From analle at no-racism.net Tue Mar 1 08:26:46 2005 From: analle at no-racism.net (analle at no-racism.net) Date: Tue, 1 Mar 2005 08:26:46 +0100 Subject: widerst@nd! - MUND: 1.3.2005 Message-ID: widerst at nd MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst www.no-racism.net/mund Dienstag, 1.3.2005 ######################################################## 8. M ä r z - D e m o a u f r u f! Auftaktkundgebung: 17 Uhr Westbahnhof !!!FrauenLesbenMädchen-Demonstration!!! Abschlusskundgebung, mit Konzert ab ca. 19:30 Urban Loritz Platz ######################################################## ================================================ A) INHALT ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 01 5.maerz kreativtreffen - bitte weiterleiten "Petra Pokorny" ================================================== 02 2.3.: Que(e)r-Beisl / Doppelleben - Doppeldiskriminierung? Rosa Antifa Wien ================================================== 03 07.03.: Lesung "Frauen im Krieg und im Widerstand" Cornelia Kogoj ================================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND KOMMENTARE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 04 Blumenau und der schwarze Augustin augustin ================================================== 05 Werkstatt-Rundbrief 05-2005/Vorentscheidung über Volksabstimmung Werkstatt Frieden & Solidarität ================================================== 06 Stmk/Umweltanwalt/Drexler/KPÖ KPÖ Steiermark ================================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< SOLIDARITÄT WELTWEIT ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 07 MARCH 1st is INTL ABOLITION DAY -- PRESS RELEASE "Abraham J. Bonowitz" ================================================== 08 IPS-IRAQ: It Could Be Getting Worse for Women ================================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< LINKS / VERWEISE / HINWEISE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 09 Glocalist Nr.61:Presseausgabe>>Schwerpunkt Über Morgen "GLOCALIST REVIEW" ================================================== ================================================ B) TEXTE ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 01 5.maerz kreativtreffen - bitte weiterleiten "Petra Pokorny" ================================================== Im Rahmen der Heimat-Feiern 2005 "Opfermythos und Wiederaufbau- Hymnen" wird in der Nacht vom 12. März die Bombardierung Wiens durch die Alliierten nachgestellt. Das Projekt "PEACE 3 - zerstört Licht-Installationen" wird an 3 Plätzen stattfinden: dem Heldenplatz, auf dem die Reiterdenkmäler eingemauert werden, auf dem Albertina-Platz, auf dem eine Lichtinstallation die Konturen des Philips-Hauses nachstellt, und dem Stephansplatz, wo ein Bild des beschädigten Doms auf das Haashaus projeziert wird. Nun bieten diese Pläze der feierlichen Heimat-Singsongs spannende Gelegenheit zu Gegendarbietungen. Daher wird es am Sa, 5. März um 14.00 ein Kreativtreffen geben. Ort openup Büro, Laudongasse 4 1080 Wien ... und eure Kreativität. ================================================== 02 2.3.: Que(e)r-Beisl / Doppelleben - Doppeldiskriminierung? Rosa Antifa Wien ================================================== Mittwoch 2. Maerz: Doppelleben - Doppeldiskriminierung? Schwullesbische oder transgender MigrantInnen habens nicht leicht, muessen sie doch meist mit doppelter Diskriminierung kaempfen. Durch die staendige Konfrontation mit Rassismus und Homophobie leben viele schwullesbische MigrantInnen lieber unsichtbar ein Doppellleben. Wie trotz allen Herausforderungen eine positive Integration moeglich sein kann, wird Viennamix, einzige schwullesbische + transgender MigrantInnen-Organisation in Wien, zur Diskussion stellen. Gezeigt werden auch Filmausschnitte als Beispiele schwullesbischer Lebenswelten von MigrantInnen. Weitere Infos unter: http://www.viennamix.at/ Ort: Que(e)r-Beisl im EKH. Wielandgasse 2-4, 1100 Wien (U1 Keplerplatz) Zeit: 20 Uhr, Beislbetrieb von 18:30-24 Uhr Naechste Woche: Biologismus als Politik? Vollstaendiges Monatsprogramm auf http://www.raw.at im Bereich Que(e)r -- ############ RAW ############# Rosa Antifa Wien c/o Rosa Lila Tip Linke Wienzeile 102 A-1060 Wien AUSTRIA ------------------------- E-Mail: raw at raw.at Web: http://www.raw.at Board: http://www.n3tw0rk.org ------------------------- PGP-Key available here: http://www.raw.at/sub/kontakt/raw.asc ############ RAW ############# ================================================== 03 07.03.: Lesung "Frauen im Krieg und im Widerstand" Cornelia Kogoj ================================================== ORF RADIÖ1476 präsentiert: Lesung - Deutsch, Romani, Tschechisch, Slowenisch 07. März 2005, 19.00 Uhr, ORF KulturCafe Argentinierstraße 30a, Eintritt frei "Frauen im Krieg und im Widerstand" Lesung zum Frauentag und zu 60 Jahre Kriegsende Mercedes Echerer liest über das Schicksal der drei Frauen Es dauerte lange, bis die Frauen aus den Reihen der österreichischen Volksgruppen ihr Schweigen brachen. Das Niederschreiben ihrer Erinnerungen an die Deportation in die Konzentrationslager, an ihren Widerstand und an ihre Rückkehr nach der Befreiung 1945 war ein Versuch, das Grauen und die Todesangst zu überwinden, aber auch sich mit ihrer Heimat zu versöhnen. Schauspielerin Mercedes Echerer liest an diesem Abend aus den Büchern "Ich war keine Heldin" von Antonia Bruha (Wiener Tschechin), "Uns hat es nicht geben sollen" von Rosa Winter (Sintiza) und aus dem Tagebuch "Und schreibe aufs Blatt meine Gefühle" von Ljudmila Sticker (Kärntner Slowenin). Die muttersprachlichen Beiträge in Tschechisch, in Romani und in Slowenisch tragen Nika Brettschneider (Theater Brett), Susanne Horvath (Radio Kaktus) und Maja Sticker (Enkelin) vor. Adrian C. Gas,par begleitet die Lesung am Klavier. Moderation: Maria Jonas Antonia Bruha Antonia Bruha, geborene Spat, schrieb bereits als junges Mädchen für die "Tschechische Arbeiterzeitung" und den "Jungarbeiter". Ab Ende der dreißiger Jahre im österreichischen Widerstand aktiv, wurde sie 1941, kurz nach der Geburt ihrer Tochter, verhaftet. Ein halbes Jahr lang etwa befand sie sich in Gestapohaft am Morzinplatz 4. Die Wiener Tschechin Bruha wurde in weiterer Folge mit dem Vermerk "RU", Rückkehr unerwünscht, im KZ Ravensbrück interniert, in dem sie als politische Gefangene nur jeden vierten Tag zu essen bekam. Bei ihrer Rückkehr aus dem KZ im Jahre 1945 wog sie 32 kg. Ihre Erlebnisse in der Gestapohaft und im KZ Ravensbrück sammelte Bruha im Buch "Ich war keine Heldin". Rosa Winter Rosa Winter kam 1923 in Oberösterreich als viertes Kind der Sinti-Famile Kerndlbacher zur Welt. Ihre Eltern zogen mit den zwölf Kindern in Wohnwagen durch Österreich von Markt zu Markt, dort verkaufte der Vater Waren. Als sich die Familie im steirischen Leoben befand, wurden die Männer der Familie von Gendarmen festgehalten. Deren Leben endete im KZ Buchenwald oder Dachau. Bis auf einen Cousin von Rosas Vater kam niemand von dort zurück. Die Frauen wurden dann von den Nationalsozialisten in Salzburg inhaftiert und ihrer Wagen, Pferde und Waren beraubt. Rosa Winter wurde ins KZ Ravensbrück verschleppt, das sie zum Glück überlebte. Darüber erzählt Winter auf berührende Weise in dem neuen Buch "Es hat uns nicht geben sollen". Ljudmila Sticker "Es kostete alle körperlichen und seelischen, Kräfte die kleinen Kinder zu wecken, Jozej war erst vier, Mici noch keine drei Jahre alt, Petri würde im Juli zwei Jahre alt werden und die Jüngste, die kleine Dorica, die zählte noch keine 10 Wochen, was werde ich wohl anfangen, mit diesem kleinen Würmchen in der Fremde mittellos, würdelos, heimatlos", erinnert sich die Kärntner Slowenin Ljudmila Sticker an die Deportation am 14. und 15. April 1942. Sie wurde mit den anderen 200 Kärntner slowenischen Familien in einer Nacht von NS-Schergen aus dem Schlaf gerissen und nach Deutschland weggeschleppt. Über die Geschehnisse, ihre Gedanken und Gefühle hat die unbeugsame Slowenin damals ein Tagebuch geführt, das nun den Titel "Und schreibe aufs Blatt meine Gefühle" trägt. -- Dr. Cornelia Kogoj Initiative Minderheiten Gumpendorfer Str. 15/13 A-1060 Wien Tel.: (+43 1) 586 12 49-18 Fax: (+43 1) 586 82 17 http://www.initiative.minderheiten.at http://www.gastarbajteri.at ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND KOMMENTARE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 04 Blumenau und der schwarze Augustin augustin ================================================== Martin Blumenau und das wirkliche Leben Afrikaner - muss das sein? Der FM4-Macher gibt dem Augustin Ratschläge Noch während wir berieten, ob wir unseren redaktionellen Senf zur Art und Weise, wie Martin Blumenau aus der ORF-Nische FM4 den Augustin interpretierte, beisteuern sollten, fanden wir folgende Gedanken einer Leserin in unserer Mailbox: Auf der FM4-Website schreibt FM4-Macher Martin Blumenau regelmäßig "Geschichten aus dem wirklichen Leben", von dem er freilich wenig Ahnung hat, wie die beiden Beiträge, die den Augustin betreffen, zeigen. In einem älteren (aus dem Archiv noch abrufbaren) Beitrag entdeckte er, dass im Augustin-System etwas "falsch läuft", seit auch afrikanische Asylwerber die Straßenzeitung verkaufen. Damit habe die "Situation, dass man mit dem Kauf des Augustin sein Geld einem direkten Betroffenen gibt, aufgehört", dozierte Blumenau. Die schwarzen Verkäufer seien keine direkten Betroffenen, und deshalb hätten sie auch keinerlei Verkaufserfolg. Ich weiß nicht, ob Blumenau vorher jemandem vom Augustin um eine einfache Auskunft fragte. Wenn nicht, so führe ich das auf seine überhebliche Interpretation zurück: die Straßenzeitung werde "von Obdachlosen gemacht", behauptete er. Bei der vermeintlichen Sandlerredaktion nachzufragen, ist offensichtlich weit unter seiner Würde. Im neuen Beitrag (vom 23. Februar) gibt er immerhin zu, dass er inzwischen gelernt hat, "dass ein Asylwerber genauso homeless ist wie die klassischen Sandler". Aber gerade das sei für letzter ein Riesenproblem. Die Augustin-Betreiber, so der FM4-Guru, lasse nach sozialdarwinistischer Manier zu, dass sich die Fittesten durchsetzen, und das seien eben die leistungsstärkeren Afrikaner. Blumenau, obwohl er seinen Ekel gegenüber Sandlern zugibt ("am Karlsplatz oder am Westbahnhof wird man manchmal von wankenden, lallenden oder sonst wie der Sprache verlustig gegangenen Verkäufern nachgerade abgestoßen"), posiert als Anwalt der Inländer gegen die dunkelhäutigen Neoverkäufer: "Diese ursprünglich behandelte Minderheit (M.B. meint die inländischen Obdachlosen) jedoch fallen zu lassen, um einer anderen zu helfen und jegliche diesbezügliche Notiz mit einer kleinen, aber feinen Rassismus-Keule abzuschmettern... nun, wirklich fair, wirklich leiwand ist das nicht." Mir haben die vom Augustin gesagt, dass die Afrikaner ein Drittel der VerkäuferInnen sind, soviel zum "Fallenlassen" der weißen Sandler. Soweit der Kommentar einer Beobachterin. Wir wollen dem nichts hinzufügen außer unserer Bestätigung, dass Blumenau niemandem aus unserem Team je um Auskunft fragte, und unserem Staunen, wie salonfähig die Xenophobie auch in Sektoren des liberalen Bildungsbürgertums ist. Die Augustin-Redaktion ================================================== 05 Werkstatt-Rundbrief 05-2005/Vorentscheidung über Volksabstimmung Werkstatt Frieden & Solidarität ================================================== Werkstatt Frieden & Solidarität Waltherstr. 15, 4020 Linz Tel. 0732/771094 Fax 797391 Mail: office at werkstatt.or.at Web: www.werkstatt.or.at Werkstatt Rundbrief Nr. 05-2005 (1) E-Mail an Abgeordnete:Vorentscheidung über Volksabstimmung (2) Liste der E-Mail-Adressen (3) Parlamentarischer Entschließungsantrag (1) Vorentscheidung über Volksabstimmung!!! Liebe FreundInnnen, am kommenden Mittwoch 2.3. 2005 wird im Nationalrats-Plenum das Bundesverfassungsgesetz über die Ratifizierung des EU- Verfassungsvertrages behandelt. In speed-kills-Manier sollte in dieser NR-Sitzung eine Volksabstimmung über den EU- Verfassungsvertrag ohne nähere parlamentarische Auseinandersetzung verunmöglicht werden. Erwin Leitner (EU-Attac) hat daher einen Antrag über die Abhaltung einer Volksabstimmung über den EU-Verfassungsvertrag entworfen, der in der NR-Plenar-Sitzung am 2.3. behandelt werden MUSS, SOFERN dieser Antrag von insgesamt mindestens 5 NR- Abgeordneten unterstützt wird (Beilage; Gesetzesentwurf mit kurzer Begründung). Wir ersuchen jede/n einzelne/n von euch a) an NR-Abgeordnete, den beiliegenden Antragstext weiterzuleiten und aufzufordern, am 2.3. im NR diesen Antrag zu stellen bzw. diesen Antrag zu unterstützen und mitzutragen. Insbesondere jene ÖGB-Funktionäre, die gleichzeitig NR- Abgeordnete sind, stehen vor der Frage, ob sie sich an den Beschluß des eigenen Bundesvorstands gebunden fühlen oder an den Beschluß des Parteivorstands der SPÖ. b) dieses E-Mail an Eure E-Mail-Verteiler weiterzuverbreiten. Hier der Link zu den SP- NR-Abgeordneten: http://www.parlament.gv.at/portal/page?_pageid=907,82203&_dad=portal&_schema=PORTAL und zu den GRÜN- NR-Abgeordneten: http://www.parlament.gv.at/portal/page?_pageid=907,82203&_dad=portal&_schema=PORTAL Je mehr Emails jede/r einzelne NR-Abgeordnete noch vor der Sitzung vom 2.3. erhält, desto eher finden sich in unserem Land doch noch zumindest 5 NR-Abgeordnete, die für eine Volksabstimmung über den EU-Verfassungsvertrag eintreten und damit zumindest eine parlamentarische Behandlung dieses Themas ermöglichen. KeinE AbgeordneteR soll nachher behaupten können, er/sie hätte nicht gewußt, was hier abgestimmt wird. Die Petition für eine Volksabstimmung wurde vom zuständigen Verfassungsausschuß wider den eigenen Zusagen nicht behandelt. Zur Erinnerung: Die EU-Verfassung enthält eine Aufrüstungsverpflichtung incl. Schaffung eines Rüstungsamtes die Selbstermächtigung zu globalen Militärinterventionen eine militärische Beistandsverpflichtung die Einrichtung eines militärischen Führungszirkels hebt den Neoliberalismus in den Verfassungsrang öffnet die Tür für weitere Liberalisierung und die Privatisierung öffentlicher Dienste privilegiert die Atomindustrie die Unterordnung unserer Republik unter das Kommando der Großmächte und ihrer Apparate Die parlamentarische Opposition kann sich nicht darauf ausreden, überstimmt worden zu sein. Ein Drittel der Abgeordneten genügt, um eine Volksabstimmung zu erzwingen. Beste Grüße! Boris Lechthaler P.S.: Donnerstag, 03. März 2005, 19.00, Büro der Werkstattgruppe Wien, Rosensteingasse 69/6, 1170 Wien Besprechung über weitere Schritte zur Durchsetzung einer Volksabstimmung über die EU-Verfassung. (2) Liste der Emailaddressen. Nationalratsabgeordnette: SPÖ: doris.bures at spoe.at, hannes.bauer at spoe.at, petra.bayr at parlinkom.gv.at, ruth.becher at parlinkom.gv.at, gabriele.binder at parlinkom.gv.at, josef.cap at spoe.at, renate.csoergits at oegb.or.at, norbert.darabos at spoe.at, karl.dobnigg.servicebuero at aon.at, kurt.eder at omv.com, caspar.einem at spoe.at, christian.faul at parlinkom.gv.at, anita.fleckl at parlinkom.gv.at, gaal at zivilschutzverband.at, kurt.gartlehner at parlinkom.gv.at, heinz.gradwohl at ainet.at, elisabeth.grossmann at westnet.at, alfred.gusenbauer at spoe.at, marianne.hagenhofer at spoe.at, gabriele.heinisch-hosek at spoe.at, anton.heinzl at spoe.at, elisabeth.hlavac at parlament.gv.at, josef.broukal at netway.at, Jarolim at sboffice.at, erwin.kaipel at spoe.at, dietmar.keck at voestalpine.com, manfred.lackner at parlinkom.gv.at, christine.lapp at chello.at, andrea.kuntzl at spoe.at, werner.kummerer at parlinkom.gv.at, hermann.krist at parlinkom.gv.at, guenther.kraeuter at parlinkom.gv.at, jan.krainer at spoe.at, ulrike.koenigsberger-ludwig at parlinkom.gv.at, gisela.wurm at spoe.at, peter.wittmann at spoe.at, Rainer.Wimmer at Salinen.com, heidrun.walther at parlinkom.gv.at, fritz_verzetnitsch at oegb.or.at, melitta.trunk at spoe.at, (Unterstützerin des Friedensvolksbegehrens)mailto:s.erdt at siegendorf.bgld.gv.at erwin.spindelberger at parlinkom.gv.at, heidrun.silhavy at spoe.at, walter.schopf at metaller.at, rosemarie.schoenpass at spoe.at, peter.schieder at spoe.at, beate.schasching at spoe.at, erika.scharer at spoe.at, franz.riepl at parlinkom.gv.at, gerhard.reheis at parlinkom.gv.at,robert.rada at parlinkom.gv.at, christian.puswald at parlinkom.gv.at, barbara.prammer at parlament.gv.at, stefan.praehauser at spoe.at, walter.posch at spoe.at, katharina.pfeffer at spoe.at, otto.pendl at spoe.at, Rudolf_Parnigoni at aknoe.at, erwin.niederwieser at chello.at, georg.oberhaidinger at parlinkom.gv.at, christine.muttonen at parlinkom.gv.at, johann.moser at spoe.at, christoph.matznetter at spoe.at, nr-maier at salzburg.co.at Grüne:doris.schmidauer at gruene.at, wolfgang.zinggl at gruene.at, brigid.weinzinger at gruene.at, alexander.vdbellen at gruene.at, michaela.sburny at gruene.at, heidi.rest-hinterseer at gruene.at, wolfgang.pirklhuber at gruene.at, peter.pilz at gruene.at, karl.oellinger at gruene.at, gabriela.moser at gruene.at, sabine.mandak at gruene.at, ulrike.lunacek at gruene.at, werner.kogler at gruene.at, eva.glawischnig at gruene.at, dieter.brosz at gruene.at, terezija.stoisits at gruene.at, theresia.haidlmayr at gruene.at, kurt.gruenewald at gruene.at (3) Entschließungsantrag Entschließungsantrag der Abgeordneten __________________________________ Kolleginnen und Kollegen betreffend Bundesverfassungsgesetz über die Abhaltung einer Volksabstimmung vor dem Abschluss des Vertrages über eine Verfassung für Europa Der Nationalrat wolle beschließen: "Artikel 1 (1) Mit Zustimmung des Bundesvolkes zu diesem Bundesverfassungsgesetz werden die bundesverfassungsgesetzlich zuständigen Organe ermächtigt, den am 29. Oktober 2004 unterzeichneten Vertrag über eine Verfassung für Europa abzuschließen. (2) Der am 29. Oktober 2004 unterzeichnete Vertrag über eine Verfassung für Europa darf nur mit Genehmigung des Nationalrates abgeschlossen werden. Der Genehmigungsbeschluss kann vom Nationalrat nur in Anwesenheit von mindestens der Hälfte der Mitglieder und mit einer Mehrheit von zwei Dritteln der abgegebenen Stimmen gefasst werden; Bestimmungen des Vertrages, durch die Verfassungsrecht geändert wird, brauchen darin nicht als "verfassungsändernd" bezeichnet werden. (3) Der Vertrag bedarf überdies der Zustimmung des Bundesrates. Der Beschluss kann vom Bundesrat nur in Anwesenheit von mindestens der Hälfte der Mitglieder und mit einer Mehrheit von zwei Dritteln der abgegebenen Stimmen gefasst werden. (4) Soweit in den Abs. 2 und 3 nicht anderes bestimmt ist, sind auf den Vertrag die Bestimmungen des Bundes-Verfassungsgesetzes über Staatsverträge anzuwenden. Artikel 2 Mit der Vollziehung dieses Bundesverfassungsgesetzes ist die Bundesregierung betraut." Begründung: Der EU-Verfassungsvertrag betrifft viele Lebensbereiche Österreichs. Es sollte daher das Volk durch die Abhaltung einer Volksabstimmung in den Ratifizierungsprozess des EU- Verfassungsvertrags eingebunden werden. Voraussichtlich elf EU- Mitgliedstaaten halten eine Volksabstimmung über den EU- Verfassungsvertrag ab. Es gibt keine nachvollziehbaren Gründe, warum diese direkt-demokratische Mitentscheidungsmöglichkeit zwar anderen EU-BürgerInnen eingeräumt ist, den österreichischen BürgerInnen jedoch vorenthalten werden sollte. Mehrere renommierte Verfassungsexperten (Univ.Prof. Dr. Theo Öhlinger, Univ.Prof. Dr. Heinz Mayer, Hon.Prof. Dr. Heinrich Neisser, Univ.Prof. Dr. Stefan Hammer) vertreten die Auffassung, dass der EU-Verfassungsvertrag eine Gesamtänderung der österreichischen Bundesverfassung bewirkt und daher einer verpflichtenden Volksabstimmung zu unterziehen ist. Eine Nichtbeachtung dieser fundierten Rechtsmeinung nimmt bewusst das Risiko in Kauf, dass der EU-Verfassungsvertrag unter Missachtung der geltenden österreichischen Rechtserzeugungsregeln in Kraft gesetzt wird. Der Rechtsstaat ist ein zentraler Baupfeiler unserer Bundesverfassung. Es sollte daher auch nur der geringste Anschein vermieden werden, das Parlament wolle sich über die geltenden Rechtserzeugungsregeln der Republik hinwegsetzen. Der schriftliche Ausschussbericht des Verfassungs-ausschusses 820 d.B. geht auf diese außerordentlich bedeutende Thematik aber überhaupt nicht ein. Die Regierungsparteien haben sich dafür ausgesprochen, in etwa zehn Jahren eine Volksabstimmung über den Beitritt der Türkei zur EU abzuhalten. Dies steht in krassem Wertungswiderspruch dazu, den EU-Verfassungsvertrag keiner Volksabstimmung unterziehen zu wollen. Die Bürgerinitiative 21/BI, welche eine Volksabstimmung über den EU-Verfassungsvertrag fordert und zwischenzeitig von mehreren tausend BürgerInnen unterfertigt worden ist, wurde am 15.12.2004 dem Verfassungsausschuss zugewiesen. Der Verfassungsausschuss hat in seiner Sitzung vom 17.02.2005 die Ratifizierung des EU- Verfassungsvertrages behandelt, womit das Anliegen der Bürgerinitiative 21/BI in engstem Zusammenhang steht. Mit den Stimmen der Regierungsparteien wurde jedoch verhindert, dass die Bürgerinitiative 21/BI auf die Tagesordnung genommen wurde und überhaupt behandelt werden konnte. Die Regierungsparteien haben dadurch ihr gespanntes Verhältnis zur Zivilgesellschaft und zu einzelnen demokratischen Institutionen anschaulich unterstrichen. Die Regierungsvorlage betreffend Bundesverfassungsgesetz über den Abschluss des Vertrages über eine Verfassung für Europa (789 d.B.) sieht keine Volksabstimmung als Voraussetzung für eine Ratifizierung des EU-Verfassungsvertrags vor. Der gegenständliche Antrag übernimmt den Text der Regierungsvorlage 789 d.B. unverändert, stellt jedoch - ähnlich dem EU-Beitritts-BVG - einen Absatz 1 voran, in dem die Abhaltung einer Volksabstimmung verankert wird. ================================================== 06 Stmk/Umweltanwalt/Drexler/KPÖ KPÖ Steiermark ================================================== KPÖ Steiermark Lagergasse 98a 8020 Graz Tel. 03 16 / 71 24 36 Fax 03 16 / 71 62 91 email: kpoe_stmk at hotmail.com Montag, 28. Februar 2005 Presseinformation der KPÖ Steiermark Die Steiermark braucht Umweltanwalt Kopfschütteln über Politikwechsel bei der ÖVP Die Politik der steirischen ÖVP in Sachen Umweltschutz ist kaum mehr nachvollziehbar. Nach der Initiative zum Kippen der Umweltverträglichkeitsprüfung bei wichtigen Großprojekten soll in der Steiermark anscheinend nach dem Willen von ÖVP-Klubobmann Drexler die Funktion des steirischen Umweltanwaltes abgeschafft werden. KPÖ-Landesvorsitzender Franz Stephan Parteder betonte am Montag, dass diese Abkehr vom Umweltschutz nach dem Motto "Die Schlote müssen rauchen" gerade jenen Teil der ÖVP-Anhängerschaft treffen dürfte, der das Schlagwort von der öko-sozialen Marktwirtschaft ernst genommen hat. Die steirischen KommunistInnen erkennen die positive Rolle des bisherigen Umweltanwaltes an und wenden sich entschieden gegen eine Abschaffung dieses Amtes. "Die KPÖ hat in den letzten Jahrzehnten mehrere Lektionen lernen müssten. Zu den wichtigsten darunter gehört die Erkenntnis, dass ein Kurswechsel hin zu mehr sozialer Gerechtigkeit in unserer Gesellschaft ohne eine positive ökologische Entwicklung nicht möglich ist. Wenn eine große Partei wie die steirische ÖVP vergisst, was sie noch vor fünf Jahren gepredigt hat, dann werden praktisch alle Anliegen des Umweltschutzes dem ungehemmten Profitdenken untergeordnet. Die herrschenden Parteien sollten aber Umweltschutz ermöglichen statt ihn zu verhindern" Rückfragehinweis: 0316 / 71 2436 KPÖ-Steiermark Lagergasse 98 a 8020 Graz Tel.: 0316 71 24 36 Fax 0316 71 62 91 email: kp.stmk at kpoe-graz.at; kpoe_stmk at hotmail.com I ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< SOLIDARITÄT WELTWEIT ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 07 MARCH 1st is INTL ABOLITION DAY -- PRESS RELEASE "Abraham J. Bonowitz" ================================================== Greetings All! Tuesday, March 1st, is International Death Penalty Abolition Day.... All day long! Below is the press release. Feel free to adapt it and send to your local media under your own organization, with quotes attributed to you. Or just send it along as is.... TO THOSE TAKING ACTION - please be sure to document (photograph) your events and send photos, news clips and your own reports of what you/your group did to CUADP for the Abolition Day Roundup! Even if you are not in proximity to a scheduled event, YOU TOO can take action. EVEN if your action is nothing more than wearing a t-shirt or a button and handing out fliers somewhere. Go to http://www.cuadp.org/abolitionday.html to print out a one page flier with the history of Abolition Day, and also the handy "You Are Making A Difference If You..." flier, which you can copy back to back and hand out.... You might also consider FirstFast - see http://www.abolition.org/ and scroll down to the bottom for details. In any case, Abolition Day is also a good day to celebrate your vision of a world without violence -- celebrate in whatever way feels right to you.... One year after our visibility action on the streets of Palm Beach Gardens, a few of us went sailing.... Of course, if you are not doing anything else, you can always be a checkbook/credit card activist! Donate to your local abolitionist group, the National Coalition, and/or CUADP - please visit http://www.CUADP.org/support.html FINAL NOTE: If it is carried out, Georgia's planned Abolition Day extermination of Stephen Mobley by the people of Georgia in revenge for his murder of John Collins will be the 950th execution since 1977. The countdown to 1000 is on. The Abolitionist Action Committee (AAC - www.ABOLITION.org) will lend support to those wishing to take action - much along the lines of what we did on the occasion of the 500 execution. Details coming soon.... Those interested in joining the planning and implementation team should send a message to . Tuesday is International Death Penalty Abolition Day. DO SOMETHING! ***************** Please forward to reporters/editors Topical! Photo Ops! MEDIA ADVISORY FROM: Citizens United for Alternatives to the Death Penalty (CUADP) 27 February 2005 Contact: Abe Bonowitz, CUADP: 561-371-5204 (mobile) David Elliot, National Coalition to Abolish the Death Penalty: 202-607-7036 MARCH 1st IS INTERNATIONAL DEATH PENALTY ABOLITION DAY "DEATH PENALTY FOUNDATIONS CRUMBLING" Activists to Mark 158 Years Without Death Penalty Dozens of anti-death penalty organizations throughout the United States are organizing around Tuesday, March 1st, in celebration of International Death Penalty Abolition Day, the 158th anniversary of the date in 1847 when the State of Michigan officially became the first English-speaking territory in the world to abolish the death penalty. FOR A LISTING OF SOME OF THE EVENTS SCHEDULED ACROSS THE UNITED STATES, as well as background information on Abolition Day, please visit and click on the Abolition Day Banner. STATES WITH LISTED ACTIVITIES INCLUDE: Arizona California Florida Georgia Indiana Massachusetts Nebraska Ohio Oregon Pennsylvania Tennessee Texas and also Toronto, Canada. "People in the United States are beginning to take a hard look at how our criminal justice system is failing," said Abe Bonowitz, Director of Citizens United for Alternatives to the Death Penalty (CUADP). "As a former supporter of the death penalty, it is clear to me that anyone who examines the system from a non- emotional standpoint will find that economically, socially and morally, the practice of the death penalty is bad public policy. Billions of dollars have been spent on the death penalty in this country since 1972, for a net result of 950 dead bodies. This is hardly a good return on that investment. Alternatives to the death penalty exist that punish severely while protecting society, without more killing." Even as we approach the 950th execution since 1977, scheduled to take place in Georgia on Abolition Day, CUADP notes the following very current events which point to a crumbling of the foundations of the death penalty in the modern era: * Conservative voices and policy makers continue to acknowledge at least the need for a Time-Out on executions in the form of a moratorium on the death penalty pending review and reform of legal systems throughout the nation. Even George W. Bush, who executed 152 prisoners as Governor of Texas and who as President has overseen the first three federal executions under current law, acknowledged in his State of the Union address that serious problems exist in our legal system (see http://www.cuadp.org/pressrel72.html ). For more on conservative voices, see http://www.deathpenaltyinfo.org/article.php?didH2&scid * The US Supreme Court has taken up the question of "evolving standards of decency" with regard to juvenile offenders and the death penalty. Numerous states are this year considering bills to ensure that no person under the age of 18 at the time of the crime will face the death penalty. * Where it was previously considered political suicide to question any aspect of the death penalty, state legislatures are considering ways to limit or even do away with the death penalty. In the past year several states raised the minimum age for death penalty eligibility to 18. In Florida the effort to raise the age to 18 is led by one of the most pro-death penalty legislators, Senator Victor Crist. New York, New Jersey, and New Mexico are all approaching the tipping point, with serious death penalty repeal efforts in consideration in current legislative sessions. * More than 118 prisoners have been exonerated and released from death rows in the United States - SO FAR. * Countries normally allied with the United States are unequivocal in their opposition to the death penalty, refusing to extradite prisoners to the US without guarantees that those prisoners will not face execution - even in the cases of terrorists and war criminals. Mexico has successfully sued the United States over its violation of the Vienna Convention on Consular Affairs with regard to more than 50 Mexican nationals on US death rows. *Council of Europe Parliamentary Assembly President Peter Schieder last year launched an appeal for the abolition of the death penalty, saying "The abolition of the death penalty is one of our Organisation's priorities, and any new member state must pledge to take this step. We have succeeded in making the territory of our 45 member states, with its 800 million inhabitants, a death- penalty-free zone. Our ambition is to persuade Japan and the USA, who both hold observer status with the Council of Europe, to join us. Japan and the United States are leading democracies which have been very vocal on their commitment to human rights. We are calling on them to stand by their own standards of civilised behaviour. My message on the eve of International Death Penalty Abolition Day (1 March) is a call on states across the world to reject the use of capital punishment. Death penalty is not justice. And as Martin Luther King said: 'Injustice anywhere is a threat to justice everywhere.' " *** Organizers of "Abolition Day" events point to the State of Michigan as an example that viable alternatives to the death penalty exist. "They got rid of the death penalty because they found that they could not trust themselves to use it fairly, and they learned too late that they had killed an innocent man," said Bonowitz. Michigan has been without the death penalty for 158 years. The first act of their new legislature when Michigan became a state was to abolish the death penalty. "Politicians owe it to the people of this country to take a serious look at the alternatives to the death penalty already in use across this country," said Bonowitz. "Violent criminals can be punished, and society protected, through the use of long-term prison sentences before a convicted person can be considered for parole. It works in Michigan and in other states like California, which has the oldest 'Life Without Parole' (LWOP) statute in the country. Not one of the people sentenced to LWOP has been released. We are saying to the people our country, 'Don't make us become that which we deplore. Don't kill in our names. We can do better.'" FOR DETAILS ON THE HISTORY OF INTERNATIONAL DEATH PENALTY ABOLITION DAY, PLEASE VISIT and click on "Abolition Day." ***** ON THE WEB: www.CUADP.org and www.NCADP.org For more information, please contact CUADP director Abe Bonowitz at 800-973-6548 or 561-371-5204. Free information is available to the public from Citizens United for Alternatives to the Death Penalty (CUADP), a Florida-based national organization working to increase the level of informed dialogue about viable alternatives to the death penalty. CUADP may be reached toll-free at 800-973-6548 or on the internet at . SENT BY: Abraham J. Bonowitz Director, CUADP ******************************************************** YES FRIENDS! There is an Alternative to the Death Penalty Citizens United for Alternatives to the Death Penalty (CUADP) works to end the death penalty in the United States through aggressive campaigns of public education and the promotion of tactical grassroots activism. Visit or call 800-973-6548 PMB 335, 2603 NW 13th St (AKA Dr. MLK Jr. Hwy) Gainesville, FL 32609 ******************************************************** ================================================== 08 IPS-IRAQ: It Could Be Getting Worse for Women ================================================== This story has been forwarded to you from http://ipsnews.net, the world's only global news service specialising in the issues you care about. IRAQ: It Could Be Getting Worse for Women Sanjay Suri LONDON, Feb 22 (IPS) - The situation for Iraqi women has got worse in many respects since the U.S.-led invasion two years back, says a report from Amnesty International. ''The current lack of security has forced many women out of public life and constitutes a major obstacle to the advancement of their rights,'' says the report 'Iraq: Decades of suffering - Now women deserve better' published Tuesday. The report seeks to highlight the present situation and not compare it to the Saddam days. ''It is difficult to make a comparison because the situation was also very bad before,'' Nicole Choueiry from Amnesty told IPS. Kidnapping and rape are reported to be a continuing problem. ''This is not something that started with the invasion and then stopped,'' she said. This subject is taboo in Iraq but Amnesty has received several testimonies that this remains common, Choueiry said. ''Women have been kidnapped for ransom, and many have been raped while they were kidnapped.'' The extent of the problem is very difficult to establish, she said. ''Armed groups have had a big impact on participation of women in the public sphere and in the political domain,'' Choueiry said. ''Many women have stopped going to universities and stopped going to work. Lack of security is the overarching problem. Many women cannot now go out even for everyday tasks like shopping.'' The lack of security has been worsened by discriminatory laws in place and a lack of specific measures to protect women, she said. ''There is a need to reform laws and to take measures like opening shelters for women.'' The Amnesty report was based on interviews with activists and victims, and testimonies gathered by Amnesty staff from Amman in Jordan. Several activists within Iraq were commissioned to get testimonies from women, Choueiry said. Iraqi women must have an active role in shaping the future of their country, the report says. It documents how women and girls in Iraq have been targeted directly, because they were women, and how they suffered disproportionately through decades of government repression and armed conflict. The report points also to the discrimination against women under the Saddam days. ''Three wars and more than a decade of economic sanctions have been particularly damaging to Iraqi women,'' it says. ''Under the government of Saddam Hussein, they were subjected to gender-specific abuses, including rape and other forms of sexual violence, or else targeted as political activists, relatives of activists or members of certain ethnic or religious groups.'' The report demonstrates how gender discrimination in Iraqi laws contributes to the persistence of violence against women. Many women remain at risk of death or injury from male relatives if they are accused of behaviour held to have brought dishonour on the family. The report says that women of non-Iraqi origin have also been held as hostages, often in an attempt to force a withdrawal of foreign troops from Iraq. ''They have been beaten and threatened with execution, and at least one of them, Margaret Hassan, has reportedly been killed,'' the report says. Amnesty International says it has repeatedly called on armed groups to end the violence against women, including harassment, death threats, violent attacks, kidnapping and killing. Amnesty International said it equally calls on the U.S.-led multinational forces to improve safeguards for women in detention and investigate promptly all allegations of violence against women, including sexual attacks by their forces or other agents. Women's rights organisations in Iraq have repeatedly called for measures to be taken in order to stop violence and to end discrimination against women, Amnesty says. In recent years, numerous non-governmental organisations (NGOs) and other bodies working for women's rights have been formed, including groups that focus on the protection of women from violence. The report says women in the next government and the elected National Assembly must take the lead in ensuring that ''Iraqi legislation and future amendments are in total harmony with international standards.''. (END/2005) ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< LINKS / VERWEISE / HINWEISE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 09 Glocalist Nr.61:Presseausgabe>>Schwerpunkt Über Morgen "GLOCALIST REVIEW" ================================================== Sehr geehrte Damen und Herren, werte Redaktion, anbei der aktuelle Glocalist. SCHWERPUNKT Über Morgen - Konferenz GEDIFO Als NGO der WOche präsentieren wir den Verein ArbeitslosensprecherIn, Kampage der Woche von NOSOFTWAREPATENT.COM, der wirtschaftsethische Diskurs des OeNWE mit einem Beitrag von FAIRTRADE zu CSR, Auszug aus der ASFINAG Studie, AGEZ Position zur Zuckermarktordnung, ein Kommentar von Michael Genner zum Asyl-Gesetz, Glosse von Nicholas Hauser und die gewohnten Vermischten Meldungen und Termine. Viel Freude beim Lesen wünscht Christian Neugebauer _____ Glocalist Review: Digitale Wochenzeitschrift für NGOs&NPOs Barmherzigengasse 17 - stiege 6 - top 1 A-1030 Wien f: 01/597 2001 m: 0699 11 88 16 43 e: office at glocalist-review.com w: http://www.glocalist-review.com Agentur: arbeitsraum-philosophie: agentur für analoge&digitale kommunikationswirtschaft GmbH- www.arbeitsraum.at ================================================ C) TERMINE ================================================ ======================== Dienstag http://www.mund.at/butt/Termine/Maerz/0103.htm Mittwoch http://www.mund.at/butt/Termine/Maerz/0203.htm Donnerstag http://mund.at/butt/Termine/Maerz/0303.htm ======================== ================================================ D) EDITORIAL ================================================ Für den Inhalt verantwortlich: Ihr. E-Mail-Adresse für Beiträge: widerstand at no-racism.net geschickt. widerst at nd MUND und alle Termine täglich aktualisiert im Web: http://www.no-racism.net/MUND Ziel von MUND (medienunabhängiger Nachrichtendienst) ist die unzensurierte und möglichst rasche Information über gesellschafts- politisch relevante Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu Widerstand und Antirassismus sowie verwandte Themen. sollen einen Titel, Namen und Emailadresse der/des AutorIn enthalten und möglichst kurz und prägnant gehalten sein, ev. mit Hinweis, wo weitere Informationen eingeholt werden können. Bitte keine Attachments! Die inhaltliche und sachliche Verantwortung liegt bei der/dem jeweiligen AutorIn bzw. jenen, die uns die Beiträge schicken. Der MUND wird von einzelnen TagesredakteurInnen zusammengestellt. Da Fehler nicht ausgeschlossen sind, bitten wir, nicht veröffentlichte Beiträge nochmals an widerstand at no-racism.net zu senden. Die Weiterleitung (auch auszugsweise) ist erwünscht. Beiträge mit rassistischen oder sexistischen Inhalten werden nicht veröffentlicht. Sehr persönliche Meldungen werden wir an den betreffenden Adressaten weiterleiten, aber nicht im MUND veröffentlichen. Die bisherigen Ausgaben sind unter http://www.no-racism.net/MUND archiviert. Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage: * Wann: Sonntag, 11.11.2001, 11:11 Uhr * * Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" * * Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf * * Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie. Aber kurz und prägnant.* Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch stillschweigend Zensur zu üben. Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die Nichtaufnahme geliefert. (Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.) Die AbsenderInnen der betroffenen Beiträge werden hiervon informiert. Im Sinne einer "gläsernen Zensur" könnt ihr Euch die Beiträge gerne extra schicken lassen: Ein kurzes Mail an widerstand at no-racism.net genügt. ================================================ E) VERTEILERLISTE ================================================ Zur Eintragung in diesen Verteiler bitte direkt subskribieren unter http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/analle oder von der einzutragenden Adresse aus ein mail schicken an: admin at no-racism.net mit folgendem Text: subscribe no-racism Bitte wegen Automatisierung diesen Wortlaut verwenden! Zur Austragung aus dieser Liste bitte an aus Einsendungen an zusammengestellt. Bitte keine Attachments! (werden nicht angenommen) Für diese Ausgabe nicht aufgenommen: Ein nicht widerstandsrelevanter Beitrag Redaktionsschluss für diese Ausgabe: 20:00 Uhr III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III widerst at nd-MUND is powered by http://alt.strg.at/ From analle at no-racism.net Wed Mar 2 02:37:12 2005 From: analle at no-racism.net (analle at no-racism.net) Date: Tue, 1 Mar 2005 20:37:12 -0500 Subject: widerst@nd - MUND: Mittwoch, 2.3.2005 Message-ID: <105918441.20050301203712@nessizius.com> widerst at nd MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst www.no-racism.net/mund Mittwoch, 2. März 2005 ================================================ A) INHALT ================================================ ================================================ 01 Medieninformation : Morgen-Vorentscheidung über Volksabstimmung zur EUV Von: Werkstatt Frieden & Solidarität ================================================ 02 Auszug aus: Bemerkungen, Notizen, Tips Von: akin ================================================ 03 ZONE 2005_Einladung_9.3., 19h Von: Galerie IG BILDENDE KUNST ================================================ 04 TREFFEN 7. März 2005 - GewerkschafterInnen gegen Von: GewerkschafterInnen gegen Atomenergie und Krieg ================================================ 05 Literatur im März: Bitte Termine vermerken Von: Initiative muslimischer ÖsterreicherInnen ================================================ 06 ZONE 2005 - IG Bildende Kunst - 9.3.05, 19h Von: Cornelia Kogoj ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 07 Frage- adresse und tel. nummer Traiskirchen Von: patsy ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND MEINUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 08 Newsletter SOS-Menschenrechte Von: SOS-Menschenrechte at solaris.whbdns.com ================================================ 09 Syrien: Fischer soll sich für Freilassung von Kurden einsetzen Von: Gesellschaft für bedrohte Völker ================================================ 10 KI - Niveaulosigkeit als Programm? Von: didi zach ================================================ 11 Nachtrag zum KI-Beitrag Von: didi zach ================================================ 12 Inflation/Wohnen/Teuerungsausgleich/KPÖ Von: KPÖ Steiermark ================================================ 13 Kolumbien: Nach dem fürchterlichen Massaker, verlangen die Bewohner von San José de Apartado Gerechtigkeit! Von: Gesellschaft für bedrohte Völker ================================================ ================================================ B) TEXTE ================================================ ================================================ 01 Medieninformation : Morgen-Vorentscheidung über Volksabstimmung zur EUV Von: Werkstatt Frieden & Solidarität ================================================ Werkstatt Frieden & Solidarität Waltherstr. 15, 4020 Linz Tel. 0732/771094 Fax 797391 Mail: office at werkstatt.or.at Web: www.werkstatt.or.at Medieninformation: Morgen - Vorentscheidung über Volksabstimmung zur EU-Verfassung Morgen, Mittwoch, 02. März 2005 fällt im Nationalrat eine Vorentscheidung über die Durchführung einer Volksabstimmung über die EU-Verfassung. Viele Menschen haben die Nationalräte nochmals in E-Mails auf die unabdingbare Forderung nach einer Volksabstimmung aufmerksam gemacht. "Tritt die EU-Verfassung so wie geplant in Kraft, ist es vorbei mit der österreichischen Neutralität!" meint etwa der Ehrenvorsitzende der GPA Hans Sallmutter. Doch nicht nur aus diesem Grund ist eine Volksabstimmung zwingend erforderlich. Führende Verfassungsrechtler argumentieren, daß der EU-Verfassungsvertrag einen tiefen Schnitt in die Selbständigkeit unserer Republik mit sich bringt. Die Menschen werden nicht nur völlig im Unklaren über den EU-Verfassungsvertrag gehalten, auf Anfrage werden sie auch falsch informiert. Insbesondere von sozialdemokratischen und grünen Abgeordneten wird ständig vorgebracht, sie würden sich für eine europaweite statt einer nationalen Volksabstimmung aussprechen. Dieser Einwand dient ausschließlich dazu, von der eigenen Absicht, österreichisches Verfassungsrecht vorsätzlich zu brechen, abzulenken. Das Instrument einer europaweiten Volksabstimmung gibt es nicht. Sollte es eingeführt werden, müßte dies erst recht vorher einer nationalen Volksabstimmung unterworfen werden. Zudem ist es völlig absurd, z. B. 80 Millionen Deutsche über die österreichische Neutralität abstimmen zu lassen. Ausgerechnet im Jahr, indem sich der Abschluß des Staatsvertrages incl. Anschlußverbot zum 50. mal jährt, wird gefordert , wir sollten uns einer Aufrüstungsverpflichtung, einer globalen Kriegsermächtigung und einer militärischen Beistandsverpflichtung mit Deutschland unterordnen. Rückfragehinweis: Boris Lechthaler 0732-771094 ================================================ ================================================ 02 Auszug aus: Bemerkungen, Notizen, Tips Von: akin ================================================ *** Worte des Peter Pilz Folgendes Mail verfasste Nationalrat Pilz als Antwort auf einen Aufruf, das Friedensvolksbegehren zu unterstuetzen: >liebe wiener gruene, nur eine kurze feststellung: das sogenannte "friedensvolksbegehren" richtet sich grundsaetzlich gegen die verfassung der EU und damit auch gegen unsere politik in diesem bereich. ausserdem widerspricht es dem beschluss des EBV zur sicherheitspolitik in allen wesentlichen punkten. eine unterstuetzung dieses volksbegehrens durch die wiener gruenen sollte daher mit dem EBV abgesprochen werden. ich glaube nicht, dass sich in bundesvorstand und klub auch nur eine einzige person findet, die das volksbegehren unterstuetzt. ausserdem sollten sich die funktionaere der wiener gruenen gut ueberlegen, ob sie sich mit der unterstuetzung eines auch zahlenmaessig gerade scheiternden volksbegehrens an einer politischen niederlage beteiligen wollen. liebe gruesse, peter << * ================================================ 03 ZONE 2005_Einladung_9.3., 19h Von: Galerie IG BILDENDE KUNST ================================================ EINLADUNG zur Ausstellungseröffnung ============================ ==ZONE 2005== zwischen politischer Repräsentation und repräsentativer Politik ============================ Konzeption und Organisation: Petja Dimitrova, Martin Krenn, Luisa Ziaja ============================ ERÖFFNUNG Mittwoch, 9. März 2005, 19 Uhr Galerie IG BILDENDE KUNST ============================ AUSSTELLUNGSDAUER 10. März bis 8. April 2005 DI - FR 10 - 18 Uhr ============================ Beteiligte KünstlerInnen/KünstlerInnengruppen: Karin Berger/Elisabeth Holzinger/Lotte Podgarnik/Nadja Trallori, Café Temelin, Marina Grzinic/Aina Smid, Caroline Haider, Kathi Hofer, Kinoki, Klub Zwei, Martin Krenn/Charlotte Martinz-Turek/Nora Sternfeld/Luisa Ziaja, MAIZ, Andrina Mracnikar, Organisationskomitee Bombenstimmung, Lisl Ponger, Rückgabestelle Salzburg, Anja Salomonowitz, Tim Sharp, Angelika Schuster/Tristan Sindelgruber, Christian Sperl, Hito Steyerl ============================ Österreich 2005: Die Regierung jubelt und vergisst. Spitzenpolitiker einer der Regierungsparteien sprechen von einer "angeblichen Befreiung Österreichs 1945" und behaupten im EU-Parlament es gäbe "keine Mitverantwortung der Republik Österreich am Holocaust". Der österreichische Bundeskanzler verschenkt eine Million Euro an ein mehrteiliges, gedankenloses Projektvorhaben für den öffentlichen Raum, das unter anderem der Opfer des Nationalsozialismus mit einem Schwall weißer Kreuze am Heldenplatz - als Zitat für Soldatengräber - zu gedenken dachte. Bis die Verantwortlichen während der Projektpräsentation vor der Presse die gravierenden Ausschlüsse der gewählten Symbolik erkannten: Dass Kreuze zum Gedenken an jüdische Opfer des Nationalsozialismus ungeeignet sind, hatten sie in ihrer Konzeption schlichtweg vergessen. Weniger handelt es sich bei diesem Vergessen aber um eine individuelle Verfehlung als vielmehr um ein strukturelles Symptom patriotischer Verdrängungspolitik, die nicht zuletzt im offiziellen "Jubiläums- oder Gedankenjahr 2005" manifest wird. Die Gruppenausstellung "Zone 2005. Zwischen politischer Repräsentation und repräsentativer Politik" bewegt sich zwischen den Polen offizieller Repräsentation von Geschichte und aktivistischen Bündnissen, die sich gegen Vereinnahmungen und Verschleierungen im Zeichen dieses Vergessens zur Wehr setzen und ein Geschichtsbild jenseits des patriotischen Opfermythos zeichnen. In zum Teil speziell für die Ausstellung realisierten Arbeiten und Dokumentationen werden die thematischen Schwerpunkte und insbesondere auch Auslassungen und Ausschlüsse des von der österreichischen Regierung ausgerufenen "Jubiläumsjahres 2005" kritisch beleuchtet. Dabei werden Geschichtskonstruktion und Nationalstaatskonstitution ebenso thematisiert wie damit verbundene institutionalisierte Rassimen. "Zone 2005" versammelt künstlerische und aktivistische Positionen, die den Blick auf die in die Gegenwart fortwirkenden strukturellen "blinden Flecken" österreichischer Geschichtspolitik richten, emanzipatorische Handlungsoptionen entwickeln und so versuchen eine "Perspektiv-Verschiebung" zum offiziellen "Gedankenjahr" zu leisten. Die Ausstellung umfasst Foto-, Video- und Textarbeiten, Installationen und Dokumentationen, sowie ein kleines Filmarchiv. Im Rahmen der Finissage wird am 8. April 2005 um 12 Uhr zudem das "Monument für die Niederlage - Zeit der Befreiung 1945 - 1947" im Ostarrichi-Park (zwischen Landesgericht und Nationalbank) enthüllt. Die Ausstellung wird von der Galerie der IG Bildende Kunst produziert und steht in Zusammenhang mit der Aktionsplattform "Österreich-2005: Das Vorsorge-Paket gegen ein Jahr Heimat-Feiern". Weitere Infos: ======================= Galerie IG BILDENDE KUNST Gumpendorfer Straße 10-12 1060 Wien TEL ++43+1+5240909 FAX ++43+1+5265501 galerie at igbildendekunst.at www.igbildendekunst.at ======================= demnächst: ZONE 2005 Zwischen politischer Repräsentation und repräsentativer Politik Eröffnung 9. März 2005, 19h Ausstellungsdauer 10.3. - 8.4.05, DI -FR 10-18h ======================= Alles was RECHT ist. Ein Survivaltraining für KünstlerInnen Förderung: Kunst im öffentlichen Raum Donnerstag, 3. März 2005, 19h ======================= ================================================ 04 TREFFEN 7. März 2005 - GewerkschafterInnen gegen Von: GewerkschafterInnen gegen Atomenergie und Krieg ================================================ GewerkschafterInnen gegen Atomenergie und Krieg Liebe Kolleginnen und Kollegen: EINLADUNG - TREFFEN in WIEN: Montag, 7. März 2005, 20.00 Uhr, Kolping-Zentral, 1060 Wien, Ecke Gumpendorferstr./Stiegengasse(erreichbar über U3 Neubaugasse oder U4 Kettenbrückengasse bzw. Bus 59A) womöglich Anmeldung unter 0650 / 830 7 830 - danke. Besprechung und Abstimmung unserer Aktivitäten zu "JA zur Neutralität – NEIN zur EU-Verfassung", Info-Stände und Demonstration am 19. März 2005. JA zur NEUTRALITÄT NEIN zur EU-VERFASSUNG VOLKSABSTIMMUNG FLUGBLATT: Neutral bleiben statt mitmarschieren (befindet sich im Anhang) BESTELLUNGEN: Bitte bestellt und verbreitet das in der Mitte dieser Aussendung befindliche FLUGBLATT (rot-weiß-roten A4-Folder) soviel ihr könnt. Der Preis je Stück beträgt 0,09 Euro. Bitte am Erlagschein bei Verwendungszweck neben allfälliger Spende extra angeben. Bei Bestellung größerer Mengen, Preis nach Absprache; telefonisch unter 0650 830 7 830 oder per E-Mail: ggae at aon.at AKTIONSWOCHE: 5. Bis 19. März 2005 zum Thema: JA zur NEUTRALITÄT - NEIN zur EU-Verfassung - VOLKSABSTIMMUNG und zum "Friedensvolksbegehren DEMONSTRATION: Samstag, 19. März 2005, 14.00 Uhr Westbahnhof INFORMATIONSSTÄNDE: Macht bitte Stände, um die Infos zur Neutralität und zum "Friedensvolksbegehren" zu verbreiten. Meldet Euch bei uns, wir bringen gerne Interessierte in den verschiedenen Bundesländern zusammen. IN WIEN:(Anmeldung unter Tel.: 0650 830 7 830): Fr. 11. März 2005, 15.00 – 18.00 Uhr, Schottentor (Unterführung), 1010 Wien Mi. 16. März 2005, 16.00 – 19.00 Uhr, Viktor-Adler-Markt, 1100 Wien Fr. 18. März 2005, 15.00 – 18.00 Uhr Landstr-Hptstr., vor Eingang U3/U4, 1030 Wien Text FLUGBLATT (siehe auch Anhang) NEUTRAL BLEIBEN statt MITMARSCHIEREN "60 Jahre Leben in Friede und Freiheit, 50 Jahre Staatsvertrag, 10 Jahre EU" - unter diesem Motto feiert die Regierung und auch alle anderen Parteien- und Interessenvertreter das Jahr 2005 und das Volk soll mitfeiern. Das Feuerwerk der Feiern soll gleichzeitig verbergen, worum es in Wahrheit bei 60/50/10 geht! Die Herrschenden wollen die Österreicher und Österreicherinnen zum dritten Mal in der Geschichte für Großmachtinteressen marschieren lassen. Die Lehre aus dem II. Weltkrieges mit seinen Millionen Opfern war nach 1945: Nie wieder Faschismus, nie wieder Krieg! In der Folge wurde Österreich ein neutrales und souveränes Land. Es gehörte seit 1955 keinem Militärblock an, weder dem westlichen Bündnis der NATO, noch dem des Ostens. Wir sind seit 50 Jahren neutral, haben die Neutralität in der Verfassung. Wenn es nach der Regierung geht, soll davon im Feierjahr möglichst nicht geredet werden. Die Herrschenden wollen die Neutralität ganz aufgeben und uns in ein Militärbündnis, nämlich das der EU, eingliedern. In Wirklichkeit wollen sie nur die 10 Jahre EU- Beitritt feiern. Denn das ist für sie Grund zum Feiern: Mehr Freiheit für die Konzerne, d.h. noch mehr Liberalisierung fürs Kapital. Resultate: z.B. die Teilprivatisierung der Energieversorgung bei Strom und Gas, weiters auch bei der Post, Bahn, Telefon, Verkehr usw. und Millionen Steuergelder für die Atomindustrie der EU. Für das Volk hieß das: 10% Reallohnverlust und die höchste Arbeitslosigkeit seit 1945. Die Umverteilung von unten nach oben erreicht heute Rekordhöhe. Die Reichen werden immer reicher, die Masse hat immer weniger. Der Abbau unserer staatlichen Souveränität und das schrittweise Untergraben unserer Neutralität werden von den Volksvertretern zügig vorangetrieben. Letztlich will die Regierung die Neutralität ganz abschaffen. Das will sie aber im Feierjahr anlässlich 50 Jahre Neutralität nicht so offen sagen, um den Protest und Widerstand gegen diesen Verfassungsbruch und Landesverrat zu schwächen. 80% der Österreicher sind laut allen Umfragen, trotz aller Überholtheitserklärungen, nach wie vor für die Beibehaltung der Neutralität. Österreichs Bundesverfassungsgesetz vom 26.Oktober 1955 über die Neutralität (kurz Neutralitätsgesetz) sagt im Artikel 1: Zum Zwecke der dauernden Behauptung seiner Unabhängigkeit nach außen und zum Zwecke der Unverletzlichkeit seines Gebietes erklärt Österreich aus freien Stücken seine immer währende Neutralität. Österreich wird dies mit allen ihm zu Gebote stehenden Mittel aufrechterhalten und verteidigen. Artikel 2: Österreich wird zur Sicherung dieses Zweckes in aller Zukunft keinen militärischen Bündnissen beitreten und die Errichtung militärischer Stützpunkte fremder Staaten auf seinem Gebiet nicht zulassen. Das Neutralitätsgesetz ist Ausdruck des Willens der ÖsterreicherInnen, dass wir nicht wieder, wie schon zweimal in der Geschichte, für Großmachtinteressen auf fremden Schlachtfeldern kämpfen und sterben. Die Neutralität ist der Absicht unserer Herrschenden im Wege, unser Land völlig in die EU, d.h. in das Europa der Konzerne und der Militärs einzugliedern. Darauf läuft es hinaus. Schon unter Rot/Schwarz, verstärkt nun unter Schwarz/Blau, erlebten und erleben wir über Jahre den wirtschaftlichen Ausverkauf der wichtigsten österreichischen Industriebetriebe. Über Privatisierungen erfolgt der Ausverkauf vorwiegend an deutsche Konzerne, wie zuletzt die VA-Tech an Siemens. Dieser Ausverkauf war und ist mit dem Artikel 7 des Staatsvertrages unvereinbar. Doch nun soll es auch zum militärischen Anschluss an das für uns im EU-Bündnis dominierende Deutschland kommen. Die Österreicher sollen für dieses Europa der Konzerne samt der Atomindustrie und der Militärs wieder Opfer bringen. Massiver Sozialabbau und Demokratieabbau bei gleichzeitiger Aufrüstung - darum geht es: Einerseits: Abbau der Rechte der ArbeitnehmerInnnen / Verlängerung der Arbeitszeiten / Pensionsraub/ Selbstbehalte im Gesundheitswesen bis hin zur beabsichtigten Andrerseits: Milliarden für die Aufrüstung - fürs Militär, z.B. für die Eurofighter, usw. und für die Euratom! Zerschlagung der Sozialversicherung. Die österreichischen ArbeiternehmerInnen sollen das alles bezahlen! Und weil das alles zunehmend Widerspruch bei den Menschen hervorruft, wird schon vorausschauend schrittweise die Macht und Kontrolle des Staatsapparates ausgebaut. Der starke Staat, in Haiders Worten als "dritte Republik" bekannt, wird von Schüssel und Co vorangetrieben. Der Ausbau des Polizeiapparates mit Überwachungsverord= nung, Lauschangriff, Fingerabdruck, Einschränkung der Versammlungsfreiheit (Wegweiserecht), schärferer Kontrolle der Medien. So sollen wir reif gemacht werden, noch mehr Opfer hinzunehmen, so sollen wir weich geklopft werden für neue Kriegszeiten! In diesem Zusammenhang steht auch das geplante Berufsheer, dass wesentlich mehr kosten würde als das derzeitige Bundesheer. Es ist letztlich eine bezahlte Killertruppe, die leichter für die EU-Kriegspläne verwendbar ist. Das geplante Berufsheer ist auch nicht zufällig das Ergebnis der seit 2 Jahren tagenden Bundesheerreformkommission. Die nun als Wahlzuckerl verkündete Verkürzung der Wehrdienstzeit auf 6 Monate soll von den Berufsheerplänen ablenken. Im Ernstfall würden dennoch alle "wehrfähigen" Männer und Frauen eingezogen werden. Entweder werden wir Österreicher wieder für fremde Großmachtinteressen einrücken und sterben oder wir b l e i b e n n e u t r a l ! Wenn es nach den Regierenden geht, soll die Neutralität weg und der Weg frei werden entweder in die NATO bzw. in das neue EU-Militärbündnis. Sie scheren sich nicht um ihre eigenen Gesetze, um die Verfassung, für sie endet ihr Demokratieverständnis wenn es um ihre Interessen geht. Diese Regierung und auch frühere Regierungen begingen und begehen seit langem Verfassungsbruch. Das bestätigen auch namhafte österreichische Verfassungsrechtler. * Sie haben mit dem Beschluss des neutralitätswidrigen Kriegsermächtigungs- artikel 23f im Jahre 1998 einen glatten Verfassungsbruch der österreichischen Bundesverfassung begangen und damit schon damals Kampfeinsätzen auch ohne UN-Bindung zugestimmt. * Die Regierung hat im Oktober 2004 die neue EU- Verfassung unterschrieben, die bis Ende 2006 in Kraft treten soll. Diese besagt unter anderem, dass in der EU die ständige Aufrüstungspflicht in den Verfassungsrang erhoben wird. Ein eigenes Rüstungsamt soll dies durchsetzen sowie die Kriegswaffenindustrie fördern Es soll sogar Regierungsbefugnis haben. Das ist das EU-Amt für den militärisch-industriellen Komplex! * Weiters besagt die EU -Verfassung, dass für ihre Mitglieder eine militärische Beistandsverpflichtung mit der Ermächtigung zu weltweiten Kriegseinsätze besteht. * Unsere Regierung hat zugesagt, dass Österreich an den neuen EU- Schlachtgruppen (battle groups) teilnimmt, "das sind kampffähige Einheiten die Krieg führen müssen"-(OÖN,18.11.2004) Die EU- Verfassung muss noch in allen EU- Ländern ratifiziert werden. Mehrere EU-Länder wollen dazu eine Volksabstimmung abhalten, Österreichs Regierung nicht. Im Gegenteil, ohne viel Aufsehen will man noch vor dem Sommer die EU-Verfassung durchs Parlament peitschen. Bislang haben die Opposition, die SPÖ und die Grünen, ihre Zustimmung signalisiert. Es scheint, dass das Volk wieder einmal von seinen "Volksvertretern" verraten wird. Unter dem Vorwand, uns in ein sog. europäisches Sicherheitssystem zu integrieren, unter dem Vorwand sich gegen Terror, für Freiheit und Frieden in Krisengebieten einzusetzen, sollen wir, mit Hilfe der EU-Verfassung, in ein offensives Militärbündnis, in die EU-Armee eingegliedert werden. Es geht nicht um ein Sicherheitssystem, sondern um Kriegspläne. Es geht nicht um Frieden, sondern um Eroberung und Machtausweitung durch Krieg. Es geht nicht um die Freiheit der Menschen, sondern um die Freiheit der Profite. Die EU arbeitet schon länger auf eine eigene Militär- und Atommacht hin. Schon 1990 sagte der französische General M. Fennesbresque, die EU müsse ein Waffenpotential vergleichbar den USA aufbauen. Auch das Widererstarken der Atomkonzerne in der EU steht in engem Zusammenhang mit den Plänen zur Herausbildung einer EU-Atomwaffenmacht. Die neue Interventionsarmee der EU wird zum Kriegseinsatz im Umkreis von 4000 km rund um die EU in der Lage sein. Und die Mitglieder sollen Beistandspflicht haben, eben auch das neutrale Österreich! Es geht den EU- Großmächten um den Zugang zu Absatzmärkten, Rohstoffquellen, geopolitischen Einfluss, Investitionsmög= lichkeiten. Das bietet die Möglichkeit zu riesigen Profiten für den militärisch-industriellen Komplex in Europa, der in Konkurrenz zur USA steht. So hat zum Beisp. Deutschland seine Rüstungsprofite allein von 2002 auf 2003 auf 1,3 Milliarden Euro vervierfacht. Die EU, so wie die USA, geraten in den nächsten Jahren in eine zunehmende Energieabhängigkeit. In Europa gehen die eigenen Energievorräte im nächsten Jahrzehnt zur Neige. Von 2000 bis 2020 wird sich für die EU z.B. bei Kohle ihre Importabhängigkeit von 30% auf 50%, bei Rohöl und Mineralölprodukten von 77% auf 86% und bei Erdgas von 50% auf 75% erhöhen. "Die Energiepolitik der Union muss Teil ihrer Außenpolitik werden" (Financial Times Deutschland 6.10.2004). Und Außenpolitik heißt nicht zuletzt Militärpolitik. . "die Supermacht Europa verabschiedet sich endgültig von der Idee einer Zivilmacht und bedient sich uneingeschränkt der Mittel internationaler Machtpolitik" (Centrum für angewandte Politikforschung Mai 2003). Gerade in Zeiten wie diesen ist die Neutralität nicht überholt. Im Gegenteil sie wird wichtiger denn je! Denn heute werden die Kriege nicht mehr "kalt" sondern immer mehr "heiß" geführt. Der Kampf um ökonomischen Einfluss und Machteinfluss m die Aufteilung der Welt wird zunehmend nicht nur wirtschaftlich geführt, sondern auch, wenn nötig, militärisch. Der Krieg der USA gegen den Irak, wegen dessen Erdöl- und Erdgasvorräte bzw. wegen seiner geopolitischen Lage ist nur die sichtbarste Spitze des Eisberges. Insbesondere zwischen den USA und Europa bahnen sich in der Konkurrenz um Rohstoffquellen, Absatzmärkte bzw. Einflussphären immer größere Konflikte an. Die USA, ökonomisch gegenüber der EU im Hintertreffen, betreibt nun mehr denn je, unter dem Vorwand den Völkern Freiheit, Demokratie und Terrorbekämpfung zu bringen, eine aggressive Weltherrschaftspolitik. Jedes Regime, das sich ihr nicht unterordnet, soll gestürzt werden . Gerade auch deshalb versucht die EU, zu einer schlagkräftigen Einheit ihrer wichtigsten Konzerne und Militärprojekte zu kommen, um den USA auch militärisch Paroli bieten zu können und ihre Märkte zu sichern bzw. auszubauen. Die Bevölkerungen der EU-Länder sollen für diesen Konkurrenzkampf der Herrschenden die Opfer bringen. Wir sollen für die Militarisierung und Teilnahme unseres Landes an der neuerdings auch aufs Kriegsführen ausgerichteten Politik der EU zahlen. Dafür sollen wir auch noch massiven Sozialabbau und Demokratieabbau hinnehmen. Unsere Neutralität und unser Atom-NEIN sind gerade in dieser immer kriegerischer werdenden Welt die einzige Chance für die Bevölkerung: Die Erhaltung bzw. Verteidigung der Neutralität sowie die Kooperation Österreichs mit anderen Neutralen ist in dieser Vorkriegszeit der beste Beitrag zum Frieden in Europa. Wenn wir mitmarschieren, können wir selbst Zielscheibe werden! Entweder Eingliederung in die EU der Konzerne und der Militärs, Aufgabe der staatlichen Souveränität und Teilnahme an Kriegen oder Neutralität, Souveränität und Friedenspolitik ! Das Knallen des Feuerwerks zur 50 Jahr Feier kann zum Startschuss für den Anschluss Österreichs an den III.Weltkrieg werden. Tun wir alles, um das zu verhindern! Keine Soldaten, keine Waffen, keinen Euro für die EU-Armee Streichen des Artikel 23 f, Austritt aus dem Euratom-Vertrag Österreich ist neutral - und muss es bleiben! GewerkschafterInnen gegen Atomenergie und Krieg Wer wir sind: Gewerkschaftsmitglieder aller Fraktionen, haben wir uns gegen die Pro-Atom-Linie der Gewerkschaftsführung 1977 als Initiative gebildet und als "Gewerkschafter gegen Atomenergie" zusammengeschlossen. Von keiner Partei oder Gewerkschaftsfraktion abhängig, bestreiten wir unsere Arbeit ausschließlich aus Spenden. Als Gewerkschafter und Atomgegner engagieren wir uns auch für die Erhaltung der Neutralität und gegen den Krieg. Wer unsere Auffassungen teilt, den laden wir herzlichst zur aktiven Mitarbeit ein. Auf Spenden und Mitarbeit sind wir angewiesen. Wer Flugblätter oder mit uns Kontakt aufnehmen will, ist herzlich dazu eingeladen: Tel.: 0650 830 7 830 oder E-Mail: ggae at aon.at. Postadresse siehe Impressum. Wir unterstützen auch das Friedensvolksbegehren: Aktive Neutralität statt Nato-Anbindung und Beteiligung an einer EU-Armee! Unterstützungserklärungen können bei uns angefordert oder von www.friedensvolksbegehren heruntergeladen werden. _____________________________________________________________________________ Impressum: Gewerkschafter gegen Atomenergie, Schlüsselgasse 11/34, 1040 Wien ================================================ 05 Literatur im März: Bitte Termine vermerken Von: Initiative muslimischer ÖsterreicherInnen ================================================ Liebe Leute, hier das Programm mit der Bitte die Termine vorzumerken insbesondere: Donnerstag, 10. März, 19.00 Eröffnung Freitag, 11. März, 19.00 Gespräch + Podiumsdiskussion Bedrohung Islam? Samstag, 12. März, 10:00 Gespräch+Buchpräsentation: Islam und Frauen Details unten angeführt: Literatur im märz: ISLAM UND ABENDLAND - der Urspung des Westens 10. bis 13. März 2005 Kunsthalle Wien, Museumsplatz 1, 1070 Wien | Eintritt frei Veranstalter: Kunstverein Wien - Alte Schmiede Schönlaterngasse 9, 1010 Wien Kuratoren: Walter Famler, Erich Klein Donnerstag, 10. März 19.00 Eröffnung Andreas Mailath-Pokorny, Stadtrat für Kultur; Walter Famler, Kunstverein Wien Eröffnungsvortrag Navid Kermani (Deutschland) "Europa - die Zukunft des Islam" Lesung Miral al-Tahawi (Ägypten) liest aus Die blaue Aubergine Chris Pichler liest die deutsche Übersetzung 21.00 Lyrikstudio: Krieg I Etel Adnan (Libanon/Frankreich) / Apti Bisultanov (Tschetschenien) Susanne Mitterer und Robert Reinagl lesen die deutschen Übersetzungen Einführung und Moderation: Erich Klein Freitag, 11. März 17.00 Lesung Sudabeh Mohafez (Iran/Deutschland) liest aus Wüstenhimmel Einleitung: Alexandra Millner 18.00 Lesung Abbas Maroufi (Iran/Berlin) liest aus Im Jahr des Aufruhrs Robert Reinagl liest die deutsche Übersetzung Einleitung: Erich Klein 19.00 Gespräch Bedrohung Islam? Referat: Gerhard Schweizer (Wien) Podiumsdiskussion mit: Gertraud Knoll, Johann Herzog, Johannes Hahn, Tarafa Baghajati, Feridun Zaimoglu, Gudrun Harrer, Christian Reder Gesprächsleitung: Renata Schmidtkunz 21.00 Lesung Najem Wali (Irak/Deutschland) liest aus Die Reise nach Tell al-Lahm Einleitung: Walter Famler 22.00 Lyrikstudio: Krieg II Ali M. Zahma (Afghanistan) Zeina B. Ghandour (Palästina) Susanne Mitterer und Robert Reinagl lesen die deutsch Übertragungen Einleitung: Erich Klein Änderungen vorbehalten! Samstag 12.März 14.00 Lesung Feridun Zaimoglu (Türkei/Deutschland) liest aus German Amok und Zwölf Gramm Glück Einleitung: Walter Famler 15.00 Lesung Stefan Weidner (Deutschland) liest aus Mohammedanische Versuchungen Einleitung: Erich Klein 16.00 Lesung Dorothea Dieckmann (Deutschland) liest aus Guantánamo Einleitung: Alexandra Millner 17.00 Lesung Navid Kermani (Deutschland) liest aus Du sollst Einleitung: Walter Famler 18.00 Buchpräsentation und Gespräch (in Kooperation mit Ueberreuter) Islam und Frauen Marjane Satrapi (Iran/Frankreich), Katajun Amirpur (Deutschland) und Gülmihri Aytac (Türkei/Österreich) Moderation: Renata Schmidtkunz 19.00 Märchen aus 1001 Nacht Stefan Weidner präsentiert die Neuübersetzung von Claudia Ott. D?evad Karahasan (Bosnien) und Sakarija Tamer (Syrien/England) lesen Geschichten zu 1001 Nacht Susanne Mitterer und Florentin Groll lesen aus den deutschen Übersetzungen Präsentation: Erich Klein 21.00 Lesung Ilija Trojanow (Deutschland/Südafrika) liest aus Zu den heiligen Quellen des Islam Einleitung: Erich Klein Sonntag 13.März 11.00 Lesung Rachid Boudjedra (Algerien) Liest aus Die 1001 Jahre der Sehnsucht Robert Reinagl liest aus der deutschen Übersetzung Einleitung: Erich Klein 15.00 Lesung/Referat Christian Reder (Österreich) stellt seine Projekte Afghanistan, fragmentarisch und Sahara vor Einleitung: Erich Klein 16.00 Lesung Tarek Eltayeb (Ägypten/Österreich) liest aus Das Palmenhaus Einleitung: Walter Famler 17.00 Lesung Iman Humaidan Junis (Libanon) liest aus Wilde Maulbeeren Susanne Mitterer liest aus der deutschen Übersetzung Einleitung: Alexandra Millner 18.00 Lyrikstudio: Wüste Amal al-Jubouri (Irak/Deutschland) Ibrahim al-Koni (Lybien/Schweiz) Florentin Groll liest aus den deutschen Übersetzungen Einleitung: Erich Klein 19.30 Lesung Edwar al-Charrat (Ägypten) liest aus Die Steine des Bobello Florentin Groll liest aus der deutschen Übersetzung Einleitung: Erich Klein ******************************** -- Initiative muslimischer ÖsterreicherInnen e-mail:dieinitiative at gmx.at für Rückfragen und Korrespondenz kontaktieren sie bitte: Omar Al Rawi +43-664-3831942 al-rawi at gmx.at Amina & Tarafa Baghajati +43-1-2595449 baghajati at aon.at Mouddar Khouja +43-1-9685096 mouddar at gmx.net Andrea Saleh +43-1-7965652 salehand at gmx.at ================================================ 06 ZONE 2005 - IG Bildende Kunst - 9.3.05, 19h Von: Cornelia Kogoj ================================================ EINLADUNG zur Ausstellungseröffnung ============================ ==ZONE 2005== zwischen politischer Repräsentation und repräsentativer Politik ============================ Konzeption und Organisation: Petja Dimitrova, Martin Krenn, Luisa Ziaja ============================ ERÖFFNUNG Mittwoch, 9. März 2005, 19 Uhr Galerie IG BILDENDE KUNST ============================ AUSSTELLUNGSDAUER 10. März bis 8. April 2005 DI - FR 10 - 18 Uhr ============================ Beteiligte KünstlerInnen/KünstlerInnengruppen: Karin Berger/Elisabeth Holzinger/Lotte Podgarnik/Nadja Trallori, Café Temelin, Marina Grzinic/Aina Smid, Caroline Haider, Kathi Hofer, Kinoki, Klub Zwei, Martin Krenn/Charlotte Martinz-Turek/Nora Sternfeld/Luisa Ziaja, MAIZ, Andrina Mracnikar, Organisationskomitee Bombenstimmung, Lisl Ponger, Rückgabestelle Salzburg, Anja Salomonowitz, Tim Sharp, Angelika Schuster/Tristan Sindelgruber, Christian Sperl, Hito Steyerl ============================ Österreich 2005: Die Regierung jubelt und vergisst. Spitzenpolitiker einer der Regierungsparteien sprechen von einer „angeblichen Befreiung Österreichs 1945“ und behaupten im EU-Parlament es gäbe „keine Mitverantwortung der Republik Österreich am Holocaust“. Der österreichische Bundeskanzler verschenkt eine Million Euro an ein mehrteiliges, gedankenloses Projektvorhaben für den öffentlichen Raum, das unter anderem der Opfer des Nationalsozialismus mit einem Schwall weißer Kreuze am Heldenplatz – als Zitat für Soldatengräber – zu gedenken dachte. Bis die Verantwortlichen während der Projektpräsentation vor der Presse die gravierenden Ausschlüsse der gewählten Symbolik erkannten: Dass Kreuze zum Gedenken an jüdische Opfer des Nationalsozialismus ungeeignet sind, hatten sie in ihrer Konzeption schlichtweg vergessen. Weniger handelt es sich bei diesem Vergessen aber um eine individuelle Verfehlung als vielmehr um ein strukturelles Symptom patriotischer Verdrängungspolitik, die nicht zuletzt im offiziellen „Jubiläums- oder Gedankenjahr 2005“ manifest wird. Die Gruppenausstellung „Zone 2005. Zwischen politischer Repräsentation und repräsentativer Politik“ bewegt sich zwischen den Polen offizieller Repräsentation von Geschichte und aktivistischen Bündnissen, die sich gegen Vereinnahmungen und Verschleierungen im Zeichen dieses Vergessens zur Wehr setzen und ein Geschichtsbild jenseits des patriotischen Opfermythos zeichnen. In zum Teil speziell für die Ausstellung realisierten Arbeiten und Dokumentationen werden die thematischen Schwerpunkte und insbesondere auch Auslassungen und Ausschlüsse des von der österreichischen Regierung ausgerufenen „Jubiläumsjahres 2005“ kritisch beleuchtet. Dabei werden Geschichtskonstruktion und Nationalstaatskonstitution ebenso thematisiert wie damit verbundene institutionalisierte Rassimen. „Zone 2005“ versammelt künstlerische und aktivistische Positionen, die den Blick auf die in die Gegenwart fortwirkenden strukturellen „blinden Flecken“ österreichischer Geschichtspolitik richten, emanzipatorische Handlungsoptionen entwickeln und so versuchen eine „Perspektiv-Verschiebung“ zum offiziellen „Gedankenjahr“ zu leisten. Die Ausstellung umfasst Foto-, Video- und Textarbeiten, Installationen und Dokumentationen, sowie ein kleines Filmarchiv. Im Rahmen der Finissage wird am 8. April 2005 um 12 Uhr zudem das „Monument für die Niederlage – Zeit der Befreiung 1945 - 1947“ im Ostarrichi-Park (zwischen Landesgericht und Nationalbank) enthüllt. Die Ausstellung wird von der Galerie der IG Bildende Kunst produziert und steht in Zusammenhang mit der Aktionsplattform „Österreich-2005: Das Vorsorge-Paket gegen ein Jahr Heimat-Feiern". Weitere Infos: ============================ Galerie IG BILDENDE KUNST Gumpendorfer Straße 10-12 1060 Wien Tel: 01-524 09 09galerie at igbildendekunst.atwww.igbildendekunst.at============================ -- Dr. Cornelia Kogoj Initiative Minderheiten Gumpendorfer Str. 15/13 A-1060 Wien Tel.: (+43 1) 586 12 49-18 Fax: (+43 1) 586 82 17 http://www.initiative.minderheiten.at http://www.gastarbajteri.at ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 07 Frage- adresse und tel. nummer Traiskirchen Von: patsy ================================================ Hi, Ich bin Ärztin (in Innsbruck) und ziehe mit meinem Mann für ein Jahr nach Thailand um... wir haben extrem viele Sachen zum vergeben (Klieder, Schuhe et.. plus Deutsche Lehrbücher), wir moechten es gerne direkt nach Traiskirchen schicken od. anderer Flüchtlingslager. Wir bräuchten irgendeine Tel.- nummer od. Kontaktperson, koennt ihr vielleicht helfen? Danke im voraus, Dr. med. Patrycja Kaja Jonetzko patsy at poczta.onet.pl patsyjo at hotmail.com GG: 3784974 Skype: paatsy www.msf.org ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND MEINUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 08 Newsletter SOS-Menschenrechte Von: SOS-Menschenrechte at solaris.whbdns.com ================================================ 1) Premiere 20.0000 Meilen 2) Welcome Home, Ein Film von Andreas Gruber 3) „Damals “, Ein Erinnerungsabend 20.000 Meilen Ein skurriles, subversives, romantisches, wildes Musiktheater! Premiere: 10. März 2005 Schauspielhaus Wien In diesem Musiktheater von SOS Menschenrechte mit dem brasilianischen Künstler João de Bruçó, spielen 12 Unbegleitete Minderjährige Flüchtlinge die Hauptrolle. Das Bühnenbild, die Requisiten, die Musikinstrumente und die Kostüme sind alle Hand gemacht. Vorlage für das Stück ist der Roman von Jules Verne 20.000 Meilen unter den Meeren. Recyclingtechnik, Poesie, Imagination, skurrile Objekte und Farben dominieren die Szenerie. Prädikat: Sehenswert! Weitere Termine: 14.März 2005 Schauspielhaus Wien 17. März 2005 Schauspielhaus Wien 08. April 2005 LKZ U-Hof Linz 09. April 2005 LKZ U-Hof Linz 26. April 2005 Stadttheater Wels Welcome Home Ein Film von Andreas Gruber Wieder eine dieser Geschichten, wie wir sie fast täglich hören: Flüchtlinge werden an der österreichischen Grenze nach einer dramatischen Verfolgungsjagd aufgegriffen. Und dann hört man nichts mehr von ihnen. Das Problem scheint wie üblich gelöst: Schubhaft und Abschiebung. Doch diesmal ist alles ganz anders: die Geschichte findet ihre Fortsetzung in Ghana, wo plötzlich alles auf den Kopf gestellt wird. Vorstellungen in OÖ ab 18. März 2005 Ø Hollywood Megaplex Pasching Ø Wels Greif-Kino, nur Sondervorstellung am 18.März Ø Cineworld Wels Ø City Kino Linz Ø Cineplexx Linz Ø Braunau „Damals..." Ein Erinnerungsabend zur Eröffnung des Projektes Alltagskultur seit 1945 4. März 2005 im Landeskulturzentrum Ursulinenhof (ab 18 Uhr) Unter dem Titel „Damals... ein Erinnerungsabend zur Eröffnung des Projektes Alltagskultur seit 1945“ fällt am Freitag, 4. März 2005 im Landeskulturzentrum Ursulinenhof (ab 18 Uhr) der Startschuss für zahlreiche Ausstellungen in unserem Bundesland: Retroessen, Musik und Gespräche mit prominenten Oberösterreicher/innen sollen dabei Erinnerungen an die Alltagskultur der letzten 60 Jahre wecken. Für die musikalische Umrahmung sorgt die Carin Cosa Light-Crew, als Moderatorin konnte Elisabeth Buchmann vom ORF gewonnen werden. Die Ehrengäste, Althea Bridges (Landestheater), Edda Seidl-Reiter (Künstlerin), Dr. Harry Slapnicka (Zeithistoriker und Publizist) sowie Altlandeshauptmann Dr. Josef Ratzenböck plaudern aus ihren Alltagserinnerungen. Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer wird die offizielle Oberösterreicheröffnung – für insgesamt 22 Ausstellungsorte – vornehmen. Rückfragehinweis: Mag. Karin Mach SOS-Menschenrechte Öffentlichkeitsarbeit A-4020 Linz, Tummelplatz 5 Tel.: 0732/ 777 404; 0699/1880 4041 mach at sos.at ================================================ ================================================ 09 Syrien: Fischer soll sich für Freilassung von Kurden einsetzen Von: Gesellschaft für bedrohte Völker ================================================ GESELLSCHAFT FÜR BEDROHTE VÖLKER PRESSEMITTEILUNG Göttingen, den 01.03.2005 Nach der Festnahme von Saddam Husseins Halbbruder durch syrische Kurden Syrien muss kurdische politische Gefangene freilassen Nach der Festnahme des wegen Kriegsverbrechen gesuchten Halbbruders von Saddam Hussein durch syrische Kurden hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) am Dienstag an Außenminister Joschka Fischer appelliert, sich für die sofortige Freilassung von 15 kurdischen politischen Gefangenen einzusetzen, die am 15. Februar in einem unfairen Verfahren vom Obersten Staatssicherheitsgericht zu drei bzw. zwei Jahren Gefängnis verurteilt worden sind. Die Kurden waren im vergangenen Frühjahr im Zuge von landesweiten Massenfestnahmen in Haft genommen worden. Damals waren bei Solidaritätsdemonstrationen nach Ausschreitungen nach einem Fußballspiel etwa 30 kurdische Bürger Syriens von Sicherheitskräften erschossen worden. Außerdem soll Fischer bei der syrischen Regierung auch auf die Freilassung von über 200 weiteren kurdischen politischen Gefangenen drängen, forderte die GfbV. Die Menschenrechtsorganisation erinnerte den Außenminister in diesem Zusammenhang daran, dass kurdische politische Gefangene regelmäßig in syrischen Gefängnissen gefoltert werden. Die kurdische Bevölkerungsgruppe in Syrien zählt etwa zwei Millionen Menschen, das sind etwa zwölf Prozent der Gesamtbevölkerung. Noch immer wird etwa 200.000 kurdischen Bürgern die syrische Staatsbürgerschaft verweigert. Für Nachfragen ist der GfbV-Generalsekretär Tilman Zülch auch erreichbar unter Tel. 0151 153 09 888. ========================================================= Gesellschaft fuer bedrohte Voelker e.V. (GfbV) Inse Geismar, Pressereferentin Postfach 2024, D-37010 Goettingen Tel. +49/551/49906-25, Fax:+49/551/58028 E-Mail: presse at gfbv.de, Homepage:http://www.gfbv.de ========================================================== ================================================ 10 KI - Niveaulosigkeit als Programm? Von: didi zach ================================================ KI - Niveaulosigkeit als Programm? Antwort auf den Beitrag von Otto Bruckner "Bündnis 19. März: KPÖ verfolgt Kritiker auch in der Bündnispolitik." (MUND, 28.2.05) Zwar erwähnt Bruckner das kurze Statement, welches F. Schäfer (Mond) bezüglich der Unterstützung des Aktionstages am 19. März durch die KI abgegeben hat, doch konsequent wird aus dem "ich", der Meinung einer Person, die ja wohl noch erlaubt sein wird, ein "Bannspruch der KPÖ" konstruiert, da die Äußerung individueller Meinungen im Organisationsverständnis von Bruckner offenbar nicht vorkommt. Ansonsten zeichnet sich die Stellungnahme durch jene Niveaulosigkeit aus, welche Bruckner & Freunde auch schon gepflegt haben, als Sie noch Mitglieder der KPÖ waren. Mond wird als "bezahlter Parteifunktionär und selbsternannter Sitten- und Tugendwächter" bezeichnet - eine glatte Lüge, da er keinen Cent für seine Tätigkeit bekommt. Da ist von einem "Linzer Putschparteitag" die Rede (wobei Bruckner unerwähnt läßt, dass er und seine Freunde per Gerichtsbeschluss den Parteitag verhindern wollten, aber damit abgeblitzt sind), von "Baier-Apparatschiks, die ihre Politik des machiavellistischen Taktizismus in der Bündnispolitik weiter pflegen" ist die Rede. Da wird wieder einmal erklärt, dass die KPÖ eine "strukturstalinistische, undemokratische Führerpartei ist" (die NSDAP war eine Führerpartei - aber diese Anspielung von Bruckner ist wahrscheinlich ja nicht unabsichtlich). Bezüglich der Aktionseinheit 19. März nur soviel: Die KPÖ maßt sich in keinem Bündnis an über ein Vetorecht zu verfügen. KPÖ-Mitglieder und die KPÖ als Partei maßen sich jedoch sehr wohl an, Meinungen kundzutun und Stellung zu beziehen. Apropos "Rachefeldzug des KPÖ-Apparats" gegen die KI, welchen Bruckner ortet: In seinem Austrittsbrief formulierte Bruckner: "ÜBERALL, WO ICH KANN, WERDE ICH MICH FÜR DIE ISOLATION DIESER SKRUPEL- UND PRINZIPIENLOSEN BANDE EINSETZEN. Der Baier-Klüngel gehört in der marxistischen Linken unter politische Quarantäne gestellt." (Hervorhebung d.z.) Stil und Wortwahl der KI, so denke ich, sprechen für sich und machen klar, warum die KPÖ sich von dieser Gruppe von Menschen getrennt hat. didi zach kpö-akivist und mitglied des bundesvorstands ================================================ ================================================ 11 Nachtrag zum KI-Beitrag - bitte um Anfügung im MUND Von: didi zach ================================================ Liebe Freunde und Freundinnen vom Mund bitte um Anfügung der kleinen Ergänzung bei der Wiedergabe meines Schreibens, welches ich Euch heute um 9.52 zukommen habe lassen. didi zach =========== Was im übrigen noch zu sagen ist: * Die KPÖ verfügt seit der Enteignung durch deutsche Gerichte über keinen bezahlten Parteiapparat - was Bruckner sehr wohl bekannt ist. * Was die Massenbasis der KI betrifft, so will ich keine Vermutungen anstellen. Faktum ist aber, dass - aufgrund der klaren Abgrenzung des Parteitags gegen Sektierertum, Diffamierungskampagnen und politischem Mobbing - ca. 20 Personen dem Beispiel von Bruckner gefolgt und aus der KPÖ ausgetreten sind. ================================================ ================================================ 12 Inflation/Wohnen/Teuerungsausgleich/KPÖ Von: KPÖ Steiermark ================================================ KPÖ Steiermark Lagergasse 98a 8020 Graz Tel. 03 16 / 71 24 36 Fax 03 16 / 71 62 91 email: kpoe_stmk at hotmail.com Dienstag, 1. März 2005 Presseinformation der KPÖ Steiermark Wohnen macht arm: KPÖ fordert Teuerungsausgleich Ein Teuerungsausgleich für Menschen mit kleinem und mittlerem Einkommen ist dringend notwendig geworden. Das beweist die hohe Inflationsrate in Österreich . Die steirische KPÖ erneuerte deshalb am Dienstag ihre Forderung nach 100 Euro mehr für jeden. Landesvorsitzender Franz Stephan Parteder: "Menschen mit niederen Pensionen, Arbeitslose oder Teilzeitbeschäftigte erhalten minimale oder gar keine Erhöhungen ihrer Einkünfte. Sie sind aber von der Teuerung besonders stark betroffen." Wohnen macht arm Die Wohnungskosten sind beispielweise im Jahresabstand extrem rasch angestiegen: Mieten sind um 9,4 Prozent teurer als vor einem Jahr. Ausgaben für sonstige Dienstleistungen im Zusammenhang mit der Wohnung, um Beispiel Betriebskosten, wurden um 13 Prozent teurer. Haushaltsenergie war um 7,2 Prozent teurer als vor einem Jahr. Spitzenreiter blieb Heizöl extra leicht/Großabnahme mit sogar 20 Prozent Preisanstieg gegenüber Jänner 2004. Auch Elektrizität (+6 Prozent), Gas (+4 Prozent) und Feste Brennstoffe (+4 Prozent) wurden überdurchschnittlich teurer. Sozialpass Die KPÖ fordert darüber hinaus die Einführung eines steirischen Soziapasses für Menschen mit niedrigem Einkommen. Der Sozialpass für Menschen mit einem Monatseinkommen unter 1000 Euro– wie ihn die KPÖ in Graz und in anderen steirischen Gemeinden fordert - ist ein unbürokratisch ausgestellter Lichtbildausweis, gültig für ein Jahr oder für längere voraussehbare Zeiten (z.B.Karenz). Der Sozialpass soll Behördenwege reduzieren, alle bestehenden Ansprüche auflisten und automatisch übernehmen. Er garantiert den Bezug des Heizkostenzuschusses sowie die Befreiung von Grundpreis bei Gas, Strom und Fernwärme. Rückfragehinweis: 0316/ 71 2436 KPÖ-Steiermark Lagergasse 98 a 8020 Graz Tel.: 0316 71 24 36 Fax 0316 71 62 91 email: kp.stmk at kpoe-graz.at; kpoe_stmk at hotmail.com ================================================ 13 Kolumbien: Nach dem fürchterlichen Massaker, verlangen die Bewohner von San José de Apartado Gerechtigkeit! Von: Gesellschaft für bedrohte Völker ================================================ www.gfbv.it/2c-stampa/2005/050228de.html Kolumbien Nach dem fürchterlichen Massaker, verlangen die Bewohner von San José de Apartado Gerechtigkeit! Bozen, San José de Apartadó, 28. Februar 2005 Die Einwohner von San José de Apartadó sind geschockt: "Wir können nichts mehr sagen; der Schmerz trifft uns so tief, dass wir nur noch weinen können. Der Staat Kolumbien hat wieder einmal ein unglaubliches Massaker durchführen lassen, das unser Land mit Blut durchtränkt." Zu den Fakten: Die kolumbianische Armee hat am 21. Februar 2005 sieben Personen umgebracht. Dabei handelt es sich um den Ersten Bürger des Dorfes Luis Eduardo Guerra, 35, seine Lebensgefährtin Bellanira Areiza Guzman, 17, seinen Sohn Deiner Andres Guerra, 11, sowie um Alfonso Bolivar Tuberquia Graciano, 30, seine Frau Sandra Milena Muñoz Pozo, 24, und ihre Kinder Natalia Andrea Tuberquia Muñoz, 6, und Santiago Tuberquia Muñoz, 2. Am Morgen des 19. Februar hatte Luis Eduardo Guerra zusammen mit seiner Lebensgefährtin und seinem Sohn das Haus in San José in aller früh verlassen, um auf seiner Kakaoplantage im sieben Stunden entfernten Ort Mulatos zu arbeiten. Die Rückkehr nach Hause hatten sie für Montag, 21. Februar geplant. Gegen elf Uhr vormittags tauchten an jenem Montag plötzlich Männer der elften Brigade der kolumbianischen Armee in Mulatos auf. Als die Familie den Ort zusammen mit einem Halbbruder von Luis Edoardo Guerra verlassen wollte, drohten ihnen die Militärs sie umzubringen. Während es dem Halbbruder gelang, die Flucht zu ergreifen, wurden Luis Eduardo Guerra, Bellanira Areiza Guzman und Deiner Andres Guerra bis zum Haus von Alfonso Bolivar in La Resbalosa gebracht. Was dann passierte, lässt sich nicht genau rekonstruieren. Sicher ist nur, dass der Halbbruder, als er sich am darauf folgenden Tag zum Haus von Bolivar durchschlägt, eine Grube mit den völlig verstümmelten Leichen der sieben Personen entdeckt. Luis Eduardo Guerra war auch Gründer der Friedensbewegung von San José und nahm als solcher im Jahr 2003 an verschiedenen Initiativen in den USA und Europa teil, unter anderem auch am Friedensmarsch von Perugia nach Assisi sowie am Forum ColombiaVive! Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) verurteilt die abscheulichen Morde aufs Schärfste und fordert die internationale Staatengemeinschaft dazu auf, Kolumbien unter Druck zu setzen, damit die Mörder ausfindig gemacht und verurteilt werden können. Siehe auch: * www.gfbv.it: www.gfbv.de/2c-stampa/04-1/040911de.html | www.gfbv.de/2c-stampa/04-1/040816de.html | www.gfbv.de/2c-stampa/04-1/040505de.html | www.gfbv.de/2c-stampa/04-1/040212de.html | www.gfbv.it/3dossier/colombia/sanjose-es.html * www: www.cidh.org | www.ilo.org/ilolex/english/newratframeE.htm | www.ilo.org ================================================ B) TERMINE ================================================ ======================== Mittwoch http://mund.at/butt/Termine/März/0302.htm Donnerstag http://www.mund.at/butt/Termine/März/0303.htm Freitag http://www.mund.at/butt/Termine/März/0304.htm ======================== ================================================ D) EDITORIAL ================================================ Für den Inhalt verantwortlich: Ihr. E-Mail-Adresse für Beiträge: geschickt. widerst at nd MUND und alle Termine täglich aktualisiert im Web: http://www.no-racism.net/MUND Ziel von MUND (medienunabhängiger Nachrichtendienst) ist die unzensurierte und möglichst rasche Information über gesellschafts- politisch relevante Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu Widerstand und Antirassismus sowie verwandte Themen. sollen einen Titel, Namen und Emailadresse der/des AutorIn enthalten und möglichst kurz und prägnant gehalten sein, ev. mit Hinweis, wo weitere Informationen eingeholt werden können. Bitte keine Attachments! Die inhaltliche und sachliche Verantwortung liegt bei der/dem jeweiligen AutorIn bzw. jenen, die uns die Beiträge schicken. Der MUND wird von einzelnen TagesredakteurInnen zusammengestellt. Da Fehler nicht ausgeschlossen sind, bitten wir, nicht veröffentlichte Beiträge nochmals an widerstand at no-racism.net zu senden. Die Weiterleitung (auch auszugsweise) ist erwünscht. Beiträge mit rassistischen oder sexistischen Inhalten werden nicht veröffentlicht. Sehr persönliche Meldungen werden wir an den betreffenden Adressaten weiterleiten, aber nicht im MUND veröffentlichen. Die bisherigen Ausgaben sind unter http://www.no-racism.net/MUND archiviert. Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage: * Wann: Sonntag, 11.11.2001, 11:11 Uhr * * Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" * * Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf * * Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie. Aber kurz und prägnant.* Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch stillschweigend Zensur zu üben. Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die Nichtaufnahme geliefert. (Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.) Die AbsenderInnen der betroffenen Beiträge werden hiervon informiert. Im Sinne einer "gläsernen Zensur" könnt ihr Euch die Beiträge gerne extra schicken lassen: Ein kurzes Mail an widerstand at no-racism.net genügt. ================================================ E) VERTEILERLISTE ================================================ Zur Eintragung in diesen Verteiler bitte direkt subskribieren unter http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/analle oder von der einzutragenden Adresse aus ein mail schicken an: admin at no-racism.net mit folgendem Text: subscribe no-racism Bitte wegen Automatisierung diesen Wortlaut verwenden! Zur Austragung aus dieser Liste bitte an MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst www.no-racism.net/mund Mund: Donnerstag, 3.3.2005 ================================================ A) INHALT ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ============================================== 01 8. März - Aufruf von LesbenFrauenNachrichten at gmx.at ============================================== 02 Hinweis |-- Ausstellungseröffnung ZONE 2005 von minus2005 ============================================== 03 ERINNERUNG fiber-Kontroverse Wut&Aggression in der Popkultur von fiber press ============================================== 04 termin: das andere afrika von "Amerlinghaus" ============================================== 05 Medieninformation/EU-Verfassung/Volksabstimmung/Menschenkette von Werkstatt Frieden & Solidarität ============================================== 06 Veranstaltungsreihe mit Upul Siriwardana aus Sri Lanka von "Sonja Grusch" ============================================== =============================================== B) TEXTE =============================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ============================================== 01 8. März - Aufruf von LesbenFrauenNachrichten at gmx.at ============================================== Infos und Aufruf(siehe Anhang) zur 8.März- FRAUENDemo Bitte weitererzählen, weiterschicken, aufhängen. Kommt mit Freundinnen, Arbeitskolleginnen, Schwestern, Gefährtinnen.....zur Demo. 17 h Westbahnhof (Ecke Mariahilferstraße) 8. März - Internationaler Frauenkampftag Treffpunkt 17 h Westbahnhof 1 Stunde Auftaktkundgebung zu + Sexismus + Arbeitsbedingungen von Frauen + Abtreibung und Babycaustmuseum + Einkommensschere zwischen Männern und Frauen + Verhaftung einer Bewohnerin des Frauenhauses + EU-Militarisierung + Sozialraubbau, Migration, Kriege + Verhaftung von Sandra in der Türkei + 60 Jahre Befreiung vom Nazifaschismus + Erinnern und Gedenken führt zum heute + Beitrag von Ceija Stoijka + Lied: Amenza ketane + Solidarität mit dem EKH + Migration und Lebensbedingungen von Migrantinnen + Prostitution und Kriminalisierung von Sexarbeiterinnen ab 18 h Frauendemo (durch den 15. Bezirk) der Analaß durch den 15. Bezirk zu gehen ist die Verfolgung und Kriminalisierung von Sexarbeiterinnen im 15. Bezirk im Sommer und Herbst 2004 Wir lassen uns nicht in gute und böse Frauen spalten - 8. März Frauentag -nur gemeinsam sind wir stark ! ab ca. 19.30 h wird es ein Abschlußkundgebung und -fest am Urban-Loritz-Platz geben mit: + Theater + verschiedenen Frauenbands ============================================== 02 Hinweis |-- Ausstellungseröffnung ZONE 2005 von minus2005 ============================================== |--- | EINLADUNG zur Ausstellungseröffnung |--- | == ZONE 2005 == |--- | Zwischen politischer Repräsentation und repräsentativer Politik |--- |--- | ERÖFFNUNG |--- | Mittwoch, 9. März 2005, 19.00 Uhr |--- | Galerie IG BILDENDE KUNST |--- |--- | AUSSTELLUNGSDAUER |--- | 10. März bis 8. April 2005 |--- | DI - FR 10.00 - 18.00 Uhr |--- |--- | FINISSAGE |--- | Freitag, 8. April 2005, 12.00 Uhr |--- | Enthüllung "Monument für die Niederlage. Zeit der Befreiung 1945-1947" |--- | Ostarrichi-Park, A-1090 Wien |--- Beteiligte KünstlerInnen/KünstlerInnengruppen: Karin Berger/Elisabeth Holzinger/Lotte Podgarnik/Nadja Trallori, Café Temelin, Marina Grzinic/Aina Smid, Kathi Hofer, Kinoki, Klub Zwei, Martin Krenn/Charlotte Martinz-Turek/Nora Sternfeld/Luisa Ziaja, MAIZ, Andrina Mracnikar, Organisationskomitee Bombenstimmung, Lisl Ponger, Rückgabestelle Salzburg, Anja Salomonowitz, Tim Sharp, Angelika Schuster/Tristan Sindelgruber, Christian Sperl, Hito Steyerl |--- | Konzeption und Organisation: |--- | Petja Dimitrova, Martin Krenn, Luisa Ziaja |--- Österreich 2005: Die Regierung jubelt und vergisst. Spitzenpolitiker einer der Regierungsparteien sprechen von einer "angeblichen Befreiung Österreichs 1945" und behaupten im EU-Parlament es gäbe "keine Mitverantwortung der Republik Österreich am Holocaust". Der österreichische Bundeskanzler verschenkt eine Million Euro an ein mehrteiliges, gedankenloses Projektvorhaben für den öffentlichen Raum, das unter anderem der Opfer des Nationalsozialismus mit einem Schwall weißer Kreuze am Heldenplatz - als Zitat für Soldatengräber - zu gedenken dachte. Bis die Verantwortlichen während der Projektpräsentation vor der Presse die gravierenden Ausschlüsse der gewählten Symbolik erkannten: Dass Kreuze zum Gedenken an jüdische Opfer des Nationalsozialismus ungeeignet sind, hatten sie in ihrer Konzeption schlichtweg vergessen. Weniger handelt es sich bei diesem Vergessen aber um eine individuelle Verfehlung als vielmehr um ein strukturelles Symptom patriotischer Verdrängungspolitik, die nicht zuletzt im offiziellen "Jubiläums- oder Gedankenjahr 2005" manifest wird. Die Gruppenausstellung "Zone 2005. Zwischen politischer Repräsentation und repräsentativer Politik" bewegt sich zwischen den Polen offizieller Repräsentation von Geschichte und aktivistischen Bündnissen, die sich gegen Vereinnahmungen und Verschleierungen im Zeichen dieses Vergessens zur Wehr setzen und ein Geschichtsbild jenseits des patriotischen Opfermythos zeichnen. In zum Teil speziell für die Ausstellung realisierten Arbeiten und Dokumentationen werden die thematischen Schwerpunkte und insbesondere auch Auslassungen und Ausschlüsse des von der österreichischen Regierung ausgerufenen "Jubiläumsjahres 2005" kritisch beleuchtet. Dabei werden Geschichtskonstruktion und Nationalstaatskonstitution ebenso thematisiert wie damit verbundene institutionalisierte Rassimen. "Zone 2005" versammelt künstlerische und aktivistische Positionen, die den Blick auf die in die Gegenwart fortwirkenden strukturellen "blinden Flecken" österreichischer Geschichtspolitik richten, emanzipatorische Handlungsoptionen entwickeln und so versuchen eine "Perspektiv-Verschiebung" zum offiziellen "Gedankenjahr" zu leisten. Die Ausstellung umfasst Foto-, Video- und Textarbeiten, Installationen und Dokumentationen, sowie ein kleines Filmarchiv. Im Rahmen der Finissage wird am 8. April 2005 um 12 Uhr zudem das "Monument für die Niederlage - Zeit der Befreiung 1945 - 1947" im Ostarrichi-Park (zwischen Landesgericht und Nationalbank) enthüllt. Die Ausstellung wird von der Galerie der IG Bildende Kunst produziert und steht in Zusammenhang mit der Aktionsplattform "Österreich-2005: Das Vorsorge-Paket gegen ein Jahr Heimat-Feiern". |--- | Weitere Infos: |--- | Galerie IG BILDENDE KUNST | Gumpendorfer Straße 10-12 | A-1060 Wien |--- | Tel: 01-524 09 09 | mailto:galerie at igbildendekunst.at | http://www.igbildendekunst.at/ |--- |--- | Österreich-2005: Das Vorsorge-Paket gegen ein Jahr Heimat-Feiern | http://www.oesterreich-2005.at/ ============================================== 03 ERINNERUNG fiber-Kontroverse Wut&Aggression in der Popkultur von fiber press ============================================== Geschätzte MedienvertreterInnen und Interessierte, wir möchten Sie noch mal herzlich zur Kontroverse #7 von fiber.werkstoff für feminismus und popkultur mit spannendem Thema, interessanten Diskutantinnen, schlagkräftigen Aktionen und rockigem Live-Konzert einladen und bitten um Ankündigung in Ihrem Medium. "Let´s have a problem!" Wut und Aggression als treibender Motor in der Popkultur Freitag, 04.03.2005 19 Uhr KosmosTheater, Siebensterngasse 42, 1070 Wien Spätestens seit den Anfängen der Riot Grrrl-Bewegung, deren Ziele und Ideen sich heute etwa in feministischen Netzwerken (Ladyfest, ...) oder popkulturellen Projekten (fiber, ...) niederschlagen, stellt das breite Feld der Popkultur für viele Frauen auch jenen Rahmen zur Verfügung, in dem sie mittels Musik oder Performances ihre ganz eigene Rebellion starten können. Welche Rolle Wut, Aggressivität und musikalische Gewalt bei der Vermittlung feministischer Anliegen in der Popkultur spielen bzw. unter welchen Gesichtspunkten Zorn als etwas Konstruktives oder Destruktives verstanden werden kann soll, diskutiert werden. Musikalischer Act: First Fatal Kiss Impuls: Sonja Eismann Es diskutieren: Sonja Eismann, Poptheoretikerin und Redakteurin beim Musikmagazin Intro, Beiträge zu einer feministischen Repräsentationskritik der Popkultur, Köln Heidi, Mitorganisatorin Ladyfest Wien 04, Historikerin, Wien Marty Huber, freie Dramaturgin, Autorin und Performancetheoretikerin, Wien Birgit Michlmayr, Musikerin bei First Fatal Kiss und Nin Com Poop, Wien Nina Stastny, fiber-Redakteurin, DJ, Wien Sushi, Mitorganisatorin Ladyfest Wien 04, Queer-Theoretikerin, Gelegenheits-DJ, Wien Renée Winter, Musikerin bei First Fatal Kiss, Wien Moderation: Elisabeth Mayerhofer Außerdem: - live!: Konzert von First Fatal Kiss und DJ-Line von fiber - Wut-Stationen, an denen wir zum Mitmachen einladen: mit Bällen auf selbstbemalte Dosen pfeffern, mit Dart-Pfeilen selbstgemalte Wut-Objekte/Subjekte abschießen und auf den Schlagsack einprügeln. - neue Rabaukinnen, Störenfriedas und andere Genossinnen - frisch gedruckt auf fiber-T-Shirts Eintritt: 4.- Euro Dieser Abend wurde in Kooperation von KosmosTheater und fiber. werkstoff für feminismus und popkultur entwickelt und findet im Rahmen des Symposiums "Widertand im Sissiland" statt. Weitere Informationen: First Fatal Kiss: http://www.frauenweb.at/frauenbanden/ffk KosmosTheater: http://www.kosmostheater.at/ fiber: http://www.fibrig.net Wir freuen uns auf zahlreiches Erscheinen, reges Mitdiskutieren und -agieren und freuen uns, wenn Sie unsere Veranstaltung ankündigen! fibrige Grüße Hanna Sohm Hanna Sohm und Nina Stastny fiber. werkstoff für feminismus und popkultur Presse/PR Mail: presse at fibrig.net Tel: +43/650/6298067 Web: www.fibrig.net Mailbox No. 234 Kirchengasse 10 A-1070 Wien --- Wenn Sie keine Pressemails von "fiber" erhalten wollen, senden Sie bitte eine Email mit "unsubscribe" an presse at fibrig.net. ============================================== 04 termin: das andere afrika von "Amerlinghaus" ============================================== Donnerstag 21. April 19:00 Das andere Afrika: Widerstand gegen Krieg, Korruption und Unterdrückung mit Emanuel Matondo Vortrag & Diskussion Zumeist geraten die Ereignisse in Afrika nur ins Blickfeld, wenn über Kriege, Flüchtlinge oder Hungerkatastrophen berichtet wird. Nur selten, wie bei der Verleihung des Friedensnobelpreises an die Kenianerin Wangari Maathai, wird ein anderes Bild gezeigt: Frauen und Männer, die trotz Gewalt, Diktatur, Korruption sowie Raubbau an den Naturschätzen nicht resignieren. Sie kämpfen für ihre Zukunft und fordern ein Ende der Herrschaftsgewalt und der Kultur der Straflosigkeit gegenüber den Herrschenden. Sie wenden sich gegen die massive Unterstützung der Despoten durch die Industrieländer. Die Menschen organisieren sich mitten im Krieg oder Bürgerkrieg. Als Gruppen versuchen sie, die Presse- und Meinungsfreiheit sowie die Menschenrechte durchzusetzen. Sie organisieren praktische Abrüstungsmaßnahmen und engagieren sich für eine friedliche Veränderung der Gesellschaft. Unser Referent: Emanuel Matondo ist angolanischer Kriegsdienstverweigerer und Menschenrechtler. Er gründete 1998 die Angolanische Antimilitaristische Menschenrechtsinitiative (IAADH), lebt in Deutschland, ist Sprecher des Dritte-Welt-JournalistInnen-Netzwerkes DWJN mehr infos auch unter www.connection-ev.de Büffet: Black Butterfly Kitchen Amerlinghaus Stiftg. 8 A-1070 Wien 01 523 64 75 amerlinghaus at utanet.at www.amerlinghaus.at ============================================== 05 Medieninformation/EU-Verfassung/Volksabstimmung/Menschenkette von Werkstatt Frieden & Solidarität ============================================== Werkstatt Frieden & Solidarität Waltherstr. 15, 4020 Linz Tel. 0732/771094 Fax 797391 Mail: office at werkstatt.or.at Web: www.werkstatt.or.at Medieninformation: Alle vier Parlamentsparteien gegen Volksabstimmung über die EU-Verfassung Menschenkette vor dem Parlament gegen kalten Staatsstreich am 07. Mai 2005 Bei der heutigen Sitzung im Plenum des Nationalrats wurde einstimmig beschlossen, die EU-Verfassung ohne Volksabstimmung zu beschließen. Damit haben sich alle Abgeordneten für Aufrüstung und globale Militärinterventionen und gegen Frieden und Neutralität ausgesprochen. Die Forderung zahlreicher Menschen nach Durchführung einer Volksabstimung wurde kaltschnäuzig ignoriert oder mit Scheinargumenten abgetan. Insbesondere von sozialdemokratischen und grünen Abgeordneten wird ständig vorgebracht, sie würden sich für eine europaweite statt einer nationalen Volksabstimmung aussprechen. Dieser Einwand dient ausschließlich dazu, von der eigenen Absicht, österreichisches Verfassungsrecht vorsätzlich zu brechen, abzulenken. Das Instrument einer europaweiten Volksabstimmung gibt es nicht. Sollte es eingeführt werden, müßte dies erst recht vorher einer nationalen Volksabstimmung unterworfen werden. Zudem ist es völlig absurd, z. B. 80 Millionen Deutsche über die österreichische Neutralität abstimmen zu lassen. Ausgerechnet im Jahr, indem sich der Abschluß des Staatsvertrages incl. Anschlußverbot zum 50. mal jährt, wird gefordert , wir sollten uns einer Aufrüstungsverpflichtung, einer globalen Kriegsermächtigung und einer militärischen Beistandsverpflichtung mit Deutschland unterordnen. Die ÖGB-Funktionäre im Nationalrat verstehen sich offensichtlich nicht als ArbeitnehmerInnenvertreter, sondern als VertreterInnen des sozialdemokratischen Parteivorstands. Obwohl sich der ÖGB in einem Bundesvorstandsbeschluß für eine Volksabstimmung ausgesprochen hat, stimmte Fritz Verzetnitsch im Nationalrat gegen den eigenen Beschluß vom Oktober vergangenen Jahres. Zur Erinnerung: Ein Drittel der NR- oder BR-Abgeordneten kann laut Art. 44(3) BVG eine Volksabstimmung erzwingen. Der Widerstand gegen die Ratifikation der EU-Verfassung im Mai dieses Jahres wird noch stark zunehmen, wie die Reaktionen zahlreicher Menschen zeigen. Die Mauer des Schweigens und der Falschinformationen über den EU-Verfassungsvertrag wird durch die Informationstätigkeit zahlreicher zivilgesellschaftlicher Gruppen immer brüchiger. Immer mehr Menschen, die erst jetzt merken, welches verlogene Spiel das politische Establishment hier betreibt, wollen eine Volksabstimmung durchsetzen. So ist es auch gelungen den Protest gegen die Entmündigung direkt in die heutige Parlamentssitzung zu tragen. Die Petition für eine Volksabstimmung über die EU-Verfassung wurde in der Zwischenzeit von mehr als 5.000 Menschen unterzeichnet. Die Sammlung von Unterschriften wird fortgesetzt. . Die "Plattform Neutralität statt Euro-Armee!" hat beim letzten Koordinationstreffen beschlossen, am Samstag, 07. Mai 2005 eine Menschenkette vor dem Parlament durchzuführen. Wir rufen alle Menschen auf sich an dieser Menschenkette und an der Vorbereitung dazu, zu beteiligen. Ja zur Neutralität - Nein zur EU-Verfassung! - Volksabstimmung! Rückfragehinweis: Boris Lechthaler 0732-771094 ============================================== 06 Veranstaltungsreihe mit Upul Siriwardana aus Sri Lanka von "Sonja Grusch" ============================================== Eine Veranstaltungsreihe der Sozialistischen LinksPartei (SLP) ++++++++++++++++ Bitte um Bewerbung in Ihren Medien ++++++++++++++++++++++++++++ Im Zuge eines Besuches in Europa wird Upul Nisantha Siriwardana aus Sri Lanka auf einigen Veranstaltungen SLP sprechen. Upul ist Mitglied des Free Trade Union Centre sowie der United Socialist Party in Sri Lanka Folgende Punkte werden bei den Veranstaltungen angesprochen: - die Sitation nach der Tsunami-Katastrophe, deren Ursachen und Missbrauch durch die Regierung. Die Organisierung von Hilfe vor Ort und die aktuellen Projekte - die soziale Situation der ArbeiterInnen und Jugendlichen in Sri Lanka - die gewerkschaftliche und betriebliche Arbeit, Streiks und soziale Bewegungen - die Situation von Frauen, insbesondere der Teepflückerinnen - die nationale Frage, die Konflikte im Norden des Landes und Lösungsansätze - die Arbeit des Free Trade Union Centre und der United Socialist Party Veranstaltungen in Wien: Samstag 19. März um 18.30 Sri Lanka: Tsunami, Bürgerkrieg und Neoliberalismus "Amerlinghaus" 7; Stiftg. 8 Montag 21. März um 18.30 Sri Lanka: Die soziale und politische Lage 6; Gewerkschaft der Chemiearbeiter, Stumpergasse 60 Veranstaltung in Linz: Dienstag 22. März um 18.30 Sri Lanka: Die soziale und politische Lage ÖGJ-Kandlheim am Linzer Andreas-Hofer-Platz (Raum im Obergeschoß) Veranstaltung in Salzburg: Mittwoch 22. März um 19.30 Sri Lanka: Die soziale und politische Lage Arbeiterkammer - Markus-Sittikus-Straße 10 Informationen und Interviewvereinbarung unter: 0650-424 63 10 ************ Sonja Grusch, Sozialistische LinksPartei - SLP Österr. Sektion des CWI ************ _______________________________________________ presse at slp.at mailliste http://slp.at/mailman/listinfo/presse ============================================== ============================================== C) TERMINE ============================================== Donnerstag http://www.mund.at/butt/Termine/Maerz/0303.htm Freitag http://www.mund.at/butt/Termine/Maerz/0403.htm Samstag http://www.mund.at/butt/Termine/Maerz/0503.htm ======================== ================================================ D) EDITORIAL ================================================ Für den Inhalt verantwortlich: Ihr. E-Mail-Adresse für Beiträge: widerstand at no-racism.net geschickt. widerst at nd MUND und alle Termine täglich aktualisiert im Web: http://www.no-racism.net/MUND Ziel von MUND (medienunabhängiger Nachrichtendienst) ist die unzensurierte und möglichst rasche Information über gesellschafts- politisch relevante Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu Widerstand und Antirassismus sowie verwandte Themen. sollen einen Titel, Namen und Emailadresse der/des AutorIn enthalten und möglichst kurz und prägnant gehalten sein, ev. mit Hinweis, wo weitere Informationen eingeholt werden können. Bitte keine Attachments! Die inhaltliche und sachliche Verantwortung liegt bei der/dem jeweiligen AutorIn bzw. jenen, die uns die Beiträge schicken. Der MUND wird von einzelnen TagesredakteurInnen zusammengestellt. Da Fehler nicht ausgeschlossen sind, bitten wir, nicht veröffentlichte Beiträge nochmals an widerstand at no-racism.net zu senden. Die Weiterleitung (auch auszugsweise) ist erwünscht. Beiträge mit rassistischen oder sexistischen Inhalten werden nicht veröffentlicht. Sehr persönliche Meldungen werden wir an den betreffenden Adressaten weiterleiten, aber nicht im MUND veröffentlichen. Die bisherigen Ausgaben sind unter http://www.no-racism.net/MUND archiviert. Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage: * Wann: Sonntag, 11.11.2001, 11:11 Uhr * * Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" * * Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf * * Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie. Aber kurz und prägnant.* Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch stillschweigend Zensur zu üben. Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die Nichtaufnahme geliefert. (Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.) Die AbsenderInnen der betroffenen Beiträge werden hiervon informiert. Im Sinne einer "gläsernen Zensur" könnt ihr Euch die Beiträge gerne extra schicken lassen: Ein kurzes Mail an widerstand at no-racism.net genügt. ================================================ E) VERTEILERLISTE ================================================ Zur Eintragung in diesen Verteiler bitte direkt subskribieren unter http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/analle oder von der einzutragenden Adresse aus ein mail schicken an: admin at no-racism.net mit folgendem Text: subscribe no-racism Bitte wegen Automatisierung diesen Wortlaut verwenden! Zur Austragung aus dieser Liste bitte an zusammengestellt. Bitte keine Attachments! (werden nicht angenommen) 1 Beitrag nicht gebracht wg. IL/PAL Bezug Redaktionsschluss für diese Ausgabe: Mi 21:00 III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III ü, ö, ä, ß, Ü, Ö, Ä III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III widerst at nd-MUND is powered by http://alt.strg.at/ ================================================ From analle at no-racism.net Fri Mar 4 10:06:51 2005 From: analle at no-racism.net (analle at no-racism.net) Date: Fri, 4 Mar 2005 10:06:51 +0100 Subject: =?iso-8859-1?q?MUND=3A_Freitag=2C_4=2E_M=E4rz_2005?= Message-ID: <017a01c52099$8226e780$4e046d50@chello.at> MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst www.no-racism.net/mund Freitag, 4. März 2005 ######################################################## 8. M ä r z - D e m o a u f r u f! Auftaktkundgebung: 17 Uhr Westbahnhof !!!FrauenLesbenMädchen-Demonstration!!! Abschlusskundgebung, mit Konzert ab ca. 19:30 Urban Loritz Platz ######################################################## ================================================ A) INHALT ================================================ ============================================== 01 UK: Kamera obscura From: depesche at quintessenz.org ============================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ============================================== 02 Buchpräsentation From: contact at eipcp.net ============================================== 03 Rotes Kino, Vol.10 From: al at sozialismus.net ============================================== 04 Perspektiven der EU-Verfassung From: zach at kpoe.at ============================================== 05 Online-Buch "Wer will die Wende" From: e.janca at gloeckel.info ============================================== 06 Depot-Termine From: depot-news at mailman.sil.at ============================================== 07 Neues von der Arbeiterfotographie From: arbeiterfotographie at t-online.de ============================================== 08 200 SchülervertreterInnen tagen From: florian.steininger at aks.at ============================================== 09 Context XXI-Radio From: heide.hammer at episteme.org ============================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND KOMMENTARE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ============================================== 10 Homosexuelle weiterhin nicht im Opferfürsorgegesetz From: andersrum.wien at gruene.at ============================================== 11 SWPAT: Gates und Barroso rittern, Harte Kritik des RFW From: depesche at quintessenz.org ============================================== 12 Syrien knüpft Libanon-Abzug an Bedingungen From: wadi.wien at gmx.at ============================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< GRÖSSTE CHUZPE DES (JUBILÄUMS)JAHRES ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ============================================== 13 5 Jahre Schwarzblau From: LM.Sender at spoe.at ============================================== ================================================ B) TEXTE ================================================ ============================================== 01 UK: Kamera obscura From: depesche at quintessenz.org ============================================== From: "q/depesche" Subject: UK: Kamera obscura q/depesche 2005-03-03T01:30:22 UK: Kamera obscura Zuerst 500.000 Stück installieren bzw ermöglichen und sich dann Schwarz auf Weiß bestätigen lassen, was Kriminologen, Sozialwissenschafter und Bürgerrechtler seit längerem behaupten: Überwachungskameras sind keine effektive Methode zur Kriminalitätsbekämpfung. Die Illusion an Sicherheit wirkt nicht einmal mehr bei der Bevölkerung - nur bei Politikern grassiert noch die obskure Idee, mit solchen Installationen Ihre Handlungsentschlossenheit beweisen zu können. -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- Der nächste Welle an großflächigen unreflektierten Einsatz vermeintlicher Sicherheitstechnik überrollt uns gerade - obwohl auch hier ernste Zweifel an der Wirksamkeit bestehen: Biometrie im Alltag, in Pässen, in Schulkantinen, bei Zeiterfassung von Leiharbeitern, usw. -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- http://www.homeoffice.gov.uk/rds/pdfs05/hors292.pdf "Assessing the impact of CCTV" by Martin Gill, Angela Spriggs Die Studie [176 Seiten] im Auftrag des UK Home Office. http://oe1.orf.at/highlights/32081.html Die Metropole am Monitor Keine andere Maßnahme zur Kriminalitätsprävention wird so stark gefördert wie CCTV. Ob die extrem kostspielige Videoüberwachung tatsächlich hält, was sie verspricht, ist Gegenstand zahlreicher Studien. Im Auftrag des Home Office, des britischen Innenministeriums wurde vor kurzem eine groß angelegte Evaluation durchgeführt, die die Effektivität von CCTV überprüfen sollte. Martin Gill, Professor für Kriminologie an der University of Leicester und Direktor von "Perpetuity Research and Consultancy International" leitet dieses Forschungsprojekt: "Kriminelle Delikte, die aus einem Impuls heraus verübt werden, wie etwa Gewaltverbrechen, auf die hat CCTV weniger Wirkung. Die Annahme, dass es reicht überall eine Kamera aufzustellen und alles ist gut, ist also mit Vorsicht zu genießen." http://www.heise.de/tp/r4/artikel/19/19543/1.html (...)Überwachungskameras haben den Vorteil, den Raum permanent zu beobachten und Bilder speichern zu können, um Täter identifizieren zu können. Sie sind billiger als die Präsenz von Polizisten, vor allem aber muss mit dem technischen Heilmittel nichts verändert werden, um einen Ort sicherer zu machen. Dass diese Annahme, mit der Überwachungskameras überall angebracht werden, weitgehend eine Illusion ist, ist schon seit Jahren bekannt und wurde jetzt wieder von einer neuen Studie bestätigt.(...) - -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- relayed by Mac Gyver - -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- quintessenz is powered by http://www.onstage.at subscribe/unsubscribe/digest http://www.quintessenz.at/cgi-bin/index?funktion=subscribe comments to depesche at quintessenz.org ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ============================================== 02 Buchpräsentation From: contact at eipcp.net ============================================== Allianzenbildung. Zwischen Kunst und Antirassismus Buchpräsentation und Diskussion mit Ljubomir Bratic, Daniela Koweindl, Rosa Reitsamer, Jo Schmeiser, Andrea Hummer Freitag, 4. März 2005, 19.00 KunstRaum Goethestrasse, Linz, Goethestraße 22 In Kooperation mit: KunstRaum Goethestrasse Wenn sich KünstlerInnen entscheiden, antirassistische Kunst zu betreiben, ist der Punkt erreicht, aus der Gemeinsamkeit entstandene Potentiale diverser politischer AkteurInnen optimal zu nutzen. Doch wie sehen egalitäre Formen der Zusammenarbeit aus? Wie kann Gleichheit gefordert werden, wenn asymmetrische Verhältnisse in der Verteilung von Ressourcen regieren? Welche Möglichkeiten der Allianzenbildung bestehen zwischen KünstlerInnen und Subalternen? Ausgehend von "living room-soho" 2004 thematisieren im Reader "Allianzenbildung" mehr als 25 AutorInnen Themen wie "Kunst und Politik. Dissenters am Werk", "Interventionen gegen Rassismen", "Legalisierung für alle!" und stellen künstlerische Praxen in der Antirassismusarbeit vor. Allianzenbildung. Zwischen Kunst und Antirassismus Annäherungen, Überschneidungen, Strategien, Reflexion HerausgeberInnen: Ljubomir Bratic, Daniela Koweindl und Ula Schneider Download und kostenlose Bestellung: www.sohoinottakring.at Eine Veranstaltung des eipcp in Kooperation mit living room-soho und BUM. VORANKÜNDIGUNG: republicart - Buchpräsentation und Abschlussparty Mittwoch, 30. März 2005, 19.00 Kunsthalle Exnergasse / WUK 1090 Wien, Währinger Straße 59 http://republicart.net/cal/abschlussparty.htm -- eipcp - european institute for progressive cultural policies a-1060 vienna, gumpendorfer strasse 63b contact at eipcp.net www.eipcp.net www.republicart.net ============================================== 03 Rotes Kino, Vol.10 From: al at sozialismus.net ============================================== AL Newsletter Nr. 135 ---------------------- Anläßlich des internationalen Frauenkampftags am 8. März Rotes Kino, Vol. 10: Bread and Roses Ken Loach verfilmt den Arbeitskampf, mit dem das vielfach illegal eingereiste Reinigungspersonal 1990 in Los Angeles bessere Löhne und Sozialversicherung erstritt, untermalt von einem Familienkonflikt und der Liebesgeschichte zwischen einer Arbeiterin und einem Gewerkschafter. Im Zentrum der Handlung steht Maya. Gleich in der ersten Szene gewinnt sie das Herz des Publikums, wenn sie sich mit List und Tücke aus den Händen der Menschenschmuggler befreit, die sie von Mexiko nach Los Angeles gebracht haben. Damit stellt sich die Zuversicht ein, dass diese Frau sich mit ihrem Mut und ihrer Geistesgegenwart aus jeder Situation retten wird. Bald erweist sie sich darüber hinaus als Mensch von hoher moralischer Integrität. Ihr Handeln scheint in erster Linie bestimmt von Solidarität mit ihren Kolleginnen und Kollegen. Sehr schnell zeigt sich, dass die Angestellten ohne jeglichen Arbeitsschutz der Willkür des Vorarbeiters ausgesetzt sind. Wer den Akkord nicht schafft oder bessere Bedingungen fordert, wird gefeuert. Dann taucht der junge Gewerkschafter Sam auf, der die Arbeiterinnen zum Widerstand mobilisiert . Die filmische Begleitung zum internationalen Frauentag Bread and Roses Regie: Ken Loach Großbritannien 2000 110 min Großbildleinwand! Eintritt frei! (Die AL freut sich über Spenden) Montag, 07.03., 19.30 Uhr Amerlinghaus, Stiftgasse 8, 1070 Wien (U3 Neubaugasse, Ausgang Stiftgasse) Wir freuen uns auf euer Kommen! Eure AL-Antifaschistische Linke AL - Antifaschistische Linke netz: www.sozialismus.at, almail at gmx.net tel.: +43 (0) 699 10 934 921 post: AL c/o Amerlinghaus, Stiftg. 8, A-1070 Wien ============================================== 04 Perspektiven der EU-Verfassung From: zach at kpoe.at ============================================== Das Recht geht vom Volk aus? Die Perspektiven der EU-Verfassung Es diskutieren auf Einladung der KPÖ: Hans Peter Martin ( EU-Abgeordneter ) Alexander Zach (Bundessprecher des Liberalen Forums) Wolfgang Greif (Internationaler Sekretär der GPA, Mitglied im Europäischen Wirtschafts- & Sozialausschuss) Walter Baier (KPÖ-Vorsitzender) Moderation: Waltraud Fritz-Klackl (KPÖ-Vertreterin bei der Europäischen Linkspartei) Wo: AERA, Gonzagagasse 11 / Ecke Werdertorgasse, 1010 Wien Donnerstag, 17. März, Beginn: 19 Uhr ============================================== 05 Online-Buch "Wer will die Wende" From: e.janca at gloeckel.info ============================================== ------ Pressemeldung 3.3.2005 ----- "Wer will die Wende" Der Staat und seine Rechten - Ein Buch gegen Nazitum geht online Wie berichtet wurde die Print-Version auf der 22. International Book Fair (Feb.05) in Jerusalem mit positivem Aufsehen präsentiert - z.B. Anfrage durch Staatl. Israelisches TV zu aktuellen Tendenzen des Antisemitismus bei Autor Walter Egon Glöckel. Aktueller Anlass für die Veröffentlichung in der Online-Version - zunehmender Antisemitismus, Ausländerfeindlichkeit und nationalsozialistische Tendenzen. Die Online-Ausgabe bietet um 25 Dokumente, Abbildungen und Fotos mehr als die gleichnamige Printausgabe. Historie: Journalist und Publizist Walter Egon Glöckel, damals noch Angehöriger der WEGA (Wiener Einsatzgruppe Alarmabteilung), ausgebildet auch als Untergrundbeamter durch die DEA (Drug Enforcement Administration), ermittelt im Auftrag der staatspolizeilichen Abteilung des Innenministeriums, Dr. Oswald Kessler, in der Rechten Szene Österreichs. Der Fall weitet sich auf Deutschland aus. Die vorliegende Dokumentation legt die verdeckte Recherche Glöckels, die Infiltration der Szene als Karl Dangl und die Verstrickungen bis in höchste Kreise offen. Dokumente bzw. Bildmaterial für Medien werden auf Anfrage zur Verfügung gestellt. Online-Buch "Wer will die Wende?" ISBN 3-9501890-7-6 unter www.wer-will-die-wende.com Detailinfos: http://www.gloeckel.info/wende.html http://www.gloeckel.info/autorenbeschreibung.html Kontakt: Kontakt Mag. E. Janca, e.janca at gloeckel.info www.gloeckel.info 3.3.2005 ============================================== 06 Depot-Termine From: depot-news at mailman.sil.at ============================================== Dienstag, 8. März, 19.30 Trümmerfrauen? Zum Internationalen Frauentag 2005 soll nicht nur an die Trümmerfrauen, sondern auch an die Errungenschaften und die Versäumnisse in der Frauenpolitik der Zweiten Republik erinnert werden. 1945 gab es mit Hella Postranecky die erste Staatssekretärin, 1966 mit Grete Rehor die erste Ministerin, heute wird die Hälfte der Ministerien von Frauen geführt und zwei Bundesländer von Landeshauptfrauen. In Kultur, Wissenschaft und Wirtschaft ist aber die öffentliche Repräsentanz von Frauen nach wie vor marginal. In einer Studie der EU steht Österreich auf dem vorletzten Platz, was den Anteil der Frauen in der Forschung betrifft und im internationalen "Global Competitiveness Report 2004-2005" erreicht das Land bei der Einkommensgerechtigkeit für Frauen den 104. und letzten Rang. Barbara Prammer, Zweite Nationalratspräsidentin Gabriele Zuna-Kratky, Direktorin, Technisches Museum Wien Ursula Kubes-Hofmann, Geschäftsführerin, Rosa Mayreder College Ruth Beckermann, Regisseurin Moderation: Elke Ziegler, Journalistin, ORF-Science Mittwoch, 9. März, 19.00 Im Zentrum der Netze Medienkultur Seit dem Hype der 90er wird die Integration medialer und technischer Systeme in unserer Gesellschaft zunehmend selbstverständlich und mit der Netzkultur entstehen neue Vorstellungen von Gemeinschaft. Diesen Prozess zu fördern, ist ein zentraler Baustein moderner Kulturpolitik. Deshalb hat sich vor fünf Jahren die Stadt in den "Wiener Visionen 2010" zum Ziel gesetzt, ein Zentrum der Netzkultur zu werden. Wie steht es nun zur Halbzeit um die konkrete Umsetzung politischer Bekenntnissse zur Förderung von Instituten und Projekten im Bereich Netzkultur? Sybille Straubinger, Gemeinderätin, SPÖ Wien Monika Mokre, Forschungsgesellschaft für kulturökonomische und kulturpolitische Studien Andreas Broeckmann, transmediale Berlin Konrad Becker, Public Netbase Moderation: Katharina Schell, APA Medienredaktion Freitag, 11. März, 19.00 Schulreförmchen Bildungspolitik Kann die Forderung nach Gesamt- und Ganztagsschulen wirklich alles sein, was dem Reformwillen nach PISA II zu entlocken ist? Schulen, in denen ganz- statt halbtags nicht gelernt wird, wie Probleme gelöst oder komplexe Zusammenhänge erkannt werden, und in denen weiterhin in den selben Fächern benotet wird, was den Generationen davor schon wenig zur Weisheit verholfen hat, können nicht der Bildung letzter Schluss ein. Und die Appelle aus Wirtschaft und Industrie, die für "mehr Leistungsorientierung", "Bildung einer Task-force-Schule-Neu" und "Hebung des Qualitätspotentials" plädieren, können bestenfalls mit Themenverfehlung beurteilt werden. Gibt es radikalere Ideen, Vorschläge und Konzepte für eine grundlegende Bildungs- und Schulreform? Erwin Niederwieser, Bildungssprecher SPÖ Renate Chorherr, Leiterin des Wiener Lernzentrums Walz Rupert Vierlinger, Pädagoge und Autor Moderation: Margarethe Engelhardt-Krajanek, Ö1-Radiokolleg Depot Breitegasse 3 A-1070 Wien Tel: +43 1 522 76 13 depot at depot.or.at www.depot.or.at _______________________________________________ ============================================== 07 Neues von der Arbeiterfotographie From: arbeiterfotographie at t-online.de ============================================== Liebe Freundinnen und Freunde, neu auf der Sonderseite "Kein Krieg!" in der Rubrik 'Krieg und Medien': Zur Rolle der Medien bei der Installation bzw. Verfestigung des Feindbildes Nordkorea http://www.arbeiterfotografie.com/galerie/kein-krieg/hintergrund/index-medie n-und-krieg-9.html Fragen, was in Srebrenica geschah, bald strafbar? Jürgen Elsässer in 'junge Welt' vom 19.2.2005 http://www.arbeiterfotografie.com/galerie/kein-krieg/hintergrund/index-medie n-und-krieg-2.html neu auf der Sonderseite "Sozialraub": "Den westdeutschen Sozialismus überwinden" Prof. Dr. Norbert Walter, Chefökonom der Deutschen Bank, 8.2.2005 (mit Fotomontage 'Reform für die Zukunft der Reichen') Kommt ein neuer Faschismus? Betrachtungen von Hans-Dieter Hey, 24.1.2005 Reichtum inkognito Evangelische Trauerfeier für Privatbankier Alfred Freiherr von Oppenheim am 15. Januar im Kölner Dom http://www.arbeiterfotografie.com/sozialraub und es gibt u.a. folgende neue Reportagen: Zweite Instanz im Prozeß der Nato-Kriegsopfer von Varvarin im ehem. Jugoslawien gegen die Bundesrepublik Deutschland vor dem Oberlandesgericht Köln, 24.2.2005 'Not welcome, Mr. Bush!' Protest gegen den Europa-Besuch von US-Präsident George W. Bush Mainz, 23.2.2005 (in 4 Teilen) Protest gegen den Europa-Besuch von US-Präsident George W. Bush Brüssel, 21.2.2005 Propaganda-Kampagne des Magazins 'Der Spiegel' zur Installation des Feindbildes Nordkorea Köln, 16.2.2005 72. Jahrestag der illegalen Tagung des ZK der KPD am 7.2.1933 mit Ernst Thälmann Berlin/Ziegenhals, 6.2.2005 Demonstration gegen Abschiebung einer kurdischen Familie aus Loxstedt im Landkreis Cuxhaven Loxstedt, 4.2.2005 Protest gegen die so genannte Münchener Sicherheitstagung München, 12.2.2005 Politischer Aschermittwoch der SPD Köln, 9.2.2005 Demonstration gegen Studiengebühren Berlin, Essen, 3.2.2005 Aktion im Frankfurter Hauptbahnhof zum 60. Jahrestag der Befreiung des KZ Auschwitz Frankfurt, 30.1.2005 'Null Toleranz für Nazis' - Naziaufmarsch und der Protest dagegen Leverkusen, 29.1.2005 Zweifel - Palast der Republik Berlin, 23.-28.1.2005 US-Interessenvertretung Havanna/Kuba, Januar 2005 sowie diverse Reportagen von den Montagsdemonstrationen in verschiedenen Städten. Diese und weitere Reportage sind zu finden unter: http://www.arbeiterfotografie.com/reportage Weitere Reportagen in Vorbereitung. Hintergrundinformation über das rote i rechts über den Bildern Die Bilder können für nicht kommerzielle Zwecke (je nach Etat) auch kostenlos verwendet werden, für Flugblätter, Zeitungen, Internet,... (bei Autorenangabe 'arbeiterfotografie.com' und Mitteilung über die Verwendung bzw. Zusendung eines Belegexemplars). Mit besten Grüßen Anneliese Fikentscher und Andreas Neumann ---------------------------------------------------------------------------- ---- Arbeiterfotografie - Forum für Engagierte Fotografie Anneliese Fikentscher Andreas Neumann Merheimer Str. 107 D-50733 Köln Tel: 0221/727 999 Fax: 0221/732 55 88 eMail: arbeiterfotografie at t-online.de Web: www.arbeiterfotografie.com ---------------------------------------------------------------------------- ---- ============================================== 08 200 SchülervertreterInnen tagen From: florian.steininger at aks.at ============================================== Pressemeldung der Aktion kritischer SchülerInnen Bildung/Schulen/AKS/SchülerInnenvertretung/Termin Donnerstag, 3.3.2005 Aviso: 200 SchülervertreterInnen tagen Utl.: Größter SchülerInnenvertretungskongress in Velden - Podiumsdiskussion mit BildungspolitikerInnen Dieses Wochenende findet in Velden/Wörthersee der größte österreichische SchülerInnenvertretungskongress mit 200 TeilnehmerInnen statt. Heuer steht er unter dem Motto "Democracy - be part of it!". Als Höhepunkt ist für Samstag Nachmittag eine Podiumsdiskussion mit BildungspolitikerInnen angesetzt. Beginn: 5.3.2005, 16:00 Uhr Ort: Jugendgästehaus Cap Wörth, Seecorso 37-39, 9220 Velden/Wörthersee Thema: Zukunft der österreichischen Schule DiskutantInnen: NR Erwin Niederwieser, LSR-Präsidentin Claudia Egger, NR Dieter Brosz, Labg. Raimund Grilc, Bundesschulsprecherin Selma Schmid Wir dürfen die VertreterInnen der Medien recht herzlich zu diesem Termin einladen. Rückfragehinweis: Kim Kadlec, 0699/11408142 ============================================== 09 Context XXI-Radio From: heide.hammer at episteme.org ============================================== Wien - Orange 94,0 ACHTUNG: seit Juni 2004 Freitag 13:00 - 14:00 Uhr Graz - Helsinki 92,6 jeden Montag 10:00 - 11:00 Uhr Klagenfurt - AGORA 105,5 / 106,8 / 100,9 jeden Donnerstag 19:00 ­ 20:00 Uhr Context XXI-Radio bringt am 3., 4. und 7. März die Wiederholung der Sendung: Von den Verhältnissen Frigga Haug über die Verknüpfung feministischer & marxistischer Theorie sowie die Schwierigkeiten, die dieser Notwendigkeit im Zuge der Kämpfe der vergangenen Jahrzehnte widerfuhren. ps liebe programmmacherInnen, wir senden ab nächster woche wieder neue sendungen, eine umfangreiche agnoli reihe. wir bedauern die zahlreichen wiederholungen sehr. vlg, die redaktion ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND KOMMENTARE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ============================================== 10 Homosexuelle weiterhin nicht im Opferfürsorgegesetz From: andersrum.wien at gruene.at ============================================== 2005-03-03 11:45 nationalrat: homosexuelle weiterhin nicht im opferfürsorgegesetz Grüner Fristsetzungsantrag mehrheitlich abgelehnt (apa) - Homosexuelle Opfer der Nazizeit werden weiterhin nicht im Opferfürsorgegesetz (OFG) erfasst. Der Nationalrat lehnte Mittwoch Nachmittag mit den Stimmen der Regierungsparteien einen Fristsetzungsantrag der Grünen über eine entsprechende Änderung des Opferfürsorgegesetzes bis 30. März 2005 ab. Schließlich wurde der Antrag schon im März 2003 eingebracht und im Februar 2004 von der Regierungsmehrheit im Sozialausschuss vertagt. Die Grüne Abgeordnete Ulrike Lunacek meinte, es gehe vor allem um eine politisch-symbolische Feststellung, "ja ihr wart Opfer und wir erkennen das an", denn es gebe ja kaum noch Überlebende. Noch in den 90er Jahren wurde ein Antrag eines schwulen NS-Opfers mit der Begründung, es gebe keine rechtliche Grundlage, abgewiesen. "Das Urteil der 2. Instanz erlebte er leider nicht mehr," so Lunacek. Lunacek betonte außerdem, dass die Tatsache, dass der Bundeskanzler bei der Auftaktveranstaltung zum Gedenkjahr 2005 am 14.1. im Reichsratssaal auch auf die homosexuellen NS-Opfer verwies, Grund genug sein müsse, nun bis zum 8. Mai, der 60. Wiederkehr der Befreiung von Mauthausen, die letzte im OFG noch nicht anerkannte Gruppe - nämlich "homosexuelle" und "asoziale" Opfer sowie Euthanasie-Opfer - endlich anzuerkennen. ÖVP-Abgeordneter Walter Tancsits forderte die Grünen auf, "uns Fälle zu nominieren, wo auf Basis der österreichischen Gesetze und der Verwaltung des Bundes heute homosexuellen Opfern die Anerkennung versagt wird". Er halte es außerdem persönlich, "solange Sie mich nicht bei der Abwicklung eines Opferfalls vom Gegenteil überzeugen", für absolut nicht notwendig, den "heroischen Gesetzgeber", der in diesem Parlament im November 1945 gewählt wurde, "nachträglich mit dem Wissen von heute zu korrigieren". Lunacek widersprach mit einem Zwischenruf, dass doch ständig Gesetze novelliert würden und dies keineswegs ein Grund sei, die Anerkennung dieser Opfergruppe zu verweigern - auch wenn es keinen einzigen Antrag mehr gebe. Der frühere Sozialminister Herbert Haupt (F) verwies darauf, dass alle Opfer im Nationalfonds für Opfer des NS-Regimes erfasst seien. Der grüne Abgeordnete Karl Öllinger replizierte darauf, warum dann nicht alle Opfer des NS-Regimes auch im Opferfürsorgegesetz anerkannt würden. "Das ist eine anhaltende Diskriminierung". Der Antrag im Volltext ist hier nachzulesen Die Rede von Ulrike Lunacek im Nationalrat ist hier nachzulesen ============================================== 11 SWPAT: Gates und Barroso rittern, Harte Kritik des RFW From: depesche at quintessenz.org ============================================== From: "q/depesche" Subject: SWPAT: Gates und Barroso rittern um Unbill q/depesche 2005-03-03T00:15:41 SWPAT: Gates und Barroso rittern um Unbill Maria Berger, SPE-Koordinatorin im Rechtsausschuss des EU-Parlaments, attackiert angesichts der Ablehnung des Parlamentsbeschlusses zum Neustart scharf den Kommissionspräsidenten. Auch Microsofts Lobbying für die Patentierung von Software nach US-Muster wird anscheinend als wenig ritterlich empfunden. -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- Berger bezeichnet Barrosos verhalten als neuerliche Provokation der europäischen Volksvertretung. Barroso liebe es offenbar, gegenüber dem EU-Parlament hoch zu pokern. Das habe ihm aber im letzten Jahr bei der Bestellung der EU-Kommission bereits seine erste Niederlage beschert. "So wie sich die Situation derzeit darstellt, könnte Barroso nun noch einmal in die selbe Situation geraten. Und auch Bill Gates, der unlängst sogar selbst in Europa unterwegs war, um Druck für eine Richtlinie in seinem Sinn zu machen, schafft sich im Moment immer mehr Gegner im EU-Parlament." --------------------------------------------------------------------- From: "q/depesche" Subject: SWPAT: harte Kritik des RFW an der EU-Kommission q/depesche 2005-03-03T12:26:02 SWPAT: harte Kritik des RFW an der EU-Kommission Der RFW bezeichnet das Verhalten des EU-Kommissionspräsidenten als ungeheuerliche Ignoranz und stellt fest: Die EU-Kommission hat sich von den Spielregeln einer Demokratie verabschiedet. -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- "Wenn sich Barosso durchsetzt, dann sind nicht nur tausende KMU´s gefährdet, nein dann wackelt der Wirtschaftsstandort Europa, da Innovationen verhindert und Firmen mit unnötigen Lizenzverfahren von der Softwareindustrie vernichtet werden". Der RFW-Obmann fordert seinen Parteikollegen und Minister Gorbach dazu auf einzuschreiten. "Es könne nämlich nicht sein, dass die Kommission in einer Art von Machtrausch über die Regeln der Demokratie darüber fahre. Hier müssen die EU-Staaten die Notbremse ziehen und Barosso in seine Schranken weisen" http://www.rfw-daten.com/index.php?id=101&tx_ttnews%5Btt_news%5D=51&tx_ttnew s%5BbackPid%5D=27&cHash=97e10b7088 - -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- relayed by Bernhard Mayer - -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- quintessenz is powered by http://www.onstage.at subscribe/unsubscribe/digest http://www.quintessenz.at/cgi-bin/index?funktion=subscribe comments to depesche at quintessenz.org ============================================== 12 Syrien knüpft Libanon-Abzug an Bedingungen From: wadi.wien at gmx.at ============================================== Syrien knüpft Libanon-Abzug an Bedingungen Araber wollen Krise entschärfen: Syriens Präsident al-Assad, der seinen Wien-Besuch absagte, berät sich in Riad mit Saudis und Ägyptern Kairo/London/Beirut/Wien - Syrien will seine Truppen aus dem Libanon nur im Gegenzug für Friedensverhandlungen mit Israel abziehen. Dies wurde am Donnerstag am Rande eines Treffens der Außenminister der Mitgliedsländer der Arabischen Liga in Kairo bekannt. Zudem stellt die Führung in Damaskus weitere Bedingungen. Ein arabischer Diplomat sagte der US-Nachrichtenagentur Associated Press, trotz des steigenden Drucks aus Beirut und von der internationalen Gemeinschaft wolle Syrien etwa 3.000 Mann "auf unbestimmte Zeit" im Libanon belassen. Auch sollten im Osten des Landes Stützpunkte verbleiben. Nach den libanesischen Massenprotesten gegen die syrische Militärpräsenz bemühen sich mehrere arabische Regierungen intensiv um eine Entschärfung der Krise. Für den Generalsekretär der Arabischen Liga, Amr Moussa, kann die "syrisch-libanesische Krise" nur auf der Grundlage des Abkommens von Taif von 1989 gelöst werden, das unter anderem den syrischen Rückzug in Etappen regelt. "Es gibt überhaupt keinen Gegensatz zwischen den arabischen Verträgen und dem internationalen Recht", betonte Moussa in Kairo in Anspielung auf die Resolution 1559 des UNO-Sicherheitsrates vom Vorjahr. Ebenso gebe es "keine arabische Opposition gegen UNO-Resolutionen", sagte er. Die ägyptische Regierung setzt sich für einen "UNO-Mechanismus" bei der Durchführung des syrischen Truppenabzugs ein. Es sei logisch, dass die Umsetzung der auf Initiative der USA und Frankreichs angenommenen Resolution 1559 von Syrien und dem Libanon "zusammen mit den Vereinten Nationen" vollzogen werde, erklärte der ägyptische Außenminister Ahmed Abul Gheit nach Gesprächen in Saudi-Arabien. Die Resolution fordert den vollständigen Rückzug aller ausländischen Militärs aus dem Libanon. Nach saudi-arabischen Presseberichten sollte der ägyptische Außenminister mit seinem Ressortkollegen Prinz Saud al-Faisal einen Dreier-Gipfel von Präsident Hosni Mubarak, Kronprinz Abdullah und dem syrischen Präsidenten vorbereiten. Assad wurde am heutigen Donnerstag in Riad erwartet. "Heikle Balance" Die russische Regierung tritt für einen "überlegten" militärischen Rückzug Syriens ein. Die Umsetzung der Resolution 1559 dürfe nicht überstürzt erfolgen, sagte Außenminister Sergej Lawrow in einem BBC-Interview. "Wir müssen mit Vorsicht vorgehen", erklärte er. Die "heikle Balance" im Libanon dürfe nicht gefährdet werden. Ein gemeinsames Kommuniqué, das nach Beratungen von 70 libanesischen Politikern unter Leitung des Drusenführers Walid Joumblat veröffentlicht wurde, hebt den "ehrenhaften" Charakter des Rückzugs und die "brüderlichen" Beziehungen zwischen den beiden arabischen Ländern hervor. Die Oppositionspolitiker fassten den Beschluss, eine Delegation zu Staatspräsident Emile Lahoud zu entsenden, um ihm die Forderungen zu übergeben. Assads Besuch abgesagt Präsident Assad hat in einem Telefongespräch mit Bundespräsident Heinz Fischer vorgeschlagen, seinen für übernächste Woche vorgesehenen Staatsbesuch in Wien zu einem späteren Zeitpunkt zu absolvieren, bestätigte der Sprecher des Bundespräsidenten, Bruno Aigner, am Donnerstag. Assad war bereits 2003 von Fischers Amtsvorgänger Thomas Klestil eingeladen worden, die Syrien-Besuche von Bundespräsident Kurt Waldheim und Klestil von 1991 bzw. 2001 zu erwidern. (DER STANDARD, Printausgabe, 4.3.2005) P.S.: Morgen, Freitag Abend findet um 19.00h im NIG (Universitätsstraße 7, 1010 Wien) eine Veranstaltungs zu Syrien ein Jahr nach dem Massaker von Qamishli mit Alan Kader und Haytham Manna statt. -- WADI - Verband für Krisenhilfe und solidarische Entwicklungszusammenarbeit e-mail: wadi.wien at gmx.at Tel.: 0699-11365509 Spendenkonto in Österreich: Kontonummer 07.405.301 Evangelische Kreditgenossenschaft eG BLZ 31800 IBAN: AT10 3180 0000 0740 5301 BIC: EVKRATW1 Website mit weiteren Informationen zu Projekten von Wadi und Veranstaltungshinweisen: www.wadinet.at ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< GRÖSSTE CHUZPE DES (JUBILÄUMS)JAHRES ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ============================================== 13 5 Jahre Schwarzblau From: LM.Sender at spoe.at ============================================== Terminerinnerung 5 Jahre Schwarz-Blau Ein politischer Rück- und Ausblick Podiumsdiskussion am Dienstag, 8. März 2005, 19 Uhr in der Zukunfts- und Kulturwerkstätte Schönlaterngasse 9, 1010 Wien mit: Josef Cap Abg.z.NR, gf. Klubobmann der SPÖ Eva Glawischnig Abg.z.NR, stv. Klubobfrau der Grünen Wilhelm Molterer Abg.z.NR, Klubobmann der ÖVP Herbert Scheibner Abg.z.NR, Klubobmann der FPÖ Moderation: Andreas Koller Journalist, Salzburger Nachrichten Nähere Infos unter: http://www.diezuk.at/online/page.php?P=18615 ================================================ C) TERMINE ================================================ ======================== Freitag http://www.mund.at/butt/Termine/Maerz/0403.htm Samstag http://www.mund.at/butt/Termine/Maerz/0503.htm Sonntag http://www.mund.at/butt/Termine/Maerz/0603.htm ======================== ================================================ D) EDITORIAL ================================================ Für den Inhalt verantwortlich: Ihr. E-Mail-Adresse für Beiträge: widerstand at no-racism.net geschickt. widerst at nd MUND und alle Termine täglich aktualisiert im Web: http://www.no-racism.net/MUND Ziel von MUND (medienunabhängiger Nachrichtendienst) ist die unzensurierte und möglichst rasche Information über gesellschafts- politisch relevante Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu Widerstand und Antirassismus sowie verwandte Themen. sollen einen Titel, Namen und Emailadresse der/des AutorIn enthalten und möglichst kurz und prägnant gehalten sein, ev. mit Hinweis, wo weitere Informationen eingeholt werden können. Bitte keine Attachments! Die inhaltliche und sachliche Verantwortung liegt bei der/dem jeweiligen AutorIn bzw. jenen, die uns die Beiträge schicken. Der MUND wird von einzelnen TagesredakteurInnen zusammengestellt. Da Fehler nicht ausgeschlossen sind, bitten wir, nicht veröffentlichte Beiträge nochmals an widerstand at no-racism.net zu senden. Die Weiterleitung (auch auszugsweise) ist erwünscht. Beiträge mit rassistischen oder sexistischen Inhalten werden nicht veröffentlicht. Sehr persönliche Meldungen werden wir an den betreffenden Adressaten weiterleiten, aber nicht im MUND veröffentlichen. Die bisherigen Ausgaben sind unter http://www.no-racism.net/MUND archiviert. Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage: * Wann: Sonntag, 11.11.2001, 11:11 Uhr * * Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" * * Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf * * Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie. Aber kurz und prägnant.* Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch stillschweigend Zensur zu üben. Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die Nichtaufnahme geliefert. (Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.) Die AbsenderInnen der betroffenen Beiträge werden hiervon informiert. Im Sinne einer "gläsernen Zensur" könnt ihr Euch die Beiträge gerne extra schicken lassen: Ein kurzes Mail an widerstand at no-racism.net genügt. ================================================ E) VERTEILERLISTE ================================================ Zur Eintragung in diesen Verteiler bitte direkt subskribieren unter http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/analle oder von der einzutragenden Adresse aus ein mail schicken an: admin at no-racism.net mit folgendem Text: subscribe no-racism Bitte wegen Automatisierung diesen Wortlaut verwenden! Zur Austragung aus dieser Liste bitte an zusammengestellt. Bitte keine Attachments! (werden nicht angenommen) nicht drin: 1 unaktueller termin, 1 abgelegener termin, 2 nwr Redaktionsschluss für diese Ausgabe: Do 24:00 III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III ü, ö, ä, ß, Ü, Ö, Ä III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III widerst at nd-MUND is powered by http://alt.strg.at/ ================================================ From analle at no-racism.net Mon Mar 7 08:54:50 2005 From: analle at no-racism.net (analle at no-racism.net) Date: Mon, 7 Mar 2005 08:54:50 +0100 Subject: MUND_070305 Message-ID: MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst www.no-racism.net/mund Montag, 7. März 2004 ================================================ A) INHALT ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 01 Montagsgespräch in der Kunsthalle + PK mit Feridun Zaimoglu von: ================================================ 02 KISS IN im pruckel von: ================================================ 03 Ausstellungseröffnung ZONE 2005 von: petja dimi ================================================ 04 Infoladen-7-Jahres-Fest und Kundgebung gegen den BFJ von: ================================================ 05 Ab 15.4. Festival BALKAN FEVER 05 in Wien von: GAMUEKL ================================================ 06 Que(e)r-Beisl am 9. Maerz / Biologismus als Politik? von: Rosa Antifa Wien ================================================ 07 Die Herrschaft lässt (sich) wählen von: ================================================ 08 Foyer Islam in der Kunsthalle 10.3. - 13.3.2005 von: ================================================ 09 Termine für MUND von: ================================================ 10 grundrisse in berlin von: ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND KOMMENTARE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 11 schreuder und cordon: homophobie feiert renaissance in der wiener övp von: ================================================ 12 HOSI Wien fordert Gleichstellung im Mietrecht von: ================================================ 13 HOSI Wien: Ö VP immer faschistoider, vertritt NS-Gedankengut von: ================================================ 14 SWPAT: Demokrat wider Willens von: ================================================ 15 SWPAT: Die EU-Richtlinie roechelt noch von: ================================================ 16 Sinti-Roma-Mahnmal: Roma-Verbände aus 21 Opferstaaten sollen Streit entscheiden von: ================================================ 17 Obersteiermarkkonferenz/Arbeitsplätze/Steiermark/KPÖ von: ================================================ 18 Steiermark/GRW/Frauenanteil/KPÖ von: ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< SOLIDARITÄT WELTWEIT ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 19 Kenya: Police brutally thwart anti-globalisation Protest von: ================================================ 20 Forderung syrischer Intellektueller nach dem Rückzug syrischer Truppen aus dem Libanon von: ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< SERVICE - LINKS ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 21 Presseausgabe Glocalist Nr.62>>Schwerpunkt Kultur von: ================================================ 22 Werkstatt Rundbrief Nr. 06-2005 von: ================================================ 23 Vranitzky-Kolloquium 15.03.05 von: ================================================ 24 11e Biennale de l'Image en Mouvement et Exposition "Femme(s)" von: Centre pour l'Image Contemporaine ================================================ ================================================ B) TEXTE ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 01 Montagsgespräch in der Kunsthalle + PK mit Feridun Zaimoglu von: ================================================ ++Feridun Zaimoglu. KanakAttack++ Montag, 7. März 2005, 19 Uhr; Über den Umgang Europas mit islamischer Kultur; Kunsthalle Wien Podiumsdiskussion mit: Feridun Zaimoglu (Künstler, Schriftsteller) Josef Cap (SPÖ) Monika Ladurner (ORF) Robert Misik (Journalist) Ulrike Lunacek (Die Grünen) Bülent Öztoplu (Gründer und Geschäftsführer des Wiener Jugendvereins Echo) Karl Kaser (Institut für Geschichte - Abteilung für südosteuropäische Geschichte; Karl Franzens-Universität in Graz) Moderation: Gerfried Sperl (Der Standard) Sehr geehrte Damen und Herren! Wir laden Sie sehr herzlich zur Pressepräsentation von "KanakAttack", einer Fahneninstallation von Feridun Zaimoglu an der Fassade der Kunsthalle Wien, ein. Der Künstler, Walter Famler von Literatur im März und Gerald Matt werden Ihnen das Projekt und alle in diesem Zusammenhang geplanten Veranstaltungen vorstellen. Mit besten Grüßen Claudia Bauer Feridun Zaimoglu. KanakAttack. Die dritte Türkenbelagerung? Pressepräsentation: Montag, 7. März 2005, 10 Uhr KUNSTHALLE wien, Museumsquartier, Museumsplatz 1, A-1070 Wien „Meine Sache ist die Nische nicht,“ sagt der Deutsch-Türke Feridun Zaimoglu, „meine Sache ist die offensive Gegenattacke“ - mit den Mitteln der Kunst. Zaimoglu verhüllt Fassaden, nicht in dem er sie verschwinden lässt, sondern in dem er sie mit hundert türkischen Fahnen unterschiedlicher Größe in ein türkisches Zelt verwandelt. Dauer der Installation: 7.-28. März 2005 mehr Informationen zu allen Ausstellungen / Führungen und Specials http://www.KUNSTHALLEwien.at ================================================ 02 KISS IN im pruckel von: ================================================ bezug nehmend auf den artikel im falter der einem rausschmiss zweier lesben aus dem cafe pruckel (u3 station stubentor direkt am ring) folgte haben sich einige frauen eine aktion uberlegt: fur die, welche die geschichte nicht kennen: zwei frauen, umarmen sich, kussen sich und werden daraufhin aufgefordert, von der besitzerin des cafes, entweder damit aufzuhoren oder das cafe zu verlassen. der falter schickt als gegenprobe ein heteroparchen zum knutschen hin und oh wunder niemand bemerkts! die aktionsidee sieht so aus: am 8. marz zwischen 11 und 14 uhr sollen so viele frauen wie moglich mit ihren freundinnen, besten freundinnen oder welchen anderen frauen auch immer ins cafe pruckel gehen und feste herumschmusen, sich umarmen und in ihrer art so penetrant sein in wie weit sie sich damit wohl fuhlen. je mehr desto besser desto deutlicher!!!!!!! ganz nebenbei: frau muss nicht lesbisch sein um bei dieser aktion mitzumachen!!! seid so lieb schickt dieses mail doch an so viele freundinnen von euch wie moglich weiter, damit der effekt auch nicht ausbleibt ;-)))))))))))))))))))) ansonsten bis zur demo :-))))))))))))))))))) ================================================ 03 Ausstellungseröffnung ZONE 2005 von: petja dimi ================================================ |--- | EINLADUNG zur Ausstellungseröffnung |--- | == ZONE 2005 == |--- | Zwischen politischer Repräsentation und repräsentativer Politik |--- |--- | ERÖFFNUNG |--- | Mittwoch, 9. März 2005, 19.00 Uhr |--- | Galerie IG BILDENDE KUNST |--- |--- | AUSSTELLUNGSDAUER |--- | 10. März bis 8. April 2005 |--- | DI - FR 10.00 - 18.00 Uhr |--- |--- | FINISSAGE |--- | Freitag, 8. April 2005, 12.00 Uhr |--- | Enthüllung "Monument für die Niederlage. Zeit der Befreiung 1945-1947" |--- | Ostarrichi-Park, A-1090 Wien |--- | Konzeption und Organisation: |--- | Petja Dimitrova, Martin Krenn, Luisa Ziaja |--- |--- Beteiligte KünstlerInnen/KünstlerInnengruppen: Karin Berger/Elisabeth Holzinger/Lotte Podgarnik/Nadja Trallori, Café Temelin, Marina Grzinic/Aina Smid, Kathi Hofer, Kinoki, Klub Zwei, Martin Krenn/Charlotte Martinz-Turek/Nora Sternfeld/Luisa Ziaja, MAIZ, Andrina Mracnikar, Organisationskomitee Bombenstimmung, Lisl Ponger, Rückgabestelle Salzburg, Anja Salomonowitz, Tim Sharp, Angelika Schuster/Tristan Sindelgruber, Christian Sperl, Hito Steyerl Österreich 2005: Die Regierung jubelt und vergisst. Spitzenpolitiker einer der Regierungsparteien sprechen von einer "angeblichen Befreiung Österreichs 1945" und behaupten im EU-Parlament es gäbe "keine Mitverantwortung der Republik Österreich am Holocaust". Der österreichische Bundeskanzler verschenkt eine Million Euro an ein mehrteiliges, gedankenloses Projektvorhaben für den öffentlichen Raum, das unter anderem der Opfer des Nationalsozialismus mit einem Schwall weißer Kreuze am Heldenplatz - als Zitat für Soldatengräber - zu gedenken dachte. Bis die Verantwortlichen während der Projektpräsentation vor der Presse die gravierenden Ausschlüsse der gewählten Symbolik erkannten: Dass Kreuze zum Gedenken an jüdische Opfer des Nationalsozialismus ungeeignet sind, hatten sie in ihrer Konzeption schlichtweg vergessen. Weniger handelt es sich bei diesem Vergessen aber um eine individuelle Verfehlung als vielmehr um ein strukturelles Symptom patriotischer Verdrängungspolitik, die nicht zuletzt im offiziellen "Jubiläums- oder Gedankenjahr 2005" manifest wird. Die Gruppenausstellung "Zone 2005. Zwischen politischer Repräsentation und repräsentativer Politik" bewegt sich zwischen den Polen offizieller Repräsentation von Geschichte und aktivistischen Bündnissen, die sich gegen Vereinnahmungen und Verschleierungen im Zeichen dieses Vergessens zur Wehr setzen und ein Geschichtsbild jenseits des patriotischen Opfermythos zeichnen. In zum Teil speziell für die Ausstellung realisierten Arbeiten und Dokumentationen werden die thematischen Schwerpunkte und insbesondere auch Auslassungen und Ausschlüsse des von der österreichischen Regierung ausgerufenen "Jubiläumsjahres 2005" kritisch beleuchtet. Dabei werden Geschichtskonstruktion und Nationalstaatskonstitution ebenso thematisiert wie damit verbundene institutionalisierte Rassimen. "Zone 2005" versammelt künstlerische und aktivistische Positionen, die den Blick auf die in die Gegenwart fortwirkenden strukturellen "blinden Flecken" österreichischer Geschichtspolitik richten, emanzipatorische Handlungsoptionen entwickeln und so versuchen eine "Perspektiv-Verschiebung" zum offiziellen "Gedankenjahr" zu leisten. Die Ausstellung umfasst Foto-, Video- und Textarbeiten, Installationen und Dokumentationen, sowie ein kleines Filmarchiv. Im Rahmen der Finissage wird am 8. April 2005 um 12 Uhr zudem das "Monument für die Niederlage - Zeit der Befreiung 1945 - 1947" im Ostarrichi-Park (zwischen Landesgericht und Nationalbank) enthüllt. Die Ausstellung wird von der Galerie der IG Bildende Kunst produziert und steht in Zusammenhang mit der Aktionsplattform "Österreich-2005: Das Vorsorge-Paket gegen ein Jahr Heimat-Feiern". |--- | Weitere Infos: |--- | Galerie IG BILDENDE KUNST | Gumpendorfer Straße 10-12 | A-1060 Wien |--- | Tel: 01-524 09 09 | mailto:galerie at igbildendekunst.at | http://www.igbildendekunst.at/ |--- |--- | Österreich-2005: Das Vorsorge-Paket gegen ein Jahr Heimat-Feiern | http://www.oesterreich-2005.at/ ================================================ 04 Infoladen-7-Jahres-Fest und Kundgebung gegen den BFJ von: ================================================ Hallo! Wir möchten Euch auf folgende Veranstaltungen hinweisen: Freitag, 18. März 2005: Antifaschistische Kundgebung gegen den "Bund freier Jugend" (BFJ) am Hauptplatz in MARCHTRENK. Weitere Kundgebungen und Treffpunkt zur Weiterfahrt nach Marchtrenk: Freitag, 18.3., 15.30 Uhr Linz-Hauptbahnhof und am Samstag, 19.03., 15.00 Uhr Taubenmarkt/ Landstraße Linz Der BFJ veranstaltet am 19. März wie bereits in den letzten beiden Jahren - irgendwo in Oberösterreich - seinen "Tag der volkstreuen Jugend" . Kürzlich hat der Verfassungsrechtler Heinz Mayer ein Rechtsgutachten über den BFJ und die "Arbeitsgemeinschaft für demokratische Politik" (AFP) fertiggestellt und kommt zu dem Schluss, dass deren Publikationen seit Jahren massiv gegen das NS-Verbotsgesetz verstossen (!) . Die Zeitung "Der Standard" hat am 04.03.2005 darüber berichtet. ----------- Samstag, 19. März 2005: INFOLADEN-7-JAHRES-FEST: Beginn: 17.00 Uhr (im Infoladen, Spitalhof 3, 4600 Wels). Es gibt günstige Getränke, gemütliche Stimmung, Politik-Quiz und viel mehr. Würde uns freuen, wenn Ihr zahlreich erscheint! LG, Infoladen Wels Kulturverein und linke Buchhandlung Spitalhof 3 4600 Wels Tel.: 07242-910432 http://www.infoladen-wels.at.tc _________________________________________ ================================================ 05 Ab 15.4. Festival BALKAN FEVER 05 in Wien von: GAMUEKL ================================================ Festival BALKAN FEVER 2005 Nach dem fulimanten Vorjahreserfolg wird Wien nun von 15. April bis 6. Mai 2005 bereits zum zweiten Mal Schauplatz des bislang größten und prominentest besetzten Balkan-Festivals Mitteleuropas sein. An fünf Wiener Veranstaltungsorten (Szene Wien, Porgy & Bess, Joe Zawinul's Birdland, Sargfabrik und Ost Deli Bar Klub) soll das diesjährige BALKAN FEVER drei Wochen lang grassieren: ein Konzertreigen, der Kraft und Vielfalt der südosteuropäischen Kulturen in konzentrierter Form erlebbar macht. RÜCK- UND VORAUSSCHAU des künstlerischen Leiters Richard Schuberth Mit dem Festival BALKAN FEVER haben wir 2004 einen Versuchsballon steigen lassen, der wider Erwarten zu einem bunten Feuerwerk der Superlative explodierte. Mit fast gar keinen Mitteln und binnen kürzester Zeit gelang es uns in Eigeninitiative, ein musikalisches und literarisches Programm auf die Beine zu stellen, wie es Wien auf diese Weise noch nicht gesehen hat. Es war weit mehr als der Versuch, den von der EU ausgeschlossenen, aber mit WIEN auf vielen Ebenen verbundenen Regionen Südosteuropas eine kulturelle Repräsentanz zu verschaffen. Vielmehr wollten wir dem Klischee der exotischen Peripherie mit Kultur von Weltrang entgegentreten. Wien als eine der Musikhauptstädte Europas (speziell des Jazz) und als nördlichste Balkanmetropole schien wie kein anderer Ort dafür geeignet (Letzteres nicht allein wegen der Hunderttausenden “Gastarbeiter" aus den Ländern Ex-Jugoslawiens, sondern auch der vielfältigen bürgerlichen und intellektuellen Diaspora). Dabei wollten wir bewusst folgende Aspekte berücksichtigen: 1.) Keine vordergründige Folklorisierung 2.) Ein Programm von Weltgeltung und Stil, das gar nicht den Eindruck einer bemutternden Regionalismusförderung aufkommen lassen soll 3.) Repräsentanz der KünstlerInnen und des Publikums als Subjekte und nicht als Objekte multikultureller Identitätspolitik 4.) Ausgelassene Feierstimmung bei hohem künstlerischen Niveau AUSBLICK Im Tunnel in der Florianigasse fing vor einem Jahr alles an, doch Konzerte wie das von Esma RedÏepova oder Vlatko Stefanovski hielten uns klar die Grenzen der Kapazitäten dieses Lokals vor Augen,- mit einem neuen Team und der Kooperation mit fünf der gediegensten Spielstätten Wiens (Szene Wien, Porgy & Bess, Sargfabrik, Birdland und Klub Ost) geht es in die zweite Runde. Besonders freut es mich, einen der engagiertesten und erfahrensten Veranstalter Wiens zur Zusammenarbeit gewonnen zu haben: Norbert Ehrlich (langjähriger Leiter der Szene Wien, Veranstalter von Salam Islam/Orient). Und dass die umtriebige Gaby Müller-Klomfar wieder die Pressearbeit leisten würde, darüber bestand kein Zweifel. Auch Balkan Fever 2005 bringt - ganz wie im ersten Jahr - Niveau und Unterhaltung, künstlerische Innovation und clever nachempfundene Tradition, Anspruch und Ekstase unter einen Hut. MusikerInnen aus Ungarn, Kroatien, Bosnien & Hercegovina, Serbien & Montenegro, Rumänien, Mazedonien, Bulgarien, Griechenland, der Türkei, der Ukraine und Österreich werden ein denkbar breites stilistisches Feld abdecken: Eine rauschende Eröffnung werden Karandila in der Szene bereiten, die bedeutendste und stilistisch ausgefeilteste Gypsy-Brass-Band Bulgariens. Ihnen auf dem Fuße folgen werden die in Wien ansässigen Newcomer Fatima Spar & die Freedom Fries, Gewinner des letztjährigen World-Music- Förderpreises - die “erste postosmanische Swingband" um die charismatische türkische Sängerin Fatima Spar. Einen eigenen thematischen Schwerpunkt (als Festival im Festival) setzt die Sargfabrik mit “Balkan Voices". Eigentlich müsste es “Female Balkan Voices" heißen, denn ausschließlich südosteuropäischem Frauengesang werden vier unvergessliche Abende gewidmet sein: der serbischen Gypsy-Legende Ljiljana Buttler (begleitet von der bosnischen Folk-Institution Mostar Sevdah Reunion), der ungarischen Romavokalkünstlerin Mitsoura, den drei Sängerinnen des Sandy Lopiãiç Orkestars: Nata”a Mirkoviç-De Ro, Irina Karamarkoviç und Vesna Petkoviç und den Zwillingsschwestern Dravka und Pirinka Hristovi aus Pirin, Bulgarien, begleitet von traditionellen Instrumenten wie Gaida (Dudelsack), Tambura (Langhalslaute) und Tupan (Basstrommel). Mit den gleichen Instrumenten plus Heavy-Metal-Drums und Funkbass kreieren Bulgara aus Sofia eine der mitreißendsten Musikhybride des beginnenden 21. Jahrhunderts. Ihr Leader und Kavalspieler Kostadin Kostadinov ist unüberhörbar von den Jazz/Folk-Experimenten des großen Theodosii Spassov beinflusst. Dieser wird an zwei Abenden sein panbalkanisches All-Star-Projekt Balkan Winds vorstellen (inklusive Tamara Obrovac und Sanja Iliç). Ein weiterer Star des bulgarischen Ethnojazz ist Percussion-Grenzgänger Stoyan Yankoulov, der gemeinsam mit seiner Lebenspartnerin Elitsa Todorova Percussion- und Vokalmärchen der anderen Dimension bescheren wird. Die Brücke von bulgarischem Roma-Jazz-Folk zu postjugoslawischem Balkan-Jazz schlägt Martin Lubenov mit seinem Quartett Orfej (feat. Nenad Vasiliç), das seine erste CD präsentieren wird. Nur bedingt als Balkan-Jazz bezeichnen kann man die Vasil HadÏimanov Band aus Belgrad, bei der laut der Spirit Joe Zawinuls widerhallt, die aber bewusst Bezüge zu balkanischer Melodik herstellt. Die Vision eines impressionistischen levantinischen Klavierjazz mit starkem Ethno- und Klassikeinschlag verfolgt der in Rumänien lebende Armenier Harry Tavitian. Auch Slavko Niniç ist mit von der Partie, allerdings nicht mit seiner Tschuschenkapelle, sondern mit der bosnisch-serbischen Akkordeonlegende Jovica Petkoviç. Gemeinsam werden sie sich ausschließlich der hohen Kunst der bosnischen Sevdalinke (Liebeslieder) widmen. Mit Kristi Stassinopoulou, beliebte Clubbingkünstklerin aus Griechenland, und ihren trancehaften, elektronisch untermalten Ethnofantasien haben wir levantinische Moderne in Reinform zu Gast. Auch um ein rauschendes Festivalfinale werden die BesucherInnen von Balkan Fever nicht geprellt werden: Haben Nata”a Mirkoviç-De Ro, Irina Karamarkoviç und Vesna Petkoviç in der Sargfabrik im Rahmen von “Balkan Voices" ihre eigenen künstlerischen Profile hergezeigt, kehren sie am letzten Festivaltag (6. Mai!) mit dem Sandy Lopiãiç Orkestar zurück und liefern sich auch interessante Sound-Sessions mit d e m DJ der europäischen Balkan-Clubbing-Szene, DJ Shantel. Einmal mehr soll BALKAN FEVER beweisen, dass der kulturgeographische Raum, den man einst unter Balkan zusammenfasste, tausend Facetten mehr zu bieten hat als durch Blech geblasene Roma-Ekstase und dass sich selbst die ältesten musikalischen Traditionen nicht zwingend in bunten Festtagstrachten präsentieren müssen, sondern lebendig weiterentwickeln. Von authentischer Volksmusik über Jazz-Folk, Balkan-Jazz, Klassik, elektronischer Musik, Rock bis zu Ambient Music ist da alles drinnen. DAS PROGRAMM: (kurzfristige Änderungen vorbehalten) * Fr. 15. 4. 05 (20h) / SZENE WIEN Eröffnungskonzert - Gypsy Brass with attitude Š KARANDILA (Bulgarien) & Gäste (Big John u. Celia Mara) Eintritt: ¤ 14,-- / ¤ 16,-- /¤ 18,-- * Sa., 16. 4. 05 (20h) / SZENE WIEN Die Entdeckung der Saison! FATIMA SPAR & THE FREEDOM FRIES (Türkei/Österreich/Serbien & Montenegro/Mazedonien/Bulgarien/Ukraine) Eintritt: ¤ 10,-- / ¤ 11,50 / ¤ 13,-- * Mo., 18. 4. 05, und Di., 19. 4. 05 (jeweils 21h) / JOE ZAWINUL'S BIRDLAND Theodosii Spassovs Trans-Balkan-Orchester BALKAN WINDS (Bulgarien/Kroatien/Türkei/Rumänien/Mazedonien/Serbien & Montenegro/Griechenland) Eintritt: ¤ 19,-- * Mi., 20. 4. 05 (20h) / SARGFABRIK THE VOICES OF SANDY LOPIâIå ORKESTAR: NATA·A MIRKOVIå-DE RO, IRINA KARAMARKOVIå und VESNA PETKOVIå (Bosnien & Hercegovina/Kosovo/Serbien & Montenegro) Eintritt: ¤ 15,-- * Do., 21. 4. 05 (20) / SARGFABRIK The Mother of Gypsy Soul LJILJANA BUTTLER & MOSTAR SEVDAH REUNION (Serbien & Montenegro/Bosnien & Hercegovina) Eintritt: ¤ 25,-- * Fr., 22. 4. 05 (20h) / SARGFABRIK Unbändige Folklore aus dem Pirin-Gebirge ZDRAVKA & PIRINKA HRISTOVI (Bulgarien/Pirin) Eintritt: ¤ 18,-- * Sa., 23. 4. 05 (20h) / SARGFABRIK Roma-Crossover für alle Sinne MITSOURA (Ungarn) Eintritt: ¤ 25,-- * Mo., 25. 4. 05, und Di., 26. 4. 05 (jeweils 21h) / BIRDLAND Joe Zawinuls Saat in Belgrad: VASIL HADÎIMANOV BAND (Serbien & Montenegro) Eintritt: ¤ 19,-- * Mi., 27. 4. 05 (21h)/ PORGY & BESS CD-Präsentation! ORFEJ (Bulgarien/Serbien & Montenegro) Eintritt: Porgy-Club-Ticket: ¤ 7,- / Normal: ¤ 13,- * Fr. 29.04.05 (20h) / SZENE WIEN The Greek Sound Princess KRISTI STASSINOPOULOU (Griechenland) Eintritt: ¤ 16,-- / ¤ 18,-- / ¤ 20,-- * Sa., 30. 4. 05 (21h) / PORGY & BESS Slavko Niniçs Verbeugung vor bosnischer Liedkunst SLAVKOVO SEVDAH SIJELO (Bosnien/Kroatien/Serbien & Montenegro) Eintritt: Porgy-Club-Ticket: ¤ 7,- / Normal: ¤ 13,- * Sa., 30. April 2005 (23h) / OST DELI BAR KLUB Crazy Balkan Percussion STOYAN YANKOULOV & ELITSA TODOROVA (Bulgarien) Eintritt: ¤ 15,-- * Di., 3. 5. 2005 (21h) / PORGY & BESS Levantinisch-balkanisch-kaukasische Jazzfantasien HARRY TAVITIAN & MIHAI IORDACHE (Rumänien/Armenien) Eintritt: Porgy-Club-Ticket: ¤ 7,- / Normal: ¤ 13,- * Do., 4. 5. 05 (21h) / OST DELI BAR KLUB Sexy Bulgarian Mountain Funk Jazz BULGARA (Bulgarien) Eintritt: ¤ 15,-- * Fr. 6. Mai 2005 (20h)/ SZENE WIEN Abschlussfest!!! SANDY LOPIâIå ORKESTAR & DJ SHANTEL (Bosnien & Herzegowina/Serbien & Montenegro/ Kosovo/Bulgarien/Österreich/Deutschland) Eintritt: ¤ 14,-- / ¤ 16,-- / ¤ 18,-- ================================================ 06 Que(e)r-Beisl am 9. Maerz / Biologismus als Politik? von: Rosa Antifa Wien ================================================ Mittwoch 9. Maerz: Biologismus als Politik? Biologistische Erklaerungsansaetze haben wieder Saison: im Alltagshandeln wie in der politischen Auseinandersetzung - vom Glauben an Gene, die fuer spezifische Verhaltensweisen zustaendig seien bis hin zu Peter Michael Lingens' "Bereicherung" der These "Weisse" seien intelligenter als "Schwarze" (er zog die sexuelle Leistungsfaehigkeit in seine Ueberlegungen mit ein). Um Biologismus, seinen Reduktionismus und Determinismus, die Ideologie dahinter - und jene "davor", die damit arbeitet und ihn fuer politische Zwecke einsetzt - sollen diskutiert werden. Vortrag und Diskussion von und mit Gerald Steinhardt Ort: Que(e)r-Beisl im EKH. Wielandgasse 2-4, 1100 Wien (U1 Keplerplatz) Zeit: 20 Uhr, Beislbetrieb von 18:30-24 Uhr Naechste Woche: Am 16. und 23. Maerz gibts Soliveranstaltungen fuers Haus also: Kein Beisl. Weiter gehts dann am 30.3. mit einer Veranstaltung zum rechtsextremen Stocker-Verlag Vollstaendiges Monatsprogramm auf http://www.raw.at im Bereich Que(e)r -- ############ RAW ############# Rosa Antifa Wien c/o Rosa Lila Tip Linke Wienzeile 102 A-1060 Wien AUSTRIA ------------------------- E-Mail: raw at raw.at Web: http://www.raw.at Board: http://www.n3tw0rk.org ------------------------- PGP-Key available here: http://www.raw.at/sub/kontakt/raw.asc ############ RAW ############# ================================================ 07 Die Herrschaft lässt (sich) wählen von: ================================================ GegenStandpunkt & Diskussion DIE HERRSCHAFT LÄSST (SICH) WÄHLEN Vom Sinn & Unsinn demokratischer Wahl bei uns und anderswo: Afghanistan, Irak, Ukraine Dr. Herbert L. Fertl, Gegenstandpunkt, München Montag 14.1.2005 um 19:30 im Neuen Institusgebäude (NIG) HS 2, 1010 Wien Universitätsstraße 7 „Freie Wahlen haben den Nachteil, dass man vorher nicht weiß, was hinterher herauskommt.“ (W. I. Molotow) Hier irrte der bolschewistische Außenminister auf einem nicht unwesentlichen Gebiet der marxistischen Staatstheorie. Auf dem Felde der Analyse der demokratischen Willensbildung mittels Abstimmung über Personen & Parteien teilte der Sowjetmensch mit allen freiheitlich-westlichen Meinungsträgern die Ignoranz bezüglich des harten Kerns der Stimmabgabe durch den Volkssouverän: Lediglich das Personal, das da von den Untertanen gekürt wird, damit es über sie herrsche, steht zur Disposition. Nicht aber der reale Sachverhalt, dass ein ganzes Wahlvolk sich freiwillig auf- und einteilt in eine minderheitliche Elite, aus deren Reihen alle paar Jahre die gekürt werden, die das Sagen haben – und eine überwältigend mehrheitliche Masse, die nach dem Votum nur noch eines darf: parieren und ihren praktisch folgenlosen Senf dazu geben. Aber auch praktisch widerlegt der seit dem freiwilligen Abgang der Sowjet-union ziemlich schranken- und grenzenlose demokratische Imperialismus die Sottise des Ge-nossen Molotow: Beim Urnengang neulich im Irak stand bloß die Wahlbeteiligung noch nicht vorher fest, und die turbulenten Ereignisse in der Ukraine lehren uns, dass Staaten, in denen die bürgerliche Demokratie erfunden worden ist, kein Wahlergebnis gelten lassen – ausge-nommen dasjenige, das sie sich bestellt haben. Denn im Wahlakt leistet (sich) der mündige Staatsbürger turnusmäßig einen Offenbarungseid: Er tritt seinen politischen Willen ab, nachdem er ihn für eine Personalentscheidung eben erst gebildet hat, und verpflichtet sich zum untertänigen Gehorsam in die Entscheidungen seiner Politiker, die bei dem hinterher unvermeidlich sich einstellenden Missvergnügen der von ih-nen Gedeckelten eben diesen hinreiben können, dass sie schließlich gewählt worden sind. Weil das Kreuz im Vertrauen auf Personen gemacht wird, die es dann richten dürfen, wie sie es für richtig halten, stellt es der an die Macht gewählten Elite eine Blankovollmacht zur Herrschaft aus, die keine anderen Einschränkungen kennt als die von ihr selbst in Gesetzes-form gegossenen. Staatsmänner an der Regierungsmacht dürfen das Töten ausländischer Menschen befehlen und dabei Leib & Leben ihrer Landsleute einsetzen bzw. draufgehen las-sen. Und weil sie sich dabei auf den Wählerwillen berufen können, ist ihr Gewissen, dem al-lein sie verfassungsgemäß verantwortlich sind, notorisch rein und wird aufreizend öffentlich zur Schau gestellt. Dieses Verhältnis der gewohnheitsmäßigen Zustimmung zur Unterordnung nennt sich „de-mokratische“ oder „politische Reife“ von Volk und Führung. Die Macher teilen nämlich mit den Mitmachern die felsenfeste Überzeugung, dass Gesellschaft nur geht mit ordentlicher Herrschaft und funktionierenden Untertanen. Und sie haben nicht Unrecht im bürgerlichen System des Privateigentums über die Produktionsmittel, die sich bekanntlich nur rentabel an-wenden lassen, wenn die Angewendeten keine Ansprüche an ihre „Besitzstände“ stellen. Oh-ne ein permanentes Maß an Gewalt lässt sich der sehr einseitig als Kapital akkumulierte Reichtum nicht sichern, aber umgekehrt klappt die Ausbeutung so richtig flott nur, wenn die mit ihrer Arbeitskraft dafür Hergenommenen sich die feste Überzeugung leisten, das sei die einzig denkbare, ja wahrscheinlich naturgegebene Form von Bedürfnisbefriedigung. Die freiwillige Bereitschaft zum Wählen ist in unseren zivilisierten Breiten selbstverständlich. Ist sie aber weniger verkehrt als der eigenartige Schluss, der einen irakischen Kurden oder ei-nen Paschtunen in Afghanistan dazu verleiten kann, vor den modernen Kreuzzüglern des „Kriegs gegen den Terrorismus“ dadurch auch noch demonstrativ zu Kreuze zu kriechen, in-dem sie bei den Wahlveranstaltungen eines für die Mannschaften der Kollaborateure machen? Und woher kommt die Begeisterung des tapferen Völkchens der Ukrainer für Wahlen, mittels derer sie sich so offensichtlich für die hegemonialen Ambitionen von EU und USA einerseits, die verbliebenen Ansprüche Russlands andererseits zum Affen machen? Die Klärung dieser immer bzw. brandaktuellen Fragen auf der Veranstaltung des Gegen-standpunkts wird auch für die Freunde sozialistischer Theoriebildung Antworten auf ein klas-sisches Problem der Arbeiterbewegung anbieten: Warum hat die Arbeiterklasse in den demo-kratischen Staaten die Bourgeoisie nicht längst abgewählt? Die bislang eingegangenen Erklä-rungsversuche fallen allesamt in die Stilblütensammlung des Marx-Revisionismus. Unter glo-balisierungskritischen Geistern wiederum genießt die Forderung nach freien, demokratischen Wahlen ohnehin die gar nicht erst hinterfragbare Qualität einer conditio humana sine qua non für die gesamte Menschheit, an der sie – offensichtlich! – nicht einmal die Gesinnungsge-meinschaft mit dem Freiheitsfürsten George W. Bush irre macht. Vortrag mit Diskussion: Dr. Herbert L. Fertl, Gegenstandpunkt, München Montag 14.1.2005 um 19:30 im Neuen Institusgebäude (NIG) HS 2, 1010 Wien Universitätsstraße 7 ================================================ 08 Foyer Islam in der Kunsthalle 10.3. - 13.3.2005 von: ================================================ Foyer Islam in der Kunsthalle 10.3. - 13.3.2005, Kurator „Foyer Islam“: Tarafa Baghajati "Literatur im März" 10.3. - 13.3.2005, Kunsthalle Wien im Museumsquartier, Thema: "Islam und Abendland". Programm unter: http://www.alte-schmiede.at/lim2005.htm Eine übergeordnete Plattform aus MuslimInnen und Freunden hat sich im Zuge der Vorbereitungen zusammengefunden – ethnisch gemischt, Privatpersonen und kleinere und größere Organisationen. Sie spiegeln vielfältige Hintergründe wider. Im „Foyer Islam“ ermöglichen sie einen vertiefenden Blick in die facettenreiche Debatte um Islam in Europa. Islam und Musik Spirituelle Musik, Orientalische Rhythmen, altorientalische Musiktherapie, orientalische Musikinstrumente und einiges mehr wird von muslimischen MusikerInnen präsentiert. Islamische Kunst und Kalligraphie Kalligraphie und Ornamentik sind über die Jahrhunderte Bestandteil der islamischen Kultur und Identität geworden. Dass Kunst auch Brücken bauen kann, ist allgemein bekannt. Hier findet eine Präsentation der Arbeit muslimischer KünstlerInnen in Österreich statt, die die große Tradition islamischer Schönschrift lebendig werden lassen. Aber auch Interessantes zu moderner Kunst mit islamischem Hintergrund kann hier erfahren werden. Islam und Kunst Auch moderne Kunst ist kein Fremdwort. Muslimische KünstlerInnen aus Wien und ganz Österreich präsentieren einiges von ihren Werken, die Tradition und Moderne verbinden und stehen auch bei Fragen der BesucherInnen zur Verfügung. Islamische Glaubensgemeinschaft in Österreich Die Islamische Glaubensgemeinschaft in Österreich ist die offizielle Vertretung für die religiösen Belange der hier ansässigen Muslime. Bei diesem Stand gibt es für alle Interessierten Informationen zur Weltreligion Islam und zum muslimischen Leben in Österreich. „Integration durch Partizipation“ wurde als Motto zum 25jährigen Jubiläum gewählt. Die zum Fest erschienene Broschüre mit vielen Texten liegt zusammen mit anderem Infomaterial auf. „Authentisch, offen, transparent: Impulse für den Dialog und Vernetzung untereinander." Frauen im Islam Das Bild des Islam wird wesentlich geprägt von der Sicht auf die Stellung der Frau in der Religion. Die Realität des aktuellen gesellschaftlichen, sozialen und wirtschaftlichen Rahmens überlagert die Bewertung häufig. Frauenrechte aktiv zu stärken, Partizipation nach dem Motto „Agieren statt reagieren“ auf allen Ebenen umzusetzen, wird von muslimischen Frauen als Weg erkannt, nach außen und innen ihre Anliegen zu vertreten. Islamfeindlichkeit … Islamophobie ?! Islamfeindlichkeit ist ein aktuelles verbreitetes Phänomen in europäischen Gesellschaften. Dementsprechend wächst der Leidensdruck vieler Muslime. Obzwar das Bewusstsein für diese spezifische Spielart rassistischer Diskriminierung noch recht gering ist, finden sich bereits etliche wissenschaftliche Untersuchungen darüber. Die aktuellen Erkenntnisse der Rassismusforschung werden vorgestellt und möglichen Strategien der Bekämpfung gegenübergestellt. Die strikt antirassistische Grundhaltung islamischer Ethik wird an diesem Stand ebenfalls präsentiert. Muslimische Jugendorganisationen in Österreich Gerade für junge Menschen der zweiten und dritten Generation ist ein Ort der Orientierung wichtig, um über die eigene soziale Rolle nachzudenken. Verschiedene muslimische Jugendorganisationen führen Kinder und Jugendliche zusammen, die aufgrund ihrer Herkunft einen unterschiedlichen Hintergrund haben. So wird eine lebendige Reflexion über die eigene Identität als Muslime gefördert. Das Verbindende steht im Vordergrund. Die Betonung liegt auf der Kompatibilität einer Identität als Europäer/in und Muslim/in. Diverse Informationen können Sie hier erhalten und mit Jugendlichen selbst in Kontakt treten. Islamische Cyberwelt @Literaturtage: "Islamische Cyberwelt". Hier gibt es Flyer zur freien Entnahme mit einer Liste interessanter Links als Navigationshilfe bei der Suche nach Seiten, die rund um den Islam Infos bieten. Bereitgestellt ein Laptop, damit gleich losgesurft werden kann. Dazu gibt es kompetente Tipps und die Möglichkeit zu diskutieren. Muhammad Asad - Leopold Weiss Muhammad Asad ist als Leopold Weiss in Lemberg als Sohn altösterreichischer jüdischer Eltern geboren worden. Seine Schulzeit verbrachte er in Wien. Als Korrespondent der FZ kam er in den islamischen Raum. Er verliess ihn nie sondern wurde dort zu einem der herausragendsten islamischen Intellektuellen und Koran-Exegeten der Neuzeit. Bücher, Texte, Bilder, Audio- & Videoaufnahmen, wissenschaftliche Arbeiten von, mit und über ihn sollen ein möglichst umfassendes Bild seines, überaus aktuellen, Werkes und seines Werdeganges ergeben. Druckwerke: Zeitschriften und Zeitungen Präsentiert werden deutschspr. Zeitschriften und Publikationen mit besonderem Bezug zum Thema Islam und "Islam. Raum". Den Schwerpunkt bilden Zeitschriften, die von Muslimen selbst herausgegeben werden oder worden sind und die Programme islamischer Verlage. Diese richten sich nicht ausschliesslich an ein muslimisches Publikum, erreichen aber oft nur ein solches. Wenn auch nur ein kleiner Ausschnitt aus der Fülle an Publikationen vorgestellt werden kann, bietet dieser Stand eine gute Gelegenheit zum Blättern und Schmökern. Islamische konfessionelle Schulen - Wien Bildung wird von Muslimen als wesentlicher Faktor wahrgenommen, um die Teilhabe an der Gesellschaft und den sozialen Status zu verbessern. Wenn dabei islamische Wertvorstellungen auch im schulischen Umfeld Berücksichtigung finden, entsteht ein Sicherheitsgefühl und Vertrauen, das den Integrationswillen und die Identifikation mit Österreich maßgeblich fördert und zudem das Selbstwertgefühl der Heranwachsenden als gleichwertige Mitglieder der Gesellschaft stärkt. Hier erhalten Sie Informationen über islamische konfessionelle Schulen in Wien. Wissenschaft und Soziologie Der theologische Diskurs allein genügt nicht um sämtliche Aspekte des Islam, die alle Lebensbereiche des Menschen und der Gesellschaft durchdringen, zu durchleuchten. Durch das gemeinsame Erforschen des Islam durch Wissenschaftler aus verschiedensten Disziplinen, soll ein neuer Diskurs entstehen, der sich sowohl mit der Geschichte als auch mit den aktuellen Verhältnissen methodisch und objektiv auseinandersetzt. Die neuen Konzepte und Methoden sowie die wichtigsten Arbeiten der Muslime in Europa werden hier vorgestellt. Soziales Engagement Soziales Engagement ist eine wichtige Säule im Islam und beschränkt sich dabei nicht nur auf Hilfe gegenüber Muslimen. Hier gibt es eine Vielzahl an laufenden Projekten in Österreich, die von Sammelaktionen für bedürftige Familien bis zu professioneller Gefangenenbetreuung auf ehrenamtlicher Basis reichen. Seelsorge in den Spitälern ist in etlichen Spitälern fixer Bestandteil, sonst auf Abruf möglich. Projekte für die Patenschaft von Waisenkindern (insbesondere in Palästina und Irak) erstrecken diese Aktivitäten auch außerhalb Österreichs. Kürzlich wurde ein Verein zur Katastrophenhilfe gegründet. Sammelaktionen für Flutopfer in Asien sind im Gange. Die Islamische Fachschule für Soziale Bildung sucht das Bewusstsein für derlei humanitäre Aktivitäten im Hinblick auf die spätere berufliche Zukunft zu wecken. Islamunterricht in den österreichischen Schulen Koordination: IRPA Islamische Religionspädagogische Akademie und IRPI Islamisches Religionspädagogisches Institut Der Islam steht zunehmend im Brennpunkt. Umso wichtiger ist es für die muslimische Minderheit in Österreich der Jugend eine solide und ausgewogene Bildung auf dem Gebiet der Religion weiterzugeben, die sowohl inhaltlich hochwertig ist, als pädagogischen Ansprüchen Folge leistet. Ziel ist es schließlich, junge muslimische Menschen heranzubilden, wertvolle Mitglieder in der Gesellschaft zu sein und sie zu ermutigen, durch Teilhabe an einem friedlichen und respektvollen Zusammenleben mitzuwirken. Um die Qualität der LehrerInnenausbildung zu sichern, wurden IRPA und IRPI in Österreich gegründet. Hier erhalten Sie detaillierte Informationen darüber. *****************************+ ================================================ 09 Termine für MUND von: ================================================ Das Recht geht vom Volk aus? Die Perspektiven der EU-Verfassung Es diskutieren auf Einladung der KPÖ: Hans Peter Martin ( EU-Abgeordneter ) Alexander Zach (Bundessprecher des Liberalen Forums) Wolfgang Greif (Internationaler Sekretär der GPA, Mitglied im Europäischen Wirtschafts- & Sozialausschuss) Walter Baier (KPÖ-Vorsitzender) Moderation: Waltraud Fritz-Klackl (KPÖ-Vertreterin bei der Europäischen Linkspartei) Wo: AERA, Gonzagagasse 11 / Ecke Werdertorgasse, 1010 Wien Donnerstag, 17. März, Beginn: 19 Uhr ================================================ 10 grundrisse in berlin von: ================================================ liebe leserInnen, liebe interessierte, die nächste nummer kommt bestimmt - und zwar bereits nächste woche. bei erscheinen werden wir euch extra informieren, hier nur mal ein stichwortschnelldurchgang durch die themen: grundeinkommen.antisemitismus.kriegskommunismus.soziale bewegungen in slowenien.kritik des ökosozialismus.buchbesprechungen: badiou.situationismus.rote kapellen. der eigentliche grund dieser aussendung ist allerdings unsere mittlerweile grenzüberschreitende veranstaltungstätigkeit: robert foltin stellt nämlich am montag, 7.3., im berliner mehringhof sein buch "und wir bewegen uns doch. soziale bewegungen in österreich" vor. ort und zeit: schwarze risse (mehringhof), gneisenaustr. 2a, 10961 berlin, 20 uhr. dies ist eine einladung. liebe gruesse die redaktion ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND KOMMENTARE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 11 schreuder und cordon: homophobie feiert renaissance in der wiener övp von: ================================================ 2005-03-04 11:00 schreuder und cordon: homophobie feiert renaissance in der wiener övp Entgleisungen der ÖVP entlarvt die angeblich "liberale Stadtpartei" Als "Entgleisungen der ÖVP, die die wahre Haltung der selbst ernannten liberalen Stadtpartei entlarven" bezeichnet Marco Schreuder, Sprecher der Grünen Andersrum Wien und Kandidat für den Wiener Landtag, Statements auf Webseiten der Wiener ÖVP. Schreuder: "Wenn ich lesen muss, dass die Grünen ’auf Stimmenfang im Homosexuellen-Milieu' sind, oder dass sich die Grünen nur mit ’Homoerotik' beschäftigen, bestätigt sich die altbekannte Homophobie der ÖVP in subtiler, aber unwürdiger Form." Schreuder wehrt sich daher gegen die von der Wiener ÖVP lancierte Homophobie: "Wer vom 'Homosexuellen-Milieu' spricht, ist offensichtlich der Meinung, dass Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transgender zu einer kriminellen Halbwelt gehören und nimmt berechtigte Forderungen nach Gleichstellung und Beseitigung von Diskriminierungen nicht ernst; zumal wenn solche Forderungen zusätzlich als 'Homoerotik' abgekanzelt werden. Die Wiener ÖVP hat nun also neue Feindbilder: die Lesben, Schwulen und Transgender, also rund 10 Prozent der WienerInnen", so Schreuder abschließend. Auch Cécile Cordon, Grün-Gemeinderätin, warnt die Wiener ÖVP: “Auch wenn meine Äußerungen in der 'Presse' missverstanden werden können, möchte ich nachdrücklich betonen, dass Lesben und Schwule jederzeit meine Unterstützung ihrer Anliegen haben und eine bereits stattfindende Zusammenarbeit mit den Grünen SeniorInnen fortgeführt wird. Ich warne die ÖVP hier politisches Kapital schlagen zu wollen und die Anliegen der Lesben und Schwulen in ein Milieu- und Erotik-Eck zu stellen. Ebenso warne ich die ÖVP vor einem homophoben Wahlkampf und betone, dass ich es persönlich unterstütze, dass Lesben, Schwule und TransGender eine Stimme im Wiener Landtag erhalten." ================================================ 12 HOSI Wien fordert Gleichstellung im Mietrecht von: ================================================ Medienaussendung der Homosexuellen Initiative (HOSI) Wien vom 6. März 2005: HOSI Wien fordert Gleichstellung im Mietrecht Im Rahmen der Begutachtung des vom Justizministerium vorgelegten Entwurfs für eine Wohnrechtsnovelle 2005 fordert die Homosexuelle Initiative (HOSI) Wien, dass Hauptmietrechte an einer Wohnung in Hinkunft gemäß § 12 (1) MRG auch an einen gleich- oder verschiedengeschlechtlichen Lebensgefährten abgetreten werden können. "In einer modernen Gesellschaft", so Obmann Christian Högl, "ist eine rechtliche Privilegierung von EhegattInnen gegenüber LebensgefährtInnen nicht mehr zu rechtfertigen. Da darüber hinaus derzeit für gleichgeschlechtliche Paare keine Option besteht, eine Ehe zu schließen, werden sie durch die bestehende Bestimmung gegenüber verschiedengeschlechtlichen Paaren zusätzlich benachteiligt, ohne daß es dafür stichhaltige Gründe gibt. Diese diskriminierende Bestimmung stellt daher ebenso eine Verletzung der Europäischen Menschenrechtskonvention dar wie früher die Beschränkung des Eintrittsrechts im Todesfall auf verschiedengeschlechtliche LebensgefährtInnen. Diese Einschränkung wurde im Juli 2003 bekanntlich vom Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) in Straßburg aufgrund der von der HOSI Wien unterstützten und mitbetreuten Beschwerde Karner gegen Österreich als konventionswidrig aufgehoben." In diesem Zusammenhang regt die HOSI Wien im Rahmen der geplanten Wohnrechtsnovelle auch eine entsprechende Präzisierung im betreffenden Paragraphen 14 Abs. 3 MRG an, da nicht davon auszugehen ist, dass allen potentiellen AnwenderInnen des Gesetzes diese EGMR-Entscheidung auch bereits bekannt ist. Die Stellungnahme der HOSI Wien ist im vollen Wortlaut auf ihrem Website abrufbar. Dort findet sich als spezielles Service übrigens auch zum Download ein an die Hausverwaltung zu richtender Musterbrief für den Fall, dass ein hinterbliebener gleichgeschlechtlicher Lebensgefährte in den Hauptmietvertrag des verstorbenen Lebensgefährten eintreten will. Rückfragehinweise: Christian Högl, Obmann: Tel. 0699-11811038; Kurt Krickler, Generalsekretär: Tel. (01) 5451310 oder 0664-5767466; office at hosiwien.at; www.hosiwien.at ================================================ 13 HOSI Wien: ÖVP immer faschistoider, vertritt NS-Gedankengut von: ================================================ Medienaussendung der Homosexuellen Initiative (HOSI) Wien vom 4. März 2005: ÖVP/Nationalsozialismus/Gedankenjahr/Homosexualiät/HOSI Wien HOSI Wien: ÖVP entlarvt sich immer mehr als faschistoid "Wenn die Wiener ÖVP glaubt, sie könne in einer weltoffenen Stadt wie Wien damit Stimmen gewinnen, dass sie die Grünen kritisiert, weil sich diese für die Gleichstellung und gegen die Diskriminierung von Lesben und Schwulen einsetzen, dann wird sie sich kräftig täuschen und sich selber ins Knie schießen", erklärt Christian Högl, Obmann der Homosexuellen Initiative (HOSI) Wien, zu den jüngsten Entgleisungen der Wiener ÖVP. "Das wird jetzt hoffentlich auch die letzten AnhängerInnen von Schwarz-Grün bei den Grünen zur Vernunft bringen: Mit der ÖVP ist kein moderner demokratischer Staat zu machen. Die ÖVP lebt in Wirklichkeit geistig noch in den Zeiten des klerikalen Austrofaschismus, wie ja auch ihre ungebrochene Dollfuß-Verehrung beweist. Deshalb ist es auch nicht ganz zutreffend, wenn Marco Schreuder, Sprecher der Grünen andersrum Wien, von einer 'zunehmenden Verhaiderung' der ÖVP spricht. Diese Partei war immer schon 'verhaidert': Was Ausländer und Juden für die FPÖ sind, sind wir Lesben und Schwule immer schon für die ÖVP gewesen. Da haben sich die beiden Parteien in keiner Weise jemals voneinander unterschieden! Dass die ÖVP jetzt auch beginnt, ihren Wahlkampf auf dem Rücken und auf Kosten einzelner gesellschaftlicher Gruppen zu führen, ist allerdings tatsächlich eine neue Facette, die die ÖVP der FPÖ noch ähnlicher werden lässt." ÖVP vertritt nationalsozialistischen Gedankengut "Wie ewiggestrig die ÖVP in der Tat immer noch ist, hat sich auch letzten Mittwoch wieder im Nationalrat gezeigt", ergänzt HOSI-Wien-Generalsekretär Kurt Krickler, "als die ÖVP sich neuerlich gegen die Anerkennung der homosexuellen KZ-Opfer im Opferfürsorgegesetz (OFG) ausgesprochen hat. Die ÖVP bringt mit dieser Haltung zum Ausdruck, dass für sie Homosexuelle zu Recht im KZ eingesperrt und ermordet wurden. Sie vertritt damit eindeutig nationalsozialistisches Gedankengut. Es ist Zynismus miesester Sorte und eine moralische Verwerflichkeit ohne gleichen, wenn ÖVP-Abgeordneter Walter Tancsits die Grünen auffordert, man möge ihm Fälle präsentieren, denen heute die Anerkennung versagt wird, nachdem in den letzten Jahrzehnten sämtlichen Rosa-Winkel-Häftlingen ihre Anträge auf Entschädigung nach dem OFG wegen mangelnder Rechtsgrundlage abgewiesen worden waren und all diese Betroffenen mittlerweile verstorben sind. Sie können jetzt leider keine Anträge mehr stellen. Aber wenn die ÖVP tatsächlich Entschädigung auch an die homosexuellen NS-Verfolgten leisten will, kann sie ja eine solche für die geschätzten 800-1000 betroffenen, aber inzwischen verstorbenen ÖsterreicherInnen ersatzweise der Lesben- und Schwulenbewegung für ihre soziale und politische Arbeit ausbezahlen. Heute ist es wohl die Bringschuld der Republik, zuerst das Gesetz zu ändern, bevor eventuell noch lebende homosexuelle KZ-Opfer eingeladen werden, Anträge zu stellen. Aber in Wahrheit geht es Tancsits und der ÖVP ja nur darum, dass ihre widerwärtige Rechnung endgültig aufgeht: die Sache so lange hinauszuziehen, bis tatsächlich keine Betroffenen mehr leben. Es ist eine Schande für dieses Land, dass auch heute noch geistige Nachfahren der braunen Nazi-Schergen wie Tancsits im Parlament sitzen!" Christian Högl, Obmann: Tel. 0699-11811038; Kurt Krickler, Generalsekretär: Tel. (01) 5451310 oder 0664-5767466; office at hosiwien.at; www.hosiwien.at ================================================ 14 SWPAT: Demokrat wider Willens von: ================================================ From: "q/depesche" Subject: SWPAT: Demokrat wider Willens q/depesche 2005-03-04T18:55:47 SWPAT: Demokrat wider Willens Der Minister, der das Abwinken der Lügendirektive zur Patentierung von Software verhindern soll, ist gefunden. Das dänische Parlament hat die Regierungspartei überstimmt, und Minister Bentsen den Auftrag gegeben eine erneute Diskussion der Richtlinie im Rat zu fordern. -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- Dass die Mehrheit des Rates für diese Richtlinie längst nicht mehr existiert, und nur mehr durch massiven Druck auf Länder wie Polen, vorgetäuscht werden konnte war lange klar. Genauso klar ist, dass viele Ratsmitglieder über den Inhalt der Direktive - diplomatisch gesprochen - unzureichend informiert waren. Der damalige Kommissar Bolkestein hatte anfangs sogar die Patentierung von Software geleugnet. Mit einer erneuten Diskussion, kann der Rat nun aber versuchen den Eindruck zu widerlegen, er wäre in komplexen Sachfragen leicht zu täuschen. http://wiki.ffii.org/Dkparl050304De - -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- relayed by Bernhard Mayer - -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- quintessenz is powered by http://www.onstage.at subscribe/unsubscribe/digest http://www.quintessenz.at/cgi-bin/index?funktion=subscribe comments to depesche at quintessenz.org ================================================ 15 SWPAT: Die EU-Richtlinie roechelt noch von: ================================================ From: "q/depesche" Subject: SWPAT: Die EU-Richtlinie roechelt noch q/depesche 2005-03-04T15:42:03 SWPAT: Die EU-Richtlinie roechelt noch Fände sich doch am kommenden Montag bzw. am nächsten Termin, an dem die SWPAT-Richtlinie durchgewinkt werden soll, doch endlich ein Minister, der diesem Trauerspiel ein End bereiten könnte. Die Zeit ist reif dafür. -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- Zwischen EU-Parlamentariern und Kommissionspräsident Jose Manuel Durao Barroso ist es zu einem heftigen Schlagabtausch über die umstrittene Richtlinie gekommen. Die einstimmige Verabschiedung am Montag im Minsterrat wackelt, zehn der 25 Minister haben unterschiedlich schwere Bedenken. Die umstrittene EU-Richtlinie zu Software-Patenten wird immer mehr zum Konflikt zwischen den Institutionen - und der hat sich mit dem erstmaligen Eingreifen der neuen Kommission in dieser Woche noch verschärft. War die vorige Kommission offiziell neutral aufgetreten, so geht Barroso nun auf Kollisionskurs mit dem Parlament. Die einstimmige Forderung aller im EU-Parlament vertretenen Fraktionen, den umstrittenen Richtlinientwurf zu verwerfen und einen neuen auszuarbeiten, wurde von Barroso glatt abgelehnt. Der Richtlinienentwurf des Rats werde wie geplant verabschiedet, dann komme er zur zweiten Lesung wieder ins Parlament, gab Barroso den Parlamentariern zur Antwort. Mehr dazu http://futurezone.orf.at/futurezone.orf?read=detail&id=262556 ================================================ 16 Sinti-Roma-Mahnmal: Roma-Verbände aus 21 Opferstaaten sollen Streit entscheiden von: ================================================ GESELLSCHAFT FÜR BEDROHTE VÖLKER PRESSEERKLÄRUNG Göttingen, den 04.03.2005 Streit um Inschrift am Mahnmal in Berlin kann nur durch Roma-Verbände aus den 21 Opferstaaten entschieden werden - Kulturstaatsministerin Weiss moderiert nichtrepräsentativen Streit Der "unfruchtbare Streit" über die richtige Inschrift auf dem geplanten Mahnmal für die von den Nationalsozialisten ermordeten Sinti und Roma kann nach Auffassung der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) nur durch Einbeziehung der Roma-Verbände aus allen 21 Staaten der mehreren hunderttausend Opfer gelöst werden. "Kulturstaatsministerin Christina Weiss sollte nicht länger einen irrelevanten, da nicht repräsentativen Streit moderieren oder sogar noch schüren, sondern endlich deutlich machen, dass dieses Mahnmal allen deutschen und europäischen Opfern unter den Roma und auch den deutschen und österreichischen Sinti gilt wie das Holocaust-Denkmal allen vernichteten europäischen Juden", sagte der GfbV- Generalsekretär Tilman Zülch am Freitag. "Die Existenz einer unterprivilegierten, weitgehend verelendeten Millionenbevölkerung von Roma in Ost- und Südosteuropa, die auch unter den Folgen der Verfolgungs- und Vernichtungsaktionen durch Hitler-Deutschland und anderer faschistischer Regimes in Ungarn, Rumänien und Kroatien leidet, muss eine Herausforderung für die Bundesregierung sein." "So lange sich nur zwei deutsche Sinti-Roma-Verbände streiten, wird die Errichtung des Denkmals blockiert", meinte Zülch. "Der Zentralrat deutscher Sinti und Roma unter Leitung von Romani Rose vertritt zwar einen größeren Teil der deutschen Sinti, repräsentiert aber die etwa 150.000 in Deutschland lebenden Roma nicht. Die Sinti-Allianz von Natascha Winter in Köln, die nichts gegen den Terminus "Zigeuner" einzuwenden hat, steht nur für eine Handvoll Menschen in ihrer Gemeinschaft." Die Bundesregierung könnte umgehend zum Beispiel mit den länderübergreifenden Roma-Organisationen oder Bürgerrechtsinstitutionen für Roma Kontakt aufnehmen. Dazu gehören der Roma National Congress RNC, die Internationale Roma Union (IRO), das European Roma Rights Center unterstützt von der Soros Foundation, das Europäische Roma- und Travelers Forum und das Antitziganismus- Forum. Angehörige der Roma- oder Sinti-Bevölkerung wurden von den Nationalsozialisten in Belgien, Bosnien-Herzegowina, Deutschland, Estland, Frankreich, Holland, Italien, Kroatien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Österreich, Polen, Rumänien, Russland, Serbien, der Slowakei, Tschechien, der Ukraine, Ungarn und Weißrussland vernichtet oder in Konzentrationslager deportiert und ermordet. 90 Prozent der Opfer stammten aus osteuropäischen Ländern. Die Sinti sind vor allem in Mitteleuropa ansässig. Nach Auffassung von manchen Experten geht ihre Selbstbezeichnung auf das indische Bundesland Sindh zurück. Der Philosoph Ernst Tugendhat, langjähriger Schirmherr der Gesellschaft für bedrohte Völker, hatte 1979 betont, dass "Zigeuner noch heute als Untermenschen zwar nicht offen bezeichnet, aber vielfach als solche empfunden und behandelt werden". Zülch wies jetzt darauf hin, dass überall in Osteuropa die Selbstbezeichnung Roma ("Menschen") gebräuchlich ist. Dieser Begriff hat sich auch bei allen europäischen Institutionen durchgesetzt. "Nach Angaben des Historikers Prof. Eberhard Jäckel ist der Terminus "Zigeuner" ist eine Fremdbezeichnung und bedeutet "die Unberührbaren". Deshalb ist es umso makabrer, dass sich Jäckel in diese Diskussion um das richtige Zitat auf dem Mahnmal in Berlin einschaltet und massiv diese Fremdbezeichnung durchsetzen will", kritisierte der Menschenrechtler. "Herr Jäckel wird auch irgendwo in Texas Afroamerikaner finden, die ihm sagen: ,Sie können ruhig "Neger" zu mir sagen.' Unterstützt von Persönlichkeiten wie der damaligen Präsidentin des Europäischen Parlaments, Simone Veil, dem Philosophen Ernst Tugendhat, dem Vorsitzenden der jüdischen Gemeinde zu Berlin, Heinz Galinski, hatte die GfbV mit einer Gedenkkundgebung am 14.10.1979 in der Gedenkstätte Bergen-Belsen diesen Völkermord erstmals in Deutschland und darüber hinaus bis in die USA bekannt gemacht. Gleichzeitig dokumentierte der erste kritische Band über die Situation der Sinti und Roma in Deutschland und Europa (In Auschwitz vergast - bis heute verfolgt, herausgegeben von T.Zülch für die GfbV) Vernichtung und Diskriminierung. Der von der GfbV in Göttingen organisierte und von Simon Wiesenthal und Indira Gandhi unterstützte dritte Welt-Roma-Kongress fand ebenfalls internationale Aufmerksamkeit und beflügelte den Aufbau deutscher Sinti- Organisationen. Die GfbV bewegte dann Bundespräsident Carl Carstens und Bundeskanzler Helmut Schmidt zur öffentlichen Anerkennung des Genozids an den Sinti und Roma. Sehr schnell kam es dann zu einem Erlass der Bundesregierung zur Wiedereinbürgerung jener deutschen Sinti und Roma, denen deutsche Behörden nach Kriegsende die Staatsbürgerschaft entzogen hatten, und zu einer ersten Wiedergutmachungsregelung. Diese Arbeit wurde dann immer mehr vom Zentralrat deutscher Sinti und Roma unter Führung von Romani Rose fortgesetzt. Die GfbV arbeitete dann für Roma in Südosteuropa weiter mit besonderen Schwerpunkten für die Opfer von Genozid und Vertreibung in Bosnien-Herzegowina und Kosovo. Dabei wirkte vor allem die verstorbene Roma-Expertin und Menschenrechtlerin Katrin Reemtsma mit. Tilman Zülch ist auch erreichbar unter Tel. 0151 153 09 888. ========================================================= Gesellschaft fuer bedrohte Voelker e.V. (GfbV) Inse Geismar, Pressereferentin Postfach 2024, D-37010 Goettingen Tel. +49/551/49906-25, Fax:+49/551/58028 E-Mail: presse at gfbv.de, Homepage:http://www.gfbv.de ========================================================== ================================================ 17 Obersteiermarkkonferenz/Arbeitsplätze/Steiermark/KPÖ von: ================================================ KPÖ Steiermark Lagergasse 98a 8020 Graz Tel. 03 16 / 71 24 36 Fax 03 16 / 71 62 91 email: kpoe_stmk at hotmail.com Freitag, 4. März 2005 Presseinformation der KPÖ Steiermark KPÖ zu Obersteiermarkgipfel: Arbeitsplätze statt Eurofighter und Rüstungscluster "Die Verantwortlichen für gescheiterte Projekte und für die Schließung von Betrieben im Aichfeld sollen sich nicht als Retter der Region aufspielen." Mit diesen Worten kommentierte der steirische KPÖ-Vorsitzende Franz Stephan Parteder am Freitag den Obersteiermarkgipfel in Fohnsdorf. Parteder: "Die Losung Arbeitsplätze statt Abfangjäger gibt am deutlichsten wieder, was gebraucht wird: Eine Wende in der Wirtschafts- und Regionalpolitik, die gezielt auf das öffentliche Eigentum setzt. Jetzt ist zu befürchten, dass im Gegenteil rund um die künftig in Zeltweg stationierten Eurofighter ein Rüstungs-Cluster angedacht wird, der Bestandteil eines Kurses der EU ist, der verstärkt auf die militärische Karte setzt." Die KPÖ fordert die Wiedererrichtung eines strategischen Industrie- und Bankensektors im Besitz der öffentlichen Hand. Nur so kann dem weiteren Ausverkauf unserer Heimat und der Vernichtung tausender Arbeitsplätze wirkungsvoll ein Riegel vorgeschoben werden. Rückfragehinweis: 0316/ 71 2436 KPÖ-Steiermark Lagergasse 98 a 8020 Graz Tel.: 0316 71 24 36 Fax 0316 71 62 91 email: kp.stmk at kpoe-graz.at; kpoe_stmk at hotmail.com ================================================ 18 Steiermark/GRW/Frauenanteil/KPÖ von: ================================================ KPÖ Steiermark Lagergasse 98a 8020 Graz Tel. 03 16 / 71 24 36 Fax 03 16 / 71 62 91 email: kpoe_stmk at hotmail.com Samstag, 5. März 2005 Presseinformation der KPÖ Steiermark KPÖ-Steiermark: Beim Frauenanteil an der Spitze Knapp vor dem Internationalen Frauentag können wir folgendes feststellen: Die steirische KPÖ setzt sich nicht nur konsequent für die Rechte der Frauen ein - das ist auch im laufenden Gemeinderatswahlkampf selbstverständlich. Die KandidatInnenlisten beweisen darüber hinaus, dass Frauen in der Partei in vielen Bereichen das Sagen haben: 8 der 15 SpitzenkandidatInnen sind Frauen: Gemeinderätin Gabriele Leitenbauer (Trofaiach), Gemeinderätin Ing. Renate Pacher (Knittelfeld), Gemeinderätin Elfriede Wieser (Fohnsdorf), Gemeinderätin Christine Erschbaumer (Judenburg), Mag.a Anahita Lucojannakis (Kalsdorf), Karin Wonisch (Bruck/Mur), Michaela Ulrich (Gußwerk). In Leoben kandidiert Elfriede Egger an 2. Stelle. Berta Mühlbachler ist in Eisenerz die 2. Gemeinderätin neben Karl Fluch. In der Landeshaupstadt Graz sind 6 von 11 Gemeinderätinnen und 1 von 2 StadträtInnen Frauen. Dieser hohe Frauenanteil ist Ausdruck der Tatsache, dass das Ringen um die Befreiung der Frau in der steirischen KPÖ kein Lippenbekenntnis ist. Wir brauchen keine Männer, die Feminismus predigen und selbst alle Spitzenpositionen besetzen, sondern die Gleichberechtigung der Frauen auf allen Ebenen. Rückfragehinweis: 0316/ 71 2436 KPÖ-Steiermark Lagergasse 98 a 8020 Graz Tel.: 0316 71 24 36 Fax 0316 71 62 91 email: kp.stmk at kpoe-graz.at; kpoe_stmk at hotmail.com ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< SOLIDARITÄT WELTWEIT ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 19 Kenya: Police brutally thwart anti-globalisation Protest von: ================================================ After arrests of peaceful protesters trade ministers begin WTO talks and Police thwart anti-globalisation protest Story by NATION Correspondent Publication Date: 04 March 2005  Police officers arrest one of the demonstrators protesting against the WTO mini-ministerial meeting at the Leisure Lodge and Golf Resort in Ukunda, Kwale district yesterday. Up to 60 demonstrators were arrested. Photo by Gideon Maundu Police yesterday rounded up some 60 anti-globalisation demonstrators as the World Trade Organisation conference got underway in the coastal town of Mombasa. The conference which is being attended by ministers from 33 countries, is aimed at kick-starting the Doha Round of global trade talks and is taking place at the Leisure Lodge Beach and Golf Resort, South Coast. Fifty-three of the protesters were arrested at Kombani trading centre as they made their way to Ukunda show ground the planned venue of a protest rally. Thirteen others, four of them women, were arrested at Ukunda town while marching from a local mosque to the meeting's venue. Police had earlier declared the planned rally illegal. The demonstrators carried banners that read; Africa sio ya kunadiwa (Africa is not for sale), and Coast women not involved in WTO resolution making. Others read WTO you are killing our farmers, and Protect us from cheap and subsidised agricultural imports. Kwale police chief, Patrick Mbarire, led his team in sealing off the venue of the planned rally at Ukunda show ground, and advised locals to keep off or face arrest. However, members of the civil society defied the Government order, and converged at the Markaz Mosque at Ukunda where, after a brief discussion, started marching to the showground about a kilometre away. Those arrested outside the Markaz mosque included top officials of Oxfam, Elizabeth Mueni, members of the Chemichemi and Coast NGOs Forum. The chairman of the Coast Lobby Development group, Mr Athman Said Kibada was among those arrested at Kombani trading centre. Kwale police station chief, Richard Masinde said his office was under firm instructions to arrest anyone headed for the rally. Meanwhile, Kenyan Trade and industry minister Dr Mukhisa Kituyi said the difficult part of the long negotiations had started. "In the last 24 hours, we have set the tempo. Now the hard bit begins," conceded Dr Kituyi during a press conference at Leisure Lodge, in Mombasa's South Coast. The 33 Ministers had been flown in from the world-famous Maasai Mara Game Reserve, and in the afternoon went into closed-door sessions lasting late into the night. Ironically, Dr Kituyi who last year hosted a similar forum in Mombasa, attracted a ringing endorsement from other world officials, even as the meeting provoked the wrath of assorted anti-globalisation lobbyists. The ministers are expected to offer the political commitment needed to push through the global trade agenda during the 148-member World Trade Ministerial meeting in Hong Kong December. However, no final deals are expected at the forum. But Dr Kituyi told Nation that concrete commitment from the ministers attending the mini-ministerial meeting was expected. "We do not want this to be a talk shop. We are not interested in mere tokenism," he said. The minister concurred with WTO outgoing director-general, Supachai Panitchpakdi, that no deals were set to be cut at the meeting. He explained that only US trade representative, Peter Allgeier, and European trade commissioner, Peter Mandelson, had the mandate to make major decisions on the issue under discussion. Others, including major developing country players like Brazil, South Africa and India, had to submit their findings first for concrete decisions to be made. Dr Kituyi asked the participants to offer the requisite political leadership, set goals and show the right commitment to the process. Players in the WTO are hoping the Doha Round can be concluded next year. Among the issues under discussion include liberalisation of global trade and competition, agriculture and services. Developing countries since the Round kicked off in Doha, Qatar at the end of 2001 have resisted attempts to fully liberalise the multilateral trade system before rich countries can particularly eliminate farm subsidies. Some commitment to reduce part of the subsidies, running into billions of dollars, has been made by the US. Yesterday, Dr Kituyi said the participants were at least seeking basic consensus, ahead of the Hong Kong forum, slated to come up with a draft agreement. "We want something concrete to be put on the table," he said. "I hope we are capable of rising above what has divided us." Yesterday, the WTO director-general lauded Dr Kituyi for his part in pushing the process. "Kenya has played key role in maintaining the tempo," he said also in reference to the earlier Mombasa meeting. He expressed optimism that constructive outcome would especially emerge on the controversial issues referred to as Singapore Issues. -------- Trade ministers begin WTO talks ... while the takers are shakers ...  ... there are two differnt sides to the story !  ... the real people are beaten and taken away! Protesters are arrested after they tried to peacefully protest at the ongoing World Trade Organisation talks in the South Coast yesterday. The human rights activists blamed the problems poor countries face on WTO's policies they claim favour rich countries. Story by NATION Correspondent Publication Date: 03/03/2005 Thirty-one trade ministers converge at the Leisure Lodge Beach and Golf Resort in South Coast for crucial World Trade Organisation (WTO) talks. Today's mini-ministerial meeting - ahead of another conference scheduled for Hong Kong in December - will seek a common ground in global free trade. Poor countries have demanded that their agricultural produce be given more access to developed world markets. Also on the agenda is the removal of subsidies to ensure the free flow of goods to the rich countries. Countries invited from Africa include Morocco, Egypt, Togo, Nigeria, Uganda and Tanzania. Trade and Industry minister Mukhisa Kituyi will chair the three-day meeting. Security has been beefed up around the hotel as local anti-globalisation groups have threatened to hold a demonstration against the conference. ---------------- Protesters clubbed down at WTO mini-ministerial meeting - Kenya 2.-4. 03. 2004 Situation in Diani/Ukunda/Kwale on 03. March 2004: Kenya government had missed a chance to engage civil society in talks prior to the meeting; 48 Kenyans illegaly arrested; police arrests largely made in mosque compound, Kenyan minister refused to answer questions by the press, EU and other overseas' delegates remain mum and holed up in Leisure Lodge. Tourism boycott issued against Leisure Lodge by international NGOs. Leisure Lodge - Diani no-go zone. ---------- Don't trade away our farmers and our workers livelihoods! Statement from Kenyan civil society in relation to the WTO mini Ministerial in Kenya 2nd - 4th March 2005 As the power games of the World Trade Organization (WTO) move to Kenya for a few days, hundreds of workers, farmers, consumers, students and other representatives from civil society are gathering at a public meeting in Nairobi on 1st March and a public rally in Mombasa on 3rd March to raise their demands on the key issues in the WTO negotiations. The following are our positions and demands on some of the contentious issues in the current negotiations that will be on the table in Mombasa. Agriculture: livelihoods for millions of African farmers at stake The major subsidy powers, the EU and US, continue to distort world agriculture trade through the massive support to their farmers and dumping of cheap agriculture products in developing countries. At the WTO Ministerial in Doha in 2001, WTO members agreed that export subsidies should be phased out and domestic support should be substantially reduced. Again in July last year the developed countries committed themselves to eliminate export subsidies. But so far we have seen nothing of that. There is still no end date for the elimination of the subsidies and developed countries have just kept shuffling around their domestic support measures to boxes that are supposedly non-trade distorting. African farmers are still suffering from dumping of agricultural products from the North. In Mombasa, the rich countries will try to keep certain high tariffs and find all kinds of loopholes to be able to keep protecting their own agriculture. At the same time they are asking African countries to further open up their agricultural markets. African and other developing countries must have the right to protect their local production - particularly since it is obvious that dumping from the rich countries will continue. NAMA - the death nail to our local industries Kenya and other African countries have suffered from collapse of domestic indusiness resulting in closure of local factories and massive job losses, due to trade liberalization enforced by the IMF and the World Bank under the Structural Adjustment Programmes. In the WTO negotiations on industrial tariffs (NAMA), the rich countries are pushing developing countries to further open up their industrial markets through drastic tariff reductions, and even elimination of tariffs in certain sectors, such as textiles, leather and foot wear. This would mean the death nail to already fragile and vulnerable local industries in African countries with increased unemployment as a result. Tariff revenues in Kenya account for around 20% of the local government revenue. A drastic reduction of tariffs on manufactured goods would also mean a serious loss of government revenue for Kenya and other African countries, which would threaten governments' spending on basic social sectors. Trading away basic services and governments' policy space It is the developed countries that are the ones benefiting from WTO rules on trade in services. Their powerful service corporations are already on the doorsteps in many Africa countries, looking for investment and market opportunities once service sectors are liberalized. The rich countries keep pushing developing countries to open up their service sectors, even sensitive sectors like water, waste management, and also sectors that are critical for the local economy, such as financial services, banking and insurance. At the moment, the pressure is high on developing countries to submit offers of which service sectors they are willing to liberalize. The rich countries want to speed up the negotiations and see a critical mass of offers on the table, while developing countries are arguing that they do not have accurate analysis of their service sectors and are not yet ready to make offers. Development must be put at the forefront! Although the Doha Round was supposed to be a 'Development Round', development issues in WTO have been put on the backburner for the last couple of years. It is of extreme urgency that all outstanding issues related to Special and Differential Treatment and Implementation are resolved - if the WTO rules will at all serve the interests of African and other developing countries. We call on Ministers, Trade Representatives and the WTO Secretariat present at the Mini Ministerial in Mombasa to: Ø Putdevelopment in the "DevelopmentRound" Ø Ensurethat developing countrieshave the right to protect their local agriculture production Ø Ensurethat export subsidies areeliminated through an early end date and that trade distorting domesticsupportby developed countries is effectively and rapidly being reduced Ø Ensurethat developing countrieshave the right to determine their own rate of tariff reductions andtariffbindings on industrial products Ø Ensurethat elimination of tariffson certain industrial sectors is strictly voluntary Ø Ensurethat there is no pressure ondeveloping countries to submit offers in the services negotiations -developingcountries need sufficient time to carefully analyse their servicesectorsbefore they can make any king of offers. KENYA SOCIAL FORUM ------------------- ECOTERRA Intl. ---------------------- Do you want to read or distribute a message in another language? Just go to the free translation sites: http://www.systransoft.com/ or to Altavista Babelfish http://babelfish.altavista.com/babelfish/tr or Freetranslator http://freetranslation.com/ or the Google Language Tools http://www.google.com/language_tools?hl=en and have the translation done free of charge. But, please, still keep the reference to the source and note in your distribution that the text is only a machine translation, while the original can be obtained from ECOTERRA. Thank you! ---------------------- ECOTERRA Intl. nodes Cairns * Calgary * Cassel * Cebu * Curitiba * London * Nairobi * Roma * Paris * Wien ECOTERRA - FIRST PEOPLES & NATURE FIRST ! 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UNIQUE_PEOPLES (Defending natural rights of traditional tribal peoples and minorities) (also various lists for specific tribal peoples - e.g: http://www.ogiek.org ) NATURAL_FORESTS (Protection of the old-growth or other natural forests and its peoples) DIVERSE_LIFE (Protection of species of wild fauna and flora) BRIGHT_FUTURE (Trackmaps for our common future) CLEAN_SKY (Protection of the atmosphere) NATURAL_SEAS (Protection of the marine biosphere) DIVERSE_LANDS (Protection of terrestrial ecosystems) NATURAL_WATERS (Protection of the aquatic ecosystems) NATURAL_GENES (Protection against genetically modified organisms) NATURAL_HEALTH (Protection of human health) TRAVELnCARE (Protection of free voyage and caring visit) NATURAL_DEFENCE (Protection of our values, our and our childrens heritage and future) WILD_ROAR (ECOTERRAs ALERT BULLETIN) FSM - FULL_SCOPE_MEDIA © Free thinking, non-conforming investigative reporting and press releases. 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Februar richteten sich 140 Intellektuelle an Präsident Assad und forderten ihn auf, die syrischen Truppen aus dem Libanon abzuziehen. In einer zweiten Stellungnahme - publiziert in Al-Nahar vom 24. Februar - wandten sich 33 syrische Intellektuelle an die libanesische Öffentlichkeit und unterstützen darin Forderungen nach einem syrischen Rückzug. Außerdem forderten sie, dass syrische Arbeiter im Libanon nicht angegriffen werden dürften. Im Folgenden dokumentieren wir Auszüge aus beiden Erklärungen: [1] Forderung an Bashar Al-Assad: ,Höchste Zeit, dass Syrien einen neuen Kurs einschlägt' [23.2.2005] "Unser Land steht einer neuen, schwerwiegenden und gefährlichen [Entwicklung] gegenüber, die sein Schicksal und das seiner zukünftigen Generationen bestimmen wird. Der in verschiedener Form ausgeübte internationale Druck hat zugenommen und das syrische Volk weiß nicht, was auf es zukommt. Es wäre sinnlos, der Krise weiterhin mit überholten politischen Mitteln begegnen zu wollen. Vielmehr ist es höchste Zeit, dass Syrien einen neuen politischen Kurs einschlägt, der - insbesondere nach der Ermordung Rafiq Hariris - die [neuen Realitäten] berücksichtigt und schnell vernünftige und faire Beziehungen zum Libanon aufbaut. Mit der Umsetzung des Taef-Abkommens und dem Beginn des Rückzugs des syrischen Militärs aus dem Libanon können wir jetzt die Gelegenheit nutzen, um uns vor katastrophalen Entwicklungen zu schützen. Denn wenn diese Initiative heute entsprechend der Wünsche der syrischen und libanesischen Bevölkerung nach einer neuen Verbindung zwischen ihnen umgesetzt wird, dann gibt es keine Rechtfertigungen mehr für äußere [Kräfte]. Vielmehr könnte ein neuer Weg von gegenseitigem Vertrauen und gegenseitiger Unterstützung zwischen den beiden Völkern und in ihrem Kampf gegen gemeinsame Herausforderungen beschritten werden." An die Libanesen: ,Wir unterstützen eure Forderungen nach Rückzug der syrischen Armee aus dem Libanon' [24.2.2005] "Wir unterstützen Eure Forderung nach Abzug der syrischen Armee aus dem Libanon, sowie nach einer Neugestaltung der syrisch-libanesischen Beziehungen auf der Grundlage von Gleichheit, Unabhängigkeit, der Wahlfreiheit beider Völker und der Interessen beider Länder. Als syrische Intellektuelle, die im Libanon immer eine Möglichkeit gefunden haben, unsere Positionen zum Ausdruck zu bringen, die wir in unserer Heimat nicht formulieren konnten, sagen wir Euch aber auch ganz offen, dass wir verletzt und traurig darüber sind, dass nun unschuldige syrische Menschen und Bürger gedemütigt und arme syrische Arbeiter angegriffen werden, die in eurem geschätzten Land nur ihren mageren Lebensunterhalt verdienen wollten.[...] Die Gerechtigkeit verlangt es, Euren Forderungen nach Beendigung der syrischen Vorherrschaft im Libanon [nachzukommen]. Sie erfordert es aber auch, dass diese armen Arbeiter, die sich am Wiederaufbau des Libanon beteiligten, mit Würde behandelt werden. [...] Wenn der Abzug der syrischen Truppen aus dem Libanon den Beginn einer Neugestaltung der Beziehungen zwischen den beiden Ländern markieren soll, dann wären Drohungen und Demütigungen schwacher syrischer Bürger Gift für die Zukunft dieser Beziehungen. [...]" [1] Al-Nahar, 23.2.2005 und 24.2.2005 [aus der englischen Übersetzung ins Deutsche übertragen] Die Namen der Unterzeichnenden waren den Erklärungen beigefügt. Unter den 140 Intellektuellen, die Erklärung vom 23. Februar unterschrieben haben, befindet sich etwa Anwar Al-Bunni, ein Rechtsanwalt der politische Gefangene vertritt, sowie Hakam Al-Baba, der mit einem Artikel in der syrischen Zeitung Tishrin bekannt wurde, in dem er den syrischen Sicherheitsapparat kritisierte (s. MEMRI Special Dispatch No. 829, 16.12.2004, www.memri.org). -- WADI - Verband für Krisenhilfe und solidarische Entwicklungszusammenarbeit e-mail: wadi.wien at gmx.at Tel.: 0699-11365509 Spendenkonto in Österreich: Kontonummer 07.405.301 Evangelische Kreditgenossenschaft eG BLZ 31800 IBAN: AT10 3180 0000 0740 5301 BIC: EVKRATW1 Website mit weiteren Informationen zu Projekten von Wadi und Veranstaltungshinweisen: www.wadinet.at ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< SERVICE - LINKS ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 21 Presseausgabe Glocalist Nr.62>>Schwerpunkt Kultur von: ================================================ Sehr geehrte Damen und Herren, werte Redaktion, anbei der aktuelle Glocalist. SCHWERPUNKT Kleine Kulturinitiativen (Wien) mit Vorstellung des Projektes SmoothInc. Als NGO der Woche präsentieren wir die Kulturinitiave Verein08, Teil II der Konferenz Über Morgen mit Beiträgen u.a. von Barbara Waschmann, der wirtschaftsethische Diskurs des Österreichischen Netzwerk Wirtschaftsethik, eine dokumentarische und umfassende Nachlese zur Veranstaltung ZARA:MONIE vom Verein ZARA und eine Dokumentation der rassistischen Übergriffen in Österreich von amnesty international. Schließlich die gewohnten Vermischten Meldungen, Personalia und Termine. Informative Stunden wünscht Christian Neugebauer _____ Glocalist Review: Digitale Wochenzeitschrift für NGOs&NPOs Barmherzigengasse 17 - stiege 6 - top 1 A-1030 Wien f: 01/597 2001 m: 0699 11 88 16 43 e: office at glocalist-review.com w: http://www.glocalist-review.com Agentur: arbeitsraum-philosophie: agentur für analoge&digitale kommunikationswirtschaft GmbH- www.arbeitsraum.at ================================================ 22 Werkstatt Rundbrief Nr. 06-2005 von: ================================================ Werkstatt Frieden & Solidarität Waltherstr. 15, 4020 Linz Tel. 0732/771094 Fax 797391 Mail: office at werkstatt.or.at Web: www.werkstatt.or.at Wer diesen Rundbrief nicht mehr erhalten möchte, ersuchen wir um ein E-Mail unter folgendem Link: mailto:mailfriwe-request at friwe.at?subject=unsubscribe Werkstatt Rundbrief Nr. 06-2005 Inhalt: (1) Medieninformation: Alle vier Parlamentsparteien gegen Volksabstimmung (2) Demonstration: 19.03.2005, 14 Uhr Westbahnhof (3) Menschenkette vor dem Parlament: Samstag, 07. Mai 2005 (4) Friedensvolksbegehren: Wiener Grüne: Unterstütze das Friedensvolksbegehren! (5) Termine (6) Stellungnahmen: "...,daß SIE PERSÖNLICH mit ihrem Abgeordnetenmandat nicht auch ganz irrtümlich gewählt wurden?"  (1) Medieninformation: Alle vier Parlamentsparteien gegen Volksabstimmung über die EU-Verfassung Menschenkette vor dem Parlament gegen kalten Staatsstreich am 07. Mai 2005 Bei der heutigen Sitzung im Plenum des Nationalrats wurde einstimmig beschlossen, die EU-Verfassung ohne Volksabstimmung zu beschließen. Damit haben sich alle Abgeordneten für Aufrüstung und globale Militärinterventionen und gegen Frieden und Neutralität ausgesprochen. Die Forderung zahlreicher Menschen nach Durchführung einer Volksabstimung wurde kaltschnäuzig ignoriert oder mit Scheinargumenten abgetan. Insbesondere von sozialdemokratischen und grünen Abgeordneten wird ständig vorgebracht, sie würden sich für eine europaweite statt einer nationalen Volksabstimmung aussprechen. Dieser Einwand dient ausschließlich dazu, von der eigenen Absicht, österreichisches Verfassungsrecht vorsätzlich zu brechen, abzulenken. Das Instrument einer europaweiten Volksabstimmung gibt es nicht. Sollte es eingeführt werden, müßte dies erst recht vorher einer nationalen Volksabstimmung unterworfen werden. Zudem ist es völlig absurd, z. B. 80 Millionen Deutsche über die österreichische Neutralität abstimmen zu lassen. Ausgerechnet im Jahr, indem sich der Abschluß des Staatsvertrages incl. Anschlußverbot zum 50. mal jährt, wird gefordert , wir sollten uns einer Aufrüstungsverpflichtung, einer globalen Kriegsermächtigung und einer militärischen Beistandsverpflichtung mit Deutschland unterordnen. Die ÖGB-Funktionäre im Nationalrat verstehen sich offensichtlich nicht als ArbeitnehmerInnenvertreter, sondern als VertreterInnen des sozialdemokratischen Parteivorstands. Obwohl sich der ÖGB in einem Bundesvorstandsbeschluß für eine Volksabstimmung ausgesprochen hat, stimmte Fritz Verzetnitsch im Nationalrat gegen den eigenen Beschluß vom Oktober vergangenen Jahres. Zur Erinnerung: Ein Drittel der NR- oder BR-Abgeordneten kann laut Art. 44(3) BVG eine Volksabstimmung erzwingen. Der Widerstand gegen die Ratifikation der EU-Verfassung im Mai dieses Jahres wird noch stark zunehmen, wie die Reaktionen zahlreicher Menschen zeigen. Die Mauer des Schweigens und der Falschinformationen über den EU-Verfassungsvertrag wird durch die Informationstätigkeit zahlreicher zivilgesellschaftlicher Gruppen immer brüchiger. Immer mehr Menschen, die erst jetzt merken, welches verlogene Spiel das politische Establishment hier betreibt, wollen eine Volksabstimmung durchsetzen. So ist es auch gelungen den Protest gegen die Entmündigung direkt in die heutige Parlamentssitzung zu tragen. Die Petition für eine Volksabstimmung über die EU-Verfassung wurde in der Zwischenzeit von mehr als 5.000 Menschen unterzeichnet. Die Sammlung von Unterschriften wird fortgesetzt. . Die "Plattform Neutralität statt Euro-Armee!" hat beim letzten Koordinationstreffen beschlossen, am Samstag, 07. Mai 2005 eine Menschenkette vor dem Parlament durchzuführen. Wir rufen alle Menschen auf sich an dieser Menschenkette und an der Vorbereitung dazu, zu beteiligen. Ja zur Neutralität - Nein zur EU-Verfassung! - Volksabstimmung! Rückfragehinweis: Boris Lechthaler 0732-771094  (2) Wiener Demonstration am internationalen Aktionstag gegen Krieg und Neoliberalismus Gegen Sozialabbau, Aufrüstung und Krieg - für ein soziales und friedliches Europa! Ja zur Neutralität! Nein zur EU-Verfassung! Volksabstimmung 19.03.2005, 14 Uhr Westbahnhof  Aufruf: Im März 2005 treffen sich die EU-Staats- und Regierungschefs, um über die Lissabonstrategie zu bilanzieren, Ziel ist es die Europäische Union bis 2010 zur Weltwirtschaftsmacht Nr. 1 zu machen. Alles was dem entgegensteht, soll geschliffen werden: Starke Gewerkschaften und Kollektivverträge, Soziale Standards und Sicherungssysteme, Kommunale Dienstleistungen und öffentliche Kontrolle der Wirtschaft. Und mit der EU-Verfassung soll die neoliberale Wirtschaftspolitik Verfassungsrang erhalten. Mit den ebenfalls geplanten Bolkestein-Richtlinien im Binnenmarkt setzt die EU-Kommission auf eine vollständige Deregulierung der gesamten Dienstleitungswirtschaft. Die EU will aber nicht nur Weltwirtschaftsmacht sondern auch militärische Weltmacht werden. Deshalb wurde mit dem Head-Line Goal 2010 das Ziel - Kriegsfähigkeit a la Irakkrieg - festgeschrieben. Deshalb werden die EU-Schlachtgruppen, mit österreichischer Beteiligung aufgestellt. Deshalb laufen bis zum Jahr 2010 EU-Rüstungsprogramme im Ausmaß von 550 Mrd. Euro. Am 20. März 2005 jährt sich der Jahrestag des Angriffs der USA auf den Irak zum zweiten Mal. Die Kriegsgräuel im Irak zeigen, wohin die Politik der Aufrüstung und des Interventionismus führen. Soziale Gerechtigkeit und Frieden können nur durch - weltweite- Aktionen erreicht werden. Wir haben gemeinsame Interessen mit den Menschen im Nahen Osten. Es sind unsere Gelder, mit denen die EU-Militarisierung vorangetrieben wird, um mit der Hegemonie der USA konkurrieren zu können. Ja zur Neutralität! Keine Teilnahme an den EU-Schlachtgruppen! Truppen raus aus dem Irak! Katerstrophenhilfe statt Kriegseinsätze! Umverteilung der Einkommen von Oben nach Unten! Nein zur EU-Verfassung! Volksabstimmung!  Gemeinsame Anreise aus OÖ: Samstag, 19. März, 11.00, Hauptbahnhof - Linz Wir ersuchen um vorherige Anmeldung im Büro: office at werkstatt.or.at  (3) Koordinationstreffen der Plattform "Neutralität statt Euro-Armee!" (Samstag, 26. Februar 2005) Am Samstag, 26. Februar 2005, traf sich die Plattform "Neutralität statt Euro-Armee!" zu einem wichtigen Koordinationstreffen. Angesichts des Plans aller vier Parlamentsparteien, die EU-Verfassung im Mai ohne Volksabstimmung zu ratifizieren, wurde beschlossen, den Widerstand dagegen bis dorthin noch maximal zu entfalten. Beschlossen wurde die Durchführung einer Menschenkette vor dem Parlament. Ungeachtet dessen muß das Friedensvolksbegehren heuer zur Einleitung kommen, damit im Halbjahr der EU-Ratspräsidentschaft Österreichs, die Neutralität sichtbar wird. Weiters wurde eine von den GewerkschafterInnen gegen Atomgefahren und Krieg eingebrachte "Erklärung für Österreich" beschlossen, die in den nächsten Tagen verbreitet wird.  Samstag, 07. Mai 2005 14.00 Auftaktkundgebungen 16.00 Menschenkette vor dem Parlament 16.30 Abschlußkundgebung Aufruf Ja zur Neutralität! Nein zur EU-Verfassung! Volksabstimmung! Im Mai 2005 soll im Parlament der sogenannte EU-Verfassungsvertrag ratifiziert werden. Ohne Volksabstimmung. Die EU-Verfassung enthält eine Aufrüstungsverpflichtung, die Selbstermächtigung zu weltweiten Kriegseinsätzen und eine militärische Beistandsverpflichtung. Die EU-Verfassung privilegiert die Atomkraftkonzerne. Sie hebt den Neoliberalismus in Verfassungsrang und führt zur Privatisierung öffentlicher Dienste. Ein Austritt aus der EU ist nur noch mit Zustimmung der großen Staaten, insbesondere Deutschlands möglich. Die Selbstbestimmung der Republik wird zugunsten des Kommandos der großen Mächte und ihrer Apparate ausgehebelt. Tritt die EU-Verfassung, so wie geplant, in Kraft, ist es vorbei mit der Neutralität. Der Verfassungsvertrag steht in völligem Widerspruch zum Recht der II. Republik. Führende Rechtsexperten argumentieren, dass eine Volksabstimmung zur Ratifizierung zwingend erforderlich ist. Wird der “Vertrag über eine Verfassung für Europa" ohne Volksabstimmung ratifiziert, entspricht dies einem kalten Staatsstreich. Wir fordern deshalb: Unrecht darf nicht Recht werden! Keine Ratifikation der EU-Verfassung! Ja zur Neutralität! Keine Beteiligung an der EU-Armee! Keine Annäherung an die Nato! Soziale Sicherheit statt Aufrüstung!  Am Samstag, 02. April 2004, 12.00 - 17.00, wird im Amerlinghaus, Wien, eine Aktionskonferenz durchgeführt. Ziel dieser Konferenz ist, die Mobilisierung in den letzten Wochen vor Ratifizierung der EU-Verfassung in National- und Bundesrat zu diskutieren und zu beschließen.  (4) Friedensvolksbegehren: Aufruf der Wiener Grünen: Unterstütze das Friedensvolksbegehren! Unter dem Titel “Head Line Goal 2010" hat die Europäische Union im Juni 2004 ein Programm zur globalen Kriegsfähigkeit beschlossen. Bis zum Jahr 2010 sollen die Kommandostrukturen und Transportmöglichkeiten bereitstehen, um außerhalb Europas Krieg führen zu können. Die Österreichische Bundesregierung will da mit dabei sein. Wir nicht! Deshalb unterstützen die Wiener Grünen das Friedensvolksbegehren, dass es zum Ziel hat, die Bundesregierung zu einer Friedenspolitik ohne Beteiligung an einer EU-Armee oder eine Annäherung zur NATO zu zwingen. Die Initiatoren des Friedensvolksbegehrens brauchen über 8.000 Unterstützungserklärungen. Wir möchten dich bitten, ebenfalls eine Unterstützungserklärung abzugeben, um ein Friedensvolksbegehren Wirklichkeit werden zu lassen. Wie du eine Unterstützungserklärung abgeben kannst, erfährst du unter www.friedensvolksbegehren.at "  Reaktion des Möchtegernverteidigungsministers einer schwarz-grünen Koalition, Peter Pilz: nur eine kurze feststellung: das sogenannte "friedensvolksbegehren" richtet sich grundsätzlich gegen die verfassung der EU und damit auch gegen unsere politik in diesem bereich. außerdem widerspricht es dem beschluss des EBV zur sicherheitspolitik in allen wesentlichen punkten. eine unterstützung dieses volksbegehrens durch die wiener grünen sollte daher mit dem EBV abgesprochen werden. ich glaube nicht, dass sich in bundesvorstand und klub auch nur eine einzige person findet, die das volksbegehren unterstützt. Anmerkung der Redaktion: Soeben hörten wir noch, auch von GrünparlamentarierInnen, EU-Verfassung und Neutralität seien problemlos miteinander vereinbar, jetzt aufeinmal richtet sich das Friedensvolksbegehren grundsätzlich gegen die Verfassung der EU. Was wird da wohl stimmen?  Aktionsideen: Roman Dietinger möchte an der Liste von Wiener Lokalen weiterarbeiten, die Falter und Plakate für das Friedensvolksbegehren aufhängen. (Roman Gutsch hat hier schon sehr erfolgreich gearbeitet!) Wer ihn unterstützen möchte, bitte melden bei rodie at gmx.at Familie Kaltenhauser aus Oberkappel schreibt uns: Sonstiges: Bestelle deshalb so viele Falter (300), weil wir in der Familie sonntags für unseren gesamten Ort eine Zeitung austragen. So ist es wenig Aufwand, auch noch jedem Haushalt einen Falter zukommen zu lassen. Außerdem wissen in unserem sehr regierungsfreundlichem Ort die wenigsten, was da eigentlich abläuft. Wie gesagt, das wäre dann unser Beitrag für das Friedensvolksbegehren.  (5) Termine: Freitag, 04. März 2005, 16.00 - 19.00 Friedensbrücke, Wien Transparentaktion: "Nein zur EU-Verfassung! - Volksabstimmung! Samstag, 05. März 2005, 11.30 - 12.00 Alter Markt, Brunnen, Salzburg Sanwichaktion: Nein zur EU-Verfassung! - Volksabstimmung! Samstag, 05. März 2005, 12.00 - 15.00, Umzug mit Tranparenten zu den Parteizentralen 12.00 - 12.15: Landesparteizentrale der Grünen, Landgutstr./Urfahr (Endhaltestelle Linie 3) 12.30 - 12.45: Landesparteizentrale der FPÖ, Blütenstraßen/Urfahr 13.00 - 13.15: Landesparteizentrale der ÖVP, Gleißnerhaus, Ob. Donaulände, Linz 13.30 - 16.00 Landesparteizentrale der SPÖ, Ernst Koref Haus, Landstr. 36, Linz Warum schweigen die LandespolitikerInnen nach wie vor zur Frage einer Volksabstimmung über den EU-Verfassungsdeal? Montag, 7. März 2005, 20.00 Uhr Kolping-Zentral, 1060 Wien, Ecke Gumpendorferstr./Stiegengasse (erreichbar über U3 Neubaugasse oder U4 Kettenbrückengasse bzw. Bus 59A). Besprechung und Abstimmung der GewerkschafterInnen gegen Atomenergie zur Kampagne: "JA zur Neutralität - NEIN zur EU-Verfassung" Info-Stände und Demonstration am 19. März 2005 Mittwoch, 9. März 2005, von 13.30h bis 16.30h Rathaus in der MariaTheresien Str.in Innsbruck Infostand zum Friedensvolksbegehren Mittwoch, 9. März 2005, 19.00 Sternbräu - Salzburg Plenum der Werkstatt Frieden&Solidarität, Salzburg Donnerstag, 10. März 2005, 18.00, Büro - Waltherstr. 15, Linz Plenum der Werkstatt Frieden&Solidarität, Linz Freitag, 11. März 2005, 16.30 Uhr Volkshaus (Karl-Drews-Club), Lagergasse 98a, A-8010 Graz Der aktuelle Stand der Militarisierung in der EU und in Österreich Vortrag und Diskussion mit Günter Reder (Werkstatt Frieden & Solidarität) Freitag, 11. März 2005, 19.00, Gasthaus zur Post Informationsabend der SPÖ-Ortsorganisation Ottensheim "EU-Verfassung: Aufrüstung statt Neutralität?" mit Gerald Oberansmayr und Boris Lechthaler Samstag, 12. März 2005, 08.00 - 12.00 Linz, Südbahnhofmarkt Infostand zum Friedensvolksbegehren und Demonstration am 19. März Infostände der GewerkschafterInnen gegen Atomenergie zum Thema "Ja zur Neutralität - NEIN zur EU-Verfassung" Freitag, 11. März, Schottentor (Unterführung), 1010 Wien; 15 bis 18 Uhr Mittwoch, 16. März, Viktor-Adler-Markt, 1100 Wien; 16 bis 19 Uhr Freitag, 18. März, Landstraße-Hauptstraße, vor Eingang U3/U4, 1030 Wien; 15 bis 18 Uhr Donnerstag, 17. März 2005, 19:00 Besucherforum der Wiener Linien (U 3-Volkstheater, Zugang Burggasse, 1070 Wien) "Diebstahl öffentlicher Güter? Liberalisierung und Privatisierung durch den EU-Verfassungsvertrag und die Auswirkungen besonders auf Frauen!" Annette Groth (Soziologin, u.a. UNHCR, Barbados, Brot für die Welt, Attac-Deutschland) und Judit Wlaschitz (freie Radiomacherin, FeministAttac) Eine Veranstaltung von Grüne Bildungswerkstatt Wien (gbw-wien at gruene.at), feminist-attac und der Werkstatt Frieden&Solidarität (wien at werkstatt.or.at) Freitag, 18. März 2005, 17 Uhr, Rathaus Marchtrenk Kundgebung gegen den neofaschistischen BFJ 17. bis 21. März 2005 Franziskusgemeinschaft, Am Kalvarienberg 5, 7423 Pinkafeld Pilgerfahrt nach Wien für ein menschenwürdiges Asylverfahren und Asylrecht Mittwoch, 30. April 2005, 18.00 Südwindbüro, Laudongasse 40, Wien Nachbesprechung der Demonstration vom 19. März. Samstag, 02. April 2004, 12.00 - 17.00 Amerlinghaus, Wien Aktionskonferenz der Plattform "Neutralität statt Euro-Armee!" Mittwoch, 6. April 2005, 19 Uhr Drang nach Osten? - Aktuelle Entwicklungen in der Ukraine und Weissrussland Vortrag und Diskussion mit Hannes Hofbauer (Promedia-Verlag) Ort: Werkstattbüro (Waltherstr. 15, 4020 Linz) Veranstalter: Werkstatt Frieden & Solidarität Donnerstag, 07. April 2005, 18.00 Büro - Rosensteingasse 69/6, 1170 Wien Plenum der Werstatt Frieden&Solidarität, Wien Donnerstag, 14. April 2005, 19 Uhr Rosa Luxemburg. Denken und Leben einer internationalen Revolutionärin. Buchpräsentation und Diskussion mit Fritz Keller (Historiker und Herausgeber des gleichnamigen Buches). Texte von Rosa Luxemburg liest Doris Dornetshuber. Ort: Museum Arbeitswelt Steyr, 4400 Steyr, Wehrgrabengasse 7 Veranstalter: "Museum Arbeitswelt Steyr", Promedia-Verlag  (6) Stellungnahmen: Roland Egger, Plattform gegen Atomgefahren: caspar einem schreibt, dass er sich im konvent für eine europäische volksabstimmung eingesetzt hätte, schreibt aber auch, dass"der stimmbürger (mit den bestimmungen der verfassung) überfordert ist" und er auch deshalb gegen eine nationale volksabstimmung ist. wie passt das eine zum anderen?? Jean-Maurice Dehousse, sozialistischer Europaabgeordneter: “Unsere bisherigen Initiativen gegen die Bolkestein-Richtlinie haben diese zu einem 'schwierigen Projekt' gemacht: das haben die offiziellen Instanzen zugegeben. Wir müssen also den Kampf fortsetzen und ihn auf den Verfassungsentwurf ausweiten, denn was nutzt es, das Schlangenei zu zerbrechen, wenn die Brutmaschine intakt bleibt." Dietmar Füssel, Ried im Innkreis: Im Grundsatzprogramm der Grünen von 2001 heisst es u.a.: 'Sowohl die Mitarbeit an einer gemeinsamen Verteidigung als auch die Teilnahme an Militärinterventionen durch die EU würden den Stellenwert der Neutralität deutlich verändern. Immerhin schliesst dsas Neutralitätsgesetz sowohl den Beitritt zu einem Militärbündnis als auch die Teilnahme an Kriegen aus. Angesichts der verringerten militärischen Bedrohung ist das Projekt eines eigenen Militärbündnisses in der Europäischen Union vollkommen überflüssig." (S 112) Ist dieses Grundsatzprogramm etwa auch nur noch Altpapier? Sind grüne Grundsätze dazu da, bei erster, bester Gelegenheit über Bord geworfen zu werden? Christiane Schmutterer, Arge Ja zur Umwelt, Nein zur Atomenergie: Einige von Ihnen (NR-Abg., Anm. Red) haben mir in ihren Antworten sogar sinngemäß geschrieben, daß eine Volksabstimmung deshalb nicht sinnvoll sei, weil die Bürger zwischen europäischen und nationalen Fragen nicht gut unterscheiden könnten - siehe irisches Referendum zum Nizza-Vertrag. Welche Geringschätzung der Wähler, ja der Demokratie bringen Sie hier zum Ausdruck! Diesen Damen und Herren würde ich gerne die Frage stellen, wenn sie den Wählern so wenig zutrauen, woher Sie dann die Sicherheit nehmen, daß SIE PERSÖNLICH mit ihrem Abgeordnetenmandat nicht auch ganz irrtümlich gewählt wurden? Welche Geringschätzung derer,die Ihnen einst das Vertrauen ausgesprochen und zu Ihrer heutigen Positionen verholfen haben! Klaus Kucharz: Vor einigen Tagen habe ich mich auf den Weg gemacht die Unterschrift für das Friedensvolksbegehren beim MA abzugeben. Heute kann ich einen Schimmelbrief von Caspar Einem zum Dienstgebrauch zur Kenntnis bringen. Ich habe Caspar Einem eingeladen den Entschließungsantrag zu unterstützen, leider ein Fehlschlag. Arbeitnehmerrechte- und Demokratieabbau durch die EU-Verfassung ist sicher. Ich denke, dass die Globalisierung mit neoliberaler Wirtschaftstheorie Neue Kriege mit sich bringt, die ausschließlich der Ressourcensicherung dienen. Die Achse des Bösen ist der Propagandafilm dazu. Wer gegen Aufrüstung oder Kernkraftwerke kämpft, kämpft auch gegen neoliberale Marktwirtschaft. Pius Frank, Waldhauser Friedenskomitee: Es gibt seit einem Jahr ein aktives Regionales Waldhauser Friedenskomitee, das gemeinsam mit der Kommision Iustitia et Pax einen neuen Christlichen Friedenspreis am 15 Mai 2005 in Waldhausen vergeben wird, mit dem Ziel, künftig ein Europaweiter Friedenspreis zu werden (Näheres entnehmen Sie bitte den Texten in der Anlage). Wir hoffen sehr, dass unsere gemeinsamen Anstrengungen für den Frieden und die Gerechtigkeit viele Früchte bringen mögen. Wir möchten auch alle aktiven Personen und alle Interessierten schon heute für den 15. Mai 2005 nach Waldhausen einladen  Ende: Locker bleiben und konzentriert arbeiten! ================================================ 23 Vranitzky-Kolloquium 15.03.05 von: ================================================ Wenn Sie diesen Newsletter nicht im HTML-Format sehen können, klicken Sie bitte hier Zukunfts und Kulturwerstätte Newsletter 5/2005 ================================================= Wir möchten unsere Interessentinnen und Interessenten auf eine Kooperationsveranstaltung mit WIWIPOL hinweisen. * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * Vranitzky-Kolloquium WAS IST DAS LABEL DEMOKRATIE IN DER EU WERT? * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * Dienstag, 15. März 2005, 10.30 Uhr im Kassensaal der Oesterreichischen Nationalbank Otto Wagner-Platz 3, 1090 Wien > Key Note Speaker Dr. Franz Vranitzky Bundeskanzler a. D. > Podium Dr. Franz Fischler EU-Kommissar a. D. Bernhard Obermayr Vorstandsmitglied von ATTAC Österreich Univ.Prof. Dr. Sonja Puntscher Riekmann Leiterin der Forschungsstelle f. institutionellen Wandel und europäische Integration, Österreichische Akademie der Wissenschaften Moderation Dr. Rupert Weinzierl Sozialwissenschaftler; WIWIPOL > Um Anmeldung wird gebeten! WIWIPOL Arbeitsgemeinschaft für wissenschaftliche Wirtschaftspolitik Maria Theresien-Straße 24/4, 1010 Wien Tel.: 01/319 44 47, Fax: 01/319 44 49, office at wiwipol.at, www.wiwipol.at * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * > Nähere Infos unter: Zukunfts- und Kulturwerkstätte Schönlaterngasse 9, 1010 Wien Tel.: 01/513 86 82 www.diezuk.at zuk at spoe.at > An- und Abmeldung des Veranstaltungsabos: Gehen Sie bitte auf die Seite www.diezuk.at/online/page.php?P=10180 ================================================ 24 11e Biennale de l'Image en Mouvement et Exposition "Femme(s)" von: Centre pour l'Image Contemporaine ================================================ 11e Biennale de l'Image en Mouvement 11-19 novembre 2005 Pour plus d'infos: www.centreimage.ch/bim Compétition internationale Attention: le nouveau délai pour l'envoi des uvres est le 16 mai 2005 Les candidats souhaitant participer à la 11e Biennale de l'Image en Mouvement doivent envoyer leur uvre en présélection sur cassette VHS ou DVD vidéo avant le 16 mai 2005. Tous les genres sont acceptés dans toutes les langues. Une seule uvre par participant sera admise à concourir. Celle-ci doit avoir été réalisée en 2004 ou 2005. Le règlement complet peut être consulté et téléchargé sur www.centreimage.ch/bim ou vous être envoyé sur simple demande. Centre pour l'image contemporaine Saint-Gervais Genève 5, rue du Temple CH-1201 Genève T +41 22 908 20 00 F +41 22 908 20 01 e-mail bim at sgg.ch www.centreimage.ch/bim Le Centre pour l'image contemporaine présente également du 8 au 15 mars 2005 un programme de diffusions vidéos dans le cadre de l'exposition "Femme(s)" organisée par la Ville de Carouge et l'association ART for The World au Cinéma Bio_72, Place du Marché, à Carouge: Marina Abramovic, Eija-Liisa Ahtila,Ursula Biemann, Gerard Byrne, Silvie & Chérif Defraoui, Noritoshi Hirakawa, Tracey Moffat, Mamta Murthy, Jean-Luc Godard & Anne-Marie Miéville, Pipilotti Rist, Carole Roussopoulos & Véronique Ducret. Programmation: Charlotte Mailler Pour plus d'infos: www.artfortheworld.net/wwd/2005/femme/femme.htm ================================================ C) TERMINE ================================================ ======================== Montag http://www.mund.at/butt/Termine/Maerz/0703.htm Dienstag http://www.mund.at/butt/Termine/Maerz/0803.htm Mittwoch http://www.mund.at/butt/Termine/Maerz/0903.htm ======================== ================================================ D) EDITORIAL ================================================ Für den Inhalt verantwortlich: Ihr. E-Mail-Adresse für Beiträge: widerstand at no-racism.net geschickt. widerst at nd MUND und alle Termine täglich aktualisiert im Web: http://www.no-racism.net/MUND Ziel von MUND (medienunabhängiger Nachrichtendienst) ist die unzensurierte und möglichst rasche Information über gesellschafts- politisch relevante Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu Widerstand und Antirassismus sowie verwandte Themen. sollen einen Titel, Namen und Emailadresse der/des AutorIn enthalten und möglichst kurz und prägnant gehalten sein, ev. mit Hinweis, wo weitere Informationen eingeholt werden können. Bitte keine Attachments! Die inhaltliche und sachliche Verantwortung liegt bei der/dem jeweiligen AutorIn bzw. jenen, die uns die Beiträge schicken. Der MUND wird von einzelnen TagesredakteurInnen zusammengestellt. Da Fehler nicht ausgeschlossen sind, bitten wir, nicht veröffentlichte Beiträge nochmals an widerstand at no-racism.net zu senden. Die Weiterleitung (auch auszugsweise) ist erwünscht. Beiträge mit rassistischen oder sexistischen Inhalten werden nicht veröffentlicht. Sehr persönliche Meldungen werden wir an den betreffenden Adressaten weiterleiten, aber nicht im MUND veröffentlichen. Die bisherigen Ausgaben sind unter http://www.no-racism.net/MUND archiviert. Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage: * Wann: Sonntag, 11.11.2001, 11:11 Uhr * * Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" * * Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf * * Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie. Aber kurz und prägnant.* Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch stillschweigend Zensur zu üben. Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die Nichtaufnahme geliefert. (Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.) Die AbsenderInnen der betroffenen Beiträge werden hiervon informiert. Im Sinne einer "gläsernen Zensur" könnt ihr Euch die Beiträge gerne extra schicken lassen: Ein kurzes Mail an widerstand at no-racism.net genügt. ================================================ E) VERTEILERLISTE ================================================ Zur Eintragung in diesen Verteiler bitte direkt subskribieren unter http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/analle oder von der einzutragenden Adresse aus ein mail schicken an: admin at no-racism.net mit folgendem Text: subscribe no-racism Bitte wegen Automatisierung diesen Wortlaut verwenden! Zur Austragung aus dieser Liste bitte an aus Einsendungen an zusammengestellt. Bitte keine Attachments! (werden nicht angenommen) Redaktionsschluss für diese Ausgabe: Sonntag, 20.00 III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III ü, ö, ä, ß, Ü, Ö, Ä III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III widerst at nd-MUND is powered by http://alt.strg.at/ ================================================ From analle at no-racism.net Tue Mar 8 09:30:39 2005 From: analle at no-racism.net (analle at no-racism.net) Date: Tue, 8 Mar 2005 09:30:39 +0100 Subject: widerst@nd! - MUND: Dienstag, 8.3.2005 Message-ID: widerst at nd MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst www.no-racism.net/mund Dienstag, 8.3.2005 ######################################################## 8. M ä r z - D e m o a u f r u f! Auftaktkundgebung: 17 Uhr Westbahnhof !!!FrauenLesbenMädchen-Demonstration!!! Abschlusskundgebung, mit Konzert ab ca. 19:30 Urban Loritz Platz ######################################################## ================================================ A) INHALT ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 01 8.3.: Oel fuer den Frieden?! "Alois Reisenbichler - Stadtteilzentrum Simmering" ================================================== 02 8.3.: Expedition Österreich. Kolonialismus light und das Problem seiner Stärke Cornelia Kogoj ================================================= 03 11.3.: Der Geburtstag des Kapitalismus happy.birthday.capitalism at monochrom.at ================================================== 04 21.03: Filmpräsentation: nach österreich. Erinnerungen an Zwangsarbeit und Arbeitsmigration Gerd Valchars ================================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND KOMMENTARE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 05 Presseaussendung des DÖW " DÖW " ================================================== 06 Frauentag/Einkommensschere/Kahr/KPÖ "Parteder Franz" ================================================== 07 SWPAT: Rat winkt US-Harmonisierung durch "q/depesche" ================================================== 08 Interview-Baghajati: "Miteinander statt übereinander reden" "Initiative muslimischer ÖsterreicherInnen" ================================================== 09 AKS: Mehr Demokratie für Österreichs Schulen! BILD "Flo Steininger" ================================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< SOLIDARITÄT WELTWEIT ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 10 China: Peking will Militärschlag gegen Taiwan rechtlich absichern Gesellschaft für bedrohte Völker ================================================== 11 Polen / Minderheiten: Ein enttäuschend dürftiges Gesetz - eine vertane Chance Gesellschaft für bedrohte Völker ================================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< LINKS / VERWEISE / HINWEISE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 12 Neu erschienen: "BUNDESDEUTSCHE FLÜCHTLINGSPOLITIK UND IHRE TÖDLICHEN FOLGEN" - 1993 bis 2004 "ari" ================================================== ================================================ B) TEXTE ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 01 8.3.: Oel fuer den Frieden?! "Alois Reisenbichler - Stadtteilzentrum Simmering" ================================================== ÖL FÜR DEN FRIEDEN bei der Olivenölernte in Palästina Der Friedensaktivist Robert Reischer hat im Rahmen einer Delegation des Internationalen Versöhnungsbundes im Herbst 2004 bei der Olivenernte in Palästina mitgearbeitet. Die Friedensinitiative Donaustadt hat daher Robert Reischer zu einem Vortrag zum Thema "Öl für den Frieden - bei der Olivenölernte in Palästina" eingeladen. Reischer informiert über seine persönlichen Erfahrungen. Er macht nicht nur durch seine zahlreichen Fotos die Lebens- bedingungen der Menschen, die Auswirkungen des Nahostkonfliktes auf den Alltag der "kleinen Leute" sowie die Probleme, die zum Beispiel durch den Mauerbau entstehen, anschaulich. Der Vortrag von Robert Reischer beginnt am Dienstag, 8. März 2005 um 19.00 Uhr im Klubraum der Donaucitykirche, 1220 Wien, Donaucitystraße 2. Für den Wiener Terminkalender: Dienstag, 8. März 2005 19.00 Uhr, Öl für den Frieden, bei der Olivenölernte in Palästina, Robert Reischer (Versöhnungsbund) Donaucitykirche, 1220 Wien, Donaucitystraße 2. Friedensinitiative Donaustadt. Eintritt frei. Informationen: Ernst Toman, Friedensinitiatve Donaustadt, Tel. 01 263 61 92 Andreas Pecha, Wiener Friedensbewegung, pax.vienna at chello.at Alois Reisenbichler, Tel. 0664 39 51 809 ALOIS REISENBICHLER 1110 Wien, Schneidergasse 15/9 Tel. 0664 39 51 809 ================================================== 02 8.3.: Expedition Österreich. Kolonialismus light und das Problem seiner Stärke Cornelia Kogoj ================================================== Expedition Österreich Kolonialismus light und das Problem seiner Stärke Vortrag von Christian Kravagna Dienstag, 8. März, 18.28 Uhr Akademie der bildenden Künste Raum M13, Mezzanin Schillerplatz, 1010 Wien Ausgehend von einer kritischen Betrachtung der Ausstellung "The Brasilian Expedition of Thomas Ender - Reconsidered" thematisiert der Vortrag Möglichkeiten und Grenzen künstlerischer Geschichtsreflexion. Aus einer postkolonialen Perspektive soll die Bedeutung historischer Praktiken des Reisens, Beschreibens und Sammelns für heutige Vorstellungen von Identität und Differenz untersucht werden. Dabei wird sowohl die Frage nach der Verortung Österreichs (als Land ohne Kolonien) auf der postkolonialen Landkarte zu stellen sein, als auch die machtvolle Wirkung tradierter Repräsentationsformen auf gegenwärtige Projekte der (kritischen) Darstellung imperialistischer Praxis und kolonialen Bewusstseins berücksichtigt werden müssen. Christian Kravagna ist Kunsthistoriker, Kritiker und Kurator. Gastprofessor am Institut für Kunst- und Kulturwissenschaften der Akademie der bildenden Künste Wien. -- Dr. Cornelia Kogoj Initiative Minderheiten Gumpendorfer Str. 15/13 A-1060 Wien Tel.: (+43 1) 586 12 49-18 Fax: (+43 1) 586 82 17 http://www.initiative.minderheiten.at http://www.gastarbajteri.at ================================================== 03 8.3.: Expedition Österreich. Kolonialismus light und das Problem seiner Stärke Cornelia Kogoj ================================================== ----------------------------------------------------------------------- DER GEBURTSTAG DES KAPITALISMUS ----------------------------------------------------------------------- Kunstverein Baden, Freitag, den 11. März 2005 um 19 Uhr. http://www.monochrom.at/der-geburtstag-des-kapitalismus/ Liebe Festgemeinde! Wir stehen am Anfang des 21. Jahrhunderts... und das Wassermannzeitalter fängt ja gut an: Die ArbeiterInnenschaft ist in die Gesellschaft integriert, ArbeiterInnenbewegung und Marxismus haben ihre historische Mission, nämlich zu scheitern, erfüllt. Der Kapitalismus ist zum planetarisch geschlossenen System geworden. Nirgendwo mehr ist Leben jenseits von Wert, Ware, Geld, Arbeit und Staat möglich. Der Kapitalismus ist ein System ohne Zentrum. Er ist reine Peripherie, wie Umberto Eco das einst nannte, und deswegen kann man ihn nicht ins Herz treffen, wie die Roten Brigaden das in den 1970ern verlangten. Das System hat kein Herz. Es ist vielmehr der reine Blutkreislauf, der -- unentwegt und scheinbar schon immer -- die Kapitalströme um unsere kleine, rostbraune Erde pumpt. Der Kapitalismus ist wie Christo: Er hat es geschafft, aber kaum jemand will ihm dafür gratulieren. Im Jahr der großen Jubiläen ist es aber mehr als nur angebracht auch dem Kapitalismus ein Ständchen zu bringen. Denn wenn er schon kein Herz hat, dann muss er aber zumindest einen Geburtstag haben. Sonst wäre er ja ohne Anfang und folglich auch... ohne Ende. Und das wollen wir ja nun auch wieder nicht. Der Kapitalismus, so will es uns das bildungsbürgerliche Wissen vermitteln, sei eine Wirtschaftsordnung, die den Feudalismus und das bürgerlich-handwerkliche Stadtwesen im 17. Jahrhundert ablöste. Das ist uns monochroms aber zu vage. Wenn schon etwas "wissen", dann wenigstens genau. monochrom bat zehn ForscherInnen aus unterschiedlichen Gebieten, sich Gedanken über den Geburtstag des Kapitalismus zu machen und diese Gedanken in Textform zu gießen. Danach wurden die Texte von SchauspielerInnen, RadiomoderatorInnen und PerformancekünstlerInnen eingesprochen. - Zita Bereuter liest Johannes Ullmaier - Christian Strasser liest Miki Malör - Evelyn Fürlinger liest Thomas Ballhausen - Robert Stachel liest Karin Harrasser - Gerlinde Lang liest Manfred Füllsack - Sabine Friesz liest Jürgen F. Schneiderbanger - Steffen Höld liest Mela Mikes - Leopold von Verschuer liest Kathrin Röggla - Robert Glashüttner liest Karin Fischer - Kathi Schwarz liest Thomas Brandstetter Masters of Ceremony: Johannes Grenzfurthner, Günther Friesinger Intro-Sprecher: Harald Homolka-List Musik: Ulrich Troyer Im Kunstverein Baden veranstaltet monochrom am 11. März 2005 eine Birthday Party und präsentiert an zehn Hörstationen das Ergebnis des Prozesses. Also, Prosit! Auf den organlosen Körper, der es zu was gebracht hat! Vernissage: Kunstverein Baden, Freitag, den 11. März 2005 um 19 Uhr. Der Bürgermeister von Baden spricht eröffnende Worte. Ausstellungsdauer: 12. März bis 17. April 2005 ----------------------------------------------------------------------- Herzlichen Dank an lizvlx, das Tonstudio des 'Theater am Neumarkt' in Zürich und FM4 ----------------------------------------------------------------------- Ein Projekt von http://www.monochrom.at ----------------------------------------------------------------------- ================================================== 04 21.03: Filmpräsentation: nach österreich. Erinnerungen an Zwangsarbeit und Arbeitsmigration Gerd Valchars ================================================== Filmpräsentation: nach österreich. Erinnerungen an Zwangsarbeit und Arbeitsmigration Montag, 21. Mrz 2005, 20.00 Uhr Kunsthalle Wien / project space (1040 Wien, Karlsplatz/ Treitlstraße 2) In "nach österreich." werden Fragen nach Kontinuitäten bzw. Brüchen von Zwangsarbeit und Arbeitsmigration am Beispiel des Fischfabriksunternehmens C. Wahrhanek aufgeworfen. Ausgangspunkt der filmischen Dokumentation sind die biographischen Erzählungen ehemaliger Arbeiterinnen der Fischfabrik. Die erinnerte/n Geschichte/n machen die historischen wirtschaftlichen, politischen und sozialen Rahmenbedingungen ebenso zum Thema wie die Handlungsmöglichkeiten der Arbeiterinnen. Nach der Filmvorführung wird es Gelegenheit zu einem Gespärch mit den Filmemacherinnen und einigen am Film Beteiligten geben. nach österreich. Erinnerungen an Zwangsarbeit und Arbeitsmigration (Regie und Produktion: arge pilotinnen / Vida Bakondy und Rene Winter, A 2005, 50 Min., DVD. Im Auftrag von BUM Büro für ungewöhnliche Maßnahmen/Initiative Minderheiten) Filmpräsenation in Zusammenarbeit mit kinokis mikrokino (http://www.kinoki.at). -- Gerd Valchars (gerd.valchars at shodan.at - 0699/10977434) Büro für ungewöhnliche Maßnahmen/Initiative Minderheiten http://www.initiative.minderheiten.at http://www.openup.at ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND KOMMENTARE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 05 Presseaussendung des DÖW " DÖW " ================================================== DÖW fordert Untersagung des "Tages der Volkstreuen Jugend" Am 19. März will der "Bund freier Jugend" (BfJ) in Oberösterreich zum 3. Mal den "Tag der Volkstreuen Jugend" durchführen. Bei dieser Veranstaltung handelt es sich um ein Zusammentreffen österreichischer und ausländischer Neonazis. Im Jahr 2004 hat bei diesem Treffen z. B. der von deutschen Behörden als "gefährlicher Neonazi" bezeichnete ehemalige führende Aktivist der deutschen neonazistischen Gruppierung "Bewegung Deutsche Volksgemeinschaft" (BDVG), Lars Käppler, als Referent teilgenommen. In einem von Univ. Prof. DDr. Heinz Mayer verfassten Rechtsgutachten wird sowohl der "Arbeitsgemeinschaft für demokratische Politk" (AFP) als auch deren Jugendorganisation "Bund freier Jugend" attestiert, dass sie "massiv gegen die Bestimmungen des Verbotsgesetzes verstoßen". In diesem Gutachten wird weiters klar festgestellt, dass diese Gruppen eine "offenkundige und verbrämte Verherrlichung nationalsozialistischer Ideen und Maßnahmen", eine "zynische Leugnung von nationalsozialistischen Gewaltmaßnahmen", und eine "hetzerische Sprache mit deutlich aggressivem Ton gegen Ausländer, Juden und 'Volksfremde'" betreiben. Der BfJ- Zeitschrift "Jugendecho" wird in diesen Zusammenhang eine "besondere Aggressivität" bescheinigt. Vor dem Hintergrund dieses Gutachtens fordert die Wissenschaftliche Leiterin des DÖW, Univ. Doz. Dr. Brigitte Bailer, die zuständigen Behörden auf, alle rechtlichen Möglichkeiten auszuschöpfen, um diese Veranstaltung zu unterbinden. Für Rückfragen: Tel.: 53436 - 90317 Email: office at doew.at Das Gutachten von DDr. Heinz Mayer kann auf der DÖW-Homepage unter der URL http://www.doew.at/projekte/rechts/organisation/afp_gutacht.html aufgerufen werden. dokumentationsarchiv des oesterreichischen widerstandes ================================================== 06 Frauentag/Einkommensschere/Kahr/KPÖ "Parteder Franz" ================================================== PRESSEMITTEILUNG DES GRAZER KPÖ-GEMEINDERATSKLUBS Montag, 7. März 2005 8. März: Viele Stellungnahmen zum Frauentag verdecken schlechtes Gewissen der etablierten Politik "Der 8. März ist in unserem Land nicht so sehr ein Kampftag für die Rechte der Frauen, sondern der Tag, an dem die etablierten PolitikerInnen ihr schlechtes Gewissen in Sachen Gleichbe- rechtigung durch schöne Worte verdecken wollen. Den arbeitenden Frauen, Studentinnen und Pensionistinnen geht es nämlich jetzt schlechter denn je". Das sagte die Grazer KPÖ-Klubobfrau Elke Kahr am Montag. Elke Kahr: "Die Einkommensschere zwischen Männern und Frauen hat sich - bedingt durch das Abdrängen von Frauen in prekäre Dienstverhältnisse - weiter vergrößert. Verschärft wird dies dadurch, dass die Nettoeinkommen von Frauen von 2000 bis 2004 um 11,1 Prozent (jene der Männer um 5,9 Prozent) gesunken sind. Frauen verdienen durchschnittlich um ein Drittel weniger als Männer und erhalten nur die Hälfte der Männer-Pensionen. Alarmierend ist auch der überdurchschnittliche Anstieg der Frauenarbeitslosigkeit Wir fordern eine radikale Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohnausgleich und die Abschaffung der prekären Arbeitsverhältnisse, die vor allem Frauen treffen, sowie das Recht auf einen erschwinglichen und qualitativ guten Betreuungsplatz für jedes Kind. Verbesserungen für die Frauen sind allerdings nur dann zu erwarten, wenn viele Frauen gemeinsam mit wichtigen gesellschaftlichen Gruppen für grundlegende Veränderungen eintreten. Frauenrechte sind nie vom Himmel gefallen, sondern immer erkämpft worden." Auf diese Tatsache machen die Frauen der KPÖ am 8. März mit einer Verteilungsaktion in Graz und in wichtigen steirischen Gemeinden aufmerksam. Rückfragehinweis: Tel.: 0664/ 1209700 ================================================== 07 SWPAT: Rat winkt US-Harmonisierung durch "q/depesche" ================================================== q/depesche 2005-03-07T12:53:46 SWPAT: Rat winkt US-Harmonisierung durch Unter, für die Richtlinie schon üblichen, dubiosen Umständen wurde die Softwarepatent-Richtlinie, durch den Rat gedrückt. Der Dänische Minister hielt sich nicht an den Auftrag seines Parlaments und ermöglichte so der Präsidentschaft das Durchdrücken der Direktive, welche die Ausweitung der Patentierung von Software nach US-Muster in der EU bestätigt. -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- Kommission und Rat machen bei dieser Direktive keine gute Figur. Regierungen ignorieren eindeutige Aufträge aus ihren Parlamenten, der Rat hat gezeigt, wie anfällig diese Institution gegenüber Fehlinformation aus der Bürokratie ist und die Kommission beharrt darauf, eine Regelung durchzupeitschen, für welche die EU eigentlich gar nicht zuständig ist. Denn der Sinn der "Lügendirektive" ist lediglich die Streichung der Ausnahme für Software in der europäischen Patentübereinkunft vorweg zu nehmen. Die dafür notwendige Änderung wurde vom europäischen Patentamt - das keine Institution der EU ist, aber massiv mit EU-Geldern von der Kommission versorgt wird - ohne Legitimierung durchgeführt. Die nachträgliche Legitimierung durch die diplomatische Konferenz im Jahr 2000 schlug fehl, und so versucht die Patentlobby nun, über den Umweg der leichter manipulierbaren EU-Minister, diese Legitimierung herbeizuführen um für reine Softwareprodukte Patentschutz in Europa zu bekommen. http://wiki.ffii.org/Cons050307En - -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- relayed by Bernhard Mayer - -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- quintessenz is powered by http://www.onstage.at subscribe/unsubscribe/digest http://www.quintessenz.at/cgi-bin/index?funktion=subscribe comments to depesche at quintessenz.org ================================================== 08 Interview-Baghajati: "Miteinander statt übereinander reden" "Initiative muslimischer ÖsterreicherInnen" ================================================== Interview-Baghajati "Miteinander statt übereinander reden" http://www.wienweb.at/content.aspx?id=81674&cat=32&channel=2 Carla Amina Baghajati ist Medienreferentin der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich. wienweb.at: Wie findet der interkulturelle Dialog zwischen Islam und Abendland statt? Baghajati: Der interkulturelle Austausch zwischen Orient und Okzident findet auch trotz politischer Spannungen statt, weil hier für alle ein Nutzen liegt. Dialog scheint vor allem dann erfolgreich, wenn er unverkrampft stattfindet. Der moderne Dialog hat viel bei der Aufarbeitung der vergessenen und verdrängten gemeinsamen Geschichte zu leisten. In Österreich funktioniert er auch in zivilgesellschaftlicher Zusammenarbeit, etwa auf dem Gebiet des Antirassismus. wienweb.at: Die Veranstaltungsreihe "Literatur im März" fokussiert heuer Islam und Abendland. Was ist davon für den interkulturellen Dialog zu erwarten? Baghajati: Der Islam steht im Brennpunkt des allgemeinen Interesses. Den Blickpunkt der Kultur auf dieses komplexe Thema zu lenken, kann wesentlich dazu beitragen, Klischees und Vorurteile zu relativieren. Etwas von der Innensicht der Muslime wird sichtbar: Selbstbewusstsein und gleichzeitig Selbstkritik. Innere Vielfalt, die Pauschalaussagen verbietet. Miteinander statt übereinander reden, bewährt sich immer wieder, um gegenseitiges Verständnis und Respekt zu fördern. wienweb.at: Wie steht die muslimische Bevölkerung Wiens zu Kulturinitiativen dieser Art? Baghajati: Das Interesse für die Veranstaltung ist spürbar groß. Sie sorgt für viel Gesprächsstoff und wird intern intensiv beworben. Wiener Muslime sind direkt eingebunden. Ich verspreche mir auch eine weitere Belebung des innermuslimischen Diskurses, zum Beispiel bei Fragen hinsichtlich der notwendigen Unterscheidung zwischen Tradition und Religion. Literatur kann die Dringlichkeit bewusst machen, dass Muslime auch zu scheinbar unbequemen Fragen nicht schweigen dürfen. Gleichzeitig können sie nach innen und außen zeigen, dass an der Überwindung sozialer Probleme aktiv gearbeitet wird und die Religion dazu Argumente liefert. wienweb.at: Was wünschen Sie sich für die Mitglieder der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Wien? Baghajati: Wien ist eine weltoffene Stadt mit sehr hoher Lebensqualität. Integration als beidseitiger Prozess fordert ein Aufeinander-Zugehen. Die Stadt Wien setzt immer wieder wichtige Akzente und Impulse. Wie etwa die offizielle Einladung durch Bürgermeister Michael Häupl anlässlich des muslimischen Opferfestes. "Integration durch Partizipation" wählte die Islamische Glaubensgemeinschaft als Motto anlässlich ihrer 25- Jahr-Feier im Wiener Rathaus. Das spiegelt wider, dass seitens der Muslime das Bewusstsein in die eigene Verantwortung präsent ist. Die rechtliche Anerkennung des Islam in Österreich fördert den Dialog. So ist zu hoffen, dass auch die breite gesellschaftliche Akzeptanz weiter wächst. Islamische Glaubensgemeinschaft in Österreich www.derislam.at siehe auch http://www.wienweb.at/content.aspx?id=81673&cat=32&channel=2&typ= 0 ****************************** -- Initiative muslimischer ÖsterreicherInnen e-mail:dieinitiative at gmx.at für Rückfragen und Korrespondenz kontaktieren sie bitte: Omar Al Rawi +43-664-3831942 al-rawi at gmx.at Amina & Tarafa Baghajati +43-1-2595449 baghajati at aon.at Mouddar Khouja +43-1-9685096 mouddar at gmx.net Andrea Saleh +43-1-7965652 salehand at gmx.at ================================================== 09 AKS: Mehr Demokratie für Österreichs Schulen! BILD "Flo Steininger" ================================================== Pressemeldung der Aktion kritischer SchülerInnen Bildung/Schulen/AKS/SchülerInnenvertretung Montag, 7.3.2005 AKS: Mehr Demokratie für Österreichs Schulen! Utl.: 200 SchülervertreterInnen fordern Maßnahmen Unter dem Motto "Democracy - be part of it!" fand vergangenes Wochenende der größte SchülerInnenvertretungskongress Österreichs statt. Die SchülervertreterInnen waren sich einig, dass die Meinung der SchülerInnen viel zu oft überhört werde. "Mit einer bundesweiten Initiative wollen wir demokratische Mitbestimmung von SchülerInnen stärken", so die Bundevsorsitzende der AKS (Aktion kritischer SchülerInnen) Kim Kadlec. Rund 200 SchülervertreterInnen aus ganz Österreich versammelten sich am Wochenende am SchülerInnenvertretungskongress der AKS in Velden/Wörthersee. Neben der inhaltlichen Weiterbildung stand insbesondere die kritische Auseinandersetzung mit der österreichischen Schuldemokratie im Mittelpunkt: "Hier zeichnet sich von den einzelnen Schulen bis hin zum Reformdialog das gleiche traurige Bild: SchülerInnen und ihre VertreterInnen werden wenn überhaupt nur am Rande gehört und nicht Ernst genommen", resümiert Kadlec. Besonders schockiert zeigten sich die SchülervertreterInnen über Extremfälle, in denen Direktionen den SchülervertreterInnen Konsequenzen bis hin zum Ausschluss von der Schule androhten: "Das sind unhaltbare Zustände. Mit Demokratie hat das schon lange nichts mehr zu tun!", so Kadlec. Zwtl: Initiative für mehr Demokratie an Österreichs Schulen Dem entgegen setzt die AKS eine bundesweite Initiative: "Unter dem Motto 'Democracy - be part of it' wollen wir Mitbestimmungsdefizite aufdecken und den SchülerInnen mehr Gehör verleihen", erklärt Kadlec. Die Grundlage der Initiative bildet eine bundesweite SchülerInnenumfrage, die am SchülerInnenvertretungskongress gestartet wurde. "Die SchülerInnen sollen selbst sagen, wo die Probleme liegen. Sie wissen es am Besten!" Besondere Aufmerksamkeit während der Initiative erhalten laut Kadlec die Berufsschulen: "Sie sind der Schultyp, in dem die stärksten Defizite im Bereich der Schuldemokratie und des Unterrichts herrschen." Abschließend kündigt Kadlec für das Ende der Initiative ein Reformpaket an: "Gemeinsam mit den SchülerInnen und ihren VertreterInnen werden wir ausarbeiten, wie wir uns wahre Demokratie an Österreichs Schulen vorstellen!" Honorarfreie Bilder des Kongresses auf Anfrage. Rückfragehinweis: Kim Kadlec, 0699/11408142 ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< SOLIDARITÄT WELTWEIT ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 10 China: Peking will Militärschlag gegen Taiwan rechtlich absichern Gesellschaft für bedrohte Völker ================================================== GESELLSCHAFT FÜR BEDROHTE VÖLKER PRESSEERKLÄRUNG Göttingen / Berlin, den 07.03.2005 Menschenrechtler warnen: Peking will Militärschlag gegen Taiwan rechtlich absichern "EU-Waffenembargo gegen China muss bleiben, Herr Bundeskanzler!" Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat am Montag davor gewarnt, den Beschwichtigungsversuchen Pekings nachzugeben und das EU- Waffenembargo gegen China aufzuheben. "Es ist verantwortungslos, wenn der Bundeskanzler und die EU trotz der immer unverhohleneren Drohungen Chinas mit einer Militärintervention gegen Taiwan an ihrem Plan festhalten, das EU-Waffenembargo aufzuheben", erklärte die GfbV in Schreiben an die Bundesregierung und die EU-Außenminister. "In Berlin und Brüssel müssen nun endlich die Alarmglocken läuten nach der jüngsten drastischen Erhöhung des chinesischen Verteidigungshaushalts", warnte der GfbV-Asienreferent Ulrich Delius. "Denn auch mit der geplanten Verabschiedung eines Anti- Sezessionsgesetzes im zur Zeit in Peking tagenden Nationalen Volkskongress soll ein Militärschlag gegen Taiwan rechtlich abgesichert werden." Zwar habe der chinesische Außenminister Li Zhaoxing am Wochenende versucht, europäische Ängste vor einer Militärintervention zu beschwichtigen, doch Chinas Führung müsse nicht an ihren Worten, sondern an ihren Taten gemessen werden, sagte Delius. Chinas Hochrüstung sei äußerst besorgniserregend. Der chinesische Verteidigungshaushalt habe in den letzten fünf Jahren viermal zweistellige Zuwachsraten aufgewiesen. Die drastische Erhöhung der Verteidigungsausgaben solle einen "modernen" Angriffskrieg mit High- Tech-Waffen gegen Taiwan vorbereiten. Kritikern der Aufhebung des Waffenembargos hatte die chinesische Führung am Wochenende entgegen gehalten, China wolle gar keine größeren Mengen Waffen in Europa kaufen. "Doch nicht die Quantität, sondern die Qualität der von der Volksrepublik gesuchten Waffen sind entscheidend", sagte Delius. So wolle China vor allem in Frankreich hochmoderne Waffensysteme erwerben, die kein anderer Staat liefern könne oder wolle. Ulrich Delius ist erreichbar unter Tel. 0160 95 67 14 03. ========================================================= Gesellschaft fuer bedrohte Voelker e.V. (GfbV) Inse Geismar, Pressereferentin Postfach 2024, D-37010 Goettingen Tel. +49/551/49906-25, Fax:+49/551/58028 E-Mail: presse at gfbv.de, Homepage:http://www.gfbv.de ========================================================== ================================================== 11 Polen / Minderheiten: Ein enttäuschend dürftiges Gesetz - eine vertane Chance Gesellschaft für bedrohte Völker ================================================== www.gfbv.it/2c-stampa/2005/050307de.html Polen / Minderheiten Ein enttäuschend dürftiges Gesetz - eine vertane Chance Bozen, 7. März 2005 Das polnische Parlament hat das Gesetz über nationale und ethnische Minderheiten gutgeheißen. Damit kam das Parlament nach zwölfjähriger Auseinandersetzung dem Verfassungsauftrag nach, trotz heftigen national-katholischen Widerstandes. Eine richtungsweisende Entscheidung des EU-Mitgliedslandes Polen. Bedauerlicherweise nahm sich Polen nicht Staaten wie Spanien oder Großbritannien zum Vorbild, sondern die österreichische Republik und deren restriktive Minderheitenpolitik. So werden nur in Gemeinden, in denen sich 20 Prozent der Bewohner zu einer Minderheit bekennen, zweisprachige Orts- und Straßenschilder zugelassen. Eine Konzession an die nationalistischen Kräfte und ein offensichtlicher Versuch, die sprachliche Vielfalt Polens nicht sichtbar werden zu lassen. In Österreich hob das Verfassungsgericht für Kärnten diese Klausel als minderheitenfeindlich auf. Das von den Freiheitlichen regierte Kärnten mit seiner antislowenischen Grundstimmung diente den polnischen Gesetzesmachern tatsächlich als Vorbild. Polnisch ist und bleibt die einzige Amtssprache, die Sprache der Minderheiten darf bei allen Amtshandlungen in den Gemeinden schriftlich und mündlich benutzt werden, die Minderheitensprachen gelten als sogenannte Hilfssprachen. Von amtlicher Anerkennung der elf minderheitlichen Sprachen kann keine Rede sein, von Emanzipation der Minderheiten kann also in keinster Weise gesprochen werden. Das Minderheitengesetz bezieht sich auf neun nationale Minderheiten - Weißrussen, Tschechen, Litauer, Deutsche, Armenier, Russen, Slowaken, Ukrainer und Juden - sowie auf vier ethnische Minoritäten - Karaimer, Lemken, Roma und Tataren. Das Gesetz regelt außerdem die Benutzung der regionalen Sprache der Kaschuben südlich von Gdansk/Danzig. Der rechtliche Status des Kaschubischen war bisher nicht eindeutig geregelt, dessen ungeachtet konnte aber bisher aufgrund der Einführung des Kaschubischen als Schulfach (seit 1991), der Zulassung einschlägiger Lehrwerke zum Schulgebrauch durch das polnische Bildungsministerium und der Einführung als Universitätsdisziplin (Lehramts-Aufbaustudium Kaschubisch an der Uni Danzig) eine rechtliche Anerkennung in Polen unterstellt werden. Dies hat sich durch die neue "Ustawa" grundlegend zum Positiven verändert und das Kaschubische aus einer grauen und rechtlich unklaren Position in eine rechtlich anerkannte Sprache erhoben. Das polnische Parlament hätte sich die richtungsweisende Regelung zugunsten der dänischen Minderheit im deutschen Bundesland Schleswig-Holstein als Vorbild nehmen sollen: Weitreichende Anerkennung der dänische Sprache auch als Schul- und Amtssprache ohne Hürde und eine garantierte politische Vertretung der Minderheit im Landesparlament. Es gibt ein näherliegendes Beispiel: In der polnischen Zwischenkriegspolitik warb der die jiddische Arbeiterpartei Bund für die politische, soziale und wirtschaftliche Gleichberechtigung der diskriminierten jüdischen Minderheit. Der Bund hatte einen wesentlichen Anteil an der Pflege und Förderung des Jiddischen, das für ihn nicht nur ein wesentliches Merkmal jüdischer Identität, sondern nicht zuletzt auch Bestandteil der europäischen Kultur war. Der "Bund" forderte deshalb eine national-kulturelle Autonomie als allgemeines Konzept der Lösung der Minderheitenproblematik in Ost- und Ostmitteleuropa. Siehe auch: * www.gfbv.it: www.gfbv.it/2c-stampa/1-01/19-2-dt.html | www.gfbv.it/2c-stampa/2005/050228ade.html | www.gfbv.it/2c-stampa/2005/050225de.html | www.gfbv.it/3dossier/eu-min/ue-agen25-de.html | www.gfbv.it/3dossier/eu-min/ue-agen-de.html | www.gfbv.it/3dossier/vielfalt-dt.html * www: http://orka.sejm.gov.pl/opinie.nsf/nazwa/223_u/$file/223_u.pdf | www.vdg.pl/informacje-de.html | www.dfkschlesien.vdg.pl/vdg-Struktur.htm | www.dfk-danzig.com | www.dfk-rybnik.vdg.pl | www.ruhr-uni-bochum.de/pressemitteilungen-2000/msg00002.html | www.rosalux.de/cms/fileadmin/rls_uploads/pdfs/Utopie_kreativ/141-2/141_142_o wczarek.pdf | www.lemkounion.republika.pl | www.kaszubi.pl | www.deutschegem.omi.pl | www.zpwn.de ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< LINKS / VERWEISE / HINWEISE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 12 Neu erschienen: "BUNDESDEUTSCHE FLÜCHTLINGSPOLITIK UND IHRE TÖDLICHEN FOLGEN" - 1993 bis 2004 "ari" ================================================== ANTIRASSISTISCHE INITIATIVE ANTIRASSISTISCHES TELEFON ZAG REDAKTION Yorckstr.59 - 10965 Berlin Fon 030 - 785 72 81 - Fax 030 - 786 99 84 ari-berlin at gmx.de - www.berlinet.de/ari ------------------------------------------------------------------------- NEU ERSCHIENEN ! 12. aktualisierte Auflage der Dokumentation ------------------------------------------------------------------------- "BUNDESDEUTSCHE FLÜCHTLINGSPOLITIK UND IHRE TÖDLICHEN FOLGEN" - 1993 bis 2004 - ------------------------------------------------------------------------- Die Zahl der Flüchtlinge, die im letzten Jahr Asyl erhalten haben, erreichte erneut einen Tiefstand. Von den 61.951 Asylanträgen, die das Bundesamt entschied, wurden 96,8 Prozent abgelehnt oder "sonst wie erledigt" (BMI 23.1.05). 960 Personen (1,5%) erhielten Asyl, und 1.107 Menschen (1,8%) wurde Abschiebeschutz aus politischen oder humanitären Gründen zuerkannt. Gleichzeitig sank die Zahl der AsylantragstellerInnen auf den niedrigsten Stand der letzten 20 Jahre. Permanent erhöhten Politik, Gerichte und Behörden den Ausreisedruck auf Flüchtlinge, die acht, zehn oder zwölf Jahre hier leben. So sollten noch v o r Inkafttreten des Zuwanderungsgesetzes (1.1.2005) vollendete Tatsachen geschaffen werden. Schwer kranke oder psychisch traumatisierte Flüchtlinge wurden vermehrt abgeholt und gewaltsam abgeschoben. Meist Menschen, die nach dem Zuwanderungsgesetz die Chance für ein Bleiberecht gehabt hätten. Dies geschah in der Regel unter exzessiver Ausnutzung der noch geltenden Gesetze, zum Teil auch unter Umgehung dieser Gesetze und Verordnungen, und es geschah i m m e r durch Mißachtung humanitärer Grundsätze. Und so passierte es schon häufiger, daß die ausführenden BeamtInnen (Ausländerbehörde, Gefängnispersonal, Bundesgrenzschutz) dienstbeflissen "härter" zugriffen. Strafrechtliche Konsequenzen haben sie in der Regel nicht zu befürchten. Niedrige Zuwanderungszahlen und zigtausendfach erfolgte Abschiebungen (2003 waren es 23.944 Abschiebungen auf dem Luftweg) sind für die Verantwortlichen Erfolgsmeldungen. Dies gelingt nur, weil Menschen auf der Flucht zu Feindbildern gemacht werden. In dieser rassistischen Normalität ist es konsequent, Menschen Residenzpflicht aufzuerlegen, sie in Heime zu zwingen, ihnen medizinische Versorgung zu verweigern, ihnen Bargeld vorzuenthalten und Arbeitsaufnahme zu verbieten. Die Flüchtlinge, die dagegen verstoßen, werden kriminalisiert und als angebliche Straftäter abgeschoben. Die vorliegende Dokumentation beschreibt in ca. 3800 Einzelgeschehnissen die Auswirkungen dieses institutionellen Rassismus auf die Betroffenen. Auf Flüchtlinge, die gehofft hatten, in diesem Land Schutz und Sicherheit zu finden, und letztlich an diesem System zugrunde gingen oder zu Schaden kamen. Die Zahlen der Dokumentation sind in den letzten zwölf Jahren n i c h t sinkend, sondern bleiben konstant. Auszugehen ist von einer wesentlich höheren Dunkelziffer. ------------------------------------------------------------------------- Die Dokumentation umfaßt den Zeitraum vom 1.1.1993 bis 31.12.2004. ------------------------------------------------------------------------- 161 Flüchtlinge starben auf dem Wege in die Bundesrepublik Deutschland oder an den Grenzen, davon allein 121 an den deutschen Ost-Grenzen*, 421 Flüchtlinge erlitten beim Grenzübertritt Verletzungen, davon 259 an den deutschen Ost-Grenzen*, 125 Flüchtlinge töteten sich angesichts ihrer drohenden Abschiebung oder starben bei dem Versuch, vor der Abschiebung zu fliehen, davon 48 Menschen in Abschiebehaft, 575 Flüchtlinge haben sich aus Angst vor der Abschiebung oder aus Protest gegen die drohende Abschiebung (Risiko-Hungerstreiks) selbst verletzt oder versuchten, sich umzubringen, davon befanden sich 372 Menschen in Abschiebehaft, 5 Flüchtlinge starben während der Abschiebung und 262 Flüchtlinge wurden durch Zwangsmaßnahmen oder Mißhandlungen während der Abschiebung verletzt, 21 Flüchtlinge kamen nach der Abschiebung in ihrem Herkunftsland zu Tode, und mindestens 384 Flüchtlinge wurden im Herkunftsland von Polizei oder Militär mißhandelt und gefoltert, 59 Flüchtlinge verschwanden nach der Abschiebung spurlos, 11 Flüchtlinge starben bei abschiebe-unabhängigen Polizeimaßnahmen, 360 wurden durch Polizei oder Bewachungspersonal verletzt, davon 118 Flüchtlinge in Haft. 67 Menschen starben bei Bränden oder Anschlägen auf Flüchtlingsunterkünfte, 700 Flüchtlinge wurden z.T. erheblich verletzt, 12 Menschen starben durch rassistische Angriffe auf der Straße. EIN FAZIT: Durch staatliche Maßnahmen der BRD kamen 323 Flüchtlinge ums Leben - durch rassistische Übergriffe oder bei Bränden in Unterkünften starben 79 Flüchtlinge. ------------------------------------------------------------------------- Die Dokumentation ist bei uns auf Papier (DIN A4 - 318 Seiten, Ringbindung) und demnächst auf CD-Rom erhältlich zum Preis von 12,00 Euro (bei Versand: plus 1,60 Euro für Porto & Verpackung); im Netz (zur Zeit noch die 11. Auflage) unter der Adresse: www.berlinet.de/ari/titel.htm ------------------------------------------------------------------------- * die Angaben für 2004 werden sich noch erhöhen, weil die offiziellen Zahlen des Bundesinnenministeriums noch nicht vollständig vorliegen ================================================ C) TERMINE ================================================ ======================== Freitag http://www.mund.at/butt/Termine/Maerz/0803.htm Samstag http://www.mund.at/butt/Termine/Maerz/0903.htm Donnerstag http://www.mund.at/butt/Termine/Maerz/1003.htm ======================== ================================================ D) EDITORIAL ================================================ Für den Inhalt verantwortlich: Ihr. E-Mail-Adresse für Beiträge: widerstand at no-racism.net geschickt. widerst at nd MUND und alle Termine täglich aktualisiert im Web: http://www.no-racism.net/MUND Ziel von MUND (medienunabhängiger Nachrichtendienst) ist die unzensurierte und möglichst rasche Information über gesellschafts- politisch relevante Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu Widerstand und Antirassismus sowie verwandte Themen. sollen einen Titel, Namen und Emailadresse der/des AutorIn enthalten und möglichst kurz und prägnant gehalten sein, ev. mit Hinweis, wo weitere Informationen eingeholt werden können. Bitte keine Attachments! Die inhaltliche und sachliche Verantwortung liegt bei der/dem jeweiligen AutorIn bzw. jenen, die uns die Beiträge schicken. Der MUND wird von einzelnen TagesredakteurInnen zusammengestellt. Da Fehler nicht ausgeschlossen sind, bitten wir, nicht veröffentlichte Beiträge nochmals an widerstand at no-racism.net zu senden. Die Weiterleitung (auch auszugsweise) ist erwünscht. Beiträge mit rassistischen oder sexistischen Inhalten werden nicht veröffentlicht. Sehr persönliche Meldungen werden wir an den betreffenden Adressaten weiterleiten, aber nicht im MUND veröffentlichen. Die bisherigen Ausgaben sind unter http://www.no-racism.net/MUND archiviert. Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage: * Wann: Sonntag, 11.11.2001, 11:11 Uhr * * Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" * * Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf * * Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie. Aber kurz und prägnant.* Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch stillschweigend Zensur zu üben. Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die Nichtaufnahme geliefert. (Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.) Die AbsenderInnen der betroffenen Beiträge werden hiervon informiert. Im Sinne einer "gläsernen Zensur" könnt ihr Euch die Beiträge gerne extra schicken lassen: Ein kurzes Mail an widerstand at no-racism.net genügt. ================================================ E) VERTEILERLISTE ================================================ Zur Eintragung in diesen Verteiler bitte direkt subskribieren unter http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/analle oder von der einzutragenden Adresse aus ein mail schicken an: admin at no-racism.net mit folgendem Text: subscribe no-racism Bitte wegen Automatisierung diesen Wortlaut verwenden! Zur Austragung aus dieser Liste bitte an aus Einsendungen an zusammengestellt. Bitte keine Attachments! (werden nicht angenommen) Für diese Ausgabe nicht aufgenommen: nix. Redaktionsschluss für diese Ausgabe: 20:00 Uhr III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III widerst at nd-MUND is powered by http://alt.strg.at/ From analle at no-racism.net Wed Mar 9 08:45:00 2005 From: analle at no-racism.net (analle at no-racism.net) Date: Wed, 9 Mar 2005 08:45:00 +0100 Subject: widerst@nd - MUND: Mittwoch, 9.3.2005 Message-ID: widerst at nd MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst www.no-racism.net/mund Mittwoch, 9. März 2005 ================================================ A) INHALT ================================================ ================================================ 01 HOSI Wien erstattet Strafanzeige gegen ÖVP-Abgeordnete nach dem NS-Verbotsgesetz Von: Kurt Krickler ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 02 Donnerstag! Von: MALMOE ================================================ 03 Veranstaltungen und (sehr) lesenswerte Artikel Von: venezuela-info.net ================================================ 04 FILM: LAND and FREEDOM Von: nico mayer ================================================ 05 fr 11.3. lesung mit hanne hiob: "Nun lebt wohl und werdet Kämpfer" - Letzte Briefe aus dem KZ Von: p

================================================ 06 Vortrag: Das regressive Bedürfnis - "Paradise Now" und Hirsi Ali Von: Café Critique ================================================ 07 STRAPAZIN und NOYAU im KABINETT F Ü R WORT UND BILD Von: Heinz Wolf ================================================ 08 Freitag, 11. März - P o d i u m s d i s k u s s i o n 19. März 2005: Internationaler Aktionstag:* Von: didi zach ================================================ 09 EINLADUNG Podiumsdiskussion "Das reale Gesicht der EU und ihre "Verfassung" Von: Österr. Solidaritätskomitee ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< BERICHTE UND MEINUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 10 LEFÖ-Periódica Nr. 1/März 2005 Von: lefoe ================================================ 11 [ZARA-presse] PA Kopftuchverbot für Lehrerinnen verstößt gegen EU-Recht Von: Verena Krausneker ================================================ 12 Kärnten: Landeshauptmann Haider setzt antislowenische Säuberung fort. Solidarität mit Vladimir Smrtnik Von: Gesellschaft für bedrohte Völker ================================================ 13 Konsenskonferenz - Offener Brief an den Bundeskanzler der Republik Österreich Wolfgang Schüssel Von: Gesellschaft für bedrohte Völker ================================================ 14 GRW/Nichtwähler/Aufruf/KPÖ Von: KPÖ Steiermark ================================================ 15 Which side are you on? Von: ASt-LFI ================================================ 15 Schwerpunkt Irak - Inhaltsverzeichnis, Bestellmöglichkeit Von: wadi wien ================================================ ================================================ B) TEXTE ================================================ ================================================ 01 HOSI Wien erstattet Strafanzeige gegen ÖVP-Abgeordnete nach dem NS-Verbotsgesetz Von: Kurt Krickler ================================================ Medienaussendung der Homosexuellen Initiative (HOSI) Wien vom 8. März 2005: ÖVP/Nationalsozialismus/Gedankenjahr/Homosexualität/HOSI Wien HOSI Wien erstattet Strafanzeige gegen ÖVP-Abgeordnete nach dem NS-Verbotsgesetz "Wegen der Weigerung der ÖVP, homosexuelle NS-Opfer nach dem Opferfürsorgegesetz anzuerkennen und ihnen einen Rechtsanspruch auf Entschädigung zu gewähren, hat die Homosexuelle Initiative (HOSI) Wien heute Strafanzeige gegen alle 79 ÖVP-Abgeordneten bei der Staatsanwaltschaft Wien wegen Verdachts auf Verstoß gegen das NS-Verbotsgesetz eingebracht", berichtet HOSI-Wien-Obfrau Bettina Nemeth. "Mit dieser ihrer Ablehnung legen die ÖVP-Abgeordneten eine Haltung an den Tag, mit der sie nationalsozialistische Verbrechen gegen die Menschlichkeit, nämlich die Inhaftierung von rund 15.000 homosexuellen Menschen in Konzentrationslagern, von denen rund 10.000 ermordet wurden, nicht nur gröblich verharmlosen, sondern letztlich auch zumindest indirekt gutheißen und folglich zu rechtfertigen versuchen. Alles Tatbestände, die das Verbotsgesetz unter Strafe stellt." "Mit ihrer Haltung haben die ÖVP-Abgeordneten auch die Kritik der von der Bundesregierung eingesetzten Historikerkommission ignoriert", ergänzt Obmann Christian Högl, "die in ihrem Schlussbericht vom Jänner 2003 beanstandete, dass nach Aufhebung des Verbots der Homosexualität 1971 keine rückwirkende Einbeziehung der wegen ihrer Homosexualität vom Nazi-Regime Verfolgten ins Opferfürsorgegesetz (OFG) erfolgte und 'dass auf Grund formalrechtlicher Erwägungen sogar die Anhaltung im Konzentrationslager, die keinesfalls als rechtsstaatliche Maßnahme betrachtet werden kann, im Sinne einer Bestrafung nach österreichischem Recht interpretiert wurde' (S. 342)." Faschistisches Gedankengut Zwei Jahre nach Veröffentlichung dieses Berichts ist das Opferfürsorgegesetz immer noch nicht entsprechend geändert worden. Ein im März 2003 im Nationalrat eingebrachter Antrag auf Novellierung des OFG wurde im Februar 2004 im Sozialausschuss vertagt, ein Fristsetzungsantrag der Grünen vorige Woche abgelehnt. Bereits vor Veröffentlichung des Schlussberichts der Historikerkommission, nämlich 1995, 2001 und 2002 hat die ÖVP im Nationalrat Anträge auf Berücksichtigung der wegen ihrer Homosexualität verfolgten NS-Opfer im OFG abgelehnt. "Die Haltung der ÖVP-Abgeordneten ist eine Schande", meint Nemeth weiter", "für sie sind die verfolgten Lesben und Schwule offenbar gewöhnliche Kriminelle gewesen, die ihre Inhaftierung und Ermordung im KZ rechtmäßig verdient haben. Wir sind entsetzt, dass diese Leute heute immer noch derartiges faschistisches Gedankengut vertreten. Wir rufen die ÖVP-Abgeordneten daher auf, sich 60 Jahre nach Befreiung vom Nationalsozialismus von den letzten Resten nationalsozialistischen Denkens zu befreien und endlich alle Opfergruppen gleichzubehandeln." HINWEIS: Die Anzeige (samt Begründung) ist auf www.hosiwien.at abrufbar. Christian Högl, Obmann: Tel. 0699-11811038; Bettina Nemeth, Obfrau: Tel. 0699-11965265; Kurt Krickler, Generalsekretär: Tel. (01) 5451310 oder 0664-5767466; office at hosiwien.at; www.hosiwien.at ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 02 Donnerstag! Von: MALMOE ================================================ MALMOE praesentiert: “25 - das Fest" Donnerstag, 10.Maerz im Club U (Otto Wagner Pavillon, Karlsplatz, 1010 Wien) 19h Diskussion “Wo sind Kritik und Protest heute noch moeglich?" mit Beatrice Achaleke (Schwarze Frauen Community) Dieter Behr (Tuewi, Freiraum-Initiative “Neue Liegenschaftsverwaltung") Martin Blumenau (FM4) Marlene Streeruwitz (Schriftstellerin, angefragt) Claudia Volgger (MUND) Moderation: Vanessa Redak Ab 21h: “25 - die Party" DJs: Tib Curl (Icke Micke), Vina Yun (Zanzibar), Ina Freudenschuss (Skizze, Anville) Visuals: MALMOE TV ************************************* MALMOE Sensationsjournalismus fuer Fortgeschrittene http://www.malmoe.org redaktion at malmoe.org ************************************* _______________________________________________ malmoe newsletter http://www.malmoe.org Abbestellen des newsletters auf http://goldfisch.at/mailman/listinfo/malmoe oder ein mail mit dem subject "unsubscribe" an malmoe-request at list.malmoe.at schicken. _______________________________________________ ================================================ 03 Veranstaltungen und (sehr) lesenswerte Artikel Von: venezuela-info.net ================================================ ----------------------------------------------------------- Zur Information ----------------------------------------------------------- Alle in den Newslettern angeführten Artikel werden auch auf http://www.venezuela-info.net im Artikel ZLesenswerte ZeitungsartikelZ (http://www.venezuela-info.net/article.php?id=3679&rid=0) angeboten und archiviert. ----------------------------------------------------------- Film- und Kulturtag ----------------------------------------------------------- Film- und Kulturtag zu VENEZUELA Samstag, 12.3.2005, 10.00 Uhr - 17.00 Uhr, VHS Favoriten, 1100 Wien, Arthaberplatz 18 PROGRAMM (http://www.venezuela-info.net/article.php?id=3682&rid=0) 10.00 Uhr: “Venezuela" (Kurzdokumentation, 2004) 10.15 Uhr: “Chávez no se va" (Kurzdokumentation, 2004) 10.30 Uhr: "Desnudo con naranjas" (Spielfilm, OmeU) 12.15 Uhr: Pause 12.25 Uhr: Venezolanische und lateinamerikanische Lieder, dargeboten von Javier Pedrá (Gitarre), Luis A. Cárdenas (Gesang), Jhibaro Rodríguez (Gitarre) 12.55 Uhr: Mittagspause (lateinamerikanische Imbisse und Getränke) 13.45 Uhr: “Die Bolivarische Revolution - Eine andere Art ist möglich" (Doku, OmdU) 15.15 Uhr: “Venezuela nach dem Präsidenten-Referendum 2004" (Kurzdoku, 2004) 15.30 Uhr: Diskussion, Fragen, Antworten (mit Vertretern des Bolivarischen Zirkels Wien) 16.20 Uhr: Pause 16.30 Uhr: Venezolanische und lateinamerikanische Lieder, dargeboten von Javier Pedrá (Gitarre), Luis A. Cárdenas (Gesang), Jhibaro Rodríguez (Gitarre) 17.00 Uhr: Schluss der Veranstaltung Im Rahmen der Veranstaltung werden Bilder des venezolanischen Kunstmalers Luis Melf Esparragoza (“Venezolanische Fragmente") ausgestellt sein. Eine Veranstaltung der VHS Favoriten in Kooperation mit dem Bolivarischen Zirkel Wien VHS-Gästekarte: 2,50 Euro ----------------------------------------------------------- Veranstaltung ----------------------------------------------------------- Film- und Kulturtag zu Venezuela 17.01 2005 16:51 Samstag, 12.März 2005 10.00-17.00 VHS Favoriten Filme, Vorträge und Diskussionen über Vemezuela. Das genaue Programm liegt im Frühjahr auf. In Zusammenarbeit mit dem Zbolivarischen Zirkel WienZ und lateinamerikanischen Solidaritätsgruppen. VHS Favoriten 1100, Arthaberplatz 18 Tel. 01/603 40 30-0 Fax. 01/604 31 14/31 ----------------------------------------------------------- Analyse ----------------------------------------------------------- Venezuela - Cuba Gemeinsame Erklärung und Vereinbarung des Ausbaus der Beziehungen http://www.venezuela-info.net/article.php?id=3689&rid=223 ----------------------------------------------------------- Lesenswerte Artikel zu Venezuela ----------------------------------------------------------- Mindestgehalt um 25 Prozent erhöht Konkrete Schritte gegen Massenarmut in Venezuela. Regierung kündigt auch Darlehen für Geringverdiener zum Wohnungserwerb an http://www.jungewelt.de/2005/03-02/011.php ----------------------------------------------------------- Venezuelas Opposition droht Gesichtsverlust Ehemaliger Präsident des oppositionellen Gewerkschaftsverbandes CTV festgenommen. Zeitung: Ortega ließ sein Aussehen operativ verändern http://www.jungewelt.de/2005/03-05/013.php ----------------------------------------------------------- GEWERKSCHAFTEN Auseinandersetzungen im Vorfeld des UNT Kongresses 2005 Ein Telefon-Interview mit Simon Valdez am 23.Februar 2005 http://www.labournet.de/internationales/ve/valdezint.html ----------------------------------------------------------- Indien und Venezuela im Ölpakt Indien und Venezuela wollen in dieser Woche einen Kooperationsvertrag im Energiesektor unterzeichnen, das berichtet Reuters. http://www.emfis.com/Index.1+M5e055a9a3a1.0.html ----------------------------------------------------------- Nicht angekündigte US-Manöver vor der venezuelanischen Küste Steht ein Putsch unmittelbar bevor? http://www.rbi-aktuell.de/Politik/03032005-03/03032005-03.html ----------------------------------------------------------- ================================================ 05 FILM: LAND and FREEDOM Von: nico mayer ================================================ UpsideDown presents DO 10. mÄrz LAND and FREEDOM Spielfilm, Spanien/Großbritannien 1994, 104 min Liverpool, im Jahre 1936: David, ein junger, arbeitloser Kommunist, entschließt sich nach einem Vortrag über den spanischen Bürgerkrieg spontan, sich dem Kampf gegen die Faschisten anzuschließen. George Orwells Augenzeugen-Bericht "Mein Katalonien" inspirierte Ken Loach zu einem ebenso engagierten wie bitteren Drama über revolutionäre Ideale und ihr Scheitern an stalinistischer Ideologie. ab 19 uhr Barbetrieb VEKKS Zentagasse 26 1050 wien ================================================ 06 fr 11.3. lesung mit hanne hiob: "Nun lebt wohl und werdet Kämpfer" - Letzte Briefe aus dem KZ Von: p

================================================ "Nun lebt wohl und werdet Kämpfer" - Letzte Briefe aus dem KZ Lesung von Hanne Hiob, Streichquartett "Die Sieben letzten Worte unseres Erlösers am Kreuze" von Joseph Haydn Freitag 11.3.2005, 18:30 h Christkönigskirche Pötzleinsdorf, 18., Schafberggasse 2 (Endstation Linie 41) Seit 1985 ist Hanne Hiob, Tochter Brechts mit dem Programm "Nun lebt wohl und werdet Kämpfer" - Letzte Briefe aus dem KZ mit Streichquartett und mit der Sängerin Gabi Klees an Schulen in Österreich und Deutschland unterwegs. Am 11. März 18:30 wird sich Hanne Hiob zu diesem Zweck auf einen "musikalisch-literarischen Kreuzweg" begeben um in der Christkönigskirche Pötzleinsdorf letzte Briefe aus Konzentrationslagern und Gefängnissen, die Zeugnisse des faschistischen Terrors aus vergangenen und heutigen Tagen zu lesen. Joseph Haydn schrieb"Die Sieben letzten Worte unseres Erlösers am Kreuze" im Jahr 1785 für einen Domherrn im spanischen Cadiz. Der originalen Orchesterfassung folgte 1787 eine Fassung für Streichquartett. Das ausführende Streichquartett: - Arkadij Winokurov (geb. Kiew/Ukraine). Ab 1971 Solist bei der Kiewer Staatsphilharmonie und Leiter der Kammerorchesters. Seit 1992 in Ö. Mitglied der Wiener Streichersolisten sowie Lehrer am Konservatorium in Wien und Linz. - Gisela Bauer: geb. Wien. Preisträgerin bei "Jugend musiziert" und beim Musikwettbewerb in Stresa. Substituiert dei den Wiener Symphonikern an der Wiener Volksoper - Friedrich Bauer: geb in Kärnten. Mitglied der Wiener Streichersolisten. Professor am Wiener Konservatorium - Georg Frischenschlager: geb. in Salzburg. 1966-1998 Solocellist an der Wiener Volksoper. Mitglied des Wiener Kammerorchesters der Wiener Streichersolisten. Konzertiert im In- und Ausland "Nun lebt wohl und werdet Kämpfer" Introduzione. Maestoso ed Adagio Fragment einer Chronik Largo. Pater dimitte illis, nonenim sciunt, quid faciunt. (Vater vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun.) Schicksal der Zigeunerkinder aus der St. Josephspflege in Mulfingen Grave e cantabile. Amen dico tibi: hodie mecum eris in paradiso. (Wahrlich ich sage Dir, heute wirst Du mit mir im Paradies sein.) Vier Widerstandskämpfer Grave. Mulier, ecce filius tuus, et tu, ecce mater tua! Weib, siehe, das ist Dein Sohn, und Du, siehe, das ist Deine Mutter!) Brief einer unbekannten Jüdin Largo. Eli, Eli, lama absahthani? (Mein Gott, mein Gott, warum hast Du mich verlassen?) Das Schicksal der Homosexuellen Adagio. Sitio (Mich dürstet) Walter Kämpf Lento. Consumatum est! (Es ist vollbracht!) Hermann Danz Largo. Pater! In manus tuas commendo spiritum meum. (Vater, ich befehle meinen Geist in Deine Hände.) Brief eines jüdischen Jungen J. Jewtuschenko: Solang die Mörder Leben auf der Welt Presto e con tutta la forza. Il terremoto (Das Erdbeben) Schlußwort Hanne Hiob Joseph Haydn: Die sieben letzten Worte unseres Erlösers am Kreuze" Textzusammenstellung und Sprecherin: Hanne Hiob ================================================ ================================================ 06 Vortrag: Das regressive Bedürfnis - "Paradise Now" und Hirsi Ali Von: Café Critique ================================================ ############# Reminder: Mittwoch, 9. März 2005 20.00 Der Iran und die Bombe Vortrag von Thomas Becker (Bielefeld) Café 7Stern, Siebensterngasse 31, 1070 Wien Unkostenbeitrag: 2,- Euro ############# Samstag, 19. März 2005 19.00 Das regressive Bedürfnis Zur Kulturkritik des (Multi-)Kulturalismus Vortrag und Diskussion mit Tjark Kunstreich (Berlin) Café 7stern, Siebensterngasse 31, 1070 Wien Unkostenbeitrag: 2,- Euro Ein Film über zwei palästinensische Selbstmordattentäter und einer über eine deutsche Widerstandskämpferin waren die großen Erfolge der diesjährigen Berlinale. Der erste, “Paradise Now", erinnert nicht nur im Titel an “Apocalypse Now", er ist ebenso ambivalent in der Bewertung des Agierens seiner Akteure. Während aber die Friedensbewegung dem Hollywoodfilm Anfang der achtziger Jahre wegen dessen exzessiver Gewaltdarstellung Kriegsverherrlichung vorwarf, haben die gleichen Leute heute gegen “Paradise Now" keine Einwände. Die Vorbereitung einer Massenmordaktion im Stile einer Soap opera - Tragisches und Komisches wechselt sich im Rhythmus der Erzählung ab - ist erfolgreich, weil die europäischen Zuschauer sich mit den Protagonisten identifizieren können. Die zu ermordenden Juden tauchen nur in der Ferne auf, sie bleiben Abstraktionen, die nichtsdestotrotz sehr konkret verantwortlich sind für das eigene Unglück. Bezeichnenderweise erhielt “Paradise Now" den Zuschauerpreis der Filmfestspiele sowie den “Blauen Engel", die einzige Auszeichnung die mit Geld, nämlich 25 000 Euro, dotiert ist. Das ist ungefähr die Summe, die Saddam Hussein den Familien der Suizidbomber zukommen ließ. “Sophie Scholl - die letzten Tage" wird hingegen vor allem von der Kritik gelobt. Passend zum Jahr der sechzigsten Jahrestage wird Sophie Scholl, wie schon einmal in den fünfziger Jahren, als deutsche Märtyrerin dargestellt und der Widerstand als Passionsgeschichte, die “uns" noch einmal nachweist, wie gut “wir" geworden sind. Hatten ähnliche Filme einst ebenfalls Protest oder Unmut ausgelöst, weil sie in ihrer Personalisierung immer kitschig geraten, zumal wenn sie vom deutschen Widerstand handeln, und eine realitätsgerechte Darstellung der Form nach ausgeschlossen ist, wird “Sophie Scholl" für Mut zum Gefühl und Authentizität gepriesen - ebenso “Paradise Now". Es gibt demnach ein Bedürfnis nach Märtyrern und Märtyrerinnen, das nicht zwischen Judenmördern und Widerstandskämpferinnen zu unterscheiden vermag, das beide Figuren identisch setzt, weil sie für ihre Überzeugung sterben. Da diese Überzeugungen aber gar keine Rolle spielen, ist es offensichtlich die Unterstellung - oder Projektion - eines Todeswunsches, der die Identität von Sophie Scholl und zwei palästinensischen Massenmördern herstellt. Beiseitegestellt, was den Mitgliedern der Weißen Rose damit angetan wird, denn sie hegten, im Gegensatz zu den Selbstmordattentätern, keineswegs einen Todeswunsch: beide Filme ermöglichen diese Projektion, ihre Figuren geraten zu Heiligen. Das Bedürfnis nach Märtyrern, verstanden als projizierter Todeswunsch, verweist auf den derzeitigen mentalen Zustand des Mainstreams, in dem aus einem Gefühl abstrakter Bedrohung heraus die Zugehörigkeit zu diesem oder jenem Zwangskollektiv eine immer größere Bedeutung gewinnt. Es ist die Frage nach der Identität, diesem unfreiwilligen Korsett aus Erbe und Herkunft, die man nicht auf der Suche nach Freiheit hinter sich lassen will, sondern die man sich solange stellt, bis sie eine positive Antwort erhält. Neidisch blickt man auf Menschen, von denen man meint, sie seien der Not der Identität enthoben, weil sie sich die Frage danach nicht zu stellen bräuchten. Diese entstammen zumeist sogenannten Kulturen, deren Mut zu Gefühl und Authentizität gefeiert wird. Menschen wie Ayaan Hirsi Ali hingegen, die sich der allgemeinen Regression verweigern und deswegen gegen den politischen Islam kämpfen, eignen sich, trotz erwiesenen Heldentums, so gar nicht als Märtyrer. Nicht nur, daß sie selbst eine solche Rolle ablehnen würden; Hirsi Ali zum Beispiel, die jederzeit mit ihrer Ermordung rechnen muß, wehrt sich gegen die Dekonstruktion ihrer Person in Identitäten. Sie will nicht als Verfolgte, Moslem, Somali, Frau usw., also mehrfach unterdrücktes Wesen gelten, sondern sie hat eine niederländische Staatsbürgerschaft und will beurteilt werden für das, was sie als Politikerin tut. Ayaan Hirsi Ali nahm am 18. Januar 2005 - nachdem sie nach der Ermordung Theo van Goghs untertauchen mußte - ihre parlamentarische Arbeit wieder auf und damit ihren Kampf für die Rechte moslemischer Frauen auf Bildung und eigenes Einkommen. Ihr unverminderter Widerstand gegen den von kulturrelativistischer Öffentlichkeit und islamistischen Gruppierungen gleichermaßen ausgeübten Zwang, ein moslemisches Kollektiv gefälligst konstruktiv zu kritisieren und ihren Platz als Quotenmigrantin einzunehmen, die von der Mehrheit “Akzeptanz kultureller Eigenheiten" fordert, ist vielleicht ein letztes Aufbäumen bürgerlicher Subjektivität (eine andere gibt es nicht) gegen die gesellschaftliche Regression. Damit ist er zugleich die Verteidigung der Bedingungen und Möglichkeiten zur Subjektwerdung gegen die Zumutungen des Ethnisierungszwangs sowie die Abwehr der mit diesem einhergehenden Vernichtungsdrohung. Nicht mehr und nicht weniger bedeutet Antifaschismus. Daß Hirsi Ali nicht schon längst eine linke Ikone der Emanzipation wurde, liegt nicht daran, daß sie einer liberalen Partei angehört und sich selbst als bürgerliche Demokratin begreift; das hat die Linke noch nie von einer Liebeserklärung abgehalten. Es liegt auch nicht an einem antifeministischen Backlash, ist es doch die Feministin Anja Meulenbelt, die Hirsi Ali beschuldigt, einen “Anti-Moslem-Djihad" zu führen und so der moslemischen Bevölkerung der Niederlande zu schaden. Es liegt daran, daß Hirsi Ali in Gestalt des Islams bekämpft, wonach sich Meulenbelt und ihre Komplizinnen und Komplizen sehnen: der Befriedigung des Bedürfnisses nach Gefühl und Authentizität, oder, in anderen Worten, des Bedürfnisses nach Regression. http://www.cafecritique.priv.at ___________ 24. 03. 2005 Wien, 20.00 Critique im Café offenes Treffen für alle, die sich für die Auseinandersetzung mit unserer Kritik interessieren, Fragen haben etc. Ronahi, Schottenfeldgasse 18, 1070 Wien, erster Stock demnächst in Wien: Die friedfertige Antisemitin? Kritische Theorie über Geschlechterverhältnis und Antisemitismus Buchpräsentation mit Ljiljana Radonic Musik und Gesellschaftskritik Vortrag von Clemens Nachtmann (Berlin/Graz) ######################### Zur Finanzierung unserer Aktivitäten sind wir auf Spendengelder angewiesen. Stephan Grigat Bank Austria - Creditanstalt Nr. 00740 381 330 BLZ 12000 Verwendungszweck: Café Critique IBAN: AT30 1200 0007 4038 1330 BIC: BKAUATWW ######################### ================================================ ================================================ 07 STRAPAZIN und NOYAU im KABINETT F Ü R WORT UND BILD Von: Heinz Wolf ================================================ Herzliche Einladung zur Präsentation des Schweizer Comicmagazins STRAPAZIN in Wien und Eröffnung der Ausstellung des Kabinett-Gastzeichners NOYAU am So. 13. März 2005, um 18.00 Uhr im Kabinett für Wort und Bild Museumsquartier - Quartier 21 - Transeuropa Museumsplatz 1, 1070 Wien Die Ausstellung läuft bis 15. April 2005, täglich von 10.00 bis 20.00 Uhr www.kabinett.at ================================================ 08 Freitag, 11. März - P o d i u m s d i s k u s s i o n 19. März 2005: Internationaler Aktionstag:* Von: didi zach ================================================ Freitag, 11. März - P o d i u m s d i s k u s s i o n Die Wiener Vorbereitungsgruppe zum Internationalen Aktionstag des EUROPÄISCHEN SOZIALFORUMS am 19. März 2005 lädt ein zur P o d i u m s d i s k u s s i o n am Freitag, den 11. März 2005, Beginn: 19 Uhr über "Das reale Gesicht der EU und ihre "Verfassung" In ganz Europa ist inzwischen die Debatte über die so genannte "Verfassung für Europa" in Gang gekommen. Nur in Österreich halten sich die Spitzen aller vier Parlamentsparteien bedeckt und blockieren jede Initiative zur Abhaltung einer Volksabstimmung (siehe beiliegender Kommentar von Leo Gabriel). Was können wir trotzdem tun, um der Demokratie auf die Sprünge zu helfen? mit Elisabeth Gauthier - Sperecherin des Französischen Sosialforums, Paris Albert Steinhauser - Landessprecher der Wiener Grünen Claus Faber - Sprecher der Gewerkschaft der Eisenbahner Wilfried Leisch - GewerkschafterInnen gegen Atomenergie Thomas Schönfeld - Bürgerinitiative Volksbefragung Moderation: Hermann Dworczak Kongresshaus, Gewerkschaft der Eisenbahner, Margaretenstrasse 166, 1050 Wien * *19. März 2005: Internationaler Aktionstag:* GEGEN SOZIALABBAU, AUFRÜSTUNG UND KRIEG - FÜR EIN SOZIALES UND FRIEDLICHES EUROPA. DEMONSTRATION in Wien: Treffpunkt: 14 Uhr Westbahnhof Route: Mariahilferstraße, Ring, Stephansplatz weitere Infos unter www.socialforum.at ================================================ 09 EINLADUNG Podiumsdiskussion "Das reale Gesicht der EU und ihre "Verfassung" Von: Österr. Solidaritätskomitee ================================================ ÖSK-Info Liebe Kolleginnen und Kollegen! Mit der bevorstehenden Beschlussfassung der EU-Verfassung soll Österreich in Zukunft wieder zu Kriegsbeteiligungen verpflichtet werden. Im Windschaftten der Feiern zu 50 Jahre Neutralität, soll die Neutralität gleichzeitig weiter entsorgt werden. Doch trotz aller Überholtheitserklärungen ist die Neutralität in der heutigen Zeit wichtiger denn je. Wir sind der Meinung: JA zur NEUTALITÄT - NEIN zur EU-Verfassung. Diskutieren wir gemeinsam, was wir tun können. Auch wir laden daher alle zur nachfolgenden Veranstaltung ein. Bitte weitersagen! EINLADUNG Die Wiener Vorbereitungsgruppe zum Internationalen Aktionstag des EUROPÄISCHEN SOZIALFORUMS am 19. März 2005 lädt ein zur P o d i u m s d i s k u s s i o n Freitag, den 11. März 2005 um 19 Uhr Kongresshaus - Gewerkschaft der Eisenbahner, Margaretengürtel 146, 1050 Wien über "Das reale Gesicht der EU und ihre "Verfassung" In ganz Europa ist inzwischen die Debatte über die so genannte "Verfassung für Europa" in Gang gekommen. Nur in Österreich halten sich die Spitzen aller vier Parlamentsparteien bedeckt und blockieren jede Initiative zur Abhaltung einer Volksabstimmung. Was können wir trotzdem tun, um der Demokratie auf die Sprünge zu helfen? mit Elisabeth Gauthier - Sperecherin des Französischen Sozialforums, Paris Albert Steinhauser - Landessprecher der Wiener Grünen Claus Faber - Sprecher der Gewerkschaft der Eisenbahner Wilfried Leisch - GewerkschafterInnen gegen Atomenergie und Krieg Thomas Schönfeld - Bürgerinitiative Volksbefragung Moderation: Hermann Dworczak Ort: Kongresshaus Gewerkschaft der Eisenbahner Margaretengürtel 146 1050 Wien Datum und Zeit: Freitag, den 11. März 2005 um 19 Uhr ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< BERICHTE UND MEINUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 10 LEFÖ-Periódica Nr. 1/März 2005 Von: lefoe ================================================ ? LEFÖ-Periódica Nr. 1/März 2005 Anlässlich des internationalen Frauentages versenden wir die erste Ausgabe von der LEFÖ-Periódica! Sie wird nun 4x jährlich erscheinen. Spendenaufruf! Um unsere umfangreiche Beratungs-, Betreuungs- und Bildungsarbeit fortsetzen zu können benötigen wir für 2005 noch dringend Spenden! Bank Austria, Kontonr.: 00684063605, BLZ 12000 Danke! ______________________________________________________________________________________________________________________________ Inhalt: Infos aus dem Lernzentrum Beratung und Betreuung für lateinamerikanische Frauen/Aktuelle Angebote Frauenhandel: Rückblick 2004 der IBF LEFÖ/Tampep - Kulturelle Mediation Termine zum Vormerken aus dem Bereich Öffentlichkeitsarbeit 1. Infos aus dem Lernzentrum Das Sommersemester 2005 (Februar bis Juni) ist wieder angelaufen,die aktuellen Angebote sind: Deutschkurse (A1, A2, B1)*: Mo, Mi, Di, Do ÖSD; Österreichisches Sprachdiplom (Grundstufe und Zertifikat Deutsch): Di, Do Individuelle Computerschulungen : Fr Autonomes Lern und Kommunikationszentrum: Mi, Fr Bildungsberatung (nach Vereinbarung) Kontaktpersonen: Dagmar Frühwald: 812 37 58 (Mi: 14:00 - 18:00 Uhr) Doris Cordova: 812 37 58 (Fr: 9:00 - 13:00 Uhr) Lisi Harrasser: 58 11 881 (Di: 10:00 - 14:00 Uhr) Aktuelles aus dem Lern- und Kommunikationszentrum: Jeden Mi: 15:00 Uhr, auf Wunsch der Teilnehmenrinnen: Lateinamerikanische Tänze Außerordentliches Angebot: NEU Kunsthandwerk mit Maria Elena Betancour Jeden Mo 14:00 - 16:00 Uhr Kontaktperson: M.E.Betancour (Mo, Di, Mi, Do: 9:30 - 11:30) *bezieht sich auf den "Gemeinsamen europäischen Referenzrahmen für Sprachen" des Europarates 2. Beratung und Betreuung für lateinamerikansiche Migrantinnen Sozialrechtliche und Arbeitsmarktberatung Beratungszeiten : Montag: 09.00 - 15.00 Uhr Mittwoch 10.00 - 14.00 Uhr Dienstag: 15.00 - 18.00 Uhr Psychologische Beratung Beratungszeiten: Mittwoch 09:00 - 15:00 Freitag 13:00 - 19:00 Familienberatung Beratungszeiten: Medizinische Beratung: Mittwoch: 16.30 - 19.30 Sozialberatung: Montag 15:00 - 18:00 Mittwoch 14:00 - 17:00 Juristische Beratung: jeder 2. Dienstag: 18.00 - 20.00 Zielgruppe : MigrantInnen aus lateinamerikanischen Ländern. Sprachen: Spanisch, Portugiesisch, Englisch, Deutsch Schwerpunkt: Frauenspezifische Beratung Die Beratungist kostenlos und anonym. LEFÖ unterstützt und begleitet den Migrationsprozess lateinamerikanischer Frauen, damit sie ihre Rechte als Frau und Migrantin in der österreichischen Gesellschaft autonom und selbständig durchsetzen können. Die Art der Beratung ist ganzheitlich, qualifiziert sowie unbürokratisch, um möglichst effizient auf die vielfältigen Lebenssituationen der Migrantinnen eingehen zu können. Eingebettet in die Nichtregierungsorganisation LEFÖ baut die muttersprachliche Beratung Schwellenängste ab und schafft die Bedingungen für eine Atmosphäre des Schutzes und des Vertrauens, in der es den Frauen dann leichter fällt, über ihre Situation zu sprechen und neue Lebensstrategien zu entwerfen. In diesem Sinne ist die Unterstützung muttersprachlicher Beraterinnen mit interkultureller Fachkompetenz für die soziale, legale, psychologische und die Familienberatung unverzichtbar. Die Rolle der kulturellen Mediation bei der Begleitung zu den verschiedenen Ämtern, zum Gericht, in die Spitäler etc. ist nicht bloß eine Dolmetschertätigkeit, sondern sie soll eine Brücke zwischen den zwei Kulturen schaffen, um dadurch auch die Hintergründe der Migration besser verstehen zu können. Ab November 2004 musste eine unsererBeraterinnen, die bei der Außenstelle LEFÖ, des MigrantInnenzentrums beschäftigt war, ihre Tätigkeit ins Migrantinnenzentrum verlegen. Deshalb haben wir seit November 40 Stunden pro Woche Beratungszeit weniger anzubieten. 3. Frauenhandel: Rückblick 2004 der IBF Einer der großen Fortschritte im Jahr 2004 hinsichtlich der Bekämpfung des Menschenhandels / Frauenhandels war sicherlich das Inkrafttreten des §104a StGB “Menschenhandel", der auf die Definition des UN Zusatzprotokols zu Menschenhandel/Frauenhandel basiert. Dieser Paragraf definiert Menschenhandel nach dem zweck der Ausbeutung , wie sexuelle Ausbeutung aber auch Ausbeutung in der Arbeit Lange forderten wir, dass eine strafrechtliche Bestimmung nicht nur auf den Handel in die Prostitution ausgerichtet sein darf, sondern auch den Handel in andere gravierende, ebenso traumatisierende Ausbeutungsverhältnisse umfassen muss. Positiv hervorheben möchten wir an dieser Stelle auch, dass sich Ende 2004 die bisher informell arbeitende interministerielle Gruppe zum Thema Menschenhandel als “Task Force Menschenhandel" nun auch offiziell etablieren konnte. LEFÖ-IBF ist seit Beginn der Tätigkeit Teil dieser neuen Struktur. Wir hoffen, dieses Gremium für einen lebendigen Austausch der jeweils aktuellen Situation und für die Verbesserung noch problematischer Bedingungen in der Unterstützung unserer Klientinnen nutzen zu können. Leider enthält unser Resümee über das letzte Jahr auch einige Wermutstropfen. So ist die längere Zeit befürchtete Situation eingetreten, dass die Nachfrage die Kapazität der Intensivbetreuung in unserer Schutzwohnung übertraf - eine Warteliste und ein befristeter Aufnahmestopp waren die Folge. Die Lage verdeutlicht, wie dringlich es ist, über eine Ausweitung der LEFÖ-IBF nachzudenken. Die Situation wurde durch einige externe Faktoren, die mit den gesellschaftlichen Entwicklungen in Richtung allgemeine Kürzungen von Sozialleistungen und den weiteren Verschlechterungen der Bedingungen für Migrantinnen in Zusammenhang stehen, noch deutlich prekärer. So dauert etwa die Bearbeitung von Ersuchen zum Aufenthalt aus humanitären Gründen seit dem Vorjahr deutlichen länger als das noch ein Jahr zuvor der Fall war. Wir wissen nicht genau, womit diese Tatsache in Zusammenhang steht, vermuten aber wesentlich striktere fremdenpolizeiliche Kontrollen, die mehr Zeit in Anspruch nehmen. Die Folge ist jedenfalls eine monatelange Wartefrist für unsere Klientinnen, bis sie Klarheit über ihren Aufenthaltsstatus haben - eine unhaltbare Situation, wie wir meinen. Personen mit diesem Aufenthaltsstatus konnten bislang in Wien Sozialhilfe beziehen (ca. 380¤/Monat). Seit Mai 2004 jedoch erhalten sie nur noch Grundversorgung wie auch AsylwerberInnen (180¤/Monat). Die Kürzung von mehr als 50% der finanziellen Unterstützung bewirkt eine Behinderung in der Wiederaufnahme eines selbständigen Lebens und eine Prolongierung der Abhängigkeit von LEFÖ-IBF. Auch eine Reviktimisierung wird damit wieder wahrscheinlicher. 4. LEFÖ/TAMPEP - Kulturelle Mediation Die Internationalisierung der Prostitution und die Veränderung der Strukturen innerhalb der Prostitution/-szene in allen europäischen Ländern verlangen auch eine neue Struktur und ein neues Konzept des Zuganges. Die Präsenz von Migrantinnen in der Prostitution in Österreich ist eine unbestreitbare Tatsache; genauso wie ihre extreme Mobilität und ihre Nicht-Berücksichtigung im sozialen und gesundheitlichen Bereich. Konfrontiert mit dieser Tatsache arbeitet LEFÖ als erste Organisation in Österreich bereits seit 1991 im Bereich der Gesundheitsprävention für Migrantinnen in der Sexarbeit - in Wien und bundesweit. Seit 1995 ist LEFÖ Partnerin des europäischen TAMPEP-Netzwerkes (Transnational AIDS/STD Prevention among Migrant Prostitutes in Europe Project). Die Arbeit mit Migrantinnnen in diesem sehr heiklen und schwer zugänglichen Bereich bedarf einer besonderen Herangehensweise und einer Arbeitsmethode, die den Zugang zu den Frauen erleichtert, eine Vertrauensbasis schaffen kann und die Weitergabe von Informationen ermöglicht. Daher wurde im Rahmen von TAMPEP das Konzept der Kulturellen Mediation in der Arbeit mit Migrantinnen in der Sexarbeit entwickelt.Bei der kulturellen Mediation handelt es sich um eine soziale, kulturelle und linguistische Vermittlung, die neue Interventionsmöglichkeiten eröffnet. Kulturelle Mediatorinnen sind Migrantinnen, die einen Bezug zur Kultur wie auch zur Migrationserfahrung der Sexarbeiterinnen herstellen können und so als “Vermittlerinnen" zu Institutionen und anderen Bereichen/Einrichtungen fungieren. Sie sensibilisieren beide Seiten für Verhalten und Vorbehalte der jeweils anderen Seite und treten vermittelnd ein. Ziel der Arbeit ist es Zugangsbarrieren, die für Migrantinnen bestehen, zu minimieren und die Inanspruchnahme von Beratungsmöglichkeiten zu fördern. Wir haben unser Interventionsmodell im Rahmen von Equal I im Projekt SILA/Beratungsstelle für Prostituierte ausgebaut und die TAMPEP-Methodologie und Feldarbeit einer größeren Reichweite zugeführt. Leider ist unser Bemühen auf eine Weiterführung der Niederschwelligen Beratungsstelle abgelehnt worden. Unsere Arbeit mit Migrantinnen in der Sexarbeit umfasst: regelmäßiges und systematisches streetwork soziale, rechtliche und gesundheitliche Beratung Begleitungen zu relevanten Institutionen, Ämtern, Behörden Workshops für peer educators (Sexarbeiterinnen, die als Multiplikatorinnen von Informationen und empowerment tätig sind) Wir sind erreichbar jeden Dienstag und Mittwoch unter Tel. Nr. 58 11 881 - zwischen 14:00 und 17 Uhr. 5. Termine zum Vormerken aus dem Bereich Öffentlichkeitsarbeit 8. März: internationaler Frauentag - anwesend mit einem Infostand beim Open Rathaus, 16.00 - 19.00 im Rathaus/Wappensaal 24. März: 16.00, inhaltlicher Infonachmittag für StudentInnen, bitte vorher anmelden! 2. Juni: Internationaler Hurentag (nähere Info wird folgen) 23.-25. Juni: LEFÖ-Seminar zum Thema Sexarbeit in Schloss Puchberg/Wels (genaues Programm wird noch bekannt gegeben!) Spendenaufruf! Um unsere umfangreiche Beratungs-, Betreuungs- und Bildungsarbeit fortsetzen zu können benötigen wir für 2005 noch dringend Spenden! Bank Austria, Kontonr.: 00684063605, BLZ 12000 Danke! 1985 - 2005 Wir feiern 20 Jahre LEFÖ ___________________________ LEFÖ Beratung, Bildung und Begleitung für Migrantinnen Kettenbrückengasse 15/4 A-1050 Wien Tel: +43-1-5811881 Fax: +43-1-5811882 Homepage: www.lefoe.at Legal Agenda for Migrant Prostitutes and Trafficked Women: www.femmigration.net ================================================ ================================================ 11 [ZARA-presse] PA Kopftuchverbot für Lehrerinnen verstößt gegen EU-Recht Von: Verena Krausneker ================================================ Gesellschaftspolitik/Recht/EU/Diskriminierung/Ausländer/Religion Kopftuchverbot für Lehrerinnen verstößt gegen EU-Recht Utl.: Scharfe Kritik von Juristen Wien (OTS) - Das von Bundesministerin Prokop in einem Interview mit dem "Falter" befürwortete Kopftuchverbot für Lehrerinnen verstößt gegen die beiden Antidiskriminierungs-Richtlinien der EU. Diese besagen, dass jegliche Diskriminierung aufgrund der ethnischen Herkunft und der Religion in der Arbeitswelt verboten sind. Gerade die Aussage, dass das Tragen von Kopftüchern nicht mit den "Werten unserer Gesellschaft" vereinbar sei, " stellt eine unmittelbare Diskriminierung dar", so der Diskriminierungsexperte Dieter Schindlauer von ZARA, "weil damit das Bekenntnis zum Islam, einer in Österreich seit 80 Jahren gesetzlich anerkannten Religionsgemeinschaft, als Ablehnung der Grundwerte der österreichischen Gesellschaft dargestellt wird." Volker Frey, Jurist und Generalsekretär des Klagsverband für die Durchsetzung der Rechte von Diskriminierungsopfern: "Außerdem ist anzumerken, dass Frau Bundesministerin Prokop keine Zuständigkeit für Bekleidungsvorschriften in Schulen besitzt. Besonders unsachlich ist der Vergleich des Tragens eines Kopftuchs mit Zwangsehen und "Ehrenmorden", die beide - ob religiös oder anders begründet oder nicht - klar rechtswidrig sind." ZARA-Zivilcourage und Anti-Rassismus-Arbeit und der Klagsverband für die Durchsetzung der Rechte von Diskriminierungsopfern fordern die Bundesministerin für Inneres daher auf, die klar diskriminierende Aussage, dass ihrer Meinung Lehrerinnen das Tragen von Kopftüchern verboten werden sollte, zurückzunehmen. Als selbsternannte "Feministin" kann sie aber sicher stellen, dass Frauen - unabhängig von ihrer Herkunft oder ihres Religionsbekenntnisses - effektiv vor Gewalt und Zwang geschützt werden. Rückfragehinweis: ZARA- Zivilcourage und Anti-Rassismus-Arbeit, www.zara.or.at Dr. Verena Krausneker Tel.: 01-929 13 99-18, mailto:presse at zara.or.at Klagsverband für die Durchsetzung der Rechte von Diskiminierungsopfern, www.klagsverband.at Mag. Volker Frey, Tel: 0699/11216149 ================================================ 12 Kärnten: Landeshauptmann Haider setzt antislowenische Säuberung fort. Solidarität mit Vladimir Smrtnik Von: Gesellschaft für bedrohte Völker ================================================ www.gfbv.it/2c-stampa/2005/050308bde.html > Österreich / Kärnten: Landeshauptmann Haider setzt antislowenische Säuberung fort Solidarität mit Vladimir Smrtnik: GfbV-Südtirol erklärt sich mit dem abgesetzten Leiter des Volksgruppenbüros der Kärntner Landesregierung solidarisch > Bozen, 8. Februar 2005 > Der Kärntner Landeshauptmann Jörg Haider hat engagierten Vertretern der slowenischen Sprachminderheit den Kampf angesagt. So versuchte er bereits slowenische Schulleiter loszuwerden, verweigert selbstbewussten slowenischen Verbandsfunktionären in der offenen Frage der zweisprachigen Ortstafeln (vom Verfassungsgericht eingefordert) den Dialog und schasste jetzt den bisherigen Leiter des Volksgruppenbüros in der Landesregierung. Selbständige Minderheitenvertreter sind Haider ein Dorn im Auge, deshalb die gezielte Demontage des Volksgruppenbüros. > Vladimir Smrtnik führt seine Absetzung auf seine politische Tätigkeit in der Einheitsliste/ Enotna lista zurück. Das in seiner ersten Amtsperiode als Landeshauptmann von Jörg Haider eingerichtete Volksgruppenbüro wurde unter der Leitung von Smrtnik ein unabhängiges Gremium zugunsten der slowenischen Minderheit. Ein nicht erstrebenswertes Ziel für die von den Freiheitlichen geführte Landesregierung. Während der - recht zweifelhaften - EU-Sanktionen gegen Österreich wegen der freiheitlichen Regierungsbeteiligung zitierte Haider das Volksgruppenbüro als Musterbeispiel freiheitlicher Minderheitenpolitik. Das Feigenblatt ist jetzt nicht mehr notwendig. > Die Demontage von Smrtnik begann im April 2004, als er als EL-Funktionär bei einer Veranstaltung in Bleiburg/ Pliberk die Kärntner FPÖ-SPÖ-Koalition kritisierte. Unmittelbar darauf wurde Smrtnik für drei Monate in eine andere Abteilung der Landesverwaltung versetzt. Ein hochrangiger FPÖ-Funktionär kündigte bereits vor diesem Vorfall an, dass Personen wie Smrtnik von ihren Positionen beseitigt werden. Die Freiheitlichen gehen nicht nur gegen das Volksgruppenbüro vor, jeder unabhängige Volksgruppenvertreter wird ausgegrenzt. Haider beschimpft sie als Hitzköpfe. > Bedauerlich ist, dass sich bisher nur der Rat der Kärntner Slowenen/ Narodni svet mit Smrtnik solidarisch erklärt haben. Der Zentralverband und auch die slowenische Gemeinschaft schweigen sich aus. Die GfbV-Südtirol fordert die beiden slowenischen Organisationen auf, ihre politische Leisetreterei und Unterordnung endlich aufzugeben. Sie führt zu nichts, außer zur völligen Unterwerfung der slowenischen Sprachgruppe. Landeshauptmann Haider kündigte bereits Ersatz für Smrtnik an. Haider wird Thomas Kassl an die Spitze des Volksgruppenbüros berufen. Laut Haider ist Kassl "kulturbeflissen, aber kein Hetzer". Haider verfolgt eine klare Linie: "Nur ein schweigender Indianer ist ein guter Indianer..." > Siehe auch: * www.gfbv.it: www.gfbv.it/2c-stampa/2005/050202ade.html | www.gfbv.it/2c-stampa/2005/050126ade.html | www.gfbv.it/2c-stampa/2005/050124ade.html | www.gfbv.it/2c-stampa/2005/050112ade.html | www.gfbv.it/2c-stampa/04-1/040705de.html | www.gfbv.it/2c-stampa/04-1/040701de.html | www.gfbv.it/2c-stampa/04-1/040220de.html | www.gfbv.it/2c-stampa/03-2/031110de.html | www.gfbv.it/2c-stampa/03-2/031110de.html | www.gfbv.it/3dossier/oevz/2005/050112.html | www.gfbv.it/3dossier/eu-min/oe-klestil.html | www.gfbv.it/3dossier/eu-min/oe-konvent.html | www.gfbv.it/3dossier/eu-min/regenbogen.html > * www: http://volksgruppen.orf.at/volksgruppen/hrvati/visti/stories/24358/ | www.konvent.gv.at/pls/portal/docs/PAGE/K/ZD/Bundesverfassung.pdf | www.kv-roma.at | www.eblul.org | europa.eu.int/futurum/ | www.initiative.minderheiten.at | www.hravtskicentar.at | volksgruppen.orf.at ================================================ 13 Konsenskonferenz Offener Brief an den Bundeskanzler der Republik Österreich Wolfgang Schüssel Von: Gesellschaft für bedrohte Völker ================================================ www.gfbv.it/2c-stampa/2005/050308ade.html > Österreich / Konsenskonferenz Offener Brief an den Bundeskanzler der Republik Österreich Wolfgang Schüssel > Bozen, 8. März 2005 > Sehr geehrter Herr Bundeskanzler, als Südtiroler Sektion der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) wenden wir uns anlässlich der geplanten - und offensichtlich gefährdeten - Konsenskonferenz am 13. März abermals an Sie. Eine Konferenz offenbar, die nicht dazu dient, berechtigte - durch den Staatsvertrag, Volksgruppengesetz und Verfassungsgerichtserkennissen gedeckten - Forderungen der slowenischen Sprachgruppe in Kärnten zu erfüllen, sondern unter dem Deckmantel des Konsenses ruhigzustellen und über den Tisch zu ziehen. > Sollte die Republik Österreich nicht endlich die entsprechenden Gesetze zugunsten der slowenischen Sprachminderheit in Kärnten, wie auch vom Verfassungsgericht eingefordert, umsetzen? Wann betreibt die Republik Österreich eine Minderheitenpolitik, die im Konsens mit den betroffenen Minderheit formuliert wird und nicht im Konsens mit dem Mitte-Rechts-Lager sowie den deutschnationalistischen Kräften in Kärnten. > Der Rat der Kärntner Slowenen / Narodni svet verwies bereits darauf hin, dass Sie mit der Konsenskonferenz letztendlich eine Einigung erpressen wollen - so sollen slowenische Organisationen vor den Verhandlungen erklären, dass der Art. 7 des Staatsvertrages erfüllt ist. Im Gegenzug erhalten die Slowenen einige zweisprachige Ortstafeln mehr. > Zurecht kritisierte der Rat auch die Zusammensetzung der Konsenskonferenz. So wird der Rat nicht als Organisation eingeladen. Der Vorsitzende erhielt nur eine persönliche Einladung. Absurderweise sitzen am Tisch dieser sogenannten Konsenskonferenz auch die Vertreter der sogenannten "Heimatverbände", Kärntner Heimatdienst und Kärntner Abwehrkämpferbund. Organisationen, die sich radikal gegen die Umsetzung von Minderheitenrechten wenden, die am äußersten rechten Rand angesiedelt sind. Die GfbV-Südtirol unterstützt die Forderung des Rates, seine Delegationsteilnehmer selbst auszuwählen. > Landeshauptmann Jörg Haider agiert wohl in Ihrem Sinn, wenn er sich gegen die Teilnahme bestimmter Slowenenvertreter ausspricht und deshalb nicht an der Konsenskonferenz teilnimmt. Laut ORF sagte Haider, "wir sind ja keine Lausbuben, die sich von irgendwelchen Hitzköpfen dirigieren lassen." Nach Konsens klingt das nicht. Wir erinnern Sie daran, dass Ihre Bundesregierung seit 2001 nach einem Erkenntnis des Verfassungsgerichtshofes für die Aufstellung weiterer zweisprachiger Ortstafeln in Kärnten hätte sorgen müssen. Stattdessen verschleppen Sie mit den Konsenskonferenzen die Lösung der offenen Ortsnamengebung. Nicht von ungefähr mahnte der Präsident des Verfassungsgerichtshofes Korinek eine Umsetzung des Erkennisses an. Die österreichische Politik kümmert sich aber nicht darum. Ein Verfassungsurteil scheint in Österreich ist dürftiges Gewicht zu haben. Ihr Nationalratspräsident Khol Andreas Khol brach gezielt einen diplomatischen Streit mit Slowenien los und bezeichnete den Staatsvertrag als einen Vertrag aus der Zeit des Kalten Kriegens. Die Botschaft darin - sich davon zu verabschieden, auch von der Umsetzung konsequenter Minderheitenrechte. > Nur so kann Ihre Konsenskonferenz verstanden werden, Herr Bundeskanzler. Welchen Sinn macht es, mit Befürwortern und Gegnern von zweisprachigen Ortstafeln darüber zu diskutieren, ob die verfassungsmäßig vorgeschriebenen Ortstafeln aufgestellt werden sollen oder nicht. Die Zusammensetzung der Konsenskonferenz weist darauf hin, daß Ihnen gar nicht daran gelegen ist, die Erkenntnis des Verfassungsgerichtshofes umzusetzen. Sie suchen nach dem entsprechenden Konsens im Mitte-Rechts-Lager. > Die Lösung der Ortstafelfrage im zweisprachigen Kärnten liegt bei Ihnen. Setzen Sie doch mit einer Verordnung die Erkenntnis des Verfassungsgerichtshofes um. Folgen Sie dem engagierten Beispiel Ihres Vorgängers Bruno Kreisky, der trotz radikalen Widerstandes aus Kärnten die Aufträge zum Minderheitenschutz aus dem Artikel 7 des Staatsvertrages - wenn auch jahrzehnte verspätete - umzusetzen begann. Die Volksgruppengesetze tragen die Handschrift Kreiskys und Ihres verstorbenen Parteifreundes Felix Ermarcora. > Sie setzten - gemeinsam mit anderen mutigen Politikern - minderheitenpolitische Akzente. Das heutige Österreich scheint in dieser Frage mutlos geworden zu sein. Der Entwurf der neuen österreichischen Verfassung ist ein Rückschritt. Im Vergleich zur italienischen Verfassungsreform, in der sich die Südtiroler Volkspartei trotz gespannten Verhältnisses zur Mitte-Rechts-Regierung mit ihren Abänderungen einbringen konnte, zielt der österreichische Verfassungsentwurf auf eine "Domestizierung" der sechs Sprachminderheiten ab. > Ihr Kärntner Club-Obmann Grilc trägt mit seiner Wortmeldung auch nicht zur Klärung bei. Laut Grilc ist der Wille für eine Lösung der Ortstafelfrage in Kärnten vorhanden. Doch sind Ortstafeln alleine nicht ausschlaggebend für eine zukunftsorientierte Minderheitenpolitik. Eine gemeinsame Vertretung der slowenischen Sprachgruppe im Kärntner Landtag hat laut Grilc mehrere Vorteile. Ein Vertreter der Minderheit, der durch Wahlen sein Mandat im Kärntner Landtag erhält, wäre damit der legitimierte Ansprechpartner für Fragen in Zusammenhang mit der Minderheitenpolitik des Landes. > Voraussetzung ist aber ist die Abschaffung der Wahlhürde, die von den großen Parteien im Kärntner Landtag bisher strikt verteidigt wurde. Kärnten wusste bisher erfolgreich eine eigenständige politische Vertretung der slowenischen Minderheit zu verhindern. Grilc bringt zweifelsohne ein wichtiges Thema zur Diskussion. Aber er fordert dazu auf, "die Ortstafel-Frage aussetzen, um eine neue Sachlichkeit in der Minderheitenfrage zu erreichen. Grilc will einen kompetenten, von der Bevölkerung gewählten Mandatar. Die derzeitigen Funktionäre fahren schnell, um abgestraft zu werden. Das ist laut Grilc der falsche Weg, eine faire, offene und sachliche Volksgruppen-Politik zu betreiben. > Das klingt so, als ob nur Grilc weiß, was eine faire, offene und sachliche Minderheitenpolitik ist. Warum hat er diese bisher nicht umgesetzt? Verantwortung an dieser Entwicklung hat letztendlich die Kärntner Politik, die deutschnationale Koalition aus FPÖ, ÖVP und SPÖ. Herr Bundeskanzler, machen Sie diesem Trauerspiel ein Ende. Einigen Sie sich mit den Vertretern der Kärntner Slowenen, entsprechende Vorschläge liegen bereits vor. > Siehe auch: * www.gfbv.it: www.gfbv.it/2c-stampa/2005/050124ade.html | www.gfbv.it/2c-stampa/2005/050112ade.html | www.gfbv.it/2c-stampa/04-1/040705de.html | www.gfbv.it/2c-stampa/04-1/040701de.html | www.gfbv.it/2c-stampa/04-1/040220de.html | www.gfbv.it/2c-stampa/03-2/031110de.html | www.gfbv.it/2c-stampa/03-2/031110de.html | www.gfbv.it/3dossier/oevz/2005/050112.html | www.gfbv.it/3dossier/eu-min/oe-klestil.html | www.gfbv.it/3dossier/eu-min/oe-konvent.html | www.gfbv.it/3dossier/eu-min/regenbogen.html > * www: www.nsks.at/aktualno.php | www.magnifique.at/gradivo/050303_nsks_kancler.pdf | www.magnifique.at/gradivo/050303_nsks_stufenplan.pdf ================================================ 14 GRW/Nichtwähler/Aufruf/KPÖ Von: KPÖ Steiermark ================================================ KPÖ Steiermark Lagergasse 98a 8020 Graz Tel. 03 16 / 71 24 36 Fax 03 16 / 71 62 91 email: kpoe_stmk at hotmail.com Dienstag, 8. März 2005 Presseinformation der KPÖ Steiermark Steirische Gemeinderatswahlen KPÖ-Aufruf an mögliche Nichtwähler Die Gemeinderatswahlen in Niederösterreich haben ein Sinken der Wahlbeteiligung um 3 Prozentpunkte und den Anstieg der Zahl der ungültigen Stimmen um 1000 gebracht. Diese Tatsache ist in den Berichten über die Verschiebung der Stimmanteile zwischen den Parlamentsparteien untergegangen. Für viele Menschen hat das Wählen seinen Sinn verloren, weil damit immer seltener positive Veränderungen für die Mehrheit der Bevölkerung erreicht werden können. Durch Wahlenthaltung machen sie die herrschenden Parteien aber noch stärker. Die niedrige Wahlbeteiligung ist am Tag nach der Wahl vergessen. Sie hat nur bewirkt, dass die herrschenden Parteien weniger Stimmen für ein Mandat gebraucht haben. Sie reden von einem Wahlsieg, wenn sie Tausende Stimmen verloren haben. Dabei geht es - wie die Arbeit des Grazer KPÖ-Stadtrates Kaltenegger zeigt - auch anders. In der steirischen Landeshauptstadt haben die WählerInnen mit ihrer Stimme ermöglicht, dass eine andere Politik zumindestens in Ansätzen verwirklicht werden kann. Bei der Gemeinderatswahl am 13. März tritt die KPÖ in 15 steirischen Gemeinden an. Sie steht für Initiative, Kontrolle und Information der Menschen. Wir rufen all jene, die sich in diesen Tagen überlegen, ob sie überhaupt zur Wahl gehen sollen, auf, in Leoben, Bruck/Mur, Kapfenberg, Gußwerk, Trofaiach, Eisenerz, St. Peter-Freienstein, Knittelfeld, Zeltweg, Judenburg, Fohnsdorf, Bärnbach, Kalsdorf, Raaba und Mürzzuschlag auf, für die KandidatInnen der KPÖ zu stimmen. Rückfragehinweis: 0316/ 71 2436 KPÖ-Steiermark Lagergasse 98 a 8020 Graz Tel.: 0316 71 24 36 Fax 0316 71 62 91 email: kp.stmk at kpoe-graz.at; kpoe_stmk at hotmail.com ================================================ 15 Which side are you on? Von: ASt-LFI ================================================ Which side are you on? Stellungnahme des ArbeiterInnenstandpunkt zu den BAHAMAS-Veranstaltungen der KPÖ (aus: Red Newsletter 142, Informationsdienst des ArbeiterInnenstandpunkt, 7. März 2005, www.arbeiterInnenstandpunkt.net) Am 9.3. bzw. 19.3. sollen im KPÖ-eigenen Kulturzentrum 7*Stern in Wien zwei Veranstaltungen mit BAHAMAS-Autoren stattfinden. Dies stellt die bislang größte Provokation der KPÖ gegen die Anti-Kriegsbewegung und alle fortschrittlichen AktivistInnen dar. Die Zeitschrift BAHAMAS ist die provokativste Strömung innerhalb des sogenannten antinationalen Lagers (zum politischen Charakter der Antinationalen siehe unseren Beitrag “Zur Mentalität der Antinationalen und der politischen Furchtsamkeit der Linken", www.arbeiterInnenstandpunkt.net). Sie bejubelte uneingeschränkt den US-imperialistischen Angriffskrieg auf Afghanistan und den Irak. In ihrer berüchtigten, drei Tage nach dem 11. September 2001 veröffentlichten, Erklärung “Hinter dem Ruf nach Frieden verschanzen sich die Mörder" forderte die BAHAMAS-Redaktion “Militärschläge gegen islamische Zentren". Der BAHAMAS-Redakteur Sören Pünjer bekennt sich offen zur Übereinstimmung der antinationalen Ziele mit denen der US-amerikanischen Neokonservativen: “Ähnlich wie es Hegel mit Napoleon ging, kann ein Kommunistenherz (...) derzeit nur höher schlagen, wovon die Neokonservativen in den USA derzeit getrieben sind: Der Versuch der Umwälzung der Verhältnisse in einer ganzen Region (des Nahen Ostens; Anmerkung der Redaktion), die es bitter nötig hat". (beide Zitate nach Bernhard Schmid: Deutschlandreise auf die “Bahamas"; in: Gerhard Hanloser (Hrsg.): 'Sie warn die Antideutschesten der deutschen Linken', 2004, S. 53f.) Da ist es nur konsequent und folgerichtig, daß der für den 9.3. vorgesehenen Referent, Thomas Becker, in einem BAHAMAS-Beitrag offen einen imperialistischen Angriff auf den Iran fordert: “Der bisherige Verlauf des Kriegs gegen den Terror, der Verlust Afghanistans und des Irak, drängt den Iran in die Rolle einer letzten mächtigen Bastion des Jihad, in das Zentrum des Terrors und seiner Bekämpfung. Der Iran ist ein legitimes Ziel im Krieg gegen den Terror." (BAHAMAS 45/2004, http://www.realization.info/pol/most/5.html) Hand in Hand mit der Unterstützung für den US-Imperialismus geht die uneingeschränkte Solidarität mit dem zionistischen Staat Israel und seiner rechtsradikalen Regierung Sharon. Jede Militäroperation der israelischen Armee (Israeli Defence Force, IDF) gegen das palästinensische Volk wird mit Losungen wie “IDF in Ramallah - das ist die Antifa!" bejubelt. Diese reaktionäre Kriegshetze verknüpfen die antinationalen Schreihälse der BAHAMAS mit offenen Rassismus. So formulieren der BAHAMAS-Redakteur Justus Wertmüller die Ablehnung des Baus einer Moschee in Berlin mit folgenden Worten: “Seit dem November 2004 wird auf diesem letzten Kreuzberger Trümmergrundstück ein Gebetstempel für die Ziegenficker des Propheten gebaut, um mit Theo van Gogh zu sprechen, oder präziser mit Elias Canetti: für die islamische Gebetsmeute." (Justus Wertmüller: Verständnis, Toleranz und Respekt.Antirassisten und Islamisten gemeinsam gegen rechte Verbindungen, Bahamas 46/2005, http://www.redaktion-bahamas.org/auswahl/web46-1.htm) Und nun sollen diese rassistischen Kriegstreiber im KPÖ-Lokal 7*Stern auftreten. Der KPÖ-Pressesprecher Didi Zach lehnte zwar in einer Stellungnahme jede direkte Verantwortung der KPÖ für die BAHAMAS-Veranstaltung ab. Doch diese ist in etwa genauso glaubwürdig wie die Aussage der KPÖ-Führung vor wenigen Monaten, daß ihr die faschistische Vergangenheit (Gegenwart?) des Käufers des EKH's nicht bewußt war. Tatsache ist, daß das 7*Stern im Eigentum der KPÖ ist (deswegen wird es auch auf der Homepage der KPÖ Wien zentral beworben, siehe http://wien.kpoe.at/news/). Und Tatsache ist ebenso, daß - laut der eigenen 7*Stern-Homepage (http://www.7*Stern.net/) - das führende KPÖ-Wien Mitglied Waltraud Stiefsohn die “Kontaktperson für Saalanmietungen, Programmerstellung und -koordinierung" ist. Mit anderen Worten: ohne explizite Zustimmung der Wiener KPÖ-Führung könnte die BAHAMAS-Veranstaltung niemals stattfinden. Daher trägt die KPÖ die volle politische Verantwortung für diese Provokation gegen die Antikriegsbewegung. Die KPÖ muß sich entscheiden, auf welches Seite sie steht. Sie präsentiert sich gerne als führende Kraft in der Antikriegsbewegung und übt - gemeinsam mit anderen reformistischen Kräften - eine bürokratische Kontrolle über die Bewegung aus. Mit diesem vor allem durch ihre Gelder und weniger ihre Mobilisierungsstärke erkauften Einfluß setzt sie ihre Politik um, die sich folgendermaßen umschreiben läßt: nach rechts, in Richtung antinationale Cheerleader für den Imperialismus, kokketieren und nach links, in Richtung revolutionäre Linke und Antiimperialismus ausgrenzen. So verweigerten ihre VertreterInnen im Bündnis für den internationalen Aktionstag am 19. März dem ArbeiterInnenstandpunkt und REVOLUTION oder sonst irgendeiner anti-imperialistischen VertreterIn das Rederecht bei der Demonstration. Führende KPÖ-Vertreter wie Franz Schäfer oder Günther Hopfgartner lehnen sogar das Recht der ehemaligen KPÖ-Opposition oder auch der AIK ab, offiziell als UnterstützerInnen für diese Demonstration aufzuscheinen. Doch so ausgrenzend und bürokratisch die KPÖ nach links agiert, so freundschaftlich geht sie mit den Kriegstreibern und Freunden der Besatzung um. Sie pflegt freundschaftliche Beziehungen zu den Bagdadern Quislingen, der pro-amerikansichen Irakischen Kommunistischen Partei. Sie duldet die Freunde des Unterdrückerstaates Israels in ihren Reihen. Und jetzt bietet sich auch noch den rassistischen Kriegshetzern der BAHAMAS ein Forum. Im Privatleben steht es jedem frei, so viele Beziehungen wie gewünscht zu pflegen. Aber in der Politik kann man nicht gleichzeitig mit den KriegsbefürworterInnen und den KriegsgegnerInnen ins Bett gehen. Die KPÖ muß sich entscheiden: Which side are you on? Auf welcher Seite steht ihr? Wir fordern die KPÖ auf, umgehend die für den 9.3. und 19.3. vorgesehenen BAHAMAS-Veranstaltungen abzusagen. Wir fordern alle fortschrittlichen AktivistInnen auf, ihre Ablehnung gegen diese Provokation zu bekunden. ArbeiterInnenstandpunkt, 2005-03-07 ================================================ 16 Schwerpunkt Irak - Inhaltsverzeichnis, Bestellmöglichkeit Von: wadi wien ================================================ mit der Bitte um Weiterleitung und Verbreitung: Context XXI (www.contextxxi.at) erscheint demnächst mit dem Schwerpunkt IRAK. Bei Interesse an der Zusendung dieser Ausgabe als Gratisheft, bitten wir um Bekanntgabe Ihrer Adresse. Wer nicht nur ein Gratisprobeheft beziehen, sondern die Zeitschrift auch mit einem Abo unterstützen will: bitte ebenfalls um Zusendung eines mails mit der Abo-Bestellung an: redaktion at contextxxi.at Ein Abo in Österreich kostet ¤ 33 im Jahr, man kann es auch zu ¤ 22 als Sozialabo bestellen. Ein Abo außerhalb Österreichs kostet ¤ 38 im Jahr, man kann es auch zu ¤ 30 als Sozialabo bestellen. Übersee: ¤ 44. Es gibt eine Fülle von Abo-Geschenken, unter denen ausgewählt werden kann. U.a. sind das die beiden Neuerscheinungen des ca ira Verlags: "Irak. Von der Republik der Angst zur bürgerlichen Demokratie?" herausgegeben von Mary Kreutzer und Thomas Schmidinger sowie “Suicide Attack. Zur Kritik der politischen Gewalt" von Gerhard Scheit und “Amerika. Der ’War on Terror' und der Aufstand der Alten Welt", herausgegeben von Thomas von der Osten-Sacken, Andrea Woeldike und Thomas Uwer (2003). Weitere Infos über Context XXI sind unter www.contextxxi.at nachzulesen. Danke für Ihre Unterstützung, wir freuen uns über jedes Abo und auch über Ihr Interesse an einer Gratis-Probe-Ausgabe! mit freundlichen Grüßen, die Context XXI Redaktion ------------------------------------------------------- Zum vorläufigen Inhaltsverzeichnis der demnächst erscheinenden Schwerpunktnummer: Context XXI Nr. 1/2005 Schwerpunkt : Irak Mary Kreutzer: Kein wildes Kurdistan. Eine Foto-Reportage Hussain Ali Bawa: Der Irak nach den Wahlen. Sind die Wahlen allein ein Garant für die Demokratisierung des Iraks? Walid Al-Khalily: Kindheit unter Saddam Ali Al-Zahid: Die Ethnisierung des Irak Sana Ahmed-Al-Khalily und Suhad Al-Zahid: Szenen zweier Frauen aus dem Irak. Zwei Exil-Irakerin berichten über die Entwicklung der Lage der Frauen im Irak und ihre persönlichen Erlebnisse Judith Götz: “Eine Hand alleine kann nicht klatschen." Interview mit Hawrre Talabani Nasi Missouri: Entwicklung und Folgen des Taliban-ähnlichen Regimes in Faludja Falah Muradkhin Shakir: Geschenke aus Österreich. Die Nimsawi Thomas von der Osten-Sacken: Die Wahlen im Irak Thomas Schmidinger: Der Tyrann und der Warlord. Der Irak zwischen einem “failed state" und beginnendem “nationbuilding". Kasim Talaa: “Ein richtiger Weg, aberŠ" Die irakische Linke nach den Wahlen. Mirza Dinnayi: Islamistischer Terror in Mosul. Zur aktuellen Situation der Yeziden und vieles mehr........ -- WADI - Verband für Krisenhilfe und solidarische Entwicklungszusammenarbeit e-mail: wadi.wien at gmx.at Tel.: 0699-11365509 Spendenkonto in Österreich: Kontonummer 07.405.301 Evangelische Kreditgenossenschaft eG BLZ 31800 IBAN: AT10 3180 0000 0740 5301 BIC: EVKRATW1 Website mit weiteren Informationen zu Projekten von Wadi und Veranstaltungshinweisen: www.wadinet.at SMS bei wichtigen e-mails und Ihre Gedanken sind frei ... Alle Infos zur SMS-Benachrichtigung: http://www.gmx.net/de/go/sms ================================================ B) TERMINE ================================================ ======================== Mittwoch http://mund.at/butt/Termine/Maerz/0903.htm Donnerstag http://www.mund.at/butt/Termine/Maerz/1003.htm Freitag http://www.mund.at/butt/Termine/Maerz/1103.htm ======================== ================================================ D) EDITORIAL ================================================ Für den Inhalt verantwortlich: Ihr. E-Mail-Adresse für Beiträge: widerstand at no-racism.net geschickt. widerst at nd MUND und alle Termine täglich aktualisiert im Web: http://www.no-racism.net/MUND Ziel von MUND (medienunabhängiger Nachrichtendienst) ist die unzensurierte und möglichst rasche Information über gesellschafts- politisch relevante Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu Widerstand und Antirassismus sowie verwandte Themen. sollen einen Titel, Namen und Emailadresse der/des AutorIn enthalten und möglichst kurz und prägnant gehalten sein, ev. mit Hinweis, wo weitere Informationen eingeholt werden können. Bitte keine Attachments! Die inhaltliche und sachliche Verantwortung liegt bei der/dem jeweiligen AutorIn bzw. jenen, die uns die Beiträge schicken. Der MUND wird von einzelnen TagesredakteurInnen zusammengestellt. Da Fehler nicht ausgeschlossen sind, bitten wir, nicht veröffentlichte Beiträge nochmals an widerstand at no-racism.net zu senden. Die Weiterleitung (auch auszugsweise) ist erwünscht. Beiträge mit rassistischen oder sexistischen Inhalten werden nicht veröffentlicht. Sehr persönliche Meldungen werden wir an den betreffenden Adressaten weiterleiten, aber nicht im MUND veröffentlichen. Die bisherigen Ausgaben sind unter http://www.no-racism.net/MUND archiviert. Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage: * Wann: Sonntag, 11.11.2001, 11:11 Uhr * * Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" * * Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf * * Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie. Aber kurz und prägnant.* Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch stillschweigend Zensur zu üben. Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die Nichtaufnahme geliefert. (Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.) Die AbsenderInnen der betroffenen Beiträge werden hiervon informiert. Im Sinne einer "gläsernen Zensur" könnt ihr Euch die Beiträge gerne extra schicken lassen: Ein kurzes Mail an widerstand at no-racism.net genügt. ================================================ E) VERTEILERLISTE ================================================ Zur Eintragung in diesen Verteiler bitte direkt subskribieren unter http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/analle oder von der einzutragenden Adresse aus ein mail schicken an: admin at no-racism.net mit folgendem Text: subscribe no-racism Bitte wegen Automatisierung diesen Wortlaut verwenden! Zur Austragung aus dieser Liste bitte an zusammengestellt. Bitte keine Attachments! (werden nicht angenommen) Redaktionsschluss für diese Ausgabe: Mi 4.00 Uhr III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III ü, ö, ä, ß, Ü, Ö, Ä III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III widerst at nd-MUND is powered by http://alt.strg.at/ ================================================ _______________________________________________ Techred mailing list Techred at no-racism.net http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/techred From analle at no-racism.net Thu Mar 10 10:46:46 2005 From: analle at no-racism.net (analle at no-racism.net) Date: Thu, 10 Mar 2005 10:46:46 +0100 Subject: =?iso-8859-1?q?MUND=3A_Donnerstag=2C_10=2E_M=E4rz_2005?= Message-ID: <01fc01c52556$13a012c0$4e046d50@chello.at> MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst www.no-racism.net/mund Donnerstag, 10. März 2005 ================================================ A) INHALT ================================================ ============================================== 01 Cannabis Kriminalisierung From: m.holy at found.net ============================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ============================================== 02 Kundgebung gegen rechtsextremes Treffen From: sonja at slp.at ============================================== 03 Gratis in Meidling From: akin.buero at gmx.net ============================================== 04 hvala partizanke From: p at kinoki.at ============================================== 05 "Operation Spring" From: Schnittpunkt at gmx.at ============================================== 06 Austrian Burma Center From: akin.buero at gmx.net ============================================== 07 Speakerscorner From: august.faschang at oeticket.com ============================================== 08 Diskussion: Jugend, Politik und neue Medien From: wassermair at t0.or.at ============================================== 09 EU-Verfassung I From: bundesvorstand at kpoe.at ============================================== 10 EU-Verfassung II From: office at werkstatt.or.at ============================================== 11 so ein glück From: grundrisse at gmx.net ============================================== 12 Diskussion Venezuela From: ottobruckner at netscape.net ============================================== 13 Sexualethik und Kommunismus From: agm at agmarxismus.net ============================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND KOMMENTARE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ============================================== 14 Erklärung zum Polizeieinsatz From: wadi.wien at gmx.at ============================================== 15 Doch kein Patent auf Neem-Baum From: akin.buero at gmx.net ============================================== 16 Nachruf: Peter Benenson From: akin.buero at gmx.net ============================================== 17 Rechte/Inhaber... From: depesche at quintessenz.com ============================================== 18 Türkei, Tüwi... From: akin.buero at gmx.net ============================================== 19 Brasilien: Polizei ermordet Landlose From: akin.buero at gmx.net ============================================== 20 Spanien: Landarbeiter ermordet From: akin.buero at gmx.net ============================================== 21 ACUS zum Frauentag From: verin.stadtteilz.simmering at chello.at ============================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< KOPFTUCH ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ============================================== 22 ACUS From: verin.stadtteilz.simmering at chello.at ============================================== 23 Baghajati From: baghajati at aon.at ============================================== ================================================ B) TEXTE ================================================ ============================================== 01 Cannabis Kriminalisierung From: m.holy at found.net ============================================== From: "Heinz HOLY" Subject: Cannabis Kriminalisierung guxx! heute hatte mein bruder eine hausdurchsuchung. mehr weiss ich auch noch nicht. die vorgeschichte ist bereits im internet dokumentiert: http://found.at/hanf/20040214/ --- So schnell kann es gehn ... Am Vormittag des 14.2.2004 saß ich mit dem Notebook in meinem Wohnzimmer und arbeitete für meine Firma. Plötzlich läutete es. Vor meinem Haus in Tribuswinkel (Stadtgebiet Traiskirchen) standen zwei Gendarmeriebeamte. Sie befragten mich, ob sich eine "Ausländerin" und ein angeblich von ihr entführtes Kind illegal bei mir aufhielten. Als ich dies verneinte, gestattete ich den Beamten auf Nachfrage die Nachschau im Haus, die erfolglos blieb. Bei der nachfolgenden Nachschau in einem angebauten Geräteschuppen konnten die Beamten zwar in der eigentlichen Sache auch nichts finden, stießen dort aber auf sieben Hanfpflanzen. Diese wurden danach von den herbeigerufenen Beamten der Suchtgiftabteilung, gemeinsam mit etwas getrocknetem Cannabiskraut und den Rauchutensilien, sichergestellt. Bei der Einvernahme habe ich alle mir von der Exekutive gestellten Fragen wahrheitsgemäß beantwortet, da mir von den Beamten versichert wurde, dass mir im Fall einer Zusammenarbeit auch nichts Ernsthaftes widerfahren wird. Ich konsumiere seit meinem 17. Lebensjahr - also seit Anfang der 80er Jahre - Cannabisprodukte. Die ersten Jahre war der Konsum schon alleine auf Grund der Beschaffungsproblematik eher selten und sporadisch. Um mit dem Drogenmilieu als solches nicht mehr in Kontakt kommen zu müssen, habe ich zu Beginn der 90er Jahre beschlossen, mich mit der Aufzucht von Hanfpflanzen für den Eigenbedarf zu beschäftigen. Da es damals nicht so einfach wie heute war, sich Informationen zum diesem Thema, geschweige denn entsprechende Samen zu beschaffen, waren diese ersten Anbauversuche nur wenig erfolgreich. Erst mit der Zeit lernte ich den Umgang mit der Pflanze. Ich ließ die Samen keimen und zog die Jungpflanzen im Haus vor, bevor ich sie - vergleichbar mit Tomatenpflanzen - im Garten oder der Natur aussetzte. Der Anbau in der Natur hat sich aber nicht bewährt. Die meisten Pflanzen waren "verschwunden" bevor ich ernten konnte. So entschloss ich mich dann vor etwa fünf Jahren zum Anbau unter Kunstlicht. Ich hatte immer wieder die Möglichkeit mich über Wirkungen, Nebenwirkungen und Folgen im Zusammenhang mit dem Konsum von Drogen und Medikamenten zu informieren. Ich habe in meinem bisherigen Leben auch schon oft genug gesehen, was Drogen aus Menschen machen können - in unsrer Region vor allem der Alkohol - und verzichte daher gerne darauf. Ich trinke kaum mehr Alkohol und nur noch gelegentlich Kaffee, ich rauche seit der Jahrtausendwende keine Zigaretten mehr und konsumiere auch keine harten Drogen. Ich hatte immer wieder die Chance mit aus meiner Sicht wissenschaftlich und medizinisch kompetenten Leuten über dieses Thema zu sprechen und die Reaktionen waren eher cannabisfreundlich. Die wenigen negativen Aussagen stützten sich lediglich auf das Verbot selbst und/oder die Suchtproblematik generell. Ich konnte mich mit Hilfe von Cannabis nicht nur erfolgreich von den Suchtgiften Alkohol und Nikotin lösen, es half mir auch bei der Stressbewältigung und befreite mich von Schlafstörungen, Depressionen und Migräne. Zusätzlich linderte der Konsum den durch Pseuriasis verursachten Juckreiz bzw. wurde durch die Reduktion des Stresspegels auch die Pseuriasis selbst gelindert. Und was jetzt? - Bin ich jetzt auf einmal kriminell - ein Verbrecher! Finanziell hat mich die ganze Angelegenheit bisher etwa ein halbes Jahresgehalt gekostet. Was das heißt, kann sich wohl jeder selbst vorstellen. Ich bin über 20 Jahre Führerscheinbesitzer und auch im Straßenverkehr noch nie aufgefallen. Ich habe Führerschein und Matura als Cannabiskonsument gemacht. Ich halte mich auch körperlich fit und stehe trotz meines Konsums sowohl privat als auch beruflich im Leben. Ich habe mich nie als Krimineller gefühlt und fühle mich auch jetzt nicht als solcher, weil ich das was ich gemacht habe mit meinem Gewissen vereinbaren kann. Verbrechen sind schadhafte Handlungen oder Verhalten gegenüber anderen - das trifft in meinem Fall sicher nicht zu. Ich fühle mich allerdings in die Illegalität und Kriminalität gedrängt und darunter leide sehr. Anfangs hat die ganze Sache vor allem innerfamiliäre Repressalien ausgelöst. Nach dem Erscheinen eines etwas verfänglichen Berichtes in einer regionalen Wochenzeitung hat auch mein Ansehen einige Schrammen abbekommen - gottseidank nicht bei allen, denn auf der anderen Seite durfte ich viel freundliches und unterstützendes in dieser Zeit erfahren und dafür möchte ich mich auch bedanken. Es gibt mir die Kraft durchzuhalten und am Weg zu bleiben. Mit 31.3.2004 erhielt ich die Anklage der Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt, in der mir die aus den vergangenen zehn Jahren hochgerechnete Menge von 4.000 Gramm vorgeworfen werden. Diese Menge habe ich natürlich nie auf einmal besessen und geht weit über die entsprechende gesetzliche Grenzmenge hinaus. Würde man mein Nettoeinkommen von etwa 1.400 Euro monatlich in gleicher Weise über zehn Jahre aufsummieren und dabei die Ausgaben vernachlässigen, wäre ich zweieinhalbfacher Schillingmillionär! Die von der Staatsanwaltschaft geforderte Strafe nach §28 Abs.2 SMG: Freiheitsstrafe bis zu 5 Jahre ... Mittlerweile habe ich eine medizinische Durchuntersuchung abgeschlossen und bin trotz jahrelangem regelmäßigen Cannabiskonsum physisch, ausgenommen einem wahrscheinlich "ererbten" Bluthochdruck, gesund. Sicherlich gibt es da Kleinigkeiten wie bei vielen anderen auch und mit knappen 40 Jahren auch schon das ein oder andere berufs- und altersbedingte Problemchen wie Kreuzschmerzen und Verspannungen. Nicht zu vergessen meine chronische Pseuriasis, an der ich schon seit meiner Pubertät laboriere. Ausserdem hatte ich schon seit Kindheit immer wieder Gelenksprobleme, Migräneattacken und Magen- bzw. Verdauungsbeschwerden. Alles das war durch den Konsum von Cannabis erträglich, wenn nicht sogar ganz verschwunden. Selbst nach dem Absetzen von Cannabis wegen den Untersuchungen für den Erhalt meines Führerscheines (Drogentest) hatte ich keine Probleme. Erst ab dem für mich unerwarteten Eintreffen der Anklage der Staatsanwaltschaft stand ich plötzlich unter massivem psychischem Druck. Darauf war ich nicht vorbereitet. Existenzängste kamen hoch und ich stürzte in eine Depressionen, die ich eine Zeit lang nur mit Beruhigungsmittel und Antidepressiva kontrollieren konnte. Durch den zunehmenden Stress ist auch mein Blutdruck gestiegen, sodass ich jetzt Blutdrucksenker nehmen muss. Für etwa zweieinhalb Monate konnte ich wegen Unruhe und Konzentrationsproblemen meiner Arbeit als EDV-Techniker und Programmierer nicht nachgehen. Mir reichte der Stress vor der Verhandlung und ich bin mit meinem Fall zu diesem Zeit auch das erste Mal an die Öffentlichkeit gegangen. Darf es sein, dass in einem demokratischen Land wie der Republik Österreich die Freiheit eines erwachsenen und mündigen Bürgers, der niemandem einen Schaden zugefügt hat, bedroht wird, weil ihn eine veraltete Gesetzgebung zum Kriminellen macht? Am 26.4.2004 erhielt ich die Ladung zur öffentlichen Verhandlung meines Falles am 26. Mai 2004 im Landesgericht Wiener Neustadt. Mit Donnerstag, 6. Mai 2004, hatte ich auch einen Anwalt, der mich "in meinem Sinne" vertreten wollte. Am 13. Mai war ich trotz positiven Selbsttest in den Morgenstunden im Labor. Nach acht Wochen endlich das Ergebnis: negativ. Und noch etwas positives für mich: Ich habe mir das Rauchen abgewöhnt ... ;-) Ich wollte natürlich wieder und hab es auch gleich probiert - drei mal. Dann hab ich aufgegeben. Es hat einfach zu stark gekratzt im Hals. Als Alternative bot sich zur oralen Einnahme, zum Beispiel als Tee, auch gemeinsam mit anderen Kräutern, die Aromatherapie mittels Vaporisator. Endlich konnte ich wieder auf Beruhigungs- und Schmerzmittel verzichten und auch die Dosis der Blutdrucksenker wieder halbieren. Bei der Verhandlung am 26. Mai 2004 wurde ich vom Schöffengericht schuldig gesprochen und zu einer Strafe von einem Jahr bedingt auf drei Jahre verurteilt. Mein Anwalt wollte einen angesehenen Primar in den Zeugenstand holen, was aber vom hohen Gericht nach einer Beratung nicht zugelassen wurde. Auch ein zweiter Antrag zur Einholung eines Gutachtens (komplexes psychosomatisches Krankheitsbild, inkl. Anamnese) wurde abgelehnt. Ein beigebrachtes Gutachten wurde in den Akt aufgenommen aber nicht verlesen. Eine der Begründungen für das Urteil war, dass meine "Leiden" im Verhältnis zu einem MS-Patienten (etc.) "zu gering" seien um eine Medikation mit Cannabis zu begründen. Es wurde mir geraten die zur Verfügung stehenden schulmedizinischen Präparate zu nutzen, obwohl ich wiederholt darauf hingewiesen habe, dass ich solche schon verwendet habe und mit entsprechenden Nebenwirkungen, die dann ebenfalls wieder schulmedizinisch behandelt wurden, zu kämpfen hatte. Ich habe meinen Anwalt gebeten, in Berufung zu gehen bzw. Nichtigkeit anzumelden. Seit Anfang Juli nehme ich Dronabinol, ein (halb-)synthetisch hergestelltes Delta-9-THC. Das Medikament hat eine ähnliche Wirkung wie natürliches Cannabis, macht aber nicht so müde, da es nur THC enthält, nicht aber die anderen (über 60, nicht psychoaktiven) Cannabinoide. Ich nehme zur Zeit im Schnitt 4 Kapseln (also 10 mg) pro Tag ein. Dronabinol ist mit über ¤ 90,-- für 30 Kapseln a 2,5 mg THC ziemlich teuer - zirka fünfmal so teuer wie beim Eigenanbau. Da ich pro Woche etwa 30 Kapseln verbrauche, zu teuer um mir selbst eine längere Behandlung finanzieren zu können. Mit August wurde mir das Medikament von der Krankenkasse genehmigt, 120 Kapseln pro Monat. Die Kosten von etwa ¤ 370,-- übernimmt jetzt die Kasse. Rechne ich das wieder so hoch wie mir Staatsanwalt und Richter meinen Eigenbau hochgerechnet haben, dann habe ich der Krankenkasse in den letzten 10 Jahren ¤ 44.400,-- an Medikamentenkosten "erspart". In Österreich ist auch zur Medikation ausschließlich das (teure halb-)synthetische Cannabinoid erlaubt. Natürliches (günstigeres) Cannabis ist auch zur medizinischen Anwendung verboten. 100 Milligramm THC in Form von Hanfblüten kosten etwa 2 bis 10 Euro. Die selbe Menge in Form von Dronabinol-Kapseln zu 2,5 mg kommt auf rund 90 Euro. Das heißt also: THC darf nur konsumiert werden, wenn "wer" daran verdient. Vielleicht sollten darüber die Verantwortlichen einmal nachdenken! Anfang Dezember erhielt ich einen Anruf meines Anwaltes. Er erklärte mir, dass meine Berufung wegen Nichtigkeit abgelehnt wurde. Am 21.12. 2004 erhielt ich die Ladung zur Berufungsverhandlung am 12.1.2005 im Oberlandesgericht Wien. In dieser Verhandlung wurde die Strafe auf 6 Monate bedingt für drei Jahre herabgesetzt - ein Teilerfolg. Am Morgen des 8.3.2005 läutete es abermals. Zwei Beamten in Zivil standen mit einem Hausdurchsuchungsbefehl vor der Tür - mein Vater hat mich beim Landesgericht angezeigt. Gefunden: 3 Gläser mit insgesamt etwas über 180 g Cannabiskraut. *Nicht nur ich halte das Verbot von Cannabis für ungerechtfertigt sondern auch für gefährlich. Eine Drogenpolitik die ihre Inhalte nicht auf die wissenschaftlichen Fakten bezüglich der Gefährlichkeit von Substanzen stützt, untergräbt damit ihre eigene Glaubwürdigkeit. Dadurch, dass es per Gesetz keine Trennung von harten und weichen Drogen gibt, wird von vielen die Cannabis bereits probiert und festgestellt haben, dass die Gesetzgebung in keinster Weise etwas mit der Gefährlichkeit der Substanz zu tun hat, auch die Gefährlichkeit anderer Drogen angezweifelt. Damit wird bewusst eine Hemmschwelle umgeworfen, die die Konsumenten eigentlich schützen sollte. Eine weitere Hemmschwelle, nämlich die der Illegalität, hat man spätestens mit dem ersten Konsum von Cannabis auch schon hinter sich gelassen; oft jedoch schon zuvor beim Kauf von Cannabis und/oder durch Beschaffungskriminalität. Durch das Einkaufen bei Dealern am Schwarzmarkt kommen viele Cannabiskonsumenten zwangsweise in Kontakt mit anderen, meist härteren, Drogen. Diese gesetzliche Situation schützt nicht vor harten Drogen sondern bewirkt eher das Gegenteil. *der letzte Absatz stammt in etwa aus einem orf.at foreneintrag, verfasser nicht mehr bekannt Andreas Holy ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ============================================== 02 Kundgebung gegen rechtsextremes Treffen From: sonja at slp.at ============================================== bitte weiterverbreiten *** bitte weiterverbreiten *** bitte weiterverbreiten *** RFS-Wien und die Burschenschaft Gothia laden für Freitag 11. März zu einer Veranstaltung über "Natioaldemokratische Hochschulpolitik in der Bundesrepublik" mit Safet Babic. Safet Babic war u.a. Kandidat der NPD bei den Europawahlen 2004. Er wurde vor einigen Jahren an der Uni Trier "geoutet", an der er versuchte durch einen Sitz im StudentInnenparlament seine rechtsextreme Propaganda zu betreiben. (wenn ihr ihn ausgoogelt, findet ihr eine reihe einschlägiger Infos über ihn!) Daher GEGENKUNDGEBUNG 11. März Treffpunkt: 18.00 1010 Wien, U-Bahnstation Volkstheater-Parlament vor dem Denkmal der Republik 18.15 Demonstration: Route: Dr. Karl-Renner-Ring - Rathausplatz (Verlängerung Stadiongasse) - Reichsratsstrasse Abschlusskundgebung (18.30-22.00) vor der Reichsratsstrasse 7 (RFJ-Keller) Bitte seid pünktlich (der RFS beginnt um 19.00) bitte weiterverbreiten *** bitte weiterverbreiten *** bitte weiterverbreiten *** ************ Sonja Grusch, Sozialistische LinksPartei - SLP Österr. Sektion des CWI ************ ============================================== 03 Gratis in Meidling From: akin.buero at gmx.net ============================================== ********************************************************** akin-Pressedienst. Aussendungszeitpunkt: Dienstag, 8. Maerz 2005; 19:09 ********************************************************** Kapitalismus/Alternative/Initiativen: > Gratis in Meidling Wiens erster Kost-Nix-Laden ist eroeffnet. Allerdings nicht in Neubau beim gruenen Bezirksvorsteher, wo seit eineinhalb Jahren versucht wird, dem Bezirk die notwendige Unterstuetzung fuer ein solches Projekt abzuringen, sondern im "roten" Meidling. Am 8.Februar wurde in den Raeumlichkeiten des Stadtteilzentrums "Bassena" (Wien 12., Am Schoepfwerk 29/Stg. 14, Eingang: gegenueber Kirche) der dort so genannte "Gratis-Bazar" eroeffnet. (1) Nicht mehr benoetigte, aber noch gut brauchbare Dinge aller Art, von CD's ueber Haushaltsgeraete und Spielzeug, sollen in das Stadtteilzentrum gebracht werden. Sperrigere Gegenstaende wie groessere Moebelstuecke sind als Benachrichtigungen praesent und harren der Abholung bei ihren bisherigen Besitzen. Jeweils am Dienstag (von 10 bis 20 Uhr) und Mittwoch (von 10 bis 17 Uhr) ist der "Gratis-Bazar" geoeffnet. Aus den Bestaenden koennen die Besucher pro Person und Tag bis zu drei Stuecke nach freier Wahl kostenlos mitnehmen. Am Oeffnungstag nahmen etwa 300 Menschen das Angebot an. Waehrend der Oeffnungsstunden der "Bassena" werden unbeschaedigte Sachen fuer den "Gratis-Bazar" angenommen: Montag von 13 bis 18 Uhr, Dienstag von 9 bis 20 Uhr, Mittwoch und Donnerstag von 9 bis 18 Uhr, Freitag von 9 bis 13 Uhr. Der "Gratis-Bazar" wendet sich gegen unbedachten Konsum und motiviert seine Besucher zum bewussten Umgang mit Ressourcen. Erwachsene, Jugendliche und Kinder lernen durch dieses Projekt den Wert gebrauchter Dinge wieder schaetzen. Doch neben der Bedachtnahme auf die erzieherische Wirkung verbinden die Bassena-Leute ihre Aktivitaet auch mit klarer Gesellschaftskritik. In einer Aussendung betonen sie, dass im Jahr 2001 hierzulande 12% der Bevoelkerung als arm oder armutsgefaehrdet galten, waehrend es in Oesterreich 540 Menschen gibt, die ein Vermoegen ueber 30 Millionen Dollar ihr eigen nennen. Die Leute der WEG-Initiative mit ihrem Zielgebiet Neubau sind einstweilen noch auf den virtuellen Raum angewiesen. Sie bieten eine Gratis-Boerse im Internet an. (2) Tatsaechlich existiert das System schon lange in Wien -- allerdings informell und an vielen Orten. Bei uns im Graetzel sind das die Muellcontainer hinterm Supermarkt. Dort legen schon seit Jahren mitdenkende Menschen brauchbare Dinge statt in die Muelltonne daneben auf den Boden, weil sie wissen, dass bald jemand vorbeikommen wird, der dafuer Interesse zeigen koennte. -br- Links: (1) Schoepfwerk http://www.bassena.at/ (2) WEG http://www.geldlos.at/index_ressourcenpool.php *************************************************** Der akin-pd ist die elektronische Teilwiedergabe der nichtkommerziellen Wiener Wochenzeitung 'akin'. Texte im akin-pd muessen aber nicht wortidentisch mit den in der Papierausgabe veroeffentlichten sein. Nachdruck von Eigenbeitraegen mit Quellenangabe erbeten. Namentlich gezeichnete Beitraege stehen in der Verantwortung der VerfasserInnen. Ein Nachdruck von Texten mit anderem Copyright als dem unseren sagt nichts ueber eine anderweitige Verfuegungsberechtigung aus. Der akin-pd wird nur als Abonnement verschickt. Wer versehentlich in den Verteiler geraten ist, kann den akin-pd per formlosen Mail an akin.buero at gmx.at abbestellen. ************************************************* 'akin - aktuelle informationen' a-1170 wien, Lobenhauerngasse 35/2 vox: ++43/1/535-62-00 (anrufbeantworter, unberechenbare buerozeiten) http://akin.mediaweb.at akin.buero at gmx.at Bankverbindung lautend auf: föj/BfS, Bank Austria, BLZ 12000, 223-102-976/00, Zweck: akin ============================================== 04 hvala partizanke From: p at kinoki.at ============================================== hallo, wir beteiligen uns bei einem diagonale-programm zur fehlenden perspektive der partisanInnen (16.3.) und laden fuer montag den 21.3. zur premiere einer dokumentation ueber den zusammenhang von zwangsarbeit und arbeitsmigration. ausserdem finden sich unten wieder zahlreiche hinweise auf andere veranstaltungen. besonders hinweisen moechten wir auf die lesung hanne hiobs am freitag: "Nun lebt wohl und werdet Kämpfer" - Letzte Briefe aus dem KZ. mit herzlichem gruss, kinok p KINOKIS MIKROKINO Politische Filmabende, momentan ca. 2x monatlich, an diversen Orten auftauchend... kinoki. Verein fuer audio-visuelle Selbstbestimmung mikrokino at kinoki.at | http://www.kinoki.at Newsletter subskribieren bzw. abbestellen unter: http://www.kinoki.at/mailman/listinfo/kinoki-mikrokino Foerderpreis Politische Kulturarbeit 2004 der IG Kultur Oesterreich. Hvala Partizanke! Warum fehlt die Position der PartisanInnen im audiovisuellen Gedächtnis der zweiten Republik? Filmprogramm, Gespraech und Vortrag, Diagonale 2005 präsentiert von der Filmgruppe im Rahmen der Aktionsplattform "Österreich 2005: Das Vorsorge-Paket gegen ein Jahr Heimat-Feiern": Anja Salomonowitz, Bady Minck, Tina Leisch (kinoki), Peter Grabher (kinoki) und Ljubomir Bratic Mittwoch 16.3. Diagonale, Graz Filmprogramm: 16 Uhr KIZ Diskussion: 18 Uhr - KIZ Spiegelsaal (1. Stock) Im Anschluss (20 Uhr): Vortrag von Guenther Jacob. 60 Jahre Republik, 50 Jahre Staatsvertrag und 10 Jahre EU-Mitgliedschaft: das ist das Programm des Jubiläumsjahrs 2005. Die relativierende Ballung der Jubiläen lässt vermuten, dass es sich um ein konzertiertes revisionistisches Unternehmen handelt. Eine Verschärfung der Verzerrung der österreichischen Nachkriegsgeschichte, ein noch radikalerer Schub an Chauvinismus, österreichischem Opfermythos und Nationalismen. Wird jetzt die Tatsache der Befreiung der Opfer des Nationalsozialismus durch Alliierte und PartisanInnen und ihre Würdigung zusehends ersetzt durch die ebenso falsche wie scheinheilig-selbstmitleidige Behauptung, Österreich als Ganzes wäre Opfer des Nationalsozialismus und gar erst 1955 befreit worden? Bereits das 70jährige Jubiläum des Februar 1934 hat gezeigt: Anstelle einer umfangreichen Debatte über den Austrofaschismus und seine Kontinuitäten bis in die Gegenwart wurde der Diskurs in Politik, Medien und Gesellschaft nach rechts verschoben. Hier sind nachhaltige Effekte zweier Perioden der Bundesregierung von ÖVP und FPÖ zu erkennen, die in den Jahren seit 2000 eine weitgehende Verschränkung von neoliberalen und autoritär-nationalistischen Tendenzen in Gang gebracht hat. Das Jubeljahr 2005 ist ein weiterer Höhepunkt in der hegemonialen Verankerung dieser Politik. (Aktionsplattform Österreich 2005: Das Vorsorge-Paket gegen ein Jahr Heimat-Feiern) Unser filmischer Beitrag zum Jubiläumsjahr 2005 konzentriert sich auf Themen und Bilder, die nicht in die offizielle Geschichtsschreibung und in das audiovisuelle Gedächtnis der Republik eingegangen sind. Während das österreichische Mainstream-Kino den Opfermythos bebilderte und eine heimatliche Traumwelt projizierte, in der sich die affektiven Besetzungen der NS-Zeit diskret erhalten konnten, finden sich nur wenige Filme über Opfer und Täter des Nationalsozialismus, über die nur exemplarisch stattgehabte Entnazifizierung, über die Kontinuität der NS-Eliten und über erste Klassenauseinandersetzungen wie den Oktoberstreik 1950. Die Erzählungen der vertriebenen Jüdinnen und Juden, der "Displaced Persons", der ZwangsarbeiterInnen, der PartisanInnen und WiderstandskämpferInnen wurde weitgehend zum Verschwinden gebracht. Nicht ein großer Film über Mauthausen. Unser Programm möchte exemplarisch einige dieser Lücken thematisieren und Filme präsentieren, die trotzdem entstanden, wenn auch nicht in Österreich, sondern in Jugoslawien und den USA. Nach 1945 produzierten die Alliierten Filme, die der "Re-Education", der demokratischen und antifaschistischen "Umerziehung" dienten und die deutsche und österreichische Bevölkerung zunächst mit Bildern aus den befreiten Konzentrationslagern konfrontierten um sie von ihrer Schuld am Aufstieg des Nationalsozialismus und an der Shoah zu überzeugen. Bekannte Regisseure wie Billy Wilder, Joseph von Sternberg, Henri Cartier-Bresson oder Alexander Hackenschmied wirkten an diesen Filmen mit, die in Österreich nur bis 1947 gezeigt wurden. Deutschland erwache (D/USA 1945) ist ein besonders eindrückliches Beispiel des Genres. Der Beginn des Kalten Krieges bedeutete das Ende solcher Entnazifizierungsversuche. Die Shoah wurde zunehmend verdrängt, alle Parlamentsparteien buhlten vor den Wahlen von 1949 um die Stimmen der ehemaligen NSDAP-Mitglieder. 1943 hatten die Alliierten in der Moskauer Deklaration einen eigenständigen Beitrag Österreichs zu seiner Befreiung zur Bedingung für eine spätere Eigenstaatlichkeit gemacht. Darin hieß es: "Österreich wird aber auch daran erinnert, dass es für die Teilnahme am Kriege an der Seite Hitler-Deutschlands eine Verantwortung trägt, der es nicht entrinnen kann, und daß anlässlich der endgültigen Abrechnung Bedachtnahme darauf, wieviel es selbst zu seiner Befreiung beigetragen haben wird, unvermeidlich sein wird." Den zahlenmäßig und militärisch bedeutendsten Widerstand leisteten die Kärntner slowenischen PartisanInnen. Ihr Kampf wurde als der von den Alliierten geforderte eigene Beitrag zur Befreiung gewertet, und damit zu einer entscheidenden Grundlage für das Zustandekommen des Staatsvertrags 1955. Trotzdem überging die Geschichtsschreibung der Zweiten Republik systematisch die PartisanInnen. Und weil die Geschichte in Österreich nicht aus der Sicht der PartisanInnen erzählt wird, gibt es dazu auch kaum österreichische Filme. Um die ausgeschlossene Perspektive der PartisanInnen zu repräsentieren, zeigen wir Slavica (Jugoslawien 1947), den ersten "Partisanen-Film" Jugoslawiens, wo die Erinnerung an den bewaffneten Kampf gegen die deutschen und österreichischen Nazis zum zentralen Narrativ der Nachkriegsgeschichte wurde. Bis in die 80er Jahre entstanden Hunderte jugoslawischer Filme, die sich an der Geschichte des Partisanenkampfs abarbeiteten, sie zum Mythos erhoben oder zum Vorwand für Kriegsfilm-Exploitation verwendeten. Slavica unterliegt noch nicht der späteren Kodifizierung des Genres und steht noch ganz unter dem Eindruck der Ereignisse, die die SchauspielerInnen selbst durchlebt hatten. In den staatsoffiziellen Jubelfeierlichkeiten wird die Perspektive der slowenischen PartisanInnen einfach verschwiegen. In Kärnten geht die kleinere Regierungspartei, historisch das Auffangbecken der ehemaligen Nazis, einen Schritt weiter: Hier wird von der Landesregierung und minderheitenfeindlichen, faschistoiden Verbänden wie dem "Kärntner Heimatdienst" planmäßig die Perspektive verkehrt und der antifaschistische Kampf der Kärntner PartisanInnen regierungsoffiziell kriminalisiert. Diese Politik wird auch filmisch umgesetzt, etwa in In der glühenden Lava des Hasses, einem Film des Rechtsextremen Andreas Mölzer über die sogenannten "Partisanenverbrechen". Überhaupt entbehren Staatsvertragsjubelfeiern aus Kärntner Sicht nicht einer gewissen Ironie, sind doch wesentliche Bestimmung des Vertrages in Kärnten bis heute nicht erfüllt. Die Aufstellung von zweisprachigen Ortstafeln wird weiterhin verweigert. Und die "Tätigkeit von Organisationen, die darauf abzielen, der kroatischen oder slowenischen Bevölkerung ihre Eigenschaft und ihre Rechte als Minderheit zu nehmen" (Staatsvertrag Artikel 7, Punkt 5) ist beileibe nicht verboten. FILMPROGRAMM Mi., 16.3., 16 Uhr KIZ Deutschland erwache D/USA 1945, Produktion: US-Signal Corps, Beta SP, Schwarzweiß, 23 Min., deutsche Fassung "Amtlicher Film Misc. 1208 Kriegsministerium. Ein Tatsachenbericht zusammengestellt aus offiziellen Filmen von der Filmdienststelle der Armee der Vereinigten Staaten von Amerika." Deutschland erwache gehört zu den Filmen, die unmittelbar nach der Niederlage des "Dritten Reiches" im Rahmen der sogenannten Re-Education produziert wurden, um die deutsche und österreichische Bevölkerung mit ihren Verbrechen zu konfrontieren. Der Film, der bereits ab Mai 1945 gefangenen Wehrmachtssoldaten gezeigt wurde, zeigt Bilder aus den befreiten Konzentrationslagern und von zerstörten Städten und wendet sich im Off-Kommentar direkt und schroff an seine Adressaten: "Die alliierten Generäle haben angeordnet, daß diese Greuel der deutschen Zivilbevölkerung gezeigt werden sollen, damit alle Deutschen sich davon überzeugen können, wie die Nazis gehaust haben. Aus dem selben Grunde zeigen wir euch diesen offiziellen Film. Wir zeigen euch diese Wagenladung voller Toten, sodaß ihr sie nie vergessen sollt. (...) Wir wissen, daß unter euch Männer sitzen, die uns heute zwar erzählen wollen, nie Nazis gewesen zu sein, die sich in Wirklichkeit aber nicht geändert haben und heute noch an Hitlers Theorien festhalten." Einleitung: Thomas Tode, Filmemacher und Filmwissenschaftler, Hamburg Slavica Jugoslawien 1947, 35 mm, Schwarzweiß, 94 Min., Originalfassung, deutsche Übersetzung live eingesprochen Regie: Vjekoslav Afric Drehbuch: Vjekoslav Afric Produktion: Avala Film Beograd Musik: Silvije Bombardeli Schnitt: Maja Ribar, Dusan Aleksic DarstellerInnen: Irena Kolesar, Dubravko Dujsin, Marjan Lovric, Carka Jovanovic, Ljubisa Jovanovic, Jozo Laurencic, Boza Nikolic, Ivka Rutic, Dejan Dubajic, Joza Rutic, Predrag Milanov, u. v. a. Slavica war die erste jugoslawische Spielfilm-Produktion nach 1945. Vjekoslav Afric (Hvar 1906 - Split 1980) drehte den Film mit bescheidenen Mitteln und fast ausschließlich mit LaiendarstellerInnen, die selbst bei den PartisanInnen gewesen waren. Irena Kolesar, die Darstellerin von Slavica, stammte aus einer linken Familie und war Friseurgehilfin gewesen, bevor sie sich 1943 den PartisanInnen anschloss und beim "Theater der Volksbefreiung" Schauspielerin wurde. Titelgebende Hauptfigur des Films ist die Partisanin Slavica, die mit Marin und einer Gruppe von der Fischerei-Kooperative ein gerade gebautes Fischerboot vor den italienischen Besatzern versteckt. Sie werden entdeckt und gefangen genommen, doch die Partisanen befreien sie. In der Folge nehmen sie an einer Reihe von deren Aktionen teil. Slavica stirbt schließlich in einer Seeschlacht und ihr Schiff, eines der ersten der jugoslawischen Kriegsflotte, wird nach ihr benannt... "Bemerkenswert ist, dass der Held des Films nicht John Wayne oder Humphrey Bogart ist, sondern eine Frau. Dies weist deutlich darauf hin, dass der Zweite Weltkrieg ein Krieg war, in dem alle Jugoslawen und Jugoslawinnen kämpften, Männer wie Frauen. Ideologisch reflektiert diese Realität einen Teil des Reizes des Neuen Jugoslawien unter kommunistischer Führung, welcher eine klassenlose Gesellschaft auf der Basis der Gleichheit der Geschlechter versprach." (Andrew Horton) Einleitung: Daniel Rafaelic, Filmhistoriker und -archivar / Kroatische Kinemathek, Zagreb GESPRÄCH Mi 18 Uhr - KIZ Spiegelsaal (1. Stock) Hvala Partizanke! Lipej Kolenik, Partisan und Autor Daniel Rafaelic, Filmhistoriker und -archivar / Kroatische Kinemathek, Zagreb Thomas Tode (Filmemacher und Filmwissenschaftler, Hamburg) Günther Jacob (Publizist, Hamburg) Anja Salomonowitz (Filmemacherin, Wien) Tina Leisch (Film-, Text-und Theaterarbeiterin, Wien) VORTRAG Mi 20 Uhr - KIZ Spiegelsaal (1. Stock) Die Zukunft der Vergangenheitsbewältigung. Über die symbolische Sanierung Österreichs im Jubiläumsjahr Günther Jacob (Publizist, Hamburg) Links: Österreich 2005 - Das Vorsorge-Paket gegen ein Jahr Heimat-Feiern! http://www.oesterreich-2005.at Diagonale 2005 http://www.diagonale.at *** Vorschau: #125 Montag, 21. März 2005, 20 Uhr (Eintritt frei) Kunsthalle Wien / project space karlsplatz, 1040 Wien, Karlsplatz/Treitlstraße 2 KINOKIS MIKROKINO PRÄSENTIERT IN KOOPERATION MIT DEM BÜRO FÜR UNGEWÖHNLICHE MASSNAHMEN: ERINNERUNGEN AN ZWANGSARBEIT UND ARBEITSMIGRATION nach österreich. Erinnerungen an Zwangsarbeit und Arbeitsmigration A 2005, 50 Min., DVD, Erstaufführung! Regie, Drehbuch, Produktion: arge pilotinnen, Vida Bakondy und Renée Winter. Mit: Cvijeta Bojanovic, Mejra Huremovic, Jozefa Luberda, Anna Malec, Jadwiga Nowak, Dariusz Pawlos, Anna Urbajs, Sieglinde Wrann. Kamera Polen: Lisbeth Kovacic. Kamera Wien, Linz, Velden: Tina Leisch. Kamera Firma Elfin: Sabine Marte. Schnitt, Untertitelung, Postproduktion: Beatrix Bakondy: Übersetzung und Interviewführung Polen: Anna Kowalska. Übersetzung und Interviewführung Linz: Ljiljana Radonic. Interviewführung Wien und Velden: Vida Bakondy. Sprecherin: Veronika Weidinger. Im Auftrag von BUM - Büro für ungewöhnliche Massnahmen / Initiative Minderheiten. In "nach österreich. Erinnerungen an Zwangsarbeit und Arbeitsmigration" werden Fragen nach Kontinuitäten bzw. Brüchen von Zwangsarbeit und Arbeitsmigration am Beispiel des Fischfabriksunternehmens C. Wahrhanek aufgeworfen. Ausgangspunkt der filmischen Dokumentation sind die biographischen Erzählungen ehemaliger Arbeiterinnen der Fischfabrik. Die erinnerte/n Geschichte/n machen die historischen wirtschaftlichen, politischen und sozialen Rahmenbedingungen ebenso zum Thema wie die Handlungsmöglichkeiten der Arbeiterinnen. Nach der Filmvorführung Gespräch mit einigen am Film Beteiligten. Link: BUM - Büro für ungewöhnliche Maßnahmen http://no-racism.net/openup/bum.htm *** Hinweise: 1. Fr 11.3., 18:30/Christkönigskirche Pötzleinsdorf: Lesung Hanne Hiob-Brecht + Streichquartett: "Nun lebt wohl und werdet Kämpfer" - Letzte Briefe aus dem KZ 2. Ausschreibung: Videowettbewerb 2005: odyssee im staatsraum - display your dissent! 3. Ausschreibung: Internationales Independent Video/Filmfestival "Ohne Kohle" 4. Ausschreibung: Im Rausch. Kunstwettbewerb zum Jubeljahr 5. Mi 9.3.-Fr 8.4./Galerie IG Bildende Kunst, Gumpendorfer Straße 10-12: Ausstellung: Zone 2005. 6. Do 10.3., 18 h/Tanzquartier Wien: Podiumsdiskussion zur Ästhetik des Politischen (ÖZG-Zeitschriftenpräsentation) 7. Sa 12.3., 10-17 h/VHS Favoriten: Film- und Kulturtag zu Venezuela 8. Do 17.3., 19 h/TU AudiMax: CineLatono-Filmabend zu Mexico 9. März/Filmarchiv: Programme zu Fritz Grünbaum, Hermann Kosterlitz, Unerwünschtes Kino 1934-1938, Filmhimmel Österreich 10. 9.+10.4./WUK: filmcoop-workshop: Yoga & Video (Final Cut Pro 3.0 & Yoga 1.0 =:) *** 1. "Nun lebt wohl und werdet Kämpfer" - Letzte Briefe aus dem KZ Lesung von Hanne Hiob, Streichquartett "Die Sieben letzten Worte unseres Erlösers am Kreuze" von Joseph Haydn Freitag 11.3.2005, 18:30 h Christkönigskirche Pötzleinsdorf, 18., Schafberggasse 2 (Endstation Linie 41) Seit 1985 ist Hanne Hiob, Tochter Brechts mit dem Programm "Nun lebt wohl und werdet Kämpfer" - Letzte Briefe aus dem KZ mit Streichquartett und mit der Sängerin Gabi Klees an Schulen in Österreich und Deutschland unterwegs. Am 11. März 18:30 wird sich Hanne Hiob zu diesem Zweck auf einen "musikalisch-literarischen Kreuzweg" begeben um in der Christkönigskirche Pötzleinsdorf letzte Briefe aus Konzentrationslagern und Gefängnissen, die Zeugnisse des faschistischen Terrors aus vergangenen und heutigen Tagen zu lesen. Joseph Haydn schrieb"Die Sieben letzten Worte unseres Erlösers am Kreuze" im Jahr 1785 für einen Domherrn im spanischen Cadiz. Der originalen Orchesterfassung folgte 1787 eine Fassung für Streichquartett. Das ausführende Streichquartett: - Arkadij Winokurov (geb. Kiew/Ukraine). Ab 1971 Solist bei der Kiewer Staatsphilharmonie und Leiter der Kammerorchesters. Seit 1992 in Ö. Mitglied der Wiener Streichersolisten sowie Lehrer am Konservatorium in Wien und Linz. - Gisela Bauer: geb. Wien. Preisträgerin bei "Jugend musiziert" und beim Musikwettbewerb in Stresa. Substituiert dei den Wiener Symphonikern an der Wiener Volksoper - Friedrich Bauer: geb in Kärnten. Mitglied der Wiener Streichersolisten. Professor am Wiener Konservatorium - Georg Frischenschlager: geb. in Salzburg. 1966-1998 Solocellist an der Wiener Volksoper. Mitglied des Wiener Kammerorchesters der Wiener Streichersolisten. Konzertiert im In- und Ausland "Nun lebt wohl und werdet Kämpfer" Introduzione. Maestoso ed Adagio Fragment einer Chronik Largo. Pater dimitte illis, nonenim sciunt, quid faciunt. (Vater vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun.) Schicksal der Zigeunerkinder aus der St. Josephspflege in Mulfingen Grave e cantabile. Amen dico tibi: hodie mecum eris in paradiso. (Wahrlich ich sage Dir, heute wirst Du mit mir im Paradies sein.) Vier Widerstandskämpfer Grave. Mulier, ecce filius tuus, et tu, ecce mater tua! Weib, siehe, das ist Dein Sohn, und Du, siehe, das ist Deine Mutter!) Brief einer unbekannten Jüdin Largo. Eli, Eli, lama absahthani? (Mein Gott, mein Gott, warum hast Du mich verlassen?) Das Schicksal der Homosexuellen Adagio. Sitio (Mich dürstet) Walter Kämpf Lento. Consumatum est! (Es ist vollbracht!) Hermann Danz Largo. Pater! In manus tuas commendo spiritum meum. (Vater, ich befehle meinen Geist in Deine Hände.) Brief eines jüdischen Jungen J. Jewtuschenko: Solang die Mörder Leben auf der Welt Presto e con tutta la forza. Il terremoto (Das Erdbeben) Schlußwort Hanne Hiob Joseph Haydn: Die sieben letzten Worte unseres Erlösers am Kreuze" Textzusammenstellung und Sprecherin: Hanne Hiob *** 2. |--- | AUSSCHREIBUNG |--- | 2005: odyssee im staatsraum - display your dissent! |--- | Ein minus2005 Kurz-Film/Visual/Video-Wettbewerb |--- | http://www.oesterreich-2005.at/wettbewerb |--- |--- | Was ist "2005: odyssee im staatsraum - display your dissent!" ? |--- "2005: odyssee im staatsraum - display your dissent!" ist ein Kurz-Film/Visual/Video-Wettbewerb. Es gilt, die Bilderproduktion der regierungs- und ORF-offiziellen Geschichtsschreibung zu dekonstruieren und auseinander zu nehmen. Positionen und Argumente gegen Nationalismus und Geschichtsrevision sollen in Lauf-Bilder umgesetzt werden, um sichtbar zu machen, was vom offiziellen 2005er Jubiläum verdrängt, unterdrückt, verfälscht, vergessen gemacht wird. |--- | Welche Kriterien muss die Einreichung erfüllen? |--- Der minus2005 Kurz-Film/Visual/Video-Wettbewerb hofft auf Beiträge, die den allzu geläufigen Bildern und Narrativen "eigene" und differenzierte Betrachtungsweisen entgegen setzen. Somit stehen auch bei der Schwerpunktsetzung Aspekte im Vordergrund, die in massenmedialen Informationskanälen meist keine Erwähnung finden. Dies betrifft vor allem: |--- | 1 |--- Geschichtspolitische Perspektiven, die sich auf kritische Weise mit der offiziellen Darstellung der österreichischen Vergangenheit auseinander setzen (z.B. angebliche Opferrolle Österreichs, Verschweigen der NS-Kontinuitäten in der Nachkriegszeit, unzureichende Thematisierung der Arisierungen, Verweigerung der Entschädigung gegenüber Überlebenden des NS-Regimes, Ausblendung von PartisanInnen bei der Befreiung, Kontinuität von Antisemitismus). |--- | 2 |--- Kritische Auseinandersetzung mit Nationalismus und Österreich-Konstruktionen. In diesem Zusammenhang ist auch die Frage von Bedeutung, wie durch identitätsstiftende Mythen und nationalistische Bilder gesellschaftliche und politische Ausschlüsse geschaffen werden (z.B. gegenüber MigrantInnen und Andersdenkenden). D.h. auch diejenigen Menschen und Meinungen, Zustände und Verhältnisse, Gedanken und Zusammenhänge ins Bild und hinter die Kamera treten zu lassen, die von nationalistischer Jubelei ins Abseits gestellt werden. |--- | 3 |--- Kritische Auseinandersetzung mit Macht- und Herrschaftsinszenierungen. Das so genannte Jubiläumsjahr bietet zahlreiche Anlässe zur Repräsentation der Regierenden (z.B. Staatsvertragsfeierlichkeiten). Die Aufmerksamkeit soll der Wirkungsmacht des Politmarketings gewidmet sein. |--- | Wer kann mitmachen? |--- Einreichen können Einzelpersonen, Vereine oder Gruppen, die für diesen Wettbewerb einen eigenen, themenbezogenen audiovisuellen Beitrag vorlegen. |--- | Was soll eingereicht werden? |--- Audiovisuelles Material in der Länge zwischen einer und 30 Minuten. Zusätzlich soll zu jedem Kurz-Film/Visual/Video eine einminütige Version produziert werden, die auf www.oesterreich-2005.at veröffentlicht wird. Zugelassen werden die Formate miniDV und DVD. Beide Beiträge, d.h. sowohl die Lang- als auch die Kurzversion, müssen auf einer Kassette/DVD vorhanden sein. Die Langversion ist an den Anfang zu stellen und der Beginn des Beitrags mit einem Farbbalken und mindestens 20 Sekunden Schwarzfilm zu versehen. Auch die einminütige Version ist vom Kurz-Film/Visual/Video durch mindestens 20 Sekunden Schwarzfilm zu trennen. Ein vollständig ausgefülltes Einreichformular ist der Einreichung beizulegen. Siehe: http://www.oesterreich-2005.at/av/wettbewerb/oe2005_wettbewerb.rtf |--- | Support |--- Für Menschen und Gruppen, die zwar gute Ideen haben, aber nicht über die notwendigen Geräte bzw. das notwendige Know-how zur Produktion eines Kurz-Films/Visuals/Videos verfügen, kann ein Support zur Verfügung gestellt werden. |--- | Preis |--- Der Preis des Wettbewerbs ist Öffentlichkeit. Der prämierte Beitrag wird in seiner einminütigen Version in verschiedenen Kinos in ganz Österreich vor dem Hauptfilm gezeigt. Außerdem werden ausgewählte Einsendungen auf einer DVD publiziert. |--- | Jurysitzung |--- Die Jurysitzung wird am 30. April öffentlich stattfinden, um die Prämierung transparent zu machen. Zur Jury zählen Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens in Österreich wie Ruth Beckermann (freie Autorin, Filmschaffende), Barbara Eppensteiner (Programmintendantin Community TV Wien), Araba Evelyn Johnston Arthur (PAMOJA - Bewegung der jungen afrikanische Diaspora, Diagonale), Lisl Ponger (Bildende Künstlerin, Filmemacherin) und Gerald Weber (Sixpack Film). |--- | Einsendeschluss |--- 15. April 2005 |--- | Anschrift für die Einsendung/Ansprechpartnerin |--- mailto:film at oesterreich-2005.at http://www.oesterreich-2005.at/ c/o IG Kultur Österreich z.Hd. Daniela Birk Gumpendorfer Str. 63b A-1060 Wien http://www.igkultur.at/ Tel: +43-1-503 71 20 Fax: +43-1-503 71 20-15 *** 3. OHNEKOHLE05 2. Internationales Independent Video/Filmfestival "Ohne Kohle" Wien/Österreich Mainz/Deutschland Juli 2005 Einreichfrist: 15.04.05 www.ohnekohle.net *** 4. IM RAUSCH Kunstwettbewerb zum Jubeljahr Einreichfirst: 01.04.05 www.poolbar.at/public/text.php?aid=455 *** 5. ==ZONE 2005== Zwischen politischer Repräsentation und repräsentativer Politik ============================ ERÖFFNUNG Mittwoch, 9. März 2005, 19 Uhr Galerie IG BILDENDE KUNST ============================ FINISSAGE Freitag, 8. April 2005, 12 Uhr Enthüllung "Monument für die Niederlage. Zeit der Befreiung 1945-1947" Ostarrichi-Park, 1090 Wien ============================ Beteiligte KünstlerInnen/KünstlerInnengruppen: Karin Berger/Elisabeth Holzinger/Lotte Podgarnik/Nadja Trallori, Café Temelin, Marina Grzinic/Aina Smid, Kathi Hofer, Kinoki, Klub Zwei, Martin Krenn/Charlotte Martinz-Turek/Nora Sternfeld/Luisa Ziaja, MAIZ, Andrina Mracnikar, Organisationskomitee Bombenstimmung, Lisl Ponger, Rückgabestelle Salzburg, Anja Salomonowitz, Tim Sharp, Angelika Schuster/Tristan Sindelgruber, Christian Sperl, Hito Steyerl Konzeption und Organisation: Petja Dimitrova, Martin Krenn, Luisa Ziaja ============================ AUSSTELLUNGSDAUER 10. März bis 8. April 2005 DI - FR 10 - 18 Uhr Galerie IG BILDENDE KUNST Gumpendorfer Straße 10-12 1060 Wien Tel: 01-524 09 09 galerie at igbildendekunst.at www.igbildendekunst.at ============================ Aktionsplattform "Österreich-2005: Das Vorsorge-Paket gegen ein Jahr Heimat-Feiern" www.oesterreich-2005.at ============================ *** 6. EINLADUNG ZUM JOUR FIXE Do 10. 3. 2005, 18 Uhr Tanzquartier Wien / Studios Podiumsdiskussion anlässlich der Präsentation der Zeitschrift Ästhetik des Politischen (= ÖZG, Österreichische Zeitschrift für Geschichtswissenschaften 15. Jg. Heft 3 / 2004), Hg. von Anna Schober Ob wir es mit Demonstrationen, Hausbesetzungen, Fernsehauftritten, Straßen-Performances, Versammlungen oder mit Filmen und Zeitungsreportagen zu tun haben - stets erscheinen politische Äußerungen in inszenierter Form. Die Analyse einer Vielzahl unterschiedlicher Auftrittsformen einer Ästhetik des Politischen steht im Zentrum dieses Bandes. Der politische Raum wird als ein Erscheinungsraum begriffen, in dem stets unterschiedliche Stimmen und Perspektiven in Auseinandersetzung stehen. Über das Thema und eine Weiterentwicklung der aufgeworfenen Fragestellungen diskutieren: Sabine Sonnenschein (Choreographin und Performerin) und Stefan Nowotny (Philosoph, republic art), Doron Rabinovici (Historiker und Schriftsteller), Eva Waniek (Philosophin, feministische Theorie), Peter Mörtenböck und Helge Mooshammer (thinkarchitecture) und Anna Schober (Historikerin und Kulturwissenschaftlerin); Diskussionsleitung: Martin Beck (bildende Kunst). Gemeinsam mit Anna Schober freuen wir uns sehr auf Euer/Ihr Kommen, Martina Hochmuth Tanzquartier Wien Theorie- und Informationszentrum Martina Hochmuth Museumsplatz 1 A-1070 Wien tel +43-1-581 35 91-80 tel mobil +43-(0)664-8140409 fax +43-1-5813591-12 m.hochmuth at tqw.at www.tqw.at *** 7. Film- und Kulturtag zu VENEZUELA Samstag, 12.3.2005, 10.00 Uhr - 17.00 Uhr, VHS Favoriten, 1100 Wien, Arthaberplatz 18 Programm: 10.00 Uhr: "Venezuela" (Kurzdokumentation, 2004) 10.15 Uhr: "Chávez no se va" (Kurzdokumentation, 2004) 10.30 Uhr: "Desnudo con naranjas" (Spielfilm, OmeU) 12.15 Uhr: Pause 12.25 Uhr: Venezolanische und lateinamerikanische Lieder, dargeboten von Javier Pedrá (Gitarre), Luis A. Cárdenas (Gesang), Jhibaro Rodríguez (Gitarre) 12.55 Uhr: Mittagspause (lateinamerikanische Imbisse und Getränke) 13.45 Uhr: "Die Bolivarische Revolution - Eine andere Art ist möglich (Doku, OmdU) 15.15 Uhr: "Venezuela nach dem Präsidenten-Referendum 2004" (Kurzdoku, 2004) 15.30 Uhr: Diskussion, Fragen, Antworten (mit Vertretern des Bolivarischen Zirkels Wien) 16.20 Uhr: Pause 16.30 Uhr: Venezolanische und lateinamerikanische Lieder, dargeboten von Javier Pedrá (Gitarre), Luis A. Cárdenas (Gesang), Jhibaro Rodríguez (Gitarre) 17.00 Uhr: Schluss der Veranstaltung Im Rahmen der Veranstaltung werden Bilder des venezolanischen Kunstmalers Luis Melf Esparragoza ("Venezolanische Fragmente") ausgestellt sein. Eine Veranstaltung der VHS Favoriten in Kooperation mit dem Bolivarischen Zirkel Wien VHS-Gästekarte: 2,50 Euro *** 8. Im Rahmen des HTU- Cinestudios (www.cinestudio.at) begann am 29. Oktober die Filmreihe "CINE LATINO". Der fünfte CINE LATINO- Filmabend zu Mexico: Donnerstag, 17.03.2005, 19Uhr, im AudiMax der Techn. Universität, Getreidemarkt 9, 1060Wien "20 und 10: Das Feuer und das Wort" im Orginal: "20 y 10: El fuego y la palabra" Beteiligt an der Ausarbeitung des Filmmaterials zu dieser Dokumentation waren: Ana Bellinghausen, Alberto Cortés, Lucrecia Gutiérrez, Jesús Ramírez Cuevas, Arturo Sampson und Ramón Vera spanisch, deutsche Untertitel, Dauer: 77 min. Diese Dokumentation ist vor dem Hintergrund der Feierlichkeiten zum 20jährigen Jubiläum der Gründung des Ejército Zapatista de Liberación nacional (EZLN) am 17. November 1983 und zum 10. Jahrestag des Aufstandes vom 1. Januar 1994 zu sehen und sie sammelt die Stimmen der zapatistischen Basisgemeinden. "20 und 10: das Feuer und das Wort"; ist der Name der Kampagne, mit der die EZLN anläßlich dieser Jahrestage in ganz Mexiko mobil machte. Die Macher dieser Dokumentation wollen weder die geheime, noch die offizielle Version des EZLN liefern, sondern möchten die bekannte Geschichte des Aufstandes aus einer anderen Perspektive erzählen, jener der Menschen, des Volkes, die an der Basis der Bewegung stehen. Im Gegensatz zu anderen Filmproduktionen handelt es sich hier um eine Sammlung schon existenter, unveröffentlichter Materialien, die auch auf die Zeit vor dem Aufstand zurückgehen. In nicht immer chronologischer Manier sollen die wichtigsten Etappen der zapatistischen Bewegung aus unterschiedlichen Perspektiven nachgezeichnet werden. CompanerAs der Mexico- Plattform werden diesen Abend begleiten und weiterführendes Infomaterial mitbringen. homepage: www/mexico-plattform at gmx.at CINE LATINO ist eine Einladung zum Kennenlernen und besseren Verstehen lateinamerikanischer Realitäten und der Kämpfe der dort lebenden Menschen für eine gerechte und menschenwürdige Zukunft. Der Abend beginnt mit einer kurzen Einführung in das jeweilige Land, von dem der nachfolgende Film berichtet. Der dritte Teil bietet Raum für Fragen, Anmerkungen oder Diskussionsbeiträge zum Gesehenen. Kompetente Personen aus dem Bereich der lateinamerikanischen Solidarität begleiten den jeweiligen Abend. *** 9. Sehr geehrte Damen und Herren, wir möchten Sie auf unser Filmprogramm für den Monat März aufmerksam machen. Die Schwerpunkte sind diesmal: FRITZ GRÜNBAUM 3. bis 6. März 2005, Metro Kino UNERWÜNSCHTES KINO Der deutschsprachige Emigrantenfilm 1934-1938 7. bis 30. März 2005, Metro Kino HERMANN KOSTERLITZ BERLIN - WIEN - HOLLYWOOD 17. bis 30. März 2005, Metro Kino FILMHIMMEL ÖSTERREICH. PROGRAMM 008 bis 009 23. März 2005, Metro Kino PROGRAMM 8 + 9| KAPITEL 1. DAS PRIVILEG ZU SEHEN 23. MÄRZ, 19.00 UHR und 21.00 UHR, METRO KINO Anbei finden Sie unsere Presseinformation. Für Fragen und Wünsche stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung - richten Sie diese bitte an meinen Kollegen Mag. Thomas Ballhausen (t.ballhausen at filmarchiv.at, Tel.: 01/2161300/250) Mit freundlichen Grüßen Karin Moser Filmarchiv Austria Presseinformation Programm März 2005 FRITZ GRÜNBAUM 3. bis 6. März 2005, Metro Kino »Er war eine Zeit lang auch Filmstar«, sagt der Filmkomiker Paul Morgan 1934 über seinen Kollegen und Freund Fritz Grünbaum. Schon 1933 trifft die Vergangenheitsform zu, denn Hitlers Machtergreifung versperrt Grünbaum nach nur zwei Jahren eine weitere Karriere beim deutschen Tonfilm, zwingt ihn zum Rückzug auf die Bühne, wo ihm noch vier Jahre bleiben. 1938 wird Grünbaum verhaftet und in den KZs Buchenwald und Dachau interniert, wo er 1940 stirbt. Fritz Grünbaum, geboren 1880 in Brünn, tritt 1906 seine Laufbahn als einer der sprachgewandtesten und vielseitigsten Vertreter des österreichischen Kabaretts an. Neben erfolgreichen Gastspielen in Berlin arbeitet er vor allem in Wien, wo er 1918 im Simpl mit Karl Farkas das Genre der legendären Doppelconférence begründet. Grünbaum schreibt Operettenlibretti, Schlagertexte, Sketches, Textbücher für Revuen, arbeitet als Tänzer und Schauspieler. Dank des Tonfilms ist Grünbaums vis comica auch optisch erhalten geblieben, dort agiert er als Schauspieler, der in Nebenrollen aber auch in Kurzauftritten seine Wirkung nicht verfehlt. Zu den wichtigsten Produktionen gehören: MEINE FRAU, DIE HOCHSTAPLERIN (D 1931), DER BRAVE SÜNDER (D 1931), ARM WIE EINE KIRCHENMAUS (D 1931), EIN LIED, EIN KUSS, EIN MÄDEL (D 1932), MÄDCHEN ZUM HEIRATEN (D 1932), MENSCH OHNE NAMEN (D 1932). Die Filmschau verweist auch auf die Ausstellung »Fritz Grünbaum >Grüß mich Gott<«, die im Österreichischen Theatermuseum noch bis Mai 2005 zu sehen ist. UNERWÜNSCHTES KINO Der deutschsprachige Emigrantenfilm 1934-1938 7. bis 30. März 2005, Metro Kino Die rassistische Politik der Nationalsozialisten führte kurz nach der Machtergreifung in Deutschland zu einem rasch fortschreitenden Ausschluss jüdischer Filmschaffender aus der deutschen Produktion. Bereits 1934 erfolgten auch in der österreichischen Filmwirtschaft die ersten Schritte zur Durchsetzung des so genannten Arierparagraphen. In dieser schwierigen Situation begannen die verfemten Filmschaffenden hauptsächlich in Österreich vom deutschen Markt unabhängige Filme zu produzieren. Dabei entstanden zwischen 1934 und 1937 26 deutschsprachige Filme abseits reichsdeutscher Ausgrenzung und Verfolgung, die Produktionszentren waren Wien, Budapest, Prag und Stockholm. Viele der an diesen Filmen beteiligten jüdischen Künstler, unter ihnen Richard Oswald, Jakob und Luise Fleck, Franziska Gaal, Hans Jaray, Hermann Kosterlitz, Max Neufeld oder Szöke Szakall, mussten spätestens 1938 endgültig aus Europa emigrieren, einigen gelang die Flucht nicht mehr - Otto Wallburg, Fritz Grünbaum, Kurt Gerron, Rudolf Meinert und Josef Schmidt überlebten den Holocaust nicht. Das Filmarchiv Austria präsentiert, nach einer ersten Retrospektive zum Thema im Jahr 2000, nun eine vollständige Schau der erhaltenen deutschsprachigen Emigrantenfilmproduktion und würdigt damit nicht nur ein wesentliches Kapitel der österreichischen Filmgeschichte, sondern beleuchtet auch einen heute immer noch zu wenig bekannten Bereich der Filmemigration vor 1938. Zur Eröffnung der Retrospektive zeigen wir die Uraufführung der in enger Kooperation mit unserem Haus erstellten internationalen Kinodokumentation UNERWÜNSCHTES KINO/UNWANTED CINEMA von Petrus van der Let. Einen kleinen Filmschwerpunkt zum Thema "Unerwünschtes Kino" wird es auf Empfehlung des Filmarchivs auch im ORF geben: im März 2005 werden PETER und KATHARINA DIE LETZTE, zwei großartige österreichische Emigrantenfilme mit Franziska Gaal in der Hauptrolle ihre TV-Weltpremiere erleben. HERMANN KOSTERLITZ BERLIN - WIEN - HOLLYWOOD 17. bis 30. März 2005, Metro Kino Als der vielleicht wichtigste Regisseur des deutschsprachigen Emigrantenkinos gilt Hermann Kosterlitz. Der am 1. Mai 1905 geborene Berliner war eben im Begriff, sich als Komödienregisseur einen Namen zu machen, als er im April 1933 Deutschland Richtung Paris verlassen musste. Die europäische Universal-Produktion - ein Zentrum des Emigrantenkinos - mit Sitz in Wien und Budapest, engagierte Kosterlitz. Mit dem Universal-Star Franziska Gaal entstanden drei temporeiche, screwballartige Komödien, die heute noch begeistern. Schon 1936 ging Kosterlitz nach Hollywood, wo er als Henry Koster mit THREE SMART GIRLS die amerikanische Universal vor dem Konkurs rettete. Koster wurde zum Garant hochklassiger Unterhaltungsfilme, mit THE ROBE inszenierte er den ersten Cinemascope Film der Geschichte. Mit insgesamt 40 Filmen, die er bis zu seinem Rückzug ins Privatleben 1966 in Hollywood gedreht hat, war Henry Koster, der 1988 im Alter von 83 Jahren in Camarillo/Kalifornien gestorben ist, der kommerziell erfolgreichste Hollywood-Regisseur der deutschen Filmemigration. 2005 wäre er 100 Jahre alt geworden. Ein Anlass, sein umfangreiches und vielfältiges filmischen Schaffen wieder zu entdecken. FILMHIMMEL ÖSTERREICH. PROGRAMM 008 bis 009 23. März 2005, Metro Kino PROGRAMM 8 | KAPITEL 1. DAS PRIVILEG ZU SEHEN 23. MÄRZ, 19.00 UHR, METRO KINO »Szenenbilder aus dem neuesten Sascha-Exklusiv film DAS SPIELZEUG VON PARIS« A 1925 REGIE: Michael Kertész WEGE DES SCHRECKENS A 1921 REGIE: Michael Kertész Die zeitgenössische Filmkritik sah in WEGE DES SCHRECKENS »eine sentimentale Geschichte mit stark romantischem Einschlag«. Heute wirkt der Film wie ein Vorbote des Actionkinos. Die Geschichte zählt weniger als die Lust am Spektakulären. Kertész, der 1921 als einer der modernsten Regisseure galt, nutzt die Angebote der Filmtechnik und lotet Spannungsbögen aus. Ein Zugsunglück mündet in ein brennendes Inferno und eine Verfolgungsjagd forciert gezielt Tempo und das Spiel von Entkommen und Ausweglosigkeit. Klavierbegleitung: Gerhard Gruber PROGRAMM 9 | KAPITEL 1. DAS PRIVILEG ZU SEHEN 23. MÄRZ, 21.00 UHR, METRO KINO FLORA A 1996 REGIE, BUCH und SCHNITT: Jessica Hausner WAS IST LIEBE? A 1924 REGIE: Leopold Niernberger Mitten im Herzen des Kinos. Die Frage nach der Liebe wird gestellt. Doch an wem sie orientieren, wenn die Väter schwach und die Mütter krank sind? Ist den geübten Zuflüsterungen der attraktiven Kavaliere zu trauen oder den schmachtenden Blicken der schüchternen Verehrer? Drei Frauen machen sich auf den Weg ins Leben. Ihre Strategien sind unterschiedlich: abwarten, gegebenenfalls handeln oder versuchen, die Dinge in die Richtung der eigenen Vorstellungen zu treiben. 1995 umkreisen Musik, Familie und soziale Eindrücke die junge Protagonistin wie Satelliten, deren Kokon erst durchbrochen werden muss, um eine eigene Sprache zu finden. Gut siebzig Jahre früher müssen zwei unterschiedliche Schwestern, den Lektionen der Gefühle Paroli bieten, um am Ende vielleicht das Glück zu finden. Klavierbegleitung: Gerhard Gruber FAA-Presse-Kontakt: Mag. Karin Moser Tel.: 216 13 00/ 203, e-Mail: k.moser at filmarchiv.at Mag. Thomas Ballhausen Tel.: 216 13 00/ 253, e-Mail: studienzentrum at filmarchiv.at Das gesamte Programm findet sich ab sofort auch unter www.filmarchiv.at *** 10. filmcoop im WUK workshop: Yoga & Video 9./10. April Videobearbeitung am macintosh - Final Cut Pro und Yoga - Power für Zwischendurch Aus vergangenen Workshops wissen wir, dass es sehr anstrengend ist, in 2 Tagen (Sa/So) ein umfassendes Schnittprogramm wie FCP zu lernen. Desshalb bietet die filmcoop einen Workshop an indem intensive Aufnahme durch Gehirn und Augen/Ohren abwechseln mit Entspannungstechniken (Yoga). Dieses Konzept ermöglicht ein stressfreies Aufnehmen des Stoffes und fördert gleichzeitig die Aufnahmefähigkeit des/der Einzelnen. programm: final cut pro3 / OSX Einführung in die Videobearbeitung mit final cut pro. Vom Digitalisieren bis zum fertigen Video. Videoschnitt und -bearbeitung in Grundzügen. Kosten: euro 80,- (ermaessigt 60,-) Termin: Sa, 9. April und So, 10. April Sa 9.30 - 10.00 Yoga zum Aufwachen 10.00 - 10.15 Tee 10.15 - 12.15 Videoschnitt Workshop 12.15 - 13.00 Yoga 13.00 - 14.30 Mittagspause 14.00 - 17.00 Videoschnitt 17.00 - 17.15 Pause 17.15 - 18.00 Entspannungsyoga So: nach Absprache mit den TeilnehmerInnen Workshopleiterinnen: Elisabeth Klocker, Filmemacherin, Yogalehrerin, dipl. Shiatsupraktikerin Helga Hofbauer, Videotechnik in der filmcoop Ort: Austria FilmCoop Waehringerstr. 59, 1090 Wien Stiege 3, 2. Stock Eingang: Exnergasse Ecke Severingasse Anmeldung: workshop at filmcoop.at http://www.filmcoop.at revolution will not be televised ************************************************* kinoki Gumpendorfer Str. 63B Buerogemeinschaft 1. Stock 1060 Wien Mobile: ++43 (0)650 5031574 Fax: ++43 (0)1 403 87 94-17 mikrokino at kinoki.at http://www.kinoki.at _______________________________________________ kinoki-mikrokino mailing list Un/Subscribe: http://www.kinoki.at/mailman/listinfo/kinoki-mikrokino ============================================== 05 "Operation Spring" From: Schnittpunkt at gmx.at ============================================== From: "Schnittpunkt" Subject: "OPERATION SPRING - Uraufführung Diagonale ´05, Unterstützung durch Sundance, Festivaleinladung nach Nyon" OPERATION SPRING - Uraufführung im Rahmen der Diagonale 2005 in Graz. Wir freuen uns mitteilen zu können, dass der Dokumentarfilm OPERATION SPRING im Rahmen der Diagonale 2005 uraufgeführt wird. Die Vorstellungstermine: Mittwoch, 16.3.2005, 20:30 Schubert 1 Freitag, 18.3.2005, 18:00 Schubert 1 Pressekonferenz: Donnerstag, 17.3.2005, 10:00, Festivalzentrum Palais Thienfeld Weiters geben wir mit Freude bekannt, dass es bereits die erste internationale Festivaleinladung gibt und zwar zum Dokumentarfilmfestival VISIONS DU REEL in Nyon (Schweiz), das vom 18.-24.4. stattfindet. Weitere Informationen zu diesem Festival finden sich unter: www.visionsdureel.ch Wir haben mehrere Jahre an der Realisierung dieses Films gearbeitet, umso mehr freut es uns, dass er schon jetzt, kurz nach der Fertigstellung auf diese positive Resonanz stösst. Bedanken möchten wir uns bei all jenen, die uns bei der Herstellung des Films unterstützt haben. Besonders stolz sind wir darüber, dass es uns gelungen ist, auch internationale finanzielle Unterstützung für den Film zu erhalten. OPERATION SPRING ist der 1. österreichische Dokumentarfilm, der durch den Sundance Institute Documentary Fund, einem Program des Sundance Institute (USA), gefördert wurde. OPERATION SPRING - Inhalt: Im Morgengrauen des 27. Mai 1999 stürmen 850 Polizisten Wohnungen und Flüchtlingsheime in ganz Österreich. Der Codename der Polizeiaktion ist "Operation Spring", es ist die größte kriminalpolizeiliche Aktion seit 1945. Insgesamt werden an die 100 Afrikaner verhaftet. Die Medien berichten von einem noch nie dagewesenen Erfolg der Polizei im Kampf gegen die Organisierte Kriminalität. Mit Hilfe des ersten Großen Lauschangriffs sei es gelungen, die Bosse eines international agierenden Nigerianischen Drogenrings festzunehmen. In den folgenden Jahren entwickelt sich daraus das größte Justizverfahren gegen Afrikaner in Österreich. Fast alle Angeklagten werden verurteilt. Das gesamte Strafausmaß beträgt mehrere hundert Jahre Haft. OPERATION SPRING ist ein Dokumentarfilmthriller über die Erprobung neuer Ermittlungsmethoden und Gesetze in Österreich. Schritt für Schritt werden die damaligen Ereignisse aufgerollt und die Hauptbeweismittel unter verschiedenen Blickwinkeln akribisch untersucht. Während zu Beginn den Schwierigkeiten der Polizei und des Gerichts bei der Handhabung der neuen Ermittlungsmethoden und deren Ergebnissen nachgegangen wird, nehmen die Ereignisse im weiteren Verlauf eine immer bedrohlichere Entwicklung mit kafkaesken Zügen. Beteiligte der involvierten Seiten erzählen, was sie damals erlebt haben, wie sie die Ereignisse wahrgenommen haben. Unter ihnen Richter, Anwälte, ein Beamter aus dem Justizministerium, ein ehemaliger Kronzeuge und ein verurteilter und inhaftierter Afrikaner. Darüber hinaus folgt der Film dem letzten noch offenen "Operation Spring"- Prozess, der im Herbst 2003 zum dritten Mal neu aufgerollt wird. Entwicklungen und Fragen, die in diesem Verfahren auftauchen, werfen im Nachhinein ein neues Licht auf die gesamten Operation Spring Prozesse. Der Film stellt die Frage, ob die Angeklagten jemals die Chance auf ein faires Verfahren hatten. Weitere Informationen und Bilder zum Film finden sich auch unter: www.operation-spring.com TEAM: Idee, Buch, Regie, Schnitt: Angelika Schuster, Tristan Sindelgruber Kamera: Robert Angst Dramaturgische Beratung, Schnitt: Wolfgang Widerhofer FORMAT 94 Minuten, Digi-Beta, Farbe, Stereo OPERATION SPRING wurde unterstützt durch: Sundance Institute Documentary Fund (USA) The Documentary Channel (Canada) Media Plus Filmfonds Wien ORF (Film-Fernsehabkommen) Bundeskanzleramt - Kunstsektion Entwickelt im Rahmen des Media Programms Eurodoc-Script. Unser Dank gilt all jenen, die uns über die Jahre unterstützt und bestärkt haben, diesen Film zu machen und nicht aufzugeben. Angelika Schuster, Tristan Sindelgruber Schnittpunkt - Sindelgruber Tristan, Film- & Multimediaproduktion Große Sperlgasse 19/3 1020 Wien Austria e-mail: schnittpunkt at gmx.at web: www.schnittpunkt-film.com www.operation-spring.com P.S.: Wir würden uns freuen, wenn diese Mitteilung, bei Interesse, weiter geleitet wird. Etwaige Mehrfachzusendungen bitten wir zu entschuldigen. _______________________________________________ ============================================== 06 Austrian Burma Center From: akin.buero at gmx.net ============================================== Initiativen/Termin: > Austrian Burma Center in Wien Information zur menschenrechtlichen und politischen Lage in Burma Das Austrian Burma Center (ABC) ist ein neu gegruendeter Verein fuer Menschenrechte, Informationsaustausch und Kulturfoerderung mit Sitz in Wien. Ziel der Organisation ist es, Menschenrechtsverletzungen in Burma in Oesterreich bekannt zu machen. Kulturelle Veranstaltungen werden ebenso angeboten wie politische Bildungsprojekte. Ein Beitrag zur entwicklungspolitischen Diskussion wird durch Publikationen und eine eigene Homepage geleistet. ABC ist Teil des "European Burma Network" und nimmt an dessen internationalen Kampagnen und Aktionen teil. Entwicklungszusammenarbeit leistet der Verein derzeit in Form einer Kooperation mit "Helfen ohne Grenzen", die Unterstuetzung kommt burmesischen Buergerkriegsfluechtlingen in Thailand zugute. Die Ursache fuer eine Flucht aus Burma stellt das seit 1962 regierende brutale Militaerregime dar. Das Land ist unter dieser Regierung trotz grosser Rohstoffvorkommnisse sukzessive verarmt und zaehlt heute zu den am wenigsten entwickelten Laendern der Welt. In Burma leben ca. 135 verschiedene ethnische Minderheiten. Die Ethnozidpolitik der Militaerjunta hat auf diese Minderheiten verheerende Auswirkungen: Zwangsarbeit, Zwangsenteignung und Zwangsrekrutierung von Kindersoldaten sind ebenso Teil des Alltags wie Vertreibungen, das Abbrennen von ganzen Doerfern und sexuelle Gewalt an Frauen durch das Militaer. Das Recht auf Meinungs-, Versammlungs-, Presse- und Religionsfreiheit kann nur unter Todesgefahr in Anspruch genommen werden. Medizinische Versorgung und Ausbildungsmoeglichkeiten werden den Menschen systematisch vorenthalten. Kinder und Frauen, ZwangsarbeiterInnen und Haeftlinge werden zur Entminung missbraucht. Angeklagte erhalten keine fairen Prozesse und werden unter Anwendung von Folter und menschenverachtenden Haftbedingungen gefangen gehalten. Von all diesen Menschenrechtsverletzungen sind die in Burma lebenden ethnischen Minderheiten am staerksten betroffen. Einen Zusammenhang zwischen Oesterreich, Burma und den dortigen Menschenrechtsverletzungen gibt es besonders im Bereich des Tourismus. Vor der Flutkatastrophe war der Direktflug Wien-Rangon, durchgefuehrt von Lauda Air, international sehr umstritten. Aufgrund der momentan geringeren Nachfrage wird Rangon derzeit nicht angeflogen. Das ABC wird sich, falls es zur Wiederaufnahme dieser Destination und zu keiner Demokratisierung in Burma kommen sollte, dafuer einsetzen, dass ein differenzierter und kritischer oeffentlicher Diskurs zu diesem Thema stattfindet. Das ABC bietet am 9.3.2005 um 18 Uhr eine Moeglichkeit, seine Mitarbeiterinnen und deren ehrenamtliche Taetigkeiten kennen zu lernen. Im Grossen Saal des Afroasiatischen Institutes (Tuerkenstrasse 3, 1090 Wien) wird der Film "Die vergessenen Fluechtlinge Burma's" von Patrick Kofler vorgefuehrt. Der Eintritt ist frei. (Aussendung ABC/bearb.) * Kontakt: Margot Pires Dos Reis-Keckeis, Tel. 0699 1000 7645, abc.burma at gmx.at http://www.austrianburmacenter.at ============================================== 07 Speakerscorner From: august.faschang at oeticket.com ============================================== > -----Ursprüngliche Nachricht----- > Von: August Faschang > Gesendet: Dienstag, 08. März 2005 20:55 > Betreff: Donnerstag (10.3.) > > Liebe Leute! > > Auch am Donnerstag (10.3.) gibt es zusätzlich zur wöchentlichen Mahnwache gegen Schwarzblau in Österreich und Blaurot in Kärnten vor dem Kanzleramt wieder einen Speakerscorner, diesmal - anlässlich des Jahrestags des Anschlusses Österreichs an Nazideutschland am 12.3. - mit einem Referat zum Schicksal österreichischer Deserteure und Selbstverstümmler in der Deutschen Wehrmacht. - Am 12.3.1938 begann mit dem Einmarsch deutscher Truppen (und der Zustimmung weiter Teile der Bevölkerung) die Naziherrschaft in Österreich, die bis 1945 dauern sollte. Die schwarzblaue Regierung und ihre Jubeljahr2005-Propangandist/innen wälzen auch um diesen Jahrestag herum lieber Pläne um rekonstruierte Bombennächte in Wien, die den österreichischen Opfermythos stärken und in den Hintergrund drängen, welche Massenmorde u.a. Verbrechen (auch vieler österreichischer) Nazis den Wiener Bombennächten vorausgingen. Gleichzeitig glänzte die schwarzblaue Regierung im Jänner zum 60.Jahrestag der Befreiung des KZ Auschwitz durch Nichtstun und Ignoranz, dieselbe Ignoranz mit der sie auch den Wehrmachtsdeserteuren nach wie vor gegenübersteht, die rechtlich immer noch schlechter gestellt sind als ehemalige Mitglieder der verbrecherischen Waffen-SS der Nazis. - An einem der nächsten Donnerstage soll es dann einen Speakerscorner zur Behandlung der Wehrmachtsdeserteure in der 2.Republik mit besonderer Berücksichtigung von Schwarzblau geben. > > Treffpunkt ist um 19Uhr45 Ecke Ballhausplatz/Heldenplatz, Beginn 20Uhr. Und danach sind wieder alle Teilnehmerinnen im Stammlokal in der Neustiftgasse willkommen! > > Weitere Termintipps: > Mittwoch (10.3.), 19Uhr, Galerie IG Bildende Kunst: Ausstellungseröffnung "Zone 2005" zu den Auslassungen und Ausschlüssen des von > der österreichischen Regierung ausgerufenen "Jubiläumsjahres 2005", Gumpendorferstr.10-12, 1060Wien - Näheres dazu im ANHANG! > Donnerstag (10.3.),ab 17Uhr: Widerstandslesung (Ecke Ballhausplatz/Heldenplatz). > Donnerstag (10.3.), 20Uhr: Speakerscorner "Wehrmachtsdeserteure" , siehe oben. > Samstag (12.3.), 14Uhr (!neu, nicht 16Uhr!), Amerlinghaus: Treffen der Plattform "Gehrer, tritt zurück" zur Planung weiterer Aktionen. > Samstag (12.3.), 19Uhr, Cafe 7stern: Diskussionsveranstaltung zum Thema: "Wohnungspolitik und Wohnungsmarkt - seit der blau/schwarzen Regierung und die neuesten, geplanten Entwicklungen" mit einem Referat von J.Iraschko (MieterInnen-Initiative), Veranstalterin: GO Dogma, Siebensterng. 31, 1070Wien. > > ligrü Gustl > > ANHANG: > EINLADUNG zur Ausstellungseröffnung > == ZONE 2005 == > Zwischen politischer Repräsentation und repräsentativer Politik > ERÖFFNUNG > Mittwoch, 9. März 2005, 19.00 Uhr > Galerie IG BILDENDE KUNST > AUSSTELLUNGSDAUER > 10. März bis 8. April 2005 > DI - FR 10.00 - 18.00 Uhr > FINISSAGE > Freitag, 8. April 2005, 12.00 Uhr > Enthüllung "Monument für die Niederlage. Zeit der Befreiung 1945-1947" > Ostarrichi-Park, A-1090 Wien > Beteiligte KünstlerInnen/KünstlerInnengruppen: > Karin Berger/Elisabeth Holzinger/Lotte Podgarnik/Nadja Trallori, Café > Temelin, Marina Grzinic/Aina Smid, Kathi Hofer, Kinoki, Klub Zwei, > Martin Krenn/Charlotte Martinz-Turek/Nora Sternfeld/Luisa Ziaja, MAIZ, > Andrina Mracnikar, Organisationskomitee Bombenstimmung, Lisl Ponger, > Rückgabestelle Salzburg, Anja Salomonowitz, Tim Sharp, Angelika > Schuster/Tristan Sindelgruber, Christian Sperl, Hito Steyerl > Konzeption und Organisation: > Petja Dimitrova, Martin Krenn, Luisa Ziaja > > Österreich 2005: Die Regierung jubelt und vergisst. > Spitzenpolitiker einer der Regierungsparteien sprechen von einer > "angeblichen Befreiung Österreichs 1945" und behaupten im EU-Parlament > es gäbe "keine Mitverantwortung der Republik > Österreich am Holocaust". > Der österreichische Bundeskanzler verschenkt eine Million Euro an ein > mehrteiliges, gedankenloses Projektvorhaben für den öffentlichen Raum, > das unter anderem der Opfer des Nationalsozialismus mit einem Schwall > weißer Kreuze am Heldenplatz - als Zitat für Soldatengräber - zu > gedenken dachte. > > Bis die Verantwortlichen während der Projektpräsentation vor der Presse > die gravierenden Ausschlüsse der gewählten Symbolik erkannten: Dass > Kreuze zum Gedenken an jüdische Opfer des Nationalsozialismus ungeeignet > sind, hatten sie in ihrer Konzeption schlichtweg vergessen. Weniger > handelt es sich bei diesem Vergessen aber um eine individuelle > Verfehlung als vielmehr um ein strukturelles Symptom patriotischer > Verdrängungspolitik, die nicht zuletzt im offiziellen "Jubiläums- oder > Gedankenjahr 2005" manifest wird. > > Die Gruppenausstellung "Zone 2005. Zwischen politischer Repräsentation > und repräsentativer Politik" bewegt sich zwischen den Polen offizieller > Repräsentation von Geschichte und aktivistischen Bündnissen, die sich > gegen Vereinnahmungen und Verschleierungen im Zeichen dieses Vergessens > zur Wehr setzen und ein Geschichtsbild jenseits des patriotischen > Opfermythos zeichnen. In zum Teil speziell für die Ausstellung > realisierten Arbeiten und Dokumentationen werden die thematischen > Schwerpunkte und insbesondere auch Auslassungen und Ausschlüsse des von > der österreichischen Regierung ausgerufenen "Jubiläumsjahres 2005" > kritisch beleuchtet. Dabei werden Geschichtskonstruktion und > Nationalstaatskonstitution ebenso thematisiert wie damit verbundene > institutionalisierte Rassimen. "Zone 2005" versammelt künstlerische und > aktivistische Positionen, die den Blick auf die in die Gegenwart > fortwirkenden strukturellen "blinden Flecken" österreichischer > Geschichtspolitik richten, emanzipatorische Handlungsoptionen entwickeln > und so versuchen eine "Perspektiv-Verschiebung" zum offiziellen > "Gedankenjahr" zu leisten. > > Die Ausstellung umfasst Foto-, Video- und Textarbeiten, Installationen > und Dokumentationen, sowie ein kleines Filmarchiv. Im Rahmen der > Finissage wird am 8. April 2005 um 12 Uhr zudem das "Monument für die > Niederlage - Zeit der Befreiung 1945 - 1947" im Ostarrichi-Park > (zwischen Landesgericht und Nationalbank) enthüllt. > > Die Ausstellung wird von der Galerie der IG Bildende Kunst produziert > und steht in Zusammenhang mit der Aktionsplattform "Österreich-2005: Das > Vorsorge-Paket gegen ein Jahr Heimat-Feiern". ============================================== 08 Diskussion: Jugend, Politik und neue Medien From: wassermair at t0.or.at ============================================== |--- | VERANSTALTUNGSANKÜNDIGUNG |--- | Public Netbase | Institut für Neue Kulturtechnologien/t0 |--- |--- | Voll geil oder voll daneben? |--- | Eine Diskussion zum Verhältnis von Jugend und Politik | im Zeitalter der Neuen Medien |--- Der Europarat hat das Jahr 2005 zum Europäischen Jahr der Politischen Bildung ausgerufen. Auch in Österreich stellt sich vor allem im Hinblick auf Jugendliche immer mehr die Frage, wie das Interesse an politischen Themen und Inhalten am besten geweckt werden kann. Gegenwärtig, so macht es zunehmend den Eindruck, dominieren Gleichgültigkeit und Politikverdrossenheit. Die Diskussionsveranstaltung versucht der Frage nachzugehen, ob das Desinteresse von Jugendlichen an der Politik tatsächlich überwiegt. Oder ist nicht die angeblich geringe Begeisterungsfähigkeit vielmehr auf die Methoden der Politischen Bildung sowie auf die Politikdarstellung in Gesellschaft und Medien zurückzuführen? Inwieweit bieten Neue Medien den Jugendlichen die Möglichkeit, selbst an politischen Prozessen zu partizipieren und das Gefühl der Ohnmacht zu überwinden? Es diskutieren: Mag. Gertraud Diendorfer (Geschäftsführerin Demokratiezentrum Wien) Mag.Dr. Karin Liebhart (Politikwissenschafterin) Laura Rudas (SP-Gemeinderätin) Moderation: Linda Kreuzer (ÖH progress) |--- | Do., 17. März 2005, 19.00 Uhr |--- | Public Netbase, Zwischenquartier Burggasse 21, A-1070 Wien |--- | Eintritt frei. |--- |--- | Rückfragen: |--- | Public Netbase | Institut für Neue Kulturtechnologien/t0 | Zwischenquartier Burggasse 21 | A-1070 Wien |--- | Tel. +43 (1) 522 18 34 | Fax. +43 (1) 522 50 58 |--- | http://www.t0.or.at/ |--- ============================================== 09 EU-Verfassung I From: bundesvorstand at kpoe.at ============================================== Das Recht geht vom Volk aus? Die Perspektiven der EU-Verfassung Es diskutieren auf Einladung der Volksstimmen: Hans Peter Martin ( EU-Abgeordneter ) Alexander Zach (Bundessprecher des Liberalen Forums) Wolfgang Greif (Internationaler Sekretär der GPA, Mitglied im Europäischen Wirtschafts- & Sozialausschuss) Walter Baier (KPÖ-Vorsitzender) Moderation: Waltraud Fritz-Klackl (KPÖ-Vertreterin bei der Europäischen Linkspartei) Wo: AERA, Gonzagagasse 11 / Ecke Werdertorgasse (U-Bahnstation Schottenring, Ausgang Salztorbrücke), 1010 Wien Donnerstag, 17. März, Beginn: 19 Uhr ============================================== 10 EU-Verfassung II From: office at werkstatt.or.at ============================================== Werkstatt Frieden&Solidarität Waltherstr. 15, 4020 Linz Tel.: 0732-771094, Fax: 0732-797391 E-Mail: office at werkstatt.or.at Web: www.werkstatt.or.at Medieninformation Sehr geehrte Redaktion, die SPÖ-Ortsorganisation veranstaltet am Freitag, 11. März 2005, 19.00 im Gasthaus zur Post einen Informationsabend zum Thema: "EU-Verfassung: Aufrüstung statt Neutralität?" mit Gerald Oberansmayr (Werkstatt Frieden&Solidarität) und Boris Lechthaler (Friedensvolksbegehren) Die EU-Verfassung soll ohne Volksabstimmung und ohne, daß die Menschen über die Inhalte und die rechtlichen Konsequenzen informiert sind, im Mai im Parlament ratifiziert werden. In der Zwischenzeit werden jedoch immer mehr Menschen hellhörig und fordern mehr Informationen und einen Volksentscheid über diesen weitreichenden Rechtsakt. Hans Sallmutter, Ehrenvorsitzender der GPA, formuliert in einer Stellungnahme: "Tritt die EU-Verfassung so wie geplant in Kraft, ist es vorbei mit der österreichischen Neutralität." Wir ersuchen Sie, diese Veranstaltung anzukündigen und über sie zu berichten. Mit freundlichen Grüßen! Boris Lechthaler ---------------------------------------------------------------------------- ------------------- P.S.:Samstag, 07. Mai 2005, 16.00 Menschenkette vor dem Parlament Ja zur Neutralität! Nein zur EU-Verfassung! Volksabstimmung ============================================== 11 so ein glück From: grundrisse at gmx.net ============================================== liebe leserInnen, liebe interessierte, die nummer 13 der grundrisse ist bereits in druck und ab übermorgen erhältlich. es folgt das editorial, auf welches wiederum eine einladung zu einer veranstaltung im rahmen der reihe "stop making capitalism" folgt, die schon am kommenden donnerstag stattfindet, und zu der wir recht herzlich einladen. thema ist die aktualität der klassenfrage. die besten grüsse, besucht die veranstaltung, organisiert den mayday, abonniert die grundrisse eure redaktion ------------------------------- Liebe LeserInnen, vor euch liegt die 13. Ausgabe der grundrisse. Wenn auch diesmal kein ausgesprochener Themenschwerpunkt vorliegt, so findet sich doch in den meisten Artikeln eine Gemeinsamkeit, nämlich die Kritik an althergebrachten und unseres Erachtens veralteten Vorstellungen von Emanzipation - nebst einigen Hinweisen, in welche Richtung es dennoch gehen könnte. Gerhard Hanloser analysiert den oft unterstellten und vermeintlich automatischen Zusammenhang von Globalisierungskritik und "strukturellem Antisemitismus", unter anderem anhand der Debatte in und um Attac. Anton Pam widmet sich den Gemeinsamkeiten und Unterschieden des Kriegskommunismus russischer und chinesischer Ausprägung. Der zweite Teil von Karl Reitters Plädoyer für ein garantiertes Grundeinkommen (Teil Eins erschien in den vorherigen grundrissen) behandelt unter anderem historische Fragestellungen nachkapitalistischer Verteilung. Besonders ans Herz legen möchten wir euch den Text von Darij Zadnikar. Seine "Chronik des fröhlichen Widerstands" erschien ursprünglich als Nachwort zur slowenischsprachigen Ausgabe von John Holloways "Die Welt verändern, ohne die Macht zu übernehmen" und wurde von Nika Sommeregger und Bernd Maier ins Deutsche übersetzt. Zadnikar beschreibt darin die Geschichte der neueren sozialen Bewegungen in Slowenien. Bernhard Dorfer, bekannt als Autor der längstbetitelten grundrisse-Artikel, macht sich "ein paar Gedanken" über ökologische Fragestellungen im linksradikalen Kontext. Außerdem möchten wir euch diesmal zu politischer Aktivität aufrufen: Nach dem Erfolg des euromayday 2004 - unter anderem in Barcelona und Milano - wird es heuer auch in Wien eine mayday-Parade geben. Der euromayday entstand 2001 in Milano als Antwort auf die Verknöchertheit der traditionellen ArbeiterInnenbewegung und ist angetreten, der Prekarisierung von Arbeits- und Lebensverhältnissen einen kämpferischen politischen Ausdruck zu verleihen. Dabei handelt es sich nicht um einen weiteren "Aufmarsch" am 1. Mai, vielmehr soll der Vielfalt der prekären Verhältnisse und den Bedürfnissen des "Prekariats" in einer bunten, lauten und aktionistischen Parade Ausdruck verliehen werden. Die Vorbereitungen dafür sind bereits am Laufen, nähere Informationen findet ihr unter www.euromayday.at. Für Veranstaltungen zum Thema Prekarisierung bzw. euromayday verweisen wir außerdem auf unsere Homepage www.grundrisse.net. Die Veranstaltungsreihe stop making capitalism wird ebenfalls fortgesetzt, und zwar mit einem Vortrag unseres Autors Gerhard Hanloser zum Thema Antisemitismus am 20. April. Tags darauf werden wir uns in einem Seminar mit Gerhard Hanloser der kritischen Auseinandersetzung mit der Theorie John Holloways widmen. Für genauere Orts- und Zeitangaben verweisen wir auf www.stopmakingcapitalism.net und freuen uns auf euren Besuch, aber nicht ohne uns abschließend bei LAAS für seine wunderbaren Comics zu bedanken. Die Redaktion ------------------------------- ------------------------------------------- aus der reihe "stop making capitalism": Podiumsdiskussion - Die Aktualität der Klassenfrage Do., 10.3.2005, 19 Uhr Universität Wien, Altes AKH, Aula (Hof 1) Es diskutieren: Martin Birkner (Wien) Elisabeth Katschnig-Fasch (Graz, angefragt) Werner Seppmann (Haltern) Moderation: Sophie Lampl (KSV) Die lange Zeit nicht nur die sozialwissenschaftliche Diskussion dominierenden Theorien über den Zerfall der Klassengesellschaft werden von der Realität tagtäglich widerlegt. Dennoch ist eine paradoxe Situation entstanden: Obwohl die sozialen Widersprüche unübersehbar geworden sind und der Klassenkampf von oben dramatisch zunimmt, werden die gesellschaftlichen Entwicklungen auch von den Betroffenen immer seltener in Begriffen beschrieben, die dem sozialen Konfrontationsverhältnis angemessen sind. Demgegenüber soll die Aktualität der Klassenfrage aus verschiedenen theoretischen Perspektiven in den Blick genommen werden. Dabei sollen sowohl die marxistische Theorie (Seppmann) als auch an der Klassen- bzw. Habitustheorie Bourdieus (Katschnig-Fasch) bzw. am italienischen (Post)Operaismus (Birkner) orientierte Ansätze produktiv in Diskussion treten. -- ____________________________|_________________________ imperator: "ich verspüre eine erschütterung der macht!" darth vader: "auch ich fühle so." ============================================== 12 Diskussion Venezuela From: ottobruckner at netscape.net ============================================== Diskussionsabend der Kommunistischen Initiative (KI) VENEZUELA 2005: DIE BOLIVARISCHE REVOLUTION UND DIE WELTFESTSPIELE DER JUGEND UND STUDENTEN Einleitung: Susanna Landauer, Vertreterin des KSV im Organisationsteam des Vorbereitungskomitees für die 16. Weltfestspiele Mittwoch, 23. März 2005 Beginn: 19.30 Uhr Salon Uhudla, Phorusgasse 7, 1040 Wien Die Weltfestspiele der Jugend und StudentInnen sind das größte Ereignis, das von der fortschrittlichen und demokratischen Jugend weltweit organisiert wird. Nach den 15. Weltfestspielen 2001 in Algerien, die zum ersten Mal von einem afrikanischen Land ausgerichtet worden sind, finden die 16. Weltfestspiele 2005 in Venezuela statt und bieten so Gelegenheit, Solidarität mit der "Bolivarischen Revolution" zu üben. In Venezuela ist zweifellos ein Prozess im Gange, der mittels gezielter Maßnahmen das Bildungsniveau hebt, die Gesundheitsversorgung verbessert, demokratische Partizipationsmöglichkeiten großer Bevölkerungsteile vermehrt sowie eine Umverteilung des Reichtums anstrebt (und auch bereits bewirkt). Trotzdem fehlt es an einer umfassenden Analyse dieser Entwicklungen, um den Charakter dieses Prozesses einschätzen zu können. ============================================== 13 Sexualethik und Kommunismus From: agm at agmarxismus.net ============================================== Neue Broschüre der AGM: Elfriede Friedländer (= Ruth Fischer) S e x u a l e t h i k d e s K o m m u n i s m u s Kleine Schriftenreihe zur österreichische Arbeiter/innen/geschichte Nr. 13 64 Seiten A5 Preis: 2,5 Euro (plus 1,5 Euro Versandkosten) Inhalt Vorwort (Manfred Scharinger) Biografische Notizen zu Elfriede Friedländer Elfriede Friedländer: Sexualethik des Kommunismus Vorbemerkung der Verfasserin Einleitung: sexuelle Moral und sexuelle Wirklichkeit I. Die Tatsachen. 1.Die Sexualität in Kindheit und Jugend 2. Das Sexualleben der Erwachsenen 3. Die Prostitution 4. Die Geschlechtskrankheiten II. Sexualität, Staat, sittliche Kultur 1. Ist der Mensch ursprünglich polygam oder monogam? (Eine soziologische Betrachtung) 2. Sexualleben in der staatlichen Gemeinschaft 3. Die Möglichkeit eines sexualethischen Ideals 4. Der Kommunismus und die Sexualethik III. Ehe- und Familienrecht in Sowjet-Russland IV. Anhang Bestellungen über agm at agmarxismus.net Weitere Publikationen der Arbeitsgruppe Marxismus: www.agmarxismus.net ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND KOMMENTARE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ============================================== 14 Erklärung zum Polizeieinsatz From: wadi.wien at gmx.at ============================================== Erklärung zum Polizeieinsatz nach der Veranstaltung "Die letzte Bastion des Ba'thismus. Syrien zwischen panarabistischer Diktatur und demokratischem Protest" am Freitag, dem 4. März 2005 auf der Universität Wien Bereits während und auch nach der Veranstaltung fotografierte der im Publikum anwesende SPÖ-Gemeinderat Omar al-Rawi demonstrativ und provokativ einen der mitveranstaltenden syrischen Kurden sowie andere in Österreich lebende Flüchtlinge aus Syrien und ehemalige Oppositionelle aus dem Irak. Angesichts der negativen Erfahrungen mit dem syrischen Geheimdienst und den syrischen Sicherheitskräften verlangte ein von Omar al-Rawi fotografierter syrischer Kurde, dass das Foto sofort gelöscht werden müsse. Daraus entwickelte sich eine hitzige Auseinandersetzung, die durch Beschimpfungen seitens al-Rawis und Tarafa Baghajatis, der wie ersterer in der Initiative muslimischer ÖsterreicherInnen aktiv ist, sowie seitens deren Begleiter weiter zu eskalieren drohte. Al-Rawi erklärte dem betroffenen Kurden auf Arabisch, dass er als Gemeinderat einige Möglichkeiten gegen ihn in der Hand habe. Angesichts dieser Eskalation rief ein Besucher der Veranstaltung die Polizei, die eintraf als die VeranstalterInnen und die letzten BesucherInnen das Gebäude verlassen hatten. Erst in Anwesenheit uniformierter Beamter vor dem Gebäude der Universität zeigte al-Rawi, dass die entsprechenden Fotos gelöscht waren. Auf Grund dieser Einschüchterungsversuche der Gruppe um Omar al-Rawi und Tarafa Baghajati, sind in Zukunft die genannten Personen auf Diskussionsveranstaltungen der unterzeichnenden Organisationen nicht willkommen. Wir wollen unserem Publikum eine angstfreie Diskussion ohne potentielle Einschüchterungsversuche ermöglichen. Niemand soll in Zukunft durch eine Teilnahme an einer Veranstaltung Angst um die eigene Person oder um seine/ihre noch unter einer Diktatur lebenden Verwandten haben. Es sei daran erinnert, dass in Österreich schon Oppositionelle gegen Regime im Mittleren Osten von deren Geheimdiensten ermordet wurden, wie 1989 Abdulrahman Ghassemlou. Die veranstaltenden Organisationen: Grünalternativen Jugend (GAJ) Wien Verein der syrischen Kurden in Österreich Studienrichtungsvertretung Politikwissenschaft der Universität Wien WADI - Verband für Krisenhilfe und solidarische Entwicklungszusammenarbeit -- WADI - Verband für Krisenhilfe und solidarische Entwicklungszusammenarbeit e-mail: wadi.wien at gmx.at Tel.: 0699-11365509 Spendenkonto in Österreich: Kontonummer 07.405.301 Evangelische Kreditgenossenschaft eG BLZ 31800 IBAN: AT10 3180 0000 0740 5301 BIC: EVKRATW1 Website mit weiteren Informationen zu Projekten von Wadi und Veranstaltungshinweisen: www.wadinet.at ============================================== 15 Doch kein Patent auf Neem-Baum From: akin.buero at gmx.net ============================================== Bio-Piraterie: Doch kein Patent auf Neem-Baum! Heute, Dienstag, fiel die Entscheidung des Europaeischen Patentamtes (EPA) ueber die Revision zur Ablehnung des Neem-Patents. Die Gruenen im Europaeischen Parlament feiern die Entscheidung des Europaeischen Patentamtes (EPA), den Widerruf des Neembaum-Patents zu bestaetigen als einen Sieg, der der Biopiraterie in Europa und weltweit einen entscheidenden Schlag versetzt. appellieren an das EPA seine Ablehnung des Neem-Patents nicht rueckgaengig zu machen. Das EPA bestaetigte seine Entscheidung aus dem Jahre 2000 bestaetigen und lehnte ein weiteres Mal das Neem-Patent ab. Im Jahre 1994 hatte das EPA in unakzeptabler Weise das Europaeische Patentrecht gebrochen, indem es der transnationalen Firma W.R.Grace und dem US-Landwirtschaftsministerium ein Patent auf den Einsatz des Oels des Neem-Baumes verliehen hatte. Die patentierte Methode war jedoch nicht neu und somit keine Erfindung. Sie haette niemals patentiert werden duerfen. Die spaetere belgische Umweltministerin Magda Aelvoet und die von Vandana Shiva gefuehrten Indian Research Foundation und der International Federation of Agriculture Movements (IFOAM) hatten im Juni 1995 Einspruch gegen das Patent erhoben. Diesem gab das EPA am 10.Mai 2000 statt und nahm das Patent zurueck. Im April 2001 hat W.R. Grace Revision eingelegt, inzwischen abgeloest von der Thermo Trilogy Corporation als neuer Inhaber der Patentanteile. Die in suedlichen Laendern frei verfuegbaren genetischen Ressourcen werden ohne jegliche Form der Entlohnung oder Anerkennung ihren traditionellen Nutzern enteignet. Auf EU-Ebene ist eine Revision der Patentrichtlinie dringend notwendig, so die EU-Gruenen. Dies gilt umso mehr, da es auch in zahlreichen Mitgliedstaaten Bedenken gibt und mehrere Mitgliedstaaten inzwischen eine Einschraenkung des Patentschutzes fordern. Auch die deutsche Bundesregierung und das deutsche Parlament streben eine grundsaetzliche Neuverhandlung der Biopatentrichtlinie an. Ziel muesse nach Ansicht der Gruenen ein EU-weit harmonisiertes Patentrecht sein, das fuer einen fairen Interessensausgleich sorgt, Ueberprivilegierungen bei der Reichweite des Stoffschutzes ausschliesst und internationale Vertraege zum Schutz des geistigen Eigentums, zur biologischen Vielfalt und zur biologischen Sicherheit beruecksichtigt und unterstuetzt. Das Patent auf das Neembaumoel wurde 1994 der transnationalen Firma W.R. Grace und dem US-Landwirtschaftsministerium verliehen, die behaupteten, die fungiziden Eigenschaften des indischen Neem Baums erfunden zu haben. Sie beantragten ein Patent auf eine Methode, den Pilzbewuchs auf Pflanzen mit Hilfe eines hydrophoben Oel-Extrakts des Neem-Baums zu kontrollieren. Der Einsatz des Neem-Oels soll, laut Patentantrag, eine Erfindung sein, weil der Oelextrakt zur Pilzbekaempfung geeignet sei, ohne den Wirkstoff Azadirachtin zu enthalten. Der Neem-Baum wird in Indien seit Jahrtausenden in der Landwirtschaft, im Gesundheitswesen und zur Gewinnung von Kosmetika und Tierarzneimitteln genutzt. In der indischen Tradition wird der Neem-Baum frei genutzt und das gesammelte Wissen ueber seine Nutzungsmoeglichkeiten steht zur freien Verfuegung aller. Der indischen Tradition entspricht es auch, dieses Traditionswissen mit der Weltgemeinschaft frei zu teilen, was zu seiner weit gefaecherten Verbreitung gefuehrt hat. Der wissenschaftliche Name des Baumes stammt aus dem Persischen (Azad Darakth) und bedeutet "freier Baum". (EU-Gruene/bearb.) ============================================== 16 Nachruf: Peter Benenson From: akin.buero at gmx.net ============================================== Nachruf: > Peter Benenson 31. Juli 1921 - 25. Februar 2005 Der amnesty-Gruender ist tot Zahllose Menschen, die verfolgt worden sind, haben Grund, dem britischen Anwalt Peter Benenson, dem Gruender von Amnesty International (AI), dankbar zu sein. Seine Eingebung fuehrte in den 1960er Jahren zu einer weltweiten Bewegung der Zivilgesellschaft mit dem Ziel, Ungerechtigkeiten von Regierungen oeffentlich zu machen und zu bekaempfen. Peter Benensons Hang zum Disput wurde schon in der Schulzeit sichtbar: Eine Beschwerde an den Schulvorsteher ueber die schlechte Qualitaet des Essens in der Schule fuehrte zu einem Brief an die Mutter, in dem sie vor den «revolutionaeren Tendenzen» ihres Sohnes gewarnt wurde. Im Alter von 16 Jahren startete er seine erste Kampagne: Er verlangte die Unterstuetzung der Schule fuer das «Spanish Relief Committee», das Waisen aus dem spanischen Buergerkrieg unterstuetzte. Er selbst «adoptierte» mit einem finanziellen Beitrag eines der Kinder. Spaeter richtete sich sein Augenmerk auf die Notsituation der Juden, die vor Hitlers Naziregime aus Deutschland fluechten mussten. Trotz einigem Widerstand gelang es ihm, bei seinen Schulfreunden und ihren Familien 4000 britische Pfund zusammenzubringen, um zwei junge deutsche Juden nach Grossbritannien zu bringen. Wahrscheinlich rettete er ihnen damit das Leben. Waehrend des Krieges studierte er ein Jahr Geschichte am Balliol College der Oxford University in London. Diese Universitaet verlieh ihm spaeter den Ehrendoktor fuer die Gruendung von Amnesty International. Benenson ging in die Armee, wo er im Pressebuero des Informationsministeriums arbeitete. Danach wechselte er nach Bletchley, dem britischen Institut fuer die Dechiffrierung von Geheimcodes. Er verliess die Armee um Rechtsanwalt zu werden und legte nach dem Krieg sein Examen ab. Benenson wurde Mitglied der Labour Party und fuehrendes Mitglied der «Society of Labour Lawyers» (Gesellschaft der Arbeiteranwaelte). Anfang der 1950er Jahre schickte ihn der Gewerkschaftskongress als Prozessbeobachter nach Spanien, um Gerichtsverhandlungen gegen Gewerkschafter zu verfolgen. Benenson war entsetzt ueber das, was er sah und stellte eine Liste mit Beschwerden auf, mit der er den Verhandlungsrichter konfrontierte. Die Gerichtsverhandlungen endeten mit Freispruechen, eine Seltenheit im faschistischen Spanien. Mit diesem vielfaeltigen Engagement erarbeitete er sich internationales Ansehen. In Zypern unterstuetzte er griechisch-zypriotische Anwaelte, deren Klienten mit den britischen Machthabern in Konflikt geraten waren. Er ueberzeugte Anwaelte der Arbeiterpartei, der liberalen Partei sowie der konservativen Partei, waehrend des Ungarnaufstandes von 1956 Beobachter nach Ungarn zu schicken, um korrekte Gerichtsverfahren zu gewaehrleisten. Das Gleiche erreichte er fuer Suedafrika, wo ein wichtiges Gerichtsverfahren wegen Landesverrats bevorstand. Diese Aktionen fuehrten zur Gruendung der Menschenrechtsorganisation «Justice». Sein unermuedliches Engagement bildete die Grundlage fuer sein wichtigstes Projekt, die Gruendung von Amnesty International im Jahr 1961. Benenson war zutiefst empoert, nachdem er einen Artikel ueber die Verhaftung von zwei Studenten in einem portugiesischen Restaurant gelesen hatte, die auf die Freiheit angestossen hatten. Mit der Publikation eines Appells auf der Frontseite des «Observer» unter dem Titel «Die vergessenen Gefangenen» war Amnesty International geboren. «Gewissensgefangener» wurde bald zu einem allgemein bekannten Begriff. Das Logo der Bewegung, eine mit Stacheldraht umwickelte Kerze, wurde das weltweite Symbol fuer Hoffnung und Freiheit. In den ersten Jahren arbeitete Peter Benenson unermuedlich fuer die neue, aufstrebende Bewegung. Er war aktiv bei der Beschaffung eines Grossteils der Finanzmittel, nahm an Untersuchungsmissionen ueber Menschenrechtsverletzungen in verschiedene Laender teil und spielte in allen Bereichen der Organisation eine wichtige Rolle. «Zu dieser Zeit wurden wir ins kalte Wasser geworfen und lernten», sagte Benenson spaeter. «Wir probierten jede Technik aus, um die Oeffentlichkeit zu erreichen, und wir waren sehr dankbar fuer die breite Unterstuetzung von Medienleuten und Fernsehteams ueberall auf der Welt, die uns nicht nur Informationen wie die Namen von Gefangenen lieferten, sondern, wann immer sie konnten, Berichte ueber Gefangene veroeffentlichten. Ich denke, es ist die Oeffentlichkeitsarbeit von Amnesty International, die die Organisation weltweit bekannt machte. Nicht nur bei Leserinnen und Lesern, sondern auch bei Regierungen - und das ist es, was zaehlt.» Peter Benenson hoerte niemals auf, fuer eine bessere Welt zu kaempfen. Er gruendete eine Gesellschaft fuer Menschen mit Zoeliakie (Erkrankung der Duenndarmschleimhaut), einer Krankheit, unter der er selber gelitten hat. In den 1980er Jahren wurde er Vorsitzender der neu gegruendeten Association of Christians Against Torture (ACAT, Aktion der Christen fuer die Abschaffung der Folter), und in den 1990ern organisierte er Hilfe fuer die Waisenkinder in Ceaucescu's Rumaenien. Bei einer Feier zum 25jaehrigen Bestehen von Amnesty International vor der Kirche St. Martin's in the Fields in London zuendete er als symbolische Geste eine Kerze an. «Diese Kerze brennt nicht fuer uns», erklaerte Benenson, «sie brennt fuer alle, die wir nicht aus dem Gefaengnis retten konnten, die auf dem Weg ins Gefaengnis erschossen wurden, die gefoltert oder entfuehrt wurden, die 'verschwunden' sind. Fuer sie ist diese Kerze da.» Quelle: http://www.amnesty.co.at/diverse/benenson.htm ============================================== 17 Rechte/Inhaber... From: depesche at quintessenz.com ============================================== From: "q/depesche" Subject: Rechte/inhaber und deren unerf¸llte Traumwelt q/depesche 2005-03-08T15:49:39 Rechte/inhaber und deren unerfüllte Traumwelt Das Gezerre um die Eu-Paragrafen zur Patentierbarkeit von 0, 1 und deren Reihenfolge scheint auch in Deutschland den ein oder anderen Politiker geweckt zu haben. Es ist scheinbar auch einigen nationalen Politikern aufgefallen, dass es offensichtlicher Blödsinn ist, große Teile der Bevölkerung mit Strafe wegen 0, 1 und deren Mischungsverhältnis auf Datenträgern zu bedrohen - und dann auch noch die Grenze zur Illegalität in Nebel zu hüllen. Jedenfalls wird nun klar gestellt, dass "unerlaubte Vervielfältigungen" dann straffrei bleiben, wenn sie zum privaten Gebrauch bestimmt sind und die Empfänger der Kopie mit dem Täter persönlich verbunden sind - was man ja spätestens beim Händchenschütteln vor Gericht sein dürfte. Achja - rechtswiedrig ist das auch nur dann, wenn die Quelle nach dem Rechtsverständnis und Wissen des Kopierers offensichtlich rechtswiedrig war. -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- http://www.heise.de/newsticker/meldung/57203 Bundesregierung will Bagatellklausel bei Urheberrechtsverletzungen ausweiten Am morgigen Mittwoch soll das Bundeskabinett den Regierungsentwurf für die [1]2. Stufe der Urheberrechtsreform absegnen. [...] Eine überraschend hinzugefügte Ergänzung dürfte die Auseinandersetzung um das Vorhaben jedoch weiter anheizen. Es geht dabei hauptsächlich um das besonders umkämpfte private Kopieren aus Tauschbörsen. [...] Nicht bestraft werden soll demnach nun auch, wer "Werke oder Bearbeitungen oder Umgestaltungen von Werken" nicht nur für sich in geringen Mengen kopiert oder erstellt, sondern auch, wer diese "zum privaten Gebrauch von mit dem Täter persönlich verbundenen Personen vervielfältigt oder an solchen Vervielfältigungen teilnimmt". [...] Gleichzeitig werde durch das Erfordernis, "dass die öffentliche Zugänglichmachung für den jeweiligen Nutzer nach seinem Bildungs- und Kenntnisstand offensichtlich rechtswidrig sein muss, weiterhin gewährleistet, dass der Verbraucher nicht mit unerfüllbaren Prüfpflichten belastet wird". Der Rechtsinhaber müsse beweisen, dass die vervielfältigte Vorlage "offensichtlich rechtswidrig hergestellt oder unerlaubt öffentlich zugänglich gemacht worden ist", heißt es neu in der Verteidigung des Entwurfs. 1. http://www.heise.de/newsticker/meldung/51066 - -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- relayed by harko - -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- quintessenz is powered by http://www.onstage.at subscribe/unsubscribe/digest http://www.quintessenz.at/cgi-bin/index?funktion=subscribe comments to depesche at quintessenz.org _______________________________________________ ============================================== 18 Türkei, Tüwi... From: akin.buero at gmx.net ============================================== Notizen: > Tuerkei/Deutschland Am 1. 3. 2005 hat das 1.Strafsenat des Oberlandesgerichtes Bamberg den Antrag der Staatsanwaltschaft gegen Remzi Kartal die Auslieferungshaft anzuordnen, zurueckgewiesen. Seit dem 1. Maerz ist somi der ehemaliger Abgeordnete und stellvertretende Vorsitzender des Kurdischen Volkskongresses wieder frei. Der in Belgien anerkannte Fluechtling war am 22.Jaenner in Nuernberg aufgrund eines Haftbefehls seines Verfolgerstaats Tuerkei verhaftet worden. (s. a. akin 3/05) * > Tuerkei Nach zweimaliger Verschiebung der Haftpruefung wurde nun in der Tuerkei ein erster Prozesstermin gegen die Oesterreicherin Sandra Bakutz festgelegt. Die Verhandlung wird am 30.Maerz in Ankara stattfinden. Bakutz war Mitte Februar in Istanbul festgenommen worden, als sie einen politischen Prozess beobachten wollte. Ihr wird "Sympathisantentum mit einer terroristischen Organisation" vorgeworfen. (s.a. akin 5/05) * > Tuerkenwirt Der Tuewi, das Veranstaltungslokal der Wiener Boku, das mit seinen kulturellen und auch politischen Veranstaltungen nicht unbedingt zu dieser konservativen Universitaet passt, fuerchtet wieder mal um seine Existenz. Im Herbst dieses Jahres soll das Gebaeude renoviert werden, was mit einer Delogierung des Tuewi-Vereins einhergehen wird. Allerdings gibt es nach wie vor vom Rektorat keine Zusicherung, dass der Verein nach der Renovierung das Lokal wieder uebernehmen wird koennen, was den Tuewis einiges Kopfzerbrechen bereitet. Naeheres dazu unter: http://tuewi.action.at (auch wenn diese Homepage leider internet-explorer-optimiert ist und sich in manchen anderen Browsern ueberhaupt nicht anzeigen laesst sowie durch ihre graphikorientiertheit wenig modemfreundlich ist). * > Babykino Letzzte Woche hat im Wiener Votivkino eine Pressekonferenz mit Kulturstadtrat Mailath-Pokorny stattgefunden, bei der er zwei wesentliche Aussagen getroffen hat: Das Wiener Kinogesetz wird schnellstmoeglich geaendert, um Initiativen wie dem Babykino eine legale Grundlage zu geben. Das gegen das Votivkino laufende Verwaltungsverfahren wird nicht fortgesetzt. Eine Gesetzesaenderung ist aber nicht vor Ende Juni zu erwarten. Bis dahin werden Wege gesucht, das Babykino auf legaler Basis fortsetzen koennen. Das Babykino -- eine Einrichtung um Eltern mit Kleinkindern einen kinderfreundlichen Kinobesuch zu ermoeglichen -- war Ende Februar verboten worden, weil es den Jugendschutzbestimmungen nicht entsprochen haette. (s.a. akin 7/05) * > Initiativen/Gratisinserat: Leute mit Geld gesucht! Zur Rettung eines Hausgemeinschaftsprojekts suchen wir Menschen mit viel Geld, die es trotz ihres Geldes fein finden wuerden, in einem Haus zu leben, wo man nicht auf isolierte Kleinfamilie macht. Tacheles: Es gibt eine 120m2 Wohnung in einem Haus in Hernals, die steht leer -- weil unsere dort wohnenden Vermieter bei einem tragischen Unfall ums Leben gekommen sind. Diese Wohnung liesse sich problemlos auch wohngemeinschaftsmaessig nutzen (keine Durchgangszimmer) oder mit ein paar kleinen Adaptierungen ueberhaupt in zwei oder 3 autonome Einheiten teilen. Die Erben haben anscheinend ueberhaupt kein Verstaendnis fuer diese Hausgemeinschaft. Und sie wissen auch kaum den Wert eines rund 150 Jahre alten, aber tadellos in Schuss gehaltenen Hauses zu schaetzen und sehen darin wohl nur eine noch bebaute Bauluecke. Die Chance, unsere Hausgemeinschaft zu retten, besteht daher wohl nur darin, das wir das Haus gemeinsam kaufen -- aber soviel treiben wir alleine nicht auf. Wer Interesse an der Wohnung oder einem Teil davon hat, bitte ich, mich anzurufen: 481-0-388 oder anzumailen: daham at tscheh.priv.at. Bernhard ============================================== 19 Brasilien: Polizei ermordet Landlose From: akin.buero at gmx.net ============================================== Brasilien > Polizeimorde an Landlosen Im Dienste des Privateigentums Die Polizeiaktion hiess tatsaechlich "Operação Triunfo": Etwa 24 Stunden nachdem sie von den Bewohnern vertrieben worden waren, kamen am Morgen des 16. Februar 2005 die Militaerpolizisten zur Siedlung "Sonho Real" (Wirklicher Traum) in Goiânia (Bundesstaat Goiás/Brasilien) zurueck. 12.000 Menschen wurden von dem Grund und Boden vertrieben, den sie seit Mai 2004 besetzt hatten und auf dem sie ihre Unterkuenfte gebaut hatten. Die Bilanz: 800 Festnahmen, offiziell 2 Todesopfer (spaetere Zahlen sprachen von bis zu 20 Toten). 23.Februar 2005: Die Planierraupen arbeiten ohne Pause. "Das Ziel scheint zu sein, die Vertreibung zu einem simplen Fakt zu machen" -- so sagt es Maria Lourdes Pereira von einer Menschenrechtsgruppe in Goiânia. Und: "Besitz wird geschuetzt, sonst nichts". Die Fristen, die die Polizei und der (auch fuer die Todesopfer) verantwortliche Richter Gimar Coelho den Vertriebenen fuer die Abholung ihrer Sachen gegeben haben, waren zu kurz, und selbst diese werden von den Behoerden nicht eingehalten. Schlusstrich ziehen ist die aktuelle Politik -- aus den Medien ist das Thema bereits wieder verschwunden. "Recht und Ordnung" sei wieder hergestellt -- die Besetzer und Bebauer wurden kriminalisiert. Fuehrende Unternehmen und "Buerger" der Stadt Goiânia haben in der Lokalpresse riesige Anzeigen geschaltet, in denen der Militaerpolizei fuer ihren Einsatz gedankt wird... Exkurs Pará In der gleichen Woche, in der das Massakers von Goiânia stattfand, wurden im noerdlichen, fernen Bundesstaat Pará 4 Landarbeitergewerkschafter erschossen. Sie alle standen auf Todeslisten -- von denen in jenem Bundesstaat nach Presseangaben mindestens sieben verschiedene halboeffentlich zirkulieren. Hier hat die Bundesregierung Lulas die Armee hingeschickt -- und auch wenn es in Brasilien das Sprichwort vom Bock und dem Gaertner so nicht gibt, wird die Rolle des Militaers in der Bevoelkerung doch genau so gesehen. Die Militaerpolizei von Pará tat dann auch noch waehrend der Mordserie kund, sie verfolge als erste Spur Streitigkeiten innerhalb der Gewerkschaften. Widerstand Waehrend zwei Wochen nach dem Massaker ungefaehr 1000 Menschen in zwei Schulsporthallen eingepfercht sind (die grosse Mehrheit kam bei Freunden oder Familien unter) und viele es aus Angst vor der Polizei nicht wagen, diese hitzedurchfluteten Hallen zu verlassen, waechst die Unterstuetzung im ganzen Land. Noch in der letzten Februarwoche reiste eine Delegation des oertlichen Unterstuetzungskomitees nach Brasília, um dort den Justizminister und den Minister fuer Menschenrechte zu sprechen. Sie legten dort eine eigene Dokumentation der Ereignisse vor und forderten die Einrichtung einer Untersuchungskomission des Bundes. Das wurde zugesagt. Die Unterstuetzerkreise des Komitees werden derweil immer breiter: die Nationale Bischofskonferenz der katholischen Kirche unterstuetzt das Komitee ebenso, wie die OAB, die Standesvereinigung der brasilianischen Rechtsanwaelte -- die im Inneren der eigenen Organisation heftige Auseinandersetzungen hat, weil der OAB-Vorsitzende des Bundesstaates Goiás einer der Rechtsanwaelte der Besitzerfamilie des "Sonho Real"-Gelaendes ist. In der in Brasília vorgelegten Dokumentation wird unter anderem darauf verwiesen, dass a) der Besitz von staedtischem Gelaende per brasilianischer Verfassung und Gesetz an seine soziale Nutzung gebunden sei, weshalb die Besitzerfamilie gegen die Verfassung verstossen habe und b) der Gouverneur des Staates Goiás Marconi Perillo am 12.November 2004 oeffentlich, in Anwesenheit von Hunderten von VertreterInnen der Siedlerfamilien diesen "verbindlich" die Uebereignung des Landes zugesagt habe. Der Praefekt von Goiânia, der im Oktober 2004 neu gewaehlte Iris Rezende Machado -- der der "Herr" eines Enteignungsverfahrens waere -- hatte noch in seinem Wahlkampf Baumaterial gespendet... (Helmut Weiss, diverse/Labournet Deutschland/bearb.) Quellen u.a.: http://www.labournet.de/internationales/br/goiania.html http://www.labournet.de/internationales/br/goiania2.html ============================================== 20 Spanien: Landarbeiter ermordet From: akin.buero at gmx.net ============================================== Spanien: > Landarbeiter ermordet Legalisierung von "Papierlosen" problematisch Am Sonntag, 13. Februar 2005, wurde der 40-jaehrige Marokkaner Azzouz Hosni - Mitglied der LandarbeiterInnengewerkschaft SOC - beim Verlassen einer Cafeteria von einer Bande Jugendlicher ueberfallen und ermordet. Aufgrund der Aussage eines Zeugen, nahm die Polizei fuenf Tatverdaechtige - darunter drei Minderjaehrige - fest. Fuer die Gewerkschafter des SOC steht fest, dass dieser Ueberfall rassistisch motiviert war und nur der traurige Hoehepunkt einer ganzen Reihe von Gewalttaten gegen MigrantInnen in den letzten Monaten ist. Die Lage in El Ejido ist zur Zeit besonders angespannt: 1) Die Legalisierung von "Papierlosen", die Anfang Februar in Spanien begonnen hat, schliesst viele von ihnen aus: die Antragsteller muessen z.B. Arbeitsvertraege nachweisen koennen. Dies ist fuer mehr als 70% der "Papierlosen" unmoeglich: Nahezu alle Arbeitgeber in der Region um El Ejido beschaeftigen sie ohne Vertraege. 2) Vermehrt versuchen die LandarbeiterInnen sich zu organisieren, um gegen die menschenunwuerdigen Arbeits- und Lebensbedingungen zu protestieren. So kam es am 23. Januar in Almeria zu einer Demonstration gegen die restriktive Legalisierung mit mehreren Tausend TeilnehmerInnen. 3) Jedes Jahr werden mehr Menschen aus Osteuropa (aus Polen, Rumaenien) mit sogenannten Herkunftsvertraegen ("contratos de origen") von den Unternehmen angeheuert, die sie dann gegen die TageloehnerInnen vor Ort ausspielen. Dies fuehrt vor allem bei der Erdbeerernte in Huelva zu enormen Spannungen. 4) Die klimatischen Bedingungen der letzten Wochen waren katastrophal und vielen Produzenten ist das Gemuese in den Plastikgewaechshaeusern erfroren. Auch Unternehmer und Gemueseproduzenten haben zu Tausenden in den Strassen von Almeria demonstriert, um von der Regierung Witterungsentschaedigungen zu erhalten. Das traegt ebenfalls zu einer gereizten Stimmung bei. (Europaeisches Buergerforum/bearb.) ============================================== 21 ACUS zum Frauentag From: verin.stadtteilz.simmering at chello.at ============================================== ACUS fordert zum Frauentag: UMVERTEILUNG "Frauen wollen nicht nur ein größeres Stück vom Kuchen, sondern die Hälfte der Bäckerei." Über zwei Drittel der Armen sind Frauen - sowohl Frauen, die für die gleiche Arbeit weniger Geld als Männer bekommen oder die als qualifizierte Fachfrauen nur Hilfstätigkeiten verrichten wie auch arbeitslose Frauen und Pensionistinnen. "Die Armut ist weiblich. Geht es um Geld, Macht und Einfluss - dann ist das Männersache. Geht es um Haushalt oder Pflege, ehrenamtliche Tätigkeit oder Hilfsarbeit - dann kommen die Frauen dran", sagt die Frauensprecherin der Arbeitsgemeinschaft Christentum und Sozialdemokratie (ACUS) Maria Rettenbacher. "Durch die neoliberale Politik der Bundesregierung hat sich die Lage der Frauen verschlechtert. Wen trifft vor allem das Pensionskürzungsgesetz? Wer pflegt die Angehörigen, wenn die Betten in Krankenhäusern und Heimen abgebaut werden? Wer kümmert sich um die Kinder, wenn es keine Kinderbetreuungsplätze gibt?", fragt ACUS-Frauensprecherin Rettenbacher. "Es sind immer die Frauen. Es stimmt, dass konservative und neoliberale Politik auch zu Lasten der Arbeiter und männlichen Arbeitslosen geht, aber Frauen trifft es in der Regel immer noch viel härter. Daher sind wir Frauen nicht mehr länger mit mehr Bröseln vom Kuchen zufrieden!", betont ACUS Frauensprecherin Rettenbacher. "Umverteilung ist notwendig - vom Kapital zu den Arbeitenden, von den Reichen zu den ArbeiterInnen und sozial Schwachen und nicht zuletzt von den Männer zu den Frauen!!!", fordert die Frauensprecherin der Arbeitsgemeinschaft Christentum und Sozialdemokratie (ACUS) Maria Rettenbacher. Für Information: Maria Rettenbacher, ACUS-Frauensprecherin, Tel. 02252 22351, 0699 121428333 ALOIS REISENBICHLER 1110 Wien, Schneidergasse 15/9 Tel. 0664 39 51 809 ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< KOPFTUCH ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ============================================== 22 ACUS From: verin.stadtteilz.simmering at chello.at ============================================== Arbeitsgemeinschaft Christentum und Sozialdemokratie (ACUS): KOPFTUCH-TRAGEN IST FRAUEN- UND MENSCHENRECHT Die Arbeitsgemeinschaft Christentum und Sozialdemokratie (ACUS) spricht sich gegen das von Innenministerin Prokop geplante Kopftuchverbot für moslemische Lehrerinnen in Schulen aus. "Es ist ein Frauen- und Menschenrecht, zu bestimmen, welche Kleidung frau trägt. Nur die Frau soll entscheiden, ob sie ein Kopftuch tragen will oder nicht", sagt der Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Christentum und Sozialdemokratie (ACUS) Richard Schadauer. "Wenn Frau Ministerin Prokop das Kopftuch in einer Aussendung mit Zwangsehen und Ehrenmorden nennt, zeigt das nur die Vorurteile der Konservativen gegenüber Moslems und Mosleminnen", meint der Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Christentum und Sozialdemokratie. "Möchte Frau Prokop auch das Tragen einer Kette mit Kreuz verbieten, nur weil dieses christliche Symbol für Kreuzzüge missbraucht wurde?", fragt ACUS Bundesvorsitzender Schadauer. "Wenn die Katholikin Prokop die Mosliminnen bekämpft, hat das nichts mit Christentum zu tun. Frau Prokop, lesen Sie einmal im Dokument des II. Vatikanischen Konzils über das Verhältnis zu den nichtchristlichen Religionen 'Nostra aetate' nach, worin es heißt: ,Mit Hochachtung betrachtet die Kirche auch die Muslim (...)'", schloss ACUS-Bundesvorsitzender Richard Schadauer. Informationen: Richard Schadauer, ACUS Bundesvorsitzender, Tel. 01 789 24 58 Alois Reisenbichler, ACUS Pressesprecher, Tel. 0664 39 51 809 ALOIS REISENBICHLER 1110 Wien, Schneidergasse 15/9 Tel. 0664 39 51 809 ============================================== 23 Baghajati From: baghajati at aon.at ============================================== Ministerin Prokops Forderung nach einem Kopftuchverbot mehrfach problematisch: Diffamierendes Islambild verlangt nach Aufklärung Die zuständige Kultusministerin Elisabeth Gehrer wies den Vorstoß eines Kopftuchverbots für Lehrerinnen zurück. An den Kommentaren aus den Parteien und der Zivilgesellschaft lässt sich keine Zustimmung ablesen - und doch bleibt für muslimische Frauen ein sehr schaler Nachgeschmack. Denn die Innenministerin untermalte die Forderung nach einem Kopftuchverbot für Lehrerinnen mit einem Potpourri der gängigen Klischees, bei dem tatsächlich bestehende soziale Probleme wie Gewalt gegen Frauen der Religion Islam an sich angelastet werden. Ministerin Prokop gibt sich als Islamkennerin: "Die Frauen haben in der islamischen Gesellschaft keine Rechte." Unerträglich ist ihre arrogante Haltung gegenüber von Gewalt betroffenen Frauen. Ihnen sollte man "beibringen", dass dies "bei uns anders" ist. Gerade am Frauentag einen solchen Satz serviert zu bekommen, ist ein starkes Stück: Das Opfer wird auch noch mit "Selber schuld!" abgespeist. Denn - so klingt es unmissverständlich durch - ihre mangelnde Bildung und indiskutable Religion sei schließlich schuld an der eigenen Misere. Aber auch Frauen der Mehrheitsgesellschaft, die leider alles andere als gefeit vor prügelnden Männern sind, werden sich über diese Ignoranz angesichts eines tief greifenden Problems bestenfalls wundern können. Ist der Frauentag nicht wenigstens ein Tag im Jahr, rund um den Aufmerksamkeit beim Thema Gewalt gegen Frauen besteht? Aber: "Bei uns ist das ja anders." Laut Ministerin kein Handlungsbedarf? Dass weder Ehrenmorde, noch Zwangsheirat im Islam etwas verloren haben, ist mehr als klar. Indem man ständig wiederkäut, der Islam sei das Problem, vergibt man sich die Chance gerade auf dem Boden der Religion und gemeinsam mit Muslimen gegen solche verbrecherischen und frauenfeindlichen Traditionen vorzugehen. Dass hier noch viel Arbeit vor den Muslimen liegt, zeigen auch die wissenschaftlichen Untersuchungen über wachsende Ressentiments gegenüber dem Islam. Ausgerechnet am Tage zuvor war der Bericht der IHF mit einer umfassenden Studie zu Islamfeindlichkeit in Europa herausgekommen. Für Österreich wird zwar positiv der Grad der Institutionalisierung des Dialogs durch die guten rechtlichen Rahmenbedingungen hervorgehoben (Anerkennungsgesetz für den Islam), gleichzeitig aber konstatiert wie "Tabus fallen". Ein solcher Bericht schließt einen Auftrag ein: Dialog ist wichtig, eine gesamtgesellschaftliche Notwendigkeit und soll nicht als Projekt unverbesserlicher Idealisten und schwärmerischer Weltverbesserer abgetan werden. Integration sollte als beidseitiger Prozess verstanden werden. Muslimischen Frauen fällt auf den Kopf, dass das Thema immer wieder über den Platzhalter Kopftuch an ihnen vorbei abgehandelt wird. Ihre große Aufgabe in dieser Situation: Aus dem Opferklischee herauszukommen und als aktiver Teil der Gesellschaft wahrgenommen zu werden, der sehr wohl in der Lage ist, Ungerechtigkeiten gegen Frauen selbstbestimmt anzugehen. Darum beigelegt ein Text zur Stellung der Frau im Islam unter Einbeziehung der aktuellen Lage. Wien, am 9. März 2005 Carla Amina Baghajati, Medienreferentin der Islamischen Glaubensgemeinschaft (baghajati at aon.at, Tel. 06991 2381075) Für das FORUM Muslimische Frauen Österreich Obfrau Andrea Saleh (frauen at derislam.at, Tel. 0664/4147620) www.derislam.at ------------------------------------------------------------- FRAU IM ISLAM "Dem der recht handelt - sei es Mann oder Frau - und gläubig ist, werden Wir gewiss ein gutes Leben gewähren; und Wir werden gewiss solchen Leuten ihren Lohn nach der besten ihrer Taten bemessen." (Koran 16:97) Das Bild des Islam im Westen wird wesentlich geprägt von der Sichtweise auf die Stellung der Frau im Islam. Eine neue Herausforderung gerade für die moderne europäische Muslima, die sich in den gängigen Klischees von der rechtlosen, unter patriarchalen Strukturen leidenden unemanzipierten muslimischen Frau nicht wieder finden kann. Wie lässt sich aufzeigen, dass nicht jedes soziale, wirtschaftliche oder gesellschaftliche Ungleichgewicht zu Lasten der Frau religiöse Wurzeln hat? Der Koran spricht schließlich die "Entlastung von der Bedrückung" in 92:7 und 94:2 direkt an. Nicht wegen des Islam werden Frauen ihrer Rechte beraubt, sondern gegen den Islam bestehen Praktiken von Abschneiden des Bildungsweges bis zu Zwangsheirat. Tradition und Religion stehen sich mitunter diametral gegenüber. Diese Benachteiligung der Frau wird aber gerade seitens der Ikonen der westlichen Frauenbewegung Alice Schwarzer oder Oriana Fallaci als mit dem Islam an sich konform beschrieben, als der Religion immanent. Wäre größere Sichtbarkeit und nach außen wirkende Aktivität muslimischer Frauen ein Weg, Missverständnisse und Fehleinschätzungen aufzubrechen? Die ihr zugeschriebene Opferrolle ohne Identitätsverlust zu durchbrechen wird umso schwieriger, je fester in den Köpfen verankert ist, aktives und mündiges Eintreten für Frauenrechte könne doch nicht durch eine gläubige und nach der Religion lebende Muslima geschehen? Unterstellungen reichen bis zur Behauptung solche Frauen würden unbewusst lediglich missbraucht, um das Bild des Islam zu verbessern, leisteten mehr oder weniger unfreiwillig einen Dienst, unterdrückerische Strukturen erst recht zu festigen. Und doch führt an einem miteinander statt übereinander Reden kein Weg vorbei. Und zwar ausdrücklich nicht nur, um sachlich über die tatsächlichen islamischen Positionen zur Frauenfrage aufzuklären und so die eigene Würde zu verteidigen. Allzu leicht würden es sich die Muslime machen, wollten sie sich nach dem Motto "Es kann nicht sein, was nicht sein darf." in eine heile Welt flüchten. Es wäre grob vereinfachend nicht weiter als bis zu der Position denken zu wollen, der "wahre Islam" kenne kein Unrecht, wenn erwiesenermaßen in sich islamisch definierenden Gesellschaften Menschenrechtsverletzungen dokumentiert sind, selbst wenn diese ihre Ursachen zuerst in korrupten politischen und demokratiefeindlichen Systemen haben. Schließlich haben Unrecht leidende Frauen Anspruch auf die Solidarität der muslimischen Gemeinde. Eines der wesentlichen islamischen Prinzipien setzt auf die Zivilcourage - sei es von Mann oder Frau, weil religiöse Gebote prinzipiell für beide gelten. Hier heißt es nach einem koranischen Gebot: "Das Gute gebieten, das Schlechte verwehren" (9:71). Sich des ursprünglichen, geradezu revolutionären Charakters islamischer Frauenrechte zu besinnen und ihre Einhaltung zu fordern, ist längst Bestandteil des innermuslimischen Diskurses, an dem Frauen zunehmend Anteil gewinnen. Hier stellen sich längst auch Fragen, die auf eine Auslegung zielen, wie sie für die Moderne angemessen erscheint. Schließlich wohnt dem Islam eine große Dynamik inne, die aus dem Anspruch entsteht, dass auf Basis der Quellen Koran und Sunna (Überlieferungen aus dem Leben des Propheten Muhammad, zusammengefasst in den Hadith) neue Fragestellungen vor dem jeweiligen Hintergrund von Zeit, Ort und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen zu beleuchten sind. Frauenrechte umfassen: Eigene Rechtspersönlichkeit, Recht auf Bildung in sämtlichen Bereichen, Recht auf die Wahl des Ehepartners und das Recht, den eigenen Familiennamen weiterhin zu führen, die Möglichkeit der Scheidung (etwa bei grober Behandlung, unerfülltem Geschlechtsleben, aber auch "wenn die Chemie nicht stimmt"), Recht auf eigenen Besitz und dessen selbständige Verwaltung, voller Unterhaltsanspruch gegenüber dem Ehemann, auch im Falle eines eigenen Einkommens, das nicht für das Familienauskommen aufgewendet werden muss, Recht auf Erbschaft, Partizipation am sozialen, wirtschaftlichen, kulturellen und politischen Leben der Gemeinschaft. Was so rasch aufgelistet ist, füllt durch die detaillierte Ableitung von den jeweiligen Quellen und anschließende Einordnung in die Praxis Bibliotheken. Die angesprochene Notwendigkeit einer zeitgemäßen Interpretation förderte in den letzten Jahren die Entwicklung neuer Ansätze, wobei von den Muslimen in Europa wesentliche Impulse ausgehen, da ihre Minderheitensituation sie mit vielfältigen Fragestellungen konfrontiert. Ein Beispiel hierfür bildet etwa der islamische Ehevertrag. Eine islamische Hochzeit besteht im Wesentlichen aus der Unterzeichnung dieses Dokuments, das den Willen der Ehepartnern die Ehe miteinander einzugehen beurkundet und darüber hinaus eine Summe Geldes festschreibt, die der Frau im durch den Mann ausgelösten Scheidungsfall auszuzahlen ist. So wie dieser Betrag individuell vereinbart wird, ist es prinzipiell möglich, weitere Vereinbarungen aufzunehmen. Davon Gebrauch zu machen, eröffnet Perspektiven, besser vor der Ehe über die genauen Zukunftsplanung zu sprechen und eine gemeinsame Basis auch in den konkreten Fragen des Alltags zu finden: Wohnort, Kindererziehung, Berufsausübung, usw. Sehr junge Frauen könnten sogar die Familienplanung ansprechen, um erst die Ausbildung abzuschließen, ehe an Nachwuchs gedacht wird. Im Idealfall können mögliche Konfliktfelder erkannt und bereinigt werden. Auch ein vielleicht einmal nötiges Schlichtungsverfahren - die moderne Mediation ist im Koran gerade in Eheangelegenheiten explizit empfohlen (siehe z.B. 4:35) und ist dementsprechend positiv verankert - kann auf Grundlage einer solchen Vereinbarung leichter geführt werden. Eingebettet sind diese Rechte im Rahmen der generellen Sicht auf das Verhältnis von Mann und Frau. Der Koran unterstreicht die Gleichwertigkeit der Geschlechter: "Die einen von euch sind von den anderen" (3:195). Mann und Frau sind aus gleicher Substanz geschaffen (4:1). Zu gleichen Teilen sind sie Adressaten im Koran, in der Anrede heißt es immer wieder "ihr gläubigen Männer, ihr gläubigen Frauen". Ja, wenn man die Anzahl des Gebrauchs des Wortes "Mann" mit jener von "Frau" vergleichen wollte, ergibt sich die gleiche Summe. Mann und Frau sind als Verantwortung füreinander tragende Partner beschrieben, die in freundschaftlicher Weise miteinander umgehen (9:71). In der Ehe hat Gott "Liebe und Barmherzigkeit" zwischen ihnen gesetzt (30:21), die Eheleute sind einander "wie eine Decke" (2:187). Die religiöse Praxis, wie sie vor allem die "fünf Säulen" bestimmen, ist gleichermaßen für Männer und für Frauen bindend, sobald sie in der Pubertät religiöse Mündigkeit erreichen. Sie umfassen das Bekenntnis des Einen Gottes und seines letzten Gesandten Muhammad, das tägliche fünfmalige rituelle Gebet, die sozial religiöse Pflichtabgabe in Höhe von 2,5 % des stehenden Vermögens jährlich, das Fasten im Monat Ramadan und die Pilgerfahrt nach Mekka. Für Frauen gelten einige Erleichterungen, die darauf Rücksicht nehmen, dass Gleichwertigkeit nicht Gleichartigkeit bedeutet, dass biologische Unterschiede also nicht wegzudiskutieren sind. Die Zeit des Wochenbetts oder der Menstruation entbindet so zum Beispiel vom Fastengebot, welches später nachzuholen ist. Es ist immer bedenklich, Teilaspekte zusammenhanglos oder sogar manipulierend herauszugreifen. "Die Frau gilt nur die Hälfte eines Mannes und weiter "Sie erbt ja nur halb so viel wie ein Mann, ihre Stimme vor Gericht ist nur die Hälfte wert." sind solche Beispiele, die sich durch die Literatur ziehen. Dass die Frau im komplizierten Erbrecht, das die Verwandtschaftsverhältnisse der Erbberechtigten aufschlüsselt, in manchen Konstellationen die Hälfte erbt (in anderen mehr als ein Mann), ist im Kontext des Unterhaltsrechts zu sehen. Der Mann ist prinzipiell verantwortlich für den Unterhalt der Frau, muss also vom eigenen Vermögen viel aufwenden, während die Frau all ihren Besitz alleine genießen kann. Als Zeugin bei Gericht ist die Aussage einer Frau genauso wertvoll wie die eines Mannes. Wenn im Koran (2:282) bei der bezeugten Niederschrift geschäftlicher Transaktionen davon die Rede ist, dass Frauen sich in der später vielleicht nötigen Aussage "gegenseitig erinnern", wird auf die Situation zur Zeit der Offenbarung eingegangen, als Frauen sich mangels Erfahrung in Geschäftsdingen in der Regel nicht auskannten. Es wäre schlicht nicht zulässig, hier einen allgemeinen Analogieschluss auf alle vor Gericht diskutierten Fragen vorzunehmen. Heute wird diese Stelle angesichts vieler weiblicher Wirtschaftsexpertinnen auch in neuem Licht gesehen. - Immerhin zeigen solche Beispiele, dass die theoretische Dynamik in der flexiblen Rechtsauffassung des Islam auch im Sinne der Frauen auszugestalten ist. Selbstbewusstsein gewinnen Frauen auch aus dem Koranstudium, wo sie beginnend mit Eva, arabisch Havva', einer Reihe von Frauenfiguren begegnen. Zusammen mit Adam bildet sie das erste Menschenpaar, das im Erlebnis des Überschreitens von Gottes Gebot im Paradies gemeinsam eine zentrale Erfahrung durchmacht. Auf die Erkenntnis sich an sich selbst versündigt zu haben, folgt die Reue und durch Gottes Barmherzigkeit dessen Verzeihung. Eva trägt im Islam also keine alleinige Schuld an der Entsendung des Menschen auf die Erde, wo er/sie schließlich als "Stellvertreter/in" Verantwortung für die Schöpfung trägt. Eva erscheint so nicht als potentielle Verführerin des Mannes. Der Begriff der Erbsünde ist dem Islam fremd. Einige weitere Frauen seien der Kürze halber nur aufgeführt: Maryam, die Mutter des Propheten Jesus, die Frau des Pharao, die den kleinen Moses errettete, die Königin von Saba, die durch ihre Einsicht einen Krieg verhinderte. Die Beispiele dieser Frauen aus dem Koran verdeutlichen, dass in der wichtigsten Quelle des Islam Frauen eine aktive Rolle spielen. Da hieraus allgemein gültige Ableitungen und Auslegungen erstellt werden, haben sie für das Frauenbild an sich großes Gewicht. Wie könnte man von einer Ehefrau bedingungslosen Gehorsam verlangen, wenn im Koran selbst das Mitdenken bei Befehlen des Gatten und in diesem Fall sogar Herrschers und in Konsequenz der zivile Ungehorsam als vorbildhaft dargestellt ist? Wie könnte man der Frau an sich vorwerfen, sie sei als Versuchung für den Mann geschaffen, um ihn womöglich von wichtigeren Geschäften abzuhalten, wenn es dafür im Koran nicht eine Belegstelle gibt und schon die erste Frau eben nicht als personifizierte Sünde auftritt? Dem weiblichen Blickwinkel eröffnet sich auch ein reiches Feld der pointierten Interpretation in Bezug auf die Frühzeit des Islam, von Chadidscha, der ersten Frau des Propheten Muhammad, seiner späteren Gattin Aisha bis zu seiner Tochter Fatima oder Sakina, die alle als "Frauenrechtlerinnen" gelten können. Bildung bleibt ein Schlüsselwort für die zukünftige Entwicklung der gesellschaftlichen Rolle muslimischer Frauen. In dem Maße, wie sie um ihre Rechte wissen, können sie dafür eintreten und ihr Leben in die Hand nehmen. Dann kann sich auch zeigen, dass ein starres Rollenkorsett in alleiniger Bestimmung als Ehefrau und Mutter den vielfältigen Perspektiven, die der Islam ihr offen hält, nicht genügen würde. Chancengleichheit, um auf den verschiedensten für die Gesellschaft wertvollen Gebieten partizipieren zu können, ist ein eng mit dem Bildungsgrad verknüpftes Ziel. Wien, am 12. Februar 2005 Carla Amina Baghajati ================================================ C) TERMINE ================================================ ======================== Donnerstag http://www.mund.at/butt/Termine/Maerz/1003.htm Freitag http://www.mund.at/butt/Termine/Maerz/1103.htm Samstag http://www.mund.at/butt/Termine/Maerz/1203.htm ======================== ================================================ D) EDITORIAL ================================================ Für den Inhalt verantwortlich: Ihr. E-Mail-Adresse für Beiträge: widerstand at no-racism.net geschickt. widerst at nd MUND und alle Termine täglich aktualisiert im Web: http://www.no-racism.net/MUND Ziel von MUND (medienunabhängiger Nachrichtendienst) ist die unzensurierte und möglichst rasche Information über gesellschafts- politisch relevante Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu Widerstand und Antirassismus sowie verwandte Themen. sollen einen Titel, Namen und Emailadresse der/des AutorIn enthalten und möglichst kurz und prägnant gehalten sein, ev. mit Hinweis, wo weitere Informationen eingeholt werden können. Bitte keine Attachments! Die inhaltliche und sachliche Verantwortung liegt bei der/dem jeweiligen AutorIn bzw. jenen, die uns die Beiträge schicken. Der MUND wird von einzelnen TagesredakteurInnen zusammengestellt. Da Fehler nicht ausgeschlossen sind, bitten wir, nicht veröffentlichte Beiträge nochmals an widerstand at no-racism.net zu senden. Die Weiterleitung (auch auszugsweise) ist erwünscht. Beiträge mit rassistischen oder sexistischen Inhalten werden nicht veröffentlicht. Sehr persönliche Meldungen werden wir an den betreffenden Adressaten weiterleiten, aber nicht im MUND veröffentlichen. Die bisherigen Ausgaben sind unter http://www.no-racism.net/MUND archiviert. Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage: * Wann: Sonntag, 11.11.2001, 11:11 Uhr * * Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" * * Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf * * Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie. Aber kurz und prägnant.* Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch stillschweigend Zensur zu üben. Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die Nichtaufnahme geliefert. (Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.) Die AbsenderInnen der betroffenen Beiträge werden hiervon informiert. Im Sinne einer "gläsernen Zensur" könnt ihr Euch die Beiträge gerne extra schicken lassen: Ein kurzes Mail an widerstand at no-racism.net genügt. ================================================ E) VERTEILERLISTE ================================================ Zur Eintragung in diesen Verteiler bitte direkt subskribieren unter http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/analle oder von der einzutragenden Adresse aus ein mail schicken an: admin at no-racism.net mit folgendem Text: subscribe no-racism Bitte wegen Automatisierung diesen Wortlaut verwenden! Zur Austragung aus dieser Liste bitte an zusammengestellt. Bitte keine Attachments! (werden nicht angenommen) mehreres nwr bzw. doppelt, liste auf verlangen Redaktionsschluss für diese Ausgabe: Mi 18:00 III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III ü, ö, ä, ß, Ü, Ö, Ä III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III widerst at nd-MUND is powered by http://alt.strg.at/ ================================================ From analle at no-racism.net Fri Mar 11 06:50:08 2005 From: analle at no-racism.net (analle at no-racism.net) Date: Fri, 11 Mar 2005 06:50:08 +0100 Subject: =?iso-8859-1?q?=22MUND=3A_Freitag=2C_11=2E_M=E4rz_2005=22?= Message-ID: MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst www.no-racism.net/mund Freitag, 11. März 2005 ================================================ A) INHALT ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ============================================== 01 Das Recht geht vom Volk aus? Die Perspektiven der EU-Verfassung von bundesvorstand ============================================== 02 EU/Verfassung/Aufrüstung/Spielberg /Veranstaltung von KPÖ Steiermark ============================================== 03 Pressemitteilung zu Tschetschenien von "GfbV - Hans Bogenreiter" ============================================== 04 [Depot-news] Programm 14.03 - 18.03. von depot-news at mailman.sil.at ============================================== 05 Guatemala-Gespräch Sa, 12.3., 18:00 von Hermann Klosius ============================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND KOMMENTARE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ============================================== 06 Presseinformation der Kommunistischen Initiative (KI) Wien von "Helmuth Fellner" ============================================== 07 Trauriger Verlust: Richard Ames von "Initiative muslimischer ÖsterreicherInnen" ============================================== 08 Phase 2: »MISSION ISLAMISMUS. Neuer Antisemitismus und Ansätze gegen die Regression. von "Ökologische Linke" ============================================== 09 PA: Europrat hebt wichtige Rolle der Lokal- und Community Medien für Medienvielfalt hervor von Wolfgang Hirner ============================================== 10 erklärung für mund von zach at kpoe.at ============================================== ================================================ B) TEXTE ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ============================================== 01 Das Recht geht vom Volk aus? Die Perspektiven der EU-Verfassung von bundesvorstand ============================================== Bitte um Ankündigung von folgendem Termin im MUND Das Recht geht vom Volk aus? Die Perspektiven der EU-Verfassung Es diskutieren auf Einladung der Volksstimmen: Hans Peter Martin ( EU-Abgeordneter ) Alexander Zach (Bundessprecher des Liberalen Forums) Wolfgang Greif (Internationaler Sekretär der GPA, Mitglied im Europäischen Wirtschafts- & Sozialausschuss) Walter Baier (KPÖ-Vorsitzender) Moderation: Waltraud Fritz-Klackl (KPÖ-Vertreterin bei der Europäischen Linkspartei) Wo: AERA, Gonzagagasse 11 / Ecke Werdertorgasse (U-Bahnstation Schottenring, Ausgang Salztorbrücke), 1010 Wien Donnerstag, 17. März, Beginn: 19 Uhr ============================================== 02 EU/Verfassung/Aufrüstung/Spielberg /Veranstaltung von KPÖ Steiermark ============================================== KPÖ Steiermark Lagergasse 98a 8020 Graz Tel. 03 16 / 71 24 36 Fax 03 16 / 71 62 91 email: kpoe_stmk at hotmail.com Donnerstag, 10. März 2005 Presseinformation der KPÖ Steiermark Aufrüstung im Namen der EU Das "Friedensprojekt" EU rüstet auf. Auf diesen Nenner lassen sich aktuelle Entwicklungen in der Militärpolitik der Europäischen Union und Bestimmungen des EU-Verfassungsvertrages bringen, der nach dem Willen von ÖVP, SPÖ, FPÖ und Grünen ohne Volksabstimmung Mitte Mai im österreichischen Nationalrat ratifiziert werden soll. Die steirische KPÖ wendet sich gegen alle Formen der Aufrüstung im Namen der EU. Dadurch wird die österreichische Neutralität ausgehebelt und es kommt zu einer Umverteilung von sozialen Aufgaben zur Förderung der Rüstungsindustrie. Der steirische KPÖ-Vorsitzende Franz Stephan Parteder macht ein diesem Zusammenhang darauf aufmerksam, dass der Luftfahrtcluster Aichfeld-Murboden, der zur Zeit von Hannes Androsch und anderen ins Spiel gebracht wird, in enger Zusammenarbeit mit dem größten EU-Rüstungskonzern EADS (dem Produzenten der Eurofighter) entstehen soll. Zur Information über die von den Medien meist verschwiegene militärische Komponente der EU, führt die KPÖ in Graz eine Diskussionsveranstaltung durch. Mag. Günter Reder von der Linzer Werkstatt für Frieden und Solidarität spricht dort über EU-Militärverfassung, Schlachtgruppen etc. und über die österreichische Beteiligung daran. Diese Veranstaltung findet am Freitag, 11. März 2005 um 16. 30 Uhr im Karl Drews Klub, Graz Lagergasse 98 a statt. Rückfragehinweis: 0316/ 71 2436 KPÖ-Steiermark Lagergasse 98 a 8020 Graz Tel.: 0316 71 24 36 Fax 0316 71 62 91 email: kp.stmk at kpoe-graz.at; kpoe_stmk at hotmail.com ============================================== 03 Pressemitteilung zu Tschetschenien von "GfbV - Hans Bogenreiter" ============================================== Nach dem Tod von Maschadow: Gesellschaft für bedrohte Völker befürchtet Radikalisierung des Konflikts Aufruf zu einer Demonstration für Frieden in Tschetschenien Der ehemalige tschetschenische Präsident und Separatistenführer Aslan Maschadow ist wurde im Rahmen einer „Spezialoperation“ der russischen Geheimdienstbehörde erschossen. Von der Regierung Putins stets als einer der gefährlichsten Terroristen eingestuft, wurde Maschadow von der breiten Masse in Tschetschenien stets als moderat und einzig legitimer Präsident angesehen. Aus dem Untergrund hatte Maschadow immer wieder versucht, den seit zehn Jahren andauernden Konflikt mit Verhandlungen zu beenden. Erst kürzlich hat er sich in einem Interview für persönliche Gespräche mit Putin zur Lösung des Konflikts im Kaukasus und gegen Gewalt ausgesprochen. Von russischer Seite wurde dieses Angebot mit der Begründung, man wolle keine Verhandlungen mit Terroristen aufnehmen, abgelehnt. Doch selbst viele Angehörige der Opfer von Beslan verstehen diese Haltung nicht. Sie werfen der Regierung vor, Mitschuld am Tod der Kinder, Eltern und Lehrer zu haben, eben weil sich diese dagegen verwehrt, jegliche Verhandlungen mit Terroristen auszunehmen. Der Kreml beschuldigte Maschadow, gemeinsam mit Bassajew in den vergangenen Jahren schwere Terroranschläge wie die Geiselnahme im Musicaltheater Nordost sowie in der Schule von Beslan geplant zu haben. Alsan Maschadow hat sich wiederholt von diesen Anschlägen distanziert. Die Gesellschaft für bedrohte Völker befürchtet nun, dass der Tod von Maschadow dazu führen wird, dass in Tschetschenien radikalere Kräfte verstärkt die Oberhand gewinnen. Die gemäßigte Elite, die auf Dialog setzt und das Schlimmste verhindern könnte, findet sich heute fast ausschließlich im Ausland. Die nun in Tschetschenien dominierenden Personen sind – mit nur wenigen Ausnahmen – radikale „Wahabi-orientierte“ Kämpfer. Einer von ihnen ist der für viele Terrorakte verantwortliche Schamil Bassajew, der mit dem Tod von Aslan Maschadow jetzt noch mehr Zuspruch finden wird. Laut der Website „Kavkazcenter“ haben mit dem Tod Maschadows diejenigen Tschetschenen ihre letzten Illusionen verloren, die noch an so etwas wie Gerechtigkeit geglaubt haben. Der Kampf kann jetzt nicht ausgesetzt werden, „sondern nur weitergehen“. "Mit der Liquidierung des moderaten und nach OSZE-Angaben frei gewählten tschetschenischen Präsidenten Aslan Maschadow hat Russland das Feld dem Terrorismus überlassen, den es durch seinen Völkermord an mindestens 160.000 Menschen in Tschetschenien geschaffen hat", sagt der Generalsekretär der Gesellschaft für bedrohte Völker, Tilman Zülch. Die russische Wirtschaftszeitung „Wedomosti” bezeichnet Maschadows Tod als einen „Schlag gegen die Europäische Union”, weil Europa die russische Regierung in den vergangenen fünf Jahren des Tschetschenien-Konfliktes immer wieder dazu aufgefordert hat, Gespräche mit dem Separatistenführer aufzunehmen. Jetzt wird es für den Westen noch schwieriger einen konstruktiven Beitrag für eine friedliche Lösung zu leisten, da es nun keine legitimierte Figur mehr gibt, mit der die russische Führung Verhandlungen aufnehmen könnte. Aus aktuellem Anlass ruft die Gesellschaft für bedrohte Völker zu einer Demonstration auf. Demonstration für Frieden in Tschetschenien 11.03.2005 Treffpunkt: 14 Uhr, Schwarzenbergplatz, Reiterdenkmal Der Demonstrationszug wird zur Russischen Botschaft im 3. Bezirk führen. Inhaltlich geht es nicht darum, Aslan Maschadow zu verherrlichen oder gar Terrorakte (ob nun von ihm veranlasst oder nicht) zu verharmlosen. Vielmehr rufen wir zur sofortigen Einstellung der Kampfhandlungen auf beiden Seiten auf und möchten vor einer weiteren Radikalisierung des Konflikts warnen. Zudem fordern wir die russische Führung dazu auf, nach einer friedlichen Lösung des Kriegs zu suchen und mit moderaten tschetschenischen Persönlichkeiten Verhandlungen aufzunehmen. Gesellschaft für BEDROHTE VÖLKER Menschenrechtsorganisation für ethnische und religiöse Minderheiten und Gruppen ======================================== Society for Threatened Peoples Société pour les Peuples ménaces Associazione per i popoli minacciati Sociedad por los Pueblos Amenazados Untere Viaduktg. 53/7A 1030 Wien AUSTRIA Tel.: +43/1/503 49 90 Fax : +43/1/503 13 36 Web : www.gfbv.at Spendenkonto: 7.238.909 PSK: 60.000 FÜR MENSCHENRECHTE WELTWEIT. ============================================== 04 [Depot-news] Programm 14.03 - 18.03. von depot-news at mailman.sil.at ============================================== Montag, 14. März, 19.00 Bildtheorie Lesekreis Der Begriff des Bildes wird heute grundsätzlicher diskutiert als in der traditionellen Kunsttheorie, die das Bild nahezu mit Malerei gleichgesetzt hat. Seit den phänomenologischen und den semiologischen Bildtheorien der Siebziger, spätestens aber seit dem “iconic turn” in den Neunzigern wird genauer überlegt, was ein Bild als Bild überhaupt ist. Entsprechend haben sich in den letzten Jahren die Bildwissenschaften als neue Disziplin parallel zur Kunstgeschichte entwickelt. Für diesen Termin ist ein Text von Meyer Shapiro zu lesen: On some problems in the semiotics of visual art: field and vehicle in image-signs (Semiotica 1, 1969). Der Text ist auf deutsch abgedruckt in: Gottfried Boehm, Was ist ein Bild? Der Text liegt als Mastercopy im Depot auf. Donnerstag, 17. März, 19.00 Fluc_2, Veranstaltungen unter Grund Bezirkskultur Das neue Fluc_2 am Praterstern in einer heruntergekommenen Fußgängerunterführung samt angrenzender, stillgelegter WC-Anlage soll ein Veranstaltungsort mit heterogenen Nutzungsmöglichkeiten werden. Als Entgegnung auf die zunehmende Ökonomisierung des städtischen Raumes versteht sich das Konzept des Fluc_2 als Plädoyer für eine Vielstimmigkeit, die nicht immer vorhersehbar und planbar ist. Was macht öffentliche Räume zu lebendigen sozialen Räumen? Entgegen den gewohnten und regulierten Flächen wie Kinderzonen, Hundezonen, Ballspielplätzen, Warteräumen und einer deklarierten, abgegrenzten Kunst im öffentlichen Raum erprobt das Fluc_2 ein Modell, das neue interventionistische künstlerische Praktiken ermöglicht. Martin Wagner, fluc, [dy’na:mo] Klaus Stattmann, Architekt Alfred Pranzl, skug - Journal für Musik Christa Benzer, springerin Moderation: Oliver Schürer, Technische Universität Wien Freitag, 18. März, 19.00 Das Problem der Ausbildung KünstlerInnen-Karrieren Zwischen zwei- und dreihundert KünstlerInnen schließen jährlich an den österreichischen Akademien und Universitäten ihr Studium ab. Ob sie auch für die Berufswelt draußen ausgebildet werden, bleibt fraglich. Kritik an der mangelnden Vorbereitung im Rahmen des Studiums gibt es zwar schon lange, Veränderungen in den Studienplänen sind aber nicht augenscheinlich. Wo endet der Ausbildungsauftrag der Akademien und Universitäten und wo beginnt die Selbstverantwortung der Studierenden? Stephan Schmidt-Wulffen, Rektor der Akademie der bildenden Künste Wien Eleni Kampuridis, ÖH an der Akademie der bildenden Künste Wien Doris Krüger, Künstlerin, Stipendiatin des Absolventinnenprogramms „Premiere“ Gerald Bast, Rektor der Universität für angewandte Kunst Wien Moderation: Franziska Maderthaner, IG bildende Kunst Depot Breitegasse 3 A-1070 Wien Tel: +43 1 522 76 13 depot at depot.or.at www.depot.or.at _______________________________________________ Depot-news mailing list Depot-news at mailman.sil.at http://mailman.sil.at/mailman/listinfo/depot-news ============================================== 05 Guatemala-Gespräch Sa, 12.3., 18:00 von Hermann Klosius ============================================== GUATEMALA nach einem Jahr Regierung Oscar Berger Gespräch über die aktuelle politische und soziale Lage mit Secil Oswaldo de León und César Dávila Vetreter des "Colectivo de Organizaciones Sociales" (COS) Zeit: Samstag, 12. März, 18.00 Ort: Café Kandinsky, Lerchenfelderstraße 13 (im Durchhaus) Die COS ist zu Beginn des Jahres 2002 als Koordinierungsinstanz einer breiten Palette sozialer Organisationen entstanden, um Druck im Sinn der Umsetzung der Friedensverträge auszuüben und damit zur Demokratisierung der guatemaltekischen Gesellschaft beizutragen. Auf Einladung der Guatemala-Solidarität Österreich im Zuge ihrer Europa-Rundreise in Wien, wollen die beiden COS-Vertreter über jene Aspekte der aktuellen wirtschaftlichen und politischen Entwicklung in Guatemala berichten, die zu einer Zuspitzung der sozialen, politischen und wirtschaftlichen Krise im Land beitragen. Dazu gehören eine Zunahme der extremen Armut, steigende Verletzungen der Menschenrechte, eine alarmierende Welle der Gewalt gegen Frauen, politische Straffreiheit, Korruption, das Fortbestehen geheimer Machtstrukturen, das Wiederbeleben der Zivilpatrouillen (PAC), die Zuspitzung der Konflikte auf dem Land, die Vernachlässigung der Umsetzung der Friedensabkommen ... Mit anschließender Diskussion. ============================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND KOMMENTARE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ============================================== 06 Presseinformation der Kommunistischen Initiative (KI) Wien von "Helmuth Fellner" ============================================== Presseinformation der Kommunistischen Initiative (KI) Wien Polizeieinsatz in KPÖ-Lokal im 7. Bezirk Wiener KPÖ-Vorsitzende Stiefsohn gegen eigene Jugend Im Veranstaltungslokal „Siebenstern“ der KPÖ Wien wollte heute um 19 Uhr 30 unter dem Ägide des Cafe Critique ein Redakteur des proimperialistischen, rassistischen und dezidiert antifeministischen deutschen Blattes BAHAMAS seine antiarabischen, islamophoben Meinungen unters Publikum bringen. Als die unter der Patronanz der KPÖ Wien stehende Veranstaltung beginnen sollte, hatten sich zahlreiche AntiimperialistInnen aus kommunistischen Jugendorganisationen und verschiedenen linken und fortschrittlichen Gruppierungen eingefunden. Die Vertreter des Cafe Critique wollten ihnen nicht genehme Personen an einer Teilnahme an der Veranstaltung hindern, riefen die Polizei und sagten schließlich die Veranstaltung ab. Die Polizei sperrte den Saalzugang und nahm von allen Anwesenden die Personalien auf. Waltraud Stiefsohn, Vorsitzende der KPÖ Wien und Hausherrin des Lokales „Siebenstern“, stellte sich auf die Seite der Veranstalter und der Polizei und gegen die anwesenden AntimperialistInnen, darunter auch Genossinnen ihrer eigenen Partei. Einmal mehr tolerierte damit die KPÖ Waltraud Stiefsohns und Walter Baiers einen Polizeieinsatz gegen kritische und revolutionäre junge Menschen, sogar aus dem Bereich der kommunistischen Jugendorganisationen. Wien, 09.03.2004 (21:30) Rückfragen: O676/6968852 ============================================== 07 Trauriger Verlust: Richard Ames von "Initiative muslimischer ÖsterreicherInnen" ============================================== Liebe Freundinnen und Freunde, liebe Geschwister, Salam, die Initiative muslimischer ÖsterreicherInnen erlaubt sich diese traurige Meldung aus Graz weiterzuleiten und trauert um einen Freund und Dialogpartner, den wir in zahlreichen Veranstaltungen und Anlässen, vor allem im Zuge der Vorbereitung für die interreligiöse Konferenz in Graz Kulturhauptstadt 2003 kennen gelernt haben. ***************************************** Nur Gutes und Holdes verfolgen mich nun alle Tage meines Lebens, ich kehre zurück zu DEINEM Haus für die Länge der Tage. (Psalm 23:6) Wir trauern um unseren Ehemann, Vater, Bruder und Schwager Richard Ames Vizepräsident des Koordinierungsausschusses für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Österreich Träger des Großen Ehrenzeichens des Landes Steiermark Er ist am 8. März 2005 im 74. Lebensjahr friedlich entschlafen. Ingeborg und Sandra Ames-Abrams Paula Abrams-Hourani und Fayssal Hourani Familien Volker und Wolfram Lembert Die Beisetzung findet am Freitag, dem 11. März 2005 um 12 Uhr am Israelitischen Friedhof Graz, Wetzelsdorfer Straße statt ***************************** Liebe Freundinnen und Freunde des Interreligiösen Dialogs! Traurigen Herzens muss ich euch mitteilen, dass Richard Ames, Kantor der Israelitischen Kultusgemeinde und Mitglied des christlich-jüdischen Koordinierungsausschusses, gestern gestorben ist. Am Sonntag feierte er mit uns noch in St. Lukas die Interreligiöse Begegnung und in der Nacht von Montag auf Dienstag wurde er mit einer Gehirnblutung ins Spital eingeliefert. Pax Christi und St. Lukas verlieren nicht nur einen stets bereiten Dialogpartner, Richard ist Dr. Ederer und mir auch zu einem guten Freund geworden, der in unserem Leben eine große Lücke hinterlässt. Das Ausmaß seines Bemühens als Brückenbauer zwischen dem Judentum und dem Christentum tätig zu sein, wird erst durch sein Fehlen sichtbar und spürbar werden. Ich glaube auch, dass die Stadt Graz einen Bürger verliert, der als Opernsänger am Grazer Opernhaus bekannt war und der einen wesentlichen Beitrag zum friedlichen Miteinander und Verstehen beigetragen hat. Wir können am Freitag, 11. 3. 2005 um 12.00 Uhr, in der Zeremonienhalle des Jüdischen Friedhofs, Alte Poststraße (nähe Don Bosco)von ihm Abschied nehmen. Wir trauern mit seiner Frau Ingeborg und seiner Tochter und sind im Gebet verbunden. Die Interreligiöse Begegnung am kommenden Sonntag in St. Lukas um 19.30 Uhr wird unserem Freund gewidmet sein. Mit freundlichen Grüßen Sabine Bauer ************************* -- Initiative muslimischer ÖsterreicherInnen e-mail:dieinitiative at gmx.at für Rückfragen und Korrespondenz kontaktieren sie bitte: Omar Al Rawi +43-664-3831942 al-rawi at gmx.at Amina & Tarafa Baghajati +43-1-2595449 baghajati at aon.at Mouddar Khouja +43-1-9685096 mouddar at gmx.net Andrea Saleh +43-1-7965652 salehand at gmx.at ============================================== 08 Phase 2: »MISSION ISLAMISMUS. Neuer Antisemitismus und Ansätze gegen die Regression. von "Ökologische Linke" ============================================== Soeben erschienen: Phase 2 Ausgabe 15 mit dem Schwerpunktthema: »MISSION ISLAMISMUS. Neuer Antisemitismus und Ansätze gegen die Regression.« Beiträge u.a.: MATTHIAS KÜNTZEL über den Nationalsozialismus im islamistischen Denken * THOMAS SCHMIDINGER über den erfolgreichen Antisemitismus-Import der arabisch-islamischen Welt * PHASE 2 LEIPZIG über die Auseinandersetzung mit Islamismus und Rassismus in Deutschland * UDO WOLTER über das Verhältnis antirassistischer Ideologie zum Islamismus nach dem 11. September * KRITIK & PRAXIS BERLIN zur Frage »Islamismuskritik - Jenseits von Rassismus und Antisemitismus?« Außerdem: PHASE 2 LEIPZIG über die Bedeutung des 8. Mai für die deutsche Erinnerungspolitik * THOMAS PLÄTTNER über Bewusstsein und Aktualität der Volksgemeinschaft * Ilka Schröder über den Nahen Osten als Testfeld europäischer Großmachtambitionen * Hanne Herzberg über die Frage des »Weiblichen« und des »Nichtidentischen«. * IRENE SEDOW UND LOURDES SANTANDER über Diskursverschiebungen in der Debatte um ein deutsches Zuwanderungsgesetz * Gerd Dembowski über unerwartete Romantisierungen einer Männerphantasie bestellbar unter http://phase2.nadir.org/ -- Ökologische Linke (ÖKOLI) Schottengasse 3a/1/4/59 A-1010 Wien e-milio: oekoli_wien at gmx.net Visite our Website: http://www.oekoli.cjb.net Ökoli Vorarlberg: http://PolitiX.cjb.net Spenden auf unser Konto sind immer willkommen: Konto Nr.: 56001071333 Bank Austria Creditanstalt BLZ 12000 Unsere Aussendungen sind nicht zur Verbreitung über Indymedia bestimmt! ============================================== 09 PA: Europrat hebt wichtige Rolle der Lokal- und Community Medien für Medienvielfalt hervor von Wolfgang Hirner ============================================== Presseinformation des Verbndes Freier Radios Östereich Ministerkonferenz des Europarates hebt wichtige Rolle der Lokal- und Community Medien für die Medienvielfalt hervor Auf der zur Zeit (10.-11.3.) in Kiew, Ukraine stattfindenden Ministerkonferenz des Europarates zur Zukunft der Massenmedien, wurde heute die Rolle der Lokal und Community-Medien besonders gewürdigt. Maud de Boer-Buquicchio, stellvertretende Generalsekretärin des Europarates hob die Rolle der Lokal- und Communitymedien hervor, die qualitativ hochwertige und vielfältige Inhalte produzieren, sowie wichtige Plattformen für öffentliche Diskussionen seien. Weiter betonte sie die Wichtigkeit der Beteiligung der Zivilgesellschaft am Diskussionsprozess über die Zukunft der Massenmedien. Sie bedankte sich für wichtige Anregungen des vorgestern zu Ende gegangenen NGO-Forums in Kiew. Helmut Peissl, Obmann des Verbandes Freier Radios und einziger österreichischer Vertreter beim NGO-Forum in Kiew, sieht einen weiteren Schritt zur europäischen Anerkennung der nichtkommerziellen Community-Medien als eigenständiger 3. Sektor: „In der Resolution des Europarates zum Thema Kulturelle Vielfalt und Medienvielfalt wird die Wichtigkeit der nichtkommerziellen Minderheitenmedien hervorgehoben.“ -- Wolfgang Hirner Radiofabrik Mühlbacherhofweg 5 A-5020 Salzburg www.radiofabrik.at w.hirner at radiofabrik.at Tel: 0043-662-842961 Fax: 0043-662-84878413 ============================================== 10 erklärung für mund von zach at kpoe.at ============================================== Polizeikessel in KPÖ-Lokal (Erklärung vom 9. März, ca. 23 Uhr) Seit 1 1/2 Jahren finden Veranstaltungen der Gruppe Cafe Critique im 7stern statt - bis jetzt ohne besonderes Interesse der sich als links definierenden Öffentlichkeit. Die für heute von Cafe Critique geplante Veranstaltung mit Thomas Becker (Bielefeld) zum Thema ?DER IRAN UND DIE BOMBE? mündete jedoch im Einsatz von staatlichen Ordnungshütern (Polizei). Was sich aufgrund der Hasstiraden anonymer Schreiberlinge - die sich als die einzigen und wahren Interpreten von Sozialismus, Antifaschismus und Antirassismus betrachten - auf Indymedia schon abzeichnete, wurde traurige Realität. Nicht Diskussion, sondern Konfrontation lautete das Motto von cirka 40 GegendemonstrantInnen, die versuchten die Veranstaltung im 7stern gewaltsam zu verhindern. Nicht das Auftreten gegen H.C. Strache, Ilse Prokop u.a. Scharfmacher von politischer Relevanz stand und steht auf der Tagesordnung, sondern die Verhinderung der Veranstaltung einer Gruppe deren gesellschaftspolitische Bedeutung im Promillebereich liegt. W. Stiefsohn, Vertreterin des 7stern und der KPÖ vor Ort, versuchte die sich abzeichnende Konfrontation zu verhindern und die Angelegenheit ohne Polizei (die von den Veranstalterinnen, Cafe Critique, bereits gerufen worden war) zu lösen. VERGEBLICH. Die GegendemonstrantInnen wollten sich nicht dazu durchringen, den Saal zu verlassen. Willkommene Gelegenheit für die Polizei - mit dem Verweis auf das Vorliegen des Tatbestands einer Körperverletzung -schlußendlich die Personalien aller Anwesenden aufzunehmen und den Saal zu räumen. Wir nehmen die Entwicklungen zur Kenntnis, die nicht wenigen selbsternannten Computer-Tastatur-Revolutionären und Ex-KPÖ-Mitgliedern, die nunmehr in der Kommunistischen Initiative tätig sind, der willkommene Vorwand sein werden, um weiterhin gegen die KPÖ zu hetzen und diese für die Geschehnisse verantwortlich zu machen. Trotzdem und gerade deswegen nochmals die zentrale Passage jener Erklärung, die die KPÖ schon vor einigen Tagen abgegeben hat: Bei den Veranstaltungen am 9. und 19. März im 7stern handelt es sich nicht um KPÖ-Veranstaltungen! Die Positionen der Bahamas-Redaktion sind nicht die Positionen der KPÖ. Auch die Positionen mancher "Antiimps" (in Österreich z.B. der AIK), die die bedingungslose Solidarität mit jenem irakischen Widerstand einfordern, der tagtäglich Terror gegen die Zivilbevölkerung ausübt, sind nicht die unseren. Der hier publizierte Text findet sich auch unter http://www.kpoe.at/bund/aktuell/7stern-polizei.html W. Stiefsohn - Sprecherin der KPÖ-Wien D. Zach - KP-Pressefuzzi ============================================== =============================================== C) TERMINE =============================================== ======================== Donnerstag http://www.mund.at/butt/Termine/Maerz/1103.htm Freitag http://www.mund.at/butt/Termine/Maerz/1203.htm Samstag http://www.mund.at/butt/Termine/Maerz/1303.htm ======================== ============================================= D) EDITORIAL ============================================= Für den Inhalt verantwortlich: Ihr. E-Mail-Adresse für Beiträge: widerstand at no-racism.net geschickt. widerst at nd MUND und alle Termine täglich aktualisiert im Web: http://www.no-racism.net/MUND Ziel von MUND (medienunabhängiger Nachrichtendienst) ist die unzensurierte und möglichst rasche Information über gesellschafts- politisch relevante Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu Widerstand und Antirassismus sowie verwandte Themen. sollen einen Titel, Namen und Emailadresse der/des AutorIn enthalten und möglichst kurz und prägnant gehalten sein, ev. mit Hinweis, wo weitere Informationen eingeholt werden können. Bitte keine Attachments! Die inhaltliche und sachliche Verantwortung liegt bei der/dem jeweiligen AutorIn bzw. jenen, die uns die Beiträge schicken. Der MUND wird von einzelnen TagesredakteurInnen zusammengestellt. Da Fehler nicht ausgeschlossen sind, bitten wir, nicht veröffentlichte Beiträge nochmals an widerstand at no-racism.net zu senden. Die Weiterleitung (auch auszugsweise) ist erwünscht. Beiträge mit rassistischen oder sexistischen Inhalten werden nicht veröffentlicht. Sehr persönliche Meldungen werden wir an den betreffenden Adressaten weiterleiten, aber nicht im MUND veröffentlichen. Die bisherigen Ausgaben sind unter http://www.no-racism.net/MUND archiviert. Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage: * Wann: Sonntag, 11.11.2001, 11:11 Uhr * * Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" * * Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf * * Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie. Aber kurz und prägnant.* Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch stillschweigend Zensur zu üben. Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die Nichtaufnahme geliefert. (Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.) Die AbsenderInnen der betroffenen Beiträge werden hiervon informiert. Im Sinne einer "gläsernen Zensur" könnt ihr Euch die Beiträge gerne extra schicken lassen: Ein kurzes Mail an widerstand at no-racism.net genügt. ================================================ E) VERTEILERLISTE ================================================ Zur Eintragung in diesen Verteiler bitte direkt subskribieren unter http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/analle oder von der einzutragenden Adresse aus ein mail schicken an: admin at no-racism.net mit folgendem Text: subscribe no-racism Bitte wegen Automatisierung diesen Wortlaut verwenden! Zur Austragung aus dieser Liste bitte an zusammengestellt. Bitte keine Attachments! (werden nicht angenommen) 1 Attachment, 1 Beitrag nicht mehr aktuell, 1 Beitrag mangels WR Redaktionsschluss für diese Ausgabe: Do, 22.00 Uhr III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III ü, ö, ä, ß, Ü, Ö, Ä III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III widerst at nd-MUND is powered by http://alt.strg.at/ ================================================ From analle at no-racism.net Mon Mar 14 15:38:27 2005 From: analle at no-racism.net (analle at no-racism.net) Date: Mon, 14 Mar 2005 15:38:27 +0100 Subject: MUND_140305 Message-ID: MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst www.no-racism.net/mund Montag, 14. März 2005 ================================================ A) INHALT ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< A U F R U F ! ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 01 Übersetzungen für die Rechtsinfos zum Asylgesetz 2003 für englisch, französisch und serbokroatisch gesucht !!! von: ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 02 Veranstaltungsabsage für Samstag (12.3.) von: ================================================ 03 Wieder Vorverurteilung von Afrikanern! von: ================================================ 04 InteressentInnen-Workshop in Wien von: ================================================ 05 Kundgebungen in Gedenken an die Opfer des Massakers von Qamishli/Syrien von: ================================================ 06 BUNTE Fest von: ================================================ 07 EU-Verfassungsvertrag von: ================================================ 08 Die Wahrheit lügen von: ================================================ 09 Einladung zur Buchpräsentation von Tibor Zenker von: ================================================ 10 Karfreitags-Benefiz / Porgy Bess von: GAMUEKL ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND KOMMENTARE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 11 Petition an den Bundespräsidenten - Freiheit für Sandra Bakutz! von: heinz at no-racism.net ================================================ 12 GAJ WIEN - Hit them Harris one more time! von: ================================================ 13 Gemeinsame Pressemitteilung Prokop - Schakfeh von: ================================================ 14 Nieder mit der linken Schlägerbande! von: ================================================ 15 ASt - Mit der Bitte um Veröffentlichung von: ASt-LFI ================================================ 16 ASt - Mit der Bitte um Veröffentlichung von: ASt-LFI ================================================ 17 Stellungnahme zur Verhinderung unserer Veranstaltung am 9. März von: ================================================ 18 Erklärung zum Polizeieinsatz auf der Syrien-Veranstaltung von: ================================================ 19 Fohnsdorf/HTP/Probleme/Machtkampf von: ================================================ 20 STMK/Gemeinderatswahl/Gute Ergebnisse/KPÖ von: ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< SOLIDARITÄT WELTWEIT ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 21 Mufid al-Jazairi: âUnter die Räder gekommen« von: ================================================ 22 60 kurdische Demonstranten nach sechs Tagen Fußmarsch in Belgien festgenommen! von: ================================================ 23 Libanon: Assads Hinterhof von: wadi wien ================================================ 24 Venezuela: Politics & Economics von: ================================================ 25 United States should not turn blind eye to female genital mutilation von: ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< SERVICE - LINKS ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 26 Werkstatt-Rundbrief Nr. 07-2005 von: ================================================ 27 CROPfm - Newsletter: Chemtrails - das Buch [18.03.05] von: Tarek Al-Ubaidi ================================================ 28 Presseausgabe Glocalist Nr.63>>CSR in Koopertion mit Experts Group CSR (UBIT/WKO) von: ================================================ 29 Buchvorstellung von: ================================================ ================================================ B) TEXTE ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< A U F R U F ! ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 01 Übersetzungen für die Rechtsinfos zum Asylgesetz 2003 für englisch, französisch und serbokroatisch gesucht !!! von: ================================================ Übersetzungen für die Rechtsinfos zum Asylgesetz 2003 gesucht !!! Wir brauchen DRINGEND für englisch, französisch, Serbokroatisch und Albanisch! Bitte melden! Danke! Die Deserteurs- und Flüchtlingsberatung bietet mehrsprachig Rechtsinformationen im Bereich Asyl und Fremdenrecht an. Denn wer über seine Rechte Bescheid weiss, ist gut auf ein Verfahren vorbereitet, kann sich gegen Schikanen wehren und seine / ihre Risiken und Perspektiven besser abschätzen. Da sich die Asyl- und Fremdengesetze jedoch ständig ändern und immer komplexer werden, kommen wir mit dem Schreiben verständlicher Texte und dem Übersetzen kaum noch nach... Doch wir möchten unseren KlientInnen und auch vielen anderen Interessierten weiterhin ein aktuelles und verständliches Service bieten! Daher brauchen wir IHRE Unterstützung! Unsere Website wird rund 4000 mal pro Monat besucht und die Webstatistik bestätigt, dass die Rechtsinformationen der meistbesuchte Bereich sind! Aktuell haben wir einen neuen Text zum Asylgesetz 2003: http://www.deserteursberatung.at/rechtliches/faq_asyl1.htm in Form von Fragen und Antworten, die in englisch, französisch und Serbokroatisch übersetzt werden sollen. Mehr zu unserem Projekt Rechtsinfos für alle: http://www.deserteursberatung.at/projekte/rechtsinfo_alle.htm Wer kann und will seine / ihre Sprachkompetenzen und Zeit für die Übersetzung der angebotenen Informationen zur Verfügung stellen ? Leider können wir kein Geld dafür anbieten. Bei Interesse bitte ein mail an: deserteursberatung at utanet.at und CC an irene.messinger at blackbox.net mit dem Subject Rechtsinfos übersetzen ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 02 Veranstaltungsabsage für Samstag (12.3.) von: ================================================ Die auch über diesen Verteiler angekündigte Diskussionsveranstaltung zum Thema: "Wohnungspolitik und Wohnungsmarkt - seit der blau/schwarzen Regierung und die neuesten, geplanten Entwicklungen" mit einem Referat von J.Iraschko (MieterInnen-Initiative)wurde aufgrund von Terminkollisionen abgesagt! Die Veranstaltung wird voraussichtlich auf 19.April verschoben. ligrü Gustl ================================================ 03 Wieder Vorverurteilung von Afrikanern! von: ================================================ Wieder Vorverurteilung von Afrikanern! Während in den meisten Medien über die tragischen Überfälle auf Briefträger mit gebotener Rücksicht auf den Stand der Ermittlungen (genauere Erkenntnisse über die Täter gibt es derzeit noch nicht) und auf die betroffenen Opfer berichtet wird, stehen die Täter für andere, u.a. die U-Bahn Zeitung „Heute“ bereits fest. Das Bild zum Bericht am 09.03.05, Seite 5: Cobra-Polizisten und Afrikaner (schwarzer Balken vor den Augen, wie bei Angeklagten). Zu lesen: „Zugleich erteilte das Kriminalamt Wien der Sicherheitswache die Weisung, Schwarzafrikaner verstärkt zu prüfen.“ Die Botschaft lässt an Eindeutigkeit nichts missen: ’In jedem Menschen schwarzer Hautfarbe steckt ein potentieller Täter.’ Erst vor zwei Wochen übten die Experten der Europäischen Kommission gegen Rassismus und Intoleranz (ECRI) Kritik an der österreichischen Ausländer- und Menschenrechtspolitik. Insbesondere wurden die Verschlechterungen im Asylbereich, Polizeiübergriffe gegen Schwarzafrikaner, sowie "rassistische und fremdenfeindliche Untertöne" in Politik und Medien Österreichs kritisiert. Es kann doch nicht sein, dass durch die bloße Anwesenheit in der Nähe eines Tatorts Menschen, die einer bestimmten Minderheit angehören, zum potentiellen Täterkreis gehören sollen. Pauschalierte Vorverurteilungen gegen Minderheiten, allen voran die afrikanische community, dürfen in einem aufgeklärten Rechtsstaat keinen Platz haben. Tarafa Baghajati, baghajati at aon.at, 0664-521 50 80 Vizepräsident von ENAR - European Network against Racism und Mitgründer der Initiative muslimischer ÖsterreicherInnen Wien, 11. März 2005 *************************** ================================================ 04 InteressentInnen-Workshop in Wien von: ================================================ AL-Newsletter Nr. 136 --------------------- ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ Einladung zum Workshop: Was Du schon immer über die AL wissen wolltest ... ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ Du bist an der Arbeit der AL interessiert? Du möchtest gern mehr über uns wissen? Dich interessieren unsere Positionen, unsere Arbeitsweise und unsere politischen Inhalte? Wir haben das Richtige für Dich! Am Sonntag, dem 20.03., veranstalten wir einen Workshop unter dem Motto "Was Du schon immer über die AL wissen wolltest ..." - und Du bist herzlich eingeladen! Themen: * Was ist Marxismus, was ist Trotzkismus? * Was ist in der Sowjetunion schief gegangen? * Warum haben uns Sozialdemokratie und Grüne verraten? * Wie funktioniert eine Revolution? Ist das überhaupt realistisch? * Welche Organisation brauchen wir für eine Gesellschaftsveränderung? * Geschichte, Aufbau und Perspektiven der AL * ... und alles, was Du wissen möchtest! Für Menschen aus den Bundesländern organisieren wir zusätzlich einen Arbeitskreis mit dem Titel "Wie kann ich in meinem Ort selbst aktiv werden?". Dort könnt ihr Euch mit AktivistInnen und InteressentInnen aus voraussichtlich fünf Bundesländern austauschen. ############### Wann: Sonntag, 20.03., ab 12h (Bundesländer-Workshop ab 10h) in Wien Anmeldungen: anmelden könnt Ihr Euch mit einem kurzen Mail an al at sozialismus.net ############### >>>>> Ein Wochenende voller Revolution! <<<<< Wir laden euch alle ein, am Samstag, dem 19.03., mit uns gemeinsam an der Demonstration anläßlich des internationalen Aktionstags gegen Krieg und Besatzung teilzunehmen. Die Demo startet um 14h am Westbahnhof (Menschen aus den Bundesländern: für Schlafplätze und gemeinsame Abendgestaltung ist gesorgt). Treffpunkt der AL ist 13.30h, Innere Mariahilfer Straße/Ecke Gürtel. Wir freuen uns, Dich zu sehen! Deine AL-Antifaschistische Linke ================================================ 05 Kundgebungen in Gedenken an die Opfer des Massakers von Qamishli/Syrien von: ================================================ Ein Jahr nach den Massenprotesten, die nach dem Massaker gegen KurdInnen in Qamishli losgingen, aber auch Aleppo und Damaskus erreichten, sind in Syrien immer noch hunderte junge KurdInnen und Oppositionelle in Haft. Die Menschenrechtslage des von der arabisch-nationalistischen Ba´th-Partei regierten Landes ist immer noch katastrophal. Menschenrechtsorganisationen berichten regelmäßig von willkürlichen Verhaftungen und Folter. Die Rechte der kurdischen Minderheit fallen dem arabischen Nationalismus des Regimes zum Opfer. Kundgebungen in Gedenken an die Opfer des Massakers von Qamishli und für die Freiheit der Kurdinnen und Kurden in Syrien: Samstag, 12. März, 17.00h-19.00h Stephansplatz Montag, 14. März, 13.00h-15.00h vor der UNO-City organisiert vom Verein der syrischen Kurden. Wir bitten um rege Teilnahme! ================================================ 06 BUNTE Fest von: ================================================ =========================================== Die Bunte Zeitung Medium fuer Wuerde, Gerechtigkeit und Demokratie Rotenloewengasse 12/1, A-1090 Wien Tel.: +43 1 961 10 29, Fax +43 1 317 35 61 Email: redaktion at buntezeitung.at, Web: http://www.buntezeitung.at =========================================== BUNTEFEST Wir feiern unser fünf jähriges Jubiläum!!! am 19.März.2005 Ort: tüwi - Beisl Verein für Kommunikation, Integration und Interaktion Peter-Jordan-Strasse 76 1190 Wien Bus: 10A, 37A, 40A Dänenstrasse Nachtbus: N43 Türkenschanzplatz Zeit: ab 18:00 Uhr Programm: Begrüßungsrede 19:00 Uhr, Christian STEINER & BAND 20:00 Uhr, NDOMBOLO – Tanzgruppe aus dem Kongo anschließend BUNTE -Musik (aus Afrika, Lateinamerika,..etc.) Eintritt: Wir bitten um eine Spende von 3 Euro Wir freuen uns über Euer Kommen. „Die Bunten“ – Medium für Würde, Gerechtigkeit und Demokratie 1090 Wien, Rotenlöwengasse 12/1 Tel.: 01/9611029 ================================================ 07 EU-Verfassungsvertrag von: ================================================ Diebstahl öffentlicher Güter? Liberalisierung und Privatisierung durch den EU-Verfassungsvertrag und die Auswirkungen insbesondere auf Frauen! Eine Veranstaltung der Grünen Bildungswerkstatt Wien gemeinsam mit der Werkstatt Frieden&Solidaritaet. Referentinnen: Annette Groth (Soziologin, u.a. UNHCR, Barbados, Brot für die Welt, Attac-Deutschland) und Judit Wlaschitz (freie Radiomacherin, FeministAttac). Zeit: 17. März 2005, 19:00 Uhr Ort: Besucherzentrum der Wiener Linien in der U-Bahn-Station Volkstheater (oberste Ebene) Eingang gegenüber Volkstheater EU-Verfassungsvertrag Diskussionen um den EU-Verfassungsvertrag entstehen in Österreich nur zäh und abseits der etablierten Medien. (Um eine Verfassung handelt es sich nicht, wie Anne-Cécile Robert in: http://www.monde-diplomatique.de/pm/2004/11/12.mondeText.artikel,a0027.idx,6 , ausführt.) Ein Grund für die Diskussionsverweigerung hierzulande liegt in dem Umstand, dass alle vier Parlamentsparteien den Vertrag ratifizieren wollen. Dieser Vertrag steht im Einklang mit einer Reihe von Themen, die von vielen Grünen öffentlich bekämpft werden: Elemente der (neo) liberale Doktrin und eines asozialen Europa sollen ebenso festgeschrieben werden, wie eine Verpflichtung zur Aufrüstung für jeden Mitgliedsstaat und Kriegseinsätze außerhalb des EU-Territoriums ohne Mandat der Vereinten Nationen.(Der Vertragstext der EU-Verfassung liegt in: http://europa.eu.int/constitution/constitution_de.htm) Die österreichischen Grünen wissen, dass dieser Vertrag problematisch ist und jede Veränderung schwierig: "Jede künftige Änderung der Verfassung kann durch ein nationales Veto blockiert werden." (siehe Johannes Voggenhuber in: http://www.gruene.at/themen.php?tid=30681&wo=0&kat=europa&kid=46. Dennoch soll der Verfassungsvertrag im Nationalrat (und ohne Volksabstimmung) mit den Stimmen der Grünen ratifiziert werden. Erst danach soll eine EU-weite Volksabstimmung angestrebt werden, um den Vertrag zu verändern (ebenda). Auch die europäischen Grünen (insgesamt) sehen den Vertrag als problematisch an, jedoch als Fortschritt zu jenem von Nizza, in Richtung Demokratisierung und Sozialunion: "Wir halten es für eine Illusion, zu glauben, ihre Ablehnung, würde eine Chance zu einer anderen, besseren Verfassung eröffnen." Auch sie setzen auf eine Abänderung des Vertrags durch EU-weite Volksabstimmung. siehe: ( http://www.greens-efa.org/ pdf/documents/greensefa_documents_103_de.pdf) Diese Strategie erscheint nicht weniger illusorisch, vielmehr problematisch: 1. Die problematischen Punkte treten in Kraft; 2. Der Vertrag ist schwer zu verändern; 3. Der Austritt aus der Union ist keine souveräne Entscheidung mehr (Art. I-60) 4. Der Rückkehr zu einer Politik der Neutralität wäre für Österreich im Moment noch möglich, mit der Ratifizierung wäre dieser Weg verbaut. Michael Geistlinger argumentiert: "Eine Volksabstimmung über die EU-Verfassung ist deshalb zwingend erforderlich." siehe: http://www.werkstatt.or.at/EUVerfassung/EUVerfassungGeistlinger.htm; 5. Eine Neubewertung der Neutralität wäre damit für Österreich ebenso vorbei (gewaltfreie statt militärische Sicherheit). Auch die Kritik am (undemokratischen) Zustandekommen des Vertragsentwurfs sollte noch einmal aufgegriffen werden. Dies betrifft auch die Geschlechtergerechtigkeit: "Die Europäische Verfassung wurde [...] fast unter Ausschluss der Frauen konzipiert." (Andreas Wehr: Europa ohne Demokratie? Köln 2004, S. 23.) Das Parlament hat mittlerweile den ersten Schritt zur Ratifizierung unternommen. Inklusive Opposition. Caspar Einem (S) und Eva Glawischnig (G) betonten, "es sei wünschenswert, dass Österreich die EU-Verfassung zügig und ohne unnötige Verzögerung ratifiziere" (http://www.parlament.gv.at/portal/page?_pageid=908,841003&_dad=portal&_sche ma=PORTAL). Die Petition der Bürgerinitiative 21 zur Abhaltung einer Volksabstimmung schaffte es nicht auf die Tagesordnung des Verfassungsausschusses. Der Kanzler sieht eine Abstimmung nicht als notwendig an, weil der EU-Verfassungsvertrag keine Gesamtänderung der österreichischen Verfassung bewirke!! Die Werkstatt Frieden und Solidarität beruft sich auf einige Experten, die das anders sehen. Sie strebt eine Volksabstimmung über die Ratifizierung des EU Verfassungsvertrages an und propagiert diese im Rahmen des Friedensvolksbegehrens: http://www.werkstatt.or.at/ Österreichweite Aktionswochen: 5. - 19. März 2005, 1. - 8. Mai 2005 ================================================ 08 Die Wahrheit lügen von: ================================================ Sehr geehrte Damen und Herren, wir möchten Sie auf folgende Veranstaltung im Literaturhaus hinweisen und freuen uns über Ankündigungen. Wir präsentieren ein Buch, in dem mehr oder weniger die gesamte jüngere Generation der österreichischen AutorInnen zu Wort kommt: Von Martin Amanshauser und Dimitré Dinev über Franzobel und Thomas Glavinic bis zu Margit Schreiner und Vladimir Vertlib - sie alle plaudern sozusagen aus der Schule und erzählen, wie es ihnen mit dem Erzählen geht, ob der Held immer tut, was der Autor will und ob sie sich überhaupt in die Geschichte des Heldes einmischen wollen - denn die neue Generation hat einen unbekümmerteren Zugang zum Erzählen als die sprachkritische Avantgarde im Gefolge der Wiener Gruppe, die das Erzählen kulturpolitisch als ein reaktionäres und sprachphilosophisch als ein unhaltbares Literaturverfahren betrachtete. Di, 15. März, 19 Uhr Buchpräsentation und Podiumsdiskussion Helmut Gollner (Hg.: Die Wahrheit lügen. Die Renaisance des Erzählens in der jungen österreichischen Literatur (Studienverlag, 2005) Mit dem Herausgeber HELMUT GOLLNER diskutieren THOMAS GLAVINIC und FERDINAND SCHMATZ Literaturhaus Zieglergasse 26A 1070 Wien Mit freundlichen Grüßen Elisabeth Huber -- Mag. Elisabeth Huber Dokumentationsstelle für neuere österreichische Literatur A-1070 Wien, Seidengasse 13 http://www.literaturhaus.at Tel. +43/1/526 20 44-41, Fax -30 ================================================ 09 Einladung zur Buchpräsentation von Tibor Zenker von: ================================================ Buchpräsentation “Stamokap heute - Vom gegenwärtigen Kapitalismus zur sozialistischen Zukunft" (Drehbuchverlag Wien, ISBN 3-902471-10-7, 412 Seiten, Euro 15.-) Dienstag, 15. März 2005, 19.00 Uhr Salon Uhudla, Phorusgasse 7, 1040 Wien - Begrüßung und einleitende Worte: GR Andreas Babler, ehem. Verbandssekretär der SJÖ, - Buchvorstellung durch den Autor Tibor Zenker. Zum Inhalt: Bereits in Lenins Imperialismustheorie antizipiert und wenig später in “Staat und Revolution" grob skizziert ist der Eintritt des Imperialismus in seine staatsmonopolistische Phase im Laufe des Ersten Weltkrieges. Die Stamokap-Theorie, die sich in weiterer Folge als marxistische Analyse des gegenwärtigen Kapitalismus herausgebildet hat, stellt die bis heute wichtigste Präzisierung und Ergänzung der Grundaussagen der Leninschen Imperialismusanalyse dar. Mit der Stamokap-Theorie verbunden sind jene strategischen Implikationen, die auf antimonopolistische Bündnisse und die Durchgangsetappe der antimonopolistischen Demokratie auf dem Weg zum Sozialismus orientieren. - In der Schrift “Stamokap heute" werden die Kernaussagen der Stamokap-Theorie anhand aktuellen Datenmaterials einer umfassenden Überprüfung unterzogen. Dies impliziert eine Untersuchung der gegenwärtigen Beziehung zwischen Staat und Monopolkapital, des “Globalisierungs-"Begriffes sowie des “Neoliberalismus". Darüber hinaus werden auch die imperialistische Hegemonialmacht USA sowie die Entwicklung der EU zu einem militärisch handlungsfähigen imperialistischen Bündnis analysiert. Auf Basis der Ergebnisse werden konkrete antimonopolistische und antiimperialistische Ansätze erarbeitet und ein revolutionärer Weg zur Überwindung des Kapitalismus markiert. ================================================ 10 Karfreitags-Benefiz / Porgy Bess von: GAMUEKL ================================================ KARFREITAGS-BENEFIZ FÜR TSUNAMI-WAISEN Ein besonderer Abend mit besonderem Programm zum besonderen Anlass: 25. März 2005 (20 Uhr) PORGY & BESS: A-1010 Wien; Riemergasse 11 Vorverkauf-Tel. 0699 / 11 08 17 28 http://www.porgy.at http://www.atzmanmusic.at Eintritt: ¤ 15,-- Der Reingewinn der Veranstaltung kommt den SOS Kinderdörfern zu Gute, die dieses Geld für den Aufbau neuer Strukturen in den betroffenen Tsunami-Gebieten dringend benötigen. Das Programm: * ATZMAN'S ALL STAR BAND PLAYS BEATLES: 19 Orchestermitglieder aus Österreichs Rock-, Jazz-, Blues- und Worldmusicszene zelebrieren gemeinsam die Musik der Fab Four Freuen Sie sich auf:: BETTY S. (die schwärzeste Stimme von Kurt Ostbahn, u.v.a.) SIBYLLE KEFER (Ausseer hardbradler & Chorleiterin dieses Projekts) NATASCHA FLAMISCH (Wiener Blueslady) SÜ-VAAL (Die Rockrakete der Kultband Drahdiwaberl ) REVEREND FRANK T.T. (Gründer der legendären Alcoholic Church) ANDI GABAUER (Funky “Hot Pants Road Club) JOHANN "ZAPPA" CERMAK (Mister Bluespumpm ) u.a. & VERY SPECIAL GUESTS: * HARRI STOJKA GIPSY SOUL mit Gipsyswing vom Feinsten * ANNIE HOELLER & MARIO BERGER im Duett * STIMMGEWITTER Wiens kultiger Augustin-“Sandlerchor" * HERRENPOP spielen Herrenpop ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND KOMMENTARE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 11 Petition an den Bundespräsidenten - Freiheit für Sandra Bakutz! von: ================================================ Liebe Leute! LehrerInnen für Frieden wenden sich im Fall Sandra Bakutz an Dr. Heinz Fischer! Bitte unterstützt diese Petition und sendet den Text zahlreich an Heinz.Fischer at hofburg.at ! Freiheit für Sandra Bakutz! Sehr geehrter Hr.Bundespräsident Dr.Heinz Fischer! Mit dem Ausdruck größter Sorge möchten wir Sie auf die beängstigende Entwicklung im Falle der Menschenrechtsaktivistin und österreichischen Staatsbürgerin Fr.Sandra Bakutz aufmerksam machen. Fr. Bakutz reiste am 10.Februar 2005 als Mitglied einer internationalen Delegation in die Türkei, um als Beobachterin an einem Verfahren gegen linke Oppositionelle teilzunehmen. Schon am Flughafen wurde sie verhaftet und wird seither in verschiedenen türkischen Gefängnissen festgehalten. Auf Grund der bekannt brutalen Behandlung von Gefangenen in türkischen Gefängnissen machen wir uns ernsthafte Sorgen um die Gesundheit von Fr.Bakutz. Mit Bestürzung sehen wir, wie wenig die österreichischen Behörden bisher bei den türkischen Institutionen interveniert haben. Wir befürchten, dass es wieder einmal zu schweren Fehlern seitens des Außenministeriums, wie schon unter der ehemaligen Außenministerin Dr. Benita Ferrero Waldner, auf Kosten einer österreichischen Staatsbürgerin gekommen ist. Daher wenden wir uns an Sie. Wir ersuchen Sie alles in Ihrer Macht stehende zu tun die Rechte von Fr.Bakutz wieder herzustellen und ihre sofortige Freilassung zu erwirken. Bitte setzen Sie Ihre Autorität als Bundespräsident der Republik Österreich ein um Fr.Bakutz vor der Willkür des türkischen Staates zu schützen. Hochachtungsvoll Solidarische Grüße! ================================================ 12 GAJ WIEN - Hit them Harris one more time! von: ================================================ Aussendung der Grünalternativen Jugend Wien zur Aktion am 12.03.05. Bomber Harris did it again! 60 Jahre nach den schwersten Bombardements auf Wien am 12. März musste Österreich wieder befreit werden – vom Opfermythos, der im Jubeljahr 2005 von der schwarzblauen Bundesregierung erneut hochstilisiert wird. Die Darstellung Österreichs als erstes Opfer Nazi-Deutschlands ist seit 1945 "österreichische Tradition". Trotzdem bekommt dieser Mythos mit der Darstellung der Bombenangriffe 60 Jahre danach wieder Aufwind, gerade weil diese angebliche Opferrolle innerhalb der österreichischen Bevölkerung tief verwurzelt ist. Statt der Befreiung durch die Alliierten wird das Leid der Zivilbevölkerung unter den befreienden Bomben in den Vordergrund gestellt. Dem musste die GAJ Wien entgegentreten: Kurzerhand wurden Einkaufswagen in alliierte Flugzeuge umgebaut. Die PilotInnen – ausgestattet mit Informationen für die uninformierte Zivilbevölkerung – bereit für den Kampf gegen den Revisionismus. Das GAJ Wien Kampfgeschwader rückte aus und warf 60 Jahre nach den Bombardements wieder alliierte Flyer ab, dort wo von der Bundesregierung Geschichtsverdrehung bezahlt wurde: Am Stephansplatz, bei der Albertina oder am Heldenplatz. "Denk bei jeder Bombe dran. Diesen Krieg fing Hitler an!" konnten die staunenden BesucherInnen des Bombenspektakels auf den Flyern lesen. Im Jubiläumsjahr 2005 wird weiterhin versucht werden die Geschichte so zu verdrehen, dass sie für die RepräsentantInnen und die Bevölkerung dieser Republik möglichst angenehm ist. Dem gilt es entgegenzutreten. Darum fordern wir: "Österreich abschalten!" Eine Fotogalerie & den Text des Flugblatts findet ihr unter www.gajwien.at. (Fotos in Druckqualität können unter info at gajwien.at bestellt werden!) Grünalternative Jugend Wien Lindengasse 40 1070 Wien 01/521 25-242 ================================================ 13 Gemeinsame Pressemitteilung Prokop - Schakfeh von: ================================================ Gemeinsame Pressemitteilung der Bundesinnenministerin Liese Prokop und der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich Zu einem ausführlichen Gespräch trafen sich Bundesministerin Liese Prokop und der Präsident der Islamischen Glaubensgemeinschaft Anas Schakfeh am 9. März im Innenministerium. Begleitet wurde er von Amina Baghajati (Medienreferentin) und Mouddar Khouja (persönlicher Referent). In einem konstruktiven Dialog und in entspannter Atmosphäre stellte man Einigkeit darin fest, dass Religion und Tradition differenziert betrachtet werden sollen. Soziale Missstände (Gewalt gegen Frauen, Zwangsheirat und Ehrenmorde) könnten nicht der Religion Islam angelastet werden, der eine Gegenposition zu solchem Unrecht vertritt. Religionsfreiheit einschließlich des darin begründeten Rechts auf die Ausübung der jeweiligen religiösen Glaubenspraxis steht als Teil des Grundgesetzes außer Frage. Insofern ist das Kopftuchtragen muslimischer Frauen eingeschlossen, auch im gesamten schulischen Rahmen. Die Innenministerin stellte klar, dass sie absolut nicht für ein Kopftuchverbot sei. Beide Seiten betonten die in Österreich übliche Dialogkultur, die wichtig sei um das gute Zusammenleben zu fördern und gegenseitiges Verständnis und Respekt weiter aufzubauen. Das Gespräch sah man so auch als ein Anknüpfen an die bisherigen guten Kontakte zwischen den staatlichen Behörden und der Islamischen Glaubensgemeinschaft und nahm die Gelegenheit wahr über Projekte und Vorhaben zu sprechen. Wien, am 10. März 2005 **************************** ================================================ 14 Nieder mit der linken Schlägerbande! von: ================================================ Nieder mit der linken Schlägerbande! Der Überfall einer linken Bande, bestehend aus Mitgliedern und MitläuferInnen der KOMAK/ML, Linkswende, AIK, AL, KSV und Ast, auf eine Iran-Veranstaltung von Cafe Critique im KPÖ-Kulturzentrum Siebenstern zeigt einmal mehr zu welcher Meute sich Teile der Wiener Linken mittlerweile formiert haben. Tatsächlich verschafften sich gestern rund eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn über 30 linke VerteidigerInnen des iranischen Regimes gewaltsam Zutritt in den Veranstaltungsraum. Dabei wurde nicht nur auf VeranstalterInnen eingeprügelt. Eine Frau, die sich die Veranstaltung anhören wollte und keine Aktivistin von Cafe Critique ist, wurde beim Versuch den gewaltsamen Angriff mit ihrer Kamera zu dokumentieren, von Michael Pröbstling, dem Bandenchef des ex-trotzkistischen „ArbeiterInnenstandpunkts“ von einem Stuhl heruntergerissen, verletzte sich dabei die Schulter und mußte im AKH behandelt werden. Eine Anzeige wegen Körperverletzung wurde gegen Pröbstling eingebracht. Die KPÖ, als Hausherren des Siebensterns baten die Polizei den Saal nach der Stürmung durch die Antiimps nicht zu räumen. So wurde die versammelte Meute nur aufgefordert den Saal zu verlassen, andernfalls würden Anzeigen wegen Störung einer Versammlung drohen. Da nur wenige den Raum verließen, wurden beim Rest der Bande von den Sicherheitskräften die Personalien aufgenommen. Die Veranstaltung konnte jedoch nicht mehr stattfinden. Im Gegenteil, die eben aufgelöste Meute versammelte sich erneut vor dem Lokal und klopfte mit bedrohlich wirkenden „Intifada“-Rufen an die Scheiben des Siebenstern. Neu an diesem gewalttägigen Überfall war nicht die körperliche Aggresivität der Meute, diese hatte sich z.B. bei der linken Sekte „Sedunia“ bereits beim Übergriff auf das Gedenken zum Novemberpogrom 2003 gezeigt, sondern die Tatsache, dass sich eine Reihe von politischen Gruppen auch noch offiziell ihres Überfalls rühmen. In einer Erklärung, die auf der Website des ArbeiterInnen Standpunktes (Ast) publiziert wurde, rühmen sich u.a. die Kommunistische Initiative, der ArbeiterInnen Standpunkt, die Antiimperialistische Koordination (AIK), sowie zwei führende ÖH-Funktionäre (Martin Krenn, Unitat und Gerfried Tschinkel, Unique) ihrer Tat. Wir verurteilen diesen Angriff aufs Schärfste und fordern die ÖH dazu auf, Krenn und Tschinkel von ihren Positionen zu entfernen, sowie jede politische Zusammenarbeit mit Gruppierungen zu beenden, die offensichtlich nur mehr Einschüchterung und Gewalt als politische Mittel kennen. -- Ökologische Linke (ÖKOLI) Schottengasse 3a/1/4/59 A-1010 Wien e-milio: oekoli_wien at gmx.net Visite our Website: http://www.oekoli.cjb.net Ökoli Vorarlberg: http://PolitiX.cjb.net Spenden auf unser Konto sind immer willkommen: Konto Nr.: 56001071333 Bank Austria Creditanstalt BLZ 12000 Unsere Aussendungen sind nicht zur Verbreitung über Indymedia bestimmt! ================================================ 15 ASt - Mit der Bitte um Veröffentlichung von: ASt-LFI ================================================ Antinationale sagen BAHAMAS-Veranstaltung in KPÖ-Lokal ab Eine Stellungnahme des ArbeiterInnenstandpunkt, 13. März 2005 (aus:Red Newsletter 144, Informationsdienst des ArbeiterInnenstandpunkt, 13. März 2005, www.arbeiterInnenstandpunkt.net ) In ihrer Stellungnahme über die nicht stattgefundene BAHAMAS-Veranstaltung am 9. März im 7*Stern ziehen die OrganisatorInnen - das antinationale Cafe Critique - eine deprimierte Bilanz. (1) Als Schlußfolgerung geben sie die Absage der für den 19. März geplanten Veranstaltung mit dem BAHAMAS-Redakteur Tjark Kunstreich im Cafe 7*Stern und deren Verlegung in nicht näher genannte “andere Räumlichkeiten" bekannt. Als Begründung führen diese antinationalen Freunde der US-amerikanischen und israelischen Besatzungspolitik folgendes an: “Derzeit ist es in Wien nicht möglich, ohne Polizeischutz über jene Bedrohung zu diskutieren, die eine Atombombe im Besitz des Mullah-Regimes für Israel, aber auch für die iranische Bevölkerung selbst bedeuten würde. (...) An dieser Situation wird sich so schnell nichts ändern, es sei denn, jene Teile der Linken, die sich selbst nicht dem rabiaten antiimperialistischen Lager zugehörig fühlen, können sich zu einem eindeutigen Verhalten durchringen." (2) Was Cafe Critique damit meint, ist eindeutig. Sie kritisieren in dieser Stellungnahme auch die “zögerliche" Vorgehensweise der KPÖ, die aufgrund ihres opportunistischen Wesens nicht bereit war, den letzten Schritt - die gewaltsame Räumung der Veranstaltung - zu gehen und es sich somit endgültig mit der Antikriegsbewegung zu verscherzen. Das antinationale Cafe Critique hätte mit der Forderung einer gewaltsamen Räumung keine moralischen Bedenkenen gehabt und drückt dies auch ganz offen in ihrer Stellungnahme aus: “Wäre es nach den Veranstaltern gegangen, wäre der Vortrag mit den notwendigen polizeilichen Mitteln durchgesetzt worden." Diese Aussage ist absolut glaubwürdig, sind doch die Antinationalen für ihre Unterstützung der imperialistischen Staatsgewalt und des Rufs nach der Polizei (bei einer Veranstaltung am 4. März sogar gegen den Wiener SPÖ-Landtagsabgeordneten Omar al-Rawi) bekannt. Doch leider - so das Cafe Critique - wäre die KPÖ und das Cafe 7*Stern nicht dazu bereit gewesen. Warum war die KPÖ nicht dazu bereit? Sicherlich nicht aus prinzipiellen Erwägungen. In den 1930er Jahren verrieten KPÖ-Funktionäre TrotzkistInnen an die austrofaschistische Polizei (siehe dazu u.a. die Erinnerungen von Georg Scheuer “Nur Narren fürchten nichts"), in der Zeit des Hitler-Stalin-Paktes wurde u.a. einer der Gründer der KPÖ, Franz Koritschoner an die Gestapo ausgeliefert, nach 1945 baute die KPÖ an zentraler Stelle die Staatspolizei mit auf. Die französische Schwesterpartei der KPÖ, die PCF, war Mitglied der Regierung in einer Zeit, als diese mit den USA 1999 Jugoslawien und 2001 Afghanistan nieder bombten. Und Baier schreckt nicht einmal davor zurück, daß EKH an einen bekannten Rechten zu verkaufen. Kurz, das Verhältnis der sogenannten KommunistInnen zur imperialistischen und bürgerlichen Staatsgewalt zeichnet sich nicht durch grundsätzliche Feindschaft, sondern von taktischen Erwägungen durchsetzte pragmatische Nähe aus. Der KP-Führung mag es an vielem mangeln, an politischen und moralischen Skrupeln aber sicherlich nicht. Nein, der Grund des zögerlichen Vorgehens der KPÖ liegt ganz woanders. Die antiimperialistische Aktion am 9. März und die Reaktionen danach von vielen Seiten hat der KPÖ-Führung vor Augen geführt, daß sie sich im wahrsten Sinne des Wortes zwischen die Stühle gesetzt hat. Cafe Critique erweist sich als undankbarer Gast und kritisiert die KPÖ. Nicht ganz zu unrecht werfen sie der KPÖ Halbheit und Inkonsequenz vor: “Die KPÖ versucht nun wie üblich, es allen ein bisschen recht zu machen. Auch in Bezug auf Israel. Zum einen unterscheidet sie sich sympathischerweise vom antiimperialistischen Mob dadurch, dass das Existenzrecht Israels für sie außer Frage steht. Zum anderen formuliert sie jedoch hinsichtlich des Nahostkonfliktes Forderungen, die, würden sie umgesetzt, eben dieses Existenzrecht in Frage stellen würden. Es war durchaus beachtlich, dass die KPÖ im Vorfeld trotz der massiven Drohungen an der Veranstaltung in ihrem Lokal festgehalten hat und darauf bestand, sich mit unseren Positionen, die selbstverständlich nicht die ihren sind, argumentativ auseinander zu setzen. Nur bringt das nicht viel, wenn man im entscheidenden Augenblick nicht gewillt ist, solch eine Veranstaltung mit den notwendigen Mitteln auch gegen Leute durchzusetzen, die sie gewaltsam verhindern wollen - und die vom antizionistischen Vernichtungswunsch, der als "Antirassismus" daherkommt, ebenso angetrieben werden wie vom Hass auf jene Teile der KP, die unter Emanzipation immer noch etwas anderes verstehen als den permanenten Volkskrieg gegen die USA und Israel." Gleichzeitig bekunden langjährige Bündnispartner der KPÖ wie z.B. Tarafa Baghajati von der Initiative Muslimischer ÖsterreicherInnen (IMÖ) ihre Ablehnung des KPÖ-Anbiederns an die Antinationalen und deren verleumderische Vorgangsweisen gegen den ArbeiterInnenstandpunkt und die AIK. Wie wir schon in unserer letzten Stellungnahme feststellten wollen Baier & Co. es sich mit beiden Lagern gut stellen: mit den KriegsbefürworterInnen und mit den KriegsgegnerInnen. Doch keiner der beiden zollt dem Baier'schen “Pluralismus" der besonderen Art entsprechenden Dank. Das ist das traurige Schicksal des Berufsopportunisten. Tatsache ist, daß das Cafe Critique seine Veranstaltung am 9. März nicht abzuhalten wagte, weil es zu großen Widerspruch von der Mehrheit des Publikums zu erwarten hatte (den etwa 10-15 Antinationalen standen mehrere Dutzende antiimperialistisch gesinnte ZuhörerInnen gegenüber). Damit war klar, daß Thesen des BAHAMAS-Referenten Thomas Becker (“Der Iran ist ein legitimes Ziel im Krieg gegen den Terror.") auf entschlossenen Widerstand gestoßen wären. Die Absage der für den 19. März geplanten zweiten BAHAMAS-Veranstaltung im 7*Stern ist daher als ein eindeutiger Erfolg für die antiimperialistische Linke zu werten. Die kriegsbefürwortenden Antinationalen müssen sich zurückziehen. Unser Widerstand zahlt sich aus. Was also sollten nun die nächsten Schritte der Antikriegsbewegung und der AntiimperialistInnen sein? a) Erstens ist es außerordentlich wichtig, nun eine breite Solidaritätskampagne zu organisieren gegen den Versuch des Cafe Critique, den antiimperialistischen Widerstand mit Hilfe des bürgerlichen Staatsgewalt zu kriminalisieren. Wie bereits berichtet, nahm die vom Cafe Critique gerufene Polizei von allen AktivistInnen die Personalien auf und gegen Michael Pröbsting, ein Aktivist des ArbeiterInnenstandpunkt, wurde sogar Anzeige wegen Körperverletzung (!) erstattet. b) Zweitens ist es notwendig, in der gesamten Linken eine Diskussion über die Rolle der KPÖ in der Antikriegsbewegung zu führen. Wir wiederholen daher noch einmal unsere Aufforderung an die KPÖ-Spitze: Keine weiteren Veranstaltungen mit kriegsbefürwortenden ReferentInnen in ihren Räumlichkeiten! Umgehende Einstellung ihrer Zusammenarbeit mit Cafe Critique und ÖKOLI, da diese den imperialistischen Krieg bejubeln und mittels Polizei und Gericht gegen linke AktivistInnen vorgehen. Wenn der KPÖ-Bundesausschuß der in seiner Erklärung vom 10. März bekundete Bereitschaft zur Diskussion ernst meint, so soll er unserem Vorschlag einer gemeinsamen, gleichberechtigt organisierten Diskussionsveranstaltung zustimmen, um über diese Fragen zu debattieren. c) Drittens werden konkrete Schritte zu überlegen sein, wie die GegnerInnen von Krieg und Besatzung auf den nun errungenen Erfolgen aufbauen können und den Einfluß der pro-imperialistischen Antinationalen weiter zurückdrängen können. Fußnoten: (1) Zu den Ereignissen am 9. März siehe u.a. unsere Beiträge “Which side are you on? Stellungnahme des ArbeiterInnenstandpunkt zu den BAHAMAS-Veranstaltungen der KPÖ", “Antinationale, KPÖ und Polizei gemeinsam gegen antiimperialistische Linke. Stellungnahme des ArbeiterInnenstandpunkt zum Polizeikessel im KPÖ-Lokal 7*Stern am 9. März 2005" sowie die von zahlreichen linken Organisationen unterzeichnete Presseerklärung vom 9. März. Sie sind unter www.arbeiterInnenstandpunkt.net zu lesen. (2) Dieses und alle folgenden Zitate der Erklärung aus: Cafe Critique: Erste Stellungnahme zur Verhinderung unserer Veranstaltung "Der Iran und die Bombe" am 9. März 2005; http://www.cafecritique.priv.at/ersteStellungnahme.html#anfang ================================================ 16 ASt - Mit der Bitte um Veröffentlichung von: ASt-LFI ================================================ Antinationale, KPÖ und Polizei gemeinsam gegen antiimperialistische Linke Stellungnahme des ArbeiterInnenstandpunkt zum Polizeikessel im KPÖ-Lokal 7*Stern am 9. März 2005 (aus:Red Newsletter 143, Informationsdienst des ArbeiterInnenstandpunkt, 11. März 2005, www.arbeiterInnenstandpunkt.net ) Am 9. März wurden mehrere Dutzend antiimperialistische Linke im KPÖ-Lokal 7*Stern eingekesselt und mehr als eine Stunde festgehalten. Anlaß war ihr Besuch einer öffentlich angekündigten Veranstaltung des antinationalen Cafe Critique, bei der mit Thomas Becker ein Autor der reaktionären, kriegstreiberischen BAHAMAS-Redaktion hätte reden sollen. (1) Da nur wenige antinationale UnterstützerInnen, dafür jedoch zahlreiche AntiimperialistInnen bei Veranstaltungsbeginn anwesend waren, sagten die Cafe Critique-OrganisatorInnen die Veranstaltung kurzerhand ab. So weit, so gut. Allerdings ließen sie es dabei nicht bewenden, sondern versuchten ihre Enttäuschung ob des geringen Zuspruchs dadurch zu kompensieren, indem sie die Polizei holten, die TeilnehmerInnen der Sprengung einer Veranstaltung beschuldigten und einen Aktivisten des ArbeiterInnenstandpunkt, Michael Pröbsting, sogar wegen Körperverletzung anzeigten. In der Internetseite juedische.at wettern die mit den VeranstaltungsorganisatorInnen verbandelte ÖKOLI in klassischer Haider-Manier gegen die “linke Bande" und verleumdet “Michael Pröbstling, den Bandenchef des ex-trotzkistischen ’ArbeiterInnenstandpunkts'" durch den Vorwurf von Gewalttätigkeiten. Die gleichen Anschuldigungen erhoben sie in einer Sendung in Radio Orange am 10.3. Alleine dies zeigt bereits, wie politisch und moralisch tief diese Leute gesunken sind. Die Diktion “Bandenchef" sagt wohl mehr über den geistigen Horizont der antinationalen AutorInnen aus als über den angesprochenen Aktivisten, dessen Namen sie nicht einmal richtig schreiben können. Und seit wann hat sich der ArbeiterInnenstandpunkt vom Trotzkismus distanziert? Hat die ÖKOLI etwa Zugang zu Informationen über unsere Organisation, die uns selber bislang verschlossen blieben? Die Anzeige wegen Körperverletzung beruht auf einer schlichten Lüge und Verleumdung und stellt nichts weiter dar als den Versuch, ihre mangelnde politische Unterstützung durch eine Schmutzkübelkampagne und die Mobilisierung von Gericht und Polizei wettzumachen. Es ist eine klassische Vorgangsweise, die man in der englischen Sprache “character assassination" nennt: Man überhäuft einen politischen Gegner mit persönlichen Unterstellungen, Verunglimpfungen und Verleumdungen, in der Hoffnung, daß das eine oder andere in der Öffentlichkeit in Erinnerung bleibt. Das ist die Methode von Gruppen, die politisch und moralisch mit der Linken gebrochen haben und den Kampf gegen sie nur noch mit Hilfe der Verleumdung und des bürgerlichen Staatsapparates führen können. Man darf jedoch von Leuten nichts anderes erwarten, die den imperialistischen Angriff auf Afghanistan und den Irak befürworten und sogar einen Referenten einladen, der die USA zum Überfall auf den Iran auffordert. Antinationale stehen auf Seiten der herrschenden Klasse und ihrer Staatsmacht - seien es der US-Imperialismus oder der bürgerliche Staatsapparat in Österreich. Was diese Leute nun versuchen, ist die Einschüchterung von Linken mittels gerichtlicher Klage und anfallenden Prozeßkosten. An einem bekannten Aktivisten des ArbeiterInnenstandpunkt soll nun ein Exempel statuiert werden. Umso empörender ist die Zusammenarbeit der KPÖ mit den antinationalen Kriegsbefürwortern. Auch wenn die KP-Führung behauptet, nichts mit dem Polizeieinsatz oder überhaupt der BAHAMAS-Veranstaltung zu tun zu haben, so können doch folgende Tatsache nicht geleugnet werden: die Veranstaltung mit dem kriegsbefürwortenden BAHAMAS-Autor Thomas Becker hätte nicht ohne die explizite Genehmigung jener Person stattfinden können, die laut 7*Stern-Homepage “Kontaktperson für Saalanmietungen, Programmerstellung und -koordinierung" zuständig und gleichzeitig führendes Mitglied der KPÖ Wien ist: Waltraud Stiefsohn. Natürlich schwören Didi Zach, Waltraud Stiefsohn und der gesamte KPÖ-Bundesausschuß in mehreren Erklärungen zur 7*Stern-Veranstaltung Stein und Bein, nichts mit der Politik der BAHAMAS oder des Cafe Critique zu tun zu haben. In der Tat unterscheiden sich BAHAMAS und KPÖ. Während man ersteren eine gewisse Offenheit und Konsequenz nicht absprechen kann, läßt sich dies von der KPÖ nicht behaupten. Diese Partei ist die Fleisch gewordene Heuchelei. In ihren “Sonntagsreden" - oder sagen wir besser in ihren Demonstrationsansprachen - bekunden Baier & Co. ihre Abscheu gegen Krieg und Besatzung. Doch die KPÖ wäre nicht die KPÖ, würde sie nicht dem Prinzip des sogenannten “Pluralismus" anhängen. Unter Pluralismus versteht die KP-Führung aber nicht die offene politische Auseinandersetzung mit revolutionären Organisationen. Wir erinnern uns nur allzu gut noch an die kurzfristige Absage der KPÖ, am 1. Oktober 2004 (nach anfänglicher Zusage) an einer Debatte des ArbeiterInnenstandpunkt gemeinsam mit SJ und AIK teilzunehmen. (Die Dokumentation des Briefwechsels zwischen ASt und KPÖ wurde in Red Newsletter 126 vom 4.10.2004 veröffentlicht und kann unter www.arbeiterInnenstandpunkt.net nachgelesen werden.) Diese Form der offenen, politischen Auseinandersetzungen scheut die KPÖ-Führung wie der Teufel das Weihwasser. Denn dazu braucht man gute Argumente. Unter Pluralismus versteht die KPÖ-Führung vielmehr das unhinterfragte Nebeneinander von sich gegenseitig ausschließenden Positionen. In der Partei und ihren Räumlichkeiten dürfen sich scheinbar alle tummeln: jene die Krieg und Besatzung ablehnen und jene, die dies befürworten; jene, die den Verkauf des EKH an einen (ex?)Nazi ablehnen und jene, die dies befürworten usw. Dieses Nebeneinander von sich in Wirklichkeit ausschließenden politischen Prinzipien mag auf den ersten Blick unverständlich erscheinen. Es ist allerdings vollkommen logisch, wenn man erst einmal versteht, daß Prinzipien und Programme in der KPÖ gar nicht so wichtig sind. Die KPÖ ist in erster Linie nur noch ein bürokratischer Apparat, dessen gemeinsamer “politischer" Nenner die Verwaltung des verbliebenen und noch immer beträchtlichen finanziellen Vermögens darstellt. Gleichzeitig versucht die Parteiführung, sich die Brücken (und damit Einfluß) in alle Lager offenzuhalten. Baier & Co. möchten sich sowohl mit den antinationalen Möchtegern-Intellektuellen an der Universität gut stellen als auch mit den AktivistInnen der Antikriegsbewegung. Das einzige, was dieses prinzipienlose Manövrieren stört, sind solche “Sekten" wie der ArbeiterInnenstandpunkt oder andere Gruppen der Linken, die auf politische Konsequenz und die Einheit von Wort und Tat pochen. Denn dann müßte sich die KPÖ-Führung entscheiden: Ist sie wirklich gegen Krieg und Besatzung, warum dulden sie dann Antinationale wie Franz Schäfer (“Mond") und die GO Dogma in ihren Reihen? Und warum stellt sie dann expliziten Kriegsbefürwortern wie BAHAMAS-Autoren ihre Räumlichkeiten zur Verfügung? Ist sie hingegen für die imperialistische Besatzung, dann könnte sie auf den Demonstrationen keine Antikriegsreden mehr schwingen. In beiden Fällen würde sich die KPÖ von einem ihrer Milieus zurückziehen müssen. In der Erklärung des KPÖ-Bundesausschusses vom 10. März wird gegen die “sektiererischen Männerbünde" gewettert (hier werden wieder einmal die Frauen aus den angesprochenen Organisationen wegretuschiert, so wie die StalinistInnen früher Trotzki von den Photos löschten): “Komak, KI, AST maßen sich - im Unterschied zur KPÖ - an, für alle Gruppen verbindlich definieren zu können, was Erlaubt und Unerlaubt, was Links, Demokratisch, Antifaschistisch etc. ist." (2) Nun sind wir gerne jederzeit bereit, mit VertreterInnen der KPÖ-Führung in einer öffentlichen Debatte über Fragen der marxistischen Theorie und Strategie zu diskutieren (falls diese einmal die politische Courage dafür findet). Hier aber geht es einfach darum, daß Baier & Co. von den einfachsten politischen Grundfragen ablenken wollen: Ist es falsch oder richtig, gegen die Besatzung im Irak und Palästina aufzutreten? Ist es falsch oder richtig, Befürwortern von Krieg und Besatzung ein Podium zu bieten? Ist es falsch oder richtig, das EKH an einen Mann mit rechter Vergangenheit (und Gegenwart?) zu verkaufen? Dies sind einfache politische Fragen, und man muß in der marxistischen Theorie nicht besonders bewandert sein, um sie beantworten zu können. Was uns in Wirklichkeit von der KPÖ-Führung unterscheidet, ist die Einheit von Wort und Tat. Wir sind gegen den Krieg und die KriegstreiberInnen in Wort und Tat. Die KPÖ hingegen demonstriert am 19. März um 14.00 gegen Krieg und Besatzung und läßt um 19.00 im ihrem 7*Stern einen enthusiastischen Befürworter des imperialistischen Feldzuges referieren. Wir treten gegen den Faschismus und Rechtsradikalismus in Wort und Tat auf. Die KPÖ-Führung hingegen (von den antinationalen Maulhelden ganz zu schweigen) ließ sich bei den antifaschistischen Mobilisierungen der letzten Jahre kaum blicken und spielte nie eine Rolle bei der Organisierung dieser. Wir schrieben in unserer Erklärung am 7. März: “Im Privatleben steht es jedem frei, so viele Beziehungen wie gewünscht zu pflegen. Aber in der Politik kann man nicht gleichzeitig mit den KriegsbefürworterInnen und den KriegsgegnerInnen ins Bett gehen. Die KPÖ muß sich entscheiden: Which side are you on? Auf welcher Seite steht ihr?" Es steht zu befürchten, daß der KPÖ-Führung mit der Duldung der BAHAMAS-Veranstaltung und des Polizeikessels in ihren Räumlichkeiten die freundschaftlichen Beziehungen zu den antinationalen KriegstreiberInnen wichtiger sind als die Solidarität mit der Antikriegsbewegung. Das traurige Fazit der BAHAMAS-Veranstaltung des 7*Stern lautet daher: Antinationale, KPÖ und Polizei, gegen die Linke - immer dabei. Wir fordern die KPÖ-Spitze daher auf, keine weiteren Veranstaltungen mit kriegsbefürwortenden ReferentInnen in ihren Räumlichkeiten zuzulassen. Ein erster Schritt dazu muß die Absage der BAHAMAS-Veranstaltung am internationalen Antikriegstag, dem 19. März, im 7*Stern sein. Wir fordern sie weiters auf, umgehend ihre Zusammenarbeit mit Cafe Critique und ÖKOLI einzustellen, da diese den imperialistischen Krieg bejubeln und mittels Polizei und Gericht gegen linke AktivistInnen vorgehen. Der KPÖ-Bundesausschuß schreibt abschließend in seiner Erklärung: “Dringend notwendig halten wir eine Diskussion über das Prinzip der Gewaltfreiheit, zumal im "innerlinken Umgang", sofern in diesem Zusammenhang davon noch zu sprechen ist, darüber gravierende Differenzen existieren." Wir sind bereit, mit der KPÖ-Führung diese für die gesamte Linke wichtige Frage zu diskutieren. Wir schlagen daher eine gemeinsame, gleichberechtigt organisierte Diskussionsveranstaltung mit der KPÖ vor, um über diese Fragen zu debattieren. Wenn die KPÖ tatsächlich von ihren Argumenten überzeugt ist, sollte sie vor einer solchen Diskussionsveranstaltung nicht zurückscheuen. ArbeiterInnenstandpunkt, 11.3.2005 Fußnoten: (1) Der reaktionäre, kriegsbefürwortenden Charakter der Zeitschrift BAHAMAS wurde bereits in zahlreichen Publikationen aufgezeigt. Wir haben einige Zitate in unserer Stellungnahme “Which side are you on?" in Red Newsletter 142 (7. März 2005) angeführt. Siehe www.arbeiterInnenstandpunkt.net (2) “Erklärung des Bundesausschuß der KPÖ zu den Vorfällen im Cafe 7stern", 10. März 2005, www.kpoe.at ================================================ 17 Stellungnahme zur Verhinderung unserer Veranstaltung am 9. März von: ================================================ Erste Stellungnahme zur Verhinderung unserer Veranstaltung "Der Iran und die Bombe" am 9. März 2005 Am Mittwoch Abend sollte im Wiener Café 7Stern, dem Kulturcafé der KPÖ Wien, auf Einladung der Gruppierung Café Critique und der Studienrichtungsvertretung Politik- wissenschaft unter dem Titel "Der Iran und die Bombe" ein Vortrag über das Atomwaffenprogramm der Teheraner Regierung stattfinden. Thomas Becker aus Bielefeld, der unter anderem in den Zeitschriften konkret, Bahamas und Jungle World zu diesem Thema publiziert hat, hätte über die militärische Aufrüstung der iranischen Theokratie und über die unterschiedlichen Reaktionen der EU einerseits und der USA und Israels andererseits auf das Nuklearprogramm der Ayatollahs referieren sollen. Ziel war es, eine Diskussion darüber in Gang zu setzen, wie das iranische Regime an seinem erklärten Ziel gehindert werden kann, Israel auszulöschen. Vortrag und Diskussion konnten nicht stattfinden, da ein Mob von etwa 30 Personen, die den Gruppierungen Antiimperialistische Koordination (AIK), ArbeiterInnenstandpunkt (ASt), Kommunistische Aktion (KOMAK), Kommunistischen Initiative (KI) und deren Umfeld zuzurechnen sind, gemeinsam mit Einzelpersonen aus der Kommunistischen Partei Österreichs (KPÖ), dem Kommunistischen Student.innen.verband (KSV) und der Kommunistischen Jugend Österreich (KJÖ) die Veranstaltung gesprengt hat. Kurz nach 19 Uhr, etwa eine Stunde vor dem geplanten Veranstaltungsbeginn, tauchte eine Gruppe von etwa 30 Leuten auf und versuchte, in den Veranstaltungsraum des Café 7Stern zu gelangen. Auf die Auskunft der Veranstalter hin, dass der Einlass noch nicht begonnen habe, und im übrigen ein Unkostenbeitrag von 2 Euro zu entrichten sei, verschaffte sich diese Gruppe gewaltsam und unter Zuhilfenahme der Fäuste Zutritt. Damit outete sie sich als jener linke Mob, welcher schon tagelang auf der Internetplattform indymedia im Schutze der Anonymität gegen die Veranstaltung mobil gemacht und zur gegebenenfalls auch gewalttätigen Störung aufgerufen hatte. Im Zuge des gewaltsamen Eindringens wurde der im Veranstaltungsraum aufgebaute Büchertisch verwüstet und der Person, die versuchte, diesen zu schützen, mit einem gezielten Schlag ins Gesicht die Brille von der Nase geschlagen. Mehrere Personen wurden zu Boden gerissen. Eine Person, welche die gewaltsame Aktion photographisch dokumentieren wollte, wurde gewaltsam von einem Stuhl gezerrt, auf den Boden geworfen und musste daraufhin wegen Verdacht auf Luxation am Schultergelenk ärztlich behandelt werden. Im Krankenhaus wurden Prellungen und Abschürfungen festgestellt. Gegen den mutmaßlichen Verursacher, einen der maßgeblichen Aktivisten des ASts, wurde Anzeige wegen Körperverletzung erstattet. Aufgrund des aggressiven Auftretens und der tatsächlich ausgeübten Gewalt sahen sich die Veranstalter genötigt, die Polizei zu rufen. Die Behauptung der Antiimperialisten, sie seien nur gekommen, um an der Diskussionsveranstaltung teilzunehmen, entbehrt jeglicher Grundlage. Die anwesende Funktionärin der KPÖ-Wien jedoch, die zugleich Programmverantwortliche des Café 7Stern ist, setzte auf Deeskalation und sagte daraufhin die Veranstaltung von Café Critique und Studienrichtungsvertretung Politikwissenschaft ab. Die Störer wurden aufgefordert, den Raum zu verlassen. Sie kamen dieser Aufforderung nicht nach, weswegen ihre Personalien festgestellt und sie danach unter Polizeigeleit aus dem Lokal geführt wurden. Nach ihrer Aktion fanden sich die Störer gemeinsam mit Aktivisten weiterer linker Gruppen wie der Antifaschistischen Linken zu einer antisemitischen Spontankundgebung zusammen. Sie versammelten sich vor dem Lokal und skandierten "Intifada, Intifada". Auf den Websites und in den Publikationen von Gruppierungen wie der AIK oder dem ASt kann man nachlesen, was diese Leute mit solchen Parolen meinen: nichts anderes als die Vernichtung des Staates Israel. Diese Linken haben schon deswegen kein Interesse an einer Diskussion über die Bedrohung Israels durch iranische Atomwaffen, da sie, wie das Regime in Teheran, auf die Vernichtung des Staates der Shoahüberlebenden setzen. Die Störer stammen aus einem Milieu, in dem es üblich ist, sich mit den Judenmördern von Hamas und Hisbollah zu solidarisieren, Geld für die Massaker des so genannten "irakischen Widerstands" zu sammeln und die Selbstmordattentate auf israelische Zivilisten ganz unverhohlen zu bejubeln. Derzeit ist es in Wien nicht möglich, ohne Polizeischutz über jene Bedrohung zu diskutieren, die eine Atombombe im Besitz des Mullah-Regimes für Israel, aber auch für die iranische Bevölkerung selbst bedeuten würde. Statt dessen wird im Angriff auf marginalisierte Zirkel, die diese Diskussion dennoch zu initiieren versuchen, Solidarität mit der islam-faschistischen Herrschaft der Mullahs geübt - einer Herrschaft, der zuallererst jene Iraner und Iranerinnen zum Opfer fallen, die sich dem Regime der grünen Sittenwächter nicht ergeben wollen. An dieser Situation wird sich so schnell nichts ändern, es sei denn, jene Teile der Linken, die sich selbst nicht dem rabiaten antiimperialistischen Lager zugehörig fühlen, können sich zu einem eindeutigen Verhalten durchringen. Die KPÖ versucht nun wie üblich, es allen ein bisschen recht zu machen. Auch in Bezug auf Israel. Zum einen unterscheidet sie sich sympathischerweise vom antiimperialistischen Mob dadurch, dass das Existenzrecht Israels für sie außer Frage steht. Zum anderen formuliert sie jedoch hinsichtlich des Nahostkonfliktes Forderungen, die, würden sie umgesetzt, eben dieses Existenzrecht in Frage stellen würden. Es war durchaus beachtlich, dass die KPÖ im Vorfeld trotz der massiven Drohungen an der Veranstaltung in ihrem Lokal festgehalten hat und darauf bestand, sich mit unseren Positionen, die selbstverständlich nicht die ihren sind, argumentativ auseinander zu setzen. Nur bringt das nicht viel, wenn man im entscheidenden Augenblick nicht gewillt ist, solch eine Veranstaltung mit den notwendigen Mitteln auch gegen Leute durchzusetzen, die sie gewaltsam verhindern wollen - und die vom antizionistischen Vernichtungswunsch, der als "Antirassismus" daherkommt, ebenso angetrieben werden wie vom Hass auf jene Teile der KP, die unter Emanzipation immer noch etwas anderes verstehen als den permanenten Volkskrieg gegen die USA und Israel. Nicht die KPÖ hat die Polizei gerufen, sondern die Veranstalter. Nicht wir haben die Veranstaltung angesichts der Störaktion abgesagt, sondern die Vertreterin des Café 7Stern. Wäre es nach den Veranstaltern gegangen, wäre der Vortrag mit den notwendigen polizeilichen Mitteln durchgesetzt worden. Da KPÖ und Café 7Stern dazu leider nicht gewillt waren, und in Zukunft mit ähnlichen Szenarien zu rechnen ist (Hetze, Lügen, Halbwahrheiten und Gewaltaufrufe werden in der Anonymität von Indymedia, das als kollektiver Organisator der antizionistischen Aggression dient, fortgesetzt), wird unsere für den 19. März geplante Veranstaltung "Das regressive Bedürfnis. Zur Kritik des (Multi-) Kulturalismus" mit Tjark Kunstreich nicht wie geplant im Café 7Stern stattfinden, sondern in anderen Räumlichkeiten. Der Vortrag von Thomas Becker über das iranische Atomwaffenprogramm und das europäische Appeasement wird zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden. Eine ausführlichere Erklärung folgt in Kürze. Café Critique Studienrichtungsvertretung Politikwissenschaft Wien, 11. März 2005 http://www.cafecritique.priv.at http://www.univie.ac.at/politikwissenschaft/strv/ ================================================ 18 Erklärung zum Polizeieinsatz auf der Syrien-Veranstaltung von: ================================================ Erklärung zum Polizeieinsatz nach der Veranstaltung „Die letzte Bastion des Ba’thismus. Syrien zwischen panarabistischer Diktatur und demokratischem Protest“ am Freitag, dem 4. März 2005 auf der Universität Wien Bereits während und auch nach der Veranstaltung fotografierte der im Publikum anwesende SPÖ-Gemeinderat Omar al-Rawi demonstrativ und provokativ einen der mitveranstaltenden syrischen Kurden sowie andere in Österreich lebende Flüchtlinge aus Syrien und ehemalige Oppositionelle aus dem Irak. Angesichts der negativen Erfahrungen mit dem syrischen Geheimdienst und den syrischen Sicherheitskräften verlangte ein von Omar al-Rawi fotografierter syrischer Kurde, dass das Foto sofort gelöscht werden müsse. Daraus entwickelte sich eine hitzige Auseinandersetzung, die durch Beschimpfungen seitens al-Rawis und Tarafa Baghajatis, der wie ersterer in der Initiative muslimischer ÖsterreicherInnen aktiv ist, sowie seitens deren Begleiter weiter zu eskalieren drohte. Al-Rawi erklärte dem betroffenen Kurden auf Arabisch, dass er als Gemeinderat einige Möglichkeiten gegen ihn in der Hand habe. Angesichts dieser Eskalation rief ein Besucher der Veranstaltung die Polizei, die eintraf als die VeranstalterInnen und die letzten BesucherInnen das Gebäude verlassen hatten. Erst in Anwesenheit uniformierter Beamter vor dem Gebäude der Universität zeigte al-Rawi, dass die entsprechenden Fotos gelöscht waren. Auf Grund dieser Einschüchterungsversuche der Gruppe um Omar al-Rawi und Tarafa Baghajati, sind in Zukunft die genannten Personen auf Diskussionsveranstaltungen der unterzeichnenden Organisationen nicht willkommen. Wir wollen unserem Publikum eine angstfreie Diskussion ohne potentielle Einschüchterungsversuche ermöglichen. Niemand soll in Zukunft durch eine Teilnahme an einer Veranstaltung Angst um die eigene Person oder um seine/ihre noch unter einer Diktatur lebenden Verwandten haben. Es sei daran erinnert, dass in Österreich schon Oppositionelle gegen Regime im Mittleren Osten von deren Geheimdiensten ermordet wurden, wie 1989 Abdulrahman Ghassemlou. Die veranstaltenden Organisationen: Grünalternativen Jugend (GAJ) Wien Verein der syrischen Kurden in Österreich Studienrichtungsvertretung Politikwissenschaft der Universität Wien WADI – Verband für Krisenhilfe und solidarische Entwicklungszusammenarbeit -- WADI - Verband für Krisenhilfe und solidarische Entwicklungszusammenarbeit e-mail: wadi.wien at gmx.at Tel.: 0699-11365509 Spendenkonto in Österreich: Kontonummer 07.405.301 Evangelische Kreditgenossenschaft eG BLZ 31800 IBAN: AT10 3180 0000 0740 5301 BIC: EVKRATW1 Website mit weiteren Informationen zu Projekten von Wadi und Veranstaltungshinweisen: www.wadinet.at DSL Komplett von GMX +++ Supergünstig und stressfrei einsteigen! AKTION "Kein Einrichtungspreis" nutzen: http://www.gmx.net/de/go/dsl -- WADI - Verband für Krisenhilfe und solidarische Entwicklungszusammenarbeit e-mail: wadi.wien at gmx.at Tel.: 0699-11365509 Spendenkonto in Österreich: Kontonummer 07.405.301 Evangelische Kreditgenossenschaft eG BLZ 31800 IBAN: AT10 3180 0000 0740 5301 BIC: EVKRATW1 ================================================ 19 Fohnsdorf/HTP/Probleme/Machtkampf von: ================================================ KPÖ Steiermark Lagergasse 98a 8020 Graz Tel. 03 16 / 71 24 36 Fax 03 16 / 71 62 91 email: kpoe_stmk at hotmail.com Freitag, 11. März 2005 Presseinformation der KPÖ Steiermark Fohnsdorf: HTP-Probleme bestätigen Warnung der KPÖ Zu den Berichten über Schwierigkeiten bei der Firma HTP in Fohnsdorf erklärt die steirische KPÖ, dass die Fohnsdorfer KPÖ-Gemeinderätin Elfriede Wieser bereits am 25. Jänner auf die Gefahren für Arbeitsplätze im Ort hingewiesen hatte. Wir zitieren: Die Streitereien zwischen den Hauptaktionären Androsch und Hofmann dürfen die Arbeitsplätze bei der Firma HTP (High Tech Plastics ) in Fohnsdorf nicht in Gefahr bringen. Das sagte die Fohnsdorfer KPÖ-Gemeinderätin Elfriede Wieser am Dienstag. Anlass dieser Stellungnahme war eine außerordentliche Hauptversammlung der Firma, auf der bekannt geworden war, dass HTP im Vorjahr 90 Prozent des Eigenkapitals verloren hat. Der HTP-Vorstand kündigt zudem weitere Einschnitte beim Personal an; vor allem in den Standorten Fohnsdorf und Neudörfl. Betroffen sind in Fohnsdorf rund 310 Beschäftigte.. Die Firma ist ein Zulieferbetrieb der Luftfahrt- und Rüstungsfirma EADS. Die aktuellen Auseinandersetzungen sind auch im Zusammenhang mit dem Wunsch des Industriellen Androsch zu sehen, in Verbindung mit dem Rüstungskonzern EADS ein Nachfolgeprojekt für "Red Bull" in Spielberg aufzuziehen. Gemeinderätin Elfriede Wieser: "Die Sicherung der Arbeitsplätze muss Vorrang haben. Eines ist aber klar: Aus der "Musterregion Aichfeld-Murboden" ist nach der Vernichtung der Verstaatlichten Industrie ein Gebiet geworden, das um jeden Arbeitsplatz in der Industrie kämpfen muss. Die KPÖ wendet sich dagegen, dass Machtkämpfe auf Kosten der Arbeiter ausgetragen werden. Notfalls müsste die sogenannte Pleitenholding den Betrieb übernehmen." Die Absiedelung von AT&S nach Leoben-Hinterberg ist ebenfalls im Zusammenhang mit diesem Machtkampf zu sehen. KPÖ-Steiermark Lagergasse 98 a 8020 Graz Tel.: 0316 71 24 36 Fax 0316 71 62 91 email: kp.stmk at kpoe-graz.at; kpoe_stmk at hotmail.com ================================================ 20 STMK/Gemeinderatswahl/Gute Ergebnisse/KPÖ von: ================================================ PRESSEMITTIELUNG DER STEIRISCHEN KPÖ Sonntag, 13. März 2005 GEMEINDERATSWAHL: STEIRISCHE KPÖ IST SEHR ZUFRIEDEN Sehr zufrieden mit dem Abschneiden bei der Gemeinderatswahl ist man bei der steirischen KPÖ. In Leoben und in Knittelfeld konnte sich die KPÖ jeweils von 1 auf 3 Mandate steigern, kam über 10 Prozent der Stimmen und ist dort drittstärkste Kraft in der Gemeinde. Auch die von der KPÖ unterstützte Namensliste ProMZ in Mürzzuschlag kam mit dem bisherigen KPÖ-Gemeinderat Franz Rosenblattl auf 3 Mandate und über 11 Prozent der Stimmen. In Trofaiach wurde die KPÖ mit mehr als 10 Prozent zweitstärkste Partei im Gemeinderat. In Eisenerz ist die KPÖ mit nach wie vor 2 Mandaten und 8 Prozent der Stimmen drittstärkste Kraft. In Zeltweg gelang nach einer Pause von 5 Jahren wieder der Einzug in den Gemeinderat. Die Mandate in Judenburg und Fohnsdorf konnten mit Stimmengewinnen gesichert werden. Demnach gibt es künftig in der Steiermark außerhalb von Graz 14 (10) KPÖ-Gemeinderätinnen. Die Stimmenzahl konnte auf über 4.600 gesteigert werden. Landesvorsitzender Parteder: „Die KPÖ kann somit ihr bestes Gemeinderatswahlergebnis seit dem Jahr 1995 verzeichnen. In manchen Städten wie Leoben und Knittelfeld muss man Jahrzehnte in die Vergangenheit gehen um ein ähnliches Ergebnis wie diesmal zu finden. Unser Dank gilt allen WählerInnen und AktivistInnen, die dort wo wir angetreten sind, fast durchwegs für Stimmengewinne der KPÖ gesorgt haben, auch dort, wo es diesmal nicht zum Einzug in den Gemeinderat gelangt hat. Die KPÖ ist in der obersteirischen Industrieregion nun noch mehr als bisher eine sichtbare Kraft, die konsequent an der Seite der arbeitenden Menschen steht. Wir sehen unsere politische Linie durch die WählerInnen bestätigt“. Die KPÖ hat in der Steiermark nach diesem Wahltag 2 Stadträte, 26 Gemeinderäte und 21 Bezirksräte. KPÖ-Steiermark Lagergasse 98 a 8020 Graz Tel.: 0316 71 24 36 Fax 0316 71 62 91 email: kp.stmk at kpoe-graz.at; kpoe_stmk at hotmail.com ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< SOLIDARITÄT WELTWEIT ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 21 Mufid al-Jazairi: âUnter die Räder gekommen« von: ================================================ »Unter die Räder gekommen« Warum haben die Kommunisten bei den Wahlen so schlecht abgeschnitten? Und wie geht es weiter im Irak? Fragen an den Kultusminister mufid mohammed al-jazairi Bei den Wahlen zum irakischen Übergangsparlament gewann Ende Januar die schiitische Vereinigte Irakische Allianz 48 Prozent der Stimmen und die absolute Parlamentsmehrheit. Das Wahlbündnis der Kommunistischen Partei, die Volksunion, erhielt nur 0,8 Prozent der Stimmen und zwei Sitze, zu denen noch drei Mandate der kurdischen Kommunisten hinzukommen. Mufid Mohammed al-Jazairi ist Mitglied der Irakischen Kommunistischen Partei und gehört als Kulturminister der bisherigen irakischen Regierung an. Warum hat die Kommunistische Partei bei den ersten freien Wahlen im Irak so schlecht abgeschnitten? Der wichtigste Grund war wohl, dass die Iraker nach Jahrzehnten der panarabischen ba’athistischen Diktatur ein Bekenntnis zur eigenen ethnischen oder religiösen Gruppe für wichtiger hielten als die Wahl einer Partei mit einer politischen Orientierung. Deshalb haben die meisten Schiiten die Vereinigte Irakische Allianz gewählt, die meisten Kurden die Kurdische Liste und so weiter. Eine weder ethnisch noch religiös orientierte Partei wie die kommunistische kam dabei unter die Räder. Wir sind zwar alle froh, dass die Wahlen überhaupt stattfinden konnten. Wenn man den anhaltenden Terror, die fehlenden Wählerregister usw. bedenkt, muss man sagen, dass die Wahlen auch relativ fair verlaufen sind. Allerdings gab es in einigen Gebieten erhebliche Probleme. So hat die Vereinigte Irakische Allianz mit dem Namen von Ayatollah Ali al-Sistani geworben, was eigentlich verboten war. Zudem hat diese mehrheitlich schiitische Liste religiöse Symbole für die Wahlen missbraucht. Die Regierungspartei von Ministerpräsident Iyad Allawi wiederum hat immer wieder staatliche Institutionen für die eigene Werbung eingesetzt. Wir als kleine Partei mit weniger Geld konnten mit solchen Propagandamaschinen einfach nicht konkurrieren. Wird die Kommunistische Partei angesichts ihres schlechten Wahlergebnisses in der Regierung bleiben? Derzeit ist noch immer die alte Übergangsregierung im Amt, in der ich Kulturminister bin. Wie es in der neuen Übergangsregierung aussehen wird, die in ein bis zwei Wochen gebildet werden wird, wissen wir noch nicht. Die Frage einer Regierungsbeteiligung der KP ist noch offen? Ja. Und diese Frage ist letztlich zweitrangig. Wichtiger ist, dass wir ein Teil des politischen Prozesses im Irak bleiben. Unabhängig davon, ob wir selbst in der Regierung oder in der Opposition sind, werden wir uns weiter am politischen Aufbauprozess des Landes beteiligen. Und wir hoffen, dass wir uns bis zum nächsten Jahr, wenn das erste reguläre Parlament gewählt wird, besser organisieren können. Vielleicht wählen die Leute dann wirklich politische Parteien und nicht nur religiöse oder ethnische Listen. In Europa fürchten viele Linke, dass der Irak nach diesem Wahlergebnis zu einem islamischen Staat werden könnte. Wie sehen Sie das? Ich halte eine solche Entwicklung für ausgeschlossen. Zuerst einmal haben sich alle Parteien der Vereinigten Irakischen Allianz öffentlich zu einer Mehrparteiendemokratie bekannt und erklärt, dass sie demokratische islamische Parteien sein wollen. Die Vereinigte Irakische Allianz hat sich damit klar für einen demokratischen Prozess ausgesprochen. Außerdem besitzen die Islamisten gemeinsam keine Zweidrittelmehrheit, um die Verfassung zu ändern. Sie müssen also einen Kompromiss mit den anderen politischen Kräften finden, die keine islamische Verfassung, sondern einen säkularen Staat wollen. interview: thomas schmidinger -- WADI - Verband für Krisenhilfe und solidarische Entwicklungszusammenarbeit e-mail: wadi.wien at gmx.at Tel.: 0699-11365509 Spendenkonto in Österreich: Kontonummer 07.405.301 Evangelische Kreditgenossenschaft eG BLZ 31800 IBAN: AT10 3180 0000 0740 5301 BIC: EVKRATW1 Website mit weiteren Informationen zu Projekten von Wadi und Veranstaltungshinweisen: www.wadinet.at ================================================ 22 60 kurdische Demonstranten nach sechs Tagen Fußmarsch in Belgien festgenommen! von: ================================================ 60 kurdische Demonstranten nach sechs Tagen Fußmarsch in Belgien festgenommen! Jahrestag der blutigen Niederschlagung von Kurdendemonstrationen in Syrien (12. März 2005) In einer Presseausseng teilte die GfbV (Gesellschaft für bedrohte Völker) mit, dass 60 kurdische Demonstranten, die mit einem sechstägigen Fußmarsch von Aachen nach Brüssel zum Europäischen Parlament auf den Jahrestag der blutigen Niederschlagung von Kurdendemonstrationen in Syrien (12. März 2004) aufmerksam machen wollten, von der belgischen Polizei am Donnerstagabend festgenommen und die Nacht über in Haft gehalten worden sind. Die kurdischen Demonstranten wollten unter anderem für die sofortige Freilassung von mehr als 200 kurdischen politischen Gefangenen aus syrischer Haft eintreten. Kurdinnen und Kurden hatten friedlich um Unterstützung und Hilfe für die Durchsetzung von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit in Syrien demonstriert, das Vorgehen der belgien Sicherheitskräfte sei skandalös abgelaufen und erinne an syrische Verhältnisse Am 12. März 2004 waren syrische Sicherheitskräfte nach einem Fußballspiel zwischen kurdischen und arabischen Clubs gegen kurdische Fans vorgegangen. Bei der blutigen Niederschlagung nachfolgender Demonstrationen im ganzen Land wurden mindestens 30 kurdische Zivilisten getötet, über 1.000 verletzt und mehr als 2.500 gefangen genommen. Mehr als 200 von ihnen sind noch immer in Haft. Der GfbV liegen die Namen von 170 Inhaftierten vor, unter ihnen sind auch Minderjährige. Mindestens fünf Kurden wurden nach Recherchen der GfbV seit Niederschlagung der Demonstrationen im Gefängnis zu Tode gefoltert. Sechs Kurden wurden in diesem Zeitraum während ihres Militärdienstes ermordet. Mit etwa zwei Millionen Menschen stellen die Kurden rund zwölf Prozent der Gesamtbevölkerung Syriens. Sprachliche und kulturelle Rechte werden ihnen vorenthalten. Rund 200.000 Kurden wurde im Zuge der Arabisierung die Staatsbürgerschaft entzogen. Quelle: GfbV ----------------------------- -- WADI - Verband für Krisenhilfe und solidarische Entwicklungszusammenarbeit e-mail: wadi.wien at gmx.at Tel.: 0699-11365509 Spendenkonto in Österreich: Kontonummer 07.405.301 Evangelische Kreditgenossenschaft eG BLZ 31800 IBAN: AT10 3180 0000 0740 5301 BIC: EVKRATW1 Website mit weiteren Informationen zu Projekten von Wadi und Veranstaltungshinweisen: www.wadinet.at ================================================ 23 Libanon: Assads Hinterhof von: wadi wien ================================================ Assads Hinterhof Eine syrische Intervention beendete 1989 den libanesischen Bürgerkrieg. Heutzutage sind viele Libanesen mit der damals ausgehandelten Machtverteilung nicht mehr zufrieden. von jörn schulz Nach sieben Wochen Belagerung lag der größte Teil des palästinensischen Flüchtlingslagers in Trümmern. Während die ausländischen Besatzungstruppen in der Umgebung die Stellung hielten, drangen christliche Milizionäre in das Lager ein und massakrierten die Einwohner. Etwa 2 000 Menschen wurden getötet, selbst der Milizenführer Pierre Maltchef musste zugeben, dass »einige Gefangene gefoltert wurden«. Ein Kriegsverbrecherprozess wegen des Massenmords in Tel al-Zatar im August 1976 wurde nie angestrebt, denn anders als beim Massaker in Sabra und Shatila im Jahr 1982 kamen die ausländischen Truppen aus Syrien und nicht aus Israel. Die Rolle der syrischen Truppen ist umstritten, sicher ist, dass sie keinerlei Anstrengungen unternahmen, um ihre christlichen Verbündeten, zu deren Unterstützung sie in den Bürgerkrieg eingegriffen hatten, an diesem Massaker zu hindern. Das war nicht unbedingt die Politik, die man vom syrischen Diktator Hafez al-Assad, einem erklärten Verfechter der palästinensischen und arabischen Sache, erwartete. Doch auch die palästinensische Führung spielte eine dubiose Rolle. Der britische Journalist Robert Fisk schrieb: »Als Arafat Märtyrer benötigte, rief er zu einem Waffenstillstand um das eingeschlossene Flüchtlingslager Tel al-Zatar auf, dann befahl er seinen Kommandanten im Lager, auf ihre rechten libanesisch-christlichen Feinde zu feuern.« Nach dem Massaker eröffnete Arafat ein »Märtyrerdorf« für Witwen getöteter Palästinenser, ausgerechnet in dem christlichen Dorf Damour, wo die PLO-Truppen zuvor alle Zivilisten massakriert hatten, die nicht rechtzeitig geflohen waren. In der palästinensischen und der antiimperialistischen Mythologie wird der libanesische Bürgerkrieg bis heute als Kampf zwischen der arabischen Linken und der von den USA und Israel unterstützten christlichen Rechten betrachtet. Tatsächlich gehörte zu den Ereignissen, die die Eskalation herbeiführten, die blutige Niederschlagung einer Streikbewegung in der Hafenstadt Sidon im Februar 1975. Der »Nationalpakt« von 1943, mit dem die französische Kolonialmacht die Herrschaft der christlichen Oligarchie sichern wollte, hatte ein fragiles konfessionelles System hervorgebracht. Seit Ende der sechziger Jahre hatte die PLO ihre bewaffnete Präsenz im Libanon Schritt für Schritt verstärkt. Mitte der siebziger Jahre fühlte sich die libanesische Linke stark genug, die Machtprobe mit der christlichen Rechten zu wagen, die damals von der 1936 nach dem Vorbild des Nationalsozialismus gegründeten Phalange geführt wurde. Gegen die Phalange kämpften zunächst palästinensische Gruppen, libanesische Linksnationalisten, die KP, muslimische Milizen und die drusischen Truppen Kamal Jumblatts. Der Aufstand war keine soziale Revolte, Massaker an christlichen Zivilisten und die Beschießung christlicher Wohnviertel mit Artillerie waren schwerlich mit den Prinzipien proletarischer Solidarität vereinbar. Die PLO wollte, unterstützt von libanesischen Linksnationalisten, das Land zur Basis für den Kampf gegen Israel machen, während drusische, sunnitische und schiitische Politiker eine Chance erkannten, die Machtverhältnisse zu ihren Gunsten zu ändern. Mit der Amal entstand eine schlagkräftige schiitische Miliz, von der sich später die Hizbollah abspaltete. »Im Widerstandskampf waren wir bestrebt, breiteste national-patriotische Kräfte unter unseren Losungen zu vereinen«, erläutete der KP-Generalsekretär Georges Haoui 1986 die nationalistische Haltung seiner Partei. Die Linke war zu diesem Zeitpunkt bereits marginalisiert, die israelische Armee hatte 1982 den Abzug der PLO-Truppen erzwungen, und der Krieg war zu einer Angelegenheit der Warlords der konfessionellen Oligarchien geworden. Die Warlords waren unfähig, den Krieg zu beenden. Gefragt war eine Ordnungsmacht, die mit den Warlords eine neue Verteilung der Macht aushandeln und die Einhaltung der neuen Regeln durchsetzen konnte. Israel und die USA hatten dies bereits erfolglos versucht. Hafez al-Assad gelang es jedoch im Jahr 1989, die verschiedenen Fraktionen der libanesischen Oligarchie zur Unterzeichnung des Abkommens von Taif zu zwingen. Es blieb dabei, dass der libanesische Präsident ein Christ, der Ministerpräsident ein Sunnit und der Parlamentspräsident ein Schiit sein muss. Der Einfluss der muslimischen Oligarchie wurde größer, fortan stand ihr die Hälfte der Parlamentssitze zu. Die Warlords, die ohne Ausnahme Kriegsverbrechen zu verantworten hatten, wurden amnestiert, sofern sie sich dem Abkommen von Taif anschlossen. Viele sind noch heute, wie der Parlamentspräsident Nabih Berri, führende Politiker. Vertreter des syrischen Regimes empören sich nunmehr darüber, dass ihre damalige Intervention, die von den USA wohlwollend geduldet wurde, nicht mehr gewürdigt wird. Immerhin war Assads Politik erfolgreicher als die meisten »humanitären Interventionen« der Uno. Der ba’athistische Diktator band die Warlords in ein System ein, das bei oberflächlicher Betrachtung sogar als demokratisch gelten kann. Doch keine wichtige Entscheidung kann ohne Zustimmung Syriens getroffen werden, und weiterhin besteht die libanesische Politik im Wesentlichen aus dem Interessenausgleich zwischen den konfessionellen Oligarchien. »Die Abschaffung des politischen Konfessionalismus ist ein fundamentales nationales Ziel«, heißt es im Abkommen von Taif. Da die Entkonfessionalisierung der Politik die weitgehende Entmachtung der Warlords bedeutet hätte, geriet das nationale Ziel schnell in Vergessenheit. Syrien fand im konfessionellen System mit seiner überschaubaren Zahl von zu manipulierenden Politikern ein gutes Instrument zur Kontrolle des Libanon und hatte ebenfalls kein Interesse an einem Wandel. Die Protestbewegung stellt nun die syrische Dominanz in Frage. Politikern wie Walid Jumblatt dürfte es vorrangig um mehr Einfluss gehen, und ein Teil der Bourgeoisie hofft, von der ökonomischen Liberalisierung Syriens profitieren zu können, die im Bündnis mit den westlichen Staaten vorangetrieben werden könnte. Auf der Straße zeigt sich eine offenbar überwiegend von den Mittelschichten getragene Protestbewegung, für die Rafik al-Hariri zum Symbol einer liberalen kapitalistischen Zukunft geworden ist. Während die meisten Politiker ihre Stellung dem Status und dem Reichtum der »großen Familien« verdanken, die sie vertreten, erwarb Hariri sein Vermögen durch erfolgreiche Geschäfte in Saudi-Arabien. Das konfessionelle System ist schwer aufzulösen, denn seine Vertreter entscheiden über Investitionen und Karrieren im Staatsdienst. Unter den politischen Kräften, die sich jenseits der »großen Familien« organisiert haben, waren bislang nur jene erfolgreich, die ihrer Klientel etwas bieten konnten, seien es die von Hariri verteilten Almosen und Bestechungsgelder oder die Sozialdienste der Hizbollah. Die libanesische Linke hat sich durch ihre militaristische Politik während des Bürgerkrieges von sozialrevolutionären Zielen entfernt und die Konfessionalisierung begünstigt. Heutzutage schwanken die linken Gruppen zwischen dem antizionistischen Konsens im Bündnis mit Syrien und einer Protestbewegung, zu der auch die christliche Rechte gehört. Jungle World, Nummer 10 vom 09. März 2005 www.jungle-world.com -- WADI - Verband für Krisenhilfe und solidarische Entwicklungszusammenarbeit e-mail: wadi.wien at gmx.at Tel.: 0699-11365509 Spendenkonto in Österreich: Kontonummer 07.405.301 Evangelische Kreditgenossenschaft eG BLZ 31800 IBAN: AT10 3180 0000 0740 5301 BIC: EVKRATW1 Website mit weiteren Informationen zu Projekten von Wadi und Veranstaltungshinweisen: www.wadinet.at ================================================ 24 Venezuela: Politics & Economics von: ================================================ http://www.venezuela-info.net -------------------------------------------------------------- POLITICS -------------------------------------------------------------- Venezuela Court Opens Way to Prosecute for 2002 Coup March 11 (Bloomberg) -- Venezuela´s Supreme Court ruled the April 2002 uprising against President Hugo Chavez was a coup, overturning an earlier decision and opening the way for prosecution of the participants. The court, which was expanded last year to 32 justices, giving pro-government members a majority, overturned an August 2002 ruling that the incident wasn´t a coup. The new ruling, which came in response to a request by Attorney General Isaias Rodriguez, was carried live by Venezuelan television stations. ``This decision was dictated after verifying the gross violation of the principles and rights in the constitution,´´ Justice Luisa Estela Morales said, reading the decision. Chavez was removed from office for two days after about 500,000 protesters marched in the capital. The government sought to portray the overthrow attempt -- which left 42 dead and $800 million in losses -- as being premeditated. The decision opens the way to treason charges, which carry a maximum penalty of 26 years in jail, according to the penal code. The Supreme Court ruled three times in August 2002 that a government request to prosecute the officers for rebellion lacked sufficient evidence. The earlier decision led to protests outside the court, where backers of Chavez threw rocks and bottles at national guardsmen, who responded by calling in small tanks. -------------------------------------------------------------- China´s influence in Latin America rising-US general MIAMI, March 10 (Reuters) - China is building up its military ties with Latin America, partly as a result of a U.S. policy that cuts military aid to some countries in the region, a U.S. military commander said on Thursday. Chinese military officials made 20 visits to the region last year and senior Latin American military officers who used to travel to the United States for training are going to China instead, said Gen. Bantz Craddock, commander of the U.S. military´s Southern Command. ´It´s a new dynamic, a new factor to be watched,´ Craddock, who is responsible for the U.S. military in Latin America and the Caribbean, told a group of military officials, security analysts and academics at a regional defense conference in Miami. China was stepping into a void created in part by the U.S. policy to cut military aid to countries that refuse to exempt U.S. citizens from International Criminal Court jurisdiction, he said. Fearing its soldiers could be vulnerable to politically motivated charges at the ICC, the United States asks ICC signatories to sign agreements not to transfer U.S. citizens to the court without U.S. consent. Sanctions in the American Servicemembers Protection Act prevent some military training funds from going to countries that will not agree to the exemption. Craddock said of the 22 nations affected by the sanctions, 11 are in Latin America and the Caribbean: Bolivia, Barbados, Peru, Uruguay, Costa Rica, Brazil, Trinidad, Venezuela, Ecuador, Paraguay and St. Vincent. In recent years, Beijing has forged broad ties with Latin America, particularly Argentina and Brazil, to ensure access to steel and commodities needed for China´s economic expansion. In a presentation to the House of Representatives Armed Services Committee in Washington on Wednesday, Craddock said China´s growing dependence on the global economy and its need to protect access to food, energy and raw materials had ´forced a shift in their military strategy.´ He said China´s growing influence in Latin America was ´not a threat´ but should be taken into account as Washington considers its own policies in the region. As a result of the military aid cuts, the United States faces the prospect of losing contact with a whole generation of Latin American military officers, Craddock said. ´We want to be, desire to be, the partner of choice,´ he said. The United States has a long history of training Latin American military leaders -- much of it controversial because of human rights abuses by troops in a string of countries. -------------------------------------------------------------- Chavez: Venezuela backs Iran in nuclear row with US CARACAS, Venezuela, March 11 (Reuters) - Venezuelan President Hugo Chavez, whose country is a major U.S. oil provider, said on Friday he backed Iran in its dispute with the United States and Europe over its nuclear program. Chavez´s comments, made to visiting Iranian President Mohammad Khatami in Caracas, seemed likely to increase the United States´ worries about the reliability of Venezuela as one its strategic energy suppliers. ´Iran has every right in the world, as do other countries, to develop its own atomic energy,´ Chavez said after the two countries signed more than 20 cooperation accords, including one for oil and gas ventures. Iran, branded part of an ´axis of evil´ by U.S. President George W. Bush, is resisting intense pressure from Washington and the European Union to scrap parts of its nuclear program, such as uranium enrichment, which can be used to make nuclear weapons. The United States accuses Iran of secretly working to produce nuclear arms. Tehran says its atomic program is purely for civilian energy purposes. ´You can count on our support, affection and solidarity against the threats of the U.S. government against the brother nation of Iran,´ Chavez told Khatami after presenting him with the Order of the Liberator, Venezuela´s highest decoration. Khatami said Iran and Venezuela ´wanted peace and security in the world´ and would ´stand firm against any aggression.´ He did not directly mention the nuclear issue, not even in a later address to Venezuela´s parliament in which he accused ´world powers, especially the United States´ of trying to dominate the world. He described that as ´the main obstacle to world peace.´ Iran received Chavez´s enthusiastic support for its nuclear plans as U.S. Secretary of State Condoleezza Rice said in Washington the United States would offer Iran economic incentives to abandon its suspected pursuit of nuclear weapons. The U.S. decision fell in line with the diplomatic strategy of Britain, France and Germany. OPEC PARTNERS Self-proclaimed socialist Chavez stepped up his anti-U.S. rhetoric this year after Rice called him a ´negative force´ in Latin America. He says Bush is plotting to assassinate him or attack Venezuela and says Venezuelan oil supplies will cease if this happens. U.S. officials reject his charges as absurd. Since he was first elected president of the world´s No. 5 oil exporter in 1998, Chavez has strengthened ties with anti-U.S. countries like Iran and Cuba as part of a strategy to counterbalance what he calls U.S. global hegemony. The accords signed on Friday included an agreement between the two price hawks in the Organization of Petroleum Exporting Countries to cooperate in the development of their vast oil and gas resources. Chavez has recently signed oil investment and supply accords with China, Russia, Brazil and India, raising fears about the future of Venezuela´s multibillion dollar energy trade with the United States, which ships 1.5 million barrels of crude and products north every day. Other accords signed included a $16 million Venezuelan credit line for Iranian exports, a contract for an Iranian company to build 10,000 houses in Venezuela, and plans to set up a car assembly plant in Venezuela with Iranian technology. Chavez compared his own self-styled ´revolution´ in Venezuela with Iran´s 1979 Islamic revolution and said both were committed to avoiding the policies of past governments which ´handed over our oil to imperialism.´ -------------------------------------------------------------- U.S. says Chavez´s Venezuela bad example for Latam WASHINGTON, March 9 (Reuters) - The United States on Wednesday warned that Venezuelan President Hugo Chavez´s policies could leave his country ´poorer, less free and hopeless,´ and set a bad example for Latin American countries. Assistant U.S. Secretary of State Roger Noriega told a congressional committee that Chavez´s ´efforts to concentrate power at home, his suspect relationship with destabilizing forces in the region, and his plans for arms purchases are causes of major concern.´ If the United States and Latin American countries ´ignore President Chavez´s questionable affinity for democratic principle we could soon wind up with a poorer, less free, and hopeless Venezuela that seeks to export its failed model to other countries in the region,´ Noriega said. The United States, a major buyer of Venezuelan oil, wants ´to strengthen our ties to the Venezuelan people,´ Noriega said. ´We will support democratic elements in Venezuela so they can fill the political space to which they are entitled.´ Chavez, who was first elected in 1998 and established a leftist, populist-style rule, has repeatedly clashed with Washington over his anti-U.S. rhetoric and ties with states such as Cuba, Iran and Libya. He has accused the United States of backing a brief coup against him in April 2002, which took place after gunfire killed at least 19 people during an opposition march in Caracas. Noriega said despite the Bush administration´s efforts ´to establish a normal working relationship with his government, Hugo Chavez continues to define himself in opposition to us.´ Some Democrats on the U.S. House of Representatives International Relations subcommittee on Western Hemisphere affairs said the administration was painting an overly harsh portrait of Chavez. ´I think that we need to try to work with Venezuela,´ said Rep. Donald Payne, a Democrat from New Jersey. Citing Chavez´s program to promote universal literacy in the country, he said, ´There are some changes going on that are going to help the quality of life of the poorest people.´ Democratic Rep. William Delahunt of Massachusetts said, ´A deterioration in this relation, if it continues, bodes ill for both countries.´ Other than Venezuela, Cuba under Fidel Castro´s Communist government, and the hemisphere´s poorest country Haiti, Noriega gave a fairly upbeat assessment of democracy in Latin America. ´Many of the old demons are gone,´ he said. ´Inflation is largely tamed, countries are increasingly open to foreign trade and investment. Economic setbacks still occur, but no longer do they lead inevitably to crises affecting the entire hemisphere.´ Nicaragua has made significant efforts to fight corruption, Noriega said, and may conclude a pact soon to qualify for U.S. aid from the Millennium Challenge account for countries that meet certain democratic and economic standards. Democrats said the Bush administration was not doing enough to help Latin America´s overall economy, and needed to work more actively to improve its living standards. China is investing aggressively in Latin America, said Democratic Rep. Robert Menendez of New Jersey, and is ´leaving us behind.´ He said the administration has ´a myopic view´ of the region and mainly responds to crises. -------------------------------------------------------------- Venezuela´s Chavez, Iran´s Khatami Plan to Broaden Energy Ties March 8 (Bloomberg) -- Venezuelan President Hugo Chavez will meet with his Iranian counterpart, Mohammad Khatami, March 10-12 as OPEC´s second- and third-largest producers seek to broaden energy ties. The two leaders will sign agreements covering oil, natural gas, petrochemicals, housing and shipping, Venezuela´s foreign ministry said in a statement. Details of the accords weren´t released. Venezuelan Energy and Oil Minister Rafael Ramirez will also hold meetings with his Iranian counterpart, Bijan Namdar Zanganeh, a ministry spokeswoman said. Iran is the Organization of Petroleum Exporting Countries´ second-largest producer behind Saudi Arabia. -------------------------------------------------------------- ECONOMICS -------------------------------------------------------------- Argentina´s Kirchner Calls for Boycott of Shell March 10 (Bloomberg) -- Argentine President Nestor Kirchner called for a ``national boycott´´ of Royal Dutch/Shell Group after the company raised gasoline prices at the pump for a second time in seven months. ``There would be no better action than a national boycott,´´ Kirchner said in a nationally televised speech at the presidential palace. ``We shouldn´t buy from them. Not even an oil bottle.´´ Argentine stocks tumbled, the biggest fluctuation of any equity market today, as investors such as Nicolas Leupold at InvertirOnline.com brokerage said Kirchner´s comments may discourage investment and weaken the South American country´s economic expansion. The Merval stock index fell 3.8 percent to a one-month low of 1471.89 at 4:12 p.m. New York time. Kirchner´s restructuring of the government´s defaulted debt last month has given him the confidence to demand more from other investors and companies, said Rafael de la Fuente, who heads emerging markets research at BNP Paribas. ``The success of the debt restructuring seems to have emboldened him,´´ de la Fuente said in a telephone interview from New York. ``He managed to push a harsh deal down the throat of the markets and now he´s going against companies doing business in the country.´´ `Exceptional´ In the restructuring, Kirchner, 55, got 76 percent of creditors to accept new securities that are worth 25 cents per $1 face value of the old bonds, about half of what Ecuador and Russia gave creditors in restructurings years earlier. Kirchner, who is known in Argentina as ``the Penguin´´ because he´s from the Patagonia region in the south of the country, last week called the restructuring ``exceptional.´´ Shell, Europe´s second-largest oil company, boosted prices yesterday in Argentina for the second time in seven months. Shell, which is the third-biggest gasoline distributor in Argentina, raised prices between 2.6 percent and 4.2 percent, citing increases in international oil prices. Shell´s two biggest competitors in Argentina, Repsol YPF SA, Europe´s fifth-largest oil company, and Petrobras Energia Participaciones SA, Argentina´s second-biggest oil company, won´t raise prices, Kirchner said. Lucas Mendez, a Repsol spokesman, and Paola Totonelli, a spokeswoman for Petrobras, confirmed their companies don´t plan to raise prices. Carlos Garcia, a spokesman for Shell in Buenos Aires, didn´t answer phone calls made to his office seeking comment on Kirchner´s remarks. Venezuela Shell, which got about 8 percent of its revenue from Latin America in 2003, is also encountering problems in Venezuela. There, Shell, along with other international oil companies, had its investment plan for 2005 rejected by state oil company Petroleos de Venezuela SA. Sean Rooney, the president of Shell´s Venezuelan unit, said on Feb. 17 that the company was in negotiations with Venezuela over how much to spend on its Urdaneta Oeste oil field, which produces about 50,000 barrels of oil a day. Kirchner has criticized companies operating in Argentina since he took office in May 2003. Most recently, he told congress earlier this month that the government may take over utilities that fail to provide adequate service or invest enough to meet demand. Argentina faced energy shortages last winter as utilities curbed investment after the government prevented them from raising rates to customers for years. Kirchner´s comments today also underscore the government´s concern that quickening inflation may undermine the economic expansion, said Augusto Darget, an economist at Silver Clouds Advisors in Buenos Aires. Argentina´s annual inflation rate jumped to a 19-month high of 8.1 percent in February. ``The government is working full speed at controlling inflation,´´ said Darget. ``The one thing they won´t tolerate is inflation above 10 percent that would completely destroy the salaries that have already been slashed´´ by the currency´s 70 percent tumble against the dollar in 2002. -------------------------------------------------------------- Venezuela Plans Talks With Total on Oil Project March 9 (Bloomberg) -- Total SA, Europe´s third-largest oil company, will begin talks next week with Venezuela for a $5 billion expansion of a heavy oil joint venture in the South American country, Venezuelan President Hugo Chavez said. Total agreed to create the venture under Venezuela´s new oil law and pay a higher royalty, Chavez said in a televised press briefing after meeting French industrialists in Paris. Venezuela is the world´s fifth-largest oil exporter. ``We have given the green light´´ to expand the Sincor venture, Chavez said. ``Today in Paris Sincor II has been born.´´ Total is moving ahead with the project while rival Exxon Mobil Corp. of Irving, Texas, challenges Venezuela´s October decision to raise royalties on four heavy oil joint ventures. Chavez said the country was within its rights to raise the royalty rate to 16.67 percent from 1 percent without consulting its foreign partners. ``Of course the new law will apply´´ to Total, Venezuelan Energy and Oil Minister Rafael Ramirez said in an interview in Paris. ``All the companies have to obey the law.´´ The proposed Sincor II project would use new technology to boost recovery of the country´s reserves of extra-heavy oil, Total Chief Executive Thierry Desmarest said on Feb. 11. Total´s original Sincor project processes about 200,000 barrels of extra heavy crude a day, converting it into 160,000 barrels of synthetic crude that is then further refined into fuel. Power Plant Planned Total spokesman Paul Floren didn´t immediately return a call seeking comment. Chavez didn´t give a schedule for completing talks on the oil project. Sincor is a $4.6 billion joint venture of Total, Norway´s Statoil ASA and state oil company Petroleos de Venezuela SA. Total, based in Courbevoie, France, owns 47 percent of Sincor, Caracas-based Petroleos de Venezuela holds 38 percent, and Statoil has 15 percent. The project is one of four joint ventures that pump extra heavy crude from the Orinoco Belt to the Caribbean coast for processing. The four projects currently produce more than 500,000 barrels a day. Venezuela, which has Latin America´s highest per capita power consumption, also plans to build a $150 million power plant in the central state of Guarico, drawing on natural gas from Total´s gas project at the Yucal Placer field, Chavez said. Total plans to boost production from the field. Doubling Gas Production ``They want to double output,´´ Chavez said. ``There is much more gas in northern Guarico state than was forecast.´´ Current output from the field is about 120 million cubic feet a day. Total owns 69.5 percent of the gas project. Madrid-based Repsol YPF SA owns a 15 percent stake, and two Venezuela engineering companies, Inelectra SA and Otepi SA, have 10.2 percent and 5.3 percent shares, respectively. Total and its partners have a license for 35 years on Yucal Placer, and the agreement can be extended for an additional 30 years. The companies received their rights to Yucal Placer during Petroleos de Venezuela´s first auction of natural-gas blocks in June 2001. Venezuela plans to increase its production to 5 million barrels a day by 2010, Ramirez said. The government says its current output is 3.1 million barrels a day. Former managers of Petroleos de Venezuela say the actual daily production is 2.6 million barrels, an estimate supported by most international energy agencies. ``We have the capacity to increase this,´´ Ramirez said. ``It just takes investment.´´ The current price of oil ``for us, it´s okay. We need to do some investments, and this helps,´´ he said. Total´s American depositary receipts fell 81 cents, or 0.7 percent, to $120.52 in composite trading on the New York Stock Exchange. -------------------------------------------------------------- Venezuela in talks over sale of some Citgo assets DOHA, Qatar, March 8 (Reuters) - Venezuelan state oil company Petroleos de Venezuela (PDVSA) has started talks to sell parts of its U.S. refining arm Citgo, Venezuelan President Hugo Chavez said on Tuesday. ´We are evaluating the situation and we are in talks with global companies over selling parts of Citgo,´ Chavez told Reuters during an official visit to Qatar. Asked whether he expected PDVSA to retain a majority share in its wholly-owned Citgo, Chavez added: ´We are still evaluating it and it depends on our studies so anything is still possible.´ PDVSA earlier this year launched a study of its overseas refining assets as part of an ongoing company restructuring. Chavez declined to rule out the possibility that Caracas could go as far as to shed a majority share in the refining company that is a leading sales outlet for Venezuelan crude. PDVSA President and Venezuelan Oil Minister Rafael Ramirez has said the company was concentrating on Citgo refineries which do not process any of the OPEC nation´s crude. Ramirez has said several international companies have expressed interest in Citgo assets, but has insisted that Venezuela will not reduce oil supplies to the United States, the top buyer of its crude. -------------------------------------------------------------- Oil extends heavy losses but China imports bounce By Mia Shanley SINGAPORE, March 11 (Reuters) - Oil prices slid towards $53 a barrel on Friday, extending the previous day´s heavy losses, as funds took profits from a 13 percent gain in prices in the past month, dealers said. A big stock build in the United States also spurred selling, though some dealers said losses were limited by a weaker dollar and longer-term worries that global energy demand growth this year would outpace supply. U.S. light crude for prompt-month April delivery traded down 41 cents to $53.13 a barrel, adding to Thursday´s $1.23-loss in New York when the contract settled at $53.54. A U.S. government report showed another build in U.S. crude oil inventories last week -- the fourth in a row -- taking supply to the highest level in eight months. ´The stats were really bearish, so we´re seeing some profit-taking. In the longer term though the funds are bullish and could buy up the market again,´ said Tony Nunan at Mitsubishi Corp. in Tokyo. Strong global demand and a late-winter cold snap helped send oil prices soaring this week more than 25 percent above levels at the start of the year. April oil prices were just 2 cents shy of October´s all-time high of $55.67 this week. But oil producers are keeping a close watch over rising stocks in OECD countries ahead of the usual second-quarter slowdown when temperatures warm up. ´OPEC is keen to prevent a rise in world stocks. So if anything, decreasing, rather than increasing, output is their preferred option,´ commodities strategist David Thurtell said in a research note. Iran, Qatar, Venezuela and Algeria have come out in favour of keeping production steady. CHINA DEMAND STEADY More support was seen in China´s February crude oil imports, which bounced back from a 14-month low in January, a sign that demand in the world´s second-biggest consumer was not slowing. ´The data seems to provide further support for the idea that the weakness in January was due to inventory draw downs rather than any significant slackening in demand growth,´ Barclays Capital said in a research note. Analysts had been counting on a rebound in imports after January data showed a steep 24 percent fall, the first annual drop for two and a half years. The U.S. Energy Information Administration (EIA) this week upgraded its forecast for Chinese oil demand this year by 200,000 barrels per day (bpd) to 7.4 million bpd, pegging growth at 800,000 bpd. On the supply side, top exporter Saudi Arabia has told Asian customers it would keep oil supplies steady in April, a sign that OPEC may leave output unchanged at next week´s meeting in Iran. Kuwait also plans to keep crude supply to Japan unchanged for April, traders said on Friday. But OPEC oil to be shipped in the four weeks to March 26 fell 130,000 bpd to 23.93 million bpd, hit by a slump in spot loadings from the Gulf, a leading oil shipping analyst said. -------------------------------------------------------------- service provided by www.venezuela-info.net no more newsletters: http://www.venezuela-info.net/newsletter/english/permission/abmelden.php ================================================ 25 United States should not turn blind eye to female genital mutilation von: ================================================ The Daily Aztec - Opinion Issue: 2/2/05 --------------------------------- United States should not turn blind eye to female genital mutilation By Gaia Veenis, Staff Writer Across the globe, there are a multitude of humanitarian issues for the conscious American to be concerned about. It is hard enough for us to digest the horrors we see on the news every night, but some things we don't hear enough about. A tragic custom is disfiguring women and girls in many parts of the world and is not spoken of often enough. Women are suffering in many parts of northern Iraq as our armed forces work to re-build this nation, and I feel this issue must become a top priority in the global fight for human rights. The issue is female genital mutilation, or FGM. It is a brutal procedure practiced in 28 African countries, the Middle East and parts of Asia, according to Amnesty International. The procedure varies by cultural region, but basically involves the removal of a girl's clitoris, sometimes followed by stitching to allow only a small hole for bodily functions. FGM is performed on girls sometimes when they are babies, but is also performed on girls as old as 10; there is usually no anesthetic involved. This practice is believed to have started in Africa approximately 2,000 years ago, according to Amnesty International. There are an estimated 135 million women and girls who have undergone this procedure, and 2 million girls are currently at risk of the same fate. Aside from the obvious psychological effects, the dangerous health effects of mutilation of a woman's sexual organs are numerous and include increased death during childbirth. A recent study by the German non-governmental organization - WADI - surveyed 40 villages in the German region of northern Iraq in regard to this issue, according to The Female Genital Cutting Education and Networking Project. Sadly, the study found as many as 70 percent of women and girls in this area have undergone genital mutilation. As our troops are busy with the "re-building" effort in Iraq, little is being done to address this human rights offense. Groups such as WADI are trying to educate women about the effects of this dangerous custom, and women's organizations such as the National Organization of Women are trying to inform western people about this practice. Yet, the subject is usually left untouched. Those who support the continuation of this practice give a multitude of reasons. The Foundation for Women's Health, Research and Development, or FORWARD, found most communities say religion, tradition and custom are why they continue to practice female circumcisions. Others explain keeping females chaste and faithful to their husbands is the reason for the procedure, since a woman who has had her clitoris removed will experience pain during sex. Some argue Western nations shouldn't get involved in the religious practices of other cultures we don't understand. However, no religious text mandates genital mutilation on females. Girls are often told this is some sort of Islamic tradition or rite of passage. The Qur'an teaches the value of human life, but female circumcision is physical and emotional torture. Obviously, this practice does not coincide with any belief in the value of life. The United States, as a civilized nation, should not be turning a blind eye to this barbaric practice. We still do business with many nations where this torturous procedure takes place. Amnesty International reports the mutilation is also taking place in North America, South America and Europe - mostly on women who have emigrated from countries where it is widely practiced. It is not easy to talk about a topic as horrific as this, but talk is necessary for change to be possible. With the re-building effort in Iraq moving forth, I believe we must make it clear with its new government that this so-called tradition will not be tolerated. A priority of our worldwide humanitarian effort must be to educate women and girls in regions where FGM persists, while offering effective family planning. We've made great strides toward women's freedom at home, but so many have not been so lucky. -Gaia Veenis is a journalism junior. -This column does not necessarily reflect the opinion of The Daily Aztec. Send e-mail to letters at thedailyaztec.com. Anonymous letters will not be printed - include your full name, major and year in school. -- WADI - Verband für Krisenhilfe und solidarische Entwicklungszusammenarbeit e-mail: wadi.wien at gmx.at Tel.: 0699-11365509 Spendenkonto in Österreich: Kontonummer 07.405.301 Evangelische Kreditgenossenschaft eG BLZ 31800 IBAN: AT10 3180 0000 0740 5301 BIC: EVKRATW1 Website mit weiteren Informationen zu Projekten von Wadi und Veranstaltungshinweisen: www.wadinet.at ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< SERVICE - LINKS ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 26 Werkstatt-Rundbrief Nr. 07-2005 von: ================================================ Werkstatt Frieden & Solidarität Waltherstr. 15, 4020 Linz Tel. 0732/771094 Fax 797391 Mail: office at werkstatt.or.at Web: www.werkstatt.or.at Wer diesen Rundbrief nicht mehr erhalten möchte, ersuchen wir um ein E-Mail unter folgendem Link: mailto:mailfriwe-request at friwe.at?subject=unsubscribe Werkstatt Rundbrief Nr. 07-2005 Inhalt: (1) 17. März 2005: Ratifikationsgesetz über EU-Verfassung im Bundesrat (2) Demonstration, 19.03.2005, 14 Uhr, Wien - Westbahnhof Gegen Sozialabbau, Aufrüstung und Krieg - für ein soziales und friedliches Europa! Ja zur Neutralität! Nein zur EU-Verfassung! Volksabstimmung (3) 2005 muß zum Jahr der Einleitung des Friedensvolksbegehrens werden! (4) Neue Informationsmaterialien (5) Termine (6) Freilassung für die in der Türkei inhaftierte österreichische Journalistin Sandra Bakutz Anhang 1: Entschließungsantrag Anhang 2: Liste der Bundesratsabgeordneten  (1) 17. März 2005: Ratifikationsgesetz über EU-Verfassung im Bundesrat Am 17. März 2005 wird das "Bundesverfassunggesetz über den Abschluß des Vertrages für eine Verfassung für Europa" im Bundesrat abgestimmt. Dieses Gremium, das ansonsten im politischen Tagesgeschehen ein Schattendasein führt, könnte an diesem Tag große Aufmerksamkeit bekommen. Abgestimmt werden soll die Regierungsvorlage, die ja bekanntlich keine Volksabstimmung vorsieht. Drei Bundesratsabgeordnete können einen Gegenantrag mit Volksabstimmung einbringen. (siehe Anhang 1). Ein Drittel der Bundesratsabgeordneten, das sind 20 Abgeordnete, können eine Volksabstimmung erzwingen. Im Anhang 2 finden Sie E-Mail Adressen der Bundesratsabgeordneten. Wir ersuchen Sie/Euch, Bundesräte persönlich zu ersuchen, eine Volksabstimmung zu ermöglichen. Interessant ist dies vor allem deshalb, weil es Landesorganisationen gibt, die sich explizit für eine Volksabstimmung ausgesprochen haben (z. B.: Die Grünen OÖ). Die Bundesräte sind ja von den Landtagen entsandt und könnten deshalb von ihren Landesorganisationen in die Pflicht genommen werden. Der ansonsten bedeutungslose Bundesrat könnte damit wesentlich dazu beitragen, daß Aufrüstungs- und militärische Beistandspflicht, Neoliberalismus und Atomwirtschaft nicht zu obersten Prinzipien unserer Rechtsordnung werden.  (2) Wiener Demonstration am internationalen Aktionstag gegen Krieg und Neoliberalismus Gegen Sozialabbau, Aufrüstung und Krieg - für ein soziales und friedliches Europa! Ja zur Neutralität! Nein zur EU-Verfassung! Volksabstimmung 19.03.2005, 14 Uhr Westbahnhof  Aufruf: Im März 2005 treffen sich die EU-Staats- und Regierungschefs, um über die Lissabonstrategie zu bilanzieren, Ziel ist es die Europäische Union bis 2010 zur Weltwirtschaftsmacht Nr. 1 zu machen. Alles was dem entgegensteht, soll geschliffen werden: Starke Gewerkschaften und Kollektivverträge, Soziale Standards und Sicherungssysteme, Kommunale Dienstleistungen und öffentliche Kontrolle der Wirtschaft. Und mit der EU-Verfassung soll die neoliberale Wirtschaftspolitik Verfassungsrang erhalten. Mit den ebenfalls geplanten Bolkestein-Richtlinien im Binnenmarkt setzt die EU-Kommission auf eine vollständige Deregulierung der gesamten Dienstleitungswirtschaft. Die EU will aber nicht nur Weltwirtschaftsmacht sondern auch militärische Weltmacht werden. Deshalb wurde mit dem Head-Line Goal 2010 das Ziel - Kriegsfähigkeit a la Irakkrieg - festgeschrieben. Deshalb werden die EU-Schlachtgruppen, mit österreichischer Beteiligung aufgestellt. Deshalb laufen bis zum Jahr 2010 EU-Rüstungsprogramme im Ausmaß von 550 Mrd. Euro. Am 20. März 2005 jährt sich der Jahrestag des Angriffs der USA auf den Irak zum zweiten Mal. Die Kriegsgräuel im Irak zeigen, wohin die Politik der Aufrüstung und des Interventionismus führen. Soziale Gerechtigkeit und Frieden können nur durch - weltweite- Aktionen erreicht werden. Wir haben gemeinsame Interessen mit den Menschen im Nahen Osten. Es sind unsere Gelder, mit denen die EU-Militarisierung vorangetrieben wird, um mit der Hegemonie der USA konkurrieren zu können. Ja zur Neutralität! Keine Teilnahme an den EU-Schlachtgruppen! Truppen raus aus dem Irak! Katerstrophenhilfe statt Kriegseinsätze! Umverteilung der Einkommen von Oben nach Unten! Nein zur EU-Verfassung! Volksabstimmung!  Gemeinsame Anreise aus OÖ: Samstag, 19. März, 11.00, Hauptbahnhof - Linz Wir ersuchen um vorherige Anmeldung im Büro: office at werkstatt.or.at  (3) 2005 muß zum Jahr der Einleitung des Friedensvolksbegehrens werden! "Tritt die EU-Verfassung so wie geplant in Kraft ist es vorbei mit der österreichischen Neutralität!", so Hans Sallmutter, Ehrenvorsitzender der Gewerkschaft der Privatangestellten. Die vier Parlamentsparteien haben den wahnwitzigen Plan, die EU-Verfassung zu ratifizieren, das Neutralitätsgesetz aber unangetastet zu lassen. Klar, würden sie das Neutralitätsgesetz aus 1955 offiziell zur Debatte stellen, würden viele Menschen wachgerüttelt. Sie wollen einfach das Neutralitätsgesetz als totes Recht behandeln. Diesen Plan können wir durchkreuzen, wenn wir 2005 zum Jahr der Einleitung des Friedensvolksbegehrens machen. 5.500 Unterstützungserklärungen haben wir bereits. In den letzten Wochen gibt es wieder vermehrt Unterstützung für das Friedensvolksbegehren, so haben z. B. die Wiener Grünen für das Friedensvolksbegehren aufgerufen. Wenn heuer noch 3.500 Unterstützungserklärungen gesammelt werden, dann könnte während der österreichischen EU-Ratspräsidentschaft die Eintragungswoche stattfinden. Damit würde den europäischen Staats- und Regierungschefs signalisiert, daß die Menschen in Österreich an der Neutralität festhalten wollen. Helft deshalb das Friedensvolksbegehren zu bewerben. Materialen können unter www.friedensvolksbegehren.at bestellt werden. Plakate für das Friedensvolksbegehren gibt es jetzt auch im A3 Format. Dieses kleinere Format ist gut geeignet für Schwarze Bretter in Lokalen, Veranstaltungsgebäuden, Wohnhäusern und für Schaukästen.  (4) Neue Informationsmaterialien II. Auflage-Werkstatt-Info-Zeitung: (erscheint nächste Woche) Inhalt: EU-Verfassung bringt Aufrüstungspflicht - Menschenkette vor dem Parlament, Sa. 07. Mai 2005, 16.00 - Eckpunkte der EU-Verfassung - EU-Militärausgaben steigen rasch an - Friedensvolksbegehren Helft uns informieren: Die Werkstatt-Info Zeitung kann zu folgenden Preisen zuzüglich Versandspesen bei office at werkstatt.or.at bezogen werden. bis 50 Stück: EUR 0,15 p. Ex - von 50 bis 500 Stück: EUR 0,10 p. Ex - über 500 Stück EUR 0,05 p. Ex. Plakate - EU-Verfassung bringt Aufrüstungspflicht A1 - Format: bis 10 Stück EUR 0,30 p. Ex, ab 10 Stück EUR 0,20 p. Ex. A3 - Format: bis 10 Stück EUR 0,20 p. Ex, ab 10 Stück EUR 0,10 p. Ex. Broschüre: "Die verfasste Militarisierung" Die Informationsstelle Militarisierung, Tübingen, hat eine gute Zusammenfassung der aktuellen Militariserung in der EU verfaßt. Aus dem Inhalt: - Fit für die globale Kriegsführungsfähigkeit - Europäische Sicherheitsstrategie - European Defence Paper - Neue Schlachtgruppen - Parlamentsentmachtungsgesetzt u. a. Die Broschüre (21 Seiten) kann zum Preis von EUR 1,50 zuzüglich Versandspesen bei office at werkstatt.or.at bestellt werden. Guernica 02-2005 Die Guernica 02-2005 erscheint am 23. März 2005. Aus dem Inhalt: Strategiepapier des CAP (Deutschland) - Rüstungskonzerne kaufen Medien (Frankreich) - Kerninhalte der EU-Verfassung - Friedensvolksbegehren - Armutsentwicklung in Österreich - Tankstellpächter, wenn Selbständige fristlos gekündigt werden - Weißrußland - u. v. a. Ein Probeexemplar der Guernica kann kostenlos bei office at werkstatt.or.at bestellt werden. Wer mehr als 5 Exemplare bestellt, bekommt die Guernica um EUR 0,50 p. Ex. und kann sie zum Preis von EUR 1,- weitervertreiben.  (5) Termine: Heute, Freitag, 11. März 2005, 16.30 Uhr Volkshaus (Karl-Drews-Club), Lagergasse 98a, A-8010 Graz Der aktuelle Stand der Militarisierung in der EU und in Österreich Vortrag und Diskussion mit Günter Reder (Werkstatt Frieden & Solidarität) Heute, Freitag, 11. März 2005, 19.00, Gasthaus zur Post Informationsabend der SPÖ-Ortsorganisation Ottensheim "EU-Verfassung: Aufrüstung statt Neutralität?" mit Gerald Oberansmayr und Boris Lechthaler Heute, Freitag, den 11. März 2005 um 19 Uhr Kongresshaus - Gewerkschaft der Eisenbahner - Margaretengürtel 146 - 1050 Wien "Das reale Gesicht der EU und ihre "Verfassung" Podiumsdiskussion mit Elisabeth Gauthier - Sprecherin des Französischen Sozialforums, Paris Albert Steinhauser - Landessprecher der Wiener Grünen Claus Faber - Sprecher der Gewerkschaft der Eisenbahner Wilfried Leisch - GewerkschafterInnen gegen Atomenergie und Krieg Thomas Schönfeld - Bürgerinitiative Volksbefragung Moderation: Hermann Dworczak Samstag, 12. März 2005, 10.30 - 13.00 Salzburg, Widerstandsdenkmal am Hauptbahnhof Sanwichaktion zur Information über die EU-Verfassung Samstag, 12. März 2005, 08.00 - 12.00 Linz, Südbahnhofmarkt Infostand zum Friedensvolksbegehren und Demonstration am 19. März Montag, 14. März 2005, 17.00 bis 19.00 Uhr Salzburg Platzl (Ende Linzergasse, Nähe Brunnen) Mahnwache gegen EU-Militarisierung und Flüchtlingsabwehr Infostände der GewerkschafterInnen gegen Atomenergie zum Thema "Ja zur Neutralität - NEIN zur EU-Verfassung" Freitag, 11. März, Schottentor (Unterführung), 1010 Wien; 15 bis 18 Uhr Mittwoch, 16. März, Viktor-Adler-Markt, 1100 Wien; 16 bis 19 Uhr Freitag, 18. März, Landstraße-Hauptstraße, vor Eingang U3/U4, 1030 Wien; 15 bis 18 Uhr Donnerstag, 17. März 2005, 19:00 Besucherforum der Wiener Linien (U 3-Volkstheater, Zugang Burggasse, 1070 Wien) "Diebstahl öffentlicher Güter? Liberalisierung und Privatisierung durch den EU-Verfassungsvertrag und die Auswirkungen besonders auf Frauen!" Annette Groth (Soziologin, u.a. UNHCR, Barbados, Brot für die Welt, Attac-Deutschland) und Judit Wlaschitz (freie Radiomacherin, FeministAttac) Eine Veranstaltung von Grüne Bildungswerkstatt Wien (gbw-wien at gruene.at), feminist-attac und der Werkstatt Frieden&Solidarität (wien at werkstatt.or.at) Freitag, 18. März 2005, 17 Uhr, Rathaus Marchtrenk Kundgebung gegen den neofaschistischen BFJ Samstag, 19. März 2005, 14.00, Wien Westbahnhof Demonstration 17. bis 21. März 2005 Franziskusgemeinschaft, Am Kalvarienberg 5, 7423 Pinkafeld Pilgerfahrt nach Wien für ein menschenwürdiges Asylverfahren und Asylrecht Mittwoch, 30. März 2005, 18.00 Südwindbüro, Laudongasse 40, Wien Nachbesprechung der Demonstration vom 19. März. Samstag, 02. April 2004, 12.00 - 18.00 Amerlinghaus, Wien Aktionskonferenz der Plattform "Neutralität statt Euro-Armee!" Ja zur Neutralität! - Nein zur EU-Verfassung! - Volksabstimmung! Elke Schenk (EU-AG, Attac Deutschland): EU-Verfassung - Kalter Staatsstreich gegen das Grundgesetz. Über das genaue Programm wird noch informiert. Mittwoch, 6. April 2005, 19 Uhr Drang nach Osten? - Aktuelle Entwicklungen in der Ukraine und Weissrussland Vortrag und Diskussion mit Hannes Hofbauer (Promedia-Verlag) Ort: Werkstattbüro (Waltherstr. 15, 4020 Linz) Veranstalter: Werkstatt Frieden & Solidarität Donnerstag, 07. April 2005, 18.00 Büro - Rosensteingasse 69/6, 1170 Wien Plenum der Werstatt Frieden&Solidarität, Wien Dienstag, 12. April 2005, 19.00 Büro - Waltherstr. 15, 4020 Linz Plenum der Werkstatt Frieden&Solidarität, Linz Donnerstag, 14. April 2005, 19 Uhr Rosa Luxemburg. Denken und Leben einer internationalen Revolutionärin. Buchpräsentation und Diskussion mit Fritz Keller (Historiker und Herausgeber des gleichnamigen Buches). Texte von Rosa Luxemburg liest Doris Dornetshuber. Ort: Museum Arbeitswelt Steyr, 4400 Steyr, Wehrgrabengasse 7 Veranstalter: "Museum Arbeitswelt Steyr", Promedia-Verlag Samstag, 30. April 2005, 20 Uhr AK OÖ, Kongressaal (Volksgartenstraße 40) Neues Glas aus alten Scherben Deutscher Rock - poetisch und politisch, gänsehauterzeugend und tiefgründig, wehmütig und mutig, brisant und kritisch. Abendkassa: 10 Euro, Vorverkaufs-Info über willy at kv-willy.at erhältlich. Ermäßigung mit AK-OÖ-Leistungskarte. Samstag, 07. Mai 2005, 16.00 Ja zur Neutralität! - Nein zur EU-Verfassung! - Volksabstimmung! Menschenkette vor dem Parlament  (6) Freilassung für die in der Türkei inhaftierte österreichische Journalistin Sandra Bakutz Roman Dietinger hat folgendes Schreiben an den Bundespräsidenten verfaßt: Sehr geehrter Hr.Bundespräsident Dr.Heinz Fischer! Mit dem Ausdruck größter Sorge möchten wir Sie auf die beängstigende Entwicklung im Falle der Menschenrechtsaktivistin und österreichischen Staatsbürgerin Fr.Sandra Bakutz aufmerksam machen. Fr. Bakutz reiste am 10.Februar 2005 als Mitglied einer internationalen Delegation in die Türkei, um als Beobachterin an einem Verfahren gegen linke Oppositionelle teilzunehmen. Schon am Flughafen wurde sie verhaftet und wird seither in verschiedenen türkischen Gefängnissen festgehalten. Auf grund der bekannt brutalen Behandlung von Gefangenen in türkischen Gefängnissen machen wir uns ernsthafte Sorgen um die Gesundheit von Fr.Bakutz. Mit Bestürzung sehen wir, wie wenig die österreichischen Behörden bisher bei den türkischen Institutionen interveniert haben. Wir befürchten, dass es wieder einmal zu schweren Fehlern seitens des Aussenministeriums, wie schon unter der ehemaligen Aussenministerin Benita Ferrero Waldner, auf Kosten einer österreichischen Staatsbürgerin gekommen ist. Daher wenden wir uns an Sie. Wir ersuchen Sie, alles in Ihrer Macht stehende zu tun, die Rechte von Fr.Bakutz wieder her zu stellen und ihre sofortigeFreilassung zu erwirken. Bitte setzen Sie Ihre Autorität als Bundespräsident der Republik Österreich ein um Fr.Bakutz gegen die Willkür des türkischen Staates zu schützen. Hochachtungsvoll  Anhang 1: Entschließungsantrag Entschließungsantrag der Abgeordneten __________________________________ Kolleginnen und Kollegen betreffend Bundesverfassungsgesetz über die Abhaltung einer Volksabstimmung vor dem Abschluss des Vertrages über eine Verfassung für Europa Der Bundesrat wolle beschließen: “Artikel 1 (1) Mit Zustimmung des Bundesvolkes zu diesem Bundesverfassungsgesetz werden die bundesverfassungsgesetzlich zuständigen Organe ermächtigt, den am 29. Oktober 2004 unterzeichneten Vertrag über eine Verfassung für Europa abzuschließen. (2) Der am 29. Oktober 2004 unterzeichnete Vertrag über eine Verfassung für Europa darf nur mit Genehmigung des Nationalrates abgeschlossen werden. Der Genehmigungsbeschluss kann vom Nationalrat nur in Anwesenheit von mindestens der Hälfte der Mitglieder und mit einer Mehrheit von zwei Dritteln der abgegebenen Stimmen gefasst werden; Bestimmungen des Vertrages, durch die Verfassungsrecht geändert wird, brauchen darin nicht als “verfassungsändernd" bezeichnet werden. (3) Der Vertrag bedarf überdies der Zustimmung des Bundesrates. Der Beschluss kann vom Bundesrat nur in Anwesenheit von mindestens der Hälfte der Mitglieder und mit einer Mehrheit von zwei Dritteln der abgegebenen Stimmen gefasst werden. (4) Soweit in den Abs. 2 und 3 nicht anderes bestimmt ist, sind auf den Vertrag die Bestimmungen des Bundes-Verfassungsgesetzes über Staatsverträge anzuwenden. Artikel 2 Mit der Vollziehung dieses Bundesverfassungsgesetzes ist die Bundesregierung betraut." Begründung: Der EU-Verfassungsvertrag betrifft viele Lebensbereiche Österreichs. Es sollte daher das Volk durch die Abhaltung einer Volksabstimmung in den Ratifizierungsprozess des EU-Verfassungsvertrags eingebunden werden. Voraussichtlich elf EU-Mitgliedstaaten halten eine Volksabstimmung über den EU-Verfassungsvertrag ab. Es gibt keine nachvollziehbaren Gründe, warum diese direkt-demokratische Mitentscheidungsmöglichkeit zwar anderen EU-BürgerInnen eingeräumt ist, den österreichischen BürgerInnen jedoch vorenthalten werden sollte. Mehrere renommierte Verfassungsexperten (Univ.Prof. Dr. Theo Öhlinger, Univ.Prof. Dr. Heinz Mayer, Hon.Prof. Dr. Heinrich Neisser, Univ.Prof. Dr. Stefan Hammer) vertreten die Auffassung, dass der EU-Verfassungsvertrag eine Gesamtänderung der österreichischen Bundesverfassung bewirkt und daher einer verpflichtenden Volksabstimmung zu unterziehen ist. Eine Nichtbeachtung dieser fundierten Rechtsmeinung nimmt bewusst das Risiko in Kauf, dass der EU-Verfassungsvertrag unter Missachtung der geltenden österreichischen Rechtserzeugungsregeln in Kraft gesetzt wird. Der Rechtsstaat ist ein zentraler Baupfeiler unserer Bundesverfassung. Es sollte daher auch nur der geringste Anschein vermieden werden, das Parlament wolle sich über die geltenden Rechtserzeugungsregeln der Republik hinwegsetzen. Der schriftliche Ausschussbericht des Verfassungs-ausschusses 820 d.B. geht auf diese außerordentlich bedeutende Thematik aber überhaupt nicht ein. Die Regierungsparteien haben sich dafür ausgesprochen, in etwa zehn Jahren eine Volksabstimmung über den Beitritt der Türkei zur EU abzuhalten. Dies steht in krassem Wertungswiderspruch dazu, den EU-Verfassungsvertrag keiner Volksabstimmung unterziehen zu wollen. Die Bürgerinitiative 21/BI, welche eine Volksabstimmung über den EU-Verfassungsvertrag fordert und zwischenzeitig von mehreren tausend BürgerInnen unterfertigt worden ist, wurde am 15.12.2004 dem Verfassungsausschuss zugewiesen. Der Verfassungsausschuss hat in seiner Sitzung vom 17.02.2005 die Ratifizierung des EU-Verfassungsvertrages behandelt, womit das Anliegen der Bürgerinitiative 21/BI in engstem Zusammenhang steht. Mit den Stimmen der Regierungsparteien wurde jedoch verhindert, dass die Bürgerinitiative 21/BI auf die Tagesordnung genommen wurde und überhaupt behandelt werden konnte. Die Regierungsparteien haben dadurch ihr gespanntes Verhältnis zur Zivilgesellschaft und zu einzelnen demokratischen Institutionen anschaulich unterstrichen. Die Regierungsvorlage betreffend Bundesverfassungsgesetz über den Abschluss des Vertrages über eine Verfassung für Europa (789 d.B.) sieht keine Volksabstimmung als Voraussetzung für eine Ratifizierung des EU-Verfassungsvertrags vor. Der gegenständliche Antrag übernimmt den Text der Regierungsvorlage 789 d.B. unverändert, stellt jedoch - ähnlich dem EU-Beitritts-BVG - einen Absatz 1 voran, in dem die Abhaltung einer Volksabstimmung verankert wird.  Anhang 2: Liste der Bundesratsabgeordneten Burgenland johanna.auer at spoe.at SPÖ a.fraunschiel at bkf.at ÖVP georg.pehm at spoe.at und georg.pehm at parlament.gv.at SPÖ Kärnten Ana Blatnik - Keine Email-Adresse Vorhanden SPÖ Ing. Siegfried Kampl - Keine Email-Adresse Vorhanden FPÖ molzbichler.aklabt17 at ktn.gv.at SPÖ roland.zellot at net4you.at FPÖ Niederösterreich karl.bader at kabelweb.at ÖVP karl.boden at spoe.at und boden.karl at utanet.at SPÖ Martina Diesner-Wais - Keine Email-Adresse Vorhanden ÖVP gemeinde at gutenbrunn.at SPÖ br.gansterer at goldeneranker.at ÖVP bgm.johann.giefing at schwarzenbach.gv.at SPÖ Ing. Hermann Haller - Keine Email-Adresse Vorhanden ÖVP johann.hoefinger at telering.at und johann.hoefinger at parlinkom.gv.at ÖVP elisabeth.kerschbaum at gruene.at GRÜNE s.roth at vponline.at und s.roth at maria-lanzendorf.gv.at ÖVP Ernst Winter - Keine Email-Adresse Vorhanden SPÖ Sonja Zwazl - Keine Email-Adresse Vorhanden ÖVP Oberösterreich bernhard.baier at parlinkom.gv.at ÖVP erich.gumplmaier at parlinkom.gv.at und erich.gumplmaier at oegb.or.at SPÖ gottfried.kneifel at ooe-wb.at ÖVP johann.kraml at parlament.gv.at SPÖ ruperta.lichtenecker at gruene.at und ruperta.lichtenecker at parlament.gv.at GRÜNE ewald.lindinger at spoe.at und ewald.lindinger at parlinkom.gv.at SPÖ wolfgang.schimboeck at liwest.at SPÖ georg.spiegelfeld at parlinkom.gv.at ÖVP wernerstadler at aon.at und werner.stadler at parlinkom.gv.at SPÖ Ferdinad Tiefnig - Keine Email-Adresse Vorhanden ÖVP office at ooe-seniorenbund.at ÖVP Salzburg buergermeister at wals-siezenheim.at ÖVP Manfred Gruber - Keine Email-Adresse Vorhanden SPÖ susanne.neuwirth at salzburg.co.at SPÖ sepp.saller at aon.at ÖVP Steiermark theodor.binna at utanet.at SPÖ knittelfeld at stvp.at ÖVP khde at A1.net ÖVP herwig.hoesele at stmk.gv.at ÖVP guenther.kaltenbacher at utanet.at und guenther.kaltenbacher at 610.ams.or.at SPÖ guenther.prutsch at 614.ams.or.at SPÖ andreas.schnider at stvp.at ÖVP engelbert.weilharter at fpoe.at FPÖ bruck at stvp.at ÖVP Tirol hansager at ktvhopfgarten.at ÖVP christine.froehlich at aon.at ÖVP eva.konrad at gruene.at GRÜNE office at tiroler-seniorenbund.at^ ÖVP helmut.wiesenegg at parlinkom.gv.at und buergermeister at reutte.at und h.wiesenegg at aon.at SPÖ Vorarlberg reinhold.einwallner at parlament.gv.at SPÖ edgar.mayer at parlament.gv.at und edgar.mayer at feldkirch.at ÖVP jweiss at vol.at ÖVP Wien roswitha.bachner at oegb.or.at SPÖ peter.boehm at fpoe.at FPÖ john.gudenus at fpoe.at FPÖ anna.haselbach at parlament.gv.at SPÖ harald.himmer at alcatel.at ÖVP albrecht.konecny at spoe.at SPÖ Dr. Franz Eduard Kühnel - Keine Email-Adresse Vorhanden ÖVP angela.lueger at parlament.gv.at SPÖ harald.reisenberger at oegb.or.at SPÖ stefan.schennach at gruene.at GRÜNE reinhard.todt at spoe.at SPÖ ================================================ 27 CROPfm - Newsletter: Chemtrails - das Buch [18.03.05] von: Tarek Al-Ubaidi ================================================ Hi! Die nächste live Sendung ist am 18. März 2005 um 19.00 auf 92.6 Mhz - der Frequenz von Radio Helsinki - im Raum Graz/Steiermark als auch on-line zu hören. Für Fragen und Kommentare während der Sendung steht Ihnen CROPcom zur Verfügung - der liveChat. Chemtrails - das Buch Im März 2005 erscheint das erste deutschsprachige Buch zur Causa Chemtrails im Grazer Leopold Stocker Verlag. Die beiden Authoren, Chris Haderer und Peter Hiess versuchen darin, das Thema Chemtrails journalistisch aufzuarbeiten, und die vielen Mythen und Halbwahrheiten die sich um diese Thema ranken zu verifizieren. Finden vor den Augen der Öffentlichkeit tatsächlich Sprühaktionen in der Atmosphäre statt? Dienen sie zur Bekämpfung des Treibhauseffekts oder verfolgen sie andere, mysteriösere Ziele? Dieses Buch sammelt alle zur Zeit verfügbaren Fakten und Theorien zum Thema “Chemtrails" sowie Interviews mit Chemtrail-Forschern und -Beobachtern. Die beiden Autoren werden in der kommeneden Sendung live zu Gast sein, und über ihr Buch sowie die letzten Erkenntnisse auf diesem Gebiet sprechen. Frühere Sendungen zu diesem Thema in der Past Shows Sektion: 28.05.04 >> http://cropfm.mur.at/past_shows.htm#chemtrails 17.09.04 >> http://cropfm.mur.at/past_shows.htm#chemtrails2 eco.log Rubrik "TrailWatch" >> http://ecolog.twoday.net/topics/TrailWatch/ Themenseite Chemtrails >> http://cropfm.mur.at/sendung_chemtrails.htm Studiogäste zur Sendung: Chris Haderer (Autor, freier Journalist, >> http://crop.mur.at/g7 ) Peter Hiess (Autor) Bis dann, Tarek Al-Ubaidi _______________________________________________ CROPfm - the flexxible radio show http://cropfm.mur.at On-Line Archiv mit allen bisherigen Sendungen http://cropfm.mur.at/past_shows.htm ================================================ 28 Presseausgabe Glocalist Nr.63>>CSR in Koopertion mit Experts Group CSR (UBIT/WKO) von: ================================================ Sehr geehrte Damen und Herren, werte Redaktion, anbei die aktuelle Ausgabe des Glocalist. SCHWERPUNKT Dokumentation des Responsible Manager of the Year 2004 und Start der Serie CSR in Zusammenarbeit mit der Experts Group CSR der UBIT (Wirtschaftskammer Österreich). Diese Serie soll Start eines Dialoges zwischen Wirtschaft und NGOs zum Thema CSR darstellen. Als NGO der Woche präsentieren wir den Verein ProChild, weiters ein Statement der AGEZ zum Budgetentwurf der Bundesregierung und ein Kommentar von Heinz Hödl (Geschäftsführer der Koordinierungstelle der Österreichischen Bischofskonferenz für internationale Entwicklung und Mission), Präsentation der GEDIFO Open Space Veranstaltung zum Thema Erwerbslosigkeit sowie die gewohnten Vermischten Meldungen und diesmal ein sehr umfangreicher Terminkalender. Besonders wollen wir auf das Errata in dieser Ausgabe (Impressum und Vermischte Meldungen) hinweisen, wonach die Überschrift zum amnesty international (ai) Beitrag in der vorigen Ausgabe des GLOCALIST von uns falsch gesetzt worden ist: Wir entschuldigen uns bei unseren Leserinnen und Leser sowie ai. Informative Stunden wünscht Christian Neugebauer _____ Glocalist Review: Digitale Wochenzeitschrift für NGOs&NPOs Barmherzigengasse 17 - stiege 6 - top 1 A-1030 Wien f: 01/597 2001 m: 0699 11 88 16 43 e: office at glocalist-review.com w: http://www.glocalist-review.com Agentur: arbeitsraum-philosophie: agentur für analoge&digitale kommunikationswirtschaft GmbH- www.arbeitsraum.at ================================================ 29 Buchvorstellung von: ================================================ Hallo! Im folgenden möchten wir Euch einige empfehlenswerte Bücher präsentieren, die in letzter Zeit erschienen sind. - Gloria Munoz Ramirez: 20 + 10 - Das Feuer und das Wort 1. Auflage Okt. 2004, 261 Seiten, Unrast Verlag, ¤ 18,50 Das offizielle Jubiläumsbuch der Zapatistas  EZLN: 20+10 - Das Feuer und das Wort gibt, so Subcomandante Marcos, den bisher vollständigsten Überblick über das öffentliche Wirken der EZLN. 20 und 10 - das sind 20 Jahre Bestehen der EZLN, 10 Jahre Vorbereitung und 10 Jahre Krieg. Mitglieder der EZLN, aufständische Soldaten und Compañeros kommen zu Wort und erzählen auch aus ihrer persönlichen Sicht über die ersten zehn Jahre. Jahr für Jahr wird dann das öffentliche Agieren der EZLN nachgezeichnet, vom Augenblick des bewaffneten Aufstandes am 1. Januar 1994, dem Beginn des Krieges, bis hin zur Verkündung des ðTodes der AguascalientesÐ und der ðGeburt der CaracolesÐ im Jahre 2003. Subcomandante Marcos äußert sich u.a. zum Krieg, zur Autonomie, zum ðWort als Waffe und Schweigen als StrategieÐ, zur Antiglobalisierungsbewegung, zu den zapatistischen Dörfern und zum Widerstand, zu ðeiner Welt, in der alle Welten Platz habenÐ... Text zum Buch: http://www.unrast-verlag.de/unrast,3,0,131.html ------------------------- - Akcam Taner: Armenien und der Völkermord - Die Istanbuler Prozesse und die türkische Nationalbewegung 1. Auflage Sept. 2004, 439 Seiten, Verlag Hamburger Edition, ¤ 16,50 In den Jahren 1919 bis 1921 wurde vor dem Kriegsgericht in Istanbul eine Reihe von Prozessen gegen führende türkische Politiker angestrengt, mit dem Ziel, den Völkermord an den Armeniern während des Ersten Weltkriegs zu untersuchen und die Verantwortlichen zu bestrafen. Diese Prozesse kamen durch Druck der alliierten Mächte zustande, die damit einen ersten Schritt unternahmen, Menschenrechtsprinzipien mit Hilfe einer internationalen Strafgerichtsbarkeit zur Geltung zu verhelfen. Der türkische Wissenschaftler Taner Akçam stellt diesen kaum bekannten Vorläufer der Nürnberger Prozesse in den Zusammenhang des Niedergangs des Osmanischen Reiches und des Aufstiegs der jungtürkischen Bewegung mit ihrem Bestreben, einen homogenen türkischen Nationalstaat zu gründen. Er analysiert zugleich die spezifischen historischen und politisch-ideologischen Hintergründe, die zum Genozid an den Armeniern führten, und zeigt, wie die Westmächte, ungeachtet ihres juristischen Engagements, die Aufteilung des Osmanischen Reiches betrieben. Damit riefen sie den Widerstand der türkischen Nationalbewegung gegen die Siegerjustiz, die Einmischung in die inneren Angelegenheiten und die Verletzung der staatlichen Souveränität hervor. Rezension: http://www.welt.de/data/2004/11/06/355965.html?s=1 -------------------- - Doron Rabinovici, Ulrich Speck, Natan Sznaider (Hg.): Neuer Antisemitismus? Eine globale Debatte 1. Auflage Okt. 2004, 329 Seiten, Verlag Edition Suhrkamp, ¤ 12,90 Wo liegt die Grenze zwischen legitimer Kritik an israelischer Politik und Antisemitismus? Hat sich der Antisemitismus in der Ideenwelt des Islam etabliert? Inwieweit spielen beim linken Antizionismus antisemitische Elemente eine Rolle? Rezensionen: http://buecher.hagalil.com/suhrkamp/antisemitismus.htm http://www.zeit.de/2005/06/P-Antisemitismus Leseprobe (Von Zeesen bis Beirut): http://buecher.hagalil.com/suhrkamp/kuentzel.htm --------------------- Bernhard Schmid: Algerien - Frontstaat im globalen Krieg? 1. Auflage Jänner 2005, 313 Seiten, Unrast Verlag, ¤ 18,50 Nur selten wird schlüssig erklärt, was den politischen Islamismus genau ausmacht, und vor allem, was seinen (relativen) Erfolg in einer Reihe von Ländern erklärt. Schmid liefert eine aktuelle, aufschlussreiche Untersuchung am Fallbeispiel Algerien Online-Text von Schmid zu diesem Thema: http://www.labournet.de/internationales/dz/gaspreis2.html ---------------------- Kollektiv p.i.s.o. 16: Venezuela. Welcome to our Revolution - Innenansichten des bolivarianischen Prozesses Auflage November 2004, 169 Seiten, Verlag Gegen den Strom, ¤ 10,50 Seit 1998 befindet sich Venezuela in einem politischen Umbruch. Im Rahmen dieses "bolivarianischen Prozesses" wird um neue Formen politischer Repräsentanz, alternativer Ökonomie und sozialer Rechte gerungen. Das Buch will über die Erfolge, Beschränkungen und inneren Widersprüche dieses Prozesses informieren. Aber vor allem sollen die Motivationen und Perspektiven derer dokumentiert werden, die die Protagonistinnen und Protagonisten dieses Umbruchs sind: Leute aus Basisorganisationen, sozialen und politischen Netzwerken, gewerkschaftlichen und bäuerlichen Strukturen, alternativen Medien und Sozialprojekten. Den Schwerpunkt unseres Buches bilden 18 Interviews, die im September 2004 in Venezuela geführt wurden. Rezensionen: http://www.raumzeit-online.de/index.php?mode=print&article=702&pub=105&cat=3 5 http://www.oeku-buero.de/veroeff/inf65/30vewelcome.html --------------------- Antifaschistisches Frauennetzwerk, Forschungsnetzwerk Frauen und Rechtsextremismus (Hg.): Braune Schwestern? Feministische Analyse zu Frauen in der extremen Rechten 1. Auflage Jänner 2005, 142 Seiten, Unrast Verlag, ¤ 14,40 Die Autorinnen zeigen die neuesten Entwicklungen im Bereich >Frauen im Rechtsextremimsus< auf: Aktivitäten von rechtsextremen Mädchen und Frauen, Organisationsstrukturen, Kontinuitäten, Strategien und die Palette rechter Frauen(selbst)bilder. Ziel ist es, verschiedene Aspekte einfließen zu lassen und mögliche Handlungsspielräume gegen rechte Ideologien aufzuzeigen, unter anderem in der kritischen Beleuchtung bisheriger feministischer und antifaschistischer Debatten. -------------------- Hannes Loh, Murat Güngör: Fear of a kanak planet - Hiphop zwischen Weltkultur und Nazi-Rap Auflage 2002, 340 Seiten, Hannibal Verlag, ¤ 20,50 Damit hatte niemand gerechnet, aber das Tabu ist gebrochen: Seit dem Jahr 2001 gibt es in der deutschsprachigen Rapszene erstmals nationalistische Statements. Deutscher HipHop hat sein Gesicht verändert; die Aufbruchsstimmung der Achtziger- und frühen Neunzigerjahre ist verloren gegangen. Damals bauten viele Türken, Afrodeutsche, Jugoslawen, Griechen, Italiener und Deutsche eine Szene auf, in der Herkunft, Hautfarbe und sozialer Stand keine Rolle spielten. Vor allem die Kinder so genannter Gastarbeiter machten mit HipHop nachdrücklich auf sich aufmerksam. Murat Güngör (selbst ehemaliger Rapper und Mitglied von Kanak Attak) und Hannes Loh (Koautor des Buchs 20 Jahre HipHop in Deutschland) gehen der beunruhigenden aktuellen Dynamik nach und beschreiben die Entwicklung und Polarisierung der Szene aus einer kritischen Perspektive. Außerdem lassen sie all jene zu Wort kommen, die in der Erfolgsstory des “Deutschrap" bisher nicht gehört wurden. Rezensionen: http://www.mut-gegen-rechte-gewalt.de/artikel.php?id=6&kat=41&artikelid=668 http://www.falter.at/rezensionen/detail.php?id=1515&SESSID=be0108dc58c1789a9 163b0b8afb6b3f5 Leseprobe: http://www.kanakplanet.de/leseprobe.html ---------------- Noch ein Hinweis: Die Rezensionen dienen nur zur Information bzw. Ergänzung, die darin vertretenen Meinungen müssen nicht unseren Meinungen entsprechen. Ihr könnt die Bücher (wie JEDES andere lieferbare Buch, zB Uni-Lektüre) auch bei uns erwerben. Wir schicken Sie Euch auch gerne zu, wenn Ihr keine Möglichkeit habt, vorbei zu kommen. Ab 50 Euro Bestellwert übernehmen wir die Versandkosten! Ihr unterstützt damit ein antirassistisches, antikapitalistisches, ... Projekt, das finanzielle Unterstützung dringend nötig hat! Liebe Grüsse, Infoladen Wels Kulturverein und linke Buchhandlung Spitalhof 3 4600 Wels Tel.: 07242-910432 Email: infoladen-wels at liwest.at http://www.infoladen-wels.at.tc Öffnungszeiten: Mi/Do: 14-18, Fr: 14-19.30 Uhr ================================================ C) TERMINE ================================================ ======================== Montag http://www.mund.at/butt/Termine/Maerz/1403.htm Dienstag http://www.mund.at/butt/Termine/Maerz/1503.htm Mittwoch http://www.mund.at/butt/Termine/Maerz/1603.htm ======================== ================================================ D) EDITORIAL ================================================ Für den Inhalt verantwortlich: Ihr. E-Mail-Adresse für Beiträge: widerstand at no-racism.net geschickt. widerst at nd MUND und alle Termine täglich aktualisiert im Web: http://www.no-racism.net/MUND Ziel von MUND (medienunabhängiger Nachrichtendienst) ist die unzensurierte und möglichst rasche Information über gesellschafts- politisch relevante Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu Widerstand und Antirassismus sowie verwandte Themen. sollen einen Titel, Namen und Emailadresse der/des AutorIn enthalten und möglichst kurz und prägnant gehalten sein, ev. mit Hinweis, wo weitere Informationen eingeholt werden können. Bitte keine Attachments! Die inhaltliche und sachliche Verantwortung liegt bei der/dem jeweiligen AutorIn bzw. jenen, die uns die Beiträge schicken. Der MUND wird von einzelnen TagesredakteurInnen zusammengestellt. Da Fehler nicht ausgeschlossen sind, bitten wir, nicht veröffentlichte Beiträge nochmals an widerstand at no-racism.net zu senden. Die Weiterleitung (auch auszugsweise) ist erwünscht. Beiträge mit rassistischen oder sexistischen Inhalten werden nicht veröffentlicht. Sehr persönliche Meldungen werden wir an den betreffenden Adressaten weiterleiten, aber nicht im MUND veröffentlichen. Die bisherigen Ausgaben sind unter http://www.no-racism.net/MUND archiviert. Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage: * Wann: Sonntag, 11.11.2001, 11:11 Uhr * * Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" * * Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf * * Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie. Aber kurz und prägnant.* Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch stillschweigend Zensur zu üben. Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die Nichtaufnahme geliefert. (Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.) Die AbsenderInnen der betroffenen Beiträge werden hiervon informiert. Im Sinne einer "gläsernen Zensur" könnt ihr Euch die Beiträge gerne extra schicken lassen: Ein kurzes Mail an widerstand at no-racism.net genügt. ================================================ E) VERTEILERLISTE ================================================ Zur Eintragung in diesen Verteiler bitte direkt subskribieren unter http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/analle oder von der einzutragenden Adresse aus ein mail schicken an: admin at no-racism.net mit folgendem Text: subscribe no-racism Bitte wegen Automatisierung diesen Wortlaut verwenden! Zur Austragung aus dieser Liste bitte an aus Einsendungen an zusammengestellt. Bitte keine Attachments! (werden nicht angenommen) Redaktionsschluss für diese Ausgabe: Sonntag, 18.00 III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III ü, ö, ä, ß, Ü, Ö, Ä III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III widerst at nd-MUND is powered by http://alt.strg.at/ ================================================ From analle at no-racism.net Tue Mar 15 10:31:12 2005 From: analle at no-racism.net (analle at no-racism.net) Date: Tue, 15 Mar 2005 10:31:12 +0100 Subject: widerst@nd! - MUND: Dienstag, 15.3.2005 Message-ID: widerst at nd MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst www.no-racism.net/mund Dienstag, 15.3.2005 ================================================ A) INHALT ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 01 15.3.05 Diskussion zur EU - Verfassung "Transdanubien gegen Schwarzblau" ================================================== 02 15./19.3.: SLP-Veranstaltungen zu AbtreibungsgegnerInnen und Sri Lanka - Erfolg gegen rechtsextremes Treffen in Wien "Sonja Grusch" ================================================== 03 17.3.: Film "Sacco und Vanzetti" und Diskussion "nico mayer" ================================================== 04 18.4.: CD-Präsentation Hansi Lang & Thomas Rabitsch & Wolfgang Schlögl GAMUEKL ================================================== 05 Gemeinderatswahl: Medienspiegel über steirische KPÖ "Parteder Franz" ================================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND KOMMENTARE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 06 GRW/Stmk/Bezirksergebnisse/KPÖ KPÖ Steiermark ================================================== 07 Leoben/Stadtrat/Murgg/KPÖ KPÖ Steiermark ================================================== 08 Wahlsplitter "Parteder Franz" ================================================== 09 STMK/Gemeinderatswahl/Gute_Ergebnisse/KPÖ "Helmuth Fellner" ================================================== 10 f13 plenum protokoll augustin ================================================== 11 Müder Riese anonym ================================================== 12 NEUTRAL BLEIBEN statt MITMARSCHIEREN! anonym ================================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< DISKUSSION ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 13 2. Erklärung/Vortrag: "Paradise now" Café Critique ================================================== 14 Gegen "antiimperialistische" Regression und Aggression! Go Dogma ================================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< SOLIDARITÄT WELTWEIT ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 15 Aufhebung des Waffenembargos gegen China ist mit Friedenspolitik nicht vereinbar Gesellschaft für bedrohte Völker ================================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< LINKS / VERWEISE / HINWEISE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 16 Kulturrisse 01|05: Public Art Policies IG Kultur Österreich ================================================== ================================================ B) TEXTE ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 01 15.3.05 Diskussion zur EU - Verfassung "Transdanubien gegen Schwarzblau" ================================================== Liebe TransdanubierInnen und SymphatisantInnen! Spät aber doch unser diesmaliges Thema bei unserem monatlichen Treffen am kommenden Dienstag, den 13.3.2005: Zum Thema "EU - Verfassung" ist Günter Hopfgartner, Mtglied des Vorstandes der europäischen Linkspartei, eingeladen. Wie immer im Chinarestaurant "Sun", Donaufelderstr. 229, 1220 Wien am 15.3. ab 19.00 Uhr. Stefan für ---- Transdanubien gegen Schwarzblau Unabhängige überparteiliche Initative in Floridsdorf und Donaustadt http://www.gegenschwarzblau.net/transdanubien ================================================== 02 15./19.3.: SLP-Veranstaltungen zu AbtreibungsgegnerInnen und Sri Lanka - Erfolg gegen rechtsextremes Treffen in Wien "Sonja Grusch" ================================================== Eine Information der Sozialistischen LinksPartei (SLP) 1) Weg mit dem Baby-Holocaust-Museum der radikalen AbtreibungsgegnerInnen 2) Veranstaltungsreihe mit Gewerkschafter und Sozialisten aus Sri Lanka 3) SLP verhindert rechtsextremes Treffen in Wien ad 1) Weg mit dem Baby-Holocaust-Museum der radikalen AbtreibungsgegnerInnen 15. März 2005: Bezirksvertretung sieht tatenlos zu - SLP aktiv gegen radikale AbtreibungsgengerInnen Human Life international (HLI) hat in den ehemaligen Räumlichkeiten der Lucina-Klinik eine "Baby-Holocaust- Gedenkstätte" errichtet. Dort ist zu lesen: "Maria Restituta Lebensschutzmuseum und Baby-Holocaust-Gedenkstätte. Besichtigung gegen freie Spende nach telefonischer Vereinbarung 27 60 529. Wir bitten um Verständnis, dass aus Sicherheitsgründen die Vorlage eines Lichtbildausweises erforderlich ist." Ebenfalls im Schaufenster befinden sich Fotos von der Müllverbrennungsanlage Simmering mit dem Hinweis, dass dort "österreichische Kinder" verbrannt werden. Die Gleichsetzung der Praxis der Fristenlösung mit dem Holocaust ist ein wichtiger Bestandteil der HLI- Ideologie. Eine derartige Verharmlosung des Holocaust ist ein unglaublicher Skandal und besonders in einer Gegend, in der viele Holocaustopfer bzw. deren Nachkommen leben, untragbar. Am 15.6.04 hat die SLP bei einer Kundgebung vor der Bezirksvertretungssitzung eine Resolution mit Unterschriften von AnrainerInnen an Bezirksvorsteher Kubik übergeben. In der darauf stattfindenden Bezirksvertretungssitzung wurde ein Antrag aller vier Parteien beschlossen, in dem sich die Bezirksverstretung gegen das Baby-Holocaust-Museum ausgesprochen hatte. Seit Eröffnung der "Baby-Holocaust-Gedenkstätte" gibt es keine Reaktion durch die Bezirksvertretung. Daher Kundgebung für die Schließung des "Babycaustmuseum" 15. März um 15.00 vor dem magistratischen Bezirksamt (Karmelitergasse 9 1020 Wien) ad 2) Veranstaltungsreihe mit Gewerkschafter und Sozialisten aus Sri Lanka Im Zuge eines Besuches in Europa wird Upul Nisantha Siriwardana aus Sri Lanka auf einigen Veranstaltungen SLP sprechen. Upul ist Mitglied des Free Trade Union Centre sowie der United Socialist Party in Sri Lanka Folgende Punkte werden bei den Veranstaltungen angesprochen: - die Sitation nach der Tsunami-Katastrophe, deren Ursachen und Missbrauch durch die Regierung. Die Organisierung von Hilfe vor Ort und die aktuellen Projekte - die soziale Situation der ArbeiterInnen und Jugendlichen in Sri Lanka - die gewerkschaftliche und betriebliche Arbeit, Streiks und soziale Bewegungen - die Situation von Frauen, insbesondere der Teepflückerinnen - die nationale Frage, die Konflikte im Norden des Landes und Lösungsansätze - die Arbeit des Free Trade Union Centre und der United Socialist Party Veranstaltungen in Wien: Samstag 19. März um 18.30 Sri Lanka: Tsunami, Bürgerkrieg und Neoliberalismus "Amerlinghaus" 7; Stiftg. 8 Montag 21. März um 18.30 Sri Lanka: Die soziale und politische Lage 6; Gewerkschaft der Chemiearbeiter, Stumpergasse 60 Veranstaltung in Linz: Dienstag 22. März um 18.30 Sri Lanka: Die soziale und politische Lage ÖGJ-Kandlheim am Linzer Andreas-Hofer-Platz (Raum im Obergeschoß) Veranstaltung in Salzburg: Mittwoch 22. März um 19.30 Sri Lanka: Die soziale und politische Lage Arbeiterkammer - Markus-Sittikus-Straße 10 Informationen unter: 0650-424 63 10 ad 3) SLP verhindert rechtsextremes Treffen in Wien Für Freitag den 11. März haben RFS-Wien und die Burschenschaft Gothia zu einem rechtsextremen Bündnistreffen mit einem Referenten der NPD eingeladen. Der Referent, Safet Babic, war u.a. Kandidat der NPD bei den Europawahlen 2004 und ist einschlägig bekannt. Er wurde vor einigen Jahren an der Uni Trier "geoutet", an der er versuchte durch einen Sitz im StudentInnenparlament seine rechtsextreme Propaganda zu betreiben. Die SLP erfuhr am Mittwoch den 9. März von der Veranstaltung, machte diese bekannt und rief zu einer Protestkundgebung auf. An dieser nahmen über 50 Personen (darunter auch VertreterInnen verschiedener linker Gruppen) teil. Der RFS erklärte nach Bekanntwerden, nicht mehr zu den Einladern zu gehören. Das geplannte rechtsextreme Bündnistreffen konnte durch eine - kurzfristige aber entschlossene - Mobilisierung verhindert werden. Am Freitag den 11. März um 19.00 jedenfalls waren RFS/RFJ (in dessen Lokal es stattfinden sollte)/Gothia und Safet Babic nicht an Ort und Stelle. Vielen Dank an alle TeilnehmerInnen - und wir möchten Euch einladen, Euch auch an den Mobililiserungen für antifaschistische Aktivitäten in Oberösterreich + 18.3. Marchtrenk + 19.3. Linz und Wien + 8. Mai zu beteiligen! Informationen unter 0650-424 63 10 ************ Sonja Grusch, Sozialistische LinksPartei - SLP Österr. Sektion des CWI ************ ================================================== 03 17.3.: Film "Sacco und Vanzetti" und Diskussion "nico mayer" ================================================== 17. März 2005 Film "Sacco und Vanzetti" und Diskussion über Repression Während einer Razzia im italienischen Viertel von Boston werden am 5. Mai 1920 die beiden Einwanderer Nicola Sacco und Bartolomeo Vanzetti festgenommen. Ihnen wird vorgeworfen, bei einem bewaffneten Raubüberfall zwei Menschen erschossen zu haben. Beide sind bekennende Anarchisten, die aber die Anwendung von Gewalt ablehnen. Da sie kein stichhaltiges Alibi vorweisen können, wird gegen sie Anklage erhoben. Die Gerichtsverhandlung artet zum politschen Schauprozeß, in den sich höchste US- Instanzen einmischen. Alle Versuche, eine Neuaufnahme des Prozesses zu beantragen oder zumindest eine Begnadigung zu erreichen, scheitern. Trotz weltweiter Proteste werden Sacco und Vanzetti am 23. August 1927 auf dem elektrischen Stuhl hingerichtet. Diesmal beginnt der Film pünktlich um 19 Uhr!!!!!! Vekks ist ab 18 Uhr geöffnet! http://www.schwarzwurzeln.org/ ================================================== 04 18.4.: CD-Präsentation Hansi Lang & Thomas Rabitsch & Wolfgang Schlögl GAMUEKL ================================================== Nach der erfolgreichen EP "Welcome To The Slow Club" lädt das Trio Hansi Lang, Thomas Rabitsch und Wolfgang Schlögl nun zur Präsentation des Albums "THIS IS THE SLOW CLUB" samt Folgekonzert in das Wiener Radiokulturhaus. - Präsentation des Albums: 18. April 2005 (19.30 Uhr ) - Folgekonzert: 19. April 2005 (19.30Uhr) RADIOKULTURHAUS: A-1040 Wien; Argentinierstraße 30a http://radiokulturhaus.orf.at http://www.monkeymusic.at Eintritt: Euro 14,-- / Euro 16,-- Tickets im Kartenbüro des RadioKulturhauses: Tel. 50170/377 Weitere Konzerttermine finden Sie jederzeit aktuell unter http://www.serious-entertainment.com Die Vorstellungen finden im Rahmen der neuen Konzertreihe Live at RadioKulturhaus statt, die ab März 2005 einmal pro Monat Künstler und Bands der facettenreichen österreichischen Club-, Elektronik- und Popszene auf die Bühne des neu renovierten Großen Sendesaals bittet. GASTMUSIKER: Harri Stojka, Milos Todorovski, Bernhard Rabitsch, Woody Schabata VISUALS: Sigrid König und Michael Großauer DIE GEBURT DES SLOW CLUB "Wenn Sie wissen, wer hier singt, sind Sie ein wahrer Kenner" - so kommentierte ein bekannter Radio-Mann die Erstausstrahlung eines Slow Club Songs. Der Titel: "Every Time We Say Goodbye" von Cole Porter. Der Sänger: 80er Rock-Ikone Hansi Lang. Und niemand hätte das erraten. Schon als Kind eines ihm unbekannten Besatzungssoldaten suchte und fand Hansi Lang in Liedern von Nat King Cole, Cole Porter und Billie Holiday seine amerikanischen Wurzeln. Songs wie "Stardust" blieben in Seele und Ohr. In den 80ern traf Lang mit Titeln wie "Keine Angst" den Nerv der Zeit. Die große Begabung des Sängers, dessen Stimme der Blues- und Soulfarbe der ganz Großen um nichts nachsteht, wurde jedoch durch die poetischen Kampfansagen seiner Texte überdeckt. Dem Traum, die Songs seiner Kindheit neu zu interpretieren, kam er erst jetzt nach. Mit seinem Freund und Kollegen Thomas Rabitsch und Szene-Doyen Markus Spiegel kreierte er ein intimes, persönliches Programm. Rabitsch sorgt durch moderne Überarbeitungen dafür, dass Langs Stimme den Raum erhält, der ihr zusteht. Unterstützt vom Wiener Elektroniker Wolfgang Schlögl bietet Slow Club ein Programm, der alle Sinne berührt. Ein Erlebnis der besonderen Art. In jedem Bild und in jedem Ton. Gerne laden wir Sie ein, sich zurückzulehnen und zu genießen - mit der "besten Stimme des Landes" (© Markus Spiegel) THIS IS THE SLOW CLUB - Das Album "Das Comeback des Jahres" (Kleine Zeitung) "Eine innige Reise in das Land der eleganten Schwermut". "Die beseelteste Gesangsstimme des Landes" (Der Standard) "Hansi Lang...brilliert mit Jazz Balladen...Rabitsch und Schlögl umgeben die alten Melodien mit zart knisternder Elektronik." (Die Presse) "Ein Ereignis, live und auf CD" (Kurier) Der Slow Club erntete bei seinem Start im Winter 2004 höchstes Lob der heimischen Top-Kritiker. Jetzt präsentieren Hansi Lang, Thomas Rabitsch und Wolfgang Schlögl das dazugehörige Album: "This Is The Slow Club". Der erfolgreiche Vorbote des aktuellen Longplayers, die EP "Welcome To The Slow Club", faszinierte durch moderne, reduzierte Bearbeitung von Songs alter Größen wie Cole Porter oder Billie Holiday. Ein Stil, dem 80er-Ikone Hansi Lang, Keyboard-Genius Thomas Rabitsch und der Wiener Elektroniker Wolfgang Schlögl (I-Wolf) mit dem Album treu bleiben. Klar und sinnlich präsentieren sie Lieder wie "Me and Mrs. Jones" oder "How Do You Keep The Music Playing" auf völlig neue, aufregende Art. Das Album "This Is The Slow Club" ist österreichweit ab 18. April im Handel erhältlich. Der "Slow Club" ist wieder eröffnet. Willkommen. PRESSESTIMMEN: "Der Titel Slow Club beschreibt genau, worum es geht: Tempo rausnehmen, bis jener Punkt erreicht ist, an dem man Musik und Leben nicht mehr voneinander unterscheiden kann...Ein Ereignis, live und auf CD" Gert Korentschnig und Guido Tartarotti, Freizeit Kurier, November 2004 "Hansi Lang...brilliert mit Jazz Balladen...Rabitsch und Schlögl umgeben die alten Melodien mit zart knisternder Elektronik." Samir H. Köck, Die Presse, November 2004 "Mitgeholfen bei dieser langmütigen wie innigen Reise in das Land der eleganten Schwermut, die Hansi Lang unternimmt, haben Thomas Rabitsch an den Keyboards und der unserer Jugend als I-Wolf und Sofa Surfer bekannte Elektroniker Wolfgang Schlögl. Seine faul im Lande TripHop schlurfenden Steckdosenbeats verhindern, dass zu viel Nostalgie aufkommt." Christian Schachinger, Der Standard, November 2004 "Eigentlich ist heute nicht von der CD der Woche die Rede. Schon eher vom Comeback des Jahres." Frido Hütter, Kleine Zeitung, November 2004 "...eine Kollektion an Songs...verpackt in Arrangements, die einerseits vertraut und doch ungeheuer frisch wirken.." "...etwas Jazz, etwas Soul, etwas Elektronik...etwas Crooning, eine Spur Latin, viel Erfahrung, vor allem aber eine Menge Groove und Seele." Dietmar Hoscher, Concerto, November 2004 "Hier zeigt einer die Druckstellen auf seiner Seele her - weil ihm ehrliches Singen anders nicht möglich erscheint." Guido Tartarotti, Kurier, November 2004 HANSI LANG http://www.hansilang.com Seit 1975 als Sänger aktiv, unter anderem bei der Hallucination Company und Marianne Sägebrechts legendärer Opera Curiosa. Ab 1980 schrieb Hansi Lang mit seinen Soloprojekten österreichische Musikgeschichte und wurde zur Kultfigur der New Wave Szene. Seine Hymnen wie Keine Angst, Ich will wieder gut sein, Montevideo und Fräulein Josefine waren Meilensteine. Als Schauspieler wirkte er an diversen Bühnen- und Filmproduktionen mit. Etwa als Mitglied des Theaters in der Josefstadt in Tingel-Tangel und Außer Kontrolle (wo er auch die Musik beisteuerte), beim Statt-Theater in Männerschmerzen und Wiener Lust. Seit Anfang der 90er arbeitet Lang auch fürs Fernsehen, etwa in Kommisar Rex und Ernst Hinterbergers Trautmann. 1998 erschien seine Live-CD. 2001 begeisterte er Publikum und Kritiker in der f at lco - a cyber show, gab den Beecham in Brechts Dreigroschenoper im Rabenhof Theater und begann als Gast-Star verschiedener Bands zu brillieren. Im Juni 2005 wird Hansi Lang im Wiener Metropol in Franz Wittenbrinks Stück Mütter als Schauspieler und Sänger zu sehen sein . THOMAS RABITSCH http://www.rabitsch.cc Seit 1977 aktiv als Keyboarder und Produzent in der österreichischen Musikszene tätig. Gründungsmitglied der Hallucination Company. Ab 1978 Mitglied der Gruppe Drahdiwaberl (Produzent bzw. Co- Produzent von neun Alben). Thomas Rabitsch arbeitete lange Jahre mit Falco zusammen, als Live-Keyboarder/ Arrangeur/Bandleader bei allen Tourneen. Er ist Produzent des Falco-Albums Verdammt wir leben noch und der DVD Falco Live-Donauinsel sowie musikalischer Leiter der F at lco - a cyber show. Rabitsch komponierte die Musik für zahlreiche Produktionen des Burg- und des Volkstheaters, des Theaters der Jugend und des Jura Soyfer Theaters sowie für mehrere Festwochenproduktionen. Er agiert als gefragter Komponist von Filmmusik, TV-Signations sowie als musikalischer Leiter verschiedener ORF-Shwos, wie etwas den Erfolgsproduktionen Starmania, Starmania NG und der Austropop Show. Mit Hansi Lang arbeitet Thomas Rabitsch bereits seit 1977 zusammen - als Musiker, Produzent (Keine Angst) und Freund. WOLFGANG SCHLÖGL http://www.i-wolf.org http://www.sofasurfers.net Seit 1986 in der Musik-Szene aktiv, erst als Bassist, später auch als DJ 1996 gründete Wolfgang Schlögl die Sofa Surfers. Es folgten Europa-Tourneen und internationale Engagements als DJ. 2003 erschien unter dem Pseudonym "I-Wolf" sein Solo-Album Soul Strata. Schlögl produzierte in Lissabon ein Album der Abstract- Jazz und Electronics Gruppe Hipnotica. 2004 wurde Schlögl als I-Wolf für Soul Strata in der Kategorie "FM4 Alternative Act" mit dem österreichischen Musikpreis Amadeus ausgezeichnet. Er komponierte mit den Sofa Surfers die Musik zu Wolfgang Murnbergers Filmen Komm, süßer Tod und Silentium, wirkte an Water Cools Not Love am Wiener Schauspielhaus mit und trat mit Violinen-Virtuosin Mia Zabelka auf. Schlögl tourte als DJ durch die USA, zeichnete für den Mix des Debut-Albums der Band Bastelbogen verantwortlich und präsentierte im Oktober 2004 das Album I-Wolf and Burdy meet the Babylonians. Derzeit arbeitet Schlögl am neuen Album der Sofa Surfers, das Ende des Jahres erscheinen wird. Visuals: MICHAEL GROSSAUER & SIGRID KÖNIG http://www.lifeisbeautiful.at Michael Großauer Seit 1994 im Bereich Computeranimaion und digitale Medien tätig 1999 gründete Großauer mit Freunden die Visualscrew / Medienkunstgruppe Renegadez (R.I.P. 2005), die u. a. an Performanceprojekten wie etwa hybrid V / musikprotokoll 2000 oder lounge poetry III / berlin 2003 und Installationen wie neverspace / expanding realities festival salzburg 2001 oder illuminate / galerie 5020 2003 arbeitete. Seit 2002 fungiert Großauer als Lehrbeauftragter für 3D- Animationen an der FH Salzburg Multimediaart und seit 2004 als Mitglied des Organisationsteams des Basic Festivals Salzburg. Sigrid König Seit 1999 als bildende Künstlerin im Medium Fotografie und Video aktiv, wirkte König an zahlreichen Ausstellungen mit (etwa 2004 Galerie Rosa Santos, Valencia, savoir vivre III - die Dornröschenfrage, re*make PARIS A9 Forum Transeuropa im Wiener MuseumsQuartier oder random portrait Cité Internationale des Arts in Paris 2003). 2000 stieß sie zur Medienkunstgruppe Renegadez, innerhalb der sie für Bild-Produktion und -Reproduktion tätig war. ================================================== 05 Gemeinderatswahl: Medienspiegel über steirische KPÖ "Parteder Franz" ================================================== Medien sehen steirische KPÖ mit Kaltenegger-Effekt Die österreichischen Medien beschäftigen sich am 14. 3. 2005 auch mit dem Abschneiden der KPÖ bei den steirischen Gemeinderatswahlen. Einige Auszüge: "Die Grünen kamen erneut nicht vom Fleck. Der Landesrat dürfte trotz der Hochburg Graz außer Reichweite bleiben. Auffallender war die KPÖ, die nach Graz jetzt in Leoben und Knittelfeld ein Lebenszeichen gab." Erwin Zankel. Kleine Zeitung. "Nicht umfassend zufrieden sein können trotz Zugewinnen die Grünen, dafür umso mehr die KPÖ, die ein steirisches Polit- Phänomen bleibt.(...) In der zweitgrößten steirischen Stadt Leoben gelang so etwas wie ein "Kaltenegger Effekt". Ein engagierter und glaubwürdiger Gemeinderat verdreifachte mit seinem Team die Mandatszahl" (apa, nach T-Online). "Werner Murgg holte für die KPÖ drei Mandate LEOBEN. Seit 1995 ist der gebürtige Grazer Werner Murgg für die KPÖ im Leobener Gemeinderat. Im Wahlkampf betonte der KP- Bezirkssekretär stets, "eine Ahnung davon zu haben, wie die Menschen leben". Ein Zugewinn von zwei Mandaten bei der Wahl ist der größte politische Erfolg des studierten Philosophen und Historikers." (Kleine Zeitung) "Hammer und Sichel KNITTELFELD. "Jetzt müssen wir das Wappen von Knittelfeld ein bissl umändern - da gehören Hammer und Sichel hinein", scherzte gestern Knittelfelds Altbürgermeister Fritz Kaufmann. Anlass für diese Bemerkung: der unerwartete Mandatsgewinn der KPÖ." (Kleine Zeitung). "Knittelfeld ist nicht die Steiermark. Aber immerhin dort konnte die KPÖ bei den Gemeinderatswahlen am gestrigen Sonntag die FPÖ überholen und sich mit 10,23 Prozent als drittstärkste Kraft etablieren" (rbi-aktuell-de). "KP-Stadtrat Ernest Kaltenegger ist ebenso über das Ergebnis erfreut, das die KPÖ, die sich in 15 Gemeinden der Wahl gestellt hat, erzielte. Die Kommunisten konnten ihre Mandate halten oder legten - in den obersteirischen Gemeinden Zeltweg, Knittelfeld sowie Leoben - bis zu zwei Mandate zu" (Die Presse.) "Man muss kein quirliger Wetterfrosch sein, um vorauszusagen, dass die Steiermark zu jenen wenigen Regionen Europas gehören wird, in der ab Herbst einige Kommunisten Landtagssessel wärmen werden. So grotesk das klingt, der halb-charismatische Ernst Kaltenegger wird ein bisschen Jörg Haider spielen können, weil er vorläufig die einzige Adresse für allerlei Protest-Publikum abgibt." (Gerhard Hirschmann. Die Presse). Die Reaktionen der steirischen Parteivorsitzenden (...)KPÖ. Hocherfreut zeigte sich der KPÖ-Landesvorsitzende Franz Stephan Parteder: "In Leoben und in Knittelfeld konnten wir uns von jeweils von einem auf drei Mandate steigern". Auch die von der KPÖ unterstützte Namensliste ProMZ in Mürzzuschlag sei mit dem bisherigen KPÖ-Gemeinderat Franz Rosenblattl auf drei Mandate und über elf Prozent der Stimmen gekommen. (Kleine Zeitung online). "Einen Achtungserfolg landete die KPÖ: Sie erzielte landesweit 13 Mandate (0,67 Prozent) und etwa in Leoben, der zweitgrößten Stadt der Steiermark, mehr als zehn Prozent". (Kurier). 14. 3. 05 ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND KOMMENTARE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 06 GRW/Stmk/Bezirksergebnisse/KPÖ KPÖ Steiermark ================================================== PRESSEMITTIELUNG DER STEIRISCHEN KPÖ Sonntag, 13. März 2005 STEIRISCHE GEMEINDERATSWAHL: Bezirksergebnisse zeigen: KPÖ ist gesamtsteirische Kraft Die Bezirksergebnisse bei der steirischen Gemeinderatswahl, zeigen dass die KPÖ eine gesamtsteirische Kraft ist, deren Einfluss nicht auf die Landeshauptstadt Graz beschränkt ist. So erzielte die KPÖ im Bezirk Leoben am Sonntag 2146 (1459) Stimmen oder 5,52 % (3,63%). Die Grünen kamen hier auf 3,54 %. Im Bezirk Knittelfeld kam die KPÖ auf 616 (354) Stimmen und 3,55 (2,04) %. Die Grünen erreichten 2,53%. Im Bezirk Judenburg stimmten 652 (504) oder 2,24 (1,72)% für die KPÖ. Im Bezirk Bruck/Mur erzielten die KPÖ-KandidatInnen 453 (336) Stimmen oder 1,21 (0,88)%. KPÖ-Landesvorsitzender Parteder betonte, dass diese Ergebnisse in den Diskussionen, welche die steirischen KommunistInnen in den nächsten Tagen und Wochen zu führen haben, sicher gebührend gewürdigt werden. KPÖ-Steiermark Lagergasse 98 a 8020 Graz Tel.: 0316 71 24 36 Fax 0316 71 62 91 email: kp.stmk at kpoe-graz.at; kpoe_stmk at hotmail.com ================================================== 07 Leoben/Stadtrat/Murgg/KPÖ KPÖ Steiermark ================================================== PRESSEMITTEILUNG DER STEIRISCHEN KPÖ Sonntag, 13. März 2005 Leoben: Werner Murgg zieht in den Stadtrat ein In Leoben schaffte KPÖ-Mandatar Werner G. Murgg den Einzug in den Stadtrat der zweitgrößten steirischen Gemeinde. Dieses besonders erfreuliche Ergebnis kam ganz knapp zustande und war erst nach einigen Stunden fix. Damit gibt es in der Steiermark seit dem 13. März 2005 drei KPÖ-Stadträte: Ernest Kaltenegger und Wilfriede Monogioudis (Graz) sowie Dr. Werner G. Murgg (Leoben). Nur an wenigen Stimmen scheiterte hingegen der Einzug von KPÖ-Mandatarin Renate Pacher in den Stadtrat von Knittelfeld. Landesvorsitzender Franz Stephan Parteder gratulierte herzlich zu diesem Erfolg: Nach Karl Fluch, der zwischen 1985 und 1995 Stadtrat in Eisenerz war ist Werner Murgg das erste Mitglied eines Gemeindevorstandes in der Steiermark außerhalb von Graz. KPÖ-Steiermark Lagergasse 98 a 8020 Graz Tel.: 0316 71 24 36 Fax 0316 71 62 91 email: kp.stmk at kpoe-graz.at; kpoe_stmk at hotmail.com ================================================== 08 Wahlsplitter "Parteder Franz" ================================================== Hammer und Sichel KNITTELFELD. "Jetzt müssen wir das Wappen von Knittelfeld ein bissl umändern - da gehören Hammer und Sichel hinein", scherzte gestern Knittelfelds Altbürgermeister Fritz Kaufmann. Anlass für diese Bemerkung: der unerwartete Mandatsgewinn der KPÖ. (Kleine Zeitung, 14. 3. 05) ================================================== 09 STMK/Gemeinderatswahl/Gute_Ergebnisse/KPÖ "Helmuth Fellner" ================================================== PRESSEMITTIELUNG DER STEIRISCHEN KPÖ Sonntag, 13. März 2005 GEMEINDERATSWAHL: STEIRISCHE KPÖ IST SEHR ZUFRIEDEN Sehr zufrieden mit dem Abschneiden bei der Gemeinderatswahl ist man bei der steirischen KPÖ. In Leoben und in Knittelfeld konnte sich die KPÖ jeweils von 1 auf 3 Mandate steigern, kam über 10 Prozent der Stimmen und ist dort drittstärkste Kraft in der Gemeinde. Auch die von der KPÖ unterstützte Namensliste ProMZ in Mürzzuschlag kam mit dem bisherigen KPÖ-Gemeinderat Franz Rosenblattl auf 3 Mandate und über 11 Prozent der Stimmen. In Trofaiach wurde die KPÖ mit mehr als 10 Prozent zweitstärkste Partei im Gemeinderat. In Eisenerz ist die KPÖ mit nach wie vor 2 Mandaten und 8 Prozent der Stimmen drittstärkste Kraft. In Zeltweg gelang nach einer Pause von 5 Jahren wieder der Einzug in den Gemeinderat. Die Mandate in Judenburg und Fohnsdorf konnten mit Stimmengewinnen gesichert werden. Demnach gibt es künftig in der Steiermark außerhalb von Graz 14 (10) KPÖ-Gemeinderätinnen. Die Stimmenzahl konnte auf über 4.600 gesteigert werden. Landesvorsitzender Parteder: "Die KPÖ kann somit ihr bestes Gemeinderatswahlergebnis seit dem Jahr 1995 verzeichnen. In manchen Städten wie Leoben und Knittelfeld muss man Jahrzehnte in die Vergangenheit gehen um ein ähnliches Ergebnis wie diesmal zu finden. Unser Dank gilt allen WählerInnen und AktivistInnen, die dort wo wir angetreten sind, fast durchwegs für Stimmengewinne der KPÖ gesorgt haben, auch dort, wo es diesmal nicht zum Einzug in den Gemeinderat gelangt hat. Die KPÖ ist in der obersteirischen Industrieregion nun noch mehr als bisher eine sichtbare Kraft, die konsequent an der Seite der arbeitenden Menschen steht. Wir sehen unsere politische Linie durch die WählerInnen bestätigt". Die KPÖ hat in der Steiermark nach diesem Wahltag 2 Stadträte, 26 Gemeinderäte und 21 Bezirksräte. KPÖ-Steiermark Lagergasse 98 a 8020 Graz Tel.: 0316 71 24 36 Fax 0316 71 62 91 email: kp.stmk at kpoe-graz.at; kpoe_stmk at hotmail.com ================================================== 10 f13 plenum protokoll augustin ================================================== Zur Erinnerung. Der nächste Freitag der Dreizehnte (=F13) ist der 13. Mai 2005. Wir laden alle, die F13-Ideen haben (Guerilla-Aktionen, Performances, sonstige Aktionen im öffentl. Raum, Feste etc.) oder konkrete Projekte für diesen Tag vorstellen wollen, zum 2. F13 VORBEREITUNGSTREFFEN am Freitag 8. April wieder im Salon Uhudla (1040, Phorusgasse 7) Beginn: 19 Uhr Protokoll vom 1. Vorbereitungstreffen Montag, 7. März Anwesend waren * Robert Sommer (Redaktion Augustin) Idee: Augustin-"Reichweitenbestimmung" im Burggarten: Weitwerfen von Augustin-Zeitungspaketen von je 100 Stück. Daneben Picknick im burggarten mit div. Aktionen * Michi ( Augustin: 11% K Theater. Bei der letzten Aktion: "Freifahrt": Fahrscheinkontrolle) * Sebastian ( Film und Musik. Produzierte eine Augustindokumentation ) * Alex, Michi, Matthias ( von der Sozak, bzw. der FH. Idee: Straßentheater mit Obdachlosen. Theatergruppe: " ghupft und gsprungen") * Michael und Eva ( von der Angewandten) Ideen: - Befestigung an Straßenplänen eines InfoBlattes mit: Mehr über die Straße im Augustin. - Flashmob: Augustinlesung von Prominenten , welche von den Infoscreens angekündigt werden . - Sticker * Aurelia, Christina ( Radio Augustin: Sendung am Freitag den 13. wie jeden Freitag von 15 bis 16 Uhr auf Orange 94,0 . Wir sind auch jeden Montag von 15 bis 16 Uhr zu hören. Über Reaktionen zu den Sendungen freuen wir uns immer. (radio at aktiv.co.at) * Angela (Augustinredaktion) * Irene, Julia, Klaus ( bei der letzten F13 Aktion bekannt geworden durch seinen Knasttatoo Kontest. Er vertritt den TÜWI, die diesesmal mit einer Volksküche vertreten sind) Idee: eine Aktion zum Thema Überwachung * Gerda: (Straßentheaterperformance) Zeigte Video der letzten Aktion # * Franz, Sonja (Slow Forward. ) Idee: Wie letztes Mal: in Zeitlupe durch den öffentlichen Raum bewegen ( Franz: Flugblätter mit Infos z.B: zu Obdachlosigkeit ) * Christa ( Guerilla GärtnerInnen Aktion: Bepflanzen von öffentlichen Plätzen. ) Eine Anmeldung der Aktionen wird nicht unbedingt empfohlen. Wir danken für euer Kommen und die vielen Ideen, die ihr mitgebracht habt. Vielleicht gelingt es uns noch mehr Menschen von diesem Aktionstag zu begeistern! "Nicht stillhalten. Wenn Unrecht geschieht!" Agnes Primosic. Widerstandkämpferin Schickt uns doch bitte eine Kurzbeschreibung eurer Ideen, da ich sie im Protokoll nur angerissen habe, und was für euch der F13 Tag heißt. (z.B: subversiver Fasching, ein Feiertag für alle, die sonst nichts zu feiern haben...) Die Augustinbande ================================================== 11 Müder Riese anonym ================================================== Müder Riese? Am Freitag dem 11. März 2005 fand im Kongresshaus der Gewerkschaft der EisenbahnerInnen eine Podiumsdiskussion mit dem Titel "Das reale Gesicht der EU und ihre "Verfassung" statt. Organisiert wurde diese Veranstaltung von der "Wiener Vorbereitungsgruppe zum Internationalen Aktionstag des EUROPÄISCHEN SOZIALFORUMS am 19. März 2005". Verschiedene teilweise sehr informative Beiträge der geladenen SprecherInnen Elisabeth Gauthier (Sprecherin des Französischen Sozialforums), Albert Steinhauser (Landessprecher der Wiener Grünen), Claus Faber (Sprecher der Gewerkschaft der Eisenbahner); Wilfried Leisch (GewerkschafterInnen gegen Atomenergie und Krieg); Thomas Schönfeld (Bürgerinitiative Volksbefragung) standen am Anfang der Diskussion. Auffallend war, dass den Beiträgen des Landessprechers der Wiener Grünen, trotz der Unterstützung der Wiener Landespartei für das Friedensvolksbegehren, vom Publikum nur wenig Glaubwürdigkeit geschenkt wurde. Angesichts der verantwortungslosen und manipulativen Politik in Sachen EU-Verfassung der Bundesgrünen ist das nicht weiter verwunderlich. Was viel mehr ins Auge stach war, dass den Beiträgen des im Publikum mitdiskutierenden Kampagneleiter des ÖGB Willi Mernyi auch nicht gerade viel Sympathie entgegen schlug. Mernyi versuchte nämlich zu erklären, warum seitens des ÖGB nicht offensiv gegen dieses lohnabhängigenfeindliche und kriegstreibende Projekt gekämpft wird. Die Begründung lautete, der ÖGB kann maximal 2 Kampagnen gleichzeitig führen. Eine davon ist der Mitgliederwerbung vorbehalten, die andere wird die Bolkestein-Richtlinie betreffen. Abgesehen von dieser merkwürdigen Schwäche dieser riesigen staatstragenden Organisation bemüht man sich offensichtlich nicht einmal um eine gute Ausrede: Denn 1.) Die beste Mitgliederwerbung wäre ein Eintreten gegen die militaristisch expansive und auf Sozialabbau bedachte Verfassung 2.) ist die Bolkenstein-Richtlinie in der EU-Verfassung enthalten. Der Verfassung zuzustimmen und dann gegen einen so wichtigen Bestandteil im Nachhinein aufzutreten wird natürlich zum Scheitern verurteilt sein (wenn überhaupt eine Aktion geplant ist), denn Verfassungsänderungen sind erfahrungsgemäss ein Jahrzehnte dauernder Prozess und 3.) werden all die anderen unangenehmen Punkte der EU-Verfassung (Militarisierung, Demokratiedefizit, Entmündigung der gewählten Regierungen...) nicht in eine Kampagne einbezogen. Anstatt die katastrophale Politik des ÖGB der letzten Jahre zumindest etwas selbstkritisch zu kommentieren, gab Mernyi indirekt den Gewerkschaftsmitgliedern die Schuld daran, dass der ÖGB keine Mobilisierung in Wien gegen die EU-Verfassung durchführen könne. Es würde zu einer Blamage für den Gewerkschaftsbund führen, wenn zur Demonstration am 19.März, aufgerufen werden würde, da sich zu wenige Mitglieder mobilisieren lassen würden. Solche Ängste bräuchte der ÖGB gar nicht zu haben, würde man nur ernsthaft mobilisieren. Was Mernyi nicht erwähnte, ist, dass sich v.a. die Gewerkschaftsspitzen nicht entscheiden können gegen die geplante EU-Verfassung aufzutreten. Wie sonst wäre es erklärbar, dass Gewerkschaftsfunktionäre und Nationalratsabgeordnete wie Fritz Verzetnitsch ihre Zustimmung zum Gesetz zur Ratifikation des Vertrages über eine Verfassung für Europa am 2.März 2005 im Plenum des Nationalrates gegeben haben. Auf direkte Anfragen seitens besorgter KollegInnen reagierte der Kollege Präsident mit Schweigen. Antworten muss er ja auch nicht, da wir ihn ohnehin weder wählen noch abwählen können. Nach dem Verrat an den Interessen der Lohnabhängigen im Zusammenhang mit der "Pensionsreform", und an den KollegInnen der ÖBB, zeichnet sich jetzt der nächste Skandal seitens der Gewerkschaftsbürokratie im Zusammenhang mit der "EU-Verfassung" ab. Anstatt die KollegInnen und Gewerkschaftsmitglieder über die Inhalte dieses menschenverachtenden Vertrages zu informieren, stimmen führenden Gewerkschaftsmitglieder diesem Vertrag zu! Ein paar kritische Anmerkungen als Nebelwerfer sollen die Mitglieder beruhigen und jede aufkommende Kritik von vorne herein im Keim ersticken. Wieder einmal zeigt sich, dass die Gewerkschaften von Leuten manipuliert werden, die uns von einer Niederlage in die andere führen. Für kämpferische und demokratische Gewerkschaften! Nein zur EU-Verfassung! Ja zur Neutralität! Volksabstimmung jetzt! (http://www.friwe.at/EUVerfassung/Volksabstimmung.htm) Kommt zur Demonstration am 19.März in Wien! Unterstützt das Friedensvolksbegehren! (http://www.friedensvolksbegehren.at/) ================================================== 12 NEUTRAL BLEIBEN statt MITMARSCHIEREN! anonym ================================================== "60 Jahre Leben in Frieden und Freiheit, 50 Jahre Staatsvertrag, 10 Jahre EU" - unter diesem Motto feiert die Regierung und auch alle anderen Parteien- und Interessensvertreter das Jahr 2005 und das Volk soll mitfeiern. Das Feuerwerk der Feiern soll gleichzeitig verbergen, worum es in Wahrheit bei 60/50/10 geht! Die Herrschenden wollen die ÖsterreicherInnen zum dritten Mal in der Geschichte für Großmachtinteressen marschieren lassen. Die Lehre aus dem 2.Weltkrieg mit seinen Millionen Opfern war nach 1945 : Nie wieder Faschismus, nie wieder Krieg! In der Folge wurde Österreich ein neutrales und souveränes Land. Es gehörte seit 1955 keinem Militärblock an, weder dem westlichen Bündnis der NATO, noch dem des Ostens. Wir sind seit 50 Jahren neutral, haben die Neutralität in der Verfassung. Wenn es nach der Regierung geht, soll davon im Feierjahr möglichst nicht geredet werden. Die Herrschenden wollen die Neutralität ganz aufgeben und uns in ein Militärbündnis, nämlich das der EU, eingliedern. In Wirklichkeit wollen sie nur die 10 Jahre EU-Beitritt feiern. Denn das ist für sie Grund zum Feiern: Mehr Freiheit für die Konzerne, d.h. noch mehr Liberalisierung fürs Kapital. Resultate: z.B. die Teilprivatisierung der Energieversorgung bei Strom und Gas, weiters auch bei der Post, Bahn, Telefon, Verkehr usw. und Millionen Steuergelder für die Atomindustrie der EU. Für das Volk hieß das: 10% Reallohnverlust und die höchste Arbeitslosigkeit seit 1945. Die Umverteilung von unten nach oben erreicht heute Rekordhöhe. Die Reichen werden immer reicher, die Masse hat immer weniger. Der Abbau unserer staatlichen Souveränität und das schrittweise Untergraben unserer Neutralität werden von den Volksvertretern zügig vorangetrieben. Letztlich will die Regierung die Neutralität ganz abschaffen. Das will sie aber im Feierjahr anlässlich 50 Jahre Neutralität nicht so offen sagen, um den Protest und Widerstand gegen diesen Verfassungsbruch und Landesverrat zu schwächen. 80% der Österreicher sind laut allen Umfragen, trotz aller Überholtheitserklärungen, nach wie vor für die Beibehaltung der Neutralität Das Neutralitätsgesetz ist Ausdruck des Willens der ÖsterreicherInnen, dass wir nicht wieder, wie schon zweimal in der Geschichte, für Großmachtinteressen auf fremden Schlachtfeldern kämpfen und sterben. Die Neutralität ist der Absicht unserer Herrschenden im Wege, unser Land völlig in die EU, d.h. in das Europa der Konzerne und der Militärs einzugliedern. Darauf läuft es hinaus. Schon unter Rot/Schwarz, verstärkt nun unter Schwarz/Blau, erlebten und erleben wir über Jahre den wirtschaftlichen Ausverkauf der wichtigsten österreichischen Industriebetriebe. Über Privatisierungen erfolgt der Ausverkauf vorwiegend an deutsche Konzerne, wie zuletzt die VA-Tech an Siemens. Dieser Ausverkauf war und ist mit dem Artikel 7 des Staatsvertrages unvereinbar. Doch nun soll es auch zum militärischen Anschluss an das für uns im EU-Bündnis dominierende Deutschland kommen. Die Österreicher sollen für dieses Europa der Konzerne samt der Atomindustrie und der Militärs wieder Opfer bringen. Massiver Sozialabbau und Demokratieabbau bei gleichzeitiger Aufrüstung - darum geht es: Einerseits: Abbau der Rechte der ArbeitnehmerInnen / Verlängerung der Arbeitszeiten / Pensionsraub/ Selbstbehalte im Gesundheitswesen bis hin zur beabsichtigten Zerschlagung der Sozialversicherung. Andrerseits: Milliarden für die Aufrüstung - fürs Militär, z.B. für die Eurofighter, usw. und für die Euratom! Die österreichischen ArbeiternehmerInnen sollen das alles bezahlen! Und weil das alles zunehmend Widerspruch bei den Menschen hervorruft, wird schon vorausschauend schrittweise die Macht und Kontrolle des Staatsapparates ausgebaut. Der starke Staat, in Haiders Worten als "dritte Republik" bekannt, wird von Schüssel und Co vorangetrieben. Der Ausbau des Polizeiapparates mit Überwachungsverordnung, Lauschangriff, Fingerabdruck, Einschränkung der Versammlungsfreiheit (Wegweiserecht), schärferer Kontrolle der Medien. So sollen wir reif gemacht werden, noch mehr Opfer hinzunehmen, so sollen wir weich geklopft werden für neue Kriegszeiten! In diesem Zusammenhang steht auch das geplante Berufsheer, dass wesentlich mehr kosten würde als das derzeitige Bundesheer. Es ist letztlich eine bezahlte Killertruppe, die leichter für die EU-Kriegspläne verwendbar ist. Das geplante Berufsheer ist auch nicht zufällig das Ergebnis der seit 2 Jahren tagenden Bundesheerreformkommission. Die nun als Wahlzuckerl verkündete Verkürzung der Wehrdienstzeit auf 6 Monate soll von den Berufsheerplänen ablenken. Im Ernstfall würden dennoch alle "wehrfähigen" Männer und Frauen eingezogen werden. Entweder werden wir Österreicher wieder für fremde Großmachtinteressen einrücken und sterben oder wir b l e i b e n n e u t r a l ! Wenn es nach den Regierenden geht, soll die Neutralität weg und der Weg frei werden entweder in die NATO bzw. in das neue EU- Militärbündnis. Sie scheren sich nicht um ihre eigenen Gesetze, um die Verfassung, für sie endet ihr Demokratieverständnis wenn es um ihre Interessen geht. Diese Regierung und auch frühere Regierungen begingen und begehen seit langem Verfassungsbruch. Das bestätigen auch namhafte Verfassungsrechtler. * Sie haben mit dem Beschluss des neutralitätswidrigen Kriegsermächtigungsartikel 23f im Jahre 1998 einen glatten Verfassungsbruch der österreichischen Bundesverfassung begangen und damit schon damals Kampfeinsätzen auch ohne UN-Bindung zugestimmt. * Die Regierung hat im Oktober 2004 die neue EU-Verfassung unterschrieben, die bis Ende 2006 in Kraft treten soll. Diese besagt u.a. dass in der EU die ständige Aufrüstungspflicht in den Verfassungsrang erhoben wird. Ein eigenes Rüstungsamt soll das durchsetzen sowie die Kriegswaffenindustrie fördern. Es soll sogar Regierungsbefugnis haben. Das ist das EU-Amt für den militärisch-industriellen Komplex! * Weiters besagt die EU-Verfassung, dass für ihre Mitglieder eine militärische Beistandsverpflichtung mit der Ermächtigung zu weltweiten Kriegseinsätze besteht. * Unsere Regierung hat zugesagt, dass Österreich an den neuen EU- Schlachtgruppen (battle groups) teilnimmt, "das sind kampffähige Einheiten die Krieg führen müssen" (Oberösterr. Nachr. 18.11.2004) Die EU-Verfassung muss noch in allen EU-Ländern ratifiziert werden. Mehrere EU-Länder wollen dazu eine Volksabstimmung abhalten, Österreichs Regierung nicht. Im Gegenteil, ohne viel Aufsehen will man noch vor dem Sommer die EU-Verfassung durchs Parlament peitschen. Bislang haben die Opposition, die SPÖ und die Grünen, ihre Zustimmung signalisiert. Es scheint, dass das Volk wieder einmal von seinen Volksvertretern verraten wird. Unter dem Vorwand, uns in ein sog. europäisches Sicherheitssystem zu integrieren, unter dem Vorwand sich gegen Terror, für Freiheit und Frieden in Krisengebieten einzusetzen, sollen wir, mit Hilfe der EU-Verfassung, in ein offensives Militärbündnis, in die EU- Armee eingegliedert werden. Es geht nicht um ein Sicherheitssystem, sondern um Kriegspläne! Es geht nicht um Frieden, sondern um Eroberung und Machtausweitung durch Krieg! Es geht nicht um die Freiheit der Menschen, sondern um die Freiheit der Profite! Die EU arbeitet schon länger auf eine eigene Militär- und Atommacht hin. Schon 1990 sagte der französische General M. Fennesbresque, die EU müsse ein Waffenpotential vergleichbar den USA aufbauen. Auch das Widererstarken der Atomkonzerne in der EU steht in engem Zusammenhang mit den Plänen zur Herausbildung einer EU-Atomwaffenmacht. Die neue Interventionsarmee der EU wird zum Kriegseinsatz im Umkreis von 4000 km rund um die EU in der Lage sein. Und die Mitglieder sollen Beistandspflicht haben, eben auch das neutrale Österreich! Es geht den EU-Großmächten um den Zugang zu Absatzmärkten, Rohstoffquellen, geopolitischen Einfluss, Investitionsmöglichkeiten. Das bietet die Möglichkeit zu riesigen Profiten für den militärisch-industriellen Komplex in Europa, der in Konkurrenz zur USA steht. So hat z.B. Deutschland seine Rüstungsprofite allein von 2002 auf 2003 auf 1,3 Milliarden Euro vervierfacht. Die EU, so wie die USA, geraten in den nächsten Jahren in eine zunehmende Energieabhängigkeit. In Europa gehen die eigenen Energievorräte im nächsten Jahrzehnt zur Neige. Von 2000 bis 2020 wird sich für die EU z.B. bei Kohle ihre Importabhängigkeit von 30% auf 50%, bei Rohöl und Mineralölprodukten von 77% auf 86% und bei Erdgas von 50% auf 75% erhöhen. "Die Energiepolitik der Union muss Teil ihrer Außenpolitik werden" (Financial Times Deutschland 6.10.2004). Und Außenpolitik heißt nicht zuletzt Militärpolitik. "Die Supermacht Europa verabschiedet sich endgültig von der Idee einer Zivilmacht und bedient sich uneingeschränkt der Mittel internationaler Machtpolitik" (Centrum für angewandte Politikforschung Mai 2003) Gerade in Zeiten wie diesen ist die Neutralität nicht überholt. Im Gegenteil sie wird wichtiger denn je! Denn heute werden die Kriege nicht mehr "kalt" sondern immer mehr "heiß" geführt. Der Kampf um ökonomischen Einfluss und Machteinfluss um die Aufteilung der Welt wird zunehmend nicht nur wirtschaftlich geführt, sondern auch, wenn nötig, militärisch. Der Krieg der USA gegen den Irak, wegen dessen Erdöl- und Erdgasvorräte bzw. wegen seiner geopolitischen Lage ist nur die sichtbarste Spitze des Eisberges. Insbesondere zwischen den USA und Europa bahnen sich in der Konkurrenz um Rohstoffquellen, Absatzmärkte bzw. Einflusssphären immer größere Konflikte an. Die USA, ökonomisch gegenüber der EU im Hintertreffen, betreibt nun mehr denn je, unter dem Vorwand den Völkern Freiheit, Demokratie und Terrorbekämpfung zu bringen, eine aggressive Weltherrschaftspolitik. Jedes Regime, das sich ihr nicht unterordnet, soll gestürzt werden. Gerade auch deshalb versucht die EU, zu einer schlagkräftigen Einheit ihrer wichtigsten Konzerne und Militärprojekte zu kommen, um den USA auch militärisch Paroli bieten zu können und ihre Märkte zu sichern bzw. auszubauen. Die Bevölkerungen der EU-Länder sollen für diesen Konkurrenzkampf der Herrschenden die Opfer bringen. Wir sollen für die Militarisierung und Teilnahme unseres Landes an der neuerdings auch aufs Kriegsführen ausgerichteten Politik der EU zahlen. Dafür sollen wir auch noch massiven Sozialabbau und Demokratieabbau hinnehmen. Unsere Neutralität und unser Atom-NEIN sind gerade in dieser immer kriegerischer werdenden Welt die einzige Chance für die Bevölkerung: Die Erhaltung bzw. Verteidigung der Neutralität sowie die Kooperation Österreichs mit anderen Neutralen ist in dieser Vorkriegszeit der beste Beitrag zum Frieden in Europa. Wenn wir mitmarschieren, können wir selbst Zielscheibe werden! Entweder Eingliederung in die EU der Konzerne und der Militärs,Aufgabe der staatlichen Souveränität und Teilnahme an Krieg oder Neutralität, Souveränität und Friedenspolitik ! Das Knallen des Feuerwerks zur 50-Jahr-Feier kann zum Startschuss für den Anschluss Österreichs an den III.Weltkrieg werden. Tun wir alles, um das zu verhindern! Keine Soldaten, keine Waffen, keinen Euro für die Euro EU-Armee Streichen des Artikel 23 f, Austritt aus dem Euratom-Vertrag Österreich ist neutral - und muss es bleiben! Nein zur EU- Verfassung! GewerkschafterInnen gegen Atomenergie und Krieg Wer Flugblätter oder mit uns Kontakt aufnehmen will, ist herzlich dazu eingeladen: Tel.: 0650 830 7 830 oder E-Mail: ggae (at) aon.at. Wer wir sind: Gewerkschaftsmitglieder aller Fraktionen, haben wir uns gegen die Pro-Atom-Linie der Gewerkschaftsführung bereits 1977 als Initiative zusammengeschlossen. Von keiner Partei oder Gewerkschaftsfraktion abhängig, bestreiten wir unsere Arbeit ausschließlich aus Spenden. Als GewerkschafterInnen und AtomgegnerInnen engagieren wir uns auch für die Erhaltung der Neutralität und gegen den Krieg. Wer unsere Auffassungen teilt, den laden wir herzlichst zur aktiven Mitarbeit ein. Auf Spenden und Mitarbeit sind wir in Sinne der gemeinsamen Sache angewiesen. ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< DISKUSSION ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 13 2. Erklärung/Vortrag: "Paradise now" Café Critique ================================================== Mit der Bitte um Weiterleitung und Veröffentlichung. ##################################### Samstag,19. März 2005 Wien, 20.30 Das regressive Bedürfnis Über die Kulturkritik des (Multi-)Kulturalismus, "Paradise now" und den antizionistischen Konsens Vortrag von Tjark Kunstreich (Berlin) Moderation: Simone Dinah Hartmann Gemeindezentrum der Israelitischen Kultusgemeinde Seitenstettengasse 2, 1010 Wien Eine Veranstaltung von Café Critique, HaShomer HaZair, Studienrichtungsvertretung Politikwissenschaft und der Zionistischen Föderation Österreichs Wir bitten darum, eine halbe Stunde vor Veranstaltungsbeginn zu erscheinen und einen Lichtbildausweis mitzubringen. Der Ankündigungstext findet sich unter http://www.cafecritique.priv.at/regressiv.html ###################################### "Antirassismus" als ehrbarer Antisemitismus Zweite Erklärung zur Sprengung unserer Veranstaltung "Der Iran und die Bombe" am 9. März 2005 Der Abend muss eine große Genugtuung gewesen sein. Endlich, nachdem sich die internationale Solidarität bislang in erster Linie auf das Verfassen feuriger Apologien heldenhaft "kämpfender Völker" und das Spendensammeln für baathistische und islamistische Massenmörder beschränkt hatte, konnte den Hauptfeinden - oder zumindest ihren imaginierten Vertretern - auch einmal so richtig praktisch entgegengetreten werden. Endlich wurde ein Weg gefunden, um das schlechte Gewissen überwinden zu können, das eine der treibenden Kräfte des "antiimperialistischen Widerstandes" ist. Die Kluft ist zugegebenermaßen nur schwer zu bewältigen: Angesichts der verehrten "Märtyrer", die im Irak, in Israel und anderswo tagtäglich ihr Leben "opfern", um die Welt zu jener Hölle zu machen, die sie als "Befreiung" von imperialistischer/zionistischer Herrschaft verstehen, mussten die eigenen "Leistungen" geradezu erbärmlich wirken. Einige der bis dato Aufrechten mögen in der letzten Zeit vielleicht sogar insgeheim zu zweifeln begonnen haben, ob ihre lautstarke Akklamation jedes noch so schrecklichen Massakers nicht doch einfach die barbarische Regression ist, als die sie von einigen Störenfrieden des bewusstlosen, links-identitären Sumpfes denunziert wird. Nur mit größter Mühe sind die in den Nahen Osten projizierten völkischen Phantasien der "Antiimperialistischen Koordination" (AIK), des "ArbeiterInnenstandpunktes" (ASt) und ähnlicher Gruppierungen angesichts der realen Entwicklung aufrecht zu erhalten. Je offensichtlicher sich die Realität von ihren eigenen Wahngebilden unterscheidet, umso schärfer müssen die Grenzen gezogen werden. Mit Ausnahme der von ihnen unterstützten Terroristen, deren "Widerstand" gegen die "Besatzer" im Irak nur mehr darin besteht, sich in Krankenhäusern oder Moscheen in die Luft zu sprengen und dabei möglichst viele Menschen zu zerfetzen, wimmelt es nur so von Verrätern an der national-sozialen Sache. Gerade jene, die in der Regel jede Bluttat abfeiern mit dem Argument, einem "unterdrückten Volk" dürfe man als europäischer Metropolenbewohner keinesfalls vorschreiben, welche Mittel es in seinem "legitimen Kampf" einzusetzen habe - denn das wäre ja Rassismus! -, gerade jene Leute erklären heute einerseits die Iraker, die mit ihrem Leben etwas anderes anzufangen wissen, als sich zur lebenden Bombe zu machen, zu "Kollaborateuren" mit den "Besatzern" und dem "Marionettenregime in Bagdad", und schimpfen gleichzeitig über den "Verrat" der palästinensischen Führung, die sich erdreistet, mit Israel zu verhandeln. Wie gut, dass sich in dieser Situation die Möglichkeit bot, in Wien die sie umtreibenden Gewalt- und Machtphantasien selbst ein Stück weit in die Tat umzusetzen. Nichts anderes nämlich hatte der etwa 30 bis 40 Leute umfassende Mob im Sinn, als er am 9. März 2005 im Wiener Café 7Stern einfiel und die geplante Diskussionsveranstaltung über das iranische Atomwaffenprogramm und die Bedrohung Israels sprengte, zu der Café Critique und Studienrichtungsvertretung Politikwissenschaft eingeladen hatten. In den Wochen davor war auf Indymedia, der bevorzugten geistigen Kotztüte der Antiimperialisten, nachzuvollziehen, wie die Konstituierung einer Hetzmeute funktioniert. Dass auf dieser virtuellen Müllkippe der Völkersolidarität gegen Veranstaltungen von Café Critique gehetzt wird, war wenig überraschend. Auch konnte nicht mehr verwundern, dass die permanenten Gewaltandrohungen, wie immer, auf wenig Widerspruch stießen. Im Unterschied zu früheren Gelegenheiten blieb es diesmal jedoch nicht bei den üblichen rabiaten Drohungen. Innerhalb kurzer Zeit wurde der Boden für den folgenden gewaltsamen Angriff bereitet. Gegen die veranstaltenden Gruppen - wahlweise als Sexisten, Rassisten, Imperialisten, Kriegshetzer, Neurechte, Rechtsextreme, im Nachfeld der Veranstaltung gar als Nazis und, wie könnte es anders sein, als "Zionistenfreunde" beschimpft - wurde in einer Art und Weise mobilisiert, die selbst für hiesige Verhältnisse eine neue Qualität des antiimperialistischen Irrsinns bedeutete. Die daraus entstehende Allianz verschiedener Gruppen und Einzelpersonen stürmte schließlich den Veranstaltungsraum, attackierte mehrere Personen aus dem Umfeld der Veranstalter und verletzte eine der Anwesenden. Die Einzelheiten dazu können in unserer ersten Stellungnahme zu den Ereignissen, die auf unserer Website veröffentlicht ist, nachgelesen werden. Nachzutragen bleibt: Der Kommunistische Studentenverband teilte uns mit, dass sich keine KSV-Mitglieder an der Stürmung des Veranstaltungsraums beteiligt haben. Ob das stimmt, können wir im Augenblick nicht beurteilen. Einen "Polizeikessel" jedenfalls, von dem im Nachhinein auf Indymedia und in diversen Stellungnahmen zu lesen war, gab es nicht. Erst nachdem die anwesenden Störer mehrfach dazu aufgerufen wurden, den Saal zu verlassen (einige der ursprünglich an der Stürmung des Raumes Beteiligten taten dies auch; sie konnten das Lokal ohne weiteres verlassen), und von Seiten des Cafés 7Stern die Veranstaltung abgesagt worden war, begannen die Sicherheitskräfte mit der Feststellung der Personalien. Leider ist es den Stören gelungen, die geplante Diskussion zu verhindern. Weder war die KPÖ bereit, die Veranstaltung polizeilich durchsetzen zu lassen. Noch konnten und wollten die Veranstalter den Abend zu einer Schlägerei verkommen lassen. Die Auflösung der Gesellschaft in eine Gemengelage rivalisierender, gewalttätiger Banden ist Gegenstand unserer Kritik, nicht Inhalt unserer Praxis. Deshalb werden wir auch in Zukunft nicht zögern, uns des Mindestmaßes an Schutz zu bedienen, den bürgerlich- demokratische Gesellschaften mit ihrem staatlichen Gewaltmonopol aufrechterhalten können. Von den Antiimperialisten wird der Verlauf des Abends als großer "Sieg" gefeiert, als "antifaschistische Tat" ersten Ranges. In Presseaussendungen stilisieren sich die Störer zu Opfern wie Märtyrern gleichermaßen. Ihnen sei es gelungen, gegen eine Übermacht, bestehend aus Café Critique, der KPÖ und der uniformierten Staatsgewalt einer Veranstaltung von "imperialistischen und rassistischen Kriegstreibern" entgegenzutreten. Eben dieser Opferwahn der sich permanent betrogen und unterlegen Fühlenden ist es, der die Störer allen Ernstes glauben lässt, sie seien bloß friedlich zu einer Diskussionsveranstaltung marschiert, auf welcher sie von mit dem "Imperialismus paktierenden Neu-Rechten" der staatlichen Repression ausgeliefert worden wären. Es ist das notorisch gute Gewissen der verfolgenden Unschuld, das sich in solch wahnhaften Verkehrungen der Realität Bahn bricht. Gegen die für den 19. März geplante Diskussionsveranstaltung "Das regressive Bedürfnis. Über die Kritik des (Multi-) Kulturalismus, 'Paradise now' und den antizionistischen Konsens" mit Tjark Kunstreich wird auf den einschlägigen Webseiten bereits wieder gehetzt. Gleichermaßen beflügelt durch den großen "Sieg" vom 9. März und die bislang weitgehend ausbleibenden Reaktionen der (linken) Öffentlichkeit, hat sich das Ausmaß der zur Gewalt aufrufenden Rhetorik und der gegen einzelne Personen gerichteten konkreten Drohungen sogar noch verstärkt. Die gewaltsame Verhinderung einer Diskussion über das Nuklearprogramm der iranischen Mullahs, nicht etwa durch in Österreich lebende iranische Sympathisanten des Teheraner Regimes, sondern mehrheitlich durch eingeborene Antiimperialisten, markiert eine bedenkliche Eskalation der Situation in Wien. Wir fordern daher abermals alle Gruppen und Personen, die noch nicht dem völkisch-antisemitischen Wahn von Teilen der Wiener Linken erlegen sind, dazu auf, sich eindeutig und unmissverständlich zu den Vorfällen vom 9. März zu verhalten. Dabei geht es nicht um eine inhaltliche Zustimmung zu den theoretischen Interventionen von Café Critique - auch nach der Sprengung unserer Veranstaltung soll sich niemand dazu gezwungen fühlen, Positionen zu vertreten, die er oder sie nicht teilen kann. Worum es aber sehr wohl geht, ist eine eindeutige Absage an die Adresse derer, die meinen (offenkundig inspiriert durch "Vorbilder" aus verschiedenen diktatorischen Regimes im Nahen Osten und der islamischen Welt), in Wien ein Klima der gewalttätigen Einschüchterung ungeliebter Personen verbreiten zu können. Zudem geht es darum, dem ideologischen Possenspiel öffentlich zu widersprechen, mit dem die Antiimperialisten ihre Aktionen zu legitimieren versuchen. Wenn nicht bereits eine Person verletzt worden wäre, und darüber hinaus nicht zu befürchten wäre, dass nach den Eindrücken der vergangenen Wochen weitere gewalttätige Übergriffe folgen, könnte man die veröffentlichten Kommandoerklärungen als eine Form der Realsatire zur Kenntnis nehmen. Da treten Gruppen auf, die sich mit den Jihadisten von Hamas und Hisbollah solidarisieren, die islamische Gotteskrieger zur Speerspitze des weltweiten "Widerstandes" gegen den "Imperialismus" erklären, denen kein Wort der Kritik zur menschenverachtenden Lage von Frauen in islamischen Ländern über die Lippen kommt, und inszenieren sich als aufrechte Kämpfer gegen den "Sexismus", der angeblich auf Veranstaltungen von Café Critique verbreitet wird. Da wird gegen "Kriegshetzer" zu Felde gezogen von Leuten, die ansonsten ihre Zeit damit verbringen, "10 Euro für den irakischen Widerstand" zu sammeln; einen "Widerstand" wohl gemerkt, der in erster Linie ein Krieg gegen die irakische Bevölkerung und eine demokratische Zukunft des Landes ist. Stolz wird das Banner des "Antifaschismus" von Personen vor sich her getragen, die nach wie vor glühende Verehrer des dankenswerter Weise gestürzten faschistischen Baath-Regimes in Bagdad sind, und die öffentlich arabische Holocaust-Leugner verteidigen. Und schließlich faseln Antiimperialisten über den "Rassismus" und die "neu-rechte Ideologie", die unsere Kritik enthalten solle, während sie selbst in ihrem ideologischen Wahn gar nicht anders können, als die Welt nur unter dem apokalyptisch anmutenden Gesichtspunkt von "kämpfenden Völkern", niemals jedoch unter dem des Individuums und dessen beschädigten Glücksansprüchen wahrzunehmen. Israelfeindschaft mit gutem Gewissen Der vorherrschende linke Antirassismus entpuppt sich als politisch korrekte Form, den Israel-Hass in ein moralisch vermeintlich einwandfreies Gewand zu kleiden. Ein halbes Jahrhundert nach der Shoah scheint es gelungen, das "Nie wieder", das die Linke zur Maxime ihres Handelns machen wollte, gegen die Opfer von einst zu wenden. Unter dem Schlagwort des Antirassismus wird Israel dämonisiert und delegitimiert und der Begriff des Rassismus in sein Gegenteil verkehrt, sodass nicht mehr der Wahn, Scharia und Tyrannei seien die natürlichen Lebensformen der "arabischen Völker" als rassistisch gilt, sondern die Selbstverteidigung Israels gegen den antisemitischen Terror und damit die Existenz des jüdischen Staates selbst. Auch nach jahrelanger Auseinandersetzung und seminaristischer Bearbeitung des Themas herrscht in der Linken ein falscher Begriff des Antisemitismus vor, der es ermöglicht, dass der Rassismusvorwurf gegen die konsequenten Kritiker der antisemitischen Kollektive keineswegs nur von den rabiaten Antiimperialisten erhoben wird. Das legt den Schluss nahe, dass es sich hier weniger um ein Verkennen des Charakters des Antisemitismus handelt, als vielmehr um ein interessiertes Missverständnis, das es ermöglicht, trotz der Beschäftigung mit dem Antisemitismus so weitermachen zu können wie bisher und keine Konsequenzen aus den gewonnen Erkenntnissen ziehen zu müssen. So hat etwa auch die innerlinke Thematisierung des Antizionismus als geopolitisch reproduziertem Antisemitismus kaum etwas an der Feindschaft weiter Teile der Linken gegen Israel ändern können. Geradezu formelhaft wird mittlerweile zwar das Existenzrecht Israels bejaht, jedoch nur um im gleichen Atemzug die damit verbundene militärische Absicherung dieser Existenz abzulehnen. Der Antisemitismus wird lediglich als eine Spielart des Rassismus betrachtet, die sich eben gegen Jüdinnen und Juden richte. Der Rassismus im Allgemeinen entspränge dem Hass auf das Fremde und der Furcht vor dem Unbekannten - sei also ein Vorurteil im strengen Sinne des Wortes - und der Antisemitismus im Besonderen sei dem gemäß eine solche Fremdenfeindlichkeit gegen Juden und Jüdinnen. Der nationalrevolutionäre Hass auf den Zionismus und den "Dollar-Imperialismus" kann in diesem Verständnis niemals als Antisemitismus begriffen werden - nicht zuletzt, weil eben diese ressentimenthaften Denkformen zur Grundausstattung auch der gemäßigten Linken gehören. Die Unfähigkeit zur begrifflichen Unterscheidung zwischen Rassismus und Antisemitismus äußert sich gerade auch darin, dass in den gängigen Diskussionen dem Antisemitismus das Phänomen eines "Antiislamismus" zur Seite gestellt wird, unter dem mittlerweile so gut wie jede Kritik am Islam und dessen politischer Praxis subsumiert wird, und der als dem Antisemitismus gleichwertiges Phänomen verstanden wird. Der Multikulturalismus als Resultat eines solchen Antirassismus nimmt den rassistischen Impuls auf, der die Verschiedenheit der Menschen nicht als je individuelle Qualität, sondern als Ausdruck eines je unentrinnbaren Kollektivs behauptet. Die Annerkennung der Menschen findet nicht als besondere Individuen statt, sondern als Exemplare kulturell klar abgegrenzter Kollektivsubjekte. Die Einzelnen werden entindividualisiert und zu Repräsentanten "fremder Kulturen" gemacht, deren Kritik als "eurozentristische Anmaßung" aufgefasst wird. Der Antirassismus begreift sich als "Sprecher für die Anderen" und baut dabei auf einer positiv verstandenen, aber ebenso wie der Rassismus naturalisierenden "kulturellen Identität der Menschen und Völker" auf. So sehr Rassismus und Antisemitismus auch zusammenhängen, existiert doch ein fundamentaler Unterschied. Es ist allein der Antisemitismus, der als allumfassende Welterklärung auftritt und eine existentielle Feinderklärung vornimmt, die ohne Rücksicht auf alle individuellen und sozialen Eigenschaften vorgeht und alle von ihm Betroffenen auf bloße Opfer, auf zu vernichtendes Material reduziert. Er speist sich aus dumpfen Ressentiments, artikuliert sich als konformistische Rebellion und exekutiert die barbarischen Züge, welche die Zivilisation in ihrem Verlauf aus sich selbst heraus produziert. Diese im Antisemitismus sichtbar werdende Barbarei ist zwar aus der Zivilisation entsprungen, aber - und das ist einer der zentralen Punkte in den heutigen Auseinandersetzungen, und zwar keineswegs nur in der Linken - keinesfalls mir ihr identisch. Ein mächtiger Vertreter dieser Barbarei ist die iranische Theokratie, über deren Aufrüstung mit Nuklearwaffen in Wien nicht diskutiert werden soll. Ein vergleichsweise ohnmächtiger ist jener antiimperialistische Mob aus AIK, ASt und anderen, die unsere Veranstaltung angegriffen haben. Diese Ohnmacht bedeutet jedoch keineswegs, dass diese Antisemiten ungefährlich wären. Das Problem ist, dass sie sich gerade in einer Situation immer mehr zum gewalttätigen Auftreten getrieben fühlen, in der selbst in der österreichischen Linken der eine oder die andere sich zu fragen beginnt, ob das antisemitische Massaker von 9/11 vielleicht doch nicht als "legitimer Widerstand" verstanden werden sollte, ob Judenmord nicht auch dann abzulehnen ist, wenn er nicht in Europa stattfindet, ob man nicht doch auch dann gegen Frauenunterdrückung und Schwulenverfolgung protestieren sollte, wenn sie von Menschen mit migrantischem Hintergrund ausgehen, ob das Gerede von einer "Islamophobie" nicht doch der Versuch ist, mittels Kulturrelativismus noch jede menschenverachtende Praxis schönzureden, und ob die Beseitigung der trikontinental- faschistischen Diktatur im Irak trotz aller Probleme nicht doch die Grundvoraussetzung war für eine mögliche Entwicklung zum Besseren. Der Hass und die Gewalt des antiimperialistischen Mobs wird sich in Zukunft auch gegen all jene richten, die nur leise Zweifel an den regressiven Wahngebilden aufkommen lassen. Der Angriff auf so marginalisierte und allseits verhasste Gruppen wie Café Critique oder die Berliner Zeitschrift "Bahamas" ist nur der Versuch, mit den eigenen menschenverachtenden Inhalten wieder jene Akzeptanz in der Linken zu finden, die nicht zuletzt durch die Kritik eben dieser isolierten Gruppen doch zumindest in Frage gestellt war. Auf Grund der Erfahrungen von letzter Woche wird unsere nächste Veranstaltung, Tjark Kunstreichs Vortrag "Das regressive Bedürfnis. Über die Kulturkritik des (Multi-Kulturalismus, 'Paradise now' und den antizionistischen Konsens" am Samstag, den 19. März nicht wie geplant im Café 7Stern stattfinden, sondern als gemeinsame Veranstaltung von Café Critique, HaShomer HaZair, Studienrichtungsvertretung Politikwissenschaft und Zionistischer Föderation Österreichs im Gemeindezentrum der Israelitischen Kultusgemeinde in der Seitenstettengasse. Der Vortrag von Thomas Becker über das iranische Nuklearprogramm wird voraussichtlich im Frühsommer nachgeholt werden. http://www.cafecritique.priv.at ================================================== 14 Gegen "antiimperialistische" Regression und Aggression! Go Dogma ================================================== Gegen "antiimperialistische" Regression und Aggression! Am 9.3.2005 hätte im 7stern eine veranstaltung zum iran stattfinden sollen. Der veranstaltungsraum wurde aber von etwa 50 "antiimperialistischen linken" gestürmt, wobei mehrere personen tätlich angegriffen und eine zuhörerin verletzt wurde. Daraufhin riefen die veranstalterInnen die polizei, während die "antiimperialistInnen" den saal besetzten. Die GO Dogma positioniert sich solidarisch mit den verantstalterInnen café critique und fordert die wiener linken auf, nach diesem übergriff klar stellung zu beziehen! Die ganze stellungnahme: http://god.kpoe.at/news/article.php?story=20050314011148914 ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< SOLIDARITÄT WELTWEIT ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 15 Aufhebung des Waffenembargos gegen China ist mit Friedenspolitik nicht vereinbar Gesellschaft für bedrohte Völker ================================================== GESELLSCHAFT FÜR BEDROHTE VÖLKER, PRESSEERKLÄRUNG Wien, am 14.3.2005 GfbV appelliert an Bundesregierung: Aufhebung des Waffenembargo gegen China ist mit Friedenspolitik nicht vereinbar Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) appelliert an die österreichische Bundesregierung, die Aufhebung des EU- Waffenembargos gegen China abzulehnen. Morgen wird im Hauptausschuss des Parlaments über diese Frage beraten und es gibt Hinweise, dass Österreich der Aufhebung des Embargos keinen Widerstand entgegensetzen will. "Wer berechtigterweise Nein zum Irak-Krieg sagt sollte nicht mit Waffenlieferungen an China im Taiwan-Konflikt zündeln und legitime Sicherheitsinteressen anderer Länder in dieser Region ignorieren. Das immer wieder postulierte Bekenntnis der österreichischen Außenpolitik zur Friedens- und Neutralitätspolitik würde dadurch völlig unglaubwürdig", erklärte der Geschäftsführer der GfbV-Ö, Hans Bogenreiter. Angesichts der katastrophalen Menschenrechtslage in der Volksrepublik China und der stetig wachsenden militärischen Bedrohung Taiwans durch China wäre die geplante Aufhebung des EU-Waffenembargos als eindeutige Unterstützung einer Konfliktpartei zu verstehen. Kürzlich von der EU veröffentlichte Zahlen zeigten, dass sich im Jahr 2003 der Umfang der von der EU legal genehmigten Rüstungsverkäufe an China verdoppelt hatte. "China wartet nur auf ein Ende des Embargos, um in Frankreich hochmoderne Waffensysteme zu erwerben", warnte der Asienreferent der GfbV-D, Ulrich Delius. Mit diesen Rüstungslieferungen werde die EU die Spannungen zwischen China und Taiwan sowie Japan schüren. Das Embargo war von der EU 1989 nach dem Massaker auf dem Platz des Himmlischen Friedens verhängt worden, eine Neubewertung der blutigen Niederschlagung der Proteste wird von China verweigert. Auch aus diesem Grund wäre die Aufhebung des Embargos abzulehnen. Hans Bogenreiter ist erreichbar unter Tel. 01/503 13 36. Gesellschaft für bedrohte Voelker-Ö, e-mail: office at gfbv.at, homepage: www.gfbv.at ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< LINKS / VERWEISE / HINWEISE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 16 Kulturrisse 01|05: Public Art Policies IG Kultur Österreich ================================================== ||| ||| ||| PRESSEMITTEILUNG ||| ||| IG Kultur Ã-sterreich ||| http://www.igkultur.at/ ||| - --------------- ||| ||| Wenn politische Kunst die Logik der Polizei durchbricht ... ||| ||| Kulturrisse 01|05 zum Thema: Public Art Policies ||| Was ist "Kunst im öffentlichen Raum"? Repräsentation durch Kunst am Bau oder vielmehr eine Strategie zur Schaffung, Ausdehnung und Pluralisierung von Öffentlichkeit? Eine modellhafte Versuchsanordnung zu verschiedensten Politikbereichen wie Stadtentwicklung, Gender oder Migration? Auf alle Fälle aber eine interessante Herausforderung an die Kulturpolitik und ihre Instrumentarien, Programme und Strukturen. Erforderlich ist ein kulturpolitischer Diskurs, der die allgemeine Problematik der Kulturalisierung und damit die Ausblendung politischer und ökonomischer Bedingungen thematisiert, aber auch den Mangel an Reflexion hinsichtlich der Funktion und Effekte ausgewählter Projekte. Auf mehreren Ebenen versucht der aktuelle Schwerpunkt der Kulturrisse, einen Beitrag und Anstoß zu dieser unterentwickelten Diskussion zu leisten. So untersucht Oliver Marchart die zwei einander gegenüber stehenden Kategorien einer politischen Kunstöffentlichkeit und einer "öffentlichen Kunstpolizei", also der zur Polizei-Strategie verkommenen Kulturadministration. Anne Katrin Feßler bringt Licht ins Dunkel des Wiener Fonds und seiner rätselhaften Verfahren und Strukturen. Und Michaela Pöschl sorgt für die notwendige Verknüpfung von Kunst im öffentlichen Raum und Geschlechterpolitik, indem sie zeigt, wie Bild- und Raumpolitiken im Wiener Stadtraum die Dichotomie von Opfer und Täter verschärfen. Mit Beiträgen von Oliver Marchart (Eingeklemmt. Zwischen politischer Kunstöffentlichkeit und öffentlicher Kunstpolizei), Rahel Puffert (Zwischen Aufbruch und Abbruch. Eine kurze Geschichte Hamburger Kunstprojekte im öffentlichen Raum), Anne Katrin Feßler (Arbeit am Acker), Michaela Pöschl (Hundstrümmerl und Opferbild. Zur visuellen Repräsentation von (Gewalt gegen) Frauen im Wiener Stadtraum), Jens Kastner (Supermarkt und Sonnenpyramide. "Kulturpolitik" in San Juan Teotihuacan, Mexiko), Martin Wassermair (display your dissent! Der Kampf um die Bilder im Gedankenjahr), Jörg Vogeltanz (Steirische Kulturpolitik im Zeichen des allseitigen Duckmäusertums), Konrad Becker (Cultural Peacekeeping. Die neue Sicherheitskultur) u.v.m. Bestellungen im Büro der IG Kultur Österreich oder per e-Mail unter: mailto:office at igkultur.at Einzelpreis: 6,00 EUR Jahresabo: 22,00 EUR (erscheint mind. 4x im Jahr) ||| ||| - --------------- ||| ||| IG Kultur Österreich ||| Gumpendorfer Straße 63b ||| A-1060 Wien ||| ||| Tel: +43 (1) 503 71 20 ||| Fax: +43 (1) 503 71 20 - 15 ||| ||| http://www.igkultur.at/ ||| ================================================ C) TERMINE ================================================ ======================== Dienstag http://www.mund.at/butt/Termine/Maerz/1503.htm Mittwoch http://www.mund.at/butt/Termine/Maerz/1603.htm Donnerstag http://mund.at/butt/Termine/Maerz/1703.htm ======================== ================================================ D) EDITORIAL ================================================ Für den Inhalt verantwortlich: Ihr. 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Beiträge mit rassistischen oder sexistischen Inhalten werden nicht veröffentlicht. Sehr persönliche Meldungen werden wir an den betreffenden Adressaten weiterleiten, aber nicht im MUND veröffentlichen. Die bisherigen Ausgaben sind unter http://www.no-racism.net/MUND archiviert. Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage: * Wann: Sonntag, 11.11.2001, 11:11 Uhr * * Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" * * Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf * * Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie. Aber kurz und prägnant.* Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch stillschweigend Zensur zu üben. Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die Nichtaufnahme geliefert. (Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.) Die AbsenderInnen der betroffenen Beiträge werden hiervon informiert. Im Sinne einer "gläsernen Zensur" könnt ihr Euch die Beiträge gerne extra schicken lassen: Ein kurzes Mail an widerstand at no-racism.net genügt. ================================================ E) VERTEILERLISTE ================================================ Zur Eintragung in diesen Verteiler bitte direkt subskribieren unter http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/analle oder von der einzutragenden Adresse aus ein mail schicken an: admin at no-racism.net mit folgendem Text: subscribe no-racism Bitte wegen Automatisierung diesen Wortlaut verwenden! Zur Austragung aus dieser Liste bitte an aus Einsendungen an zusammengestellt. Bitte keine Attachments! (werden nicht angenommen) Für diese Ausgabe nicht aufgenommen: nix. Redaktionsschluss für diese Ausgabe: 20:00 Uhr III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III widerst at nd-MUND is powered by http://alt.strg.at/ From analle at no-racism.net Wed Mar 16 10:14:29 2005 From: analle at no-racism.net (analle at no-racism.net) Date: Wed, 16 Mar 2005 10:14:29 +0100 Subject: widerst@nd - MUND: Mittwoch, 16.3.2005 Message-ID: widerst at nd MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst www.no-racism.net/mund Mittwoch, 16. März 2005 ================================================ A) INHALT ================================================ ================================================ 01 Donnerstagspeakerscorner (17.3.): Wehrmachtsdeserteure (II); B. erneut in Schubhaft!!! Von: August Faschang ================================================ 02 Polizeieinsatz im Ernst Kirchweger Haus Von: ekhaus at med-user.net ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AUFRUFE UND REPLIKEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 03 Solidarit ät mit Gerhard Haderer - Unterstü tzer/innenlist e Von: Traude Korosa ================================================ 04 Replik auf eine Ankuendigung einer Veranstaltung des "gegenstandpunkt" Von: akin ================================================ 05 Gegen "antiimperialistische" Regression und Aggression! Von: Go Dogma ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 06 Kinoankündigung www.rifondazione.at Von: stefano at rifondazione.at ================================================ 07 Religionskritik nach Freud und Schönberg Von: Café Critique ================================================ 08 KI/Aufruf 19. März Von: Otto Bruckner ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 09 Tuerkei: Fall Bakutz: Skurrile Anklage und breite Solidaritaet Von: akin ================================================ 10 Nord-Sued/Termine: Sri Lanka nach dem Tsunami Von: akin ================================================ 11 Kolumbien: Zwischen den Fronten des Buergerkriegs Von: akin ================================================ ================================================ B) TEXTE ================================================ ================================================ 01 Donnerstagspeakerscorner (17.3.): Wehrmachtsdeserteure (II); B. erneut in Schubhaft!!! Von: August Faschang ================================================ > -----Ursprüngliche Nachricht----- > Von: August Faschang > Gesendet: Dienstag, 15. März 2005 21:00 > Betreff: Donnerstagspeakerscorner (17.3.): >Wehrmachtsdeserteure (II); B. erneut in >Schubhaft!!! > > Liebe Leute! > > Auch am Donnerstag (17.3.) gibt es zusätzlich >zur wöchentlichen Mahnwache gegen Schwarzblau >vor dem Kanzleramt wieder einen Speakerscorner, >diesmal - im Rahmen eines kleinen Schwerpunkts >an den beiden Donnerstagen rund um den Jahrestag >des Anschlusses Österreichs an Nazideutschland >am 12.3. - mit einem Referat zum Schicksal >österreichischer Deserteure und >Selbstverstümmler in der Deutschen Wehrmacht. - >Teil2: Die Wehrmachtsjustiz und der Strafvollzug >gegenüber Deserteuren in der deutschen Wehrmacht. > (Am 12.3.1938 begann mit dem Einmarsch >deutscher Truppen (und der Zustimmung weiter >Teile der Bevölkerung) die Naziherrschaft in >Österreich, die bis 1945 dauern sollte. Die >schwarzblaue Regierung und ihre >Jubeljahr2005-Propangandist/innen veranstalteten >auch um diesen Jahrestag herum lieber ein >Happening zu alliierten Bombenangriffen auf >Wien, die den österreichischen Opfermythos >stärken und in den Hintergrund drängen, welche >Massenmorde u.a. Verbrechen (auch vieler >österreichischer) Nazis den Wiener Bombennächten >vorausgingen. Gleichzeitig glänzte die >schwarzblaue Regierung im Jänner zum >60.Jahrestag der Befreiung des KZ Auschwitz >durch Nichtstun und Ignoranz, dieselbe Ignoranz >mit der sie auch den Wehrmachtsdeserteuren nach >wie vor gegenübersteht, die rechtlich immer noch >schlechter gestellt sind als ehemalige >Mitglieder der verbrecherischen Waffen-SS der >Nazis. - An einem der nächsten Donnerstage soll >es dann einen Speakerscorner zur Behandlung der >Wehrmachtsdeserteure in der 2.Republik mit >besonderer Berücksichtigung von Schwarzblau >geben.) > > Dazu gibt es wohl auch den aktuellen >Informationsstand bezüglich der erneuten >Schubhaft von B.. > > Treffpunkt ist um 19Uhr45 Ecke >Ballhausplatz/Heldenplatz, Beginn 20Uhr. Und >danach sind wieder alle Teilnehmerinnen im >Stammlokal in der Neustiftgasse willkommen! > > Und wie jeden Donnerstag gibt es schon ab 17Uhr >die Widerstandslesung (Ecke >Ballhausplatz/Heldenplatz). > > B. erneut in Schubhaft: B. war am 19.8.2004 im >Rahmen einer rassistischen Razzia am Heldenplatz >während der wöchentlichen Donnerstagsproteste >verhaftet worden (angebliche Drogenrazzia, bei >der nur Leute mit für manche Dumme und für >manche Mächtige zu dunkler Hautfarbe >kontrolliert wurden. Drogendelikt konnte keines >geahndet werden, also wurde als einzige Ausbeute >der Razzia wegen mangelnder Papiere B. >mitgenommen. - genauer Bericht in der >"Donnerstagsaussendung" vom 24.8.04). Nach >mehreren Wochen Schubhaft, Spendenkörberln bei >Widerstandslesung und Speakerscorner und dem >großteils unentgeltlichen Einsatz von Anwalt L. >Binder wurde B. am 5.10.04 freigelassen. >Mitgegeben wurde ihm eine Rechnung für die >Aufenthaltskosten im Schubhäfen! Und letzten >Dienstag (8.3.) wurde er von ca. 10 >ExekutivbeamtInnen, die angeblich eigentlich >nach einer anderen Person suchten, verhaftet. >Seither ist er wieder in Schubhaft und benötigt >wieder dringend Unterstützung. >Dankenswerterweise kümmern sich v.a. die beiden, >die sich auch im letzten Sommer intensiv seines >Schicksals angenommen haben, erneut um seine >Belange. Der Anwaltskontakt ist >wiederhergestellt. Geldspenden könnten gut >gebraucht werden (damit der Anwalt, der ohnehin >viel zu oft unentgeltlich arbeitet, auch nicht >nur von Luft, Sonne und seinem Engagement leben >muss, aber auch für Telefonwertkarten, die die >Kontaktaufnahme aus dem Schubhäfen heraus für B. >ermöglichen, für Utensilien, die den Alltag im >Schubhäfen etwas weniger unerträglich machen >usw.) Auch Kleidung wird benötigt (im Moment >v.a. Pullover, Socken) - Kann alles zu >Widerstandslesung und Speakerscorner mitgebracht >werden. > > Weiterverbreitung erwü> nscht! > > ligrü Gustl ================================================ 02 Polizeieinsatz im Ernst Kirchweger Haus Von: ekhaus at med-user.net ================================================ Wien, am 2005-03-15 Soeben wurde im Ernst Kirchweger Haus eine Hausdurchsuchung durchgeführt. Um 5 Uhr stürmten 20 Polizeibeamte, 7 Zivilpolizisten und maskierte Beamte einer Spezialeinheit das Haus. Als Drogenfahndung getarnt wurde eine Kriminalisierung dreier Personen vollzogen. Durchsuchungsbefehle gab es für zwei Zimmer, eines im vierten und eines im zweiten Stock. Gefunden wurde nix. Verhaftet wurden drei Personen: Yale, Tyty und Meshe, die alle drei bereits mehrmals in Schubhaft waren. Die Durchsuchung richtete sich in erster Linie gegen Tyty, der nicht einmal im Ernst Kirchweger Haus gemeldet ist. Unbegründet ist daher die Festnahme der zufällig anwesenden Personen. Die Zimmer wurden mit Drogenhunden durchsucht und die Einrichtung auf den Kopf gestellt. Wir fordern die sofortige Freilassung von Yale, Tyty und Meshe!!!!!! Kontakt: Spendenkonto: ekhaus at med-user.net Dieter Schrage www.ekhbleibt.info Kontonummer: 51405153501 www.med-user.net/ ekh BLZ 12000 Verwendungszweck: EKH BLEIBT! ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AUFRUFE UND REPLIKEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 03 Solidarit ät mit Gerhard Haderer - Unterstü tzer/innenlist e Von: Traude Korosa ================================================ Solidarität mit Gerhard Haderer - Unterstützer/innenliste Am 19. Jänner 2005 wurde der international renommierte österreichische Karikaturist Gerhard Haderer in Zusammenhang mit seinem Buch "Das Leben des Jesus" in Griechenland wegen Beschimpfung einer Religionsgemeinschaft zu 6 Monaten Haft verurteilt. Nach Bekanntwerden dieses Urteils hat eine Reihe von Personen verschiedene Aktivitäten zur Unterstützung von Gerhard Haderer gestartet. Von Solidaritätsbekundungen mittels einer Unterschriftenliste über parlamentarische Anfragen bis zu konkreter juristischer Hilfe. Zu diesen Personen gehören u.a.: F. W. Bernstein, Georg Danzer, Mercedes Echerer, Thomas Glavinic, Max Goldt, Josef Hader, Josef Haslinger, Elfriede Jelinek, Rudi Klein, Thomas Kriebaum, Nikolaus Kunrath, Leo Lukas, Robert Menasse, Thomas Maurer, Til Mette, Michael Pammersberger, Reich Rauschenbach, Willi Resetarits, Gerhard Ruiss, Boris Sajtinac, Wilfried Scheutz, I Stangl, Marlene Streeruwitz, Mike Supancic, Thomas Tröbinger, Peter Turrini, Freimut Woessner und Maria Vassilakou. Überdies wird zu den verschiedenen Solidaritäts-Aktivitäten (Plakataktion in ganz Österreich, Online-Petition zur Aufforderung an die österreichische Bundesregierung, Gerhard Haderer zu unterstützen), sowie zum aktuellen Stand der Verhandlung in Griechenland (Berufungsverhandlung am 13.4.2005) und zur allgemeinen Problematik des EU-Haftbefehls am 22.3.2005, 10.30 Uhr im Cafe Landtmann, Landtmann-Saal, eine Pressekonferenz stattfinden. Ich/wir unterstütze/n den folgenden Aufruf: SOLIDARITÄT MIT GERHARD HADERER ! Wir fordern die österreichische Bundesregierung auf, alles zu unternehmen, um Gerhard Haderer im Zusammenhang mit der Verurteilung in Griechenland, zu unterstützen ! Wir fordern die Einstellung des Verfahrens gegen Gerhard Haderer in Griechenland ! Wir fordern die gesetzgebenden Stellen auf, den EU-Haftbefehl in Hinblick auf die Europäische Menschenrechts-Konvention (EMRK) zu ändern ! Name/Tätigkeit/Funktion/Ort: ___________________________________________________ Rückfragen: Gerhard Ruiss, 01-52620-4435, gr at literaturhaus.at, Thomas Tröbinger, 0664-5329815, thomas.troebinger at utanet.at, Nikolaus Kunrath, 0664-5000799, nikolaus.kunrath at gruene.at Weitere Informationen und Online-Petition: www.das-leben-des-jesus.at URL der verlag-LINK-site: http://www.kultur.at/linx/verlag/ ================================================ 04 Replik auf eine Ankuendigung einer Veranstaltung des "gegenstandpunkt" Von: akin ================================================ Keine Ahnung von Demokratie Replik auf eine Ankuendigung einer Veranstaltung des "gegenstandpunkt" (akin 8/05, akin-pd 8.3.2005)) Stimmt, schafft doch endlich diese verdammte Demokratie ab! Die ist ja voellig unnuetz und bevorzugt ja nur die Herrschenden und ist im Gegenteil ein Mittel der Herrschenden zur Vergroesserung und zur Verlaengerung der Unterdrueckung! Frauenrechte sind in Demokratien doch nur eine dumme Einbildung, eine bloede Illusion, es gibt sie nicht, lasst lieber den Mann entscheiden, der kann das besser! Dass die Frau entscheidet, das ist keine Demokratie, sondern ein Machtinstrument der US-Regierung zur Verdummung des europaeischen Kontinents, erfunden um mehr Coca-Cola verkaufen zu koennen. Ausserdem, wie sollen die Frauen, die da jetzt so ploetzlich, geradezu ueberfallsartig waehlen konnten, in Afghanistan waehlen, wo die USA ganz boese und ganz imperialistisch ueber eine ur-ur-alte Kultur druebergefahren ist ohne ein Gefuehl dafuer zu haben, dass dort die Frauen ja noch laengst nicht reif sind fuer die Demokratie obwohl sie dort schon in den 60ern in den Miniroecken herumgelaufen sind? Wahlrecht fuer auslaender? nein, bitte nicht, das ist alles konterrevolutionaer... Spass beiseite! Wer umfassend und fundiert ueber die Demokratisierung im nahen Osten informiert werden moechte, der lese "Arabische Welt: Die Demokratie greift um sich, aber anders, als der Westen es sich vorstellt" Von Michael Thumann [Seite 8] in: "Die Zeit" vom 10.3.05 http://www.zeit.de/2005/11/Arabien Wer dagegen paranoid-propagandistisch de(sin)formiert werden will, der gebe sich eine "Gegenstandpunkt" - Veranstaltung. Unter "Die Herrschaft laesst (sich) waehlen" findet sich zwar keine einzige serioese Information darueber, wie es um die Demokratien in den genannten Laendern steht, aber dafuer jede Menge Aussagen, die selbst sehr viel ueber das Denken solcher Leute, die solche Kommentare schreiben, aussagen. Der Autor entlarvt sich als einer, der NICHT DIE GERINGSTE AHNUNG HAT, worum es bei einer "Demokratie" ueberhaupt geht! Er hat sie einfach nicht verstanden, im Gegenteil, er behauptet sie sei schlecht oder sie sei gar keine, NUR weil zum Beispiel einer wie Bush Entscheidungen faellt, die ihm, dem Kritiker nicht gefallen. Ja, und genau das ist das Gefaehrliche an diesem "Gegenstandpunkt": Wenn in (irgend)einer Demokratie Entscheidungen fallen, die ihm, dem "Gegenstandpunkt" nicht passen, dann definiert er sie einfach um in die "Nicht-Demokratie"! Daraus ist zu schliessen, dass der Autor die Demokratie gar nicht haben, sondern abschaffen will. Er moechte sie beenden. Er will vielleicht einen Putsch machen, damit einer, wenn nicht er, an die Macht kommt, der alle Entscheidungen im seinen Sinne faellen wird. Und der Rest ist nur noch "konterrevolutionaer"! Seit Hunderten von Jahren kann man sich tatsaechlich fragen, warum die Arbeiterschaft so waehlt, wie sie es eben tut: zuerst z.B. hier in Oesterreich die SPOe, eine wahrhaft bourgeoise Partei und danach die FPOe, die noch viel bourgeoiser ist, ah ja, und jetzt kehrt sie ja tatsaechlich zurueck, nicht ganz, aber zur "richtig" bourgeoisen OeVP. Warum zum Teufel hat die Arbeiterschaft den bourgeoisen Hitler gewaehlt? Wieso waehlt sie eine bourgeoise Auslaender-Raus-Partei? Warum, zum Teufel, stimmt in einer "Demokratie", der Arbeiter nicht endlich so ab, wie es der "Gegenstandpunkt" einfordert? Das kann ja dann gar keine "Demokratie" sein! Na klar, und der Rest ergibt sich wie von selbst: Der Afghane, der nicht, wie der Gegenstandpunkt einfordert, daheim bleibt, sondern ein Kreuzerl macht, ist ein "brav zu Kreuze kriechender", weil er ja dort das Kreuzerl macht, bei einem, bei dem es schon - laut gegenstandpunkt - laengst feststand, dass der gewinnen wuerde und auch der bloede Ukrainer, der "Hinterwaeldler", der in einem Land lebt, wo der Gegenstandpunkt noch nicht geputscht hat, der macht sich ja zum Affen, weil er sich noch immer nicht - trotz der vielen Veranstaltungen des Gegenstandpunktes - davon ueberzeugen hat lassen, dass er sich in einer Pseudodemokratie fuer die - laut Gegenstandpunkt - hegemonialen Ansprueche der EU und USA ganz pseudodemokratisch entschieden hat. der bloede Ukraine, aber auch der bloede Afghane, die haetten doch laengst beide wissen muessen, dass die Wahlen dort eine Farce waren, weil die von der USA eingesetzt wurden! Verdammt sind sie alle, weil sie sich in einer "echten" Demokratie, in der der Gegenstandpunkt und die Bourgeoisie zur Wahl stehen wuerden (mehr Auswahl wuerde es dort nicht geben!!!!) IMMER fuer die Bourgeoisen entscheiden wuerden, aber Spass beiseite.... *Thomas Herzel* 'akin - aktuelle informationen' a-1170 wien, Lobenhauerngasse 35/2 vox: ++43/1/535-62-00 (anrufbeantworter, unberechenbare buerozeiten) http://akin.mediaweb.at akin.buero at gmx.at Bankverbindung lautend auf: föj/BfS, Bank Austria, BLZ 12000, 223-102-976/00, Zweck: akin ================================================ 05 Gegen "antiimperialistische" Regression und Aggression! Von: Go Dogma ================================================ Gegen "antiimperialistische" Regression und Aggression! Am 9.3.2005 hätte im 7stern eine veranstaltung zum iran stattfinden sollen. Der veranstaltungsraum wurde aber von etwa 50 "antiimperialistischen linken" gestürmt, wobei mehrere personen tätlich angegriffen und eine zuhörerin verletzt wurde. Daraufhin riefen die veranstalterInnen die polizei, während die "antiimperialistInnen" den saal besetzten. Die GO Dogma positioniert sich solidarisch mit den verantstalterInnen Café Critique und fordert die wiener linken auf, nach diesem übergriff klar stellung zu beziehen! Die ganze stellungnahme: http://god.kpoe.at/news/article.php?story=20050314011148914 ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 06 www.rifondazione.at Von: stefano at rifondazione.at ================================================ 17. März 2005 Film "Sacco und Vanzetti" und Diskussion über Repression Während einer Razzia im italienischen Viertel von Boston werden am 5. Mai 1920 die beiden Einwanderer Nicola Sacco und Bartolomeo Vanzetti festgenommen. Ihnen wird vorgeworfen, bei einem bewaffneten Raubüberfall zwei Menschen erschossen zu haben. Beide sind bekennende Anarchisten, die aber die Anwendung von Gewalt ablehnen. Da sie kein stichhaltiges Alibi vorweisen können, wird gegen sie Anklage erhoben. Die Gerichtsverhandlung artet zum politschen Schauprozeß, in den sich höchste US- Instanzen einmischen. Alle Versuche, eine Neuaufnahme des Prozesses zu beantragen oder zumindest eine Begnadigung zu erreichen, scheitern. Trotz weltweiter Proteste werden Sacco und Vanzetti am 23. August 1927 auf dem elektrischen Stuhl hingerichtet. Diesmal beginnt der Film pünktlich um 19 Uhr!!!!!! Vekks ist ab 18 Uhr geöffnet! http://www.schwarzwurzeln.org/ ================================================ ================================================ 07 Religionskritik nach Freud und Schönberg Von: Café Critique ================================================ ############### Reminder: Samstag,19. März 2005, 20.30 Das regressive Bedürfnis Über die Kulturkritik des (Multi-)Kulturalismus, "Paradise now" und den antizionistischen Konsens Vortrag von Tjark Kunstreich (Berlin), Moderation: Simone Dinah Hartmann Gemeindezentrum der Israelitischen Kultusgemeinde Seitenstettengasse 2, 1010 Wien Eine Veranstaltung von Café Critique, HaShomer HaZair, Studienrichtungsvertretung Politikwissenschaft und der Zionistischen Föderation Österreichs Wir bitten darum, mindestens eine halbe Stunde vor Veranstaltungsbeginn zu erscheinen und einen Lichtbildausweis mitzubringen. ################ ================================================ 08 KI/Aufruf 19. März Von: Otto Bruckner ================================================ Aufruf der KI zur Teilnahme an der Demonstration am 19. März Gegen Besatzung, Krieg und imperialistische Barbarei! Gegen EU-Militarisierung und Aufrüstung! Gegen die EU-Verfassung, raus aus der EU! Gegen Sozialabbau und Lohndruck! Die Kommunistische Initiative (KI) ruft zur Teilnahme an der Demonstration am 19. März um 14.00, Treffpunkt Wien-Westbahnhof auf. Am zweiten Jahrestag des imperialistischen Überfalls auf den Irak verlangen wir den sofortigen Abzug aller Besatzungstruppen und Söldner. Wir treten für die volle Souveränität und für die nationale Selbstbestimmung der Völker des Irak ein. Wir wenden uns gegen die von Israel errichtete Apartheidmauer und verlangen die volle Autonomie und Selbstbestimmung des palästinensichen Volkes. Wir drücken unsere Solidarität mit allen antiimperialistischen Bewegungen weltweit aus, die sich gegen den US-Imperialismus zur Wehr setzen. Wir unterstützen den Versuch, sozialrevolutionäre oder vom Imperialismus unabhängige Wege zu gehen, wie es etwa das venezolansiche Volk tut. Wir wollen kein Teil - auch kein systemimmanent-kritischer - des sich formierenden EU-Imperialismus sein, wir lehen die neue EU-Verfassung ab und verlangen eine Volksabstimmung darüber auch in Österreich. Wir finden: 10 Jahre EU-Mitgliedschaft sind genug und verlangen den Austritt Österreichs aus der EU. Wir sehen: Österreich als eines der reichsten Länder der Welt zerfällt immer mehr in eine dünne Oberschicht von Superreichen und eine immer größer werdende Zahl von arbeitenden Menschen, die von ihrem Einkommen kaum leben können, Arbeitslosen und Armen. Dagegen hilft nur eines: Klassenkampf. Wir treten für ein breites Kampfbündnis aller ein, die für eine Umverteilung von oben nach unten eintreten; für die Schaffung neuer und ausreichender Arbeitsplätze; für höhere Löhne und kürzere Arbeitszeiten. Wir wissen: Die Hauptlinie der gesellschaftlichen Auseinandersetzung verläuft im Kapitalismus zwischen Lohnarbeit und Kapital. Auf der Herrschaft des Kapitals beruht die ganze Räuber- und Ausbeutergesellschaft global. Darauf beruhen ungeheurer Reichtum für wenige , Rüstung und Krieg. Darauf beruhen Hunger für Milliarden, Tod, Armut und Unterdrückung. Deshalb ist unsere Losung: Imperialismus ist Krieg! Sozialismus statt Barbarei! http://www.kominform.at/article.php?story=20050315090741499 ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 09 Tuerkei: Fall Bakutz: Skurrile Anklage und breite Solidaritaet Von: akin ================================================ Tuerkei: > Fall Bakutz: Skurrile Anklage und breite Solidaritaet Die Staatsanwaltschaft hat die Anklageschrift gegen Sandra Bakutz, die sich seit 11.Februar in tuerkischer Haft befindet, am 25. Februar dem Gericht uebergeben. Darin heisst es: "Der Untersuchungsakt wurde geprueft. Wie bekannt, ist die Organisation DHKP/C, welche beabsichtigt die grundgesetzliche (geschuetzte) Ordnung mit Waffengewalt umzustuerzen und, anstatt dessen einen Staat zu gruenden, der auf marxistischen Prinzipien aufbaut, eine Terrorgruppe, die Aktionen mit Waffengewalt anwendet. Das im Untersuchungsakt befindliche Foto des Vorfalles in der Zeitung Huerriyet, die Informationen von Interpol Belgien und der Inhalt des Aktes belegen, dass -am 28.11.2000 zwei Mitglieder der Terrorgruppe DHKP/C bis zu dem damaligen Aussenminister vordrangen-welcher eine Rede vor der Kommission fuer ausw. Ang. Des Europaparlamentes hielt - und gegen den Minister gerichtet Drohungen wie "Moerder Cem! Wir werden deine Rechnung begleichen ausriefen!"... -die Angeklagte Sandra BAKUTZ ausserdem an der Pressesitzung im Bruesseler Internationalen Pressezentrum als "Vorsitzende des Unterstuetzungskommittees fuer Ilhan YELKUVAN" (Mitglied Terrorgruppe DHKP/C) teilnahm, um ihn in seinem Hungerstreik in der Strafanstalt in Deutschland zu unterstuetzen: Damit steht fest, dass die Angeklagte mit diesen Aktionen aufzeigt, Mitglied der illegalen bewaffneten Terrorgruppe DHKP/C zu sein; die Angeklagte im 11 .Strafgericht fuer schwere Straftaten vor Gericht zu stellen." Mit anderen Worten: Fuer Gefangenbetreuung und eine -- nicht mal gut belegte -- Stoeraktion ausserhalb tuerkischen Hoheitsgebietes droht Sandra eine langjaehrige Haftstrafe. Doch die Gefangene ist sicher nicht alleine. Solidaritaetsgruppen rufen auf, am 30.Maerz in Ankara den Prozess zu beobachten. Nicht nur in Wien, auch in Kopenhagen gab es eine Soli-Kundgebung. Die GPA-Jugend hat eine Internetseite ( http://www.jugend.gpa.at/sandrabakutz ) eingerichtet, wo man die oesterreichischen Aussenministerin dazu aufrufen kann, sich mehr einzusetzen. Und selbst aus diesbezueglich eher entlegenen Ecken kommt Protest: "Auch das Faktum, dass eine oesterreichische Journalistin und Menschenrechtsaktivistin nach wie vor in Gewahrsam der tuerkischen Polizei sei und offensichtlich der reine Verdacht der Naehe zu einer terroristischen Organisation fuer eine Verhaftung genuegt habe, spreche nicht gerade fuer EU-Reife" liess niemand Unerwarteter als EU-OeVP-Frontfrau Ursula Stenzel per Presseaussendung mitteilen. Ausserdem kommen im Licht der brutal zerschlagenen Demo am Frauentag in Istanbul Polizei und Justiz zusaetzlich unter diplomatischen Druck. (diverse/akin) ================================================ 10 Nord-Sued/Termine: Sri Lanka nach dem Tsunami Von: akin ================================================ ********************************************************** akin-Pressedienst. Aussendungszeitpunkt: Dienstag, 15. Maerz 2005; 20:31 ********************************************************** Nord-Sued: > Sri Lanka nach dem Tsunami Bericht der Sozialistischen Linkspartei (SLP) Im Zentrum der bisherigen Berichterstattung steht das Leid der internationalen TouristInnen. Aber was wird geschehen, wenn alle AuslaenderInnen gefunden und ausser Landes sind? Die Folgen der Zerstoerungen werden noch viele Jahre zu sehen sein und die Hilfe wird weniger. Die sozialen und politischen Probleme sind nicht vorbei, nur weil nicht mehr darueber berichtet wird. In Sri Lanka war die soziale Lage schon vor dem 26. Dezember alles andere als rosig. Durch die Flutwelle haben viele Menschen aber nun alles verloren. Sie haben keine Versicherungen und es gibt kein staatliches Sozialnetz. Im Sueden wurden die Bezirke Ampara and Galle voellig zerstoert. Von Bruecken, Strassen, Eisenbahnschienen und Haeusern blieb nur Schutt uebrig. Mehr als 40 Spitaeler und ueber 200 Schulen wurden vollstaendig oder teilweise zerstoert.. Ca. fuenf Prozent der Bevoelkerung sind nun obdachlos und leben in den rund 800 Auffanglagern. "Unter dem Deckmantel eines hoeflichen humanitaeren Auftretens zieht die kapitalistische Klasse bereits Profit aus dem Tsunami-Geschaeft" berichtet Senan von der USP (United Socialist Party, Schwesterpartei der SLP) Profit mit dem Elend Aus England wurde bekannt, dass die Banken alleine durch die Verwaltung der Spendengelder eine halbe Million Pfund pro Woche verdienen. Die USA hat angekuendigt, ihre "Hilfe" durch die USA abwickeln zu lassen, d.h. dass (wie schon im Irak) US-Firmen daran massiv verdienen werden. Auch indische Unternehmen haben ihr Interesse angemeldet. Dass diese Form der "Hilfe" auf Kosten der Menschen in Sri Lanka geht, ist offensichtlich. Die Preise fuer Grundnahrungsmittel und Benzin (wichtig zum Kochen) schiessen in die Hoehe, was die soziale Katastrophe verschaerft. Gleichzeitig zieht der Aktien- und Waehrungsmarkt in Sri Lanka bereits Profit aus dem Tsunami. Seit ueber 20 Jahren gibt es in Sri Lanka Konflikte zwischen der tamilischen Bevoelkerung im Norden und der (singhalesischen) Regierung. Seit einigen Jahren gibt es einen Waffenstillstand. Die einfache Bevoelkerung aus dem Sueden der Insel ist mehr als willig, Hilfe auch in den Norden, inklusive der von der LTTE ("Tamilische Tiger", eine Befreiungsbewegung) kontrollierten Gebiete, zu bringen. Aber die Regierung verhindert das. Militaer und Regierung missbrauchen die Katastrophe, um gegen die tamilische Bevoelkerung und die LTTE vorzugehen. Aehnlich ist die Situation auch in Aceh/Indonesien. Die Berichte haeufen sich, dass Hilfslieferungen vom Militaer nicht in den Norden Sri Lankas durchgelassen werden. Selbst UNO-Generalsekretaer Kofi Annan durfte nicht in die tamilischen Gebiete. Auch die US-Regierung nuetzt die Katastrophe, um ihren lange gehegten Wunsch nach einer Militaerbasis in Trincomalee in die Tat umzusetzen. Daher sind bereits Teile der Kriegsflotte und rund 1500 US-SoldatInnen eingetroffen. Taeglich muessen sich Menschen bis zu zehn Stunden anstellen, um Lebensmittel, sauberes Wasser und Medikamente zu bekommen. Die einzige finanzielle Entschaedigung, die Betroffene erhalten, sind 5.000 Rupien (ca. 38 Euro) im Falle eines Begraebnisses von Angehoerigen. Oft herrscht das "Recht des Staerkeren", wenn es um die Verteilung der lebensnotwendigen Gueter geht. Es haeufen sich auch die Berichte darueber, dass die Armee grosse Teile der Hilfslieferungen beschlagnahmt und fuer sich selbst verwendet. Das Programm der USP Die USP verbindet ihre Hilfe fuer die Betroffenen mit einer laengeren Perspektive. Die jetzigen Massnahmen sind nicht ausreichend, um die Not zu bekaempfen und den Menschen in Sri Lanka ein sicheres und wuerdevolles Leben zu gewaehrleisten. Die USP fordert daher die Ueberwindung der nationalen Konflikte. Die ArbeiterInnen muessen sich gegen die Spaltungsversuche der Regierung zusammenschliessen. Alle Hilfslieferungen und -leistungen muessen demokratisch verwaltet werden. Komitees, gewaehlt von ArbeiterInnen und der armen Bevoelkerung, sollten die Hilfe koordinieren und verteilen. Die Menschen duerfen nicht wie BettlerInnen behandelt werden, sondern die Hilfe soll durch ein Rationierungssystem verteilt werden. Komitees der Obdachlosen sowie der lokalen Gewerkschaften und politischen Organisationen, je nach ihrer Unterstuetzung, sollen die Auffanglager verwalten. Banken und Privatunternehmen duerfen nicht an der Katastrophe verdienen. Kleine FischerInnen, HaendlerInnen und LadenbesitzerInnen muessen zinsenlose Kredite bzw. kostenlos z.B. Fischereigeraetschaften erhalten, um ihr Leben weiter fuehren zu koennen. Die Regierung in Sri Lanka darf kein Geld mehr fuer Waffen ausgeben. Auch auslaendische militaerische "Unterstuetzung" muss gestoppt werden. Das gesamte Geld soll fuer Hilfs- und Wiederaufbauprogramme verwendet werden. Weiters fordert die USP den Abzug aller auslaendischen Truppen und ein Ende aller Versuche, die Situation zu militarisieren, die Streichung aller Auslandschulden. Systeme zur Katastrophenwarnung vor Tsunamis und anderen "Naturkatastrophen" muessen eingerichtet werden. Die SLP hat in den letzten Wochen zu Spenden fuer die USP aufgerufen. Bis jetzt wurde das Geld fuer sauberes Trinkwasser, Sanitaetsartikeln, Medikamente u.ae. verwendet. Die USP muss aber auch eine politische Kampagne fuehren, um den Opfern des Tsunami auch laengerfristig eine Lebensgrundlage zu gewaehrleisten. Die katastrophale soziale Situation in den betroffenen Gebieten kann die Grundlage fuer ethnische Zusammenstoesse, fuer Buergerkriege u.ae. sein. Schon jetzt hetzen religioese und ethnische FundamentalistInnen. Die USP versucht auch hierzu eine Alternative anzubieten.(SLP/gek.) PSK 8812.733, Stichwort: Flutkatastrophe *** Veranstaltungen in Wien: Samstag 19. März um 18.30 Sri Lanka: Tsunami, Bürgerkrieg und Neoliberalismus "Amerlinghaus" 7; Stiftg. 8 Montag 21. März um 18.30 Sri Lanka: Die soziale und politische Lage 6; Gewerkschaft der Chemiearbeiter, Stumpergasse 60 Veranstaltung in Linz: Dienstag 22. März um 18.30 Sri Lanka: Die soziale und politische Lage ÖGJ-Kandlheim am Linzer Andreas-Hofer-Platz (Raum im Obergeschoß) Veranstaltung in Salzburg: Mittwoch 22. März um 19.30 Sri Lanka: Die soziale und politische Lage Arbeiterkammer - Markus-Sittikus-Straße 10 ================================================ 11 Kolumbien: Zwischen den Fronten des Buergerkriegs Von: akin ================================================ Kolumbien: > Zwischen den Fronten des Buergerkriegs Sprecher einer Friedensgemeinde und ihre Familien von "Sicherheitskraeften" ermordet amnesty international fuerchtet um das Leben der Bewohner der "Friedensgemeinde" San José de Apartadó im Verwaltungsbezirk Apartadó (Departement Antioquia). In den vergangenen Tagen wurden acht Bewohner der Gemeinde, darunter auch Frauen und Kinder, von bewaffneten Maennern getoetet, die sich Berichten zufolge als Angehoerige der kolumbianischen Armee zu erkennen gegeben hatten. Luis Eduardo Guerra Guerra, einer der Sprecher der Friedensgemeinde, seine Partnerin Bellanyra Areiza Guzmán, sein elfjaehriger Sohn Deiner Andrés Guerra sowie ein Augenzeuge, der unerkannt bleiben moechte, befanden sich am 21. Februar 2005 in Mulatos, einer der Friedensgemeinde San José de Apartadó angeschlossenen Gemeinde. Dort wurden sie Berichten zufolge gegen elf Uhr von einer Gruppe bewaffneter Maenner, offenbar Angehoerige der kolumbianischen Armee, verschleppt. Die Maenner drohten damit, die vier Personen wegzubringen, um sie dann zu toeten. Der Augenzeuge konnte daraufhin fliehen. Am 22. Februar 2005 besuchte der Zeuge den Hof von Alfonso Bolívar Tuberquia Graciano, einem weiteren Sprecher der Friedensgemeinde. Dort fand er seinen Angaben zufolge Leichen auf dem Hof und Blutspuren im Haus. Er meldete dies den Behoerden, woraufhin Vertreter der Generalstaatsanwaltschaft vor Ort Untersuchungen einleiteten. Meldungen zufolge wurden fuenf verstuemmelte Leichen in zwei Graebern in der Naehe des Hauses gefunden, die als Alfonso Bolívar Tuberquia Graciano, seine Partnerin Sandra Milena Muñoz Pozo, deren Kinder Santiago Tuberquia Muñoz und Natalia Andrea Tuberquia Muñoz sowie Alejandro Pérez, ebenfalls ein Bewohner der Gemeinde, identifiziert wurden. Am gleichen Tag wurde zwischen Mulatos und La Resbalosa offenbar ein weiteres Grab mit den sterblichen Ueberresten von Luis Eduardo Guerra Guerra, Bellanyra Areiza Guzmán und Deiner Andrés Guerra gefunden. La Resbalosa gehoert zu den Gemeinden, die sich der Friedensgemeinde von San José de Apartadó angeschlossen haben. Nach Berichten von Augenzeugen fuehren Angehoerige der 17. Brigade der kolumbianischen Armee seit dem 21. Februar 2005 militaerische Operationen in der Umgebung von Mulatos durch. Laut Angaben von Bewohnern der Region haben Soldaten ihnen gesagt, dass sie noch mehr Zivilisten getoetet haetten, wenn die Morde nicht gemeldet worden waeren. Offensichtlich bezeichneten die Soldaten die acht Opfer als "tote Guerillakaempfer". Hintergrundinformationen Luis Eduardo Guerra Guerra hatte die Friedensgemeinde bei Gespraechen mit der kolumbianischen Regierung vertreten, bei denen es um die Sicherheit der Bewohner der Gemeinde ging. Im Jahr 2002 hatte er die Region aus Sorge um seine Sicherheit verlassen, war jedoch im Juli 2004 zurueckgekehrt. Am 11. August 2004 explodierte eine offenbar von der Armee platzierte Granate in der Naehe seines Hauses; seine Frau starb bei der Explosion, sein Sohn Deiner Andrés Guerra wurde verletzt. Angehoerige der 17. Brigade erklaerten, die Friedensgemeinde haette die Granaten fuer Guerillakaempfer gelagert. Am 12. Dezember 2004 hielten Angehoerige der 17. Brigade Luis Eduardo Guerra Guerra an einem Kontrollpunkt bei San José de Apartadó fest, verhoerten ihn und beschuldigten ihn des verdaechtigen Verhaltens. Die Friedensgemeinde (Comunidad de Paz) war im Maerz 1997 gegruendet worden. Mit der Gruendung der Gemeinde wollte die Zivilbevoelkerung ihr Recht durchsetzen, nicht in Kolumbiens Buergerkrieg hineingezogen zu werden. Die Gemeinde wird von den Sicherheitskraeften immer wieder als subversiv bezeichnet. Bis heute hat dies zu Toetungen und "Verschwindenlassen" von ueber 100 Mitgliedern der Gemeinde gefuehrt, veruebt sowohl von Angehoerigen der Armee und ihren paramilitaerischen Verbuendeten als auch von Angehoerigen der Guerillagruppe "Fuerzas Armadas Revolucionarias de Colombia - FARC" (Revolutionaere Streitkraefte von Kolumbien). Die juengsten Toetungen wurden waehrend militaerischen Operationen der 17. Brigade in der Region veruebt. Sie stehen im Zusammenhang mit der geplanten Rueckkehr einiger Familien in das verlassene Dorf von San José, La Esperanza, am 23. Maerz 2005. Auch bei einem frueheren Versuch, wieder Menschen im Dorf La Esperanza anzusiedeln, war es im April 1999 zu Toetungen mehrerer Bewohner der Friedensgemeinschaft durch Paramilitaers gekommen. (ai/gek.) Quelle: http://www.amnesty.co.at/urgentaction/cont/urgent/2005/ua012_05_kolumbien.html ================================================ B) TERMINE ================================================ ======================== Mittwoch http://mund.at/butt/Termine/Maerz/1603.htm Donnerstag http://www.mund.at/butt/Termine/Maerz/1703.htm Freitag http://www.mund.at/butt/Termine/Maerz/1803.htm ======================== ================================================ D) EDITORIAL ================================================ Für den Inhalt verantwortlich: Ihr. E-Mail-Adresse für Beiträge: widerstand at no-racism.net geschickt. widerst at nd MUND und alle Termine täglich aktualisiert im Web: http://www.no-racism.net/MUND Ziel von MUND (medienunabhängiger Nachrichtendienst) ist die unzensurierte und möglichst rasche Information über gesellschafts- politisch relevante Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu Widerstand und Antirassismus sowie verwandte Themen. sollen einen Titel, Namen und Emailadresse der/des AutorIn enthalten und möglichst kurz und prägnant gehalten sein, ev. mit Hinweis, wo weitere Informationen eingeholt werden können. Bitte keine Attachments! Die inhaltliche und sachliche Verantwortung liegt bei der/dem jeweiligen AutorIn bzw. jenen, die uns die Beiträge schicken. Der MUND wird von einzelnen TagesredakteurInnen zusammengestellt. Da Fehler nicht ausgeschlossen sind, bitten wir, nicht veröffentlichte Beiträge nochmals an widerstand at no-racism.net zu senden. Die Weiterleitung (auch auszugsweise) ist erwünscht. Beiträge mit rassistischen oder sexistischen Inhalten werden nicht veröffentlicht. Sehr persönliche Meldungen werden wir an den betreffenden Adressaten weiterleiten, aber nicht im MUND veröffentlichen. Die bisherigen Ausgaben sind unter http://www.no-racism.net/MUND archiviert. Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage: * Wann: Sonntag, 11.11.2001, 11:11 Uhr * * Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" * * Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf * * Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie. Aber kurz und prägnant.* Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch stillschweigend Zensur zu üben. Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die Nichtaufnahme geliefert. (Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.) Die AbsenderInnen der betroffenen Beiträge werden hiervon informiert. Im Sinne einer "gläsernen Zensur" könnt ihr Euch die Beiträge gerne extra schicken lassen: Ein kurzes Mail an widerstand at no-racism.net genügt. ================================================ E) VERTEILERLISTE ================================================ Zur Eintragung in diesen Verteiler bitte direkt subskribieren unter http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/analle oder von der einzutragenden Adresse aus ein mail schicken an: admin at no-racism.net mit folgendem Text: subscribe no-racism Bitte wegen Automatisierung diesen Wortlaut verwenden! Zur Austragung aus dieser Liste bitte an zusammengestellt. Bitte keine Attachments! (werden nicht angenommen) Diesmal nicht einbezogen: 4 unaktuelle Einsendungen, 2 nwr Redaktionsschluss für diese Ausgabe: Mi 4.00 Uhr III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III ü, ö, ä, ß, Ü, Ö, Ä III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III widerst at nd-MUND is powered by http://alt.strg.at/ ================================================ From analle at no-racism.net Wed Mar 16 23:37:30 2005 From: analle at no-racism.net (analle at no-racism.net) Date: Wed, 16 Mar 2005 23:37:30 +0100 Subject: MUND: Donnerstag, 17.3.2005 Message-ID: MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst www.no-racism.net/mund Donnerstag, 17. März 2005 ================================================ A) INHALT ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ============================================== 01 Info: Upcoming exhibitions including “Venezuela from Below” v. Oliver Ressler ============================================== 02 termine und anderes von LOLLIGO - Kindercafé ============================================== 03 PODIUMSDISKUSSION: Venezuela - eine neue Revolution in Lateinamerika von ============================================== 04 Österreich als Opfer und Friedensmacht von Café Critique ============================================== 05 Veranstaltungsreihe mit Upul Siriwardana aus Sri Lanka "Sonja Grusch" ============================================== 06 AGM auf Antikriegsdemo von agm ============================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND KOMMENTARE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ============================================== 07 Demokratie/Debatte: Replik auf eine Ankuendigung einer Veranstaltung des "gegenstandpunkt" "akin" ============================================== 08 Kroatien: EU muss Gleichbehandlung der Minderheiten verlangen von Gesellschaft für bedrohte Völker ============================================== 09 UN-Menschenrechtskonferenz - Chinas Antisezessionsgesetz von Gesellschaft für bedrohte Völker ============================================== 10 [al_newsletter] Demo 19.03/Workshop/Wahlen/Erklärung von "AL-Antifaschistische Linke" ============================================== 11 Inflationsrate/Stmk/GLB/Teuerungsausgleich von KPÖ Steiermark ============================================== 12 Stellungnahme der SLP zur aktuellen Krise der FPÖ von "Sonja Grusch" ============================================== 13 Indonesien/ Aceh: Was wird aus deutschen Spenden? von Gesellschaft für bedrohte Völker ============================================== ================================================ B) TEXTE ================================================ ============================================== 01 Info: Upcoming exhibitions including “Venezuela from Below” v. Oliver Ressler ============================================== The film “Venezuela from Below” (67 min., 2004) by Dario Azzellini and Oliver Ressler will be included in the following exhibitions: “The Need to Document” curated by Sabine Schaschl Kunsthaus Baselland, Muttenz/Basel (CH), 19.03. - 01.05.05 www.kunsthausbaselland.ch “Making Things Public - Atmospheres of Democracy” curated by Bruno Latour & Peter Weibel ZKM - Zentrum für Kunst und Medientechnologie, Karlsruhe (G), 20.03. - 07.08.05 http://makingthingspublic.zkm.de “Re-Act” curated by Dieter Buchhard & Anna Karina Hofbauer Nikolaj Copenhagen Contemporary Art Center, Copenhagen (DK), 08.04. - 29.05.05 www.nikolaj-ccac.dk “An Ideal Society Creates Itself” solo-exhibition by O. Ressler, curated by Vasif Kortun Platform Garanti Contemporary Art Center, Istanbul (TR), 29.04. - 21.05.05 www.platform.garanti.com.tr Prague Biennale 2 section “Acción Directa - Latin America Social Sphere”, curated by Marco Scotini Karlin Hall, Prague (CZ), 26.05. - 15.09.05 www.praguebiennale.org (for a German video description please scroll down) VENEZUELA FROM BELOW A film by Dario Azzellini and Oliver Ressler 67 min., 2004 In Venezuela, a profound social transformation identified as the Bolivarian process has been underway since Hugo Chávez’s governmental takeover in 1998. It concerns a broad process of self organization, from which has developed a progressive constitution, a labor law, new educational possibilities, and a number of further reforms for the impoverished majority of the population of what is potentially a wealthy state. The government’s politics, which take an open stance against neo-liberalism, have experienced vehement rejection from Venezuela’s major private industries and from the U.S., expressed in two attempted coups and boycotts. Nonetheless, Chávez and his government enjoy the trust of the majority of the population. The society is heavily politicized; many people who had never before thought of what they wanted to change are now a part of a profound transformation taking place in the country. In the film “Venezuela from Below,” the true actors in the social process are able to speak: the grassroots. After an introduction by philosopher Carlos Lazo, workers from the oil company PDVSA in Puerto La Cruz report how in 2002/2003 they protected the refinery from breaking down during the oil sabotage, which was pawned off as a strike, and how they were able to reinstate oil production. Several farmers from a newly founded cooperative in Aragua report on their process of self organization, on the literacy campaign, and how things should continue. A women’s bank project in Miranda and several loan recipients from Caracas’ disadvantaged district, 23 de Enero, present their projects. Indígena community members near the Orinoco river in Bolívar speak about how their demands and struggles are reflected in the constitution and what has changed for them. Workers from the occupied National Valve Company in Los Teques and the paper production company Venepal in Carabobo - which was occupied by 350 workers after the owners drove it to bankruptcy, and which now, after a partial agreement, is running production again - speak about corrupt unions, labor control, and their struggles. Protagonists in the revolutionary movement Tupamaro, the cultural foundation Simón Bolívar, the leftist website www.23.net, and the Bolivarian Circle Abrebrecha from 23 de Enero report on their work and what has changed for them through the social revolutions. They are the people of the grassroots and they speak about what they did and what they are doing, how they feel about the Bolivarian process, about their expectations and ideas. They see themselves as part of the process that is underway, but also problematize numerous points. The search for a social and economic model beyond neo-liberalism is no easy terrain; there are currently no successful, tested alternatives. The protagonists in the Bolivarian process have, however, set upon a path from which there is no return. Concept, interviews, film editing, production: Dario Azzellini & Oliver Ressler Camera: Volkmar Geiblinger Image editing and titles: Markus Koessl Interviewees: Titina Azuaje, Gustavo Borges, Stalin Pérez Borges, Juan Brizuela, Bertha de Castillo, José Ramón Castillo, Eduardo Daza, Arlenis Espinal, Freddy Farias, Juán Fermín, José Flores, Randy García, Círe y Guarán, Sandra Heredia de Goncalves, Juana Catalina Guzman, María Elisa Irazabal de Píneda, Natalí Jaimes, Carlos Lazo, Henry Mariño, Maritza Marquez, Esther de Mena, Esteban Michelena, Argelia Naguanagua de Ramos, Emma Ortega, Edgar Peña, Judith Sánchez, José Mercedes Sifontes, Alfonso Tovar, Antolino Vasquez, Eduardo Yaguaracuto Grants: Kunstsektion des BKA, Stiftung Umverteilen The film is available in Spanish, with English or with German subtitles. Images + information: www.ressler.at VENEZUELA VON UNTEN Ein Film von Dario Azzellini und Oliver Ressler 67 Min., 2004 In Venezuela findet seit der Regierungsübernahme durch Hugo Chávez 1998 eine tiefgreifende soziale Transformation statt, die als Bolivarianischer Prozess bezeichnet wird. Es handelt sich um einen breiten Prozess der Selbstorganisierung, aus dem heraus sich eine progressive Verfassung, ein Arbeitsrecht, neue Bildungsmöglichkeiten und eine Vielzahl weiterer Reformen für die verarmte Bevölkerungsmehrheit des potentiell reichen Staates entwickelten. Die sich offen gegen den Neoliberalismus wendende Politik der Regierung erfährt allerdings von den Großunternehmern Venezuelas wie von den USA eine vehemente Ablehnung, die sich in zwei Putschversuchen und Boykotten ausdrückt. Trotzdem genießen Chávez und seine Regierung das Vertrauen der Mehrheit der Bevölkerung. Die Gesellschaft ist stark politisiert; viele Menschen, die vorher nie darüber nachgedacht haben, was sie verändern wollten, sind jetzt Teil des im Land stattfindenden tiefgreifenden Wandels. Im Film „Venezuela von unten“ kommen die wahren Akteure des sozialen Prozesses zu Wort: die Basis. Nach einer Einleitung des Philosophen Carlos Lazo berichten Arbeiter des Erdölunternehmens PDVSA in Puerto La Cruz, wie sie während der als Streik verkauften Erdölsabotage 2002/2003 die Raffinerie vor dem Ausfall bewahrt haben und die Erdölproduktion wieder in Gang gesetzt haben. Einige BäuerInnen einer neu gegründeten Kooperative in Aragua berichten von ihrem Selbstorganisierungsprozess, über die Alphabetisierungskampagne und wie es weiter gehen soll. Ein Frauenbankprojekt in Miranda und einige Kreditnehmerinnen aus dem Armenstadtteil 23 de Enero in Caracas stellen ihre Projekte vor. Eine Indígena-Gemeinde am Orinoco in Bolívar spricht darüber, wie sich ihre Forderungen und Kämpfe in der Verfassung widerspiegeln und was sich für sie verändert hat. Arbeiter aus der besetzten Nationalen Ventilfabrik in Los Teques und der Papierfabrik Venepal in Carabobo - die von 350 ArbeiterInnen besetzt wurde, nachdem der Besitzer sie in den Konkurs geführt hatte und die nun nach einer Teileinigung wieder produziert - reden über korrupte Gewerkschaften, Arbeiterkontrolle und ihre Kämpfe. ProtagonistInnen der Revolutionären Bewegung Tupamaro, der Kulturstiftung Simón Bolívar, der linken Webseite www.23.net und der bolivarianische Zirkel Abrebrecha aus dem 23 de Enero berichten von ihrer Arbeit und was sich für sie durch die gesellschaftlichen Umwälzungen geändert hat. Es sind die Menschen von der Basis, die darüber sprechen, was sie getan haben und tun, wie sie zum Bolivarianischen Prozess stehen, was ihre Erwartungen und Vorstellungen sind. Sie verstehen sich als Teil des stattfindenden Prozesses, problematisieren aber auch zahlreiche Punkte. Denn die Suche nach sozialen und ökonomischen Modellen jenseits des Neoliberalismus ist kein leichtes Terrain, es gibt bisher keine erfolgreich erprobten Alternativen. Für die ProtagonistInnen des Bolivarianischen Prozesses ist allerdings ein Weg beschritten worden, von dem es kein zurück mehr gibt. Konzept, Interviews, Schnitt, Realisation: Dario Azzellini & Oliver Ressler Kamera: Volkmar Geiblinger Bildbearbeitung und Titeln: Markus Koessl GesprächspartnerInnen: Titina Azuaje, Gustavo Borges, Stalin Pérez Borges, Juan Brizuela, Bertha de Castillo, José Ramón Castillo, Eduardo Daza, Arlenis Espinal, Freddy Farias, Juán Fermín, José Flores, Randy García, Círe y Guarán, Sandra Heredia de Goncalves, Juana Catalina Guzman, María Elisa Irazabal de Píneda, Natalí Jaimes, Carlos Lazo, Henry Mariño, Maritza Marquez, Esther de Mena, Esteban Michelena, Argelia Naguanagua de Ramos, Emma Ortega, Edgar Peña, Judith Sánchez, José Mercedes Sifontes, Alfonso Tovar, Antolino Vasquez, Eduardo Yaguaracuto Förderungen: Kunstsektion des BKA, Stiftung Umverteilen Der Film ist in der spanischen Originalfassung, mit deutschen oder englischen Untertiteln verfügbar. Videostills + Information: www.ressler.at ============================================== 02 termine und anderes von LOLLIGO - Kindercafé ============================================== Liebe Leute !!! 1. Neue Öffnungszeiten Weil es Frühling geworden ist, und der Bedarf nach einem beheizbaren Raum für Menschen mit Kind allmäh-lich immer geringer wird, reduzieren wir ab sofort unsere Öffnungszeiten auf Donnerstag und Freitag (16 bis 19 Uhr). 2. Vernissage (08.04.05 18 Uhr) Am Freitag, 8. April laden wir ab 18 Uhr zu einer Vernissage (bei Wein und belegten Broten): Die Wiener Künstlerin Elisabeth Steger wird einen Teil ihrer hochwertigen, extravaganten und einzigartigen selbstge-machten Puppen bei uns ausstellen (und dann auch verkaufen) und eine kurze Performance aufführen. 3. Buchpräsentation (Widerstand vom Himmel) (15.04.05 19.30 Uhr) Eine Woche darauf, am Freitag, 15. April wird im Lolligo (um 19.30 Uhr) das (vor kurzem erschienene) Buch „Widerstand vom Himmel - Österreicheinsätze des britischen Geheimdienstes SOE 1944“ präsentiert. Darin dokumentiert der britische Nachrichtenoffizier Patrick Martin-Smith die Versuche, Österreich über den Al-penhauptkamm zu infiltrieren und zu überprüfen, wie weit die Bevölkerung dazu neigt, überhaupt an eine österreichische Unabhängigkeit vom Deutschen Reich zu denken. Das Buch wird vorgestellt von seinem Her-ausgeber, Peter Pirker, und dem Deserteur und Sprecher des Personenkomitees für die Opfer der NS-Militärjustiz, Richard Wadani. (Eine Rezension des Werkes findet sich unter http://www.falter.at/rezensionen/detail.php?id=2340&SESSID=42cc4c523b845eba765b9e1c4e58f9c5) 4. Puppentheater-Vorführung (21.04.05 16.30 Uhr) Für den Donnerstag, 21. April ist es uns gelungen, eine recht namhafte Puppen-Theater-Vorführerin ins Lolli-go einzuladen: Heike Kammer, die seit einigen Jahren als Friedensbrigadistin mit den Peace Brigades Interna-tional in Lateinarmerika unterwegs ist, für ihr Engagement u. a. mit dem Menschenrechtspreis der Stadt Wei-mar ausgezeichnet wurde und seit 1999 für ein Friedensprojekt in Chiapas (Mexiko) arbeitet, wird ab 16.30 Uhr die zwei Stücke „Der Hase zum Mond“ und „Die starke Rübe“ vorführen, die gleichfalls den Frieden, die Versöhnung und die Toleranz thematisieren und für Kinder zwischen 3 und 10 Jahre geeignet sind. 5. Weil die Stadt Wien eine Förderung des Kindercafés Lolligo verweigert, bitten wir alle uns Wohlgesonne-nen dringend um regelmäßige Spenden von ein paar Euro auf unser Konto unter der unten angegebenen Kon-to-Nummer oder um den Beitritt als „förderndes Mitglied“ im Verein „Forum Lolligo“ (Beitrittsformulare werden auf Wunsch zugeschickt oder können im Lolligo abgeholt werden). Gerade in den kommenden Mona-ten, in denen wieder auf die Spielplätze im Freien, in die Lobau oder sonst wohin gegangen werden kann, werden sich ja unsere „Einnahmen“ verringern, sodass wir kaum noch die Miete zahlen werden können. Weil das Lolligo aber auch im nächsten Winter wieder den frierenden großen und kleinen Menschen zur Verfügung gestellt werden soll, sind wir dringend auf Eure Unterstützung angewiesen! 6. Irgendwann im April wird in unserem Haus ein Flohmarkt stattfinden. Das Lolligo wird sich an diesem Flohmarkt insofern beteiligen, als es denjenigen, die ihr überflüssiges Spielzeug los werden möchten, einen Standplatz anbietet. Sollte also irgendjemand Lust haben, an diesem Flohmarkt mitzumachen, bitten wir, uns zu kontaktieren. 6. Am Freitag, 1. Mai hat das Lolligo zu. 7. Am Donnerstag, 31. März stellen wir das Lolligo für eine private Kindergeburtstags-Party zur Verfügung. Mit einer Beeinträchtigung des regulären Betriebes ist daher zu rechnen. 8. Zum Schluss verweisen wir noch auf einen Artikel, der auf der Homepage des Standard über uns erschienen ist und endlich diejenigen beschwichtigen soll, die schon so ungeduldig auf eine schriftliche Darstellung des Lolligo warten. (vgl. www.derstandard.at => Panorama => Wien => „Kindergeschrei erwünscht“) Mit den besten Wünschen für eine schöne Woche Das Lolligo LOLLIGO - Kinder-Café Fischerstiege 4-8 1010 Wien Öffnungszeiten DO & FR 16-19 Uhr Bankverbindung ("Lolligo"): BAWAG (BLZ 14000) - Konto-Nr. 10010-036-203 ============================================== 03 PODIUMSDISKUSSION: Venezuela - eine neue Revolution in Lateinamerika von ============================================== Begrüßung: Dr. Miriam Garcia, Geschäftsträgerin der venezolanischen Botschaft Moderation: Angelika Striedinger, Internationale Referentin ÖH Bundesvertretung Diskutantinnen: Zoraida Nieto, Diplomandin aus Venezuela Manuel Gutierrez, Bolivarischer Zirekl Wien Univ.-Doz. Dr. Rene Kuppe, Universität Wien Univ.-Doz. Dr. Walter Sauer, Internationales Referat des ÖGB DSA Sandsra Stern, Österreichisches Vorbereitungskomitee für die Weltfestspiele der Jugend und Studentinnen 2005 _______________________________________________ WANN UND WO _______________________________________________ Mittwoche, 16. März 2005, 18:30 Aula am Universitätscampus, AAKH 1090, Spitalgasse 2, Hof 1 Sie wollen den Newsletter von venezuela-info.net abbestellen? In dem Fall klicken Sie bitte auf folgenden Link: http://www.venezuela-info.net/newsletter/deutsch/permission/abmelden.php ============================================== 04 Österreich als Opfer und Friedensmacht von Café Critique ============================================== ######################################## Reminder: Samstag,19. März 2005, 20.30 Das regressive Bedürfnis Über die Kulturkritik des (Multi-)Kulturalismus, "Paradise now" und den antizionistischen Konsens Vortrag von Tjark Kunstreich (Berlin), Moderation: Simone Dinah Hartmann Gemeindezentrum der Israelitischen Kultusgemeinde Seitenstettengasse 2, 1010 Wien Eine Veranstaltung von Café Critique, HaShomer HaZair, Studienrichtungsvertretung Politikwissenschaft und der Zionistischen Föderation Österreichs Wir bitten darum, mindestens eine halbe Stunde vor Veranstaltungsbeginn zu erscheinen und einen Lichtbildausweis mitzubringen. ######################################## Unschuld vom Lande Österreich als Opfer und Friedensmacht Von Stephan Grigat (Langfassung eines Beitrags, der redaktionell bearbeitet in der aktuellen Ausgabe der Berliner Wochenzeitung "Jungle World" erschienen ist.) Dem Diktum Max Horkheimers, wer vom Kapitalismus nicht reden will, sollte auch vom Faschismus schweigen, ist wohl niemand so konsequent gefolgt wie die Österreicher. Sie haben lange Zeit weder von dem einen noch von dem anderen gesprochen. Während eine Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus allein schon der Eigenstilisierung zum Opfer wegen nicht ganz zu umgehen war und deshalb gerade in der jüngsten Vergangenheit zwar keineswegs ernsthaft, dafür aber um so redseliger betrieben wurde, ist über die Zeit des Austrofaschismus ein Mantel des Schweigens gebreitet worden, der alljährlich nur am 12. Februar durchbrochen wird. An diesem Datum wird der Kämpfe gedacht, in denen Bundesheer und Heimwehren 1934 mit militärischen Mitteln der organisierten Arbeiterbewegung ein Ende setzten. Doch dienen diese Gedenkveranstaltungen, wie beim fünfzigsten Jahrestag 2004 abermals deutlich wurde, keineswegs der Vergegenwärtigung einer wichtigen Etappe im Konstituierungsprozess des Faschismus. Vielmehr wird mit dem Hinweis auf die ‚politischen Wirren’ der 30er Jahre die ‚nationale Einheit’ Österreichs beschworen. Zweifellos handelt es sich bei Österreich um ein postnazistisches Land. Doch die postnazistische Normalität der Gesellschaft ist nicht die gleiche wie in der BRD. Österreich ist jenes Land, in dem es die Bevölkerung in Komplizenschaft mit der Regierung geschafft hat, die ehemalige Gemeinschaft raubender und mordender Volksgenossen nach 1945 gleichzeitig hinter sich zu lassen und in die postfaschistische Demokratie hinüberzuretten, indem man sich erfolgreich als Opfergemeinschaft gerierte. Die Österreicher waren die ersten Täter, die zu Opfern mutierten. Die Transformation der NS-Gefolgschaft in ein Opferkollektiv, wie man sie in Deutschland in verstärktem Ausmaß seit der Wiedervereinigung beobachten kann, ist in Österreich seit 1945 Realität. Und zwar mit einer sehr viel konsequenteren Begründung: Die Österreicher waren in ihrer Selbstsicht nicht nur Opfer der alliierten Kriegshandlungen, sondern schlicht und einfach Opfer der Nazis. Max Horkheimer notierte Mitte der 60er Jahre: „Das Schuldbekenntnis der Deutschen nach der Niederlage des Nationalsozialismus 1945 war ein famoses Verfahren, das völkische Gemeinschaftsempfinden in die Nachkriegsperiode hinüberzuretten. Das Wir zu bewahren war die Hauptsache.“ In Österreich gab es dieses von Horkheimer treffend eingeschätzte Schuldbekenntnis bis in die 90er Jahre überhaupt nicht. Das durch den gemeinsam begangenen Massenmord an den Juden und durch den Vernichtungskrieg im Osten zementierte Wir-Gefühl aus der NS-Volksgemeinschaft musste in Österreich durch die Uminterpretation der Tätergemeinschaft in ein Opferkollektiv in die postnazistische Demokratie integriert und hinübergerettet werden. Im Gegenzug zur Erklärung der „immerwährenden Neutralität“, die vor allem von der Sowjetunion eingefordert wurde, ließen sich die Sieger des Zweiten Weltkriegs darauf ein, die Lüge, die Österreicher seien nicht Täter, sondern die ersten Opfer des nationalsozialistischen Expansionsstrebens gewesen, den Rang einer geschichtlichen Tatsache zuzuweisen. Dieses Zugeständnis mildernder Umstände haben die Österreicher den Alliierten jedoch nicht gedankt. Noch vor der Entlassung in die neutrale Selbständigkeit versuchte die österreichische Führung den schwachen Österreich-Nationalismus mittels Agitation gegen die bis 1955 im Land befindlichen alliierten Truppen zu kultivieren. Entsprechend dieser Entstehungsgeschichte des staatstragenden Nationalismus der Zweiten Republik wird heute die Zeit der Besatzung in Österreich gerne auf 17 Jahre hochgerechnet. Die eigentliche Befreiung habe also nicht 1945, sondern erst 1955 stattgefunden. Bei den aktuellen Jubiläumsfeierlichkeiten ist von 1945 als Jahr der Befreiung vom Nationalsozialismus ohnehin kaum die Rede, sondern nur von der Republiksgründung im April desselben Jahres – zu einer Zeit, als noch jüdische Zwangsarbeiter durch österreichische Dörfer getrieben und ermordet wurden, was selbstverständlich keine Erwähnung findet. Mit der Verklärung Österreichs zum ersten Opfer des Nationalsozialismus ging eine Ausbürgerung des Antisemitismus einher. Der offiziellen Lesart zufolge war alles Übel mit den deutschen Truppen über Österreich hereingebrochen. Das eindrucksvollste Dokument dieser Haltung ist die österreichische Unabhängigkeitserklärung vom 27. April 1945, auf die sich die Bundesregierung auch heute in ihrer offiziellen Broschüre zum Jubiläumsjahr 2005 positiv bezieht. Zur Legitimation des neuen Österreich wurde angeführt, „daß die nationalsozialistische Reichsregierung Adolf Hitlers kraft (einer) völligen (...) Annexion des Landes das macht- und willenlos gemachte Volk in einen sinn- und aussichtslosen Eroberungskrieg geführt hat, den kein Österreicher jemals gewollt hat, jemals vorauszusehen oder gutzuheißen instand gesetzt war, zur Bekriegung von Völkern, gegen die kein wahrer Österreicher jemals Gefühle der Feindschaft oder des Hasses gehegt hat.“ Der erste Nachkriegsbürgermeister der Antisemitenhochburg Wien, der Sozialist Theodor Körner, schrieb 1947: "Aus Briefen und Zeitungsproben der letzten Zeit entnehmen wir, daß in einigen Staaten in gewissen Kreisen die Meinung besteht, daß Österreich (...) noch immer dem Antisemitismus verfallen sei. (...) Ein für allemal sei festgestellt, daß es, außer den von den Nazis in der Zeit ihrer Herrschaft über Österreich organisierten Ausschreitungen, in Wien Judenpogrome überhaupt niemals gegeben hat. (...) denn der Wiener ist Weltbürger und daher von vornherein kein Antisemit." Während die antisemitische Tradition nach außen hin nicht thematisiert wurde, wurde im Inneren nahtlos an eben diese Tradition angeschlossen. Mit Leopold Kunschak wurde die Unabhängigkeitserklärung von einem der schlimmsten christlich-sozialen antisemitischen Hetzer der Zwischenkriegszeit unterzeichnet. Kunschak, der sich noch im Dezember 1945 auf einer Massenkundgebung rühmte, er sei schon immer Antisemit gewesen, wurde zum ersten Präsidenten des Nationalrats gewählt und wird heute als einer der Gründerväter der zweiten Republik verehrt. Das beinahe fröhlich zur Schau gestellte Selbstmitleid lässt in Österreich für die wahren Opfer der mordenden Volksgemeinschaft keinen Platz. Wird das kollektiv begangene Verbrechen dennoch einmal öffentlich thematisiert, wie im Zuge der Verhandlungen über Entschädigungszahlungen oder die Rückgabe so genannten arisierten Eigentums, so setzt reflexartig jene „Reaktionsform des nach außen Schlagens, sich ins Recht Setzens“ ein, die von Adorno bereits in den 50er Jahren als wesentlicher Bestandteil der Schuldabwehr analysiert wurde. Es wird das gesamte Repertoire jenes spezifisch österreichisch-deutschen sekundären Antisemitismus aktiviert, das in der BRD beispielsweise aus der Diskussion über das Holocaust-Mahnmal oder der Walser-Debatte bekannt ist. Die zaghaften und halbherzigen Versuche zu Beginn der 90er Jahre, mittels einer von Regierungsseite verlautbarten partiellen Kritik an der Opferthese die staatlichen und wirtschaftlichen Beziehungen zu Israel zu verbessern, sind mit der ÖVP/FPÖ-Koalition nicht nur beendet, sondern wieder zunichte gemacht worden. Kanzler Wolfgang Schüssel wiederholte bei einem Israel-Besuch im Jahr 2000 die Einschätzung, nicht nur der souveräne österreichische Staat, sondern auch die Österreicher seien „in der Tat die ersten Opfer“ des Naziregimes gewesen. Auch wenn im offiziellen Programmheft zu den Feierlichkeiten auf „den veränderten Umgang Österreichs mit seiner Vergangenheit“ verwiesen wird, scheint Österreich auch im Jahr 2005 den Anschluss an die modernisierte Variante der Vergangenheitspolitik des großen deutschen Bruders noch nicht vollständig hinzubekommen. Nach wie vor tendiert man zur Verleugnung und hat noch nicht ganz begriffen, wie Erfolg versprechend ein offensives Bekenntnis zu den eigenen Verbrechen sein kann, wenn man sie nur in den richtigen Kontext stellt. Mit Sätzen wie dem folgenden aus der offiziellen Jubiläumsbroschüre zeigt man sich diesbezüglich allerdings auch in Österreich lernfähig: „Der Zweite Weltkrieg hatte über 25 Millionen Soldaten den Tod gebracht, weitere 20 bis 30 Millionen Menschen haben als Opfer im Holocaust, bei Luftangriffen, im Widerstand, bei Vergeltungsmaßnahmen und auf der Flucht ihr Leben verloren.“ Derartiges sollte nicht als der immergleiche Geschichtsrevisionismus von vorgestern missverstanden werden. Solche Aussagen sind vielmehr im Zusammenhang mit Schüssels Versuchen zu sehen, auch auf anderen Gebieten einen Gleichklang mit Schröder-Deutschland hinzubekommen. Als angebliches erstes Opfer der Nazi-Aggression positioniert sich Österreich im Jubiläumsjahr als Friedensmacht. Hatte sich schon vor und während des Irakkriegs 2003 eine regelrechte Friedensvolksgemeinschaft in der Alpenrepublik herausgebildet, so gedenkt man 2005 auch gleich noch 45 Jahre österreichischem Peace keeping. Als könnte man mittels des Abfeierns eines abstrakten Pazifismus vergessen machen, dass die Gründung der Zweiten Republik erst dadurch möglich wurde, dass die alliierte Militärmaschinerie die Österreicher vom weiteren Vernichtungskrieg gegen die halbe Welt abgehalten hat, wird auch die Vergabe des Friedensnobelpreises an Bertha von Suttner vor 100 Jahren in das Gedenken miteinbezogen. Und der Kanzler, dessen Partei zur bellizistischen Avantgarde bei der Vorbereitung des Jugoslawienkriegs gehört hatte, bescheinigt in seiner Rede zum Auftakt des Jubiläumsjahres dem „österreichischen Wesen“, dass es „nach Harmonie, nach Menschlichkeit und Augenmaß“ dränge. Zum endgültigen Anschluss an den kriegslüsternen Pazifismus und an den modernisierten deutschen Opferdiskurs der Marke Schröder/Fischer, der ein Leugnen der eigenen Verbrechen nicht mehr nötig hat und statt dessen die Vorbereitung neuer Untaten mit den Mitteln der Gedenkkultur betreibt, wird es aber auch in Österreich einer rot-grünen Koalition bedürfen. Stephan Grigat ist Herausgeber des im ca ira-Verlag erschienenen Bandes „Transformation des Postnazismus. Der deutsch-österreichsiche Weg zum demokratischen Faschismus“. http://www.cafecritique.priv.at ============================================== 05 Veranstaltungsreihe mit Upul Siriwardana aus Sri Lanka "Sonja Grusch" ============================================== Eine Veranstaltungsreihe der Sozialistischen LinksPartei (SLP) ********* bitte um Bewerbung in ihrem Medium ********************* Im Zuge eines Besuches in Europa wird Upul Nisantha Siriwardana aus Sri Lanka auf einigen Veranstaltungen SLP sprechen. Upul ist Mitglied des Free Trade Union Centre sowie der United Socialist Party in Sri Lanka Folgende Punkte werden bei den Veranstaltungen angesprochen: - die Sitation nach der Tsunami-Katastrophe, deren Ursachen und Missbrauch durch die Regierung. Die Organisierung von Hilfe vor Ort und die aktuellen Projekte - die soziale Situation der ArbeiterInnen und Jugendlichen in Sri Lanka - die gewerkschaftliche und betriebliche Arbeit, Streiks und soziale Bewegungen - die Situation von Frauen, insbesondere der Teepflückerinnen - die nationale Frage, die Konflikte im Norden des Landes und Lösungsansätze - die Arbeit des Free Trade Union Centre und der United Socialist Party Veranstaltungen in Wien: Samstag 19. März um 18.30 Sri Lanka: Tsunami, Bürgerkrieg und Neoliberalismus "Amerlinghaus" 7; Stiftg. 8 Montag 21. März um 18.30 Sri Lanka: Die soziale und politische Lage 6; Gewerkschaft der Chemiearbeiter, Stumpergasse 60 Veranstaltung in Linz: Dienstag 22. März um 18.30 Sri Lanka: Die soziale und politische Lage ÖGJ-Kandlheim am Linzer Andreas-Hofer-Platz (Raum im Obergeschoß) Veranstaltung in Salzburg: Mittwoch 22. März um 19.30 Sri Lanka: Die soziale und politische Lage Arbeiterkammer - Markus-Sittikus-Straße 10 Informationen unter: 0650-424 63 10 ************ Sonja Grusch, Sozialistische LinksPartei - SLP Österr. Sektion des CWI ************ _______________________________________________ presse at slp.at mailliste http://slp.at/mailman/listinfo/presse ============================================== 06 AGM auf Antikriegsdemo von agm ============================================== Demoaufruf Internationaler Aktionstag gegen Krieg, Besatzung und Sozialabbau Samstag, 19. März 2005 Gemeinsamer Block von Antifaschistische Linke (AL) und Arbeitsgruppe Marxismus (AGM) auf der Demonstration, die in Wien um 14 Uhr beim Westbahnhof startet Treffpunkt von AL und AGM: Verkehrsinsel Innere Mariahilfer Straße / Ecke Gürtel 13 Uhr 30 Kommt alle hin!! USA, EU-Staaten, UNO: R a u s a u s d e m I r a k ! www.agmarxismus.net ============================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND KOMMENTARE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ============================================== 07 Demokratie/Debatte: Replik auf eine Ankuendigung einer Veranstaltung des "gegenstandpunkt" "akin" ============================================== akin-Pressedienst. Aussendungszeitpunkt: Dienstag, 15. Maerz 2005; 21:12 ********************************************************** Demokratie/Debatte: > Keine Ahnung von Demokratie Replik auf eine Ankuendigung einer Veranstaltung des "gegenstandpunkt" (akin 8/05, akin-pd 8.3.2005)) Stimmt, schafft doch endlich diese verdammte Demokratie ab! Die ist ja voellig unnuetz und bevorzugt ja nur die Herrschenden und ist im Gegenteil ein Mittel der Herrschenden zur Vergroesserung und zur Verlaengerung der Unterdrueckung! Frauenrechte sind in Demokratien doch nur eine dumme Einbildung, eine bloede Illusion, es gibt sie nicht, lasst lieber den Mann entscheiden, der kann das besser! Dass die Frau entscheidet, das ist keine Demokratie, sondern ein Machtinstrument der US-Regierung zur Verdummung des europaeischen Kontinents, erfunden um mehr Coca-Cola verkaufen zu koennen. Ausserdem, wie sollen die Frauen, die da jetzt so ploetzlich, geradezu ueberfallsartig waehlen konnten, in Afghanistan waehlen, wo die USA ganz boese und ganz imperialistisch ueber eine ur-ur-alte Kultur druebergefahren ist ohne ein Gefuehl dafuer zu haben, dass dort die Frauen ja noch laengst nicht reif sind fuer die Demokratie obwohl sie dort schon in den 60ern in den Miniroecken herumgelaufen sind? Wahlrecht fuer auslaender? nein, bitte nicht, das ist alles konterrevolutionaer... Spass beiseite! Wer umfassend und fundiert ueber die Demokratisierung im nahen Osten informiert werden moechte, der lese "Arabische Welt: Die Demokratie greift um sich, aber anders, als der Westen es sich vorstellt" Von Michael Thumann [Seite 8] in: "Die Zeit" vom 10.3.05 http://www.zeit.de/2005/11/Arabien Wer dagegen paranoid-propagandistisch de(sin)formiert werden will, der gebe sich eine "Gegenstandpunkt" - Veranstaltung. Unter "Die Herrschaft laesst (sich) waehlen" findet sich zwar keine einzige serioese Information darueber, wie es um die Demokratien in den genannten Laendern steht, aber dafuer jede Menge Aussagen, die selbst sehr viel ueber das Denken solcher Leute, die solche Kommentare schreiben, aussagen. Der Autor entlarvt sich als einer, der NICHT DIE GERINGSTE AHNUNG HAT, worum es bei einer "Demokratie" ueberhaupt geht! Er hat sie einfach nicht verstanden, im Gegenteil, er behauptet sie sei schlecht oder sie sei gar keine, NUR weil zum Beispiel einer wie Bush Entscheidungen faellt, die ihm, dem Kritiker nicht gefallen. Ja, und genau das ist das Gefaehrliche an diesem "Gegenstandpunkt": Wenn in (irgend)einer Demokratie Entscheidungen fallen, die ihm, dem "Gegenstandpunkt" nicht passen, dann definiert er sie einfach um in die "Nicht-Demokratie"! Daraus ist zu schliessen, dass der Autor die Demokratie gar nicht haben, sondern abschaffen will. Er moechte sie beenden. Er will vielleicht einen Putsch machen, damit einer, wenn nicht er, an die Macht kommt, der alle Entscheidungen im seinen Sinne faellen wird. Und der Rest ist nur noch "konterrevolutionaer"! Seit Hunderten von Jahren kann man sich tatsaechlich fragen, warum die Arbeiterschaft so waehlt, wie sie es eben tut: zuerst z.B. hier in Oesterreich die SPOe, eine wahrhaft bourgeoise Partei und danach die FPOe, die noch viel bourgeoiser ist, ah ja, und jetzt kehrt sie ja tatsaechlich zurueck, nicht ganz, aber zur "richtig" bourgeoisen OeVP. Warum zum Teufel hat die Arbeiterschaft den bourgeoisen Hitler gewaehlt? Wieso waehlt sie eine bourgeoise Auslaender-Raus-Partei? Warum, zum Teufel, stimmt in einer "Demokratie", der Arbeiter nicht endlich so ab, wie es der "Gegenstandpunkt" einfordert? Das kann ja dann gar keine "Demokratie" sein! Na klar, und der Rest ergibt sich wie von selbst: Der Afghane, der nicht, wie der Gegenstandpunkt einfordert, daheim bleibt, sondern ein Kreuzerl macht, ist ein "brav zu Kreuze kriechender", weil er ja dort das Kreuzerl macht, bei einem, bei dem es schon - laut gegenstandpunkt - laengst feststand, dass der gewinnen wuerde und auch der bloede Ukrainer, der "Hinterwaeldler", der in einem Land lebt, wo der Gegenstandpunkt noch nicht geputscht hat, der macht sich ja zum Affen, weil er sich noch immer nicht - trotz der vielen Veranstaltungen des Gegenstandpunktes - davon ueberzeugen hat lassen, dass er sich in einer Pseudodemokratie fuer die - laut Gegenstandpunkt - hegemonialen Ansprueche der EU und USA ganz pseudodemokratisch entschieden hat. der bloede Ukraine, aber auch der bloede Afghane, die haetten doch laengst beide wissen muessen, dass die Wahlen dort eine Farce waren, weil die von der USA eingesetzt wurden! Verdammt sind sie alle, weil sie sich in einer "echten" Demokratie, in der der Gegenstandpunkt und die Bourgeoisie zur Wahl stehen wuerden (mehr Auswahl wuerde es dort nicht geben!!!!) IMMER fuer die Bourgeoisen entscheiden wuerden, aber Spass beiseite.... *Thomas Herzel* *************************************************** Der akin-pd ist die elektronische Teilwiedergabe der nichtkommerziellen Wiener Wochenzeitung 'akin'. Texte im akin-pd muessen aber nicht wortidentisch mit den in der Papierausgabe veroeffentlichten sein. Nachdruck von Eigenbeitraegen mit Quellenangabe erbeten. Namentlich gezeichnete Beitraege stehen in der Verantwortung der VerfasserInnen. Ein Nachdruck von Texten mit anderem Copyright als dem unseren sagt nichts ueber eine anderweitige Verfuegungsberechtigung aus. Der akin-pd wird nur als Abonnement verschickt. 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Darin empfiehlt die Menschenrechtsorganisation zwar den Beginn von Beitrittsverhandlungen, appelliert gleichzeitig jedoch an die EU, die völlige Gleichbehandlung dieser beiden ethnischen Gemeinschaften zur Vorbedingung einer Aufnahme Kroatiens in die EU zu machen. Die serbische Volksgruppe wird bis heute diskriminiert, kroatische Behörden und Gerichte missachten ihre Rechte, heißt es in dem Report. Nur rund ein Drittel der 300.000 kroatischen Bürger serbischer Nationalität, die von kroatischen Armee bei der Wiedereroberung der Krajina vertrieben worden waren, konnten zurückkehren. Kroatische Gerichte und Behörden verschleppen die Anerkennung und Rückgabe von Wohnungen, Häusern, Grundstücken und Ländereien oft so lange, bis die betroffenen Eigentümer aus Altersgründen nicht mehr zurückkehren können und ihre Kinder der Heimat entfremdet sind. Lebten 1990 etwa 600 000 Serben in Kroatien, sind es heute nur noch 201 631 Menschen*. Außerdem werden serbische Arbeitssuchende vielfach von kroatischen Betrieben und Behörden benachteiligt, Gerichte verzögern Entscheidungen in Sachen Wiedergutmachung oder Anerkennung der kroatischen Staatsbürgerschaft. Während kroatische Kriegsverbrechen an Angehörigen der serbischen Volksgruppe nur unzureichend untersucht werden, werden mutmaßliche serbische Täter sogar in Abwesenheit verurteilt. Die 30 000 bis 40 000 Angehörigen der kroatischen Roma-Gemeinschaft leiden unter rassischer Diskriminierung, Segregation im Bildungswesen. Auf dem Arbeitsmarkt werden sie total benachteiligt. Während die serbische Volksgruppe so wie sieben andere ethnische Minderheiten Kroatiens - erfreulicherweise - mit eigenen Abgeordneten im nationalen Parlament vertreten sind, wurde den Roma kein eigener Repräsentant in der Volksvertretung zugestanden. Scharf kritisiert die GfbV, dass in einigen Regionen Kroatiens alle Roma-Kinder gegen den Willen ihrer Eltern in getrennte Klassen von Hilfs- und Sonderschulen gezwungen werden. In diesem Zusammenhang erinnert die Menschenrechtsorganisa-tion an die Ausrottung von 28 000 der damals 28 500 Roma während des Zweiten Weltkrieges durch das Ustascha-Regime Kroatiens. *Anmerkung: Präsident Franjo Tudjman hat bis zu seinem Tode keine ernsthaften Schritte für die Rückkehr der Vertriebenen unternommen. Nach Auffassung der GfbV ist dieses Unrecht auch nicht mit der Vernichtung von etwa 13 000 kroatischen Zivilisten während des serbisch-kroatischen Krieg zu entschuldigen. Kroatischen Racheakten waren Hunderte von kroatischen Serben zu Opfer gefallen. Für Rückfragen stehen der Präsident der GfbV International Tilman Zülch (Tel. 0151 153 09 888) und die GfbV-Südosteuropareferentin Jasna Causevic zur Verfügung (Tel. 0049 551 499 0616). Auf Anfrage übersenden wir Ihnen gern unseren neuen Report (per Fax oder E-Mail). ========================================================= Gesellschaft fuer bedrohte Voelker e.V. (GfbV) Inse Geismar, Pressereferentin Postfach 2024, D-37010 Goettingen Tel. +49/551/49906-25, Fax:+49/551/58028 E-Mail: presse at gfbv.de, Homepage:http://www.gfbv.de ============================================== 09 UN-Menschenrechtskonferenz - Chinas Antisezessionsgesetz von Gesellschaft für bedrohte Völker ============================================== GESELLSCHAFT FÜR BEDROHTE VÖLKER INTERNATIONAL PRESSEERKLÄRUNG Göttingen/Genf, den 14.03.2005 Jahreskonferenz der UN-Menschenrechtskommission in Genf (14.03.-22.04.2005) Nach Verabschiedung von Antisezessionsgesetz in Peking muss die EU in Genf Zeichen setzen, um Militärschlag gegen Taiwan zu verhindern! Zum Auftakt der 61. Menschenrechtskommission der Vereinten Nationen in Genf hat die Gesellschaft für bedrohte Völker International (GfbV) am Montag das Schweigen Europas zu Menschenrechtsverletzungen in China und zur Bedrohung Taiwans scharf kritisiert. "Wenn China Taiwan nun per Gesetz mit Krieg droht, muss die EU endlich handeln", forderte der Asienreferent der deutschen GfbV-Sektion, Ulrich Delius. "Die EU darf sich nicht länger aus blankem Opportunismus weigern, eine China-kritische Resolution in der UN-Menschenrechtskommission einzubringen oder zu unterstützen. Wenn die EU jetzt nicht ein deutliches Signal der Kritik nach Peking sendet, wird sich die chinesische Führung zu weiteren Menschenrechtsverletzungen und zu einem Militärschlag gegen Taiwan ermutigt sehen." Jedes weitere Schweigen sei verantwortungslos und gefährde Sicherheit und Stabilität in Ostasien. "Die Untätigkeit der EU ist befremdend, da in keinem Staat mehr Menschen hingerichtet, in Arbeitslagern festgehalten oder an der Ausübung ihrer Glaubens-, Meinungs- und Versammlungsfreiheit systematisch gehindert werden", sagte Delius. Wer aus politischer Rücksichtnahme in der UN-Menschenrechtskommission nicht über China spreche, mache sich unglaubwürdig und erweise den Menschenrechten einen Bärendienst. Die GfbV hat in diesem Jahr 15 schriftliche Statements bei der UN- Menschenrechtskommission eingereicht: - Australiens Ureinwohner leiden unter Rassismus - Bedrängte Christen im Irak - Folter und willkürliche Haft für Oromo in Äthiopien - Verantwortliche für schwerste Menschenrechtsverletzungen in Darfur / Sudan und Srebrenica / Bosnien-Herzegowina bleiben straflos - Umweltzerstörung bedroht Ureinwohner in Sibirien (Russische Föderation) - Wirtschaftliche und soziale Rechte für Tibeter in der Volksrepublik China - Ölförderung bedroht Minderheiten in Nigeria - Die schwierige Lage von Roma-Frauen in Südosteuropa - Türkei lässt kurdische Flüchtlinge zerstörte Dörfer nicht wiederaufbauen - Flüchtlingspolitik der EU verstößt gegen Menschenrechte - Geplante Ölförderung im Norden Alaskas gefährdet Überleben indigener Völker - Menschenrechtler in Brasilien und Syrien werden bedroht - Kinder im Norden Ugandas leiden unter Bürgerkrieg und schwersten Menschenrechtsverletzungen - Kein Frieden für die Westsahara und Cabinda / Angola - Verschwindenlassen von Zivilisten in Tschetschenien / Russische Föderation ========================================================= Gesellschaft fuer bedrohte Voelker e.V. (GfbV) Inse Geismar, Pressereferentin Postfach 2024, D-37010 Goettingen Tel. +49/551/49906-25, Fax:+49/551/58028 E-Mail: presse at gfbv.de, Homepage:http://www.gfbv.de ============================================== 10 [al_newsletter] Demo 19.03/Workshop/Wahlen/Erklärung von "AL-Antifaschistische Linke" ============================================== AL-Newsletter Nr. 137 --------------------- 1. Demo zum Aktionstag gegen Krieg und Besatzung 2. AL-Workshop in Wien 3. Analyse der steirischen Gemeinderatswahlen 4. AL und die "Antideutschen" ####################### 1. Demo zum Aktionstag gegen Krieg und Besatzung in Wien Samstag, 19.03., Gemeinsamer Block von AL und AGM (Arbeitsgruppe Marxismus). Treffpunkt: 13.30h, Innere Mariahilferstr./Ecke Gürtel ####################### 2. AL-Workshop in Wien Workshop: Was Du schon immer über die AL wissen wolltest ... Du bist an der Arbeit der AL interessiert? Du möchtest gern mehr über uns wissen? Dich interessieren unsere Positionen, unsere Arbeitsweise und unsere politischen Inhalte? Wir haben das Richtige für Dich! Am Sonntag, dem 20.03., veranstalten wir einen Workshop unter dem Motto "Was Du schon immer über die AL wissen wolltest ..." - und Du bist herzlich eingeladen! Themen: * Was ist Marxismus, was ist Trotzkismus? * Was ist in der Sowjetunion schief gegangen? * Warum haben uns Sozialdemokratie und Grüne verraten? * Wie funktioniert eine Revolution? Ist das überhaupt realistisch? * Welche Organisation brauchen wir für eine Gesellschaftsveränderung? * Geschichte, Aufbau und Perspektiven der AL * ... und alles, was Du wissen möchtest! Für Menschen aus den Bundesländern organisieren wir zusätzlich einen Arbeitskreis mit dem Titel "Wie kann ich in meinem Ort selbst aktiv werden?". Dort könnt ihr Euch mit AktivistInnen und InteressentInnen aus voraussichtlich fünf Bundesländern austauschen. Wann: Sonntag, 20.03., ab 12h (Bundesländer-Workshop ab 10h) in Wien Anmeldungen: anmelden könnt Ihr Euch mit einem kurzen Mail an al at sozialismus.net, für Schlafplätze von Samstag auf Sonntag ist gesorgt. ####################### 3. Analyse der steirischen Gemeinderatswahlen Bei den Gemeinderatswahlen, die am Sonntag, dem 13.März, in der Steiermark (mit Ausnahme von Graz) stattgefunden haben, hat die - in den oft als „Mur-Mürz-Furche" bezeichneten Industriegebieten der Obersteiermark traditionell starke - KPÖ wieder zulegen können. Landesweit hält sie jetzt außerhalb von Graz 15 Mandate (vorher 10) und insgesamt 0,67% der Stimmen. Ganzer Artikel: http://www.sozialismus.net/texte/innen/gr-wahlen_steiermark_05.html ####################### 4. Erklärung der AL zu den Vorkommnissen am 09.03.05 rund um die Veranstaltung mit einem Vertreter der Zeitung "Bahamas" Am 09.03. haben rund 40 AktivistInnen unterschiedlicher Organisationen der Wiener Linken eine Veranstaltung des Cafe Critique und der Studienrichtungsvertretung Politikwissenschaft im Wiener KPÖ- Lokal "Siebenstern" gestört. Als Redner war ein Redakteur der bundesdeutschen Zeitschrift "Bahamas" eingeladen. Die Bahamas ist in der Linken als Speerspitze der sogenannten "Antideutschen" oder "Antinationalen" hoch umstritten. Ganzer Artikel: http://www.sozialismus.net/texte/innen/7stern-stellungnahme.html Um den Newsletter in Zukunft nicht mehr zu erhalten genügt ein leeres E-Mail an die Adresse: al_newsletter-unsubscribe at yahoogroups.com Eine weitere Adresse kann per Mail an al_newsletter-subscribe at yahoogroups.com eingetragen werden. AL - Antifaschistische Linke netz: www.sozialismus.at, almail at gmx.net tel.: +43 (0) 699 10 934 921 post: AL c/o Amerlinghaus, Stiftg. 8, A-1070 Wien ============================================== 11 Inflationsrate/Stmk/GLB/Teuerungsausgleich von KPÖ Steiermark ============================================== PRESSEMITTEILUNG DES GEWERKSCHAFTLICHEN LINKSBLOCKS (GLB) STEIERMARK Mittwoch, 16. März 2005 Hohe Inflationsrate: AK-Rat Peter Scherz für Teuerungsausgleich "Wir Arbeiter spüren, dass die Teuerung im täglichen Leben weit höher ist als die 2,8 %, welche die Statistik ausweist". Das sagte der steirische AK-Rat Peter Scherz vom KPÖ-nahen GLB am Mittwoch: "Mit der Inflation ist es nämlich so wie seinerzeit mit dem Ederer-Tausender. Wohnen, Wasser und Energie sind um 7,2 Prozent teurer geworden. Die Mieten steigen um 8,2 %, Betriebskosten um 13 % ." Die Metaller-Lohnerhöhung liegt mit 2,5 % brutto unter der offiziellen Inflationsrate, die PensionistInnen wurden mit 10 Euro monatlich abgespeist. Deshalb verlangt der Gewerkschaftliche Linksblock einen Teuerungsausgleich, der die Inflation wirklich abgeltet und keine Scheintausender. KPÖ-Steiermark Lagergasse 98 a 8020 Graz Tel.: 0316 71 24 36 Fax 0316 71 62 91 email: kp.stmk at kpoe-graz.at; kpoe_stmk at hotmail.com ============================================== 12 Stellungnahme der SLP zur aktuellen Krise der FPÖ von "Sonja Grusch" ============================================== FPÖ: Achtung - keine Entwarnung Seit dem Regierungseintritt der FPÖ 2000 schlittert sie von einer Krise in die Nächste. Skandale, ständiger Minister- und Vorsitzendenwechsel und Wahlniederlagen prägen das Bild der FPÖ. Seit dem Spitzenwert von 26,9 % bei den Nationalratswahlen 1999 scheint die FPÖ ihren Höhepunkt überschritten zu haben. Aber Vorsicht ist angesagt: auch wenn sich die FPÖ zur Zeit selbst zu zerfleischen droht ist die Gefahr einer erfolgreichen rechtsextremen Partei nicht gebannt. 1.Die Probleme der FPÖ liegen nicht in „internen Querschüssen“ oder „destruktiven Elementen“ (genauso wenig wie die Probleme der SPÖ auf „mangelnde Kommunikation“ zurückzuführen ist). Ursache ist vielmehr ihre Politik, die - im Gegensatz zu ihren Ankündigungen - voll zu Lasten von ArbeitnehmerInnen, Jugendlichen und sozial Schwachen geht. 2.Die jetzige Krise der FPÖ hat ihre Wurzeln im zentralen Charakteristikum in der zentralen politischen Methode der Partei - im Populismus. In der Auseinandersetzung mit der FPÖ ist diese in der Vergangenheit unterschiedlich charakterisiert worden: manche haben sie zur „ArbeiterInnenpartei“ hochstilisiert, manche vor einer faschistischen FPÖ gewarnt. Richtig ist, dass zu manchen Zeiten grosse Teile der ArbeiterInnenklasse die Mehrheit der ArbeiterInnen (im Gegensatz zu Angestellten) die FPÖ gewählt haben., rRichtig ist auch, dass die FPÖ immer auch in unterschiedlicher Ausprägung als Sammelbecken für (Alt-)Nazis, neonazistische und faschistische Kräfte fungiertewar. Beides waren aber nicht die prägenden Element der Politik. Wir haben die FPÖ ab 1986 (Haiders Machtübernahme)schon damals als populistische rechtsextreme Partei definiert. Der Aufstieg der FPÖ ist der populistischen Antwort der Haider-FPÖ in den 80er und 90er Jahren war vor allem der auf die Privatisierungs- und Sozialabbau-Politik der SPÖ/ÖVP-Regierung zu verdanken: Als „kantige“ Opposition verband sie erfolgreich soziale Töne mit ihren rechtsextremen, rassistischen und antigewerkschaftlichen Inhalten. Mit dem Eintreten in die Regierung und die Umsetzung ihrer tatsächlichen Ziele (die im Gegensatz zu der populistisch angepriesenen Politik für „den kleinen Mann “ steht) ist diese Grundlage für ihr populistisches Agieren weitgehendPolitik weggefallen. Die Versuche beides - Regierungspolitik und gleichzeitige populistische Kritik daran - gleichzeitig durchzuführen hat die FPÖ v.a. unglaubwürdig gemacht und ist Ursache der anhaltenden Krise. 3.Der jetzige Versuch, Ultrarechte wie Stadler oder Mölzer aus der Partei zu bekommen, ist sind keine inhaltliche Abkehr von rechtsextremer Ideologie. Unterschiedliche Zugänge gibt es zu verschiedenen EU-Fragen (Türkei, Verfassung) - hier wird versucht eine einheitliche Linie durchzusetzen - aber es gibt nach wie vor keine Berührungsängste nach rechts-außen. 4.Während man sich Stadler’s und Mölzer’s als „destruktive Elemente entledigen möchte, ist der Umgang mit Strache vorsichtiger. Dieser wird als „schlecht beraten“ dargestellt. Grund ist, dass er eine wichtige Landesorganisation zumindest teilweise repräsentiert und ein Bruch mit Strache die FPÖ in Wien führungs- und orientierungslos in den Wahlkampf gehen könnte. Strache seinerseits hat sich noch nicht endgültig entschieden, auf welche Seite er sich stellt - wissend, dass seine Karrierechancen in einer ultra-rechten Abspaltung begrenzt wären. 5.Verstärkt wird die Krise der FPÖ durch die - ebenfalls aus der populistischen Methode resultierende - personelle Schwäche. Der Höheflug der Partei unter populistischen Vorzeichen wurde auf organisatorischer Ebene zu keinem Zeitpunkt nachvollzogen: Während zwischen 1986 und 1999 über 1 Million Wähler gewonnen wurden, kamen es zu einem Mitgliederzuwachs von lediglich 10.000 Personen. Dieses Strukturproblem wurde seit dem Regierungseintritt fast täglich an der Spitze sichtbar: Die MinisterkandidatInnen müssen oft aus der fünften oder sechsten Reihe bzw. von außerhalb geholt werden - und haben nur kurze Haltbarkeit. Während in Knittelfeld noch von einem „Aufstand der Basis die Rede war, ist in den aktuellen Debatten die Partei“basis“ meist nicht einmal mehr verbal existent. Regionale KandidatInnen und Strukturen lösen sich teilweise auf. Mit dem Ergebnis, dass bei Regionalwahlen die FPÖ nicht mehr überall mit KandidatInnen/Listen antreten kann. 6.Die weitere Zukunft der FPÖ ist offen - ob Neugründung, Abspaltung oder weiter wie bisher. Baldige Neuwahlen werden trotz einer permanenten Instabilität der Regierung von beiden Koalitionspartnern nicht gewünscht. Für die Regierungsmannschaft der FPÖ wären Neuwahlen angesichts der Krise der Partei alles andere als positiv. Und die ÖVP hat ein Koalitionspartner-Problem. Obwohl die ÖVP bei vergangenen Wahlen die Hauptprofiteurin der FPÖ-Krise war, zeigen u.a. die steirischen Landtagswahlen auch Grenzen für diese Entwicklung auf. Zur Zeit ist es unwahrscheinlich, dass die ÖVP aus Nationalratswahlen als stärkste Kraft hervorginge. Eine neuerliche Koalition mit der FPÖ ist fraglich, Grünen und SPÖ müssten Zugeständnisse gemacht werden. Für die ÖVP ist ein weiter “wurschteln“ mit der jetzigen Koalition die momentan beste Lösung. 7.Die FPÖ war in den 80er und 90er Jahren eine gefährliche, aggressiv auftretende Partei, die gegen Frauen, ImmigrantInnen, „Sozialschmarotzer“, Gewerkschaften etc. gewettert hat. Seither hat keine wesentliche inhaltliche Änderung stattgefunden, die eine Koalition mit einer solchen Kraft rechtfertigen könnte. Die Gefahr des Rechtsextremismus ist aber mit der Krise der FPÖ keineswegs gebannt. Die ÖVP selbst ist nach rechts gegangen, was sich auch in einer gewissen Durchlässigkeit zwischen den Parteien zeigt. Nach dem de facto Übertritt von Grasser gibt es nun Gerüchte, dass auch FPÖ-Gorbach einen solchen Schritt überlegt. V.a. aber nehmen die sozialen Probleme, auf deren Grundlage rechtsextreme Parteien auf Stimmenfang gehen können, zu. Zwar haben Arbeitslosigkeit und Armut noch kein Ost-Deutsches Niveau erlangt, sind aber trotzdem von erschreckendem Ausmaß. Solange es keine Kraft auf der Linken gibt, die sozialistische Antworten auf diese Probleme gibt, werden immer und immer wieder rechte und rechtsextreme Kräfte dieses Vakuum füllen können. Ob als FPÖ, FPÖ-Neu oder unter einem anderen Namen, ob mit oder ohne Haider ist dabei zweitrangig. Auch eine Wiederkehr von Haider ist nicht ausgeschlossen (siehe Le Pen in Frankreich, der schon als „geschlagen“ galt und dann wieder Wahlerfolge feiern konnte). 8.Eine neue Qualität wäre eine ultra-rechte Abspaltung um Stadler, Mälzer etc. deren Potential Mölzer mit seiner EU-Vorzugstimmenkampagne ausgetestet hat. Diese könnte Sammelbecken für diverse faschistische und ultra-rechte Kräfte in Österreich werden (AFP, BFJ....) und versuchen nach dem Vorbild der NPD in Deutschland eine revisionistische (dh die Verbrechen des Nationalsozialismus verharmlosende), rassistische und teilweise militant auftretende (die NPD verfolgt das Konzept der „national befreiten Zonen“ - Stadtviertel, aus denen ImmigrantInnen, Linke, GewerkschafterInnen hinausgedrängt werden) Organisation aufzubauen. So gefährlich die FPÖ auch heute ist, eine solche neue Organisation würde eine zusätzliche - auch physische - Bedrohung darstellen (wenn sie auch noch nicht das selbe Potential hätte wie die NPD in Deutschland). 9.Die SPÖ ist nicht in der Lage, dieses Vakuum zu füllen. Die Wahlerfolge der letzten Jahre spiegeln keinen Linksruck und keine Widerbelebung der SPÖ dar, sondern die Wahl des „kleineren Übels“. Die Erfolge der KPÖ in der Steiermark zeigen - trotz ihrer inhaltlichen und regionalen Beschränkung - das Potential für eine linke Alternative auf. 10.Bei den kommenden Gemeinderatswahlen in Wien ist von der FPÖ eine ausländerInnenfeindliche Kampagne zu erwarten. Die momentane Strache-Kampagne ist dafür nur ein Vorgeschmack. Die SPÖ ist - nicht zuletzt aufgrund von Sozialabbau und selbstherrlichem Agieren der Rathausbürokratie - dazu keine linke Alternative. 11.Die SLP hat es sich zum Ziel gesetzt, das bei den kommenden Wiener Gemeinderatswahlen eine sozialistische Alternative auf dem Stimmzettel stehen wird. Und das es eine offensive Kampagne gegen Privatisierungen, Sozialabbau und Rassismus gibt um auch dauerhaft eine sozialistische Kraft aufzubauen, die dem Rechtsextremismus das Wasser abgräbt. ************ Sonja Grusch, Sozialistische LinksPartei - SLP Österr. Sektion des CWI ************ ============================================== 13 Indonesien/ Aceh: Was wird aus deutschen Spenden? von Gesellschaft für bedrohte Völker ============================================== GESELLSCHAFT FÜR BEDROHTE VÖLKER PRESSEERKLÄRUNG Göttingen / Berlin, den 16.03.2005 Hilfe für Flutopfer in Indonesien in Gefahr Was wird aus deutschen Spenden, wenn ausländische Helfer Aceh verlassen müssen? Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat am Mittwoch vor einer Gefährdung des Wiederaufbaus in der von der Flutkatastrophe zerstörten indonesischen Provinz Aceh gewarnt. "Was wird aus den deutschen Spendengeldern? Immer mehr ausländische Helfer werden von indonesischen Behörden gezwungen, die Region zu verlassen. Außenminister Joschka Fischer muss intervenieren und sicherstellen, dass die Notleidenden auch erreicht werden", sagte der GfbV- Asienexperte Ulrich Delius. Er kritisierte außerdem, dass die Bewegungsfreiheit der im Land verbleibenden Mitarbeiter internationaler Hilfsorganisationen immer stärker eingeschränkt wird. "Indonesien ist offensichtlich weniger am Wiederaufbau in Aceh als an der Zerschlagung der Aceh-Freiheitsbewegung GAM interessiert", kritisierte Delius. "Die Helfer müssen Aceh verlassen, weil Indonesiens Armee bei ihrem Krieg keine ausländischen Augenzeugen duldet". Nachdrücklich appellierte die GfbV heute in Faxen an Fischer und die EU-Außenminister, ihren Einfluss in Jakarta zu nutzen, damit alle ausländischen Helfer in Aceh bleiben können. Nur sehr zögerlich hatte die indonesische Armee nach der Flutkatastrophe Aceh für ausländische Helfer geöffnet, nachdem es die Region seit Mai 2003 systematisch von der Außenwelt abgeriegelt hatte. Offiziell begründet Indonesien die Einschränkung der Bewegungsfreiheit der Ausländer und die Ausweisung ausländischer Helfer mit Sicherheitsbedenken. Indonesien könne den Schutz der Ausländer vor Übergriffen der GAM nicht garantieren, erklärt die Regierung in Jakarta. Bislang fühlen sich ausländische Helfer jedoch weder von der GAM bedroht, noch gab es Übergriffe der Rebellen auf Mitarbeiter internationaler Hilfsorganisationen. Der Chef des indonesischen Geheimdienstes, Syamsir Siregar, begründet den erzwungen Abzug der Ausländer mit Sicherheitsinteressen der Armee. Die Mitarbeiter internationaler Hilfsorganisationen wollten nicht aus Menschlichkeit helfen, sondern nur Indonesien ausspionieren, unterstellte der Geheimdienstler kürzlich in einem Interview. Ein absurder Vorwurf, der zeigt, dass Sicherheitsfragen für Indonesiens Militärs Vorrang vor dem Überleben der Zivilbevölkerung haben. Ulrich Delius ist erreichbar unter Tel. 0160 / 95671403 ========================================================= Gesellschaft fuer bedrohte Voelker e.V. (GfbV) Inse Geismar, Pressereferentin Postfach 2024, D-37010 Goettingen Tel. +49/551/49906-25, Fax:+49/551/58028 E-Mail: presse at gfbv.de, Homepage:http://www.gfbv.de =============================================== C) TERMINE =============================================== ======================== Donnerstag http://www.mund.at/butt/Termine/Maerz/1703.htm Freitag http://www.mund.at/butt/Termine/Maerz/1803.htm Samstag http://www.mund.at/butt/Termine/Maerz/1903.htm ======================== ============================================= D) EDITORIAL ============================================= Für den Inhalt verantwortlich: Ihr. E-Mail-Adresse für Beiträge: widerstand at no-racism.net geschickt. widerst at nd MUND und alle Termine täglich aktualisiert im Web: http://www.no-racism.net/MUND Ziel von MUND (medienunabhängiger Nachrichtendienst) ist die unzensurierte und möglichst rasche Information über gesellschafts- politisch relevante Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu Widerstand und Antirassismus sowie verwandte Themen. sollen einen Titel, Namen und Emailadresse der/des AutorIn enthalten und möglichst kurz und prägnant gehalten sein, ev. mit Hinweis, wo weitere Informationen eingeholt werden können. Bitte keine Attachments! Die inhaltliche und sachliche Verantwortung liegt bei der/dem jeweiligen AutorIn bzw. jenen, die uns die Beiträge schicken. Der MUND wird von einzelnen TagesredakteurInnen zusammengestellt. Da Fehler nicht ausgeschlossen sind, bitten wir, nicht veröffentlichte Beiträge nochmals an widerstand at no-racism.net zu senden. Die Weiterleitung (auch auszugsweise) ist erwünscht. Beiträge mit rassistischen oder sexistischen Inhalten werden nicht veröffentlicht. Sehr persönliche Meldungen werden wir an den betreffenden Adressaten weiterleiten, aber nicht im MUND veröffentlichen. Die bisherigen Ausgaben sind unter http://www.no-racism.net/MUND archiviert. Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage: * Wann: Sonntag, 11.11.2001, 11:11 Uhr * * Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" * * Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf * * Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie. Aber kurz und prägnant.* Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch stillschweigend Zensur zu üben. Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die Nichtaufnahme geliefert. (Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.) Die AbsenderInnen der betroffenen Beiträge werden hiervon informiert. Im Sinne einer "gläsernen Zensur" könnt ihr Euch die Beiträge gerne extra schicken lassen: Ein kurzes Mail an widerstand at no-racism.net genügt. ================================================ E) VERTEILERLISTE ================================================ Zur Eintragung in diesen Verteiler bitte direkt subskribieren unter http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/analle oder von der einzutragenden Adresse aus ein mail schicken an: admin at no-racism.net mit folgendem Text: subscribe no-racism Bitte wegen Automatisierung diesen Wortlaut verwenden! Zur Austragung aus dieser Liste bitte an zusammengestellt. Bitte keine Attachments! (werden nicht angenommen) 1 Doublette Redaktionsschluss für diese Ausgabe: Mi, 22.00 Uhr III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III ü, ö, ä, ß, Ü, Ö, Ä III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III widerst at nd-MUND is powered by http://alt.strg.at/ ================================================ From analle at no-racism.net Mon Mar 21 06:46:56 2005 From: analle at no-racism.net (analle at no-racism.net) Date: Mon, 21 Mar 2005 06:46:56 +0100 Subject: MUND_210305 Message-ID: MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst www.no-racism.net/mund Montag, 21. März 2004 ================================================ A) INHALT ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 01 Europaweiter Aktionstag für Bewegungsfreiheit und Bleiberecht von: ================================================ 02 Berichterstattung von unten - Diskussion u.a. über indymedia im depot in Wien von: ================================================ 03 [kinoki-mikrokino] #125 - Mo 21.3., project space karlsplatz: Erinnerung an Zwangsarbeit und Arbeitsmigration von:

================================================ 04 W..WirWissen ab 23.03 Kunsthalle Exnergasse von: ================================================ 05 60 Jahre Befreiung vom Nazifaschismus von: ================================================ 06 ASt 2 - Nazis stoppen! von: ================================================ 07 ASt 3 - Die Theorie der Revolution von: ================================================ 08 ASt 4 - Diskussionsveranstaltung des ArbeiterInnenstandpunkt von: =============================================== 09 Tanzquartier Wien: NORTH/SOUTH LAB von: ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND KOMMENTARE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 10 An Open Letter von: ================================================ 11 Frankreichs Grüne kritisieren Schüssel wegen Nichtentschä digung homosexueller NS-Opfer von: ================================================ 12 Wir suchen Geschädigte der diplomatischen Immunität von: ================================================ 13 BSV: Frauen in allen Bereichen fördern! von: ================================================ 14 Thesen zur Lage in Ö von: ================================================ 15 ÖDFI-Stellungnahme von: ================================================ 16 Widerstandsphotos von: ================================================ 17 Freiheit für Sandra Bakutz von: ================================================ 18 KPÖ: Protest gegen Auflösungsversuch einer kritischen Bezirksorganisation von: ================================================ 19 Graz/Gemeinderat/Beschäftigungspolitik/KPÖ von: ================================================ 20 Bärnbach/Stölzle/Kündigungen/Protest von: =============================================== 21 Graz: Dorothee-Sölle-Weg von: ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< SOLIDARITÄT WELTWEIT ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< =============================================== 22 Pakistan: Mindestens 35 Tote bei Anschlag auf Pilger von: ================================================ 23 China: Die Uigurin Rebiya Kadeer ist frei! von: ================================================= 24 Basilea, Tradizionale appuntamento von: ================================================ 25 Irakischer Kulturminister: "Mehrheit der Parteien will keine islamische Verfassung" von: ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< SERVICE - LINKS ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 26 The phenomenon of racism in the new EU member states von: ================================================ 27 contextXXI-radio von: ================================================ 28 Pressemitteilung iz3w 284 - Realitäten des Multikulturalismus von: ================================================ 29 Werkstattrundbrief 08-2005 von: ================================================ 30 Dessau, 26.03.05 for Oury Jallow- Never again! Nie wieder! Plus jamais! von: ================================================ 31 Der Gipfelsoli-Rundbrief: Servercrash bei nadir -- Genua von: ================================================ ================================================ B) TEXTE ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 01 Europaweiter Aktionstag für Bewegungsfreiheit und Bleiberecht von: ================================================ Information about this event was sent to you by fewor at no-racism.net. Extra notes from sender: Im Rahmen des europaweiten Aktionstages in Wien: Samstag, 2. April 2005, 14:00 Uhr Demonstration gegen Abschiebungen und Schubhaft, Treffpunkt vorm Schubhäfn Hernalser Gürtel 8-12 (Lärminstrumente mitbringen!). ------------------------------------- Europaweiter Aktionstag für Bewegungsfreiheit und Bleiberecht ------------------------------------- Saturday, 02 April 2005 All day "Freedom of Movement - Right to stay!" lautet das Motto des zweiten europäischen Aktionstages. Zum ersten Aktionstag am 31. Januar 2004 gab es bereits in fast 50 europäischen Städten parallele Protestaktionen und Demonstrationen, die sich ganz wesentlich gegen die jeweiligen Lager und Abschiebeknäste richteten. Auch zum 2. April 2005 wird ein Schwerpunkt der Mobilisierung in Protesten gegen die Lager erwartet. Hier ein paar ausgewälte Links zu weiteren Informationen: Deutsch: http://carava.net (de-sprachige Infoseite mit zahlreichen Links) http://no-racism.net http://at.indymedia.org English: http://nolager.org http://noborder.org http://indymedia.org.uk Moblisierungsvideo (deutsch/english) http://www.umbruch-bildarchiv.de/video Français: http://pajol.eu.org/mot14.html Español: http://estrecho.indymedia.org Italiano: http://www.meltingpot.org http://italy.indymedia.org/features/migranti Sicher gibt es auch Berichte in weiteren Sprachen auf diversen lokalen indymedia-Seiten.Überall in Europa... Soziale Bewegungen, MigrantInnen- und antira Gruppen in Europa ================================================ 02 Berichterstattung von unten - Diskussion u.a. über indymedia im depot in Wien von: ================================================ Information about this event was sent to you by austria at indymedia.org. Extra notes from sender: Zum Informieren vorab:. ------------------------------------- Berichterstattung von unten - Diskussion u.a. über indymedia im depot in Wien ------------------------------------- Friday, 22 April 2005 7:00 PM-10:00 PM Ankündigung von der Homepage des depot: "Wer sein Wissen nur aus den Nachrichten der üblich verdächtigen Medien zieht, dem könnte es glatt passieren, niemals zu erfahren, dass es beispielsweise Neuseeland gibt. Oder eine Menge sozialer und politischer Ereignisse und Vorfälle, weltweit wie lokal. Berichte und Hintergrundinformationen, die ansonsten gerne unterdrückt werden, sind aber doch zugänglich, über das Internet und dank der Medien- oder NachrichtenaktivistInnen, die die Kunde von der Informationsgesellschaft beim Wort nehmen. Viele der unabhängigen Nachrichtendienste im Netz beruhen auf dem Open-Publishing Konzept, das jeder Person erlaubt, Beiträge zu veröffentlichen, die dann von den BetreiberInnen moderiert werden. Wie aber wird selektiert, wie wird mit unabsichtlichen oder sogar beabsichtigten Falschmeldungen umgegangen?" Am Podium: M. Kavon, Independent Media Center; vienna.indymedia.org Lukas Pusch, KanalB; www.kanalb.at Claudia Volgger, MedienUnabhängiger NachrichtenDienst; www.mund.at Moderation: Martin Wassermair, Public Netbase Anmerkung: Es gab bereits mehrere Diskussionen zum Thema Open Publishing und es gibt auch sehr unterschiedliche Meinungen dazu. Bei at.indymedia.org leiteten diese Diskussionen einen Neustartprozess im Frühjahr/Sommer 2004 ein. In der Folge entstand dann auch vienna.indymedia.org - und veranstaltete auch eine Diskussion zum Thema. Informationen und Reflexionen darüber finden sich auf at.indymedia.org in der Rubrik "indymedia". Es empfiehlt sich auf jeden Fall, auf vorhergehende Diskussionen anzuschließen. Hier noch ein paar ausgewählte Links: * Zum Open Publishing Konzept: http://at.indymedia.org/mod/info/display/opnepublishing * zensur und macht gehen hand in hand. ein rückblick auf eine medienveranstaltung: http://at.indymedia.org/newswire/display/48273 + oton von dieser Medienveranstaltung: http://at.indymedia.org/newswire/display/50818 * Feature zum Neustartprozess von at.indymedia.org: http://at.indymedia.org/feature/display/42948 * Texte zum Reboot (runterscrollen, da Fehler in Inhaltsverzeichnis): http://docs.indymedia.org/view/Local/AustriaRebootTexte Depot, Breite Gasse 3, 1070 Wien Contact: Tel: +43 1 522 76 13 http://www.depot.or.at ================================================ 03 [kinoki-mikrokino] #125 - Mo 21.3., project space karlsplatz: Erinnerung an Zwangsarbeit und Arbeitsmigration von:

================================================ KINOKIS MIKROKINO Politische Filmabende, momentan ca. 2x monatlich, an diversen Orten auftauchend... kinoki. Verein fuer audio-visuelle Selbstbestimmung mikrokino at kinoki.at | http://www.kinoki.at Newsletter subskribieren bzw. abbestellen unter: http://www.kinoki.at/mailman/listinfo/kinoki-mikrokino Foerderpreis Politische Kulturarbeit 2004 der IG Kultur Oesterreich. Einladung #125 Montag, 21. März 2005, 20 Uhr (Eintritt frei) Kunsthalle Wien / project space karlsplatz, 1040 Wien, Karlsplatz/Treitlstraße 2 KINOKIS MIKROKINO PRÄSENTIERT IN KOOPERATION MIT DEM BÜRO FÜR UNGEWÖHNLICHE MASSNAHMEN: ERINNERUNGEN AN ZWANGSARBEIT UND ARBEITSMIGRATION nach österreich. Erinnerungen an Zwangsarbeit und Arbeitsmigration A 2005, 50 Min., DVD, Erstaufführung! Regie, Drehbuch, Produktion: arge pilotinnen, Vida Bakondy und Renée Winter. Mit: Cvijeta Bojanoviç, Mejra Huremoviç, Jozefa Luberda, Anna Malec, Jadwiga Nowak, Dariusz Paw½oÊ, Anna Urbajs, Sieglinde Wrann. Kamera Polen: Lisbeth Kovacic. Kamera Wien, Linz, Velden: Tina Leisch. Kamera Firma Elfin: Sabine Marte. Schnitt, Untertitelung, Postproduktion: Beatrix Bakondy: Übersetzung und Interviewführung Polen: Anna Kowalska. Übersetzung und Interviewführung Linz: Ljiljana Radoniç. Interviewführung Wien und Velden: Vida Bakondy. Sprecherin: Veronika Weidinger. Im Auftrag von BUM - Büro für ungewöhnliche Massnahmen / Initiative Minderheiten. In "nach österreich. Erinnerungen an Zwangsarbeit und Arbeitsmigration" werden Fragen nach Kontinuitäten bzw. Brüchen von Zwangsarbeit und Arbeitsmigration am Beispiel des Fischfabriksunternehmens C. Wahrhanek aufgeworfen. Ausgangspunkt der filmischen Dokumentation sind die biographischen Erzählungen ehemaliger Arbeiterinnen der Fischfabrik. Die erinnerte/n Geschichte/n machen die historischen wirtschaftlichen, politischen und sozialen Rahmenbedingungen ebenso zum Thema wie die Handlungsmöglichkeiten der Arbeiterinnen. Nach der Filmvorführung Gespräch mit einigen am Film Beteiligten. Link: BUM - Büro für ungewöhnliche Maßnahmen http://no-racism.net/openup/bum.htm revolution will not be televised ************************************************* kinoki Gumpendorfer Str. 63B Buerogemeinschaft 1. Stock 1060 Wien Mobile: ++43 (0)650 5031574 Fax: ++43 (0)1 403 87 94-17 mikrokino at kinoki.at http://www.kinoki.at ================================================ 04 W..WirWissen ab 23.03 Kunsthalle Exnergasse von: ================================================ --------- W...WirWissen kennenlernen emanzipatorischer selbstinstitutionen, socialised research und verlernen lernen -------- Kunsthalle Exnergasse, Währingerstraße 59, 2. Stiege, erster Stock, 1090 Wien Eröffnung: Mittwoch, 23. März 2005, 19h Ausstellungsdauer: 24. März - 23. April 2005 W...WirWissen versammelt unterschiedliche Strategien und Positionen zu kollaborativer Wissensproduktion und emanzipatorischer Selbstorganisation. Der Begriff des Wissens wird dabei bewusst als unscharfes Zentrum gesetzt, ein fragmentierter Cluster aus postfordistischer Ökonomie, Bildung und künstlerischer Praxis; ein Muster aus Linien, dem sich das Projekt in kreisförmigen Bewegungen zu nähern versucht. Diese Bewegung ist Aussage und Stottern zugleich. Die Ausstellung versteht sich als Kristallisationspunkt eines wachsenden internationalen Austauschs zwischen Selbstinstitutionen im Kunst- und Kulturfeld. Dieser Prozess begann vor über einem Jahr und wird auch in Zukunft weitergehen, zwischenzeitlich repräsentiert durch Workshops und Microkongresse an unterschiedlichen Orten. In der Kunsthalle Exnergasse wird als Modell für eine solche - eigentlich paradoxe - Repräsentation informellen Lernens und Verlernens die Figur des Theaters eingesetzt: performative Recherche, eine Probebühne einer Produktion ohne Premiere. Über den Zeitraum der Ausstellung wird es wöchentliche Veranstaltungen, Lectures und Workshops, Proben und Treffen geben, zum Teil mit zusätzlichen internationalen Gästen und FreundInnen. Dabei steht der informelle Austausch zwischen den anwesenden Beteiligten im Vordergrund. Jeden Freitag werden inszenierte Zwischenergebnisse des Prozesses in Form eines Probendurchlaufs präsentiert. Details zum über die Ausstellung und zum Proben- und Veranstaltungsprogramm: http://manoafreeuniversity.org/w...wirwissen organisiert im Rahmen der Manoa Free University in Zusammenarbeit mit APA (Hamburg), Copenhagen Free University, Free Floating Faculty (Kopenhagen), Freie Klasse (Berlin), Informelle Universität in Gründung (Berlin), University of Openess (London) weitere Gäste und TeilnehmerInnen von folgenden Gruppen: Greenpepper Magazine (Amsterdam), La Loko (Kopenhagen), Mana Mana (Budapest), Sefik Seki Tatlic (Sarajewo), Universite Pirate (Paris), Working on Fire (Bangkok), TvTv (Kopenhagen), die üblichen Chih Chie (Berlin), Meine Akademie (Berlin) Angefragt: VertreterInnen von Freiraum - Kritische Nicht Universität (Wien), K.u.u.g.e.l. (Innsbruck), Ladyspace (Wien), Université Tangente (Paris) u.a. Zur Eröffnung am 23. März ab 19h: Flamingo Club (Wien) ----- ================================================ 05 60 Jahre Befreiung vom Nazifaschismus von: ================================================ 60 Jahre Befreiung vom Nazifaschismus Befreiungsfeier in Mauthausen Wir wollen uns heuer wieder als Autonome Feministinnen bei der Befreiungsfeier in Mauthausen am 8. Mai 05 beteiligen. Heuer ist der 60. Jahrestag der Befreiung und es werden ca. 20.000 Menschen erwartet. Wir zeigen den Film: "Das große Schweigen. Bordelle im Konzentrationslager." (Ein Film von Caroline von der Tann und Maren Niemeyer, 1995, Dt., 30 min) um 10 h und 13 h in der Baracke des ehemaligen Lagerbordell. Beim "Einzug" (ab 11 h) beteiligen wir uns mit Transparenten, einem eigenen Kranz zur Erinnerung der Frauen und Mädchen von Mauthausen und der Kranzniederlegung beim ehemaligen Lagerbordell und Um 14 h veranstalten wir eine eigene Gedenkfeier als Frauengedenken "Erinnern und Gedenken führt zum heute", vor dem ehemaligen Lagerbordell Bei der Gedenkfeier für Frauen möchten wir, daß Frauen/Lesben unterschiedliche Texte vorlesen und Lieder gesungen und gespielt werden, die Einzelnen und uns gemeinsam im Rahmen der Befreiungsfeier wichtig sind. Es gibt den Vorschlag heuer u.a. "Erinnern und Gedenken führt zum heute" mit unterschiedlichen Beiträgen zum Thema zu machen. Zur Erinnerung an die Verfolgung, Ermordung und den Widerstand von Frauen, Lesben und Mädchen im Faschismus. In Gedenken an alle, die im und aufgrund des NS-Faschismus verfolgt und ermordet wurden. In Gedenken an die Frauen und Mädchen, die in Mauthausen inhaftiert waren und im Gedenken an die Frauen, die von Frauenkonzentrationslager Ravensbrück in das KZ Mauthausen gebracht wurden, um im Lagerbordell als Zwangsprostituierte zu arbeiten. Mit dem Wissen um den Überlebenskampf und dem Widerstand der Verfolgten. Mit dem Wissen von Täterschaft und Mittäterschaft in Österreich. Mit dem Erkennen von faschistischen Kontinuitäten und von Verfolgung, Unterdrückung und imperialistischen Kriegen heute, kämpfen wir weiter, gegen Sexismus, Rassismus, Kapitalismus, für eine gerechte Welt. 1. Vorbereitung am Dienstag, 5. April 2005, um 19 h im FZ, 1090, Währingerstr. 59/Stiege 6, 2. Stock. Weitere Vorbereitungstreffen sind jeweils an den folgenden Dienstagen, 19 h, FZ, Wir möchten gemeinsam besprechen welche Inhalte, Transparente und Beiträge wir gestalten wollen und wie wir gemeinsam hinfahren können. Wenn du dich beteiligen willst, aber nicht kommen kannst, hinterlasse eine Nachricht am Telefon - Tel.: 408 50 57 Befreiungsfeier im ehemaligen Frauenkonzentrationslager Ravensbrück Am 16./17. April 2005 wird der 60. Jahrestag der Befreiung des Frauen-KZ Ravensbrück gefeiert. Zum 60. Jahrestag werden viele noch lebende Überlebende des KZ Ravensbrück aus den verschiedenen Ländern eingeladen. Am Sa. 16.4. wird es eine Veranstaltung zum "Jugendlager Uckermark" und eine Führung auf dem Gelände geben. Am Sonntag 17.4. gibt es ein Gedenken am Sowjetischen Ehrenmal und am Gedenkstein an der "Straße der Nationen" und anschließend die Gedenkveranstaltung auf dem Gelände des ehemaligen KZ, danach Kranzniederlegung am Erschießungsgang, Krematorium, "Mauer der Nationen" u.a. Orten. Danach wird es ein Gedenken am Standort des "Zeltes" mit Redebeitrag einer Überlebenden geben. Am Nachmittag findet ein öffentliches Konzert mit Esther Bejerano und Coincidence statt. Wenn welche Interesse haben hinzufahren, meldet euch im FZ, Tel. 408 50 57 Sammle getrocknete Rosenblätter Es gibt seit ca. 2 Jahren die Idee bei der Befreiungsfeier, die heutige Zufahrtsstraße“ zur Gedenkstätte - die „Straße der Nationen“ - mit Rosenblättern und anderen Blütenblättern zu bestreuen. Diese gepflasterte Straße wurde von den Gefangenen gebaut. Vor ca. 2, 3 Jahren wurde an der Straße ein Gedenkstein errichtet, der daran erinnert. Im Rahmen der Befreiungsfeier, wird auch an diesem Gedenkstein gedacht. Wenn du Interesse daran hast, daß diese Lagerstraße bei der Befreiungsfeier mit Blütenblättern bestreut wird, sammle getrocknete Rosenblätter (oder auch andere Blütenblätter). Du kannst sie dann im FZ vorbeibringen (In der FZ-Bar; geöffnet Do. -Sa. ab 19 h bis 24 h). Die Frauen, die hinfahren, nehmen sie mit, um sie dort zu verstreuen. 3 .Feministische FrauenLesbenWanderung "Auf den Spuren der PartisanInnen" im Salzkammergut und in Südkärnten vom Di. 14.6.04 - So. 26.6.05 Wenn du Interesse an der Wanderung hast melde dich im FZ (Tel.: 408 50 57) und hinterlass eine Adresse. Bis Mitte April wird eine genauere Information zur Wanderung an Interessierte verschickt. Es können maximal ca 15 FrauenLesben teilnehmen. Wir besuchen das Zeitgeschichtemuseum und die Gedenkstätte des ehemaligen KZ Ebensee, das PartisanInnenmuseum am Persman und die Gedenkstätte des ehemaligen KZ am Loiblpass. Wir treffen uns mit Zeitzeuginnen und mit Nachkommen von Zeitzeuginnen. Die Wanderungen haben Gehzeiten von 3 - 7 Stunden. Wir machen reichlich Pausen, bei denen wir uns Geschriebenes (von Zeitzeuginnen) vorlesen (passend zu den Wanderwegen). Bei der "Spurensuche" werden wir uns auch Zeit nehmen, um die Berge zu genießen, zu Baden u.ä.. Die Kosten werden durchschnittlich pro Frau ca. 140 Euro (für Übernachtung und unsere gemeinsame Verpflegung, für Eintrittskosten für Museen, Kosten für Führungen und für Benzinkosten) sein. Die Kosten sollen gestaffelt werden nach finanziellen Möglichkeiten der Teilnehmerinnen, d.h. wenn du wenig Geld hast, soll das kein Grund sein, dich nicht beteiligen zu können. ================================================ 06 ASt 2 - Nazis stoppen! von: ================================================ Gemeinsam mit anderen Organisationen rufen ArbeiterInnenstandpunkt und REVOLUTION für folgende Demonstration auf: Sonntag, 8. Mai 2005 Nazis stoppen! Gegen den Aufmarsch Rechtsradikaler und Nazis am 8. Mai 1945-2005: Nie wieder Faschismus - Nie wieder Krieg! Wann: Sonntag, 8. Mai 2005, 18.00 Wo: Oper, Karlsplatz, 1010 Wien ================================================ 07 ASt 3 - Die Theorie der Revolution von: ================================================ Seminarreihe des ArbeiterInnenstandpunkt Die Theorie der Revolution Marxismus für Einsteiger und Fortgeschrittene Themen: * Leo Trotzki - sein Leben und sein Vermächtnis * Venezuela und die Theorie der permanenten Revolution Samstag 16. April 15.00 bis 20.00 Am Samstag, den 16. April findet die nächste Veranstaltung im Rahmen unserer Seminarreihe “Die Theorie der Revolution" statt. Diese Seminarreihe wird vom ArbeiterInnenstandpunkt organisiert. Der Titel soll zum Ausdruck bringen, daß es hier um die Besprechung grundlegender Fragen der marxistischen Theorie und eine Vertiefung ihres Verständnisses geht. Gleichzeitig aber sehen wir die marxistische Theorie nicht als Selbstzweck, nicht als akademische Übung, sondern als “Anleitung zum Handeln" (Engels), als theoretisches Instrument für den revolutionären Umsturz der kapitalistischen Herrschaft. Das Seminar ist offen für all jene, die sich ernsthaft mit dem Marxismus auseinandersetzen und ihn besser verstehen wollen. Keine Vorbedingung ist jedoch, ob man schon viel, erst wenig oder auch noch gar keine marxistische Literatur gelesen hat. Themen: Leo Trotzki - sein Leben und sein Vermächtnis Wer war Leo Trotzki? Worin bestanden die wichtigsten Leistungen in seinem Leben? Welche Erneuerungen in der marxistischen Theorie gehen auf ihn zurück? Worin bestand sein praktisches Wirken? Venezuela und die Theorie der permanenten Revolution Was sind die Hintergründe der politischen Entwicklungen in Venezuela? Warum betreibt der US-Imperialismus eine Hetzkampagne gegen die Regierung Venezuelas? Ist Präsident Chavez ein Sozialist? Und welchen Beitrag kann die Theorie der permanenten Revolution für die sozialistische Perspektive in Venezuela leisten? Vorbereitungsliteratur kann auf Wunsch und gegen einen Unkostenbeitrag über unsere Kontaktadresse angefordert werden Interessenten können sich unter anmelden unter: e-mail: ast-lfi at utanet.at Tel.: 0650/406 83 14 Wann: Samstag 16. April 15.00 bis ca. 20.00 Wo: Amerlinghaus, Stiftgasse 8, 1070 Wien (Nähe U3 Neubaugasse) ================================================ 08 ASt 4 - Diskussionsveranstaltung des ArbeiterInnenstandpunkt von: ================================================ Diskussionsveranstaltung des ArbeiterInnenstandpunkt Freitag 29. April 2005 EU-Schlachttruppen, Österreichs Neutralität und das Friedensvolkbegehren. Welche Perspektiven braucht die Linke im Kampf gegen die Aufrüstung? Eine Debatte zwischen ArbeiterInnenstandpunkt und Boris Lechthaler von der Koordination Friedensvolksbegehren Wann: Freitag 29. April, 19.00 Wo: Amerlinghaus, Stiftgasse 8, 1070 Wien (Nähe U3 Neubaugasse) =============================================== 09 Tanzquartier Wien: NORTH/SOUTH LAB von: ================================================ 29. März - 09. April NORTH / SOUTH LAB Tanz / Performance / Research / World Café TANZQUARTIER WIEN Kurator: Benoît Lachambre (CAN) Um den hausinternen Blick auf die lokale und internationale Tanz- und Performanceproduktion auszuweiten, lädt das Tanzquartier Wien periodisch KünstlerInnen zu einer Gastkuratorenschaft ins Tanzquartier Wien ein. Nach Mark Tompkins (USA/F) konzipiert der kanadische Choreograf und Performer Benoît Lachambre ein 12-tägiges Projekt, das sich in verschiedenen Formaten (Performances, Installationen, Improvisationen, Vorträge und Workshops) mit den Fragen der ökonomischen und ethnischen Repräsentation im zeitgenössischen Tanz beschäftigt. “Zentrales Thema dieses Projekts ist die Problematik der ungleichen ökonomischen und ethnischen Repräsentation im Bereich Tanz, Performance und darstellende Kunst. Der Nord/Süd-Gegensatz wird dabei als evidentes Muster dieses Konflikts, der fraglos entlang vieler weiterer geografischer Trennlinien deutlich wird, herausgegriffen. Die Themen und Realitäten der Welt der Kreativen spiegelt meines Erachtens die anhaltende Ausweitung politischer und sozialer Ausbeutung auf nationaler und internationaler Ebene. Ich möchte alle TeilnehmerInnen einladen, ihr Wissen und ihre Erfahrungen hinsichtlich kultureller Identität und Repräsentation auszutauschen und zu vernetzen." Benoît Lachambre Programmübersicht Mi 30. März 20.30h TQW / Halle G Moravia Naranjo (VEN/A): atraida Benoît Lachambre (CAN) / Isabelle Schad (D): White trash Im Anschluss: Gespräch mit dem Kurator Benoît Lachambre Do 31. März 20.30h Studio Parcours Akemi Takeya (J/A): ce_l Faustin Linyekula (CG/F): Radio Okapi Livia Daza-Paris (VEN/CAN): Visible Silence (offene Installation: ab 19.30h) Sa 02. April 20.30h Studio Parcours Laurention Q. Arnatsiaq (CAN) / Geneviéve Pepin (CAN): Qiyuquti Iluani 2005mi (Inside the box 2005) Benoît Lachambre (CAN) mit Gästen aus dem LAB: The Maasmechelen Set-Up (Improvisation) Otobong Nkanga (NG/NL): Surgical Hits#03 (The Needle) So 03. April 20.30h TQW / Halle G Ben Anderson (AU/D) / Hanna Hedman (F/S) / Bruno Pocheron (F/D) / Isabelle Schad (D): California Roll Fr 08.April 20.30h TQW / Halle G World Café (1) Impulsreferate: Sarat Maharadj (GB), Emese Suvecz (HU) Künstlerische Beiträge: Gustaff Harriman (ID), Barbara Kraus (A), dezentrale medien (A), Nadja Schefzig (A), Anita Dusabe (BI), Bénigne (Keke) Kamenyero (BI). Sa 09. April 20.30h TQW / Halle G World Café (2) Impulsreferate: Ute Meta Bauer (D), Christian Kravagna (A) Künstlerische Beiträge: Nukila Amal (ID), Timea Junghaus (HU), Lisl Ponger (A), Höll-Boyraz Songul (T/A), Petja Dimitrova (BUL /A) ____________________________________________________________________________ __ Mit freundlicher Unterstützung der Kanadischen Botschaft Wien. ÖSTERREICHISCHE ERSTAUFFÜHRUNG Mi 30. März 20.30h Tanzquartier Wien / Halle G Doppelabend: MORAVIA NARANJO (VEN/A) BÊNOIT LACHAMBRE (CAN) / ISABELLE SCHAD (D) MORAVIA NARANJO (VEN/A) atraida Idee und Konzept: Moravia Naranjo und Krisha Tanz und Choreografie: Moravia Naranjo Musik: Heinz Ditsch Gast-Auge: Saskia Hölbling Den ersten Teil dieses performativen Doppelabends bestreitet die venezolanisch-österreichische Tänzerin und Choreografin Moravia Naranjo. In atraida (spanisch: “sich hingezogen fühlen") hängt ein schwarzer Bilderrahmen auf der weißen Rückwand. Davor steht die Tänzerin auf dem Kopf, krabbelt, versucht der Schwerkraft zu entfliehen und setzt sich gleichzeitig in einer furiosen Movement-Fiction der Anziehungskraft des starren Rahmes aus. Zu ihren Bewegungen seufzt ein Akkordeon. Am Ende erstarren Aktion und Klang in einem Tableau. Es bleibt die Erinnerung an eine verkehrte, mobile und flexible Welt. ____________________________________________________________________________ __ Mit Unterstützung von: Kulturamt der Stadt Wien, BKA-Kunstsektion. BÊNOIT LACHAMBRE (CAN) / ISABELLE SCHAD (D) White trash Konzept und Design: Benoît Lachambre, Isabelle Schad, Ben Anderson, Bruno Pocheron Choreografie und Performance: Benôit Lachambre, Isabelle Schad Dramaturgie und Video: Ben Anderson Licht und Musik: Bruno Pocheron Textanimation: Ben Anderson, Bruno Pocheron Der kanadische Ausnahmekünstler Benôit Lachambre und die Jungchoreografin Isabelle Schad leisten einer abgestumpften, passiven und gleichgültigen Welt durch performative (Re-)Aktion erste Hilfe. Wie kann man dem anderen, dem Gegenüber helfen, seine Wunden zu heilen, für ihn Sorge tragen, ohne ihm seine Kontrolle und Identität zu rauben? Der Bühnenraum - ein Container - absorbiert und versteckt andere Geschichten. Jede Erwartung wird gebrochen bis andere, gemeinsame Bilder im Hier und Jetzt entstehen können. ____________________________________________________________________________ __ Koproduktion: Le Printemps de Septembre, Centre de developpement Chorégraphique Toulouse, Monty / Antwerpen. Gespräch mit dem Künstlerkurator dieser Reihe Benoît Lachambre im Anschluss an die Vorstellung STUDIO PARCOURS / ÖSTERREICHISCHE ERSTAUFFÜHRUNG Do 31. März 19.00h Dreiteiliger Abend: AKEMI TAKEYA (J/A) FAUSTIN LINYEKULA (CG/F) LIVIA DAZA-PARIS (VEN/CAN) Tanzquartier Wien / Studios Uraufführung AKEMI TAKEYA (J/A) Ce_l Idee und Konzept: Akemi Takeya Choreografie, Performance Dramaturgie: Akemi Takeya Konzept, dramaturgische Supervision, Audiovisuelles Setting: Ulf Langheinrich Virtuelles Setting: Wolfgang Schwarzenbrunner Die in Wien lebende japanische Choreografin und Performerin Akemi Takeya, österreichische Tanzproduktionspreisträgerin 1999 und Initiatorin zahlreicher multikultureller und transdisziplinärer Projekte, spielt in ihren Inszenierungen mit Surrealitäten. Wie eine fragile und gleichzeitig mächtige Außerirdische erscheint sie vor den Augen des Publikums in einem hybriden, klebrig wirkenden Raum. Durch Lichtstrahlen erzeugte imaginäre Wände (Setting: Ulf Langheinrich) und der bewegte, atmende und sprechende Körper stimulieren und modulieren einen Metakörper, der sich selbst umformt. ____________________________________________________________________________ __ Produktion: IMEKA FAUSTIN LINYEKULA (CG/F) Radio Okapi Künstlerische Leitung: Faustin Linyekula Mit: Radio Opaki und GastkünstlerInnen aus Tanz, Musik, bildender Kunst und Literatur Radio Opaki ist eine Radiosender, der 2002 von der UNO und der Schweizer Fondation Hirondelle im Kongo nach heftigen ethnischen Konflikten, Krieg und Völkermord eingerichtet wurde. Das “engagierte Radio", das durch den Zauber der Wellen Fäden webt, verbindet verstreute Freunde, Eltern, Kinder und Verwandte. Faustin Linyekula bringt in Zusammenarbeit mit lokalen Radiosendern die Stimmen seiner Heimat nach Wien und überträgt einen hier gezeigten Tanz nach Kinsagani. Die hier Anwesenden werden so zu Zeugen einer Vorstellung für Familie, Freunde und Verstorbene in der Ferne... ____________________________________________________________________________ __ Mit Unterstützung von: Fondation Hirondelle/Schweiz und Mission der Vereinten Nation in der Demokratischen Republik Kongo (MONUC) Installation, ab 19:30 LIVIA DAZA-PARIS (VEN/CAN) Visible Silence Konzept: Livia Daza-Paris, Pablo Bonacina, Aaron Daley, Alejandro Rodriguez bsp; Die venezuelanisch-kanadische Künstlerin Livia Daza-Paris zeigt in einer Videoinstallation poetische Interviews und Bewegungsimprovisationen mit Frauen in ihrem eigenen Zuhause: Gärten, Häuser oder Wohnungen. Diese Stätten sind ein letztes Refugium der Schönheit, der Geborgenheit und der Kontemplation in Orten oder Städten, die durch politisch instabile Verhältnisse zerstört und für eine zivile Gesellschaft lebensbedrohlich wurden. STUDIO PARCOURS / ÖSTERREICHISCHE ERSTAUFFÜHRUNG Sa 02. April 19.00h Dreiteiliger Abend: LAURENTIO Q. ARNATSIAQ (CAN) / GENEVIÉVE PEPIN (CAN) BENOÎT LACHAMBRE (CAN) mit Gästen OTOBONG NKANGA (NG/NL) Tanzquartier Wien / Studios LAURENTIO Q. ARNATSIAQ (CAN) / GENEVIÉVE PEPIN (CAN) Qiyuquti Iluani 2005mi (Inside the box 2005) Konzept: Laurentio Q. Arnatsiaq, Geneviève Pepin Performance: Laurentio Q. Arnatsiaq, Geneviève Pepin Künstlerische Beratung: Benoît Lachambre Während der Inuit Künstler Laurentio Arnatsiaq - bekannt aus dem vielfach preisgekrönten Film “Atanarjuat (The Fast Runner)" - Schnüre aus Robbenleder spannt, verwebt die kanadische Tänzerin Geneviève Pepin ihr Umfeld mit Schafwolle. In dieser performativen Rauminstallation fungiert er als Erzähler, Trommler und Tänzer, sie improvisiert mit Bewegungen. Das Publikum wird zu einer Reise durch visuelle und akustische Welten eingeladen. BENOÎT LACHAMBRE (CAN) mit Gästen aus dem LAB The Maasmechelen Set-Up (Improvisation) Ursprungskonzept: Benôit Lachambre, Meg Stuart, Boris Charmatz Eine Improvisation ist unvorhersehbar - beinahe alles ist möglich. Der Gastkurator Benoît Lachambre lädt KünstlerInnen des North South Labs ein, im “Maasmelechen Set-Up" mit ihm zu improvisieren. Hauptobjekt ist ein 8x5 Meter langer Tisch mit 4 Mikrophonen und 76 Stühlen, der erstmalig in einer von von Boris Charmatz, Meg Stuart und Benoît Lachambre initiierten Improvisation in der belgischen Stadt Maasmechelen verwendet wurde. Das Publikum darf auf einen überraschungsreichen Abend gespannt sein, in dem die traditionellen Formate Diskussion, Bewegungs- und Stimmimprovisation aufgelöst werden. OTOBONG NKANGA (NG/NL) Surgical Hits#03 (The needle) Konzept: Otobong Nkanga Performance: Otobong Nkanga Die 1974 in Nigeria geborene Künstlerin Otobong Nkanga, deren Arbeiten u.a. bei der Havanna Biennale, der Taipei Biennale und der Biennale von Sao Paolo gezeigt wurden, verwendet unterschiedliche Mittel und Medien, um die (De-)Konstruktion von Gesellschaften zu reflektieren. Im Zeitraum von 1999 bis 2004 erzeugte die Künsterin 9 Nadeln, die in jeweils unterschiedlichen Performances verwendet werden. In der aktuellen Inszenierung wird der Zyklus Geburt, Tod, Zerstörung durch den Krieg und Wiederaufbau mit einer Nadel als Symbol des Verbindens thematisiert. ____________________________________________________________________________ ÖSTERREICHISCHE ERSTAUFFÜHRUNG So 03. April 20.30h BEN ANDERSON (AUS/D) / HANNA HEDMAN (F/S) / BRUNO POCHERON (F/D) / ISABELLE SCHAD (D) California Roll Tanzquartier Wien / Halle G Konzept und Design: Ben Anderson, Hanna Hedman, Bruno Pocheron und Isabelle Schad Performance: Hanna Hedman, Bruno Pocheron und Isabelle Schad Sound: Rut Waldeyer California Roll ist kein Originalrezept, sondern ein buntes Mischgericht: Was ist Original, was ist Kopie? Die vier jungen KünstlerInnen aus den Bereichen Performance, Tanz, Video und Architektur untersuchen die Regeln des Zitierens im zeitgenössischen Diskurs bis zu dem Punkt, an dem die Kopie zum Original geworden ist. Hanna Hedman, Bruno Pocheron, Isabelle Schad und Ben Anderson zeigen, wie sich der postmoderne Körper in seinen kulturellen Inszenierungen selbst ironisiert. Das Echte war nie echt und so kann es auch keine Fälschung sein, oder? Gleich einem Flugsimulator lädt California Roll ein, Vogelperspektiven und schnelle Sturzflüge über einer Landschaft aus kapitalistischem Restmüll zu erleben. ____________________________________________________________________________ __ Koproduktion: TanzWerkstatt/Berlin, Tanz im August/Berlin, Monty/Antwerpen. Mit Unterstützung von: Mime Zentrum/Berlin, Voxxx/Chemnitz. Dank an: Deutsches Rotes Kreuz/Spandau. Fr 08. Apr. 20.00h Sa 09. Apr. 20.00h WORLD CAFÉ Tanzquartier Wien / Halle G Konzept dieser Worldcafé Version: Livia Daza-Paris (CAN/VEN) in Zusammenarbeit mit den TeilnehmerInnen am North /South Research: Benoît Lachambre (CAN), Gustaff Harriman (ID), Nukila Amal (ID), Otobong Nkanga (NG/NL), Barbara Kraus (A), Akemi Takeya (J/A), Faustin Linyekula (CG/F), Milli Bitterli (A), Frans Poelstra (NL/A), Isabelle Schad (D), Nadja Schefzig (A), Moravia Naranjo (VEN/A), Hanna Hedman (F/S), Anita Dusabe (BI), Bénigne (Keke), Kamenyero (BI), Laurentio Q. Arnatsiaq (CAN), Geneviève Pepin (CAN) Moderation: Benoît Lachambre und Livia Daza-Paris Raum: Simon Frearson (GB/A) In englischer Sprache Das Café ist in vielen Kulturen ein Ort der Kommunikation, der Begegnung, des sozialen und philosophischen Austausches. Das 1995 in Kalifornien entwickelte World Café Format wird hier für das NORTH/SOUTH Lab aufgegriffen und modifiziert - theoretische Beiträge alternieren mit künstlerischen Aktionen. Das Herzstück der beiden dreistündigen Sitzungen bildet jeweils ein Thema, das in offenen Diskussionsrunden verhandelt wird. Ziel des World Cafés ist , in einer Atmosphäre der Fragekultur und Offenheit künstlerische Strategien für den Abbau von Machtstrukturen zu entwickeln. Im knapp zweiwöchigen NORTH / SOUTH Researchprojekt befassen sich die eingeladenen KünstlerInnen eingehend mit den Fragestellungen des World Cafés. Ihre Arbeitsergebnisse bilden die Grundlage der öffentlichen Diskussionsrunden. “Das World Café ist eine Metapher. Es ist ein Image, ein Szenario von Möglichkeit, ein innovatives Werkzeug und eine Methode, um kollektive Intelligenz und kreative Zukunft zu generieren." (www.theworldcafe.com ) WORLD CAFÉ (1) Fr 08. Apr. 20.00h Tanzquartier Wien / Halle G Thema: Die Rolle der Kunst bei der Vermittlung und Förderung einer Kultur des Friedens und der Diversität Impulsreferate von: · Sarat Maharaj (GB) - Kunsthistoriker; Professor für Visual Art and Knowledge Systems an der Universität Lund, Co-Kurator der Documenta XI · Christian Kravagna (A) - Kunsthistoriker, Kritiker, Autor, Herausgeber diverser Publikationen Künstlerische Beiträge von: · Gustaff H. Iskandar (ID) - bildender Künstler und community worker aus Bandung, Indonesien · Barbara Kraus (A) - Choreografin, Performerin aus Wien · dezentrale medien (Eva Dertschei, Petja Dimitrova, Carlos Toledo, Borjana Ventzislavova ), Projektgruppe für den Austausch unterschiedlicher sozialer, ästhetischer und technischer Erfahrungen. · Nadja b. Schefzig (A) - freie Wissenschaftlerin, Autorin und Dramaturgin aus Wien · Anita Dusabe (BI) - lebte vor ihrer Flucht in in Burundi als Medizinstudentin. Sie wartet auf den Bescheid ihres Asylantrages. Künstlerische Zusammenarbeit mit Barbara Kraus und Nadja b. Schefzig. · Bénigne (Keke) Kamenyero (BI) - Studium der französischen Literatur. Flüchtete aus Burundi nach Österreich. Sie wartet auf den Bescheid ihres Asylantrages. Künstlerische Zusammenarbeit mit Barbara Kraus und Nadja b. Schefzig. WORLD CAFÉ (2) Sa 09. Apr. 20.00h Tanzquartier Wien / Halle G Thema: Wie fördern wir die Repräsentation und die Vision der Vielfalt von der Reflexion bis zur Aktion? Impulsreferate von: · Ute Meta-Bauer (A) - Professorin und Institutsvorständin des Instituts für Kunst und Kulturwissenschaften (IKW) an der Akademie der Bildenden Künste Wien. Co-Kuratorin der Documenta XI, künstlerische Leiterin der 3. berlin biennale für zeitgenössische kunst. · Emese Suvecz (HU) - Kuratorin und Frauenrechtsaktivistin aus Budapest , Mitarbeiterin von KMKK und NANE Künstlerische Beiträge von: · Nukil Amal (ID) - Schriftstellerin aus Jakarta, Indonesien · Timea Junghaus (HU) - Künstlerin und Kuratorin aus Budapest, engagiert für die Rechte der Roma · Lisl Ponger (A) - Filmemacherin;, Gastprofessorin für künstlerische Fotografie an der Universität für Angewandte Kunst in Wien · Höll-Boyraz Songul (T/A) - bildende Künstlerin aus Wien · Petja Dimitrova (BUL /A) - bildende Künstlerin, Mitglied der Projektgruppe dezentrale medien ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND KOMMENTARE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 10 An Open Letter von: ================================================ Jerzy Wisniewski BahnhofgÜrtel 16/14 8020 Graz Austria PLEASE HELP US STOP ETHNIC CLEANSING IN AUSTRIA !!! An Open Letter to the Austrian Minister of Justice Mrs. Mag. Karin Miklautsch Dear Minister, I, Jerzy Wisniewski, a Pole by origin and my wife, Kata, born Croatian, would like to make an appeal to you (or the right unit of your Department) to remove the trier Ms Dalia Tanczos from the civil case No. ZV 1C1364/00a, on the basis of Article 19 of JN. The judge defied all applicable laws by simply criminal manipulation of the course of "lawsuit" with the assistance of so-called "our lawyers" and other officials connected with the case. We accuse the said judge of the following: 1) Discrimination or dismissal of official (Austrian) documents (the complete building act) as evidence in the "lawsuit". 2) Exclusion of the main material witness Mr Fabian (seller of the building being the subject of the case) from testimony, or alternatively disregard for the existing record of an "interrogation" by the Gendarmerie (criminal department) of Graz on 20 December 1999. 3) Admission of false statements as evidence - even though the discrepancies are unambiguous. The statements were provided by Dipl. Ing. Schalk (illegal and arbitrary measurements), Dipl. Ing. Gugenberger (false data) and Dipl. Ing. Rinner (his false "court opinion" - see: report of 10 June 2002, which does not admit official Austrian documents, such as the building act, cadastral survey, ABB map and the testimony by the main witness). 4) Indifference towards repeated arbitrary measurements performed by Mr Rinner - see: bill of 11/06/2002 (including Mr Schalk's fraud) in order to generate a maximum possible invoice sum. 5) Dismissal of material evidence (Mr Rinner's letter dated 10/09/2002) related to false testimonies given by the accused party as far as the so-called "order to carry out additional direct measurements" on our land was concerned (although he had already had all necessary data). 6) Forcing a "settlement" upon us under the threat of introduction of a guardian if we denied to sign it. The idea of the "settlement" was to devaluate the house and thus to acknowledge all false statements used by the accused party in the "lawsuit". Furthermore, we would like to put formal motions for: 1) Reopening of criminal proceedings (Art. 530 ZPO) regarding case no. 13EVr2447/99-219/00, in which the same false statements were used as evidence, whereas the official state documents - similarly to the civil proceedings - had not been admitted by relevant officials. 2) Instituting disciplinary proceedings against the barristers who represented us, for manipulating the course of procedure by wilful negligence of main evidence and material witnesses in the case. 3) Taking appropriate measures against the Chamber of Lawyers in Graz, who did not undertake any disciplinary action when its lawyers behaved in such a disgraceful manner. PS We are kindly asking you to intervene on our behalf at the Ministry of Internal Affairs to cease the groundless prosecution of my family! Unexpected visits at home, unaccountable for the police themselves, are highly dubious in these circumstances. What is the life of an alien citizen of Austria worth !? The silence for the part of the police can only be understood as a failed liquidation action performed to keep us quiet! We are no criminals. We are VICTIMS of the crimes. (Details: http://katastaz.w.interia.pl ) Signed: Victims of an organised crime of ethnic cleansing in Austria Family J.K. Wisniewski This letter has been translated into 5 languages: German, Polish, Croatian, English and French. It has been sent to most Presidents, political parties and magazines in Europe, the USA, Australia and Vatican. ================================================ 11 Frankreichs Grüne kritisieren Schüssel wegen Nichtentschä digung homosexueller NS-Opfer von: ================================================ Medienaussendung der Homosexuellen Initiative (HOSI) Wien vom 17. März 2005: ÖVP/Nationalsozialismus/Gedankenjahr/Homosexualität/HOSI Wien Schüssel-Besuch in Paris: Französische Grüne kritisieren Nichtanerkennung homosexueller NS-Opfer durch Österreich In einer Medienaussendung haben gestern die französischen Grünen den Umstand kritisiert, dass Österreich die homosexuellen NS-Opfer immer noch nicht wie andere Opfergruppen nach dem Opferfürsorgegesetz (OFG) anerkennt und entschädigt. Frankreichs Grüne haben daher Präsident Jacques Chirac ersucht, den heutigen Besuch Bundeskanzler Schüssels in Paris zum Anlass zu nehmen, die österreichische Bundesregierung aufzufordern, die wegen ihrer Homosexualität vom NS-Regime Verfolgten genauso wie die anderen Opfergruppen - nämlich im OFG - anzuerkennen. "Durch die starre, unverständliche und wirklich nicht mehr nachvollziehbare Haltung der ÖVP steht Österreich im Ausland wieder als ein Land da, das seine NS-Vergangenheit immer noch nicht vollständig aufgearbeitet hat", erklärt dazu Christian Högl, Obmann der Homosexuellen Initiative (HOSI) Wien. "Österreichs vor fünf Jahren entstandene Image-Probleme sind ja längst nicht vorbei, auch wenn die Besuche Schüssels in Paris und Kanzlers Schröders morgen in Wien von vielen Medien in patriotischer Aufwallung jetzt gerne als Beweis für das Gegenteil angeführt werden. Aber wie z. B. die Abwahl Walter Schwimmers (ÖVP) vom Posten des Generalsekretärs des Europarats im Vorjahr zeigt, kann längst keine Rede von einer Normalisierung sein." "Es kann doch 60 Jahre nach Befreiung vom Nationalsozialismus der ÖVP wirklich kein Stein aus der Krone fallen, auch den homosexuellen NS-Opfern einen Rechtsanspruch auf Entschädigung nach dem OFG zuzuerkennen", meint Obfrau Bettina Nemeth. "Die 1995 erfolgte Berücksichtigung im Nationalfondsgesetz kann die Anerkennung im OFG nicht ersetzen. Der Nationalfonds kann bedürftigen Opfern Leistungen gewähren, dabei handelt es sich also um eine Art Almosen, aber um keinen Rechtsanspruch der Betroffenen!" Link: http://lesverts.fr/article.php3?id_article=2246 Rückfragehinweise: Christian Högl, Obmann: Tel. 0699-11811038; Bettina Nemeth, Obfrau: Tel. 0699-11965265; Kurt Krickler, Generalsekretär: Tel. (01) 5451310 oder 0664-5767466; office at hosiwien.at; www.hosiwien.at ================================================ 12 Wir suchen Geschädigte der diplomatischen Immunität von: ================================================ Lieber MUND, als Verein zur Förderung des Gewerbes dürfen wir uns vorstellen. Wir unterstützen Gewerbetreibende in der schwierigen Zeit der Selbstständigkeit. Ein immer häufiger auftretendes Phänomen ist die schlechte Zahlungsmoral in der Gesellschaft. Allen voran dürften dabei Diplomaten ihre Immunität nutzen, Handwerker mit keiner oder einseitig gekürzter Zahlung massiv zu schädigen. Bevor wir diese Thematik verstärkt bearbeiten, suchen wir nach Unternehmen oder Personen, die durch Ihre Tätigkeit für Diplomaten schwer zu Schaden gekommen sind. Objektivität wollen wir in dieser Sache sichern. Dabei wollen wir natürlich nicht die Gerichte ersetzen. Jedoch kommt es selten bei Diplomaten zu Gerichtsverfahren. Deshalb unser Aufruf: Nennt uns solche Fälle - oder besser - bittet jene Betroffenen mit uns Kontakt aufzunehmen. Absolute Vertraulichkeit können wir zusichern - wenn es gewünscht wird. Günther Koller Generalsekretär g.koller at meister-team.at VZFG - Verein zur Förderung des Gewerbes e.V. A-1170 Wien, Nesselgasse 3/3/1 vzfg-zentrale at web.de +49-1212-5-862-75-418 +43-699-11423627 www.vzfg.at.tt ================================================ 13 BSV: Frauen in allen Bereichen fördern! von: ================================================ Pressemeldung der BundesschülerInnenvertretung Bildung/Schulen/BSV/Frauen/Parlament Freitag, 18.3.2005 BSV: Frauen in allen Bereichen fördern! Utl.: SchülerInnenvertreterinnen beraten im Parlament Am österreichweiten Frauenparlament berieten SchülerInnenvertreterinnen aus ganz Österreich darüber, wie Frauen bereits möglichst früh unterstützt werden können: „Gleichberechtigung ist zwar formal durch die Verfassung vorgeschrieben. In der Realität schaut es jedoch anders aus. Dem müssen wir entgegenwirken“, verweist Bundesschulsprecherin Selma Schmid auf immer noch bestehende Ungleichheiten und veraltete Rollenbilder. Die begonnene Vernetzung fortzusetzen soll hier der erste Schritt sein. In drei Diskussionsrunden diskutierten die Anwesenden SchülerInnenvertreterinnen zunächst die Themenbereiche „Historische Frauenfiguren“, „Politikerinnen in unserer Gesellschaft“ und „Erreichte Rechte für Frauen“. Wichtig war laut Schmid dabei, dass es nicht nur galt „Forderungen zu formulieren, sondern sich untereinander zu vernetzen und Netzwerke zu bilden, die Männerbünden entgegentreten. Schließlich dürfen wir nicht darauf vertrauen, dass alle Männer freiwillig ihre Macht geschlechtergerecht teilen“. Ganz in diesem Sinne soll das Frauenparlament nur der Anfang einer langen Serie an Treffen sein. Hier richtete die Bundesschulsprecherin einen speziellen Dank an die 2. Nationalratspräsidentin Barbara Prammer: „Ohne ihre Unterstützung, die sie auch für die Zukunft zugesichert hat, wäre diese Veranstaltung nicht möglich gewesen. Die wichtigsten Forderungen im Überblick: - Spezielle Förderung von Schülerinnen in technischen Unterrichtsfächern - Frauensprecherinnen an Schulen - Ganztägige Kindergarten- und Volksschulformen - Geschlechtssensible Ausbildung von LehrerInnen - Streichung des § 96 des Strafgesetzbuch (Verbot des Schwangerschaftsabbruches) sowie Ausgliederung des § 97 Strafgesetzbuch (Fristenregelung) aus demselben - Übernahme der Kosten eines Schwangerschaftsabbruches durch die Krankenkassen - Ein selbständiges und aktives Frauenministerium - Gleicher Lohn für gleiche Arbeit Rückfragehinweis: Selma Schmid 0699 / 19208794 Selma Schmid BundesschülerInnenvertretung Schreyvogelgasse 2 1010 Wien 01/531203675 0699 1920 87 94 selma.schmid at reflex.at ================================================ 14 Thesen zur Lage in Ö von: ================================================ D i e p o l i t i s c h e S i t u a t i o n i n Ö s t e r r e i c h mit einer Bilanz der Arbeitskämpfe der letzten Jahre Thesen 1) Die österreichische Kapitalist/inn/enklasse kann mit den letzten Jahren durchaus zufrieden sein. Die Lohnstückkosten sind in Österreich überproportional gesunken, die Profite gestiegen, etwa die der 34 wichtigsten börsennotierten Konzerne von 1,5 Mrd. Euro 2001 über 2,0 Mrd. 2002 auf 2,8 Mrd. 2003 (nach Steuern). Besonders hohe Gewinne hatten 2003 die ERSTE-Bank, die Bank-Austria-Creditanstalt, die OMV, die Telekom und die Austrian Airlines (AUA). Das österreichische Kapital, insbesondere das Bankkapital, gehört zu den größten Investoren in Osteuropa und hat sich in einer Reihe von Ländern festgesetzt. Die Privatisierungen der VOEST, der VA-Tech und von Böhler-Uddeholm (an Konzerne mit besten Regierungsverbindungen wie Raiffeisen und Siemens) wurden über die Bühne gebracht, die von Bundesbahn (ÖBB) und Postbus auf die Schienen gestellt. 2) Gegenüber den Lohnabhängigen in Österreich konnten in der laufenden Legislaturperiode wesentliche Projekte der Bourgeoisie durchgebracht werden. Dazu gehörten vor allem die massiven Verschlechterungen im Bereich der Pensionen, die für Banken und Versicherungen ein zusätzliches Geschäft mit Privatpensionen schaffen, und die sogenannte Steuerreform, die eine weitere Steuerentlastung für das Großkapital bedeutet und für die die Lohnabhängigen wohl nach den nächsten Nationalratswahlen mit einem neuen Sparpaket zur Kasse gebeten werden. Außerdem konnte die Kapitalist/inn/enklasse den direkten Zugriff ihrer Hauptpartei, der ÖVP, auf verschiedene Teile des staatlichen Repressions- und Verwaltungsapparates weiter verstärken. Und die reaktionäre Familienideologie der Konservativen beginnt Wirkung zu zeigen; in Folge des Kinderbetreuungsgeldes (der Förderung der Zuhause-Bleibens ohne ausreichenden Kündigungsschutz statt zum Beispiel dem Ausbau von Kindergärten) ist der Wiedereinstieg von Frauen ins Berufsleben bereits deutlich schwieriger geworden. 3) Damit hat die Bourgeoisie freilich nicht genug. Unter dem Schlagwort der Standortsicherungstehen weitere Angriffe im Bereich der Pensionen, besonders aber eine viel weitergehende Flexibilisierung der Arbeitszeiten (d.h. Verlängerung) auf der Tagesordnung des Kapitals. Zur Sanierung der durch die Steuerentlastung für die Konzerne entstehenden Budgetprobleme wird nach den nächsten Nationalratswahlen wieder die regierungsamtliche Sparsamkeit ausbrechen. Die angebliche Unfinanzierbarkeit der Sozialleistungen werden die Kapitalist/inn/enklasse und ihre Handlanger in der Regierung über kurz oder lang mit weit einschneidenderen Verschlechterungen im Gesundheitsbereich beantworten. In der Bildungspolitik kündigt sich bereits eine noch stärker Klassendifferenzierung an: eine aus den Steuern der Lohnabhängigen subventionierte Elitenbildungund eine Veränderung der Massenausbildung in Richtung reiner Verwertbarkeit fürs Kapital. Dazu kommt eine Verschlechterung der Arbeitsbedingungen für Lehrer/innen. 4) Vor der nächsten Nationalratswahl sind große, die ganze Klasse der Lohnabhängigen betreffende Angriffe eher unwahrscheinlich. Einige weitere mit der Gewerkschaftsbürokratie ausgehandelte Verschlechterungen wie bei den Arbeitszeiten sind aber ebenso möglich wie die Finalisierung der Zerschlagung von Postbus und ÖBB. Wahrscheinlich sind bis zur nächsten Nationalratswahl auch FPÖ/ÖVP-Vorstöße in den Bereichen der Ausländer- und Sicherheitspolitik(vulgo Rassismus und staatliche Repression), mit denen sich auch gut reaktionärer Wahlkampf machen lässt. Beispiele dafür sind die Verschärfung des Asylgesetzes und die hartnäckigen Versuche der Regierungsparteien, die Migrant/inn/enkinder für die schlechten Ergebnisse bei der PISA-Studie verantwortlich zu machen. 5) Insgesamt ist es wie wir schon in den letzten Jahren eingeschätzt haben weiterhin nicht das Projekt der österreichischen Bourgeoisie, die Sozialpartnerschaft, also die systematische Einbindung der Gewerkschaftsbürokratie in die bürgerliche Herrschaft, gänzlich aufzukündigen und die Gewerkschaften a la Thatcher oder Reagan frontal zu attackieren. Vielmehr geht es dem heimischen Kapital um eine Sozialpartnerschaft neu, also um die deutliche Zurückdrängung des gewerkschaftlichen Einflusses bei gleichzeitiger Fortsetzung der Einbeziehung der Gewerkschaften. Dabei sind Deals und untergeordnete Zugeständnisse wie die Wahl des Sozialdemokraten Franz Bittner zum Chef der Trägerkonferenz des Hauptverbandes der Sozialversicherungen in Absprache mit der ÖVP immer wieder möglich. 6) Auf der Ebene des politischen Personals will die überwiegende Mehrheit der Kapialist/inn/enklasse weiterhin ihre Hauptpartei, die ÖVP, in der Regierung halten. Diese Partei hat sich in den letzten Jahren im Sinne der bürgerlichen Klasseninteressen außerordentlich bewährt und sich trotz der massiven Angriffe auf große Teile der österreichischen Bevölkerung bemerkenswert gut gehalten. Zwar hat die ÖVP die Landesregierung von Salzburg verloren, ist der Finanzminister Grasser etwas angeschlagen und brachte die PISA-Studie die Regierung in der Bildungspolitik in die Defensive, aber insgesamt ist die ÖVP stabil, wird von der Schüssel-Clique straff geführt und konnte bei etlichen Regionalwahlen sogar zulegen. 7) Die FPÖ war für das österreichische Kapital ein brauchbarer Hebel zum Brechen der sozialpartnerschaftlichen Verkrustungenund zur nationalistischen Verhetzung von Teilen der Lohnabhängigen. Aber als bürgerliche Hauptpartei erwies sich die FPÖ als zu unberechenbar, zu instabil und zu sehr innerlich gespalten, ihre Wurzeln in den bürgerlichen Schichten sind zu schwach, die Abhängigkeit vom rechtspopulistischen Zuspruch von unteren Schichten zu groß. Sie taugt zumindest als williger Mehrheitsbeschaffer für die Schüssel-Regierung. Und immerhin hat sich die angeschlagenen FPÖ, die einen erheblichen Teil der Protestwähler/innenseit der Regierungsbeteiligung wieder verloren hat, nun aber im Bereich von 8-10% der Stimmen gefangen, als etwa doppelt so stark wie in der Vor-Haider-Periode. In Kärnten konnte sie sogar an Stimmen zulegen und die rechte Reorganisierung der Wiener FPÖ ist durchaus ein ernsthafter Versuch. Im Falle einer beschleunigten Zersetzung der FPÖ ist die Entstehung einer offen rechtsextremen Partei aus einem ihrer Teile mittelfristig auch eine Möglichkeit. Dass dafür ein gewisses Potential vorhanden ist, zeigt die Tatsache, dass die zuletzt eher marginalisierten faschistischen Grüppchen in den letzten 2-3 Jahren wieder einen gewissen Aufschwung erleben. 8) Die Grünen als bürgerlich-liberale Partei fahren einen staatstragenden Rechtskurs. Der Eintritt in die oberösterreichische Regionalregierung mit der ÖVP und die Zufriedenheit beider Seiten mit diesem Experimentzeigt, dass die Kombination ÖVP-Grüne auch für die Bundesebene eine realistische Koalitionsoption ist. 9) Die SPÖ hat ihre staatstragende Politik weiter fortgesetzt. Sie verfügt, wie auch ihre deutsche Schwesterpartei eindrucksvoll demonstriert, über keine grundsätzliche politische Alternative zur patriotischen Standortlogik. Sie war und ist bereit, bei den Verschlechterungen bei Budgetsanierung, Pensionen, Gesundheitsversorgung und Arbeitszeitflexibilisierung konstruktivmitzuarbeiten, und sicherlich ebenso bereit, im Bedarfsfall erneut mit der ÖVP in eine Regierung zu gehen, wie das in Salzburg (trotz der Möglichkeit zu Rot-Grün) bereits vorexerziert wird. Die SPÖ konnte zwar bei den meisten Wahlen der letzten Jahre zulegen, der wieder etwas ansteigende elektorale Zuspruch der Lohnabhängigen ist allerdings wenig begeistert; viele wählen die SPÖ resignierend ausschließlich als kleineres Übelgegenüber der offen bürgerlichen Rechtsregierung. In der SPÖ gibt der rechts-modernistische Flügel um Gusenbauer, Cap und die Landeshauptleute von Salzburg, Wien und Burgenland (Burgstaller, Häupl und Niessl) trotz Unzufriedenheit bei manchen Funktionären eindeutig den Ton an. Eine Sonderrolle spielt die rechte Kärntner SPÖ, die ebenfalls mit einer offen bürgerlichen Partei koaliert, nämlich den Steigbügelhalter für FP-Haider abgibt. Die sozialdemokratischen Traditionalist/inn/en (der oberösterreichische SP-Parteichef Haider und Teile der sozialdemokratischen Gewerkschaftsfraktion FSG) haben zwar teilweise beim letzten Bundesparteitag weit bessere Ergebnisse erzielt als Gusenbauer, sie führen aber keinen Kampf um die Führung der Partei und haben sich mit ihrer Rolle als Minderheit arrangiert. Eine SPÖ-Linke, die fast ausschließlich auf einige Bereiche der geschwächten Jugendorganisationen beschränkt ist, spielt in der Gesamtpartei keine relevante Rolle. 10) Mit der Pensionsreformhat die österreichische Rechtsregierung 2003 massive Einschnitte durchgesetzt. Dagegen führte der ÖGB die größten Mobilisierungen seit Jahrzehnten durch eine Demonstration von etwa 200.000 Menschen bei strömendem Regen und Hagel Mitte Mai und einen eintägigen GeneralstreikAnfang Juni. Das war einerseits auf massiven Druck von unten zurückzuführen (immerhin war von den Angriffen die ganze Klasse betroffen), andererseits auch darauf, dass es die Gewerkschaftsbürokratie nicht akzeptieren wollte, als Verhandlungspartner für eine sozialpartnerschaftliche Pensionsreform übergangen worden zu sein. Die Mobilisierungen standen dann auch immer unter Kontrolle der ÖGB-Führung, die sobald der Dampf abgelassen war die Sache wieder abdrehte. Sie gab sich so mit einigen kosmetischen und zeitliche begrenzten Zugeständnissen bereit und schob die Verantwortung dem Parlament zu (mit der lächerlichen und folgenlosen Drohung, sie werde das Abstimmungsverhalten der einzelnen Abgeordneten veröffentlichen). 11) Die Privatisierungen von VOEST und VA-Tech wurden von den Gewerkschaften weitgehend kampflos hingenommen. Beim Postbus hingegen gab es seit 2001 immerhin sieben Streiks (einer davon sogar ein 24-stündiger Solidaritätsstreik mit den ÖBB-Beschäftigten). Die Ursachen dafür waren die unmittelbare Absehbarkeit der Zerschlagung des Unternehmens, vor allem aber der für österreichische Verhältnisse äußerst kämpferische Zentralbetriebsrat Robert Wurm. Unter seiner Führung haben sich die Postbus-Fahrer/innen lange gewehrt (bis hin zur Stürmung einer Vorstandssitzung und zur Zusammenarbeit mit radikalen Linken). Letztlich ist aber auch dieser Widerstand gescheitert, vor allem deshalb, weil der Postbus vom ÖGB im Stich gelassen wurde. Freilich ging auch Wurm nicht über eine reformistische Logik hinaus. Trotz deutlicher Kritik an der SP-Führung hat er nicht mit der sozialdemokratischen Gewerkschaftsbürokratie gebrochen. Im wesentlichen wurde auch eine Vertretungspolitik fortgesetzt und war die Selbstorganisation der Basis (etwa in Kampfkomitees) kaum entwickelt. Schlussendlich musste sich so auch dieser kämpferische Betriebsrat mit Privatisierung/Zerschlagung abfinden und mit einem (später auch wieder angreifbaren) Kündigungsschutz für die jetzigen Fahrer/innen zufrieden geben. 12) Die Restrukturierung der ÖBB war ein langes Ziel der österreichischen Bourgeoisie. Sie hat dabei den verheerenden britischen Weg der Zerschlagung in konkurrierende Firmen gewählt auch um den starken Einfluss der Eisenbahner/innen/gewerkschaft (GdE) zu brechen. Es geht dem Kapital einerseits um Anlagemöglichkeiten bei den profitablen Teilen der Bahn, andererseits um billigere Transportkosten für die Konzerne durch niedrigere Personalkosten bei der Bahn; schließlich werden durch die bahnfeindliche Verkehrspolitik der Rechtsregierung auch die Interessen der Frächterlobby bedient. Nach einem 12-stündigen Streik Anfang November 2003 wurde schließlich Mitte November ein 2 ½-tägiger Streik durchgeführt, der ein erhebliches Potential hatte und begann Wirkung auf die Industrie zu zeigen. Statt den Kampf nun konsequent fortzusetzen und gegenüber der ÖGB-Spitze durch Entschlossenheit eine Ausweitung einzufordern, brach die GdE-Führung den Streik ab. Ihre Kapitulation, d.h. die Akzeptanz der Zerschlagung des Unternehmens, wurde zynischerweise auch noch als Sieg verkauft, weil das Dienstrecht (der Kündigungsschutz) vorerst blieb. Der Streikabbruch konnte von der GdE-Führung widerstandlos durchgesetzt werden, da es trotz großer Unzufriedenheit der Beschäftigten keine eigenständigen Aktivitäten gab. Die Gewerkschaftsbürokratie verhinderte durch die gezielte Zersplitterung auf den Dienststellen und den Verzicht auf öffentliche Mobilisierungen auch erfolgreich jede Dynamik von unten. Die GdE-Spitze konnte so diesen Kampf in die Niederlage führen was zu Demoralisierung bei vielen Eisenbahner/innen führte und dazu, dass sich ein Aufbrechen auch des ÖBB-Dienstrechtes durch Vorstand und Regierung bereits ankündigt. 13) Bei der AUA begannen die Angriffe bereits im Herbst 2001. Mit Verweis auf die Krise der Luftfahrtbranchewurden Opfer der Belegschafteingefordert, was auch zu einem Lohnverzicht führte. Der Vorstoß des Vorstandes Anfang 2003, den Kollektivvertrag in Hinblick auf Bezahlung und Arbeitszeiten zu verschlechtern, führte zu Betriebsversammlungen und schließlich zwischen August und November 2003 zu vier Streiks des Bordpersonals. Geführt wurden die Streiks durch ein gewähltes Streikskomitee, das nicht eigenmächtig, sondern nur in Rücksprache mit der Belegschaft agierte. ÖGB-Chef Verzetnitsch versuchte gemeinsam mit der Wirtschaftskammer-Chef Leitl abzuwiegeln. Die Streikenden wurden anfänglich vom ÖGB über die Anerkennung des Streiks im Unklaren gelassen und Verzetnitsch beteiligte sich sogar am versuchten Ausspielen des Bodenpersonals gegen das Bordpersonal. Der nicht nur gegen den Vorstand, sondern auch gegen die ÖGB-Führung geführte Streik brachte schließlich einen Teilerfolg: Beim Gehalt konnte die Beschäftigten ihre Errungenschaften verteidigen, bei der Arbeitszeit gaben sie nach. Die Auseinandersetzung um die konkrete Realisierung des Ergebnisse führte erneut zu Betriebsversammlungen (zuletzt im Februar 2005). 14) Insgesamt hat die ÖGB-Bürokratie die meisten Kämpfe der letzten Jahre in die Niederlage geführt. Das war durch die weitgehende Kontrolle dieser Bürokratie über die Beschäftigten möglich. Ansätze zur Selbstorganisation gab es nur rudimentär: bei der AUA, bei den Lehrer/inne/n und bei den Fahrradbot/inn/en von Veloce, die in ihrem kleinen Bereich einen weitgehend erfolgreichen Streik führten. Die Gewerkschaftslinke ist nicht zu einer Herausforderung der ÖGB-Führung in der Lage und überdies zersplittert. Einige linke FSGler/innen haben in ihrer Fraktion wenig zu sagen. Bei den Lehrer/inne/n ist die Selbstorganisation wieder stark zurückgegangen; die Unabhängige Bildungsgewerkschaftblieb im wesentlichen regional beschränkt und hat wieder an Bedeutung verloren. Der Gewerkschaftliche Linksblockist schwach und auch in einer bürokratische Vertretungslogik gefangen. Das selbe gilt für die den Grünen nahe stehende Unabhängigen Gewerkschafter/innen; sie sind reformistisch und bürokratisiert. Die von Linksradikalen initiierten Komitees (FSG-Zorn bzw. Plattform für kämpferische und demokratische Gewerkschaften) verfügen kaum über eine eigenständige politische Verankerung in der Basis und sind stark auf die wohlwollende Kooperation von Betriebsratskontakten angewiesen. 15) Der ÖGB ist eine bürokratisch beherrschte Struktur. Die Delegierten bei den Kongressen werden von den Führungen bestimmt und wählen wieder die Führungen. In den meisten Gewerkschaften gibt es keine Basisversammlungen. Durch zahlreiche Posten (Sozialversicherungen, Aufsichtsräte, Parlament) sind die Gewerkschaftsbürokrat/inn/en ein Teil des bürgerlichen Systems geworden und sind es trotz Zurückdrängungen auch weiterhin. Die politische Logik der Gewerkschaftsbürokratie ist die der Verwaltung des österreichischen Kapitalismus und seines Staates. 16) Darüber hinaus ist der ÖGB auch Teil der Kapitals selbst. Er besitzt zu 100% die Banken BAWAG und PSK, zwei der größten Banken das Landes (und die Verschlechterungen, gegen die die Beschäftigten von BA-CA jetzt kämpfen, haben die bei der BAWAG schon längst) und einige kleinere Banken (Sparda-Bank, Verkehrskreditbank, Kapital- und Wertbank). Fast alle Teilgewerkschaften besitzen Immobiliengesellschaften, allein die Privatangestelltengewerkschaft GPA verfügt über 6.000 Wohnungen, 2.800 Garagen und 100 Geschäftslokale (mit einem Buchwert von 400 Millionen Euro) und sie betreiben diese Gesellschaften im wesentlichen auch wie normale kapitalistische Unternehmen. Der ÖGB ist (inklusive den BAWAG-Anteilen) mit 20% nach der Republik der größte Einzelaktionär an der Nationalbank. In seinem Eigentum ist die Privatstiftung Solidarität (Druckerei, Medienbeteiligungen, Buchvertrieb, Immobilienmanagement, Finanzverwaltung) ebenso wie Hotels, Ferienanlagen und 41% des Privatfernsehens ATV. Damit hat der ÖGB auch die Interessen einer Kapitalgruppe und handelt im überwiegenden Teil auch danach. Das hat nur zu deutliche Auswirkungen auf seine Politik. 17) Die ÖGB-Bürokratie ist so ins System integriert, über so viele Kanäle mit der Bourgeoisie verbunden, dass von ihr auch in Zukunft keine klassenkämpferische Politik zu erwarten ist. Obwohl sie ein Interesse hat, ihre Basis (die Beitragszahler/innen und den Einsatz bei sozialpartnerschaftlichen Deals) zu halten, wird sie weiter bereit sein, diverse asoziale Angriffe konstruktivmitzuverwalten. Wichtig ist der ÖGB-Spitze vor allem, dass sie als Verhandlungspartner an Bord bleibt, denn das ist ihre Existenzberechtigung. Eine Revolutionierung solcher Gewerkschaften ist also ein langfristiges Projekt. 18) Die Mitgliederzahl des ÖGB ist von 1,44 Millionen im Jahr 2000 auf 1,38 Millionen im Jahr 2004 gesunken und das obwohl die Zahl der Beschäftigten in Österreich gestiegen ist; außerdem ist der Zahl der Pensionist/inn/en unter den Gewerkschaftsmitgliedern weiter gestiegen. Trotz der Kapitulationspolitik der sozialdemokratischen Gewerkschaftsführung konnte die FSG bei den Arbeiterkammerwahlen im Mai 2004 um 5,9% auf 63,4% zulegen. Das ist einerseits ein Reflex gegen die ÖVP/FPÖ-Rechtsregierung, andererseits drückt es auch das niedrige Bewusstsein in der Mehrheit der Arbeiter/innen/klasse aus (sodass radikalere Optionen für die meisten jenseits des politischen Horizonts liegen) und es zeigt, dass die Mehrheit der Lohnabhängigen trotz aller Enttäuschung mit dem sozialdemokratischen Ausverkauf keine Alternative sieht. Die österreichische Arbeiter/innen/klasse verfügt heute über keine gesellschaftlich relevante Organisation, die auch nur einigermaßen ihre Interessen vertritt. 19) Die politischen Kräfte links von Grünen und Sozialdemokratie sind in Österreich ausgesprochen schwach. In der KPÖ haben sich nach der Niederlage beim Treuhandprozess, der Reduzierung des die verschiedenen Gruppen verbindenden Apparates und der Kündigung von vielen Parteiangestellten die innerparteilichen Konflikte weiter zugespitzt. Die pluralistischgewendete bürokratische Fraktion um Baier und Graber hat durch ihren exklusiven Zugriff auf den Restapparat und die weiter beträchtlichen Finanzmittel klar die Kontrolle über die Partei und führt sie ins zivilgesellschaftliche Nirwana. Die stalinistische Fraktion bröckelt nach dem manipulierten Delegiertenparteitag der Parteiführung im Herbst 2004 zunehmend aus der KPÖ und versucht sich teilweise als kleine Gruppe außerhalb zu formieren. Die steirische Landesorganisation der KPÖ, die als einzige eine relevante Verankerung hat und die weder zivilgesellschaftlich noch stalinistisch orientiert ist, betreibt lokal erfolgreich eine Art traditionell-sozialdemokratische Vertretungspolitik. 20) Die Reste der autonomen Szene haben sich überwiegend zu einer halbpolitischen Subkultur entwickelt. Teile der Autonomen und der KPÖ-Mehrheit werden ebenso wie Teile der (seit der erheblich selbstverschuldeten Niederlage im Jahr 2000 angeschlagenen) studentischen Linken von den (in Österreich weiterhin sehr schwachen, aber über gute Kontakte zum liberalen Establishment verfügenden) Antideutschenin Richtung linkeRechtfertigung der imperialistischen Aggressionen von USA&Co. beeinflusst. Diese Linkensind letztlich zu liberalen und teilweise rassistischen Fußtruppen des imperialistischen Herrschaftssystems verkommen. Die stalinistischen und antiimperialistischenGruppen sind weiter sehr klein, aber stabil und könnten durch KPÖ-Splitter etwas verstärkt werden. Die türkischen/kurdischen stalinistischen Organisationen sind personell deutlich stärker, existieren aber überwiegend neben der restlichen Linken. 21) Die Organisationen mit trotzkistischemHintergrund dominieren zwar weiterhin in der österreichischen radikalen Linken, haben aber in den letzten 2-3 Jahren insgesamt etwa stagniert. Ungeduld mit der gesellschaftlichen Isolation und falsche politische Positionen führten in diesem Spektrum trotz Bezug auf revolutionäre Traditionen zu unterschiedlichen Anpassungen an verschiedene politische Kräfte: zu einer Anpassung an die Sozialdemokratie ebenso wie zu Illusionen etwa in die Chavez-Regierung in Venezuela, zu trügerischen Hoffungen in die Sozialforen ebenso wie zu antiamerikanischem Opportunismus gegenüber arabisch-nationalistischen und islamistischen Antiimperialist/inn/en. Und Voluntarismus führt bei vielen Gruppen dazu, dass sie sich selbst etwas vormachen über ihre Einflussmöglichkeiten auf gesellschaftliche Entwicklungen. Die Folge ist immer wieder Enttäuschung bei Teilen der Mitgliedschaft. 22) Die subjektiv revolutionäre Linke in Österreich verfügt heute de facto über keine Verankerung in den Betrieben und in der Arbeiter/innen/klasse insgesamt. Für marxistische Revolutionär/innen stellt dieser Zustand eine dramatische Schwäche dar. Zu überwinden ist das nicht durch die eine oder andere geschickte Kampagne oder über das Vehikel einer reformistischen Organisation, sondern nur über einen langfristig angelegten und systematische Organisationsaufbau, der sich auf theoretische Stärke und Kaderausbildung stützt und sich auf eine eigenständige politische Verankerung in der Klasse orientiert. Im Rahmen dieses Konzeptes konnten wir unsere eigene Organisation in den letzten 2-3 Jahren ein Stück weiter vergrößern und vor allem politisch vereinheitlichen. Der Kaderkern ist breiter und stärker geworden und auch in der Theoriearbeit konnten wir einige Fortschritte machen. Trotzdem bleibt die AGM natürlich noch immer eine sehr kleine Organisation, die in der Klasse, die das einzig mögliche Subjekt zur Überwindung des Kapitalismus darstellt, in der Arbeiter/inn/enklasse, keine reale Kraft darstellt. Wir sehen uns als Teil des Spektrums von subjektiven Revolutionär/inn/en, die nach bestem Wissen und Gewissen versuchen, eine revolutionäre Organisation aufzubauen, die das Ziel hat, die kapitalistische Klassenherrschaft zu stürzen. Wir sind überzeugt, dass eine neue revolutionäre Internationale nur durch einen Umgruppierungsprozess in diesem Spektrum in Wechselwirkung mit verschärften Klassenkämpfen entstehen kann. In diesen zukünftigen Prozess wollen wir mit einer politisch und numerisch möglichst starken Organisation eintreten. Miodrag Jovanovic und Eric Wegner (beschlossen von der 13. Konferenz der Arbeitsgruppe Marxismus, 12. März 2005) www.agmarxismus.net ================================================ 15 ÖDFI-Stellungnahme von: ================================================ Das Österreichische Dialogforum für Israel ist über die gewalttätige Verhinderung einer Veranstaltung des Café Critique und der Studienrichtungsvertretung Politikwissenschaft über das iranische Atomwaffenprogramm am 9. März 2005 in Wien empört. Dass ca. 30 Personen von sogenannten antiimperialistischen und kommunistischen Kleingruppen mit einem Angriff auf das demokratische Recht der Versammlungsfreiheit erfolgreich sein können, ist untragbar. Es ist kein Zufall, dass sich die Angreifer den Vortrag von Thomas Becker Der Iran und die Bombe als Ziel ihrer Attacke gewählt haben. Eine iranische Atombombe bedroht vor allem Israel. Und die extremistischen Kräfte um die Antiimperialistische Koordination (AIK) und diverse kommunistische Sektierer betreiben seit vielen Jahren eine Politik der Dämonisierung und Delegitimierung Israels und sympathisieren gleichzeitig mit dem gegen Israel gerichteten Terrorismus. Davon zeugen auch die "Intifada, Intifada" - Sprechchöre, die nach der Aktion vor dem Veranstaltungslokal skandiert wurden. Dass in der Internetplattform Indymedia für solche antiisraelischen und letztlich auch antisemitischen Aktionen offen mobilisiert werden kann und zugleich Gewalttaten wie die erfolgreiche Sprengung der Veranstaltung am 9. März 2005 den österreichischen Medien und der politischen Öffentlichkeit unseres Landes keinerlei Beachtung wert sind, ist in hohem Maße betrüblich. Das Österreichische Dialogforum für Israel möchte den betroffenen Veranstaltern seine Solidarität ausdrücken. Wien, 16. März 2005 Vorstand des Österreichischen Dialogforums für Israel www.israelforum.at Nähere Informationen: http://www.cafecritique.priv.at http://www.univie.ac.at/politikwissenschaft/strv/ ================================================ 16 Widerstandsphotos von: ================================================ Widerstandsphotos Wir suchen anläßlich des fünfjährigen Jubiläums der Widerstandsbewegung Photos von damals. Konkret suchen wir Photos, wo die AL in irgendeiner Form drauf ist (Demoblöcke, Pallas-Athene-mit Transpi-Beklettern, Schilder, Transparente, ...) Im damaligen Trubel hat sich das natürlich niemand runtergeladen, mittlerweile sind die meisten Seiten aber aus dem Netz verschwunden. Zum Dank gibt die AL auf unserem "5 Jahre Widerstand. Dance against the government"-Fest am 4.2. im Amerlinghaus (Stiftgasse 8, 1070 Wien) für mitgebrachte oder vorher gemailte Photos einen an die widerständigen PhotographInnen aus. Vielen Dank für die Hilfe! ================================================ 17 Freiheit für Sandra Bakutz von: ================================================ Liebe KollegInnen! LehrerInnen für Frieden wenden sich im Fall Sandra Bakutz an Dr. Heinz Fischer! Bitte unterstützt diese Petition und sendet den Text zahlreich an Heinz.Fischer at hofburg.at ! Freiheit für Sandra Bakutz! Sehr geehrter Hr.Bundespräsident Dr.Heinz Fischer! Mit dem Ausdruck größter Sorge möchten wir Sie auf die beängstigende Entwicklung im Falle der Menschenrechtsaktivistin und österreichischen Staatsbürgerin Fr.Sandra Bakutz aufmerksam machen. Fr. Bakutz reiste am 10.Februar 2005 als Mitglied einer internationalen Delegation in die Türkei, um als Beobachterin an einem Verfahren gegen linke Oppositionelle teilzunehmen. Schon am Flughafen wurde sie verhaftet und wird seither in verschiedenen türkischen Gefängnissen festgehalten. Auf Grund der bekannt brutalen Behandlung von Gefangenen in türkischen Gefängnissen machen wir uns ernsthafte Sorgen um die Gesundheit von Fr.Bakutz. Mit Bestürzung sehen wir, wie wenig die österreichischen Behörden bisher bei den türkischen Institutionen interveniert haben. Wir befürchten, dass es wieder einmal zu schweren Fehlern seitens des Außenministeriums, wie schon unter der ehemaligen Außenministerin Dr. Benita Ferrero Waldner, auf Kosten einer österreichischen Staatsbürgerin gekommen ist. Daher wenden wir uns an Sie. Wir ersuchen Sie alles in Ihrer Macht stehende zu tun die Rechte von Fr.Bakutz wieder herzustellen und ihre sofortige Freilassung zu erwirken. Bitte setzen Sie Ihre Autorität als Bundespräsident der Republik Österreich ein um Fr.Bakutz vor der Willkür des türkischen Staates zu schützen. Hochachtungsvoll ================================================ 18 KPÖ: Protest gegen Auflösungsversuch einer kritischen Bezirksorganisation von: ================================================ Presseaussendung der KPÖ Ottakring Thema: Widerrechtlicher Auflösungsversuch der Bezirksorganisation durch die KPÖ-Stadtleitung Wien 1.Einstimmiger Beschluss der Mitgliederversammlung vom 14.03.2005 Erklärung der Bezirksorganisation Ottakring Bereits im Winter vorigen Jahres hat die Wiener Stadtleitung der KPÖ in einem Beschluss festgehalten, dass die KPÖ-Grundorganisation Ottakring „aufgelöst“ sei. Der Versuch, „von oben“ eine „neue KPÖ-Organisation Ottakring zu gründen, scheiterte, da die BO-Mitglieder geschlossen dagegen protestierten und sich niemand fand, der die KPÖ 16 neu gründen wollte. Der Beschluss der Stadtleitung, der inzwischen erneuert wurde, ist obendrein ungültig, da in keiner Fassung des Statuts der KPÖ so ein Durchgriffsrecht bzw. die Auflösung einer Grundorganisation durch eine höhere Leitung verankert ist. Dies alles geschieht, weil es die BO 16 mehrmals gewagt hat, Kritik zu üben, und versucht hat, dem Beschluss des 32. Parteitag nach Abhaltung eines Mitgliederparteitages zum Durchbruch zu verhelfen Die Wiener Stadtleitung verweigert seither jeglichen vernünftigen Dialog, verbreitet die Termine der KPÖ Ottakring nicht mehr über die parteiinternen Medien, sondern droht den Verantwortlichen mit Ihrem Anwalt. Es besteht die Gefahr, dass die Mietverträge für die beiden Parteilokale gekündigt, und damit nicht nur eine der rührigsten Parteiorganisationen, sondern auch die PensionistInnen des Zentralverbandes, die sich regelmäßig montags treffen, sowie die KJÖ delogiert werden. 2.Unterschriftenaktion zur Solidarisierung mit den Ottakringer KommunistInnen Wir, die Unterzeichneten, protestieren auf das Entschiedenste gegen diese rechtlich nicht gedeckte, willkürliche Vorgangsweise der Wiener Stadtleitung der KPÖ und solidarisieren uns mit den Ottakringer KommunistInnen. Für das Recht auf politische Kritik an übergeordneten Leitungen und Funktionären ! Für innerparteiliche Demokratie und Mitbestimmung der Parteibasis ! Volle Rehabilitierung statt Zerschlagung der KPÖ Ottakring ! Hände weg von der Ottakringer Parteiorganisation ! Vor- und Zuname Mitglied KPÖ Organisation/Funktion Unterschrift ================================================ 19 Graz/Gemeinderat/Beschäftigungspolitik/KPÖ von: ================================================ PRESSEMITTEILUNG DES GRAZER KPÖ-GEMEINDERATSKLUBS Donnerstag, 17. März 2005 Arbeitsplätze: KPÖ zeigt Grenzen der Stadtpolitik auf Die KPÖ stimmte in der Grazer Gemeinderatssitzung - wie alle anderen Fraktionen - für einen Dringlichkeitsantrag der SPÖ, in dem die StadträtInnen aufgefordert werden, einen Bericht über beschäftigungssichernde bzw. beschäftigungsfördernde Maßnahmen in ihren Ressorts vorzulegen. Klubobfrau Elke Kahr betonte in ihrer Stellungnahme aber, dass die Zweifel daran, ob diese Maßnahmen Wirkung zeigen und zur Senkung der hohen Arbeitslosenrate in der steirischen Landeshauptstadt führen, mehr als berechtigt sind. Elke Kahr: "Die Stadt Graz müsste als Arbeitgerberin Vorbildcharakter haben. Der beschlossene Einsparungskurs unter dem Titel Aufgabenkritik führt aber dazu, dass auch im städtischen Bereich Stellen abgebaut werden.". Gemeinderätin Ina Bergmann wies auf die Ursachen der Klagen über die angeblich mangelnde Kauflust der Bevölkerung hin: "Die Leute kaufen weniger, weil sie kein Geld haben. Wer arbeitslos ist oder eine Mindestpension hat, muss jeden Euro zweimal umdrehen". Auf die gesamtgesellschaftlichen Entwicklungen machte Gemeinderat Johann Slamanig aufmerksam. In den letzten Jahrzehnten ist das Wirtschaftswachstum gesunken, die Arbeitslosigkeit ist angestiegen, der öffentliche Sektor in Österreich wurde zerschlagen und die Lohnquote ist gesunken: "Das beweist die Umverteilung auf Kosten der Mehrheit der Bevölkerung". In der Stadt Graz allein könne keine aktive Arbeitsplatzpolitik betrieben werden. Es gehe um eine gesamtgesellschaftliche Veränderung, nämlich um die Klassenfrage. Rückfragehinweis: Tel.: 0316/ 872 2151 ================================================ 20 Bärnbach/Stölzle/Kündigungen/Protest von: ================================================ KPÖ Steiermark Lagergasse 98a 8020 Graz Tel. 03 16 / 71 24 36 Fax 03 16 / 71 62 91 email: kpoe_stmk at hotmail.com Donnerstag, 17. März 2005 Presseinformation der KPÖ Steiermark Kündigungen in Bärnbach: Schärfste Kritik an Vorgangsweise der Firma Die Vorgangsweise der Firmenleitung von Stölzle-Oberglas kann man eigentlich nur mit saftigen Kraftausdrücken charakterisieren". Das sagte der Voitsberger Bezirkssprecher der KPÖ, DI Klaus Pibernig, zur Ankündigung der Konzernspitze, die maschinelle Glasproduktion in Bärnbach zu sperren und 75 Beschäftigte zu kündigen. Pibernig: "Drei Tage nach der Gemeinderatswahl lässt man die Katze aus dem Sack. Nach den Arbeitsplatzverlusten im Bergbau geht es auch mit der Glasindustrie in Bärnbach bergab. Es handelt sich dabei um die übliche Strategie von international operierenden Firmen, Konkurrenten aufzukaufen und Produktionskapazitäten stillzulegen. Bemerkenswert ist aber, dass Herr Cornelius Grupp seinerzeit mit der Firma auch wertvolle Gründe und die Werkswohnungen vergleichsweise um einen Pappenstiel gekauft hat". Die Politiker der Region stehen nach diesem neuerlichen Schlag vor dem Scherbenhaufen ihrer Beschwichtigungspolitik. Ihre lahmen Stellungnahmen haben nichts gefruchtet. Die steirische KPÖ fordert eine Regionalpolitik, welche die Schaffung von Arbeitsplätzen im Auge hat und sich von den Profitinteressen der Konzerne abkoppelt. Deshalb fordern wir die Wiedererrichtung eines strategischen Industrie- und Bankensektors im Besitz der öffentlichen Hand. Nur so kann dem weiteren Ausverkauf unserer Heimat und der Vernichtung zahlreicher Arbeitsplätze wirkungsvoll ein Riegel vorgeschoben werden. Rückfragehinweis: 0664 1109 346 KPÖ-Steiermark Lagergasse 98 a 8020 Graz Tel.: 0316 71 24 36 Fax 0316 71 62 91 email: kp.stmk at kpoe-graz.at; kpoe_stmk at hotmail.com =============================================== 21 Graz: Dorothee-Sölle-Weg von: ================================================ Dorothee-Sölle-Weg In Graz gibt es nun einen Dorothee-Sölle- Weg. Das wurde am Donnerstag im Gemeinderat Einstimmig beschlossen. . Der "Dorothee-Sölle-Weg", wie der Weg im Stadtbezirk Gries ab sofort heißen wird, ist nach der 2003 in Göppingen in Deutschland verstorbenen Theologin und Literatin benannt, die sich besonders in der europäischen Friedensbewegung engagiert hat und auch Autorin mehrerer Bücher war. Unter anderem erschien in dem Gedichtband "verrückt nach licht,gedichte" 1984: "Briefe an den erbauer der grazer wendeltreppe im himmel". Die KPÖ-Graz ist erfreut über diesen Beschluss, der auf eine Initiative von Pax Christi zurückgeht. ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< SOLIDARITÄT WELTWEIT ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< =============================================== 22 Pakistan: Mindestens 35 Tote bei Anschlag auf Pilger von: ================================================ "Mehrheit der Parteien will keine islamische Verfassung" Kulturminister al-Jazairi von der Kommunistischen Partei macht ehtnische und religiöse Motive für den Misserfolg seiner Partei bei den Wahlen verantwortlich Die Kommunistische Partei des Irak war die einzige nicht-religiöse und nicht-ethnische Partei, der bei den Wahlen zum Übergangsparlament Chancen auf Erfolg eingeräumt wurden. Mit nur 0,8 Prozent der Stimmen - umgerechnet zwei Mandate - musste sich die älteste Partei des Irak dann allerdings zufrieden geben. Kulturminister Mufid Mohammed al-Jazairi macht religiöse und ethnische Motive der WählerInnen für das schlechte Abschneiden seiner Partei verantwortlich. "Der wichtigste Grund war wohl, dass die Iraker nach Jahrzehnten der panarabischen ba’athistischen Diktatur ein Bekenntnis zur eigenen ethnischen oder religiösen Gruppe für wichtiger hielten als die Wahl einer Partei mit einer politischen Orientierung", erklärt er in einem Interview mit der deutschen Zeitschrift "Jungle World". "Eine weder ethnisch noch religiös orientierte Partei wie die kommunistische kam dabei unter die Räder." Der "Vereinigten Irakischen Allianz", die aus den Parlamentswahlen als Sieger hervorging, wirft Jazairi vor, mit dem Namen des religiösen Führers Ayatollah als-Sistani geworben und religiöse Symbole missbraucht zu haben. Die Partei des bisherigen Premiers Iyad Allawi wiederum habe "immer wieder staatliche Institutionen für die eigene Werbung" eingesetzt. "Wir als kleine Partei mit weniger Geld konnten mit solchen Propagandamaschinen einfach nicht konkurrieren." Islamischer Staat "ausgeschlossen" Die Befürchtungen, der Irak könne durch den Wahlsieg der Schiiten zu einem islamischen Staat werden, teilt er nicht: "Ich halte eine solche Entwicklung für ausgeschlossen." Einerseits hätten sich alle Parteien der "Vereinigten Irakischen Allianz" zur Demokratie bekannt, andererseits würden die Islamisten nicht über über eine Zwei-Drittel-Mehrheit verfügen, die für eine Änderung der Verfassung nötig sei. "Sie müssen also einen Kompromiss mit den anderen politischen Kräften finden, die keine islamische Verfassung, sondern einen säkulären Staat wollen." Die KP wurde im Jahr 1934 gegründet, nach der Machtübernahme von Saddam Hussein im Jahr 1979 wurden die AnhängerInnen der Partei brutal verfolgt. Die meisten Anhänger hat die Partei bei den Schiiten im Süden des Landes. (red) aus: www.derstandard.at -- WADI - Verband für Krisenhilfe und solidarische Entwicklungszusammenarbeit e-mail: wadi.wien at gmx.at Tel.: 0699-11365509 Spendenkonto in Österreich: Kontonummer 07.405.301 Evangelische Kreditgenossenschaft eG BLZ 31800 IBAN: AT10 3180 0000 0740 5301 BIC: EVKRATW1 ================================================ 23 China: Die Uigurin Rebiya Kadeer ist frei! von: ================================================ GESELLSCHAFT FÜR BEDROHTE VÖLKER PRESSEERKLÄRUNG Göttingen / Berlin, den 17.03.2005 China entlässt uigurische Menschenrechtlerin aus der Haft Die zu einer langjährigen Haftstrafe in China verurteilte uigurische Menschenrechtlerin Rebiya Kadeer ist heute aus humanitären Gründen vorzeitig aus chinesischer Haft entlassen worden. "Nicht ohne Hintergedanken wird Frau Kadeer kurz nach Beginn der Jahrestagung der UN-Menschenrechtskommission in Genf freigelassen", sagte der GfbV- Asienreferent Ulrich Delius. "Wieder einmal versucht China, mit einer spektakulären Gefangenenfreilassung eine Verurteilung in Genf wegen der katastrophalen Menschenrechtslage in der Volksrepublik zu verhindern." Vor allem die US-Regierung hatte sich sehr engagiert für die Freilassung der uigurischen Frauenrechtlerin eingesetzt. Nach Einschätzung von Delius könnte das Kalkül der chinesischen Führung dieses Mal aufgehen: "Die US-Regierung ließ heute durchblicken, dass sie anders als im Vorjahr keine China-kritische Resolution in der UN- Menschenrechtskommission einbringen wird." Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hatte sich in den vergangenen Jahren mit mehreren groß angelegten Menschenrechtskampagnen für die Freilassung der heute 57-Jährigen engagiert. Die schwer herzkranke Rebiya Kadeer wird heute Abend in Washington D.C. (USA) erwartet, wo sie sich einer medizinischen Behandlung unterziehen wird. Regulär wäre die Mutter von elf Kindern am 12. August 2006 aus der Haft entlassen worden. Sie war 1999 in China verhaftet worden, als sie Rechercheuren des US-Kongresses ein Päckchen mit in China frei verkäuflichen Zeitungen übergeben wollte. Wegen des "Verrats von Staatsgeheimnissen" wurde sie im März 2000 in einem Unrechtsprozess zu acht Jahren Gefängnis verurteilt. Die Strafe war um zwei Jahre gekürzt worden. In den 80er Jahren hatte Rebiya Kadeer in China eine Traumkarriere als Unternehmerin gemacht, bevor sie politisch in Ungnade fiel. Sie hatte als Wäscherin begonnen, ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Innerhalb weniger Jahre wurde sie Millionärin und setzte sich vor allem für die Rechte uigurischer Frauen ein. Systematisch förderte sie die berufliche Ausbildung dieser muslimischen Frauen in Ostturkestan, der chinesischen Autonomen Region Xinjiang. Dort wurde sie aufgrund ihres sozialen Engagements zu einer der beliebtesten Persönlichkeiten. Nachdem ihr Mann 1996 in die USA geflohen war, hatten die chinesischen Behörden sie aufgefordert, sich scheiden zu lassen. Als sie sich weigerte, verlor sie ihr Parlamentsmandat und wurde unter dem Vorwand des Geheimnisverrats verhaftet. Ulrich Delius ist erreichbar unter Tel. 0160 / 95671403 ========================================================= Gesellschaft fuer bedrohte Voelker e.V. (GfbV) Inse Geismar, Pressereferentin Postfach 2024, D-37010 Goettingen Tel. +49/551/49906-25, Fax:+49/551/58028 E-Mail: presse at gfbv.de, Homepage:http://www.gfbv.de ========================================================== ================================================= 24 Basilea, Tradizionale appuntamento von: ================================================ www.rifondazione.at Basilea, Tradizionale appuntamento FESTA DELLA PACE 2005 Visioni per un mondo di pace !!! Individuare soluzioni civili anziché la guerra !!! Contro l`occupazione dell`Iraq e della Palestina Per la salvaguardia dei diritti umani anziché imporre la legge del piu`forte Per una politica pacifista attiva Sabato 19 Marzo 2005 dalle ore 15.oo -19.oo presso la sala del centro " UNION " KLYBECKSTRASSE 95 (fermata del tram N.o 8 , "Bläsiring") Ore 16.oo Podio con ANDREA ZUMACH, corrispondente ONU - L`Iran rischia una guerra ? - Quale futuro per l`Iraq dopo le elezioni? - La Palestina dopo la morte di Arafat Seguirà dibattito con i presenti. STAND GASTRONOMICI E INFORMATIVI Anche il circolo PRC di Basilea sarà presente con un proprio stand difendiamo la pace difendiamo la pace difendiamo la pace difendiamo la pace difendiamo la pace difendiamo la pace difendiamo la pace difendiamo la pace difendiamo la pace difendiamo la pace difendiamo la pace difendiamo la pace difendiamo la pace difendiamo la pace VI ASPETTIAMO NUMEROSI ================================================ 25 Irakischer Kulturminister: "Mehrheit der Parteien will keine islamische Verfassung" von: ================================================ "Mehrheit der Parteien will keine islamische Verfassung" Kulturminister al-Jazairi von der Kommunistischen Partei macht ehtnische und religiöse Motive für den Misserfolg seiner Partei bei den Wahlen verantwortlich Die Kommunistische Partei des Irak war die einzige nicht-religiöse und nicht-ethnische Partei, der bei den Wahlen zum Übergangsparlament Chancen auf Erfolg eingeräumt wurden. Mit nur 0,8 Prozent der Stimmen - umgerechnet zwei Mandate - musste sich die älteste Partei des Irak dann allerdings zufrieden geben. Kulturminister Mufid Mohammed al-Jazairi macht religiöse und ethnische Motive der WählerInnen für das schlechte Abschneiden seiner Partei verantwortlich. "Der wichtigste Grund war wohl, dass die Iraker nach Jahrzehnten der panarabischen ba’athistischen Diktatur ein Bekenntnis zur eigenen ethnischen oder religiösen Gruppe für wichtiger hielten als die Wahl einer Partei mit einer politischen Orientierung", erklärt er in einem Interview mit der deutschen Zeitschrift "Jungle World". "Eine weder ethnisch noch religiös orientierte Partei wie die kommunistische kam dabei unter die Räder." Der "Vereinigten Irakischen Allianz", die aus den Parlamentswahlen als Sieger hervorging, wirft Jazairi vor, mit dem Namen des religiösen Führers Ayatollah als-Sistani geworben und religiöse Symbole missbraucht zu haben. Die Partei des bisherigen Premiers Iyad Allawi wiederum habe "immer wieder staatliche Institutionen für die eigene Werbung" eingesetzt. "Wir als kleine Partei mit weniger Geld konnten mit solchen Propagandamaschinen einfach nicht konkurrieren." Islamischer Staat "ausgeschlossen" Die Befürchtungen, der Irak könne durch den Wahlsieg der Schiiten zu einem islamischen Staat werden, teilt er nicht: "Ich halte eine solche Entwicklung für ausgeschlossen." Einerseits hätten sich alle Parteien der "Vereinigten Irakischen Allianz" zur Demokratie bekannt, andererseits würden die Islamisten nicht über über eine Zwei-Drittel-Mehrheit verfügen, die für eine Änderung der Verfassung nötig sei. "Sie müssen also einen Kompromiss mit den anderen politischen Kräften finden, die keine islamische Verfassung, sondern einen säkulären Staat wollen." Die KP wurde im Jahr 1934 gegründet, nach der Machtübernahme von Saddam Hussein im Jahr 1979 wurden die AnhängerInnen der Partei brutal verfolgt. Die meisten Anhänger hat die Partei bei den Schiiten im Süden des Landes. (red) aus: www.derstandard.at ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< SERVICE - LINKS ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 26 The phenomenon of racism in the new EU member states von: ================================================ The phenomenon of Racism in the new EU member states Liebe Freunde, Unter u.a. Link finden Sie Informationen über die letzte ENAR - European Network against Racism - Konferenz in Budapest. Darin gibt es eine Fülle von Anregungen und Stellungnahmen über die Situation der Minderheiten in den neuen EU-Ländern. Liebe Grüße und Salam Tarafa Baghajati **************************+ http://www.enar-eu.org/en/events/racism_eu/index.shtml ENAR Conference ENAR Conference on the phenomenon of Racism in the new EU member states Date: Friday-Saturday 25-26 February 2005 Dear friends, You can find now on the ENAR homepage all the presentations held at the conference in Budapest on the phenomenon of racism in the new EU member states, 25 -26 February 2005 - http://www.enar-eu.org/en/events/racism_eu/index.shtml Tarafa ================================================ 27 contextXXI-radio von: ================================================ Wien – Orange 94,0 Freitag 13:00 - 14:00 Uhr Graz – Helsinki 92,6 jeden Montag 10:00 - 11:00 Uhr Klagenfurt – AGORA 105,5 / 106,8 / 100,9 jeden Donnerstag 19:00 20:00 Uhr Context XXI-Radio bringt: Abschiedsvorlesung von Johannes Agnoli an der Freien Universität Berlin, Teil 2 Im Wintersemester 1989/90 hielt Johannes Agnoli seine Abschiedsvorlesung an der FU-Berlin. Beginnend mit dem Alten Griechenland und dem Spartakusaufstand über die Bauerkriege, die Renaissance und die Aufklärung hinweg, über Wilhelm Weitling, Karl Marx und Michael Bakunin bis in die Gegenwart hinein zeigt Angoli was es heißt, den Antagonismus von Herrschaft gegen Ausbeutung zu praktizieren und ihn zugleich zu denken. Teil 2, Kapitel drei: Eva, Prometheus, Antigone - die Subversion der Antike ================================================ 28 Pressemitteilung iz3w 284 - Realitäten des Multikulturalismus von: ================================================ Wir möchten Sie auf das Erscheinen der aktuellen Ausgabe Nr. 284 der nord-süd-politischen Zeitschrift iz3w aufmerksam machen. Die Zeitschrift kann für * 4.- plus Porto beim Informationszentrum 3. Welt (iz3w) bezogen werden. iz3w Nr. 284 (April/Mai 2005) Themenschwerpunkt: Vom Leid mit den Kulturen - Realitäten des Multikulturalismus Von Seiten mancher AntirassistInnen wird der Multikulturalismus schon seit längerem der Ideologiekritik unterzogen. Seit seinem Aufkommen in den 1980er Jahren wird die real vorhandene multikulturelle Gesellschaft aber auch von der politischen Rechten bekämpft, mit nationalistischer, rassistischer, xenophober, anthropologischer oder religiöser Begründung. Spätestens seit dem Mord an Theo van Gogh in den Niederlanden erlebt diese Kritik einen so rasanten (Wieder-)Aufstieg, dass man beinahe versucht ist, den Multikulturalismus gegen seine »Feinde« zu verteidigen. Deshalb wollen wir die aktuelle Debatte um den Multikulturalismus nachzeichnen und sie kritisieren. Themen im Schwerpunkt: Die Anerkennung der Ausgrenzung - gescheiterte Integrationspolitik im Multikulturalismus + Das rassistische Drama - erzwungene Integration in den Niederlanden + Kritik an islamisch begründeter Frauenunterdrückung + Der Antirassismus und sein Verhältnis zu Islamismus und Islamophobie + Einzigartig anders - Multikultur in der Werbung Weitere Themen im Heft: Politik und Ökonomie: Togo: Das Ende der Diktatur + Tsunami: Ein Reisebericht aus Sri Lanka + Türkei: Mythen in der Diskussion um den EU-Beitritt + Soziale Bewegungen: Illegalisierte Campesinos in Los Angeles + FernWeh: (Post-)Koloniales Umweltbewusstsein in der Naturparkpolitik + Kolumbien: Eine Studie zum Einfluss sozialer Bewegungen + Debatte: „Kanak Attak“ und „Karawane“ über antirassistische Politik Kultur und Debatte: Mexiko: Kulturpolitik in Teotihuacán + Deutscher Kolonialismus I: Sprachenpolitik in Togo + Deutscher Kolonialismus II: Denkmalinitiativen erinnern an die koloniale Expansion Weitere Informationen zum aktuellen Heft finden Sie unter: www.iz3w.org/iz3w/index.htm iz3w - Verlag und Redaktion Tel: 0761/74003 Fax: 0761/709866 Postfach 5328 E-mail: info at iz3w.org 79020 Freiburg Internet: www.iz3w.org ================================================ 29 Werkstattrundbrief 08-2005 von: ================================================ Werkstatt Frieden & Solidarität Waltherstr. 15, 4020 Linz Tel. 0732/771094 Fax 797391 Mail: office at werkstatt.or.at Web: www.werkstatt.or.at Wer diesen Rundbrief nicht mehr erhalten möchte, ersuchen wir um ein E-Mail unter folgendem Link: mailto:mailfriwe-request at friwe.at?subject=unsubscribe Werkstatt Rundbrief Nr. 08-2005  (1) Medieninformation Bundesrat beschließt in Schafseinmütigkeit eigene Entmachtung Schröder fordert von Schüssel mehr österreichische HiWis für deutsche EU-Schlachtgruppe Gestern hätte der Bundesrat, die Länderkammer im österreichischen Parlament eine seltene Gelegenheit gehabt, aus seinem Schattendasein herauszutreten. Der 7. Tagesordnungspunkt der gestrigen Plenarsitzung befaßte sich mit dem "BVG über den Abschluß eines Vertrages für eine Verfassung für Europa". Nachdem auch in diesem Gremium Vertreter des ÖGB sitzen, der sich im Herbst per Beschluß des Bundesvorstands für eine Volksabstimmung ausgesprochen hat und nachdem einzelne Landesorganisationen, wie z. B. die Grünen OÖ für eine Volksabstimmung eingetreten sind, gab es von vielen BürgerInnen die Hoffnung, daß sich zumindest in diesem Gremium einige beherzte Abgeordnete finden, die für eine Volksabstimmung eintreten. Doch auch Abgeordnete wie der ÖGB-Landessekretär aus OÖ, Erich Gumplmaier, oder die Wirtschaftskammerrätin der Grünen aus OÖ, Ruperta Lichtenecker stimmten für eine Aufrüstungsverpflichtung und Neoliberalismus in Verfassungsrang, ohne daß die StimmbürgerInnen das Recht bekommen, darüber abzustimmen. Wie gestern bereits der Kurier berichtete, übt Deutschland Druck auf Österreich aus, seine Beteiligung an der von Deutschland geführten 1.500 Mann starken EU-Schlachtgruppe zu erhöhen. Das soll auch Thema der Gespräche im Rahmen des Besuches des deutschen Kanzlers Gerhard Schröder bei Bundeskanzler Schüssel sein. Der Standard berichtet heute, daß Platter die militärischen Kapazitäten für Kriege im Rahmen der EU von derzeit 1.100 auf 1.500 Soldaten aufstocken will. Neutralitätsrechtliche Bedenken schloß Platter mit dem Satz "wir können uns überall beteiligen" aus. "Wer ein solches Verhältnis zum Recht, insbesondere Verfassungsrecht, hat, hat jeglichen Anspruch eine Rolle auf dem politischen Parkett zu spielen, verloren.", äußerte dazu der Koordinator für das Friedensvolksbegehren, Boris Lechthaler. Immer mehr Menschen werden sich bewußt, daß sie keine Verbündete in der PolitikerInnenkaste finden werden. Heute vormittag protestierten bei einer Veranstaltung der AK und des ÖGB in Anwesenheit des Bundeskanzlers BürgerInnen gegen die Ratifikation der EU-Verfassung und forderten eine Volksabstimmung. Morgen findet um 14.00 Uhr beginnend vom Westbahnhof, Wien, eine Demonstration statt, bei der die Forderungen "Ja zur Neutralität! Nein zur EU-Verfassung! Volksabstimmung!" eine zentrale Rolle spielen. Am 07. Mai 2005 veranstaltet die Plattform "Neutralität statt Euro-Armee!" eine Menschenkette vor dem Parlament.  (2) Wiener Demonstration am internationalen Aktionstag gegen Krieg und Neoliberalismus Gegen Sozialabbau, Aufrüstung und Krieg - für ein soziales und friedliches Europa! Ja zur Neutralität! Nein zur EU-Verfassung! Volksabstimmung 19.03.2005, 14 Uhr Westbahnhof  Aufruf: Im März 2005 treffen sich die EU-Staats- und Regierungschefs, um über die Lissabonstrategie zu bilanzieren, Ziel ist es die Europäische Union bis 2010 zur Weltwirtschaftsmacht Nr. 1 zu machen. Alles was dem entgegensteht, soll geschliffen werden: Starke Gewerkschaften und Kollektivverträge, Soziale Standards und Sicherungssysteme, Kommunale Dienstleistungen und öffentliche Kontrolle der Wirtschaft. Und mit der EU-Verfassung soll die neoliberale Wirtschaftspolitik Verfassungsrang erhalten. Mit den ebenfalls geplanten Bolkestein-Richtlinien im Binnenmarkt setzt die EU-Kommission auf eine vollständige Deregulierung der gesamten Dienstleitungswirtschaft. Die EU will aber nicht nur Weltwirtschaftsmacht sondern auch militärische Weltmacht werden. Deshalb wurde mit dem Head-Line Goal 2010 das Ziel - Kriegsfähigkeit a la Irakkrieg - festgeschrieben. Deshalb werden die EU-Schlachtgruppen, mit österreichischer Beteiligung aufgestellt. Deshalb laufen bis zum Jahr 2010 EU-Rüstungsprogramme im Ausmaß von 550 Mrd. Euro. Am 20. März 2005 jährt sich der Jahrestag des Angriffs der USA auf den Irak zum zweiten Mal. Die Kriegsgräuel im Irak zeigen, wohin die Politik der Aufrüstung und des Interventionismus führen. Soziale Gerechtigkeit und Frieden können nur durch - weltweite- Aktionen erreicht werden. Wir haben gemeinsame Interessen mit den Menschen im Nahen Osten. Es sind unsere Gelder, mit denen die EU-Militarisierung vorangetrieben wird, um mit der Hegemonie der USA konkurrieren zu können. Ja zur Neutralität! Keine Teilnahme an den EU-Schlachtgruppen! Truppen raus aus dem Irak! Katerstrophenhilfe statt Kriegseinsätze! Umverteilung der Einkommen von Oben nach Unten! Nein zur EU-Verfassung! Volksabstimmung! Gemeinsame Anreise aus OÖ: Samstag, 19. März, 11.00, Hauptbahnhof - Linz Wir ersuchen um vorherige Anmeldung im Büro: office at werkstatt.or.at  (3) OÖ Gegentonorchester ist gegründet MusikerInnen, TanzkünstlerInnen und visuelle Künstler trafen sich und aus einer Idee wurde Wirklichkeit: Das OÖ Gegentonorchester ist gegründet. Unser erstes Ziel ist es, die Werkstatt Frieden & Solidarität mit dem Friedensvolksbegehren zu unterstützen. 1. probe: so 10. april um 19:00 im gasthaus alte welt am hauptplatz in linz interessierte musikerInnen und unterstützerInnen (Profis und Amateure), mail-det euch bitte unter weissengruber.wolf at utanet.at gegen den fortschreitenden sozialabbau und aufrüstungsrausch in österreich die instrumente erheben und der menschenverachtung kultur entgegensetzen groovige arrangements auf riff-basis mit platz für impros profis und hobbymusikerInnen holz, blech, percussion, tasten (akkordeon, melodika), saiten für den mobilen einsatz auf der strasse taugliche instrumente tanzkunst und megaphon-rap 1 probe-treffen pro monat (sonntag abends) auftritte für überparteiliche anliegen bei überparteilichen veranstaltungen  (4) Freiheit für Sandra Bakutz Liebe KollegInnen! LehrerInnen für Frieden wenden sich im Fall Sandra Bakutz an Dr. Heinz Fischer! Bitte unterstützt diese Petition und sendet den Text zahlreich an Heinz.Fischer at hofburg.at ! Freiheit für Sandra Bakutz! Sehr geehrter Hr.Bundespräsident Dr.Heinz Fischer! Mit dem Ausdruck größter Sorge möchten wir Sie auf die beängstigende Entwicklung im Falle der Menschenrechtsaktivistin und österreichischen Staatsbürgerin Fr.Sandra Bakutz aufmerksam machen. Fr. Bakutz reiste am 10.Februar 2005 als Mitglied einer internationalen Delegation in die Türkei, um als Beobachterin an einem Verfahren gegen linke Oppositionelle teilzunehmen. Schon am Flughafen wurde sie verhaftet und wird seither in verschiedenen türkischen Gefängnissen festgehalten. Auf Grund der bekannt brutalen Behandlung von Gefangenen in türkischen Gefängnissen machen wir uns ernsthafte Sorgen um die Gesundheit von Fr.Bakutz. Mit Bestürzung sehen wir, wie wenig die österreichischen Behörden bisher bei den türkischen Institutionen interveniert haben. Wir befürchten, dass es wieder einmal zu schweren Fehlern seitens des Außenministeriums, wie schon unter der ehemaligen Außenministerin Dr. Benita Ferrero Waldner, auf Kosten einer österreichischen Staatsbürgerin gekommen ist. Daher wenden wir uns an Sie. Wir ersuchen Sie alles in Ihrer Macht stehende zu tun die Rechte von Fr.Bakutz wieder herzustellen und ihre sofortige Freilassung zu erwirken. Bitte setzen Sie Ihre Autorität als Bundespräsident der Republik Österreich ein um Fr.Bakutz vor der Willkür des türkischen Staates zu schützen. Hochachtungsvoll ================================================ 30 Dessau, 26.03.05 for Oury Jallow- Never again! Nie wieder! Plus jamais! von: ================================================ Never again! Nie wieder! Plus jamais!! Dessau, am 26.03.05: Trauerzug für Oury Jallow -info in dt,eng,french,spanish http://www.thevoiceforum.org/trauerzug NIE WIEDER!!! verbrannt in seiner Zelle Kein Vergessen und kein Vergeben! Trauerzug in Dessau 26.03.05 - Hauptbahnhof Dessau 12 Uhr Wer kennt Oury Jallow oder Laye Kondé? Wer weiss etwas über ihre Leben und deren Familien, die sie zurückließen, über ihre Gefühle und Ängste? Wer weiß, wie sie starben und warum? Am 7. Januar kamen in den Händen der Polizei zwei Afrikaner zu Tode. Am 7. Januar war in Deutschland einfach ein Tag, wie jeder andere. Gewöhnlich. Ein Tag, der für viele Menschen schon längst der Vergangenheit angehört und damit wie so oft in Vergessenheit gerät. Schlicht ein Freitag im ersten Monat des neuen Jahres, nicht mehr und auch nicht weniger. Es gibt aber auch Menschen mit angespannterem Gedächtnis, die nicht so leicht vergessen. Aber was soll´s, da sind einfach ein paar Leute mehr, für die der 7. Januar etwas verdeutlicht. Nämlich das Weiterwirken der unrühmlichen Kolonialgeschichte dieses Landes und des Kontinents. Es sind Leute, die den Tod zweier Afrikaner einfach als Beweis für das Fortbestehen von vergangenen Verhältnissen in der Gegenwart sehen. Ein einziger Alptraum. Die Fakten: Oury Jallow und Laye Kondé, beide aus Sierra Leone, starben, weil sie und ihres gleichen in diesem Land nicht willkommen sind. Sie starben, weil sie sich in einem Land wiedergefunden haben, in dem man nicht müde geworden ist "Ausländer Raus!" zu schreien. Sie starben, weil ihnen der deutsche Staat und die deutsche Gesellschaft nur Ausschluss und Isolation, Zerstörung und Abschiebung entgegen brachten, wie vielen, vielen anderen Menschen auch. Oury starb an einem Bett festgebunden im Polizeigewahrsam der Stadt Dessau. Er verbrannte dort bei lebendigem Leibe. Ein Suizid meinen die Beamten gesehen zu haben. Laye starb in der Stadt Bremen. Seine Lungen waren aufgefüllt mit einem Getränk, welches ihn die Polizei erst befahl, dann zwang zu trinken. Es sollte ihn zum Übergeben und die im Magen vermuteten Drogen zum Vorschein bringen. Wollt ihr mehr Informationen erhalten? Sollten wir objektiver sein? Wie sieht es damit aus: Gemäß eines Artikels der Wochenzeitschrift “Die Zeit" vom 9. März wurden allein im Januar diesen Jahres jede Stunde ein rechtsextremes Verbrechen begangen. Offiziell beliefe sich die Anzahl auf 745 Verbrechen und 39 Gewaltakte von Rechtsextremen in Deutschland. Im letzten Jahr gab es den Statistiken zu Folge 7.943 Verbrechen und 489 Gewaltverbrechen der rechtsextremen Szene. Denken Sie, dass Oury und Laye in diesen Statistiken ein Platz zukam? Es besteht zumindest kein Zweifel, dass solch hässliche Verbrechen im Stillen begangen werden, so wie die Behörden sich um dessen Vertuschung oder Verharmlosung als Unfall bemühen. Verbrechen, welche vor langer Zeit ein täglicher Schrecken für viel Menschen des nicht-europäischen Erbes waren. Aber was wir hier berichten, das ist nichts neues. Es wird wohl weder Euch noch uns als Neues gelten. Und Ihr werdet es genau wie wir ziemlich genau wissen. Wird nicht das, was normal genannt wird? Ist dies nicht banal, eine alltägliche Begebenheit, auch wenn nicht für Sie oder Ihn persönlich? Aber dann sehen Sie dies wieder nicht als Ihr Problem an. Es ist ja jemand Anderem zugestoßen. Wenn Sie dies lesen sollten, dann werden Sie sich vielleicht unwohl fühlen oder sogar aufgebracht sein. Das dürfte auch eine normale Reaktion sein. Sie werden wie wir an diese Gleichgültigkeit gewöhnt sein. Und nun noch einmal zurück zu einigen Informationen, welche von der Tageszeitung herausgegeben wurden. Einer Studie des Konflikt-. und Gewaltforschers Wilhelm Heitmeyer zufolge sei die große, schweigende Masse überwältigend groß. 60 Prozent aller Deutschen glauben, dass schon zuviele Ausländer in diesem Land leben würden. 69 Prozent sind angenervt, weiterhin mit den Verbrechen gegen die Europäischen Juden in Verbindung gebracht zu werden. Von diesen 69 Prozent bezeichnet sich gut die Hälfte politisch als Mitte. In Dessau wies der ermittelnde Staatsanwalt die Möglichkeit zurück eine zweite unabhängige Autopsie zu unternehmen. Dabei hätten dort unbeantwortete Fragen gelöst werden können, wie: war sein Handgelenk wirklich gebrochen oder nicht? Nun scheinen sie ihre Gedanken geändert zu haben und die Behörden bereiten Schwierigkeiten für die öffentliche religiöse Beisetzung eines Afrikaners, der vielen Freund und Bruder war. Freunde von Oury sagten, sie würden die Prozession mit oder ohne Genehmigung der Behörden durchführen. Und sie werden nicht halt machen, die eigentlichen Ereignisse in Dessau anzuklagen. Seit solch starke Positionen häufig bezogen wurden, bedeutet es für die, welche es widerstanden ihre Köpfe zu senken, oft allein gelassen zu werden. Deswegen ist es um so wichtiger, dass wir ihr Streben unterstützen und Oury einen würdigen Abschied erweisen, zumindest einen, den letzten. Abschließende Worte. Es wird Sie weder viel Zeit in Anspruch nehmen noch viel Geld kosten, Ourys Freunde für das zu unterstützen, was ihm zu Lebzeiten in diesem Land vorenthalten wurde: Würde und Respekt. Es wird nur ein einziger Tag ihres Alltages sein. Kommen Sie nach Dessau. Wir fordern: Eine zweite und unabhängige Autopsie Eine unabhängige Ermittlung der Umstände Ourys Tod Einen Gerichtsprozess gegen die verantwortlichen Polizeibeamten wegen Tötung Entschädigung für die Familie Oury Jallows Ein Ende der Polizeikontrollen und -gewalt Gerechtigkeit!!! Oury Jalloh: Elf Wochen nach dem Feuertod eines Afrikaners Mehr info: http://www.thevoiceforum.org/dessau Contact: plataforma at riseup.net -------------------------- ENGLISH : Who knew Oury Jallow o Laye Kondé? Who knows something about their lives, the families they left behind, their feelings and their fears? Who knows how they died and why? On the 7th of January, two Africans died at the hands of the german police. In germany, the 7th of January was just another day. Normal. Simply another day which for many people belongs to the past and like the past is forgotten. Nothing more and nothing less than another Friday in the first month of a new year. Other people don't have such short memories and they also don't forget. What's more, there are some people for whom the 7th of January represents and will continue to represent another day in the infamous colonial history of this country and of this continent; people who can only understand the death of two Africans to represent a continuation of the past and the present. One single nightmare. The facts: Oury Jallow and Laye Kondé, both from Sierra Leone, died because they and their like are not welcomed in this country. They died because they found themselves in a country that continues to say "Ausländer Raus"; they died because both the german state and the society do everything in their means to isolate, exclude, destroy and expulse Oury, Laye and many, many others like them. Oury died tied to a bed in his police cell in the city of Dessau, burned alive in what the authorities claim to have been a "suicide". Laye, on the other hand, died far away from there, in the city of Bremen, his lungs filled with a liquid forced into his body by the police who were attempting to make him vomit out the drugs he was hiding. Do you wish to have more information? Should we be more objective? How's this: According to the newspaper /Die Zeit/ from the 9th of March, *"[only January of this year] a right-wing extremist crime is committed each hour*. Officially, 745 crimes and 39 acts of violence of the extreme right were committed in all of Germany [...] According to last year's statistics, there were a total of 7.943 crimes and 489 acts of violence of the extreme right." Do you think Oury and Laye were included in their statistics? Confirmed in terms that all of us can understand, there is no doubt has such a horrendous crime can be committed in silence, whereas the authorities clearly are doing everything they can to cover up a crime that has for a long time been a daily horror for many people of non-European heritage. But what we tell you now is nothing new. It is not new for you and it is not new for us. And you, just like us, know it very well. Isn't this what they call "normal"? Is this not the mundane, everyday situation, even if not for you personally? But then again, you don't see it as your problem. It happened to somebody else. When you read this-if you read this-you will probably feel uncomfortable and maybe even upset. This is also a normal reaction. You, just like us, are used to this indifference. And now back to more objective information, published by the newspaper /TAZ, /which wrote: "according to a study of the conflict and violence researcher Wilhelm Heitmeyer, the large, silent majority is amazingly large. 60 percent of all germans believe that too many foreigners live in this country. 69 percent are bothered by the fact that they are still being associated with the crimes against the Jewish people. Of these 69 percent, half of them consider themselves to be part of the political center." Now, in Dessau, the attorney general is rejecting the possibility of a second, independent autopsy, which could confirm such unanswered questions like: were his wrists really broken or not? Now, although they appear to have "changed their minds", the authorities are creating difficulties for a public religious ceremony to commemorate the life-and death-of just another African whom to many was a brother and a friend. The friends of Oury have said they will carry out the procession with or without the permission of the authorities and that they will continue to denounce what is really happening in the city of Dessau. Since maintaining such a strong position often times means that those who refuse to bow their heads are left alone, it is even more important that we share in their fraternal support to ensure that Oury receives a dignified treatment in this country at least once. One last word. It doesn't cost you neither too much time nor money to support the friends of Oury in making sure he at least finds that in death which this country has denied to him in life: respect. It is just one single day of your normal life. Come to Dessau! *We demand:* · *A second and independent autopsy * · *An independent investigation of the circumstances surrounding Oury's death * · *A judicial process against the responsible police for homicide * · *Reparations for the family of Oury Jallow* · *An end to police brutality and control* · *¡¡¡JUSTICE!!!* Oury Jalloh: Elf Wochen nach dem Feuertod eines Afrikaners: http://www.thevoiceforum.org/dessau Contact: plataforma at riseup.net http://www.thevoiceforum.org ----- FRENCH : Dessau, 26.03.05 procession de funérailles en la mémoire d´Oury Jallow PLUS JAMAIS!!! 26.03.05: Procession de funérailles en la mémoire d´Oury Jallow à Dessau Point de rencontre gare centrale de Dessau à 12 heures Qui connaissait Oury Jallow ou Laye Kondé? Qui connaît quelque chose au sujet de leurs vies, leurs familles qu´ils ont laissées derrière, leurs sentiments et peurs ? Qui connaît comment ils sont morts et pourquoi ? Le 7 janvier , deux africains sont morts sous les mains de la police allemande. En Allemagne, le 7 janvier était encore un autre jour. Normal. Simplement un autre jour qui pour d´autres personnes n´est que du passé et comme le passé est toujours oublié. Rien de plus et rien de moins qu´un autre vendredi du premier mois de la nouvelle année. D´autres personnes n´ont pas la mémoire aussi courte et n´oublient pas d´aussi vite. Un peu plus, il y a d´autres pour qui le 7 janvier représente et continuera à être un autre jour dans l´histoire terne coloniale de ce pays et de ce continent ; Ceux qui peuvent seulement la mort de deux africains représentant le passé et le futur. Un cauchemar unique. Les faits: Oury Jallow et Laye Kondé, tous deux de la Sierra Leone, sont morts parce qu´eux et leurs semblables ne sont pas la bienvenue dans ce pays. Ils sont morts parce qu´étant dans un pays qui continue de dire :"Ausländer Raus" ; Ils sont morts parce que l´état allemand et la société font tout ce qui est à leur portée afin d´isoler, détruire et expulser Oury, Laye et beaucoup d´autres comme eux. Oury est mort attaché sur un lit dans une cellule de police dans la ville de Dessau, brûlé vif pour ce que les autorités prétendent avoir été un « suicide » .Laye, d´un autre côté,est mort très loin de là , dans la ville de Brême , ses poumons remplis d´un liquide forcé dans son organisme par la police qui essayaient de le faire vomir la drogue qu´il dissimulait. Voudriez- vous en savoir plus? Devrions- nous être plus objectifs? Comment en est-on arrivé à cela? Selon le journal die Zeit du 9 mars, " [seulement en janvier de cette année] un crime de l´extrême droite est commis toutes les heures. Officiellement, 745 crimes et 39 actes de violence de l´extrême droite étaient commis dans toute l´Allemagne [Š] Selon les statistiques de l´année dernière, il y avait un total de 7943 crimes et 489 actes de violence de l´extrême droite. " Pensez- vous qu´Oury et Laye firent partis de leurs statistiques ? Confirmé en termes que nous tous comprenons, il n´y a pas de doute qu´un crime aussi odieux soit commis dans un silence criard, pendant que les autorités essayent de camoufler ce crime comme ils le peuvent qui a pour toujours constitué pour les non européens de descendance un cauchemar quotidien. Mais ce que nous vous rapportons n´est en rien de nouveau. C´est pas nouveau pour vous, comme pour nous aussi. Et vous,tout comme nous, le savons très bien. Est-ce pas ce qu´ils appellent «Normal»? N´est-ce pas la mondanité, le quotidien, peut-être pas pour vous en personne? Mais en plus, vous ne le voyez pas comme votre problème. Cela est arrivé à quelqu´un d´autre. Quand vous lisez ceci- si vous le lisez vous vous sentiriez gênez et peut-être enragé. C´est aussi une réaction normale. Vous, comme nous sommes habitués à cette indifférence. . Et maintenant de retour au plus concret, publié par le journal TAZ, qui publia:"selon une étude de Wilhelm Heitmeyer sur la violences et conflit, la grande, la majorité silencieuse est très importante. 60 pour cents d´allemands pensent qu´il y a trop d´étrangers dans ce pays.69 pour cent sont préoccupés par le fait qu´ils soient toujours associés au massacre des juifs. De ces 69 pour cent, la moitié d´entre eux se considèrent comme part du débat politique. " Maintenant à Dessau, le procureur général rejette l´idée d´une deuxième et autopsie indépendante, qui pourrait confirmer des questions qui sont restées jusque lors dans l´ombre comme : ses poignets étaient vraiment brisés ou pas ? Maintenant, quoiqu´il paraît avoir "changé leur décision", les autorités mettent en place des barrières pour une cérémonie religieuse publique pour commémorer la vie et mort d´un autre africain qui était pour plusieurs un ami et frère. Les amis d´Oury ont dit qu´ils iraient de l´avant avec la procession avec ou sans la permission des autorités et continueront à dénoncer ce qui se passe dans la ville de Dessau. En maintenant cette ferme position, ce qui traduit quelque fois que ceux qui refusent de se plier sont laissés seuls au devant, c´est même plus important que nous partageons ceci dans la fraternité pour qu´Oury reçoive un traitement digne dans ce pays au moins pour une fois. Un dernier mot. Cela ne vous coûte rien ni en temps ou en argent de donner votre support aux amis d´Oury en faisant soin qu´au moins dans la mort qu´il obtienne ce que ce pays lui a refusé pendant sa vie : respect. C´est tout simplement un autre jour de votre normale vie. Tous à Dessau ! Nous demandons: Une deuxième autopsie indépendante Une investigation indépendante sur les circonstances entourant la mort d´Oury judiciaire contre les policiers responsables d´homicide Réparations pour la famille d´Oury Jallow Fin aux contrôles et brutalités policières ¡¡¡JUSTICE!!! Oury Jalloh: Onze semaines après le feu ayant causé la mort d´un africain: http://www.thevoiceforum.org/dessau Contact: plataforma at riseup.net http://www.thevoiceforum.org ----------------------------------------- *Spanish:* Volante ES ¿Quién conoció a Oury Jallow o Laye Kondé? ¿Quién sabe de sus vidas, las familias que dejaron atrás, sus sentiemientos y sus miedos? ¿Quién sabe por qué y cómo murieron? El 7 de enero murieron dos africanos en manos de la policia alemana. En Alemania, el 7 de enero era un día cualquiera. Normal. Otro día que para mucha gente pertenece al pasado, al olvido, al insignifcante hecho de ser simplemente otro viernes en el primer mes del año. Otra gente no tiene memorias tan cortas ni se las dejan borrar. Inclusive hay gente para la cual el 7 de enero representa y representará otro día más de infamia en la historia colonial de este país y de este continente; personas que sólo pueden entender la muerte de dos africanos más como una continuidad del pasado y del presente. Una sola pesadilla. A saber: Oury Jallow y Laye Kondé, ambos de Sierra Leone, murieron porque en este país ni ellos ni sus semejantes están bienvenidos. Murieron porque son negros en un país que sigue diciendo "Ausländer Raus"; murieron porque tanto el estado como la sociedad está haciendo todo lo posible para aislar, excluir, destruir y expulsar a Oury, Laye y muchísimos más. Oury murió atado a una cama dentro de su celda de la policia en la ciudad de Dessau, quemado vivo en lo que las autoridades declaran haber sido un “suicidio". Laye murió lejos de allí, en la ciudad de Bremen, con sus púlmones llenos de líquido forzado en su cuerpo para que vomitara las drogas que supuestamente estaba escondiendo. ¿Quieren más información? ¿Quieren que seamos más objetivos? Entonces: según el periódico /Die Zeit/ del 9 de marzo, *"[sólo en enero del año en curso] se realiza un crimen de extrema derecha cada hora*. Oficialmente, se registró 745 crimenes y 39 actos de violencia de extrema derecha en toda Alemania [...] Según las estadísticas, el año pasado hubo un total de 7.943 crimenes y 489 actos de violencia de extrema derecha." ¿Habrán incluido los muertes de Oury y Laye en sus estadísticas? Confirmado en los términos que todos y cada uno entendemos, no cabe ninguna duda porque este crimen puede ocurrir en silencio, al igual que la actitud de las autoridades, quienes, claramente, intentan incubrir un horror ya cotidiano para mucha gente de procedencia no europea. Pero al final lo que les estamos contando no es nada nuevo. No es nuevo ni para ti ni para nosotros. Y tu, al igual que nosotros, lo sabes perfectamente bien. ¿No es justamente esto lo "normal"? ¿No es lo cotidiano, aunque tal vez no para ti, porque tu no lo ves como tú problema? Cuándo leas esto, si es que lo lees, lo más probable es que tu dirás "que mierda". Esto tambien es normal. Tu y yo estamos acostumbrados a esta profunda indiferencia. Retomamos lo científico, tomado de un artículo publicado por el /TAZ, /lo cual dice/ /: "según un estudio del investigador de conflictos y violencia, Wilhelm Heitmeyer, la callada mayoría es sumamente grande. 60 por ciento de los alemanes son de la opinión que en este país viven demasiado extranjeros. A 69 por ciento se les molesta que, 'aún se acusa a los alemanes por los crímenes contra los judios' - y de estos 69 por ciento, más de la mitad dice formar parte del centro político." Ahora, en Dessau, la fiscalía niega la posibilidad de una segunda e independiente autopsia para responder a preguntas aún abiertas tan simples como: ¿sus muñecas estaban de verdad rotas o no? Para colmo, las autoridades - aunque, al parecer, están "cambiándose de opinión" - están negando a sus amigos la posibilidad de darle una despedida digna, prohibiéndoles realizar una procesión pública en conmemoración de la vida - y muerte - de otro africano más, el cual para mucha gente era hermano y compañero. Los compañeros de Oury dicen que realizarán la procesión con o sin las autoridades y que seguirán denunciando lo que realmente pasó en Dessau. Ya que tener una posición así ha implicado aún más aislamiento para la gente que niega quedarse de rodillas, es urgente brindarles nuestro apoyo fraterno en su lucha por lograr que Oury reciba, por lo menos una sola vez en este país, un trato digno. Pero falta algo todavía. Es que no te cuesta más que un poco de tú tiempo y un poco de dinero para darle a Oury en su muerte lo que las autoridades se le negaron en su vida: respeto. Es sólo un día en tú vida normal. *Exigimos:* · *Una segunda e independiente autopsia * · *Una investigación independiente de los acontecimientos* · *Demanda por asesinato contra los responsables * · *Reparaciones para la familia de Oury Jallow* · *Fin a la brutalidad y los controles policiales* · *¡¡¡JUSTICIA!!!* Oury Jalloh: Elf Wochen nach dem Feuertod eines Afrikaners: http://www.thevoiceforum.org/dessau Contact: plataforma at riseup.net http://www.thevoiceforum.org ================================================ 31 Der Gipfelsoli-Rundbrief: Servercrash bei nadir -- Genua von: ================================================ Gipfelinfo - Meldungen über globalisierte Solidarität und die Proteste gegen unsolidarische Globalisierung -------------------------------------------------------------------------- - Der Gipfelsoli-Rundbrief: Servercrash bei nadir - G8 Prozesse Genua: Bolzaneto - Genua, 1. März 2005. Aussagen der Zeugen - Genua, den 22.2.2005: Nur einer von den drei Offizieren der Tuscania sagt vor Gericht aus ---------------------------------------------------------------------------- - Der Gipfelsoli-Rundbrief: Servercrash bei nadir Vielleicht habt ihr davon gehört dass nei nadir, wo auch unsere Mailadresse sowie die Newsletter-Liste gehostet ist, ein Server gecrasht war. Das führte dazu dass sämtliche Mailadressen von AbonentInnen unseres Newsletter ebenfalls ins Nirwana verschwanden. Glücklicherweise gab es bei nadir ein Backup, das allerdings 2 Jahre alt ist. Viele Leute, die sich längst ausgetragen haben sind nun wieder im Verteiler drin. Umgekehrt sind auch viele, die sich innerhalb der letzten 2 Jahre neu subskribiert haben rausgeflogen. Wenn ihr diese Mail hier bekommt seid ihr auf jeden Fall noch dabei. Erzählt das doch bitte Leuten weiter von denen ihr wißt dass sie den Newsletter abonniert hatten, damit wir die Adressen wieder auf den neuesten Stand bekommen. Abonnements und Änderungen könnt ihr unter https://lists.nadir.org/cgi-bin/mailman/listinfo/gipfelsoli-l vornehmen. In Zukunft werden wir uns verstärkt der Mobilisierung zu den G8-Gipfeln in Schottland 2005 sowie Deutschland 2007 widmen. Weiterhin berichten wir aber möglichst aktuell zu den Prozessen in Genua. Die Diaz-Prozesse z.B. beginnen am 6. April. ---------------------------------------------------------------------------- - G8 Prozesse Genua: Bolzaneto Gestützt auf einem 534 Seiten langem Dossier über die Greueltaten in Bolzaneto während des G8 in Genua (2001) verlangen die AnwältInnen während der Vorverhandlungen, dass die 47 Verantwortlichen vor Gericht gestellt werden. frei übersetzt und angepasst von reppublica.it, 12.3.2005 Ein 534 Seiten langes Dossier wurde am 12.März 2005 dem Untersuchungsrichter Maurizio De Matteis vorgelegt und kommentiert. Während des momentan laufenden Vorverfahrens betreffend der Ereignisse in Bolzaneto (eine Polizeikaserne, die während der G8 Tage von Genua zu einem Folterknast umgewandelt wurde) wird verlangt, dass die 47 Verantwortlichen vor Gericht gestellt werden. 15 sind Kaderbullen und Agenten der Polizei, 16 Knastpolizisten, 11 Carabinieri und 5 Ärzte, darunter 3 Frauen. Die AnwältInnen haben einige Beispiele der Folterkammern in Bolzaneto aufgelistet: Ester Percivati musste den Kopf in eine WC-Schüssel stecken, Marco Bistacchia wurde gezwungen, wie ein Hund auf allen Vieren zu gehen und zu bellen, die Verprügelung von Mohamed Tabbach, eine Person, die eine Protese trägt, Taline Ender, Massimiliano Spingi und Sancez Chicarro, welchen Haarsträhnen abgeschnitten wurden. Auch die demütigende Episode von Hinrrichts Mayer Thorsten wurde erwähnt. Er wurde gezwungen, einen roten Hut mit einem Abzeichen (Sichel und Penis) aufzusetzen und damit im Hof Runden drehen, ohne dass er diesen absetzen konnte. (weitere Zeugenaussagen, noch viel haarstreubendere zu finden: www.italy.indymedia.org, im Dossier Genova) Gestützt auf dem Dossier der Presseagentur ANSA (www.ansa.it), welche die Rekonstruktion der Ereignisse von Bolzaneto zusammengestellt hat, haben die AnwältInnen der Anklage den Verantwortlichen vorgehalten, den 3.Artikel der Menschenrechtsverordnungen und die persönlichen Grundrechte missachtet zu haben und verlangen, dass die Verantwortlichen vor Gericht gestellt werden. Die Beleidigungen, der Sadismus, die Tritte und Schläge, welche die Verhafteten von Bolzaneto (252) über sich ergehen lassen mussten wurden nicht als Folter bezeichnet. ................................................. Diaz Kurz zur Erinnerung: Nach zwei Tagen heftigster Polizeirepression in den Strassen Genuas, einer ermordeten Person und unzähligen Verletzten, konnte die Polizei "nur" wenige Verhaftungen verrechnen. Mit der Stürmung der zwei Schulen (in der Diaz schliefen z.T. bereits DemonstrantInnen, in der Pascoli war das Mediacenter) sollte die negative Bilanz seitens der Ordnungskräfte mit einer maximalen Zahl an Verhaftungen ausgeglichen werden. Die Operation zeigte folgenden Schluss: Alle 93 Anwesenden wurden verhaftet, 62 mussten in die Notaufnahme, 28 blieben gleich im Spital. Alle erlitten schwere Verletztungen und Gehirnerschütterungen. Der Anklagepunkt der Verhaftungen: kriminelle Vereinigung mit dem Ziel der Zerstörung und Plünderung, belgt durch zwei Molotovs, die in der Schule (wieder)gefunden wurden und verschiedenen Waffen, die zum Teil der Baustelle ber der Schule, nach dem Antreffen der Polizei, entnommen wurden. Mit einem Video (von einer günstig gelegenen Überwachungskamera aufgenommen) konnte aufgezeigt werden, dass die Agenten mit zwei, am gleichen Tag in den Strassen Genuas konfiszierten Molotovs hantierten und dann als Beweismaterial in das Innere der Schule einführten. Die Ermittlungen werden eingeleitet, nachdem die Richter die Verhafteten angehört hatten. Sie weigern sich aber, die Verhaftungen zu bestätigen. Die Anklage (Widerstand, Aggression und Waffenbesitz) wird aufgrund mangelnder Beweise fallen gelassen. Hängig bleibt jedoch die Anklage für kriminelle Vereinigung mit dem Ziel der Zerstörung und Plünderung. Im Juni 2004 beginnt das Vorverfahren gegen die "Diaz"-Polizisten für falsche Beweise, Verleumdung und Prügel. Im Zentrum der Ermittlungen stehen bald die Molotovs. In den Protokollen steht, dass die Molotovs im Innern der Schule, in der Turnhalle im Erdgeschoss gefunden wurden, so dass sie den 93 Anwesenden zugänglich waren. Diese Information kommte am Ende der Ermittlungen klar als falsch und verleumderisch dargelegt werden. Auch für die anderen "gefundenen" Materialien konnte aufgezeigt werden, dass dise inszeniert und durch die Polizei zurechtgelegt wurden (Materialien von der Baustelle, Rucksackverstärkungen (Stäbe), Sackmesser, etc.) Der Prozess, der am 6.April 2005 beginnen wird, basiert sich auf diesen Lügen und 28 Polizisten werden nicht wegen ihrer Taten, dem Massaker und die Verhaftungen, vor Gericht gestellt werden, sondern weil sie auch unfähig waren, Beweise zu erfinden. Die Anklage lautet auf: Fälschung (falso), Verleumdung (calunnia) und Verletzungen (lesioni). Dieser Entscheid hat aber einen hohen politischen Wert. Diese hohen Tiere des Ordnungsapparates, die in der Zwischenzeit z.T. zusätzlich die Karriereleiter hochgeklettert sind, müssen entweder glaubwürdig bewiesen können, dass sie von diesen Verleumdungen und Fälschungen nichts mitgekommen haben oder erklären, warum sie als öffentliche Beamten diese nicht verhindert haben, was ihre Pflicht gewesen wäre. Weiter müssen die präzisen Verantwortungen und die Hirne der Operationen aufgezeigt werden, die während jener Tage in Genua den Notzustand erzwangen. Die wahre Geschichte der Protesttage in Genua wird bestimmt nicht in Gerichtsälen gelüftet werden. Von den restlichen 240 beteiligten Personen, die in jener Nacht in der Diaz die Köpfe einschlugen, sind die Identitäten noch immer nicht bekannt und zu viele Unklarheiten grassieren rund um die Anti-G8-Tage (2001) in Genua. ---------------------------------------------------------------------------- - Genua, 1. März 2005. Aussagen der Zeugen : Aktionsfreiheit für die Antigueriglia-Truppen in Genua Neununddreissigster Verhandlungstag des Prozesses wegen Verwüstung und Plünderung während des G8 in Genua. Die Verhandlungen, auch solch kurze wie die heute, geben immer Anlass zu interessanten Überlegungen, seien diese technischer Natur in Bezug auf den Prozess, oder mehr allgemeine in Bezug auf die Methodik und die "Experimente" der Ordnungskräfte, die sie während des G8 ausübten. Heute sind zwei Zeugen im Verhandlungssaal, die zur Tuscanica gehören - jene Eliteeinheit der Carabinieri, die Sondereinheitstruppen stellt, die auf Kriegseinsätze spezialisiert sind und in Genua als "Notreserve" präsent war: Sehr interessant ist die Aussage des zweiten Zeugen, der am Vormittag auftrat, Major Frassinetto, Verantwortlicher der Kommandozentrale der Carabinieri in der Kaserne San Giuliano. Frassinetto - seine Rolle war die Aufstellung der Männer der CCIR (ein Interventionskontingent der Carabinieri) - erklärt im Detail die Kommandokette: das Polizeipräsidium gab die Informationen am Beamten in der Krisenkammer weiter. Von dort ging die Info via Telefon an die Kommandozentrale und schlussendlich an Frassinetto. Frassinetto teilte nun die Truppenverschiebungen der CCIR mit. Er bestätig mit Vehemenz, dass "diesem Polizeipräsidium zur Verfügung zu stehen nicht bedeute, die Befehle direkt vom Polizeibeamten auf der Strasse entgegen zunehmen." Und weiter: " das Polizeipräsidium kann nicht aus eigenem Willen die Carabinieri bewegen". Gleichzeitig erinnert Frassinetto, dass "die Carabinierieinheit Tuscania vollkommen zur Verfügung des Polizeipräsidenten stand." Es braucht keinen Experten für Kommandotechnik und Militärhierarchien, um die Ambiguität dieses Informationsablaufes zu erkennen: offensichtliche Zweideutigkeiten in der Kommandokette kreieren, die möglichen Verantwortungen in Bezug auf die Befehle auf verschiedenen hierarchischen Ebenen verteilen, entlang der Koordinationskette wirkliche Verantwortung verlieren lassen, damit die Spezialkräfte in den "entscheidenden" Einsätzen in totaler Autonomie agieren können. "Negativ", ist schliesslich die Antwort von Frassinetto auf die Frage der Verteidigung bezüglich einer eventuellen Präsenz von Regierungspersönlichkeiten in der Kommandozentrale der Carabinieri (zahlreiche Quellen haben während und nach dem G8 berichtet, dass Gianfranco Fini dort war. Fini ist der italienische Aussenminister). Der erste Zeuge war Hauptmann Odierna Viti Luigi, der an der Spitze des vierten Zuges des Kontingents Tuscania steht. Er erinnerte sich sehr genau an die Details bezüglich der Operation seiner Männer, hingegen sagte er jedes Mal, dass er sich nicht erinnere, wenn ihm von der Verteidigung Fragen zum Dienstprotokoll gestellt werden, das am Ende des Tages von verschiedenen Personen geschrieben wurde. Entschuldigte Absenz des dritten Zeugen, des Oberleutnant Cristiano Spadano. Nächste Verhandlung Dienstag 8. März ---------------------------------------------------------------------------- -Genua, den 22.2.2005: Nur einer von den drei Offizieren der Tuscania sagt vor Gericht aus. Heute Blitz-Anhörung: nur einer von der drei vorgeladenen Zeugen war heute vor Gericht. Romano Stefano fuehrte zur Zeit der Taten ein Kommando von 18 Fallschirmjaeger des "Tuscania" Regiments. Seine beiden abwesenden Kollegen sind als "Friedensträger" in Iraq entschuldigt. Romanos Anhörung ist kurz und genau - es ging die Befehlskette und um die Teilnahme des Einsatzkommando der Carabinieri - es gibt trotzdem einige "Erfindungen", die man, übrigens, sehr öflich in den Aussagen von den Offizieren findet, die während des G8-Gipfels Dienst hatten. Supportolegale.org e-mail: comunicazione at supportolegale.org Zusammenfassungen der Verhandlungen: http://italy.indymedia.org/news/2005/03/740594.php [supporto legale] -------------------------------------------------------------------------- gipfelsoli infogruppe Newsletter mit Nachrichten über Mobilisierungen, Debatten und Repression im Zusammenhang mit Gipfelprotesten. Die AutorInnen der Beiträge, so sie nicht von uns verfasst sind, sind mit eckigen Klammern versehen. Wir können leider keine Verantwortung für die Richtigkeit der Beiträge übernehmen. Auch geben die Beiträge nicht zwangsläufig unsere Meinung wieder. Kontakt, Kritik, Beiträge: gipfelsoli at nadir.org gipfelsoli mailinglist subscribe - unsubscribe https://lists.nadir.org/cgi-bin/mailman/listinfo/gipfelsoli-l -------------------------------------------------------------------------- ================================================ C) TERMINE ================================================ ======================== Montag http://www.mund.at/butt/Termine/Maerz/2103.htm Dienstag http://www.mund.at/butt/Termine/Maerz/2203.htm Mittwoch http://www.mund.at/butt/Termine/Maerz/2303.htm ======================== ================================================ D) EDITORIAL ================================================ Für den Inhalt verantwortlich: Ihr. E-Mail-Adresse für Beiträge: widerstand at no-racism.net geschickt. widerst at nd MUND und alle Termine täglich aktualisiert im Web: http://www.no-racism.net/MUND Ziel von MUND (medienunabhängiger Nachrichtendienst) ist die unzensurierte und möglichst rasche Information über gesellschafts- politisch relevante Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu Widerstand und Antirassismus sowie verwandte Themen. sollen einen Titel, Namen und Emailadresse der/des AutorIn enthalten und möglichst kurz und prägnant gehalten sein, ev. mit Hinweis, wo weitere Informationen eingeholt werden können. Bitte keine Attachments! Die inhaltliche und sachliche Verantwortung liegt bei der/dem jeweiligen AutorIn bzw. jenen, die uns die Beiträge schicken. Der MUND wird von einzelnen TagesredakteurInnen zusammengestellt. Da Fehler nicht ausgeschlossen sind, bitten wir, nicht veröffentlichte Beiträge nochmals an widerstand at no-racism.net zu senden. Die Weiterleitung (auch auszugsweise) ist erwünscht. Beiträge mit rassistischen oder sexistischen Inhalten werden nicht veröffentlicht. Sehr persönliche Meldungen werden wir an den betreffenden Adressaten weiterleiten, aber nicht im MUND veröffentlichen. Die bisherigen Ausgaben sind unter http://www.no-racism.net/MUND archiviert. Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage: * Wann: Sonntag, 11.11.2001, 11:11 Uhr * * Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" * * Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf * * Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie. Aber kurz und prägnant.* Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch stillschweigend Zensur zu üben. Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die Nichtaufnahme geliefert. (Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.) Die AbsenderInnen der betroffenen Beiträge werden hiervon informiert. Im Sinne einer "gläsernen Zensur" könnt ihr Euch die Beiträge gerne extra schicken lassen: Ein kurzes Mail an widerstand at no-racism.net genügt. ================================================ E) VERTEILERLISTE ================================================ Zur Eintragung in diesen Verteiler bitte direkt subskribieren unter http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/analle oder von der einzutragenden Adresse aus ein mail schicken an: admin at no-racism.net mit folgendem Text: subscribe no-racism Bitte wegen Automatisierung diesen Wortlaut verwenden! Zur Austragung aus dieser Liste bitte an aus Einsendungen an zusammengestellt. Bitte keine Attachments! (werden nicht angenommen) Redaktionsschluss für diese Ausgabe: Sonntag, 20.00 III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III ü, ö, ä, ß, Ü, Ö, Ä III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III widerst at nd-MUND is powered by http://alt.strg.at/ ================================================ From analle at no-racism.net Tue Mar 22 08:24:07 2005 From: analle at no-racism.net (analle at no-racism.net) Date: Tue, 22 Mar 2005 08:24:07 +0100 Subject: =?iso-8859-1?q?MUND=3A_Dienstag=2C_22=2E_M=E4rz_2005?= Message-ID: <019801c52eb0$24675240$4e046d50@chello.at> MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst www.no-racism.net/mund Dienstag, 22. März 2005 ================================================ A) INHALT ================================================ ============================================== 01 Die Stadt gehört Wir From: nlv at t0.0r.at ============================================== 02 Monument für die Niederlage From: monument at gmx.at ============================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ============================================== 03 Online-Petition Haderer From: gerhardic at diwanistan.net ============================================== 04 ekh-solikulturtagung im v.e.k.k.s. From: apsidedown at hotmail.com ============================================== 05 Einladung zu öffentlichem Plenum From: office at frauenhetz.at ============================================== 06 Schwerpunkt: Frauen From: radio.stimme at initiative.minderheiten.net ============================================== 07 republicart Buchpräsentation From: contact at eipcp.net ============================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND KOMMENTARE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ============================================== 08 gipfelsoli-Rundbrief From: gipfelsoli-l at lists.nadir.org ============================================== 09 AKS: Anwesenheitspflicht zurückschrauben From: florian.steininger at aks.at ============================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< SERVICE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ============================================== 10 Glocalist 64 erschienen From: office at glocalist-review.com ============================================== ================================================ B) TEXTE ================================================ ============================================== 01 Die Stadt gehört Wir From: nlv at t0.0r.at ============================================== ___________/ PRESSEMITTEILUNG __/ Die Stadt gehört Wir! __/ RäumungSchlussTage von 23. - 27. März 2005 machen auf gemeinsamen __/ Existenzkampf zahlreicher Initiativen in Wien aufmerksam Wichtige Kultur-, Sozial- und Medienprojekte sind in Wien in ihrer Existenz bedroht. Die Situation wird immer prekärer. Initiativen wie das EKH, Public Netbase, TÜWI oder Echo kämpfen um das Überleben. Projekte wie ZARA, das Frauen Cafe, das Frauen Zentrum und die Breitenseer Lichtspiele bangen ebenfalls um ihre Zukunft. Mit "KriPO - Kritisch Politische Offensive" hat sich nun eine Plattform gebildet, die auf die aktuelle Problematik aufmerksam machen will und für den Erhalt der sozio-kulturellen Freiräume eintritt, deren Bedeutung für urbane Gesellschaften mittlerweile unbestritten ist. Unterstützt wird diese Forderung von der IG Kultur Wien. Als erster Schritt werden vom 23.- 27. März 2005 Informations- und Aktionstage mit einem vielfältigen Kulturprogramm veranstaltet. Unter dem Titel "RäumungSchlussTage - Die Stadt gehört Wir!" soll dezentral an vielen Orten sowie mit einer eigenen Zeitung zum Ausdruck gebracht werden, dass die Zurückdrängung von öffentlichen Räumen durch konservativ-neoliberale Politik nicht widerspruchslos zur Kenntnis genommen werden darf. Die Forderung der "RäumungSchlussTage" an Politik, Verwaltung und Körperschaften: Erhalt der bestehenden Projekte und Initiativen sowie die Verbesserung der Rahmenbedingungen, damit auch neue Freiräume entstehen können. __/ Ausführliche Informationen zu Zielsetzung und Kulturprogramm: http://www.t0.or.at/raum __/ Rückfragehinweis: EKH Tel. +43 (676) 942 75 20 Public Netbase Tel. +43 (676) 309 49 86 ============================================== 02 Monument für die Niederlage From: monument at gmx.at ============================================== MONUMENT FÜR DIE NIEDERLAGE Zeit der Befreiung 1945-1947 Enthüllung: 8. April 2005, 12 Uhr Ostarrichi-Park (Landesgericht/Alserstraße), 1090 Wien Ein Projekt im öffentlichen Raum von Martin Krenn, Charlotte Martinz-Turek, Nora Sternfeld und Luisa Ziaja Während die Regierung mit der von ihr in Auftrag gegebenen Gedenk-Eventreihe "25 Peaces² für Vergessen und Vermarktung sorgt, wird ein Projekt im öffentlichen Raum daran erinnern, dass das Jubiläumsjahr mit der Rolle Österreichs als NS-Nachfolgestaat in Verbindung steht: Am 8. April 2005 wird um 12 Uhr im Ostarrichi-Park vor dem Landesgericht (Alserstraße) ein "Monument für die Niederlage³ enthüllt, das eine Auseinandersetzung mit den Entnazifizierungsprozessen auslösen und die bis heute unvollendete Entnazifizierung zum Thema machen soll. Das achtseitige Objekt ist als monumentaler Sockel konzipiert und misst 2,07 m Höhe mit einem Umfang von 11,20 m. Entnazifizierungsprozesse Mit dem Sieg der Aliierten wurde Österreich 1945 befreit ­ gewissermaßen von sich selbst. In den ersten Nachkriegsjahren, zwischen 1945 und 1955, den beiden Eckdaten des offiziellen Jubiläumsjahres lag eine kurze Zeit der Befreiung: die Entnazifizierung. Österreichische Volksgerichte sprachen in über 23.000 Verfahren 13.607 Personen schuldig und verhängten 43 Todesurteile, von denen 30 vollstreckt wurden. Die Volksgerichtsbarkeit existierte bis zum Abzug der alliierten Truppen 1955. Doch schon 1948 verabschiedete der Nationalrat eine Amnestie für die als Mitläufer eingestuften ehemaligen Mitglieder der NSDAP, die so genannten "Minderbelasteten³. Bei den Nationalratswahlen 1949 waren jene "Minderbelasteten³ wieder stimmberechtigt. Nach 1955 wurden Verbrechen aus der Zeit des Nationalsozialismus von den ordentlichen Geschworenengerichten abgeurteilt, wobei nur mehr in wenigen Fällen Anklage erhoben wurde. Viele dieser Verfahren endeten mit skandalösen Freisprüchen ­ Schuldsprüchen folgten "massenhafte² Begnadigungen, nicht zuletzt aufgrund zahlreicher Interventionen von politischer Seite. 1957 erließ die österreichische Regierung schließlich eine Generalamnestie für die ehemaligen Nationalsozialisten. Monument für die Niederlage Warum wurde Österreich nie durchgreifend entnazifiziert? Wieso wurden rechtmäßig verurteilte Nazi-Verbrecher durch politische Interventionen begnadigt? Wieso wurde die progressive Entnazifizierungs-Gesetzgebung der Jahre 1945-47 sehr schnell außer Kraft gesetzt? Und wieso sind ihre Errungenschaften aus der kollektiven Erinnerung verschwunden? Das "Monument für die Niederlage² stellt sich der grundlegenden Ausblendung der NS-Verbrechen, die von Österreichern verübt wurden, wie auch der Ausblendung ihrer justiziellen Ahndung aus dem öffentlichen Diskurs entgegen. Es ist ein Monument für die Zeit der Entnazifizierung von 1945-1947 und feiert die Niederlage der deutsch-österreichischen Nationalsozialisten. Mit der Enthüllung sind Veranstaltungen und Aktionen verbunden, die von verschiedenen Personen und Gruppen konzipiert und realisiert werden. Der Festakt findet anlässlich der Finissage der Ausstellung "Zone 2005. Zwischen repräsentativer Politik und politischer Repräsentation² statt, die von 10. März bis 8. April 2005 in der Galerie IG Bildende Kunst gezeigt wird. Weitere Informationen unter: http://www.oesterreich-2005.at/monument KONTAKT KRENN/MARTINZ-TUREK/STERNFELD/ZIAJA: monument at gmx.at ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ============================================== 03 Online-Petition Haderer From: gerhardic at diwanistan.net ============================================== Wie in den Medien berichtet wurde, ist der Zeichener und Karikaturist Gerhard Haderer am 19.1.2005 von einer Drei-Richter-Strafkammer in Athen wegen "Religionsbeleidigung und Verletzung des öffentlichen Anstands" zu sechs Monaten Haft oder 1600 Euro Geldstrafe verurteilt worden. Auf der Website http://www.das-leben-des-jesus.at/ wird die Möglichkeit geboten, eine Petition zu untereichnen, in der die österreichische Bundesregierung aufgefordert wird, alles zu unternehmen, um Gerhard Haderer im Zusammenhang mit der Verurteilung in Griechenland, zu unterstützen. Weiters wird die Einstellung des Verfahrens gegen Gerhard Haderer in Griechenland gefordert. Ebenso wird an die gesetzgebenden Stellen appelliert, den EU-Haftbefehl in Hinblick auf die Europäische Menschenrechts Konvention (EMRK) zu ändern. Ferner findet sich dort eine Sammlung von Zitaten von Schönborn, Schüssel & Co., ein Resolutionstext, parlamentarische Anfragen des Abgeordneten Karl Öllinger an Kanzler, Außen- und Justizmininisterin und natürlich wird auch das inkrimnierte Buch vorgestellt. Bitte vormerken: Pressekonferenz am 22.3.2005, 10.30 Uhr im Cafe Landtmann, Landtmann-Saal. Bitte die Online-Petition zu unterzeichnen! Gerhardic -- ¤º°`°º¤ø,¸¸,ø¤º°`°º¤ø,¸¸,¤º°`°º¤ø,¸¸,ø¤º°`°º¤ø,¸¸, gerhardic at diwanistan.net mailto:gerhardic at diwanistan.net ¤º°`°º¤einmal umgevolkt, für immer umgevolktº¤ø,¸¸, ============================================== 04 ekh-solikulturtagung im v.e.k.k.s. From: apsidedown at hotmail.com ============================================== ekh-solikulturtagung im v.e.k.k.s. Do 24 märz 05 1) Lesungen: Performatives abendamusement rund um gesellschaftspolitische belange. Incl. hau-drauf und begleitend bewegten bildern. hoppelmord karottnig, melamar, wolfgang e.e., valie göschl, amir p peymann, g. turbotrixi 2) kurz- und mittelfristig alte medien: *malerei *fotografie *installation mit konfliktpotential. Lilo amin hak-hagir d. gratisgeorg albert huspeka 3) videoprogramm: * vergiss europa! Ein weiß-schwarzfilm, 33 min kinoki, 1999 * hausfilm (arbeitstitel), 20 min lilo, nils, kaska, 2005 * nikaragua, 3 min lisbeth kovacic, 2004 * grenzen, 8 min katrin hornek,2003 * der einbruch, 25 min max kaufmann, 2004 * kurzanimationsfilme, 30 min machinista festival, pern, russland, 2003 * hohe video 10 min * torten, 5 min paul wagner, 2003/04 * sozio schizo tell I, 30 min * gachdrehefertig-filme. Bangkok, 15 min d. georg sturmelchner, 2004 ab 19 uhr v.e.k.k.s. zentagasse 26 ============================================== 05 Einladung zu öffentlichem Plenum From: office at frauenhetz.at ============================================== Liebe Frauen! Das zweite öffentliche Plenum zum Jahresschwerpunkt 2005 "Arbeit und Politik" findet am Dienstag den 5.4. in der Frauenhetz statt. Wir haben an einigen der gesammelten Ideen vom 22.2. weiterdiskutiert und möchten Euch zur Vertiefung der Diskussion und Weiterentwicklung des Programms herzlich einladen! 5.4.2005 ab 18 Uhr: "Arbeit und Politik" in der Frauenhetz, Untere Weissgerberstr.41, 1030 Wien die Räume sind rollstuhlgerecht. Falls Kinderbetreuung erforderlich bitte möglichst rasch anmelden... fon/fax: 01/7159888 Seit einigen Jahren basteln wir daran unser Projekt auf allen Arbeitsebenen durchlässiger und transparenter zu gestalten. Das betrifft die Bürogemeinschaft, das Veranstaltungsprogramm, sowie die konzeptionelle Arbeit. Das Modell "regelmäßige offene Plenas" stellt einen ersten Versuch dar, die Frauenhetz auf organisatorischer Ebene zu entprivatisieren. Es soll interessierten Frauen eine Möglichkeit bieten, die Frauenhetz/-frauen kennenzulernen. Wir stellen uns vor, dass auf diesem Wege auch verschiedene und für uns neue Beteiligungsmodi denkbar werden. Nach "Raum & Verantwortung" (2003) und Körper & Erinnerung" (2004) Ist der rote Faden für die Arbeit in der Frauenhetz 2005 "Arbeit & Politik" Einzelne Themen zeichnen sich bereits ab, wie Hausarbeit, Sexarbeit, Prekarität von Arbeitsverhältnissen in Sozial- und Kulturarbeit. geschlechter- und generationengerechte Arbeitsteilung, veränderte wirtschaftliche Rahmenbedingungen /"Neoliberalismus" und Handlungsperspektiven für feministische Fraueninitiativen und bildungspolitische Fragen und und und.. Für die Planung der nächsten Programme können so, wie schon im Vorjahr, inhaltliche Anregungen, Kooperationsideen u.v.m. frühzeitig mitbedacht werden. Zugleich sollte das offene Plenum (stärker als die Vorveranstaltung zu Körper & Erinnerung Dez. 2003) unsere Arbeitsweise selbst nachvollziehbar machen und zur Diskussion stellen. Frauenhetz-feministische Bildung, Kultur & Politik Untere Weissgerberstr. 41, 1030 Wien fon/fax: 01/7159888 office at frauenhetz.at www.frauenhetz.at -- ============================================== 06 Schwerpunkt: Frauen From: radio.stimme at initiative.minderheiten.net ============================================== RADIO STIMME - DIE SENDUNG DER INITIATIVE MINDERHEITEN Dienstag, 22. März 2005 20.00 Uhr, Orange 94.0 Schwerpunkt: Frauen Exakt zwei Wochen nach dem Internationalen Frauentag am 08. März beschäftigt sich auch Radio Stimme mit sog. Frauenthemen. Frauen auf der Strasse sind ein seltener Anblick. Und doch gibt es sie: "Wohnungslose Frauen" haben mit Obdachlosigkeit und Wohnungslosigkeit zu kämpfen. Doch Einrichtungen, die speziell auf die Probleme und Bedürfnisse von wohnungslosen Frauen eingehen, sind spärlich. Betroffene und ExpertInnen kommen dazu zu Wort. Danach geht es um "Abtreibung als umkämpftes Recht" in Österreich. AkteurInnen, Positionen und Argumentationen werden besprochen. Historische und aktuelle Entwicklungen rund um die "Fristenlösung" kritisch beleuchtet. Weitere Sendungsthemen: - Wochenrückblick "Zwei Wochen in einer Stimme" ***** -> Sendung über's Internet hören Die Sendung ist über den Live-Stream von Orange 94,0 zur angegebenen Sendezeit (jeweils Di, 20.00 - 21.00 Uhr) über das Internet zu hören. Orange 94.0 Live-Stream: http://streamintern.orange.or.at/live3.m3u ***** -> Sendung verpaßt? Das Internet-Archiv Diese und alle anderen Ausgaben von Radio Stimme sind in unserem digitalen Sendungsarchiv jederzeit als Download und Stream abrufbar: http://www.initiative.minderheiten.at/Radio ***** -> Mitmachen bei Radio Stimme Radio Stimme sucht Interessierte, die auf ehrenamtlicher Basis mitmachen wollen: http://www.initiative.minderheiten.at ***** -> aus der Mailinglist austragen/Eintrag ändern? Mail bitte an radio.stimme at initiative.minderheiten.at ***** -- Radio Stimme - Die Sendung der Initiative Minderheiten Das politische Magazin zu den Themen Minderheiten - Menschenrechte - Rassismus on air: jeden zweiten Dienstag, 20.00 Uhr: Orange 94,0 on line: jederzeit: http://www.initiative.minderheiten.at ============================================== 07 republicart Buchpräsentation From: contact at eipcp.net ============================================== Einladung zur republicart Buchpräsentation und Abschlussparty 30. März 2005, 19.00 Uhr Kunsthalle Exnergasse, WUK Währingerstraße 59, 1090 Wien Gerald Raunig: Kunst und Revolution. Künstlerischer Aktivismus im langen 20. Jahrhundert Wien: Verlag Turia + Kant 2005 Im vierten Band der Schriftenreihe republicart liefert Gerald Raunig auf der Basis einer poststrukturalistischen Revolutionstheorie reiches Material für die Analyse verschiedenartiger Austauschverhältnisse von Kunst und Revolution. Gustave Courbets Engagement in der Pariser Commune, deutsche Aktivismen der 1910er Jahre, postrevolutionäre sowjetische Kunst um Eisenstein und Tretjakov, die Situationistische Internationale im Pariser Mai 1968, das Aufeinanderprallen der Wiener Aktionisten und der StudentInnenbewegung in der Aktion "Kunst und Revolution", und schließlich die Genealogie der VolxTheaterKarawane von einem anarchischen Theaterkollektiv der 1990er zu einer transversalen Verkettung zwischen Antiglobalisierung und europäischem noborder-Netzwerk: Diese exemplarischen Untersuchungen spannen einen Bogen unterschiedlicher Formen der Verkettung von revolutionären Maschinen und Kunstmaschinen im "langen 20. Jahrhundert". Diskussion, Videoscreenings und Musik Moderation: Tina Leisch mit: VolxTheaterKarawane Party + Buffet DJ: christina n. http://www.republicart.net/cal/abschlussparty.htm Die Veranstaltung ist Teil der Ausstellung W...WirWissen kennenlernen emanzipatorischer selbstinstitutionen, socialised research und verlernen lernen Das transnationale Forschungsprojekt republicart untersuchte und förderte unter der Koordination des European Institute for Progressive Cultural Policies (eipcp) in den vergangenen 3 Jahren in einer Reihe exemplarischer Kunstprojekte, diskursiver Veranstaltungen und Publikationen den Diskurs partizipatorischer, interventionistischer und aktivistischer Kunstpraxen. -- eipcp - european institute for progressive cultural policies a-1060 vienna, gumpendorfer strasse 63b contact at eipcp.net www.eipcp.net www.republicart.net ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND KOMMENTARE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ============================================== 08 gipfelsoli-Rundbrief From: gipfelsoli-l at lists.nadir.org ============================================== Gipfelinfo - Meldungen über globalisierte Solidarität und die Proteste gegen unsolidarische Globalisierung -------------------------------------------------------------------------- - Der Gipfelsoli-Rundbrief: Servercrash bei nadir - G8 Prozesse Genua: Bolzaneto - Genua, 1. März 2005. Aussagen der Zeugen - Genua, den 22.2.2005: Nur einer von den drei Offizieren der Tuscania sagt vor Gericht aus ---------------------------------------------------------------------------- - Der Gipfelsoli-Rundbrief: Servercrash bei nadir Vielleicht habt ihr davon gehört dass nei nadir, wo auch unsere Mailadresse sowie die Newsletter-Liste gehostet ist, ein Server gecrasht war. Das führte dazu dass sämtliche Mailadressen von AbonentInnen unseres Newsletter ebenfalls ins Nirwana verschwanden. Glücklicherweise gab es bei nadir ein Backup, das allerdings 2 Jahre alt ist. Viele Leute, die sich längst ausgetragen haben sind nun wieder im Verteiler drin. Umgekehrt sind auch viele, die sich innerhalb der letzten 2 Jahre neu subskribiert haben rausgeflogen. Wenn ihr diese Mail hier bekommt seid ihr auf jeden Fall noch dabei. Erzählt das doch bitte Leuten weiter von denen ihr wißt dass sie den Newsletter abonniert hatten, damit wir die Adressen wieder auf den neuesten Stand bekommen. Abonnements und Änderungen könnt ihr unter https://lists.nadir.org/cgi-bin/mailman/listinfo/gipfelsoli-l vornehmen. In Zukunft werden wir uns verstärkt der Mobilisierung zu den G8-Gipfeln in Schottland 2005 sowie Deutschland 2007 widmen. Weiterhin berichten wir aber möglichst aktuell zu den Prozessen in Genua. Die Diaz-Prozesse z.B. beginnen am 6. April. ---------------------------------------------------------------------------- - G8 Prozesse Genua: Bolzaneto Gestützt auf einem 534 Seiten langem Dossier über die Greueltaten in Bolzaneto während des G8 in Genua (2001) verlangen die AnwältInnen während der Vorverhandlungen, dass die 47 Verantwortlichen vor Gericht gestellt werden. frei übersetzt und angepasst von reppublica.it, 12.3.2005 Ein 534 Seiten langes Dossier wurde am 12.März 2005 dem Untersuchungsrichter Maurizio De Matteis vorgelegt und kommentiert. Während des momentan laufenden Vorverfahrens betreffend der Ereignisse in Bolzaneto (eine Polizeikaserne, die während der G8 Tage von Genua zu einem Folterknast umgewandelt wurde) wird verlangt, dass die 47 Verantwortlichen vor Gericht gestellt werden. 15 sind Kaderbullen und Agenten der Polizei, 16 Knastpolizisten, 11 Carabinieri und 5 Ärzte, darunter 3 Frauen. Die AnwältInnen haben einige Beispiele der Folterkammern in Bolzaneto aufgelistet: Ester Percivati musste den Kopf in eine WC-Schüssel stecken, Marco Bistacchia wurde gezwungen, wie ein Hund auf allen Vieren zu gehen und zu bellen, die Verprügelung von Mohamed Tabbach, eine Person, die eine Protese trägt, Taline Ender, Massimiliano Spingi und Sancez Chicarro, welchen Haarsträhnen abgeschnitten wurden. Auch die demütigende Episode von Hinrrichts Mayer Thorsten wurde erwähnt. Er wurde gezwungen, einen roten Hut mit einem Abzeichen (Sichel und Penis) aufzusetzen und damit im Hof Runden drehen, ohne dass er diesen absetzen konnte. (weitere Zeugenaussagen, noch viel haarstreubendere zu finden: www.italy.indymedia.org, im Dossier Genova) Gestützt auf dem Dossier der Presseagentur ANSA (www.ansa.it), welche die Rekonstruktion der Ereignisse von Bolzaneto zusammengestellt hat, haben die AnwältInnen der Anklage den Verantwortlichen vorgehalten, den 3.Artikel der Menschenrechtsverordnungen und die persönlichen Grundrechte missachtet zu haben und verlangen, dass die Verantwortlichen vor Gericht gestellt werden. Die Beleidigungen, der Sadismus, die Tritte und Schläge, welche die Verhafteten von Bolzaneto (252) über sich ergehen lassen mussten wurden nicht als Folter bezeichnet. ................................................. Diaz Kurz zur Erinnerung: Nach zwei Tagen heftigster Polizeirepression in den Strassen Genuas, einer ermordeten Person und unzähligen Verletzten, konnte die Polizei "nur" wenige Verhaftungen verrechnen. Mit der Stürmung der zwei Schulen (in der Diaz schliefen z.T. bereits DemonstrantInnen, in der Pascoli war das Mediacenter) sollte die negative Bilanz seitens der Ordnungskräfte mit einer maximalen Zahl an Verhaftungen ausgeglichen werden. Die Operation zeigte folgenden Schluss: Alle 93 Anwesenden wurden verhaftet, 62 mussten in die Notaufnahme, 28 blieben gleich im Spital. Alle erlitten schwere Verletztungen und Gehirnerschütterungen. Der Anklagepunkt der Verhaftungen: kriminelle Vereinigung mit dem Ziel der Zerstörung und Plünderung, belgt durch zwei Molotovs, die in der Schule (wieder)gefunden wurden und verschiedenen Waffen, die zum Teil der Baustelle ber der Schule, nach dem Antreffen der Polizei, entnommen wurden. Mit einem Video (von einer günstig gelegenen Überwachungskamera aufgenommen) konnte aufgezeigt werden, dass die Agenten mit zwei, am gleichen Tag in den Strassen Genuas konfiszierten Molotovs hantierten und dann als Beweismaterial in das Innere der Schule einführten. Die Ermittlungen werden eingeleitet, nachdem die Richter die Verhafteten angehört hatten. Sie weigern sich aber, die Verhaftungen zu bestätigen. Die Anklage (Widerstand, Aggression und Waffenbesitz) wird aufgrund mangelnder Beweise fallen gelassen. Hängig bleibt jedoch die Anklage für kriminelle Vereinigung mit dem Ziel der Zerstörung und Plünderung. Im Juni 2004 beginnt das Vorverfahren gegen die "Diaz"-Polizisten für falsche Beweise, Verleumdung und Prügel. Im Zentrum der Ermittlungen stehen bald die Molotovs. In den Protokollen steht, dass die Molotovs im Innern der Schule, in der Turnhalle im Erdgeschoss gefunden wurden, so dass sie den 93 Anwesenden zugänglich waren. Diese Information kommte am Ende der Ermittlungen klar als falsch und verleumderisch dargelegt werden. Auch für die anderen "gefundenen" Materialien konnte aufgezeigt werden, dass dise inszeniert und durch die Polizei zurechtgelegt wurden (Materialien von der Baustelle, Rucksackverstärkungen (Stäbe), Sackmesser, etc.) Der Prozess, der am 6.April 2005 beginnen wird, basiert sich auf diesen Lügen und 28 Polizisten werden nicht wegen ihrer Taten, dem Massaker und die Verhaftungen, vor Gericht gestellt werden, sondern weil sie auch unfähig waren, Beweise zu erfinden. Die Anklage lautet auf: Fälschung (falso), Verleumdung (calunnia) und Verletzungen (lesioni). Dieser Entscheid hat aber einen hohen politischen Wert. Diese hohen Tiere des Ordnungsapparates, die in der Zwischenzeit z.T. zusätzlich die Karriereleiter hochgeklettert sind, müssen entweder glaubwürdig bewiesen können, dass sie von diesen Verleumdungen und Fälschungen nichts mitgekommen haben oder erklären, warum sie als öffentliche Beamten diese nicht verhindert haben, was ihre Pflicht gewesen wäre. Weiter müssen die präzisen Verantwortungen und die Hirne der Operationen aufgezeigt werden, die während jener Tage in Genua den Notzustand erzwangen. Die wahre Geschichte der Protesttage in Genua wird bestimmt nicht in Gerichtsälen gelüftet werden. Von den restlichen 240 beteiligten Personen, die in jener Nacht in der Diaz die Köpfe einschlugen, sind die Identitäten noch immer nicht bekannt und zu viele Unklarheiten grassieren rund um die Anti-G8-Tage (2001) in Genua. ---------------------------------------------------------------------------- - Genua, 1. März 2005. Aussagen der Zeugen : Aktionsfreiheit für die Antigueriglia-Truppen in Genua Neununddreissigster Verhandlungstag des Prozesses wegen Verwüstung und Plünderung während des G8 in Genua. Die Verhandlungen, auch solch kurze wie die heute, geben immer Anlass zu interessanten Überlegungen, seien diese technischer Natur in Bezug auf den Prozess, oder mehr allgemeine in Bezug auf die Methodik und die "Experimente" der Ordnungskräfte, die sie während des G8 ausübten. Heute sind zwei Zeugen im Verhandlungssaal, die zur Tuscanica gehören - jene Eliteeinheit der Carabinieri, die Sondereinheitstruppen stellt, die auf Kriegseinsätze spezialisiert sind und in Genua als "Notreserve" präsent war: Sehr interessant ist die Aussage des zweiten Zeugen, der am Vormittag auftrat, Major Frassinetto, Verantwortlicher der Kommandozentrale der Carabinieri in der Kaserne San Giuliano. Frassinetto - seine Rolle war die Aufstellung der Männer der CCIR (ein Interventionskontingent der Carabinieri) - erklärt im Detail die Kommandokette: das Polizeipräsidium gab die Informationen am Beamten in der Krisenkammer weiter. Von dort ging die Info via Telefon an die Kommandozentrale und schlussendlich an Frassinetto. Frassinetto teilte nun die Truppenverschiebungen der CCIR mit. Er bestätig mit Vehemenz, dass "diesem Polizeipräsidium zur Verfügung zu stehen nicht bedeute, die Befehle direkt vom Polizeibeamten auf der Strasse entgegen zunehmen." Und weiter: " das Polizeipräsidium kann nicht aus eigenem Willen die Carabinieri bewegen". Gleichzeitig erinnert Frassinetto, dass "die Carabinierieinheit Tuscania vollkommen zur Verfügung des Polizeipräsidenten stand." Es braucht keinen Experten für Kommandotechnik und Militärhierarchien, um die Ambiguität dieses Informationsablaufes zu erkennen: offensichtliche Zweideutigkeiten in der Kommandokette kreieren, die möglichen Verantwortungen in Bezug auf die Befehle auf verschiedenen hierarchischen Ebenen verteilen, entlang der Koordinationskette wirkliche Verantwortung verlieren lassen, damit die Spezialkräfte in den "entscheidenden" Einsätzen in totaler Autonomie agieren können. "Negativ", ist schliesslich die Antwort von Frassinetto auf die Frage der Verteidigung bezüglich einer eventuellen Präsenz von Regierungspersönlichkeiten in der Kommandozentrale der Carabinieri (zahlreiche Quellen haben während und nach dem G8 berichtet, dass Gianfranco Fini dort war. Fini ist der italienische Aussenminister). Der erste Zeuge war Hauptmann Odierna Viti Luigi, der an der Spitze des vierten Zuges des Kontingents Tuscania steht. Er erinnerte sich sehr genau an die Details bezüglich der Operation seiner Männer, hingegen sagte er jedes Mal, dass er sich nicht erinnere, wenn ihm von der Verteidigung Fragen zum Dienstprotokoll gestellt werden, das am Ende des Tages von verschiedenen Personen geschrieben wurde. Entschuldigte Absenz des dritten Zeugen, des Oberleutnant Cristiano Spadano. Nächste Verhandlung Dienstag 8. März ---------------------------------------------------------------------------- -Genua, den 22.2.2005: Nur einer von den drei Offizieren der Tuscania sagt vor Gericht aus. Heute Blitz-Anhörung: nur einer von der drei vorgeladenen Zeugen war heute vor Gericht. Romano Stefano fuehrte zur Zeit der Taten ein Kommando von 18 Fallschirmjaeger des "Tuscania" Regiments. Seine beiden abwesenden Kollegen sind als "Friedensträger" in Iraq entschuldigt. Romanos Anhörung ist kurz und genau - es ging die Befehlskette und um die Teilnahme des Einsatzkommando der Carabinieri - es gibt trotzdem einige "Erfindungen", die man, übrigens, sehr öflich in den Aussagen von den Offizieren findet, die während des G8-Gipfels Dienst hatten. Supportolegale.org e-mail: comunicazione at supportolegale.org Zusammenfassungen der Verhandlungen: http://italy.indymedia.org/news/2005/03/740594.php [supporto legale] -------------------------------------------------------------------------- gipfelsoli infogruppe Newsletter mit Nachrichten über Mobilisierungen, Debatten und Repression im Zusammenhang mit Gipfelprotesten. Die AutorInnen der Beiträge, so sie nicht von uns verfasst sind, sind mit eckigen Klammern versehen. Wir können leider keine Verantwortung für die Richtigkeit der Beiträge übernehmen. Auch geben die Beiträge nicht zwangsläufig unsere Meinung wieder. Kontakt, Kritik, Beiträge: gipfelsoli at nadir.org gipfelsoli mailinglist subscribe - unsubscribe https://lists.nadir.org/cgi-bin/mailman/listinfo/gipfelsoli-l -------------------------------------------------------------------------- ============================================== 09 AKS: Anwesenheitspflicht zurückschrauben From: florian.steininger at aks.at ============================================== Pressemeldung der Aktion kritischer SchülerInnen Bildung/Schulen/AKS/Ferien Montag, 21.3.2005 AKS: Anwesenheitspflicht zurückschrauben! Utl.: SchülerInnen sollen selbst entscheiden können Im Zuge der aktuellen Diskussion rund um die Anwesenheitspflicht in der Schule fordert die AKS (Aktion kritischer SchülerInnen) eine flexiblere Regelung: "Ab einer gewissen Schulstufe sollten SchülerInnen bis zu einem gewissen Ausmaß selbst entscheiden können, ob sie in die Schule gehen oder nicht", so die AKS-Bundesvorsitzende Kim Kadlec. Vorstellbar sei für die Oberstufe eine kontinuierliche Reduktion der Anwesenheitspflicht bei steigender Schulstufe. "Dass wegen unerlaubten Fernbleibens Geldstrafen verhängt werden, ist absurd und Ausdruck eines autoritäten Schulsystems. SchülerInnen müssen nur dann in die Schule gezwungen werden, wenn sie sie nicht gerne besuchen. Das kann nicht der richtige Ansatz sein", meint Kadlec. Stattdessen fordert Kadlec ein Abgehen von der derzeitigen starren Regelung zur Abwesenheit. Die Schülervertreterin schlägt hier ein abgestuftes Modell vor, in dem mit steigender Schulstufe auch die Anwesenheitspflicht reduziert wird. "Schule soll uns zu selbständigen Menschen bilden. Dazu brauchen wir aber auch Wahlmöglichkeiten, die wir im Moment nicht haben", betont Kadlec. Vorstellen könnte sich Kadlec auch "individuelle Ferientage", die allen SchülerInnen zur Verfügung ständen. Wichtig dabei sei jedoch, dass spätestens ab der Oberstufe die SchülerInnen selbst darüber bestimmen könnten und nicht die Eltern. Rückfragehinweis: Kim Kadlec, 0699/11408142 ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< SERVICE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ============================================== 10 Glocalist 64 erschienen From: office at glocalist-review.com ============================================== Beiträgen zu Führungskräfte in NPOs, als Kampagne der Woche präsentieren wir SOS Europa, ein Kommentar von Heinz Hödl (KOO), ein Offener Brief von Dr. Caspar Einem und zivilgesellschaftlichen Kräften zur EU-Verfassung, Leserbrief zum Beitrag von Dr. Eugen Maria Schulak, Offener Brief an Bundeskanzler Dr. Wolfgang Schüssl zum Aus vom Kulturserver www.aeiou.at, ein Seitenblicke zum Benefizabend YOUTHBRIDGE, die CSR Serie im wirtschethischen Diskurs des OeNWE und die gewohnten Vermischten Meldungen und Termine. Viel Freude beim Lesen wünscht Christian Neugebauer PS. Eilmeldung: Zahlreiche NGOs stehen vor dem finanziellen Aus - der GLOCALIST hat darüber umfangreich berichtet - und versuchen sich zu organisieren >> dazu mehr unter http://www.t0.or.at/raum _____ Glocalist Review: Digitale Wochenzeitschrift für NGOs&NPOs Barmherzigengasse 17 - stiege 6 - top 1 A-1030 Wien f: 01/597 2001 m: 0699 11 88 16 43 e: office at glocalist-review.com w: http://www.glocalist-review.com ================================================ C) TERMINE ================================================ ======================== Dienstag http://www.mund.at/butt/Termine/Maerz/2203.htm Mittwoch http://www.mund.at/butt/Termine/Maerz/2303.htm Donnerstag http://www.mund.at/butt/Termine/Maerz/2403.htm ======================== ================================================ D) EDITORIAL ================================================ Für den Inhalt verantwortlich: Ihr. E-Mail-Adresse für Beiträge: widerstand at no-racism.net geschickt. widerst at nd MUND und alle Termine täglich aktualisiert im Web: http://www.no-racism.net/MUND Ziel von MUND (medienunabhängiger Nachrichtendienst) ist die unzensurierte und möglichst rasche Information über gesellschafts- politisch relevante Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu Widerstand und Antirassismus sowie verwandte Themen. sollen einen Titel, Namen und Emailadresse der/des AutorIn enthalten und möglichst kurz und prägnant gehalten sein, ev. mit Hinweis, wo weitere Informationen eingeholt werden können. Bitte keine Attachments! Die inhaltliche und sachliche Verantwortung liegt bei der/dem jeweiligen AutorIn bzw. jenen, die uns die Beiträge schicken. Der MUND wird von einzelnen TagesredakteurInnen zusammengestellt. Da Fehler nicht ausgeschlossen sind, bitten wir, nicht veröffentlichte Beiträge nochmals an widerstand at no-racism.net zu senden. Die Weiterleitung (auch auszugsweise) ist erwünscht. Beiträge mit rassistischen oder sexistischen Inhalten werden nicht veröffentlicht. Sehr persönliche Meldungen werden wir an den betreffenden Adressaten weiterleiten, aber nicht im MUND veröffentlichen. Die bisherigen Ausgaben sind unter http://www.no-racism.net/MUND archiviert. Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage: * Wann: Sonntag, 11.11.2001, 11:11 Uhr * * Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" * * Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf * * Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie. Aber kurz und prägnant.* Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch stillschweigend Zensur zu üben. Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die Nichtaufnahme geliefert. (Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.) Die AbsenderInnen der betroffenen Beiträge werden hiervon informiert. Im Sinne einer "gläsernen Zensur" könnt ihr Euch die Beiträge gerne extra schicken lassen: Ein kurzes Mail an widerstand at no-racism.net genügt. ================================================ E) VERTEILERLISTE ================================================ Zur Eintragung in diesen Verteiler bitte direkt subskribieren unter http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/analle oder von der einzutragenden Adresse aus ein mail schicken an: admin at no-racism.net mit folgendem Text: subscribe no-racism Bitte wegen Automatisierung diesen Wortlaut verwenden! Zur Austragung aus dieser Liste bitte an zusammengestellt. Bitte keine Attachments! (werden nicht angenommen) nicht drin: nichts Redaktionsschluss für diese Ausgabe: Mo 21:00 III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III ü, ö, ä, ß, Ü, Ö, Ä III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III widerst at nd-MUND is powered by http://alt.strg.at/ ================================================ From analle at no-racism.net Wed Mar 23 08:53:03 2005 From: analle at no-racism.net (analle at no-racism.net) Date: Wed, 23 Mar 2005 08:53:03 +0100 Subject: widerst@nd - MUND: Mittwoch, 23.3.2005 Message-ID: widerst at nd MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst www.no-racism.net/mund Mittwoch, 23. März 2005 ================================================ A) INHALT ================================================ ================================================ 01 Termin: 2 Jahre Speakerscorner am Ballhausplatz Von: akin ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 02 Die Stadt ge hört Wir! > RäumungSchluss Tage 23. - 27 . März 2005 Von: ekhaus at med-user.net ================================================ 03 Schwerpunkt: Frauen > Radio Stimme - 22.03 Von: Cornelia Kogoj ================================================ 04 videoclip: der tsunami und sri lanka Von: Flo ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 05 EUropa/Drogen/Initiativen: Die neue und die alte Strategie Von: akin ================================================ 06 Das Letzte: Verpruegelt und Kindergeld weg! Von: akin ================================================ 07 Tuerkei: Bestseller «Mein Kampf» Von: akin ================================================ 08 Wasser/Oekonomie(I): Wasser fuer alle Von: akin ================================================ 09 Wasser/Oekonomie(III): Geheime Kommando-Sache Cross-Border-Leasing in Tirol Von: akin ================================================ 10 Newsletter SOS-Menschenrechte Von: SOS-Menschenrechte at solaris.whbdns.com ================================================ 11 AKG-Symposium /KPÖ als Regi erungspartei Von: klahr.gesellschaft at aon.at ================================================ 12 ECRI releases reports on Austria, BH, F, M, Tu Von: Initiative muslimischer ÖsterreicherInnen ================================================ 13 Beginn des Prozesses gegen Sandra Bakutz Von: Freiheit_fuer_Sandra at gmx.at ================================================ ================================================ B) TEXTE ================================================ ================================================ 01 Termin: 2 Jahre Speakerscorner am Ballhausplatz Von: akin ================================================ Termin: > 2 Jahre Speakerscorner am Ballhausplatz Auch am Donnerstag (24.3.) gibt es trotz Osterferien mindestens die woechentliche Mahnwache gegen Schwarzblau in Oesterreich und Blaurot in Kaernten vor dem Kanzleramt am Ballhausplatz von 20 Uhr - 20 Uhr 15. Vielleicht gibt es auch mehr. Seit genau 2 Jahren jedenfalls gibt es jetzt den Donnerstagsspeakerscorner (erstmals am 27.3.2003). Moeglich waeren: Statements zu "2 Jahre-Speakerscorner", zu "Gegenschwarzblau, Gegenblaurot", Antischwarzblauwitze, Trauerkraenze fuer alles, was Schwarzblau kaputtgemacht hat, Abgesaenge auf verlorengegangene Regierungsmitglieder, Entlassungsurkunden fuer noch vorhandene... oder was euch halt so einfaellt. Vorbereitet wird nichts sein, ausser das das Megafon auf Willige wartet. Wer immer mag: Geistiges (Wortbeitraege) oder Materielles (Inhaltsvolles, Plakatives, feste und fluessige Gaumenfreuden...) mitbringen! Wenn alle der Meinung sind, dass wir es uns einfach einmal gemuetlich machen sollten, d.h. wenn niemand etwas mitbringt, koennen wir natuerlich auch nach einer Viertelstunde Mahnwache einfach im Kaeuzchen feiern, dass wir 2 Jahre (bei jedem Wetter und zu jeder Jahreszeit) durchgehalten haben. Wer also trotz Ostern am Donnerstag in Wien ist, ist eingeladen, einfach nur zu kommen oder vielleicht sogar etwas mitzubringen! Und wie jeden Donnerstag gibt es schon ab 17Uhr die Widerstandslesung (Ecke Ballhausplatz/Heldenplatz). (Aussendungstext) ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 02 Die Stadt ge hört Wir! > RäumungSchluss Tage 23. - 27 . März 2005 Von: ekhaus at med-user.net ================================================ ----- Forwarded message from ekhaus at med-user.net ----- Date: Mon, 21 Mar 2005 19:31:23 +0100 Von: ekhaus at med-user.net Reply-To: ekhaus at med-user.net Subject: für den blöden andi To: ekhaus at med-user.net Wien, 22.03.05 Das die RäumungSchlussTage mitveranstaltende EKH möchte hiermit sein Programm vorstellen und herzlich dazu einladen. Wie schon bekannt ist das Gesamtprojekt akut von einer Räumung bedroht und hat ein Konzept zur Erhaltung des Hauses bereits an VetreterInnen der Stadt Wien übergeben. Mit 31.3.05 läuft die an die PoltikerInnen gerichtete, dreiwöchige Frist aus, in der die NutzerInnen und BewohnerInnen des EKHs konkrete Ergebnisse bezüglich des Ankaufes des Hauses fordern. Mehr Infos unter: http://t0.or.at/raum www.med-user.net/ekh www.ekhbleibt.info Für Rückfragen: 0676/94 27 520 ekhaus at med-user.net Mittwoch, 23. März 2005 ab 21.00 infoveranstaltung zum wiener kongress Gemüseorchester das erste wiener gemüseorchester spielt musik ausschliesslich auf gemüseinstrumenten. keine gitarren oder schlagzeuge sondern karotten und gurken. oder im falle der neuen cd automate statt laptop und sampler, gurkophon und rettich-marimba. denn die musik ist die umsetzung von stücken und strukturen der elektronischen musik auf ein instrumentarium aus dem gemüsegarten. http://www.gemueseorchester.org/ SERGEJ MOHNTAU (www.sergejmohntau.net) Donnerstag, 24. März 2005 Austrofred liest aus seinen Memoiren Guigue (experimenteller Instrumentalrock a la Fugazi) Freitag, 25. März 2005 Popolitisches mit Schlag Eine Queerevue in 5 Akten "kein essen, pissen, scheißen, saufen, ficken, nichts, ..." ... wofür es noch keine Regeln, Traditionen und Kategorien gäbe. Ein Theaterstück, das dieses ewige Schubladen- und Kastl-Denken mal beiseite schiebt und Platz gibt für überfällige Fragen. Antworten gibt's keine. Die Freiheit sich selbst Gedanken zu machen wollen wir keinem nehmen. Seht, seid, lebt, liebt wie und was ihr wollt, das ist die Botschaft. Dieses Stück verschont weder Film noch Oper, von der Gesellschaft oder Traditionen gar nicht zu reden. Eine multimediale Performance über Identitäten, Geschlechter, Sexualitäten, Machtstrukturen und Definitionen. auch noch danach: auflegerei der identity queer djanes Samstag, 26. März 2005 Hubsi Kramer spontan Christian & Michael mit die emotionale Rock- und Showband DJ lg Schulmeister & Gäste Auflegerei ================================================ 03 Schwerpunkt: Frauen > Radio Stimme - 22.03 Von: Cornelia Kogoj ================================================ RADIO STIMME - DIE SENDUNG DER INITIATIVE MINDERHEITEN Dienstag, 22. März 2005 20.00 Uhr, Orange 94.0 Schwerpunkt: Frauen Exakt zwei Wochen nach dem Internationalen Frauentag am 08. März beschäftigt sich auch Radio Stimme mit sog. Frauenthemen. Frauen auf der Strasse sind ein seltener Anblick. Und doch gibt es sie: "Wohnungslose Frauen" haben mit Obdachlosigkeit und Wohnungslosigkeit zu kämpfen. Doch Einrichtungen, die speziell auf die Probleme und Bedürfnisse von wohnungslosen Frauen eingehen, sind spärlich. Betroffene und ExpertInnen kommen dazu zu Wort. Danach geht es um "Abtreibung als umkämpftes Recht" in Österreich. AkteurInnen, Positionen und Argumentationen werden besprochen. Historische und aktuelle Entwicklungen rund um die "Fristenlösung" kritisch beleuchtet. Weitere Sendungsthemen: - Wochenrückblick "Zwei Wochen in einer Stimme" ***** -> Sendung über's Internet hören Die Sendung ist über den Live-Stream von Orange 94,0 zur angegebenen Sendezeit (jeweils Di, 20.00 - 21.00 Uhr) über das Internet zu hören. Orange 94.0 Live-Stream: http://streamintern.orange.or.at/live3.m3u ***** -> Sendung verpaßt? Das Internet-Archiv Diese und alle anderen Ausgaben von Radio Stimme sind in unserem digitalen Sendungsarchiv jederzeit als Download und Stream abrufbar: http://www.initiative.minderheiten.at/Radio ***** -> Mitmachen bei Radio Stimme Radio Stimme sucht Interessierte, die auf ehrenamtlicher Basis mitmachen wollen: http://www.initiative.minderheiten.at ***** -> aus der Mailinglist austragen/Eintrag ändern? Mail bitte an radio.stimme at initiative.minderheiten.at ***** -- Radio Stimme - Die Sendung der Initiative Minderheiten Das politische Magazin zu den Themen Minderheiten - Menschenrechte - Rassismus on air: jeden zweiten Dienstag, 20.00 Uhr: Orange 94,0 on line: jederzeit: http://www.initiative.minderheiten.at ================================================ ================================================ 04 videoclip: der tsunami und sri lanka Von: Flo ================================================ upul siriwardana ist mitglied des free trade union centre sowie der USP (United Socialist Party) in Sri Lanka und befindet sich auf vortragstour durch europa. er kritisiert nicht nur die buerokratische und uneffektive hilfe der regierung fuer die opfer der tsunami-katastrophe sondern fordert auch, dass die regierung mit den tamil tigers frieden schliesst und die verteilung der hilfsgueter unter die demokratische kontrolle der betroffenen bevoelkerung gestellt wird... sprache: english | laenge: 3,23 min | datum: 22-03-2005 | groesse: 5625 kb http://austria.kanalb.org/clip.php?clipId=1063 ---------------------------- web: http://kanalB.at skype: kanalB_at ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 05 EUropa/Drogen/Initiativen: Die neue und die alte Strategie Von: akin ================================================ ********************************************************** akin-Pressedienst. Aussendungszeitpunkt: Dienstag, 22. Maerz 2005; 18:16 ********************************************************** EUropa/Drogen/Initiativen: > Die neue und die alte Strategie "Am 15.Dezember 2004 verabschiedete das Europaeische Parlament eine Reihe von Empfehlungen zur neuen EU Strategie zum Umgang mit der ZDrogenproblematik`, den ZCatania Report`. ... Der Catania Report lehnt eine Fortsetzung der gegenwaertigen auf Prohibition ausgerichteten Poltitk ab. Er fordert statt dessen die europaweite Umsetzung eines breiter angelegten Ansatzes, der generell mit dem Begriff ,Harm Reduction' (Risikominderung) beschrieben wird. Die neue EU-Strategie zur Drogenpolitik soll im Juni 2005 verabschiedet werden. Es ist von lebenswichtigem Interesse, dass darin die Empfehlungen des ,Catania Report' Beruecksichtigung finden." Das meint zumindest die Initiative ENCOD -- Europaeische Koalition fuer eine gerechte und wirksame Drogenpolitik - ein Netzwerk vieler ziviler europaeischer Gruppierungen und Einzelpersonen, die von der gegenwaertigen Drogenpolitik direkt betroffen und/oder ueber deren Entwicklung und Auswirkungen besorgt sind. So weit, so gut. Allerdings ist der Catania-Report kein wirkliches Drogenliberalisierungspapier, sondern ein sehr heterogener, reformistischer Vorschlagskatalog (schliesslich wurde er ja vom EP verabschiedet), der durchaus auch noch auf Mittel polizeilicher Repression setzt. Doch manche Passagen machen wohl einen Versuch der Abkehr von den bisher national und international verfolgten Drogenpolitiken deutlich, wobei es vor allem um die Sorge um die Konsumenten selbst geht, die nach wie vor die vorrangig Leidtragenden der herrschenden Methoden sind. So wird beispielsweise gefordert: "eine wissenschaftliche Untersuchung ueber die Kosten und den Nutzen der derzeitigen Massnahmen zur Kontrolle der Suchtstoffe durchzufuehren, die insbesondere Folgendes umfasst: eine Analyse von Cannabis und seiner verschiedenen legalen und illegalen Derivate, auch um die Auswirkungen, die therapeutischen Moeglichkeiten sowie die Ergebnisse der Politik der Kriminalisierung sowie moegliche Alternativen zu bewerten; eine Analyse der Wirksamkeit von Programmen zur Abgabe von Heroin zu therapeutischen Zwecken unter aerztlicher Aufsicht im Hinblick auf das Ziel der Verringerung der Zahl der Drogentoten; eine Analyse der wirtschaftlichen, gerichtlichen, sozialen und oekologischen Kosten der Verbotspolitik im Hinblick auf Humanressourcen und finanzielle Mittel, die fuer die Durchsetzung des Rechts bereitgestellt werden; eine Analyse der Auswirkungen der gegenwaertigen Politik auf Drittstaaten sowohl infolge der europaeischen Strategie als auch des weltweiten Systems der `DrogenkontrolleZ". ENCOD bietet auf seiner Site auch eine Petition an, in der man elektronisch "die Verantwortlichen der Europaeischen Union" auffordern kann, "die Empfehlungen des ZCatania Report' ... in der Endfassung der neuen EU Strategie zur Drogenpolitik zu beruecksichtigen." -br- Termine: * 21.April 2004: Europatag der Buegeraktionen fuer eine gerechte und wirksame Drogenpolitik! * 7.Mai 2005: MILLION MARIJUANA MARCH - an weltweit mehr als 200 Orten * 25/26.Juni 2005: ENCOD-Jahresmitgliederversammlung in Berlin Link: http://action.encod.org/ ================================================ 06 Das Letzte: Verpruegelt und Kindergeld weg! Von: akin ================================================ Das Letzte: > Verpruegelt und Kindergeld weg! In Linz musste eine Bewohnerin des Frauenhauses zu ihrem pruegelnden Mann zurueckkehren, weil sie sonst jegliche finanzielle Unterstuetzung fuer ihr Kleinkind verloren haette. Die von den Philippinen stammende junge Frau ist mit einem Oesterreicher verheiratet und lebt seit dreieinhalb Jahren in Linz. Im Februar 2003 wurde ihr Sohn geboren. Der Kindesvater bezog die Familienbeihilfe, die Mutter das Kinderbetreuungsgeld. Wegen wiederholter Gewalttaetigkeiten des Ehemannes musste die Frau mit ihrem Baby ins Frauenhaus fluechten. Die junge Mutter musste aber wieder zu ihrem Pruegelgatten zurueckkehren, ansonsten haette sie den Anspruch auf Kinderbetreuungsgeld - Geld, das sie dringendst benoetigt - verloren. Die Auszahlung setzt naemlich einen gemeinsamen Haushalt mit dem Bezieher der Familienbeihilfe voraus - und diese Beihilfe bekommt der Ehemann. Seit eineinhalb Jahren bemueht man sich im Linzer Frauenhaus um die Philippinin, und immer mehr kristallisiert sich heraus: Die betroffene Frau ist keineswegs ein Einzelfall. "Hunderten Frauen in ganz Oesterreich ergeht es so", so die Geschaeftsfuehrerin des Linzer Frauenhauses, Margaretha Rackl. Betroffen von der misslichen Gesetzeslage sind Nicht-EU-Buergerinnen, die weniger als 5 Jahre in Oesterreich leben und noch in keinem Arbeitsverhaeltnis stehen. Also in vielen Faellen junge Muetter, die kaum Chance auf Arbeit haben. "Diese Frauen sind ganz besonders abhaengig vom Mann", sagt die Vorsitzende des Linzer Frauenhauses, Mag. Dagmar Andree. Das Frauenhaus wandte sich in der Sache an die Arbeiterkammer. Diese schickte einen Brief an das Sozialministerium und verlangte eine Ausnahmeregelung. Wenn Gefahr fuer die Gesundheit oder das Leben der Mutter bestehe, duerfe ein gemeinsamer Haushalt nicht Voraussetzung fuer dio Zahlung sein, so das Argument. Die Antwort des Ministeriums sei laut Arbeiterkammer recht lapidar ausgefallen: Demnach bestehe auch unter solchen Umstaenden nicht die Moeglichkeit, einen fiktiven gemeinsamen Haushalt anzunehmen. In Einzelfaellen koenne es eben zu Haerten kommen. Im Linzer Frauenhaus bezeichnet man diese Antwort als blanken Zynismus. Es sei nicht akzeptabel, eine Mutter und ihr Kind wieder der Gewalt des Ehemannes ausliefern zu muessen. "Obwohl im konkreten Fall Hilfe fuer diese Frau in Aussicht gestellt wurde, sei das keine Loesung. "Weil es ja ganze Bevoelkerungsgruppen betrifft, bedarf es einer generellen Loesung", lautet die Forderung des Frauenhauses. Einer Forderung, die immer mehr Gehoer findet Die Arbeiterkammer fordert jetzt, dass die Regelungen fuer den Bezug des Kinderbetreuungsgeldes rasch geaendert werden. Auch auf politischer Ebene regt sich Widerstand: Die Gruenen unter Federfuehrung von Nationalratsabgeordneter Gabi Moser werden diese Sache im Parlament aufs Tapet bringen und die SPOe hat einen Antrag auf Gesetzesaenderung eingebracht. "Ursula Haubner hat uns bestaetigt, die Regelung pruefen zu lassen", so Andree. Auf eine Gesetzesaenderung braucht uebrigens die betroffene Philippinin nicht mehr zu warten. Sie hat eine Arbeit gefunden und konnte sich von ihrem Mann trennen. (Thomas Hartl: in OOe-Planet, Zeitung der Gruebi OOe, Maerz 05) *************************************************** Der akin-pd ist die elektronische Teilwiedergabe der nichtkommerziellen Wiener Wochenzeitung 'akin'. Texte im akin-pd muessen aber nicht wortidentisch mit den in der Papierausgabe veroeffentlichten sein. Nachdruck von Eigenbeitraegen mit Quellenangabe erbeten. Namentlich gezeichnete Beitraege stehen in der Verantwortung der VerfasserInnen. Ein Nachdruck von Texten mit anderem Copyright als dem unseren sagt nichts ueber eine anderweitige Verfuegungsberechtigung aus. Der akin-pd wird nur als Abonnement verschickt. Wer versehentlich in den Verteiler geraten ist, kann den akin-pd per formlosen Mail an akin.buero at gmx.at abbestellen. ************************************************* 'akin - aktuelle informationen' a-1170 wien, Lobenhauerngasse 35/2 vox: ++43/1/535-62-00 (anrufbeantworter, unberechenbare buerozeiten) http://akin.mediaweb.at akin.buero at gmx.at Bankverbindung lautend auf: föj/BfS, Bank Austria, BLZ 12000, 223-102-976/00, Zweck: akin ================================================ 07 Tuerkei: Bestseller «Mein Kampf» Von: akin ================================================ Tuerkei: > Bestseller «Mein Kampf» Rechte bei Muenchner Staatsregierung Buchhaendler und akademische Kreise in der Tuerkei raetseln ueber ein ploetzliches Interesse junger Tuerken an Adolf Hitlers Buch «Mein Kampf». Wie die «Financial Times» berichtet, gilt das Buch mittlerweile als Bestseller in der Tuerkei. Hauptsaechlich Studenten wuerden es kaufen, zitiert das Blatt den Chef eines Buchladens in Ankara. «Tuerken lieben diese Art Lektuere.» Die Nachfrage ist offenbar so gross, dass das Buch in einigen Laeden bereits ausverkauft ist. Allein der Haendler in Ankara habe in den vergangenen Wochen mindestens 1000 Exemplare verkauft, schreibt das Blatt. Auf der Liste der am meisten verkauften Buecher stand «Mein Kampf» demnach im vergangenen Monat auf Rang drei. Die Verkaeufe haetten zu dem Zeitpunkt stark zugenommen, als eine neue Ausgabe fuer 3,50 Euro in den Handel gekommen sei. Dem Bericht zufolge raetseln Buchverkaeufer und Wissenschaftler ueber das Phaenomen des ploetzlichen Interesses an «Mein Kampf». Die Tuerkei sei weder ein Land mit einer intensiven Lesekultur noch spiele sie in der Geschichte des Antisemitimsus eine Rolle, hiess es. Die deutsche Botschaft reagierte besorgt auf die Entwicklung. Man werde die Verfuegbarkeit des Buches und das stete Interesse daran «sorgsam verfolgen», zitiert die Zeitung einen Mitarbeiter der deutschen Vertretung in Ankara. Das Auswaertige Amt (AA) in Berlin verwies auf die Zustaendigkeit der bayerischen Staasregierung. Als Inhaber der Rechte koenne «nur das Land Bayern aktiv» werden, sagte eine Sprecherin. Da Hitler bis zu seinem Tod seinen Wohnsitz in Muenchen gemeldet hatte, ist Bayern als Rechtsnachfolge Inhaber der Urheberrechte fuer «Mein Kampf». Das bayerische Finanzministerium hatte bereits im Februar (anlaesslich von Plaenen eines polnischen Reprints) erklaert, eine Verbreitung nationalsozialistischen Gedankenguts verhindern zu wollen. Damals hiess es, weder im Inland noch im Ausland wuerden Abdruckgenehmigungen erteilt. Gegen Verstoesse werde zivil- und strafrechtlich vorgegangen. Im Ausland erfolge dies ueber die entsprechende deutsche Botschaft. (Netzzeitung.de/akin/gek.) Quellen u.a.: http://www.netzeitung.de/ausland/329167.html ================================================ 08 Wasser/Oekonomie(I): Wasser fuer alle Von: akin ================================================ Wasser/Oekonomie/Schweiz/Initiativen: > Wasser fuer alle Am Weltwasserforum (Forum alternatif mondial de l'eau, Farne) in Genf diskutierten rund 2000 Vertreterinnen von NGO und Basisbewegungen aus aller Welt vier Tage lang ueber den Aufbau eines globalen Service public in der Trinkwasserversorgung. Ziel von Fame 2005 ist ein Aktionsplan: Mit konkreten Forderungen soll das Recht auf Wasser fuer alle Menschen durchgesetzt und Wasser als oeffentliches Gut weltweit gesichert werden. Die Delegierten gehen von vier Arbeitspapieren aus: Recht auf Wasser, Wasser als Allgemeingut, oeffentliche Finanzierung von Wasser, demokratische Verwaltung des Wassers. Diese Richtlinien wurden im Maerz 2003 in Florenz festgehalten, wo das erste alternative Weltwasserforum tagte - parallel zum Uno-Gipfeltreffen zur Wasserfrage, das zwischen Uno, Weltbank und multinationalen Konzernen in Kioto abgehalten wurde. In Florenz machte das Forum klar, dass Wasser nicht wirtschaftlichen Privatinteressen unterordnet werden kann. In Genf geht es nun um die Erarbeitung von konkreten Aktionen. Seit Fruehling 2003 ist der fruehere Nationalrat und Kopraesident der Gruenen Partei, Patrice Mugny, Mitglied der Gemeinderegierung der Stadt Genf. So sitzt der Aktivist nun «an den Schalthebeln der Macht», wie er ironisch sagt, um gleich zu praezisieren: «Es handelt sich um ganz kleine Hebelchen.» «Das neoliberale Denken hat Jahrzehnte gebraucht, um sich durchzusetzen. Aber heute ist es so weit, dass mit gut und mit schlecht gleichgesetzt wird», sagt Mugny. Auf diesen Moment haetten die neoliberalen Hardliner gewartet, um selbst Gueter, die zur Grundversorgung gehoeren, und oeffentliche Dienstleistungen zu privatisieren. Die globalisierungskritische Bewegung werde wohl ebenso lange brauchen, um diese Gleichung zu widerlegen. «Vielleicht ist es beim Wasser noch am ehesten einsichtig. Ein so lebenswichtiges Allgemeingut darf nicht privatisiert werden.» Wichtig findet Mugny auch die Forderung nach einer demokratischen Verwaltung des Wassers unter Beteiligung der Buergerinnen: «Man kann das Wasser weder den wirtschaftlichen Privatinteressen noch einem Staat ueberlassen, der es im Interesse seiner Machterhaltung oder fuer geostrategische Zwecke einsetzt.» Dass neben dem Departement fuer Entwicklung und Zusammenarbeit (Deza) auch Stadt und Kanton Genf zur Finanzierung des Forums beitragen, findet Mugny wichtig. «Die Stadt Genf hat sich ja zur Gats-freien Zone erklaert.» Damit mache Genf klar, dass es Widerstand gegen die weltweiten Angriffe auf den Service public leisten werde. Die Gats-freien Zonen wehren sich gegen die laufende Privatisierungsrunde der WTO im Dienstleistungsbereich, gegen das Allgemeine Abkommen ueber den Handel mit Dienstleistungen, wie das Gats auf Deutsch heisst (General Agreement on Trade in Services). «Die Gats-Runde will den Service public der internationalen Konkurrenz oeffnen. Und ganz im Gegensatz zu dem, was das federfuehrende Staatssekretariat fuer Wirtschaft sagt, sind keine Bereiche des Service public definitiv von Verhandlungen ausgeschlossen, also auch nicht das Wasser.» Bereits beteiligt sich die Schweiz an einem EU-Forschungsprogramm zur Wasserprivatisierung, und sie koennte, so die Einschaetzung von Hilfsorganisationen und NGOs, im Rahmen eines Gesamtpakets - etwa Wasserliberalisierung gegen Liberalisierung von Bankdienstleistungen - zu Konzessionen gezwungen werden. «Als ich noch Nationalrat war, habe ich eine Umfrage unter Ratskollegen gemacht, ob sie auf dem Laufenden seien ueber den Stand der WTO-Verhandlungen. Kein Einziger wusste es, und ich glaube, nicht einmal alle unsere Bundesraete wissen es.» Das Gats-Abkommen enthalte die Verpflichtung zur fortschreitenden Liberalisierung aller Dienstleistungen. Ein Land, das einmal eine Verpflichtung eingegangen sei, koenne diese kaum zuruecknehmen, ohne wirtschaftlich bestraft zu werden. Ein weiteres Grundprinzip sei sehr gefaehrlich: «Eine Gratisdienstleistung oder eine Subvention kann unter dem Vorwurf, es handle sich um unlauteren Wettbewerb, angegriffen werden.» Damit verloeren die Behoerden die Entscheidungsgewalt darueber, was sie subventionieren wollen und was nicht: «Bald wird wohl auch ein Ausbildungsscheck ausgestellt, damit die Kinder wahlweise in eine oeffentliche oder private Schule gehen koennen!» Aber ist die Erklaerung, gats-freie Zone zu sein, mehr als eine symbolische Handlung? «Symbole sind wichtig in der Politik», sagt Mugny. Die Bewegung sei aber mehr als das: «Wenn eine genuegend grosse Anzahl Gemeinden mitmacht, kann das Abkommen nicht unterzeichnet werden. Nach Seattle und Cancuen waere das die dritte Niederlage der Privatisierer.» Doch Mugny zweifelt daran, ob sich die Bewegung fuer gatsfreie Zonen, die in aendern europaeischen Laendern und insbesondere in Frankreich sehr stark ist, aus der franzoesischen auch in die deutsche Schweiz ausdehnen werde. Er warnt die deutschschweizer Gemeinden davor, diese Thematik zu vernachlaessigen und fordert mehr Information und Transparenz - und ein Moratorium, bis die moeglichen Auswirkungen auf den Service public abgeklaert sind. Bis im Mai legen die Staaten Liberalisierungsangebote vor, im Dezember ist ein Ministertreffen in Hongkong vorgesehen, an dem eine Bestandsaufhahme vorgenommen und die abschliessenden Verhandlungen eingeleitet werden sollen. Was macht Genf nun konkret mit dem Entscheid? Als Naechstes werde die Stadt an den Ortstafeln Schilder mit dem Hinweis «Gats-freie Stadt Genf» anbringen, lacht Mugny: «Manchmal dienen die Schalthebel der Macht nur dazu, ein paar Loecher zu bohren. Aber sie muessen an den entscheidenden Stellen gebohrtwerden.» (Helen Bruegger, WoZ 11/05 / bearb.) Informationen zum Weltwasserforum http://www.fame2005.org ================================================ 09 Wasser/Oekonomie(III): Geheime Kommando-Sache Cross-Border-Leasing in Tirol Von: akin ================================================ Wasser/Oekonomie/Tirol/Energie: > Geheime Kommando-Sache Cross-Border-Leasing Die Tiwag versucht Kritiker mittels Klagen mundtot zu machen Wer seinerzeit Markus Wilhelms "Foehn" gelesen hat, weiss: Der recherchiert sehr gruendlich und er laesst sich von gerichtlichen Klagen nicht so leicht erschrecken. Nun hat sich Wilhelm mit der Tiroler Wasserkraft AG (TIWAG) angelegt. Bis vor kurzem war seine Kritik im Netz unter http://www.dietiwag.at deponiert (siehe WWWebtips akin 23/04). Und vor zwei Wochen hatte er dort eine Liste mit 20 vorwiegend amerikanischen Firmen und Banken veroeffentlicht, mit denen die TIWAG Leasinggeschaefte abgewickelt haben soll. Wenig spaeter wurde die Homepage auf Betreiben der TIWAG von der Registrierungsstelle in Salzburg abgeschaltet. Wilhelm stellte sein Informationsangebot daraufhin unter der Adresse dietiwag.org ins Netz. Diesmal wird es mit der Abschaltung nicht ganz so rasch gehen, da erstens fuer die ".org"-Domains kein oesterreichischer Registrar, sondern eine internationale Nonprofit-Organisation namens PIR.org zustaendig ist. Zudem scheint die Website nicht in Oesterreich, sondern in Deutschland gehostet zu sein, Traceroutes fuehren jedenfalls ins Netz der Deutschen Telekom. Doch die Klage gegen Wilhelm laeuft. Die als Streitwert festgesetzte Summe betrage 500.000 Euro und sei "existenzvernichtend", teilte Wilhelm am Montag mit. Mit der Klage hoffe die TIWAG, die Kritik an der "voellig verfehlten Energiepolitik des Landes" zum Schweigen bringen zu koennen. Weil er "dem ebenso grossen wie berechtigten oeffentlichen Interesse an Informationen" ueber die geheimen Cross-Border-Geschaefte in Tirol auf seiner homepage http://www.dietiwag.org nachkomme, solle ihm das untersagt werde. In der von Wilhelm veroeffentlichten Klagsschrift heisst es, dass seine Vorgangsweise dazu diene, der TIWAG "absichtlich und sittenwidrig" Schaden zuzufuegen. Im Internet-Forum wuerden der Energieversorger und dessen leitende Organe "massiv diskreditiert". Es handle sich um geheime Daten, die nur einem beschraenkten Personenkreis bekannt und zugaenglich seien. Wilhelm habe es bei sonstiger Exekution zu unterlassen, Geschaeftsgeheimnisse, insbesondere Informationen und Unterlagen ueber das Cross-Border-Leasing betreffend das Kraftwerk Sellrain-Silz, zu verbreiten und/oder zu veroeffentlichen, insbesondere eine Veroeffentlichung im Internet vorzunehmen, so die beantragte einstweilige Verfuegung. (futurezone/akin) *************************************************** Der akin-pd ist die elektronische Teilwiedergabe der nichtkommerziellen Wiener Wochenzeitung 'akin'. Texte im akin-pd muessen aber nicht wortidentisch mit den in der Papierausgabe veroeffentlichten sein. Nachdruck von Eigenbeitraegen mit Quellenangabe erbeten. Namentlich gezeichnete Beitraege stehen in der Verantwortung der VerfasserInnen. Ein Nachdruck von Texten mit anderem Copyright als dem unseren sagt nichts ueber eine anderweitige Verfuegungsberechtigung aus. Der akin-pd wird nur als Abonnement verschickt. Wer versehentlich in den Verteiler geraten ist, kann den akin-pd per formlosen Mail an akin.buero at gmx.at abbestellen. ************************************************* 'akin - aktuelle informationen' a-1170 wien, Lobenhauerngasse 35/2 vox: ++43/1/535-62-00 (anrufbeantworter, unberechenbare buerozeiten) http://akin.mediaweb.at akin.buero at gmx.at Bankverbindung lautend auf: föj/BfS, Bank Austria, BLZ 12000, 223-102-976/00, Zweck: akin ================================================ 10 Newsletter SOS-Menschenrechte Von: SOS-Menschenrechte at solaris.whbdns.com ================================================ WELCOME HOME Ein Film von Andreas Gruber Filmgespräch mit dem Regisseur Am 23. März und 25. März steht nach den Filmvorstellungen Regisseur Andreas Gruber den Zusehern für Fragen zur Verfügung. 23.März 2005; 20:30 Kinocenter Zentral 4600 Wels www.cineworld .at 25.März 2005; 20:45 City Kino 4020 Linz, Graben 30 www.moviemento.at Auf ihr Kommen freut sich Andreas Gruber und das Team von SOS-Menschenrechte. SOS-Menschenrechte A-4020 Linz, Tummelplatz 5 Tel.: 0732/ 777 404 www.sos.at office at sos.at ================================================ ================================================ 11 AKG-Symposium /KPÖ als Regi erungspartei Von: klahr.gesellschaft at aon.at ================================================ Sehr geehrte Damen und Herren, liebe FreundInnen, wir möchten Sie/euch auf das Symposium der Alfred Klahr Gesellschaft zum Thema “Befreiung und Wiederaufbau - Die KPÖ als Regierungspartei" am 16. April dieses Jahres in Wien (ehem. Kapelle, Universitätscampus Altes AKH) aufmerksam machen und würden uns über Ihre Teilnahme sehr freuen. Symposium der Alfred Klahr Gesellschaft: “Befreiung und Wiederaufbau - Die KPÖ als Regierungspartei" Programm Eröffnung: Univ. Prof. Dr. Hans Hautmann (Universität Linz, Präsident der Alfred Klahr Gesellschaft) Referate: - Mag. Manfred Mugrauer (Alfred Klahr Gesellschaft): “Die Politik der Kommunistischen Partei Österreichs in der Provisorischen Regierung Renner" - Dr. Winfried R. Garscha (Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes, Zentrale österreichische Forschungsstelle Nachkriegsjustiz): “Die KPÖ in der Konzentrationsregierung 1945-47 - Karl Altmann als Energieminister" Kurzreferate: - Dr. Claudia Kuretsidis-Haider (Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes, Zentrale österreichische Forschungsstelle Nachkriegsjustiz): “Die KPÖ und die Ahndung von NS-Verbrechen in Österreich" - Irma Schwager (Zeitzeugin): “Kommunistische Frauenpolitik in der Nachkriegszeit" - Walter Winterberg (Zeitzeuge): “Kommunisten in der Wiener Polizei" Samstag, 16. April 2005, 10.00-14.00 Universitätscampus Altes AKH, ehem. Kapelle Spitalgasse 2-4/Hof 2, 1090 Wien (Linie 5, 33, 43, 44 Lange Gasse) In der unmittelbaren Nachkriegszeit verfügte die Kommunistische Partei Österreichs über den wohl größten Einfluss auf die innenpolitische Entwicklung in ihrer Geschichte. Aufgrund veränderter internationaler Kräfteverhältnisse nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges, der Schlüsselstellung der sowjetischen Besatzungsadministration bei der Konstituierung der Provisorischen Regierung Renner und auch infolge ihrer bedeutenden Rolle im antifaschistischen Widerstand war die KPÖ an der ersten Regierung der Zweiten Republik als gleichberechtigter Partner von SPÖ und ÖVP beteiligt. Mit dem Staatsamt für Inneres (Franz Honner) und jenem für “Volksaufklärung, Unterricht und Erziehung und Kultusangelegenheiten" (Ernst Fischer) wurden zwei Schlüsselressorts der Renner-Regierung von Kommunisten geleitet. Johann Koplenig, Parteivorsitzender der KPÖ, war als Staatssekretär ohne Portefeuille Mitglied des Politischen Kabinettsrats, des obersten Organs der Regierung. Nach den Novemberwahlen 1945 war die KPÖ erstmals im Nationalrat - allerdings nur mit vier Abgeordneten - vertreten. In der Allparteienregierung unter Bundeskanzler Leopold Figl stellte sie mit Karl Altmann den Energieminister. Das politische Gewicht der KPÖ wurde in weiterer Folge vor allem vom beginnenden Kalten Krieg bestimmt. In Konsequenz ihrer Kritik an der von der Regierung verfolgten Lohn-Preis- und Währungspolitik schied die KPÖ im November 1947 aus der Regierung aus und ging in die Opposition. Das Symposium der Alfred Klahr Gesellschaft ruft die Vorstellungen der KPÖ über die konkrete Gestaltung der politischen und gesellschaftlichen Verhältnisse eines “neuen Österreichs" in Erinnerung (“antifaschistisch-demokratische Orientierung") und hebt die praktische Aufbauarbeit, vor allem den Anteil der österreichischen KommunistInnen am Wiederaufbau der staatlichen Verwaltung hervor. weitere Informationen: www.klahrgesellschaft.at Alfred Klahr Gesellschaft Drechslergasse 42 A-1140 Wien Tel.: +43/1/982 10 86, FAX: +43/1/982 10 86/18 klahr.gesellschaft at aon.at www.klahrgesellschaft.at ------------------------------------------- Versendet durch aonWebmail (webmail.aon.at) _______________________________________________ Widerstand mailing list Widerstand at no-racism.net http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/widerstand ================================================ ================================================ 12 ECRI releases reports on Austria, BH, F, M, Tu Von: Initiative muslimischer ÖsterreicherInnen ================================================ Leider nur auf E und F vorhanden ... leiten wir weiter zur Information (Stand 15.02.2005) ... Weitere Details können direkt online entnommen werden. LG ... Tarafa Baghajati ************************** ECRI releases reports on Austria, Bosnia and Herzegovina, France, "the Former Yugoslav Republic of Macedonia" and Turkey ECRI released today five new reports on racism, xenophobia, antisemitism and intolerance of its third monitoring cycle on Austria, Bosnia and Herzegovina, France, "the Former Yugoslav Republic of Macedonia" and Turkey. The third round country reports focus on "implementation". They examine if ECRI's main recommendations from previous reports have been followed and implemented, and if so, with what degree of success and effectiveness. ECRI recognises that positive developments have occurred in all five of these Council of Europe member countries. At the same time, however, the reports detail continuing grounds for concern for the Commission: In Austria, the continuing marked differentiation in law and practice between, on the one hand, Austrian and other EU citizens and, on the other, non-EU citizens, negatively affects the social and political integration of all segments of Austrian society. Racism and racial discrimination still affect the daily lives of members of minority groups, and particularly of Black Africans, Muslims and Roma. Manifestations of antisemitism also still represent an issue of concern of ECRI in Austria. REPORT: Third report on Austria Adopted on 25 June 2004 and made public on 15 February 2005 http://www.coe.int/t/E/human_rights/ecri/1-ECRI/2-Country-by-country_approach/Austria/Austria_CBC_3.asp#TopOfPage In Bosnia and Herzegovina, severe problems of racism and racial (including ethnic and religious) discrimination persist, often as a result of nationalist policies pursued by ethnically based political parties. Such problems aggravate the situation of certain groups within a society which is globally affected by very difficult post-war socio-economic conditions. Problems of direct and indirect discrimination are pervasive in several areas of life and particularly in education, employment, housing and access to health services. REPORT In France, law enforcement officials and members of the judicial service who receive complaints are not always sufficiently alert to the racist aspect of offences, and the victims are not always adequately informed or assisted when dealing with formalities. Muslims are up against an increase in racist acts and statements and access to education for children of immigrants and Travellers still needs to be improved. Antisemitism has increased alarmingly in France, notably in the school environment. REPORT In "the Former Yugoslav Republic of Macedonia", the Roma community continues to experience, on a wide scale, particularly poor living conditions and to suffer from an accumulation of economic and social disadvantage, aggravated by changing economic conditions, discrimination and insufficient attention from the authorities. ECRI also raises a number of issues relating to the situation of smaller minority groups, as well as of asylum seekers, and continuing problems in the area of citizenship. REPORT In Turkey, despite the reforms, there are still some gaps in the constitution and in criminal, civil and administrative laws as regards action against racism and racial discrimination. There is still room for improvement in the matter of religious freedom, in particular as regards removing the reference to religion on identity cards and abolishing compulsory religious education in schools. No sanctions have been taken against intolerant expressions and acts directed at minority groups by sections of the media and members of the public and there is still no national specialised body to combat racism and intolerance. REPORT *************************************************************************************************************************************************************** L'ECRI publie des rapports sur l'Autriche, la Bosnie-Herzégovine, la France, « l'ex-République yougoslave de Macédoine » et la Turquie L'ECRI a publié aujourd'hui cinq nouveaux rapports du troisième cycle de monitoring concernant le racisme, la xénophobie, l'antisémitisme et l'intolérance en Autriche, en Bosnie-Herzégovine, en France, en « ex-République yougoslave de Macédoine » et en Turquie. Les rapports pays-par-pays du troisième cycle sont centrés sur la question de la « mise en ¦uvre ». Ils examinent si les principales recommandations de l'ECRI contenues dans ses rapports précédents ont été suivies et appliquées, et si oui, jusqu'à quel degré d'efficacité. L'ECRI constate une évolution positive dans l'ensemble de ces cinq pays membres du Conseil de l'Europe. Dans le même temps, les rapports font aussi état d'éléments qui demeurent préoccupants pour la Commission, dont les suivants : En Autriche, le maintien d'une différenciation marquée, en droit et en pratique, entre, d'une part les Autrichiens et les autres ressortissants de l'Union européenne et, d'autre part, les non-ressortissants de l'Union européenne affecte de manière négative l'intégration politique et sociale de tous les éléments de la société autrichienne. Le racisme et la discrimination raciale continuent d'affecter la vie quotidienne des membres des groupes minoritaires, en particulier les Noirs africains, les Musulmans et les Roms. Les manifestations d'antisémitisme en Autriche demeurent également une source de préoccupation pour l'ECRI. RAPPORT La Bosnie-Herzégovine connaît encore de graves problèmes de racisme et de discrimination raciale (y compris ethnique et religieuse) résultant souvent de politiques nationalistes poursuivies par des partis politiques s'appuyant sur une base ethnique. De tels problèmes aggravent la situation de certains groupes au sein d'une société affectée dans son ensemble par des conditions socio-économiques d'après-guerre très difficiles. Les problèmes de discrimination directe et indirecte sont omniprésents dans beaucoup de domaines, notamment dans les secteurs de l'éducation, de l'emploi, du logement ou de l'accès aux services de santé. RAPPORT En France, les agents de forces de l'ordre et les magistrats qui reçoivent des plaintes ne sont pas toujours suffisamment sensibilisés à l'aspect raciste des infractions et les victimes ne sont pas toujours suffisamment informées ou soutenues dans leurs démarches. Les Musulmans sont confrontés à une augmentation d'actes et de propos racistes et il reste encore à améliorer l'accès à l'éducation des enfants immigrés et des Gens du Voyage. L'antisémitisme a connu une augmentation alarmante en France, notamment dans les milieux scolaires. RAPPORT En « ex-République yougoslave de Macédoine », la plupart des membres de la communauté rom continue à vivre dans des conditions difficiles et à souffrir d'un double désavantage, économique et social, alourdi par l'évolution de la situation économique, la discrimination et le manque d'attention de la part des autorités. L'ECRI souligne également différents problèmes en rapport avec la situation de petits groupes minoritaires, ainsi que celle des demandeurs d'asile. Elle relève aussi la persistance des difficultés concernant l'accès à la nationalité. RAPPORT EnTurquie, en dépit des réformes, il reste encore des lacunes dans la constitution, le droit pénal et le droit civil et administratif concernant la lutte contre le racisme et la discrimination raciale. Il reste des progrès à faire en matière de liberté religieuse, notamment concernant la suppression de la mention, de la religion sur la carte d'identité et du cours de religion obligatoire à l'école. Des propos et des actes intolérants provenant des médias et du grand public à l'encontre des membres des groupes minoritaires n'ont pas fait l'objet de sanctions et il n'existe toujours pas d'organe national spécialisé dans la lutte contre le racisme et l'intolérance. RAPPORT ************************************************************************************************************************************************* WELCOME to ECRI's listserve. This list serve has been created to inform our key partners on a regular basis on the latest developments and events concerning ECRI. Rapid reaction is key to combating racism effectively on all levels and this listserve should therefore provide our partners with up-to-date information to be used in their day-to-day work. Subscribe/Unsubscribe: combat.racism at coe.int ************************************************************************************************************************* BIENVENUE sur la listserve de l'ECRI. Celle-ci a été créée pour informer régulièrement nos partenaires essentiels sur les derniers développements et événements concernant l'ECRI. Réagir rapidement est crucial pour lutter efficacement contre le racisme à tous les niveaux et cette listserve fournira donc à nos partenaires des informations à jour pour utilisation dans leur travail au quotidien. Abonnement/désabonnement: combat.racism at coe.int ******************************** -- Initiative muslimischer ÖsterreicherInnen e-mail:dieinitiative at gmx.at für Rückfragen und Korrespondenz kontaktieren sie bitte: Omar Al Rawi +43-664-3831942 al-rawi at gmx.at Amina & Tarafa Baghajati +43-1-2595449 baghajati at aon.at Mouddar Khouja +43-1-9685096 mouddar at gmx.net Andrea Saleh +43-1-7965652 salehand at gmx.at "Happy ProMail" bis 24. März: http://www.gmx.net/de/go/promail Zum 6. Geburtstag gibt's GMX ProMail jetzt 66 Tage kostenlos! _______________________________________________ ================================================ 13 Beginn des Prozesses gegen Sandra Bakutz Von: Freiheit_fuer_Sandra at gmx.at ================================================ Die Türkei verhaftet, foltert und ermordet AktivistInnen, die für Menschenrechte und gegen das Regime in der Türkei auftreten, in der noch immer die Militärjunta von 1980 im Hintergrund die Fäden zieht. Die EU verabschiedet die so genannte "Schwarze Liste", die von den USA diktiert und von der EU übernommen, politische Opposition gegen die kapitalistische Globalisierung und die imperialen Ambitionen der USA zu "Terrorismus" macht. - So schließt sich offiziell zusammen, was zusammen gehört. Die Türkei als einer der treuesten Bündnispartner des Westens wird zu Beitrittsverhandlungen in die EU eingeladen. Auch Sandra Bakutz ist Opfer des Feldzuges gegen Demokratie. Als Menschenrechtsaktivistin und Journalistin reiste sie am 10. Februar zur Prozessbeobachtung in die Türkei ein, um einem Gerichtsprozess beizuwohnen, der gegen die linke politische Opposition geführt wird. Sie wurde am Istanbuler Flughafen von der türkischen Polizei festgenommen und befindet sich seitdem in Haft. Sandra Bakutz setzt sich seit Jahren für die Rechte der tausenden politischen Gefangen, und gegen das anti- demokratische Regime in der Türkei ein, das systematische Folter und Isolationshaft gegen die politische Opposition richtet. Am 30. März findet in Ankara nun ihr Prozess statt. In Solidarität sind folgende Aktvitäten geplant: 1. AUFRUF ZUR PROZESSBEOBACHTUNG 2. KUNDGEBUNG IN WIEN 3. VERANSTALTUNG ÜBER FOLTER UND REPRESSION 4. PETITION 5. INFOTISCHE 6. FOLTER UND MENSCHENRECHTSVERLETZUNGEN IN DER TÜRKEI 7. LAUTLOSE SCHREIE! ISOLATIONSHAFT UND PSYCHISCHE FOLTER IN DER TÜRKEI Alle hier enthaltenen Informationen finden sich gesammelt auf der Homepage der Solidaritätskampagne: www.freiheitfuersandra.tk Kontakt zur Aktionseinheit: Freiheit_fuer_Sandra at gmx.at *********************** 1. A u f r u f z u r P r o z e s s b e o b a c h t u n g Um zu verhindern, dass der türkische Staat ein weiteres Mal Unrecht spricht, freie Meinungsäußerung und den Einsatz für Menschenrechte kriminalisiert, findet eine Beobachtung des Prozesses von Sandra Bakutz statt. International sollen auch AnwältInnen und JournalistInnen an dieser Prozessbeobachtung teilnehmen. Es gibt die Möglichkeit eines zentralen Fluges für die Delegation die aus Österreich anreisen wird: Wien-Ankara hin und retour Abflug am Mo. 28.März um 10:00 Uhr Rückflug am Do. 31.März um 13:00 Uhr Kosten für Flug: euro 244,- Bei Interesse und für weitere Infos bitte die Homepage besuchen: www.freiheitfuersandra.tk *********************** 2. K u n d g e b u n g vor der türkischen Botschaft in Wien, am Tag vor Beginn des Prozesses gegen Sandra Bakutz. An diesem Tag werden Kundgebungen vor türkischen Vertretungen u.a. in Berlin und Hamburg stattfinden. Dienstag, 29.März - 18:00 Uhr Türkische Botschaft Prinz-Eugen-Str. 40, 1040 Wien *********************** 3. V e r a n s t a l t u n g s a n k ü n d i g u n g Folter, Repression, Widerstand und Schwarze Listen Gebze, Ulucanlar: Sandras bisherige Aufenthaltsorte. Mit welchen Mitteln werden in diesen Gefängnissen, politische Gefangene gequält und zerstört? Freitag, 25. März - 19:00 Uhr Vorstadtzentrum Gußhausstr. 14/3, 1040 Wien *********************** 4. P e t i t i o n Auf www.freiheitfuersandra.tk befindet sich eine Petition an die österr. Außenministerin, zu deren Unterstützung wir aufrufen ! *********************** 5. I n f o t i s c h e Mi.23., Do.24., Fr.25.März - 16:00-18:00 Uhr Schwedenplatz - Wien *********************** 6. D o k u m e n t a t i o n amnesty international - Folter in der Türkei: Systematisch und weit verbreitet: http://www.amnesty-zug.ch/kampagne/tuerkei.html ---> Seite nicht mehr online "...Aufgrund des systematischen und weit verbreiteten Gebrauchs der Folter ist nahezu jeder Mensch in der Türkei dem Risiko dieser Menschenrechtsverletzung ausgesetzt. Auf Polizei- und Gendarmeriestationen, in Gefängnissen und in geheimen Haftlokalen, in Städten wie auf dem Land, werden Menschen gefoltert - und leiden oft ein Leben lang unter den traumatischen Folgen ihrer Verletzungen..." Türkei: Menschenrechtsverein beklagt andauernde Folter: http://derstandard.at/?url=/?id=1596913 - Online-Standard 11.03.2004 "...In der Türkei wird nach Aussage des Menschenrechtsvereins IHD nach wie vor systematisch gefoltert. Die Regierung gebe dem internationalen Druck formal nach, doch am autoritären und undemokratischen Staatsverständnis der Behörden habe sich nichts geändert, sagte die IHD-Vertreterin Reyhan Yalcindag am Mittwoch in Berlin. Darunter litten besonders politisch und gesellschaftlich aktive Frauen. Sie würden von Zivilpolizisten in Autos entführt und mit verbundenen Augen sexuell missbraucht..." "...Auch amnesty international hatte der Türkei nach den jüngsten Gesetzesreformen attestiert, die neuen Regeln mangelhaft zu verwirklichen. Es gebe weiterhin beunruhigende Berichte über Folter und Misshandlungen von Häftlingen. Die Meinungs- und Versammlungsfreiheit sei weiterhin beeinträchtigt..." Schockierender Bericht über Folter in der Türkei: http://www.asyl.net/Magazin/Docs/docs-12/L6953tur.htm - NZZ, 31.05.2000 “...Aus einem offiziellen Bericht des türkischen Parlaments geht eindeutig hervor, dass Folter in der Türkei eine weit verbreitete Praxis darstellt und systematisch auch gegen Kinder eingesetzt wird..." "...Die 25-köpfige Menschenrechtskommission hat über Monate hinweg zahlreiche Folteropfer befragt und ohne Voranmeldung Polizeiposten besucht. Beinahe in allen Polizeistationen stiess sie auf Folterinstrumente. Zu den geläufigsten Misshandlungen gehören laut dem Bericht die Falaka, Schläge auf die Fusssohlen, bis die Haut aufplatzt; das Abspritzen mit eiskaltem Wasser; sexuelle Übergriffe bis hin zur Vergewaltigung und die Verabreichung von Elektroschocks..." *********************** 7. L a u t l o s e S c h r e i e ! Sandra BakutzZ jahrelanges Engagement richtete sich gegen die Menschenrechtsverletzungen und das antidemokratische Regime in der Türkei. Unter anderem prangerte sie die unmenschlichen Haftbedingungen an, denen politische Gefangene in den sog. F-Typ-Zellen ausgesetzt sind. Dies sind Isolationszellen von 2 x 3 Metern Größe, die schallisoliert und deren Zellenwände weiß sind, und die nur durch ein von außen steuerbares künstliches Licht beleuchtet werden. Es gibt keine Fenster, lediglich 2 schmale Türschlitze, einen um die Gefangenen zu beobachten und einen um Essen durchzuschieben. Sonnenlicht sehen die meisten Gefangenen während der oft jahrelangen Inhaftierung keines, jegliche Kommunikation nach Außen wird verunmöglicht. Die Isolationshaft dient dazu, die Gefangenen zu brechen. Aufgrund der fehlenden Sinnesreize werden sie psychisch und körperlich zerstört, die Isolation wird auch "Weiße Folter" genannt. Ein lesenswerter Artikel der sich mit dem Einsatz der Isolationshaft als Waffe gegen die politische Opposition beschäftigt: Isolationshaft und psychische Folter in der Türkei http://at.indymedia.org/newswire/display/51479/index.php *********************** ================================================ B) TERMINE ================================================ ======================== Mittwoch http://mund.at/butt/Termine/Maerz/2303.htm Donnerstag http://www.mund.at/butt/Termine/Maerz/2403.htm Freitag http://www.mund.at/butt/Termine/Maerz/2503.htm ======================== ================================================ D) EDITORIAL ================================================ Für den Inhalt verantwortlich: Ihr. E-Mail-Adresse für Beiträge: widerstand at no-racism.net geschickt. widerst at nd MUND und alle Termine täglich aktualisiert im Web: http://www.no-racism.net/MUND Ziel von MUND (medienunabhängiger Nachrichtendienst) ist die unzensurierte und möglichst rasche Information über gesellschafts- politisch relevante Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu Widerstand und Antirassismus sowie verwandte Themen. sollen einen Titel, Namen und Emailadresse der/des AutorIn enthalten und möglichst kurz und prägnant gehalten sein, ev. mit Hinweis, wo weitere Informationen eingeholt werden können. Bitte keine Attachments! Die inhaltliche und sachliche Verantwortung liegt bei der/dem jeweiligen AutorIn bzw. jenen, die uns die Beiträge schicken. Der MUND wird von einzelnen TagesredakteurInnen zusammengestellt. Da Fehler nicht ausgeschlossen sind, bitten wir, nicht veröffentlichte Beiträge nochmals an widerstand at no-racism.net zu senden. Die Weiterleitung (auch auszugsweise) ist erwünscht. Beiträge mit rassistischen oder sexistischen Inhalten werden nicht veröffentlicht. Sehr persönliche Meldungen werden wir an den betreffenden Adressaten weiterleiten, aber nicht im MUND veröffentlichen. Die bisherigen Ausgaben sind unter http://www.no-racism.net/MUND archiviert. Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage: * Wann: Sonntag, 11.11.2001, 11:11 Uhr * * Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" * * Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf * * Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie. Aber kurz und prägnant.* Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch stillschweigend Zensur zu üben. Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die Nichtaufnahme geliefert. (Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.) Die AbsenderInnen der betroffenen Beiträge werden hiervon informiert. Im Sinne einer "gläsernen Zensur" könnt ihr Euch die Beiträge gerne extra schicken lassen: Ein kurzes Mail an widerstand at no-racism.net genügt. ================================================ E) VERTEILERLISTE ================================================ Zur Eintragung in diesen Verteiler bitte direkt subskribieren unter http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/analle oder von der einzutragenden Adresse aus ein mail schicken an: admin at no-racism.net mit folgendem Text: subscribe no-racism Bitte wegen Automatisierung diesen Wortlaut verwenden! Zur Austragung aus dieser Liste bitte an zusammengestellt. Bitte keine Attachments! (werden nicht angenommen) 3 unaktuelle Meldungen nicht einbezogen Redaktionsschluss für diese Ausgabe: Mi 7.00 Uhr III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III ü, ö, ä, ß, Ü, Ö, Ä III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III widerst at nd-MUND is powered by http://alt.strg.at/ ================================================ From analle at no-racism.net Thu Mar 24 09:51:31 2005 From: analle at no-racism.net (analle at no-racism.net) Date: Thu, 24 Mar 2005 09:51:31 +0100 Subject: MUND: Donnerstag, 24.3.2005 Message-ID: MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst www.no-racism.net/mund Donnerstag, 24. März 2005 ================================================ A) INHALT ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ============================================== 01 Den Mächtigen eine lange Nase drehen ...>> 24. März 2005 Martin Wassermair ============================================== 02 2. april einladung "jetzt mal klahr-text" "Kurto Wendt" ============================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND KOMMENTARE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ============================================== 03 Presseerklärung/Declaration: OURY JALLOH von The VOICE Refugge Forum ============================================== 04 Gegen den Verlust öffentlicher Freiräume! IG Kultur Österreich ============================================== ================================================ B) TEXTE ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ============================================== 01 Den Mächtigen eine lange Nase drehen ...>> 24. März 2005 Martin Wassermair ============================================== | VERANSTALTUNGSANKÜNDIGUNG |--- | Public Netbase | Institut für Neue Kulturtechnologien/t0 |--- |--- | Den Mächtigen eine lange Nase drehen ... |--- | Taktische Netz- und Medienkultur als politische Positionierung |--- | Ein Beitrag von Public Netbase im Rahmen der RäumungSchlussTage |--- | http://t0.or.at/raum |--- Um gesellschaftliche Veränderungen verhandeln oder fordern zu können, bedarf es einer politischen Positionierung, die sich nicht bloß auf theoretische Analyse in den Begrifflichkeiten der Soziologie und Kulturtheorie beschränkt, sondern auch in Bildern denkt und Zeichensysteme taktisch zu nutzen weiß. Ob Yes Men, Electronic Disturbance Theatre oder nikeground. rethinking space, eine kritische Netz- und Medienpraxis unternimmt immer wieder gezielte Störmanöver in der hegemonialen Auseinandersetzung um Öffentlichkeit und die (Wieder-)Aneignung öffentlicher Räume. Anhand ausgewählter Projektbeispiele geben Martin Wassermair und Clemens Apprich eine Einführung in die Welt des elektronischen zivilen Ungehorsams. |--- | Do., 24. März 2005, 18.00 Uhr |--- | Public Netbase, Zwischenquartier Burggasse 21, A-1070 Wien |--- | Eintritt frei. |--- |--- | Rückfragen: |--- | Public Netbase | Institut für Neue Kulturtechnologien/t0 | Zwischenquartier Burggasse 21 | A-1070 Wien |--- | Tel. +43 (1) 522 18 34 | Fax. +43 (1) 522 50 58 |--- | http://www.t0.or.at/ |--- ============================================== 02 2. april einladung "jetzt mal klahr-text" "Kurto Wendt" ============================================== jetzt mal klahrtext" zur entmystifizierung von alfred klahr und seiner nationanalyse österreichs SAMSTAG, 2. APRIL 16 bis 17 uhr 30 kollektives lesen 18 bis 19 uhr entwicklung von fragestellungen in kleingruppen 19.15 bis 19.45 2 kurze historische impulsreferat von michael graber und heribert schiedel 19.45 bis 20.45 diskussion der fragestellungen ab 21.00 "1. April 2000" Kinofilm aus 1953 Eintritt frei! ERSTER APRIL 2000 (Wolfgang Liebeneiner 1952) TV-Reporter anno 2000 Dies dürfte der einzige österreichische Science Fiction-Film bis hinein >>in die 80er sein. Als von der Regierung in Auftrag gegebener >>Propagandastreifen sieht er recht delirisch aus: Hilde Krahl spielt die >>Vorsitzende der UN-like Weltschutzkommission, und Josef Meinrad den >>österreichen Ministerpräsidenten, der sie mit kulturhistorischen >>Darstellungen und - ausgerechnet - Charme davon überzeugt, daß das Land, >>im Jahre 2000 immer noch von den Signatarmächten besetzt, die Freiheit >>verdient hat. >> >>Alle Stars ins Reichweite (wo ist Annie Rosar?) tauchen auf, die >>historischen Fakten, für die Kommissionsmitglieder in luxuriöse Tableaus >>gesetzt, fügen sich unter den Händen des Autors Ernst Marboe freundlich >>zu unseren Gunsten (nur die NS-Zeit wird sicherheitshalber ausgeblendet), >>und Curd Jürgens spielt einen Soldaten, der kein Blut sehen kann. Der >>Science Fiction-Aspekt beschränkt sich auf ein paar Witze und bizarre >>Ausstattung. Inwieweit der Film die Staatsvertragsverhandlungen >>beschleunigt hat, ist nicht mit Sicherheit festzustellen. >> >>Mehr Info zur Entstehungsgeschichte des Films: >>http://www.dada.at/wohngemeinschaft/stories/storyReader$121 >> > Alfred Klahr war in den dreissiger Jahren einer der bedeutendsten Historiker, der mit seinen Texten die eigenständige Existenz(-berechtigung) einer österreichischen Nation gegenüber den vorherrschenden Vereinigungswünschen mit Großdeutschland belegte. Von den Nazis ermordet, wurden seine Texte erst in den 80er-Jahren vor allem durch Recherchen von Friedl Garscha wieder innerhalb der Linken popularisiert. Von manchen wird Klahr heute "mißbraucht", um einen linken Nationalismus, etwa zur Abgrenzung zum imperialistischen Projekts EU, zu unterstützen. Gelesen werden drei Originaltexte von Alfred Klahr, diskutiert werden die Entstehungsgeschichte der Texte (Verhältnis zur Kommintern, Produktionsweise von Wissenschaft in den 30er Jahren,...) sowie die Gefahr moderne Nationalismen als Antwort auf die Globalisierung der Ökonomie. Als Abschluß gibts ein echtes Highlight der österreichischen Filmgeschichte, gleichzeitig ein wirkliches Beweisstück österreichischen Nationalismus . Für alle veranstaltungsteile FREIER EINTRITT! ============================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND KOMMENTARE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ============================================== ============================================== 03 Presseerklärung/Declaration: OURY JALLOH von The VOICE Refugge Forum ============================================== Presseerklärung/Declaration: OURY JALLOH -Dt,Eng,Fr,Spa MIGRANTINNEN UND FLÜCHTLINGE FORDERN - AUFKLÄRUNG IM FALL VON OURY JALLOH http://www.thevoiceforum.org/mouktar-dessau Dessau, am 26.03.05: Trauerzug für Oury Jallow -info in dt,eng,french,spanis http://www.thevoiceforum.org/trauerzug26.03 + + + Dringender Aufruf zu einer Faxkampagne: Initiative im Gedenken an Oury Jalloh fordert unabhängige Röntgenuntersuchung Oury Jalloh starb am 7. Januar 2005 in einer Gewahrsamszelle der Dessauer Polizei. Der 21-Jährige Mann aus Sierra Leone verbrannte bei lebendigem Leib auf einer Pritsche gefesselt, ohne dass ihm jemand zu Hilfe kam. Viele Fragen zu den genauen Umständen des Todes und dem Verhalten der verantwortlichen Polizisten sind noch ungeklärt. Die Staatsanwaltschaft ermittelt momentan gegen zwei Polizisten wegen Körperverletzung mit Todesfolge und fahrlässiger Tötung. Es wäre jedoch nicht das erste Mal das derartige Ermittlungen eingestellt bzw. zu Gunsten der Staatsbeamten ausgehen würden. Nun wollen die Behörden den Leichnam nach Guinea abschieben, bevor die genauen Umstände seines Todes geklärt werden, wofür eine Röntgenuntersuchung notwendig wäre. Deswegen fordern wir: *Überführungsstop bis zur Überprüfung des rechtsmedizinischen Abschlussgutachten* Der Trauerfeier findet am 26. März statt. Die Behörden wollen spätestens am 29. März seine Leichnam abschieben. Wir müssen das unbedingt verhindern!!! Unten steht die Faxnummer und E-Mail Adresse der Staatsanwaltschaft Dessau. Um die Überführung zu stoppen, muss es Druck geben. Wir bitten Euch, immer einen Kopie Eures Schreibens an: "plataforma at riseup.net" zu schicken. *Staatsanwaltschaft Dessau* Ruststr. 5, 06844 Dessau Telefon: 0340 / 202-0 Telefax: 0340 / 202-2150 E-Mail: poststelle at sta-de.justiz.sachsen-anhalt.de ++++++ Press info: 21.03.2005 Deutsch: MIGRANTINNEN UND FLÜCHTLINGE FORDERN - AUFKLÄRUNG IM FALL VON OURY JALLOH http://www.thevoiceforum.org/mouktar-dessau English: MIGRANTS AND REFUGEES DEMAND CLARIFICATION IN THE CASE OF OURY JALLOH http://www.thevoiceforum.org/mouktar-dessau2 En Español: DECLARACION DEL CASO DE OURLY JALLOH http://www.thevoiceforum.org/Mouktar-dessau3 French: FÉMIGRÉS ET RÉFUGIÉS DEMANDENT UNE CLARIFICATION DU CAS OURY JALLOH http://www.thevoiceforum.org/Mouktar-dessau4 Die Initiative für Oury Jalloh (Dessau) verurteilt die Blockade der Staatsanwaltsch aft, weitere Untersuchungen am Leichnam von Oury Jalloh noch vor dessen Überführung nach Guinea Conakry vorzunehmen, obwohl diese für die Beantwortung offener Fragen notwendig sind. Oury Jalloh ist am 7. Januar 2005 unter noch ungeklärten Umständen im Polizeirevier Dessau gestorben. Zusammen mit verschiedenen MigrantInnen- und antirassistischen Initiativen fordern wir eine Röntgenuntersuchung, das Bemühen um Aufklärung der Todesursache von Oury Jalloh und den Überführungsstopp bis zur Überprüfung des rechtsmedizinischen Abschlussgutachtens. Gleichzeitig gibt die Initiative bekannt, dass die Stadt Dessau eine öffentliche Trauerfeier im Stadtzentrum verbietet. Der Tod von Oury Jalloh hätte eigentlich eine Welle der Empörung auslösen müssen. Der Tod von Oury Jalloh hätte eigentlich eine Schande für ein Land sein sollen, das dieses Jahr dem 60. Jahrestag der Ende der Nazi-Gräueltaten mahnt. Aber das ist leider nicht der Fall. Sogar im Gegenteil: Deutschland schweigt. Auch fünf Jahre nach dem Mord an dem Mosambikaner Antonio Adriano in Dessau durch drei Nazis. Zur Sache: Niemand bezweifelt, dass Oury Jalloh, der am 7. Januar in der Polizeistation Dessau mit gefesselten Händen und Füßen in seiner Zelle verbrannte, unter noch immer ungeklärten Umständen gestorben ist, genauso wie alle, die sich mit dem Fall befassen wissen, dass es viel mehr Fragen als Antworten gibt. Nichtsdestotrotz wird alles getan, um das Geschehen vom 7. Januar unter den Tisch zu kehren. So wird es von der Staatsanwaltschaft gegenüber der Rechtsanwältin der Mutter von Oury Jalloh, Regina Götz, abgelehnt, eine Röntgenuntersuchung am Leichnam durchzuführen, obwohl in den Vernehmungsprotokollen von körperlichen useinandersetzungen zwischen der Polizei und Oury Jalloh und in der Presse von gebrochenen Handgelenken die Rede war. Außerdem bleibt laut der Anwältin ungeklärt, wie das Feuerzeug in die Zelle gelangen konnte, obwohl die Polizeibeamten in ihrer ersten Vernehmung angegeben haben, dass ein Übersehen bei der Durchsuchung ausgeschlossen sei. Das Feuerzeug taucht in der ersten Asservatenliste vom 10.1. 2005 nicht auf, dann aber in der zweiten. vom 11.1.05. Weitere Fragen der Anwältin sind: Warum wurde Oury Jalloh über mehrere Stunden an allen Gliedmaßen angekettet in der Zelle festgehalten? Wie kann eine nicht entflammbare Matratze von einem gefesselten Menschen angezündet werden? Und wie kann es kommen, dass drei Polizeibeamte von dem Schreien eines verbrennenden Menschen - wenn diese Version zutrifft - und dem Rauch nichts mitbekommen haben wollen? Nicht nur die Staatsanwaltschaft ist bemüht, die Geschichte möglichst schnell abzuschließen. Auch bei den Behörden und öffentlichen Vertretern der Stadt ist eine Mauer des Schweigens anzutreffen, wenn es um die Aufklärung der Geschehnisse am 7. Januar geht. Selbst eine Trauerfeier innerhalb von Dessau wird den FreundInnen von Oury Jalloh - die einzigen, die sich um seine Geschichte kümmern - "aus politischen Gründen" nicht erlaubt und muss nun in Kleinkühnau am Rand der Stadt stattfinden. Zu offensichtlich ist das Interesse, die Hintergründe vom 7. Januar zu vertuschen und alle weiteren Untersuchungen bis zur Überführung des Leichnams nach Guinea Conakry zu verhindern, die wiederum für die Stadt nicht schnell genug sein kann. Warum ist Oury Jalloh gestorben? Warum gab es und gibt es so wenig Berichte darüber in der Presse, die dazu noch widersprüchlich waren? Warum die Entledigung einer Geschichte, die zu vielen anderen in Deutschland passt und wie diese zum Verschwinden gebracht wird? Oder ist das einfach noch ein Schwarzer, noch ein Afrikaner, noch ein Asylbewerber der gestorben bzw. möglicherweise ermordet worden ist? Gehört das wieder zu der Normalität Deutschlands? Wer hätte gedacht, dass 14 Jahre nach Hoyerswerda und 60 nach Auschwitz ein Verbrechen wie dieses einfach verschwiegen wird? Laut Oberstaatsanwalt Folker Bittmann: "[es] besteht gegen den Polizeibeamten, welcher Jallow am Oberkörper durchsuchte, kein Tatverdacht mehr". Vielleicht verweigert die Staatsanwaltschaft deswegen weitere Untersuchungen am Leichnam, bevor dieser überführt worden ist. Und auch örtliche Politiker aus Dessau scheinen ihre Motive zu haben, warum sie gleichzeitig die Trauerfeier aus dem öffentlichen Raum verbannen wollen. Die Presse hat nun das Wort. Wir fordern: a.. Überführungsstop bis zur Überprüfung des rechtsmedizinischen Abschlussgutachten b.. Unabhängige Untersuchung der Ereignisse c.. Anklage wg. versuchtem Mord gegen die Verantwortlichen d.. Entschädigungszahlung an Oury Jallohs Familie e.. Schluss mit rassistischer Polizeibrutalität und Kontrolle f.. GERECHTIGKEIT!!! Für mehr Information über den Tod von Oury Jalloh, unsere Forderungen oder den Trauerzug, setzen sie sich bitte in Verbindung mit: Mouktar Bah (0176-29435634) E-Mail: plataforma at riseup.net ----------------------------- English: Press Release: Initiative in Memory of Oury Jalloh, Berlin/Dessau 03-21-2005 MIGRANTS AND REFUGEES DEMAND CLARIFICATION IN THE CASE OF OURY JALLOH The Initiative in Memory of Oury Jalloh (Dessau) condemns the attempts of the State Attorney of Dessau to block further investigations of the body of Oury Jalloh-necessary in order to resolve unanswered questions-before his body is sent back to Guinea-Conakry. Oury Jalloh died on the 7th of January under still unclear circumstances. Together with other migrant and anti-racist initiatives we demand an x-ray to be carried out on the corpse in order to determine the true causes of his death as well as an immediate stop to attempts to repatriate his corpse before a final forensic report is emitted and can be medically confirmed. Furthermore, the Initiative in Memory of Oury Jalloh denounces that city officials have denied the possibility of carrying out the funeral proceedings in the city center. The death of Oury Jalloh should have provoked a wave of condemnation. The death of Oury Jalloh should be a shame for a country which is this year celebrating the 60th anniversary of the end of Nazi horror. But this is not the case. On the contrary: German officials, the society and the press are silent. Even five years after Antonio Adriano from Mozambique was murdered by three Nazis on the streets of Dessau. The facts: Nobody doubts that Oury Jalloh, who died on the 7th of January in a police station in Dessau, tied by his hand and feet to a bed and burned alive, occurred under what are still unclear circumstances. Likewise, as anybody who has any knowledge about this case knows, there are still many, many unanswered questions. Nevertheless, everything is being done in order to hide the truth about what really happened on the morning of the 7th of January. Thus, for example, the State Attorney has refused Regina Götz, the attorney contracted by Oury's mother to represent her, requests to carry out a post mortem x-ray in order to determine the exact cause of death. This in spite of the fact that official police reported that Oury Jalloh violently resisted his detention, that force was used to subdue him, or the fact that early pressed reports stated that both Jalloh's wrists were broken. According to the lawyer, still unclear is also the issue of how a lighter could have made its way into the cell when the responsible police officers claimed in their first interrogation that it would have been impossible to overlook when his body and belongings were searched. Furthermore, on the 10th of January, in the first official inventory taken of items found in the cell at the time of the death of Oury Jalloh, no lighter was registered. One day later, on the 11th of January, the lighter appears in the reports. Other open questions are: why was Oury Jalloh tied by his hand an feet to his bed for several hours? How can a fire-proof mattress be set on fire by a person who is tied to it? And how can it be that three police officers cannot hear the screams of a person burning to death-if this is to be believed-and not have noticed any fire in spite of the fire alarms and in spite of the intercom system of the police station. Not just the State Attorney is in a hurry to close the case. The authorities also present a united wall of silence when the subject turns to what really happened on the 7th of January. Even the public funeral procession which is being organized by Oury Jalloh's friends-the only people who have done anything at all in support of the truth and the family of Oury Jalloh-has been prohibited by the authorities due to "political reasons," so that the funeral will now take place outside of Dessau. In all of this, the only thing clear appears to be the interest of the authorities to do everything possible to send Oury back as soon as possible to where he came from so that he and the truth can be buried, far from the place where he died. Why did Oury Jalloh die? Why were there so few reports in the press, many of which contradicted each other? How can there be such silence from all parts? Perhaps because the victim was just another black, another African, another asylum seeker who died or was even murdered? Is this once again "normal" in Germany? Who would have thought that just fourteen years following the racist attack in Hoyerswerda and 60 years following Auschwitz that such a horrendous crime would be met by a wall of silence? According to Attorney General Folker Bittmann: “[there] is no longer any criminal suspicion against the police officer who searched Oury Jalloh's upper body.” Perhaps this is the reason why the State Attorney denies the possibility of further examinations of the corpse before it is sent back to Africa. Likewise, local politicians must surely have good reasons to ban the funeral procession from the city center. The press has the word. We demand: · Repatriation stop until there is an independent post-mortem forensic ------------- *French :* *Information de Presse: Initiative en la mémoire d´Oury Jalloh, Berlin/Dessau 03-21-2005* *ÉMIGRÉS ET RÉFUGIÉS DEMANDENT UNE CLARIFICATION DU CAS OURY JALLOH* /L´initiative en la mémoire d´Oury Jalloh(Dessau) condamne les initiatives entreprises par le conseiller d´état de Dessau de bloquer autres investigations sur la dépouille d´Oury Jalloh - nécessaires afin de soulever le mystère sur les questions restées dans l´ombre -avant que sa dépouille soit ramenée pour son pays natal la Guinée Conakry .Oury Jalloh est mort le 7 janvier dans des circonstances encore floues. Ensemble avec d´autres émigrés et initiatives anti-racistes nous demandons une radiographie sur la dépouille afin de déterminer les vraies raisons de sa mort aussi bien qu´une fin immédiate dans l´exercice de rapatrier sa dépouille avant qu´un rapport final soit émis et confirmé par les médecins. Allant plus loin, les initiatives en la mémoire d´Oury Jalloh dénoncent le fait que les autorités ont refusé toute marche mortuaire dans le centre ville………….http://www.thevoiceforum.org/fr-dessau. ---------------- en español aqui esta el boletin de prensa... DECLARACION DEL CASO DE OURLY JALLOH MIGRANTES Y REFUGIADOS EXIGIMOS: Esta es una denuncia en contra del bloqueo del fiscal de proceder a otras investigaciones del cadaver de Oury Jalloh antes de su traslado a Ginea Conarky , ya que hay muchas preguntas abiertas sin respuesta. Oury Jalloh murio el 7 de enero del 2005 hasta ahora bajo ciscustancias no esclarecidas en la comisaria de Dessau………….. http://www.thevoiceforum.org/sp-dessau. ---- Dessau, am 26.03.05: Trauerzug für Oury Jallow -info in dt,eng,french,spanish NIE WIEDER!!! verbrannt in seiner Zelle Kein Vergessen und kein Vergeben! Trauerzug in Dessau 26.03.05 - Hauptbahnhof Dessau 12 Uhr Wer kennt Oury Jallow oder Laye Kondé? Wer weiss etwas über ihre Leben und deren Familien, die sie zurückließen, über ihre Gefühle und Ängste? Wer weiß, wie sie starben und warum? Am 7. Januar kamen in den Händen der Polizei zwei Afrikaner zu Tode. Am 7. Januar war in Deutschland einfach ein Tag, wie jeder andere. Gewöhnlich. Ein Tag, der für viele Menschen schon längst der Vergangenheit angehört und damit wie so oft in Vergessenheit gerät. Schlicht ein Freitag im ersten Monat des neuen Jahres, nicht mehr und auch nicht weniger...... http://www.thevoiceforum.org/trauerzug26.03. ENGLISH: Dessau, 26.03.05 for Oury Jallow’s Funeral procession... NEVER AGAIN!!! http://www.thevoiceforum.org/eng-dessau. FRENCH: Dessau, 26.03.05 procession de funérailles en la mémoire d´Oury Jallow...PLUS JAMAIS!!! http://www.thevoiceforum.org/fr-dessau. SPNAISH: Dessau, 26.03.05 procesión funeral en memoria de Oury Jallow... NUNCA MÁS!!! http://www.thevoiceforum.org/sp-dessau. mehr info in deutsch: -Elf Wochen nach dem Feuertod eines Afrikaners http://www.thevoiceforum.org/dessau. -1 Monat nach dem Tod von Oury Jalloh im DessauerPolizeigewahrsam - PressespiegelAsylbewerber war gefesselt http://www.thevoiceforum.org/1month-after. http://germany.indymedia.org/2005/03/110003.shtml ============================================== 04 Gegen den Verlust öffentlicher Freiräume! IG Kultur Österreich ============================================== ||| ||| PRESSEMITTEILUNG ||| ||| IG Kultur Österreich ||| - --------------- ||| ||| Gegen den Verlust öffentlicher Freiräume! ||| ||| IG Kultur Österreich unterstützt RäumungSchlussTage der um ihre ||| Existenz kämpfenden Kultur- und Medienprojekte in Wien ||| "Kritische Kultur- und Medienprojekte, die von einer neoliberal-konservativen Politik der Enteignung schwer betroffen sind, müssen sich gegen ihre Verdrängung zur Wehr setzen!" Die IG Kultur Österreich unterstützt aus diesem Grunde die heute beginnenden RäumungSchlussTage in Wien, die mit einem vielfältigen Kultur- und Diskussionsprogramm auf den permanenten Verlust öffentlicher Freiräume aufmerksam zu machen versuchen. "Ob in der Copyright-Entwicklung, bei der Einengung des Zugangs zu Wissen und Bildung, oder bei der Beeinträchtigung der selbst-bestimmten Gestaltung sozio-kultureller Räume, wir erleben mit dem allgemeinen Fetisch Privatisierung eine bislang nicht dagewesene Einschränkung gesellschaftlicher Entwicklungsmöglichkeiten", warnt IG Kultur-Vorsitzender Bernhard Amann. Viele der an den Aktionstagen beteiligten Initiativen wie EKH, TÜWI oder Public Netbase setzen sich kritisch mit Rassismus, Demokratieabbau und den Gefahren einer Kontroll- und Überwachungsgesellschaft auseinander. Sie schaffen wichtige Orte des öffentlichen Diskurses, die aber seit Jahren ums Überleben kämpfen müssen. "Es ist höchste Zeit, dass die Politik der Bedeutung dieser bedrohten Projekte mit adäquaten Rahmenbedingungen Rechnung trägt!" Die Forderung richtet sich daher vor allem auch an Wien. "Bürgermeister Häupl und sein Team haben immer versprochen, sich mit ihrer Politik von der schwarz-blauen Bundesregierung zu unterscheiden. Wir appellieren an die Stadt, diesen Aktionstagen auch politische Aktionen folgen zu lassen, damit diesen wichtigen Projekten der Erhalt gesichert werden kann und neue Freiräume entstehen können", so Amann abschließend. Informationen zu den RäumungSchlussTagen: http://www.t0.or.at/raum ||| ||| Rückfragen ||| - --------------- ||| ||| IG Kultur Österreich ||| Gumpendorfer Straße 63b ||| A-1060 Wien ||| ||| Tel: +43 (1) 503 71 20 ||| Fax: +43 (1) 503 71 20 - 15 ||| http://www.igkultur.at/ ||| =============================================== C) TERMINE =============================================== ======================== Donnerstag http://www.mund.at/butt/Termine/Maerz/2403.htm Freitag http://www.mund.at/butt/Termine/Maerz/2503.htm Samstag http://www.mund.at/butt/Termine/Maerz/2603.htm ======================== ============================================= D) EDITORIAL ============================================= Für den Inhalt verantwortlich: Ihr. E-Mail-Adresse für Beiträge: widerstand at no-racism.net geschickt. widerst at nd MUND und alle Termine täglich aktualisiert im Web: http://www.no-racism.net/MUND Ziel von MUND (medienunabhängiger Nachrichtendienst) ist die unzensurierte und möglichst rasche Information über gesellschafts- politisch relevante Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu Widerstand und Antirassismus sowie verwandte Themen. sollen einen Titel, Namen und Emailadresse der/des AutorIn enthalten und möglichst kurz und prägnant gehalten sein, ev. mit Hinweis, wo weitere Informationen eingeholt werden können. Bitte keine Attachments! Die inhaltliche und sachliche Verantwortung liegt bei der/dem jeweiligen AutorIn bzw. jenen, die uns die Beiträge schicken. Der MUND wird von einzelnen TagesredakteurInnen zusammengestellt. Da Fehler nicht ausgeschlossen sind, bitten wir, nicht veröffentlichte Beiträge nochmals an widerstand at no-racism.net zu senden. Die Weiterleitung (auch auszugsweise) ist erwünscht. Beiträge mit rassistischen oder sexistischen Inhalten werden nicht veröffentlicht. Sehr persönliche Meldungen werden wir an den betreffenden Adressaten weiterleiten, aber nicht im MUND veröffentlichen. Die bisherigen Ausgaben sind unter http://www.no-racism.net/MUND archiviert. Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage: * Wann: Sonntag, 11.11.2001, 11:11 Uhr * * Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" * * Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf * * Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie. Aber kurz und prägnant.* Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch stillschweigend Zensur zu üben. Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die Nichtaufnahme geliefert. (Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.) Die AbsenderInnen der betroffenen Beiträge werden hiervon informiert. Im Sinne einer "gläsernen Zensur" könnt ihr Euch die Beiträge gerne extra schicken lassen: Ein kurzes Mail an widerstand at no-racism.net genügt. ================================================ E) VERTEILERLISTE ================================================ Zur Eintragung in diesen Verteiler bitte direkt subskribieren unter http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/analle oder von der einzutragenden Adresse aus ein mail schicken an: admin at no-racism.net mit folgendem Text: subscribe no-racism Bitte wegen Automatisierung diesen Wortlaut verwenden! Zur Austragung aus dieser Liste bitte an zusammengestellt. Bitte keine Attachments! (werden nicht angenommen) Redaktionsschluss für diese Ausgabe: Mi, 22.00 Uhr III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III ü, ö, ä, ß, Ü, Ö, Ä III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III widerst at nd-MUND is powered by http://alt.strg.at/ ================================================ From analle at no-racism.net Fri Mar 25 09:26:38 2005 From: analle at no-racism.net (analle at no-racism.net) Date: Fri, 25 Mar 2005 09:26:38 +0100 Subject: MUND: Freitag, 25. Februar 2005 Message-ID: <004201c53114$5dec4780$4e046d50@chello.at> MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst www.no-racism.net/mund Freitag, 25. Februar 2005 ================================================ A) INHALT ================================================ ============================================== 01 Demonstration: Wien wird nicht rechtsradikal From: swi at slp.at ============================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ============================================== 02 Rassismus-Report 2004 From: presse at zara.or.at ============================================== 03 Gemeinde ignoriert Tatsachen From: ekhaus at med-user.net ============================================== 04 Literarische T-Shirts From: sisyphus at silverserver.at ============================================== 05 Der Profi From: lepresident at monochrom.at ============================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND KOMMENTARE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ============================================== 06 Unwillige Umsetzung der Antirassismus-Richtlinie From: dieinitiative at gmx.at ============================================== 07 ACUS: Millionen werden durch Neoliberalismus gekreuzigt From: verin.stadtteilz.simmering at chello.at ============================================== 08 Gehrers neue Bildungssackgasse From: florian.steininger at aks.at ============================================== ================================================ B) TEXTE ================================================ ============================================== 01 Demonstration: Wien wird nicht rechtsradikal From: swi at slp.at ============================================== Wir sagen, was Wien denkt: FPÖ stoppen! Am 14.4. veranstaltet die FPÖ-Wien ihren Landesparteitag. Angesichts der widerlichen Strache-Plakate eine gute Möglichkeit, zu zeigen was wir davon halten - nämlich nichts. Demonstration "Wien wird nicht rechtsextrem - Wir sagen, was Wien denkt: FPÖ stoppen!" Donnerstag 14.4. um 16.00 Treffpunkt Wien 2, U1-Station Vorgartenstrasse Demonstration zum Austria Center wo um 18.00 der FPÖ-Wien-Parteitag beginnt Hilf auch Du mit bei der Mobilisierung! Helfen auch Sie mit bei der Mobilisierung! Informationen unter 01-524 63 10 ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ============================================== 02 Rassismus-Report 2004 From: presse at zara.or.at ============================================== ZARA - Zivilcourage und Anti-Rassismus-Arbeit lädt zur Präsentation des RASSISMUS REPORT 2004 Pressekonferenz: Donnerstag, 31. März 2003, 10h Cafe Griensteidl, 1010 Wien, Michaelerplatz ZARA und 8 weitere österreichische Organisationen berichten im Rassismus Report über rassistische Übergriffe und Vorkommnisse im Jahr 2004. Bei der ZARA-Beratungsstelle für Opfer und ZeugInnen von Rassismus gingen im Vorjahr über 900 Meldungen ein. Der Rassismus Report 2004 beinhaltet zusätzlich zu den zahlreichen Einzelfalldarstellungen den Schwerpunkt ?Rassismus & Wirtschaft?. Dies ist der fünfte Report, den ZARA vorlegt - eine wichtige Informationsquelle für nationale/internationale Organisationen und noch immer der einzige Schattenbericht über Strukturen des rassistischen österreichischen Alltags. Über Ihre Anwesenheit würden wir uns freuen! Podium: - Mag.iur. Dieter Schindlauer, Jurist, Obmann von ZARA - Dr. Verena Krausneker, Redakteurin der Rassismus Reporte 2000-2004 - Hikmet Kayahan, Leiter der ZARA-Beratungsstelle für Opfer und ZeugInnen von Rassismus Anwesend sind VertreterInnen der beitragenden Organisationen: die Bunte, Deserteurs- und Flüchtlingsberatung, Fair Play, Forum gegen Antisemitismus, Grün-Alternative Jugend Wien, Grüne Vöcklabruck, Helping Hands Graz, WITAF-Arbeitsassistenz für Gehörlose Verena Krausneker ZARA-Öffentlichkeitsarbeit: Tel.: 929 13 99-18 E-Mail: presse at zara.or.at ============================================== 03 Gemeinde ignoriert Tatsachen From: ekhaus at med-user.net ============================================== 24.03.05 Wie wir aus der gestrigen Presseaussendung der SPÖ Wien erfahren mussten, ist der Gemeinde Wien anscheinend immer noch nicht zu Ohren gekommen, dass das Ernst-Kirchweger Haus im Oktober 2004 an politisch nicht wohl gesinnte Spekulanten verkauft wurde. Zuvor hatte die KPÖ das Haus der Gemeinde Wien zu einem Kaufpreis von 1 Million euro angeboten, die Gemeinde lehnte ab, wohl aus Angst vor negativen Schlagzeilen im "Krone-Jargon". Dies zeigt eindrucksvoll, wie ernsthaft die Stadt Wien am Erhalt des Gesamtprojekts EKH und anderen politisch unliebsamen Projekten interessiert ist! Wir zitieren: "Sollte Kollegin Ringler (Anm: Grüne Gemeinderätin und Kultursprecherin) darüber hinaus wirklich daran interessiert sein, der Initiative KRIPO von Martin Wassermair zu helfen, empfehle ich beispielsweise im Fall von EKH mit der KPÖ, im Fall von public netbase mit Franz Morak und im Fall von TÜWI mit der Universität für Bodenkultur zu sprechen", schloss Rudas (Anm: SPÖ-Gemeinderätin). Quelle: http://www.ots.at/presseaussendung.php?schluessel=OTS_20050323_OTS0128&ch=ku ltur Wir möchten die Gemeinde nochmals an das bestehende Ultimatum erinnern, welches mit 31.3.05 erlischt. Es wurde bereits vor zwei Wochen ein Konzept an Häupl, Laska und Rieder überreicht, in dem ernsthafte Verhandlungen mit den BewohnerInnen und NutzerInnen zwecks einer Gesamtlösung für das Projekt gefordert wurde! Kontakt: Spendenkonto: ekhaus at med-user.net Dieter Schrage www.ekhbleibt.info Kontonummer: 51405153501 www.med-user.net/ekh BLZ 12000 0676/94 27 520 Verwendungszweck: EKH BLEIBT! ============================================== 04 Literarische T-Shirts From: sisyphus at silverserver.at ============================================== Literarisches T-Shirt mein gesicht ist nicht von dior. el awadalla: der riesenbovist http://www.silverserver.co.at/sisyphus/nicht.htm Das Buch aus dem das Zitat stammt: El Awadalla Der Riesenbovist und andere Geschichten. 152 Seiten; http://www.silverserver.co.at/sisyphus/awadalla.html Kombipreis: Ein T-Shirt kostet 18.- Euro, ein Buch 14.- Euro. Beides zusammen kostet 30.- Euro, frei Haus. Das neueste Buch von El Awadalla (fast noch druckfrisch): El Awadalla: Der Zwerg mit den silbernen Rippen Roman. 114 Seiten; Preis: ? 14.-; SFR 21.- http://www.silverserver.co.at/sisyphus/zwerg.html ============================================== 05 Der Profi From: lepresident at monochrom.at ============================================== D e r P r o f i (1981) Vortrag von Stefam Lutschinger / 27. März 2005, 20:00 Uhr / monochrom-Raum / MQ Danach Screening www.monochrom.at/projektion/ ==================================== Versuch über die Rache und ihre Narrative ==================================== "Warten und Hoffen" - das Motiv der Rache erfährt in der Erzähltheorie des Abendlandes von Homers "Ilias" bis Alexander Dumas "Der Graf von Monte Christo" höchste literarische Würdigungen. Doch Georges Lautners Geschichte vom Rachefeldzug des Top-Agenten Joss Beaumont (Jean-Paul Belmondo) gegen seine Verräter und korrupten Vorgesetzten von den "Wilden Brigaden", die im Diskurs eines postkolonialen Konflikts im Frankreich der 80er Jahre situiert ist, sperrt sich gegen Hermeneutiken der unteren Preisklasse. Auge um Auge? Wenn Rache süß ist, wie ein volkstümlicher Gemeinplatz nahe legt, dann wäre die apriorische Bedingung der Möglichkeit ihrer Erfahrung die postume (und nicht posthume) Verkostung. Aber den Handlungen des Protagonisten Joss liegen im hoffungslosen Kampf gegen seinen übermächtigen und tödlichen Feind, so gilt es zu zeigen, vielmehr multipolare Strategeme zu Grunde, da innerhalb der narrativen Matrix des "Profis" dessen eigenes "nacktes Leben" der Preis der Vergeltung - und damit der Erfüllung des Narrativs - geworden ist. Gegen das vordergründige Sujet des "Rachefeldzugs" müssen daher komplexere Erklärungsmodelle zur Dechriffrierung der Storyline in Betracht bezogen werden: Eine Reflexion über relevante spieltheoretische Prämissen soll dies verdeutlichen. Die bedeutendste Fehleinschätzung im strategischen Denken der Spieltheorie der Militärs liegt nach Michael Wilson ("Nationale Sicherheit und infrastrukturelle Kriegsführung") in der Verwendung einer eingeengten Spielterminologie, insbesondere des bipolaren Verständnisses von Sieg und Niederlage. Wargames als Narrative Soll ein Spielmodell "die Realität" abbilden, so muss man zwei weitere strategische Positionen hinzufügen: "Not Lose" (NL, nicht verlieren) und "Not Let Them Win" (NLTW, die anderen nicht gewinnen lassen). Während nicht verlieren (NL) genau das ist, wonach es klingt - das Hauptziel ist, am Leben zu bleiben, da Tote nicht zum Zug kommen - bedeutet die anderen nicht gewinnen lassen (NLTW), dass man alles unternimmt, damit der Gegner keinen Sieg erringt und dass er für seine Teilnahme am Spiel teuer bezahlen muss. Eine Art von NLTW, "Mutually Assured Destruction" (MAD), war auch die Strategie der beiden Supermächte USA und UdSSR während des Kalten Krieges im Atomzeitalter. "Der Profi" und seine spieltheoretischen Narrative sind Produkte ihrer Zeit, die als hintergründige Parabel von einer Welt erzählen, in der Komplexität nicht auf ein polarisiertes Weltbild reduziert wird, nicht auf den binären Diskurs von "Gut" und "Böse", des Narrativs der aktuellen politischen Konstitution der Gegenwart, reduziert werden kann. ==================================== Vortrag und Screening Programmstart ist am Sonntag, den 27. März 2005, um 20:00 im monochrom-Raum im Museumsquartier. Die Einleitung hält Stefan Lutschinger. Danach Filmscreening. Stefan Lutschinger ist Kurator der Equaleyes Sehschule (http://www.equaleyes.org) und Mitglied des VisualistInnen-Kollektivs POOOOL. [By the Way: Equaleyes 5: Analogue Night, 26. März 05, Ovalhalle, Museumsquartier Wien.] ==================================== www.monochrom.at ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND KOMMENTARE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ============================================== 06 Unwillige Umsetzung der Antirassismus-Richtlinie From: dieinitiative at gmx.at ============================================== Unwillige Umsetzung Verspätet wurde in Österreich die Antirassismus-Richtlinie umgesetzt. Die Anlaufstelle für Betroffene ist nun im Frauenministerium, Budget steht kein zusätzliches zur Verfügung Gleichgehandlungs- Kommission EU-Richtlinie 2000/43-EC Mit der Antirassismus-Richtlinie 2000/43-EC wurde am 29. Juni 2000 die erste EU-Antidiskriminierungsrichtlinie erlassen. Die Richtlinie sieht konkrete Maßnahmen gegen Diskriminierung aus Gründen der Rasse und der ethnischen Herkunft vor. Maßnahmen, die in vielen europäischen Ländern bereits ohne Aufforderung der EU zum Status quo gehören. In Österreich trat am 1. Juli 2004 ein entsprechendes Gesetz mit einjähriger Verspätung (Frist: 19. Juli 2003) in Kraft. Schon im Vorfeld wurden die Zuständigkeiten für das Thema "Antirassismus" zwischen den Ministerien hin und her geschoben, ehe das Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit die Gesetzesausarbeitung in Angriff nahm. Die Errichtung einer Anlaufstelle für Betroffene wurde hingegen dem Bundesministerium für Gesundheit und Frauen übertragen. Die Gleichbehandlungsanwaltschaft - die auch für die Gleichbehandlung von Frauen und Diskriminierung aufgrund des Geschlechts zuständig ist - sollte sich ab 1. Juli 2004 auch der Gleichbehandlung von ethnischen Minderheiten und MigrantInnen annehmen. Erst am 1. März des Jahres 2005 nahmen die beiden zusätzlichen Anwältinnen ihre Arbeit auf und befinden sich zurzeit noch "in der Einarbeitungsphase". Kein eigenes Budget Dass Antirassismus-Belange dem Frauenministerium zugeteilt werden, sorgt bei FrauenvertreterInnen wie Opposition für Irritationen. "Meiner Meinung nach ist das eine Abwertung beider Bereiche", so Grün-Abgeordnete Terezija Stoisits. Im betroffenen Ministerium sieht man das naturgemäß anders: "Wir haben in Gleichbehandlungs- angelegenheiten im Genderbereich schon jahrelange Erfahrung, so ist es nur vernünftig, sich auch um Antirassismus-Belange innerhalb dieser vorhandenen Strukturen zu kümmern", so Theresa Philippi, frauenpolitische Referentin im Kabinett Rauch-Kallat. Auch was das Budget betrifft, werden Antirassismusbelange und Frauengleichbehandlung in denselben "Topf" geworfen. Um 6,05 Millionen Euro geht es konkret, im Vergleich zum Vorjahr wurde das Budget unwesentlich aufgestockt (2004: 5,9 Millionen Euro). Daraus muss die Anwaltschaft eingerichtet und dauerhaft betrieben werden. Politischer Wille fehlt Umstände, die nach Meinung von ExpertInnen und NGOs die Tatsache widerspiegeln, dass der politische Wille zur Umsetzung der Antirassismus-Richtlinie kein übermäßig starker ist. Und das weder auf Bundes- noch auf Länderebene. Die Die EU-Kommission hat eine Klage gegen Österreich beim Europäischen Gerichtshof wegen der unzureichenden Umsetzung der Antirassismus-Richtlinie auf Länderebene eingebracht. Was sich Philippi nicht vorstellen kann, schließlich existierten "längst Gesetzesentwürfe aller Länder", umgesetzt sind sie allerdings noch nicht (im Burgenland und Salzburg fehlen auch noch die Gesetzesentwürfe). Umsetzung entspricht "Minimalvorgaben" Dass es ein klares politisches Bekenntnis zur nachhaltigen Bekämpfung von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit gibt, bezweifelt auch Birgit Weyss vom Ludwig-Boltzmann-Institut für Menschenrechte: "Was die europarechtlichen Bestimmungen angeht, entspricht die Umsetzung im Großen und Ganzen den Minimalvorgaben." Einen effektiven Schutz gegen Diskriminierung sieht Weyss nicht gegeben: "Dafür gibt es viel zu wenig flankierende Maßnahmen wie zum Bespiel regionale Anlaufstellen für Betroffene." Fühlt sich in Vorarlberg eine Person diskriminiert, kann sie sich nur an die Wiener Gleichbehandlungsanwaltschaft wenden. Die einzige offizielle nichtstaatliche Stelle, der Verein für Zivilcourage und Antirassismusarbeit (ZARA) hat seinen Sitz ebenfalls in der Bundeshauptstadt. Das Überleben des Vereins ist aktuell akut gefährdet, staatliche Unterstützung bleibt konsequent aus. Regionale Anlaufstellen seien "Zukunftsmusik", heißt es dazu im Ministerium, schließlich habe sich auch die Frauengleichbehandlung erst über Jahre hin auf das derzeitige Niveau entwickelt: "Das Gleichbehandlungsgesetz für Frauen existiert seit 1979, seit dem Jahr 2000 gibt es erst eine regionale Infrastruktur," so Philippi. Ein Umstand, den Birgit Weyss scharf kritisiert. "Der Fehler der verspäteten Einrichtung der Regionalstellen scheint auch beim Thema Antirassismus wiederholt zu werden". Europäische Vorzeigebeispiele Mit der verzögerten Umsetzung der EU-Antirassismusrichtlinie tut sich Österreich nicht als EU-Musterschüler hervor. In anderen EU-Staaten existierten schon vor Erlassung der EU-Richtlinie ähnliche Bestimmungen. "Die Niederlande zum Beispiel haben bereits ein gut funktionierendes, dezentrales System zur Unterstützung von Diskriminierungsopfern und arbeiten erfolgreich mit NGOs zusammen", so Birgit Weyss. Auch die Öffentlichkeitsarbeit sei ein wichtiger Aspekt für funktionierende Antidiskriminierungsarbeit. "Wenn niemand etwas von der zuständigen Stelle weiß, wird sie auch niemand in Anspruch nehmen." Das österreichische Ministerium bereitet demnächst ihre erste Broschüre zum Zwecke der Bekanntmachung vor, eine Podiumsdiskussion soll folgen. "Wir versuchen mit den vorhandenen Budgetmitteln auszukommen." Bis tatsächlich die Betroffenen sich an eine funktionierende Anwaltschaft für ihre Interessen wenden können, wird es noch einige Zeit dauern. Und auch einer inhaltlichen Überprüfung muss die österreichischen Umsetzungsvariante der Richtlinie erst Stand halten. (mhe) http://derstandard.at/ *************************** -- Initiative muslimischer ÖsterreicherInnen e-mail:dieinitiative at gmx.at für Rückfragen und Korrespondenz kontaktieren sie bitte: Omar Al Rawi +43-664-3831942 al-rawi at gmx.at Amina & Tarafa Baghajati +43-1-2595449 baghajati at aon.at Mouddar Khouja +43-1-9685096 mouddar at gmx.net Andrea Saleh +43-1-7965652 salehand at gmx.at Liebe Brüder und Schwestern, liebe Interessierte! Wir hoffen, dass die so an Euch zugehenden Informationen auf Euer Interesse stoßen. Wir versenden über den Verteiler nicht nur Neuigkeiten, die die eigenen Aktivitäten betreffen, sondern auch Zeitungsartikel, die im weitesten Sinn mit dem Islam und Integration zu tun haben oder ähnliches. Diese spiegeln natürlich nicht unbedingt unsere eigene Meinung wieder, sind aber gut, um das Meinungsspektrum zu sichten. Wir freuen uns über jede Rückmeldung. Selbstverständlich kann auch alles an Freunde,Bekannte usw.weitergemailt werden. Für die Publikation in eigenen Homepages bitten wir jedoch um vorherige Rücksprache. Bitte achten Sie bei Zeitungsartikeln auf das Copyright. Alle Inhalte dienen der persoenlichen Information. Eine Weiterverwendung und Reproduktion ueber den persoenlichen Gebrauch hinaus ist nicht gestattet. ============================================== 07 ACUS: Millionen werden durch Neoliberalismus gekreuzigt From: verin.stadtteilz.simmering at chello.at ============================================== ACUS erinnert am Karfreitag: Millionen werden durch den Neoliberalismus gekreuzigt. Die Arbeitsgemeinschaft Christentum und Sozialdemokratie (ACUS) erinnert am heutigen Karfreitag an die unzähligen Opfer durch Krieg, Folter und wirtschaftliche Ungerechtigkeit. ?Alle 15 Minuten stürzt ? gemessen an der Anzahl der Opfer ? ein Jumbo-Jet mit Kindern ab. Jede Sekunde sterben drei Kinder an Hunger?, sagt der Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Christentum und Sozialdemokratie (ACUS) Richard Schadauer ?Die Opfer des ungerechten Wirtschaftssystems werden nicht gesehen. Es ist der Gedenktag an die Kreuzigung Jesu ein guter Anlass, an jene Menschen zu erinnern, die heute zugrunde gehen?, betont ACUS Bundesvorsitzender Richard Schadauer. ?Wer denkt bei Bildern von verhungernden Kindern an multinationale Konzerne ?, fragt ACUS Bundesvorsitzender Richard Schadauer. ?Millionen werden heute durch den Neoliberalismus gekreuzigt. Diese Millionen Tote sind kein unabwendbares Schicksal, sondern sie sind die Folge der Wirtschaftspolitik, die der Welt von den Mächtigen in Wirtschaft und Politik aufgezwungen wird.? ?Soll dieser Karfreitag der Menschheit einmal zu Ende gehen, werden wir unseren politischen Widerstand gegen die herrschende Politik verstärken müssen?, schloss ACUS-Bundesvorsitzender Richard Schadauer und zitierte die verstorbene Theologin Dorothee Sölle: ?Gelebte Auferstehung bedeutet Aufstand gegen den Tod, der dem Leben nur ein Weiter-Vegetieren gestattet. Unsere Beteiligung an der Auferstehung aus der Sklaverei ist notwendig. (Dorothee Sölle, Mystik des Todes, Stuttgart 2003)? Informationen: Richard Schadauer, Tel. 01 789 24 58 Alois Reisenbichler, Tel. 0664 39 51 ============================================== 08 Gehrers neue Bildungssackgasse From: florian.steininger at aks.at ============================================== Pressemeldung der Aktion kritischer SchülerInnen Bildung/Schulen/AKS/Universität/Zugangsbeschränkungen Dienstag, 24.3.2005 AKS: Gehrer's neue Bildungssackgasse Utl.: Zugangsbeschränkungen an Universitäten treffen SchülerInnen massiv Die Pläne des Bildungsministeriums, in Zukunft Zugangsbeschränkungen an österreichischen Universitäten einzuführen, werden von der AKS (Aktion kritischer SchülerInnen) scharf kritisiert: "Elisabeth Gehrers Ziel ist es anscheinend, möglichst viele SchülerInnen in Bildungssackgassen zu schicken", so die Bundesvorsitzende der AKS, Kim Kadlec. Der freie Hochschulzugang müsse unbedingt erhalten bleiben. "An den Schnittstellen des Bildungssystems wird bereits jetzt in hohem Maße selektiert. Nur am Übergang zur Universität fehlt ein solcher Mechanismus noch", erinnert Kadlec an die Auswirkungen eines differenzierten Schulsystems. So sei etwa in mehreren Studien bewiesen worden, dass das österreichische Schulsystem Kinder aus sozial schlechter gestellten Schichten diskriminiert. Doch laut Kadlec sei das dem Bildungsministerium anscheinend noch nicht genug: "Wer es trotz aller Selektionsmechanismen bis zur Matura geschafft hat, bekommt mit Zugangsbeschränkungen einen weiteren Stolperstein in den Bildungsweg geworfen." "Alle SchülerInnen müssen ohne Rücksicht auf Herkunft, Erstsprache, Einkommen und ähnliches das gleiche und freie Recht haben, den Bildungsweg einzuschlagen, den sie selbst gehen wollen", bringt Kadlec die Forderungen der AKS in diesem Bereich auf den Punkt. Abschließend fordert die Schülervertreterin dazu auf, Zugangsbeschränkungen massiv entgegenzutreten: "Wer Zugangsbeschränkungen akzeptiert, zerstört damit die Zukunft unzähliger SchülerInnen." Rückfragehinweis: Kim Kadlec, 0699/11408142 ================================================ C) TERMINE ================================================ ======================== Freitag http://www.mund.at/butt/Termine/Maerz/2503.htm Samstag http://www.mund.at/butt/Termine/Maerz/2503.htm Sonntag http://www.mund.at/butt/Termine/Maerz/2503.htm ======================== ================================================ D) EDITORIAL ================================================ Für den Inhalt verantwortlich: Ihr. E-Mail-Adresse für Beiträge: widerstand at no-racism.net geschickt. widerst at nd MUND und alle Termine täglich aktualisiert im Web: http://www.no-racism.net/MUND Ziel von MUND (medienunabhängiger Nachrichtendienst) ist die unzensurierte und möglichst rasche Information über gesellschafts- politisch relevante Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu Widerstand und Antirassismus sowie verwandte Themen. sollen einen Titel, Namen und Emailadresse der/des AutorIn enthalten und möglichst kurz und prägnant gehalten sein, ev. mit Hinweis, wo weitere Informationen eingeholt werden können. Bitte keine Attachments! Die inhaltliche und sachliche Verantwortung liegt bei der/dem jeweiligen AutorIn bzw. jenen, die uns die Beiträge schicken. Der MUND wird von einzelnen TagesredakteurInnen zusammengestellt. Da Fehler nicht ausgeschlossen sind, bitten wir, nicht veröffentlichte Beiträge nochmals an widerstand at no-racism.net zu senden. Die Weiterleitung (auch auszugsweise) ist erwünscht. Beiträge mit rassistischen oder sexistischen Inhalten werden nicht veröffentlicht. Sehr persönliche Meldungen werden wir an den betreffenden Adressaten weiterleiten, aber nicht im MUND veröffentlichen. Die bisherigen Ausgaben sind unter http://www.no-racism.net/MUND archiviert. Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage: * Wann: Sonntag, 11.11.2001, 11:11 Uhr * * Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" * * Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf * * Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie. Aber kurz und prägnant.* Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch stillschweigend Zensur zu üben. Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die Nichtaufnahme geliefert. (Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.) Die AbsenderInnen der betroffenen Beiträge werden hiervon informiert. Im Sinne einer "gläsernen Zensur" könnt ihr Euch die Beiträge gerne extra schicken lassen: Ein kurzes Mail an widerstand at no-racism.net genügt. ================================================ E) VERTEILERLISTE ================================================ Zur Eintragung in diesen Verteiler bitte direkt subskribieren unter http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/analle oder von der einzutragenden Adresse aus ein mail schicken an: admin at no-racism.net mit folgendem Text: subscribe no-racism Bitte wegen Automatisierung diesen Wortlaut verwenden! Zur Austragung aus dieser Liste bitte an zusammengestellt. Bitte keine Attachments! (werden nicht angenommen) doubletten, 1 nwr Ankündigung, 1 I-P Redaktionsschluss für diese Ausgabe: Fr 8:00 III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III ü, ö, ä, ß, Ü, Ö, Ä III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III widerst at nd-MUND is powered by http://alt.strg.at/ ================================================ From analle at no-racism.net Mon Mar 28 10:23:07 2005 From: analle at no-racism.net (analle at no-racism.net) Date: Mon, 28 Mar 2005 10:23:07 +0200 Subject: =?iso-8859-1?q?MUND=3A_Montag=2C_28=2E_M=E4rz_2005?= Message-ID: <003501c5336f$61c34220$4e046d50@chello.at> MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst www.no-racism.net/mund Montag, 28. März 2005 ================================================ A) INHALT ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 01 Probenplan W..WirWissen Woche 2 von: ================================================ 02 Veranstaltungshinweise - Infoladen Wels von: ================================================ 03 Nachbesprechung der Demonstration vom 19. März. von: ================================================ 04 Plenum der Werkstatt Frieden&Solidarität, Salzburg von: ================================================ 05 Aktionskonferenz der Plattform "Neutralität statt Euro-Armee!" von: ================================================ 06 Plenum der Werstatt Frieden&Solidarität, Wien von: ================================================ 07 (K)Eine Lobby für Arbeitslose? von: ================================================ 08 Plenum der Werkstatt Frieden&Sol von: ================================================ 09 Das andere Afrika: Widerstand gegen Krieg, Korruption und Unterdrückung mit Emanuel Matondo von: ================================================ 10 Neues Glas aus alten Scherben von: ================================================ 11 Tunisischeabend von: ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND KOMMENTARE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 12 Nachrichten aus dem "Lebensschützer"-Sumpf: Die Allianz für das Leben, DKO und Kreuz.net von: ================================================ 13 Der RBH verabschiedet sich. von: ================================================ 14 Wiener Linien: Mit Kameralinsen gegen konzeptionelle Fehlsicht von: ================================================ 15 Die Lehren aus der Demonstration am 19. März von: ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< SOLIDARITÄT WELTWEIT ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 16 WG: 1.Prozeßtag Aachen von: ================================================ 17 [gipfelsoli] Genua -- Luxemburg -- Gleneagles von: ================================================ 18 Irakische Armee nimmt 131 mutmaßliche Aufständische fest von: ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< SERVICE - LINKS ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 19 Photos von der M19 Demonstration und dem ASt/REVOLUTION-Block von: ================================================ 20 ContextXXI Radio von: ================================================ 21 [Werkstatt] Werkstatt-Rundbrief 09-2005 von: ================================================ ================================================ B) TEXTE ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 01 Probenplan W..WirWissen Woche 2 von: ================================================ W...WirWissen - Kunsthalle Exnergasse - Wien Programm unter: http://manoafreeuniversity.org/w...wirwissen/ >> P R O B E N P L A N Woche 2 (28. März - 2. April) >> The thirty minute workweek > Dienstag, 29. März 2005 ab 16:00 | > TALK ON ARTIST`S UNIONS an informal Talk / Presentation about Artist Organizations, with a focus on UKK (Young Artworkers and Critics in Denmark) and IG Bildende Kunst (Vienna). (discussion held in english) Kristina Ask (of the Free Floating Faculty and UKK) will talk about the Organisation Young Artworkers in Denmark (UKK). She will share some of the research that has been done about historical examples of art workers unionising: the Artists' Union/Women's workshop in the UK in the early 1970s and The Art Workers Coalition in the US in the late 1960s. Daniela Koweindl and Petja Dimitrova from IG Bildende Kunst will be present and tell about their practice, aims and struggles in vienna. Links: UKK Website - http://www.ukk.dk/ Interview with Kristina Ask ­ http://www.malmoe.org/artikel/widersprechen/775 IG Bildende Kunst - http://www.igbildendekunst.at/ >------------------------------------- > Mittwoch, 30. März 2005 ab 19:00 | > Buchpräsentation "Kunst und Politik" republicart Eine Veranstaltung von republicart im Rahmen von W...WirWissen. Buchpräsentation von Gerald Raunig (Hg.) - Kunst und Revolution. Künstlerischer Aktivismus im langen 20. Jahrhundert (Wien: Verlag Turia + Kant 2005) Moderation: Tina Leisch, Diskussion, Vidoescreenings, Musik ab 21.00 Uhr republicart Abschlussparty - DJ Christina N. Austauschverhältnisse von Kunst und Revolution: Gustave Courbets Engagement in der Pariser Commune, deutsche Aktivismen der 1910er Jahre, postrevolutionäre sowjetische Kunst um Eisenstein und Tretjakov, die Situationistische Internationale im Pariser Mai 1968, das Aufeinanderprallen der Wiener Aktionisten und der StudentInnenbewegung in der Aktion "Kunst und Revolution", und schließlich die Genealogie der VolxTheaterKarawane von einem anarchischen Theaterkollektiv der 1990er zu einer transversalen Verkettung zwischen Antiglobalisierung und europäischem noborder-Netzwerk. http://www.republicart.net/ >-------------------------------------- > Freitag, 1. April 2005 ab 17h | > TALK ON SELFORGANISED MAGAZINES an informal talk / presentation about selforganised magazines, with a focus on the Greenpepper Magazine (Amsterdam), Manamana (Budapest) and MALMOE, Derive and Cuntstunt (Vienna). (discussion held in english) Miklos Erhard (editor of Manamana and part of the Artgroup the Big Hope) will tell us about the hungarian irregular free magazine Manamana that aims to connect the art-scene to the domains of civilian activity and political activism. Kernow Craig is coordinator of the greenpepper magazine (Amsterdam) and will present "the magazine for social justice and environmental issues, a tool for groups working toward social transformation.³ The editorial collective is changing yearly and for each issue, and so the magazine is not a static entity. Kernow will bring some of the most recent issue of greenpepper abbout precarity, edited by Alex Foti from the Chainworkers and Zoe Romano. Participants of viennese newspaper Projects like Malmoe, Derive and Cuntstunt will be present and explain their work. Links: ManaMana - http://www.ligetgaleria.c3.hu/ManamanaFO.htm The Big Hope - http://www.bighope.hu/ Greenpeper Magazine - http://greenpeppermagazine.org/ MALMOE - http://www.malmoe.org/ Derive - http://www.derive.at/ Cunstunt - http://www.cuntstunt.net/ > followed by the Probendurchlauf of the week! --------------------------------- W..WirWissen kennenlernen emanzipatorischer selbstinstitutionen, socialised research und verlernen lernen Kunsthalle Exnergasse, Wien 23.3.-23.4.2005 organisiert im Rahmen der Manoa Free University in Zusammenarbeit mit APA (Hamburg), Copenhagen Free University, Free Floating Faculty (Kopenhagen), Freie Klasse (Berlin), Informelle Universität in Gründung (Berlin), University of Openess (London) please subscribe to our information list by sending an email to contact at manoafreeuniversity.org ================================================ 02 Veranstaltungshinweise - Infoladen Wels von: ================================================ Hallo! Wir laden Euch herzlich zu folgenden Veranstaltungen ein: - Samstag, 23. April, 16 Uhr, im Infoladen Wels (Spitalhof 3) - "Geschichte des Israel-Palästina-Konflikts³. Referat mit Diskussionsmöglichkeit. - Vortrag und Diskussion: "Die Kirche und der Austrofaschismus", mit Wolfgang Huber (Freidenkerbund OÖ) - Donnerstag, 28. April 2005, 19 Uhr, im Kulturzentrum "Alter Schlachthof", Dragonerstraße 22, Wels Bei der Diskussion über den Austrofaschismus wird allzuoft die Beteiligung der Kirche verschwiegen oder verharmlost. Weder wird erwähnt, dass Dollfuß seine berühmte Trabrennplatz-Rede im Rahmen des Katholikentages von 1933 gehalten wird, noch, daß man aus Österreich einen "Modellstaat" im Sinne der Enzyklika "Quadragesimo Anno" (Eine Sozialenzyklika des damaligen Papstes Pius XI., die sich auf die Idee der Berufsständischen Ordnung berief) bilden wollte. Eintritt frei! --------- und hier noch einige Veranstaltungen von Freunden: Freidenker-Bund OÖ: Montag, 25. April 2005: Das Konkordat - Wolfgang Huber - Die geschichtliche Entwicklung des Vertrages Österreich-Vatikan Montag, 23. Mai 2005: Was ist "gottgläubig"? - Erwin Peterseil - In der NS-Zeit bezeichneten sich konfessionslose Nazis so, was steckte dahinter? Montag, 20. Juni 2005: Homöopathie - DI Karl Linek Was ein Chemiker dazu zu sagen hat Im Vereinslokal Linz, Melicharstraße 8, jeweils ab 19h: (bitte den Hauseingang ganz links benutzen!) ------------ Dreck - Solostück von Robert Schneider - mit Martin Prast Der österreichische Schriftsteller Robert Schneider - Autor des Welterfolgs "Schlafes Bruder" - schrieb 1991 den Monolog "Dreck". In der darauffolgenden Saison avancierte er zum meistgespielten deutschen Bühnenstück. Die Geschichte des Blumenverkäufers Sad, der alle Vorurteile, die gegen ihn vorgebracht werden, bis zur Selbstaufgabe verinnerlicht, thematisiert auf eine ungewöhnliche und ganz eindringliche Weise das Phänomen der Fremdenfeindlichkeit. Ungewohnt deshalb, weil anscheinend niemand da ist, der ihn angreift. Er selbst ist es, der sich anklagt. Doch gerade indem er dies tut, wirft er Fragen auf, die unser Selbstverständnis und unseren Umgang mit dem Andersartigen betreffen. Premiere: 08. April 2005, 2. Vorstellung: 09. April 2005, jeweils 20 Uhr im Alten Schlachthof Wels Kartenvorverkauf u. a. im Infoladen Wels ------------------- Buchpräsentation "Israel, Europa und der neue Antisemitismus" von und mit Hans Rauscher NEUER TERMIN: Mittwoch, 18. Mai 2005, 18.30 Uhr Bildungshaus Schloss Puchberg, Puchberg 1, 4600 Wels Veranstalter: Welser Initiative gegen Faschismus, AK Oberösterreich, Bildungshaus Puchberg --------------------- Grüsse, Infoladen Wels Kulturverein und linke Buchhandlung Spitalhof 3 4600 Wels http://www.linkslinxooe.at Tel.: 07242-910432 ================================================ 03 Nachbesprechung der Demonstration vom 19. März. von: ================================================ Mittwoch, 30. März 2005, 18.00 Südwindbüro, Laudongasse 40, Wien Nachbesprechung der Demonstration vom 19. März. ================================================ 04 Plenum der Werkstatt Frieden&Solidarität, Salzburg von: ================================================ Freitag, 01. April 2005, 19.30 Sternbräu, Salzburg Plenum der Werkstatt Frieden&Solidarität, Salzburg ================================================ 05 Aktionskonferenz der Plattform "Neutralität statt Euro-Armee!" von: ================================================ Samstag, 02. April 2004, 12.00 - 18.00 Amerlinghaus, Wien Aktionskonferenz der Plattform "Neutralität statt Euro-Armee!" Ja zur Neutralität! - Nein zur EU-Verfassung! - Volksabstimmung! Elke Schenk (EU-AG, Attac Deutschland): EU-Verfassung - Kalter Staatsstreich gegen das Grundgesetz. Erwin Leitner (EU-Attac, Österreich): EU-Verfassung=Aufrüstung statt Neutralität ================================================ 06 Plenum der Werstatt Frieden&Solidarität, Wien von: ================================================ Donnerstag, 07. April 2005, 18.00 Büro - Rosensteingasse 69/6, 1170 Wien Plenum der Werstatt Frieden&Solidarität, Wien ================================================ 07 (K)Eine Lobby für Arbeitslose? von: ================================================ Freitag, 8. April 2005, 15.00-20.00 Uhr Bildungszentrum der Arbeiterkammer Wien, Theresianumgasse 16-18, 1040 Wien (K)Eine Lobby für Arbeitslose? Ein "gesellschaftspolitisches diskussionsforum³ (gedifo) zum Thema Interessenvertretung für Erwerbslose "Welche Formen der Interessenvertretung brauchen Erwerbslose?³ ================================================ 08 Plenum der Werkstatt Frieden&Solidarität von: ================================================ Dienstag, 12. April 2005, 19.00 Büro - Waltherstr. 15, 4020 Linz Plenum der Werkstatt Frieden&Solidarität, Linz ================================================ 09 Das andere Afrika: Widerstand gegen Krieg, Korruption und Unterdrückung mit Emanuel Matondo von: ================================================ Donnerstag 21. April 19:00 Amerlinghaus, Stiftg. 8, A-1070 Wien Das andere Afrika: Widerstand gegen Krieg, Korruption und Unterdrückung mit Emanuel Matondo ".... Deutschland spielt eine zwiespältige Rolle in Afrika. Ich will das am Beispiel der Region der großen Seen benennen. Im Jahre 2003 stand die deutsche Regierung an vorderster Front für eine militärische Intervention in den Kongo, um, so wurde gesagt, "Frieden zu erzwingen". Zugleich hat Deutschland als Teil der Entwicklungshilfe den beiden Nachbarländern Ruanda und Uganda mehr als 100 Millionen Euro Militär- und Polizeihilfe gegeben. Das sind beides Länder, die Gebiete des Kongos besetzt hatten und diese auch erbarmungslos ausplünderten. Inzwischen wissen wir, dass während der Besatzung über 3 Millionen Menschen gestorben sind. Hier also die Unterstützung der Militärs, die ein anderes Land besetzen. Dort die Forderung nach einer eigenen Militärintervention, um eben diese Besatzung zu beenden. Das ist doch völlig unglaubwürdig. ...." (Emanuel Matondo) ================================================ 10 Neues Glas aus alten Scherben von: ================================================ Samstag, 30. April 2005, 20 Uhr AK OÖ, Kongressaal (Volksgartenstraße 40) Neues Glas aus alten Scherben Deutscher Rock - poetisch und politisch, gänsehauterzeugend und tiefgründig, wehmütig und mutig, brisant und kritisch. Abendkassa: 10 Euro, Vorverkaufs-Info über willy at kv-willy.at erhältlich. Ermäßigung mit AK-OÖ-Leistungskarte. ================================================ 11 Tunisischeabend von: ================================================ > " Verein für ägyptische Frauen und Familien" > >EINLADUNG > >Wir feiern unser 5-Jahrigs Jubiläum > >Musikkonzert > >Aus Tunesien: >LUTFI BOUCHNAK & ENSEMBLE > >Am 16. 04. 2005 > >Im Haus der Begegnung Brigittenau >1200 Wien, Rafaelgasse 11-13, um 19 Uhr > > >Hr. Bouchnak sang auf mehreren Konzerten in Paris, Madrid, > Londen, Deutschland und Städte der USA. >Er gewann viele Preise in verschiedenen arabischen Musikfestivals, >zuletzt: Ehran-Musikpreis für das 12. Musikfestival in Kairo. > >*************************************************************************** **** > >Wir Bitte Sie um Weiterleitung bzw. in den Medien davon zu berichten; > >Herzlichsten Dank > >Mehr Informationen: Tel.: 06991 165 78 40 und 06991 300 76 12 >E-mail: aegypt_frauen at yahoo.de ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND KOMMENTARE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 12 Nachrichten aus dem "Lebensschützer"-Sumpf: Die Allianz für das Leben, DKO und Kreuz.net von: ================================================ Hallo Frauen! Hier wieder mal Nachrichten über den weiten Sumpf der militanten, rechtsradikalen Abtreibungsgegnerschaft in Österreich. Es gibt selbstverständlich keine Pause, geht es darum, Frauen wieder dort hin zu befördern, wo die uns alle haben wollen. Heterosexistisch, faschistoid und eindeutig: Lest selbst, woran unermüdlich und unverholen gearbeitet wird: von der Strafe für Abtreibung bis zur totalen Bevormundung ist alles aufgelistet, was frau ein Albtraum ist. Vorerst noch einige Anmerkungen zu den Protagonisten: Stephan Baier ist ehemaliger Pressesprecher von Otto Habsburg (ein Opus Dei-"Sympathisant") und Funktionär der PAN-Europabewegung, Stefan Korinek ist ein naher Verwandter des österreichischen Verfassungsgerichtshofpräsidenten Korinek, welcher sich wiederum als Fan von Jugend für das Leben (= HLI "nahe") ist. Jutta Lang und Norbert Steinacher sind Funktionäre der "Jugend für das Leben". Alice Pitzinger ist ehemalige Pressesprecherin von Marilies Flemming, Frauenministerin und Opus Dei-Anhängerin. Kirchmaier, ein selbsternannter Experte, (= DKO der Diözese Graz-Seckau: ( http://www.graz-seckau.at/dko/index.php ) ist derzeit der Organisator dieses Schulterschlusses von Frauenverachtern. Auch er sorgt sich um den Weiterbestand Österreichs, das durch die legale Abtreibung ruiniert wird (Pensionen, Altenbetreuung...) und stammt aus Graz, wo HLI (Human Life International, Ja zum Leben) nach wie vor täglich Terror gegen Frauen, die den Arzt Janssen aufsuchen, betreibt. Auch dort ist HLI oberhalb der Praxis mit einer "Schwangerenberatung" einquartiert. Ein sog. "Lebenszentrum ist außerdem unweit der Praxis eingerichtet, wohin die Frauen abgeschleppt werden. Das selbe Szenario wie im Falle der LUCINA/Mairo-Klinik in Wien spielt sich dort ab. Es laufen Klagsverfahren zwischen HLI und dem Arzt. Die übliche Zermürbungstaktik eben, bis der Arzt aufgibt und sich nach Holland begibt, um dort diesen Leuten nicht ausgesetzt zu sein. Im schlimmsten Fall ist der Arzt bankrott (siehe Lucina/Mairo). http://www.kreuz.net selbst ist eine deklariert anonyme Web-Site (die Betreiber haben Angst vor Repressalien!), die noch nicht allzulang im Netz ist und eine von der übelsten Sorte darstellt. Mehrere Updates täglich zeigen, dass großes Engagement und vermutlich Kohle hinter diesem gegen Feministinnen, Moslems, Juden, "Homos" hetzenden, rechtsradikalen Sprachrohr steht. Thema ist alles, was nicht rechts von der Politik z.B. eines Opus Dei steht. Selbst Küng wird von diesen anonymenTypen angegriffen. Ein besonderes Anliegen der Kreuz.net-Schwätzer ist der Vergleich der Abtreibung mit dem Holocaust. Im Klartext bedeutet dies, dass das größte Verbrechen aller Zeiten (die legale Abtreibung) von Frauen begangen wird. Die LINKS dieser Site sprechen dementsprechend Bände. Mit feministischen Grüßen und hoffentlich einer Anregung für eine breitere Organisierung gegen diese sexistisch-faschistoiden Horden! FrauenLesben für das Selbstbestimmungsrecht der Frau www.kreuz.net 25. März 2005, 16:11 Österreich: Seit dreißig Jahren führen wir Krieg Am heutigen 25. März, der von Lebensrechtlern als "Tag des Ungeborenen Lebens" hochgehalten wird, rufen Experten zu einer Allianz für das Leben auf. Angesichts 30 Jahre Fristenregelung in Österreich fordern sie einen besseren gesetzlichen Schutz für die ungeborenen Kinder, bessere Rahmenbedingungen und Aufklärung für das Leben. (kreuz.net/jfdl). Das Diözesankomitee der 20 "Katholischen Organisationen Steiermarks" (DKO) und die Lebensschutzgruppe "Jugend für das Leben" waren Gastgeber einer Expertenkonferenz, die sich am 15. Oktober 2004 in Graz mit brennenden Herausforderungen zum Lebensschutz der ungeborenen Kinder beschäftigt hat. Ihr Ziel war eine Bewußtseinsänderung in Kirche und Gesellschaft in Österreich. Sechs Experten haben im vergangenen Oktober ein Manifest für eine neue "Kultur des Lebens" in Österreich entwickelt. Der Termin des diesjährigen Karfreitag ist der 25. März, jener Tag neun Monate vor Weihnachten, an dem Christus im jungfräulichen Schoß Mariens empfangen wurde. Das erinnert uns daran, daß jedes zweite bis dritte Kind in unserem Land seit Jahrzehnten schon vor seiner Geburt im Mutterleib brutal getötet wird. Österreich gedenkt in diesem Jahr mehrerer Jubiläen, darunter auch des Endes des Krieges vor 60 Jahren. Wäre es nicht hoch an der Zeit, auch bewußt des stillen Krieges zu gedenken, der seit über 30 Jahren gegen die ungeborenen Kinder geführt wird und der heute noch immer andauert? Unser Land braucht einen breiten Bewußtseinswandel, weil ungeborene Kinder zu unseren Familien gehören. Wirken Sie mit an der "Allianzen für das Leben". Es geht um unsere Kinder, um unsere Demokratie und um unsere Zukunft. Eine Gesellschaft, die fortbestehen will, muß Platz für alle Kinder haben. DI. Andreas Kirchmair (Vorsitzender DKO) Jutta Katharina Lang (Pressesprecherin Jugend für das Leben) WIR VERTRETEN: Die Würde jedes Menschen ist unantastbar - von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod. Das fundamentalste Menschenrecht ist das Recht auf Leben. Jede Einschränkung dieses Rechtes zieht schweren Schaden für Staat und Gesellschaft nach sich. Die durch die Zeugung entstehende Verantwortung für den Schutz und das Wohl jedes Kindes von der Empfängnis an tragen in gleichem Maße die Mutter und der Vater. In jedem Fall, insbesondere wenn die Eltern nicht bereit oder nicht imstande sind, ihrer Verantwortung zu entsprechen, ist es die Aufgabe des Staates, das Kind zu schützen und seine Versorgung sicher zu stellen. Durch die Abtreibung wird der Tod eines ungeborenen Kindes von allen Beteiligten bewußt herbeigeführt. Es widerspricht dem Wesen und dem Auftrag des Rechtsstaates, wenn durch die öffentliche Hand Abtreibungen unterstützt, organisiert, oder (mit)finanziert werden. WIR FORDERN: 1) Besserer gesetzlicher Schutz Ungeborenen Kindern muß voller Rechtsschutz gewährt werden. Jedwede Tötung muß, wie alle anderen Verstöße gegen die Menschenrechte, mit allen Mitteln des Rechtsstaates, also auch unter Androhung strafrechtlicher Konsequenzen verhindert werden. Kurzfristig soll der bestehende schwache Rechtsschutz erweitert werden (Vorbilder dazu gibt es in mehreren europäischen Ländern): · Jedes Kind hat Vater und Mutter. Auch der Vater soll seine Rechte wahrnehmen können und zugleich der Mutter und dem Kind in seiner Verantwortung verpflichtet sein. · Deshalb sollte, jedenfalls bei Ehe und bei Lebensgemeinschaften, der Partner zur Beratung hinzugezogen werden, wenn die Mutter eine Abtreibung überlegt. · Es soll generell verboten sein, Mütter durch Worte oder Taten zur Abtreibung zu drängen · Jede Diskriminierung ungeborener Kinder auf Grund von Behinderung ist zu unterbinden, daher ist die eugenische Indikation zu streichen. · Die derzeit gesetzlich geforderte Beratung darf nicht vom abtreibenden Arzt selbst durchgeführt werden und zwischen Beratung und Abtreibung sollen mindestens drei Tage Bedenkzeit vergehen · Eine anonyme Statistik soll Aufschluß über Anzahl und Motive der Abtreibungen geben und regelmäßig veröffentlicht werden. Sie soll Grundlage sein für gezielte Hilfeleistungen und Maßnahmen zur Senkung der hohen Abtreibungszahlen · 2) Bessere Rahmenbedingungen Der Staat hat die Aufgabe, positive Rahmenbedingungen für Familien und Kinder zu schaffen und so die Zukunft der Gesellschaft zu sichern. In jeder Bezirkshauptstadt sollen Beratungs- und Betreuungsstellen eingerichtet werden, die schwangeren Müttern und werdenden Vätern unbürokratisch und schnell Hilfe leisten. Die Vermittlung von Adoption soll sowohl für adoptionswillige Eltern, als auch für Eltern, die ein Kind zur Adoption freigeben, erleichtert werden. Die Entscheidung für die Freigabe zur Adoption soll mehr als zuvor von der Gesellschaft gewürdigt und anerkannt werden. An allen Friedhöfen sollen Gedenkstätten errichtet werden, wo Eltern nach Tot- oder Fehlgeburten oder Abtreibungen um ihre verstorbenen Kinder trauern können. Die toten Kinder sollen dort beigesetzt werden, statt weggeworfen zu werden. 3) Umfassende Aufklärung Der beratende Arzt soll verpflichtet sein, die Mutter über den Entwicklungsstand des Kindes, den Vorgang einer Abtreibung, deren mögliche körperliche und seelische Folgen, sowie über die Alternativen zur Abtreibung zu informieren. Der Staat soll dafür Sorge tragen, daß jeder Pflichtschüler im Unterricht umfassend über die pränatale Entwicklung des Menschen, sowie über Abtreibung, ihre körperlichen und seelischen Folgen sowie alternative und lebensbejahende Perspektiven informiert wird. Der Staat soll dafür Sorge tragen, daß in den öffentlich-rechtlichen Medien regelmäßig und positiv über den Lebensschutz berichtet wird. Denn Information über den Lebensschutz gehört zum Programmauftrag des ORF, zumal der Schutz des Lebens für die Allgemeinheit wichtig ist. Der Geburtenrückgang hängt auch ursächlich mit der hohen Zahl an Abtreibungen zusammen. Die Bürger sollen über die dramatischen langfristigen Auswirkungen aufgeklärt werden, z.B. auf Bevölkerungsentwicklung, Sozialsysteme und den Generationenvertrag einerseits und die Infragestellung der Achtung menschlichen Lebens sowie der Menschenwürde andererseits. Bei jeder Abtreibung wird ein ungeborenes Kind getötet. Die bewußte Verfälschung und Verharmlosung dieser Tatsache durch irreführende Begriffe soll daher gestoppt werden. Bei Abtreibung geht es nicht um die ,Unterbrechung' einer Schwangerschaft oder eine ,Lösung', nicht bloß um ,Gewebe' oder ,Gebärmutterinhalt', sondern um einen Menschen. Abtreibung, eine Art Krieg gegen die nächste Generation, ist ein schweres Unrecht, sie ist Teil der Kultur des Todes. Eine Gesellschaft, die fortbestehen will, braucht eine "Kultur des Lebens", sie muß Platz für alle Kinder haben. Dipl.Theol. Stephan Baier, Journalist Dr. Bernhard Gappmaier, Arzt Dr. Stephan Korinek, Jurist Jutta Lang, Studentin Mag. Florian Parth, Priester Alice Pitzinger, PR-Beraterin DI. Andreas Kirchmair (Moderator) Norbert Steinacher (Schriftführer) http://www.kreuz.net/article.906.html Copyright © 2005 www.kreuz.net -- Aktionskomitee für das Selbstbestimmungsrecht der Frau Selbstbestimmungsrechtderfrau at gmx.net <+++<+++<+++<+++<+++<+++<+++<+++<+++<+++<+++> detailierte Infos zum Schwangerschaftsabbruch in Österreich auch auf: --- www.die-abtreibung.at.tf --- ================================================ 13 Der RBH verabschiedet sich. von: ================================================ Revolutionsbraeuhof (RBH); Hahngasse 15, A-1090 Wien Postfach 142, 1181 Wien Tel.: (+43 1) 310 76 93, Fax: (+43 1) 319 52 22 E-Mail: rbh at inode.at * http://www.inode.at/rbh DER REVOLUTIONSBRÄUHOF VERABSCHIEDET SICH. Mit der Anarchistischen Buchhandlung verabschiedet sich nunmehr auch der Revolutionsbräuhof. Endgültig. Für immer. Der desaströse Zustand des Anarchismus hierzulande, und nicht nur der Anarchismus ist in einem solchen Zustand, ist hierfür wohl Erklärung genug. Der RBH ist Geschichte. Wir verabschieden uns mit einem unserer Texte ("Was ist eigentlich Anarchie?") und nicht zuletzt mit einem allerherzlichsten Orsch ist Orsch, Euer Revolutionsbräuhof PS: Weiter unten gibt es noch einen Text ("Den Revolutionsbräuhof gibt's nicht mehr") eines früheren, langjährigen RBH'lers zur Auflösung desselbigen. Unserem Selbstverständnis entsprechend veröffentlichen wir, auf Wunsch des Verfassers, diesen Text, möchten aber anmerken, daß wir dessen Ansichten über den RBH ganz und gar nicht teilen (von wegen "Apparat", "Gruppenpatriotismus", "Ökonomismus?" (sic!) etc.). Näher eingehen wollen wir auf diesen Text jetzt aber nicht, halten wir doch den hier gebotenen Rahmen für eine solche Ausseinandersetzung für äußerst ungeeignet. Auch wenn dadurch für manche ein falsches, etwas schiefes Bild entstehen mag, denn: Der RBH war nie der Nabel der Welt (einer der leider nur sehr spärlichen stimmigen Sätze in diesem Text)! Und der Autor nämlichen Textes ist es auch nicht. WAS IST EIGENTLICH ANARCHIE? bombenlegen, banken ausrauben, attentate, propaganda der tat, bullen in die fresse hauen, punx, faschos schlachten, drogengenuß, niemals waschen (außer wenn's sein muß im kommunismus), scheiben entglasen, plündern, morden, kirchen schänden, schwarze messen, vermummen, chaos, randalieren, niemals wieder socken wechseln (außer wenn's sein muß im kommunismus), häuser besetzen, pensionisten quälen, kleinen kindern die bonbons klauen, ratten züchten, blöde aufnäher tragen, laute punkmusik hören, kommunen bilden, banden bilden, gröhlen, fluchen, saufen, rauchen, fabriken anzünden, lkw-motoren in rollstühle einbauen, hängematte liegen, lacoste t-shirts, eisenbahn bauen, reisfelder anlegen, texas-chainsaw-massacre, videorecorder für alle, volxküche, autonom sein, hassmasken tragen, lederjacken, doc martens, haare färben, tatblatt lesen, jugoslawien spielen, bakuninposter in jedem raum aufhängen, schwarzfahren: also, jeder soll einfach machen, was er will fuck the system! oi oi oi destroy! hoch die S , nieder mit S , vorwärts zur S!!! Das alles hat nun mit "Anarchie" nicht viel zu tun. Die gängigen Klischees - bürgerliche wie linke - werden ein wenig auf die Schaufel genommen. Und manches läßt sich auch besser erklären, indem vorweg gesagt wird, was es nicht ist S Was aber ist nun eigentlich Anarchie? Herrschaftslosigkeit - auf den Begriff gebracht "Anarchie ist die Verbindung freier Menschen zu einer herrschaftsfreien Gesellschaft - frei von jeglichem Zwang durch Autoritäten, hierarchische Strukturen und materielle Zwänge." Das ist die fast schon halbamtliche Definition einer relativ simplen Sache, die bloß deswegen auf so viel Unverständnis stößt, weil sie immens weit weg ist - von allem, was wir so kennen und erleben. Ein bißchen weniger neutral und "objektiv", wenn auch kitschig und abgeschmackt: Erleiden. "Herrschaft" ist nicht zweckfrei, passiert nicht aus einem dunklen Trieb, einer dubiosen Menschennatur heraus: Sie soll etwas durchsetzen, was freiwillig niemand machen würde. Gegensätze - letztlich gewaltsam - "regeln". Eine Voraussetzung für Herrschaftslosigkeit ist die endgültige Aufhebung dieser Gegensätze. Und jetzt ein kurzer Einschub: "Gegensätze" meinen wir hier nicht im abstrakt-philosophischen Sinn, es geht uns um die Faßbaren, weil die auch relativ einfach - durch politischen Willensakt - beseitigt werden können. Das ist nämlich die zweite Voraussetzung für Herrschaftslosigkeit: Daß genügend Leute dafür sind. Für das Aufhören von Armut. Für Wohlstand für alle. Zum Beispiel. Solche Gegensätze gibt es zuhauf, sie vermischen und vermengen sich dann auch undurchdringlich ineinander, bedingen sich: Mächtige und Untertanen, Chefs und Hackler, Inländer und Ausländer, Männer und Frauen, "Erste" und "Dritte" Welt S Zum Beispiel. Letztlich ist keiner dieser Gegensätze "wichtiger" als der andere, manche sind allerdings wesentlich einfacher auszuhebeln. Abschaffung des Staates; kein Privateigentum an Produktionsmitteln; keine Nationen und Grenzen; kein Militär für Kriege; Fabriken, Konsumgüter und Lebensmittel für die Elendszonen S Zum Beispiel. Als Basis für "alles Übrige". Gegen Macht und Herrschaft an sich sind wir deswegen so sehr, weil dabei mit garantiert zwangsläufiger Gewißheit - selbst wenn es eine "wohlmeinende" wäre, die ja nur "das Beste" will - etwas rauskommt, was den ihr Unterworfenen niemals guttut. Weil letztlich nur alle selber wissen: Was sie wollen, wie es für sie am Angenehmsten ist. Deshalb machen wir auch lediglich - und auf diese Feststellung legen wir großen Wert - einige Vorschläge, was nach einer Revolution sein könnte. Letztlich ist - vor allem wenn man bedenkt, daß sich die meisten Leute erst ohne Zwänge und Pflichten wirklich damit befassen werden, was sie selber sich eigentlich wünschen - alles offen. Eine Revolution? Das ist das autoritärste Ding, das es überhaupt geben kann. Deswegen ist es von immenser Wichtigkeit, daß sie sich darauf beschränkt, Macht und Herrschaft zu verunmöglichen, aufzuheben - und nicht neu einzurichten. Also - zum Beispiel - den Arbeitszwang abschaffen, aber nicht die Leute für den "Aufbau des Sozialismus" oder sonstigen Schmafu auf's Neue unter bloß anderen Konditionen in die Fabriken zu schicken. Auch gegenüber ihren politischen Gegnern wird sich eine anarchistische Revolution äußerste Zurückhaltung auferlegen. Sie wird nur das unbedingt Unumgängliche unternehmen, eine neuerliche Etablierung von Staat und Kapital zu unterbinden, aber beispielsweise niemals deren Agitationsfreiheit einschränken, keine Progrome gegen Andersdenkende zulassen etc. Der Kreislauf von Zwang und Angst muß durchbrochen werden. "Weg mit dem Staat!" Die raffinierteste Staatsform ist wohl die Demokratie. Sie paßt zu "unserem" kapitalistischen Wirtschaftssystem - sie versteht es am besten, die Leute zum "Mitdenken" bei der Perfektionierung der eigenen Ausbeutung anzuregen, um den Profit noch weiter zu steigern. Das Gewähren einzelner demokratischer Freiheiten hat für uns nichts mit "frei sein" zu tun. Auch ist es nicht der Gipfel der Freiheit alle vier Jahre ein Kreuz auf irgendwelche Zetteln zu malen. Es ist für uns keine "großartige Errungenschaft" sich bloß die Fratze seiner Herrschaft aussuchen zu können. Wir wollen eine freie Gesellschaft ohne Staat. Schließlich weiß jeder selber am Besten, wie er leben möchte - was ihm gut tut und was nicht. Also: Weg mit dem Staat (und alles was dazugehört: Polizei, Gerichtsbarkeit, Gesetze etc.) Man kann sich nämlich sehr wohl selber auf freiwilliger Basis für gemeinschaftliche Interessen organisieren; Produktion, Transport und Verteilen von Gebrauchsgütern ohne Macht und Eigentum regeln - zum Beispiel. Die meisten Entscheidungen haben heute mittel- und unmittelbar mit der Herstellung, dem Austeilen und dem Verbrauch von Waren zu tun. Das wird in einer klassenlosen Gesellschaft nicht viel anders sein. Bloß daß es bei einer Überflußproduktion keine "Entscheidungen" im ursprünglichen Sinn des Wortes mehr sind. Es geht nicht mehr darum, irgendwem von Wohlstand auszuschließen, sondern um die Absprache, wie alle genug davon abbekommen. Was "genug" ist, bestimmen sie selber und niemand anders. Bei "allem Übrigem", das viele Leute betrifft, müssen alle, die es angeht, in die Entscheidungen einbezogen werden und ein weitgehender Konsens gefunden werden. Wir sind auch relativ überzeugt davon, daß das umso leichter geht, je mehr von der bürgerlichen Hirnscheiße auf dem Müllhaufen der Geschichte gelandet ist. Eine Mehrheit hat nicht notwendigerweise "Recht", vor allem gibt es da ja trotzdem noch die, die anderer Meinung sind. Deswegen: möglichst viel Diskussion und Debatte. Deswegen: Möglichst einen Konsens herstellen. Sodaß alle zu ihrer Sache kommen. Ein blödes Beispiel - Stadtplanung: Vorbereitende Arbeitsgruppen, die für alle offen sind, ausgiebige öffentliche Erörterung aller Vorschläge, dann Aufteilung von Verantwortlichkeiten und Zuständigkeiten zur Durchführung der ausgemachten Maßnahmen. Nichts halten wir von dem Blödsinn, daß viele Menschen nur hierarchisch mit einander verkehren können. Nicht angesichts einer "Kommunikationsgesellschaft" und all ihrer Möglichkeiten, sich abzureden. Heute wird die ganze schöne "Kommunikation" für Herrschaftszwecke verwendet, da probieren wir's doch einmal umgekehrt: Telefonieren für die Anarchie, bruhaha! Gegen Polizei und Justiz Zwei Drittel der begangenen "Straftaten" sind Eigentumsdelikte, die irgendwie mit Geld, bzw. einem Mangel davon zu tun habenS In einer Gesellschaft, in der alle haben, was sie brauchen und in der es kein Privateigentum gibt, wird es wohl kaum solche "Eigentumsdelikte" geben! Sollte es aber Menschen geben, die eine unmittelbare Bedrohung für andere darstellen, so sollte man diesen wenigstens ein Höchstmaß an Komfort zugestehen und sie nicht in irgendwelche Kellerlöcher sperren. Wer tötet, schlägt, oder vergewaltigt denn aus dem Grund nicht, weil es "verboten" ist?!? Der Rest bezieht sich auf zwischenmenschliche Dinge, die man wohl auch ohne eine übergeordnete "Klassenjustiz" lösen könnteS Wieviel der Streß und die Hetze, der ganze Druck und Zwang an dem Anteil hat, was dann als "Verbrechen" die Statistik aufpoliert, läßt sich nicht einmal ermessen. "Der Mensch" ist weder "gut" noch "schlecht", "er" ist so wie es die Bedingungen rund um "ihn" herum halt zulassen. Und manche dieser Bedingungen kann man ändern. Der Kreislauf aus Zwang und Angst muß durchbrochen werden. Ein für allemal. Geld - nicht einfach ein Tauschmittel Um allen Zugang zum "Wohlstand" zu ermöglichen, treten wir für die Abschaffung des Geldes ein. Geld ist, entgegen der weitverbreiteten Meinung, nicht einfach ein Tauschmittel. Es trennt Reich von Arm, macht Arbeitnehmer von ihrem Herrn abhängig, bildet Eliten und schafft Macht. In einem System, daß genug für alle produziert, brauchen wir kein Geld - und auch keine Tauschwirtschaft. Jeder bekommt einfach, was er braucht! Arbeit schändet! Jedem ein Höchstmaß an Lebensqualität - unabhängig von Leitung und Verdienst. Dafür ist es nicht nötig, acht Stunden am Tag zu hackeln: Fällt der Frondienst für den Verdienst der Chefs und Oberen weg und schöpft man alle Möglichkeiten voll aus, um die nötige Arbeit auf ein Minimum zu reduzieren, so gäb's auch "ein Leben nach der Arbeit". Nicht bloß die sogenannte Freizeit, die man braucht, sich von Streß und Schinderei zu erholen. Kein Recht auf Arbeit und Karriere - ein Recht auf Faulheit und das ganze Leben wollen wir!!! Planwirtschaft Hat mit dem, was im "realen Sozialismus" darunter verstanden worden ist, nicht viel zu tun. Mangels einem besserem Begriff, sind wir bei dem Wort geblieben. Es bedeutet: Industrielle Großproduktion, ohne Chefs. Es bedeutet: Nachfragen, wer wieviel von welchem Zeug will und braucht; es heißt: nachfragen wer wieviel und wo dafür tun will und es ist: das Zusammenführen dieser Kennziffern. Und wenn es sich nicht ausgeht: Ausweitung von Produktionskapazitäten, ewt. auch die Nachfrage, ob Leute lieber mehr tun oder auf den fünften Videorecorder verzichten. Dafür braucht es viel Statistik und einen gründlichen Rechenstift, wiederum viel von der schönen "Kommunikation", eine branchenweise und lokale Organisierung der Produktion - aber eben keine Exekutiv-, Zwangs- und Weisungsbefugnis der entsprechenden Einrichtungen. Planwirtschaft bedeutet auch: Einrichtung möglichst bequemer und kommoder Arbeitsbedingungen durch die jeweils Betroffenen. Also die, die in einer Produktionsstätte "arbeiten". Erstmals wäre das alles heute von den technischen Voraussetzungen her möglich. Wenn man den Unfug bleibenläßt, der heute nur der Verwaltung des Mangels dient (Handel, Werbung, Banken, der ganze Staatsapparat); "Arbeit" auf Produktion und Verteilung beschränkt. Dann bleibt nämlich sehr wenig zu tun übrig. Und sehr viel Zeit für die Hängematte. Was ihr dann sonst noch mit Eurer Zeit anfangt? Müßt ihr selber wissen. Daß die Produktionsweise - also die Art und Weise, die Bedingungen, wie das zum Leben notwendige Zeug hergestellt wird - sich auf alle übrigen Lebensbereiche auswirkt, ist eine Binsenweisheit. Das Zusammenleben der Menschen ist heute im höchstem Maß davon bestimmt. Die bürgerliche Kleinfamilie ist jetzt die Keimzelle von Staat und Gesellschaft. Welche neue Formen des Zusammenlebens sich Leute für ihrer privateste Sphäre in einer klassenlosen Gesellschaft einfallen lassen, wollen wir nicht prophezeien. Es interessiert uns an sich auch nicht weiter. Wichtig ist uns lediglich, daß Leute endlich selber bestimmen können, wie, ob, wieviel und wann sie miteinander zu tun haben. Wichtig ist, daß niemand zu irgendwas gezwungen wird. Wahrscheinlich wird es weniger Familien geben. Begriffe wie "Kultur" etc. umschreiben heute den Sonderfall, das Außergewöhnliche. Vermutlich wird man "Kultur" in diesem Sinn in einer Gesellschaft, wo die Leute Zeit haben, nicht mehr kennen. Weil es völlig normal sein wird, sich alles mögliche auszudenken, alles mögliche mit seiner Umwelt anzustellen - ganz einfach so. Aus Freude und Interesse. Ausbildung ist Einbildung! "Bildung" ist heute Berufsausbildung. Hat sehr viel mit Selektion und Karriere zu tun. Ganz sicher ist die Anarchie das Ende für Zeugnisse, Zeigestock und Prüfungen. Wahrscheinlich werden sich die Schulen nicht mehr hochtrabend Universitäten nennen und Leute, die über etwas Bescheid wissen, nicht mehr mit Herr Professor angeredet. Einrichtungen, wo man sich Wissen verschaffen kann - alleine oder gemeinsam mit anderen - wird es ziemlich sicher geben. Wenn genügend Leute das wollen. Und den Rest reimen sich ständig Denkende jetzt selbst zusammen. Schluß Anarchie ist weder eine chaotische Phase, kurz vor dem endgültigem Weltuntergang, noch die nie endenwollende Glückseligkeit. Sondern das Mögliche und Machbare. Sobald genügend Leute dafür sind. Einfach ein System, in dem genug für alle da ist. Ein System, in dem alle auf ihre Weise leben können - ohne Zwang, Ausbeutung und Unterdrückung! Hoch dieS, nieder mitS, vorwärts zurS! Eh schon wissen. Revolutionsbräuhof (RBH) DEN REVOLUTIONSBRÄUHOF GIBT'S NICHT MEHR Das wird wohl viele freuen. Mich nicht. Wenn politische Gruppen sich selbst aufloesen, dann entweder, weil sie ihren Zweck erfuellt haben - oder gescheitert sind. Beim RBH ist es wohl letzteres. Der RBH wollte eine voellig andere, eine herrschaftsfreie Gesellschaft. Die gibt es heute nicht, ebensowenig wie zum Zeitpunkt, als wir begonnen haben, dafuer einzutreten. Also: Ausser Spesen nichts gewesen? Und als naechstes: War es falsch, Oesterreich mit allem, das dazugehoert, nicht zu wollen - und die Anarchie schon? Nein: Nichts war verkehrt daran. Ja: Ich glaube, wir haben so ziemlich alles falsch gemacht. Das ist kein Text der Gruppe, die sich RBH genannt hat. Es sind Ueberlegungen von einem, der dort sehr lange (bis vor drei Jahren) mitgearbeitet hat. Die Fehler sind zuvorderst meine. Die Verantwortung dafuer auch. Was dieser Text nicht will, ist: Sagen, politisches Engagement ist verkehrt. Man/frau kann ja eh nichts machen! Lasst es sein! Im Gegenteil: Dagegenstehen, im Grunde gegen die ganze Art zu leben hier und heute, war nie so dringlich wie jetzt. Warum? Weil wir in diesem Hier und Heute leben. Nur wiederholt die Fehler nicht. Sie sind naemlich nicht unausweichlich. Womit wir schon dabei sind: Wir haben es uns zu leicht gemacht! Bei so ziemlich allem. Nomen est omen: Revolutionsbraeuhof Begonnen 1986 als (sehr schnell misslungener) Versuch, ein anarchistisches Zentrum (fuer Veranstaltungen, Diskussionen usf.) zu machen, sind wir bald an den Punkt gelangt, dass anarchistische Politik mehr sein muss. Sie braucht die breiteste Oeffentlichkeit, darf sich nicht (oder wenigstens nicht nur) auf das linke Milieu beziehen. Und was wir noch meinten, war: Der Anarchismus des 19. und fruehen 20. Jahrhunderts wird den heutigen Anforderungen nicht im mindesten gerecht. Die anarchistische Theorie sollte weiterentwickelt werden, es galt zu fragen, und zwar ganz von Anfang an: WAS ist so grundfalsch an der heutigen Gesellschaftsordnung, WIE kann Herrschaftslosigkeit heute aussehen? WAS fuer Voraussetzungen sind hier und jetzt dafuer noetig - und letztlich: WAS tun? Es war die Welt - und gleichzeitig zu kurz gedacht S Nicht mehr alles so nehmen, "wie es halt ist", sondern fragen: "Will ich das ueberhaupt so?" Es gibt nichts, was du nicht tun kannst, du kannst alles aendern - das verbirgt sich hinter dem Traum von "Revolution". Utopien finden ihren Pruefstein, wenn sie zur Diskussion gestellt werden. Erst dann kann man oder auch frau wissen, ob sie etwas taugen oder kompletter Topfen sind. Und weil Zitate immer schon so beliebt waren und es im Moment anscheinend ganz besonders sind, zur Auflockerung eines von einem, der sicher kein Anarchist gewesen ist: "Die Erweiterung des Denkens ist ein Vorgang, der an Schwungkraft zunimmt, in dem er 'gleiche Moeglichkeiten fuer alle' erstrebt, die sie verlangen. Dann koennte eines Tages der Begriff der 'gleichen Moeglichkeiten fuer alle' das Denken der Menschen beherrschen und die Leidenschaften der Menschheit in Schranken halten, so sie sich von Geduld und Klugheit leiten laesst." Winston S. Churchill Die Moral von der Geschicht': Geduld! Auf das Denken der Menschen kommt es an. Und nebstbei: Nicht nur die Linken unserer Provenienz wollen sie besser machen, die Welt. Der Wert des Zweifels wiegt letztlich hoeher S Wir sind naemlich sehr schnell in eine Falle getappt, die da "Oekonomie" heisst. Weil es in diesem Bereich am leichtesten war, Antworten zu geben. Und die wurden verlangt! Von jeder und jedem mit dem oder der du diskutiert hast. Was auch ein bisschen das bequeme allgemeinlinke Theorem widerlegt, dass sich die Leute eh fuer nichts interessieren S Jedenfalls geistert diese unheilvolle Behauptung, dass die wirtschaftlichen Verhaeltnisse Fundament der Gesellschaft ueberhaupt waeren, spaetestens seit Marx durch das linke Theoriegebaeude - mit teilweise gar nicht schoenen Auswirkungen. Denn die Wirtschaft ist wichtig, wie die Dinge zum Leben produziert werden, ein Um und Auf. Arbeit schaendet! Gleichzeitig ist die Oekonomie eben nur EINE Facette von Herrschaft. Andere sind Frauenunterdrueckung, Rassismus, Antisemitismus als spezifisch oesterreichische und deutsche Grauslichkeit, aber auch die Staatsgewalt an sich oder ihr Militarismus und vieles mehr. Gemeinsam ist all diesen Dingen, dass sie hervorstechend und damit fassbarer sind - aber vor allem miteinander verschraenkt und sich gegenseitig bedingend. Da gibt es aber noch viel mehr, viel Subtileres, das Alltagsleben der Menschen aber um so Bestimmenderes: Angst zum Beispiel, Angst vor allem moeglichem, aber auch Sexualitaet (die doch fuer die meisten mindestens so brisant ist wie ihr Arbeitsplatz). Es gibt den verzweifelten Wunsch, schoen zu sein, weil "Schoenheit" heute Hoffnung darstellt: sich wenigstens von den Haesslichen zu unterscheiden. Und unterschieden werden, ein "Ich" sein, Selbstbestaetigung, Selbstbewusstsein haben: Das ist von so grausamer Wichtigkeit fuer viele, weil es eine uniforme Welt ist, eine in der das "Ich" nur zaehlt, wenn es Traeger (seltener Traegerin) von gesellschaftlicher Macht ist. Ja: Es gibt Liebe, Sympathie und Moegen zwischen den Menschen, trotz alledem und vielleicht gerade deswegen. Nur: Ist nicht auch dieser unmittelbarste, persoenlichste Bereich von einem diffusen Reglement durchsetzt, das dem der gesellschaftlichen Ordnung, die wir haben, zumindest nachgebildet ist? Und es gibt Sprachlosigkeit. So weit geht die Totalitaet von Herrschaft: Immens viel weiter, als es all die beliebten "Ismen" fassen wollen. Die "Erweiterung des Denkens" des Winston S. Churchills ist ein uebergreifender Versuch, ein umfassenderes Verstaendnis zu finden - greift aber ebenfalls zu kurz. Es geht darum, die GRUENDE fuer Herrschaft, warum sie heute so sehr gewollt wird, zu widerlegen: Anschaffen ist angenehmer als gehorchen. Oben ist es besser als unten (in allen Bereichen, auch den allerpersoenlich- sten). Und: Weil es ganz unten am Furchtbarsten ist, koennen wir froh sein, dass es ein Oben gibt und Moeglichkeiten aufzusteigen. So wird's gemacht! Beim Militaer, in der Firma, aber auch (nach ganz anderen Regeln und mit ganz anderen Auswirkungen) in einer mopsfidelen Stammtischrunde, lies im privaten Bereich. Jedenfalls haben wir sehr ausfuehrlich ueber und gegen den Kapitalismus geschrieben und zu wenig die Verbindung hergestellt: Zu Herrschaft als Ganzes und wie sie unmittelbar erlebt wird. Warum ist denn bei unseren Texten nicht jedesmal, sondern nur ganz selten vorgekommen, was Frauen dabei passiert? Warum fehlen denn die Auswirkungen der oesterreichischen Politik auf die "3. Welt" (jedenfalls meistens)? Oder die alltaegliche Diskriminierung sexuell abweichenden Verhaltens? Und so weiter, und so fort. Die Sekretaerin, die ihrem Chef, aber auch ihrem Freund gefallen will und beiden (dem einen als Vorgesetzten und dem anderen als Mann) gehorcht: All das passiert gleichzeitig, ist miteinander verwoben und gleichzeitig sehr verschieden. Die Sanktionen - und die gehoeren immer dazu - sind naemlich entweder Arbeitslosigkeit oder vielleicht Einsamkeit. Das wirklich herauszuarbeiten, ist dem RBH nicht gelungen: Ein Halbsatz haette es vielleicht jedesmal nur sein brauchen und ich wuerde mich rueckblickend wohler fuehlen. S als die Erkenntnis Hier geht es naemlich nicht nur um eine Unterlassungssuende beim Flugblattschreiben. Linke Politik will menschliches Leid verringern und sagt - sehr verkuerzt: Bitte sehr, wenn ihr das nicht wollt, die gesellschaftlichen Verhaeltnisse sind's, die schuld sind. Aendert sie! Und dann? Es genuegt nicht, wie wir beim RBH immer behauptet haben, dass genuegend Menschen eine solche Umgestaltung wollen. Alle werden es naemlich nie sein. Die Auseinandersetzungen moeglicherweise furchtbar. Und nur wenn man/frau weiss und wirklich zutiefst begreift, wie sehr jede heutige Lebensaeusserung, die eigene, ABER AUCH DIE ALLER ANDEREN, AUCH DIE DER HERRSCHENDEN, derselben Logik von Macht folgt, wird es moeglich sein, diese Auseinandersetzungen mit Takt und Augenmass zu fuehren. Es gibt ein Unten und ein Oben, ein "wir" und ein "sie", daran glaube ich zutiefst. Gleichzeitig sind "wir" und "sie" in denselben Wahnwitz verstrickt. Der leichteste Weg ist natuerlich, einen politischen Gegner zu bedruecken. Gleichzeitig ist es der verhaengnisvollste. Dieser Weg ist den AnarchistInnen versperrt und nicht nur, weil sie AnarchistInnen heissen: sondern weil das die Utopie von Herrschaftslosigkeit restlos beschaedigt. Und erneut die Spirale von Unterdrueckung und Herrschaft in Gang setzt. Denn Druck erzeugt Gegendruck. Wo faengt es an? Wo hoert es auf? Arbeitszwang in der befreiten Gesellschaft, vielleicht gar, "um die Revolution zu verteidigen"? Nein, Meinungsfreiheit fuer den schlimmsten Gegner, freie Diskussion und Debatte ueber jede gesellschaftliche Frage: Das sind die Pruefsteine, an denen es gelingt oder scheitert. Mir hat einmal ein Staatspolizist am Rande einer Demonstration gesagt: "Na geh', wenn ihr an der Macht seids, werdets uns genauso brauchen". Nein, werden wir nicht! Weil AnarchistInnen nicht an die Macht kommen duerfen. Das macht alles unendlich viel schwieriger, zu einem Tanz ueber dem Abgrund. Das alles haette aber gesagt werden muessen, damit es diskutiert werden kann. Und darueber muss weiter gesprochen werden, weil das Problem der "Uebergangsgesellschaft" nicht einmal in Ansaetzen angedacht worden ist. Also: Wie, ohne von Grundprinzipien abzuweichen, eine herrschaftslose Gesellschaft etablieren? Allen Widrigkeiten und Sachzwaengen (die es geben wird!), zum Trotz. Den Ball spiel' ich jetzt auch ein bisschen weiter. Warum es den Revolutionsbraeuhof nun nicht mehr gibt Nicht bloss, weil wir inhaltlich zu grob und schematisch waren. Das haette sich wohl verbessern und weiterentwickeln lassen. Hauptsaechlich deswegen, weil die Leute, die so arbeiten wollen, allzu wenige geworden sind. Ich glaube nicht, dass das ein Zufall ist. Ich glaube auch nicht, dass sich Leute heute so viel weniger fuer Kritik am Staat oder anarchistische Utopien interessieren. Ich glaube, dass die Gruende hausgemacht sind. Politische Taetigkeit braucht Zusammenwirken, braucht Organisation. Es gibt ganz einfach kaum etwas, das man/frau alleine bewirken koennte. Davon bin ich auch heute noch felsenfest ueberzeugt. Die Organisationsfeindlichkeit mancher Kreise der Linken scheint mir immer noch eher ein misslungener Versuch, nicht bloss aus der Not eine Tugend zu machen, sondern vor allem dem Problem auszuweichen. Welchen Namen man/frau dem Kind dabei gibt: Gruppe, Partei, Infoladen oder Oesterreichische Sektion der XXVII. Internationale, ist in diesem Zusammenhang belanglos. Das "Problem" ist naemlich dies: Schafft es die Linke nicht, in den Strukturen ihrer Gegnerschaft ihre jeweilige Utopie zumindestens ansatzweise widerzuspiegeln, bleibt sie so verloren, wie sie ist. Und dabei sind wir wohl am gruendlichsten gescheitert - am gruendlichsten deswegen, weil es die unmittelbarsten Auswirkungen hatte. Der RBH hat sehr schnell die Unart aller "Organisationen" angenommen: "Seine Linie" vertreten - und was da nicht reingepasst hat, blieb draussen. Nun bin ich selbst heute weit davon entfernt, diese Inhalte pauschal zu verwerfen - als Ansatz, als Denkanstoss in eine bestimmte Richtung waeren die schon nicht so schlecht gewesen. Aber genau da liegt auch die Schwierigkeit: ICH eben. Inhalte werden immer von Personen formuliert: Es darf nicht so sein, wie es beim RBH gewesen ist, dass diejenigen die Politik bestimmen, die schon genauer wissen, was sie wollen, das praeziser und eloquenter ausdruecken koennen - und nebstbei auch ueber jenes rettende Quentchen Durchsetzungsvermoegen verfuegen, dessen Vater und Mutter die Konkurrenz und das Gegeneinander der HEUTIGEN Gesellschaft sind. "Richtige" Inhalte werden dadurch, dass sie auf die "falsche" Art und Weise zustande kommen, naemlich nicht "richtiger", sondern heillos diskreditiert. Weil es ihre unbefangene Pruefung durch andere teilweise schon von vornherein verhindert - in einer Welt, die so sehr aus Demuetigungen und Gehorchenmuessen besteht; das ganze Leben lang, wiegt es doppelt und dreifach schwer: Wiederum nicht wahrgenommen zu werden. Wenn einem oder einer wiederum nicht zugehoert wird. Wenn ausgerechnet gerade beim Versuch, etwas gegen Herrschaft und Macht zu tun, das ja einen nicht geringen zusaetzlichen und FREIWILLIGEN Aufwand darstellt, wiederum druebergefahren wird: Vom Sachzwang - weil ein Text fertig werden muss; im Grunde keine Zeit ist, in Ruhe zu diskutieren und ihn vielleicht ganz anders zu schreiben; der Demonstrationstermin schon in einer Woche sein soll, usw. usf. Ausreden waren das. Einfacher war es halt. Und einfach darf man/frau es sich bei linker Politik nicht machen. Dass bei einer Besprechung niemand mehr etwas dagegen sagt, sollte nicht unbedingt mit Zustimmung verwechselt werden. Es darf auch nicht so sein, wie es beim RBH gewesen ist, dass diejenigen, die mehr von der anfallenden Arbeit erledigen, auch mehr zu bestimmen haben. Zwar nicht ausgesprochenerweise, aber praktisch sehr wohl. Weil das eine dumme Nachaeffung des Leistungsprinzips der buergerlichen Gesellschaft ist, die wir doch so sehr abgelehnt haben S Das ist ueberhaupt die doppelte Malaise an der ganzen Angelegenheit: tragisch und komisch zugleich. Wir wollten ja nie so sein wie die anderen. Wollten ja nicht gerade ausgerechnet in unserer eigenen Gruppe es genauso machen, wie wir es an der grossen Welt so wenig mochten. Also als Gruppe kein Staat im Kleinen sein, wenn wir den Staat doch als Zwangszusammenhang kritisieren, mit Vorsitzendem, Vorstand, Parteitag und ZK, mit bezahlten FunktionaerInnen, eine Spielwiese fuer Wichtigmacher und Gschaftlhuber. Wir wollten ja nie eine Organisation sein, bei der man/frau "dazugehoeren" muss, um mitmachen zu koennen. Wir wollten ja, dass jede und jeder mitentscheiden kann. Wir wollten ja keine Mehrheitsentscheidungen in Plena oder Vollversammlungen, sondern ein Einstimmigkeitsprinzip, weil andernfalls ja geradezu ein struktureller Zwang zu hegemonalisieren und sich durchsetzen bestanden haette. Wir haben ja immer gesagt, es muss jeder und jede zu seinem oder ihrem kommen koennen; es muss beispielsweise auch die Moeglichkeit geben, gegensaetzliche Positionen zu inhaltlichen Fragen zu veroeffentlichen, wurscht ob von vielen oder wenigen getragen. Das war nicht genug. Auf dem Papier und in Sonntagsreden haben wir daran festgehalten. Die Realitaet hat anders ausgesehen. Ein Konsensprinzip in Organisationen reicht nicht, Minderheitenrechte sind zu wenig, interne inhaltliche Diskussionen oeffentlich abzuwickeln, ist nicht ausreichend. Damit wir uns nicht missverstehen: Alles das ist wichtig. Aber es verpufft fast wirkungslos, wenn das Wichtigste fehlt: Ein Klima innerhalb einer Gruppe, wo diese Moeglichkeiten auch als SELBSTVERSTAENDLICHKEIT wahrgenommen werden koennen. Niemand schief angeschaut wird, weil er oder sie eine abweichende Meinung hat. Das klingt banal und ist banal. Gleichzeitig ist eine noch so durchdachte Theorie gut und schoen (und ich glaube immer noch: eine unabdingbare Voraussetzung), aber wertlos, wenn sie nicht mit Inhalt angefuellt wird. Es ist ein Fehler, zu meinen, Strukturen (oder ihre Ablehnung) reichen aus: Wenn nicht das eigene Agieren in ihnen bestaendig hinterfragt wird, bleibt die Sache unrund und halbert. Und das ist vielleicht tatsaechlich etwas, das frau/man aus 19 Jahren RBH lernen kann. Mit "Klima" meine ich naemlich nichts Mystisches, dass sich alle gern haben muessen - den RBH als Wohlfuehlgruppe wuerde ich auch heute nicht um die Burg wollen -, sondern etwas im Grunde sehr Fassbares: Nachlassen, nicht immer recht haben muessen, unbedingt Auseinandersetzungen inhaltlich sehr scharf fuehren, aber nicht so, dass am Schluss ein schaler Nachgeschmack bleibt. Das ist schwieriger, als es sich jetzt hinschreibt. Und eine sehr heikle Gratwanderung. Gelingt sie auch nur phasenweise nicht, beginnt naemlich etwas, das AnarchistInnen so ueberhaupt nicht wollen: eine Art Abstimmung. Eine mit den Fuessen. Bis zu einem gewissen Grad ist das ein Teufelskreis. Ein Mechanismus, der sich selbst seine Bedingungen schafft. Je isolierter eine politische Gruppierung vom Rest der Gesellschaft ist, desto groesser ist die Gefahr, dass sie sich fuer ihre Unfaehigkeit, diese Gesellschaft real zu veraendern, entschaedigt: Durch unbedingte Identifikation ihrer AktivistInnen, zuerst mit ihren Ideen, und dann und teilweise gleichzeitig nur noch mit der Organisation und DAMIT BLOSS NOCH MIT SICH SELBST. Eine Art Gruppenpatriotismus ersetzt das ruhige Abwaegen, das nuechterne Bestimmen ueber Fuer und Wider von Inhalten, es gibt ein SIE und ein WIR, das Mittel - die Organisation - wird zum Zweck und teilweise zum Selbstzweck. Identitaet, Identifikation, mit Oesterreich, dem Staat, der Gesellschaft, haben wir immer strikt abgelehnt - aber wie viele von uns (ja, uns und ja: wir) haben sich klammheimlich, zumindestens teilweise und manchmal, als RBHler (seltener RBHlerinnen) gefuehlt? Das Fatale daran ist: Das Kollektiv verzeiht niemals. Und der Punkt ist sehr schnell erreicht, wo Kritik nicht als Bereicherung empfunden wird, sondern mit dem Odium der Nestbeschmutzung behaftet ist. Eine solche Gruppe ist fuer Aussenstehende unattraktiv, so simpel ist das. Es ist nicht einfach, linke Politik zu machen. Im Gegenteil: Oeffentlichkeitsarbeit in dem Umfang auf Dauer zu betreiben, wie es der RBH ueber lange Strecken getan hat, ist mit ungeheuren Schwierigkeiten verbunden. Die Aussenstehenden sehen die spaerlichen Resultate, dahinter stehen ein fuer wenige Leute sehr belastender Aufwand an Zeit, Arbeitsleistung, Hirnschmalz und nicht zuletzt Geld. Eine dauernde Anspannung, denn die Wirkung politischer Arbeit verpufft sehr schnell, wenn sie nicht Kontinuitaet aufweist. Damit wir uns nicht missverstehen, Freundinnen und Freunde der Blasmusik: Damit entschuldige ich nichts. Aber wenn Zentrales an der inneren Verfasstheit einer politischen Gruppe nicht stimmt, reichen auch geringfuegige taktische Fehler oder zusaetzliche belastende aeussere Umstaende, damit der Ofen aus ist. Gegen die FPOE-Regierungsbeteiligung Nie war der RBH so gut wie in seiner Anti-Haider-Politik. Niemals hatten wir so recht wie in der Warnung vor einer moeglichen autoritaeren Entwicklung durch die FPOE-Regierungsbeteiligung. Und nie hatten wir so unrecht, nahmen die Dinge doch einen voellig anderen Verlauf. Aber die Warnung war richtig, und auch die (innerhalb des RBHs und ausserhalb) zutiefst umstrittene Wahlempfehlung fuer die Parteien, die eine Koalition mit der FPOE ausgeschlossen haben, war aus der damaligen Sicht das einzig Vernuenftige. Denkt es euch doch einmal umgekehrt! Weil AnarchistInnen mit Wahlen nun einmal nichts am Hut haben, haetten wir gesagt: Uns wurscht was passiert. Und Haider als Kanzler? Ein Politiker wie alle anderen! Ja? Das waere vielleicht prinzipientreuer, aber verantwortungslos gewesen. Vor allem, wenn wir heute in dieser 3. Republik leben wuerden S Nie ist es mir lieber gewesen, unrecht behalten zu haben. Aber natuerlich glaubt man/frau den falschen Propheten auch den Rest nicht S Jede Politik hat ihren Preis. Hier war der Preis Glaubwuerdigkeit. Repressionswelle gegen AnarchistInnen Szenenwechsel und gleichzeitig nicht: Beides spielt sich zur gleichen Zeit ab. Ueber die Repressionswelle gegen AnarchistInnen in Oesterreich, gegen den RBH und gegen Leute, die die Behoerde uns ganz einfach rechtsfreundlicherweise zugerechnet hat, ist an anderer Stelle viel gesagt worden. Worueber wir damals (1995/1996, eingestellt ist das Verfahren erst 2001 worden) nicht geschrieben haben, sind die Auswirkungen nach innen und auf unsere Arbeit. Ich glaube, wir haben uns richtig verhalten: Soviel Oeffentlichkeit wie moeglich dagegen gemacht. Es ging bei all den Hausdurchsuchungen, Vorladungen, Verhoeren, der ganzen Bespitzelung schliesslich nicht um Huehnerdiebstahl, sondern um die Kriminalisierung abweichender Meinungen. Und natuerlich ist juristisch nichts dabei herausgekom- men. Konnte wohl und sollte vielleicht auch nicht S 2005 gibt es den RBH nicht mehr. Und da ist ein Zusammenhang. Um einem Missverstaendnis gleich vorzubeugen: Von wegen, die boese Polizei ist schuld. Die hat getan, wofuer sie bezahlt wird: Soziale und politische Ruhe herzustellen, das ist ihr Geschaeft. Tatsache ist, die Verfahren sind genau zu dem Zeitpunkt eingeleitet worden, als der RBH politisch und organisatorisch am Wirksamsten, seine Kampagnenfaehigkeit in der Oeffentlichkeit am groessten gewesen ist. Danach haben wir andere Sorgen gehabt. Zeitweilig ist kein Mensch mehr in die Buchhandlung oder zu einem Infotisch gekommen. Besser nicht dran anstreifen, wer weiss, was noch draus wird. Verstaendlich und gleichzeitig verheerend. Bei den Leuten, die in irgendeiner Form damals mitgemacht haben, waren die Auswirkungen andere: Der Zusammenhalt ist eher enger geworden; mit der politischen Arbeit aufgehoert hat zu der Zeit buchstaeblich keine und keiner. Und das ist allen hoch anzurechnen. Erst danach, als alles vorbei war, sind viele Leute gegangen. Aber vielleicht waere das nicht oder nicht in dem Umfang passiert, wenn es die Moeglichkeit gegeben haette, innerhalb der Gruppe ueber Zweifel und Sorgen zu sprechen, ueber die Aengste, die wohl jede und jeder gehabt hat. Anarchistische Politik hat auf einmal einen Preis gehabt: Die ganz normale Existenz, das bisschen an Freizuegigkeit in dieser Gesellschaft. Morgens auf die Strasse gehen zu koennen, statt im Gefaengnis zu sitzen. Die Entscheidung, diese geringfuegigen Verguenstigungen nicht aufs Spiel setzen zu wollen fuer die unsichere und vage Moeglichkeit, dass sich irgendwann alles aendert: Sie ist zutiefst legitim. Gleichzeitig bin ich ueberzeugt davon: Waere der RBH nicht gewesen wie er war, naemlich mehr Apparat als irgend etwas anderes, haette freier geredet werden koennen, waeren vielleicht manche noch da - andere wieder neu dazugekommen. Dieser Text waere nie geschrieben worden. Und versteht bitte: Nichts war VERBOTEN. Jede Debatte wurde im Grund genommen gefuehrt. Aber etwas nicht zu verbieten reicht nicht. Wenn die Huerde, der Aufwand dafuer zu hoch ist. Ich habe lange mit mir selbst gehadert, diesen Teil nicht zu streichen. Schliesslich sagt es niemand seinem Gegner gern: Du hast gewonnen! Wenn auch anders, als du glaubst. Und vielleicht weiss er es gar nicht, bringt man ihn damit bloss auf die Idee, es noch einmal zu versuchen. Wiederholung wegen des grossen Erfolgs: Gleichzeitig hat es eine solche polizeiliche Strategie, naemlich linke Organisationen ALLEINE durch den Verfolgungs- und Ermittlungsdruck extremst zu behindern und auch letztlich aufzuloesen versuchen, schon oefter gegeben. Meines Wissens vor allem in den westlichen Nachbarlaendern Oesterreichs, wo das auch sehr schoen und ausfuehrlich in offizioesen, frei erhaeltlichen Positionspapieren der einschlaegigen Behoerden dokumentiert ist. Deswegen habe ich es stehenlassen. Damit vielleicht wenigstens dieser Schmaeh nicht noch einmal funktioniert. Nun: Der RBH war nie der Nabel der Welt Blicken wir ueber den Tellerrand: Die Probleme von Macht, Entscheidungsfindung, Informationsfluss und Strukturen innerhalb linker Organisationen gewinnen eine gespenstische Bedeutung, wenn wir uns vorstellen, dass die Linke je das gesellschaftliche Gewicht erlangt, das sie gerne haette. Herrschaft verunmoeglichen, ohne sie selbst auszuueben. Das war, was wir wollten. Wie leicht aber diese unsichtbare Grenze ueberschritten werden kann, wie schmal der Uebergang ist zwischen gerechtfertigtem Aufbegehren und sich selber unrettbar darin zu verstricken, in einer Art Machtlogik naemlich: das haben wir beim RBH ganz gut vorgemacht. Geschaedigt haben wir dabei zum Glueck nur uns selbst. Aber wer sagt denn, dass es dabei bliebe, wenn auf einmal die Revolution auf der Tagesordnung steht? Woher nehmen wir denn die vermessene Gewissheit, dass im grossen Rahmen schon funktionieren wird, was im kleinen unzulaenglich war. Weil wir es uns fest vorgenommen haben? Wie gross diese Gefahr wirklich ist, haben uns die kommunistischen Parteien bewiesen. Die realsozialistischen Laender waren naemlich nicht nur deswegen so ueberhaupt keine Utopie, weil die dort KommunistInnen und nicht AnarchistInnen waren, sondern weil sie teilweise dieselben Fehler wie wir, nur mit immens viel weitreichenderen Auswirkungen gemacht haben. Und es waer' nicht ich, wenn ich nicht felsenfest ueberzeugt waere, dass diese Probleme letztendlich loesbar sind: Sich ueberhaupt selber darueber Gedanken zu machen, ist das allererste. Das naechste: Es mit anderen zu diskutieren, darueber zu streiten. Streit, wenn er tatsaechlich um die Sache geht, ist nicht verkehrt. Die fertigen Loesungen wird es nicht geben - aber Annaeherungen. Macht und Herrschaft als Prinzip koennen vielleicht nicht vollstaendig verunmoeglicht werden, aber dort, wo sie fassbar und erfahrbar sind, verringert und minimiert. Das ist die grosse Utopie, die die Linke - und zwar quer durch ihre verschiedenen Stroemungen - hat: dass es kein Befehlen und Gehorchen mehr gibt. Alles fordern, um ein bisschen was zu kriegen: das ist keine Schande. Eine Humanisierung der Gesellschaft, ein mehr an Mitentscheidungsmoeglichkeiten fuer den oder die einzelne(n), ein Weniger an Druck, Stress und Hetze: Auch wenn bloss das dabei rauskommt, wiegt es, was es hat! Wenn man oder auch frau das Ziel, die Gesellschaft grundsaetzlich umzugestalten, dabei nicht vergisst! Es ist naemlich nicht egal, was wir tun und wie wir es tun, weil wir eh nie etwas erreichen werden. Den Eindruck habe ich oft beim RBH gehabt, aber beileibe nicht nur dort. Das Ziel braucht seine Mittel. Und deswegen gehoert sich der Kopf zerbrochen: Ueber moeglichst egalitaere Strukturen der politischen Arbeit, ueber Informationsfluss innerhalb politischer Organisationen, darueber, wie und unter welchen Umstaenden Frauen einerseits ihre eigenen Organisationen haben, aber auch wie und wo es Moeglichkeiten zur Zusammenarbeit und gegenseitigen Unterstuetzung gibt. Es gehoert darueber nachgedacht: Wie innerhalb der radikalen Linken Arbeitende, die deutlich weniger Zeit zur eigenen Verfuegung haben, gleichberechtigt mittun, aber auch mitentscheiden koennen. Oder auch "auslaendische" Menschen mit ihrer spezifischen Situation usw. usf. Und all das darf nicht nur in Kleingruppen, die relativ isoliert fuer sich vor sich hinwerkeln, funktionieren - das heisst naemlich aus der Not eine Tugend machen. Die Formen KONTINUIERLICHER Zusammenarbeit zwischen (doch sehr unterschiedlichen) Gruppierungen, wie es sie in Oesterreich schon gegeben hat, sind hier ein Ansatz in die richtige Richtung, koennten sogar ein Ersatz fuer die Partei, die immer recht hat, sein S Das uebrigens - gleichberechtigte Zusammenarbeit mit anderen, wie und unter welchen Umstaenden usw. usf. - war, und soweit soll hier ruhig aus der Schule geplaudert werden, einer der erbittertsten Streitpunkte innerhalb des Revolutionsbraeuhofs in der Schlussphase, als ich noch mitgearbeitet habe. Den Spagat zwischen "Organisationsinteresse" und Zurueckstecken, um mit anderen zusammen wirksamer zu werden, hat er nicht geschafft. Schluss Was der RBH aber war und was bleibt: Kritisches Korrektiv gewesen zu sein! Ein wenig Standpunkte entgegen den Mainstream vertreten zu haben. Abseits buntbebilderter Hochglanzmagazine, die einer und einem erklaeren, dass Lifestyle und Handytarife wichtiger sind als kritisch zu hinterfragen. Abseits der Hetze gewisser Tageszeitungen, die den naechsten Tod eines Auslaenders im Polizeigewahrsam schon vorab rechtfertigen meinen zu muessen. Und vor allem: den dummen Stolz vielleicht einiger weniger auf das eigene pflichtenbeladene Leben zumindest fuer einen kurzen Moment erschuettert zu haben. Was bleibt, ist: Mit sehr bescheidenen Mitteln ein wenig Gegenoeffentlichkeit geschaffen zu haben. Sich dabei mehr auf Hinz und Kunz, als auf die Linke bezogen zu haben. Unterm Strich: Viel ist das nicht. Wert war es den Aufwand allemal. *** Davon, Texte mit meinem Namen zu zeichnen, hab' ich nie viel gehalten - und nicht, weil ich nicht dahinterstuende; der Wichtigmacherei, dem "sich einen Namen machen" unter linken Intellektuellen, misstrau' ich immer noch zu tief. Ein neckisches Pseudonym will mir auch nicht einfallen. Nehmt die Argumente wie sie sind. ================================================ 14 Wiener Linien: Mit Kameralinsen gegen konzeptionelle Fehlsicht von: ================================================ From: "q/depesche" Subject: Wiener Linien: Mit Kameralinsen gegen konzeptionelle Fehlsicht q/depesche 2005-03-25T10:46:18 Wiener Linien: Mit Kameralinsen gegen konzeptionelle Fehlsicht Die drastisch gesunkene Kriminalitätsrate (-37% auf 2003)[1] im Untergrund Wiens, beeinflussen den Tunnelblick der Wiener Verkehrsbetriebe kaum: Die Phantasien beschleunigen weiter Richtung Vollüberwachung der Züge. Die Weichen sind bereits gestellt: Alle neuen Züge werden mit je 24 Kameras ausgestattet. -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- Die Pläne stehen bereits fest, und eine Nachrüstung der alten Garnituren im Raum, obwohl die Verkehrsbetriebe zugeben, daß sowohl die Kosten als auch der Nutzen noch völlig unklar sind. Empirische Erfahrungen fehlen auch: der Testbetrieb eines U3-Zuges hat überhaupt noch nicht begonnen und von den zugesagten klaren Regeln[3] für die Mitbenutzung durch die Polizei ist auch noch nichts zu vernehmen. Beschlossen wurde offenbar trotzdem. Inzwischen trudeln die ersten Danksagungen für die großzügige Infrastruktur ein[4]. So wird der Begriff "Kriminalitätspunkt" aus dem Polizeibefugnisgesetz ungerechtfertigterweise auf die ganze U-Bahn ausgedehnt. Wer es bezahlen wird, ist nicht schwer zu erraten. Positive Effekte erhoft man sich besonders beim Vandalismus. Zur Bekämpfung emotionaler Akte sind Kameras aber ungeeignet, werfen Kritiker[1] ein, und Studien des britischen Innenministeriums zweifeln überhaupt an der generellen Sinnhaftigkeit.[5] -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- Wie sinnlos der unreflektierte Einsatz von Überwachungstechnologien ist, wurde dem Autor vor kurzem von einer anderen Wiener Institution zugetragen: Seit Monaten sucht man jemanden aus dem eigenen Haus anhand eines Überwachungsbildes: Das Tragen einer Schirmkappe hinterließ als verwertbares Material nur eine ca 20 Pixel hohe linke Wange und ein Ohr. Die Kamerainstallation hat es weder verhindert, noch zur Aufklärung beigetragen. -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- Links: 1. Im Vergleich zum Jahr 2003 ist die Kriminalität im U-Bahn-Netz um 37,6 Prozent zurückgegangen. http://www.vienna.at/engine.aspx/page/vienna-article-detail-page/cn/vienna-n ews-omark-20050126-080400/dc/om:vienna:wien-aktuell http://www.wienweb.at/content.aspx?id=79650&cat=22&channel=2 http://www.diepresse.com/Artikel.aspx?channel=c&ressort=w&id=462519 2. "Big Brother" in den neuen U-Bahn-Garnituren. 24 Kameras sind angebracht, um die Passagiere zu überwachen. http://www.diepresse.com/Artikel.aspx?channel=c&ressort=w&id=471515 3. Die Wiener Linien fordern "klare Spielregeln" für die Zusammenarbeit mit der Polizei. http://www.diepresse.com/Artikel.aspx?channel=c&ressort=w&id=463656&archiv=f alse 4. ... werde eine FP-Forderung erfüllt... eine VP-Forderung gewesen!... http://www.networld.at/index.html?/articles/0512/10/108038.shtml http://www.vienna.at/engine.aspx/page/vienna-article-detail-page/cn/vienna-n ews-omark-20050322-014923/dc/om:vienna:wien-aktuell 5. In summary, CCTV produced few cost-benefits. This is unsurprising, principally because the schemes had little overall impact on the incidence of crime,... http://www.homeoffice.gov.uk/rds/pdfs05/hors292.pdf ================================================ 15 Die Lehren aus der Demonstration am 19. März von: ================================================ Die Lehren aus der Demonstration am 19. März Stellungnahme des ArbeiterInnenstandpunkt, 25. 3. 2005 (aus: Red Newsletter 146, Informationsdienst des ArbeiterInnenstandpunkt, 25. März 2005, www.arbeiterInnenstandpunkt.net ) Bei der Demonstration gegen Krieg und Neoliberalismus am 19. März 2005 in Wien gingen 400-450 der zu diesem Zeitpunkt ca. 1.000 TeilnehmerInnen nicht zur offiziellen Abschlußkundgebung am Stephansplatz, sondern marschierten zur US-amerikanischen Botschaft. Damit fand eine sich bereits im Vorfeld der Demonstration abzeichnende Polarisierung innerhalb der Antikriegsbewegung ihren vorläufigen Höhepunkt. Die KPÖ-Führung versucht nun in gewohnter Manier, die beteiligten antiimperialistischen Organisationen zu verunglimpfen. So schreibt der KPÖ-Pressesprecher in einer Aussendung vom 20. März: "NEGATIVER HÖHEPUNKT des Tages war, dass AIK, AST, die Kommunistische Initiative, KomakML u.a (Gruppen die sich nicht an der Aktionseinheit, die die Demo organisierte, beteiligt hatten) die Demonstration auf der Mitte der Strecke - gegen den Willen der Organisatoren - spalteten. Damit zeigten die Gruppen einmal mehr eindrucksvoll, wofür sie stehen und welche Umgangsformen sie pflegen!!!³ Bürokratische Ausgrenzung im Vorfeld Dies sind natürlich die üblichen Formen der Geschichtsfälschung, die man von Seiten der KPÖ-Spitze gewöhnt ist. Tatsache ist, daß eine unheilige Allianz von KPÖ, Linkswende, SOAL u.a. den ArbeiterInnenstandpunkt (ASt), REVOLUTION, die Kommunistische Initiative (KI) und die Antiimperialistische Koordination (AIK) mit allen Mitteln aus dem Bündnis zu drängen versuchten. Dem ArbeiterInnenstandpunkt und REVOLUTION wurde mit billigen bürokratischen Tricks und ohne weitere Begründung das Rederecht verweigert. (Erfahrene LeserInnen der KPÖ-Aussendungen verwundert es nicht zu erfahren, daß ArbeiterInnenstandpunkt und REVOLUTION - entgegen der Lügenpropaganda aus dem Hause Baier &Co. ­ sehr wohl an der Aktionseinheit und ihren Sitzungen teilnahmen) Nicht einmal der Aktionseinheit "Freiheit für Sandra Bakutz³ wurde es gestattet, einE RednerIn zu stellen. Die Idee eines moderierten "Speakerscorners³ wurde sowieso bald fallen gelassen, weil es dann wohl nicht mehr zu verhindern gewesen wäre, dass ASt, KI, AIK oder irgendeine andere ihnen nicht genehme Gruppe sich zu Wort meldet. Umso freigiebiger waren diese Gruppen bei der Aufteilung der Redebeiträge unter sich selber und beschlossen in einer halbgeheimen "Komiteesitzung³, daß "es Redebeiträge von AktivistInnen á 3 min. von Arge Wehrdienstverweigerung Salzburg, GewerkschafterInnen gegen Atomkraft & Krieg, Linkswende und KPÖ³ geben soll. Weiters würde die SJ moderieren. Bei der Abschlusskundgebung sollten die Reden 7 min. dauern und von "namhaften Persönlichkeiten³ und einer "prominenten Künstlerin³ sein. Selbst gegen die formelle Unterstützung der Demonstration durch die frühere Opposition in der KPÖ, die jetzige KI, legte die KP-Spitze ihr Veto ein (indem sie verleumderischerweise die Politik des KI-Sprechers Otto Bruckner mit Neonazis in Verbindung brachte). Der AIK verweigerte man sowieso die Teilnahme zum wiederholten Male. Um sich eine öffentliche Begründung dieser bürokratischen Ausgrenzungspolitik zu ersparen, griffen diese Gruppen zu dem bisher einmaligen Manöver, daß sie vor der Demonstration am 19. März kein einziges Mal (!) eine Liste mit den unterstützenden Organisationen veröffentlichten. Unsere Mobilisierungsstärke Doch ­ und dies ist die wichtigste Schlußfolgerung des vergangenen Samstags ­ zeigte die M19-Demonstration das tatsächliche Kräfteverhältnis zwischen den Organisationen. Die organisierte Beteiligung der KPÖ war so gering, daß nicht einmal ein Block existierte (von der SOAL konnte man dies sowieso nicht erwarten). Die Linkswende brachte es gerade mal auf 20-25 Leute, was bei einer für sie zentralen Demonstration einen eindeutigen Mißerfolg darstellt. Hingegen konnten die von den ReformistInnen geschmähten Antiimperialisten deutlich erfolgreicher mobilisieren. Der ASt/REVOLUTION-Block gehörte zu den größten und kämpferischsten der gesamten Demonstration (siehe die Bilder auf der REVOLUTION homepage www.revolution-austria.at ) und stach besonders durch die Teilnahme vieler Jugendlicher hervor. Aber auch der Block der AIK und diversen arabischen NationalistInnen, türkischer Organisationen und auch die KI waren stark vertreten und legten ein eindrucksvolles Zeugnis ihrer antikapitalistischen und antiimperialistischen Gesinnung ab. Es zeugt von der bürokratischen Präpotenz der KPÖ/Linkswende/SOAL-Allianz, daß sie trotz ihrer äußerst bescheidenen Mobilisierungsfähigkeiten und der für alle sichtbaren Stärke der antiimperialistischen Organisationen von letzteren blinde Gefolgschaft erwarten. Wenn Baier & Co. nützliche Idioten und Fußtruppen für Demonstrationen braucht, muß er sich diese woanders suchen. Die Spaltung der Demonstration bei der Hauptuniversität Wien, wo zwischen einem Drittel und der Hälfte der DemonstrantInnen zu US-amerikanischen Botschaft weiterzogen, war das logische Ergebnis der bürokratischen Ausgrenzungspolitik und der schwächlichen Mobilisierung für die Demonstration seitens der KPÖ und Linkswende. Die Spaltung war ein vollkommen legitimer Akt der antiimperialistischen Organisationen, um ihr Recht auf Redefreiheit zu verteidigen. Darüberhinaus haben wir und andere antiimperialistische Organisationen wiederholt darauf hingewiesen, daß die US-Botschaft der richtige Adressat bei einer Antikriegsdemonstration ist. (Die KP-Spitze versucht in ihrer oben erwähnten Aussendung witzig zu sein, indem sie dazu anmerkt: "seltsam nur, dass niemand wußte, dass Bush, Cheney oder Wolfowitz oder der gegenwärtige CEO von Halliburton oder der CEO einer renommierten US-Rüstungsfirma sich zum Abendessen in der US-Botschaft in Wien befand.³ Offenkundig ist diesen GenossInnen nicht nur der Sinn für politische Inhalte, sondern auch noch für politische Symbolik abhanden gekommen!) Politische Polarisierung Die Spaltung der M19-Demonstration hat tiefere Wurzeln, die in der zunehmenden politischen Polarisierung in der Bewegung zu suchen sind. Im Einklang mit ihren FreundInnen in der Europäischen Linkspartei geht die KPÖ-Spitze in Riesenschritten nach rechts. Ihre großen Bruderparteien, die PRC in Italien, die PCF in Frankreich oder die PDS in Deutschland hoffen inständig, so bald wie möglich, an den Regierungsgeschäften des europäischen Imperialismus teilnehmen zu können. Dazu müssen sie aber zuerst einmal der herrschenden Klasse beweisen, daß sie regierungstauglich sind. Daher die zunehmenden Ehrfurchtsbekundungen vor der bürgerlichen Verfassung, vor den Prinzipien der Gewaltfreiheit (also das Versprechen an die Bourgeoisie, deren Gewaltmonopol unterwürfig anzuerkennen), daher die Parolen des "sozialen und friedlichen³ Europas statt des sozialistischen Europas. (Ähnlich wie ja auch die SPÖ 1991 ihren Namen von "Sozialistische Partei³ in "Sozialdemokratische Partei³ änderte) Die KPÖ ist natürlich außerhalb der Steiermark aufgrund ihrer gesellschaftlichen Bedeutungslosigkeit weit von den Aussichten der Teilnahme am Futtertrog der bürgerlichen Macht entfernt. Aber sie bemüht sich verbissen, um jeden Preis in die linksliberalen Kreise der Grünen, der Sozialdemokratie und der etablierten Zivilgesellschaft hineinzukommen und dort zumindest Anerkennung zu erlangen. Bei diesem langen Marsch nach rechts betreibt sie ­ unter der Parole des "Pluralismus³ ­ eine bürokratische Ausgrenzungspolitik nach links und gleichzeitig eine unverhüllte Anbiederung an die antinationalen Kriegstreiber. (daher die Öffnung der KP-Räumlichkeiten für die Kriegshetzer der BAHAMAS, daher der zunehmende Einfluß Antinationaler innerhalb des KP-Apparates) Aus dieser Logik heraus muß die KP-Führung alles in ihrer Macht stehende unternehmen, um revolutionäre, antiimperialistische Reden bei Demonstrationen wie jener am 19. März zu verhindern. Man stelle sich nur die Peinlichkeit für Baier & Co. gegenüber ihren grünen, katholischen und sozialdemokratischen Freunden vor, wenn vom offiziellen Redepult der Demonstration Solidarität mit dem bewaffneten Widerstand im Irak bekundet oder der europaweite Generalstreik gegen den Bildungs- und Sozialabbau gefordert wird. Die Zurverfügungstellung von großen Lautsprecheranlagen durch die SPÖ oder die Bewerbung der Demonstration durch einen steirischen SP-Landesrat könnten sich KP & Linkswende beim nächsten Mal dann in die Haare schmieren. Dieses Netz der materiellen Abhängigkeiten und der politischen Anbiederung erweist sich natürlich hundertmal stärker als die demokratische Prinzipien der gleichberechtigten Teilnahme der Organisationen an der Demonstration und den Abschlußreden. Die Spitzenfunktionäre von KPÖ, Linkswende & Co. mögen dominieren, wenn es um Gelder geht, wenn es um das Ausmauscheln der RednerInnen geht. Aber der 19. März ­ wie auch schon diverse Demonstrationen davor ­ haben eindruckvoll gezeigt, daß ArbeiterInnenstandpunkt und REVOLUTION, aber auch andere Organisationen der antiimperialistischen und radikalen Linken eine beachtliche Mobilisierungsstärke besitzen. Sie mögen die Gelder und Beziehungen zum zivilgesellschaftlichen Establishment haben, wir haben die Mobilisierungsfähigkeit unter Jugendlichen und z.T. auch ImmigrantInnen. Natürlich ist diese Verankerung noch immer viel zu wenig und wir sind weit davon entfernt, unsere Stärke zu überschätzen. Der vor uns liegende Weg im Aufbau einer revolutionären Partei und Jugendorganisation ist noch lange und steinig. Aber im Vergleich zu KPÖ und Linkswende brauchen wir den Vergleich wahrlich nicht scheuen. Die wichtigsten Schlußfolgerungen Was also sind die wichtigsten Schlußfolgerungen aus dem 19. März? Erstens: Ungeachtet aller politischer Differenzen befürworten wir die praktische Zusammenarbeit mit KPÖ und Linkswende bei der Organisierung von zukünftigen Demonstrationen. Aber diese Zusammenarbeit kann nur funktionieren, wenn sie auf gleichberechtigter Grundlage stattfindet. Das bedeutet gleiche Rechte bei den Redebeiträgen, bei der Wahl der Demonstrationsroute usw. Es ist für uns inakzeptabel, daß der eine Teil die DemonstrationsteilnehmerInnen mobilisiert und der andere die Reden hält. Wir fordern also KPÖ und Linkswende zu einer Zusammenarbeit mit ArbeiterInnenstandpunkt, REVOLUTION und den anderen antiimperialistischen Organisationen auf gleichberechtigter Grundlage auf. Der 19. März hat gezeigt, daß eine Zurückweisung einer solchen Zusammenarbeit nicht zum Vorteil von Baier & Co ist. Es liegt nun an der KP-Führung und ihren verbündeten Organisationen, eine Entscheidung zu treffen. Wir werden in jedem Fall weiterhin für Aktionen gegen Krieg, Bildungs- und Sozialabbau mobilisieren und einen Beitrag zum Erfolg dieser Demonstrationen leisten. Was immer der bürokratische Apparat unternehmen mag: Wir werden weiter dafür sorgen, daß die Stimme der Solidarität mit dem Befreiungskampf der unterdrückten Völker, die Stimme des Klassenkampfes und der sozialistischen Revolution zahlreich vertreten sein wird und laut und hörbar vernommen werden kann. Damit sind wir auch schon bei der zweiten Schlußfolgerung: Der 19. März war in mehrfacher Hinsicht eine Demonstration unserer revolutionären Politik. Nicht nur durch die politischen Losungen, die der Block von ArbeiterInnenstandpunkt und REVOLUTION rief, sowie unsere Flugblätter, Publikationen und Transparente. Durch die organisierte Form unseres Auftretens ­ siehe die Photos auf unseren Homepages ­ demonstrierten wir die Einheit von Wort und Tat, Theorie und Praxis. Denn im Unterschied zu reformistischen Alt-Linken ist für uns ein Aktionstag gegen Krieg und Sozialabbau kein "Demo-Spaziergang³, nicht etwas, wo man halt "mitgeht³. Vielmehr bekunden wir unsere revolutionäre Haltung durch die organisierte, kämpferische Form unserer Teilnahme. Revolutionäre Politik ist Kampf für die sozialistische Revolution. Und dieser Kampf erfordert Organisation, Disziplin und eine klare Strategie. Wir haben von vielen Seiten Zuspruch und Lob für unseren Block gehört, wofür wir uns an dieser Stelle bedanken möchten. Wir wollen aber auch sagen, daß dieser Erfolg nicht vom Himmel gefallen ist, sondern das Ergebnis harter und systematischer Arbeit ist. Er ist das Resultat eines revolutionären Programms, einer klaren Perspektive und des beharrlichen Aufbaus einer disziplinierten, kämpferischen Organisation. Weitere Erfolge können ebenfalls nur das Ergebnis einer konsequenten politischen Arbeit sein. Wir appellieren daher an all jene, die mit den Zielen des Antikapitalismus, des Antiimperialismus und des revolutionären Sozialismus sympathisieren, sich konkret zu überlegen, wie er oder sie besser, regelmäßiger und damit effektiver einen Beitrag für die sozialistische Veränderung dieser Welt leisten kann. ArbeiterInnenstandpunkt und REVOLUTION sind nach wie vor kleine Organisationen und wir können jede noch so bescheidene Unterstützung gebrauchen. Wir ersuchen daher alle MitstreiterInnen für eine sozialistische Welt, sich mit unserem Programm und unserer Arbeit auseinanderzusetzen und sich zu überlegen, welchen Beitrag er oder sie für den Aufbau einer organisierten, revolutionären Alternative leisten kann und möchte. ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< SOLIDARITÄT WELTWEIT ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 16 WG: 1.Prozeßtag Aachen von: ================================================ Erster Prozesstag, 23.März 2005: Heute ging der Prozess gegen den belgischen Anarchisten Bart de Geeter, die spanischen Anarchisten, Jose Fernandez Delgado, Gabriel Pombo da Silva, sowie dessen Schwester Begonia Pombo da Silva vor dem Aachener Schwurgericht in die erste Runde. Nachdem sie sich an einer Tankstelle einer Routinekontrolle mittels Geiselnahme und Flucht in einem Auto entziehen wollten, wurden alle vier am 28. Juni in Aachen verhaftet. Genauere Informationen zu dem Ablauf sind auf der homepage www.escapeintorebellion.info zu finden. Zum Prozessauftakt waren heute ca. 50 UnterstützerInnen aus Belgien, Deutschland, den Niederlanden und Spanien gekommen, nebst einem größeren Aufgebot der hiesigen Bereitschaftspolizei. Morgens kam es gegenüber dem Landgericht zu einer spontanen Kundgebung, bei der u.a. das Transparent "Solidarität mit allen Gefangenen im Widerstand" zu lesen war. Das Wetter und die Stimmung waren fantastisch, was dann auch später im Gerichtssaal zu spüren war. Nach den Sicherheitskontrollen (Schleusen,...), einschließlich des Kopierens der Ausweise, füllte sich der Saal 339 immer mehr, nicht nur mit Presse und Zivilpolizei, sondern eben auch mit den UnterstützerInnen. Als die Gefangenen einzeln vorgeführt wurden, erklang bei jedem Einzelnen das Lied "A las barricadas por el triumpho de la emancipacion" und lauter Applaus. Begonia konnte als "freie" Angeklagte an diesem Prozess teilnehmen, da sie bereits am 12.10.2004 aus der Haft entlassen wurde. Gabriel ist nach wie vor in Aachen inhaftiert, Jose wurde von Köln nach Aachen und Bart von Düsseldorf nach Köln verlegt. Gabriel und Jose wurden während der Fahrt ins Gerichtsgebäude nicht nur gefesselt, ihnen wurden auch Masken über den Kopf gezogen. Im Gerichtssaal trugen sie immer noch Fußfesseln, wogegen Gabriels Anwalt Martin Pöll sofort intervenierte. Bei Bart wurde auf die Fesselung im Saal verzichtet. Bis auf Begona, die von Thomas Pusch aus Köln vertreten wird, haben die anderen jeweils zwei AnwältInnen. Jose wird durch Ulf Israel/Dresden und Petra Pusch/Köln vertreten, Bart von Sven Lindemann und Olaf Franke/Berlin. Gabriels Anwälte sind Martin Poell/Berlin und Carsten Rubarth/Bonn. Dazu kommt der Anklagevertreter der Staatsanwaltschaft Geimer, sowie die NebenklägerInnen und deren Vertretung. Die Sitzung wurde gegen 10.30 Uhr vom Vorsitzenden Richter Dr. Nohl eröffnet, der offentsichtlich kein Problem damit hatte, das sich die ZuschauerInnen nicht von ihren Plätzen erhoben. Die SchöffInnen wurden vereidigt und die Personalien der Angeklagten abgefragt. Gabriel antwortete auf die Frage nach seiner Staatsangehörigkeit mit "Keine". Staatsanwalt Geimer verlas die Anklageschrift, die ebenfalls auf www.escapeintorebellion.info nachgelesen werden kann. Nach der Belehrung auf das Recht auf Aussageverweigerung erörterten Rechtsanwalt Pöll, dass Gabriel zu einem späteren Zeitpunkt eine Erklärung abgeben wird. Rechtanwalt Pusch erklärte Gleiches für Begonia. Während der anschließenden Pause war es nicht möglich, mit den Gefangenen in Kontakt zu treten. Zurufe wurden sofort unterbunden, jedoch konnten Gesten und ähnliches nicht verboten werden. Nach der Pause wurde noch das Fehlen (Krankheit, Urlaub...) diverser Zeugen für den 2. Prozesstag verkündet. Die Meldeauflagen für Begonia, die sie nach ihrer Entlassung befolgen musste, wurden mit sofortiger Wirkung aufgehoben. Rechtsanwalt Rubarth forderte nochmals ein Gespräch zwischen dem vorsitzenden Richter und Einsatzleitung der Polizei wegen der unwürdigen Fesselung. Dr. Nohl versprach, sich darum zu kümmern, und der erste Tag ging um 12.10 Uhr zu Ende. Der zweite Prozesstag ist auf morgen, den 24.03.05 um 9 Uhr im Saal 339 festgesetzt. Dann wird es zur Vernehmung der ersten Zeugen kommen. Zum Weitersingen: Negras tormentas agitan los aires Nubes obscuras nos impiden ver Aunque nos espere el dolor y la muerte contra el enemigo nos llama el deber El bien mas preciado es la libertad hay que defenderla con fe y valor Alza la bandera revolucionaria que llevara al preblo a la emancipacion en pie pueblo obrero a la batalla hay que derrorar a la reacion A las barricadas A las barricadas Por el triumfo de la emancipacion ================================================ 17 [gipfelsoli] Genua -- Luxemburg -- Gleneagles von: ================================================ Gipfelinfo - Meldungen über globalisierte Solidarität und die Proteste gegen unsolidarische Globalisierung -------------------------------------------------------------------------- - Genua G8: Beschlagnahme und Strafen - Zusammen gegen den EU Gipfel 2005 - Das kleine 1X1 fuer Demos und Aktionen - Anti-G8 Gathering 6.-10. April ---------------------------------------------------------------------------- - Genua G8: Beschlagnahme und Strafen Am 16. März hat die Staatsanwaltschaft von Genua eine neue Taktik angewendet, die man als "Trickbeschlagnahme" bezeichnen kann. Der Vorfall ereignete sich im Rahmen eines Verfahrens, das nicht direkt mit dem G8 2001 in Genua zusammenhängt. Die Beschlagnahme von 2 tragbaren Rechnern wurde von Zivilbeamten der politischen Polizei Digos ausgeführt und beruht auf einer Anzeige wegen Verleumdung, die von den Staatsanwälten Anna Canepa und Andrea Canciani erstattet wurde. Die Beleidigungen gegen die beiden Staatsanwälte wären auf der internetseite italy.indymedia.org erschienen. Die 2 beschlagnahmten Rechner gehören aber zwei Sachverständigen des Genoa Legal Forum und enthalten vertrauliche Informationen für die Verteidigung der 25 Demonstranten, denen Verwüstung und Plünderung während des G8 im Juli 2001 vorgeworfen wird. Auch dieses Verfahren wird - was für eine Überraschung - von den beiden Staatsanwälten Anna Canepa und Andrea Canciani geführt. Bei dieser Beschlagnahme handelt es sich um einen erneuten Versuch, die Atmosphäre, in der sich die G8 Prozesse abspielen, noch weiter anzuspannen. Immer öfter erscheinen Zeitungsartikel über die G8 Prozesse, die zur Bedrückung der Stimmung beitragen. Dazu ereignen sich extrem schwere Vorfälle, wie die plumpe Darstellung der Ereignisse von Genua, die kürzlich vom "öffentlichen" Fernsehen ausgestrahlt wurde und die anhand von eigens zusammengestellten Filmausschnitten und Telefonabhörungen zu beweisen versuchte, dass es sich bei den Geschehnissen des G8 um ein subversives Projekt handelte, das vorbereitet und programmiert wurde. Wir glauben, dass diese weitere Einschüchterungsaktion sehr viel über die Aufmerksamkeit aussagt, die gewisse Kreise den G8 Prozessen widmen. Diese Aufmerksamkeit richtet sich vor allem auf die Vorbereitungsarbeiten und auf die Berichterstattung der Gerichtsverhandlungen, die von einem Netzwerk von Aktivisten durchgeführt wird, und durch Presseberichte und wöchentliche Zusammenfassungen an die Öffentlichkeit bringt, was sich an den Prozessen von Genua abspielt. Dieser Aufmerksamkeit steht leider das peinliche Schweigen der Bewegung gegenüber. Auch unter denjenigen, die sich durch Genua eine mehr oder weniger institutionelle politische Karriere verschaffen konnten, herrscht Grabesstille. Andererseits überrascht auch das grosse Interesse, das die Staatsanwälte, deren Aufgabe die Ermittlung der Wahrheit sein sollte, einigen im Internet erschienenen Sätzen widmen, die sie für diffamierend halten. Viel schlimmere Geschehnisse, die während den G8 Verfahren ans Licht gekommen sind, scheinen sie überhaupt nicht zu trüben, wie die Eisenstangen, die von den Bullen an Stelle der Knüppel eingesetzt wurden, oder die illegitime Beschlagnahme des Videoarchivs, das von indymedia.org zusammengestellt worden war und das dem Staatsanwalt dann unvollständig übergeben wurde - was man Beweisverschleierung nennt - bis zur offensichtlichen Verletzung der Aussagepflicht, die an den Verhandlungen von Polizisten und Carabinieri angewendet wird. Diese Atmosphäre wird durch tägliche Vorfälle, die sich in den Gerichtssälen von Genua abspielen, bestätigt: "Panzerung" des Gerichtsgebäudes durch Polizeikräfte im Kampfanzug, massiver Aufzug von Digos Leuten in und um den Gerichtssaal, ständigen Kontrollen und Durchsuchungen, denen man die Leute unterzieht, die an den Verhandlungen (die öffentlich sind) teilnehmen. Wiederholte Provokationen, wie die Ohrfeige, die ein Agent des Geleitschutzes der Staatsanwältin Canepa einem der Anwesenden verpasste, weil er sich geweigert hatte, die Kapuze abzunehmen. Der letzte schlimme Vorfall ereignete sich während der Vorverhandlung vom 19. März gegen die Folterer von Bolzaneto (47 Angeklagte, darunter Polizisten, Gefängnisaufseher und Sanitäter). Der Richter musste einem Digos Mann anordnen, den Gerichtssaal zu verlassen, da es sich um eine Verhandlung unter Ausschluss der Öffentlichkeit handelte und er deshalb nicht dazu berechtigt war, daran teilzunehmen. Heute, den 22. März 2005, hat das Gericht im Laufe der Verhandlung gegen die 25 Demonstranten anerkannt, dass die Beschlagnahme der 2 tragbaren Computer die Verteidigung benachteiligt, und hat deshalb einer Aussetzung der Verhandlungen bis zum 5. April zugestimmt. Im Gerichtssaal hat die Anwaltschaft von Genua implizit zugegeben, dass die Beschlagnahme, die technisch ein anderes Verfahren betrifft, in Wirklichkeit gegen die zwei Sachverständigen des Genoa Legal Forums gerichtet war. Insbesondere gegen einen der Sachverständigen, der durch das Geräusch der Tasten seines Computers die Staatsanwältin Canepa immer wieder aus der Fassung zu bringen scheint. Der Gerichtspräsident hat aber die Begründungen der Staatsanwälte zurückgewiesen. Die Argumente der Verteidigung, die betonte, wie die Beschlagnahme die rechtlich vorgesehene Gleichstellung zwischen Verteidigung und Anklage beeinträchtige, wurden hingegen angenommen. Die Rechner wurden nach Turin (einer anderen Stadt Norditaliens) überführt, und wir wissen noch nicht, wann wir sie zurückbekommen. Trotz dieser bedrückenden und einschüchternden Atmosphäre wird Supportolegale die Leute, die für die Genua G8 Prozesse arbeiten, weiter unterstützen. Kontakt: info at supportolegale.org http://supportolegale.org Supportolegale ist ein Netzwerk von Leuten, die die Prozesse von Genua verfolgen: die Gerichtsverfahren betreffen die Demonstranten, aber auch die Amtspersonen, die der Gewaltanwendung, der Folterung und des Machtmissbrauchs beschuldigt werden. Supporto hält schriftlich fest, was während den Verhandlungen geschieht, erstellt verständliche Zusammenfassungen und publiziert sie, entwickelt Projekte, Kampagnen und Initiativen um die Informationen zu verbreiten und um das nötige Geld zu sammeln. Supporto unterstützt das Anwaltssekretariat des Genoa Legal Forums, die Anwältinnen und Anwälte der Leute, die angeklagt sind oder die Nebenklage erheben. Wir brauchen dringend Geld!!! Spenden kann man auf das Konto des Genoa Legal Forum: Für Spenden aus Italien: Intestato a: don Antonio Balletto Banca Carige - sede centrale numero conto: 6135980 Cod. ABI 06175 Cod. CAB 01400 Für Spenden aus anderen Ländern: swift code CRGEITGG040 iban IT45 H061 7501 4000 0000 6135 980 Zahlungszweck: supporto legale Paypal: donate-glf at indymedia.org [indymedia.de, von supportolegale - 25.03.2005 18:07] ---------------------------------------------------------------------------- - Zusammen gegen den EU Gipfel 2005 Herrschaft bekämpfen . Alternativen schaffen. Luxemburg wird ab 1/1 2005 den EU Vorsitz innehaben. Luxemburg ist neben Brüssel und Strasburg die dritte europäische Hauptstadt und Sitz zahlreicher EU-Institutionen, darunter auch solch wenig bekannte wie das EURODAC, zentrales Computerregister aller AsylbewerberInnen. In der Tradition der EU-Gipfelproteste von Nizza, Göteborg, Brüssel, Thessaloniki etc, wollen wir 2005 diesen Gipfel als Kristallisationspunkt und Möglichkeit nutzen, um unsere Proteste gegen die herrschende Politik nachdrücklich an die Öffentlichkeit zu vermitteln und wirksam vorzutragen. Wir, das ist ein Zusammenschluss undogmatischer Organisationen, Gruppen und Einzelpersonen aus Luxemburg, Grossregion und darüberhinaus. Wir wollen in unserer Praxis und unseren Inhalten über die üblichen Protestrituale hinausgehen, neue Diskussionen anstoßen und selbstbestimmte Aktionsformen entfalten. Dabei wollen wir insbesondere drei inhaltliche Grundsätze betonen 1) Antikapitalismus : Die aktuelle kapitalistische Wirtschaft, die auch das herrschende Paradigma der EU darstellt, erzeugt Ungleichheit, Armut und Umweltzerstörung, in einem stetig wachsenden Ausmaß. Wir glauben nicht an einen Kapitalismus mit "menschlichem Gesicht", sondern wir wollen für eine andere alternative Wirtschaftsordnung kämpfen, die statt Lohnarbeit, Leistungsterror und Warenform die Solidarität und freie Entfaltung von jedermensch setzt. 2) Selbstbestimmung und Emanzipation : Wir wollen als Alternative zum bestehenden repressiven Staat eine Gesellschaft die auf einem solidarischen und selbstbestimmten Miteinander basiert. Wir wollen Schluss machen mit allen Formen patriarchaler, rassistischer , antisemitischer und sonstiger Diskriminierung, und unser Leben zurückerkämpfen! 3) Antinationalismus: Wir stellen die EU nicht in Frage, weil sie eine supranationale Organisation ist und unsere vermeintliche "nationale Souveränität" aushölt oder irgendwelchen imaginierten "nationalen Identitäten" schadet. Der Nationalstaat ist für uns keine Alternative zur kapitalistischen Globalisierung. Neurechte Inhalte und konservative Identitätspolitik lehnen wir genauso ab wie die Abschottung der EU nach aussen. Die Kämpfe um die Freiheit der Menschen müssen darauf abzielen, Grenzen niederzureissen, und nicht, neue zu errichten! Die EU als politische Herrschaftsstruktur ist eine Konsequenz der modernen Entwicklung des Kapitalismus. Sie bildet einen Block, der in wirtschaftlicher, militärischer und politischer Hinsicht den gestiegenen Erfordernissen kapitalistischer Verwertungs- und Herrschaftsmechanismen genügen soll. Die Logik der EU ist die neoliberaler Verwertungsprozesse. Ökonomisch nicht verwendbare Menschen werden abgeschoben, soziale Rechte massiv angegriffen und Freiheitsrechte abgeschafft. Auch aussenpolitisch verfolgt die EU eine Linie der Militarisierung und Hegemonialpolitik. Wir gehen nicht auf die Straße, weil wir die EU als alleinige Wurzel allen Übels identifiziert hätten. Die EU ist nur eine von vielen Institutionen im komplexen Geflecht moderner Herrschaftsverhältnisse, aber auch eine mit hohem Symbol und Prestige-Gehalt. Wir wollen diese erhöhte Aufmerksamkeit und Mobilisierungsmöglichkeit rund um den EU-Gipfel als Bühne nutzen, um unsere Überzeugungen auf der Straße auszudrücken. Welche Form für welchen Protest ? Wir wollen mit unseren Akionen festgefahrene Protestrituale aufbrechen zugunsten kreativer Aktionen und Möglichkeiten. Wir wollen dabei eine bunte Vielfalt von Ansätze und Strömungen auf einer gemeinsamen Basis zusammenführen. Eine solche Basis für uns ist : - Die Weigerung, unser Selbstbestimmungsrecht an Parteien und staatliche Institutionen zu delegieren - Die Selbstorganisierung und Eigenständigkeit der Bewegung nach antiautoritären Grundsätzen - Die direkte Aktion und der zivile und soziale Ungehorsam. Einige Beispiele für mögliche Aktionsformen in diesem Rahmen sind zB. Street-Parties, Street-Art, Blockaden und Besetzungen, Spaß- und Kommunikationsguerilla, u.v.m. Es geht uns dabei keineswegs um eine militärischer Eskalationslogik oder die vielfach von Medien und Polizei beschworenen und inszenierten Gewaltorgien. Wir wollen kein Klima der Gewalt, aber eins der Befreiung, und wir werden unmissverständlich deutlich machen, dass sowohl unsere Köpfe wie die Straßen niemals zu kontrollieren sein werden ! Wir finden es insbesondere wichtig, dass es auch über den reinen Straßenprotest hinaus einen Raum für Begegnungen, Diskussion, Reflexion und selbstbestimmte Planungen gibt. Angesichts der immer stärkerern Repressionsmaschine des Staates anlässlich von klassischen Demos etc. sehen wir es als notwendig an, uns auch eine eigene Alternative zum bestehenden System zu erkämpfen und aufzubauen. Ein erster Schritt in diese Richtung ist der Plan eines selbstorganisiertem alternativen und antikapitalistischen Camps im Rahmen unserer Kampagne. In unserer Vorstellung wäre ein solches Projekt : (1) Ein selbstbestimmter Raum für Reflexion und Aktion, der es ermöglicht sich politisch auszudrücken und dabei insbesondere unsere Alternativen aufzeigt. Paralell zu den Aktionen sollte die Einrichtung konkreter Gegenentwürfe passieren, d.h. : Basisdemokratie, Selbstorganisierung, ziviler Ungehorsam etc. Wir wollen dass ein solcher Raum zumindest ansatzweise die Möglichkeit bietet, soziale und politische Experimente jenseit der kapitalistischen Gesellschaft zu versuchen. (2)Ein Raum der Begegnung und Zusammenkunft für die Vielfalt der verschiedensten sozialen und politischen Kämpfe, mit der Möglichkeit des Austauschs und der Vernetzung der verschiedensten Widerstandsstrategien, Netze und Perspektiven. (3)Ein Raum der Diskussion und Weiterentwicklung in dem auch "strittige" Themen zur Sprache kommen, die sonst oft genug nur am Rande behandelt werden. Dazu gehören insbesondere Antisemitismus und Antizionismus, aber auch Genderdiskussionen, "Tierrechte" u.v.m. Als Gruppen und Personen, die sich in dieser Plattform wiederfinden und vernetzen, wollen wir Kräfte bündeln und Widerstandsperspektiven zusammenführen, um zum EU Gipfel 2005 gemeinsam und nachhaltig Proteste und Alternativen zu formulieren und vielfältige Gegenaktionen ins Leben zu rufen - im Rahmen und nach den Grundsätzen dieses Plattformtextes. [www.eurotp.tk] ---------------------------------------------------------------------------- - Das kleine 1X1 fuer Demos und Aktionen Ueber den Umgang mit Repression und der Situation in Luxemburg Nach den seit Jahrend schwelenden Auseinandersetzungen hat die Repression mit dem Polizeieinsatz gegen die RTS (Bericht) und schlussendlich den massiven Auseinandersetzungen mit den belgischen Stahlarbeitern auch in Luxemburg endgültig ein neues Niveau erreicht. Plastikgeschosse, Tränengas, Wasserwerfer, das ist die neue Realität, die durchaus nicht überraschend kommt. (Siehe auch "Die nächste Runde ist eröffnet" ) . (Sowie auch hier ). Es ist kaum anzunehmen, dass der Staat dieses Repressionsniveau zurückfährt, denn immerhin ist 2005 der EU Gipfel und auch da werden die Repressionsorgane alles tun, den Widerstand auf der Strasse klein zu halten. Damit wir auf diesen Ansturm der staatlichen Gewalt nicht kopflos reagieren, sondern die Situation als eine Chance zum solidarischen Agieren begreifen, soll im folgenden nochmal die Basics für Demos, Aktionen und Repression zusammengefasst werden. Es gibt natürlich viele Arten von Demos und Aktionen. Die lokale Ostermarsch-Latschdemo könnt ihr natürlich etwas gemütlicher angehen ; aber nach den jüngsten Ereignissen kann es nicht schaden, sich lieber zuviel als zuwenig Sorgen zu machen, darum gehen wir in diesen Erläuterungen mal vom schlimmsten Fall aus. Dies vorweg : Wir wenden uns dabei gegen jede künstliche Auftrennung in "friedlich" und "militant" usw. Wir sind gegen jede verschwommene Diskussion über Radikalität, Gewalt und Militanz, die ohne klare Begriffe und Theorien nicht fruchtbar sein kann. Fallt nicht auf die von Medien und Polizei vorgegebenen Kategorien rein. Alle Aktionsformen haben ihre Vorteile und Nachteile ; klärt für euch selbst je nach Situation welches Verhalten euch sinnvoll und angemessen scheint. Zum Allgemeinen Verhältnis zur Polizei : Die Polizei ist die Exekutive, das Repressionsorgan dieses Staates, den wir abschaffen wollen. Das ist ihr Zweck. Mit ihnen Konflikte "ausdiskutieren" zu wollen ist Blödsinn. Leider gibt es auf jeder Demo immer wieder die Szene daß ein mehr oder weniger großes Grueppchen Leute aufgeregt durcheinanderschreiend irgendwo mit irgendwelchen Polizisten rumdiskutieren. Sowas bringt nicht nur nix, sondern es schafft auch schlechte Stimmung und lähmt die Aktion. Manchmal fährt die Polizei auch ganz gezielt eine solche "totlaber" und "Konfliktmanagment" Strategie, bei der geschlossenes Handeln gerade so verhindert wird, weil einzelne Teile der Menschen sich in Diskussionen verwickeln lassen und alles andere gelähmt wird. Das gilt natürlichg auch umgedreht. Leute, die bei der ersten auftauchenden Uniform anfangen zu schreien und nur noch die Polizei fixiert sind, sind genauso peinlich. Generell gilt : Macht lieber euer Ding, und beachtet die Polizei nicht mehr als notwendig. Natürlich können wir mehr oder weniger konfrontativ sein, je nach Form und Ziel einer Aktion. Aber die Perspektive sollte immer gezieltes und solidarisches Agieren bleiben. 1) Gute Vorbereitung Eine Demo ist nicht immer nur ein Spaziergang und wie sich gezeigt hat ist auch eine RTS nicht immer nur Party. Eine richtige Vorbereitung gehört also dazu. Bildet Banden : Versucht, niemals alleine zu Demos und Aktionen zu gehen. In einer Gruppe unterwegs zu sein, schützt davor bei Kontrollen und Nachhauseweg unbemerkt weggehaftet zu werden, und es hilft in stressigen Situationen ruhig zu bleiben. fit sein: Stundenlanges Herumgewusel kann ganz schön anstrengend werden. Darum versucht nach Möglichkeit auszuschlafen und ausreichend zu essen und zu trinken. Auch von Alkohol&Drogen lasst ihr im Vorfeld normalerweise besser die Finger - sie beeinträchtigen Reaktions- und Wahrnehmungsvermögen. Nehmt aber unbedingt Wasser und Nahrung mit. Kleidung : Zieht euch der Situation angemessen an. Wichtig ist Kleidung, in der ihr euch wohlfühlt und schnell und beweglich bleibt. Schuhe sollten sowohl zum rennen wie zum Klettern geeignet sein. Stellt im Zweifelsfall auch euer Ego hintenan und kleidet euch etwas unauffälliger als beim Punk-Konzert (Es sei denn natürlich für eine Pink&Silver oder Karneval-Aktion). Sehr zu empfehlen sind Wechselklamotten im Rucksack, die ihr nach einem Wasserwerfer/Tränengas-Einsatz anziehen könnt, bez. wenn ihr aus irgendeinem Grund darauf angewiesen seid, nicht wiedererkannt zu werden. Wenns etwas heftiger hergeht, denkt an Handschuhe (hilft gegen Fingerabdrücke, Stacheldraht Splitter und ermöglicht das Zurückwerfen von Tränengasgranaten). Auch einen Schal o.ä. mitzunehmen ist nie doof, beachtet aber daß Vermummung in der Öffentlichkeit in Luxemburg zumindestens theoretisch verboten ist (Tip : mensch kann sich auch ganz gut einfach mit einem um den Kopf gewickelten T-shirt vermummen) . Nierengurte, Gelenkschoner und andere "passiv-Bewaffnung" (wie einst die Tutti Bianche) u.ä. sind ebenfalls je nach Situation sinnvoll. Ohrringe und Piercings zieht ihr am besten aus oder überklebt sie mit einem Pflaster, das kann sonst hässliche Verletzungen geben. Nur das Nötigste : Nehmt unbedingt euren Personalausweis und je nachdem eine Telefonkarte mit. Adressbücher (darauf sind die Bullen scharf), unnötige Telefonnummern und interne Papiere irgendwelcher Gruppen hingegen lasst ihr auf jeden Fall zuhause. Auch Fahrräder und anderes hinderliche Zeugs bleiben besser woanders. Kinder und Hunde müssen ebenfalls nicht unbedingt in stressige Situationen mitgeschleppt werden. 2) In Aktion Ordnung ist das halbe Leben : Bleibt in eurem Gruppen zusammen. Es ist sinnvoll, euch einen Gruppennamen zu geben, so daß ihr nicht ständig jede(n) einzeln mit Namen rufen müsst. Je nach Aktionsform kann es nicht schaden, sich unterzuhaken und in Ketten zu gehen, das ermöglicht geschlossenes (Vor)gehen bei guter Stimmung - und erschwert es (Zivil)PolizistInnen sich unter die Leute zu mischen. Bei Polizeiangriffen ist es auf jeden Fall sinnvoll, Ketten zu bilden. Durch zusammenschließen und ein bisschen zurückdrücken läßt sich oft schon viel erreichen. Panik und Wegrennen ist dagegen meist das falscheste was ihr tun könnt. Oftmals können Übergriffe allein durch das geordnete Kettenbilden und Stehenbleiben abgewehrt, das Spalten der Demo, das Rausziehen von einzelnen Personen und das Liegenbleiben von Verletzten verhindert werden. Immer versuchen ruhig und geschlossen zu bleiben, dann kommt es auch nicht zu Situationen die völlig eurer Kontrolle entglitten sind. (Und auch nicht dazu daß einzelne Personen von uns sich Führer aufspielen und Aktionen zu lenken versuchen). Im Gegensatz zu Deutschland sind Kessel und Massenprügeleien u.ä. in Luxemburg nicht üblich, schon wegen fehlender Polizeikräfte. Die Luxemburger Polizei trainiert ihre Riot-Einsätze zusammen mit der Belgischen Polizei - und wendet (zumindest nach den bisherigen Erfahrungen) auch eine ähnliche Taktik wie diese an : dabei treibt eine mittelmässige Anzahl von Bullen die Menschenmassen auseinander oder zurück, wobei die Wasserwerfer gerne auch schon vor dem Schlagstock eingesetzt werden. Parallel verhaften Greiftrupps gezielt einzelne Personen oder machen Jagd auf kleinere Gruppen , während der Rest zurückgedrängt wird. In der Vergangenheit haben sich in Luxemburg insbesondere gewisse Sonderschlägertrupps - manchmal zivil gekleidet- durch übermässige Arroganz und rücksichtlose Brutalität immer wieder hervorgetan. Hunde und Pferde werden dagegen noch kaum eingesetzt. Deshalb auch nach der Demo unbedingt wieder zusammen nachhause gehen. Oftmals werden gerade, wenn schon alles gelaufen zu sein scheint, Leute abgegriffen. Wie bereits erwähnt, können Kleidertausch und Vermummung hilfreich sein wenn ihr aus irgendeinem Grunde nicht auf Fotos oder Überwachungsbändern erkannt werden wollt. In dem Zusammenhang sei auch nochmal darauf hingewiesen, daß es absolut doof ist, Fotos von Aktionen oder Menschen zu machen/veröffentlichen, ohne das vorher abzusprechen, was leider immer wieder vorkommt. Es wär nichts neues daß Polizei Filme beschlagnahmt oder Internetseiten durchforstet (dies gilt auch für Nazis) in der Hoffnung Personen identifizieren und zuordnen zu können. Bei grösseren Anlässen gibts normalerweise "legal teams" die ausserhalb des Gefahrenbereiches bleiben und die Antirepressionsarbeit koordinieren, und bei denen ihr euch melden könnt, wenn ihr Übergriffe oder Verhaftungen beobachtet oder erlitten habt. Wenn solche Gruppen vorhanden sind, wird zu Anfang darauf hingewiesen. Macht Übergriffe auf jeden Fall öffentlich. 3) Bei Festnahmen und danach Wirst du festgenommen, laut schreien oder so, um die Menschen auf dich aufmerksam zu machen. Je nach Situation einschätzen, ob es sich lohnt, noch wegzulaufen ; bez. für Aussenstehende, ob es möglich ist Leute wieder zu befreien. Wenn sie euch dann doch einmal haben, heisst es ruhig bleiben und nicht einschüchtern lassen. Spätestens nach 24 Stunden müssen sie euch freilassen oder aber einen richterlichen Haftbefehl vorweisen koennen Vor allem aber : nix zu Sache sagen. Weder mit den Bullen noch mit Mitgefangenen (Big Brother ist unter uns) über die Umstände deiner Verhaftung diskutieren, und gegenüber der Staatsmacht absolut keinerlei Aussagen machen. Nur was auf dem Personalausweis steht, sonst rein GAR NIX ! Nicht zu den Aktionen, den politischen Gruppen, nicht zu euren Gewohnheiten, nicht zum Wetter und nichts zu sonst irgendetwas. Was auch immer ihr vorbringen wollt, behaltet es für euch. Alles was ihr der Polizei sagt, wird nur gegen euch verwendet. Wenn es zu einer Anklage kommt, habt ihr später immer noch genug Zeit mit einem Anwalt abzuquatschen was ihr sagen wollt. Fallt nicht auf "böse Bulle, guter Bulle" Spiele rein, unterschreibt keine dubiosen Protokolle usw., und verlangt für alles beschlagnahmte Zeugs eine Quittung. Wenn ihr wieder draussen seid, schreibt Berichte und macht diese öffentlich. Das, was sie wollen, dich alleine herausgreifen und einschüchtern, funktioniert nur solange, wie du ihr Spiel mitspielst. Wenn wir uns gemeinsam wehren, funktioniert ihre Vereinzelungsstrategie nicht mehr. Wenn ihr nach einer Personalienfeststellung/Verhaftung nochmal eine Vorladung von der Polizei bekommt, werft sie in den Müll. Ihr seid nicht verpflichtet irgendeine Aussage zur Sache zu machen, noch überhaupt dahin zu gehen. Wenn ihr Post vom Gericht kriegt, ist die Sache schon heikler. Hier unbedingt einen Anwalt oder zumindest eine Rechtshilfegruppe kontaktieren. 4) Verletzungen Wenn Menschen auf dem Boden liegen, versucht, Panik zu vermeiden und Ketten um die Verletzten zu bilden, so daß sie geborgen werden können. Verletzte niemals alleine lassen, sondern ausserhalb des Gefahrenbereiches bringen, versorgen und beruhigen, denn oft genug kommt zu den Verletzungen auch noch ein Schock. Leider ist es in Luxemburg bisher noch nicht üblich daß es Demosanis gibt, deshalb ist es sehr angebracht selbst ein Minimum an Erste-Hilfe Materialen dabeizuhaben. Ruft im Zweifelsfall (Kopfverletzungen, Verdacht auf innere Verletzungen usw.) aber lieber auch sofort einen Krankenwagen. Leider ist Verletzungen zufügen eine der Sachen, die die Polizei besonders gut drauf hat. Darum kann es nicht schaden, wenn ihr wenigstens ein bisschen Ahnung von den Waffen, Techniken und deren Wirkung habt. Die Seite der autonomen DemoSanis bietet hier einen guten Einblick. Tränengas ist auch in Luxemburg sehr in Mode gekommen und wird mittlerweile gern gegen "Chaoten" eingesetzt. Klassisches Tränengas ist nicht wirklich ein Gas, sondern ein Aerosol , d.h. kleinste Kristallteilchen die durch diverse Trägerstoffe auf verschiedenste Arten freigesetzt wird : zB. in Geschossen/Granaten, aus handlichen Sprühgeräten oder als Wasserwerferzusätze. Tränengas wirkt sowohl über die Augen wie die Atemwege. Das heute gebräuchlichste ist Pfefferspray (OC/"Oleoresin capsicum") , ein verdünnter Pfefferschoten-Extrakt, das angeblich weniger gefährlich und doch wirksamer ist als die alten CN/CS -Stoffe. Gegen Tränengas hilft natürlich am besten eine Gasmaske. die sowohl Augen wie Atemwege abdeckt. Wenn eine solche nicht zur Hand ist, ist eine normale Atemmaske (mit Wechselfilter) oder wenigstens ein Schal sinnvoll, für die Augen am praktischsten eine Schibrille. (schützt auch vor fiesen Gummigeschosstreffern im Augenbereich). Entgegen zirkulierenden Gerüchten ist es nicht zu empfehlen, Schals in Essig/Zitronensaft zu tränken, weil sich darin dann die Kampfstoffe gefährlich ansammeln ohne daß ihr es merkt. Die erste Hilfe bei Tränengas ist das Augenspülen. Dafür braucht ihr eine Flasche mit Leitungswasser, am besten geeignet sind so Radfahrerflaschen mit kleinerer Öffnung. Öffnet das Auge mit den Fingern einer Hand Lege den Kopf des verletzten Menschen so zurück, dass Du gut an die Augen herankommst. Haltet den Kopf schief, damit das Wasser nicht das Tränengas von einem Auge in das andere spült. Stelle Dich zum Augenspülen am besten hinter die verletzte Person. Jetzt das Auge ohne Druck von der Nasenwurzel her nach aussen spülen, solange, bis der Schmerz aufhört. Andere Verletzungen stammen meist von Knüppeln, Schlägen, Hebeln und Wasserwerfern. Die Polizei in Luxemburg benutzt verschiedenste Arten von Gummiknüppeln (zur Riot-Ausrüstung gehört etwa ein langer dünner Stock) sowie Tonfas. Ihr könnt versuchen, auszuweichen und abzuwehren, im Zweifelsfall aber lieber wegrennen als den Helden spielen. Gegen die Gelenkhebel und "Polizeigriffe" hilft eigentlich auch nur ausweichen und darauf achten, daß sie nicht eure Hände und Arme zu fassen kriegen. Auch ein Wasserwerfer kann eine ganz schöne Wucht entfalten, hier hilft alles was den Strahl ablenkt oder dämpft, zB. Rucksäcke, Schilder aller Art usw. Bei Verhaftungen benutzt die luxemburger Polizei die üblichen Plastikfesseln - wenn ihr sie angelegt kriegt, spannt eure Hände an und kreuzt die Gelenke, dann können sie sie nicht so fest zuschnüren. (zu enge Plastikfesseln verursachen nachhaltige Verletzungen) 5) Zu guter letzt Das sind alles nur Tipps, wie sie aufgrund der bisherigen Erfahrungen formuliert werden können. Sie ersetzen nicht eure eigene kritische Reflexion und gründliche Vorbereitung, und schützen nicht vor blauen Flecken ; und auch nicht vor neuartigen Situationen. Wir denken aber, daß es für Luxemburger Verhältnisse - wo das aktuelle Eskalationsniveau erstmal noch neu ist und die Polizei noch recht unerfahren- schon sehr viel hilft, wenn diese Tipps in die Praxis umgesetzt werden. Dies sind natürlich alles Defensiv-tipps. Es gibt natürlich auch immer Leute,die sich Sachen überlegen wie die Polizei etc. anzugreifen wäre ... aber das ist allerdings strafbar, deswegen werden wir euch hier auch nix dazu sagen, denn Gesetze sind ja dazu da dass mensch sich dran hält (oder?) Es sei dabei auch darauf hingewiesen, dass die Luxemburger Justiz nicht gerade zimperlich ist, Menschen in U-haft zu stecken und anzuklagen auch für Kleinigkeiten, also macht keine Dummheiten. Wir haben uns bei der Abfassung dieses Textes natürlich an dem klassischen Klassiker inspiriert, der Roten-Hilfe Broschüre "was tun wenns brennt", die ihr auf http://www.rote-hilfe.de/finden könnt. Zum Thema Aussageverweigerung noch immer lesenswert : ein älterer Text aus der Radikal In dem Sinne, wir machen diese Welt, wie sie uns gefällt ..... solidarisch, AK Anarchie&Antirepression [www.eurotp.tk] ---------------------------------------------------------------------------- - Anti-G8 Gathering 6.-10. April - Lernt Nützliche Fähigkeiten, Vernetzt Euch, Findet Inspiration - Werdet Aktiv Das Dissent! Festival 6.-10. April in Lanarkshire... Die Chance, Widerstandsnetzwerke zu bilden... die Chance, Pläne zu schmieden, Sachen anzuzetteln, und sich Widerstand zu der G8 vorzustellen... Leute kennenzulernen, Fähigkeiten zu lernen, Informationen auszutauschen, direkte Aktion zu üben, und zusammen Party zu machen. Die G8 ist die jährliche Zusammenkunft der Delegierten der mächtigsten Länder der Welt. Sie ist ein bedeutendes Symbol des Kapitalismus: ein Gipfel, bei der reiche Regierungen planen wie sie reich bleiben können. Seit 1998 haben diese Gipfel überall wo sie versucht haben stattzufinden, Widerstand erfahren. Proteste sind auf jedem Kontinent ausgebrochen, angetrieben von Abscheu gegen die Extreme von Reich und Arm, militärische Repression, und den ökologischen Kollaps. In Juli 2005 kommt die G8 nach Grossbritannien. Dissent! ist ein Netzwerk von Individuen und Gruppen die planen, kreative direkte Aktionen und zivilen Ungehorsam zu nutzen, um gegen die G8 in Grossbritannien Widerstand zu leisten. Es hat keine AnführerInnen, keine Mitgliedschaftslisten, und keine bezahlten MitarbeiterInnen. Bisherige Aktionsideen sind u.a. Angriffe auf die Öl- und Kriegsindustrien, die praktische Regenerierung von vernachlässigten Gemeinden in Schottland, und Störung des Gipfels an sich. Dissent! hat die Funktion einer Anlaufstelle zwecks Ko-rdination des Widerstandes zur G8, sowie für weitere radikale Aktionen gegen den Kapitalismus in der Zukunft. Das Dissent! Festival wird die beste Möglichkeit bieten, sich vor dem Gipfel zusammenzutun, Fähigkeiten zu lernen, Infos auszutauschen, Pläne zu schmieden, und sich inspirieren zu lassen von den Protesten während des Gipfels. Workshops: *Aktionsplanung während der G8 *Training für direkte Aktionen *Hintergrund zur G8 *Konsens-entscheidungen *Blockaden *Bergsteigen und Navigation *Konzerns-interessen in der G8 *Schottische Gesetze und Legales Training *CIRCA *SanitäterInnentraining *Aktionsinformationen *und vieles vieles mehr. Für mehr Informationen schaut bei www.dissent.org.uk Um sich für das Festival anzumelden, oder Hilfe anzubieten, schreibt uns - email: festivalofdissent(at)riseup.net oder Box 8, 245 Gladstone Street, Forest Fields, Nottingham. Alle Angaben zum genauen Veranstaltungsort werden an diejenigen die sich anmelden geschickt. Haupt-Bahnhöfe und Busbahnhöfe in der Nähe sind in Glasgow. [g8resist2005 at lists.kommunikationssystem.de] -------------------------------------------------------------------------- gipfelsoli infogruppe Newsletter mit Nachrichten über Mobilisierungen, Debatten und Repression im Zusammenhang mit Gipfelprotesten. Die AutorInnen der Beiträge, so sie nicht von uns verfasst sind, sind mit eckigen Klammern versehen. Wir können leider keine Verantwortung für die Richtigkeit der Beiträge übernehmen. Auch geben die Beiträge nicht zwangsläufig unsere Meinung wieder. Kontakt, Kritik, Beiträge: gipfelsoli at nadir.org gipfelsoli mailinglist subscribe - unsubscribe https://lists.nadir.org/cgi-bin/mailman/listinfo/gipfelsoli-l -------------------------------------------------------------------------- ================================================ 18 Irakische Armee nimmt 131 mutmaßliche Aufständische fest von: ================================================ Irakische Armee nimmt 131 mutmaßliche Aufständische fest Mehrere Tonnen Sprengstoff sichergestellt - Ministerium: Sollte für Anschlag in Kerbala verwendet werden Bagdad - Unterstützt von US-Militärhubschraubern haben irakische Soldaten am Samstag bei einer Razzia 131 mutmaßliche Aufständische festgenommen und mehrere Tonnen Sprengstoff sichergestellt. Wie aus dem Verteidigungsministerium in Bagdad verlautete, sollte der Sprengstoff in der Pilgerstadt Kerbala eingesetzt werden. Unter den 131 Festgenommenen seien auch ausländische Araber mit gefälschten irakischen Papieren. Es seien drei Tonnen des Sprengstoffs TNT, hunderte raketenbetriebene Granatwerfer und mindestens drei Autobomben sichergestellt worden. "Es war ein Überraschungseinsatz auf der Grundlage einer intensiven Überwachung durch den Militärgeheimdienst", sagte Verteidigungsminister Hasim al-Shaalan der Nachrichtenagentur Reuters. "Er war sehr erfolgreich." Ein anderer Vertreter des Ministeriums ergänzte: "Diese Gruppe hatte vor, Kerbala anzugreifen." (APA/Reuters) ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< SERVICE - LINKS ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 19 Photos von der M19 Demonstration und dem ASt/REVOLUTION-Block von: ================================================ Photos von der M19 Demonstration und dem ASt/REVOLUTION-Block Mehr als 50 Photos der Demonstration am 19. März und vor allem des großen und kämpferischen ASt/REVOLUTION-Block finden sich auf unserer Homepage und können unter folgenden link eingesehen werden: http://revolution-austria.at/pages/190305.html Falls es Probleme mit dem link gibt, einfach auf www.arbeiterInnenstandpunkt.net gehen und dort (rechts oben) auf den link Fotos vom ASt / Revo Block 19.03.05 klicken. ================================================ 20 ContextXXI Radio von: ================================================ Wien - Orange 94,0 Freitag 13:00 - 14:00 Uhr Graz - Helsinki 92,6 jeden Montag 10:00 - 11:00 Uhr Klagenfurt - AGORA 105,5 / 106,8 / 100,9 jeden Donnerstag 19:00 20:00 Uhr Context XXI-Radio bringt: Abschiedsvorlesung von Johannes Agnoli an der Freien Universität Berlin, Teil 3 Im Wintersemester 1989/90 hielt Johannes Agnoli seine Abschiedsvorlesung an der FU-Berlin. Beginnend mit dem Alten Griechenland und dem Spartakusaufstand über die Bauerkriege, die Renaissance und die Aufklärung hinweg, über Wilhelm Weitling, Karl Marx und Michael Bakunin bis in die Gegenwart hinein zeigt Angoli was es heißt, den Antagonismus von Herrschaft gegen Ausbeutung zu praktizieren und ihn zugleich zu denken. Teil 3, Kapitel vier: Logos und Stasis. Die Dialektik der Polis ================================================ 21 [Werkstatt] Werkstatt-Rundbrief 09-2005 von: ================================================ Werkstatt Frieden & Solidarität Waltherstr. 15, 4020 Linz Tel. 0732/771094 Fax 797391 Mail: office at werkstatt.or.at Web: www.werkstatt.or.at Wer diesen Rundbrief nicht mehr erhalten möchte, ersuchen wir um ein E-Mail unter folgendem Link: mailto:mailfriwe-request at friwe.at?subject=unsubscribe Werkstatt Rundbrief Nr. 09-2005 Sehr geehrte Damen und Herren, Liebe Freundinnen und Freunde, wir wünschen Euch auf diesem Weg Frohe Ostern und Schöne Feiertage. Wir hoffen die folgenden Informationen verderben Euch nicht die Frühlingslaune. Nicht nur die Praxis des politischen Establishments wird immer abenteuerlicher, es werden auch immer mehr Menschen gegen diese Praxis aktiv. Boris Lechthaler Inhalt: (1) So wird EU-Politik gemacht: Bertelsmann-Lobbyist Elmar Brok formuliert Aufrüstungspolitik im EU-Parlament: "get anywhere, fight anywhere,....³ (2) Aktionskonferenz zur Vorbereitung´der Menschenkette vor dem Parlament am 07. Mai 2005 (3) Freiheit für Sandra Bakutz (4) Neue Informationsmaterialien (5) Termine (6) OÖ Gegentonorchester ist gegründet  (1) So wird EU-Politik gemacht: Bertelsmann-Lobbyist Elmar Brok formuliert Aufrüstungspolitik im EU-Parlament: "get anywhere, fight anywhere, eat anywhere, stay anywhere³ Der österreichische EU-Parlamentarier Hans Peter Martin hat auf der Web.page: www.eti.info Faksimile von Berichten veröffentlicht, die der EU-Parlamentarier Elmar Brok (CDU) als "Europabeauftragter des Vorstands" an die Bertelsmann-Konzernzentrale übermittelt hat. "Wir helfen dabei, ... Zugang zu Daten zu erhalten." heißt es in einem der Berichte oder "Im Bericht des Kulturausschusses des Europäischen Parlaments wird die Harmonisierung der nationalen medienrechtlichen Beschränkungen gefordert und die Komission gebeten, einen entsprechenden Richtlinienvorschlag zu erarbeiten." Hans Peter Martin hat einen offenen Brief an Elmar Brok veröffentlicht, indem er die Frage aufwirft, ob Brok von Bertelsmann mehr bekommt als die kolportierten EUR 180.000,- Jahresgage. "Was sagst Du zu Vorwürfen, dass Mitarbeiter des Bertelsmann-Konzerns für Dich in Deiner Rolle als EU-Parlamentarier tätig waren, sogar auch bei den Arbeiten an der neuen EU-Verfassung im EU-Konvent?", lautet eine der Fragen, die Martin an Elmar Brok richtet. Das Pikante an der Sache: Der Bertelsmann-Verlag, der größte deutsch-europäische Medienkonzern, ist ein Herzstück des sich formierenden rüstungs-medialen-politischen Komplexes. Die Klammer bildet die Deutsche Bank. Bertelsmann betreibt auch einen eigenen "think tank", das Centrum für angewandte Politikforschung (CAP) in München und liefert von dort die Vorlagen für die deutsche und europäische Aufrüstungspolitik. Dort werden Vorschläge, wie die Aufrüstungsverpflichtung in der EU-Verfassung oder das europäische Rüstungsamt geboren. "Die militärische Zielstellung der Europäischen Sicherheitsstrategie ist es, Konfliktdominanz nahe am Krieg Staat gegen Staat sicherzustellen. Die EU-Streitkräfte brauchen daher deutliche Luftüberlegenheit und eine Schlagkraft, die von land- und seegestützen Plattformen operieren kann, wie zum Beispiel von Flugzeugträgern, um die Küstengebiete zu beherrschen, die Streitkraft zu schützen, zusätzliche Feuerkraft bereitzustellen und zusätzliche Streitkräfte heranzubringen. Was Europa braucht, ist eine Streitmacht, die an jedem beliebigen Punkt der Erde eingreifen, kämpfen, essen, bleiben kann.³ (orig. "get anywhere, fight anywhere, eat anywhere, stay anywhere³) heißt es in der neuesten Vorlage, die Bertelsmann, über das CAP und seine Lobbyisten von der Brüsseler Politik umgesetzt wissen will. (Centrum für Angewandte Politikforschung: A European Defence Strategy, Bertelsmann Foundation; 2004, S. 26) (Vgl. Guernica 02-2005, S. 3) Elmar Brok, hat als Vorsitzender des Ausschusses für auswärtige Angelegenheiten im EU-Parlament direkten Einfluß auf den Militarisierungskurs der Europäischen Union. In einer Stellungnahme zur EU-Verfassung begrüßt Elmar Brok wenig überraschend im Punkt 2.c (2004/2129/INI) "die Verpflichtung, schrittweise die militärischen Fähigkeiten zu verbessern, und Einrichtung einer Europäischen Agentur für die Bereiche Rüstung, Forschung und Entwicklung der Verteidigungsfähigkeiten (Artikel I-41 Absatz 3 Unterabsatz 2 und Artikel III-311),.." Im Punkt 5 fordert Brok zum Bruch des Legalitätsprinzips auf und fordert: "...den neuen Verfassungsvertrag so zügig wie möglich zu ratifizieren, und bekundet in der Zwischenzeit den Wunsch, dass der Geist (und der Inhalt) der Vorschriften des neuen Vertrags schon jetzt angewandt werden, wie dies bereits der Fall bei der Schaffung der Europäischen Verteidigungsagentur war, die bis Ende 2004 ihre Arbeit aufnehmen soll, dem "Kampfgruppen³-Konzept, der Schaffung der Nachbarschaftspolitik der Union (Artikel I-57) oder der Anwendung der Solidaritätsklausel zur Vorbeugung terroristischer Bedrohungen oder terroristischer Anschläge, wie sie nach den Terroranschlägen in Madrid 11. März 2004 beschlossen wurde." Vor diesem Hintergrund ist wenig überraschend, daß neben Johannes Voggenhuber, Elmar Brok von den Brüsseler Konzernlobbyisten 2004 zum Mr. Konvent gewählt wurde. Wenn im österreichischen Parlament im Mai die EU-Verfassung ohne Volksabstimmung ratifiziert wird, werden diese Machenschaften von Konzernlobbyisten mit den höchsten rechtlichen Weihen versehen. Der Vorsitzende der Werkstatt Frieden&Solidarität Günter Reder: "Wenn wir die österreichische Neutralität zugunsten einer sogenannten gemeinsamen Europäischen Außen- ,Sicherheits- und Verteidigungspolitik aufgeben, so zeigt sich, daß die österreichische Außenpolitik faktisch in deutschen Konzernzentralen vorformuliert, in deren angeschlossenen think tanks ausformuliert, und in den angeschlossenen EU-Institutionen umgesetzt wird. Das können, wollen und werden wir niemals widerspruchslos hinnehmen. Wir fordern deshalb nochmals vom österreichischen Parlament die Ratifizierung der EU-Verfassung zu verweigern. Wir werden dieser Forderung mit einer Menschenkette vor dem Parlament am 07. Mai 2005 sichtbaren Nachdruck verleihen."  Frankreich: Zwei Drittel der Presse in der Hand der Rüstungsindustrie - der Großteil der österreichischen Polit-illustrierten gehört Bertelsmann-Verlag - "get anywhere, fight anywhere, eat anywhere, stay anywhere", Bertelsmann Institut für kriegerische und autoritäres EU-Regime - Detailreiche Informationen zum Zusammenspiel von Rüstungsunternehmen, Medien und Politik und über den Widerstand dagegen in der neuen Guernica 02-2005. Zu bestellen bei: office at werkstatt.or.at  (2) Aktionskonferenz: "An die Kernpunkte der Neutralität - keine Beteiligung an Militärbündnissen und Kriegen - wird man sich spätestens dann erinnern, wenn die ersten österreichischen Soldaten im Kampfeinsatz stehen. Gefragt wäre eine alternative Sicherheitspolitik (Abrüstung, Reform der UNO, zivile Konfliktprävention) in der auch neutrale Staaten ihren Beitrag zur Friedenssicherung leisten können." (Hans Sallmutter, ehemaliger Vorsitzender der Gewerkschaft der Privatangestellten) Aktionskonferenz der Plattform "Neutralität statt Euro-Armee!" zur Vorbereitung der Menschenkette vor dem Parlament am 07. Mai 2005 Samstag, 02. April 2005, 12.00 - 18.00 Amerlinghaus,Stiftg. 8, A-1070 Wien Programmvorschlag: 12.00 - 13.30 Referate: Elke Schenk (Attac-Stuttgart, EU-AG): EU-Verfassung=Kalter Staatsstreich gegen das Grundgesetz Erwin Leitner (EU-Attac, Österreich): EU-Verfassung=Aufrüstung statt Neutralität Diskussion 13.30 - 14.00 Pause 14.00 - 14.30 Berichte über Aktivitäten, Bericht des Koordinationsbüros 14.30 - 15.30 Arbeitskreise: Bewerbung der Menschenkette/Aktionswochen Ablauf der Menschenkette/Auftaktkundgebungen/Abschlußkundgebung Friedensvolksbegehren 15.30 - 16.00 Pause 16.00 - 18.00 Abschlußplenum Liebe FreundInnen, wir ersuchen Euch, Euch für diese wichtige Aktionskonferenz Zeit zu nehmen. Es wird darum gehen nochmals alle Kraft aufzuwenden, um eine Volksabstimmung über die EU-Verfassung durchzusetzen. Vorschläge zur Konferenz bitten wir Euch ans Koordinationsbüro office at friedensvolksbegehren.at zu richten. Beste Grüße! Boris Lechthaler Flyer zur Bewerbung der Konferenz im pdf.-Format können von www.friedensvolksbegehren.at heruntergeladen werden.  Aufruf zur Menschenkette vor dem Parlament, am Samstag, 07. Mai 2005, 16.00 beschlossen am 26. Februar 2005 Ja zur Neutralität! Nein zur EU-Verfassung! Volksabstimmung! Im Mai 2005 soll im Parlament der sogenannte EU-Verfassungsvertrag ratifiziert werden. Ohne Volksabstimmung. Die EU-Verfassung enthält eine Aufrüstungsverpflichtung, die Selbstermächtigung zu weltweiten Kriegseinsätzen und eine militärische Beistandsverpflichtung. Die EU-Verfassung privilegiert die Atomkraftkonzerne. Sie hebt den Neoliberalismus in Verfassungsrang und führt zur Privatisierung öffentlicher Dienste. Ein Austritt aus der EU ist nur noch mit Zustimmung der großen Staaten, insbesondere Deutschlands möglich. Die Selbstbestimmung der Republik wird zugunsten des Kommandos der großen Mächte und ihrer Apparate ausgehebelt. Tritt die EU-Verfassung, so wie geplant, in Kraft, ist es vorbei mit der Neutralität. Der Verfassungsvertrag steht in völligem Widerspruch zum Recht der II. Republik. Führende Rechtsexperten argumentieren, dass eine Volksabstimmung zur Ratifizierung zwingend erforderlich ist. Wird der "Vertrag über eine Verfassung für Europa³ ohne Volksabstimmung ratifiziert, entspricht dies einem kalten Staatsstreich. Wir fordern deshalb: Unrecht darf nicht Recht werden! Keine Ratifikation der EU-Verfassung! Ja zur Neutralität! Keine Beteiligung an der EU-Armee! Keine Annäherung an die Nato! Soziale Sicherheit statt Aufrüstung!  (3) Freiheit für Sandra Bakutz Liebe KollegInnen! LehrerInnen für Frieden wenden sich im Fall Sandra Bakutz an Dr. Heinz Fischer! Bitte unterstützt diese Petition und sendet den Text zahlreich an Heinz.Fischer at hofburg.at ! Freiheit für Sandra Bakutz! Sehr geehrter Hr.Bundespräsident Dr.Heinz Fischer! Mit dem Ausdruck größter Sorge möchten wir Sie auf die beängstigende Entwicklung im Falle der Menschenrechtsaktivistin und österreichischen Staatsbürgerin Fr.Sandra Bakutz aufmerksam machen. Fr. Bakutz reiste am 10.Februar 2005 als Mitglied einer internationalen Delegation in die Türkei, um als Beobachterin an einem Verfahren gegen linke Oppositionelle teilzunehmen. Schon am Flughafen wurde sie verhaftet und wird seither in verschiedenen türkischen Gefängnissen festgehalten. Auf Grund der bekannt brutalen Behandlung von Gefangenen in türkischen Gefängnissen machen wir uns ernsthafte Sorgen um die Gesundheit von Fr.Bakutz. Mit Bestürzung sehen wir, wie wenig die österreichischen Behörden bisher bei den türkischen Institutionen interveniert haben. Wir befürchten, dass es wieder einmal zu schweren Fehlern seitens des Außenministeriums, wie schon unter der ehemaligen Außenministerin Dr. Benita Ferrero Waldner, auf Kosten einer österreichischen Staatsbürgerin gekommen ist. Daher wenden wir uns an Sie. Wir ersuchen Sie alles in Ihrer Macht stehende zu tun die Rechte von Fr.Bakutz wieder herzustellen und ihre sofortige Freilassung zu erwirken. Bitte setzen Sie Ihre Autorität als Bundespräsident der Republik Österreich ein um Fr.Bakutz vor der Willkür des türkischen Staates zu schützen. Hochachtungsvoll  (4) Neue Informationsmaterialien II. Auflage-Werkstatt-Info-Zeitung: Inhalt: EU-Verfassung bringt Aufrüstungspflicht - Menschenkette vor dem Parlament, Sa. 07. Mai 2005, 16.00 - Eckpunkte der EU-Verfassung - EU-Militärausgaben steigen rasch an - Friedensvolksbegehren Helft uns informieren: Die Werkstatt-Info Zeitung kann zu folgenden Preisen zuzüglich Versandspesen bei office at werkstatt.or.at bezogen werden. bis 50 Stück: EUR 0,15 p. Ex - von 50 bis 500 Stück: EUR 0,10 p. Ex - über 500 Stück EUR 0,05 p. Ex. Plakate - EU-Verfassung bringt Aufrüstungspflicht A1 - Format: bis 10 Stück EUR 0,30 p. Ex, ab 10 Stück EUR 0,20 p. Ex. A3 - Format: bis 10 Stück EUR 0,20 p. Ex, ab 10 Stück EUR 0,10 p. Ex. Broschüre: "Die verfasste Militarisierung" Die Informationsstelle Militarisierung, Tübingen, hat eine gute Zusammenfassung der aktuellen Militariserung in der EU verfaßt. Aus dem Inhalt: - Fit für die globale Kriegsführungsfähigkeit - Europäische Sicherheitsstrategie - European Defence Paper - Neue Schlachtgruppen - Parlamentsentmachtungsgesetzt u. a. Die Broschüre (21 Seiten) kann zum Preis von EUR 1,50 zuzüglich Versandspesen bei office at werkstatt.or.at bestellt werden. Guernica 02-2005 Die Guernica 02-2005 ist erschienen: Aus dem Inhalt: Strategiepapier des CAP (Bertelsmann Deutschland) - Rüstungskonzerne kaufen Medien (Frankreich) - Kerninhalte der EU-Verfassung - Friedensvolksbegehren - Armutsentwicklung in Österreich - Tankstellpächter, wenn Selbständige fristlos gekündigt werden - Weißrußland - u. v. a. Ein Probeexemplar der Guernica kann kostenlos bei office at werkstatt.or.at bestellt werden. Wer mehr als 5 Exemplare bestellt, bekommt die Guernica um EUR 0,50 p. Ex. und kann sie zum Preis von EUR 1,- weitervertreiben.  (5) Termine: Mittwoch, 30. März 2005, 18.00 Südwindbüro, Laudongasse 40, Wien Nachbesprechung der Demonstration vom 19. März. Freitag, 01. April 2005, 19.30 Sternbräu, Salzburg Plenum der Werkstatt Frieden&Solidarität, Salzburg Samstag, 02. April 2004, 12.00 - 18.00 Amerlinghaus, Wien Aktionskonferenz der Plattform "Neutralität statt Euro-Armee!" Ja zur Neutralität! - Nein zur EU-Verfassung! - Volksabstimmung! Elke Schenk (EU-AG, Attac Deutschland): EU-Verfassung - Kalter Staatsstreich gegen das Grundgesetz. Erwin Leitner (EU-Attac, Österreich): EU-Verfassung=Aufrüstung statt Neutralität Mittwoch, 6. April 2005, 19 Uhr Drang nach Osten? - Aktuelle Entwicklungen in der Ukraine und Weissrussland Vortrag und Diskussion mit Hannes Hofbauer (Promedia-Verlag) Ort: Werkstattbüro (Waltherstr. 15, 4020 Linz) Veranstalter: Werkstatt Frieden & Solidarität Donnerstag, 07. April 2005, 18.00 Büro - Rosensteingasse 69/6, 1170 Wien Plenum der Werstatt Frieden&Solidarität, Wien Freitag, 8. April 2005, 15.00-20.00 Uhr Bildungszentrum der Arbeiterkammer Wien, Theresianumgasse 16-18, 1040 Wien (K)Eine Lobby für Arbeitslose? Ein "gesellschaftspolitisches diskussionsforum³ (gedifo) zum Thema Interessenvertretung für Erwerbslose "Welche Formen der Interessenvertretung brauchen Erwerbslose?³ Dienstag, 12. April 2005, 19.00 Büro - Waltherstr. 15, 4020 Linz Plenum der Werkstatt Frieden&Solidarität, Linz Donnerstag, 14. April 2005, 19 Uhr Rosa Luxemburg. Denken und Leben einer internationalen Revolutionärin. Buchpräsentation und Diskussion mit Fritz Keller (Historiker und Herausgeber des gleichnamigen Buches). Texte von Rosa Luxemburg liest Doris Dornetshuber. Ort: Museum Arbeitswelt Steyr, 4400 Steyr, Wehrgrabengasse 7 Veranstalter: "Museum Arbeitswelt Steyr", Promedia-Verlag Donnerstag 21. April 19:00 Amerlinghaus, Stiftg. 8, A-1070 Wien Das andere Afrika: Widerstand gegen Krieg, Korruption und Unterdrückung mit Emanuel Matondo ".... Deutschland spielt eine zwiespältige Rolle in Afrika. Ich will das am Beispiel der Region der großen Seen benennen. Im Jahre 2003 stand die deutsche Regierung an vorderster Front für eine militärische Intervention in den Kongo, um, so wurde gesagt, "Frieden zu erzwingen". Zugleich hat Deutschland als Teil der Entwicklungshilfe den beiden Nachbarländern Ruanda und Uganda mehr als 100 Millionen Euro Militär- und Polizeihilfe gegeben. Das sind beides Länder, die Gebiete des Kongos besetzt hatten und diese auch erbarmungslos ausplünderten. Inzwischen wissen wir, dass während der Besatzung über 3 Millionen Menschen gestorben sind. Hier also die Unterstützung der Militärs, die ein anderes Land besetzen. Dort die Forderung nach einer eigenen Militärintervention, um eben diese Besatzung zu beenden. Das ist doch völlig unglaubwürdig. ...." (Emanuel Matondo) Samstag, 30. April 2005, 20 Uhr AK OÖ, Kongressaal (Volksgartenstraße 40) Neues Glas aus alten Scherben Deutscher Rock - poetisch und politisch, gänsehauterzeugend und tiefgründig, wehmütig und mutig, brisant und kritisch. Abendkassa: 10 Euro, Vorverkaufs-Info über willy at kv-willy.at erhältlich. Ermäßigung mit AK-OÖ-Leistungskarte. Samstag, 07. Mai 2005, 16.00 Ja zur Neutralität! - Nein zur EU-Verfassung! - Volksabstimmung! Menschenkette vor dem Parlament  (6) OÖ Gegentonorchester ist gegründet MusikerInnen, TanzkünstlerInnen und visuelle Künstler trafen sich und aus einer Idee wurde Wirklichkeit: Das OÖ Gegentonorchester ist gegründet. Unser erstes Ziel ist es, die Werkstatt Frieden & Solidarität mit dem Friedensvolksbegehren zu unterstützen. 1. probe: so 10. april um 19:00 im gasthaus alte welt am hauptplatz in linz interessierte musikerInnen und unterstützerInnen (Profis und Amateure), mail-det euch bitte unter weissengruber.wolf at utanet.at gegen den fortschreitenden sozialabbau und aufrüstungsrausch in österreich die instrumente erheben und der menschenverachtung kultur entgegensetzen groovige arrangements auf riff-basis mit platz für impros profis und hobbymusikerInnen holz, blech, percussion, tasten (akkordeon, melodika), saiten für den mobilen einsatz auf der strasse taugliche instrumente tanzkunst und megaphon-rap 1 probe-treffen pro monat (sonntag abends) auftritte für überparteiliche anliegen bei überparteilichen veranstaltungen  Ende ---------------------------------------------------------------------------- P.S.:Samstag, 07. Mai 2005, 16.00 Menschenkette vor dem Parlament Ja zur Neutralität! Nein zur EU-Verfassung! Volksabstimmung ================================================ C) TERMINE ================================================ ======================== Montag http://www.mund.at/butt/Termine/März/2803.htm Dienstag http://www.mund.at/butt/Termine/März/2903.htm Mittwoch http://www.mund.at/butt/Termine/März/3003.htm ======================== ================================================ D) EDITORIAL ================================================ Für den Inhalt verantwortlich: Ihr. E-Mail-Adresse für Beiträge: widerstand at no-racism.net geschickt. widerst at nd MUND und alle Termine täglich aktualisiert im Web: http://www.no-racism.net/MUND Ziel von MUND (medienunabhängiger Nachrichtendienst) ist die unzensurierte und möglichst rasche Information über gesellschafts- politisch relevante Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu Widerstand und Antirassismus sowie verwandte Themen. sollen einen Titel, Namen und Emailadresse der/des AutorIn enthalten und möglichst kurz und prägnant gehalten sein, ev. mit Hinweis, wo weitere Informationen eingeholt werden können. Bitte keine Attachments! Die inhaltliche und sachliche Verantwortung liegt bei der/dem jeweiligen AutorIn bzw. jenen, die uns die Beiträge schicken. Der MUND wird von einzelnen TagesredakteurInnen zusammengestellt. Da Fehler nicht ausgeschlossen sind, bitten wir, nicht veröffentlichte Beiträge nochmals an widerstand at no-racism.net zu senden. Die Weiterleitung (auch auszugsweise) ist erwünscht. Beiträge mit rassistischen oder sexistischen Inhalten werden nicht veröffentlicht. Sehr persönliche Meldungen werden wir an den betreffenden Adressaten weiterleiten, aber nicht im MUND veröffentlichen. Die bisherigen Ausgaben sind unter http://www.no-racism.net/MUND archiviert. Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage: * Wann: Sonntag, 11.11.2001, 11:11 Uhr * * Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" * * Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf * * Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie. Aber kurz und prägnant.* Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch stillschweigend Zensur zu üben. Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die Nichtaufnahme geliefert. (Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.) Die AbsenderInnen der betroffenen Beiträge werden hiervon informiert. Im Sinne einer "gläsernen Zensur" könnt ihr Euch die Beiträge gerne extra schicken lassen: Ein kurzes Mail an widerstand at no-racism.net genügt. ================================================ E) VERTEILERLISTE ================================================ Zur Eintragung in diesen Verteiler bitte direkt subskribieren unter http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/analle oder von der einzutragenden Adresse aus ein mail schicken an: admin at no-racism.net mit folgendem Text: subscribe no-racism Bitte wegen Automatisierung diesen Wortlaut verwenden! Zur Austragung aus dieser Liste bitte an aus Einsendungen an zusammengestellt. Bitte keine Attachments! (werden nicht angenommen) Redaktionsschluss für diese Ausgabe: Sonntag, 20.00 III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III ü, ö, ä, ß, Ü, Ö, Ä III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III widerst at nd-MUND is powered by http://alt.strg.at/ ================================================ From analle at no-racism.net Tue Mar 29 07:55:06 2005 From: analle at no-racism.net (analle at no-racism.net) Date: Tue, 29 Mar 2005 07:55:06 +0200 Subject: widerst@nd! - MUND: Dienstag, 29.3.2005 Message-ID: widerst at nd MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst www.no-racism.net/mund Dienstag, 29.3.2005 ================================================ A) INHALT ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 01 30.3.: Que(e)r Beisl: "... in dunkler Nacht die Fackel weiterreichen" Rosa Antifa Wien ================================================== 02 31.3.: Buch-Präsentation von "Infidelitas, -tatis" "nico mayer" ================================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND KOMMENTARE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 03 Beginn des Prozesses gegen Sandra Bakutz Freiheit_fuer_Sandra at gmx.at ================================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< SOLIDARITÄT WELTWEIT ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 04 2. prozeßtag in aachen "GatasnegrasT" ================================================== 05 Sudanesische Regierung will eigene Kriegsverbrecher nicht verfolgen "wadi wien" ================================================== 06 Assyrische Nachrichtenagentur: Turkey Illegally Confiscating and Selling Assyrian Lands "wadi wien" ================================================== 07 hate speech on posters and graffitti in belgrade Labris ================================================== ================================================ B) TEXTE ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 01 30.3.: Que(e)r Beisl: "... in dunkler Nacht die Fackel weiterreichen" Rosa Antifa Wien ================================================== Leopold Stocker: ein Verlag im Dienst von Rechtsextremismus und Revisionismus Fuer seinen Beitrag "zum Werden einer neuen Zeit" und "in bestem revisionistischen Geist" dankte 2002 der bekannte Rechtsextremist Otto Scrinzi dem Leopold Stocker Verlag. Hinter dem sorgsam gepflegten Image eines konservativen, auf Bienen-und Gartenzucht spezialisierten Verlages steht ein Unternehmen, das ueber Oesterreich hinaus eine wesentliche Rolle fuer die Verbreitung von geschichtsrevisionistischen und rechtsextremen Gedankengut spielt. Ganz im Sinne seines Gruenders, der in den 20er und 30er Jahren zum "Antisemitismus der Tat" aufrief, verlegt der Stocker Verlag mit seinen Hauptsitzen in Graz und Stuttgart heute aus dem "Who is Who" des oesterreichischen und deutschen Rechtsextremismus. Vor allem die Zeitgeschichte, so Otto Scrinzi 2002 weiter, "erfreut sich des besonderen Zuspruches unseres Gesinnungskreises und sichert ihr unsere grosse Dankbarkeit". Die Verstrickung des Stocker Verlags in die neu-und altrechte Szene betrifft jedoch nicht nur seine verlegerische Taetigkeit: Finanzielle Beteiligungen, Herausgabe zweier Zeitungen, Veranstaltungen und Vortraege in der rechtsextremen Szene, Mitarbeit bei neurechten Projekten... Seinem Vorsatz, "in dunkler Zeit die Fackel weiterzureichen", kann der Stocker Verlag offenbar immer effektiver und noch immer ungestoert nachkommen. Info- und Diskussionsveranstaltung mit antifaschistischen AktivistInnen Ort: Que(e)r-Beisl im EKH. Wielandgasse 2-4, 1100 Wien (U1 Keplerplatz) Zeit: 20 Uhr, Beislbetrieb von 18:30-24 Uhr Naechste Woche: Ein Blick zurueck - Film zur Geschichte der Frauenhausbewegung Vollstaendiges Monatsprogramm auf http://www.raw.at im Bereich Que(e)r -- ############ RAW ############# Rosa Antifa Wien c/o Rosa Lila Tip Linke Wienzeile 102 A-1060 Wien AUSTRIA ------------------------- E-Mail: raw at raw.at Web: http://www.raw.at Board: http://www.n3tw0rk.org ------------------------- PGP-Key available here: http://www.raw.at/sub/kontakt/raw.asc ############ RAW ############# ================================================== 02 31.3.: Buch-Präsentation von "Infidelitas, -tatis" "nico mayer" ================================================== Buch Präsentation von "Infidelitas, -tatis" Filmvorführung von "Amantes" (Lovers) Von Vincente Aranda (Spanisch mit englischen Untertiteln) Die spanische Autorin Caremen Lloret präsentiert am Do. 31. März ihre kritische Abhandlung über die Darstellung von Untreue in Filmen aller Epochen im v.e.k.k.s. (Zentag. 26, 5.Bezirk). Begin 19 Uhr. In ihrem Buch "Infidelitas, -tatis" setzt sich die Autorin mit dem Akt der Untreue in unserer westlichen Kult und dessen sozialen Spiegel, dem Spielfilm, auseinander. Sie stellt sich hierbei Fragen wie: - Warum kommt es zur Untreue? - Gibt es Unterschiede zwischen Mann und Frau? - Was für eine Rolle haben die Betrogenen und die Liebhaber dabei? - Und, wie bewertet unsere westliche "aufgeschlossene" Gesellschaft den Akt der Untreue moralisch? Der in diesem Zausammenhang präsentierte Film "Amantes" stammt aus dem Jahr 1991, befasst sich aber mit einer fatalen Dreiecksbeziehung in Zeiten des Regimes von Franco in Spanien. Am Ende des Abends würde sich Caremen Lloret auf eine interessante Diskussion über das Buch wie auch den Film mit den Anwesenden freuen. Präsentation in Spanisch mit deutscher Übersetzung ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND KOMMENTARE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 03 Beginn des Prozesses gegen Sandra Bakutz Freiheit_fuer_Sandra at gmx.at ================================================== Am 30. März um 10.40 Ortszeit beginnt in Ankara der Prozess gegen die seit 10. Februar in der Türkei inhaftierte Österreicherin Sandra Bakutz. Die Menschenrechtsaktivistin und Journalistin von Radio Orange reiste zur Beobachtung eines Massenprozesses ein, der gegen die Betroffenen einer Verhaftungswelle vom April vergangenen Jahres geführt wird und sich gegen Einrichtungen demokratischer Organisationen richtet. Eine internationale Delegation bestehend u.a. aus VertreterInnen der Reporter ohne Grenzen, griechischer GewerkschafterInnen, der Scottish Socialist Party, der Roten Hilfe sowie der EU- Parlamentarierin Karin Resetarits und der Anwältin Gabriele Vana- Kowarzik wird zum Prozess von Sandra Bakutz anreisen. Sandra Bakutz setzt sich seit Jahren für die Rechte der tausenden politischen Gefangenen in der Türkei ein und wurde deshalb selbst Opfer der Willkür der türkischen Justiz. Am Tag vor dem Prozessbeginn, 29.3, findet um 18 Uhr eine Protestkundgebung vor der türkischen Botschaft in Wien statt. Aktionseinheit "Freiheit für Sandra" (www.freiheitfuersandra.tk, Fragen an: Freiheit_fuer_Sandra at gmx.at) ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< SOLIDARITÄT WELTWEIT ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 04 2. prozeßtag in aachen "GatasnegrasT" ================================================== @stergrüße an @lle - und zeigen wir weiter auf die faulen eier globaler drecknester, um sie gemeinsam zu säubern!!! ;) freiheitliche grüße gatasnegras in meinen ohren dröhnt der gleichschritt von millionen leisetretern ------------------------------------------------------------ 2.Prozesstag Aachen 24.03.05 "Freiheit für alle Gefangenen!" Der zweite Prozesstag wurde am 24.03. um 9:30 Uhr eröffnet. Als die Angeklagten Gabriel, Jose und Bart einzeln in den Saal geführt wurden, brannte erneut Applaus der zahlreich erschienenen UnterstützerInnen auf, diesmal allerdings ohne ein Lied anzustimmen. Jose rief in Richtung des Staatsanwalts "Nunca mas tortura! Libertad por todos! Por l´anarquia!" ("Nie wieder Folter! Freiheit für alle! Für die Anarchie"). Zuallererst stellte die Verteidigung drei Anträge. Joses Anwalt Ulf Israel forderte die Durchsuchungen seines Mandanten vor und nach Anwaltsbesuchen zu unterlassen, sowie auf den Gebrauch sinneswahrnehmungs- einschränkender Mittel (Verschließen der Ohren, Spezialbrille) während des Transportes zu verzichten. Dies unterstütze auch Gabriels Anwalt und stellte zugleich erneut den Antrag, dass sich Gabriel vor und nach den Transporten zum Gericht nicht nackt auszuziehen habe. Falls dies nicht geschehen sollte, wolle er Gabriel von der Verhandlung beurlaubt sehen. (Die Anträge werden auch noch auf der website www.escapeintorebellion.info zu lesen sein). Außerdem wurde das Abfilmen der ZuschauerInnen kritisiert, wobei der Richter auf seine polizeiliche Hoheit hingewiesen wurde. Staatsanwalt Geimer beantragte postwendend die Ablehnung der Anträge. Des Weiteren wurde Richter Nohl gebeten, für die nächsten Prozesstermine eine Mikrofonanlage installieren zu lassen, da die Akustik im Saal nicht die Beste ist. Dann begann die Vernehmung der Zeugen. 1.Zeuge, H. Dannhausen, Mitarbeiter des ADAC, wurde zu einer Begebenheit befragt, welche sich einen Tag vor dem zu Verhandelnden abspielte. Denn die Tatsache, daß Begona mit einem zuvor gekauften BMW am am19.Juni 2004 liegen blieb und von genanntem Zeugen abgeschleppt wurde, soll ein Beleg dafür sein, dass sie am 18.Juni zusammen mit Jose eine Bank in Karlsruhe überfallen haben soll. H. Dannhausen konnte sich aber weder an Gespräche noch an Gesichter erinnern und wurde schon nach kurzer Zeit entlassen. Als nächstes wurde KHK Johannes Kessel aufgerufen, der einer der ermittelnden Beamten im Falle der Geschehnisse vom 28.Juni 2004 war. Er begann die Tatvorgänge zu schildern, wurde dann aber von Begonas Anwalt Pusch unterbrochen, da er nur den Polizeibericht wiedergab, den ja schon jeder kenne. Nach eigenen Erzählungen traf Kessel am Tatort (Tankstelle) ein, als die angeklagten Männer schon längst geflüchtet waren. Er konnte sich nicht mehr daran erinnern, an welchem Platz sich Begona im Polizeifahrzeug befand. Nach seinen konkreten Ermittlungstätigkeiten befragt, antwortete er für die Erstellung des Polizeiberichts sowie die Dokumentation der Fluchtroute verantwortlich gewesen zu sein. Selbige wurde anhand einer Karte und Luftbildern erläutert. In seinem Bericht hatte er zu erwähnen vergessen, daß einer der Angeklagten an der Tankstelle in die Luft geschossen haben soll. Außerdem behauptete er, daß alle beteiligten BGS-Beamten polizeilich vernommen worden wären, wusste allerdings nicht mehr von wem. Während seiner Befragung sprach er desöfteren von Schusswechsel, musste sich nach Intervention der Verteidigung jedoch dahingehend korrigieren, dass geschossen wurde. Nachdem dieser Zeuge entlassen wurde, fragte die Verteidigung bei Gericht an ob es stimme, dass der Prozess von einem BGS-Beamten in Zivil beobachtet würde. Dies wurde bestätigt, was die Verteidigung veranlasste energisch darauf hinzuweisen, daß etwaige Abschriften nicht an Zeugen weitergegeben werden dürfen. Bevor nun der nächste Zeuge gerufen wurde, verließen die beiden NebenklägerInnen den Saal, um nicht unnötig mental belastet zu werden. Der 3.Zeuge Martin Dienstknecht, PHM beim BGS, betrat den Raum. Er und sein Kollege Küppers, ebenfalls PHM beim BGS, waren die Beamten, die das Auto mit den Angeklagten nach deren Grenzübertritt an der Tankstelle zum Anhalten bewogen hatten, um eine "Routinekontrolle" durchführen zu können. Er schilderte den Tathergang soweit er sich erinnern konnte. Dabei behauptete er, daß alle 3 beteiligten Männer während der Kontrolle eine Waffe gezogen hätten. Einer von ihnen hätte während der Geiselnahme in die Luft geschossen. Auf die Frage nach seinen persönlichen Empfindungen während dieser Situation antwortete er, er sei schließlich Polizist und obwohl die Situation nicht alltäglich gewesen sei, habe er keine Angst empfunden. Daß er Begona, die sich nach seinen Angaben die ganze Zeit über passiv verhalten hätte und das Geschehene eher beobachtete, nach ihrer Festnahme gefesselt in den Kofferraum seines Wagens gesperrt hatte, rechtfertigte er damit, daß er sich von ihr bedroht gefühlt hätte. Richter Nohl fragte nun ob es angesichts ihrer Passivität denn überhaupt nötig gewesen wäre, sie zu verhaften, was Dienstknecht nach längerem Schweigen mit einer möglichen Mittäterschaft Begonas begründete und, sie habe sich eben gewehrt. Auch die erneute Nachfrage ob er sich denn ganz sicher sei das alle drei Männer bewaffnet gewesen waren, bejahte er nachdrücklich. Nun folgten zur Anklageschrift widersprüchliche Angaben zur Sitzverteilung im Fluchtauto. Die anwesenden Sachverständigen fragten nach dem Eindruck den speziell Gabriel auf den Beamten gemacht hätte, was mit "entschlossen" beantwortet wurde. Schließlich kam die Verteidigung auf den von Dienstknecht und Küppers verfassten Sachverhalt zu sprechen. Diesen hätten beide direkt nach den Geschehnissen zusammen in den Räumen der Aachener Kripo verfasst. Es folgten mehrere Einwände und Fragen die darauf abzielten aufzuzeigen, das dieser Sachverhalt nicht seine (Dienstknechts) subjektive Wahrnehmung widerspiegele, sondern auch durch Eindrücke seines Kollegen und evtl. noch dritter geprägt sei. Eine polizeiliche Vernehmung von PHM Dienstknecht nach den Ereignissen fand allerdings nicht statt, obwohl diese Ereignisse (Sachverhalt), die Grundlage der Strafanzeige sind. Des Weiteren räumte der Zeuge ein, sich am Morgen des Verhandlungstages und während einer Verhandlungspause mit seinem (ebenfalls als Zeuge geladenen) Kollegen, sowie einem Polizeipsychologen nochmals über den Inhalt des Sachverhaltes unterhalten zu haben. Nach der Mittagspause hakte Begonas Anwalt nochmals nach ob sich seine Mandantin denn wirklich gewehrt hätte, was Dienstknecht bejahte. Es folgten mehrere Fragen den Sachverhalt betreffend, bevor die Vernehmung dieses Zeugen vorläufig unterbrochen wurde. Der 4.Zeuge Helmut Küppers (PHM beim BGS) wurde aufgerufen. Auch er schilderte die Ereignisse besagten Tages, wobei seine Darlegungen der seines Kollegen Dienstknecht mehrfach widersprachen. Doch auch er bekräftigte, daß alle drei Männer bewaffnet gewesen wären und räumte ein, daß ein Kollege der Kripo Aachen (Kessel) die beiden angewiesen hätte, erwähnten Sachverhalt zu formulieren. Bevor die Befragung fortgeführt wurde, intervenierte Gabriels Anwalt Martin Poell, die Fußfesseln von Gabriel zu lockern. Was dann auch passierte. Nach Ende der Vernehmung des Zeugen Küppers wurden noch drei Filmmitschnitte der Überwachungskamera der Tankstelle gezeigt. Hierauf war nicht deutlich zu erkennen ob Bart bewaffnet war, jedoch das Begona sich widerstandslos festnehmen ließ. Weswegen Begonas Anwalt Pusch etwas von einer ihrerseits folgenden Anzeige gegen Dienstknecht wegen Falschaussage sagte. Dienstknecht wurde erneut aufgerufen und mit dem Film konfrontiert. Er kommentierte dazu nur, dass er sich eben bedroht gefühlt habe. Nach Entlassung dieses Zeugen wurde die Sitzung gegen 16.30 Uhr geschlossen. Nächster Termin ist der 30.03. (Mittwoch) um 10:00 Uhr im Saal 339 des Aachener Landgerichtes. ================================================== 05 Sudanesische Regierung will eigene Kriegsverbrecher nicht verfolgen "wadi wien" ================================================== Khartoum lehnt Resolution zur Verfolgung von Kriegsverbrechern ab Außenminister: Kein Sudanese wird außer Landes gebracht - USA für Errichtung eines Tribunals in Tansania Khartoum - Der Sudan will UNO-Resolutionen ablehnen, die die Verurteilung sudanesischer Kriegsverbrecher im Ausland zulassen. Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen wird voraussichtlich am Mittwoch über einen französischen Resolutionsentwurf abstimmen, dem zufolge Kriegsverbrechen in der Krisenregion Darfur vom Internationalen Kriegsverbrechertribunal verfolgt werden können. Allerdings erkennen die mit einem Vetorecht im Rat ausgestatteten USA das Tribunal nicht an. Sie haben deshalb die Errichtung eines Tribunals von UN und Afrikanischer Union in Arusha in Tansania vorgeschlagen. Ablehnung Sudans Außenminister Mustafa Osman Ismail sagte allerdings am Sonntag, sein Land werde beide Resolutionen ablehnen. "Beide sind nicht angemessen für den Sudan". Er stellte klar: "Wir sind absolut gegen jede Resolution, die vorsieht, dass ein Sudanese - ganz gleich ob Rebell oder auf Regierungsseite - aus dem Sudan hinausgebracht wird". Eine der Rebellengruppen in Darfur sprach sich dagegen für den französischen Resolutionsentwurf aus. Diese könne zum Frieden beitragen, das Vertrauen der Flüchtlinge stärken und die Ehre der im Konflikt Getöteten wahren. (APA/Reuters) www.derstandard.at -- WADI - Verband für Krisenhilfe und solidarische Entwicklungszusammenarbeit e-mail: wadi.wien at gmx.at Tel.: 0699-11365509 Spendenkonto in Österreich: Kontonummer 07.405.301 Evangelische Kreditgenossenschaft eG BLZ 31800 IBAN: AT10 3180 0000 0740 5301 BIC: EVKRATW1 Website mit weiteren Informationen zu Projekten von Wadi und Veranstaltungshinweisen: www.wadinet.at ================================================== 06 Assyrische Nachrichtenagentur: Turkey Illegally Confiscating and Selling Assyrian Lands "wadi wien" ================================================== Turkey Illegally Confiscating and Selling Assyrian Lands www.aina.org (AINA) -- The Turkish government is planning to sell 101 hectares of land in the Assyrian village of Bote, located in south-east Turkey. The land was confiscated in 2000, when more than 50 historical houses in Bote were destroyed, without permission from the Assyrians, and the Church of St. Mary converted into a mosque. The Assyrians have not been compensated for their houses and land and no explanation has been given by the Turkish government for the illegal confiscation of their properties. The Church of St. Mary still remains a mosque. "Turkey is trying to use some Assyrian organizations to show the EU that they respect the human rights of Christians," says Attiya Gamri, an Assyrian from Turkey and a member of the Dutch Parliament, "but to-date they have not respected the rights of the Asyrians (also known as Chaldeans and Syriacs)." Ms. Gamri cites the case of the Assyrian New Year celebration in Midyat, Turkey. The Turkish government did not accept the title "Assyrian New Year" and forcefully changed it to "Christian Spring Day." "We do not accept this," states Ms. Gamri, "Turkey should recognize the Assyrian New Year and we hope the Assyrians in Turkey will not accept this." "Turkey thinks that we do not understand what assimilation of etnicitiy is," says Ozcan Kaldoyo, An Assyrian community leader in Stockholm, "they think that we will accept this, so that they can use this to show the EU that Christians in Turkey are respected." Mr. Kaldoyo and Ms. Gamri are spearheading the effort in Europe to stop Turkey from selling the illegally confiscated Assyrian lands in Bote. Copyright (C) 2005, Assyrian International News Agency. All Rights Reserved. -- WADI - Verband für Krisenhilfe und solidarische Entwicklungszusammenarbeit e-mail: wadi.wien at gmx.at Tel.: 0699-11365509 Spendenkonto in Österreich: Kontonummer 07.405.301 Evangelische Kreditgenossenschaft eG BLZ 31800 IBAN: AT10 3180 0000 0740 5301 BIC: EVKRATW1 Website mit weiteren Informationen zu Projekten von Wadi und Veranstaltungshinweisen: www.wadinet.at ================================================== 07 hate speech on posters and graffitti in belgrade Labris ================================================== In Belgrade, on March 22, posters, calling for boycott of radio- television B92 as "Jewish television", appeared at the entrance to the Jewish cemetery. Same posters covered downtown, and the graffiti conveying anti-Semite messages were written at the entrance to the offices of non-governmental organizations Swedish Helsinki Committee for Human Rights and Humanitarian Law Center. Unknown organization "National formation", who signed those posters, attacks B92 and calls for: "Boycott because of anti- Serbian actions, dangerous influence on the Serbian youth, support to Kosovo independence, support to spreading of drug addiction, homosexualism and other diseases from the West and support to multiracial new world order". Similar messages can be found in the graffiti at the entrance to the cinema "Rex", on Jevrejska Street. Slogans "Serbia to Serbs" and "We want freedom, not the slavery to the Jews" are connected with signing the petition "Stop the conspiracy of silence", organized the other day by the group of eight non-governmental organizations within the campaign against growing anti-Semitism. At the entrance to the offices of Helsinki committee for Human Rights, the slogans read: "Sonja Biserko - Jewish pawn - a faithful servant of the Jewish world order", as well as the joined signs of the David star and B92. President of Serbia Boris Tadic criticized the posters that call for the boycott of B92. Tadic also said that everybody had the right to express argumentative criticism of the work of the media, but any calls for violence and spreading of national intolerance are absolutely unacceptable. President Tadic asked the authorities to conduct an urgent investigation of this case. Political party G17plus also criticized the pressure the media. "We have to show that we are an open European society that is willing to unite with others by respecting diversity. We must not allow threats, violence and extremist groups to dominate the public life", stated G17plus. Democratic party also calls the authorities to take urgent measures and find out who is behind the organization "National Formation". Civil Alliance of Serbia believes that appearance of these posters is a reflection of the authorities' inability to confront retrograde forces of our political scene. This party called the poster and graffiti messages "fascist, racist and discriminatory". Although we must admit that the reactions of the officials and political party are one step forward in combating homophobia, anti-Semitism, nationalism, racism, and discrimination in general, the question remains whether the authorities will really take all the necessary measures against hate speech. It is obvious that the authorities are "the most sensitive" to anti- Semitism issues and it is good that there is a coordinated condemnation of the pressure on the media, but to stop the spreading of hatred takes a lot more. It is necessary that the officials and political parties, clearly and always, condemn ALL hate speech and ALL forms of discrimination and make sure that the perpetrators do not get away with a crime. In favor of this will state two recent examples of lack of the official reaction, although the LGBT organizations in Serbia and Montenegro made appeals. In November 2004, at the entrance to the building of RTV Crna Gora, supporters of the football club "Buducnost" stoned the LGBT activist, just before his appearance in a TV show. In July 2004, in its counter-campaign to the one by Labris, Obraz (nationalist group) through posters indirectly invited the citizens to lynch lesbians and gay men. The slogan of its campaign was "It is better to prevent than cure". Regarding this case, public prosecutor deputy concluded that there were no elements for bringing criminal charges. Human rights are inalienable and it is necessary that the politicians and the authorities realize it as soon as possible in order to prevent such events from happening in the future. LABRIS - lesbian human rights groups _____________________________________ Labris - grupa za lezbejska ljudska prava Beograd, SCG E-mail: labris at eunet.yu Tel: +381 11 3444950 Tel/fax: + 381 11 459604 Mob: +381 63 8 513 170 Web: http://www.womenngo.org.yu/labris ================================================ C) TERMINE ================================================ ======================== Dienstag http://www.mund.at/butt/Termine/Maerz/2903.htm Mittwoch http://www.mund.at/butt/Termine/Maerz/3003.htm Freitag http://mund.at/butt/Termine/Maerz/3103.htm ======================== ================================================ D) EDITORIAL ================================================ Für den Inhalt verantwortlich: Ihr. E-Mail-Adresse für Beiträge: widerstand at no-racism.net geschickt. widerst at nd MUND und alle Termine täglich aktualisiert im Web: http://www.no-racism.net/MUND Ziel von MUND (medienunabhängiger Nachrichtendienst) ist die unzensurierte und möglichst rasche Information über gesellschafts- politisch relevante Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu Widerstand und Antirassismus sowie verwandte Themen. sollen einen Titel, Namen und Emailadresse der/des AutorIn enthalten und möglichst kurz und prägnant gehalten sein, ev. mit Hinweis, wo weitere Informationen eingeholt werden können. Bitte keine Attachments! Die inhaltliche und sachliche Verantwortung liegt bei der/dem jeweiligen AutorIn bzw. jenen, die uns die Beiträge schicken. Der MUND wird von einzelnen TagesredakteurInnen zusammengestellt. Da Fehler nicht ausgeschlossen sind, bitten wir, nicht veröffentlichte Beiträge nochmals an widerstand at no-racism.net zu senden. Die Weiterleitung (auch auszugsweise) ist erwünscht. Beiträge mit rassistischen oder sexistischen Inhalten werden nicht veröffentlicht. Sehr persönliche Meldungen werden wir an den betreffenden Adressaten weiterleiten, aber nicht im MUND veröffentlichen. Die bisherigen Ausgaben sind unter http://www.no-racism.net/MUND archiviert. Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage: * Wann: Sonntag, 11.11.2001, 11:11 Uhr * * Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" * * Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf * * Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie. Aber kurz und prägnant.* Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch stillschweigend Zensur zu üben. Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die Nichtaufnahme geliefert. (Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.) Die AbsenderInnen der betroffenen Beiträge werden hiervon informiert. Im Sinne einer "gläsernen Zensur" könnt ihr Euch die Beiträge gerne extra schicken lassen: Ein kurzes Mail an widerstand at no-racism.net genügt. ================================================ E) VERTEILERLISTE ================================================ Zur Eintragung in diesen Verteiler bitte direkt subskribieren unter http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/analle oder von der einzutragenden Adresse aus ein mail schicken an: admin at no-racism.net mit folgendem Text: subscribe no-racism Bitte wegen Automatisierung diesen Wortlaut verwenden! Zur Austragung aus dieser Liste bitte an aus Einsendungen an zusammengestellt. Bitte keine Attachments! (werden nicht angenommen) Für diese Ausgabe nicht aufgenommen: nix. Redaktionsschluss für diese Ausgabe: 20:00 Uhr III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III widerst at nd-MUND is powered by http://alt.strg.at/ From analle at no-racism.net Thu Mar 31 12:17:11 2005 From: analle at no-racism.net (analle at no-racism.net) Date: Thu, 31 Mar 2005 12:17:11 +0200 Subject: MUND: Mittwoch/Donnerstag, 30./31.3.2005 Message-ID: MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst www.no-racism.net/mund Mittwoch/Donnerstag, 30./31. März 2005 ================================================ A) INHALT ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ============================================== 01 Donnerstagspeakerscorner 31.3.:Justizpolitik/Protest gg. Miklautsch/Termine/Dankes von "August Faschang" ============================================== 02 April: !The Great Television Swindle" u.a. von Rabenhof Presse ============================================== 03 Filmfestival "Gemeinsam erweitern" by vlatka frketic ============================================== 04 Termine von MALMOE ============================================== 05 latest news vom wk 2005 von "mo nowak" ============================================== 06 Einladung und Aviso von Heidrun Aigner ============================================== 07 Monument für die Niederlage_8.4.2005 von "Galerie IG BILDENDE KUNST" ============================================== 08 [slp-info] Deutschland. Wahlalternative für Soziale Gerechtigkeit - Veranstaltung in Wien mit Referentin aus Berlin von Sonja Grusch ============================================== 09 2 Termine für Mund von didi zach ============================================== 10 CROPfm - Newsletter: Gefahren des Mobilfunks [01.04.05] von Tarek Al-Ubaidi ============================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND KOMMENTARE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ============================================== 11 United Aliens TV ist nicht zu stoppen von "pot" ============================================== 12 Fohnsdorf/HTP/Kündigungen/KPÖ von KPÖ Steiermark ============================================== 13 Ostergedanken: Wir Illegalen von office at asyl-in-not.org ============================================== 14 1955 - 2005 - Bonn-Kopenhager Erklärung von Gesellschaft für bedrohte Völker ============================================== 15 Sandra Bakutz wird enthaftet von Freiheit_fuer_Sandra at gmx.at ============================================== 16 Presseerklärung: Am 14. Juni 2005 steht die Online-Demonstration gegen Lufthansa von 2001 vor Gericht von Redaktion der So oder So ============================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< INTERNATIONALES ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ============================================== 17 Interesting Agency-News about Venezuela: Politics & Economics von venezuela-info.net ============================================== 18 Dissent Newsletter Nr. 2 von gipfelsoli-l at lists.nadir.org ============================================== 19 Kurds Wield New Power in Kirkuk Politics von "wadi wien" ============================================== ================================================ B) TEXTE ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ============================================== 01 Donnerstagspeakerscorner 31.3.:Justizpolitik/Protest gg. Miklautsch/Termine/Dankes von "August Faschang" ============================================== Liebe Leute! > > Auch am Donnerstag (31.3.) gibt es zusätzlich >zur wöchentlichen Mahnwache gegen Schwarzblau in >Österreich und Blaurot in Kärnten vor dem >Kanzleramt wieder einen Speakerscorner, diesmal >mit einem Referat zum Thema: Immer verdächtig - >schwarz-blaue Justizpolitik macht die >Gefängnisse voll und Schuld daran sind die >Drogendealer, die Schwarzafrikaner, die >Ostmafia, die Bettler und die Arbeitslosen. Eine >Analyse erweist sehr schnell, dass die Misere >hausgemacht ist und Resultat einer >Justizpolitik, die unmittelbar nach >Regierungsantritt eine Flut von Klagen und >Strafverfügungen loszutreten begann. Wer diese >Art von Justizverständnis vertritt und nebenbei >auch noch Personal abgebaut hat, darf sich über >die Zustände in Haftanstalten nicht wundern. Es >geht um die Sicherheit. Die Terroristen sind >mitten unter uns. Kontrolliert wird immer, >überwacht überall. Immer verdächtig. > > Treffpunkt ist um 19Uhr45 Ecke >Ballhausplatz/Heldenplatz, Beginn 20Uhr. Und >danach sind wieder alle Teilnehmerinnen im >Stammlokal in der Neustiftgasse willkommen! > > Weitere Termintipps: > Dienstag (29.3.), 18Uhr: Kundgebung für Sandra >Bakutz am Tag vor dem Beginn des Prozesses gegen >sie vor der türkischen Botschaft >(Prinz-Eugen-Str.40, 1040Wien) > Donnerstag (31.3.),ab 17Uhr: Widerstandslesung >(Ecke Ballhausplatz/Heldenplatz). > Donnerstag (31.3.), 20Uhr: Speakerscorner >"Schwarzblaue Justizpolitik" , siehe oben. > Samstag (2.4.), 14Uhr: Lärmdemo beim >Schubgefängnis, Hernalser Gürtel 8-12, 1080Wien. >(Im Rahmen des Internationalen Aktionstags für >Bewegungsfreiheit und Bleiberecht) > Sonntag (3.4.), 10Uhr: Gedenkkundgebung auf dem >Friedhof in Stein anlässlich des 60.Jahrestags >des von der SS und fanatischen Nazis verübten >Massakers an politischen Häftlingen im Zuchthaus >Stein an der Donau am 6.4.1945, bei dem an die >500 politische Häftlinge noch kurz vor der >Niederlage der Nazidiktatur ermordet wurden. >Anmeldung für die Busanreise aus Wien möglich >unter 01/7263943 (KZ-Verband). > > Danksagungen: > Dankeschön allen, die beim Speakerscorner am >17.3. dazu beigetragen haben, dass im Körberl >für B., der seit 8.3. erneut in Schubhaft sitzt, >Euro100,- gelandet sind!!! > Dankeschön allen, die durch ihr Kommen, durch >das Mitbringen von Wortbeiträgen, Essen, Sekt... >dazu beigetragen haben, dass der >2Jahre-Speakerscorner am letzten Donnerstag zu >so einem netten, interessanten und >abwechslungsreichen Abend mit ernsten und >weniger ernsten Beiträgen geworden ist!!! > > Im ANHANG ein Aufruf zu Protesten gegen >Justizministerin Miklautsch wegen ihrer Aussagen >in Sachen Wehrmachtsdeserteure in der >ORF-Pressestunde vom 20.3.. Wie u.a. auch im >Speakerscorner vom 17.3. deutlich gemacht wurde, >ist die Brutalität der Nazi-Militärjustiz im >Umgang mit Deserteuren (u.a. über 20 000 >Todesurteile) sowohl im Vergleich zur >Militärjustiz der Alliierten als auch im >Vergleich zur deutschen Militärjustiz vor der >Nazidiktatur einzigartig im schrecklichsten >Sinn. Daher sind auch jene Deserteure, die keine >Widerstandskämpfer waren, auf jeden Fall als >Opfer des Nazi-Unrechtssystems zu betrachten. >Ein Speakerscorner zur Ignoranz von Schwarzblau >gegenüber Wehrmachtsdeserteuren wird in den >nächsten Wochen im Rahmen unseres >Speakerscorner-Selbstdenkjahres 2005 noch kommen. > > ANHANG: Protest gegen Miklautsch > > ministerin miklautsch unterscheidet zwischen "politischen" und "feigen" > wehrmachtsdeserteuren. > Liebe Freundinnen und Freunde der Deserteure, > für all jene, die es noch nicht mitbekommen haben... > > Die Justizministerin hat nun erstmals öffentlich (anläßlich der Pressestunde > gestern) erklärt, was von den Wehrmachtsdeserteuren zu halten ist: M> örder, > Kriminelle, und selbstverständlich feige... BM Miklautsch hatte in der > Sendung sinngemäß gemeint, es mache einen Unterschied, ob die Desertion aus > der Wehrmacht aus Feigheit oder aus Widerstand gegen das NS-Regime erfolgt > sei, entschuldigte sich (nach hartem Nachfragen von Andreas Koller) in der > Folge aber für den Gebrauch des Wortes "feige" in diesem Zusammenhang. > > Vielleicht möchte/kann jemand von Euch der Frau Ministerin > > BM für Justiz Mag. Karin Miklautsch > Bundesministerium für Justiz > Palais Trautson > Museumstraße 7 > 1070 Wien, > Tel.: 01 52152 - 0, > Fax: 01 52152 - 2730, > e-Mail post at bmj.gv.at > > oder einer breiteren Öffentlichkeit mitteilen, was Ihr davon hält. > > Für das Personenkomitee > Hannes Metzler > > "Die Presse", vom 21.03.2005, Seite: 1 > "Feige" Deserteure oder NS-Gegner? > Justizministerin Miklautsch will bei Aufhebung von NS-Urteilen Unterschiede. > > Wien (red.). Juristische Probleme sieht Justizministerin Karin Miklautsch > bei der geplanten generellen Aufhebung von NS-Urteilen. "Als > Justizministerin habe ich das Problem: Was ist ein Unrechtsurteil?", sagte > Miklautsch in der Fernseh-Pressestunde. Bei einer Verurteilung von Mördern > sei dies nicht der Fall. Und es sei auch ein Unterschied, ob jemand > desertiert sei, weil er "feige" oder weil er ein Gegner des Nazi-Regimes > war. Es werde aber in der Frage weiter verhandelt, sie suche eine > vernünftige Lösung. > > Für die Aufhebung von Wehrmachts-Urteilen gibt es bereits zwei Gesetze aus > den Jahren 1945 und 1947. Damals musste allerdings jeder Einzelne um die > Aufhebung seines Urteils ansuchen, während jetzt eine generelle Aufhebung > kommen soll. > -- > Personenkomitee > "> Gerechtigkeit für die Opfer der NS-Militärjustiz> "> ============================================== 02 April: !The Great Television Swindle" u.a. von Rabenhof Presse ============================================== Liebe Medienpartner, Wir freuen uns, Ihnen für April 2005 die Wiederaufnahme einer der diesjährigen Erfolgsproduktionen des Rabenhof Theaters ankündigen zu dürfen: • „THE GREAT TELEVISION SWINDLE“ Eine Expedition durch 50 Jahre Fernsehgeschichte von und mit: maschek. (Peter Hörmanseder, Ulrich Salamun, Robert Stachel) Support: Ed. Hauswirth 21., 22., 23., 28., 29., 30. April 2005 (Beginn: 20.00 Uhr) RABENHOF THEATER A-1030 Wien; Rabengasse 3 Kartenreservierungs-Hotline: Tel. 01/712 82 82 Infos + Online-Reservierung unter: http://www.rabenhof.at Kartenpreise: * 16,-- / * 9,-- Genaue Detailinformation entnehmen Sie bitte dem angefügten Attachment. Beiliegende Fotos zu „Television Swindle“: Rita Newman, Abdruck bei Namensnennung honorarfrei Weitere Szenenfotos (alle ebenfalls von R.Newman, honorarfrei) sind unter http://www.gamuekl.org/rabenhoftelevisionswindle zum Download vorbereitet. Ebenfalls auf dem April - Spielplan: • „Grimms Killers - Die schönsten Morde der Gebrüder Grimm“ (Regie: Dana Csapo) 1., 2., 5., 6., 7., 8., 9., 15., 16. April (20h) • „Der Kameramörder“ (mit Thomas Maurer/Regie:Anatole Sternberg) 12., 13., 14., 19., 20., 26., 27 April (20h) -- Rabenhof Presse Gabriele Müller-Klomfar Tel: +43-699-1-913 14 11 Fax: +43-1-913 14 11 rabenhof_presse at gamuekl.org ============================================== 03 Filmfestival "Gemeinsam erweitern" by vlatka frketic ============================================== "Filme von Nebenan" - Filmfestival Osteuropa EINTRITT FREI!! "Gemeinsam erweitern" präsentiert vom 31. März - 07. April Filme aus Tschechien, der Slowakei, Slowenien und Ungarn -------------------------------------------------------------------------- Im Rahmen des grenzüberschreitenden Projekts Gemeinsam Erweitern präsentiert der Österreichische Gewerkschaftsbund zum ersten mal eine Filmschau aus den neuen EU-Mitgliedstaaten Tschechien, der Slowakei, Ungarn und Slowenien: Filme von nebenan. Die letzten 60 Jahre - vom Ende des Zweiten Weltkrieges, über die Jahrzehnte des Kommunismus und den Fall des Eisernen Vorhangs, bis zum Eintritt in die EU 2004 - stellen den thematischen Rahmen des Filmfestivals. Im Mittelpunkt stehen persönliche Geschichten die eng mit dem sozialen Wandel in den Nachbarländern verknüpft sind. Während der Woche vom 31. März 2005 - 7. April 2005 werden Insgesamt 15 Filme, darunter zwei österreichische Erstaufführungen im De France Kino in Wien zu sehen sein. Do 31. März 2005 - 19:30 Eröffnungsfilm > > Kontroll/Kontrolle - R: Nimrod Antal/ Ungarn > > (In Anwesenheit des Produzenten Tamas Hutlassa > und zwei der > > Hauptdarsteller Sandor Csanyi und Csaba Pindroch.) > > Kontrolle, der erfolgreichste ungarische Film der > letzten Jahre und > > Gewinner des Prix de Jeunesse beim Filmfestival in > Cannes 2004, ist eine > > rasante Geisterfahrt durch die surrealen, > unterirdischen Neon-Labyrinthe > > eines U-Bahn-Systems.(Pressetext) > > > > Mo 4. April 2005 - 21:00 > > Horem Padem/Auf und Ab - R: Jan > Hrebejk/Tschechien > > > > Weiters erwarten wir den slowenischen Regisseur > Branko Djuric der > > seinen neuesten Films Kajmak in Marmelada am Freitag, > den 1. April um > 21:00 > > im De France vorstellen wird > > > > Der Eintritt zu den Vorstellungen ist frei!!! > > Zählkarten sind an der Kinokassa abzuholen - > Reservierung unter Tel: > > > 01/ 3175236 oder www.defrance.at empfohlen! > > > > > > Veranstaltungsort: > > De France > > Schottenring 5 > > 1010 Wien > > 01/3175236 > > www.defrance.at > > > > > > Festivalleitung: > > Katharina Posch > > Tel: 0043 650 9987559 > > Kathi.posch at gmx.at > > > > > > Veranstalter: > > ÖGB "Gemeinsam Erweitern" > > Marcus Strohmeier > > Hohenstauffengasse 10-12 > > 1010 Wien ============================================== 04 Termine von MALMOE ============================================== Aktuell bevorstehende Termine mit Malmoe-Beteiligung: Freitag, 1. April ab 17h Im Rahmen der Ausstellung „W..WirWissen“ in der Kunsthalle Exnergasse (Wien): „Talk on selforganised magazines“ An informal talk / presentation about selforganised magazines, with a focus on the Greenpepper Magazine (Amsterdam), Manamana (Budapest) and MALMOE, Derive and Cuntstunt (Vienna). (Discussion held in English) Miklos Erhard (editor of Manamana and part of the Artgroup the Big Hope) will tell us about the Hungarian irregular free magazine Manamana that aims to connect the art-scene to the domains of civilian activity and political activism. Kernow Craig is coordinator of the greenpepper magazine (Amsterdam) and will present “the magazine for social justice and environmental issues, a tool for groups working toward social transformation." The editorial collective is changing yearly and for each issue, and so the magazine is not a static entity. Kernow will bring some of the most recent issue of greenpepper abbout precarity, edited by Alex Foti from the Chainworkers and Zoe Romano. Participants of Viennese newspaper Projects Malmoe, Derive and Cuntstunt will be present and explain their work. Links: ManaMana - http://www.ligetgaleria.c3.hu/ManamanaFO.htm The Big Hope - http://www.bighope.hu/ Greenpeper Magazine - http://greenpeppermagazine.org/ MALMOE - http://www.malmoe.org/ Derive - http://www.derive.at/ Cunstunt - http://www.cuntstunt.net/ W..WirWissen kennenlernen emanzipatorischer selbstinstitutionen, socialised research und verlernen lernen Kunsthalle Exnergasse (WUK), 1090 Wien 23.3.-23.4.2005 ********************************************************* Freitag, 8.April ab 14h EXIT SPACE 6 @ Postgarage, Dreihackengasse 42a, 8020 Graz „Österreich ist Frei? Identität und Mentalität der ÖsterreicherInnen - etwas anders betrachtet“ Kritische Auseinandersetzung mit der österreichischen Identität, Mentalität und Geschichte anlässlich des Jubiläumsjahrs 2005. 14h Workshop "Die Freiheit ist nicht national" - ProletInnen und KanakInnen haben kein Vaterland! Infos und Diskussion zu allen möglichen Fragen: Nationalismus und Patriotismus, Deutschnationale und nationale Mythen: Was ist eigentlich die Nation? Wie entsteht sie? Was bedeutet sie für diejenigen, die dazugehören, und für diejenigen, die ausgeschlossen bleiben? Auf welchen Mythen beruht die österreichische Nation und wie und warum wurden diese Mythen erzeugt? Was genau macht die österreichische Nation aus? Worum geht es den Deutschnationalen? ... und was immer die TeilnehmerInnen noch besprechen wollen. Mit Robert Schwarz (antinationaler Alt-Autonomer), Sylvia Köchl (MALMOE) und Heribert Schiedel (DÖW) 18h Diskussion mit Ass.-Prof. Dr. Eduard Staudinger (Institut für Geschichte / UNI Graz) Prof. Dr. Helmut Kusmicz (Institut für Soziologie / UNI Graz) Heribert Schiedel (DÖW / Wien) Sylvia Köchl (MALMOE / Wien) Robert Schwarz (Wien) MigrantInnen aus Graz Ab 23.00 Uhr Party mit DJs Nishinga und Fuel in Sekt Live: Drop The Lime, Society Suckers, Sickboy, Rotator Visuals zum Thema Österreich: CHEW ZET [PD~, remi / Graz] AK ab 23.00 Uhr: 8 Euro Mehr infos: http://exitspace.org ********************************************************* Am selben Tag (8.April) in Wien: 12h Enthüllung des „Monument für die Niederlage“ im Ostarrichi-Park (Landesgericht/Alserstraße), 1090 Wien http://oesterreich-2005.at/projekte/monument ************************************* MALMOE Sensationsjournalismus fuer Fortgeschrittene http://www.malmoe.org redaktion at malmoe.org ************************************* _______________________________________________ malmoe newsletter http://www.malmoe.org Abbestellen des newsletters auf http://goldfisch.at/mailman/listinfo/malmoe oder ein mail mit dem subject "unsubscribe" an malmoe-request at list.malmoe.at schicken. ============================================== 05 latest news vom wk 2005 von "mo nowak" ============================================== hallo leute! Hier für euch - im anhang - die neuesten infos zum wiener kongress 2005(11-18 mai)! Nächstes Wiener Kongress Koordinationsplenum: Sonntag 3. April um 16.30 (!) im EKH kommt zahlreich! und wer kann, soll bitte auch schon eine inhaltliche kurzbeschreibung der workshops, veranstaltungen, etc., die ihr plant, mitbringen ( für infoflyer und die website)! ausserdem sind übersetzerInnen nachwievor dringend gefragt und gesucht, vor allem englisch (native speaker?) aber auch alle anderen sprachen, die ihr einbringen könnt und wollt. weitere infos entnehmt ihr der website: www.wienerkongress.info oder kontaktiert uns unter wienerkongress at gmx.net! soweit die latest news von uns, liebe grüsse, get active! mo anhang: 1 Nächste Vorbereitungsplena: 2 Vorläufiges Programm 3 AG Migration 4 Vokü-Aufruf! ++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++ 1 Nächste Vorbereitungsplena: Volxküchenplenum: Näxtes Treffen: 31.03. um 20h im EKH-Beisl F13 VORBEREITUNGSTREFFEN am Freitag 8. April wieder im Salon Uhudla (1040, Phorusgasse 7) Beginn: 19 Uhr AG Migration Nächstes Treffen in planung, genaueres erfährst du unter: agmigration at no-racism.net ++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++ 2 (Vorläufiges) Programm Programm Mittwoch 11.05 Anreisetag 18 Uhr Eröffnungsplenum des Wiener Kongress 2005 Inhaltliche Vorstellung der AG s / genauere Ankündigung der einzelnen Workshops Abends Vokü Donnerstag 12.05 Offenes Inhaltliches Programm Vokü pogmahon.art.club: vegetarische Volxküchen Mittagstisch von 12- 14 Uhr Kunst&Kultur: pogmahon.art.club: AUSSTELLUNG:"In der Gegend - An der Straße" - Fotoarbeiten Sebastian Schubert Freitag 13.05 Offenes Inhaltliches Programm F13 Aktionstag: Sinn der F13-Aktionen ist, mit den Mitteln der sozialen und künstlerischen Bewegung auf die Lage ausgegrenzter sozialer Gruppen aufmerksam zu machen. Wie provokant diese Mittel eingesetzt werden, bestimmen die teilnehmenden Personen & Gruppen autonom. Alles zwischen Aufklärung durch Humor und Aufklärung durch Irritation ist erlaubt. Der neue Volxbrauch erobert den öffentlichen Raum (und lässt den generellen Anspruch auf "Leben und leben lassen" in diesem Raum nie wieder verblassen). http://www.f13.at/ geplant sind Aktionen im öffentlichen Raum vom Augustin Strassentheater, dem Stimmengewitter (wiens bester Obdachlosenchor), TÜWI Vokü im freien, Flashmob, Guerilla GärtnerInnen, Schwarzfahraktionen,.. Vokü pogmahon.art.club: vegetarische Volxsküchen Mittagstisch von 12- 14 Uhr Nachmittagscaffekränzchen (Kaffee und Kuchen), bis 18 uhr Kunst&Kultur: pogmahon.art.club: AUSSTELLUNG:"In der Gegend - An der Straße" - Fotoarbeiten Sebastian Schubert FMLZ: Frauenfest von und mit einer schlagkräftigen Rasselbande Samstag 14.05 Offenes Inhaltliches Programm Vokü EKH Kunst&Kultur: pogmahon.art.club: AUSSTELLUNG:"In der Gegend - An der Straße" - Fotoarbeiten Sebastian Schubert EKH Konzert mit Brambilla ua. Sonntag 15.05 Demo: „Eat the Rich“ Vokü Montag 16.05 Offenes Inhaltliches Programm Abschlussveranstaltung des Wiener Kongress 2005 Vokü Dienstag 17.05 Aktionstag Vokü Mittwoch 18.05 Abschlussfest im Türkenschanzpark: Tüwi Open Air OFFENES INHALTLICHES PROGRAMM: Es gibt Raum für spontane Veranstaltungen, Diskussionen und Workshops, den ihr mit euren Ideen und Programmpunkten füllen könnt. Falls ihr bereits jetzt Veranstaltungen ankündigen wollt, bitte mehlt an: wienerkongress at gmx.net . Ort und Zeit der unten angeführten Programmpunkte werden noch genau bekanntgegeben. AG Häuserkampf: Vernetzungsplenum tbc Raum für Projektvorstellungen tbc Robert Foltin: HausbesetzerInnengeschichten ev mit Stadtrundgang Kapitalismuskritik: Grundrisse: Postoperaismus (??)Veranstaltung G8 Mobilisierungs und Infoveranstaltung Freiraum: Inhaltliche Auseinandersetzung mit dem Thema „Aneignung“ Frauen Wendo: feministische Selbstverteidigung Drogenpolitik: Gemmi: Dealen als Arbeit Antifaschismus: Antifaschismuskritik AG Migration + staatliche Rassismen: Diskussionsveranstaltung Donnerstag abend Europäische Lagerpolitik Stadtrundgang zu Illegalisierung + staatliche Rassismen Asyl und Fremdengesetznovelle in Österreich Workshops Filmreihe soll mit dem Programm gekoppelt werden Ausstellung von no-racism.net Tierrechtsgruppe: 2 Arbeitskreise zu Tierrechten und Tierbefreiung Anarchismus Dieter Schrage: Anarchismus und Gewalt EKH 13 od 14. mai Schwarzwurzeln: Anarchistische Filmreihe Aktionsformen: F13 Aktionstag Kommunikationsguerilla Workshop Radioballett Reclaim the Streets Medien + Kommunikation: Medienzentrum (geplant) Zeitungsworkshop Radio Orange Kultur * PUNX NOT DEAD Strassenfeste in der Mariahilferstrasse (beim Pankabankal) * Ausstellung von Alberts Bildern * Ausstellung Radikalkunst - Chris Moser * RTS im öffentlichen Raum +++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++ 3. AG Migration Kontakt: agmigration at no-racism.net Aufruf: http://at.indymedia.org/newswire/display/53385/index.php als pdf: http://at.indymedia.org/usermedia/application/11/agmigration_1.pdf Termine: nächstes Vorbereitungstreffen erfragen außerdem: Samstag, 2. April 2005: europaweiter Aktionstag für Bewegungsfreiheit und Bleiberecht in Wien: Demonstration gegen Abschiebungen und Schubhaft, Treffpunkt: 14:00 vor dem Schubhäfn Hernalser Gürtel 8-12, 1080 Wien (Lärminsturmente mitbringen!) Info: no-racism.net | carava.net | nolager.org Donnerstag, 7. April 2005, ab 19:00 Uhr: Filmabend zum Widerstand gegen die Europäische Lagerpolitik im Vekks, Zentagasse 26, 1050 Wien. Gezeigt wird u.a. die Dokumentation zum Europaweiten Aktionstag am 2. April 2005, erste Bilder von den Aktionen und Clips zu verschiedenen Protesten gegen Schubhaft und Abschiebungen. Freitag, 22. April 2005: Abolishing the Borders from Below im EKH, Wielandgasse 2-4, 1100 Wien 20:00: Videoscreening "Borderline South-East" (AK Kraak, de/en, ca 40min) 21:00 Presentation of the Magazin: Abolishing The Borders from Below 22:00: Abolishing The Borders from Below Soliparty mit Ad Acta, Sangre De Cristo, Nie Geprobt und mehr Info: no-racism.net | http://abb.hardcore.lt +++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++ 4 VOKÜ-AUFRUF Aufruf zur unterstuetzung fur die wr. Kongressvolxküche! Derzeit haben sich ein paar KochkünstlerInnen für die Organisierung einer Volxküche zum Wr.Kongress zusammengefunden. Wir benötigen daher noch weitere Hilfe damit wir auch tatsächlich uns alle versorgen können. In der der Vorbereitungszeit wäre das zB.: besorgen oder zur Verfügung stellen von Kochutensilien, wieTöpfe, Teller, Besteck, Putzzeugx, Wannen, Kochplatten, sowie Mithilfe beim Auftreiben von länger haltbaren Nahrungsmitteln, wie z.B.: Öle, Salze, Gewürze, Getreide, Hülsenfrüchte(auch in Dosen), Zwiebel, Kartoffel … Während dem Kongress braucht es noch kreative KöcheInnen und sentimentale ZwiebelschneiderInnen, sowie Menschen zum Einsammeln von Brot/ Obst/ Gemüse / … von diversen (Super-)Märkten … Also VOlxKÜche von allen für alle! Näxtes Treffen: 31.03. um 20h im EKH-Beisl -- ++ Wiener Kongress 11.- 18. Mai 2005, http://wienerkongess.info ++ ============================================== 06 Einladung und Aviso von Heidrun Aigner ============================================== "Ohne Barrieren? Körper - Technologien - Behinderungen" Am 8. April diskutieren internationale ExpertInnen im Museumsquartier Wien neue Möglichkeiten, die uns technische Innovationen eröffnen, und ihre Grenzen. Technologien erschließen uns neue Handlungsräume, schaffen aber auch neue Barrieren. Technologien erweitern und unterstützen Frauen und Männer mit Behinderung erfahren die Auswirkungen neuer Technologien sehr unmittelbar. Ist die Mobilität eingeschränkt, das Seh- oder Hörvermögen vermindert, werden Computer zu lebensbegleitenden Assistenten, schaffen Informations- und Kommunikationstechnologien neue Chancen in Alltag und Berufsleben. Technologien behindern Wenn jedoch jede physische Abweichung als technisch reparierbar und kompensierbar betrachtet wird, behindern Visionen vom optimierten Körper behinderte Frauen und Männer. Technologien erweitern zwar den Handlungsspielraum von behinderten Menschen, doch gesellschaftliche Integration ist nach wie vor eine politische Frage. Veranstalter der Enque^te sind das Projekt sensi_pool, ein Modul der EQUAL Entwicklungspartnerschaft sensi_tec, und die Ö1 Wissenschaftsredaktion. Zeit: 8. April 2005, 16.30 bis 20 Uhr Ort: Museumsquartier, Ovalhalle, Museumsplatz 1, 1070 Wien Der Eintritt ist frei. Weitere Informationen finden Sie unter http://oe1.orf.at oder www.ioe.at. -- Integration:Österreich ungehindert behindert Tannhäuserplatz 2/1. Stock 1150 Wien tel 0699/1-55-66-88-0 fax 01-789 17 46 eMail heidrun.aigner at ioe.at www.ioe.at ============================================== 07 Monument für die Niederlage_8.4.2005 von "Galerie IG BILDENDE KUNST" ============================================== MONUMENT FÜR DIE NIEDERLAGE Zeit der Befreiung 1945-1947 ============================ Enthüllung: 8. April 2005, 12 Uhr Ostarrichi-Park (Landesgericht/Alserstraße), 1090 Wien Ein Projekt im öffentlichen Raum von Martin Krenn, Charlotte Martinz-Turek, Nora Sternfeld und Luisa Ziaja ============================ Finissage im Rahmen der Ausstellung ==ZONE 2005== Zwischen politischer Repräsentation und repräsentativer Politik ============================ Während die Regierung mit der von ihr in Auftrag gegebenen Gedenk-Eventreihe "25 Peaces" für Vergessen und Vermarktung sorgt, wird ein Projekt im öffentlichen Raum daran erinnern, dass das Jubiläumsjahr mit der Rolle Österreichs als NS-Nachfolgestaat in Verbindung steht: Am 8. April 2005 wird um 12 Uhr im Ostarrichi-Park vor dem Landesgericht (Alserstraße) ein "Monument für die Niederlage" enthüllt, das eine Auseinandersetzung mit den Entnazifizierungsprozessen auslösen und die bis heute unvollendete Entnazifizierung zum Thema machen soll. Das achtseitige Objekt ist als monumentaler Sockel konzipiert und misst 2,07 m Höhe mit einem Umfang von 11,20 m. ============================ Entnazifizierungsprozesse Mit dem Sieg der Aliierten wurde Österreich 1945 befreit - gewissermaßen von sich selbst. In den ersten Nachkriegsjahren, zwischen 1945 und 1955, den beiden Eckdaten des offiziellen Jubiläumsjahres lag eine kurze Zeit der Befreiung: die Entnazifizierung. Österreichische Volksgerichte sprachen in über 23.000 Verfahren 13.607 Personen schuldig und verhängten 43 Todesurteile, von denen 30 vollstreckt wurden. Die Volksgerichtsbarkeit existierte bis zum Abzug der alliierten Truppen 1955. Doch schon 1948 verabschiedete der Nationalrat eine Amnestie für die als Mitläufer eingestuften ehemaligen Mitglieder der NSDAP, die so genannten "Minderbelasteten". Bei den Nationalratswahlen 1949 waren jene "Minderbelasteten" wieder stimmberechtigt. Nach 1955 wurden Verbrechen aus der Zeit des Nationalsozialismus von den ordentlichen Geschworenengerichten abgeurteilt, wobei nur mehr in wenigen Fällen Anklage erhoben wurde. Viele dieser Verfahren endeten mit skandalösen Freisprüchen - Schuldsprüchen folgten "massenhafte" Begnadigungen, nicht zuletzt aufgrund zahlreicher Interventionen von politischer Seite. 1957 erließ die österreichische Regierung schließlich eine Generalamnestie für die ehemaligen Nationalsozialisten. ============================ Monument für die Niederlage ============================ Warum wurde Österreich nie durchgreifend entnazifiziert? Wieso wurden rechtmäßig verurteilte Nazi-Verbrecher durch politische Interventionen begnadigt? Wieso wurde die progressive Entnazifizierungs-Gesetzgebung der Jahre 1945-47 sehr schnell außer Kraft gesetzt? Und wieso sind ihre Errungenschaften aus der kollektiven Erinnerung verschwunden? Das "Monument für die Niederlage" stellt sich der grundlegenden Ausblendung der NS-Verbrechen, die von Österreichern verübt wurden, wie auch der Ausblendung ihrer justiziellen Ahndung aus dem öffentlichen Diskurs entgegen. Es ist ein Monument für die Zeit der Entnazifizierung von 1945-1947 und feiert die Niederlage der deutsch-österreichischen Nationalsozialisten. Mit der Enthüllung sind Veranstaltungen und Aktionen verbunden, die von verschiedenen Personen und Gruppen konzipiert und realisiert werden. Der Festakt findet anlässlich der Finissage der Ausstellung "Zone 2005. Zwischen repräsentativer Politik und politischer Repräsentation" statt, die von 10. März bis 8. April 2005 in der Galerie IG Bildende Kunst gezeigt wird. Weitere Informationen unter: http://www.oesterreich-2005.at/monument monument at gmx.at ============================ ==ZONE 2005== Zwischen politischer Repräsentation und repräsentativer Politik ============================ Galerie IG BILDENDE KUNST ============================ AUSSTELLUNGSDAUER noch bis 8. April 2005 DI - FR 10 - 18 Uhr ============================ ======================= Galerie IG BILDENDE KUNST Gumpendorfer Straße 10-12 1060 Wien TEL ++43+1+5240909 FAX ++43+1+5265501 galerie at igbildendekunst.at www.igbildendekunst.at ======================= ZONE 2005 Zwischen politischer Repräsentation und repräsentativer Politik Eröffnung 9. März 2005, 19h Ausstellungsdauer 10.3. - 8.4.05, DI -FR 10-18h ============================================== 08 [slp-info] Deutschland. Wahlalternative für Soziale Gerechtigkeit - Veranstaltung in Wien mit Referentin aus Berlin von Sonja Grusch ============================================== Eine Veranstaltung der Sozialistischen LinksPartei (SLP) Seit mehreren Monaten entwickelt sich in Deutschland eine neue Partei - die "Wahlalternative für soziale Gerechtigkeit". Ihr Ziel ist es, dem "rot"-grünen Sozialabbau eine linke Alternative entgegen zu setzen. Diskussion mit einer WASG-Aktivistin aus Berlin Freitag den 1.4. um 19.00 Wien 20, "Peer Gynt" - Jägerstr. 38 (erreichbar mit 5, 33, nähe U4-Friedensbrücke, U6-Jägerstrasse) Diskussion u.a. zu folgenden Themen: Ist die "WASG" eine Alternative zu Schröder & Co.? Wie muss eine neue Partei der ArbeitnehmerInnen und Jugendlichen organisiert sein? Welches Programm und welche Strukturen sind nötig? Und warum verweigert die WASG SozialistInnen die Aufnahme? Informationen unter 01- 524 63 10 Informationen zur WASG unter www.sozialismus.info _______________________________________________ slp-info at slp.at - Info-Mailliste der SLP Mails abbestellen/Einstellungen ändern: http://slp.at/mailman/listinfo/slp-info Für weitere Infos: http://www.slp.at ============================================== 09 2 Termine für Mund von didi zach ============================================== Eine Veranstaltung der Sozialistischen LinksPartei (SLP) Seit mehreren Monaten entwickelt sich in Deutschland eine neue Partei - die "Wahlalternative für soziale Gerechtigkeit". Ihr Ziel ist es, dem "rot"-grünen Sozialabbau eine linke Alternative entgegen zu setzen. Diskussion mit einer WASG-Aktivistin aus Berlin Freitag den 1.4. um 19.00 Wien 20, "Peer Gynt" - Jägerstr. 38 (erreichbar mit 5, 33, nähe U4-Friedensbrücke, U6-Jägerstrasse) Diskussion u.a. zu folgenden Themen: Ist die "WASG" eine Alternative zu Schröder & Co.? Wie muss eine neue Partei der ArbeitnehmerInnen und Jugendlichen organisiert sein? Welches Programm und welche Strukturen sind nötig? Und warum verweigert die WASG SozialistInnen die Aufnahme? Informationen unter 01- 524 63 10 Informationen zur WASG unter www.sozialismus.info _______________________________________________ slp-info at slp.at - Info-Mailliste der SLP Mails abbestellen/Einstellungen ändern: http://slp.at/mailman/listinfo/slp-info Für weitere Infos: http://www.slp.at_______________________________________________ ============================================== 10 CROPfm - Newsletter: Gefahren des Mobilfunks [01.04.05] von Tarek Al-Ubaidi ============================================== Hi! Die nächste live Sendung ist am 1. April 2005 um 19.00 auf 92.6 Mhz - der Frequenz von Radio Helsinki - im Raum Graz/Steiermark als auch on-line zu hören. Für Fragen und Kommentare während der Sendung steht Ihnen CROPcom zur Verfügung - der liveChat. Thema der Sednung: Gefahren des Mobilfunks Eine unlängst veröffentliche EU Studie (Artikel >> http://www.merkur-online.de/nachrichten/vermischtes/forschung/art302,176485.html) wies erstmals mögliche DNS Schäden durch Mobilfunk Strahlung nach. Die Frage ist nun ob die Mobilfunk Industrie auf diese neuen Erkenntnisse adäquat reagieren kann oder will. Nimmt man mögliche gesundheitliche Schäden der werten Kundschaft bewusst in Kauf? Kann man diese Technologie sicherer machen bzw. durch eine schadfreie ersetzen. Kann man was tun?Ingrid Grubauer von der Bürgerwelle Österreich wird in der nächsten Sendung zu Gast sein um über dieses Thema zu sprechen. Siehe dazu auch die Sendung vom >> 13.12.2002 zum Thema Mobilfunk. Website der Bürgerwelle e.V. >> http://www.buergerwelle.at/deutsch_start.html eco.log Elektrosmog-Forum >> http://ecolog.twoday.net/topics/elektrosmog/ Big Brother News >> http://pia.mur.at/g7/bigbrother/ Studiogst zur Sendung: Ingrid Grubauer (Bürgerwelle Österreich >> http://www.buergerwelle.at) Hinweis: Der Live-Stream von Radio Helsinki wurde auf OGG-Vorbis umgestellt, player wie z.b. WinAmp sind in der Lage dieses Format wieder zu geben. Er sollte jetzt zuverlässiger funktionieren - näheres dazu, sowie die links zum stream findet man auf der website von Radio Helsinki >> http://helsinki.at/live-stream.php Bis Dann, Tarek Al-Ubaidi _______________________________________________ A mur.at service. CROPfm-Newsletter mailing list CROPfm-Newsletter at mur.at http://lists.mur.at/mailman/listinfo/cropfm-newsletter ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND KOMMENTARE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ============================================== 11 United Aliens TV ist nicht zu stoppen von "pot" ============================================== United Aliens TV ist nicht zu stoppen: Seit einem halben Jahr hat United Aliens TV einen Großteil seines Archives online gestellt. Aber damit nicht genug: Laufend kommen Berichte über aktuelle Veranstaltungen, Aktionen, Demos, etc. hinzu! NEU: Jetzt sind auch alle Info-Texte der Homepage wahlweise auf Englisch verfügbar! IN ARBEIT: Bericht über die Anti-Kriegsdemo vom 19.3.05 in Wien. Die derzeit aktuellsten Berichte: 15.3.05, 8. Tag gegen Polizeigewalt 8.3.05, Frauendemo am Frauenkampftag 26.2.05, Zivi-Kongress XIV 13.2.05, 60 Jahre Bombardierung Dresdens 12.2.05, Protestcontest 2005 http://tv.unitedaliens.at Sie sehen die Aufnahme! Ihr UATV Team ============================================== 12 Fohnsdorf/HTP/Kündigungen/KPÖ von KPÖ Steiermark ============================================== Tel. 03 16 / 71 24 36 Fax 03 16 / 71 62 91 email: kpoe_stmk at hotmail.com Mittwoch, 30. März 2005 Presseinformation der KPÖ Steiermark HTP-Fohnsdorf: Entwicklung war absehbar "Die Entwicklung bei der Firma HTP war seit dem Jahreswechsel absehbar. Es geht im Kern darum, dass ein Streit zwischen den Unternehmern Hofmann (FP-nahe) und Androsch (SPÖ) über die Kontrolle dieses Betriebs auf dem Rücken der Beschäftigten ausgetragen wird. Jetzt wissen wir nicht, wie es weitergehen soll. Betrüblich ist aber die Tatsache, dass man vor der Gemeinderatswahl geleugnet hat, was jetzt auf den Tisch kommt: Bei HTP wackeln 112 Arbeitsplätze!" Das sagte die Fohnsdorfer KPÖ-Gemeinderätin Elfriede Wieser am Mittwoch. Seitens der KPÖ kann man nicht nachvollziehen, dass der Bürgermeister während der letzten Wochen im Tal der Ahnungslosen gewohnt hat, was den Verlust von Arbeitsplätzen in Fohnsdorf betrifft. In diesem Zusammenhang zitieren wir aus unserer Aussendung vom 25. Jänner 2005: "Die Streitereien zwischen den Hauptaktionären Androsch und Hofmann dürfen die Arbeitsplätze bei der Firma HTP (High Tech Plastics) in Fohnsdorf nicht in Gefahr bringen. Das sagte die Fohnsdorfer KPÖ-Gemeinderätin Elfriede Wieser am Dienstag. Anlass dieser Stellungnahme war eine außerordentliche Hauptversammlung der Firma, auf der bekannt geworden war, dass HTP im Vorjahr 90 Prozent des Eigenkapitals verloren hat. Der HTP-Vorstand kündigt zudem weitere Einschnitte beim Personal an; vor allem in den Standorten Fohnsdorf und Neudörfl. Betroffen sind in Fohnsdorf rund 310 Beschäftigte.. Die Firma ist ein Zulieferbetrieb der Luftfahrt- und Rüstungsfirma EADS. Die aktuellen Auseinandersetzungen sind auch im Zusammenhang mit dem Wunsch des Industriellen Androsch zu sehen, in Verbindung mit dem Rüstungskonzern EADS ein Nachfolgeprojekt für "Red Bull" in Spielberg aufzuziehen. Gemeinderätin Elfriede Wieser: "Die Sicherung der Arbeitsplätze muss Vorrang haben. Eines ist aber klar: Aus der "Musterregion Aichfeld-Murboden" ist nach der Vernichtung der Verstaatlichten Industrie ein Gebiet geworden, das um jeden Arbeitsplatz in der Industrie kämpfen muss. Die KPÖ wendet sich dagegen, dass Machtkämpfe auf Kosten der Arbeiter ausgetragen werden. Notfalls müsste die sogenannte Pleitenholding den Betrieb übernehmen." Rückfragehinweis: 03573 3532 KPÖ-Steiermark Lagergasse 98 a 8020 Graz Tel.: 0316 71 24 36 Fax 0316 71 62 91 email: kp.stmk at kpoe-graz.at; kpoe_stmk at hotmail.com ============================================== 13 Ostergedanken: Wir Illegalen von office at asyl-in-not.org ============================================== Ostergedanken: Wir Illegalen „Und wer noch keines hat, der verkaufe seinen Mantel und kaufe ein Schwert. Denn es muß an mir in Erfüllung gehen, was geschrieben steht: Er ist unter die Illegalen gerechnet“. Jesus zu seinen Anhängern, Ostern 30 n.Chr., zitiert nach Lukas, 22, 36-38. Zu Ostern war ich krank (drum erscheint mein Brief erst jetzt) und hatte viel Zeit zum Lesen. Unter anderem die Bibel, ein interessantes, stellenweise subversives Buch. Jesus wollte, so steht es im Text, zu den „Anomoi“ gehören, griechisch „nomos“: das Gesetz, „a-nomos“: gesetzlos, outlaw, illegal. Die Jünger hatten übrigens seinen Rat nicht abgewartet: Sie antworteten nämlich ein jeder: „Meister, schau: zwei Schwerter!“ (Lukas, ebenda). Ist trotzdem schlecht ausgegangen damals; das Imperium war besser gerüstet. Aber die Gedanken haben überlebt und entfalten noch heute ihre widerständige Kraft. Den Begriff „illegal“, wie ein großer Mann vor zweitausend Jahren ihn meinte, wollen wir positiv besetzen im öffentlichen Diskurs unserer Zeit. Einer Zeit, in der Menschen zu „Illegalen“ werden, weil der Staat in ihnen nur „Fremde“, keine Menschen sieht. Einer Zeit, in der Menschen gejagt, verhaftet, abgeschoben werden, weil sie künstliche, von den Staaten diktierte Grenzen überschreiten, um Schutz zu suchen vor Verfolgung und Not. Einer Zeit, in der das Regime „verschärfte Maßnahmen“ gegen diejenigen, die am meisten gelitten haben, Traumatisierte und Folteropfer, vorbereitet und sogar die Hilfe für Verfolgte bestrafen will. In dieser Zeit sind wir aufgerufen, Widerstand zu leisten und uns zu den „Illegalen“ zählen zu lassen - wie es damals gemeint war vor zweitausend Jahren. Das ist unsere Botschaft im Frühling 2005. Beste Nach-Ostergrüße! Michael Genner Asyl in Not Währingerstraße 59 1090 Wien Tel.: 408 42 10-15, 0676 - 63 64 371 www.asyl-in-not.org Spendenkonto: Asyl in Not, P.S.K., Kontonummer 92.034.400 ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ Die Zusendungen können Sie bei Bedarf unter http://asyl-in-not.org/abo/ abbestellen. Asyl in Not, Währingerstraße 59, A-1090 Wien Telefon +43/1/408 42 10, Fax +43/1/405 28 88 mailto:office at asyl-in-not.org http://asyl-in-not.org ============================================== 14 1955 - 2005 - Bonn-Kopenhager Erklärung von Gesellschaft für bedrohte Völker ============================================== > www.gfbv.it/2c-stampa/2005/050329de.html > > Deutschland - Dänemark / Minderheiten > 1955 - 2005 - Bonn-Kopenhager Erklärung > > Bozen, 29. März 2005 > > Offener Brief an den Bund deutscher Nordschleswiger, an den > Südschleswigschen Wählerverband > > Liebe Freunde im Norden, > 50 Jahre danach brauchen die Sprachminderheiten im deutsch-dänischen > "Grenzgebiet" weiterhin politischen Spielraum und politische Förderung. > In Deutschland werden die Sprachminderheiten im besten Fall kaum zur > Kenntnis genommen. Warum auch. Deutsche Bürger sorbischer, dänischer, > friesischer oder Sinto-Muttersprache sind vielfach gehorsame > Staatsbürger. Auch dann, wenn der Staat seinen Verpflichtungen gegenüber > diesen Minderheiten nicht nachkommt, auch dann, wenn der Staat auf > Kosten dieser Minderheiten spart. Die Politik braucht keine Rücksicht zu > nehmen, weil die Angehörigen der sogenannten alteingesessenen > Sprachminderheiten als Wähler kaum ins Gewicht fallen. Sie sind eine zu > vergessende Größe. > > Zu einer unangenehmen Größe wurde bei den Landtagswahlen in > Schleswig-Holstein der sozialdemokratisch ausgerichtete Sydslesvigsk > Forening, der Südschleswigsche Wählerverband, die Partei der dänischen > und friesischen Sprachgruppe. Mit seinen zwei Mandataren im Landtag > wurde nach dem rot-grünen Wahlverlust der SSW zum unerwarteten > Mehrheitsbeschaffer für die Verlierer. Da entdeckten Politik und Medien > die Minderheiten in Schleswig-Holstein, die totale Überraschung. > > Politiker und Journalisten waren überrascht, auch deshalb, weil der SSW > klar und deutlich Forderungen formulierte, der abgewählten rot-grünen > Landesregierung ein Weiterleben zusicherte, ungeniert, aber kalkulierend > sich in die Landespolitik einmischte. Ein Frevel, stellten die Sieger > von der CDU fest. Statt im Reservat zu bleiben, in Trachten dänische > Volkslieder zu singen, meldete der SSW Ansprüche an. Unerlaubterweise, > tönte die CDU und verwies darauf, dass der SSW von der üblichen > Fünfprozenthürde befreit ist. Deshalb, so der parlamentarische > Geschäftsführer der CDU Norbert Röttgen und der hessische > Ministerpräsident Roland Koch, sind die beiden SSW-Mandatare nicht > vollwertig, nur halb legitimiert, gar illegal und demokratiegefährdend, > wenn der SSW als "Zünglein an der Waage", als "Königsmacher" agiert. > > Diese Botschaft wurde verstanden. Der SSW wurde mit übler Post, per > Brief, Fax und Mail, überhäuft und auch Todesdrohungen folgten. Die um > ihren Wahlsieg gebrachte CDU verpackte ihre Drohung in eine Empfehlung, > auch für den SSW soll wieder die Fünfprozenthürde gelten. Außer, der SSW > bleibt in seinem "dänischen" Reservat und hält sich raus aus der großen > Politik. > > Ein beigelegt geglaubter Nationalitätenstreit lebt wieder auf. Vor einem > Jahrhundert war das nördliche Schleswig-Holstein und das südliche > dänische Jütland Schauplatz ethnischer Auseinandersetzungen. Mit der > Volksabstimmung 1920 wurde die heutige Grenze gezogen. Die Folge, > Dänemark kam zu einer deutschen Minderheit, die Weimarer Republik zu > einer dänischen Sprachgruppe. Harmonisch war das Verhältnis selten, mit > der Machtergreifung der Nazis erfolgte die Vergiftung. Den Einmarsch der > NS-Wehrmacht in Dänemark begrüßte die deutsche Minderheit - wie viele > andere deutschsprachige Minderheiten auch. Mit nachhaltiger Wirkung. > > 1948 drängten die Briten auf eine Befriedung in der deutsch-dänischen > Grenzregion. In der Kieler Erklärung 1949 bekannte sich > Schleswig-Holstein zu seiner Minderheit. Das schlechte Gewissen, > verursacht durch die braune Vergangenheit, ermöglichte eine Art > Wiedergutmachung. In Kiel ging die CDU-Landesregierung aber davon aus, > daß die dänische Regierung der deutschen Minderheit ähnliches zusichern > würde. Die Dänen rächten sich aber für den deutschen Applaus am > Nazi-Einmarsch. Das Grundvermögen der Nordschleswiger blieb konfisziert, > Abschlüsse der deutschen Schulen wurden nicht anerkannt. > CDU-Ministerpäsident Friedrich-Wilhelm Lübke (Juni 1951 - Oktober 1954) > revanchierte sich dafür und hob die bis dahin geltende > Fünf-Prozent-Klausel auf 7,5 Prozent an, um den SSW aus dem Landtag zu > drängen. Der SSW klagte dagegen erfolgreich vor dem > Bundesverfassungsgericht. Danach galt in Schleswig-Holstein wieder für > alle Parteien die Fünf-Prozent-Hürde. > > Doch erst im Vorfeld des NATO-Beitritts der Bundesrepublik klärte sich > das Verhältnis zu Dänemark. Am 29. März 1955 wurden die > Bonn-Kopenhagener-Erklärungen verkündet. Die innerstaatlichen > Erklärungen leiteten eine Politik des Gleichgewichts zwischen Mehrheit > und Minderheit auf beiden Seiten der Grenze ein. Einengungen im > Schulrecht in Nordschleswig und des Wahlrechts in Schleswig-Holstein > wurden aufgehoben. Seit den Bonn-Kopenhagener-Erklärungen ist der SSW > als politischer Vertreter der dänischen Minderheit nicht mehr an die > Fünf-Prozent-Klausel gebunden. Die Erklärungen beseitigten die > Hindernisse, förderten das friedliche Zusammenleben in der Grenzregion > mit Dänemark. Sie gilt auch deshalb als Modellfall, ein Grund, das > Modell gemeinsam zu feiern. 1989 schrieb sich das Bundesland eine neue > Verfassung. Darin bekennt sich Schleswig-Holstein mit klaren Worten zu > Sonderrechten für Minderheiten. > > Der SSW mag zwar von der strikten Klausel befreit sein, er muß aber eine > Stimmenzahl erringen, die für ein Landtagsmandat notwendig ist. Das > entspricht de facto einer Fünf-Prozent-Klausel für den dünn besiedelten > Landesteil Schleswig. Seit der Landtagswahl vor fünf Jahren ist das > Einstimmenwahlrecht vor allem auf Betreiben der Grünen mit Unterstützung > der FDP durch ein Zweistimmenwahlrecht abgelöst worden. Obwohl sich der > SSW nur nördlich der Linie Eider-Nord-Ostseekanal der Wahl stellt, ist > er systembedingt nun über die Landesliste auch in Holstein wählbar. > Wahlkampf betrieb der SSW in Holstein nicht. Die Wählbarkeit der > SSW-Liste in Holstein stößt jedoch auf Protest der CDU. Aufgrund > gutachterlicher Stellungnahmen von 2001, die die Sonderregelung des SSW > auch im neuen Zweistimmensystem für rechtens halten, ist nicht zu > erwarten, daß die seit 1955 geltende Ausnahme für die Vertreter der > dänischen Minderheit in Frage gestellt wird. Auch das Verfassungsgericht > bestätigte die Befreiung des SSW von der Klausel. > > Trotzdem zündelt die CDU, kritisiert Minderheitenrechte plötzlich als > demokratisch bedenklich Sonderrechte und Privilegien, die sie für die > Reste der deutschen Minderheiten in Osteuropa zurecht fordert. Der > Konflikt um den SSW klärt Positionen. > > Auch bisher nicht zu rüttelnde und zu hinterfragende. So meldete sich > das Südtiroler Volksgruppen-Institut mit einer SSW-kritischen > Presseerklärung zu Wort. Eine überraschende Stellungnahme von > Institutsleiter Christoph Pan, der in seiner Zeit als Fuev-Vorsitzender > eine phantasievolle Minderheitenpolitik initierte. Pan warnte den SSW, > "die ihm aus Gründen des Minderheitenschutzes gewährte > Ausnahmeregelungen ... für allgemeinpolitische Zwecke zu > instrumentalisieren". Mit seiner Unterstützung für die SPD-Spitzenfrau > Heidi Simonis fügt der SSW laut Pan dem Anliegen des > Minderheitenschutzes unermesslichen Schaden zu. Pan geht davon aus, dass > künftig "viele Volksgruppen es sehr viel schwerer haben werden, die > Befreiung von Prozentklauseln zu erreichen". Pan empfahl deshalb dem SSW > eine Beschränkung auf minderheitenspezifische Ziele. Sonst soll es keine > Ausnahme von der Sperrklausel geben. Instituts-Mitarbeiterin Beate Pfeil > verteidigte die Stellungnahme als ein Vorwärtspreschen, als einen > Versuch, vom SSW, seinem Anliegen und von den Minderheiten überhaupt > Schaden abzuwenden. > > Ein solches Schreiben mit den präzisen rechtlichen Überlegungen an den > SSW wäre nachvollziehbar gewesen, nicht aber eine Presseerklärung, die > sich mit der CDU-Linie deckt. Instituts-Leiter Pan lieferte mit seinen > Bedenken auch der FAZ eine argumentative Steilvorlage gegen den SSW. > > Die FAZ schoss sich auf den SSW ein, die eine "Partei Dänemarks" sei, > die einen "Kulturkampf" um skandinavische Schulsysteme und > skandinavische Haushaltsmodelle führt. Der SSW mit seiner > "allgemeinpolitischen" Linie der Tolerierung einer rot-grünen > Minderheitenregierung will laut FAZ in ganz Deutschland skandinavische > Modelle implementieren und das mittels Mandaten, die nur durch ein > "Wählerstimmenprivileg" gedeckt sind. CDU und FAZ, um eine > Wiederaufnahme des Nationalitätenkampfes in Schleswig-Holstein "bemüht". > Konservative Politik und Publizistik sehen gar das Zusammenleben > bedroht, wenn die dänische Minderheit allgemein politisch aktiv wird. > Die FAZ wiederholt damit eine Kampagne mit umgekehrten Vorzeichen, > konservative dänische Zeitungen > (www.gfbv.it/2c-stampa/1-00/20a-3-dt.html) pöbelten vor fünf Jahren auf > rüde Art und Weise die deutsche Minderheit an. > > Die FAZ reichte ihrem Kommentar zu allem Überfluss eine üble Karikatur > nach. Hitlers Erben, Neo-Nazis, die ihre Partei Reichswählerverband > nennen, für die bei den kommenden Bundestageswahlen die Fünfprozenthürde > nicht gilt. Antidänische Ressentiments, geschürt auch von der FAZ, > würden sichtbar werden, weiß auch die FAZ, wenn es dänische Synagogen > geben. Hat die FAZ die Fassung verloren oder nur ihre Maske abgelegt? > Die liberale Wochenzeitung "Die Zeit" verspottete zwar die weit > verbreitete antidänische Hetze, verpackte ihre Kritik gekonnt ironisch, > merkte aber gar nicht, dass ihre Ironie den SSW und die dänische > Sprachgruppe erschlug. > > Die Grünen, die SPD, der Minderheitenbeauftragte der Bundesregierung, > die Kirchen, sie alle stellten sich vor den SSW. Eine Solidarität, auf > die die Sorben immer noch warten, ebenso die Sinti, die einen neuen > Antiziganismus beklagen. Solidarisch erklärten sich auch die > Fuev-Vorsitzende Martha Stocker, Landtagsabgeordnete der Südtiroler > Volkspartei in Bozen und das Fuev-Präsidium. Tenor, auch > Minderheitenparteien sollen Regierungsbildungen ermöglichen. "Denn sind > einmal Vertretungen der nationalen Minderheiten in einem Parlament > gewählt, aufgrund welcher Bestimmungen auch immer, so dürfen diese nicht > zur politischen Neutralität verurteilt werden und damit sich zu > Parlamentariern zweiter Kategorie degradieren lassen. Wenn in diesem > Zusammenhang von undemokratischen Manipulationen die Rede ist, ist dies > eine Verkennung der Menschen- und Minderheitenrechte". Die FUEV hofft, > dass solche Entgleisungen nicht als Zeichen zum Abbau der politischen > Partizipationsformen der nationalen Minderheiten zu werten seien. > Letzteres wäre ein verhängnisvolles Signal. > > Das unerträgliche Kesseltreiben gegen den SSW heute hat einen Vorläufer. > Während der Barschel-Affäre 1987 wurde der SSW-Abgeordnete Karl-Otto > Meyer - wie seine Nachfolger heute - bundesweit bekannt. Seine Stimme > gab damals den Ausschlag für Neuwahlen. Darin sahen Unions-Politiker in > Kiel, Bonn und München einen glatten Missbrauch von Minderheitenrechten. > > Die SPD bedankte sich 1989 beim SSW mit einer Neufassung der > Landesverfassung für Schleswig-Holstein und mit dem Bekenntnis, dass > Minderheiten Sonderrechte benötigen und auch beanspruchen können. Wird > die Große Koalition diese Landesverfassung kippen? Die Landesverfassung > aus dem Jahr 1989 soll doch auch Vorbild sein für Dänemark, das sich in > Fragen der Minderheitenförderung - besonders seit Amtsantritt von > "Mitte-Rechts" zurückhaltend gibt. > > Beide Minderheiten, die dänische in Schleswig-Holstein, die deutsche in > Sønderjylland-Schleswig, sind nationale Minderheiten, die auf der > Grundlage eines freien Bekenntnisses existieren, sich aber kaum von der > Mehrheitsbevölkerung unterscheiden. Sie werden von den Mutterländern > ideell und finanziell in besonderem Maße gefördert, aber auch die beiden > Staaten unterstützen jeweils die Minderheit. Sprachlich gesehen ist die > deutsche Volksgruppe heute zweisprachig, doch sprechen zwei Drittel als > Haussprache sonderjydsk (plattdänisch). Deutsch ist die Sprache des > Gottesdienstes, der Feste und der Vereine. Die überwiegende Haussprache > bei den dänischen Südschleswigern ist vielfach plattdeutsch und > hochdeutsch. Die sprachlichen Gepflogenheiten haben somit nicht > unbedingt mit der "ethnischen" Gesinnung zu tun. > > Die noch nicht gelösten Probleme beider Sprachgruppen ähneln sich sehr: > Schülerbeförderung, Anerkennung von Kindergärten, kommunale Zuschüsse > für die kulturelle Arbeit und manches mehr. Diese können erst gelöst > werden, wenn die Mehrheit einsieht, daß Gleichberechtigung nur dann > erreicht werden kann, wenn den Minderheiten gelegentlich eine positive > Sonderbehandlung zugestanden wird. Beide Minderheiten sind international > organisiert in der Föderalistischen Union Europäischer Volksgruppen > (FUEV), deren Generalsekretär neuerdings ein deutscher Nordschleswiger > ist. Das Sekretariat der FUEV hat seit vielen Jahren seinen Sitz beim > dänischen Generalsekretariat in Flensburg. An der friedlichen > Entwicklung im Grenzland haben beide Minderheiten großen Anteil. Viele > Staaten könnten von dem schleswigschen "Modellfall" lernen. > > Siehe: "Minderheitenschutz in Deutschland - zur Lage der Friesen, Dänen, > Sorben und der deutsche Sinti und Roma" in "pogrom" Nr. 179/1994. > > Siehe auch: > * www.gfbv.it: www.gfbv.it/2c-stampa/2005/050303de.html | > www.gfbv.it/2c-stampa/2005/050228ade.html | > www.gfbv.it/2c-stampa/2005/050225de.html | > www.gfbv.it/2c-stampa/1-00/20-3-dt.html | > www.gfbv.it/2c-stampa/1-01/19-2-dt.html | > www.gfbv.it/2c-stampa/2-00/19-9-dt.html | > www.gfbv.it/2c-stampa/1-00/20a-3-dt.html | > www.gfbv.it/3dossier/eu-min/schleswig.html | > www.gfbv.it/3dossier/eu-min/schleswig.html#r5 | > www.gfbv.it/3dossier/rai3-99/min-ausgrenz.html | > www.gfbv.it/3dossier/vielfalt-dt.html ============================================== 15 Sandra Bakutz wird enthaftet von Freiheit_fuer_Sandra at gmx.at ============================================== Betreff: Sandra Bakutz wird enthaftet Sandra Bakutz, die in der Türkei inhaftierte, österreichische Journalistin, wird heute noch enthaftet. Nach Aussagen der TeilnehmerInnen der Delegation soll der Prozess im Sommer dieses Jahres fortgesetzt werden, da laut Gericht "bis jetzt nicht zu erbringende Beweise noch nachzureichen" seien. Ob sie die Türkei verlassen darf, bleibt noch offen. Die Anwältin beschreibt die Stimmung im Gerichtssaal als bedrückend. Beim Prozess sind auffallend viel Polizei sowie bewaffnete Justizbeamte anwesend. Auch wenn die Staatssicherheitsgerichte offiziell nicht mehr bestehen, so zeigt die Praxis der Gerichte für schwere Straftaten, dass nach wie vor mit denselben Methoden vorgegangen wird. Die Vertagung des Prozesses zeigt in aller Deutlichkeit die vage Konstruktion der Anklage. Aktionseinheit "Freiheit für Sandra" www.freiheitfuersandra.tk Tel.: +43-650-86 08 918 ============================================== 16 Presseerklärung: Am 14. Juni 2005 steht die Online-Demonstration gegen Lufthansa von 2001 vor Gericht von Redaktion der So oder So ============================================== .-.-.-.-.-.-.-.-.PRESSEERKLÄRUNG 30.03.05 -.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.- (als Kopiervorlage - .pdf-Datei - abrufbar hier: http://www.libertad.de/service/downloads/pdf/pe300305.pdf) Free all political prisoners in the world Kampagne für internationale Zusammenarbeit und Solidarität Libertad! - Falkstr. 72-74, 60487 Frankfurt Presse-Handy: 0179-376 48 12 Tel.: 069-79202750 - Fax: 069-79201774 eMail: kampagne at libertad.de - http://www.libertad.de > Libertad!-Presseerklärung vom 30.März 2005 > Nach vier Jahren: >Am 14. Juni 2005 steht die Online-Demonstration >gegen Lufthansa von 2001 vor Gericht Im Dezember 2004 erhob die Staatsanwaltschaft Frankfurt nach über drei Jahren Ermittlungsarbeit Anklage gegen den Anmelder der Libertad!-Domains www.libertad.de und www.sooderso.de . Angeklagt wurde als "Nötigung" und "öffentliche Aufforderung zu Straftaten" der Aufruf und die Beteiligung an der ersten größeren Demonstration im deutschsprachigen Internet. Das Amtsgericht Frankfurt hat diese Anklage jetzt zugelassen. Als Prozesstermin wurde der 14. Juni 2005, 9.00h (Gerichtsgebäude E, OG II, Raum 24) festgelegt. Zur Erinnerung: Die "Straftat" wurde fast genau vier Jahre zuvor - am 20. Juni 2001 - begangen. "kein mensch ist illegal" und Libertad! hatten zum Protest gegen das deportation.business der Lufthansa aufgerufen. In Fortführung der "deportation.class"-Kampagne wurde mit einem elektronischen Go-in auf die Internetpräsenz www.lufthansa.com gegen das Abschiebegeschäft von Fluggesellschaften protestiert, für die die Lufthansa AG stellvertretend aber prominent steht. Es sollte erreicht werden, dass Lufthansa sich aus diesem Geschäft zurückzieht. Über 250 Organisationen aus den Bereichen der Menschenrechtsarbeit, der Asylpolitik und Gewerkschaften und hunderte antifaschistische und linke Aktivist/innen begrüßten die Online-Demonstration gegen die Lufthansa und riefen dazu auf. Parallel zur deren Jahreshauptversammlung am 20.06.2001 beteiligten sich schließlich 13.000 Menschen im vereinten Protest gegen die routiniert vollzogene Abschiebungspraxis. Zeitweise war durch die vielen Zugriffe die Lufthansa-Seite gar nicht oder nur schwer zu erreichen. Obwohl die Online-Demo bereits Monate vor dem ersten Mausklick Staatsschutz und Justizministerium alarmierte, gab es offensichtlich kein "öffentliches Interesse" an der Einleitung eines Ermittlungsverfahrens. Erst auf Anzeige der Lufthansa AG nach der Online-Demo wurde das Verfahren eingeleitet und ermittelt, die Räume von Libertad! und Wohnungen durchsucht und zahlreiche Rechner und Speichermedien beschlagnahmt. Ursprünglich wurde neben Nötigung (§240) auch wegen Datenveränderung (§303a) und Computersabotage (§303b) ermittelt. Bis auf Nötigung und Anstiftung wurden die anderen Vorwürfe in der Anklage fallen gelassen. Offensichtlich erschien es nicht realistisch, daraus eine prozesstaugliche Anklage zu konstruieren. Von Polizei und Staatsanwaltschaft wurde während der Ermittlungen immer wieder betont, dass man mit dem Verfahren juristisches Neuland betrete und es allgemeine Bedeutung habe. So wurde auch gegen die Inhaber/innen von Domains, die die Mobilisierungs-Homepage (go.to/online-demo) gespiegelt hatten, ermittelt. Bei Providern wurde versucht, die bei der Lufthansa gespeicherten IP-Adressen gegen Nutzer/innen auflösen zu lassen. Laut Akten rückte aber kein Provider die Daten heraus. In monatelanger Auswertung der unzähligen bei Libertad! beschlagnahmten Datenträger wurde der kriminalistische Beweis erhoben, was nie strittig war: Libertad! und der jetzt Angeklagte riefen zur Online-Demo auf. Jeder Zeit war in aller Offenheit agiert worden. Die Demonstration war sogar bei Ordnungsamt und Polizei Köln zwecks "Verkehrsregulierung" auf den Datenautobahnen angemeldet worden. Bis auf einige Rechner, auf denen offensichtlich noch nicht mal das Wort "online" zu finden war wurden alle Produktiv-Geräte jahrelang einbehalten. Erst im März 2005 - parallel zur Zulassung der Anklage - verfügte die Staatsanwaltschaft die Herausgabe aller Rechner - mit ausgebauter Festplatte. Was natürlich auch schon im Oktober 2001 bei der Beschlagnahme möglich gewesen wäre. Das bestätigt, dass es bei der polizeilichen Operation auch um die Behinderung der Arbeit von Libertad! ging. Libertad! und der Beschuldigte werden den anstehenden Prozess nutzen, erneut die Abschiebepraxis und die Beteiligung von Flugggesellschaften öffentlich zu thematisieren. Hans-Peter Kartenberg, der Sprecher von Libertad!, sagte dazu: "Der Prozess ist eine gute Gelegenheit. Gleichzeitig ist es auch notwendig, weil die deportation.class keine vergangene Sache ist. Auch 2004 wurden tausende Menschen unter Beteiligung von Lufthansa, LTU und anderen Airlines abgeschoben. Wir werden deshalb vor Gericht und auf der Straße gegen die Einschränkung des Demonstrationsrechts und gegen das Abschiebegeschäft protestieren". Der Angeklagte Andreas-Thomas Vogel bemerkt zu dem Prozess: "Ich stehe stellvertretend für alle Aktivist/innen der Online-Demo vor Gericht. Dabei hat der Prozess auch eine grundsätzliche Bedeutung. Es ist der erste Prozess, in dem von staatlicher Seite versucht wird, massenhafte Proteste im Internet abzuurteilen und damit eine Handhabe gegen zukünftige Online-Aktivitäten zu haben". Libertad!, der Angeklagte und sein Verteidiger stehen Anfragen und für Interviews gerne zur Verfügung. weitere Informationen: http://www.libertad.de/online-demo -- Mit solidarischen Grüssen Redaktion der So oder So mailto:redaktion at sooderso.de ============================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< INTERNATIONALES ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ============================================== 17 Interesting Agency-News about Venezuela: Politics & Economics von venezuela-info.net ============================================== http://www.venezuela-info.net -------------------------------------------------------------- POLITICS -------------------------------------------------------------- Spain´s Zapatero to sign arms deal with Venezuela MADRID, March 29 (Reuters) - Spain will seal 1.3 billion euros ($1.69 billion) of military and civilian equipment sales to Venezuela this week despite U.S. concern over arms purchases by Caracas, a government source said on Tuesday. Spanish Prime Minister Jose Luis Rodriguez Zapatero, who angered Washington by withdrawing Spanish troops from Iraq last year, is due to sign the deal with Venezuela´s leftist firebrand leader Hugo Chavez in Caracas on Wednesday, the source said. The military equipment covered by the deal includes four coastal patrol ships, four corvettes, 10 C-295 transport planes and two maritime surveillance planes, the source said. Spain also hopes to sell a Panamax oil tanker to Venezuela, the world´s No. 5 oil exporter. Zapatero, who unexpectedly won power a year ago in the wake of al Qaeda train bombs in Madrid, has forged good relations with Chavez. The Venezuelan leader, a self-proclaimed ´revolutionary´ and outspoken critic of the United States, has accused Washington and the previous Spanish government of supporting a failed coup against him. Zapatero was due to meet Chavez and his Colombian counterpart Alvaro Uribe on Tuesday to consolidate an improvement in ties between the South American neighbours. Tensions between Caracas and Bogota flared after the abduction of a Marxist rebel in Venezuela´s capital in December. Brazilian President Luiz Inacio Lula da Silva was also due to attend Tuesday´s meeting. Brazilian planemaker Embraer, the world´s fourth-largest aircraft maker, is planning to re-equip Venezuela´s armed forces. U.S. Defense Secretary Donald Rumsfeld said last week he was worried about Venezuela´s planned purchase of 100,000 Russian assault rifles, which he said could destabilise the region. -------------------------------------------------------------- Rumsfeld Says Venezuela Arms Plan Cause for Concern March 23 (Bloomberg) -- U.S. Defense Secretary Donald Rumsfeld said Venezuela´s plans to acquire up to 100,000 Russian assault rifles is bad for the region and raises questions about the purpose of the weapons. ``I can´t imagine what´s going to happen to 100,000 AK- 47s,´´ Rumsfeld said today in Brasilia. ``I can´t imagine why Venezuela needs 100,000 AK-47s. I personally hope it doesn´t happen and I can´t imagine that if it did happen this would be good for the Hemisphere.´´ Rumsfeld, who spoke to reporters after meeting with Brazil´s Vice President and Defense Minister Jose Alencar, said without elaborating that Venezuela´s purchase wouldn´t be good for the region. Venezuela earlier this month signed a $120 million contract for Russian military helicopters that includes attack, assault and transport aircraft. The purchases are the largest for the country´s armed forces since Chavez took office in 1999. Venezuela´s arms build-up comes as relations between the U.S. and President Hugo Chavez deteriorate further. Chavez, 50, has accused the U.S. of backing plots to overthrow him without offering any proof. At the same time, Venezuela, the world´s fifth biggest oil exporter, is seeking to reduce its dependence on the U.S., which buys two-thirds of its output. ``Given the conflicting foreign policies, these sales are problematic to the U.S.,´´ said Vitali Meschoulam, an analyst with HSBC Securities USA in New York. U.S. officials have called Chavez a ``negative´´ force in the region. Home Army Venezuelan purchases of helicopters and rifles ``wouldn´t worry the U.S. if the arms were being purchased from it,´´ Venezuelan Vice President Jose Vicente Rangel said in a press statement today. The arms are intended to beef up security along the Colombian border where kidnappings and armed incursions by Colombian irregulars are common, the information ministry said. Venezuela is also studying the purchase of Russian MIG-29s, the Russian press has reported. Chavez is creating a home army made up of civilian volunteers to counter any invasion. Venezuela´s regular forces number about 150,000 people. General Julio Quintero was named earlier this week to head the new home force and military reserves. -------------------------------------------------------------- Venezuela´s Chavez Creates New Foreign Trade Ministry (Correct) ^c.2005 Bloomberg News< (Corrects name of new minister in third paragraph in story that ran March 22.) By Peter Wilson March 22 (Bloomberg) -- Venezuelan President Hugo Chavez, who came to office in 1999 promising to cut back the country´s public bureaucracy, created a new integration and foreign trade ministry. Information Minister Andres Izarra told the state Bolivarian News Agency that the new ministry will advise and make recommendations to Chavez and the country´s foreign ministry on trade and related matters. Gustavo Marquez, the country´s former industry and trade minister, was named chief of the new body, Izarra said. Marquez had been serving as ambassador to Austria. Chavez, who took office in 1999, promised during the presidential campaign to reduce the number of ministries. Chavez initially reduced the number of ministries to 13 from 17 in 1999, his first year in power. He has since added 12. -------------------------------------------------------------- ECONOMICS -------------------------------------------------------------- Venezuela Government Spending Jumps 40% in January March 15 (Bloomberg) -- Venezuela boosted government spending by 40 percent in January on bigger outlays for social programs such as food and medical care, paid for by surging revenue from record oil prices. President Hugo Chavez´s government increased spending to 3.2 trillion bolivars ($1.5 billion) in January from 2.3 trillion in the same period a year ago, the central bank said on its Web site. Spending last year jumped 61 percent from a year earlier. ``The increase in oil income right now is outpacing the higher spending,´´ said Carmen Julia Noguera, an analyst with Banco Mercantil in Caracas. The government budget deficit probably will narrow this year to 0.5 percent of gross domestic product from 2.2 percent last year as high oil prices provide about $4 billion of extra income to Venezuela, the world´s fifth largest crude exporter, Noguera said. Venezuelan oil averaged $38.37 a barrel this year through March 11 while the budget is based on oil in 2005 selling at an average $23 a barrel. Oil exports were $8.8 billion in the fourth quarter, the highest since the central bank began reporting quarterly trade figures in 1997. -------------------------------------------------------------- Iran´s National Petrochemical May Invest in Venezuelan Plants March 14 (Bloomberg) -- National Petrochemical Co., Iran´s state petrochemical company, may invest in several joint ventures in Venezuela, the South American country´s state petrochemical company said. Joint ventures will be formed in the next two years, Pequiven SA said in a statement. The company didn´t provide details of the possible ventures. Pequiven personnel may also be trained by National Petrochemical, the Venezuelan company said. Venezuela, the world´s fifth-largest oil exporter, has said it wants to boost petrochemical output to take advantage of its natural-gas reserves, the eighth largest in the world. Pequiven President Saul Ameliach said in July the company is seeking to double output to 20 million tons of fertilizers, plastics and other chemicals by 2009. -------------------------------------------------------------- Venezuela Plans to Sign Oil Agreement With Repsol Next Week March 22 (Bloomberg) -- Venezuela, the world´s fifth-largest oil exporter, said it expects to sign an agreement with Repsol YPF SA, creating a joint venture to explore and develop an oil field in the western part of the country. The accord will be signed next week during the state visit of Spanish Prime Minister Jose Luis Rodriguez Zapatero to Caracas, Venezuelan Energy and Oil Minister Rafael Ramirez told reporters after a cabinet meeting today. Venezuela may also sign an agreement to supply Spain with oil and a separate accord with Repsol to build a thermoelectric generating plant, Ramirez said. Repsol YPF spokeswoman Mariana Diaz in Puerto La Cruz didn´t return a phone message requesting comment. Repsol is a Madrid- based oil company. -------------------------------------------------------------- Venezuela´s Unemployment Rate Falls in February (Update1) March 22 (Bloomberg) -- Venezuela´s unemployment rate fell in February from a year earlier as the economy recovered from a recession. The jobless rate dropped to 14 percent in February from 17.1 percent a year earlier, the National Statistics Institute said in a press statement. The unemployment rate was 15.5 percent in January. ``The number of unemployed fell 391,678 between February 2004 and February 2005,´´ the institute said. Companies are adding jobs as the economy expands with the help of increased government spending. Gross domestic product grew 17 percent last year after contractions of 7.7 percent in 2003 and 8.9 percent in 2002. The government is forecasting a 5 percent expansion this year. About 52 percent of the country´s 10.3 million employed are working in the formal sector, governed by labor laws, the institute said. The remainder work in the informal economy. -------------------------------------------------------------- service provided by www.venezuela-info.net no more newsletters: http://www.venezuela-info.net/newsletter/english/permission/abmelden.php ============================================== 18 Dissent Newsletter Nr. 2 von gipfelsoli-l at lists.nadir.org ============================================== Gipfelinfo - Meldungen über globalisierte Solidarität und die Proteste gegen unsolidarische Globalisierung -------------------------------------------------------------------------- Der G8 K.O.-Newsletter erscheint einmal im Monat. Zu allen Themen sind aktuelle Infos immer auf unserer Homepage zu finden. Dort gibt es auch diesen und ältere Newsletter im Textformat und als pdf-Kopiervorlage. Zum selbst Ausdrucken, Kopieren, Verteilen - im Infoladen, in Mensa, Bibliothek oder beim Friseur! Und: Schickt uns Anregungen, Artikelwünsche und Beiträge! Mobilisierung im deutschsprachigen Raum Nach dem sehr erfolgreichen und motivierenden internationalen Vernetzungstreffen in Tübingen Ende Februar gibt es einige Neuigkeiten zur Mobilisierung gegen den G8 in Deutschland und der Schweiz. Für das deutschsprachige Treffen war leider nur wenig Zeit, deshalb konnten wir verschieden Themen nur anschneiden. Es waren verschiedene Gruppen aus 15 deutschen und schweizerischen Städten vertreten. Leider hat niemand aus Österreich an dem Treffen teilgenommen - Leute von dort, meldet euch! Alle stellten erstmal vor, was bei ihnen schon an Mobilisierung geplant ist. Danach ging es um verschiedene Punkte wie Anreise nach Schottland, Materialien und Aktionen, die noch ausführlicher besprochen werden müssen. Im öffentlich editierbaren Bereich unserer Homepage (wiki) gibt es eine Sammelseite mit ReiseInfos, wo wir Möglichkeiten sammeln, nach Schottland zu kommen. Alle sind zum nächsten deutsch-sprachigen Vernetzungstreffen in Mannheim eingeladen - am 9./ 10. April. Mehr unter g8info-ma-hd at riseup.net. Dort soll es vor allem um die Koordination der Mobilisierung im deutschsprachigen Raum für Gleneagles gehen. Den G8 2007, der ja in Heiligendamm bei Rostock stattfindet, soll dort nur kurz angesprochen werden. Die Planung dafür soll dann BUKO (Bundeskongress Internationalismus) vom 5.-8. Mai in Hamburg richtig anlaufen. Geplant sind am 7. Mai ein Workshop, gemeinsames Brainstorming und Diskussion. Wenn ihr als Gruppe oder Einzelperson in eurer Stadt oder Region Infoveranstaltungen machen möchtet, und ihr dafür nicht genug eigene Ressourcen habt - dann gibt es einen "ReferentInnen-Pool", bei dem ihr anfragen könnt. Ihr müsstet dann nur noch einen Raum und Werbung organisieren. Auch wäre es gut, wenn wir die Termine für die ReferentInnen für gewisse Regionen koordinieren können, damit sie dann gleich mehrere Orte hintereinander besuchen können. Wer Lust hat, auch in anderen Städten Veranstaltungen mitzumachen, soll sich melden - es macht Spass, und die meiste Arbeit ist schon gemacht, sprich die PowerPoint-Präsentation ist schon da! Homepage des dissent! network: http://dissent.org.uk/ [en] Deutschsprachige Mobi-seite: http://de.dissent.org.uk/ Kontaktadresse: german-g82005 at riseup.net Rechtsinfos Wie schon im letzten Newsletter angekündigt, werden wir euch über die gipfelrelevante Gesetzeslage in Schottland auf dem Laufenden halten. Neu ist eine schriftliche Einführung in das schottische Recht ("An Activists Guide to Scottish Law"), die ihr unter www.g8legalsupport.info nachlesen könnt. Eine deutsche Übersetzung dieses Textes wird bald auch auf unserer Homepage zu finden sein. Wir werden in folgenden Newslettern versuchen auf Änderungen der Verordnungen einzugehen. Zunächst einmal ist wichtig, dass EU-BürgerInnen nur den Personalausweis brauchen, um in die UK einreisen zu können - ein Reisepass ist nicht unbedingt notwendig. Auf der Insel selber gibt es keine Ausweispflicht. Deswegen wird jeder/jedem geraten, möglichst ohne Ausweis unterwegs zu sein. Es ist ausserdem zu empfehlen, bei der Einreise nach Grossbritannien die Telefonnummer einer Anwältin/eines Anwaltes eures Landes in der Tasche zu haben, falls es bereits an den Grenzen zu Problemen kommen sollte. Vor Ort ist für den rechtlichen Beistand gesorgt. AnwältInnen werden für den gesamten Zeitraum der Aktionen zur Verfügung stehen. Es werden aber noch Freiwillige für Mitarbeit im Rechtshilfe-Zentrum gesucht, damit die AktivistInnen in verschiedenen Sprachen unterstützt werden können. What's going on in Heiligendamm? Bekanntlich wird in diesem Kurort an der Ostsee der G8-Gipfel 2007 stattfinden. Als die Kölner Investorengruppe FUNDUS das Grand Hotel Kempinsky dort wieder eröffnete, wurde dies nicht unbedingt mit Jubeltönen aus der Bevölkerung begrüsst. Das Hotel versuchte den angrenzenden Strand zu privatisieren, Radfahren auf dem Radweg der Strandpromenade zu verbieten und die "Schandflecke" der Stadt mit Zäunen vor ihrem edlen Publikum zu verstecken. Dieser "Schandfleck" war zum Beispiel das Cafe Schwanensee, ein seit DDR-Zeiten existierendes Dorfcafe. Obwohl bis 2010 ein Pachtvertrag besteht, wurde es rausgeekelt, indem zunächst alle Schilder abgeschraubt und dann ein grosser Bretterzaun um das Anwesen gebaut wurde. Es gründete sich folgend eine Bürgerinitiative, die aktiv gegen Schilder wie "Baden verboten" ankämpfte und grosse Unterstützung von der Bevölkerung bekam. Im Vorlauf zum G8 gibt es inzwischen schon Pläne, auch die letzten Häuser in Heiligendamm so zu renovieren, dass es für die hohen Gäste "zumutbar" ist. Finanziert wird das von Sonder- und Fördermitteln von Bund und Land. Die Bevölkerung ist davon weniger begeistert. Da können auch die vielen Artikel in den lokalen Zeitungen nicht helfen. News aus der UK Während des Internationalen Treffens des dissent!-Netzwerkes in Tübingen haben wir den neuesten Stand in Sachen Vorbereitungen erfahren. Nützliche Informationen zur aktuellen Situation in Schottland findet ihr im Internet. Weiter wurde über Unterkunfts-möglichkeiten gesprochen. Ziel ist es zunächst, legale Unterkünfte zu finden, da Besetzen in der schottischen Gesetzgebung als Straftat geahndet wird. Sollten Verhandlungen mit der Stadt nichts ergeben, wird das Risiko aber eingegangen werden. Dringend benötigt werden noch Küchen und grosse Zelte, da die Infrastruktur in der UK für solche Grossevents nicht ausreichend ist. Auch wer Autos, Busse und andere Transportmittel mitbringen kann, bitte melden. Einzelheiten können auch hier wieder auf der dissent!-Homepage (unter "Working Groups" findet ihr auch die Ansprechkontakte) nachgelesen werden. Auch wurde an die am Montag vor dem Gipfel stattfindende Blockade des Atom-U-Boot-Stützpunktes Faslane (nördlich von Glasgow) erinnert: sie soll absolut gewaltfrei ablaufen, um diese einheimische Protestform zu achten. Grundsätzlich ist zu sagen, dass dissent! als Netzwerk keine Blockaden organisiert, aber Raum für alle Protestformen zur Verfügung stellt - solange eine Bereitschaft zur Akzeptanz der anderen Formen vorhanden ist. Die einzelnen Punkte könnt ihr auch im Protokoll des Tübingen-Meetings nachlesen. Aktionskalender Dissent ruft nicht zu Aktionen auf, stellt aber für autonom handelnde Aktivisten Mittel und Ressourcen zur Verfügung! An allen folgenden Aktionen und Projekten könnt ihr euch beteiligen! 29. Mai - 5. Juni: Trainingskurs für ein provisorisches Konvergenz-Zentrum, organisiert von Starhawk und "the Green Bloc". Anfang Juni: Eröffnung des Konvergenz Zentrums. Geplant sind ein ländliches Zentrum in der Nähe von Gleneagles, und ein städtisches Zentrum in Edinburgh oder Glasgow (oder möglicherweise in beiden Städten). Juni 2005: Die Gruppe "Cre8 Summat" (Wortspiel aus "G8 Summit" (G8 Gipfel) und "Create Somewhat") organisiert mit lokalen Gruppen direkte Aktionen und Projekte, wie Gemeinschaftsgärten und Umsonst-Cafes. Die "Working Group Against Work" plant Aktionen zum Thema Prekarisierung. Es wird zu dezentralen Aktionen aufgerufen. 30. Juni / 1. Juli: Aktionen an den UK-Grenzen gegen Repression gegen einreisende AktivistInnen. Samstag 2. Juli: Großdemo in Edinburgh vom Bündnis "Make Poverty History". Oder: Kapitalismus abschaffen unter dem Banner "Make Capitalism History". Sonntag 3. Juli: Vielfältige und bunte Aktionen in Glasgow unter dem Motto "Make Border History" mit anschließender Demo zum Abschiebeknast Dungavel. Montag 4. Juli: Blockade der Faslane Militärbasis bei Glasgow zusammen mit "Trident Ploughshares" und "Scottish CND" (schottische Bewegung gegen Atomrüstung). Dienstag 5. Juli: "Beacons of Dissent": Leuchtfeuer auf den Bergkämmen rund um den G8-Versammlungsort als Mahnwache. Mittwoch 6. Juli: GLOBAL ACTION DAY / INTERNATIONALER AKTIONS-TAG GEGEN DEN G8-GIPFEL: Blockaden der Zufahrtswege zum G8-Veranstaltungsort, und andere gemein-same und dezentrale Protestaktionen.... Donnerstag 7. Juli: Volx-Golf-Turnier: Golfen gegen den G8-Gipfel. Freitag 8. Juli: Internationaler Aktionstag gegen Klimawandel, mit Aktionen in Schottland und in allen Teilen der Welt. See you here ... 6.4. Berlin: Offenes Treffen von G8 K.O. in der OUBS, Philippstr. 13 [Ort kann sich noch ändern, checkt unsere Seite!] 9./10.4. Mannheim: Deutschsprachiges Vernetzungstreffen 22.4. Berlin: G8-K.O.-Soliparty im WAF-Salon, Rigaerstr. 77 7.5. Hamburg: Workshop und offenes Plenum zu G8 2007 am BUKO [http://de.dissent.org.uk/twiki/bin/view/G8Resist/NewsletterMaerz05] -------------------------------------------------------------------------- gipfelsoli infogruppe Newsletter mit Nachrichten über Mobilisierungen, Debatten und Repression im Zusammenhang mit Gipfelprotesten. Die AutorInnen der Beiträge, so sie nicht von uns verfasst sind, sind mit eckigen Klammern versehen. Wir können leider keine Verantwortung für die Richtigkeit der Beiträge übernehmen. Auch geben die Beiträge nicht zwangsläufig unsere Meinung wieder. Kontakt, Kritik, Beiträge: gipfelsoli at nadir.org gipfelsoli mailinglist subscribe - unsubscribe https://lists.nadir.org/cgi-bin/mailman/listinfo/gipfelsoli-l ============================================== 19 Kurds Wield New Power in Kirkuk Politics von "wadi wien" ============================================== Kurds Wield New Power in Kirkuk Politics By Edmund Sanders Times Staff Writer KIRKUK, Iraq - Flush from an election day sweep in this divided city, the Kurds who now dominate the provincial council made it clear this month that they intended to do things differently when they conducted their public meeting in Kurdish, not Arabic. For 90 minutes, about two dozen Kurdish council members debated issues and shared jokes, leaving Arabic-speaking citizens and journalists in the audience scratching their heads and walking out in frustration. U.S. officials in attendance scrambled to replace their usual Arabic-language interpreter with one who spoke Kurdish. One slightly exasperated Assyrian Christian member, Sylvana Boya Nasir, finally pleaded that she didn't understand what was going on. "I don't object to Kurdish," she said later, "but the language used should be understood by all members." The episode underscored the tensions dividing ethnic rivals in the northern province of Al Tamim, of which Kirkuk is the capital. Once dominated by Turkmen and then Kurds, Kirkuk became the center of an "Arabization" campaign under Saddam Hussein. The former leader expelled up to 100,000 Kurds and replaced them with Arabs over a 20-year period, in an effort to tighten his grip over the province and its oil, estimated to be 6% of the world's known reserves. After the 2003 U.S.-led invasion of Iraq, thousands of Kurds flooded back to Kirkuk, living in refugee camps, squatting on public land and demanding the right to return home. Today, Kirkuk's diverse population and oil wealth have put it at the top of the national agenda. The city's future has been a contentious topic during negotiations between Kurds, who are mostly Sunni Muslims, and Shiite Muslim Arabs meeting to form a new national government. For the last two years, feuding groups in Kirkuk coexisted under a U.S.-brokered power-sharing agreement that prevented any ethnicity from dominating. But the Jan. 30 election gave Kurds a solid majority - 63% of the council seats - leaving Turkmen with 19% and Arabs 12%. Kurdish leaders in Kirkuk have insisted they will be gracious winners and reach out to their longtime rivals. "We are extending our hands to the members of the other slates," said Abdulrahman Mustafa, a Kurd and the U.S.-backed governor of Kirkuk, who is likely to retain the job. "They are all our brothers." Turkmen and Arab leaders, however, say negotiations have yielded few signs of compromise. The recent Kurdish-language council meeting only heightened their anxiety, and a rise in insurgent activity in the area has added to the sense of instability. Newly elected Turkmen and Arab council members are boycotting meetings until a power-sharing agreement can be hammered out. "If they want stability, we are all going to have to participate," said Tahsin Kahya, a council leader with the Islamic Union of Turkmen. "It's our right to occupy certain posts." But Kahya's chances of retaining his post as Kirkuk council chief appear slim. He said Kurds recently had informed him that the head of the council must speak Kurdish. It is not surprising that Kurds are savoring their victory, which comes as new mass graves are uncovered on the city's outskirts, a reminder of Hussein's genocidal campaign against them. "We are so happy about the election," said Sabir Ahmed Omar, 54, whose two sons were killed by Hussein's regime because they were fighters with the peshmerga, the Kurdish militia. Omar himself is a former resistance fighter. He proudly raised a baggy pant leg to reveal a deep scar on his knee from a grenade attack 35 years ago. His family was forced to abandon their home and move north in the late 1980s, he said, but they returned last year and built a two-room, cinderblock house on vacant government land on the edge of the city. "We are dreaming about the changes that now will take place," Omar said with a broad smile as two grandchildren played at his feet. A top priority of the Kurds is to help the 30,000 to 50,000 refugees who are still living in temporary camps around the city, said Mustafa, the governor. Compensating those families and building new housing could cost more than $500 million, he said. Turkmen and Arabs, meanwhile, are still stinging from the election results, which they argue were distorted by thousands of Kurds from other cities flooding to Kirkuk on election day. Shortly before the vote, Iraq's electoral commission ruled that up to 70,000 displaced Kurds could vote in the province though they did not live here. "The election is not legal," Kahya said. "The results don't reflect reality." Kurds dismiss such complaints. "It doesn't matter whether they accept the results or not," Mustafa said. "These are the results." Arabs fear that Kurds plan to force out thousands of families, mostly Shiites from the south who were moved to Kirkuk in Hussein's campaign. Under Article 58 of Iraq's interim constitution, Kurds are permitted to return and Arabs must leave, though they will be compensated. A group of Arab leaders in Kirkuk recently demanded that the article be amended to permit Arabs to remain in the city alongside returning Kurds. "We ask the Kurds to reconsider what they are saying in their statements and to remind them that they were not the only ones who suffered during the time of the tyrant Saddam," said Sheik Abdul-Hadi Darraji, a spokesman for Shiite cleric Muqtada Sadr, who has been increasingly outspoken about the Kirkuk controversy. At national government negotiations recently, Kurds sought to annex Kirkuk into the Kurdistan region in northern Iraq, but settled for a pledge from the Shiites to implement Article 58 this year, before a new national constitution is drafted, according to sources familiar with the talks. Much of that job is likely to fall to Hamid Majid Moussa, head of the Iraqi Communist Party, who was tapped in January to lead a new committee charged with implementing Article 58. A previous resettlement committee set up by the U.S. languished unfunded and inactive for more than a year. Moussa said he had demanded independent funding and a direct line to the prime minister's office. He plans to settle disputes over Kirkuk's borders by appointing an independent arbiter, unanimously approved by the president and vice presidents, who will collect evidence from all sides and make a ruling. Hussein redrew the old borders to include more Arab communities and fewer Kurdish ones. On the issue of returning Kurds and removing Arabs from Kirkuk, Moussa said he would call for a compensation fund for victims and involve the United Nations and foreign countries to help craft a fair process. The outcome in Kirkuk, he said, is vital to the future of Iraq. "Solving this problem," Moussa said, "is going to bring stability to the entire country." www.iraq.net -- WADI - Verband für Krisenhilfe und solidarische Entwicklungszusammenarbeit e-mail: wadi.wien at gmx.at Tel.: 0699-11365509 Spendenkonto in Österreich: Kontonummer 07.405.301 Evangelische Kreditgenossenschaft eG BLZ 31800 IBAN: AT10 3180 0000 0740 5301 BIC: EVKRATW1 Website mit weiteren Informationen zu Projekten von Wadi und Veranstaltungshinweisen: www.wadinet.at ============================================== =============================================== C) TERMINE =============================================== ======================== Donnerstag http://www.mund.at/butt/Termine/Maerz/3103.htm Freitag http://www.mund.at/butt/Termine/April/0104.htm Samstag http://www.mund.at/butt/Termine/April/0204.htm ======================== ============================================= D) EDITORIAL ============================================= Für den Inhalt verantwortlich: Ihr. E-Mail-Adresse für Beiträge: widerstand at no-racism.net geschickt. widerst at nd MUND und alle Termine täglich aktualisiert im Web: http://www.no-racism.net/MUND Ziel von MUND (medienunabhängiger Nachrichtendienst) ist die unzensurierte und möglichst rasche Information über gesellschafts- politisch relevante Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu Widerstand und Antirassismus sowie verwandte Themen. sollen einen Titel, Namen und Emailadresse der/des AutorIn enthalten und möglichst kurz und prägnant gehalten sein, ev. mit Hinweis, wo weitere Informationen eingeholt werden können. Bitte keine Attachments! Die inhaltliche und sachliche Verantwortung liegt bei der/dem jeweiligen AutorIn bzw. jenen, die uns die Beiträge schicken. Der MUND wird von einzelnen TagesredakteurInnen zusammengestellt. Da Fehler nicht ausgeschlossen sind, bitten wir, nicht veröffentlichte Beiträge nochmals an widerstand at no-racism.net zu senden. Die Weiterleitung (auch auszugsweise) ist erwünscht. 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(werden nicht angenommen) Redaktionsschluss für diese Ausgabe: MI, 21.00 Uhr Nicht aufgenommen: 1 Beitrag veraltet, 2 Beiträge nicht WR III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III ü, ö, ä, ß, Ü, Ö, Ä III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III widerst at nd-MUND is powered by http://alt.strg.at/ ================================================