teilnehmerinnen im Stammlokal in der Neustiftgasse willkommen! > > Weitere Termintipps: > Donnerstag (5.5.),ab 17Uhr: Widerstandslesung (Ecke Ballhausplatz/Heldenplatz). > Donnerstag (5.5.), 20Uhr: Speakerscorner "Wehrmachtsdeserteure und Schwarzblauorange" , siehe oben. > Samstag (7.5.), 16Uhr Menschenkette vor dem Parlament: Ja zur Neutralität - Nein zur EU-Verfassung: Volksabstimmung! > Sonntag (8.5.), Vormittag: Befreiungsfeier im ehemaligen KZ-Mauthausen, vom Westbahnhof fahren am Morgen Busse von diversen Organisationen nach Mauthausen - wer genauere Infos braucht, bitte einfach anrufen: 0650 9451650. > Sonntag (8.5.), 17Uhr, Mahnmal der Roten Armee, Schwarzenbergplatz: Kundgebung und Fest zum 60.Jahrestag der Befreiung vom Nationalsozialismus - Aufruftext in ANHANG1 (übernommen von Cafe Critique, die Übernahme von Aufruftexten bedeutet keine Identifikation des Speakerscorner mit denselben, sondern soll die Entscheidung für oder gegen eine Teilnahme erleichtern). > Sonntag (8.5.), 18Uhr, Karlsplatz-Oper: Treffpunkt für eine "Demo gegen Naziaufmarsch", im Rahmen der Demo Befreiungsfest mit Musik und Kabarettisten (Josef Hader, Thomas Maurer, Florian Scheuba, Leo Lukas) - Aufruf: Am 8. Mai jährt sich zum sechzigsten Mal die Befreiung von der Nazi-Diktatur. Ausgerechnet an diesem Tag wollen Rechtsextreme und Neonazis in Wien einen "Trauermarsch" abhalten, bei denen auch die FPÖ-Spitze vertreten sein wird. Aber dieser rechtsextreme Aufmarsch wird nicht ohne unseren lautstarken Widerstand über die Bühne gehen. 60 Jahre danach gilt mehr denn je: Nie wieder Faschismus - Nie wieder Krieg! > > Kleine Vorschau auf den 15.5. (regierungsoffizieller Staatsvertragsspektakeltag): Es wird vielleicht eine Aktion des Republikanischen Clubs zur Nichterfüllung des Minderheitenartikels des Staatsvertrags geben. Und es wird auf jeden Fall eine Aktion von Radio Orange geben, für die noch HelferInnen benötigt werden - Näheres dazu in ANHANG2. > > ANHANG1:Am 8. Mai 2005 jährt sich zum 60. Mal die Zerschlagung der nationalsozialistischen Herrschaft. An diesem Tag feiern wir die Niederlage des deutschen Reiches, das Ende von Mord und Unterdrückung, die Befreiung der Gefangenen aus den Konzentrations- und Vernichtungslagern - und trauern um die Ermordeten der Shoah. Am 8. Mai feiern wir diejenigen und danken denjenigen, die diesem Treiben ein Ende setzten. Gleichzeitig bleibt aber das Entsetzen, dass die Niederlage der Nazis um so vieles zu spät erfolgte und dass essenzielle > "> Errungenschaften> "> des NS bis heute weiterbestehen. > Die Alliierten, welche in Österreich und Deutschland 1945 die Einführung einigermaßen zivilisierter Zustände erzwangen, wurden als Besatzer gesehen. Die personelle Kontinuität nach 1945, das Buhlen der Parteien um die Stimmen der > "> Ehemaligen> "> ist bloß ein Symptom für die ideologische Kontinuität. Resultate des NS, wie die Stiftung einer Volksgemeinschaft, ihre innige Beziehung zum Staat, korporative Strukturen (Sozialpartnerschaft, Volksparteien etc.), sowie d> ürftige Bemühungen, offenen Antisemitismus durch neue Formen wie den Antizionismus zu verdecken, bestimmen den Charakter der Nachfolgestaaten. Das Schweigen über die eigene Beteiligung an der Shoah wirkt einigend und entlastend; Österreich brachte zu diesem Zweck die Behauptung hervor, erstes Opfer des Nationalsozialismus gewesen zu sein. > In diesem Jahr soll die nationale Mythenbildung hierzulande ein Revival erleben. Im Gedenkjahr 2005 steht alles im Zeichen des sich unschuldig wähnenden Nationalstolzes und der Selbstbeweihräucherung der österreichischen Seele. So steht in der Jubiläumsbroschüre der Bundesregierung: > "> Der zweite Weltkrieg hat über 25 Millionen Soldaten den Tod gebracht, weitere 20-30 Millionen Menschen haben als Opfer im Holocaust, bei Luftangriffen, im Widerstand, bei Vergeltungsmaßnahmen und auf der Flucht ihr Leben verloren.> "> Der parteitreue Blockwart im Luftschutzbunker und der Vernichtungskrieg führende Landser werden auf eine Stufe mit den von ihnen Ermordeten gestellt. Wer vom grausamen Krieg redet, will von den konkreten Verbrechen der NationalsozialistInnen nicht sprechen - am wenigsten vom Holocaust. Die durch das NS-Regime und seine zahlreichen HelferInnen Ermordeten müssen aber im Sinne einer entlastenden Versöhnung auch oft für moralisch selbstgefälliges Erinnern herhalten. > Eine vernünftige Aufarbeitung der Vergangenheit müsste der Täter-Opfer-Umkehr ein Ende bereiten und das Aufgehen in der nationalsozialistischen Volksgemeinschaft thematisieren. Im Gedenkjahr hätte auch der Umgang nach 1945 mit den Verbrechen des NS skandalisiert werden müssen - dass dies der Fall sein würde, konnte jedoch angesichts der österreichischen Zustände niemand ernsthaft hoffen. Die NachfolgerInnen des NS, diesmal in Form der schwarz-blauen Regierung, sahen sich nämlich z.B. am Jahrestag des Novemberpogroms 2001 bemüßigt, davon zu sprechen, dass nicht nur Österreich, sondern die Österreicher erstes Opfer des NS waren. Nachstellungen der Bombennächte und die Idee, zum Gedenken an die Opfer des NS Kreuze auf dem Heldenplatz aufzustellen zeigen, wie hartnäckig sich der Opfermythos zum Zwecke der Schuldabwehr am Leben erhält. Damit sollen das spezifische Element des NS, sein rassischer Vernichtungsantisemitismus, sowie die eigene Verantwortung abgewehrt werden. > Dieser Antisemitismus verschwand nach 1945 keineswegs. Die oberflächliche gesellschaftliche Missbilligung offener antisemitischer Ausbrüche führte zur Herausbildung neuer Erscheinungsformen: Es durfte kritisiert werden, dass > "> die Juden> "> immerzu vom Holocaust sprachen, ständig Entschädigung verlangten, nie ein Schlussstrich gezogen werden dürfe. Dieser > "> sekundäre> "> Antisemitismus wird auf internationaler Ebene durch den Antizionismus ergänzt. Jenem Staat, der als Konsequenz aus dem Holocaust gegründet wurde, um Jüdinnen und Juden relative Sicherheit vor dem weltweiten Antisemitismus zu bieten, schlägt als dem > "> Juden unter den Staaten> "> das Ressentiment entgegen. Seit der > "> Al-Aqsa-Intifada> "> , welche außer bei arabischen Staaten auch in der UNO, der EU und weiten Teilen der Antiglobalisierung- und Friedensbewegung Unterstützung findet, und anhand der Zunahme antisemitischer Ausschreitungen seit dem 11. September lässt sich ein > "> neuer Antisemitismus> "> ausmachen, der sich an dem Zusammenfinden rechtsextremer, islamistischer und linker Positionen festmacht. Angesichts dieser globalen Bedrohung ist unbedingte Solidarität mit Israel als dem Staat der Shoah-Überlebenden und als Schutzmacht von Jüdinnen und Juden weltweit nicht nur die einzig logische Konsequenz - auch ist es traurig und bezeichnend, dass dies immer wieder gefordert werden muss und keine Selbstverständlichkeit ist. > Der 8. Mai soll als jener Tag erinnert werden, an dem das großangelegte nationalsozialistische Projekt zur Vernichtung von Menschen um der Vernichtung willen erfolgreich zur> ückgedrängt worden ist. Wir erinnern daher an den Einsatz der US-amerikanischen und britischen Streitkräfte, der französischen Resistance, der PartisanInnenverbände, der Deserteure und aller WiderstandskämpferInnen, die gegen das nationalsozialistische Regime kämpften. Wir erinnern im Besonderen an den Einsatz der Roten Armee, die mit ihrem Beitrag zur Befreiung die größten Opfer hinnehmen musste. Aus diesem Grund treffen wir uns beim Mahnmal der Roten Armee am Schwarzenbergplatz, um die Niederlage des Nationalsozialismus zu feiern und gleichzeitig daran zu erinnern, dass die Möglichkeit der Barbarei ebenso fortwest wie die Verhältnisse, die sie schon einmal hervorbrachten. > > ANHANG2 15. Mai 2005: > Ein Tag gegen die österreichische Staatslüge. > Die wahren Opfer haben Namen!* > > Das offizielle Österreich feiert am 15. Mai den Abschluss des Staatsvertrag, mit dem 1955 die immerwährende Opferrolle besiegelt wurde. Der ORF gratuliert mit einem elfstündigen Jubelprogramm. ORANGE 94.0 versucht in einem 24stündigen Sonderprogramm in aller angemessenen Unerträglichkeit zumindest ansatzweise das Ausmaß der Lebenslüge Österreichs zu verdeutlichen. > > Zum Grundverständnis der österreichischen Bevölkerung gehört die Geschichte, dass Österreich das erste Opfer des > Nationalsozialismus gewesen sei. Tatsächlich waren viele österreichische StaatsbürgerInnen an den Verbrechen des > Nationalsozialismus tatkräftig beteiligt. Während Bundeskanzler Vranitzky vor 14 Jahren offen aussprach, dass es eine > österreichische Mitschuld am Holocaust gab, leugnete Bundeskanzler Schüssel das im November 2000, indem er wieder den > Opfermythos Österreichs gegenüber einer israelischen Tageszeitung bemühte. Eine derartig verschobene Wahrnehmung der > Geschichte gehört in Österreich nicht nur zum guten Ton, sondern ist auch oft im Geschichtsunterricht wieder zu finden. > Ganz im Gegensatz zu den wahren Opfern. > > Die wahren Opfer haben konkrete Namen, eine Lebensgeschichte. Wir wollen ihnen den 15. Mai 2005 widmen. Ihre Geschichte > vorlesen, ihr Leben anhand nüchterner Fakten nachzeichnen. Die unerträgliche Wahrheit am 15.5.05 von 00:00 bis 24:00 Uhr, am > Morzinplatz und auf ORANGE 94.0 > > willst du dich beteiligen, lesen, spenden oder bei der org mithelfen? >> lesung at o94.at ================================================ 02 kanalB videoclip - besetzungs-schluss Von: ================================================ titel des videoclips: besetzungs-schluss --: - beschreibung: im anschluss an die auftaktkundgebung (siehe raeumungs-schluss) der raeumungSchlusstage (bei denen auf akut gefaehrdete freiraeume und initiativen aufmerksam gemacht werden sollte) wurde in sichtweite von aktivistInnen ein haus besetzt, waehrend die polizei sichtlich ueberfordert abwartete. waehrend vom rausschmiss bedrohte guppen, veranstaltungs- freiraeume, etc. ums ueberleben kaempfen, stehen viele gebaeude in Wien leer und ungenutzt, wie der ehemalige sitz der niederoesterreichischen gebietskrankenkasse Burggasse/Breite Gasse... ---: - kategorie: kurzdoku ----: - clipinfo: http://kanalB.org/clip.php?clipId=1086 -----: - video: http://kanalB.org/media/spezial-EKH_bleibt/2005-05-02-raeumschluss_2.ram ------: - download: http://austria.kanalb.org/download.php?clipId=1086 ---------: - weitere clips zum thema Tuewi bleibt!: http://austria.kanalb.org/topic.php?clipId=113 -------------: - weitere informationen: http://t0.or.at/raum/ --------------: - laenge: 2,50 min team: Craz team_homebase: http://tv.unitedaliens.at/ erstellt: 2005-05-02 datenmenge: 7386 kb ----------------: - realplayer: http://kanalB.org/realplayer.html -----------------: - email: kanalB_at_redaktion at kanalB.org kanalB ersetzt herkoemmliches fernsehen: http://austria.kanalb.org _______________________________________________ clips_kanalb_at mailing list clips_kanalb_at at kanalB.org http://kanalB.org/cgi-bin/mailman/listinfo/clips_kanalb_at ================================================ 03 Grüne tragen rosa und schwarze Winkel Von: Grüne Andersrum ================================================ 2005-05-03 13:30 rosa und schwarze winkel bei mauthausen-befreiungsfeier Lunacek: Protest gegen Nicht-Anerkennung von homosexuellen und "asozialen" NS-Opfern im Opferfürsorgegesetz Im Gedenken an zwei Gruppen von NS-Opfern im Opferfürsorgegesetz (OFG) und als Protest gegen die Verweigerung ihrer Anerkennung werden morgen Abgeordnete der Grünen bei der Mauthausen-Befreiungsfeier im Parlament am rosa und schwarze Winkel tragen. Mit diesen Farben wurden homosexuelle und sogenannte "asoziale" (darunter lesbische Frauen) Opfer des Nationalsozialismus in den Konzentrationslagern gekennzeichnet. Der "rosa Winkel" ist seit den 70er Jahren auch Symbol der Emanzipationsbewegung von Lesben und Schwulen. "Es ist eine Schande, dass sich ÖVP und FPÖ weigern, diese beiden Opfergruppen endlich in das Opferfürsorgegesetz aufzunehmen," kritisiert Ulrike Lunacek, Nationalratsabgeordnete der Grünen. Lesben und Schwule werden damit weiterhin zu Opfern 'zweiter Klasse' gemacht. "Die Zeit vor den 60-Jahr-Feiern zur Gründung der 2. Republik am 27. April oder zur Befreiung von Mauthausen am 5. Mai wäre gut geeignet gewesen, diesen von den Grünen seit Jahren geforderten Schritt endlich zu tun", kritisiert Lunacek die für sie "völlig unverständliche" Haltung der Regierungsfraktionen. Lunacek erinnert die ÖVP daran, dass diese bei den schwarz-grünen Regierungsverhandlungen vor zwei Jahren sehr wohl bereit gewesen wäre, das OFG entsprechend zu ändern. Doch beim Fristsetzungsantrag am vergangenen 2. März klang die Argumentation wieder ganz anders: Da verwies ÖVP-Sozialsprecher Tancsits darauf, dass man die Gesetze des „heroischen Gesetzgebers" des Jahres 1945 (das OFG wurde 1947 beschlossen) nicht aus heutiger Sicht abändern solle. "So als ob das Novellieren von Gesetzen nicht ständig Aufgabe des Parlamentes sei," kritisiert Lunacek. Auch im Sozialausschuss am 19. April argumentierte der frühere FPÖ-Sozialminister Haupt mit der „großen Leistung der Demokratie in diesen Jahren", die „durch einen solchen Detailantrag verwässert" würde. Dass in den letzten sechs Jahren, wie Haupt auch betonte, kein einziger Fall an das Sozialministerium herangetragen worden sei, reduziere, so Lunacek, den Handlungsbedarf keineswegs: "Es geht hier und heute, 60 Jahre nach der Befreiung der überlebenden KZ-Opfer, auch um die politisch-symbolische Ebene!" ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 04 Medieninformation: Menschenkette vor dem Parlament Von: Friedensvolksbegehren ================================================ Plattform "Neutralität statt Euro-Armee!" p.A.: Werkstatt Frieden&Solidarität Waltherstr. 15, 4020 Linz Tel.: 0732-771094, Fax: 0732-797391 E-Mail: office at friedensvolksbegehren.at Web: www.friedensvolksbegehren.at Medieninformation: Menschenkette vor dem Parlament - Samstag, 07. Mai 2005, 16.00 Ja zur Neutralität!- Nein zur EU-Verfassung! - Volksabstimmung! Aus Anlaß der Ratifikation der EU-Verfassung am 12. Mai 2005 im Nationalrat ruft die Plattform "Neutralität statt Euro-Armee!" für Samstag den 7. Mai zu einer Menschenkette vor dem Parlament auf. Diesem Aufruf haben sich in der Zwischenzeit eine Reihe weiterer zivilgesellschaftlicher Organisationen wie z. B. EU-Attac, oder die "GewerkschafterInnen gegen Atomenergie und Kriegsgefahr" angeschlossen. Die Menschen werden mit ihrer Teilnahme an der Menschenkette zum Ausdruck bringen, daß der EU-Verfassungsvertrag für sie nicht rechtswirksam wird. Unrecht kann nicht Recht werden. Die Ratifikation der EU-Verfassung erfolgt "Nicht in unserem Namen!" In diametralem Gegensatz zum Rechtsstaatlichkeitsprinzip will die EU, wie z. B. der EP-Beschluß vom 14. April 2005 (EP: A6-0062/2005) zum Ausdruck bringt, daß die Verfassung auch ohne Ratifikation "dem Geist und dem Inhalt nach ab sofort" angewendet wird. . In der Zwischenzeit deutet alles auf ein Scheitern des Elitenprojekts "EU-Verfassung" in Frankreich und anderen Ländern hin. Mit der Menschenkette wird zum Ausdruck gebracht, daß wir auch in Österreich diesen Verfassungbruch nie und nimmer hinnehmen werden. Der Widerstand wird solange weitergehen, bis die vier Forderungen des Friedensvolksbegehrens: Ja zur Neutralität! Keine Teilnahme an der EU-Armee! Keine Annäherung an die Nato! Soziale Sicherheit statt Aufrüstung!" zur Grundlage der Arbeit des Parlaments am Ring wird. Wir ersuchen um Berichterstattung über die Menschenkette vor dem Parlament in Ihren Medien. Rückfragehinweis: Boris Lechthaler: 0732-771094 Aufruf Ja zur Neutralität! Nein zur EU-Verfassung! Volksabstimmung! Im Mai 2005 soll im Parlament der sogenannte EU-Verfassungsvertrag ratifiziert werden. Ohne Volksabstimmung. Die EU-Verfassung enthält eine Aufrüstungsverpflichtung, die Selbstermächtigung zu weltweiten Kriegseinsätzen und eine militärische Beistandsverpflichtung. Die EU-Verfassung privilegiert die Atomkraftkonzerne. Sie hebt den Neoliberalismus in Verfassungsrang und führt zur Privatisierung öffentlicher Dienste. Ein Austritt aus der EU ist nur noch mit Zustimmung der großen Staaten, insbesondere Deutschlands möglich. Die Selbstbestimmung der Republik wird zugunsten des Kommandos der großen Mächte und ihrer Apparate ausgehebelt. Tritt die EU-Verfassung, so wie geplant, in Kraft, ist es vorbei mit der Neutralität. Der Verfassungsvertrag steht in völligem Widerspruch zum Recht der II. Republik. Führende Rechtsexperten argumentieren, dass eine Volksabstimmung zur Ratifizierung zwingend erforderlich ist. Wird der "Vertrag über eine Verfassung für Europa" ohne Volksabstimmung ratifiziert, entspricht dies einem kalten Staatsstreich. Wir fordern deshalb: Unrecht darf nicht Recht werden! Keine Ratifikation der EU-Verfassung! Ja zur Neutralität! Keine Beteiligung an der EU-Armee! Keine Annäherung an die Nato! Soziale Sicherheit statt Aufrüstung! ----------------------------------------------------------------------------------------------- P.S.:Samstag, 07. Mai 2005, 16.00 Menschenkette vor dem Parlament Ja zur Neutralität! Nein zur EU-Verfassung! Volksabstimmung! ================================================ 05 Initiativen/Termine: Wiener Kongress, 11-18.Mai Von: akin ================================================ ********************************************************** akin-Pressedienst. Aussendungszeitpunkt: Dienstag, 3. Mai 2005; 17:11 ********************************************************** Initiativen/Termine: > Wiener Kongress, 11-18.Mai Nachfolgend das (gekuerzte) Programm des Kongresses. Vieles davon ist noch nicht hundertprozentig fixiert. Fuer die Richtigkeit der Ankuendigungen koennen wir daher keine Garantie uebernehmen. Aktualisierte Infos finden sich hoffentlich laufend unter http://wienerkongress.info/ (Adressen der Lokalitaeten im Nachspann) Mittwoch 11.05 UNI CAMPUS: 18 Uhr Eroeffnungsplenum des Wiener Kongress 2005 - Inhaltliche Vorstellung der AG s / genauere Ankuendigung der einzelnen Workshops EKH: ab 20.30 Uhr Queer Beisl - Thema Trans X Donnerstag 12.05 UNI CAMPUS: AG Migration - ab 12 Uhr Workshops 17 Uhr Diskussionsveranstaltung zu Lagerpolitik und Widerstand / Strategien 20 Uhr AG Migration Kino + Diskussion: Forstfilm Pogmahon Art Club: Erste Hilfe Kurs FMLZ: 12-15 Selbstverteidigungstechniken fuer Fortgeschrittene (nur Frauen) 15-18 Uhr Wendo - Selbstverteidigung fuer Frauen (only) EKH(Halle): 19 Uhr Dieter Schrage Vortrag ueber die Situationistische Internationale (1957 - 1972) 21 Uhr Volxtheaterkarawane "Lesung zum Biometrie Prozess in Lambach" pogmahon.art.club (waehrend der Oeffnungszeiten): AUSSTELLUNG:"In der Gegend - An der Strasse" - Fotoarbeiten Sebastian Schubert EKH: unzumutBar 18-2 Uhr Filmprogramm: Vekks: 21 Uhr - Schwarzwurzelfilmreihe Vivir la Utopia (1997) Freitag 13.05 14.00-20.00 Her die Haeuser- her das Leben!! Kurzreferate mit anschliessender Diskussion Zur Aktualitaet und Notwendigkeit von Haeuserkampf, unter Beteiligung von AktivistInnen versch. Haeuser und Zentren ; Ideen, Visionen, Aktuelles anschl. Sind wir noch zu retten? Verschiedene autonome Haeuser und Zentren stellen sich vor. Treffpunkt: vekks Freiraum: 18 Uhr Auseinandersetzung mit dem Thema "Aneignung" Mariahilferstrasse: 14-22 Uhr Strassenfest (PUNX NOT DEAD) + vokue+ party+... pogmahon.art.club: Ausstellung: "In der Gegend - An der Strasse" - Fotoarbeiten Sebastian Schubert EKH: Beisl ab 20 Uhr - 2 Uhr Konkav - Austria Sozial Konzert:. Rawside(d), Anti Control(d), Tintifax Vekks: 13-18 Uhr Kostnixladen Filmprogramm: Vekks: 21 Uhr Themroc (1973) Samstag 14.05 Uni Campus: AG Migration 11 Uhr Workshops 13 Uhr Diskussion zu Asyl- und Fremdengesetz / Aenderungen in Oesterreich / im europaweiten Kontext 16 Uhr Vernetzungsveranstaltung Amerlinghaus: AG Drogenpolitik 14 Uhr u.n.o. : Geschichte der Prohibition 15-18 Uhr Gemmi: Dealen als Arbeit AG Haeuserkampf: Die Veraenderung der Stadt aus dem Blickwinkel der HausbesetzerInnenbewegung: Kleiner Stadtrundgang. Ausgangspunkt: Sa 14.5.2005, 14 Uhr, Amerlinghaus, Abschluss EKH Bewegungsarten, kuerzere Stuecke zu Fuss, sonst mit Fahrraedern oder oeffentlichen Verkehrsmitteln. EKH (Atigf Bereich): 13 Uhr Rechtshilfeworkshop EKH (Druckwerkstatt): 13 Uhr Fotoworkshop do it yourself Lochkamera bastelanleitung bei Interesse auch Fortfuehrung zu Entwickeln und Nachbearbeiten moeglich Vekks: 16 Uhr Vortrag AnarchistInnen im KZ Mauthausen, Zwangsprostitution im KZ Mauthausen 18 Uhr Antifaschismuskritik, anhand des Spanischen Buergerkriegs und anderer historischer Ereignisse werden unterschiedliche antifaschistische Positionen diskutiert Filmprogramm: Vekks 21 Uhr Kurz- und Dokumentarfilme ueber Anarchismus, Subversion und unterschiedliche Kampfformen werden gezeigt. Konkav: Austria Sozial konzert: Condom(d), Rauschangriff(d), Robert(d) EKH Konzert mit Brambilla + Discover FMLZ: Frauenfest pogmahon.art.club: Ausstellung:"In der Gegend - An der Strasse" - Fotoarbeiten Sebastian Schubert Vekks: 13-18 Uhr Kostnixladen Sonntag 15.05 Amerlinghaus: 15 Uhr "Gesellschaftskritik und Schlaraffenland" mit den Schwerpunkten Wert-, Arbeits-, Subjekt- und abspaltungskritik EKH: 20 Uhr "Repression und Prozesse nach dem G8 Gipfel 2001 in Genua' Demo: "Eat the Rich" , 50 Jahre 2 oesterreichische Republik sind genug. winke winke!! Vekks: Free Party im vekks "Cosmic Magic" EKH: ab 19 Uhr Grillerei, Beisl ab 20 Uhr - 2 Uhr Vekks: 13-18 Uhr Kostnixladen Montag 16.05 EKH: nachmittags Workshop "Was hat trans mit mir zu tun" UNI CAMPUS: AG Migration; 13 Uhr Workshops Amerlinghaus: 13 Uhr Perspektiven fuer den Haeuserkampf - eine Kriegserklaerung? Resolutionsverlesung mit anschliessender Diskussion UNI CAMPUS: ab 16 Uhr inhaltliches Plenum aller AGs des Wiener Kongress 2005 Arena Dreiraum: Filmprogramm EKH: Queer Revue in 5 Akten Beisl ab 20 Uhr - 2 Uhr Vekks: 13-18 Uhr Kostnixladen Dienstag 17.05 Amerlinghaus: 17 Uhr Frauenraeume FMLZ: 15-18 Uhr Wendo: Selbstverteidigung fuer Frauen Vekks: 13-18 Uhr Kostnixladen AG Migration: Stadtrundgang EKH: Beisl ab 20 Uhr - 2 Uhr Mittwoch 18.05 Tuerkenschanzpark : ab nachmittags Tuewi Festival - Open Air Konzerte bei freiem Eintritt, Infostaende, Kreativworkshops, Feuerspucken, Jonglieren, ... Offenes Programm beim Tuewi - sehr viel Programm, aber alles anscheinend noch ziemlich unsicher *** Orte: Amerlinghaus: 1070 Wien, Stiftgasse 8 Arena: 1030 Wien, Baumgasse 80/Ecke Franzosengraben EKH: 1100 Wien, Wielandgasse 2-4 FMLZ: 1090 Wien, Waehringer Str. 59/6 - Eingang Prechtlgasse - fuer Frauen Monochrom-Raum: 1070 Wien, Museumsplatz 1 (electric avenue) Pogmahon Art Club: 1070 Wien, Neustiftgasse 23 (Baeckerei Notz - Oeffnungszeiten mo.-fr. 6:30-18:30, sa. 6:30-12:30) Schikaneder Kino: 1040 Wien, Margaretenstrasse 24 Tuewi: 1190 Wien, Peter Jordan Strasse 76 Uni Campus: 1090 Wien, Alserstrasse Ecke Spitalgasse hinterer Innenhof Vekks: 1050 Wien, Zentagasse 26 *************************************************** Der akin-pd ist die elektronische Teilwiedergabe der nichtkommerziellen Wiener Wochenzeitung 'akin'. Texte im akin-pd muessen aber nicht wortidentisch mit den in der Papierausgabe veroeffentlichten sein. Nachdruck von Eigenbeitraegen mit Quellenangabe erbeten. Namentlich gezeichnete Beitraege stehen in der Verantwortung der VerfasserInnen. Ein Nachdruck von Texten mit anderem Copyright als dem unseren sagt nichts ueber eine anderweitige Verfuegungsberechtigung aus. Der akin-pd wird nur als Abonnement verschickt. Wer versehentlich in den Verteiler geraten ist, kann den akin-pd per formlosen Mail an akin.buero at gmx.at abbestellen. ************************************************* 'akin - aktuelle informationen' a-1170 wien, Lobenhauerngasse 35/2 vox: ++43/1/535-62-00 (anrufbeantworter, unberechenbare buerozeiten) http://akin.mediaweb.at akin.buero at gmx.at Bankverbindung lautend auf: föj/BfS, Bank Austria, BLZ 12000, 223-102-976/00, Zweck: akin ================================================ 06 Morgen: Hermes Phettberg performt in der Wienzeile Zentrale Von: wienzeile wienzeile ================================================ Mi 04.05.2005 / 20 Uhr / Wienzeile Zentrale / 17. Hernalser Hauptstr. 39 Hermes Phettberg performt "Die Hundert Hennen - Show mit Jeansboys und Glöckchen" Im Oktober 2004 erschien Hermes Phettbergs monumentales Katechesen-Kompendium, sämtliche Predigtdienste aus dem Wiener "Falter", in drei Bänden. Hundert Hennen" heißt das Werk, insgesamt 1.400 Seiten, erschienen beim Druckhaus Galrev, Berlin 2004. "Hundert Hennen deshalb, weil in Predigtdienst Nr. 209 der Satz steht, dass ich inzwischen das Volumen von hundert Hennen innehätte. Und bei Gott, ich würde mich wahrlich nun in hundert Hennen umbenennen, wenn ich noch irgendeine Kraft innehätte. Vorname Hundert. Nachname Hennen. Oh das wär schön bei Live-Übertragungen: "und hier sitzen hundert Hennen."" (Interview mit Claus Philipp in Volltext, 6/2004) Eintritt: 3,50? inkl. einer Ausgabe der Wienzeile oder ein Getränkebon Vorschau: 11. 05. 2005 Mischa als Inspektor COLUMBO Regie: Das Publikum Premiere: Jede Vorstellung Ist jemand ermordet worden? Der Mörder ist unter euch! Inspektor Columbo verdächtigt jeden! Helfen Sie den Mörder zu finden. Ein Stegreifspiel voller Überraschungen, Spannung und Humor. Mischa (seinen Nachnamen verwendet er schon lange nicht mehr), geb. 1948, Schauspieler und Schriftsteller, Gründer des „YU-Theaters“, spielte im Theater Forum, Interkulttheater, Theater in der Josefstadt, in 18 TV-Rollen und drei Filmen, wie „Die liebe Familie“, „Tatort“, „Wenn das die Nachbarn wüssten“, „Der Weißenthaler“ und anderen internationalen Filmproduktionen -- +++ Neu: Echte DSL-Flatrates von GMX - Surfen ohne Limits +++ Always online ab 4,99 Euro/Monat: http://www.gmx.net/de/go/dsl ================================================ 07 8. Mai/Mauthausen/Termine Von: AL-Antifaschistische Linke ================================================ AL Newsletter Nr. 142 ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ 1. Demonstration am 8. Mai 2. Befreiungsfeier in Mauthausen 3. Termine: Veranstaltungsreihe: 60 Jahre und kein bischen weise .... ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ 1. 8. Mai - Nazifrei! Demonstration: 1945 - 2005: 8. Mai Nazifrei Demo gegen den Naziaufmarsch Die AL und ein antifaschistisches Bündnis rufen zu einer Demonstration gegen den Aufmarsch rechtsextremer Burschenschafter und zu einem Befreiungsfest auf. Auftreten werden unter anderem die Kabarettisten Josef Hader, Thomas Maurer, Florian Scheuba, Leo Lukas sowie der Sänger Chris Peterka. 8. Mai, 18h, Karlsplatz/Oper (Treffpunkt der AL ab 17.30h) Mehr unter http://www.sozialismus.net/events/8mai/8mai.html ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ 2. Befreiungsfeier in Mauthausen Am 8. Mai jährt sich zum 60. Mal die Befreiung des ehemaligen KZ Mauthausen. Die AL organisiert einen Bus zur Befreiungsfeier. Abfahrt 7h, Wien/Westbahnhof, Rückkunft rechtzeitig zur Demonstration 17.30 Karlsplatz. Preis: Spende ab 4 Euro. Wir organisieren Mitfahrgelegenheiten und Schlafplätze für Menschen aus den Bundesländern. Bitte rasch anmelden, es sind nicht mehr viele Plätze vorhanden! Mehr unter http://www.sozialismus.net/events/8mai/8mai.html ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ 3. Veranstaltungsreihe: 60 Jahre und kein bischen weise .... Der Beitrag der AL zum "Gedenkjahr" * Rote Werkstatt: Neutralität Auslaufmodell oder Zukunftshoffnung? Wie soll sich die Linke positionieren? Mi, 04.05.05, 19:30h * Rotes Kino Vol.12: „Der Herr Karl" Helmut Qualtingers? Herr Karl als Sittenbild der Verdrängung im Österreich der Nachkriegszeit. Großleinwand. Mo, 09.05.05, 19:30h * Rote Werkstatt: Der Zweite Weltkrieg Eine marxistische Analyse jenseits bürgerlicher Scheinmoral. Mi, 11.05.05, 19:00h * Rote Werkstatt: Frauen in der NS-Zeit Der Widerstand von Frauen gegen den NS-Terror wird immer noch weitgehend ignoriert. Versuch einer Aufarbeitung. Mi, 18.05.05, 19:30h Alle Veranstaltungen im Amerlinghaus, Stiftg. 8, 1070 Wien (U3 Neubaugasse, Ausgang Stiftgasse) Mehr unter http://www.sozialismus.net/termine.html ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ AL-Antifaschistische Linke Gegen Rassismus, Sexismus, Sozialabbau! Für Solidarität und Sozialismus! mail: al at sozialismus.net web: www.sozialismus.at phon: ++43 (0) 699 817 15 915 post: AL c/o Amerlinghaus, Stiftgasse 8, A-1070 Wien ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND MEINUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 08 Arbeit/Recht: Betriebsratswahlen torpediert Von: akin ================================================ ********************************************************** akin-Pressedienst. Aussendungszeitpunkt: Dienstag, 3. Mai 2005; 17:34 ********************************************************** Arbeit/Recht: > Betriebsratswahlen torpediert Arbeitskraefteueberlassungfirma verwendet fragwuerdigen Methoden "Das Verhalten der Firmenleitung Manpower Personalueberlassungs GmbH, die mit allen Mitteln versucht, eine Betriebsratswahl im Unternehmen zu verhindern, ist einer modernen Demokratie nicht wuerdig. Waehrend in anderen Bereichen der Arbeitskraefteueberlassung betriebsraetliche Strukturen laengst zur Normalitaet gehoeren, versucht dieses Unternehmen mit bis zur Grenze der Rechtsstaatlichkeit gehenden Mitteln, einen selbstverstaendlichen demokratischen Akt zu verhindern", kritisiert der OeGB die Vorfaelle in Oberoesterreich. Jene MitarbeiterInnen, die sich als Betriebsraete zur Verfuegung gestellt haetten, duerfen die Firma nicht mehr betreten. Als am 18. April 2005, bei einer Betriebsversammlung der Wahlvorstand gewaehlt werden sollte, karrte die Firmenleitung StudentInnen nach Voecklabruck, die den Auftrag hatten, eine unternehmernahe Liste zu waehlen. Das bestaetigten bei einer Pressekonferenz zwei StudentInnen, die von der Firma fuer den 18. April zur Teilnahme an der Betriebsversammlung angestellt wurden. Eine Kandidatin wurde gekuendigt, der Listenfuehrer nach Hause geschickt und ihm sein Firmenwagen weggenommen. Um sich der unliebsamen Belegschaft zu entledigen, verkaufte das Unternehmen die Filiale, in der die BetriebsratskandidatInnen beschaeftigt sind, kurzerhand an eine ungarische Firma. Die GPA startet mit einer Solidaritaetsaktion mit den betroffen Beschaeftigten. Unter www.gpa.at kann eine Protesterklaerung unterzeichnet werden, die an die Firmenzentrale in Wien geschickt wird. Die Manpower Personalueberlassung GmbH ist eine oesterreichische Firma mit Sitz in Wien und nicht identisch mit der amerikanischen "Manpower GmbH", die ebenfalls Filialen in Oesterreich - und einen Betriebsrat - hat: "Die Manpower GmbH distanziert sich aufs Schaerfste von diesem Unternehmen. Wir haben nichts gemeinsam - ausser dass wir uns seit Jahren in einem Rechtsstreit um unseren Markennamen befinden." (OeGB-Aussendung 21.04.2005, APA-OTS0184) ================================================ 09 Moderne Zeiten/Schule: Bildungsevidenz vor dem VfGH Von: akin ================================================ ********************************************************** akin-Pressedienst. Aussendungszeitpunkt: Dienstag, 3. Mai 2005; 17:49 ********************************************************** Moderne Zeiten/Schule: > Bildungsevidenz vor dem VfGH Mit Unterstuetzung der Arge Daten haben Eltern gegen die Verwendung persoenlicher Daten fuer Zwecke der Bildungsdokumentation eine Verfassungsbeschwerde eingebracht. Anlassfall war die Weigerung des Unterrichtsministeriums, erhobene Daten, wie die Sozialversicherungsnummer zu loeschen. Mit der Beschwerde wurde auch die Anregung verbunden, die Verfassungskonformitaet der gesamten Bildungsdokumentation zu pruefen. Gegen die Bildungsdokumentation, die eine Aufzeichnung und allgemeine Abrufbarkeit von Schulinformationen mindestens bis zum 75. Lebensjahr vorsieht, hatte die Arge Daten von Beginn an eine Fuelle von Bedenken angemeldet. Die Datenerhebung umfasst unter anderem - die Sozialversicherungsnummer - die Umgangssprache, - ob jemand eine Sonderschule besuchte, - ob es Schulverweise wegen schlechten Benehmens gab, - ob der Religionsunterricht besucht wurde, - ob Nachmittagsbetreuung in Anspruch genommen wurde - welche Schulveranstaltungen besucht wurden, - welche Freigegenstaende besucht wurden, - in welcher Form das Schuljahr abgeschlossen wurde, ... (1) Neben statistischen Auswertungen ist jedoch auch ein personenbezogener Zugriff durch Unterrichtsministerium, Schulerhalter, Sozialversicherungen, Buergermeister und Gerichte vorgesehen. Moeglich ist dies durch die besondere Codierung der Daten (vom Unterrichtsministerium irrefuehrenderweise Verschluesselung genannt). Alle Sozialversicherungsnummern werden eindeutig codiert, sodass bei Eingabe der Sozialversicherungsnummer immer alle persoenlichen Datensaetze eines Schuelers abgerufen werden koennen (auch wenn der "Schueler" mit 75 Jahren schon laengst seinen wohlverdienten Ruhestand geniesst). (2) Behauptungen, die Daten der Bildungsdokumentation zur Planung von bildungspolitischen Entscheidungen zu benoetigen oder gar die Behauptung, "die EU" schreibe derartige Datenerhebungen vor, entbehren jeder Grundlage. Es gibt keinerlei Sachargumente, die eine mehr als 60jaehrige personenbezogene Datenspeicherung fuer Zwecke der Bildungsplanung rechtfertigen. Um auf neue gesellschaftspolitische Umstaende reagieren zu koennen, benoetigt man aktuelle Daten, die sich am besten durch kurzfristige Querschnittsstudien erheben lassen. Nicht zuletzt die PISA-Studie zeigte, dass Oesterreich nicht nur in der Bildungspolitik, sondern auch in der Bildungsplanung auf dem sprichwoertlichen "Holzweg" ist. Die Aussagen der PISA-Studie, die einen katastrophalen Gesamtzustand der oesterreichischen Bildungspolitik aufzeigten, konnten mit wenigen tausend Testpersonen getroffen werden. Der Beitrag der Bildungsdokumentation, immerhin ist die Datenerhebung schon im dritten Jahr und es wurden bisher weit ueber eine Million Datensaetze erhoben, zur Bildungspolitik ist genau null. Es mag zwar fuer Frau Gehrer oder einige zahlenfixierte BMU-Beamte in 15 Jahren "interessant" sein herauszufinden, welche Schueler etwa aus dem laendlichen Raum es trotz unzureichender Bildungspolitik zu einem Maturaabschluss schafften oder welche Wiener Hauptschueler wegen des "gegliederten Schulsystems" in die Hilfsarbeitstaetigkeit abgedraengt wurden. Bildungspolitisch sind diese teuer erkauften Erkenntnisse belanglos, wie auch immer die wirtschaftliche Situation Oesterreichs in 15 Jahren aussehen wird, die Bildungsherausforderungen werden voellig neue sein und nicht mit veralteten Modellen frueherer Jahrzehnte geloest werden koennen. Die Behauptung "die EU" wuerde die Bildungsdokumentation vorschreiben entlarvt sich bei naeherem Hinsehen als plumpe Schutzbehauptung von Statistik Austria und Unterrichtsministerium. Sofern andere EU-Laender ueberhaupt komplette Bildungsdatenerhebungen haben, beschraenken sich diese auf die Erhebung des erreichten Schulabschlusses. Die meisten Laender begnuegen sich mit Globalstatistiken und Stichproben, ein Totalregister ueber alle Schuldetails kennen nicht einmal die registerfreudigen skandinavischen Staaten. Tatsaechlich schriebt die EU ausschliesslich aussagekraeftige Gesamtstatistiken zum Schulwesen vor und ueberlaesst die Umsetzung den Mitgliedssstaaten. Angaben zur Bildungsdokumentation verweigert Aus Sorge ueber die Zukunft ihrer Kinder haben schon bisher tausende Schueler die Bekanntgabe der Sozialversicherungsnummer und anderer Daten fuer die Bildungsdokumentation verweigert. Zum Teil sind es ganze Schulen, Elternvereine geben entsprechende Empfehlungen ab, in vielen Faellen sind es engagierte einzelne Eltern. Genaue Aufzeichnungen existieren jedoch nicht. Obwohl das BilDokG bei Weigerung der Bekanntgabe der Versicherungsnummer eine Verwaltungsstrafe vorsieht, wurde diese bisher nicht verhaengt. Auch die Ausstellung eines Feststellungsbescheids ueber die Bekanntgabe der Sozialversicherungsnummer wurde vom BMU bisher verweigert. -- Wohl aus gutem Grund. In beiden Faellen haetten die Betroffenen die Moeglichkeit gehabt, den Bescheid zu beeinspruchen und damit direkt zum Verfassungsgerichtshof zu gehen. Ein Verfahren vor dem VfGH scheut das Unterrichtsministerium wie der sprichwoertliche "Teufel das Weihwasser". Nunmehr wurde mit der VfGH-Beschwerde gegen den DSK-Bescheid K120.991/0002-DSK/2004 ein Weg gefunden den VfGH doch mit dieser brisanten Materie zu beschaeftigen: Dabei wird nach Art 144 B-VG die Datenschutzkommission per Bescheidbeschwerde belangt. Die DSK hatte den Antrag eines Schuelers auf Loeschung aller nicht im Einklang mit den Bestimmungen der Datenschutzgesetzes und der EU-Datenschutzrichtlinie abschlaegig beschieden. Dadurch wurde eine Verfassungsbeschwerde ermoeglicht, in der auch ein Gesetzespruefungsantrag angeregt werden konnte. (3) (arge daten/akin) (1) Der vollstaendige Datenkatalog der Bildungsdokumentation ftp://ftp.freenet.at/bil/datenkatalog-bildok.pdf (2) Eine detaillierte Uebersicht zu allen Bedenken der ARGE DATEN zur Bildungsdokumentation http://www2.argedaten.at/php/cms_monitor.php?question=PUB-TEXT-ARGEDATEN&search=52357ibo (3) Die Verfassungsbeschwerde: ftp://ftp.freenet.at/bil/vfgh-beschwerde-bildok.pdf ================================================ 10 "Schöne neue Arbeitswelt" und Nachwuchsteams beim Demokratie-Forschungsprogramm Von: PlanSinn: Werner Schuster, Pressearbeit ================================================ Pressemitteilung "Schöne neue Arbeitswelt" und Nachwuchsteams beim Demokratie-Forschungsprogramm >node< Sehr geehrte Damen und Herren, im Demokratie-Forschungsprogramm >node< (New Orientations for Democracy in Europe) haben die fünf Nachwuchsteams ihre Arbeit aufgenommen. Die Forschungsprojekte behandeln - Soziale Integration von Migrant/inn/en, - Die europäische Verfassung, - Die Europäisierung der österreichischen Öffentlichkeit, - Demokratie im Betrieb, - Europavorstellungen im Kontext sich wandelnder Staatlichkeit. Außerdem möchte ich Sie über die Veranstaltung „Schöne neue Arbeitswelt“ vom 28. April 2005 informieren. Dabei haben Lehrlinge mit WissenschaftlerInnen in der Berufsschule Mollardgasse über Demokratie im Betrieb diskutiert. Mit freundlichen Grüßen Werner Schuster ------ Pressearbeit für PlanSinn werner.schuster at plansinn.at 0699/11106675 Weitere Informationen über >node< finden sie auf http://www.node-research.at/ -------------------------------------- --------------------------------------- Diese Pressemitteilung finden Sie auch auf dem Dokument „nachwuchs.doc“ Die >node<-Nachwuchsteams Das Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur (bm:bwk) führt seit 2002 das vom Rat für Forschung und Technologieentwicklung empfohlene Forschungsprogramm (FSP) >node< – New Orientations for Democracy in Europe durch: Vor dem Hintergrund der Europäischen Integration und Erweiterung gilt es, Realisierungschancen der modernen Demokratie zu untersuchen. Eine der expliziten forschungspolitischen Zielsetzungen des FSP >node< ist die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Seit März 2005 forschen nun fünf Nachwuchsprojekte im Rahmen von >node<. Voraussetzungen für die Vergabe der Projektaufträge waren: – die Projektleitung durch eine/n Nachwuchsforscher/in – die Teams müssen aus zumindest drei Nachwuchsforscher/inne/n + einer/m Mentor/in bestehen. An der Ausschreibung der Projekte konnten Universitäten, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen und Fachhochschulen teilnehmen. Folgende Nachwuchsprojekte wurden beauftragt: 1) SIM – Soziale Integration von Migrant/inn/en in Langzeitperspektive Soziale Integration von Migrant/inn/en ist ein komplexes Phänomen. Sie ist sowohl von strukturellen Bedingungen und politischen Entscheidungen im Aufnahmeland als auch von den Handlungsspielräumen und Entscheidungsprozessen der Migrant/inn/en selbst abhängig. Das Projekt SIM beleuchtet die Vielschichtigkeit des Integrationsprozesses und arbeitet die objektiven und subjektiven Aspekte des Migrationsverlaufs serbischer und türkischer Migrant/inn/en heraus. Kontakt: Zentrum für soziale Innovation Mag.a Rossalina Latcheva Tel.: ++43 (01) 495 04 42/36 E-Mail: latcheva at zsi.at 2) Die Referenda über die europäische Verfassung und ihre Bedeutung für die Entstehung einer europäischen Öffentlichkeit Das Projekt analysiert die Debatten über die Ratifizierung der europäischen Verfassung: Wie tragen diese zur Entstehung einer europäischen Öffentlichkeit und damit zur Entwicklung einer europäischen Demokratie bei? Beziehen sie sich auf europäische oder nationale Fragen, auf die Verfassung oder auf die EU im Allgemeinen? Tragen sie zu einem besseren Verständnis der EU bei, zur Loyalität der Bürger/innen zur EU oder zu Euroskeptizismus und Renationalisierung? Kontakt: Österreichische Akademie der Wissenschaften – Institut für Europäische Integrationsforschung (EIF) Monika Mokre Tel.: ++43 (01) 515 81/7573 E-Mail: monika.mokre at oeaw.ac.at 3) Europäisierung der österreichischen Öffentlichkeit Der Europäisierung von Politik und Ökonomie ist bisher noch keine gleichwertige Europäisierung von Öffentlichkeit gefolgt. Ein potenzieller Weg dazu führt über die Europäisierung nationaler Öffentlichkeiten und deren transnationale Verschränkung. Das Projekt analysiert, in welchem Ausmaß und in welcher Form die österreichische Öffentlichkeit bereits europäisiert ist und welchen Beitrag neue Medien zum Entstehen von europäischer Öffentlichkeit leisten. Kontakt: Universität Wien – Institut für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft Mag. Florian Saurwein E-Mail: florian.saurwein at univie.ac.at 4) Kein Betriebsrat, keine Demokratie im Betrieb? Partizipationsformen in Klein- und Mittelbetrieben der österreichischen Software/IT-Dienstleistungen- und Callcenter-Branche Gewerkschaftsstrategien sind auf industrielle Großbetriebe ausgerichtet. Klein- und Mittelbetriebe (vor allem in Dienstleistungsbranchen) werden häufig nicht, nicht mehr oder noch nicht vom „langen Arm“ der traditionellen Arbeitnehmer/innen-Vertretungen erfasst. Welche Muster der Regulierung von Arbeit wirken in betriebsratslosen Unternehmen? Wird das Manko durch Formen der direkten Mitbestimmung kompensiert? Was sind absehbare Verluste und mögliche Zugewinne? Und welche Differenzen zeigen sich im Geschlechtervergleich? Kontakt: FORBA – Forschungs- und Beratungsstelle Arbeitswelt Mag. Dr. Hubert Eichmann Tel.: ++43 (01) 212 47 00/61 E-Mail: eichmann at forba.at 5) Mythos Europa. Europavorstellungen im Kontext sich wandelnder Staatlichkeit in Bosnien-Herzegowina, Kroatien und Serbien Mythen von Europa spielen bei Staatszerfalls- und Staatsbildungsprozessen in Bosnien-Herzegowina, Kroatien und Serbien eine zentrale Rolle. Nationale Identitäten werden seit Ende der 1980er Jahre unter Rückgriff auf eigen(willig)e Geschichtsinterpretationen neu konstruiert. Die zentralen Fragen sind: Welche Mythen liegen historischen und aktuellen Europavorstellungen in diesen Ländern zugrunde? Und welche (gesellschafts-)politischen Interessen stehen hinter den Europavorstellungen? Kontakt: Universität Wien – Institut für Politikwissenschaft Mag. Vedran Dzihic Tel.: ++43 650 777 88 92 E-Mail: vedran.dzihic at univie.ac.at --------------------------------------- --------------------------------------- Diese Pressemitteilung finden Sie auch auf dem Dokument „arbeit.doc“ „Schöne neue Arbeitswelt“ Am 28. April 2005 diskutierten Lehrlinge und WissenschafterInnen in der Berufsschule Mollardgasse gemeinsam über Veränderungen in der Arbeitswelt. Moderatorin Renate Schnee und drei MitarbeiterInnen der Wiener Forschungs- und Beratungsstelle Arbeitswelt (FORBA) spannten den Bogen vom Themenbereich „normale und atypische Arbeitsverhältnisse“ bis zur Frage nach „Demokratie im Betrieb“. Während einige Jugendliche eingangs meinten, „wir haben gar keine Macht“, wurde bald anhand konkreter Beispiele klar, wie wichtig Betriebs- und VertrauensrätInnen für die Durchsetzung von ArbeitnehmerInnen-Interessen, insbesondere von Kollektivverträgen, sind. Zwei Punkte brannten den Lehrlingen besonders unter den Nägeln: zum einen die langen Wartezeiten auf einen Ausbildungsplatz. Zum anderen die Tatsache, dass Berufsschule und ArbeitnehmerInnen-Vertretungen nicht auf die immer größer werdende Gruppe der atypisch Beschäftigten ausgerichtet sind. Die Diskussion fand im Rahmen der Aktionstage politische Bildung statt und wurde vom Forschungsprogramm >node< – New Orientations for Democracy in Europe des bm:bwk in Kooperation mit dem Kultur- und Sportverein der Wiener Berufsschulen (KUS) veranstaltet. Kontakt: Forschungs- und Beratungsstelle Arbeitswelt Tel.: +43 (0)1 2124700 E-Mail: office at forba.at --------------------------------------- --------------------------------------- Werner Schuster Pressearbeit für PlanSinn werner.schuster at plansinn.at 0699/11106675 Weitere Informationen über >node< finden sie auf http://www.node-research.at/ ================================================ ================================================ 11 Kapitalismus/Recht: Patente auf Leben Von: akin ================================================ ********************************************************** akin-Pressedienst. Aussendungszeitpunkt: Dienstag, 3. Mai 2005; 17:32 ********************************************************** Kapitalismus/Recht: > Patente auf Leben Der Wirtschaftsausschuss des Nationalrates hat am Freitag empfohlen, die EU-Biopatentrichtlinie so umsetzen, dass die Patentierung von Lebewesen auch in Oesterreich moeglich sein wird, berichtet Attac in einer Aussendung. Am 11. Mai ist das Parlament dran. Die Regierungsvorlage ermoeglicht es dem Patentinhaber, ganze Pflanzenarten zu patentieren. Die Rechte der Pflanzenzuechter sind seit Jahren durch das Sortenschutzrecht abgesichert. Patente hingegen erlauben viel weiter gehende Verwertungsrechte, weshalb ihre Anwendung auf lebende Organismen urspruenglich verboten war. Die herkoemmliche Pflanzenzuechtung werde durch die Patentierung gegenueber gentechnischen Manipulationen oder biotechnologischen Verfahren massiv benachteiligt, so Attac. Die starke Marktkonzentration im Agrochemiesektor in Kombination mit der Patentierung von Leben foerdere die Einfuehrung von Gentechnik auf unseren Feldern. Patente auf Leben wuerdem zudem das Recht der BuergerInnen, Pflanzen zu zuechten und zu ziehen beschneiden. Dass dieses Unrechtsbewusstsein der EU-Kommission und der oesterreichischen Regierung fehle, wuerden letztendlich auch die Konsumenten zu spueren bekommen. ### Attac bittet um Protestbriefe an die ParlamentarierInnen. Alle Adressen und einen Musterbrief findet ihr auf http://www.attac.at/genattac.html Quelle: http://www.attac.at/1622.html ================================================ 12 In eigener Sache: Staublunge fuer alle! Von: akin ================================================ ********************************************************** akin-Pressedienst. Aussendungszeitpunkt: Dienstag, 3. Mai 2005; 18:01 ********************************************************** In eigener Sache: > Staublunge fuer alle! In Zeiten, wo man aktueller als aktuell sein muss, entstauben wir unser Archiv. Die elektronische Ausgabe der akin per eMail ist zwar nicht so alt wie die akin selbst (1974 hatten wir naemlich noch keinen Computer), aber es gibt sie doch schon etwa seit 1993. Seit 1994 haben wir sie intern archiviert. Derzeit arbeiten wir diese Datenhalde sukzessive fuers Web auf und ihr kommt in den Genuss unserer alten Texte. Die Texte sind zwar nicht sehr komfortabel zugaenglich (Riesendateien mit vielen zusammengepackten Einzeltexten), aber vielleicht findet sich doch noch so manches Interessantes aus einer Zeit, in der Internet noch etwas nicht ganz Alltaegliches war. Weiters wurden ein paar Bugs an der akin-Suchroutine behoben, damit Stichwoerter auch wirklich gefunden werden koennen. Viel Spass beim Wuehlen in der Rubrik: Verstaubtes! http://akin.mediaweb.at/ganzalt/index.html ================================================ 13 Ueber Neutralitaet, Schuessel und China Von: akin ================================================ ********************************************************** akin-Pressedienst. Aussendungszeitpunkt: Dienstag, 3. Mai 2005; 17:24 ********************************************************** Neutralitaet/Glosse: > Ueber Neutralitaet, Schuessel und China Neben hoechst kurios Anmutendem gibt es in unserem Land einige unverrueckbare Traditionen, ueber die nicht gesprochen werden muss. Es gibt sie einfach - irgendwie waren sie immer da und werden auch noch da sein, wenn unsere juengste Generation dereinst den Loeffel abgibt. Die Neutralitaet ist so eine unveraenderbare Tradition. Diese wurde zwar erst am 26. Oktober 1955 ins Leben gerufen, war aber immerhin mit der hoffnungsvoll in die Zukunft blickenden Zusatzbemerkung 'immerwaehrend' ins Leben gerufen worden. Mit Hinweis auf das bekannte und andauernd zitierte Versprechen Oesterreichs, die Neutralitaet mit allen ihm zu Gebote stehenden Mitteln aufrecht zu erhalten und zu verteidigen, verbat sich das nunmehr neutrale Land auch die Errichtung militaerischer Stuetzpunkte fremder Staaten auf seinem Gebiet. Damit hatten auch die Besatzungsmaechte zu verschwinden, Oesterreich war frei. So an die 50 Jahre erfolgte hierzulande der Umgang mit der Neutralitaet mit einer unantastbaren Selbstverstaendlichkeit. Sogar die deutsch-national Gestimmten innerhalb der FPOe-Fuehrung vergriffen sich oeffentlich nicht an der Neutralitaet - sie haetten sogar bei ihrem aeusserst rechten Publikum einen hohen Preis an Stimmenverlusten zu gegenwaertigen gehabt. Insgesamt hat sich dadurch fuer die Politiker die Faustregel durchgesetzt, wer auch immer die altehrwuerdige Neutralitaet anpatzt, kann seine Wahlchancen vergessen. Doch Oesterreich ist nicht nur neutral. Das Voelkerrecht unterscheidet akribisch zwischen 'neutraler' und 'dauernd neutraler' Staat. Als neutral wird ein Staat bezeichnet, der sich bloss an einem bestehenden Krieg nicht beteiligt. Ein dauernd neutraler Staat ist der, der die Nichtteilnahme an Kriegen zum Prinzip seiner Politik macht. Neben anderen Regeln, wie z.B. die selbstverstaendliche Unparteilichkeit gegenueber Kriegsparteien, wird auch darauf hingewiesen, dass der dauernd neutrale Staat zu neutralitaetssichernder Politik, insbesonders auch auf wirtschaftlichem Gebiete verpflichtet ist. Allerdings verpflichet die immerwaehrende Neutralitaet nicht zu ideologischer Indifferenz der Staatspolitik und der Gesellschaft. Es gibt also keine Pflicht zu weltanschaulicher Neutralitaet. Doch sehen wir uns einige Paragraphen des Voelkerrechtes zur Neutralitaet und dauernder Neutralitaet in der Praxis an. Bundeskanzler Schuessel faehrt mit einer Riesendelegation aus der Wirtschaft nach China. Nach einigen Besichtungen von fuer diesen Besuch besonders herausgeputzten Werken und Anlagen werden die Auftragsbuecher gezueckt. Je mehr darin eingetragen werden kann, desto mehr verschwinden die stoerenden Unwichtigkeiten in diesem besuchten Land. Die exorbitante Militaerpraesenz - was soll's! Die tausenden 'Regime-Gegner und GegnerInnen' in den Hochsicherheitsgefaengnissen - na und! Die weltweit hoechste Zahl an Hinrichtungen mit Scheinprozessen - na und! Es geht um die Wirtschaft, denn wenn's der Wirtschaft gut geht, geht's allen gut! Maos Verkuendigung 'werdet reich', kam ja schliesslich auch nicht von ungefaehr. Aber vergesst eure buergerlichen Rechte voll, haette er dazusagen koennen. Nur, was kann so ein oesterreichischer Wirtschaftsmagnat dafuer, dass gerade in China unzaehlige Menschenrechtsverletzungen passieren? Zu ihm waren seine chinesischen Gastgeber ja sehr nett - und auch die Galamenues und das Hotel waren 1.Klasse. Naja, die werden's mit der Zeit schon noch kapieren. Ausserdem grinst der oesterreichische Bundeskanzler so nett. Die chinesischen Gastgeber sind von Schuessel tatsaechlich ganz entzueckt. Er sagt so nette Sachen. So z.B., dass er natuerlich fuer 'EIN China' ist. Es geht dabei um den Dauerkonflikt, der China und Taiwan seit Beendigung des II.Weltkrieges fast schon rituell zu Drohungen mit Militaereinsatz und Bombardements des jeweils anderen fuehrte. EIN China bedeutet nichts anderes, als dass Taiwan als eigenstaendiges Land nicht mehr existieren wuerde. Und tatsaechlich wurde auch schon hin und her geschossen, die beiden Kontrahenten waren nur um Haaresbreite von einen realen Krieg entfernt. Die Guomindang als Regierungspartei Taiwans schlitterte immer noch gerade um eine Katastrophe herum. Angesichts dieser Konflikte zwischen zwei fremden Laendern duerfte es voelkerrechtlich von ziemlicher Brisanz sein, dass ein Bundeskanzler eines 'dauernd neutralen' Landes in seinen Aussagen andauernd das eine Land - naemlich China - bevorzugt. Ja sogar noch Kriegsbestrebungen foerdert, denn nur mit gutem Zureden wird sich Taiwan kaum dem chinesischen grossen Nachbar einverleiben lassen. Wer zieht jetzt bitte Schuessel zur Rechenschaft, der der chinesischen Fuehrung fuer Wirtschaftsinteressen in den Arsch kriecht und dafuer massiv das Voelkerrecht verletzt? *Fritz Pletz* *************************************************** Der akin-pd ist die elektronische Teilwiedergabe der nichtkommerziellen Wiener Wochenzeitung 'akin'. Texte im akin-pd muessen aber nicht wortidentisch mit den in der Papierausgabe veroeffentlichten sein. Nachdruck von Eigenbeitraegen mit Quellenangabe erbeten. Namentlich gezeichnete Beitraege stehen in der Verantwortung der VerfasserInnen. Ein Nachdruck von Texten mit anderem Copyright als dem unseren sagt nichts ueber eine anderweitige Verfuegungsberechtigung aus. Der akin-pd wird nur als Abonnement verschickt. Wer versehentlich in den Verteiler geraten ist, kann den akin-pd per formlosen Mail an akin.buero at gmx.at abbestellen. ************************************************* 'akin - aktuelle informationen' a-1170 wien, Lobenhauerngasse 35/2 vox: ++43/1/535-62-00 (anrufbeantworter, unberechenbare buerozeiten) http://akin.mediaweb.at akin.buero at gmx.at Bankverbindung lautend auf: föj/BfS, Bank Austria, BLZ 12000, 223-102-976/00, Zweck: akin ================================================ 14 ASt - Mit der Bitte um Veröffentlichtung Von: ASt-LFI ================================================ Reden von ArbeiterInnenstandpunkt und REVOLUTION auf der 1. Mai-Demonstration 2005 (aus: Red Newsletter 154, Informationsdienst des ArbeiterInnenstandpunkt, 2. Mai 2005, www.arbeiterInnenstandpunkt.net) Die von ArbeiterInnenstandpunkt und REVOLUTION gemeinsame mit anderen linken Organisationen initiierte internationalistische 1. Mai-Demonstration erwies sich mit über 1.500 TeilnehmerInnen als ein überwältigender Erfolg. Wir werden dazu morgen eine genauere Einschätzung veröffentlichen. Heute publizieren wir die beiden Reden, die GenossInnen des ArbeiterInnenstandpunkt sowie REVOLUTION auf der Demonstration hielten. *********** Liebe Genossinnen, liebe Genossen! Der 1. Mai ist für uns nicht nur ein, mit Tradition behafteter, Tag, an dem man einmal im Jahr am Ring spazieren geht. Der 1. Mai ist unser Tag des Widerstands. Er ist unser Tag des Widerstands gegen das kapitalistische Weltsystem. Wir stehen hier um gegen den Kapitalismus und seine Ausgeburten wie Krieg und Rassismus zu demonstrieren. Im Irak sind seit Beginn des Krieges 2003 an die 150.000 Irakerinnen und Iraker durch die amerikanische Besatzung ums Leben gekommen. In Palästina mordet die israelische Armee seit über 50 Jahren. Palästinenserinnen und Palästinenser leben teilweise ebenso lange in Flüchtlingslagern. In Tschetschenien wurden während des ersten Tschetschenienkrieges 1994-1996 ein Zehntel der gesamten Bevölkerung regelrecht abgeschlachtet. Seite 1999 waren es wieder zehntausende tschetschenische Opfer. Wir als Internationalistinnen und Internationalisten solidarisieren uns mit diesen unterdrückten Völkern und ihrem legitimen Kampf gegen diese Unterdrückung. Ihr Kampf muss auch unser Kampf sein. Doch der kapitalistische Krieg nach Außen muss für die Herrschenden Hand in Hand mit dem kapitalistischem Krieg nach Innen gehen. Sozialabbau, Einsparungen im Gesundheitswesen, Bildungsabbau, Pensionsraub und Rassismus – ohne alle diese Dinge wäre der Kapitalismus nicht denkbar. Unser Ziel ist es also nicht, das bestehende System zu reformieren. Unser Ziel ist der Sturz dieses unterdrückerischen Systems. Doch unser Kampf darf sich nicht auf den 1. Mai beschränken. Unser Kampf muss kontinuierlich fortgesetzt werden. Es ist unsere Aufgabe, die Kämpfe von Heute mit der Perspektive der sozialistischen Revolution – dem Sturz des Kapitalismus – zu verbinden. Deshalb organisieren wir mit einer Reihe von anderen Organisation am 8. Mai eine Demonstration gegen den Aufmarsch von rechtsextremen Burschenschaftern. Deshalb organisieren wir gemeinsam mit anderen Organisationen einen Schulstreik am 20. Mai um gegen Bildungsabbau und für die Rechte von Jugendlichen zu kämpfen. Deshalb sehen wir es als unsere Aufgabe eine revolutionäre Partei auf internationaler Ebene aufzubauen. Und deshalb bin ich und sind wir Teil der Liga für die Fünfte Internationale. HOCH DIE INTERNATIONALE SOLIDARITÄT! Roman Birke (ArbeiterInnenstandpunkt) ============================================================ Rede von REVOLUTION auf der 1. Mai-Demonstration 2005 Hallo, Genossinnen und Genossen! Der 1. Mai ist ein Tag, an dem wir für unsere Rechte kämpfen! Für unser Recht auf einen Arbeitsplatz, wo wir einen anständigen Lohn bekommen! Für unser Recht auf eine gute Ausbildung, ohne permanente Stundenkürzungen und Sparplänen! Für ein Altwerden, wo wir nicht bis zum Tod arbeiten müssen! Für eine Welt, in der Immigrantinnen und Immigranten ohne Angst vor rassistischer Diskriminierung leben können! Doch das ist nicht möglich, solange wir im System des Kapitalismus leben. Dieses System dient nicht dem Volk, den Arbeitenden, den Jugendlichen, den Frauen und Immigranten. Dieses System dient nur den reichen Kapitalisten. Deswegen kämpft REVOLUTION für den Sturz des weltweiten Kapitalismus. Wir wollen nicht von uns aus den aktiven Klassenkrieg. Aber wenn sich die Herrschenden mit aller Kraft an ihre Macht klammern, dann werden wir uns nicht scheuen, mit allen notwendigen Mitteln für die Revolution zu kämpfen! Natürlich ist uns klar, dass das nicht von heute auf morgen geht, dass das viel Geduld und viel Arbeit erfordert. Deswegen benötigen wir auch die internationale Solidarität innerhalb der ArbeiterInnenbewegung. Wir sind uns sicher, daß dieser Weg der internationalen Solidarität, dieser Weg der Revolution der einzig mögliche ist, um zu einer sozialistischen Gesellschaft zu kommen. One solution – REVOLUTION! Rebecca „Becky“ Sternberg und P. Berger (REVOLUTION) ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< INTERNATIONALES ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 15 Brasilien/Menschenrechte: Fremde im eigenen Land Von: akin ================================================ ********************************************************** akin-Pressedienst. Aussendungszeitpunkt: Dienstag, 3. Mai 2005; 17:08 ********************************************************** Brasilien/Menschenrechte: > Fremde im eigenen Land Indigene Gemeinschaften in Brasilien Die brasilianische Verfassung setzte 1988 fest, dass saemtliche Gebiete, die frueher nachweislich von Indigenen bewohnt wurden, bis spaetestens 1993 an diese zurueckgegeben werden muessen. Das verfassungsmaessige Ziel der Rueckgabe saemtlicher Indianergebiete ist jedoch auch 2005 noch weit entfernt, obwohl die 2002 an die Macht gekommene Regierung von Praesident Lula da Silva in einem "Indianer-Manifest" versprochen hatte, die Probleme der indigenen Bevoelkerung im Rahmen einer "demokratischen, objektiven und kohaerenten Politik" zu loesen. Der neue Bericht von amnesty international "Fremde im eigenen Land" zeigt auf, welch dramatische Konsequenzen die jahrelangen Versaeumnisse der Regierungspolitik auf landlose indigene Gemeinschaften haben: Ihr Leben ist von Angst, Elend und Hoffnungslosigkeit gekennzeichnet, sie leiden unter elenden Behausungen, tiefster Armut, Nahrungsmittelknappheit, hoher Kindersterblichkeit und zunehmenden Selbstmordraten. Die durch Versprechungen der neuen Regierung geweckten Erwartungen machten einer tiefen Enttaeuschung Platz als die Zusagen nicht eingeloest wurden. Ein erstes Treffen zwischen dem Praesidenten und indigenen Fuehrungspersoenlichkeiten fand ueberhaupt erst im April 2004, 16 Monate nach dem Amtsantritt der Regierung statt - und das keineswegs freiwillig: Die Indianer hatten zuvor den Kongress in der Hauptstadt Brasília besetzt, um endlich eine Audienz beim Praesidenten zu erhalten. Die nicht geloeste Landfrage stellt fuer viele indigene Gemeinschaften eine existenzielle Bedrohung dar und laesst ihnen haeufig keine Wahl als die der friedlichen Besetzung ihres angestammten Landes, um die Zerstoerung ihrer traditionellen Lebensform zu verhindern. Damit kommen sie in Konflikt mit zahlreichen Interessengruppen, die ebenfalls Anspruch auf das strittige Land erheben - Bauern, Grossgrundbesitzer, Forst- und Industriebetriebe sowie das Militaer verteidigen ihre Ansprueche auf Indianerland mit allen Mitteln und schrecken auch vor der Anwendung von Gewalt oft nicht zurueck. Verbrechen, die an Mitgliedern von indigenen Gemeinschaften veruebt werden, wird von staatlicher Seite nur in den seltensten Faellen nachgegangen - die Taeter koennen mit grosser Wahrscheinlichkeit mit Straflosigkeit rechnen, was neuen Gewalttaten Vorschub leistet. Der Mord an Marcos Verón In den letzten Jahren eskalierte die Gewalt gegenueber indigenen Gemeinschaften und ihren Fuehrern zunehmend. Allein 2003 wurden 23 Indianer ermordet - die meisten im Zuge von Landstreitigkeiten. Marcos Verón, der 72-jaehrige Fuehrer ("Cacique") der Guarani-Kaiowá, wurde vor den Augen seiner Familie von Landarbeitern zu Tode gepruegelt, als er versuchte, einen kleinen Teil des Landes Takuara friedlich zu besetzen, aus dem seine Gemeinschaft 1953 vertrieben worden war. In der Folge wurden die mutmasslichen Moerder verhaftet; sie wurden jedoch bis heute nicht vor Gericht gestellt. Der Prozess gegen sie soll noch im Lauf des Jahres 2005 stattfinden. 1983 wurde Marçal de Souza "Tupã?Y" vor seinem Haus in Campestre erschossen - er hatte die brasilianischen Indianer in einer Audienz beim Papst bei dessen Brasilienbesuch vertreten und sich in flammenden Reden vor der UNO fuer Minderheiten in aller Welt eingesetzt. Seine mutmasslichen Moerder - ein lokaler Landbesitzer und sein Manager - wurden zwar vor Gericht gestellt, aber bisher nicht verurteilt. Gewalt gegen Angehoerige indigener Gemeinschaften wird von weiten Teilen der Gesellschaft wenn nicht ausgeuebt, so doch toleriert - wobei Behoerdenvertreter leider oftmals mit schlechtem Beispiel vorausgingen: So verwehrten diese bei der 500-Jahr-Feier Brasiliens im April 2000 zahlreichen Indigenen-Vertretern die Teilnahme an den Feierlichkeiten und die oeffentliche Thematisierung ihrer Probleme. Als indigene Aktivisten daraufhin in einem friedlichen Protestmarsch am "500. Geburtstag Brasiliens" zum Ort der offiziellen Feierlichkeiten stroemten, wurden sie von der Militaerpolizei mit Traenengas und Schlagstoecken gestoppt. Selbstmorde Die Guarani-Kaiowá Sie zaehlen zu den bevoelkerungsreichsten indigenen Gemeinschaften Brasiliens - dennoch verfuegen sie pro Kopf ueber einen der geringsten Landanteile unter allen indigenen Gruppen. Die Laender, ueber die sie verfuegen, gehoeren zu den kleinsten, aermsten und am dichtesten besiedelten indigenen Gebieten Brasiliens; sie sind von Unterernaehrung, Krankheit, Schmutz, Gewalt und Alkoholismus gepraegt. In den letzten Jahren stieg die Kindersterblichkeit aufgrund des zunehmenden Hungers stark an - 2004 starben 64 von 1.000 Kaiowá-Kindern. Seit den spaeten 1980er Jahren wurden die Guarani-Kaiowá international zum Symbol fuer die Verzweiflung indigener Voelker, denen jede Zukunftsperspektive genommen wurde: Immer oefter begingen junge Nhandeva und Kaiowá Selbstmord. Zwischen 1986 und 1999 starben 305 Guarani; seitdem steigen die Selbstmordzahlen von Jahr zu Jahr. So wurden im Zeitraum Jaenner 2001 bis Juli 2003 von der staatlichen Gesundheitsbehoerde 132 Guarani Selbstmorde gezaehlt. Die Gruende fuer die Verzweiflung der Jugendlichen sind sicherlich vielfaeltig; die Guarani-Kaiwoá selbst haben sie immer wieder in Zusammenhang mit der Verweigerung von Landanspruechen gestellt. Das Recht aufs eigene Land "Indigene Gruppen haben - allein aufgrund der Tatsache ihrer Existenz - das Recht, frei in ihrem eigenen Territorium zu leben. Die enge Verbindung der indigenen Voelker mit ihrem Land muss als fundamentale Basis ihrer Kultur, ihres spirituellen Lebens, ihrer Integritaet und ihres wirtschaftlichen Ueberlebens anerkannt und verstanden werden." ( Inter-Amerikanischer Gerichtshof fuer Menschenrechte, 31. August 2001) Internationale Menschenrechtsstandards wie die "ILO Konvention 169 ueber eingeborene und in Staemmen lebende Voelker in unabhaengigen Laendern" bekraeftigen, dass indigene Voelker ein Anrecht darauf haben, auf ihren angestammten Land frei zu leben. Die brasilianische Verfassung setzte bereits 1988 fest, dass saemtliche Gebiete in Brasilien, die nachweislich von Indigenen bewohnt worden waren, bis spaetestens 1993 an diese zurueckgegeben werden muessen. Die betroffenen Farmer sollten fuer die ihnen dadurch entstandenen Verluste entschaedigt werden. Zwischen 1992 und 2001 wurden zwar 478.721 km2 fuer indigene Gemeinschaften "demarkiert", das verfassungsmaessige Ziel der Rueckgabe saemtlicher Indianergebiete ist aber auch 2005 noch weit entfernt. Mittlerweile wurden 580 indigene Territorien offiziell als solche anerkannt - aber erst 340 von ihnen wurden auch ratifiziert. Hoffnungsstreifen am Horizont Trotz der zahlreichen Schwierigkeiten, mit denen die indigenen Gemeinschaften Brasiliens konfrontiert sind, gibt es auch immer wieder Anlass zu Freude und Hoffnung. So stellte der derzeitige Justizminister in Aussicht, dass bis Ende 2006 endlich alle noch ausstaendigen Demarkationen und Ratifikationen von Indianer-Gebieten durchgefuehrt werden sollen - ai wird die Einhaltung dieses Versprechens regelmaessig einmahnen. Die Behoerden scheinen auch zunehmend auf internationalen Druck zu reagieren - am 29. Maerz 2005, einen Tag vor der Veroeffentlichung des neuen ai-Berichtes "Fremde im eigenen Land", ratifizierte Staatspraesident Lula da Silva endlich das Indigenen-Land Cerro Marangatú und gab damit 400 Guarani-Kaiowás ihre Heimat zurueck. amnesty international hatte zuvor eine Aufsehen erregende "urgent action" um die Welt geschickt und auf den drohenden Massenselbstmord der bedrohten Kaiowá-Gemeinschaft aufmerksam gemacht, die nicht bereit war, das von ihnen friedlich besetzte Land lebendig zu verlassen. Das groesste Hoffnungszeichen ist aber sicherlich der starke Ueberlebenswillen der indigenen Gemeinschaften selbst, die immer professioneller um ihre Rechte kaempfen. Waehrend die Anzahl der indigenen Bevoelkerung Brasiliens Mitte des letzten Jahrhunderts mit geschaetzten 100.000 Angehoerigen einen historischen Tiefstand erreichte, geht man 2005 von landesweit 370.000 Indigenen aus. (ai/gek.) Quelle und Online-Protest-Moeglichkeit: http://www.amnesty.co.at/aktionen/brasilien/ ================================================ 16 Pressemitteilung iz3w 285 Von: Oeffentlichkeitsarbeit iz3w-freiburg ================================================ Wir möchten Sie auf das Erscheinen der aktuellen Ausgabe Nr. 285 der nord-süd-politischen Zeitschrift iz3w aufmerksam machen. Die Zeitschrift kann für ? 4.- plus Porto beim Informationszentrum 3. Welt (iz3w) bezogen werden. iz3w Nr. 285 (Juni 2005) Themenschwerpunkt: Stets zu Diensten - Entwicklungspolitik für den Markt Die deutsche und die europäische Entwicklungspolitik hat sich unter der rot-grünen Bundesregierung nicht zum Besseren gewendet. Schlagworte wie zivil-militärische Kooperation, Public Private Partnership oder Drogenbekämpfung deuten an, dass staatliche wie private Entwicklungspolitik anderen Begehrlichkeiten als nur Armutsbekämpfung unterworfen ist. Unser Themenschwerpunkt knüpft an die langjährige ‚Tradition’ der iz3w an, die real existierende Entwicklungspolitik kritisch zu hinterfragen. Und zwar jenseits von rein quantitativen 0,7-Prozent-Forderungen nach mehr Geld für Entwicklungshilfe, aber auch jenseits einer grundsätzlichen Infragestellung der Entwicklungsidee. Themen im Schwerpunkt: Entwicklung zur Konkurrenz - Streit zwischen Wirtschafts- und Entwicklungspolitik + Die Milleniumsziele unter neoliberalem Vorzeichen + Public Private Partnership in der Entwicklungszusammenarbeit + Ein Entwicklungsprojekt der EU sorgt in Chiapas für Unmut + Interview mit Thomas Gebauer über zivil-militärische Kooperation in der Entwicklungszusammenarbeit + Ziviler Friedensdienst als Alternative zu militärischem Eingreifen? Weitere Themen im Heft: Politik und Ökonomie: Kommentare: Angst vorm bösen Wolf - Zur Nominierung des neuen Weltbankpräsidenten + Arabische Welt: Der Bericht über die menschliche Entwicklung 2004 + Libanon: Neue oppositionelle Einigkeit + Tsunami: Bilanz nach der Flutkatastrophe + Burma: Anti-Drogen-Programme der UN führen zu sozialer Not Kultur und Debatte: Film I: Die 10. femme totale in Dortmund + Film II: Hotel Ruanda - Aufklärung mit Hollywood + Deutscher Kolonialismus: Dringender Klärungsbedarf - Das Gedenkjahr 2004 in Namibia Weitere Informationen zum aktuellen Heft finden Sie unter: www.iz3w.org/iz3w/index.htm iz3w - Verlag und Redaktion Tel: 0761/74003 Fax: 0761/709866 Postfach 5328 E-mail: info at iz3w.org 79020 Freiburg Internet: www.iz3w.org ================================================ B) TERMINE ================================================ ======================== Mittwoch http://mund.at/butt/Termine/Mai/0405.htm Donnerstag http://www.mund.at/butt/Termine/Mai/0505.htm Freitag http://www.mund.at/butt/Termine/Mai/0605.htm ======================== ================================================ D) EDITORIAL ================================================ Für den Inhalt verantwortlich: Ihr. E-Mail-Adresse für Beiträge: widerstand at no-racism.net geschickt. widerst at nd MUND und alle Termine täglich aktualisiert im Web: http://www.no-racism.net/MUND Ziel von MUND (medienunabhängiger Nachrichtendienst) ist die unzensurierte und möglichst rasche Information über gesellschafts- politisch relevante Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu Widerstand und Antirassismus sowie verwandte Themen. sollen einen Titel, Namen und Emailadresse der/des AutorIn enthalten und möglichst kurz und prägnant gehalten sein, ev. mit Hinweis, wo weitere Informationen eingeholt werden können. Bitte keine Attachments! Die inhaltliche und sachliche Verantwortung liegt bei der/dem jeweiligen AutorIn bzw. jenen, die uns die Beiträge schicken. Der MUND wird von einzelnen TagesredakteurInnen zusammengestellt. Da Fehler nicht ausgeschlossen sind, bitten wir, nicht veröffentlichte Beiträge nochmals an widerstand at no-racism.net zu senden. Die Weiterleitung (auch auszugsweise) ist erwünscht. Beiträge mit rassistischen oder sexistischen Inhalten werden nicht veröffentlicht. Sehr persönliche Meldungen werden wir an den betreffenden Adressaten weiterleiten, aber nicht im MUND veröffentlichen. Die bisherigen Ausgaben sind unter http://www.no-racism.net/MUND archiviert. Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage: * Wann: Sonntag, 11.11.2001, 11:11 Uhr * * Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" * * Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf * * Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie. Aber kurz und prägnant.* Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch stillschweigend Zensur zu üben. Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die Nichtaufnahme geliefert. (Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.) Die AbsenderInnen der betroffenen Beiträge werden hiervon informiert. Im Sinne einer "gläsernen Zensur" könnt ihr Euch die Beiträge gerne extra schicken lassen: Ein kurzes Mail an widerstand at no-racism.net genügt. ================================================ E) VERTEILERLISTE ================================================ Zur Eintragung in diesen Verteiler bitte direkt subskribieren unter http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/analle oder von der einzutragenden Adresse aus ein mail schicken an: admin at no-racism.net mit folgendem Text: subscribe no-racism Bitte wegen Automatisierung diesen Wortlaut verwenden! Zur Austragung aus dieser Liste bitte an zusammengestellt. Bitte keine Attachments! (werden nicht angenommen) 11 beiträge nicht genommen- nwr, nicht aktuell, zu viel 3 beitäge zur klärung zurückgestellt Redaktionsschluss für diese Ausgabe: Mi 12.00 Uhr III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III ü, ö, ä, ß, Ü, Ö, Ä III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III widerst at nd-MUND is powered by http://alt.strg.at/ ================================================ From analle at no-racism.net Thu May 5 21:31:39 2005 From: analle at no-racism.net (analle at no-racism.net) Date: Thu, 5 May 2005 21:31:39 +0200 Subject: MUND: Donnerstag, 5. Mai 2005 Message-ID: widerst at nd MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst www.no-racism.net/mund Donnerstag, 5. Mai 2005 ================================================ A) INHALT ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 01 be a mensch ! - 10 Jahre Integrationshaus von Nikolaus Heinelt ================================================ 02 Jugoslawien von Promedia ================================================ 03 Graz/KSV/Kandidaturen/Wisiak von KPÖ Steiermark ================================================ 04 F13 heißt: Die Stadt ist unser vonMario Lang ================================================ 05 Film Präsentationen: Coffee and Cigarettes von "nico mayer" ================================================ 06 termine von infoladen wels ================================================ 07 [Depot-news] Programm 09.05. - 10.05. von depot-news at mailman.sil.at ================================================ 08 Donnerstag (5.5.) - krankheitsbedingte Programmänderung, weiterer Antinazi-Termin von ================================================ 09 7. Mai 2005 - Großaktionstag - NEUTRAL BLEIBEN statt EU-Kriegsverpflichtung - BITTE ZAHLREICH WEITERLEITEN von Österr. Solidaritätskomitee ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN, MEINUNGEN, KOMMENTARE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 10 Statement der Irakischen Kommunistischen Partei zur aktuellen politischen Lage im Iraq von ================================================ 11 happy birthday saddam von ================================================ 12 Human Rights Situation of the Roma, Sinti and Travellers in Europe John O ================================================ ================================================ B) TEXTE ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 01 be a mensch ! - 10 Jahre Integrationshaus von Nikolaus Heinelt ================================================ be a mensch ! Die 10 Jahre Integrationshaus Gala im Gasometer - Veranstaltungen zum 10-jährigen Bestehen des Integrationshauses vom und für das Integrationshaus im Mai/Juni 2005 Das Integrationshaus wird 10 Jahre alt! „Und das wollen wir natürlich gebührend feiern, mit all unseren Freunden und den Menschen, die hinter der Idee des Integrationshauses stehen“, so Willi Resetarits, Mitbegründer und Vorstandsmitglied des Vereins. Daher wird es am 16. Juni im Gasometer eine große Gala geben, um dieses Jubiläum zu begehen. Der Reinerlös kommt natürlich wieder dem Integrationshaus zugute. Willi Resetarits lädt Musiker und Musikerinnen aus aller Welt ein, die eines gemeinsam haben: sie sind international bekannt und leben in Österreich. Gemeinsam mit Willi und dem famosen Guggenbichler Trio (Roland Guggenbichler, Klavier und musikalische Leitung, Erich Buchebner, Kontrabass, Christian Eigener, Schlagzeug) musizieren: Insingizi, das Vokalensemble aus Zimbabwe, der aus Holland stammende „Blues Man“ Hans Theessink, Ausnahmegitarrist Allegre Correa aus Brasilien, Krystof Dobrek, „l´accordionista“ aus Polen, DER Sänger des kurdischen Volkes, Sivan Perwer, FRANZ JOSEF von Houseverstand, die Wiener Hip Hop Funk Institution, Beatrix 9ndlinger & die geringfügig Beschäftigen und Wolfgang Puschnigg, Welt Jazzer aus Österreich. Und eine Weltpremiere gibt es auch: einen gemeinsamen Auftritt der „3 Resetarits“ Peter, Lukas und Willi Resetarits als Vokal Trio. „Gemeinsam wollen wir einen Abend gestalten, der uns selber und dem Publikum ein unvergesslicher bleiben soll“, meint Willi Resetarits, aber mit besorgtem Nachsatz: „Man muss aber sagen, dass wir nicht nur feiern, sondern das Geld natürlich auch sehr dringend brauchen, um den Betrieb im Integrationshaus am Laufen zu halten.“ Daher wird es auch schon ab 20. Mai verschiedenste Veranstaltungen zugunsten des Integrationshauses im Rahmen des 10-Jährigen Jubiläums geben. Mehr dazu im Veranstaltungskalender auf www.integrationshaus.at Das Integrationshaus setzt auf nationaler und internationaler Ebene effiziente Maßnahmen zur Herstellung von Chancengleichheit von Flüchtlingen und MigrantInnen. Seit zehn Jahren werden Projekte zur Betreuung, Beratung und Schulung sehr professionell mit großem Erfolg durchgeführt. Aber die Arbeit des Integrationshauses kann sich nur im Rahmen der gesetzlichen und der finanziellen Möglichkeiten bewegen. Beide sind in Österreich sehr eng gesteckt. be a mensch ! – 10 Jahre Integrationshaus 16. Juni 2005, BA-CA Halle/Gasometer Guglgasse 8, 1110 Wien; Einlass: 19.15; Beginn: 20.00; Kartenpreise: * 25,-/30,- (Achtung, bei manchen VVK-Stellen werden Bearbeitungsgebühren verrechnet); Tickets in jeder Bank Austria Creditanstalt, unter www.clubticket.at, telefonisch unter 050505 DW 15. Tickets unter 01/88088 und ticketline.cc sowie in allen Vertriebsstellen der Austria Ticket Online, sämtlichen Trafiknet-Trafiken mit ATO-Anschluß und bei Österreich-Ticket. be a mensch ! Veranstaltungen zum 10-jährigen Bestehen des Integrationshauses vom und für das Integrationshaus organisiert: 4. Mai – 8. Juni 2005 Literaturhaus, 7, Seidengasse 13; Mo, Mi 9-17, Di 9-19, Fr 9-15 Uhr Ausstellung: „WELTGERICHTE, WELTGEDICHTE“ Gerhard Jaschke – Scherenschnitte (aus dem Buch: „Geschmack der Fremde“), Der Reinerlös der Bilder geht an das Integrationshaus 13. Mai 2005, 20.00 Blue Tomato, 15, Wurmsergasse 21 (U3 Johnstr./Wasserwelt) Beckermeister Eintritt * 10,- 18. Mai 2005, 20:00 Theater Rabenhof, 3, Rabengasse 3 UDO 77 von monochrom im Theater Rabenhof Eintritt * 16,- / 9,- (Reservierungshotline: 01/7128282) 20. Mai 2005, ab 15:00 BASSENA, 2, Wolfgang Schmälzl Gasse 12 BASSENA Stuwerviertel feiert 10 Jahre! Zu Gast: Jugendprojekt Caravan-Integrationshaus Ab 19:30 Musik mit Little Wing, Grup Berfin, Gast: Willi Resetarits 21. Mai – 4. Juni 2005 16, Grundsteingasse / Ecke Gürtel “the best of immigration“ SOHO IN OTTAKRING 2005 Grenzenverbindendes Kooperationsprojekt zwischen dem Projekt „2B“ aus CUSCO/Peru und in Österreich lebenden AsylwerberInnen und Flüchtlingen aus verschiedenen Nationen, die im Integrationshaus leben 22. und 27. Mai 2005, 20:00 KaiserMühlnerWerkl, 22, Schüttaustraße 1 Apollos Maschinen Eintritt: 15,00; reservierung at theater-werkl.at 4. Juni 2005, 20:00 Uhr Kabelwerk, 12, Oswaldgasse 33 Endspiel von Samuel Beckett mit Abate Ambachew und Farzad Majgani (Integrationshaus).Eine Produktion des Wiener Vorstadttheaters – integratives theater österreichs; Eintritt: 12,00; Reservierung: r.lackner at integrationshaus.at 13. Juni 2005, 21:00 – 22:30 Kuffner Sternwarte Wien, Johann Staud-Straße 10, 1160 Wien Führung „Sonne, Mond und Sterne“ Eintritt: 6 Euro, um Anmeldung gebeten: preiner at kuffner.ac.at Mittwoch, 15. Juni 2005 ab 20h SHELTER, 20, Wallensteinplatz 8 live: RISING GIRL, DOUBLEPUNKT surrounded by SKAMAICAN TUNES SOUNDSYSTEM Eintritt: 7,- 16. Juni 2005, 20.00-23.00 BA-CA Halle/Gasometer, 11, Guglgasse 8 „be a mensch!“ Willi Resetarits & Freunde, Eintritt: 25/30 Euro, Kartenvorverkauf über BACA und Östereich-Ticket Ausstellung im Foyer: »Corporate Design Projekte der “Graphischen“ für das Integrationshaus« Der Reinerlös dieser Veranstaltungen kommt dem Integrationshaus zugute. Infos zu allen Veranstaltungen in Rahmen von „10 Jahre Integrationshaus“ finden Sie auf www.integrationshaus.at. -- Nikolaus Heinelt noPRoblem Public Relations Ennsgasse 17/36 1020 Wien Tel.: +43-699-12123522 Email.: n.heinelt at no-pr-oblem.at www.no-pr-oblem.at ================================================ 02 Jugoslawien von Promedia ================================================ Einladung zur Buchpräsentation: Rudy Weißenbacher JUGOSLAWIEN Politische Ökonomie einer Desintegration ISBN 3-85371-235-5, br., 496 Seiten, 39, 90 Euro Zum Buch sprechen: Erwin Lanc (Präsident des International Institute for Peace, Außenminister a.D.) Rudy Weißenbacher (Autor) Karin Fischer (Mitarbeiterin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften) Wo? Kultur unter der Brücke, Wipplingerstraße 23, 1010 Wien Wann?Mittwoch, 18. Mai 2005, 19 Uhr 30 Anschließend werden Erfrischungen gereicht! Rudy Weißenbacher stellt in seinem Buch die ökonomischen, sozialen und politischen Prozesse Jugoslawiens dar, die den Hintergrund für den gewalttätigen Desintegrationsprozess der 1990er Jahre bildeten. Hierfür erläutert er die inneren und äußeren Faktoren dieser Entwicklung. Als innere Faktoren beschreibt er die jugoslawische Staats- und Verfassungsgeschichte sowie das Problem der Verteilung des Sozialprodukts in Hinblick auf das starke regional-abhängige ökonomische Gefälle. Als Faktoren von außen ortet der Autor die globale Rezession, die durch IWF und Weltbank betriebene Verschuldung und das Ende der Blockkonstellation im Kalten Krieg. Außerdem zeigt Weißenbacher die besondere Abhängigkeit Jugoslawiens von internationalen Rahmenbedingungen auf, welche unter anderem durch seine Position zwischen dem kapitalistischem ”Westen” und sozialistischem ”Osten“ bzw. zwischen wirtschaftlich entwickeltem ”Norden” und unterentwickeltem ”Süden” zu erklären ist. Wir freuen uns auf Ihr Kommen Hannes Hofbauer, für den Verlag ================================================ 03 Graz/KSV/Kandidaturen/Wisiak von KPÖ Steiermark ================================================ KPÖ Steiermark Lagergasse 98a 8020 Graz Tel. 03 16 / 71 24 36 Fax 03 16 / 71 62 91 email: kpoe_stmk at hotmail.com Mittwoch, 4. Mai 2005 Presseinformation der KPÖ Steiermark ÖH-Wahl: Grazer KSV kandidiert an zwei Unis! Der Grazer KSV wird bei der Hochschülerschaftswahl, die zwischen 31. Mai und 2. Juni 2005 stattfindet, in Graz an der Medizinischen Universität und an der Karl-Franzens-Universität kandidieren. Die dafür notwendigen Unterstützungserklärungen konnten problemlos gesammelt werden. Hanno Wisiak, Spitzenkandidat des KSV an der Uni Graz, schätzt die Chancen ein Mandat in der Universitätsvertretung zu erreichen sehr gut ein. Bei den Wahlen 2003 wurde dieses nur knapp verpasst. "Der KSV ist die einzige wählbare Alternative, weil sie die Arbeit in der ÖH nicht als Sprungbrett für die Karriere in den etablierten Parteien sieht und den Bildungsabbau nicht losgelöst vom Umbau der Gesellschaft sieht und bekämpft. Dass kommunistische Politik Zukunft hat, zeigt sich an den Wahlergebnissen der KPÖ in Graz und in der Obersteiermark. Diesen Erfolg gilt es auch auf die ÖH-Wahlen umzulegen", so Wisiak Sein Bruder Sebastian Wisiak ist Spitzenkandidat an der Medizinischen Universität. "Die medizinische Universität Graz übernimmt eine Vorreiterrolle im Abbau des freien Hochschulzugangs. Der KSV stellt sich mit seiner Kandidatur klar gegen jegliche Ausgrenzung von sozial Schwächeren und fordert die Rücknahme der bereits beschlossenen Diskriminierungen." Die wesentlichen Inhalte des KSV sind der Kampf gegen weitere Zugangsbeschränkungen und Selektionsmechanismen wie Numerus Clausus, Knock-Out-Prüfungen, die geplante Dreiteilung der Studien und die Erhöhung der Studiengebühren durch deren Freigabe. Auch fordern wir die Verankerung von kritischen und feministischen Lehrinhalten in allen Studienplänen. www.comunista.at Rückfragehinweis: 0660 - 34 09 884 KPÖ-Steiermark Lagergasse 98 a 8020 Graz Tel.: 0316 71 24 36 Fax 0316 71 62 91 email: kp.stmk at kpoe-graz.at; kpoe_stmk at hotmail.com ================================================ 04 F13 heißt: Die Stadt ist unser vonMario Lang ================================================ Augustin-Presseinformation F13 - Eine Art Fasching, aber subversiv Viele Aktionen gegen die Verdrängung von "Randgruppen" am Freitag, 13. Mai Bis zu dreimal im Jahr bietet uns der Kalender die mythische Kombination Freitag, der Dreizehnte. Ein Jahr für Jahr wachsendes Netzwerk von Initiativen aus dem künstlerischen und sozialen Bereich entwickelt einen neuen urbanen Volksbrauch. Das Team und die VerkäuferInnen der Wiener Straßenzeitung Augustin sind Mitinitiatoren dieses Projekts. Das Kürzel F13 steht für einen Aktions- und Feiertag für Menschen, denen mangels Konsumkraft der öffentliche Raum entzogen wird oder die gesellschaftliche Diskriminierung erfahren. Eine Auswahl der Aktionen am Freitag, 13. Mai: 11.30 - 12.00 Uhr, diverse Plätze Hermes Phettberg (Stephansplatz), Wolfgang "Bamschabl" Katzer (Schwedenplatz), Hubsi Kramar (Karlsplatz Ausgang Resselpark), lesen aus dem Tagebuch eines Augustinverkäufers und anderen Sandler-Texten. Teil eines studentischen Projekts mit dem Ziel, den Augustin als einzigartige und qualitative Straßenzeitung zu positionieren. Vorher Guerilla-Klebe-Aktionen. 12.00 - 13.00 Uhr, Mariahilferstraße, Bundesländerplatz Öffentliches Milchtrinken im öffentlichen Raum. Eine Performance der Augustin-Schauspielgruppe 11%K.Theater. Mitmachen erwünscht. Anlass: Kriminalisierung von Menschen, die auf Straßen und Plätzen privat Bier trinken (außerhalb der Schanigärten, wo Bierkonsum natürlich erwünscht ist). 14.00 - 16.00 Uhr, Wallensteinplatz Projekt Bequemisierung. Sitzmöbel im öffentlichen Raum, die sandlerfeindlich gestaltet sind, werden durch Schaumgummi-Zusätze wieder zu menschengerechten Schlafgelegenheiten. Aktion der TÜWI-Teams. 14.00 - 17.00 Uhr, Burggarten Aktion "Stadthuhn" - Freilandeier für die freie Stadt. "Guerilla-Hühnerhaltung" im öffentlichen Grün-Raum. Ein Projekt von Christa Neubauer. 14.00 - 17.00 Uhr, Burggarten Der Park wird zum F13-Picknickplatz erklärt, falls das Wetter es zulässt. Wer hat, ist gebeten, überschüssiges Essen und Trinks mitzunehmen für Menschen, die weniger haben. 14.00 - 15.00 Uhr, Burggarten Die Reichweite des Augustin wird bestimmt. Ein Wettbewerb in der Disziplin "Weitwerfen von Augustin-Hunderterpackerl" für AugustiverkäuferInnen und -leserInnen. Attraktive Preise! 15.00 - 16.00 Uhr, Burggarten Präsentation des "Notpalastes", ein Projekt von Barbara Pitschmann (Univ. f. angewandte Kunst). Der "Notpalast" ist eine mobile Wohneinheit, ein Überlebens- und Allzweckmobil für Wohnungslose, ein Shelter auf Rädern, ein Kommunikationsmöbel. 16.00 - 17.00 Uhr, Burggarten Singende Säge. "Dadaistische Musik" mit dem Straßenmusiker Tullipan (Foto: mario lang, honorarfrei). 17.00 Uhr, Sportklubplatz (1170, Alszeile 19) Fußball gegen Ausgrenzung. "SchwarzWeiß-AUGUSTIN" spielt gegen die Mannschaft "Gehörlose". Vorspiel zum kleiner Wiener Derby Sportklub : Vienna. 17.00 - 18.00 Uhr, vor der Gloriette (Schlosspark Schönbrunn) "Nine Times No": Ca. einstündige Performance der Gruppe Slow Forward. Thema: Diskriminierung von Randgruppen. Ab 18.00 Uhr, Amerlinghaus F13-Fest des Augustin. Live: Smoky Finish, Capoeira (vivendo e aprendendo), Die Blutjungen Verführer. DJ. Dokumentarfilme über den Augustin. 1070 Wien, Stiftgasse 8, freie Eintrittsspende. F13-Aktionen im Rahmen des "Wiener Kongresses": http://wienerkongress.info/ F13-Aktion des SozialarbeiterInnen-Projekts "Ghupft & Gsprungen" (Straßentheater mit Obdachlosen nach Augusto Boal): gsprungen at gmx.at Die Zeitangaben sind relativ zuverlässig, nicht absolut. Nähere Infos: (01) 587 87 89, www.f13.at ================================================ 05 Film Präsentationen: Coffee and Cigarettes von "nico mayer" ================================================ Donnerstag 5-5-05 Ab 21.00 Uhr im vekks Coffee and Cigarettes, (USA, 2003), 96 Min. Elf Variationen zu einem Thema, dem Lob von Kaffee und Zigaretten, liefert Jim Jarmusch in seinem New Yorker Episodenfilm "Coffee and Cigarettes". Ein filmisches Ereignis. Regie: Jim Jarmusch Darsteller: Roberto Benigni Cate Blanchett Steve Buscami Iggy Pop Tom Waits Wu-Tang Clan Bill Murray Steve Coogan Vekks, Zentagasse 26, 1050 Wien Frei eintritt ================================================ 06 termine von infoladen wels ================================================ hallo! im folgenden findet ihr interessante termine für die nächsten wochen. noch eine info: am samstag, 07. mai, gibts in wien eine menschenkette gegen die eu-verfassung. die werkstatt frieden und solidarität sucht noch leute, die im bus ab linz mitfahren möchten (preis: 22,-/15,- ermässigt). weitere infos und kontakt: http://www.friwe.at ------------------------------------ Ska-Konzert mit "Skaliners" und "Smiling Sunrise Band" Mittwoch, 25. Mai 2005 im Fred Sega Musicpub, Vogelweiderstraße 1, 4600 Wels Skaliners: 10 Jahre schon spielen die 9 MusikerInnen aus Heidelberg tanzbaren Ska, ausgehend von den traditionellen Ska-Rhythmen der 60er und 80er aus Jamaika und England über Einflüsse aus dem Rock- und Soulbereich. Smiling Sunrise Band: Reggae & Ska aus Oberösterreich Eintritt: Euro 6,- Links: http://www.skaliners.de/ http://www.thesmilingsunriseband.com ---------------------------- Vortrag "EU-Verfassung und Militarisierung Europas" Donnerstag, 26. Mai 2005, 20 Uhr Infoladen Wels, Spitalhof 3, 4600 Wels Im Juni/Juli 2003 beendete der EU-Konvent (eine Versammlung von Vertretern aller EU-Organe und nationalen Parlamente) seine Arbeit mit dem Entwurf einer EU-Verfassung. Am 18. Juni 2004 beschlossen die EU-Staats- und Regierungschefs die EU-Verfassung und unterzeichneten sie am 29. Oktober 2004 in Rom. Die EU-Verfassung zementiert den Weg der Militarisierung und der neoliberalen Wirtschaftspolitik der EU ein. Sie muss nun in allen Mitgliedstaaten ratifiziert werden. Im österreichischen Nationalrat wurde am 02. März 2005 von allen vertretenen Parteien einstimmig (!) beschlossen, in Österreich keine Volksabstimmung zum Thema EU-Verfassung durchzuführen. Am 11./12. Mai wird im Nationalrat, am 25. Mai im Bundesrat darüber abgestimmt. Ein Mitarbeiter der Werkstatt Frieden und Solidarität (Friedenswerkstatt) aus Linz berichtet über die EU-Verfassung und die damit zusammenhängende Militarisierung Europas. Eintritt frei! Link: http://www.friwe.at ---------------------------- Vortrag: "Der Edelmarder im Hühnerstall oder Wie Herr Brecht Österreicher wurde" - von Kurt Palm Dienstag, 10. Mai 2005, 19.30 Uhr im Theater Phönix, Wiener Straße 25, 4020 Linz Als am 12. April 1950 dem Schriftsteller Bertolt Brecht von der Salzburger Landesregierung die österreichische Staatsbürgerschaft verliehen wurde, konnte niemand ahnen, dass dieser Vorgang wenig später Anlass für eine beispiellose Hetzkampagne gegen den weltberühmten Dramatiker sein würde. Im Klima des Kalten Krieges bedeutete es für die bürgerliche Presse und die Politiker von ÖVP und SPÖ einen ungeheuren Skandal, dass ausgerechnet der "Kommunist" Brecht einen österreichischen Pass bekommen hatte. Die daraufhin einsetzende Hysterie führte in letzter Konsequenz dazu, dass über zehn Jahre lang kein Stück von Brecht an österreichischen Theatern mehr gespielt werden durfte. In seinem Vortrag beleuchtet Kurt Palm die Hintergründe dieser Affäre und zeigt die Mechanismen jener Koalition von regierungstreuen Medien, konservativen Politikern und willfährigen Theaterleuten auf, die fatale Auswirkungen auf die gesamte Kulturpolitik dieses Landes haben sollten. Eine Veranstaltung von LIBIB (Bibliothek, Bildung, Kulturarbeit) und Theater Phönix Links: http://www.theater-phoenix.at/, http://www.servus.at/libib/ -------------------------- weitere termine: http://www.linkslinxooe.at/termine.html -------------------------- viele grüsse infoladen wels kulturverein und linke buchhandlung spitalhof 3 4600 wels tel.: 07242-910432 http://www.linkslinxooe.at ================================================ 07 [Depot-news] Programm 09.05. - 10.05. von depot-news at mailman.sil.at ================================================ Montag, 9. Mai, 19.00 Raub und Rückgabe Buchpräsentation Die Historikerkommission hat ihre Arbeit beendet. Nun liegt ein 14.000 Seiten starker Endbericht vor, der sich zum einen mit dem Vermögensentzug im „Dritten Reich“, zum anderen mit der Rückstellungs- und Entschädigungspraxis der Zweiten Republik befasst. Der Mandelbaum Verlag arbeitet an der Vermittlung dieser komplexen Forschungsergebnisse und „Die Republik und das NS-Erbe“ ist der erste von fünf geplanten Bänden dazu. Lassen sich die Forschungsresultate vermitteln und politisch umsetzen? Verena Pawlowsky und Harald Wendelin, Historikerkommission Robert Streibel, Publizist, Volkshochschule Hietzing Moderation: Eva Blimlinger, Historikerkommission Verena Pawlowsky, Harald Wendelin (Hg.): Die Republik und das NS-Erbe. Wien: Mandelbaum Verlag 2005 Dienstag, 10. Mai, 19.00 Das Gedächtnis der Republik Filmvorführung und Diskussion Die Austria Wochenschau existierte von 1949 bis 1982 und ist damit eine der bedeutendsten Nachrichtenschauen, die in den europäischen Kinos gelaufen ist. Doch nicht nur ihr umfassender Berichtszeitraum macht sie zu einem einzigartigen zeitgeschichtlichen Dokument: Keine andere filmische Quelle ist wie sie gleichermaßen journalistisch geprägter Ausdruck und historischer Beleg gesellschaftlicher Entwicklungen der Zweiten Republik. Nach Einstellung der Wochenschau hat das Filmarchiv Austria diese wichtigen Filmdokumente gesichert, bearbeitet und einer größeren interessierten Öffentlichkeit im Rahmen einer Edition wieder zugänglich gemacht. Die Veranstaltung führt anhand zahlreicher Filmbeispiele in die Geschichte der Wochenschau ein und stellt die notwendigen Arbeiten zur Erhaltung filmischer Quellen vor. Thomas Ballhausen und Renate Maragh-Ablinger, Filmarchiv Austria In Zusammenarbeit mit dem Filmarchiv Austria Depot Breitegasse 3 A-1070 Wien Tel: +43 1 522 76 13 www.depot.or.at ================================================ 08 Donnerstag (5.5.) - krankheitsbedingte Programmänderung, weiterer Antinazi-Termin von ================================================ Aufgrund einer Erkrankung muss das für den heutigen Donnerstagsspeakerscorner vorgesehene Referat "Wehrmachtsdeserteure und Schwarzblauorange" auf einen späteren Donnerstag verschoben werden. Stattdessen gibt es zum heutigen 60.Jahrestag der Befreiung des KZ Mauthausen eine 30-minütige Tonbanddokumentation zur Geschichte des KZ Mauthausen. Möge der Kanzler das Fenster offen haben, damit er sich das mit dem österreichischen Opfermythos und das mit seiner Regierung mit Rassisten und Naziverharmlosern endlich überlegt, mögen die Herren Kampl, Gudenus, Haider etcetc. aus dem schwarzorangeblaubraunen Sumpf auftauchen, kommen und sich ein bissl Geschichtsaufklärung zumuten... Alle anderen Termine aus der Aussendung vom Dienstag (siehe unten) bleiben natürlich aufrecht! Für den 8.5. kommt noch ein zusätzlicher Protesttermin gegen das Betrauern der Nazi-Niederlage durch rechte Burschenschafter dazu: 9Uhr (pünktlich), Treffpunkt U3-Station-Herrengasse: Dann soll es gemeinsam zur Krypta gehen, wo am Vormittag eine Kranzniederlegung von Burschenschaftern stattfinden soll. > -----Ursprüngliche Nachricht----- > Von: August Faschang > Gesendet: Dienstag, 03. Mai 2005 20:41 > Betreff: Donnerstag (5.5.) > > Liebe Leute! > > Auch am DONNERSTAG (5.5.) gibt es zusätzlich >zur wöchentlichen Mahnwache gegen Schwarzorange >in Österreich und Orangerot in Kärnten vor dem >Kanzleramt wieder einen SPEAKERSCORNER, diesmal >- anlässlich des 60.Jahrestags der Befreiung des >KZ Mauthausen - mit einem Referat zum Umgang mit >WEHRMACHTSDESERTEUREN in der 2.Republik mit >besonderer Berücksichtigung der >SCHWARZBLAUORANGEN REGIERUNG. In Mauthausen >wurden u.a. auch Deserteure von den Nazischergen >gequält. Die Regierung weigert sich nach wie >vor, etwas daran zu ändern, dass Deserteure >rechtlich schlechter gestellt sind als ehemalige >Mitglieder der verbrecherischen Waffen-SS der >Nazis. > > Treffpunkt ist um 19Uhr45 Ecke >Ballhausplatz/Heldenplatz, Beginn 20Uhr. Und >danach sind wieder alle Teilnehmerinnen im >Stammlokal in der Neustiftgasse willkommen! > > Weitere Termintipps: > Donnerstag (5.5.),ab 17Uhr: Widerstandslesung >(Ecke Ballhausplatz/Heldenplatz). > Donnerstag (5.5.), 20Uhr: Speakerscorner >"Wehrmachtsdeserteure und Schwarzblauorange" , >siehe oben. > Samstag (7.5.), 16Uhr Menschenkette vor dem >Parlament: Ja zur Neutralität - Nein zur >EU-Verfassung: Volksabstimmung! > Sonntag (8.5.), Vormittag: Befreiungsfeier im >ehemaligen KZ-Mauthausen, vom Westbahnhof fahren >am Morgen Busse von diversen Organisationen nach >Mauthausen - wer genauere Infos braucht, bitte >einfach anrufen: 0650 9451650. > Sonntag (8.5.), 17Uhr, Mahnmal der Roten Armee, >Schwarzenbergplatz: Kundgebung und Fest zum >60.Jahrestag der Befreiung vom >Nationalsozialismus - Aufruftext in ANHANG1 >(übernommen von Cafe Critique, die Übernahme von >Aufruftexten bedeutet keine Identifikation des >Speakerscorner mit denselben, sondern soll die >Entscheidung für oder gegen eine Teilnahme >erleichtern). > Sonntag (8.5.), 18Uhr, Karlsplatz-Oper: >Treffpunkt für eine "Demo gegen Naziaufmarsch", >im Rahmen der Demo Befreiungsfest mit Musik und >Kabarettisten (Josef Hader, Thomas Maurer, >Florian Scheuba, Leo Lukas) - Aufruf: Am 8. Mai >jährt sich zum sechzigsten Mal die Befreiung von >der Nazi-Diktatur. Ausgerechnet an diesem Tag >wollen Rechtsextreme und Neonazis in Wien einen >"Trauermarsch" abhalten, bei denen auch die >FPÖ-Spitze vertreten sein wird. Aber dieser >rechtsextreme Aufmarsch wird nicht ohne unseren >lautstarken Widerstand über die Bühne gehen. 60 >Jahre danach gilt mehr denn je: Nie wieder >Faschismus - Nie wieder Krieg! > > Kleine Vorschau auf den 15.5. >(regierungsoffizieller >Staatsvertragsspektakeltag): Es wird vielleicht >eine Aktion des Republikanischen Clubs zur >Nichterfüllung des Minderheitenartikels des >Staatsvertrags geben. Und es wird auf jeden Fall >eine Aktion von Radio Orange geben, f> ür die >noch HelferInnen benötigt werden - Näheres dazu >in ANHANG2. > > ligrü Gustl > > ANHANG1:Am 8. Mai 2005 jährt sich zum 60. Mal >die Zerschlagung der nationalsozialistischen >Herrschaft. An diesem Tag feiern wir die >Niederlage des deutschen Reiches, das Ende von >Mord und Unterdrückung, die Befreiung der >Gefangenen aus den Konzentrations- und >Vernichtungslagern - und trauern um die >Ermordeten der Shoah. Am 8. Mai feiern wir >diejenigen und danken denjenigen, die diesem >Treiben ein Ende setzten. Gleichzeitig bleibt >aber das Entsetzen, dass die Niederlage der >Nazis um so vieles zu spät erfolgte und dass >essenzielle > "> Errungenschaften> "> des NS >bis heute weiterbestehen. > Die Alliierten, welche in Österreich und >Deutschland 1945 die Einführung einigermaßen >zivilisierter Zustände erzwangen, wurden als >Besatzer gesehen. Die personelle Kontinuität >nach 1945, das Buhlen der Parteien um die >Stimmen der > "> Ehemaligen> "> ist bloß ein >Symptom für die ideologische Kontinuität. >Resultate des NS, wie die Stiftung einer >Volksgemeinschaft, ihre innige Beziehung zum >Staat, korporative Strukturen >(Sozialpartnerschaft, Volksparteien etc.), sowie >dürftige Bemühungen, offenen Antisemitismus >durch neue Formen wie den Antizionismus zu >verdecken, bestimmen den Charakter der >Nachfolgestaaten. Das Schweigen über die eigene >Beteiligung an der Shoah wirkt einigend und >entlastend; Österreich brachte zu diesem Zweck >die Behauptung hervor, erstes Opfer des >Nationalsozialismus gewesen zu sein. > In diesem Jahr soll die nationale Mythenbildung >hierzulande ein Revival erleben. Im Gedenkjahr >2005 steht alles im Zeichen des sich unschuldig >wähnenden Nationalstolzes und der >Selbstbeweihräucherung der österreichischen >Seele. So steht in der Jubiläumsbroschüre der >Bundesregierung: > "> Der zweite Weltkrieg hat >über 25 Millionen Soldaten den Tod gebracht, >weitere 20-30 Millionen Menschen haben als Opfer >im Holocaust, bei Luftangriffen, im Widerstand, >bei Vergeltungsmaßnahmen und auf der Flucht ihr >Leben verloren.> "> Der parteitreue Blockwart >im Luftschutzbunker und der Vernichtungskrieg >führende Landser werden auf eine Stufe mit den >von ihnen Ermordeten gestellt. Wer vom grausamen >Krieg redet, will von den konkreten Verbrechen >der NationalsozialistInnen nicht sprechen - am >wenigsten vom Holocaust. Die durch das NS-Regime >und seine zahlreichen HelferInnen Ermordeten >müssen aber im Sinne einer entlastenden >Versöhnung auch oft für moralisch >selbstgefälliges Erinnern herhalten. > Eine vernünftige Aufarbeitung der Vergangenheit >müsste der Täter-Opfer-Umkehr ein Ende bereiten >und das Aufgehen in der nationalsozialistischen >Volksgemeinschaft thematisieren. Im Gedenkjahr >hätte auch der Umgang nach 1945 mit den >Verbrechen des NS skandalisiert werden müssen - >dass dies der Fall sein würde, konnte jedoch >angesichts der österreichischen Zustände niemand >ernsthaft hoffen. Die NachfolgerInnen des NS, >diesmal in Form der schwarz-blauen Regierung, >sahen sich nämlich z.B. am Jahrestag des >Novemberpogroms 2001 bemüßigt, davon zu >sprechen, dass nicht nur Österreich, sondern die >Österreicher erstes Opfer des NS waren. >Nachstellungen der Bombennächte und die Idee, >zum Gedenken an die Opfer des NS Kreuze auf dem >Heldenplatz aufzustellen zeigen, wie hartnäckig >sich der Opfermythos zum Zwecke der Schuldabwehr >am Leben erhält. Damit sollen das spezifische >Element des NS, sein rassischer >Vernichtungsantisemitismus, sowie die eigene >Verantwortung abgewehrt werden. > Dieser Antisemitismus verschwand nach 1945 >keineswegs. Die oberflächliche gesellschaftliche >Missbilligung offener antisemitischer Ausbrüche >führte zur Herausbildung neuer >Erscheinungsformen: Es durfte kritisiert werden, >dass > "> die Juden> "> immerzu vom Holocaust >sprachen, ständig Entschädigung verlangten, nie >ein Schlussstrich gezogen werden dürfe. Dieser > >"> sekundäre> "> Antisemitismus wird auf >internationaler Ebene durch den Antizionismus >erg> änzt. Jenem Staat, der als Konsequenz aus >dem Holocaust gegründet wurde, um Jüdinnen und >Juden relative Sicherheit vor dem weltweiten >Antisemitismus zu bieten, schlägt als dem > "> >Juden unter den Staaten> "> das Ressentiment >entgegen. Seit der > "> Al-Aqsa-Intifada> "> , >welche außer bei arabischen Staaten auch in der >UNO, der EU und weiten Teilen der >Antiglobalisierung- und Friedensbewegung >Unterstützung findet, und anhand der Zunahme >antisemitischer Ausschreitungen seit dem 11. >September lässt sich ein > "> neuer >Antisemitismus> "> ausmachen, der sich an dem >Zusammenfinden rechtsextremer, islamistischer >und linker Positionen festmacht. Angesichts >dieser globalen Bedrohung ist unbedingte >Solidarität mit Israel als dem Staat der >Shoah-Überlebenden und als Schutzmacht von >Jüdinnen und Juden weltweit nicht nur die einzig >logische Konsequenz - auch ist es traurig und >bezeichnend, dass dies immer wieder gefordert >werden muss und keine Selbstverständlichkeit ist. > Der 8. Mai soll als jener Tag erinnert werden, >an dem das großangelegte nationalsozialistische >Projekt zur Vernichtung von Menschen um der Vernichtung willen erfolgreich zurückgedrängt worden ist. Wir erinnern daher an den Einsatz der US-amerikanischen und britischen Streitkräfte, der französischen Resistance, der PartisanInnenverbände, der Deserteure und aller WiderstandskämpferInnen, die gegen das nationalsozialistische Regime kämpften. Wir erinnern im Besonderen an den Einsatz der Roten Armee, die mit ihrem Beitrag zur Befreiung die größten Opfer hinnehmen musste. Aus diesem Grund treffen wir uns beim Mahnmal der Roten Armee am Schwarzenbergplatz, um die Niederlage des Nationalsozialismus zu feiern und gleichzeitig daran zu erinnern, dass die Möglichkeit der Barbarei ebenso fortwest wie die Verhältnisse, die sie schon einmal hervorbrachten. > > ANHANG2 15. Mai 2005: > Ein Tag gegen die österreichische Staatslüge. > Die wahren Opfer haben Namen!* > > Das offizielle Österreich feiert am 15. Mai den >Abschluss des Staatsvertrag, mit dem 1955 die >immerwährende Opferrolle besiegelt wurde. Der >ORF gratuliert mit einem elfstündigen >Jubelprogramm. ORANGE 94.0 versucht in einem >24stündigen Sonderprogramm in aller angemessenen >Unerträglichkeit zumindest ansatzweise das >Ausmaß der Lebenslüge Österreichs zu >verdeutlichen. > > Zum Grundverständnis der österreichischen >Bevölkerung gehört die Geschichte, dass >Österreich das erste Opfer des > Nationalsozialismus gewesen sei. Tatsächlich >waren viele österreichische StaatsbürgerInnen an >den Verbrechen des > Nationalsozialismus tatkräftig beteiligt. >Während Bundeskanzler Vranitzky vor 14 Jahren >offen aussprach, dass es eine > österreichische Mitschuld am Holocaust gab, >leugnete Bundeskanzler Schüssel das im November >2000, indem er wieder den > Opfermythos Österreichs gegenüber einer >israelischen Tageszeitung bemühte. Eine derartig >verschobene Wahrnehmung der > Geschichte gehört in Österreich nicht nur zum >guten Ton, sondern ist auch oft im >Geschichtsunterricht wieder zu finden. > Ganz im Gegensatz zu den wahren Opfern. > > Die wahren Opfer haben konkrete Namen, eine >Lebensgeschichte. Wir wollen ihnen den 15. Mai >2005 widmen. Ihre Geschichte > vorlesen, ihr Leben anhand nüchterner Fakten >nachzeichnen. Die unerträgliche Wahrheit am >15.5.05 von 00:00 bis 24:00 Uhr, am > Morzinplatz und auf ORANGE 94.0 > > willst du dich beteiligen, lesen, spenden oder >bei der org mithelfen? >> lesung at o94.a ================================================ 09 7. Mai 2005 - Großaktionstag - NEUTRAL BLEIBEN statt EU-Kriegsverpflichtung - BITTE ZAHLREICH WEITERLEITEN von Österr. Solidaritätskomitee ================================================ Sa. 7. Mai 2005 - Großaktionstag NEUTRAL BLEIBEN statt Kriegsverpflichtung - Nein zur EU-Verfassung 14. 00 Uhr - Auftakt: Naschmarkt/Kettenbrückengasse 16.00 Uhr - Parlament - Menschenkette 16.30 Uhr - Abschlusskundgebung vor dem Parlament Unterstützt wird der Aktionstag u.a. von Plattform Neutralität statt Euro-Armee, Christen, Sozialistische Jugend, FSG-Mitgliedern, GewerkschaftsfunktionärInnen aus verschiedenen Gewerkschaften, Österr. Solidaritätskomitee, Plattform proSV-Keine Zerschlagung der Sozialversicherung (http://prosv.akis.at) Werkstatt für Frieden & Solidarität, ARGE Wehrdienstverweigerung, Begegnungszentrum für aktive Gewaltlosigkeit, GewerkschafterInnen gegen Atomenergie und Krieg, u.a. Gruppen sowie von Einzelperson u.a. von Fr. Prof. Dr. Claudia Werlhof, Franz Sieder u.a. Rückfragen: GewerkschafterInnen gegen Atomenergie und Krieg Tel.: 0650 830 7 830; E-Mail: ggae at aon.at Sehr geehrte Damen und Herren! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Mitte Mai 2005 wird im Parlament, geht es nach dem Willen aller Parteien, die EU- Verfassung beschlossen werden. Darüber wird kaum berichtet. Das ist kein Zufall. Die EU-Verfassung heißt, dass die EU-Gesetze weitgehend nach den Profitinteressen der großen internationalen Konzerne ausgerichtet sind. Staatliche, nationale Gemeinwohlinteressen, sei es z.B. im Gesundheitsbereich oder im Pensionsbereich sind gesetzlich benachteiligt. Es wird per Gesetz das Recht des Eigentums, das heißt insbesondere des Kapitaleigentums, vor das Recht des Gemeinwohls gestellt. Das heißt u.a., dass die Konzerne die Liberalisierung, sprich Privatisierung von Bereichen wie Wasser, Energie, Bildung, Gesundheit, Transport sogar einklagen können. Hier will die EU in die Verfassung aufnehmen, was die die internationalen Proteste bei MAI und GATS bisher verhindert haben. Das jeweils nationalstaatliche Recht wird in für alle Menschen elementaren Bereiche zugunsten der „liberalen Wirtschaft“ = für die Freiheit der Konzerne - abgewertet. Hauptziel ist es, den Wirtschaftsraum Europa für Kapitalanlagen noch attraktiver zu machen. Die Annahme der EU-Verfassung bedeutet eine Selbstentmachtung des österreichischen Parlaments, der österreichischen Gesetzgebung. Das heißt Demokratieabbau, Unterordnung unter das „neue Europa der Konzerne“ und Anschluss an ein offensives Militärbündnis - die EU-Armee! Der ÖGB hat in seinen Statuten die Verteidigung der Neutralität festgeschrieben (§ 3 (1): "Der Gewerkschaftsbund ist in Verfolgung seines Zwecks zu einem kraftvollen Mitwirken am Aufbau Österreichs, zur Wahrung der Unabhängigkeit und Neutraliät unseres Landes, zur Bekämpfung des Faschismus, jeder Reaktion und aller totalitären Bestrebungen, zur Mitarbeit an der Sicherheit des Weltfriedens sowie zum unentwegtem Kampf zur Hebung des Lebensstandards der Arbeitnehmerschaft Österreichs berufen.") und ist im Oktober 2004 im Bundesvorstand für eine Volksabtsimmung über die EU-Verfassung eingetreten. EU-Verfassung heißt u.a., in der Folge, Anschluss an den Krieg! Das klingt unglaublich und es ist doch wahr! Die Kriegspolitik der Supermacht USA im Irak, mit der Drohung nun gegen den Iran usw. , verstellt oft den Blick für die Aufrüstung der EU. Die Entwicklung Richtung EU-Armee für den Krieg geht zügig voran! Und Österreich soll wieder auf eine Kriegsteilnahme hingetrimmt werden! Dieses Thema ist wahrscheinlich für alle Österreicher, für uns, für unsere Kinder, für unser Land so fatal, wie zuletzt im letzten Jahrhundert der erzwungene Anschluss Österreichs an Hitlerdeutschland 1938 und in der Folge die Zwangs-Teilnahme am II.Weltkrieg. Österreich soll, geht es nach dem Willen a l l e r Parteien, an das neue offensive Militärbündnis der EU angeschlossen werden und zwar mit Hilfe der Ratifizierung der EU-Verfassung im Parlament im Mai. Die EU-Großmächte schaffen sich eine Militär- und Atommacht zum Kriegführen in Konkurrenz zur USA! Dazu aus dem Strategiepapier der EU-Staatschefs Ende 2003, dem sog. European Defense Paper: “Die Transformation Europäischer Streitkräfte von der Landesverteidigung in Richtung Intervention und Expeditionskriegszügen ist eine unabdingbare Voraussetzung für eine effektive Europäische Sicherheitsstrategie“… Es geht um Sicherheit, ja um die Sicherheit für Konzernprofite! Als Missionsziele der Streitkräfte nennt das Papier dann auch bald u.a.: “Stabilitätsexport zum Schutz der Handelswege und des freien Flusses von Rohstoffen“. Die Annahme der EU-Verfassung wäre ein Verfassungsbruch, ja Landesverrat. Die EU-Verfassung ist unvereinbar mit Österreichs Neutralität. Österreicher sollen wieder für Kriegseinsätze geopfert werden! Es käme sowohl zu einer immer weiteren Militarisierung unseres Landes, weitere Entwicklung des „starken Staates“, weiterer Sozialabbau und Abwälzung aller Kosten auf die arbeitenden Menschen. Und Österreicher würden wieder für fremde Großmachtinteressen in Kriege einrücken. Doch das weiß die Mehrheit der Österreicher nicht und soll es, nach dem Willen der Herrschenden auch nicht erfahren - bis es zu spät ist. Denn wenn die Wahrheit ans Licht käme, dann würde die Zustimmung der Parlamentarier im Mai zur EU-Verfassung ziemliche Ablehnung bei der Bevölkerung hervorrufen. 80% der Österreicher sind für die Beibehaltung der Neutralität. Deswegen wird im Feierjahr 60/50/10 das Wort Neutralität so gut wie gar nicht in den Mund genommen. Und am 2. März 2005 wurde im Plenum des Nationalrats schon einstimmig beschlossen, die EU-Verfassung ohne Volksabstimmung Ende Mai zu beschließen. Und in keiner Zeitung und auch nicht im ORF wurde eine Silbe darüber berichtet! Soweit zur Mediendemokratie. In unseren Medien bestimmen zum Gutteil deutsche Konzerne, da gibt es schon den neuen „Anschluss“. Die Regierenden haben Angst, dass die Bevölkerung erfährt, was wirklich gespielt wird. In diesem Fall würde der Unmut bzw. auch der Widerstand über dieses undemokratische Vorgehen der sog. Volksvertreter zunehmen. Informieren wir! Das ist unsere Chance! Lassen wir uns das nicht so einfach bieten. Wenn jeder von Ihnen diesen Sachverhalt verbreitet, wenn jeder die beiliegende „Er k l ä r u n g für Ö s t e r r e i c h“ massiv verbreitet, dann kann es für die Regierenden noch ziemlich unangenehm werden. Lassen wir uns nicht nachsagen, wir haben dazu geschwiegen, als die Herrschenden unser Land für den Krieg vorbereitet haben. Niemand soll sagen, er/sie habe es nicht wissen können. Informieren Sie alle ihre Freunde, Bekannte, Kollegen/Innnen! Informieren Sie auch alle Journalisten, die Sie kennen. Fragen Sie weiters Prominente, ob sie bereit sind diese Erklärung zu unterstützen, sei es einfach mit ihrem Namen oder auch aktiv nach außen. Die Bundesregierung fürchtet sich vor einer öffentlichen Debatte über die EU-Verfassung, weil dann die ganze Sache offen gelegt würde. E R K L Ä R U N G F Ü R Ö S T E R R E I CH NEUTRAL BLEIBEN STATT EU-KRIEGSVERPFLICHTUNG NEIN ZUR EU-VERFASSUNG Wir rufen alle ÖsterreicherInnen auf, gegen die geplante EU-Verfassung zu protestieren. Wir fordern von den PolitikerInnen, ihre Verantwortung für Österreich wahrzunehmen und im Parlament gegen die EU-Verfassung zu stimmen. Bundeskanzler Schüssel und Außenministerin Ursula Plassnik haben am 29. Oktober 2004 die neue EU-Verfassung unterschrieben. Sie soll im Mai 2005 im Parlament beschlossen werden. Die Oppositionsparteien haben schon ihre Zustimmung signalisiert. Die EU-Verfassung bedeutet: Verpflichtung zur ständigen Aufrüstung – kontrolliert durch ein EU-Rüstungsamt zur Förderung der Kriegsindustrie, militärische Beistandspflicht zu weltweiten Kriegseinsätzen, Teilnahme Österreichs an den neuen EU-Schlachtgruppen. Die EU arbeitet schon länger auf eine eigene Militär- und Atommacht hin. In Konkurrenz zur militärisch aggressiven USA wollen die europäischen Konzerne nun auch militärisch im Kampf um Absatzmärkte, Rohstoffquellen, geopolitische Einflusssphären, ein Gegengewicht aufbauen. Die Menschen Europas sollen dafür wieder Opfer bringen. Die EU-Verfassung öffnet die Tür für die weitere Privatisierung von öffentlichen Diensten, wie z.B. von Wasserwerken, Verkehrsbetrieben, Spitälern, Energieversorgern, Bildungseinrichtungen usw. Die EU-Verfassung bedeutet weitere Förderung der Atomenergie mit dem Ziel, "die Voraussetzungen für die Entwicklung einer mächtigen Kernindustrie zu schaffen." (EURATOM-Vertrag). Massiver Sozial- und Demokratieabbau für die Menschen bei gleichzeitiger Aufrüstung, die die ArbeitnehmerInnen bezahlen sollen, das steht uns mehr und mehr ins Haus. Die EU–Verfassung, der Anschluss an ein offensives EU-Militärbündnis, ist Verfassungsbruch! 80 % aller ÖsterreicherInnen sind nach wie vor für die Beibehaltung der Neutralität. Deswegen will die Regierung das Neutralitätsgesetz formal nicht antasten und auch keine Volksabstimmung über die EU- Verfassung abhalten. Sie hat Angst, dass die ÖsterreicherInnen den Schwindel durchschauen und ihre Pläne ablehnen würden. Die Lehre aus dem II. Weltkrieg mit seinen Millionen Opfern hieß für Österreich nach 1945: Nie wieder Faschismus, nie wieder Krieg! Österreich wurde in der Folge ein neutrales und souveränes Land! Es gehört seit 1955 keinem Militärbündnis an! Unser Land hat seit 50 Jahren die Neutralität in der Verfassung! Das Neutralitätsgesetz war und ist Ausdruck des Willens der Menschen, dass nicht ÖsterreicherInnen, wie schon zweimal in der Geschichte, für Großmachtsinteressen kämpfen und sterben müssen! Nun soll dieses Gesetz gebrochen werden. Wir sollen wieder für Großmächte einrücken! · Es geht nicht um ein europäisches Sicherheitssystem gegen den Terror, sondern um Kriegspläne · Es geht nicht um Frieden in Krisengebieten, sondern um Eroberung und Machtausweitung durch Krieg · Es geht nicht um die Freiheit der Menschen, sondern um die Freiheit der Konzerne. Entweder Eingliederung in die EU der Konzerne und Militärs, Aufgabe der staatlichen Souveränität und Teilnahme an Kriegen o d e r N e u t r a l i t ä t, S e l b s t b e s t i m m u n g und F r i e d e n s p o l i t i k! Unsere Neutralität ist gerade in dieser immer kriegerischer werdenden Welt wichtiger denn je. Sie fördert den Frieden. Im Sinne einer aktiven Neutralitätspolitik soll sich Österreichs Außen- und Sicherheitspolitik an den Prinzipien des Dialogs, der Konfliktvermeidung, der friedlichen Koexistenz und der internationalen Solidarität orientieren. Das ist der beste Beitrag zum Frieden. Lassen wir nicht zu, dass Österreich wieder unfrei wird, dass ÖsterreicherInnen wieder in den Krieg marschieren. Für unsere Zukunft, für unsere Jugend, für unsere Kinder: verhindern wir die EU-Verfassung! Unrecht darf nicht zu Recht werden! Wir fordern daher: · Keine Ratifizierung der EU-Verfassung - Volksabstimmung! · Keine Beteiligung an der EU-Armee! Keine Annäherung an die NATO! · Soziale Sicherheit statt Aufrüstung! Österreich ist neutral - und muss es bleiben! * Großaktionstag Samstag, 7. Mai 2005 in Wien 14. 00 Uhr - Naschmarkt/Kettenbrückengasse 16.00 Uhr - Parlament Menschenkette vor dem Parlament 16.30 Uhr Abschlusskundgebung Wir ersuchen Mehrfachzusendungen zu entschuldigen. Wer keine Zusendungen mehr will möge uns dies bitte unter ggae at aon.at bekannt geben. ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN, MEINUNGEN, KOMMENTARE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 10 Statement der Irakischen Kommunistischen Partei zur aktuellen politischen Lage im Iraq von ================================================ Iraqi Communist Party Statement on Political Impasse The Central Committee of the Iraqi Communist Party has today issued a statement dealing with recent political developments in the country, especially regarding the current political impasse. A meeting of the party's Central Committee, held on 22 April 2005, "dealt with the situation caused by the delay in forming the transitional government, and the negative impact on the situation. It has given rise to feelings of disappointment and bitterness among the people who went to elections (on 30th January) looking forward to a secure life and stability, an improvement in their living conditions, alleviating their suffering and achieving progress in the face of enemies of democracy; the supporters of the dictatorial regime and the dark forces allied with them, who want to drag the country back to the nightmare of dictatorship". The statement said: "The meeting noted that the stalemate in forming the government has significant meanings, as it continues under two contradictions: with the occupation forces, on one hand, and with the anti-people and anti-democratic forces, on the other hand. Two years after the fall of Saddam's regime, our country is still in a state of seeking an alternative. It is an alternative that our party, along with all the forces that truly aspire to liberation and a free dignified life, strive to be the national democratic alternative: a democratic, federal, pluralistic alternative, and state institutions based on justice and the rule of law". "The struggle is currently taking place between competing forces and groups, against a background of the negative dimension of elections, manifested in sectarian-nationalist polarization and lack of political and election awareness. This struggle is about visions for Iraq's political future. This is taking place under an unstable balance of forces caused by the lack of participation of broad sections of the population in elections due to the deteriorating security situation in some areas and the refusal by some forces to take part. This indicates a potential re-alignment of forces in the forthcoming phase of the political process". "Increasing numbers of the electorate now realize, amid feelings of frustration and bitterness, that the bickering between the winners is over the distribution of positions and cabinet posts, in accordance with the infamous rule of dividing up these positions along sectarian-nationalist lines. This rule should have been brought to an end by the elections, rather than being reinforced, in a stark sign of utter disregard for the people's interests, their needs and aspirations. This sectarian-nationalist tendency has dominated the process of forming the government, along with tendencies to monopolize political power, despite repeated declarations claiming support for setting up "a national unity government". Political and social formations are meanwhile deliberately ignored. This situation has opened the door for the escalation of interference by international and regional quarters in the country's affairs, thus undermining the performance of state institutions and governmental bodies. As a result, forces of terror, that had received a severe blow in elections on 30th January, were given a boost". "… In the face of the political impasse and continuing stalemate in forming the government, despite electing the presidential council and the presidency of National Assembly, and with mounting dangers threatening the political process, the Central Committee called for speeding up the formation of a government that would comply with the aspirations of millions of Iraqis who defied terror and went to ballot boxes, expressing their desire to get rid of the legacy of dictatorship and occupation, and to live in security and peace, in a prosperous democratic Iraq". Baghdad - Iraq 28 April 2005 -- WADI - Verband für Krisenhilfe und solidarische Entwicklungszusammenarbeit e-mail: wadi.wien at gmx.at Tel.: 0699-11365509 Spendenkonto in Österreich: Kontonummer 07.405.301 Evangelische Kreditgenossenschaft eG BLZ 31800 IBAN: AT10 3180 0000 0740 5301 BIC: EVKRATW1 Website mit weiteren Informationen zu Projekten von Wadi und Veranstaltungshinweisen: www.wadinet.at ================================================ 11 happy birthday saddam von ================================================ Birthday Greeting to Saddam Hussein from Fatah Officials in PA Daily Ad by Itamar Marcus and Barbara Crook An advertisement sending birthday greetings to Saddam Hussein was published yesterday in the official Palestinian Authority daily newspaper, Al Hayat Al Jadida. As PMW has reported numerous times, Saddam Hussein is seen as a hero by the PA leadership and population. During the war in Iraq, PA political and academic leaders called for armed terror against US soldiers, and a music video calling for Iraqis to kill US troops was played daily on PA TV. PA society, media and leadership actively mourned his fall. The following is the text of the birthday greeting in the PA daily: Blessings to the leader of the masses, Saddam Hussein the faithful, the legal President of the Iraqi Republic on the occasion of his 68th birthday. Two members of the leadership of the Fatah Movement, Bader Tewfik Hassan “Abu Yunis” and Fuzi Kamel Shahrur, express to the leader of the nation and her warrior knight Saddam Hussein the president of the Iraqi Republic best wishes on the occasion of his 68th birthday, and bless all of the faithful among the Iraqi and Arab nations, who support and defend justice. We wish him long life for the sake of Iraq and to free the Arab nation from the enslavement of foreign imperialism. Oh, the glory of victory, with the help of Allah.” [Al-Hayat Al-Jadida, May 1, 2005] To view this bulletin online, go to: http://www.pmw.org.il/Latest%20bulletins%20new.htm To view music video go to: http://pmw.org.il/asx/PMW_Baghdad_7.asx VISIT PMW VIDEO ARCHIVES WITH IMP MATERIAL ON 12 TOPICS http://www.pmw.org.il/tv.html VISIT PMW VIDEO ARCHIVES ON PA INCITEMENT TO GENOCIDE http://www.pmw.org.il/tv%20part6.html VISIT PMW VIDEO ARCHIVES ON PA INCITEMENT OF CHILDREN TO SHAHADA [MARTYRDOM] http://www.pmw.org.il/tv%20part1.html to SUBSCRIBE to PMW's reports send an empty e-mail to reports- subscribe at pmw.org.il to be REMOVED from our list, send an empty e-mail to reports-unsubscribe at pmw.org.il --------------- Birthday Greeting to Saddam PMW 3.5.05 Palestinian Media Watch Bulletin May 3, 2005 phone: 972- 2- 625-4140 fax: 972-2- 624-2803 visit our website, click here: http://www.pmw.org.il for further information, contact PMW Director, Itamar Marcus material may be quoted, citing PMW as the source -- WADI - Verband für Krisenhilfe und solidarische Entwicklungszusammenarbeit e-mail: wadi.wien at gmx.at Tel.: 0699-11365509 ================================================ 12 Human Rights Situation of the Roma, Sinti and Travellers in Europe John O ================================================ ---------------------------------- NCADC News Service ---------------------------------- > Continuing conflicts that create refugees < > Human Rights Situation of the Roma, Sinti and Travellers in Europe < > A truly pan-European minority, the Roma are >present in almost all Council of Europe member >States, comprising approximately ten million >people. The history of Roma is an integral part >of European history, and Roma culture an >integral part of European culture. The general >perception is, however, often quite different - >even in countries where the Roma have been >living for centuries they are frequently viewed >by the majority population as "others", as >foreigners in their home countries. > > > Throughout history such perceptions have >led to manifestations of discrimination and >exclusion all over Europe. The Roma existence >has been characterized by isolation - at best >arousing curiosity and at worse leading to >rejection, violence and persecution. Human Rights Commissioner publishes a report on the human rights situation of the Roma in Europe - The Commissioner for Human Rights of the Council of Europe, Alvaro Gil-Robles, has published his report on the human rights situation of the Roma, Sinti and Travellers in Europe. In most of the countries the Commissioner has visited, the Roma populations face considerable obstacles to the full enjoyment of their fundamental rights. In his report, Alvaro Gil-Robles stresses that the "long history of continued discrimination and persecution experienced by the Roma must finally come to an end." While documenting the principal human rights violations the Roma are subjected to, the report also presents a series of recommendations for overcoming discrimination in housing, education, employment and health care as well as the treatment of Roma by public authorities. The report calls for active partnerships of all authorities, institutions and people concerned, including the Roma themselves, for putting into place the measures needed for ensuring the full respect of human rights of Roma, Sinti and Travellers. Protocol 12 of the European Convention on Human Rights related to non-discrimination and the Equality Directive of the European Union provide a sound legal foundation for these efforts. The Human Rights Commissioner also welcomes the establishment of the European Roma and Travellers' Forum which will help understand the diversity of Roma communities in Europe and amplify their voices in European and national decision-making. Council of Europe Strasbourg, 04.05.2005 http://press.coe.int/cp/2005/248a(2005).htm ------------------------------------------------------------------------------------- National Coalition of Anti-Deportation Campaigns (NCADC) 1 Delaunays Road Manchester M8 4QS General enquiries 0121 554 6947 ncadc at ncadc.org.uk http://www.ncadc.org.uk/ ================================================ ================================================ B) TERMINE ================================================ ======================== Donnerstag http://mund.at/butt/Termine/April/0505.htm Freitag http://www.mund.at/butt/Termine/April/0605.htm Samstag http://www.mund.at/butt/Termine/April/0705.htm ======================== ================================================ D) EDITORIAL ================================================ Für den Inhalt verantwortlich: Ihr. E-Mail-Adresse für Beiträge: widerstand at no-racism.net geschickt. widerst at nd MUND und alle Termine täglich aktualisiert im Web: http://www.no-racism.net/MUND Ziel von MUND (medienunabhängiger Nachrichtendienst) ist die unzensurierte und möglichst rasche Information über gesellschafts- politisch relevante Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu Widerstand und Antirassismus sowie verwandte Themen. sollen einen Titel, Namen und Emailadresse der/des AutorIn enthalten und möglichst kurz und prägnant gehalten sein, ev. mit Hinweis, wo weitere Informationen eingeholt werden können. Bitte keine Attachments! Die inhaltliche und sachliche Verantwortung liegt bei der/dem jeweiligen AutorIn bzw. jenen, die uns die Beiträge schicken. Der MUND wird von einzelnen TagesredakteurInnen zusammengestellt. Da Fehler nicht ausgeschlossen sind, bitten wir, nicht veröffentlichte Beiträge nochmals an widerstand at no-racism.net zu senden. Die Weiterleitung (auch auszugsweise) ist erwünscht. Beiträge mit rassistischen oder sexistischen Inhalten werden nicht veröffentlicht. Sehr persönliche Meldungen werden wir an den betreffenden Adressaten weiterleiten, aber nicht im MUND veröffentlichen. Die bisherigen Ausgaben sind unter http://www.no-racism.net/MUND archiviert. Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage: * Wann: Sonntag, 11.11.2001, 11:11 Uhr * * Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" * * Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf * * Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie. Aber kurz und prägnant.* Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch stillschweigend Zensur zu üben. Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die Nichtaufnahme geliefert. (Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.) Die AbsenderInnen der betroffenen Beiträge werden hiervon informiert. Im Sinne einer "gläsernen Zensur" könnt ihr Euch die Beiträge gerne extra schicken lassen: Ein kurzes Mail an widerstand at no-racism.net genügt. ================================================ E) VERTEILERLISTE ================================================ Zur Eintragung in diesen Verteiler bitte direkt subskribieren unter http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/analle oder von der einzutragenden Adresse aus ein mail schicken an: admin at no-racism.net mit folgendem Text: subscribe no-racism Bitte wegen Automatisierung diesen Wortlaut verwenden! Zur Austragung aus dieser Liste bitte an MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst www.no-racism.net/mund Freitag, 6. Mai 2005 ================================================ A) INHALT ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ============================================== 01 Volxtheater-Lesung zum Biometrieprozess From: flo at no-racism.net ============================================== 02 8. Mai: 17h Schwarzenbergplatz From: cafe.critique at gmx.net ============================================== 03 ekh-dates From: alfred-wiholm at gmx.net ============================================== 04 letztes offenes Koordinationstreffen From: wienerkongress at gmx.net ============================================== 05 Opfer oder Täter From: transdanubien at gegenschwarzblau.net ============================================== 06 Diskussionsrunde From: satarkhan1344 at yahoo.de ============================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND KOMMENTARE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ============================================== 07 Colnbrook Removal Center From: ncadc at ncadc.org.uk ============================================== 08 Non à la vente d`armes From: kurd-chr at bluewin.ch ============================================== 09 Borneo's ancient jungle offers new insights From: MailHub at ecoterra.net ============================================== 10 this & that From: abe at cuadp.org ============================================== 11 Sieht die CDU die Muslime... From: dieinitiative at gmx.at ============================================== ================================================ B) TEXTE ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ============================================== 01 Volxtheater-Lesung zum Biometrieprozess From: flo at no-racism.net ============================================== Beim EU-Gipfel in Thessaloniki im Juni 2003 wurde u.a. beschlossen persönliche, biometrischen Daten in die EU-Pässe aufzunehmen. In der Folge startete die VolxTheaterKarawane bereits wenige Tage später als "European Institute for Biometric Research" ein erstes Pilotprojekt. Im Rahmen des Festival der Regionen in Oberösterreich besuchte das mobile Einsatzkommando das Stiftsgymnasium Lambach und richtete ein biometrisches Vermessungslabor ein. Datenmaterial durch Mundhölenabstriche und die Abnahme von Fingerabdrücke wurden von den SchülerInnen ebenso erhoben, wie Bankverbindung der Eltern und deren Pin Codes. Die Erfassung dieser Daten stellte kein größeres Problem dar. Die Anwesenden LehrerInnen interessierten sich zum Teil kaum für die "Untersuchungen" des seltsam anmutenden WissenschaftlerInnen-Teams und der Direktor des Stiftsgymnasium meinte anfänglich sogar, dass der Zeitpunkt gerade günstig sei, da seine Schule im Moment Projektwoche hätte. Einigen Eltern waren berechtigter Weise gegen die biometrische Datenerfassungen an ihren Kindern. Ihr Protest richtete sich jedoch nicht gegen die geplanten EU-Maßnahmen, sondern gegen den künsterlisch-aufklärerischen Akt der VolxTheaterKarawane. Derzeit stehen vier Volxtheater-ArtivistInnen wegen "Amtsanmaßung" und "Vortäuschung falscher Tatsachen" vor Gericht. Im Rahmen des Wiener Kongress soll sowohl über den Verlauf des Gerichtsprozesses in Form einer Lesung aus dem Gerichtsakt, als auch über die allgemeinen Entwicklungen, was die systematische Erfassung biometrischer Daten betrifft, informiert werden. ============================ Donnerstag, 12. Mai Beginn: 21 Uhr EKH (Halle) Wielandgasse 2-4, 1100 Wien ============================ www.no-racism.net/noborderlab ============================================== 02 8. Mai: 17h Schwarzenbergplatz From: cafe.critique at gmx.net ============================================== 8. Mai 2005 Kundgebung und Fest zum 60. Jahrestag der Befreiung 17 Uhr beim Mahnmal der Roten Armee am Schwarzenbergplatz in Wien mit Raimund Fastenbauer (Israelitische Kultusgemeinde), Alexander Bergelsohn (Vorsitzender der Jüdischen Veteranen der Roten Armee) Ilse Aschner (Zeitzeugin) monochrom Alex Gruber (Café Critique) Ol´ Dirty Drehli Robnik Maschu Maschu catering Special Cocktails Eine Veranstaltung von Anthropoid Innsbruck, Archiv der sozialen Bewegungen/Wien, Bund Werktätiger Juden - Avoda, Café Critique, Context XXI, Grüne Alternative Jugend/Wien, Gewi-Fakultätsvertretung, Hashomer Hazair, HuS-Fakultätsvertretung, Infoladen X, Israelitische Kultusgemeinde, Jüdische Österreichische HochschülerInnen, KPÖ-GO Dogma, LIAB, Monochrom, Ökoli, Österreichische HochschülerInnenschaft, Studienrichtungsvertretung HuS Doktorat, Studienrichtungsvertretung Judaistik, Studienrichtungsvertretung Politikwissenschaft, Studienrichtungsvertretung Theaterwissenschaft, www.gegennazis.at.tf, www.juedische.at, Zecken, Zionistische Föderation Österreich, ZPCL - der B'nai B'rith http://www.cafecritique.priv.at ============================================== 03 ekh-dates From: alfred-wiholm at gmx.net ============================================== . alle infos wurden gerade upgedated auf http://www.med-user.net/bloodshed666/bs_konzertinformationen.htm EKH X., Wielandg. 2-4, U1/14A/67 Keplerplatz, 6 Quellenplatz, Nightline EKH bleibt! und außerdem autonom! www.med-user.net/ekh www.ekhbleibt.info Spendenkonto: Dieter Schrage Kontonummer: 51405153501 BLZ: 12000 Verwendungszweck: EKH BLEIBT! mai: do 05.05.: EASPA MEASA (irl) fr 06.05.: 20h Infoladen-Kino, anschl. Konzert w\ MURUROA ATTÄCK (d), Disasters, Conny Chaos & Die Retortenkinder 11.-18. mai: wiener kongress 2005, www.wienerkongress.info 12.5.: 19:00, Vortrag über die Situationistische Internationale (1957 - 1972) von Dieter Schrage, 21:00, Volxtheaterkarawane "Lesung zum Biometrie Prozess in Lambach" 13.5.: BRAMBILLA + DISCOVER + TRÄSHIQUE 15.5.: 20:00, "repression und prozesse nach dem g8 gipfel 2001 in genua" 16.5.: 21:00 (pünktlich), "Popolitisches mit Schlag" - Queer Revue in 5 Akten do 19.5.: unzumutBAR-Konzert w\ Agnes Kraus (Leipzig) + and tomorrow.. (Leipzig) 20.05.: SOCIAL CHAOS (bra) + MADAME GERMEN (esp) + ASTPAI (aut) 21.5.: Hip-Hop Jam do 26.05.: BEHIND ENEMY LINES (usa) + ALL SYSTEMS FAIL (usa) sa 28.05.: EVIL BEAVER (chicago) + THE SHOCKER (us) juni: 3.6.: SEE YOU IN HELL (cze) / MASS GENOCIDE PROCESS (cze) / THRILLER (slk) 4.6.: CYNESS (d) / SOLID DECLINE (d) / CONTRASTO (ita) / GRIDE (cze) / LAHAR (cze) 11.06.: "Schwabenpunk-Nacht" w\ Sucubus(d), Müllionäre(d), Das Übel(d) 17.6.: Bagru Powi Fest 29.6.: Mindflair + support ab 30.6.: EKHaus&Hoffest 30.6.: Coverabend 9.7.: Bayern Abend 20.7.: AGAINST ME! (us) + RENTOKILL ||| -(@ @)- -----------------------oOO--(_)--OOo------------------- Best regards, making emo a threat mailto:alfred.wihalm at gmx.net www.bloodshed666.net www.med-user.net/phal www.returnofnothing.cjb.net www.med-user.net/infoladen10 www.med-user.net/ekh www.med-user.net/ems www.med-user.net/radikalkur www.desperado.at ============================================== 04 letztes offenes Koordinationstreffen From: wienerkongress at gmx.net ============================================== Hallo leute! Es ist wieder mal soweit - und es ist eure letzte chance....! denn es wird diesmal das letzte (!!!) offene koordinationstreffen vorm wiener kongress 2005 sein: * SAMSTAG, 7.05. um 16:30 im EKH (Treffpunkt Hof)+ deshalb kommt bitte zahlreich, denn es gilt immer noch einige organisatorische punkte abzuklären und auch eure mitarbeit ist nachwievor gefragt und nötig.... der kongress tanzt, aber er tut es nicht von selbst! also kommt und bringt euch ein ... wenn ihr mehr über das bereits stehende und umfangreiche programm wissen wollt, schaut doch einfach nach unter http://www.wienerkongress.info - dort gibt's wie immer die latest news und infos. liebe grüsse anbei noch infos!!! ausserdem wirds eine schlafplatzbörse geben: Für KongressteilnehmerInnen gibt es bei den Infopoints Informationen zu Schlafplätzen. Ihr seid am besten mit Isomatten und Schlafsäcken ausgerüstet. KongressteilnehmerInnen mit Kindern oder besonderen Bedürfnissen sollen sich bitte so bald als möglich an die e-mail: wienerkongress at gmx.net wenden, es wird versucht Schlafplätze anhand der Bedürfnisse zu koordinieren. Falls DU aus Wien bist und Schlafplätze in deiner Wohnung, WG oder deinem Zuhause anbieten kannst, dann hinterlasse bitte deine Adresse mit folgenden Angaben im Infoladen X . Wichtig sind!! Anzahl der Schlafplätze: Adresse: Kontakt (am besten Telefonnummer): Besonderheiten: Kinderschlafplätze ok, Nichtraucher, .... anbei aktuelles programm bitte alle eure termine überprüfen!!! Mittwoch 11. Mai Anreisetag UNI CAMPUS: 18.00 Uhr Eröffnungsplenum des Wiener Kongress 2005 Inhaltliche Vorstellung der AG s / genauere Ankündigung der einzelnen Workshops EKH: ab 20.30 Uhr Queer Beisl - Totgeschlagen - Totgeschwiegen Abends Vokü UNI: Campus EKH: Queer Beisl - vegetarische Küche (ab 20.00 Uhr) Kunst&Kultur Tagasyl: ab 18.00 Uhr, Ausstellung: FLUCHTWEG: Fotoarbeiten von Bianca Nachtasyl: ab 22.00 Uhr, PUNKROCK: DJ Tox McLeopard und DJ Mr.Pink Infopoints: EKH: InfoladenX (7.00 - 20.00 Uhr) Donnerstag 12. Mai UNI CAMPUS: ab 12.00 - 18.00 Uhr AG Migration Workshops + Open Space UNI CAMPUS:19.30 Uhr Diskussionsveranstaltung zu Lagerpolitik und Widerstand / Strategien UNI CAMPUS:20.00 Uhr AG Migration Kino + Diskussion: Forstfilm Pogmahon Art Club: 14.00 Uhr Erste Hilfe Kurs Amerlinghaus, Galerie 1.stock: 13.00 - 15.00 Uhr TierrechtsWorkshop "Aktuelle Strategien von Tierrechts/Tierbefreiungs-Kampagnen" Amerlinghaus, Galerie 1.stock: 16.00 - 18.00 Uhr TierrechtsWorkshop"Tierbefreiung und Antispeziesismus im herrschaftskritischen Kontext" FMLZ: 15.00 - 18.00 Uhr Workshop: Feministische Praxis - WEN DO (only) liegewiese beim türkenbrunnen im türkenschanzpark oder bei schlechtwetter im simonyhaus / EG03 16.00-18.00 Uhr J O N G L I E R E N / wöchentlicher jonglierworkshop an alle, die die schwerkraft bezwingen wollen EKH(Halle): 19.00 Uhr Dieter Schrage Vortrag über die Situationistische Internationale (1957 - 1972) EKH(Halle): 21.00 Uhr Volxtheaterkarawane "Lesung zum Biometrie Prozess in Lambach" Vokü: pogmahon.art.club: vegetarische Volxküchen Mittagstisch von 12.00 - 16.00 Uhr EKH: 20.00 Uhr Vokü Kunst&Kultur: Tagasyl: ab 18.00 Uhr, Ausstellung: FLUCHTWEG: Fotoarbeiten von Bianca pogmahon.art.club: 6.30 - 18.30 Uhr Ausstellung: In der Gegend - An der Straße" - Fotoarbeiten Sebastian Schubert Monochromraum: 10.00-22.00 Uhr Ausstellung: Besetzungsgschichten EKH: 20.00-23.00 Uhr "Radikalkunst" Skulpturen von Chris Moser Filmprogramm: Vekks: 21.00 Uhr - Schwarzwurzeln: Anarchistische Filmreihe: Vivir la Utopia (1997) Pogmahon Art Club: 12.00-19.00 Uhr Nonstop Dokumentationsfilme zu Hausbesetzungen& Globalisierungskritik ("Crowd bites wolf","capital fucks men" & "I" u.a. ) Infopoints: EKH InfoladenX (7.00 -20.00 Uhr) Aufbau des Medienzentrums Monochromraum - Museumsquartier (10.00-22.00 Uhr) Freitag 13.05 vekks:14.00- ca. 20-00 Uhr "Her die Häuser- her das Leben!!" anschl "Sind wir noch zu retten?" F13 Aktionstag: Stephansplatz: 11.30 - 12.00 Uhr Hermes Phettberg liest aus dem Tagebuch eines Augustinverkäufers. Mariahilferstraße, Bundesländerplatz: 12.00 - 13.00 Uhr Öffentliches Milchtrinken im öffentlichen Raum. Wallensteinplatz: 14.00 - 16.00 Uhr Projekt Bequemisierung. Burggarten:14.00 - 18.00 Uhr F13-Picknick Burggarten:14.00 -15.00 Uhr Wettbewerb in der Disziplin "Weitwerfen von Augustin-Hunderterpackerl" Burggarten:15.00 -16.00 Uhr Präsentation des "Notpalastes" Burggarten:16.00 - 17.00 Uhr Singende Säge. "Dadaistische Musik" mit dem Straßenmusiker Tullipan. vor der Gloriette (Schlosspark Schönbrunn): 17.00 -18.00 Uhr "Nine Times No" Treffpunkt: vekks Freiraum: 19.00 Uhr Auseinandersetzung mit dem Thema "Aneignung" Mariahilferstrasse: 14.00-22.00 Uhr Strassenfest PUNX NOT DEAD + vokü+ party+... Tüwi: 18.00 Uhr Anarchismus im Zeitalter der zunehmenden Arbeitslosigkeit oder Was heißt "Glückliche Arbeitslose"? Tüwi: 21.00 Uhr Mayday: Prekär arbeiten? Prekär leben? Prekär kämpfen! Prekär tanzen! Vokü pogmahon.art.club: vegetarische Volxsküchen Mittagstisch von 12.00 - 14.00 Uhr pogmahon.art.club: Nachmittagscaffekränzchen (Kaffee und Kuchen), bis 18.00 uhr Kunst&Kultur: Amerlinghaus: ab 18.00 Uhr F13-Fest des Augustin. Konkav - Austria Sozial Konzert:. Rawside(d), Anti Control(d), Tintifax - pogmahon.art.club: 6.30-18.30 Uhr Ausstellung: "In der Gegend - An der Straße" - Fotoarbeiten Sebastian Schubert Monochromraum: 10.00-22.00 Uhr Ausstellung: Besetzungsgschichten EKH: 20.00-23.00 Uhr Ausstellung: "Radikalkunst" Skulpturen von Chris Moser Vekks: 13.00 -18.00 Uhr Kostnixladen Filmprogramm: Vekks: 21.00 Uhr Themroc (1973) Infopoints: EKH: InfoladenX (7.00 - 20.00 Uhr) Monochromraum - Museumsquartier (10.00-22.00 Uhr) Samstag 14.05 Uni Campus: 11.00 Uhr Workshops AG Migration und Open Space Uni Campus:19.30 Uhr Diskussion zu Asyl- und Fremdengesetz / Änderungen in Österreich / im europaweiten Kontext anschl Forstfilm Amerlinghaus (Galerie 1.stock):14.00 Uhr AG Drogenpolitik u.n.o.Drogenpolitik oder Geschichte der Prohibition Amerlinghaus (Galerie 1.stock): 15.00 - 18.00 Uhr AG Drogenpolitik Dealen als Arbeit Amerlinghaus: 15.00 Uhr "introductory workshop to capoeira" - let´s dance!! Amerlinghaus (Galerie 1.stock): 18.00 Uhr "social change and animal rights" Ausgangspunkt: Amerlinghaus 14.00 Uhr AG Häuserkampf: Die Veränderung der Stadt aus dem Blickwinkel der HausbesetzerInnenbewegung: Kleiner Stadtrundgang. EKH (Atigf Bereich): 13.00 Uhr Rechtshilfeworkshop EKH (Druckwerkstatt): 13.00 Uhr Lochkamera Workshop EKH (Medienzentrum): 16:00 Uhr Paranoia Workshop - Daten(un)sicherheit im Netz Vekks:16.00 Uhr Vortrag AnarchistInnen im KZ Mauthausen, Zwangsprostitution im KZ Mauthausen Vekks:18.00 Uhr Antifaschismuskritik - zwischen revolutionären Kampf und bürgerlicher Ideologie Monochromraum:19.00 Uhr collaborations and autonomy Vokü EKH - Beisl 20.00 Uhr Filmprogramm: Vekks 21.00 Uhr Kurz- und Dokumentarfilme über Anarchismus, Subversion und unterschiedliche Kampfformen werden gezeigt. Kunst&Kultur: FMLZ: 20.00 Uhr Frauenfest (für frauen!!!) EKH ab 20.00 Uhr Konzert mit Brambilla + Discover Konkav: Austria Sozial konzert: Condom(d), Rauschangriff(d), Robert(d) Tüwi: 20.30 Uhr: konzert / FLIPPIN' BEANS + PLUS MINUS (20:30) Monochromraum: 10.00 - 22.00 Uhr Ausstellung: Besetzungsgschichten EKH: 20.00-23.00 Uhr "Radikalkunst" Skulpturen von Chris Moser pogmahon.art.club: 6.30 - 12.30 Uhr Ausstellung:"In der Gegend - An der Straße" - Fotoarbeiten Sebastian Schubert Vekks: 13.00 - 18.00 Uhr Kostnixladen Infopoints: EKH: InfoladenX (10.00-20.00 Uhr) Monochromraum - Museumsquartier (10.00-22.00 Uhr) Sonntag 15.05 Amerlinghaus (Saal im Hof):15.00 Uhr "gesellschaftskritik und schlaraffenland" mit den schwerpunkten wert-, arbeits-, subjekt- und abspaltungskritik Amerlinghaus (galerie 1.stock):19.00 Uhr "What Every Man Can Do To Help End Men's Violence Against Women". (men only) EKH (Halle): 20.00 Uhr "repression und prozesse nach dem g8 gipfel 2001 in genua' Demo: Treffpunkt 13.00 Uhr Stephansplatz " Eat the Rich" 50 Jahre 2 österreichische Republik sind genug. winke winke!! Vokü Tüwi: ab 17.00 Uhr vegane volksküche:Gratis schmausen von gratis Geschnorrtem und hiernach gratis Verkochtem (auch etwas, das nix kostet ist etwas wert, net woa?!)! gegen Überproduktion und Wegwerfgesellschaft ! EKH: 20.00 Uhr - 22 Uhr Vokü Kunst&Kultur: Tüwi: Solifest der Deserteurs- und Flüchtlingsberatung mit Filmen gegen Grenzen und Deportationen EKH: 19.00 Uhr -22.00 Uhr Ausstellung: Radikalkunst - Skulpturen von Chris Moser Grillerei Monochromraum: 10.00-22.00 Uhr Ausstellung: Besetzungsgschichten pogmahon.art.club: Ausstellung:"In der Gegend - An der Straße" - Fotoarbeiten Sebastian Schubert Vekks: 13.00 - 18.00 Uhr Kostnixladen Infopoints: EKH: InfoladenX (10.00 - 20.00 Uhr) Montag 16.05 EKH(Hof und/oder drinnen): 14.00 Uhr Workshop "Trans und ich gehen in die Disco oder Was hat Trans mit mir zu tun." UNI CAMPUS: 13.00 Uhr Workshops AG Migration Amerlinghaus(saal im hof): 13.00 Uhr Perspektiven für den Häuserkampf- eine Kriegserklärung? Resolutionsverlesung mit anschliessender Diskussion UNI CAMPUS: ab 16.00 Uhr inhaltliches Plenum aller AGs des Wiener Kongress 2005 Vokü EKH (Beisl): 20 Uhr Filme: Arena Dreiraum: 20.00 Uhr Filmprogramm Argentinien 2002 Kunst&Kultur: EKH(Halle)21.00 Uhr (pünktlich) Popolitisches mit Schlag, Queer Revue in 5 Akten Vekks: 13.00 - 18.00 Uhr Kostnixladen Arena DreiRaum: ab 20 Uhr Ausstellung: "Szeneleben im Öl" Bilder von Albert Monochromraum: 10.00-22.00 Uhr Ausstellung: Besetzungsgschichten EKH: 20.00-23.00 Uhr "Radikalkunst" Skulpturen von Chris Moser Infopoints: EKH: InfoladenX (10.00-20.00 Uhr) Monochromraum - Museumsquartier(10.00-22.00 Uhr) Dienstag 17.05 Amerlinghaus Saal im hof: 17.00 Uhr Frauenräume Amerlinghaus Galerie 1.stock:: 18.30 Uhr Die Würde der Zapatistas. Vom Aufstand zur Autonomie FMLZ: 15.00 - 18.00 Uhr Wendo - Selbstverteidigung für Frauen Vekks: 13.00 - 18.00 Uhr Kostnixladen Aktionstag: AG Migration: Stadtrundgang Vokü Kunst&Kultur: pogmahon.art.club: 6.30-18.30 Uhr Ausstellung: "In der Gegend - An der Straße" - Fotoarbeiten Sebastian Schubert Monochromraum: 10.00-22.00 Uhr Ausstellung: Besetzungsgschichten EKH: 20.00-23.00 Uhr Ausstellung: "Radikalkunst" Skulpturen von Chris Moser Mittwoch 18.05 TÜWI: 10.00 Uhr Klassik-frühstück TÜWI hat geburtstag. noch 10 jahre tüwi! Türkenschanzpark : ab 14.00 Uhr Tüwi Festival - Open Air Konzerte bei freiem Eintritt, Infostände, Kreativworkshops, Feuerspucken, Jonglieren, ... Monochromraum - Museumsquartier (10.00 -22.00 Uhr) -- ++ Wiener Kongress 11.- 18. Mai 2005, http://wienerkongess.info ++ ============================================== 05 Opfer oder Täter From: transdanubien at gegenschwarzblau.net ============================================== Das Thema bei unserer Veranstaltung im Mai: OPFER ODER TÄTER ? Diskurs zum Jubiläumsjahr 60 Jahre sind genug - Wehrmachtsdesateure endlich rehabilitieren Mit dem Zeitzeugen Richard WADANI Ort: Chinarestaurant "Sun", Donaufelderstr. 229, 1220 Wien Zeit: 17.05.2005 Diskussionsbeginn ca. 19:30 Uhr ============================================== 06 Diskussionsrunde From: satarkhan1344 at yahoo.de ============================================== dringend polizeiopfer gesucht (vorsicht:polizei macht aus opfern,täter) einladung zu einer diskusionrunde zum thema: polizeigewalt,diskriminirung und rassistische polizei übergriffe und umgang der justiz mit den opfern von polizeigewalt. Es wird ein polizist über seine polizeiarbeit, den Apparat und seine erlebnisse berichten. opfer werden über eigene Erfahrungen sprechen. Ebenfalls möchten wir in dieser Runde an Stephan Neisius als Opfer von Polizeigewalt erinnern, anschließend können Fragen gestellt werden und wünschen uns eine Diskusion dazu. Wir laden alle ein, die sich für das Thema interessieren und etwas dazu beitragen können,i speziell auch die Presse -Medien, Menschenrechtsorganisationen, andere opfer der staatsgewalt. Sind Sie auch schon ein Polizeiopfer gewesen? Kennen Sie solche Opfer? Waren Sie Zeuge /Zeugin eines Übergriffes? Wollen Sie mit uns überlegen, wie wir uns gegenüber der HAND in HAND agierenden Staatsgewalt verteidigen können? Dann kommen Sie vorbei und sprechen Sie mit uns darüber. Kontakt : Tel 02214738869 Mobil 01724720112 Email:satarkhan at web.de : Samstag 14 Mai um 17 uhr; ort : Jugendherberge Köln -Deutz, Siegesstraße.5 VERANSTALTER: BETROFFENER POLIZEIOPFER & ALLGEMEINES SYNDIKAT KÖLN FAU ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND KOMMENTARE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ============================================== 07 Colnbrook Removal Center From: ncadc at ncadc.org.uk ============================================== ----- Forwarded message from John O ----- Colnbrook Removal Centre - detainees refuse to return to their cells On Sunday 1st of May 2005 at 6.00pm 16 detainees in B unit refused to return to their cells. All other detainees on the wing were locked into their cells whilst the incident was dealt with. 8 of the refusees returned to their cells voluntarily, it took until 3.00am on Sunday morning to return the remaining 8 to their cells, all 16 have now been removed to prison establishments. Detainees in the centre said the protest was started over two incidents one of the detainees had been trying to send a story to a national newspaper and was prevented by staff from doing so. A detainee was beaten up by staff and taken into segregation the incident happened in front of detainees. It is believed that most of those involved in the protest were nationals of Jamaica, though as all those involved have been moved to prison it has been impossible to ascertain if this is factual. Link: http://www.ncadc.org.uk ============================================== 08 Non à la vente d`armes From: kurd-chr at bluewin.ch ============================================== Kurdish Centre for Human Rights Centre Kurde des Droits de l'Homme Navenda Kurd a Mafên Mîrov Tél: 022/ 328 19 84, Fax: 022/ 328 19 83, E-mail: kurd-chr at bluewin.ch , Adresse: 15 rue des Savoises 1205 Genève ---------------------------------------------------------------------------- ---- Genève le 03 mai 05 NONA LA VENTE D'ARMES, OUI A LA PAIX ! Non à la Participation de la Suisse au Massacre des Kurdes ! Le gouvernement helvétique vient de décider la levée de l'embargo sur la vente d'armes à la Turquie en vigueur depuis 1992, alors que l'Etat turc continue ses campagnes militaires contre la population kurde. Auparavant, la Suisse avait pourtant décidé d'imposer cet embargo à la Turquie parce que 'les armes risquaient d'être utilisées contre les populations civiles ». Depuis 1992 l'Etat suisse avait arrêté la vente d'armes à la Turquie, car le risque d'utilisation de celles-ci contre les populations civiles était trop important, vue l'évolution au Moyen-Orient. La Suisse a tout de même gardé d'importantes relations économiques avec la Turquie, ainsi malgré l'opposition internationale elle a continué le projet de barrage à Ilisu. Suite à la reconnaissance du génocide arménien il y a quelques mois par le canton de Waadt, le ministre des Affaires Etrangères suisse Calmy-Rey a été déclarée persona non grata et sa visite en Turquie a du être annulée. Finalement lors de ses visites du mois d'avril à Diyarbakir et Ankara Rey a réussi à normaliser les relations entre les deux pays et dés son retour en Suisse, il avait déclaré que l'embargo sur les armes a été levé. Hier lors d'une déclaration commune les ministères des affaires étrangères et celui de l'économie ont annoncé qu'ils se réjouissaient de voir que les relations économiques allaient se normaliser avec la reprise de la vente d' armes. L'accord de la Turquie ayant été obtenu la suisse se prépare dores et déjà aux ventes futures d'armes à la Turquie. Pourtant la guerre signifie mort, destruction et exode, ce qui annonce que de nouveaux flux de populations kurdes et turcs vont se diriger vers la Suisse Le peuple Suisse ne doit pas être la proie de quelques marchands d'armes et doit agir en commun avec les organisations civiles pour obtenir une résolution politique du problème kurde. Les chiffres de 2004 parlent de 402,4 millions de francs Suisse concernant la vente d'armes. Ce qui signifie une augmentation de 23.4 millions Sfr par rapport à l'année précédente. Le premier client de la Suisse est l'Allemagne avec 66.6 millions d'achat, viennent ensuite l'Espagne et les Etats Unis d' Amérique. Cette même année la Suisse a refusé de vendre à 18 pays, car elle estimait qu'il y avait un risque d'utilisation contre les populations civiles. Aujourd'hui en revanche elle tombe contraire à cette décision, car on sait que cette fois ces armes vont être utilisées contre les civils kurdes tout comme il l'a été auparavant. Toutes les organisations de défense des Droits de l'Homme annoncent dans leurs rapports que de graves atteintes aux de droits de l'Homme persistent en Turquie et que la violence contre les kurdes est loin d'avoir cessée. Par ailleurs, lors d'une récente déclaration commune 58 maires (issus du parti DEHAP) ont attesté que la violence s'intensifiait dans la région kurde. Ainsi Ugur, un enfant de 12 ans et son père ont été froidement abattu chez par la police turque il n'y a que quelques mois. Quelques jours auparavant ce sont 2 guérilleros du HPG (Les forces de défense populaire) qui ont été capturés par l'armée turque, ils ont été tués sous la torture. Cette année lors des célébrations du nouvel an kurde, le Newroz, des millions de kurdes ont affirmé leur volonté de résolution pacifique du problème kurde dans le cadre d'un Confédéralisme. L'Etat turc a répondu à cet appel en ayant recours à encore plus de violence, dans ce contexte ce n' est pas en vendant des armes que doit intervenir la Suisse, mais plutôt en essayant d'imposer le système confédéral, qu'est le sien, à la Turquie. C'EST DE LA PAIX DONT ONT BESOIN LES PEUPLES KURDES ET TURCS ET NON DES ARMES !!! NOUS APPELONS TOUTES LES ORGANISATIONS CIVLES ET LES PARTIS DEMOCRATES SUISSES A S'OPPOSER A LA VENTE D'ARMES !!! ============================================== 09 Borneo's ancient jungle offers new insights From: MailHub at ecoterra.net ============================================== Borneo's ancient jungles offer new insight into modern life: it sucks (AFP) 5 May 2005 MALINAU, Indonesia - Many of us suspect it as we trudge to work in the morning, but scientists studying some of the last primitive tribes in deepest Borneo say they now have proof -- modern life is, indeed, rubbish. A team of experts has spent months comparing the lives of the Punan people, who still live as hunter-gatherers in the forest of Indonesian Borneo, with those of tribe members who have been lured away by civilisation. Not surprisingly, many of the Punan's dreams are dashed on arrival in the big city, however the scientists say that even basics like food, health and quality of life also turn out to be much worse in town than the forest. While it is unlikely the findings will encourage jaded office clerks to shed their suits and head for the jungle, researchers hope they might preserve ancient traditions by warning the Punan and other tribes what they risk losing. Changing lifestyles "They want modern life, they want to wear T-shirts and jeans and drink Coca-Cola, they are attracted to all these things," says Edmond Dounias, of Centre for International Forestry Research team. "But what they underestimate is what it will cost them in terms of their way of life, their culture and the benefits they gained from the forest." Only a few hundred thousand hunter-gatherers remain on Earth, among them the Punan who roam the lowland forests of East Kalimantan in Indonesian Borneo, which despite its lush appearance, is no garden of Eden. Hazards such as malaria and parasites ensure that only one percent of women and two percent of men reach the age of 65. Infant mortality rates are some of the highest in the world, with a third of children dying under the age of five. With many Punan -- who traditionally stretch their earlobes with heavy brass or gold piercings -- now settled in villages, they are more prone to outbreaks of disease than in the past when nomadic lifestyles kept them isolated. According to 2003 statistics there were 8,956 Punan in East Kalimantan, of which 4,500 are now living in and around Malinau. For more than two thirds of Punan questioned by Dounias and his team of ethnologists, access to healthcare is reason enough to pack their meager belongings into a dugout canoe and paddle down river to the nearest city. Their destination is Malinau, a boomtown whose population has leapt from 20,000 to 50,000 in four years as migrants pour in to work in the nearby coalmines and the lucrative, and often illegal, logging industry. In Malinau, 1,400 kilometres (870 miles) northeast of Jakarta, residents live in houses with electricity, wear Western clothes, drive cars on recently tarred roads, talk into cell phones and, when they choose to, drink Coca-Cola. Lost benefits. But, says Dounias, once they arrive in the city, many Punan find themselves treated as second-class citizens, unable to afford the healthcare they aspired to and exposed to problems like drug and alcohol abuse. "They have lost benefits of the forest such as clean water which has become a real problem near the cities because of pollution and use of pesticides," he says. "They also no longer have access to their culture of mutual aid." Robbed of the rich resources of their forest environment, the diet of many Punan also suffers, with their choice of varied bushmeats, fruits and nutritious roots replaced by a limited diet of rice and low-quality meats. Their tradition of eating regular snacks found in the undergrowth is replaced by consuming unhealthy pre-packaged food such as potato chips or fat-laden cakes, leading some young Punan to develop weight problems. In an effort to encourage the Punan to stay put, the Centre for International Forestry Research is working with local authorities and medical groups including Medecins du Monde to take medical help to remote villages. Greg Clough, a communications specialist at the forestry research centre, says the study could help influence government policies over land use, particularly in Kalimantan where precious forests are under threat. The widespread illegal felling of Borneo's prized trees are pushing indigenous people to abandon the land they have occupied for centuries, many willingly taking cash and sometimes jobs from the loggers. "These findings will help decision-makers hopefully make more informed choices. They will have some idea about how their decisions might impact on local people," Clough said. Dounias, who presented his team's findings to local leaders at a meeting in Malinau last month in the hope that they will pass them on to Punan communities, says their study also applies to hunter-gatherer's worldwide. These include pygmy tribes in Cameroon and the Central African Republic, whom he has studied for 15 years, and the Yamonami people of Brazil's Amazonian rain forests. Photo courtesy: cultures.org -------------- ECOTERRA Intl. ---------------------- Do you want to read or distribute a message in another language? (Don't use these services for confidential texts - they are read and stored!) Just go to the free translation sites: Best: Google Language Tools http://www.google.com/language_tools?hl=en or Altavista Babelfish http://babelfish.altavista.com/translate.dyn or Freetranslator http://www.freetranslation.com/or http://www.systransoft.com/ (all - except google - for text of less than 150 words only) or go to http://www.worldlingo.com/en/products_services/worldlingo_translator.html or http://www.t-mail.com/t-text.shtml or check for Arabic and African automated translators at http://www.bisharat.net/Trans/ and have the translation of the text done free of charge. Look for other tools at http://www.omniglot.com/links/translation.htm. 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FREEDOM & FUTURE for PEOPLE & NATURE 24 h EMERGENCY RESPONSE: +254-733-633-000 http://www.ecoterra.org.uk http://www.ecoterra.net http://www.ecoterra.de http://www.ecoterra.info Marine Group: http://www.ecop.info Eco_Alert · http://groups.yahoo.com/group/Eco_Alert/ green is good - environmentalism is not political - it is sanity ! ============================================== 10 this & that From: abe at cuadp.org ============================================== Sent *ONLY* to the Recipients of CUADPUpdate Feel Free to Forward CONTENTS Questions on Reconciliation Questions on Prison Food Those funky wristbands that everybody is wearing.... Way Cool Colorado Abolitionist T-shirt available Prisoner Artwork Available Think Strategically! Taking Action in VERMONT! *************** QUESTIONS ON RECONCILIATION Rachel Hardesty, Director of Oregonians for Alternatives to the Death Penalty poses the following comments and questions. Please respond to her directly at if you have any feedback.... >A bit of background: After writing an Op Ed which was published on the >Green River Killer's sentencing I received I thought rather a healthy and >stimulating amount of hatemail. Including one from Craig, member of >Parents of Murdered Children. Through a series of coincidences I knew of >the murder of his son and had always wondered about Craig and how they >were managing after their tragedy. Telling him so seemed to disarm him and >he agreed to meet with me. We spent 3 hours that first time, 7 the second >when I interviewed him for an article I wrote about adjusting to the new >normal for a magazine which asked for it but never published in the end. >Since then we have become regular conversationalists. He has presented in >my classes, his daughter has been my student, they provided contacts and >introductions I visited the city where his son was murdered and I was able >to visit the institution where the murder occurred, visit the memorial on >the family's behalf and do some listening with staff and students >there...and we collaborate in some ways (next year he has agreed to help >me organize our observance of National Crime Victims' Rights week). This >is what we did today on the day that Oregon's joint judiciary committee >voted to recommend an expansion of the death penalty: > >Craig and I broke bread together at our favorite Elmers for lunch. We had >a most interesting discussion and I took reams of notes about things to >think about later. >Questions I scrawled down during our conversation: >What is the shape of accountability in a restorative system? Justice vs. >Punishment? > >Are there gender differences in the experience of trauma and grief? > >How much does the relationship of an individual with work and family >inform grieving and coping? > >How do we lift up for community outreach and support those families whose >loved ones are murdered where there is no publicity or trial? > >How do we educate victims as to the real function of the criminal justice >system, and then identify their other needs and coordinate community >efforts to properly meet them? > >How do morals, ethics, logic and law collide in trials to make justice an >impossible attainment? > >These are questions we came to and considered together. This is the nature >of our common ground I think. This is the nature of fruitful conversation. > >I hope this is the right place to consider these issues. >Go well >Rachel Hardesty >Oregonians for Alternatives to the Death Penalty >RCunliffeHardest at aol.com ************************************ QUESTIONS ON PRISON FOOD Back in 1954, the New York Giants swept the Cleveland Indians in four games in the world series. One consequence of this spectacular end to the baseball season that year is that Cleveland's Municipal baseball stadium was left with huge stockpiles of hot dogs. But this was before the idea that an all-beef (kosher if at all possible) hot dog was the best tasting and most desired, so the hot dogs they had were full of fillers and who knows what... And guess what? The prisoners in the Cuyahoga County Jail were fed nothing but hot dogs for a very long time. One of those prisoners was Dr. Sam H. Sheppard (See http://www.samreesesheppard.org ), who was about to go to trial for the murder of his wife, Marilyn Sheppard. Dr. Sheppard faced the death penalty but was sentenced to life. His conviction was thrown out and ten years later he was acquitted at a new, fair, trial. But it was those months in the Cuyahoga County Jail that would prove, in part, to help end his life much earlier than should have been expected. This information is all anecdotal, but one thing I learned while I was hanging out with Sam Reese Sheppard during the civil trial (Sam sued the State of Ohio for a "declaration of innocence" for his father in 2000 - we lost) is that many of the people who were incarcerated in the Cuyahoga County Jail that Fall ended up with liver problems. Dr. Sheppard's death came about, in part, due to liver problems. Was it all those hot dogs? Can we blame the New York Giants? Who knows? But I thought that might be an interesting introduction to a question I received today. If you have ideas for this person, please respond to her directly at . Thanks. --abe >From: KNUD459 at aol.com >Date: Thu, 5 May 2005 12:48:44 EDT >Subject: Re: [CUADPUpdate] MORE This & That! >To: abe at cuadp.org >I have a rather small request that maybe someone can answer. My friend >who is on death row in Texas called and asked if I could give some sort of >guidelines as to how to stay healthy (how ironic) on prison food. Any >hints from anyone? ***************** THOSE FUNKY WRISTBANDS THAT EVERYBODY IS WEARING.... At the urging (and investment) of one reader of CUADPUpdate, CUADP is launching a new item for the AbolitionWear Catalog.... The only other people receiving this invitation for early involvement are affiliate organizations of the NCADP.... *** ADVANCE ORDERING OPPORTUNITY - SAVE BIG $$$!!!! Read This All The Way Through and ACT NOW! (Deadline is Tuesday!) Hello All, One of CUADP's supporters recently sent a suggestion that we make some of those custom awareness bracelets, similar to the yellow cancer/Lance Armstrong / pink/breast cancer / and other wrist bands that you see all over the place. And, Gerry backed up her suggestion by offering to help with a small portion of the seed money for the project. Lance Armstrong is wholesaling his yellow wristbands at $1 each no matter what quantity you buy, and they have sold millions. Local cancer groups get at least $5 or $10 each when they offer them individually to local donors. The American Friends Service Committee sells their "Wage Peace" custom awareness bracelet for $10 each, and they have so far raised more than $100,000 using this item as a premium - they just put in their 4th re-order!. (Check out their site at http://www.afsc.org/iraq/bracelet.htm) I put the question to the affiliates of the National Coalition to Abolish the Death Penalty, and the response was overwhelming. People in the movement are excited by this hip new opportunity to raise both awareness, and money. Already more than five state groups and one national group have bought in to this project. Over the past several weeks I have been repeatedly polling people on the NCADP Affiliates list, and we've boiled it down to this: The official anti-death penalty custom awareness bracelets will be PURPLE, and they will say "Execute Justice, Not People!" (I should say that of the four buttons that CUADP markets, the most popular by far is the one with that slogan.) I've done research to find this product manufactured in a place that is not a Chinese sweatshop (it has been impossible to find them made in the USA), and to find the most reasonable prices. I've got about half the seed money that I need. Therefore, to make this happen, CUADP is offering your group a chance to get a bunch of these custom awareness bracelets at a deeply discounted price. With the company we have researched, normally the fewest you can get (to make it cost-effective) is 500 pieces at $1.20 each, and that's after you make the mold. I'm offering this ONE-TIME opportunity for individuals and groups that want to go in on a minimum of 100 pieces at $1 each. After this first run the minimum price will be $2 each. To get the $1 price you MUST order by the deadline for this first run - Tuesday, May 10, 2005. You can order as many as you want, but the minimum is 100, plus $10 shipping no matter how many you order. Once the first batch arrives sometime in June, CUADP will be offering these wristbands on the AbolitionWear web site at the following rates: $6 minimum donation for one, 10 for $40, 50 for $135, and 100 or more for $2 each. Groups can then offer them for as much as they wish to charge and/or as much as a donor wishes to give. CUADP is not concerned about competition among abolitionist groups - this is why we are offering this special deal. The important thing is that we now have one item that identifies with our unified movement, and one (more) item that we can all use to raise much-needed funds for our local efforts. These wrist bands seem to be quite popular and CUADP has had a number of requests to carry them. SO here is YOUR chance to get a useful fund raising tool for your organization. To do this on your own (sweatshop-free) you are looking at a minimum investment of $1400 (just for the mold!), plus production and shipping costs. Let CUADP handle the details and get this item as cheap as they come. If you are interested, e-mail me at with the following information: Quantity Requested: Your Name: Your Organization: Your Phone Number: I will get in touch with you to arrange payment and shipping details. I plan to place the order on Tuesday, May 10, 2005, at 4:30pm EDT, so if you want in at this special price I *MUST* hear from you before 4pm on Tuesday. We can take care of the money later, but again, all bids must be in by Tuesday at 4pm. paz! --abe Abraham J. Bonowitz Director Citizens United for Alternatives to the Death Penalty 800-973-6548 www.CUADP.org ************** WAY COOL COLORADO ABOLITIONIST T-SHIRT AVAILABLE Phil writes: >If you missed the opportunity to get these at the Coloradoans Against the >Death Penalty Dinner, here's your chance... > >Order CADP T-Shirts or Books > >Improve your wardrobe, or your bookshelf - while helping CADP. Visit the >new CADP online store to order t-shirts or Dead Man Walking: An Eyewitness >Account of the Death Penalty in the United States. This is the best >selling book by Sister Helen Prejean, the guest speaker at the 2005 CADP >Dinner. > >Visit http://www.coadp.org/webbuy/store.html ******************* PRISONER ARTWORK AVAILABLE Shirley writes: >Prisoners arts and crafts are now on ebay for sale. This is something new >for prisoners and they are in hopes it will generate money for them to >spend at the canteen to buy items they need. Some states don't allow it >but for the states that do, it will give prisoners some hope of earning >money through their crafts. Take a look at them.the auctions started a few >days ago. www.prisonercrafts.com *************** THINK STRATEGICALLY! Earlier this week I put out a call for spokespersons within our movement who have a military background. A few people responded, and one group (that I know of) is TAKING ACTION!!!! It is ***NEVER*** not strategic to stand up and say the death penalty is WRONG, especially for those of us who dare to call ourselves "abolitionists," and it is great when activists find ways to build bridges across movements and educate people at the same time. To the Arizonians, I say BRAVO! >To: abe at cuadp.org >Date: Wed, 4 May 2005 14:02:41 -0700 >Subject: Re: [CUADPUpdate] Protest Military Death Penalty, Tucson, AZ >From: Claudia Ellquist > >Protest Military Death Penalty >Wednesday, May 18, 9-10am, >by CAADP activists >Military Recruiting Center >2302 E Speedway, Tucson, AZ > >On Wednesday, May 18, 9-10am, CAADP activists are needed to join the >individuals who regularly protest at the Military Recruiting Center at >2302 E Speedway, Tucson. CAADP has chosen this one day to hold a combined >protest, in which we will be holding banners and signs protesting the use >of the death penalty in the military justice system. > >The recent imposition of the death penalty in a military court marks a >reinstitution after years of nonuse. We want to send a message that it is >just as ineffective, wrong and harmful in the military justice system as >it is in the civilian justice system, and possibly more so. > >We have chosen the recruitment center, rather than the entrance to a >military base of other symbolic location, because it is a place where an >effective boycott of enlistment could call attention to the added >vulnerability that the military death penalty, and its use in courts >martial, bring to individuals in uniform. Recruitment to the military is >at an all time low, and the imposition of the death penalty is one more >reason for people not to sign up. > >--claudia ellquist >Coalition of Arizonans to Abolish the Death Penalty ************* TAKING ACTION IN VERMONT! Connecticut is not the only place in the Northeast where the DP is rearing its ugly head.... *** Groups to protest death penalty Rutland Herald May 4, 2005 MONTPELIER ­ A number of organizations, including the American Civil Liberties Union and Amnesty International, are gearing up to protest the first death penalty trial in Vermont in almost half a century. The protests will probably include picketing the federal courthouse in Burlington where the trial of Donald Fell will take place, leafleting and a letter writing campaign, said Allen Gilbert of the Vermont chapter of the American Civil Liberties Union. Two meetings are planned for next week, one in Montpelier and one in Burlington, to plan strategy, Gilbert said. "We're trying to coordinate activists so we can help the public understand why capital punishment should not be an option in Vermont," Gilbert said. "There are many different ways to help get that message across." Gilbert said organizers would probably approach Vermont's Catholic Church to see if members would join the protests. Gloria Gibson, a spokeswoman for the Roman Catholic Diocese of Burlington which includes all of Vermont, said Bishop Kenneth Angell was an outspoken opponent of the death penalty. Gibson said Angell planned to issue a statement about the Fell case today. Jury selection is getting under way this week in federal court to try Fell, 24, on charges that he kidnapped Teresca King from a Rutland shopping center in November 2000 and killed her in New York State. Fell, and a Co-defendenat Robert Lee, were arrested three days later in Arkansas driving King's car. Lee hanged himself in prison in 2001. Fell is charged with carjacking with death resulting ­ a federal criime that carries the death penalty. In 2002 the Justice Department decided to seek the death penalty against him. Vermont has not executed a prisoner since 1954 and the last person sentenced to death was in 1957. For all practical purposes the state eliminated the death penalty in 1965, although it wasn't formally abolished until 1987. Joshua Rubenstein, the Northeast Regional director of Amnesty International, said he would be meeting with Gilbert and representatives of a number of other Vermont groups to oppose the death penalty. Amnesty International protested the federal death penalty trial in Massachusetts of Gary Sampson, a man convicted in 2003 of federal charges stemming from the killing two people in Massachusetts during a two-state killing spree that resulted in the deaths of three people. Sampson was sentenced to death last year, also under federal law. "Amnesty takes a principled position against all death penalty cases," Rubenstein said. But the organization also wants to ensure Fell is held accountable, if convicted of the crime he is accused of committing, Rubenstein said. "There are very active sincere people who absolutely want to see justice done, but the government can do that without seeking the death penalty," Rubenstein said. www.rutlandherald.com ********************* Cash flow is low..... Please help if you can! Check out http://www.cuadp.org/support.html#LATEST%20CUADP%20APPEAL and then https://www.compar.com/donation/donateform.html Thanks! --abe Abraham J. Bonowitz Director Citizens United for Alternatives to the Death Penalty www.CUADP.org 800-973-6548 ============================================== 11 Sieht die CDU die Muslime... From: dieinitiative at gmx.at ============================================== Der Schoß ist fruchtbar noch Erinnerungen und Gedanken 60 Jahre danach von Michael Genner, Asyl in Not Es hat keine Entnazifizierung gegeben. Keine, die diesen Namen verdient: keine Säuberung des Staatsapparats. Polizei und Justiz waren von Anfang an unterwandert von Nazis und Vaterländischen Frontlern, auch das Bundesheer seit seiner Gründung; die Universitäten ebenso. Der Ungeist pflanzte sich fort in die nächste Akademikergeneration und vergiftete das geistige Klima in diesem Land. "Heil Auschwitz" brüllten die Burschenschafter, die 1965 für Borodajkewicz auf die Straße zogen. Und mancher meiner Schulkameraden in einem humanistischen Gymnasium in Wien sympathisierte mit ihnen unverhohlen. In meiner Klasse war ich ein Außenseiter: neben katholischen Bauernburschen und deutschnational geprägten Bürgerkindern der einzige "rote Jud'". Die damaligen Konflikte haben mich für mein weiteres Leben geprägt. 1969, unter der Alleinherrschaft der ÖVP, saß ich wegen eines Mediendelikts (eines Flugblatts, das ich unterschrieben hatte) in Untersuchungshaft. Ich vergesse nie, was mein Untersuchungsrichter beim ersten Verhör zu mir sagte: "Als ich so jung war wie Sie, war ich auch ein Idealist. Ich war Nationalsozialist, in einer Zeit, wo noch fast niemand dabei war." Mit diesen aufmunternden Worten sperrte er mich ein. Natürlich lehnte ich ihn als U-Richter in einem politischen Prozeß wegen Befangenheit ab. Immerhin protestierten auch Abgeordnete der SPÖ, unter ihnen Christian Broda, der ansonsten ja für einen "Schlussstrich" unter die braunen Flecken eintrat, gegen diesen Justizskandal. Die Ermittlungen des U-Richters, der nur deshalb (angeblich) kein Nazi mehr war, weil er seinen Idealismus verloren hatte, gipfelten in einer Anklage gegen mich wegen "Verleitung zum Aufstand" (Höchststrafe 20 Jahre). Davon sprachen mich die Geschworenen einstimmig frei. Sie verurteilten mich nur wegen "Aufwiegelung" zu einem Monat, abgesessen durch die U-Haft. Ein österreichischer Kompromiß. Aber ich hatte meine Chance genützt, hatte mich selbst verteidigt, das Medienecho war ein großer Schritt nach vorne. Und vor allem: mein Freispruch in der Hauptsache war eine späte Niederlage der Nazijustiz. Freilich ohne nachhaltigen Erfolg: Bald darauf (1971) überfielen braune Schlägertrupps - angeführt von Unteroffizieren des Bundesheeres - die Demonstration gegen Kreiskys rechtsradikalen Heeresminister Lütgendorf (wobei sie freilich die Prügel bekamen, die sie verdienten). Eine ernsthafte Aufarbeitung der Nazitradition dieses Landes begann erst 1986 mit der Bewegung gegen Waldheim. Weitere Meilensteine der verspäteten Entnazifizierung der Hirne - wenn schon nicht des Staates - waren das Lichtermeer gegen Haiders rassistisches Volksbegehren (1993) und die großen Demonstrationen gegen den Schüssel-Haider-Pakt (Anfang 2000). Und heute? Das Haider-Schüssel-Regime ist immer noch an der Macht. Die Demonstrationen des anderen Österreich hatten zunächst das Schlimmste verhindert. Aber die Flüchtlingshatz, von Strasser begonnen, von Prokop und Miklautsch verschärft, zeigt nur zu deutlich, wie die braune Zukunft Österreichs aussehen soll. Die Nazirülpser aus dem Bundesrat sind ekelhaft, die Empörung, die sie auslösten, ist gut und recht - aber Vorsicht! Sie geht am Wesentlichen vorbei. Natürlich gehören Gudenus und - wie heißt der andere? - politisch eliminiert. Und nicht nur das: der gesamtem Haiderei, der sie entstammen, ist jeder Einfluß in unserem Land zu entziehen. Aber selbst das änderte noch nichts an der rassistischen Struktur: 1.) Die Menschen, die in Österreich leben und arbeiten, sind in zwei Klassen geteilt. Inländer und Ausländer. Demokratische Bürgerrechte gelten nur für die einen. Die anderen sind Untertanen. 2.) Das Regime bereitet ein neues Anti-Asylgesetz vor. Flüchtlinge werden dann in der Schubhaft verschwinden. Ohne Rechtsschutz. Im Gefängnis, wie Verbrecher, während des ganzen Verfahrens. Auch ihren Rechtsberatern wird mit Gefängnis gedroht. Wer aus Todesangst in den Hungerstreik tritt, wird zwangsernährt. Selbst die am meisten gelitten haben, Traumatisierte und Folteropfer, sollen abgeschoben werden. Das ist die rassistische Schande Österreichs, im Gedankjahr - 60 Jahre danach. Die von den Nazis ermordeten Deserteure sind tot. Sie haben ein ehrendes Gedenken verdient. Die Flüchtlinge, die Schüssel - mit Haider im Bund - über "sichere" Dublinstaaten in Putins Folterlager abschieben will, leben vorläufig noch. Sie können gerettet werden, wenn diese Regierung rechtzeitig stürzt. Dann - vielleicht! - werden die Menschenrechte wieder gelten in unserem Land. Michael Genner Asyl in Not Währingerstraße 59 1090 Wien Tel.: 408 42 10-15, 0676 - 63 64 371 www.asyl-in-not.org Spendenkonto: Asyl in Not, P.S.K., Kontonummer 92.034.400 Christian Broda: "Faschismus unserer Tage" "Es darf nicht sein, daß unsere Gesellschaft dauernd in zwei Gruppen mit mehr und mit weniger Rechten zerfällt: in die Klasse der Einheimischen und in die Klasse der Fremden. Der Wert des Schutzes der Menschenrechte erweist sich dort, wo man sie braucht. In der Diskriminierung der Minderheiten lebt der Faschismus fort. Der Rassismus ist der Faschismus unserer Tage." Christian Broda "Für die unteilbaren Menschenrechte" Rede vor der Parlamentarischen Versammlung des Europarates am 28.1.1987 - wenige Tage vor seinem Tod ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ Die Zusendungen können Sie bei Bedarf unter http://asyl-in-not.org/abo/ abbestellen. Asyl in Not, Währingerstraße 59, A-1090 Wien Telefon +43/1/408 42 10, Fax +43/1/405 28 88 mailto:office at asyl-in-not.org http://asyl-in-not.org ================================================ C) TERMINE ================================================ ======================== Freitag http://www.mund.at/butt/Termine/Mai/0605.htm Samstag http://www.mund.at/butt/Termine/Mai/0705.htm Sonntag http://www.mund.at/butt/Termine/Mai/0805.htm ======================== ================================================ D) EDITORIAL ================================================ Für den Inhalt verantwortlich: Ihr. E-Mail-Adresse für Beiträge: widerstand at no-racism.net geschickt. widerst at nd MUND und alle Termine täglich aktualisiert im Web: http://www.no-racism.net/MUND Ziel von MUND (medienunabhängiger Nachrichtendienst) ist die unzensurierte und möglichst rasche Information über gesellschafts- politisch relevante Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu Widerstand und Antirassismus sowie verwandte Themen. sollen einen Titel, Namen und Emailadresse der/des AutorIn enthalten und möglichst kurz und prägnant gehalten sein, ev. mit Hinweis, wo weitere Informationen eingeholt werden können. Bitte keine Attachments! Die inhaltliche und sachliche Verantwortung liegt bei der/dem jeweiligen AutorIn bzw. jenen, die uns die Beiträge schicken. Der MUND wird von einzelnen TagesredakteurInnen zusammengestellt. Da Fehler nicht ausgeschlossen sind, bitten wir, nicht veröffentlichte Beiträge nochmals an widerstand at no-racism.net zu senden. Die Weiterleitung (auch auszugsweise) ist erwünscht. Beiträge mit rassistischen oder sexistischen Inhalten werden nicht veröffentlicht. Sehr persönliche Meldungen werden wir an den betreffenden Adressaten weiterleiten, aber nicht im MUND veröffentlichen. Die bisherigen Ausgaben sind unter http://www.no-racism.net/MUND archiviert. Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage: * Wann: Sonntag, 11.11.2001, 11:11 Uhr * * Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" * * Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf * * Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie. Aber kurz und prägnant.* Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch stillschweigend Zensur zu üben. Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die Nichtaufnahme geliefert. (Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.) Die AbsenderInnen der betroffenen Beiträge werden hiervon informiert. Im Sinne einer "gläsernen Zensur" könnt ihr Euch die Beiträge gerne extra schicken lassen: Ein kurzes Mail an widerstand at no-racism.net genügt. ================================================ E) VERTEILERLISTE ================================================ Zur Eintragung in diesen Verteiler bitte direkt subskribieren unter http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/analle oder von der einzutragenden Adresse aus ein mail schicken an: admin at no-racism.net mit folgendem Text: subscribe no-racism Bitte wegen Automatisierung diesen Wortlaut verwenden! Zur Austragung aus dieser Liste bitte an zusammengestellt. Bitte keine Attachments! (werden nicht angenommen) nicht drin: 1 attachment, siehe oben Redaktionsschluss für diese Ausgabe: fr 9:00 III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III ü, ö, ä, ß, Ü, Ö, Ä III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III widerst at nd-MUND is powered by http://alt.strg.at/ ================================================ From analle at no-racism.net Tue May 10 11:07:43 2005 From: analle at no-racism.net (analle at no-racism.net) Date: Tue, 10 May 2005 11:07:43 +0200 Subject: widerst@nd! - MUND: Dienstag, 10.5.2005 Message-ID: widerst at nd MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst www.no-racism.net/mund Dienstag, 10.5.2005 ================================================ A) INHALT ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 01 [kinoki-mikrokino] #126 - Di 10.5., Metro Kino: Zwei Filme der Linken im Kalten Krieg. p

================================================== 02 Aufruf zur Mitarbeit am IMC zum Wiener Kongress (11-18 Mai 2005) austria at indymedia.org ================================================== 03 13.5.: 1 Lesung Victor Halb ================================================== 04 www.rifondazione.at ================================================== 05 Konferenz in Diyarbakir 28-30 Mai 2005 "wadi wien" ================================================== 06 Forum Sexualität 31.05.05 (TransGender) "Rechtskomitee LAMBDA" ================================================== 07 AG Migration am Wiener Kongress: Nutzt das Offene Mikrophon! agmigration at no-racism.net ================================================== 08 Regierung will Arbeitsmarkt für AsylwerberInnen vollständig schließen! "Ökologische Linke" ================================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND KOMMENTARE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 09 Der Schoß ist fruchtbar noch office at asyl-in-not.org ================================================== 10 EU-Verfassung/Menschenkette 7. Mai Parlament Werkstatt Frieden & Solidarität ================================================== 11 Verdoppelung Rüstungsbudget/Menschenkette 7. Mai Werkstatt Frieden & Solidarität ================================================== 12 Staatspolizei OÖ attackiert AntifaschistInnen "Sozialistische LinksPartei" ================================================== 13 Kaplan Franz Sieder: Rede bei der Menschenkette NEIN ZUR EU VERFASSUNG "Alois Reisenbichler - Stadtteilzentrum Simmering" ================================================== 14 Isl. Glaubensgemeinschaft: Gedenken zum 8. Mai "Initiative muslimischer ÖsterreicherInnen" ================================================== 15 EU-Verfassung/Menschenkette/Friedensvolksbegehren "Friedensvolksbegehren" ================================================== 16 Noch neun Personen nach Paragraf 209 in Haft "Rechtskomitee LAMBDA" ================================================== 17 Kulturpolitische Kontinuitäten der Nachkriegszeit IG Kultur Österreich ================================================== 18 EU-Verfassung/Volksabstimmung/Offener Brief/Kaltenegger KPÖ Steiermark ================================================== 19 PA Bedenken gegen Asylgesetz "Presse SOS-Menschenrechte" ================================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< SOLIDARITÄT WELTWEIT ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 20 www.rifondazione.at (Referendum) ================================================== 21 Nepal: Hold the King to His Promises John O ================================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< LINKS / VERWEISE / HINWEISE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 22 kanalB videoclip - kranzniederlage kanalB_at_redaktion at kanalB.org ================================================== 23 Texte zum "Gedenkjahr" "agm" ================================================== 24 Glocalist Nr.71 Presseausgabe >> Schwerpunkt Sozialmarie "GLOCALIST REVIEW" ================================================== 25 Holocaustfotos - MG Süddeutscher Verlag kontra muenchnernotizen "Informationsmediatorin der muenchnernotizen Mag. Janca" ================================================== ================================================ B) TEXTE ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 01 [kinoki-mikrokino] #126 - Di 10.5., Metro Kino: Zwei Filme der Linken im Kalten Krieg. p

================================================== hallo, wir empfehlen fuer den naechsten mikrokino-abend, der am dienstag bei freiem eintritt im metrokino stattfindet, sicherheitshalber beim filmarchiv platzkarten zu reservieren: 01/2161300. unten noch hinweise zu kommenden veranstaltungen: f13aktionen und einem befreiungsfest in kaernten. ende juni freuen wir uns mit deedee halleck (papertiger tv, deep dish tv) eine der wichtigsten aktivistinnen der us-amerikanischen grassrootsmedien im mikrokino begruessen zu duerfen, mehr dazu demnaechst... herzlich, kinok p KINOKIS MIKROKINO Politische Filmabende, momentan ca. 2x monatlich, an diversen Orten auftauchend. kinoki. Verein fuer audio-visuelle Selbstbestimmung mikrokino at kinoki.at | http://www.kinoki.at Newsletter subskribieren bzw. abbestellen unter: http://www.kinoki.at/mailman/listinfo/kinoki-mikrokino Foerderpreis Politische Kulturarbeit 2004 der IG Kultur Oesterreich. Einladung #126 Dienstag 10.5.2005, 21:00, Metro Kino/Filmarchiv Austria (1. Johannesgasse 4, Tel. 01/512 18 03), Eintritt frei! kinokis mikrokino praesentiert in Kooperation mit dem Filmarchiv Austria: Zwei Filme der Linken im Kalten Krieg. Zwei Dokumentarfilme aus dem Jahr 1954, beide sind auf unterschiedliche Weise mit österreichischen Schauplätzen verbunden: Mitten im Kalten Krieg zeichnete Joris Ivens monumentaler Film das Panorama einer globalen Arbeiterbewegung. Die Geschichte dieses Filmes beginnt in Wien, wo 1953 ein Kongress des Weltgewerkschaftsbundes stattfand. Als der fertige Film ein Jahr später in einer von Anti-Kommunismus geprägten Atmosphäre in Wien gezeigt wurde, produzierte der Österreichische Friedensrat gerade einen kurzen Film gegen Militarismus und Kriegsverherrlichung. , der seit den 50er-Jahren nie mehr aufgeführt wurde, fasziniert heute durch Aufnahmen, die das Klischee der statischen 50er-Jahre konterkarieren: Statt österreichischer Walzerseligkeit zeigt er Aufmärsche des Kameradschaftsbundes und Kundgebungen gegen diese Soldatentreffen. Beide Filme überraschen heute durch ihre alternative Sicht auf die unmittelbare Nachkriegszeit, deren Deutung im zur Debatte steht. Sie zeigen die Epoche des Kalten Krieges als eine Zeit heißer Auseinandersetzungen, international und in Österreich. Das Klima in Österreich war von Kalten Kriegern und einem rigiden Antikommunismus geprägt. In der Phase vor Abschluss des Staatsvertrags richtete sich die Politik der Bundesregierung und der West-Alliierten gegen einen befürchteten Anschluss an den Sowjet-Block, während die Linke gegen Anschluss-Bestrebungen an West-Deutschland agitierte. Die beiden Filme widerspiegeln die Tatsache, dass Wien zwischen 1950 und 1955 zum Treffpunkt einer internationalen Friedens- und Gewerkschaftsbewegung geworden war. Unter der Schirmherrschaft der sowjetischen Besatzungsmacht entfalteten der sich als überparteilich verstehende Weltfriedensrat und der kommunistisch dominierte Weltgewerkschaftsbund eine rege Tätigkeit. Anlässlich eines solchen Kongresses titelte die Österreichische Friedenszeitung: . Auch Jean-Paul Sartre war 1952 beeindruckt: . Die Bundesregierung boykottierte diese Aktivitäten systematisch, die westlich orientierten Medien befolgten eine während dieser Kongresse. SPÖ-Innenminister Oskar Helmer fürchtete eine , die tendenziell und für (Karin Moser: 2001) Die Remilitarisierung Österreichs im Rahmen des Kalten Krieges verhinderte einen tatsächlichen Bruch mit den Einstellungsmustern und Verhaltensdispositiven aus der NS-Zeit. Im Dezember 1954 - fast im selben Moment, als die beiden Filme in Wien zu sehen waren - erklärte der ÖVP-Nationalratsabgeordnete Alfons Gorbach im Parlament: (Die Österreichische Volksstimme, 4.12.1954) Wenige Tage darauf wurde Gorbach das goldene Ehrenzeichen der Republik Österreich verliehen. Schatten über unserer Heimat Regie: Frank W. Rossak. Produktion: Österreichischer Friedensrat. A 1954/55, 19 Minuten, 16 mm, s/w. Der Film beginnt mit idyllischen Bildern aus Österreich. Die Wunden des Krieges scheinen wieder geschlossen. Doch wer wachsam ist, weiß, daß er zwar heute wieder ruhig schlafen kann, ohne von Sirenen geweckt zu werden. Aber wie lange noch? Vor unseren Augen wird offensichtlich ein neuer Krieg vorbereitet - auch hier in Österreich. Der Film zeigt das auf vielerlei Arten: Kriegsliteratur in unseren Buchläden, militärische Bauten auf österreichischem Boden, vor allem aber das Wiederaufleben militaristischen Treibens. Überall werden Kriegerdenkmalfeiern und Kameradschaftstreffen abgehalten, bei denen, wie der Film zeigt, nicht nur Österreicher mit ihren Auszeichnungen aus dem Hitler- Krieg geschmückt aufmarschieren, sondern an denen auch wiederholt unerwünschte Gäste aus Westdeutschland teilnehmen, nicht selten Kriegsverbrecher, die noch gar nicht lange wieder auf freiem Fuß sind.> So beschrieb im März 1955 die Österreichische Friedenszeitung, das Organ des österreichischen Friedensrates, den Film. Die Stimme des Off-Kommentars wendet sich von Beginn an direkt ans Publikum: Seine anti-militaristische Rhetorik ist wesentlich gefärbt von einem starken Österreich-Patriotismus. Die , die <über unserer Heimat> liegen, rühren aus der Vergangenheit, die von deutschen Wehrmachtsgenerälen wie dem Bundestagsabgeordneten Hasso von Manteuffel oder Albert Kesselring, dem Führer des westdeutschen Soldatenbundes , wieder zum Leben erweckt werden sollte. Der Film stellt die Aktivitäten der überparteilichen Friedensbewegung, sie ist , dagegen: Katholikinnen und Katholiken, Sozialistinnen und Sozialisten, Kommunistinnen und Kommunisten, Parteilose, ehemalige . Polizisten nehmen Demonstranten ihre Soldatengrabkreuze aus Pappe ab. Anlässlich einer Kundgebung von am 29. Mai 1954 spricht bei strömendem Regen die Halleiner Widerstandskämpferin Agnes Primocic, die heuer übrigens ihren 100. Geburtstag feierte, leider übertönt vom Off-Kommentar. Einleitendes Gespräch mit Peter Schauer, geb. 1930, Präsident des Österreichischen Verbandes der Filmarchivare, ehemaliger Lehrbeauftragter für Filmgeschichte an der Filmakademie Wien. Peter Schauer war letzter Produktionsleiter der Pax-Film, der Produktionsfirma des 1957 verstorbenen Frank W. Rossak. Er hat an der Wiederentdeckung von SCHATTEN ÜBER UNSERER HEIMAT maßgeblichen Anteil und wird über die Filmarbeit des Friedensrates sowie den Produktionskontext des Filmes berichten. Lied der Ströme Regie: Joris Ivens (Mitarbeit: Joop Huiskens, Robert Menegoz). Buch: Vladimir Pozner, Joris Ivens. Kamera: Erich Nitzschmann sowie anonyme Kameraleute aus mehr als 30 Ländern. Kommentar: Vladimir Pozner. Musik: Dmitri Schostakowitsch. Musiktext: Bert Brecht, Semion Kirsanov. Gesang: Paul Robeson. Produktion: DEFA - Studio für Dokumentarfilme, World Federation of Trade Unions (W.F.T.U.). DDR 1954, 107 Minuten, 35 mm, s/w, deutsche Fassung. ist ein wahrhaft epischer Film über die sechs großen Ströme der Erde und ihre Anwohnerinnen und Anwohner: Nil, Ganges, Mississippi, Amazonas, Wolga und Yang-Tse. Dazu die Mitarbeit der Schriftsteller Bert Brecht und Wladimir Pozner, der Sänger Paul Robeson und Ernst Busch, des Komponisten Dmitri Schostakowitsch und von Kameramännern aus über 30 Ländern. Ivens besingt in einem visuellen Gedicht die Handarbeit, schildert die Lebensumstände der an den Flüssen lebenden Arbeiter und Bauern verschiedener Kulturen, die unter der Last des Kapitalismus leiden, die aber gemeinsam einen siebten Strom bilden: den Strom der Arbeiterbewegung, der an Wolga und Yang-Tse bereits Früchte trage. stellte der Metaphorik einer in unversöhnliche Blöcke gespaltenen Welt das affektive Bild einer alle Grenzen überwindenden, zusammenfließenden Menschheit entgegen. Narrativer Ausgangspunkt war ein Kongress des Weltgewerkschaftsbundes im Wiener Konzerthaus im Jahr 1953. Eine megalomane DEFA-Produktion, von der 18 Sprachversionen entstanden und der angeblich von 250 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauern gesehen wurde. Legendär sind die Schwierigkeiten, mit denen Kameraleute aus Diktaturen beim Filmen konfrontiert waren, manche Filmrolle fand unter abenteuerlichen Umständen ihren Weg auf Ivens' Schneidetisch. In den USA war der Film jahrzehntelang als »kommunistische Propaganda« verboten, in England und Frankreich wurde nur eine zensierte Fassung gezeigt. Einleitendes Gespräch mit Thomas Tode, geb. 1962, Filmemacher und freier Publizist, Hamburg. Herausgeber von: Johan van der Keuken: Abenteuer eines Auges (1987); Chris Marker - Filmessayist (1997); Dziga Vertov - Tagebücher / Arbeitshefte (2000). Im Gespräch mit Thomas Tode wird es darum gehen, einerseits zeitgeschichtlich und dokumentarfilmhistorisch zu kontextualisieren und andererseits die Bedeutung des Films im Werk Joris Ivens' herauszustellen. Links: Filmarchiv Austria http://www.filmarchiv.at European foundation Joris Ivens http://www.ivens.nl PDF: Utopian Visions in Cold War Documentary: Joris Ivens, Paul Robeson and Song of the Rivers (1954) by Charles Musser http://www.erudit.org/revue/cine/2002/v12/n3/000738ar.pdf *** Wider das Verdrängen und Vergessen Elf Film- und Diskussionsmodule gegen die Gedankenlosigkeit des Jubiläumsjahres http://www.kinoki.at/2005module *** Hinweis: Symposium Besetzte Bilder 1945-1955 Datum: 11.-12. Mai 2005 Zeit: 13.00/13.30-18.00 Ort: Metro-Kino 11. Mai 13.30 Begrüßung, Vorstellung des Buchprojekts und der Retrospektive (Karin Moser). 14.00 Filmische Identitäten - Die Selbstdarstellung Österreichs im Film und in der Wochenschau Moderation: Karin Moser · Vortrag Ines Steiner - Österreichische Selbstprojektionen im Spielfilm der Nachkriegszeit · Vortrag Heidemarie Uhl - Politische und identitätsstiftende Mythen - der Bilderkanon der Austria Wochenschau 15.40 Pause 16.00 Avantgardefilm Moderation: Thomas Ballhausen Impulsreferat Thomas Ballhausen: "Leitlinien" · Vortrag Maria Fritsche - Guess who's back... Die Überwindung der Männlichkeitskrise im österreichischen Nachkriegsfilm · Vortrag Juliane Vogel - Sonne halt! Ende 18.00 12. Mai 13.00 Re-education/Reorientation und Opfermythos - Die filmische Aufarbeitung des Themas "Nationalsozialismus" im Nachkriegsfilm Moderation: Peter Grabher · Vortrag Christoph Brecht - Nationalsozialismus als Anti-Thema im österreichischen Spielfilm 1945-1955? · Vortrag Thomas Tode - "Reeducation - Filmische Umerziehung" 14.40 Pause 15.00 Der Kalte Krieg auf der Leinwand Moderation: Gernot Heiß · Vortrag Verena Moritz - Kino der Angst. Feindbilder und Bedrohungsszenarien des frühen Kalten Krieges · Vortrag Siegfried Beer - Spionage im Film - der schmale Grat zwischen Realität und Fiktion · 16.40 Pause 17.00 Moderation Gerhard Jagschitz · Abschlussdiskussion: Bilder und Mythen der Besatzungszeit. Konstruierte Selbst- und Fremdbilder der Zweiten Republik und des frühen Kalten Krieges. Impulsreferat: Hannes Leidinger, Teilnehmer: Maria Fritsche, Verena Moritz, Wolfgang Müller, Ines Steiner, Frank Stern,. Ende 18.30 * Eine Art Fasching, aber subversiv: Freitag, 13. Mai F13 heißt: Die Stadt ist unser Bis zu dreimal im Jahr bietet uns der Kalender die mythische Kombination Freitag, der Dreizehnte. Ein Jahr für Jahr wachsendes Netzwerk von Initiativen aus dem künstlerischen und sozialen Bereich entwickelt einen neuen urbanen Volxbrauch. F13 steht für einen Aktions- und Feiertag für Menschen, denen mangels Konsumkraft der öffentliche Raum entzogen wird. Eine Auswahl der Aktionen am Freitag, 13. Mai: 11.30 - 12.00 Uhr, Stephansplatz Hermes Phettberg liest aus dem Tagebuch eines Augustinverkäufers. Weitere "Promis" lesen Augustintexte an weiteren Plätzen. Teil eines studentischen Projekts mit dem Ziel, den Augustin als einzigartige und qualitative Straßenzeitung zu positionieren. Anschließend Guerilla-Klebe-Aktionen. Infos: 0699/ 111 51 006 oder 0650/ 555 34 12 oder yamatodesign at gmx.net 12.00 - 13.00 Uhr, Mariahilferstraße, Bundesländerplatz Öffentliches Milchtrinken im öffentlichen Raum. Eine Performance der Augustin-Schauspielgruppe 11%K.Theater. Mitmachen erwünscht. Anlass: Kriminalisierung von Menschen, die auf Straßen und Plätzen privat Bier trinken (außerhalb der Schanigärten, wo Bierkonsum natürlich erwünscht ist). 14.00 - 16.00 Uhr, Wallensteinplatz Projekt Bequemisierung. Sitzmöbel im öffentlichen Raum, die sandlerfeindlich gestaltet sind, werden durch Schaumgummi-Zusätze wieder zu menschengerechten Schlafgelegenheiten. Aktion der TÜWI- Bande. 14.00 - 18.00 Uhr, Burggarten Der Park wird zum F13-Picknickplatz erklärt, falls das Wetter es zulässt. Wer hat, ist gebeten, überschüssiges Essen und Trinks mitzunehmen für Menschen, die weniger haben. 14.00 -15.00 Uhr, Burggarten Die Reichweite des Augustin wird bestimmt. Ein Wettbewerb in der Disziplin "Weitwerfen von Augustin-Hunderterpackerl" für AugustiverkäuferInnen und -leserInnen. Attraktive Preise! 15.00 -16.00 Uhr, Burggarten Präsentation des "Notpalastes", ein Projekt von Barbara Pitschmann (Univ. f. angewandte Kunst). Der "Notpalast" ist eine mobile Wohneinheit, ein Überlebens- und Allzweckmobil für Wohnungslose, ein Shelter auf Rädern, ein Kommunikationsmöbel. 16.00 - 17.00 Uhr, Burggarten Singende Säge. "Dadaistische Musik" mit dem Straßenmusiker Tullipan. 17.00 -18.00 Uhr, vor der Gloriette (Schlosspark Schönbrunn) "Nine Times No": Ca. einstündige Performance der Gruppe Slow Forward. Thema: Diskriminierung von Randgruppen. Ab 18.00 Uhr, Amerlinghaus F13-Fest des Augustin. Live: Smoky Finish, Capoeira (vivendo e aprendendo), Die Blutjungen Verführer. DJ. Dokumentarfilme über den Augustin. 1070 Wien, Stiftgasse 8, freie Eintrittsspende. F13-Aktionen im Rahmen des "Wiener Kongresses" (siehe auch Seite 8): http://wienerkongress.info/ F13-Aktion des SozialarbeiterInnen-Projekts "Ghupft & Gsprungen" (Straßentheater mit Obdachlosen nach Augusto Boal): gsprungen at gmx.at Die Zeitangaben sind relativ zuverlässig, nicht absolut. *** hallo, Habt ihr interesse, in eurer organisation fuer eine Teilnahme an der folg. Veranstaltung zu mobilisieren (newsletter, als gruppe mitkommen, dort aktiönchen starten ...)? Wir organisieren einen Bus von Wien nach Celovec/Klagenfurt , wo das ganze stattfindet "Salut den antifaschistischen WiderstandskämpferInnen" "Z(ivijo koros(kim osvoboditeljem" Wir halten es für sehr wichtig, dass auch Personen aus Wien dorthin kommen undbitten Euch, dafür im eigenen Umfeld, in der eigenen Organisation, zu werben. Es kostet nur 10 Euro oder gar nix (wird sich erst knapp entscheiden) Für Platzreservierung, Kooperationen, Infos melde dich bei bernhard.wernitznig at reflex.at 0650 / 96 29 126 Die bisher einzige große Veranstaltung zum "Gedenkjahr" in Kärnten, das den diversen Spielarten des Geschichtsrevisionismus keine Bühne bietet, versteht sich nicht nur als kärntner, sondern als österreichische und regional grenzüberschreitende; sie will auch als Signal verstanden werden werden, dass die aktuellen Tendenzen zur Umschreibung der Geschichte im alpen-adriatischen Kernland nicht widerspruchslos hingenommen werden! Abfahrt Treffpunkt: Südbahnhof, 9.30 Rückfahrt: 20.00 (Ankunft ~ 23.30) Fahrtkostenbeitrag max. 10,- ------------------------------------- Salut den antifaschistischen WiderstandskämpferInnen Z(ivijo koros(kim osvoboditeljem Kärnten dankt den BefreierInnen/Hvala koros(kim osvoboditeljem Veranstalter: Arbeitsgemeinschaft Kärnten/Koros(ka 2005 Klagenfurt/Celovec, Messecentrum 5 (Messegelände, Eingang St. Ruprechter Straße) Sonntag, 15. Mai 2005 ab 15:00 Uhr Programm: Eröffnungsrede: Univ.-Prof. Dr. Karl Stuhlpfarrer Im Gespräch: Ing. Peter Kuchar, Dr. Winfried Garscha, Ivana-Zala Sadols(ek, Irma Schwager, Ana Zablatnik. Moderation / Moderirata: Dr. Peter Huemer & Vida Obid Fest / Fes(ta: Ensemble »Scholem Alejchem« Die zweisprachige Veranstaltung will vor allem den antifaschistischen Widerstand der Kärntner SlowenInnen als Teil des alliierten antinazistischen Befreiungskampfes, aber auch den kommunistischen und sozialdemokratischen, katholischen, jüdischen und anderen österreichischen Widerstand durch das Auftreten von AkteurInnen erlebbar machen. Terminwahl und Ablauf der Veranstaltung sollen an zwei geschichtliche Bezugspunkte erinnern: an das Ende der militärischen Konfrontationen in Kärnten (15. Mai 1945) und an die Unterzeichnung des Österreichischen Staatsvertrags am 15. Mai 1955, dessen Artikel 7 ohne den Hintergrund des aktiven Beitrags der Kärntner SlowenInnen zur Befreiung vom Nationalsozialismus nicht denkbar ist. Die Veranstaltung versteht sich nicht nur als Kärntner, sondern als österreichische und regional grenzüberschreitende; sie will auch als Signal verstanden werden werden, dass die aktuellen Tendenzen zur Umschreibung der Geschichte im alpen-adriatischen Kernland nicht widerspruchslos hingenommen werden. Ensemble "Scholem Alejchem" Die AG 2005 besteht derzeit aus folgenden Kärntner antifaschistischen und Kulturvereinen: Drus(tvo/Verein Pers(man IKUC - Interkulturelles Center Volkshaus/Ljudski dom Kärnöl Villach Klub slovenskih s(tudentk in s(tudentov/Klub slowenischer StudentInnen kuLand, verein für kultur und informationsvielfalt KZ-Verband Mauthausen Komitee Kärnten/Koros(ka Memorial Kärnten/Koros(ka Verein Erinnern Villach Zveza slovenskih izseljencev/Verband der deportierten SlowenInnen Zveza koros(kih partizanov/Verband slowenischer PartisanInnen Zveza slovenskih z(ena/Slowenischer Frauenverband Die Verstaltung wird unter anderem unterstützt von: Gewerkschaftlicher Linksblock, Grüne Villach, Die Grünen, KPÖ, Slovenska prosvetna zveza/Slowenischer Kulturverband, Zveza slovenskih organizacij/Zentralverband slowenischer Organisationen. revolution will not be televised ************************************************* kinoki Gumpendorfer Str. 63B Buerogemeinschaft 1. Stock 1060 Wien Mobile: ++43 (0)650 5031574 Fax: ++43 (0)1 403 87 94-17 mikrokino at kinoki.at http://www.kinoki.at ================================================== 02 Aufruf zur Mitarbeit am IMC zum Wiener Kongress (11-18 Mai 2005) austria at indymedia.org ================================================== [de] Hallo ihr globalen DörflerInnen, Wie ihr vielleicht wisst, findet von 11. bin 18. Mai der Wiener Kongress 2005 statt (genauere Infos bzgl. Programm und Ablauf findet ihr unter http://wienerkongress.info). Indymedia wird ein Medienzentrum zur Dokumentation der Aktionen und Debatten einrichten. Das Medienzentrum wird im Ernst-Kirchweger-Haus (Wielandg 2-4, 1100 Wien, U1 Keplerplatz / http://www.med- user.net/ekh) zu finden sein und von 13.5. bis 16.5. für alle, die in verschiedensten Formen (Audio, Video, Artikel etc.) berichten oder in anderer Form mitarbeiten wollen, zur Nutzung offen stehen. INFRASTRUKTUR für Online-Berichterstattung, Audio und Video stehen zur Verfügung - ihr seid eingeladen, eigenes Equipment mitzubringen. Falls ihr mehr über das Errichten eines Medienzentrums wissen wollt, lest: http://docs.indymedia.org/view/Global/TheMiracleOfCampaignsDe Der Aufbau des Medienzentrums wird am Donnerstag (12.5.) ab ca. 20:00 von statten gehen. Ab Freitag (13.5.) bis inklusive Montag (16.5.) wird das Medienzentrum zumindest von 10:00 - 22:00 geöffnet haben. Dienstag (17.5.) wird vormittags wieder abgebaut. Schlafplätze und Verpflegung sind vorhanden, auch vor und nach dem Auf- bzw. Abbau. weitere infos: austria at indymediaSTOPSPAM.org * don't hate the media, fake the media * --------------------------------------------------------------- [en] Hello global villagers, As you probably know, from 11th to 18th May the Congress of Vienna 2005 (Wiener Kongress) is taking place in Vienna (more information regarding the program and everything else can be found at http://www.wienerkongress.info). Indymedia is going to mount an IMC for documenting the actions and debates. The IMC is going to be located @ EKH (Wielandgasse 2-4, 1100 Vienna, U1 Keplerplatz / http://www.med-user.net/ekh ), opened from 13th to 16th May for everyone who wants to report (via articles, video, audio, ...) or participate in any other form. There will be infrastructure for online, audio and video coverage, but you're invited to bring your own equipment as well. If you want to know more about mounting an IMC, have a look at http://docs.indymedia.org/twiki/bin/view/Local/BcnHOWTOMediaCenter . The setup of the IMC is going to happen at Thursday 12th May, starting at about 8 p.m. local time. Starting at Friday (13th May) up to and including Monday (16th May), the IMC will be open at least from 10 a.m. until 10 p.m.. Tuesday Morning (17th May) the IMC will be dismounted. Sleeping places and food will be available, also before and after the opening period of the IMC. More info + contact: austria at indymediaSTOPSPAM.org * don't hate the media, fake the media * ================================================== 03 13.5.: 1 Lesung Victor Halb ================================================== Victor Halb liest aus seinem "Taxi-Tagebuch" sowie weitere Kriegstexte, und präsentiert dazu noch ein paar friedliebend-künstlerische Sinnstiftungsversuche... "Die Feile", Novaragasse 37, 1020 Wien, Freitag, 13. Mai 2005, 21 Uhr Kontakt: Halb_on_Tour at gmx.net ================================================== 04 www.rifondazione.at ================================================== REFERENDUM 2005 "Norme in materia di procreazione medicalmente assistita" (Legge 19 febbraio 2004, n.40) COMUNICATO PER I CITTADINI ITALIANI RESIDENTI ALL'ESTERO Domenica 12 giugno 2005 si svolgeranno le consultazioni per QUATTRO referendum popolari sul tema della "procreazione medicalmente assistita". I quesiti referendari sono così denominati: · "Limite alla ricerca clinica e sperimentale sugli embrioni" · "Norme sui limiti all'accesso" · "Norme sulle finalità, sui diritti dei soggetti coinvolti e sui limiti all'accesso" · "Divieto di fecondazione eterologa" I cittadini italiani residenti all'estero, iscritti nelle liste elettorali, potranno partecipare al referendum votando PER CORRISPONDENZA, tramite il sistema postale. A questo fine, il consolato competente, entro il 25 MAGGIO 2005, provvederà ad inviare per posta, al domicilio di ciascun elettore, un PLICO contenente il testo della legge sul voto all'estero, un foglio informativo che illustra le modalità di voto, il certificato elettorale, le quattro schede elettorali (una per ciascun referendum), una busta completamente bianca ed una busta già affrancata recante l'indirizzo dell'Ufficio consolare stesso. L'elettore, utilizzando la busta già affrancata e seguendo le istruzioni contenute nel foglio informativo, dovrà spedire SENZA RITARDO le schede elettorali votate, in modo che arrivino al proprio Consolato entro - e non oltre - le ore 16 ora locale del 9 GIUGNO 2005. L'elettore che, alla data del 29 MAGGIO 2005, non avesse ancora ricevuto a casa il plico elettorale, potrà rivolgersi al proprio Consolato per verificare la sua posizione elettorale e chiedere un duplicato GLI UFFICI CONSOLARI SONO A DISPOSIZIONE DEI CITTADINI PER QUALSIASI ULTERIORE INFORMAZIONE ================================================== 05 Konferenz in Diyarbakir 28-30 Mai 2005 "wadi wien" ================================================== Demokratieplattform Diyarbakir Für Frieden und Gerechtigkeit im Mittleren Osten Die Suche nach einem neuen und besseren Leben für alle Konferenz in Diyarbakir 28-30 Mai 2005 Sehr geehrte Damen und Herren, Sie sind herzlich eingeladen, an der Konferenz für Frieden und Gerechtigkeit im Mittleren Osten, die in der kurdischen Stadt Diyarbakir unter der Schirmherrschaft der Stadtverwaltung stattfinden wird, teilzunehmen. Die Konferenz wird sich zwischen dem 28. und 30. Mai über drei Tage erstrecken. Mitglieder von NGOs, PolitikerInnen und VertreterInnen zivilgesellschaftlicher Organisationen aus ganz Europa, darunter AktivistInnen auf dem Gebiet der Menschenrechte, Umwelt oder Frauenrechte, werden zusammen diskutieren. Die Tagesordnung orientiert sich an den Schlüsselproblemen, denen die Menschen vor Ort ausgesetzt sind. Sie sollen unter dem Aspekt des Friedens, der Demokratie und der gewaltlosen Konfliktlösung im Mittleren Osten und der Welt betrachtet werden. Auf der Konferenz können Delegierte ihre Ideen und Erfahrungen über die dringenden Probleme der demokratischen Transformation und der dynamischen Veränderungen in der Region austauschen und auch in Bezug zu globalen Problemen, insbesondere im Verhältnis zu Europa, setzen. Diese Initiative wird auch eine Möglichkeit sein, Einfluss auf die öffentliche Meinung und Politik in der Türkei und innerhalb der Europäischen Union zu nehmen. Aus verschiedenen internationalen Perspektiven werden die Rollen diskutiert, die von zivilen Initiativen, lokalen demokratischen Zusammenschlüssen und Regierungsorganisationen gespielt werden können, um diese Ziele zu erreichen. Eines der Ziele dieser Konferenz wird es sein, dass alle Teilnehmenden eine Abschlusserklärung über gemeinsame Prinzipien verabschieden, die als öffentliche Erklärung herausgegeben und an Regierungen sowie andere Institutionen verschickt werden wird. Die Themen der Agenda: a.. Möglichkeiten für die Sicherung des Friedens im Mittleren Osten b.. Die Frage der Menschenrechte nach den Kopenhagener Kriterien c.. Situation und Perspektiven von Frauen d.. Probleme bei der Bekämpfung der Armut e.. Die Wasserfrage im Mittleren Osten f.. Schutz des kulturellen Erbes und der Umwelt g.. Möglichkeiten einer Generalamnestie oder angemessener Maßnahmen für die soziale Reintegration politischer AktivistInnen h.. Rückkehr von Flüchtlingen und die Finanzierung von Rehabilitationsprogrammen i.. Verminderung der Gefahren durch Landminen j.. Kulturelle Freiheiten, Pressefreiheit, das Recht auf muttersprachliche Erziehung, Veröffentlichung und andere Sprachrechte k.. Möglichkeiten der Erziehung, Ausbildung und Beschäftigung l.. Zusammenarbeit und Netzwerke unter zivilgesellschaftlichen Initiativen m.. Dialog und Kooperation mit europäischen Partnern Weitere Informationen über die Demokratieplattform Diyarbakir sind im Anhang enthalten. Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie eine Teilnahme an der Konferenz in Betracht ziehen würden. Unten finden Sie das Anmeldeformular. Mit freundlichen Grüßen Sekretariat der Demokratieplattform Diyarbakir Selahattin DEMIRTAS Ali ÖNCÜ Necdet ATALAY Ihsan BABAOGLU Kontakt : Halil BAYHAN - Remzi YILDIRIM Tel : 0090 412 223 30 33 / 0090 412 229 58 66 Fax : 0090 412 223 57 37 E mail : diyarbakir_konferans at yahoo ________ Anmeldeformular bitte ausgefüllt an die angegebene Kontaktmail bzw. -fax senden ___________ Name, Vorname: Organisation: Anschrift/Tel/Email Sonstiges: Hintergrundinformationen Demokratieplattform Diyarbakir Die Demokratieplattform Diyarbakir wurde 1992 als Vereinigung von 32 Organisationen aus der Stadt und den umliegenden Regionen gegründet. Sie umfasst ein breites Spektrum an Umweltgruppen, Menschenrechtsorganisationen, Gewerkschaften und Berufsorganisationen, JournalistInnen, Frauenorganisationen und AktivistInnen von Basisorganisationen. Die Plattform hat eine "Erklärung für Frieden und Demokratie" entworfen. Diese wird von 324 Organisationen aus 19 Provinzen der Türkei unterstützt. Es gab ebenfalls viel Unterstützung von Gruppen und NGOs, die außerhalb des kurdischen "Südostens" arbeiten. Zweck und Ziel der Plattform sind Projekte, die zu einem beständigen und sinnvollen Dialog unter den verschiedenen sozialen, ethnischen, kulturellen, Menschenrechts- und Umweltgruppen in der Türkei führen. Die AktivistInnen der Plattform sind der Meinung, dass zivile Nichtregierungsorganisationen eine grundlegende Rolle bei der notwendigen Demokratisierung der Türkei spielen sollen, nicht zuletzt, um das Thema der Entwicklung von Dialogen zwischen den Gemeinschaften und dem Staat anzugehen. Hier sollen sowohl friedliche multi-ethnische Beziehungen diskutiert werden als auch die offizielle staatliche Anerkennung von Minderheitengruppen und ihrer Identitäten. Die Plattform wirbt für einen friedlichen und tatsächlich nachhaltigen Weg für das Zusammenleben vor allem in den kurdischen Gebieten. Die OrganisatorInnen der Konferenz wollen die Position der NGOs stärken, die den Demokratisierungsprozess innerhalb der Türkei beschleunigen wollen. Auf der Konferenz sollen auch die solidarischen Verbindungen mit internationalen NGOs, Basisorganisationen und Menschen ausgebaut werden, die sich mit lokalen kulturellen, wirtschaftlichen und Umweltfragen beschäftigen. Diese können ihre internationale Erfahrung und Sachkenntnis in Initiativen zur Konfliktlösung und für Frieden, für Demokratie und sinnvolle nachhaltige Entwicklung weitergeben und anwenden. Die Verbindungen und Diskussionen werden für die NGOs und zivilgesellschaftlichen Gruppen in der Türkei von Nutzen sein, die einen Friedens- bzw. Konfliktlösungsprozess wollen, der neben der Lösung sozialer und ökologischer Fragen vor allem versucht, einen friedlichen Weg des Zusammenlebens in den vorrangig kurdischen Gegenden zu etablieren. Die Überlegungen der Demokratieplattform Diyarbakir sollen als langfristige Orientierung für die Ermutigung von NGOs und anderer zivilgesellschaftlicher Organisationen auf ihrem Weg zur Demokratisierung in der Türkei dienen. Ziele und Absichten der Demokratieplattform Diyarbakir Es ist eine wichtige Aufgabe, für die Herstellung von Frieden, Demokratie und Gerechtigkeit als die grundlegenden Werte der gegenwärtigen Welt einzutreten in der schwierigen und krisengeschüttelten Zeit, in der wir leben. Ziel ist, ein internationales Bürgerforum zu organisieren, das sich in der Türkei anhand dieser Werte entwickelt - in einem Land, das gewaltigen Herausforderungen durch die dringende Notwendigkeit von Reformen unterworfen ist. Die Initiative zählt zu einem Unternehmen von unmittelbarer praktischer Relevanz. Besonders für die benachteiligten kurdischen Provinzen des "Ostens" ist es notwendig, einen friedlichen und zivilen Weg einzuschlagen, der internationalen Standards entspricht, wie sie in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte beschrieben, in den Kopenhagener Kriterien ausgedrückt und durch Erklärungen innerhalb der Europäischen Union bestätigt wurden. Dies hängt unmittelbar mit dem Demokratieprozess zusammen, den die Türkei durchführen muss. Es wäre für diesen Weg verheerend, wenn ein Vakuum anwachsen würde, in dem es für weitere Jahre nichts als Krieg und Ausnahmezustand geben würde. Jetzt ist die Zeit, sich an einer offenen Diskussion über die Natur und den Weg des demokratischen Wandels zu beteiligen und ihn zu fördern. Es ist zu hoffen, dass staatliche und nichtstaatliche Sektoren sich an fruchtbaren und sinnvollen Dialogen und Debatten beteiligen können. Ein konkretes Ziel, das von der Initiative angestrebt wird, ist die Errichtung von Netzwerken lokaler Projekte mit dem Ziel, einen Lernprozess wachsen zu lassen, der sich mit den Themen Rechte, Freiheiten, Erziehung, wirtschaftliche Entwicklung und Umweltfragen in einer Weise befasst, die Basisgruppen und gesellschaftlichen Organisationen anspricht. In diesem Sinne sind die ersten und wichtigsten Ziele des Zivilforums die Diskussion, Debatte und Reflexion über sich verändernde Prozesse, die in der Region stattfinden oder unterstützt werden sollten. Es wird angestrebt, dass sich aus diesen Diskussionen ein Programm für soziale und kulturelle Entwicklung herauskristallisiert, das sich auf demokratische Perspektiven und Strategien gründet, die zu praktischen Lösungen für konkrete Probleme und Aufgaben führen, um die Zivilgesellschaft in der östlichen und westlichen Türkei zu entwickeln und zu stärken. -- WADI - Verband für Krisenhilfe und solidarische Entwicklungszusammenarbeit e-mail: wadi.wien at gmx.at Tel.: 0699-11365509 Spendenkonto in Österreich: Kontonummer 07.405.301 Evangelische Kreditgenossenschaft eG BLZ 31800 IBAN: AT10 3180 0000 0740 5301 BIC: EVKRATW1 Website mit weiteren Informationen zu Projekten von Wadi und Veranstaltungshinweisen: www.wadinet.at ================================================== 06 Forum Sexualität 31.05.05 (TransGender) "Rechtskomitee LAMBDA" ================================================== TRANSGENDER Ausbruch aus Geschlechtergrenzen oder Krankheit? Gender (engl.) ist Geschlechtlichkeit im sozialen Zusammenhang. TransGender bedeutet das Überschreiten herkömmlicher Geschlechterrollen und -zwänge. Dazu gehören: Transsexuelle, Transvestiten / Crossdresser, Butches, Drag-Queens / Drag-Kings, Travestiekünstler… In der Klassifikation psychischer Störungen der WHO (ICD-10) wird der Wunsch, als Angehörige/r des anderen Geschlechts zu leben und anerkannt zu werden, als "Störung der Geschlechtsidentität" und somit als "Persönlichkeits- und Verhaltensstörung" bezeichnet. - Wer oder was bestimmt das Geschlecht? - Ist das biologische Geschlecht bindend für die Geschlechtsidentität? - Was macht die Identität eines Menschen aus? - Der herkömmliche (Hetero-)Sexismus kategorisiert: Entweder Mann oder Frau! Gibt es ein sowohl als auch? Oder gar ganz etwas anderes, ein drittes Geschlecht? - Ist Transsexualität eine "Normvariante" menschlicher Identität? Tatsache ist, dass es zu allen Zeiten und in allen Kulturen, in allen Gesellschaftsschichten und in allen Generationen Menschen gab und gibt, die die unveränderbare Gewissheit haben, transsexuell zu sein. - Wie geht das Gesetz mit TransGender-Personen um? ExpertInnen gehen diesen Fragen und den Anliegen TransGender- Organisationen nach und laden zu einer breiten Diskussion ein. An der Diskussion wird auch eine (Mann-zu-Frau) transsexuelle Frau teilnehmen, die nach erfolgter Operation nun in Österreich - mit ihren Kindern - als Frau in gültiger gleichgeschlechtlicher Ehe mit einer anderen Frau lebt. Sie wird über den Alltag in Ihrem Heimatdorf und die Reaktionen der Bevölkerung ebenso berichten wie über die Steine, die ihr österreichische Behörden laufend in den Weg legen. Podium - Dr. Margret AULL, Präsidentin des Österreichischen Bundesverbandes für Psychotherapie - Eva FELS, Obfrau von TransX - Dr. Helmut GRAUPNER, Rechtsanwalt, Co-Vorsitzender der ÖGS, Präsident des Rechtskomitees Lambda (RKL) - DI Sandra HOFMANN, mit einer Frau verheiratete transsexuelle Frau, Beschwerdeführerin vor dem Verfassungsgerichtshof - Univ.-Prof. Dr. Alfred SPRINGER, Psychiater, Psychoanalytiker (angefragt) - Dr. Michael STORMANN, Bundesministerium für Justiz (angefragt) - DSA Elisabeth VLASICH, Psychotherapeutin, Leiterin der ExpertInnengruppe Transsexualität und Psychotherapie - Ministerialrätin Dr. Helga WAGNER, Bundesministerium für Inneres (angefragt) Moderation Mag. Johannes WAHALA, Psychotherapeut, Sexualwissenschafter, Vorsitzender der ÖGS Begrüßung Renate KAUFMANN, Bezirksvorsteherin Mariahilf 31. Mai 2005, um 20.00 Uhr Bezirksvorstehung Mariahilf 1060 Wien, Amerlingstraße 11 ================================================== 07 AG Migration am Wiener Kongress: Nutzt das Offene Mikrophon! agmigration at no-racism.net ================================================== Einladung / Aufruf zum Offenen Mikrophon: Möglichkeit zur Präsentation von Organisationen, Vereinen, Aktionsformen, Videos usw. Wie können wir uns besser vernetzen und austauschen? Reflexion der verschiedenen Workshops, Diskussionen und Aktionen. Am Samstag, 14. Mai 2005, ab 16:00 Uhr in der Aula am Campus der Universität Wien (Ecke Alserstraße/Spitalgasse, Hof 1) Im Rahmen des Wiener Kongresses organisiert die Arbeitsgruppe (AG) Migration mehrere Veranstaltungen. Dabei werden Themen wie die europäische/globale Lagerpolitik, das Fremdenrecht, Schubhaft und Hungersteik, Migrantinnen in prekären Arbeits- und Lebensverhältnissen usw. thematisiert (siehe Programm). Jedoch ist es uns ebenso wichtig, dass bereits existierenden Gruppen die Möglichkeit erhalten, über ihre Arbeit und Erfahrungen zu sprechen und zu einer offenen Diskussion beitragen. Deshalb bieten wir am Samstag, den 14. Mai 2005 von 16:00 - 20:00 Uhr allen interessierten Gruppen, Initiativen und AktivistInnen Raum für Austausch und Vernetzung. Ein offenes Mikrophon bietet zunächst die Möglichkeit zur kurzen Selbstpräsentation eurer Gruppe, Initiative, Plattform usw. - eurer Situation, Arbeitsschwerpunkte und Forderungen, aber auch zum Vorführen kurzer Videoclips. Das offene Mikrophon kann weiters dazu genuzt werden, über die Veranstaltungen im Rahmen der AG Migration (von Aktionen bis Workshops) zu reflektieren und die Ergebnisse aus den einzelnen Workshops zu präsentieren. Einander Vorstellen, Austauschen, Vernetzen und gemeinsam gegen herrschende Rassismen und Sexismen vorgehen - so könnte eine Kurzformel dieser Veranstaltung lauten. Neben dem offenen Mikophon und den angekündigten Veranstaltungen am Uni Campus steht ein sogenannter Open Space (Freiraum) für weitere Ideen für spontane Veranstaltungen zur Verfügung. Nutzt das Angebot! Das komplette Programm zu den Veranstaltungen der AG Migration findet ihr unter: externer link http://no-racism.net/article/1208 Weitere Informationen zum Wiener Kongress: externer link http://wienerkongress.info externer link http://at.indymedia.org Wir freuen uns über euer kommen! AG Migration agmigration (at) no-racism.net -- Wiener Kongress 11. - 18. Mai 2005 http://wienerkongress.info -- This mail was sent through the strg.at network. http://strg.at ================================================== 08 Regierung will Arbeitsmarkt für AsylwerberInnen vollständig schließen! "Ökologische Linke" ================================================== Die Schwarzorangeblaue Bundesregierung will in Zukunft AsylwerberInnen per Gesetz völlig vom Arbeitsmarkt ausschließen. Damit wird die einzige Verbesserung im neuen Asylgesetz-Entwurf nicht nur zurückgenommen, sondern auch die bestehende gesetztliche Lage verschärft. Im heutigen Standard äußerst sich dazu Herbert Langthaler von der Asylkoordination Österreich: Einserfrage: Darf Asylwerbern der Zugang zum Arbeitsmarkt verwehrt werden? Es antwortet: Herbert Langthaler, Ethnologe und Vorstandsmitgied der Asylkoordination Österreich derStandard.at: Darf Asylwerbern der Zugang zum Arbeitsmarkt vollständig verwehrt werden? Herbert Langthaler: Wir bezweifeln, dass es EU-rechtlich überhaupt möglich ist, den Zugang zum Arbeitsmarkt unter allen Umständen zu verwehren. Die EU-Richtlinie besagt, dass, wenn das Asylverfahren ohne Mitschuld des Asylwerbers über ein Jahr dauert, die Länder Regelungen für Bedingungen treffen müssen, unter denen AsylwerberInnen arbeiten dürfen. Die Bestimmung, die jetzt angestrebt wird, ist unserer Meinung nach nicht EU- richtlinienkonform. derStandard.at: Welche Auswirkungen hätte diese neue Bestimmung in der Realität? Herbert Langthaler: In der Realität war es auch jetzt schon so, dass AsylwerberInnen kaum arbeiten konnten. Es war quasi über Verordnungen so geregelt, dass es für Leute im Verfahren einen defacto-Ausschluss vom Arbeitsmarkt gegeben hat. Saisonarbeit war teilweise möglich, unterliegt aber einer strengen Quotierung. Bis jetzt war ein - zumindest beschränkter - Zugang zum Arbeitsmarkt eine Frage der Arbeitsmarktsituation. Es gab Phasen, in denen AsylwerberInnen vor allem in den westlichen Bundesländern relativ leicht z.B. in der Tourismusbranche eine Arbeit fanden. Auf politischer Ebene wäre es jedoch mit der neuen Regelung nahezu unmöglich, einen Zugang zu verhandeln. derStandard.at: Warum handelt Prokop ihren Versprechungen zuwider? Herbert Langthaler: Da sieht man, dass diese irrationale Politik stärker ist, als vernünftige Geistesblitze einzelner Politiker. Hier herrscht ein Populismus vor, der versucht, einer Stimmung in der Bevölkerung entgegenzukommen, die es meiner Meinung nach so nicht gibt. Niemand hat dafür Verständnis, dass Asylwerber nicht arbeiten dürfen. Die Situation der erzwungenen Untätigkeit versuchen wir ja schon seit Jahren zu bekämpfen. AsylwerberInnen können sich oft jahrelang nicht selbst erhalten, was zu enormen psychischen Problemen führt. Menschen definieren sich nun mal über Erwerbsarbeit, ist das nicht möglich, wird das Selbstwertgefühl unterminiert. Besonders dramatisch wäre die Situation bei Jugendlichen, die die Schule abgeschlossen haben, mitlerweile sehr gut Deutsch können, auch Lehrherren hätten, aber kein Recht auf Zugang zum Arbeitsmarkt. derStandard.at: Gibt es Möglichkeiten, die Bestimmung zu umgehen, zum Beispiel die Nachbarschaftshilfe gegen eine Spende? Herbert Langthaler: Gemeinnützige Arbeiten sind sicher besser als Untätigkeit, aber aus arbeitsrechtlichen Gesichtspunkten ist das nicht wünschenswert. Diese Leute haben keinerlei Rechte, arbeiten für relativ wenig Geld, dadurch erodieren auch allgemeine Standards. (mhe) www.derstandard.at 9. Mai 2005 -- Ökologische Linke (ÖKOLI) Schottengasse 3a/1/4/59 A-1010 Wien e-milio: oekoli_wien at gmx.net Visite our Website: http://www.oekoli.cjb.net Ökoli Vorarlberg: http://PolitiX.cjb.net Spenden auf unser Konto sind immer willkommen: Konto Nr.: 56001071333 Bank Austria Creditanstalt BLZ 12000 Unsere Aussendungen sind nicht zur Verbreitung über Indymedia bestimmt! ************************************************ ********* * ********* ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND KOMMENTARE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 09 Der Schoß ist fruchtbar noch office at asyl-in-not.org ================================================== Der Schoß ist fruchtbar noch Erinnerungen und Gedanken 60 Jahre danach von Michael Genner, Asyl in Not Es hat keine Entnazifizierung gegeben. Keine, die diesen Namen verdient: keine Säuberung des Staatsapparats. Polizei und Justiz waren von Anfang an unterwandert von Nazis und Vaterländischen Frontlern, auch das Bundesheer seit seiner Gründung; die Universitäten ebenso. Der Ungeist pflanzte sich fort in die nächste Akademiker- generation und vergiftete das geistige Klima in diesem Land. "Heil Auschwitz" brüllten die Burschenschafter, die 1965 für Borodajkewicz auf die Straße zogen. Und mancher meiner Schulkameraden in einem humanistischen Gymnasium in Wien sympathisierte mit ihnen unverhohlen. In meiner Klasse war ich ein Außenseiter: neben katholischen Bauernburschen und deutschnational geprägten Bürgerkindern der einzige "rote Jud'". Die damaligen Konflikte haben mich für mein weiteres Leben geprägt. 1969, unter der Alleinherrschaft der ÖVP, saß ich wegen eines Mediendelikts (eines Flugblatts, das ich unterschrieben hatte) in Untersuchungshaft. Ich vergesse nie, was mein Untersuchungs- richter beim ersten Verhör zu mir sagte: "Als ich so jung war wie Sie, war ich auch ein Idealist. Ich war Nationalsozialist, in einer Zeit, wo noch fast niemand dabei war." Mit diesen aufmunternden Worten sperrte er mich ein. Natürlich lehnte ich ihn als U-Richter in einem politischen Prozeß wegen Befangenheit ab. Immerhin protestierten auch Abgeordnete der SPÖ, unter ihnen Christian Broda, der ansonsten ja für einen "Schlussstrich" unter die braunen Flecken eintrat, gegen diesen Justizskandal. Die Ermittlungen des U-Richters, der nur deshalb (angeblich) kein Nazi mehr war, weil er seinen Idealismus verloren hatte, gipfelten in einer Anklage gegen mich wegen "Verleitung zum Aufstand" (Höchststrafe 20 Jahre). Davon sprachen mich die Geschworenen einstimmig frei. Sie verurteilten mich nur wegen "Aufwiegelung" zu einem Monat, abgesessen durch die U-Haft. Ein österreichischer Kompromiß. Aber ich hatte meine Chance genützt, hatte mich selbst verteidigt, das Medienecho war ein großer Schritt nach vorne. Und vor allem: mein Freispruch in der Hauptsache war eine späte Niederlage der Nazijustiz. Freilich ohne nachhaltigen Erfolg: Bald darauf (1971) überfielen braune Schlägertrupps - angeführt von Unteroffizieren des Bundesheeres - die Demonstration gegen Kreiskys rechtsradikalen Heeresminister Lütgendorf (wobei sie freilich die Prügel bekamen, die sie verdienten). Eine ernsthafte Aufarbeitung der Nazitradition dieses Landes begann erst 1986 mit der Bewegung gegen Waldheim. Weitere Meilensteine der verspäteten Entnazifizierung der Hirne - wenn schon nicht des Staates - waren das Lichtermeer gegen Haiders rassistisches Volksbegehren (1993) und die großen Demonstrationen gegen den Schüssel-Haider-Pakt (Anfang 2000). Und heute? Das Haider-Schüssel-Regime ist immer noch an der Macht. Die Demonstrationen des anderen Österreich hatten zunächst das Schlimmste verhindert. Aber die Flüchtlingshatz, von Strasser begonnen, von Prokop und Miklautsch verschärft, zeigt nur zu deutlich, wie die braune Zukunft Österreichs aussehen soll. Die Nazirülpser aus dem Bundesrat sind ekelhaft, die Empörung, die sie auslösten, ist gut und recht - aber Vorsicht! Sie geht am Wesentlichen vorbei. Natürlich gehören Gudenus und - wie heißt der andere? - politisch eliminiert. Und nicht nur das: der gesamtem Haiderei, der sie entstammen, ist jeder Einfluß in unserem Land zu entziehen. Aber selbst das änderte noch nichts an der rassistischen Struktur: 1.) Die Menschen, die in Österreich leben und arbeiten, sind in zwei Klassen geteilt. Inländer und Ausländer. Demokratische Bürgerrechte gelten nur für die einen. Die anderen sind Untertanen. 2.) Das Regime bereitet ein neues Anti-Asylgesetz vor. Flüchtlinge werden dann in der Schubhaft verschwinden. Ohne Rechtsschutz. Im Gefängnis, wie Verbrecher, während des ganzen Verfahrens. Auch ihren Rechtsberatern wird mit Gefängnis gedroht. Wer aus Todesangst in den Hungerstreik tritt, wird zwangsernährt. Selbst die am meisten gelitten haben, Traumatisierte und Folteropfer, sollen abgeschoben werden. Das ist die rassistische Schande Österreichs, im Gedankjahr - 60 Jahre danach. Die von den Nazis ermordeten Deserteure sind tot. Sie haben ein ehrendes Gedenken verdient. Die Flüchtlinge, die Schüssel - mit Haider im Bund - über "sichere" Dublinstaaten in Putins Folterlager abschieben will, leben vorläufig noch. Sie können gerettet werden, wenn diese Regierung rechtzeitig stürzt. Dann - vielleicht! - werden die Menschenrechte wieder gelten in unserem Land. Michael Genner Asyl in Not Währingerstraße 59 1090 Wien Tel.: 408 42 10-15, 0676 - 63 64 371 www.asyl-in-not.org Spendenkonto: Asyl in Not, P.S.K., Kontonummer 92.034.400 Christian Broda: "Faschismus unserer Tage" "Es darf nicht sein, daß unsere Gesellschaft dauernd in zwei Gruppen mit mehr und mit weniger Rechten zerfällt: in die Klasse der Einheimischen und in die Klasse der Fremden. Der Wert des Schutzes der Menschenrechte erweist sich dort, wo man sie braucht. In der Diskriminierung der Minderheiten lebt der Faschismus fort. Der Rassismus ist der Faschismus unserer Tage." Christian Broda "Für die unteilbaren Menschenrechte" Rede vor der Parlamentarischen Versammlung des Europarates am 28.1.1987 - wenige Tage vor seinem Tod ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ Die Zusendungen können Sie bei Bedarf unter http://asyl-in-not.org/abo/ abbestellen. Asyl in Not, Währingerstraße 59, A-1090 Wien Telefon +43/1/408 42 10, Fax +43/1/405 28 88 mailto:office at asyl-in-not.org http://asyl-in-not.org ================================================== 10 EU-Verfassung/Menschenkette 7. Mai Parlament Werkstatt Frieden & Solidarität ================================================== Werkstatt Frieden & Solidarität Waltherstr. 15 4020 Linz Tel. 0732/771094 Fax 0732/797391 e-mail: office at werkstatt.or.at www.werkstatt.or.at 6. Mai 2005 Medieninformation EU-Verfassung/Menschenkette vor dem Parlament 7. Mai EU-Verfassung bringt Verdoppelung des Rüstungsbudgets In der EU-Verfassung ist eine Aufrüstungspflicht für alle EU- Mitgliedsstaaten enthalten. (Art. I-41) Bezahlte Schönfärber stellen diesen Rüstungskurs als problemlos dar, weil damit Einsparungen und "Effizienzsteigerung" verbunden sei. Der ehemalige Verteidigungsminister Werner Fasslabend ließ jedoch jüngst in der deutschen Militärzeitschrift "Wehrtechnik" die Bombe platzen. Das österreichische Landesverteidigungsbudget werde sich "langsam aber sicher dem europäischen Durchschnitt annähern" (Wehrtechnik IV/2004). Für Österreich bedeutet dies eine Verdoppelung des Verteidigungsbudgets von 1% auf 2% des Bruttoinlandsprodukts. Beim EU-Gipfel im März dieses Jahres wurde auch beschlossen, daß spezielle Rüstungsvorhaben aus den Defizitkriterien des Euro-Stabilitätspakts ausgenommen werden sollen. Während für die Stabilität des Euro bei Sozial- und Gesundheitsausgaben gnadenlos der Rotstift angesetzt wurde und wird, werden Milliarden für Aufrüstungsprogramme locker gemacht. Das österreichiche Establishment will da mit vorne dabei sein. Faßlabend in Wehrtechnick IV/2004: "Der europäische Zug fährt mit Sicherheit schneller, als das in der Vergangenheit der Fall war und es gilt, auf diesen Zug nicht mit aufzuspringen sondern möglicherweise in der Lokomotive mit vorne dabei zu sein" Das EU-Parlament hat jüngst auch weitere 7,6 Mio Euro an Steuergeldern für weitere "Informationsmaßnahmen" zur Verfügung gestellt. Früher nannte man das einfach Propaganda. Mehrseitige Beilagen in Zeitungen werden mit unseren Steuergeldern finanziert, um uns die Vorteile von Aufrüstung und Entdemokratisierung schmackhaft zu machen. Sie erscheinen nicht als bezahlte Anzeigen, sondern als angeblich objektive redaktionelle Beiträge. Der Redakteur der EU-kritischen Zeitung "guernica" Gerald Oberansmayr dazu: "Objektive, EU-kritische Information ist heute nur noch durch die Unterstützung vieler einzelner möglich. Von oben her, wird da alles abgedreht.!" Menschenkette vor dem Parlament, Samstag, 07. Mai 2005, 16.00 Ja zur Neutralität! Nein zur EU-Verfassung! Volksabstimmung! Am Mittwoch, 11. Mai 2005 soll im Nationalrat die EU-Verfassung ratifiziert werden. Ohne Information der Öffentlichkeit. Ohne Volksabstimmung. Dem Aufruf der Plattform "Neutralität statt Euro-Armee!" für eine Menschenkette vor dem Parlament haben sich in der Zwischenzeit zahlreiche Organisationen angeschlossen, wie z. B. Attac Österreich oder die Initiative "Ja zur Umwelt" Nein zur Atomenergie!". Der Vorsitzende der Werkstatt Frieden&Solidarität, Günter Reder: "Die EU-Verfassung ist Unrecht. Dieses Unrecht kann nicht Recht werden. Wenn am 11. Mai im Nationalrat die Abgeordneten ihre Hand zur Zustimmung erheben, so geschieht dies nicht in unserem Namen. Das werden wir mit der Menschenkette zum Ausdruck bringen." Nähere Informationen unter Tel. 0732/771094 oder 01-4862646 ================================================== 11 Verdoppelung Rüstungsbudget/Menschenkette 7. Mai Werkstatt Frieden & Solidarität ================================================== Werkstatt Frieden & Solidarität Waltherstr. 15, 4020 Linz Tel. 0732/771094 Fax 797391 Mail: office at werkstatt.or.at Web: www.werkstatt.or.at Werkstatt Rundbrief Nr. 12-2005 Inhalt: (1) EU-Verfassung bringt Verdoppelung des Rüstungsbudgets! (2) MENSCHENKETTE vor dem Parlament am 7. Mai - Anreisemöglichkeiten aus Linz, Graz, Salzburg (3) Die neue guernica ist da (1) EU-Verfassung/Menschenkette vor dem Parlament 7. Mai EU-Verfassung bringt Verdoppelung des Rüstungsbudgets In der EU-Verfassung ist eine Aufrüstungspflicht für alle EU- Mitgliedsstaaten enthalten. (Art. I-41) Bezahlte Schönfärber stellen diesen Rüstungskurs als problemlos dar, weil damit Einsparungen und "Effizienzsteigerung" verbunden sei. Der ehemalige Verteidigungsminister Werner Fasslabend ließ jedoch jüngst in der deutschen Militärzeitschrift "Wehrtechnik" die Bombe platzen. Das österreichische Landesverteidigungsbudget werde sich "langsam aber sicher dem europäischen Durchschnitt annähern" (Wehrtechnik IV/2004). Für Österreich bedeutet dies eine Verdoppelung des Verteidigungsbudgets von 1% auf 2% des Bruttoinlandsprodukts. Beim EU-Gipfel im März dieses Jahres wurde auch beschlossen, daß spezielle Rüstungsvorhaben aus den Defizitkriterien des Euro-Stabilitätspakts ausgenommen werden sollen. Während für die Stabilität des Euro bei Sozial- und Gesundheitsausgaben gnadenlos der Rotstift angesetzt wurde und wird, werden Milliarden für Aufrüstungsprogramme locker gemacht. Das österreichiche Establishment will da mit vorne dabei sein. Faßlabend in Wehrtechnick IV/2004: "Der europäische Zug fährt mit Sicherheit schneller, als das in der Vergangenheit der Fall war und es gilt, auf diesen Zug nicht mit aufzuspringen sondern möglicherweise in der Lokomotive mit vorne dabei zu sein" Das EU-Parlament hat jüngst auch weitere 7,6 Mio Euro an Steuergeldern für weitere "Informationsmaßnahmen" zur Verfügung gestellt. Früher nannte man das einfach Propaganda. Mehrseitige Beilagen in Zeitungen werden mit unseren Steuergeldern finanziert, um uns die Vorteile von Aufrüstung und Entdemokratisierung schmackhaft zu machen. Sie erscheinen nicht als bezahlte Anzeigen, sondern als angeblich objektive redaktionelle Beiträge. Der Redakteur der EU-kritischen Zeitung "guernica" Gerald Oberansmayr dazu: "Objektive, EU-kritische Information ist heute nur noch durch die Unterstützung vieler einzelner möglich. Von oben her, wird da alles abgedreht.!" Menschenkette vor dem Parlament, Samstag, 07. Mai 2005, 16.00 Ja zur Neutralität! Nein zur EU-Verfassung! Volksabstimmung! Am Mittwoch, 11. Mai 2005 soll im Nationalrat die EU-Verfassung ratifiziert werden. Ohne Information der Öffentlichkeit. Ohne Volksabstimmung. Dem Aufruf der Plattform "Neutralität statt Euro-Armee!" für eine Menschenkette vor dem Parlament haben sich in der Zwischenzeit zahlreiche Organisationen angeschlossen, wie z. B. Attac Österreich oder die Initiative "Ja zur Umwelt" Nein zur Atomenergie!". Der Vorsitzende der Werkstatt Frieden&Solidarität, Günter Reder: "Die EU-Verfassung ist Unrecht. Dieses Unrecht kann nicht Recht werden. Wenn am 11. Mai im Nationalrat die Abgeordneten ihre Hand zur Zustimmung erheben, so geschieht dies nicht in unserem Namen. Das werden wir mit der Menschenkette zum Ausdruck bringen." (2) MENSCHENKETTE Samstag, 7. Mai 2005, 16 Uhr Vor dem Parlament in Wien Ja zur Neutralität! Nein zur EU-Verfassung! Volksabstimmung! Weitere Informationen unter www.werkstatt.or.at Auftaktkundgebungen/Treffpunkte, von denen es dann zur Menschenkette geht: 14 Uhr, Westbahnhof 14 Uhr, Stephansplatz 14 Uhr, Naschmarkt/Kettenbrückengasse Abschlusskundgebung: 16.30 Uhr, Vor dem Parlament Anreise zur Menschenkette aus Linz - Abfahrt mit einem Bus: Samstag, 7. Mai 2005, 11 Uhr Vor der Bezirkshauptmannschaft Linz-Land (Kärntnerstr.), A-4020 Linz Preis für Hin- und Rückfahrt: EUR 22,- (EUR 15,- ermäßigt). ES SIND NOCH PLÄTZE FREI! Wir esuchen um kurze Voranmeldung unter office at werkstatt.or.at oder Tel. 0732/771094 bzw. 0676-6552695, damit wir die Plätze planen können. Weiters können Fahrkarten im Werkstatt-Büro in der Waltherstr. 15b, A-4020 Linz zu folgenden Zeiten gekauft werden: Mo, 9-16 Uhr; Di, 9-18 Uhr; Mi, 9-18 Uhr; Do, 9-16 Uhr; Fr, 9-14 Uhr Weitere Informationen unter Tel. (0732) 77 10 94, E-Mail office at werkstatt.or.at Anreise zur Menschenkette aus Graz - Abfahrt mit einem Bus: Samstag, 7. Mai 2005, 11 Uhr Hauptbahnhof, A-8020 Graz Preis für Hin- und Rückfahrt: EUR 10,- (EUR 5,- ermäßigt) Anmeldung: Steirische Friedensplattform, Tel. (0316) 71 24 79 Anreise zur Menschenkette aus Salzburg - Treffpunkt: Samstag, 7. Mai 2005, 9.45 Uhr Hauptbahnhof (Bahnhofshalle), A-5020 Salzburg Eine Anmeldung würde die Organisation erleichtern, für Anmeldung und Rückfragen: Rosi Krenn, Tel. 0699 12 11 59 85, E-Mail arge-wdv at gmx.net Am Sonntag, 22. Mai 2005, findet um 11.00 ein bundesweites Koordinationstreffen der Plattform "Neutralität statt Euro-Armee" im Büro der Werkstatt in Linz, Waltherstr. 15, 4020 Linz statt, zu dem wir Sie/Dich herzlich einladen. (3) guernica 3-2005 - Zeitung für Frieden und Solidarität, Neutralität und EU-Opposition ist erschienen: aus dem Inhalt: - Europäisches Parlament ruft zur Entmachtung der Bevölkerungen auf: Das EP fordert mit großer Mehrheit, dass die außen- und sicherheitspolitischen Teile der EU-Verfassung "dem Geist und dem Inhalt nach" ohne Rücksicht auf die Abstimmung in nationalen Parlamenten und Volksabstimmung sofort angewendet werden. - "European Challenge 2005" - Erst deutsch-österreichische Übung für die EU-Schlachtgruppen - Bundeswehr trainiert Häuserkampf a´la Falludscha - Widerstand gegen EU-Verfassung: offener Brief an alle Abgeordneten des National- und Bundesrats - Interview mit Franz Sölkner von den Steirischen Grünen über EU- Verfassung und die Entwicklung der Grünen - Krieg gegen den Iran? Poker der Großmächte am Golf. - Beilage: Bringt die Post allen was? Aktuelle Daten zur Gewinn- und Beschäftigtenentwicklung der österreichischen Post. Interview mit dem Vorsitzenden der Postgewerkschaft in OÖ Gottfried Zauner: "Dann muss es zum Streik kommen!" - Gewaltfreier Widerstand gegen den Mauer in Palästina - Interview mit zwei FriedensaktivistInnen - Weltwirtschaft: Dollarfall und Euroaufstieg - Was steckt hinter der Lissabon-Strategie - Übernahme der VA-Tech durch Siemens: "Warten auf Godot" uvm. Ein Probeexemplar schicken wir gerne gratis zu. Bestellung an: office at werkstatt.or.at Ein Jahresabo (=10 Ausgaben) kostet EUR 9,-; ein "Schnupperabo" (=5 Ausgaben) EUR 5,- Wer mehr als 5 Exemplare bestellt, bekommt die Guernica um EUR 0,50 p. Ex. und kann sie zum Preis von EUR 1,- weitervertreiben. ================================================== 12 Staatspolizei OÖ attackiert AntifaschistInnen "Sozialistische LinksPartei" ================================================== Eine Information der Sozialistischen LinksPartei (SLP) In den letzten Wochen ging es in Linz rund: Antifaschistische Aktivitäten waren mit dafür verantwortlich, dass ein geplanter Nazi-Fackelzug (23.4.) verhindert wurde. Gegen die Umtriebe der gefährlichen Nazi-Gruppe "Bund freier Jugend" sind SLP und die Kampagne "Gemeinsam gegen rechtsextreme Gewalt und Rassismus - stopBFJ" seit langem maßgeblich aktiv. Der zuständige Chef der Staatspolizei in Oberösterreich (= "Landesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung" (LVT)), Mag. Tischlinger, hat nun in einer Ausgabe der "Welser Rundschau" die SLP attackiert und mit der Gefahr des Rechtsextremismus gleichgestellt. Dies ist nicht nur ein Angriff auf die SLP, sondern gegen aktiven Antifaschismus insgesamt. Gerade die Demo im Oktober 2004 war eine, die von einem großen Antifa-Bündnis getragen wurde. Wir rufen alle antifaschistisch gesinnten Menschen, Gruppierungen und Organisationen auf, dagegen zu protestieren. (Selbstverständlich werden die Listen der UnterzeichnerInnen NICHT dem LVT-OÖ ausgehändigt werden.) Wir halten es jedoch für sinnvoll, die Namen jener Organisationen explizit zu nennen, die sich dieser skandalösen Gleichsetzung rechtsextremer mit linken Aktivitäten entgegenstellen. Bitte um Rückmeldung diesbezüglich. Danke! Mit antifaschistischen Grüßen, Franz Breier jun. (für die SLP) ----------------- Skandalöse Aussage von führendem Polizei-Beamten gegen AntifaschistInnen in Oberösterreich! Seit Jahren kämpfen AntifaschistInnen in Oberösterreich gegen den rechtsextremen "Bund freier Jugend" (BFJ), der intensive Kontakte zur deutschen Nazi-Szene hat. Eine große Antifa-Demo im Oktober 2004 und politischer Druck haben mittlerweile die Behörden gezwungen, BFJ-Aktionen zu untersagen und aufzulösen. Derzeit läuft ein Verbots-Verfahren wegen Verdacht auf nationalsozialistische Wiederbetätigung. Nun verstieg sich der Leiter des "Landesamtes für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung" (LVT) in Oberösterreich, Mag. Tischlinger, in einem Artikel der Welser Rundschau (Teil Wels-Land vom 4.5.2005) zu einer de facto Gleichsetzung von neo-faschistischen Umtrieben mit antifaschistischer Arbeit. Es gäbe nicht nur Rechtsextremismus, sondern auch gefährliche Tendenzen in "linksextremen Kreisen". Namentlich nannte er die "Sozialistische LinksPartei" (SLP). Die SLP initiierte vor mehr als einem Jahr gemeinsam mit antifaschistischen Jugendlichen die Kampagne "Gemeinsam gegen rechtsextreme Gewalt und Rassismus - stopBFJ" und eine Reihe erfolgreicher Kundgebungen. Diese Gleichsetzung der SLP mit dem rechtsextremen BFJ ist in doppelter Hinsicht ein Skandal. Historisch gesehen waren es vorwiegend KommunistInnen und linke SozialistInnen, die aktiv gegen den Faschismus gekämpft haben und umgekommen sind. Und auch heute sind es Organisationen wie die SLP, die konsequent der rechtsextremen Gefahr entgegentreten. Und das nicht, in dem die falsche Hoffnung verbreitet wird, Staat und Polizei würden das Problem schon lösen, sondern durch aktive Mobilisierung antifaschistisch gesinnter Menschen. Die Aussage von Herrn Tischlinger zur SLP ist ein Angriff gegen alle AntifaschistInnen! Ich protestiere gegen die skandalöse Gleichsetzung von rechtsextremen Umtrieben mit antifaschistischen und linken Organisationen durch den Leiter des LVT-OÖ in der Welser Rundschau! NAME/ORGANISATION ADRESSE E-MAIL TELEFON MEHR INFOS? ================================================== 13 Kaplan Franz Sieder: Rede bei der Menschenkette NEIN ZUR EU VERFASSUNG "Alois Reisenbichler - Stadtteilzentrum Simmering" ================================================== Kaplan Franz Sieder EINE POLITIK FÜR DIE SCHWACHEN HEISST NEIN ZU DIESER EU-VERFASSUNG Der Vorsitzende der Aktionsgemeinschaft Christinnen und Christen für die Friedensbewegung, der Amstettner Betriebsseelsorger Kaplan Franz SIEDER sprach am Samstag, 7. Mai 2005 bei der Menschenkette, die von verschiedenen Friedensinitiativen unter dem Motto "Ja zur Neutralität! Nein zur EU-Verfassung! Volksabstimmung" organisiert wurde. Kaplan Sieder betonte den hohen ethischen Wert der Neutralität als Beitrag zu einer aktiven Friedenspolitik. Kaplan Sieder kritisierte, dass Bundeskanzler Schüssel "dieses Gottesgeschenk der Neutralität einfach wegwerfen möchte." Kaplan Sieder verurteilte mit scharfen Worten die neoliberale Wirtschaftspolitik, die in der EU-Verfassung festgeschrieben werde. "Eine Politik für die Schwachen der Gesellschaft zu machen, heißt aber auch ein klares Nein zu dieser momentanen EU- Verfassung zu sagen", stellte der christliche Friedensaktivist Kaplan Sieder fest. DER GESAMTE TEXT DER REDE: Kaplan Franz Sieder Eine Politik für die Schwachen heißt Nein zu dieser EU-Verfassung Rede bei der Menschenkette "Ja zur Neutralität! Nein zur EU-Verfassung! Volksabstimmung" am Samstag, 7. Mai 2005 vor dem Wiener Parlament Liebe Freunde! Liebe Freundinnen! Ich spreche als Vertreter der kirchlichen Friedensbewegungen und als katholischer Priester spreche ich auch als Vertreter der Kirche zu euch. Ich möchte zuerst etwas zur Neutralität sagen: Wenn wir in einer Woche am 15. Mai 50 Jahre Staatsvertrag und am 26. Oktober 50 Jahre Neutralität feiern, dann möchte ich sagen, dass der 15. Mai diesmal ein Sonntag ist und Österreich sollte an diesem Tag in den Kirchen Gott nicht nur danken für seine Freiheit, sondern wir sollten Gott genauso danken für die Neutralität. Die Neutralität Österreichs ist ein Gottesgeschenk. Ich möchte vorweg sagen, dass ich es absurd und blöd finde, wenn ein Politiker wie der Herr Schüssel, der sich sogar als "christlicher Politiker" ausgibt, dieses Gottesgeschenk der Neutralität einfach wegwerfen möchte. Es wäre vielmehr seine Aufgabe als Bundeskanzler den Menschen dieses Landes den großen ethischen Wert der Neutralität zu vermitteln. Der ethische Wert der Neutralität besteht darin, dass es Länder geben soll, die eine Art "Niemandsland" sind. Sie sehen aus einer anderen Perspektive die Konflikte der Welt, weil sie in keinen Konflikt mit involviert sind. Sie sind prädestiniert für Friedensdienste und Friedensmissionen. Wenn ich neutral bin, dann stehe ich unter keinem Druck und bin daher auch nicht erpressbar. Ich kann aus einer viel besseren Position, mich für Gerechtigkeit und Frieden einsetzen. Herr Bundeskanzler Schüssel, nehmen Sie sich ein Vorbild an Bundeskanzler Kreisky. Er ist nicht nur konsequent zu Österreichs Neutralität gestanden, er hat Ihnen auch gezeigt, wie ein Bundeskanzler aktive Neutralitätspolitik verwirklichen kann. Er hat es vor allem gezeigt, in seinem Einsatz in der Palästina- Frage. Herr Bundeskanzler Schüssel, wenn Sie mit Ihren Lipizzaner-Vergleichen die österreichische Neutralität lächerlich machen, dann machen Sie etwas lächerlich, was den meisten Österreicherinnen und Österreichern heilig ist und was einen hohen ethischen Wert hat. Zur EU-Verfassung möchte ich folgendes sagen: Der deutsche CDU-Politiker Heiner Geißler hat vor zwei Wochen die momentane neoliberale Wirtschaft als "Mafia" und als "Terrorismus" bezeichnet. Die neoliberale Wirtschaft ist tatsächlich zutiefst menschenverachtend und ihr Ziel ist Gewinnstreben. Sie produziert in Europa Arbeitslosigkeit, sie produziert in Europa immer mehr Armut - und dieses neoliberale Wirtschaftssystem, das sich momentan auf der ganzen Welt austobt, es hat Millionen Menschen auf dem Gewissen, die einfach verhungern. Wer in diesen Markt nichts einzubringen hat, der ist uninteressant, der bleibt draußen und kann verrecken. Der EU- Kommissar Günter Verheugen hat letzten Sonntag in einer Fernsehsendung gesagt: "Es gibt kein soziales Europa." Er wollte damit sagen, Europa wird nur von der neoliberalen Wirtschaft dirigiert. Mit der EU-Verfassung wird die neoliberale Wirtschaft in eine Form gegossen, die Strukturen bekommt. Für mich sind das Strukturen der Sünde. Ich möchte das an zwei wesentlichen Inhalten begründen: Das erste ist die Aufrüstungsverpflichtung. Dieses Aufrüstungsgebot ist nicht nur unchristlich, es ist verbrecherisch. Vom Sozialforum habe ich erfahren, dass man in der EU bis 2012 das normale Militärbudget um 650 Milliarden Euro aufstocken möchte, um auf dem militärischen Sektor mehr an die USA heranzukommen. Militärisch aufrüsten heißt in Europa auch aufrüsten als Atommacht. Die atomaren Massenvernichtungswaffen sollen aber abgebaut und völlig vernichtet werden, nicht nur im Irak und im Iran, sondern auch in Europa und in den Vereinigten Staaten von Amerika. Das Geld, das in die Rüstung gesteckt wird, wird den Armen dieser Welt vorenthalten. Europa braucht diese Hochrüstung, um damit ein verbrecherisches und menschenverachtendes Wirtschaftssystem zu schützen und aufrecht zu erhalten. Das zweite, das ich anklage, ist die sozialschädliche und nur geldgerechte Wirtschaftspolitik, die in den Verfassungsrang gehoben wird. Es ist der Auftrag zur Liberalisierung, zur Privatisierung, vor allem von Dienstleistungen. Auf Schleichwegen will man GATS einführen. Alles, was Dienst am gesamten Volk ist, gehört nicht privatisiert, gehört nicht in die Hände von profitgierigen Privatunternehmen. Wir brauchen zumindest eine Zähmung des Kapitalismus und nicht, dass durch verfassungsmäßige Strukturen den Wirtschaftsmagnaten und Finanzspekulanten schrankenlose Freiheit eingeräumt wird. Der Markt total wird damit heilig gesprochen und abgesegnet. Ich spreche hier noch gar nicht von der Bolkestein-Richtlinie. Das ist Ausbeutung pur. Die gerechte Verteilung der Güter wäre ein Gebot der Stunde. Die Erde ist für alle da, nicht nur für die Reichen. Alle politisch Verantwortlichen in Europa sollen darüber wachen, dass alle menschenwürdig leben können - dass das Fressen und Gefressen werden ein Ende nimmt. Als Vertreter der Kirche möchte ich sagen: Ein Christ und eine Christin kann eigentlich nur eine Partei wählen, die eine Politik für die Schwachen der Gesellschaft macht und nicht eine Politik für die Reichen. Eine Politik für die Schwachen der Gesellschaft zu machen, heißt aber auch ein klares Nein zu dieser momentanen EU-Verfassung zu sagen. Ich möchte euch am Schluss zurufen: Wacht auf, Verdammte dieser Erde, und überlasst diese, unsere schöne Welt nicht den Reichen! -- AKTIONSGEMEINSCHAFT CHRISTINNEN UND CHRISTEN FÜR DIE FRIEDENSBEWEGUNG Kaplan Franz Sieder, Vorsitzender A-3300 Amstetten, Kirchenstraße 16 Telefon 07472 646 16 ================================================== 14 Isl. Glaubensgemeinschaft: Gedenken zum 8. Mai "Initiative muslimischer ÖsterreicherInnen" ================================================== Islamische Glaubensgemeinschaft in Österreich Gedenken zum 8. Mai, dem Ende des Zweiten Weltkrieges Ein besonders markantes Datum im heurigen "Gedankenjahr" ist der 8. Mai, der das offizielle Ende des Weltkrieges und damit das Ende der nationalsozialistischen Schreckensherrschaft brachte. Auch für Muslime gibt dieser Tag Anlass zur Reflexion. Als Teil der österreichischen Gesellschaft kann ihnen gerade die jüngste Geschichte des Landes nicht gleichgültig sein. Aus der Vergangenheit zu lernen und bewusster die Gegenwart zu gestalten, gelingt nur in der Auseinandersetzung mit den Themen, die uns die Geschichte mahnend vorgibt: Faschismus, Rassismus und Überlegenheitswahn. Erst dann gewinnt der Auftrag "Nie wieder!" Substanz. "Oh ihr Menschen. Wir haben euch von Mann und Frau erschaffen und euch zu Völkern und Stämmen gemacht, dass ihr einander kennen lernen möchtet. Wahrlich, der Angesehenste von euch ist vor Gott der, der unter euch der Gerechteste ist." (Koran 49:13) Der Islam steht für eine klare Haltung in bezug auf Rassismus. Rassismus widerspricht dem in dem zitierten Koranvers dargelegten göttlichen Prinzip der Vielfalt, welches zu kulturellem Austausch untereinander einladen soll. Gerechtigkeit als für alle Menschen verbindlicher Wert bildet dabei die ethische Grundlage für ein gedeihliches und friedliches Miteinander. Als Muslime stehen wir so mit ganzem Herzen hinter der Aufforderung "Nie wieder!". Eingängig beschwört dieses Motto die Entschlossenheit, Faschismus und die damit verbundene menschenverachtende rassistische Politik keinesfalls zuzulassen. Unzählbar die Opfer, denen durch die grausame Gewaltherrschaft der Nazizeit unvorstellbares Leid angetan wurde - der jüdischen Bevölkerung, den Roma, politisch oder weltanschaulich Andersdenkenden. Ja, man schreckte im selbstherrlichen Rassenwahn nicht davor zurück, Kinder für medizinische Versuche zu missbrauchen und als "lebensunwertes Leben" zu ermorden. "Nie wieder!" muss aber mehr sein als lediglich ein Bekenntnis, das formelhaft gebraucht wird, um sich von der Geschichte zu distanzieren oder gar der Auseinandersetzung mit der Vergangenheit zu entgehen. Vielmehr soll sich damit der Auftrag verbinden, das hohe Gut der demokratischen Rechtsstaatlichkeit Österreichs aktiv mitzugestalten. Im Sinne der mutigen Widerstandskämpfer von damals, deren Einsatz hier gewürdigt werden soll, ist die Bereitschaft zu Zivilcourage und einem gesellschaftspolitischen Mitdenken nicht hoch genug zu schätzen. Gerade wenn man sich vor Augen führt, dass es keine Selbstverständlichkeit bedeutet, Demokratie in einem freien Land leben zu können, leitet sich daraus ein sehr bewusster Umgang mit allen damit verbundenen Elementen wie Meinungs- und Glaubensfreiheit oder Bürgerrechten ab. Somit obliegt es uns, Zeitgeschichte auch für die Jugend in einer Weise darzustellen, dass die belastete Vergangenheit deutliche Vorgaben für unser Heute und für die Zukunft gibt. Für Rückfragen: Carla Amina Baghajati, Medienreferentin Tel. 06991 2381075 e-mail: baghajati at aon.at www.derislam.at -- Initiative muslimischer ÖsterreicherInnen e-mail:dieinitiative at gmx.at für Rückfragen und Korrespondenz kontaktieren sie bitte: Omar Al Rawi +43-664-3831942 al-rawi at gmx.at Amina & Tarafa Baghajati +43-1-2595449 baghajati at aon.at Mouddar Khouja +43-1-9685096 mouddar at gmx.net Andrea Saleh +43-1-7965652 salehand at gmx.at ================================================== 15 EU-Verfassung/Menschenkette/Friedensvolksbegehren "Friedensvolksbegehren" ================================================== Plattform Neutralität statt Euro-Armee pA Werkstatt Frieden & Solidarität Waltherstr. 15 4020 Linz Tel. 0732/771094 Fax 0732/797391 e-mail: office at friedensvolksbegehren.at www.friedensvolksbegehren.at 8.5.2005 Medieninformation EU-Verfassung/Volksabstimmung/Friedensvolksbegehren Über 1.000 Menschen umschlossen gestern um 16.00 mit eine Menschenkette das Parlament. Die Menschenkette um das Parlament stand unter der Losung: Ja zur Neutralität! Nein zur EU-Verfassung! Volksabstimmung! Mit dieser Aktion haben über 1.000 Menschen zum Ausdruck gebracht, daß die Ratifikation der EU-Verfassung am kommenden Mittwoch im Nationalrat nicht in ihrem Namen geschieht. Diese Verfassung ist Unrecht und Unrecht kann nicht Recht werden. Entschieden forderten die TeilnehmerInnen, daß die Umsetzung von Teilen der Verfassung, wie die Einrichtung der Verteidigungsagentur, die Aufstellung der EU-Schlachtgruppen oder der Aufbau des diplomatischen Dienstes, sofort beendet werden muß. Aufgerufen zu dieser Menschenkette hat die Plattform "Neutralität statt Euro-Armee!", ein bundesweiter Zusammenschluß von Friedensorganisationen, die auch das Friedensvolksbegehren heuer noch zur Einleitung bringen will. Der Aufruf wurde in weiterer Folge von einer Reihe weiterer Initiativen und Organisationen der Zivilgesellschaft unterstützt. Bei der anschließenden Abschlußkundgebung brachte Pfarrer Franz Sieder, Betriebsseelsorger aus Amstetten, sein Unverständnis darüber zum Ausdruck, daß Politiker, die sich auf ihre christlich-sozialen Wurzeln beziehen, dieses militaristische und neoliberale Verfassungsprojekt im österreichischen Nationalrat durchboxen wollen. Wilfried Leisch von den GewerkschafterInnen gegen Atomenergie und Kriegsgefahr forderte die Gewerkschaftsführung auf, ihre eigenen Beschlüsse ernstzunehmen, und gemäß dem Bundesvorstandsbeschluß vom Herbst letzten Jahres, eine Volksabstimmung durchzusetzen. Rosi Krenn von der ARGE Wehrdienstverweigerung und Gewaltfreiheit, betonte, daß insbesondere Frauen zu den VerliererInnen der mit der Verfassung verbundenen Politik gehören. Die Studentin Astrid Österreicher stellte für die Plattform "Neutralität statt Euro-Armee!" klar, daß die Auseinandersetzung um die EU-Verfassung mit der Ratifikation am 11. Mai 2005 nicht beendet ist. Die Verfassung ist damit nicht rechtsgültig und wird für uns auch nie Rechtsgültigkeit erlangen. Unser Recht wiederspiegelt sich in den Forderungen des Friedensvolksbegehrens. Trotz der geringen Hoffnung, daß die österreichischen Parlamentarier noch von Mut und Einsicht erfaßt werden, war bei den TeilnehmerInnen an der Menschenkette keinerlei Frustration bemerkbar. Für alle war klar, daß der Widerstand gegen die EU- Verfassung weitergehen wird. Für Mittwoch, 11. Mai 2005, 9.00, während im Nationalrat über die EU-Verfassung abgestimmt wird, ist eine Kundgebung am Dr. Karl Lueger-Ring/Nähe Universität angesetzt. Vor dem 29. Mai 2005, dem Tag an dem in Frankreich über die EU-Verfassung abgestimmt wird, wird es noch in allen europäischen Länderen Aktionen vor der französischen Botschaft geben, um den Menschen in Frankreich zu signalisieren, sie stehen nicht allein mit ihrem Nein gegen dieses neoliberale und militaristische Verfassungsprojekt. Wenn heuer die Einleitung des Friedensvolksbegehrens mit seinen Forderungen: Ja zur Neutralität! Keine Beteiligung an der EU-Armee! Keine Annäherung an die Nato! Soziale Sicherheit statt Aufrüstung! gelingt, wird im Halbjahr der österreichischen EU-Ratspräsidentschaft die Eintragungswoche stattfinden. Dies wäre ein deutliches Signal an die Staatenlenker, daß eine Mehrheit der Menschen in Österreich an der Neutralität festhalten will. ================================================== 16 Noch neun Personen nach Paragraf 209 in Haft "Rechtskomitee LAMBDA" ================================================== http://derstandard.at/?id=2039773 Noch neun Personen nach Paragraf 209 in Haft Miklautsch: "Generalamnestie nicht geplant" - Anwalt Graupner: Zwei Klassen von Verurteilten Wien - Fast drei Jahre, nachdem der so genannten "Homosexuellen- Paragraf" vom VfGH aufgehoben wurde, sitzen noch neun Personen wegen des Par. 209 in Haft. Das geht aus einer Anfragebeantwortung von Justizministerin Karin Miklautsch (B) an die SP-Abgeordnete Bettina Stadlbauer hervor. Allerdings erfolgte die Verurteilung in allen neun Fällen wegen eines anderen führenden Deliktes. Häftlinge, die alleine wegen des Par. 209 verurteilt wurden, gibt es demnach nicht mehr. Helmut Graupner vom Rechtskomitee Lambda fordert dennoch die gesetzliche Aufhebung sämtlicher Verurteilungen wegen des Par. 209. Andernfalls würden die Betroffenen - auch wenn die Verurteilungen mittlerweile aus dem Strafregister gelöscht wurden - weiterhin als vorbestrafte Sexualtäter gelten. "Die Verurteilungen gehören weg, das gehört aufgehoben oder freigesprochen", fordert Graupner. Wo (wie im Fall der neun Inhaftierten) noch ein anderes schweres Delikt vorliege, müsse man eben jeden Einzelfall prüfen. Zwei Klassen Der Rechtsanwalt verweist darauf, dass bisher nur einige wenige Verurteilungen aufgehoben wurden - nämlich jene Fälle, die zu einer Verurteilung Österreichs beim OGH geführt haben. Damit gebe es zwei Klassen von Verurteilten, kritisiert Graupner: "Diejenigen, die stark genug waren nach Straßburg zu gehen: Da muss die Republik nicht nur Entschädigung zahlen, sondern da werden die Urteile auch aufgehoben. Aber für alle anderen bleibt das vorgemerkt oder das Urteil bleibt auf ewig aufrecht." Miklautsch lehnt dies allerdings ab. "Eine Generalamnestie für gemäß Par. 209 StGB Verurteilte ist nicht vorgesehen", heißt es in der Anfragebeantwortung. Die Justizministerin bietet allenfalls an, Bundespräsident Heinz Fischer Gnadenvorschläge für die Betroffenen vorzulegen, "wenn das abgeurteilte Verhalten nach der derzeitigen Rechtslage nicht mehr strafbar wäre". Darauf will Graupner nicht vertrauen und verweist auf den "besonders krassen Fall" eines seiner Mandanten. Der Mann war wegen des Par. 209 zwei Mal verurteilt worden, wandte sich jedoch nur in einem Fall an den Europäischen Menschenrechtsgerichtshof. Die Straßburger Richter gaben ihm zwar Recht und die eine Verurteilung wurde in Österreich aufgehoben. Die zweite Verurteilung ist aber nach wie vor aufrecht. Ein Gnadengesuch wurde vom Justizministerium abgelehnt. Der Par. 209 stammte noch aus dem Jahr 1971 und wurde damals gleichzeitig mit dem allgemeinen Aus für das Verbot der Homosexualität eingeführt. Er stellte sexuelle Beziehungen von Männern über 19 mit Männern unter 18 unter Strafe. Nachdem der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte Österreich mehrmals wegen des Par. 209 verurteilt hatte, wurde die Bestimmung schließlich im Juni 2002 vom VfGH aufgehoben. Als Ersatz wurde eine neue, geschlechtsneutral formulierte Strafbestimmung über den "Missbrauch von Jugendlichen" geschaffen (Par. 207b StGB). Dennoch sind derzeit laut Graupner noch mindestens sieben Verfahren wegen des Paragrafen 209 beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) in Straßburg anhängig. Die letzte Verurteilung Österreichs erfolgte im Februar 2005. Schadenersatz: 17.500 Euro. (APA) ================================================== 17 Kulturpolitische Kontinuitäten der Nachkriegszeit IG Kultur Österreich ================================================== ||| ||| PRESSEMITTEILUNG ||| ||| IG Kultur Österreich ||| - --------------- ||| ||| Kulturpolitische Kontinuitäten der Nachkriegszeit ||| ||| Tiefgreifende Erneuerung in Kultur und Gesellschaft war ||| von politischen Eliten nach 1945 in Österreich nicht gewollt ||| "Nach den Schrecken des NS-Regimes forderten 1945 viele auch in Österreich eine tiefgreifende Erneuerung in Kultur und Gesellschaft. Doch eine solche Erneuerung war von den politischen Eliten nicht gewollt!" Zu diesem Ergebnis kam am Donnerstag, 5. Mai 2005, eine Diskussionsveranstaltung unter dem Titel "Österreich 2005: Kulturkampf ohne Ende?", zu der die IG Kultur Österreich und die KUPF OÖ in das Zeitgeschichte Museum Ebensee geladen hatten. Anhand zahlreicher Beispiele aus der Kulturentwicklung der Nachkriegsjahre konnten der Salzburger Kulturpublizist Gert Kerschbaumer und die Linzer Historikerin Regina Thumser aufzeigen (Moderation: Martin Wassermair), dass die Wiedererrichtung der Republik in kulturpolitischer Hinsicht eher ein Wiederanknüpfen an die austrofaschistische Ära bedeutete. Sei es im Falle des Brecht-Boykotts, im Kult um den "Blut und Boden"-Autor Karl Heinrich Waggerl, bei der Verweigerung der Heimholung vieler in der NS-Zeit geflüchteter Kunstschaffender oder auch in der Zerschlagung des überparteilichen KZ-Verbands: Gesellschaftskritische und politisch non-konforme Haltungen wurden insbesondere im Kontext des Kalten Krieges als "unösterreichisch" diffamiert, während ehemalige Nazis sehr schnell wieder in einflussreichen Ämtern und Position anzutreffen waren. Die Diskussion wandte sich daraufhin der Frage zu, inwieweit im so genannten Gedankenjahr Kontinuitäten dieses politischen Klimas der Zeit nach 1945 zum Ausdruck kommt. Die medialen Inszenierungen der Bundesregierung, darin war sich die Diskussionsrunde einig, zeigt große Parallelen zu den Mustern einer restaurativen Kultur- und Gesellschaftspolitik der 50er- Jahre. Im Jahr 2005 bedeutet dies für die politische Kulturarbeit eine Herausforderung, Stellung zu beziehen und die Erneuerungsansprüche in Erinnerung zu rufen, die in der Zweiten Republik bereits sehr früh übervorteilt wurden. "Dazu braucht es Mut! Die Kulturinitiativen sollten gerade jetzt diesen Mut auch zeigen", appellierte Kerschbaumer abschließend an das zahlreich erschienene Publikum. Bilder zur Diskussionsveranstaltung http://igkultur.at/kulturpolitik/1115534231 Das Vorsorge-Paket gegen ein Jahr Heimat-Feiern http://www.oesterreich-2005.at/ ||| ||| Rückfragen ||| - --------------- ||| ||| IG Kultur Österreich ||| Gumpendorfer Straße 63b ||| A-1060 Wien ||| ||| Tel: +43 (1) 503 71 20 ||| Fax: +43 (1) 503 71 20 - 15 ||| http://www.igkultur.at/ ||| ================================================== 18 EU-Verfassung/Volksabstimmung/Offener Brief/Kaltenegger KPÖ Steiermark ================================================== KPÖ Steiermark Lagergasse 98a 8020 Graz Tel. 03 16 / 71 24 36 Fax 03 16 / 71 62 91 email: kpoe_stmk at hotmail.com Montag, 9. Mai 2005 Presseinformation der KPÖ Steiermark EU-Volksabstimmung: KPÖ-Kaltenegger unterstützt überparteiliche Initiative! In der Diskussion um eine Volksabstimmung über die EU-Verfassung in Österreich weist die KPÖ darauf hin, dass genau jene Argumente, die jetzt eine breitere Aufmerksamkeit finden, von der Friedensbewegung und den KommunistInnen bereits seit Monaten vorgebracht worden sind: In unserem Land ist eine Volksabstimmung notwendig, wenn man die Bevölkerung nicht für dumm verkaufen will. Deshalb unterstützen die Grazer Stadträte Ernest Kaltenegger und Wilfriede Monogioudis sowie weitere MandatarInnen der steirischen KPÖ auch einen offenen Brief an die Mitglieder des National- und des Bundesrates, in dem die Argumente gegen die EU-Verfassung und für eine Volksabstimmung zusammengefasst werden. Darin heißt es: "Wir rufen alle Mitglieder im National- und Bundesrat auf, aus demokratiepolitischen und verfassungsrechtlichen Gründen mit Nein zu stimmen. Denn nur so können sie der Bevölkerung das Recht zurückgeben, selbst in einer Volksabstimmung über eine Frage von solcher Tragweite zu entscheiden. Die EU-Verfassung erhebt sich über die österreichische Verfassung. Ein derart weitgehender Einschnitt in die Souveränität erfordert zwingend - wie das namhafte Verfassungsexperten begründen - die Durchführung einer Volksabstimmung, um rechtskräftig werden zu können". (Volltext unter: www.friwe.at) Der offene Brief wurde von folgenden Persönlichkeiten aus der Steiermark unterschrieben: Andreas Fabisch (Gemeinderat Graz), Ernest Kaltenegger (Stadtrat Graz), Wilfriede Monogioudis (Stadträtin Graz), Renate Pacher (Gemeinderätin Knittelfeld), Franz Parteder (Bezirksvorsteherstellvertreter Graz), Johann Schögler (Steirische Friedensplattform), Franz Sölkner (Gemeinderat Thal bei Graz), Florian Walter (Abflug! Plattform gegen Abfangjäger). Rückfragehinweis: 872 2152 KPÖ-Steiermark Lagergasse 98 a 8020 Graz Tel.: 0316 71 24 36 Fax 0316 71 62 91 email: kp.stmk at kpoe-graz.at; kpoe_stmk at hotmail.com ================================================== 19 PA Bedenken gegen Asylgesetz "Presse SOS-Menschenrechte" ================================================== A-4020 Linz, Tummelplatz 5, Tel.: 0732/777 404 Betreff: Asyl/ Innenpolitik Datum: 09. Mai 2005 Rechtliche Bedenken gegen das Asylgesetz SOS-Menschenrechte fordert Einhaltung internationaler Standards "Die Einhaltung der Bestimmungen aus der Genfer Flüchtlingskonvention (GFK) sowie der Europäischen Menschenrechtskonvention muss bei dem Erlass neuer Gesetze in einem Rechtsstaat wie Österreich selbstverständlich sein, sagt Mag. Andreas Gruber, anlässlich der morgen im Ministerrat geplanten Verabschiedung des neuen Asyl- und Fremdengesetzes. Gerade die Bestimmungen wonach das Asylverfahren wegen formaler Versäumnisse des Flüchtlings eingestellt werden kann, der Zwangsernährung in der Schubhaft, sowie der Erstzustellung von Bescheiden direkt an den Asylwerber widersprechen den internationalen Richtlinien und sind verfassungsrechtlich bedenklich. Das Asylgesetz muss ein Schutz dieser Menschen sein, und nicht ein Schutz vor ihnen. Rückfragehinweis: Mag. Karin Mach SOS-Menschenrechte Öffentlichkeitsarbeit A-4020 Linz, Tummelplatz 5 Tel.: 0732/ 777 404; 0699/1880 4041 mach at sos.at ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< SOLIDARITÄT WELTWEIT ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 20 www.rifondazione.at (Referendum) ================================================== Cari amici connazionali vi comunichiamo le seguenti informazioni pervenuteci : Il 12 giugno si svolge il referendum sulla procreazione assistita. : All'estero si vota per corrispondenza I quesiti sono quattro : essi abrogano parzialmente delle disposizioni della legge n° 40 del 19 febbraio 2004 che riguarda " Norme in materia di procreazione medicalmente assistita", così indicati : 1- Limite alla ricerca clinica e sperimentale sugli embrioni 2- Norme sui limiti all'accesso 3- Norme sulle finalità, sui diritti dei soggetti coinvolti e sui limiti all'accesso 4- Divieto di fecondazione eterologa Le votazioni nel territorio nazionale italiano si svolgeranno il 12 giugno 2005, ma le schede votate all'estero dai nostri connazionali debbono pervenire all'Ufficio consolare di appartenenza entro le ore 16 locali del 9 giugno 2005. TERLMINI ULTIMI PER LE PROCEDURE: 25 maggio 2005 : Invio agli elettori del plico contenente il materiale elettorale (schede, certificato elettorale, istruzioni per l'elettore, testo legge, buste) 29 maggio 2005 :Gli elettori possono fare richiesta al Consolato di un duplicato del materiale elettorale se non hanno ricevuto il plico a casa 2 giugno 2005 : L'elettore spedisce al Consolato la scheda utilizzando l'apposita busta preaffrancata 9 giugno 2005 Termine ultimo per la ricezione delle schede presso il Consolato 13 giugno 2005 Ultima scadenza per l'arrivo a Roma delle schede a mezzo per corriere accompagnato I voti degli elettori italiani all'estero verranno contati nella circoscrizione Estero, suddivisa in quattro zone geografiche : 1) Europa, compresi i territori asiatici della Federazione russa e della Turchia; 2) America Meridionale; 3) America Settentrionale e Centrale; 4) Africa, Asia, Oceania e Antartide. I Consolati, chiuse le operazioni entro le 16 del giovedì che precede la data delle elezioni in Italia, in questo caso, il 9 giugno, invieranno in Italia con valigia diplomatica le buste per lo spoglio. Lo spoglio avverrà contemporaneamente alle operazioni che riguardano le schede votate in Italia. Come è già avvenuto in occasione del referendum del 2003, -Per votare per corrispondenza bisogna essere iscritti all'AIRE. Se non siete ancora iscritti fatelo subito IMPORTANTE !!! Putroppo visti i trascorsi in materia di voto per corrispondeza dobbiamo avvetirvi che : 1- Durante le scorso referedum che prevedeva tra l'altro il referendum sull'articolo 18 Siamo alcuni italiani ad esserci recati nella sede Consolare di Parigi ed aver constatato che, oltre alla spedizione per corrispondenza, esisteva UNO SCATOLONE DI CARTONE APERTO POGGIATO PER TERRA DAVANTI ALL ACCUEIL SENZA ALCUNA SORVEGLIANZA. Siamo intervenuti per fare togliere lo scatolone al quale è stato aggiunto dell'adesivo ma non sappiamo nemmeno per quanto tempo esso e rimasto cosi. Quindi ricordiamo : il voto si svolge per corrispondeza. 2- un numero estremamente elevato di italiani non ha ricevuto le schede. Quindi : SE NON AVETE RICEVUTO LA SCHEDA NEI TERMINI STABILITI ANDATE SUBITO A RICHIEDERLA Questa fatto è diventato addirittura scandaloso durante le ultime elezioni europee, in cui migliaia di italiani all'estero si sono dovuti recare in Consolato per non avere ricevuto la scheda. Di fronte alle molteplici proteste, il Consolato di Parigi è stato aperto in extremis, anche il sabato prima del voto, per rilasciare i certificati. Ma nel Consolato non è stato messo nemmeno un cartello per avvisare dell'apertura supplementare. Cosicché centinaia di Italiani si sono riversati. Segnalateci e segnalate per iscritto ogni problema sopravvenuto. 3- Durante le elezioni ai Comites, che si sono svolte per corrispondenza, le schede arrivate al Consolato di Parigi sono rimaste due settimane in loco in sacchi per la posta. Noi consideriamo che queste non sono condizioni che garantiscono uno svolgimento delle operazioni elettorali. Ad esempio, In Francia, durante le elezioni professionali, le schede vengono mandate ad un ufficio postale e recuperate solo immediatamente prima dello spoglio. Nel caso che ci riguarda se si adottasse questo metodo, le schede potrebbero essere recuperate dalla autorità Consolari immediatamente prima dell'invio a Roma. Purtoppo attualmente le cose non ci sembrano essere previste in questo senso. CARI CONNAZIONALI, VI INVITIAMO AD AVVERTIRCI AL PIU PRESTO DI OGNI EVENTUALE DISGUIDO ASSOCIAZIONE XXV APRILE === Notiziario del Circolo PRC "25 Aprile" Parigi Per contatti: rifondazione.paris at libertysurf.fr Sito WEB: http://rifondazione75.samizdat.net Per iscriverti o annullare l'iscrizione a questo gruppo, manda una mail all'indirizzo: info_prc_paris-[un]subscribe at yahoogroups.com Link utili di Yahoo! Gruppi <*> Per andare all'homepage del gruppo vai alla pagina: http://it.groups.yahoo.com/group/info_prc_paris/ <*> Per annullare l'iscrizione al gruppo scrivi a: info_prc_paris-unsubscribe at yahoogroups.com <*> L'utilizzo da parte tua di Yahoo! Gruppi è soggetto alle: http://it.docs.yahoo.com/info/utos.html ================================================== 21 Nepal: Hold the King to His Promises John O ================================================== ---------------------------------- NCADC News Service ---------------------------------- Continuing Conflicts that Create Refugees > Nepal: Hold the King to His Promises << International crisis group - new media release Brussels, 9 May 2005: http://www.crisisgroup.org/home/index.cfm?id417&l=1&m=1 King Gyanendra's self imposed 100-day deadline to restore order and lay out a road map for democracy and peace in Nepal will pass on 11 May, with only limited progress towards these aims. As the conflict with the Maoists continues to worsen, the International Crisis Group urges the international community to take concerted action to help turn the situation around. In a letter (full text below) addressed to UK Prime Minister Tony Blair, U.S. Secretary of State Condoleezza Rice, Indian External Affairs Minister Natwar Singh, and UN Secretary-General Kofi Annan, Crisis Group calls for the establishment of a contact group to negotiate a return to democracy, the maintenance of restrictions on military aid to Nepal until democracy has been restored, and full international support for the monitoring mission by the Office of the UN High Commissioner for Human Rights. Since the king's 1 February coup, the intensification of the conflict has been dramatic, with at least 655 people killed in the last three months. State Security forces were responsible for at least 530 of those deaths, many apparently innocent civilians, and the Maoists have killed 125 people, many of these also civilians. There is no new military strategy to deal with the insurgency, and the chances of developing a viable political strategy, without which any military operations cannot be effective, have been further reduced. Although the international response to the coup has been firm to date and has forced the king to reconsider some of his actions, the questions of restoring democracy and tackling the insurgency have not been addressed. Only when a broad-based strategy can be agreed on and implemented by all democratic political forces in Kathmandu will talks with the Maoists be possible that stand any chance of success. But without further strong international pressure, the king will continue to entrench his power at the expense of democracy, and Nepal will continue to suffer from devastating conflict. To find out more about the crisis in Nepal, visit our Nepal advocacy page http://www.crisisgroup.org/home/index.cfm?id)29&l=1 This page has details of Crisis Group's reports and opinion pieces on the conflict, details of our advocacy efforts to date, information on what you can do to support Crisis Group's efforts, and links to other resources on the conflict. Contacts: Andrew Stroehlein (Brussels) 32 (0) 485 555 946 Jennifer Leonard (Washington) 1 202 785 1601 To contact Crisis Group media please go to http://www.crisisgroup.org/home/index.cfm?action=form&fid&l=1 ----------------------------------------------------------------------------- 6 May 2005 [To: UK Prime Minister Tony Blair, U.S. Secretary of State Condoleezza Rice, Indian External Affairs Minister Natwar Singh, UN Secretary-General Kofi Annan] In February 2005, I wrote to you to urge joint action on Nepal to avert the risk of a worsening conflict in the wake of King Gyanendra's takeover of power. Under international pressure, the king set himself a deadline of one hundred days to restore order and lay out a road map for democracy and peace. The deadline passes on 11 May and to date there has only been limited progress towards these aims. There have been some steps forward. The agreement on monitoring by the UN High Commissioner for Human Rights may help reduce the many civilian victims of the conflict and end the climate of impunity. And the state of emergency has been lifted, although many restrictions remain. But Nepal is no closer to peace, and is a long way from restoring even the semblance of democracy that existed before: - The intensification of the conflict has been dramatic, with death rates doubling: at least 655 people were killed from 1 February to 30 April. State security forces were responsible for 530 of these deaths, many apparently innocent civilians, while the 125 people killed by the Maoists included many civilian victims of bombs and landmines. - There is no new military strategy to deal with the insurgency. The RNA remains an ineffective fighting force largely confined to defensive deployment in urban areas. The army has done nothing to re-establish a government presence across Nepal's countryside, most of which remains under the sway of the Maoists. - The chances of developing a viable political strategy, without which any military operations cannot be effective, have been further reduced. The king's major aim appears to have been to attack moderate political parties and civil society--the very groups which were most vocally critical of the Maoists. - Statements by the king and his ministers have paid lip service to democracy but their actions point to a determined entrenchment of royal power. The appointment of local and regional administrators answerable directly to the palace, the public support for the coup by the nominally independent Chief Justice of the Supreme Court and the continued attacks on freedom of speech are designed to shore up the king at the expense of representative parties. Crisis Group welcomes the firm international response to the coup. The suspension of military aid, accompanied by the cancellation of some budgetary support and reviews of other assistance, has forced the king to reconsider some of his actions. However, the questions of restoring democracy and tackling the insurgency have not been addressed. Measures such as the lifting of the emergency and announcement of municipal elections will not in themselves change the reality of absolute palace rule. The lack of a viable strategy to deal with the Maoist challenge will continue to be debilitating, especially given the political polarisation and mistrust in Kathmandu. Crisis Group believes that the steps outlined in our briefing paper Nepal: Responding to the Royal Coup, published on 24 February 2005 (forwarded to you under separate cover, and also accessible on our website, www.crisisgroup.org) still offer a way to consolidate democracy and rebuild the key state institutions: the foundations of a broad-based political, security and socio-economic strategy that would address not only the insurgency but also the underlying issues that have fuelled it. Only when such a strategy can be agreed on and implemented by all democratic political forces in Kathmandu will talks with the Maoists be possible that stand any chance of success. Concerted action by India, the United States, the United Kingdom and the United Nations could turn around the situation and reduce the dangers of the Maoists making further gains. We urge you, accordingly, to: - establish a contact group that would appoint an intermediary to negotiate a return to democracy and the participation in government of the main political parties; - maintain restrictions on military aid until the king has re- established democracy and, together with the parties, developed a political plan to tackle the Maoists; and - ensure that the UNHCHR mission moves ahead rapidly with full international support. The king's deadline is an opportunity to focus attention again on this serious conflict. Yours sincerely, Gareth Evans President, International Crisis Group -------------------------------------------------------------------------- The International Crisis Group (Crisis Group) is an independent, non-profit, multinational organisation covering over 50 crisis- affected countries and territories across four continents, working through field-based analysis and high-level advocacy to prevent and resolve deadly conflict. http://www.crisisgroup.org/home/index.cfm End of Bulletin: Source for this Message: "International Crisis Group" ------------------------------------------------------------------------ National Coalition of Anti-Deportation Campaigns (NCADC) 1 Delaunays Road Manchester M8 4QS General enquiries 0121 554 6947 ncadc at ncadc.org.uk http://www.ncadc.org.uk/ ------------------------------------------------------------------------- ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< LINKS / VERWEISE / HINWEISE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 22 kanalB videoclip - kranzniederlage kanalB_at_redaktion at kanalB.org ================================================== titel des videoclips: kranzniederlage --: - beschreibung: Wien, 8. Mai 2005, im lichte der juengsten ereignisse haben sich einige bundesbrueder gezwungen gesehen abstand zu nehmen und mit einer frischen korporation manch ewig gestrigen ein ewiges morgen entgegenzustellen. die B! Joergia und die B! Dementia unter dem dachverband des GZOe (Grundlos zu Oesterreich) haben heute in einer mutigen manifestation ihr rueckgrat fuer held & ahn ins feld getragen. ---: - kategorie: kurzdoku ----: - clipinfo: http://kanalB.org/clip.php?clipId=1088 -----: - video: http://kanalB.org/media/video_at/2005-05-08-kranzniederlage.ram ------: - download: http://austria.kanalb.org/download.php?clipId=1088 -------------: - weitere informationen: http://raw.at/texte/sonstiges/gzoe.htm --------------: - laenge: 5,44 min team: RAW team_homebase: http://raw.at/ erstellt: 2005-05-08 datenmenge: 6467 kb ----------------: - realplayer: http://kanalB.org/realplayer.html -----------------: - email: kanalB_at_redaktion at kanalB.org kanalB ersetzt herkoemmliches fernsehen: http://austria.kanalb.org ================================================== 23 Texte zum "Gedenkjahr" "agm" ================================================== Anlässlich der amtlich verordneten Feierlichkeiten des österreichischen Staates verweisen wir auf einige zum Thema passende Publikationen der AGM: Marxismus Nr. 3 Österreich-Nationalismus und Arbeiter/innen/bewegung 260 Seiten A5, 10 Euro Sondernummer 6 Der Zweite Weltkrieg - Demokratie gegen Faschismus? 64 Seiten A5, 2 Euro Sondernummer 8 Trotzkistische Opfer des NS-Terrors in Österreich 42 Seiten A5, 2 Euro Sondernummer 10 Linke Diskussion um Benes-Dekrete und Hintergründe 56 Seiten A5, 2,5 Euro Genaueres auf unserer website www.agmarxismus.net ================================================== 24 Glocalist Nr.71 Presseausgabe >> Schwerpunkt Sozialmarie "GLOCALIST REVIEW" ================================================== Sehr geehrte Damen und Herren, werte Redaktion, anbei der aktuelle GLOCALIST mit folgenden Themen: SCHWERPUNKT SOZIALMARIE - Die Gala und die Preisträger/innen Das Editorial (NGO Sprecher/in?), als NGO der Woche präsentieren wir den Wiener Frauenarbeitskreis, Diskurs Arbeit mit einem Beitrag von AMSand, die aktuelle Serie Subventionen in Österreich mit Stadt Salzburg und Stadt Innsbruck, der wirtschaftsethische Diskurs mit aktuellen Terminen und Vortrag von Andreas Reinisch (Ethik des Seins) im Rahmen der Vortragsreihe des OeNWE in der iv und die gewohnten Vermischten Meldungen und Termine. Viel Freude beim Lesen wünscht Christian Neugebauer PS: die nächste Ausgabe des GLOCALIST erscheint aufgrund von Pfingsten am 23. Mai mit Schwerpunkt TRIGOS-Preis _____ Glocalist Review: Digitale Wochenzeitschrift für NGOs&NPOs Barmherzigengasse 17 - stiege 6 - top 1 A-1030 Wien f: 01/597 2001 m: 0699 11 88 16 43 e: office at glocalist-review.com w: http://www.glocalist-review.com Agentur: arbeitsraum-philosophie: agentur für analoge&digitale kommunikationswirtschaft GmbH- www.arbeitsraum.at ================================================== 25 Holocaustfotos - MG Süddeutscher Verlag kontra muenchnernotizen "Informationsmediatorin der muenchnernotizen Mag. Janca" ================================================== ------ Pressemeldung 8.5.2005 ----- Umgang mit unangenehmer Kritik oder der "Tag der Pressefreiheit" Mit der Reportage "Der Holocaust, Auschwitz und seine Geschäftemacher 2005" haben die muenchnernotizen den traurigen Nachweis erbracht, dass Unternehmungen nicht immer die nötige Sorgfaltspflicht im Umgang mit Zeitdokumenten walten lassen. Falsche Fotos (von Inhalt, Deklaration und Zuordnung) werden an Medien verkauft und in Folge publiziert. Die Offenlegung dieses Umstandes bemüßigt die Mediengruppe Süddeutscher Verlag, DIZ München GmbH, zwei Unterlassungsverpflichtungserklärungen unter Klagsandrohung zu verlangen, die muenchnernotizen zu diskreditieren und als Schmäh-Medium zu klassifizieren. Mehr dazu: http://www.muenchnernotizen.info/Medien/Sueddeutsche/0705_sv_05.html Der Stein des Anstoßes: http://www.muenchnernotizen.info/Medien/Holocaust/0304_xx_05.html Erstaunliches Detail am Rande - das Problem, dass es scheinbar nur mehr MitarbeiterInnen gibt, die unqualifizierte Äußerungen von sich geben... Kontakt: Informationsmediatorin Mag. E. Janca, informationsmediatorin at muenchnernotizen.info telefonisch + 43-(0)660-2191133 ================================================ C) TERMINE ================================================ ======================== Dienstag http://www.mund.at/butt/Termine/Mai/1005.htm Mittwoch http://www.mund.at/butt/Termine/Mai/1105.htm Donnerstag http://mund.at/butt/Termine/Mai/1205.htm ======================== ================================================ D) EDITORIAL ================================================ Für den Inhalt verantwortlich: Ihr. E-Mail-Adresse für Beiträge: widerstand at no-racism.net geschickt. widerst at nd MUND und alle Termine täglich aktualisiert im Web: http://www.no-racism.net/MUND Ziel von MUND (medienunabhängiger Nachrichtendienst) ist die unzensurierte und möglichst rasche Information über gesellschafts- politisch relevante Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu Widerstand und Antirassismus sowie verwandte Themen. sollen einen Titel, Namen und Emailadresse der/des AutorIn enthalten und möglichst kurz und prägnant gehalten sein, ev. mit Hinweis, wo weitere Informationen eingeholt werden können. Bitte keine Attachments! Die inhaltliche und sachliche Verantwortung liegt bei der/dem jeweiligen AutorIn bzw. jenen, die uns die Beiträge schicken. Der MUND wird von einzelnen TagesredakteurInnen zusammengestellt. Da Fehler nicht ausgeschlossen sind, bitten wir, nicht veröffentlichte Beiträge nochmals an widerstand at no-racism.net zu senden. Die Weiterleitung (auch auszugsweise) ist erwünscht. Beiträge mit rassistischen oder sexistischen Inhalten werden nicht veröffentlicht. Sehr persönliche Meldungen werden wir an den betreffenden Adressaten weiterleiten, aber nicht im MUND veröffentlichen. Die bisherigen Ausgaben sind unter http://www.no-racism.net/MUND archiviert. Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage: * Wann: Sonntag, 11.11.2001, 11:11 Uhr * * Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" * * Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf * * Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie. Aber kurz und prägnant.* Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch stillschweigend Zensur zu üben. Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die Nichtaufnahme geliefert. (Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.) Die AbsenderInnen der betroffenen Beiträge werden hiervon informiert. Im Sinne einer "gläsernen Zensur" könnt ihr Euch die Beiträge gerne extra schicken lassen: Ein kurzes Mail an widerstand at no-racism.net genügt. ================================================ E) VERTEILERLISTE ================================================ Zur Eintragung in diesen Verteiler bitte direkt subskribieren unter http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/analle oder von der einzutragenden Adresse aus ein mail schicken an: admin at no-racism.net mit folgendem Text: subscribe no-racism Bitte wegen Automatisierung diesen Wortlaut verwenden! Zur Austragung aus dieser Liste bitte an aus Einsendungen an zusammengestellt. Bitte keine Attachments! (werden nicht angenommen) Für diese Ausgabe nicht aufgenommen: Veraltete Ankündigungen Ein als attachment eingesandter Beitrag Einen m.E. nicht widerstandsrelevanten Beitrag zurückgestellt Redaktionsschluss für diese Ausgabe: 20:00 Uhr III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III widerst at nd-MUND is powered by http://alt.strg.at/ From analle at no-racism.net Wed May 11 03:21:33 2005 From: analle at no-racism.net (analle at no-racism.net) Date: Tue, 10 May 2005 21:21:33 -0400 Subject: widerst@nd - MUND: Mittwoch, 11.5. 2005 Message-ID: <737207913.20050510212133@nessizius.com> widerst at nd MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst www.no-racism.net/mund Mittwoch, 11. Mai 2005 ================================================ A) INHALT ================================================ ================================================ 01 Donnerstag 12.5.&Geburtstagsfest11.5.&24Stundenlesung15.5. Von: August Faschang ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 02 facing transcontinental - audio bridge im MQ / Vernissage am 15.5. um 19.00 Uhr Von: Walter Kreuz ================================================ 03 Fahren - Verstehen - Kämpfen - Nachlesen Von: Go Dogma ================================================ 04 Anarchistische Filmen im Vekks Von: nico mayer ================================================ 05 Que(e)r-Beisl am 11. Mai / Totgeschlagen - Totgeschwiegen Von: Rosa Antifa Wien ================================================ 06 Einladung Podiumsdiskussion Von: Internationaler Versoehnungsbund OFFICE ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< FRAGEZEICHEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ ?? Belvedere: Gefangennahme durch kommando freiheit45/ZKW Von: kommando freiheit45 ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND MEINUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 07 Aufruf: Abo- und Mitgliedsbeiträge Von: Cornelia Kogoj ================================================ 08 Trauma -- Gleneagles Von: gipfelsoli-l at lists.nadir.org ================================================ 09 Will Polizei antifaschistische Aktivitäten verbieten? Von: Sozialistische LinksPartei ================================================ 10 PA Auszeichnung für Streetwork in OÖ Von: Lothar Jochade ================================================ 11 Werkstatt Rundbrief Nr. 13-2005 Von: Werkstatt Frieden & Solidarität ================================================ 12 EU/Volksabstimmung/Häupl/Straner/KPÖ Von: KPÖ Steiermark ================================================ 13 EU-Russland-Gipfel - GfbV beklagt Minderheitenverfolgung und Fremdenfeindlichkeit Von: GFBV ================================================ 14 Medieninformation/EU-Verfassung/Schluss mit dem Eiertanz/Volksabstimmung Von: Werkstatt Frieden & Solidarität ================================================ 15 The End of Poverty: An Interview with Jeffrey Sachs Von: ECOTERRA Intl. ================================================ ================================================ B) TEXTE ================================================ ================================================ 01 Donnerstag 12.5.&Geburtstagsfest11.5.&24Stundenlesung15.5. Von: August Faschang ================================================ Liebe Leute! Da am Donnerstag (12.5.) am späten Nachmittag ein Protestmarsch verschiedener lokaler BürgerInneninitiativen stattfindet, wird es an diesem Donnerstag keinen Speakerscorner geben, damit den Leuten, die auch hier schon mitgehen, am Abend die Beine nicht abbrechen... Sehrwohl gibt es aber von 20Uhr-20Uhr15 eine Mahnwache gegen Schwarzorange in Österreich und Orangerot in Kärnten am Ballhausplatz vor dem Bundeskanzleramt. Weitere Protesttermine gegen Schwarzorange: Mittwoch(11.5.), ab 14Uhr: Gehrer-Geburtstagsfest am Minoritenplatz (dort, wo die "Bildungs"ministerin "arbeitet") - Festorganisatorin: GPA-Jugend. Donnerstag(12.5.), ab 17Uhr: Widerstandslesung (Ecke Ballhausplatz/Heldenplatz). Donnerstag(12.5.), 20Uhr-20Uhr15: Mahnwache gegen Schwarzorange in Österreich und Orangerot in Kärnten, siehe oben. Sonntag (15.5.), 0-24Uhr, Morzinplatz: 24-Stunden-Lesung von Radio Orange mit Namen und Eckdaten von Naziopfern. Am 15.5. findet der regierungsoffizielle Staatsvertragsspektakeltag der Regierung statt. Seit Monaten bejubeln die Regierung und ihre Jubeljahr2005-PropagandistInnen den Staatsvertrag, ignorieren dabei weitgehend die Nazi-Grausamkeiten, die dem Staatsvertrag vorausgingen, und bekräftigen so weiter den österreichischen Opfermythos. Die Lesung, die von Radio Orange 94,0 zur Gänze live übertragen wird, stellt einen Kontrapunkt zum offiziellen Jubelprogramm dar. Am Morzinplatz war der in der NS-Zeit das Gestapo-Hauptquartier in Wien. - Es werden auch noch dringend Lesende gebraucht - Näheres im ANHANG! ligrü Gustl ANHANG:Ein Tag gegen die österreichische Staatslüge Die Opfer haben Namen! Das offizielle Österreich feiert am 15. Mai den Abschluss des Staatsvertrag, mit dem 1955 die immerwährende Opferrolle besiegelt wurde. Der ORF gratuliert mit einem elfstündigen Jubelprogramm. ORANGE 94.0 versucht in einem 24stündigen Sonderprogramm in aller angemessenen Unerträglichkeit zumindest ansatzweise das Ausmaß der Lebenslüge Österreichs zu verdeutlichen. Zum Grundverständnis der österreichischen Bevölkerung gehört die Geschichte, dass Österreich das erste Opfer des Nationalsozialismus gewesen sei. Tatsächlich waren viele österreichische StaatsbürgerInnen an den Verbrechen des Nationalsozialismus tatkräftig beteiligt. Während Bundeskanzler Vranitzky vor 14 Jahren offen aussprach, dass es eine österreichische Mitschuld am Holocaust gab, leugnete Bundeskanzler Schüssel das im November 2000, indem er wieder den Opfermythos Österreichs gegenüber einer israelischen Tageszeitung bemühte. Eine derartig verschobene Wahrnehmung der Geschichte gehört in Österreich nicht nur zum guten Ton, sondern ist auch oft im Geschichtsunterricht wieder zu finden. Ganz im Gegensatz zu den wahren Opfern. Die wahren Opfer haben konkrete Namen. Ihnen wollen wir den 15. Mai 2005 widmen. Die unerträgliche Wahrheit am 15.5.05 von 00:00 bis 24:00 Uhr, am Morzinplatz und auf ORANGE 94.0 willst du lesen (ca. 15Minuten pro Person)? >> lesung at o94.at ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 02 facing transcontinental - audio bridge im MQ / Vernissage am 15.5. um 19.00 Uhr Von: Walter Kreuz ================================================ Something will happen, if you don't find your ticket, Madame ... Hi, Honey, how was the school today? ... Where have you been? - Since the morning I was looking for you to wash my clothes ... I would just go to be a musician ...Well, in my case - I don't need to go to the church or to the mosque ... Liebe Leute ! Laufend treffen Hör- und Fotodokumente aus Kaduna (Nigeria) ein. Der Brückenschlag funktioniert: Authentisch-spontane Hörspielszenen aus der nordnigerianischen Distrikthauptstadt zeigen, dass Ideenproduktion ebenso wie fairerHandel ein wechselseitiger Prozess sein kann. Denn auch der Wiener Alltag wurde von Wiener Jungendlichen und SchülerInnen in Ton und Stimme gesetzt. Die facing-TeilnehmerInnen sind keine End-UserInnen vor Mikrofon, Kamera und PC, sondern verstehen sich als AkteurInnen in bewussten Gestaltungsprozessen von Erfahrungen und Erlebnissen, die von ihren transkontinentalen PartnerInnen zu einem audiovisuellen Ganzen vervollständigt werden. In wie weit die audiovisuellen Äußerungen und gegenseitigen Assoziationen der ProjektteilnehmerInnen da und dort innerhalb/außerhalb traditioneller Sichtweisen stehen und Konflikte thematisieren oder Harmonien postulieren, soll die Präsentations- und Aktionswoche von facing transcontinental im MQ Wien zeigen ... facing transcontinental AUSSTELLUNG UND WORKSHOPS SO, 15.5. bis SO, 22.5. 05, jeweils 10.00 bis 20 Uhr Vernissage mit Live-Act und Webcam-Kommunikation: SO, 15.5., 19.00 Uhr MUSEUMSQUARTIER, quartier 21/FREIRAUM Museumsplatz 1, 1070 Wien ~~~~~~~~ muriya na neman hoto - Stimme sucht Bild Mit diesem Leitspruch in der Sprache Haussa ladet die Kunst- und Projektgruppe gecko-art zu einer Projektpräsentation ins MQ ein. Seit November 2004 besteht diese "afro-europäische Hörspielbrücke". SchülerInnen aus den Städten Wien und Kaduna (Nigeria) gestalten Kurzhörspiele, die in der jeweils anderen Stadt in fotografische Szenen umgesetzt werden. Die akustischen und visuellen Ergebnisse dieser transkontinentalen Bild- und Tonsuche zwischen Wien und Kaduna zum Thema daily life experience werden eine Woche lang im Museumsquartier ausgestellt und im Rahmen von Hörspiel- und Fotoworkshopstationen weitergeführt. Workshops für Schulklassen (HS, KMS, AHS, BS und PTS) werden im Rahmen der Ausstellung jeweils vormittags angeboten. Workshopstationen für Jugendliche (13-25 Jahre) werden nachmittags aufgebaut. Di, 16. bis Sa, 21. Mai, jeweils14:00, 16:00, 18:00 Bei diesen Workshops können Jugendliche aus Wien Fotoszenen zu Hörspielen von Jugendlichen aus Kaduna gestalten. Gleichzeitig erhalten Bilder aus Nigeria von den Wiener TeilnehmerInnen den passenden soundtrack. Terminvereinbarung, Anmeldung und Rücksprache mit gecko-art ist erforderlich unter Wien/4069002 oder gecko.art at aon.at Workshopbeitrag: 2,50 Euro / mit JIW-Bon gratis (Jugend in Wien-Bon) Das Gesamtprojekt wird von KulturKontakt Austria, ÖZA (Österreichische Entwicklungszusammenarbeit), wienXtra-jugend in wien, media wien, quartier 21 sowie von der Firma GMBHaar unterstützt. Projektpartner der Vorbereitungsphase in Wien waren das Bundesgymnasium Kandlgasse, die Berufsschule Hütteldorferstraße, der Polytechnische Lehrgang Arzbergergasse, die Austro-Nigerianische Initiative sowie in Kaduna das Whelp Project Center. Weitere Informationen zum Projekt: http://www.aufdraht.org/geckoart/projekte/geckoart_factransc.htm. Eintritt zur Ausstellung für alle gratis Herzliche Grüße Evelyn Blumenau und Walter Kreuz ************ gecko-art kunst sprache - walking act art sharing Evelyn Blumenau und Walter Kreuz holding office: Auerspergstraße 13 1080 Wien foning/faxing: 00431 406 90 02 mailing: gecko.art at aon.at surfing: http://www.aufdraht.org/geckoart.htm ================================================ ================================================ 03 Fahren - Verstehen - Kämpfen - Nachlesen Von: Go Dogma ================================================ ° Fahrt nach Celovec/Klagenfurt * Faschismus verstehen ° Software-Patente * Nachlese 8. Mai °*°*°*° Fahrt nach Celovec/Klagenfurt. Salut den antifaschistischen WiderstandskämpferInnen! Infos: http://212.152.178.69/cgi-bin/kpk/comax.pl?page=page.std;job=CENTER:events.single_event;ID=274;job=TITLE:menues.header;header=TERMIN Sonntag, 15. Mai 2005 Fahrt von Wien mit Bus oder Privatautos: Abfahrt: Sonntag, 15. Mai, ca. 9.30 (Rückfahrt: 20.00, Ankunft Wien ca. 23.30) Fahrtkostenbeitrag ca. 10,- Anmeldung!!!: widerstandsbus at kpoe.at +43 650 / 96 29 126 °*°*°*° Faschismus verstehen. Theoretische Auseinandersetzung mit dem Faschismus-Begriff. Ein Seminar der Go Dogma. Samstag, 28. Mai, 16.00 – 21.30 Uhr 7Stern, Siebensterngasse 31, 1070 Wien Anhand von Texten (George Sorel, Zeev Sternhell, Roger Griffin) und Sequenzen des Spielfilms „Fight club“ wollen wir versuchen, eine Annäherung an einen Begriff des Faschismus zu erarbeiten. Bei Interesse führen wir den Film im Anschluss in ganzer Länge vor. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Kopien der Texte können in der Woche vor dem Seminar im 7Stern abgeholt werden. °*°*°*° Kampf gegen Software-Patente Am 4. Juli soll im EU Parlament die Software-Patent-Direktive beschlossen werden. Informationen dazu und bald auch zu in Planung befindlichen Gegenaktivitäten unter: http://mond.at/swpat/ Wer Interesse hat mitzuarbeiten, melde sich bei schaefer at mond.at °*°*°*° Nachlese zur Befreiungsfeier am 8. Mai Der Redebeitrag der Kunstinitiative Monochrom kann nachgelesen werden auf: http://www.monochrom.at/reue/ Der Aufruf der Go Dogma zur Befreiungsfeier ist schon länger online unter: http://god.kpoe.at/news/article.php?story=20050427232841221 °*°*°*° GO DOGMA mailto: godogma at kpoe.at http://dogma.kpoe.at °*°*°*° ================================================ ================================================ 04 Anarchistische Filmen im Vekks Von: nico mayer ================================================ Anarchistische Filmen im Vekks Donnerstag 12.05.2005: Vivir la Utopia (1997) Ein film über die spanischen AnarchistInnen und AnarchosyndikalistInnen der CNT/FAI, der spanischen Revolution von 1936 und dem Versuch eine herrschaftsfreie Gesellschaft aufzubauen. Es geht weniger um den verlauf des Bürgerkrieges als mehr um die Ideen und Ziele des Anarchismus und wie diese mitte/ende der 30'er Jahre in die realität umgesetzt wurden. Auch wenn der Bürgerkrieg verloren wurde, so fassen sich die AkteurInnen der Revolution nicht als Besiegte auf! Freitag 13.05.2005: Themroc (1973) Eines Tages hat der Arbeiter Themroc die Nase voll vom monotonen Alltag: Er verweigert die gutbürgerliche Ordnung, nagelt die Wohnungstür zu und bricht die Wand zur Straße auf. Themroc mutiert zum Höhlenmenschen und genießt ungeniert das unzivile freie Leben. Seine Nachbarn sind schockiert, doch plötzlich ergreift eine Woge der Begeisterung die ganze Stadt - die Menschen wollen frei sein. Die autoritäre Staatsmacht muss der Anarchie selbstverständlich Einhalt gebieten, aber Themroc eröffnet nun die Jagd, um die Polizisten zu essen... Samstag 14.05.2005: Im Schatten der Zelte (2002) Der Film dokumentiert die Aktionen und Diskussionen während des einwöchigen Hamburger "Land in Sicht"- Camps und geht dabei der Frage nach, was einen produktiven Konflikt ausmacht. Was heißt es, sich gegenseitig ernst zu nehmen? Was unterscheidet die fruchtbare Auseinandersetzung vom Machtkampf? Wie kann eine so flüchtige und zufällig zusammengesetzte Struktur wie ein Grenzcamp zu eigenen souveränen Entscheidungen kommen und zu einer gemeinsamen politischen Kraft werden? Der Film will mit seinen Beobachtungen einen Beitrag zur Untersuchung dieser Fragen zu leisten. + gemischte politische Kurzfilme Kurzfilme über Anarchismus, Subversion und unterschiedliche Kampfformen. Einlass jeweils um 20.00 Uhr Filmbeginn um 21.00 Uhr (außer Samstag 20.00 Uhr) im VEKKS Zentagasse 26, 5. Bezirk ================================================ 05 Que(e)r-Beisl am 11. Mai / Totgeschlagen - Totgeschwiegen Von: Rosa Antifa Wien ================================================ Mittwoch 11. Mai: Totgeschlagen - Totgeschwiegen Homosexuelle Frauen und Maenner wurden in diesem Land vor waehrend und nach der Nazizeit fuer ihre sexuelle Orientierung verfolgt. Der Paragraph den die Nazis zur Verfolgung verwendeten war in Oesterreich bis 1971 uneingeschraenkt gueltig. Die Zweite Republik - Staatsorgane wie Gesellschaft - sah die Verfolgung daher nie als Unrecht an und verweigerte den Opfern jegliche Entschaedigung oder auch nur Erleichterung der Straffolgen. Dies fuehrte dazu, dass die Opfer sich zurueckzogen sowie dazu, dass ihre Geschichte gemeinsam mit ihnen selbst in Vergessenheit geriet. Der Abend soll einen kurzen historischen Ueberblick ueber die Verfolgung von oesterreichischen Lesben und Schwulen geben und die Bemuehungen um Wiedergutmachung im 20sten Jahrhundert, sowie die heutige Situation darstellen. Ort: Que(e)r-Beisl im EKH. Wielandgasse 2-4, 1100 Wien (U1 Keplerplatz) Zeit: 20 Uhr, Beislbetrieb von 18:30-24 Uhr Naechste Woche: Film: nach oesterreich. Erinnerungen an Zwangsarbeit und Arbeitsmigration Vollstaendiges Monatsprogramm auf http://www.raw.at im Bereich Que(e)r -- ############ RAW ############# Rosa Antifa Wien c/o Rosa Lila Tip Linke Wienzeile 102 A-1060 Wien AUSTRIA ------------------------- E-Mail: raw at raw.at Web: http://www.raw.at Board: http://www.n3tw0rk.org ------------------------- PGP-Key available here: http://www.raw.at/sub/kontakt/raw.asc ############ RAW ############# ================================================ ================================================ 06 Einladung Podiumsdiskussion Von: Internationaler Versoehnungsbund OFFICE (IFOR Austria) ================================================ Pete Hämmerle (Int. Versöhnungsbund) Wir waren Feinde Dreiex-jugoslawische Kriegsveteranen suchen ein Leben in Frieden Podiumsdiskussion „Was dieehemaligen Soldaten auf dem Podium taten, war mutig. Es war mutiger als das,was sie im Krieg taten, denn sie begannen darüber zu diskutieren, wie eindauerhafter Friede erreicht werden kann.“ (Jasminka Drino Kirlic, Moderatorin Podiumsdiskussionin Zenica am 15.03.2003) Es diskutieren: Gordan Bodog (Zagreb) Nermin Karadzic(Sarajevo) Vojo Vukovic(Nevesinje) Zeit: 8. Juni2005, 19.00 Uhr Ort: Albert Schweitzer Haus, Schwarzspanierstrasse13, 1090 Wien Mitveranstalter: Deserteurs- und Flüchtlingsberatung, Diakonie Auslandshilfe, InternationalerVersöhnungsbund – Österreichischer Zweig, Kulturni Centar -österreichisch-bosnisch-herzegowinisches Kulturzentrum , ÖsterreichischeFriedensdienste, Österreichische Liga für Menschenrechte (in Kooperation mitCentar za nenasilnu akciju, Sarajevo) Zehn Jahre nach Beendigung des Bürgerkrieges imehemaligen Jugoslawien treten drei Ex- Soldaten aus den einander bekämpfendenVolksgruppen auch in Wien miteinander ineinen öffentlichen Dialog. Sie erzählen, wie und warum sie in den Krieg hineingerieten, sie diskutieren, was für einen dauerhaften Frieden nötig ist und siebeantworten Fragen des Publikums. In Anwesenheit des ehemaligen Feindes suchensie nach einer Sprache, mit der die schmerzlichen Ereignisse der Vergangenheitnicht verschwiegen und dennoch eine menschliche Verbindung zu den Gegnernaufgenommen werden kann. Die drei Teilnehmer sind sich bewusst, dass sie alsVeteranen eine besondere Rolle in der Öffentlichkeit spielen. Diesen Umstandsetzen sie ein, um ihren besonderen Beitrag zu einem Dialog und zu eineröffentlichen Verständigung zu leisten. Dabei sind sie bereit, ihren Teil anVerantwortung zu übernehmen, anstatt darauf zu verweisen, woran „dieanderen“ schuldig sind. Diese Diskussion wurde vom Centar za nenasilnuakciju/Zentrum für gewaltfreie Aktion (CNA) in Sarajevo seit Juni 2002 bereits14 Mal in Serbien-Montenegro und Bosnien-Herzegowina mit großem Erfolgdurchgeführt. (Siehe Berichte auf der Homepage von CNA unter www.nenasilje.org) Die Veranstaltung in Wien ist aber nicht nur für denUmgang mit dem Krieg im ehemaligen Jugoslawien von Interesse, sondern kann auchfür andere aktuelle Konflikte oder – im Gedenkjahr 2005 - für dieösterreichische Beschäftigung mit den Ereignissen im und nach dem 2. Weltkriegrelevant sein. Eingeladen sind alle, die nach Wegen suchen,Vergangenes nicht zuzudecken und Verständigung zu ermöglichen, besondersMenschen aus dem ehemaligen Jugoslawien. Die Podiumsdiskussion findet in bosnisch-kroatisch-serbischerSprache statt und wird simultan ins Deutsche übersetzt. Workshop VertreterInnen des Centar za nenasilnu akciju/Zentrumfür gewaltfreie Aktion (CNA) in Sarajevo und ehemalige Soldaten geben Einblickin den pädagogisch-politischen Hintergrund der Podiumsdiskussion und berichtenüber ihre Erfahrungen mit dieser Veranstaltung im ehemaligen Jugoslawien. Eingeladen zum Workshop sind deshalb alle, die mehrüber diesen Weg erfahren möchten, besonders Mitglieder von ex-jugoslawischen Vereinigungensowie von Gruppierungen, in deren Heimat Krieg und Unterdrückung herrschen,PolitikerInnen, WissenschafterInnen, Friedens- und KonfliktarbeiterInnen,MediatorInnen, LehrerInnen und SozialarbeiterInnen aus dem interkulturellenFeld und alle, die nach Impulsen bei ihren Bemühungen für Verständigung undUmgang mit der Vergangenheit suchen. Anmeldung für den Workshop erforderlich! Die Teilnehmerzahl ist mit 30 Personen beschränkt. Zeit: Donnerstag, 9. Juni 2005,12.30 bis 17.30 Uhr Ort: Sigmund Freud Museum,Berggasse 19, 1090 Wien Anmeldung bis 1.Juni an die Evang. Akademie Wien, 01/408 06 95-0 oder akademie at evang.at „Ich möchte über das, was geschah, sprechen, mitall den bitteren und schmerzhaften Gefühlen, damit ich mich nicht wieder findeals jemand, der aus den „blutigen Bergen des Balkans“ kommt. Dennich glaube, dass der Balkan mit tausend schöneren Adjektiven beschrieben werdenkann, und ich möchte dabei sein, wenn diese entdeckt werden.“ (Katarina Katanic, Journalistin, Moderatorin derDiskussionen in Novi Sad, Kraljevo und Vlasotince im Herbst 2003) ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< FRAGEZEICHEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ ?? Belvedere: Gefangennahme durch kommando freiheit45/ZKW Von: kommando freiheit45 ================================================ Wien, 10. Mai2005 An dieBundesregierung ES REICHT! Das kommandofreiheit45 (kf45) ist in der Nacht von9. auf 10. Mai in die Grünanlagen des Belevedere eingedrungen und hateine dortweidende Kuh der Bundesregierung in seine Gewalt genommen. DieseKuh ist ab sofort politischeGefangene der Zellen Kämpfender Widerstand ZKW! Wir fordern: Eineöffentliche Erklärung von Bundeskanzler Schüssel undORF-Generalintendantin Monika Lindner am 15. Mai in der ZiB 1 um 19.30Uhr: Das Schuldbekenntnis, die Bevölkerung im Jahr 2005 mitGeschichtslügen irregeführt und nationalistisch verhetzt zu haben! EineAnerkennungsleistung von jährlich 10 Mio Euro für Partisaninnen undDeserteure! Errichtungeines Denkmals für Deserteure am Heldenplatz! SofortigeEinrichtung eines Partisanenmuseums im Wiener Museumsquartier! Dies muss binnen12 Stunden im Rundfunk und allen österreichischenTageszeitungenbestätigt werden. WennSie diesen Forderungenbis einschließlich 15. Mai 2005 Folge leisten, bleibt die politischeGefangeneunversehrt und wird auf freien Fuß gesetzt. Von den StraßenWiens, ZellenKämpfender Widerstand ZKW kommando freiheit45 http://www.z-k-w.net PS: Sollte diesepolitische Gefangennahme einblutiges Ende nehmen müssen, so liegt dies ausschließlich in derVerantwortungdes Bundeskanzlers und der österreichischen Bundesregierung! PPS:Stellvertretend für alle von derBundesregierung für den Opfermythos instrumentalisierten Rindviecher! ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND MEINUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 07 Aufruf: Abo- und Mitgliedsbeiträge Von: Cornelia Kogoj ================================================ Liebe Freundin / lieber Freund der Initiative Minderheiten! Die Initiative Minderheiten hat sich seit ihrer Gründung dem Ziel verschrieben, eine professionelle Anlauf- und Servicestelle für Minderheitenanliegen zu sein. In den vergangenen rund 15 Jahren konnte sie mit zahlreichen Projekten diesem Ziel immer näher kommen – etwa mit der „gastarbajteri“-Ausstellung (www.gastarbajteri.at);der Bücherreihe „Edition Minderheiten“ im Drava Verlag; vielen Kulturprojektenwie „klanggesetz“; der Wanderausstellung „Am Anfang war der Kolaric “; derZeitschrift STIMME von und für Minderheiten sowie der Sendung „Radio Stimme“,um einige Beispiele zu nennen. Damit wir unsere Arbeit auch weiterhin kritisch und engagiert fortführen können, sind wir - nicht zuletzt aufgrund von Subventionskürzungen - auf IhrenBeitrag angewiesen. Sie können diesen Beitrag durch ein STIMME von undfür Minderheiten-Abo oder eine Initiative Minderheiten-Mitgliedschaft leisten. Als Mitglied der Initiative Minderheiten erhalten Sie kostenlos die Zeitschrift STIMME von und für Minderheiten zugesandt. Außerdem erhalten Sie Einladungen zu unseren Veranstaltungen und können unsere Bücher zum Vorzugspreis beziehen. Bei der jährlichen Generalversammlung haben Sie die Möglichkeit, die Arbeit der Initiative Minderheiten mitzubestimmen. Zudem können Sie das Ausstellungsbuch "gastarbajteri" um EURO 14,- (statt EURO 17,90) und die CD "klanggesetz um EURO 12,- (statt EURO 16,-) unter office at initiative.minderheiten.atbestellen. CD und Buch im Doppelpack EURO 22,-. (alle Preise inkl. Versand) Mit herzlichem Dank im Voraus und freundlichen Grüßen Cornelia Kogoj EURO 20,- (STIMME Abo 1 Jahr) EURO 38,- (STIMME Abo 2 Jahre) EURO 25,- (Mitgliedsbeitrag für 1 Jahr) EURO 15,- (Mitgliedsbeitrag für StudentInnen für 1 Jahr) Kontonummer: 01210600910 BLZ: 14000 Bank: BAWAG lautet auf: Initiative Minderheiten ================================================ ================================================ 08 Trauma -- Gleneagles Von: gipfelsoli-l at lists.nadir.org ================================================ ^ Gipfelinfo - Meldungen über globalisierte Solidarität und die Proteste gegen unsolidarische Globalisierung -------------------------------------------------------------------------- - psychoblitzer - Invitation to Training and Gathering around Activist Trauma - Spendet gegen die G8! - Anti-G8 Internationales Vernetzungstreffen im May - Convergence Wunsch-Liste auf deutsch. Bitte weiterleiten! ------------------------------------------------------------------------------- psychoblitzer in unserem leben als aktivist_innen, setzen wir uns häufig ganz bewußt extremen situationen aus: situationen, in denen wir unter umständen außerordentliche gewalt erleben, während wir wenig oder keine kontrolle darüber haben, was uns oder anderen geschieht. in den jahren des gelebten widerstandes wurden strukturen aufgebaut, um die negativen auswirkungen des politischen aktivismus zu veringern odervermeiden, wie zum beispiel ermittlungsausschüsse, rechtshilfe gruppen und demosanis. aber wenig, so überhaupt, wurde sich mit den psychologischen folgen des extremen stresses, dem wir uns mit dem wiederstand gegen herrschaftverhältnisse aussetzen, auseinandergesetzt. situationen zu erleben, die die physische oder psychische integrität eines menschen bedrohen kann einen starken druck auf menschen ausüben, der auch nach dem ende des ereignisses weiterwirken kann. einige psychologische folgen sind relativ weit verbreitet. zum beispiel chronischer stress, das burn out syndrom oder die posttraumatische belastungsstörung. nicht jede_r wird psychische reakionen zeigen. nichtsdestotrotz tun es viele menschen und bleiben allzu oft damit alleine. das wichtgste ist, sich über mögliche folgen bewußt zu sein. es gibt wege, die wahrscheinlichkeit ein stress syndrom zu entwicklen, zu verringern. wenn du auf aktionen gehst, gehe nicht allein. versuche mit einer bezugsgruppe zu gehen, mit leuten denen du vertraust und redet miteinander darüber, was passieren könnte. sorgt dafür, daß nach der aktion keine_r alleine bleibt und daß ihr an einen sicheren ort kommt. ihr könnt debriefing abläufe lernen oder andere methoden um mit extremen situationen umzugehen. symptome einer stress reaktion können sein: wiederholtes nachdenken über das ereignis, flashbacks, albträume, vermeidung von allem, was in zusammenhang mit dem trauma steht, gleichgültigkeit, rückzug vom sozialleben, sich taub fühlen, auffällige veränderung des schlafverhaltens, gereiztheit oder wutausbrüche ausgelöst von "kleinigkeiten", konzentrationsschwierigkeiten, übersteigerte wachsamkeit, gedanke an selbstmord, sich tot fühlen, suchtverhalten, gefühle von isolation oder entfremdung, sich betrogen fühlen, starkes misstrauen, starke beeinträchtigung des alltäglichen funktionierens. einige dieser symptome sind wirklich ernst zu nehmen und erfordern professionelle hilfe! es gibt verschiedene wege, diese symptome zu behandeln. sich professionelle hilfe von therapeut_innen zu holen ist eine davon. andere beinhalten alternative medizin, zum beispiel massage oder meditation. in schwerwiegenden fällen sollte erwägt werden über einen gewissen zeitraum medikamente zu nehmen. viele der menschen, die an psychischen belastungen leiden, leiden zusätzlich unter der scham und angst vor stigmatisierung. nicht darüber reden zu können verstärkt die isolation. psychische belastungen sind kein zeichen von schwäche oder unzulänglichkeit, sondern ganz normale folgen von außergewöhnlichen ereignissen. information: www.aubonnebridge.net @nticopyright, vervielfältigung erwünscht (work in progress) activist_trauma-subscribe at lists.riseup.net [radical golfing info-cd] ------------------------------------------------------------------------------- Spendet gegen die G8! Spenden können jetzt online durch die Dissent! Webseite gemacht werden, oder schaut bei www.tenpounds.org Im Juli kommt die G8 nach Gleneagles in Schottland. Das Dissent! Netzwerk mobilisiert um zu versichern, dass der Gipfel nicht unangefochten vergeht. Es wird schon lange vorbereitet, und wir haben einen Convergence Centre gefunden. Allerdings brauchen wir dringend Geld für die riesige Menge an Materialien die wir benötigen um die 10 tausende DemonstrantInnen die wir erwarten unterzubringen. Wir schätzen, dass wir weitere £30 000 aufbringen müssen! Bitte macht eine grosszügige Spende an das Dissent! Netwzwerk durch unsere Webseite http://www.dissent.org.uk/donate.html, oder direct in unser Bankkonto: Kontoinhaber: Dissent Name der Bank: The Cooperative Bank Bankleitzahl (Sort Code): 08-92-99 Kontonummer 6515 5518 Für internationale Transfers wirst du auch die folgenden Codes brauchen: IBAN: GB85 CPBK 0892 9965 1555 18 SWIFT: CPBKGB22 Schecks können an "The Dissent Network" zahlbar gemacht werden und an die folgende Addresse geschickt werden: "Dissent Funding, Box 8, 245 Gladstone Street, Forest Fields, Nottingham, NG7 6HX". Andere Spendenmöglichkeiten findet ihr auf unserer Webseite. Wie du helfen kannst: - Leitet dieses Email weiter, oder sprecht mit Leuten oder Organisationen von denen ihr denkt dass sie Gelder hierfür hätten, oder mit Geldauftreibung helfen können. - Helft mit unserem 'Ten Pounds Appeal' bei http://www.tenpounds.org - Haltet Veranstaltungen in eurer Umgebung um sowohl Gelder zu kriegen als auch Informationen zu verbreiten. - Bittet andere Webseiten darum, ein Link zu unserem Spendenaufruf einzurichten http://www.dissent.org.uk/donate.html - Weitere Ideen für Benefiz-projekte gibt es bei www.dissent.org.uk/content/view/90/66/ Für mehr Informationen zum Dissent! Netzwerk, schaut bei www.dissent.org.uk Bei Fragen oder um Hilfe zu bitten für Benefiz projekte, schreibt ein email an: dissent-funding (at) lists.riseup.net [g8resist2005 at lists.kommunikationssystem.de] ------------------------------------------------------------------------------- Anti-G8 Internationales Vernetzungstreffen im May Ein internationales Vernetzungstreffen wird vom 20-22. Mai 2005 in Tessaloniki, Griechenland, stattfinden. Uebernachtung Der Ort an dem wir die Veranstaltungen abhalten koennen, ist die Theologische Fakultaet der Universitaet Tessaloniki, derselbe Platz, den wir im Juni 2003 bei der Mobilisierung gegen das EU Treffen besetzt hatten um die Leute unterzubringen. (Du kannst einige Bilder des Gebaeudes auf dieser Webseite sehen: http://www.resistance2003.gr/en/gallery/gallery.php?id=10 ). Die betreffenden Tage sind der 20 -21-22 Mai. As Gebaeude wir am Freitag morgen (20/05) in Empfang genommen und frueher Angekommene koennen privat untergebracht werden. Wir werden das Gebaeude am Montag morgen (23/05) verlassen. Wir wuerden gerne wissen, sobal als moeglich, wieviele Leute (und von welchen Gruppen) kommen um die Uebernachtungsmoeglichkeiten vorzubereiten. (Sendet eure E-mails an ita_gr (at) yahoo.co.uk oder ak_dissent (at) yahoo.com). Vranstaltungsprogramm Freitag 20/05 10:00 - Eroeffnung des Uebernachtungs-un Veranstaltungsortes 13:00-14:00 - Mittagessen 16:00-17:00 - Begruessung, Einleitung und kurze Vorstellung der teilnehmenden Gruppen und Organisationen 17:00-20:00 - (Teil A) Die Erfahrungen der Bewegung gegen den globalen Kapitalismus (G8, EU, WHO, IWF etc) und gegen den Krieg. Die politischen Perspektiven fuer die Zukunft der Bewegung und deren Aktionsmethoden. 20:00-21:00 - Abendessen 21:00-23:00 - (Teil B) Vernetzung un Koordination der antiautoritaeren und Antiglobalisierungsbewegung und Aktionen 24:00 - Konzert oder Party Samstag 21/05 11:00-14:00 - Einfuehrung in die gegenwaertige politische Situation in Schottland und im allgemeinen in Grossbritannien durch DISSENT. 14:00-15:00 - Mittagessen 16:00-19:00 - Mobilisierung gegen die G8 und der Zeitplan der Ereignisse, praesentiert durch DISSENT. 20:00-22:00 - Convergence Ort und Logistik 22:00-23:00 - Abendessen 24:00 - Konzert oder Party Sonntag 22/05 11:00-13:00 - Indymedia Schottland 13:00-15:00 - Praesentation des Scottischen Gesetzes (welche Art der Repression zu erwarte ist, was im Falle der Verhaftung zu tun ist usw.) 15:00-16:00 - Mittagessen 16:30-17:30 - Video Projektionen und Praesentationen von Aktionen und den sozialen Kaempfen in Griechenland 18:00-21:00 - Diskussion und Praesentation der NO BORDER AKTIONEN, welche durch die Antiauthoritaere Bewegung in Xanthi (Nordgriechenland) Ende August 2005 durchgefuehrt werden. 21:00-22:00 - Abendessen 23:00 - Auf Wiedersehn's Party Mit schwarz-roten Gruessen, Antiauthoritaere Bewegung http://www.resistance2003.gr info (at) resistance2003.gr Falls Ihr weitere Vorschlaege habt, dann meldet euch bitte bei ak_dissent (at) yahoo.com (Diese email ist speziell fuer die Mobilisierung gegen den G8 Gipfel in Schottland) oder ita_gr (at) yahoo.co.uk (email der Thessaloniki Gruppe) Kontaktadressen (tatsaechlich sind dies die lokalen Verbaende des AK) Athens Adresse: Spiridonos Trikoupi 21 -Exarhia Telefon: (+30) 210 3829 179 e-mail: akathens (at) freemail.gr Ioannina Adresse: Stoa Skordou, Tsirigoti 14 Telefon: (+30) 6945 211 271, 6936 785 774 e-mail: xeironomia (at) hackermail.com Komotini Telefon: (+30) 6976 022 582 e-mail: duruti19736 (at) yahoo.com Larisa Telefon: (+30) 6932 200 818, 6932 394 169, 6998 421 906 e-mail: metaxgr (at) yahoo.com Patras Adresse: P.O. Box 1098 26001, Central Post Office e-mail: patra (at) resistance2003.gr Rethymno Telefon: (+30) 6974 429 408 e-mail: rethumnomouvement (at) hotmail.com Thessaloniki Adresse: 18, K. Palaiologou 54625 - Kamara Telefon: (+30) 2310 261 290 e-mail: ita_gr (at) yahoo.co.uk Xanthi Adresse: Ag. Georgiou 2, Autonomous Centre "Kyknos" Telefon: (+30) 6974 143 889, 6993 673 163 e-mail: redblackxanthi (at) yahoo.gr [resistg82005 at lists.riseup.net] ------------------------------------------------------------------------------- Convergence Wunsch-Liste auf deutsch. Bitte weiterleiten! Damit unser Convergence Ort funktionieren kann, müssen wir alle an ihrer Schaffung teilnehmen - körperlich, geistig, und auch mit ... Zeugs halt. Und mit Zeit. Wenn du mit irgendwas von der folgenden Wunschliste helfen kannst, oder Leute kennst die es können, lasst uns es bitte wissen. Leute mit Zeit und Fachwissen werden auch gebraucht. Und natürlich Geldspenden. Schaut euch die folgenden Kategorien an und helft wenn ihr könnt! Wunschliste von Zeugs das gebraucht wird (Kategorien folgen): (wenn etwas durchgestrichen ist, heissts dass dies erledigt wird) Convergence Ort(email dissentconvergence (at) yahoo.co.uk) - Strom - Unterkunfts und Plenums Örtlichkeiten - Wasserleitungen - Bürozubehör - Verschiedenes - Leute mit Fachwissen und Erfahrung Transport(email drivetodissent (at) go4.it) Küchen(email anarchisttpot (at) yahoo.co.uk) Kommunikation(email communicate-dissent (at) lists.riseup.net) Zeit und Fachwissen Wunschliste Convergence Ort Kontakt: dissentconvergence (at) yahoo.co.uk Strom - Kabel - Lampen/Lichter für draussen und drinnen (12 Volt, 24 Volt, und Stromnetz) - Umformer - Verlängerungskabel - Sonnenkollektor - Solarangetriebene Lampen - Batterien - Auto und Lastwagen - Kleine Windmühlen Unterkunfts und Plenums Örtlichkeiten - Grosse Zelte - Zelte - Decken und Schlafsäcke Wasserleitungen - Wasserleitungen - für Trinkwasser geeignet - Wasserhähne und Installierungen - Rohrverbindungen - Wassertanks (oder ähnliche grosse Behälter die hierfür benutzt werden könnten) - Bowsers (auf deutsch?) - Leitungsreiniger - Abwasserleitungen - KlempnerInnen-tape - Wasserbecken - Toiletten - Klopapier Bürozubehör - Papier (recycled/altpapier) - Stifte - Filzstifte - Heftmaschinen und Heftklammern - Fotokopierer - Faxmaschine Verschiedenes - Schnur - Farben - Posterfarben sowie Emulsion - Werkzeug - Starkes Klebeband - Insektenmittel - Zeugs aus denen Schilder gemacht werden können Leute mit Fachwissen und Erfahrung z.B. Elektrizität, klempnern, usw. Transport Kontakt: drivetodissent (at) go4.it Wir werden Unmengen Transport brauchen, da der Convergence Ort sehr wahrscheinlich nicht durch öffentliche Verkehrsmittel erreichbar sein wird. Wir bitten alle lokale Gruppen darum, zu versuchen, Minibusse für diese Zeit zu mieten/sich zu besorgen, und darum dass es weitere FahrerInnen gibt die mit Transport helfen können. Weiteres was wir gebrauchen können: - FahrerInnen (KFZ, sowie BusfahrerInnen) - Busse (gross und klein) - Fahrräder - Mitfahrgelegenheiten für Ausrüstung usw. Küchen Kontakt: anarchisttpot (at) yahoo.co.uk - Besteck, Teller, Schüsseln, Becher - sogar einfach deine eigenen mitzubringen würde helfen - Gas (am besten Propanflaschen) - Gasregler, um Europäische Gasverbindungen an Britische Gasflaschen anzuschliessen - jegliches Küchenzubehör das nützlich sein könnte - Töpfe, Besteck, Tupperware usw. - jegliche (am besten vegane) Essensspenden - Säcke von Gemüse, Getreiden, Müsli, Öl,... - wenn jedes Fahrzeug das anreist irgendein Sack mit Essen mitbringen könnte, würde es sehr helfen!!! - Kontakte zu lokalen Vertrieben und AnbauerInnen von denen wir Essen billiger oder umsonst bekommen könnten - sehr viele Holzpalletten - Grosse Zelte für Küchen - selbst organiserte Küchen und Kochgruppen Kommunikation Kontakt: communicate-dissent (at) lists.riseup.net - WAP Webseiten und Designer - Mini Piratensendersysteme - Satellitentelefone - Server als Backup für Webseiten und Emaillisten - Farbige Fahnen! - Mobiler Internetzugang z.B. durch WAP Handys - Britische Handys und/oder Sprechzeit Zeit und Fachwissen - Hängt Poster in Schottland und wo du wohnst auf, entwerft Poster, verteilt Flugblätter. Schreibt an die publicity group. - Hilft mit der Webseite. Macht ein Account auf der Webseite und dann schickt ein email an dissent-tech (at) lists.aktivix.org - Hilft mit Transport, mietet Busse - Macht bei den Arbeitsgruppen mit. Schaut die Arbeitsgruppenliste an und sucht euch eine aus! - Informationsverbreitung (tu's einfach! Kriegt andere dazu, mitzumachen!) - Fachwissen für den Convergence Ort z.B. elektrisches, klempnern, Sicherheit usw. schreibt an dissentconvergence (at) yahoo.co.uk - Geldbeschaffung - Startet eine Gruppe die Teil der Dissent Mobilisierung sein kann, oder verbreitet Informationen über existierende Dissent Kontaktgruppen. Schaut unsere Liste von Ortgruppen an um zu sehen, welche es schon gibt. Fügt eure Gruppe dazu - schafft euch eine web account dann fügt sie der Liste hinzu. [resistg82005 at lists.riseup.net] -------------------------------------------------------------------------- gipfelsoli infogruppe Newsletter mit Nachrichten über Mobilisierungen, Debatten und Repression im Zusammenhang mit Gipfelprotesten. Die AutorInnen der Beiträge, so sie nicht von uns verfasst sind, sind mit eckigen Klammern versehen. Wir können leider keine Verantwortung für die Richtigkeit der Beiträge übernehmen. Auch geben die Beiträge nicht zwangsläufig unsere Meinung wieder. Kontakt, Kritik, Beiträge: gipfelsoli at nadir.org gipfelsoli mailinglist subscribe - unsubscribe https://lists.nadir.org/cgi-bin/mailman/listinfo/gipfelsoli-l -------------------------------------------------------------------------- ================================================ 09 Will Polizei antifaschistische Aktivitäten verbieten? Von: Sozialistische LinksPartei ================================================ Eine Presseinformation der Sozialistischen LinksPartei (SLP) Will Polizei antifaschistische Aktivitäten verbieten? Führender Staatspolizist in Oberösterreich setzt Nazis und AntifaschistInnen gleich. Breiter Protest aus ganz Österreich. In der "Welser Rundschau" erschien am 4.5.05 ein Artikel über die "Radikale Szene". Darin wird der Leiter des "Landesamtes für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung" (LVT) in Oberösterreich zitiert. Jener Herr Tischlinger meint: "Seit die rechtsextreme Gruppierung (gemeint ist der BFJ, Anm.) auftritt, tut sich auch am linken Spektrum etwas. Etwa mit der 'Sozialistischen Linkspartei'. Und wir können nicht einerseits den Rechten ihre Flugzettelaktionen und den Fackelzug in Linz untersagen, aber andererseits den extremen Linken erlauben, zu tun, was sie wollen." Der Verfassungsexperte DDr. Mayer stellt in einem Gutachten über den rechtsextremen BFJ "... eine hetzerische Sprache mit deutlich aggressivem Ton gegen Ausländer, Juden und 'Volksfremde' ..." fest. Der BFJ ist für eine Reihe von Nazi-Gewalttaten, die in den letzten Monaten in OÖ stattfanden, politisch mitverantwortlich. Von der "Sozialistischen LinksPartei" (SLP) geht im Gegensatz zum BFJ keine Gefahr für demokratische Errungenschaften aus. Unsere Arbeit hat nichts mit Terror und Brutalität zu tun. Wir mobilisieren Menschen (In- und AusländerInnen), um gemeinsam die tatsächlich existierende rechtsextreme Gewalt zu stoppen. LVT-Chef Tischlinger hat der SLP konkret nichts Strafbares vorzuwerfen. Erschütternd ist hingegen sein Demokratieverständnis. Seine Aussage ist ein Angriff auf Versammlungs- und Redefreiheit. Wir haben bereits breite Solidarität aus verschiedenen politischen Organisationen und von KünstlerInnen erhalten, die sich und ihre antifaschistische Überzeugung von den Ausfällen Tischlingers ebenfalls angegriffen sehen. Unsere demokratischen Rechte hängen nicht von der Willkür eines Polizisten ab. Für Rückfragen stehen wir zur Verfügung: 0699 120 44 002 (Franz Breier jun.) 0650 424 63 10 (Sonja Grusch) ================================================ ================================================ 10 PA Auszeichnung für Streetwork in OÖ Von: Lothar Jochade ================================================ act with respect! ----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Streetwork – mobile Jugendarbeit Verein I.S.I. - "Initiativen für soziale Integration" Lothar Jochade, Geschäftsführung Steingasse 25, 4020 Linz Tel: +43/732/78 59 79; Fax: DW -5 Mobil: +43/664/132 53 29 www.streetwork.at/ ================================================ 11 Werkstatt Rundbrief Nr. 13-2005 Von: Werkstatt Frieden & Solidarität ================================================ Werkstatt Frieden Solidarität Waltherstr. 15, 4020 Linz Tel. 0732/771094 Fax 797391 Mail: office at werkstatt.or.at Web: www.werkstatt.or.at Wer diesen Rundbrief nicht mehr erhalten möchte, ersuchen wir um ein E-Mail unter folgendem Link: mailto:mailfriwe-request at friwe.at?subject=unsubscribe Werkstatt Rundbrief Nr. 13-2005 Inhalt: (1) EU-Verfassung - Volksabstimmung - Kundgebung: Morgen, Mittwoch, 11. Mai 2005, 09.00, Dr. Karl Lueger-Ring, Nähe Universität (2) Plattform Neutralität statt Euro - Armee: Über 1.000 Menschen umschlossen gestern um 16.00 mit eine Menschenkette das Parlament. (3) Termine (4) "... betrachte ich die eingegangen Verpflichtungen für mich als Staatsbürgerin als nicht rechtsgültig!" offener Brief (Muster) (5) Neue Informationsmaterialien:guernica 3-2005 - ist erschienen (1) EU-Verfassung - Schluss mit dem Eiertanz! - Volksabstimmung! Kundgebung gegen die Ratifikation der EU-Verfassung Morgen, Mittwoch, 11. Mai 2005, 09.00, Dr. Karl Lueger-Ring, Nähe Universität An diesem Tag werden gegen den Willen der Mehrheit der Menschen in Österreich die Abgeordneten zum Nationalrat den EU-Verfassungsvertrag ohne Volksabstimmung ratifizieren. 60 Jahre nach Kriegsende sollen Aufrüstung und Kriegstreiberei Verfassungsrang bekommen Nicht in unserem Namen! Unrecht kann nicht Recht werden! Protestieren wir gemeinsam! Wir fordern alle Menschen auf, die nicht zur Kundgebung kommen können, ihren Protest mittels Transparenten und Plakaten sichtbar zu machen. Medieninformation: EU-Verfassung: Schluß mit dem Eiertanz! - Volksabstimmung! Kundgebung, Mittwoch, 11. Mai 2005, 9.00 Karl Lueger Ring, Ecke zur Universität Das politische Establishment hat kalte Füße bekommen. Ursprünglich war geplant die EU-Verfassung ohne viel öffentliches Aufsehen einstimmig durch das Parlament zu mogeln. Die Informationskampagnen und Aktionen der Zivilgesellschaft der vergangenen Wochen und Monate haben diesen Plan durchkreuzt. Immer mehr Menschen sind ob des Inhalts der EU-Verfassung schockiert. Immer mehr Menschen fordern eine Volksabstimmung. Jetzt will keine Parlamentspartei dafür verantwortlich dafür sein, daß es keine Volksabstimmung gibt. Besonders lächerlich dabei ist die Rolle, die BZÖ-Chef Jörg Haider spielt. Alle Abgeordneten haben am 2. März beschlossen, die EU-Verfassung ohne Volksabstimmung zu ratifizieren. Auch jetzt werden fast alle BZÖ/FPÖ-Abgeordneten der EU-Verfassung zustimmen. Haider kündigt dafür eine Verfassungsgerichtshofbeschwerde an, hat aber nicht einmal dafür eine Mehrheit in der Landesregierung. Es gibt einen einfachen Weg zu einer Volksabstimmung. Ein Drittel der NR-Abgeordneten kann eine Volksabstimmung erzwingen. Scharz-rot-grün erklären einmütig, sie wären für eine europäische und keine nationale Volksabstimmung gewesen und schieben sich spitzbubengleich die Schuld dafür, daß es keine gibt, gegenseitig in die Schuhe. Faktum ist, es gab und gibt keine europäische Volksabstimmung und es wird auch keine geben. Wer von einer europaweiten verpflichtenden Volksabstimmung phantasiert, hat entweder von EU-Politik keine Ahnung oder will die Menschen in Österreich gezielt belügen. Selbst wenn eine derartige Volksabstimmung eingeführt werden würde, müßte zuerst eine nationale Volksabstimmung abgehalten werden. Alles andere wäre ein Verfassungsputsch. Warum sollten plötzlich 80 Mio. deutsche Staatsbürger und 53 Mio französische Staatsbürger über die Neutralität abstimmen? Über unsere Außen- und Sicherheitspolitik und damit über die Neutralität muß in Österreich abgestimmt werden. Argumentiert wird, eine nationale Volksabstimmung würde zu einer Abstimmung über die jeweilige Politik der Regierung. Niemand sagt, warum dies so ist. Ein Regierungswechsel bringt regelmäßig nur dieselbe EU-Politik in schwarz-rot oder schwarz-grün. Viele Menschen merken, daß die Politik durch Wahlen nicht mehr beeinflußbar ist. Die EU-Verfassung kann bei einer Volksabstimmung abgelehnt werden, die EU-Politik des Establishment kann aber nicht abgewählt werden. Zur Rettung der Regierungsargumentation ist nochmals der Präsident des VerfGH Karl Korinek herbeizitiert worden. Dieser erklärt, daß auch ohne Rechtsgrundlage, der VerfGH in seiner Judikatur der EUGH-Judikatur Vorrang vor nationalem Recht gibt. Gleichzeitig sagt er, er könne einem drohenden Verfahren nicht vorgreifen. Warum legt er sich dann öffentlich fest? Ist der VfGH-Präsident Rechtskustos eines in Argumentationsnotstände gekommenen Kanzlers? Vorgehensweise und Argumentation der höchsten staatlichen Instanzen erschüttern nachhaltig das Vertrauen in deren Ernsthaftigkeit. Die SpitzenpolitikerInnen hoffen, nach dem 11. Mai 2005 das Thema schnell weg vom Tisch zu haben. Dabei haben sie die Rechnung ohne den Wirt gemacht. Die Forderung nach einer Volksabstimmung wird aufrechterhalten und immer lauter werden. Der Verfassungsvertrag ist noch lange nicht rechtskräftig und kann auch nicht rechtskräftig werden. Die Ratifikation geschieht nicht in unserem Namen. Unrecht kann nicht Recht werden. Bereits morgen wird für 9.00 zu einer Kundgebung auf dem Karl Lueger Ring - Nähe Universität aufgerufen. Es wird versucht werden tausende weitere Unterschriften unter die Petition für eine Volksabstimmung an den Nationalrat vor Ratifikation zu übergeben. Auch die Kampagne für das Friedensvolksbegehren wird fortgesetzt. Die Forderungen des Friedensvolksbegehren stehen in diametralem Gegensatz zur EU-Verfassung. Wir rufen alle Menschen, die nicht zur Kundgebung kommen können, dazu auf, am Mittwoch, 11. Mai 2005 um 9.00 mit Transparenten, Plakaten, etc. ihren Protest sichtbar zu machen. Wir wollen möglichst viele Menschen darüber informieren, daß sie zu diesem Zeitpunkt vom Nationalrat wesentlicher Rechte beraubt werden. Auch das Referendum am 29. Mai 2005 in Frankreich wird dazu beitragen, daß die Diskussion um die EU-Verfassung nicht abreißt. Die Bewegung für eine Volksabstimmung über die EU-Verfassung in Österreich ist Ausdruck der Solidarität mit den Menschen in Frankreich, die sich gegen die neoliberale EU-Militärverfassung engagieren. (2) Medieninformation der Plattform Neutralität statt Euro - Armee vom 8.5.2005 EU-Verfassung/Volksabstimmung/Friedensvolksbegehren Über 1.000 Menschen umschlossen gestern um 16.00 mit eine Menschenkette das Parlament. Die Menschenkette um das Parlament stand unter der Losung: Ja zur Neutralität! Nein zur EU-Verfassung! Volksabstimmung! Mit dieser Aktion haben über 1.000 Menschen zum Ausdruck gebracht, daß die Ratifikation der EU-Verfassung am kommenden Mittwoch im Nationalrat nicht in ihrem Namen geschieht. Diese Verfassung ist Unrecht und Unrecht kann nicht Recht werden. Entschieden forderten die TeilnehmerInnen, daß die Umsetzung von Teilen der Verfassung, wie die Einrichtung der Verteidigungsagentur, die Aufstellung der EU-Schlachtgruppen oder der Aufbau des diplomatischen Dienstes, sofort beendet werden muß. Aufgerufen zu dieser Menschenkette hat die Plattform "Neutralität statt Euro-Armee!", ein bundesweiter Zusammenschluß von Friedensorganisationen, die auch das Friedensvolksbegehren heuer noch zur Einleitung bringen will. Der Aufruf wurde in weiterer Folge von einer Reihe weiterer Initiativen und Organisationen der Zivilgesellschaft unterstützt. Bei der anschließenden Abschlußkundgebung brachte Pfarrer Franz Sieder, Betriebsseelsorger aus Amstetten, sein Unverständnis darüber zum Ausdruck, daß Politiker, die sich auf ihre christlich-sozialen Wurzeln beziehen, dieses militaristische und neoliberale Verfassungsprojekt im österreichischen Nationalrat durchboxen wollen. Wilfried Leisch von den GewerkschafterInnen gegen Atomenergie und Kriegsgefahr forderte die Gewerkschaftsführung auf, ihre eigenen Beschlüsse ernstzunehmen, und gemäß dem Bundesvorstandsbeschluß vom Herbst letzten Jahres, eine Volksabstimmung durchzusetzen. Rosi Krenn von der ARGE Wehrdienstverweigerung und Gewaltfreiheit, betonte, daß insbesondere Frauen zu den VerliererInnen der mit der Verfassung verbundenen Politik gehören. Die Studentin Astrid Österreicher stellte für die Plattform "Neutralität statt Euro-Armee!" klar, daß die Auseinandersetzung um die EU-Verfassung mit der Ratifikation am 11. Mai 2005 nicht beendet ist. Die Verfassung ist damit nicht rechtsgültig und wird für uns auch nie Rechtsgültigkeit erlangen. Unser Recht wiederspiegelt sich in den Forderungen des Friedensvolksbegehrens. Trotz der geringen Hoffnung, daß die österreichischen Parlamentarier noch von Mut und Einsicht erfaßt werden, war bei den TeilnehmerInnen an der Menschenkette keinerlei Frustration bemerkbar. Für alle war klar, daß der Widerstand gegen die EU-Verfassung weitergehen wird. Für Mittwoch, 11. Mai 2005, 9.00, während im Nationalrat über die EU-Verfassung abgestimmt wird, ist eine Kundgebung am Dr. Karl Lueger-Ring/Nähe Universität angesetzt. Vor dem 29. Mai 2005, dem Tag an dem in Frankreich über die EU-Verfassung abgestimmt wird, wird es noch in allen europäischen Länderen Aktionen vor der französischen Botschaft geben, um den Menschen in Frankreich zu signalisieren, sie stehen nicht allein mit ihrem Nein gegen dieses neoliberale und militaristische Verfassungsprojekt. Wenn heuer die Einleitung des Friedensvolksbegehrens mit seinen Forderungen: Ja zur Neutralität! Keine Beteiligung an der EU-Armee! Keine Annäherung an die Nato! Soziale Sicherheit statt Aufrüstung! gelingt, wird im Halbjahr der österreichischen EU-Ratspräsidentschaft die Eintragungswoche stattfinden. Dies wäre ein deutliches Signal an die Staatenlenker, daß eine Mehrheit der Menschen in Österreich an der Neutralität festhalten will. Fotos und Präsentationen zur Menschenkette gibt es unter: www.friedensvolksbegehren.at (3) Termine: Dienstag, 10. Mai 2005, 19.00 Büro, Waltherstr. 15, 4020 Linz Plenum der Werkstatt, Linz Nachbereitung der Menschenkette gegen die EU-Verfassung - Weitere Perspektiven: Friedensvolksbegehren, mögliche Weiterarbeit mit der Petition zur EU-Verfassung, usw. - Wie weiter mit unseren Plena: aufgrund der erfreulichen Entwicklung, dass wir nun auch in Salzburg und Wien Werkstatt-Gruppen haben, wollen wir Aufgabenstellung und Arbeitsweise des Linzer Plenums neu diskutieren. - Vorbereitung und Bewerbung der Veranstaltung „50 Jahre nach dem Staatsvertrag – Friedensrepublik statt EU-Militärprovinz“ am Mittwoch 18 Mai (sh. unten) Dienstag 10.5.2005, 21:00 Metro Kino/Filmarchiv Austria (1. Johannesgasse 4, Tel. 01/512 18 03), Eintritt frei! kinokis mikrokino praesentiert in Kooperation mit dem Filmarchiv Austria: Zwei Filme der Linken im Kalten Krieg. Morgen, Mittwoch, 11. Mai 2005, 09.00 Dr. Karl Lueger-Ring, Nähe Universität EU-Verfassung - Schluss mit dem Eiertanz! - Volksabstimmung! Kundgebung gegen die Ratifikation der EU-Verfassung Donnerstag, 12. Mai 2005, 19.00 Büro, Rosensteingasse 69/6, 1170 Wien Treffen der Werkstatt, Wien Nachbereitung der Menschenkette gegen die EU-Verfassung - Weitere Perspektiven: Friedensvolksbegehren, mögliche Weiterarbeit mit der Petition zur EU-Verfassung, usw. - Wie weiter mit unseren Plena: aufgrund der erfreulichen Entwicklung, dass wir nun auch in Salzburg und Wien Werkstatt-Gruppen haben, wollen wir Aufgabenstellung und Arbeitsweise des Wiener Plenums neu diskutieren. - Vorbereitung und Bewerbung der Veranstaltung „50 Jahre nach dem Staatsvertrag – Friedensrepublik statt EU-Militärprovinz“ am Mittwoch 18 Mai (sh. unten) Freitag, 13.05.05 um 19.30 Uhr Friedensbüro Salzburg, Platzl 3 Plenum der Werkstatt Salzburg Sonntag, 15. Mai 2005, Waldhausen Verleihung desWaldhausener Friedenspreises mit drei großen sowie einer kleineren, metallenen Friedensrose an die Preisträger.Dieser Waldhausener Friedenspreis wird in Zusammenarbeit mit dem Friedenskomitee Waldhausen und der Institution Iustitia et Pax an Menschen oder Gruppen verliehen, die sich für Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung besonders eingesetzt haben. Mittwoch, 18. Mai 2005, 19 Uhr 30 Kultur unter der Brücke, Wipplingerstraße 23, 1010 Wien Einladung zur Buchpräsentation: Rudy Weißenbacher: JUGOSLAWIEN - Politische Ökonomie einer Desintegration, ISBN 3-85371-235-5, br., 496 S., 39, 90 Euro Zum Buch sprechen: Erwin Lanc (Präsident des IIP, Außenminister a.D.) , Rudy Weißenbacher (Autor), Karin Fischer (Mitarbeiterin der ÖAW) (siehe unten: Neue Materialien) Mittwoch, 18. Mai 2005, 19.00, Linz Arbeiterkammer Linz, Volksgartenstr. 40, LInz „50 Jahre nach dem Staatsvertrag - Friedensrepublik statt EU-Militärprovinz!“ Vortrag und Diskussion mit Univ. Prof. Hans Hautmann (Institut für Zeitgeschichte, Linz und Vorsitzender der Alfred Klahr Gesellschaft) Freitag, 20. Mai 2005, 19.00, Wien Bildungszentrum der Arbeiterkammer, Wien, Theresianumstr. 16-18, 1040 Wien „50 Jahre nach dem Staatsvertrag - Friedensrepublik statt EU-Militärprovinz!“ Vortrag und Diskussion mit Univ. Prof. Hans Hautmann (Institut für Zeitgeschichte, Linz und Vorsitzender der Alfred Klahr Gesellschaft) Eine Veranstaltung der Werkstatt Frieden Solidarität in Kooperation mit der Grünen Bildungswerkstatt Wien und der pädagogischen Zeitschrift "Schulhefte" Während offiziell der Staatsvertrags gefeiert wird, tritt das politische Establishment Kernbestandteile des Staatsvertrags mit Füßen: z. B. das militärische Kooperationsverbot mit Deutschland durch die Teilnahme an deutsch geführten EU-Schlachtgruppen, das Verbot des Ausverkaufs der verstaatlichen Industrie an deutsche Konzerne durch Verkauf der VA-Tech an den Rüstungskonzern Siemens. Während der Staatsvertrag strikte militärische Selbstbeschränkung vorsieht, wird eine EU-Verfassung ratifiziert, die eine ausdrückliche Aufrüstungspflicht und das Mandat für globale Militärmissionen vorsieht. Abseits oberflächlicher Jubelfeierlichkeiten soll bei dieser Veranstaltung sowohl der historische Hintergrund des Staatsvertrags beleuchtet als auch eine Diskussion über die Möglichkeiten eröffnet werden, den Gehalt des Staatsvertrags im Konzept der "Friedensrepublik Österreich" für das 21. Jahrhundert fruchtbar zu machen, anstatt den Marsch in ein europäischen Imperium fortzusetzen. Am Sonntag, 22. Mai 2005, findet um 11.00 ein bundesweites Koordinationstreffen der Plattform „Neutralität statt Euro-Armee“ im Büro der Werkstatt in Linz, Waltherstr. 15, 4020 Linz statt, zu dem wir Dich herzlich einladen möchten. Donnerstag, 26. Mai 2005, 20.00 Infoladen Wels, Spitalhof 3, 4600 Wels "EU-Verfassung und Militarisierung Europas" Vortrag und Diskussion mit Boris Lechthaler (Koordination Friedensvolksbegehren) Eintritt frei! (4) "... betrachte ich die eingegangen Verpflichtungen für mich als Staatsbürgerin als nicht rechtsgültig!" offener Brief (Muster) von Christiane Schmutterer (Arge Ja zur Umwelt, Nein zur Atomenergie!) für Briefe an den Nationalratspräsidenten: An den Präsidenten des österreichischen Nationalrats Andreas Kohl Parlament, Dr. Karl Renner-Ring 1-3, 1017 Wien Tel. 01-40110-2201, Fax DW 2309 Sehr geehrter Präsident des Nationalrats! Ratifikation der EU-Verfassung NICHT IN MEINEM NAMEN Die Ratifikation der EU-Verfassung ohne Volksabstimmung widerspricht der österreichischen Verfassung. Im Artikel 44/3 BV-G wird eine Volksabstimmung für den Fall einer Gesamtänderung der österreichischen Bundesverfassung vorgeschrieben. Da Artikel I/6 der EU-Verfassung ausdrücklich einen Vorrang gegenüber nationalen Verfassungen festschreibt, ist dieser Fall gegeben, wie auch anerkannte Verfassungsexperten festgestellt haben. Die neue EU-Verfassung setzt staatliche Selbstbestimmung und Neutralität außer Kraft. Aufrüstung und Neoliberalismus werden in den Verfassungsrang gehoben. Ich fordere eine Volksabstimmung und dadurch eine demokratische Entscheidung über die Zukunft Österreichs. Falls der österreichische Nationalrat die EU-Verfassung ohne Volksabstimmung ratifiziert, handelt er damit im Widerspruch zur österreichischen Verfassung. Gemäß dem Rechtsgrundsatz, daß aus Unrecht niemals Recht werden kann, betrachte ich die eingegangen Verpflichtungen für mich als Staatsbürger als nicht rechtsgültig! (Ort, Datum, Name, Adresse, Unterschrift) (5) Neue Informationsmaterialien guernica 3-2005 - Zeitung für Frieden und Solidarität, Neutralität und EU-Opposition ist erschienen: aus dem Inhalt: - Europäisches Parlament ruft zur Entmachtung der Bevölkerungen auf: Das EP fordert mit großer Mehrheit, dass die außen- und sicherheitspolitischen Teile der EU-Verfassung "dem Geist und dem Inhalt nach" ohne Rücksicht auf die Abstimmung in nationalen Parlamenten und Volksabstimmung sofort angewendet werden. - "European Challenge 2005" - Erst deutsch-österreichische Übung für die EU-Schlachtgruppen - Bundeswehr trainiert Häuserkampf a?la Falludscha - Widerstand gegen EU-Verfassung: offener Brief an alle Abgeordneten des National- und Bundesrats - Interview mit Franz Sölkner von den Steirischen Grünen über EU-Verfassung und die Entwicklung der Grünen - Krieg gegen den Iran? Poker der Großmächte am Golf. - Beilage: Bringt die Post allen was? Aktuelle Daten zur Gewinn- und Beschäftigtenentwicklung der österreichischen Post. Interview mit dem Vorsitzenden der Postgewerkschaft in OÖ Gottfried Zauner: "Dann muss es zum Streik kommen!" - Gewaltfreier Widerstand gegen den Mauer in Palästina - Interview mit zwei FriedensaktivistInnen - Weltwirtschaft: Dollarfall und Euroaufstieg - Was steckt hinter der Lissabon-Strategie - Übernahme der VA-Tech durch Siemens: "Warten auf Godot" uvm. Ein Probeexemplar schicken wir gerne gratis zu. Bestellung an: office at werkstatt.or.at Ein Jahresabo (=10 Ausgaben) kostet EUR 9,-; ein "Schnupperabo" (=5 Ausgaben) EUR 5,- Wer mehr als 5 Exemplare bestellt, bekommt die Guernica um EUR 0,50 p. Ex. und kann sie zum Preis von EUR 1,- weitervertreiben. Plakate - EU-Verfassung bringt Aufrüstungspflicht A1 - Format: bis 10 Stück EUR 0,30 p. Ex, ab 10 Stück EUR 0,20 p. Ex. A3 - Format: bis 10 Stück EUR 0,20 p. Ex, ab 10 Stück EUR 0,10 p. Ex. NEU: Broschüre, "Auf dem Weg zur EU-Militärprovinz - Die Militarisierung Österreichs" Hg.: Werkstatt Frieden Solidarität, 44 Seiten, EUR 2,- excl. Porto Aus dem Inhalt: Paradigmenwechsel in der österreichischen Sicherheitspolitik - Kräfte für Internationale Operationen (KIOP) - Auslandseinsätze des Bundesheeres - Militärische Aufrüstung in Österreich - Alternative: Friedensrepublik statt EU-Militärprovinz - Chronologie der Neutralitäts- und Staatsvertragsdemontage NEU:ATTAC EU-AG (Hg.) EU global - fatal?! Ergebnisse der Europa-Konferenz Stuttgart, 4./5. März 2005 Beiträge von N. Andersson, S. Best, U. Duchrow, M. Geistlinger, U. Goelz, A. Groth, B. Lechthaler, N. Paech, S. Ruszca, W. Sauerborn, E. Schenk, H. Schui, F. Schmidt-Hullmann, C. Strawe, A. Strickner, A. Wehr, E. Wesselius, C. Zeller, W. Zimmermann A4-Reader, 136 Seiten, EUR 7,50 (exkl. Porto) Broschüre: "Die verfasste Militarisierung" Die Informationsstelle Militarisierung, Tübingen, hat eine gute Zusammenfassung der aktuellen Militariserung in der EU verfaßt. Aus dem Inhalt: - Fit für die globale Kriegsführungsfähigkeit - Europäische Sicherheitsstrategie - European Defence Paper - Neue Schlachtgruppen - Parlamentsentmachtungsgesetzt u. a. Die Broschüre (21 Seiten) kann zum Preis von EUR 1,50 zuzüglich Versandspesen bei office at werkstatt.or.at bestellt werden. Rudy Weißenbacher Jugoslawien - Politische Ökonomie einer Desintegration Das vorliegende Buch bespricht die ökonomischen, sozialen und politischen Prozesse, die den Hintergrund für den gewalttätigen Desintegrationsprozess der 1990er Jahre bildeten. Jugoslawien war aufgrund seiner Position zwischen kapitalistischem „Westen“ und sozialistischem „Osten“ bzw. zwischen wirtschaftlich entwickeltem „Norden“ und wirtschaftlich unterentwickeltem „Süden“ besonders von den internationalen Rahmenbedingungen abhängig. Wie rasch sich die Interpretationen der sezessionistischen Teilrepubliken international durchsetzten, ist nicht zuletzt der Stärke Deutschlands geschuldet, dem es gelang, das Völkerrecht ergebnisorientiert zu formen und so seine eigenen ökonomischen und politischen Interessen durchzusetzen. 496 Seiten, EUR 39,90 (exkl. Porto) ZUM AKTIONSPREIS: Winfried Wolf Sturzflug in die Krise: Die Weltwirtschaft - Das Öl - Der Krieg Winfried Wolf liefert eine Fülle Material zum brüchigen Zustand der internationalen Ökonomie, zum Zusammenhang von Krise, Öl und Krieg und Belege für die Gefahr einer neuen Weltwirtschaftskrise. EUR 6,- (exkl. Porto) Broschüre: Das andere Afrika: Widerstand gegen Krieg, Korruption und Unterdrückung April 2005, 44 Seiten, EUR 1,50 zuzüglich Versandspesen Mit Beiträgen zu Angola, DR Kongo, Eritrea, Kenia, Liberia, Nigeria, Südafrika, Sudan, Tschad Aus dem Vorwort: Zumeist geraten die Ereignisse in Afrika nur ins Blickfeld, wenn über Kriege, Flüchtlinge oder Hungerkatastrophen berichtet wird. Nur selten, wie bei der Verleihung des Friedensnobelpreises an die Kenianerin Wangari Maathai, wird ein anderes Bild gezeigt: Frauen und Männer, die trotz Krieg, Gewalt, Diktatur, Korruption sowie Raubbau an den Naturschätzen nicht resignieren. Sie kämpfen für ihre Zukunft und fordern ein Ende der Herrschaftsgewalt und der Kultur der Straflosigkeit gegenüber den Herrschenden. Sie wenden sich gegen die oft entscheidende Unterstützung der Diktaturen durch die Industrieländer. Ende ----------------------------------------------------------------------------------------------- Ja zur Neutralität! Keine Teilnahme an der EU-Armee! Keine Annäherung an die Nato! Soziale Sicherheit statt Aufrüstung! Friedensvolksbegehren - Jetzt unterschreiben! ================================================ ================================================ 12 EU/Volksabstimmung/Häupl/Straner/KPÖ Von: KPÖ Steiermark ================================================ EU-Gegnerschaft: Hier irrt Häupl "Der Wiener Bürgermeister Michael Häupl hat heute vor Gewerkschaftern behauptet, dass "In Österreich die EU nur noch von der Rest-FPÖ und einem Häufchen Kommunisten" abgelehnt werde. "Abgesehen davon, dass es das Häufchen Kommunisten - das in Graz gar nicht mehr so klein ist - ehrt, wenn ein Mächtiger in Österreich die klare Haltung der steirischen KPÖ gegenüber der Eu zur Kenntnis nimmt, muss man zu dieser Bemerkung auch Folgendes sagen: Hier irrt Häupl. So hat beispielsweise der mit einer größeren Mehrheit als Häupl gewählte Bürgermeister von Fohnsdorf, Johann Straner (SPÖ) in einem Interview mit der Murtaler Zeitung (16. April 2005) wörtlich folgendes gesagt: "MZ: Würden Sie selbst heute noch für einen EU-Beitritt stimmen?. Bürgermeister Straner: "Wenn ich ehrlich bin, nein! Wir sehen und spüren ja immer mehr, wohin sich das Ganze entwickelt"." Wohin sich die EU, entwickelt, das spüren sehr viele Menschen über alle Parteigrenzen hinweg. Deshalb hat die Forderung nach einer Volksabstimmung in Österreich über die EU-Verfassung so große Unterstützung gefunden und bestimmt seit einigen Tagen die öffentliche Diskussion. Michael Häupl sollte besser seinen Einfluss in der SPÖ geltend machen. Die SPÖ-Nationalratsabgeordneten können nämlich von sich aus eine Volksabstimmung durchsetzen, weil sie mehr als ein Drittel der Abgeordneten stellen." Franz Stephan Parteder Steirischer KPÖ-Vorsitzender Rückfragehinweis: 872 2152 KPÖ-Steiermark Lagergasse 98 a 8020 Graz Tel.: 0316 71 24 36 Fax 0316 71 62 91 email: kp.stmk at kpoe-graz.at; kpoe_stmk at hotmail.com ================================================ 13 EU-Russland-Gipfel - GfbV beklagt Minderheitenverfolgung und Fremdenfeindlichkeit Von: GFBV ================================================ GESELLSCHAFT FÜR BEDROHTE VÖLKER PRESSEMITTEILUNG Göttingen, den 10.05.2005 EU-Russland-Gipfel in Moskau (10.05.2005) Minderheitenverfolgung und Fremdenfeindlichkeit in Russischer Föderation nehmen zu Anlässlich des EU-Russland-Gipfels am heutigen Dienstag in Moskau weist die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) auf die zunehmende Diskriminierung und Verfolgung ethnischer Minderheiten und auf die Besorgnis erregende Zunahme von Rassismus, Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit in der Russischen Föderation hin. Zudem kritisierte die GfbV-Russlandexpertin Sarah Reinke in Göttingen scharf, dass Moskau bis heute keine besonderen Anstrengungen unternommen habe, das Tschetschenienproblem politisch zu lösen. Dort herrschten nach wie vor Straflosigkeit und Willkür. Täglich würden in Tschetschenien durchschnittlich zwei Zivilisten von russischen Sicherheitskräften oder prorussischen tschetschenischen Einheiten verschleppt. Mindestens 2.500 Zivilisten seien seit Beginn des zweiten Tschetschenien-Krieges 1999 spurlos verschwunden. Minderheiten und kleinere Völker wie die Baschkiren in der Republik Baschkirien, die Mari in der autonomen Teilrepublik Mari El oder die Meschketen in der Region Krasnodar klagen immer häufiger über ethnische Diskriminierung bis hin zur Verfolgung, berichtete Reinke. Angehörige der Mari, die in Mari El die Opposition stellen, seien aus Regierungsämtern, Zeitungsredaktionen und Behörden entfernt worden. Journalisten würden schikaniert, überfallen und zusammengeschlagen und seien vor Mordanschlägen nicht sicher. Die rund 7.000 staatenlosen Turk-Meschketen in Krasnodar würden von örtlicher Polizei und Kosakenverbänden drangsaliert. Ehen würden nicht registriert, weil Eheleuten Papiere fehlten, Kinder in Sonderklassen untergebracht. "In den mit Tschetschenien benachbarten Kaukasus-Republiken Inguschetien, Dagestan, Karbadino-Balkarien, Karatschai-Tscherkessien und Ossetien gehen Polizei, Militär und Geheimdienst immer brutaler gegen mutmaßliche Terroristen oder religiöse Führer vor", sagte Reinke. Die politische Opposition werde unterdrückt. Kriminalität, Korruption und staatliche Willkür beherrschten zunehmend den Alltag. Nach Polizeiangaben gab es 2004 in Russland 8.500 Gewalttaten mit fremdenfeindlichem Hintergrund. 44 rassistisch motivierte Morde wurden im gleichen Zeitraum gezählt. Das seien doppelt so viel wie im Vorjahr. Einer Umfrage zufolge wollen 42 % der Befragten den Einfluss der Juden auf das öffentliche Leben in Russland reduzieren. Bis zu 70 % wollen, dass die Macht im Land in den Händen ethnischer Russen konzentriert werden sollte. Gern übersenden wir Ihnen auf Nachfrage unser Hintergrundpapier zu Minderheitenverfolgung und Fremdenfeindlichkeit in der Russischen Föderation zu. Die GfbV-Russlandexpertin Sarah Reinke ist telephonisch für Interviews und Nachfragen erreichbar unter der Durchwahl 0551 499 06 28. ========================================================= Gesellschaft fuer bedrohte Voelker e.V. (GfbV) Inse Geismar, Pressereferentin Postfach 2024, D-37010 Goettingen Tel. +49/551/49906-25, Fax:+49/551/58028 E-Mail: presse at gfbv.de, Homepage:http://www.gfbv.de ========================================================== ================================================ 14 Medieninformation/EU-Verfassung/Schluss mit dem Eiertanz/Volksabstimmung Von: Werkstatt Frieden & Solidarität ================================================ Werkstatt Frieden Solidarität Waltherstr. 15, 4020 Linz Tel.: 0732-771094, Fax: 0732-797391 E-Mail: office at werkstatt.or.at Web: www.werkstatt.or.at Medieninformation: EU-Verfassung: Schluß mit dem Eiertanz! - Volksabstimmung! Kundgebung, Mittwoch, 11. Mai 2005, 9.00 Karl Lueger Ring, Ecke zur Universität Das politische Establishment hat kalte Füße bekommen. Ursprünglich war geplant die EU-Verfassung ohne viel öffentliches Aufsehen einstimmig durch das Parlament zu mogeln. Die Informationskampagnen und Aktionen der Zivilgesellschaft der vergangenen Wochen und Monate haben diesen Plan durchkreuzt. Immer mehr Menschen sind ob des Inhalts der EU-Verfassung schockiert. Immer mehr Menschen fordern eine Volksabstimmung. Jetzt will keine Parlamentspartei dafür verantwortlich dafür sein, daß es keine Volksabstimmung gibt. Besonders lächerlich dabei ist die Rolle, die BZÖ-Chef Jörg Haider spielt. Alle Abgeordneten haben am 2. März beschlossen, die EU-Verfassung ohne Volksabstimmung zu ratifizieren. Auch jetzt werden fast alle BZÖ/FPÖ-Abgeordneten der EU-Verfassung zustimmen. Haider kündigt dafür eine Verfassungsgerichtshofbeschwerde an, hat aber nicht einmal dafür eine Mehrheit in der Landesregierung. Es gibt einen einfachen Weg zu einer Volksabstimmung. Ein Drittel der NR-Abgeordneten kann eine Volksabstimmung erzwingen. Scharz-rot-grün erklären einmütig, sie wären für eine europäische und keine nationale Volksabstimmung gewesen und schieben sich spitzbubengleich die Schuld dafür, daß es keine gibt, gegenseitig in die Schuhe. Faktum ist, es gab und gibt keine europäische Volksabstimmung und es wird auch keine geben. Wer von einer europaweiten verpflichtenden Volksabstimmung phantasiert, hat entweder von EU-Politik keine Ahnung oder will die Menschen in Österreich gezielt belügen. Selbst wenn eine derartige Volksabstimmung eingeführt werden würde, müßte zuerst eine nationale Volksabstimmung abgehalten werden. Alles andere wäre ein Verfassungsputsch. Warum sollten plötzlich 80 Mio. deutsche Staatsbürger und 53 Mio französische Staatsbürger über die Neutralität abstimmen? Über unsere Außen- und Sicherheitspolitik und damit über die Neutralität muß in Österreich abgestimmt werden. Argumentiert wird, eine nationale Volksabstimmung würde zu einer Abstimmung über die jeweilige Politik der Regierung. Niemand sagt, warum dies so ist. Ein Regierungswechsel bringt regelmäßig nur dieselbe EU-Politik in schwarz-rot oder schwarz-grün. Viele Menschen merken, daß die Politik durch Wahlen nicht mehr beeinflußbar ist. Die EU-Verfassung kann bei einer Volksabstimmung abgelehnt werden, die EU-Politik des Establishment kann aber nicht abgewählt werden. Zur Rettung der Regierungsargumentation ist nochmals der Präsident des VerfGH Karl Korinek herbeizitiert worden. Dieser erklärt, daß auch ohne Rechtsgrundlage, der VerfGH in seiner Judikatur der EUGH-Judikatur Vorrang vor nationalem Recht gibt. Gleichzeitig sagt er, er könne einem drohenden Verfahren nicht vorgreifen. Warum legt er sich dann öffentlich fest? Ist der VfGH-Präsident Rechtskustos eines in Argumentationsnotstände gekommenen Kanzlers? Vorgehensweise und Argumentation der höchsten staatlichen Instanzen erschüttern nachhaltig das Vertrauen in deren Ernsthaftigkeit. Die SpitzenpolitikerInnen hoffen, nach dem 11. Mai 2005 das Thema schnell weg vom Tisch zu haben. Dabei haben sie die Rechnung ohne den Wirt gemacht. Die Forderung nach einer Volksabstimmung wird aufrechterhalten und immer lauter werden. Der Verfassungsvertrag ist noch lange nicht rechtskräftig und kann auch nicht rechtskräftig werden. Die Ratifikation geschieht nicht in unserem Namen. Unrecht kann nicht Recht werden. Bereits morgen wird für 9.00 zu einer Kundgebung auf dem Karl Lueger Ring - Nähe Universität aufgerufen. Es wird versucht werden tausende weitere Unterschriften unter die Petition für eine Volksabstimmung an den Nationalrat vor Ratifikation zu übergeben. Auch die Kampagne für das Friedensvolksbegehren wird fortgesetzt. Die Forderungen des Friedensvolksbegehren stehen in diametralem Gegensatz zur EU-Verfassung. Wir rufen alle Menschen, die nicht zur Kundgebung kommen können, dazu auf, am Mittwoch, 11. Mai 2005 um 9.00 mit Transparenten, Plakaten, etc. ihren Protest sichtbar zu machen. Wir wollen möglichst viele Menschen darüber informieren, daß sie zu diesem Zeitpunkt vom Nationalrat wesentlicher Rechte beraubt werden. Auch das Referendum am 29. Mai 2005 in Frankreich wird dazu beitragen, daß die Diskussion um die EU-Verfassung nicht abreißt. Die Bewegung für eine Volksabstimmung über die EU-Verfassung in Österreich ist Ausdruck der Solidarität mit den Menschen in Frankreich, die sich gegen die neoliberale EU-Militärverfassung engagieren. Rückfragehinweis: Boris Lechthaler: 0732-771094 P.S.:Samstag, 07. Mai 2005, 16.00 Menschenkette vor dem Parlament Ja zur Neutralität! Nein zur EU-Verfassung! Volksabstimmung! ================================================ ================================================ 15 The End of Poverty: An Interview with Jeffrey Sachs Von: ECOTERRA Intl. ================================================ The End of Poverty:An Interview withJeffrey Sachs News: One of the world's top economistsoffers a blueprint for transforming the developing world. InterviewedBy Onnesha Roychoudhuri May 6, 2005 In February of this year, UN Secretary General Kofi Annan remarked:"We will not defeat terrorism unless we also tackle the causes ofconflict and misgovernment in developing countries. And we will notdefeat poverty so long as trade and investment in any major part of theworld are inhibited by fear of violence or instability." The point wasthat a broader global security strategy needed to go hand in hand witha poverty reduction strategy. To that end, the UN set about drawing upits Millennium Development Goals (MDGs). Adopted by all membercountries in 2000, the MDGs aim to achieve everything from eradicatingextreme poverty to ensuring universal primary education and basichealth care access, all by the year 2015. In order to figure out how to reach these goals, Annanorganized a panel of over 250 development experts to lay out practicalstrategies for promoting rapid development. Headed by economist JeffreySachs, the panel published their final reportin January of 2005. The report calls for both an increase in aid fromWestern countries and a reallocation of funding priorities in thedeveloping countries themselves. The report also calls for more aid tobe given on a local level. By bypassing governments, the UN hopes tospark more immediate and effective development. For instance, in onetest case conducted in Kenya,UN funding went straight to the village of Sauri, where the schoolswere able to provide much-needed food for their students, and hencejumped in ranking from 68th to 7th in the district. Shortly after the release of the UN report came the publication ofSachs' book, The End of Poverty,in which he laid out his own strategies for eradicating poverty by2025. Sachs, who gained renown for advising Latin American and Asiangovernments on economic reform, has gained popularity as "can-do"economist amidst a cacophony of naysayers on development. But hisoptimistic attitude has also attracted quite a bit of skepticism. Whyis it that decades of development economics haven't achieved theelimination of poverty? What makes Sachs' proposals so special? Iseradicating poverty a feasible goal to achieve in our lifetime? Sachsrecently sat down with Mother Jones to discuss these issues. Mother Jones: What makes your plan to end poverty sodifferent from the development efforts that were tried in the 1950s and60s? Why hasn't five decades worth of development work been verysuccessful thus far? Jeffrey Sachs: I think so far there's been a lack ofappropriate effort, which includes many things. For development towork, rich countries need to help poor countries make certain practicalinvestments that are often really very basic. Once you get your headaround development issues and realize how solvable many of them are,there are tremendous things that can be done. But for decades we justhaven't tried to do many of these basic things. For instance, one issuethat has been tragically neglected for decades now is malaria. That's adisease that kills up to 3 million people every year. It's a diseasethat could be controlled quite dramatically and easily if we just putin the effort. It's truly hard for me to understand why we aren't. MJ: What do you say to critics who argue that it's a waste toput more money into a development system that hasn't used that moneyvery effectively thus far? JS: Well, we have to be smart about whatever we're doing. ButI'm quite convinced that, broadly speaking, economic development works.The main arguments of the Millennium Project Report, and the mainargument of my book is that there are certain places on the planetthat, because of various circumstances—geographical isolation, burdenof disease, climate, or soil—these countries just can't quite getstarted. So it's a matter of helping them get started, whether to growmore food or to fight malaria or to handle recurring droughts. Then,once they're on the first rung of the ladder of development, they'llstart climbing just like the rest of the world. MJ: So do you believe that past efforts, to get theseless-developed countries on the "first rung," haven't been pragmaticenough? JS: Part of it is that many of these countries are invisibleplaces, neglected by us politically, neglected by our business firms,by international markets, and by trade. We tend to focus on thesecountries only when they're in such extraordinary crises that they getshown on CNN because they're in a deep drought or a massive war, whichis something that impoverished countries are much more prone to fallingto. There haven't been too many stories in our press about Senegal,Ghana, Tanzania, Malawi, or Ethiopia, other than when the disastershit. And yet these are places that are in very deep trouble all of thetime, but with largely solvable problems. And those are the kinds ofthe places that I'm talking about as being stuck in extreme poverty. MJ: If there's been no real effort to draw the world'sattention to those places, is there any hope that funding will go there? JS: The world got side-tracked from development issues duringthe post-9/11 crisis period. During the war in Iraq there were bitterdivisions in the world community, and the idea of being able to focuson the problems of extreme poverty or malaria or drought and chronichunger in Africa were just not at the top of the world's debate. But I think the tsunami in the Indian Ocean last December, in whichwe could all see the scope of the devastation on our televisionscreens, shifted discussion towards the plight of the world's poor. Sonow there are some positive signs. Tony Blair has pushed for an AfricaCommission which just produced a reportin March that focuses on poorest of the poor in Africa. There will be aUN poverty summit this September which is predicted to be the largestgathering of world leaders in history. And I'm traveling extensivelyaround the world talking about these issues. So I think that even inour country, there is a growing discussion. MJ: I know that former World Bank employee and economistWilliam Easterly has criticized your proposalsand called for what he terms a "piecemeal reform" approach in whichdevelopment efforts are carried out one step at a time, with subsequentevaluation. What is your response to this? JS: Basically, I don't think that we should be choosingbetween whether a young girl has immunizations or water, or betweenwhether her mother and father are alive, because they have access oftreatment for AIDS, or whether she has a meal at school, or whether herfather and mother, who are farmers, are able to grow enough food tofeed their family and earn some income. Those all strike me as quitedoable and practical things that can be done at once. I make the analogy that farmers, to grow their food, need good soil,sunshine, proper rain, and heat. If you don't one of those, even if youhave the other three, your crop is still not going to grow. A lot oflife in a poor village is like that. If you have a clinic but you don'thave safe drinking water, or if you have safe drinking water and aclinic, but you don't have bed nets to fight malaria, you just don'tget the kind of needs met and the basic quality of life that gives youa chance. I think that Bill Easterly misunderstands what I propose. I'mnot proposing a single global plan dictated by some UN central command.Quite the opposite, I'm proposing that we help people help themselves.This can be done without legions of people rushing over to thesecountries to build houses and schools. This is what people in their owncommunities can do if we give them the resources to do it. MJ: Part of Easterly's argument is that if you implementdifferent strategies all at once, it will be difficult to isolate andunderstand which strategies worked effectively, and which did not. Doyou share this concern? JS: I have been working with over 250 of my colleagues on theMillennium Development Report. Everybody here is an expert on adifferent thing. The soil scientists really know a lot about how toimprove soil nutrients and the doctors really know a lot about how tokeep children alive. The malariologists really know how to controlmalaria and the hydrologists really know how to get safe drinking waterin a community. One doesn't have to test whether it's good to have morefood production, or malaria bed nets or doctors or teachers. These areproven technologies. If we were introducing something new, that wouldbe different, but ours is not an approach based on new discoveries,this is an approach based on the best of proven technologies. MJ: Some critics have expressed concern that the MillenniumGoals may set unrealistic targets for certain countries. What if thosecountries fail to meet the specified level of development and thendisillusioned donors decide to lower their funding? JS: First, it should be understood that the goals in mostcases are set proportionate to a given country's situation. So we'llreduce by 2/3 the child mortality rate, or by 3/4 the maternalmortality rate. We're not aiming at the same absolute standard in everycountry. I think that the other thing that is really important tounderstand is that as I have been working with the UN on this for thelast 3 years and meeting leaders all over the world. What I've found isthat their concern isn't that the goals are too high. Exactly theopposite: They actually want these UN goals, they want them tobe ambitious, and they want to be held to account. And they want theirdevelopment partners, the developed world, to be held to account onfollowing through on commitments. Again, this all goes towardspressuring rich nations to set aside 0.7 percent of GNP for developmentaid. That is not a goal that I set, or that the UN set, this is a goalthat was adopted 35 years ago by the world community and the goal thatwas set again in the Monterreyconsensus signed by the U.S. in 2002. MJ: What about aid being sent to countries that have aserious problem with corruption? Some have argued that large amounts ofaid will merely prop up those regimes. Can poverty be eradicated whilecorrupt politicians are in office? JS: My experience is that there's corruption everywhere: inthe U.S., in Europe, in Asia, and in Africa. It's a bit like infectiousdisease—you can control it, but it's very hard to eradicate it. Andyes, there are some cases where the corruption is so massive thatunless you are really, really clever and come up with some radicallynew approach to the issue, you're going to have a hard timeaccomplishing many development goals. It's quite hard in a place likeZimbabwe, now, where the current government, in a quite despicable way,clings to power. Or, in a country where there is absolutely notransparency or where you have a family ruling violently to stay inpower. It's very hard to do a lot of the things that really need to bedone to build an effective school system, a health system, and so on. Idon't have any magic solution for those situations. But, let me note that the world successfully eradicated small pox,and not just in countries that scored high on a governance index but inall parts of the world. This was an international effort which targeteda specific outcome undertaken by professionals using a proventechnology and a very extensive monitoring system. And that's thegeneral model for our aid proposals. Nothing is done on trust.Everything should be done on a basis of measurement and monitoring.When you really focus, there are so many ways to be clever about how todo this to make it work better. Don't just send money; send bed nets,send in auditors, make targets quantitative. There are a lot of tricks,a lot of ways, that if one is practical about this, one can getresults. But what happens is that everyone's wringing their hands aboutcorruption without trying to solve practical problems. And right now,we're not even helping the well-governed places, the placeswhere we are capable of finding absolutely practical and effectiveapproaches to turning help into real success on the ground. The basicissue is not to lecture about morality and governance. The basic issueis, is there a way for us to help to fight AIDS, TB, malaria, and otherkillers which are taking an incredible number of lives? I've seen thesechildren dying, each time I visit these clinics. And these areabsolutely preventable deaths. MJ: Now you suggest in your book that we need to assessailing economies just as doctors assess patients. You call it "clinicaleconomics." Does the current academic curriculum for developmenteconomics provide a sufficient framework for educating people to ensurethat the MDGs will be achieved by future economists? JS: No it doesn't. I realized 10 or 15 years ago that thestudents in economics departments write dissertations about countriesthat they never stepped foot in because their advisor gives them adatabase from Nigeria or Kenya or some place else, and they do theirthesis that way. That's like becoming a doctor without ever seeing apatient. We don't do case studies. We don't train students tounderstand the differences across countries. There are a tremendousnumber of loose generalizations made all the time Similarly, people aren't trained in the practical experiences ofbeing operational. Sometimes people say, "We teach academic things, wedon't teach operational things." But, frankly, to do development right,you have to do something that's more like going through medical schooland having a clinical hospital where you actually learn about differentcases, and do case analyses. When something goes wrong, you study it.There are what are called "M M rounds" in hospitals—morbidity andmortality rounds. When something doesn't work, when a patient dies ordoesn't get better, the doctors get together to discuss the case. Wedon't do that in academic economics. For me, the field is not properlyorganized right now to really take on these challenges adequately andI'm hoping that the field will become more like a clinical science. MJ: In your book, you recount some of your experiences indeveloping countries. In one passage you note, "One day in Goni'soffice we were brainstorming and hit on the idea of establishing anemergency social fund that would direct money to the poorestcommunities to help finance local infrastructure like water harvesting,or irrigation, or road improvements. I picked up the phone and calledthe World Bank. Katherine Marshall, the head of the Bolivia team at theBank immediately responded, "You're right, let's do this." Why is itthat a whole World Bank team specializing in Bolivia hadn't come upwith the idea that you had? JS: Well, sometimes they have ideas, sometimes I have ideas.It just so happened in this case that the idea came from me. But I dofeel that in Washington over the last 25 years, especially during thisera called "the structural adjustment era," there hasn't been a lot ofactual problem-solving. There has been a lot of concern aboutbudget-saving on the part of the rich countries. A lot of what wasreally happening in Washington had a subtext: "Keep poor people awayfrom our taxpayers, tell them to tighten their belts, tell them tosolve their own problems, tell them to keep sending their debt paymentsto us." It was, in my view, a very unhappy and unsatisfactory period andthere were, no doubt, a lot of creative people that were prepared to doa lot of things but they weren't given assignments to do that. I wasabsolutely shocked and aghast when I learned that in the late 1990s theWorld Bank and other donors weren't paying a penny to help treat peopledying of AIDS. Rarely do rich countries say, "Look, we're just not prepared tospend money to save poor people's lives." Instead, you get a lot ofskepticism. "You can't do this, this is impossible. We're doingeverything we can after all. We've tried everything. Let's go slowly.Let's do one thing at a time." I don't buy those arguments. I thinkthat they all essentially stem from a vision that has been forced onthe professional staff of these agencies because they have no money tospend. And they have no money to spend because in the end, the UnitedStates and other rich countries aren't giving them the resources toenable them to think ambitiously enough. One of the reasons why thatis, is because the American people think we're doing everything we canbe doing and frankly because they're told that there's nothing more wecan do. MJ: Do you think the U.S. will ever agree to dedicate 0.7percent of its GNP to development aid? JS: I don't think that any leading politician believes we'regoing to do that right now. It's not the conventional wisdom. The wayit's going to happen is if the public tells the politicians, "Yes, wewant to do this, we want to follow through on our word, it's good forus, and it's good for the world." I've found in talks and discussion about the Millennium Project thatpeople are very surprised to find out what the U.S. is and is not doingvis-à-vis the world's poor. Opinion surveys show, and I find thisverified in audiences, e-mails, and discussion groups, that people tendto overestimate U.S. assistance efforts, usually by a factor of about25 or 30. People think that we give several percent of our annualincome and several percent, maybe even a quarter of budget to foreignaid and they're shocked to find out that it's actually much less than 1percent of our budget. They're shocked to find that throughout Africa,the kind of practical investments that I'm talking about run to about 1penny out of every $100 of our GNP. They can't believe it, but that'sthe unfortunate situation. When they find that out, and they see thatwe're spending $500 billion on the military and only about $1 to $2billion on investments in Africa, they're concerned because I thinkthat they feel this is probably not the best choice for America. MJ: What do you think of two recent proposedstrategies—President Bush's Millennium Challenge Accounts(MCA), and Britain's International Financing Fund (IFF), proposed byTony Blair and Gordon Brown—as means of promoting global development? JS: They're both good ideas. But by now, the MCA was supposedto have dispersed $1.7 billion dollars, $3.3 billion in the secondyear, and $5 billion in the third year. It has missed all its targets.In three years, it's only committed about $100 million dollars to oneproject. It has not yet been turned into a reality. Brown's is also a very good idea. Unfortunately the U.S. basicallysaid "no" to participation in that. I think the European countries willundertake the IFF, but not with any U.S. support. But the IFF is a verygood concept—the idea is that Britain and six other countries haveannounced a timetable to reach a goal of dedicating 0.7 percent oftheir GNP to development by the year 2015. So what this would do isallow them actually to borrow against the rising trend so that theycould frontload some of the money. What the Africa Commission, the Millennium Development Report, theWorld Bank and IMF have all found is that right now poor countriescould usefully absorb a tremendous increase of money and use itproperly. The IMF and World Bank recently released a report called the Global Monitoring Reportwhich said that aid should be doubled. There is a professionalunderstanding that the money is needed to break the poverty trap andsave lives and that the money can be effectively used. Onnesha Roychoudhuri is an editorial fellow at MotherJones. http://www.motherjones.com/news/qa/2005/05/jeffrey_sachs.html ------ ECOTERRA Intl. ---------------------- Do you want to read or distribute a message in anotherlanguage? (Don't use these services for confidential texts - they areread and stored!) Just go to the free translation sites: Best: Google Language Tools http://www.google.com/language_tools?hl=enor Altavista Babelfish http://babelfish.altavista.com/translate.dynor Freetranslator http://www.freetranslation.com/orhttp://www.systransoft.com/ (all - except google - for text of less than 150 words only) or go to http://www.worldlingo.com/en/products_services/worldlingo_translator.html or http://www.t-mail.com/t-text.shtmlor check for Arabic and African automated translators at http://www.bisharat.net/Trans/ and have the translation of the text done free of charge.Look for other tools at http://www.omniglot.com/links/translation.htm. 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Please feel welcome to subscribe to any or all of our free mailinglists and see important updates, e-mail security issues as well as copyright rules at http://www.ecoterra.org.uk/footer.htm ! © = Copyright is © ECOTERRAIntl. 2005 - all rights reserved otherwise CL=CopyLeftor N©=Anti-Copyright ================================================ B) TERMINE ================================================ ======================== Mittwoch http://mund.at/butt/Termine/Mai/1105.htm Donnerstag http://www.mund.at/butt/Termine/Mai/1205.htm Freitag http://www.mund.at/butt/Termine/Mai/1305.htm ======================== ================================================ D) EDITORIAL ================================================ Für den Inhalt verantwortlich: Ihr. E-Mail-Adresse für Beiträge: widerstand at no-racism.net geschickt. widerst at nd MUND und alle Termine täglich aktualisiert im Web: http://www.no-racism.net/MUND Ziel von MUND (medienunabhängiger Nachrichtendienst) ist die unzensurierte und möglichst rasche Information über gesellschafts- politisch relevante Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu Widerstand und Antirassismus sowie verwandte Themen. sollen einen Titel, Namen und Emailadresse der/des AutorIn enthalten und möglichst kurz und prägnant gehalten sein, ev. mit Hinweis, wo weitere Informationen eingeholt werden können. Bitte keine Attachments! Die inhaltliche und sachliche Verantwortung liegt bei der/dem jeweiligen AutorIn bzw. jenen, die uns die Beiträge schicken. Der MUND wird von einzelnen TagesredakteurInnen zusammengestellt. Da Fehler nicht ausgeschlossen sind, bitten wir, nicht veröffentlichte Beiträge nochmals an widerstand at no-racism.net zu senden. Die Weiterleitung (auch auszugsweise) ist erwünscht. Beiträge mit rassistischen oder sexistischen Inhalten werden nicht veröffentlicht. Sehr persönliche Meldungen werden wir an den betreffenden Adressaten weiterleiten, aber nicht im MUND veröffentlichen. Die bisherigen Ausgaben sind unter http://www.no-racism.net/MUND archiviert. Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage: * Wann: Sonntag, 11.11.2001, 11:11 Uhr * * Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" * * Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf * * Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie. Aber kurz und prägnant.* Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch stillschweigend Zensur zu üben. Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die Nichtaufnahme geliefert. (Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.) Die AbsenderInnen der betroffenen Beiträge werden hiervon informiert. Im Sinne einer "gläsernen Zensur" könnt ihr Euch die Beiträge gerne extra schicken lassen: Ein kurzes Mail an widerstand at no-racism.net genügt. ================================================ E) VERTEILERLISTE ================================================ Zur Eintragung in diesen Verteiler bitte direkt subskribieren unter http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/analle oder von der einzutragenden Adresse aus ein mail schicken an: admin at no-racism.net mit folgendem Text: subscribe no-racism Bitte wegen Automatisierung diesen Wortlaut verwenden! Zur Austragung aus dieser Liste bitte an zusammengestellt. Bitte keine Attachments! (werden nicht angenommen) 2 beiträge nicht genommen- anhang Redaktionsschluss für diese Ausgabe: Mi 3.00 Uhr III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III ü, ö, ä, ß, Ü, Ö, Ä III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III widerst at nd-MUND is powered by http://alt.strg.at/ ================================================ From analle at no-racism.net Thu May 12 10:59:37 2005 From: analle at no-racism.net (analle at no-racism.net) Date: Thu, 12 May 2005 10:59:37 +0200 Subject: MUND: Donnerstag, 12. Mai 2005 Message-ID: widerst at nd MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst www.no-racism.net/mund Donnerstag, 12. Mai 2005 ================================================ A) INHALT ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ANKÜNDIGUNGEN UND AKTIONEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 01 Einladung/Invitation: Forst Film Tour von voice_mail at emdash.org ================================================ 02 Belvedere: Gefangennahme durch kommando freiheit45/ZKW von kommando freiheit45 ================================================ 03 20. Mai: Alle heraus zum Streik gegen den Bildungsabbau! von ASt-LFI ================================================ 04 ASt 2 - Mit der Bitte um Veröffentlichung von ASt-LFI ================================================ 05 CROPfm - Newsletter: Extrasolare Planeten von Tarek Al-Ubaidi ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN, MEINUNGEN & KOMMENTARE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 06 REVOLUTION - Mit der Bitte um Veröffentlichung von REVOLUTION ================================================ 07 [Widerstand] nl3/05 von aktion at gegendenantisemitismus.at ================================================ 08 Neuerlicher Anschlag auf KPÖ- Zentrale von didi zach ================================================ 09 Neues von der Arbeiterfotografie von arbeiterfotografie ================================================ ================================================ B) TEXTE ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ANKÜNDIGUNGEN UND AKTIONEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 01 Einladung/Invitation: Forst Film Tour von voice_mail at emdash.org ================================================ (dt,eng) Einladung/Invitation: Forst Film Tour Forst Film Tour in 5 Städte vom 10. bis zum 28. Mai in Thüringen "Menschen unter Landkreisarrest in Deutschland" Die FORST FILM TOUR findet vom 10. bis zum 28. Mai in Jena, Arnstadt, Eisenberg, Erfurt und Weimar statt. Gezeigt wird der Film “Forst”, der auf dem Filmfestival in Graz/ Österreich „diagonal05“ den Preis für den besten Dokumentarfilm erhielt. (http://www.forstfilm.com) Diskussionen, Film, Ausstellungen, Percussion und Konzerte, internationale Kulturnächte in Weimar - am Freitag, den 27. 05. 2005, im Mon Ami und am Samstag, den 28. 05 2005, in der Bauhaus-Uni Weimar Berichte über den täglichen Widerstand von Flüchtlingen und MigrantInnen und den staatlichen Missbrauch gegenüber den Flüchtlingen und MigrantInnen durch die Einschränkung der Bewegungsfreiheit, Diskriminierung und andere Formen von Verfolgung. Diskussionen über unsere Kämpfe gegen Rassismus und die Beschränkung der Bewegungsfreiheit in Deutschland mit Aktivisten und Kritikern der Residenzpflichtgesetz Die Aktivisten der Karawane für die Rechte der Flüchtlinge und MigrantInnen sind gemeinsam mit RepräsentantInnen, AktivistInnen und AntirassistInnen des Netzwerks von Flüchtlingen und AntirassistInnen eingeladen an den Diskussionen in der Konferenz gegen Residenzpflicht teilzunehmen. Der Film „Forst” Der Film „Forst” ist kritische Medienkunst in seiner Herausforderung der Solidarität mit dem Kampf der Flüchtlinge und gegen die Ausgrenzung von Flüchtlingen aus der Gesellschaft. “Forst” ist ein Kunstwerk, das sowohl avantgardistisch als auch stark reflexiv ist. Die Überlegungen, Aussagen, Monologe und Dialoge der Flüchtlinge ohne, dass man sie im Film sieht enthüllen die Zeichen ihrer unsichtbaren Realität. Der Kampf der Flüchtlinge und ihr Protest gegen Isolation und Ausgrenzung in den Wäldern werden dargestellt, um ihren täglichen mu-tigen Widerstand zu verstehen. Der Film wurde innerhalb und in der Umgebung der ehemaligen “Aufnahmezentren” Jena-Forst und Tambach-Dietharz im Thüringer Wald gedreht. Diskussionen sowie Informationen zum Kampagnennetzwerk ergänzen die Tour. Alle sind herz-lich willkommen! (more information at: http://www.forstfilm.com + http://www.thevoiceforum.org Tour Stationen: Jena 10.05.05/ Café Wagner, Arnstadt 12.05.05/ P20, Eisenberg 18.05.05/ Wasserturm, Erfurt 21.05.05/ Offene Arbeit, Weimar 27.05.05/ Mon Ami und Weimar 28.05.05/Bauhaus-Uni. Die Tour wird von Diskussionen, Ausstellungen, Percussion und Konzerten sowie einer internationalen Kulturnacht am 27.05.05 in Weimar (Mon Ami) begleitet. Diese Kampagneninitiative in Thüringen wird mitorganisiert von: JAPS in Jena, Bauhaus-Uni internationales StudentInnen-Netzwerk und Gerberstrasse 1 in Weimar. Unterstützung kommt von: FS Stura in Jena, Ausländerbeirat Stadt Jena, Thüringer Flücht-lingsrat, Offene Arbeit und Indy Media Erfurt, Bauhaus-Uni Stuko Weimar. Press information 24.05.2005 FORST FILM TOUR - Menschen in Landkreishaft! http://www.thevoiceforum.org/may2005inivitation Eine neue Initiative im regionalen Thüringer Kampagnen netzwerk für die Abschaffung der Residenzpflicht wird im Mai 2005 seine Aktivitäten mit der FORST FILM TOUR in Zusammenarbeit mit The VOICE Refugee Forum einleiten. Die neue regionale Initiative für die Abschaffung der Residenzpflicht wurde von selbstorganisierten StudentInnen und jugendlichen AktivistInnen ins Leben gerufen. +++ Vorschlag für Aktionen und Kampagnen gegen die Residenzpflicht Staatlicher Missbrauch von Freiheit und Demokratie in Deutschland Herausforderungen in der Kampagne und im Kampf von The VOICE Refugee Forum gegen die Residenzpflicht . . . http://www.thevoiceforum.org/free-demo The VOICE Refugee Forum Jena, 09.05.2005 Spenden sind willkommen und werden dringend gebraucht: Förderverein The VOICE e.V., Sparkasse Göttingen, Kto.Nr. 127 829, BLZ 260 500 01, Stichwort “mayevent“. http://www.thevoiceforum.org , http://www.thevoiceforum.org/free-demo Mehrinfo: Forst in Diagonale05 - Filmfestival in Gaz ....die alten Bilder zerstören.....von Araba Evelyn Johnston-Arthur German: http://www.thevoicefrum.org/Diagonale05 , "Die Widerspenstigen" Mit "The Voice" melden sich Asylbewerber zu Wort und kämpfen gegen die Ausgrenzung VON ASCAN BREUER - Frankfurter rundschau, FR 18.1.2005 . . . http://www.thevoiceforum.org/Widerspenstigen-fr.18.01.04 Keine Bewegung! Die Residenzpflicht verletzt die Grundrechte von Asylbewerbern in Deutschland von NIKLAS LUHMANN, TOBIAS TIMM 23.12.2004 - Süddeutsche Zeitung: http://www.thevoiceforum.org/sudnews. Ein Kampf ums Ganze - Residenzpflicht ist ein linkes, antirassistisches Thema von Xenia Toledo - ak - analyse + kritik - Zeitung für linke Debatte und Praxis / Nr. 479 / 19.12.2003 . . . http://www.thevoiceforum.org/bremen-linke. Residenzpflicht: Cornelius Yufanyi Faces Imprisonment for Freedom of Movement in Germany. ================================================ Wien, 10. Mai 2005/ An die Bundesregierung *ES REICHT!* Das kommando freiheit45 (kf45) ist in der Nacht von 9. auf 10. Mai in die Grünanlagen des Belevedere eingedrungen und hat eine dort weidende Kuh der Bundesregierung in seine Gewalt genommen. *Diese Kuh ist ab sofort politische Gefangene der Zellen Kämpfender Widerstand ZKW!* kommando freiheit 45/Wir fordern:/ 1. Eine öffentliche Erklärung von Bundeskanzler Schüssel und ORF-Generalintendantin Monika Lindner am 15. Mai in der ZiB 1 um 19.30 Uhr: Das Schuldbekenntnis, die Bevölkerung im Jahr 2005 mit Geschichtslügen irregeführt und nationalistisch verhetzt zu haben! 2. Eine Anerkennungsleistung von jährlich 10 Mio Euro für Partisaninnen und Deserteure! 3. Errichtung eines Denkmals für Deserteure am Heldenplatz! 4. Sofortige Einrichtung eines Partisanenmuseums im Wiener Museumsquartier! Dies muss *binnen 12 Stunden* im Rundfunk und allen österreichischen Tageszeitungen bestätigt werden. Wenn Sie diesen Forderungen bis einschließlich 15. Mai 2005 Folge leisten, bleibt die politische Gefangene unversehrt und wird auf freien Fuß gesetzt. Von den Straßen Wiens, ZKW*Zellen Kämpfender Widerstand ZKW* kommando freiheit45 http://www.z-k-w.net PS: Sollte diese politische Gefangennahme ein blutiges Ende nehmen müssen, so liegt dies ausschließlich in der Verantwortung des Bundeskanzlers und der österreichischen Bundesregierung! PPS: Stellvertretend für alle von der Bundesregierung für den Opfermythos instrumentalisierten Rindviecher! ================================================ 03 20. Mai: Alle heraus zum Streik gegen den Bildungsabbau! von ASt-LFI ================================================ 20. Mai: Alle heraus zum Streik gegen den Bildungsabbau! Schul- und Uni-Streik anläßlich des EU-Bildungsgipfels in Norwegen ArbeiterInnenstandpunkt, REVOLUTION sowie zahlreiche andere Organisationen (SJ, AKS, KSV, VSStÖ, Linkswende usw.) rufen zu einem Proteststreik anläßlich des EU-Bildungsgipfels in Norwegen auf. Wann: Freitag, 20. Mai 2005, Treffpunkt für SchülerInnen: 9.00, Westbahnhof Treffpunkt für StudentInnen: 10.30, Hauptuniversität Wien ================================================ 04 ASt 2 - Mit der Bitte um Veröffentlichung von ASt-LFI ================================================ Schikanierung eines türkischen Aktivisten nach internationalistischer 1. Mai-Demonstration Von Dieter Reinisch (aus: Red Newsletter 156, Informationsdienst des ArbeiterInnenstandpunkt, 10. Mai 2005, www.arbeiterInnenstandpunkt.net) Beim Verlassen der kämpferischen und internationalistischen 1.Mai-Demonstration wurde ein linker Aktivist aus der Türkei von zwei Zivilpolizisten am Bahnsteig der U-Bahnstation Volkstheater aufgehalten, da er auf der Demo ein Transparent der DHKP/C getragen haben soll. Die DHKP/C steht auf der Schwarzen Liste der EU und ist somit auch in Österreich verboten. Der Genosse hatte keinen Ausweis mit, worauf die Polizisten sofort Verstärkung anforderten. Nach wenige Minuten waren rund 30 PolizistInnen und Wega-Beamte am Bahnsteig, bei beiden Aufgängen der Station befanden sich weitere PolizistInnen und wollten den U-Bahnsteig sperren. Die Zivilpolizisten, die den türkischen Genossen angehalten hatten, zeigten erst nach Minuten ihre Dienstnummer, obwohl sie des öfteren dazu aufgefordert wurden. Erst als immer mehr DemonstrationsteilnehmerInnen von ArbeiterInnenstandpunkt, REVOLUTION, Antiimperialistischen Koordination, Komak-ML und verschiedener türkischer Organisationen kamen, zeigten sie ihre Dienstausweise und überprüften telefonisch seine Daten. Nach über einer halben Stunde konnte der türkische Genosse endlich gehen. Ihm droht nun eine Anzeige. Dass er schlussendlich nicht abgeführt wurde liegt wohl an der großen Aufmerksamkeit, die das Verhalten der Polizei hervorrief und der großen Anzahl der linken AktivistInnen, die den türkischen Genossen unterstützten. Es ist aber klar, dass dies keine „normale“ Ausweiskontrolle war, sondern der türkische linke Aktivist von den beiden Polizisten nach dem Verlassen der Abschlusskundgebung verfolgt und schikaniert wurde. Der Genosse lebt als politischer Flüchtling seit längerem in Wien, da er in der Türkei aufgrund seiner politischen Tätigkeit angeklagt ist. Während der wochenlangen Haft von Sandra Bakutz drückten alle Organisationen, Parteien und Medien ihr Entsetzen über die Verhältnisse in Türkei und die Verfolgung linker AktivistInnen aus, doch der Vorfall vom 1. Mai zeigt uns, dass auch in Österreich die Repression gegen linke Organisationen und AktivistInnen stärker wird. * Gegen die Kriminalisierung demokratischer, sozialistischer und revolutionärer Organisationen! * Weg mit den schwarzen Listen der USA und der EU! * Freiheit für alle politischen Gefangenen! * Hoch die internationale Solidarität! ================================================ 05 CROPfm - Newsletter: Extrasolare Planeten von Tarek Al-Ubaidi ================================================ Hi! Die nächste live Sendung ist am 13. Mai 2005 um 19.00 auf 92.6 Mhz - der Frequenz von Radio Helsinki - im Raum Graz/Steiermark als auch on-line (>> http://helsinki.at/live-stream.php) zu hören. Für Fragen und Kommentare während der Sendung steht Ihnen CROPcom zur Verfügung - der liveChat (>> http://pia.mur.at/croppage/ccd/ccd_fs.htm). Titel der Sendung: Extrasolare Planeten Seit der Beobachtung des ersten estrasolaren Planeten im Jahre 1995 überschlagen sich die Entdeckungen von fernen Jupiter-ähnlichen Gasriesen außerhalb unseres Sonnensystems. Nach dem Start der ersten Weltraum-gestützten Teleskope COROT und Kepler, 1996 und 1997 wird es nur mehr eine Frage der Zeit sein bis auch "Super-Erden" und extrasolare Planeten mit Erdgröße entdeckt werden. Der wirklich große Durchbruch bei der Suche und der Studie von Atmosphären erdähnlicher Exoplaneten in der "bewohnbaren Zone" ihres Zentralsterns, wird aber erst um 2015 durch die Interferometriemission Darwin (ESA) und der Mission TPF-C (NASA) zu erwarten sein. Ein Hauptziel dieser Weltraummissionen ist es, extraterrestrisches Leben durch die Entdeckung von organisch produzierten Gasen, sogenannten "Biosignaturen" in den Spektren von beobachteten Planetenatmosphären zu entdecken. In der Sendung wird Studiogast Dr. Helmut Lammer die Darwin und die TPF-C Missionen diskutieren und aktuelle Forschungen bezüglich der Evolution von Biosphären verständlich näherbringen. Vergangene Sendungen mit Dr. Helmut Lammer >> http://cropfm.mur.at/past_shows.htm#titan Erste Aufnahmen eines Extrasolaren Planeten >> http://science.orf.at/science/news/134121 Studiogast zur Sendung: Dr. Helmut Lammer (Atmosphärenphysiker, Author) Lieber Gruss, Tarek Al-Ubaidi _______________________________________________________ CROPfm website >> http://cropfm.mur.at Past Shows Sektion >> http://cropfm.mur.at/past_shows.htm ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN, MEINUNGEN & KOMMENTARE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 06 REVOLUTION - Mit der Bitte um Veröffentlichung von REVOLUTION ================================================ Rede von REVOLUTION auf der antifaschistischen Demonstration am 8. Mai Von Rebecca Sternberg und Markus Jalek (REVOLUTION) (siehe auch www.revolution-austria.at) Hallo, Genossinnen und Genossen! Heute, am 8. Mai, reden ALLE, die konservative Regierung, die SPÖ, die Grünen und alle anderen, sie alle reden über die Verbrechen des Faschismus. Und? Was bringt uns das?! Überhaupt nichts! Denn diese Phrasen über die Verbrechen der Nazis sind nichts als leeres Geschwätz! Weder erkennen sie die Ursachen des Faschismus, noch haben sie eine brauchbare Strategie um ihn zu bekämpfen. Der Faschismus ist keine unausweichliche Naturkatastrophe, sondern ein Kind des Kapitalismus. Er ist ein Kind der Krisen dieses Systems, der Verzweiflung, der Arbeitslosigkeit und fehlenden sozialen Perspektiven für viele Jugendliche. Ich selber erlebe das als Lehrling bei der ÖBB jeden Tag. Mich wundert es angesichts der Tatenlosigkeit der Gewerkschaften NICHT, daß Jugendliche in ihrem Protest gegen die herrschenden Zustände nach rechts gehen. Die Herrschenden wollen um jeden Preis Ruhe und Ordnung für ihre Profitwirtschaft schaffen. Damit sich der Euro profitabel in ihren Geldbörsen vermehrt, sind sie entschlossen, die Arbeiterbewegung und die revolutionäre Linke mit allen Mitteln zum Schweigen zu bringen. Dafür brauchen sie die Nazi-Schlägerbanden, deswegen duldet der bürgerliche Staat dieses braune Bagage. Deswegen lehnt es REVOLUTION ab, an den bürgerlichen Staat zu appellieren und zu hoffen, daß die Polizei die Nazis verbietet. Gegen die Nazis? Ja, mit allen notwendigen Mitteln! Antifaschismus gemeinsam mit den Herrschenden? Nein niemals! Der antifaschistische Kampf ist UNSERE Aufgabe, die Aufgabe der Arbeiterbewegung, der linken Jugendlichen und Immigrantinnen und Immigranten. Niemand kann sie uns abnehmen. Wir müssen selber die Nazi-Banden zerschlagen und die Auftritte der rechten Bagage mit allen notwendigen Mitteln verhindern. Dazu brauchen wir breite Mobilisierungen und ein entschlossenes, kämpferisches Eingreifen überall dort, wo sich das braune Gesindel hervorwagt. Letztlich wird es aber die braune Gefahr geben, solange der Kapitalismus existiert. Deswegen kämpft REVOLUTION für den Sturz des Kapitalismus in Österreich und weltweit. Nur durch eine Revolution der Arbeiter und Jugendlichen können wir den Kapitalismus abschaffen und eine sozialistischen Gesellschaft aufbauen. Erst dann wird die Welt ein für allemal nazifrei sein! One solution – REVOLUTION! ================================================ 07 [Widerstand] nl3/05 von aktion at gegendenantisemitismus.at ================================================ Sehr geehrte Damen und Herren! Liebe Freundinnen und Freunde! Auf unserer Homepage befindet sich nun eine ausführliche Kritik von Karl Pfeifer an Israel Shamir, dessen "Blumen aus Galiläa" im Frühjahr 2005 beim Wiener ProMedia-Verlag erschienen ist: www.doew.at/aktuell/aktion/pfeifer2.html Mit freundlichen Grüßen Andreas Peham Sekretariat ================================================ 08 Neuerlicher Anschlag auf KPÖ- Zentrale von didi zach ================================================ Neuerlicher Anschlag auf KPÖ- Zentrale Wien - 11.05.05, (KPÖ-PD): In der Nacht von 10. auf den 11. Mai wurde auf das Haus der KPÖ im 14.Bezirk, Drechslergasse 42, ein Anschlag verübt, der beträchtlichen Sachschaden anrichtete. 5 von 7 Außenfenster im 1. Stock wurden mit Pflastersteinen eingeschlagen und die Fassade mit der Losung “gegen alle Parteien und Gewerkschaften” beschmiert. Der Anschlag richtete sich aber offensichtlich nicht gegen “alle Parteien und Gewerkschaften” sondern ausschließlich gegen die KPÖ. Bereits im Herbst vergangenen Jahres wurde das Haus der KPÖ in der Drechslergasse sowie Wohnungen von KPÖ-Funktionären Ziel von Anschlägen, die mit Farbbeuteln durchgeführt wurden. Einige Wochen vorher wurde die KPÖ-Zentrale von SympathisantInnen des “EKH” kurzzeitig besetzt. KPÖ-Finanzreferent Michael Graber vermutet einen rechtextremen Hintergrund des Anschlages, der sich mit anarchistischen Losungen tarnt, schließt aber antikommunistische Elemente aus linksradikalen Gruppen als Urheber nicht aus. Rückfragen an: 0676 / 69 69 002 e-mail: bundesvorstand at kpoe.at Internet: www.kpoe.at ================================================ 09 Neues von der Arbeiterfotografie von arbeiterfotografie ================================================ Liebe Freundinnen und Freunde, neu auf der Sonderseite "Kein Krieg!": Rezension - Nicht Angegriffene bezeichnen sich als angegriffen und greifen an. Warum? Sieg über den kritischen Journalismus - Über die Beiträge 'Kein Geld mehr für Arbeit gegen Rechtsextreme' und 'Bush-Anhänger: die unterdrückte Minderheit' im ARD-Magazin 'Monitor' vom 24.2.2005 (siehe auch unten) http://www.arbeiterfotografie.com/galerie/kein-krieg/hintergrund/index-rezension-0024.html Sarajewo 5.2.1994 - Bomben für den Frieden Ralph Hartmann in 'Ossietzky', Ausgabe 8/2005 http://www.arbeiterfotografie.com/galerie/kein-krieg/hintergrund/index-medien-und-krieg-2.html neu auf der Sonderseite "Sozialraub": Arme SPD! Eine Betrachtung von Hans-Dieter Hey, 20.4.2005 (siehe auch unten) http://www.arbeiterfotografie.com/sozialraub und es gibt u.a. folgende neue Reportagen: Gedenken zum 60. Jahrestag der Befreiung von Krieg und Faschismus Köln, 8.5.2005 DGB-Veranstaltungen zum Ersten Mai Berlin, Dortmund, Frankfurt, Köln, 1.5.2005 (in 5 Teilen) Protest anläßlich der Bayer-Hauptversammlung Köln, 29.4.2005 'Wohin geht Rußland?' -Veranstaltung zum 60. Jahrestag der Befreiung Berlin, 26.4.2005 60. Jahrestag - erstes Haus in Berlin durch die 'Rote Armee' vom Hitler-Faschismus befreit Berlin, 21.4.2005 Protest gegen den Abriss der Thälmann-Gedenkstätte in Ziegenhals Berlin/Königswusterhausen, 17.4.2005 60. Jahrestag 'Letzte Schlacht um die Seelower Höhen' vor Berlin Seelower Höhen, 16.4.2005 "Gerechtigkeit ist keine Ansichtssache" - Aktionswoche für globale Gerechtigkeit Berlin, 12.-22.4.2005 Buchenwald - 60. Jahrestag der Befreiung der nationalsozialistischen Konzentrationslager Weimar/Buchenwald, 10.4.2005 'Workfare is not fair - Ein-Euro-Jobs stoppen' - Protest gegen Lohndumping und Zwangsdienste Köln, 15.4.2005 'In Sachen Alfred Freiherr von Oppenheim' - Lesung von Werner Rügemer im Cafe Himmelsblick Köln, 6.4.2005 Ostermarsch Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Nürnberg, 26./28.3.2005 Diese und weitere Reportagen, u.a. von den weiterhin stattfindenden Montagsdemos, sind zu finden unter: http://www.arbeiterfotografie.com/reportage Weitere Reportagen in Vorbereitung. Hintergrundinformation über das rote i rechts über den Bildern Die Bilder können für nicht kommerzielle Zwecke (je nach Etat) auch kostenlos verwendet werden, für Flugblätter, Zeitungen, Internet,... (bei Autorenangabe 'arbeiterfotografie.com' und Mitteilung über die Verwendung bzw. Zusendung eines Belegexemplars). Was ist los mit 'Monitor'? Nicht Angegriffene bezeichnen sich als angegriffen und greifen an. Warum? Sieg über den kritischen Journalismus - Über die Beiträge 'Kein Geld mehr für Arbeit gegen Rechtsextreme' und 'Bush-Anhänger: die unterdrückte Minderheit' im ARD-Magazin 'Monitor' vom 24.2.2005 Der erste Monitor-Beitrag befaßt sich mit der website haGalil.com. Bevor wir auf den Monitor-Beitrag im einzelnen eingehen, sehen wir uns bei haGalil ein wenig um. Und so erfahren wir dort u.a. folgendes: "Wisnewski durfte seine kruden Verschwörungstheorien, nach denen die Anschläge vom 11. September letztlich irgendwie auf die CIA oder den Mossad zurückgehen, zuletzt sogar in einem WDR-Film unter die Leute bringen." Das lesen wir bei haGalil in einem aus der 'Jungle World' vom 30.7.2003 entnommenen Artikel mit dem Titel 'Wird der WDR zur Zentrale der Verschwörungstheoretiker?' über die TV-Dokumentation 'Aktenzeichen 11.9. ungelöst' von Gerhard Wisnewski und Willy Brunner, die vom WDR am 20.6.2003 gesendet wurde. Doch das ist eindeutig falsch. Gerhard Wisnewski stellt in dem Film keinerlei Verbindung zwischen den Anschlägen vom 11. September und dem Mossad her. Wir fragen uns: Was veranlaßt 'jungle World' und haGalil, den 11. September mit Israel und seinem Geheimdienst Mossad in Verbindung zu bringen? Wer fühlt sich hier angegriffen und greift nun seinerseits an? Welches Interesse haben 'jungle World' und haGalil, einen kritischen Journalisten wie Gerhard Wisnewski zu diskreditieren? Was 'Jungle World' und haGalil verbreiten, geht noch weiter. Sie versuchen offensichtlich, Gerhard Wisnewski existenziell zu treffen. "Der Skandal ist, dass der WDR überhaupt mit einem Mann wie Wisnewski zusammenarbeitet. Denn Wisnewski ist ein offener Antisemit..." So steht es in dem bei haGalil wiedergegebenben Artikel aus 'Jungle world' vom 25.6.2003... weiter: http://www.arbeiterfotografie.com/galerie/kein-krieg/hintergrund/index-rezension-0024.html Arme SPD! Eine Betrachtung von Hans-Dieter Hey, 20.4.2005 Die deutsche Sozialdemokratie soll nach dem Willen von Franz Müntefering wieder sozialdemokratisch werden und sich für alles rächen, wozu sie vom Kapitalismus gezwungen wurde Ein Aufschrei geht durchs Land. SPD-Chef Franz Müntefering kritisiert den Kapitalismus. Sofort fühlen sich sämtliche Verbände und Konterrevolutionäre aus ihren Löchern gerufen, um den Möchtegernsozialisten wieder auf den Weg von Tugend und Wahrheit zu bringen. »Formulierungen aus dem Vokabular des Sozialismus ziehen die Wähler aus der Mitte nicht an«, teilte der Sprecher des SPD-nahen Managerkreises der Friedrich-Ebert-Stiftung, Ulrich Pfeiffer, dem Tagesspiegel am Sonntag als wichtig mit. Bei der SPD ist die Mitte rechts. Also ist rechts von Schröder nur noch die Wand. Früher stand dort Franz Josef Strauß.

Zehn Jahre ist es her, als Gerhard Schröder meinte, es gebe keine sozialdemokratische Wirtschaftspolitik, sondern nur moderne oder alte. Der verstorbene FDP-Wirtschaftsminister Günter Rexrodt sagte es einfacher: »Wirtschaft wird in der Wirtschaft gemacht«. Das ist einfach über jede Kritik am Kapitalismus erhaben. Der Kapitalismus hat einen unschlagbaren Vorteil: Er verhilft den wenigen Menschen, die sehr viel Geld haben, zu noch mehr Geld... weiter: http://www.arbeiterfotografie.com/galerie/kein-krieg/hintergrund/index-medien-und-krieg-2.html Mit besten Grüßen Anneliese Fikentscher und Andreas Neumann Arbeiterfotografie - Forum für Engagierte Fotografie Anneliese Fikentscher Andreas Neumann Merheimer Str. 107 D-50733 Köln Tel: 0221/727 999 Fax: 0221/732 55 88 eMail: arbeiterfotografie at t-online.de Web: www.arbeiterfotografie.com Hinweis: wer von uns keine Informationen mehr zugeschickt haben möchte, teile uns dies bitte unter Angabe der eMail-Adresse an arbeiterfotografie at t-online.de mit. Wir werden die Adresse dann umgehend aus unserem Verteiler streichen. ================================================ ================================================ C) TERMINE ================================================ Donnerstag http://mund.at/butt/Termine/Mai/1205.htm Freitag http://www.mund.at/butt/Termine/Mai/1305.htm Samstag http://www.mund.at/butt/Termine/Mai/1405.htm ================================================ D) EDITORIAL ================================================ Für den Inhalt verantwortlich: Ihr. E-Mail-Adresse für Beiträge: widerstand at no-racism.net geschickt. widerst at nd MUND und alle Termine täglich aktualisiert im Web: http://www.no-racism.net/MUND Ziel von MUND (medienunabhängiger Nachrichtendienst) ist die unzensurierte und möglichst rasche Information über gesellschafts- politisch relevante Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu Widerstand und Antirassismus sowie verwandte Themen. sollen einen Titel, Namen und Emailadresse der/des AutorIn enthalten und möglichst kurz und prägnant gehalten sein, ev. mit Hinweis, wo weitere Informationen eingeholt werden können. Bitte keine Attachments! Die inhaltliche und sachliche Verantwortung liegt bei der/dem jeweiligen AutorIn bzw. jenen, die uns die Beiträge schicken. Der MUND wird von einzelnen TagesredakteurInnen zusammengestellt. Da Fehler nicht ausgeschlossen sind, bitten wir, nicht veröffentlichte Beiträge nochmals an widerstand at no-racism.net zu senden. Die Weiterleitung (auch auszugsweise) ist erwünscht. Beiträge mit rassistischen oder sexistischen Inhalten werden nicht veröffentlicht. Sehr persönliche Meldungen werden wir an den betreffenden Adressaten weiterleiten, aber nicht im MUND veröffentlichen. Die bisherigen Ausgaben sind unter http://www.no-racism.net/MUND archiviert. Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage: * Wann: Sonntag, 11.11.2001, 11:11 Uhr * * Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" * * Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf * * Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie. Aber kurz und prägnant.* Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch stillschweigend Zensur zu üben. Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die Nichtaufnahme geliefert. (Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.) Die AbsenderInnen der betroffenen Beiträge werden hiervon informiert. Im Sinne einer "gläsernen Zensur" könnt ihr Euch die Beiträge gerne extra schicken lassen: Ein kurzes Mail an widerstand at no-racism.net genügt. ================================================ E) VERTEILERLISTE ================================================ Zur Eintragung in diesen Verteiler bitte direkt subskribieren unter http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/analle oder von der einzutragenden Adresse aus ein mail schicken an: admin at no-racism.net mit folgendem Text: subscribe no-racism Bitte wegen Automatisierung diesen Wortlaut verwenden! Zur Austragung aus dieser Liste bitte an widerst at nd MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst www.no-racism.net/mund Dienstag, 17.05.2005 ================================================ A) INHALT ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 01 17.5.: Diskussionsveranstaltung "Sabotage" "haenge matte" ================================================== 02 18.5.: Was macht die OMV in Ecuador? "Peter Kneidinger" ================================================== 03 20.5.: 50 Jahre nach dem Staatsvertrag - Friedensrepublik statt EU-Militärprovinz! anonym ================================================== 04 24.5.: FORST im Votivkino petja dimi ================================================== 05 Genua gipfelsoli-l at lists.nadir.org ================================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND KOMMENTARE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 06 Stille Besetzung wird zum Schweigen gebracht? "Freiraum" ================================================== 07 PA - Besetzung im alten AKH geräumt gruppe_freiraum at gmx.net ================================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< SOLIDARITÄT WELTWEIT ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 08 [gipfelsoli] Luxemburg gipfelsoli-l at lists.nadir.org ================================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< LINKS / VERWEISE / HINWEISE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 09 Filmempfehlung "wadi wien" ================================================== 10 Du wirst ausspioniert ....! roger.bruegger at carbagas.ch ================================================== ================================================ B) TEXTE ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 01 17.5.: Diskussionsveranstaltung "Sabotage" "haenge matte" ================================================== "Open Air" Diskussionsveranstaltung des allgemeinen Syndikat Wien Sabotage Billiglohn und Zwangsarbeit, dafür ham´wir keine Zeit Was ist Sabotage? Die Sabotage als alltägliche ökonomische Kampfform der ArbeiterInnen/Arbeitslosen. Dienstag, 17.5.2005, 17 Uhr 1020 Wien Arenawiese (Endstation Straßenbahn N, zwischen Jesuitenwiese und Praterallee) bei der schwarz-roten Fahne. Kontakt: haengematte at linuxmail.org oder Hängematte, Stiftgasse 8, 1070 Wien ================================================== 02 18.5.: Was macht die OMV in Ecuador? "Peter Kneidinger" ================================================== ... Oder: Macht die OMV etwas in Ecuador? Diese Fragen stellen sich viele. Wir von der Plattform Viva Amazonia - Amazonien Solidarität Österreich haben einige Antworten. Da diese Antworten alleine allerdings keineswegs zufriedenstellend sind, möchten wir auch Taten setzen. Wir laden daher euch alle ein zu einer Kundgebung am 18. Mai 2005, 14:00 Vor dem Austria Center Vienna (ACV), Bruno-Kreisky-Platz 1, 1220 Wien (wo die OMV an diesem Tag ihre Aktionärsversammlung abhält) DIE HARMONIE IM REGENWALD WIRD BEDROHT. Zeigen wir, dass wir nicht damit einverstanden, dass sich Österreichische Firmen daran beteiligen!!! VIVA AMAZONÍA - Amazonien Solidarität Österreich www.amazoniaviva.net info at amazoniaviva.net ================================================== 03 20.5.: 50 Jahre nach dem Staatsvertrag - Friedensrepublik statt EU-Militärprovinz! anonym ================================================== Freitag, 20. Mai 2005, 19.00, Wien Bildungszentrum der Arbeiterkammer, Wien, Theresianumstr. 16-18, 1040 Wien "50 Jahre nach dem Staatsvertrag - Friedensrepublik statt EU- Militärprovinz!" Vortrag und Diskussion mit Univ. Prof. Hans Hautmann (Institut für Zeitgeschichte, Linz und Vorsitzender der Alfred Klahr Gesellschaft) Eine Veranstaltung der Werkstatt Frieden&Solidarität in Kooperation mit der Grünen Bildungswerkstatt Wien und der pädagogischen Zeitschrift "Schulhefte" Während offiziell der Staatsvertrags gefeiert wird, tritt das politische Establishment Kernbestandteile des Staatsvertrags mit Füßen: z. B. das militärische Kooperationsverbot mit Deutschland durch die Teilnahme an deutsch geführten EU-Schlachtgruppen, das Verbot des Ausverkaufs der verstaatlichen Industrie an deutsche Konzerne durch Verkauf der VA-Tech an den Rüstungskonzern Siemens. Während der Staatsvertrag strikte militärische Selbstbeschränkung vorsieht, wird eine EU-Verfassung ratifiziert, die eine ausdrückliche Aufrüstungspflicht und das Mandat für globale Militärmissionen vorsieht. Abseits oberflächlicher Jubelfeierlichkeiten soll bei dieser Veranstaltung sowohl der historische Hintergrund des Staatsvertrags beleuchtet als auch eine Diskussion über die Möglichkeiten eröffnet werden, den Gehalt des Staatsvertrags im Konzept der "Friedensrepublik Österreich" für das 21. Jahrhundert fruchtbar zu machen, anstatt den Marsch in ein europäischen Imperium fortzusetzen. ================================================== 04 24.5.: FORST im Votivkino petja dimi ================================================== am Dienstag, 24. Mai, 21 Uhr, bringt das Votivkino den Film FORST der RegisseurInnen Ascan Breuer, Ursula Hansbauer und Wolfgang Konrad (Deutschland/Österreich 2005). Der Film erhielt bei der Diagonale 2005 den Preis der Jury der Diözese Graz-Seckau. a film by Ascan Breuer, Ursula Hansbauer, Wolfgang Konrad in partnership with The Voice Refugee Forum and others Forst ist ein Portrait. Der Dokumentarfilm erzählt von einem Wald, der inmitten Europas jenseits von Urbanität und Zivilisation eine eigenartige Gemeinschaft von Verbannten beherbergt - eine gestrandete Welt. Eine diffuse aber doch totale Kontrolle sorgt sich darum, dass sie nicht hervordrängt, dass sie nicht in unserer Wirklichkeit auftaucht und dort ihr Unwesen treibt. In Forst verkünden die Verbannten ihre eigene Wahrheit und erzählen die Geschichte ihrer Emanzipation. Denn langsam entsinnen sie sich ihrer Identität als politische Flüchtlinge und beginnen Befreiungspläne zu schmieden... Der auf 16mm-S/W-Material gedrehte Film ist in Zusammenarbeit mit den Flüchtlingen entstanden, die sich großteils selbst spielen. Mittels montierter Interviewpassagen erzählen sie die Geschichte ihrer Ohnmacht und ihrer Ermächtigung. "...Forst verstört - und lässt tausend Fragen offen: uneinsichtig-zwielichtig, mythisch-monolithisch, verklärend, anti-aufklärerisch. Forst will scheinbar nicht verhandeln, noch will er Dialog, ist weder reflexiv noch kritisch gegenüber seiner eigenen Botschaft und Position... Nach Anhaltspunkten für Authentizität sucht der Zuschauer vergebens. Stattdessen lässt ihn der Film allein zurück in einem unangenehmen Gefühl der Ohnmacht und des drängenden Widerspruchs... Etwas fordert zum Zweifeln heraus - einerseits an der monumentalen Wahrheit dieses Films, aber darüber hinaus an jener des Zuschauers. Im schlechtesten Falle zwingt es den Betrachter in eine entrüstete Abwehrstellung, im besten lädt es zum produktiven Selbstzweifel ein... Forst ist ein Un-Dokumentarfilm - und in diesem Sinne utopisch: Er dokumentiert einen Kampf an einer verhärteten Front, den Kampf um die Wirklichkeit. Der Blick der Erzähler steht jenem der Zuschauer provozierend, anmaßend und angriffslustig gegenüber..." -- Amon Brandt Infos zum Film: http://www.votivkino.at/textkurz/ksv0513.htm Website zum Film: www.forstfilmcom ================================================== 05 Genua gipfelsoli-l at lists.nadir.org ================================================== Gipfelinfo - Meldungen über globalisierte Solidarität und die Proteste gegen unsolidarische Globalisierung -------------------------------------------------------------------------- VON GENUA NACH HEILIGENDAMM Stand der Verfahren zum G8 in Genua und Mobilisierung zu den nächsten Gipfeln EINE VERANSTALTUNG mit: - Giuseppe Coscione (Präsident des "Comitato Piazza Carlo Giuliani", Genova): Die Italienische Bewegung - Haidi Gaggio (Mutter von Carlo Giuliani): Der Stand der Verfahren in Genua - Eva Lindenmaier (Republikanischer Anwältinnen- und Anwälteverein, Berlin): Verfahren gegen Polizeibeamte wegen Übergriffen - F.e.l.S. (Für eine linke Strömung): G8 2005 in Schottland und G8 2007 in Deutschland Freitag, 3. Juni 2005, 18.45 Uhr Hauptgebäude der HU Raum 3075 (2. Obergeschoss) Unter den Linden 6, Berlin-Mitte -------------------------------------------------------------------------- gipfelsoli infogruppe Newsletter mit Nachrichten über Mobilisierungen, Debatten und Repression im Zusammenhang mit Gipfelprotesten. Die AutorInnen der Beiträge, so sie nicht von uns verfasst sind, sind mit eckigen Klammern versehen. Wir können leider keine Verantwortung für die Richtigkeit der Beiträge übernehmen. Auch geben die Beiträge nicht zwangsläufig unsere Meinung wieder. Kontakt, Kritik, Beiträge: gipfelsoli at nadir.org ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND KOMMENTARE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 06 Stille Besetzung wird zum Schweigen gebracht? "Freiraum" ================================================== Gestern am Abend, Freitag dem 13., sickerten etliche Leute im Areal hinterm Narrenturm im alten AKH ein. Die dritte, dies Mal eine stille Besetzung wurde jedoch relativ rasch entdeckt. Als gegen 12:30 acht Polizeibusse inkl. WEGA auffuhren, waren erst 40 Leute anwesend. Sie wollten gerade zum Kochen anfangen und auf weitere Leute warten. Auf Grund dieser Ausgangssituation sind die AktivistInnen vorerst in den Hof 2 des Campus übersiedelt. Dort wird nun trotz aller Repression in gemütlicher Atmosphäre gekocht. Schauts alle vorbei Schau ma mal was der Tag noch so bringt:-) -- www.freiraum.at.tt => Nimm dein Leben selbst in die Hand. Gegen Volk, Staat und Vaterland. ================================================== 07 PA - Besetzung im alten AKH geräumt gruppe_freiraum at gmx.net ================================================== Vierte Hausbesetzung im alten AKH geräumt. In der Nacht vom Freitag dem Dreizehnten besetzten rund 60 AktivistInnen das Areal hinterm Narrenturm am Universitäts- Campus. Die Aktion knüpft an zwei Besetzungen im letzen Sommer an, mit denen die Notwendigkeit nach einem selbstverwalteten Zentrum untermauert werden soll. Gegen 14:00 von der Polizei entfernt. Rektor Georg Winckler, der mittlerweile den Vorsitz der europäischen Rektorenkonferenz innehat, negiert somit weiterhin den breite Bedürfnis leerstehende Gebäude nutzbar zu machen - das heute geräumte Gelände steht seit dreißig Jahren leer. Diverse Projekte im Rahmen des Wiener Kongresses wurden somit verhindert. Die AktivistInnen von "Freiraum" können gerade die Küche zur Verpflegung der international angereisten KongressteilnehmerInnen, nun auf einer öffentlichen Wiese im Unicampus, fortsetzen. "Das Streben nach autonomen Sozialzentren wird sich nicht ewig unterdrücken lassen. Derartige hilflose Polizeieinsätze bestärken auch bisher Unbeteiligte darin, aktiv zu werden.", so Emma G. zu anwesenden PressevertreterInnen. www.freiraum.at.tt www.wienerkongress.info Rückfragehinweis: Gruppe Freiraum, 0699 815 56 132 ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< SOLIDARITÄT WELTWEIT ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 08 [gipfelsoli] Luxemburg gipfelsoli-l at lists.nadir.org ================================================== Gipfelinfo - Meldungen über globalisierte Solidarität und die Proteste gegen unsolidarische Globalisierung -------------------------------------------------------------------------- - EU Gegengipfel: Stand der Vorbereitung - EU-Gegengipfel: Legal&Medical Support gesucht ----------------------------------------------------------------------------- EU Gegengipfel : Stand der Vorbereitung Nur noch einen Monat bis zum (anti)europäischen Gegengipfel in Luxemburg. Während in der europäischen Öffentlichkeit alle auf die EU-Verfassung schielen und ihre Ablehnung befürchten oder erhoffen, haben sich rund um Luxemburg Netzwerke radikaler Linker und AnarchistInnen aufgemacht, das alte Europa zu sabotieren und dem Kapitalismus zumindest für einige Tage ein Bein zu stellen. Im Juli findet in Luxemburg das Referendum über die EU-Verfassung statt. In der Diskussion darüber ist das tagespolitische Geschäft der luxemburgischen EU-Präsidentschaft fast untergegangen und nähert sich unauffällig ihrem scheinbar erfolgreichen Ende. Doch wir werden es uns nicht nehmen lassen, zum Ende der Präsidentschaft auf die Strasse zu gehen und klarzumachen, dass es auch ohne Verfassung genug gibt, weswegen Europa zu sabotieren ist. Anarchistische und antifaschistische Gruppen aus Luxemburg, Frankreich, Belgien und Deutschland mobilisieren zu einem Gegengipfel, der vom 16-19 Juni in Luxemburg stattfindet. - Das selbstorganisierte Widerstandscamp hat inzwischen einen Platz gefunden, der von den kommunalen Behörden genehmigt wurde, nachdem der Platz unserer Wahl am Anfang verweigert wurde. Auf einem hübschen, früher industriell genutzen Gelände im Süden von Luxemburg werden wir nun 4 Tage lang selbstverwaltet campen, kochen, Workshops&Konzerte machen und Aktionen planen. Auch die Verpflegung ist sichergestellt durch Voküs aus Belgien und Holland. - Workshops zu Themen wie Kameraüberwachung, RFID Chips, Squatting, Legal Work, Antinationale Vernetzung, EU- Nationalismus, Siebdruck und viele mehr sind geplant. Eine Vorläufige Liste gibts auf der Homepage. - Am 17ten gibt es auf dem Camp ein Konzert mit 5-6 Bands aus Frankreich, Luxemburg, Deutschland, Schweiz, Irland und Belgien. Auch am Samstag wird es abends Konzerte geben. Ein unvollständiges provisorisches Programm im Internet. - Bereits am 16ten wird es abends einen frühlichen Demozug durch die Viertel in der Nähe des Camps geben. Dabei soll vor allem die lokale Bevölkerung des proletarisch und migrantisch geprägten Luxemburger Südens begrüsst und auf das Camp und die Aktionen aufmerksam gemacht werden. - Am 18ten gibt es eine Demonstration durch die Luxemburger Innenstadt, die vom Bahnhof durchs Zentrum bis zum EU-Zentrum führt. Während dieser Demo und danach wird es wahrscheinlich Live-Musik auf der Strasse geben - Nicht vergessen wollen wir Schengen, den kleinen luxemburgischen Ort an dem der berüchtigte Vertrag über das mörderische europäische Grenzregime unterzeichnet wurde. Eine entsprechende Aktion und kollektiver Ausflug ist in Planung. - Im lokalen Infoladen "Schreibs" wird die Tage über ein Indy- Medienzentrum sein, mit frei verfügbaren Rechnern und Internetzugang, sowie wahrscheinlich Möglichkeiten eigene Flugblätter spontan zu erstellen und zu verfielfältigen - Daneben gibt es natürlich noch alle jene Aktionen, die wir nicht "vorschreiben", sondern sich die TeilnehmerInenn selber ausdenken oder die halt spontan entstehen. Da das ganze ein DIY-Projekt ist, das von keinen NGOs oder sonstigen Sponsoren getragen wird, sind wir zur Realisierung der ganzen Sache natürlich darauf angewiesen, dass sich möglichst viele Leute aktiv einbringen. Ob Ordnerdienst auf dem Camp, Hilfe beim Aufbauen oder das zur Verfügung-stellen vom Camp- Materialien, Revolution needs your help! Insbesondere die Legal- Teams und die Demosanis brauchen noch Verstärkung in ihren Reihen. Also meldet euch. Am 18 (Brüssel), 26 (Trier), 28 (nochmal Brüssel) und 29 (Luxemburg) Mai finden ausserdem weitere Soli-Konzerte im Vorfeld mit Bands aus ganz Europa statt, um ein den Widerstand zu finanzieren. Checkt die Homepage für das Line-Up der Bands und die genauen Orte. Ausserdem wird es auch bis kurz vorher noch Info+Mobilisierungsveranstaltungen geben, auch hier ist der stets aktuelle Stand der Dinge auf der Homepage. Infomaterialien gibt es im Web zum runterladen und ausdrucken, auf Anfrage schicken wir euch aber auch gerne welches zu. Any questions, don't hesitate to ask. Also Haut rein und bis Juni in Luxemburg e-Mail: KEINSPAM.eurotop at gmx.net | Homepage: http://www.eurotop.lu [indymedia.de, von R.I.S.E. - 15.05.2005 00:46] ----------------------------------------------------------------------------- EU-Gegengipfel im Juni 2005: Legal&Medical Support gesucht Vom 16-19 Juni organisiert das internationale linke Netzwerk RISE Gegenaktivitäten gegen den Abschluss der luxemburgischen EU- Präsidentschaft. Es wird ein Camp geben, direkte Aktionen, eine Demo, zahlreiche inhaltliche Workshops und Diskussionen. Ziel ist es, eine radikale Kritik gegen Europa zu auf die Agenda zu setzen und als Linke offensiv, mit unseren eigenen Inhalten, zu agieren. Dafür bietet sich im kleinen beschaulichen Grossherzogtum die Gelegenheit. Allerdings ist Luxemburg, wenn auch klein und beschaulich, auch ein repressiver Staat, und die Erfahrung hat gezeigt wie Staaten auf Gipfelproteste reagieren. Deswegen werden noch Leute&Gruppen gesucht, die den Legal-Support und die Demo-Sani Teams verstärken, und die optimalerweise bereits Erfahrungen in diesem Bereich haben. Bitte meldet euch bei Interesse! Timeline des Gegengipfels: Camp vom Donnerstag 16 bis Sonntag 19 Action Day am 17 Juni Demo am 18 Juni Abschlussaktion am 19ten Juni Mehr Infos: www.eurotop.lu [keinepaniktrier at infoladen.de] -------------------------------------------------------------------------- gipfelsoli infogruppe Newsletter mit Nachrichten über Mobilisierungen, Debatten und Repression im Zusammenhang mit Gipfelprotesten. Die AutorInnen der Beiträge, so sie nicht von uns verfasst sind, sind mit eckigen Klammern versehen. Wir können leider keine Verantwortung für die Richtigkeit der Beiträge übernehmen. Auch geben die Beiträge nicht zwangsläufig unsere Meinung wieder. Kontakt, Kritik, Beiträge: gipfelsoli at nadir.org ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< LINKS / VERWEISE / HINWEISE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 09 Filmempfehlung "wadi wien" ================================================== Nichts ärgert manche "Friedensfreunde" mehr, als ein Hinweis auf Realität. Ihr Weltbild ist einfach gestrickt. Auf der einen Seite die bösen Imperialisten auf der anderen die unterdrückten Völker. Und wehe jemand wagt es, das Bild der Realität zu differenzieren. Charlotte Higgins berichtet am 14. Mai 2005 im Guardian aus Cannes unter dem Titel: "Pro-Kriegs-Film auf der Croisette". http://film.guardian.co.uk/cannes2005/story/0,15927,1483884,00.html#article_continue deutsche Übersetzung: ------------------------------------------ George Bush und Tony Blair werden aus Freude in Kriegsgeschrei ausbrechen. Ein nachdrücklich für den Krieg Partei ergreifender - aus dem Irak kommender - Film wurde am Filmfestival in Cannes aufgeführt. Der Hauptteil von Hiner Saleems Kilometer Zero, der um die Goldene Palme konkurriert, spielt 1988 vor dem Hintergrund des Todes [[eigentlich müsste es Mordes heißen, RED.]] Tausender irakischer Kurden durch die Hände von Saddams Vetter "Chemical" Ali Hassan al-Majid. Die Hauptdarsteller, die im Exil in Frankreich leben, freuen sich über den Fall von Bagdad 2003. "Ich bin gegen jede Art von Krieg," sagte Saleem. "Aber wir können uns nicht den Luxus leisten, zu sagen, in der Zwischenzeit werden wir ausgerottet'. "Wenn Sie sagen, dass die USA ein imperialistisches Land ist, dann haben Sie recht. Wenn Schweden, Liechtenstein, Frankreich es getan hätte, dann wäre das wunderbar gewesen. Aber sie gaben den USA freien Lauf; und ich bin darüber äußerst erfreut." Die Szene des Jubels in den letzten Momenten des Filmes "ist noch immer gültig. Ich möchte sagen, dass ich optimistisch bin," sagte er. "Das Problem mit dem Irak ist, dass er nicht wegen des Wunsches eines einzelnen Volkes entstanden ist, sondern weil Churchill es gewollt hatte. [[Anspielung auf die Aufteilung des osmanischen Reiches nach dem Ersten Weltkrieg RED]] die Macht ging an das Volk, das die meisten Kalashnikovs hatte." Die Geschichte spielt während des Iranisch-Irakischen Krieges. Ako, ein irakischer Kurde, geht in der Früh nur mit Pyjama bekleidet, um Brot zu kaufen. Er wird vom irakischen Militär verhaftet und an die staubige, brutale iranische Front bei Basra gesandt, um dort zu kämpfen. Eines Tages wird ihm befohlen, den Leichnam eines Soldaten der seiner Familie übergeben werden soll, zu begleiten. So fährt er mit einem arabisch-irakischen Fahrer durch die trostlose Landschaft. Der Film der zum Teil von der kurdischen Regionalregierung und von Frankreich finanziert wurde, hat eine starke politische Aussage zur kurdischen Identität. Einige beschuldigen ihn auch antiarabisch zu sein, weil er den Fahrer als schwachsinnig und von naiven religiösen Gefühlen beherrscht zeigt. Saleem antwortete: "Die Araber kennen die Kurden nicht gut. Sie haben uns gezwungen arabische Geschichte und Kultur zu lernen. Aber sie wissen nichts von unserer Geschichte, Kultur, Sensibilitäten, Träumen. Sie müssen sich anstrengen uns zu verstehen." Er bestritt, dass der Film eine offene politische Botschaft hat: "Man produziert nicht einen Film, um die Aufmerksamkeit der Menschen auf Politik zu lenken. Ich wollte die Hügel von Kurdistan, die Gesichter der Menschen zeigen." "Es ist kein ideologischer Film. Er sagt nicht, dass wir das wunderbarste Volk auf der Erde sind.... aber ich bin entzückt, dass den Menschen ermöglicht wird, mit diesem Film eineinhalb Stunden durch Kurdistan zu fahren." Sami Shorashi, der Kulturminister der Regionalregierung sagte: "Das ist ein bedeutender Schritt vorwärts für das kurdische Volk....Ich sehe es als ein Kunstwerk, das auch das durch das Regime von Saddam Hussein verursachte Unglück des kurdischen Volkes zeigt." Saleem, der seit den frühen 1980er Jahren in Frankreich lebt und zu dessen frühere Arbeiten auch Wodka-Lemon gehört, sagte, dass der Film auf wirklichen Geschehnissen gründet, die sein Bruder erlebt hat. Die Produktion des Filme, sagte er, hatte mit enormen praktischen Schwierigkeiten zu kämpfen. Auf Grund des Mangels an einer eigenen Filmkultur ("Ausnahme einige wenige Propagandafilme"), mussten Techniker, Team und Ausrüstung aus Frankreich gebracht werden. "Es war ein Alptraum, die Kameras und das Team nach Kurdistan zu bringen und noch schwieriger war es, sie zurückzubringen. Wir haben schon ernsthaft daran gedacht, Schmuggler an der Grenze zu kontaktieren, damit sie uns helfen." Guardian Unlimited © Guardian Newspapers Limited 2005 http://film.guardian.co.uk/cannes2005/story/0,15927,1483884,00.html#article_continue -------------------------------------------------------------------- -- WADI - Verband für Krisenhilfe und solidarische Entwicklungszusammenarbeit e-mail: wadi.wien at gmx.at Tel.: 0699-11365509 Spendenkonto in Österreich: Kontonummer 07.405.301 Evangelische Kreditgenossenschaft eG BLZ 31800 IBAN: AT10 3180 0000 0740 5301 BIC: EVKRATW1 Website mit weiteren Informationen zu Projekten von Wadi und Veranstaltungshinweisen: www.wadinet.at ================================================== 10 Du wirst ausspioniert ....! roger.bruegger at carbagas.ch ================================================== und weisst es nicht einmal: http://www.heise.de/newsticker/meldung/58003 http://www.heise.de/newsticker/meldung/59304 http://www.heise.de/newsticker/meldung/58311 http://www.heise.de/newsticker/meldung/58351 ================================================ C) TERMINE ================================================ ======================== Dienstag http://www.mund.at/butt/Termine/Mai/1705.htm Mittwoch http://www.mund.at/butt/Termine/Mai/1805.htm Donnerstag http://mund.at/butt/Termine/Mai/1905.htm ======================== ================================================ D) EDITORIAL ================================================ Für den Inhalt verantwortlich: Ihr. E-Mail-Adresse für Beiträge: widerstand at no-racism.net geschickt. widerst at nd MUND und alle Termine täglich aktualisiert im Web: http://www.no-racism.net/MUND Ziel von MUND (medienunabhängiger Nachrichtendienst) ist die unzensurierte und möglichst rasche Information über gesellschafts- politisch relevante Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu Widerstand und Antirassismus sowie verwandte Themen. sollen einen Titel, Namen und Emailadresse der/des AutorIn enthalten und möglichst kurz und prägnant gehalten sein, ev. mit Hinweis, wo weitere Informationen eingeholt werden können. Bitte keine Attachments! Die inhaltliche und sachliche Verantwortung liegt bei der/dem jeweiligen AutorIn bzw. jenen, die uns die Beiträge schicken. Der MUND wird von einzelnen TagesredakteurInnen zusammengestellt. Da Fehler nicht ausgeschlossen sind, bitten wir, nicht veröffentlichte Beiträge nochmals an widerstand at no-racism.net zu senden. Die Weiterleitung (auch auszugsweise) ist erwünscht. Beiträge mit rassistischen oder sexistischen Inhalten werden nicht veröffentlicht. Sehr persönliche Meldungen werden wir an den betreffenden Adressaten weiterleiten, aber nicht im MUND veröffentlichen. Die bisherigen Ausgaben sind unter http://www.no-racism.net/MUND archiviert. Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage: * Wann: Sonntag, 11.11.2001, 11:11 Uhr * * Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" * * Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf * * Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie. Aber kurz und prägnant.* Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch stillschweigend Zensur zu üben. Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die Nichtaufnahme geliefert. (Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.) Die AbsenderInnen der betroffenen Beiträge werden hiervon informiert. Im Sinne einer "gläsernen Zensur" könnt ihr Euch die Beiträge gerne extra schicken lassen: Ein kurzes Mail an widerstand at no-racism.net genügt. ================================================ E) VERTEILERLISTE ================================================ Zur Eintragung in diesen Verteiler bitte direkt subskribieren unter http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/analle oder von der einzutragenden Adresse aus ein mail schicken an: admin at no-racism.net mit folgendem Text: subscribe no-racism Bitte wegen Automatisierung diesen Wortlaut verwenden! Zur Austragung aus dieser Liste bitte an aus Einsendungen an zusammengestellt. Bitte keine Attachments! (werden nicht angenommen) Für diese Ausgabe nicht aufgenommen: Ein nicht widerstandsrelevanter Beitrag, Spam Redaktionsschluss für diese Ausgabe: 20:00 Uhr III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III widerst at nd-MUND is powered by http://alt.strg.at/ From analle at no-racism.net Wed May 18 14:26:11 2005 From: analle at no-racism.net (analle at no-racism.net) Date: Wed, 18 May 2005 08:26:11 -0400 Subject: widerst@nd - MUND: Mittwoch, 18.5. 2005 Message-ID: <1799367301.20050518082611@nessizius.com> widerst at nd MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst www.no-racism.net/mund Mittwoch, 18. Mai 2005 ================================================ A) INHALT ================================================ ================================================ 01 In eigener Sache .... Von: TATblatt ================================================ 02 19.5.:Donnerstagsspeakerscorner zu Schubhaft 20.5.:Demo gg Gehrer, Bildungsabbau Von: August Faschang ================================================ 03 an life ball - karten-besitzer: gedenkmarsch Von: Ronny Hollenstein ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 04 Einladung zur Eröffnungsveranstaltung Von: Dar Aljanub ================================================ 05 Context XXI, Schwerpunkt Irak Von: Ökologische Linke ================================================ 06 Forum Sexualität 31.05.05 (TransGender) Von: Rechtskomitee LAMBDA ================================================ 07 Que(e)r-Beisl am 18. Mai / Film: nach oesterreich. Erinnerungen an Zwangsarbeit und Arbeitsmigration Von: Rosa Antifa Wien ================================================ 08 [Depot-news] Depot Podiumsdiskussion Freitag, 20. Mai Von: depot-news at mailman.sil.at ================================================ 09 Podiumsdiskussion: Die Europäische Verfassung im Kreuzfeuer der Kritik Von: Ruth Chylik ================================================ 10 queerograd/Antisemitismus und Geschlecht Von: Café Critique ================================================ 11 50 Jahre nach dem Staatsvertrag - Friedensrepublik statt EU-Militärprovinz! Von: Werkstatt Frieden & Solidarität ================================================ 12 Newsletter 17. - 31. Mai 2005 Von: Kulturverein Kanafani ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND MEINUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 13 Kurdish women make a stand Von: wadi wien ================================================ 14 Sudanese families under attack in Iraq Von: wadi wien ================================================ 15 'Martyrs' In Iraq Mostly Saudis Von: wadi wien ================================================ ================================================ B) TEXTE ================================================ ================================================ 01 In eigener Sache .... Von: TATblatt ================================================ Verlustwarnung!!!! 7500 Seiten sind genug! Nach 17 Jahren, fast 320 Ausgaben und über 7500 produzierten Seiten des TATblatts ist es einfach genug: Ende Juni bringen wir das letzte TATblatt unter die Leute... Unregelmäßige Erscheinungsabstände haben es vielleicht bereits vorhersehbar gemacht: Das TATblatt wird eingestellt. Was als Projekt der schnellen Gegeninformation nach dem StudentInnenstreik 1987/88 begonnen hat, hat sich im Zeitalter der Informationsübertragung in Millisekunden überlebt. Das TATblatt tritt nicht ab ohne Resümee: Ende Juni erscheint eine letzte Ausgabe, in der wir 17 Jahre politische Existenz in einer radikalen Linken nachvollziehbar machen wollen; in der wir unsere subjektiven Erfolge wie Misserfolge darstellen wollen. Wir wünschen uns jede Menge Beiträge von LeserInnen, SympathisantInnen, KritikerInnen.... Keine Jubelbeiträge und keine Kondolenzschreiben, sondern subjektive Beiträge zur Darstellungen einer subjektivistischen Dissidenz in einer Ordnung der 24-Normalalltags-Kontroll- und Verwertungsgesellschaft. Vor allem aber wollen wir, dass ihr eure Daueraufträge, eure Spenden etc. für das TATblatt einstellt; sie am besten anderen Initiativen im linksradikalen Spektrum zur Verfügung stellt. Welche erst kürzlich gespendet oder das TATblatt abonniert haben, bekommen quasi unverbrauchte Gelder zurück. Wie das funktionieren kann, erfährt ihr im letzten TATblatt. Redaktionsschluss für die letzte Ausgabe ist der 6. Juni 2005. Wir hoffen wirklich auf viele Reaktionen... TATblatt --- http://www.tatblatt.net mailto:TATblatt at blackbox.net ================================================ 02 19.5.:Donnerstagsspeakerscorner zu Schubhaft/20.5.:Demo gg Gehrer, Bildungsabbau Von: August Faschang ================================================ Liebe Leute! + Auch am DONNERSTAG (19.5.) gibt es zusätzlich zur wöchentlichen Mahnwache gegen Schwarzorange in Österreich und Orangerot in Kärnten vor dem Kanzleramt wieder einen SPEAKERSCORNER, diesmal mit einem Referat zum Thema "ZUSTÄNDE UND VERSCHLECHTERUNGEN IM SCHUBHAFTBEREICH". Treffpunkt ist um 19Uhr45 Ecke Ballhausplatz/Heldenplatz, Beginn 20Uhr. Und danach sind wieder alle Teilnehmerinnen im Stammlokal in der Neustiftgasse willkommen! + Weitere Termintipps: + Dienstag 17.5., 19Uhr30, Diskussion: 60Jahre sind genug - Wehrmachtsdeserteure endlich rehabilitieren, mit dem Zeitzeugen R. Wadani, Chinarestaurant "Sun" (Donaufelderstr. 229, 1220 Wien, Veranstalterin: Transdanubien gegen Schwarzblau) + Mittwoch 18.5., 21Uhr: Der Eid von Gagging - 75Jahre Korneuburger Eid, in Szene gesetzt von P.Matejka und H.Kramar, Kabelwerk - 1120 Oswaldg. 33-35 (ein Beitrag zur austrofaschistischen Geschichte der ÖVP, deren Vertreter von der großen Regierungspartei nach wie vor geehrt werden). - Näheres in ANHANG1. + Donnerstag 19.5.,ab 17Uhr: Widerstandslesung (Ecke Ballhausplatz/Heldenplatz). + Donnerstag 19.5., 20Uhr: Speakerscorner "Zustände und Verschlechterungen im Schubhaftbereich" , siehe oben. + Freitag 20.5., 9Uhr, Westbahnhof: Demo "Gehrer tritt zurück! Gegen neoliberalen Bildungsabbau!" (Späteres Dazustoßen ist um 10Uhr30 bei der Unirampe möglich) - Aufruftext in ANHANG2. ligrü Gustl ANHANG1: DER EID VON GAGGING 75 Jahre KORNEUBURGER EID In Szene gesetzt von Peter Matejka und Hubsi Kramar mit volksdümmlicher Musik Einer der Säulenheiligen der heutigen ÖVP (wie der Führer der Austro-Faschisten - Dollfuß) ist der Bundeskanzler Ing Julius Raab. Wie Dollfuß im Austrofaschismus glühender Gegner des westlichen Parlamentarismus "nö. LANDESFÜRST der Heimwehr" (seit 25. 09.1928) und einer der federführenden Köpfe des austro-faschistischen Manifests der Christlich Sozialen: Der KORNEUBURGER EID "Wir wollen Österreich von Grund auf erneuern!" So lautet der Leitsatz des Eides, den rund 800 Mitglieder der NÖ Heimwehren am 18. Mai 1930 in Korneuburg geschworen haben. Mit dabei: der nö. Landesfürst Ing. Julius Raab, Kanzler von 1953 bis 1961. RAAB geb. 1891 - war also zum Zeitpunkt der Eidleistung bereits knapp 40! Am 25-09-1928 wird er "nö. LANDESFÜRST der Heimwehr" mitwirkend: RAAB, Landesfürst, STEIDLE - Bundesführer , der Lehrer, der Pfarrer, der Gendarm, die Bauern (darunter der Schwanzel-Bauer, welcher für genügend Hahnenschwänze zu sorgen hat), der Lagerhaus-Verwalter, "weil Raiffeisen Kultur sponsert", der Wirt, die Kellnerin, Der Kanzler (stumm! trägt Taferln, etwa "Ich bin jetzt der Kanzler" oder "Ich bin auch 60", mit Mascherl UND Krawatte ??) - wird von den anderen weggescheucht mit den Worten: "Is schon recht, und jetzt gehst wieder regieren!" Volksdümmliche Musik mit dem MIR-Chor, es wird zumindest versucht den Eid zu singen- z.B. Kern Buam/Der steirische Brauch : Mia schwören, mia schwören den heiligen Eid ... Stimmungsvoll auch, den Eid zu ratschen - "weil ja grad Ostern war" - mia ratschen, mia ratschen den heiligen Eid ... Doch Raab ist noch immer nicht restlos überzeugt. Erst als der KANON "Kas und Brot" als Melodie vorgeschlagen wird, stimmt er zu. Mit dem Singen von Gut und Blut klingt die Feier aus. ANHANG2: AUFRUFTEXT ZUR BILDUNGSDEMO AM 20.5. Gehrer tritt zurück und die Regierung gleich mit! Während ÖVP-Bildungsministerin Gehrer von 20.-22.5. zum Gipfel der europäischen BildungministerInnen reist, um die neoliberale Bildungspolitik in Europa weiter zu forcieren, wollen wir - eine Plattform von unzufriedenen SchülerInnen und Studierenden - unserem Unmut über diese Schul- und Unipolitik Luft machen! Wir werden ein deutliches Zeichen gegen den katastrophalen Zustand unseres Bildungssystems setzen. Wir nehmen zu große Klassen und fehlende Demokratie an unseren Schulen und das Kaputtsparen nicht länger hin. Wir wollen nicht zulassen, dass finanzielle Barrieren und Zugangsbeschränkungen sozial Schwächere von höherer Bildung fernhalten. Wir kämpfen gegen überfüllte Hörsäle, fehlende Mittel für Lehre und Forschung und gegen die Abschaffung der Demokratie an den Universitäten. 10 Jahre Gehrer sind zu viel! Schulstreik am 20.5.2005 Diskutier mit uns Alternativen zu den neoliberalen Vorstellungen der Regierung - beim Forum für eine andere Bildungspolitik: 21.5., 13.30Uhr,8.,Albertg. 23 ================================================ 03 an life ball - karten-besitzer: gedenkmarsch Von: Ronny Hollenstein ================================================ liebe freunde! der life ball braucht eure hilfe! am tag des life balls wird ein gedenkmarsch um 18:30h von der pestsäule am graben zum rathaus geführt. derzeit befindet sich dort ein großes red ribbon mit den namen der im letzten jahr an aids verstorbenen an der pestsäule. dieses red ribbon wird durch die innenstadt mit musik und anderen gästen zum rathaus geführt, wo es um 19:30h den life ball eröffnen wird. wir brauchen nun 40 träger des red ribbons. die träger müssen life ball gäste (karteninhaber) sein, weil sie durch die kontrolle durch müssen. diese sollten nicht übertrieben gestylt sein (oder gar nicht), weil der marsch seriös sein wird -> normale karten besitzer! wir sind euch für jede hilfe dankbar und hoffen, dass es bei euch leute gibt, die diesen beitrag leisten möchten. wenn ihr einfach nur so mitgehen wollt, was uns sehr freuen würde, dann befindet euch einfach um 18:30h bei der pestsäule am graben. interessierte sollen sich bitte bei Ronny Hollenstein melden: hollenstein at ic2.at, 0676 / 517 51 88 ich brauche jedenfalls name, e-mail und eine handy-nummer. mit freundlichen grüßen, ronny _______________________________________________ Ronny Hollenstein ic2 consulting GmbH|| Innovative Communication Center Museumstraße 4/8||1010 Wien|| Austria t/f +43 1 585 38 96-11/-90||cell +43 676 51 751 88 www.ic2.at Aus Freude an Verantwortung ! ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 04 Einladung zur Eröffnungsveranstaltung Von: Dar Aljanub ================================================ Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freundinnen und Freunde! Der Verein für antirassistische und friedenspolitische Initiative möchte Sie recht herzlich am Freitag, den 20. Mai, ab 18.00 Uhr zur Eröffnungsveranstaltung unseres Vereinslokals einladen: دار الجنوب Dar al-Janub – Zentrum für interkulturelle Begegnung Kleistgasse 8 1030 Wien Das Dar al-Janub (Haus des Südens) soll ein Ort der Zusammenkunft und des Austausches zwischen Menschen verschiedenster Herkunft sein. Vor allem in Form von kulturellen, politischen, sozialen und freundschaftlichen Beziehungen sollte der Dialog und das gegenseitige Verständnis gefördert werden. Dieses gegenseitige Verständnis kann sich jedoch nur auf Basis der Auseinandersetzung mit der europäischen Geschichte und den oftmals leider missionarischen und kolonialen Bestrebungen der westlichen Welt entwickeln. Nur durch die Perspektive der Menschen des Südens selbst, abseits von kolonialer europäischer Geschichtsschreibung und Kulturverständnis über den Trikont kann eine wahre Auseinandersetzung - in der wahrhaftig versucht wird dem anderen auf gleicher Augenhöhe zu begegnen - stattfinden. Das Dar al-Janub plant deshalb Veranstaltungen und Abende zu kulturellen, sozialen und politischen Themen und möchte im Rahmen dieser Veranstaltungen auch die Geschichte un die politische Entwicklung der arabischen, afrikanischen und lateinamerikanischen Welt näher bringen und behandeln. Die Räumlichkeiten des Dar al-Janubs sollten zukünftig auch für Sprachkurse in deutscher und arabischer Sprache zur Verfügung stehen. Ebenfalls stellt der Verein für friedenspolitische und antirassistische Initiative seine Räumlichkeiten gerne interessierten Personen, Initiativen oder Gruppen für kulturelle, soziale oder politische Tätigkeiten zur Verfügung. Im Dar al-Janub befindet sich eine Bibliothek mit folgenden Schwerpunkten: Kolonialismus und Antikolonialismus Afrikanische, lateinamerikanische, arabisch-muslimische Welt Globalisierung und Alternativen zur Globalisierung Nord-Süd-Dialog und Friedenspolitik Während der Eröffnungsveranstaltung des Dar al-Janub wird sich der Verein für friedenspolitische und antirassistische Initiative näher vorstellen, sowie die Infrastruktur und zukünftig geplanten Aktivitäten im Vereinslokal präsentieren. Ebenso gibt es ein Buffet. Für die Kinder unserer Besucher wird eine Spielecke eingerichtet. Wir freuen uns auf Ihr/euer Kommen Verein für friedenspolitische und antirassistische Initiative ================================================ 05 Context XXI, Schwerpunkt Irak Von: Ökologische Linke ================================================ Hier wiederum das Inhaltsverzeichnis der neuen Context XXI, die bald in den Briefkästen der AbonnentInnen landen wird und auch noch rechtzeitig bei jenen landen könnte, die rasch ein mail an: judith.goetz at gmx.net schicken und sich damit ein Abo checken. Auf diesem Wege bittet die Redaktion von Context XXI auch all jene, die für für 2004 noch nicht bezahlt haben, das Geld dringend zu überweisen (Kontonummer/Kosten siehe unten). Die nächste Ausgabe von CXXI, also 2/2005 folgt in etwa 2 Monaten und beinhaltet u.a. eine Rezension sowie ein Interview mit Victor Farías über sein neues Buch „Salvador Allende. Contra Judíos, Homosexuales y `otros degenerados? “. Im Herbst plant Context XXI in Wien eine Buchpräsentation und Podiumsdiskussion mit dem Autor. ------------------------------------------------------- Context XXI 1/2005 Schwerpunkt: Irak Mary Kreutzer: Kein wildes Kurdistan. Eine Foto-Reportage. Hussain Ali Bawa: Offen für die besten Argumente? Über die Kultur des Argumentieren im Irak nach den Wahlen Walid Al-Khalily: Kindheit unter Saddam. Ali Al-Zahid: Fassungslos. Sana Ahmed-Al-Khalily/Suhad Al-Zahid: Szenen zweier Frauen aus dem Irak. Nasi Missouri: Taliban in Falluja. Thomas Schmidinger: Der Tyrann und der Warlord. Der Irak zwischen einem „failed state“ und beginnendem „nationbuilding“. Kasim Talaa: „Ein richtiger Weg, aber “ Die irakische Linke nach den Wahlen. Falah Muradkhin Shakir: Nimsawi, die Österreicher. Geschenke aus Europa Thomas von der Osten-Sacken: Wer die Wahl hat... ... und seine Stimme abgibt, nimmt Stellung. Thomas Schmidinger: „Wir sind zwar noch keine vollständig funktionierende Demokratie...“ Ein Gespräch mit Naushirwan Mistefa Emin (PUK) Mirza Dinnayi: Islamistischer Terror in Mosul. Zur aktuellen Situation von Yeziden im Irak Fuad Jaber: Historische Schritte auf dem Weg der Befreiung. weiters: Andreas Peham: Von Paulus zu Luther. Der Protestantismus und die Erneuerung des Glaubens. Erica Burgauer: Helvetia humana? Vom Beitrag der schweizerischen Politik zur Festung Europa. Birgitt Wagner: Von Namibia nach Auschwitz? Die Genozidforschung scheint deutschen Traditionen auf der Spur. Verena Pejic: Chanukka à la cheque. Tschechien ist anders. Lotte Tobisch: Zum Geleit. Rezensionen: Judith Götz: Und es gibt ihn doch! Der weibliche autoritäre Charakter. Jutta Sommerbauer: Der Feminismus und sein Anderes. Alexander S. Emanuely: Über Widerstand, Regenschirme und Päpste. Drei Empfehlungen. Katrin Auer: Widerstand vom Himmel. Gleichschaltung am Boden. ----------------------------------------------------------- ------------------------------------------------- Context XXI Schottengasse 3A/1/59 A-1010 Wien Telefon ++43-1-535 11 06 Telefax: ++43-1-532 74 16 email: redaktion at contextxxi.at homepage: www.contextxxi.at Konto-Nr.: 0521-07281/00 Creditanstalt-Bankverein BLZ 11.000 IBAN: AT32 1100 0052 1072 8100 BIC: BKAUATWW Abonnement (Österreich) EUR 33 Abonnement (Europa) EUR 38 Abonnement (Übersee) EUR 44 Sozialabonnement (StudentInnen, etc.) (Österreich) EUR 20 Sozialabonnement (StudentInnen, etc.) (Europa) EUR 30 Förderabonnement EUR 66 ------------------------------------------ ------------------------------------------ -- Ökologische Linke (ÖKOLI) Schottengasse 3a/1/4/59 A-1010 Wien e-milio: oekoli_wien at gmx.net Visite our Website: http://www.oekoli.cjb.net Ökoli Vorarlberg: http://PolitiX.cjb.net Spenden auf unser Konto sind immer willkommen: Konto Nr.: 56001071333 Bank Austria Creditanstalt BLZ 12000 Unsere Aussendungen sind nicht zur Verbreitung über Indymedia bestimmt! ************************************************ ********* * ********* ================================================ ================================================ 06 Forum Sexualität 31.05.05 (TransGender) Von: Rechtskomitee LAMBDA ================================================ TRANSGENDER Ausbruch aus Geschlechtergrenzenoder Krankheit? Gender (engl.) istGeschlechtlichkeit im sozialenZusammenhang. TransGender bedeutetdas Überschreiten herkömmlicher Geschlechterrollen und -zwänge. Dazu gehören:Transsexuelle, Transvestiten / Crossdresser, Butches,Drag-Queens / Drag-Kings, Travestiekünstler In der Klassifikation psychischerStörungen der WHO (ICD-10) wird der Wunsch,als Angehörige/r des anderen Geschlechtszu leben und anerkannt zu werden, als „Störung der Geschlechtsidentität“ und somit als„Persönlichkeits- und Verhaltensstörung“ bezeichnet. - Wer oder was bestimmt das Geschlecht? - Ist das biologische Geschlechtbindend für die Geschlechtsidentität? - Was macht die Identität eines Menschen aus? - Der herkömmliche (Hetero-)Sexismuskategorisiert: Entweder Mann oder Frau! Gibt es ein sowohl als auch? Oder garganz etwas anderes, ein drittes Geschlecht? - Ist Transsexualität eine„Normvariante“ menschlicherIdentität? Tatsache ist, dass es zu allen Zeiten und in allen Kulturen, inallen Gesellschaftsschichten und in allen Generationen Menschen gab und gibt, die die unveränderbareGewissheit haben, transsexuell zu sein. - Wie geht das Gesetz mitTransGender-Personen um? ExpertInnen gehen diesen Fragen und den AnliegenTransGender-Organisationen nach und laden zu einer breiten Diskussion ein. An der Diskussionwird auch eine (Mann-zu-Frau) transsexuelle Frau teilnehmen, die nach erfolgterOperation nun in Österreich – mit ihren Kindern - als Frau in gültigergleichgeschlechtlicher Ehe mit einer anderen Frau lebt. Sie wird über den Alltagin Ihrem Heimatdorf und die Reaktionen der Bevölkerung ebenso berichten wieüber den Druck den österreichische Behörden ausüben, damit sie ihre Eheauflöst. Podium - Dr.Margret AULL, Präsidentin des Österreichischen Bundesverbandes fürPsychotherapie - Eva FELS, Obfrau von TransX - Dr.Helmut GRAUPNER, Rechtsanwalt,Co-Vorsitzender der ÖGS, Präsident des Rechtskomitees Lambda (RKL) - DISandra HOFMANN, mit einer Frau verheiratete transsexuelle Frau,Beschwerdeführerin vor dem Verfassungsgerichtshof - Univ.-Prof.Dr. Alfred SPRINGER, Psychiater, Psychoanalytiker - Dr.Michael STORMANN, Bundesministerium für Justiz - DSAElisabeth VLASICH, Psychotherapeutin, Leiterin der ExpertInnengruppeTranssexualität und Psychotherapie - MinisterialrätinDr. Helga WAGNER, Bundesministerium für Inneres (eingeladen) Moderation Mag. JohannesWAHALA, Psychotherapeut, Sexualwissenschafter, Vorsitzenderder ÖGS Begrüßung Renate KAUFMANN, BezirksvorsteherinMariahilf 31. Mai 2005, um 20.00 Uhr Bezirksvorstehung Mariahilf 1060 Wien, Amerlingstraße 11 ================================================ 07 Que(e)r-Beisl am 18. Mai / Film: nach oesterreich. Erinnerungen an Zwangsarbeit und Arbeitsmigration Von: Rosa Antifa Wien ================================================ Mittwoch 18. Mai: Film: nach oesterreich. Erinnerungen an Zwangsarbeit und Arbeitsmigration In /nach oesterreich. Erinnerungen an Zwangsarbeit und Arbeitsmigration /werden Fragen nach Kontinuitaeten bzw. Bruechen von Zwangsarbeit und Arbeitsmigration am Beispiel des Fischfabriksunternehmens C. Wahrhanek aufgeworfen. Ausgangspunkt der filmischen Dokumentation sind die biographischen Erzaehlungen ehemaliger Arbeiterinnen der Fischfabrik. Die erinnerte/n Geschichte/n machen die historischen wirtschaftlichen, politischen und sozialen Rahmenbedingungen ebenso zum Thema wie die Handlungsmoeglichkeiten der Arbeiterinnen. Nach dem Film gibtÿs eine Diskussion mit am Film Beteiligten. Ort: Que(e)r-Beisl im EKH. Wielandgasse 2-4, 1100 Wien (U1 Keplerplatz) Zeit: 20 Uhr, Beislbetrieb von 18:30-24 Uhr Naechste Woche: "Auf der Suche nach dem Dritten Geschlecht" - Buchpraesentation Vollstaendiges Monatsprogramm auf http://www.raw.at im Bereich Que(e)r -- ############ RAW ############# Rosa Antifa Wien c/o Rosa Lila Tip Linke Wienzeile 102 A-1060 Wien AUSTRIA ------------------------- E-Mail: raw at raw.at Web: http://www.raw.at Board: http://www.n3tw0rk.org ------------------------- ================================================ 08 [Depot-news] Depot Podiumsdiskussion Freitag, 20. Mai Von: depot-news at mailman.sil.at ================================================ Freitag, 20. Mai, 19.00 Kuschellesben Podiumsdiskussion Schwule werden in den Medien seit langem gern als bunte Einsprengsel einer ansonsten heteronormativen Kultur benutzt, mittlerweile gehören auch Lesben zum gängigen Motivrepertoire in Werbung, Soaps und Musikvideos. Diese Entwicklung ist jedoch nicht uneingeschränkt positiv zu beurteilen: Welches Bild von lesbischer Identität und Sexualität wird hier medial inszeniert und wie schlägt es sich in Vorurteilen nieder? Während schwule Sexualität weitgehend als solche inszeniert wird, dümpeln lesbische Frauen als eigentlich nicht ernst zu nehmende, temporär verwirrte Girlies dahin. Das sexuelle Potential lesbischer Frauen wird häufig auf ein Kuschelniveau reduziert. Dieses Repräsentationsmuster entspricht dem von heterosexuellen Frauen, welche dem – männlichen, heterosexuellen – Konsumenten so im Doppelpack geliefert werden. Andrea B. Braidt, Filmwissenschafterin Hanna Hacker, Soziologin, Universität Wien Gudrun Hauer, HOSI-Aktivistin, Lambda-Nachrichten Marcella Stecher, Filmwissenschafterin Moderation: Nadja B. Schefzig, Autorin und Dramaturgin Depot Breitegasse 3 A-1070 Wien Tel: +43 1 522 76 13 www.depot.or.at _______________________________________________ ================================================ 09 Podiumsdiskussion: Die Europäische Verfassung im Kreuzfeuer der Kritik Von: Ruth Chylik ================================================ Liebe KollegInnen, die Wiener Grünen organisieren gemeinsam mit der GRAS einePodiumsdiskussion zur Europäischen Verfassung. Es wäre fein, wenn ihrdiese Veranstaltung bewerben könntet. Mit lieben Grüßen Ruth Chylik ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ DIE EUROPÄISCHE VERFASSUNG IM KREUZFEUER DER KRITIK Podiumsdiskussion mit:Dr. Claus Faber, Europaexperte der EisenbahnergewerkschaftBoris Lechthaler, Friedenswerkstatt LinzUniv.Prof. Dr. Sonja Puntscher-Riekmann, Politologin, SalzburgMdEP Johannes Voggenhuber, Europasprecher der Grünen Moderation: LTAbg. Dr. Monika Vana, GRÜNE Wien Wann: Montag, 30. Mai 2005, 20:00 Uhr Wo: NIG, Hörsaal 3, Universitätsstraße 7, 1010 Wien Eine Veranstaltung der Wiener Grünen und der Grünen und AlternativenStudentInnen (GRAS) ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ Maga. Ruth Chylik Die Grünen/Grüne Alternative Wien Öffentlichkeitsarbeit Lindengasse 40, 1070 Wien Tel.: (01) 52125/236, Mobil: 0664/1547005 Fax: (01) 526 91 19 http://wien.gruene.at ================================================ ================================================ 10 queerograd/Antisemitismus und Geschlecht Von: Café Critique ================================================ Reclaim the Rainbow Kein Frieden ohne Befreiung Impulsreferat von Café Critique mit anschließender Diskussion Café Critique zu Gast bei queerograd # 2 Dienstag, 24. Mai 2005, ab 21 Uhr Cabinet Voltage, Künstlerhauspassage, Karlsplatz 5, 1010 Wien Seit Gilbert Baker in San Francisco in Anspielung auf Judy Garlands "Somewhere over the rainbow" das wichtigste Symbol der Lesben- und Schwulenbewegung entworfen hatte, stand der Regenbogen für die Wertvorstellungen, die sich in der Folge von Stonewall 1969 entwickelten: den Kampf darum, ohne Angst verschieden sein zu können. Auf den Massenaufmärschen des alten Europa im Jahre 2003 wehte der gestohlene Regenbogen jedoch in leicht abgewandelter Form als „Pace“-Fahne neben der Maschinenpistole auf dem gelben Banner der Hamas, den saudischen Säbeln auf der grünen Flagge des Jihad und der Fahne Saddam-Iraks. Das ungefragt übernommene Symbol hat nicht dazu beitragen können, den Friedensbewegten die sexualemanzipatorischen Voraussetzungen des Friedens nahe zu bringen, sondern im Gegenteil dem antiamerikanischen Ressentiment ein neues Erkennungszeichen verschafft. Bis 2003 war der Regenbogen in der öffentlichen Wahrnehmung queer. Artikuliert sich kein Widerspruch, so wird er in Zukunft mit dem antiamerikanischen Wahn assoziiert, der Saddam an der Macht belassen wollte, den Islamismus und panarabischen Nationalismus mit einer antiisraelischen "Entspannungspolitik" umarmen möchte und jede Freiheit der und des Einzelnen der Ideologie seiner neuen Bündnispartner zu opfern bereit ist. Im Anschluß: CHIEF CHUNG IS A FUCKING FAKE PURSCHE 911 DJANE TEUTONIA www.queerograd.antville.org ______________________ Die friedfertige Antisemitin? Kritische Theorie über Geschlechterverhältnis und Antisemitismus Buchpräsentation mit Ljiljana Radonic Mittwoch, 25. Mai 2005, 20 Uhr Neues Institutsgebäude, Hörsaal 2 Universitätsstraße 7, 1010 Wien Haben Frauen dasselbe Bedürfnis wie Männer, unerlaubte Regungen auf „Sündenböcke“ zu projizieren oder sind sie zu aggressivem Verhalten und Antisemitismus gar nicht fähig? Sind Frauen tatsächlich das „friedfertige Geschlecht“ wie Margarete Mitscherlich behauptet? Jahrelang hat die „neue Frauenbewegung“ im Sinne einer identitätsstiftenden Geschichtsschreibung ein positives Bild von „der Frau“ im NS gezeichnet, was nicht selten zu einer die Shoah verharmlosenden und antisemitischen Argumentation führte. Entgegen der Tatsache, dass Frauen als KZ-Aufseherinnen, Denunziantinnen oder Fürsorgerinnen an der Ausgrenzung und Vernichtung von Jüdinnen und Juden begeistert mitwirkten, wurden sie in feministischen Schriften gerne als auf die Mutterrolle reduzierte„Gebärmaschinen“ dargestellt. Ist dem feministischen Opfermythos seine Grundlage entzogen, so lässt sich auf Basis einer kritischen Theorie des Antisemitismus die Frage stellen, ob der Antisemitismus bei Frauen und Männern die gleichen Bedürfnisse befriedigt, oder ob entsprechend der verschiedenen Geschlechterrollen unterschiedliche Inhalte projiziert werden. Und welche Rolle spielt dabei die Entwicklung zu einer „vaterlosen Gesellschaft“, in der charakterlose Charaktere die autoritäre Persönlichkeit ablösen? Eine Veranstaltung von Café Critique und der Studienrichtungsvertretung Politikwissenschaft ______________________ Vorankündigung Buchpräsentation: Suicide Attack - Zur Kritik der politischen Gewalt von Gerhard Scheit Mit dem Autor diskutiert Doron Rabinovici Dienstag, 14. Juni 2005, 19.30 Uhr Republikanischer Club, Rockhgasse 1, 1010 Wien http://www.cafecritique.priv.at ================================================ ================================================ 11 50 Jahre nach dem Staatsvertrag - Friedensrepublik statt EU-Militärprovinz! Von: Werkstatt Frieden & Solidarität ================================================ Werkstatt Frieden Solidarität Waltherstr. 15, 4020 Linz Tel. 0732/771094 Fax 797391 Mail: office at werkstatt.or.at Web: www.werkstatt.or.at Wer diesen Rundbrief nicht mehr erhalten möchte, ersuchen wir um ein E-Mail unter folgendem Link: mailto:mailfriwe-request at friwe.at?subject=unsubscribe Werkstatt Rundbrief Nr. 14-2005 Inhalt: (1) Veranstaltungsankündigung (2) Weitere Termine (1) Veranstaltungsankündigung: 50 Jahre nach dem Staatsvertrag - Friedensrepublik statt EU-Militärprovinz! Vortrag und Diskussion mit Univ.-Prof. Dr. Hans Hautmann (Vorstand des Institut für Zeitgeschichte an der Universität Linz und Präsident der Alfred Klahr Gesellschaft) Linz: Mittwoch, 18. Mai 2005, 19 Uhr Festsaal der AK-OÖ, Volksgartenstr. 40, 4020 Linz Eintritt frei! Wien: Freitag, 20. Mai 2005, 19 Uhr AK-Bildungszentrum (Großer Saal), Theresianumgasse 16-18, A-1040 Wien Eintritt frei! Während offiziell der Staatsvertrag gefeiert wird, tritt das politische Establishment Kernbestandteile des Staatsvertrages mit Füßen: z. B. das militärische Kooperationsverbot mit Deutschland durch die Teilnahme an deutsch geführten EU-Schlachtgruppen, das Verbot des Ausverkaufs der verstaatlichten Industrie an deutsche Konzerne durch Verkauf der VA Tech an den Rüstungskonzern Siemens. Während der Staatsvertrag strikte militärische Selbstbeschränkung vorsieht, wird eine EU-Verfassung ratifiziert, die eine ausdrückliche Aufrüstungspflicht und das Mandat für globale Militärmissionen vorsieht. Abseits oberflächlicher Jubelfeierlichkeiten soll bei dieser Veranstaltung sowohl der historische Hintergrund des Staatsvertrages beleuchtet als auch eine Diskussion über die Möglichkeiten eröffnet werden, den Gehalt des Staatsvertrages im Konzept der „Friedensrepublik Österreich“ für das 21. Jahrhundert fruchtbar zu machen, anstatt den Marsch in ein europäisches Imperium fortzusetzen. Eine Veranstaltung der Werkstatt Frieden Solidarität in Kooperation mit der Grünen Bildungswerkstatt Wien und der pädagogischen Zeitschrift „Schulhefte“. Kontakt Werkstatt Frieden Solidarität Wien: Rosensteingasse 69/6, 1170 Wien Tel. 01-4862646, Fax 01-4858756 e-mail: wien at werkstatt.or.at (2) Weitere Termine: Sonntag, 22. Mai 2005, 11.00 - 17.00, Büro der Werkstatt, Waltherstr. 15, 4020 Linz Koordinationstreffen der Plattform ?"Neutralität statt Euro-Armee!" Jeden Dienstag, 18.00, Werkstattbüro-Linz: Treffen der Linz-Gruppe Jeden Donnerstag, 19.00, Werkstattbüro-Wien: Treffen der Wien-Gruppe Jede/r ist herzlich willkommen! Ende ----------------------------------------------------------------------------------------------- Ja zur Neutralität! Keine Teilnahme an der EU-Armee! Keine Annäherung an die Nato! Soziale Sicherheit statt Aufrüstung! Friedensvolksbegehren - Jetzt unterschreiben! ================================================ 12 Newsletter 17. - 31. Mai 2005 Von: Kulturverein Kanafani ================================================ Kanafani - Newsletter 17. - 31. Mai 2005 1) No man?s land 2) Türkischer Überraschungsfilm 3) Präsentation KONTRAPUNKT 1 4) Frauentanzfest 5) Schischa - Frauentreff 6) EBRU - Workshop 7) weitere interessante Hinweise ------------------------ 1) Dienstag, 17. Mai 2005, 20:00 No man?s land. Der mit einem Oscar ausgezeichnete Film über den Krieg in und um Bosnien. Die Sense, Sensengasse 5/3, 1090 Wien. Das Lokal zum Verein. Eintritt frei. 2) Mittwoch 18. Mai 2005, 20:00 Türkischer Überraschungsfilm. Es stehen mind. zwei zur Auswahl. Ihr entscheidet . Die Sense, Sensengasse 5/3, 1090 Wien. Das Lokal zum Verein. Eintritt frei. 3) Freitag 20. Mai 2005, 19:00 Das fröhliche Wohnzimmer präsentiert KONTRAPUNKT 1 Texte aus der Gegenwart - Günümüzden Metinler (Türkisch/Deutsch) Es lesen Lisa Spalt, Karin Spielhofer, Günter Vallaster. Die türkischen Übersetzungen liest Erhan Altan. "Die deutsche Sprache ist nicht die einzige Sprache, die in Österreich gesprochen wird. Dieser Tatsache Rechnung tragend, bieten wir mit dieser zweisprachigen Anthologie deutschsprachige, österreichische Gegenwartsliteratur einem - vielleicht noch - nicht deutsch sprechenden, in Österreich lebenden Publikum an. Dies ist sowohl Symbol, politisches Statement im Sinn einer Bejahung von Multikulturalität auch abseits bereits ausgetretener, bloß folkloristisch oder wirtschaftlich definierter Pfade, als auch Versuch einer Begegnung von Texten, Lesern und Leserinnen, für die eine solche an sprachlichen Barrieren zu scheitern droht." Die Sense, Sensengasse 5/3, 1090 Wien. Das Lokal zum Verein. Eintritt frei. 4) Samstag 21. Mai 2005, 19:00 bis 24:00 Die Frauen des Kulturvereins Kanafani laden ein zum Frauentanzfest mit Musik aus dem Süden. Das letzte Frauentanzfest vor der Sommerpause! Im Barada in der Robert Hammerling Gasse 1, 1150 Wien (Nahe Westbahnhof) Wir freuen uns euch wieder ganz herzlich zu einer fröhlichen Hafla einladen zu können. Es gibt, wie immer, moderne und traditionelle Tanzmusik aus dem Süden, d.h. arabischer Raum (von Rai bis Dabka), Afrika, Türkei, Kurdistan, Iran, Indien, Pakistan usw. Musikwünsche werden berücksichtigt, scheut euch also nicht eure Lieblingsmusik mitzunehmen. Es erwartet euch desweiteren: ein grosser Tanzsaal Raucherzone rauch- und schuhfreie Zonen ein Gratisbuffet sowie Getränke zum Selbstkostenpreis (kein Alkohol) Und nicht zuletzt: Eine herzliche Atmosphäre. Wer also für ein paar Stunden alle Sorgen außen vor lassen und mit anderen Frauen gemeinsam ausgelassen tanzen, plaudern und feiern möchte, ist am besagten Samstag im Barada genau an der richtigen Adresse. Kinder können mitgenommen werden. Falls ihr noch weitere Fragen habt, könnt ihr uns auch telefonisch erreichen (0699/81481699) oder uns ein Mail schicken an frauen at kanfani.at. 5) Samstag 28. Mai 2005, ab 16:00 Schischa-Frauentreff Plaudern, Diskutieren, Essen, Trinken, Schischa-Rauchen, Musikhören, Schach und Back Gammon spielen, uvm. Die Sense, Sensengasse 5/3, 1090 Wien. Das Lokal zum Verein. Eintritt frei. 6) Sonntag 29. Mai 2005, 15:00 bis 19:00 EBRU - Workshop Geleitet von Gerda Saliha Dinst Ebru ist nicht bloss ein türkischer Mädchenname, sondern auch die Bezeichnung für eine alte Farbtunktechnik, die insbesondere in der Türkei auf eine lange Tradition zurückblicken kann. Von dort ausgehend fand diese Kunstform auch in Europa Verwendung, beispielsweise im Buchbinder-Handwerk. Es werden gespachtelte Naturpigmentfarben (inkl. Rindergalle) mit selbst erzeugten Rosshaarpinseln auf die wässrige Oberfläche in einer Wanne getropft. Dann wird mit Stäbchen und Kamm verfeinert und das fertige Bild auf Papier abgezogen. Während des Kurses probieren die TeilnehmerInnen selbst verschiedene Muster nach alter Tradition aus oder malen eigene Kreationen. Die sanfte Bewegung der Farben wirkt harmonisierend auf Seele und Geist. Der Workshop ist für alle Altersgruppen geeignet. Bitte Kleidung anziehen, der Farbspritzer nichts ausmacht. Anmeldung bis spätestens 22. Mai, da die Vorbereitung der Materialien Zeit benötigt. Anmeldung direkt bei der Kursleiterin: g.dinst at gmx.at, 01/4705647. Die Sense, Sensengasse 5/3, 1090 Wien. Das Lokal zum Verein. Unkostenbeitrag für Materialien: 20,- ?. 7) weitere interessante Hinweise: ÖH UNI WIEN FEST: Wir laden dich am 19. Mai zum großen ÖH UNI WIEN FEST ins WUK! Beginn: 21 Uhr, Eintritt: ? 3. Studiengebühren, Knock-out Prüfungen und Demokratieabbau. Dinge, die den Unialltag nicht gerade versüßen. Seit mittlerweile vier Jahren kämpft die ÖH Uni Wien mit Unterstützung der meisten Fakultäts- und Studienrichtungsvertretungen gegen diese und noch viel schlimmere Probleme, nimmt sich dabei kein Blatt vor den Mund und hat das auch in Zukunft nicht vor. Um im fortgesetzten Kampf für studentische Mitbestimmung und den offenen und freien Hochschulzugang "Berge von Mut zu schaffen" (Kai Degenhardt), ist es wichtig, auch Feste zu feiern. Musikalisch supported wird diese Soirée von den DJs Sushila und Eva Umbauer und Fritz Ostermayer (FM4), der Drum?n?Bass floor wird von den Djs Shroombab, Resista, Lighta, Isee und Nebula beschallt. Eine bunte Mischung für bunte Menschen! http://www.oeh.univie.ac.at/aktuelles/veranstaltungen/oehuniviefest.htm AMEN TSCHI CHASSEILAM ("wir sind noch nicht zugrunde gegangen!"), Montag 23. Mai, 10:00, Beginn des Romakulturprojekts mit Ceija Stojka für Schulklassen des Vereins Exil im Amerlinghaus. Ein Fest für und mit Ceija Stojka für Schulklassen im Hof des Amerlinghauses. Romakulturpräsentation für Schulklassen, die im Oktober 2004 an Malworkshops mit Ceija Stojka teilgenommen haben, mit zwei Ausstellungseröffnungen, Romamusik, Amenza Ketane und dem Ensemble Ruzsa Nikolic-Lakatos und mit einem Romatanzworkshop mit Ivana Ferenzova. exil zeigt eine ausstellung mit den neuesten bildern ceija stojkas, tuschezeichnungen, erinnerungen an ihre zeit in den konzentrationslagern der nazis und mit farbenprächtigen ölbildern mit motiven aus dem leben der roma vor und nach dem 2. weltkrieg. dazu in einer zweiten ausstellung bilder der schülerInnen, die im oktober 2004 in workshops mit ceija stojka entstanden sind, und sich mit dem werk und der lebensgeschichte ceija stojkas und ihren erfahrungen während der zeit des naziregimes auseinander setzen. Ausstellung bis fr. 10. juni 2005 ====================================== Der Newsletter des Kulturvereins Kanafani kann jederzeit ganz einfach abbestellt werden: Mail zurücksenden (kulturverein at kanafani.at) mit "unsubscribe" im Betreff. Bestellungen ebenfalls an diese Adresse mit "subscribe" in der Betreffzeile. Der Kanafani - Newsletter wird in der Regel einmal im Monat versandt, mehr als drei Mails im Monat werden niemals verschickt. ====================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND MEINUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 13 Kurdish women make a stand Von: wadi wien ================================================ Kurdish women make a stand Kurdish women make a stand The Kurds have constructed the outline of a democratic and secular society which they now see as threatened. Dr Ariana Alazajani, an obstetrician and professor of medicine at Arbil University in Iraqi Kurdistan, has a number of reasons to be cautious about her future in post-war Iraq. One reason is because she is a Kurd, another is because she is a woman. “When I studied in Baghdad, it was the same for all of us women,” she said, “none wanted a religion that held them down. But we Kurds had developed a different culture which is free of fundamentalism; men and women treat each other with respect.” After 14 years of de facto independence, the status of women in Kurdistan is noticeably better than in the rest of Iraq, they say. They fear reintegration with the Arab-dominated south, and a government dominated by Shia fundamentalists. The Kurds have constructed the outline of a democratic and secular society which they now see as threatened. Dr Alazajani says all Iraqi women, not only Kurds, fear a shift to fundamentalism of the kind that happened in neighbouring Iran 25 years ago. Though still largely absent from the senior ranks of power, whether political or economic, Kurdish women say that both their influence and liberties have flourished after Kurdistan was declared a safe haven by the US and the UK following the Gulf war. Professor Vian Suleiman, one of 25 women in the 111-seat Kurdish parliament, still sees her identity as a Kurd rather than a woman. “There are lots of problems for the parliament, and some concern women. But I don’t see myself being there as a woman, but as a Kurd. Iraqis regarded us as second class citizens not because we were women, but because we were Kurds.” In truth, most meetings and public occasions are still run and attended largely by men. A gathering of political figures in Duhok, at which Professor Suleiman and other female MPs were speaking, had a slightly forced air, with the leading politician in the city yawning elaborately throughout the women’s presentations. But if the progress is relative, it is felt as real and valuable, and to be quite distinct from the surrounding Arab societies. In a meeting in Sulaimaniya of officials of the fledgling trade unions, a group of female officials, elected in the main from mixed-sex workforces, claimed that pay and conditions are equal, no jobs are barred to them and that women can organise successfully a claim echoed loudly by their male colleagues. Baher Osman, a beautician, said she had organised hundreds of men and women in the city’s beauty parlours and hairdressing salons. “Men and women can work together there,” she says, “It’s unheard of anywhere else”. © The Finacial Times 2005 -- WADI - Verband für Krisenhilfe und solidarische Entwicklungszusammenarbeit e-mail: wadi.wien at gmx.at Tel.: 0699-11365509 Spendenkonto in Österreich: Kontonummer 07.405.301 Evangelische Kreditgenossenschaft eG BLZ 31800 IBAN: AT10 3180 0000 0740 5301 BIC: EVKRATW1 Website mit weiteren Informationen zu Projekten von Wadi und Veranstaltungshinweisen: www.wadinet.at ================================================ 14 Sudanese families under attack in Iraq Von: wadi wien ================================================ Quelle: http://www.sudaneseonline.com/cgi-bin/sdb/2bb.cgi?seq=msg&board=6&msg=1115516096 I received an appeal from about 414 Darfurians, including (29) women and (81) children, who are living in miserable conditions in Iraq. They gathered/collected themselves from all other parts of Baghdad to concentrate at al-Babb al-Shargi (eastern gate) to protect/support each other as the Sudanese are not welcomed on the streets and are deemed to support terrorist groups. Therefore, became easy targets for arrest, intentional killing, and kidnapping for ransom. It became so risky for them to go out even to purchase food stuff or search for jobs. They are moving in groups to protect each other. In February 14 of them were arrested when they went out looking for jobs. Fortunately, they were released after 42 days in police custody without charges. In isolated cases: 1. Ali Ahmed Mohammed and Mohammed Rahmah were found dead in their room. 2. Osman Adam Yousif was shot in his stomach intentionally, but he was rescued. 3. Abdulazim Shantu was shot and he died on April 16, 2004. 4. Abdurrahman Ahmed Is’haq (from Manguray village) was burnt in his room. 5. Adam Ameen, was also shot, rescued but in a very bad situation in the hospital. The following Darfurians were reported killed in different cities as follows: 1. Mohammed Yahya Adam. 2. Abdurrahman Ahmed Haroun. 3. Hassan Hassounah. 4. Edam Khatir Nourain. 5. Mohammed Ali Ahmed. 6. Mukhtar Rahmatallah Ahmed. 7. Haroun Abdu Murah. 8. Mohammed Salih Musa. 9. Musa Abakar Abdurrahman. 10. Mohammed Mursal Bakheet. 11. Hassan Shagh Hamid. 12. Al Taib Ibrahim Al Goz. 13. Abdurrahman Hassan Mohammed. In other cases, (17) Darfurians were kidnapped for ransom. In some cases the ransom reached $US200/- per head, amount which is beyond their burden. Kids are not going to schools anymore. Medication is denied for them. Their situation is devastating. The majority are not working. Their cash is decreasing rapidly. They formed community groups to cook and distribute food in ratios among them. The Embassy of Sudan in Baghdad, neither raising any enquiries about this population, nor cooperating when contacted. The Staff are living inside the Embassy behind closed doors, and only the guard is responding to telephone calls. The country UNRHC Office is at Arbeel in the north, which is not reachable. Their names and contact numbers will be provided upon request. This is for your urgent appeals please. Thank you, Mustafa Quelle: http://www.sudaneseonline.com/cgi-bin/sdb/2bb.cgi?seq=msg&board=6&msg=1115516096 -- WADI - Verband für Krisenhilfe und solidarische Entwicklungszusammenarbeit e-mail: wadi.wien at gmx.at Tel.: 0699-11365509 Spendenkonto in Österreich: Kontonummer 07.405.301 Evangelische Kreditgenossenschaft eG BLZ 31800 IBAN: AT10 3180 0000 0740 5301 BIC: EVKRATW1 Website mit weiteren Informationen zu Projekten von Wadi und Veranstaltungshinweisen: www.wadinet.at ================================================ 15 'Martyrs' In Iraq Mostly Saudis Von: wadi wien ================================================ 'Martyrs' In Iraq Mostly Saudis -15-2005 14:16:28 Before Hadi bin Mubarak Qahtani exploded himself into an anonymous fireball, he was young and interested only in "fooling around." Like many Saudis, he was said to have experienced a religious awakening after the Sept. 11, 2001, attacks on the United States and dedicated himself to Allah, inspired by "the holy attack that demolished the foolish infidel Americans and caused many young men to awaken from their deep sleep," according to a posting on a jihadist Web site. On April 11, he died as a suicide bomber, part of a coordinated insurgent attack on a U.S. Marine base in the western Iraq city of Qaim. Just two days later, "the Martyrdom" of Hadi bin Mubarak Qahtani was announced on the Internet, the latest requiem for a young Saudi man who had clamored to follow "those 19 heroes" of Sept. 11 and had found in Iraq an accessible way to die. Hundreds of similar accounts of suicide bombers are featured on the rapidly proliferating array of Web sites run by radical Islamists, online celebrations of death that offer a wealth of information about an otherwise shadowy foe at a time when U.S. military officials say that foreign fighters constitute a growing and particularly deadly percentage of the Iraqi insurgency. The account of Qahtani's death, like many other individual entries on the Web sites, cannot be verified. But independent experts and former government terrorism analysts who monitor the sites believe they are genuine mouthpieces for the al Qaeda-affiliated radicals who have made Iraq "a melting pot for jihadists from around the world, a training group and an indoctrination center," as a recent State Department report put it. The sites hail death in Iraq as the inspiration for a new generation of terrorists in much the same way that Afghanistan attracted Muslims eager to fight against the Soviet Union in the 1980s. Rosters of the Dead Who are the suicide bombers of Iraq? By the radicals' account, they are an internationalist brigade of Arabs, with the largest share in the online lists from Saudi Arabia and a significant minority from other countries on Iraq's borders, such as Syria and Kuwait. The roster of the dead on just one extremist Web site reviewed by The Washington Post runs to nearly 250 names, ranging from a 13-year-old Syrian boy said to have died fighting the Americans in Fallujah to the reigning kung fu champion of Jordan, who sneaked off to wage war by telling his family he was going to a tournament. Among the dead are students of engineering and English, the son of a Moroccan restaurateur and a smattering of Europeanized Arabs. There are also long lists of names about whom nothing more is recorded than a country of origin and the word "martyr." Some counterterrorism officials are skeptical about relying on information from publicly available Web sites, which they say may be used for disinformation. But other observers of the jihadist Web sites view the lists of the dead "for internal purposes" more than for propaganda, as British researcher Paul Eedle put it. "These are efforts on the part of jihadis to collate deaths. It's like footballers on the Net getting a buzz out of knowing somebody's transferred from Chelsea to Liverpool." Or, as Col. Thomas X. Hammes, an expert on insurgency with the National Defense University, said, "they are targeted marketing. They are not aimed at the West." Zarqawi Lures Attackers Many of the Arabs, according to the postings, were drawn to fight in Iraq under the banner of al Qaeda in Mesopotamia, the group run by Jordanian militant Abu Musab Zarqawi that has taken credit for a gruesome series of beheadings, kidnappings and suicide attacks -- many of them filmed and then disseminated on the Internet in a convergence between the electronic jihad and the real-life war. In recent days, the U.S. military in Iraq has stepped up its campaign against the Zarqawi network, launching an offensive in western Iraq in an area where foreigners are believed to be smuggled across the Syrian border and claiming to have arrested or killed nearly two dozen key Zarqawi lieutenants. At the same time, Iraq has been hit by a wave of suicide attacks causing about 400 deaths over the last two weeks, one of the deadliest periods since the U.S. invasion in 2003. As the military has blamed much of the escalating violence on foreign fighters coming to Iraq, Zarqawi's group responded this week. "The infidels once again are claiming that foreign fighters are responsible for initiating the attacks and an increase [in foreign fighters] is the true danger," the Zarqawi media wing said in a May 10 Internet posting. But "the real danger," the posting said, is Zarqawi's overall following. And besides, it added, "who is the foreigner . . .? You are the ones who came to the land of the Muslims from your distant corrupt land." U.S. military estimates cited by security analysts put the number of active jihadists at about 1,000, or less than 10 percent of the number of fighters in a mostly Iraqi-dominated insurgency. But military officials now say the foreigners are responsible for a higher percentage of the suicide bombings, and the online postings include few names of dead Iraqis affiliated with Zarqawi's group. Many of the suicide bombers appear to have been novices in warfare, attracted by the relative ease of access to Iraq and the lure of quick martyrdom. "This is not al Qaeda's first team," said Hammes of the National Defense University. "These are the scrubs who could never get us in the States." Heavy Saudi Involvement In a paper published in March, Reuven Paz, an Israeli expert on terrorism, analyzed the lists of jihadi dead. He found 154 Arabs killed over the previous six months in Iraq, 61 percent of them from Saudi Arabia, with Syrians, Iraqis and Kuwaitis together accounting for another 25 percent. He also found that 70 percent of the suicide bombers named by the Web sites were Saudi. In three cases, Paz found two brothers who carried out suicide attacks. Many of the bombers were married, well educated and in their late twenties, according to postings. "While incomplete," Paz wrote, the data suggest "the intensive involvement of Saudi volunteers for jihad in Iraq." In a telephone interview, Paz said his list -- assembled from monitoring a dozen Islamic extremist Web forums -- now had more than 200 names. "Many are students or from wealthy families -- the same sociological characteristics as the Sept. 11 hijackers," he said. Saudis Dispute Numbers The apparent predominance of Saudi fighters on the Internet lists has caused an alarmed reaction by Saudi officials, who fear a backlash from the Americans at the same time they are trying to convince the United States that they are working as allies against terrorism. While Saudi officials do not deny that Saudi citizens have taken up arms against the United States in Iraq, they argue that the long lists of Saudi dead could be a disinformation tactic or simply a recruiting tool used to lure Arab youth to Iraq by convincing them of how many others have already won a place in Paradise. "Are there Saudis in Iraq? Yes, we know that. Absolutely. But are there the numbers being bandied about? We really don't believe so," said a Saudi official who spoke on the condition of anonymity, citing the sensitivity of the subject. "The Internet sites try to recruit people -- it's the best recruitment tool," said Saudi security analyst Nawaf Obaid. Obaid, who has worked closely with the government, said he found 47 cases of Saudis who were dead or injured reported in the kingdom's newspapers, far lower than Internet totals, and had concluded the overall number of Saudi jihadis in Iraq was in the hundreds. "But young guys, they read [on the Internet] we have thousands of Saudis there and think, 'I have to go, too.' " Evan F. Kohlmann, a researcher who monitors Islamic extremist Web sites, has compiled a list of more than 235 names of Iraqi dead gleaned from the Internet since last summer, with more than 50 percent on his tally from Saudi Arabia as well. In some cases, he found photos or videos of dead foreign fighters posted online. One Kuwaiti policeman who died was featured in a Zarqawi propaganda video called "Winds of Change," while the bloodied corpse of a Turkish al Qaeda disciple, Habib Aktas, was shown on another video celebrating his "martyrdom." Some of the Web postings also include phone numbers so fellow Islamists can call a dead fighter's family and congratulate them. Kohlmann called several of the numbers. "I have lists and lists of foreign fighters, and it's no joke. Their sons went and blew themselves up in Iraq," he said. Zarqawi's group has also regularly posted biographical sketches of its suicide bombers, such as that of Abu Anas Tuhami, said to have died in a suicide attack on Iraq's Election Day in January. Tuhami, a Saudi orphan raised by his grandfather, was unusually saintly, as reported in the February online communique. Quick Path to Paradise "O' brother, I love to sleep on the floor and I need no mattress," Tuhami was quoted as telling one fellow foreign fighter. He was to have been married in February. "Instead, he chose to be with the virgins of paradise," the announcement said. "He used to talk frequently about the virgins of paradise and their beauty, and he wished to drink a sip from the sustenance of paradise while a virgin beauty wiped his mouth." One Web forum examined by The Post, a site first registered to an Abu Dhabi individual on Sept. 18, 2001, and believed to attract postings from al Qaeda, presents a regularly updated list of the "Arab martyrs in Iraq." The forum, at http://www.qal3ah.net/ , was used by both Paz and Kohlmann in compiling their lists; other researchers also said they regularly consulted the site, which bills itself as a sort of town hall for the jihad-inclined. Saudis were also the leading group on this list, representing 44 percent, followed by Syrians and Iraqis at less than 15 percent each. Many of the dead appeared to be young newcomers to jihad with stories like Qahtani's, though other listings detailed the deaths of veteran fighters who came through the al Qaeda training camps in Afghanistan before Sept. 11, including the father of Ammar Souri, the 13-year-old said to have died during last year's fighting in Fallujah. Biographies of Bombers Often the entries bragged about the number of Americans killed by the "lions from the martyrs' brigade," as in the case of Ahmed Said Ghamdi, a 20-year-old Saudi who was said to have given up his medical studies in Sudan to go to Iraq and was hailed as the "hero" of a Mosul suicide bombing of a mess tent that killed 22 people. Another list, posted in February on the forum called Masada at http://www.alm2sda.net/ , listed a couple dozen senior Zarqawi lieutenants who had died -- most of whose names appear on the other Web lists. Among them was Abu Mohammed Lubnani, a Lebanese who had lived in Denmark before going to fight in Iraq and whose son was also killed, and Abu Ahmad Tabuki, who had been a key figure in the Afghan jihad against the Soviets. Biographical details are often sketchy in the online obituaries, as is the case with Qahtani, the young Saudi said to have died April 11 while attacking a U.S. Marine base in the western Iraqi city of Qaim. The account of his death located by Kohlmann on the Internet does not say whether Qahtani was driving the commandeered dump truck that barreled onto the base, wreaking havoc before exploding, or whether he was in one of two other vehicles that blew up while another group of fighters opened fire on Marines. It gives no more identifying details than his name -- indicating he was part of a well-known Saudi tribe that also produced the al Qaeda member known as the so-called 20th hijacker, Mohamed Qahtani, who was turned away from entering the country by suspicious U.S. airport officials in August 2001. Five other Qahtanis have been reported killed in Iraq, including Muhammed bin Aedh Ghadif Qahtani, a captain in the Saudi National Guard who allegedly used his guard identification badge to help gain entry into Iraq when he was stopped for questioning. By Susan B. Glasser Washington -- WADI - Verband für Krisenhilfe und solidarische Entwicklungszusammenarbeit e-mail: wadi.wien at gmx.at Tel.: 0699-11365509 Spendenkonto in Österreich: Kontonummer 07.405.301 Evangelische Kreditgenossenschaft eG BLZ 31800 IBAN: AT10 3180 0000 0740 5301 BIC: EVKRATW1 Website mit weiteren Informationen zu Projekten von Wadi und Veranstaltungshinweisen: www.wadinet.at ================================================ B) TERMINE ================================================ ======================== Mittwoch http://mund.at/butt/Termine/Mai/1805.htm Donnerstag http://www.mund.at/butt/Termine/Mai/1905.htm Freitag http://www.mund.at/butt/Termine/Mai/2005.htm ======================== ================================================ D) EDITORIAL ================================================ Für den Inhalt verantwortlich: Ihr. E-Mail-Adresse für Beiträge: widerstand at no-racism.net geschickt. widerst at nd MUND und alle Termine täglich aktualisiert im Web: http://www.no-racism.net/MUND Ziel von MUND (medienunabhängiger Nachrichtendienst) ist die unzensurierte und möglichst rasche Information über gesellschafts- politisch relevante Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu Widerstand und Antirassismus sowie verwandte Themen. sollen einen Titel, Namen und Emailadresse der/des AutorIn enthalten und möglichst kurz und prägnant gehalten sein, ev. mit Hinweis, wo weitere Informationen eingeholt werden können. Bitte keine Attachments! Die inhaltliche und sachliche Verantwortung liegt bei der/dem jeweiligen AutorIn bzw. jenen, die uns die Beiträge schicken. Der MUND wird von einzelnen TagesredakteurInnen zusammengestellt. Da Fehler nicht ausgeschlossen sind, bitten wir, nicht veröffentlichte Beiträge nochmals an widerstand at no-racism.net zu senden. Die Weiterleitung (auch auszugsweise) ist erwünscht. Beiträge mit rassistischen oder sexistischen Inhalten werden nicht veröffentlicht. Sehr persönliche Meldungen werden wir an den betreffenden Adressaten weiterleiten, aber nicht im MUND veröffentlichen. Die bisherigen Ausgaben sind unter http://www.no-racism.net/MUND archiviert. Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage: * Wann: Sonntag, 11.11.2001, 11:11 Uhr * * Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" * * Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf * * Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie. Aber kurz und prägnant.* Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch stillschweigend Zensur zu üben. Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die Nichtaufnahme geliefert. (Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.) Die AbsenderInnen der betroffenen Beiträge werden hiervon informiert. Im Sinne einer "gläsernen Zensur" könnt ihr Euch die Beiträge gerne extra schicken lassen: Ein kurzes Mail an widerstand at no-racism.net genügt. ================================================ E) VERTEILERLISTE ================================================ Zur Eintragung in diesen Verteiler bitte direkt subskribieren unter http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/analle oder von der einzutragenden Adresse aus ein mail schicken an: admin at no-racism.net mit folgendem Text: subscribe no-racism Bitte wegen Automatisierung diesen Wortlaut verwenden! Zur Austragung aus dieser Liste bitte an zusammengestellt. Bitte keine Attachments! (werden nicht angenommen) 2 beiträge nicht genommen- nwr, nicht aktuell Redaktionsschluss für diese Ausgabe: Mi 13.00 Uhr III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III ü, ö, ä, ß, Ü, Ö, Ä III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III widerst at nd-MUND is powered by http://alt.strg.at/ ================================================ From analle at no-racism.net Mon May 23 11:04:15 2005 From: analle at no-racism.net (analle at no-racism.net) Date: Mon, 23 May 2005 11:04:15 +0200 Subject: MUND_230505 Message-ID: MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst www.no-racism.net/mund Montag, 23. Mai 2005 ================================================ A) INHALT ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 01 3.6., 19 uhr: we are family! - das grüne andersrum frühlingsfest von: andersrum.wien at gruene.at ================================================ 02 Donnerstagsspeakerscorner 26.5. zu Arbeitslosigkeit /Veranstaltungsabsage für 21.5.! von: august.faschang at oeticket.com ================================================ 03 Linuxwochen 2005, 24.-27.Mai, MQ Wien von: depesche at quintessenz.org ================================================ 04 Zukunft der Arbeit von: verin.stadtteilz.simmering at chello.at ================================================ 05 Der Frauenhetz Newsletter/Programm von: office at frauenhetz.at ================================================ 06 Korrektur Vorankündigung von: cafe.critique at gmx.net ================================================ 07 Theater gegen Jubiläumsverkitschung von: desaparecida at uboot.com ================================================ 08 Ankündigung: Konzert "The Chancers" von: infoladen-wels at liwest.at ================================================ 09 Sa 28.5. MQ equaleyes 6 - Thema diesmal: "Digitale Dekadenz": Studierende der Angewandten verwandeln die Ovalhalle in eine audiovisuelle Kapelle. von: eva at 4youreye.at ================================================ 10 HOLLIDÄ IM EIS / Hubsi Kramars anderes Sommertheater von: office at gamuekl.org ================================================ 11 Kreativurlaub mit Franzobel, Escribano, Pires & Co. von: office at gamuekl.org ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND KOMMENTARE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 12 Voelkerschau 2005 - Zoo Augsburg laedt ein... von: daniela at orange.or.at ================================================ 13 Newsletter 20.5.05 von: ekhaus at med-user.net ================================================ 14 Ein Kommentar zu den ÖH-Wahlen 2005 von: al at sozialismus.net ================================================ 15 AKS: SchülerInnen gegen Bildungsabbau von: florian.steininger at aks.at ================================================ 16 Swedish anti-Semite published in Austria von: OEKOLI_Wien at gmx.net ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< WELTWEIT ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 17 [gipfelsoli] Gleneagles -- Genua von: gipfelsoli-l at lists.nadir.org ================================================ 18 Two reports on inspections of Detention Removal Centres Dungavel & Tynsley House von: ncadc at ncadc.org.uk ================================================ 19 Venezuela-Newsletter von: office at venezuela-info.net ================================================ 20 Charming News of Venezuela von: office at venezuela-info.net ================================================ 21 An den Wassern des Sirvan von: wadi.wien at gmx.at ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< SERVICE - LINKS - HINWEISE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 22 Glocalist Nr.72/73>> TRIGOS GALA 05 von: office at glocalist-review.com ================================================ 23 2 neue Bücher zu den Themen Marcuse - Negri/Hardt - Globalisierungskritik - Grundeinkommen von: christian.fuchs4 at chello.at ================================================ 24 Jetzt neu: Ius Amandi 1/05 von: office at RKLambda.at ================================================ ================================================ B) TEXTE ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 01 3.6., 19 uhr: we are family! - das grüne andersrum frühlingsfest von: andersrum.wien at gruene.at ================================================ *2005-05-20 14:00* *3.6., 19 uhr: we are family! - das grüne andersrum frühlingsfest* *Wir laden wieder ein - diesmal zugunsten von TransX* Die Grünen Andersrum feiern ihr traditionelles Frühlingsfest dieses Jahr am 3. Juni, ab 19 Uhr unter dem Motto "We are family!" Eintritt und Büffet sind wie immer frei. Getränke gibt es gegen einer freiwilligen Spende, die dem Verein *Trans X - Verein für TransGender Personen * zugute kommt. Heuer feiert TransX sein 10-jähriges Jubiläum. Wir nehmen das zum Anlass, dem engagierten Verein, das vom 3.bis 6. November zum ersten Europäische TransGender Vernetzungstreffen nach Wien einlädt, finanziell zu unterstützen. We are family! Das Grüne Andersrum-Frühlingsfest *Freitag, 3. Juni 2005, 19 Uhr Lindengasse 40 1070 Wien Hof und Kantine des Grünen Hauses* /Bei Schlechtwetter im Großen Saal/ *Ende 24 Uhr Eintritt und Büffet frei Getränke: Freie Spende zugunsten Trans X - Verein für TransGender Personen (*transx.transgender.at *) zum 10-jährigen Jubiläum* flowered by *Zweigstelle - Der Blumenladen * powered by *Tommi Hirsch Catering * ================================================ 02 Donnerstagsspeakerscorner 26.5. zu Arbeitslosigkeit /Veranstaltungsabsage für 21.5.! von: august.faschang at oeticket.com ================================================ Liebe Leute! Auch am DONNERSTAG (26.5.) gibt es zusätzlich zur wöchentlichen Mahnwache gegen Schwarzorange in Österreich und Orangerot in Kärnten vor dem Kanzleramt wieder einen SPEAKERSCORNER, diesmal mit einem Referat zum Thema "ARBEITSLOSIGKEIT UNTER DER SCHWARZBLAUEN REGIERUNG". Treffpunkt ist um 19Uhr45 Ecke Ballhausplatz/Heldenplatz, Beginn 20Uhr. Und danach sind wieder alle Teilnehmerinnen im Stammlokal in der Neustiftgasse willkommen! Und wie jeden Donnerstag gibt es schon ab 17Uhr die WIDERSTANDSLESUNG (Ecke Ballhausplatz/Heldenplatz). FORUM FÜR EINE ANDERE BILDUNGSPOLITIK ABGESAGT!!! (Diese Veranstaltung war von den Organistorinnen der heutigen Anti-Gehrerdemo für den 21.5. angekündigt worden, findet aber nicht statt!) Im ANHANG noch einen Aufruf zu PROTESTEN bei Bundesräten der Regierungsparteien, um das Schwarzorangeblaue BIOPATENTGESETZ vielleicht in letzter Minute doch noch zu verhindern! ligrü Gustl ANHANG: PROTEST GEGEN BIOPATENTGESETZ leider wurde das Biopatentgesetz gestern im Parlament mit der Mehrheit der Regierungsparteien angenommen. Allerdings besteht noch eine Chance, das zu kippen: der Bundesrat muss (am 25. Mai 2005) ebenfalls seine Zustimmung geben - und dort haben die Regierungsparteien nur einen Vorsprung von zwei Stimmen: wenn wir also 2 Bundesräte überzeugen können, dagegen zu stimmen, wäre die Umsetzung der Richtlinie verhindert und es bestünde die Möglichkeit dass der Gesetzesvorschlag wenigstens abgeändert würde. Ich möchte euch dringend bitten, die Bundesräte von ÖVP und FPÖ anzurufen und zu fragen, ob sie überhaupt wissen, was sie da tun. Die Telefonnummern der Bundesräte jedes Bundeslandes findet ihr unter http://www.parlament.gv.at/portal/page?_pageid=907,117241&_dad=portal&_schema=PORTAL Wie unverschämt bzw. unwissend von den Parlamentariern argumentiert wird könnt ihr unten stehend nachlesen. http://www.parlament.gv.at/portal/page?_pageid=908,915426&_dad=portal&_schema=PORTAL Abgeordneter KRAINER (S) kündigte die Ablehnung durch seine Fraktion an und erhob insbesondere Bedenken gegen die seiner Meinung nach durch diese Richtlinie nun mögliche Patentierung von Leben und menschlichen Genen. Auch forderte er einen funktionsbezogenen Stoffschutz, wie er bereits in zwei Ländern besteht. Krainer verlangte zudem die Rückverweisung an den Ausschuss. Abgeordneter Dr. MITTERLEHNER (V) trat aus Wettbewerbsgründen für eine rasche Annahme der Richtlinie ein und erwiderte auf Krainer, die Patentierung von Leben werde durch die Vorlage nicht ermöglicht, sondern vielmehr ausgeschlossen. Abgeordneter Dr. GRÜNEWALD (G) konnte der Richtlinie durchaus positive Seiten abgewinnen, hielt aber einiges noch für verbesserungsfähig und forderte die Regierung auf, bestehende nationale Spielräume zu nutzen. Abgeordneter Mag. HAUPT (F) meinte hingegen, der nationale Spielraum, aber auch die ethische Dimension seien bei der Umsetzung ausreichend berücksichtigt worden. Mit Nachdruck begrüßte er es, dass nun auch Behinderte in den Ethikkommissionen entsprechend vertreten sind. Überdies erwartete sich Haupt durch die nunmehr beschlossenen Rahmenbedingungen eine Erholung der österreichischen Forschungslandschaft. Abgeordneter Mag. MOSER (S) qualifizierte den Entwurf als nach wie vor wirtschafts- und forschungsfeindlich und befürchtete vor allem eine Abwanderung der Forschungseinrichtungen durch Rechtsunsicherheit. Unklar sei vor allem die Verwertung durch Lizenzgebühren. Die SPÖ werde jedenfalls nicht zustimmen, dass der medizinische Fortschritt zum Privileg der Reichen werde. Abgeordnete Dr. BRINEK (V) erwartete sich dem gegenüber durch die Richtlinie mehr Sicherheit für die Konsumenten und für Forschung und Wirtschaft. Abgeordneter DI PIRKLHUBER (G) bemängelte den Entwurf als unausgegoren und sah den Anspruch "Kein Patent auf Leben" durch die Richtlinie nicht als erfüllt. Weiters warf der Redner der Regierung vor, den funktionsbezogenen Stoffschutz nicht in adäquater Weise geregelt zu haben. Staatssekretär Mag. MAINONI erinnerte an die Säumnis Österreichs bei der Umsetzung der Richtlinie und lehnte ein weiteres Zögern durch Rückverweisung als absolut fahrlässig ab. Auch habe die Bioethik-Kommission keinerlei Bedenken gegen die Umsetzung geäußert. Abgeordneter DI HOFMANN (F) plädierte für einen umfassenden Stoffschutz anstelle eines funktionsbezogenen Schutzes und hielt es im Übrigen für höchst an der Zeit, den Unternehmen, die in die Forschung investieren und Arbeitsplätze schaffen, durch rasche Umsetzung Sicherheit zu geben. Abgeordneter Dr. BAUER (S) äußerte Bedenken hinsichtlich des Zuganges zu den Forschungsergebnissen und kritisierte den vorliegenden Ansatz als zu weit reichend. Es sei zu befürchten, dass sich große Konzerne eine Monopolstellung auf die Verwertung sichern, warnte er. Abgeordneter Mag. HOSCHER (S) forderte die Verankerung eines eingeschränkten Stoffschutzes und meinte, ein überzogener Schutz gehe zu Lasten der Wirtschaft. Nach Ablehnung des Rückverweisungsantrages wurde die Umsetzung der Richtlinie mit den Stimmen der Regierungsparteien angenommen. ================================================ 03 Linuxwochen 2005, 24.-27.Mai, MQ Wien von: depesche at quintessenz.org ================================================ From: "q/depesche" Subject: Linuxwochen 2005, 24.-27.Mai, MQ Wien q/depesche 2005-05-22T02:09:27 Linuxwochen 2005, 24.-27.Mai, MQ Wien Standen die Linuxwochen 2004 ganz im Zeichen von Desktop und Office, so wendet man sich ab Dienstag, 24.05 9:45, dem Back Office samt Mid Range Servern zu. Am Mittwoch, steht der Einsatz in Unternehmen und Behörden im Mittelpunkt - Beiträge von General Motors oder Projekt Bundestux vermitteln Wissen aus erster Hand. Anschließend stehen die Community Tage mit 2 parallelen Tracks ganz im Zeichen von Anwendung und Technologie. Freier Eintritt zu allen Veranstaltungen; um Anmeldung zu den Business Tracks wird gebeten. -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- Um Überlängen zu vermeiden, das vielfältige Programm im Museumsquartier Wien als Protokoll: 20 Business- und mehr als 50 Community Events (inkl. Spontan Workshops aka Birds of Feather Sessions), Infobereich mit Unternehmen rund um Open Source und Linux sowie zahlreichen User Groups. Di 24.05 und Mi 25.05: Ein Business Track, ein Messebereich mit Unternehmen, sowie ein Panel zu Softwarepatenten, Di 24.05, und eines zu Linux in Behörden und Verwaltung, Mi 25.05, beide jeweils um 19:15. Mid Range Server Track: http://www.linuxwochen.at/cgi-bin/index?id=100000871 B2B und Behörden Track: http://www.linuxwochen.at/cgi-bin/index?id=100000872 Pressemeldung dazu: http://www.linuxwochen.at/cgi-bin/index?id=100001076 Anmeldung zu den Business Tracks erbeten: http://www.linuxwochen.at/anmeldung/ Do 26.05 und Fr 27.05: Zwei Technologie und Anwender Tracks, Spontan Workshops, Infobereich mit Community Ständen, Key-Signing-Party, Open Source Lan Party, Hacknight, Abschlußshow Hacktivity und als Finale eine Abschlußparty mit Visuals von www.equaleyes.org. Das komplette Wien Programm samt Abstracts: http://wien.linuxwochen.at und als Kalender zum vorplanen: http://www.linuxwochen.at/cgi-bin/id=100000108&funktion=calendar Abschließend das Community Programm thematisch vorsortiert: Security - Zugangssicherheit für wired & wireless Access Ports, Dipl.-Ing. MSc Gernot Schmied - Zusätzliche Sicherung von Fernwartungszugängen mit Port-Knocking und verwandten Techniken, Dr. Ralf Schlatterbeck - Sichere Programmierung unter Linux, Paul Boehm - Security Enhanced Linux, Schabel Markus - cacert.org: kostenlose SSL-Zertifikate nach dem Open Source Gedanken, Philipp Gühring - Open Source Security - how to secure free and open source enviroments, Stefan Heinecke - MailScanner - yet another approach at spam-& virus-filtering, Robert Waldner - Email Verschlüsselung mit GnuPG, Martin Würtele Administration - Linux VServer, Herbert Pötzl - XEN/Linux - Enterprise Virtualisierungstechnik für alle, Felix Erkinger - PostgreSQL - Replication Concepts, Hans-Juergen Schoenig - FreeBSD - Installation eines Servers in 5 Minuten, Angelika Goeszler - Power over Ethernet: Wieviel Kraft steckt im Netzwerk?, Ing. Wolfgang Fabics - Z-Shell featurama, Sven Guckes - grml - Knoppix für Texttool-User und Systemadministratoren, Michael Prokop - Hochverfügbarkeits-Cluster mit Linux zum Anfassen, Philipp Reisner Anwendung und Entwicklung - Ein Ansatz zur Berücksichtigung der Mitarbeiterakzeptanz bei der Open-Source-Migration, Steffen Möller - OpenOffice.org 2.0 und Anwendungsfälle, Martin Winkler, Angelika Goeszler - QCake The Game-Desinger, Krippel Harald - Video und Audiobearbeitung mit OpenSource Tools, Lars Weitze - OOoPy: Integration von Open Office in andere Anwendungen, Dr. Ralf Schlatterbeck - SPL und WebSPL - Yet another programming paradigm, Clifford Wolf - Building Live-CDs and NFS-Root Environments with Shadowfs, Clifford Wolf - Linux mit der Maus, Gerfried Fuchs, Chris Jeitler Asterisk - Voice over IP - Asterisk - die Open Source Nebenstellenanlage, Alexander Mayrhofer - VoIP mit Asterisk, Dipl.-Ing. Gerhard Schmitt Lizenzen, Creative Commons und Copyrights - Softwarepatente, Thomas Warwaris - GPL, BSD und MPL im Vergleich, Dr. Alexander Skribe - Creative Commons, Georg Pleger - TOSSAD, Georg Pleger - Wer solche Freunde hat, braucht keine Feinde mehr, karin kosina, Stefan Heinecke, Teemu Schaabl (CNGW) - Die Zukunft der Netzwerke, Paul Boehm - Economic aspects of Free Software, karin kosina - Rocki'n the Free World, Georg Jakob, FFS Wired und Verhackt - Open Source Hardware, Hagen Sankowski - Home Fabrication, Philipp Tiefenbacher und Paul Böhm - 1. Linuxwochen Open-Source LAN Party, q/uintessenz and Generation Fun - Hacktivity - Die Abschlußshow, Chaosnahe Gruppe Wien - hackernight - der midi to spaghetti converter, Equaleyes - Key-Signing-Party, Martin Würtele ================================================ 04 Zukunft der Arbeit von: verin.stadtteilz.simmering at chello.at ================================================ Liebe Freundinnen und Freunde, ich laden dich / Sie / euch herzlich zu einer interessanten Diskussion mit dem neuen Vorsitzenden der Gewerkschaft der Privatangestellten WOLFGANG KATZIAN zum Thema ZUKUNFT DER ARBEIT am Montag, 23. MAI 2005 um 19.30 Uhr in der Betriebsseelsorge ST. PÖLTEN, 3100 St. Pölten, Schneckgasse 22 (nahe dem Hotel Metropol) ein. Mit solidarischen Grüßen Alois Reisenbichler ZUKUNFT DER ARBEIT? Die Veränderungen in der Arbeitswelt betreffen immer mehr Arbeitende, neue Formen der Dienstverhältnisse schaffen soziale Unsicherheit, der freie Sonntag ist in Gefahr, immer Menschen verlieren ihren Arbeitsplatz. Die Katholische ArbeitnehmerInnenbewegung (KAB) und die Betriebsseelsorge St. Pölten haben daher den neuen Vorsitzenden der Gewerkschaft der Privatangestellten Wolfgang Katzian zu einem Sozialstammtisch zum Thema "Zukunft der Arbeit - Gute Arbeit für alle ODER Rund um die Uhr zu Hungerlöhnen arbeiten und immer mehr Arbeitslose" eingeladen. Die Diskussion mit Wolfgang Katzian beginnt am Montag, 23. Mai 2005 um 19.30 Uhr im Betriebsseelsorge- zentrum (BSZ) St. Pölten, Schneckgasse 22. Für den NÖ Terminkalender: St. Pölten, Montag, 23. Mai 2005 19.30 Uhr, Zukunft der Arbeit Wolfgang Katzian (Vorsitzender der Gewerkschaft der Privatangestellten - GPA) Sozialstammtisch der Betriebsseelsorge und der Kath. ArbeitnehmerInnenbewegung (KAB) Betriebsseelsorgezentrum St. Pölten, Schneckgasse 22 Eintritt frei ALOIS REISENBICHLER BETRIEBSSEELSORGE ST. PÖLTEN 3100 St. Pölten, Schneckgasse 22 Tel. + Fax: 02742/72240 & 0664 39 51 809 http://www.betriebsseelsorge.at.tf/ ALOIS REISENBICHLER 1110 Wien, Schneidergasse 15/9 Tel. 0664 39 51 809 ALOIS REISENBICHLER 1110 Wien, Schneidergasse 15/9 Tel. 0664 39 51 809 ================================================ 05 Der Frauenhetz Newsletter/Programm von: office at frauenhetz.at ================================================ Frauenhetz Newsletter / Programm, ab sofort: "Unkenruf" Frauenhetz-Jahresschwerpunkt 2005: Arbeit und Politik Seit die Politik zu einem Job wie jeder andere geworden ist - um es mit Hannah Arendt zu sagen - hat sie ihre eigentliche Bestimmung verloren: die politische Teilnahme als Gestaltung der Welt durch die gemeinsame immer wieder zu bestimmende Freiheit der Einzelnen und des Ganzen. Seit unsere Existenz, gar die soziale Daseinsberechtigung, auf die Erwerbsarbeit eingeschrumpft wird, verliert das menschliche Leben seine eigentümliche Bedeutung, nämlich die Freiheit zum Offenen des Handelns und die Freude am Denken. Um dieser - in neoliberalistischen Unzeiten umsomehr - wuchernden Dynamik feministisch Einhalt zu gebieten, muss viel nach-, mit- und vorgedacht werden. Der Eindruck, dass die gefakete Sprachvernutzung - Liberalismus als hybrider Statthalter von Selbstbestimmung und Freiheit - auch vor den Frauenbewegungen nicht halt gemacht hat, besorgt uns sehr - auch wenn wir selber mit dieser Unversorgtheit zu tun haben. Doch dieses soll nicht verzagt machen. Und nicht in und an einer global funktionierenden Anpassungsmaschinerie teil-z-nehmen, das wäre doch eine Möglichkeit. Am Beginn dieser selbst/kritischen Beschäftigung wider diese Welt als ein Geschäft mit Frauen als überbueschäftigten und unterbezahlten Waren, wollen wir von den konkreten Auswirkungen des uns vor die Nase und in die Zeit gestellten Systems ausgehen. Pre-care. Was für Analysen können wir finden, um die alltäglichen selbst/ausbeuterischen Auswirkungen wie Teilzeit, Versicherung, Armut, Doppelbelastung, Migration als Neosklaverei usw. usw. nicht nur zu erleiden und zu erdulden, sondern zu erkennen und Konsequenzen daraus zu ziehen? Arbeit und Politik - Teil I Prek(arit)äre Arbeits-Realitäten 2. - 5. Juni 2005 (Übersicht) 22.5. Versteckt im Aktenschrank? Lesben in der Arbeitswelt 11.00, Gesprächsrunde, Ort: Frauerncafé, 1080 Wien, Langegasse 11 2. 6. Teil-Zeit-Arbeit: Welcher Teil, welcher Zeit, welcher Arbeit? 18.30, Vortrag und Diskussion 3. 6. Prozesse der Prekarisierung: Armut durch Arbeit 15.00, Workshop 3. 6. Bringt Arbeit Frauen Sicherheit? 18.30, Vortrag und Diskussion 4. 6. Der Teufel im Detail 12.00, Lesung und Vortrag und Diskussion 4. 6. lat. precari "bitten; betteln" (unverwandt mit dt. fragen) 15.00 -17.00, Workshop 4. 6. Mitten drin und ganz daneben. Feministische Kritik am Neoliberalismus 18.30, Vortrag und Diskussion 5. 6. Das Arbeitsmannequin 11.00, Vortrag und Diskussion _______________________________ Die Frauenhetz ist seit Jänner 2004 auch für Rollifahrerinnen bequemer zugänglich. Es gibt kostenlose Kinderbetreuung im Montessori-Kinderhaus vis à vis (Hetzgasse 45). Anmeldung für Workshops und Kinderbetreuung bis 25.5. erbeten! Unkostenbeiträge Einzel Vortrag/Lesung: Euro 3,- einzel Workshop: Euro 5,- Pauschale Euro 15,- _______________________________ zum Programm 22.5. Versteckt im Aktenschrank? Lesben in der Arbeitswelt 11.00-14.00 Uhr, Impulsreferat und Gesprächsrunde Lena Laps Sozialwissenschaftlerin, Supervisorin, Mediatorin, Ex-Redakteurin der Lesbenzeitschrift IHRSINN Die Reihe "Lesbe sein/Lesbisch leben" lädt zu einer Gesprächsrunde zum Thema "Out Sein" in der Erwerbsarbeit ein: Wie gehen Lesben mit ihrem Lesbisch-Sein am Arbeitsmarkt um: Verstecken? Offensiv leben? Ist lesbisches Leben eine Privatsache oder ein Politikum? Wie wirkt der ökonomische Druck angesichts immer prekärer Arbeits-bedingungen auf Lesben, auch bei der Arbeitssuche? Wie funktionieren Arbeitsverhältnisse, zu denen lesbisches Leben "dazugehört"? Fungieren Klischees lesbischen Lebens (z.B. das Klischee, eine Lesbe habe keine Reproduktionspflichten) als Modelle für flexible, Neoliberalismus- affirmierende Arbeitsformen? Waren die Autonomiegelüste auch lesbischer Selbst-ständiger eine treibende Kraft bei der Konstituierung prekärer "Selbstständigkeiten"? Dies und noch viel mehr wollen wir (Verena Fabris, Katharina Pewny), könnt Ihr bei Kaffee und Kuchen (es gibt die Möglichkeit zu frühstücken) im Frauencafe am Sofa zur Sprache bringen. Lena Laps wird ein Impulsreferat zum Thema halten und die Runde moderieren. Veranstaltet von Frauenhetz und Frauencafé Anmeldung der Frauenhetz UKB ± 5,- EUR Ort: Frauencafé Lange Gasse 11, 1080 Wien 2.6. Teil-Zeit-Arbeit: Welcher Teil,welcher Zeit, welcher Arbeit? 18.30 Uhr, Vortrag und Diskussion Gabriele Michalitsch Ökonomin, Politikwissenschafterin 35 % aller in Österreich erwerbstätigen Frauen arbeiten Teilzeit; sie stellen damit 85 % aller Teilzeitbeschäftigten. Teilzeitarbeit erleichtert zwar verstärkte Integration von Frauen in Erwerbsarbeit, verfestigt zugleich aber geschlechtsspezifische Spaltungen des Arbeitsmarkts und ungleiche Verteilung unbezahlter Versorgungsarbeit. Der Vortrag untersucht diese Ambivalenz im Kontext neoliberaler Transformation von Arbeitsmärkten und sozialen Sicherungssystemen und diskutiert notwendige Rahmenbedingungen, soll Teilzeitarbeit einen Beitrag zur Überwindung geschlechtlicher Arbeitsteilung leisten. Moderation: Miriam Wischer 3.6. Prozesse der Prekarisierung: Armut durch Arbeit 15.00 Uhr, Workshop Lisbeth N. Trallori Soziologin Ausgangspunkt dieses Workshops bildet die krisenhaften Entwicklung der "entfesselten" Marktwirtschaft: Millionen von Menschen sind von Sozialdumping, Niedriglöhnen, Teilzeitjobs oder Erwerbslosigkeit betroffen. Was bedeutet dies nun für Frauen in den Ländern des Zentrums, sowie in jenen der Peripherie? In welchem Ausmaß trifft sie die zunehmende Prekarisierung, wie verändern sich ihre Lebenslagen und was sind ihre Gegenstrategien? Welchen Stellenwert hat die weibliche Existenz insgesamt im neoliberalen Projekt? - Das sind die zentralen Fragen. 3.6. Bringt Arbeit Frauen Sicherheit? 18.30 Uhr, Vortrag und Diskussion Gerlinde Mauerer Sozialwissenschafterin François Ewald beschreibt in "Der Vorsorgestaat" (1993) den Beginn der Versicherungsgesellschaft im Zuge der Industrialisierung: zunächst galt es, unvermeidliche Unfälle zu vergelten. Krankheit (Krankenversicherung), Alter (Pensionsversicherung) und Tod ("Lebensversicherung" - begrifflich eine "Ironie des Schicksals"?) sind heute zu versichern. Die Kategorie Geschlecht zeigt sich deutlich: Frauen bringen durch Arbeit einen Mehrwert ein, der oftmals jenseits von Versicherungsverhältnissen liegt: durch unbezahlte Pflegearbeit, schlecht dotierte und prekäre Arbeitsverhältnisse, Patchwork-Arbeiten ohne Absicherung u.v.a.m. Ergebnisse einer Daten- und Kostenrecherche zum Thema Frauen, ihren Leistungen und Versicherungsleistungen werden im Vortrag präsentiert und zur Diskussion gestellt. Moderation: Andrea Strutzmann 4.6. Der Teufel im Detail:Unzeitgemäße Betrachtungen 12.00 Uhr, Lesung und Vortrag und Diskussion Christa Nebenführ Philosophin, Schriftstellerin Die Vereinbarkeitshindernisse von privater Reproduktionsarbeit und Lohnarbeit nur als Auswirkungen patriarchaler Machterhaltungsstrategien zu postulieren, negiert konkrete Erfahrungen und tabuisiert intrageschlechtliche Dominanzstrategien. Und es verschleiert den Blick für die verschärfte Entfremdung von Proletarierinnen, wenn der Zwang zur Fabriksarbeit und die Freiheit zur qualifizierten Karriere unter dem Begriff Gleichberechtigung subsummiert werden. Die Bourgeoisie hat längst erkannt wie leicht sich pseudo-feministische Argumente instrumentalisieren lassen und die Linke scheint die Aufklärung darüber zu vermeiden, um bewährte Parolen nicht zu gefährden. Oder verkürzt: Federn Kindergeld und Dienstleistungsscheck die brutalsten Auswirkungen einer weiblichen Lebensrealität ab oder verfestigen sie diese? Unzeitgemäße Betrachtungen zu Ideologie und Praxis von Vereinbarkeitskonzepten. Moderation: Edith Futscher 4.6. lat. precari "bitten; betteln" (urverwandt mit dt. fragen) 15.00 - 17.00 Uhr, Workshop Cristina Boidi (LEFÖ) Meltem Wailand (Orient Express) Jale Akcil und Birge Krondorfer (Frauenhetz) Die unter- und unbewertete Arbeit von Frauen ist heute für die fortgeschrittene Frau (doch wohin schreitet sie?) nur scheinbar aufgehoben: für sie selbst, wo auch gerade sie steht, und - das ist das neue (alte) - für die so genannte andere, die subordinierte Frau, die Migrantin, die, weil sonst für sie nichts übrig ist, die 'Drecksarbeit' zum Überleben macht. Dies rekonstituiert nicht nur ein 'neokoloniales Substrat des neuen Europa' (aus: Haushalt Caretaking, GrenzenS Rechte von Migrantinnen und Vereinbarkeit von Beruf und Familie), sondern produziert auch die eine und die andere Frau (diesmal im Negativ). Und er - ja er hat somit zwei und auch drei Frauen (je nach Sexarbeitsbeanspruchung) - und dies im monogamen Abendland! Viele Fragen wider das Betteln. 4.6. Mitten drin und ganz daneben. Feministische Kritik am Neoliberalismus. 18.30 Uhr, Vortrag und Diskussion Frigga Haug Soziologin, Mithg. der Zeitschrift Argument Auch wir sind Produkte dieses neoliberalen Kapitalismus, können individualistisch im negativen Sinn sein: konkurrierend, kleinlich, neidisch. Und wie hängt dies damit zusammen, dass nach wie vor jeder Bereich, ob Politik, Moral, Arbeitsteilung, Gesetzgebung, Sexualität, Kultur, Sprache einer patriarchalen Allgegenwart einverleibt ist? Die Geschichte zeigt aber auch, dass wir uns durch keine noch so hegemoniale Lage in die Defensive treiben lassen dürfen. Auch wenn diese kapitalistische Dynamik schneller zu sein scheint als unsere gemeinsamen Strategien und unser Nachdenken über Alternativen - um so mehr ist Geistesgegenwart gefragt - für die eigenen Widersprüche und die ökonomische und mediale Vermarktung unserer Emanzipationshoffnungen. Der Protest gegen den globalen Privatisierungsprozess darf nicht den Blick auf die Utopie einer feministischen Internationale vernebeln. Moderation: Birge Krondorfer 5.6. 10.30 Frühstück Das Arbeitsmannequin. Von der Produktion zum Dienst 11.00 Uhr, Vortrag und Diskussion Gerburg Treusch-Dieter Soziologin Wie könnte das Verhältnis von Geschlechterdifferenz und Arbeit heute beschrieben werden? Müssen wir uns als simulierende Arbeitsmännchen - flexibel und mobil, informiert und interagierend jenseits von Produktion und auch Reproduktion - betrachten? Und: Ist der Preis für Arbeit noch zu bezahlen? Gerburg Treusch-Dieter zeichnet die Verwandlung von Arbeit, einst verflucht und mythisiert, in Dienst nach, in eine Unterwerfung unter jedwede Arbeit, die selbst Ware geworden ist. Ausgehend von der Beobachtung, dass gegenwärtig Arbeit durch das Fehlen von Arbeit entsteht und dass Bildung wie Beratung somit auch als Anleihen auf (Leih)Arbeit zu erstehen sind, wird die Entwicklung des westlichen Arbeitsbegriffs befragt. Moderation: Andrea Strutzmann _______________________________________________ Frauenhetz-feministische Bildung, Kultur & Politik Untere Weißgerberstr. 41, 1030 Wien fon/fax: 01/7159888 office at frauenhetz.at www.frauenhetz.at ================================================ 06 Korrektur Vorankündigung von: cafe.critique at gmx.net ================================================ bei unserer letzten aussendung hat sich ein fehler eingeschlichen. die vorab angekündigte buchpräsentation von Gerhard Scheit: Suicide Attack. Zur Kritik der politischen Gewalt findet am Montag, den 13. Juni im Republikanischen Club statt, nicht am 14. 24. Mai 2005, ab 21 Uhr Reclaim the Rainbow Café Critique zu Gast bei queerograd # 2 Cabinet Voltage, Künstlerhauspassage Karlsplatz 5, 1010 Wien 25. Mai 2005, 20 Uhr Die friedfertige Antisemitin? Kritische Theorie über Geschlechterverhältnis und Antisemitismus Buchpräsentation mit Ljiljana Radonic Neues Institutsgebäude, Hörsaal 2 Universitätsstraße 7, 1010 Wien 13. Juni 2005, 19.30 Uhr Buchpräsentation: Suicide Attack - Zur Kritik der politischen Gewalt Mit dem Autor Gerhard Scheit diskutiert Doron Rabinovici Republikanischer Club, Rockhgasse 1, 1010 Wien http://www.cafecritique.priv.at ================================================ 07 Theater gegen Jubiläumsverkitschung von: desaparecida at uboot.com ================================================ Intellektuelle Hygiene Samuel Laster Das Stadttheater Walfischgasse startet fulminant, und setzt ein Ausrufezeichen in die Jubelllandschaft der Alpenrepublik - Freunde, das Leben ist in der Tat lebenswert! Der Kaberettist Fritz Grünbaum traf den erfolgreichsten Schlager- und Operettentexter der Zwischenkriegszeit Fritz Löhner Beda im Konzentrationslager. Zu den beiden gesellte sich Hermann Leopoldi, Wienerlied Komponist - Hermann Leopoldi wurde ebenfalls aus der Mitte der Gesellschaft gerissen und in die Hölle der Nazis geworfen, aus der er jedoch auf wundersame Art in die USA entlassen wurde. Was hatten sich die Protagonisten zu sagen? Charles Lewinsky löste dies im Stück "Freunde, das Leben ist lebenswert" auf. Bedrückendes Theater auf höchstem Niveau , das wenig Kompromisse macht ist das Ergebnis, Lewinsky inszenierte ein sehr gut eingespieltes Ensemble, das sowohl einzeln als auch im Team überzeugen konnte.In kurzen Szenen fühlt sich der Zuschauer in Wien kurz vor der Apokalypse versetzt, macht die absolute Verwandlung Wiener Publikumslieblinge in den Abgrund antisemitisch motivierter Ächtung quasi mit. "Kultur" möchte der Leiter des Lagers Buchenwald haben. Löhner Beda hinterlässt mit dem "Buchenwaldlied" ein mehr als würdiges Vermächtnis. Ein von Lewinski erdachter Gegenspieler Bedas , der frühere Chauffeur Löhner Bedas Prohaska möchte dichten, hat jedoch nicht das Talent dazu. Er nötigt Löhner Beda schließlich einen Art bezahlter Ghostwriter zu spielen. auf tragische Art bleiben beide bis zuletzt tragisch-gordisch verbunden. Lewinsky bleibt historischen Quellen erstaunlich treu, Einzelheiten sind fein im Handlungsstrang verwoben. Die eingesetzte Musik endet jeweils abrupt und vermeidet dadurch eine liebliche Brechung. Schlager wie "Was machst du mit dem Knie Hans?" oder "Ausgerechnet Bananen" hätten dazu verleitet. Die Premiere hielt das Versprechen der Prinzipalin Anita Ammersfeld nach "intellektueller Hygiene" . Wienbesucher und Einheimische können das Stück wie auch die Ausstellung "Jetzt ist er bös, der Tennenbaum" als ein Bild von Wien mitnehmen, das die von Regierungsseite verordnete Jubiläumsverkitschung bricht. Nicht nur deshalb ein Muss. Autor Charles Lewinsky wurde 1946 in Zürich geboren. Als Dramaturg und Regisseur arbeitete er an verschiedenen Bühnen, bis er Redakteur beim Fernsehen wurde. Inzwischen ist Lewinsky auch als Autor von TV-Shows, Romanen und Bühnenstücken erfolgreich. Das Stück “Freunde, das Leben ist lebenswert" zeigt die große künstlerische und menschliche Leistung von drei Menschen und gleichzeitig ihr persönliches Schicksal in den dunkelsten Stunden des Landes, das sich im Jahr 2005 die Aufarbeitung seiner Geschichte vornimmt, ab und an an den gängigen Bildern der 2.Republik glorios zerschellt. Das Stück in der Walfischgasse ist der richtige Kontrapunkt und hinterlässt ein Gefühl von Anstand und Haltung, das der Republik Österreich gut zu Gesicht stünde. Noch bis 28.5.2005 INFO stadtTheater walfischgasse Freunde, das Leben ist lebenswert Mitwirkende u. a.: Hannes Gastinger, Johannes Seilern, Thomas Declaude, Sebastian Eckhardt, Marcus Thill, Sascha Oskar Weis Regie: Charles Lewinsky; Musikalische Leitung: Roman Grinberg Bühnenbild: Hans Kudlich Tickets erhältlich unter Tel. 512 42 00 oder http://www.stadttheater.org Kartenpreise: von 19 bis 34 Euro stadtTheater walfischgasse Walfischgasse 4, 1010 Wien Tel.: 512 42 00 info at stadttheater.org http://www.stadttheater.org ================================================ 08 Ankündigung: Konzert "The Chancers" von: infoladen-wels at liwest.at ================================================ 17.06.2005: Konzert mit "The Chancers" (http://www.thechancers.cz) und "Vacunt" im Fred Sega Musicpub, Vogelweiderstraße 1, 4600 Wels Eintritt: Euro 7,- Infoladen Wels Kulturverein und Buchhandlung Spitalhof 3 4600 Wels Tel.: 07242-910432 http://www.linkslinxooe.at ================================================ 09 Sa 28.5. MQ equaleyes 6 - Thema diesmal: "Digitale Dekadenz": Studierende der Angewandten verwandeln die Ovalhalle in eine audiovisuelle Kapelle. von: eva at 4youreye.at ================================================ PRESSEINFORMATION: @ Journalisten: Wir würden uns zudem sehr über Ihr Kommen freuen, kontaktieren Sie uns um sich akkreditieren zu lassen. Vielen Dank für Ihr Interesse! Sollten Sie Fotomaterial benötigen senden Sie bitte ein Mail an office at eye-con.tv pooool, Eye|Con, visualist/in/daba, nrsz und Cheap Entertainment, in Kooperation mit VISUELLE MUSIK / q21 (MuseumsQuartier), präsentieren equaleyes 6 "Interaction(s)" Sa, 28. Mai 2005 20 bis 05 Uhr :: Sehschule 20 Uhr :: Einlass 19.30 Uhr Kunst und Kultur von VisualistInnen in der Ovalhalle, MQ Wien www.equaleyes.org audioVISUELLER Dialog im Party-Kontext zwischen Raum, Zeit, Licht, Bild, Schall und Tanz von und mit :: VisualistInnen :: NRSZ :: nrsz.net r0ni :: isebuki.com m0rse :: isebuki.com ella esque :: Traumfabrique >>>>Real Time Visuals auf Basis digitaler Audioanalyse >> >> :: Live Acts :: magnum38 :: shitkatapult, Berlin :: Audio 5voltcore :: Error Pictures per Hardware Torture :: AV Xylo :: on MUMOK: Helmut Wolfgruber :: on Roland 101, 303: Herbert Gollini (Cheap) :: Weltpremiere :: AV On Turntables magnum38 :: shitkatapult, Berlin Achim Weber :: rhizomat, rufmichniewiederan, Berlin Umberto Gollini :: Cheap Entertainment Sehschule :: Lektion 6 :: Interaction(s) 20.00 bis 22.00 Uhr Visuelles Kulturupdate und Wahrnehmungsschärfung 3 Lecture Performances * DDDr. David Bovill (London) :: Bless. The Emergent Iconography of the (New) Digital Chapel * Konrad Becker (Wien) :: Kiss your Fucking Eyes Goodbye. Visualität und nacktes Elend der Musealen Repräsentation * Dipl.-Ing. Diether Lenhart und Barbara Husar (Wien) :: Interfragrancy. Limbischer Gehorsam - eine Osmologische Seance * Werkpräsentationen der VisualistInnen des Abends Moderation: Stefan Lutschinger SPECIALS (all night) :: equaleyes Paradies :: im Foyer gestaltet von debbie katzenberg / S.E.N.F. / Bruno Vaplon (Studierende der Angewandten / Digitale Kunst) :: 'You Untitled' :: Medieninstalltion von Markus Leitsch Ein Spiel mit Selbstwahrnehmung, Spiegelbild, Überlagerung und Verfremdung... DIGITALE DEKADENZ Am 28. Mai verwandelt sich die Ovalhalle nach einem Konzept von Studierenden der Universität für Angewandte Kunst (Abteilung Digitale Kunst) in eine audioVISUELLE Kapelle: "Zu den wesentlichen Wahrnehmungen von Zeitlichkeit im wilden Denken gehört die Unterscheidung von profaner Alltagszeit und der heiligen Zeit des Festes. Die Zeit des Festes ist kalendarisch festgelegt und vollzieht sich nach einem sehr präzisen Plan, innerhalb dessen ein Ritus stattfindet. Durch die gewaltigen Transformationen von Christianisierung und Verbürgerlichung hindurch st diese Unterscheidung in Form von Arbeitszeit und Freizeit erhalten geblieben." (QRT (1999) tekknologic tekknowledge tekgnosis) Kirchen sind hyperreale Maschinen, sie erschufen Realität indem sie die Medien ihrer Zeit nutzten. Maler wurden engagiert um auf kunstvolle Weise Heiligenbilder zu schaffen und so eine christliche Ideologie einer breiten Masse zugänglich zu machen. So nützen auch wir die Medien unserer Zeit und präsentieren sie im klassischen Rahmen der christlichen Formensprache, inspiriert von den Kuppeln und Säulen der Ovalhalle. Wir verstehen Kunstschaffende als symbolische Priester, die Leuchtwand als bewegtes Altarbild, und Fernseher als Heiligenbildbringer. Die Entleerung und Entledigung von jedem ideologischen Ballast, ist Programm. Die Hingabe an das reine, sich vervielfachende Medium und die gegenseitige Stimulation von organischem und maschinellem Körper ist das Ziel. >>>>by NRSZ, Ella Esque, r0ni und m0rse >> >> Regie: NRSZ NRSZ [http://nrsz.net] arbeitet in einem Echtzeit-Environment, bei dem sämtliche Bilder in Real Time aus der vorhandenen Musik erstellt werden. Ausgangspunkt für die Visuals ist das Soundsignal, das durch eine Audioanalyse ausgewertet wird. Die Parameter aus der Audioanalyse werden dann direkt an visuelle Parameter im virtuellem 3D Raum weitergegeben. So entsteht eine visuelle Bespielung, die permanent zum aktuellen Sound passt. www.nrsz.net MUMOK ALS XYLOPHON Herbert Gollini und Helmut Wolfgruber präsentieren eine Weltprämiere bei www.equaleyes.org | :::: Partner :::: Wir bedanken uns bei den equaleyes-Partnern für ihr Vertrauen und ihre Unterstützung: MuseumsQuartier Errichtungs- und BetriebsgesmbH. www.mqw.at quartier21 / Vitus Weh http://quartier21.mqw.at Hauptsponsoren: Drei www.drei.at Nokia www.nokia.at Weitere Wirtschafts- und Medienpartner: Red Bull www.redbull.at, Ottakringer UO www.ottakringer.at, Fox Medialab www.fox.co.at, infoscreen www.infoscreen.at, Seagram's Extra Dry, Silberberger AV www.silberberter.tmm.at Music and Light Entertainment, Ö1 http://oe1.orf.at Audiovisueller Live-Stream auf www.equaleyes.org provided by Plattenbörse (www.plattenboerse.at ) Eva Bischof-Herlbauer Neubaugürtel 7-9/1/13 A-1150 Vienna Mobile +43 699 110 272 35 Tel + 0043 1 990 50 55 PR-UNIT - Press Office/ 4youreye / Eye|Con Infos: www.4youreye.at -turntable visual experiences- www.eye-con.tv 1st Austrian VJ-Label & Agency www.equaleyes.org ================================================ 10 HOLLIDÄ IM EIS / Hubsi Kramars anderes Sommertheater von: office at gamuekl.org ================================================ Hubsi Kramar präsentiert auch heuer wieder Sommertheater der anderen Art im Wiener Kabelwerk: “HOLLIDÄ IM EIS" Kabelwerk: 1120 Wien, Oswaldgasse 33 - 35 (U6 / Tscherttegasse) * Hollidä im Eis 1 / “KINOIMKOPF" - Oliver Hangls Kino ohne Leinwand: 30. 6. (Premiere) - 2. Juli 2005 (20.30h) * Hollidä im Eis 2 / “KOMÖDIE OHNE TITEL" von Federico Garcia Lorca Regie: Mara Mattuschka & Hubsi Kramar 7. (Premiere) 8., 9., 14., 15., 16., Juli 2005 (20.30h) Es spielen: Di-Tutu BUKASA, Heidi GROSS, Si.Si. KLOCKER,Amadeus KRONHEIM, Hannes LENGAUER, Peter MATEJKA, Mara MATTUSCHKA, Mircea MIHALACHE, Cyril OZOEKWE CHAKA, Marcy OZOR-ONU, Sonja PENZ, Christa PRESLICKA, Thomas REISINGER, Hans SCHEIRL, Eva SCHUSTER, Julian SHARP, Christa URBANEK, Markus VORZELLNER EINTRITTSPREISE: “Kino im Kopf": ¤ 10,-- “Komödie ohne Namen" / Lorca: ¤ 18,-- / ¤ 15,-- KARTENRESERVIERUNG unter: Tel.: 01/577 22 65 oder http://www.hubsikramar.net HOLLIDÄ IM EIS 1 “KINOIMKOPF" - von Oliver HANGL http://www.olliwood.com Der Wiener Künstler Oliver Hangl bittet zu einem Kinoerlebnis der sechsten Art: KINOIMKOPF ist Kino ohne Leinwand! Aufgeführt wird die Hörfilmfassung des Kultfilms "Die Reifeprüfung" (Dustin Hoffmann, Oscar 1968) mit der Besonderheit, das Bild selbst nicht zu zeigen. Das Publikum sitzt im Freien vor dem Kabelwerk Wien und hört über Funkkopfhörer lediglich die Blindenversion der Original-Tonspur. Die individuell projizierten Bilder vermischen sich mit den realen. Inszenierte Fiktion versus inszenierte Realität? Hangl operiert an der Schnittstelle zwischen bildender Kunst, Theater und Film. KINOIMKOPF ist Teil seiner genreübergreifenden Projektreihe ON EAR, die das Medium Funkkopfhörer in einer Vielfalt von experimentellen Settings innerhalb und außerhalb des institutionellen Kunst-, Theater- und Konzertraumes auslotet. BIOGRAFIE Oliver HANGL geb. 1968 in Grieskirchen, Österreich. Studium: Theaterwissenschaft, Italienisch an der Uni Wien. Lebt und arbeitet derzeit in Wien. Oliver Hangl, der seine Karriere ursprünglich 1993 als Schauspieler und Bühnenbildner startete (u. a. Serapionstheater, "Assistent Robin" in der TV-Produktion "Phettbergs Nette Leit Show"), operiert an der Schnittstelle zwischen Theater, Film und bildender Kunst. In den verschiedensten audiovisuellen Medien inszeniert er künstliche Einblicke in Szenerien, die für den Zuschauer zur Projektionsfläche für die Klischees und Fiktionen ihrer eigenen Identität werden können. Hangl bewegt sich in einem breiten Betätigungsfeld, in dem er oft seine Position zwischen Künstler, Darsteller, Produzent und/oder Regisseur wechselt. So kuratierte er u.a. eine internationale Videoprogrammreihe, gründete ein Museum und kollaboriert regelmäßig mit anderen Künstlern. HOLLIDÄ IM EIS 2 “KOMÖDIE OHNE TITEL" von Federico Garcia Lorca (Regie: Mara Mattuschka und Hubsi Kramar) Lorca hat mit KOMÖDIE OHNE TITEL ein Theaterstück - in Zeiten des Krieges - gedichtet, das heute genauso aktuell ist, wie zur Zeit seiner Entstehung. Dieses Stück entspricht inhaltlich unserem Doppelprojekt KEIN THEATER THEATER und BRANDREDEN. Es ist eine Brandrede für ein Theater der Kompromisslosigkeit, das nichts verbirgt, das sich nicht den üblichen Lügen des bürgerlichen Kulturbetriebes unterwirft. Darüber hinaus wollen wir mit diesem Projekt den üblichen Sommertheater - Verunstaltern entgegen schreien: Haltet ein mit euren seichten Bomben des dümmlichen Amusements und den schrecklich lustigen Harmlosigkeiten, die nichts als schlecht getarnte Geschmacklosigkeiten der Sonderklasse sind - nach dem Motto: Betäuben wir uns, es geht uns ja so fürchterlich gut. Hubsi Kramar (Mai 2005) Textauszug : "Mit diesem Stück bringt uns der Dichter in eine Zwangslage, weil er es darauf abgesehen hat, eure Herzen zu bewegen, indem er Dinge zeigt, die ihr nicht sehen und die simpelsten Wahrheiten herausschreit, die ihr nicht hören wollt. Der Dichter, dessen fünf Sinne allesamt in bester Verfassung sind, wird euch nicht zu seiner Freude, sondern zu seinem Bedauern einen kleinen Zipfel der Wirklichkeit zeigen. Warum wollen wir immer ins Theater gehen, um zu sehen, was geschieht, und nicht, was mit uns geschieht? Ich will die Wände (des Theaters) niederreißen, damit wir die da draußen weinen oder morden oder mit fauligem Bauch schnarchen hören, Leute, die nicht einmal wissen, dass es das Theater gibt. Gehen Sie doch! Zu Hause wartet die Lüge auf Sie....Das Theater: Die Leute können bei "Othello" weinen und bei "Der Widerspenstigen Zähmung" lachen, aber den "Sommernachtstraum" verstehen sie nicht und lachen darüber. Es ist nicht lustig. Es ist eine düstere Handlung. Alles in dem Stück ist darauf angelegt zu beweisen, dass die Liebe, welcher Art sie auch sei, ein Zufall ist und keinesfalls von uns abhängt.... Theater: Ich könnte sagen, dass der Geruch des Meeres den Brüsten der Sirenen entströmt, und noch tausend andere Dinge, aber das wäre dem Meer einerlei, und es hört es auch nicht, es klatscht nur weiterhin an die Küsten in Erwartung neuer Ertrunkener. Das ist es was den Menschen angeht." DER AUTOR Federico Garcia Lorca Geboren am 5. Juni 1898 in Fuente Vaqueros bei Granada * 1918 : Veröffentlichung von Impresiones y paisajes (Eindrücke und Landschaften), das der Dichter bald nach Erscheinen aus dem Verkauf zurückzieht. * 1919: Aufnahme in das berühmte, 1910 eröffnete Madrider Studentenwohnheim Residencia de Estudiantes. Hier trifft die spätere sogenannte »Generation von 1927« zusammen (u.a. Jorge Guillén, Pedro Salinas, Rafael Alberti, Vicente Alexandre, Luis Cernuda). Auch Luis Buñuel und Salvador Dalí lernt García Lorca hier kennen. * 1920: Uraufführung von Lorcas erstem Bühnenwerk El maleficio de la mariposa (Der Fluch des Schmetterlings), ein Mißerfolg bei Publikum und Kritik. * 1921: Veröffentlichung von Libro de poemas (Gedichtbuch), einer Sammlung von 70 Gedichten aus der Zeit von 1918-1920. Vorbereitung für das Festival des cante jondo, ein Wettbewerb für Interpreten des cante jondo - des echten Flamenco aus Andalusien -, das im Juni 1922 stattfindet. Lorca schreibt eine Reihe von Gedichten, die vom cante jondo inspiriert sind. Sie sollen zum Festival erscheinen, werden aber erst 1931 in Buchform veröffentlicht. * 1922: Arbeit an seiner »Farce für das Kasperletheater«, dem Puppenspiel Tragicomedia de Don Cristóbal (Tragikomödie von Don Cristóbal und Doña Rosita). Die Orchesterfassung wird zum ersten Mal am 21. März 1923 in Sevilla gespielt, die Premiere folgt am 25. Juni 1923 in Winnarettas Salon in Paris. * 1927 : erfolgreiche Uraufführung von Mariana Pineda. * 1928: Veröffentlichung der Zigeunerromanzen. Das Buch ist sofort ein durchschlagender Erfolg. Arbeit an der Oda al Santísimo Sacramento del Altar (Ode auf das allerheiligste Altarsakrament). * 1929: Reise nach New York. Dort lebt er neun Monate, offiziell eingeschrieben als Englisch- Student an der Columbia University. Es entsteht sein Gedichtzyklus Poeta en Nueva York (Dichter in New York), der 1940 veröffentlicht wird. * 1930: Im März dieses Jahres reist Lorca nach Kuba, ein Land, das ihn seit seiner Kindheit fasziniert hat. Während seines Aufenthaltes hält er mehrere Vorträge, die in den Zeitungen Havannas verbreitet werden und den Besuch des Dichters zu einem bedeutenden kulturellen Ereignis machen. Im Juli kehrt Lorca nach Granada zurück. Uraufführung von Die wundersame Schustersfrau am 24. Dezember im Teatro Español in Madrid * 1931: In Spanien wird die Zweite Republik ausgerufen. Im Mai kommt es zu der längst überfälligen Veröffentlichung der Dichtung vom Cante Jondo. Sein neues Stück Así que pasen cinco años (Sobald fünf Jahre vergehen) wird fertiggestellt. * 1933: Premiere von Bluthochzeit mit Margarita Xirgú in der Hauptrolle, Lorcas erster Kassenerfolg. Uraufführung seines Stückes Amor de Don Perlimplín con Belisa en su jardín. (In seinem Garten liebt Don Perlimplin Belisa) in Madrid. * 1934: Uraufführung von Yerma in Madrid. * 1935: Es entstehen Llanto por Ignacio Sánchez Mejías (Klage um Ignacio Sánchez Mejías) die Sonetos del amor oscuro (Sonette der dunklen Liebe) und Seis poemas galegos (»Sechs galicische Gedichte«). * 1935: erfolgreiche Uraufführung von Doña Rosita la soltera (Doña Rosita oder die Sprache der Blumen) im Principal Palace in Barcelona. * 1936: García Lorca beendet La casa de Bernarda Alba (Bernarda Albas Haus). Im Februar kommt es zum knappen Wahlsieg der Volksfront. Die Wahlniederlage der Rechten führt zu immer härteren Ausschreitungen und Gewalttaten gegen die Anhänger der Republik und schließlich zum Bürgerkrieg. Einen Monat später besucht Lorca trotz der Warnung zahlreicher Freunde, sich nicht in das Einflußgebiet der faschistischen Falange zu begeben, seine Eltern in ihrem Landhaus in Granada. Als er in dem Haus seines Dichterfreundes Luis Rosales Camancho in Granada Schutz vor den Aufständischen sucht, wird er verhaftet. * August 1936: Federico García Lorca wird an der Friedhofsmauer von Fuente Grande erschossen. ================================================ 11 Kreativurlaub mit Franzobel, Escribano, Pires & Co. von: office at gamuekl.org ================================================ SOMMERAKADEMIE GRIECHENLAND 27.5. - 30. 9. 2005 in VASILIKOS auf Zakynthos /Griechenland * Allwöchentlich Flüge mit der AUA ab Wien, Linz, Graz, Salzburg und Innsbruck An/Abreisetag: Freitag Geboten werden über 70 Kurse unter fachkundiger Anleitung, die á la carte genossen werden können: Malerei, Aquarell, Zeichnen, Druckgrafik, Bildhauerei, Maskenbau, Keramik, Schmuckgestaltung, Sport Körperharmonie, Tanz, Musik , Theater, Kreatives Schreiben, Fotografie & Video, Griechisch, Tauchen, Meeresbiologie etc. In der langen Workshop-Liste mit internationalen Kursleitern findet sich auch heuer wieder so manch prominenter Name: * 17. - 30. 6.: “Stimmbefreiung" mit Marie Thérèse Escribano * 1. - 21. 7.: “Schreibwerkstatt" mit Bachmann-Preisträger Franzobel * 29. 7. - 18. 8. “Griechische Lieder" mit Marios & Julie * 19. 8. - 1. 9.: “Singing is fun" mit Sandra Pires * 12. 8. - 1. 9.: “Theater & Geschichten erzählen" mit Erich Schleyer * 19. 8. - 8. 9.: "Afro Contemporary Dance" mit Tanzlegende Bob Curtis u. v. a. m. Ergänzend dazu sorgen von 1. 7. - 1. 9. kreative Kinderprogramme auch bei den Kleinsten für Urlaubsspaß. Detailinfos: Tel. 58 800/Kl. 500 (Fr.Stingl) christine.stingl at verkehrsbuero.at oder http://www.sommerakademie.at ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND KOMMENTARE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 12 Voelkerschau 2005 - Zoo Augsburg laedt ein... von: daniela at orange.or.at ================================================ ----- Original Message ----- hallo alle zusammen, ich haenge euch einen skandal sondersgleichen hier als datei an. er enthaelt die angekuendigte veranstaltung des augsburger zoos eine art afrikanische savanne im zoo nachzubilden um u.a. die exotik der afrikanischen kultur (!) zu vermitteln. proteste hat es bereits gegeben, die entsprechende reaktion des zoos ist dann der eigentliche skandal. einen reaktionsbrief der schwarzen community leitet diese informationen ein. ich bitte euch dieses so weit wie moeglich - gern auch international, falls sprachbarrieren kleinere huerden darstellen - zu verteilen und so viel wie moeglich auf eben jenen zoo einzuschreiben, - zu telefonieren und/ oder zu faxen. gern moeglichst breit auch mit institutioneller an-/ ein- und wie auch immer bindung. diese geschichte hier im sueden sollte nicht unvernommen durchgehen koennen... bitte schickt diese mail doch auch an moeglichst weite verteiler - da, wo moeglich - weiter. sara, koenntest du die wig machen? ich danke euch fuer eure unterstuetzung und schicke euch muede, aber kaempferische gruesse peggy. 1) Die Schwarze deutsche community ruft dazu auf, gegen die Veranstaltung "African Village" im Augsburger Zoo zu protestieren, um jetzt und in Zukunft mit kolonialrassistischen Traditionen zu brechen! 2) Darstellung Zoo Augsburg: 9.06.05 bis 12.06.05 - African Village Zoobesuch mit Überraschungen: Für vier Tage entsteht im Augsburger Tierpark ein afrikanisches Dorf. 3) Antwort Zoo Augsburg, Dr. Barbara Jantschke / Direktorin ______________________1) Sehr geehrte Damen und Herren, mit ausgesprochenem Befremden hat die Schwarze deutsche community zur Kenntnis genommen, dass vom 9.-12. Juni im Augsburger Zoo eine Art afrikanisches Dorf entstehen soll. "Um eine einmalige afrikanische Steppenlandschaft gruppieren sich Kunsthandwerker, Silberschmiede, Korbflechter, Zöpfchenflechter" - so ein Auszug aus dem Werbetext der VeranstalterInnen. Dass es sich dabei um eine in konzeptioneller wie praktischer Hinsicht direkt in der Tradition der Völkerschauen stehende Veranstaltung handelt, wird aus dem Antwortbrief von Frau Dr. Barbara Jantschke (Zoo Augsburg) ersichtlich, der als Reaktion auf die durchaus berechtigte und besorgte Nachfrage eines schwarzen Schweizer Bürgers verschickt wurde. Demnach handelt es sich beim Augsburger Zoo um den "genau . richtige(n) Ort ., um auch die Atmosphäre von Exotik zu vermitteln. " Ganz offensichtlich scheinen sich den VeranstalterInnen die historischen Dimensionen ihres Projektes nicht zu erschließen, was vor dem Hintergrund der mittlerweile auch in Deutschland stattfindenden öffentlichen Diskussionen zu Implikationen und Folgen der deutschen Kolonialherrschaft auf eine erstaunliche Resistenz verweist. Die Reproduktion kolonialer Blick-Verhältnisse, in denen Schwarze Menschen als exotische Objekte, als Un- oder Untermenschen in trauter Einheit mit der Tierwelt in einer offenbar zeitlosen Dörflichkeit betrachtet werden können und den Mehrheitsdeutschen als Inspiration für künftige touristische Reiseziele dienen, ist wohl kaum als gleichberechtigte kulturelle Begegnung zu verstehen. Abgesehen davon, dass der afrikanische Kontinent nicht nur aus "Savannen" und "Dörfern" besteht und sich nicht unter einem singulären Kulturbegriff ("African Village") subsumieren lässt, spricht die gesamte Herangehensweise der VeranstalterInnen von einer erschreckend ungebrochenen Verdrängung historischer Kontinuitäten, mit der die Einverleibung vermeintlich exotischer Orte und Menschen immer wieder neu begründet werden kann. Wir möchten die VeranstalterInnen daran erinnern, dass in der Geschichte der Völkerschauen nicht nur rassenanthropologische Untersuchungen an den DarstellerInnen vorgenommen worden sind und dass viele von ihnen in Folge der schlechten Arbeits- und Lebensbedingungen starben. Wir weisen darüber hinaus mit Nachdruck darauf hin, dass Schwarze deutsche Überlebende des Nationalsozialismus von der Zwischenkriegszeit bis in die vierziger Jahre dazu gezwungen wurden, in Völkerschauen aufzutreten, weil ihnen andere professionelle Sphären verschlossen blieben. Im ahistorisch situierten, geschmacklosen Kontext des Augsburger Zoos werden also nicht nur die Überlebensgeschichten Schwarzer NS-Opfer verhöhnt, sondern es ist darüber hinaus zu fragen, an wen sich der von den VeranstalterInnen explizit artikulierte unbekümmerte Anspruch, "die Toleranz und Völkerverständigung (zu) fördern", dann eigentlich richten kann. Die AdressatInnen sind ganz sicher nicht Schwarze deutsche Menschen oder solche mit Migrationshintergrund, denn sonst gäbe es vor der - unserer Ansicht nach typisch deutschen - Kulisse des Rotwild- oder Wildschweingeheges vielleicht einige bayerische BergdörflerInnen zu bestaunen, die uns mit ihrer Handwerkskunst und ihren kulinarischen Spezialitäten die touristischen Weiten der deutschen Lande authentisch vor Augen führen könnten. Die Schwarze deutsche community ruft dazu auf, gegen die Veranstaltung "African Village" im Augsburger Zoo zu protestieren, um jetzt und in Zukunft mit kolonialrassistischen Traditionen zu brechen! Ihren Protest richten Sie bitte direkt an: Frau Dr. Barbara Jantschke (Direktorin Zoo Augsburg) barbara.jantschke at zoo-augsburg.de Tel.: 0821 / 567 149-0 Fax: 0821 7 567 149-13 Mit freundlichen Grüßen, Peggy Piesche (Literatur- und Kulturwissenschaftlerin, Black European Studies, Johannes-Gutenberg-Universität Mainz) Nicola Lauré al-Samarai (Geschichts- und Kulturwissenschaftlerin, TU Berlin) Tahir Della (Vorstand ISD-Bund e.V./ München) Jasmin Eding (Vorstand ADEFRA e.V./ München) ______________________2) Darstellung Zoo Augsburg 9.06.05 bis 12.06.05 - African Village Zoo Augsburg Ein Zoobesuch mit Überraschungen: Für vier Tage entsteht im Augsburger Tierpark ein afrikanisches Dorf. Um eine einmalige afrikanische Steppenlandschaft gruppieren sich Kunsthandwerker, Silberschmiede, Korbflechter, Zöpfchenflechter. Im Park duftet es nach afrikanischen Teespezialitäten und erlesenen Spezialitäten vom afrikanischen Kontinent. Die Besucher werden mit Konzerten und Events für die ganze Familie verwöhnt. Informationen über die vielfältige afrikanische Kultur und Natur sowie Reisetipps der Fachleute wecken die Reiselust. ______________________3) Sehr geehrte Damen und Herren, Sie verzeihen mir, dass ich mit der Antwort einige Tage gebraucht habe, aber mich hat Ihr Mail (das mich über die Stadt Augsburg erreicht hat) erst einmal sprachlos gemacht. Ihr Schreiben spricht nur dafür, dass Sie sich überhaupt nicht dafür interessiert haben, was während dieser Veranstaltung geboten wird - allein durch den Titel "afrikanisches Dorf" (ist übrigens auch falsch, die Veranstaltung heißt "African Village") haben Sie den Eindruck gewonnen, dass ein Afrikanisches Dorf dem staunenden Publikum vorgeführt werden soll. Wenn Sie sich nur ein bisschen mit der Veranstaltung vertraut gemacht hätten, wahre Ihnen sofort klar geworden, dass Ihre Vorwürfe absolut gegenstandslos sind. Der Mitorganisator (übrigens nur am Rande erwähnt eine gebürtiger Afrikaner mit schwarzer Hautfarbe) war bei der ersten Besichtigung begeistert vom Veranstaltungsort, von der Steppenlandschaft unserer Afrika-Anlage und der Atmosphäre im Zoo. Er führt übrigens bereits seit mehreren Jahren Ähnliche Veranstaltungen durch. Am Rande sei außerdem noch erwähnt, dass der Togoverein e.V. aus Augsburg sich wegen eines Standplatzes während der Veranstaltung erkundigt hat, den wir ihm selbstverständlich kostenlos zur Verfügung stellen. Diese Tage sollen die afrikanische Kultur, afrikanische Produkte den Menschen näher bringen. Natürlich wird dies von farbigen Afrikanern gemanagt, und zwar sehr gerne - wir haben mehr Anfragen für Standplätze als wir befriedigen können. Wenn Sie das mit "Zur-Schau-Stellen" meinen, dann dürften auch keine internationalen Sportveranstaltungen mehr stattfinden, bei denen farbige Menschen zu sehen sind. Diese Veranstaltung soll im Gegenteil die Toleranz und Völkerverständigung fördern und den Augsburgern die afrikanische Kultur näher bringen. Sie können sicher sein, dass es sich nicht um einen Planungsfehler handelt und Sie können sich ebenfalls sicher sein, dass wir keinen anderen Veranstaltungsort suchen werden. Denn ich denke, dass der Augsburger Zoo genau der richtige Ort ist, um auch die Atmosphäre von Exotik zu vermitteln. Ich hoffe außerdem, dass Sie beim nächsten Mal, bevor Sie einen derartigen Brief schreiben, sich vorher genauer erkundigen. Mit freundlichen Grüßen Dr. Barbara Jantschke Zoo Augsburg Dr. Barbara Jantschke Direktorin email: barbara.jantschke at zoo-augsburg.de Tel.: 0821 567149-0 Fax: 0821 567149-13 ACHTUNG NEUE FAXNUMMER ================================================ 13 Newsletter 20.5.05 von: ekhaus at med-user.net ================================================ Newsletter 2005-05-20 Im letzten Monat fanden etliche kulturelle und politische Veranstaltungen, Aktionen, u.a. der Wiener Kongress statt. Wegen der anfallenden Arbeiten konnten wir euch leider nicht regelmässig über die Ereignisse am laufenden halten. Nachträglich eine kurze Zusammenfassung der Geschehnisse im Mai: Am Mittwoch dem 4. Mai fand eine Begehung aller Räumlichkeiten des EKHZs statt. Besichtigt wurden vom Dachboden abwärts alle Geschosse mit besonderem Augenmerk auf den 3. Stock und den Veranstaltungsbereich. Anwesende waren u.a. Machowetz himself, sein Adjudant und williger Vollstrecker RA. Dr. Hübner, VertreterInnen eines Immobilienbüros, einige Herren diverser Magistratsabteilungen insbesondere der Baupolizei, begleitet von dutzenden beobachtenden Gästen unsererseits. Ziel war es wohl baurechtliche Vergehen und illegale Einbauten zu finden.Welche Konsequenzen diese Begehung für uns haben wird, ist wohl Thema des nächsten Prozesstermines. Dieser findet kommenden Mittwoch 25. Mai um 12 Uhr im Bezirksgericht Favoriten ( Saal IV) statt. Apropos Prozesse, auch der Infoladen hatte heute seinen vorerst letzten Prozess, die neuen Besitzer haben den mietrechtlichen Status des Infoladens angefochten. Das Urteil wird uns allerdings erst voraussichtlich im August per Post übermittelt. Nun zu einer traurigen Nachricht, die Volxbibliothek unterschrieb am 11. Mai auf Anraten eines sich plötzlich verantwortlich fühlenden Präkariatsträgers, unnötiger Weise ( es gab keine dingfestmachbare juristische Person!, d.h. niemand konnte rechtlich belangt werden...) einen Räumungsvergleich wie eh schon bekannt per 31. Juni. Davon ist nun auch das Archiv der Sozialen Bewegungen betroffen, das sich nun um neue Räumlichkeiten kümmern muss, wer Lust hat soll spenden. Mit Freude haben wir vernommen dass im Rahmen des Kongresses erneut versucht wurde ein Haus in der Weihburggasse zu besetzten. Weiter so ! Eine weitere erfreuliche Info: eventuell erwarten wir nächste Woche einen Überraschungsbesuch aus Hamburg, dazu nächste Woche mehr, nur eines soll dem noch hinzugefügt werden ... es könnte sich um, " alles was ich will ist die Regierung stürzen “ handeln. Zu guter Letzt möchten wir noch mal auf unser fabelhaftes alljährliches Haus Hof und Strassenfest verweisen, dass am 29.06. beginnt, Ende mal schauen ! Programmdetails demnächst! Kontakt: Spendenkonto: ekhaus at med-user.net Dieter Schrage www.ekhbleibt.info Kontonummer: 51405153501 www.med-user.net/ekh BLZ 12000 0676/94 27 520 Verwendungszweck: EKH ------------------------------------------------- This mail sent through IMP: https://mail.med-user.net/ ================================================ 14 Ein Kommentar zu den ÖH-Wahlen 2005 von: al at sozialismus.net ================================================ L Newsletter Nr. 143 ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ Wollen würde helfen Ein Kommentar zu den ÖH-Wahlen 2005 Vom 31. Mai bis zum 2. Juni finden wieder Wahlen zur Österreichischen HochschülerInnenschaft (ÖH) statt. Grund genug, um die Politik der aktuellen ÖH-Bundesvertretung kritisch zu analysieren, und die Programmatik der einzelnen ÖH-Faktionen genauer zu beleuchten ... Studierende an den diversen österreichischen Universitäten kommen nur unschwer drum herum, andere politisch-aufmerksame Individuen haben es vielleicht auch schon bemerkt: ÖH-Wahlen stehen wieder vor der Tür. Vom 31. Mai bis zum 2. Juni haben also Österreichs StudentInnen wieder die Möglichkeit, ihre offiziellen VertreterInnen zu wählen. Abgestimmt wird diesmal jedoch nur über die jeweilige Universitätsvertretung (UV) - die Direktwahl der Bundesvertretung (BV) wurde von der Regierung mit dem HochschülerInnenschaftsgesetz Z04 abgeschafft. Durch das neue Gesetz wird die Bundes-ÖH von nun an entsprechend der jeweiligen Mandatsstärke der einzelnen Fraktionen der UV gewählt werden. Abra Kadabra, sim sala bim - und plötzlich haben wir eine eklatante Stärkung der ÖVP-nahen Aktionsgemeinschaft (AG). Warum? Nun, weil jetzt die Stimmen von WählerInnen großer Unis weniger zählen, als die Stimmen von WählerInnen kleinerer Unis. Die Zahl der Studierenden, die - rein rechnerisch - von einem Mandatar bzw. einer Mandatarin vertreten werden, reicht also von gerade einmal knapp über 1000 an einigen Pädaks und Kunst-Universitäten bis zu den über 7000 Studierenden der Universität Klagenfurt, die ebenfalls von gerade einmal einer oder einem MandatarIn vertreten werden. Und dank dieses kleines Kunstgriffes von Tante Liesl kämen die braven AG- Studierenden und zukünftigten ÖVP-PolitikerInnen nun mit ihren derzeit knapp 29% der Stimmen auf eine relative Mehrheit von 40%. Rechts-Außen und ... Fast noch skurriler als diese Änderung ist jedoch die oft als "Lex RFS" bezeichnete Regelung, die dem rechtsextremen Fossil "Ring Freiheitlicher Studenten" zu einem Mandat verhelfen, und es somit künstlich am Leben erhalten, soll. Denn wer keine Aussicht auf ein BV-Mandat mittels Entsendung durch die einzelnen Universitätsvertretungen hat, kann durch die Zusammenfassung in Listenverbänden an verschiedenen Hochschulen in die BV einziehen. Dies war anscheinend der Zoll, den die mächtige ÖVP an ihre ehemaligen Koalitionspartnerin FPÖ zahlen musste. Ähnlich ihrer Mutterpartei, den Rest-Freiheitlichen, haben auch die blauen Studierenden derzeit wenig zu melden. Und nicht nur in ihren Positionen schwören die jungen Ewiggestrigen auf alte Werte, auch auf seiner "Heimseite" im Internet bietet der RFS nicht viel Neues, wodurch sich die Suche nach ihrem aktuellen Wahlprogramm ein wenig schwierig gestaltet. Die ersten "Wahlplakate" wurden hingegen bereits gesichtet. Darauf abgebildet ist ein Haufen "Linke" (oder besser: Linke, so wie sie sich der verklemmte rechtsextreme Jus- Student vorstellt) mit Schweinsnasen, Joints und Hammer & Sichel- Fahnen, sowie einem Schwein das Marx, und einem Hund der offenbar Stalin darstellen soll. "Wollt Ihr, dass die Euch vertreten?" steht darunter geschrieben. Nun ja, wenn uns der RFS schon so nett fragt? Wie auch immer, eine gewisse Affinität zu Nazi-Propaganda aus den 20er Jahren ist diesen Kunstwerken jedenfalls nicht abzusprechen. ... und Rechts-Innen Ähnlich bedeckt wie der RFS hält sich auch das Liberale StudentInnenforum (LSF). "Die Uni wird wieder liberal" plakatieren die Liberalen und bei einem Klick auf den Link "ÖH Wahlen 2005" wird der/die BesucherIn mit einem saloppen "wir verraten noch nicht alles" vertröstet. Doch ein weiterer Klick auf "Grundsätze" gibt dann doch alles preis. Nämlich, dass das LSF eben ein hoffnungsloser neoliberaler Fall ist. Vom Segen der "freien" Marktwirtschaft und anderer Unseglichkeiten ist da die Rede. Im Gegensatz zum Liberalen Forum, dem gescheiterten Versuch österreichischer KapitalistInnen, mit linken Stimmen rechte Politik zu machen, versuchen die Nachwuchs- (Neo-)Liberalen nicht einmal, sich einen linken Anstrich zu verpassen. Spannender ist da schon die Aktionsgemeinschaft (AG), die nicht aufhört zu betonen, dass sie eh überhaupt gar nichts mit der ÖVP zu tun hat. Nur entspricht das eben nicht den Tatsachen, schließlich wird die AG großzügig von der Volkspartei finanziert, wie z.B. der Rechnungshofbericht aus dem Jahr 2000 beweist.(1) Genieren sich die AG-Studierenden etwa für ihre "Mutterpartei" (was ja prinzipiell nachvollziehbar wäre)? Wohl eher versucht die AG, sich unabhängig und offen in jede Richtung zu präsentieren. Bloß will ihr dies nicht gelingen. Hinter dem AG-Logo, dem kunterbunten Regenbogen versteckt sich eine hässliche schwarze Fratze. Und diese Fratze steht für Studiengebühren und Zugangsbeschränkungen, auch wenn die AG vorgibt, sich dagegen einzusetzen. Fazit: Mit der Aktionsgemeinschaft sind Österreichs Studierende genauso verloren, wie die auf ihren Wahlplakaten abgebildete Palmeninsel im Ozean. Die Politik der ÖH - wollen würde helfen ... Doch abseits unwählbarer Fraktionen wie AG, LSF oder RFS stellt sich für fortschrittlich denkende Studierende die Frage, wer sie denn nun am besten vertreten sollte. Der "Verband Sozialistischer StudentInnen" (VSStÖ), die "Grünen und Alternativen StudentInnen" (GRAS) oder lieber doch der "Kommunistische StudentInnen Verband" (KSV)? Die ersteren beiden stellen seit nun mehr vier Jahren die momentane ÖH-Bundesvertretung. Die Repolitisierung der ÖH, die Unterstützung für verschiedenste fortschrittliche Projekte, der Versuch, sich gegen diverse Verschlechterungen im Studienbereich zu wehren und ein antifaschistisches, antisexistisches und emanzipatorisches Bekenntnis sind die Verdienste der "linken" BV. Zweifellos wesentliche Errungenschaften, aber Bekenntnisse allein reichen leider nicht. Und immer da, wo es um konkreten Widerstand jenseits zivilgesellschaftlicher Themen ging, hat die ÖH sich nicht unbedingt mit Ruhm bekleckert. Schon beim ersten Härtetest haben die linken ÖH- Fraktionen nicht wirklich glücklich agiert - um es mehr als höflich zu formulieren. Alls sich abzeichnete, dass Schwarz-Blau im Herbst 2001 Studiengebühren einführen würde, bekam bei den ÖH-Wahlen im Mai 2001 eine grün-rot-rote Koalition aus VSSTÖ, GRAS und KSV die Mehrheit (Zuvor hatte es bereits eine größere Streikbewegung und Demo mit bis zu 40.000 TeilnehmerInnen an den Unis gegeben). Was taten diese KämpferInnen gegen den Sozialabbau nun? Anstatt vor dem Sommer nochmals zu versuchen, den Widerstand gegen Studiengebühren zu organisieren, orientierten sie auf einen ungeschickt organisierten Boykott. Nachdem dieser nicht ganz unerwartet scheiterte, war das Wintersemester angebrochen, die Studierenden bezahlten, die Studiengebühren waren durch. (Die ÖH war damals nicht einmal dazu in der Lage, ein Konto für ihre Boykottaktion zu finden - wäre es von der ÖH mit dem sozialdemokratischen VSSTÖ als Teil der ÖH-Exekutive wirklich zuviel verlangt gewesen, bei der dem ÖGB gehörenden BAWAG genug öffentlichen Druck zu machen?) Natürlich können Proteste nicht wie ein Lichtschalter an- oder ausgeknipst werden. Das Bewusstsein der Bewegung verändert sich, es können nicht zu jedem Zeitpunkt und zu jedem Thema Massen von Studierenden auf die Straße gebracht werden. Hilfreich wäre allerdings, es zumindest zu wollen. Aus ihrer zu einem wesentlichen Anteil selbst verschuldeten Niederlage bei den Studiengebühren zogen aber viele in der ÖH den Schluss, gar nicht mehr zu wollen und statt dessen auf sogenannte "kreative" Aktionen zu setzen - in den HörerInnenversammlungen rund um die Bewegung gegen die neoliberale Reform der Unis, den sogenannten "Orgplan", argumentierten ÖH- VertreterInnen entsprechend mit der Sinnhaftigkeit von Kreativaktionen gegenüber Streiks.(2) Straßentheater, "Die-Ins" oder "Hürdenläufe gegen die Bildungspolitik" sind zwar lustig, kreativ und können eine Ergänzung im Widerstand sein, ersetzen diesen aber nicht. Und Protestmails an Bundesministerin Gehrer landen bei dieser bestenfalls im Papierkorb. Um sich wirksam gegen Einschneidungen der Studierendenrechte oder Studiengebühren zu Wehr zu setzen, bedarf es ernsthafter Proteste wie Streiks und Besetzungen. Gemeinsam statt einsam Vor allem aber bedarf es eines Schulterschlusses mit anderen, vom Sozialabbau betroffenen gesellschaftlichen Gruppen wie den EisenbahnerInnen oder der Belegschaft des Postbus. Zu erst einmal, um Vorurteile vieler klassischer "HacklerInnen" gegenüber StudentInnen abzubauen, und - was viel wichtiger ist - um aus der ökonomischen Machtlosigkeit herauszukommen (denn ein StudentInnenstreik legt die Produktion nicht lahm und kann daher von der Regierung sehr leicht ausgesessen werden - spätestens, wenn die Prüfungen nahen und sich die Frage stellt, wie das Studium für die einzelne Person ohne "Scheine" und damit im nächsten Semester ohne Familienbeihilfe und/oder Stipendium weitergehen kann, werden Kämpfe sehr schwierig sein und überhaupt nur dann weitergehen können, wenn die Betroffenen eine sehr ernsthafte Chance sehen, zu gewinnen.). Sinnvoll wären beispielsweise öffentliche Diskussionen mit BetriebsrätInnen, vor allem aus Betrieben, in denen in jüngster Vergangenheit gekämpft wurden, die Unterstützung von betrieblichen Kampfmaßnahmen durch Solidaritätsaktionen, Flugblätterverteilen vor Betrieben oder Druckausübung auf den ÖGB für gemeinsame Informationsveranstaltungen von ÖH und ÖGB in Betrieben. Dies wäre vor allem vom sozialdemokratischer VSSTÖ zu fordern, der dieser Aufgabe bisher nicht wirklich nachgekommen ist. Achtung, radikal! Wenn es aber radikalere Maßnahmen seitens der Studierenden gab, wie etwa die Besetzungen auf der Uni Wien im letzten Jahr im Kampf gegen den "Orgplan" so schien es, als würde die ÖH-Führung alles daran setzen, diese Aktionen ins Leere laufen zu lassen. Oft wurden die StudentInnen auf den Ernstfall vertröstet ("Wenn sie das machen, dann machen wir das!") ohne zu registrieren, dass es die Bundesregierung von Anfang an todernst meinte. Peinlich war hingegen die Distanzierung von GRAS und VSSTÖ von der "Tortung" Rektor Winklers im Zuge dieser Bewegung. Ein weiteres Problem, welches wir in der Linie der derzeitigen ÖH- Führung sehen, ist ihre typisch sozialdemokratische StellvertreterInnenpolitik. Deutlich sichtbar wurde dies in den Protesten gegen das oben beschriebene HochschülerInnenschaftsgesetz `04, welches die schwarz-blaue Umfärbung der Unis festschreiben soll. Anstatt mittels Infotischen, HörerInnenversammlungen und Aktionskomitees die StudentInnen aufzuklären und direkt in die Kämpfe miteinzubeziehen, bzw. selbst über die Kampfmaßnahmen entscheiden zu lassen, setzten GRAS und VSSTÖ auf eine gigantische Materialschlacht (Flyer, Poster, Aufkleber ... alles Hochglanz, versteht sich). Es mag aber auch sein, dass in der ÖH viele resigniert haben und davon ausgegangen sind, dass sich die Studierenden für diese ÖH nicht einsetzen werden ... Statt sich aber "FÜR" die Interessen der Studierenden einzusetzen, müssten VSSTÖ und GRAS gemeinsam MIT den StudentInnen kämpfen. Weiters müssten sie ihre Scheu vor Konflikten mit den Führungen ihrer Mutterparteien SPÖ und Grüne - welche genauso für Sozial- und Bildungsabbau stehen - ablegen. Aber das würde möglicherweise die Karrieren einiger ÖH-FunktionärInnen gefährden ... Im Gegensatz zum VSSTÖ thematisiert die GRAS im Übrigen auf ihren Wahlkampf-Plakaten die soziale Wirklichkeit der Studierenden nur mehr am Rande. Studiengebühren, Knock-Out-Prüfungen, die neoliberale Umgestaltung der Unis, Verschärfungen bei Stipendium- und Familienbeihilfe, die Notwendigkeit, neben dem Studium immer mehr zu arbeiten, teure Wohnungen bzw. Heimplätze, ... alles kein wirkliches Thema. Statt dessen zivilgesellschaftlicher Schmus und eine plakatierte Freiheitsstatue. Was die GRAS im Übrigen unter Gesellschaftskritik versteht, zeigt sie uns auf ihrer Homepage: Unter http://www.gras.at/inhalte-gesellschaftskritik.php finden sich 9 Links zum Thema "Gesellschaftskritik" - acht davon führen zu sogenannten Head-Shops, also Geschäften, die sich mit Cannabis- Zubehör beschäftigen ... KSV: zwischen Widerstand und Nostalgie Bleibt eigentlich nur noch der Kommunistische StudentInnenverband (KSV) übrig. Dieser scheint auch die aktivste ÖH-Fraktion in den Studierenden-Protesten der letzten Jahre gewesen zu sein. Auch der Unterschied zwischen der Bundes-ÖH, und der ÖH-Uni Wien, wo der KSV mit im Boot ist, und somit sein Einfluss ist deutlich sichtbar. Diesen Einfluss übte der KSV aber zumeist nur auf institutioneller Ebene aus, d.h. in diversen ÖH-Gremien. Dort wurde VSSTÖ und GRAS das eine oder andere Mal - zu Recht - auf die Finger geklopft. U.A. heftet sich der KSV die Verhinderung einer 8000 Euro teuren Benennung eines IC-Zuges nach der Österreichischen HochschülerInnenschaft (!) auf die Fahnen.(3) Theoretisch beruft sich der KSV auf den Marxismus, und verfällt - lobenswerterweise - nicht diversen postmodernen Theorien wie dies v.a. GRAS, aber auch der VSSTÖ tun. Bei genauer Lektüre von KSV- Publikationen stößt einem/einer dennoch der noch immer grassierende "Stalinismus-light" (z.B. die Bezeichnung der DDR als "sozialistisch") auf.(4) Von der autoritären KPÖ-Führung um Walter Baier, die gerade dabei ist im Linksliberalismus aufzugehen und die eigene Partei nachhaltig zu ruinieren, distanziert sich der KSV zu recht, von anderen reformistischen KPÖ-Organisationen wie der KP-Graz tut er dies nicht. Kritisch betrachten wir außerdem die - teilweise völlig abgehobene - Herangehensweise des KSV. Anstatt Lenin mit roter Lippe oder den "getorteten" Rektor Winkler zu plakatieren, sollten die Kommunistischen StudentInnen lieber klare Forderungen formulieren. Sicher, Uni-Wahlkämpfe sind unkonventioneller als z.B. Gemeinderatswahlkämpfe, aber so gibt der KSV Studierenden außerhalb der "linken Szene" keine Antwort auf die Frage, wie sie sich ihr Studium finanzieren sollten. Sinnvoll wäre ein Wahlkampf auf mehreren Ebenen, der einerseits sichtbar für eine radikale und andere Politik steht, andererseits aber auch Angebote außerhalb der "Szene" macht. Nichtsdestotrotz unterstützen die Studierenden der AL- Antifaschistische Linke den KSV kritisch und rufen zu seiner Wahl bei den kommenden ÖH-Wahlen auf. Darüber hinaus müssen wir aber selbst aktiv werden und uns mit anderen, vom Sozial- und Bildungsabbau betroffenen Gruppen (SchülerInnen, ArbeiterInnen, PensionistInnen), zusammenschließen. Die nächste reaktionäre Welle, die auf uns zu rollt, sind die viel diskutierten Zugangsbeschränkungen für einzelne Studienrichtungen. Während die verschiedenen ÖH-Fraktionen direkt aus dem Sommerloch in den verfrühten Winterschlaf übergingen, haben wir ins unserer Zeitung "Morgenrot" bereits im August 2004 auf dieses wichtige Thema aufmerksam gemacht.(5) Nun ist es in aller Munde. Sorgen wir dafür, dass es nie zu einer Umsetzung elitärer Konzepte, die da in den Köpfen so mancher Rektoren, PolitikerInnen und Wirtschaftskapitäne herumgeistern, kommt! Denn die ÖH-Wahlen finden nur alle 700 Tage statt, doch der Widerstand ist jeden Tag nötig! Stefan Kalnoky* stefan.kalnoky at sozialismus.net * Der Autor studiert Volkswirtschaftslehre an der Universität Wien Fußnoten: 1) http://www.oevp- aktionsgemeinschaft.at/downloads/rechnungshofbericht.pdf 2) Mehr zur Bewegung gegen den Orgplan: Uniproteste in Wien (MR 27/04), zu finden unter http://www.sozialismus.at 3) Unitat, Nr.2, 05/2005, S.3 4) Vgl.: www.comunista.at 5) "Angriff auf den Uni-Zugang. Kommt der Numerus Clausus?" in MR 29/2004, zu finden unter http://www.sozialismus.at Weitere Artikel zu Bildung und Studierenden finden sich uf unserer Homepage www.sozialismus.at unter der Themenkategorie "Jugend/Bildung" ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ AL-Antifaschistische Linke Gegen Rassismus, Sexismus, Sozialabbau! Für Solidarität und Sozialismus! mail: al at sozialismus.net web: www.sozialismus.at phon: ++43 (0) 699 817 15 915 post: AL c/o Amerlinghaus, Stiftgasse 8, A-1070 Wien ================================================ 15 AKS: SchülerInnen gegen Bildungsabbau von: florian.steininger at aks.at ================================================ Pressemeldung der Aktion kritischer SchülerInnen Bildung/Schulen/AKS/Demonstration Freitag, 20.5.2005 AKS: SchülerInnen gegen Bildungsabbau Utl.: Zehn Jahre Gehrer sind zuviel! Anlässlich von zehn Jahren Elisabeth Gehrer als Bildungsministerin zeigten heute in Wien rund 1000 SchülerInnen, dass es so nicht weitergehen kann: “Niemand versteht, wie eine Bildungsministerin, die eine solch destruktive Bildungspolitik betreibt, noch immer im Amt sein kann", so Kim Kadlec, Bundesvorsitzende der AKS (Aktion kritischer SchülerInnen). “Während Elisabeth Gehrer auf der EU-BildungsministerInnenkonferenz die nächsten Verschlechterungen bespricht, wollen wir ein Zeichen gegen neoliberalen Bildungsabbau setzen", so Kadlec. Die vom Ministerium geplanten Maßnahmen wie Bildungsrankings und Prognoseverfahren finden dementsprechend wenig Anklang: “Bildung ist nicht zur marktwirtschaftlichen Verwertung da, sondern soll Befreiung und Befähigung sein. Am Minoritenplatz scheint jedoch ein anderes Verständnis zu herrschen." Die Resultate dessen könnten täglich in den Schulen beobachtet werden und würden immer wieder durch internationale Studien wie PISA belegt. Ganz im Sinne des auf der heutigen Demonstration oft hörbaren Spruchs “Zehn Jahre sind genug", wünscht sich Kadlec eine neue Politik im Bildungsministerium: “Chancengleichheit darf nicht nur ein Mythos bleiben und ein wirtschaftlicher Leistungsbegriff nicht die Pädagogik beherrschen. Doch um hier etwas zu ändern braucht es Mut zu grundlegenden Reformen - und diesen traue ich Ministerin Gehrer nicht zu." Rückfragehinweis: Kim Kadlec, 0699/11408142 ================================================ 16 Swedish anti-Semite published in Austria von: OEKOLI_Wien at gmx.net ================================================ Swedish anti-Semite published in Austria >From Karl Pfeifer in Austria Definition of Anti-Semitism A new working Definition of Anti-Semitism of European Monitoring Centre on Racism and Xenophobia of January 28, 2005 [1] provides a practical guide for identifying incidents, collecting data and supporting the implementation and enforcement of legislation dealing with anti-Semitism. Anti-Semitism is a certain perception of Jews, which may be expressed as hatred toward Jews. Rhetorical and physical manifestations of anti-Semitism are directed toward Jewish or non-Jewish individuals and / or their property, toward Jewish community institutions and religious facilities. In addition, such manifestations could also target the state of Israel, conceived as a Jewish collectivity. Anti-Semitism frequently charges Jews with conspiring to harm humanity, and it is often used to blame Jews for "why things go wrong". It is expressed in speech, writing, visual forms and action, and employs sinister stereotypes and negative character traits. Contemporary examples of anti-Semitism in public life, the media, schools, the workplace, and in the religious sphere could, taking into account the overall context, include, but are not limited to: · Calling for, aiding, or justifying the killing or harming of Jews in the name of a radical ideology or an extremist view of religion. · Making mendacious, dehumanizing, demonizing, or stereotypical allegations about Jews as such or the power of Jews as a collective - such as, especially but not exclusively, the myth about a world Jewish conspiracy or of Jews controlling the media, economy, government or other societal institutions. · Accusing Jews as a people of being responsible for real or imagines wrongdoing committed by a single Jewish person or group, of even for acts committed by non-Jews. · Denying the fact, scope, mechanisms (e.g. gas chambers) or intentionality of the genocide of the Jewish people at the hands of National socialist Germany and its supporters and accomplices during World War II (the Holocaust). · Accusing the Jews as a people, or Israel as a state, of inventing or exaggerating the Holocaust. · Accusing Jewish Citizens of being more loyal to Israel, or to the alleged priorities of Jews worldwide, than to the interests of their own nations. Examples of the ways in which anti-Semitism manifests itself with regard to the State of Israel taking into account the overall context could include: · Denying the Jewish people right to self-determination, e.g. by claiming that the existence of a state of Israel is a racist endeavor. · Applying double standards b requiring of it a behavior not expected or demanded of any other democratic nation. · Using the symbols and images associated with classic anti-Semitism (e.g. claims of Jews killing Jesus or blood libel) to characterize Israel or Israelis. · Drawing comparisons of contemporary Israeli policy to that of the Nazis. · Holding Jews collectively responsible for actions of the State of Israel. However, criticism of Israel similar to that leveled against any other country cannot be regarded as anti-Semitic. A book has been published recently in Vienna, which fits exactly for above definition. ProMedia, the Austrian left-wing publisher has issued a book, "Flowers of Galilee", by the Swedish antisemite Israel Shamir. Shamir, who in 2001 changed his name to Jöran Jermas [2] and has claimed to be "be one of Israel's leading intellectuals", is no stranger to the pages of different Media which has exposed his links with other antisemites and loony conspiracy theorists. Despite the man's bogus claims and dubious connections, Fritz Edlinger, the general secretary of the Austro-Arab Friendship Society and the former representative of the Austrian Social Democrats on the Socialist International's Middle East Committee has edited the book and written a foreword insisting that Shamir is a "leftist and a radical democrat". The ravings on his website give an insight into just what kind of "intellectual" Shamir, who professes to be a Greek Orthodox Christian - he previously claimed to be a Jew - really is. For example, he writes: "The Jewish supremacy forces and the greed worshippers united again to crucify Christ. The US, this New Rome, again gives hand and agrees to become the executioner. Now it is our turn to decide. Šthey will destroy the Mother Earth herself, turn her into waste lands of Mordor. They need this victory to bind us together by the dark forces of domination. Let us deny them, this time." [3] Elsewhere, he rants that "The Jews are forever fighting Christ and the Church; there is no chance for peace in the Holy Land unless the position of the Synagogue is undermined and the Jews saved by the Church" [4] and repeats the infamous blood libel that Jews have used the blood of Christian children whom they murdered to produce unleavened bread.[5] Bizarrely, Shamir has also claimed that even if the notorious Protocols of the Learned Elders of Zion are a forgery they are nevertheless true.[6] Edlinger has also published in the book a German translation of Shamir's article "The Shadow of Zog" - nazi-speak for "Zionist Occupation Government" and a term employed by hate groups and antisemites - in which Shamir says: " The Occupation Regime in Iraq was installed by the US army in the interests of Zionists, and it may be rightly called ZOG, Zionist Occupation Government if anything. However, this ZOG is also a Zog, a servant of Darkness and Annihilation, for its first step was the destruction of Baghdad's libraries and museums. [Š] The problem is, the US people have no way out of the Zionist takeover. [Š] The prominence of Jews in Western discourse causes the same sort of trouble that you would experience if you were to refuel your diesel car with petrol." [7] Shamir, the author of this shameless antisemitic frenzy is not reticent about collaborating with fascists. Indeed, despite being more or less unknown until recently, his articles are published and his books praised with increasing frequency on revisionist homepages and print medias. [8] Shamir himself notes on his German homepage that the ZOG article was translated into German for the so-called Deutsche Kolleg, an intellectual outfit whose active leaders, Reinhold Oberlercher and Horst Mahler, found their way from the radical left to the nazi right.[9] The purpose of the Deutsches Kolleg is to act as a nazi ideological and linguistic training centre. Oberlercher and the ex-terrorist Mahler want to ban Jewish communities and their declarations often amount to nothing less than antisemitic and racist tirades. Criticizing Israeli policies and Zionism by intertwining antisemitic motifs and challenging the legitimacy of the State of Israel and its right to exist has become characteristic for many "anti-Zionist" agitators. Shamir, for his part, incorporates the themes typically used, for example, by the National Bolshevik Party in post Soviet Russia. This toxic catechism of antisemitism claims that Jews are the enemy, that capitalism is Jewish and that the Jews rule the USA. Shamir depicts the Jews as being totally malign by nature with negative traits that are incorrigible. Because of their "bad nature", he thinks that Jews have to be seen not as individuals but as a collective, that they remain essentially alien in their surrounding societies, that they bring disaster to their "host societies" or even the whole world. Because the Jews allegedly exercise their influence secretly, he evidently feels obliged to "unmask" their conspiratorial character. This so-called "new antisemitism" has insidiously made its way into wider political debate and is much favoured by Islamists and Arab nationalists who reject any chance for peace in the Middle East. No wonder that Israel Shamir is together with Hanan Ashrawi, Ilan Pappe and Lea Tsemel member of the board of "remember Deir Yassin" [10] Today, it is not crude fascist-type street politics that mainly characterises antisemitism but rather a heavily coded and implicit drip-drip-drip arguments - almost always accompanied by a pre-emptive disavowal of any antisemitic intent - that the world's problems, including September 11 (and even the Tsunami) have their origins in the policies of and the existence of Israel, that Israel can get away with it because the USA gives it carte blanche and does so because its own government is under pressure from, or is itself, ZOG. This kind of argument, in turn, is a key ingredient of simplistic, everything is black or white, assessments of events in the Middle East, especially the Israel-Palestine issue. Antisemitic conspiracy theories can be found also on the left, in parts of the peace movement and among opponents of globalisation, especially in so- called "anti-imperialist" circles in Austria, Italy and France. That is precisely why this kind of thinking is so dangerous. Horst Mahler, who calls himself a "national marxist", openly propagates a "red-brown alliance". And the fact, that Austrian leftists can publish Shamir's crude anti-semitic rubbish suggests that this approach has already gained a small measure of success. Notes [1] English: http://usahm.de/Dokumente/ANTISEMITISM17050.htm German: http://usahm.de/Dokumente/DEFINITION18050.htm [2] For example: "Israeli writer is Swedish antiSemite" Searchlight May 04 http://www.searchlightmagazine.com/index.php?link=template&story=6 [3] http://shamir.mediamonitors.net/april152001.html [4] http://www.israelshamir.net/english/hellen.shtml [5] http://www.israelshamir.net/english/blood.htm [6] http://www.thetruthseeker.co.uk/article.asp?ID=322 [7] http://www.israelshamir.net/english/shadowofzog.html [8] For example: Shamir is defending the neonazi "National Alliance" in the USA http://shamir.mediamonitors.net/august172002.html [9] http://www.israelshamir.net/german/zog-german.html [10] http://www.deiryassin.org/board.html -- Ökologische Linke (ÖKOLI) Schottengasse 3a/1/4/59 A-1010 Wien e-milio: oekoli_wien at gmx.net Visite our Website: http://www.oekoli.cjb.net Ökoli Vorarlberg: http://PolitiX.cjb.net Spenden auf unser Konto sind immer willkommen: Konto Nr.: 56001071333 Bank Austria Creditanstalt BLZ 12000 Unsere Aussendungen sind nicht zur Verbreitung über Indymedia bestimmt! ************************************************ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< WELTWEIT ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 17 [gipfelsoli] Gleneagles -- Genua von: gipfelsoli-l at lists.nadir.org ================================================ Gipfelinfo - Meldungen über globalisierte Solidarität und die Proteste gegen unsolidarische Globalisierung -------------------------------------------------------------------------- - NO COMMENT - KEINE AUSSAGE! Wegweiser durch das schottische Rechtssystem - Resist the 2005 G8 Summit - Mobilisierung nach Gleneagles/Schottland - Soliparty für "COMITATO PIAZZA CARLO GIULIANI" Genua ------------------------------------------------------------------------------ NO COMMENT - KEINE AUSSAGE! Ein kurzer Wegweiser durch das schottische Rechtssystem * 1. Einführung Alle, die an den Protesten gegen den G8-Gipfel in Gleneagles teilnehmen wollen, sind sich des Ausmaßes staatlicher Repression bei früheren Protesten bewusst. Leider gibt es keinen Grund, weshalb es diesmal anders sein sollte. Obwohl der britische Staat gern ein liberales Image von sich verbreitet, hat er schon von jeher einen autoritären Charakter, der sich in den letzten Jahren sowohl unter konservativen als auch unter Labour-Regierungen verstärkt hat. Ziel dieser Broschüre ist, einen Überblick Über die in Schottland zu erwartenden Polizeieinsätze zu geben sowie einen ersten Einblick in die Gesetze, die DemonstrantInnen betreffen. Wir hoffen, dass AktivistInnen mit Hilfe dieses Wissens in der Lage sind, sich der Konfrontation mit der Polizei zu stellen und ihr Recht auf Protest einzufordern, das in Großbritannien zunehmend bedroht ist. Die Rolle der Polizei ist dabei, die DemoteilnehmerInnen einzuschüchtern und größere Aktionen zu verhindern. Die Einforderung des Demonstrationsrechts bedeutet automatisch Widerstand gegen diese Politik. Beim Verfassen dieser Broschüre konnten wir auf die Erfahrungen von J18, dem 1. Mai und anderen Aktionen in England und auf den Polizeieinsatz gegen das Faslane Friedenscamp zurückgreifen sowie auf frühere internationale Proteste. In Großbritannien wird die Polizei oft als "cops" oder - weniger höflich - als "plod", "pigs" oder "filth" bezeichnet, während eine Festnahme häufig "getting nicked" oder "getting lifted" genannt wird. Schottland ist eines der vier Länger, die das Vereinigte Königreich (UK) bilden (meist "Großbritannien" genannt), wobei es keine Binnengrenzen (mit Kontrollen o. Ä.) gibt. Ist von "mainland Britain" die Rede, sind England, Schottland und Wales gemeint. Schottisches Recht Das schottische Recht unterscheidet sich grundlegend von vielen europäischen Systemen, weil es weder ein klares Gesetzbuch noch eine Sammlung von Statuten hat, die die meisten Vergehen definieren, wie dies in England, Wales und Nordirland der Fall ist. Stattdessen beruht das schottische Recht weitgehend auf dem Gewohnheitsrecht, also der Zusammenfassung von Grundsätzen, Regeln und Festlegungen aus früheren Gerichtsentscheidungen. Dadurch ist manchmal die Prognose eines Gerichtsurteils bei bestimmten Handlungen schwierig, da das dortige Recht erschreckend flexibel ist. Das englische Gesetz kann nur mit Vorsicht auf Schottland Übertragen werden, wie einige Beispiele für Unterschiede zeigen: es gibt dort kein PACE; "Breach of the Peace" (Störung der öffentlichen Ordnung) ist ein Straftatbestand, der vor Gericht verhandelt werden muss (vgl. 8.); ASBOs (vgl. 5.) sind nicht so weit gefasst, und es gibt weder eine Entsprechung zu den englischen "Offences Against the Person"-Gesetzen noch die Tatbestände "riot", "affray" oder "criminal damage" (vgl. 8.). 2. Allgemeine Informationen Einreise nach Großbritannien Bei früheren internationalen Protesten wurden Leute an der Ausreise aus ihrem "eigenen" Land gehindert, weshalb du für diesen Fall die Telefonnummer eines/r wohlgesonnenen AnwältIn dabeihaben solltest. Grenzübertritte werden von britischer Polizei und Einwanderungsbehörden oftmals für Befragungen genutzt, ein Risiko, das sich durch eine unauffällige Einreise minimieren lässt (Kleidung, Transportmittel...). Falls du angehalten wirst, kannst du vielleicht nach Beantwortung einiger Fragen weiterreisen, doch im Fall einer Festnahme solltest du eineN AnwältIn zu Rate ziehen. Wir empfehlen folgende: - Bindman & Partners in England/Wales: 020 7833 4433 - für Schottland (steht noch aus) Obwohl Schottland ein eigenes Rechtssystem hat, gibt es keine Grenzkontrollen zwischen den beiden Ländern. Auch wenn zwischen Nordirland und dem Rest Großbritanniens ebenfalls keine Kontrollen sind, finden manchmal auf den Fähren Sicherheitsschecks statt, was die Einreise Über die Irische Republik zu einer guten Alternative macht. Angaben zur Person Normalerweise musst du der Polizei weder deine Personalien sagen noch ihre Fragen beantworten, aber die Angabe von falschen Namen oder Adresse kann strafbar sein. Du solltest weder deine Personalien nennen, weil diese in ihre Datenbank aufgenommen werden, noch irgendwelche sonstigen Fragen beantworten. In drei Fällen musst du Namen und Anschrift nennen: 1. Wenn die Polizei Grund zu der Annahme hat, dass du irgendeine Straftat begangen hast oder sie bezeugen kannst, wobei dir der Tatbestand dann genannt werden muss. Die Verweigerung der Personalien oder falsche Angaben sind mit einer Geldstrafe belegt und können zu einer Festnahme führen. Falls du selbst VerdächtigeR bist, kannst du für eine "vernünftige Zeit" zur Personalienüberprüfung festgehalten werden, was meist nicht länger ist als einige Minuten für die Durchgabe per Funk oder die Abgleichung mit einem freiwillig von dir vorgelegten Ausweis (es gibt keine gesetzliche Verpflichtung, Papiere mit sich zu führen oder vorzuzeigen). Wenn du als VerdächtigeR aufgefordert wirst, Stellung zum Vorwurf zu beziehen, musst und solltest du keine weiteren Aussagen machen. 2. Wenn du festgenommen oder verhaftet wirst (vgl. 6.). 3. Wenn du in eine Fahrzeugkontrolle kommst; manchmal wirst du auch aufgefordert, deinen Führerschein, Versicherungspapiere und TÜV-Unterlagen innerhalb von 7 Tagen bei einer Polizeidienststelle vorzulegen. Die Übrigen MitfahrerInnen müssen ihre Personalien nicht angeben, solange sie nicht in eine der obigen Kategorien (VerdächtigeR, ZeugIn usw.) fallen. Ausweispapiere Innerhalb Großbritanniens gibt es keine Ausweispflicht. Bei einer Durchsuchung kann die Polizei jedoch deine gesamten Personalien festhalten, wenn du Papiere bei dir hast, die du darum besser daheim lässt (vgl. allerdings 7.). Vermummung Vermummung ist in Schottland nicht verboten, und die Polizei hat normalerweise keine rechtliche Handhabe. Ist aber eine "Section 60 Order" (s.60) in Kraft (vgl. 4.) - was während des G8-Gipfels sehr wahrscheinlich ist -, kann die Polizei dich zum Ablegen aller Gegenstände auffordern, die sie als Maskierung oder Vermummung betrachtet, und eine Zuwiderhandlung kann zu einer Festnahme und Strafe führen. Dieses Gesetz besagt, dass Dinge, die ausschließlich oder hauptsächlich zur Verschleierung der Identität getragen werden, von Gegenständen des täglichen Gebrauchs unterschieden werden müssen, also etwa von Sonnenbrille und Mütze. Unklar ist, ob Gesichtsbemalung eine Maskierung darstellt. Drogen Der Besitz von Cannabis ist in Schottland illegal und bleibt es trotz einer veränderten Klassifizierung in England und Wales. Der Besitz von Cannabis oder anderen illegalen Drogen führt zur Festnahme, was oft bei Protesten passiert ist, wenn AktivistInnen aus anderen Gründen durchsucht wurden. Die Einfuhr von Drogen Über die Grenze wird als Schmuggel betrachtet. In den meisten Städten ist es (nach örtlichen Verordnungen) illegal, im öffentlichen Raum zu trinken, also auf der Straße, in Parks usw. Messer, Klingen und Waffen Es ist illegal, ein Messer oder sonstige Klingen und spitze Gegenstände an Ööffentlichen Orten mit sich zu führen, was sehr streng gehandhabt und auch auf Campingmesser, Scheren, Nadeln usw. angewendet wird. Die wichtigste Ausnahme von diesem Verbot ist das Tragen "aus gutem Grund", was aber sehr eng ausgelegt wird, so dass diese Einstufung unwahrscheinlich ist, wenn der Gegenstand länger als unbedingt notwendig oder zu einem illegalen Zweck (auch wenn er gewaltlos ist) getragen wird. Auf alle Fälle wird die Polizei dich festnehmen und es dir Überlassen, deinen "guten Grund" später vor Gericht zu erklären. Wenn eine s.60 Order in Kraft ist, kann die Polizei dir jede Art von Messer oder Klinge unabhängig von ihrem Zweck abnehmen. Es ist nicht verboten, ein klappbares Taschenmesser von bis zu 76 mm zu haben, auch wenn es unter bestimmten Bedingungen immer noch zur Angriffswaffe konstruiert werden könnte; feststehende Klingen oder Springmesser sind keine Taschenmesser. Am besten ist, keine Messer oder Klingen dabeizuhaben. Das Mitführen von Angriffswaffen ist illegal, worunter jeder Gegenstand fällt, der zum Zweck der Verletzung entworfen wurde oder aus diesem Grund mitgeführt wird. Mit einem Baseballschläger zum Baseballspielen zu gehen, verstößt also gegen kein Gesetz, aber das Tragen aus irgendeinem anderen Grund wird wohl kaum als gesetzesgemäß beurteilt. Abschiebung Die Polizei hat in Großbritannien nicht das Recht, Leute abzuschieben, doch bei einer Kontrolle am Hafen/Flughafen bist du technisch gesehen noch nicht im Land, weshalb andere Regeln gelten (s. o.). Das Gericht kann die Abschiebung als Teil eines Urteils verhängen, allerdings nur bei schweren Strafen. Wenn sie einen Verstoß gegen das Einwanderungsrecht vermutet, kann die Polizei die zuständigen Behörden verständigen. Grundsätzlich laufen die meisten Leute keine Gefahr, abgeschoben zu werden. Die Ausnahme stellen diejenigen Menschen dar, die in Großbritannien gegen Einwanderungsgesetze verstoßen, z. B. Nicht-EU-Bürger mit abgelaufenen Visa, und wer einen Antrag auf Bleiberecht gestellt hat (z. B. als Flüchtling), sollte daran denken, dass eine Festnahme die Entscheidung des Home Office beeinflussen kann. Falls dein Einwanderungsstatus zur Debatte steht, solltest du deineN AnwältIn nach einer Festnahme ins Vertrauen ziehen. Umgang mit der Polizei Das ist zwar hauptsächlich eine Frage des gesunden Menschenverstands und abhängig von den genauen Umständen, doch hier einige Tipps: - Sei ruhig und selbstbewusst. - Verlange den Vorgesetzten zu sprechen (einfache Beamte wissen ohnehin nichts). - Versuche, nicht die Beherrschung zu verlieren oder zu fluchen (das könnte als Vorwand für eine Festnahme dienen). - Trinke keinen Alkohol (damit könnte auch eine Festnahme begründet werden). - Halte nach weiteren Polizeikräften und nach anderen DemonstrantInnen Ausschau. - Gib auf die anderen Acht. 3. Polizeiliches Vorgehen zur Aufrechterhaltung der Öffentlichen Ordnung Da es keine staatsweiten Einsatzkräfte gibt, werden in Großbritannien die Polizeiaufgaben von regionalen Einheiten Übernommen. Allerdings haben Angehörige jeder schottischen Einheit Überall in Schottland volle Befugnisse, und vielleicht werden zusätzlich englische PolizistInnen für den Gipfel dort vereidigt. Alle BeamtInnen bis zum Rang des Sergeant müssen ihre Dienstnummer auf dem Revers tragen, aber in Kampfmontur werden sie oft Überdeckt. Die "Police Support Units" (PSU; Polizeiliche Unterstützungstruppen) sind als Sondereinsatzkräfte die gewalttätigsten und tragen meist Schutzoveralls oder sogar volle Kampfausrüstung. Andere Einsatzkräfte erhalten nur geringes Training für Einsätze bei Auseinandersetzungen, sind aber auch in Kampfmontur. Die Teleskopschlagstöcke aus Metall, mit denen die britische Polizei ausgestattet ist, verursachen zwar schlimme Kopfverletzungen, minimieren aber das Risiko von Gehirnverletzungen oder Tod, während die US-amerikanischen Schlagstöcke nur wenig in Gebrauch sind. Auch wenn CS-Gas zur Ausrüstung dazugehört, wird es nicht oft eingesetzt, sondern soll nach der Richtlinie auf lebensbedrohliche Situationen beschränkt bleiben. Pfefferspray wird in der Regel nicht in Menschenmengen benutzt, sondern häufiger bei Festnahmen dem Betroffenen ins Gesicht gesprüht. Wasserwerfer wurden noch nie auf dem "mainland" benutzt, doch ihr Einsatz wird diskutiert. Pferde werden eingesetzt, um Menschenmengen auseinander zu treiben und - ebenso wie Hunde - beim Schutz wichtiger Gebäude oder bei Straßensperren. Angesichts des ländlichen Charakters von Gleneagles werden sie hier möglicherweise verstärkt benutzt - also Vorsicht. Straßensperren waren in der Vergangenheit immer beliebt. In Großbritannien bevorzugt die Polizei Direktkontakteinsätze zur Durchsetzung der öffentlichen Ordnung, wobei die wichtigste Taktik darin besteht, große Menschenmengen in kleinere Gruppen aufzuteilen und - manchmal für mehrere Stunden - einzukesseln, bevor sie einzeln aufgelöst werden. Ständige Bewegung kann diesen Versuch erschweren. Wenn die Teilung in Grüppchen misslingt, werden Sondereinsatzkräfte oder berittene Polizei in Reihen in die Menge geschickt, um sie durch Schläge auf die Köpfe auseinander zu treiben. Außerdem gibt es für Festnahmen sechsköpfige Greiftrupps in Dreiecksformation ("snatch squads"), wobei die Äußeren BeamtInnen denjenigen schützen, der die Festnahme durchführt. Daneben setzt die Polizei im großen Rahmen Fotografen, Videotrupps und Hubschrauber mit Videokameras ein (die erstaunlich klares Material erbringen) sowie weitere Beweisaufnahmeeinheiten, die einen fortlaufenden Kommentar aufnehmen. Die hauptsächlich zu Schikanezwecken gegründeten "Forward Intelligence Teams" (FIT) sind mit den Bildern von bekannten AktivistInnen ausgerüstet, denen sie folgen. Zudem ordnen Gerichte regelmäßig die Übergabe von Fotos und Filmaufnahmen der Mainstream-Medien an, die sich dem nie widersetzen. Die Sicherheitspolizei und die FIT arbeiten auch mit ihren ausländischen Pendants zusammen, indem sie z. B. Informationen austauschen. 4. Kontrollen und Durchsuchungen Allgemeines zu Durchsuchungen ("searches") Zwar gibt es kein grundsätzliches Recht der Polizei zu Durchsuchungen, aber es gibt beispielsweise im Rahmen der Drogengesetzgebung Ausnahmen, etwa wenn sie dich des Besitzes illegaler Drogen verdächtigt. Außerdem kann dich die Polizei bei einer Festnahme oder Verhaftung durchsuchen (vgl. 6.). Fehlt die rechtliche Grundlage, versuchen die Einsatzkräfte die Betroffenen oft zu einer freiwilligen Kooperation zu bewegen. Wenn sie z. B. mit deiner Zustimmung deine Tasche durchsuchen, kann alles darin Gefundene als Beweis gegen dich vor Gericht verwendet werden, auch wenn sie gar nicht das Recht hatten, die Maßnahme zu erzwingen. Versuche also im Fall einer anstehenden Durchsuchung sofort herauszufinden, ob die Polizei dich zur Zusammenarbeit bewegen will oder tatsächlich das Recht dazu hat, indem du dich nach der gesetzlichen Grundlage erkundigst und dir ihre Auskunft merkst. Falls sie nicht dazu befugt sind, solltest du nicht kooperieren. Außer bei einer Festnahme kann die Polizei dich nur durch Abtasten durchsuchen ("pat down search"), und du musst in der Öffentlichkeit nur deine Oberbekleidung (z. B. eine Jacke) ausziehen. Du hast das Recht, von einer Polizeikraft deines Geschlechts durchsucht zu werden, und musst weder deinen Namen noch deine Adresse angeben. Durchsuchungen nach den "Section 60 Orders" (s.60) Kurz gefasst handelt es sich dabei um das Recht der Polizei, Durchsuchungen im Rahmen der Gewaltprävention durchzuführen - reale Gewalt ist also keine Voraussetzung. Wenn höherrangige Polizeikräfte der Ansicht sind, dass es mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit zu Ausschreitungen oder Gewalttaten kommt und diese Maßnahme zur Verhinderung notwendig ist, können sie für ein begrenztes Gebiet für bis zu 24 Stunden die Befugnis ausgeben, Menschen und Fahrzeuge anzuhalten und zu durchsuchen. Mit großer Sicherheit werden s.60 Orders während des gesamten G8-Gipfels in Kraft sein. Uniformierte Polizeikräfte jeden Ranges können dann verdachtsunabhängig Menschen und Fahrzeuge nach Waffen und gefährlichen Gegenständen durchsuchen und diese beschlagnahmen. Ansonsten gelten die gleichen Regeln wie bei den oben beschriebenen Kontrollen (nur Abtasten, Polizeikraft des gleichen Geschlechts usw.). Die Maßnahme darf nicht zur Identitätsfeststellung oder sonstigen Zwecken benutzt werden, weshalb Taschen, die zu klein sind, um Waffen oder gefährliche Gegenstände zu verstecken (also z. B. Geldbeutel), nicht durchsucht werden dürfen. Außerdem ist die Polizei nicht befugt, zufällig gefundene Papiere und Druckerzeugnisse zu lesen. Da in Großbritannien jedeR jedeN fotografieren darf, können die Einsatzkräfte bei einer s.60- Durchsuchung auch ein Bild von dir machen, womit du allerdings - außer bei einer Festnahme - nicht kooperieren musst. Zudem musst und solltest du keine Angaben zu deiner Person machen, nicht deine Anwesenheit begründen oder Fragen beantworten. (Uniformierte) PolizistInnen können dich ebenfalls zum Entfernen sämtlicher Gegenstände auffordern, die ihrer Ansicht nach ausschließlich oder hauptsächlich der Identitätsverschleierung dienen (z. B. Sturmhauben), und dürfen diese auch beschlagnahmen. Wird die Aufforderung von Polizeikräften, Vermummung zu entfernen, nicht befolgt, handelt es sich um eine Straftat (vgl. auch 2.) Das Recht zur Routinedurchsuchung nach den Section 60 Orders wurde schon manchmal genutzt, um mit Hilfe von Polizeiketten Leute (einmal sogar Touristen am 1. Mai in London) für längere Zeit einzukesseln und erst nach einer Durchsuchung und Fotoaufnahmen gehen zu lassen. Allerdings gibt es nach s.60 keine rechtliche Grundlage, Menschen Ööffentlich in einer Menge oder in anderer Weise grundlos festzuhalten, weshalb mit angemessenen Mitteln das Verlassen des Kessels erzwungen werden kann. Außerdem hast du auch ohne Angabe der Personalien das Recht auf ein schriftliches Protokoll der Durchsuchung ("Search Record"). Durchsuchungen nach dem Section 44 Terrorism Act (s.44) Dieses angebliche Gesetz zur Terrorprävention wurde schon gegen Anti-Kriegs-AktivistInnen und GegnerInnen der Waffenmesse benutzt und wird vermutlich auch beim G8 in Schottland zum Einsatz kommen. In vielerlei Hinsicht Ähnelt es den s.60, indem z. B. kein konkreter Grund für eine Durchsuchung vorliegen muss (für die wieder die oben beschriebenen Regeln gelten). Allerdings sind die Ziele weiter gefasst und beinhalten alle Gegenstände, die im Zusammenhang mit (einem sehr schwammig definierten) "Terrorismus" stehen könnten, so dass die Polizei alle von dir mitgeführten Schriftstücke lesen darf, um sie auf eine eventuelle Terrorismus-Verbindungen hin zu überprüfen. Auch hier musst und solltest du weder deine Personalien noch den Grund deines Aufenthalts angeben noch sonstige Fragen beantworten, und bei Versuchen, dich zu fotografieren oder zu filmen, musst du nicht kooperieren. Außerdem besteht auch ohne Personalienangabe das Recht auf ein schriftliches Protokoll. Nach der Durchsuchung Bewahre das Durchsuchungsprotokoll oder sonstige polizeiliche Dokumente auf und fertige ein kurzes Gedächtnisprotokoll an, solange du dich an alle Details erinnerst (Name, Dienstnummer und Einheit der BeamtInnen, Uhrzeit und die vorherigen Ereignisse), und schreib die genaue Bezeichnung auf, mit der die Polizei die Maßnahme gerechtfertigt hat, weil das später sehr hilfreich sein kann. Nach einer Durchsuchung gemäß s.44 füll bitte das "Liberty's search monitoring" Formular aus und reiche es ein (www.liberty-human-rights.org.uk/issues/protest-monitoring-form.shtml). 5. Einschränkung der Bewegungsfreiheit Allgemeines zur Einschränkung der Bewegungsfreiheit Behindert einE FußgängerIn als Teil einer Gruppe von zwei oder mehr Leuten eine weitere Person beim Durchqueren von öffentlichem Gelände und kommt einer entsprechenden Verwarnung durch eine uniformierte Polizeikraft nicht nach, handelt es sich um eine Straftat. Auch das absichtliche Versperren des Weges durch eine Einzelperson ist strafbar, wobei die Höchststrafe in beiden Fällen bei 500£ liegt. Einschränkung der Bewegungsfreiheit bei Versammlungen und Demonstrationen über eine geplante Versammlung muss die örtliche Verwaltung mindestens sieben Tage im Voraus informiert werden. Die Behörde kann eine Veranstaltung ganz verbieten oder Auflagen verhängen, etwa in Bezug auf Datum, Uhrzeit und Dauer oder auch räumliche Beschränkungen. Die Einsatzleitung der Polizei vor Ort kann ebenfalls verschiedene Auflagen für die Demonstration erteilen, wenn sie schwere öffentliche Unruhen, Sachbeschädigungen oder die Störung des öffentlichen Lebens befürchtet oder Einschüchterung als Ziel der Veranstaltung betrachtet. Verstöße gegen die polizeilichen Auflagen, die den Ort, die maximale TeilnehmerInnenzahl und die Dauer betreffen können, sind strafbar, wenn du nicht beweisen kannst, dass du keinerlei Kontrolle Über die Ereignisse hattest. Kundgebungen müssen aus mindestens 20 Personen bestehen und zumindest teilweise unter freiem Himmel sein. Demonstrationen müssen im öffentlichen Raum stattfinden. Hat die Leitung der örtlichen Polizei Grund zur Annahme, dass eine Versammlung unter freiem Himmel ohne Einwilligung des Eigentümers auf Privatgelände stattfinden soll oder an einem nur beschränkt zugänglichen Ort, kann sie bei der Stadtverwaltung ein Verbot beantragen. Wird dieses bewilligt, sind für höchstens 4 Tage alle Versammlungen im betreffenden Gebiet verboten, das jedoch einen Durchmesser von 5 Meilen nicht Überschreiten darf. Innerhalb dieser Zone können uniformierte Polizeikräfte Personen anweisen, in eine andere Richtung zu gehen, wenn sie davon ausgehen, dass diese auf dem Weg zur Versammlung sind. Einschränkung der Bewegungsfreiheit nach den ASBOs Verordnungen gegen asoziales Verhalten ("Anti-Social Behaviour Orders", ASBOs) gibt es auch in Schottland, aber sie unterscheiden sich von denen in England und Wales, und es ist unwahrscheinlich, dass sie hier angewendet werden (falls doch, müssten sie zuvor gerichtlich beschlossen werden). 6. Ingewahrsamnahme und Verhaftung Die Polizei hat zwei unterschiedliche Maßnahmen zur Verfügung: "detention" (Ingewahrsamnahme) und "arrest" (Verhaftung). Ingewahrsamnahme ("detention") Du kannst in Gewahrsam genommen werden, wenn du einer Straftat verdächtigt wirst, die mit Gefängnis bestraft wird, z. B. "breach of the peace" (Störung der öffentlichen Ordnung, vgl. 8.), wobei dir a) die Tatsache deiner Ingewahrsamnahme und b) der Grund mitgeteilt werden müssen. Die Dauer darf 6 Stunden nicht Überschreiten; danach musst du entweder freigelassen oder in Haft genommen werden. Ein möglicher Grund für eine Ingewahrsamnahme ist, dass gegen dich noch nicht genügend Beweise für eine Verhaftung vorliegen und die Polizei dich deshalb verhören will. Du musst weder deine Personalien oder Einzelheiten aus deinem Leben angeben noch irgendwelche bei dir gefundenen Gegenstände erklären, sondern solltest auf keine Frage antworten ("no comment" - "keine Aussage"). Vielleicht willst du dein Geburtsdatum angeben, was deine Freilassung beschleunigen kann, aber das ist rechtlich nicht notwendig. Im Polizeigewahrsam hast du das Recht, eine Person (in diesem Fall am besten den Ermittlungsausschuss, also die "G8 Legal Support Group") Über deinen Aufenthaltsort zu informieren, was aber aus Ermittlungsgründen, zur Verhinderung von Verbrechen oder zur Verhaftung von StraftäterInnen verzögert werden kann. Zusätzlich hast du das Recht auf die Informierung eines/r AnwältIn ("solicitor"), jedoch zu diesem Zeitpunkt noch nicht auf ein Gespräch. Verhaftung ("arrest") Die polizeilichen Befugnisse zur Verhaftung sind Über das Gewohnheitsrecht geregelt, weshalb es keine festen Kriterien gibt. Als Faustregel gilt: wenn die Polizei Grund zu der Annahme hat, dass du eine strafbare Handlung begangen hast, kann sie dich verhaften, hauptsächlich wenn du auf frischer Tat ertappt wurdest (ansonsten wirst du meist nur in Gewahrsam genommen). Meist wirst du von zwei Einsatzkräften verhaftet, die dich Über deine Rechte belehren und dir mitteilen müssen, dass alle deine folgenden Aussagen gegen dich benutzt werden können. In diesem Fall musst du deinen Namen und deine Anschrift angeben, aber keine weiteren Informationen (auch hier kann die Angabe des Geburtsdatums deine Freilassung beschleunigen, ist aber rechtlich nicht notwendig). Eventuell wirst du gleich vor Ort abgefertigt, indem du in einem Polizeibus formal Über den Vorwurf informiert und mit einer Reihe von Fragen konfrontiert wirst (auch hier auf alle Fälle die Antwort "no comment" - "keine Aussage"). Nach einem Polaroidfoto von dir zwischen den beiden VerhaftungsbeamtInnen wirst du gefragt, ob du den Tatvorwurf verstanden hast und dich dazu Äußern willst - verweigere auch hier die Aussage. Anschließend wirst du zur Wache gebracht, während die beiden BeamtInnen sich wieder ins Geschehen mischen. Wirst du nicht vor Ort abgefertigt, begleiten sie dich zum Revier, wo der Ablauf immer derselbe ist unabhängig davon, ob du vor Ort bereits befragt wurdest (d.h. die Fragen werden dir noch einmal gestellt). Es ist möglich, dass du auf der Wache erst noch eine Weile im Polizeibus oder in einer Wartezelle bleiben musst, wenn alle beschäftigt sind. Irgendwann wirst du von einem/r Vernehmungsbeamten/-in befragt, wobei du außer Namen und Anschrift keine Aussagen machen musst und auch nicht machen solltest. Zuerst wirst du gefragt, ob du scharfe Gegenstände in den Taschen hast, und belehrt, dass eine Falschaussage ebenfalls strafbar ist. Nach einer Durchsuchung werden alle bei dir gefundenen Gegenstände in eine Tasche gesteckt und verwahrt. Meist folgt die Frage, ob du von deinem Recht Gebrauch machen willst, eine Person Über deine Verhaftung und deinen Aufenthaltsort zu informieren, was du zu einem Anruf beim G8- Ermittlungsausschuss nutzen solltest. Außerdem solltest du auf alle Fälle dein Recht auf Informierung eines/r AnwältIn wahrnehmen und bis zu einem Gespräch mit ihm/ihr keine Aussagen machen. Eine AnwältInnenliste wird in Kürze veröffentlicht. Teile dem/der Vernehmungsbeamten/-in mit, wenn du spezielle Bedürfnisse im Hinblick auf deine Ernährung hast oder dein Gesundheitszustand ständige oder vereinzelte Medikamenteneinnahme erfordert. Wenn du in irgendeiner Form verletzt bist, verlange nach einem Arzt. Anschließend kommst du in eine Zelle, wo du versuchen solltest, dich zu entspannen oder sogar zu schlafen - schließlich bleibst du dort vielleicht für längere Zeit. Dreimal täglich wirst du mit Essen versorgt, wobei du nach einer abendlichen Verhaftung oft erst Frühstück bekommst. Irgendwann wirst du zur Erkennungsdienstlichen Behandlung gebracht, die Fingerabdrücke ("fingerprints"), (professionellere) Fotoaufnahmen und vielleicht einen DNA-Test ("DNAsample") in Form einer Speichelprobe umfasst und die von der Polizei mit "angemessenen Zwangsmitteln" durchgesetzt werden kann. Sei weiterhin vorsichtig, unterhalte dich nicht mit den Polizeikräften, die die Maßnahme durchführen, und verweigere bei weiteren Vernehmungen stets die Aussage. Entweder bei deiner Ankunft auf dem Revier oder bei einer späteren Vernehmung wird dir offiziell der Tatvorwurf mitgeteilt und die Frage gestellt, ob du ihn verstanden hast und dich dazu Äußern möchtest, worauf du keinesfalls eine Antwort geben solltest. Möglicherweise wirst du irgendwann in ein anderes Revier verlegt. Entweder wirst du entlassen, zur Unterzeichnung einer Verpflichtungserklärung ("undertaking") aufgefordert (vgl. 7.) oder bis zur Verhandlung am nächsten Werktag festgehalten. Falls du freikommst, informiere bitte sofort den G8- Ermittlungsausschuss. Eine Verhaftung kann eine sehr einschüchternde oder auch eine langweilige, nervtötende Erfahrung sein. Bleib ruhig, versuch dich zu entspannen und denk an deine Rechte und daran, dass du bald rauskommst. Jugendliche ("juveniles") Alle Über 16 Jahren gelten im schottischen Recht als Erwachsene. Wenn du als unter SechzehnjährigeR verhaftet wirst, informiert die Polizei deine Eltern und verweigert möglicherweise bis zu deren Ankunft die Freilassung. Kommst du mit einer/m Erwachsenen zusammen zu den Protesten, ist eine schriftliche Vollmacht deiner Erziehungsberechtigten praktisch, die zwar nicht automatisch von der Polizei akzeptiert werden muss, aber hilfreich sein kann. Falls sie deine Eltern nicht erreichen kann oder wenn du aus dem Ausland kommst, kann sie das Sozialamt rufen und dich den dort Zuständigen übergeben. Als unter 16jÄhrigeR darfst du nicht ohne eineN "verantwortlichen ErwachseneN" (Eltern, SozialarbeiterIn etc.) vernommen werden und nicht in eine Zelle mit Erwachsenen kommen. 7. Kaution ("bail"), Verpflichtungserklärung ("undertaking") und die erste Befragung vor Gericht Die Polizei hat grundsätzlich drei Möglichkeiten zur Verfügung, wie sie weiter mit dir umgeht. Zum einen kann sie dich bis zum Gerichtstermin in Haft ("custody") behalten, zum anderen kann sie dich freilassen und einen Bericht an die Staatsanwaltschaft ("procurator fiscal"/ "prosecutor") senden, die Über das weitere Vorgehen entscheidet. Die dritte Möglichkeit ist, dich nach Unterzeichnung einer Verpflichtungserklärung ("undertaking") zu entlassen, in dem du dein Erscheinen vor Gericht innerhalb der nächsten Tage versprichst (was allerdings bei Zweifeln an deiner Identität oder an deiner Anschrift nicht akzeptiert wird). Dies ist der Fall, wenn es unnötig erscheint, dich in Haft zu behalten, der Fall aber recht zügig verhandelt wird. Zwar bist du nicht zum Unterzeichnen gezwungen, aber durch eine Weigerung steigt die Wahrscheinlichkeit, dass du bis zur Verhandlung inhaftiert bleibst. Wenn du aus der Untersuchungshaft dem Gericht vorgeführt wirst, werden dir die Straftatbestände mitgeteilt, derer du angeklagt wirst ("accusation"). In der Regel gibt es eine "complaint" genannte Klageschrift, die die Grundlage der folgenden Verhandlung bildet. Wenn sie dir ausgehändigt worden ist, leitet die Staatsanwaltschaft ein beschleunigtes Verfahren ("summary proceedings"), d. h. ohne Geschworene, ein. Alle Verfahren auf dieser Grundlage müssen innerhalb eines Jahres verhandelt werden. Es gibt kein Recht auf einen Prozess mit Geschworenen ("jury trial"), da manche Straftaten nur in beschleunigten Verfahren, andere nur mit Geschworenengericht verhandelt werden können. Ist beides möglich, entscheidet die Staatsanwaltschaft, die sich wiederum nach dem in deinem Fall möglichen Urteil richtet. Während Prozesse mit Geschworenen im Amtsgericht ("sheriff court") stattfinden, können Schnellverfahren sowohl dort als auch im Bezirksgericht ("district court") verhandelt werden. Hier fällt das Urteil entweder einE BerufsrichterIn ("sheriff", in Glasgow oft auch "stipendiary magistrate") oder einE bzw. mehrere LaienrichterInnen ("lay judges"; je nach Region bis zu drei). Bei Urteilen ohne Geschworene gibt es niedrigere Höchststrafen, in der Regel drei Monate Haft vor Ort. In schwer wiegenden Fällen erscheinst du "on petition" vor Gericht, was bedeutet, dass die Staatsanwaltschaft vorhat, einen Prozess mit Geschworenen gegen dich zu führen, bei dem die Klageschrift "indictment" heißt. Bei der ersten Befragung vor Gericht ("judicial examination") fragt dich die Staatsanwaltschaft, ob du zu ihren Fragen Stellung nehmen möchtest. Im Vorfeld hattest du Gelegenheit, unter vier Augen mit einem/r AnwältIn zu sprechen, der/die auch bei der Befragung dabei ist. Dabei bist du zu keinen Antworten vor Gericht verpflichtet. Wenn du später Aussagen machen solltest, die du zu diesem Zeitpunkt bereits erwähnt haben könntest (z. B. ein Alibi), vermerken Staatsanwaltschaft oder RichterInnen das vielleicht negativ, aber es ist absolut Üblich, dass Angeklagte auf anwaltlichen Rat hin jede Aussage verweigern. Bist du zu diesem Zeitpunkt noch in Untersuchungshaft, kannst du deine Freilassung gegen Kaution ("bail") beantragen - schließlich kann es bis zur Hauptverhandlung noch einige Monate dauern. Die Wahrscheinlichkeit einer Bewilligung ist größer, wenn die Polizei deine Meldeadresse in Großbritannien bestätigen kann. Außerdem können Auflagen mit der Kaution verbunden sein, etwa eine Beschränkung deiner Bewegungsfreiheit ("curfew"), die dich zwingt, daheim zu bleiben oder bestimmte Gebiete zu meiden (z. B. verboten die Auflagen gegen AtomwaffengegnerInnen, sich Nuklearwaffenstützpunkten zu nähern). AusländerInnen müssen manchmal ihren Ausweis abgeben, während die Hinterlegung eines Geldbetrags zwar rechtlich möglich ist, aber nicht praktiziert wird. Meist werden die Betroffenen schon vor dem Gerichtstermin aus der Haft entlassen, und diejenigen, die zu diesem Zeitpunkt noch in U-Haft sind, werden dann in der Regel auf Kaution freigelassen. Außerdem sind beschleunigte Verfahren weitaus häufiger als Geschworenenverfahren. Je schwerwiegender die Anschuldigungen und je länger das Vorstrafenregister ("previous criminal record") sind, umso größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass die U-Haft bis zum Gerichtstermin andauert, eine Kaution verweigert wird und ein Prozess mit Geschworenen geführt wird. Von früheren Großprotesten (z. B. J18 und 1. Mai) wissen wir, dass nach einem Schuldgeständnis beim ersten Gerichtstermin das Urteil oftmals härter ausfällt, weil das Gericht an den Betroffenen ein Exempel statuieren will. Außerdem steigt mit der Prozessdauer die Wahrscheinlichkeit von Verfahrensfehlern seitens der Staatsanwaltschaft und eines daraus folgenden Freispruchs. Gesetze, die häufig gegen AktivistInnen eingesetzt werden Hier sind einige Straftatbestände zusammengestellt, derer DemonstrantInnen beschuldigt werden können, wobei längst nicht alle Verbrechen (nicht einmal alle mit einem möglichen politischen Hintergrund) vertreten sind - so fehlen etwa Mord und Hochverrat, die bei AktivistInnen unwahrscheinlicher sind. Das bedeutet jedoch weder, dass es diese Straftatbestände nicht gibt oder entsprechend ungewöhnliche Ereignisse nicht passieren, noch dass Leute nicht für Schwerverbrechen belangt würden, die sie gar nicht begangen haben (z. B. Wilson Silcott für die Ermordung des Polizisten Blakelock bei den Broadwater Farm-Unruhen). Wie bereits erwähnt sind in Schottland die meisten Straftaten sehr schwammig nach dem Gewohnheitsrecht definiert und fassen eine solche Bandbreite von Situationen unter einen Titel, dass die Höchststrafe zwar lebenslänglich sein kann, du aber für ein geringes Vergehen diese Anklage erhältst und letztlich eine Geldstrafe von £ 50 zahlen musst. Bei einem beschleunigten Verfahren ist die mögliche Höchststrafe automatisch viel geringer. "Breach of the Peace" (schwere Störung der öffentlichen Ruhe und Ordnung) Bei "Breach of the Peace" (BoP) handelt es sich um einen sehr breit gefächerten Straftatbestand, für den du verhaftet werden kannst und der (anders als in England) eher eine Verurteilung als eine bloße Verwarnung nach sich zieht. Dabei wird in der Regel nur eine geringe Geldstrafe verhängt, auch wenn es - wie im Gewohnheitsrecht Üblich - keine Höchststrafe gibt. Theoretisch geschieht eine Anklage wegen BoP bei Verhalten, das gewöhnliche Leute in Angst versetzt und die Öffentlichkeit schwer zu stören droht, was also eindeutig mehr als nur etwas irritierend wirken sollte (vgl. auch die englischen Tatbestände "breach of public order" und "breaking of the social peace"). Tatsächlich ist jedoch eine Verurteilung wegen BoP auch dann möglich, wenn keine Anwesenden wirklich in Angst waren und kein vernünftiger Mensch es in dieser Situation gewesen wäre. Gibt es nämlich für derartige Reaktionen keinen Beweis, wird die inkriminierte Handlung zur Rechtfertigung einer Verurteilung oft als "flagrant" (skandalös) bezeichnet, was zur Beschreibung der unter BoP fallenden Verhaltensmuster dient. Oft werden Leute unter diesem Vorwurf verhaftet, wenn sie nur den Anweisungen von Polizeikräften nicht Folge geleistet haben, aber in diesen Fällen ist eine Verurteilung unwahrscheinlich. Allerdings kann eine solche Zuwiderhandlung eine wichtige Rolle in einem BoP-Verfahren spielen, wenn noch anderes Fehlverhalten vorliegt (z. B. eine Straßenblockade). In der Praxis ist BoP ein extrem dehnbarer Vorwurf, so dass einige Gerichte wiederholt TeilnehmerInnen einer friedlichen Sitzblockade für diesen Tatbestand verurteilt haben, auch wenn die Atmosphäre nachweislich ruhig war und selbst die PolizeizeugInnen in keiner Weise beunruhigt waren. "Mobbing" (gemeinschaftlicher Landfriedensbruch) Bei "Mobbing" handelt es sich faktisch um kollektiv begangenen "Breach of the Peace", wobei die Menge ein gemeinsames Ziel verfolgen muss, das auch spontan entstehen kann. Die einschüchternde Wirkung kann dabei allein aus der großen Anzahl folgen. Dieser Straftatbestand ist schwerwiegender als BoP, und aufgrund der gemeinsamen Absicht kann jedeR Einzelne für die Taten aller anderen Mitglieder der Gruppe rechtlich belangt werden. Als Teil einer Scheiben zertrümmernden Menge könntest du wegen Sachbeschädigung verurteilt werden, auch wenn du selbst kein Fenster eingeworfen hast, solange du die Handlung mit dem gemeinsamen Ziel des Vandalismus unterstützt hast. Allerdings wird dieser Tatbestand selten verfolgt, weil der Nachweis eines kollektiven Ziels Schwierigkeiten bereitet. "Malicious Mischief"/ "Malicious Damage" und "Vandalism" (Sachbeschädigung) "Malicious Mischief" bezeichnet die absichtliche oder grob fahrlässige Beschädigung von fremdem Besitz (vgl. "Criminal Damage" in England), wobei auch die missbräuchliche Nutzung von Eigentum mit daraus folgendem Schaden darunter fällt. Beispielsweise bedeutet das Auslösen des Feueralarms einen finanziellen Verlust, selbst wenn direkt vor Ort kein Sachschaden entsteht. Das Abdecken einer Überwachungskamera mit einer Plastiktüte erfüllt hingegen nicht automatisch den Vorwurf des Malicious Mischief, solange daraus kein wirtschaftlicher Schaden erwächst. Sachbeschädigung durch Brandstiftung wird härter bestraft und fällt unter den Tatbestand des "Wilful/Culpable/Reckless Fire-Raising". "Vandalism" ist ein weniger schweres Vergehen, das absichtliche oder fahrlässige Sachbeschädigung ohne vernünftigen Grund bezeichnet. In der Regel könnte die gleiche Handlung entweder als "Vandalism" oder als "Malicious Mischief" geahndet werden, die beide auch ohne dauerhaften Schaden zum Einsatz kommen können (z. B. könnten Kreideschriftzüge mit beiden Vorwürfen verfolgt werden). Bei "Vandalism" beträgt die Höchststrafe 3 Monate (bei WiederholungstäterInnen 6 Monate), wobei Geldstrafen Üblicher sind. Für "Malicious Mischief" ist die Höchststrafe unbegrenzt. "Theft" (Diebstahl) Diebstahl fällt unter das Gewohnheitsrecht und bezieht sich auf die Aneignung fremden Eigentums ohne Zustimmung des/der BesitzerIn und mit der Absicht, ihr/ihm dauerhaft das Besitzrecht zu entziehen. Dabei muss es sich um ein gegenständliches Objekt handeln. Aneignung bedeutet dabei, den Gegenstand physisch zu bewegen oder ihn wie eigenen Besitz zu behandeln. Wenn du z. B. den Notizblock eines/r Polizeiangehörigen auf der Straße findest, stellt das bloße Aufheben keinen Diebstahl dar, wenn du ihn zurückgibst, sondern nur, wenn du ihn behältst, um darin zu lesen. Gerichtsurteile besagen, dass dann bereits der Wunsch, eine Person dauerhaft, unbeschränkt oder zu einem unrechten Zweck ihres Besitzes zu berauben, ausreichen kann. Ein weiterer Tatbestand ist "clandestinely taking and using", was das heimliche Ansichnehmen und Benutzen fremden Eigentums unter Strafe stellt. Eine Höchststrafe ist bei "Theft" nicht festgelegt, und die Strafe hängt meist von Umständen wie etwa dem Wert der Gegenstände ab. Außer bei umfangreichen Diebstählen erhalten ErsttäterInnen im Normalfall nur eine Geldstrafe. "Assault" (körperliche Übergriffe) Alle Verbrechen, bei denen Menschen körperlich verletzt werden, fallen in der Regel unter den vom Gewohnheitsrecht bestimmten Vorwurf "Assault", der nicht weiter untergliedert ist. Deshalb kann bei vergleichsweise geringen Vergehen nur eine Geldstrafe folgen, während gleichzeitig keine Höchststrafe festgelegt ist. "Assault" beinhaltet sowohl Körperverletzung als auch absichtliche physische Übergriffe und Grenzüberschreitungen (etwa körperliche Berührung entgegen der Wünsche des/der Betroffenen) sowie gezielte Angriffsdrohungen. In seiner leichtesten Variante könnten dies Drohrufe und geballte Fäuste sein. Die Schwere des Tatbestands und das daraus folgende Urteil werden durch die Umstände bestimmt, z. B. die Art eventuell benutzter Waffen, zugefügte Verletzungen sowie den Status des Opfers. So wird eine entsprechende Handlung gegenüber Polizeiangehörigen oder die Verwendung einer Waffe schwerer gewertet. Die Wahrscheinlichkeit einer Haftstrafe steigt mit der Anzahl und Qualität dieser erschwerenden Umstände. Daneben gibt es den per Gesetz definierten Tatbestand "Assaulting or Obstructing a police officer in the course of their duty" (Widerstand gegen die Staatsgewalt), bei dem eine Haftstrafe bis zu 9 Monaten ohne Geschworenengericht möglich ist. Allerdings wird meist nur eine Geldstrafe verhängt, solange erschwerende Umstände und bedeutende Vorstrafen fehlen. Der Vorwurf "Obstruction" (Behinderung) setzt keinen körperlichen Widerstand voraus, sondern trifft schon zu, wenn du bei einer Verhaftung unbeweglich bleibst und getragen werden musst (auch wenn das selten strafrechtlich verfolgt wird). Dagegen fällt die Aussageverweigerung bei Fragen, die nicht zwingend beantwortet werden müssen, nicht darunter! "Reckless endangerment/injury" (fahrlässige Gefährdung/Körperverletzung) bezeichnet Fälle, in denen eine Person einen anderen Menschen oder die Allgemeinheit in einer Weise behandelt, die jegliche Vorsicht vermissen lässt. Wenn etwa eineR einen Ziegelstein durch das Ladenfenster wirft, um das Geschäht zu beschädigen, dabei aber eineN Angestellten trifft, kann der/die WerferIn wegen "reckless injury" verurteilt werden, obwohl die Verletzung nicht beabsichtigt war. Trespass (Hausfriedensbruch) Mit "Trespass" wird das Betreten eines Privatgrundstücks ohne Erlaubnis des Eigentümers bezeichnet, wobei eine Straftat nur vorliegt in Verbindung mit a) der Besetzung von Land oder Gebäuden, b) Kampieren auf dem Gelände, c) dem Anzünden eines Feuers auf oder an einer Straße oder d) einem Feuer auf oder an bewirtschaftetem oder eingezäuntem Land. Auch wenn die Höchststrafe bei nur £ 200 liegt, ist eine Verhaftung möglich. Dieser Tatvorwurf kam bereits gegen ArbeiterInnen zum Einsatz, die eine Ankettaktion an ihrem Arbeitsplatz durchführten. Zudem gibt es "aggravated trespass" (schweren Hausfriedensbruch), der sich - anders als in England - nur auf Land unter freiem Himmel bezieht. Hat eine Polizeikraft Grund zur Annahme, dass du Hausfriedensbruch begehst mit dem Ziel, Rechtshandlungen zu stören oder zu behindern, kannst du zum Verlassen aufgefordert werden. Falls du nicht weggehst oder innerhalb von 3 Monaten wiederkehrst, stellt das eine eigenständige Straftat dar, die mit bis zu 3 Monaten Haft bestraft werden kann. "Terrorist Offences" (Terroristische Straftaten) Es ist recht unwahrscheinlich, dass AktivistInnen wegen Straftaten nach dem "Terrorism Act" angeklagt werden (auch wenn die Durchsuchungsvollmacht nach diesem Gesetz vermutlich in Kraft sein wird, vgl. 4). Informationen zu "terroristischen" Straftatbeständen gibt es im "Liberty briefing". Zum Schluss... Hoffentlich seid ihr nach diesem Text nicht entmutigt; schließlich gibt es in jedem Staat eine große Polizeimacht und Ähnliche Gesetze, die sich nur im Detail unterscheiden. Wir haben diese Informationen zusammengetragen, weil wir der Überzeugung sind, dass Wissen Macht bedeutet. Das Recht auf Protest ist in den Artikeln 10 (freie Meinungsäußerung) und 11 (Versammlungs- und Vereinigungsfreiheit) der Europäischen Menschenrechtskonvention festgehalten und ebenso Teil des britischen Rechts. Letztlich hängt das Vorgehen der Polizei von der Effektivität der Proteste und der Zahl der TeilnehmerInnen ab. Wir sehen uns in Schottland! ____________________________________________________________________ * Dieser Text ist die deutsche Übersetzung der englischsprachigen Rechtshilfebroschüre "An ActivistsÂZ Guide To Scots Law" (www.g8legalsupport.info/guide/). _____________________________________________________________ Adressen / Homepages / Mailadressen: ROTE HILFE Bundesgeschäftsstelle Postfach 3255 37022 Göttingen Telefon: 0551 / 770 80 08 Fax: 0551 / 770 80 09 bundesvorstand at rote-hilfe.de www.rote-hilfe.de [http://de.dissent.org.uk/twiki/bin/view/G8Resist/RechtshilfeText] ------------------------------------------------------------------------------ 1.6.05, ab 21 Uhr im Sama-Cafe, Samariterstr. 32, Berlin-Friedrichshain Resist the 2005 G8 Summit - Mobilisierung nach Gleneagles/Schottland Vom 6. bis 8. Juli findet im schottischen Gleneagles der nächste G8-Gipfel statt. Dort werden die Staatschefs der 8 wichtigsten Staaten im gegenwärtigen Weltsystem Verträge über wirtschaftliche Rahmenbedingungen und Einflussphären der verschiedenen Staaten und Wirtschaftsregionen unterzeichnen. Im Übrigen dient der Gipfel auch dazu, die kapitalistisch/imperialistische Weltordnung mit seinen Sachzwängen (z.B.: neue Kriegspläne, Verschärfung der sozialen Angriffe und Lohnkürzungen sowie eine aggressivere Flüchtlingsabwehr) gegenüber der Öffentlichkeit als alternativlose Notwendigkeit zu verkaufen. Wie bei anderen Gipfeln mobilisiert auch nach Schottland ein breites Bündnis von Grupen und Initiativen aus vielen Ländern der Welt. Am Roten Abend soll über den Stand der Mobilisierung nach Schottland informiert werden. Außerdem wollen wir kritisch über Sinn und Zweck von Gipfelhopping diskutieren und einen Bezug zu Klassenkämpfen und Widerstandsaktionen auf lokaler Ebene herstellen. Im Anschluss zeigen wir den Film "Der vierte Weltkrieg" von Indymedia New York, der in vielen Ländern der Welt zu einem kontrovers diskutierten Klassiker der GlobalisierungskritikerInnen wurde. Mit proletarisch-veganer Küche und revolutionärer Musik! Weitere Infos: www.interkomm.tk [p.nowak at gmx.de] ------------------------------------------------------------------------------ Soliparty für "COMITATO PIAZZA CARLO GIULIANI" Genua Donnerstag 02.06.05 im CLASH Mehringhof Gneisenaustr. 2a Kreuzberg - U-Bahn Mehringdamm Eintritt 5,- EUR um 20:30 Uhr FILM: "Bella Ciao" (OmU) Ein Dokumentarfilm über die Tage des G8-Gipfels in Genua der Angst macht: produziert, um von dem italienischen Fernsehkanal RaiTre gesendet zu werden, daraufhin von der Fernsehanstalt zensiert und dann für die "Woche der Kritik" beim Festival in Cannes ausgewählt. Bella Ciao zeigt das, was sich nicht lohnt, zu verbreiten: je weniger Menschen den Film sehen, um so besser ist es. nach dem Film Gespräch mit Haidi Giuliani, Carlos Mutter ab 23:00 Uhr Konzert mit TALCO - Venedig [combat ska punk] DELIKAT - Berlin [ska] Der Gewinn der Veranstaltung wird dem "Comitato Piazza Carlo Giuliani" zukommen [info at lunarossaberlin.de] -------------------------------------------------------------------------- gipfelsoli infogruppe Newsletter mit Nachrichten über Mobilisierungen, Debatten und Repression im Zusammenhang mit Gipfelprotesten. Die AutorInnen der Beiträge, so sie nicht von uns verfasst sind, sind mit eckigen Klammern versehen. Wir können leider keine Verantwortung für die Richtigkeit der Beiträge übernehmen. Auch geben die Beiträge nicht zwangsläufig unsere Meinung wieder. Kontakt, Kritik, Beiträge: gipfelsoli at nadir.org gipfelsoli mailinglist subscribe - unsubscribe https://lists.nadir.org/cgi-bin/mailman/listinfo/gipfelsoli-l -------------------------------------------------------------------------- ================================================ 18 Two reports on inspections of Detention Removal Centres Dungavel & Tynsley House von: ncadc at ncadc.org.uk ================================================ ---------------------------------- NCADC News Service ---------------------------------- >> Two reports on inspections of Detention Removal Centres << >> Dungavel & Tynsley House << >"The detention of children should be an >exceptional measure and they should be held for >only a few days." Anne Owers Two reports on the conditions in Tinsley House and Dungavel Immigration Removal Centre compiled by Anne Owers, HM Chief Inspector of Prisons were published this week. Tynsley House: Whilst the reports found some elements of care within a custodial environment to be satisfactory, it was critical of the failure of the Home Office and the local Social Services Department to establish effective child protection arrangements at Tynsley House. The report expressed concern at the absence of social services assessments of the developmental needs of the children of detainees. It called for the IND to ensure that professional care was provided as a matter of urgency. Dungavel: Robina Qureshi, Director of PAIH commenting on the report on Dungavel said: >"We agree with the Chief Inspector of Prisons >concerns for children incarcerated in Dungavel >and every other removal centre in the UK. "It is >a fundamental abuse of human rights to send >immigration snatch squads to carry out dawn >raids in people's homes, in our communities, and >rip whole families out of their homes, away from >their friends, families and communities. We >should not forget that the Ay family won asylum >in Germany because of the psychological torture >they were found to have suffered as a result of >being detained in Dungavel. Dungavel is simply >not a fit place for children. We have assisted >in the release of families from Dungavel. Many >children suffered sleeplessness, guilt, >nightmares and a fear of being alone for months >afterwards. Surely those children matter? Below are Anne Owers introductions to both reports. Full copies of both reports can be obtained from NCADC, just return a blank email and in the subject line put: Subscribe Dungavel/Tynsley ++++++++++++++++++++++++++++++ Report on an unannounced inspection of > Dungavel House Immigration Removal Centre < 14 - 16 December 2004 by HM Chief Inspector of Prisons Report compiled March 2005, published 17th May 2005 Introduction Dungavel is the only immigration removal centre in Scotland. It has attracted attention and controversy, largely because it has held children, sometimes for considerable periods. The first full inspection of Dungavel, in 2002, had two key findings. The first was that staff at the centre strove to deliver a good standard of care for detainees. The second was that, in spite of this, the welfare and development of children held in the centre was compromised by detention, and the lengthier this was, the greater the risk. We therefore called for independent assessments of the welfare of children held there. This inspection found that the standard of care by staff had been retained. However, it is extremely disappointing that no progress had been made in relation to independent assessment of the welfare and developmental needs of the children who were held in Dungavel at the time of this re-inspection. Indeed, to some extent, the development of children was at greater risk, as educational links and provision had been allowed to lapse during the months when the centre did not hold any children, and this required urgent attention. This deficit was not the fault of the local social work department, or the centre staff - who, unlike at other centres we have inspected, had a good and positive relationship with one another and were eager to work together to ensure the safeguarding of detained children. It was due to the Immigration and Nationality Department's lack of engagement with proposals to provide independent assessments which would feed into decisions about the appropriate care of children. This is the third centre which detains children that we have inspected. In none of them has IND set up effective protocols with local authorities, not only to ensure the minimum of child protection, but also to provide for the independent assessments that we have recommended, and that Dungavel would welcome. And at Dungavel, as in other centres, we found evidence that even the internal procedures laid down for detaining children were not being followed. As the detention of children increases, these omissions become of increasing concern. Apart from this, this report commends progress made at the centre. Many recommendations in our previous report that were within the control of staff and managers had been achieved, apart from in healthcare, where some urgent remedial action was needed. The recommendations that had not been achieved - such as access to competent independent legal advice and welfare support, and the provision of sufficient activity - are, like the protection of children, matters that require, and should get, action by the Immigration and Nationality Department, in conjunction with other agencies. > Anne Owers March 2005 > HM Chief Inspector of Prisons ++++++++++++++++++++++++++++++++ Report on an announced inspection of >> Tinsley House Immigration Removal Centre << 1-5 November 2004 by HM Chief Inspector of Prisons Report compiled March 2005, published 17th May 2005 > Introduction Tinsley House, at Gatwick Airport, is run by Global Solutions Ltd. It holds men, women and children, most of them for relatively short periods prior to removal from the UK. This inspection, the second carried out at Tinsley House under this Inspectorate's new statutory remit, found a centre that was performing reasonably well under two of our four tests of a healthy custodial environment. However, we had some concerns about systems and processes for ensuring the safety and well being of detainees, some of which were outside the centre's control. Our major concern was that arrangements for safeguarding the children detained at Tinsley House were seriously deficient. Children were not benefiting from the formal safeguarding and child protection arrangements that we would expect the centre and the local social services department to provide - and which the Immigration and Nationality Directorate (IND) ought to have ensured were in place. We have argued that the detention of children should be exceptional and only for a matter of days. But irrespective of the length of detention, there should be the same child welfare norms and protections as in the community. This was not the case at Tinsley House. While staff displayed care in looking after families, some essential arrangements were missing: roles and accountabilities were vague, there was no on-site child protection officer or child protection committee and criminal record checks on staff were not adequate. As a result, children - and the centre - were exposed to unnecessary risk. Nor were independent reviews of detained children's welfare and developmental needs being carried out, as we have previously recommended; indeed, there was no evidence that IND's own procedures for authorising and reviewing children's detention had been followed. In part, the explanation for these omissions appeared to be an unedifying stand-off between the centre and the local social services department as to who was responsible for what. In the end, our inspectors visited West Sussex Social Services and made the necessary links at senior management level for the centre director to pursue. However, IND, as the commissioning authority, should have remedied the situation much earlier. This concern aside, Tinsley House remained largely a safe and well-run facility. Reception staff were caring and attentive and self-harm and suicide procedures were good. However, procedures and documentation for the use of force and single separation needed to be tightened up, and anti-bullying procedures were still in their infancy. Nevertheless, most detainees told us they felt safe. They also reported, and we observed, good relationships between staff and detainees. Here again, though, procedures for making complaints, which were rarely used, and for managing race relations, needed to be strengthened. The centre was comfortable, clean and bright, if somewhat bare and institutional. The food was adequate, and religious provision was generally good. Tinsley House provided a fair amount of purposeful activity, given that most detainees stayed for only very short periods. However, education was under-developed - especially for children, for whom there were neither appropriate needs assessments nor sufficient provision. As with other centres, detainees were denied access to paid or voluntary work - something we have frequently criticised. At the last inspection, we found a need for more formal and structured arrangements for preparing detainees for removal, transfer or release. This remained the case: in spite of the excellent and necessary work carried out, mainly voluntarily, by the Gatwick Detainee Support Group. Overall, there was much to commend at Tinsley House, although key procedures need to be tightened up and carefully managed. However, there is an urgent need to ensure professional and appropriate care for detained children; including independent social service assessments of needs and risks. This is a message we have repeated in all recent inspections of centres holding children, and it requires action from IND to ensure this is in place wherever children are, or may be, detained. > Anne Owers March 2005 > HM Chief Inspector of Prisons > February 2005 > End of Bulletin: ------------------------------------------------------------------------------------- National Coalition of Anti-Deportation Campaigns (NCADC) 1 Delaunays Road Manchester M8 4QS General enquiries 0121 554 6947 ncadc at ncadc.org.uk http://www.ncadc.org.uk/ ------------------------------------------------------------------------------------- ================================================ 19 Venezuela-Newsletter von: office at venezuela-info.net ================================================ Alle Artikel finden Sie gesammelt auf http://www.venezuela-info.net ----------------------------------------------------------- Politik ----------------------------------------------------------- Ende der Steuerflucht Kommission untersucht Verträge mit ausländischen Ölfirmen. Chávez: Unternehmen sollen zahlen oder gehen http://www.jungewelt.de/2005/05-17/011.php ----------------------------------------------------------- USA verschärfen Konfrontation Rice »besorgt« über Entwicklung in Venezuela. Zeitung: Washington erwägt »härtere Gangart« gegen Präsident Hugo Chávez http://www.jungewelt.de/2005/04-27/009.php ----------------------------------------------------------- Fluchtpunkt Florida Opposition gegen Hugo Chávez in Venezuela isoliert. http://www.jungewelt.de/2005/04-18/009.php ----------------------------------------------------------- Sieg der Demokratie - Eine Million Menschen erinnerten an Umsturzversuch in Venezuela vor drei Jahren. http://www.jungewelt.de/2005/04-15/007.php ----------------------------------------------------------- ----------------------------------------------------------- Ein Service von www.venezuela-info.net Sie wollen den Newsletter von venezuela-info.net abbestellen? 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Venezuelan President Hugo Chavez has called for greater worker participation in the countryZs companies, pledging on May 1 to help to finance companies in need of investment provided they gave workers a bigger role in management. VenezuelaZs National Assembly, controlled by supporters of Chavez, will also soon consider a bill that would mandate joint management of all state and non-state companies. State aluminum smelter Alcasa SA and state power company CA de Administracion y Fomento Electrico have already incorporated workers into management, allowing them to elect bosses who then work with existing directors. ----------------------------------------------------------- Venezuela in ZbattleZ with oil majors -minister CARACAS, Venezuela, May 18 (Reuters) - Venezuela is waging a battle with foreign oil companies for control of its energy resources as the worldZs No. 5 crude exporter introduces a new form of socialism, the energy minister said on Wednesday. ZThis is a battle that will take us, that is already taking us, into confrontation with the multinational interests and their lackeys in the country,Z Oil Minister Rafael Ramirez said at an international oil workers conference. The ministerZs hardline rhetoric came after President Hugo Chavez ordered foreign oil companies to pay more royalties and taxes to help fund his social programs. Chavez says multibillion-dollar contracts signed with foreign companies in the 1990s are ZrobbingZ the country. ZWeZve said ZenoughZ to the multi-national relations that were established here. This government is starting to put things in order here,Z Ramirez said. ZOur revolution is anti-imperialist... and we are acting accordingly... Our revolution is in search of socialism,Z he said. Chavez, a leftist former army officer whose anti-U.S. stance and ties to Communist Cuba worry investors, wants oil companies to sign deals under a 2001 hydrocarbons law giving state oil firm PDVSA a controlling stake in projects. As part of his energy sector offensive, Chavez has raised royalties paid on heavy oil projects and boosted the income tax for operating contractors to 50 percent from 34 percent. Venezuela is a top supplier of crude and gasoline to the United States, and leading U.S. and European companies such as Chevron, Exxon Mobil and Total have invested heavily in its oil and gas fields. Chavez recently ordered 32 operating contracts changed to joint ventures under the new law. Tax authorities are also probing foreign oil company operations. In the latest measure, the president on Sunday halted contracted dollar cost payments to foreign companies involved in the operating contracts and challenged firms to sue the government over any breach of terms. Under the contracts, PDVSA was obliged to pay foreign partners in dollars for local costs like work clothing, vehicles, food and expenses. Ramirez dismissed legal concerns over the terms of contracts. He said oil firms were subject to currency controls introduced by Chavez in early 2003 to shore up the economy after more than a year of bitter political conflict. ZLike any other company in the country they are subject to the laws governing foreign exchange,Z he said. Since winning an August referendum, Chavez has stepped up his self-proclaimed socialist revolution to use the countryZs vast oil revenues to fight poverty. Bolstered by high crude prices, PDVSA last year spent $4 billion on social programs. Critics say Chavez has become authoritarian by tightening his grip on institutions such as the courts. Some analysts say PDVSAZs social spending may have hampered oil production by diverting funds needed to maintain older crude fields. -------------------------------------------------------------- Venezuela state aluminum workers get call to arms CARACAS, Venezuela, May 16 (Reuters) - A Venezuelan aluminum smelter is telling its workers to put down their tools and grab their guns if ZimperialismZ threatens the state-run enterprise. Along with exhortations to improve efficiency and output, employees of the Alcasa smelter in southeast Venezuela are getting lessons from management on how to form guerrilla groups for a Zpopular warZ to fight ZcounterrevolutionZ. AlcasaZs new president, former leftist guerrilla Carlos Lanz, sent workers a May 12 internal memo giving instructions on Zpolitical-militaryZ strategy. It included advice on street fighting, setting up barricades and urban and rural warfare. ZPolitics governs the rifle. National defense is a task of all the people,Z reads the leaflet, a copy of which was obtained by Reuters after parts were published in the local Correo del Caroni newspaper. Alcasa officials said all workers received the document, which carries the logos of VenezuelaZs Basic Industry Ministry, Alcasa and the state industrial holding Corporacion Venezolana de Guayana (CVG). COMMANDO UNITS President Hugo Chavez has launched a drive to form a 1.5 million-strong military reserve to defend Venezuela, the worldZs No. 5 oil exporter, against attack or invasion. Chavez, first elected in 1998, survived a coup in 2002 and has accused the United States, his countryZs biggest oil client, of plotting to invade and overthrow or kill him. U.S. officials have dismissed the charge as Zridiculous.Z Squads of reservists are being formed in the state oil company PDVSA and in other major companies like Alcasa. Some analysts fear this Zresource nationalismZ could scare off foreign investors, but government officials deny this. The Alcasa memo bears the slogan ZAll Power to the Workers.Z It suggests Zstreet fighting, barricades or blockades against occupying forces.Z It also recommends Zformation of small commando-type units that can use basic arms, rifles and grenade launchers, or otherwise explosives on a wider scale, mines and booby-trapsZ. Lanz, who served seven years in jail for one of VenezuelaZs most notorious kidnappings, the 1976 abduction lasting three years of U.S. glass industry executive William Niehous, was named president of the loss-making Alcasa smelter in February. Alcasa, the smaller and older of VenezuelaZs two aluminum smelters, has suffered labor and output problems for years. But Lanz has vowed to solve these through a co-management program that allows workers to participate in running the plant. Chavez says this, combined with workersZ cooperatives, forms the basis of a Znew socialismZ for Venezuela. ZREVOLUTIONARYZ SOCIAL AGENDA Basic Industry Minister Victor Alvarez, who appointed Lanz, has ordered a review of all foreign investments in non-oil basic industries, including aluminum and gold projects. He says he wants to align them more closely with ChavezZs ZrevolutionaryZ social agenda to help the poor and extract more development benefit for the nation. A similar overhaul, accompanied by tax increases and contract changes, is underway in the strategic oil sector. The memo offered no production goals for this year in Alcasa, which was hit by a workersZ slowdown in December. The plant said earlier this year it raised its production in 2004 to 191,850 tonnes from 172,156 tonnes in 2003 and aims to return to its full capacity of 210,000 tonnes in 2005. Lanz has also said Alcasa will go ahead with a foreign-financed project to build a 255,000-tonne fifth output line that would raise capacity to 465,000 tonnes by 2007. -------------------------------------------------------------- Petroleos Venezuela May Send Crude to UruguayZs Refinery May 15 (Bloomberg) -- Petroleos de Venezuela SA, South AmericaZs largest oil company, said it may send oil to UruguayZs sole refinery for processing, deepening energy cooperation between the two countries. Petroleos de Venezuela is studying the technical and logistics feasibility of sending crude to UruguayZs La Teja refinery for processing, Refinery Vice President Alejandro Granados said in a press statement. La Teja, which is owned by UruguayZs state ANCAP oil company, has processing capacity of 37,000 barrels a day. ``Uruguay is important for us for our refinery business,ZZ Granado said. He gave no timetable for a final decision being taken. Uruguay, which doesnZt produce oil, joined the so-called Caracas Agreement in March, which gives it access to Venezuelan crude through subsidized financing. The country imports about 43,000 barrels a day. Venezuela is the worldZs fifth-largest oil exporter, sending about two-thirds of its shipments to the U.S. -------------------------------------------------------------- service provided by www.venezuela-info.net no more newsletters: http://www.venezuela-info.net/newsletter/english/permission/abmelden.php ================================================ 21 An den Wassern des Sirvan von: wadi.wien at gmx.at ================================================ An den Wassern des Sirvan Die irakische Gesellschaft zwischen ethnisierten Konflikten und neuer Hoffnung von Thomas Schmidinger Frühling im Irak 2005: Am Jahrestag des Giftgasangriffs auf Halabja ist auf der Straße von Arbat nach Halabja kein Durchkommen. Nicht nur, dass unzählige KurdInnen an den Gedenkfeiern teilnehmen wollen. Die Sicherheitsvorkehrungen für die prominenten Teilnehmer sind es, die letztlich den Verkehr zum Erliegen bringen. Auch hier in Kurdistan führt die Furcht vor Anschlägen radikalislamistischer und postbaZthistischer Terrorgruppen zu immer professionelleren Kontrollen durch die aus ehemaligen Peschmergas (kurdischen Guerillakämpfern) zusammengesetzte Sicherheitspolizei. Doch auch wer zuhause bleibt, entkommt der irakischen Realität nicht. Jeden Abend werden im Fernsehsender al-iraqiya gefangene Terroristen interviewt. Die konfrontativen Fragen des Interviewers prasseln auf die eingeschüchtert wirkenden Männer herab. Sie berichten von den Leuten, die sie angeworben hatten, und ihren Opfern, die sie erschossen oder denen sie den Kopf abgeschnitten haben. Ein vor Angst stotternder Mann berichtet von der Vergewaltigung und Ermordung von vier jungen Mädchen. Ein anderer, noch immer selbstbewusst wirkender Mann erzählt, vom syrischen Geheimdienst ausgebildet worden zu sein. Ein Häufchen Elend mit einer Mischung aus ideologischem Wahn und banalem Verbrechertum wird hier jeden Abend in die irakischen Haushalte übertragen. Einerseits wird dadurch der »Widerstand« entzaubert, andererseits entsteht eine Stimmung, die der Anerkennung menschenrechtlicher Mindeststandards nicht gerade förderlich ist. Die meisten IrakerInnen würden die vorgeführten Terroristen am liebsten sofort am Galgen baumeln sehen. Kaum jemand fragt sich, woher die blau angeschwollenen Augen der Verhörten kommen, wer die harschen Fragen stellt und ob die gezeigten »Sicherheitskräfte« nicht direkt vom Geheimdienst des BaZth-Regimes stammen. Die verständliche Wut über den alltäglichen Terror könnte so für neue autoritäre Tendenzen genutzt werden. Der Widerstand gegen den Terror drückt sich aber nicht nur in derart problematischer Weise aus. Die deutlichste Absage an die Terrorfürsten Zarqawi und Co. erteilten die IrakerInnen Ende Januar in Form der hohen Wahlbeteiligung für das irakische Übergangsparlament. Nach Wochen des verschärften Terrors und Tagen der Ausgangssperre brach am Wahltag die Freude über die neue Freiheit durch. Auf den Straßen von Bagdad war die Stimmung ebenso ausgelassen wie in Suleimaniya oder Basra. Selbst in Teilen des »Sunnitischen Dreiecks« fiel die Wahlbeteiligung trotz der Todesdrohungen gegen die WahlteilnehmerInnen mit bis zu einem Drittel der registrierten WählerInnen höher als erwartet aus. Von einem kollektiven Wahlboykott der arabischen Sunniten, wie in einigen westlichen und arabischen Medien behauptet, kann keine Rede sein. Wirklich hohe Wahlbeteiligungen waren allerdings nur im kurdischen Norden und im schiitischen Süden zu verzeichnen. Hier fielen die meisten Stimmen jedoch auf ethnische und/ oder religiöse Listen, die nach Jahrzehnten der Unterdrückung abweichender kollektiver Identitäten vor allem als Ausdruck eines neuen kurdischen und schiitischen Selbstbewusstseins zu werten sind. Dementsprechend konnte nicht nur die schiitisch dominierte Vereinigte irakische Allianz (UIA) - in der sich die schiitisch-islamistischen Parteien SCIRI und DaZwa mit dem säkularen Irakischen Nationalkongress von Ahmed Chalabi zusammengeschlossen hatten - mit 48 % einen Wahlerfolg verzeichnen. Auch die Kurdistan-Liste, der nicht nur KDP und PUK, sondern auch kleinere kurdisch-assyrische und turkmenische Parteien angehörten, war mit einem Viertel der Stimmen erfolgreich. Die Partei des Übergangsministerpräsidenten Allawi landete abgeschlagen auf Platz 3. Schwere Niederlagen erlitten die nationalistischen Parteien der Turkmenen und Assyrer, sowie eine schiitisch-islamistische Liste, die Muqtada al-Sadr nahe steht. Überraschend wenig Stimmen entfielen auch auf die »Volksunion« der Irakischen Kommunistischen Partei, die mit rund 1 % der Stimmen nur über zwei Mandate im Übergangsnationalrat verfügt. Dazu kommen jedoch drei kommunistische Mandate, die die Kurdische Kommunistische Partei über die Kurdistan-Liste erreichen konnte. Mufid al-Jazairi von der Kommunistischen Partei machte den Einfluss religiöser Autoritäten zugunsten der Vereinigten irakischen Allianz (UIA) und den Missbrauch staatlicher Strukturen von Seiten der Partei Iyad Allawis für das schlechte Abschneiden seiner Partei verantwortlich. Die KP hätte finanziell nicht mit den anderen Parteien konkurrieren können. Insgesamt beurteilte aber auch er die Wahlen als relativ fair. Angesichts der Verhältnisse vor Ort sei kaum etwas Besseres zu erwarten gewesen. Seine Partei arbeite jedenfalls weiter an der neuen Verfassung und der Demokratisierung des Landes mit. Eine Errichtung eines islamistischen Regimes fürchte er nicht, schließlich hätten sich die schiitisch-islamistischen Parteien zur Demokratie bekannt. Außerdem verfüge die Vereinigte Irakische Allianz nicht über die notwendige Zwei-Drittel-Mehrheit, die Verfassung alleine zu beschließen. Zudem ist die UIA alles andere als ein einheitlicher Block. Die Differenzen innerhalb der Allianz zeigten sich nicht nur zwischen säkularen und islamistischen SchiitInnen, sondern auch zwischen DaZwa und SCIRI, die sich wochenlang nicht auf einen gemeinsamen Kandidaten für das Amt des Ministerpräsidenten einigen konnten. Nicht nur die Kommunisten, auch die kurdischen Parteien sehen der Ausarbeitung der neuen Verfassung hoffnungsvoll entgegen. Ohne die Kurdische Liste, die allein fast über eine Sperrminorität verfügt, wird die zukünftige Verfassung - deren Verabschiedung die Hauptaufgabe des Übergangsnationalrates darstellt - nicht zu beschließen sein. Aus dieser Position der Stärke heraus sieht die Perspektive eines gemeinsamen Irak aus kurdischer Sicht wesentlich attraktiver aus als bisher. Naushirwan Mustapha Emin, der Stellvertreter Talabanis und damit zweiter Mann der PUK, zählt zahlreiche Vorteile auf, die ein Verbleiben der KurdInnen in einem gemeinsamen Irak mit sich brächte - vom Zugang zu arabischen Märkten bis zu Studienmöglichkeiten an den arabischen Universitäten. Die lange verzögerte, aber schließlich doch über die Bühne gegangene Wahl Talabanis zum Präsidenten könnte ebenfalls integrativ wirken. Das größte Hindernis für eine größere Rolle der Kurden im Irak könnten dabei die kurdischen Parteien selbst sein. Wie die UIA ist auch die Kurdistan-Liste weit von einer funktionierenden Zusammenarbeit entfernt. Bei den Feiern der PUK zur Amtseinführung von Talabani wurden in mehreren Städten PUK-Funktionäre von KDP-Anhängern verprügelt. Von der von Präsident Talabani beschworenen Einheit des Irak ist in manchen Teilen Kurdistans wenig zu bemerken. In Sulemaniya hat die jüngere Generation, die nach der Errichtung der autonomen kurdischen Sicherheitszone im Nordirak heranwuchs, kaum mehr einen Bezug zum irakischen Staat. Die meisten der heute Zwanzig- bis Dreißigjährigen können kaum mehr Arabisch und haben damit den Zugang zu gemeinsamen Medien und den im Wiederaufbau begriffenen Universitäten in Bagdad verloren. Die kurdische Sprache ist jedoch noch weit davon entfernt, ein Ersatz für die reiche arabische Schrift- und Wissenschaftstradition zu sein. Studierende der Universität von Sulemaniya, die kein Englisch oder Arabisch können, haben kaum Zugang zu wissenschaftlicher Literatur. Dementsprechend niedrig ist das Ausbildungsniveau. In Sulemaniya scheint Bagdad weit weg zu sein. Dafür ist die Stadt liberaler und weltoffener als andere irakische Städte. Kaum jemand hält hier aggressiven Nationalismus für notwendig. Anders in Kirkuk. Seit den Wahlen, die einen Sieg der Kurdischen Liste mit sich brachten, achtet jede Bevölkerungsgruppe genau darauf, dass die andere nicht zu stark wird. Insbesondere zwischen den von der Türkei unterstützten Turkmenen und den Kurden sind die Spannungen greifbar. Bei der ersten Sitzung des neu gewählten Regionalrates der Provinz Kirkuk begannen die kurdischen Abgeordneten die Sitzung sofort in kurdischer Sprache abzuhalten, was den Auszug der arabischen und turkmenischen Vertreter zur Folge hatte. Völlig anders ist das Verhältnis zwischen Turkmenen und Kurden in der Kleinstadt Kifri. Bis 2003 war die von Hügeln umgebene Stadt von der irakischen Armee eingekesselt. Die Stadt selbst hatte sich hingegen 1991 selbst befreit. Die kurdischen Peschmergas hielten später eine Verbindungsstraße in die belagerte Stadt aufrecht. Hier ist von den Spannungen zwischen Kurden und Turkmenen nichts zu bemerken. Fast jeder beherrscht außerdem Arabisch. Trotzdem zeigt sich auch hier die Nähe zum »Sunnitischen Dreieck« und damit zur Hochburg des radikalislamistischen und postbaZthistischen Terrors. Die Peschmerga der PUK sind besonders nervös. Vor kurzem hielten sie zwei arabische Kommunisten fünf Stunden lang im Gefängnis fest, weil sie nicht glauben konnten, dass sich Araber mit friedlicher Absicht nach Kurdistan verirren konnten. Dabei wollten die beiden nur kurdische KommunistInnen besuchen, mit denen sie aus ihrer Zeit im Untergrund befreundet waren. Je länger der Terror im Zentralirak andauert, desto geringer scheint die Geduld der KurdInnen zu werden. Wer mit der Bevölkerung redet, bekommt zwar nur selten wirklich rassistische Kommentare über Araber zu hören. Die Gleichsetzung von Arabern mit Terrorismus und Gewalt ist jedoch bereits hier und da zu vernehmen. Tatsächlich kommt es im Zentralirak immer wieder zu gezielten Angriffen auf KurdInnen und Angehörige anderer Minderheiten. Auf Graffities in Mossul werden KurdInnen als »schlimmer als Juden« beschimpft. Angehörige der Religionsgemeinschaft der Yezidi wurden gar auf offener Straße geköpft. An der Straße zwischen Darband-e Han und Kallar in der Germian-Region sind die Folgen erster ethnischer Säuberungen im Zentralirak zu erkennen. In der Nähe des Flusses Sirvan leben dort seit Juli 2004 iranische Kurden, die aus ihrem Exil erneut flüchten mussten, als radikale sunnitische Prediger zum Mord an den Kurden aufriefen und einige von der aufgehetzten Menge ermordet wurden. Nun warten sie in ihren Zelten, umgeben von Minenfeldern, auf ihren Umzug in Unterkünfte bei Sulemaniya. Auch christliche Kirchen und schiitische Gebetsstätten wurden zunehmend zum Angriffsziel radikaler sunnitischer Islamisten. Noch hat deren Versuch einer Ethnisierung der Konflikte in Richtung eines Bürgerkriegs keinen durchschlagenden Erfolg gezeigt. Schafft es die neue Regierung, die erstmals von Schiiten und Kurden dominiert ist, den Terror effektiver zu bekämpfen als ihre Vorgängerin, wird sich der Irak wieder als gemeinsamer Staat aufbauen lassen. Wenn nicht, könnte die Geduld der KurdInnen bald ein Ende haben. Thomas Schmidinger ist Redakteur der Zeitschrift Context XXI, Flüchtlingsbetreuer und Mitarbeiter der im Irak tätigen NGO Wadi e.V. aus: iz3w Nr. 285 - Juni 2005 -- WADI - Verband für Krisenhilfe und solidarische Entwicklungszusammenarbeit e-mail: wadi.wien at gmx.at Tel.: 0699-11365509 Spendenkonto in Österreich: Kontonummer 07.405.301 Evangelische Kreditgenossenschaft eG BLZ 31800 IBAN: AT10 3180 0000 0740 5301 BIC: EVKRATW1 ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< SERVICE - LINKS - HINWEISE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 22 Glocalist Nr.72/73>> TRIGOS GALA 05 von: office at glocalist-review.com ================================================ Sehr geehrte Damen und Herren, werte Redaktion, diesmal ein sehr unmfangreicher Glocalist mit rund 45 Seiten und zahlreichen Bildern. Der Glocalist präsentiert sich im neuen Design und wir freuen uns über Ihr Feedback. Der nächste Glocalist erscheint aufgrund von Fronleichnam am 1. Juni. SCHWERPUNKT TRIGOS GALA 2005 - Der Event und die Preisträger in Dokumentation Fortsetzung der Serie mit der Experts Group CSR der UBIT/WKO, Bericht über die Konstituierung des europäischen NGO-Netzwerkes CSR in Amsterdam, aktuelle Auschreibungen und Stellenangebote sowie Personalia und die gewohnten Vermischten Meldungen und Termine. Viel Freude beim Lesen wünscht Christian Neugebauer _____ Glocalist Review: Digitale Wochenzeitschrift für NGOs&NPOs Barmherzigengasse 17 - stiege 6 - top 1 A-1030 Wien f: 01/597 2001 m: 0699 11 88 16 43 e: office at glocalist-review.com w: http://www.glocalist-review.com Agentur: arbeitsraum-philosophie: agentur für analoge&digitale kommunikationswirtschaft GmbH- www.arbeitsraum.at ================================================ 23 2 neue Bücher zu den Themen Marcuse - Negri/Hardt - Globalisierungskritik - Grundeinkommen von: christian.fuchs4 at chello.at ================================================ Hinweis auf 2 Neuveröffentlichungen; bitte weiterverbreiten. Christian Fuchs (2005) Herbert Marcuse interkulturell gelesen. Interkulturelle Bibliothek Band 15. Nordhausen. Bautz. ISBN 3-88309-175-8. 111 Seiten. Infos (Inhaltsverzeichnis, Vorwort etc.): http://cartoon.iguw.tuwien.ac.at/christian/marcusebuch1.html Christian Fuchs (2005) Emanzipation! Technik und Politik bei Herbert Marcuse. Aachen. Shaker. ISBN 3-8322-3999-5. 168 Seiten. Infos (Inhaltsverzeichnis, Vorwort, etc.): http://cartoon.iguw.tuwien.ac.at/christian/marcusebuch2.html Rezensionsexemplare können beim jeweiligen Verlag angefordert werden. Emanzipation! Technik und Politik bei Herbert Marcuse - Inhalt: Dieses Buch beschäftigt sich mit der Kritischen Theorie Herbert Marcuses und aktualisiert Gedanken Marcuses für das Zeitalter des Empire, der Globalisierung und des Cyberprotestes. Fragen, zu denen Marcuse gearbeitet hat, sind u.a.: Wie und wohin entwickelt sich die Gesellschaft? Ist die Befreiung von Unterdrückung heute möglich? Welche Chancen und Risiken birgt die moderne Technik in sich? Welche Rolle spielen politische Bewegungen bei sozialem Wandel? Die vorliegende Arbeit ist die Fortsetzung einer Einführung in das Denken von Herbert Marcuse. Teil 1 ist unter dem Titel »Herbert Marcuse interkulturell gelesen« (2005, Nordhausen, Verlag Traugott Bautz) erschienen. In diesem Band wird die Aktualität des Marcuseschen Denkens im Zeitalter des »Empire« (Toni Negri/Michael Hardt) geprüft, Marcuses Technik- und Politikbegriff werden diskutiert. Das den Ausführungen zu Grunde liegende Thema ist jenes der Emanzipation. Kapitel 1 vergleicht die Befreiungskonzepte von Herbert Marcuse und Toni Negri/Michael Hardt. Negri und Hardt haben mit ihren Arbeiten über das »Empire« und die »Multitude« in den letzten Jahren eine einflussreiche Theorie der Globalisierung und der »Antiglobalisierungsbewegung« geschaffen. Fuchs argumentiert, dass sich das Marcusesche Denken gegenüber dem Ansatz von Negri und Hardt durch eine realistischere Einschätzung von Befreiungs- und Unterdrückungspotenzialen auszeichnet. Nichtsdestotrotz sei die Theorie der Multitude ein guter Ansatzpunkt für eine Theorie sozialer Protestbewegungen und des Cyberprotests, die auf einer Synthese dialektischer Philosophie, kritischer Theorie Marcusescher Prägung, Komplexitäts- und Selbstorganisationstheorie und (Post-)Operaismus beruht. Die Grundzüge einer derartigen Theorie werden ausgearbeitet, das Konzept eines radikalen Reformismus, das auf dem Aufbau von Gegeninstitutionen, einer Politik des subjektiven Faktors und organisierter Spontaneität beruht, macht die vorliegende Theorie politisch konkret. Als ein zentraler Bestandteil einer derartigen Politik erachtet der Autor die Forderung eines globalen, universellen, bedingungslosen Grundeinkommens. In Kapitel 2 wird das Verhältnis von Technik und Gesellschaft beleuchtet, das Marcuse als dialektisch begriffen hat und das eine zentrale Stellung in der Dialektik von Befreiung und Unterdrückung einnimmt. Kapitel 3 ist eine Auseinandersetzung mit der politischen Theorie Marcuses, die Kritiken an Kapitalismus, Faschismus und Sowjetsystem sowie die Identifi-kation neuer politischer Subjekte und politischer Alternativen beinhaltet. Die neuen Protestbewegungen der globalisierten Gesellschaft des 21. Jahrhunderts stehen für die begründete, tätige Hoffnung auf eine freie, demokratische Gesellschaft, ein radikales Befreiungs- und Praxispotenzial bleibt durch sie aktuell. Es ist wichtig, in dieser Situation an Marcuses Einsichten anzuknüpfen, um eine lebendige Einheit von Theorie und Praxis zu schaffen, die für Befreiung eintritt. Herbert Marcuse interkulturell gelesen - Inhalt: Dieses Buch beschäftigt sich mit der Kritischen Theorie Herbert Marcuses. Marcuse war marxistischer Denker, Gesellschaftskritiker, Ideengeber der Studentenbewegung und der Neuen Sozialen Bewegungen sowie Philosoph der Praxis. Marcuses Denken erlaubt es, der heutigen Dominanz der affirmativen, eindimensionalen Interkulturalität die dialektische Form der Einheit in der Vielfalt als negierende und humanistische interkulturelle Kraft gegenüberzustellen. Die vorliegende Arbeit konzentriert sich auf Marcuses Verständnis von Dialektik und Kultur. Kapitel 1 beschäftigt sich mit der dialektischen Denkmethode Marcuses, die auf Hegel und Marx basiert und auf der seine gesamte Gesellschafts-kritik beruht. Kapitel 2 ist eine Darstellung der Kulturtheo-rie Marcuses, es wird gezeigt, daß die spätkapitalistische Kultur eindimensional und affirmativ ist und daß eine Alternative in der interkulturellen Form der Einheit in der Vielfalt besteht. Die neuen Protestbewegungen der globalisierten Gesellschaft des 21. Jahrhunderts stehen für die begründete, tätige Hoffnung auf eine freie, demokratische Gesellschaft, ein radikales Befreiungs- und Praxispotenzial bleibt durch sie aktuell. Es ist wichtig, in dieser Situation an Marcuses Einsichten anzuknüpfen, um eine lebendige Einheit von Theorie und Praxis zu schaffen, die für Befreiung eintritt. ================================================ 24 Jetzt neu: Ius Amandi 1/05 von: office at RKLambda.at ================================================ Jetzt neu! Ius Amandi Zeitschrift für gleichgeschlechtliche Liebe und Recht Ausgabe 1/2005 Partnerschaften RKL startet Klagsoffensive Die Unterschiede Eingetragene Partnerschaft (EP) & Zivilpakt (ZIP) Österreichs erster Gewissensgefangener vor dem Menschenrechtsgerichtshof erfolgreich Österreich schon wieder wegen Homosexuellenverfolgung verurteilt www.RKLambda.at ================================================ C) TERMINE ================================================ ======================== Montag http://www.mund.at/butt/Termine/September/2305.htm Dienstag http://www.mund.at/butt/Termine/September/2405.htm Mittwoch http://www.mund.at/butt/Termine/September/2505.htm ======================== ================================================ D) EDITORIAL ================================================ Für den Inhalt verantwortlich: Ihr. E-Mail-Adresse für Beiträge: widerstand at no-racism.net geschickt. widerst at nd MUND und alle Termine täglich aktualisiert im Web: http://www.no-racism.net/MUND Ziel von MUND (medienunabhängiger Nachrichtendienst) ist die unzensurierte und möglichst rasche Information über gesellschafts- politisch relevante Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu Widerstand und Antirassismus sowie verwandte Themen. sollen einen Titel, Namen und Emailadresse der/des AutorIn enthalten und möglichst kurz und prägnant gehalten sein, ev. mit Hinweis, wo weitere Informationen eingeholt werden können. Bitte keine Attachments! Die inhaltliche und sachliche Verantwortung liegt bei der/dem jeweiligen AutorIn bzw. jenen, die uns die Beiträge schicken. Der MUND wird von einzelnen TagesredakteurInnen zusammengestellt. Da Fehler nicht ausgeschlossen sind, bitten wir, nicht veröffentlichte Beiträge nochmals an widerstand at no-racism.net zu senden. Die Weiterleitung (auch auszugsweise) ist erwünscht. Beiträge mit rassistischen oder sexistischen Inhalten werden nicht veröffentlicht. Sehr persönliche Meldungen werden wir an den betreffenden Adressaten weiterleiten, aber nicht im MUND veröffentlichen. Die bisherigen Ausgaben sind unter http://www.no-racism.net/MUND archiviert. Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage: * Wann: Sonntag, 11.11.2001, 11:11 Uhr * * Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" * * Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf * * Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie. Aber kurz und prägnant.* Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch stillschweigend Zensur zu üben. Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die Nichtaufnahme geliefert. (Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.) Die AbsenderInnen der betroffenen Beiträge werden hiervon informiert. Im Sinne einer "gläsernen Zensur" könnt ihr Euch die Beiträge gerne extra schicken lassen: Ein kurzes Mail an widerstand at no-racism.net genügt. ================================================ E) VERTEILERLISTE ================================================ Zur Eintragung in diesen Verteiler bitte direkt subskribieren unter http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/analle oder von der einzutragenden Adresse aus ein mail schicken an: admin at no-racism.net mit folgendem Text: subscribe no-racism Bitte wegen Automatisierung diesen Wortlaut verwenden! Zur Austragung aus dieser Liste bitte an aus Einsendungen an zusammengestellt. Bitte keine Attachments! (werden nicht angenommen) Redaktionsschluss für diese Ausgabe: Sonntag, 20.00 III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III ü, ö, ä, ß, Ü, Ö, Ä III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III widerst at nd-MUND is powered by http://alt.strg.at/ ================================================ From analle at no-racism.net Tue May 24 08:28:03 2005 From: analle at no-racism.net (analle at no-racism.net) Date: Tue, 24 May 2005 08:28:03 +0200 Subject: widerst@nd! - MUND: Dienstag, 24.5.2005 Message-ID: widerst at nd MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst www.no-racism.net/mund Dienstag, 24.05.2005 ================================================ A) INHALT ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 01 einladung zu diversen literarischen events el awadalla ================================================== 02 FORST, DI, 24. Mai, 21:00, Votivkino FORST ================================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND KOMMENTARE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 03 neonazi besuch im ekh ekhaus at med-user.net ================================================== 04 grüner antrag auf regenbogenbeflaggung: minimalistisch angenommen Grüne Andersrum ================================================== 05 Medieninformation: 20 Bundesräte können Volksabstimmung über EU-Verfassung erzwingen! "Friedensvolksbegehren" ================================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< DISKUSSION ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 06 ASt - Mit der Bitte um Veröffentlichung ASt-LFI ================================================== ================================================ B) TEXTE ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 01 einladung zu diversen literarischen events el awadalla ================================================== freitag, 27.mai 2005, 19 uhr tschocherl 1150, wurmsergasse 42 präsentation des neuen morgenschtean mit texten von: Eric Amelin, El Awadalla, Dieter Berdel, Michaela Braunreiter, Manfred Chobot, Alois Eder, Wolfgang Glechner, Elfriede Grömer, Hans Haid, Marlene Harmtodt-Rudolf, Brigitte Menne, Franz Mock, Andreas Nastl, Helga Pankratz, Helmuth Schönauer, Martin Weber, Brigitte Wiedl einige der autorInnen werden natürlich im tschocherl lesen ******* sonntag, 29. mai 2005, 19 uhr SoHo in ottakring, yppenplatz el awadalla (text) und splitter (musik) präsentieren: goarilla-srilla und andere dialektgedichte nach noten. ******* samstag, 4. juni 2005 der vierte literarische umzug durch den 6. bezirk start: 17 uhr, MA IN, marchettigasse 7 lesung: Andreas Nastl 2. station: 18 uhr, cafe jelinek, otto bauer gasse 5 lesung: Christine Werner 3. station: 19 uhr, condomi separee, otto bauer gasse 17 lesung: el awadalla 4. station: 20 uhr, prem, gumpendorfer straße 67 lese- und musikperformance: Peter Wagner und Christoph F. Krutzler ******* montag, 13. juni 2005, 19 uhr literaturhaus wien, 1070 zieglergasse 26a dialektrevue eine gemeinschaftsveranstaltung der österreichischen dialektautorInnen und des ersten wiener lesetheaters Über die jahre hinweg haben sich berge von dialekttexten angesammelt, viel zuviele, um im "morgenschtean" veröffentlicht zu werden, viel zu gute, um ewig nur in den archivmappen zu liegen. unter vielen anderen werden Texte von HELMUT ZENKER, JOE BERGER und HANS HAID vorgetragen. ******* freitag, 17. juni 2005, 9 bis 18 uhr öda, gumpendorfer straße 15/13 großer bücherflohmarkt ******* widerstandslesungen gibts natürlich ( seit 24. 2. 2000) nach wie vor jeden donnerstag um 17 uhr am ballhausplatz. am 21. juli findet die 300. widerstandslesung statt. -- widerstandslesung jeden donnerstag 17 bis 19 uhr 1010 wien, ballhausplatz 1a. http://www.awadalla.at/ ================================================== 02 FORST, DI, 24. Mai, 21:00, Votivkino FORST ================================================== FORST A/D 2005, 50 Min., s/w Filmvorführung: Dienstag, 24. Mai, 21:00 VOTIVKINO, Währinger Strae 12, 1090 Wien U2 - Schottentor FORST ist ein Porträt. Der Dokumentarfilm erzählt von einem Wald, der inmitten Europas jenseits von Urbanität und Zivilisation eine eigenartige Gemeinschaft von Verbannten beherbergt - eine gestrandete Welt. Eine diffuse, aber doch totale Kontrolle sorgt sich darum, dass sie nicht hervordrängt, dass sie nicht in unserer Wirklichkeit auftaucht und dort ihr Unwesen treibt. In FORST verkünden die Verbannten ihre eigene Wahrheit und erzählen die Geschichte ihrer Ermächtigung. Denn langsam entsinnen sie sich ihrer Identität als politische Flüchtlinge und beginnen Befreiungspläne zu schmieden... Der auf 16mm-S/W-Material gedrehte Film ist in Zusammenarbeit mit den Flüchtlingen entstanden, die sich großteils selbst spielen. Mittels montierter Interviewpassagen erzählen sie die Geschichte ihrer Ohnmacht und ihrer Ermächtigung. FORST is a portrayal. The documentary tells about a forest in the middle of Europe far from the urban world and from civilisation which is home to a peculiar community of the banished it is a world for the stranded. A diffuse system that still has total control makes sure that this world doesnt show itself, that it doesnt pop up in our reality and become a disturbance. In FORST the banished proclaim their own truth and tell the story of their empowerment. They slowly recall their identity as political refugees and start to make plans for their escape... The film shot on 16mm-B/W was made in cooperation with the refugees, who mostly play themselves. By way of fragmented interviews they tell the story of their powerlessness and their empowerment. Diagonale-Preis 2005 der Jury der Dizese Graz-Seckau ("bester Dokumentarfilm") www.votivkino.at www.forstfilm.com www.thevoiceforum.org ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND KOMMENTARE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 03 neonazi besuch im ekh ekhaus at med-user.net ================================================== Neonazibesuch im EKH Heute um 19:30 drängten sich zwei Neonazis im klassischen Skinhead-Look (Glatzen und "good night commie scum" T-shirt) plus klassischer Freundin, durch die Eingangstür in das EKH. Sie gaben sich als WohnungsinteressentInnen aus und wünschten als solche den ersten Stock zu besichtigen. Trotz mehrmaliger Aufforderung das Haus zu verlassen, weigerten sich diese, und gaben an mit dem Besitzer Machowetz telefonisch einen Besichtigungstermin vereinbahrt zu haben. Erst nach einem weiterem Telefonat, drohten sie an, am Montag wieder zu kommen, diesmal offiziell, mit einem Termin der Hausverwaltung Petri und Co. Die immer grösser werdende eintreffende Personenmenge hinderte sie an ihrem weiteren Vordringen und verbrachte sie vor die Türe. Dort erwartete sie zur Abkühlung eine Dusche. Die rechtsradikalen Skinheads riefen die Polizei, die ungewohnterweise sehr schnell zur Stelle war, Personalien wurden aufgenommen und nach einem kurzen Versuch die HausbewohnerInnen anzuzeigen, weil sie Ihnen den Zugang verwehrten, einigten sich die Polizei und Skinheads auf ein "Missverständnis". Für die HausbewohnerInnen steht fest, dass es sich dabei um eine bewusste Provokation handelt. Seitens der Skinheads wurde wieder einmal die noch immer bestehende gute Verbindung vom Hauseigentümer Machowetz zur Neonaziszene bestätigt. Weitere Fakten dazu bietet uns folgende Recherche: Als Käufer des EKHs tritt eine Wielandgasse 2-4 Vermietungsges.m.b.H. auf, deren Geschäftsführer ein gewisser "Christian Machowetz" ist, der nicht nur gleichzeitig Chef der "Security Management Christian Machowetz GmbH" ist, sondern auch ein ehemaliges zahlendes Mitglied der neonazistischen Aktion Neue Rechte (ANR). So war er in den 70iger-Jahren in einer Reihe mit den späteren Größen der österreichischen Neonazi-Szene aktiv, wie eine in Ventil (12/1977), Zeitschrift der SJ-Wien, veröffentlichte Liste mit Mitgliedsbeiträgen des Landesverbands Wien der ANR verdeutlicht. Neben Machowetz finden sich hier spätere Szene-Grössen wie der ehemalige Führer der Volkstreuen Ausserparlamentarischen Opposition (VAPO), Gottfried Küssel - in den 90iger-Jahren wegen nationalsozialischer Wiederbetätigung zu 10 Jahren Haft verurteilt - oder der mittlerweile verstorbene Chef der 2002 ausgehobenen Neonazi-Terrorzelle SS- Kampfgemeinschaft Prinz Eugen, Georg Gasser. Auch bei den Prozessen lässt sich der Hauseigentümer von keinen Unbekannten vertreten. Rechtsanwalt Dr Johannes Hübner ist Gesellschafter der rechtsextremen Zeitschrift "Zur Zeit", die unter anderem einen Kongress mit dem Holländischen Vlaamsblock veranstaltet hat und war Sprecher eines Personenkomitees im Europawahlkampf von Mölzer Dazu schon ältere Recherchen: Bei Johannes Hübner jr. handelt es sich laut dem Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes um einen in rechtsextremen Kreisen nicht Unbekannten. Unter anderem fungierte er als Sprecher für das "Unabhängigen Personenkomitee - Andreas Mölzer, ein österreichischer Patriot nach Europa" bei den Europawahlen im Mai dieses Jahres. Weitere Mitglieder dieses Komitees: Mag. Ewald Stadler (FPÖ-Volksanwalt, akademische Sängerschaft Skalden), Dr. Otto Scrinzi (ehemaliger FPÖ-Nationalrat, bis Ende 2003 Aula-"Schriftleiter"), Mag. Johann Gudenus (Bundesobmann des Ringes Freiheitlicher Jugend), Dkfm. Rudolf Nowotny (ehemaliger Vorsitzender des 1999 behördlich aufgelösten Vereines Dichterstein Offenhausen) und viele weitere. Hübner beschäftigt ausserdem laut profil (22/2004) in seiner Lebensraum Datenverwertungs- und Immobilienvermittlungs GmbH als Geschäftsführer Clemens Otten, einen der Hauptverantwortlichen für die Neonazi-Demonstration gegen die "Wehrmachtsausstellung" im April 2002 in Wien. Weiters ist er Gesellschafter von "Zur Zeit" und vertrat diese und Andreas Mölzer des öfteren vor Gericht, u.a. in dem Prozess gegen den Journalisten Karl Pfeifer. Quellen: http://www.doew.at/frames.php?/projekte/rechts/chronik/2004_05/moelzer.h http://www.ballhausplatz.at/johcgi/ball/TCgi.cgi?target=home&ID_News=871 Dank KPÖ und ihren Geschäften dürfen wir uns jetzt direkt und zuhause mit dem rechten Sumpf konfrontieren. Weitere Besuche dieser Art sind in den nächsten Wochen nicht auszuschliessen. Für politisch einschlägige Nachmieter scheint der neue Eigentümer schon zu sorgen.... Aber so einfach wird ihre Rechnung nicht aufgehen.... EKH BLEIBT - KEINE HÄUSER FÜR NAZIS Ausführliche u.a. auch fotografische Dokumentation auf: http://at.indymedia.org/newswire/display/54001/index.php ------------------------------------------------- This mail sent through IMP: https://mail.med-user.net/ ================================================== 04 grüner antrag auf regenbogenbeflaggung: minimalistisch angenommen Grüne Andersrum ================================================== **2005-05-23 14:45** * ** * *grüner antrag auf regenbogenbeflaggung des rathauses minimalistisch angenommen* *Bürgermeister beflaggt zur 10. Regenbogenparade einen Seiteneingang* Am 1. April stellte die Klubobfrau der Wiener Grünen, Maria Vassilakou, einen schriftlichen Antrag an den Bürgermeister der Stadt Wien, in der die Beflaggung des Rathauses anlässlich der Regenbogenparade gefordert wird. Vassilakou begründete den Antrag damit, dass das Jubiläum der 10. Parade "auch ein sichtbares Zeichen dafür ist, dass die Emanzipation weitergeht. Gleichzeitig fehlt aber nach wie vor die rechtliche Gleichstellung - insbesondere auf Bundesebene." Vassilakou weiter: "2005 ein so genanntes 'Jubeljahr' der Republik. Die Verfolgung und Ermordung bi- und homosexueller Menschen ist ein unaufgearbeitetes und dunkles Kapitel in der österreichischen Geschichte, die auch eine politische Aufarbeitung braucht. Die Stadt Wien kann den Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgender der Stadt ihre Solidarität zeigen und am 2. Juli das Rathaus mit Regenbogenfahnen, bzw. in den Regenbogenfarben beflaggen und/oder dekorieren." Michael Häupl hat dem Antrag nun zugestimmt. Die Wiener Grünen und die Grünen Andersrum freuen sich über diese Premiere am Wiener Rathaus - allerdings nur bedingt: Lediglich der Eingang in der Lichtenfelsgasse wird mit Regenbogenfahnen beflaggt. Dazu Marco Schreuder, Sprecher der Grünen Andersrum: "Eine wirklich einprägsames Zeichen ist das zwar noch nicht, was uns Bürgermeister Häupl an Symbolik zusteht, aber immerhin ist es ein erstes Mal." Einen Vorteil sieht aber auch Schreuder: "Das Gute daran ist, dass die Fahnen gegenüber der ÖVP-Zenrale wehen werden." *REMINDER* *3.6., 19 uhr: we are family! - das grüne andersrum frühlingsfest* *Wir laden wieder ein - diesmal zugunsten von TransX* Die Grünen Andersrum feiern ihr traditionelles Frühlingsfest dieses Jahr am 3. Juni, ab 19 Uhr unter dem Motto "We are family!" Eintritt und Büffet sind wie immer frei. Getränke gibt es gegen einer freiwilligen Spende, die dem Verein *Trans X - Verein für TransGender Personen * zugute kommt. Heuer feiert TransX sein 10-jähriges Jubiläum. Wir nehmen das zum Anlass, dem engagierten Verein, das vom 3.bis 6. November zum ersten Europäische TransGender Vernetzungstreffen nach Wien einlädt, finanziell zu unterstützen. We are family! Das Grüne Andersrum-Frühlingsfest *Freitag, 3. Juni 2005, 19 Uhr Lindengasse 40 1070 Wien Hof und Kantine des Grünen Hauses* /Bei Schlechtwetter im Großen Saal/ *Ende 24 Uhr Eintritt und Büffet frei Getränke: Freie Spende zugunsten Trans X - Verein für TransGender Personen (*transx.transgender.at *) zum 10-jährigen Jubiläum* flowered by *Zweigstelle - Der Blumenladen * powered by *Tommi Hirsch Catering * ================================================== 05 Medieninformation: 20 Bundesräte können Volksabstimmung über EU-Verfassung erzwingen! "Friedensvolksbegehren" ================================================== Plattform "Neutralität statt Euro-Armee!" p.A.: Werkstatt Frieden&Solidarität Waltherstr. 15, 4020 Linz Tel.: 0732-771094, Fax: 0732-797391 E-Mail: office at friedensvolksbegehren.at Web: www.friedensvolksbegehren.at Medieninformation: 20 Bundesräte können Volksabstimmung über EU-Verfassung erzwingen! Am kommenden Mittwoch stimmt der Bundesrat über die Ratifizierung der EU-Verfassung ab. 20 Bundesräte (ein Drittel der Abgeordneten) hätten es in der Hand eine Volksabstimmung zu erzwingen. Kern der Verfassung ist die Entwicklung der EU zu einer Militärunion. So enthält der Verfassungsvertrag eine Aufrüstungsverpflichtung. Die Weichen für eine Verdoppelung des österreichischen Verteidigungsbudgets auf 2% des Brottoinlandsprodukts sind bereits gestellt. Mit der Neutralität, welche die Teilnahme Österreichs an Kriegen und Organisationen, die der Vorbereitung und Durchführung von Kriegen dienen, verbietet, ist diese Verfassung völlig unvereinbar. Wegen der Einschränkung der Souveränität unseres Landes haben namhafte Verfassungsrechter festgestellt, dass eine Volksabstimmung zwingend notwendig ist. Univ. Prof. Dr. Thomas Schönfeld, Erstunterzeichner der Bürgerinitiative 21 - Petition für eine Volksabstimmung über den EU-Verfassungsvertrag - hat in der Zwischenzeit weitere 1.225 unterstützenden Unterschriften an den Präsidenten des Bunderates, Mag. Georg Pehm, übergeben. In einem Schreiben weist Univ. Prof. Dr. Thomas Schönfeld darauf hin, dass der Bundesrat - auf Grund von Artikel 44(3) der Bundesverfassung - die Durchführung einer Volksabstimmung beschließen kann . Dieser Artikel lautet: "Jede Gesamtänderung der Bundesverfassung, eine Teiländerung aber nur, wenn dies von einem Drittel der Mitglieder des Nationalrates oder des Bundesrates verlangt wird, ist nach Beendigung des Verfahrens gemäß Artikel 42, jedoch vor Beurkundung durch den Bundespräsidenten, einer Abstimmung des gesamten Bundesvolkes zu unterziehen." Damit wurde die Bürgerinitiative in der Zwischenzeit von 6221 Menschen unterstützt. Bezeichnend für die Ignoranz des politischen Establishments ist, daß die Petition im Parlament bisher nicht einmal behandelt wurde. Die Kalkulation der Parlamentsparteien, daß nach Ratifikation schon Ruhe in der Sache einkehren werde, geht ins Leere. Die Forderung nach Volksabstimmung bleibt aufrecht. Die Ratifikation des EU-Verfassungsvertrages in Österreich ist nicht rechtmäßig zustandegekommen. Beim Koordinationstreffen der Plattform "Neutralität statt Euro-Armee!" am 22. Mai 2005 wurde beschlossen den Widerstand gegen dieses Unrecht fortzusetzen. Im Mittelpunkt steht dabei das Friedensvolksbegehren, dessen Forderungen: "Ja zur Neutralität! Keine Beteiligung an der EU-Armee! Keine Annäherung an die Nato! Soziale Sicherheit statt Aufrüstung!" in diametralem Gegensatz zur EU-Verfassung stehen. Geplant ist, daß die Eintragungswoche für das Friedensvolksbegehren im Halbjahr der österreichischen EU-Ratspräsidentschaft stattfindet. Für Freitag, 01.Juli 2005 wurde ein bundesweiter Aktionstag beschlossen. An diesem Aktionstag sollen inbesondere die Landtage in die Pflicht genommen werden, die ihre Verantwortung in dieser für die Menschen in Österreich so wichtigen Frage bisher sträflich vernachlässigt haben. Rückfragehinweis: Boris Lechthaler 0664-7607937 ------------------------------------------------------------------- Ja zur Neutralität! Keine Teilnahme an der EU-Armee! Keine Annäherung an die Nato! Soziale Sicherheit statt Aufrüstung! Friedensvolksbegehren - Jetzt unterschreiben! ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< DISKUSSION ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 06 ASt - Mit der Bitte um Veröffentlichung ASt-LFI ================================================== Gehrer: Nur eine Marionette des Kapitals! Von Dieter Reinisch (aus: Red Newsletter 159, Informationsdienst des ArbeiterInnenstandpunkt, 23. Mai 2005, www.arbeiterInnenstandpunkt.net) Bildungsministerin Gehrer hat es zur Lieblingsfeindin vieler Linken gebracht. Anti-Gehrer-Kampagne, Protestkundgebungen anlässlich Gehrers Geburtstag, Schilder, Plakate und Transparente fordern den Rücktritt der Unterrichtsministerin und vieles mehr. Der, genauso kreative wie unwirksame, Protest der sozialdemokratischen Vorfeldorganisationen und anderer reformistischer und zentristischer Gruppen (v.a. Linkswende) beschränkt sich seit geraumer Zeit ausschließlich auf den Wunsch nach dem Rücktritt von Elisabeth Gehrer. In Aussendungen und Artikeln wird Gehrers bisherige, 10 Jahre andauernde Periode als Unterrichtsministerin als "10 Jahre Bildungsabbau" tituliert. Die Orientierung der reformistischen und zentristischen Linken auf die "Gehrer-tritt-zurück"-Losung ist falsch und gefährlich. Sie ist gefährlich, da sie Illusionen in eine/n andere/n Unterrichtsminister/in und somit auch in diese Bürgerblockregierung setzt. Solche Hoffnungen entbehren jeder Grundlage. Zwar gab es die letzten großen Streiks und Proteste an den Unis 1996, gerade ein Jahr nach Gehrers Angelobung, doch begann der Bildungsabbau bereits in den 1980ern. Der damalige Höhepunkt war der Streik der Studierenden 1987, der die jahrelange akademische Ruhe der österreichischen Universitäten wie die nicht minder große Gemütlichkeit der studentischen Linken jäh durchbrach. Ausgangspunkt war die Begrenzung des Bezugs der Familienbeihilfe auf 26 Jahre. 1993 kam es dann zum Universitätsorganisationsgesetz 1993 (UOG 93), dem Nachfolgegesetz zum UOG 75, das die studentische Mitbestimmung, sowie demokratische Strukturen enorm beschnitt. Die Studierenden mussten aber beide Male der weit verbreiteten und der reformistischen Sozialpartnerschaftspolitik geschuldeten Entpolitisierung Tribut zollen. Diese Entpolitisierung selbst ist wiederum Ausdruck der relativen Klassenruhe in Österreich nach dem 2. Weltkrieg, ebenso war sie auch das Ergebnis der desaströsen Manövern der Führung der ArbeiterInnenbewegung und der reformistischen Organisationen VSStÖ und KSV, die sich sowohl weigerte, mit der streikbrecherischen und damals konservativen ÖH zu brechen, wie auch die Bewegung politisch an der ArbeiterInnenklasse zu orientieren, um mehr politischen und vor allem ökonomischen Einfluss zu erlangen. Wie zu sehen ist, begann der Bildungsabbau schon lange vor Schwarz-Blau und auch vor Gehrer, nämlich unter den sozialdemokratisch geführten Regierungen Vranitzky und Klima und vor dem Jahr 1995. Es zeigt somit, dass Bildungsabbau kein Resultat des EU-Beitritts Österreichs, noch der "Bösartigkeit" Elisabeth Gehrers ist. Der Bildungs- und Sozialabbau ist ein Resultat der aktuellen, seit den 1970ern immer stärker werdenden Krise des Kapitalismus. Explodierende Arbeitslosenzahlen, Absatzrückgänge, Börsencrash, Firmenkonkurse, Globalisierung, etc. Es muss an allen Enden gespart werden, sollen die Gewinne weiterhin stimmen. So kommt auch die Bildungspolitik zum Zug. Das Kapital kann und will es sich nicht mehr leisten, eine möglichst breite Schicht an Jugendlichen in möglichst vielen unterschiedlichen Gebieten zu bilden. Der Staat steckt das Geld lieber in Steuererleichterungen und andere Subventionen für Großbetriebe. Bildung dagegen muss möglichst profitabel werden. Nur wirtschaftlich verwertbare Studienrichtungen werden gefördert, kritisches Denken unterdrückt. Man braucht keiner Denker/innen, sondern Ausführer/innen im Arbeitsleben. Gehrer ist da auch nicht mehr, als ein jederzeit auswechselbares Rad im System. Sie tut, was von ihr verlangt wird: Die möglichst problemlose Umsetzung der Interessen derer, die ihre Regierung, Partei und somit auch sie finanzieren. Somit ist es auch eine Illusion zu glauben, an der derzeitigen Bildungspolitik würde sich auch nur irgendetwas ändern, würde Gehrer zurücktreten (müssen). Anstatt ihr würde ein/e andere/r Unterrichtsminister/in die neo-konservative Bildungspolitik weiterführen: "Bildung nur für Reiche!" Warum es den bürokratischen Führung der Sozialdemokratie, ihrer Gewerkschaften und Jugendorganisationen aber so ein großes Anliegen ist, über diese Punkte hinwegzutäuschen, liegt auf der Hand. Auch sie vertritt nicht die Interessen der ArbeiterInnen, Jugendlichen und unterdrückten Schichten. Seit Jahrzehnten sind Sozialdemokratie, Grüne und (post-)stalinistische KPen Stützen des kapitalistischen Systems. Zu groß ist die Gefahr vor dem Verlust von Einfluss in bürgerlichen Vertretungen, staatlichen Geldern oder anderen Privilegien. Dementsprechend ist auch ihre Politik. Real bedeutet dies, dass der Bildungsabbau nicht erst 1995 mit Gehrer begann, sondern bereits in den 1980ern als Teil diverser Sparpakete unter sozialdemokratischer Kanzlerschaft. Somit sind alle Rufe nach dem Rücktritt Gehrers nichts anderes als plumper Populismus und Ablenkung von den eigentlichen Ursachen. Gleich unter welcher Unterrichtsminister/in, Regierung oder in welchem Staat: Armut, Arbeitslosigkeit, Wirtschaftskrisen, Bildungs- und Sozialabbau, etc. können langfristig und somit erfolgreich nicht in diesem System besiegt werden. Soziale Gleichheit und Bildung für alle gibt es nur nach einem Sturz des Kapitalismus durch eine internationale sozialistische Revolution. * Für Massenmobilisierungen und unbefristete Streiks bis hin zum Generalstreik gegen den Bildungs- und Sozialabbau in Schule, Uni und Betrieb! * Für den Aufbau von Aktionskomitees in Schule, Uni und Betrieb! Für den Aufbau kämpferischer und demokratischer Student/innen/gewerkschaften! * Kampf der schwarz-blau-orangen Regierung! ================================================ C) TERMINE ================================================ ======================== Dienstag http://www.mund.at/butt/Termine/Mai/2405.htm Mittwoch http://www.mund.at/butt/Termine/Mai/2505.htm Donnerstag http://www.mund.at/butt/Termine/Mai/2605.htm ======================== ================================================ D) EDITORIAL ================================================ Für den Inhalt verantwortlich: Ihr. E-Mail-Adresse für Beiträge: widerstand at no-racism.net geschickt. widerst at nd MUND und alle Termine täglich aktualisiert im Web: http://www.no-racism.net/MUND Ziel von MUND (medienunabhängiger Nachrichtendienst) ist die unzensurierte und möglichst rasche Information über gesellschafts- politisch relevante Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu Widerstand und Antirassismus sowie verwandte Themen. sollen einen Titel, Namen und Emailadresse der/des AutorIn enthalten und möglichst kurz und prägnant gehalten sein, ev. mit Hinweis, wo weitere Informationen eingeholt werden können. Bitte keine Attachments! Die inhaltliche und sachliche Verantwortung liegt bei der/dem jeweiligen AutorIn bzw. jenen, die uns die Beiträge schicken. Der MUND wird von einzelnen TagesredakteurInnen zusammengestellt. Da Fehler nicht ausgeschlossen sind, bitten wir, nicht veröffentlichte Beiträge nochmals an widerstand at no-racism.net zu senden. Die Weiterleitung (auch auszugsweise) ist erwünscht. Beiträge mit rassistischen oder sexistischen Inhalten werden nicht veröffentlicht. Sehr persönliche Meldungen werden wir an den betreffenden Adressaten weiterleiten, aber nicht im MUND veröffentlichen. Die bisherigen Ausgaben sind unter http://www.no-racism.net/MUND archiviert. Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage: * Wann: Sonntag, 11.11.2001, 11:11 Uhr * * Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" * * Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf * * Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie. Aber kurz und prägnant.* Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch stillschweigend Zensur zu üben. Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die Nichtaufnahme geliefert. (Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.) Die AbsenderInnen der betroffenen Beiträge werden hiervon informiert. Im Sinne einer "gläsernen Zensur" könnt ihr Euch die Beiträge gerne extra schicken lassen: Ein kurzes Mail an widerstand at no-racism.net genügt. ================================================ E) VERTEILERLISTE ================================================ Zur Eintragung in diesen Verteiler bitte direkt subskribieren unter http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/analle oder von der einzutragenden Adresse aus ein mail schicken an: admin at no-racism.net mit folgendem Text: subscribe no-racism Bitte wegen Automatisierung diesen Wortlaut verwenden! Zur Austragung aus dieser Liste bitte an aus Einsendungen an zusammengestellt. Bitte keine Attachments! (werden nicht angenommen) Für diese Ausgabe nicht aufgenommen: nix. Redaktionsschluss für diese Ausgabe: 20:00 Uhr III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III widerst at nd-MUND is powered by http://alt.strg.at/ From analle at no-racism.net Wed May 25 07:23:22 2005 From: analle at no-racism.net (analle at no-racism.net) Date: Wed, 25 May 2005 01:23:22 -0400 Subject: widerst@nd - MUND: Mittwoch, 15.5. 2005 Message-ID: <1074939124.20050525012322@nessizius.com> widerst at nd MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst www.no-racism.net/mund Mittwoch, 25. Mai 2005 ================================================ A) INHALT ================================================ ================================================ 01 Medien: TATblatt 1988-2005 Von: akin ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 02 UpSideDown Präsents : Die Invasion der Barbaren Von: nico mayer ================================================ 03 Freitag 27.5. - Schikken Bernie Klub im Ekh Von: ekhaus at med-user.net ================================================ 04 Que(e)r-Beisl am 25. Mai / Auf der Suche nach dem Dritten Geschlecht Von: Rosa Antifa Wien ================================================ 05 Reminder: Die friedfertige Antisemitin Von: Café Critique ================================================ 06 Context XXI-Radio Von: Heidelinde Hammer ================================================ 07 Es gibt noch freie Plätze für d. 10. LEFÖ-Bildungsseminar Ende Juni: SexArbeit, Von: lefoe ================================================ 08 Programm: "Menschen unter Landkreisarrest in Deutschland" -Konferenz am 27./28.05.2005 in Weimar Von: Thevoiceforum at emdash.org ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND MEINUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 09 Neupositionierung in einem geänderten Umfeld Von: Martin Wassermair ================================================ 10 Homosexuelle: Grüne fordern Öffnung der Zivilehe Von: Rechtskomitee LAMBDA ================================================ 11 Moderne Zeiten: Schengen, der dritte Streich Von: akin ================================================ 12 Steiermark: Von Raser-, Flug- und Demo-Schulen - Hintergrundinformationen zum "Projekt Spielberg" Von: akin ================================================ 13 Medien: Vom Mondaenen zur Globalisierungskritik - Le Monde diplomatique Von: akin ================================================ 14 Notizen: Wildes Wiener Wohnen, KPOe entglast, Skins im EKH Von: akin ================================================ 15 Van der Bellen & Lunacek: Zip und Ehe für alle! Von: Grüne Andersrum ================================================ 16 Initiativen: Am Stammersdorfer Bahnhof Von: akin ================================================ ================================================ B) TEXTE ================================================ ================================================ 01 Medien: TATblatt 1988-2005 Von: akin ================================================ ********************************************************** akin-Pressedienst. Aussendungszeitpunkt: Dienstag, 24. Mai 2005; 16:50 ********************************************************** Medien: > TATblatt 1988-2005 Das ehemals beruechtigste Organ der ausserparlamentarischen Linken existiert nur mehr eine Ausgabe lang. Ein Nachruf auf eine mutige Idee. Lang ist es her. Uni-Streik 1987 in Oesterreich. Irgendwie kam da die Idee auf, dass man es satt habe, medial immer nur von den buergerlichen Kraeften mit Infos versorgt zu werden. Politische Positionen, die ausserparlamentarisch, abseits des Mainstreams waren, kamen einfach nicht vor -- vielleicht ein wenig in der Volksstimme, aber die war halt auch nur das Blatt einer Partei, die gerne im Parlament gewesen waere, wenn sie nur jemand gewaehlt haette. Von der angepassten, schon roechelnden SP-Zeitung AZ ganz zu schweigen. Freies Radio war sowieso verboten und das Internet als politisches Instrument war auch noch nicht vorhanden. Daneben gab es nur kleine, schneckenmaessig langsame und daher kaum fuer Mobilisierung und schnelle Reaktion geeignete Medien wie die monatliche "MoZ" oder unsere woechentliche, aber noch kleinere akin. Eigentlich war das, was man dagegen tun wollte, von Anfang an zum Scheitern verurteilt. Aber viele Dinge, die zum Anfang an zum Scheitern verurteilt waren, wurden spaeter Erfolge -- wenn man nur wirklich ueberzeugt ist, von dem was man tut, und die historische Situation passt und man auch noch ein bisserl Glueck hat, wird das Unmoegliche ploetzlich moeglich. Die unmoegliche Idee war eine linke, basisorientierte Tageszeitung in Oesterreich zu etablieren. Schon bald war man sich aber klar, dass eine Tageszeitung doch, allein was den Druck anging, eine zu teure Variante gewesen waere und so proklamierte man das Projekt einer "Zweitageszeitung", die dreimal in der Woche erscheinen sollte. Namensideen wurden gewaelzt. "Echo" war ein Vorschlag. Aber "Echos" gab es schon zuviele. "Prisma" war dann ein Vorschlag, der sich lange hielt. Letztlich einigte man sich auf "TATblatt". Es sollte eine Symbiose des "Tagblatt"-Gedankens und dem Bewusstsein ausdruecken, dass es keine Zeitung fuer Konsumenten sein sollte, sondern fuer Leute, die auch taetig werden wollen, um hierzulande und auf der Welt etwas zu veraendern. Nun hatte das Kind einen Namen, aber das Geld fuer das Projekt durch Spenden, Subskriptionsabos und "Bausteine" aufzutreiben, war doch schwieriger als gedacht. So wurde -- in Anlehnung an die Anfaenge der bundesdeutschen "taz" -- angefangen, Null-Nummern in groesserem Abstand zu produzieren. Um aber anzudeuten, dass das vielleicht doch ein laengerer Prozess werden koennte -- soviel war nach dem ersten Enthusisasmus schon klar --, andererseits aber auch eine gewisse Absehbarkeit der echten Zweitageszeitung zu postulieren, entschied man sich in der Numerierung dieser nun zweiwoechentlich erscheinen sollenden "Null-Nummern" fuer eine Art Countdown. Und so war in der ersten Ausgabe mit der Nummer "-101" im Editorial zu lesen: "Der Countdown laeuft, von Minus 101 bis 0... ohne damit sagen zu wollen, dass es noch vier Jahre dauern wird bis zur zweitaegiglichen Erscheinungsweise." Seit dieser im Oktober 1988 im mittlerweile ja leider nur mehr mythenumrankten Beisel-Buero-Club "Rotstilzchen" produzierte Ausgabe sind 17 Jahre vergangen. Zur "zweitaegiglichen" Erscheinungsweise kam es nie. Als fuenf Jahre vergangen waren, erschien die "Plusminus-0-Nummer" mit der Schlagzeile "Keine Panik". Panik war sicher auch nicht angebracht, denn das Blatt fuehrte zwar schon laengst nicht mehr den Untertitel "Projekt Zweitageszeitung" im Titel, hatte aber seine zweiwoechentliche Erscheinungsweise einigermassen durchgehalten und war durchaus etabliert. Druck und LayOut waren -- im Gegensatz zu den Anfaengen, wo sie der akin Konkurrenz machten -- durchaus angenehm. Auch die Inhalte waren ziemlich brauchbar. Dass es aber wohl nicht mehr das werden konnte, was einmal geplant war, war damals schon klar. In den letzten Jahren erschien das TATblatt aber immer seltener, zuletzt monatlich und selbst das konnte nicht immer durchgehalten werden (Warum und Wieso: siehe Kasten.). Und jetzt das Ende eines engagierten Zeitungsprojekts, dass nie erwachsen, nie das schnelle Medium werden konnte, das es sein wollte. Immerhin kann man ihm aber doch eine gewisse historische Bedeutung zumessen, schliesslich diente es lange Zeit als Gottseibeiuns der oesterreichischen Innenpolitik. Durch die Publikation von Bekennerschreiben kleinerer Anschlaege und das Eben-nicht-Verteufeln solcher Aktionen etc. war es sehr beliebt als Schreckgespenst bei der Rechten. Sozialdemokraten und Gruene ergingen sich in wahren Distanzierungsorgien vom TATblatt, nur um ja nicht irgendwie in Verbindung gebracht zu werden. Fast waere 1995 sogar ein Innenminister ueber das TATblatt gestolpert -- allerdings leider nicht, weil es ihn kritisiert hatte, sondern weil man Caspar Einem wegen einer Spende als dem TATblatt nahestehend verteufelte. So hatten sich die TATblattis, wie sie sich selbst nannten, sich wohl auch nicht die innenpolitische Wirksamkeit vorgestellt, aber immerhin wurde das Blatt danach eine Zeitlang den Handverkaeufern fast aus der Hand gerissen -- das TATblatt zu kaufen, galt ploetzlich als schicke Protestform oder man las es, weil man sich endlich einmal so richtig vor diesen radikalen Linken gruseln wollte. So funktioniert Public Relation -- wenn es Absicht gewesen waere... An den Inhalten des TATblatts waren aber diese neuen Leser wohl nur bedingt interessiert und so war dieser Hype auch bald wieder vorbei. Fusionsplaene Hier nicht unerwaehnt darf auch jene Episode bleiben, wo die akin mit dem TATblatt quasi verlobt war. Im Fruehjahr 1993 meinten beide Redaktionen, dass die Unterschiede zwischen unseren Blaettern so gross doch nicht seien und dass man zwecks Synergie-Effekten ueber eine Zusammenlegung diskutieren sollte. Es erschien sinnvoll, nutzten wird doch meist die selben Quellen, bekamen die selben Artikel zugeschickt und schrieben auch fleissig voneinander ab. Natuerlich war klar, dass der Altersunterschied zwischen der immerhin schon 19 Jahre alten Tante akin und dem noch nicht mal fuenfjaehrigen TATblatt enorm war. Auch war nicht so ganz klar, ob es eher eine Liebesheirat oder doch eine Vernunftehe war, die da versprochen wurde. Aber man wollte ueber diese Dinge hinwegsehen und ging das Ganze auch mit grossem Ernst an. Das Publikum von akin und TATblatt wurde ausfuehrlich mit Fragebogen drangsaliert, ob ein Fusionsblatt auf Interesse stossen und was man sich von ihm erwarten wuerde. Die ruecklaufenden Frageboegen wurden nach allen Regeln der statistisch-soziologischen Kunst ausgewertet und es kam ein groesstenteils positives Echo von der gemeinsamen Leserschaft zu diesem Projekt. Allein: Die akin fuerchtete zu sehr um ihre Identitaet. Und waehrend die TATblattis die Fusion schon fuer beschlossen hielten -- und das auch so publizierten --, fuehrten wir uns ein wenig ueberfahren und die alten Aengste kamen wieder hoch, dass das, was uns an der akin wichtig war (vor allem das offene Forum, das den TATblattis ja leider nur in sehr..., na, sagen wir es klar heraus: ideologisch stark eingeengter Form vorstellbar war), zu verlieren. Und dann gab es auch noch bei der akin diesen praepotenten Typen, den sie scherzhalber "Chefredakteur" nannten, der um seine Machtposition zitterte, die einer strikten kollektiven Kontrolle haette weichen muessen. Ja, ich geb?s zu, waere ich ein bisserl weniger egoman gewesen, gaebe es heute vielleicht ein akin-TATblatt unter neuem Namen. Rueckblickend betrachtet glaube ich aber auch heute noch, dass die Fusion keine gute Idee gewesen waere. So platzte die Liaison und wir liessen es bleiben. Man vereinbarte "nur noch gute Freunde" sein zu wollen und ging von da an wieder getrennte Wege. Aber das mit den guten Freunden hatte schon auch noch weiterhin funtioniert. Sicher, man hat sich in den letzten Jahren vielleicht ein bisserl aus den Augen verloren. Auch ein gewisses Konkurrenzdenken konnte nie ganz abgestritten werden. Dennoch waren wir doch auch immer ein bisserl besorgt um das zunehmend siecher werdende TATblatt. Jetzt stirbt das TATblatt endgueltig. Man war nicht immer eine Meinung, aber es war doch einmal ein ehrgeiziges Projekt mit guten Ideen. Und so bin ich jetzt doch ein bisserl traurig. Auch deswegen, weil ich trotz Internet immer noch der Ansicht bin, dass eine linke Tageszeitung schon was Feines waere. *Bernhard Redl* --- Kasten: Aussendung des TATblatts: > Verlustwarnung! 7500 Seiten sind genug! Nach 17 Jahren, fast 320 Ausgaben und ueber 7500 produzierten Seiten des TATblatts ist es einfach genug: Ende Juni bringen wir das letzte TATblatt unter die Leute... Unregelmaessige Erscheinungsabstaende haben es vielleicht bereits vorhersehbar gemacht: Das TATblatt wird eingestellt. Was als Projekt der schnellen Gegeninformation nach dem StudentInnenstreik 1987/88 begonnen hat, hat sich im Zeitalter der Informationsuebertragung in Millisekunden ueberlebt. Das TATblatt tritt nicht ab ohne Resuemee: Ende Juni erscheint eine letzte Ausgabe, in der wir 17 Jahre politische Existenz in einer radikalen Linken nachvollziehbar machen wollen; in der wir unsere subjektiven Erfolge wie Misserfolge darstellen wollen. Wir wuenschen uns jede Menge Beitraege von LeserInnen, SympathisantInnen, KritikerInnen.... Keine Jubelbeitraege und keine Kondolenzschreiben, sondern subjektive Beitraege zur Darstellungen einer subjektivistischen Dissidenz in einer Ordnung der 24-Normalalltags-Kontroll- und Verwertungsgesellschaft. Vor allem aber wollen wir, dass ihr eure Dauerauftraege, eure Spenden etc. fuer das TATblatt einstellt; sie am besten anderen Initiativen im linksradikalen Spektrum zur Verfuegung stellt. Welche erst kuerzlich gespendet oder das TATblatt abonniert haben, bekommen quasi unverbrauchte Gelder zurueck. Wie das funktionieren kann, erfaehrt ihr im letzten TATblatt. Redaktionsschluss fuer die letzte Ausgabe ist der 6. Juni 2005. Wir hoffen wirklich auf viele Reaktionen... http://www.tatblatt.net TATblatt at blackbox.net ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 02 UpSideDown Präsents : Die Invasion der Barbaren Von: nico mayer ================================================ UpSideDown Präsents : Die Invasion der Barbaren Montreal 2002. Das amerikanische Imperium ist nur eine Autostunde entfernt. Der Schock des 11. September sitzt auch den Kanadiern in den Knochen. Für den Historiker Remy, dem alle Weltkatastrophen geläufig sind, ist dieser Angriff auf die USA ein erneuter Beweis: Wir befinden uns in barbarischen Zeiten. Remy hat nicht mehr lange zu leben. Seine geschiedene Frau eilt zu ihm ins Krankenhaus, sein Sohn kommt aus London. Sie beschließen, Remy nicht in elender Umgebung, in einem tristen Krankenhauszimmer dahinsiechen zu lassen. Regie: Denys Arcand, Länge: 99 Min. Donnerstag 26.5 Ab 21.00 Uhr im vekks Vekks, Zentagasse 26, 1050 Wien Frei eintritt ================================================ 03 Freitag 27.5. - Schikken Bernie Klub im Ekh Von: ekhaus at med-user.net ================================================ bitte weiterleiten, weil ganz kurzfristig...und natürlich alle kommen! Freitag 27.5.05 @ EKH: "SCHIKKEN BERNIE KLUB" Parallel zur Wiener Festwochen/ Volkstheater-Produktion "draussen tobt die dunkelziffer" von Kathrin Röggla / Regie: Schorsch Kamerun, eröffnet das KOMITEE FÜR UNAMERIKANISCHE UMTRIEBE mit einer aggressiven SOLIDARITÄTSBALLNACHT im und für das EKH. "Schikken Bernie" jetzt also auch in Wien. Nach Ruhrgebiet, Berlin und Zürich soll dieses überambitionierte Content- Culture- Concept die hiesigen Funsearcher ebenfalls zu einer Innovationsregion des gedankenlosen Wegschiessens umwandeln. Starten wollen wir mit unserer mehrfach überprüften "Original Poppersaufparty". Dieses angesagte Revival sollten sie diesmal nicht schon wieder verpassen. Seien sie dabei wenn sich vom Leben geschminkte Gesichtslegenden noch einmal in ihre schreienden Ex- Zustände pressen! Als Höhepunkt könnte es sogar zu Frustschlägereien kommen! "Schikken Bernie", der voll hedonistische Königs-Bolide jetzt auch in deiner Stadt!!!! Ambiente: Ramones- mässiges- Altpunker- Gehabe mit Frickel- Elektro- Anbiederei. Original- UndergroundIndependenceAlternativeBerlinPrenzelberg- Feeling!!!! Peppiger St.Pauli- Style!!!! Exklusiv und nur in Wien bieten wir das szenige "Bernie"- Getränk zu einem Einführungspreis feil (Der Steffel braucht womöglich auch noch Hilfe). KOMMT ALLE! +++++"Noch nie zuvor sind wir so derbe geilgeizig abgegangen wie im "Schikken Bernie" letztes Mal....." (Puls-TV/ Kulturredaktion)+++++ "SCHIKKEN BERNIE KLUB" Solidaritätsballnacht BRÜLL SISTERS AGENDA LOBKOV (Verena Brückner + Eva Jantschitsch) JENS RACHUT (Oma Hans) LANDASHIER JONES (Rocko Schamoni- Band) SCHORSCH KAMERUN (Die Goldenen Zitronen. Bürgt, wenn er es sich zutraut) GUY THE GUY 27. Mai 2005 / EKH / 22.00 ================================================ 04 Que(e)r-Beisl am 25. Mai / Auf der Suche nach dem Dritten Geschlecht Von: Rosa Antifa Wien ================================================ Mittwoch 25. Mai: "Auf der Suche nach dem Dritten Geschlecht" In Indien ist es moeglich jenseits der beiden Geschlechter zu leben, weder Mann noch Frau zu verkoerpern sondern ein drittes Geschlecht. In der "Suche nach dem 3. Geschlecht" ergeben sich vielfaeltige Fragen und neue Zugaenge in der Auseinandersetzung mit einer Jahrtausende alten indischen TransGender-Kultur. Wie ist die Anerkennung eines dritten Geschlechts in Indien moeglich? Sind es gerade die alten Mythen der Geschlechtswerdung und der geschlechtlichen Charakterisierung, die eine Ueberschreitung von Geschlechtsgrenzen ermoeglichen? Buchpraesentation mit der Autorin Eva Fels. Ort: Que(e)r-Beisl im EKH. Wielandgasse 2-4, 1100 Wien (U1 Keplerplatz) Zeit: 20 Uhr, Beislbetrieb von 18:30-24 Uhr Naechste Woche: Smile, you?re on camera - Videoueberwachung und Strategien des Protests Vollstaendiges Monatsprogramm auf http://www.raw.at im Bereich Que(e)r -- ############ RAW ############# Rosa Antifa Wien c/o Rosa Lila Tip Linke Wienzeile 102 A-1060 Wien AUSTRIA ------------------------- E-Mail: raw at raw.at Web: http://www.raw.at Board: http://www.n3tw0rk.org ------------------------- PGP-Key available here: http://www.raw.at/sub/kontakt/raw.asc ############ RAW ############# ================================================ 05 Reminder: Die friedfertige Antisemitin Von: Café Critique ================================================ Reminder: Die friedfertige Antisemitin? Kritische Theorie über Geschlechterverhältnis und Antisemitismus Buchpräsentation mit Ljiljana Radonic Mittwoch, 25. Mai 2005, 20 Uhr Neues Institutsgebäude, Hörsaal 2 Universitätsstraße 7, 1010 Wien Eine Veranstaltung von Café Critique und der Studienrichtungsvertretung Politikwissenschaft ______________________ Vorankündigung Buchpräsentation: Suicide Attack - Zur Kritik der politischen Gewalt von Gerhard Scheit Mit dem Autor diskutiert Doron Rabinovici Montag, 13. Juni 2005, 19.30 Uhr Republikanischer Club, Rockhgasse 1, 1010 Wien http://www.cafecritique.priv.at ================================================ ================================================ 06 Context XXI-Radio Von: Heidelinde Hammer ================================================ Wien – Orange 94,0 Freitag 13:00 - 14:00 Uhr Graz – Helsinki 92,6 jeden Montag 10:00 - 11:00 Uhr Klagenfurt – AGORA 105,5 / 106,8 / 100,9 jeden Donnerstag 19:00 ­ 20:00 Uhr Context XXI-Radio bringt: Subversive Theorie - "die Sache selbst und ihre Geschichte"; Teil 11, Kapitel 12 Im Wintersemester 1989/90 hielt Johannes Agnoli seine Abschiedsvorlesung an der FU-Berlin. Beginnend mit dem Alten Griechenland und dem Spartakusaufstand über die Bauerkriege, die Renaissance und die Aufklärung hinweg, über Wilhelm Weitling, Karl Marx und Michael Bakunin bis in die Gegenwart hinein zeigt Angoli was es heißt, den Antagonismus gegen Herrschaft und Ausbeutung zu praktizieren und ihn zugleich zu denken. Teil 11, Kapitel 12: Zwischen Renaissance und Aufklärung - Spinozas negative Politik und Vicos Wahrheitskritierium ================================================ ================================================ 07 Es gibt noch freie Plätze für d. 10. LEFÖ-Bildungsseminar Ende Juni: SexArbeit, gesellschaftspolitische Bedeutung - politische Realität Von: lefoe ================================================ Liebe KollegInnen, liebe FreundInnen! Es gibt noch einige frei Plätze für unser 10. LEFÖ-Bildungsseminars zum Thema "SexArbeit, gesellschaftspolitische Bedeutung - politische Realität", das vom 23. - 25. Juni 2005 in Schloss Puchberg/Wels stattfinden wird. Anmeldeschluß ist der 31. Mai! Bei Interesse bitte gleich anmelden. Mfg Bernadette Karner 1985 – 2005 Wir feiern 20 Jahre LEFÖ ___________________________ LEFÖ Beratung, Bildung und Begleitung für Migrantinnen Kettenbrückengasse 15/4 A-1050 Wien Tel: +43-1-5811881 Fax: +43-1-5811882 Homepage: www.lefoe.at Legal Agenda for Migrant Prostitutes and Trafficked Women: www.femmigration.net ================================================ ================================================ 08 Programm: "Menschen unter Landkreisarrest in Deutschland"-Konferenz am 27./28.05.2005 in Weimar Von: Thevoiceforum at emdash.org ================================================ Programm: Konferenz am 27./28.05.2005 in Weimar "Menschen unter Landkreisarrest in Deutschland" im Rahmen der Forst Film Tour Agenda zur Konferenz in Weimar: http://www.thevoiceforum.org/agenda_weimar Kampagne zur Abschaffung der sogenannten Residenzpflicht DISKUSSIONEN, FILM, AUSSTELLUNGEN, PERCUSSION UND KONZERTE, INTERNATIONALE KULTURNÄCHTE IM MON AMI UND BAUHAUS-UNI WEIMAR Die Wegbeschreibung vom Bahnhof Weimar zum Mon Ami befindet sich am Ende dieses Programms Programm für Freitag und Samstag Freitag, 27. 05. 2005 (Mon Ami, Weimar) ab 13.00 Uhr: Ausstellungen, Empfang : Online Photo-Exibition: "Freedom of Movement" from Umbruch Bildarchiv http://www.umbruch-bildarchiv.de/bildarchiv/ereignis/bildgalerie_residenzpflicht_aktionstage.html 15.00 Uhr: Beginn der Diskussion 1. Input – Allgemeines 2. Input – Bericht über Einzelkämpfer vor Gericht und anderswo 3. Bericht über die Forst-Filmtour und den Beginn eines regionalen Netzwerkes für die Abschaffung der Residenzpflicht 4. Vorstellung Projekt Buch 10 Jahre Kampf von Flüchtlingen gegen Rassismus Vorstellung/Präsentation: Die Wechselwirkung zwischen dem Kampf gegen die Residenzpflicht und andere Widerstandsformen gegen jegliche Art der Repression, der Verfolgung und der sozialen Ausgrenzung. Wir werden über die strategischen Entwicklungen und die Proteste gegen die Residenzpflicht in den letzten Jahren nachdenken. 5. Rückblick/Dokumentation: (workshops): Der zivile Ungehorsam, Verfahren und Protest. 6. Arbeitsergebnisse – Kurzreport 7. Ausblick – Was noch? 8. Aufruf zur Beteiligung/Ausdehnung des Netzwerkes 9. Film: FORST, 55 mins.http://www.film.com, danach Diskussion Anschließend: Internationale Kulturnacht, Konzert, Dj, Musik und Percussion Alle Präsentationen und Berichte werden je 20 min. Zeit haben, 1 Stunde die Parallelworkshops, 1 Stunde der Film. Samstag, 28. Mai 2005, (Bauhaus-Uni) 10.00 Uhr Fortsetzung der Workshops und Fortsetzung der Diskussionen vom Freitag Weitere Diskussionsthemen und Informationstreffen für Samstag: • Der nächste bundesweite Kongress der Karawane für die Rechte der Flüchtlinge und MigrantInnen. • Podiumsdiskussion mit Rosa Amelia Plumelle-Uribe („Weiße Barbarei“) unter dem Titel „Kontinuität ist barbarisch: eine weiße Geschichte? Über die Kultur der Vernichtung und die Bedeutung des NIE WIEDERS“ am 3. Juni in Berlin. • Das europäische Nazifestival „Fest der Völker“ am 11. Juni 2005 in Jena • Sozialforum in Deutschland vom 21. bis 24. Juli 2005 in Erfurt • Nachbereitungstreffen der Forst-Filmtour und der Weimarer Konferenz am 24. Juni 2005 in Jena • 13:00 Uhr Kundgebung am Mon Ami gegen die Nazidemo • 15:00 Uhr wird eine Versammlung in der Bauhaus-Universität stattfinden Agenda zur Konferenz in Weimar: http://www.thevoiceforum.org/agenda_weimar Pressemitteilung Jena, 20.05.05: Einschüchterungsversuch nach Residenzpflichtveranstaltung? http://www.thevoiceforum.org/eisenberg-ahmed Hilferuf zur Unterstützung von The VOICE Refugee Forum Jena http://www.thevoiceforum.org/help_thevoice Eingeladen sind AktivistInnen aus Berlin und Brandenburg von der Plattform der Flüchtlinge und MigrantInnen, von NoLager Bremen, der Flüchtlingsinitiative Brandenburg, der Karawane für die Rechte der Flüchtlinge und MigrantInnen, Kanak Attak und The VOICE Refugee Forum Informationen: www.thevoiceforum.org Diese Kampagneninitiative in Thüringen wird mitorganisiert von: JAPS in Jena, Bauhaus-Uni internationales StudentInnen-Netzwerk und Gerberstrasse 1 in Weimar. Unterstützung kommt von: FS Stura in Jena, Thüringer Flüchtlingsrat, Offene Arbeit und Indy Media Erfurt, Bauhaus-Uni Stuko Weimar, P20 in Arnstadt, Wasserturm in Eisenberg, Förderverein The VOICE e.V. Goettingen, Karawane netwerk und Plataforma. Kontakt Person: Ahmed Sameer 0173 8463038 The VOICE Refugee Forum Jena, Tel.: 0049 3641 665214 E-mail.: thevoiceforum at emdash.org Spenden: Förderverein The VOICE e.V. , Kto.-Nr.: 127829, BLZ: 260 500 01, Sparkasse Göttingen, Stichwort: Mayevents Wegbeschreibung von Weimar Hbf zum Mon Ami in Weimar Wenn Sie den Bahnhof verlassen, folgen Sie der Carl-August-Allee immer geradeaus. Bis zum "mon ami" sind es etwa 10 min Fussweg. Im Verlauf der Carl-August-Allee passieren Sie ein Denkmal für die Opfer der faschistischen Gewaltherrschaft, das neue Museum, eine Großbaustelle und eine Ampelkreuzung. Gehen Sie auch an der Ampelkreuzing geradeaus. Der nächste Platz heißt Goetheplatz. Das mon ami befindet sich am Goetheplatz gegenüber der Hauptpostneben einen kleinen Turm (Kasseturm). Discription of the way from Weimar Rail station to the Mon Ami in Weimar After leaving the railway station you just follow Carl-August-Allee straight on. The "mon ami" is about 10 min walk from the station. In the course of Carl-August-Allee you pass a monument for the victims of the nazi terror, the new museum, a construction site and a crossroad with traffic lights. It is still straight ahead. The next place is called Goetheplatz. Mon ami is located at this place opposite the main post office and next to a small tower called Kasseturm. ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND MEINUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 09 Neupositionierung in einem geänderten Umfeld Von: Martin Wassermair ================================================ |--- | PRESSEMITTEILUNG |--- | Institut für Neue Kulturtechnologien/t0 | http://www.netbase.org/ |--- | 24.05.2005 |--- |--- | Neustart: Public Netbase wird Netbase! | | Neupositionierung in einem geänderten Umfeld |--- "Das geänderte Umfeld bringt es mit sich, die Medienkulturarbeit zu überdenken und die Tätigkeitsfelder sowie das sozio-kulturelle Angebot neu auszurichten." Nicht zuletzt Finanzierungskürzungen und die daraus resutlierende Einstellung zahlreicher Serviceleistungen für die Öffentlichkeit veranlassen die bislang als Public Netbase bekannte Wiener Netzkultur-Institution zu einer Neupositionierung. Dazu Institutsvorsitzender Konrad Becker: "Im Zuge der politischen Entwicklungen und der damit verbundenen Einschränkungen ergibt sich für uns die Notwendigkeit, das Organisationsprofil den Rahmenbedingungen anzugleichen." Nach einem jahrelangen Kulturkampf der Bundesregierung gegen kritische Kultur- und Medienarbeit wird mit dem Wechsel in ein kleineres Lokal neu gestartet. "Die Veränderung soll auch im Namen sichtbaren Ausdruck finden", so Becker. "Aus Public Netbase wird Netbase!" "Mit dem Wechsel entsteht ein offener Raum, der für kulturellen Austausch und künstlerisches Arbeiten zur Verfügung steht. Es ist ein Versuch, mit der Situation produktiv umzugehen." Netbase ist ein wichtiger Knoten eines internationalen Netzwerks und wird dieser Funktion in den Aufgabenbereichen Theorie und Vermittlung weiterhin Rechnung tragen. Vor allem Diskurs- und Projektaktivitäten stehen im Zuge der Neupositionierung im Vordergrund. Die Netzkultur-Initiative beschäftigt sich auch weiterhin kritisch mit Fragen der technologischen Kontrollgesellschaft, semiotischer Demokratie, geistigem Eigentum und dem freien Zugang zu Information und Bildung. Ebenso wird die Auseinandersetzung mit neuen künstlerischen Praxen in der Informationsgesellschaft einen Schwerpunkt bilden. Noch vor dem Sommer werden neue Projektaktivitäten vorgestellt, die vor allem von einer engen Zusammenarbeit mit internationalen Partnerorganisationen geprägt sind. Einen ersten Eindruck vermittelt im Juni 2005 ein zweitägiges Symposium, das von Workshops begleitet wird. Gäste aus Südostasien diskutieren globale Fragen der demokratischen Beteiligung im Zusammenhang mit Stadtentwicklung und neuen Kommunikationstechnologien. Im November 2005 veranstaltet die Netzkultur-Institution unter dem Banner von World-Information.Org im Rahmen eines EU-Programms das World-Information City Festival in Bangalore (IN). Die neue Netbase richtet sich an Kunst- und Kulturschaffende und an all jene, die einen großen Bedarf an selbstverwalteter Infrastruktur aufweisen. "Die Situation ist für das verbleibende Team unverändert schwierig. Doch die Bedeutung unabhängiger Medienkulturarbeit ist wichtiger denn je und uns allen daher eine große Motivation", so Becker abschließend. |--- | Rückfragen: |--- | Institut für Neue Kulturtechnologien/t0 | Zwischenquartier Burggasse 21 | A-1070 Wien |--- | Tel. +43 (1) 522 18 34 | Fax. +43 (1) 522 50 58 |--- | http://www.netbase.org/ |--- ================================================ 10 Homosexuelle: Grüne fordern Öffnung der Zivilehe Von: Rechtskomitee LAMBDA ================================================ Homosexuelle Grüne fordern Öffnung der Zivilehe RechtskomiteeLAMBDA: Quantensprung im Kampf um Gleichberechtigung Das Rechtskomitee LAMBDA (RKL), Österreichs Bürgerrechtsorganisationfür homo- und bisexuelle Frauen und Männer, begrüsst mit grosser Freude dieheute vorgestellte Forderung der Grünen nach Öffnung der Zivilehe fürgleichgeschlechtliche Paare, und hofft auf entsprechende konkrete Initiativenim Parlament. Immer mehr Staaten heben eines derletzten Eheverbote, jenes der Gleichgeschlechtlichkeit, auf. Nach denNiederlanden, Belgien, Kanada und Teilen der USA hat vor kurzem auch dieRepublik Südafrika diesen Schritt gesetzt. Der Oberste Gerichtshof des Landes hatdie Beschränkung der Ehe auf verschiedengeschlechtliche Paare fürmenschenrechtswidrig erklärt. In Spanien und Schweden steht die Öffnung der Ehefür gleichgeschlechtliche Paare bevor, und der Oberste Gerichtshof Luxemburgswiederum hat die Pläne der Regierung für eine eingetragene Partnerschaftkritisiert; Gleichbehandlung sei nur durch die Möglichkeit der Eheschliessungzu erreichen. Das RechtskomiteeLAMBDA (RKL) spricht sich seit langem gegen Sonderinstitute fürhomosexuelle Paare aus und drängt auf die umfassende Gleichbehandlung durchÖffnung der Zivilehe. Die SPÖ hat sich auf ihrem Bundesparteitag letztenDezember als erste der österreichischen Parteien dieser Forderung angeschlossenund die Prüfung der völligen Öffnung des Eherechts eingemahnt. Dem folgten nundie Grünen mit der ausdrücklichen Forderung nach Aufhebung eines der letztenEheverbote: der Gleichgeschlechtlichkeit. „Den Wortenmüssen freilich auch Taten folgen“, sagt der Wiener Rechtsanwalt Dr. Helmut Graupner,Präsident des Rechtskomitees LAMBDA,„Wir rufen daher sowohl die Grünen als auch die SPÖ auf, im Parlamentumgehend Anträge auf Aufhebung des Eheverbots der Gleichgeschlechtlichkeiteinzubringen, damit die gesetzliche Ungleichbehandlung homosexueller Menschenendlich auch in Österreich ihr Ende finden kann“. Das 1991 gegründete Rechtskomitee LAMBDA (RKL)arbeitet überparteilich und überkonfessionell für die umfassende Verwirklichungder Menschen- und Bürgerrechte gleichgeschlechtlich l(i)ebender Frauen undMänner. In seinem Kuratorium vereinigt es so prominente Mitglieder wie denSPÖ-Vorsitzenden Dr. Alfred Gusenbauer, Präs. NRAbg. Peter Schieder,, NRAbg.Mag. Terezija Stoisits, denrenommierten Kinder- und Jugendpsychiater Univ.-Prof. Dr. Max Friedrich und dieKinder- und JugendanwältInnen von Wien DSA Monika Pinterits und Dr. AntonSchmid, den Generalsekretär von Amnesty International Österreich Mag. Heinz Patzelt und die bekanntenMenschenrechtsexperten Dr. Lilian Hofmeisterund Univ.-Prof. Dr. Manfred Nowak, die Sexualwissenchafter ao.Univ.-Prof. Dr.Josef Christian Aigner, Prof. Dr. Rotraud Perner und Mag. Johannes Wahala,den Theologen Univ.-Prof. Dr. Kurt Lüthi, Günter Tolar u.v.a.m. Rückfragehinweis: 0676/3094737;01/8766112, office at RKLambda.at, www.RKLambda.at 24.05.2005 ================================================ 11 Moderne Zeiten: Schengen, der dritte Streich Von: akin ================================================ ********************************************************** akin-Pressedienst. Aussendungszeitpunkt: Dienstag, 24. Mai 2005; 17:02 ********************************************************** Moderne Zeiten: > Schengen, der dritte Streich Freier Zugriff auf oesterreichische Datenbestaende Derzeit verhandelt das oesterreichische Aussenministerium mit Belgien, Deutschland, Luxemburg und den Niederlande ein neues Polizeikooperationsuebereinkommen. Was im Titel schwuelstig mit "Vertiefung der grenzueberschreitenden Zusammenarbeit, insbesondere zur Bekaempfung des Terrorismus, der grenzueberschreitenden Kriminalitaet und der illegalen Migration" angekuendigt wird, ist simpel der automatisierte Zugriff auf eine Reihe von Datenbestaenden, insbesondere der KFZ-Evidenz, der Fingerabdruckdatei und der DNA-Datei. Auf Nachfrage wurde bestaetigt, dass der Zugriff auf die Daten nicht nur bei Verbrechen und schweren Delikten moeglich sein soll, sondern auch bei geringfuegigen Vergehen inkl. Ladendiebstaehlen und Verkehrsdelikten. Mit der Formulierung 'insbesondere' im Titel habe man sich alle Moeglichkeiten offen gelasen. An mehreren Stellen des geplanten Abkommens wird sogar ausdruecklich die Moeglichkeit eingeraeumt, vorbeugend, auch ohne konkreten Tatverdacht international auf die Datenbestaende zugreifen zu koennen. Mit der Bezeichnung "Schengen III" soll suggeriert werden, dass es sich um eine Vereinbarung der insgesamt 15 Schengenstaaten handelt. Tatsaechlich nimmt die Mehrzahl der Schengenstaaten am Abkommen nicht teil, es ist im Wesentlichen eine Initiative Deutschlands zur erleichterten internationalen Ueberwachung. Es gibt weder EU-rechtliche Verpflichtungen zu einem derartigen Abkommen, noch einen dringenden Bedarf danach. Selbst fuehrende Schengenstaaten melden zum Vorhaben verfassungsrechtliche Bedenken an. BMI-Beamte begruenden Oesterreichische Teilnahme mit dem Wunsch bei der "Avangarde" der europaeischen Polizei dabei zu sein und eine "Speerspitze der polizeilichen Zusammenarbeit" zu bilden. Oesterreich soll sozusagen EU-Musterschueler in Sachen Ueberwachung werden, freilich im Windschatten Deutschlands. Welche Datenbestaende tatsaechlich abgefragt werden duerfen, ist nur unzureichend definiert. Unter den schwammigen Zweck "Verhinderung von Straftaten" lassen sich alle Datenbestaende subsummieren, die in die Verantwortung der Polizei fallen. Dies koennte auch die Passevidenz sein, die in Zukunft Fingerabdrucke jedes Passbesitzers enthalten soll. Neben der mehrere Millionen Personen umfassenden KFZ-Evidenz, der mehr als 300.000 Personen umfassenden kriminalpolizeilichen Fingerabdruckevidenz und der 24.000 Personen umfassenden DNA-Evidenz koennten somit weitere Millionen Personen ins Visier uebereifriger deutscher, belgischer oder niederlaendischer Polizisten geraten. Hochschnellen der Datenabfragen zu erwarten Waehrend bisher im Rahmen der europaeischen Polizeiarbeit monatlich bloss 20-30 Abfragen stattfinden, bei denen oesterreichische Behoerden involviert sind, ist zu erwarten, dass bei der automatisierten Abfragemoeglichkeit die Zahl auf mehrere hundert bis tausend hochschnellen wird. Besonders die KFZ-Evidenz duerfte einen hohen Anziehungsgrad haben. In Zukunft koennen deutsche Behoerden jeden in Koeln oder einer anderen deutschen Stadt falsch parkenden Oesterreicher direkt aus der KFZ-Evidenz abfragen. Selbst der blosse Verdacht ein Verkehrsdelikt begangen zu haben, rechtfertigt eine Abfrage. Das Abkommen laesst geradezu alptraumhafte Szenarien zu. So koennten oesterreichische Jugendliche im deutsch-oesterreichischen Grenzbereich von deutschen Polizisten wegen des Verdachts des Kaugummidiebstahls daktyloskopisch (Fingerabdruecke) beamtshandelt werden. Ihre Daten koennten dann bei einem Urlaubsaufenthalt in Belgien oder den Niederlanden abgerufen werden und zu umfassenden Untersuchungen und Unannehmlichkeiten fuehren. Gerade die internationale Abrufbarkeit fuehrt zu einem Aufblaehen der Bedeutung von Informationen. Aus Mutmassungen werden rasch Verdachtsmomente, aus Verdachtsmomenten Taten. Aus Delikten werden Verbrechen, aus Lausbubenstreichen wird international organisierte Kriminalitaet. Keine Zweckbindung der Datenabfragen Artikel 35 des geplanten Abkommens laesst jedoch noch mehr zu. Es duerfen sogar Abfragen zu anderen Zwecken als der Kriminalitaetsbekaempfung gemacht werden. Jeder Wunsch sich in einem Vertragsstaat nieder zu lassen oder einer Erwerbstaetigkeit nachzugehen, kann somit zu einem internationalen polizeilichen Datenzugriff fuehren. Ein klarer Eingriff in die Niederlassungs- und Erwerbsfreiheit der EU. Der Vertragsentwurf enthaelt derartig viele unklare Bestimmungen zum Umfang der verwendeten Daten, zur Datenverwendung selbst und welche Datenbestaende verwendet werden duerfen, dass Beschwerden wegen Datenschutzverletzungen praktisch aussichtslos sind. Praktisch jede polizeiliche Datenverwendung ist durch dieses Abkommen gedeckt. Auch die Auskunfts- und Protokollierungsrechte sind fuer Betroffene nur beschraenkt durchsetzbar. (Arge Daten/gek.) * Kasten: Wie kann ich Auskunft ueber Daten im Schengener Informationssystem erhalten? (nach § 26 DSG 2000, Art. 109 Schengener Durchfuehrungsuebereinkommen) Um Auskunft ueber Daten im Schengener Informationssystem zu erhalten, kann ein Auskunftsbegehren nach §26 DSG an das Innenministerium gestellt werden. Um Auskunft ueber Daten im Schengener Informationssystem (SIS) kann nach Art. 109 des Schengener Durchfuehrungsuebereinkommens in Verbindung mit § 26 DSG 2000 ein Auskunftsbegehren an das Innenministerium gestellt werden. Das Begehren ist an folgende Adresse zu richten: Bundesministerium fuer Inneres (BMI), Referat II/D/10/a (SIRENE), Josef Holaubek Platz 5, A-1090 Wien, Telefax: 01/3152850 Nach dem Durchfuehrungsueberinkommen gelten fuer ein solches Begehren die nationalen Vorschriften. In Oesterreich heisst das, dass - wie bei anderen Auskunftsbegehren - das Ministerium verpflichtet ist, innerhalb von 8 Wochen kostenlos eine schriftliche Auskunft zu erteilen. Weiters ist zu beachten, dass als Identitaetsnachweis die Kopie eines amtlichen Lichtbildausweises beigelegt werden muss. Sollte die Auskunft nicht erteilt werden bzw. unvollstaendig sein, ist eine Beschwerde bei der Datenschutzkommission vorgesehen. Auf der Homepage der Arge Daten steht ein Musterbrief fuer Auskunftsbegehren an das BMI zur Verfuegung, in dem auch auf das SIS Bezug genommen wird. Auf der Homepage der Datenschutzkommission findet sich ebenfalls ein Musterbrief speziell fuer Auskunftsbegehren zum SIS an das Innenministerium. * Quellen: http://www2.argedaten.at/php/cms_monitor.php?question=PUB-TEXT-ARGEDATEN&search=10822pdj http://www2.argedaten.at/php/cms_monitor.php?q=PUB-TEXT-ARGEDATEN&s=78297twt ================================================ ================================================ 12 Steiermark: Von Raser-, Flug- und Demo-Schulen - Hintergrundinformationen zum "Projekt Spielberg" Von: akin ================================================ ********************************************************** akin-Pressedienst. Aussendungszeitpunkt: Dienstag, 24. Mai 2005; 17:46 ********************************************************** Steiermark: > Von Raser-, Flug- und Demo-Schulen Vom Tod eines heimlichen Kriegsprojektes... zur unheimlich schnellen Geburt eines anderen. -- Hintergrundinformationen zum "Projekt Spielberg" * Der Rote Bulle wurde zur Strecke gebracht, der "Red bull ring" ist endgueltig verhindert! Das wahre Ausmass dieses Wahnsinnprojekts, die geplante Beteiligung von Ruestungsfirmen, sowie die fragwuerdigen Mittel, die eingesetzt wurden, um es doch noch durchzudruecken, sind aber bis heute nur wenigen Insidern bekannt. Auf der ehemaligen Formel-1-Rennstrecke sollte ein Flug- und Motorsportzentrum gigantischen Zuschnitts entstehen: Geplant waren verschiedenen Auto-, Motorrad- und Motocrossrennstrecken, geeignet fuer Tag und Nachtbetrieb (1) und "demolation rallies", was auch immer das ist. Ausserdem war ein Privatgymnasium fuer Motorsport vorgesehen fuer 800 SchuelerInnen samt dazugehoerigem Internat, sowie ein sogenanntes AVIATIKzentrum, sprich eine Flugschule (2). Als Financier und Maezen tat sich ein oesterreichischer Getraenkeverkaeufer hervor: Dietrich Mateschitz, Politikerliebkind, Militarist wie er im Bilderbuch steht, Motorsport- und Abfangjaegerfan, Besitzer mehrerer Privatjets und, da sich das rote Aufputschmittel so gut verkauft, mittlerweile einer der reichsten Maenner der Welt (3). Wen wunderts, dass Maenner wie dieser, sind sie erst einmal in die Jahre gekommen, das nicht zu baendigende Beduerfnis haben sich selbst ein Denkmal zu setzen. Liest man die Projektunterlagen, wird man den Eindruck nicht los: Da wollte sich einer mal so richtig selbst verwirklichen. Zur Groessenordnung des Projektes: Man/frau stelle sich vor wie viel Beton notwendig ist um eine Autobahn von Spielberg in der Obersteiermark nach Venedig zu bauen. Exakt dieselbe Menge an Beton waere in das Gelaende des ehemaligen Formel 1 Ringes geflossen. Allein die Herbeischaffung des Baumaterials haette so grosse Transportprobleme verursacht, dass man sich entschloss eigens Schottergruben zu kaufen und die Betonwerke vor Ort zu errichten (4). Auch die Tatsache, dass die Umweltvertraeglichkeitspruefung negativ ausging, unterstreicht den Wahnsinn des Projektes, da das Instrument UVP von der Politik geschaffen wurde um Projekte zu ermoeglichen, und nicht um sie zu verhindern . "Man muesste versuchen die Anrainer dazu zu bewegen wegzuziehen" sagte der Leiter des unabhaengigen Umweltsenates, die Abgas- und Laermbelastung waere sonst um ein Vielfaches zu hoch(5).Von der Umwelt redet sowieso keiner mehr. Aber um eine Flugschule betreiben zu koennen bedarf es natuerlich auch einer Landebahn, und so wurde alsbald eine Kooperation mit dem naechstgelegenen FLIEGERHORST Zeltweg propagiert (6). Eine Kooperation, die von den Medien sofort hochgejubelt wurde da sie dem Bundesheer ein besseres Image und zusaetzliches Geld versprach und dem Aviatikzentrum den ersehnten Zugang zur Landebahn. Dieses Aviatikzentrum war jedenfalls eine der Grauzonen dieses Projektes, ueber das die BetreiberInnen sich bis zuletzt bedeckt hielten. Es ist jedoch schwer vorstellbar, dass SportschuelerInnen, die noch nicht einmal einen Fuehrerschein besitzen, ein Flugzeug steuern sollen. Es liegt also die Vermutung nahe, dass hier der Sponsor EADS (6), einer der groessten Ruestungskonzerne Europas und Hersteller der Eurofighter, die Finger im Spiel gehabt haette: Ein europaweites Trainings- und Flugschulzentrum fuer Kampfpiloten wuerde gut ins Bild passen. Auch ueber ein Eurofighter-Wartungszentrum wurde immer wieder laut nachgedacht. Es kam jedoch ganz anders: Das Bundesheer, durch den Eurofighternachruestungsbeschluss selbstbewusster geworden, beanspruchte nun alle bewilligten Flugzeiten fuer sich selbst. Eine Ausweitung der Flugzeiten schien aber angesichts des Widerstandes in der Bevoelkerung politisch nicht durchsetzbar. Und das wiederum koennte ein Grund dafuer gewesen sein, warum EADS seine finanziellen Zusagen relativierte (7). Sei es wie es sei, die Flugschule kam dann im zur UVP (Umweltvertraeglichkeitspruefung) eingereichten Projekt gar nicht mehr vor. "Das Aviatikzentrum ist nicht Gegenstand dieses Verfahrens, wuerde aber allenfalls Gegenstand eines anderen Verfahrens sein", hiess es lakonisch bei der Anhoerung der Einsprueche (8). Als sich bereits abzeichnete, dass die Bewilligung in dieser Form nicht erteilt werden wuerde setzte eine beispiellose Kampagne gegen die GegnerInnen dieses Projektes ein. Den Boden dafuer ackerten die Regionalmedien, die Namen, Beruf und Fotos derjenigen veroeffentlichten, die gegen das Projekt unterschrieben hatten, gepaart mit reisserischen Schlagzeilen: Das sind die Arbeits- und Wirtschaftsvernichter! (9) Ziel dieser von oben gesteuerten Aktion war es, diejenigen, die Einspruch gegen das Projekt erhoben hatten, durch oeffentliche Denunzierung und durch soziale Stigmatisierung zu zermuerben und so zur Zuruecknahme ihrer Einsprueche zu bewegen. Die Taktik schien aufzugehen, als Drohbriefe folgenden Niveaus und Inhaltes bei den Buergerinitiativen eingingen: "Volksschaedlinge, Vernichter tausender Arbeitsplaetze, passt gut auf, wir wissen wo Ihr zur Arbeit geht, welche Wirtshaeuser ihr besucht, in welche Schulen eure Kinder gehen, usw ." (10) Die Eingeschuechterten zogen aber ihre Einsprueche nicht zurueck. Dann versuchten sie es mit Geld, mit viel Geld sogar. Die Landeshauptfrau reiste an und bot Karl Arbesser, dem Sprecher der Buergerinitiative mehr, ja viel mehr, als seine Besitzungen ueberhaupt wert waren. Doch er blieb unbestechlich und verwies darauf, dass er den anderen MitstreiterInnen sein Wort gegeben habe (11). Nach dem Nein des Unweltsenates, und dem daraus resultierenden Zusammenbruch der Finanzierung kam es, dass sich viele steirische Landespolitiker foermlich darin ueberboten moeglichst grosse Postkarten, flehenden und beschwoerenden Inhalts, an Mateschitz zu versenden, um ihn doch noch umzustimmen (6). Als der Misserfolg ebendieser Postkartenaktion sich bereits abzeichnete, griffen sie doch tatsaechlich zum Mittel der Demonstration, um vom Himmel zu erflehen, was der Red Bull Chef laengst zur Hoelle hatte fahren lassen. Soweit so schlecht, waere da nicht die Tatsache, dass dieser Freiluftveranstaltung viele Schulklassen beiwohnten, die zuvor vor folgende Alternative gestellt wurden: Teilname an der Demonstration fuer Red Bull in Knittelfeld oder stinknormaler Unterricht(12). Widerlicher weise hatte der Landesschulrat zuvor Demonstrationen fuer Red Bull zu Unterrichtsveranstaltungen erklaert (13). Wie sich die Zeiten doch aendern! Als ich vor genau 20 Jahren die Schulbank drueckte, wurde die Teilnahme an Demonstrationen per Erlass als unentschuldigtes Fernbleiben vom Unterricht geahndet. Oder sollte es schlicht darauf ankommen in wessen Interesse die "freie" Meinungsaeusserung ist? Dann bekam die gruene Bundes- und Landespartei ploetzlich panische Angst, als wirtschaftsfeindlich abgestempelt zu werden und machte Landeshauptfrau Klasnic fuer den Fall des Projektes verantwortlich, anstatt den Buergerinitiativen und den lokalen Gruengruppen den Ruecken zu staerken (14). Diese inhaltliche Schwaeche der parlamentarischen Opposition hat die blauschwarze Regierung erkannt und sofort ausgenuetzt. Der Stein den die Gruenen selbst losgetreten hatten (wir waren nie dafuer, sind aber auch nicht wirklich dagegen, weil ja so viele dafuer sind, schuld ist die OeVP, die das Projekt nicht durchsetzen konnte), war von ihnen nicht mehr aufzuhalten . Die UVP fuer Grossprojekte von "internationalem Interesse" wurde in einer Hauruckaktion vom Umweltausschuss abgeschafft. (Gegen den Widerstand von rot und gruen) Es war zu befuerchten, dass mit der Formulierung "Grossprojekte von internationalem Interesse" auch EU-Ruestungsprojekte gemeint sein koennten, was sich leider auch prompt bestaetigte: Die Verlaengerung der Startbahn vom Fliegerhorst Zeltweg wurde vor kurzem europaweit ausgeschrieben und soll umweltvertraeglichkeitspruefungs-frei durchgezogen werden (15). *Florian Walter, Hillybilly news* * Anmerkungen und Quellen: (1) Bei der oeffentlichen UVP Verhandlung in Spielberg wurden unter anderem. beantragt: 3 mal ein 24 Stundenrennen im Jahr, 2 Veranstaltungen mit ueber 100.000 Menschen (und wahrscheinlich fast so vielen Autos und Parkplaetzen) (2) Murtaler Zeitung (3) Der Standard und Murtaler Zeitung 16.4.05 (4) Journal Panorama,Oe1 (5) Der Standard (6) Murtaler Zeitung (7) Gespraech mit NR Abgeordneten Kogler beim Gruenen Fest in Spielberg (8) Frage bei UVP Verhandlung , gestellt vom Beeinspruchenden Andreas Fuchs (9) Obersteirische Nachrichten (10) Kopie des Drohbriefes ist in meinem Besitz (11) Besuch von LH Klasnic bei Karl Arbesser (Info von Gemeinderat Juergen Wilding) (12) Aussage einer Schuelerin: "Morgen muessen wir demonstrieren" (13) Spielberger Gemeinderat Juergen Wilding (14) Eva Glawischnig im Oe1 Mittagsjournal (15) AKIN vom 12.April 05; Original-Ausschreibung ================================================ ================================================ 13 Medien: Vom Mondaenen zur Globalisierungskritik - Le Monde diplomatique Von: akin ================================================ ********************************************************** akin-Pressedienst. Aussendungszeitpunkt: Dienstag, 24. Mai 2005; 17:29 ********************************************************** Medien: > Vom Mondaenen zur Globalisierungskritik Seit 10 Jahren erscheint "Le Monde diplomatique" auch in deutscher Sprache. Zeit fuer einen Rueckblick auf die erstaunliche Karriere einer Zeitungsbeilage. «Le Monde diplomatique» (LMd), 1954 vom «Le Monde»-Gruender Hubert Beuve-Méry aus der Taufe gehoben, war bis Ende der sechziger Jahre noch die duenne Beilage der Pariser Abendzeitung «Le Monde». Diese Beilage war, wie ihr Name andeutet, fuer die diplomatische Sphaere zustaendig. Das bedeutete damals ueberwiegend, Empfaenge in diversen Botschaften der franzoesischen Hauptstadt anzukuendigen und ansonsten den Terminkalender des Pariser Aussenministeriums zu begleiten: Staatsbesuche, hohe Gaeste und offizielle Termine mit Foto. Noch nach dem Mai 1968, als das Pariser Pflaster heisser geworden war und sich die Interessen eines Teils der juengeren Generation vom Mondaenen eher zur Weltrevolution verlagert hatten, waren fuer diese Rubriken zwei feste Seiten reserviert. In den siebziger Jahren kam der Einschnitt: Die Zeitung, von ihren Fans liebevoll «Le Diplo» genannt, schnitt die alten Zoepfe ab. Unter der neuen Leitung des im Mai 2005 verstorbenen Claude Julien wurden damals verschiedene Stroemungen der antikolonialistischen, antiimperialistischen Linken tonangebend. Die «internationalen» Themen, denen sich das Blatt weiterhin widmete, erschienen als «tiers-mondisme» (Dritte-Welt-Solidaritaet), Entkolonialisierung und Befreiungskampf im Blatt. Dabei vermied «Le Monde diplomatique» es aber zu allen Zeiten, zum Partei- oder festen Stroemungsblatt zu werden. Die Seitenzahl wuchs von 8 im Jahr 1954 auf 36 im Jahr 1979. Neben marxistisch beeinflussten Denkrichtungen fanden sich aber auch damals immer noch andere Orientierungen im Blatt. Ihre wichtigste war der so genannte Linksgaullismus, der sich im urspruenglichen antifaschistischrepublikanischen Ideal des 1970 verstorbenen Generals und Praesidenten Charles de Gaulle wiedererkannte und vor allem dessen Aussenpolitik fortsetzen wollte. An der internationalen Orientierung des -- innenpolitisch konservativen und im Mai 68 von der Linken angefeindeten -- Staatschefs interessierte vor allem die kritische Distanz zu den USA. Diese kam etwa in der beruehmten «Rede von Phnom Penh» zum Ausdruck, in welcher Charles de Gaulle den Vietnamkrieg der USA kritisierte. Die franzoesische Republik, die einige Jahre frueher selbst in Indochina Krieg gefuehrt hatte, versuchte sich damals als Buendnispartner der jungen Nationalstaaten in den frisch entkolonialisierten Laendern anzubieten. Dadurch sollten einige Fehler der Kolonialvergangenheit, die damals eben erst zu Ende ging, korrigiert, oder jedenfalls sollte einem deswegen drohenden Einflussverlust in Afrika und Asien vorgebeugt werden. Auf hohem intellektuellem Niveau und mit praezisen Kenntnissender internationalen Politik ausgestattet, verkoerperte vor allem der langjaehrige LMd-Journalist Paul-Marie de la Gorce diesen «gaullisme de gauche». Er verstarb am l. Dezember vorigen Jahres, und die Zeitung beklagte mit seinem Tod den Verlust eines profilierten Autors. Der «Linksgaullismus» hat sich historisch ueberlebt. Aber auch heute findet sich -- bereits durch die Zusammensetzung der hauptamtlichen Redaktion gewaehrleistet -- eine Spannbreite politischer Positionen, die von eher republikanisch-sozialstaatlichen, am seit 1789 entwickelten franzoesischen Nationalstaatsmodell orientierten Stroemungen ueber undogmatisch-marxistische Autorinnen bis zu eher an sozialen Basisbewegungen orientierten Positionen reicht. Eine gemeinsame Klammer bildet dabei die Ablehnung des Neoliberalismus. Ihm halten einige Redaktorinnen, wie Bernard Cassen und Anne-Cécile Robert, die Idee einer moeglichen Rueckkehr zum historischen Klassenkompromiss auf der Grundlage nationalstaatlicher Kontrolle ueber die Oekonomie entgegen. Anderen geht es eher um die Solidaritaet mit sozialen Bewegungen und Kaempfen. Serge Halimi, der auch an der traditionell linken Universitaet Paris 8 unterrichtet, verknuepft eine eher libertaer-antiautoritaere Position mit einem stark akzentuierten Bezug auf die Sozialwissenschaft Pierre Bourdieus. Der wohl groesste historische Erfolg von «Le Monde diplomatique» besteht darin, 1997/1998 ein gesellschaftliches Netzwerk «neuen Typs» lanciert zu haben. Auf einen Leitartikel des Direktors Ignacio Ramonet mit dem Titel «Die Maerkte entwaffnen», in dem dieser zur Gruendung einer Art Neoliberalismus-kritischen Initiative aufrief, folgte die Gruendung einer Organisation, die anfaenglich nur in Frankreich entstand und jetzt in ueber vierzig Laender existiert: Attac, die «Aktion fuer eine Besteuerung der Finanzmaerkte zur Hilfe der Buerger». Auch innerhalb der Attac findet sich eine aehnliche Positionsvielfalt wieder wie innerhalb des LMd, welcher Geburtshilfe fuer diesen Dachverband der Neoliberalismus- und Globalisierungskritiker leistete. Mit ueber 20.000 Einzelmitgliedem und rund 1000 Kollektivmitgliedschaften von Organisationen -- oftmals Gewerkschaftssektionen -- ist Attac heute die groesste ausserparlamentarische Initiative in Frankreich. (Bemard Schmid, WoZ 19/2005 / gek.) * Kasten: > Le MONDE diplomatique Le MONDE diplomatique erscheint derzeit in 11 verschiedenen Sprachen. Die einzelnen Ausgaben unterscheiden sich voneinander deutlich -- unter anderem deswegen, weil eine einfache Uebersetzung in unterschiedlichen kulturellen Kontexten nur bedingt verstaendlich waere. Auch werden die Texte nicht mehr alle aus der franzoesischen Ausgabe uebersetzt, sondern zumeist aus den Originalsprachen, die mittlerweile vielfaeltig sind. Auch Erscheinungsweise und Format der "Mutterzeitungen", die die LMd als Beilage fuehren, haben natuerlich einen Einfluss auf die einzelnen Ausgaben. Die deutsche Ausgabe liegt der deutschen "tageszeitung" (vormals "taz"), der Schweizer "WoZ" und dem "Luxemburger Tageblatt" als Monatszeitung bei. Die Aktiengesellschaft Le Monde diplomatique SA gehoert zu 51% der Muttergesellschaft Le Monde SA. Die restlichen 49% der Aktien teilen sich einerseits die JournalistInnen von "Le Monde diplomatique" (Association Gunter Holzmann, 24%) und andererseits die LeserInnen (Association des Amis du Monde diplomatique, 25%). Der Direktor der achtkoepfigen Redaktion wird von den JournalistInnen gewaehlt. (WoZ, LMd/akin) ================================================ 14 Notizen: Wildes Wiener Wohnen, KPOe entglast, Skins im EKH Von: akin ================================================ ********************************************************** akin-Pressedienst. Aussendungszeitpunkt: Dienstag, 24. Mai 2005; 17:05 ********************************************************** Notizen: > Wieder wilde Wiener Wohnaktionen Am Freitag, den 13. sickerten etliche Leute am Areal hinterm Narrenturm im alten AKH ein. Die dritte, diesmal stille Besetzung wurde jedoch relativ rasch entdeckt. Als gegen 12:30 acht Polizeibusse inkl. WEGA auffuhren, waren erst 40 Leute anwesend. Sie wollten gerade zum Kochen anfangen und auf weitere Leute warten. Worauf die AktivistInnen in den Hof 2 des Campus uebersiedelten und dort trotz aller Repression in gemuetlicher Atmosphaere weitergekocht. Im Anschluss an die spaerlich besuchte "Eat the rich"- Demo zwei Tage spaeter wurde in der Weihburggasse ein Haus kurzzeitig besetzt. Vor dem Haus fanden sich etwa 50 Personen ein, die sich mit den BesetzerInnen solidarisierten. Nach einer Weile sperrte die Exekutive die Strasse vor dem Haus ab. Dann rueckte die Wega mit Rammbock an, um die Eingangstuere aufzubrechen, entschied sich aber schliesslich dafuer ueber eine Leiter durch ein eigens dafuer eingeschlagenes Fenster in das Haus einzudringen. Sie konnte aber keine HausbesetzerInnen mehr finden. Die Menschenmenge vor der Absperrung verliess den Ort des Geschehens im Laufschritt und spazierte noch teilweise Parolen skandierend ueber den Ring zum Karlsplatz. In der Folge zerstreute sich die Demo. Am Rande der Besetzung kam es zu einer Festnahme, die Person wurde voruebergehend festgenommen und bis ca. 22:00 Uhr auf der Polizeistation am Deutschmeisterplatz festgehalten. (indymedia/bearb.) Quellen und weitere Infos http://at.indymedia.org/newswire/display/53965 http://at.indymedia.org/newswire/display/53958 http://at.indymedia.org/newswire/display/53957 * > KPOe-Fenster eingeschlagen In der Nacht von 10. auf den 11. Mai wurde auf das Haus der KPOe im 14.Bezirk, Drechslergasse 42, ein Anschlag veruebt, der betraechtlichen Sachschaden anrichtete, berichtet die KPOe in einer Aussendung. 5 von 7 Aussenfenster im 1. Stock waeren mit Pflastersteinen eingeschlagen und die Fassade mit der Losung "gegen alle Parteien und Gewerkschaften" beschmiert worden. KPOe-Finanzreferent Michael Graber vermutet "einen rechtextremen Hintergrund des Anschlages, der sich mit anarchistischen Losungen tarnt", schliesst aber "antikommunistische Elemente aus linksradikalen Gruppen" als Urheber nicht aus. * > Skins im EKH Am Montag um 19:30 draengten sich laut einer Aussendung des Ernst-Kirchweger-Hauses zwei Maenner im klassischen Skinhead-Look (Glatzen und "good night commie scum"-T-shirt) durch die Eingangstuer in das EKH. Sie haetten sich als WohnungsinteressentInnen ausgegeben und gewuenscht, als solche den ersten Stock zu besichtigen. Trotz mehrmaliger Aufforderung das Haus zu verlassen, haetten sich diese geweigert und angegeben, mit dem Besitzer Machowetz telefonisch einen Besichtigungstermin vereinbahrt zu haben. Nachdem sie hinausgedraengt worden waeren, haetten die Skinheads die Polizei gerufen. Personalien waeren aufgenommen und nach einem kurzen Versuch die HausbewohnerInnen anzuzeigen, weil sie ihnen den Zugang verwehrten, haette sich die Polizei und Skinheads auf ein "Missverstaendnis" geeinigt. ================================================ 15 Van der Bellen & Lunacek: Zip und Ehe für alle! Von: Grüne Andersrum ================================================ 2005-05-24 13:15 zippen undheiraten für alle! Zurrechtlichen Absicherung für hetero- und homosexuelle Paare Zur rechtlichen Absicherungvon Lebensgemeinschaften wollen die Grünen die Möglichkeit eines Zivilpakts(Zip) schaffen. Dieser soll sowohl hetero- als auch homosexuellenPaaren offen stehen, wie Grünen-Chef Alexander Van der Bellen amDienstag bei einer Pressekonferenz mit der Abgeordneten Ulrike Lunacekerläuterte. Gewisse Rechte und Pflichten sollten aus der Ehe übernommenwerden, manche nicht. Man wird dazu in den nächsten zwei Wochen einenGesetzesantrag im Parlament einbringen. Weiter fordern die Grünen auchdie Öffnung der Ehe für Lesben und Schwule. Bei Lebensgemeinschaften gibt es derzeit kaum Rechtssicherheit, so Vander Bellen. Bei einer Trennung etwa bleibt eine Fülle von Fragen offen,bei denen eine Regelung nötig ist. Die Grünen wollten das mit dem neuenRechtsinstitut Zivilpakt lösen. Der Zivilpakt soll ebenso wie die Ehe am Standesamt eingetragen werden.Im Gegensatz zur Ehe soll es aber nach der Trennung keinen Anspruch aufUnterhalt geben. Zudem soll der Zivilpakt leichter aufzulösen sein,"Verschulden" etwa solle keine Rolle spielen. Weiters soll es keinenPflichtenkatalog wie bei der Ehe geben, erklärte Lunacek. Allerdingssollen hetero- und homosexuelle Paare mit dem Zivilpakt unter anderembeim Erbschafts- und Schenkungssteuerrecht, dem Fremdenrecht, derKrankenversicherung, der Zivilprozessordnung (Recht zurAussage-Verweigerung) oder der Adoption gleiche Rechte und Pflichtenwie bei einer Ehe haben. Es geht den Grünen einerseits um Rechtssicherheit für Paare, die nichtheiraten wollten, und andererseits um eine Beendigung derDiskriminierung, so Lunacek. Derzeit gibt es noch eine Benachteiligungvon gleichgeschlechtlichen Paaren gegenüber heterosexuellen Paaren, diediese Rechte und Pflichten in einer Ehe erhalten könnten. So gilt etwadie Familienzusammenführung im Fremdenrecht nur fürverschiedengeschlechtlich verheiratete Partner, nicht aber fürgleichgeschlechtliche Lebenspartner. Im Erbschafts- undSchenkungssteuerrecht werden Ehepartner der Steuerklasse I zugerechnet,gleichgeschlechtliche Lebenspartner fallen automatisch in die höchsteSteuerklasse V, auch wenn sie lange zusammen gelebt haben. Das sindDinge, die massiv diskriminierend sind, so Lunacek. ================================================ ================================================ 16 Initiativen: Am Stammersdorfer Bahnhof Von: akin ================================================ ********************************************************** akin-Pressedienst. Aussendungszeitpunkt: Dienstag, 24. Mai 2005; 17:00 ********************************************************** Initiativen: > Am Stammersdorfer Bahnhof Nun ist es fast soweit, am Freitag den 3. Juni 2005 ab 17h gibt es in ehemaligen Bahnhof Stammersdorf erstmals ein Treffen und eine Besichtigungsmoeglichkeit der Raeume, denn wir wollen den ehemaligen Bahnhof Stammersdof fuer diverse Projekte nuetzen. Es werden Verteter/innen der Stadt WIen, der Gruenen und aller interessierten Gruppen anwesend sein. Ich moechte auch Verteter/innen, von Volxtheater, Gruppe Freiraum, Verein Wienzeile und EKH einladen. Nach Stammersdorf fahren die Strassenbahnlinien 30 (ab Floridsdorf) und 31 (ab Schottenring). Der Arbeitskreis Bahnhof Stammersdorf, in dem einige Initiativen, Vereine und Einzelpersonen zusammenkommen, moechte sich um einen Mietvertrag zur Nutzung des Bahnhofsgebaeudes sowie der noerdlich und suedlich angrenzenden Freiflaechen bewerben. Unser Arbeitskreis ist ueberparteilich und trifft sich seit etwa einem Jahr zur Sammlung von Ideen zur Revitalisierung des Bahnhofsgelaendes Stammersdorf. Folgende Aspekte einer zukuenftigen Nutzung des Areals scheinen uns besonders wichtig: Vollstaendige Erhaltung und Renovierung des Bahnhofsgebaeudes, Wiederherstellung des charakteristischen Bahnhofs-Flairs des Areals. Aufstellung von 5-8 Eisenbahnwaggons suedlich des Gebaeudes, entlang der Bruenner Strasse Kultivierung des Gruenraumes um das Gebaeude, Einrichtung eines Gastgartens (ca. 40m²) noerdlich am Gebaeude anschliessend Nutzung durch eine Mischung von kommerziellen und nicht-kommerziellen Angeboten fuer die Bewohner Stammersdorfs und fuer Besucher, Wanderer, Radfahrer, Durchreisende. Einbeziehung der Anrainer in alle Initiativen und Planungen. Enge Kooperation und Koordination mit dem Kunstbetrieb des "Heizhauses" Beitrag zu einer nachhaltigen Dorfentwicklung fuer Stammersdorf, Schaffung von Arbeitsplaetzen vor allem fuer Jugendliche aus der Umgebung, Qualifizierungs- und Beschaeftigungs-Initiativen fuer Jugendliche ("learning by doing") in Zusammenarbeit mit dem Verein "Bahn frei". Dazu sind folgende Nutzungen vorgesehen: Eisenbahnmuseum (Oesterr. Regionalbahnengesellschaft - OeRBG) Gastronomiebetrieb (Jugend- und Kulturtreffpunkt) Selbstverwaltetes Jugendzentrum Kulturbetrieb (Konzerte, Filmvorfuehrungen, Theater, Lesungen, Ausstellungen, Vortraege) Fahrradwerkstatt, Fahrradverleih Bahnreisebuero Tanzschule Druckerei- und Computerwerkstatt Buero und Wohnung (1. Stock) Modellbahnanlage (Dachboden) ugendherberge im Schlafwagen Marktplatz fuer Stammersdorfer Bauern, Flohmarkt, Fair-Trade-Produkte (Weltladen) Vinothek fuer Stammersdorfer Weine Raum fuer Deutschkurse Zur Verwaltung und Koordinierung der verschiedenen Benutzergruppen und Initiativen wird die Arbeitsgruppe einen gemeinnuetzigen Verein gruenden ("Verein der Freunde des Bahnhofs Stammersdorf"). Dieser Verein tritt gegenueber der Gemeinde Wien als Mieter auf und uebernimmt die rechtliche Verantwortung fuer die Einhaltung des zu erstellenden Vertrages. Die Renovierung soll teilweise durch Beschaeftigungs- und Qualifizierungsinitiativen (WUK-Lehrwerkstaetten) erfolgen. Um die Aussenrenovierung zu bewaeltigen, hoffen wir auf Unterstuetzung durch den Eigentuemer, die Stadt Wien. Ebenso waere ein Entgegenkommen seitens der Stadt Wien fuer die Mietkosten waehrend der Sanierungs- und Renovierungsarbeiten notwendig. Fuer die Betriebe, die von Jugendlichen gegruendet werden sollen, wurde seitens der Wirtschaftskammer Wien eine Foerderung in Aussicht gestellt. *Ornette Novotny* ================================================ B) TERMINE ================================================ ======================== Mittwoch http://mund.at/butt/Termine/Mai/2505.htm Donnerstag http://www.mund.at/butt/Termine/Mai/2605.htm Freitag http://www.mund.at/butt/Termine/Mai/2705.htm ======================== ================================================ D) EDITORIAL ================================================ Für den Inhalt verantwortlich: Ihr. E-Mail-Adresse für Beiträge: widerstand at no-racism.net geschickt. widerst at nd MUND und alle Termine täglich aktualisiert im Web: http://www.no-racism.net/MUND Ziel von MUND (medienunabhängiger Nachrichtendienst) ist die unzensurierte und möglichst rasche Information über gesellschafts- politisch relevante Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu Widerstand und Antirassismus sowie verwandte Themen. sollen einen Titel, Namen und Emailadresse der/des AutorIn enthalten und möglichst kurz und prägnant gehalten sein, ev. mit Hinweis, wo weitere Informationen eingeholt werden können. Bitte keine Attachments! Die inhaltliche und sachliche Verantwortung liegt bei der/dem jeweiligen AutorIn bzw. jenen, die uns die Beiträge schicken. Der MUND wird von einzelnen TagesredakteurInnen zusammengestellt. Da Fehler nicht ausgeschlossen sind, bitten wir, nicht veröffentlichte Beiträge nochmals an widerstand at no-racism.net zu senden. Die Weiterleitung (auch auszugsweise) ist erwünscht. Beiträge mit rassistischen oder sexistischen Inhalten werden nicht veröffentlicht. Sehr persönliche Meldungen werden wir an den betreffenden Adressaten weiterleiten, aber nicht im MUND veröffentlichen. Die bisherigen Ausgaben sind unter http://www.no-racism.net/MUND archiviert. Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage: * Wann: Sonntag, 11.11.2001, 11:11 Uhr * * Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" * * Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf * * Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie. Aber kurz und prägnant.* Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch stillschweigend Zensur zu üben. Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die Nichtaufnahme geliefert. (Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.) Die AbsenderInnen der betroffenen Beiträge werden hiervon informiert. Im Sinne einer "gläsernen Zensur" könnt ihr Euch die Beiträge gerne extra schicken lassen: Ein kurzes Mail an widerstand at no-racism.net genügt. ================================================ E) VERTEILERLISTE ================================================ Zur Eintragung in diesen Verteiler bitte direkt subskribieren unter http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/analle oder von der einzutragenden Adresse aus ein mail schicken an: admin at no-racism.net mit folgendem Text: subscribe no-racism Bitte wegen Automatisierung diesen Wortlaut verwenden! Zur Austragung aus dieser Liste bitte an zusammengestellt. Bitte keine Attachments! (werden nicht angenommen) Redaktionsschluss für diese Ausgabe: Mi 7.00 Uhr III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III ü, ö, ä, ß, Ü, Ö, Ä III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III widerst at nd-MUND is powered by http://alt.strg.at/ ================================================ From analle at no-racism.net Sat May 28 19:31:25 2005 From: analle at no-racism.net (analle at no-racism.net) Date: Sat, 28 May 2005 19:31:25 +0200 Subject: MUND: Freitag, 27. Mai 2005 Message-ID: <01fd01c563ab$159a0520$4e046d50@chello.at> MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst www.no-racism.net/mund Freitag, 27. Mai 2005 ================================================ A) INHALT ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< BESETZUNG ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ============================================== 01 4. Besetzung From: gruppe_freiraum at gmx.at ============================================== 02 Offener Brief From: gruppe_freiraum at gmx.at ============================================== 03 Räumung From: gruppe_freiraum at gmx.at ============================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ============================================== 04 Buchpräsentation From: promedia at mediashop.at ============================================== 05 Depot From: depot-news at mailman.sil.at ============================================== 06 Schulschluss Open Air From: office at gamuekl.org ============================================== 07 Que(e)r Beisl im Juni From: raw at raw.at ============================================== 08 Lange Nacht der Kirchen From: office at ksoe.at ============================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND KOMMENTARE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ============================================== 09 Mahnmal: Wir haben Gesichter From: LesbenFrauenNachrichten at gmx.net ============================================== 10 Amnesty fordert Rehabilitation From: office at paragraph209.at ============================================== 11 EGMR zu 209 From: office at paragraph209.at ============================================== 12 ÖVP gebärdet sich als Wegelagerer From: office at RKLambda.at ============================================== 13 Von Rasen-, Flug- und Demoschulen From: akin.buero at gmx.at ============================================== 14 Mexico Pressured do Stop Attacks From: MailHub at ecoterra.net ============================================== 15 EU-Verfassung From: kpoe_stmk at hotmail.com ============================================== ================================================ B) TEXTE ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< BESETZUNG ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ============================================== 01 4. Besetzung From: gruppe_freiraum at gmx.at ============================================== Besetzt! Der alte Werkstättenhof am Campus wurde erneut besetzt! Zum mittlerweile vierten Mal haben viele verschiedene AktivistInnen das Gelände besetzt um dort ein autonomes soziales Zentrum zu errichten. Wir wollen Freiraum schaffen - aber nicht nur für uns sondern gemeinsam mit euch! Deshalb laden wir alle ein sich uns anzuschließen . Je mehr Menschen am Gelände übernachten desto größer wird der Druck auf die Universität. Wir glauben daran dass es notwendig ist unseren Forderungen immer und immer wieder Nachdruck zu verleihen - wir glauben daran dass es möglich ist unsere Träume zu verwirklichen! Projekte mit emanzipatorischem Anspruch finden in Wien immer weniger Platz, autonom nutzbare Freiräume werden immer seltener: den einen droht die Räumung, andere bekommen kein Geld mehr und wieder andere werden komplett ignoriert. Wir fordern den Erhalt und die Erweiterung von Räumen, die nicht nach herrschenden Normen funktionieren und Türen öffnen für ein besseres und solidarisches Leben. Damit stellen wir uns gegen die verschiedensten Formen von Herrschaft und Unterdrückung, wie Rassismus, (Hetero)Sexismus, Kapitalismus und Antisemitismus. Experimentell wollen wir versuchen normierende Strukturen zu reflektieren und zu überwinden. Dafür brauchen wir Raum! Der alte Werkstättenhof am Universitätscampus steht seit über 20ig Jahren leer. Das Gebäude gehört der Universität. Lediglich ein kleiner Teil davon wird zum Ablagern von Müll und zum Abstellen der Gartengeräte genützt. Es ist groß genug um vielen Projekten Platz zu bieten! Die letzten Besetzungen am Campus wurden alle recht bald geräumt, eine nach drei Tagen die anderen schon nach einer Nacht Es hat sich wiederholt gezeigt dass es im Moment in Wien sehr schwierig ist besetzte Häuser zu halten. Deshalb ist damit zu rechnen dass auch diese Besetzung ziemlich bald geräumt werden wird. Entscheidend werden wahrscheinlich die frühen Morgenstunden sein - je mehr Menschen sich zum Zeitpunkt der Räumung am Gelände befinden, desto mehr Steigert sich der Druck auf die Universität. Trotzdem glauben wir dass es wichtig ist das Gelände immer und immer wieder zu besetzen, um unserer Forderung nach Freiräumen Nachdruckt zu verleihen. Gesellschaftliche Veränderung passiert nicht von selbst! Nur wenn wir uns für unsere Anliegen einsetzen und uns dabei lautstark Gehör verschaffen haben wir eine Chance unsere Ziele zu verwirklichen. Wir denken das die Chancen das Gelände am Campus zu bekommen größer sind als bei vielen anderen Gebäuden. Da es der Universität und damit der öffentlichen Hand gehört wäre es möglich eine politische Lösung zu finden. Das wird aber nur möglich sein wenn wir der Universität zeigen dass wir es ernst meinen, uns nicht so leicht vertreiben lassen und dass wir viele sind! Auch diese Besetzung geht ursprünglich von der Gruppe Freiraum aus. Das bedeutet aber nicht dass wir mit fertigen Konzepten und Vorstellungen wie die Besetzung und die Nutzung des Geländes aussehen soll in diese Aktion hineingehen. Wir wollen einen Anstoß und einige Ideen liefern - mehr nicht. Uns ist es wichtig dass alle die dazukommen eigene Ideen und Wünsche einbringen und verwirklichen können. Darüber was dann gemacht wird soll auf basisdemokratischem Wege im Plenum entschieden werden. Wir hoffen also nicht nur dass viele viele Menschen kommen und im Gelände bleiben sondern auch dass diese viel Eigeninitiative und Kreativität mitbringen! Es gibt Matratzen, Rechtshilfe und Vokü - bringt Schlafsäcke (ev. Isomatten), viele viele FreundInnen und ein bisschen Ausdauer! Seien wir realistisch, versuchen wir das Unmögliche!!! www.freiraum.at.tt ============================================== 02 Offener Brief From: gruppe_freiraum at gmx.at ============================================== Sehr geehrter Rektor Univ.-Prof. Dr. Georg Winckler Sehr Vize Rektor Univ.Prof. Mag. Dr. Johann Jurenitsch Sehr geehrter Mag. Dieter Spadt Sehr geehrte Elke Weinlechner Sehr geehrter Ing. Gerhard Tutschek Wir haben eben das Areal beim Narrenturm im alten AKH zum vierten Mal innerhalb eines Jahres besetzt. Sie lassen uns keine andere Wahl, weil sie bisher jedes konstruktive Gespräch verweigert haben. Am 10. Juli haben erstmals Studierende und Nicht-Angehörige der Universität Wien versucht, ein selbstverwaltetes, nicht-kommerzielles und offenes Kultur- und Sozialzentrum ins Leben zu rufen. Sie haben bisher jedoch jedes Mal unter Androhung und Anwendung von Staatsgewalt StudentInnen von ihrer eigenen Universität räumen lassen. Wir fordern Sie auf, endlich vernünftig zu werden und Gespräche über die Nutzung des Areals mit uns aufzunehmen. Unsere Bedürfnisse und Träume lassen sich nicht aussitzen. Ein Jahr ist vergangen und unser Bestreben nach Freiraum nimmt lediglich an Intensität zu. Immer wieder wurde auf die prekäre Situation im Uni-Campus hingewiesen. Nur kommerzielle Betriebe wie ein Supermarkt, eine Bank, Reisebüros oder Gastwirtschaften können sich Platz auf der Uni erkaufen. Projekte, die nicht auf reine kommerzielle Verwertbarkeit ausgerichtet sind und wichtige demokratische, kulturelle und kommunikative Bedürfnisse erfüllen, werden systematisch verdrängt. Eine Gesellschaft braucht Freiräume, an denen bestehende Verhältnisse analysiert und Alternativen zu den herrschenden Missständen gesucht werden können. Es liegt auch in der Verantwortung der Universität, solche Freiräume bereitzustellen und nicht nur einige wenige gesellschaftskritische Lehrveranstaltungen anzubieten. Das von uns geforderte Areal umfasst 1400 m2 und fünf große Räume. Es wird nun schon seit über 20 Jahren nicht mehr ernsthaft genutzt. Lediglich 20 m2 dienen als Mist- und Abstellplatz, während der Großteil des ensemblegeschützten Areals leer steht und verfällt. Das, obwohl es unzählige Projektideen und engagierte Menschen gibt, die bereit sind, das Areal zu beleben und zu sanieren. Ein unkommerzielles Studi-Beisl, ein Frauenraum, ein Kost-Nix-Laden, eine offene Küche und Veranstaltungsräumlichkeiten sind nur ein kleiner Ausschnitt davon, was alles möglich wäre. Die Universität sollte eigentlich an der kostenlosen Umsetzung dieser Projekte und der Sanierung des Geländes interessiert sein. Inzwischen appelliert auch die Bezirksvertretung Alsergrund an die Einsichtigkeit der Universitätsleitung: "Die Bezirksvertretung würde es befürworten, dass die Universität Wien mit der Gruppe Freiraum Gespräche über ihr Projekt aufnimmt". Unzählige Gruppen und Personen haben öffentlich ihre Unterstützung bekundet: Die Österreichische HochschülerInnenschaft der Fakultätsvertretung der Human- und Sozialwissenschaft und der Universität Wien, die Wiener Straßenzeitung Augustin, die Zeitschrift Grundrisse, die Grünen Alsergrund, die IG Freie Theaterarbeit, die Arena, die Band Monomania, Dieter Schrage, Amina Handke, Hermes Phettberg, Hubsi Kramar und Klaus Werner sind nur einige davon. Auch in einem städtebaulichen Gutachten wird gefordert, das alte AKH zu einem offenen, belebten Raum der öffentlichen Begegnung zu machen. Diesem breiten Engagement und jeglicher Vernunft zum Trotz lassen Sie unser Gelände verkommen, anstatt es einer sinnvollen Nutzung zuzuführen. Diese Besetzung stellt einen konkreten Schritt dar, diesem Zustand, der uns unserer Möglichkeiten beraubt, etwas entgegenzusetzen. Wir laden Sie, die Verantwortlichen auf der Universität Wien, daher herzlich zum Gespräch ein. Es wäre eine Schande, erneut polizeiliche Zwangsgewalt auf universitärem Boden anzuwenden und dieses Gebäude weiter verfallen zu lassen. Ansonsten werden wir auch das nächste Mal, und das übernächste Mal, und das überübernächste Mal... beweisen, dass unsere Konzepte kreativer, sinnvoller und unumgänglich sind. Mit emanzipatorischen Grüssen Ihre Gruppe Freiraum ============================================== 03 Räumung From: gruppe_freiraum at gmx.at ============================================== PA - Polizei übernimmt Macht an der Universität Wien Die Universität Wien erteilt generelle Räumungsvollmachten. Sie entzieht sich ihrer Verantwortung. Die Polizei bereitet sich gerade vor 130 AktivistInnen von einem Areal im alten AKH unter Anwendung von Zwangsgewalt zu räumen. Über die Erteilung einer präventiven und generellen Vollmacht ermächtigt die Universitätsleitung den Wiener Sicherheitsapparat, Räumungen am Universitäts-Campus eigenständig durchzuführen. Durch diese Automatisierung der Anwendung polizeilicher Gewalt am Universitätsgelände, entmündigt sich die Universitätsleitung de facto selbst. Auf diese Weise droht soeben rund 130 Leuten zum vierten Mal, vom Areal hinterm Narrenturm geräumt zu werden. Wir halten diesen aggressiven und autoritären Umgang für unverantwortlich Das Rektorat der Universität Wien war bisher nicht bereit sich unsere Vorschläge anzuhören, geschweige denn sich damit ernsthaft auseinanderzusetzen. "Sie schottet sich in ihrem Elfenbeinturm ab und lässt der Staatsgewalt freie Hand. Ich befürchte, die Uni wird Schritt für Schritt zum Polizeistaat" empört sich Emma G., Aktivistin der Gruppe Freiraum. Weiters zeigt sich Emma G. unbeirrt: "Wenn sie darauf spekulieren uns einschüchtern zu können, haben sie sich aber geschnitten. Wir werden nicht locker lassen bis auf dem Gelände ein offenes soziales Zentrum errichtet ist!" Rückfragehinweis: gruppe_freiraum at gmx.net 0699 / 814 23 955 0699 / 815 23 013 (im Areal) Mehr Informationen unter www.freiraum.at.tt -- ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ============================================== 04 Buchpräsentation From: promedia at mediashop.at ============================================== EINLADUNG ZUR BUCHPRÄSENTATION WANN: 16. Juni 2005, 19:00 Uhr WO: Lateinamerika-Institut, Europasaal Türkenstrasse 25 1090 Wien MIT KARIBISCHER MUSIK (von Salsa bis Latin Rap) - anschließend Umtrunk und kleiner Imbiß! Bernd Hausberger/Gerhard Pfeisinger (Hg.) DIE KARIBIK Geschichte und Gesellschaft 1492 - 2000 ISBN 3-85371-236-3, br., großes Format, 24,90 Euro, 220 Seiten. Edition Weltregionen Was den Tourismusmanagern als tropisches Inselparadies gilt, entpuppt sich bei genauerer Durchsicht als wirtschaftlich extrem zerrissenes und von tiefen sozialen Gegensätzen geprägtes Land. ZUM BUCH SPRECHEN: Vorstellung durch die Herausgeber Bernd Hausberger (Historiker) und Gerhard Pfeisinger (Historiker), Vortrag von Ingrid Kummels (Ethnologin) zur karibischen Musik im 20. Jahrhundert ============================================== 05 Depot From: depot-news at mailman.sil.at ============================================== Montag, 30. Mai, 19.00 Bildtheorie Lesekreis Mittwoch, 1. Juni, 19.00 Was ergibt Kultur mal Globalisierung Diplomarbeit In den letzten Jahren ist in österreichischen Wirtschaftskreisen das Schlagwort von der "interkulturellen Kompetenz" Mode geworden und WirtschaftswissenschafterInnen bieten dazu haufenweise Kurse an. Was aber steht hinter diesem Begriff, und können die herangezogenen Konzepte vor sozialwissenschaftlicher Kritik bestehen? Eine Diplomarbeit, die gezeigt hat, wie unterschiedlich drei Wiener Universtitätsinstitute die Begriffe Kultur, Globalisierung und "interkulturelle Kompetenz" verstehen, gibt darauf auf differenzierte Weise Antwort. Maria Wiedermann: Kultur x Globalisierung = Interkulturelle Kompetenz (?), Universität Wien, 2004 Donnerstag, 2. Juni, 19.00 Anleitung zur Praxis KünstlerInnen-Karrieren Auch KünstlerInnen leben nicht in einem Elfenbeinturm. Vielmehr müssen sie sich um eine Vielzahl an organisatorischen Dingen selber kümmern. Angelegenheiten wie Sozialversicherung und Steuern sowie rechtliche Belange wie z.B. Urheberrecht und Folgerecht sind daher relevante Themen für KünstlerInnen. Zu diesen drei Bereichen referieren ExpertInnen und beantworten im Anschluss daran fallspezifische Fragen. Daniela Koweindl, IG Bildende Kunst Martin Pichelhofer, RBG Steuerberatergruppe Michael Pilz, Rechtsanwalt Depot Breitegasse 3 A-1070 Wien Tel: +43 1 522 76 13 www.depot.or.at _______________________________________________ ============================================== 06 Schulschluss Open Air From: office at gamuekl.org ============================================== Liebe MedienpartnerInnen, neue Vorbilder braucht das Land! Keiner wäre wohl besser dazu geeignet, unserer (die letzte Pisa-Studie hat es an den Tag gebracht) mit groben Bildungslücken behaftete Jugend vorbildhaft zur Seite zu stehen, als der neuerdings mehrfach dekorierte Gymnasialprofessor a.D. Stefan Weber und seine Drahdiwaberl! Silbernes Verdienstzeichen und Amadeus Award sollen nicht umsonst verliehen worden sein: auf zum großen SCHULSCHLUSS OPEN AIR mit Sextiger(A), The Skreppers (Finnland) & the one and only DRAHDIWABERL Di., 28. Juni 2004 (Beginn 18h) ARENA/ Grosse Halle A-1030 Wien; Baumgasse 80 (Tel. 01/798 85 95) http://www.arena.co.at Eintritt: ? 22,-- Jugend in Wien / ? 23,-- VVK/ ? 25,-- Abendkasse Es soll aber auch urlustig werden, vielleicht verirrt sich der eine oder andere Gaststar auf die Bühne. Vollsuper! Und gespielt werden die wichtigsten Klassiker aus 25 Jahren! Und ?.pst, leise, weitersagen: DIE WELTREVOLUTION ist im Gange! AUF ZUM LETZTEN KONZERT! ============================================== 07 Que(e)r Beisl im Juni From: raw at raw.at ============================================== Hallo liebe Leute! Kaum zu glauben, aber das Ende der Beisl-Saison naehert sich schon wieder mit Riesenschritten, zuvor gibts aber noch ein feines Juni-Programm. Und nicht vergessen, alle zum Abschlussfest und der dabei stattfindenden Praesentation der Dokumentation ueber das Ladyfest 04 kommen! Viel Spass mit dem neuen Programm eure BeislmacherInnen +++ Gilt fuer alle Veranstaltungen: Ort: Que(e)r-Beisl im EKH. Wielandgasse 2-4, 1100 Wien (U1 Keplerplatz) Veranstaltungsbeginn: 20 Uhr, Beislbetrieb von 18:30-24:00 Uhr Der Eintritt ist immer kostenlos!!! +++ Mittwoch 01. Juni: we know you are watching Ueberwachungskameras via Sticker kennzeichnen, verkleben oder mit Tuechern verdecken, Ueberwachungszentralen besetzen oder Sabotage Aktionen setzen ? seitdem Mitte der 90er Jahre die Videoueberwachung oeffentlicher urbaner Raeume massiv zugenommen hat, regt sich auch Protest. "Surveillance Camera Players" formulieren ihren Widerstand mit kurzen Performances vor Ueberwachungskameras im Sinn eines "Guerilla Programing of Videosurveillance" ? diese Strategien vorzustellen, ist auch eine gute Gelegenheit, Videoueberwachung an sich zu thematisieren und in den Kontext gesellschaftlicher Entwicklungen, etwa der Diskussion um "urbane Verunsicherungen" zu setzen; die Analyse und Kritik von WissenschafterInnen der "Surveillance Studies" vorzustellen, oder die Tendenzen fuer die (Macht-) Verhaeltnisse im oeffentlichen Raum zu diskutieren. Weitere Infos: http://www.notbored.org +++ Mittwoch 08. Juni: ARTIKEL 7 ? UNSER RECHT! CLEN 7 ? NA?A PRAVICA (A/Slo, 83 min., 2005) Ausgehend von auch heute noch ungeloesten Fragen des Kaerntner Minderheitenkonflikts rekonstruiert dieser Film vor allem die bewegten 1970er Jahre jener Auseinandersetzung. "Artikel 7 ? Unser Recht!" war die zentrale Parole der Kaerntner SlowenInnen und der sie unterstuetzenden Solidaritaetsbewegung, die gemeinsam auf eine vollstaendige Erfuellung des im Staatsvertrag festgelegten Minderheitenschutzes draengten. Mittels Interviews und verschiedener Archivmaterialien wird dieses wichtige Kapitel oesterreichischer Zeitgeschichte assoziativ und kontextreich dargestellt. Kinoki bittet zur Vorfuehrung und anschliessender Diskussion mit den FilmemacherInnen. Konzept und Realisation: Thomas Korschil und Eva Simmler mit Mojca Drcar Murko, Peter Gstettner, Janko Messner, Mirko Messner, Helga Mracnikar, Maja Sticker, Marjan Sturm, Hellwig Valentin, Rudi Vouk, Vladimir Wakounig, Angela Wieser +++ Mittwoch 15. Juni: Wird Oesterreich immer rassistischer? Die Zahl der vom Wiener Antirassismus-Verein ZARA dokumentierten rassistischen Uebergriffe ist in den vergangenen Jahren dramatisch gestiegen. Waren 2002 noch 330 Faelle von Diskriminierungen, Beschimpfungen und taetlichen Angriffen bekannt geworden, so wurden 2004 bereits 907 Faelle registriert. Werden die OesterreicherInnen rassistischer? Oder nimmt einfach nur die Zivilcourage ab? Eine Diskussion ueber Rassismus in Oesterreich mit Hikmet Kayahan, dem Leiter der ZARA-Beratungsstelle fuer Opfer & ZeugInnen von Rassismus. (Infos auch unter http://www.zara.or.at) +++ Mittwoch 22. Juni: Que(e)r-Beisl meets Sommerpause und Ladyfest-Doku Auch wir brauchen Ferien! Aber vorher wollen wir feiern! Natuerlich gemeinsam mit euch! Mit Cocktails, Buffet und natuerlich viel Spass... Ausserdem: Die erste Praesentation der [trara!] lang auf sich warten lassenden Dokumentation ueber das Ladyfest 2004! Don´t miss this! -- ############ RAW ############# Rosa Antifa Wien c/o Rosa Lila Tip Linke Wienzeile 102 A-1060 Wien AUSTRIA ------------------------- E-Mail: raw at raw.at Web: http://www.raw.at Board: http://www.n3tw0rk.org ------------------------- PGP-Key available here: http://www.raw.at/sub/kontakt/raw.asc ############ RAW ############# ============================================== 08 Lange Nacht der Kirchen From: office at ksoe.at ============================================== Mit der Bitte um Ankündigung: Lange Nacht der Kirchen - 10. Juni 2005, Wien sozialwort-Schwerpunkt in der Donaucitykirche. In der Langen Nacht der Kirchen werden Filme zu den Sozialwort-Kapiteln "Arbeit" (Schiene 1) und "Gerechtigkeit weltweit" (Schiene 2) gezeigt. Nach jedem Film gibt es die Möglichkeit zum Gespräch. Programm: 18.30 Uhr 19.00 Uhr 20.00 Uhr Führung durch die Donaucitykirche (mit P. Albert Gabriel, Rektor) Performance mit Text, Gesang und Tanz zum Buch HIOB (Altes Testament) Führung durch die Donaucitykirche (mit P. Albert Gabriel, Rektor) 20.30 Uhr Vorstellung der Themen "Arbeit" und Gerechtigkeit weiltweit" im Sozialwort Schiene 1 21.00 Uhr 22.15 Uhr Filmschiene "Arbeit" Film "Gute Arbeit" Film "Call me Babylon" Schiene 2 21.00 Uhr 22.15 Uhr Filmschiene "Gerechtigkeit weltweit" Film "Zuckerrohr gegen Zuckerrübe" Film "Der Bauch ist leer - das Maß ist voll" Nähere Informationen zu den einzelnen Programmpunkten: 20.30 Uhr Vorstellung der Themen "Arbeit" und Gerechtigkeit weiltweit" im Sozialwort mit: Oberin Christine Gleixner, Vorsitzende d. Ökumenischen Rates d. Kirchen in Österr. Dr. Lieselotte Wohlgenannt, Sozialexpertin der Kath. Sozialakademie Österreichs Dr. Christa Dertnig, Altkatholische Kirche Christoph Watz, Katholische Aktion - Welthaus Schiene 1 21.00 Uhr ca. 22.15 Uhr Filmschiene "Arbeit" in Kooperation mit der ksoe (Katholische Sozialakademie Österreichs) Film "Gute Arbeit" Porträts von drei Migrantinnen, die in Österreich erwerbstätig sind Dokumentarfilm, Österreich 2004, 53 Min.; Regie: Karin Macher Porträts von drei Migrantinnen, die in Österreich erwerbstätig sind: Saisonarbeit im Marchfeld, Gastronomie im Salzkammergut, Reinigung (Donauplatte). Der Film fokussiert auf Migrantinnen, ihre Erwerbsarbeit, die prekäre soziale Situation und Entwurzelung. anschließend Gespräch, Moderation: P. Albert Gabriel, Rektor der Donaucitykirche Film "Callme Babylon" Veränderungen in der Erwerbsarbeit durch Globalisierung, Flexibilisierung und neue Arbeitsformen Preisgekrönter Dokumentarfilm, Deutschland 2003, 75 Min., Regie: Andreas Pichler Porträts von drei Callcenter-Arbeitern in Amsterdam. Der Film thematisiert die Veränderungen in der Erwerbsarbeit durch Globalisierung, Flexibilisierung und neue Arbeitsformen. anschließend Gespräch, Moderation: P. Albert Gabriel, Rektor der Donaucitykirche Ende ca. 24.00 Uhr Schiene 2 21.00 Uhr ca. 22.15 Uhr Filmschiene "Gerechtigkeit weltweit" in Kooperation mit der Katholischen Aktion Wien - Welthaus Film "Zuckerrohr gegen Zuckerrübe" Wem nützt der Feihandel? Dieser preisgekrönte Dokumentarfilm des SWR 1 zeigt anhand der Zuckerproduktion in Brasilien und Deutschland mögliche Folgen einer Liberalisierung des Zuckermarktes für die Rübenzuckerbauern in Europa (auch in Österreich) und die Kleinbauernfamilien und Zuckerrohrarbeiter in Brasilien, sowie Auswirkungen für die Umwelt. Diese Liberalisierung wird von der Welthandelsorganisation WTO gefordert und im Rahmen der Reform der EU-Zuckermarktordnung diskutiert anschließend Gespräch mit Mag. Rudi Remler, Dreikönigsaktion-Lobbying, und Christoph Watz, KA-Welthaus Film "Der Bauch ist leer - das Maß ist voll" Philippinen - Die Auswirkungen von "Grüner Revolution" und "Gentechnik-Revolution" Die "Grüne Revolution" der industrialisierten Landwirtschaft auf den Philippinen hat nur einer kleinen Elite genützt, die breite Landbevölkerung wurde ärmer. Nun wird von der gleichen Lobby die "Gentechnik-Revolution" propagiert. Doch Basisorganisationen kämpfen für eine angepasste bäuerliche Landwirtschaft, die die Ernährung der armen Landbevölkerung garantiert. Schweiz 2003, 30 Min. anschließend Gespräch mit Christoph Watz, KA-Welthaus, Projekt Ernährungssicherheit Ende ca. 24.00 Uhr Veranstalter: Rektorat Christus, Hoffnung der Welt - Donaucitykirche in Kooperation mit ksoe (Kath. Sozialakademie Österreichs) und KA Wien/Welthaus Veranstaltungsort: Donaucitykirche Donau-City-Straße 2, 1220 Wien (U1-Station Vienna International Center) Internet-Adresse: www.donaucitykirche.at www.langenachtderkirchen.at Eintritt: freie Spende, keine Anmeldung erforderlich In den Pausen können Fairtrade-Kaffees verkostet werden. ksoe Katholische Sozialakademie Österreichs Schottenring 35 DG A-1010 Wien Tel. 01 310 51 59 Fax 01 310 68 28 sozialwort at ksoe.at www.sozialwort.at ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND KOMMENTARE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ============================================== 09 Mahnmal: Wir haben Gesichter From: LesbenFrauenNachrichten at gmx.net ============================================== Wir haben Gesichter In der Nacht vom 20.05.05 auf 21 .05 .05 wurde im Viktoriapark (Berlin, Kreuzberg) ein Mahnmal für Frauen, die Opfer von Vergewaltigung wurden, aufgestellt. Anlass war eine Vergewaltigung, die an diesem Ort vor 2 Jahren stattfand. Eine von Vielen! Jede Vergewaltigung ist Erniedrigung und Folter. Wir fordern, dass die Frauenfigur an dieser Stelle stehen bleiben kann, um andere Frauen zu stärken, über ihre Gewalterfahrungen zu sprechen, sich Unterstützung zu holen und gemeinsam zu handeln. Wir wollen dass sich Frauen an ALLEN Orten ohne Angst bewegen können! Wir wollen dass keine Vergewaltigungen mehr stattfinden, dass es nie wieder passiert, keiner Frau auf dieser Welt! Wir wollen ein Zeichen setzen, dass Vergewaltiger gestoppt werden und Gewalt gegen Frauen beendet wird. Kommt vorbei und schaut es euch an (Viktoriapark, Eingang Grossbeerenstr., links vom Wasserfall). Ihr werdet sie nicht übersehen, sie wird euch entgegenschreien. ============================================== 10 Amnesty fordert Rehabilitation From: office at paragraph209.at ============================================== Gefangenenhilfeorganisation kritisiert neuerlich Diskriminierung homosexueller Männer Amnesty fordert Rehabilitierung der § 209-Opfer Plattform gegen § 209: ?Bundesregierung macht Homosexuelle zweites Mal zu Opfern? In ihrem heute vorgestellten Jahresbericht 2005 kritisiert Amnesty International zum fünften Mal in Folge den Umgang der Republik mit homo- und bisexuellen Männern und fordert die Entschädigung und Rehabilitierung der Opfer des § 209 Strafgesetzbuch. Das anti-homosexuelle Sonderstrafgesetz wurde 2002 vom Verfassungsgerichtshof aufgehoben, dennoch erfolgte keine Entschädigung und Rehabiliterung der zahlreichen Opfer sondern sind ihre Verurteilungen sogar nach wie vor im österreichweiten Strafregister vorgemerkt. Begnadigungen werden beharrlich verweigert. Aus diesem Grund wird Österreich auch weiterhin laufend durch den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte verurteilt (L. & V. gg. Österreich 2003; S.L. gg. Österreich 2003; Woditschka & Wilfling gg. Österreich 2004; F.L. gg. Österreich 2005; http://www.echr.coe.int). Zuletzt hat der Gerichtshof dem ersten offiziell von Amnesty International adoptierten Gewissensgefangenen Österreichs seit Jahrzehnten EUR 30.500,-- Schadenersatz zugesprochen (F.L. gg. Österreich 2005). Im Februar 2001 adoptierte Amnesty den unbescholtenen Mann als Gewissensgefangenen, weil er ausschließlich auf Grund des § 209 inhaftiert worden war. Amnesty verlangte seine sofortige und bedingungslose Freilassung, was nach zwei Wochen Untersuchungshaft schließlich erfolgte, aber nichts daran änderte, dass der Mann in der Folge zu einer (bedingten) Freiheitsstrafe verurteilt wurde. Insgesamt musste die Republik den bislang sechs erfolgreichen § 209-Beschwerdeführern fast EUR 200.000,-- Schadenersatzzahlungen leisten. Derzeit sind vor dem Menschenrechtsgerichtshof noch weitere fünf Beschwerden von Opfern des § 209 anhängig. Zwei Klassen von Opfern Die vor dem Menschenrechtsgerichtshof erfolgreichen Beschwerdeführer können mit dem Urteil aus Straßburg in Österreich die Erneuerung ihres Strafverfahrens und die Aufhebung ihrer Urteile erreichen. Eine derartige Rehabilitierung können aber nur jene Opfer des § 209 erlangen, die sich an den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte gewandt haben. Alle die das nicht getan haben, bleiben auf Jahre hinweg wegen eines Sexualdeliktes vorbestraft und erhalten keinerlei Wiedergutmachung, weder für den seelischen Schmerz noch für ihre Verteidigungskosten und die (vielfach erfolgte) Vernichtung ihrer bürgerlichen Existenz. Die Bundesregierung weigert sich nicht nur beharrlich, die § 209-Urteile durch einen Gesetzesakt aufheben zu lassen, sondern Justizministerin Miklautsch blockiert (wie ihr Vorgänger) hartnäckig alle Gnadengesuche von § 209-Opfern an den Bundespräsidenten. Erst kürzlich hat sie damit die Begnadigung in zwei besonders krassen Fällen verhindert. Ein Gnadenwerber, der bereits vor dem Menschenrechtsgerichthof erfolgreich war und die Aufhebung der diesbezüglichen § 209-Verurteilung erreichte, ersuchte um die gnadenweise Tilgung einer früheren § 209-Verurteilung, die er nicht in Strassburg bekämpft hatte. Der zweite Gnadenwerber wiederum war ausschließlich wegen § 209 in einer Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher untergebracht und ist aus dieser Anstalt nur auf Probe entlassen. Für beide gibt es, dank Miklautsch, keine Gnade ?. ?Wir rufen die Bundesregierung auf, die Forderung Amnesty?s zum Anlass zu nehmen, ihre Starrköpfigkeit aufzugeben, endlich zu handeln und die Opfer des § 209 rasch zu entschädigen und zu rehabilitieren?, sagt Dr. Helmut Graupner, Sprecher der Plattform gegen § 209 und Anwalt der Beschwerdeführer, ?Es darf nicht sein, dass jene, die zu schwach waren, um sich erfolgreich zu wehren, nun als Opfer zweiter Klasse noch einmal unter die Räder kommen?. In der überkonfessionellen und überparteilichen Plattform gegen § 209 haben sich über 30 Organisationen zusammengeschlossen, um gegen das in § 209 StGB verankerte diskriminierende zusätzliche Sondermindestalter von 18 Jahren ausschließlich für homosexuelle Beziehungen zwischen Männern (zusätzlich zur allgemeinen, für Heterosexuelle, Lesben und Schwule gleichermaßen gültigen Mindestaltersgrenze von 14 Jahren) anzukämpfen. Der Plattform gehören neben nahezu allen Vereinigungen der Homosexuellenbewegung auch allgemeine Organisationen an, wie Aids-Hilfen, die Kinder- und Jugendanwaltschaften Tirol und Wien, die Österreichische Hochschülerschaft, die Bewährungshilfe, die Österreichische Gesellschaft für Sexualforschung u.v.a.m.. Nach der Aufhebung des § 209 StGB dringt die Plattform auf die Entlassung aller Gefangenen und die Rehabilitierung und Entschädigung aller § 209-Opfer und beobachtet die Vollziehung der § 209-Ersatzbestimmung, § 207b StGB. Rückfragehinweis: Plattform gegen § 209: 01/876 30 61, 0676/3094737, office at paragraph209.at, www.paragraph209.at ============================================== 11 EGMR zu 209 From: office at paragraph209.at ============================================== Europäischer Menschenrechtsgerichtshof Auch freigesprochene § 209-Opfer müssen entschädigt werden Plattform gegen § 209: ?Schwerer Schlag für die Bundesregierung? In einem aufsehenerregenden Urteil (Thomas Wolfmeyer gg. Österreich, No. 5263/03) hat der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte heute Österreich neuerlich wegen der jahrelangen Homosexuellenverfolgung auf Grund des antihomosexuellen Sonderstrafgesetzes § 209 Strafgesetzbuch verurteilt und entschieden, dass nicht nur Verurteilte sondern auch freigesprochene Opfer des § 209 entschädigt werden müssen. Thomas Wolfmeyer ist Obmann der Homosexuellen Aktion Vorarlberg (HAV) und wurde 2000 vom Landesgericht Feldkirch wegen einverständlicher sexueller Kontakte mit Jugendlichen zu einer Freiheitsstrafe von sechs Monaten verurteilt. Aus Anlass seiner Berufung dagegen hat das Oberlandesgericht Innsbruck beim Verfassungsgerichtshof die Aufhebung des § 209 beantragt. Der Verfassungsgerichtshof hob im Juni 2002 das antihomosexuelle Sonderstrafgesetz auf und Thomas Wolfmeyer wurde vom OLG Innsbruck freigesprochen. Die Republik hat die an Thomas Wolfmeyer begangene Menschenrechtsverletzung jedoch nie als solche anerkannt und nur einen lächerlichen Schadenersatz geleistet, der diesen Namen gar nicht verdient. Das OLG Innsbruck erkannte die von Thomas Wolfmeyer zu bezahlenden Verteidigungskosten idHv EUR 29.579,08 als notwendig und zweckmäßig an, konnte aber auf Grund der österreichischen Gesetzeslage nur EUR 1.839,38 ersetzen. Die restlichen EUR 27.739,70 sollte Thomas Wolfmeyer trotz des Freispruchs und der Grundrechtsverletzung selbst bezahlen. Und für die Belastungen durch das Strafverfahren, insb. durch die Stigmatisierung, das an die Öffentlichkeit Zerren intimster Details seines Privatlebens und die Angst vor dauerhafter Kriminalisierung als Sexualstraftäter, erhielt Thomas Wolfmeyer überhaupt keinen Cent. EGMR: Unbegreifliche Rechtsansicht der Bundesregierung Erst vor dem Menschenrechtsgerichtshof kam er nun zu seinem Recht. Der EGMR hat in seinem heutigen Urteil darauf verwiesen, dass Thomas Wolfmeyer angeklagt und verurteilt worden ist. Aus diesem Grund sei es unbegreiflich, wie ein Freispruch ohne jede Entschädigung für ideelle Schäden und unter Ersatz von lediglich einem geringen Teil der erwachsenen Verteidigungskosten eine angemessene Wiedergutmachung darstellen könne. Der Menschenrechtsgerichtshof unterstrich, dass das Strafverfahren, in dem der Öffentlichkeit intimste Details offen gelegt wurden, für Thomas Wolfmeyer ein schwer erschütterndes Ereignis war, und verurteilte die Republik Österreich zu EUR 28.000,-- Schadenersatz. Das heutige Urteil des Europäischen Menschenrechtsgerichtshofs ist ein schwerer Schlag für die Bundesregierung, die bis heute sogar denjenigen Rehabilitierung und Entschädigung verweigert, die auf Grund des § 209 verurteilt und, zum Teil in Anstalten für geistig abnorme Rechtsbrecher, inhaftiert wurden. Ihre Verurteilungen sind nach wie vor im österreichweiten Strafregister vorgemerkt und die Polizeiakten immer noch vorhanden. Steuerzahler müssen für die Homophobie der Bundesregierung büssen Die Bundesregierung weigert sich nicht nur beharrlich, die § 209-Urteile durch einen Gesetzesakt aufheben zu lassen, sondern Justizministerin Miklautsch blockiert (wie ihr Vorgänger) sogar hartnäckig alle Gnadengesuche von § 209-Opfern an den Bundespräsidenten. Erst kürzlich hat sie damit die Begnadigung in zwei besonders krassen Fällen verhindert. Ein Gnadenwerber, der bereits vor dem Menschenrechtsgerichthof erfolgreich war und die Aufhebung der diesbezüglichen § 209-Verurteilung erreichte, ersuchte um die gnadenweise Tilgung einer früheren § 209-Verurteilung, die er nicht in Strassburg bekämpft hatte. Der zweite Gnadenwerber wiederum war ausschließlich wegen § 209 in einer Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher untergebracht und ist aus dieser Anstalt nur auf Probe entlassen. Für beide gibt es, dank Miklautsch, keine Gnade ?. Österreich wurde deshalb wiederholt durch den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte verurteilt: über Beschwerde von Verurteilten (L. & V. gg. Österreich 2003; Woditschka & Wilfling gg. Österreich 2004; F.L. gg. Österreich 2005; http://www.echr.coe.int) ebenso wie über Beschwerde eines Jugendlichen, dem zwischen 14 und 18 einverständliche sexuelle Kontakte mit erwachsenen Partnern verwehrt waren (S.L. gg. Österreich 2003; http://www.echr.coe.int). Insgesamt musste die Republik den bislang sieben erfolgreichen § 209-Beschwerdeführern fast EUR 200.000,-- Schadenersatzzahlungen leisten. Derzeit sind vor dem Menschenrechtsgerichtshof noch weitere vier Beschwerden von Opfern des § 209 anhängig. ?Deutlicher kann der Menschenrechtsgerichtshof nicht werden?, sagt Dr. Helmut Graupner, Sprecher der Plattform gegen § 209 und Anwalt der Beschwerdeführer, ?Wie lange will ihn die Bundesregierung noch brüskieren, die Menschenrechte gleichgeschlechtlich l(i)ebender Frauen und Männer mit Füssen treten und die Steuerzahler dafür büssen lassen??. In der überkonfessionellen und überparteilichen Plattform gegen § 209 haben sich über 30 Organisationen zusammengeschlossen, um gegen das in § 209 StGB verankerte diskriminierende zusätzliche Sondermindestalter von 18 Jahren ausschließlich für homosexuelle Beziehungen zwischen Männern (zusätzlich zur allgemeinen, für Heterosexuelle, Lesben und Schwule gleichermaßen gültigen Mindestaltersgrenze von 14 Jahren) anzukämpfen. Der Plattform gehören neben nahezu allen Vereinigungen der Homosexuellenbewegung auch allgemeine Organisationen an, wie Aids-Hilfen, die Kinder- und Jugendanwaltschaften Tirol und Wien, die Österreichische Hochschülerschaft, die Bewährungshilfe, die Österreichische Gesellschaft für Sexualforschung u.v.a.m.. Nach der Aufhebung des § 209 StGB dringt die Plattform auf die Entlassung aller Gefangenen und die Rehabilitierung und Entschädigung aller § 209-Opfer und beobachtet die Vollziehung der § 209-Ersatzbestimmung, § 207b StGB. Presseaussendung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte: http://www.echr.coe.int/Eng/Press/2005/May/Chamberjudgments260505.htm Das Urteil im Wortlaut: http://www.echr.coe.int Rückfragehinweis: Plattform gegen § 209: 01/876 30 61, 0676/3094737, office at paragraph209.at, www.paragraph209.at ============================================== 12 ÖVP gebärdet sich als Wegelagerer From: office at RKLambda.at ============================================== Gleichgeschlechtliche Familien ÖVP gebärdet sich als Wegelagerer Rechtskomitee LAMBDA: ?Man nimmt uns aus und hält uns rechtlos? Scharf zurückgewiesen hat das Rechtskomitee LAMBDA (RKL), Österreichs Bürgerrechtsorganisation für homo- und bisexuelle Frauen und Männer, die heutigen Versuche der ÖVP-Justizsprecherin Dr. Maria Fekter, die anhaltende Diskriminierung gleichgeschlechtlicher Familien zu rechtfertigen. Es ist lächerlich und eine Verhöhnung denkender Menschen, wenn die ÖVP uns weismachen will, dass sie die Aufhebung der von ihr bereits vor einem ¾ Jahr ganz konkret aufgelisteten diskriminierenden Bestimmungen nicht in Gesetzesform zu giessen vermag. Bereits seit Jahren liegt ein vom Rechtskomitee LAMBDA ausformulierter Gesetzentwurf zur Gleichstellung homo- und heterosexueller Lebensgemeinschaften auf dem Tisch. Was fehlt, ist der politische Wille. Die Vertröstung Frau Fekters auf sinnvolle Vorschläge aus dem Justizministerium stellt wohl eine ganz bewusste Vertröstung auf die Ewigkeit dar, hat doch Justizministerin Miklautsch bereits ihre Zuständigkeit mit der Begründung geleugnet, dass es sich bei der Gleichstellung homosexueller Partnerschaften um gar keine justizpolitische Frage handle. Im übrigen sind die von der ÖVP letzten Sommer angekündigten und seither schubladisierten Gleichstellungsmassnahmen ohnehin eine Augenauswischerei. Der Anforderung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte, homosexuelle Paare mit unverheirateten heterosexuellen Paaren gleichzustellen, sollte sowieso nur dort nachgekommen werden, (Originalton Fekter:) ?wo es nichts kostet?. Die Diskriminierungen etwa bei der Mitversicherung in der Krankenversicherung, beim Arbeitslosengeld und bei der Notstandshilfe waren von vornherein kein Thema. Ohnehin Augenauswischerei In die gleiche Kerbe schlägt es, wenn die ÖVP laut Fekter die Ablehnung der umfassenden Gleichstellung homosexueller Paare durch Aufhebung des Eheverbots damit begründet, dass gleichgeschlechtliche PartnerInnen weiterhin keine Hinterbliebenenpensionen erhalten und die exorbitant (bis zu 7fach) höheren Schenkungs- und Erbschaftsteuersätze zahlen sollen. Wir müssen unser Leben lang die höchsten Steuern und Sozialversicherungsbeiträge und erhalten dennoch für unsere PartnerInnen schlicht und einfach: nichts. Angesichts dieser massiven Ungerechtigkeiten und der anhaltenden Verhöhnung gleichgeschlechtlich l(i)ebender Menschen hat sich das Rechtskomitee LAMBDA (RKL) entschlossen, den Gerichtsweg zu beschreiten und eine Reihe von Klagen gegen die Republik zu unterstützen. Mit der Klagsoffensive werden die exorbitant hohen Erbschafts- und Schenkungssteuersätze für gleichgeschlechtliche Lebenspartner ebenso bekämpft wie ? durch Anträge an den Verfassungsgerichtshof ? der Ausschluss von der Mitversicherung in der Krankenversicherung und von den Hinterbliebenenpensionen sowie das Adoptionsverbot. ?Die Republik nimmt uns aus und hält und rechtlos?, sagt der Wiener Rechtsanwalt Dr. Helmut Graupner, Präsident der Homosexuellen-Bürgerrechtsorganisation Rechtskomitee LAMBDA, ?Unsere Geduld ist am Ende; wenn es ÖVP und Bundesregierung auch bei den Partnerschaften auf Verurteilungen durch die Höchstgerichte und den Menschenrechtsgerichtshof ankommen lassen wollen, so können sie das haben; der Kampf ist eröffnet". Das 1991 gegründete Rechtskomitee LAMBDA (RKL) arbeitet überparteilich und überkonfessionell für die umfassende Verwirklichung der Menschen- und Bürgerrechte gleichgeschlechtlich l(i)ebender Frauen und Männer. In seinem Kuratorium vereinigt es so prominente Mitglieder wie den SPÖ-Vorsitzenden Dr. Alfred Gusenbauer, Präs. NRAbg. Peter Schieder,, NRAbg. Mag. Terezija Stoisits, den renommierten Kinder- und Jugendpsychiater Univ.-Prof. Dr. Max Friedrich und die Kinder- und JugendanwältInnen von Wien DSA Monika Pinterits und Dr. Anton Schmid, den Generalsekretär von Amnesty International Österreich Mag. Heinz Patzelt und die bekannten Menschenrechtsexperten Dr. Lilian Hofmeister und Univ.-Prof. Dr. Manfred Nowak, die Sexualwissenchafter ao.Univ.-Prof. Dr. Josef Christian Aigner und Prof. Dr. Rotraud Perner, den Theologen Univ.-Prof. Dr. Kurt Lüthi, Günter Tolar u.v.a.m. Detaillierte Informationen zur RKL-Klagsoffensive in Ius Amandi 1/2005 auf www.RKLambda.at (Ius Amandi) Rückfragehinweis: 0676/3094737; 01/8766112, office at RKLambda.at, www.RKLambda.at ============================================== 13 Von Rasen-, Flug- und Demoschulen From: akin.buero at gmx.at ============================================== ********************************************************** akin-Pressedienst. Aussendungszeitpunkt: Dienstag, 24. Mai 2005; 17:46 ********************************************************** Steiermark: > Von Raser-, Flug- und Demo-Schulen Vom Tod eines heimlichen Kriegsprojektes... zur unheimlich schnellen Geburt eines anderen. -- Hintergrundinformationen zum "Projekt Spielberg" * Der Rote Bulle wurde zur Strecke gebracht, der "Red bull ring" ist endgueltig verhindert! Das wahre Ausmass dieses Wahnsinnprojekts, die geplante Beteiligung von Ruestungsfirmen, sowie die fragwuerdigen Mittel, die eingesetzt wurden, um es doch noch durchzudruecken, sind aber bis heute nur wenigen Insidern bekannt. Auf der ehemaligen Formel-1-Rennstrecke sollte ein Flug- und Motorsportzentrum gigantischen Zuschnitts entstehen: Geplant waren verschiedenen Auto-, Motorrad- und Motocrossrennstrecken, geeignet fuer Tag und Nachtbetrieb (1) und "demolation rallies", was auch immer das ist. Ausserdem war ein Privatgymnasium fuer Motorsport vorgesehen fuer 800 SchuelerInnen samt dazugehoerigem Internat, sowie ein sogenanntes AVIATIKzentrum, sprich eine Flugschule (2). Als Financier und Maezen tat sich ein oesterreichischer Getraenkeverkaeufer hervor: Dietrich Mateschitz, Politikerliebkind, Militarist wie er im Bilderbuch steht, Motorsport- und Abfangjaegerfan, Besitzer mehrerer Privatjets und, da sich das rote Aufputschmittel so gut verkauft, mittlerweile einer der reichsten Maenner der Welt (3). Wen wunderts, dass Maenner wie dieser, sind sie erst einmal in die Jahre gekommen, das nicht zu baendigende Beduerfnis haben sich selbst ein Denkmal zu setzen. Liest man die Projektunterlagen, wird man den Eindruck nicht los: Da wollte sich einer mal so richtig selbst verwirklichen. Zur Groessenordnung des Projektes: Man/frau stelle sich vor wie viel Beton notwendig ist um eine Autobahn von Spielberg in der Obersteiermark nach Venedig zu bauen. Exakt dieselbe Menge an Beton waere in das Gelaende des ehemaligen Formel 1 Ringes geflossen. Allein die Herbeischaffung des Baumaterials haette so grosse Transportprobleme verursacht, dass man sich entschloss eigens Schottergruben zu kaufen und die Betonwerke vor Ort zu errichten (4). Auch die Tatsache, dass die Umweltvertraeglichkeitspruefung negativ ausging, unterstreicht den Wahnsinn des Projektes, da das Instrument UVP von der Politik geschaffen wurde um Projekte zu ermoeglichen, und nicht um sie zu verhindern . "Man muesste versuchen die Anrainer dazu zu bewegen wegzuziehen" sagte der Leiter des unabhaengigen Umweltsenates, die Abgas- und Laermbelastung waere sonst um ein Vielfaches zu hoch(5).Von der Umwelt redet sowieso keiner mehr. Aber um eine Flugschule betreiben zu koennen bedarf es natuerlich auch einer Landebahn, und so wurde alsbald eine Kooperation mit dem naechstgelegenen FLIEGERHORST Zeltweg propagiert (6). Eine Kooperation, die von den Medien sofort hochgejubelt wurde da sie dem Bundesheer ein besseres Image und zusaetzliches Geld versprach und dem Aviatikzentrum den ersehnten Zugang zur Landebahn. Dieses Aviatikzentrum war jedenfalls eine der Grauzonen dieses Projektes, ueber das die BetreiberInnen sich bis zuletzt bedeckt hielten. Es ist jedoch schwer vorstellbar, dass SportschuelerInnen, die noch nicht einmal einen Fuehrerschein besitzen, ein Flugzeug steuern sollen. Es liegt also die Vermutung nahe, dass hier der Sponsor EADS (6), einer der groessten Ruestungskonzerne Europas und Hersteller der Eurofighter, die Finger im Spiel gehabt haette: Ein europaweites Trainings- und Flugschulzentrum fuer Kampfpiloten wuerde gut ins Bild passen. Auch ueber ein Eurofighter-Wartungszentrum wurde immer wieder laut nachgedacht. Es kam jedoch ganz anders: Das Bundesheer, durch den Eurofighternachruestungsbeschluss selbstbewusster geworden, beanspruchte nun alle bewilligten Flugzeiten fuer sich selbst. Eine Ausweitung der Flugzeiten schien aber angesichts des Widerstandes in der Bevoelkerung politisch nicht durchsetzbar. Und das wiederum koennte ein Grund dafuer gewesen sein, warum EADS seine finanziellen Zusagen relativierte (7). Sei es wie es sei, die Flugschule kam dann im zur UVP (Umweltvertraeglichkeitspruefung) eingereichten Projekt gar nicht mehr vor. "Das Aviatikzentrum ist nicht Gegenstand dieses Verfahrens, wuerde aber allenfalls Gegenstand eines anderen Verfahrens sein", hiess es lakonisch bei der Anhoerung der Einsprueche (8). Als sich bereits abzeichnete, dass die Bewilligung in dieser Form nicht erteilt werden wuerde setzte eine beispiellose Kampagne gegen die GegnerInnen dieses Projektes ein. Den Boden dafuer ackerten die Regionalmedien, die Namen, Beruf und Fotos derjenigen veroeffentlichten, die gegen das Projekt unterschrieben hatten, gepaart mit reisserischen Schlagzeilen: Das sind die Arbeits- und Wirtschaftsvernichter! (9) Ziel dieser von oben gesteuerten Aktion war es, diejenigen, die Einspruch gegen das Projekt erhoben hatten, durch oeffentliche Denunzierung und durch soziale Stigmatisierung zu zermuerben und so zur Zuruecknahme ihrer Einsprueche zu bewegen. Die Taktik schien aufzugehen, als Drohbriefe folgenden Niveaus und Inhaltes bei den Buergerinitiativen eingingen: "Volksschaedlinge, Vernichter tausender Arbeitsplaetze, passt gut auf, wir wissen wo Ihr zur Arbeit geht, welche Wirtshaeuser ihr besucht, in welche Schulen eure Kinder gehen, usw ." (10) Die Eingeschuechterten zogen aber ihre Einsprueche nicht zurueck. Dann versuchten sie es mit Geld, mit viel Geld sogar. Die Landeshauptfrau reiste an und bot Karl Arbesser, dem Sprecher der Buergerinitiative mehr, ja viel mehr, als seine Besitzungen ueberhaupt wert waren. Doch er blieb unbestechlich und verwies darauf, dass er den anderen MitstreiterInnen sein Wort gegeben habe (11). Nach dem Nein des Unweltsenates, und dem daraus resultierenden Zusammenbruch der Finanzierung kam es, dass sich viele steirische Landespolitiker foermlich darin ueberboten moeglichst grosse Postkarten, flehenden und beschwoerenden Inhalts, an Mateschitz zu versenden, um ihn doch noch umzustimmen (6). Als der Misserfolg ebendieser Postkartenaktion sich bereits abzeichnete, griffen sie doch tatsaechlich zum Mittel der Demonstration, um vom Himmel zu erflehen, was der Red Bull Chef laengst zur Hoelle hatte fahren lassen. Soweit so schlecht, waere da nicht die Tatsache, dass dieser Freiluftveranstaltung viele Schulklassen beiwohnten, die zuvor vor folgende Alternative gestellt wurden: Teilname an der Demonstration fuer Red Bull in Knittelfeld oder stinknormaler Unterricht(12). Widerlicher weise hatte der Landesschulrat zuvor Demonstrationen fuer Red Bull zu Unterrichtsveranstaltungen erklaert (13). Wie sich die Zeiten doch aendern! Als ich vor genau 20 Jahren die Schulbank drueckte, wurde die Teilnahme an Demonstrationen per Erlass als unentschuldigtes Fernbleiben vom Unterricht geahndet. Oder sollte es schlicht darauf ankommen in wessen Interesse die "freie" Meinungsaeusserung ist? Dann bekam die gruene Bundes- und Landespartei ploetzlich panische Angst, als wirtschaftsfeindlich abgestempelt zu werden und machte Landeshauptfrau Klasnic fuer den Fall des Projektes verantwortlich, anstatt den Buergerinitiativen und den lokalen Gruengruppen den Ruecken zu staerken (14). Diese inhaltliche Schwaeche der parlamentarischen Opposition hat die blauschwarze Regierung erkannt und sofort ausgenuetzt. Der Stein den die Gruenen selbst losgetreten hatten (wir waren nie dafuer, sind aber auch nicht wirklich dagegen, weil ja so viele dafuer sind, schuld ist die OeVP, die das Projekt nicht durchsetzen konnte), war von ihnen nicht mehr aufzuhalten . Die UVP fuer Grossprojekte von "internationalem Interesse" wurde in einer Hauruckaktion vom Umweltausschuss abgeschafft. (Gegen den Widerstand von rot und gruen) Es war zu befuerchten, dass mit der Formulierung "Grossprojekte von internationalem Interesse" auch EU-Ruestungsprojekte gemeint sein koennten, was sich leider auch prompt bestaetigte: Die Verlaengerung der Startbahn vom Fliegerhorst Zeltweg wurde vor kurzem europaweit ausgeschrieben und soll umweltvertraeglichkeitspruefungs-frei durchgezogen werden (15). *Florian Walter, Hillybilly news* * Anmerkungen und Quellen: (1) Bei der oeffentlichen UVP Verhandlung in Spielberg wurden unter anderem. beantragt: 3 mal ein 24 Stundenrennen im Jahr, 2 Veranstaltungen mit ueber 100.000 Menschen (und wahrscheinlich fast so vielen Autos und Parkplaetzen) (2) Murtaler Zeitung (3) Der Standard und Murtaler Zeitung 16.4.05 (4) Journal Panorama,Oe1 (5) Der Standard (6) Murtaler Zeitung (7) Gespraech mit NR Abgeordneten Kogler beim Gruenen Fest in Spielberg (8) Frage bei UVP Verhandlung , gestellt vom Beeinspruchenden Andreas Fuchs (9) Obersteirische Nachrichten (10) Kopie des Drohbriefes ist in meinem Besitz (11) Besuch von LH Klasnic bei Karl Arbesser (Info von Gemeinderat Juergen Wilding) (12) Aussage einer Schuelerin: "Morgen muessen wir demonstrieren" (13) Spielberger Gemeinderat Juergen Wilding (14) Eva Glawischnig im Oe1 Mittagsjournal (15) AKIN vom 12.April 05; Original-Ausschreibung *************************************************** Der akin-pd ist die elektronische Teilwiedergabe der nichtkommerziellen Wiener Wochenzeitung 'akin'. Texte im akin-pd muessen aber nicht wortidentisch mit den in der Papierausgabe veroeffentlichten sein. Nachdruck von Eigenbeitraegen mit Quellenangabe erbeten. Namentlich gezeichnete Beitraege stehen in der Verantwortung der VerfasserInnen. Ein Nachdruck von Texten mit anderem Copyright als dem unseren sagt nichts ueber eine anderweitige Verfuegungsberechtigung aus. Der akin-pd wird nur als Abonnement verschickt. Wer versehentlich in den Verteiler geraten ist, kann den akin-pd per formlosen Mail an akin.buero at gmx.at abbestellen. ************************************************* 'akin - aktuelle informationen' a-1170 wien, Lobenhauerngasse 35/2 vox: ++43/1/535-62-00 (anrufbeantworter, unberechenbare buerozeiten) http://akin.mediaweb.at akin.buero at gmx.at Bankverbindung lautend auf: föj/BfS, Bank Austria, BLZ 12000, 223-102-976/00, Zweck: akin ============================================== 14 Mexico Pressured do Stop Attacks From: MailHub at ecoterra.net ============================================== Mexico Pressured to Stop Attacks on Ecologists MEXICO CITY - International rights groups demanded on Wednesday that the Mexican government do more to protect environmental activists from violent attacks as they campaign against logging. An ambush last week that killed two sons of a longtime anti-logging activist was part of a campaign by local political bosses to crush environmental campaigners in the western state of Guerrero, according to Amnesty International, Greenpeace and Mexican rights groups. Farmer Albertano Penalosa, a leading environmental campaigner, was apparently the target of last week's attack but he escaped with slight injuries. Two sons were shot dead. Carlos Gomez, Mexico director of the London-based Amnesty, told a news conference that the group was "deeply worried" about the ecologists' security and called for an "immediate and exhaustive investigation" into the attack. "We are asking for justice," Penalosa's wife, Reyna Mojica, told the same news conference. Her husband did not attend out of fear for his safety. Penalosa's group, the Peasant Ecologists of the Petatlan Sierra, is celebrated internationally for blocking corporate logging operations in the Sierra in the 1990s. But members have been targeted by local political bosses, or caciques, whose interests were affected and who rights groups say hold sway with the military, police and courts. "The peasant ecologists of the Petatlan Sierra have been fighting one of the world's worst deforestation processes," said Alejandro Calvillo, director of Greenpeace in Mexico. "All they have gotten is repression. How many have gone to prison? How many have been killed?" he said. Penalosa and his four children were returning to their mountain village when they were ambushed. Two sons, ages 9 and 19, were shot dead. Mojica was in the kitchen when the shooting started outside. "I was saying don't shoot, don't shoot, my children are out there," she said. She heard a bullet pass near her before going out to find her husband and children. She found her youngest child alive, but mortally wounded. Last November, another member of the group, Felipe Arreaga, was jailed on murder charges that rights groups say are bogus. In an earlier high-profile case, ecologists Rodolfo Montiel and Teodoro Cabrera were held on gun and drug charges until President Vicente Fox freed them in 2001 under mounting pressure from national and international rights groups. The United Nations says Mexico has among the highest levels of deforestation in the world. In the Petatlan Sierra, Greenpeace says almost 40 percent of 226,203 hectares of forest was destroyed by logging between 1992 and 2000 until the ecologists helped stop it. "This work is not just for us or for our family, but for everyone," Mojica said. "It's worthwhile." Story by Lorraine Orlandi Story Date: 26/5/2005 ---------------------------------------------------------------------------- ---- All Contents Reuters News Service 2005 ----------- ECOTERRA Intl. ---------------------- Do you want to read or distribute a message in another language? (Don't use these services for confidential texts - they are read and stored!) 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Please feel welcome to subscribe to any or all of our free mailing lists and see important updates, e-mail security issues as well as copyright rules at http://www.ecoterra.org.uk/footer.htm ! © = Copyright is © ECOTERRA Intl. 2005 - all rights reserved otherwise CL=CopyLeft or N©=Anti-Copyright ============================================== 15 EU-Verfassung From: kpoe_stmk at hotmail.com ============================================== KPÖ Steiermark Lagergasse 98a 8020 Graz Tel. 03 16 / 71 24 36 Fax 03 16 / 71 62 91 email: kpoe_stmk at hotmail.com Mittwoch, 25. Mai 2005 Presseinformation der KPÖ Steiermark EU-Verfassung: Widerstand geht weiter Der Beschluss des Bundesrates über die EU-Verfassung bedeutet nicht das Ende der Bewegung für eine Volksabstimmung über dieses wichtige Thema. Das stellte der steirische KPÖ-Vorsitzende Franz Stephan Parteder am Mittwoch fest. Kern der Verfassung ist die Entwicklung der EU zu einer Militärunion. So enthält der Verfassungsvertrag eine Aufrüstungsverpflichtung. Die Weichen für eine Verdoppelung des österreichischen Verteidigungsbudgets auf 2% des Brottoinlandsprodukts sind bereits gestellt. Mit der Neutralität, welche die Teilnahme Österreichs an Kriegen und Organisationen, die der Vorbereitung und Durchführung von Kriegen dienen, verbietet, ist diese Verfassung völlig unvereinbar. Wegen der Einschränkung der Souveränität unseres Landes haben namhafte Verfassungsrechter festgestellt, dass eine Volksabstimmung zwingend notwendig ist. Dass alle steirischen Bundesratsabgeordneten von VP, SP und FP für die Ratifizierung der EU-Verfassung gestimmt haben, ist nach Auffassung der steirischen KPÖ ein Armutszeugnis für das Demokratieverständnis, das in derartigen Gremien herrscht. Parteder: "Eines kann man nämlich mit Sicherheit sagen. Weit weniger als 100 Prozent der Bevölkerung in unserem Land sind für dieses Vertragswerk". Die Kalkulation der Parlamentsparteien, dass nach Ratifikation schon Ruhe in der Sache einkehren werde, geht ins Leere. Die Forderung nach Volksabstimmung bleibt aufrecht. Die Ratifikation des EU-Verfassungsvertrages in Österreich ist nicht rechtmäßig zustande gekommen. KPÖ-Steiermark Lagergasse 98 a 8020 Graz Tel.: 0316 71 24 36 Fax 0316 71 62 91 email: kp.stmk at kpoe-graz.at; kpoe_stmk at hotmail.com ================================================ C) TERMINE ================================================ ======================== Freitag http://www.mund.at/butt/Termine/Februar/2502.htm Samstag http://www.mund.at/butt/Termine/Februar/2602.htm Sonntag http://www.mund.at/butt/Termine/Februar/2702.htm ======================== ================================================ D) EDITORIAL ================================================ Für den Inhalt verantwortlich: Ihr. E-Mail-Adresse für Beiträge: widerstand at no-racism.net geschickt. widerst at nd MUND und alle Termine täglich aktualisiert im Web: http://www.no-racism.net/MUND Ziel von MUND (medienunabhängiger Nachrichtendienst) ist die unzensurierte und möglichst rasche Information über gesellschafts- politisch relevante Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu Widerstand und Antirassismus sowie verwandte Themen. sollen einen Titel, Namen und Emailadresse der/des AutorIn enthalten und möglichst kurz und prägnant gehalten sein, ev. mit Hinweis, wo weitere Informationen eingeholt werden können. Bitte keine Attachments! Die inhaltliche und sachliche Verantwortung liegt bei der/dem jeweiligen AutorIn bzw. jenen, die uns die Beiträge schicken. Der MUND wird von einzelnen TagesredakteurInnen zusammengestellt. Da Fehler nicht ausgeschlossen sind, bitten wir, nicht veröffentlichte Beiträge nochmals an widerstand at no-racism.net zu senden. Die Weiterleitung (auch auszugsweise) ist erwünscht. Beiträge mit rassistischen oder sexistischen Inhalten werden nicht veröffentlicht. Sehr persönliche Meldungen werden wir an den betreffenden Adressaten weiterleiten, aber nicht im MUND veröffentlichen. Die bisherigen Ausgaben sind unter http://www.no-racism.net/MUND archiviert. Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage: * Wann: Sonntag, 11.11.2001, 11:11 Uhr * * Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" * * Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf * * Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie. Aber kurz und prägnant.* Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch stillschweigend Zensur zu üben. Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die Nichtaufnahme geliefert. (Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.) Die AbsenderInnen der betroffenen Beiträge werden hiervon informiert. Im Sinne einer "gläsernen Zensur" könnt ihr Euch die Beiträge gerne extra schicken lassen: Ein kurzes Mail an widerstand at no-racism.net genügt. ================================================ E) VERTEILERLISTE ================================================ Zur Eintragung in diesen Verteiler bitte direkt subskribieren unter http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/analle oder von der einzutragenden Adresse aus ein mail schicken an: admin at no-racism.net mit folgendem Text: subscribe no-racism Bitte wegen Automatisierung diesen Wortlaut verwenden! Zur Austragung aus dieser Liste bitte an zusammengestellt. Bitte keine Attachments! (werden nicht angenommen) 2 doubletten, 1 unaktuelle nachricht Redaktionsschluss für diese Ausgabe: Do 2:00 III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III ü, ö, ä, ß, Ü, Ö, Ä III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III widerst at nd-MUND is powered by http://alt.strg.at/ ================================================ From analle at no-racism.net Mon May 30 14:23:52 2005 From: analle at no-racism.net (analle at no-racism.net) Date: Mon, 30 May 2005 14:23:52 +0200 Subject: MUND_300505 Message-ID: MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst www.no-racism.net/mund Montag, 30. Mai 2005 ================================================ A) INHALT ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 01 Bock auf Kultur :: Weltflüchtlingstag 2005 von: juergen.stowasser at univie.ac.at ================================================ 02 [Fwd: Woche des Roma-Films / Programm] von: arbeiterfotografie at t-online.de ================================================ 03 [Werkstatt] Termine von: office at werkstatt.or.at ================================================ 04 Juni-Highlights im Rabenhof von: rabenhof_presse at gamuekl.org ================================================ 05 Einladung zur Ausstellung "Born to be white" von: dpetja at gmx.net ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND KOMMENTARE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 06 "Jugend für das Leben" mobilisiert für Abtreibungsverbot mittels "Gross"Kundgebung am 4.6. in Linz von: selbstbestimmungsrechtderfrau at gmx.net ================================================ 07 Studentenwahlen/KSV/Solidaritaet/KPOE von: kpoe_stmk at hotmail.com ================================================ 08 Kommentar; DER STANDARD v. 28.5.05 von: ibd.koehler at utanet.at ================================================ 09 Rafsandjani gab laut Zeugen Mordauftrag zu Wiener Kurdenmord von: wadi.wien at gmx.at ================================================ 10 7. Juni: Bildungspolitik als Gesellschaftspolitik von: LM.Sender at spoe.at ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< WELTWEIT ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 11 DIE ISOLATIONSPOLITIK TÖTET WEITER von: cephe at gmx.at ================================================ 12 Liverpool and Birmingham protests against migrant slave labour scheme von: global at no-racism.net ================================================ 13 Weltweites 'Virtuelles Sit-in' belagert US-Bürgermiliz von: kampagne at libertad.de ================================================ 14 Verhaftung syrischer Oppositioneller von: wadi.wien at gmx.at ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< SERVICE - LINKS ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 15 Neu: Gaycops Austria von: office at RKLambda.at ================================================ 16 kanalB videoclip - kanalB & UATV feiern! von: kanalB_at_redaktion at kanalB.org ================================================ 17 grundrisse - diesmal quasi ein newsletter von: grundrisse at gmx.net ================================================ 18 kanalB videoclip - freiraum besetzung von: kanalB_at_redaktion at kanalB.org ================================================ ================================================ B) TEXTE ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 01 Bock auf Kultur :: Weltflüchtlingstag 2005 von: juergen.stowasser at univie.ac.at ================================================ Bock auf Kultur presents: Weltflüchtlingstag 2005 - damit Flüchtlinge eine Chance haben Anlässlich des Weltflüchtlingstages findet von 16. 6. bis 21. 6. eine Veranstaltungsreihe statt, mit der wir auf die dramatische Situation von Flüchtlingen aufmerksam zu machen, von denen viele ohne Unterkunft, finanzielle Unterstützung und Krankenversicherung auskommen müssen. Zahlreiche KünstlerInnen unterstützen dieses Projekt, indem sie unentgeltlich auftreten: Josef Hader, Leo Lukas, Stermann & Grissemann, Martin Lubenov & Nenad Vasilic, Mosa Sisic & The Gipsy Express, Wiener Tschuschenkapelle, Louie Austen, Erdem Tunakan, Umberto Gollini, Cay Taylan, Tyler, Plexus Solaire, Erstes Wiener Heimorgelorchester, Ben Martin & Band, Hamid Sadr, Vladimir Vertlib, Sama Maani u. a. Weiters im Programm: Informationsabende zum neuen Asylrecht und zum Umgang mit traumatisierten Flüchtlingen sowie eine Ausstellung zum Thema "Krieg und Frieden". Nähere Informationen unter http://www.bockaufkultur.at Der Erlös der Veranstaltungen kommt zur Gänze dem Flüchtlingsprojekt von Frau Bock zugute. -- Juergen Stowasser Verein Ute Bock Zollergasse 15 1070 Wien tel. 0043-1 - 524 99 00-41 cell: 0676 - 905 89 27 fax: 0043-1 - 524 99 00-9 http://www.fraubock.at http://www.maia.at http://www.univie.ac.at/meso ================================================ 02 [Fwd: Woche des Roma-Films / Programm] von: arbeiterfotografie at t-online.de ================================================ Rom e.V., Bobstraße 6-8, 50676 Köln, Tel.: 0221-242536, 0221-2401715, www.romev.de -------------------------------------------------------------------------------- Mit anderen Augen sehen 30. Mai - 7. Juni 2005 Ort: Filmhaus Köln, Maybachstr. 111 W O C H E D E S R O M A F I L M S 30.5. Montag 11.00 Uhr Pressekonferenz Vorstellung der ersten weltweiten Filmographie über "ZIGEUNERFILME" mit Daten über 2500 Filme aus dem Zeitraum 1897 - 2005. Mit HEINER ROSS, Kinemathek Hamburg und KURT HOLL, Rom e.V. Köln. Filmvorführung The Sorrow of Black Gold R: Sinisa Dragin, 11 Min., Rumänien 1994 Dokumentarfilm über eine Roma-Siedlung in Rumänien. Die im Film gezeigten Roma leben in völlig verarmten Verhältnissen neben einer Ölraffinerie. Auf der Suche nach Wasser versuchen sie Brunnen zu graben und stoßen dabei auf Ölquellen. Dieses Öl sammeln sie und benutzen es zum Heizen. Sie werden regelmäßig von den rumänischen Behörden dafür verfolgt. Die von ihnen gegrabenen Ölfundstellen werden von Baggern zugeschüttet. Doch die Roma geben nicht auf und graben an anderer Stelle weiter. Bewegender Film mit eindrucksvollen Bildern über die Lebenssituation der Roma in Rumänien. (Org. mit engl. Untertiteln) 31.5. Dienstag im "Amaro Kher", Venloer Wall 19 (Nähe Westbahnhof) Sondervorstellungen - für Kinder Eintritt frei 14.00 Uhr Deutsche Erstaufführung in Kooperation mit dem Goethe-Institut Bonn/Sofia und dem Projektbüro zur Förderung von Roma-Initiativen e.V. Heidelberg Angel R: Alexander Smolyanov, 30 Min., Bulgarien 2004 Die Geschichte der Freundschaft zwischen Angel und Yana, zwischen einem Romajungen und einem bulgarischen Mädchen, über eine alte Kiefer, über Großmutter Mitras Lieder und Märchen, über eine ganze Herde Elefanten und darüber, woher wir kommen und wohin wir gehen. Die Geschichte zweier Kinder in einem zauberhaften Dorf . .. 15.00 Uhr Swing R: Tony Gatlif, 90 Min., Frankreich 2002 Zwei Kinder, zwei Welten Max, ein französisches zehnjähriges Einzelkind, verbringt den Sommer bei seiner Großmutter im Zigeunerquartier, wo er eine alte Gitarre ersteht. Unterricht nimmt er beim Gitarrenvirtuosen Miraldo, für den Max als Gegenleistung Briefe an die Behörden schreibt. Nach und nach freundet Max sich auch mit Swing an, einem gleichaltrigen Zigeunermädchen. Mit ihrer unabhängigen und wilden Art verkörpert sie das Gegenteil des braven Max. Die beiden Kinder stehen aber nicht nur für zwei verschiedene Charaktere und Erziehungsstile, sondern auch für zwei unterschiedliche Kulturen. Doch in ihrer Neugier und Unbefangenheit setzen sich die beiden Kinder über solche Unterschiede hinweg. Der Film ist auch eine Hommage an den Jazz Manouche, den Erben des großen Django, aber auch ein Abgesang auf eine sterbende Kultur. 1.6. Mittwoch Kooperation mit AStA-Film Hörsaalgebäude A1 (Uni Köln) 19.00 Uhr Pretty Dyana Boris Mitic, 45 Min., Serbien 2004 (Inhalt siehe Freitag, 3.6.) The Sorrow of Black Gold R: Sinisa Dragin, 11 Min., Rumänien 1994 (Inhalt siehe Montag, 30.5.) "Black Word" R: Robert Kirchhoff, 40 Min., Slowakei 2001 Ein bekannter slowakischer Maler erteilt Romakindern in dem Dorf Hermanovice Kunstunterricht. Es ist sein solidarischer Beitrag, nachdem das Dorf von einer Flutwelle zerstört worden war. Dann zeigt der Film die nahe Hochhaussiedlung, in der viele der Roma unterkamen, aber nunmehr ohne Perspektive leben müssen. Ein Roma-Schriftsteller, der in der Mehrheitsgesellschaft reüssierte, reflektiert über die Ursachen der sozialen Ausgrenzung seines Volkes. (Org. mit engl. Untertiteln) 2.6. Donnerstag 19.00 Uhr Eröffnung der Filmwoche Referat: Das Zigeunerbild im Stummfilm von HEINER ROSS, Hamburg. Vorführung von Kurz-Stummfilmen Rescued by Rover / R: Lewin Fitzhamon, GB 1905 The Adventures of Dollie / R: D.W. Griffith, USA 1908 The Lonely Villa / R: D.W. Griffith, USA 1909 Das Mädchen ohne Vaterland R: Urban Gad, Deutschland 1912 Schon 1897 handelt einer der ersten Streifen der Filmgeschichte von einem Zigeunercamp. Ab da dienen Zigeuner dem Stummfilm als melodramatischer Stoff, als Projektionsfläche von eigenen Ängsten, als Komparsen (in Western) und als Vorführer auf Jahrmärkten. Die hier gezeigten Filme greifen das klassische Vorurteil vom Kindesraub auf, einer zeigt den "guten Zigeuner" und der letzte (mit Asta Nielsen) zeigt das "vaterlandslose" Zigeunermädchen auf dem Hintergrund der nationalistisch aufgeladenen Vorkriegszeit. 20.45 Uhr Gateway of the Gypsies R: Melitta Tchaicovsky , 50 Min., USA 2004 Farbenfrohe Bilder über eine vom Untergang bedrohte Nomaden-Gemeinschaft in der indischen Wüstenregion Thar in der Provinz Rajasthan. Auf den offenen Wüstenstraßen und auf ihren Lagerplätzen folgt die Kamera den Schlangen-Beschwörern, Geschichtenerzählern, Musikern, Schmieden, Salzhändlern und Tänzern; sie müssen von Dorf zu Dorf ziehen, um ihr Überleben zu sichern. Kurze Hintergrundberichte führen den Zuschauer durch die Kompliziertheiten des Hindu-Kastensystems und die Hochzeitsbräuche. Solche Bräuche finden sich auch noch bei den aus Indien stammenden europäischen Roma, die mit ihnen ethnisch verwandt sind. Faszinierend auch die Musik dieser Nomaden. (Org. mit engl. Untertiteln) Anschließend: Eröffnungsempfang 3.6. Freitag 10.00 Uhr Sondervorstellung für SchülerInnen: Kinoseminar der Bundeszentrale für politische Bildung Einführung und Moderation: Michael Kleinschmidt (Institut für Kino und Filmkultur, Köln) Gewinner des Dokumentarfilmpreises bei "goEast-Filmfestival" 2005 Pretty Dyana R: Boris Mitic, 47 Min., Serbien 2003 Seit ihrer Vertreibung aus dem Kosovo versuchen Romaflüchtlinge in Belgrad zu überleben. Der katastrophalen Situation im Slum zum Trotz finden sie eine Nische, die ihnen eine Existenz möglich macht. Sie zerlegen alte Citroen Dianas und 2 CVs und funktionieren sie zu Kleinlastern um, die sie dann zum Transport von Altpapier, Flaschen etc. nutzen. Dem Film gelingt es eine Atmosphäre zu erzeugen, die von der bewundernswerten Kreativität und dem unverwüstlichen Optimismus dieser Menschen lebt und zugleich eine Liebeserklärung an den Citroen Diana ist. Eine mitreißende Filmmusik begleitet die Story kongenial und lässt die Schikanen der Polizei fast vergessen. (Org. mit deutschen Untertiteln). 19.00 Uhr Chancen für Roma-Kinder? Sonderprogramm - insbesondere für LehrerInnen und SozialarbeiterInnen sowie Institutionen, die sich in Köln um Romakinder kümmern. Das Gandhigymnasium in Pecs / Ungarn R: Eva Gerner, 10 Min., Ungarn 2000 In Pecs gibt es seit über 10 Jahren eine höhere Schule für begabte Romakinder aus ganz Ungarn, die im Internat wohnen und auf ihr Abitur vorbereitet werden. Es soll endlich die Möglichkeit geschaffen werden, dass auch Roma akademische Berufe ergreifen können, um ihrem Volk in der Gesellschaft zu Rechten und Anerkennung zu verhelfen. (Org. mit deutschen Untertiteln) Roma und Sinti in Frankfurt/M. ("Schaworalle") Roma Media Berlin, 21 Min., Deutschland 2004 Das Projekt Schaworalle vor fast 10 Jahren in Frankfurt vom dortigen Romaverein initiiert, beschult mittlerweile fast 100 Romakinder meist aus rumänischen Flüchtlingsfamilien. Es wird von der Stadt finanziert und wird von allen Ratsparteien unterstützt. Der Film zeigt insbesondere das "Equal- Projekt" durch das Roma-Jugendliche, die in Schaworalle beschult wurden, auf einen Beruf vorbereitet werden; er dokumentiert den Unterricht und begleitet zu den Praktikumsstellen. "Amaro Kher" Köln R: Besime Atasever, 30 Min., Deutschland 2005 Amaro Kher ("Unser Haus") in Köln ist das Schwesterprojekt zu Schaworalle in Frankfurt/M. und arbeitet seit 2004. Schulferne und/oder auffällige Romakinder werden hier in Lerngruppen betreut und auf die Regelschule vorbereitet. Auch in den vielen Freizeitaktivitäten fallen die Kinder durch ihre Neugier, Begeisterungsfähigkeit und Kreativität auf. Betreut unter anderem von Roma-Erziehern finden sie hier Aufmerksamkeit, Zuneigung und Hoffnung auf ein anderes Leben. The Awakening R: Peter Stefanov, 25 Min., Bulgarien 2005 Der Film dokumentiert die Ausbildung von Roma zu "Assistant-Teachers" an einer bulgarischen Universität aus der Sicht der 21jährigen Miglena. Er wurde gedreht vom Roma-Fernsehsender Vidin/Bulgarien. Dieser Film wurde produziert mit Hilfe von CARE, dem PHARE-Programm und dem Goethe-Institut Sofia. (Org. mit engl. Untertiteln) Absent: Roma in School Prod. OSZE, 30 Min., Bosnien-Herzegowina 2004 Im Jahr 2004 gibt es in Bosnien und Herzegowina immer noch Kinder, die nicht die Schule besuchen. Eno Alkic ist so ein Kind. Er ist ein 13-jähriger Roma-Junge, der sich danach sehnt, mit seinen Freunden zusammen zur Schule zu gehen. Stattdessen muss er für den Lebensunterhalt seiner Familie sorgen. Eno geht es wie vielen anderen Roma-Kindern, die in den Klassenzimmern in Bosnien und Herzegowina fehlen. Dieser Film ist nicht nur wichtig, weil er die Situation von Roma-Kindern in der Schule beleuchtet, sondern auch weil er die konstruktiven Schritte darstellt, die Mitglieder der Roma-Gemeinschaft und die Schulämter unternehmen, damit jedes Kind in Bosnien und Herzegowina Zugang zur Bildung bekommt. Der Dokumentarfilm wurde von der OSZE produziert. (Org. mit engl. Untertiteln) Roma machen Fernsehen Prod. MTV, 10 Min., Mazedonien 2002 (deutsch) Der Film zeigt die Arbeit der Roma-Redaktion innerhalb des Minoritätenprogramms des Mazedonischen Fernsehens. 21.00 Uhr The Pilgrimage of Students Peter and Jacob R: Drahomira Vihanova, 94 Min., Tschechien 2000 Die Studenten Peter und Jacob lernen während ihres Urlaubs in der Ostslowakei einen jungen Zigeuner kennen, der seine untreue Geliebte getötet hat. Er wird vor einem Gericht der "Weißen" d.h. der Mehrheitsgesellschaft stehen, aber er muss sich auch vor seinen Leuten verantworten. Der Jurastudent Peter und der Philosophiestudent Jacob geraten in einen heftigen Streit über die moralische Bewertung der Tat, über Schuld und Sühne, über den Begriff der Gerechtigkeit und die unterschiedlichen Wertsysteme von Kulturen. Der Film wirft die Frage auf, ob es einen objektiven Maßstab für unser Leben und Handeln geben kann. (Org. mit engl. Untertiteln) 4.6. Samstag 15.30 Uhr Vortrag: Das Bild der "Zigeuner" im ungarischen Film ANDREA POCSIK, Budapest 17.00 Uhr Vortrag: Das "Zigeunerbild" in Russland - am Beispiel des Spielfilms MARTIN HOLLER, Historiker (M.A.), Humboldt-Universität zu Berlin 19.00 Uhr The Sorrow of Black Gold R: Sinisa Dragin, 11 Min., Rumänien 2004 (Inhalt siehe Montag 30.5.) 19.30 Uhr In Kooperation mit dem "Institut Français de Cologne" Le temps des chevaux ou les cousins de Django R: Annie Kovacs Bosch, 90 Min., Frankreich 2002 Die Autorin ist jahrelang mit einer Manouche-Großfamilie aus der Auvergne herumgereist. Es handelt sich um die Großfamilie von Cesar Reinhardt, genannt Bambula, und seinen 7 Brüdern, die alle noch im Planwagen leben. Die Traditionen der Vorfahren, auch ihre alten Berufe, sind hier noch sehr lebendig und finden in alten Liedern, Märchen, Lebensweisheiten und lustigen Geschichten ihren Ausdruck. Die traditionelle Medizin der Manouche, auch der Umgang mit dem Tod, vermitteln wertvolle Einsichten in diese jahrhundertealte Kultur, die allerdings in großer Gefahr ist, zu verschwinden. Die französische Filmemacherin und Kritikerin Annie Kovacs Bosch genießt seit Jahren das Vertrauen der französischen Manouche (den deutschen Sinti verwandt), deren Leben, Kunst und Religion sie mehrere Filme gewidmet hat. (Org. mit deutscher Übersetzung). 21.00 Uhr: Fest mit Büffet und der Roma-Musikband "Romano Trajo" 5.6. Sonntag 11.00 Uhr Seminar: Das Bild der "Zigeuner" in der Filmgeschichte Teilnehmer: ANDREA POCSIK, Budapest; ANNIE KOVACS BOSCH, Paris; KATRIN SEYBOLD, München; ZELIMIR ZILNIK Belgrad; PROF. WOLF-DIETRICH BUKO, Köln; PROF. WILHELM SOLMS, Marburg. Moderation: ARIANE DETTLOFF, Köln 19.00 Uhr Auf Wiedersehen im Himmel R: Romani Rose, Michael Krausnick, 47 Min., Deutschland 1994. Die Sinti-Kinder von der katholischen St. Josefspflege, Heidelberg, waren 1944 Studienobjekte der Krankenschwester Eva Justin, leitender Mitarbeiterin des rassehygienischen Instituts des "Reichsführers SS". Sie schrieb über diese "Artfremden" ihre Doktorarbeit. Die Kinder blieben nur solange von der Deportation verschont bis Frau Justin ihre Studien beendet hatte. Dann kam der Deportations-Befehl aus dem 'Reichssicherheitshauptamt'. Die Kinder wurden aus dem katholischen Kinderheim direkt in das Vernichtungslager Auschwitz deportiert. Von den 39 Kindern überlebten nur vier. 50 Jahre danach gelang es erstmals, Zeitzeugen und Überlebende aufzusuchen und ihre Geschichte filmisch festzuhalten. Es ging Tag und Nacht liebes Kind / Zigeuner (Sinti) in Auschwitz R: Melanie Spitta, Katrin Seybold, 75 Min., Deutschland 1982 Lange Zeit galt es als fast unmöglich Sinti als Zeitzeugen der NS-Verfolgung und des Genozids zu gewinnen. Die Filmemacherinnen Melanie Spitta (selbst Sintizza) und Katrin Seybold fanden das Vertrauen von überlebenden Sinti. Zum erstenmal sprechen auch Sintifrauen in erschütternder Weise offen über das, was ihnen angetan wurde. Gemeinsam mit den Filmemacherinnen besuchen Überlebende zum erstenmal nach dem Krieg das Lager Auschwitz und konfrontieren sich mit den verschiedenen Orten ihrer Leiden und mit der Erinnerung an ihre Familienangehörigen, die nicht überlebt haben. 21.00 Uhr Prendimi e portami via R: Tonino Zangardi, 95 Min., Italien 2003 Die Ehe zwischen der Malerin Valeria und ihrem Mann, die in der Vorstadt einer anonymen italienischen Stadt leben, ist am Ende. Ihr Sohn lebt in seiner eigenen Welt. Er findet Verständnis und Freundschaft bei einem Zigeunermädchen, das gegenüber in einem Wohnwagen lebt. Die beiden einsamen und naiven Teenager essen und trinken oft zusammen. Auf die Verbindung zwischen dem Gadjo-Jungen und dem Zigeuner-Mädchen reagieren die Verwandten des Jungen mit Hass und Verfolgung. Das Zigeunermädchen möchte von dem Jungen 'entführt' werden, als sie erfährt, dass ihr Vater sie nach einem verlorenen Kartenspiel ihrem Onkel als Braut angeboten hat. Doch der Junge versteht nicht, was sie meint. Trotzdem macht er sich auf die Suche nach ihr, nachdem die Familie sie dem Onkel auslieferte. Dies ist der vierte Film von Tonino Zangardi, dem einzigen italienischen Filmemacher, der selbst Roma ist. (Org. mit engl. Untertiteln) 6.6. Montag 20.30 Uhr Kennedy is Coming Home R: Zelimir Zilnik, 26 Min., Serbien 2003 Der Film zeigt die Situation von aus Deutschland abgeschobenen Roma-Flüchtlingen in Belgrad nach der Ankunft am Flughafen sowie in Flüchtlingslagern in Serbien und im Kosovo. Jugendliche erzählen im Gespräch über ihre Situation und die aussichtslosen Perspektiven in Serbien. Gelem Gelem R: Monika Hielscher/Matthias Heeder, 85 Min., Deutschland 1991 Eine Gruppe heimatloser Roma widersetzt sich gewaltlos der Abschiebung aus der Bundesrepublik Deutschland. Die Aufnahmen entstanden zwischen Herbst 1989 und Frühjahr 1991. Sensibel dokumentiert wird der 'Bettelmarsch', der die Roma zuerst durch Nordrhein-Westfalen, später durch ganz Deutschland und zurück zur holländischen Grenze führt, wo sie auf Aufnahme durch die holländischen Behörden hoffen - vergebens. Der Film stellt eindrucksvoll dar, dass eine verfolgte ethnische Minderheit ihr Schicksal selbst in die Hand nimmt, um den Teufelskreis von sozialer Verelendung, Kriminalisierung, Abschiebung, illegaler Wiedereinreise und erneuter Vertreibung zu durchbrechen. 7.6. Dienstag 20.30 Uhr Ohne Heim, ohne Grab R: Azir Jasari, 25 Min., Serbien/Kosovo 2001 Der Roma-Filmemacher Azir Jasari dokumentiert die Zerstörung, ja Einäscherung der Romaviertel in Pristina, Mitrovica und anderen Orten des Kosovo durch die Pogrome, die die albanische UCK unter den Augen auch der deutschen KFOR organisierte. Eine intakte 600 Jahre alte Roma- Community wurde vernichtet. Wer sein Leben retten konnte, wartet in überfüllten Lagern auf Rettung. (Org. mit engl. Untertiteln) Pretty Dyana R: Boris Mitic, 47 Min., Serbien 2003 (Inhalt siehe Freitag, 3.6.) EINTRITTSPREISE Vorstellung pro Film bzw. Filmblock: 4,- Euro (erm. 2,50 Euro) Gesamtticket: 18,- Euro (erm. 10,- Euro) VORVERKAUF: Rom e.V., Bobstr. 6-8, 50676 Köln (südlich Neumarkt) - (V.i.S.d.P.) Tel. 02 21/2 78 60 75; Fax 0221-2 40 17 15; Email: rom.ev at netcologne.de Die Filmwoche und Filmographie werden gefördert von: Filmstiftung NRW, Bundeszentrale für politische Bildung Bonn, Landeszentrale für politische Bildung NRW, Kulturamt der Stadt Köln, Europabüro beim OB Köln, Institut Francais de Cologne, Fonds Soziokultur, Evang. Kirche im Rheinland, Stiftung Mitarbeit, Projektbüro Heuss Heidelberg, SK Stiftung Kultur ------------------------------------------------------------------------ _______________________________________________ Widerstand mailing list Widerstand at no-racism.net http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/widerstand ================================================ 03 [Werkstatt] Termine von: office at werkstatt.or.at ================================================ Werkstatt-Termine: Treffen der Werkstatt Frieden & Solidarität Linz Dienstag, 31. Mai 2005 18 Uhr, Büro der Werkstatt, Waltherstr. 15, 4020 Linz Treffen der Werkstatt Frieden & Solidarität Wien Donnerstag, 2. Juni 2005 19 Uhr, Büro der LehrerInnen für den Frieden, Rosensteingasse 69/6, 1170 Wien Treffen der Werkstatt Frieden & Solidarität Salzburg Freitag, 3. Juni 2005 19.30 Uhr, Friedensbüro Salzburg (Am Platzl 3) Alle Interessierten sind herzlich eingeladen! ----------------------------------------------------------------------------------------------- Ja zur Neutralität! Keine Teilnahme an der EU-Armee! Keine Annäherung an die Nato! Soziale Sicherheit statt Aufrüstung! Friedensvolksbegehren - Jetzt ================================================ 04 Juni-Highlights im Rabenhof von: rabenhof_presse at gamuekl.org ================================================ Sehr geehrte Damen und Herren, werte Redaktion, das Wiener Rabenhof Theater hat im Junispielplan noch so einige Highlights zu bieten: * “UDO 77" - Das Udo Proksch Musical Vom Schweinehirten zum Zuckerbäcker, vom Zuckerbäcker zum Mythos! Buch & Realisation: monochrom 27., 28., 31. Mai 2005 1., 2., 3., 4., 7., 8., 9., 10., 11. Juni 2005 Beginn: 20.00 Uhr Kartenpreise: ¤ 16,-- / ¤ 9,-- * WIEDERAUFNAHME!!! “HARTE HASEN" Das Rabenhof Theater präsentiert die neue Show der Großmeister des intellektuellen Schwachsinns - STERMANN & GRISSEMANN 14., 15., 16., 17., 18. Juni 2005 Beginn: 20.00 Uhr Kartenpreise: ¤ 16,-- / ¤ 9,-- * NACHTSCHICHT IM GEMEINDEBAU: “CAFÉ NOVUM" Live aus dem kleinen Sendesaal des Rabenhof Theaters mit Matthias Jodl, Andreas Fazekas, Klaus Kriz 3. Juni 2005 Beginn: 23.00 Uhr Eintritt frei RABENHOF THEATER A-1030 Wien; Rabengasse 3 Kartenreservierungs-Hotline: Tel. 01/712 82 82 Infos + Online-Reservierung unter: http://www.rabenhof.at ================================================ 05 Einladung zur Ausstellung "Born to be white" von: dpetja at gmx.net ================================================ > >"Born to be white" >Rassismus und Antisemitismus in der weißen Mehrheitskultur > > >ERÖFFNUNG > >1. Juni 2005, 19.00 Uhr >IG Bildende Kunst, Gumpendorfer Straße 10-12, 1060 Wien >www.igbildendekunst.at > >Dauer der Ausstellung >2. Juni bis 22. Juli 2005 > >Öffnungszeiten >Dienstag bis Freitag: 10.00 bis 18.00 Uhr > > >AUSSTELLUNG > >Fatih Aydogdu (A) - "Dirty Tones. 'You Don't Care.'" >BUM - Büro für ungewöhnliche Maßnahmen (A) - "Deutsch für Inländer" >Melissa Gould (USA) - "Schadenfreude" >Kanak TV (D) - "Weißes Ghetto" >Anna Kowalska (A) - "Weißwerden" > > >DISKUSSIONSREIHE > >Katherine Klinger (London) >Das Gegenteil des Schweigens. Wie wirkt der >Nationalsozialismus auf die >Nachfolgegenerationen? >Freitag, 3. Juni 2005, 19.00 Uhr > >Araba Johnston-Arthur (Wien) >Ein Schwarzer Beitrag zur Dekonstruktion österreichischer Realitäten >Donnerstag, 16. Juni 2005, 19.00 Uhr > >Jamika Ajalon (London/Paris) >"Recently I bought a white hat". Transnationale Erfahrungen des Schwarz-Seins >Donnerstag, 23. Juni 2005, 19.00 Uhr > >Heribert Schiedel (Wien) >Siegfrieds Phobien: Der "arische" Männerbund und die Kastrationsabwehr >Donnerstag, 30. Juni 2005, 19.00 Uhr > > >BROSCHÜRE > >Die Broschüre beinhaltet einen einführenden >theoretischen Text zum Ausstellungskonzept und >Texte zu den künstlerischen Arbeiten. Im >Anschluss findet sich eine ausführliche Link- >und Literaturliste zu den Themen Rassismus, >Antisemitismus und Whiteness. Die Broschüre >dient engagierten BesucherInnen und in den >Feldern Politik, Kunst und Wissenschaft als >Arbeitsgrundlage. Sie kann während der >Ausstellungsdauer in der IG Bildende Kunst >käuflich erworben werden. > ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND KOMMENTARE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 06 "Jugend für das Leben" mobilisiert für Abtreibungsverbot mittels "Gross"Kundgebung am 4.6. in Linz von: selbstbestimmungsrechtderfrau at gmx.net ================================================ 30 Jahre Fristenlösung, Aufruf "Initiative Recht auf Leben, zur "Groß"kundgebung gegen die Abtreibung. Deren Aufruf auf http://www.youthforlife.net sowie der anonymen rechten Hetzpostille http://www.kreuz.net ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ Ankündigungstext: “Wer dabei ist schreibt Geschichte! Kundgebung für das Leben am 4. Juni Wer schweigt, stimmt zu. Über die größte Lebensschutzkundgebung seit Einführung der Fristenregelung Programm: 14 Uhr Beginn der Kundgebung am Hauptplatz 15.30 Uhr Gedenkzug durch die Landstrasse zum Neuen Dom 16.15 Uhr Hl. Messe mit Kardinal Leo Scheffczyk im Neuen Dom" Getragen wird diese Aktion von der "Initiative Recht auf Leben", einem Zusammenschluss zahlreicher christlicher Einzelpersonen und Gruppen" prangt als Aufruf auf der Website der sogenannten “Jugend für das Leben". ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ Die “Jugend für das Leben" arbeitet in Österreich mit der ausdrücklichen Zustimmung der Österreichischen Bischofskonferenz. Jährliche Demonstrationen gegen die legale Abtreibung quer durch Österreich wurden seit 1997 in verschiedener Form abgehalten. Beheimatet und aktiv sind sie in Linz sowie den diversen katholischen Hochschulgemeinden der Universitäten. Die “Jugend" arbeitet überall engstens mit Human LifeInternational-Sektionen zusammen. Aber auch mit dem Opus Dei Mitglied Otto Habsburg, Prof. Wolfgang Waldstein, NR Vincenz Liechtenstein und IMABE ( Institut für medizinische Antropologie und Bioethik ), einer Opus Dei-Ärzteseilschaft unter Leitung des Generalvikars des Opus Dei in Österreich, Bischof Küng. Ein weiterer Aktivist ist der Sohn des Verfassungsgerichtshofpräsidenten Österreichs, Stephan Korinek. Und der Herr Papa hat seine größte Sympathie für diese Jugend öffentlich kundgetan. Damit ist die Liste noch lange nicht komplett. Konstantin Spiegelfeld, einer der Hausherren der Katholischen Hochschulgemeinde in Wien und Direktor des Afro-Asiatischen Institutes, war in radikalster, unverschämtester Art und Weise an der ersten Demonstration von HLI Austria vor dem Ambulatorium am Fleischmarkt 1997 als einer der Anführer der militanten Abtreibungsgegnerschaft a la HLI dabei. HLI - Human Life International - firmiert in Österreich auch als “JA zum Leben", ist durch seinen rechtsextremen Chef, Dietmar Fischer, bekannt und für den tagtäglichen Terror gegen Frauen jeden Alters vor Abtreibungskliniken verantwortlich. Auf sein Betreiben als Chef dieser Organisation wurde die Klinik Lucina/Mairo vor einiger Zeit in den Konkurs geschickt. Gestützt sind diese Aktivitäten von HLI und sonstiger Organisationen, die aktiv gegen den legale Schwangerschaftsabbruch in derselben Manier arbeiten, auf ein “Apostolat" des päpstlichen Rates für Familien und Leben in Rom, der diese “Helfer"Tätigkeit als wirksames Mittel im Kampf gegen die Abtreibung ausdrücklich empfiehlt. (Zitat: “Im November 1999 wurde Wolfgang Hering, Präsident der "Helfer Deutschland", von Monsignore Reilly beauftragt, das Apostolat in Deutschland aufzubauen. Der Bischof von Brooklyn, Thomas V. Daily, erteilte Wolfgang Hering dazu Sendung und apostolischen Segen.") Der Fisch stinkt also - wie nicht anders zu erwarten - vom Kopf aus. Deklariertes Ziel dieser Aktivitäten ist nicht nur eine Rückkehr zum staatlich verordneten Gebärzwang durch die Wiedereinführung eines generellen Abtreibungsverbotes (Strafgesetz), Ziel ist es ebenso, so viele wie nur möglich Abtreibungspraxen und -klinken zum Schließen zu zwingen. Ein leider wirksames Mittel dazu: Geschäftsstörung durch endlose Belästigung, betrügerisches Locken und Umlotsen der Frauen in ihre “Lebenszentren", wo den Frauen Gräuelpropaganda oktroyiert wird und Frauen auch schon gegen ihren Willen eingesperrt und festgehalten wurden. Pure Gewalt gegen Frauen. So etwas firmiert bei HLI und auch der “Jugend", die HLI-“Lebenszentren" auf ihrer Website bewirbt, als “Beratung". HLI betreibt zudem eine “Baby-Holocaust-Gedenkstätte" in den Räumen der ehemaligen Klinik LUCINA im 2. Wiener Gemeindebezirk. Der Haus- und Hofbischof dieser“Jugend" ist in Österreich öffentlich in zahlreichen Auftritten Salzburgs Bischof Laun, der sich sogar öffentlich für Strafe bei Abtreibung ausspricht. In Salzburg führte er “Gebetsvigilien" von Human Life Austria an. Kardinal Leo Scheffczyk Der angekündigte Kardinal bei dieser “Großkundgebung" am 4. Juni 05 in Linz ist Leo Scheffczyk aus Deutschland. Er (wie der verblichene Papst selbst und andre Opus Dei-nahe Kirchengrößen) vergleicht den legalen Schwangerschaftsabbruch mit dem Holocaust. Scheffczyk leitete zudem, wie könnte es auch anders sein, ein sog. Gebetsvigil für die “Helfer" in München im Jänner 2005 samt anschließender Messe im Dom; solche "Vigils" werden monatlich über die Jahre in ganz Österreich von HLI veranstaltet. Es handelt sich also nicht um einige wenige Spinner aus dem rechtskatholischen, zivilen Rand, die hier am Werke sind, es sind die Klerusspitzen und -seilschaften, die auf unverschämteste Art und Weise gegen das Recht jeder einzelnen Frau, selbst zu bestimmen, was mit ihrem Körper und ihrem Leben passiert, auftreten. Sie vergleichen alle Frauen mit den Mördern und Verbrechern des Nazi-Regimes und mit Stalin und Pol Pot in einem Aufwaschen. Im selben Satz nennen sie radikale, linke Feministen(!), die an diesem größten Verbrechen der Gegenwart schuld seien. Damit das "Geschichteschreiben" dieser unverbesserlichen Jugend nicht so einseitig ausfällt: Schreiben WIR auch Geschichte? Die Gegenkundgebung ist bereits angemeldet AUF NACH LINZ ENTSCHIEDEN UND LAUT WÜTEND UND ZAHLREICH VATIKANTERROR STOPPEN! Wegweisehandlungen der Polizei (auf Antrag der terrorisierten Frauen und Klinken) sind gegen diese frauenverachtende Masculistenbewegung eindeutig zu wenig. -- Aktionskomitee für das Selbstbestimmungsrecht der Frau Selbstbestimmungsrechtderfrau at gmx.net mehr Infos zu HLI und deren Aktiviäten auf www.die-abtreibung.at.tf --- ================================================ 07 Studentenwahlen/KSV/Solidaritaet/KPOE von: kpoe_stmk at hotmail.com ================================================ PRESSEMITTEILUNG DER STEIRISCHEN KPOE Graz, am 28. 5. 05 Hochschuelerschaftswahlen: KPOE unterstuetzt KSV-Graz Bei der Hochschuerschaftswahl in der kommenden Woche kandidiert der Kommunistische StudentInnenverband (KSV) an der Karl Franzensuniversitaet und an der Medizinischen Universitaet. Die steirische KPOE unterstuetzt diese Kandidaturen voll und ganz und wuenscht den KandidatInnen Hanno und Balthasar Wisiak sowie Hanna Muckenhuber viel Erfolg. Landesvorsitzender Franz Stephan Parteder: "In den wichtigsten sozialen und gesellschaftspolitischen Fragen haben wir die gleichen Ansichten. Es kommt darauf an, gemeinsam gegen den Sozialabbau und gegen alle Versuche aufzutreten, Bildung wieder zu einem Privileg der Reichen zu machen". Die Zusammenarbeit von KSV und steirischer KPOE hat Zukunft. KPÖ-Steiermark Lagergasse 98 a 8020 Graz Tel.: 0316 71 24 36 Fax 0316 71 62 91 email: kp.stmk at kpoe-graz.at; kpoe_stmk at hotmail.com ================================================ 08 Kommentar; DER STANDARD v. 28.5.05 von: ibd.koehler at utanet.at ================================================ Es ist ausgesprochen erfreulich, dass sich DER STANDARD um eine Berichterstattung zum EU-Verfassungsvertrag annimmt, die in anderen Printmedien - reden wir nicht vom ORF! - kaum zu finden ist. Ganz allgemein entsteht der Eindruck, dass schon seit Wochen BerufpolitikerInnen wie "Versicherungskeiler" unterwegs sind, um unsere Zustimmung für etwas zu bekommen, was zwar für uns alle angeblich so gut ist, das wir aber nicht lesen sollen, weil wir es ohnehin nicht verstehen. Warnt nicht die AK schon seit Jahren vor denen, die immer wieder versuchen, uns zwischen Tür und Angel zu einer schnellen Unterschrift zu überreden? Die jede Frage nach dem "Kleingedruckten" als irrelevant abtun? Die jene Verträge, die wir möglichst schnell und ohne zu fragen unterschreiben sollen, selbst nicht verstehen? Anders gefragt: Wer hat die Konventsmitglieder daran gehindert, uns über das laufende Verfahren zu informieren? Unsere Meinung zu hören? Unsere Erfahrungen und Vorstellungen mit der bestehenden EU zu berücksichtigen? Mit einem Wort - demokratisch zu handeln? Und jetzt, wo die Regierungen ihre Beschlüsse gefasst haben, versucht man unter Zuhilfenahme billiger "Waschmittelwerbung" (weisser als weiss) uns zu erklären, wie schwer man sich für uns abgerackert habe, damit alles besser wird. So verfahren engstirnige Paternalisten mit Kindern, denen sie keine eigene Vernunft zumessen wollen. DANKE, aber wir sind schon erwachsen! Die meisten BerufspolitikerInnen wollen es nur nicht wahrhaben! Dietmar Köhler ================================================ 09 Rafsandjani gab laut Zeugen Mordauftrag zu Wiener Kurdenmord von: wadi.wien at gmx.at ================================================ http://www.gruene.at/themen.php?tid=34658&kid=31 Rafsandjani gab laut Zeugen Mordauftrag zu Wiener Kurdenmord Pilz: Iranischer Journalist wäre zu Aussage vor österreichischen Behörden bereit Ein iranischer Journalist beschuldigt den iranischen Ex-Präsidenten und derzeitigen Präsidentschaftskandidaten Ali Hashemi Rafsandjani, 1988 den direkten Befehl für die 1989 durchgeführte Ermordung des damaligen Generalsekretärs der Kurden-Partei PDKI, Abderrahman Ghassemlou, sowie von zwei weiteren Kurden in Wien erteilt zu haben. Dies erklärte Sicherheitssprecher Peter Pilz, der am 20. Mai mit dem Journalisten in Versailles gesprochen hatte, am Montag auf einer Pressekonferenz in Wien. Der Zeuge sei bereit, vor den österreichischen Behörden auszusagen. "Ich werde alles tun, damit das Verfahren wieder aufgenommen wird", sagte Pilz. Der Zeuge "D", wie er aus Sicherheitsgründen genannt wird, der nach einer Hausdurchsuchung vor kurzem aus Teheran geflohen war, habe gegen Ende 2001 vom ehemaligen General der "Pasdaran" (Wächter der Revolution), Nasser Taghipoor, diese Information erhalten, sagte Pilz. Taghipoor ist laut dem Zeugen selbst am Kurden-Mord beteiligt gewesen und einige Zeit nach dem Gespräch während einer angeblichen Tauchübung im Süden des Iran ertrunken aufgefunden worden. Von den sechs Kandidaten, die zu den im Juni im Iran stattfindenden Präsidentschaftswahlen zugelassen wurden, stünden die drei aussichtsreichsten unter dringendem Verdacht, an internationalen Morden beteiligt gewesen zu sein, erklärte Pilz. Neben Rafsandjani nannte er Mohsen Rezai, der als Kommandant der "Pasdaran" für die Übermittlung der Mordbefehle und Erfolgskontrolle verantwortlich gewesen sei, sowie den derzeitigen Bürgermeister von Teheran, Mahmood Ahmadi Nedjad, der laut dem Zeugen "D" im Juli 1989 als "Reserve" beim Wiener Kurden-Mord diente, falls der Mordanschlag scheitern sollte. Die EU sollte sich deshalb bewusst sein, dass es sich bei den bevorstehenden Wahlen nicht um eine Wahl zwischen gemäßigten Technokraten und religiösen Eiferern handle, sondern dass auch die so genannten pragmatischen Kandidaten Personen seien, die politische Morde als Mittel einsetzen würden, so der Abgeordnete. Pilz erklärte, er habe auf Grund nicht veröffentlichter Informationen der Österreichischen Staatspolizei zum Wiener Kurden-Mord, über die er verfüge, die Aussagen des Zeugen "D" überprüfen können. Sie würden mit seinen Informationen übereinstimmen und darüber hinaus noch viel detaillierteres Material zu der Vorbereitung und dem Tathergang liefern, insbesondere zu den 1988 erfolgten direkten Mordbefehl Rafsandjanis und der Verwicklung zweier weiterer Präsidentschaftskandidaten. Egal welche Motive der Zeuge verfolge, er habe die Informationen direkt von einem der Kurden-Mörder erhalten. Die Identität des Zeugen sei zudem vom ehemaligen iranischen Präsidenten Abolhassan Bani Sadr in Frankreich bestätigt worden. Am 13. Juli 1989 waren Ghassemlou sowie sein Vertreter Abdullah Ghaderi und der österreichisch-irakische Vermittlungsmann Fadzel Rassul in einer Wiener Wohnung von einer iranischen Delegation erschossen worden. Die Ausrüstung des Terrorteams ist laut schriftlicher Aussage des Zeugen von der iranischen Botschaft in Wien zur Verfügung gestellt worden. Taghipoor habe dem Zeugen erzählt, dass "die Regierung von Österreich auf Grund ihres politischen und wirtschaftlichen Interesses am Iran, der iranischen Delegation ihre Hilfe zur Zusammenarbeit zu Verfügung gestellt habe, um die Mörder zum Flughafen zu begleiten". Wien (APA) -- WADI - Verband für Krisenhilfe und solidarische Entwicklungszusammenarbeit e-mail: wadi.wien at gmx.at Tel.: 0699-11365509 Spendenkonto in Österreich: Kontonummer 07.405.301 Evangelische Kreditgenossenschaft eG BLZ 31800 IBAN: AT10 3180 0000 0740 5301 BIC: EVKRATW1 Website mit weiteren Informationen zu Projekten von Wadi und Veranstaltungshinweisen: www.wadinet.at ================================================ 10 7. Juni: Bildungspolitik als Gesellschaftspolitik von: LM.Sender at spoe.at ================================================ Zukunfts und Kulturwerkstätte Newsletter 9/2005 ================================================= Wir möchten unsere Interessentinnen und Interessenten auf eine Kooperationsveranstaltung mit WIWIPOL hinweisen. * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * Vranitzky-Kolloquium BILDUNGSPOLITIK ALS GESELLSCHAFTSPOLITIK - Jedem das Seine? * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * Dienstag, 7. Juni 2005, 10.30 Uhr im Kassensaal der Oesterreichischen Nationalbank Otto Wagner-Platz 3, 1090 Wien >> Key Note Speaker > Gertraud Knoll Leiterin der Zukunfts- und Kulturwerkstätte >> Podium > Brigitte Cizek Geschäftsführerin des Österreichischen Instituts für Familienforschung Alfred Gusenbauer Bundesparteivorsitzender der SPÖ Andreas Schleicher Erfinder und Koordinator der internationalen PISA-Studie, Leiter der Abteilung "Indikatoren und Analysen" des Direktorats für Bildung in der OECD Moderation Rupert Weinzierl Sozialwissenschaftler; WIWIPOL >> Um Anmeldung wird gebeten! > WIWIPOL Arbeitsgemeinschaft für wissenschaftliche Wirtschaftspolitik Maria Theresien-Straße 24/4, 1010 Wien Tel.: 01/319 44 47, Fax: 01/319 44 49, office at wiwipol.at, www.wiwipol.at * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * > Nähere Infos unter: Zukunfts- und Kulturwerkstätte Schönlaterngasse 9, 1010 Wien Tel.: 01/513 86 82 www.diezuk.at zuk at spoe.at ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< WELTWEIT ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 11 DIE ISOLATIONSPOLITIK TÖTET WEITER von: cephe at gmx.at ================================================ Ein weiterer Aufruf aus der Türkei, die “auf dem Weg zur Demokratie ist" Die in der Türkei unter der Bezeichnung “F-Typ-Gefängnisse" eingeführten Isolationsgefängnisse sind Massakerzentren, die den Zweck befolgen die revolutionäre Opposition in der Türkei auszuschalten und den Weg zur EU-Aufnahme zu ebnen. Um diese Massakerzentren zu schließen und die Isolationspolitiken, welche dem Foltertod gleichkommen, zu beenden, wird in den Gefängnissen der Türkei und ausserhalb seit Oktober 2000 ein Widerstand durchgeführt. Dieser Widerstand, der in die Geschichte als der “Grosse Widerstand" eingehen wird, hat bis dato 119 Menschen das Leben gekostet. Für den Tod von den 119 Menschen sind neben den Ausführern dieser Politik auch ihre Unterstützer verantwortlich. Dies zieht sowohl politische als auch moralische Verantwortung mit sich. Gleichsam ist es eine Frage des Gewissens. DAS REGIME IN DER TÜRKEI IST FASCHISTISCH Die EU-Länder benutzen die Massenmedien, um ihrer Bevölkerung weiß zu machen, wie viel demokratischer die Türkei nun sei und darum in die EU aufgenommen werden müsste. In der Türkei halten Folter, Massaker und die Verletzung der Grundrechte und -freiheiten an. Eine demokratischere Türkei gibt es eigentlich nicht- sehr wohl aber eine EU, welche das faschistische Regime unterstützt und einen anti-demokratischen Charakter hat. EIN BEISPIEL FÜR DIE ANPASSUNG DER EU-GESETZE : das neue Strafgesetzbuch Mit der Vorgabe EU-Anpassung werden neue Gesetze herausgebracht. Jede neue Gesetzgebung wird von der EU “begeistert" als Demokratisierung aufgefasst. Das faschistische Regime in der Türkei wird hochgelobt. Dabei beschäftigt sich jedes neue Gesetz damit, wie vorhandene demokratische Rechte noch mehr eingeschränkt werden können, es liegt kein Demokratieverständnis vor. Schon allein folgender kurzer Zeitungssauschnitt zeigt unmißverständlich den anti-demokratischen Charakter des neuen Gesetzes: "Wenn nach dem neuen Strafgesetzbuch festgestellt wird, dass bei Anwaltsbesuchen der Anwalt dem Informationsfluß zwischen dem Mitglied einer terroristischen / kriminellen Vereinigung dient, wird dieser verboten. Nach der Veränderung im Strafgesetzbuch bekommen Anwälte Berufsverbot, wenn gegen sie ein Ermittlungsverfahren bei Verbrechen, die gegen das Grundgesetz verstoßen oder den Anti-Terrorgesetzen unterliegen, vorliegen wie ihre Mandanten (...) Folgende Änderungen werden im neuen Gesetzesbuch eingeführt: -Für die medizinische Untersuchung eines Verdächtigen oder Verurteilten ist ein richterlicher Beschluß nötig. -Die Polizei ist befugt, Maßnahmen zu ergreifen, um einen Fluchtversuch zu vereiteln und zu verhindern, dass er sich oder anderen Schaden zufügt, ohne die Verpflichtung diesen über seine Rechte aufzuklären. -Die Vorgesetzen der Streitkräfte sind befugt Dursuchungsbefehle auszustellen, Dursuchungen durchzuführen, zu beschlagnahme oder Dokumente zu studieren. -Um Verbrecher zu erwischen, können Telefone ohne richterlichen Beschluß abgehört werden. (Hürriyet, 26. Mai 2005). Faruk Kadioglu, der sich als Freiwilliger für das Todesfasten meldete,hat, um das neue Strafgesetzbuch zu protestieren und der Forderung die Isolationshaft und das Sterben zu beenden, hat sich verbrannt und seinem Leben ein Ende gesetzt. FARUK KADIOGLU Faruk Kadioglu, der 1977 auf die Welt kam, befand sich seit dem 25.08.2001 im Tekirdag F Typ Gefängnis mit der Anklage Mitglied der DHKP-C zu sein. Faruk befand sich seit dem 9. Mai 2005 in der 12. Todesfastengruppe im Todesfasten. Um das neue Strafgesetzbuch, welches ein Teil der EU-Anpassung ist, zu protestieren und der Forderung die Isolationspolitik zu beenden, hat er sich am 26. Mai 2005 verbrannt. Die Verbrennungen am Körper von Faruk Kadioglu sind gleichzeitig ein Aufruf an die EU. Ein sehr klarer Aufruf: Hebt die Isolation auf und beendet das Sterben... DIE ISOLATIONSZELLEN DER EU HABEN 119 MENSCHEN AUF IHREM GEWISSEN AUCH DIE UNTERSTÜTZUNG IST EIN VERBRECHEN HELDEN STERBEN NICHT, EIN VOLK KANN NICHT BESIEGT WERDEN DER GROSSE WIDERSTAND GEHT WEITER 26. Mai 2005 DHKC International ================================================ 12 Liverpool and Birmingham protests against migrant slave labour scheme von: global at no-racism.net ================================================ Indymedia reports on Tuesdays protests in Liverpool and Birmingham against the YMCAs collusion in the migrant slave labour scheme. Human rights protesters visited the residence of the Bishop of Birmingham the morning of Tuesday 24th May to protest at his organisations involvement in the governments plans to force asylum seekers to work without pay, union rights or health and safety for basic human needs. Refugees will be forced under the scheme to perform degrading menial tasks for their meagre upkeep. If they refuse they will be made homeless and receive no support of any kind, and will be liable to be detained and deported. Birmingham protest: http://www.indymedia.org.uk/en/2005/05/311838.html Liverpool protest: http://www.indymedia.org.uk/en/2005/05/311852.html -- This mail was sent through the strg.at network. http://strg.at ------------------------------------------------------------------------ Indymedia reports on Tuesdays protests in Liverpool and Birmingham against the YMCAs collusion in the migrant slave labour scheme. Human rights protesters visited the residence of the Bishop of Birmingham the morning of Tuesday 24th May to protest at his organisations involvement in the governments plans to force asylum seekers to work without pay, union rights or health and safety for basic human needs. Refugees will be forced under the scheme to perform degrading menial tasks for their meagre upkeep. If they refuse they will be made homeless and receive no support of any kind, and will be liable to be detained and deported. Birmingham protest: http://www.indymedia.org.uk/en/2005/05/311838.html Liverpool protest: http://www.indymedia.org.uk/en/2005/05/311852.html ------------------------------------------------------------------------ Indymedia reports on Tuesdays protests in Liverpool and Birmingham against the YMCAs collusion in the migrant slave labour scheme. Human rights protesters visited the residence of the Bishop of Birmingham the morning of Tuesday 24th May to protest at his organisations involvement in the governments plans to force asylum seekers to work without pay, union rights or health and safety for basic human needs. Refugees will be forced under the scheme to perform degrading menial tasks for their meagre upkeep. If they refuse they will be made homeless and receive no support of any kind, and will be liable to be detained and deported. Birmingham protest: http://www.indymedia.org.uk/en/2005/05/311838.html Liverpool protest: http://www.indymedia.org.uk/en/2005/05/311852.html ================================================ 13 Weltweites 'Virtuelles Sit-in' belagert US-Bürgermiliz von: kampagne at libertad.de ================================================ Kampagne Libertad! Falkstr. 72-74, D-60487 Frankfurt eMail: kampagne at libertad.de Internet: www.libertad.de Presseerklärung Weltweites 'Virtuelles Sit-in' belagert US-Bürgermiliz Auch deutsche Online-Aktivisten beteiligen sich an der Internet-Demonstration Eine Online-Demonstration soll die Homepage der US-amerikanischen Bürgerwehr "The Minutemanproject" (http://www.minutemanproject.com) lahmlegen. Diese milizähnliche Gruppierung hat sich zum Ziel gesetzt entlang der Grenze zu Mexiko zu patrouillieren und Flüchtlinge einzufangen, denen es gelungen ist, die immensen Grenzbefestigungen und elektronischen Überwachungssysteme zu überwinden. Unter dem Motto "Americans doing the jobs our Government won't do" rekrutieren die rassistischen US-Aktivbürger über ihre Internetpräsenz Freiwillige für die Suchtrupps, die dann die aufgespürten und gefangenen Flüchtlinge der Grenzpolizei (American Border Patrol) übergeben sollen. Das US-amerikanische Grenzregime zu Mexiko wird von Menschenrechtsgruppen in den USA inzwischen häufig wegen seiner Dimension "The Mauer" genannt. Seit 1994 starben bereits über 3.500 Menschen beim Versuch die Grenzanlagen zu überwinden (http://stopgatekeeper.org). Kurz vor Beginn der angesetzten Sommer Fangsaisson rufen jetzt antirassistische Gruppen und Online-Aktist/innen aus den USA zwischen dem 27. und 29. Mai 2005 ein virtuelles Sit-in auf der Homepage der Bürgerwehr zu veranstalten. Unter dem Slogan "Swarm the racist minutemen!" hat die Aktionsgruppe South West Action to Resist the Minutemen (S.W.A.R.M, http://swarmtheminutemen.com) eine Kampagne zum "Umschwärmen" der Bürgerpatroillen gestartet. Diese Kampagne wird jetzt durch eine Internet-Demonstration unterstützt. Die bekannten Netzaktivist/innen vom Electronic Disturbance Theater (http://www.thing.net/~rdom/ecd), die bereits elektronische Aktionen für die Zapatisten in Mexiko starteten oder die Online-Demonstration gegen die deutsche Lufthansa AG 2001 unterstützten, haben dazu ihre Aktionssoftware "FloodNet" (http://www.thing.net/~rdom/ecd/floodnet.html) bereit gestellt, mit der die Seite der Bürgerwehr permanent aufgerufen wird, so dass diese nicht mehr erreicht werden kann. Die Online-Demo wird über die Seite http://www.thing.net/~rdom/ecd/SWARM2005/Start.html gestartet. Antirassistische Gruppen in aller Welt beteiligen sich an dieser Aktion. Auch in Deutschland demonstrieren die Kampagne Libertad! und andere Aktivist/innen gegen die US-Bürgermiliz. Wegen einer ähnlichen Aktion im Jahre 2001 (http://go.to/online-demo) gegen das Abschiebegeschäft der Lufthansa AG, an der sich weit über 13.000 Menschen beteiligten und zeitweise die Homepage lufthansa.com erheblich beeinträchtigte, findet am 14. Juni ein Gerichtsverfahren in Frankfurt/Main statt. Angeklagt wegen Nötigung und Aufruf dazu ist stellvertretend für Libertad! und alle Online-Aktivist/innen der Domain-Inhaber von libertad.de . In diesem ersten Prozess geht es auch grundsätzlich um die Frage von Meinungs- und Versammlungsfreiheit im Internet. Aus diesem Grund hat Libertad! die Kampagne "online protest is not a crime" (http://www.libertad.de/online-demo) gestartet. Im Vorfeld des Prozesses finden verschiedene Aktivitäten und am Prozesstag eine Protestkundgebung vor dem Amtsgericht Frankfurt statt. Hans-Peter Kartenberg ================================================ 14 Verhaftung syrischer Oppositioneller von: wadi.wien at gmx.at ================================================ Folgende Nachricht der KPDS erreichte uns zur Verhaftung wichtiger syrischer Oppositioneller in Damaskus: Nach der Verhaftung des Vorsitzenden der Arabischen Organisation für Menschenrecht in Syrien, Nabil Raadon, hat die syrische Regierung das letzte noch freie politische Forum in Damaskus niedergeschlagen. Dieses Forum war die einzige Bühne der Menschenrechtler und Demokraten im syrischen politischen Leben. Im Februar 2001 war der sogenannte "Frühling von Damaskus" mit dem Verbot aller kulturellen und politischen Forums zu Ende gebracht worden. Jamal Atasis Forum hatte die Chance gehabt bis jetzt zu überleben. Aber jetzt sind aller Mitglieder des Vorstandes des Forums am seit der Dämmerung vom 24.05.2005 in Haft: Frau Suher Jamal Atasi Frau Nahed Badawia Dr. Hazem Nahar Der Verleger Hussain Awdat Der Verleger Yusef Aljahmani Jihad Misoti Abdulnaser Kehlus Mohamed Mahfud ----------- Demokratische Partei Kurdistans-Syrien (KPDS) -- WADI - Verband für Krisenhilfe und solidarische Entwicklungszusammenarbeit e-mail: wadi.wien at gmx.at Tel.: 0699-11365509 Spendenkonto in Österreich: Kontonummer 07.405.301 Evangelische Kreditgenossenschaft eG BLZ 31800 IBAN: AT10 3180 0000 0740 5301 BIC: EVKRATW1 ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< SERVICE - LINKS ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 15 Neu: Gaycops Austria von: office at RKLambda.at ================================================ Neu! www.GayCopsAustria.at ================================================ 16 kanalB videoclip - kanalB & UATV feiern!von: kanalB_at_redaktion at kanalB.org ================================================ titel des videoclips: kanalB & UATV feiern! --: - beschreibung: aus den annalen von kanalB.at & United Aliens TV: die oesterr. regierung feiert das jubeljahr 2005? da feiern wir doch glatt mit, dachten sich kanalB.at und United Aliens TV und veranstalteten im Wiener TUEWI ein fest fuer freie medien. mit denkwuerdigen live-acts von Guantanamo und K-Punkt. unsere reporter decken auf, was dort wirklich geschah. sehen sie ungeschminkte exklusiv-interviews von kanalB.at-, United Aliens TV- und UTV-mitarbeitern. dieser bericht ist nichts fuer zart besaitete! er ist derb, alkoholisch und eklig! ---: - kategorie: kurzdoku ----: - clipinfo: http://kanalB.org/clip.php?clipId=1098 -----: - video: http://austria.kanalb.org/video.php?clipId=1098&Viam=Clip ------: - download: http://austria.kanalb.org/download.php?clipId=1098 --------------: - laenge: 5,55 min team: Craz, Zork team_homebase: http://tv.unitedaliens.at/ erstellt: 2005-05-29 datenmenge: 15708 kb ----------------: - realplayer: http://kanalB.org/realplayer.html -----------------: - email: kanalB_at_redaktion at kanalB.org kanalB ersetzt herkoemmliches fernsehen: http://austria.kanalb.org _______________________________________________ clips_kanalb_at mailing list clips_kanalb_at at kanalB.org http://kanalB.org/cgi-bin/mailman/listinfo/clips_kanalb_at ================================================ 17 grundrisse - diesmal quasi ein newsletter von: grundrisse at gmx.net ================================================ liebe leserInnen, liebe interessierte, die nummer 14 der grundrisse.zeitschrift für linke theorie & debatte ist im erscheinen, darin finden sich texte zu "commodification", wertgesetz und immaterielle arbeit, negriZs spinozismus, feministischen aspekten von prekarität, flitterwochen von marx & kropotkin, lotta continua in frankfurt, marcuses negation. das wie immer an dieser stelle dokumentierte editorial diesmal schon eher als newsletter anzusehen. es tut sich was. schönen sommer, viel sonne & wenig arbeit wünscht die grundrisse-redaktion ----------------------- Liebe Leserinnen, liebe Leser, willkommen zur 14. Ausgabe der grundrisse. Bevor wir euch unserem diesmal im Baukastensystem angelegten Editorial überlassen, hier noch ein kurzer Ausblick auf das nun Folgende: In dieser Nummer findet ihr den ersten Teil unserer Reihe “MIT NACHDRUCK", in der wir wichtige nicht mehr erhältliche Texte wieder zugänglich machen wollen. Außerdem gibtZs noch einen Rückblick auf den Euromayday 2005 in Wien und eine Einladung zur Vorstellung von Beverly J. SilverZs Buch über “Arbeiterbewegungen und Globalisierung seit 1870". Beschließen wird das bislang längste Editorial ein Aufruf “Für eine Produktion emanzipativer Bilder" von Linda Bilda, die auch ab sofort in der Bildpolitik der grundrisse ihren Niederschlag finden wird. Im Anschluss daran findet ihr die Einladung zu unserem diesjährigen Sommerseminar - mit dem schönen Titel "Geschlechterordnung, Kapitalismus und Revolution" - in Ungarn. Wir bitten um Beachtung. Eine anregende Lektüre sowie einen schönen Sommer wünscht die grundrisse-redaktion ---------------------- MIT NACHDRUCK In dieser Ausgabe findet sich der erste Teil der Reihe “MIT NACHDRUCK" (an dieser Stelle einen Dank an Martina für die Namensfindung). Unter diesem Label sollen in Zukunft ältere, nicht mehr zugängliche Texte, die entweder sehr interessant, wenig verbreitet oder überhaupt erstmals in deutscher Übersetzung vorliegen, in unregelmäßigen Abständen veröffentlicht werden. Als erstes Dokument haben wir die Arbeit “Zum Begriff der Negation in der Dialektik" von Herbert Marcuse aus dem Jahr 1966 ausgewählt. Wir bedanken uns an dieser Stelle beim Suhrkamp Verlag für die Nachdruckgenehmigung. In der nächsten Nummer der grundrisse veröffentlichen wir das wichtige fünfte Kapitel aus “Reading Capital Politically" von Harry Cleaver, einem Klassiker des us-amerikanischen Operaismus, hierzulande wenig bis kaum bekannt. Marcuses Text ist deshalb von besonderem Interesse, weil er den endgültigen Beginn seiner Reflexion der 68er Bewegung markierte, die in den USA, wo Marcuse zu diesem Zeitpunkt lehre, früher als in Europa einsetzte. Diese und seine folgenden Arbeiten, insbesondere “Versuch über die Befreiung" sowie “Konterrevolution und Revolte" widerlegen das weit verbreitete Gerücht, Herbert Marcuse sei im Gegensatz zu Adorno und Horkheimer innerhalb des Projekts der Kritischen Theorie als Theoretiker der zweien Garnitur einzustufen. Es spricht vielmehr einiges dafür, den gegenteiligen Standpunkt einzunehmen. Bis zu seiner geistigen Auseinandersetzung mit der 68er Bewegung zählte Marcuse tatsächlich zum Mainstream der “Frankfurter Schule", deren methodisches Instrumentarium salopp als Hegelmarxismus bezeichnet werden kann, erweitert durch theoriebildende Bezügen zu zusätzlichen philosophischen Strömungen. Im Falle Marcuses beruhte diese Erweiterung wesentlich auf der existentialistisch gelesenen Philosophie Heideggers. Im Gegensatz zu Adorno und Horkheimer, die die 68er Bewegung nur kommentierten, reagierte Marcuse theoretisch auf die wichtigste Revolution des späten 20. Jahrhunderts und erkannte, dass dieses Ereignis ein neues philosophisches Instrumentarium erfordert. Marcuse verstand Theorien nie als Selbstzweck sondern als veränderbares Werkzeug, das sich in der geschichtlichen Wirklichkeit zu bewähren hätte. Geschlossene, durchkomponierte philosophische Systeme erzeugen leicht den Schein intellektueller Brillanz, doch dieses Funkeln wird regelmäßig durch Abschottungstendenzen gegenüber der gesellschaftlich-geschichtlichen Wirklichkeit erkauft. Marcuse ging immer einen anderen Weg. Um zu begreifen was ist und was sein könnte war er stets bereit, seine theoretischen Ansätze umzubauen, auch wenn dies weder eine Schulbildung noch die Rezeption im akademisch-universitären Milieu förderte. Eine der wesentlichsten Konsequenzen der 68er Bewegung konnte Marcuse bereits 1966 formulieren: Um den Prozess der Befreiung, seine Bedingungen, sowie seine Perspektiven angemessen verstehen und formulieren zu können, bedarf es eines klaren Bruchs mit der Hegelschen Dialektik. Einige Argumente dafür findet ihr in seinem Text. --------------------- Euro? May? Day? 2006? Eine Zwischenbilanz Eine Menge Leute sammelten sich am wie immer sonnig-heißen 1. Mai am Wiener Mexikoplatz, um den ersten “Euromayday" der Stadt “würdig zu begehen". An die tausend Menschen zogen entlang ausgewählter Orte der Prekarisierung durch Wien, um lustbetont der Veränderung sozialer Subjektivitäten Ausdruck zu verleihen - wie auch in 18 weiteren europäischen Städten (siehe www.euromayday. org). Verkleidete, Einrad fahrende, tanzende, Sticker klebende, sprayende, Parolen rufende, weiße Handabdrücke hinterlassende, am Bus der Volxtheaterkarawane chillende, flanierende, trommelnde (v.a. Samba-ATTAC), pfeifende Menschen setzten sich für einige Stunden gemeinsam in Bewegung. Es wurden keine Reden geschwungen, vielmehr wurden zu den Stationen der Prekarisierung von Arbeit und Leben Texte in Jingleform via CD eingespielt: eine von mehreren Versuchen, die Repräsentation der Unrepräsentierbaren, nämlich der Multitude der prekär Arbeitenden und Lebenden, zu verhindern. Die Route: Mexikoplatz (Sexarbeit) - Billa (Teilzeitarbeit, insbesondere von Frauen) - Flexwork (“gemeinnützige" Arbeitskräfteüberlassung)- News-Tower (Boulevard-Illustrierte) - Schubhaftgefängnis Rossauer Lände - Universität Wien - Ballhausplatz (Regierungssitz) - Museumsquartier - Karlsplatz (“Schutzzone"). Begleitet von einigen, allerdings doch eher spärlichen Aktionen zog die Parade durch den 2., 9. und schließlich 1. Bezirk, wo am Karlsplatz mit Musik, Tanz und guter Laune der Mayday schließlich zu Ende ging. Angesichts der überlangen Route konnten die ursprünglich angedachten “Nachaktionen" leider nicht mehr durchgeführt werden Š Die Mayday-Parade war als politische Artikulation in erster Person gedacht und wurde als solche von den Teilnehmenden zum überwiegenden Teil positiv bewertet. Der erste Wiener Euromayday kann (und soll) also durchaus als Erfolg gewertet werden. Im Gegensatz zu anderen Ländern wurden jedoch die offenen theoretischen Fragestellungen um inhaltliche Fragestellungen hierzulande bisher nur am Rande diskutiert. Der “pragmatischen" Organisierung der Parade wurde der Vorzug gegeben. Dies könnte für die Zukunft des Projekts Mayday sich durchaus positiv auswirken, haben doch in der Vorbereitungsphase weit über 20 Leute unterschiedlichster Erfahrungshintergründe, verschiedener organisatorischer und theoretischer Zugänge für Wiener linke Verhältnisse ungewohnt solidarisch und effektiv zusammengearbeitet. Dieses solidarische Klima könnte in zweierlei Hinsicht genutzt werden: zum einen, um die ausständigen inhaltlichen Diskussionen über Prekarisierung von Arbeit und/oder Leben, über Organisierung und/oder hierarchische Organisation, über Event und/oder Prozess anzugehen. Denn die Idee “Euromayday" ist die eines Prozesses, in dessen Rahmen die Parade am 1. Mai nur ein Ereignis darstellen soll. Das Beispiel der Organisation “Chainworkers" in Italien (sie war an der Entstehung des ersten Mayday - 2001 in Milano - maßgeblich beteiligt) kann dabei als positives Beispiel partei- und gewerkschaftsunabhängiger Organisierung prekär Beschäftigter dienen. Im Unterschied zu Italien muss allerdings in Österreich der Prozess der “Alltagsorganisierung" erst geleistet werden - wobei Ansätze, wie die Interessensvertretung work at flex der GPA, bereits existieren, allerdings im letztlich doch einschränkenden Rahmen der traditionellen Gewerkschaftsbewegung. Dieser Fragenkomplex von Organisierung und von Euromayday als Prozess muss begleitend zur Reflexion der Vorbereitung und Durchführung des vergangenen Mayday selbst in Angriff genommen werden. Bei dieser “praxisorientierten" Reflexion sollten zwei Aspekte im Mittelpunkt stehen, die die meines Erachtens kritikwürdigen Aspekte dieser gelungenen Maydayparade darstellen: * Wie können - angesichts des relativ geringen Spontaneitäts- bzw. Aktionsimsufaktors bei der Parade - aktionistische Interventionen entwickelt und durchgeführt werden, ohne wieder in Muster stellvertretender Politik hineinzurutschen? * Wie kann eine stärkere und breitere Beteiligung der prekär Arbeitenden und Lebenden erreicht werden - nicht zuletzt angesichts der Tatsache, dass sowohl sehr junge Menschen als auch MigrantInnen deutlich “unterrepräsentiert" waren. In naher Zukunft wird auch die Auseinandersetzung mit der internationalen Koordination des Euromayday ins Haus stehen, hat doch die Wiener Vorbereitungsgruppe aus nahe liegenden Gründen u.a. den gesamteuropäischen Slogan verworfen, der zur “Verschwörung" der Prekären sowie zum Kampf für ein “freies, offenes und radikales Europa" aufrief. Abgesehen von diesen seltsamen Entwicklungen wird wohl auch die Diskussion über den Eurozentrismus zu führen sein. Mir jedenfalls würde “WorldWideMayDay2006" um einiges besser gefallen Š Martin Birkner PS: Die KPÖ-nahe Zeitschrift “Volksstimmen" fragt sich, was einer “gemeinsamen kreativ-kämpferischen und prekär tanzenden 1. Mai/Mayday-Kundgebung 2006 entgegensteht". Ich gebe kund: ein äußerst prekäres besetztes Haus im zehnten Wiener Gemeindebezirk (siehe www.ekhbleibt.info). ----------------------------- Buchvorstellungen & Diskussion Beverly J. Silver: Forces of Labor. Arbeiterbewegungen und Globalisierung seit 1870. Assoziation A & Wildcat (2005) Steve Wright: Den Himmel stürmen. Eine Theoriegeschichte des Operaismus. Assoziation A (2005) Das soeben in deutscher Übersetzung erschienene Buch von Beverly J. Silver “Forces of Labor. Arbeiterbewegungen und Globalisierung seit 1870" (Assoziation A & wildcat) bringt frischen Wind in die Debatten über Krieg, Kapitalismus und die zukünftige Bedeutung der Klassenkämpfe. Aus einer globalen Sicht auf die letzten 150 Jahre proletarischer Kämpfe werden langfristige und weltweite Zusammenhänge sichtbar, die in vielen modischen Theorien eher verdeckt und mystifiziert, denn geklärt werden. Gegen die Auffassung einer eigengesetzlichen Kapitalentwicklung, der wir ohnmächtig gegenüberstehen, wird hier auf lebendige und historische Weise ein Kapitalbegriff entfaltet, der in dem ständigen Antagonismus zwischen Arbeit und Kapital die treibende Dynamik der Geschichte ausmacht. Hier ergeben sich auch interessante Parallelen zu einer Anfang der sechziger Jahre in Italien entstandenen Strömung, deren Werdegang in einer -ebenfalls gerade auf Deutsch erschienenen - Untersuchung nachgezeichnet wird: Steve Wright: 'Den Himmel stürmen. Eine Theoriegeschichte des Operaismus' (Assoziation A). Buchbesprechungen der englischsprachigen Ausgaben finden sich in der Nummer 4 (Wright) bzw. 9 (Silver) der grundrisse. Wann und Wo? Wien: Amerlinghaus, 1060 Wien, Stiftgasse 8., Freitag 17. Juni 2005 - 18:00 Uhr Linz: Dachstock-Kapu, 4020 Linz, Kapuzinerstraße 36. Samstag, 18. Juni 2005 - 19:00 Uhr ------------------------------ Für eine PRODUKTION EMANZIPATIVER BILDER! Die Ebene der visuellen Wahrnehmung ist eine sehr wichtige Fläche, auf der Ideologie und Ideenwelten produziert und verbreitet werden. Imagekampagnen, Filme und Bildstrategien arbeiten ständig daran in unsere Wahrnehmung zu dringen, sie zu formen und sie zu manipulieren. Die von der Medien, Unterhaltungs- und Werbeindustrie erzeugten warenförmigen Bilder sind handlungsanleitend und funktionieren in diesem Sinne als ideologisches Werkzeug, um als Mehrheitsdenken zur Abstützung der herrschenden Ordnung zu dienen. Trotz der oft eingebildeten Erhabenheit der KonsumentInnen über die Werbung und die Medien mobilisieren diese immer aufs Neue, in der Regel im Unbewußten ohne Gegenkontrolle, eine Angst zu kurz zu kommen oder etwas zu verpassen. Im Allgemeinen beschäftigt sich die “Linke" mit Bildproduktion meistens nur soweit, als sie sich über einen kulturellen Distinktionsgewinn einrichtet: die besseren Filme sehen, die cooleren Comics lesen und vielleicht noch Kunst rezipieren. Der Versuch Meinungshegemonie auch in der Bildpolitik zu gewinnen scheint ein wenig beachtetes Thema. Um diesen Bereich eingehender wahr zu nehmen, haben wir vor, in den nächsten Nummern unsere Bildleisten dem Thema Film zu widmen, um darin visuelle Denkprozesse sichtbar und evtl. diskutierbar zu machen. Wir beginnen damit, an dieser Stelle das Werk der Wiener Filmemachers Ernst Schmidt jr. vor zu stellen, der 1988 früh gestorben, sich sehr grundlegend mit der Frage der Manipulation durch Film auseinander gesetzt hat. Auszug aus seinem Manifest von 1968, das auch heute noch eine Programmatik für diesen Bereich bietet: “Handlung im Film ist Manipulation, kontrolliert von der Klasse der Wenigen. Film als Industrie ist Ausdruck einer globalen gesellschaftlichen Ordnung, die in den verschieden Staaten nur graduelle Unterschiede aufweist. Kunst ist Können, Kritik ist Reklame, Film ist Reklame, Kunstfilm ist gekonnte Reklame - spricht nur wenige an - Filmkritik ist Reklame der Reklame einer gesellschaftlichen Ordnung. Die Handlung im Film ist Ausdruck einer ideologischen Konstellation, die jeden Zufall ausschließt und einen gesellschaftlichen Zustand propagiert, was jedoch nicht heißen soll handlungsloser Film sei frei von Manipulation. Man weiß sich geschickt zu helfen, wechselt in das Lager des Gegners und breitet sich dort aus. Die Möglichkeiten des Films direkt Teile der Wirklichkeit wiederzugeben, werden nur von wenigen Außenseitern genützt. Manipulieren Sie, werden sie Filmregisseur!" Linda Bilda -------------------------- grundrisse-SOMMERSEMINAR: Kapitalismus, Geschlechterordnung und Revolution Das diesjährige Sommerseminar der grundrisse wird nicht zuletzt als Weiterführung der vorangegangenen beiden Seminare (zum Klassenbegriff bzw. zum Themenfeld “kommunistische Transformation") die kritische Reflexion der Geschlechterordnung in den Mittelpunkt stellen. Als ausschließlich aus Männern bestehende Redaktion wird es auch an uns liegen, über theoretische Betrachtungen hinaus auch die “politische", “alltägliche" und oft unbewusste Verstrickung in die nach wie vor patriarchal geformte Geschlechterordnung in den Blick zu nehmen. Wurden in den feministischen und linken Diskussionen Kapitalismus und Patriarchat nebeneinander gestellt, wobei sich immer die Frage nach der Gewichtung stellte, so muss eine zeitgemäße Theorie in systemüberwindender Absicht die patriarchale Geschlechterordnung - die heterosexuelle Matrix (Judith Butler) - als konstitutiv für den Kapitalismus begreifen. Es geht also darum, dass das ganze Leben, Gefühle, Emotionen, Beziehungen etc. - etwas verkürzt als affektive Arbeit bezeichnet - aber auch die Produktion des Lebens (“Reproduktion") der Organisation des Kapitalismus unterworfen ist. Dass das Patriarchat älter ist als der Kapitalismus widerspricht dem nicht, denn die Geschlechterordnung im Kapitalismus ist eine andere als im vorkapitalistischen Patriarchat. So ist es nicht zufällig, dass das Familiensystem mit dem Wohlfahrtsstaat, dem Höhepunkt des Fordismus zusammenfällt und dass die Geschlechterordnung jetzt eine andere, allerdings noch immer patriarchale ist, verbunden mit dem entsprechenden kapitalistischen Regime. Wir können nicht wie Marx davon ausgehen, dass mit der Unterwerfung unter die Verwertung alle, auch die geschlechtlichen, Unterschiede verdampfen, sondern dass eine adäquate Analyse des Kapitalismus nur in Zusammenhang mit einer Analyse der Geschlechterordnung möglich ist. Und dass eine revolutionäre Umwälzung nur feministisch sein kann. Die Themenfelder, die aller Voraussicht nach am Seminar behandelt werden, sind: * “Ehe schlecht - alles gut?" Einleitende Gedanken zur Geschichte des Verhältnisses Marxismus / Feminismus * Frauen, Männer und Kinder in der politischen Arbeit * Welche Auffassung des Kapitals müssen wir aufgeben, um das Geschlechterverhältnis als konstitutiv für die kapitalistische Herrschaft begreifen zu können. * Die Kleinfamilie als konstituierendes Element für die Unterwerfung des Konsums unter den Zyklus der Kapitalreproduktion (“Fordismus") und die Auflösung des Familiensystems durch die Integration von Kommunikation, Beziehungen und Gefühlen in die kapitalistische Verwertung. * “Genderworkshop" Das Seminar findet wieder im ungarischen Hegymagas, an den Hängen der Weinberge über dem Plattensee statt. Für leibliches Wohl wird bestens gesorgt, die Unterkünfte sind kleine Häuschen in den Weingärten. Neben genügend Freizeit zum Besuch des lokalen Kulturfestivals und zum Baden wird es am Sonntag, den 7. August die Möglichkeit der Teilnahme an einem Segeltörn am Plattensee geben. Die Kosten für den Seminarreader (wird Anfang Juli ausgeschickt), Unterkunft und Verpflegung beträgt etwa 80 Euro. Die TeilnehmerInnenzahl ist beschränkt, verbindliche Anmeldung mittels Einzahlung von 30 Euro auf das grundrisse-Konto, Kennwort: Sommerseminar. Anmeldeschluß ist der 30. 6. 2005. Bei Interesse/Teilnahme ersuchen wir um ein mail an grundrisse at gmx.net, da detaillierte und kurzfristige Informationen via mail verschickt werden. ================================================ 18 kanalB videoclip - freiraum besetzung von: kanalB_at_redaktion at kanalB.org ================================================ titel des videoclips: freiraum besetzung --: - beschreibung: in der nacht des 25.05.2005 wurde zum vierten mal das gelaende neben dem 'narrenturm' am campus der uni wien besetzt. die aktivistInnen fordern einen nicht kommerziellen, selbstverwalteten freiraum. das 1400 qm grosse gelaende ist eigentum der uni wien und wird seit jahren nicht genutzt. das video vermittelt einen eindruck ueber die stimmung der nur eine nacht anhaltenden besetzung. ---: - kategorie: kurzdoku ----: - clipinfo: http://kanalB.org/clip.php?clipId=1096 -----: - video: http://austria.kanalb.org/video.php?clipId=1096&Viam=Clip ------: - download: http://austria.kanalb.org/download.php?clipId=1096 ---------: - weitere clips zum thema freiraeume erkaempfen: http://austria.kanalb.org/topic.php?clipId=121 -------------: - weitere informationen: http://freiraum.at.tt --------------: - laenge: 3,53 min team: tima / flo erstellt: 2005-05-26 datenmenge: 6534 kb ----------------: - realplayer: http://kanalB.org/realplayer.html -----------------: - email: kanalB_at_redaktion at kanalB.org kanalB ersetzt herkoemmliches fernsehen: http://austria.kanalb.org _______________________________________________ clips_kanalb_at mailing list clips_kanalb_at at kanalB.org http://kanalB.org/cgi-bin/mailman/listinfo/clips_kanalb_at _______________________________________________ Widerstand mailing list Widerstand at no-racism.net http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/widerstand ================================================ C) TERMINE ================================================ ======================== Montag http://www.mund.at/butt/Termine/Mai/3005.htm Dienstag http://www.mund.at/butt/Termine/Mai/3105.htm Mittwoch http://www.mund.at/butt/Termine/Juni/0106.htm ======================== ================================================ D) EDITORIAL ================================================ Für den Inhalt verantwortlich: Ihr. E-Mail-Adresse für Beiträge: widerstand at no-racism.net geschickt. widerst at nd MUND und alle Termine täglich aktualisiert im Web: http://www.no-racism.net/MUND Ziel von MUND (medienunabhängiger Nachrichtendienst) ist die unzensurierte und möglichst rasche Information über gesellschafts- politisch relevante Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu Widerstand und Antirassismus sowie verwandte Themen. sollen einen Titel, Namen und Emailadresse der/des AutorIn enthalten und möglichst kurz und prägnant gehalten sein, ev. mit Hinweis, wo weitere Informationen eingeholt werden können. Bitte keine Attachments! Die inhaltliche und sachliche Verantwortung liegt bei der/dem jeweiligen AutorIn bzw. jenen, die uns die Beiträge schicken. Der MUND wird von einzelnen TagesredakteurInnen zusammengestellt. Da Fehler nicht ausgeschlossen sind, bitten wir, nicht veröffentlichte Beiträge nochmals an widerstand at no-racism.net zu senden. Die Weiterleitung (auch auszugsweise) ist erwünscht. Beiträge mit rassistischen oder sexistischen Inhalten werden nicht veröffentlicht. Sehr persönliche Meldungen werden wir an den betreffenden Adressaten weiterleiten, aber nicht im MUND veröffentlichen. Die bisherigen Ausgaben sind unter http://www.no-racism.net/MUND archiviert. Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage: * Wann: Sonntag, 11.11.2001, 11:11 Uhr * * Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" * * Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf * * Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie. Aber kurz und prägnant.* Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch stillschweigend Zensur zu üben. Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die Nichtaufnahme geliefert. (Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.) Die AbsenderInnen der betroffenen Beiträge werden hiervon informiert. Im Sinne einer "gläsernen Zensur" könnt ihr Euch die Beiträge gerne extra schicken lassen: Ein kurzes Mail an widerstand at no-racism.net genügt. ================================================ E) VERTEILERLISTE ================================================ Zur Eintragung in diesen Verteiler bitte direkt subskribieren unter http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/analle oder von der einzutragenden Adresse aus ein mail schicken an: admin at no-racism.net mit folgendem Text: subscribe no-racism Bitte wegen Automatisierung diesen Wortlaut verwenden! Zur Austragung aus dieser Liste bitte an aus Einsendungen an zusammengestellt. Bitte keine Attachments! (werden nicht angenommen) Redaktionsschluss für diese Ausgabe: Sonntag, 20.00 III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III ü, ö, ä, ß, Ü, Ö, Ä III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III widerst at nd-MUND is powered by http://alt.strg.at/ ================================================ From analle at no-racism.net Tue May 31 09:11:34 2005 From: analle at no-racism.net (analle at no-racism.net) Date: Tue, 31 May 2005 09:11:34 +0200 Subject: widerst@nd! - MUND: Dienstag, 31.5.2005 Message-ID: widerst at nd MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst www.no-racism.net/mund Dienstag, 31.05.2005 ================================================ A) INHALT ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 01 2. Juni: Internationaler Hurentag "lefoe" ================================================== 02 3.6.: Oui, ein anderes Europa ist möglich! didi zach ================================================== 03 11.6.: 10 Jahre nach Srebrenica-Massaker: Solidaritätsmarsch "GFBV Hans Bogenreiter" ================================================== 04 MIDAS-Tagung - Salzburg - 23.6.2005 Cornelia Kogoj ================================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND KOMMENTARE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 05 EU-Verfassung/Frankreich/Steiermark/Stellungnahme/KPÖ KPÖ Steiermark ================================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< DISKUSSION ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 06 Fw: Verzweifeltes, trotziges Nein "kohlerdi" ================================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< SOLIDARITÄT WELTWEIT ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 07 Afghanistan: Women still under attack -- systematic failure to protect John O ================================================== 08 Sachsen / Sorben: Schulschließungen sind ein kaltschnäuziger Angriff auf Sprachminderheiten "GFBV" ================================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< LINKS / VERWEISE / HINWEISE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 09 Information on a new billboard project in Linz Oliver Ressler ================================================== 10 Neues von der Arbeiterfotografie arbeiterfotografie ================================================== ================================================ B) TEXTE ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 01 2. Juni: Internationaler Hurentag "lefoe" ================================================== Presseaussendung zum 2. Juni 2005 SexARBEIT 2. Juni: Internationaler Hurentag 5.000 - 7.000 Frauen arbeiten in Wien in der Prostitution. Sie, Sex-Arbeiterinnen, haben eine Reihe von Pflichten, aber so gut wie keine (Arbeits-) Rechte. Gesellschaftlich werden sie stigmatisiert, kriminalisiert und marginalisiert. Bereits seit 2002 macht die Migrantinnenorganisation LEFÖ am 2. Juni in Wien auf diese Situation aufmerksam. Das Datum wurde von der Hurenbewegung zum Internationalen Hurentag erklärt. 60 - 80% aller Sexarbeiterinnen in Österreich (wie auch in anderen westeuropäischen Ländern) sind Migrantinnen. Sie befinden sich in einer besonders prekären Situation und werden als Frauen, Migrantinnen und Sexarbeiterinnen mehrfach diskriminiert. "Gesellschaftliche Akzeptanz braucht rechtliche Anerkennung", so Maria Cristina Boidi, Koordinatorin des Vereins LEFÖ. "Wenn die Sex-INDUSTRIE anerkannt, akzeptiert und innerhalb des Sozialsystems der EU Länder rechtlich verankert ist, dann müssen Frauen, mehrheitlich Migrantinnen, die jene Industrie ermöglichen, auch anerkannt, akzeptiert und rechtlich in das System eingebunden werden." Andernfalls werden eine sozial geschaffene Scheinheiligkeit und eine schamlose und offensichtliche Verletzung der Frauenrechte/Menschenrechte der betroffenen Frauen aufrechterhalten, so Boidi abschließend. Zur weiteren Diskussion und öffentlichen Auseinandersetzung lädt LEFÖ/TAMPEP zur Aktion SexARBEIT (gemeinsam mit Verein A.U.S. und Grüne Frauen Wien): Donnerstag, 2. Juni 2005, 15.00-19.00 7., Urban-Loritz-Platz vor der Hauptbücherei live: SV Damenkraft Rückfragen: Frau Mag.a Bernadette Karner, Frau Faika Anna El- Nagashi Der Verein LEFÖ arbeitet seit 1993 mit migrantischen Sexarbeiterinnen in Österreich und ist nach Auslaufen des EU- Projektes SILA wieder die einzige Anlaufstelle für (migrantische) Sexarbeiterinnen in Wien. 1985 - 2005 Wir feiern 20 Jahre LEFÖ ___________________________ LEFÖ Beratung, Bildung und Begleitung für Migrantinnen Kettenbrückengasse 15/4 A-1050 Wien Tel: +43-1-5811881 Fax: +43-1-5811882 Homepage: www.lefoe.at Legal Agenda for Migrant Prostitutes and Trafficked Women: www.femmigration.net ================================================== 02 3.6.: Oui, ein anderes Europa ist möglich! didi zach ================================================== Nach dem französischen Referendum: Oui, ein anderes Europa ist möglich! Ein Kommentar von KPÖ-Vorsitzendem Walter Baier Das Ergebnis des französischen Referendums stellt eine - in ihren Konsequenzen heute noch nicht absehbare - Niederlage für die politische Elite Europas dar, und es ist ein Sieg all jener Menschen in Europa, die nach Alternativen zu Neoliberalismus, zur Arroganz der Herrschenden und zur Militarisierung suchen. Die mit 70 Prozent erstaunlich hohe Beteiligung an der Abstimmung blamiert auch die österreichischen Parlamentsparteien, die die Bevölkerung für zu wenig kompetent erklärt haben, eine komplexe Materie wie einen Verfassungsvertrag zu beurteilen. Die FranzösInnen haben geurteilt, und haben entschieden: gegen dieses Verfassungsprojekt. Das "Non" richtet sich nicht gegen Europa. Für die klare französische Entscheidung gibt es eine Reihe innenpolitischer Gründe, doch seine Hauptmotivation ist keineswegs nationalistisch, wie etwa der grüne EP-Abgeordnete Voggenhuber unterstellt. Anzunehmen ist sogar, dass sich das französische Nein nicht einmal in erster Linie dagegen richtet, das bisherige unübersichtliche Vertragswerk der EU durch eine Verfassung zu ersetzen.Wofür die meisten FranzösInnen sich ausgesprochen haben, ist eine andere europäische Konstruktion als die, die ihnen von den Herrschenden vorgesetzt wird. Angesichts ständig steigender Arbeitslosigkeit und der wachsenden Prekarisierung braucht Europa einen Stopp des Sozialdumpings, d.h. gemeinsame soziale und ökologische Mindeststandards. Die Allmacht der Europäischen Zentralbank muss gebrochen, die grenzenlose Bewegungsfreiheit der transnationalen Kapitale abgeschafft werden. Soll die wachsende soziale Ungerechtigkeit gestoppt werden, braucht Europa eine wirksame Kapital- und Vermögensbesteuerung. Die rassistische Ausländergesetzgebung muss durch eine kontinentweite Residenzbürgerschaft ersetzt werden. Statt der in der Verfassung niedergelegten Aufrüstungsnorm braucht es eine auf Frieden und weltweite kollektive Sicherheit ausgerichtete Außenpolitik. Vor allem aber braucht Europa transparante und demokratische Strukturen, in denen eine offene Debatte über die soziale und politische Zukunft des Kontinents stattfinden kann. Die neoliberalen Eliten, die in Brüssel und nicht minder in den nationalen Regierungen den Ton angeben, wollten und wollen diese Debatte unterdrücken. Sie wollten (und wollen) durch die EU- Verfassung Machtverhältnisse schaffen, die diese von vorneherien unmöglich machen. Durch das französische Nein wurde nun aber eine große Tür geöffnet, um der Entwicklung in Europa eine neue Richtung zu geben. Es wird sich zeigen, ob soziale Bewegungen, Gewerkschaften und politische Linke diese Chance nützen. In Frankreich wurden die europäischen Karten neu gemischt. Doch auch die französische Innenpolitik ist nicht mehr dieselbe wie 24 Stunden vorher. Die Nein-Kampagne, die sich auf eine demokratische Meinungsbildung in den populären Vierteln der großen Städte und Debatten bis in die kleinsten Dörfer stützte, war von allem Anfang an, durch die Linke, darunter die CGT getragen. Die - so oft schon totgesagte Kommunistische Partei - stand im Zentrum des linken Nein. Erstmals in der jüngeren Geschichte konnte der Rechten die politische Initiative entrissen werden.Heute ist auch nicht abschätzbar ist, ob Jaques Chirac sich von diesem Schlag erholen kann. Wie es scheint, eröffnet sich die Möglichkeit für eine neue Bündniskonstellation der sozialen und politischen Linken. In Österreich bestätigt sich die Einschätzung, die wir vor wenigen Wochen gegeben haben: Mit dem selbstherrlichen Beschluss des Vertrages für eine EU-Verfassung durch alle vier/fünf Parlamentsparteien ist das Thema nicht von der Agenda. Vor allem SPÖ und Grüne, die in trauter Eintracht mit den Regierungs- parteien die Forderung nach einer Volksabstimmung zurückgewiesen haben, stehen als Blamierte da. Das absehbare Nein der nieder- ländischen Bevölkerung am kommenden Mittwoch wird diesen Eindruck noch einmal verstärken. Europa und Österreich brauchen einen Linksruck. Wie die politische Eliten auf ihre Niederlage reagieren, werden die nächsten Tage zeigen. Für die alternativen und linken Kräfte steht an, im nationalen und europäischen Rahmen gemeinsame Initiativen für die Verbreiterung nicht allein des Widerstands gegen die Verfassung, sondern die Schaffung einer Bewegung für ein anderes Europa einzuleiten. * Dazu ein Veranstaltungstipp: 3. Juni - Wien: Podiumsiskussion der KPÖ zum Thema "Die Folgen des französischen Nein zur EU-Verfassung". Es debattieren: Elisabeth Gauthier (KPF), Wolfgang Greif (GPA), EU-Abgeordneter Hans-Peter Martin und KPÖ-Vorsitzender Walter Baier. Ort: Gusshausstraße 14/3 (Nähe Karlsplatz), 1040 Wien. Beginn: 19.30 Uhr Weitere Kommentare und Erklärungen unter www.kpoe.at/lpd/ _______________________________________________ Widerstand mailing list Widerstand at no-racism.net http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/widerstand ================================================== 03 11.6.: 10 Jahre nach Srebrenica-Massaker: Solidaritätsmarsch "GFBV Hans Bogenreiter" ================================================== Solidaritätsmarsch Tuzla-Srebrenica: 10 Jahre nach dem Massaker: Rückkehr nach Srebrenica Bern, 27. Mai 2005 Im Juli 1995 sind in Srebrenica bei dem schrecklichsten Massaker in Europa seit dem Ende des zweiten Weltkriegs zwischen 7'000 und 10'000 Männer, Frauen und Kinder getötet worden. Zum zehnjährigen Gedenken an dieses Verbrechen organisieren der "Verein der Überlebenden der Drina-Srebrenica" und die Gesellschaft für bedrohte Völker Bosnien-Herzegowina einen Solidaritätsmarsch und rufen zu einer breiten internationalen Teilnahme auf. In der damaligen UNO-Schutzzone Srebrenica im Osten Bosniens wurde ein grosser Teil der männlichen Bevölkerung von den Milizen des mutmasslichen Kriegsverbrechers Ratko Mladic getötet. Nach dem Fall von Srebrenica versuchte eine Kolonne von 15'000 Männern, die Stadt Tuzla zu Fuss zu erreichen. Während die internationale Gemeinschaft gleichgültig zusah, wurden die zum grössten Teil unbewaffneten Flüchtlinge von den serbischen Streitkräften systematisch massakriert. Den sechs Tage dauernden Marsch über 80 km überlebten schliesslich nur knapp 6000 Personen. Am 11. Juli 2005 jährt sich das Massaker von Srebrenica zum zehnten Mal. Aus diesem Anlass rufen mehrere Organisationen aus der Schweiz und aus Bosnien zu einem Solidaritätsmarsch auf, bei dem die Route der aus Srebrenica geflüchteten Menschen symbolisch in die andere Richtung zurückgelegt wird. Die Gesellschaft für bedrohte Völker Schweiz (GfbV) unterstützt dieses Projekt. Mit der Teilnahme an dem Marsch können auch Sie ein Zeichen gegen das Vergessen setzen. Praktische Informationen Zwei Varianten werden vorgeschlagen: a) Marsch zwischen Caparde und Potocari in drei Tagen (50 Kilometer), teilweise auf der Route der aus Srebrenica flüchtenden Kolonne im Juli 1995. b) Marsch von einigen Kilometern pro Tag, bei dem die Priorität auf Begegnungen mit den Einwohnern liegt. Zum offiziellen Gedenktag an den Genozid am 11. Juli 2005 ist ein gemeinsamer Marsch zwischen Srebrenica und Potocari (4 Kilometer) geplant. Für die anschliessende Gedenkfeier werden über 40.000 Teilnehmende erwartet. Gepäck und Versorgung werden zwischen den Etappen befördert. Die Unterkunft erfolgt in Familien, öffentlichen Anlagen oder in Zelten. "Bosna Tours" organisiert Busreisen zwischen der Schweiz (Luzern) und Bosnien. Anreise aus der Schweiz am 5. Juli 2005, Rückkehr am 14. Juli 2005. Organisation und Anmeldung: Association des survivantEs de la Drina-Srebrenica, Ivar Petterson, Tel. 022 349 36 06, E-Mail: petterson.ivar at freesurf.ch GfbV Bosnien-Herzegowina, Tel. 00387 33 213 707, E-Mail: gfbv_sa at bih.net.ba Kosten: Reise 200 Franken + Pauschale für 4 Tage 100 Franken = 300 Franken. Einzahlung: Association Srebrenica, Genf, PC 12- 7505-08, (Angabe "Marche Srebrenica"). Weitere Informationen zum Marsch und zu Srebrenica: www.forum-bosnie.com/ASDS1.htm www.balkans.eu.org/article5113.html Kontakt und Information: Gesellschaft für bedrohte Völker Schweiz Tel. 031 311 90 08 info at gfbv.ch www.gfbv.ch ---------------------------- GESELLSCHAFT FÜR BEDROHTE VÖLKER - SCHWEIZ SOCIETE POUR LES PEUPLES MENACES - SUISSE SOCIETY FOR THREATENED PEOPLES - SWITZERLAND Wiesenstrasse 77, CH-3014 Bern Tel.: +41 (0) 31 311 90 08, Fax: +41 (0) 31 311 90 65 Email: news at gfbv.ch, Internet: www.gfbv.ch ================================================== 04 MIDAS-Tagung - Salzburg - 23.6.2005 Cornelia Kogoj ================================================== Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen! Wir möchten Sie/Euch zur Tagung Integration im Blickfeld von Rassismus, Diskriminierung und Partizipation von MigrantInnen einladen, die am Donnerstag, 23. Juni 2005 von 10.00 - 18.00 Uhr in Salzburg stattfindet. Es ist uns gelungen, ReferentInnen einzuladen, die in verschiedenen Bundesländern Österreichs zentral verantwortlich sind für die Umsetzung von Integrationsmaßnahmen. Zentrale Kernbotschaften der im Projekt MIDAS entwickelten Strategien gegen Rassismus setzen bei MigrantInnen selbst an: Empowerment, Partizipation, Selbstorganisation. Bei der Tagung sollen daher am Beispiel von Integrationskonzepten und -leitbildern die aktuellsten Ansätze zur Integration von MigrantInnen in Österreich mit MigrantInnen und ExpertInnen aus dem Blickwinkel der MIDAS Kernbotschaften diskutiert werden. Anmeldungen: office.midas at chello.at Telefax: 01/ 942 135 5 Telefon: 01 / 942 135 5, 0699 / 136 444 71 Post: Projektbüro Midas, Mosergasse 14/17, 1090 Wien Es würde uns freuen, Sie / Euch auf der Tagung begrüßen zu dürfen. Mit herzlichen Grüßen, Gerhard Hetfleisch Geschäftsführer Equal - Projekt MIDAS - Strategien gegen Rassismus und Diskriminierung am Arbeitsmarkt Projektbüro Midas ARGE MigrantInnenberatung Österreich Mosergasse 14/17 1090 Wien Fon/fax: 01 / 942 135 5 mobile: 0699 / 136 444 71, 0699 / 126 444 72 office.midas at chello.at www.midasequal.com ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND KOMMENTARE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 05 EU-Verfassung/Frankreich/Steiermark/Stellungnahme/KPÖ KPÖ Steiermark ================================================== KPÖ Steiermark Lagergasse 98a 8020 Graz Tel. 03 16 / 71 24 36 Fax 03 16 / 71 62 91 email: kpoe_stmk at hotmail.com Montag, 30. Mai 2005 Presseinformation der KPÖ Steiermark EU-Verfassung: Nein in Frankreich entwertet Propaganda der österreichischen Parteien und Medien Der Ausgang der Volksabstimmung in Frankreich hat mit einem Schlag die bisherige Propaganda der österreichischen Parlamentsparteien für die EU-Verfassung entwertet. Die Ablehnung einer Volksabstimmung in Österreich stellt sich als Angst vor der Stimme der WählerInnen in unserem Land heraus. Es stellt sich die Frage, wie lange sich die Menschen diese Bevormundung noch gefallen lassen. Jetzt kann man nicht weitermachen, als wäre nichts geschehen. Deshalb appellieren wir an den Bundespräsidenten, das Verfassungsgesetz über die Ratifizierung der EU-Verfassung nicht zu unterzeichnen. An die Parlamentsparteien geht der Aufruf, jetzt - nach dem Ausgang des Referendums in Frankreich - eine Volksabstimmung in Österreich über dieses Projekt möglich zu machen. Es wäre ganz einfach unehrlich, die umstrittene und verfassungsrechtlich bedenkliche Zustimmung des österreichischen Parlaments eines Tages als Argument für eine Wiederholung der Volksabstimmung in Frankreich zu benutzen. Die steirische KPÖ wird die Öffentlichkeit in den nächsten Wochen darüber informieren, dass alle steirischen Nationalrats- und Bundesratsabgeordneten von ÖVP, SPÖ, Grünen, FP und BZÖ für diese Verfassung gestimmt haben, die von der Bevölkerung abgelehnt wird. Landesvorsitzender Franz Stephan Parteder: "Unser Glückwunsch gilt den französischen WählerInnen, die mit so großer Mehrheit Nein gesagt haben, und insbesondere den französischen KommunistInnen, die in der Referendumskampagne sehr aktiv waren. In der Industrieregion um Calais und Lille in Nordfrankreich erreichte das Nein sogar jeweils 69,5 bzw. 62 Prozent der Stimmen. Das bestätigt eine erste Einschätzung der französischen KP-Vorsitzenden Marie George Buffet, wonach der Sieg des Nein vor allem auf die Stimmen der Arbeiter, Angestellten, der Jungen und der Arbeitslosen zurückzuführen ist, die gegen den mit dem Wirtschaftskurs der EU verbundenen Sozialabbau protestiert haben." Rückfragehinweis: 0316 71 24 79 KPÖ-Steiermark Lagergasse 98 a 8020 Graz Tel.: 0316 71 24 36 Fax 0316 71 62 91 email: kp.stmk at kpoe-graz.at; kpoe_stmk at hotmail.com ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< DISKUSSION ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 06 Fw: Verzweifeltes, trotziges Nein "kohlerdi" ================================================== Sehr geehrter Herr Böhm, in Ihrem Kommentar "verzweifeltes, trotziges Nein" (Die Presse v. 30.5.05) schreiben Sie: "Wenn Kinder rebellieren, so tun sie es oft nicht direkt. Sie zielen nicht auf Person oder Umstände, die sie quälen. Sie treffen jene, die sie eigentlich brauchen. Im Zorn verlieren sie die Dimension." Diese paternalistische Einstellung entspricht weit mehr dem "Aufgeklärten Absolutismus", als demokratischem Gedankengut. Faktum ist, dass die von Ihnen als Kinder apostrophierten Menschen in den meisten Verfassungen als Souverän bezeichnet werden. Die Bedeutung des Wortes Souverän ist Ihnen sicher geläufig. Ausserdem: Wo bringt der EVV "einen Mehrwert an Demokratie und Grundrechten"? Sind Sie tatsächlich mit Brosamen zufrieden, wo es (zumindest laut beiden (sic!) Präambeln) um Menschenrechte und Menschenwürde geht? Das wäre unangebrachte Bescheidenheit! Und natürlich gäbe es für den von Ihnen zurecht als brutal und ungerecht bezeichneten Weltmarkt relativ einfache Rezepte. Eines davon wird von 7.10. bis 9.10.05 offeriert: Anlässlich des Internationalen Grundeinkommen-Kongresses in Wien (www.grundeinkommen.at). Mit freundlichen Grüssen Dietmar Köhler ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< SOLIDARITÄT WELTWEIT ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 07 Afghanistan: Women still under attack -- systematic failure to protect John O ================================================== ---------------------------------- NCADC News Service ---------------------------------- Afghanistan: Women still under attack -- systematic failure to protect < Amnesty International Monday 30th May 2005 http://news.amnesty.org/index/ENGASA110082005 Violence against women and girls in Afghanistan is pervasive, said Amnesty International today launching its latest report "Afghanistan: Women under attack". "Throughout the country, few women are exempt from violence or safe from the threat of it," states the report. Daily, Afghan women are at risk of abduction and rape by armed individuals, forced marriage and being traded in settlement of disputes and debts. They face discrimination from all segments of society as well as by state officials.Violence against women is widely accepted by the community and inadequately addressed at the highest levels of the government and the judiciary. Investigations by the authorities into complaints of violent attacks, rape, murders or suicide of women are neither routine nor systematic, and few result in prosecutions. "Societal codes, invoked in the name of tradition and religion, are used as justification for denying women the ability to enjoy their fundamental rights. Perceived transgressions of such codes have led to the imprisonment and even killing of some women. Some authorities treat women who run away to escape these situations as criminals and imprison them." said Amnesty International. Afghanistan is in the process of reconstruction after many years of conflict, but hundreds of women and girls continue to suffer abuse at the hands of their husbands, fathers, brothers, armed individuals, parallel justice systems, and institutions of the state itself such as the police and the justice system. There are reported increases in forced marriages and some women have killed themselves to escape, including by self immolation. "Husbands, brothers and fathers remain the main perpetrators of violence in the home but the social control and the power that they exercise is reinforced by both state authorities and informal justice systems" Amnesty International emphasized. "We stress that the Afghan authorities have a duty to refrain from committing violations of human rights and to protect women from violence committed not only agents of the state but also by private individuals and groups. Reform of the criminal justice system is integral to the protection of all Afghan women and it is the responsibility of the state to provide legal safeguards. Under international human rights standards, Afghanistan must exercise due diligence to secure women's rights, including the rights to equality, life, liberty and security, as well as freedom from discrimination, torture and cruel,inhuman and degrading treatment. Amnesty International's report highlights the failure of the Afghan authorities to respect, protect and fulfil the rights of women and girls. It stresses that state must accept responsibility and ensure that the right to live free from violence is fully realized for women and men in Afghanistan. The organization calls on the Afghan government -- as an essential minimum towards ending the patterns of discrimination and violence in the country -- to, among others steps: * publically and unequivocally condemn all violence against women and girls including that occurring in the family and through decisions by informal systems and perpetrated by agents of the state; * continue to strengthen the reform of the criminal justice system including comprehensive training of the judiciary and police in order to raise standards which promote and protect the rights if women; * not invoke any custom, tradition or religious consideration to avoid their obligations to eliminate violence against women; * modify or abolish existing laws (such as the Penal Code), regulations, customs and practices which constitute discrimination against women in family matters or which permit such discrimination to exist. The organization simultaneously calls on the international donor community to encourage and support the Afghan government in ending crimes against women through sustained commitment to rebuilding Afghanistan in ways that enable women and girls to realize their rights. End of Bulletin: Source for this Message: Amnesty International Monday 30th May 2005 http://news.amnesty.org/index/ENGASA110082005 -------------------------------------------------------------- National Coalition of Anti-Deportation Campaigns (NCADC) 1 Delaunays Road Manchester M8 4QS General enquiries 0121 554 6947 ncadc at ncadc.org.uk http://www.ncadc.org.uk/ ================================================== 08 Sachsen / Sorben: Schulschließungen sind ein kaltschnäuziger Angriff auf Sprachminderheiten "GFBV" ================================================== Sachsen / Sorben Schulschließungen sind ein kaltschnäuziger Angriff auf Sprachminderheiten Bozen, 30. Mai 2005 Die Gesellschaft für bedrohte Völker - Südtirol (GfbV) unterstützt die Forderung der Domowina - Bund Lausitzer Sorben nach Erhalt der sorbischen und zweisprachigen Schulen. Mit der geplanten Schließung werden öffentliche Sprachräume als Säulen für den Erhalt und die Revitalisierung der sorbischen Sprache gekappt. Die Bundesrepublik ratifizierte die Rahmenkonvention zum Schutz nationaler Minderheiten. Daraus ergibt sich die Pflicht, die sorbische Schulen zu erhalten und ausbauen und nicht zu schließen. In diesem Zusammenhang ist auch die Klage der Eltern für den Erhalt des sorbischen Mittelschulstandortes Crostwitz zu sehen. Aus diesem Grund sind keine weiteren Eingriffe in das sorbische Schulnetz im Kreis Kamenz akzeptabel. Das Bundesland Sachsen muß die Geldmittel bereit stellen zum Erhalt der sorbischen Mittelschule Radibor, der Mittelschule Schleife und der Mittelschule Wittichenau. Das sorbische Schulwesen darf nicht an den Rand gedrängt werden. Das Bundesland muß die staatlicher Trägerschaft für die sorbischen Schulen bestätigten. Den Angehörigen der sorbischen Sprachgruppen muß im Schulbereich außerdem Mitsprache- und Mitbestimmungsrechte eingeräumt werden. Die Schließung von Schulen von Sprachminderheiten, aus welchen Gründen auch immer, sind ein Versuch der "Germanisierung", der Assimilierung sorbischsprachiger Bundesbürger. Offensichtlich wird dieses Ziel in Sachsen angepeilt. Nicht anders läßt sich das Verbot des Gebrauchs der sorbischen Sprache im Maria-Martha- Haus des Klosters St. Marienstern (Panschwitz-Kuckau) erklären. Dadurch werden die sorbischsprachigen Angestellten diskriminiert. Dies ist eine Verletzung von mehreren UN- und Europaratskonventionen sowie der EU-Grundrechte und des deutschen Grundgesetzes. Die CDU versteht sich immer wieder als Fürsprecherin von Minderheiten. Die geplante Schließung sorbischer Schulen in Sachsen und das Kesseltreiben gegen den SSW der dänischen Sprachgruppen in Schleswig-Holstein zeigen aber deutlich, was von den Minderheitensolidarität der CDU zu halten ist. Siehe auch: * www.gfbv.it: www.gfbv.it/2c-stampa/2005/050225de.html | www.gfbv.it/2c-stampa/2005/050228ade.html | www.gfbv.it/2c-stampa/1-00/20-3-dt.html | www.gfbv.it/2c-stampa/1-01/19-2-dt.html | www.gfbv.it/2c-stampa/2-00/19-9-dt.html | www.gfbv.it/2c-stampa/1-00/20a-3-dt.html | www.gfbv.it/3dossier/eu-min/schleswig.html | www.gfbv.it/3dossier/rai3-99/min-ausgrenz.html | www.gfbv.it/3dossier/vielfalt-dt.html * www: www.sorben.com/Sorbs/ | www.domowina.sorben.com/index.htm ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< LINKS / VERWEISE / HINWEISE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 09 Information on a new billboard project in Linz Oliver Ressler ================================================== (for German and an image please scroll down) POLITICS THWARTING THE LOGIC OF RULE A billboard by Oliver Ressler Oliver Ressler has developed a large-scale 16-sheet billboard project as a contribution to the "Police" exhibition (18 June to 28 August 2005) at the Landesgalerie, Linz - the state gallery for Upper Austria - that is to be put up at selected locations around the city of Linz from June 2005 on. The following text montage is based on quotations from "Disagreement: Politics and Philosophy" (2002) by the contemporary philosopher and political theorist Jacques Rancière. It provides an indication of a theoretical framework by means of which an extended insight can be gained from this large format poster. [In parliaments] there is a spreading climate of resignation [...] that there are scarcely any issues left to debate, that the decisions are pushing themselves forwards autonomously and that the real task of politics is none other than that of adjustment point by point to the global market and the balanced distribution of the profits and the costs involved in this adjustment process. [...] The term politics is being used generically to designate the totality of those processes by means of which the coalescence and compliance of the communities, the organisation of powers, the distribution of positions and functions, together with the system of legitimation for this distribution is implemented. I suggest that this process of distribution and the system of these legitimations should be given another name instead. My suggestion is that the process should be referred to as "police". It is probable that a number of problems will result from the use of this term. The word "police" commonly conjures up an image of what we designate as the generically lower police, the truncheon-wielding force of law and order and the inquisitions conducted by the secret police. [...] Through use of this definition the police is first and foremost an ordering of the body; determining the distribution process by the instruction of making, the instruction of being and the instruction of saying, that is responsible to ensure that these bodies are allocated their name, position and task. Political activity is that which removes a body from a location to which it was assigned, or that changes the determination given to a location; it permits the seeing of something no location was supposed to have seen, permits speech to be listened to where formerly only noise could have been heard. [...] Or it is also the activities of demonstrators or street fighters on the barricades, who literally transform the city streets into a "public" space. [...] Politics exists when the natural suppositional logic of the ruling power [...] is thwarted. [...] The political process can be made to either happen or not to happen by one and the same thing - an election, a strike, a demonstration. A strike is not political when it demands reforms primarily in terms of improvements, nor when it denounces the authority situation instead of the inadequacy of wages. It is political instead, when it brings about a new ordering of those circumstances that have the determining influence on work in their relationship to the community. Oliver Ressler's 2-channel video installation "This is what democracy looks like!" (38 min., 2002) can also be seen in the "Police" exhibition. In this the surrounding of over 900 demonstrators by the police during a demonstration against the World Economic Forum in Salzburg 2001 is broached as an issue. Further information: www.ressler.at The "Police" exhibition at the Landesgalerie Linz presents works by Francis Alys, Jeremy Deller, Peter Friedl, Rodney Graham, Annika Larsson, Tuomo Manninen, Lisl Ponger, Oliver Ressler, Santiago Sierra and Milica Tomic. Further information: www.landesgalerie.at POLITIK DURCHKREUZT DIE LOGIK DER HERRSCHAFT Ein Plakat von Oliver Ressler Als Beitrag für die Ausstellung "Police" der Landesgalerie Linz am Oberösterreichischen Landesmuseum (18. Juni bis 28. August 2005) entwickelte Oliver Ressler ein 16-Bogen Plakat, das ab Anfang Juni 2005 an mehreren Orten im Stadtraum Linz plakatiert wird. Die folgende Textmontage basiert auf Zitaten aus dem Text "Das Unvernehmen. Politik und Philosophie" (2002) des zeigenössischen Philosophen und Politikwissenschaftler Jacques Rancière und verweist auf einen theoretischen Rahmen, durch den ein erweiterter Blick auf das großflächige Plakat geworfen werden kann. [In den Parlamenten] breitet sich [...] die resignierte Meinung aus, dass es wenig zu beraten gibt, sich die Entscheidungen von selbst aufdrängen und die eigentliche Arbeit der Politik nichts anderes wäre als die punktuelle Anpassung an den Weltmarkt und die ausgewogene Verteilung des Profits und der Kosten dieser Anpassung. [...] Allgemein benennt man mit dem Namen der Politik die Gesamtheit der Vorgänge, durch welche sich die Vereinigung und die Übereinstimmung der Gemeinschaften, die Organisation der Mächte, die Verteilung der Plätze und Funktionen und das System der Legitimierung dieser Verteilung vollziehen. Ich schlage vor, dieser Verteilung und dem System dieser Legitimierungen einen anderen Namen zu geben. Ich schlage vor, sie "Polizei" zu nennen. Wahrscheinlich wirft diese Bezeichnung einige Probleme auf. Das Wort "Polizei" ruft gewöhnlich das Bild dessen hervor, was man die niedere Polizei nennt, die Gummiknüppelschläge der Ordnungskräfte und die Inquisition der Geheimpolizeien. [...] Die Polizei ist somit zuerst eine Ordnung der Körper, die die Aufteilungen unter den Weisen des Machens, den Weisen des Seins und den Weisen des Sagens bestimmt, die dafür zuständig ist, dass diese Körper durch ihre Namen ihrem Platz und jener Aufgabe zugewiesen sind. Die politische Tätigkeit ist jene, die einen Körper von einem Ort entfernt, der ihm zugeordnet war oder die die Bestimmung eines Ortes ändert; sie lässt sehen, was keinen Ort hatte gesehen zu werden, lässt eine Rede hören, die nur als Lärm gehört wurde. [...] Oder auch jene Tätigkeiten der Demonstranten oder Barrikadenkämpfer, die die städtischen Verkehrswege buchstäblich in "öffentlichen" Raum umwandeln. [...] Es gibt Politik, wenn die als natürlich vorausgesetzte Logik der Herrschaft [...] durchkreuzt wird. [...] Ein und dieselbe Sache - eine Wahl, ein Streik, eine Demonstration - kann Politik oder nicht stattfinden lassen. Ein Streik ist nicht politisch, wenn er eher Reformen als Verbesserungen fordert oder wenn er die Autoritätsverhältnisse anprangert statt das Ungenügen der Gehälter. Er ist es, wenn er die Verhältnisse, die den Arbeitsplatz bestimmen, in seinem Verhältnis zur Gemeinschaft neu ordnet. In der Ausstellung "Police" ist außerdem Oliver Resslers 2-Kanal- Videoinstallation "This is what democracy looks like!" (38 Min., 2002) zu sehen, in der die Einkesselung von über 900 DemoteilnehmerInnen durch die Polizei anlässlich einer Demonstration gegen das World Economic Forum in Salzburg 2001 thematisiert wird. Weitere Informationen: www.ressler.at In der "Police" Ausstellung in der Landesgalerie Linz werden Arbeiten gezeigt von Francis Alys, Jeremy Deller, Peter Friedl, Rodney Graham, Annika Larsson, Tuomo Manninen, Lisl Ponger, Oliver Ressler, Santiago Sierra und Milica Tomic. Weitere Informationen: www.landesgalerie.at ================================================== 10 Neues von der Arbeiterfotografie arbeiterfotografie ================================================== Liebe Freundinnen und Freunde, neu auf der Sonderseite "Sozialraub": * Wie Kritik am Kapitalismus als Antisemitismus gebrandmarkt wird Über die Reaktionen auf den Artikel 'Die Plünderer sind da' von Werner Rügemer in 'metall', Mitgliederzeitung der IG Metall, Ausgabe Mai 2005 In der Mai-Ausgabe 2005 erscheint ein aufsehenerregender Artikel von Werner Rügemer über typische Erscheinungen des Kapitalismus in der Epoche des Neoliberalismus. Zwei so genannte Finanzinvestoren stehen im Zentrum seines Artikels. Der eine ist die im arabischen Bahrein gegründete 'Investcorp', in der der deutsche Wirtschaftsmanager Thomas Middelhoff, zur Zeit auch Vorstandsvorsitzender des Karstadt-Quelle-Konzerns, eine wichtige Rolle spielt. Zum anderen geht es um den US-amerikanischen Finanzinvestor Kohlberg Kravis Roberts (KKR) mit Sitz in New York, Menlo Park und London. Dieser Fall ist auf der Titelseite der Metall-Ausgabe und auf den Seiten des Artikels illustriert. Werner Rügemer beschreibt die Machenschaften der so genannten Finanzinvestoren mit großer Klarheit, und das in einer Zeitung mit extrem hoher Auflage. Das kann nicht einfach hingenommen werden. Hier reicht die Strategie des Ignorierens nicht. Hier muß gegengesteuert werden... weiter hier: http://www.arbeiterfotografie.com/sozialraub/2005-05-metall-ruegemer.html * Der Reichstag und die EU-Verfassung Betrachtungen zur Berichterstattung am 13. Mai 2005 über die Vorgänge vor und im Reichstag http://www.arbeiterfotografie.com/sozialraub/2005-05-13-eu-verfassung-reichstag.html neu auf der Sonderseite "Kein Krieg!": * Das Foto, das auf der Titelseite der New York Times fehlte Artikel von Thomas Immanuel Steinberg http://www.arbeiterfotografie.com/galerie/kein-krieg/hintergrund/index-irak-1.html (unten auf der Seite) und es gibt u.a. folgende neue Reportagen: * Hanne Hiob Ein Portrait der Brecht-Tochter - Trägerin des Aachener Friedenspreises 2005 * 'Bildung ist ein Recht - kein Privileg!' - Demo gegen Studiengebühren Düsseldorf, 21.5.2005 (in 2 Teilen) * 'Le NON de toutes nos forces' - NEIN zum EU-Verfassungsentwurf, mit aller Kraft - Veranstaltung mit der Compagnie Jolie Môme Paris, 21.5.2005 * Protest der Initiative 'Agenturschluss' gegen Ein-Euro-Jobs - beim Ehrenfelder Verein für Arbeit und Qualifizierung (EVA) Köln, 20.5.2005 * 'Länger arbeiten für weniger Geld - Wir sagen Nein!!!' - Demo gegen verlängerte Arbeitszeit im Öffentlichen Dienst Düsseldorf, 19.5.2005 * Der NRW-Arbeits- und Wirtschaftsminister trifft eines seiner Opfer - SPD-Landtagswahlkampf Dortmund, 18.5.2005 * Protest gegen die Schließung des Kone-Rolltreppenwerks Hattingen, 17.5.2005 * Pfingst-Gottesdienst aus der Perspektive der Opfer der Gebirgsjäger während des 2. Weltkriegs Mittenwald, 15.5.2005 * 'Weg mit Hartz IV!' - Bundesweite Montagsdemonstration Gelsenkirchen, 14.5.2005 (in 2 Teilen) * Öffentliche Vereidigung von Soldaten an der Marineoperationsschule Bremerhaven Bremerhaven, 13.5.2005 * Gedenken an die Befreiung und Protest gegen den Nazi-Aufmarsch Berlin, 8.5.2005 * Besetzung des Palasts der Republik Berlin, 8.5.2005 * Gedenken zum 60. Jahrestag der Befreiung - am sowjetischen Ehrenmal Treptow Berlin, 8.5.2005 * Lichterkette am Brandenburger Tor zum Gedenken an den 60. Jahrestag der Befreiung Berlin, 7.5.2005 Diese und weitere Reportage sind zu finden unter: http://www.arbeiterfotografie.com/reportage Weitere Reportagen in Vorbereitung. Hintergrundinformation über das rote i rechts über den Bildern Die Bilder können für nicht kommerzielle Zwecke (je nach Etat) auch kostenlos verwendet werden, für Flugblätter, Zeitungen, Internet,... (bei Autorenangabe 'arbeiterfotografie.com' und Mitteilung über die Verwendung bzw. Zusendung eines Belegexemplars). ------------------------------------------------------------------------ Mit besten Grüßen Anneliese Fikentscher und Andreas Neumann ------------------------------------------------------------------------ Arbeiterfotografie - Forum für Engagierte Fotografie Anneliese Fikentscher Andreas Neumann Merheimer Str. 107 D-50733 Köln Tel: 0221/727 999 Fax: 0221/732 55 88 eMail: arbeiterfotografie at t-online.de Web: www.arbeiterfotografie.com ------------------------------------------------------------------------ ================================================ C) TERMINE ================================================ ======================== Freitag http://www.mund.at/butt/Termine/Mai/3105.htm Samstag http://www.mund.at/butt/Termine/Juni/0106.htm Donnerstag http://www.mund.at/butt/Termine/Juni/0206.htm ======================== ================================================ D) EDITORIAL ================================================ Für den Inhalt verantwortlich: Ihr. E-Mail-Adresse für Beiträge: widerstand at no-racism.net geschickt. widerst at nd MUND und alle Termine täglich aktualisiert im Web: http://www.no-racism.net/MUND Ziel von MUND (medienunabhängiger Nachrichtendienst) ist die unzensurierte und möglichst rasche Information über gesellschafts- politisch relevante Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu Widerstand und Antirassismus sowie verwandte Themen. sollen einen Titel, Namen und Emailadresse der/des AutorIn enthalten und möglichst kurz und prägnant gehalten sein, ev. mit Hinweis, wo weitere Informationen eingeholt werden können. Bitte keine Attachments! Die inhaltliche und sachliche Verantwortung liegt bei der/dem jeweiligen AutorIn bzw. jenen, die uns die Beiträge schicken. Der MUND wird von einzelnen TagesredakteurInnen zusammengestellt. Da Fehler nicht ausgeschlossen sind, bitten wir, nicht veröffentlichte Beiträge nochmals an widerstand at no-racism.net zu senden. Die Weiterleitung (auch auszugsweise) ist erwünscht. 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