From analle at no-racism.net Mon Aug 1 14:25:30 2005 From: analle at no-racism.net (=?iso-8859-1?q?MUND=3A_medienunabh=E4ngiger_Nachrichtendienst?=) Date: Mon, 1 Aug 2005 14:25:30 +0200 Subject: MUND_010805 Message-ID: MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst www.no-racism.net/mund Montag, 1. August 2005 MedieninhaberInnen seid ihr! ================================================ A) INHALT ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 01 Plakatserie > Kunst im oeffentlichen Raum Wien bis 3.8. von: mail at arbeitengegenrassismen.net ================================================ 02 Fotowettbewerb "ungehindert behindert" von: petra.wiener at ioe.at ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND KOMMENTARE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 03 Die charter.deportation.class: Eine neue Form der Deportation? von: fewor at no-racism.net ================================================ 04 lobende worte aus verfassungsschutzbericht von: michibotka at gmx.net ================================================ 05 Krypto/fone: Phil Z. will es noch einmal wissen von: depesche at quintessenz.org ================================================ 06 Generalverdachtsspeicher: Jetzt Petition unterstuetzen von: depesche at quintessenz.org ================================================ 07 Graffity-Days Klagenfurt von Pro-Graffity-Aktivisten gestört von: heinz at no-racism-net ================================================ 08 KURIER-"Wir verstehen unter Integration Partizipation von: dieinitiative at gmx.at ================================================ 09 Offener Leserbrief an das Profil - Profil 31, 1. August 2005, "Islam unter Verdacht" von: kulturverein at kanafani.at ================================================ (Beitrag geloescht) von: (Email geloescht) ================================================ 11 ASt - Mit der Bitte um Veröffentlichung von: ast-lfi at utanet.at ================================================ 12 Grenzen ziehen von: office at asyl-in-not.org ================================================ 13 Krieg ohne Sieg; DER STANDARD v. 28.7.05 von: ibd.koehler at utanet.at ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< SOLIDARITÄT WELTWEIT ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 14 [womeninblack] Colombia: Statement Putumayo von: angela.mores at chello.at ================================================ 15 Ein Artikel über aktuelle Aktivitäten von Human Life International in der Herald Tribune von: selbstbestimmungsrechtderfrau at gmx.net ================================================ 16 [gipfelsoli] Gleneagles -- Genua -- Heiligendamm von: gipfelsoli-l at lists.nadir.org ================================================ 17 IRA / Nordirland: Das Ende des Terrors - eine große Chance für Frieden von: gfbv.austria at chello.at ================================================ 18 Die Arbeit der Mobilen Frauengeführten Teams in Irakisch-Kurdistan von: wadi.wien at gmx.at ================================================ 19 Deutschland von: rb at rechtbeweglich.at ================================================ 20 Deutschlands Rosa Listen von: hg at graupner.at ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< SERVICE - LINKS ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 21 Newsletter andersrum.gruene.at von: andersrum-newsletter at listen.gruene.at ================================================ ================================================ B) TEXTE ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 01 Plakatserie > Kunst im oeffentlichen Raum Wien bis 3.8. von: mail at arbeitengegenrassismen.net ================================================ Noch bis 3. August 2005 ARBEITEN GEGEN RASSISMEN Kunst im öffentlichen Raum Wien. Ein Plakatserie entlang der Straßenbahnlinie D. Projektbeteiligte: Ljubomir Bratic, Petja Dimitrova, Richard Ferkl, Anna Kowalska, Klub Zwei (Simone Bader, Jo Schmeiser), Daniela Koweindl, Martin Krenn, Schwarze Frauen Community Noch bis Mittwoch 3. August 2005 können Fahrgäste und PassantInnen entlang der Straßenbahnlinie D verschiedene ARBEITEN GEGEN RASSISMEN in City Light-Vitrinen sowie bis 31. Juli 2005 auf Litfaßsäulen und großformatigen Plakaten in Haltestellenbereichen sehen. Die Plakatserie zeigt unterschiedliche künstlerische und aktivistische Positionen, die Wirkungsweisen von Rassismen sowie Widerstandsformen dagegen thematisieren. ARBEITEN GEGEN RASSISMEN ist ein von KünstlerInnen und AktivistInnen gemeinsam entwickeltes Projekt. Ziel dieser Zusammenarbeit ist es, eine Allianz gegen Rassismus und Antisemitismus zu bilden sowie Öffentlichkeiten dafür zu schaffen und gemeinsam rassistischer Normalität entgegenzutreten. Zentraler Bestandteil der Serie von verschiedenen Bild- und Textarbeiten sind antirassistische Forderungen des Vereins Schwarze Frauen Community. *Antirassistische Forderungen und künstlerische Arbeit* "Österreich braucht ein Antidiskriminierungsgesetz!" ist nun ein Monat lang auf einem Plakat an der Ringstraße dem Parlament gegenüber gesetzt. "Wir sind Schwarz. Wir sind qualifizierte ArbeitnehmerInnen und fordern Zugang zum Arbeitsmarkt!" oder "Schafft endlich das Ausländerbeschäftigungsgesetz ab!" sind weitere antirassistische Forderungen, die die Schwarze Frauen Community in Zusammenarbeit mit dem Künstlerinnenkollektiv Klub Zwei (Simone Bader, Jo Schmeiser) visuell umgesetzt hat. Die Künstlerinnen Petja Dimitrova und Anna Kowalska führen in ihren Arbeiten Themen der Schwarzen Frauen Community inhaltlich fort und setzen sich mit Fragen migrantischer Selbstorganisation oder Konstruktionen von Weißsein auseinander. In einem weiteren Teil der Plakatserie werden österreichische Geschichtskonstruktionen hinterfragt: Die künstlerischen Arbeiten von Ljubomir Bratic / Richard Ferkl, Klub Zwei sowie Martin Krenn thematisieren Antisemitismus während der NS Zeit und wie dieser in die Gegenwart hineinwirkt, "Arisierung" und verzögerte bzw. letztlich nicht erfolgte Rückgabe sowie den Widerstandskampf der PartisanInnen gegen die Nazi-Herrschaft. *Plakate auf und in der Straßenbahn: Nicht genehmigt!* Teil des Projekts ist auch eine Plakatserie für Straßenbahnzüge. Doch dieser Projektteil konnte bislang nicht realisiert werden. Die Wiener Linien gaben zunächst eine "unterstützende Zusage" für die Projektidee, erteilten letztlich aber keine Erlaubnis für die Affichierung der entwickelten Arbeiten an und in der Straßenbahn: Für die Präsentation der künstlerischen Arbeiten auf den Werbeflächen im Zuginneren gab es - bis auf zwei Ausnahmen - keine Freigabe. Auch fast alle antirassistischen Forderungen der Schwarzen Frauen Community wurden von den Wiener Linien als "nicht geeignet " abgelehnt. Alle ARBEITEN GEGEN RASSISMEN wurden dennoch realisiert und noch bis 3. August 2005 auf Plakatflächen in den Haltestellenbereichen der Straßenbahnlinie D zu sehen. *Ausführliche Information* unter http://www.arbeitengegenrassismen.net >> Projektbeschreibung >> Kurztexte zu den einzelnen Plakatarbeiten >> Kurzbiografien der Projektbeteiligten >> Alle Plakate >> Fotomontagen der nicht-realisierten Plakate auf Straßenba > *Fotos* von ARBEITEN GEGEN RASSISMEN im öffentlichen Raum unter http://www.arbeitengegenrassismen.net/web/citylights Das Projekt wurde im Rahmen von "Kunst im öffentlichen Raum Wien" realisiert (www.publicartvienna.at). *** Rückfragen: Daniela Koweindl, Martin Krenn mail at arbeitengegenrassismen.net http://www.arbeitengegenrassismen.net ================================================ 02 Fotowettbewerb "ungehindert behindert" von: petra.wiener at ioe.at ================================================ Sehr geehrte Damen und Herren! Integration:Österreich veranstaltet heuer in Kooperation mit dem Österreichischen Amateurfotografenverband VÖAV den Fotowettbewerb "ungehindert behindert" Bis 20. Dezember 2005 wünschen wir uns viele Zusendungen, die den Alltag selbstbewusster und selbstbestimmt lebender Menschen zeigen. Zu diesem Zweck sende ich Ihnen im Anhang die Wettbewerbsausschreibung mit der Bitte, einen Artikel in Ihrem Newsletter darüber zu bringen. Vielen Dank für Ihre Unterstützung und freundliche Grüße, Petra Wiener -- Mag. Petra Wiener Redaktion betrifft: integration e-mail petra.wiener at ioe.at tel 01-789 17 47-26 Integration:Österreich ungehindert behindert Tannhäuserplatz 2/1. Stock 1150 Wien tel 01-789 17 47 fax 01-789 17 46 e-mail info at ioe.at homepage http://www.ioe.at Veranstaltungshinweise: Elternbefragung: “Was ist notwendig an der Nahtstelle Schule/Beruf?" I:Ö befragt Eltern behinderter Jugendlicher zwischen 13 und 25 Jahren zu Bedürfnissen und Notwendigkeiten an der Nahtstelle. Fragebogen zum Download unter: http://www.ioe.at/content/e14/e769/e2267/eltern_fb.pdf Nähere Informationen bei Stefanie Miksanek unter 0699/155 66 884, per Mail an stefanie.miksanek at ioe.at oder auf der Homepage www.ioe.at ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND KOMMENTARE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 03 Die charter.deportation.class: Eine neue Form der Deportation? von: fewor at no-racism.net ================================================ Nachdem Deportationen mittels Linienflugzeugen in den letzten Jahren immer wieder thematisiert und in einzelnen Fällen verhindert wurden, haben die EU-Staaten nun begonnen, ihre Deportationen gemeinsam durchzuführen und "effizienter" zu gestalten. In Zukunft sollen mehr und mehr Leute mittels gemeinsamer Charterflugzeuge außer Landes geschafft werden. Es wurde auch schon eine neue Bezeichnung kreiert: "Asylum Airways" werden jene Flüge genannt, bei denen in gecharterte Flugzeuge von Hauptstadt zu Hauptstadt fliegen sollen um illegalisierte MigrantInnen aufzusammeln. Ziel sollen vor allem Länder sein, in die es nur wenige direkte Flüge gibt. Weiters würde die gemeinsame Abwicklung es jenen Staaten vereinfachen, die schlechtere Beziehungen mit dem jeweiligen Zielland haben. So habe zum Beispiel Italien bessere Beziehungen zu Somalia als Großbritannien. Die Initiative zu den Sammeldeportationen ging von den sog. G5-Staaten aus. Die InnenministerInnen der fünf größten europäischen Staaten (Frankreich, Deutschland, Italien, Spanien, England) beschlossen am 5. Juli 2005 in Evian (Haute-Savoie), Abschiebungen in Zukunft verstärkt gemeinsam zu planen und durchzuführen. Die Flughäfen in London und Paris waren am Dienstag, 26. Juli 2005 Schauplatz der ersten dieser gemeinsamen Sammeldeportation mit den "Asylum Airways" nach Afghanistan. In französisch-britischer Zusammenarbeit wurden 40 Leute, denen Asyl verweigert wurde, mit einem gecharterten Maschine der "Blue Line" nach Afghanistan befördert. Auf no-racism.net finden sich drei Texte, die diese "neue" Form der Deportation thematisieren. Dabei wird klar, dass die Praxis, Leute mittels Charterflügen außer Landes zu schaffen, so neu nicht ist. In den letzten Jahren wurden 10.000e Menschen mittels gecharterter Flugzeuge in ihre vermeintlichen Herkunftsländer befördert. Oft waren Leute davon betroffen, die sich bereits ein oder mehrmals erfolgreich gegen eine Abschiebung mittels Linienflugzeug gewehrt hatten. Charterabschiebungen dienen - wie Aussagen verantwortlicher PolitikerInnen bekräftigen - auch dazu, den Widerstand der Flüchtlinge und MigrantInnen zu brechen. Begleitet werden die Sammeldeportationen von einem massiven Polizeiaufgebot und meist einem/r ÄrztIn. Die Behörden der einzelnen Länder arbeiten dabei zusammen. Die EU wird sich die gemeinsamen Sammeldeportationen einiges kosten lassen. Im Jänner 2004 wurde am EU-Gipfel in Dublin ein Budget von 30 Millionen Euro für die Jahre 2005 und 2006 beschlossen. Als Argument wird auch angeführt, dass Sammeldeportationen billiger seien als jene mit Linienflugzeugen. Für eine bereits am 13. September 2004 durchgeführte europaweit koordinierte Sammelabschiebung nach Coutounou (Benin) und Togo, an der sich Behörden aus Deutschland, Belgiens und der Schweiz beteiligten, bezahlte die Hamburger Innenbehörde dem erst vor kurzem gegründeten und vor allem im Charterbusiness tätigem Unternehmen Aero Flight sage und schreibe 140.000 Euro! Informationen über Deportationen mit gecharterten Flugzeugen und zahlreiche weiterführende Links finden sich in folgenden Beiträgen: * chater.deportation.class ... ... informiert über stattgefundene Charterabschiebungen, dabei involvierte Firmen und Proteste dagegen. http://no-racism.net/article/1321 * "Asylum Airways": EU-Sammeldeportationen mit Chartermaschinen ... ... geht auf die Pläne der EU ein und beschreibt wie die "Asylum Airways" mit einer Maschine der "Blue Line" am 26. Juli 2005 ihren Deportationsbetrieb aufnahm. http://no-racism.net/article/1320 * EU-Sammeldeportation nach Afghanistan ... ... beinhaltet einen Aufruf gegen Charterdeportationen und kritisiert die Praxis, Leute in die Krisenregion Afghanistan abzuschieben. http://no-racism.net/article/1315 -- no borders.no nations stop all deportations http://no-racism.net ================================================ 04 lobende worte aus verfassungsschutzbericht von: michibotka at gmx.net ================================================ falls es jemand von euch noch nicht weis: "“Indymedia Austria " und der Medienunabhängige Mediendienst ((MUND)stellen weiterhin die bekanntesten und am häufigsten genutzten Internetplattformen des linksextremen Spektrums in Österreich dar." zumindest behaupten das diejenigen die die meisten resourcen haben um das zu untersuchen... http://www.bmi.gv.at/staatsschutz/ (was mich wiedermal in meiner meinung bestärkt daß diese beiden medien intensievere kooperation brauchen - bzw. e.v. sogar vereint gehören. - um auf indymedia den kreis der mund user zu erreichen und im mund auch posten, photos, videos, sound & diskussionen zu haben.) sonst gibts noch eine interessante feststellung zum austria social forum: "Wie schon in den letzten Jahren setzte sich das ASF wieder an die Spitze der Protestbewegung gegen den Krieg im Irak bzw.gegen die Besetzung des Irak und organisierte am 20.03.2004 in Wien eine Großdemonstration mit mehr als zweitausend Teilnehmern." dann darf ich noch der al und aik zur namentlichen erwähnung gratulieren ansonsten stellen sie fest daß das was sie "Linksextremismus" nennen im jahr 2004 an mobilisierungskraft verlohren hat. daß das gestiegene mobilisierungspotential davor auch von umständen außerhalb des sog. linksextremen spektrums abhängt z.b. der irakkrieg, die regierung, was die spö macht usw. wird nicht erwähnt - ob sie das einfach nicht verstehen? wens jemand genauer interessiert kann ja selber reinschauen. - lohnt sich und macht spaß - auch wenn schüssel & co es niemals zugeben würde hier ist schwarz auf weis festgehalten daß sie unsere aktivität sehr wohl sehr genau mitkriegen :-) na dann wünsch ich ein gutes gelingen unseres auftretens im nächsten bericht und dafür weiterhin revolt michi ps scheiße wo mensch mit http://www.Verfassungsschutz.at hinkommt - das sind die nazis die groß erklären daß sie gar keine nazis sein können weil nazis "an die Person Adolf Hitler...geknüpft." sind. (was blödsinn ist - im verbotsgesetz in keiner weise die rede von hitler sondern den organisationen u. ihren zielen) außerdem heißen sie ja eh ndab und nicht nsdap schließlich sind sie ja eh nationaldemokratisch - bei all der scheiße auf der page läßt sich wenigstens erkennen daß ihnen das dokumentationsarchiv des österreichischen widerstand (döw) offenbar ein wirkungsvoller dorn im auge ist :-) gratuliere! ================================================ 05 Krypto/fone: Phil Z. will es noch einmal wissen von: depesche at quintessenz.org ================================================ From: "q/depesche" Subject: Krypto/fone: Phil Z. will es noch einmal wissen q/depesche 2005-07-31T15:43:01 Krypto/fone: Phil Z. will es noch einmal wissen Phil Zimmermann will es noch einmal wissen und nimmt den nächsten Anlauf in Richtung sicherer Verschlüsselung von VoIP. Die Zeit dafür ist eben richtig, wenn man erstens sieht, wie stark VoIP im im Kommen ist. In Anbetracht des ÜberwachungsWahns/inns in den Telefo/nie/netzen ist ein solches Unterfangen zum Zweiten noble Pflicht. -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- post/scrypt: Wir erinnern uns an die kryptographischen Befreiungs/kämpfe der 90er Jahre. Die globale Kampaign vor dem weltweiten Fall der Krypto/verbote und Ex/port/kontrollen [Wssenaar] wurde von Electronic Frontiers Australia und q/uintessenz koordiniert. http://www.users.bigpond.com/baker5153/cfp99.html -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- Der Schöpfer der Verschlüsselungslösung "Pretty Good Privacy" [PGP], Phil Zimmermann, hat sich nun zum Ziel gesetzt, nach dem E-Mailen auch die Netz-Telefonie sicherer zu machen. Die neu entwickelte Verschlüsselungssoftware "zfone" soll das Abhören der Gespräche via Internet verhindern. Bisher erfolgen die meisten VoIP-Verbindungen völlig ungeschützt. Erste Version Ende August Das neue Verschlüsselungsprogramm basiert auf der Open-Source-VoIP-Client "Shtoom". [...] Das System arbeitet nur mit direkten VoIP-Verbindungen, die nicht über kommerzielle Provider geleitet werden. Auch funktioniert der Abhörschutz nicht bei Anrufen vom Internet ins Festnetz. Bis Ende August soll eine kostenlose Version von "zfone" inklusive Dokumentation zum Download bereitstehen. [...] Reibereien mit Behörden, die im Zuge ihrer Anti-Terror-Maßnahmen auch VoIP-Anrufe abhören wollen, fürchtet Zimmermann nicht. Die Verschlüsselung habe sich bereits in vielen Sektoren durchgesetzt. "Ende der 90er Jahre kam man zu dem Schluss, dass die Gesellschaft mit wirksamer Kryptografie besser dran ist, selbst wenn auch Terroristen es nutzen können. Wir haben in Friedenszeiten, als wir alle klar denken konnten, entschieden, dass dies das beste für die Gesellschaft ist," so Zimmermann. Zimmermann hat das Projekt bisher gemeinsam mit VoIP-Pionier Jeff Pulver und dem früheren Sicherheitsberater und Anti-Terror-Chef des Weißen Hauses Richard Clarke geführt. Derzeit verhandelt er mit Venture Capitalists um die weitere Finanzierung des Vorhabens. Mehr dazu http://futurezone.orf.at/futurezone.orf?read=detail&id=271559 ================================================ 06 Generalverdachtsspeicher: Jetzt Petition unterstuetzen von: depesche at quintessenz.org ================================================ From: "q/depesche" Subject: Generalverdachtsspeicher: Jetzt Petition unterstuetzen q/depesche 2005-07-31T00:33:31 Generalverdachtsspeicher: Jetzt Petition unterstuetzen Es wird die Umkehrung des bisherigen Rechtsystems: Aus der Unschuldsvermutung bis das Gegenteil bewiesen ist, werden 450 Mio. verdächtige EU-Bürger. Von all diesen potentiellen Verbrechern sollen - so die EU Kommission und der Rat - alle Telekommunikationsverbindungsdaten über Jahre für die Behörden aufgehoben werden. Es ist Zeit, seine Unterschrift gegen diesen Irrsinn zu spenden! -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- EDRI und quintessenz bitten zur Petition: http://www.dataretentionisnosolution.com/index.php?lang=de Gehet hin, und verlinket die Banner. -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- Vorratsdatenspeicherung ist keine Lösung! Die europäischen Justizminister und die Europäische Kommission möchten die Telefon- und Internetverbindungsdaten aller 450 Millionen Europäer aufzeichnen. Wenn Sie wegen dieses Vorhabens besorgt sind, unterzeichnen Sie bitte diese Petition. Was ist an der Vorratsdatenspeicherung falsch? Der Vorschlag zur Aufzeichnung von Verbindungsdaten wird offenlegen, wer wen angerufen hat, wer wem eine eMail geschickt hat, welche Websites ein Nutzer besucht hat und sogar, wo Menschen mit ihren Mobiltelefonen waren. Telekommunikationsunternehmen und Internet-Service-Provider wären gezwungen, alle Verbindungsdaten ihrer Kunden aufzuzeichnen und zu speichern. Polizei und Geheimdienste in Europa hätten Zugriff auf diese Verbindungsdaten. Verschiedene, miteinander konkurrierende Vorschläge in Brüssel sehen Aufzeichnungszeiträume zwischen sechs Monaten und vier Jahren vor. Vorratsdatenspeicherung ist eine in die Privatsphäre des einzelnen eingreifende Maßnahme, die das Privatleben aller 450 Millionen Bürger der Europäischen Union betrifft. Vorratsdatenspeicherung ist eine Politik, welche die Überwachungsbefugnisse in bislang nicht gekanntem Maße ausweitet. Gleichzeitig werden viele europäische Schutzrechte für Menschenrechte beeinträchtigt oder abgeschafft, z.B. die Datenschutzrichtlinien und die Europäischen Menschenrechtskonvention. Vorratsdatenspeicherung bedeutet, dass Regierungen sich in Ihr Privatleben und in Ihre private Kommunikation einmischen können, unabhängig davon, ob Sie eines Verbrechens verdächtig sind oder nicht. ================================================ 07 Graffity-Days Klagenfurt von Pro-Graffity-Aktivisten gestört von: heinz at no-racism-net ================================================ In Klagenfurt/Celovec fanden von 29. bis 30. Juni numehr schon das zweite mal die "Graffity Days" statt. Die Veranstaltung gibt sich so, als würde die die graffity-Kultur fördern, doch bei näherem hinsehen entpuppt sich das ganze als orwellsches Gebilde, das einteilt zwischen "guten" und "bösen" SprüherInnen. Kapital daraus schlagen nicht etwa die SprüherInnen, sondern die Jugendabteilung der Stadt mit Jugendreferent Christian Scheider (BZÖ) als Vorreiter. Aktivisten störten heute mit einer Aktion die Veranstaltung. Resummee - ein Erklärungsbedürftiger Christian Scheider und der Versuch einer Festnahme durch die Polizei. Um ca. 19.30 betrat eine Gruppe Aktivisten (in diesem Fall nur Männer) das Gelände vor der "Megapoint"-Halle, in der die "Graffity Days" stattfanden. Es war gerade eine Versteigerung der während der Graffity-Days von KünstlerInnen hergestellten Bilder statt (voriges Jahr kamen ja 6000 Euro zusammen). Die Aktivisten verteilten ein Flugblatt, das weiter unten im Text dokumentiert ist, sowie eine kleine Artikelsammlung namens "Zuckerbrot und Peitsche", in der die repressive Politik der stadt gegenüber SprayerInnen dokumentiert wird. Auch der selbsternannte Retter der klagenfurter Jugend, BZÖ-Jugendstadtrat Christian Scheider bekam einen Flyer ab, worauf er kurzerhand zum Mikro griff und dem Publikum zu erklären versuchte, was für ein coller Typ er doch ist. So ist er dafür "diese Kultur zu fördern", kenn "kein Verständnis für Leute, die Straftaten begehen" (sprich: illegalisierte SprayerInnen) und unterstrich das Graffity-freundliche Image der Stadt und von ihm selber damit, dass ER es doch war, der ÖVP-Bürgermeister Harald Scheucher davon abhielt, ein Kopfgeld gegen SprayerInnen auszusetzen, wie das vor Monaten in Villach/Beljak geschehen ist. Na, ist doch super, oder? ;-) Ein Aktivist griff noch während Scheiders selbstbeweihräcuherungs-Rede zu einem Artikel, in dem die Harald Scheucher die "Aktion Scharf" gegen SprayerInnen ankündigt und las ein bisschen was davon vor. Währenddessen fingen ein paar andere Aktivisten an, eine in der Nähe stehende legale Wand in der BZÖ-Farbe Orange anzustreichen. Daraufhin kamen zuerst einmal zwei Zivibullen, einer vom Suchtgiftdezernat (schließlich mussten alle TeilnehmerInnen der Graffity Days eine Erklärung unterschreiben, keine Drogen zu nehmen sowie in ihren Bilder keine Inhalte wie Drogen zu tgematisieren - trotzdem gab es gestern zumindest eine Polizeikontroll der TeilnehmerInnen), mit der Dienstnummer 3123, der den "good cop" spielte, der andere Bulle (dienstnummer 3080) war wies ausschaut auf die Beobachtung von SprayerInnen aus und schrie rum, dass das bemalen der (legalen!) Wand "nicht erlaubt" sei. Als ihm Leute entgegneten, es handle sich um eine legale Wand, packte er einen Aktivisten und sagte ihm, er sei festgenommen. Weils grad so lustig war, wurde ein anderer Aktivist auch kurzerhand zum Festgenommenen erklärt. In wenigen Minuten waren ca. 15 Leute um die Bullen versammelten, die währenddessen uniformierte Verstärkung holten (die kamen mit Blaulicht!) und die Personalien einiger Personen aufnahmen. Einer der Bullen fragte dann kurzerhand bei Christian Scheider persönlich nach, ob die Wand denn legal sei, worauf die Sachlage klar war und die Leute in Ruhe gelassen wurden. Der Drogenbulle mit der Dienstnummer 3123 machte noch Fotos und Videos von der Menschentraube, ebenso wurden ALLE Personen, die noch bei der Versteigerung wielter abgefilmt. Danach wurde die Wand (die übrigend auch zu Christian Scheiders "Megapoint"-Halle gehört) weiterbemalt (ganz orange :-)), ein großes BZÖ prangt auch drauf, daneben ganz oft der mit Schablone hingesprühte Christian Scheider. Der anstrich aus Lügen, auf denen diese Veranstaltung basiert, wurde abgetragen und einfach das gezeigt, worum es sich eigentlich handeln - um eine Jugendwahlkampagne des BZÖ. So, und weils grad so schön ist, hier noch der Text der Flugblattes, das von den AktivistInnen verteilt wurde. AUFGEPASST! Künstlerische Selbstverwirklichung ist etwas fördernswertes, je mehr Räume dafür geöffnet werden, desdo mehr Möglichkeiten haben KünstlerInnen und solche, die es werden wollen, zu experimentieren. So scheint es auf der ersten Blick, als seien die Graffity-Days Klagenfurt/Celovec eine unterstützenswerte Veranstaltung, schließlich darf hier gesprüht werden, was das Zeug hält. Blickt mensch jedoch nur ein klein wenig hinter die Kulissen dieses Events, wird klar, wofür er eigentlich da ist - nicht etwa für die freie SprüherInnen-Szene und andere Kulturschaffende, sondern der klagenfurter Stadtregierung, insbesondere BZÖ-Jugendstadtrat Christian Scheider und einer Politik, die darauf zielt, subkulturen auf der einen Seite zu unterdrücken, auf der anderen Seite mit verschmitzem Zahnpastalächeln unter das eigene, diesmal schwarz-orange Dach zu bekommen. Scheinheilig wird bei den GDays so getan, als wäre Klagenfurt/Celovec eine Stadt, die Graffity-Kunst akzeptiert und fördert. Nicht erwähnt wird jedoch die "Harte Linie", die ÖVP-Bürgermeister Harald Scheucher noch vor ein paar Monaten gegen illegale SprayerInnen gefordert hat, und die schon ihre ersten Opfer in die Fänge der Polizei getrieben hat. Gleichzeitig überlegt der Gemeinderat über umfassende Videoüberwachung und mehr Polizei, Gruppen von Menschen, die am sogenannten "sozialen Rand" leben und leben müssen oder wollen, werden im Zuge der derzeit erfolgenden Stadtumstrukturierung zur "Einkaufsstadt Klagenfurt" zunehmend Opfer von Polizeiübergriffen. Jeder Tack, jeder schnell hingeschmierte Strich sind Widerstand gegen die Wahnvorstellung einer "sauberen Stadt" und Ausdruck selbstbestimmten Handelns zur Rückeroberung des Öffentlichen Raums. “Was man in der Innenstadt auf den Hauswänden sieht hat mit Graffiti nichts zu tun", das sagen die OrganisatorInnen dieser Veranstaltung. Damit werden SprayerInnen in "gute" und "böse" eingeteilt. Die bösen sin demnach diejenigen, die illegal sprühen, die "guten" diejenigen, die sich der legalen Wände bedienen. Die Definitionsmacht darüber, was nun Kunst ist, liegt nicht mehr bei den KünstlerInnen selber, sondern bei denjenigen, die sie gleichzeitig kriminalisieren. Bei den Graffity-Days wird das zb. dadurch sichtbar, dass bestimmte Inhalte wie Drogenkonsum nicht thematisiert werden dürfen, alle TeilnehmerInnen haben zudem eine erklärung unterzeichnen müssen, keine drogen zu nehmen, trotzdem führte die Polizei Kontrollen durch. Ein weiterer Punkt ist, dass bei den Graffity-Days die Graffity-kunst auf ihre Verwertbarkeit beschränkt wird. Ein paar Leinwände, damit auch alles seine Ordnung hat und schön ausschaut und hoffentlich springen dann wieder ein paar 1000 Euro für die Bilder raus, damit die Stadt "soziales" Image pflegen kann. Bilder, die also nicht in die von der Stadt vorgegebenen Kriterien der "Verwertbarkeit" passen, haben auf den GDays nichts zu suchen. "Die besten SprayerInnen" sollen zusammenkommen - posing für die Medien anstatt eines Freiraumes, der SprüherInnen, egal ob erfahrenen oder unerfahrenen die Möglichkeit gibt sich zu verwirklichen, frei von kommerzieller Verwertbarkeitslogik und Image-Aufpolierung für die Stadt. Ihr nennt uns "illegal" und sperrt im Namen der "legalität" Leute in Käfige. Eure "legalität" ist nichts anderes als graue Betonwüsten, unser Widerstand ist Buntheit, auch auf DEINER Hausfasade! Wir wollen uns nicht spalten lassen in "gute" und "böse" SprayerInnen. Was Kunst ist, bestimmen immer noch wir und nicht irgendwelche PolitikerInnen, heissen sie nun Christian Scheider, Harald Scheucher oder sonstwie. Das Geld, das bei dieser Versteigerung eingenommen wird, kommt einem "Einzelschicksal" zugute. Gut, dann fordern wir, dass dieses einzelschicksal ein/e von der Polizeirepression betroffener SprayerIn sein soll!! Wir scheissen auf eure weissen Wände! SPRAYBACK!! Unkontrollierbare KünstlerInnen gegen Klagenfurter Zustände ================================================ 08 KURIER-"Wir verstehen unter Integration Partizipation von: dieinitiative at gmx.at ================================================ "Wir verstehen unter Integration Partizipation" Omar Al-Rawi ist seit 1999 Integrationsbeauftragter der Islamischen Glaubensgemeinschaft. Mit 17 kam Omar Al-Rawi, geboren in Bagdad, nach Wien. Heute "übersetzt" der 44-jährige Diplomingenieur, Betriebsrat, SPÖ-Landtagsabgeordnete, Gemeinderat und seit 1999 Integrationsbeauftragte der Islamischen Glaubensgemeinschaft Koran-Verse zur Präzisierung in typisch wienerische Redewendungen. Als Integrationsbeauftragter ist er häufig in den Medien. Nach seinem ZiB-2-Auftritt, in dem er von vier Moscheen berichtete, in denen radikale Ansichten vertreten werden, war er von den Reaktionen "menschlich enttäuscht", weil er das Gegenteil dessen erreichte, was er wollte: "Tags darauf hatten alle möglichen Medien nichts anderes im Sinn, als die Adressen dieser Moscheen zu erhalten. Und in den Leserforen wurde mit rassistischem und fremdenfeindlichem Vokabular gearbeitet. " Auch Al-Rawis Familie wurde verunglimpft. Sein Schluss aus dieser Erfahrung? "Es gibt in beiden Kulturen viele, die für Dialog und friedliches Miteinander eintreten. Aber es gibt in beiden Kulturen Menschen - sicher eine Minderheit -, die gern den Zusammenprall der Kulturen sehen wollen. Die einen spielen den anderen in die Hände. " Radikale Tendenzen Al-Rawis Mitteilung über die Radikalität von Moslems in Österreich deckt sich mit den Berichten des Staatsschutzes. Al-Rawi "wollte sagen, dass vier Moscheen bei 200 zwei Prozent bedeuten. Nirgends gibt es Sicherheit zu hundert Prozent. Es gibt Rechtsradikale, Linksradikale, radikale Tierschützer. Warum sollte die moslemische Gesellschaft die Einzige sein, in der es solche Tendenzen nicht gibt?" Für den Weg, den Österreich beim Zusammenleben verschiedener Kulturen und Religionen geht, hat er lobende Worte: Im Gegensatz zu Frankreich, das assimiliere, und Großbritannien mit der Einstellung von ,alles ist möglich, gebe es hier zu Lande Integration. "Unsere Definition der Integration ist Partizipation. Die Moslems sollen sich in allen Schichten der Gesellschaft einbringen: Wirtschaftlich, wissenschaftlich, kulturell, politisch und im religiösen Dialog. Es soll keine Parallelgesellschaft geben, in der jeder sein Süppchen kocht. Die Moslems sollen ein Spiegelbild der Gesellschaft sein, in österreichische Schulen gehen, die Sprache erlernen, sich an der kulturellen Vielfalt des Landes beteiligen. Einer der Mosaiksteine sein, aber es soll keine Schande sein, wenn ein Moslem kein Schweinefleisch isst, keinen Alkohol trinkt. Wir erwarten keine Assimilation im Sinne des Verlierens der Eigenart. Denn Assimilierungsdruck erzeugt Ghettobildung." Erfolgsrezept Integrationsarbeit bedeutet für Al-Rawi weit mehr Aspekte als religiöse: Jugendgruppen, Tage der offenen Tür in Moscheen - "mit orientalischen Köstlichkeiten", Polizeieinladungen in Moscheen, Aufklärung für Frauen vom Sozialen bis zur Genitalverstümmelung. Und auch die Aufklärung moslemischer Familien, beim Spitalsbesuch eines Angehörigen "nicht gleichzeitig 60 Leute im Zimmer zu haben". Das Erfolgsrezept für friedliches Miteinander: "Wenn ich jemanden beteilige, nehme ich ihn automatisch in die Pflicht. Wenn Menschen merken, dass sie Rechte haben, wissen sie, dass damit Pflichten verbunden sind. Wenn man Rechte hat, hat man auch etwas zu verlieren." Hochzivilisation Terroristen und Selbstmordattentäter kann Al-Rawi nicht verstehen. Prinzipiell, aber auch, weil deren Verhalten "total falsch verstandenes Islam-Verständnis ist. Der Islam bejaht das Leben und das Recht auf Glückseligkeit in diesem Leben. Es gibt eine Regel, die lautet: Arbeite im Diesseits, als würdest du ewig leben, und bereite dich auf das Jenseits vor, als würdest du morgen sterben. An anderer Stelle heißt es: Sollte die Welt untergehen und du hast eine Pflanze in der Hand, die du pflanzen wolltest, dann pflanze sie noch." Über die Rolle der Frauen sagt er: "Sie waren in den ersten Tagen des Islam Gelehrte, Geschäftsfrauen und aktiv und fordernd in der Politik. So lange sich die Frauen derartig in die Gesellschaft eingebracht und die Moslems ihre Religion richtig verstanden haben, war es eine Hochzivilisation." -- Initiative muslimischer ÖsterreicherInnen e-mail:dieinitiative at gmx.at für Rückfragen und Korrespondenz kontaktieren sie bitte: Omar Al Rawi +43-664-3831942 al-rawi at gmx.at Amina & Tarafa Baghajati +43-1-2595449 baghajati at aon.at Mouddar Khouja +43-1-9685096 mouddar at gmx.net Andrea Saleh +43-1-7965652 salehand at gmx.at ================================================ 09 Offener Leserbrief an das Profil - Profil 31, 1. August 2005, "Islam unter Verdacht" von: kulturverein at kanafani.at ================================================ Sehr geehrte Redaktion des Profils, Sommerloch hin, Terroranschläge her - warum sind Nachrichtenmagazinen wie das profil nicht in der Lage ihr übliches journalistisches Niveau auch nur annähernd zu halten, wenn es um Islam und Muslime geht? Die Texte zum Thema im aktuellen Profil strotzen nur so vor boulevardesken Untergriffen und Dummheiten. Alleine schon mit dem Titel "Islam unter Verdacht" lassen Sie keine Zweifel aufkommen, worum es Ihnen geht. In der Schlagzeile unter der Headline heißt es: "Nach den Anschlägen in London beginnt auch unter den österreichischen Muslimen ein schmerzhaftes Hinterfragen ihrer Glaubensgrundsätze." Ich habe den Artikel sehr sorgfältig gelesen, aber es ist mir verborgen geblieben, welche theologischen Dogmen nun zur Disposition stehen. Ganz offensichtlich wollten sie damit suggerieren, dass Terrorismus ein islamischer Glaubensgrundsatz ist. Dass die Autorinnen der Reportage keinen Schimmer haben vom Thema ihrer Reportage zeigt sich gleich im ersten Absatz, in dem sie eine Fatwa als "einen für alle Gläubigen weltweit verbindlichen Befehl" erklären. Als sie in der Schura - Moschee zu Gast waren, hätte eine kurze Nachfrage genügt. Dann wüssten Sie, dass eine Fatwa nichts anderes ist als ein islamisches Rechtsgutachten, alleine verbindlich für diejenigen, die dem Gelehrten, der es ausgestellt hat, in dieser Sache Vertrauen schenken. Bei allem Respekt gegenüber Scheich Adnan Ibrahim, so mächtig ist ein Imam aus dem zweiten Wiener Gemeindebezirk auch wieder nicht. Oder wollten Sie Ihren LeserInnen damit weismachen, dass eine Glaubensgemeinschaft die keine Kirche kennt, zugleich quasi militärisch organisiert ist? Der Quatsch mit dem "weltweiten Befehl" soll noch dazu wohl durch das dazugehörige Foto, in dem Scheich Adnan zu Gläubigen spricht, unterstrichen werden. "Just während Adnans Rede wurde eine österreichische Fotografin angeherrscht, weil sie kein Kopftuch trug. Die Moschee gilt dennoch als relativ liberal. (S. 14)" Ist das besagte Foto von Scheich Adnan auf Seite 13 die Rache der armen österreichischen Fotografin für diese ausländische Maßregelung? Ich nehme an, denn warum sollte sonst für das Hauptfoto ein Bild ausgewählt werden, bei dem er in einer derart seltsamen Pose eingefangen wurde, so dass er aussieht wie der "geifernde Jude" im Stürmer. Im Übrigen halte ich es für eine Selbstverständlichkeit in Synagogen Käppis (und Kopftücher) aufzusetzen, in Moscheen Kopftücher und in Kirchen nicht mit offenem Hemd oder Minirock hineinzuspazieren. Ist diese international übliche Sitte bei österreichischen FotografInnen unbekannt geblieben? "Doppelzüngig" sind sie, die Muslime, heißt es auf Seite 14 weiters. Und selbstverständlich brauchen derartige MoslemkennerInnen wie die RedakteurInnen des Profils für eine derartige Behauptung keine Belege. Sie schöpfen offensichtlich aus Ihren reichen Erfahrungen. Der Grad ist schmal zwischen Islam und Extremismus (S. 15). Und hätte Farid Hafez von der Muslimischen Jugend nicht einen ordentlichen Religionsunterricht erhalten, er würde heute mit Sicherheit als lebende Bombe in der U-Bahn sitzen (ebenfalls S. 15). Konsequenterweise wird auch der Präsident der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich, stellvertretend für alle österreichischen Muslime, in die Nähe des Terrorismus gerückt. Ein "Verharmloser" und "Abwiegler" sei er, geben Sie Ihren LeserInnen zu verstehen (S. 16). Die Kolumne über Ihn, (Das Interview auszugsweise abzudrucken hätte sie in ihrer journalistischen und dichterischen Freiheit wahrscheinlich zu sehr eingeschränkt, nicht wahr?) endet mit folgendem Zitat: "Wir haben hierzulande Religionsfreiheit. Es gibt also keinerlei Veranlassung, gegen die hiesige Gesellschaft oder Staatsgewalt aufzutreten." Und als Schlusssatz fügt das Profil dem Zitat Schakfehs hinzu: Und wenn es anders wäre? Eine interessante Frage, liebes Profil, wenn auch etwas pathetisch. Ja, was wäre denn, wenn es keine Religionsfreiheit geben würde in Österreich? Oder keine Gewissenfreiheit? Oder keine Meinungsfreiheit? Oder keine Pressefreiheit? Wahrscheinlich gäbe es dann ganz viel Verfassungsschutzbericht und ganz wenig Profil - zum Beispiel. Mit den besten Grüssen, Baruch Wolski kulturverein kanafani - redaktion der.wisch sensengasse 5/3, 1090 wien www.kanafani.at, 00431/4092480 die welt ist unser zuhause - al alamu bajtuna ================================================ (Beitrag geloescht) von: (Email geloescht) ================================================ (Beitrag geloescht) ================================================ 11 ASt - Mit der Bitte um Veröffentlichung von: ast-lfi at utanet.at ================================================ Der Ausbau der Videoüberwachung: "Mein rechter, rechter Platz ist frei, ... d'rum wünsch ich mir die SPÖ herbei!" Von Carita Lux (aus: Red Newsletter 170, Informationsdienst des ArbeiterInnenstandpunkt, 29. Juli 2005, www.arbeiterInnenstandpunkt.net) Seit Frühjahr 2005 sind an verschiedenen Plätzen - wie zum Beispiel in der SCS oder dem Schwedenplatz in Wien - Kameras zur Videoüberwachung angebracht. Seit dem sei laut dem Innenministerium die Kriminalitätsrate in der SCS um 62 Prozent zurückgegangen. Doch wohl der für die Regierung ausschlagkräftigste Grund für den Ausbau ist, dass es billiger als ein persönlich anwesender Polizist ist. Nun überlegt das Innenministerium diese Videoüberwachung an "Plätzen mit hoher Kriminalität" auszubauen. In Zukunft sollen auch die Altstadt und der Hinsenkampplatz in Linz, der Rapoldipark in Innsbruck, der Jakominiplatz in Graz und die Vorarlberger Grenzübergänge in die Schweiz videoüberwacht werden. Ebenso der Linzer Hauptbahnhof und der Vorplatz des Salzburger Bahnhofs. Die Argumente des Innenministeriums für diese Plätze sind immer die gleichen: dort aufgetretene Gewaltakte und der Drogenumschlag. Die Grenzübergänge in die Schweiz sollen aufgrund des Personalmangels videoüberwacht werden. Abgesehen von dem Überwachungssystem der Polizei sind in Österreich Tausende Kameras installiert. So zum Beispiel durch die Asfinag auf den Autobahnen oder auch in den U-Bahn-Stationen der Wiener Linien. Noch muss diese Überwachung in öffentlichen Anschlägen bekannt gemacht werden und die Aufzeichnungen müssen nach 48 Stunden gelöscht werden. In Wien jedoch werden ab 6.August die Videoaufzeichnungen in den U-Bahnen und Straßenbahnen nicht mehr nur 48 Stunden gespeichert sondern nun 1 Jahr! Die neuen Stationen der U1 und U2 werden schon dafür ausgerüstet. Die bürgerlichen Sicherheitsexperten stimmen aber darin überein, dass diese Videoüberwachung nicht als Wunderwaffe oder Allheilmittel im Kampf gegen den Terror eingesetzt werden können. Aber die Präventivwirkung wird immer wieder in den Himmel gelobt. Überwachungsmethoden haben Hochkonjunktur Diskussionen über verbesserte Überwachungsmethoden sind so alt wie die Klassengesellschaft, doch sie unterliegen gewissen konjunkturellen Schwankungen. Die Rolle des Staates basiert immer auf dem grundsätzlichen Charakter der Klassengesellschaft. Der politische Überbau - das heißt die jeweilige Regierungsform (parlamentarische Demokratie, Monarchie, ...), Polizei, stehendes Heer und die Bürokratie - folgt aus den herrschenden Eigentumsverhältnissen und bilden den Garant für den Erhalt der bürgerlichen Klassendiktatur. In einer Klassengesellschaft herrscht eine Minderheit über die Mehrheit. Um die eigene Macht erhalten zu können, muss sie die Mehrheit der Bevölkerung möglichst genau überwacht werden. Schon in der Geschichte zeigt sich, dass - sobald sich genug gesellschaftlicher Überschuss entwickelt hatte und sich somit eine Klassengesellschaft herausgebildet hat - öffentliche, bewaffnete Einheiten organisiert wurden, die von der Bevölkerung getrennt waren. In einer Zeit, in der die politischen Verhältnisse durch Ausbeutung und Unterdrückung immer instabiler werden, entzieht sich die Staatsmaschine immer mehr jeglicher demokratischen Kontrolle und Rechenschaftspflicht. Den Prozess der Einschränkung der demokratischen Rechte und den Ausbau des Überwachungssystems können wir seit dem 11.September 2001 sowohl international als auch in Österreich erkennen. Während der Schwarz-blauen Regierung kam es zu einer Verschärfung des Vereinsrechts, welches der Vereinspolizei (ehemals Stapo) eine viel genauere Kontrolle der Vereinsfinanzen und damit der gesamten Tätigkeit des Vereins zugesteht. Jörg Haider äußerte sogar den Wunsch, die Finanzen der Gewerkschaften zu kontrollieren. Nach den beiden antifaschistischen Demonstrationen 2002 wurde ein Vermummungsverbot eingeführt. Ein weiteres Beispiel für den Abbau verbriefter demokratischer Rechte ist der Jugendgerichtshof. Nach der Übersiedelung in das Landesgerichtliche Gefangenenhaus Wien bleiben die Rechte der Jugendliche noch mehr auf der Strecke. Aber der Ausbau der Überwachung erfolgt nicht nur auf der Ebene der überwachungsstaatlichen Methoden statt, sondern auch mit der zunehmenden staatsrassistischen Repression gegen ArbeitsmigrantInnen oder illegale Einwanderer. Den letzten Höhepunkt erreichten wir hier mit dem neuen Asylrecht. International nimmt Großbritannien beim Aufbau eines Polizeistaates eine Vorreiterrolle ein. Seit Jahren werden die öffentlichen Räume in Großstädten per Video überwacht und auf Demonstrationen werden die TeilnehmerInnen ebenfalls auf Kamera gebannt. Durch das automatisierte Screening der Videos war es bereits 1999 nach dem "Carneval against Rascism" in London möglich, zahlreiche TeilnehmerInnen auszuforschen und zu verurteilen. Unter den Verurteilten auch unser britischer Genosse Kuldip Bajwa, der die Demonstration gegen Polizeiübergriffe verteidigt hatte. In den USA werden seit dem 11/09 bei Verdacht auf Terrorismus die bürgerlichen Gesetze außer Kraft gesetzt. Für diese "TerroristInnen" sind in Zukunft die militärischen Gerichte zuständig - ohne Möglichkeit gegen das Urteil Berufung einzulegen. Auch die Gespräche zwischen AnwältIn und AngeklagtEn dürfen hierfür abgehört werden. Der Einsatz von Wahrheitsdrogen und Folter (was in Israel legal ist) wird ebenfalls diskutiert und kommt sogar schon teilweise zum Einsatz. Vor kurzem rühmte sich ein US-General mit den so gut funktionierenden und "kreativen" Verhörmethoden in Guantanamo Bay. Unter diese "kreativen" Verhörmethoden fällt laut dem US-General auch das Vorführen von Gefangenen an Hundeleinen. Aber auch innerhalb der Europäischen Union wird über die Ausweitung des Überwachungsstaates diskutiert. In der Vergangenheit wurde über die genaue Definition des Begriffs "Terrorismus" diskutiert, welcher auch laut dem Vorschlag der EU jene Straftaten miteinbezieht, die die wirtschaftlichen, politischen und sozialen Strukturen eines oder mehrerer Länder stark verändern oder sogar zerstören wollen. Auch das "Schengen Informationssystem" (SIS) sollte in Zukunft um des Protests "Verdächtige" erweitert werden. Hier haben wir den Höhepunkt mit der europäischen Verfassung, die in einer Volksabstimmung von Frankreich und den Niederlanden abgelehnt wurde, erlebt. Die SPÖ auf der rechten Spur Schon in der Vergangenheit zeigte uns die SPÖ ihre wahren Interessen: Um alles in der Welt mitregieren. Nachdem sie nun bereits 5 Jahren auf der Ersatzbank sitzt und endlich wieder das Ruder in die Hand nehmen will, versucht sie alles in ihrer Macht stehende, um als regierungsfähig zu gelten. Die Regierung sagt "Mein rechter, rechter Platz ist frei, ... d'rum wünsch ich mir die SPÖ herbei!" und schon springen Gusenbauer & Co. Das Anbiedern an die ÖVP wurde beim neuen Asylgesetz, das vor wenigen Wochen beschlossen wurde, wieder einmal sehr deutlich. Auch bezüglich des Vermummungsverbots zog die SPÖ ihren Schwanz ein, nachdem sie dieses Gesetz zuerst wochenlang "auf schärfste" kritisierte. Aber auch im Kampf gegen Rechtsextremismus und Faschismus vertrauen SPÖ und ihre Vorfeldorganisationen auf das Parlament und die Exekutive. Während am 8.Mai 2002 10.000e DemonstrantInnen gegen die Nazis auf die Straße gingen, feierten die SPÖ-BonzInnen ein "Fest der Demokratie" und unterstützten die Demonstration nicht. Nun signalisiert der Klubobmann Cap auch Bereitschaft, bei der Ausweitung der Videoüberwachung der Regierung stützend unter die Arme zu greifen. Seiner Meinung nach solle man bei "guter Begründung" die überwachten Straftaten an die entsprechenden Stellen weitergeleitet werden. Sein Parteikollege und früherer Innenminister Casper Einem möchte in der Terrorbekämpfung "neue" Wege beschreiten. In der Dienstagsausgabe des Kurier spricht Einem von mehr Personal, das sprachlich qualifiziert ist und von Moslems in der Polizei. "Österreichische Polizisten moslemischen Glaubens würden sich kulturell und sprachlich bei den Ermittlungen in islamistischen Kreisen leichter tun. (...) Egal ob bei Abhörungen oder in den Moscheen: Das sind Leute, die in diesem Milieu im selben Wasser schwimmen und keinen Tauchanzug benötigen." Kein Wort von besserer Integration oder besseren Berufsaussichten. Diese "soziale" Schiene übernimmt bei diesem Thema der Generaldirektor für Öffentliche Sicherheit (!), Erik Buxbaum. Dieser empfiehlt neben polizeilichen Maßnahmen und internationaler Zusammenarbeit "eine kluge Politik" und "einen anständigen Umgang mit Minderheiten". Er warnt vor einer Pauschalverurteilung der Muslime oder dem Gleichsetzen von radikalen Predigern mit Terroristen. Kampf dem bürgerlichen Staat Durch die instabilere politische Situation wird die ArbeiterInnenklasse zusammen mit allen ausgebeuteten Schichten, wie zum Beispiel der Jugend, die Herrschaft des Kapitals immer öfter und vehementer in Frage stellen. Entsteht dadurch eine (vor)revolutionäre Situation, wird das Bürgertum alles in ihrer Macht stehende versuchen, den bürgerlichen Rechten den Garaus zu machen und eine Militärdiktatur oder ein faschistisches Regime zu errichten. In Argentinien wurde diese Option auch von einem Teil der Bourgeoisie während der revolutionären Krise erwogen. Wir stehen aber den bürgerlich-demokratischen Rechten - so beschränkt sie auch sind - keineswegs gleichgültig gegenüber. Denn sie wurden mit dem Blut des Volkes in der französischen Revolution (1789) und dem europäischen Revolutionsjahr 1848 erkämpft. Teile der ArbeiterInnenklasse haben diese Rechte auch mit großen Opfern gegen den Faschismus verteidigt. Die ArbeiterInnenbewegung und die anti-kapitalistische Bewegung müssen diese Rechte auch heute gegen jeden Versuch der Herrschenden, Big Brother Wirklichkeit werden zu lassen, verteidigen. Heute bedeutet die Verteidigung dieser Rechte, effektive organisatorische Schritte zu unternehmen wie z.B. den Aufbau antirassistischer Selbstverteidigungseinheiten oder eines gut organisierten Demoschutzes. Der Prozess des Demokratieabbaus kann nicht durch eine Reform des Staatsapparates verhindert werden. Auch kann der Staatsapparat nicht abgeschafft werden, sondern dieser muss zerschlagen werden. Marx verstand unter der Zerschlagung des Staates vor allem die Ersetzung der bürgerlichen Staatsinstitutionen - des stehenden Heeres, der unkontrollierten Regierung und Verwaltung (Exekutive), hier insbesondere Polizei und Geheimdienste, und der unabsetzbaren Parlamente (Legislative) - durch Einrichtungen der proletarischen Demokratie: ArbeiterInnenmilizen, die Institutionen verteidigen, in denen Legislative und Exekutive verschmelzen. Diese Institutionen - sogenannte Räte - sind jederzeit von ihrer WählerInnenschaft absetzbar. Der Staat wird nun von der großen Mehrheit und nicht mehr von einer kleinen Minderheit kontrolliert. Aber das Proletariat schafft diesen Staat - der "eigentlich keiner mehr ist" - nicht sofort ab. Denn es braucht Institutionen und Strukturen, um gegen den unvermeidlichen Widerstand der Bourgeoisie und ihrer Verbündeten zu kämpfen. Dieser Halbstaat muss aber sofort nach der Revolution geschaffen werden. Der sogenannte Unterdrückungsapparat in Form von Milizen wird nun von der großen Mehrheit der Bevölkerung kontrolliert und es ist keine besondere Macht mehr dafür notwendig. Dieser Halbstaat behält die zentralen Aufgaben eines jeden Staates, wird aber in etwas verwandelt, was noch nie da gewesen ist. Die Rolle der staatlichen Verwaltung wird durch die Selbstorganisation der ArbeiterInnen auf ein Minimum heruntergesetzt. In diesem Staat können demokratische Entscheidungen nicht nur herbeigeführt sondern auch durch- und umgesetzt werden. Die Unterdrückung von Minderheiten wird dadurch auf den Misthaufen der Geschichte geworfen. Durch dieses Absterben des Staates wird es möglich, dass der Mensch nicht mehr über Menschen herrscht sondern nur mehr Dinge verwaltet. Für die Zerschlagung des bürgerlichen Staates und den Aufbau der sozialistischen Gesellschaft bedarf es aber einer revolutionären, international agierenden Partei, die das Proletariat und die unterdrückten Schichten zum Erfolg führt. Der ArbeiterInnenstandpunkt und die Liga für die Fünfte Internationale kämpft daher für: * Keine Einschränkung der bürgerlich-demokratischen Freiheiten! * Weg mit Rasterfahndung und Lauschangriff! Keine Videoüberwachung öffentlicher und privater Räume! * Keine Überwachung von Kommunikationsinhalten! *Für die Kontrolle aller Kommunikationstechnologien, aber nicht ihrer Inhalte, durch Organisationen der ArbeiterInnenbewegung! * Sofortige Auflösung aller Geheimdienste und der Stapo! * Keine personenbezogenen Merkmale über den derzeitigen Standard hinaus in Ausweisdokumenten! * Weg mit allen Anti-Terror-Maßnahmen! Terror entsteht durch das kapitalistische Ausbeutersystem und kann deswegen nur mit der Zerschlagung des Kapitalismus bekämpft werden. Weg mit allen Sonderregelungen für internationale Proteste! * Streichung aller Sonderregelungen für AusländerInnen! Weg mit dem Eisernen Vorhang an der EU-Grenze! Für den Aufbau der fünften Internationale, um den Kapitalismus entgültig auf dem Misthaufen der Geschichte zu entsorgen! Proletarier aller Länder vereinigt euch! ================================================ 12 Grenzen ziehen von: office at asyl-in-not.org ================================================ Grenzen ziehen Kommentar zum Gusenbauer-Interview für den "Standard" vom 19.7.2005 Alfred Gusenbauer, Noch-Parteichef der “SPÖ", möchte Grenzen ziehen. Grenzen für seine Abgeordneten, für die Flüchtlinge, für die Anwendbarkeit von Verträgen. Eine Partei wie diese müsse “dafür sorgen, daß ihre Linie vertreten wird". Geschlossenheit - statt OffenheitŠ Wo kämen wir hin, würde sich die SPÖ spalten? Oder auch nur: Würden ein paar Abgeordnete so stimmen, wie es ihr Gewissen befiehlt? Noch dazu: bloß wegen der MenschenrechteŠ Was für ein Schreckgespenst. O-Ton Gusenbauer, “Standard" 19.7.2005. “Wo beginnt das, und wo endet das?" Ja dürfen s' denn des? Wo kämen wir denn da hin! Um das zu verhindern, wurden ehrliche Leute, die lernbereit sind und von ihrem Fach etwas verstehen, wie Walter Posch und Melita Trunk, von poststalinistischen Apparatschiks wie Darabos und Cap gedemütigt und bloßgestellt. Gusenbauer, im selben “Standard"-Gespräch, ist sich “im Klaren", dass in Österreich die Anerkennungsquote in Asylverfahren bei “20 - 30 Prozent", in der Slowakei hingegen bei null Prozent liegt. Daher sei “gerade eine gesellschaftspolitisch liberale Einstellung sehr stark gefordert, hier Grenzziehungen durchzuführen." Ja hoppala! Erstens lag in Österreich, dem UBAS sei Dank, die Anerkennungsrate sogar schon bei 50 Prozent. Zweitens hat die Anwendung der Genfer Flüchtlingskonvention wirklich nichts damit zu tun, ob man “liberal eingestellt" ist oder nicht. Es handelt sich vielmehr um einen völkerrechtlich bindenden Vertrag, der Gesetzeskraft genießt und von jeder Behörde unmittelbar anzuwenden ist Was für Grenzen will er also ziehen? Grenzen für die Genfer Konvention, wenn er draufkommt, dass zu viele Leute Asyl erhalten? Will er dann den Vertrag brechen? Will er die Rückkehr in eine unsägliche Vergangenheit? Vor Löschnaks Sturz, vor Einems Asylreform, vor der Gründung des UBAS war die Anerkennungsrate auch in Österreich fast null, war die Genfer Flüchtlingskonvention de facto abgeschafft. Der UBAS hat, vom Verwaltungsgerichtshof gedrängt, von uns NGOs getrieben, erstmals im Asylbereich für rechtsstaatliche Verfahren gesorgt. In der Slowakei, die nicht “liberal" genug “eingestellt" ist, um sich an die Genfer Konvention zu halten, gibt es keinen UBAS, sondern einen gewissen Priecel, Chef der “Migrationsabteilung", der allen Ernstes meint, Tschetschenen seien “Wirtschaftsflüchtlinge", darum erhielten sie bei ihm kein Asyl. Diese Slowakei ist die Ostgrenze der Festung Europa. Sie missachtet die Genfer Flüchtlingskonvention und schiebt Flüchtlinge, wie von uns schon öfters dokumentiert, über die Ukraine in Putins Folter-Gulags ab. Aber zurück zu Herrn Gusenbauer. Er will Grenzen ziehen. Weil es in Österreich zu viele Asylgewährungen gibt. Verstehen auch alle, was das heißt? Asyl erhalten, wenn's gut geht, diejenigen, die Flüchtlinge sind im Sinne der Genfer Flüchtlingskonvention. Vorausgesetzt, sie werden zum Verfahren “zugelassen". Genau das werden sie ab jetzt nicht mehr. Genau diejenigen nämlich, die am meisten verfolgt wurden, die Traumatisierten und Folteropfer, sind vom neuen Asylgesetz an meisten betroffen. Sie sollen abgeschoben werden, in unsichere Dublinstaaten wie die Slowakei. Es geht nicht gegen den “Asylmissbrauch", nicht gegen die “Drogendealer" und “Kriminellen", sondern einzig und allein gegen die (laut Gusenbauer) “20 bis 30 Prozent", die als Flüchtlinge anerkannt werden: die “echten" Flüchtlinge im Sinne der Genfer Konvention. Genau die sollen weg! Und wohin? In die Slowakei! Wo die Anerkennungsrate gleich Null ist. Wo sie keine Chance haben! Und warum? Weil sie (laut Gusenbauer) zu viele sind! Dabei - wie viele sind es denn wirklich? Ein paar tausend im Jahr, in Spitzenzeiten. Was für eine “Belastung" für dieses reiche Land! Zu viele, trotzdem... Es ist blanker Fremdenhaß, der hier zum Vorschein kommt. Gusenbauer verrät hier, vielleicht ohne es zu wollen, den wahren Sinn des Antiasylgesetzes, das er, in trautem Einklang mit Prokop und Haider, mitbeschlossen hat. Wir werden ihm daher - seine Grenzen ziehen. Michael Genner Asyl in Not Währingerstraße 59 1090 Wien Tel.: 408 42 10-15, 0676 - 63 64 371 www.asyl-in-not.org Spendenkonto: Asyl in Not, P.S.K., Kontonummer 92.034.400 ================================================ 13 Krieg ohne Sieg; DER STANDARD v. 28.7.05 von: ibd.koehler at utanet.at ================================================ Der von mir sehr geschätzte Paul Landvai schreibt: "Die Gesellschaft muss sich wehren; Relativierung und Verharmlosung der Gefahr sind für die Zukunft der offenen Gesellschaft bedrohlicher als zeitweilige und durch legitimierte demokratische Institutionen kontrollierte Überwachung der Bürger." Dem ist ergänzend gegenüberzustellen: Schon der Sprachgebrauch ("legitimierte demokratische Institutionen" statt demokratisch legitimierte Institutionen) verrät einiges über die Denkweise des Verfassers der Kolumne. Dies ist umso überraschender, als ein berechtigtes Misstrauen gegenüber Exekutivorganen schon in seinem Buch "Auf schwarzen Listen" klar artikuliert war. Will er mit seinem Sinneswandel zu verstehen geben, dass er sich vorbehält zu definieren, wer Terror ausübt und wer nicht? Und wo bleibt der Hinweis auf ein Fundament des Rechtsstaates, nämlich die Unschuldsvermutung? Gerade Letztere garantiert eine klare Unterscheidung zu Terror. Übrigens: Zivilen, unbeteiligten Opfern und deren Angehörigen dürfte es ziemlich egal sein, ob sie durch Terroristen, oder schiesswütige Polizisten zu Schaden gekommen sind. Und der lockere Hinweis auf Kollateralschäden kommt immer denen am leichtesten von den Lippen, die fern jeder Gefahr sind. Dietmar Köhler ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< SOLIDARITÄT WELTWEIT ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 14 [womeninblack] Colombia: Statement Putumayo von: angela.mores at chello.at ================================================ 26 July 2005, Putumayo >From: Ruta Pacifica de las Mujeres > > >May Putumayo not be another battlefield, may the civilian population not >be a target of the assaults > > >Once again, the civil population is the most affected by the war that has >been unleashed on this country and, once again, the women of Ruta Pacifica >express our repudiation of the situation in Putumayo. > >A month ago, after a FARC attack on an army base, the President ordered >that the area be militarized, and from that moment this region in southern >Colombia turned into a veritable battlefield, in which there is no respect >for the lives and property of its true inhabitants. > >At the present time, there are 10 municipalities without light, problems >with transportation because of the 'paro armado' (forced cessation of all >activities -- economic, social and cultural under threat of firearms) >decreed by the FARC, fuel is becoming scarce, and several civilians have >been reported among the wounded in the assaults, exacerbated by problems >with regard to electricity, which are having an impact on hospitals, and >blood is scarce. > >Not yet having unpacked from our visit of solidarity to the Cauca, where >we accompanied the women of that area who find themselves in a similar >situation, the women of Ruta Pacifica demand that the armed actors respect >International Humanitarian Law. May they refrain from attacking public >transportation, may they refrain from actions against the merchandise and >basic transportation routes for food and other vital goods. The war is not >with the women, the children, the elderly, not with the hundreds of rural >people who have lived for years in this region abandoned by the government >of ColombiaŠ. > >Men and women who have every right to be civilians and to be against the war! > >Ruta Pacifica de las Mujeres >Tel: 254 66 30 >rutapacifica at epm.net.co > > >Translation: Trisha Novak > > ================================================ 15 Ein Artikel über aktuelle Aktivitäten von Human Life International in der Herald Tribune von: selbstbestimmungsrechtderfrau at gmx.net ================================================ http://www.iht.com/articles/2005/07/26/news/health.php# WARSAW For most of July, pedestrians in the Polish city of Lodz found themselves face-to-face with 14 grisly billboards pairing images of aborted fetuses with photographs of blood-spattered corpses - victims of genocide in Srebrenica or Rwanda, toddlers killed in the Oklahoma City bombing attack. Placed by a Polish anti-abortion group, the traveling exhibition, which has moved on to Lublin, personifies an aggressive, well-financed and growing conservative movement across Europe that opposes not only abortion but also contraception, sex education, artificial insemination and gay rights. Encouraged by the Roman Catholic Church, enabled by the election of conservative governments in many countries and financed in part by anti-abortion groups in the United States, the movement has made powerful inroads in countries where a full array of women's health services were once taken for granted. These include Poland, Italy, Slovakia, Lithuania and even the Netherlands, where the new Christian Democratic secretary of health has suggested a review of that country's liberal abortion law. "It's gotten worse in many places over the last two to three years, as more Christian Democrat and conservative governments have come to power," said Rebecca Gomperts, founder of the Dutch abortion rights group Women on Waves. Anna Zaborska of Slovakia, for example, the new chairwoman of the European Parliament Committee for Women's Rights and Gender Equality, opposes abortion. "Anti-abortion groups have become much more active and successful at influencing public opinion, and they have money and the mobilizing power of the church behind them," Gomperts said. The consequences are varied but perhaps nowhere more dramatic than in Poland, where abortion was free - and freely accessible - under Communism. Today, a relatively restrictive abortion law (which refers to the fetus as a "conceived child"), coupled with strong social stigma and an anti-abortion stance among doctors' groups, has led to a situation in which only 174 legal abortions were performed nationwide in 2004 - and tens of thousands of illegal abortions were carried out. In Poland, the battle is so intense that the country's leading gynecology journal recently refused to publish the World Health Organization's guidelines on "Safe Practices in Abortion," calling them "reprehensible." "Abortion is not safe, because a patient who undergoes such treatment always dies," wrote Andrzej Barcz, editor of Practical Medicine-Obstetrics and Gynecology. International anti-abortion groups point out that their influence in Europe, where abortion has popular support and is generally available, is still much weaker than in the United States or Latin America. But they are thrilled with the new activity. "There are now a lot of pro-life groups working in Europe, but they are fairly young - formed in the last five or 10 years," said Joseph Meaney, international director of Human Life International, a powerful Catholic anti-abortion group based in Virginia. In countries like France and Italy, youth groups are now lecturing in schools and organizing marches, promoting abstinence and an anti-abortion message. Meaney said this was due, in part, to the "John Paul II effect," noting that the charismatic late pope, who held appeal for youth, had strongly opposed abortion and contraception. In Europe, only Ireland, Portugal, Malta and Poland have strict legal limits on abortion. But many countries that permit abortion are considering new limits on the practice or are restricting national health plans' payment for both abortion and contraception. As in the United States, access to the procedure is also increasingly limited by taboos, costs for patients and the objections or fears of doctors. In Poland, the law permits abortion if a woman's health is in danger or if genetic defects have been detected in the fetus. But, said Wanda Nowicka, head of the Federation for Women and Family Planning in Warsaw, "there is now almost no condition that would allow you to get an abortion here." Her group is currently bringing a lawsuit on behalf of a woman who is nearly blind because doctors refused to allow her to abort when she fell ill during pregnancy. According to Nowicka, 80,000 to 200,000 illegal abortions are performed in Poland every year. "This country is not conservative, but reproductive health has become highly politicized and stigmatized in the last few years," Nowicka said. The same trend is apparent in many European countries, with only a few bucking the trend, among them Spain, a Catholic country with a Socialist government. The Catholic Church has been particularly influential in former East Bloc countries, where it made rapid gains after Communism collapsed more than a decade ago. Croatia and Slovakia, for example, signed treaties with the Vatican that give the church influence over school curriculums, including sex education. In Slovakia, where abortion is technically legal, Christian anti-abortion supporters mark March 25 the "Day of the Conceived Child." But many also cite global political trends, like the Bush administration's decision to promote abstinence as the preferred form of birth control. "Those who oppose woman's choice have become stronger and louder because the international atmosphere supports them," said Esmeralda Kuliesyte of Lithuania, who leads the Vilnius-based Family Planning and Sexual Health Association. "They are strong because of the Bush administration's policies," Kuliesyte said. "They've become rich. They have magazines and Web pages. It's very hard to fight back." Anti-abortion groups in the United States are increasingly traveling to Europe to help train local activists. "They bring money, leaflets and little plastic embryos," said Olga Pietruchova, director of Prochoice Slovakia. Human Life International, the Virginia-based anti-abortion group, has an office for Eastern Europe in Gdansk, Poland, and has sent missions to more than a dozen European countries in the past five years, providing funding and seminars on how to promote anti-abortion positions. In 2003, the European Union warned member states about the aggressive European activities of U.S.-based anti-abortion groups, whose ultimate goal is "no contraception at all, and sex within marriage only," in the words of Poul Nielsen, who was then the European Commissioner for Overseas Development. Such groups have taught their pupils well: When reports of the Lodz billboards were posted on religious Web sites, readers responded with comments like, "If only we could do that in the U.S." But there is much homegrown activity as well. In Croatia, where 86 percent of the population is Catholic, the national bishops' conference has joined with other church groups to demand that Parliament ban abortion. The procedure, which was free 10 years ago, now costs up to $600, more than the average monthly salary. Croatian schools now use a sex education program called Teen Star that promotes abstinence and teaches that the contraceptive pill is dangerous and that condoms do not protect against disease. When liberal politicians proposed a measure supporting assisted fertility, the bishops blocked it, saying - despite worldwide evidence to the contrary - such technology "brings to life children who are things and not human beings, usually severely damaged," said Sanja Cesar, head of the Center for Education, Counseling and Research in Bratislava. Women's groups say that strong anti-abortion positions have been promoted by otherwise mainstream politicians with debts to pay. In Poland, the Solidarity movement, which overthrew decades of Communist rule in 1989, received financial and moral support from the Catholic Church when it was still illegal under Communism. As a result, "when Communism fell, it seems that the only thing politicians cared about was abortion," Nowicka said. The law limiting abortion was passed in 1993 and has held firm despite challenges ever since. In Italy, the Catholic Church has used its weight to support conservative politicians as they passed an extremely restrictive fertility law, which bans, for example, egg donations for stem cell research. When Spain recently passes a law permitting gay marriage, Marcello Pera, speaker of Italy's Senate, condemned the decision, saying: "It is a triumph of secularism that seeks to transfer desires and occasional whims into human rights." -- Aktionskomitee für das Selbstbestimmungsrecht der Frau Selbstbestimmungsrechtderfrau at gmx.net <+++<+++<+++<+++<+++<+++<+++<+++<+++<+++<+++> detailierte Infos zum Schwangerschaftsabbruch in Österreich auch auf: --- www.die-abtreibung.at.tf --- ================================================ 16 [gipfelsoli] Gleneagles -- Genua -- Heiligendamm von: gipfelsoli-l at lists.nadir.org ================================================ Gipfelinfo - Meldungen über globalisierte Solidarität und die Proteste gegen unsolidarische Globalisierung -------------------------------------------------------------------------- - Witnesses/evidence needed for wrongful arrest at G8 - Undercover gegen GlobalisierungskritikerInnen - Interview mit Carlo Giulianis Mutter - Tagungsorte in Heiligendamm ------------------------------------------------------------------------------- Witnesses/evidence needed for wrongful arrest at G8 ======================================================================= Call 1: CALLOUT FOR FOOTAGE/WITNESSES OF WRONGFUL ARREST AT G8 A9 BLOCKADE 6/7/05 We urgently need to get in contact with anyone who may have filmed or witnessed a blockade action on the A9 near Greenloaning on July 6 where a man was wrongfully arrested for assaulting a police officer. The action took place at around 10:30-10:45am just past Greenloaning junction, between West Third and Williamsfield. Just before people ran onto the A9 there was a mass moonie at the top of the hill overlooking the road. The man was one of the first in the road and he ran about for about 15 seconds before he was arrested. The police claim that when he climbed over the fence beside the road he jumped onto a woman police constable and knocked her to the floor. There was a camera crew present, and the man believes he was filmed climbing over the fence and being arrested, but no one found out who the crew were or what organisation they were with. The charges he faces are very serious and we need to get in touch with anyone who might have evidence relavent to his defence as soon as possible. If you think you may have witnessed or filmed this action, or know who the camera crew were, please phone David on 07716 013158 or email: davidg8legal at hotmail.com ======================================================================= Call 2 Call out for other prissoner from back of police van arrested after A9 action: I was arrested on a blockade of the A9 on Wednesday 6th Jully. I was put in the front of the police van but there was another prissoner in the cell at the back. We were taken to Perth police station. I urgently need to get in contact with him, he will have seen and heard some stuff in the van that's vital to my deffence. I was arrested at 10.30-10.45am on a blockade action of the A9. I was put in a police van on my own for a while and then moved to another van with a load of police from North Yorkshire. There was already another prissoner in the cell bit at the back of the van so I was put in the front with the police. I couldn't see the other prissoner through the tinted glass but he would have been able to see me. I'm white, 28, male, skinny, short messy hair, stubble and wearing a marroon hoodie with go-faster stripes. We were taken to Perth police station but had to sit outside in the van for 2 or 3 hours because all the holding cells were full. At one point while we were outside the police station I was allowed to give him some of my bread and humus. I urgently need to get in contact with this other person, I think he will have seen and heard some stuff vital to my deffence. David e-mail: davidg8legal at hotmail.com [international-g82005] ------------------------------------------------------------------------------- Undercover gegen GlobalisierungskritikerInnen Wie ein rechtes britischen Boulevardblattes zur Kriminalisierung von GlobalisierungskritikerInnen beigetragen hat Wie eine rechte Massenzeitung in Schottland Polizeiarbeit macht - Ein Nachtrag zu den Globalisierungsprotesten in Schottland Die englische Zeitung “News oft the World" http://www.newsoftheworld.co.uk/) sieht in der Aufmachung und im Layout aus wie die Bildzeitung in Deutschland. Auch politisch dürfte es viele Überschneidung geben. Nur begnügen sich die britischen Boulevardjournalisten nicht mit dem Abdruck von Polizeimeldungen, wenn es um politische und soziale Bewegungen geht. Sie übernehmen die Polizeiarbeit noch gratis mit. So rühmte sich der News oft the World-Journalist Craig Jackson einer Undercover-Arbeit der besonderen Art. “Unser Reporter infiltrierte die Strukturen von dissent, der wichtigsten anarchistischen Gruppe bei den G8-Protesten Anfang Juli in Schottland" schreibt das Blatt. Dann folgen vier Seiten, die sich eigentlich eher wie Polizeiakten als wie die Seiten einer Zeitung lesen. Führende Aktivisten der linken Proteste aus Großbritannien, Griechenland und Italien werden der Art eines Fahndungsfotos vorgestellt und in die Nähe von militanten Aktionen gebracht. Die Fotos hat der “Journalist" in seiner erfundenen Rolle als linker Aktivist gemacht, der vorgegeben hat, in den Strukturen von Dissent, dem Protestnetzwerk gegen G8, mitarbeiten zu wollen. Außerdem hat er im Text zu einigen Aktivisten weitere Angaben, wie Alter und Wohnort gemacht. Wahrscheinlich sind das die Informationen, die ein vermeintlicher Sympathisant schon mitbekommt, wenn er in den Strukturen arbeitet. Daneben scheint Jackson auch Zugang zu dem Email-Verkehr zwischen linken Gruppen aus Schottland und dem Ausland bekommen haben. So werden Ausschnitte aus Anfragen nach Schlafplätzen und den politischen Bedingungen vor Ort in dem Blatt zitiert. Angereichert ist der Beitrag mit der üblichen Sprache rechter Hetzmedien. So darf der Begriff “Black Block" nicht fehlen. Das ist dem Gipfel 2001 in Genua ein immer wieder gern gebrauchtes Schlagwort gegen linke Gruppen. Legal arbeitende linke Gruppen aus Großbritannien und dem Ausland werden in dem Artikel als kriminell und terroristisch bezeichnet. Auch der Begriff des “Europäischen Anarchistischen Terror-Netzwerk" fällt. Diese neue Wortschätzung dürfte wohl bald in den Sprachschatz von internationalen Staatsschutzbehörden und ihren Computern eingehen. Methoden wie die von Craig Jackson sind sicher nicht ungewöhnlich in einer Zeit, wo sich nicht wenige JournalistInnen als Sprachrohr des Staates und seiner Interessen gerieren. Im Zeitalter des Medienaktivismus, der auch viele linken Gruppen erfasst hat, haben es solche Leute einfacher, an Informationen zu kommen. Weil eben die Gruppen nicht mehr so verschlossen wie früher sind, ist man auch nicht mehr so misstraurig gegenüber neuen Ansätzen. Das ist ja insgesamt eine positive Entwicklung. Doch trotzdem muss man sich gegen Methoden a la “News oft the World" wehren. Das ist im Interesse der Bewegungen aber auch von JournalistInnen, die sich nicht als StaatsschutzschreiberInnen verstehen. Peter Nowak Kommentar zu dem Beitrag: Schnews kommentiert den Artikel in der recht lesenswerten Presseschau nach den Protesten so: Den Vogel abgeschossen hat der "News of the World" Artikel am 10. Juli über ihren "Agenten", der undercover auf dem Stirling Camp war, um zu zeigen, dass die Anarchisten eine gewaltätige Riot planen. Der Artikel benennt die "Anführer" und zeigt Photos von ihnen, die offensichtlich jeden in Europa aller politischer Schatierungen dazu aufgerufen hatten sich dem Spass anzuschliessen. Für sie war das Dissent Netzwerk eine "gut ausgestattete internationale Organisation darauf ausgerichtet zu stören und mit dabei war auch noch das französische "Europäische Anarchistische Terror Netzwerk", zusammen mit rechtsextremen Gruppen, wie den italienischen Ultras und sogar der berüchtigten Nazi Schlägertruppe Combat 18... [...] [Peter Nowak] ------------------------------------------------------------------------------- Interview mit Carlo Giulianis Mutter Am 20. Juli 2001 wurde der damals 23jährige Carlo Giuliani als Teilnehmer der Proteste gegen den in Genua stattfindenden G8-Gipfel in der Piazza Alimonda von einem Angehörigen der Carabinieri erschossen. Im Zusammenhang mit den Aktionen zum 4.Jahrestag seines Todes führte die unabhängige, linke italienische Tageszeitung “il manifesto" ein Interview mit seiner Mutter Haidi Giuliani, die zu den Organisator(inn)en gehört. Das Interview erschien am 21.7.2005. INTERVIEW: Haidi: Die Erinnerung ist Anklage Die Mutter von Carlo ((Giuliani)): “Zu oft haben wir in Italien vergessen." LORIS CAMPETTI Don Andrea Gallo, der ((dem radikalen Flügel der italienischen Antiglobalisierungs-Bewegung angehörende)) Engelsgleiche Anarchist, wie er sich in seinem letzen Buch bezeichnet, beschreibt sie als eine “außerordentliche kleine Frau" und er hat Recht. Wenn sich gestern - vier Jahre nach jenem aus der Beretta 92, Kaliber 9mm abgefeuerten Schuss, die zur Ausrüstung des Carabiniere gehörte, der Carlo tötete - die Piazza Alimonda wieder mit Menschen füllte, dann dank der kleinen Haidi Giuliani. Dank ihrer Zähigkeit und ihrer Fähigkeit, den besten Teil dieses vergesslichen Landes um sich herum zu sammeln. Wir haben am Ende der bewegenden Zeremonie an dem Ort mit ihr gesprochen, der für Viele seit langem “Piazza Carlo Giuliani - ragazzo (Junge)" heißt, dem Ort, an dem eine kleine Säule zur Erinnerung an den Sohn von Haidi und Giuliano errichtet werden soll, sobald es die Gemeinde Genua erlaubt. Die Entscheidung darüber wird für kommenden Montag erwartet. Wieder hier, Haidi - nach vier Jahren. Welche Bedeutung hat dieses Treffen ? “Schau', ich sitze hier auf der Stufe, auf der ich in den ersten Monaten nach dem Tod von Carlo Tag und Nacht gesessen habe. Ich tue das nicht, um mich in Szene zu setzen - glaub' mir - ich suche keine Aufmerksamkeit. Es ist nur so: Wenn wir aufhören würden, uns zusammenzufinden und an das zu erinnern, was hier geschehen ist, würde ein großer Stein ((im übertragenen Sinne: ’ein großer Teppich')) über die Fakten von Genua gelegt. Denk' daran, wie oft das in den letzten Jahrzehnten in Italien der Fall war !" An Carlo zu erinnern, hilft uns zu reflektieren. Wie sieht Deine Reflektion heute aus ? “Carlo sagt uns, dass die Demokratie ein vorläufiges Gut ist, dessen Grenzen gemäß den Interessen der Macht verschoben werden. Auch die Legalität ist flexibel geworden. Wir haben eine wunderbare Verfassung, die uns schützt, die uns bedeutende Garantien gibt. Leider wird sie nicht angewandt und nicht respektiert. Ich spreche nicht nur von der Piazza Alimonda und dem G8-Gipfel von 2001. Ich denke daran, wie die Migranten behandelt werden, an die Sammellager (CPT) und an viele andere Dinge." Es sind viele Leute hier. Weitere werden zum Konzert kommen, zur Ausstellung und den Debatten dieser Aktionstage für Carlo. Wenn es einen Abwesenden gibt, dann ist es die Politik. Auch unsere. “Ich schaue, meinem Charakter entsprechend, immer auf die Leute und Leute sehe ich. Es sind Leute, die Politik machen. Für mich ist das die Politik - die wirkliche Politik. Wenn Du von groß geschriebener ’Politik' sprichst, hast Du Recht, aber zu verallgemeinern bringt nichts. Um die Kosten zu decken, die mit den Aktionen dieser Tage verbunden sind, wurde uns - wie in den vergangenen Jahren - von der Provinz und von den ((den Linksdemokraten (DS) nahe stehenden und sehr etablierten)) Kooperativen geholfen. Nur so gelingt es uns, das Theater für die Ausstellung zu bezahlen. Eine Abwesenheit verletzt mich besonders und das ist das Genua, das zuschaut. Es sind Genossen aus Genua, viele Jugendliche und Freunde von Carlo hier auf der piazza, aber die von außerhalb (aus ganz Italien) kommenden Leute sind vielleicht sogar in der Überzahl." Die Erinnerungen, betonen die Jugendlichen der genuesischen centri sociali (Sozialen Zentren), kann kein Paket sein, das in den Gefrierschrank gelegt wird, sondern muss durch das kollektive Handeln mit Leben erfüllt werden. Bist Du damit einverstanden ? “Die Erinnerung besitzt dann einen Wert, wenn sie Anklage ist. Ich hoffe die in diesen Tagen, auf der piazza, bei den Konzerten, bei der Ausstellung und in den Debatten weiterhin erheben zu können. Und zwar weil ich sehr große Angst vor der Gleichgültigkeit des Landes habe. Ich verfolge die Prozesse aus der Nähe und fordere auch Euch auf, sie mit großer Aufmerksamkeit zu verfolgen. Der Prozess gegen die 25 Demonstranten ist ein Prozess gegen uns alle, die wir nicht auf das Anprangern verzichten. Wir müssen denjenigen, die sich auf der juristischen Seite engagieren, auch finanziell helfen." ((Vorbemerkung, Übersetzung und Einfügungen in doppelten Klammern: Antifa-AG der Uni Hannover und Gewerkschaftsforum Hannover)) e-Mail:: KEINSPAM.antifa.unihannover at my-mail.ch | Homepage:: http://antifa.unihannover.tripod.com | Anschrift:: gewerkschaftsforum-H at web.de | [indymedia.de, von Loris Campetti - 25.07.2005 19:34] ------------------------------------------------------------------------------- Tagungsorte in Heiligendamm AHGZ Nr. 35/2004 vom 28. August 2004 HEILIGENDAMM (mg). Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Otto Ebnet rührt auf politischer Bühne die Werbetrommel, um das turnusgemäß 2007 in Deutschland stattfindende Gipfeltreffen der G8-Staaten nach Mecklenburg-Vorpommern zu holen. Mit den Worten: “Wir haben das beste Angebot", verweist er auf das Seeheilbad Heiligendamm mit seinem Kempinski Grand Hotel als Tagungsstätte. Die Weiße Stadt am Meer als ein geschlossenes architektonisches Ensemble bietet hinsichtlich des Sicherheitsaspektes beste Voraussetzungen. Im Gefolge der Staatschefs der acht führenden Industrienationen werden zum Gipfel rund 2500 Delegierte, Wirtschaftsexperten, Übersetzer und Journalisten erwartet. Für diese bietet sich ausreichend hochkarätige Hotelkapazität in Rostock, Warnemünde und Kühlungsborn an. Bestens geeignet als Pressezentrum sei die Messehalle auf dem IGA-Gelände in Rostock. [http://www.ahgz.de/regional/2004,35,408161898.html] -------------------------------------------------------------------------- gipfelsoli infogruppe Newsletter mit Nachrichten über Mobilisierungen, Debatten und Repression im Zusammenhang mit Gipfelprotesten. Die AutorInnen der Beiträge, so sie nicht von uns verfasst sind, sind mit eckigen Klammern versehen. Wir können leider keine Verantwortung für die Richtigkeit der Beiträge übernehmen. Auch geben die Beiträge nicht zwangsläufig unsere Meinung wieder. Kontakt, Kritik, Beiträge: gipfelsoli at nadir.org gipfelsoli mailinglist subscribe - unsubscribe https://lists.nadir.org/cgi-bin/mailman/listinfo/gipfelsoli-l ================================================ 17 IRA / Nordirland: Das Ende des Terrors - eine große Chance für Frieden von: gfbv.austria at chello.at ================================================ Gesellschaft für bedrohte Völker - Südtirol / Presseerklärung in > www.gfbv.it/2c-stampa/2005/050729de.html > > IRA / Nordirland > Das Ende des Terrors - eine große Chance für Frieden > > Bozen, 29. Juli 2005 > > Die IRA setzt mit ihren Ankündigung, den "bewaffneten Kampf" zu beenden, > Großbritannien und die britisch-unionistischen Parteien Nordirlands unter > Druck. Besonders die rechten unionistischen Parteien und - das wird > verschwiegen - ihre paramilitärischen Untergrundorganisationen blockierten > immer wieder den Friedensprozess. Vergessen wird auch, dass in den 60er > Jahren bewaffnete unionistische Gruppen die Viertel der irischen > Minderheit terrorisierten. Der Unionisten-Terror verhalf damals der IRA > zur Wiedergeburt. > > Die IRA-nahe Partei, Sinn Fein, trägt den Friedensprozess engagiert mit, > wurde deshalb von den Wählern auch dafür zur zweitstärksten Partei > gewählt. Sinn Fein fordert die rasche Umsetzung des Abkommens zum > Friedensprozess, eine grundlegende Reform der nordirischen Polizei, die in > den Vergangenheit allzuoft die unionistischen Paramilitärs deckte. Die > nordirische Polizei ist letztendlich der legale Arm der unionistischen > Nationalisten, die keinen Dialog mit der irischen Minderheit wollen. Dazu > müssen sie jetzt von der britischen Regierung gezwungen werden. Laut dem > Friedensabkommen soll Nordirland autonom werden, eine Regionalregierung > erhalten. Für Sinn Fein ist die Autonomie die Vorstufe zur > Wiedervereinigung mit der Republik Irland, die von allen Unionisten > weiterhin abgelehnt wird. > > Die Regionalautonomie ist die große Chance, die irisch-republikanische und > britisch-unionistische Bevölkerungsgruppe zu versöhnen, die Autonomie kann > die Gleichberechtigung der Bevölkerungsgruppen garantieren, die > Diskriminierung der irischen Minderheit beenden. Das Friedensabkommen > bleibt nur ein Stück Papier, wenn die Autonomie nicht umgesetzt wird. > Letztendlich müssen die nordirischen Bürger in Friedenszeiten darüber > entscheiden, welche politische Perspektive sich sich geben wollen. Ein > Votum liegt vor, für das Friedensabkommen, für die Regionalautonomie. > Jetzt sind die Unionisten am Zug, sie müssen dialogbereit sein, ihre > Paramilitärs müssen die Waffen abgeben, die rechtsradikalen Oranier-Orden > sollen aufgelöst werden. > > Siehe auch: > * www.gfbv.it: www.gfbv.it/2c-stampa/1-00/15-6-dt.html | > www.gfbv.it/3dossier/eu-min/nordirl6.html | > www.gfbv.it/3dossier/eu-min/nordirl5.html | > www.gfbv.it/3dossier/eu-min/nordirl4.html | > www.gfbv.it/3dossier/eu-min/nordirl3.html | > www.gfbv.it/3dossier/eu-min/nordirl2.html | > www.gfbv.it/3dossier/eu-min/nordirl1.html | > www.gfbv.it/3dossier/vielfalt-dt.html#r9 > > * www: www.info-nordirland.de | www.irlnet.com/aprn/index.htm ================================================ 18 Die Arbeit der Mobilen Frauengeführten Teams in Irakisch-Kurdistan von: wadi.wien at gmx.at ================================================ Die Arbeit der Mobilen Frauengeführten Teams in Irakisch-Kurdistan im Kontext unserer Aktivitäten zur Stärkung von Frauenrechten Vortrag von Cheman Rashid Abdulaziz (Wadi) bei der Veranstaltung "Macht Ehre Scham" des Institutes für Auslandsbeziehungen (Ifa) am 28. 6. 2005 in Berlin Meine Damen und Herren, vielen herzlichen Dank für die mir gewährte Gelegenheit mit Ihnen gemeinsam an dieser Tagung teilzunehmen und Ihnen kurz über unsere Aktivitäten im irakischen Kurdistan zu berichten. Ich glaube, dass allen die momentane Lage und die Entwicklungen im Irak durch die Medien bekannt sind. Ihnen allen wird klar sein, dass die irakische Gesellschaft geprägt ist von Gewalt. Und wo Gewalt ein Gesellschaftsproblem ist, da ist es auch die Gewalt gegen Frauen. Die kollektive Erfahrung von Gewalt verstärkt noch die traditionelle Rolle, die Frauen in islamisch geprägten Gesellschaften zukommt. Frauen spielen in der Öffentlichkeit kaum eine Rolle, sie sind auf das Leben innerhalb der Familie beschränkt. Familiäre Beziehungen ihrerseits sind geprägt von einem strengen Moralkodex, der die Unterwerfung der Frau unter ihre männlichen Angehörigen fordert. Diese Ordnung aufrecht zu erhalten ist gleichbedeutend mit der Wahrung familiärer Ehre. Im Kontext von Diktatur und kriegerischem Konflikt gedeihen diese Moralvorstellungen besonders gut. Weil in der Diktatur und im Ausnahmezustand alles öffentliche gefährlich ist, suchen die Menschen zuflucht in familiären Beziehungen. Andererseits hat der irakische Staat über Jahrzehnte solche traditionalen Strukturen direkt gefördert. Gewalt gegen Frauen war legal im Irak, sofern damit ein Verstoß gegen die "Ehre" vergolten wurde. Einige Tausend Frauen und Mädchen sind im Irak ganz legal ermordet worden, viertausend zählten die Vereinten Nationen alleine Ende der Neunziger Jahre. Diese Zahl ist erschreckend hoch. Sie spiegelt deutlich eben nicht nur eine grausame Tradition wider, sondern das gesamte Setting der Erfahrungen mit gewalttätigen Konflikten, die familiäre Beziehungen nicht nur verstärkt, sondern zugleich auch zerrüttet haben. Denn in der Familie wird die von Außen erfahrene Gewalt nach Innen, also an die Frauen weiter gegeben. Diese Strukturen wirken weiter. Als der Konflikt 2003 eskalierte, haben wir deshalb Mobile Teams von Frauen aufgestellt, die den weiblichen Opfern der Krise schnell helfen sollten. Am Anfang lag diesen Mobilen Teams eine ganz simple Idee zugrunde: 1. Frauen helfen Frauen - Die Teams bestanden nur aus Frauen. In Gebieten wie Kirkuk und Mossul, wo Kurden, Araber, Turkmenen leben, waren sie ethnisch gemischt. Das primäre Ziel war Frauen zu helfen, die vor dem Krieg fliehen. 2. Diese Teams waren mobil. Das bedeutet, dass sie dort tätig wurden, wo die Frauen sich befanden, anstatt zu warten, bis diese hilfesuchend zu ihnen kommen. Schnell hat sich gezeigt, dass diese Teams weit mehr Aktivitäten entwickelten, als anfangs geplant, denn sie haben sich nicht nur um Flüchtlinge gekümmert, sondern auch um Frauen, die in den abgelegenen Dörfern und unsicheren Regionen nahe der Kampfzone leben. Eben weil die Teams ausschließlich aus Frauen zusammengesetzt waren, waren sie in der Lage einen engen persönlichen Kontakt - quasi auf gleicher Augenhöhe - zu den Frauen vor Ort aufzubauen. Wir lernten durch unsere Teams plötzlich, wie es Frauen in diesen ländlichen und stark traditional geprägten Gegenden wirklich geht - ihre Probleme, ihre Sorgen und auch Wünsche. Die Teams haben also nicht nur den Frauen, sondern sie haben auch uns geholfen - durch regelmäßige, detaillierte Berichte über alle aufgesuchten Dörfer. Aus diesen Berichten ging schnell hervor, dass die Probleme von Frauen in praktisch allen diesen Regionen ähnlich waren: extrem schlechte Gesundheitsversorgung, mangelnde Aufklärung über Sexualität, Verhütung und Schwangerschaft, eine hohe Quote an Analphabetismus, aber vor allem auch ein frappierendes Problem mit familiärer Gewalt gegen Frauen und mit weiblicher Genitalverstümmlung. Wichtig war, dass damals die Frauen in den Dörfern selbst die Initiative ergriffen und darum baten, das ursprünglich auf Erste Hilfe ausgerichtete Programm zu erweitern und von kurzfristiger Hilfe zu einer dauerhaften Unterstützung zu wechseln. Das haben wir getan. Ich möchte Ihnen die Reaktion auf die Teams an einem Beispiel einer älteren Frau in der Nähe von Mossul klarmachen. Sie sagte: "Es ist das erste Mal, dass ich erlebe, wie jemand in unser Dorf kommt und danach fragt, wie es uns geht". Sie war erstaunt, als wir ihr sagten, wir möchten uns mit ihr und nicht mit ihrem Mann unterhalten. Sie hat offensichtlich zum ersten Mal erfahren, dass jemand ihrem Leben und ihren persönlichen Belangen eine Bedeutung beimisst. Seit dem haben wir das Programm verändert. Zur Zeit haben wir vier mobile Teams, die im irakischen Kurdistan arbeiten. Jedes Team besteht aus einer Ärztin, einer Sozialarbeiterin und einer Krankenschwester. Sie widmen sich nun weniger der ersten Hilfe, als viel mehr der Stärkung und Aufklärung der Frauen. Nach wie vor leisten wird auch ärztliche Hilfe geleistet. Dabei hat die Ärztin gewissermaßen eine doppelte Funktion: Über die Untersuchung und Behandlung schafft sie einen Raum, innerhalb dessen die Mitarbeiterinnen mit den Frauen in ein offenes Gespräch kommen. Familiäre Probleme und Ängste erscheinen so gewissermaßen als ein sachliches und lösbares Problem, über das man sprechen kann, das genauso wenig ein Tabu ist, wie eine Erkrankung. Die Sozialarbeiterinnen knüpfen an die Gespräche gezielte Aufklärungseinheiten an bspw. über die Rechte von Frauen. Häufig wissen die gar nicht, dass Gewalt gegen Frauen in den kurdischen Gebieten strafbar ist, genauso wie die genitale Verstümmlung von Frauen. Von zentraler Bedeutung ist, dass die Teams in einer Atmosphäre der Sicherheit und frei von Furcht mit den Frauen über das sprechen, was diese für wichtig halten. Üblicherweise arbeiten die Teams im Hause einer der Frauen oder in einer Schule. Das Gesundheitsprogramm des Teams dient dabei nicht nur dazu, eine Brücke des Vertrauens zwischen den Frauen und dem Team zu schlagen, sondern auch dazu, eine Zusammenkunft zu ermöglichen. Denn der Arztbesuch ist ein auch in sehr konservativen ländlichen Regionen akzeptierter Anlass für Frauen, sich außerhalb der Familie zu treffen. Wichtig ist darüber hinaus, dass das Team die Frauen regelmäßig besucht und mit ihnen in Verbindung bleibt. Die Erfahrung zeigt uns, dass die Frauen in einer Atmosphäre des Vertrauens anfangen frei über ihre familiären Probleme zu reden. Das ist ein wichtiger Anfang und ein erster Schritt zur Lösung. Die Teams werden darüber hinaus darin geschult, Probleme auch mit den Familien zu besprechen und als Mediatoren aufzutreten. Wie wichtige gerade das Gespräch und die Erkundung von Ursachen ist, zeigt das Beispiel der Gewalt an Frauen aus sog. Ehrgründen. Die Familie ist der Ort, an dem dies geschieht, und wo die Probleme auftauchen, die der Gewalt vorausgehen. Wenn erforderlich, nehmen sie auch Kontakt zu den örtlichen Behörden auf, um Frauen zu schützen. Gewalt gegen Frauen hat viele Ursachen. In den meisten Fällen kommen viele verschiedene Probleme über einen langen Zeitraum zusammen, die dann zur Explosion führen. Eine dieser Ursachen stellt das traditionelle Ehrverständnis dar. Darin wird die Frau als Eigentum der männlichen Verwandten definiert. Wenn jemand dieses Eigentum beschädigt, wird das als Ehrverletzung empfunden. Die Frau verliert praktisch ihren Wert. Die Gewalt an Frauen bis hin zum Mord ist die logische Konsequenz. Der wertlose Besitz wird vernichtet. Diese Moralvorstellungen bestrafen jedoch nicht nur Frauen. Sie treffen auch Männer. In vielen Fällen erlebten wir, dass ein Mann seine Frau, bzw. seine Schwester nicht verletzen wollte, sondern lediglich meinte, er müsse den gesellschaftlichen Anforderungen genüge tun. Die Vermittlung und Mediation der Mobilen Teams, die von Außen kommen, gibt ihm die Möglichkeit, den familiären Konflikt zu lösen, ohne dass er sein Ansehen in der dörflichen Gemeinschaft verliert. Oft bedarf es nur des Anstoßes von Außen, um den Teufelskreis zu durchbrechen. Aber, wie ich bereits gesagt habe: Gewalt gegen Frauen hat viele Ursachen und der Moralkodex ist lediglich eine davon. Viele Familien haben gravierende Gewalterfahrungen machen müssen. Das Familienleben ist durch diese Erfahrungen vollständig zerstört worden. Der Mangel an Bildung und die schlechten Lebensumstände spielen eine weitere Rolle. Obwohl diese Aspekte alle Mitglieder der Gemeinschaft treffen, wirken sie doch in besonderem Maße auf Frauen, weil sie den niedrigsten sozialen Stellenwert innerhalb der Gemeinschaft einnehmen. Deshalb ist es von zentraler Bedeutung, den Status der Frauen innerhalb ihrer Gemeinschaft zu stärken. Praktisch hat diese Stärkung mehrere Aspekte: 1.. Frauen erfahren, dass sie einen Wert haben und die gleichen Menschenrechte, wie Männer. 2.. Die regelmäßigen Besuche von außerhalb bewirken eine soziale Aufwertung der Frauen innerhalb der lokalen, dörflichen Gemeinschaft. Sie sind auf einmal wichtig. 3.. Aufklärung stärkt das Selbstbewusstsein der Frauen. Und schließlich werden Frauen Schritt für Schritt angeleitet, selbst aktiv zu werden, indem ihnen die Teilnahme an weiteren Programmen, wie Alphabetisierungskurse angeboten wird, wenn sie sich vor Ort darum kümmern. Das Ergebnis ist sehr gut: Alphabetisierungskurse werden mittlerweile in etlichen Dörfern durchgeführt. In einigen Dörfern kommen die Frauen selbstständig regelmäßig zusammen und an anderen Orten eröffneten sie sogar Frauenzentren. Aber lassen sie mich kurz noch einmal zurückkommen zu einem Punkt, den ich am Anfang genannt habe: Die Teams helfen den Frauen UND sie helfen uns. Als Nebenprodukt haben sie eine umfassende Evaluation der Situation der Frauen in ländlichen Gebieten Irakisch-Kurdistans hervorgebracht. Eine Information, die unter anderen Umständen nicht hätte gesammelt werden können. Einen Grund habe ich genannt: Die Teams arbeiten in einer Atmosphäre des gegenseitigen Vertrauens, sie werden gewissermaßen als auf gleicher Augenhöhe wahrgenommen. Ein anderer Grund ist der integrative, umfassende Ansatz der Teams. Die Probleme der Frauen haben viele Facetten. Alle diese Facetten (Gesellschaft und Tradition, Versorgungslage und Bildung, Familie und soziales Umfeld) wirken eng miteinander verwoben. Es ist daher unmöglich eines der Probleme zu lösen, ohne sich auch der anderen anzunehmen. Deshalb sprechen die Teams eben nicht nur die Frauen an, sondern gezielt auch andere Akteure innerhalb der Gemeinschaft, in der die Frauen leben. Dies sind Dorfvorsteher, Stammesautoritäten oder lokale Polizisten. Dies können aber auch Geistliche sein. Im Zusammenhang mit der weiblichen Genitalverstümmlung haben wir zum Beispiel einen Aufklärungsfilm produziert, der in den Dörfern gezeigt werden soll und der sich an alle richtet. In diesem Film legt unter anderem ein islamischer Geistlicher dar, dass diese Verstümmlungen vom Koran nicht gerechtfertigt werden. Ich bin gefragt worden, ob diese Programme auch in anderen Gebieten erfolgreich sein könnten. Das kann ich nicht global beantworten. Wie sie wissen, war es für die Iraker nicht ganz leicht, in den vergangenen Jahren andere Gebiete zu besuchen. Ich hoffe jedoch, eine Reihe von Aspekten genannt zu haben, die über den regionalen Kontext hinausweisen. Ein Aspekt ist, dass sich die Frauen - wie ich zuvor gesagt habe - wichtig genommen fühlen, wenn man sie aufsucht. Sie erlangen eine Bedeutung auch innerhalb ihrer Gemeinde. Dies führt zur Stärkung der eigenen Persönlichkeit. Ein anderer Punkt ist, dass wir mit diesen Frauen nicht nur an ihrem Wohnort, sondern auch innerhalb und mit ihrer lokalen Gemeinschaft arbeiten. Das bedeutet, dass sich die Teams nicht nur mit gravierenden Einzelfällen befassen, sondern versuchen, die Probleme innerhalb und gemeinsam mit dem sozialen Umfeld zu lösen. In Fällen bspw. der Gewalt gegen Frauen ist eine Lösung ohne dieses Umfeld gar nicht denkbar. Langfristige Lösungen kann es nur mit der Gemeinschaft geben. In der jüngsten Zeit haben die Teams auch begonnen, eine Kampagne gegen Genitalverstümmlungen durchzuführen. Das Ziel ist nicht nur eine Veränderung in den Köpfen und Herzen der Frauen herbeizuführen, sondern eben auch bei den Männern. Und schließlich möchte ich noch einen ganz praktischen Aspekt hinzufügen, der aus meiner praktischen Erfahrung mit der Arbeit in einem Frauenschutzhaus in Erbil herrührt. Die Frauen, die dort um Schutz und Hilfe angefragt haben, sind nur die Spitze des Eisbergs. Und es sind jene Fälle, denen erst dann geholfen wird, wenn es eigentlich zu spät ist, wenn die Explosion bereits stattgefunden hat und es darum geht, wenigstens das schlimmste zu verhindern. Hunderte von Frauen und Mädchen von ihren männlichen Angehörigen alleine im kurdischen Nordirak in den letzten Jahren ermordet worden sind. Sie wurden erschossen, ertränkt, erstickt, oder erschlagen. Auch deshalb wird die Arbeit dieser Teams fortgesetzt und hoffentlich weiter ausgebaut werden: Weil sie die einzige Möglichkeit sind, dort zu sein, bevor es geschieht! Cheman Rashid Abdulaziz, 28.6.2005 ================================================ 19 Deutschland von: rb at rechtbeweglich.at ================================================ Protest erfolgreich: Andre Aragoli erhält Duldung LSVD: Behörden sollen Abschiebungen in Iran stoppen Zu den erfolgreichen Protesten gegen eine Abschiebung des Iraners Andre Aragoli erklärt Manfred Bruns, Sprecher des Lesben- und Schwulen-verbandes (LSVD): Der Protest des Lesben- und Schwulenverbandes (LSVD) und vieler Einzel-personen hatte Erfolg: Nachdem der Iraner Andre Aragoli am Montag aus der Abschiebehaft entlassen wurde, konnte er nunmehr eine Lebens-partnerschaft mir seinem Partner eingehen. Darüber hinaus wurde Aragoli von der Ausländerbehörde eine "Duldung" erteilt. Aragoli droht wegen seiner Homosexualität im Iran die Todesstrafe. Sein Asylantrag war im Oktober 2004 mit der Be-gründung abgelehnt worden, Homosexuellen drohe im Iran keine Verfolgung. Der LSVD dankt allen, die sich an der Protestaktion beteiligt haben. Wir werden den Fall weiter im Auge behalten. Leider ist der Fall von Andre Aragoli nicht der einzige, in dem schwule Asylbewerber in den Iran abgeschoben werden sollen. Der LSVD fordert die Innenminister der Länder und das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge auf, diese Praxis sofort einzustellen. Die Verfolgung Homosexueller im Iran darf von den Behörden nicht länger ignoriert werden. Die Argumentation, dass im Iran nur die homo-sexuelle Praxis bestraft werde und nicht die Homosexualität als solche, ist hanebüchen. Das hat das Bundesverwaltungsgericht schon 1988 fest-gestellt (BVerwGE 79, 143 = InfAuslR 1988, 230). Das Gericht hat damals darauf hingewiesen, dass es Homosexuellen - genauso wie Hetero-sexuellen - unmöglich ist, auf Dauer asexuell zu leben. _______________________________________ LSVD Pressestelle Alexander Zinn Pressesprecher Lesben- und Schwulenverband in Deutschland e.V. Willmanndamm 10 D - 10827 Berlin Fon: 030 - 789 54 778 Fax: 030 - 789 54 779 presse at lsvd.de www.lsvd.de ================================================ 20 Deutschlands Rosa Listen von: hg at graupner.at ================================================ VelsPol bittet uns um Verbreitung der folgenden Mitteilung: Sehr geehrte Damen und Herren, werte Kolleginnen und Kollegen, für uns bekam die Presseberichterstattung über die Speicherungsmöglichkeiten im IGVP und Co-Programmen überraschend "drive". Die öffentlichen Verlautbarungen aus den Innenministerien stehen zum Teil im krassen Widerspruch zu ihren Antwortschreiben auf unsere Eingaben. Darin wurde überwiegend gerechtfertigt, konstruiert, ignoriert und negiert. Es gibt Hinweise auf weitere Speicherungsmöglichkeiten in Programmen anderer Bundesländer und auch das IGVP ist noch nicht "sauber". Wir beabsichtigen, den Innenministerien einen Fragenkatalog über evtl. Speicherungsmöglichkeiten zuzusenden und werden die Antworten mit unseren Ermittlungsergebnissen abgleichen. Gleichzeitig kooperieren wir mit einer Internetfirma und möchten Sie/Euch bitten, den Aufruf gegen derartige Speicherungsmöglichkeiten zu unterstützen. Ziel ist es u.a. mit Ihrer/Eurer Stimme an Bundesbehörden heranzutreten und eine Überprüfung ud Untersagung der Speicherungen herbeizuführen. Dem Bundeskanzleramt war unsere Eingabe um Unterstützung (vor der Presseberichterstattung) noch eine Absage wert. Eine Unterstützung seitens des eigentlich zuständigen BMI scheint angesichts des obersten Chefs Otto Schily äußerst zweifelhaft, zumal dieser sich mehrfach gegen die Belange von Lesben und Schwulen gestellt hatte. Offensichtlich bedarf es einer gehörigen Portion Öffentlichkeitsdruck. Wir bitten um Unterstützung und Weiterleitung des online-Aufrufes auf der Seite http://www.stop-rosa-listen.de/ Ihr/Euer VelsPol www.verlspol.de ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< SERVICE - LINKS ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 21 Newsletter andersrum.gruene.at von: andersrum-newsletter at listen.gruene.at ================================================ ******************************************** Newsletter andersrum.gruene.at mit den neuen Headlines seit 20. 6. 2005 10:00 ********************************************* ******* INHALT ******* ***************************************** *** Schwestern, Emanzen und rosa Schafe *** 20. Juli 2005 Die T-Shirts von Grüne Andersrum waren der Renner auf der Regenbogen Parade. Wer noch keins hat, kann sich noch für den Sommer damit eindecken. http://www.gruene-andersrum.at/queer_life/artikel/lesen/1304/1396/ ***************************************** *** Protest gegen Absage von Regenbogenparade in Riga *** 20. Juli 2005 Nicht-Diskriminierung auf Grund der sexuellen Orientierung ist Teil europäischer Werte. http://www.gruene-andersrum.at/international/artikel/lesen/1303/1396/ ***************************************** *** Homosexuelle und "asoziale" Opfer der NS-Zeit im OFG *** 15. Juli 2005 Begründung warum wir Grüne aber das ganze Gesetz, inkl. Trümmerfrauen, ablehnen. http://www.gruene-andersrum.at/oesterreich/artikel/lesen/1291/1396/ ***************************************** *** Anerkennungsgesetz für NS-Opfer Zustimmung verweigern *** 05. Juli 2005 Die Grüne Parlamentsfraktion wird dem Anerkennungsgesetz für Widerstandskämpfer und Opfer der NS-Militärjustiz bei der Nationalratssitzung am Donnerstag nicht zustimmen: "Bei aller Freude" über die... http://www.gruene-andersrum.at/oesterreich/artikel/lesen/1248/1396/ ***************************************** *** Bilder von der Regenbogenparade 2005 *** 03. Juli 2005 © Peter Knögler http://www.gruene-andersrum.at/queer_life/artikel/lesen/1226/1396/ ***************************************** *** Regenbogenparade: *** 01. Juli 2005 ÖVP hat bei Gleichstellung massiven Handlungsbedarf. http://www.gruene-andersrum.at/oesterreich/artikel/lesen/1218/1396/ ***************************************** *** Ein bisschen Rathaus beflaggen *** 01. Juli 2005 Spät aber doch: Nachdem die Grünen Wien schon lange die Beflaggung des Rathauses anlässlich der Regenbogenparade gefordert haben, ist es endlich soweit: Ein Seiteneingang wird beflaggt. http://www.gruene-andersrum.at/wien/artikel/lesen/1217/1396/ ***************************************** *** We are family! - das Familien-Picknick *** 30. Juni 2005 © Alkis Vlassakakis http://www.gruene-andersrum.at/queer_life/artikel/lesen/1205/1396/ ***************************************** *** Gleichstellung von Lesben und Schwulen nicht mehr aufzuhalten *** 29. Juni 2005 "Die rechtliche Gleichstellung von Lesben und Schwulen ist nicht mehr aufzuhalten," begrüßt Ulrike Lunacek, außenpolitische Sprecherin der Grünen und selbst lesbisch, den Beschluß des kanadischen... http://www.gruene-andersrum.at/oesterreich/artikel/lesen/1198/1396/ ***************************************** *** Grüne andersrum unter dem Regenbogen *** 29. Juni 2005 Im Zeichen des Regenbogens fahren seit einigen Tagen alle Trams der Wiener Linien. Die HOSI Wien will die WienerInnen so auf die die bevorstehende Regenbogen Parade am Samstag den 2. Juli... http://www.gruene-andersrum.at/wien/artikel/lesen/1199/1396/ ============================ http://andersrum.gruene.at/ ============================ ================================================ C) TERMINE ================================================ ======================== Montag http://www.mund.at/butt/Termine/August/0108.htm Dienstag http://www.mund.at/butt/Termine/August/0208.htm Mittwoch http://www.mund.at/butt/Termine/August/0308.htm ======================== ================================================ D) EDITORIAL ================================================ Für den Inhalt verantwortlich: Ihr. E-Mail-Adresse für Beiträge: widerstand at no-racism.net geschickt. widerst at nd MUND und alle Termine täglich aktualisiert im Web: http://www.no-racism.net/MUND Ziel von MUND (medienunabhängiger Nachrichtendienst) ist die unzensurierte und möglichst rasche Information über gesellschafts- politisch relevante Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu Widerstand und Antirassismus sowie verwandte Themen. sollen einen Titel, Namen und Emailadresse der/des AutorIn enthalten und möglichst kurz und prägnant gehalten sein, ev. mit Hinweis, wo weitere Informationen eingeholt werden können. Bitte keine Attachments! Die inhaltliche und sachliche Verantwortung liegt bei der/dem jeweiligen AutorIn bzw. jenen, die uns die Beiträge schicken. Der MUND wird von einzelnen TagesredakteurInnen zusammengestellt. Da Fehler nicht ausgeschlossen sind, bitten wir, nicht veröffentlichte Beiträge nochmals an widerstand at no-racism.net zu senden. Die Weiterleitung (auch auszugsweise) ist erwünscht. Beiträge mit rassistischen oder sexistischen Inhalten werden nicht veröffentlicht. Sehr persönliche Meldungen werden wir an den betreffenden Adressaten weiterleiten, aber nicht im MUND veröffentlichen. Die bisherigen Ausgaben sind unter http://www.no-racism.net/MUND archiviert. Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage: * Wann: Sonntag, 11.11.2001, 11:11 Uhr * * Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" * * Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf * * Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie. Aber kurz und prägnant.* Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch stillschweigend Zensur zu üben. Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die Nichtaufnahme geliefert. (Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.) Die AbsenderInnen der betroffenen Beiträge werden hiervon informiert. Im Sinne einer "gläsernen Zensur" könnt ihr Euch die Beiträge gerne extra schicken lassen: Ein kurzes Mail an widerstand at no-racism.net genügt. ================================================ E) VERTEILERLISTE ================================================ Zur Eintragung in diesen Verteiler bitte direkt subskribieren unter http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/analle oder von der einzutragenden Adresse aus ein mail schicken an: admin at no-racism.net mit folgendem Text: subscribe no-racism Bitte wegen Automatisierung diesen Wortlaut verwenden! Zur Austragung aus dieser Liste bitte an aus Einsendungen an zusammengestellt. Bitte keine Attachments! (werden nicht angenommen) Redaktionsschluss für diese Ausgabe: Montag 01.00 III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III ü, ö, ä, ß, Ü, Ö, Ä III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III widerst at nd-MUND is powered by http://alt.strg.at/ ================================================ From analle at no-racism.net Tue Aug 2 07:53:25 2005 From: analle at no-racism.net (=?iso-8859-1?q?MUND=3A_medienunabh=E4ngiger_Nachrichtendienst?=) Date: Tue, 2 Aug 2005 07:53:25 +0200 Subject: widerst@nd! - MUND: Dienstag, 2.8.2005 Message-ID: widerst at nd MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst www.no-racism.net/mund Dienstag, 02.08.2005 MedieninhaberInnen seid ihr! ================================================ A) INHALT ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 01 3.-6.8.: "Mauthausen im Film" - Open-Air-Filmretrospektive in Mauthausen Martin Mair ================================================== 02 10.8.: GAJ Wien Sommerkino GAJ Wien ================================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< SOLIDARITÄT WELTWEIT ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 03 Iran hunting more gay/bisexual teens "RA. Dr. Helmut Graupner" ================================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< LINKS / VERWEISE / HINWEISE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 04 Deutschland/Wague/SV Salzburg "AL-Antifaschistische Linke" ================================================== ================================================ B) TEXTE ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 01 3.-6.8.: "Mauthausen im Film" - Open-Air-Filmretrospektive in Mauthausen Martin Mair ================================================== Quelle: http://www.mauthausen-memorial.at/db/admin/de/index_main.php?&carticle=563 "Mauthausen im Film" - Open-Air-Filmretrospektive in Mauthausen Zum ersten Mal findet in der Gedenkstätte Mauthausen eine Filmretrospektive zum Themenschwerpunkt Mauthausen statt. Vom 3. bis zum 6. August 2005 werden an vier Abenden zwei Spiel- und vier Dokumentarfilme zum Thema Lagerkomplex Mauthausen gezeigt. Vorstellungsbeginn ist jeweils 21 Uhr. Der Eintritt ist frei. Bei Schlechtwetter werden die Filme im Besucherzentrum gezeigt. Für Besucher, die von Wien aus anreisen, gibt es die Möglichkeit eines gratis Shuttlebusses. Dafür wäre aber unbedingt eine telefonische Anmeldung unter der Nummer 01-531265115 oder eine Email an BMI-IV-7-a at bmi.gv.at erforderlich. Im Rahmen dieser Filmretrospektive wird der tschechische Film "So überlebte ich meinen Tod", der bis jetzt immer nur ausschnittsweise gezeigt wurde, erstmals zur Gänze in Originalsprache (mit Live-Synchronisation) gezeigt. Zu diesem Film (wie auch zu dem Film "Die Hasenjagd") wird Univ.-Prof. Dr. Frank Stern einleitende Worte sprechen. Veranstaltet wird die Filmretrospektive vom Bundesministerium für Inneres. Programm der Open-Air-Filmretrospektive Mittwoch, 3. 8., 21 Uhr "So überlebte ich meinen Tod" (1960) 91 Min. (Regie: V. Jasny) Das Schicksal eines jungen tschechischen Boxers, der während des NS-Regimes in Gefangenschaft gerät und nach Mauthausen deportiert wird. Impulsreferat: Univ.-Prof. Dr. Frank Stern Donerstag, 4. 8., 21 Uhr "Deckname Schlier" (1984) 90 Min. (Regie: W. Kiener, D. Matzka) Im oberösterreichischen Ort Zipf gab es seit Herbst 1943 ein Außenlager des KZ Mauthausen. Die Häftlinge mussten in einem Werk arbeiten, das für die "Wunderwaffe", die Rakete V2, Triebwerke testen sollte. Der Film dokumentiert auch die Schwierigkeiten der Filmemacher, an jenen Orten zu drehen, wo der deutsche Raketenforscher Oberth arbeitete. Freitag, 5. 8., 21 Uhr "Lviv - Mauthausen" (2003) 70 Min. (Regie: Harald Aue) Der Ukrainer Bogdan Sidelnyk tritt seine Reise zur alljährlichen Befreiungsfeier des ehemaligen KZ Mauthausen in Oberösterreich an, jenen Ort, an dem der damals 16-Jährige von September 1944 bis Mai 1945 interniert war. "Damals wie heute" (1979/94/04), 24 Min. (Regie: Herbert Link) 12 Jahre nach der Produktion des Unterrichtsfilms "Exkursion nach M." (1979) besucht Herbert Link einige der ehemaligen SchülerInnen mit der Kamera. Samstag, 6. 8., 21 Uhr "Hasenjagd" (1994) 105 Min. (Regie: Andreas Gruber) Winter 1944/45, das KZ Mauthausen in der Nähe der österreichischen Stadt Linz: Fünfhundert sowjetische Offiziere, die in dem Lager gefangen gehalten werden, wagen die Flucht. Etwa 150 von ihnen gelingt es, in die umliegenden Wälder zu entkommen. Der Lagerkommandant fordert die Bevölkerung auf, die SS bei der Jagd auf die Entflohenen zu unterstützen. Nur neun Flüchtlinge überleben die barbarische Aktion. Zwei von ihnen, Michail und Nikolai, finden Zuflucht auf dem Hof der Familie Karner, die den Hilflosen einen lebensrettenden Unterschlupf bietet... "Aktion K"! (1994) 60 Min. (Regie: Bernhard Bamberger) Der Film wurde 1994 im Zuge der Dreharbeiten zu Andreas Grubers Spielfilm "Hasenjagd" in der Gegend um Mauthausen gedreht. Er begleitet einerseits die Dreharbeiten zu diesem Film und beobachtet andererseits die Reaktionen der Bevölkerung. Einen weiteren Schwerpunkt des Films bilden die vielen Interviews, die Bernhard Bamberger mit Zeugen, Opfern und Tätern führen konnte. Dabei kommt einer der wenigen Überlebenden genauso zu Wort wie Leute, die ihm geholfen haben, oder Personen die sich an dieser Menschenjagd beteiligt hatten. Impulsreferat: Univ.-Prof. Dr. Frank Stern An dieser Stelle möchten wir noch auf eine weitere vom Bundesministerium für Inneres mitveranstaltete Retrospektive hinweisen, und zwar auf die Open-Air- Filmretrospektive "im_Fokus" (Euthanasie- und NS-Propagandafilme mit wissenschaftlichem Begleitprogramm) vom 29. August bis zum 2. September 2005 im Gedenkort Schloss Hartheim. Weitere Informationen und ein Programm zu dieser Filmretrospektive unter der Telefonnummer +43-699-11176547 oder unter der Email-Adresse im_Fokus at gmx.at -- ========================================== Martin Mair - Publizist virtuell & traditionell Krottenbachstrasse 40/9/6, A-1190 Wien Tel. + Fax: +43 1 3677487, Mobil: + 43 676 3548310 Email: martin.mair at mediaaustria.at http://www.mediaaustria.at - Webhosting & Webdesign http://www.bannertausch.info http://www.mediaweb.at - Medienplattform http://journalisten.mediaweb.at - Journalistenplattform ========================================== ================================================== 02 10.8.: GAJ Wien Sommerkino GAJ Wien ================================================== *Mi. 10.08.05 ab 20:00* *Bei schönem Wetter Freiluftkino!!* *Ort: *Grünes Haus, Lindengasse 40, 1070 Wien - *Eintritt frei* *"Mörder unterm Edelweiß" - Mittenwald 2005* / Eine Dokumentation von ACC & GAJ Wien Erscheinungsjahr: 2005 Länge: ca 15 Min/ In einem idyllischen Ort in Bayern treffen sich jedes Jahr zu Pfingsten Gebirgsjäger - eine Eliteeinheit der Wehrmacht im 2. Weltkrieg, die für zahlreiche Massaker verantwortlich gemacht wird - um ihren gefallenen Kameraden zu gedenken und einen Pfingstgottesdienst abzuhalten. Seit einigen Jahren regt sich Widerstand gegen diese Veranstaltung, die Täter zu Opfern stilisiert, Kriegsverbrechen leugnet und Kriegsverbrecher in ihren Reihen hat. Mehrere antifaschistische Gruppen haben auch dieses Jahr eine ZeitzeugInnenveranstaltung, und Protsestmärsche organisiert um den ewig Gestrigen lautstark entgegenzutreten. Die Plattform grünalternativer Jugendorganisationen war dieses Jahr ebenfalls dabei und haben gemeinsam mit ACC, einem Videokollektiv, eine Dokumentation über die Gegenveranstaltungen zum Gebirgsjägertreffen in Mittenwald gedreht. Nach der Kurzdoku werden allfällige Fragen zu Mittenwald beantwortet. *Vergessene Opfer - Teil 1 Kärntner Slowen/innen 1- Aussiedlung* / Eine Koproduktion von: Verein "Standbild" & "Schnittpunkt" - Film- & Multimediaproduktion Erscheinungsjahr: 2002 Länge: 104 Min/ "Vergessene Opfer" ist eine Videoreihe, in der Menschen, die lange bzw. bis heute nicht von allen zuständigen staatlichen Stellen als Opfer des Nationalsozialismus anerkannt worden sind, ihre Lebensgeschichte erzählen. Die Reihe bietet erstmals einen Querschnitt durch in der österreichischen Gesellschaft unbekanntere Schicksale und Nachkriegsbiografien von in der NS- Zeit verfolgten Menschen, die jahrzehntelang als "asozial" oder "Landesverräter" stigmatisiert wurden. Die Interviews brechen nicht mit 1945 ab, sondern führen bis in die Gegenwart. Der späte Zeitpunkt der Anerkennung bestimmter Opfergruppen und Einzelpersonen als Opfer des Nationalsozialismus geht Hand in Hand mit dem jahrzehntelangen gesellschaftlichen Abwerten und wissenschaftlichen Nichtwahrnehmen(wollen) der betroffenen Menschen. Im Unterschied zu den meisten einer anerkannten Opfergruppe zugehörigen Überlebenden hatten sie nach der Befreiung Österreichs keine Lobby, die versuchte, sich für ihre Interessen einzusetzen. Die Erzählungen stehen als Einzelschicksale für sich und repräsentieren gleichzeitig eine Biografie innerhalb der jeweiligen Opfergruppe. *Anschließend Diskussion mit den RegisseurInnen!!!* ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< SOLIDARITÄT WELTWEIT ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 03 Iran hunting more gay/bisexual teens "RA. Dr. Helmut Graupner" ================================================== Iran "hunting more gay teens" Ben Townley, Gay.com UK Wednesday 27 July, 2005 12:23 The Iranian government is apparently hunting more gay teens, after publicly executing two boys for having sex with each other last week. According to campaigners, police officials are searching for three boys connected with the "crimes" of Mahmoud Asgari (16) and Ayaz Marhoni (18), who were hanged last week. An international protest is being urged in response to the hangings, which were conducted in accordance with the ultra conservative Sharia law. Campaigners across the globe are calling for more action to be taken against the Iranian government for its actions. The boys being hunted are thought to have been named by the hanged boys under torture, the Outrage! group claims. They have since disappeared. It is thought that Asgari and Marhoni were subjected to more than 200 lashings during their 14 months in prison and forced to confess to crimes they may have not committed. They were also accused of raping a 13-year-old boy, although the majority of press reports have dismissed this charge as an attempt to avoid any censure from international governments or human rights bodies. "This is just the latest barbarity by the Islamo-fascists in Iran," Outrage! campaigner Peter Tatchell said today. "The entire country is a gigantic prison, with Islamic rule sustained by detention without trial, torture and state-sanctioned murder." "According to Iranian human rights campaigners, over 4,000 lesbians and gay men have been executed since the Ayatollahs seized power in 1979. Altogether, an estimated 100,000 Iranians have been put to death over the last 26 years of clerical rule." A London protest has been organised next month outside the capital's Iranian embassy. The protest will take place on 11th August between 1-2pm. Those who cannot attend are being urged to email and phone the Iranian Ambassador. Campaigners across the globe may well join the protest, after action was taken globally on the hangings. In the UK, the government was criticised for attempting to forge closer links with the Iranian government, while in other European countries gay groups called for an update to asylum legislation regarding lesbian and gay people fleeing conservative regimes. In the US, Secretary of State Condoleezza Rice was urged to publicly denounce the killings. Details of the protest: Protest on 11 August, Iranian Embassy, 1pm to 2pm Iranian Embassy, 16 Prince's Gate, London SW7 (near Royal Albert Hall). Iranian Ambassador details: info at iran-embassy.org.uk Tel: 020 7225 3000 Fax: 020 7589 4440 Iranian Ambassador Embassy of Iran 16 Prince's Gate London SW7 1PT ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< LINKS / VERWEISE / HINWEISE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 04 Deutschland/Wague/SV Salzburg "AL-Antifaschistische Linke" ================================================== AL-Newsletter Nr. 148 --------------------------- 1. Deutschland: Was kann die "Linkspartei"? 2. Der Fall Cheibani Wague 3. SV Salzburg: Roter Stier im Rinderwahn ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ 1. Deutschland: Was kann die "Linkspartei"? Laut Umfragen werden für die Bundestagswahlen im Oktober der "Linkspartei", der gemeinsamen Liste der linksreformistischen Parteien PDS und WASG, gute Chancen auf den dritten Platz im Bundestag eingeräumt. Nach dem Versagen der traditionellen ArbeiterInnenpartei SPD wird links neues Potential frei. Doch kann die neue Linksformation dieses Potential nützen? http://www.sozialismus.net/texte/aussen/wasg-pds.html ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ 2. Der Fall Cheibani Wague Vor mittlerweile über 2 Jahren starb Cheibani Wague bei einer sogenannten Amtshandlung im Wiener Stadtpark. Auf dem Bauch liegend wurde er durch mehrere Personen fixiert, die zum Teil mit beiden Beinen auf ihm standen. Angeklagt wurden nun 10 Personen: 6 PolizeibeamtInnen, 3 Sanitäter und ein Notarzt. Die erste Runde des Prozesses ging am 21. Juli mit einer Vertagung vorerst zu Ende ... http://www.sozialismus.net/texte/innen/cheibani-prozess.html ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ 3. SV Salzburg: Roter Stier im Rinderwahn Den Stieren wird ja landläufig nachgesagt sie seien recht aggressive Tiere, die, wenn einmal in Rage gebracht, alles niedertrampeln, was ihnen im Weg steht. Auch das österreichische Unternehmen Red Bull trägt anscheinend solche Züge. Nicht anders ist es sonst zu erklären, warum ausgerechnet violette Trikots zum Roten Tuch für den Bullen aus Fuschl mutierten ... http://www.sozialismus.net/texte/sonstiges/redbullsalzburg.html ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ AL-Antifaschistische Linke Gegen Rassismus, Sexismus, Sozialabbau! Für Solidarität und Sozialismus! mail: al at sozialismus.net web: www.sozialismus.at phon: ++43 (0) 699 817 15 915 post: AL c/o Amerlinghaus, Stiftgasse 8, A-1070 Wien ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ ================================================ C) TERMINE ================================================ ======================== Dienstag http://www.mund.at/butt/Termine/August/0208.htm Mittwoch http://www.mund.at/butt/Termine/August/0308.htm Donnerstag http://mund.at/butt/Termine/August/0408.htm ======================== ================================================ D) EDITORIAL ================================================ Für den Inhalt verantwortlich: Ihr. E-Mail-Adresse für Beiträge: widerstand at no-racism.net geschickt. widerst at nd MUND und alle Termine täglich aktualisiert im Web: http://www.no-racism.net/MUND Ziel von MUND (medienunabhängiger Nachrichtendienst) ist die unzensurierte und möglichst rasche Information über gesellschafts- politisch relevante Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu Widerstand und Antirassismus sowie verwandte Themen. sollen einen Titel, Namen und Emailadresse der/des AutorIn enthalten und möglichst kurz und prägnant gehalten sein, ev. mit Hinweis, wo weitere Informationen eingeholt werden können. Bitte keine Attachments! Die inhaltliche und sachliche Verantwortung liegt bei der/dem jeweiligen AutorIn bzw. jenen, die uns die Beiträge schicken. Der MUND wird von einzelnen TagesredakteurInnen zusammengestellt. Da Fehler nicht ausgeschlossen sind, bitten wir, nicht veröffentlichte Beiträge nochmals an widerstand at no-racism.net zu senden. Die Weiterleitung (auch auszugsweise) ist erwünscht. Beiträge mit rassistischen oder sexistischen Inhalten werden nicht veröffentlicht. Sehr persönliche Meldungen werden wir an den betreffenden Adressaten weiterleiten, aber nicht im MUND veröffentlichen. Die bisherigen Ausgaben sind unter http://www.no-racism.net/MUND archiviert. Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage: * Wann: Sonntag, 11.11.2001, 11:11 Uhr * * Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" * * Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf * * Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie. Aber kurz und prägnant.* Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch stillschweigend Zensur zu üben. Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die Nichtaufnahme geliefert. (Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.) Die AbsenderInnen der betroffenen Beiträge werden hiervon informiert. Im Sinne einer "gläsernen Zensur" könnt ihr Euch die Beiträge gerne extra schicken lassen: Ein kurzes Mail an widerstand at no-racism.net genügt. ================================================ E) VERTEILERLISTE ================================================ Zur Eintragung in diesen Verteiler bitte direkt subskribieren unter http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/analle oder von der einzutragenden Adresse aus ein mail schicken an: admin at no-racism.net mit folgendem Text: subscribe no-racism Bitte wegen Automatisierung diesen Wortlaut verwenden! Zur Austragung aus dieser Liste bitte an aus Einsendungen an zusammengestellt. Bitte keine Attachments! (werden nicht angenommen) Für diese Ausgabe nicht aufgenommen: nix. Redaktionsschluss für diese Ausgabe: 20:00 Uhr III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III widerst at nd-MUND is powered by http://alt.strg.at/ From analle at no-racism.net Thu Aug 4 12:14:54 2005 From: analle at no-racism.net (=?iso-8859-1?q?MUND=3A_medienunabh=E4ngiger_Nachrichtendienst?=) Date: Thu, 4 Aug 2005 12:14:54 +0200 Subject: widerst@nd - MUND: Donnerstag, 04.08.2005 Message-ID: widerst at nd MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst Donnerstag, 04. August 2005 www.no-racism.net/mund Medieninhaberinnen & Medieninhaber seid Ihr! ================================================ A) INHALT ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN/ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 01 [gipfelsoli] Gleneagles von gipfelsoli-l at lists.nadir.org ================================================ 02 Einladung Feelings Obergurgl von "Ralf" ================================================ 03 Protestaktion gegen die EU-Hausbriefkästen von "Helmuth Fellner" ================================================ 04 "Hey Opa, warum warst Du auch so ein Scheiß-Nazi?" > Radio Stimme - 04.08 von Radio Stimme ================================================ 05 Do4.8.:Speakerscorner von "August Faschang" ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN/KOMMENTARE/MEINUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 06 [kanalb.at] kanalB videoclip - like a bird von webmaster at kanalB.org ================================================ 07 Wadi: FGM still largely an unknown quantity in Arab world von "wadi wien" ================================================ 08 Shirouk al-Abayachi: "Frauenrechte unter den Tisch gekehrt" von "wadi wien" ================================================ 09 Immer noch 1 ½ Tausend Homosexuelle als Sexualverbrecher vorgemerkt von "PF209" ================================================ ================================================ B) TEXTE ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN/ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 01 [gipfelsoli] Gleneagles von gipfelsoli-l at lists.nadir.org ================================================ Gipfelinfo - Meldungen über globalisierte Solidarität und die Proteste gegen unsolidarische Globalisierung -------------------------------------------------------------------------- - G8 Defendant & Prisoner Solidarity - info about prisoners after G8 gleneagles ------------------------------------------------------------------------------ G8 Defendant & Prisoner Solidarity During the G8 protests across Scotland the police arrested and imprisoned around 354 people. Almost two hundred are due to have trials in Edinburgh, Glasgow, Perth, Stirling and Falkirk. Court cases have already started and more are due in the next few weeks. Two people are still in prison on remand. We are a group set up to support everyone who was arrested at or in connection with demonstrations against the G8. We support all those arrested during the anti-G8 protests in July 2005, whatever the reason the police have given for their arrest. We hope to act as a contact point for defendants to meet and work out strategies together and to find witnesses and to provide practical support for people with court cases. There are several different ways people coming to court can be supported: - If you live in Edinburgh, Glasgow, Stirling, Perth or Falkirk please get in touch if you are able to provide accommodation for people facing court and their friends or family. - Cash is needed to help with fares for defendants, friends and family members who don't live in Scotland. - Come to court to support people while their cases are being heard - Sending postcards and writing to people in custody - Arranging for delivery of books and small amounts of money to prisoners in custody - Welcoming prisoners on release and providing local accommodation if needed Please get in touch if you were arrested at the G8 and are due in court and want us to help in any way. We are going to try and be in court for everyone coming to trial - please let us know if you are in court so we can be there to support you. If you need any legal advice then get in touch with the G8 Legal Support at G8legalsupport at riseup.net or write to G8 Legal Support c/o LDMG BM Box HAVEN London WC1N 3XX If you are interested in helping people due in court in any way please contact us. July 2005 Solidarity Group c/o 17 West Montgomery Place Edinburgh EH7 5HA July2005solidarity at yahoo.co.uk or leave a message on 0131 557 6242 July 2005 solidarity group meeting to organise support for G8 defendants this mon 1st August 7.30pm at ACE, 17 West Montgomery Place, Edinburgh EH7 5HA (tel 0131 557 6242) all interested very welcome there is a lot to do, including trying to contact all the defendants, and arrange for people to be in court for intermediate diets and trials - these have already started and more are due in August - so would be good if folk could make it, sorry for short notice if you only just heard We are currently holding meetings very regularly in both Edinburgh and Glasgow, to keep in touch please sub to list detailed below: e mail list for organising solidarity with G8 defendants This is especially, but not exclusively, for organising activity in Scotland - around prisoner and defendants support and the upcoming trials to join, go to http://lists.riseup.net/www/subrequest/gr8mopping G8arrestsupport mailing list this is the Britain-wide list created for the legal observers for the G8 and is continuing after the G8 for defendants support, especially focusing on legal work, like getting witnesses, and drawing up a comprehensive list of all defendants, etc.. G8arrestsupport at lists.aktivix.org http://lists.aktivix.org/mailman/listinfo/g8arrestsupport [international-g82005] ------------------------------------------------------------------------------ info about prisoners after G8 gleneagles Hia, there are 2 prisoners held on remand till their court cases open in August. Both agreed to have their name and address publicised for maximum support. David Boudon 92018 HM Prison Barlinnie Glasgow G33 2QX John Mackie 18769 HM Prison Edinburgh 33 Stenhouse Road Edinburgh EH11 3LN Donations to support the prisoners can be made to the Legal Defense and Monitoring Group in London. The ldmg bank account is given as the bank account in which to drop donations for the g8legalsupport. http://g8legalsupport.info/donate-please/ some more information: david boudon is kept on remand, that means they are still investigating (his charges ar not complete yet). its an obscure prosedure and its unbelievable he´s still in, since the charge so far is "attempt to pervert the cause of justice"-- means he´s been accused of giving wrong details in front of several authorities there will be another appeal in about three weeks, and hopefully he´ll get out. in his legal situation they can keep him up 140 days since his arrest, then there has to be a trial. john mackie has been arrested because of previous chrges, he breached his bail by joining the G8-protest. so his case is not directly related to the G8. he will be in front of court in the beginning of august. [international-g82005] -------------------------------------------------------------------------- gipfelsoli infogruppe Newsletter mit Nachrichten über Mobilisierungen, Debatten und Repression im Zusammenhang mit Gipfelprotesten. Die AutorInnen der Beiträge, so sie nicht von uns verfasst sind, sind mit eckigen Klammern versehen. Wir können leider keine Verantwortung für die Richtigkeit der Beiträge übernehmen. Auch geben die Beiträge nicht zwangsläufig unsere Meinung wieder. Kontakt, Kritik, Beiträge: gipfelsoli at nadir.org gipfelsoli mailinglist subscribe - unsubscribe https://lists.nadir.org/cgi-bin/mailman/listinfo/gipfelsoli-l ================================================ 02 Einladung Feelings Obergurgl von "Ralf" ================================================ Sehr geehrte Damen und Herrn, Wir möchten Sie gerne für unseren außergewöhnlichen Event ( " Fellings " ), am 1. Dezember 05, auf 2000m Seehöhe in Obergurgl einladen. Wir konnten, nicht zuletzt wegen des großen Medieninteresses, einige sehr große Konzerne ( Vorstände und Direktoren ), viele Stars und Persönlichkeiten und diverse Politiker für diesen einzigartigen Event gewinnen. Der Reinerlös dieser Veranstaltung wird der " SMA " Forschung und für ein Projekt in Zusammenarbeit mit der Karl Heinz Böhm Äthiopienhilfe " Menschen für Menschen " in Afrika verwendet. Zahlreiche Stars und Persönlichkeiten aus Sport, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft, der komplette Sportfachhandel, die Sportindustrie, ect. werden anwesend sein. Eintrittspreis ist ? 280.-. Lifeperformance mit Rainhard Fendrich, Gala Dinner, Showpogramm, Versteigerung,........ In Verbindung mit einem Skiwochenende im schneesichersten Wintersportort der Alpen wird dieser Event ein Erlebniss der besonderen Art. Wir möchten Sie gerne bitten an unserem Event teilzunehmen und mit Ihrer Anwesenheit einen guten Beitrag zu leisten. Kontaktieren Sie uns einfach per Mail an carbonclub at lohmann.at Einladung Feelings in PDF Datei ist oben eingefügt. Vielen Dank im Voraus Sport Lohmann 6456 Obergurgl ================================================ 03 Protestaktion gegen die EU-Hausbriefkästen von "Helmuth Fellner" ================================================ EU-Hausbriefkästen: Nein danke - zurück an den Absender! []Als Folge der EU-weiten Liberalisierung der Postdienste mit sehr negativen Auswirkungen für die meisten Postkunden sollen bis 2009 Hausbriefkästen installiert werden, zu denen auch private Postdienste Zugang haben. In Österreich erfolgt dieser Austausch schon bis 1. Juli 2006. Minister Gorbach glaubt offenbar, mit seiner Verordnung die 1,7 Millionen Haushalte überrumpeln zu können. Die teilweise schon angelaufene Umtauschaktion führte bereits zu massiver Kritik und offener Ablehnung durch die Betroffenen. Es gibt kein Verständnis dafür den bisherigen Standard des Briefgeheimnisses und Datenschutzes einer EU-Richtlinie und der Husch-Pfusch-Umsetzung der Regierung zu opfern. Die offenen Einwurfschlitze der EU-konformen Hausbriefkästen – laut ÖNORM 230 bis 400 mm lang und 30 bis 35 mm breit – sind nicht nur ein Freibrief für eine unerträgliche Werbeflut, sondern es ist damit auch sehr einfach, den Inhalt der darin befindlichen Post festzustellen oder sogar Post aus dem Fach zu entnehmen, so z.B. Benachrichtigungen für hinterlegte RsA- und RsB-Briefe. Das kann auch Spekulanten zugute kommen. Ein Schriftstück, das trotz erfolgter Hinterlegungsanzeige nicht abgeholt wird, gilt nämlich als zugestellt – mit allen Konsequenzen! So kann die gerichtliche Aufkündigung über eine Wohnung rechtswirksam werden, ohne dass der Mieter etwas davon weiß, wenn die Benachrichtigung von der Hinterlegung verschwunden ist. Die Kosten – geschätzt 100 bis 170 Mio. Euro – für diese Umstellung sollen nicht die davon profitierenden privaten Postdienste, sondern die Hauseigentümer tragen. In Miethäusern werden diese Kosten allerdings – jedenfalls über den Umweg über die Verringerung der Mietzinsreserve – im Ergebnis von den MieterInnen zu tragen sein, bis zu 100 Euro pro Haushalt. Folgekosten wie Haustorschlüssel für private Zusteller, größere Altpapiercontainer etc. noch gar nicht mitgerechnet. Wir fordern daher: • Sofortiger Stopp der Umtauschaktion • Erhaltung des österreichischen Standards des Briefgeheimnisses und Datenschutzes bei Hausbriefkästen • Übernahme der Kosten nach dem Verursacherprinzip durch die privaten Postdienste • Missbrauchssichere Verständigung von Hinterlegungen Tragen Sie sich in die UnterstützerInnen-Liste ein: http://www.glbtirol.info/script/eintragen/index.php ================================================ 04 "Hey Opa, warum warst Du auch so ein Scheiß-Nazi?" > Radio Stimme - 04.08 von Radio Stimme ================================================ RADIO STIMME - DIE SENDUNG DER INITIATIVE MINDERHEITEN Donnerstag, 04. August 2005 13.00 Uhr, Orange 94.0 / Wien "Hey Opa, warum warst Du auch so ein Scheiß-Nazi?" Im Umfeld der Wehrmachtsausstellung 2002 in Wien führten die beiden WissenschafterInnen Ines Garnitschnig und Stephanie Kiessling eine Studie unter Jugendlichen durch, die deren Umgang mit dem Thema Nationalsozialismus beleuchtete. Die Studie versuchte die Frage zu beantworten, wie in Österreich lebende Jugendliche mit dem im Schulunterricht vermittelten Faktenwissen und den Erzählungen aus der eigenen Familie umgehen. Radio Stimme bringt die Wiederholung eines Studiogesprächs mit den beiden AutorInnen der jüngst publizierten Studie. Weitere Sendungsthemen: - Wozu noch Minderheiten? Diese Sendung wird weiters ausgestrahlt auf: FREIRAD (Innsbruck) Do, 11. August, 12.00 Uhr Radio FRO (Linz) So, 21. August, 11.00 Uhr Radio HELSINKI (Graz) Mo, 22. August, 08.00 Uhr ****** -> Sendung verpaßt? Das Internet-Archiv. Diese und alle anderen Ausgaben von Radio Stimme sind in unserem digitalen Sendungsarchiv jederzeit als Download und Stream abrufbar: http://www.initiative.minderheiten.at/Radio ****** -> Sendung über's Internet hören. Die Sendungen sind über den Internet-Livestream der Radiosender zur jeweils angegebenen Sendezeit auch über das Internet zu hören. Orange 94.0: http://streamintern.orange.or.at/live3.m3u FREIRAD: http://www.freirad.at/live.m3u Radio FRO: http://www.fro.at/livestream.php HELSINKI: http://www.helsinki.at/live-stream.php ***** -> aus der Mailinglist austragen? leeres Mail bitte an radio.stimme_news-unsubscribe at initiative.minderheiten.at ***** -- Radio Stimme – Die Sendung der Initiative Minderheiten Das politische Magazin zu den Themen Minderheiten - Mehrheiten - Machtverhältnisse on air: Wien - Do, 13.00 Uhr - Orange 94.0 - http://www.orange.or.at Innsbruck - Do, 12.00 Uhr - FREIRAD - http://www.freirad.at Linz - So, 11.00 Uhr - Radio FRO - http://www.fro.at Graz - Mo, 08.00 Uhr - Radio Helsinki - http://www.helsinki.at on line: weltweit - jederzeit - http://www.initiative.minderheiten.at ================================================ 05 Do4.8.:Speakerscorner von "August Faschang" ================================================ Liebe Leute! ######## 1) DO 4.8.: SPEAKERSCORNER MIT A.KONRAD (GEN-ATTAC) ZU BIOPATENTEN +++ Auch am DONNERSTAG (4.8.) gibt es zusätzlich zur wöchentlichen Mahnwache gegen Schwarzorange in Österreich und Orangerot in Kärnten vor dem Kanzleramt wieder einen SPEAKERSCORNER, diesmal mit einem Referat von ASTRID KONRAD (GEN-ATTAC) zum Thema "BIOPATENTE mit besonderer Berücksichtigung der PATENTIERUNG VON PFLANZEN". - A. Konrad wird das Thema von der WTO-Ebene über die EU bis zur österreichischen Ebene erörtern. Die Patentierung von Pflanzen hat gravierende Auswirkungen auf die Landwirtschaft und die Nahrungsproduktion. Die Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmitteln wird in die Hände von Konzernoligopolen gegeben, die die Verfügungsmacht über genetische Ressourcen erhalten. Pflanzenpatentierung fördert die - auch von der österreichischen Regierung in Sonntagsreden abgelehnte - Gentechnik. Trotzdem haben die schwarzblauorangen Regierungsparteien im Parlament die ohnehin recht unerfreuliche EU-Richtlinie mit ihrem Biopatentgesetz im Vergleich zu anderen EU-Ländern und gegen die Opposition geradezu übereifrig umgesetzt. - Näheres und viel mehr am Donnerstag beim Speakerscorner! Treffpunkt ist um 19Uhr45 Ecke Ballhausplatz/Heldenplatz, Beginn 20Uhr. Und danach sind wieder alle Teilnehmerinnen im Stammlokal in der Neustiftgasse willkommen! +++ Und wie jeden Donnerstag gibt es schon ab 17Uhr die WIDERSTANDSLESUNG (Ecke Ballhausplatz/Heldenplatz). ####### 2) B. IST FREI!!!!!! B. wurde am 27.7.05 nach 4Wochen wieder aus der Schubhaft entlassen! B. war erstmals am 19.8.04 im Rahmen einer rassistischen Razzia am Heldenplatz während der wöchentlichen Donnerstagsproteste verhaftet worden (angebliche Drogenrazzia, bei der nur Leute mit für manche Dumme und für manche Mächtige zu dunkler Hautfarbe kontrolliert wurden. Drogendelikt konnte keines geahndet werden, also wurde als einzige Ausbeute der Razzia wegen mangelnder Papiere B. mitgenommen. - genauer Bericht in der "Donnerstagsaussendung" vom 24.8.04). Nach mehreren Wochen Schubhaft, Spendenkörberln bei Widerstandslesung und Speakerscorner und dem großteils unentgeltlichen Einsatz von Anwalt L. Binder wurde B. am 5.10.04 freigelassen. Mitgegeben wurde ihm eine Rechnung für die Aufenthaltskosten im Schubhäfen! Am 8.3.2005 wurde er von ca. 10 ExekutivbeamtInnen, die angeblich eigentlich nach einer anderen Person suchten, erneut verhaftet und verbrachte wieder mehr als 11Wochen in Schubhaft. Wieder wurden ähnliche Aktivitäten wie 2004 entfaltet und am 25.5.05 wurde B. aus der Schubhaft entlassen. Nur um am 29.6.05 erneut verhaftet und in Schubhaft genommen zu werden, einfach von der Straße weg, ohne dass er sich irgendwas zu Schulden kommen lassen hätte... Die nun schon fast gewohnten Aktivitäten für ihn wurden erneut gestartet. Jetzt ist er wieder in "Freiheit", allerdings wieder mit der Aufforderung, Österreich zu verlassen, und wieder mit einer Rechnung von über 800Euro für die "Schubhaftkosten". Diese Rechnung wird natürlich wieder beeinsprucht. Bleibt zu hoffen, dass es sich nicht wieder nur um eine kurzfristige "Freiheit" handelt. Bleibt zu hoffen, dass dieser Staat einem Menschen nicht weiter sein Leben durch Schubhaftphasen und Zwischenphasen mit Angst vor der nächsten Schubhaft zerstört. Bleibt zu hoffen, dass dieser Staat einem jungen Menschen endlich doch eine Möglichkeit öffnet, seine Zukunft in die eigene Hand zu nehmen. Einem Menschen, den er nicht abschieben kann, weil er nicht weiß, wohin er ihn abschieben soll. Viele große Dankeschöns - Vor allem an T., die sich regelmäßig um B. kümmert, an Anwalt L. Binder, an alle, die irgendwie mitgeholfen haben, und an alle, die dazu beigetragen haben, dass im gemeinsamen Topf von Widerstandslesung und Speakerscorner für die Beteiligung an den Anwaltskosten und kleine "Erleichterungen" des Lebens in Schubhaft auch diesmal wieder einiges zusammengekommen ist!!! ####### 3) AUFRUF an die INNENMINISTERIN +++ Im ANHANG ein AUFRUF an die INNENMINISTERIN. Es geht um einen Flüchtling aus Nigeria, der in Kärnten von PolizistInnen mißhandelt wurde, nachdem er um ein Glas Wasser gebeten hatte... Wer den Aufruf unterstützen will, schickt ein Mail mit Namen, Adresse und wenn gewünscht Berufsbezeichnung und/oder Organisation an arge-wdv at gmx.net! Weiterverbreitung erwünscht! ligrü Gustl +++ ANHANG: AUFRUF an die INNENMINISTERIN liebe freundinnen, die solidaritätsaktion für Ebhomhenya Otothaguamhen ist gestartet, jetzt brauchen wir bitte ganz viele UnterstützerInnen, ich bitte dringend, einfach namen, adresse und wenn gewünscht berufsbezeichnung und/oder organisation zurückzumailen, ich hab erst 17 unterschriften beisammen, 500 sollen schon werden und die zeit drängt, da der prozeß schon am 17. august stattfindet, also bitte so schnell wie möglich, liebe und friedliche grüße, rosalia krenn Gerechtigkeit und Legalisierung für Ebhomhenya OTOHAGUAMHEN Der ,Fremde', das Wasser und die Anständigkeit der Staatsgewalt: Ein ,Fremder', der in Kärnten um ein Glas einheimisches Wasser bittet, ist der Gerichtsbarkeit auszusetzen. Ebhomhenya OTOHAGUAMHEN aus Nigeria lebt ohne legalen Status in Österreich. In Kühnsdorf bei Kärnten durch die Straßen wandernd, wurde sein Durstgefühl so groß, dass er an einer Wohnungstür läutend, den ihm öffnenden Mann um ein Glas Wasser bat. Der Mann verständigte umgehend die Polizei. Ein Glas Wasser bekam Ebhomhenya OTOHAGUAMHEN nicht. Einige Zeit später wurde Ebhomhenya OTOHAGUAMHEN auf seinem Weg von der Polizei aufgehalten. Er wurde bedroht, verletzt, getreten, geschlagen, in Handschellen abgeführt. Die Verletzungen hatten ein Ausmaß erreicht, welches die Verständigung eines Arztes bedingte. Gegen die Polizei läuft ein Verfahren. Ebhomhenya OTOHAGUAMHEN wird in Folge dem Rechtsstaat ausgeliefert: die Bezirkshauptmannschaft Völkermarkt geht von aggressivem Verhalten gegen 4 Exekutivbeamte, Beschimpfung, Behinderung einer Amtshandlung, Lärmerregung und Verletzung des Anstands aus. Die Anschuldigungen sind nicht nachvollziehbar, mit Handschellen gefesselt war Ebhomhenya OTOHAGUAMHEN Misshandlungen ausgesetzt. Der öffentliche Anstand wurde verletzt: im Zuge des Angriffs durch die Polizei wurde ihm die Hose zerrissen, er ging zu Boden, er war der Polizei in folge dessen halbnackt ausgesetzt. Es ist dem staatlichen Repressionsapparat noch nicht genug Ebhomhenya OTOHAGUAMHEN muss sich wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt vor dem Landesgericht Klagenfurt am 17. August 05 verantworten. Er hatte. Durst. Er wollte ein Glas Wasser trinken. Er wurde geschlagen. Jetzt wird ihm der Prozeß gemacht. Es droht ihm die Abschiebung. Der Rechtsstaat hat sich bis zur Kenntlichkeit entblößt. Wir wünschen uns, dass die Verfolgung und die Unsicherheit des Lebens für Ebhomhenya OTOHAGUAMHEN, seine Frau und ihre Kinder ein Ende nimmt. Er wurde, da er der Opposition angehört - er war Lehrer, der sich gegen die Korrumpierbarkeit der Regierung engagierte, ihm gelang die Flucht aus dem Gefängnis - politisch verfolgt und ist aus diesem Grund nach Österreich geflohen, politisch gleichgesinnte Menschen sind spurlos verschwunden, die Ablehnung seines Asylantrags in zweiter Instanz ist nicht nachvollziehbar. Er möchte in Österreich leben und braucht einen legalen Status. Geflohen ist er gemeinsam mit seiner schwangeren Frau, ihr erstes Kind kam in Burgenland zur Welt, das zweite Kind ist knapp einen Monat alt. Wir erklären unsere Unterstützung und fordern Sie in ihrer Funktion als Innenministerin auf, die entsprechenden Maßnahmen zu setzen, um Ebhomhenya OTOHAGUAMHEN, seiner Frau, sowie den beiden kleinen Kindern eine legale Existenz in Österreich zu ermöglichen. unterstützt von: initiative abflug, barbara hable, florian walter, arge wehrdienstverweigerung, gewaltfreiheit und flüchtlingsbetreuung sabaha sinanovic: frauen. stimmen. gegen. krieg, rosalia krenn: frauen. stimmen. gegen. krieg, LOSITO, felix, pöchhacker, david schwarz, reiner steinweg, friedens- und konfliktforscher, andreas rennert, heinz zöchling, dieter jentsch, josef enzendorfer, klaudius may, peter eibl, hubert maleh, dieter lang, ursula lang, christoph eschbacher, sozialarbeiter, dr. andreas egger ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN/KOMMENTARE/MEINUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 06 [kanalb.at] kanalB videoclip - like a bird von webmaster at kanalB.org ================================================ titel des videoclips: like a bird --: - beschreibung: jede nacht ab 2:00 sind sie unterwegs. stiege rauf, stiege runter bis 6:00 uhr und an den wochenenden noch laenger. in diesem film wird versucht einblicke in die arbeit und den kontext der abozustellung von krone und kurier in wien zu geben. ---: - kategorie: kurzfilm ----: - clipinfo: http://kanalB.org/clip.php?clipId=1139 -----: - video: http://austria.kanalb.org/video.php?clipId=1139&Viam=Clip ------: - download: http://austria.kanalb.org/download.php?clipId=1139 --------------: - laenge: 10 min team: markus erstellt: 2005-07-27 format: rm datenmenge: 32796 kb ----------------: - realplayer: http://kanalB.org/realplayer.html -----------------: - kanalB ersetzt herkoemmliches fernsehen: http://austria.kanalb.org _______________________________________________ clips_kanalb_at mailing list clips_kanalb_at at kanalB.org http://kanalB.org/cgi-bin/mailman/listinfo/clips_kanalb_at ================================================ 07 Wadi: FGM still largely an unknown quantity in Arab world von "wadi wien" ================================================ MIDDLE EAST: FGM still largely an unknown quantity in Arab world (IRIN) - In a recent statement released to coincide with the day of Zero International Tolerance of Female Genital Mutilation (FGM)on 6 February, the UN Children's Agency UNICEF noted that the Arab world had yet to make decisive moves in the eradication of the practise. In a reference to Egypt, Sudan, Somalia and Djibouti, the press release went on to note that "so far, FGM prevalence rates of over 90 percent of women and girls have remained virtually unchanged for the past decade." In the case of Egypt and Djibouti, those bald statistics mask a growing resolve on the part of local government and civil society to combat the phenomenon. Following the example of the National Council for Childhood and Motherhood, over a dozen Egyptian NGOs are doing what one senior Cairo-based UN official called "a wonderful job" raising awareness of FGM through seminars and the media. Both Cairo and Alexandria universities are collaborating in the development of national campaigns. Early in February 2005, at a conference organised by the government and international NGO, No Peace Without Justice, Djibouti announced the ratification of the Maputo Protocol, which bans FGM. After sometimes fierce discussions, participants finally agreed that no justification for the practise could be found in the teachings of Islam. Yemen, where FGM levels in some regions are known to reach 50 percent, is another example where progress is being made. A January 2001 ministerial decree banning FGM, combined with government and NGO concentration on the worst-affected areas, have, in the words of Jordan-based UNICEF communication officer Wolfgang Friedl, "considerably reduced the frequency of the practise in the space of only a few years." Further north in the Middle East, the record is considerably more patchy. Hampered by its policy of following up on an issue only if the local authorities themselves consider it important enough to investigate, the UN's statistics on FGM peter out on the Egyptian-Israeli border. Yet FGM is known to be practised throughout the Arabian peninsular, particularly in northern Saudi Arabia, as well as in southern Jordan and Iraq. A recent survey by the German NGO WADI, based in the Iraqi Kurdish city of Sulaymaniyah, showed well over 60 percent of women in the rural area of Germian, about 150 km southwest of city, had been circumcised. There is also circumstantial evidence to suggest that FGM is present in Syria. Then, of course, there is Iran. Given the frequency of the phenomenon in the tribal areas of Iraqi Kurdistan immediately adjoining the Iranian border, and the population's close familial and cultural links to the Kurds further east, it is only logical to assume FGM exists there too. The problem, as one senior UN official well acquainted with the Middle East told IRIN, is the attitude of the region's governments. The coverage - or rather non-coverage - of FGM, he argued, can be compared to campaigns to stamp out honour killings. "We know both Jordan and Syria have a problem with honour killing," he said. "But while Jordan is implementing new legislation forcefully, Syria simply does not want the issue to get out." It's a point put more bluntly by Thomas von der Osten-Sacken, director of WADI. "There is a clear link between freedom of expression and knowledge of FGM," he told IRIN in Istanbul. "If we know the phenomenon exists in Egypt, Jordan and Iraq, it is because these countries have an embryonic civil society." The same, added the senior UN official, cannot be said for Saudi Arabia. "Issues of FGM and violence against women in general are not open to discussion within the country, let alone to UN agencies," he said. "I can only hope the recent changes in the political environment there will enable us to find an entry point." The one shining exception to the general lethargy impeding efforts to combat FGM is Iraqi Kurdistan, where women's organisations like the Sulaymaniyah-based Rewan have been fighting to reduce the practise since the region broke away from Baghdad in 1991. Following its small-scale study in Germian, WADI is now on the verge of starting a survey of the whole of the Iraqi Kurdish region. Training of local students who will be doing the bulk of the field work is due to begin on 1 April. Research will be done during the summer holidays in order for the results to be published in November in Kurdish, Arabic and English. "We're aiming to interview 1 percent of the total population of Iraqi Kurdistan," Osten-Sacken told IRIN. "That should provide the basis for a proper campaign to stamp the practise out." By IRINews.org -------------------------------------------------------------------------------- Archives - Dates and Topics International Related Stories: Middle East -------------------------------------------------------------------------------- -- WADI - Verband für Krisenhilfe und solidarische Entwicklungszusammenarbeit e-mail: wadi.wien at gmx.at Tel.: 0699-11365509 Spendenkonto in Österreich: Kontonummer 07.405.301 Evangelische Kreditgenossenschaft eG BLZ 31800 IBAN: AT10 3180 0000 0740 5301 BIC: EVKRATW1 Website mit weiteren Informationen zu Projekten von Wadi und Veranstaltungshinweisen: www.wadinet.at ================================================ 08 Shirouk al-Abayachi: "Frauenrechte unter den Tisch gekehrt" von "wadi wien" ================================================ "Frauenrechte unter den Tisch gekehrt" Frauenrechtlerin Shirouk al-Abayachi befürchtet im STANDARD-Interview massive Verschlechterungen durch die neue Verfassung - Mehrehen wären leichter möglich Standard: Frauenrechtler haben den Entwurf für die neue irakische Verfassung, die am 15. August vorgelegt werden soll, heftig kritisiert. Welche Punkte stören Sie daran? Abayachi: Der Islam soll laut dem Entwurf zur Hauptquelle des irakischen Rechts werden. Das ist ein sehr gefährliches Zeichen, wir können das nicht akzeptieren. Wir wollen, dass der Islam, wie in der Interimsverfassung, nur eine von vielen Rechtsquellen bleibt. Standard: Welche Benachteiligungen hätten die Frauen im Irak durch diese Islamisierung zu erwarten? Abayachi: Der Irak hat seit 1959 ein Privatrecht, das zwar ebenfalls auf der Scharia basiert. Aber von allen möglichen Interpretationen des islamischen Rechts wurde die liberalste gewählt. So konnten sich Frauen früher etwa scheiden lassen und Männer konnten nur unter sehr schwierigen Bedingungen Mehrehen schließen. Das würde sich alles ändern, wenn das alte irakische Privatrecht abgeschafft und die Scharia die zentrale Rechtsquelle wird. Männer könnten ohne Hindernisse Mehrehen eingehen. Es gäbe keine Beschränkungen mehr beim Heiratsalter, ein Mann könnte sogar eine Neunjährige ehelichen. Standard: Sie fürchten also vor allem Diskriminierungen im Familienrecht? Abayachi: Nicht nur. Unter dem Motto der Religionsfreiheit ist in dem Verfassungsentwurf vorgesehen, dass die Gerichte verschiedene Interpretationen des islamischen Rechts anwenden dürfen. Die Menschen könnten ihrer Religions- oder Sektenzugehörigkeit entsprechend wählen, an welches Gericht sie sich wenden wollen. Das würde bedeuten, dass der Irak kein einheitliches Rechtssystem mehr hätte. Jedes Gericht würde seine eigenen Urteile erlassen können. Und wir wollen das gleiche Recht für alle Iraker. Standard: Bis zum 15. August kann der Verfassungsentwurf noch geändert werden. Glauben Sie, dass es noch zu gravierenden Veränderungen gerade bei den strittigen Punkten kommen wird? Abayachi: Im Moment wird noch sehr heftig über die Verfassung diskutiert. Es gibt neben den islamischen Kräften natürlich auch liberale Vertreter im Verfassungskomitee. Die Kurden unterstützen etwa die Forderungen der Frauenbewegung, ihr Hauptanliegen ist aber die Lösung der Föderalismusfrage im Irak. Und wenn es darum gehen wird, bei wichtigen Fragen mit den Islamisten einen Konsens zu erreichen, befürchten wir, dass die Frauenrechte unter den Tisch gekehrt werden. Standard: Wären die Hoffnungen auf einen säkularen irakischen Staat mit der Annahme dieser Verfassung endgültig gescheitert? Abayachi: Die Verfassung könnte die ohnehin sehr schwache staatliche Autorität im Irak weiter untergraben. Bereits jetzt sind die Imame wichtige Autoritätsfiguren in der Gesellschaft, da der Staat ja kaum vorhanden ist und wir de facto keine Gesetze haben. Nun könnten die Imame aber mit Unterstützung der Verfassung ihre Machtposition ausbauen. Wer einen säkularen Staat will, darf das nicht zulassen. www.derstandard.at DER STANDARD, Printausgabe, 3.8.2005 -- WADI - Verband für Krisenhilfe und solidarische Entwicklungszusammenarbeit e-mail: wadi.wien at gmx.at Tel.: 0699-11365509 Spendenkonto in Österreich: Kontonummer 07.405.301 Evangelische Kreditgenossenschaft eG BLZ 31800 IBAN: AT10 3180 0000 0740 5301 BIC: EVKRATW1 Website mit weiteren Informationen zu Projekten von Wadi und Veranstaltungshinweisen: www.wadinet.at ================================================ 09 Immer noch 1 ½ Tausend Homosexuelle als Sexualverbrecher vorgemerkt von "PF209" ================================================ (English Text Below) Erschütternde Zahlen aus dem Innenministerium Immer noch 1 ½ Tausend Homosexuelle als Sexualverbrecher vorgemerkt Aufruf an alle nach den Sondergesetzen Vorbestraften: Plattform gegen § 209 finanziert Klagen Wie aus der jüngsten Beantwortung einer parlamentarischen Anfrage durch Innenministerin Liese Prokop hervorgeht, sind im österreichweiten (Vor)Straf(en)register immer noch 1.434 (!) Männer und Frauen vorgemerkt, die nach den anti-homosexuellen Sonderstrafgesetzen verurteilt worden sind. Während nach dem erst jüngst (2002) aufgehobenen § 209 Strafgesetzbuch 476 Verurteilte als vorbestraft registriert sind, werden nach dem bereits 1971 beseitigten Totalverbot homosexueller Kontakte (§ 129 I b Strafgesetz 1852) gar immer noch 558 Männer und Frauen vorgemerkt. In dem von der Polizeidirektion Wien geführten Strafregister werden zentral für ganz Österreich alle gerichtlichen Vorstrafen registriert. Im Juni richtete die SPÖ-Abgeordnete Mag. Gisela Wurm an Innenministerin Liese Prokop die Anfrage wie viele Personen noch den anti-homosexuellen Sonderstrafgesetzen als vorbestraft vorgemerkt sind. Die Antwort langte vor wenigen Tagen ein. 1.434 Frauen und Männer werden trotz der Aufhebung der Sondergesetze immer noch massiv stigmatisiert; 558 sogar wegen Verurteilungen nach dem vor 34 Jahren aufgehobenen Totalverbot … Die Bundesregierung und das österreichische Parlament verweigern bis heute denjenigen Rehabilitierung und Entschädigung, die auf Grund der Sonderstrafgesetze verurteilt und, zum Teil sogar in Anstalten für geistig abnorme Rechtsbrecher, inhaftiert wurden. Neben der Vormerkung ihrer Vorstrafen im österreichweiten Strafregister sind auch die Polizeiakten immer noch vorhanden. Bundesregierung und Parlament weigern sich aber nicht nur beharrlich, die Urteile durch einen Gesetzesakt aufheben zu lassen, sondern Justizministerin Mag. Gastinger (vormals Miklautsch) blockiert (wie ihr Vorgänger) sogar hartnäckig alle Gnadengesuche von Opfern der Sonderstrafgesetze an den Bundespräsidenten. Erst kürzlich hat sie damit die Begnadigung in zwei besonders krassen Fällen verhindert. Ein Gnadenwerber, der bereits vor dem Menschenrechtsgerichthof erfolgreich war und die Aufhebung der diesbezüglichen § 209-Verurteilung erreichte, ersuchte um die gnadenweise Tilgung einer früheren § 209-Verurteilung, die er nicht in Strassburg bekämpft hatte. Der zweite Gnadenwerber wiederum war ausschließlich wegen § 209 in einer Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher untergebracht und ist aus dieser Anstalt nur auf Probe entlassen. Für beide gibt es, dank Gastinger, keine Gnade …. Wien errichtet den Opfern ein Denkmal, der Bund stellt sie an den Pranger Österreich wurde deshalb wiederholt durch den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte verurteilt: über Beschwerde von Verurteilten (L. & V. gg. Österreich 2003; Woditschka & Wilfling gg. Österreich 2004; F.L. gg. Österreich 2005; http://www.echr.coe.int) ebenso wie über Beschwerde eines Jugendlichen, dem zwischen 14 und 18 einverständliche sexuelle Kontakte mit erwachsenen Partnern verwehrt waren (S.L. gg. Österreich 2003; http://www.echr.coe.int). Insgesamt musste die Republik den bislang neun erfolgreichen Beschwerdeführern über EUR 300.000,-- Schadenersatzzahlungen leisten. Erst Ende Mai hat der Gerichtshof in einem Aufsehen erregenden Urteil ausgesprochen, dass auch freigesprochene Opfer des § 209 entschädigt werden müssen (Thomas Wolfmeyer gg. Österreich, http://www.echr.coe.int). Und Amnesty International hat in seinem Jahresbericht 2005 neuerlich die Entschädigung der § 209-Opfer eingefordert. Nun müssen wir nicht nur erfahren, dass 1 ½ Tausend homosexuelle Frauen und Männer immer noch als vorbestrafte Sexualverbrecher vorgemerkt sind, sondern auch dass fast 40% von ihnen sogar immer noch wegen des vor über 34 Jahren aufgehobenen Totalverbots am Pranger stehen. Die Stadt Wien hat kürzlich beschlossen, den Opfern der Homosexuellenverfolgung in Österreich ein Denkmal zu errichten, nicht nur jenen der Nazizeit und davor sondern auch jenen der Zweiten Republik. Es ist grotesk und skandalös, dass der Bund dieselben Opfer nach wie vor an den Pranger stellt. „Diese Brandmarkung ist absolut inakzeptabel. Wir lassen uns das nicht mehr gefallen und werden klagen“, sagt der Wiener Rechtsanwalt und Sprecher der Plattform gegen § 209 Dr. Helmut Graupner, ,„Einige Kläger gibt es schon, die anderen Opfer der antihomosexuellen Sonderstrafgesetze sollen sich bei uns melden; für jene, die es sich nicht leisten können, wird die Plattform die Klagen finanzieren“. In der überkonfessionellen und überparteilichen Plattform gegen § 209 haben sich über 30 Organisationen zusammengeschlossen, um gegen das in § 209 StGB verankerte diskriminierende zusätzliche Sondermindestalter von 18 Jahren ausschließlich für homosexuelle Beziehungen zwischen Männern (zusätzlich zur allgemeinen, für Heterosexuelle, Lesben und Schwule gleichermaßen gültigen Mindestaltersgrenze von 14 Jahren) anzukämpfen. Der Plattform gehören neben nahezu allen Vereinigungen der Homosexuellenbewegung auch allgemeine Organisationen an, wie Aids-Hilfen, die Kinder- und Jugendanwaltschaften Tirol und Wien, die Österreichische Hochschülerschaft, die Bewährungshilfe, die Österreichische Gesellschaft für Sexualforschung u.v.a.m.. Nach der Aufhebung des § 209 StGB dringt die Plattform auf die Entlassung aller Gefangenen und die Rehabilitierung und Entschädigung aller § 209-Opfer und beobachtet die Vollziehung der § 209-Ersatzbestimmung, § 207b StGB. Die parlamentarische Anfrage der Abgeordneten Mag. Gisela Wurm: http://www.parlament.gv.at/portal/page?_pageid=908,930025&_dad=portal&_schema=PORTAL Die Beantwortung durch die Bundesministerin für Inneres: http://www.parlament.gv.at/portal/page?_pageid=908,948585&_dad=portal&_schema=PORTAL Rückfragehinweis: Plattform gegen § 209: 01/876 30 61, 0676/3094737, office at paragraph209.at, www.paragraph209.at 03.08.2005 Die Strafregistereintragungen nach den anti-homosexuellen Sonderstrafgesetzen (Stichtag 12.07.2005): § 209 StGB 1975 (1975-2002; Sondermindestaltersgrenze 18 für männliche homosexuelle Handlungen, „gleichgeschlechtliche Unzucht“) 426 § 129 I StG 1852 (1971-1975) Sondermindestaltersgrenze 18 für männliche homosexuelle Handlungen, „gleichgeschlechtliche Unzucht“) 50 § 129 I b StG 1852 (1852-1971; Totalverbot homosexueller Kontakte zwischen Männern und zwischen Frauen; „Widernatürliche Unzucht“) 558 § 210 StGB 1975 (1975-1989; männlich homosexuelle Prostitution; “gewerbsmäßige gleichgeschlechtliche Uzucht”) 335 § 500 StG 1852 (1971-1975; männlich homosexuelle Prostitution“; gewerbsmäßige gleichgeschlechtliche Uzucht”) 56 § 220 StGB 1975 (1975-1997; „Werbung für Unzucht mit Personen des gleichen Geschlechts“) 2 § 517 StG 1852 (1971-1975; „Werbung für Unzucht mit Personen des gleichen Geschlechts“) 0 § 220 StGB 1975 (1975-1997; „Vereinigungen zur Begünstigung gleichgeschlechtlicher Unzucht“) 7 § 518 StG 1852 (1971-1975; „Vereinigungen zur Begünstigung gleichgeschlechtlicher Unzucht“) 0 1.434 -------------------------------------------------------------- Shocking Statistics from the Austrian Ministry of Interior 1 ½ Thousand Lesbians and Gays Still Registered as Sex Offenders Call on all persons with criminal records from anti-homosexual offences: Platform Against Art. 209 finances litigation As just revealed by the most recent answer of Austrian Minister of Interior, Liese Prokop, to a question raised by a member of Austria’s federal parliament, 1.434 men and women are still registered in the National Register of Criminal Convictions for convictions under prior anti-homosexual criminal legislation. While 476 convicts are registered under the discriminatory age-of-consent, Art. 209 CC, repealed in 2002, 558 men and women are still registered for convictions under the total ban of homosexual acts (§ 129 I b CC 1852) which has been struck off the books in 1971. All convictions by criminal courts on the territory of Austria are registered in the National Register of Criminal Convictions run by the Vienna Police Department. In June social-democrat member of parliament, Mag. Gisela Wurm, asked the Minister of Interior, Liese Prokop, how many persons convicted under the former anti-homosexual offences are still being registered as sex offenders. The reply was received these days: 1.434 men and women are still being massively stigmatised despite the repeal of the laws; 558 of them even for convictions under the total ban abolished more than 34 years ago … The Federal Government and the Federal Parliament are still refusing rehabilitation and compensation for those who have been convicted under anti-homosexual legislation and, in part, even detained in institutions for mentally abnormal offenders. Apart from their registration as sex offenders also the police-files are still being kept. The Federal Government and Federal Parliament not only are refusing to lift the convictions, but Minister of Justice, Mag. Karin Gastinger (formerly: Miklautsch) (as her ancestor), even persistently refuses to suggest pardons to the Federal President. Recently thereby she made impossible a pardon in two tragic cases. One of a successful applicant before the European Court of Human Rights who succeeded in getting lifted his respective conviction, and asked for the deletion of his entry in the national registry of offenders regarding another conviction which he did not contest in Strasbourg. And a second man on his part had been detained in an institution for mentally abnormal offenders solely on the basis of Art. 209, having been later released just upon probation. For both, thanks to Minister of Justice Gastinger, there is no pardon. Vienna honours victims with a memorial, the federation still stigmatizes them Given this the European Court of Human Rights still repeatedly condemns Austria, be it upon applications of convicts (L. & V. v. Austria 2003; S.L. v. Austria 2003; Woditschka & Wilfling v. Austria 2004; F.L. v. Austria 2005; H.G: & G.B: v. Austria 2005; http://www.echr.coe.int), or of juveniles who have been denied their right to engage in consensual sexual relations with adult partners (S.L. v. Austria 2003; http://www.echr.coe.int). In sum Austria has to pay already more than EUR 300.000,-- to the hitherto nine successful applicants. Just at the end of May the Court in a sensational judgment held that also acquitted victims of Art. 209 have to be compensated (Thomas Wolfmeyer v. Austria, http://www.echr.coe.int). And Amnesty International in its report 2005 again called for rehabilitation and compensation of the victims of Art. 209. Now we have to learn that not only 1 ½ thousand lesbians and gays are still registered as sex offenders but that nearly 40% of them are stigmatized on the basis of the total ban struck off the books more than 34 years ago. The city of Vienna recently decided to honour the victims of anti-homosexual persecution in Austria, not only by the Nazis and before but also after 1945, with a memorial in the city-center. It is grotesque and scandalous that the federation still is putting the same victims in the pillory. “This stigmatization is absolutely unacceptable and we indeed do not accept it anymore. We are going to take the government to the courts”, says Dr. Helmut Graupner, attorney-at-law and spokesperson for “Platform Against Art. 209”, “There are already some applicants and the other victims of anti-homosexual legislation are to call us; the Platform will finance litigation for those of them who cannot afford”. The interdenominational and supra-partisan Platform Against Article 209 comprises more than 30 organisations that joined in the fight against the discriminatory supplemental minimum age of 18 years for homosexual relationships between men only (in addition to the general age of consent of 14 for heterosexuals, lesbians and gays alike), as set forth in article Art. 209 of the Criminal Code. Nearly all associations of the homosexual movement, but also general organizations are members of the Platform, like AIDS-help-organisations, the Ombudspersons for Children and Adolescents of the States of Vienna and Tyrol, the Austrian National Student Union, the National Association of Probation, the Austrian Society for Sexual Research, and many others more. After the repeal of Art. 209 the Platform works for the release of all prisoners, for the deletion of all verdicts from criminal records and for just satisfaction of all victims of Art. 209. In addition it monitors the enforcement of the new Art. 209-substitute-provision, Art. 207b Criminal Code. Question by MP Mag. Gisela Wurm: http://www.parlament.gv.at/portal/page?_pageid=908,930025&_dad=portal&_schema=PORTAL Reply by the Minister of Interior: http://www.parlament.gv.at/portal/page?_pageid=908,948585&_dad=portal&_schema=PORTAL More information: Platform Against Art. 209: +43/1/876 30 61, 0676/3094737, office at paragraph209.at, www.paragraph209.at 03.08.2005 Sex-Offender-Registrations for convictions under former anti-homosexual legislation (12.07.2005): § 209 StGB 1975 (1975-2002; Additional age limit of 18 for gay sex; „Same-Sex Lewdness“) 426 § 129 I StG 1852 (1971-1975) Additional age limit of 18 for gay sex; „Same-Sex Lewdness“) 50 § 129 I b StG 1852 (1852-1971; Total ban of sex between men and between Women; „Lewdness Against the Order of Nature”) 558 § 210 StGB 1975 (1975-1989; male-homosexual prostitution; “Professional Same-Sex Lewdness”) 335 § 500 StG 1852 (1971-1975; male-homosexual prostitution; “Professional Same-Sex Lewdness”) 56 § 220 StGB 1975 (1975-1997; „Promotion of Lewdness Between Persons of the Same Sex“) 2 § 517 StG 1852 (1971-1975; „Promotion of Lewdness Between Persons of the Same Sex“) 0 § 220 StGB 1975 (1975-1997; „Associations Favouring Same-Sex Lewdness“) 7 § 518 StG 1852 (1971-1975; „Associations Favouring Same-Sex Lewdness“) 0 1.434 ================================================ ================================================ C) TERMINE ================================================ ======================== Donnerstag http://mund.at/butt/Termine/August/0408.htm Freitag http://www.mund.at/butt/Termine/August/0508.htm Samstag http://www.mund.at/butt/Termine/August/0608.htm ======================== ================================================ D) EDITORIAL ================================================ Für den Inhalt verantwortlich: Ihr. E-Mail-Adresse für Beiträge: widerstand at no-racism.net geschickt. widerst at nd MUND und alle Termine täglich aktualisiert im Web: http://www.no-racism.net/MUND Ziel von MUND (medienunabhängiger Nachrichtendienst) ist die unzensurierte und möglichst rasche Information über gesellschafts- politisch relevante Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu Widerstand und Antirassismus sowie verwandte Themen. sollen einen Titel, Namen und Emailadresse der/des AutorIn enthalten und möglichst kurz und prägnant gehalten sein, ev. mit Hinweis, wo weitere Informationen eingeholt werden können. Bitte keine Attachments! Die inhaltliche und sachliche Verantwortung liegt bei der/dem jeweiligen AutorIn bzw. jenen, die uns die Beiträge schicken. Der MUND wird von einzelnen TagesredakteurInnen zusammengestellt. Da Fehler nicht ausgeschlossen sind, bitten wir, nicht veröffentlichte Beiträge nochmals an widerstand at no-racism.net zu senden. Die Weiterleitung (auch auszugsweise) ist erwünscht. Beiträge mit rassistischen oder sexistischen Inhalten werden nicht veröffentlicht. Sehr persönliche Meldungen werden wir an den betreffenden Adressaten weiterleiten, aber nicht im MUND veröffentlichen. Die bisherigen Ausgaben sind unter http://www.no-racism.net/MUND archiviert. Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage: * Wann: Sonntag, 11.11.2001, 11:11 Uhr * * Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" * * Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf * * Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie. Aber kurz und prägnant.* Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch stillschweigend Zensur zu üben. Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die Nichtaufnahme geliefert. (Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.) Die AbsenderInnen der betroffenen Beiträge werden hiervon informiert. Im Sinne einer "gläsernen Zensur" könnt ihr Euch die Beiträge gerne extra schicken lassen: Ein kurzes Mail an widerstand at no-racism.net genügt. ================================================ E) VERTEILERLISTE ================================================ Zur Eintragung in diesen Verteiler bitte direkt subskribieren unter http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/analle oder von der einzutragenden Adresse aus ein mail schicken an: admin at no-racism.net mit folgendem Text: subscribe no-racism Bitte wegen Automatisierung diesen Wortlaut verwenden! Zur Austragung aus dieser Liste bitte an zusammengestellt. Bitte keine Attachments! (werden nicht angenommen) alles aufgenommen Redaktionsschluss für diese Ausgabe: Mi, 22.00 Uhr III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III ü, ö, ä, ß, Ü, Ö, Ä III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III widerst at nd-MUND is powered by http://alt.strg.at/ ================================================ From analle at no-racism.net Fri Aug 5 08:04:18 2005 From: analle at no-racism.net (=?iso-8859-1?q?MUND=3A_medienunabh=E4ngiger_Nachrichtendienst?=) Date: Fri, 5 Aug 2005 08:04:18 +0200 Subject: MUND: Freitag, 5. August 2005 Message-ID: <007f01c59983$84c20340$4e046d50@chello.at> MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst www.no-racism.net/mund Freitag, 5. August 2005 ================================================ A) INHALT ================================================ ================================================ B) TEXTE ================================================ ============================================== 01 Polizei: Vo Trumau uf Traiskirche zue From: hermann at deranwalt.at ============================================== "Vo Luzern uf Wäggis zue Braucht me weder Strümpf' noch Schueh Fahr im Schiffli übern See Um die schönen Maidli z'seh ... (Schweizerisches Volkslied) Wäggis sucht man übrigens in gängigen Routenplanern vergeblich. Nicht näher recherchierten Google-Suchergebnissen zufolge soll Wäggis von Luzern aus aber auch auf dem Landweg erreichbar sein. Mit geeignetem Schuhwerk und bei Schönwetter sicher eine nette Sache, so eine kleine Wanderung mit Blick auf die gleißenden Weiten des Vierwaldstätter Sees ... Aber im Januar, bei gerade einmal + 5°C, noch dazu in stockdunkler Nacht und ohne Strümpf' und Schueh, von Winterkleidung ganz zu schweigen; anstatt gleißend weiter Seen die schwarzkalten Ausläufer des Wiener Beckens im Rücken und keine Ahnung davon, wo jetzt vorn und hinten ist. Da sieht die Sache, auch noch Jahre später und bei Tageslicht besehen, doch gleich ganz anders aus. Gut fünf Kilometer sind's für Ortskundige von der Weinbaugemeinde Trumau nach Traiskirchen; für Ortsunkundige in finstrer Wintersnacht wohl noch ein paar mehr. Und eben diese fünf Kilometer wurden letztlich, mehr als fünf Jahre nach der Gendarmerierazzia vom 17.01.2000 im Flüchtlingslager Traiskirchen, auch noch Gegenstand der dieser Tage eingelangten 31. (und damit vorletzten) Entscheidung des UVS Niederösterreich zu diesem mehr als unsäglichen Vorfall : "Der Beschwerdeführer PS ist dadurch, daß am Abend des 17.1.2000 im Zuge eines gemeinsamen Einsatzes verschiedener Einheiten der Bundesgendarmerie, Organen der Sicherheitsdirektion für das Bundesland NÖ, mit dem Ziel, teils namentlich bekannter, teils nur einem verdeckten Ermittler optisch erinnerlicher, des organisierten bandenmäßigen Suchtgiftstraßenverkaufs Verdächtiger habhaft zu werden, A) er zuerst am Korridor im Parterre (des Hauses 3 im Flüchtlingslager Traiskirchen), anschließend im Zimmer Nr. 3, zuletzt am Gendarmerieposten Trumau über Stunden angehalten wurde, in seinem gemäß Art. 1 PersFrG und Art. 5 EMRK verfassungsgesetzlich gewährleisteten Recht auf persönliche Freiheit, B) ihn nach Aushändigung seines Mobiltelefons ein Beamter am Nacken und den Schultern ergriffen und unter Kraftanwendung vom Zimmer Nr. 6 auf den Korridor im Parterre verschafft hat, wodurch er zu Sturz gekommen ist und dadurch, daß ihn Beamte am Korridor unter neuerlicher Kraftanwendung "aufgerichtet" haben, in seinem gemäß Art. 3 EMRK verfassungsgesetzlich gewährleisteten Recht, keiner unmenschlichen oder erniedrigenden Behandlung unterworfen zu werden, C) ihm weder der Grund noch der Zweck der Amtshandlung bekanntgegeben wurde, in seinen gemäß Art. 4 Abs. 6 PersFrG und Art. 5 Abs. 2 EMRK verfassungsgesetzlich und in seinen gemäß § 178 StPO und § 30 Abs.1 Z.1 SPG einfachgesetzlich gewährleisteten Rechten, D) ihm nicht mitgeteilt wurde, daß er einen Angehörigen, eine Person seines Vertrauens oder einen Rechtsbeistand verständigen könne, in seinen gemäß Art. 4 Abs. 7 PersFrG und Art. 5 Abs. 2 EMRK verfassungsgesetzlich und in seinen gemäß § 178 StPO und § 30 Abs.1 Z.3 SPG einfachgesetzlich gewährleisteten Rechten, E) ihm im Zuge der Personskontrolle am Korridor ein Beamter die Kleidung durchsucht (und daraus den Lagerausweis entnommen) hat, in seinem gemäß § 139 Abs. 2 StPO und § 40 Abs. 2 SPG einfachgesetzlich gewährleisteten Recht, nur begründet einer Durchsuchung seiner Kleidung unterworfen zu werden, F) von ihm mit einer Polaroidkamera zum Zweck der Einsichtnahme und Auswertung durch einen verdeckten Ermittler ein Lichtbild angefertigt wurde, in seinem einfachgesetzlich gewährleisteten Recht, nur in dem vom § 35 Abs.2 SPG normierten Umfang an der Identitätsfeststellung mitwirken zu müssen, G) ihm im Verlauf der Amtshandlung am Korridor grundlos eine Plastikeinweghandfessel angelegt und diese erst mit dem Eintreffen am Gendarmerieposten Trumau abgenommen wurde, in seinem gemäß Art. 3 EMRK verfassungsgesetzlich gewährleisteten Recht, keiner unmenschlichen oder erniedrigenden Behandlung unterworfen zu werden, H) er sich nach dem Eintreffen am Gendarmerieposten Trumau vor der Abgabe in den Arrest vollständig entkleiden und in mangelhaft bekleidetem Zustand in der Arrestzelle ausharren mußte, in seinem gemäß Art. 3 EMRK verfassungsgesetzlich gewährleisteten Recht, keiner unmenschlichen oder erniedrigenden Behandlung unterworfen zu werden, I) er nach der Entlassung aus dem Arrest vom Gendarmerieposten Trumau in - angesichts der winterlichen Temperaturen - unzureichender Bekleidung zu Fuß den Heimweg ins Lager Traiskirchen antreten mußte, in seinem gemäß Art. 3 EMRK verfassungsgesetzlich gewährleisteten Recht, keiner unmenschlichen oder erniedrigenden Behandlung unterworfen zu werden, J) er nach seinem Eintreffen am Lagereingang auf Veranlassung der Eingangskontrolle trotz entsprechender Erklärung in der offensichtlich wegen seiner spärlichen Bekleidung begründeten Annahme, er sei geflüchtet, neuerlich festgenommen und zur weiteren Überprüfung auf den Gendarmerieposten Traiskirchen überstellt wurde, in seinem gemäß Art. 1 PersFrG und Art. 5 EMRK verfassungsgesetzlich gewährleisteten Recht auf persönliche Freiheit, K) ihm nach der neuerlichen Festnahme am Lagereingang oder zumindest nach der Überstellung auf den Gendarmerieposten Traiskirchen weder der Grund noch der Zweck der Amtshandlung bekanntgegeben wurde, in seinen gemäß Art. 4 Abs.6 PersFrG und Art. 5 Abs.2 EMRK verfassungsgesetzlich und in seinen gemäß § 178 StPO und § 30 Abs. 1 Z 1 SPG einfachgesetzlich gewährleisteten Rechten, L) ihm nach der neuerlichen Festnahme am Lagereingang oder zumindest nach der Überstellung auf den Gendarmerieposten Traiskirchen nicht mitgeteilt wurde, daß er einen Angehörigen, eine Person seines Vertrauens oder einen Rechtsbeistand verständigen könne, in seinen gemäß Art. 4 Abs.7 PersFrG und Art. 5 Abs.2 EMRK verfassungsgesetzlich und in seinen gemäß § 178 StPO und § 30 Abs.1 Z.3 SPG einfachgesetzlich gewährleisteten Rechten, verletzt worden." Somit hat es Trumau neben seinen diversen Routenplaner-Einträgen nun auch noch zu einer Erwähnung auf www.deranwalt.at gebracht, wo Sie sich die -streckenweise notgedrungen etwas langatmige, aber nichtsdestotrotz äußerst lesenswerte- Begründung dieser UVS-Entscheidung in der Lesezone, Rubrik "Gewonnenes", KW 31/2005, im Wortlaut zu Gemüte führen können. Lesenswert auch insofern, als es in dieser besagten Wintersnacht den Erkenntnissen des UVS zufolge ausgedehnte Shuttle-Services vom Lager Traiskirchen in die umliegenden Gendarmerieposten gab, allerdings jeweils nur one way, sodaß letztlich sogar mehrere beamtshandelte Personen, jeweils nach Strip-Shows und ein paar Gymnastik-Einlagen, ähnlich wie unser Beschwerdeführer auf Nachtspaziergänge bzw. Orientierungsmärsche zurück ins Lager geschickt wurden. Und dann gab es da auch noch die ebenso amüsante wie mysteriöse Geschichte mit dem "Überraschungsei" ... verraten wir Ihnen aber hier nicht, was es damit auf sich hat. Lesen Sie selbst ! P.S.: Ach übrigens: Wir haben etwas geflunkert - als "Weggis" ist "Wäggis" sehr wohl auch im Routenplaner zu finden; am Landweg etwas mehr als 20 Kilometer von Luzern entfernt. Sogar Mark Twain soll schon dort gewesen sein, nebst Goethe, Karl May, Sergej Rachmaninoff ... ( www.gemeinde-weggis.ch ) Trotzdem kein Vergleich ... Aber vielleicht wird auch der (unfreiwillige) Aufenthalt unseres Beschwerdeführers PS irgendwann in ferner Zukunft einmal einen Eintrag unter www.trumau.at wert sein ? (Allerdings sucht man auch danach, daß sogar der heutige Staatsoperndirektor Ioan Holender einmal in Traiskirchen geweilt hat, unter www.traiskirchenonline.at nach wie vor vergeblich ...) P.P.S.: Zur Geschichte mit dem "Überraschungsei" und anderen, im Zuge der UVS-Verhandlungen in dieser Sache ans Tageslicht gekommenen Skurrilitäten siehe auch schon unseren Beitrag "I kumm morgen mit mein Anwalt" in der Rubrik "Wissenswertes", KW 10/2003 www.deranwalt.at/show.asp?id=291&kapitel=Wissenswertes ) Sie erhalten diese Aussendung aufgrund Ihrer Anmeldung zur Mailinglist. Unter www.deranwalt.at/anmeldung_frameset.htm können Sie sich vom weiteren Bezug abmelden oder Ihre Themenauswahl ändern. Für die Aktualität und inhaltliche Richtigkeit kann keine Haftung übernommen werden. Unser Impressum sowie die gemäß § 5 E-Commerce-Gesetz vorgeschriebenen Offenlegungen finden Sie unter www.deranwalt.at/info_frameset.htm . Neue Anwaltswitze sind immer willkommen unter www.deranwalt.at/mail_frameset.htm ! Mit freundlichen Grüßen. Roland HERMANN c/o RA Dr. Wolfgang RAINER Schwedenplatz 2/74 A-1010 Wien Tel. +43/1/533 05 90 Fax. +43/1/533 05 90-11 Mobil.+43/676/416 64 98 Mail. hermann at deranwalt.at Home www.deranwalt.at « Les rats se promènent à l'aise, là où il n'y a point de chats. » ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ============================================== 02 Hilfsaktion für die Tuareg From: hans.bogenreiter at gfbv.at ============================================== Hungersnot im Niger: Hilfsaktion für die vergessenen Tuareg Von der aktuellen Hungersnot im Niger sind auch die Tuareg im Norden des Landes schwer betroffen. Die Heuschreckenplage hat die gesamte Hirseernte im Südosten des Landes vernichtet. Die eben anlaufende Katastrophenhilfe konzentriert sich aber auf den Süden des Landes. Die Tuareg, die hauptsächlich von den Produkten ihrer Tiere und von Hirse leben, die sie auf den Märkten des Südens einkaufen, sind zurzeit nicht in der Lage, die um das Vierfache gestiegenen Hirsepreise zu bezahlen. Sie haben auch keine Möglichkeit ihre Tiere zu verlassen, um sich zu den Nahrungsmittelverteilungsstellen der Hilfsorganisationen zu begeben. Wieder einmal sind die Tuareg vergessen worden. Die Verantwortlichen in der Regierung im Süden des Landes haben für ihre Wirtschaftsformen wenig Verständnis und daher werden die Tuareg bei Entwicklungs- und Hilfsprogrammen meist ignoriert. Weit entfernt von modernen Kommunikationsmitteln, inmitten der Sahara, als nomadisierende Viehzüchter lebend, erfahren die Menschen wieder einmal, wie aussichtslos die Lage ist, wenn Kreisläufe durch Katastrophen gestört werden. Hoffnung für den Spätherbst gibt es mittlerweile durch überraschend heftige Regenfälle, die aber auch vielen Tieren das Leben gekostet hat. Bis sich aber die Niederschläge durch üppige Weiden positiv auswirken und die Nomaden ihre gewohnte Wirtschaftsweise wieder aufnehmen können, dauert es noch Monate. Um diese Zeit zu überbrücken ist Hilfe dringend notwendig. Dringend Spenden erbeten an: Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV-Ö), Kto. Nr. PSK 92.064.449, BLZ 60.000, Kennwort: TUAREG. DANKE im Voraus für jede Unterstützung! Ein 100 kg Sack Hirse kostet zurzeit 32 500 FCFA, das sind 50 Euro. PS: Eva Gretzmacher, Koordinatorin der GfbV-Tuareg-Gruppe und Initiatorin des Kulturvereins ART.E-Agadez lebt seit einigen Jahren den Großteil des Jahres im Niger. Sie ist derzeit noch in Österreich unter der Handy-Nr. 0664/213 04 73 erreichbar und wird Anfang September wieder nach Agadez reisen und die Hilfsaktionen vor Ort leiten. Eva Gretzmacher wird sich persönlich darum kümmern, dass das Geld direkt und rasch zu den Menschen in Not gelangt. Weitere Infos:Kulturverein ART.E-Agadez www.art.e-agadez.org office at art.e-agadez.org Gesellschaft für bedrohte Völker - Österreich Untere Viaduktgasse 53/7A A-1030 Wien Tel: +43/1/503 49 90 Fax: +43/1/503 13 36 Homepage: www.gfbv.at E-mail: office at gfbv.at Kontakt: Hans Bogenreiter, Tel. 503 13 36 Vereinskonto: 7.238.909 BLZ: 60000 ============================================== 03 Context XXI-Radio From: heide.hammer at episteme.at ============================================== Liebe ProgrammmacherInnen und -hörerInnen, der 3. Teil von Paul Austers Romantrilogie Stadt aus Glas wird heute auf Radio Agora (Klagenfurt) zwischen 19 und 20h , morgen auf Orange 94,0 (Wien) von 13 bis 14h und nächsten Montag, 8. August, auf Radio Helsinki (Graz) zwischen 10 und 11h hörbar sein. download unter: http://www.contextxxi.at/context/content/blogcategory/32/55/ mlg die Radioredaktion ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND KOMMENTARE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ============================================== 04 Neues von ganz rechts From: aktion at gegendenantisemitismus.at ============================================== Neues von ganz rechts - Juli 2005 Antisemitische Querfront Martin A. Schwarz, selbsteingesetzter Nachlassverwalter des faschistischen Philosophen Julius Evola in Wien, gehört zu jener Gruppe von Gegen- Intellektuellen, die über die engeren Grenzen des rechtsextremen Milieus hinaus an einer Querfront gegen den "US-Imperialismus" arbeiten. Auf seiner Homepage Eiserne Krone postuliert er eine "globale Intifada gegen den amerikanischen Weltfeind", getragen von (esoterischen) Faschisten und konservativen Revolutionären, (nationalistischen) Linken und Islamisten. Ihr längerfristiges Ziel ist eine "Überwindung der Nationalstaaten in einem übergeordneten, verteidigungsfähigen Großraum, entgegengesetzt den ausbeuterischen Nationen mit ihrem Auserwähltheitswahn". Am Weg dorthin bedürfe es jedoch einer Überwindung der "ideologische(n) Kostümierung nach den Schnittmustern des 18. und 19. Jahrhunderts" durch den "antiimperialistischen Widerstand". Jene Linke, die sich dieser "Intifada" aufgrund ihres antisemitischen Gehalts entgegenstellen, gehörten genauso bekämpft wie "xenophobe Rechtsextremisten", welche die ideologischen Gemeinsamkeiten mit dem Islamismus nicht sehen können oder wollen. Objektive Bündnispartner seien jedoch Gruppen wie die Wiener Antiimperialistische Koordination (AIK), die wie Schwarz eine "Solidarität mit allen von Neoliberalismus und Imperialismus angegriffenen Völkern und Kulturen" propagieren und das "Antiamerikanische Manifest" vor allem neurechter Ideologen aus Italien unterstützen. Objekt dieser Solidarität seien die "in erster Frontlinie stehenden Muslimen, sie bilden das neue Zentrum, um das sich rechte und linke Antiimperialisten gruppieren. Über seinen E-Mail-Verteiler verbreitete nun Schwarz Ende Juli eine Aussendung des Wiener Pro Media Verlages. In dieser empört sich der Verlagseigner Hannes Hofbauer über eine kritische Besprechung des von ihm publizierten Machwerks "Blumen aus Galiläa". Dieses Buch aus der Feder Israel Shamirs wurde von einem "gewissen Karl Pfeiffer" (sic!) als das kritisiert, was es ist, nämlich wüst antisemitisch. (vgl.: www.doew.at/aktuell/aktion/pfeifer2.html) Der Beweisführung von Pfeifer hat Hofbauer nichts entgegenzusetzen, darum verschanzt er sich in bewährter Manier hinter der Behauptung, der "Angriff ziele "eindeutig darauf ab, Kritik an Israel mit der Keule des Antisemitismusvorwurfs unmöglich zu machen." Mit keinem Wort geht Hofbauer auf die nachgewiesenen Kontakte Shamirs zu Neonazis ein. Unbeeindruckt ließen ihn offenbar auch jene palästinensische Intellektuellen und Aktivisten, die bereits 2001 vor Shamirs militantem Antisemitismus warnten. www.doew.at/projekte/rechts/chronik/2005_07/querfront.html ============================================== 05 Gleneagles From: gipfelsoli-l at lists.nadir.org ============================================== Gipfelinfo - Meldungen über globalisierte Solidarität und die Proteste gegen unsolidarische Globalisierung -------------------------------------------------------------------------- What Happens If I Don't Come to a Court Hearing? Wednesday, August 3rd, 2005 If you fail to attend a court hearing (whether it is an Intermediate Diet (pre-trial hearing) or a Trial) then it is likely that a warrant will be issued for your arrest. (You may be able to arrange with your lawyer for them to attend the Intermediate on your behalf to avoid this at this point.) If A Warrant Has Been Issued for Your Arrest * If you are resident in the UK (or gave a UK address on arrest) then the local police may come to your house to arrest you. However, they may simply wait until you come to their attention in some other way. * If you come to the attention of the UK police (e.g. You are arrested again or possibly just stopped and questioned/searched) then you will probably be arrested, held and brought to court on the warrant. * Anyone trying to enter the UK with a warrant out for them might be arrested at the port/airport. * If you are facing very serious charges there is the possibility of extradition but you must be facing a possible sentence of 1 year or more for this so it would not apply to anyone being prosecuted using summary procedure (on complaint) which is the vast majority of G8 cases. If You Are Arrested on a Warrant You will be brought to court in the court which issued the warrant. This will be the court you were due to appear in but failed to turn up (i.e. Edinburgh, Stirling, Falkirk or Perth Sheriff Courts). How Long do Arrest Warrants Last For? Potentially for ever. While it has been our experience of minor cases in Scotland that such warrants (and the accompanying cases) are sometimes dropped after a few years there is no fixed "statute of limitations" in the UK. The political climate around the G8 makes it less likely that they will drop such cases. Anyone facing potentially serious charges is unlikely to have a warrant dropped anytime soon. What Should I Do if I Have Missed a Court Hearing? If you have missed a court date assume that there is a warrant out for your arrest. If you want you can check by contacting your lawyer or by contacting the Procurator Fiscal (state prosecutor) and asking. It would be a good idea to keep the name and telephone number of your lawyer (or one of the lawyers recommended by the G8 Legal Support Group) with you at all times if you are in or coming to the UK. [http://g8legalsupport.info/2005/08/03/what-happens-if-i-dont-come-to-a-cour t-hearing/] -------------------------------------------------------------------------- gipfelsoli infogruppe Newsletter mit Nachrichten über Mobilisierungen, Debatten und Repression im Zusammenhang mit Gipfelprotesten. Die AutorInnen der Beiträge, so sie nicht von uns verfasst sind, sind mit eckigen Klammern versehen. Wir können leider keine Verantwortung für die Richtigkeit der Beiträge übernehmen. Auch geben die Beiträge nicht zwangsläufig unsere Meinung wieder. Kontakt, Kritik, Beiträge: gipfelsoli at nadir.org gipfelsoli mailinglist subscribe - unsubscribe https://lists.nadir.org/cgi-bin/mailman/listinfo/gipfelsoli-l -------------------------------------------------------------------------- ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< SERVICE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ============================================== 06 Newsletter andersrum From: andersrum-newsletter at listen.gruene.at ============================================== ******************************************** Newsletter andersrum.gruene.at mit den neuen Headlines seit 20. 6. 2005 10:00 ********************************************* ******* INHALT ******* - Protest gegen Hinrichtung zweier schwuler Jugendlicher im Iran - Gemeinsam bewegt frau mehr! ***************************************** *** Schwestern, Emanzen und rosa Schafe *** 20. Juli 2005 Die T-Shirts von Grüne Andersrum waren der Renner auf der Regenbogen Parade. Wer noch keins hat, kann sich noch für den Sommer damit eindecken. http://www.gruene-andersrum.at/queer_life/artikel/lesen/1304/1396/ ***************************************** *** Protest gegen Absage von Regenbogenparade in Riga *** 20. Juli 2005 Nicht-Diskriminierung auf Grund der sexuellen Orientierung ist Teil europäischer Werte. http://www.gruene-andersrum.at/international/artikel/lesen/1303/1396/ ***************************************** *** Homosexuelle und "asoziale" Opfer der NS-Zeit im OFG *** 15. Juli 2005 Begründung warum wir Grüne aber das ganze Gesetz, inkl. Trümmerfrauen, ablehnen. http://www.gruene-andersrum.at/oesterreich/artikel/lesen/1291/1396/ ***************************************** *** Anerkennungsgesetz für NS-Opfer Zustimmung verweigern *** 05. Juli 2005 Die Grüne Parlamentsfraktion wird dem Anerkennungsgesetz für Widerstandskämpfer und Opfer der NS-Militärjustiz bei der Nationalratssitzung am Donnerstag nicht zustimmen: "Bei aller Freude" über die... http://www.gruene-andersrum.at/oesterreich/artikel/lesen/1248/1396/ ***************************************** *** Bilder von der Regenbogenparade 2005 *** 03. Juli 2005 © Peter Knögler http://www.gruene-andersrum.at/queer_life/artikel/lesen/1226/1396/ ***************************************** *** Regenbogenparade: *** 01. Juli 2005 ÖVP hat bei Gleichstellung massiven Handlungsbedarf. http://www.gruene-andersrum.at/oesterreich/artikel/lesen/1218/1396/ ***************************************** *** Ein bisschen Rathaus beflaggen *** 01. Juli 2005 Spät aber doch: Nachdem die Grünen Wien schon lange die Beflaggung des Rathauses anlässlich der Regenbogenparade gefordert haben, ist es endlich soweit: Ein Seiteneingang wird beflaggt. http://www.gruene-andersrum.at/wien/artikel/lesen/1217/1396/ ***************************************** *** We are family! - das Familien-Picknick *** 30. Juni 2005 © Alkis Vlassakakis http://www.gruene-andersrum.at/queer_life/artikel/lesen/1205/1396/ ============================ http://andersrum.gruene.at/ ============================ ================================================ C) TERMINE ================================================ ======================== Freitag http://www.mund.at/butt/Termine/August/0508.htm Samstag http://www.mund.at/butt/Termine/August/0608.htm Sonntag http://www.mund.at/butt/Termine/August/0708.htm ======================== ================================================ D) EDITORIAL ================================================ Für den Inhalt verantwortlich: Ihr. E-Mail-Adresse für Beiträge: widerstand at no-racism.net geschickt. widerst at nd MUND und alle Termine täglich aktualisiert im Web: http://www.no-racism.net/MUND Ziel von MUND (medienunabhängiger Nachrichtendienst) ist die unzensurierte und möglichst rasche Information über gesellschafts- politisch relevante Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu Widerstand und Antirassismus sowie verwandte Themen. sollen einen Titel, Namen und Emailadresse der/des AutorIn enthalten und möglichst kurz und prägnant gehalten sein, ev. mit Hinweis, wo weitere Informationen eingeholt werden können. Bitte keine Attachments! Die inhaltliche und sachliche Verantwortung liegt bei der/dem jeweiligen AutorIn bzw. jenen, die uns die Beiträge schicken. Der MUND wird von einzelnen TagesredakteurInnen zusammengestellt. Da Fehler nicht ausgeschlossen sind, bitten wir, nicht veröffentlichte Beiträge nochmals an widerstand at no-racism.net zu senden. Die Weiterleitung (auch auszugsweise) ist erwünscht. Beiträge mit rassistischen oder sexistischen Inhalten werden nicht veröffentlicht. Sehr persönliche Meldungen werden wir an den betreffenden Adressaten weiterleiten, aber nicht im MUND veröffentlichen. Die bisherigen Ausgaben sind unter http://www.no-racism.net/MUND archiviert. Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage: * Wann: Sonntag, 11.11.2001, 11:11 Uhr * * Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" * * Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf * * Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie. Aber kurz und prägnant.* Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch stillschweigend Zensur zu üben. Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die Nichtaufnahme geliefert. (Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.) Die AbsenderInnen der betroffenen Beiträge werden hiervon informiert. Im Sinne einer "gläsernen Zensur" könnt ihr Euch die Beiträge gerne extra schicken lassen: Ein kurzes Mail an widerstand at no-racism.net genügt. ================================================ E) VERTEILERLISTE ================================================ Zur Eintragung in diesen Verteiler bitte direkt subskribieren unter http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/analle oder von der einzutragenden Adresse aus ein mail schicken an: admin at no-racism.net mit folgendem Text: subscribe no-racism Bitte wegen Automatisierung diesen Wortlaut verwenden! Zur Austragung aus dieser Liste bitte an zusammengestellt. Bitte keine Attachments! (werden nicht angenommen) nicht drin: ein attachment Redaktionsschluss für diese Ausgabe: Do 2:00 III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III ü, ö, ä, ß, Ü, Ö, Ä III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III widerst at nd-MUND is powered by http://alt.strg.at/ ================================================ From analle at no-racism.net Mon Aug 8 09:12:18 2005 From: analle at no-racism.net (=?iso-8859-1?q?MUND=3A_medienunabh=E4ngiger_Nachrichtendienst?=) Date: Mon, 8 Aug 2005 09:12:18 +0200 Subject: MUND_080805 Message-ID: MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst www.no-racism.net/mund Montag, 8. August 2005 MedieninhaberInnen seid ihr! ================================================ A) INHALT ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 01 EKH-Newsletter 6.8. 2005 von: ekhaus at med-user.net ================================================ 02 Veranstaltungsankündigung: GAJ Wien Sommerkino von: buero at gajwien.at ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND KOMMENTARE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 03 Seit heute in ganz Wien: Die Tausend Augen des Dr. Mabuse von: depesche at quintessenz.org ================================================ 04 Graz/Friedensaktion/Kaltenegger/Dienes von: kpoe_stmk at hotmail.com ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< SOLIDARITÄT WELTWEIT ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 05 [gipfelsoli] Gleneagles von: gipfelsoli-l at lists.nadir.org ================================================ 06 [gipfelsoli] Genua -- Heiligendamm von: gipfelsoli-l at lists.nadir.org ================================================ 07 Bereits 17 ermordete Kurden im Iran , ÄrtzInnen wird Zugang verwehrt von: wadi.wien at gmx.at ================================================ 08 Mittwoch: 13 KurdInnen im Iran ermordet von: wadi.wien at gmx.at ================================================ ================================================ B) TEXTE ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 01 EKH-Newsletter 6.8. 2005 von: ekhaus at med-user.net ================================================ “Wir haben gehört die KPÖ will das Haus verkaufen?" Teil 39 Heute, am 05. August erreichte uns die gesicherte Information seitens der VertreterInnen der Gemeinde Wien, dass eine uns unbekannte Baufirma verlässlich in Kaufverhandlungen mit dem jetzigen Eigentümer Wielandgasse 2-4 VermietungsGesmbH getreten ist. Es wurde ein Anbot für das EKH gestellt und durch die Immobilien GesmbH Gustav Petri & Co mit der Vollmacht des Geschäftsführers der Wielandgasse 2-4 VermietungsGesmbH Christian Machowetz gezeichnet. Der unterschriftsreife Kaufvertrag soll bis 15.08. 2005 vorliegen. Die Kaufvertragsabwicklung soll vor dem Stichtag 01.09. 2005 stattfinden. Durch die Annahme des Anbotes verzichtet der jetzige Eigentümer auf die Ausübung des Eigentumsrechtes an der gegenständlichen Liegenschaft. Bisher gab es einen Räumungsaufschub bis 06. August, laut den obigen Informationen ist der weitere Delogierungsprozess somit aufgehalten. Für alle besetzten Bereiche fordern wir nach wie vor unbefristete Hauptmietverträge zu einem symbolischen Mietzins, ähnlich dem Mietvertrag des Vereines für Gegenkultur. Ausserdem soll ein Trägerverein als zukünftige Eigentümerin des EKH gegründet werden. Weitere Verhandlungen mit dem Fond Soziales Wien und dem neuen Eigentümer werden Ende August stattfinden. So schauts jetzt aus, rund ums Haus. Wir möchten uns an dieser Stelle bei allen aktiven Leuten und Gruppen bedanken, die bisher viel Arbeit, Nerven und Kraft in den Erhalt des Gesamtprojektes EKH gesteckt haben und hoffen, dass wir auch weiterhin mit solidarischer Kritik und Engagement unterstützt werden. upcöming Termine (unvollständig): 07.08.: Weibafrühstück 11.08.: UnzumutBar 12.08.: ab 14h Punxpiknik, Europaplatz 16.08.: THE OBSERVERS (portland, theobservers.org) + andere Banden 17.08.. UnzumutBar 20.08.: VIENNA NOISE CAMP [breakcore-hardcore-jungle-noise]: live: - FM Zombiemaus, http://www.rasprechs.com/fmzombiemaus.html - Neon Squid Autopsy, http://cccp.at/terminal/sonic/nsa - Eat Dead Gore!, www.1bomb1target.org - FMX, www.drumfunk.at djs: Sepix, Madame Strang, Assimilatah&BB 21.08.: 15h Metallworkshop - Schweissen, Flexen, Bohren, Sicherheit 25.08.: 17h Erste Hilfe Workshop, anschl. unzumutBar 30.08.. Pavilionul 32 (rum) & The Tangled lines 02. od. 03.09.: Antifa-Mobilisierungsfest 04.09.: Weibafrühstück 18.09.: THE SPECTACLE (nor, www.the-spectacle.com) / REQUIEM (us, www.crimethinc.com) / THE PLAGUE MASS (graz, www.theplaguemass.at.tt) 28.09.: KYLESA (us, prank rec., www.kylesa.com) 30.09.: RÄUBERHÖHLE (d) & SPOENK (wien) & VORTEX REX (wien) & RED HEAD ARMY 17.10.: ISKRA (can, profane existence, www.iskra.ws) ================================================ 02 Veranstaltungsankündigung: GAJ Wien Sommerkino von: buero at gajwien.at ================================================ *Mi. 10.08.05 ab 20:00* *Bei schönem Wetter Freiluftkino!!* *Ort: *Grünes Haus, Lindengasse 40, 1070 Wien - *Eintritt frei* *"Mörder unterm Edelweiß" - Mittenwald 2005* / Eine Dokumentation von ACC & GAJ Wien Erscheinungsjahr: 2005 Länge: ca 15 Min/ In einem idyllischen Ort in Bayern treffen sich jedes Jahr zu Pfingsten Gebirgsjäger - eine Eliteeinheit der Wehrmacht im 2. Weltkrieg, die für zahlreiche Massaker verantwortlich gemacht wird - um ihren gefallenen Kameraden zu gedenken und einen Pfingstgottesdienst abzuhalten. Seit einigen Jahren regt sich Widerstand gegen diese Veranstaltung, die Täter zu Opfern stilisiert, Kriegsverbrechen leugnet und Kriegsverbrecher in ihren Reihen hat. Mehrere antifaschistische Gruppen haben auch dieses Jahr eine ZeitzeugInnenveranstaltung, und Protsestmärsche organisiert um den ewig Gestrigen lautstark entgegenzutreten. Die Plattform grünalternativer Jugendorganisationen war dieses Jahr ebenfalls dabei und haben gemeinsam mit ACC, einem Videokollektiv, eine Dokumentation über die Gegenveranstaltungen zum Gebirgsjägertreffen in Mittenwald gedreht. Nach der Kurzdoku werden allfällige Fragen zu Mittenwald beantwortet. *Vergessene Opfer - Teil 1 Kärntner Slowen/innen 1- Aussiedlung* / Eine Koproduktion von: Verein "Standbild" & "Schnittpunkt" - Film- & Multimediaproduktion Erscheinungsjahr: 2002 Länge: 104 Min/ "Vergessene Opfer" ist eine Videoreihe, in der Menschen, die lange bzw. bis heute nicht von allen zuständigen staatlichen Stellen als Opfer des Nationalsozialismus anerkannt worden sind, ihre Lebensgeschichte erzählen. Die Reihe bietet erstmals einen Querschnitt durch in der österreichischen Gesellschaft unbekanntere Schicksale und Nachkriegsbiografien von in der NS-Zeit verfolgten Menschen, die jahrzehntelang als "asozial" oder "Landesverräter" stigmatisiert wurden. Die Interviews brechen nicht mit 1945 ab, sondern führen bis in die Gegenwart. Der späte Zeitpunkt der Anerkennung bestimmter Opfergruppen und Einzelpersonen als Opfer des Nationalsozialismus geht Hand in Hand mit dem jahrzehntelangen gesellschaftlichen Abwerten und wissenschaftlichen Nichtwahrnehmen(wollen) der betroffenen Menschen. Im Unterschied zu den meisten einer anerkannten Opfergruppe zugehörigen Überlebenden hatten sie nach der Befreiung Österreichs keine Lobby, die versuchte, sich für ihre Interessen einzusetzen. Die Erzählungen stehen als Einzelschicksale für sich und repräsentieren gleichzeitig eine Biografie innerhalb der jeweiligen Opfergruppe. *Anschließend Diskussion mit den RegisseurInnen!!!* ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND KOMMENTARE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 03 Seit heute in ganz Wien: Die Tausend Augen des Dr. Mabuse von: depesche at quintessenz.org ================================================ From: "q/depesche" Subject: Seit heute in ganz Wien: Die Tausend Augen des Dr. Mabuse q/depesche 2005-08-06T15:03:12 Seit heute in ganz Wien: Die Tausend Augen des Dr. Mabuse Seit dem neuen Sicherheitspolizeigesetz rangiert Videoüberwachung ganz oben unter den populistischen Sicherheitsmaßnahmen. Egal ob die Kriminalitätszahlen deutlich hinunterzeigen (quintessenz berichtete) - für die herbstlichen Wiener Landtagswahlen erhofft man sich so positive Wahleffekte. Über die Art des Effekts, entscheiden aber immer noch wir - das Wahlvolk. -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- Ab 6. August werden 4 Züge der Wiener Linien (1 neuer U-Bahnzug, ein alter U-Bahn-Zug "Silberpfeil" und zwei Straßenbahnbeiwägen) mit Videoüberwachung ausgestattet. Damit gibt die Wiener Stadtverwaltung einem populistischen Sicherheitsdruck nach und investiert enorme Beträge in Maßnahmen, die schon in anderen Städten keine spürbare Verbesserung von Sicherheit oder Absenkung der Gesamtkriminalität brachten. So zeigte eine schon 2002 durchgeführte Studie der "National Association for the Care and Resettlement of Offenders" (NACRO) in Großbritannien, dass bei 24 untersuchten Videoeinsatzgebieten die Kriminalitätsrate in 13 Fällen zwar gesunken ist, in vier jedoch gestiegen ist und bei 7 gleichgeblieben ist. Insgesamt betrug der Effekt der Kriminalitätssenkung gerade 5%, wobei mit wesentlich billigeren und einfacheren Maßnahmen, wie besserer Straßenbeleuchtung, Beseitigung von Sichthindernissen, desolaten Straßenlokalen und "toten Winkeln", aber auch mit einer angemessenen persönlichen Kontrolle, bessere Ergebnisse erzielt würden. Insgesamt verlieren Überwachungsmaßnahmen extrem rasch an Wirkung, so ein Resumee der Studie. Auch in London, mit seinen mehr als 500.000 Videokameras, wohl als Hauptstadt der Überwachung zu bezeichnen, kam es zu keiner Absenkung der Kriminalitätsrate. In Wien möchte man mit der Videoüberwachung die vergleichbar geringfügige Kriminalität in den öffentlichen Verkehrsmitteln reduzieren. Laut Angaben der Wiener Linien betrug der Gesamtvandalismusschaden im letzten Jahr 200.000 EUR, angesichts des Umfangs des Fuhrparks eine geradezu erstaunlich geringe Größe. Auch die Gesamtzahl der angezeigten Straftaten ging in den letzten Jahren - ohne Videoüberwachung - drastisch zurück und lag bei einem Rückgang um 800 Taten (minus 37%) im letzten Jahr bei weit unter 2000 Anzeigen, dies bei etwa 700 Millionen Passagierfällen. Die Wahrscheinlichkeit auf den Straßen Wiens in einen Verkehrsunfall verwickelt zu werden liegt dramatisch höher. [...] Das vollständige Statement der ARGE DATEN unter http://www2.argedaten.at/php/cms_monitor.php?question=PUB-TEXT-ARGEDATEN&search=91411wip Wiener fühlen sich sicher - Keine Angst in U-Bahn http://oesterreich.orf.at/wien/stories/44561/ Videoaufzeichnung in U-Bahn startet http://wien.orf.at/stories/50010/ Kriminologen: Wissen nicht ob Videoüberwachung sinnvoll ist http://www.quintessenz.at/cgi-bin/index?id=000100003290 Köln: Zivilcourage wichtiger http://www.quintessenz.at/cgi-bin/index?id=000100003220 Kriminalität in U-Bahn sank um 37% http://www.quintessenz.at/cgi-bin/index?id=000100003196 ================================================ 04 Graz/Friedensaktion/Kaltenegger/Dienes von: kpoe_stmk at hotmail.com ================================================ Graz, am 7. August 2005 Friedensaktion der Grazer KPÖ Am Jahrestag der Tragödie in Hiroshima führte die KPÖ-Graz eine öffentliche Aktion bei der Hauptbrücke durch. Mit Musik und einer Rezitation von Texten zum Thema, vorgetragen von Gerhard M. Dienes - früherer Leiter des Grazer Stadtmuseums und Kandidat der Kaltenegger-KPÖ beid er Landtagswahl - wurde der Opfer des ersten Atombombenabwurfes gedacht und auf aktuelle Gefahren der atomaren Hochrüstung hingewiesen. es wurden auch Flugblätter verteilt. In einer Stellungnahme betonte der Grazer Stadtrat Ernest Kaltenegger:"Wenn wir die Existenz nuklearer und anderer Massenvernichtungsmittel als gegeben hinnehmen, riskieren wir, dass sie auch eingesetzt werden. Deshalb trete ich für ein striktes Verbot nuklearer Waffen ein. Das mag in einer Zeit der Hochrüstung, in der die Gewalt immer mehr zum Mittel der Politik wird, utopisch klingen. Es gibt aber keinen anderen Weg, um der Menschheit eine friedliche Zukunft zu sichern." KPÖ-Steiermark Lagergasse 98 a 8020 Graz Tel.: 0316 71 24 36 Fax 0316 71 62 91 email: kp.stmk at kpoe-graz.at; kpoe_stmk at hotmail.com ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< SOLIDARITÄT WELTWEIT ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 05 [gipfelsoli] Gleneagles von: gipfelsoli-l at lists.nadir.org ================================================ Gipfelinfo - Meldungen über globalisierte Solidarität und die Proteste gegen unsolidarische Globalisierung -------------------------------------------------------------------------- - Another appeal for witnesses - Accomodation for court cases ---------------------------------------------------------------------------- Another appeal for witnesses The Legal Support Group have been asked to distribute this appeal for video evidence of an arrest of two people during the Boogie on the Bridge actions in Glasgow... "Two people were arrested on Friday, July 8th in Glasgow some time after Boogie On The Bridge... One, a male was a clown. He had dreadlocked hair and a big red clown nose, white face paint and was wearing a pair of john-lennon-style shades and a khaki fishing jacket pink patches of pink fluff sewn onto it. He was effectively arrested for hugging the fairy who was being taken in to custody at the time. The fairy, a female, was wearing a pink t-shirt with "terrorist?" [that's a question mark] on it. She was carrying a pink feather duster. The fairy was arrested with the majorly trumped-up charge of "Assaulting An Officer"! His charges are "Obstructing Police Business" and "Attempted Rescue Of A Prisoner"... These charges are complete bullshit and we can prove it too - but we need your help - Someone filmed the whole arrest scene! About a minute before the arrests, someone with a vid camera filmed the clown complaining... If you are the filmer and you are reading this now, please come forward with this footage! A cop had been stomping on the clown's feet and shoving the clown about. The cop was majorly aggressive. The clown wanted this aggression filmed for the permanent record... Another cop was pushing and shoving the fairy all over the place and purposefully pushing her into people... The clown went on camera and reported the abusive behaviour saying something like "This cop is a real bully, he is pushing and shoving and stomping on my feet. Please film his face and make him famous"... 1 minute later, with the camera still rolling, both the clown and the fairy were arrested together!!! If we can find the guy who filmed this, we belive both the clown and the fairy cases will be dropped pretty quickly... If you didn't film this, but witnessed it, please contact g8legalsupport." ------- Did you witness and/or film these 2 arrests? If so, please contact g8legalsupport at riseup.net [resistg82005 at lists.riseup.net] ---------------------------------------------------------------------------- Accomodation for court cases Hi A group in Scotland (from folk in Edinburgh and Glasgow) has been formed to help folk find accommodation when they have court cases and to do court support - we're slowly getting offers of overnight accommodation for people coming to court. There are court cases scheduled for Edinburgh, Glasgow, Stirling , Perth & Falkirk. We're going to try and cover all of them so that there are local people there whenever anyone is in court. Please get in touch if you're planning to come to court and if you need any help with accommodation or need some financial help getting witnesses (or yourself) to court - we have a little money to help financially in hardship cases. July 2005 Solidarity Group c/o 17 West Montgomery Place Edinburgh EH7 5HA July2005solidarity at yahoo.co.uk or leave a message on 0131 557 6242 And if you want to help with court support and then prisoner support (visiting people in jail, raising money to be sent into prisoners, welcoming prisoners when they're released, etc) get in touch as well! Cheers! [resistg82005 at lists.riseup.net] ================================================ 06 [gipfelsoli] Genua -- Heiligendamm von: gipfelsoli-l at lists.nadir.org ================================================ Gipfelinfo - Meldungen über globalisierte Solidarität und die Proteste gegen unsolidarische Globalisierung -------------------------------------------------------------------------- - Das Gedächtnis ist ein kollektives Getriebe - Soliposter - GENUA GEHT UNS IMMER NOCH AN! Infoveranstaltung in Berlin - G8 2007: Workshop auf dem Prekär Camp im Wendland -------------------------------------------------------------------------------- Das Gedächtnis ist ein kollektives Getriebe 4 Jahre Genua: Soliposter auf deutsch erschienen Im Juli 2001 kamen 300000 Menschen nach Genua um gegen den G8 - Gipfel zu demonstrieren. Anschließend an Gipfelproteste in Seattle, Prag und Göteburg, wurde sich versammelt, um ein klares Zeichen gegen die kapitalistische Globalisierung und das neoliberale Wirtschaftssystem zu setzen. So vielfältig die Bewegung, so unterschiedlich waren auch die Aktionsformen gegen das Treffen der 8 reichsten Länder der Welt. Kennzeichnend waren aber vor allem die militanten Auseinandersetzungen mit der Polizei und die Angriffe auf Symbole des Kapitalismus. Doch bereits mit den Schüssen in Göteburg bekam die Bewegung einen Vorgeschmack auf das, was passiert, wenn Menschen mit radikalen Mitteln die herrschenden Verhältnisse in Frage stellen. Am 20.7.2001 wird auf dem Piazza Alimonda Carlo Guiliani erst von einem Schuß in den Kopf getötet und anschließend zwei mal von einem Polizeijeep überrollt. In den folgenden Tagen wütet und foltert die italienische Polizei auf brutalste Art und Weise in den Strassen, bei Festnahmen und in der Polizeikaserne von Bolzaneto. In Europa verschärft sich auf allen Ebenen die Repression gegen antikapitalistische GipfelgegnerInnen, und auch in Italien laufen nach 4 Jahre in Genua immer noch unzählige Verfahren. Während der italienische Staat in einem Prozess gegen gewaltätige und folternde Polizisten auf Verzögerung und Verjährung setzt, stehen aktuell 25 Menschen vor Gericht mit dem Tatvorwurf der Verwüstung und Plünderung und sehen sich damit Gefängnisstrafen von 6 bis 15 Jahren konfrontiert. Es wird auch immer noch die Eröffnung von 50 weiteren Verfahren gegen AktivistInnen erwartet. Seit 4 Jahren leistet nun auch schon das Genoa Legal Forum und vor allem der Supporto Legale gibt's auch eine deutsche wichtige Arbeit im Kampf gegen die Repression. In jahrelanger Kleinarbeit sichten die GenossInnen Videomaterial und andere Quellen. Sie leisten damit die enorm wichtige Zuarbeit für die laufenden Prozesse. Diese Arbeit kostet wie immer viel Geld, und deswegen haben wir uns entschlossen ein Soliposter, das wir aus dem italienischen übersetzt haben, im deutschsprachigen Raum zu verteilen. In einer Comicgeschichte werden die Tage von Genua in einer realistischen und eindrucksvollen Stimmung aufgearbeitet. Wir sehen uns 2007 zum G8 in Heiligendamm! Für weitere aktuelle Informationen: www.supportolegale.org(mit deutscher Unterseite) Oder relativ ausführlich www.sezuan.com(dort dann zum Genua Verfahren) Für Plakatbestellungen schickt eine mail an rl-nuernberg[at]web.de demnächst auch (dann incl. Mehrwertsteuer) unter www.linke-t-shirts.de (dort dann zu Poster) * 1 stck - 1 Euro * 10 stck - 5 Euro * 50 stck - 20 Euro (Alles plus Versandkosten. Bei gerollten Plakaten kostets mehr. Gebt bei kleinen Mengen (-15) an, ob gefaltet oder gerollt) ...also bestellt gleich für eure GANZE STADT! Außerdem arbeiten gerade Leute in Berlin an einer interessanten Broschüre zu Genua, die demnächst erscheinen wird. Wer selbst Geld spenden mag oder sonstigen Solikram machen will, hier die italienische Bankverbindung: swift code CRGEITGG040 iban IT45 H061 7501 4000 0000 6135 980 Zahlungszweck: supporto legale Solidarität ist eine Waffe - Angeklagt sind 25, gemeint sind wir alle! [http://www.redside.tk/] -------------------------------------------------------------------------------- GENUA GEHT UNS IMMER NOCH AN! Infoveranstaltung zur aktuellen Situation . - mit Carlo Quaritino vom Genua Legal Forum + dem Film: 'Recht auf Selbstverteidigung' + gekühlten Getränken SO. 7.AUGUST, 20.00 UHR, WAGENPLATZ KINDERBAUERHOF (ADALBERTSTR.) [supporto legale berlin] -------------------------------------------------------------------------------- G8 2007: Workshop auf dem Prekär Camp im Wendland Auf dem Prekär-Camp wird es zu G8-Aktivitäten einen workshop geben und zwar am 8. und 9.8. jeweils um 17 Uhr. Titel: G8 2007 - Diskussionen um Ziele und Strategien aus den Erfahrungen der Gipfelmobilisierungen und Infos zu Gleneagles 2005 und Heiligendamm 2007 Beschreibung: Den G8 Gipfel in Schottland gerade hinter uns gebracht wollen wir unsere Blicke auf die Mobilisierung gegen den G8-Gipfel 2007 in Deutschland richten. Dazu wird es einige Infos zu Heiligendamm (Mecklenburg-Vorpommern) geben und es werden verschiedene Gipfelmobilisierungen der Vergangenheit in Europa vorgestellt (Köln, Berlin, Genua, Evian, Davos, Gleneagles...), um diskutieren zu können, wie und mit welchen Zielen und vielleicht auch neuen Aktionsideen wir die Zeit bis zum G8 in Heiligendamm anpacken können. Schön wäre es, wenn wir bei diesem Gipfel vielleicht jetzt schon darüber hinaus denken könnten. Außerdem soll der Workshop als Forum dienen, die Vernetzung einer Mobilisierung auf Grundlage der Eckpunkte von Peoples' Global Action jenseits hierarchischer Strukturen voranzutreiben. [cactuz] -------------------------------------------------------------------------- gipfelsoli infogruppe ================================================ 07 Bereits 17 ermordete Kurden im Iran , ÄrtzInnen wird Zugang verwehrt von: wadi.wien at gmx.at ================================================ DEMOCRATIC PARTY OF IRANIAN KURDISTAN Press release Paris 4.8.2005 At least 17 victims of the regime in Kurdistan are identified Doctors are prevented to visit injured Since the upraising of Kurdish people in Iranian Kurdistan on the anniversary of Dr. Abdulrahman Ghasemlou, who was assassinated by the terrorists of Islamic republic of Iran in 13th July 1989 in Vienna, various number of Kurdish people are killed by the security forces of regime. The regime as usual has hided the real number of her crimes and only a few of victims have been handover to their family. KDPI International relations has received the list of 17 victims, killed by regime's security guard: Surname First Name Place of being shoot Amini Omar Shno Mairoufi Bayzid Shno Mrs. Khezri Jamileh Shno Sour Hakim Baneh Nasrollahi Loghman Baneh Abdi Hossein Sardasht Ramazanzadeh Abas, 75 yrs old Saghez Rahimi Behzad Saghez Kamali Obeid Saghez Vakili Kaveh Saghez Rahman Saghez Shariati Mohammad Saghez Morovati Afshin Saghez Hejazi Kaveh Saghez Mrs. Mohammadi Shadman Saghez Niloufar Naser Saghez Mohammadi Farzad Saghez The condition of injured is very critical. The regime does not allow doctors and nurses to visit wounded. Security guards are inquiring them in hospital. Those who have light injury are transferred to unknown place for inquiring. Democratic Party of Iranian Kurdistan appeals all international organizations, human rights supporters and International Community to make their afford in order to stop the blood shed in Iranian Kurdistan by Islamic regime of Iran. We appeal International community to send an independent group to investigate the resent events in Iranian Kurdistan. Democratic Party of Iranian Kurdistan International relations Press release Paris 4.8.2005 Clout in Paveh - Iranian Kurdistan All shops and markets are closed, Security forces surrounded the city Since early morning today Thursday 4th August 2005, all shops and markets of the city of Paveh are closed. The clout of the people of Pave is to support the upraising of Kurdish people in Saghez, Sanadaj, Mahabad and other cities of Kurdistan of Iran and to condemn the crimes of the regime of Iran against Kurdish people. The security guards who are moved from Kermanshah and other neighbors' cities have surrounded the city. Two helicopters of regime are flying on city and controlling the state of people movement. 13 killed and 200 injured in Saghez At least 13 people were killed and 200 were injured in on Monday 3rd August, among them a 75 years old man. Tens of demonstrators are arrested who during inquiring have been tortured and humiliated by regime's security forces. Democratic Party of Iranian Kurdistan condemning the brutal act of the Islamic Republic of Iran against Kurdish people in the city of Sanandaj and other Kurdish cities. KDPI appeals all International organizations, human rights supporters and International Community to make there afford in order to stop the blood shed of Iranian Kurdish people by Islamic republic regime of Iran. Democratic Party of Iranian Kurdistan International relations Communiqué of the Congress of Iranian Nationalities for a Federal Iran in support of people of Kurdisdistan, particularly the People of sanandaj 4.8.2005 According to the reliable news received, Kurdish people are expressing their dissatisfaction and resentment towards the Islamic Republic regime in Iran in all ways possible. People of Sanandaj, in conjunction with other cities in Kurdistan, in Support of the uprising of the people of Mahabad and in protest against the repressive atmosphere created by the regime in the region have organised a peaceful public demonstration in the city. The demonstration soon spread to all areas of the city including, Safri Avenue, Esteqlal Park, 6 Bahman, Taj, Ferdawsi, Shahpour Nabwat, Wakil, Gendarmerie, Namaki, Kurdistan Square and Qataechian. The security forces present in the city and with the help of reinforcement from Esphan and Kermanshah have attacked the demonstrations and fired in to the crowd with tear gas and live bullets. Resulting in six dead and dozens of peoples injured. The demonstrators has responded to this heavy handed action from the security forces with attacking the government owned offices and vehicles and setting them on fire. Today as we are writing this communiqué we are receiving news of yet another attack by security forces on peaceful demonstration in the city of Saqez resulting in at least 5 dead and scores of injured. This wave of protest and demonstration of the people of Kurdistan begun on 13th July, the anniversary of the terror of Dr Qasemlu by the Iranian governments agents, and in protest against the appointment of the terrorist Mahmood Ahmed nejad. The protest intensified when the news of the brutal murder of a young Kurdish activist ( Shewana) reached the demonstrators. International Institutions, Democratic Goverments and Human Right organisations, In a multi national Iran, in comparison with the Fars nationals, nationalities such as Baluch, Azerbayjan Turks, Torkeman, Arab and Kurd are deprived from basic civil and political rights. This national oppression and discrimination results in protests and demonstrations which will continue until the right of these nationalities are recognised within the framework of a democratic federal system. With this, as the parties and organisations representing the oppressed nationalities in Iran, we appeal to you to support the just struggle for freedom of Kurds, Baluch, Azerbayjan Turks, Torkeman, Khozestani Arab and to prevent the further destruction and bloodshed in Kurdistan. Congress of Federal Iranian Nationalities 3rd August 2005 1- Balochistan United Front-Iran 2- Baloch Peoples Party 3- Democratic Party of Iranian Kurdistan 4-Democratic Solidarity Party of Ahwaz 5- Azerbaijan Cultural Association 6- Revolutionary Tailors Party of Iranian Kurdistan - Komala 7- Organization for Defence of the Rights of Turkmen People ================================================ 08 Mittwoch: 13 KurdInnen im Iran ermordet von: wadi.wien at gmx.at ================================================ Reports of 13 killed as Seqiz joins other Kurdish cities in protest 03/08/2005 KurdishMedia.com London (KurdishMedia.com) 03 August 2005: On Wednesday, the residents of the Kurdish city of Seqiz in Eastern Kurdistan organised a peaceful protest to support the massive protests of other parts of Eastern Kurdistan that have been raging on for the past weeks against the Iranian state. According to the information that has reached KurdishMedia.com from local sources, clashes erupted between the protestors and Iranian security forces resulting in tens of Kurdish protestors being killed. The protests in Seqiz were concentrated in the Meyidani Helo, Bergerej and Xiyabani Shanaz, KurdishMedia.com was told. There have been reports that in total 13 protesters were killed but KurdishMedia.com has so far not been able to establish the exact number of protestors killed. KurdishMedia.com has obtained the names of four of the Seqiz protestors killed and they are: Newzad Muhemedi Muhemedi Shariyeti Abasi Remezanzade Abasi Keleyi Mr. Shariyeti was a retired teacher and was shot in the head and Mr. Keleyi owned a local shop selling sweets, KurdishMedia.com has learnt. Locals KurdishMedia.com has been in contact with have also said that hundreds of protestors were detained during the protests. KurdishMedia.com has also received reports of 5 more people being killed in clashes with the Iranian authorities in Shino and 2 in Baneh. The Iranian state agency IRNA called the demonstrating Kurds of Seqiz and Sanandaj "a bunch of disruptive anarchists", "hooligans" and "agitators." IRNA did not elaborate on why the people were demostrating or the case of the young Kurd, Shiwane Qadiri, who was shot by the Iranian police, tied to a car and dragged all the way to the police station, where he was tortured until he died. The wave of protests across Eastern Kurdistan was sparked by Shiwane Qadiri's brutal killing. ================================================ C) TERMINE ================================================ ======================== Montag http://www.mund.at/butt/Termine/August/0808.htm Dienstag http://www.mund.at/butt/Termine/September/0908.htm Mittwoch http://www.mund.at/butt/Termine/September/1008.htm ======================== ================================================ D) EDITORIAL ================================================ Für den Inhalt verantwortlich: Ihr. E-Mail-Adresse für Beiträge: widerstand at no-racism.net geschickt. widerst at nd MUND und alle Termine täglich aktualisiert im Web: http://www.no-racism.net/MUND Ziel von MUND (medienunabhängiger Nachrichtendienst) ist die unzensurierte und möglichst rasche Information über gesellschafts- politisch relevante Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu Widerstand und Antirassismus sowie verwandte Themen. sollen einen Titel, Namen und Emailadresse der/des AutorIn enthalten und möglichst kurz und prägnant gehalten sein, ev. mit Hinweis, wo weitere Informationen eingeholt werden können. Bitte keine Attachments! Die inhaltliche und sachliche Verantwortung liegt bei der/dem jeweiligen AutorIn bzw. jenen, die uns die Beiträge schicken. Der MUND wird von einzelnen TagesredakteurInnen zusammengestellt. Da Fehler nicht ausgeschlossen sind, bitten wir, nicht veröffentlichte Beiträge nochmals an widerstand at no-racism.net zu senden. Die Weiterleitung (auch auszugsweise) ist erwünscht. Beiträge mit rassistischen oder sexistischen Inhalten werden nicht veröffentlicht. Sehr persönliche Meldungen werden wir an den betreffenden Adressaten weiterleiten, aber nicht im MUND veröffentlichen. Die bisherigen Ausgaben sind unter http://www.no-racism.net/MUND archiviert. Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage: * Wann: Sonntag, 11.11.2001, 11:11 Uhr * * Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" * * Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf * * Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie. Aber kurz und prägnant.* Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch stillschweigend Zensur zu üben. Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die Nichtaufnahme geliefert. (Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.) Die AbsenderInnen der betroffenen Beiträge werden hiervon informiert. Im Sinne einer "gläsernen Zensur" könnt ihr Euch die Beiträge gerne extra schicken lassen: Ein kurzes Mail an widerstand at no-racism.net genügt. ================================================ E) VERTEILERLISTE ================================================ Zur Eintragung in diesen Verteiler bitte direkt subskribieren unter http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/analle oder von der einzutragenden Adresse aus ein mail schicken an: admin at no-racism.net mit folgendem Text: subscribe no-racism Bitte wegen Automatisierung diesen Wortlaut verwenden! Zur Austragung aus dieser Liste bitte an aus Einsendungen an zusammengestellt. Bitte keine Attachments! (werden nicht angenommen) Redaktionsschluss für diese Ausgabe: Sonntag, 18.00 III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III ü, ö, ä, ß, Ü, Ö, Ä III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III widerst at nd-MUND is powered by http://alt.strg.at/ ================================================ From analle at no-racism.net Tue Aug 9 10:53:53 2005 From: analle at no-racism.net (=?iso-8859-1?q?MUND=3A_medienunabh=E4ngiger_Nachrichtendienst?=) Date: Tue, 9 Aug 2005 10:53:53 +0200 Subject: widerst@nd! - MUND: Dienstag, 9.8.2005 Message-ID: widerst at nd MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst www.no-racism.net/mund Dienstag, 09.08.2005 MedieninhaberInnen seid ihr! ================================================ A) INHALT ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 01 9.8.: Ueberlebender des Atombombenabwurfes auf Nagasaki in WIEN "Alois Reisenbichler - Stadtteilzentrum Simmering" ================================================== 02 TERMIN + EINLADUNG ZUR FIBRIGEN DJ-LINE:: DI, 09. AUG 05 KünstlerInnenhauspassage "Presse Fiber" ================================================== 03 Achtung Programmänderung: Absage von "Herrchens Frauchen.." von & mit Lisa Politt KosmosTheater ================================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND KOMMENTARE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 04 Die CeiberWeiber-Kartoffel Für HERRliche Initiativen zur weiblichen Bescheidenheit ================================================== 05 Hiroshima Aktion in Wien "Alois Reisenbichler - Stadtteilzentrum Simmering" ================================================== 06 Kritik an Wiener Förderplänen für Netzkultur-Aktivitäten IG Kultur Österreich ================================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< SOLIDARITÄT WELTWEIT ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 07 Betrug mit dem Versprechen Aufenthaltsrecht Informationsstelle Kurdistan e.V. ================================================== 08 Tag der indigenen Völker - Privatisierung der Wälder bedroht Sibiriens Ureinwohner "GFBV" ================================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< LINKS / VERWEISE / HINWEISE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 09 Lesenswertes zum Prozess in Venezuela "venezuela-info.net" ================================================== 10 kanalB videoclip - easycity webmaster at kanalB.org ================================================== 11 [kanalb.at] kanalB videoclip - arbeiterInnenkampftag webmaster at kanalB.org ================================================== 12 [kanalb.at] kanalB videoclip - buehne frei! webmaster at kanalB.org ================================================== ================================================ B) TEXTE ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 01 9.8.: Ueberlebender des Atombombenabwurfes auf Nagasaki in WIEN "Alois Reisenbichler - Stadtteilzentrum Simmering" ================================================== Gedenken bei der Wiener Friedensbewegung: Überlebender des Atombombenabwurfes in Wien Am 9. August vor 60 Jahren wurde die zweite Atombombe auf Nagasaki abgeworfen. Daher wird am Dienstag, dem 9. August 2005 ab ca. 19.00 Uhr der Atombombenopfer mit einer buddhistischen Lichterzeremonie bei der Friedenspagode, 1020 Wien, Hafenzufahrtsstraße, gedacht. Heuer wird wieder Herr KAZUO SODA (aus Fukuoka, Japan) daran teilnehmen, der den Atombombenabwurf auf Nagasaki überlebt hat und eines der Gründungsmitglieder der Hibakusha-Bewegung (Hibakusha: Überlebende der A-Bomben) ist. Für den Wiener Terminkalender: Dienstag, 9. August 2005 19.00 Uhr, buddhistische Lichterzeremonie zum Gedenken an die Opfer der Atombombenabwürfe Friedenspagode, 1020 Wien, Hafenzufahrtstraße, Rede von Kazu Soda Informationen: www.hiroshima.at Alois Reisenbichler, Tel. 0664 39 51 809 (auch wenn Sie Kontakt zu Herrn Kazuo Soda suchen) Information über Herrn Kazuo SODA Er zählt zu den 460 000 Menschen, die noch heute an den Folgen der Atombombenabwürfe von Hiroshima und Nagasaki leiden. Geboren wird Kazuo Soda am 24. November 1930 in Nagasaki. 10-jährig zieht man ihn, im dritten Schuljahr an einer staatlichen Mittelschule, zum Arbeitsdienst in einen Rüstungsbetrieb ein. Er erlebt den atomaren Angriff auf seine Heimatstadt am 9. August 1945 im elterlichen Haus, 2,5 km vom Explosionszentrum der Bombe entfernt. Im Dezember 1945 stirbt der ältere Bruder an den Folgen, die Eltern fünf Jahre später. Er wird Lehrer in einer öffentlichen Oberschule, seine Lehrtätigkeit, die er 38 Jahre ausübte, wird begleitet von dem unermüdlichen Wirken wider das Vergessen. Kazuo Soda ist ein Einzelkämpfer für die Ächtung von Atomwaffen, er ist aber auch ein Vertreter der HIBAKUSHA-Bewegung kraft seines persönlichen Engagements. Diese Bewegung ist ein Zusammenschluss der überlebenden Strahlenopfer. Eine Bewegung der Ausgegrenzten und Geächteten. Die HIBAKUSHA haben nicht nur unmittelbar die Schrecken des atomaren Infernos erlebt und erlitten, sondern auch die nachfolgende Ausgrenzung aus dem gesellschaftlichen Leben. Gerade aus ihren psychischen und physischen Verletzungen haben einzelne Überlebende wie Kazuo die Kraft für ihr Friedensengagement bezogen. Sie ließen sich durch die Gleichgültigkeit und Ignoranz ihrer sozialen Umwelt nicht beirren. Für ihre Friedensarbeit erfahren die HIBAKUSHA keinerlei Unterstützung von staatlicher Seite, ihre Friedens-Pilgerreisen finanzieren sie aus eigenen Mitteln. HIBAKUSHA heißt "Die Bombardierten". Dieser Begriff meint inzwischen nicht mehr nur die Opfer, sondern wird auch als Bezeichnung für die Anti-Atomwaffen-Bewegung genutzt. Ihr Symbol ist ein Kranich. Kazuo und seine Mitstreiter haben nie einseitig die USA für den atomaren Massenmord von Hiroshima und Nagasaki alleine verantwortlich gemacht, sondern auch den japanischen Imperialismus an den Pranger gestellt. Auch wird immer wieder eindringlich geschildert, was der koreanischen Bevölkerung von japanischer Seite angetan wurde. Zu den Atombombenopfern zählen auch zahlreiche koreanische Zwangsarbeiter. Kazuo Soda ist aktives Mitglied der weltweiten Friedensbewegung geworden. Sein Wissen, seine Gefühle und seine Erfahrungen haben ihn vor zehn Jahren dazu bewogen, den Dienst als Lehrer zu quittieren, um auch über Japans Grenzen hinaus die Menschen auf die tödliche Gefahr von Nuklearmaterialien, insbesondere von Atomwaffen aufmerksam zu machen und durch seine Friedensreisen dem Vergessen und der Verdrängung entgegen zu wirken. Ein zentrales Anliegen des Zeitzeugen Kazuo ist es, möglichst viele Menschen dazu zu bewegen, den Appell von Hiroshima und Nagasaki für die Ächtung und Abschaffung aller Atomwaffen zu unterzeichnen. Ein zentrales Anliegen des Zeitzeugen Kazuo Soda ist es, möglichst viele Menschen dazu zu bewegen, den Appell von Hiroshima und Nagasaki für die Ächtung und Abschaffung aller Atomwaffen zu unterzeichnen. Er sucht bei seinen Reisen durch viele Länder weltweit den Kontakt zu den Menschen, insbesondere zu den Jugendlichen, deren Wahrnehmung für die Gefahr er schärfen will. Er besucht Schulen, Universitäten und Friedensgruppen und spricht auch über seinen persönlichen Leidensweg. Inzwischen wurden nur aus der Stadt Köln über 200 000 Unterschriften nach Japan gesandt. Diese Unterschriften werden weiter geleitet an die Präsidenten der Länder, die immer noch, schon wieder oder gerade erst die Menschen mit Atomversuchen in Angst und Schrecken versetzen. Noch immer peinigen Kazuo die schrecklichen Erinnerungen an den 9. August 1945, an dem seine damalige Heimatstadt Nagasaki von einem Feuerball überrollt und verstrahlt wurde. Die Wunde seiner Seele blutet noch. ================================================== 02 TERMIN + EINLADUNG ZUR FIBRIGEN DJ-LINE:: DI, 09. AUG 05 KünstlerInnenhauspassage "Presse Fiber" ================================================== Liebe Medienmenschen! Wir laden Sie herzlichs zur sommerlich-fibrigen DJ-line ein und freuen uns über eine Ankündigung in Ihrem Medium. Wir freuen uns auch auf Ihr Kommen! fibrige Grüße Nina Stastný Redaktion fiber. werkstoff für feminismus & popkultur Vertrieb/PR/Kontakt mail to: ninastastny at fibrig.net homepage: www.fibrig.net Postadresse: Kirchengasse 10 mailbox no. 234 1070 Wien ================================================== 03 Achtung Programmänderung: Absage von "Herrchens Frauchen.." von & mit Lisa Politt KosmosTheater ================================================== Bedauerlicherweise müssen wir Ihnen eine wichtige Programmänderung übermitteln: FR 16. & SA 17.09./ 20:30 Uhr Kabarett von und mit Lisa Politt & Gunter Schmidt (D) Herrchens Frauchen: Vorübergehend weggetreten. musste wegen Krankheit kurzfristig abgesagt werden. Wir bitte Sie daher, diesen Programmpunkt aus der Ankündigung zu streichen! Somit beginnt unsere Programm mit: 1 x Monat/ Montag 19.09, 10.10., 07.11, 12.12. / 20:30 Uhr Kabarett von und mit Natascha Gundacker (A) Agathe auf der Kautsch oder Das fliegende Sofa In ihrer neuen Show erzählt die kleine Dame aus ihrem bescheidenen Leben und präsentiert Ihnen unbekannte Gäste und bekannte Stars von gestern und heute. Musikalisch bemalt wird wieder von ihrem Herrn Nachbarn. Schauen Sie rein und haben Sie Acht: Die Kautsch fliegt!! Sie werden das einladende Möbelstück jedes Mal an einem anderen Standort im KosmosTheater finden! "Herzerfrischend und Lachtränen befreiend." dieStandardt.at, Dagmar Buchta "... rausgekommen bin ich ganz agatheisiert wie immer..." Klein&Kunst Onlein, Sylvia Wasshuber Gäste: Marie-Therese Escribano, Christoph Krall, Gerti Tröbinger, Isolde Notnagl (angefragt) Musik: Joachim Berger Koproduktion Karten: EUR 14;- / erm. EUR 12;- _______________________________________________ MI 21. & SA 24.09. 20:30 Uhr Jella Jost verWEILLt Eine Kurt Weill Performance (A) Eine Song Performance mit Jella Jost und Harald Huber. Sie besteigen das Schiff. Das Schiff nimmt die Route: Kantate - Zwölftonmusik - Politisches Singspiel - Amerikanische Oper - Jazz. Kurt Weill instrumentiert Geschichten, die so alt sind wie die Menschheit. "Mit großen Spannungsbögen baut die Vokalistin den Abend aus moll gefärbter Tonalität, geschärfter Rhythmik und proletarischer Ästhetik auf, angereichert mit virtuoser Kontrapunktik und modernstem Sound, bei dem verbrauchtes Material kunstvoll neu ergriffen und umfunktioniert wird..." DER STANDARD, hen,2004. Konzept & Stimme: Jella Jost Piano & Keyboard: Harald Huber Gastspiel Karten: EUR 14;- / erm. EUR 12;- DO 28.09. - SA 08.10. / 20:30 Uhr Los Cometabràs - erstmals zu Gast im KosmosTheater (AR) Noches de Buenos Aires Los Cometabrás ist eine freie Gruppe aus Buenos Aires, die im Genre Musiktheater experimentiert, indem sie es mit verschiedenen Kunstformen wie Commedia dell'Arte, Variété, Straßentheater und Tanztheater kombiniert. Unter dem Namen "Die Untergrundkunstbewegung" eroberten sie die Szene in den frühen 80-ern. Um 1988 organsierte sich die Gruppe als Kooperative und entwickelte mit anderen KünstlerInnen ein Multimedia- Format namens "1/2 Mundo Variété", das ein Nebeneindander von Stilen und Ausdrucksmitteln erlaubte: bildende Kunst, Theater, Lesung und Design. Die Aufführungen finden in spanischer Sprache statt. MI 28.09. - SA 01.10. / 20:30 Uhr 2 mujeres para voz Musikkabarett Eine Geschichte von Verzauberung und Ernüchterung. Damit diese beiden Frauen den langen Weg der Suche nach Liebe und Anerkennung bewältigen können, müssen sie zuvor die Panzer aufbrechen, die sie umgeben. Mit allen Facetten der menschlichen Stimme lassen sie uns die Intimität des theatralen Aktes wieder entdecken. Geht es um Witz, Täuschung oder Komplizinnenschaft - die beiden Frauen lassen ihre Stimme erschallen ... a capella! DI 04. - FR 07.10. / 20:30 Uhr Trip telúrico Ein Werk des Terrors. Groteske "In haarstäubender Abfolge von witzigen Szenen, brillanten Klängen und Farben entrollt sich eine absurde, bisweilen kafkaeske Geschichte. Macht und ihre Pervertierung gewinnen schließlich die Oberhand über die Hauptfigur des Stückes, einen total einsamen, weil unkorrumpierbaren Beamten. Bis sie ihn zerstören. Hervorragend!" Sonia Gonorazsky. Abri Magazine. (AR) August 2004 SA 08.10./ 20:30 Uhr Noche de Tango y Cabaret Eine phantastische Tangonacht beendet die Noches de Buenos Aires im KosmosTheater. Das Publikum ist eingeladen, zu Milonga und anderen Rhytmen mitzutanzen! Los Cometabrás: Alejandra Cash, Dalila, Leandro Rosati, Teresa López, José Maria Leal, Agustin Sinibaldi u.a. Mit Unterstützung des Nationalen Theaterinstituts und des Nationalen Kunstfonds in Argentinien, der Argentinischen Botschaft und des Lateinamerikainstituts in Österreich. Gastspiel Karten: EUR 14,- / erm. EUR 12,- KosmosTheater / A-1070 Wien Siebensterngasse 42 / Tel. 01 5231226 / http://www.kosmostheater.at / email: office at kosmostheater.at / an Veranstaltungstagen geöffnet ab 19:00 / Büro Mo-Fr 11:00 bis 15:00 ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND KOMMENTARE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 04 Die CeiberWeiber-Kartoffel Für HERRliche Initiativen zur weiblichen Bescheidenheit ================================================== Die CeiberWeiber-Kartoffel Für HERRliche Initiativen zur weiblichen Bescheidenheit Gurken und Zitronen werden schon von anderen verliehen - warum nicht zur Kartoffel greifen, einem Grundnahrungsmittel, das gerade jene häufig essen (müssen), denen Bescheidenheit nahegelegt wird. Dem Basisprodukt für ärmere Familien und arme Frauen stehen Hummer, Kaviar und Co. entgegen, die beim Salär von Herren für Herren auch Leibspeise sein können. Wenn Männer Männer fördern, haben Frauen keinen Zugang zu Öffentlichkeit und ökonomischer Absicherung, was sich beispielsweise im Bereich Kunst und Kultur fatal auswirkt. Dort gibt es ja keine Frauenquoten und kein "Anrecht" auf irgendetwas, gefördert wird angeblich die reine Kunst und nicht das Geschlecht des/der Schaffenden. Linz wird EU- Kulturhauptstadt, und derzeit sieht es so aus, als ob Künstlerinnen und weibliche Inputs eine noch geringere Rolle als in Graz spielen würden. Meint jedenfalls der Verein FIFTITU%. Wir schliessen uns diesem Brief mit einer Kartoffel an die Herren Verantwortlichen an: Sehr geehrte Damen und Herren! Auf grund der aktuellen Medienberichterstattung ist davon auszugehen, dass die künstlerische Intendanz der Kulturhauptstadt Linz 09 Herr Martin Heller übernehmen wird. Auch der Aufsichtsrat für die Kulturhauptstadt scheint fest in männlicher Hand zu liegen (Kulturstadtrat Dr. Watzl, Landeskulturdirektor Dr. Mattes, Stadtkulturdirektor Dr. Janko, Tourismusvorsitzender KommR Manfred Grubauer, StadtkulturbeiratsvorsitzendeR - wird im Herbst neu bestellt). Es gibt für die Stadt Linz, Land OÖ und das BKA Kunstsektion jetzt noch die Möglichkeit, insgesamt 7 ExpertInnen in diesen Kreis zu nominieren. Wir fordern die politischen EntscheidungsträgerInnen mit Nachdruck auf, ihre gesellschaftliche Verantwortung wahrzunehmen und diese Stellen mit kompetenten Frauen aus dem Kunst- und Kulturbereich zu besetzen. Auch in Hinblick auf die konsequente Umsetzung des im Jahr 2000 einstimmig beschlossenen KEP. Mit freundlichen Grüßen FIFTITU% - Vernetzungsstelle für Frauen in Kunst und Kultur in OÖ Veronika Almer,Herta Gurtner, Mag.a Gabriele Heidecker, Mag.a Ursula Kolar-Hofstätter, Andrea Mayer-Edoloeyi, Mag.a Gerlinde Schmierer, Claudia Seigmann Dieses Mail ergeht an PolitikerInnen und Kulturverwaltung der Stadt Linz, des Landes OÖ und der Kunstsektion des BKA, sowie an die Presse. FIFTITU % - Vernetzungsstelle für Frauen in Kunst und Kultur in Oberösterreich Kapuzinerstraße 36/1 4020 Linz ++43-(0)732-770 353 mailto:fiftitu at servus.at http://www.fiftitu.at http://www.frauenkultur.at ================================================== 05 Hiroshima Aktion in Wien "Alois Reisenbichler - Stadtteilzentrum Simmering" ================================================== Hiroshima-Aktion auf dem Wiener Stephansplatz: Atomwaffen sind die größte Bedrohung für das menschliche Leben Bei einer Aktion der Wiener Friedensbewegung und der Hiroshima- Gruppe Wien wurde am 6. August 2005, dem 60. Jahrestag des Abwurfes der Atombombe auf Hiroshima, eine Welt ohne Atomwaffen und ohne Krieg gefordert. Mit einem anschließenden Laternenmarsch vom Stephansplatz zum Teich vor der Karlskirche wurde der Opfer der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki gedacht. Helmut Kramer (Hiroshima Gruppe Wien) führte durch die Veranstaltung und stellte eingangs die Frage an die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, ob denn die Bedrohung durch die atomaren Waffenarsenale in der aktuellen Situation zu Recht aus dem Interesse der Öffentlichkeit verschwunden ist. Dr. Klaus Renoldner, Vorsitzender der OMEGA - Oesterreichische MEdizinerInnen gegen Gewalt und Atomgefahren - IPPNW, warnte: "Atomwaffen und Atomkrieg sind die größte Bedrohung für das menschliche Leben, größer als jede Epidemie. Daher ist der ärztliche Rat und die einzig sinnvolle Vorbeugung ein weltweites Atomwaffenverbot unter internationaler Kontrolle." Prof. Ernst Schwarcz, Ehrenvorsitzender des Internationalen Versöhnungsbundes, österreichischer Zweig stellte fest: "Es ist geradezu absurd, wenn in der Öffentlichkeit nur einige wenige Länder (vor allem der Iran und die Staaten Pakistan, Indien und Nordkorea) als größte Bedrohung für die nukleare Sicherheit der Welt genannt werden. Um vieles, vieles bedrohlicher sind die Atomwaffenvorräte der die fünf Gründungsländer des Atomsperrvertrages (NPT-Treaty) - das sind China, Frankreich, Russland, Großbritannien und die USA." Er forderte eine Abschaffung aller Atomwaffen. Dra. Elke Renner, Vorsitzende des Österreichischen Friedensrates und der LehrerInnen für den Frieden, sagte: "Der Abwurf der Atombombe war keine Katastrophe, sondern ein Verbrechen, das sich fortsetzt in der atomaren Rüstung. Dafür wurde und wird bis heute niemand zur Verantwortung gezogen. Dazu zu schweigen, bedeutet Mitschuld. Das neutrale Österreich könnte friedenspolitisch aktiv sein. Stattdessen ratifizierten alle Parlamentsparteien in Missachtung der Meinung der Bevölkerung einen EU- Verfassungsvertrag, in dem Militarisierung und Neoliberalismus festgeschrieben werden. Das Friedensvolksbegehren verlangt eine friedenspolitisch aktive Neutralität ohne Anbindung an EU- und NATO-Militärkonzepte, in denen auf atomare Rüstung gesetzt wird. Wir wollen soziale Sicherheit statt Aufrüstung." Samuel Welber (Jüdische Stimme für einen gerechten Frieden in Nahost) formulierte seine Anliegen: "Bitte vernichten Sie alle Nuklearwaffen! Bitte vernichtet alle Waffen Bitte macht Frieden! Und als letzter Punkt der Appell an die israelische Regierung: Bitte lasst Mordechai Vanunu frei!" Isolde Schönstein, Vorsitzende der Arge Schöpfungsverantwortung, forderte "Generationenverantwortung": "Wer kann angesichts der gigantischen mondialen Bedrohung einem Kind in die Augen sehen, ohne selbst aktiv zu werden?" Alois Reisenbichler (Wiener Friedensbewegung) stellte die 378 Grußadressen aus den unterschiedlichsten politischen, religiösen und gesellschaftlichen Bereichen vor: "Die Grußadressen wie die TeilnehmerInnen und die RednerInnen auf der heutigen Kundgebung repräsentieren ein breites gesellschaftliches Spektrum: Menschen, die manchmal gegensätzliche Auffassung haben, sind sich in dieser wichtigen Frage einig: Nein zu allen Atomwaffen! Nein zum Krieg!" Diese Grußadressen sind im Internet unter www.hiroshima.at veröffentlicht. Reisenbichler verlas die Grußadresse des österreichischen Bundespräsidenten, Dr. Heinz Fischer: "Als Bundespräsident begrüße ich daher Ihre Bemühungen, in der Öffentlichkeit aufzutreten und auf den Ernst weltweiter atomaren Gefahren hinzuweisen. Sie werben für ein wichtiges Anliegen - für eine Welt ohne Atomwaffen und ohne Krieg" Alois Reisenbichler erinnerte an Kardinal Franz König, der klar und deutlich gegen Krieg und gegen Atomwaffen auftrat. Ein wichtiges Zitat von Kardinal König stammt aus seiner Grußadresse zum Hiroshima-Tag 1999: "Wir können nur gemeinsam in Frieden leben oder untergehen." Abschließend informierte Rosi Krenn, Arge für Wehrdienstverweigerung, Gewaltfreiheit und Flüchtlingsbetreuung, über eine Urgent Action von Menschenrechts- und Friedensgruppen: "Ein Fremder, der in Kärnten um ein Glas einheimisches Wasser bittet, ist der Verfolgung durch den Rechtsstaat auszusetzen. Dagegen wehren wir uns. Ebhomhenya OTOHAGUAMHEN, politisch verfolgt in Nigeria, brauchen Schutz vor Verfolgung, brauchen einen legalen Status in Österreich. Dafür streiten wir - mit einer Unterschriftenaktion, Kundgebung und Protestaktionen. Kein Mensch ist illegal." Helmut Kramer erinnerte in seiner Zusammenfassung beim Abschluss daran, wie viele der RednerInnen in den beiden Stunden eindringlich mit Zahlen und Argumenten die immer noch vorhandene Bedrohung deutlich gemacht haben und zog daraus den Schluss, dass beharrliches Hinarbeiten auf konkrete Abrüstungsschritte mit dem Endziel einer völligen Abschaffung der atomaren Waffenarsenale heute um nichts weniger wichtig ist als in den Zeiten des kalten Kriegs. Helmut Kramer lud alle ein, am der Gedenkveranstaltung am Dienstag, dem 9. August 2005, 60. Jahrestag des Atombombenabwurfes auf Nagasaki, bei der Friedenspagode, 1020 Wien, Hafenzufahrtsstraße, um 19.00 Uhr teilzunehmen: "Heuer wird wieder Herr Kazuo SODA (aus Fukuoka, Japan) daran teilnehmen, der den Atombombenabwurf auf Nagasaki überlebt hat und eines der Gründungsmitglieder der Hibakusha-Bewegung (Hibakusha: Überlebende der A-Bomben) ist." Rückfragen: Alois Reisenbichler, Tel. 0664 39 51 809 ================================================== 06 Kritik an Wiener Förderplänen für Netzkultur-Aktivitäten IG Kultur Österreich ================================================== ||| ||| ||| PRESSEMITTEILUNG ||| ||| IG Kultur Österreich ||| - --------------- ||| ||| Kritik an Wiener Förderplänen für Netzkultur-Aktivitäten ||| ||| Software-Lösungen für öffentliche Kulturfinanzierung ungeeignet! ||| "Die Kulturförderung bedarf unbedingt der Verbesserung im Sinne von Transparenz und Verteilungsgerechtigkeit. Von Votingverfahren auf der Basis von undruchschaubaren Software-Lösungen ist diese allerdings nicht zu erwarten!" Mit großer Skepsis reagiert die IG Kultur Österreich auf die Ankündigung von Kulturstadtrat Mailath- Pokorny, die Finanzierung der Wiener Netzkultur-Aktivitäten auf neue Grundlagen zu stellen. Dabei soll fortan eine gegenseitige Bewertung innerhalb der Szene für die Höhe der Förderbeträge Ausschlag gebend sein. "Mit dem neuen Fördermodell wird der Anspruch auf Partizipation völlig auf den Kopf gestellt", erklärt IG Kultur-Vorsitzender Bernhard Amann. "Bewertungssysteme, die wir von Online-Auktionen und Suchmaschinen im Internet kennen, sind bei politischen Prozessen nicht sinnvoll anwendbar!" Modelle der Selbstverwaltung benötigen einen adäquaten Raum zur Diskussion über Zielsetzungen und Strategien ihrer Umsetzung. Als bundesweites Netzwerk von über 350 Kulturinitiativen tritt die IG Kultur Österreich für ein partizipatives Verfahren ein, das eine breite inhaltliche Beteiligung und Auseinandersetzung vorsieht. Darüber hinaus muss gerade auch im Kulturbereich die dringend erforderliche Sicherheit für einen stabilen Basisbetrieb gewährleistet sein. Das neue Wiener Fördermodell erweckt den Eindruck, als habe die Wiener Kulturpolitik der Mut verlassen, für aktuelle Probleme auch tatsächlich politische Lösungen zu suchen. Im Glauben an die Technik werden diese jedoch nicht zu finden sein. "Wir fordern Kulturstadtrat Mailath-Pokorny dazu auf, der öffentlichen Kulturfinanzierung einen Prozess der Entscheidungsfindung zu Grunde zu legen, der transparent gestaltet ist und auf inhaltlichen Debatten beruht", so Amann abschließend. ||| Hinweis: Partizipation als Demokratiemodell - --------------- ||| http://igkultur.at/kulturpolitik/1086020897 ||| ||| Rückfragen ||| - --------------- ||| ||| IG Kultur Österreich ||| Gumpendorfer Straße 63b ||| A-1060 Wien ||| ||| Tel: +43 (1) 503 71 20 ||| Fax: +43 (1) 503 71 20 - 15 ||| ||| http://www.igkultur.at/ ||| ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< SOLIDARITÄT WELTWEIT ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 07 Betrug mit dem Versprechen Aufenthaltsrecht Informationsstelle Kurdistan e.V. ================================================== Die kurdische Familie Özer aus Mönchengladbach ist von einer angeblichen Hilfsorganisation namens "Helfer Deutschland" (HD) mit dem Versprechen, ihnen ein Aufenthaltsrecht zu verschaffen, um 4000 Euro betrogen worden. Wie Seyfettin Özer als Betroffener mitteilt, wurde er über einen Handzettel auf die Einrichtung aufmerksam. "Ende 2004 habe ich im Büro von HD Rolf Steinhoff und Hatice Kahraman kennen gelernt. Ich erzählte Steinhoff, dass ich ein kurdischer Flüchtling bin, mich hier an demokratischen Arbeiten beteilige und mein Asylantrag abgelehnt worden ist. Sie sagten mir, dass sie Bekannte in der Ausländerbehörde in Mönchengladbach haben, über die sie mir mit einem türkischen Pass ein Aufenthaltsrecht besorgen könnten. Das sei jedoch etwas teuer, weil sie ihren Bekannten bei der Ausländerbehörde dafür Geschenke kaufen müssten." Daraufhin übergab Özer Steinhoff und Kahraman in zwei Raten insgesamt 4000 Euro. "Am 14. Januar bekam ich einen Brief vom Verwaltungsgericht Düsseldorf. Darin hieß es, dass ich mich an die Hilfsorganisation HD gewendet hätte, weil ich aus eigenem Wunsch in die Türkei zurück kehren wolle." Beim Lesen des Briefes habe ihn beinahe der Schlag getroffen, erzählt Özer. "Ich wollte ein Aufenthaltsrecht und sie wollten mich in Zusammenarbeit mit der Polizei abschieben lassen." Nach Erhalt des Briefes habe er im HD-Büro sein Geld zurück gefordert, so Özer. Steinhoff habe dieses verweigert und ihn beleidigt. Danach sei das Büro ständig geschlossen gewesen. Deshalb habe er sich einen Anwalt genommen. Die Ausländerbehörde habe ihn aufgefordert, sich beim türkischen Konsulat einen Pass zu besorgen, um die Ausreise einzuleiten, aber er habe das verweigert. Rechtsanwalt Baki Coskun erklärte gegenüber Özgür Politika, er habe zunächst telefonisch mit Rolf Steinhoff gesprochen. Dieser habe ihm lediglich grobe Antworten gegeben. Daraufhin habe er Strafanzeige gegen Steinhoff und Kahraman gestellt. Kurz danach habe er einen von Steinhoff unterzeichneten Brief erhalten, in dem dieser die Anschuldigung zurückwies. Die Familie Özer sei keine arme Flüchtlingsfamilie, das könne durch einen Blick in die polizeilichen Akten festgestellt werden, so der Inhalt des Briefes. Seyfettin Özer sei in das HD-Büro gekommen, um Propaganda für Menschenrechte und die Rechte der Kurden zu machen. Daraufhin habe er Özer erklärt, nur Menschen "mit normalen Problemen" zu helfen, nicht aber "Kriminellen und Terroristen". Seyfettin Özer ist stellvertretender Vorsitzender des Kurdisch-Deutschen Freundschaftsvereins in Mönchengladbach. Nach Angaben von Seyfettin Özer ist er nicht der einzige Betroffene. "Wann immer ich zu ihrem Büro gegangen bin, war es geschlossen. Die Nachbarn haben erzählt, dass jeden Tag Menschen kommen, die in der selben Situation sind wie ich." Quelle: 06.08.2005, ISKU -------------------------------------------- Informationsstelle Kurdistan e.V. Büro für Internet- und Öffentlichkeitsarbeit: Schanzenstr. 117; 20357 Hamburg, E-mail: isku at nadir.org; Internet: www.nadir.org/isku/ Tel/Fax: 040/42102845 Bankverbindung: PB Köln, BLZ 370 100 50, Kto.Nr.: 3968-506 ================================================== 08 Tag der indigenen Völker - Privatisierung der Wälder bedroht Sibiriens Ureinwohner "GFBV" ================================================== GESELLSCHAFT FÜR BEDROHTE VÖLKER PRESSEMITTEILUNG Göttingen, den 08.08.2005 Internationaler Tag der indigenen Völker (09.August) Geplante Katastrophe: Privatisierung der Wälder in Russland bedroht sibirische Ureinwohner Die geplante Privatisierung der Wälder in Russland ist für die rund 200.000 Ureinwohner in Sibirien eine massive Bedrohung. Darauf hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) anlässlich des internationalen Tages der indigenen Völker am 9. August hingewiesen. "Das Überleben dieser rund 40 Ureinwohnervölker steht auf dem Spiel, wenn das russische Parlament - die Duma - am 19. September über den neuen Waldkodex für Russland entscheidet", warnt die Menschenrechtsorganisation. Er sieht vor, dass die Wälder in Parzellen aufgeteilt und diese dann meistbietend versteigert werden. Die neuen Besitzer erwerben so das Recht, die Flächen für bis zu 99 Jahre zu nutzen. Für die Indigenen, die zu den Ärmsten der Armen gehören, wäre dies eine Katastrophe. Denn die Wälder mit ihrem Holzreichtum, dem Wild, Pilzen und Beeren sind ihre Lebensgrundlage. Die Ewenken, Jakuten, Nenzen und viele andere Ureinwohner leben traditionell von der Jagd, dem Fischfang, der Rentierzucht und dem Sammeln von Wildfrüchten. Holz ist ihr wichtigster Baustoff und oft ihre einzige Heizquelle. "Die Ureinwohner haben keine Chance, bei Versteigerungen mit zu bieten und so ihre Landrechte gegen große Unternehmen oder vermögende Privatinvestoren zu verteidigen", sagt GfbV-Referentin Yvonne Bangert. "Sie müssen befürchten, dass die neuen Besitzer ihnen den Zugang zum Wald verwehren und der Natur durch rücksichtslosen Holzeinschlag oder Ausbeutung der dort lagernden Bodenschätze schweren Schaden zufügen." Es gebe weder Auflagen für eine naturnahe Nutzung der im hohen Norden nur äußerst langsam wachsenden Wälder in dem geplanten Gesetz noch Rechtssicherheit für die Indigenen. Ihre traditionelle Lebensweise werde in Artikel 27 des Waldgesetzes zwar unter Schutz gestellt, doch Ausführungsbestimmungen dafür gebe es nicht. Auch Öl- und Gasförderung, Uran-, Diamanten- und Kohleabbau machen den kleinen Völkern Sibiriens zusehends ihre Heimat streitig oder verursachen unübersehbare Umweltschäden. Die durchschnittliche Lebenserwartung der Indigenen in Sibirien liegt schon jetzt bis zu 20 Jahren unter derjenigen der übrigen Bevölkerung Russlands. "Im neuen Gesetz muss ein Mechanismus verankert werden, der den Ureinwohnergemeinschaften die traditionell von ihnen besiedelten Waldflächen zur kostenlosen Nutzung übereignet", fordert die GfbV. Sonst drohe den Indigenen zunehmende Entwurzelung, Identitätsverlust und schließlich der Untergang ihrer Kulturen. Damit wäre auch ihr über Jahrhunderte von Generation zu Generation weitergegebenes einzigartiges Wissen verloren. Die GfbV hat den Sonderberichterstatter der Vereinten Nationen für indigene Völker, Rodolfo Stavenhagen, dringend gebeten, den sibirischen Ureinwohnern zu Hilfe zu kommen. Sie sind nicht allein in ihrem Überlebenskampf. Viele der bis zu 400 Millionen Angehörigen von weltweit insgesamt rund 5000 Ureinwohnergemeinschaften leiden unter den Folgen rücksichtsloser Globalisierung und Privatisierung des einstigen Gemeinschaftseigentums. Der Tag der indigenen Völker wurde 1994 von den Vereinten Nationen ausgerufen. Gern übersenden wir Ihnen auf Anfrage unsere ausführlicheren Hintergrundpapiere über den geplanten Waldkodex in Russland oder die gravierenden Auswirkungen der Erdöl- und Erdgasförderung in der Arktis. ====================================================== Gesellschaft fuer bedrohte Voelker e.V. (GfbV) Inse Geismar, Pressereferentin Postfach 2024, D-37010 Goettingen Tel.+49/551/49906-25, Fax:++49/551/58028 E-Mail: presse at gfbv.de, Homepage:http://www.gfbv.de ====================================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< LINKS / VERWEISE / HINWEISE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 09 Lesenswertes zum Prozess in Venezuela "venezuela-info.net" ================================================== Weitere Artikel finden Sie gesammelt auf http://www.venezuela-info.net ----------------------------------------------------------- Aktuelle Artikel ----------------------------------------------------------- Venezuela von unten Die Stimme der Basis in der Bolivarischen Revolution von Dario Azzelini - www.handsoffvenezuela.org 30.06.2005 Dario Azzellini ist einer der beiden Regisseure des neuen Dokumentarfilms "Venezuela von unten". Jorge Martin hat ihn für Hands Off Venezuela zum Film und seinen Eindrücken der Bolivarischen Revolution interviewt. http://www.zmag.de/artikel.php?id84&PHPSESSID42c8200b69eb3b0bc23f3d999b927e ----------------------------------------------------------- Mediale Gegenmacht Dario Azzellini 23.07.2005 Der venezolanische, aber `multistaatliche` Satellitensender teleSUR, von Kritikern mit al-Dschasira verglichen, soll Lateinamerika eine eigene, kritische Stimme geben http://www.heise.de/tp/r4/artikel/20/20581/1.html ----------------------------------------------------------- Streit um Nachrichtenkanal in Lateinamerika Mit `Telesur` gegen den CNN-Einfluss? Vier lateinamerikanische Staaten haben einen neuen Nachrichtensender gegründet. Doch schon bevor `Telesur` heute auf Sendung geht, ist das Projekt zum Gegenstand internationaler Auseinandersetzungen geworden: In Washington wirft man dem Sender politische Parteinahme vor. Von Harald Neuber http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,1185,OID4555994_REF3,00.html ----------------------------------------------------------- Regierung: 140 Bauernvertreter in Venezuela ermordet Caracas. SDA/baz. In Venezuela sind nach Regierungsangaben in den vergangenen Jahren 140 Bauernvertreter von Auftragskillern ermordet worden. Bezahlt werden die Killer laut der Regierung von denjenigen, die in Venezuela Land zu verlieren hätten. http://www.baz.ch/news/index.cfm?keyIDÙD08A04-1208-4059-9E63E3737491F484&startpage=1&ObjectIDW0C5124-60CF-2062-F4B650CA45BFB1C0 ----------------------------------------------------------- EINE NEUE REVOLUTION IN LATEINAMERIKA In Venezuela vollzieht sich ein sozialer und politischer Wandel, der von außen totgeschwiegen wird, deshalb aber nicht weniger wirkungsvoll ist. Ein Augenzeugenbericht vom ehemaligen nicaraguanischen Kulturminister und Dichter ERNESTO CARDENAL http://www.nicaraguanet.org/NICARAGUANET/NiNaONLINE/Archiv/2004/2004%2005/2004%2005.htm ----------------------------------------------------------- Klare Entscheidung des teleSUR-Sendechefs Venezuelas Informationsminister tritt zurück und widmet sich ausschließlich dem neuen Fernsehsender Der neue lateinamerikanische Nachrichtenkanal teleSUR war noch nicht auf Sendung, da hagelte es schon Vorwürfe: Politisch einseitig sei er und von der Regierung Chávez abhängig. http://www.jungewelt.de/2005/07-30/008.php ================================================== 10 kanalB videoclip - easycity webmaster at kanalB.org ================================================== titel des videoclips: easycity --: - beschreibung: am Samstag, 9. Juli praesentierte ein engagiertes team im shoppingparadies Maria-Hilfer-Strasse, die vorzuege von easycity. persoenliche beratung, befragung, kurzinformation per. flugzettel oder gemuetlich bei einem glaeschen sekt in der lounge zone - easycity ist ein internationales phaenomen, getrieben von profit und der leidenschaft zu konsumieren. ---: - kategorie: kurzdoku ----: - clipinfo: http://kanalB.org/clip.php?clipId=1146 -----: - video: http://austria.kanalb.org/video.php?clipId=1146&Viam=Clip ------: - download: http://austria.kanalb.org/download.php?clipId=1146 --------------: - laenge: 4,29 min team: lisbeth, lilo, nicole, nils, flo erstellt: 2005-08-06 format: rm datenmenge: 7496 kb -------------: - weitere informationen: http://at.indymedia.org/newswire/display/54333/index.php ----------------: - realplayer: http://kanalB.org/realplayer.html -----------------: - kanalB ersetzt herkoemmliches fernsehen: http://austria.kanalb.org ================================================== 11 [kanalb.at] kanalB videoclip - arbeiterInnenkampftag webmaster at kanalB.org ================================================== titel des videoclips: arbeiterInnenkampftag --: - beschreibung: so lautete die parole des traditionellen Mai- aufmarsches der Sozialdemokratischen Partei Oesterreichs. was genau diesen tag zum kampftag machte, blieb der fantasie der schaulustigen ueberlassen, denn ein spaziergang am Ring mit unterstuetzung unzaehliger blasmusikkapellen ist wohl kaum als sehr kaempferisch einzustufen. aufgrund des sonnigen wetters trieb es nicht nur anhaengerInnen des SPOe-muskelspiels zum Ring... ---: - kategorie: kurzdoku ----: - clipinfo: http://kanalB.org/clip.php?clipId=1148 -----: - video: http://austria.kanalb.org/video.php?clipId=1148&Viam=Clip ------: - download: http://austria.kanalb.org/download.php?clipId=1148 --------------: - laenge: 6,30 min team: UATV, kanalB team_homebase: http://tv.unitedaliens.at/ erstellt: 2005-08-07 format: rm datenmenge: 10924 kb ----------------: - realplayer: http://kanalB.org/realplayer.html -----------------: - kanalB ersetzt herkoemmliches fernsehen: http://austria.kanalb.org ================================================== 12 [kanalb.at] kanalB videoclip - buehne frei! webmaster at kanalB.org ================================================== titel des videoclips: buehne frei! --: - beschreibung: SPOe-arbeiterInnenkampftag, 1.Mai. die riesige festbuehne am Rathausplatz in Wien aber war einer gruppe auserwaehlter ununterbrochen winkender genossInnen vorbehalten. um auch den arbeiterInnen von der strasse eine buehnen- moeglichkeit zu schaffen, bauten aktivistInnen verschiedener Initiativen, wie Kripo, EKH und Tuewi in der naehe des Parlamentes eine buehne, die fuer alle offen stand... ---: - kategorie: kurzdoku ----: - clipinfo: http://kanalB.org/clip.php?clipId=1147 -----: - video: http://austria.kanalb.org/video.php?clipId=1147&Viam=Clip ------: - download: http://austria.kanalb.org/download.php?clipId=1147 --------------: - laenge: 3 min team: UATV, kanalB team_homebase: http://tv.unitedaliens.at/ erstellt: 2005-08-07 format: rm datenmenge: 5037 kb ----------------: - realplayer: http://kanalB.org/realplayer.html -----------------: - kanalB ersetzt herkoemmliches fernsehen: http://austria.kanalb.org ================================================ C) TERMINE ================================================ ======================== Dienstag http://www.mund.at/butt/Termine/August/0908.htm Mittwoch http://www.mund.at/butt/Termine/August/1008.htm Donnerstag http://mund.at/butt/Termine/August/1108.htm ======================== ================================================ D) EDITORIAL ================================================ Für den Inhalt verantwortlich: Ihr. E-Mail-Adresse für Beiträge: widerstand at no-racism.net geschickt. widerst at nd MUND und alle Termine täglich aktualisiert im Web: http://www.no-racism.net/MUND Ziel von MUND (medienunabhängiger Nachrichtendienst) ist die unzensurierte und möglichst rasche Information über gesellschafts- politisch relevante Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu Widerstand und Antirassismus sowie verwandte Themen. sollen einen Titel, Namen und Emailadresse der/des AutorIn enthalten und möglichst kurz und prägnant gehalten sein, ev. mit Hinweis, wo weitere Informationen eingeholt werden können. Bitte keine Attachments! Die inhaltliche und sachliche Verantwortung liegt bei der/dem jeweiligen AutorIn bzw. jenen, die uns die Beiträge schicken. Der MUND wird von einzelnen TagesredakteurInnen zusammengestellt. Da Fehler nicht ausgeschlossen sind, bitten wir, nicht veröffentlichte Beiträge nochmals an widerstand at no-racism.net zu senden. Die Weiterleitung (auch auszugsweise) ist erwünscht. Beiträge mit rassistischen oder sexistischen Inhalten werden nicht veröffentlicht. Sehr persönliche Meldungen werden wir an den betreffenden Adressaten weiterleiten, aber nicht im MUND veröffentlichen. Die bisherigen Ausgaben sind unter http://www.no-racism.net/MUND archiviert. Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage: * Wann: Sonntag, 11.11.2001, 11:11 Uhr * * Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" * * Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf * * Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie. Aber kurz und prägnant.* Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch stillschweigend Zensur zu üben. Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die Nichtaufnahme geliefert. (Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.) Die AbsenderInnen der betroffenen Beiträge werden hiervon informiert. Im Sinne einer "gläsernen Zensur" könnt ihr Euch die Beiträge gerne extra schicken lassen: Ein kurzes Mail an widerstand at no-racism.net genügt. ================================================ E) VERTEILERLISTE ================================================ Zur Eintragung in diesen Verteiler bitte direkt subskribieren unter http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/analle oder von der einzutragenden Adresse aus ein mail schicken an: admin at no-racism.net mit folgendem Text: subscribe no-racism Bitte wegen Automatisierung diesen Wortlaut verwenden! Zur Austragung aus dieser Liste bitte an aus Einsendungen an zusammengestellt. Bitte keine Attachments! (werden nicht angenommen) Für diese Ausgabe nicht aufgenommen: nix. Redaktionsschluss für diese Ausgabe: 20:00 Uhr III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III widerst at nd-MUND is powered by http://alt.strg.at/ From analle at no-racism.net Wed Aug 10 06:06:00 2005 From: analle at no-racism.net (=?iso-8859-1?q?MUND=3A_medienunabh=E4ngiger_Nachrichtendienst?=) Date: Wed, 10 Aug 2005 06:06:00 +0200 Subject: widerst@nd MUND: mittwoch 10. August 2005 Message-ID: <558865417.20050810060600@nessizius.com> widerst at nd MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst Mittwoch, 10. August 2005 www.no-racism.net/mund ================================================ A) INHALT ================================================ ================================================ 01 kein mensch ist illegal, spendet wasser für kärnten: ebhomhenya otohaguamhen bleibt hier !!! Von: arge wdv ================================================ 02 Moerder unterm Edelweiss - Mittenwald 2005 Von : Rosa Antifa Wien ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND MEINUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 03 "Verdachtsjournalismus": Islamisches Kulturzentrum/Kufstein Von : dieinitiative at gmx.at ================================================ 04 NDPA: What to do with all that STUFF Von : cuadpupdate at cuadp.org ================================================ 05 UN urges Botswana talks with Kalahari Bushmen Von : ECOTERRA Intl. ================================================ ================================================ B) TEXTE ================================================ ================================================ 01 kein mensch ist illegal, spendet wasser für kärnten: ebhomhenya otohaguamhen bleibt hier !!! Von: arge wdv ================================================ liebe freundInnen, eine aus nigeria stammende familie braucht dringend unsere unterstützung, bitte um hilfe!!!! ebhomhenya otohaguamhen ist lehrer und philosoph, aus nigeria aus dem gefängnis entflohen, mit seiner schwangeren frau bis nach österreich gelangt, der asylantrag ist in zweiter instanz abgelehnt worden, er wurde in kärnten von der polizei schlimm mißhandelt, jetzt hat er die anklage wegen "widerstand gegen die staatsgewalt" am hals, aber: für die familie gibt es solidarität, wir sammeln möglichst viele unterschriften für die legalisierung, am mittwoch wird in wien eine kundgebung stattfinden, bitte, bitte solidarisiewrt Euch: name, adresse, wenn geünwscht berufsbezeichnungen und orgs einfach an mich rückmailen, die unterstützungen gehen an die innenministerin, angehängt sind die infos zu den aktivitäten, vielleicht ist es möglich, dass Ihr die infos weiterverbreitet, in wien noch zur mobilisierung aufruft, alle unterstützung hilft, danke!!! über rückmeldung würd ich mich freuen, bei unklarheiten, bitte rückfragen: rosalia krenn: 0699/12115985, liebe und friedliche grüße, rosalia, ================================================ ================================================ 02 Moerder unterm Edelweiss - Mittenwald 2005 Von : Rosa Antifa Wien ================================================ liebe freundinnen, damit euch über den sommer nicht fad wir, schicken wir euch die einladung zum gaj sommerkino weiter. liebe gruesse raw Mi. 10.08.05 ab 20:00 Bei schönem Wetter Freiluftkino!! Ort: Grünes Haus, Lindengasse 40, 1070 Wien - Eintritt frei "Mörder unterm Edelweiß" - Mittenwald 2005 Eine Dokumentation von ACC & GAJ Wien Erscheinungsjahr: 2005 Länge: ca 15 Min In einem idyllischen Ort in Bayern treffen sich jedes Jahr zu Pfingsten Gebirgsjäger - eine Eliteeinheit der Wehrmacht im 2. Weltkrieg, die für zahlreiche Massaker verantwortlich gemacht wird - um ihren gefallenen Kameraden zu gedenken und einen Pfingstgottesdienst abzuhalten. Seit einigen Jahren regt sich Widerstand gegen diese Veranstaltung, die Täter zu Opfern stilisiert, Kriegsverbrechen leugnet und Kriegsverbrecher in ihren Reihen hat. Mehrere antifaschistische Gruppen haben auch dieses Jahr eine ZeitzeugInnenveranstaltung, und Protestmärsche organisiert um den ewig Gestrigen lautstark entgegenzutreten. Die Plattform grünalternativer Jugendorganisationen war dieses Jahr ebenfalls dabei und haben gemeinsam mit ACC, einem Videokollektiv, eine Dokumentation über die Gegenveranstaltungen zum Gebirgsjägertreffen in Mittenwald gedreht. Nach der Kurzdoku werden allfällige Fragen zu Mittenwald beantwortet. Vergessene Opfer - Teil 1 Kärntner Slowen/innen 1- Aussiedlung Eine Koproduktion von: Verein "Standbild" & "Schnittpunkt" - Film- & Multimediaproduktion Erscheinungsjahr: 2002 Länge: 104 Min "Vergessene Opfer" ist eine Videoreihe, in der Menschen, die lange bzw. bis heute nicht von allen zuständigen staatlichen Stellen als Opfer des Nationalsozialismus anerkannt worden sind, ihre Lebensgeschichte erzählen. Die Reihe bietet erstmals einen Querschnitt durch in der österreichischen Gesellschaft unbekanntere Schicksale und Nachkriegsbiografien von in der NS-Zeit verfolgten Menschen, die jahrzehntelang als "asozial" oder "Landesverräter" stigmatisiert wurden. Die Interviews brechen nicht mit 1945 ab, sondern führen bis in die Gegenwart. Der späte Zeitpunkt der Anerkennung bestimmter Opfergruppen und Einzelpersonen als Opfer des Nationalsozialismus geht Hand in Hand mit dem jahrzehntelangen gesellschaftlichen Abwerten und wissenschaftlichen Nichtwahrnehmen(wollen) der betroffenen Menschen. Im Unterschied zu den meisten einer anerkannten Opfergruppe zugehörigen Überlebenden hatten sie nach der Befreiung Österreichs keine Lobby, die versuchte, sich für ihre Interessen einzusetzen. Die Erzählungen stehen als Einzelschicksale für sich und repräsentieren gleichzeitig eine Biografie innerhalb der jeweiligen Opfergruppe. Anschließend Diskussion mit den RegisseurInnen!!! -- ############ RAW ############# Rosa Antifa Wien c/o Rosa Lila Tip Linke Wienzeile 102 A-1060 Wien AUSTRIA ------------------------- E-Mail: raw at raw.at Web: http://www.raw.at Board: http://www.n3tw0rk.org ------------------------- PGP-Key available here: http://www.raw.at/sub/kontakt/raw.asc ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND MEINUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 03 "Verdachtsjournalismus": Islamisches Kulturzentrum/Kufstein Von : dieinitiative at gmx.at ================================================ Kufstein: Angst vor Islamisten im Kulturzentrum DER STANDARD; Printausgabe, 9.8.2005) Zeitung alarmiert, Bürgermeister beruhigt "Nichts Negatives" kann Kufsteins Bürgermeister Herbert Marschitz (ÖVP) über das islamische Kulturzentrum seiner Stadt sagen. "Weder von der Stadtpolizei noch von den Anrainern gab es bisher Beschwerden. Wir haben noch zwei weitere islamische Vereine in der Stadt. Die sind alle nicht schlimmer als die einheimischen." "Islamisten-Camp" Das Tiroler Boulevardblatt "Die Neue" hatte von einem "Islamisten-Camp" berichtet, da im Internat des islamischen Kulturzentrums Buben und Mädchen "natürlich getrennt voneinander in allen Belangen des Islam" unterrichtet würden. Weil die Imame des Zentrums laut "Die Neue" keine "entsprechende Ausbildung" hätten, fragte sich Kufsteins FPÖ-Obmann Anton Frisch: "Ist das überhaupt legal?" "Verdachtsjournalismus" Von "Verdachtsjournalismus" spricht Carla Amina Baghajati, Medienreferentin der Islamischen Glaubensgemeinschaft. "Sollen wir ehrenamtlichen Unterricht auch bei Katholiken und Protestanten verbieten?", fragt Baghajati. Die islamischen Kulturzentren seien "sehr spirituell und halten sich strikt aus der Politik heraus", so Baghajati. (bs/DER STANDARD; Printausgabe, 9.8.2005) ****************************** ================================================ 04 NDPA: What to do with all that STUFF Von : cuadpupdate at cuadp.org ================================================ Greetings All, Last year as the hurricanes threatened (and hit) my area, I sent boxes of all sorts of abolition and human rights-related stuff (documents, photos, artifacts) to the National Death Penalty Archive in Albany, New York, because I wanted it to be safe. And they paid for the shipping.... Today, as I prepare to move back to Florida, I am sending another FIVE boxes - WHY haul it around???. And I send it today in honor of the dedication of the NATIONAL DEATH PENALTY ARCHIVE in Albany, NY Dedication of the Creation of the National Death Penalty Archive (NDPA) August 9, 5-7 p.m. Patricia and J. Spencer Standish Room, Third floor, New Library, UAlbany Uptown Campus The School of Criminal Justice and The University Libraries cordially invite you to attend the dedication of the creation of the National Death Penalty Archive ? a partnership between the Capital Punishment Research Initiative at the School of Criminal Justice, and the M.E. Grenander Department of Special Collections and Archives at the University at Albany Libraries. Opening Remarks by Hugo A. Bedau, Emeritus Professor, Tufts University Program, Exhibits, Tour of the Archive, Refreshments RSVP by calling 442-5373 or emailing events at uamail.albany.edu by Friday, August 5. Follow signs to parking, which will be along the West side of the New Library. Special Guests will include: Hugo Adam Bedau, Tufts University (Emeritus) William J. Bowers, Director, Capital Jury Project Scott Christianson, Author, Scholar, Journalist David Kaczynski, Executive Director, New Yorkers Against the Death Penalty Michael E. Radelet, University of Colorado at Boulder For more information on the CPRI and the NDPA, go to www.albany.edu/scj.cpri.htm and http://library.albany.edu/speccoll/ndpa.htm. **************** SO I ASK - WHAT'S UP WITH YOUR STUFF? Can you honestly say that the historic record of Abolition work that you have been involved with is safe from fire, flood, mold, or a sudden urge to purge everything out to the dumpster? (A Colorado abolitionist dumped decades of historical material he had collected straight into the dumpster not too long ago in an unfortunate episode. See http://www.westword.com/issues/2001-09-27/news/feature.html to read about Rev. Jim Sunderland's great work....) It's not really about you, me, us or them. It's about the record. In 100 or 300 years or so, scholars will want to study the abolition of the death penalty in the US. Be a part of history. DONATE YOUR STUFF! I send mine regularly. 15 years worth of my stuff is at the Human Rights Initiative at Columbia University - stuff created and collected during my involvement with Amnesty International, the Cesar E. Chavez Foundation, and numerous other abolitionist and human rights groups. I urge organizations to create policy to archive everything, either at the NDPA or at another institution. For more information on the CPRI and the NDPA, go to www.albany.edu/scj.cpri.htm and http://library.albany.edu/speccoll/ndpa.htm. Congrats to all at the National Death Penalty Archive! --abe Abraham J. Bonowitz Director, CUADP ******************************************************** YES FRIENDS! There is an Alternative to the Death Penalty Citizens United for Alternatives to the Death Penalty (CUADP) works to end the death penalty in the United States through aggressive campaigns of public education and the promotion of tactical grassroots activism. Visit or call 800-973-6548 PMB 335, 2603 NW 13th St (AKA Dr. MLK Jr. Hwy) Gainesville, FL 32609 ******************************************************** ================================================ 05 UN urges Botswana talks with Kalahari Bushmen Von : ECOTERRA Intl. ================================================ pls see also: http://www.khoisanpeoples.org and http://www.survival-international.org UN urges Botswana talks with Kalahari Bushmen Mon Aug 8, 2005 7:03 PM GMT By Alistair Thomson PRETORIA (Reuters) - A United Nations official called on Monday for talks between Botswana's government and San Bushmen moved off their Kalahari lands, but took a swipe at a campaign by a UK pressure group against diamond giant De Beers. Diamond mining Botswana has relocated hundreds of San Bushmen from their traditional hunting grounds in the Central Kalahari Game Reserve saying they must leave the reserve to benefit from education, water and health services. But UK-based Survival International says the relocations are to free up land for diamond mining and has led a vocal campaign against De Beers, picketing its store openings and accusing police of torturing evicted San Bushmen, who have lived as hunter-gatherers in southern Africa for thousands of years. "I feel personally that it is important to push negotiations in the interests of the San people and of all the people of Botswana," Rodolfo Stavenhagen, U.N. rapporteur for indigenous peoples, told reporters during a visit to neighbouring South Africa. "I hear from some of my sources that there are people certainly in government who are ready to engage," he said. "I would hope that such negotiations could take place as soon as possible and that the wishes of the San not to be displaced from the Central Kalahari (be respected)," he said. The Botswana government says those who left the reserve did so voluntarily, and officials have denied reports of torture. Stavenhagen said he had received complaints regarding the treatment of the San Bushmen, and hoped to visit Botswana. "I think the San people in Botswana have a legitimate case in terms of not being evicted from their homeland ... which is the Central Kalahari Game Reserve," he said, although he made clear he had not yet had direct contact with the Botswana government and was not judging the merits of the case. RAW NERVE But Stavenhagen seemed to have little time for non-governmental organisation (NGO) Survival International's campaign against De Beers, which has sparked an increasingly acrimonious war of words. "In a way it has become a media event and that is very unfortunate," Stagenhagen said. "The interests of the San people are not best served by a public debate between an NGO based in London an international mining company." Survival International's campaign has touched a raw nerve in Botswana, a largely desert country of just 1.7 million people whose De Beers mines make it the world's top diamond producer by value, accounting for nearly 80 percent of exports, a third of gross domestic product and nearly half government income. The government and De Beers, 45 percent owned by Anglo American, deny any link between the relocations and diamonds, saying even if there were viable deposits they would only need to fence off part of the reserve to mine them. Court hearings into the evictions began last year but have been repeatedly adjourned due to legal delays and a lack of funds on the part of the San Bushmen to pay their legal team. The next session of the hearings is due to begin on Wednesday. © Reuters 2005. All Rights Reserved. http://za.today.reuters.com -------------- ECOTERRA Intl. ---------------------- Do you want to read or distribute a message in another language? 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To unsubscribe klick REPLY and type unsubscribe in the reference line. ================================================ ================================================ B) TERMINE ================================================ ======================== Mittwoch http://mund.at/butt/Termine/August/1008.htm Donnerstag http://www.mund.at/butt/Termine/August/1108.htm Freitag http://www.mund.at/butt/Termine/August/1208.htm ======================== ================================================ D) EDITORIAL ================================================ Für den Inhalt verantwortlich: Ihr. E-Mail-Adresse für Beiträge: widerstand at no-racism.net geschickt. widerst at nd MUND und alle Termine täglich aktualisiert im Web: http://www.no-racism.net/MUND Ziel von MUND (medienunabhängiger Nachrichtendienst) ist die unzensurierte und möglichst rasche Information über gesellschafts- politisch relevante Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu Widerstand und Antirassismus sowie verwandte Themen. sollen einen Titel, Namen und Emailadresse der/des AutorIn enthalten und möglichst kurz und prägnant gehalten sein, ev. mit Hinweis, wo weitere Informationen eingeholt werden können. Bitte keine Attachments! Die inhaltliche und sachliche Verantwortung liegt bei der/dem jeweiligen AutorIn bzw. jenen, die uns die Beiträge schicken. Der MUND wird von einzelnen TagesredakteurInnen zusammengestellt. Da Fehler nicht ausgeschlossen sind, bitten wir, nicht veröffentlichte Beiträge nochmals an widerstand at no-racism.net zu senden. Die Weiterleitung (auch auszugsweise) ist erwünscht. Beiträge mit rassistischen oder sexistischen Inhalten werden nicht veröffentlicht. Sehr persönliche Meldungen werden wir an den betreffenden Adressaten weiterleiten, aber nicht im MUND veröffentlichen. Die bisherigen Ausgaben sind unter http://www.no-racism.net/MUND archiviert. Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage: * Wann: Sonntag, 11.11.2001, 11:11 Uhr * * Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" * * Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf * * Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie. Aber kurz und prägnant.* Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch stillschweigend Zensur zu üben. Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die Nichtaufnahme geliefert. (Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.) Die AbsenderInnen der betroffenen Beiträge werden hiervon informiert. Im Sinne einer "gläsernen Zensur" könnt ihr Euch die Beiträge gerne extra schicken lassen: Ein kurzes Mail an widerstand at no-racism.net genügt. ================================================ E) VERTEILERLISTE ================================================ Zur Eintragung in diesen Verteiler bitte direkt subskribieren unter http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/analle oder von der einzutragenden Adresse aus ein mail schicken an: admin at no-racism.net mit folgendem Text: subscribe no-racism Bitte wegen Automatisierung diesen Wortlaut verwenden! Zur Austragung aus dieser Liste bitte an zusammengestellt. Bitte keine Attachments! (werden nicht angenommen) keinerlei vorkommenheiten Redaktionsschluss für diese Ausgabe: Di 11.30 Uhr III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III ü, ö, ä, ß, Ü, Ö, Ä III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III widerst at nd-MUND is powered by http://alt.strg.at/ ================================================ From analle at no-racism.net Thu Aug 11 09:01:37 2005 From: analle at no-racism.net (=?iso-8859-1?q?MUND=3A_medienunabh=E4ngiger_Nachrichtendienst?=) Date: Thu, 11 Aug 2005 09:01:37 +0200 Subject: widerst@nd - MUND: Donnerstag, 11.8. 2005 Message-ID: widerst at nd MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst Donnerstag, 11.08.2005 http://no-racism.net/mund Medieninhaberinnen & Medieninhaber seid Ihr! ================================================ A) INHALT ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN/ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 01 Do11.8.:Speakerscornerpicknick /Mi10.8.:Kundgebung vor Innenministerium von"August Faschang" ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN/KOMMENTARE/MEINUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 02 GLB/e-card/Pannen/Kosten/Datenschutz von "Gewerkschaftlicher Linksblock" ================================================ 03 Falsche Strategien: Islamismus in Europa von "wadi wien" ================================================ 04 KPÖ/Handymastensteuer/Belastung/Liberalisierung von KPÖ ================================================ 05 exodus von "manfred holzinger" ================================================ 06 Appell von Imre Kertész und Ayaan Hirsi Ali von "wadi wien" ================================================ ================================================ B) TEXTE ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN/ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 01 Do11.8.:Speakerscornerpicknick /Mi10.8.:Kundgebung vor Innenministerium von"August Faschang" ================================================Liebe Leute! ++++++++ SPEAKERSCORNERPICKNICK "B. IST FREI" AM 11.8.: Auch am DONNERSTAG (11.8.) gibt es zusätzlich zur wöchentlichen Mahnwache gegen Schwarzorange in Österreich und Orangerot in Kärnten vor dem Kanzleramt diesmal keinen Speakerscorner, sondern ein FREUDE-PICKNICK nach der FREILASSUNG VON B.! (Wer die Geschichte von B.nicht kennt: siehe ANHANG1). Da B. weiter dringend juristische u.a. Unterstützung braucht, wird es auch ein Körberl für ein paar Cents oder Euros geben, falls mensch mag und kann. Also: Bitte Hunger, Durst, Essen, Getränke, Decken, Instrumente, FreundInnen und das, was halt jede/r individuell für ein nettes Picknick braucht, mitbringen! Die Wettervorhersage ist auch ideal! Von 20Uhr-20Uhr15 die Mahnwache vor dem Kanzleramt und dann kann´s losgehen auf der Wiese in der Nähe und natürlich mit unserer Tafel ("gegen eine Regierung mit Rassisten und Naziverharmlosern")! Es gibt politisch ohnehin selten genug freudige Ereignisse, am Mittwoch ist ja auch wieder eine Kundgebung aus tristem Anlass... Da sollten wir den kleinen Lichtblick der Freilassung von B. nicht ungefeiert übergehen! Alle die aus zeitlichen, finanziellen oder sonstigen Gründen nichts mitbringen können, sind natürlich genauso herzlich willkommen! Es muss bestimmt niemand hungern oder dursten (wir sind ja nicht in Kärnten...). Wer noch nie beim Speakerscorner war, ist genauso willkommen! Kurz: 20Uhr-20Uhr15 Mahnwache vor dem Kanzleramt am Ballhausplatz, danach Picknick auf nahegelegener Wiese. Falls uns wer nicht findet: Picknicktelefon:0650 9451650. Und falls wer noch einen zusätzlichen Anlass zum Feiern braucht: Im Frühling hat der Speakerscorner Justizministerin Miklautsch überfallen und der Erfolg war berauschend: Schon wenige Monate nach dem Überfall gibt es in der Schüsselregierung keine Justizministerin Miklautsch mehr! ++++++++ WEITERE TERMINTIPPS: #### Mittwoch 10.8., 19Uhr, vor dem Innenministerium: KUNDGEBUNG "Spendet Wasser für Kärnten": Ebhomhenya Otohaguamhen bleibt - Aufruftext zur Kundgebung in ANHANG2! Ebhomhenya Otohaguamhen bat um ein Glas Wasser. Daraufhin wurde er von PolizistInnen misshandelt und jetzt kommt er vor Gericht und seine Abschiebung droht! Wer den Fall nicht kennt: siehe ANHANG3! #### Donnerstag 11.8., ab 17Uhr: WIDERSTANDSLESUNG (Ecke Ballhausplatz/Heldenplatz). #### Donnerstag 11.8., 20Uhr-20Uhr15: MAHNWACHE gegen SCHWARZORANGE in Österreich und ORANGEROT in Kärnten (Ballhausplatz, vor dem Kanzleramt), anschließend SPEAKERSCORNERPICKNICK "B. IST FREI" auf naher Wiese, siehe oben. #### Donnerstagsvorschau auf 18.8.: Speakerscorner voraussichtlich mit Vertreter von ZARA (Zivilcourage und Antirassismusarbeit) - bitte gleich im Kalender vormerken! ligrü Gustl +++++++ANHANG1: INFOS ZUM SCHICKSAL VON B. B. wurde am 27.7.05 nach 4Wochen wieder aus der Schubhaft entlassen! B. war erstmals am 19.8.04 im Rahmen einer rassistischen Razzia am Heldenplatz während der wöchentlichen Donnerstagsproteste verhaftet worden (angebliche Drogenrazzia, bei der nur Leute mit für manche Dumme und für manche Mächtige zu dunkler Hautfarbe kontrolliert wurden. Drogendelikt konnte keines geahndet werden, also wurde als einzige Ausbeute der Razzia wegen mangelnder Papiere B. mitgenommen. - genauer Bericht in der "Donnerstagsaussendung" vom 24.8.04). Nach mehreren Wochen Schubhaft, Spendenkörberln bei Widerstandslesung und Speakerscorner und dem großteils unentgeltlichen Einsatz von Anwalt L. Binder wurde B. am 5.10.04 freigelassen. Mitgegeben wurde ihm eine Rechnung für die Aufenthaltskosten im Schubhäfen! Am 8.3.2005 wurde er von ca. 10 ExekutivbeamtInnen, die angeblich eigentlich nach einer anderen Person suchten, erneut verhaftet und verbrachte wieder mehr als 11Wochen in Schubhaft. Wieder wurden ähnliche Aktivitäten wie 2004 entfaltet und am 25.5.05 wurde B. aus der Schubhaft entlassen. Nur um am 29.6.05 erneut verhaftet und in Schubhaft genommen zu werden, einfach von der Straße weg, ohne dass er sich irgendwas zu Schulden kommen lassen hätte... Die nun schon fast gewohnten Aktivitäten für ihn wurden erneut gestartet. Jetzt ist er wieder in "Freiheit", allerdings wieder mit der Aufforderung, Österreich zu verlassen, und wieder mit einer Rechnung von über 800Euro für die "Schubhaftkosten". Diese Rechnung wird natürlich wieder beeinsprucht. Bleibt zu hoffen, dass es sich nicht wieder nur um eine kurzfristige "Freiheit" handelt. Bleibt zu hoffen, dass dieser Staat einem Menschen nicht weiter sein Leben durch Schubhaftphasen und Zwischenphasen mit Angst vor der nächsten Schubhaft zerstört. Bleibt zu hoffen, dass dieser Staat einem jungen Menschen endlich doch eine Möglichkeit öffnet, seine Zukunft in die eigene Hand zu nehmen. Einem Menschen, den er nicht abschieben kann, weil er nicht weiß, wohin er ihn abschieben soll. +++++++ANHANG2: AUFRUF ZUR KUNDGEBUNG "Spendet Wasser für Kärnten": Ebhomhenya Otohaguamhen bleibt Mittwoch 10 August 19.00 Uhr vor dem Innenministerium, Wien KUNDGEBUNG: "Spendet Wasser für Kärnten": Ebhomhenya Otohaguamhen bleibt Den musikalischen Auftakt gestaltet Chris 4er Peterka, die 'united aliens' initiieren die kunstaktion: "SPENDET WASSER FÜR KÄRNTEN in Kärnten ist das Boot besonders voll und das Wasser besonders knapp" Alle Teilnehmenden sollen bitte eine Plastikflasche mit Wasser mitbringen (bitte kein glas), die wir dann vor dem ministerium ausleeren, aufstellen und stehen lassen, weitere Details folgen vor Ort. Viele Menschen sind fassungslos, ob der Täter-Opfer-Umkehr, die hier vollzogen werden soll, einige FreundInnen haben ihrer Empörung neben ihrer namentlichen Unterstützung durch Kommentierung der Ereignisse Ausdruck verliehen: "Politischen Flüchtlingen muss Schutz gewährt werden" "Hiermit möchten wir bekräftigen, dass jede/r in Österreich Lebende das Recht auf menschenwürdige respektvolle Behandlung haben muss, unabhängig von Herkunft, Geschlecht, Aufenthaltsstatus etc." "Wir haben alle Durst" "OTOHAGUAHMEN BLEIBT HIER" " ... bin erschüttert über dieses Beispiel österreichischer "Gastfreundschaft"; "Die Welt ist unser zuhause - al alamu bajtuna" Jene Menschen, die sich auf keine Lobby berufen können, werden von der herrschenden Politik als Personengruppe ausgegrenzt, über Begrifflichkeiten wie Flüchtlingsströme werden demokratische Grundrechte in Frage gestellt, es wird einer Migrationspolitik Vorschub geleistet, die auf dem Rücken der betroffenen Personen die grundlegenden Menschenrechte außer Kraft setzt. Wie viele Menschen müssen noch leiden, eingesperrt werden, Verfolgung und möglicherweise Tod in ihrem Herkunftsland ausgesetzt werden, bevor die Haltung der Vernunft, der Humanität, der Solidarität und gegenseitigen Achtung der Würde des Menschen mehr gilt als Habgier, Gewinnsucht und Profitmaximierung für wenige im Überfluß Lebende? +++++++ANHANG3: INFOS ZUM SCHICKSAL VON Ebhomhenya Otohaguamhen: Gerechtigkeit und Legalisierung für Ebhomhenya OTOHAGUAMHEN Der ,Fremde', das Wasser und die Anständigkeit der Staatsgewalt: Ein ,Fremder', der in Kärnten um ein Glas einheimisches Wasser bittet, ist der Gerichtsbarkeit auszusetzen. Ebhomhenya OTOHAGUAMHEN aus Nigeria lebt ohne legalen Status in Österreich. In Kühnsdorf bei Kärnten durch die Straßen wandernd, wurde sein Durstgefühl so groß, dass er an einer Wohnungstür läutend, den ihm öffnenden Mann um ein Glas Wasser bat. Der Mann verständigte umgehend die Polizei. Ein Glas Wasser bekam Ebhomhenya OTOHAGUAMHEN nicht. Einige Zeit später wurde Ebhomhenya OTOHAGUAMHEN auf seinem Weg von der Polizei aufgehalten. Er wurde bedroht, verletzt, getreten, geschlagen, in Handschellen abgeführt. Die Verletzungen hatten ein Ausmaß erreicht, welches die Verständigung eines Arztes bedingte. Gegen die Polizei läuft ein Verfahren. Ebhomhenya OTOHAGUAMHEN wird in Folge dem Rechtsstaat ausgeliefert: die Bezirkshauptmannschaft Völkermarkt geht von aggressivem Verhalten gegen 4 Exekutivbeamte, Beschimpfung, Behinderung einer Amtshandlung, Lärmerregung und Verletzung des Anstands aus. Die Anschuldigungen sind nicht nachvollziehbar, mit Handschellen gefesselt war Ebhomhenya OTOHAGUAMHEN Misshandlungen ausgesetzt. Der öffentliche Anstand wurde verletzt: im Zuge des Angriffs durch die Polizei wurde ihm die Hose zerrissen, er ging zu Boden, er war der Polizei in folge dessen halbnackt ausgesetzt. Es ist dem staatlichen Repressionsapparat noch nicht genug Ebhomhenya OTOHAGUAMHEN muss sich wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt vor dem Landesgericht Klagenfurt am 17. August 05 verantworten. Er hatte. Durst. Er wollte ein Glas Wasser trinken. Er wurde geschlagen. Jetzt wird ihm der Prozeß gemacht. Es droht ihm die Abschiebung. Der Rechtsstaat hat sich bis zur Kenntlichkeit entblößt. Wir wünschen uns, dass die Verfolgung und die Unsicherheit des Lebens für Ebhomhenya OTOHAGUAMHEN, seine Frau und ihre Kinder ein Ende nimmt. Er wurde, da er der Opposition angehört - er war Lehrer, der sich gegen die Korrumpierbarkeit der Regierung engagierte, ihm gelang die Flucht aus dem Gefängnis - politisch verfolgt und ist aus diesem Grund nach Österreich geflohen, politisch gleichgesinnte Menschen sind spurlos verschwunden, die Ablehnung seines Asylantrags in zweiter Instanz ist nicht nachvollziehbar. Er möchte in Österreich leben und braucht einen legalen Status. Geflohen ist er gemeinsam mit seiner schwangeren Frau, ihr erstes Kind kam in Burgenland zur Welt, das zweite Kind ist knapp einen Monat alt. Wir erklären unsere Unterstützung und fordern Sie in ihrer Funktion als Innenministerin auf, die entsprechenden Maßnahmen zu setzen, um Ebhomhenya OTOHAGUAMHEN, seiner Frau, sowie den beiden kleinen Kindern eine legale Existenz in Österreich zu ermöglichen. unterstützt von: initiative abflug, barbara hable, florian walter, arge wehrdienstverweigerung, gewaltfreiheit und flüchtlingsbetreuung sabaha sinanovic: frauen. stimmen. gegen. krieg, rosalia krenn: frauen. stimmen. gegen. krieg und vielen anderen ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN/KOMMENTARE/MEINUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 02 GLB/e-card/Pannen/Kosten/Datenschutz von "Gewerkschaftlicher Linksblock" ================================================ Pressedienst des Gewerkschaftlichen Linksblocks (GLB), Apostelgasse 36/12, A-1030 Wien - Telefon +43 1 718 26 23-0 - Fax +43 1 718 26 23-30 - Mail glb at glb.at - Web www.glb.at - Ausgabe vom 10. August 2005 GLB-Kritik an Pannen und Abzockerei bei Einführung der e-card Durch Multifunktionscard droht der „gläserne Patient“ Zu einer unendlichen Geschichte von Pannen und Abzockerei wird die Einführung der e-card, kritisiert Karin Antlanger, die Bundesvorsitzende der Fraktion Gewerkschaftlicher Linksblock im ÖGB (GLB). Ursprünglich war geplant, den vom Nationalrat im November 1996 beschlossene elektronischen Krankenschein bis Ende 1998 einzuführen. Dieser Termin musste mehrmals verschoben werden, so dass jetzt die Einführung bis Ende 2005 vorgesehen ist. Wie sich nun laut einem Rechnungshofbericht herausstellt, wird mit Billigung des von der schwarzblauen Regierung zwangsreformierten Hauptverbandes bei der Einführung der e-card über gigantische Honorare und überhöhte Gehälter kräftig auf Kosten der Versicherten abkassiert. So betragen die Gehälter bei der Hauptverbandstochterfirma SV-ChipBE bis zum Doppelten der ohnehin hervorragenden SV-Gehälter, deren Geschäftsführer verdienen mehr als ein SV-Generaldirektor und als „Draufgabe“ wurde ein eigener Programmdirektor eingesetzt. Ein Professor der TU-Wien erhielt für eine laut Rechnungshof überflüssige „begleitende Betreuung“ 2,23 Mio. Euro. Insgesamt soll die Einführung 128 Millionen Euro verschlingen. Auf der Kehrseite stehen Fehlleistungen wie an 22.800 Wiener PensionistInnen ausgeschickte namenslose e-cards. Gleichzeitig stellt sich jetzt heraus, dass Beamte von Gemeinden, des Landes und LehrerInnen keine e-cards erhalten, womit die von der Regierung propagierte Kosteneinsparung unterlaufen wird. Laut Armutskonferenz sind auch rund 30.000 Sozialhilfebezieher sowie rund 100.000 weitere Menschen ohne Krankenversicherung von diesem System ausgeschlossen, wobei gerade das Krankheitsrisiko der sozial Schwächsten bis zu drei Mal höher ist als im Durchschnitt. Hatte es ursprünglich geheißen, die e-card sei kostenlos, so wird nun dafür Jahresgebühr von zehn Euro eingehoben. Das bedeutet aber für Menschen die jährlich weniger als drei Arztbesuche aufweisen eine Verteuerung, da bislang für jeden Krankenschein 3,63 Euro zu zahlen sind. Angesichts der explodierenden Kosten für die Einführung wird zudem bereits offen über eine Anhebung der Jahresgebühr gesprochen. Zudem klagen Ärzte über „unentrinnbare Zusatzkosten“ von bis zu tausend Euro für die Einführung des Systems in ihren Ordinationen, die sich wiederum bei künftigen Honorarverhandlungen niederschlagen werden. Auch wenn beteuert wird, auf der e-card nur Name, Versicherungsnummer und Geburtsdatum zu speichern, lässt sich dieses System jederzeit durch Speicherung von Notfallsdaten, elektronischen Rezepten usw. beliebig ausweiten: „Die PatientInnen mutieren immer mehr zum gläsernen Menschen und der Entwicklung zu einer Multifunktionscard durch Verknüpfung mit Daten anderer Institutionen steht nichts im Wege“, kritisiert Karin Antlanger. Durch die „schlummernde" Signaturfunktion kann die e-card nach Erwerb eines entsprechenden Zertifikates auch als Bürgerkarte verwendet werden. ================================================ 03 Falsche Strategien: Islamismus in Europa von "wadi wien" ================================================ Falsche Strategien GASTKOMMENTAR VON THOMAS SCHMIDINGER (Die Presse) 10.08.2005 Die kurze Geschichte des Islamismus in Europa ist voller gefährlicher Missverständnisse und falscher Strategien. Jahrzehntelang wurden die islamischen Gemeinschaften in Europa ebenso ignoriert wie das Entstehen islamistischer Gruppierungen innerhalb derselben. Erst die Anschläge von Madrid und London lenkten die Aufmerksamkeit auf die Existenz islamistischer und dschihadistischer Gruppierungen in Europa. Dabei zeichnen sich drei verschiedene, jedoch allesamt falsche Argumentationslinien ab: [*] Eine tritt dem Terror mit apologetischem Verständnis gegenüber und meint, die (eben meist aus vergleichsweise wohlsituierten bürgerlichen Familien stammenden) Attentäter wären eben verzweifelte Individuen, die wegen der israelischen oder US-Politik auf die Idee kämen, sich in Großbritannien in die Luft zu sprengen. Man müsse irgendwie Verständnis haben, und solange die USA oder Israel nicht täten, was diese wollten, würden sie eben weiter bomben. Solches ist zwar im Falle der Anschläge von London kaum in "Mainstreammedien" zu finden, sehr wohl aber bei Anschlägen im Irak oder in Israel. [*] Eine andere stellt Muslime unter einen diffusen Generalverdacht oder macht aus dem Terror zumindest ein "Integrationsproblem". Dabei wird völlig übersehen, dass die Attentäter meist sehr junge und sehr gut integrierte Personen - immer öfters Konvertiten - sind und keine isolierten Immigranten, die sich nicht zurechtfinden würden. Folge dieser ethnisierenden oder kulturalisierenden Argumentation ist jedoch ein Generalverdacht, der Ausbau des Überwachungsstaates, eine Legitimation einer "harten" Einwanderungspolitik und eine vermeintliche Problemlösung durch das Abschieben von "Hasspredigern". Diese Argumentation wird mittlerweile von einigen Vertretern der muslimischen Gemeinden übernommen, die glauben, sich mit dem Fingerzeig auf "die Fanatiker" legitimieren zu müssen. Manch einer will damit nur von seiner eigenen Position ablenken. [*] Eine dritte, die v. a. von gemäßigten Islamisten vertreten wird, ist jene einer strikten Unterscheidung zwischen "guten Muslimen" und "bösen Islamisten". Dabei wird in dieser vermeintlich "differenzierten" Argumentation nicht zwischen militanten oder gar terroristischen Gruppen und solchen unterschieden, die versuchen, auf parlamentarischem Wege Ziele des politischen Islam durchzusetzen. Gerade Angehörige von Gruppierungen wie den 1928 von Hassan al-Banna gegründeten Muslim-Brüdern, die versuchen, legal politisch in Europa Fuß zu fassen, lenken so von den eigenen politischen Zielen ab. Gerade die Muslim-Brüder haben begriffen, dass sie ihr Programm eines islamisch dominierten Staates, in der Position als Minderheit in Europa, nur über einen langen Umweg der Beteiligung am legalen politischen Leben und der Unterstützung durch naive Multikulturalisten erreichen können. Nun gibt es zwar viele ebenso unpolitische Muslime, wie es unpolitische Christen, Juden oder Hinduisten gibt, allerdings ist die Einteilung in "gute Muslime" und "böse Islamisten" zu simpel. So wichtig es ist zu betonen, dass nicht alle Muslime, sondern nur eine Minderheit politische Islamisten sind, und eine noch kleinere Minderheit einen bewaffneten Dschihad führen, so falsch ist es, hier eine klare Trennlinie - nämlich nur eine einzige - ziehen zu wollen. Wie das Spektrum im Christentum von völlig unpolitischen Gläubigen bis zu evangelikalen Fundamentalisten reicht, die in den USA auch mal Anschläge auf Abtreibungskliniken durchführen, ist auch das Feld des Islams in Europa ein weites. Dazu kommt, dass sich viele Islamisten mit einem gewissen Recht auf die politische Tradition des Islam beziehen, der von Anfang an als erfolgreiches Projekt - im Gegensatz zum ursprünglich dem römischen Imperium unterlegenen Christentum - eben auch ein politisches Gemeinwesen konstituierte, also von Beginn an nicht nur Religion, sondern auch Politik war. All diese Erklärungsmuster greifen zu kurz. Junge Menschen aus Großbritannien sprengen sich nicht aus Verzweiflung in die Luft, sondern aus ideologischem Wahn. Der Islamismus ist längst ein europäisches Problem und kein "Einwanderungs-" oder "Integrationsproblem". Er ist (wie andere totalitäre Ideologien) ein politisches Problem, das sich weder durch einen Ausbau des Überwachungsstaates lösen lassen wird, noch durch augenzwinkerndes Verständnis mit den "verzweifelten Opfern des Imperialismus". Vielmehr müssen Demokratie und offene Gesellschaft verteidigt werden. Nicht nur vor Islamisten, sondern auch vor jenen Verteidigern der "Demokratie", die sie durch polizeistaatliche Methoden zu Tode verteidigen. Das beste Mittel dazu ist nicht zuletzt die Stärkung säkularer Migranten und Flüchtlinge aus islamischen Gesellschaften, die oft vor der Enge dieser Gesellschaften und dem autoritären System ihrer Herkunftsstaaten nach Europa geflüchtet sind. Aber nicht nur in Europa, auch in den autoritär regierten islamischen Staaten selbst ist das beste Mittel gegen den terroristischen Dschihadismus die Unterstützung demokratischer, laizistischer, feministischer, linker und liberaler Oppositioneller, die die Träger einer Demokratisierung sein werden. Thomas Schmidinger ist Lehrbeauftragter zum Thema "Politischer Islam" an der Politikwissenschaft der Uni Wien, Mitarbeiter der Hilfsorganisation Wadi und Mitherausgeber des Sammelbands "Irak - Von der Republik der Angst zur bürgerlichen Demokratie?". aus: die Presse, Mittwoch, 10. August 2005 www.diepresse.at -- WADI - Verband für Krisenhilfe und solidarische Entwicklungszusammenarbeit e-mail: wadi.wien at gmx.at Tel.: 0699-11365509 Spendenkonto in Österreich: Kontonummer 07.405.301 Evangelische Kreditgenossenschaft eG BLZ 31800 IBAN: AT10 3180 0000 0740 5301 BIC: EVKRATW1 Website mit weiteren Informationen zu Projekten von Wadi und Veranstaltungshinweisen: www.wadinet.at ================================================ 04 KPÖ/Handymastensteuer/Belastung/Liberalisierung von KPÖ ================================================ KPÖ-Pressedienst - Drechslergasse 42, 1140 Wien - Telefon +43 (1) 50 36 580 - 0 - Fax +43 (1) 50 36 580 - 499 - Mail bundesvorstand at kpoe.at - Web www.kpoe.at - News www.kpoe.at/lpd - Ausgabe vom 10. August 2005 Wildwuchs bei Handymasten ist Ergebnis EU-konformer Liberalisierung Finanzprobleme der Länder nicht durch neue Massenbelastungen lösen Als durchsichtiges Löcherstopfen auf Kosten der Bevölkerung kritisiert die KPÖ die Einführung einer Handymastensteuer in Niederösterreich. Diese neue Abgabe soll ab 2006 jährlich 60 bis 80 Mio. Euro bringen und wird als Beitrag zur Spitalsfinanzierung gerechtfertigt. Die Bundesregierung hat dieser neuen Belastung Rückendeckung gegeben, indem sie von einer Beeinspruchung abgesehen hat. Durch die marktwirtschaftlich zwangsläufig erfolgende Überwälzung dieser Steuer auf die Tarife droht ein Preisschub bei den Handytarifen. Auch ist anzunehmen, dass diese Steuer vom Europäischen Gerichtshof (EuGH) aufgehoben wird. Ähnlich wie bei der im März 2000 aufgehobenen Getränkesteuer werden dann die Unternehmen auf Rückzahlung geleisteter Tarife klagen und diese womöglich den Endkunden vorenthalten, wenn diese ihre Rechnungen nicht lange genug aufheben. Auch der Telekom-Regulator Georg Serentschy und der Verfassungsrechtler Heinz Mayer haben „erhebliche verfassungsrechtliche Bedenken“ sowie einen Verstoß gegen EU-Recht und den Gleichheitsgrundsatz angemeldet. Die Netzbetreiber wollen die Abgabe wegen Diskriminierung anfechten, da auf Strommasten keine solche Abgabe eingehoben wird. Eine Besteuerung von Handymasten könnte damit - sollte sie nicht ohnehin vom EuGH aufgehoben werden - zum Türöffner für weitere Massenbelastungen durch Besteuerung von Strommasten, Versorgungsleitungen etc. werden. Die Einführung dieser Steuer ist ein Auswuchs der EU-konformen Liberalisierung im Telekomsektor, auf welche sich die in einem scharfen Konkurrenzkampf um eine Monopolstellung befindlichen Mobilfunkbetreiber - Stichwort Übernahme von Tele.ring durch T-mobile - stützen. Als dessen Folge hat jedes Mobilfunkunternehmen eigene Sendeanlagen mit unterschiedlichen technischen Standards installiert, gegen welche sich der Unmut vieler BürgerInnen durch Verschandelung des Ortsbildes und Gefährdung durch Strahlungen richtet. Die KPÖ tritt dafür ein, das vorhandene Instrumentarium der Raum- und Bauordnung konsequent für eine Reduzierung der Zahl der Mobilfunkanlagen zu nutzen bzw. wenn notwendig dahingehend durch bundesweit einheitliche Regelungen zu verschärfen und durch Entwicklung gemeinsamer Standards die gemeinsame Nutzung der Anlagen auszuweiten. „Die Finanzprobleme der Länder und Gemeinden können aber nicht durch die „Erfindung“ neuer Steuern die letztlich eine weitere Belastung breiter Bevölkerungsschichten bedeuten bekämpft werden, sondern durch eine andere Verteilung der Mittel aus dem Finanzausgleich, dessen Volumen durch eine wesentlich höhere Besteuerung von Kapital und Vermögen vergrößert werden muss“, meint KPÖ-Kommunalsprecher Leo Furtlehner und verweist auf ein ausführliches Positionspapier der KPÖ zum Thema Handymastensteuer. ================================================ 05 exodus von "manfred holzinger" ================================================ wer den augenblick beherscht, beherscht das leben, marie ebener eschenbach frei nach dieser devise trau ich mir ein kleines wort über koffi annan, obwohl worte anscheinend schon obsolet geworden sind, angesichts der täglichen dikatatur des schreckens, vo rzwei tagen fand man in der SN einen ganze seite zum thema: jungunternehmer ein prof. der WU wien bekagte dem umstand, dass ´wir in Ö um 20 jahre zurück sind, was die universitäre förderung von unternhemern betrifft, man hinkt hinterher den paradiesischen verhältnissen in den USA, und GB, dabei fällt der name MIT, ( masatschusits institu of technics) die kaderschmiede für unternehmertum in den usa, dass neben den geldflüssen von seiten derindustrie auch massiv vom PENtagon finanziert wird, just auf jene uni ist der heutige UN-gen.sekretär k. annan gegangen, ürbigens hatte auch, ironischerweise, der weithin bekannte linguist und jetziger wortstarke < dissident > chomsky, dessen bücher schon viele krominelle hintergründe der usa-politik blossgelegt haben, dort eine zeitlagn eine professur inne ( in der höhle des löwen ?) das biografische detail über k. annan entnahm ich einer biografie,die vor drei wochen hier in der UB aufgelegen ist, darin fand sich auch detailliert die für die UNO-weltbehörde beschämende story, wie es zum genozid in ruanda kommen konnte, damals war K. annan, ncoh diektor der sicherheitsabteilung, ) noch unter boutros ghali) ein holländischer bataillion-soffizier, befehlsgebr der uno-truppe in kigali, hatte drei monate vor dem schrecklichen massenmord, dringendste appelle nach new jork versandt, durch einen informanten wußten die un-leute von den zahlreichen waffen depots, die vorsorglich von der huturegierung angelget worden waren, der genozid war oenible geplant, eshääte nur einer aufstockung der un-kräfte um zwei kompanien bedurft, um diese waffendepots aufzuheben, doch von new jork, kamen ablehnende´bescheide, ein jahr vorher, gingen durch die amerik. medien, die grausmaen bilder von toten GIs in somalia, die von aidid in die falle gelockt worden waren, die amerikanischen soldaten waren bei ihrer intervention in somalia, in den hinterhalt geraten, obwohl auch 70 pakistanische un-soldaten opfer des einsatzes geworden sind, auf jeden fall war en unoeinsätze in afrika, momentan alles ander als beliebt, aber das beschämende faktum ist, dass die wichtigste militärische macht, betimmen kann,egal auf welcher entscheidungsgrundlage, ob es ratsam ist, einen völkermord zu verhindern oder nicht, und da stellt sich die frage, ob denn die uno vielleicht unsichtbar in geiselhaft genommen ist, durch das land, wo sie historisch hingeraten ist, und dazu auch von den vier anderen atombesitzenden staaten, die zusammen, als sicherheitsrat, das < weltdirektorium < darstellen ( SN-wortlaut von voriger woche) gerade in der woche, als ich über kofi annan was hörte, waren in der messe, jeden tag die geschichten vom exodus, dem auszug des volkers israel aus ägypten, auf dem leseplan, und da dachte ich mir, welcher "starke arm " notwendig wäre, um kofi annnan, oder seinen nachfolger zu bewegen, aus dem exilland usa auszuziehen, sich einen exodus zu trauen, um endlich die interessen der 190 ( oder mehr?) anderen staaten dieser erde, ohne dauernde gängelung von seiten, der 5 waffenstarrendsten nationen dieser welt hinnehmen zu müssen, was unwidersprochener bestandteil von demokratischen systemen ist, dass die mehrheit darüber bestimmt, was politisch in die wege geleitet wird,warum sollte das nicht auch für die höchste weltbehörde UNO gelten? wagt man sich zu fragen, es wär fast so , als hätten, matouschek, kovacs, doer strohnach ein vetorecht, bei sozial-und wirtschafstgipfeln der österr. regierung, dass ein kofi annan, der am MIT in die amerik "denkschule" gegangen ist, diesen exodus nicht leisten kann, ist mir plausibel, vielleicht schafft es sein nachfolger, das domizil des obersten schlichtung-und interventionssapparates, für die massivsten "weltkrisenfälle", etwa nach kairo, mombasa, neu delhi, oder kapstadt zu velegen, wichtig wäre dafür, dass viele leute sich das zuerst zu denken trauen, um zusammen, mit vielen "starken armen " (und gehirnen )diesen exodus vielleicht einmal zu ermöglichen, man kann nicht einem militärisch.kapitalistischen system , wie es die usa zur zeit darstellt auf ewig erlauben, zusammen mit seinen militär.verbündeten und kontrahenten im sicherheitsrat, entscheidungen überlassen, die das wohl der übrigen mehrheit an völkern dieses planeten betreffen , man sieht ja was die usa und gb im irak, an innenpolitschen gewaltexzessen provoziert haben, die opfer sind jenes proletarische "fussvolk", das sich als gemeiner soldat in einem interessenskrieg der erdölndustrie verheizen läßt, und und das leidgeplagte irakische volk, uno raus aus newjork go down mose, mir.manfred ================================================ 06 Appell von Imre Kertész und Ayaan Hirsi Ali von "wadi wien" ================================================ ÖFFENTLICHER APPELL AN DIE DEUTSCHE BUNDESREGIERUNG UND DIE MITGLIEDERDES DEUTSCHEN BUNDESTAGES 5-8-2005 Sehr geehrte Damen und Herren, Zwanzig ermordete Kurdinnen und Kurden, Hunderte von Verletzten, Verhaftete, Verfolgte und Gefolterte - das ist die neueste Bilanz an Schandtaten des Mullah Regimes in Teheran gegenüber den Kurden des Landes. Die neue Regierung des Iran scheint die verheerende Politik und Praxis der Kurdenverfolgung der Vergangenheit nun ins Extrem steigern zu wollen. Während Europa noch überlegt, wie mit dem islamistischen Regime zu verfahren ist, befinden sich aktuell ganze kurdische Städte im Iran im Streik und ihre Bevölkerungen leisten zivilen Widerstand gegen tägliche brutale Attacken der Geheimdienste und des Militärs: mit dem erklärten Ziel auf die Erkämpfung von Freiheit, Demokratie und Menschenrechtlichkeit. In Deutschland wird dieser Kampf für die Freiheit gegen ein Verbrecherregime bislang kaum zur Kenntnis genommen - in Achtlosigkeit gegenüber den Toten und Leidenden. Wir fordern heute die Regierung der BRD dazu auf, auf europäischer Ebene sofort initiativ zu werden, um diplomatisch in Teheran zu intervenieren. Verbunden mit der Forderung, alle repressiven Angriffe auf die kurdische Bevölkerung einzustellen und internationale Untersuchungsdelegationén ins Land zu lassen. Wir wenden uns zugleich an die deutschen und europäischen NGO's mit der Bitte um solidarische Hilfe für die verfolgten Kurdinnen und Kurden in Form von materiellen Hilfszuwendungen, fact finding missions und Öffentlichkeitsarbeit. Imre Kertész Ayaan Hirsi Ali -- WADI - Verband für Krisenhilfe und solidarische Entwicklungszusammenarbeit e-mail: wadi.wien at gmx.at Tel.: 0699-11365509 Spendenkonto in Österreich: Kontonummer 07.405.301 Evangelische Kreditgenossenschaft eG BLZ 31800 IBAN: AT10 3180 0000 0740 5301 BIC: EVKRATW1 Website mit weiteren Informationen zu Projekten von Wadi und Veranstaltungshinweisen: www.wadinet.at ================================================ ================================================ C) TERMINE ================================================ ======================== Donnerstag http://mund.at/butt/Termine/August/1108.htm Freitag http://www.mund.at/butt/Termine/August/1208.htm Samstag http://www.mund.at/butt/Termine/August/1308.htm ======================== ================================================ D) EDITORIAL ================================================ Für den Inhalt verantwortlich: Ihr. E-Mail-Adresse für Beiträge: widerstand at no-racism.net geschickt. widerst at nd MUND und alle Termine täglich aktualisiert im Web: http://www.no-racism.net/MUND Ziel von MUND (medienunabhängiger Nachrichtendienst) ist die unzensurierte und möglichst rasche Information über gesellschafts- politisch relevante Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu Widerstand und Antirassismus sowie verwandte Themen. sollen einen Titel, Namen und Emailadresse der/des AutorIn enthalten und möglichst kurz und prägnant gehalten sein, ev. mit Hinweis, wo weitere Informationen eingeholt werden können. Bitte keine Attachments! Die inhaltliche und sachliche Verantwortung liegt bei der/dem jeweiligen AutorIn bzw. jenen, die uns die Beiträge schicken. Der MUND wird von einzelnen TagesredakteurInnen zusammengestellt. Da Fehler nicht ausgeschlossen sind, bitten wir, nicht veröffentlichte Beiträge nochmals an widerstand at no-racism.net zu senden. Die Weiterleitung (auch auszugsweise) ist erwünscht. Beiträge mit rassistischen oder sexistischen Inhalten werden nicht veröffentlicht. Sehr persönliche Meldungen werden wir an den betreffenden Adressaten weiterleiten, aber nicht im MUND veröffentlichen. Die bisherigen Ausgaben sind unter http://www.no-racism.net/MUND archiviert. Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage: * Wann: Sonntag, 11.11.2001, 11:11 Uhr * * Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" * * Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf * * Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie. Aber kurz und prägnant.* Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch stillschweigend Zensur zu üben. Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die Nichtaufnahme geliefert. (Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.) Die AbsenderInnen der betroffenen Beiträge werden hiervon informiert. Im Sinne einer "gläsernen Zensur" könnt ihr Euch die Beiträge gerne extra schicken lassen: Ein kurzes Mail an widerstand at no-racism.net genügt. ================================================ E) VERTEILERLISTE ================================================ Zur Eintragung in diesen Verteiler bitte direkt subskribieren unter http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/analle oder von der einzutragenden Adresse aus ein mail schicken an: admin at no-racism.net mit folgendem Text: subscribe no-racism Bitte wegen Automatisierung diesen Wortlaut verwenden! Zur Austragung aus dieser Liste bitte an zusammengestellt. Bitte keine Attachments! (werden nicht angenommen) 1 Beitrag wegen Unaktualität nicht aufgenommen Redaktionsschluss für diese Ausgabe: Mi, 22.00 Uhr III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III ü, ö, ä, ß, Ü, Ö, Ä III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III widerst at nd-MUND is powered by http://alt.strg.at/ ================================================ From analle at no-racism.net Mon Aug 15 12:58:26 2005 From: analle at no-racism.net (=?iso-8859-1?q?MUND=3A_medienunabh=E4ngiger_Nachrichtendienst?=) Date: Mon, 15 Aug 2005 12:58:26 +0200 Subject: MUND_150805 Message-ID: <43007552.20208@no-racism.net> MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst www.no-racism.net/mund Montag, 15. August 2005 MedieninhaberInnen seid ihr! ================================================ A) INHALT ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 01 Lachen hilft 2005 von: n.heinelt at no-pr-oblem.at ================================================ 02 01.09.: Die neuen Antidiskriminierungsgesetze von: office at RKLambda.at ================================================ 03 Sprechtheater , Kulturzentrum 7stern von: 7stern.kultur at kpoe.at ================================================ 04 14.9. Premiere DIE RÄUBER / Schiller meets Casa Del Kung Fu von: rabenhof_presse at gamuekl.org ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND KOMMENTARE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 05 Presseerklärung der Deutsch-Islamischen Schule in München von: info at ligakultur.net ================================================ 06 Jugend für das Leben wirbt mit Pornosite für Bekehrung Homosexueller von: selbstbestimmungsrechtderfrau at gmx.net ================================================ 07 KPÖ/EU-Umfrage/Verfassung/Alternativen von: kpoe.ooe at aon.at ================================================ 08 RFIDs: Autos als ID/Broadcaster von: depesche at quintessenz.org ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< SOLIDARITÄT WELTWEIT ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 09 Sudan: Aufstand in der Dreistadt von: wadi.wien at gmx.at ================================================ 10 Westpapua: Tote und Verletzte bei Militär-Übergriffen von: westpapua at gmx.net ================================================ 11 Female circumcision surfaces in Iraq von: wadi.wien at gmx.at ================================================ ================================================ B) TEXTE ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 01 Lachen hilft 2005 von: n.heinelt at no-pr-oblem.at ================================================ *"Lachen hilft!" am 26. Oktober 2005 zugunsten des Integrationshauses Die Kabarettgala im Volkstheater - der Kartenvorverkauf hat begonnen* Am österreichischen Nationalfeiertag, dem 26. Oktober 2005, treten wieder eine Anzahl der prominentesten Kabarettisten zugunsten des Integrationshauses im Wiener Volkstheater auf. In diesem Jahr spielen Lukas Resetarits, Erwin Steinhauer, Leo Lukas, Viktor Gernot, Thomas Stipsits, Werner Brix & Gregor Seberg, Daniel Glattauer, Karl Ritter und The Rounder Girls. Durch das Programm führt Barbara Rett und natürlich der Hausherr des Integrationshauses, Willi Resetarits. Der Reinerlös dieser Veranstaltung kommt dem Integrationshaus zugute. /Karten für diese Veranstaltung gibt es in allen Bank Austria-Creditanstalt Filialen und im Wiener Volkstheater (7, Neustiftgasse 1). Kartenpreise: 30/50/70,- Euro. Weitere Informationen auf www.integrationshaus.at / -- Nikolaus Heinelt noPRoblem Public Relations Ennsgasse 17/36 1020 Wien Tel.: +43-699-12123522 Email.: n.heinelt at no-pr-oblem.at www.no-pr-oblem.at ================================================ 02 01.09.: Die neuen Antidiskriminierungsgesetze von: office at RKLambda.at ================================================ Die neuen Antidiskriminierungsgesetze §§§§§§ Was bringen sie für LesBiSchwule und TransGender-BürgerInnen? Donnerstag, 1. September 2005, 19 Uhr Wiener Rathaus, Steinsaal 2 Eingang: Lichtenfelsgasse, Feststiege II Eröffnung: Amtsf. Stadträtin Maga. Sonja Wehsely Dr. Silvia Baldinger Bundes-Gleichbehandlungskommission, Vorsitzende Senat II Sibylle Geiszler Vorsitzende der AG Gleichbehandlung im Innenministerium Maga. Birgit Gutschlhofer Gleichbehandlungsanwältin des Bundes Dr. Barbara Helige Präsidentin der Richtervereinigung Mag. Thomas Schärf Gleichbehandlungskommission, Vorsitzender Senat II Dr. Margarete Schweizer Vorsitzende der AG Gleichbehandlung im Justizministerium Dr. Elisabeth Sturm Gleichbehandlungskommission, AK-Wien Dr. Günther Stepan Leiter d Stelle zur Bekämpfung von Diskriminierungen, Stadt Wien Moderation: RA Dr. Helmut Graupner, RKL Mag. Wolfgang Wilhelm, WASt Seit geraumer Zeit sind nun sowohl im Bund als auch in Wien, zT in Umsetzung europarechtlicher Vorgaben, Antidiskriminierungs- bzw. Gleichbehandlungsgesetze in Kraft, die auch gegen Diskriminierung auf Grund sexueller Orientierung schützen. Da die neuen Gesetze und die auf Ihrer Grundlage eingerichteten Institutionen in der Bevölkerung noch weitgehend unbekannt sind, haben sich das Rechtskomitee LAMBDA (www.RKLambda.at ) und die Wiener Antidiskriminierungsstelle für gleichgeschlechtliche Lebensweisen(http://www.wien.gv.at/queerwien/wa.htm) zu einer Informationsveranstaltung entschlossen, die der Vorstellung der neuen Schutzbestimmungen ebenso dienen soll wie dem Kennenlernen und dem Gedankenaustausch zwischen den Vollzugsorganen und den potentiellen Diskriminierungsopfern. Sämtliche PodiumsteilnehmerInnen sind mit dem Vollzug der neuen Bestimmungen führend betraut. Sie werden Ihre Arbeit bzw. Ihre Vorstellungen im Bereich ?sexuelle Orientierung? vorstellen und für eine Diskussion am Podium und mit dem Publikum zur Verfügung stehen. ================================================ 03 Sprechtheater , Kulturzentrum 7stern von: 7stern.kultur at kpoe.at ================================================ Kulturzentrum 7STERN Siebensterngasse 31, 1070 Mittwoch, 17.August 2005, 20:30 Uhr Boris Randzio und Felix Strasser ³THEATER DER LETZTEN SEITE² Das ?THEATER DER LETZTEN SEITE³ ist ein Sprechtheater-Projekt des ?VEREINS ZUR ANREGUNG DES DRAMATISCHEN APPETITS³ (VADA) und beschäftigt sich mit der Dramatisierten Archivierung der Weltliteratur unter Anwendung der Technik der Plotmontage. "Wir sind die Evolutionstechniker, sind die Entwicklungshelfer der Literaturgeschichte. Wir sind geboren, wo Antonin Artaud, Karl Valentin und Paul Scheerbart getötet wurden und wo Alexander Rodtschenko, Raoul Hausmann und Johannes Baader nicht mehr zum Drama gefunden haben. Unsere Technik sei die Plotmontage." Die Plotmontage ist ein seit den 20er Jahren vereinzelt angewandtes dramatisches Verfahren der Zitatekompilation, das in der Dramentheorie nur mangelhaft bis dilettantisch behandelt wird. Als Konsequenz dieses Mangels und im Bewußtsein ihrer Verantwortung gegenüber künftigen Generationen von Theaterschaffenden haben die Plotmonteure ihr Theatermanifest ?Das Theater der letzten Seite³ verfaßt. Das Manifest wurde in groben Zügen am Europäischen Treffen Freier Theatergruppen 2005 in St. Pölten vorgestellt. Von 29. Juli bis 18. August 2005 wird das Manifest in ausgewählten Orten im deutschen Sprachraum (Österreich, Deutschland, Schweiz) im vollen Ausmaße verlesen. Das Programm setzt sich wie folgt zusammen: 1. Beispielinszenierung: Boris Randzio und Felix Strasser ?Zitatnost ­ ein Fußnotendrama. 30 Autoren in einem Akt³" 2. Feierliche Verlesung des Theatermanifests der Plotmonteure ?Das Theater der letzten Seite³ 3. Bei Bedarf anschließend erläuternde Vorträge, Diskussion Boris Randzio und Felix Strasser «Zitatnost ­ ein Fußnotendrama. 30 Autoren in einem Akt» «Ich habe eine Regel: Jedes Gespräch aufzugreifen. Wenn man nicht weiß, worum es sich dreht, ist es besonders interessant.» Ivan Schilin in Arkadij u. Boris Strugackij: Die gierigen Dinge des Jahrhunderts «Zitatnost¹» (russ. Zitathaftigkeit) = der Ausdruck von Ideen und Stimmungen durch Verweis auf Quell-Literatur, anstatt sie neu zu beschreiben. Sie spielt besonders in der russischen Literatur eine zentrale Rolle. In «Zitatnost ­ ein Fußnotendrama» wird die Assoziationskette zweier aufmerksamer Leser wiedergegeben. Durch die übergangslose Kompilation von Weltliteratur, Gebrauchstexten und anarchistischem Klamauk verschwimmen die scharfen Grenzen der Stilistik. Dostoevskijs «Schuld und Sühne» und etwa der Schnittbogen für den Sommerrock in der «Burda» werden völlig gleichberechtigt behandelt. Boris Randzio und Felix Strasser bringen unter Verwendung einer Leiter und einer Nussbaumtorte in 90 Minuten Dialoge, Monologe und Miniaturen von Elias Canetti, Daniil Charms, Fjodor Dostoevskij, Olga u. Adolf Hess, Arkadij u. Boris Strugackij, Karl Valentin, Robert Walser und vielen anderen sowie anonyme Kreuzworträtsel, Kochrezepte, Schnittmuster und Leserbriefe. Den Roten Faden bildet die gleichmäßige Abwechslung zwischen ernsten und Komödien-Stoffen, wobei es dem Publikum freisteht, die Akteure entweder als zwei Komödianten, die sich an Dostoevskij versuchen oder als zwei klassische Humanisten zu betrachten, die ihre Lehre mit Klamauk durchsetzen. Den Anteil an Belletristik bilden hauptsächlich klassische Inszenierungen von Auszügen aus Romanen und Erzählungen. Die Schnittmuster und Kreuzworträtsel werden in Anlehnung an ein Artaud¹sches Mysterientheater umgesetzt. Das Stück ist in erster Linie für die Aufführung auf Klein- und Kleinstbühnen, in Cafés und Kellerstudios konzipiert. «Ich freue mich, Dich hier angetroffen zu haben ­ aber ich freue mich nur, weil ich jetzt wieder mal die beste Gelegenheit habe, einen Menschen von der absoluten Lächerlichkeit des Daseins überzeugen zu können. Nu rede Du, sonst komme ich zu kurz bei der Torte.» Die Mumie in Paul Scheerbart: Die Nussbaumtorte Boris Randzio (geb. 1981 in Salzburg) Mitwirkung in 20 Inszenierungen der Theater AG des Berliner Goethe-Gymnasiums. Privater Schauspielunterricht bei Adolfo Assor (Garn Theater Berlin). Bühnentanzdiplom an der Staatlichen Hochschule für Musik und darstellende Kunst Mannheim. Hospitanz an der Deutschen Oper Berlin. Engagement am Ballett des Theater Chemnitz. Eigenchoreographien «Im Abendrot» (U: Schauspielhaus Chemnitz 2004), «nisi dominus» (U: Schauspielhaus Chemnitz 2005). Seit 2004 Zusammenarbeit mit Felix Strasser («Zitatnost ­ ein Fußnotendrama. 30 Autoren in einem Akt»; U: Foyer im Künstlerhaus Klagenfurt 2004). Seit 2005 Chef-Plotmonteur des «Theaters der letzten Seite». Felix Strasser (geb. 1982 in Klagenfurt) Teilnahme an Literatur- und Drehbuchwettbewerben, Finalist im ORF-Wettbewerb «Drehbuch 2000». Dreisemestriger Schauspielkurs an der Universität Klagenfurt. Co-Regie und Darsteller im Kurzfilm «Dickicht» (2002). Mitglied der Theatergruppe «DIBRE» (Fürst Myschkin in V. Sorokin: «Dostoevskij-Trip»; P: Europahaus Klagenfurt 2002). Mitglied des «Tischlerei-Ensembles» von Roland Jaritz (Garcin in J.P. Sartre: «Geschlossene Gesellschaft»; P: F. J. Sandrisser-Tischlerei Klagenfurt 2005). Seit 2004 Zusammenarbeit mit Boris Randzio («Zitatnost ­ ein Fußnotendrama. 30 Autoren in einem Akt»; U: Foyer im Künstlerhaus Klagenfurt 2004). Seit 2005 Chef-Plotmonteur des «Theaters der letzten Seite». Die Manifesttournee 2005 durch Österreich, Deutschland und die Schweiz endet am 18.08.2005, 20:00 Uhr, im ³cik² im Klagenfurter Künstlerhaus http://www.innenhofkultur.at/asp/wozup-detail.asp?offset=5&ID=717 ================================================ 04 14.9. Premiere DIE RÄUBER / Schiller meets Casa Del Kung Fu von: rabenhof_presse at gamuekl.org ================================================ Zum Auftakt der Saison 2005/06 starten Thomas Gratzer und sein Team die neue Reihe ?Rabenhof Classics? und bitten zur Premiere von DIE RÄUBER von und nach Friedrich Schiller Für ungewöhnliche Umsetzung des Stoffes sorgen die CASA DEL KUNG FU ALLSTARS featuring Gen Seto Buch und Regie: Peter Waldeck Musik: Klaus Waldeck Bühne: Erich Sperger PREMIERE: 14. September 2005 Weitere Termine: 16., 17., 20., 21., 22., 23., 24., 27., 28. September 2005 (Beginn: 20.00 Uhr) RABENHOF THEATER A-1030 Wien; Rabengasse 3 Kartenreservierungs-Hotline: Tel. 01/712 82 82 Infos + Online-Reservierung unter: http://www.rabenhof.at Kartenpreise: ? 16,-- / ? 9,-- DIE RÄUBER von und nach Friedrich Schiller Martial Arts meet Sturm & Drang Internationaler Elektronikstar trifft Wiener Trash-Comic Mastermind ?Denn wo Neid und Zank ist, da ist Unordnung und eitel böses Ding.? Selbst die ?heilige Schrift? kann sich der brutalen Wirklichkeit nur annähern, wenn die Brüder Klaus und Peter Waldeck Friedrich Schiller zu dessen 200 Todesjahr die Ehre geben. In der heutigen Welt der Popkultur trifft man auf keinen Ort, wo das Pathos so trieft, die Leidenschaften so entfesselt sind, wie in Schillers Stücken. Fernab von Andrea Breth und Andreas Kriegenburg starten die ?Rabenhof Classics? mit Schillers ?Die Räuber?. Kung Fu Kämpfe statt langweiligen Deklamationen und pointierte Comicdialoge anstelle von mäßigen Kalauern. Der internationale Elektronikstar Österreichs, Klaus Waldeck, schafft das ideale Soundmuster für den Bruderkrieg der deutschen Literatur. Peter Waldeck, sein Bruder im Frieden, inszeniert die Brüder Moor in ein mittelalterliches Manga-Japan, in dem die Welt noch von Blut, Schwertkampf, Ehre und hochkomplexen Lustorgien bestimmt war. Der böhmische Wald, als Blutwiese in Osaka, steht stellvertretend für eine Vereinigung der Qualitäten des deutschen Dichterfürsten mit dem typischen Gemeindebaustil. ? Über ?Casa Del Kung Fu?: Im spannenden Land zwischen E- und U-Kultur, zwischen Film und Performance hat sich Peter Waldeck mit seiner Truppe Casa Del Kung Fu angesiedelt. Der Name steht für kurzweilige Hi-Speed-Produktionen, stets innovativ und unter Miteinbeziehung neuester gesellschaftlicher, musikalischer und popkultureller Trends und Technologien. Stücke wie THE SUPERSONIC SHAKESPEARE REMIX, VIETNAMANIA und VIETNAMANIA II ? VENDETTA DER SUPERMONKEYS!!! waren Theater für ein smartes, urbanes Publikum auf der Suche nach frischen, innovativen Stoffen. Daneben veranstaltet Casa Del Kung Fu den Hirn zersetzenden Film- und Performanceclub ?Otakoo Saloon?. 2004 war im Rabenhof Theater die Produktion ?Das geheime Fickleben des Bruce Lee? zu sehen. Mehr Info unter: www.casadelkungfu.com ? Klaus Waldeck ? eine Biografie Einen einjährigen London-Aufenthalt 1992 verbringt Klaus Waldeck nicht wie geplant damit, seine Juristen-Doktorarbeit über Urheberrecht zu schreiben, sondern mit Remixen für House- und Technolabels. Wieder in Wien beginnt er ? infiziert vom frühen Downbeat-Sound ? an den ersten typischen Waldeck-Tracks zu arbeiten. Aus den mitgebrachten Vocal-Samples von Joy Malcolm (Ex-Incognito-Sängerin) entstehen die ersten Rough Mixes. Zufällig kommen diese Nummern Kruder & Dorfmeister zu Ohren, die sich spontan bereit erklären, die Tracks zu produzieren. In entspannten Nachtsessions entsteht 1996 die erste Waldeck-EP ?Northern Lights?, die nationale und internationale Kritiker zu Begeisterungsstürmen hinreißt. Mit seinem Debüt-Album ?Balance Of The Force? aus dem Jahr 1999 verfeinert Waldeck sein Rezept und mischt ein wunderschönes rundes Meisterwerk voll schwermütiger Vocals und abgespacten Dubdelirien. Waldeck etabliert sich als einer der main characters der Wiener Elektronikszene. Vor allem in Frankreich wird das Album zum Hit, seine Singles ?Wake Up?, ?Children Of the Ghetto? und ?Defenceless? laufen bei den urbanen Radiostationen Frankreichs auf Powerplay. Neben einer umjubelten Tour durch Frankreich, Österreich, Deutschland und Holland, sorgt auch der Release von ?Balance Of The Force Remixed? mit Remixes durch die allerfeinsten Chillout-Künstler (Thievery Corporation, Rockers Hifi, Fauna Flash, uvm.) für einige Furore weit jenseits der ?üblichen Verdächtigen?. Der Erfolg Waldecks setzt sich in einem Release der beiden Alben ?Balance Of The Force? und ?Balance Of The Force Remixed? in den USA fort. Dem dort gerade erwachenden Interesse an elektronischer Musik kommt das gerade recht, prompt wird die valiumverzögerte Hippiehymne ?Aquarius? zum Szenehit in San Francisco. Dann, anno 2001, kommt ?The Night Garden? und taucht Waldeck erstmals weltweit in ein neues Licht. Anfang 2001 hat Waldeck ein eigenes Label ins Leben gerufen, dessen Name Programm ist. Dope Noir umfasst ein weites Spektrum elektronischer Musik zwischen drunken Downbeats, vergilbtem Jazz und elektronischem Gerümpel. Mehr Info unter: www.waldeck.at Mit freundlichen Grüßen Gabriele Müller-Klomfar -- Rabenhof Presse Gabriele Müller-Klomfar Tel: +43-699-1-913 14 11 Fax: +43-1-913 14 11 rabenhof_presse at gamuekl.org ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND KOMMENTARE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 05 Presseerklärung der Deutsch-Islamischen Schule in München von: info at ligakultur.net ================================================ ----- Original Message ----- From: MLV - Muslimischer Lehrerverein Presseerklärung Sehr geehrte Damen und Herren, Mit Bestürzung haben wir den Bericht des ZDF und anderer Medien zu unserer Schule zur Kenntnis genommen. Es ist uns ein Rätsel, auf welcher dubiosen Grundlage die Vorwürfe basieren, das DIBW sei eine Tarnorganisation der Islamischen Gemeinschaft in Deutschland. Das DIBW hat im Jahre 2003 in enger Abstimmung mit und auf Empfehlung der Regierung von Oberbayern die Trägerschaft dieser Schule übernommen, welche einen herausragenden Pfeiler von erfolgreicher Integration darstellt. Schockiert sind wir auch von den Aussagen des Pressesprechers der Regierung von Oberbayern, Herrn Huber: Wie kann es sein, dass wir von der Schließung unserer Schule durch die Presse erfahren? Die Deutsch-Islamische Schule in München ist eine bilinguale Grundschule, die im kommenden Jahr ihr 25 jähriges Jubiläum feiert. In all diesen Jahren wurde an der Schule eine herausragende Arbeit geleistet - und zwar wurden hauptsächlich arabischsprachige Kinder sowohl in der deutschen als auch in der arabischen Sprache unterrichtet - ein Modellprojekt, dass immer wieder auch von Universitätsgruppen und wissenschaftlichen Einrichtungen besucht wurde, um Erkenntnisse über die zweisprachige Erziehung auszutauschen. Die Schule war immer offen für alle und steht für eine offene und integrationsfördernde Arbeit der muslimischen Bürgerinnen und Bürger in dieser Gesellschaft. Sie ist die erste islamische Schule der Bundesrepublik, in der bis heute nur zwei staatlich genehmigte islamische Schulen bestehen. Die Äußerungen des Innenministers Beckstein zur Entziehung der Genehmigung der Schule sind ein trauriger Beleg dafür, wie auf dem Rücken von Minderheiten, hier erneut der Muslime, Wahlkampf gemacht wird. Es ist eine demütigende Enttäuschung für die Muslime in München, dass eines ihrer Aushängeschilder in dieser schäbigen Art verunglimpft wird. Schlichtweg falsch ist, dass wir keine Einsicht in unsere Lehrpläne geben würden: Wird doch bei uns der bayerische Grundschullehrplan unterrichtet und sind unsere arabischen Lehrpläne in Heftform öffentlich zugänglich. Der gewählte Zeitpunkt, mitten in den Sommerferien, ist ein weiteres Indiz für eine zynische Politik, die jeglichem rechtmäßigen Widerstand der Eltern vorbeugen möchte. Auch hier drängt sich wieder der Verdacht auf, dass Herr Beckstein auf dem Rücken von Kindergarten- und Grundschulkindern grausame Politik macht. Denn unsere Schüler sollen - ohne einen einzigen sachlichen Grund - einfach aus ihrer Schullaufbahn gerissen und in andere Schulen verfrachtet werden. Wir werden entschlossen mit den Eltern der betroffenen Kinder alle rechtlichen Wege ausschöpfen um dieses offenkundige Unrecht aufzudecken und rückgängig zu machen. Private Deutsch-Islamische Schule Freisinger Landstraße 40-40a 80939 München Tel.: +49-89-322 62 45 Fax.: +49-89-324 17 66 ================================================ 06 Jugend für das Leben wirbt mit Pornosite für Bekehrung Homosexueller von: selbstbestimmungsrechtderfrau at gmx.net ================================================ http://www.youthforlife.net/linkster.php?CID=20 Ein Blick auf die Website der fanatischen Anti-Abtreibungsorganisation "Jugend für das Leben", einer weltweit mit Human Life International korrespondieren Kämpfertruppe von Jugendlichen, die sich der reaktionären Politik des Vatikan verschrieben hat, Frauen vor Abtreibungskliniken zu terrorisieren und so das Recht auf einen medizinisch einwandfreien Schwangerschaftsabbruch mittels Geschäftsschädigung abzuschaffen, zeigt in ihren Pro Life Links, wie sehr die organisierte Lebenschützer- und Frauenhasser untereinander vernetzt sind. Selbstverständlich gilt es auch, Homosexualität als Krankheit auszuweisen, und da ist es doch nur logisch, dass auf "interessante Links" zu Websites geführt sind, die diesen kranken Homosexuellen zu einem "normalen" Leben verhelfen sollen, oder zumindest behaupten, dass sie das können. Einer dieser Links ist: http://www.keinschicksal.de Bevor die Leserin nun das Haupt schüttelt, ob soviel Frechheit, oder bevor gar auf den Link geklickt wird, muss noch erwähnt werden, dass Jugend für das Leben sich brüstet, "Aufklärungsunterricht" in Schulen zu veranstalten. Das ist mit diesem Linkangebot vollkommen gelungen. Zuerst sieht frau mal auf ein Frauenhinterteil, die Möse schön im Bild, dann das Angebot, vollkommen gratis jede Menge Hardcore downloaden zu können, und gleich anschließend drei Frauenzungen, die sich um einen etwas verschwommenen Penis (vergleiche: Mann = Penis und sonst nur ein Torso) buhlen. Gut gelungen, die Aufklärung und Bekehrung in der heterrorsexuellen Welt der kleinen katholischen Träumer. (Wenn das der Paparatzi erfährt!) In diesem Phall vergönnen wir den geifernden Klemmis den Fake der Site, den sie nicht einmal noch entdeckt haben ;-) . Darum sei hier auf den Wahlspruch der allmächtigen Göttin hingewiesen: prüfe dein Linkangebot täglich! -- Aktionskomitee für das Selbstbestimmungsrecht der Frau Selbstbestimmungsrechtderfrau at gmx.net <+++<+++<+++<+++<+++<+++<+++<+++<+++<+++<+++> detailierte Infos zum Schwangerschaftsabbruch in Österreich auch auf: --- www.die-abtreibung.at.tf --- ================================================ 07 KPÖ/EU-Umfrage/Verfassung/Alternativen von: kpoe.ooe at aon.at ================================================ KPÖ-Pressedienst ? Drechslergasse 42, 1140 Wien ? Telefon +43 (1) 50 36 580 - 0 ? Fax +43 (1) 50 36 580 - 499 - Mail bundesvorstand at kpoe.at ? Web www.kpoe.at - News www.kpoe.at/lpd - Ausgabe vom 11. August 2005 KPÖ sieht in Umfrage Bestätigung für ihre EU-kritische Haltung Entwicklung von Alternativen statt Beharren auf gescheiterter Verfassung Als Bestätigung der EU-kritischen Haltung der KPÖ sowie ihrer Forderung nach Alternativen zur jetzigen EU als ?Europa der Konzerne? sieht der Wirtschaftspolitische Sprecher der KPÖ, Michael Graber, die jüngste im Auftrag der Österreichischen Gesellschaft für Europapolitik (ÖGfE) von der Sozialwissenschaftlichen Studiengesellschaft (SWS) durchgeführte Umfrage. Dieser Umfrage zufolge war mit 52 Prozent der Anteil jener, die den EU-Beitritt Österreichs als richtig bezeichnen seit Beginn der regelmäßigen Umfragen im Jahre 1997 noch nie so niedrig wie jetzt. Umgekehrt bezeichneten mit 42 Prozent noch nie so viele den EU-Beitritt als falsch wie derzeit. Allerdings sind weiterhin 66 Prozent für die weitere EU-Mitgliedschaft, während 27 Prozent für einen Austritt sind, was unter dem Anteil der Nein-Stimmen von 33 Prozent bei der EU-Volksabstimmung im Jahre 1994 liegt. Der höhere Anteil der EU-GegnerInnen bei niedrigerem Bildungsniveau bzw. höherem Alter macht deutlich, dass vor allem Lohnabhängige, PensionistInnen und sozial Schwächere die VerliererInnen der EU-Mitgliedschaft sind, was auch durch die Arbeitslosenstatistik, Lohnentwicklung und Verteilung des Reichtums faktisch untermauert wird. 82 Prozent meinen, dass die EU zu sehr auf die Wirtschaft und zuwenig auf soziale Bedürfnisse orientiert. 79 Prozent meinen, dass die größeren EU-Staaten ihre Interessen auf Kosten der kleinen Mitgliedsländer bzw. der Gemeinschaft durchsetzen. Damit wird die Kritik am Neoliberalismus als Grundlage des Projekts EU ebenso wie an der zunehmenden Hierarchisierung ? bei welcher Deutschland, Frankreich und Großbritannien den Ton angeben ? deutlich. Leider nicht hinterfragt wurde bei der Umfrage die Meinung der ÖsterreicherInnen zur wachsenden Militarisierung der EU ? Stichwort Euroarmee und ?Battle Groups? ? und in diesem Zusammenhang zur Neutralität unseres Landes. ?In Summe bringt die Umfrage deutlich das wachsende Unbehagen über die soziale Schieflastigkeit der EU zum Ausdruck, bei welcher eine forcierte Umverteilung zugunsten der großen Konzerne und einer kleinen Minderheit von Superreichen stattfindet, während für die breite Masse der Bevölkerung eine zunehmende Prekarisierung droht?, so Michael Graber. Die KPÖ interpretiert die Umfrage mit Verweis auf das Nein bei den Volksabstimmungen in Frankreich und den Niederlanden sowie dem Aussetzen der Entscheidungen in Dänemark, Tschechien, Portugal, Polen, Großbritannien, Finnland sowie Schweden auch als massives Misstrauensvotum der ÖsterreicherInnen gegen die EU-Verfassung, denen das politische Establishment von ÖVP, SPÖ, Grünen und BZÖ bekanntlich eine Volksabstimmung verweigert hat. Mit der Verfassung war geplant, die bisherigen Verträge als Grundlage der EU zu bündeln um diese zu einer mit den USA gleichwertigen Supermacht zu entwickeln. Durch die Maastricht-Kriterien, den Stabilitätspakt und strikte Budgetauflagen bestimmt heute faktisch die Europäische Zentralbank im Auftrag der Konzerne die Budgetpolitik bis hinunter auf die Gemeindeebene. Mit den Liberalisierungsrichtlinien der EU werden die Zerschlagung öffentlicher Dienste und die Privatisierung des öffentlichen Eigentums vorangetrieben. Mit Maßnahmen wie Euro-Armee, Battle Groups und der Europäischen Rüstungsagentur wird die Aufrüstung zur Supermacht vorangetrieben. Dass diese Entwicklung trotz Scheitern der Verfassung weiterbetrieben wird, widerspricht allen Sonntagsreden von Demokratie und erhöht das Unbehagen der Menschen an der EU. Die Kehrseite dieser Entwicklung ist eine ständig wachsende Arbeitslosigkeit, die Zerschlagung des Sozialstaates und wachsende soziale Unsicherheit. Dies stößt auf zunehmenden Widerstand der Betroffenen dieser Politik. Anstelle der gescheiterten Verfassung als politisches Konzentrat neoliberaler Politik ist eine Debatte über ein grundsätzlich anderes, nämlich ein soziales, demokratisches, ökologisches und friedliches Europa der Zusammenarbeit und Toleranz, notwendig. Dazu müssen nach Meinung der KPÖ insbesondere linke Parteien, Gewerkschaften und soziale Bewegungen europaweit zusammenwirken. ================================================ 08 RFIDs: Autos als ID/Broadcaster von: depesche at quintessenz.org ================================================ From: "q/depesche" Subject: RFIDs: Autos als ID/Broadcaster q/depesche 2005-08-10T21:30:53 RFIDs: Autos als ID/Broadcaster Weil sich Mautpreller wie Terroristen gleichermaßen damit fangen lassen wird nicht mehr viel Zeit vergehen, bis alle Autos ihre Identitäten rundum broadcasten. -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- post/scrypt: Was via HF ausgestrahlt wird, kann jeder abfangen. Bald tun sich neue Möglichkeiten für Identitätsdiebstähle auf. -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- [...] Die britische Regierung testet derzeit Auto-Nummerntafeln mit integrierten Funkchips. Über die RFID-Tags [Radio Frequency Identification] sind die Wagen-Identifikationsnummer und andere Daten aus einer Entfernung von über 90 Metern auslesbar. [...] In Londons Innenstadt ist bereits seit Einführung der Mautpflicht 2003 ein Kamerasystem für die "Automatic Number Plate Recognition" [ANPR] im Einsatz. Die "aktiven" Funkchips der britischen "E-Plates" verfügen über eingebaute Batterien, die es ermöglichen, die Daten über wesentlich größere Distanzen zu übertragen als die kleinen passiven Chips, die etwa in Handelsketten zur Kennzeichnung von Waren im Einsatz sind. Aktive RFIDs wurden erst unlängst an US-Grenzübergängen zu Mexiko und Kanada eingeführt, welche die üblichen Grenzkontrollen ergänzen. Dazu erhalten Einreisende ein Dokument mit einem eingeschweißten Funkchip. Dieses müssen sie bei der Ein- und Ausreise hinter die Windschutzscheibe ihres Fahrzeuges legen. Mehr dazu http://futurezone.orf.at/futurezone.orf?read=detail&id=272305 ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< SOLIDARITÄT WELTWEIT ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 09 Sudan: Aufstand in der Dreistadt von: wadi.wien at gmx.at ================================================ Aufstand in der Dreistadt Der Tod des sudanesischen Vizepräsidenten und ehemaligen Guerillaführers Garang war nach offiziellen Angaben ein Unfall. Doch viele Südsudanesen glauben an einen Anschlag. von thomas schmidinger Das schlechte Wetter soll schuld daran gewesen sein, dass John Garang, der langjährige Führer der südsudanesischen SPLA (Sudanese People?s Liberation Army) am vorletzten Samstag bei einem Hubschrauberabsturz ums Leben kam. So lautet die offizielle Erklärung des sudanesischen Militärregimes für den Tod des Vizepräsidenten, der erst drei Wochen zuvor vereidigt worden war. Das Militärregime und die SPLA haben im Rahmen des Friedensprozesses eine gemeinsame Regierung gebildet, nun ist der wichtigste Repräsentant der SPLA unter ungeklärten Umständen gestorben. Zwar schloss sich auch die Führung der SPLA der offiziellen Version an, die Basis der ehemaligen Guerillabewegung dürfte darüber jedoch anders denken. Hier herrschten von Anfang an Zweifel an der Unfallthese. Sie wurden in der vergangenen Woche durch Andeutungen des ugandischen Präsidenten, Yoweri Museveni, gestärkt, der »externe Faktoren« nicht ausschließen wollte. Der abgestürzte Hubschrauber diente zuvor Museveni selbst für seine Reisen. Im Sudan selbst brachen unmittelbar nach der Bekanntgabe von Garangs Tod Unruhen aus, die insbesondere die Hauptstadt Khartoum erschütterten. Im Laufe des jahrzehntelangen Bürgerkriegs haben sich in der aus Khartoum, Umdurman und Bahri (Khartoum-Nord) bestehenden »Dreistadt« mehrere Millionen Flüchtlinge aus dem Südsudan angesiedelt, die ihr Dasein fast alle unter äußerst prekären Lebensbedingungen fristen. Die meisten von ihnen leben in Elendsvierteln und verdingen sich als Tagelöhner, Teefrauen, illegale Prostituierte oder Schnapsbrennerinnen. Insbesondere gegen Prostituierte und Schnapsbrennerinnen ging das seit dem Militärputsch vom Juni 1989 regierende islamistische Regime immer wieder mit besonders brutalen Methoden vor. Allerdings gibt es neben der Repression durch das Regime auch immer wieder einen gewissen Alltagsrassismus bzw. Standesdünkel »arabischer« SudanesInnen, von denen viele auf die vermeintlich »unterentwickelten« SüdsudanesInnen herabblicken. Vom Friedensprozess hat dieses urbane Subproletariat bisher am wenigsten profitiert. Eine bessere Zukunft scheint zweifelhaft, doch es sind vor allem die Älteren, die auf eine Rückkehr in einen friedlichen Südsudan hoffen. Die Abkommen sahen im Wesentlichen die Aufteilung von Einflusssphären und Ressourcen zwischen Regierung und SPLA vor, wobei die Hauptstadt zu einem weiterhin islamistisch dominierten Nordsudan gehören sollte. Diese Schichten prekär lebender SüdsudanesInnen in und um Khartoum wurden nun seit der Bekanntgabe des Todes John Garangs zu Hauptträgern einer spontanen Rebellion. Während in der sonst an Verschwörungstheorien wahrlich nicht armen arabischen Welt niemand an der Unfallversion zweifelte, verdächtigten insbesondere die südsudanesischen Jugendlichen der Dreistadt das Regime ? oder gar »die Araber« ?, schuld am Tod ihrer Symbolfigur zu sein. So kam es während der gesamten vergangenen Woche in der Hauptstadt zu Protesten, Plünderungen und Straßenschlachten zwischen Jugendlichen und der Polizei. Schwerpunkt der Kämpfe, bei denen mindestens 130 Menschen starben, war der Norden, doch auch in einigen südsudanesischen Städten wie Juba und Malakal kam es zu Ausschreitungen. Was die aktuellen Konflikte von den Protesten vergangener Jahre unterscheidet, ist ihr ethnischer Charakter. In Khartoum kam es ebenso zu Auseinandersetzungen entlang »ethnischer« und religiöser Linien wie in einigen südsudanesischen Städten. Aus einigen Gegenden des Südsudan werden sogar Fluchtbewegungen von islamischen oder arabischen BewohnerInnen gemeldet. Aber nicht nur die SüdsudanesInnen reagierten nervös. Auch die Sicherheitskräfte der Regierung schlugen mit einer für die Hauptstadt ungewöhnlichen Härte zu. Insgesamt wurden in der vergangenen Woche über 1 500 Personen im Zusammenhang mit den Unruhen verhaftet. Bis Donnerstag wurden nach offiziellen Angaben bereits über 500 Personen in Schnellverfahren zu Haftstrafen oder zu öffentlichen Auspeitschungen verurteilt. Ob sich die Situation wieder beruhigen wird, hängt nicht zuletzt davon ab, ob die SPLA nach dem Verlust ihres seit ihrer Gründung autoritär herrschenden Vorsitzenden ihre Einheit bewahren und der eigenen Basis den von Garangs Nachfolgern ausgegebenen Aufruf, Ruhe zu bewahren, schmackhaft machen kann. In der SPLA kam es in der Vergangenheit immer wieder zu Spaltungen und Richtungskämpfen. Rivalisierende Guerillaführer stellten die autokratische Führung Garangs in Frage, gestritten wurde aber auch über die Repräsentanz ethnischer und regionaler Gruppen. Sollte die SPLA zerfallen, könnte im schlimmsten Falle auch der Krieg im Süden des Landes erneut beginnen. Die sudanesische Regierung reagierte auf den Tod Garangs mit einer raschen Besetzung des frei gewordenen Amtes. Sein designierter Nachfolger Salva Kiir soll bereits in dieser Woche vereidigt werden. Er zählte als Stabschef der SPLA zu den engsten Vertrauten Garangs und ist wie dieser Angehöriger der Dinka, der größten Bevölkerungsgruppe des Südsudan. Im Gegensatz zu Garang hat er sich immer wieder für eine vollständige Trennung des Südsudan von Khartoum ausgesprochen. Der Nachfolger Garangs könnte stärker als sein Vorgänger für eine separatistische Lösung statt einer Umgestaltung des Gesamtsudan eintreten. Innerhalb des Südsudan könnte Kiir jedoch eine integrative Rolle spielen. Sein Führungsstil gilt als weniger autoritär als der seines Vorgängers. Die Beilegung der Auseinandersetzungen zwischen den Dinka und den Nuer Ende der neunziger Jahre gilt teilweise als sein Verdienst. Auch sonst gilt Kiir eher als Vermittler zwischen zerstrittenen tribalen Gruppierungen denn als Dinka-Nationalist. Seine rasche Ernennung zum Nachfolger Garangs durch die Führung der SPLA deutet auf eine größere Geschlossenheit hin, als viele Beobachter erwartet haben. So wurde denn die Beisetzung Garangs am Samstag auch zu einer Demonstration der Einheit. Nicht nur tausende Anhänger Garangs sowie die Kader der SPLA wohnten der Begräbniszeremonie in der Kathedrale der südsudanesischen Hauptstadt Juba bei, sondern auch der langjährige Kriegsgegner, der sudanesische Präsident Umar al-Bashir, der in einer symbolischen Geste die Hand Salva Kiirs ergriff und die Fortsetzung des Friedensprozesses versprach. In anderen Teilen des Landes dagegen, in Darfur, Kordofan und im Ostsudan, wird weiter gekämpft. In Darfur, wo seit dem Beginn der Kämpfe rund 100 000 Menschen ums Leben kamen und zwei Millionen aus ihren Dörfer vertrieben wurden, brachten mehrere Verhandlungsrunden keine Fortschritte. Im Osten des Landes wehren sich marginalisierte Gruppen der lokalen Beja-Bevölkerung sowie arabische Nomaden bewaffnet gegen die Zentralregierung. Selbst wenn der Friedensvertrag zwischen SPLA und Zentralregierung halten sollte, ist es noch ein weiter Weg zum Frieden. ================================================ 10 Westpapua: Tote und Verletzte bei Militär-Übergriffen von: westpapua at gmx.net ================================================ Tote und Verletzte bei Militär-Übergriffen Schwelm. Große Sorgen in West-Papua: Pfarrer Hermann Saud, der Präses der dortigen Evangelischen Kirche, sandte in der vergangenen Woche einen Hilferuf an alle Freunde im Ausland, auch an die Partnerkirchenkreise in Deutschland. Jüngst erreichte er auch die Evangelische Gemeinde in Schwelm. Pfarrer Saud berichtet über eine sehr gespannte Situation in Papua. Genauer: Das indonesische Militär werde laut Saud ständig verstärkt, muslimische Gruppen organisierten Großveranstaltungen, Christen würden beschuldigt, aktiv gegen den Staat vorzugehen. Pfarrer Saud hat auch Kenntnis von Übergriffen des Militärs gegen Zivilpersonen, bei denen es Tote und Verletzte gegeben hat. Seine Hoffnung ist, dass sich genügend Menschen an die deutsche Regierung wenden, damit diese Einfluss auf die indonesische Regierung nimmt. Die Evangelische Kirchengemeinde Schwelm hat zu diesem Zweck einen Brief an Außenminister Joschka Fischer verfasst, der ab sofort an den Ausgängen der Gemeindehäuser ausliegt und gelesen werden kann. Damit dieser Brief in Berlin Beachtung findet, sind möglichst viele Unterschriften nötig. Inhalt des Briefs: Außenminister Fischer wird darum gebeten, auf die indonesische Regierung einzuwirken, damit das Militär sich zurückhält und möglichst abgezogen wird. Außerdem wird gefordert, dass die indonesische Regierung mit der Bevölkerung Papuas in einen Dialog eintritt, damit die Probleme gemeinsam friedlich gelöst werden können. Westfalenpost, 11.08.2005 ================================================ 11 Female circumcision surfaces in Iraq von: wadi.wien at gmx.at ================================================ http://www.wadinet.de/news/iraq/newsarticle.php?id=1268 Female circumcision surfaces in Iraq A German aid group finds the first solid proof of the practice, thought to be prevalent in the Middle East. Nicholas Birch KIRKUK, IRAQ - Set on an arid plain southeast of Kirkuk, Hasira looks like a place forsaken by time. Sheep amble past mud-brick houses and the odd sickly palm tree shades children's games. There is no electricity. Yet along with 39 other villages in this region that Iraq's Kurds have named Germian (meaning hot place), Hasira and its people have become noted for presenting the first statistical evidence in Iraq of the existence of female circumcision, or female genital mutilation (FGM), as critics call it. "We knew Germian was one of the areas most affected by the practice," says Thomas von der Osten-Sacken, director of a German nongovernmental organization called WADI, which has been based in Iraq for more than a decade. Of 1,554 women and girls over 10 years old interviewed by WADI's local medical team, 907, or more than 60 percent, said they had had the operation. The practice is known to exist throughout the Middle East, particularly in northern Saudi Arabia, southern Jordan, and Iraq. There is also circumstantial evidence to suggest it is present in Syria, western Iran, and southern Turkey. But while this practice was suspected in the region, there was never solid proof that the procedure was so prevalent. Controversial findings When WADI presented the results of its survey in Vienna this spring, Mr. Osten-Sacken recalls, various Islamist and Baathist groups accused the group of being an agent of the Israelis. Even the Iraqi Kurdish authorities, who have backed efforts to combat FGM since the late 1990s, were rattled. While urban Kurds are generally more lax in religious practice and more Western-looking than most Iraqis - they are the major opponents of sharia for Iraq's new constitution, for instance - many rural pockets cling to traditions. "The [Kurdish] Ministry of Human Rights hauled us in for questioning," says Assi Frooz Aziz, coordinator of WADI's Germian medical team. "They accused us of publicizing the country's secrets." Secrecy obstructs awareness But it's not just obstructionism that has held up awareness of the phenomenon. Unlike in parts of Africa, where FGM is practiced relatively openly, in the Middle East it is veiled in secrecy. "You can't just walk into a village and ask people if they circumcise their daughters or not," says Germian social worker Hero Umar. "These people only talked because we've been bringing them medical help for over a year." Women in Hasira and the surrounding villages are reluctant to talk. But after long negotiation, Trifa Rashid Abdulkerim agrees to answer questions. A farmer's wife from the village of Milkhasim, she says she learned the techniques from her neighbor, and took over when she stopped performing the operation. "June is the best time of the year," she says, "and the best age for patients is between 3 and 8." Anti-FGM campaigners point out that FGM crosses religious and ethnic boundaries. But as a cleric in Sulaymaniyah puts it, "Islamic scholars have complex views on the phenomenon." Sitting in his office in the Kurdish city, Mohammed Ahmed Gaznei explains. "According to the Shafii school, which we Kurds belong to, circumcision is obligatory for both men and women. The Hanbali say it is obligatory only for men." Personally opposed to female circumcision, Mr. Gaznei has helped in campaigns to stamp it out. In 2002, he and other senior Kurdish clerics issued a religious edict, or fatwa, supporting the Hanbali practice. He has since appeared on TV several times to preach against FGM. In Germian, however, information is slow to filter through the population. Women are still thought to be promiscuous if they are uncircumcised, some people here say. "They say the food an uncircumcised woman cooks is unclean," says Shirin Ali, "and that a circumcised girl has more affection for her family." WADI workers said that four months ago in a village just north of Hasira, a newly married - and uncircumcised - woman was so badly treated by her in-laws that she performed the operation on herself. Hero Umar, the social worker, nonetheless thinks attitudes are slowly beginning to change. "Most imams are cooperative," she notes. "The biggest obstacle remaining is the older generation of women." © The Christian Science Monitor 2005 -- WADI - Verband für Krisenhilfe und solidarische Entwicklungszusammenarbeit e-mail: wadi.wien at gmx.at Tel.: 0699-11365509 ================================================ C) TERMINE ================================================ ======================== Montag http://www.mund.at/butt/Termine/August/1508.htm Dienstag http://www.mund.at/butt/Termine/August/1608.htm Mittwoch http://www.mund.at/butt/Termine/August/1708.htm ======================== ================================================ D) EDITORIAL ================================================ Für den Inhalt verantwortlich: Ihr. E-Mail-Adresse für Beiträge: widerstand at no-racism.net geschickt. widerst at nd MUND und alle Termine täglich aktualisiert im Web: http://www.no-racism.net/MUND Ziel von MUND (medienunabhängiger Nachrichtendienst) ist die unzensurierte und möglichst rasche Information über gesellschafts- politisch relevante Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu Widerstand und Antirassismus sowie verwandte Themen. sollen einen Titel, Namen und Emailadresse der/des AutorIn enthalten und möglichst kurz und prägnant gehalten sein, ev. mit Hinweis, wo weitere Informationen eingeholt werden können. Bitte keine Attachments! Die inhaltliche und sachliche Verantwortung liegt bei der/dem jeweiligen AutorIn bzw. jenen, die uns die Beiträge schicken. Der MUND wird von einzelnen TagesredakteurInnen zusammengestellt. Da Fehler nicht ausgeschlossen sind, bitten wir, nicht veröffentlichte Beiträge nochmals an widerstand at no-racism.net zu senden. Die Weiterleitung (auch auszugsweise) ist erwünscht. Beiträge mit rassistischen oder sexistischen Inhalten werden nicht veröffentlicht. Sehr persönliche Meldungen werden wir an den betreffenden Adressaten weiterleiten, aber nicht im MUND veröffentlichen. Die bisherigen Ausgaben sind unter http://www.no-racism.net/MUND archiviert. Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage: * Wann: Sonntag, 11.11.2001, 11:11 Uhr * * Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" * * Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf * * Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie. Aber kurz und prägnant.* Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch stillschweigend Zensur zu üben. Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die Nichtaufnahme geliefert. (Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.) Die AbsenderInnen der betroffenen Beiträge werden hiervon informiert. Im Sinne einer "gläsernen Zensur" könnt ihr Euch die Beiträge gerne extra schicken lassen: Ein kurzes Mail an widerstand at no-racism.net genügt. ================================================ E) VERTEILERLISTE ================================================ Zur Eintragung in diesen Verteiler bitte direkt subskribieren unter http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/analle oder von der einzutragenden Adresse aus ein mail schicken an: admin at no-racism.net mit folgendem Text: subscribe no-racism Bitte wegen Automatisierung diesen Wortlaut verwenden! Zur Austragung aus dieser Liste bitte an aus Einsendungen an zusammengestellt. Bitte keine Attachments! (werden nicht angenommen) Redaktionsschluss für diese Ausgabe: Sonntag, 23.00 III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III ü, ö, ä, ß, Ü, Ö, Ä III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III widerst at nd-MUND is powered by http://alt.strg.at/ ================================================ From analle at no-racism.net Tue Aug 16 08:22:26 2005 From: analle at no-racism.net (=?iso-8859-1?q?MUND=3A_medienunabh=E4ngiger_Nachrichtendienst?=) Date: Tue, 16 Aug 2005 08:22:26 +0200 Subject: widerst@nd! - MUND: Dienstag, 16.8.2005 Message-ID: widerst at nd MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst www.no-racism.net/mund Dienstag, 16.08.2005 Medieninhaberinnen & Medieninhaber seid Ihr! ================================================ A) INHALT ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 01 Speakerscorner am 18.8. mit H.Kayahan (Verein ZARA-Zivilcourage und Anti-Rassismus-Arbeit) "August Faschang" ================================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< SOLIDARITÄT WELTWEIT ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 02 Repression gegen Anti Atom Aktuell Martin Mair ================================================== ================================================ B) TEXTE ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 01 Speakerscorner am 18.8. mit H.Kayahan (Verein ZARA-Zivilcourage und Anti-Rassismus-Arbeit) "August Faschang" ================================================== Liebe Leute! Auch am DONNERSTAG (18.8.) gibt es zusätzlich zur wöchentlichen Mahnwache gegen Schwarzorange in Österreich und Orangerot in Kärnten vor dem Kanzleramt wieder einen SPEAKERSCORNER, diesmal mit einem Referat von HIKMET KAYAHAN vom Verein ZARA (ZIVILCOURAGE UND ANTI-RASSISMUS-ARBEIT). - ZARA berät seit 5 Jahren Opfer und ZeugInnen von Rassismus, macht Rassismus Monitoring und liefert mit dem jährlichen Rassismus-Report die einzige derart breit zugängliche Informationsquelle über Rassismus in Österreich. Die schwarzblauorange Regierung lehnt seit 5 Jahren alle Ansuchen um finanzielle Unterstützung von ZARAs Beratungsstelle für Opfer und ZeugInnen von Rassismus ab. Vor einigen Wochen warf Verena Krausneker, Gründungsmitglied von ZARA, angesichts dieser Situation das Handtuch. Allerdings nur weil sie sicher war, dass die Vereinsarbeit trotzdem weitergehen wird. In einem Abschiedskommentar in "Die Presse" schrieb sie über die Schwierigkeit, in Österreich nicht zynisch zu werden... Näheres zu alldem am Donnerstag aus erster Hand - Es wäre schön, wenn von denen, die nicht im Urlaub sind, möglichst viele kommen könnten! Treffpunkt ist um 19Uhr45 Ecke Ballhausplatz/Heldenplatz, Beginn 20Uhr. Und danach sind wieder alle Teilnehmerinnen im Stammlokal in der Neustiftgasse willkommen! Und wie jeden Donnerstag gibt es schon ab 17Uhr die WIDERSTANDSLESUNG (Ecke Ballhausplatz/Heldenplatz). ligrü Gustl PS: Letzten Donnerstag gab es ein sehr nettes Speakerscornerpicknick - Vielen Dank allen, die durch ihr Dabeisein und/oder durch das Mitbringen von Essen, Getränken und anderen Utensilien dazu beigetragen haben! Vielen Dank allen, die bei dieser Gelegenheit auch noch die Spendenbox für B. gefüllt haben! ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< SOLIDARITÄT WELTWEIT ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 02 Repression gegen Anti Atom Aktuell Martin Mair ================================================== "Anti Atom Aktuell": Redaktion durchsucht! Gestern morgen (11.8.) fand in den Redaktionsräumen der Zeitschrift "anti atom aktuell" in Tollendorf/Wendland eine Hausdurchsuchung wegen angeblichem Aufruf zu Straftaten statt; im Durchsuchungsbeschluß wird ein Zusammenhang mit der Internetseite www.prekaer-camp.org hergestellt, die für das Prekär Camp wirbt. Seit dem letzten Wochenende campen etwa 100 AktivistInnen prekär in Reddebeitz bei Lüchow. Der Vorwurf richtet sich gegen den Anmelder des Domainnamen der Website, dem die Staatsanwaltschaft vorwirft, auf der Webseite unter Verwendung des Begriffs "Yomango" (ein spanischer umgangssprachlicher Ausdruck für "Ich klaue") zu Straftaten aufgerufen zu haben. Sie bezieht sich dabei auf Veranstaltungen auf dem Prekär Camp, auf denen über die Realität eines Lebens in Armut diskutiert wurde. Die Polizei erschien mit etwa 40 BeamtInnen vor Ort und beschlagnahmte alle Computer und mehrere Kisten mit Materialien. Durch die Beschlagnahme der Computer und weiteren Materials ist der weiteren Redaktionsarbeit der Zeitschrift "anti atom aktuell" zunächst die Arbeitsgrundlage entzogen worden. +++ Ausführlicher Artikel: +++ http://www.graswurzel.net/news/aaa.shtml +++ inkl. Adressen für Protestschreiben http://www.prekaer-camp.org/ ================================================ C) TERMINE ================================================ ======================== Dienstag http://www.mund.at/butt/Termine/August/1608.htm Mittwoch http://www.mund.at/butt/Termine/August/1708.htm Donnerstag http://www.mund.at/butt/Termine/August/1808.htm ======================== ================================================ D) EDITORIAL ================================================ Für den Inhalt verantwortlich: Ihr. E-Mail-Adresse für Beiträge: widerstand at no-racism.net geschickt. widerst at nd MUND und alle Termine täglich aktualisiert im Web: http://www.no-racism.net/MUND Ziel von MUND (medienunabhängiger Nachrichtendienst) ist die unzensurierte und möglichst rasche Information über gesellschafts- politisch relevante Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu Widerstand und Antirassismus sowie verwandte Themen. sollen einen Titel, Namen und Emailadresse der/des AutorIn enthalten und möglichst kurz und prägnant gehalten sein, ev. mit Hinweis, wo weitere Informationen eingeholt werden können. Bitte keine Attachments! Die inhaltliche und sachliche Verantwortung liegt bei der/dem jeweiligen AutorIn bzw. jenen, die uns die Beiträge schicken. Der MUND wird von einzelnen TagesredakteurInnen zusammengestellt. Da Fehler nicht ausgeschlossen sind, bitten wir, nicht veröffentlichte Beiträge nochmals an widerstand at no-racism.net zu senden. Die Weiterleitung (auch auszugsweise) ist erwünscht. Beiträge mit rassistischen oder sexistischen Inhalten werden nicht veröffentlicht. Sehr persönliche Meldungen werden wir an den betreffenden Adressaten weiterleiten, aber nicht im MUND veröffentlichen. Die bisherigen Ausgaben sind unter http://www.no-racism.net/MUND archiviert. Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage: * Wann: Sonntag, 11.11.2001, 11:11 Uhr * * Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" * * Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf * * Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie. Aber kurz und prägnant.* Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch stillschweigend Zensur zu üben. Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die Nichtaufnahme geliefert. (Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.) Die AbsenderInnen der betroffenen Beiträge werden hiervon informiert. Im Sinne einer "gläsernen Zensur" könnt ihr Euch die Beiträge gerne extra schicken lassen: Ein kurzes Mail an widerstand at no-racism.net genügt. ================================================ E) VERTEILERLISTE ================================================ Zur Eintragung in diesen Verteiler bitte direkt subskribieren unter http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/analle oder von der einzutragenden Adresse aus ein mail schicken an: admin at no-racism.net mit folgendem Text: subscribe no-racism Bitte wegen Automatisierung diesen Wortlaut verwenden! Zur Austragung aus dieser Liste bitte an aus Einsendungen an zusammengestellt. Bitte keine Attachments! (werden nicht angenommen) Für diese Ausgabe nicht aufgenommen: nix. Redaktionsschluss für diese Ausgabe: 20:30 Uhr III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III widerst at nd-MUND is powered by http://alt.strg.at/ From analle at no-racism.net Tue Aug 16 22:09:31 2005 From: analle at no-racism.net (=?iso-8859-1?q?MUND=3A_medienunabh=E4ngiger_Nachrichtendienst?=) Date: Tue, 16 Aug 2005 22:09:31 +0200 Subject: widerst@nd - MUND: Mittwoch, 17.8. 2005 Message-ID: <647114964.20050816220931@nessizius.com> widerst at nd MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst Mittwoch, 17. August 2005 www.no-racism.net/mund ================================================ A) INHALT ================================================ ================================================ 01 US/Biometrie für die ganze Welt Von: .."q/depesche" ================================================ 02 Clear Card: Terroristen/test nur 80 USD Von: ..Von: "q/depesche" ================================================ 03 US: Mutter CALEAs Griff nach der IP-Telefonie Von: .."q/depesche" ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 04 Sommer-News aus dem Gemeindebau Theater Von: Rabenhof Presse ================================================ 05 attac-österreich-reader Von: aktion at gegendenantisemitismus.at ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND MEINUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 06 Replik auf Schmidingers Artikel "Falsche Strategien" Von: Initiative muslimischer ÖsterreicherInnen ================================================ 07 Die "EU" besser verkaufen / Replik zu Hans Rauscher im Standard Von: kohlerdi ================================================ 08 KPÖ/Ausgliederungen/Kontrollrechte/SPÖ/Liberalisierung Von: KPÖ ================================================ 09 GLB/Lohnnebenkosten/Gusenbauer/Sozialabbau Von: Gewerkschaftlicher Linksblock ================================================ 10 The Future of Germany (Europe)? Von: Rechtskomitee LAMBDA ================================================ 11 Iran going to kill next gay couple Von: RA Dr. Helmut Graupner ================================================ 12 kurdische Gefangene in Gefahr Von: GFBV Hans Bogenreiter ================================================ ================================================ B) TEXTE ================================================ ================================================ 01 US/Biometrie für die ganze Welt Von: .."q/depesche" ================================================ US/Biometrie für die ganze Welt Zunächst Kanada und Mexiko, dann die ganze Welt. Mit dieser Salamitaktik will die US-Regierung ihre Biometrie/manie ausleben. Den Anfang machte das /Security and Prosperity Partnership of North America/ (SPP). In dessen Windschatten soll das berüchtigte CAPPS als "Trusted Traveler Program" bis 2007 wieder/auferstehen. Neben Datamining treten als neue Wunder/waffen Biometrie und Straßenbau. -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- "I think it's absolutely right that the way forward ultimately, not just with respect to North America, but with respect to the world, is biometrics", meint Michael Chertoff, Secretary des Department of Homeland Security. "What we want to do moving forward is build a compatible, inter-operable set of chips and documents that will allow us essentially to assimilate all of these various programs into a single trusted-traveler program." Auch warum es so wichtig war, dass die EU bestimmte Biometrie-Pässen einführt, wird endlich klar: Damit die USA den armen Europäern helfen können, deren Privatsphäre zu schützen! "My bottom-line message on biometrics is this: biometrics not only enhance security, they enhance privacy", sagt Chertoff. Eure Babuschka versteht diese Logik zwar nicht, aber sie hat ja auch keine High School Abschluss. Im texanischen Waco nahm das SPP im März seinen Anfang. Laut US Commerce Secretary Carlos Gutierrez soll es "a blueprint to secure North American leadership in the global economy" sein. Der Datenfluss steht dabei ganz oben: "The Partnership is a trilateral effort to increase security and enhance prosperity among the three countries through greater cooperation and information-sharing", heißt es auf http://www.spp.gov/ Zu den wesentlichen /Sicherheits/maßnahmen gehören / Biometrics and secure documentation vision, / Real-time information sharing, / Compatible screening standards, Natürlich darf dies nicht fehlen: "Enhance partnerships on intelligence related to North American security" und "Identify, develop, and deploy new technologies to advance our shared security goals and promote the legitimate flow of people and goods across our borders." Zur Beschleunigung des Grenzverkehrs wurden zwei Wunder/waffen auserkoren: Straßenbau und Biometrie. Natürlich sollen nur gute, zahlende Personen in den Genuss der Beschleunigung kommen. Als Ausgangsbasis für ein /Trusted Traveler Program/, das 2007 in Vollbetrieb gehen soll, dienen bereits bestehenden /Frequent Traveler Programs/ wie SENTRI, NEXUS Air, NEXUS Highway und US VISIT. http://www.cbp.gov/xp/cgov/travel/frequent_traveler/ "The U.S. will also be working cooperatively to identify Western Hemisphere travel document standards required under the Intelligence Reform and Terrorism Prevention Act of 2004", erklärt das Departement of Homeland Security der Presse. http://www.dhs.gov/dhspublic/interapp/press_release/press_release_0695.xml Noch 2006 sollen die USA und Kanada alle Visa-Daten austauschen und einheitliche Visa-Regeln einführen. "Through biometric technology, our governments will be able to more securely streamline the flow of travellers destined to North America." Die Fluglinien sind bereits an der Kandare: "In partnership with the transportation industry, we are working to identify and screen out high-risk travellers flying to and within North America." Die Arbeiten laufen schon länger: "Finalize protocols and implementation of data exchanges on high-risk travellers using compatible advance passenger information systems within 12 months." http://www.dhs.gov/interweb/assetlibrary/Press_SecurityAgendaSecurityProsperityPartnership_June05.pdf Die zahllosen Schwierigkeiten, die unbedarfte Reisende und Transitreisen seit einigen Jahren in den USA haben, werden also bald auch in Kanada und Mexiko auftreten. You have been warned. - -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- relayed by Babuschka - -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- quintessenz is powered by http://www.onstage.at subscribe/unsubscribe/digest http://www.quintessenz.at/cgi-bin/index?funktion=subscribe comments to depesche at quintessenz.org ================================================ 02 Clear Card: Terroristen/test nur 80 USD Von: ..Von: "q/depesche" ================================================ Clear Card: Terroristen/test nur 80 USD Für nur 79,95 US/Dollar kann jetzt jeder Terror/ist überprüfen lassen, ob er auf einer Liste un/liebsamer Reisender steht. Eine private Firma schickt Finger/abdruck und Iris/scan zum US Department of Homeland Security. Wer die Überprüfung besteht, kann schneller Flugzeuge boarden und wir nur ein statt zweimal untersucht. "Risk management", heißt das im Marketing/sprech. -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- "This is not risk eliminiation. It's risk management", sagt Steven Brill, Gründer der Firma Verified Identity Pass, Inc. (VIP) und Medienprofi. Er will ordentlichen Amerikanern das Leben erleichtern. Der Zutritt zu Verkehrsmitteln, Wohnhäusern, Firmengeländen, Museen, Sportstadien, Kindergärten, Opern, Vergnügungsparks, Einkaufszentren ... soll für Inhaber einer /Clear Card/ einfacher oder überhaupt nur ihnen gestattet sein. Die Attentäter des 9/11 mussten vor der Tat mehrere Linienflüge absolvieren, um sicherzugehen, dass sie niemandem verdächtig erscheinen. Jetzt können sie ihr Risiko einfacher und vor allem billiger managen. Dazu reichen 79,95 US/Dollar Jahresgebühr, Finger/print und Irisscan. Brill's Firma lässt die Daten im Heimatschutzministerium checken. Wer dabei nicht auffällt, bekommt eine /Clear Card/ mit Mikrochip. Landet der Karteninhaber später auf einer Watchlist, werden alle Lesegeräte automatisch informiert. Dem Terror/isten reicht also jedes Lesegerät, um stets seinen Status und den seiner Mitstreiter zu kennen. http://www.flyclear.com/ http://www.verifiedidpass.com/ Derzeit kann die /Clear Card/ am Flughafen Orlando genutzt werden. VIP will natürlich viele weitere Kunden gewinnen. "Someone who is screened in advance is less likely to be a threat than someone who isn't. That's the simple premise behind Clear", heißt es auf der Website. Einer Babuschka erscheint das etwas zu simpel. Aber was weiß eine Babuschka schon vom großen Biometrie/business? Also hat sie sich in der Biometrie/Mailingliste der N/S/A http://www.quintessenz.at/cgi-bin/index?id=000100003172& umgesehen. Kinder, lauschet den Biometrie/experten: "The convenience of prompt and secure identification will be available only to those who can afford it; everyone else can suffer the inconveniences, embarrassments and indirect costs of being a permanent presumed suspect. The have-nots simply will be pushed further back in the line." "Personal information required to obtain the card will pass into private hands, with all the potential that entails;" "Brill's proposed V-ID is a way for people to let people pay to jump the security que." "While V-ID may not be keeping any record of the transaction, the local checkpoint owner will have the ability to automatically keep a record of things that are not presently being recorded. When a standardized biometric ID becomes ubiquitous, there will certainly be a tendency for just about everybody to request it be presented and swiped, under the security rationale." H.J.B, Attorney at Law "If you are looking to recruit or turn someone, you look for an individual that is already cleared so they will not be checked as closely." R.R. "The 'background investigation' for Steven Brill's card is far less than those for a security clearance. The card just shows: that they are not on terrorism watch lists and do not have certain felony convictions on their records." "All some terrorist want-to-be would have to do to know if the government were suspicious of him or her would be for them attempted to get the card." J.K.H, Cyber Security Group, P. N. National Laboratory Zum Schluss noch ein paar Worte von Steve Brill himself über sein Marketingkonzept: "We want to go to landlords and say, this is a system you should put in for your tennants and the value is that tennants can use it to come in and out of your building. You'll know who is in your building and you would probably want to know that someone working in your mailroom on the 19th floor just went on a terrorist watch list. It will cost the landlord less money than the system they now use and the people that have V-ID will also be able to use it to get in the fast line at an airport. Instead of them thinking of this thing as a big pain in the neck, they'll think of it as a perk." Also, Kinder, gebet Obacht und saget nichts Unfreundliches über Steve Brill, seine Familie, Freunde, Lieblings/football/manschaft oder eine seiner Firmen. Sonst gibt er euch vielleicht keine /Clear Card/ und ihr müsst am Ende von zu Hause ausziehen. You have been warned. - -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- relayed by Babuschka - -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- quintessenz is powered by http://www.onstage.at subscribe/unsubscribe/digest http://www.quintessenz.at/cgi-bin/index?funktion=subscribe comments to depesche at quintessenz.org ================================================ 03 US: Mutter CALEAs Griff nach der IP-Telefonie Von: .."q/depesche" ================================================ Subject: US: Mutter CALEAs Griff nach der IP-Telefonie q/depesche 2005-08-16T00:20:59 US: Mutter CALEAs Griff nach der IP-Telefonie In den USA verlangt CALEA, die ewig hungrige Mutter aller Überwachungsschnit/tstellen in Circuit Switched Networks nach neuen Daten und die Federal Communications Commission öffnet dafür die Tür. Diesmal betrifft es erstmals die IP-Telefonie. CALEA ist die Blaupause für alles, was danach in Europa kam und in den q/topics seit 1999 unter ENFOPOL, ETSI-Dossiers etc. lief. Mittlerweile ist man nun in der Phase "Data Retention" angelangt -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- post/scrypt: Die EDRi-Kampaign hat bereits um die 25.000 Unterschriften. AT-Land liegt hinter NL, FI und DE auf Platz vier. http://www.dataretentionisnosolution.com/index.php?lang=de -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- * FCC Issues Rule Allowing FBI to Dictate Wiretap-Friendly Design for Internet Services Tech Mandates Force Companies to Build Backdoors into Broadband, VoIP Washington, DC - The Federal Communications Commission (FCC) last week issued a release announcing its new rule expanding the reach of the Communications Assistance to Law Enforcement Act (CALEA). The ruling is a reinterpretation of the scope of CALEA and will force Internet broadband providers and certain Voice-over-IP (VoIP) providers to build backdoors into their networks that make it easier for law enforcement to wiretap them. EFF has argued against this expansion of CALEA in several rounds of comments to the FCC on its proposed rule. CALEA, a law passed in the early 1990s, mandated that all telephone providers build tappability into their networks, but expressly ruled out information services like broadband. Under the new ruling from the FCC, this tappability now extends to Internet broadband providers as well. Practically, what this means is that the government will be asking broadband providers - as well as companies that manufacture devices used for broadband communications - to build insecure backdoors into their networks, imperiling the privacy and security of citizens on the Internet. It also hobbles technical innovation by forcing companies involved in broadband to redesign their products to meet government requirements. "Expanding CALEA to the Internet is contrary to the statute and is a fundamentally flawed public policy," said Kurt Opsahl, EFF staff attorney. "This misguided tech mandate endangers the privacy of innocent people, stifles innovation, and risks the functionality of the Internet as a forum for free and open expression." At the same time, the Department of Justice (DOJ) is asking airlines to build similar backdoors into the phone and data networks on airplanes. EFF and the Center for Democracy and Technology (CDT) submitted joint comments to the FCC arguing against the DOJ's unprecedented and sweeping new technology design mandates and anticipatory wiretapping system. The FCC's new proposal to expand CALEA to airline broadband illustrates the fallacy of law enforcement's rationale for its CALEA request. The DOJ takes the position that broadband has "substantially replaced" the local telephone exchange, but this claim is reduced to the point of absurdity aboard an airplane and opens the door for CALEA to cover just about anything. For this release: More about CALEA: Washington Post: "Groups Slam FCC on Internet Phone Tap Rule": Wired: "Critics Slam Net Wiretapping Rule": GovExec.Com: "Justice Department Effort to Eavesdrop on Airline Passengers Challenged": - -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- relayed by - -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- quintessenz is powered by http://www.onstage.at subscribe/unsubscribe/digest http://www.quintessenz.at/cgi-bin/index?funktion=subscribe comments to depesche at quintessenz.org ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 04 Sommer-News aus dem Gemeindebau Theater Von: Rabenhof Presse ================================================ Der Erdberger Literatursalon präsentiert ergänzend zu den bereits geplanten, hochkarätig besetzten Lesungsabenden (4.10./Jonathan Franzen und 17.10./Nick Hornby) noch zwei weitere internationale Literaturstars in der Herbstsaison im Rabenhof Theater: Jonathan Safran Foer, der vermutlich „meistgehasste Autor Amerikas“ (O-Ton Foer), dessen 9/11 – Roman Extrem laut und unglaublich nah soeben auf Deutsch an den Buchhandel ausgeliefert wird, macht zwischen den Filmfestspielen in Venedig, wo die Filmversion seines Debütromans Premiere feiert, und der Uraufführung seines Librettos an der Berliner Staatsoper am 18. September 2005 einen Stopp im Gemeindebau Theater. Eric-Emmanuel Schmitt kommt am 27. November 2005 ins Rabenhof Theater, um Mein Leben mit Mozart zu präsentieren. Obschon wir beschlossen haben, am Mozart-Overkill nicht teilzunehmen, wollen wir dem Wiener Publikum diesen Abend nicht vorenthalten, zumal der Autor in seinem früheren Leben ein begnadeter Pianist gewesen sein soll und es durchaus möglich ist, dass Schmitt eine Probe dieses Könnens im Gemeindebau Theater zum Besten gibt. Und nun zur schlechten Nachricht: Unsere Produktion „Heiße Ware“ (geplante Premiere 11. Oktober 2005) muss aus künstlerischen Gründen leider verschoben werden – shit happens! Mit den besten Wünschen für einen – hoffentlich – noch schönen Rest-Sommer verbleiben wir aus dem Gemeindebau Theater Thomas Gratzer & sein Team -- Rabenhof Presse Gabriele Müller-Klomfar Tel: +43-699-1-913 14 11 Fax: +43-1-913 14 11 rabenhof_presse at gamuekl.org ================================================ 05 attac-österreich-reader Von: aktion at gegendenantisemitismus.at ================================================ Werte Kolleginnen und Kollegen! Liebe Freundinnen und Freunde! Im Gefolge des im Juni 2004 an der Universität Wien abgehaltenenSymposiums "Antisemitismus und Globalisierungskritik" haben dieVeranstalterInnen von Attac-Österreich nun einen Reader zum Themapubliziert. Er findet sich als pdf-datei unter: www.designbot.de/loew/reader_antisem_1.8.pdf Mit freundlichen Grüßen, Andreas Peham Sekretariat www.doew.at/aktuell/aktion/aktion.html ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND MEINUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 06 Replik auf Schmidingers Artikel "Falsche Strategien" Von: Initiative muslimischer ÖsterreicherInnen ================================================ Demokratie ist praktikabel, nicht nur für Linke GASTKOMMENTAR VON PATRICK HARTWEG (Die Presse) 12.08.2005 Replik zum Gastkommentar "Falsche Strategien" von Thomas Schmidinger am 10. August. Die Stärkung von säkularen Migranten wird das Spannungsfeld von Demokratie und Islam in Europa nicht beseitigen. Schmidingers Schlussfolgerung ange sichts der Attentate von London gip felt in der Erkenntnis: "Junge Menschen aus Großbritannien sprengen sich nicht aus Verzweiflung in die Luft, sondern aus ideologischem Wahn." Wie dieser "ideologische Wahn" begründet ist, wird leider nicht ausgeführt; sämtliche Erklärungsmuster werden vom Autor als falsche Argumentationslinien disqualifiziert. Welches Bild Schmidinger von der Demokratie hat, kommt in seiner Conclusio zum Ausdruck: "Das beste Mittel dazu ist nicht zuletzt die Stärkung säkularer Migranten und Flüchtlinge aus islamischen Gesellschaften . . ." Die Hoffnung liegt also in den säkularen Migranten! So als wäre Demokratie Produkt einzig säkularer Gesellschaften. Gezeichnet wird ein Bild, in dem Demokratie und Religion unvereinbar sind. Säkularisation, auf die kommt es an - so wird vermittelt. Es darf erinnert werden, dass sich gerade nach dem Schrecken des Zweiten Weltkriegs christdemokratische Volksparteien europaweit am Aufbau demokratischer Staatswesen federführend beteiligten. Der vor 200 Jahren geborene "Analytiker der modernen Demokratie", Alexis de Tocqueville, kommt im Gegensatz zu Schmidinger in seinem Werk "Über die Demokratie in Amerika" zu einem ganz anderen Befund: "Der Despotismus kommt ohne Glauben aus, die Freiheit nicht. Der Republik ist die Religion viel notwendiger als der Monarchie, und den demokratischen Staatswesen mehr als allen anderen." Ausgehend davon stellen sich angesichts der islamistischen Terroraktivitäten Herausforderungen, welche nicht gleich als "falsche Argumentationslinien bzw. Strategien" abqualifiziert werden können: Wenn über Jahrzehnte hinweg sich abgeschlossene Gesellschaften bilden, dann darf mit Recht auch von muslimischen Gemeinschaften die Antwort eingefordert werden, wie ihr Beitrag zur Integration in die Gesellschaft des Gastlandes geleistet werden kann. Eine Voraussetzung für Teilhabe an demokratischen Strukturen bedingt auch eine bestimmte kulturelle, sprachliche und schulische Integration im Gastland. Wenn z. B. SPD-Politiker aus Berlin-Neukölln berichten, dass Jugendliche der 2. Einwanderungsgeneration abgekapselt in ihrem türkisch-sprachigen Umfeld ihre Sozialisation erlangen, dann darf man sich über Spannungen nicht wundern. Dass gerade in Österreich die Islamische Kultusgemeinde durch ihren Rechtsstatus und die damit verbundenen Verpflichtungen gegenüber dem demokratischen Staat eine Einbindung muslimischer Mitbürger in das Gemeinwesen leistet, darf als "best practice"-Modell anderen EU-Mitgliedstaaten empfohlen werden. Im Gegensatz zu Schmidinger kann festgehalten werden: Alle Attentäter sind in muslimischen Milieus (unabhängig davon, ob gläubig oder nicht) aufgewachsen, sind zu keiner anderen Religion konvertiert und haben an der sie umgebenden pluralistischen Gesellschaft nicht partizipiert. Von einer gelungenen Integration in ein demokratisches Gemeinwesen kann nicht gesprochen werden. Die Tatsache der Schulausbildung, der partiellen Mitarbeit in Sozialhilfeorganisationen im eigenen Milieu bzw. selbst Sozialleistungen in Anspruch genommen zu haben, darf nicht zur Annahme verführen, dass die Attentäter in der demokratischen Gesellschaft "eingegliedert" waren. Insofern gewinnt die Frage der "Teilhabe" in einer demokratischen Gesellschaftsstruktur Gewicht. Ohne Definition von "Rechten" und "Pflichten" wird man wahrscheinlich dabei kein Auslangen finden. Vermutlich haben sich die Attentäter damit nie beschäftigt. Die Losung "Nur ein säkularer Migrant ist ein guter Migrant" ist mit Demokratie unvereinbar. Religionsfreiheit bzw. -ausübung ist ein Menschenrecht, welches auch in spannungsgeladenen Zeiten Gültigkeit hat. Zur Forderung nach Unterstützung "laizistischer, feministischer, linker und liberaler Oppositioneller" sei festgehalten, dass bisher sämtliche linke Regime in der islamischen Welt (Algerien - FLN, Irak - Arabische Sozialistische Baath-Partei, Syrien - Baath-Partei, Ägypten - Arabische Sozialistische Union etc.) weder mit Demokratie etwas am Hut hatten, noch demokratische Strukturen aufbauten. Genauso wie pauschal linke Oppositionelle in islamischen Ländern nicht von vornherein als unterstützenswert eingeordnet werden können, genauso wäre es für Europa fatal, gewaltbereiten kurdischen PKK-Sympathisanten, iranischen Volksmudschaheddins etc. Aufnahme zu geben, nur weil sie als säkular gelten. Eine Demokratie lebt von Demokraten, egal ob sie links, rechts oder in der Mitte stehen! meinung at diepresse.com Mag. Patrick Hartweg ist Politikwissenschaftler und Vereinsobmann des Institut Alexis de Tocqueville in Wien, Zentrum für Demokratieanalyse, -projekte und Partizipationsmodelle. **************************+ Initiative muslimischer ÖsterreicherInnen e-mail:dieinitiative at gmx.at für Rückfragen und Korrespondenz kontaktieren sie bitte: Omar Al Rawi +43-664-3831942 al-rawi at gmx.at Amina & Tarafa Baghajati +43-1-2595449 baghajati at aon.at Mouddar Khouja +43-1-9685096 mouddar at gmx.net Andrea Saleh +43-1-7965652 salehand at gmx.at ================================================ 07 Die "EU" besser verkaufen / Replik zu Hans Rauscher im Standard Von: kohlerdi ================================================ Werter Herr Rauscher, in Ihrem Beitrag "Die EU besser verkaufen" (DER STANDARD v. 16.8.05) schreiben Sie: "Der springende Punkt ist wohl die mangelnde Ehrlichkeit seitens der führenden EU-Politiker selbst." Wer würde Ihnen da widersprechen? Die von Ihnen eingeforderte Diskussionsbereitschaft "vom Kanzler abwärts" bräuchte allerdings Politiker, die tatsächlich mit dem Souverän diskutieren wollen. Ich selbst habe gemeinsam mit anderen an einer Reihe von Diskussionen zum EVV teilgenommen und kann nur von einer unvorstellbaren Abgehobenheit und Arroganz der beteiligten Spitzenpolitiker berichten. Diese Diskussionen glichen eher erfolglosen Versuchen, eine bereits beschlossene Angelegenheit dem (angeblich dummen) Wählervolk "zu verkaufen" (besser: Aufs Aug zu drücken). Auch deshalb wird der von Ihnen erwähnte "diffuse Missmut" immer grösser. In Bezug auf die von Ihnen zitierte "ökonomische Unwissenheit so vieler Bürger" scheinen sich ja die politischen Spitzenkräfte wenig bis gar nicht von den BürgerInnen zu unterscheiden. Wie wäre es sonst möglich, dass bei steigendem BIP die Armut zunimmt? Übrigens nicht nur in Österreich, wie ich bei Konferenzen in Brüssel und Luxembourg feststellen konnte. Vielleicht resultieren die erfolglosen Bemühungen der (un-)beteiligten Politiker, "die EU besser zu verkaufen" darin, dass sich die BürgerInnen ein für sie unzureichendes "Produkt" nicht mehr aufschwatzen lassen. Das würde aber so manche vorgefasste Meinung vom "uniformierten Bürger" (das Schumpetersyndrom!) stark relativieren. Ob es zu demokratischen Verhältnissen führen wird? Mit freundlichen Grüssen Ing. Dietmar Köhler ================================================ ================================================ 08 KPÖ/Ausgliederungen/Kontrollrechte/SPÖ/Liberalisierung Von: KPÖ ================================================ KPÖ-Pressedienst – Drechslergasse 42, 1140 Wien – Telefon +43 (1) 50 36 580 - 0 – Fax +43 (1) 50 36 580 - 499 - Mail bundesvorstand at kpoe.at – Web www.kpoe.at - News www.kpoe.at/lpd - Ausgabe vom 16. August 2005 Verlust politischer Gestaltung und demokratischer Kontrolle durch Ausgliederungen Ein Akt unfreiwilliger Selbstkritik der SPÖ Als einen Akt unfreiwilliger Selbstkritik bezeichnet die KPÖ den Alarm des SPÖ-Abgeordneten Johann Maier, wonach die Kontrollrechte des Parlaments – etwa durch Fragestunden oder dringliche Anfragen – durch die zunehmende Zahl von Ausgliederungen immer mehr ausgehöhlt werden. Nach der Ausgliederung von immer mehr staatsnahen Betrieben und Institutionen erklären sich die zuständigen Minister dafür als unzuständig und verweisen auf die Unternehmensführung. Die hat aber gegenüber dem Nationalrat keine Auskunftspflicht. Trotzdem sind viele dieser Unternehmen voll oder teilweise auch weiterhin Eigentum des Bundes und werden auch weiterhin mit Steuergeldern unterstützt. Der Wirtschaftspolitische Sprecher der KPÖ, Michael Graber, erinnert in diesem Zusammenhang daran, dass bereits in der Ära der rotschwarzen Regierung unter einem SPÖ-Bundeskanzler die maßgeblichsten Ausgliederungen stattgefunden haben. So wurden bereits vor dem Jahre 2000 die ÖBB, die Post bzw. Telekom, das Arbeitsmarktservice (AMS), die Bundesimmobiliengesellschaft (BIG) und zahlreiche andere Institutionen ausgegliedert. Gar nicht zu reden von der nach 1986 in die Wege geleiteten Zerschlagung der staatlichen bzw. halbstaatlichen Unternehmen und im Gefolge erfolgten Privatisierung wie etwa Steyr-Daimler-Puch, Austria Tabak, Salinen, Bank Austria, AMAG, VA Tech oder voestalpine. Diese wurde vom früheren Verstaatlichtenminister und ÖIAG-Chef Rudolf Streicher mit der Aussage „Unser Katechismus ist das Aktienrecht“ auf den Punkt gebracht und von SPÖ-Chef Alfred Gusenbauer mit der Feststellung „Es wird keine Privatisierung rückgängig gemacht” treffend ergänzt. Wenn heute von der SPÖ der Verlust des in der Verfassung verankerten Kontrollrechts des Nationalrates gegenüber der Regierung beklagt wird, dann hat sie selber maßgeblich zu dieser Entwertung der gewählten Volksvertretung beigetragen. Bezeichnend dabei ist, dass sie die Folgen erst jetzt „entdeckt“. Der Hintergrund für diese Entwicklung ist das neoliberale Credo, wonach möglichst viele bislang staatliche Unternehmen oder Institutionen dem „freien Markt“ ausgeliefert werden, dem sich auch die SPÖ mit ihrer Akzeptanz der EU-konformen Liberalisierung voll und ganz untergeordnet hat. Die KPÖ hat nicht nur seit jeher diesen Kurs der Ausgliederungen und Privatisierungen abgelehnt, sondern auch darauf hingewiesen, dass dies mit dem Verlust an politischen Gestaltungsmöglichkeiten und demokratischen Kontrollrechten verbunden ist. Sie wurde dafür insbesondere von der SPÖ – etwa in Gewerkschaften und Arbeiterkammern – immer massiv angegriffen. Dass jetzt auch ein SPÖ-Abgeordneter die Auswirkungen feststellen muss, bestätigt nachträglich die Position der KPÖ: „Die jetzige Kritik der SPÖ gilt freilich nicht nur für das Parlament, sondern genauso für Landtage und Gemeinderäte. Da die SPÖ dort, wo sie politisch hauptverantwortlich ist – wie etwa in Wien – um keinen Deut anders agiert und ebenso Ausgliederungen forciert, werden auch die Kontrollrechte auf Landes- und Gemeindeebene demontiert“, so Graber abschließend. ================================================ 09 GLB/Lohnnebenkosten/Gusenbauer/Sozialabbau Von: Gewerkschaftlicher Linksblock ================================================ Pressedienst des Gewerkschaftlichen Linksblocks (GLB), Apostelgasse 36/12, A-1030 Wien - Telefon +43 1 718 26 23-0 - Fax +43 1 718 26 23-30 - Mail glb at glb.at – Web www.glb.at – Ausgabe vom 16. August 2005 Auch SPÖ-Gusenbauer auf den Pfaden der Unternehmervertretungen Senkung der Lohnnebenkosten bedeutet im Klartext Sozialabbau Als Indiz für die zunehmende Austauschbarkeit von Regierung und parlamentarischer Opposition sieht die Fraktion Gewerkschaftlicher Linksblock im ÖGB (GLB) den jüngsten Vorstoß von SPÖ-Chef Alfred Gusenbauer für eine Senkung der Lohnnebenkosten. Die Senkung der Lohnnebenkosten ist ein Dauerthema von Wirtschaftskammer und Industriellenvereinigung ebenso wie von ÖVP und BZÖ/FPÖ, dem sich immer stärker auch SPÖ und Grüne angeschlossen haben. Das Argument, damit würden Arbeitsplätze geschaffen erinnert an die Prophezeiungen der Regierung, wonach die Senkung der Körperschaftssteuer von 34 auf 25 Prozent Impulse für den Arbeitsmarkt schaffen würde. Der Anstieg der Arbeitslosigkeit beweist jedoch gerade das Gegenteil. GLB-Bundesvorsitzende Karin Antlanger (BRV EXIT-sozial Linz) schreibt Gusenbauer ins Stammbuch, dass Lohnnebenkosten Sozialleistungen darstellen, eine Senkung derselben also auf Kosten des sozialen Netzes und damit zu Lasten der Lohnabhängigen geht. Die Lohnnebenkosten stellen bekanntlich elementare Sozialleistungen dar: Pensions-, Arbeitslosen-, Unfall und Krankenversicherung, Urlaubs- und Weihnachtsgeld, Insolvenzfonds, Wohnbauförderung, Familienlastenausgleichsfonds sind elementare Bestandteile des Einkommens und der sozialen Sicherheit der Lohnabhängigen. Die Kommunalabgabe ist eine wichtige Grundlage der Gemeindefinanzen. Jede Senkung der Lohnnebenkosten zielt daher auf eine Ausdünnung von Sozialleistungen. „Während die Trommler einer Unternehmerentlastung immer jammern, dass Österreich bei den Lohnnebenkosten führend ist, verschweigen sie schamlos, dass bei den tatsächlich entscheidenden Arbeitskosten und vielmehr noch bei den Stückkosten Österreich weit abgeschlagen rangiert“, meint Karin Antlanger. Bei den Arbeitskosten pro Stunde in der Industrie rangierte Österreich laut EU-Kommission mit 23,6 Euro pro Stunde erst an siebter Stelle nach Schweden (28,56), Dänemark (27,10), Deutschland (26,34), Frankreich (24,39), Luxemburg (24,23) und Großbritannien (23,85). UnternehmerInnen, ManagerInnen und PolitikerInnen müsste nach dem kleinen Einmaleins der Ökonomie bekannt sein, dass für die Wettbewerbsfähigkeit nicht die Lohnnebenkosten, sondern die gesamten Lohnkosten – also Leistungslohn plus Nebenkosten – entscheidend sind. Noch mehr aber sind für die Konkurrenzfähigkeit die Lohnstückkosten ausschlaggebend. Die relativen Lohnstückkosten sind laut Angaben der Arbeiterkammer Oberösterreich von 1996 bis 2001 um 13,7 Prozent gesunken. Der GLB hatte in Oberösterreich bereits im März 1999 die Aktion „Lohnnebenkosten sind Sozialleistungen!“ initiiert, die damals von rund hundert BetriebsrätInnen und PersonalvertreterInnen unterzeichnet wurde. Erst im Jahre 2002 hat der ÖGB die Bedeutung dieses Themas erkannt und die Kampagne „Lohnnebenkosten sichern unser Sozialsystem“ gestartet. Als Alternative zu den auf einen Sozialabbau zielenden Unternehmervorstößen fordert der GLB seit Jahren die Bemessung der Unternehmerbeiträge für die Lohnnebenkosten nach der gesamten Wertschöpfung statt wie bisher nach der reinen Lohnsumme. Damit würde der gestiegenen Rationalisierung Rechnung getragen und nicht Unternehmen, die vergleichsweise viele Arbeitsplätze sichern bestraft. ================================================ 10 The Future of Germany (Europe)? Von: Rechtskomitee LAMBDA ================================================ Die grösste deutsche Tageszeitung begrüssthöhnisch die Hinrichtung zweier Jugendlicher fürhomosexuelle Handlungen im Iran http://www.bildblog.de/?p=699 Die „BILD“ ist die grössteTageszeitung Deutschlands (12 Millionen LeserInnen täglich), herausgegeben vomgrössten Verlagshaus Europas (Springer), das jüngst die grösste FernsehketteDeutschlands gekauft hat ================================================ 11 Iran going to kill next gay couple Von: RA Dr. Helmut Graupner ================================================ http://direland.typepad.com/direland TWO NEW GAY EXECUTIONS SCHEDULED IN IRAN, SAYS IRANIAN EXILE GROUP by Doug Ireland Doug Ireland Doug Ireland, a longtime radical political journalistand media critic, is a former columnist for the Village Voice,the New York Observer, New York magazine, the Parisian daily Libération andother papers, and writes for a variety of publications onboth sides of the Atlantic, as wellas being a contributing editor of Poz magazine and In These Times. Among those he writes for regularly these days is theL.A. Weekly, where his articles on politics frequently appear. Doug has been proudly out of the closet as a gay mansince 1973, and has written extensively about gay political issues. Helives and writes in New York City,but considers Parishis second home. In the last 24 hours I'vebeen in torch with Farhad Hoseini of the International Federation of Iranian Refugees (IFIR),who reports that two gay men -- Farbod Mostaar and Ahmad Chooka --have been tried and sentenced to be executed for homosexualityon August 28, in the Iranian city of Arak. As soon as i got the first e-mail alerting me to this new set of scheduled executions, Iplaced a call its sender, the IFTR'sHoseini, who is part of the IFTR secretariat in The Netherlands.He told me that he and the IFTR had received the information about these scheduled new gay executionsfrom members of the families of the two men whose death at the handsof the Islamic Republic of Iran has been programmed. Hoseini asserted that the men were to be killed for consensual homosexual acts witheach other -- such acts are punishable by death in the IslamicRepublic. But he had very little other information -- he promised toget me more. As I noted in my latest article for New York City'sGay City News on the hangings of the two gay Iranian teens in the cityof Mashad on July 19, the climate of repression and surveillance ofgays in in Iran the wake of those hangings has increased tremendously since the news of these barbaric executions went global andelicited world- wide protests. Hoseini confirmed that the IFTR's contacts inside Iran also are reporting this crackdown -- and he said everyone is afraid to talk about State anti-gay repression,including the families of the two men now reportedly set to beexecuted at the end of this month in Arak,which is central Iran. The IFTR is a left-wing organization that has existedsince 1990, and is opposed to both the Islamist regime and to thePahlevi monarchy -- but Iranian scholarly sources I contactedtold me that, whatever differences they may have had over strategyand tactics with the IFTR (which urged a boycott of the lastpresidential election), they would be reliable on this issue. ================================================ 12 kurdische Gefangene in Gefahr Von: GFBV Hans Bogenreiter ================================================ Weiterleitung eines Aufrufs der Vertretung der Demokratischen Partei-Kurdistan-Iran in Österreich mit der Bitte um Veröffentlichung. Gesellschaft für bedrohte Völker-Österreich ----- Original Message ----- Von: "Miro Aliyar" To: Sent: Tuesday, August 16, 2005 5:59 PM Subject: kurdische Gefangene in Gefahr > > Vertretung der Demokratischen Partei Kurdistan-Iran (DPKI) für > diplomatische > Beziehungen in > Deutschland, Österreich und Europäischem Parlament > Tel.: +43-1-967 24 95 Mobil: +43-6991-967 24 95 Fax: +43-1-967 24 95 > > > Appell > Wien, 16.08.2005 > > Zahlreichen kurdischen Gefangenen im Iran droht der Tod > > > Während der Protestaktionen der vergangenen fünf Wochen in den kurdischen > Städten Irans sind an die 1000 KurdInnen von iranischen Sicherheitskräften > festgenommen worden. > > Neusten schockierenden Informationen zufolge hat das Regime die kurdischen > Gefangenen in drei Gruppen geteilt: > > - Gefangene unter 14 Jahre werden gegen eine hohe Kaution aus der Haft > entlassen. Darüber hinaus müssen sich die Eltern verpflichten, künftig die > Teilnahme ihrer Kinder an politischen Aktivitäten zu verhindern. > > - Gefangene, die hauptsächlich in Militär-Krankenhäuser verlegt wurden und > keine Besucher empfangen dürfen. > > - Gefangene, über die keine Informationen vorliegen. Das Regime behauptet, > nichts über das Schicksal bzw. den Aufenthaltsort dieser Menschen zu > wissen! > Die meisten Gefangenen gehören dieser Gruppe an. > > Diesen Menschen droht die Gefahr, einzeln oder in Gruppen heimlich > ermordet > zu werden. > > In der Islamischen Republik tauchen üblicherweise die Leichen heimlich > ermordeter Regime-Gegner irgendwo am Rande der Städte auf. > > Wir appellieren an die Öffentlichkeit, internationale Gemeinschaft, > Menschenrechtsorganisationen, Regierungen und demokratische Kräfte, das > unverständliche Schweigen zu den Verbrechen der Islamischen Republik gegen > das kurdische Volk zu brechen, um weitere Tragödie zu verhindern. > ================================================ ================================================ B) TERMINE ================================================ ======================== Mittwocha http://mund.at/butt/Termine//August/1708.htm Donnerstag http://www.mund.at/butt/Termine/Juli/1808.htm Freitag http://www.mund.at/butt/Termine/Juli/1908.htm ======================== ================================================ D) EDITORIAL ================================================ Für den Inhalt verantwortlich: Ihr. E-Mail-Adresse für Beiträge: widerstand at no-racism.net geschickt. widerst at nd MUND und alle Termine täglich aktualisiert im Web: http://www.no-racism.net/MUND Ziel von MUND (medienunabhängiger Nachrichtendienst) ist die unzensurierte und möglichst rasche Information über gesellschafts- politisch relevante Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu Widerstand und Antirassismus sowie verwandte Themen. sollen einen Titel, Namen und Emailadresse der/des AutorIn enthalten und möglichst kurz und prägnant gehalten sein, ev. mit Hinweis, wo weitere Informationen eingeholt werden können. Bitte keine Attachments! Die inhaltliche und sachliche Verantwortung liegt bei der/dem jeweiligen AutorIn bzw. jenen, die uns die Beiträge schicken. Der MUND wird von einzelnen TagesredakteurInnen zusammengestellt. Da Fehler nicht ausgeschlossen sind, bitten wir, nicht veröffentlichte Beiträge nochmals an widerstand at no-racism.net zu senden. Die Weiterleitung (auch auszugsweise) ist erwünscht. Beiträge mit rassistischen oder sexistischen Inhalten werden nicht veröffentlicht. Sehr persönliche Meldungen werden wir an den betreffenden Adressaten weiterleiten, aber nicht im MUND veröffentlichen. Die bisherigen Ausgaben sind unter http://www.no-racism.net/MUND archiviert. Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage: * Wann: Sonntag, 11.11.2001, 11:11 Uhr * * Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" * * Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf * * Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie. Aber kurz und prägnant.* Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch stillschweigend Zensur zu üben. Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die Nichtaufnahme geliefert. (Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.) Die AbsenderInnen der betroffenen Beiträge werden hiervon informiert. Im Sinne einer "gläsernen Zensur" könnt ihr Euch die Beiträge gerne extra schicken lassen: Ein kurzes Mail an widerstand at no-racism.net genügt. ================================================ E) VERTEILERLISTE ================================================ Zur Eintragung in diesen Verteiler bitte direkt subskribieren unter http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/analle oder von der einzutragenden Adresse aus ein mail schicken an: admin at no-racism.net mit folgendem Text: subscribe no-racism Bitte wegen Automatisierung diesen Wortlaut verwenden! Zur Austragung aus dieser Liste bitte an zusammengestellt. Bitte keine Attachments! (werden nicht angenommen) 1 Beitrag nicht genommen: war ein Dateianhang. Bitte keine Attachments .. Redaktionsschluss für diese Ausgabe: Di 22.00 Uhr III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III ü, ö, ä, ß, Ü, Ö, Ä III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III widerst at nd-MUND is powered by http://alt.strg.at/ ================================================ From analle at no-racism.net Thu Aug 18 09:21:38 2005 From: analle at no-racism.net (=?iso-8859-1?q?MUND=3A_medienunabh=E4ngiger_Nachrichtendienst?=) Date: Thu, 18 Aug 2005 09:21:38 +0200 Subject: widerst@nd - MUND: Donnerstag, 18.8. 2005 Message-ID: widerst at nd MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst Donnerstag, 18.08.2005 www.no-racism.net/mund Medieninhaberinnen & Medieninhaber seid Ihr! ================================================ A) INHALT ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN/ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 01 [7stern] Heute im 7Stern von 7stern kultur <7stern.kultur at kpoe.at> ================================================ 02 Sponsoring Familienzusammenfübrung von Marion Kremla ================================================ ================================================ B) TEXTE ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN/ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 01 [7stern] Heute im 7Stern von 7stern kultur <7stern.kultur at kpoe.at> ================================================ Kulturzentrum 7STERN Siebensterngasse 31, 1070 Mittwoch, 17.August 2005, 20:30 Uhr Boris Randzio und Felix Strasser Â"THEATER DER LETZTEN SEITEÂ" Das â*œTHEATER DER LETZTEN SEITEÂ" ist ein Sprechtheater-Projekt des â*œVEREINS ZUR ANREGUNG DES DRAMATISCHEN APPETITSÂ" (VADA) und beschäftigt sich mit der Dramatisierten Archivierung der Weltliteratur unter Anwendung der Technik der Plotmontage. "Wir sind die Evolutionstechniker, sind die Entwicklungshelfer der Literaturgeschichte. Wir sind geboren, wo Antonin Artaud, Karl Valentin und Paul Scheerbart getötet wurden und wo Alexander Rodtschenko, Raoul Hausmann und Johannes Baader nicht mehr zum Drama gefunden haben. Unsere Technik sei die Plotmontage." Die Plotmontage ist ein seit den 20er Jahren vereinzelt angewandtes dramatisches Verfahren der Zitatekompilation, das in der Dramentheorie nur mangelhaft bis dilettantisch behandelt wird. Als Konsequenz dieses Mangels und im Bewußtsein ihrer Verantwortung gegenüber künftigen Generationen von Theaterschaffenden haben die Plotmonteure ihr Theatermanifest â*œDas Theater der letzten SeiteÂ" verfaßt. Das Manifest wurde in groben Zügen am Europäischen Treffen Freier Theatergruppen 2005 in St. Pölten vorgestellt. Von 29. Juli bis 18. August 2005 wird das Manifest in ausgewählten Orten im deutschen Sprachraum (Ã-sterreich, Deutschland, Schweiz) im vollen Ausmaße verlesen. Das Programm setzt sich wie folgt zusammen: 1. Beispielinszenierung: Boris Randzio und Felix Strasser â*œZitatnost Â- ein Fußnotendrama. 30 Autoren in einem AktÂ"" 2. Feierliche Verlesung des Theatermanifests der Plotmonteure â*œDas Theater der letzten SeiteÂ" 3. Bei Bedarf anschließend erläuternde Vorträge, Diskussion Boris Randzio und Felix Strasser «Zitatnost Â- ein Fußnotendrama. 30 Autoren in einem Akt» «Ich habe eine Regel: Jedes Gespräch aufzugreifen. Wenn man nicht weiß, worum es sich dreht, ist es besonders interessant.» Ivan Schilin in Arkadij u. Boris Strugackij: Die gierigen Dinge des Jahrhunderts «ZitatnostÂ'» (russ. Zitathaftigkeit) = der Ausdruck von Ideen und Stimmungen durch Verweis auf Quell-Literatur, anstatt sie neu zu beschreiben. Sie spielt besonders in der russischen Literatur eine zentrale Rolle. In «Zitatnost Â- ein Fußnotendrama» wird die Assoziationskette zweier aufmerksamer Leser wiedergegeben. Durch die übergangslose Kompilation von Weltliteratur, Gebrauchstexten und anarchistischem Klamauk verschwimmen die scharfen Grenzen der Stilistik. Dostoevskijs «Schuld und Sühne» und etwa der Schnittbogen für den Sommerrock in der «Burda» werden völlig gleichberechtigt behandelt. Boris Randzio und Felix Strasser bringen unter Verwendung einer Leiter und einer Nussbaumtorte in 90 Minuten Dialoge, Monologe und Miniaturen von Elias Canetti, Daniil Charms, Fjodor Dostoevskij, Olga u. Adolf Hess, Arkadij u. Boris Strugackij, Karl Valentin, Robert Walser und vielen anderen sowie anonyme Kreuzworträtsel, Kochrezepte, Schnittmuster und Leserbriefe. Den Roten Faden bildet die gleichmäßige Abwechslung zwischen ernsten und Komödien-Stoffen, wobei es dem Publikum freisteht, die Akteure entweder als zwei Komödianten, die sich an Dostoevskij versuchen oder als zwei klassische Humanisten zu betrachten, die ihre Lehre mit Klamauk durchsetzen. Den Anteil an Belletristik bilden hauptsächlich klassische Inszenierungen von Auszügen aus Romanen und Erzählungen. Die Schnittmuster und Kreuzworträtsel werden in Anlehnung an ein ArtaudÂ'sches Mysterientheater umgesetzt. Das Stück ist in erster Linie für die Aufführung auf Klein- und Kleinstbühnen, in Cafés und Kellerstudios konzipiert. «Ich freue mich, Dich hier angetroffen zu haben Â- aber ich freue mich nur, weil ich jetzt wieder mal die beste Gelegenheit habe, einen Menschen von der absoluten Lächerlichkeit des Daseins überzeugen zu können. Nu rede Du, sonst komme ich zu kurz bei der Torte.» Die Mumie in Paul Scheerbart: Die Nussbaumtorte Boris Randzio (geb. 1981 in Salzburg) Mitwirkung in 20 Inszenierungen der Theater AG des Berliner Goethe-Gymnasiums. Privater Schauspielunterricht bei Adolfo Assor (Garn Theater Berlin). Bühnentanzdiplom an der Staatlichen Hochschule für Musik und darstellende Kunst Mannheim. Hospitanz an der Deutschen Oper Berlin. Engagement am Ballett des Theater Chemnitz. Eigenchoreographien «Im Abendrot» (U: Schauspielhaus Chemnitz 2004), «nisi dominus» (U: Schauspielhaus Chemnitz 2005). Seit 2004 Zusammenarbeit mit Felix Strasser («Zitatnost Â- ein Fußnotendrama. 30 Autoren in einem Akt»; U: Foyer im Künstlerhaus Klagenfurt 2004). Seit 2005 Chef-Plotmonteur des «Theaters der letzten Seite». Felix Strasser (geb. 1982 in Klagenfurt) Teilnahme an Literatur- und Drehbuchwettbewerben, Finalist im ORF-Wettbewerb «Drehbuch 2000». Dreisemestriger Schauspielkurs an der Universität Klagenfurt. Co-Regie und Darsteller im Kurzfilm «Dickicht» (2002). Mitglied der Theatergruppe «DIBRE» (Fürst Myschkin in V. Sorokin: «Dostoevskij-Trip»; P: Europahaus Klagenfurt 2002). Mitglied des «Tischlerei-Ensembles» von Roland Jaritz (Garcin in J.P. Sartre: «Geschlossene Gesellschaft»; P: F. J. Sandrisser-Tischlerei Klagenfurt 2005). Seit 2004 Zusammenarbeit mit Boris Randzio («Zitatnost Â- ein Fußnotendrama. 30 Autoren in einem Akt»; U: Foyer im Künstlerhaus Klagenfurt 2004). Seit 2005 Chef-Plotmonteur des «Theaters der letzten Seite». Die Manifesttournee 2005 durch Ã-sterreich, Deutschland und die Schweiz endet am 18.08.2005, 20:00 Uhr, im Â"cikÂ" im Klagenfurter Künstlerhaus _______________________________________________ 7stern mailing list 7stern at kpoe.at http://www.kpoe.at/mm/listinfo/7stern ================================================ 02 Sponsoring Familienzusammenfübrung von Marion Kremla ================================================ From: Marion Kremla Subject: Sponsoring Familienzusammenfübrung Liebe Freundinnen und Freunde, ich streue meine Anliegen wieder einmal breitwürfig, sorry. Also: dringend gesucht werden SponsorInnen, um einem seit kurzem anerkannten Flüchtling die Wiedervereinigung mit seiner Familie aus dem Kongo zu ermöglichen. Er hat seine Frau und drei Kinder seit sieben Jahren nicht gesehen und kann sie nun, nach seiner Anerkennung als Flüchtling nachholen. Mit viel Aufwand wurden Visa für Frau und drei Kinder arrangiert, die Reise organisiert, doch nun fehlen immer noch 1500 Euro. Eine sehr engagierte Flüchtlingsbetreuerin, die den Fall an uns herangetragen hat, veranstaltet zu diesem Zweck eine Vernissage mit eigenen Werken. (siehe unten). Bezweifle aber, dass das alleine genügt, deshalb zusätzlich dieses mail. Außerdem eilt das Ganze, weil das Visum der Frau bald ausläuft. Daher, wer Geld im Wert von einmal Fortgehen oder einmal Ausverkauf - Plündern anders anlegen mag, hier die Kontonummer von Eva Novotny, Kennwort Lubumbashi: PSK (BL 60000) ist 3881817. Liebe Grüße, Danke Marion ================================================ ================================================ C) TERMINE ================================================ ======================== Donnerstag http://mund.at/butt/Termine/August/1808.htm Freitag http://www.mund.at/butt/Termine/August/1908.htm Samstag http://www.mund.at/butt/Termine/August/2008.htm ======================== ================================================ D) EDITORIAL ================================================ Für den Inhalt verantwortlich: Ihr. E-Mail-Adresse für Beiträge: widerstand at no-racism.net geschickt. widerst at nd MUND und alle Termine täglich aktualisiert im Web: http://www.no-racism.net/MUND Ziel von MUND (medienunabhängiger Nachrichtendienst) ist die unzensurierte und möglichst rasche Information über gesellschafts- politisch relevante Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu Widerstand und Antirassismus sowie verwandte Themen. sollen einen Titel, Namen und Emailadresse der/des AutorIn enthalten und möglichst kurz und prägnant gehalten sein, ev. mit Hinweis, wo weitere Informationen eingeholt werden können. Bitte keine Attachments! Die inhaltliche und sachliche Verantwortung liegt bei der/dem jeweiligen AutorIn bzw. jenen, die uns die Beiträge schicken. Der MUND wird von einzelnen TagesredakteurInnen zusammengestellt. Da Fehler nicht ausgeschlossen sind, bitten wir, nicht veröffentlichte Beiträge nochmals an widerstand at no-racism.net zu senden. Die Weiterleitung (auch auszugsweise) ist erwünscht. Beiträge mit rassistischen oder sexistischen Inhalten werden nicht veröffentlicht. Sehr persönliche Meldungen werden wir an den betreffenden Adressaten weiterleiten, aber nicht im MUND veröffentlichen. Die bisherigen Ausgaben sind unter http://www.no-racism.net/MUND archiviert. Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage: * Wann: Sonntag, 11.11.2001, 11:11 Uhr * * Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" * * Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf * * Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie. Aber kurz und prägnant.* Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch stillschweigend Zensur zu üben. Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die Nichtaufnahme geliefert. (Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.) Die AbsenderInnen der betroffenen Beiträge werden hiervon informiert. Im Sinne einer "gläsernen Zensur" könnt ihr Euch die Beiträge gerne extra schicken lassen: Ein kurzes Mail an widerstand at no-racism.net genügt. ================================================ E) VERTEILERLISTE ================================================ Zur Eintragung in diesen Verteiler bitte direkt subskribieren unter http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/analle oder von der einzutragenden Adresse aus ein mail schicken an: admin at no-racism.net mit folgendem Text: subscribe no-racism Bitte wegen Automatisierung diesen Wortlaut verwenden! Zur Austragung aus dieser Liste bitte an zusammengestellt. Bitte keine Attachments! (werden nicht angenommen) Attachment-Beiträge zurückgestellt Redaktionsschluss für diese Ausgabe: Mi, 22.00 Uhr III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III ü, ö, ä, ß, Ü, Ö, Ä III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III widerst at nd-MUND is powered by http://alt.strg.at/ ================================================ From analle at no-racism.net Mon Aug 22 08:54:06 2005 From: analle at no-racism.net (=?iso-8859-1?q?MUND=3A_medienunabh=E4ngiger_Nachrichtendienst?=) Date: Mon, 22 Aug 2005 08:54:06 +0200 Subject: MUND_220805 Message-ID: MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst www.no-racism.net/mund Montag, 22. August 2005 MedieninhaberInnen seid ihr! ================================================ A) INHALT ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 01 Einladung zum Pressegespräch, 23. August 2005 von: wassermair at t0.or.at ================================================ 02 2.9.: Schönlaterngassenfest 2005 von: LM.Sender at spoe.at ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND KOMMENTARE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 03 Erwerbsarbeitslose LaueferInnen gesucht von: martin.mair at mediaaustria.at ================================================ 04 GLB/Spitzensteuersatz/Molterer/Steuerpolitik von: glb.ooe at aon.at ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< SOLIDARITÄT WELTWEIT ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 05 Angriff von KDP-Milizen auf Shabak-Demonstration? von: wadi.wien at gmx.at ================================================ 06 In Papua droht Eskalation der Gewalt von: westpapua at gmx.net ================================================ 07 Iran - China - Russland: Konsequente Friedenspolitik gefordert von: gfbv.austria at chello.at ================================================ 08 Iran: Aufstand an der Peripherie von: wadi.wien at gmx.at ================================================ 09 Zahlreichen kurdischen Gefangenen im Iran droht der Tod von: wadi.wien at gmx.at ================================================ 10 [gipfelsoli] Gleneagles -- Heiligendamm von: gipfelsoli-l at lists.nadir.org ================================================ 11 [gipfelsoli] Gleneagles von: gipfelsoli-l at lists.nadir.org ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< SERVICE - LINKS ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 12 Newsletter andersrum.gruene.at von: andersrum-newsletter at listen.gruene.at ================================================ 13 New Book: Adolescence, Sexuality and the Criminal Law von: hg at graupner.at ================================================ ================================================ B) TEXTE ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 01 Einladung zum Pressegespräch, 23. August 2005 von: wassermair at t0.or.at ================================================ |--- | Einladung zum Pressegespräch |--- |--- | Welche Partei vertritt meine Meinung? |--- | Netbase und die Donau-Universität Krems bieten Internetplattform | http://wahlkabine.at als Orientierungshilfe für die Landtagswahlen |--- Im Oktober finden in Wien, in der Steiermark und im Burgenland Landtagswahlen statt, doch für den Wähler ist es unmöglich, die Parteistandpunkte zu allen ihm wichtigen Themen zu recherchieren und mit der eigenen Meinung zu vergleichen. Die Wiener Netzkultur-Plattform Netbase realisiert dafür in Zusammenarbeit mit der Donau-Universität Krems im Vorfeld der Landtagswahlen im Oktober eine Online-"Wahlhilfe", die ab sofort im Internet als "wahlkabine.at" zum Einsatz kommt. Es werden 25 Fragen zu aktuellen Politikthemen in einem Bundesland gestellt. Die Internet-Wahlkabine vergleicht die Mausklick-Antworten des Internetnutzers mit den Positionen der Parteien und ermöglicht so jedem, die persönliche Nähe zu deren Programmen auszuloten. Die Online-Wahlhilfe ist unter http://wahlkabine.at zu finden, die Wiener Ausgabe wird im Rahmen des Pressegesprächs mit den anwesenden Journalisten durchgespielt. Pressegespräch mit Martin Wassermair (Netbase) und Peter Filzmaier (Donau-Universität Krems) |--- | Dienstag, 23. August 2005, 10.30 Uhr |--- | Netbase, Neustiftgasse 17, 1070 Wien |--- |--- | Rückfragen: |--- | Netbase | Institut für Neue Kulturtechnologien/t0 | Neustiftgasse 17 | A-1070 Wien |--- | Tel. +43 (1) 522 18 34 | Fax. +43 (1) 522 50 58 | Mobil. +43 (676) 309 49 86 |--- | http://www.netbase.org/ |--- ================================================ 02 2.9.: Schönlaterngassenfest 2005 von: LM.Sender at spoe.at ================================================ Zukunfts und Kulturwerkstätte Newsletter 11/2005 ================================================= SCHÖNLATERNGASSENFEST 2005 ZUK - HERBSTAUFTAKT * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * Am 2. und 3. September in der Schönlaterngasse, Innere Stadt Freitag, 15 Uhr: Eröffnung mit Bieranstich Ehrenschutz: Bürgermeister Dr. Michael Häupl * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * >> BÜHNE VOR DER ZUK > > Schönlaterngasse 9, 1010 WIen Freitag, 2. September 2005 ab 15 Uhr DJ-Line, Kinderprogramm, Straßenkunst 15.30 Uhr CAJUN RED STARS Original New Orleans Sound 16.30 Uhr SCHNELLKARIKATUREN von AIGERIM BEKEM Persönliche Porträts für ZUK-BesucherInnen 17.30 Uhr TSCHEPPLNIK ON STAGE Jonglieren, Artistik, Kleinkunst 18.30 Uhr ORIGINAL WIENER PRATERKASPERL für Kinder und Erwachsene 19.30 Uhr ULLI SIMAS BEST OF WIEN Thomas Rottenberg im Gespräch mit der Wiener Umweltstadträtin 20.00 Uhr CELIA MARA BASTARDISTA Livemusik aus Brasilien (Bei Schlechtwetter findet das Programm im ZUK-Veranstaltungskeller statt) * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * > Nähere Infos unter: Zukunfts- und Kulturwerkstätte Schönlaterngasse 9, 1010 Wien Tel.: 01/513 86 82 www.diezuk.at zuk at spoe.at > An- und Abmeldung des Veranstaltungsabos: Gehen Sie bitte auf die Seite www.diezuk.at/online/page.php?P=10180 Impressum/Offenlegung gem. §§ 24, 25 MedienG: www.diezuk.at/online/page.php?P=10942 ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND KOMMENTARE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 03 Erwerbsarbeitslose LaueferInnen gesucht von: martin.mair at mediaaustria.at ================================================ Vielleicht gits doch noch ein paar sportliche Erwerbsarbeitslose. Ich nutze meine frei einteilbare Zeit um endlich mal durch sportliche Tätigkeit so richtig fit zu werden und habe vor kurzem mit dem Laufen angefangen und schon ganz passable Strecken geschafft. Hat ja auch manchmal seine Vorteile, nicht voll in der Erwerbs(zwang/s)arbeit zu stecken. Die Arbeitslosen bilden mit rund 300.000 MitarbeiterInnen ja mit Abstand die grösste "Firma" in Österreich. Da sollte die "grösste Firma Österreich" doch zumindest symbolisch am "Business Run" am 1. September eine Teilnahme schaffen. Ein Nenngeld von 45 Eur pro 3er-Team ist zwar relativ günstig aber auch für breitere Teilnahme eine Hürde, denn es kommt noch ein Kaution von 25 Eur und 3 Eur Miete für Chips hinzu. Anmeldeschluss ist der 25.8.2005. Jedes Teammitglied (können auch Männlein und Weiblein gemischt sein) hat 5 km zu laufen. Ein Arbeitslosenteam sich dann sicher für eine nette Presseaussendung verwerten ("Die grösste Firma läuft erstmals mit" oder so .... ;-)). Preisgelder werden netterweise VERLOST, also es kommt nicht auf die sportliche Leistung an, Hauptsache mann/frau kommt ins Ziel (Teams können auch gemischt sein). Es gibt 5 Preise (von 1500 bis 300 Eur). 10.000 TeilnehmerInnen werden erwartet, also beträgt die Gewinnchance immerhin etwa 1 : 666. (Und somit besser deutlich als beim Eurolotto ;-)) AMSand Leiberl wirds ja noch welche geben, nehme ich an (besser noch: Kreierung einer "Firma" "Die Arbeitslosen" oder so ...) http://www.businessrun.at Die Bildung einer Arbeitslosen Sportgruppe, aber auch anderer Gruppen, die bei Öffentlichen Events teilnehmen, fände ich eine Möglichkeit, sich öffentlich zu zeigen und auf die Gruppe der Erwerbsarbeitslosen hinzuweisen und vor allem dem Image, der armen, passiven Arbeitslosen entgegen zu wirken. Das liesse sich auch unter dem Aspekt der Anknüpfung an die Tradition der Arbeitervereine der Zwischenkriegszeit sehen, als die Österreichische Sozialdemokratie noch einen gewissen antikapitalistischen und emanzipatorischen Impuls hatte. lg Martin ================================================ 04 GLB/Spitzensteuersatz/Molterer/Steuerpolitik von: glb.ooe at aon.at ================================================ Pressedienst des Gewerkschaftlichen Linksblocks (GLB), Apostelgasse 36/12, A-1030 Wien - Telefon +43 1 718 26 23-0 - Fax +43 1 718 26 23-30 - Mail glb at glb.at - Web www.glb.at - Ausgabe vom 19. August 2005 Molterer will GroßverdienerInnen durch Senkung des Spitzensteuersatzes entlasten Österreich ist Schlusslicht bei Gewinn- und Vermögensbesteuerung Strikt abgelehnt wird von der Fraktion Gewerkschaftlicher Linksblock im ÖGB (GLB) der Vorstoß von ÖVP-Klubchef Wilhelm Molterer für eine Senkung des Spitzensteuersatzes nach der nächsten Nationalratswahl: “Die von Molterer scheinheilig mit angeblicher Leistungsfeindlichkeit begründete Maßnahme läuft im Kern darauf hinaus, die GroßverdienerInnen und Reichen steuerlich noch weiter zu entlasten und dadurch den Steuerrucksack der LohnsteuerzahlerInnen noch schwerer zu machen", kritisiert GLB-Bundesvorsitzende Karin Antlanger (BRV EXIT-sozial Linz). Im Ergebnis würde mit einer solchen Senkung - die übrigens schon im Koalitionsabkommen der jetzigen Regierung angedeutet ist - damit der Anteil der BezieherInnen mittlerer Einkommen am gesamten Steueraufkommen noch größer als er schon bisher ist. Wenn Molterer klagt, dass derzeit 45 Prozent der Lohnsteuerpflichtigen keine Lohnsteuer zahlen, dann stellt sich umgekehrt die Frage, warum so viele Berufstätige ein so geringes Einkommen haben, dass sie aus der Besteuerung herausfallen. Die Forderung nach einem Mindestlohn von 1.300 Euro brutto für Vollzeitarbeitsverhältnisse stellt sich daher auch aus der Sicht der Finanzierung der Staatsaufgaben. Der Spitzensteuersatz ist seit 1993 per Verfassungsgesetz mit der Kapitalertragssteuer gekoppelt, die mit 25 Prozent nur halb so hoch sein darf. Eine Senkung des Spitzensteuersatzes wäre daher nur mit Zustimmung der SPÖ möglich. Derzeit sind Einkommen bis 10.000 Euro steuerfrei, bis 25.000 Euro gilt der Grenzsteuersatz von 38,33 Prozent (Durchschnitt 23 Prozent), bis 51.000 Euro 43,6 Prozent (Durchschnitt 33,5 Prozent) und für Einkommen über 51.000 Euro - das betrifft derzeit 350.000 Personen - gilt der Höchststeuersatz von 50 Prozent, wobei gerade diese Gruppe via Steuerberater zahlreiche Gestaltungsmöglichkeiten steuermindernd nutzt. Ein internationaler Vergleich zeigt, dass Österreich keineswegs Spitzenreiter beim Höchststeuersatz auf Einkommen ist: Frankreich (57,6 Prozent), Dänemark (59,0), Schweden (57,0), Belgien (56,4), Norwegen (55,3), Finnland (52,8) und die Niederlande (52,0) rangieren deutlich vor Österreich. Sich auf einen Steuerdumping-Wettbewerb einzulassen - wie es die Betreiber einer Senkung mit Verweis auf die Flat-Tax in den Ostländern gerne machen - bezeichnet der GLB als fatal. Ein Vergleich der Steuerleistung zeigt, dass die Lohnsteuer trotz der periodischen Reformen in den Jahren 1989, 1994, 2000 und 2005 durch die “kalte Progression" innerhalb kurzer Zeit wieder den vorherigen Stand erreicht und daher die Lohnsteuerquote gemessen an der gesamten Lohn- und Gehaltssumme von 1989 bis 2004 von 12,0 auf 18,0 Prozent gestiegen ist. Die Lohnsteuer wächst auch bedeutend stärker als die Lohnsumme, während die Einkommensteuer deutlich weniger gewachsen ist als die gewerblichen oder freiberuflichen Gewinne. Außerdem gehört Österreich bei der Gewinnbesteuerung mit 4,7 Prozent aller Steuern und Beiträge zu den EU-Schlusslichtern, der Schnitt der EU-15 beträgt 8,6 Prozent, in Luxemburg sogar 19,4 Prozent. Ähnlich ist es bei den Vermögenssteuern, wo Österreich mit einem Anteil von 1,2 Prozent am Gesamtsteueraufkommen bei einem Schnitt der EU-15 von 4,9 Prozent und einem Spitzenwert in Großbritannien von 11,9 Prozent absolutes Schlusslicht ist. Während Molterer mit seiner Forderung die Steuerleistung der Reichen noch mehr ausdünnen will tritt der GLB dafür ein den Spitzensteuersatz für die ganz großen Einkommen anzuheben und deren Steuerschlupflöcher zu beseitigen. Gleichzeitig soll auch die von 34 auf 25 Prozent gesenkte Körperschaftssteuer für Gewinne von Kapitalgesellschaften wieder angehoben werden. Notwendig ist weiter die Aufhebung der Steuerprivilegien für die Privatstiftungen und die Wiedereinführung der Vermögenssteuer. Statt Zinseinkommen unabhängig von ihrer Höhe gleichmacherisch mit 25 Prozent Kapitalertragssteuer zu belegen, sollen diese nach dem Einkommensteuergesetz besteuert werden. Weiter aktuell bleibt die Forderung des GLB nach steuerlicher Entlastung der unteren und mittleren LohnsteuerzahlerInnen zur Stärkung deren Kaufkraft und damit zur Belebung der Wirtschaft. ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< SOLIDARITÄT WELTWEIT ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 05 Angriff von KDP-Milizen auf Shabak-Demonstration? von: wadi.wien at gmx.at ================================================ Angriff von KDP-Milizen auf Shabak-Demonstration? Laut einer Meldung der assyrischen Nachrichtenagentur AINA wurde am 15. August eine friedliche Demonstration von Shabak im Norden des Irak von Milizen der KDP angegriffen. Die Shabak sind eine religiöse Minderheit im Norden des Irak, die teilweise eine Mischsprache aus Turkmenisch, Kurdisch und Arabisch spricht. Wie einige andere Minderheiten des Irak sehen viele Shabak sich in der Neugestaltung des Irak zu wenig berücksichtig. Siehe dazu folgende Pressemeldung: http://www.aina.org/news/20050816114539.htm ================================================ 06 In Papua droht Eskalation der Gewalt von: westpapua at gmx.net ================================================ In Papua droht Eskalation der Gewalt Während ein Friedensabkommen zwischen der Regierung Indonesiens und der Bewegung Freies Aceh (GAM) in greifbare Nähe rückt, droht in West-Papua eine Eskalation der Gewalt. Darauf macht die Nichtregierungsorganisation Watch Indonesia aufmerksam. Der Rat der indigenen Stämme (Dewan Adat Papua) habe beschlossen, der Regierung in Jakarta das am 1. Januar 2002 in Kraft getretene Autonomiegesetz "zurückzugeben" - aus Enttäuschung über die ausbleibenden Erfolge der Sonderautonomie, die dazu dienen sollte, den Konflikt in Papua friedlich zu lösen. Der Dewan Adat ruft für den 15. August zu friedlichen Protestaktionen auf. Die Bevölkerung Papuas sei von der ungenügenden Umsetzung der Sonderautonomie enttäuscht. Weder die wirtschaftliche noch die soziale Situation der Papuas habe sich seit Inkrafttreten der Sonderautonomie verbessert. Watch Indonesia berichtet zudem von massiven Menschenrechtsverletzungen durch Polizei und Militär. Verantwortung tragen Jakarta und auch indigene Papuas Verantwortung für die entstandene kritische Situation tragen nach Ansicht von Watch Indonesia aber nicht nur Jakarta, sondern auch die Behörden in der Region selbst, die von indigenen Papuas geleitet werden. So versickerten von Jakarta zur Verfügung gestellte finanzielle Mittel in der Bürokratie. Nun mache sich Nervosität breit. Laut Beobachtungen von Watch Indonesia hat das Militär bereits massiv Truppen zusammengezogen. Watch Indonesia ruft alle Seiten dazu auf, mit Besonnenheit zu handeln und einer Eskalation der Gewalt mit allen Mitteln entgegen zu wirken. Evangelische Kirche im Rheinland http://www.ekir.de/ekir/229_34760.asp ================================================ 07 Iran - China - Russland: Konsequente Friedenspolitik gefordert von: gfbv.austria at chello.at ================================================ GESELLSCHAFT FÜR BEDROHTE VÖLKER PRESSEMITTEILUNG Göttingen, den 18.08.2005 Iran - China - Russland: Gesellschaft für bedrohte Völker fordert konsequente Friedenspolitik Als erfreulichen friedenspolitischen Schritt hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) den Appell von Bundeskanzler Gerhard Schröder an den amerikanischen Präsidenten George W. Bush begrüßt, keinen Krieg gegen den Iran zu beginnen. "Wir vermissen aber eine deutliche Absichtserklärung des Kanzlers, zukünftig auch gegenüber Russland und China eine konsequente Friedenspolitik betreiben zu wollen statt beide Großmächte bei kriegerischen Auseinandersetzungen indirekt zu unterstützen", sagte der GfbV-Generalsekretär Tilman Zülch am Donnerstag. "Wir bitten Schröder, für den Fall einer Fortsetzung seiner Kanzlerschaft, deutlich zu machen, dass das totalitär regierte China nicht länger das demokratische Taiwan bedrohen darf und dass deshalb das EU-Waffenembargo gegenüber der Volksrepublik erhalten bleiben muss. Außerdem darf die Freundschaft mit Russland nicht länger so weit gehen, dass der Völkermord an bisher 200.000 Tschetschenen tabuisiert wird." Tilman Zülch ist für Interviews und Nachfragen auch zu erreichen unter Tel. 0151 153 09 888. ====================================================== Gesellschaft fuer bedrohte Voelker e.V. (GfbV) Inse Geismar, Pressereferentin Postfach 2024, D-37010 Goettingen Tel.+49/551/49906-25, Fax:++49/551/58028 E-Mail: presse at gfbv.de, Homepage:http://www.gfbv.de ====================================================== ================================================ 08 Iran: Aufstand an der Peripherie von: wadi.wien at gmx.at ================================================ Aufstand an der Peripherie Trotz des brutalen Vorgehens der Staatsmacht halten die Proteste in den kurdischen Gebieten des Iran an. von thomas schmidinger An Selbstbewusstsein mangelt es den Vertretern des iranischen Regimes nicht. »Bush sollte wissen, dass unsere Fähigkeiten viel größer sind als die der Vereinigten Staaten«, sagte Hamid Reza Asefi, der Sprecher des Außenministeriums, nachdem der US-Präsident die Anwendung von Gewalt zur Verhinderung der iranischen Atomrüstung nicht ausschließen wollte. Auch die EU reagierte mit Protesten auf die Entscheidung, die Urankonversion in der Atomfabrik in Isfahan wieder aufzunehmen. Doch während das iranische Atomwaffenprogramm nun im Mittelpunkt der internationalen Aufmerksamkeit steht, ist das blutige Vorgehen gegen die Proteste iranischer Kurden bislang unbeachtet geblieben. Dabei demonstriert die neue Führung derzeit, wie sie auf die Demokratiebewegung zu reagieren gedenkt. Begonnen haben die Auseinandersetzungen, die seit einem Monat andauern, am 9. Juli. Zuvor griffen Einheiten der »Revolutionären Garden« eine Gruppe kurdischer Jugendlicher und junger Männer an, die sich um einen Brunnen in der nordost-iranischen Stadt Mahabad versammelt hatten. Ohne Warnung eröffneten die Garden das Feuer und verhafteten anschließend die teils schwer verwundeten Männer. Der verletzte kurdische Menschenrechtsaktivist Shivan Qaderi wurde in der Polizeihaft gefoltert und ermordet, seine Leiche an ein Auto gebunden und durch die Straßen der Stadt geschleift. Damit sollte die Bevölkerung der traditionellen Hochburg der kurdischen Nationalbewegung eingeschüchtert werden. Seither gingen in vielen kurdischen Städten Jugendliche auf die Straße, um eine Untersuchung der Todesumstände Qaderis sowie die Bestrafung der Täter zu fordern. Doch zunehmend richten sich die Proteste über die Ereignisse in Mahabad hinaus generell gegen die repressive Politik in den kurdischen Gebieten. Dort ist die Repression im Alltag wesentlich präsenter als in anderen Teilen des Landes. So reagiert die Führung auch auf die jüngste Protestbewegung mit deutlich größerer Härte. Kurdischen Organisationen zufolge herrscht in den kurdischen Gebieten Irans momentan ein nicht erklärtes Kriegsrecht. In den späten Abendstunden sollen die Sicherheitskräfte Häuser stürmen, Jugendliche festnehmen und deren Angehörige misshandeln. In den vergangenen Tagen wurden demnach in den Städten Mahabad, Baneh und Saqqez mindestens 20 junge Kurden von Sicherheitskräften ermordet. Zudem sollen bei den Protesten mindestens 50 verletzt und 300 verhaftet worden sein. In Oshnavieh wurde mit Jamileh Khezri auch eine junge Frau von der iranischen Polizei erschossen. In der Stadt Sanandaj wurden zahlreiche Menschenrechtsaktivisten festgenommen, darunter die Frauen- und Menschenrechtlerin Roya Toluiy und der Journalist Edjlal Ghawami. Begleitet wird die Bekämpfung der Proteste von einer Kampagne gegen die kurdische Presse. Die beiden Zeitungen Asou und Achti wurden geschlossen und einige Journalisten verhaftet. Dennoch gehen die Proteste weiter. Andere Organisationen von Minderheiten im Iran, etwa Vertreter der Araber in Ahwaz, erklären ihre Solidarität mit den Protesten in Kurdistan. So meint Nasser Ban-Assad, der Sprecher der British Ahwazi Friendship Society: »Das Regime zerbröselt an seiner Peripherie. Wir sind solidarisch mit unseren kurdischen Landsleuten, wie sie es im April mit unseren Aufständen waren.« Auch in Balutschistan im Osten des Landes kam es in den letzten Monaten zu Protesten gegen die Schließung von Schulen und sunnitischen Moscheen. Jungle World, Nummer 33 vom 17. August 2005 www.jungle-world.com ================================================ 09 Zahlreichen kurdischen Gefangenen im Iran droht der Tod von: wadi.wien at gmx.at ================================================ Vertretung der Demokratischen Partei Kurdistan-Iran (DPKI) für diplomatische Beziehungen in Deutschland, Österreich und Europäischem Parlament Tel.: +43-1-967 24 95 Mobil: +43-6991-967 24 95 Fax: +43-1-967 24 95 Appell Wien, 16.08.2005 Zahlreichen kurdischen Gefangenen im Iran droht der Tod Während der Protestaktionen der vergangenen fünf Wochen in den kurdischen Städten Irans sind an die 1000 KurdInnen von iranischen Sicherheitskräften festgenommen worden. Neusten schockierenden Informationen zufolge hat das Regime die kurdischen Gefangenen in drei Gruppen geteilt: - Gefangene unter 14 Jahre werden gegen eine hohe Kaution aus der Haft entlassen. Darüber hinaus müssen sich die Eltern verpflichten, künftig die Teilnahme ihrer Kinder an politischen Aktivitäten zu verhindern. - Gefangene, die hauptsächlich in Militär-Krankenhäuser verlegt wurden und keine Besucher empfangen dürfen. - Gefangene, über die keine Informationen vorliegen. Das Regime behauptet, nichts über das Schicksal bzw. den Aufenthaltsort dieser Menschen zu wissen! Die meisten Gefangenen gehören dieser Gruppe an. Diesen Menschen droht die Gefahr, einzeln oder in Gruppen heimlich ermordet zu werden. In der Islamischen Republik tauchen üblicherweise die Leichen heimlich ermordeter Regime-Gegner irgendwo am Rande der Städte auf. Wir appellieren an die Öffentlichkeit, internationale Gemeinschaft, Menschenrechtsorganisationen, Regierungen und demokratische Kräfte, das unverständliche Schweigen zu den Verbrechen der Islamischen Republik gegen das kurdische Volk zu brechen, um weitere Tragödie zu verhindern. ================================================ 10 [gipfelsoli] Gleneagles -- Heiligendamm von: gipfelsoli-l at lists.nadir.org ================================================ Gipfelinfo - Meldungen über globalisierte Solidarität und die Proteste gegen unsolidarische Globalisierung -------------------------------------------------------------------------- - APPEAL FOR INFORMATION TO DEFENDANTS FROM G8 LEGAL SUPPORT GROUP - write to the one prisoner - 2007 G8 Summit in Germany - Sommet du G8 en 2007 en Allemagne ------------------------------------------------------------------------------ APPEAL FOR INFORMATION TO DEFENDANTS FROM G8 LEGAL SUPPORT GROUP PLEASE CIRCULATE TO RELEVANT LISTS, CONTACTS, MEDIA Court proceedings are already underway for many of the defendants arrested at the actions that took place over the week of the G8 summit. Intermediate Diets and trials will be continuing through August, September and October. The G8 Legal Support group are part of a wider network of defendant support that is developing to assist those arrested, remanded and anyone sent to prison as a result of the protests. We are currently working through hundreds of witness statements that were completed and returned to us following the arrests. However, due to a lack of detail in many of these it is proving very difficult to match witness statements to particular defendants. This is therefore an APPEAL to DEFENDANTS to contact us as soon as possible if you have not done so already. WE MAY HAVE STATEMENTS THAT CAN ASSIST IN YOUR DEFENCE! Please contact us at g8legalsupport at riseup.net In particular we urgently need details of the following: * YOUR NAME (The name you gave to police and were charged under) * DETAILS OF THE ACTION YOU TOOK PART IN INCLUDING: - WHERE ARREST TOOK PLACE (Exact location details), - DATE & TIME OF ARREST - WHAT YOU WERE CHARGED WITH - A PHYSICAL DESCRIPTION OF YOURSELF (Clothes you were wearing etc.) - NAME OF YOUR SOLICITOR - DATES OF INTERMEDIATE DIET AND COURT DATE PROPER - WHETHER YOU HAVE ANY OTHER WITNESSES & CONTACT DETAILS - WHETHER YOU HAVE ANY VIDEO/PHOTO FOOTAGE If you would like to find out more about assisting with defendant and prisoner solidarity email: july2005solidarity at yahoo.co.uk If you are a defendant and wish to exchange info and updates there is a listserv set up at: gr8mopping-subscribe at lists.riseup.net NOTE: This list is not public and is open only to defendants and those able to attend meetings of the defendants' campaign in Scotland. The G8 Legal Support group can be contacted at: g8legalsupport at riseup.net Or visit us at: www.g8legalsupport.info [www.g8legalsupport.info] ------------------------------------------------------------------------------ write to the one prisoner It would be nice if people could write to the one prisoner who is still in prison for G8 related events. Please write him at the address below. thanks!: There is only one person on remand at the moment: David Boudon, 92018, HM Prison Barlinnie, Glasgow, G33 2QX He is a 27 year old French man awaiting to be charged which if is as he expects he intends it is understood to plead guilty. It could take as long as end of October for this to happen, but it is hoped the procurator fiscal will bring forward his charging soon given understanding he will plead guilty. He arrested for Breach of the Peace and released on bail with the condition that he leave the Stirling area. When he packed up and tried to leave the Stirling campsite he was arrested by the police outside the camp for breach of bail because he had not left immediately. At that point the name he gave was different to the name he had been given bail in. He was then arrested and taken to court in Stirling for Perverting the Course of Justice. He is 'on petition' which means his case has been taken to higher court and he is still under investigation and the final wording of the complaint has not been finalised. Within 80 days of being sent to prison you must be served with the indictment and the trial must start within 140 days. Therefore there is nothing to plead guilty to yet. His solicitor has asked the Crown to agree to an 'accelerated diet' so that a client can plead guilty. We are told that David wants to be very careful about doing anything which could discourage the bring forward of opportunity to be sentenced sooner or provoke the authorities to be more repressive, eg media attention. See: http://www.brightonabc.org.uk/action.htm for advice on writing to prisoners. Do note that all mail is opened and often read by the prison authorities. All mail needs a return address. Magazines, books and other objects must be requested by David on a special form before can be sent in. But those direct from a distributor or publisher may get in without this. Money can be sent to remand prisoners as Postal Orders made out to the prisoner, but at moment support group is putting money onto account direct at prison from funds raised so far, so no need for now for more to be sent. Once convicted there is a 5 pound a week limit in that prison. Note rules and procedures vary from prison to prison, and between those on remand and those convicted. Scottish prison service website: http://www.sps.gov.uk G8 legal group which we are working with: http://g8legalsupport.info If people do not turn up to court then warrants will be issued for their arrest and they may be picked up over time and held awaiting trial. Some may get prison sentences if convicted, or when picked up after not paying any fines, but this will be small numbers as compared with those with court cases. [g8resist2005 at lists.kommunikationssystem.de] ------------------------------------------------------------------------------ 2007 G8 Summit in Germany Weekend of Discussion and Planning 7-9 October 2005 in Hamburg -- Why against it? The G8, that's the "Group of Eight" heads of government of the world's most powerful industrial nations. The pretext for this round will be to seek solutions for the world's problems. Hunger, war, and the destruction of the environment should be opposed. Under this cover, the G8 will in fact seek ways to improve and stabilize the capitalist system that produces these problems in the first place. G8 meetings are important occasions for the industrial states to coordinate their interests and to plan and push through a still more efficient and pitiless neoliberal globalization. In recent years hardly one Summit meeting was able to take place without disturbances. Whether against the G8 in Genoa and Evian, against the IMF/World Bank in Prague and Berlin (already in 1988), or against the WTO in Seattle, resistance is the most public and ever louder answer to this ruling order. Since the 2001 protests in Genoa, the G8 meetings are no longer held in the large metropolitan centers. They have been moved to regions that are less accessible and more easily controlled. In the summer of 2007, the annual G8 Summit comes to Germany. The meeting will take place in the Kempinski Grand Hotel in Heiligendamm in Mecklenburg-Vorpommern, an exclusive health resort on the East Sea. Heiligendamm is about 20km west of Rostock, 200km from Berlin. The G8 Summit in Germany is also a good opportunity to let the "Group of Eight" see the ones they DON'T speak for. For these, the Summit offers many points of approach for concrete social intervention. In Mecklenburg-Vorpommern, there are many "partial movements" that also have to do with the politics of the G8: genetic engineering, nuclear power and energy politics, privatization, immigration politics, racism, militarization, patriarchy, etc. In 2004, there was an Anti-Lager Tour (a mobile protest against various racist forms of repression, such as detention camps and deportation) that also traveled through Mecklenburg-Vorpommern. -- Who are we? We are a network of activists of diverse leftist tendencies. Inspired by the networking process of the many different leftist groups in Great Britain that coordinated actions in Scotland under the name "dissent! A network of resistance against the G8," we would like to begin, even this early, to think about a fitting reception for the G8 in Germany. This invitation is extended to groups and individuals from all sectors. We want to relate our everyday struggles to a shared common ground against the politics of the G8, and we ant to make plans with regard to Summit actions and substantive debate. The mobilization for the g8 Summit is an opportunity for networking and an intensive exchange of ideas and practices. For us, deepening the international networks is very important. Even so, we are not yet mobilizing internationally for this first planning weekend. We are first publicizing it in the German-language areas. We especially want to appeal to people with immigration backgrounds. And because of the regional proximity of the Summit, we will also try to invite groups from Poland. -- Why mobilize so early? We have two years, which we want to use to build structures for communication and discussion that will strengthen the undogmatic left going into the protests but especially coming out of them and going further. Organizing these protests is enormous work that requires many people. Media and publicity work must be organized, texts must be written, and the networking must be hurried forward. Regional and international planning meetings must be set in motion and new contacts sought out. People are needed to build an effective Legal Support network. And before it gets too late, diverse working groups must be constituted: convergence center, demo first aid, cooking and sleeping quarters, and transportation. And before the actual Summit, actions, camps, and substantive debates will have to take place. And then, too, NGOs, unions, political splinter groups, and local governments will all have to be dealt with. (And let's not forget the next G8 Summit in 2006, in Russia. We of course want to support the resistance there, too.) We don't want to just leave the mobilization against the G8 Summit to the established NGOs: the dismantling of hierarchical structures is an important part of our work. We are assuming that reactionary groups, perhaps even Nazis, also have something against the G8 Summit. We won't fail to give our attention to this kind of sideshow. For us it is moreover important to get into contact with residents of the region where the G8 Summit will take place. We would like to work together with other grassroots groups and individuals, as equal partners in a self-organized network. We also hope to meet with many committed people from "established associations," who recognize the strength of this kind of approach and who would like to work with us. We understand diverse forms of action as the expression of multitudinous approaches; we see that as our strength. All are welcome, who are ready to reflect critically on their own forms of action and in doing so to respect other positions. The PGA "hallmarks" (see below) are for this a good frame of reference. We want to learn from the experiences of past Summit mobilizations, by leading mutual discussions about how to support in the most sensible way the protest and resistance in Heiligendamm. How we network ourselves, what we do in the run-up to and then during the Summit: all that is still open and can best be answered with wider participation. -- What is the October meeting for? A first meeting with about 80 people already took place in May 2005, in the context of the BUKO (Bundeskongress Insternationalismus) in Hamburg. Preparations for the 2007 G8 Summit were also on the agenda at the dissent! Meeting in Mannheim. The first workshops took place at the Social Forum in Erfurt and the Precaritization Camp in Wendland. At the weekend in October, we want to go deeper into the substantive and organizational planning. In September, we will circulate a detailed proposal for the agenda. So far, we have thought about the following: Friday Evening -- Block 1: History and Evaluation of Gleneagles In which tradition is the mobilization for Heiligendamm? A brief summary of Summit protests since 1988. Evaluation of the Gleneagles mobilization. Which actions were successful? How effective are the structures of the dissent! Network? Saturday -- Block 2: Contents and Aims Critique of Summit-hopping v. Opportunities for Social Intervention. What to we want to accomplish by the protests in Heiligendamm? Outlooks for the left in Germany and internationally, social processes, international networking. Exploration of perspectives and actions. Who are we and what do we want? Constituting our common ground. Which groups or alliances do we not want to renounce, which ones for certain? What do we criticize about the G8 and capitalism, what is our common denominator? Sunday -- Block 3: Praxis How to go on? Clarification of organizational, decision-making, and communication structures. Begin with matters of urgent planning, formation of working groups. So far, so good. At the Hamburg meeting there was already a colorful fireworks of ideas for actions and campaigns. At least one idea has firmly implanted itself in the planning circle and must soon go into concrete planning: we want in the next year to have an international planning and mobilization camp in Mecklenburg-Vorpommern. The camp could be timed around the G8 in Russia and could concretely thematize the politics of the G8 (and its local effects). It would be great if you could register for the weekend. Let us know about how many people you will be coming with. The place will be Hamburg. Exactly where, we will let you know by the end of August. The connection that came together at BUKO (ie, the Planning Group) can be reached at: g8-2007 at riseup.net. Right, then. We're looking forward to a large and relevant meeting, and we'll be glad to see you there!! The Planning Group The PGA Hallmarks, with which we have oriented ourselves up to now: 1. A very clear rejection of capitalism, imperialism and feudalism; all trade agreements, institutions and governments that promote destructive globalization. 2. We reject all forms and systems of domination and discrimination including, but not limited to, patriarchy, racism and religious fundamentalism of all creeds. We embrace the full dignity of all human beings. 3. A confrontational attitude, since we do not think that lobbying can have a major impact in such biased and undemocratic organizations, in which transnational capital is the only real policy-maker. 4. A call to direct action and civil disobedience, support for social movements' struggles, advocating forms of resistance which maximize respect for life and oppressed peoples' rights, as well as the construction of local alternatives to global capitalism. 5. An organizational philosophy based on decentralization and autonomy. ------------------------------------------------------------------------------ Sommet du G8 en 2007 en Allemagne Invitation au week-end de préparation et de discussion du 7 au 9 Octobre 2005 à Hambourg Pourquoi contre ? Le G8, c'est " le groupe des huit " chefs de gouvernements des nations les plus industrialisées au monde. Lors du sommet du G8, ce groupe prétend vouloir régler les problèmes du monde : guerre, faim, pollution. En fait, il s'agit de consolider et d'élargir les structures capitalistes, structures qui sont pourtant à la base des problèmes du monde. Les sommets du G8 sont importants car ils permettent aux grandes puissances de coordonner leurs actions en fonctions de leurs intérêts et par là de plannifier efficacement la globalisation néo-libérale. Au cours des années précédentes, il n'y a pratiquement pas eu un seul sommet qui se soit déroulé sans heurts, que ce soit à Gênes ou à Evian. De même, les protestations ont étées fortes contre la rencontre du FMI à Prague, ou à Berlin dès 1988, contre l'OMC à Seattle. La résistance semble être devenue une réponse de plus en plus fréquente et importante à cet ordre dominant. Ainsi, depuis les manifestations de Gênes en 2001, les sommets du G8 ne se déroulent plus dans les métropoles, mais dans des espaces difficilement accessibles et facilement contrôlables. A l'été 2007 le sommet annuel du G8 vient en Allemagne. Il aura lieu à " Kempinski Grand Hotel " dans la région du Mecklenbourg-Vorpommern (nord-est) à Heiligendamm. Il s'git d'un lieu de cure au bord de la baltique. Heiligendamm est situé à 20km à l'ouest de Rostock et à 200km de Berlin. Le G8 en Allemagne est donc une bonne occasion de montrer au " groupe des huit " pour qui ils ne parlent pas. De plus ce sommet offre une base à partir de laquelle il est possible de réflechir à des interventions politiques concrètes. Même si le Mecklenburg est loin d'être la seule région à offrir des structures ayant à voir avec la politique du G8, il en offre de beaux exemples : génétique, énergie nucléaire, privatisation, politiques migratoires, racisme, militarisation, patriarcat, etc... Cette région a d'ailleurs déjà servi de cadre à une caravane contre les centres de rétention en 2004. Cette manifestation a été l'occasion de prendre pour cible les différentes formes de répressions à l'encontre des migrants telles que les centres mais aussi les expulsions. Qui sommes nous ? Nous sommes pour l'instant un réseau d'activistes en provenance de divers groupes de gauche. Nous nous sommes inspiré du modèle du réseau " Dissent ! A network of resistance against the G8 " initié lors du G8 en Ecosse. Notre but est de préparer le contre sommet en Allemagne Cette invitation est destinée à des groupes et des individuEs activistes ou souhaitant le devenir, sur des thèmes qui s'approchent de ceux cités plus haut. La mobilisation contre les sommets du G8 est une chance à saisir pour se mettre en contact, et intensifier les échanges d'idées et d'expériences. Pour nous, la construction d'un réseau international est primordial. Il est vrai que nous ne mobilisons pas encore internationalement pour cette première rencontre, et commençons par voir ce qui se joue ici en Allemagne. Nous avons envie plus spécifiquement de travailler avec des migrants, des réfugiés, des sans papiers, et toutes les personnes appartenant à ces catégories seront particulièrement bienvenus à cette première réunion ainsi qu'aux autres. Du fait de la proximité géographique il nous est également important d'inviter tout spécialement des groupes polonais. Pourquoi mobiliser maintenant ? Nous avons deux ans que nous voulons utiliser pour la mise en place de structures de discussion et de communication, afin que la gauche non dogmatique soit présente en force dans les manifestations et en ressorte toute aussi forte Organiser cette mobilisation est un immense travail dévoreur de temps, de gens et d'énergie. Il faut organiser le travail médiatique et de " publicité " vers l'extérieur, il faut organiser la rédaction des textes et s'occuper de la dynamique du réseau. Les réunions locales et internationales doivent être préparées et de nouveaux contacts recherchés. Il est également nécessaire de trouver les personnes pour contruire un support légal. D'une manière générale les groupes de travail ne doivent pas être mis sur pied trop tardivement : convergence center, équipe médicale, cuisine, hébergement et transport. Il est prévu avant le contre sommet en lui même des actions, des campings où les discussions politiques doivent avoir lieu. Il est important de ne pas oublier les ONG, les syndicats, les sectes politiques et les politiques locaux avec lesquelles nous devrons fatalement nous confronter et nous engueuler. Pour finir, il faut souligner le contre sommet de 2006 en russie que nous voulons aussi soutenir... Nous ne voulons pas laisser l'organisation aux mains d'ONG institutionelles. Le démontage des structures hiérarchiques est pour nous primordial. Nous partons du principe que des groupes réactionnaires et peut-être des nazis voudront prendre part aux protestations contre le G8. Nous voulons qu'il n'aient aucune place. C'est pourquoi nous allons chercher à prendre contact avec les habitants de la région. Au sein de se réseau autogéré nous souhaitons travailler sur un pied d'égalité avec d'autres groupes " grass roots " et des individuEs. Nous espérons parallèlement arriver à intéresser d'autres personnes engagées dans des groupes plus établis, reconnaissant par ailleurs la force que peut avoir notre projet et désireuses de travailler avec nous. Il nous est clair que les différentes formes d'actions sont le signe d'autant de diverses façons de faire et constituent une véritable force. Qui est prêt à accepter les critiques constructives et à réflechir sur ses propres mode d'action et qui est capable de respecter d'autres prises de positions est bienvenu. Les différents points de la plateforme PGA offrent à ce titre un excellent cadre. Nous voulons apprendre des expériences passées des autres contre sommets et à ce titre nous souhaitons engager une discussion afin de savoir comment organiser au mieux le contre sommet à Heiligendamm. Sur les questions concernant la structure du réseau et sur les questions de " quoi faire avant , pendant, après le sommet ? ", nous en déciderons collectivement et les décisions les plus pertinentes ne pouront être prises qu'avec la plus large participation possible. De quoi sera-t-il question en octobre ? Une première rencontre avec environ 80 personnes a eu lieu en mai 2005 dans le cadre du " Bundeskongress Internationalismus " (BUKO), soit le congrès fédéral sur l'internationalisme à Hambourg. La réunion de Dissent ! à Mannheim a été aussi une occasion de mettre la préparation du contre sommet de 2007 sur le tapis. De même, des workshops sur ce thème se sont déroulés lors du forum social d'Erfurt et lors du camping sur la précarisation dans le Wendland. Au cours du week-end en octobre, nous voulons nous pencher plus profondément sur la plannification de l'organisation et du contenu. Nous proposerons un ordre du jour détaillé courant septembre. Pour l'instant, les grandes lignes sont celles-ci : Vendredi soir 7 octobre Bloc 1 : Histoire+Analyse de Gleneagles Dans quelle tradition doit se placer la mobilisation pour Heiligendamm ? Un résumé rapide des contre-sommets depuis 1988. Analyse de la mobilisation pour Gleneagles. Quelles actions furent un succès ? Les structures de Dissent ! permettent-elles de relancer la mobilisation ? Dans quelle mesure ? Samstag 8 octobre Bloc 2 : contenu et buts Critique du " summit hopping " et de voir quelles sont les chances d'intervention sociales. Quelles sont pour nous les buts évidents de Heiligendamm ? Que devons nous nous promettre ? Perspectives pour la gauche en Allemagne, sur l'international, pour les processus sociaux, la mise en réseau internationale ? Evaluer les perspectives et les actions. Qui sommes nous et que voulons nous ? Constitution d'un reel collectif. A quel groupe, ou à quel réseau ne voulons nous pas renoncer ? Auxquelles le voulons nous ? Quelle est notre critique envers le G8 ? envers le capitalisme ? Quel est notre dénominateur commun ? Sonntag 9 octobre Bloc 3 : Pratique Comment cela doit-il se poursuivre ? Etablissement des structures organisationnelles communicationnelles et décisionnelles. Mise en place du planning et des groupes de travail. Bon voilà à peu près de quoi il s'agit. Au cours de la rencontre d'Hambourg (BUKO) il y a eu un feu d'artifices d'idées variées. Une parmi elles a été retenue par le comité de mobilisation, et sera mise en place. Nous voulons faire un camping de préparation et de mobilisation en Mecklenburg Vorpommern au printemps prochain. L'idée serait de le faires avant ou après le G8 en Russie et d'y débattre de la politique du G8 ainsi que de ses conséquences locales. Il serait bien si vous pouviez dès à présent vous inscrire et nous dire combien de personnes vous serez. Nous nous rencontrerons à Hambourg, même si le lieu exact n'est pas encore clair. (nous le saurons et vous aussi vers la fin aôut). Le comité de mibilisation formé lors de BUKO est aisément contactable à l'adresse suivante g8-2007 at riseup.net Nous nous réjouissons à l'avance de cette réunion qui sera importante, constructive et pertinente, mais surtout nous nous réjouissons de votre venue Le comité de mobilisation Les points de la plateforme PGA sur la base desquels nous nous orientons : 1. Un rejet clair du capitalisme, de l'impérialisme,du féodalisme ainsi que de tous les contrats commerciaux, les institutions et de tous les gouvernements qui promeuvent la globalisation 2. nous rejetons toutes les formes et tous les systèmes de domination et de discrimination, entre autre mais pas seulement : patriarcat, racisme, intégrisme religieux. Nous reconnaissons la dignité de chaque être humain 3. Une attitude confrontative, car nous pensons qu'untravail de lobbying de peut pas avoir d'influence déterminante sur des organisations non démocratiques, influencées essentiellement par des capitaux transnationaux 4. Un appel à l'action directe et à la désobéissance civile, le soutien aux mouvements sociaux, le respect pour la vie et les droits des personnes opprimées et la création d'alternatives locales au capitalisme 5. Une philosophie d'organisation basée sur la décentralisation et l'autonomie. WEEK-END DE DISCUSSION ET DE PREPARATION DU 7 AU 9 OCTOBRE 2005 A HAMBOURG -------------------------------------------------------------------------- gipfelsoli infogruppe Newsletter mit Nachrichten über Mobilisierungen, Debatten und Repression im Zusammenhang mit Gipfelprotesten. Die AutorInnen der Beiträge, so sie nicht von uns verfasst sind, sind mit eckigen Klammern versehen. Wir können leider keine Verantwortung für die Richtigkeit der Beiträge übernehmen. Auch geben die Beiträge nicht zwangsläufig unsere Meinung wieder. Kontakt, Kritik, Beiträge: gipfelsoli at nadir.org gipfelsoli mailinglist subscribe - unsubscribe https://lists.nadir.org/cgi-bin/mailman/listinfo/gipfelsoli-l ================================================ 11 [gipfelsoli] Gleneagles von: gipfelsoli-l at lists.nadir.org ================================================ Gipfelinfo - Meldungen über globalisierte Solidarität und die Proteste gegen unsolidarische Globalisierung -------------------------------------------------------------------------- - david is free!! - APPEAL FOR INFORMATION TO DEFENDANTS FROM G8 LEGAL SUPPORT GROUP -------------------------------------------------------------------------------- david is free!! hey there sorry for the late information but hereZs the great newzz: david had a hearing in stirling on wednesday morning and got released!!! with quite a big fine. so post this quickly --no need for more letters to the jail but this is a call out for benefit parties for all the hundreds of upcoming courtcases.. [dissent!] -------------------------------------------------------------------------------- APPEAL FOR INFORMATION TO DEFENDANTS FROM G8 LEGAL SUPPORT GROUP -------------------------------------------------------------------------------- PLEASE CIRCULATE TO RELEVANT LISTS, CONTACTS, MEDIA -------------------------------------------------------------------------------- Court proceedings are already underway for many of the defendants arrested at the actions that took place over the week of the G8 summit. Intermediate Diets and trials will be continuing through August, September and October. The G8 Legal Support group are part of a wider network of defendant support that is developing to assist those arrested, remanded and anyone sent to prison as a result of the protests. We are currently working through hundreds of witness statements that were completed and returned to us following the arrests. However, due to a lack of detail in many of these it is proving very difficult to match witness statements to particular defendants. This is therefore an APPEAL to DEFENDANTS to contact us as soon as possible if you have not done so already. WE MAY HAVE STATEMENTS THAT CAN ASSIST IN YOUR DEFENCE! Please contact us at g8legalsupport at riseup.net In particular we urgently need details of the following: * YOUR NAME (The name you gave to police and were charged under) * DETAILS OF THE ACTION YOU TOOK PART IN INCLUDING: - WHERE ARREST TOOK PLACE (Exact location details), - DATE & TIME OF ARREST - WHAT YOU WERE CHARGED WITH - A PHYSICAL DESCRIPTION OF YOURSELF (Clothes you were wearing etc.) - NAME OF YOUR SOLICITOR - DATES OF INTERMEDIATE DIET AND COURT DATE PROPER - WHETHER YOU HAVE ANY OTHER WITNESSES & CONTACT DETAILS - WHETHER YOU HAVE ANY VIDEO/PHOTO FOOTAGE If you would like to find out more about assisting with defendant and prisoner solidarity email: july2005solidarity at yahoo.co.uk If you are a defendant and wish to exchange info and updates there is a listserv set up at: gr8mopping-subscribe at lists.riseup.net NOTE: This list is not public and is open only to defendants and those able to attend meetings of the defendants' campaign in Scotland. The G8 Legal Support group can be contacted at: g8legalsupport at riseup.net Or visit us at: www.g8legalsupport.info [g8legalsupport at riseup.net] -------------------------------------------------------------------------- gipfelsoli infogruppe Newsletter mit Nachrichten über Mobilisierungen, Debatten und Repression im Zusammenhang mit Gipfelprotesten. Die AutorInnen der Beiträge, so sie nicht von uns verfasst sind, sind mit eckigen Klammern versehen. Wir können leider keine Verantwortung für die Richtigkeit der Beiträge übernehmen. Auch geben die Beiträge nicht zwangsläufig unsere Meinung wieder. 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E-Mail an: newsletter-andersrum-request at gruene.at ================================================ 13 New Book: Adolescence, Sexuality and the Criminal Law von: hg at graupner.at ================================================ Just published! Helmut Graupner & Vern L. Bullough (ed.) Adolescence, Sexuality and the Criminal Law Multidisciplinary Perspectives New York: Haworth 2005 (published simultaneously as the Journal of Psychology in Human Sexuality, Vol. 16, Nos. 2/3) http://www.haworthpress.com/store/product.asp?sid=30HUEMR0G2WK9K7UPUAHTP5XPA JX08R9 &sku=5494&AuthType=4%20 ================================================ C) TERMINE ================================================ ======================== Montag http://www.mund.at/butt/Termine/August/2208.htm Dienstag http://www.mund.at/butt/Termine/August/2308.htm Mittwoch http://www.mund.at/butt/Termine/August/2408.htm ======================== ================================================ D) EDITORIAL ================================================ Für den Inhalt verantwortlich: Ihr. E-Mail-Adresse für Beiträge: widerstand at no-racism.net geschickt. widerst at nd MUND und alle Termine täglich aktualisiert im Web: http://www.no-racism.net/MUND Ziel von MUND (medienunabhängiger Nachrichtendienst) ist die unzensurierte und möglichst rasche Information über gesellschafts- politisch relevante Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu Widerstand und Antirassismus sowie verwandte Themen. sollen einen Titel, Namen und Emailadresse der/des AutorIn enthalten und möglichst kurz und prägnant gehalten sein, ev. mit Hinweis, wo weitere Informationen eingeholt werden können. Bitte keine Attachments! Die inhaltliche und sachliche Verantwortung liegt bei der/dem jeweiligen AutorIn bzw. jenen, die uns die Beiträge schicken. Der MUND wird von einzelnen TagesredakteurInnen zusammengestellt. Da Fehler nicht ausgeschlossen sind, bitten wir, nicht veröffentlichte Beiträge nochmals an widerstand at no-racism.net zu senden. Die Weiterleitung (auch auszugsweise) ist erwünscht. 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(werden nicht angenommen) Redaktionsschluss für diese Ausgabe: Sonntag, 17.00 III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III ü, ö, ä, ß, Ü, Ö, Ä III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III widerst at nd-MUND is powered by http://alt.strg.at/ ================================================ From analle at no-racism.net Wed Aug 24 22:06:05 2005 From: analle at no-racism.net (=?iso-8859-1?q?MUND=3A_medienunabh=E4ngiger_Nachrichtendienst?=) Date: Wed, 24 Aug 2005 22:06:05 +0200 Subject: widerst@nd - MUND: Mittwoch/Donnerstag, 24./25.8. 2005 Message-ID: widerst at nd MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst Mittwoch/Donnerstag, 24./25.8. 2005 www.no-racism.net/mund Medieninhaberinnen & Medieninhaber seid Ihr! ================================================ A) INHALT ================================================ ================================================ 01 Ermordung kurdischer Gefangener im Iran: österreichische Bundesregierung soll Initiativen ergreifen! ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN/ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 02 Österreichs erste MigrantInnen-Zeitschrift jetzt auch in Graz erhältlich von ================================================ 03 Friedensbuch von Prof. Ernst Schwarcz von ================================================ 04 Transmitter-Festival 2005: Im Konflikt. Österreich minus 2005 von Martin Wassermair ================================================ 05 Grüne "Grundsicherung" von "kohlerdi" ================================================ 06 Demnächst im Kabinett für Wort und Bild von Heinz Wolf ================================================ 07 01.09.: Die neuen Antidiskriminierungsgesetze von "Rechtskomitee LAMBDA" ================================================ 08 Donnerstag 25.8./Armbänder gegen Rassismus von ================================================ 09 Krisenfest . homepage von "lefoe_office" ================================================ 10 Hungerkatastrophe im Niger: Appel an Kofi Annan und Hilfsaktion für die Tuareg von GFBV Hans Bogenreiter" ================================================ 11 Netbase] Orientierungshilfe für die Landtagswahlen im Oktober 2005 von Martin Wassermair ================================================ 12 10. Lesbentreffen in Österreich von frketic ================================================ 13 DRINGEND: arbeitslose LaeuferInnen fuer Business Run gesucht von Martin Mair ================================================ 14 Anton Schweighofer in der Stadt des Kindes von Stadt Theater Wien_Mertin/Büchel ================================================ 15 von Aluminiumabbau in Kashipur von Heide Oesterle ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN/MEINUNGEN/KOMMENTARE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 16 [gipfelsoli] Heiligendamm von gipfelsoli-l at lists.nadir.org ================================================ 17 HOSI Wien: Keine halben ÖVP-BZÖ -Sachen bei der "Homo-Ehe" - lieber gleich auf rot-grü ne Mehrheit warten! von ================================================ 18 [slp-linkeorgs] DEADLINE BÜCHERBESTELLUNGEN von Sozialistische LinksPartei ================================================ 19 Costa Rica: Volksbefragung um den Bau eines Staudamms von "GFBV" ================================================ 20 IRAN'S DEADLY ANTI-GAY CRACKDOWN von "RA. Dr. Helmut Graupner" ================================================ 21 Friedensnobelpreis für Schröder? Kritik an inkonsequenter Friedenspolitik von "GFBV" ================================================ 22 Abfangjäger/Fohnsdorf/Resolution/KPÖ KPÖ Steiermark ================================================ 23 Wahlaufruf der Gruppe Arbeitermacht von ASt-LFI ================================================ 24 Österreich rüstet für geplante Kriege! von noname at gmx.li ================================================ 25 ÖLSF-Liste] Re: HOSI Wien: Keine halben ÖVP-BZÖ-Sachen bei der "Homo-Ehe" - lieber gleich auf rot-grüne Mehrheit warten! von ================================================ ================================================ B) TEXTE ================================================ ================================================ 01 Ermordung kurdischer Gefangener im Iran: österreichische Bundesregierung soll Initiativen ergreifen! ================================================ Sehr geehrter Herr Bundespräsident, Sehr geehrter Herr Bundeskanzler, Sehr geehrte Frau Außenministerin, wir leiten nochmals einen Appell der Demokratischen Partin Kurdistan-Iran mit der Bitte an Sie weiter, auf nationaler und europäischer initiativ zu werden und diplomatisch in Teheran zu intervenieren - nachdem sich deren Befürchtungen (siehe Nachricht vom 17. 8. 2005) leider bewahrheitet haben. Bitte fordern Sie die iranische Regierung auf, die Gewalttaten gegen Kurden einzustellen und internationale Menschenrechtsbeobachter ins Land zu lassen. mit freundlichen Grüßen Dr. Hans Bogenreiter (GF der GfbV-Ö) Kopie an: Dr. Miro Aliyar, Vertreter der iranischen Kurden in Österreich [] Vertretung der Demokratischen Partei Kurdistan-Iran (DPKI) für diplomatische Beziehungen in Deutschland, Österreich und Europäischem Parlament Tel.: +43-1-967 24 95 Mobil: +43-6991-967 24 95 Fax: +43-1-967 24 95 Pressemitteilung Wien, 21.08.2005 Brutale Ermordung kurdischer Gefangene In dem Appell vom 16.08.2005 brachte die DPKI, aus leidvollen Erfahrungen mit dem iranischen Regime, die Besorgnis zum Ausdruck, dass „den kurdischen Gefangenen die Gefahr droht, einzeln oder in Gruppen heimlich ermordet zu werden“. Diese Befürchtung hat sich leider bewahrheitet: Reza Fatehi aus der Stadt Saqez wurde in der Nacht von 15.08.2005 vor seinem Haus erwürgt aufgefunden. Sein Hals wies schwere Folterspuren auf. Fatehi, der am 03.08.2005 bei einer Demonstration verwundet worden war und sich zu Hause versteckt hielt, wurde am 13.08.2005 von Sicherheitskräften verschleppt. Nach einer am 21.08.2005 veröffentlichten Pressemitteilung der “Organisation zur Verteidigung der Menschenrechte in Kurdistan“ droht Mostafa Rasouliniya, einem jungen Mann aus der Stadt Mahabad, der Tod. Rasouliniya wurde am 16.07.2005 auf dem Weg nach Hause festgenommen und wird beschuldigt, bei den Protestkundgebungen in Mahabad einen Offizier getötet zu haben. Er soll unter Folter zu Geständnissen gezwungen worden sein. Laut der oben genannten Menschenrechtsorganisation liegen für diese Anschuldigungen keinerlei Beweise vor. Sie verlangt einen fairen Prozess für Rasouliniya. Neusten Informationen zufolge werden Hunderte Kurden, meistens an unbekannten Orten, festgehalten und sind schweren Folterungen ausgesetzt. Unter den Gefangenen befinden sich Dr. Roya Toloi, Frauenrechtlerin und Frauenaktivistin, sowie die Journalisten und Menschenrechtler Said Saidi, Ijlal Ghawami, Madeh Ahmadi und Azad Zamani. Said Saidi und Ijlal Ghawami befinden sich seit 13.08.2005 im Hungerstreik. Wir appellieren erneut an die Menschenrechtsorganisationen und demokratischen Kräfte, die zunehmend massiver werdende Unterdrückung des kurdischen Volkes seitens der islamischen Regierung zu verurteilen und durch Proteste das Regime zur Freilassung kurdischer Gefangene unter Druck zu setzen. Die Universalität der Menschenrechte darf nicht aus politischen und wirtschaftlichen Überlegungen außer Kraft gesetzt werden. Es ist an der Zeit, dass jene politische Parteien und Regierungen Europas, die bis jetzt geschwiegen haben, um der Glaubwürdigkeit willen endlich zu den Verbrechen der Islamischen Republik in Kurdistan Stellung beziehen. weitergeleitet von: Gesellschaft für bedrohte Völker - Österreich Untere Viaduktgasse 53/7A A-1030 Wien Tel: +43/1/503 49 90 Fax: +43/1/503 13 36 Homepage: www.gfbv.at E-mail: office at gfbv.at Vereinskonto: 7.238.909 BLZ: 60000 ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN/ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 02 Österreichs erste MigrantInnen-Zeitschrift jetzt auch in Graz erhältlich von ================================================ Österreichs erste MigrantInnen-Zeitschrift jetzt auch in Graz erhältlich Die Bunte Zeitung (BZ) ist seit mehr als fünf Jahren in Wien aktiv. Der Erfolg hat nun zu der Entscheidung geführt, auch geographisch zu wachsen: seit Mitte des Jahres 2005 ist die Zeitung auch auf den Straßen der steirischen Landeshauptstadt Graz erhältlich. Bis zur Gründung der Bunten Zeitung (BZ) vor mehr als fünf Jahren in Wien gab es kein Printmedium in Österreich, das sich hauptsächlich mit jenen Fragen beschäftigt, die Immigrantinnen und Immigranten betreffen. Dies änderte sich schlagartig: die BZ beschäftigt sich mit innenpolitischen Themen, wie der Novellierung des Asylgesetztes, mit jener internationalen Politik, die die Heimatländer der Immigrantinnen und Immigranten betrifft und mit den von Immigrantinnen und Immigranten in Österreich gegründeten Vereinen. Auch die zugleich unterhaltsamen und kontroversen Kurzgeschichten stammen größtenteils von Nicht-Einheimischen. Das Medium hat sich zwei ehrgeizige Ziele gesetzt, durch welche die Situation von Immigrantinnen und Immigranten in Österreich verbessert werden soll. Zum einen wird den Verkäufern der Zeitungen durch das Bestehen der Bunten Zeitung eine Möglichkeit geboten, Geld zu verdienen. Viele der Verkäufer sind noch im Asylverfahren, verfügen über keine Arbeitserlaubnis und haben aus diesem Grund kaum Möglichkeit, Geld zu verdienen. Die BZ macht Schluss mit diesen Rassismen: Beim Verkaufen der Zeitungen erhalten die Verkäufer die Hälfte des Verkaufspreises. Dadurch ist es möglich, dass die Verkäufer sich selbst erhalten. Zusätzlich zur finanziellen Hilfe wird den Verkäufern der Zeitungen auch Beratung in rechtlichen und medizinischen Fragen geboten. Es werden kostenlose Deutschkurse angeboten. Vereinzelt haben auch Seminare im Radiojournalismus stattgefunden. Neben dem Benefit für die Verkäufer dient die Bunte Zeitung auch als Sprachrohr für die in Österreich oft unterdrückten Minderheiten. Hier kommen alle zu Wort: Der aus Argentinien stammende Arzt und Schriftsteller Lidio Mosca-Bustamente, die irakische Journalistin Belkis El-timimi, die angehende Ethnologin Marija Spasojevic, die im Vorfeld der Balkankriege aus ihrer Heimat, dem ehemaligen Jugoslawien, flüchten musste und viele andere. Die besagten Personen haben - teils auf Grund sprachlicher Barrieren, teils auf Grund rassistischer Diskriminierungen - kaum Möglichkeit, ihre Meinung in die Öffentlichkeit zu transportieren. Die Bunte Zeitung gibt ihnen diese Chance. Stefan H. Mey, Chefredakteur der Bunten Zeitung, redigiert alle Texte und kümmert sich auch um die Koordination der Autorinnen und Autoren: „Das ist sicher mit viel Arbeit verbunden. Aber ich habe jeden Tag das Gefühl, dass ich etwas Schönes erlebe uns etwas Neues dazu lerne; sei es nun im journalistischen, personalistischen oder zwischenmenschlichen Sinn“. Jetzt auch in Graz Seit Mitte 2005 ist die Bunte Zeitung auch in Graz erhältlich. Vertrieben wird sie dort vom Café Nil aus (Dreihackengasse 42). Ruud van Weerdenburg aus den Niederlanden, Vertriebsleiter der Bunten Zeitung: „Wir fühlen uns mit unserer Redaktionsbasis für Graz im Café Nil zu Hause und auf Reise zugleich.“ Di-Tutu Bukasa, Obmann der Bunten, betont die Wichtigkeit von Graz als Markt. Schließlich könne man Graz in vielerlei Hinsicht als Vorbild für Wien sehen. Beispielsweise in Hinblick auf die kulturellen Angebote, aber auch in Sachen Integration. Chefredakteur Stefan H. Mey weist darauf hin, dass auch inhaltlich in Zukunft mehr Gewicht auf die Steiermark gelegt werden wird. Bei einem spannenden, um die Themen Interkulturalität und Integration aufgebauten Veranstaltungskalender werde es dabei nicht bleiben. „Was wir noch weiter vorhaben, möchte ich aber noch nicht verraten; da soll man sich ruhig überraschen lassen. Es hilft also nur eines: die Zeitung kaufen!“ sagt er mit einem breiten Grinsen. Auf jeden Fall lädt das Team der BZ auch Grazer Autorinnen und Autoren, sowie Journalistinnen und Journalisten, dazu ein, sich am Entstehungsprozess des Mediums zu beteiligen. Texte und Bilder rund um die Schwerpunktthemen werden gerne von Grazerinnen und Grazern angenommen. Interessierte werden gebeten, ihre Artikelvorschläge an diebunte at hotmail.com zu schicken. Man ist für alles offen. Weiterführende Informationen: Mag. (FH) Stefan H. Mey (Chefredakteur) Telefon: 0699/10877639 Email: stmey at gmx.net Dr. Di-Tutu Bukasa (Obmann der Bunten) Telefon: 0650/7609061 Email: diebunte at hotmail.com Oder im Internet: www.buntezeitung.at ================================================ 03 Friedensbuch von Prof. Ernst Schwarcz von ================================================ Liebe Friedensfreundinnen und Friedensfreunde, Professor Ernst Schwarcz, Ehrenvorsitzender des Internationalen Versöhnungsbundes österreichischer Zweig, hat ein Buch zu aktuellen Friedensfragen geschrieben, das in den nächsten Tagen erscheinen wird. Seiner telefonische Bitte, diese Information an meine Friedens- Kontaktadressen weiterzumailen, komme ich gerne nach. Ich bin selber schon gespannt auf dieses Buch .... Mit solidarischen Friedensgrüßen Alois Reisenbichler Zeitenwende - Entweder es gelingt der Menschheit, alle Kriege abzuschaffen oder es wird den Kriegen gelingen, die Menschheit abzuschaffen Agendaverlag Münster 2005, 240 Seiten, Euro 17,80 ISBN 3-89688-264-3 REZENSION: Die Zukunft vor dem Krieg retten Eine Welt "ohne uns", eine Welt ohne Menschen, das ist die Angst von Ernst Schwarcz, das ist der "Knackpunkt" seines Buches "Zeitenwende". Denn, so Schwarcz "entweder es gelingt der Menschheit, alle Kriege abzuschaffen oder es wird den Kriegen gelingen, die Menschheit abzuschaffen". Betreibt Ernst Schwarcz Angstmache? Ist die Furcht nicht doch ein wenig übertrieben? Ist heute die Gefahr eines Krieges, eines nach Schwarcz' Ansicht finalen, letzten, weil endgültig alles zerstörenden Krieges tatsächlich größer als in den vergangenen Jahrzehnten, besonders in der Zeit des Kalten Krieges, einer Zeit als sich zwei feindliche Systeme waffenstarrend gegenüberstanden? Leben wir heute tatsächlich in der von Ernst Schwarcz diagnostizierten "Zeitenwende"? "Schwarcz provoziert unterschiedliche Antworten, weil er die richtigen Fragen stellt", schreibt der Innsbrucker Politikwissenschafter Anton Pelinka in seinem Vorwort zum Buch "Zeitenwende". Stimmt, Ernst Schwarcz will mit seinem Buch provozieren, aufrütteln, warnen - denn "das Ende der Zivilisation und der menschlichen Kultur ist infolge der modernen Massenvernichtungswaffen möglich geworden". Aber zur großen Überraschung scheint diese Gefahr kaum jemanden noch zu beeindrucken, die Angst vor der nächsten Ratenzahlung für das Zweit- oder Drittauto, die Angst vor Arbeitslosigkeit, vor Beziehungskrisen, vor Krankheit, die Ängste vor, vor, vor... - alle diese Ängste haben die Angst vor einem Weltuntergang durch einen atomaren Weltkrieg weit in den Hintergrund gedrängt. Bei der großen Mehrheit ist die Angst vor einem solchen Krieg verloren gegangen - aber nicht bei Ernst Schwarcz. Das hat biografische Gründe: Schwarcz kennt den Krieg, musste vor einem Regime, das auf den Krieg zusteuerte, fliehen; diese Erfahrung hat Schwarcz sein Leben lang nicht mehr losgelassen, lässt ihn achtsam bleiben, lässt ihn den Krieg wittern, wenn andere sich noch in Sicherheit wiegen. "Wie Kriege gemacht werden", lautet im Buch ein Untertitel, und Schwarcz widmet große Abschnitte seines Buches diesem Thema, zeigt an vielen Beispielen die Hard- und Software, die es braucht, bis es zum Krieg kommt. So wie der Frieden nicht in den Schoß fällt, so ist auch noch kein Krieg vom Himmel gefallen - beides, Friede wie Krieg, braucht viel Arbeit, leider wurde noch fast zu jeder Zeit mehr Energie und Engagement in die Kriegs-, statt in die Friedensarbeit investiert. Die positiven Friedens-Beispiele kommen in "Zeitenwende" nicht zu kurz, dass der Schwerpunkt des Buches aber den Kriegs-Beispielen gewidmet ist, liegt nicht am Autor - so waren, so sind die Zeiten. Schwarcz erinnert auch an Bertha von Suttners Warnung vor "Vermilitarisierung" aller Lebensbereiche - ein wichtiger Fingerzeig mitten in diesem sogenannten "Krieg gegen den Terror", dem auch sehr schnell, sehr willig und sehr willfährig Freiheiten und Grundrechte geopfert werden. Ernst Schwarcz bringt sein Buch im Gedenkjahr an die bereits genannte Bertha von Suttner, an Albert Einstein, 60 Jahre nach Kriegsende, aber auch 60 Jahre nach Hiroshima und Nagasaki heraus - "die Waffen nieder", die Atomwaffen weg, lauteten die Warnungen von Ernst Schwarcz Vorgängerinnen und Vorgängern; Schluss mit Krieg, weil es könnte zu schnell der letzte sein und die Menschen werden nicht mehr sein, lautet die Warnung des Buches "Zeitenwende". Nur ein Buch, nur eine Stimme im Meer der Gleichgültigkeit, kann sehr leicht als Einwand gegen diese Anti-Kriegs-Schrift vorgebracht werden - stimmt schon, trotzdem und dennoch: "Zeitenwende" ist ein Plädoyer für Vernunft in Zeiten der Unvernunft, eine Schrift gegen die Gleichgültigkeit in einer Zeit, in de Engagement gefragt ist, und "Zeitenwende" ist ein Buch mit der Gewissheit, dass allein der Friede die Zukunft rettet, bevor der Krieg nur mehr Vergangenheit übrig lässt. Wolfgang Machreich, Journalist, Die Furche ================================================ 04 Transmitter-Festival 2005: Im Konflikt. Österreich minus 2005 von Martin Wassermair ================================================ |--- > VERANSTALTUNGSANKÜNDIGUNG |--- > Im Konflikt. Österreich minus2005 > Ein Beitrag im Rahmen des Transmitter-Festival Hohenems (Vorarlberg) |--- > Di, 30. August - Sa, 3. September 2005 |--- > http://oesterreich-2005.at/transmitter/ |--- Das Jugendkultur-Festival Transmitter beschäftigt sich von 30. August bis 3. September 2005 mit Fragen der Gedächtnis- und Erinnerungskultur, mit der Inszenierung nationaler Mythen der Nachkriegszeit sowie mit der Konstruktion von Identitätsbildern in Österreich. |--- > Vorträge und Diskussionen |--- > Di, 30. August - Mi, 31. August 2005 |--- > http://oesterreich-2005.at/projekte/transmitter/1122275462/ |--- |--- > Ausstellung: Im Konflikt. Österreich minus2005 |--- > Do, 1. September - Sa, 3. September 2005 |--- > http://oesterreich-2005.at/projekte/transmitter/1124623064/ |--- |--- > Café Temelin: 25 (twentyfive) Hüsle Tour 2005 |--- > http://oesterreich-2005.at/projekte/transmitter/1122352474/ |--- |--- > Konzert: Gustav |--- > Do, 1. September 2005, 23.00 Uhr |--- > http://oesterreich-2005.at/projekte/transmitter/1122449578/ |--- |--- > Konzeption und Organisation: |--- > Martin Wassermair, Daniela Birk, Luisa Ziaja |--- |--- > Supported by: |--- > Netbase > http://www.netbase.org/ |--- > IG Kultur Österreich > http://www.igkultur.at/ |--- |--- > Rückfragen |--- > Tel. +43 (676) 309 49 86 > mailto:transmitter at oesterreich-2005.at |--- |--- > Österreich-2005: Das Vorsorge-Paket gegen ein Jahr Heimat-Feiern > http://www.oesterreich-2005.at/ ================================================ 05 Grüne "Grundsicherung" von "kohlerdi" ================================================ "Dann wäre die Armut abgeschafft" - so lese ich im STANDARD v. 22.8. Wenn die "Grüne Grundsicherung" darin besteht, die Sozialhilfesätze anzuheben, dann ist das ehrenwert und höchst notwendig, mit einer Grundsicherung hat das aber wenig zu tun. Bekanntlich gibt es für den Erhalt der Sozialhilfe harte Bedingungen: Vermögensverwertung, Einkommensanrechnung des/der Lebenspartner/s/In (Sippenhaftungsprinzip) und Rückzahlungspflicht. Es wäre daher ehrlicher, von einem "Sozialkredit" statt von Sozialhilfe zu sprechen. Darüberhinaus hat Maria Vassilakou anlässlich der "Sommergespräche" am 14.7.2005 gesagt, der Zugang zur "Grünen Grundsicherung" würde an die Erwerbsbiographie angebunden. Das würde aber grosse Gruppen (z.B. Schul- und StudienabgängerInnen ohne Job) von der "Grünen Grundsicherung" ausschliessen. Schlussfolgerung: Die "Grüne Grundsicherung" ist KEINE Grundsicherung. Was Grundeinkommen/Grundsicherung wirklich bedeuten, wird von 7.-9.Oktober anlässlich eines Kongresses erörtert (www.grundeinkommen.at). Ing. Dietmar Köhler ================================================ 06 Demnächst im Kabinett für Wort und Bild von Heinz Wolf ================================================ Das KABINETT FÜR WORT UND BILD präsentiert diceindustries wien, ein mensch stirbt - new directions in edutainment Eröffnung: Di. 30. August 2005, 18 Uhr, Eintritt frei Ausstellungsdauer: 31. Aug. - 26. Sept. 2005, tägl. 10 - 20 Uhr, freier Eintritt Diceindustries (*1970) lebt und arbeitet als Comiczeichner und Graphiker in Hamburg. Im August 2005 ist er Gastzeichner des KABINETT FÜR WORT UND BILD im Museumsquartier Wien. Die Ausstellung zeigt Arbeiten von dice, die während seines Aufenthaltes in Wien entstanden sind. Ausserdem stellt er sein neues Buch LOW DENSITY (QUERT #10) vor. Letzte Veröffentlichung: Rimini redux (Reprodukt) KABINETT FÜR WORT UND BILD Museumsquatrier, Quartier 21, Transeuropa Museumsplatz 1, 1070 Wien www.kabinett.at ================================================ 07 01.09.: Die neuen Antidiskriminierungsgesetze von "Rechtskomitee LAMBDA" ================================================ Die neuen Antidiskriminierungsgesetze §§§§§§ Was bringen sie für LesBiSchwule und TransGender-BürgerInnen? Donnerstag, 1. September 2005, 19 Uhr Wiener Rathaus, Steinsaal 2 Eingang: Lichtenfelsgasse, Feststiege II Eröffnung: Amtsf. Stadträtin Maga. Sonja Wehsely Dr. Silvia Baldinger Bundes-Gleichbehandlungskommission, Vorsitzende Senat II Sibylle Geiszler Vorsitzende der AG Gleichbehandlung im Innenministerium Maga. Birgit Gutschlhofer Gleichbehandlungsanwältin des Bundes Dr. Barbara Helige Präsidentin der Richtervereinigung Mag. Thomas Schärf Gleichbehandlungskommission, Vorsitzender Senat II Dr. Margarete Schweizer Vorsitzende der AG Gleichbehandlung im Justizministerium Dr. Elisabeth Sturm Gleichbehandlungskommission, AK-Wien Dr. Günther Stepan Leiter d Stelle zur Bekämpfung von Diskriminierungen, Stadt Wien Moderation: RA Dr. Helmut Graupner, RKL Mag. Wolfgang Wilhelm, WASt Seit geraumer Zeit sind nun sowohl im Bund als auch in Wien, zT in Umsetzung europarechtlicher Vorgaben, Antidiskriminierungs- bzw. Gleichbehandlungsgesetze in Kraft, die auch gegen Diskriminierung auf Grund sexueller Orientierung schützen. Da die neuen Gesetze und die auf Ihrer Grundlage eingerichteten Institutionen in der Bevölkerung noch weitgehend unbekannt sind, haben sich das Rechtskomitee LAMBDA (www.RKLambda.at) und die Wiener Antidiskriminierungsstelle für gleichgeschlechtliche Lebensweisen (http://www.wien.gv.at/queerwien/wa.htm) zu einer Informationsveranstaltung entschlossen, die der Vorstellung der neuen Schutzbestimmungen ebenso dienen soll wie dem Kennenlernen und dem Gedankenaustausch zwischen den Vollzugsorganen und den potentiellen Diskriminierungsopfern. Sämtliche PodiumsteilnehmerInnen sind mit dem Vollzug der neuen Bestimmungen führend betraut. Sie werden Ihre Arbeit bzw. Ihre Vorstellungen im Bereich „sexuelle Orientierung“ vorstellen und für eine Diskussion am Podium und mit dem Publikum zur Verfügung stehen. ================================================ 08 Donnerstag 25.8./Armbänder gegen Rassismus von ================================================ Liebe Leute! +++++++++DONNERSTAG 25.8. Auch am DONNERSTAG (25.8.) gibt es zusätzlich zur wöchentlichen Mahnwache gegen Schwarzorange in Österreich und Orangerot in Kärnten vor dem Kanzleramt wieder einen SPEAKERSCORNER, diesmal mit einem Referat zum Umgang mit WEHRMACHTSDESERTEUREN in der 2.Republik mit besonderer Berücksichtigung der SCHWARZBLAUORANGEN REGIERUNG. Treffpunkt ist um 19Uhr45 Ecke Ballhausplatz/Heldenplatz, Beginn 20Uhr. Und wie jeden Donnerstag gibt es schon ab 17Uhr die WIDERSTANDSLESUNG (Ecke Ballhausplatz/Heldenplatz). +++++++++ARMBÄNDER GEGEN RASSISMUS Als Nachtrag zum besonders spannenden, diskursiven und dementsprechend lang dauernden Speakerscorner vom letzten Donnerstag mit H. Kayahan von ZARA (Zivilcourage und Anti-Rassismus-Arbeit) noch ein Hinweis auf die neuen Armbänder von ZARA: Mit den "STOPP RASSISMUS"-Silikonbändern beziehen wir sichtbar Stellung gegen Rassismus. Kauft es - tragt es - schenkt es weiter! Farbe bekennen: Gegen Rassismus! Der Erlös kommt gänzlich der Aufrechterhaltung der Beratungsstelle für Opfer und ZeugInnen von Rassismus zugute, deren Förderungsansuchen ja von der schwarzblauorangen Regierung seit 5 Jahren regelmäßig abgelehnt werden. Farbe: orange, eingestanzter Text: STOPP RASSISMUS ZARA www.zara.or.at Preis: Euro 3,- - Bestellungen auf www.zara.or.at/shop (oder wenn wer nicht ins Internet kann oder will, natürlich auch bei mir) Weiterverbreitung erwünscht! ligrü Gustl ================================================ 09 Krisenfest . homepage von "lefoe_office" ================================================ Liebe FreundInnen und KollegInnen, Liebe UnterstützerInnen, Wir möchten Euch unsere krisen.Fest-website ankündigen, auf der Ihr alle Informationen zum und rund ums große LEFÖ krisen.Fest findet: Auf http://www.lefoe.at/krisenfest ist - unter anderem - das Festprogramm abrufbar, ebenso wie Hintergrundinformationen zu 20 Jahren LEFÖ, unsere 1000-Frauen-Kampagne, ein Pressespiegel und Hinweise zum Kartenvorverkauf. Am 29. September 05 feiern wir im Moulin Rouge 20 Jahre LEFÖ. Wir hoffen auf Eure Unterstützung und freuen uns das gemeinsame Feiern! Mit krisenfesten Grüßen, LEFÖ-Frauen Wir danken Martha Weicher (m_weicher at yahoo.com) für die großartige und umfangreiche Gestaltung und Umsetzung der website. ================================================ 10 Hungerkatastrophe im Niger: Appel an Kofi Annan und Hilfsaktion für die Tuareg von GFBV Hans Bogenreiter" ================================================ GESELLSCHAFT FÜR BEDROHTE VÖLKER PRESSEMITTEILUNG Göttingen/Wien, den 23.08.2005 UN-Generalsekretär besucht Hungergebiete im Niger Appell an Kofi Annan: Nomadenvölker benötigen besondere Hilfe! Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat am Dienstag an UN- Generalsekretär Kofi Annan appelliert, sich bei seinem heute beginnenden Besuch im Niger über die katastrophale Lage der Tuareg- und Peul-Nomaden zu informieren und gezielte Hilfe für diese besonders von der Dürrekatastrophe betroffenen Nomadenvölker zu fordern. "Die Nomaden benötigen nicht nur Hungerhilfe, sondern auch gezielte Unterstützung, um ein weiteres Massensterben ihrer Viehherden zu verhindern", erklärte der GfbV-Afrikareferent Ulrich Delius. "Außerdem brauchen sie Hilfe beim Aufbau neuer Viehherden, um ihr Überleben langfristig zu sichern." Rund 70 Prozent der Viehherden der Tuareg und Peul seien bereits vernichtet. In manchen Gegenden seien sogar bis zu 90 Prozent der Tiere entweder verendet oder hätten notgeschlachtet werden müssen. Dringend müsse die Verteilung von Viehfutter verstärkt werden. Viehzüchter, deren Herden zu sehr geschwächt seien, um zu überleben, müsse ein fairer Preis für ihre Tiere angeboten werden. Denn aufgrund der vielen Notschlachtungen sei der Preis für Schlachtvieh auf ein Minimum gesunken, so dass die Nomaden von dem Erlös nicht überleben könnten. Der Verlust der Viehherden zerstöre nicht nur die wirtschaftliche Lebensgrundlage Nomaden, sondern auch ihre traditionelle Kultur und Lebensform, warnte Delius. So würden die Viehzüchter, die traditionell stolz auf ihre wirtschaftliche Unabhängigkeit seien, nun zu Bittstellern internationaler Nahrungsmittelhilfe. Nach den großen Dürrekatastrophen im Sahel der Jahre 1973/74 und 1984/85 drohe den Nomadenvölkern nun endgültig die Vernichtung ihrer Existenz. Für Nachfragen und Interviews ist der GfbV-Afrikareferent Ulrich Delius auch erreichbar unter Tel. 0160 95 67 14 03. ====================================================== Gesellschaft fuer bedrohte Voelker e.V. (GfbV) Inse Geismar, Pressereferentin Postfach 2024, D-37010 Goettingen Tel.+49/551/49906-25, Fax:++49/551/58028 E-Mail: presse at gfbv.de, Homepage:http://www.gfbv.de ====================================================== Hilfsaktion für die Tuareg Von der aktuellen Hungersnot im Niger sind auch die Tuareg im Norden des Landes schwer betroffen. Die Heuschreckenplage hat die gesamte Hirseernte im Südosten des Landes vernichtet. Die eben anlaufende Katastrophenhilfe konzentriert sich aber auf den Süden des Landes. Die Tuareg, die hauptsächlich von den Produkten ihrer Tiere und von Hirse leben, die sie auf den Märkten des Südens einkaufen, sind zurzeit nicht in der Lage, die um das Vierfache gestiegenen Hirsepreise zu bezahlen. Sie haben auch keine Möglichkeit ihre Tiere zu verlassen, um sich zu den Nahrungsmittelverteilungsstellen der Hilfsorganisationen zu begeben. Eva Gretzmacher, Koordinatorin der GfbV-Tuareg-Gruppe und Initiatorin des Kulturvereins ART.E-Agadez lebt seit einigen Jahren den Großteil des Jahres im Niger. Sie ist derzeit noch in Österreich unter der Handy-Nr. 0664/213 04 73 erreichbar und wird Anfang September wieder nach Agadez reisen und die Hilfsaktionen vor Ort leiten. Eva Gretzmacher wird sich persönlich darum kümmern, dass das Geld direkt und rasch zu den Menschen in Not gelangt. Dringende Bitte um Veröffentlichung des Spendenaufrufs: Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV-Ö), Kto. Nr. PSK 92.064.449, BLZ 60.000, Kennwort: TUAREG. DANKE im Voraus für jede Unterstützung! Ein 100 kg Sack Hirse kostet zurzeit 32 500 FCFA, das sind 50 Euro. Weitere Infos:Kulturverein ART.E-Agadez www.art.e-agadez.org office at art.e-agadez.org Gesellschaft für bedrohte Völker - Österreich Untere Viaduktgasse 53/7A A-1030 Wien Tel: +43/1/503 49 90 Fax: +43/1/503 13 36 Homepage: www.gfbv.at E-mail: office at gfbv.at Kontakt: Hans Bogenreiter, Tel. 503 13 36 Vereinskonto: 7.238.909 BLZ: 60000 ================================================ 11 Netbase] Orientierungshilfe für die Landtagswahlen im Oktober 2005 von Martin Wassermair ================================================ |--- | PRESSEMITTEILUNG |--- | Institut für Neue Kulturtechnologien/t0 |--- | http://www.netbase.org/ |--- | 23.08.2005 |--- |--- | Welche Partei vertritt meine Meinung? | | Netbase und Donau-Universität Krems bieten Orientierungshilfe | für die Landtagswahlen im Oktober 2005 |--- | http://wahlkabine.at/ |--- Im Oktober finden in drei Bundesländern Landtagswahlen statt, doch für den Wähler ist es unmöglich, die Parteistandpunkte zu allen ihm wichtigen Themen zu recherchieren und mit der eigenen Meinung zu vergleichen. Die Wiener Netzkultur-Plattform Netbase realisiert dafür in Zusammenarbeit mit der Donau-Universität Krems im Vorfeld der Landtagswahlen im Oktober eine Online-Wahlhilfe, die ab sofort im Internet als "wahlkabine.at" zum Einsatz kommt. Es werden 25 Fragen zu aktuellen Politikthemen in einem Bundesland gestellt. Die Wahlkabine vergleicht die Mausklick-Antworten des Internetnutzers mit den Positionen der Parteien und ermöglicht so jedem, die persönliche Nähe zu deren Programmen auszuloten. Netbase-Geschäftsführer Martin Wassermair und der Kremser Politikwissenschaftler Peter Filzmaier zu ihrem Projekt der Politischen Bildung: "Die Wahlkabine ist für an Themen interessierte Bürger höchst aufschlussreich. Es geht jedoch nicht um eine Wahlempfehlung, sondern wir wollen vor allem junge Menschen spielerisch auf politische Themen aufmerksam machen, und haben die Parteien dazu gebracht Stellung zu beziehen." Was sagen die Wiener Parteien, ob die Verunreinigung durch Hundekot in Wien strenger bestraft werden soll? Was meinten steirische Parteien bereits vor dem jüngsten Skandal zur Förderung des Tierparks Herberstein durch das Land? Was ist die Ansicht der Parteien im Burgenland zum Verkauf der Landesbank? Zu diesen und vielleicht wichtigeren Fragen zum Wahlalter, zu mehr Direktdemokratie oder zum Wahlrecht für Ausländer sollten alle Bürger die Standpunkte der Parteien kennen und finden sie in der Wahlkabine. In den österreichischen Nationalrats- und Landtagswahlen seit 2002 kam "wahlkabine.at" über 550.000 mal zum Einsatz. Für die Zusammenstellung der Fragen und die sachliche Korrektheit sorgt ein Redaktionsteam fachkundiger Politikwissenschafter und Journalisten. Es wird angegeben, auf welcher Quellenbasis die Standpunkte der Parteien beruhen. Auch die Methodik wird offen gelegt. |--- | http://wahlkabine.at/ |--- |--- | Rückfragen: |--- | Netbase | Institut für Neue Kulturtechnologien/t0 | Zwischenquartier Burggasse 21 | A-1070 Wien |--- | Tel. +43 (1) 522 18 34 | Fax. +43 (1) 522 50 58 |--- | http://www.netbase.org/ ================================================ 12 10. Lesbentreffen in Österreich von frketic ================================================ Liebe Frauen! Im Rahmen des Vernetzungspicknick von Linke Emanzen Crew, Hosi - Wien, Villa, FZ, DOB und weiteren (nicht) Organisierten ist großes Interesse an einem österreichweiten Lesbentreffen entstanden. Das letzte, 9. Lesbentreffen in Österreich liegt nun 14 Jahre zurück. Wir planen für 2006 das 10. Lesbentreffen! WER MACHT MIT? 1. organisatorisches Treffen: Sa, 10. September, 2005, 14:00 Bierheuriger „Zum Gangl“, Galerie 1090 Wien, Alser Straße 4, altes AKH, Hof 1 Anmeldungen bitte an lesbentreffen at lesbian.or.at Bis dann! Die Vernetzungspicknickteilnehmerinnen PS: Bitte um möglichst intensive Weiterleitung! PPS: Sorry for crossmailing! ================================================ 13 DRINGEND: arbeitslose LaeuferInnen fuer Business Run gesucht von Martin Mair ================================================ Liebe Leute! So wie es ausschaut, ist ein 3er Team fix. Ein zweites wäre super, damit gemeinsam, also gleich schnell, gelaufen werden kann (vielleicht gar mit einem Transparent ;-)). Zur Online-Anmeldung würde ich wenn möglich bis Mittwoch (notfalls Donnerstag) Name, Adresse, Geburtsdatum,TelNr. E-Mail brauchen. Startgelder werde ich mit meiner Kreditkarte vorshciessen, mein Verein wirds im Notfall finanzieren bzw. Sponsoren suchen. Pressekonferenz wird am Vortag im frisch ausgemalten monochrom-Raum im Museumsquartier abgehalten. Wer also sportliche Erwerbsarbeitslose kennt, bitte diese möglichst rasch ansprechen. Danke ganz lieb Martin Vienna Business Run 2005: Arbeitslose lassen sich nicht mehr ausschliessen Vielleicht gibt es doch noch ein paar sportliche Erwerbsarbeitslose, die für gemeinsame, lustvolle Aktivitäten zu haben sind. Ich nutze meine frei einteilbare Zeit auch dafür um endlich nach einer längeren Krise wieder einmal im meinem Leben durch Sport so richtig fit und aktiv zu werden und so gestärkt doch wieder eine sinnvolle Arbeit zu suchen. Ich habe vor kurzem mit dem Laufen angefangen und schon ganz passable Strecken geschafft. Hat ja auch manchmal seine Vorteile, nicht voll in der Erwerbs(zwang/s)arbeit zu stecken. Die Erwerbsarbeitslosen bilden mit rund 300.000 MitarbeiterInnen ja mit Abstand die größte "Firma" in Österreich. Diese sollte doch zumindest symbolisch am "Business Run" am 1. September im Wiener Prater mitlaufen um dem schleichenden Ausschluss der steigenden Zahl der Erwerbsarbeitslosen aus dem Öffentlichen Leben entgegenzuwirken. Gerade Sport gilt als eine Möglichkeit, soziale Kontakte zu anderen Menschen zu pflegen, die eigene Gesundheit zu fördern und wieder fit zu und aktiv zu werden. Für Erwerbsarbeitslose ist aber eine gute sportliche Ausrüstung oft nicht leistbar. Auch die Teilnahme an Sportvereinen und Sportveranstaltung ist mitunter teuer. Ich möchte gemeinsam der Zuschreibung an Arbeitslose als nur "armen, passiv, hilflos" entgegentreten und ein Beispiel zur Selbstrepräsentanz und aktiven Lebensgestaltung geben. Wir lassen uns nicht mehr länger ausschließen und nehmen UNSER LEBEN selbst in die Hand! Ich persönlich möchte daher die Teilnahme Business Run folgenden Anliegen widmen: * Keine sinnlosen Zwangsmaßnahmen durch das AMS. Stattdessen Finanzierung echter Aus- und Weiterbildung, von Arbeitsloseninitiativen und von aktivierenden, gemeinsamen Freizeitaktivitäten. * (Fast) Jeder große Betrieb hat einen Betriebsrat, nur die Arbeitslosen beim AMS haben keinen. Daher: Eine parteiunabhängige, gesetzlich gesicherte Arbeitslosenvertretung * Abbau von finanziellen und sonstiger Hürden für vom Sport- und Kultur- und Geistesleben ausgeschlossenen Bevölkerungsgruppen (Erwerbsarbeitslose, MigrantInnen, ....) * Bedingungslose Grundsicherung für alle Menschen, die auch die Teilnahme am öffentlichen Leben in Form von Kultur, Bildung, Sport, aber auch Unterhaltung ermöglicht. * Selbstverwaltung des AMS gemeinsam durch Erwerbsarbeitslose und MitarbeiterInnen des AMS Nach Möglichkeit möchte ich bei einer Pressekonferenz diese Initiative "Österreichs größte Firma: 300.000 Arbeitslose, wird aktiv" vorstellen. Diese soll auch Anstoß für eine Initiative für selbstorganisierten Sport und sonstige Freizeitaktivitäten von und für Arbeitslose werden. Ein gutes Leben ohne Ausschluss von der Gesellschaft muß für alle Menschen möglich werden! ANMELDESCHLUSS beim Vienna Business Run ist der 25.8.2005, da Teilnahmegbühren überwiesen werden müssen: Meldung bei mir bis Mittwoch 24.8.05. Tel.: 3677497 E-Mail: mm at mediaweb.at Jedes Teammitglied (können gemischt sein) hat bei diesem Staffellauf 5 km zu bewältigen. Frauen und MigrantInnen, die bei den kommerziellen Firmen stark unterrepräsentiert sind, möchte ich ganz besonders herzlich einladen, bei dieser Aktion mitzumachen. Weitere Informationen: Business Run Vienna: http://www.businessrun.at Arbeitslosennetz (im Aufbau): http://arbeitslosennetz.org Sponsoren gesucht: Pro 3er-Team wird ein Nenngeld von 35 Euro und 3 Euro Miete pro Person für den Chip verlangt. Dafür suche ich noch Sponsoren bzw. kann ein Teil davon vom Verein Media Austria abgedeckt werden. Sollte Geld über bleiben, wird es zur Förderung der Teilnahme von Erwerbsarbeitslosen am Sport- und Kulturleben verwendet. Spenden Bitte an: Media Austria - Gesellschaft für freie Medien, Kultur und Kommunikation KW Arbeitsloseninitiative PSK Bank, BLZ 60.000, Kt. Nr. 7535963 lg Martin Mair Arbeitsloseninitiatve von Media Austria http://www.arbeitslosennetz.org ================================================ 14 Anton Schweighofer in der Stadt des Kindes von Stadt Theater Wien_Mertin/Büchel ================================================ Stadt des Kindes "Die Anlage ist aus zwei Gründen bemerkenswert. Einmal durch das sozialpädagogische Konzept der Aufnahme von Pflegekindern durch die Stadtgemeinde, die bis zur Erwerbsfähigkeit in der Betreuung der Stadtgemeinde bleiben. Zum anderen durch die dafür entwickelte architektonisch-städtebauliche Form. ... Innerhalb dieser dezidiert urbanen Typologie ist durch räumliche Ausbildung, durch Lichtführung, durch Versatz in mehrere Ebenen, durch Terrassen und Abtreppungen eine ausserordentliche Vielfalt an Nutzungsangeboten und an dreidimensionaler Erlebbarkeit erreicht worden. Die auf Transparenz und Kommunikation angelegte Architektur liefert der inhaltlichen Konzeption in Fortführung der humanen Ansprüche der klassischen Moderne die adäquate Hülle, die eben über eine rein funktionalistische Bedarfsdeckung weit hinausgeht." Friedrich Achleitner Professor Anton Schweighofer, Architekt der Stadt des Kindes, behandelt in einem Gespräch grundlegende Parameter, Raumqualitäten emotional und im weiteren bewusst und nicht nur über ihre Funktion wahrzunehmen. Anton Schweighofer in der Stadt des Kindes Donnerstag, 1. September 2005, 19 Uhr Stadt des Kindes Mühlbergstraße 7-9 1140 Wien Erreichbarkeit: S 50 ab Westbahnhof oder Hütteldorf bis Station Weidlingau-Wurzbachtal Abfahrt Hütteldorf: 18.20 und 18.50 oder Bus 150/151 ab Hütteldorf bis Wolfgang Pauli Gasse (Auhof Center) Abfahrt Hütteldorf: 18.32 und 18.42 Eine Veranstaltung im Rahmen von: In deinem Lager ist Österreich Eine bewohnbare szenische Installation mit Hausordnung Naturgemäß durchgehender Betrieb von 22.September 2005, 19 Uhr bis 29. September 2005, 22 Uhr Ein Projekt von Stadt Theater Wien / Fritzpunkt mit osa (office for subversive architecture) Tanz*Hotel internil Katherina Bauer Bei den Vorträgen im Vorfeld und Aufführungen innerhalb der szenischen Installation jeweils limitierte Platzanzahl. Für Rückfragen zum Gesamtprojekt und Anmeldung kontaktieren sie bitte +43 (0)699 11 68 56 16 oder: stadttheaterwien at nextra.at Weitere Informationen unter http://www.fritzpunkt.at ================================================ 15 Aluminiumabbau in Kashipur von Heide Oesterle ================================================ **Solidarität mit den Menschen aus Kashipur Aufruf zur Kampagne gegen Aluminiumabbau in Kashipur Kashipur (Bundesstaat Orissa) ist eine Region im Südosten von Indien in der fast ausschließlich indigene Bevölkerung (Adivasis) lebt. Aufgrund von Bauxitvorkommen in der Region ist die Bevölkerung von der gewalttätigen Zwangsumsiedlung bedroht, die den Niedergang ihrer Kultur bedeutet, meist mit massiven Menschenrechtsverletzungen einhergeht und für die meisten den völligen sozialen Abstieg bedeutet, da häufig keinerlei Kompensationen gewährleistet werden. Mit Protestaktionen wehren sich die Adivasis gegen diese Planungen. Des weiteren fallen große Landstriche an Wäldern und teils unberührter Natur dem Kapitalismus und dem luxuriösen Leben der Länder des Westens zum Opfer. ALCAN (Aluminium Canada) ist im Begriff dort Fabriken für den Aluminiumabbau in Kashipur anzusiedeln. Auch in Deutschland befinden sich Fabriken von ALCAN, z.B. in Singen. Das Bauxit wird verarbeitet und wird zu 93% für Produkte wie Automobil, Flugzeug, Bahn, Gebäude, Fahrräder verwendet, wovon riesige Konzerne wie Opel, Shell profitieren. 7% des Aluminiums wird für Lebensmittelverpackungen verarbeitet für Konzerne wie Nestle, Malboro, Coca Cola usw. Deshalb soll eine Kampagne gestartet werden mit dem Ziel Druck auf ALCAN auszuüben, so dass kein Aluminiumabbau in Kashipur begonnen wird. Wir rufen deshalb verschiedene Gruppen und Organisationen auf, sich an der Kampagne zu beteiligen. Am 28. August um 12.00 Uhr treffen wir uns in Heidelberg um genauere Planungen für Aktionen (wie Boykottaktionen oder Unterschriftensammlungen etc.) vorzunehmen. Dazu seid Ihr herzlich eingeladen. Der genaue Ort des Treffens in Heidelberg wird noch bekannt gegeben. Übernachtungsmöglichkeiten sind vorhanden. Falls es nicht möglich für Euch an dem Treffen teilzunehmen und Ihr dennoch am Kampf gegen den Aluminiumabbau aktiv werden wollt, schreibt uns und wir informieren Euch über unsere weitere Vorgehensweise, Aktionen und Infos. Falls Ihr selbst Ideen oder Vorschläge für die Kampagne habt, sind die natürlich sehr willkommen. Liebe Grüße Ulrike Bürger Schickt diese Mail weiter an Menschen oder Gruppen, die Aktiv werden könnten. Mailadresse: shankari at gmx.net oder rikebuerger at gmx.de ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN/MEINUNGEN/KOMMENTARE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 16 [gipfelsoli] Heiligendamm von gipfelsoli-l at lists.nadir.org ================================================ Gipfelinfo - Meldungen über globalisierte Solidarität und die Proteste gegen unsolidarische Globalisierung -------------------------------------------------------------------------- - Aufregung in der Pampa - Im Mittelpunkt der Welt stehen - Ein Fürsten-Spleen macht Weltkarriere - Millionen für den G 8-Gipfel - Terroralarm auf Ostseefähre - An der Küste wird gern getagt - Polizei überwacht Heiligendamm - Sommergipfel auf dem Kamp - Gute Gastgeber für Gipfel der Superlative - Service-Center für Weiße Stadt ------------------------------------------------------------------------------- Aufregung in der Pampa Im Sommer 2007 wird das G8-Treffen in Mecklenburg-Vorpommern stattfinden. Schon jetzt bereiten sich Polizei, Politik und Kritiker/innen darauf vor. aktualisiert am 17.08.2005 Es sind noch zwei Jahre, bis der G8-Gipfel in Heiligendamm in der Nähe Rostocks stattfinden wird. Doch bereits jetzt herrscht angesichts des Treffens der Staats- und Regierungschefs der USA, Kanadas, Japans, Großbritanniens, Frankreich, Italiens, Rußlands und Deutschlands Aufregung. Während Sicherheitskräfte vorbereitet und Krisenszenarien geplant werden, überlegen Regionalpolitiker, wie sie die versprochenen Fördergelder am Besten anlegen können. Aber auch linke Gruppen machen mobil. Sie laden zu einem Vorbereitungstreffen vom 07. bis zum 09. Oktober in Hamburg ein. " Wir wollen unsere täglichen Kämpfe in einen gemeinsamen Zusammenhang gegen die Politik der G8 stellen, und in Bezug auf den Gipfel Aktionen und inhaltliche Auseinandersetzung planen. Die Mobilisierung zum G8-Gipfel ist eine Chance für Vernetzung und intensiven Austausch von Ideen und Praxen", kündigen sie in ihrer Einladung an. Im Folgenden soll die Vorbereitung und Mobilisierung mit verschiedenen Artikeln kritisch begleitet werden. Los geht es erst einmal mit einer ersten Pressesammlung zum Thema. [alle Artikel: www.links-lang.de] ------------------------------------------------------------------------------- Im Mittelpunkt der Welt stehen Land freut sich auf das Treffen der acht mächtigsten Politiker in Heiligendamm 29.12.2004 Schwerin/Bad Doberan (dpa/EB) - Die Entscheidung über den Tagungsort des nächsten von Deutschland ausgerichteten Weltwirtschaftsgipfels löste bei den Gastgebern euphorische Stimmung aus. Ministerpräsident Harald Ringstorff (SPD) erklärte: "Als Austragungsort für das Treffen der acht wichtigsten Industrienationen (G8) auserwählt zu werden, ist eine große Ehre und Herausforderung zugleich. Mecklenburg-Vorpommern erhält damit eine Riesenchance, international bekannter zu werden." Er freue sich, dass das Konzept, mit Heiligendamm einen exklusiven Tagungs- und Tourismusort von Weltniveau zu etablieren, Früchte trage. Die gesamte Wirtschaft, nicht nur der Tourismus, werde von diesem hochrangigen politischen Ereignis profitieren. Das Land werde alles daran setzen, sich als würdiger Gastgeber zu erweisen, sagte der Regierungschef. Den Angaben zufolge konnte sich Heiligendamm gegen Mitbewerber aus Bayern, Baden-Württemberg, Nord-rhein-Westfalen und Schleswig-Holstein durchsetzen. Wirtschaftsminister Otto Ebnet (SPD) meinte gegenüber unserer Zeitung: "Heiligendamm ist das Beste, was Deutschland zu bieten hat. Wir werden Werbung für Mecklenburg-Vorpommern betreiben, die des Gipfels würdig ist." Auch der Landrat des Kreises Bad Doberan, Thomas-Jörg Leuchert, freute sich sehr über die Entscheidung. "Es wird viel Arbeit auf uns zukommen, aber das machen wir gern. Im Baubereich muss noch einiges passieren. Aber die Entscheidung hat den positiven Effekt, dass die seit Jahren andauernden Arbeiten nun einen vorläufigen Abschlusspunkt haben und bis dahin dann auch wirklich fertig sein müssen." Vor allem die kleineren Villen am Strand seien noch zu restaurieren. Die Mannschaft des Grand Hotels ließ nach der Entscheidung die Sektkorken knallen, wie der Geschäftsführende Direktor Thomas Klippstein berichtete. "Wir freuen uns riesig. Das Hotel wird für einige Tage im Mittelpunkt des Weltgeschehens stehen, und das ist eine Riesenchance, international bekannt zu werden. So etwas passiert einem Hotel in der Regel nur ein einziges Mal." Mit dem Sammeln von Detailinformationen über den Gipfel und ersten Planungen hätten die Vorbereitungen bereits vor der endgültigen Entscheidung begonnen, berichtete er. "Auch für das Umland wird das ein Großereignis." Wegen des großen Trosses der Staats- und Regierungschefs sowie der Vielzahl von Journalisten aus aller Welt werden voraussichtlich auch Hotels im Umland, etwa in Rostock, mit einbezogen werden. Erwartet werden mehr als 12 000 Gäste. Deutschland wird den G8-Gipfel bereits zum fünften Mal ausrichten. Zuletzt war die Bundesrepublik 1999 in Köln Gastgeber gewesen. Im nächsten Jahr tagen die Staats- und Regierungschefs in Schottland, 2006 in Russland. Schweriner Volkszeitung ------------------------------------------------------------------------------- Ein Fürsten-Spleen macht Weltkarriere 27.04.2005 Nach anfänglichen Verzögerungen ist die Sanierung Heiligendamms sichtlich vorangeschritten. Wichtiger Impulsgeber ist der Weltwirtschaftsgipfel 2007. Von Andreas Zecher Heiligendamm. Es lohnt, darüber ein Buch zu schreiben. Der Titel: Heiligendamm und seine Entdecker. Den Anfang machten, am Ende des 18. Jahrhunderts, Friedrich Franz II., Großherzog von Mecklenburg-Schwerin, und sein Leibarzt Samuel Gottlieb Vogel. Sie begründeten dort 1793 das erste deutsche Seebad. Die Pläne für die standesgemäßen Unterkünfte kamen von den Architekten Carl Theodor Severin und später von Georg Adolph Demmler. Im landesherrlichen Spleen, sommers ins ziemlich kühle Ostseewasser einzutauchen und auch bei rauem Winde an der Küste zu flanieren, entdeckte nach und nach auch der heimische Adel etwas Wohltuendes. Diplomaten wurden hierher eingeladen, deren gekrönte Dienstherren folgten. Staatsgeschäfte wurden in Heiligendamm gemacht. Als vor hundert Jahren der deutsche Kaiser Wilhelm II. Ausschau hält, ob er in seinem Reiche nicht auch so etwas Prächtiges wie sein britischer Vetter in Brighton herzeigen kann, entdeckt er Heiligendamm. Ihm folgen andere unrühmlichere Potentaten. Die Weiße Stadt am Meer übersteht Kriege und Diktaturen, zuletzt die des Proletariats. Kaum ist die Mauer gefallen, entdecken im Westen Staatsmänner einen Teil ihrer Jugenderinnerungen Ost. Die weißen Häuser muss es doch noch geben, sagt sich auch Bundespräsident a. D. Karl Carstens und schickt einen Vertrauten ins einstige Feindesland, nachzusehen, was davon übrig geblieben ist. Damit beginnt die neuzeitliche Entdeckungsgeschichte Heiligendamms. Wer ihr in den letzten Jahren interssiert gefolgt ist, kann keinen Bogen um Peter Sehn gemacht haben. Er ist eigenem Bekunden nach der von Altbundespräsident Carstens Ausgesandte. Aus seinem Erkundungsausflug von damals ist ein Daueraufenthalt im Nordosten geworden. Sehn hat seither viele Fäden in Mecklenburg-Vorpommern gesponnen und gezogen. Am sichtbarsten ist sein Wirken heute in Heiligendamm. Offenbar ist bei ihm die Begeisterung für das architektonische Kleinod in die Selbstverpflichtung übergegangen, seine Wiedergeburt auf den Weg zu bringen. Wenn heute hier die Vorbereitungen dafür im Gange sind, den Weltwirtschaftsgipfel 2007 auszutragen, die führenden Staatsmänner zu beherbergen und bekochen, dann ist das ohne die Pionierarbeit dieses Mannes nicht zu denken. Die gilt in der ersten Hälfte der 90er Jahre dem Ziel, Heiligendamm möglichst als Ganzes aus Bundes- und Landesbesitz in private Hände zu geben. Denn, bei allem staatsmännischem Interesse, für die Renaissance eines Staatsbades hat der Staat kein Geld. Der erste Chef der Treuhand, Detlev Rohwedder, sieht sich hier auf Bitten Sehns um und sanktioniert den Gesamtverkauf. Auch der damalige Bundesfinanzminister, Theo Waigel, kann sich damit anfreunden. Doch der erste Versuch missligt. Beim zweiten wird ein Mann zur Schlüsselfigur, der der neuen Bundeshauptstadt Berlin bereits zu einer außergewöhnlichen Luxusherberge verholfen hat, Anno August Jagdfeld. Der Chef der Kölner Fundus-Gruppe erhält nach einer internationalen Ausschreibung den Zuschlag und übernimmt die Sanierung Heiligendamms mit einem Konzept, das angeblich bis zum "letzten Kaffeelöffel" durchfinanziert ist. Vielleicht ist es die Notlüge eines Mannes gewesen, der die Weiße Stadt unbedingt retten wollte. Jedenfalls muss er die Zusagen, dass sich demnächst hier Baukräne drehen werden, Jahr um Jahr erneuern und sieht sich so einer wachsenden Skepsis in der Öffentlichkeit gegenüber. Über das Ausmaß der notwendigen Investitionen, die Schwierigkeiten, das Geld dafür aufzutreiben, die Komplexität der "Markteinführung" eines Luxus-Badeortes im wilden Osten und das enorm lange Zeitmaß bei der Umsetzung des Gesamtplanes ist manch einer zum Zweifler geworden. Erst mit dem Beginn des ersten Bauabschnittes "Grand Hotel Heiligendamm" macht der Investor den Skeptikern glaubhaft deutlich, in welche Richtung er zu gehen gedenkt, um ein wichtiges Kulturdenkmal in Europa wirtschaftlich mit Leben zu erfüllen und so dauerhaft zu sichern. Im Mai 2003 ist Eröffnungsfeier. Bei dieser Gelegenheit wird erstmals der Gedanke laut, hier gehe es so nobel zu und man könne die Abgeschiedenheit herstellen, die notwendig wäre, wenn die Bundesrepublik Gastgeber für einen Weltwirtschaftsgipfel würde. 18 Monate später ist die Sache in Papier und Tüten. Im Frühsommer 2007 soll derartiges in Heiligendamm stattfinden. Für Peter Sehn, der mittlerweile die Fundus-Aktivitäten vor Ort, einzig Chef Jagdfeld verantwortlich, koordiniert, dürfte das ein anhaltend wohltuender "innerer Parteitag" sein. Heiligendamm, die Lokomotive des Ostsee-Tourismus, hat damit eine Weichenstellung in Richtung Weltbad bekommen. Bis 2007 will Fundus auch die bislang verwaisten Logier-Häuser in einen für Bush, Putin und Kollegen "ansehbaren" Zustand versetzt haben. Nach dem Weltwirtschaftsgipfel, der dem Nordosten eine nicht gekannte mediale Aufmerksamkeit bescheren würde, soll das "Adlon am Meer" vollendet werden. Neu zu bauen sind ein Thalasso- und Ayurveda-Zentrum sowie eine Klinik für plastische Chirurgie. Ersteres in Form einer römischen Villa, zweites in Anlehnung an altindische Prachtbauten und drittens: man wird sehen. Nach den ersten 250 Millionen Euro sollen nach Angaben von Peter Sehn für die weitere Sanierung und den Ausbau Heiligendamms weitere 300 Millionen Euro eingesetzt werden. Mit etwa 25 Prozent Förderung könne Fundus rechnen, heißt es aus dem Schweriner Wirtschaftsministerium. Das geschehe unabhängig vom Weltwirtschaftsgipfel. Um den "wuppen" zu können, investieren Bund und Land in die Infrastrukturen in und um Heiligendamm. Zwischen Wismar und Rostock wird ebenfalls getagt werden. Da lässt sich denken, dass es dann hier kaum noch Straßen mit Schlaglöchern gibt. Heiligendamm selbst wird nur einen geringeren Teil der 10 000 Übernachtungen vom Gipfelkuchen abbekommen. Schon jetzt ist das Tourimuszentrum Mecklenburgische Ostseeküste darauf vorbereitet, zusätzliche Beherbergungskapazitäten zu mobilisieren. Einher mit der Entdeckung Heiligendamms, diesmal durch die Weltöffentlichkeit, geht nach Ansicht der Wirtschaftsverbände des Landes eine neue Kartierung des Nordostens. "Wir tauchen plötzlich auf Landkarten auf, auf denen es Mecklenburg-Vorpommern zuvor nicht gab", sagt der Schweriner Wirtschaftsminister Otto Ebnet. Vermutlich auch das ein Grund, ein Buch über die Entdecker Heiligendamms zu schreiben. Nordkurier ------------------------------------------------------------------------------- Millionen für den G 8-Gipfel 19.04.2005 Das Land zeigt sich spendabel. Zum Weltwirtschaftsgipfel 2007 bekommt Heiligendamm eine Reihe von Bauten geschenkt. Bad Doberan - Das Treffen der sieben größten Industriestaaten und Russlands (G 8) 2007 in Heiligendamm wird der weißen Stadt am Meer einen gehörigen Schub geben. Das Land Mecklenburg-Vorpommern wird in den kommenden zwei Jahren Millionen investieren. Dies jedenfalls geht aus einem Bericht des Doberaner Bürgermeisters Hartmut Polzin hervor, den er gestern Abend im Rathaus den Stadtvertretern vortrug. Nach ersten Schätzungen werden in Heiligendamm 3,75 Millionen Fördermittel in öffentliche Vorhaben fließen. Weitere Millionen gehen in den Straßenbau. So ist laut Polzin unter anderem vorgesehen, die Straße vom Autobahnabzweig Bad Doberan bis in die Münsterstadt komplett zu erneuern. Geplant sei auch die Erneuerung der Straße vom Westkreisel Richtung Heiligendamm und die Sanierung der Dammchaussee innerhalb Doberans. Dem Ort Heiligendamm spendiert das Land Polzin zu Folge den Neubau der Kühlungsborner Straße, der Seedeichstraße, eines Service-Centers am Golfteich und eines Waldparkplatzes. Zudem stehen die Strandzugänge am Kinderstrand und am künftigen Service-Center im Investitionsprogramm. Woher das Geld für all das kommen wird, sei bislang nicht klar. "Es wird vermutlich nur über Umschichtungen gehen", sagte Polzin gegenüber OZ. Mit anderen Worten: Es wird anderen Städten weggenommen. Das Stadtsäckel des verschuldeten Bad Doberans bleibt offenbar verschont. "Das Innenministerium hat klar gemacht, uns den nötigen Eigenanteil als Sonderbedarfsmittel zur Verfügung zu stellen", so Polzin. Als nicht erforderlich angesehen werde in Schwerin der Bau einer zweiten Seebrücke (OZ berichtete). Auch Pläne wie die Umgestaltung des Alexandrinenplatzes und des Kamps in Bad Doberan oder die Sanierung von Gebäuden auf dem Klosterareal werden voraussichtlich nicht mit G 8-Geld des Landes umgesetzt. Unklar ist, wann die Bauarbeiten beginnen. Über die Höhe der Förderung von privaten Investitionen wie die der Entwicklungs-Compagnie Heiligendamm (ECH) ist bislang ebenfalls nichts bekannt. Die ECH plant unter anderem, die sieben Villen an der Promenade zu restaurieren. THOMAS PULT Ostseezeitung-Bad Doberan ------------------------------------------------------------------------------- Terroralarm auf Ostseefähre 11.06.2005 Den Ernstfall im Kampf gegen Terroristen probten Sondereinsatzkräfte aus 16 Nationen in Polen. Danzig (OZ) Großalarm im Hafen Danzig. Irakische Terroristen haben die Fähre "Scandinavia" in ihrer Gewalt. Sie stellen ein Ultimatum, fordern den Abzug aller polnischen Truppen aus dem Irak. Polizei und Regierung verhandeln bis zuletzt, ohne Ergebnis. Um halb drei wird die erste erschossene Geisel über Bord geworfen. Wenig später greifen Sondereinsatzkräfte ein. Maschinengewehre knattern, Schnellboote und Helikopter kommen zum Einsatz. In 20 Minuten sind die Terroristen überwältig. Die Probe des Ernstfalls war gestern furioser Abschluss der internationalen Sicherheitskonferenz "Gdansker Gespräche", zu der das Landeskriminalamt Mecklenburg-Vorpommern (LKA) und die Wojewodschaft Pommern in dieser Woche 16 Nationen nach Danzig geladen hatten. Ein illustres Zusammentreffen von schnauzbärtigen Experten der Verbrechensbekämpfung aus Europa und den USA. Thema der Konferenz: Der Kampf gegen den internationalen Terrorismus. Die Übung, die wie ein Kriegsspiel großer Kinder anmutete, nannten einige Experten auch "Schattenboxen". Kommt es dann zu einem richtigen Boxkampf, kann der erste Hieb in den Magen böse überraschen. So lässt sich die Krux ausdrücken, den internationalen Terrorismus bekämpfen zu wollen. Der Terrorkampf stellt die Polizei in Europa vor ganz neue Dimensionen. Wie verschmutzte Luft schert sich auch Terrorismus nicht um Ländergrenzen. Große Bedeutung kommt der Zusammenarbeit mit den osteuropäischen Staaten zu, die bei der Konferenz hauptsächlich in Danzig vertreten waren. Zum Beispiel Polen. Der östliche Nachbar spielt nicht nur für die Sicherheit der Bundesrepublik eine entscheidende Rolle, sondern als EU-Außengrenze für ganz Europa. Daraus weiß man in Warschau Kapital zu schlagen und ließ sich von der EU eine hochmodern bewachte Ostgrenze finanzieren. "Aber eine völlige Kontrolle ist unmöglich", schränkt Jan Niecula vom polnischen Grenzschutz ein. Über 3000 gefälschte polnische Pässe seien im Umlauf, über 17 000 Gegenstände wurden im letzten Jahr illegal nach Polen eingeführt. Dass sich M-V in den internationalen Terrorkampf stürzt, scheint etwas übereifrig. Eine Annahme, die der amerikanische Generalkonsul für Politik und Wirtschaft in Deutschland, Robert K. Scott, in Danzig zurückwies: "Terrorismus kann überall auftreten. Ich erinnere, dass einer der Attentäter vom 11. September in Greifswald studierte oder dass im nächsten Jahr der G8-Gipfel in Heiligendamm stattfindet." Der Fokus müsse zudem auf allen Formen des organisierten Verbrechens liegen. Terroristen bedienen sich längst des Menschen- und Drogenhandels, des Schmuggels und der Geldwäsche gleichermaßen, wie Gil Gonzales aus Spanien ausführte. LKA-Direktor Ingmar Weitemeier drängt auf einen besseren zwischenstaatlichen Informationsaustausch. Anfänge sind gemacht. Das LKA kooperiert mit Polen und Litauen. Tauscht Kollegen aus, schult Polizisten und ermöglicht Hospitationen zu neuesten Ermittlungstechniken. Für die Häfen aller Ostseeanrainer gibt es ein einheitliches Sicherheitskonzept. Die Zusammenarbeit stößt aber auf Grenzen. "Joint-Ventures scheitern an nationalen Reglements", wie Wolfgang Würz vom Bundeskriminalamt mitteilte. Oft versiegt der Informationsfluss schon im Land selbst. Deutschland mit seinen über 50 verschiedenen Sicherheitsbehörden ist da das beste Beispiel. weiterlesen DIRK BÖTTCHER Ostseezeitung-Bad Doberan ------------------------------------------------------------------------------- An der Küste wird gern getagt 21.06.2005 G8-Gipfel in Heiligendamm, Bauerntag in Rostock, Jägertag in Neubrandenburg. MV wird zunehmend als Land für Tagungen und Kongresse entdeckt. Rostock/Schwerin (OZ) Heute Bauern, gestern Jäger, morgen Staatschefs. Dazu Forscher, Versicherungsvertreter oder Pharmareferenten. Tagungstourismus in MV läuft. Nicht im Sprint, aber Schritt für Schritt. 1,9 Millionen Gäste waren 2004 auf 76 400 Tagungen. 7000 Teilnehmer aus Deutschland, USA, Australien werden ab heute zum Bauerntag in der Rostocker Stadthalle erwartet. Inclusive Landfrauentreffen mit CDU-Chefin Angela Merkel und Treffen der Landjugend in Wismar. Agnes Scharl, Referentin vom Bauernverband sagt: "Wir wollten in die neuen Länder. Rostock bot sich an, weil es gut zu erreichen ist." Die Stühle können gleich stehen bleiben. Am Freitag erwartet die Max-Planck-Gesellschaft 800 Forscher zur Jahrestagung. Ehrengast: Der Bundeskanzler. Ein Who-is-Who des Tagungstourismus. Im Oktober kommen 400 Mitglieder des Kulturkreises der Deutschen Wirtschaft (BDI) zur Jahrestagung nach Rostock. 2006 steigt der Zeitungskongress des Bundesverbandes Deutscher Zeitungsverleger in Rostock mit 450 Gästen. Im April kamen 400 Gäste zum Ostseekongress nach Rostock, im Mai 500 von der "Deutschen Gesellschaft für Zerstörungsfreie Prüfung", 300 des Deutschen Roten Kreuzes und 1000 der Lions-Clubs. Anfang Juni beschlossen 400 Jäger in Neubrandenburg Leitlinien des Jagd-Verbandes (DJV). Torsten Reinwald (36) vom DJV in Bonn sagt: "Wir gehen jedes Jahr in ein anderes Land. Neubrandenburg war sehr beeindruckend. Da hat es an nichts gefehlt." Und das, obwohl die Jäger ein straffes Programm absolvierten. Ausspannen bei Stadtführung und Dampferfahrt. Tagungsgäste verbinden Aufenthalte zunehmend mit Freizeit und Events. Und da entdeckt der Nordosten eine recht geräumige Nische. Geschäftsleute kommen zum Business-Talk mit Golfspiel an die Müritz. Unternehmer gehen nach dem Treff in Rostock auf der Ostsee segeln. Biologen sprechen über Biotope und schauen sich im Nationalpark am Bodden um. Gerade hat der Arbeitgeberverband Nordost Chemie in der Landesvertretung MV in Berlin auf dem kurzen Dienstweg angefragt. Es ging um Kulturangebote für den Betriebsausflug nach Usedom. Martin Fennemann (43) vom Tourismusverband sagt: "MV ist als Tagungsland neu." Der Markt entwickelt sich. Die Branche ist im Wandel. Weg vom nackten Seminarraum und bloßer Praktikabilität. Hin zu Event und Freizeit. Da gehöre MV durch Natur, Ostsee, Sport die Zukunft. Den Gästen reicht es nicht mehr, wenn ihnen nach dem Seminar nur die Bar geboten wird, wo sie quatschen, trinken, flirten können. Fennemann meint, MV sei für jene Gäste interessant, die an ihre Fortbildung einen Kurzurlaub hängen. Spezialisiert hat sich Radisson SAS Fleesensee in Göhren-Lebbin. Das Hotel bietet Platz für bis zu 220 Tagungsgäste. 20 Prozent der 69 000 Gäste kommen zu Tagungen. Produktmanagerin Bettina Brinkmann (24) sagt: "Man bucht uns auch wegen der Zusatzangebote wie Group Buildung oder Sport." Da versuchen ganze Firmen beim Golfen, ihr Betriebsklima zu verbessern. Manager lernen sich beim gemeinsamen Floßbauen kennen. Fennemann sagt, MV sei als Tagungsland in Deutschland im Kommen, spiele jedoch international bis auf Skandinavien und Polen keine Rolle. Problem: Erreichbarkeit über Direktflüge weltweit. Das Gros kommt aus MV und Anrainern sowie Berlin und Hamburg. Vor allem die Branchen Versicherungen, Pharma, Banken, Finanzwesen, Agrar und Gesundheit. Auch CDU, SPD, Grüne, FDP und PDS haben ihre Bundesparteitage in MV absolviert. Für 2006 hat sich die PDS wieder in Rostock angemeldet. Schwerpunkt in MV: mittleres und kleines Segment. Nur ein Prozent komme zu Tagungen mit über 250 Personen. Von den Locations ist MV gut aufgestellt. Neben Stadthallen in Schwerin, Rostock, Neubrandenburg und Unis haben sich die Sport- und Kongresshalle Schwerin, Hanse Messe auf dem IGA-Gelände und Kurhaussaal in Binz etabliert. Daneben gibt es mit Heiligendamm, Fleesensee, Linstow und Hohe Düne Rostock, das im Sommer eröffnet wird, vier großräumige Spitzen-Hotels für Kongresse ab 250 Teilnehmern. Den Charme des Landes machen kleine Anlagen aus. Von 660 Tagungsstätten sind 472 Hotels. 188 gelten als außergewöhnliche Einrichtungen. Burgen, Gutshäuser, Schlösser, Scheunen wie in Bollewick an der Müritz oder der Erdbeerhof in Rövershagen bei Rostock. Burg Schlitz bei Teterow bietet neben Tagungen im historischen Rittersaal Wellness oder Polo. Vorreiter ist Gut Gremmelin bei Teterow. 1998 eröffnet und 2003 erweitert. Chefin Claudia Schaffhausen (30) setzt auf klein, aber fein: "Wir sind ein Familienbetrieb mit 32 Zimmern und Tagungsräumen für bis zu 45 Personen." Die Strategie geht auf. Das Gut wurde 2004 als bestes Tagungshotel in MV ausgezeichnet. Bundesweit Platz sieben. Die Branche zieht an einem Strang. Das Land zieht mit. Wirtschaftsminister Otto Ebnet (SPD) hat auf die wachsende wirtschaftliche Bedeutung des Tagungstourismus hingewiesen. "Die Branche hat 500 Millionen Euro Umsatz gemacht. Das sind über zehn Prozent in der Tourismusbranche." Ebnet hat aber auch betont, "dass das Land für internationale Kongresse und Großveranstaltungen weitgehend unbekannt ist." Das will der Minister ändern und hat kräftig die Trommel gerührt. Zum Beispiel für den G8-Gipfel 2007 in Heiligendamm. 10 000 Gäste werden zum Treffen der Regierungschefs der acht Industriestaaten erwartet. 5000 Journalisten aus aller Welt plus Entourage. Für die Branche ein Hauptgewinn. Zahlungskräftiges Publikum und Multiplikatoren. Dazu weltweites Medieninteresse. Ebnet: "Dann erscheint MV auf einer Landkarte, auf der wir bisher nicht vertreten sind." weiterlesen MICHAEL MEYER Ostseezeitung ------------------------------------------------------------------------------- Polizei überwacht Heiligendamm 08.07.2005 Bad Doberan - Mit dutzenden Beamten hat die Polizei vorgestern am Nachmittag und Abend den Bad Doberaner Ortsteil Heiligendamm und die Zufahrtstraßen überwacht. Grund war der häufig von Krawallen begleitete G 8-Gipfel, der gestern im schottischen Gleneagles begann und im Frühsommer 2007 in der weißen Stadt am Meer ausgetragen wird. "Es gab Informationen, dass Globalisierungsgegner nach Heiligendamm anreisen", sagte Sprecher Volker Werner gestern auf OZ-Anfrage. Der Verdacht habe sich aber nicht bestätigt. "Wir haben keine gesehen." Laut Augenzeugen hat es jedoch vereinzelt Proteste von Globalisierungsgegnern gegeben, die allerdings rasch unter Kontrolle waren. Wie Polizeisprecher Volker Werner weiter mitteilte, sei der Einsatz mit eigenen Kräften aus dem Bereich Rostock erfolgt. Zusätzliche Beamte aus anderen Landesteilen wurden nicht angefordert. "Wir wollen ja nicht mit Kanonen auf Spatzen schießen." So lange der Weltwirtschaftsgipfel andauere - also bis heute - sei die Polizei in Alarmbereitschaft. Anzeichen dafür, dass es zu Krawallen kommen wird, gebe es nicht. weiterlesen THOMAS PULT Ostseezeitung-Bad Doberan ------------------------------------------------------------------------------- Sommergipfel auf dem Kamp 05.08.2005 Der G 8-Gipfel in Heiligendamm im Jahr 2007 wirft seine Schatten voraus. Bei einem Meeting auf dem Kamp sollen morgen Chancen für die Stadt Bad Doberan und die Region diskutiert werden. Bad Doberan - Bei dem Meeting des CDU-Ortsverbandes Bad Doberan morgen auf dem Kamp zum Thema G 8-Gipfel 2007 in Heiligendamm werden viele Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens erwartet. In einem dreistündigen Programm, das um 17 Uhr beginnt, sollen Fragen, die sich aus dem Treffen der acht mächtigsten Männer der Welt im Jahre 2007 in Heiligendamm für die Stadt und für die Region ergeben, besprochen werden. Zu den Gesprächspartnern gehören Jürgen Seidel, Vorsitzender der CDU MV und Spitzenkandidat der CDU für die Landtagswahl im nächsten Jahr, Günter Krause, ehemaliger Bundesverkehrsminister, Ingmar Weitemeyer, Leiter des Landeskriminalamts, Werner Kuhn, Bundestagsabgeordneter der CDU, Henning von Storch, Landtagsfraktion der CDU, Jochen Schulte, Landtagsfraktion der SPD, Vertreter des CDU-Ortsverbandes der Partnerstadt Bad Schwartau und Bürgermeister Hartmut Polzin (SPD). Der CDU-Ortsverband geht davon aus, dass das G 8-Treffen große Chancen für die Region eröffnet, die im Vorfeld eingeleitet werden müssen. Dabei seien alle Bürger parteiübergreifend gefragt. Das Vorbereitungskomitee des Sommergipfels erklärte, dass viele Gewerbetreibende die Aktivität auf dem Kamp unterstützen, unter anderem das Friedrich-Franz-Palais, das die Versorgung übernimmt. Neben einer Sammelaktion für den geplanten Kinderspielplatz im Klostergelände hat der CDU-Ortsverband eine Tombola eingerichtet. Die Preise sind von hiesigen Gewerbetreibenden gespendet worden. Sie reichen von einer Übernachtung im Kempinski Grand Hotel Heiligendamm bis hin zum Drucker. weiterlesen Ostseezeitung-Bad Doberan ------------------------------------------------------------------------------- Gute Gastgeber für Gipfel der Superlative 08.08.2005 460 Euro an Spenden kamen am Sonnabend für den Spielplatz im Klostergelände zusammen. Der CDU-Ortsverband hatte zum ersten Sommermeeting eingeladen, um über Chancen des G 8-Gipfels für die Region zu diskutieren. Bad Doberan - Was passiert mit den Heiligendammern während des G 8-Gipfels im Jahre 2007? Diese Frage stellte ein Besucher des ersten Doberaner Sommer-Meetings, das der CDU-Ortsverband am Sonnabend auf dem Kamp organisierte, gleich zweimal. Denn die Antworten schienen ihn nicht zu befriedigen. Bürgermeister Hartmut Polzin (SPD) betonte, dass ihm nicht bekannt sei, dass die Heiligendammer während der Zeit irgendwo anders logieren würden. Er kündigte an, dass das Auswärtige Amt für Herbst Informationsveranstaltungen avisiert habe. Leider, so betonte Thorsten Semrau, Chef des CDU-Ortsverbandes in Bad Doberan, habe Ingmar Weitemeyer, Leiter des Landeskriminalamtes, seinen Besuch kurzfristig abgesagt. Von ihm hätte es sicher erhellende Auskünfte zu der Thematik gegeben. Den Gipfel als große Chance begreifen lernen, weil die Region in kurzer Zeit einen ungeahnten Bekanntheitsgrad erlangen wird, das hob Werner Kuhn (CDU), Mitglied des Bundestages, hervor. Seit 30 Jahren finden die Treffen der Regierungschefs der größten acht Industrienationen in lockerer Atmosphäre an verschiedenen Orten der Welt statt. Heiligendamm, Bad Doberan, Rostock oder Wismar werden danach für viele Menschen auf dem Globus keine unbekannten Größen mehr sein. Das älteste deutsche Seebad und die Perle an der Ostsee kann sich nach Jahren des Verfalls wieder sehen lassen. Und bis zum Gipfel wird Neues hinzukommen, so Ex-Bundesverkehrsminister Günter Krause. "Wir sollten uns als gute Gastgeber erweisen. Die Zeit bis zum Gipfel in zwei Jahren muss intensiv in die Ausbildung junger Leute investiert werden. Gut informiert in Landeskunde und sprachlich fit, so sollten wir den Teilnehmern des Gipfels und der Medienschar gegenüber treten", erklärte Jürgen Seidel, Präsident des Tourismusverbandes MV. Als Beweis ihres Könnens begrüßten Gymnasiasten um Thomas Brüsehaber die Doberaner auf dem Kamp in den Sprachen der Gipfelgäste. Die Teilnehmer der Runde diskutierten nicht nur, sondern spendeten für den geplanten Spielplatz im Klostergelände. 460 Euro kamen vorläufig zusammen. Darüber freut sich die Elterninitiaitve, unter ihnen Chistiane Haas, die das Projekt vorstellte. weiterlesen Ostseezeitung-Bad Doberan ------------------------------------------------------------------------------- Service-Center für Weiße Stadt 09.08.2005 Am Jahresende soll der Bau eines neuen Service-Centers in Heiligendamm beginnen. Noch gibt es jedoch viele Fragezeichen. Heiligendamm - In Richtung Börgerende soll es entstehen: das neue Service-Center an der Heiligendammer Seedeichstraße. Beginnen soll der Bau bereits zum Jahresende. Hinter dem tatsächlichen Starttermin steht jedoch ein Fragezeichen. Unter anderem ist bislang nicht geklärt, wie teuer das Grundstück wird. Klar ist, dass der moderne Gebäudekomplex nicht im klassizistischen Stil errichtet wird, sondern eine moderne Architektur erhalten soll. Geplant ist, ein Restaurant, ein Eiscafé, einen Strandimbiss und einen Verkaufsladen ins Gebäude aufzunehmen. Finanzieren sollen das millionenschwere Haus die künftigen Betreiber. Vom geplanten Baustart wisse man noch gar nichts, und überhaupt stehe alles noch in den Sternen, äußern sich drei der vier Anwärter. Bernd Walter, seit 26 Jahren Betreiber des Schwanencafés in den Kolonnaden, ist ratlos. Sein Pachtvertrag gilt noch sechs Jahre. Das interessiere allerdings niemanden, meint er und glaubt, dass er spätestens 2006 das Licht im Café ausschalten muss. Sollte er sich nicht beugen, muss er damit rechnen, mit seinem Geschäft für immer aus Heiligendamm weichen zu müssen. Dies trifft auch für Gerhardt Butze zu, der seit 17 Jahren den einzigen Strandimbiss an der Promenade betreibt. "Ich will gar nicht umziehen. Weiß man, ob es da hinten überhaupt läuft?" Er werde sich aber um die Geschäftsfläche im neuen Haus bemühen. "Meine Tochter wird den Laden wohl mal übernehmen und dafür lohnt sich der Umzug", sagt er. Ob die künftigen Betreiber das Geld für das neue Service-Center zusammenbekommen, ist aber noch unklar. "Wir haben noch keine Vorstellungen darüber, was uns finanziell da erwartet", sagt Michael Kirchhoff, Eigentümer des Eiscafé "Coco" im Haus Bischofsstab. Sein Einstieg in das neue Service-Center hänge davon ab, ob die Banken mitspielen. Ins neue Service-Center verlegt werden soll auch der WC-Bereich, der sich jetzt neben dem Parkplatz am Haus Bischofsstab befindet. Fertig sein soll das Gebäude spätestens zum G 8-Gipfel 2007. Bis dahin sollen zudem die Villen entlang der Strandpromenade saniert und ein Ensemble-Palais dahinter entstanden sein (OZ berichtete). Während die Villen mit Appartements ausgestattet werden sollen, sind im Ensemble-Palais Rezeption, Ballsaal und Wirtschaftsräume vorgesehen. Villen und Ensemble-Palais zusammen würden zum so genannten Residenz-Hotel gehören, das einmal "Adlon am Meer" heißen sollte. Namensstreitigkeiten hatten diesen Plan jedoch zunichte gemacht. weiterlesen DORIT WEIDLICH Ostseezeitung-Bad Doberan -------------------------------------------------------------------------- gipfelsoli infogruppe Newsletter mit Nachrichten über Mobilisierungen, Debatten und Repression im Zusammenhang mit Gipfelprotesten. Die AutorInnen der Beiträge, so sie nicht von uns verfasst sind, sind mit eckigen Klammern versehen. Wir können leider keine Verantwortung für die Richtigkeit der Beiträge übernehmen. Auch geben die Beiträge nicht zwangsläufig unsere Meinung wieder. Kontakt, Kritik, Beiträge: gipfelsoli at nadir.org gipfelsoli mailinglist subscribe - unsubscribe https://lists.nadir.org/cgi-bin/mailman/listinfo/gipfelsoli-l -------------------------------------------------------------------------- ================================================ 17 HOSI Wien: Keine halben ÖVP-BZÖ -Sachen bei der "Homo-Ehe" - lieber gleich auf rot-grü ne Mehrheit warten! von ================================================ Innenpolitik/Homosexualität/HOSI Wien HOSI Wien: ÖVP-BZÖ-Geplänkel über Gleichstellung von Lesben und Schwulen nicht ernst nehmen! “Justizministerin Karin Gastinger hat zweifellos Recht, wenn sie die ÖVP-Vorschläge zur Gleichstellung von Lebensgemeinschaften als unehrlich bezeichnet“, erklärt Bettina Nemeth, “denn echte Gleichstellung kann es nur mit der Ehe bzw. mit den an sie geknüpften Rechten und Pflichten geben. Überdies sind die wichtigsten Punkte aus dem diesbezüglichen Beschluss des ÖVP-Bundesparteivorstandes vom Vorjahr ohnehin bereits erledigt: etwa die Gleichstellung von LebensgefährtInnen im Mietrecht aufgrund der richtungsweisenden Verurteilung Österreichs durch den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) im Juli 2003 in der von der HOSI Wien mitbetreuten Beschwerde Karner gegen Österreich. Oder die Pflegefreistellung und Familienhospizkarenz zur Betreuung kranker bzw. sterbender LebensgefährtInnen aufgrund der EU-Antidiskriminierungsrichtlinie, die im Vorjahr von Österreich umgesetzt werden musste. Weiters liegt seit 2002 aufgrund einer von der HOSI Wien unterstützten Beschwerde die Diskriminierung bei der Mitversicherung gleichgeschlechtlicher LebensgefährtInnen in der gesetzlichen Sozialversicherung ebenfalls dem EGMR zur Prüfung vor. Diese Gleichstellung ist im ÖVP-Papier nicht einmal vorgesehen, obwohl kein Zweifel bestehen kann, dass in dieser Frage Österreich neuerlich von Straßburg verurteilt werden wird.“ Von Lopatka nicht veräppeln lassen – gleich auf Rot-Grün warten! “Die Stellungnahme von ÖVP-Generalsekretär Reinhold Lopatka vom vergangenen Freitag ist daher einmal mehr reine Desinformation der Öffentlichkeit, und das Geplänkel mit dem orangenen Koalitionspartner nur mehr lächerlich“, ergänzt HOSI-Wien-Obmann Christian Högl. “Lopatkas Versuch, eine halbherzige Anpassung an die europäische Rechtsentwicklung als lesben- und schwulenfreundliche Reform zu verkaufen, ist leider nur allzu durchsichtig. Und dass er die Chuzpe besitzt, in diesem Zusammenhang auf die letztes Monat – 60 Jahre nach Kriegsende! – erfolgte Anerkennung der homosexuellen NS-Opfer im Opferfürsorgegesetz zu verweisen, nachdem seine Partei jahrzehntelang eine solche verhindert hat und vermutlich alle Anspruchsberechtigten inzwischen verstorben sind, ist wirklich unglaublich. Wir appellieren daher auch an die Medien, diese ständige ärgerliche Verhöhnung des gesunden Menschenverstands durch Lopatka in Zukunft zu ignorieren und zu boykottieren. Wenn ÖVP und BZÖ zu keiner umfassenden Regelung bereit sind, wovon wir ausgehen, ist es am besten, sie lassen überhaupt die Hände von der Sache. Wir haben jetzt so lange gewartet, da kommt’s auf das eine Jahr bis zur nächsten Wahl auch nicht mehr an. Für Lesben und Schwule ist es sicherlich besser, gleich auf eine rot-grüne Mehrheit im Parlament nach den Wahlen zu warten – und eine solche durch ihr Wahlverhalten herbeizuführen. Damit dann gleich Nägel mit Köpfen gemacht werden. Ausländische Erfahrungen haben gezeigt: Dort, wo konservative Parteien an der Gleichstellung von PartnerInnenschaften herumgedoktert haben, ist nichts Gescheites dabei herausgekommen, etwa in Luxemburg oder Slowenien. Andererseits zeigen die Beispiele Deutschland, Großbritannien, Belgien oder Spanien, dass erst durch fortschrittliche Mehrheiten Gleichstellungspolitik, die diesen Namen verdient, durchgesetzt wird. Und überhaupt: 20 Jahre ÖVP in der Bundesregierung sind ohnehin mehr als genug. Es ist daher sowieso höchste Zeit für eine Wende!“ Gezeichnet: Homosexuelle Initiative (HOSI) Wien – 1. Lesben- und Schwulenverband Österreichs Rückfragehinweis: Christian Högl, Obmann: Tel. 0699-11811038 Bettina Nemeth, Obfrau: Tel. 0699-11965265 Kurt Krickler, Generalsekretär: Tel. 5451310 oder 0664-5767466 office at hosiwien.at; http://www.hosiwien.at _______________________________________________ ================================================ 18 [slp-linkeorgs] DEADLINE BÜCHERBESTELLUNGEN von Sozialistische LinksPartei ================================================ liebe linke, wer von der folgenden möglichkeit, günstig marxistische klassiker zu bestellen gebrauch machen möchte, bitte UMGEHEND zurückmailen oder anrufen. DEADLINE ist Dienstag, 23.8. um 11.00 Vormittag sonja (0650-425 63 10) 40 Bände Lenin 110.- 40 Bände Marx/Engels 360.- 6 Bände Lenin 17.- 6 Bände Marx/Engels 27.- 3 Bände Lenin 13.- 2 Bände Lenin 6.- 2 Bände Marx/Engels 6.- MEGA Bände (je Doppelband) 27.- 8 Bände Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung 22.- 3 Bände Das Kapital 27.- 2 Bände Philosophisches Wörterbuch 11.- Lenin Über Klassen und Klassenkampf 4.- Lenin-Liebknecht Militarismus - Antimilitarismus 4.- Marx Der 18 Brumaire des Louis Bonaparte 4.- Engels Revolution und Konterrevolution in Deutschland 4.- Marx Kritik des Gothaer Programms 4.- Engels Ursprung der Familie 4.- _______________________________________________ slp-linkeorgs at slp.at mailliste http://slp.at/mailman/listinfo/slp-linkeorgs ================================================ 19 Costa Rica: Volksbefragung um den Bau eines Staudamms von "GFBV" ================================================ Gesellschaft für bedrohte Völker - Südtirol / Presseerklärung in > www.gfbv.it/2c-stampa/2005/050822de.html > > Costa Rica: Wasserkraftwerk > Volksbefragung um den Bau eines Staudamms > > Bozen, 22. August 2005 > > Am Sonntag, den 28. August findet im Kanton Turrialba (westlich der > Hauptstadt San José) eine Volksbefragung um den Bau eines Staudamms am > Fluss Pacuare statt. Der Staudamm würde im Gebiet der Cabécares - > Indigenen gebaut werden, das zudem dank der großen Biodiversität zu den > schönsten Gebieten der Welt zählt. Die Volksbefragung wurde von der > Gemeinde von Turrialba organisiert, die auch bereits ganz im Sinn der > ILO-Konvention 169 eine Befragung die indigenen Völker der Zone > durchgeführt hatte. Die indigenen Völker sind mit der Volksbefragung > einverstanden. > > "Wir wollen unsere Bodenschätze verteidigen, denn wir haben bereits > schlechte Erfahrungen mit dem Staudamm von Angostura (einer der größten > Zentralamerikas), dem des Flusses Lajas in Guayabo und mit dem Staudamm in > a Tuis. Jetzt sollen weitere fünf gebaut werden." Alle diese Staudämme > gehören zum Projekt Plan Puebla Panamá, das zu einem elektrischen > Verbindungssystem Zentralamerikas wachsen sollte. Aus diesem Grund > brauchen wir jede Art von Unterstützung für unseren Kampf und wir bitten > euch, einen dem entsprechenden Brief an den Bürgermeister von Turrialba > (Lic. Marvin Orocú Chavarría) zu schicken: apartado postal 14-7150, fax > (506) 556-07-66, oder e-mail (carlosorocu at racsa.co.cr). > > > Siehe auch: > * www.gfbv.it: www.gfbv.it/2c-stampa/04-1/040407ade.html | > www.gfbv.it/2c-stampa/04-1/040112de.html | > www.gfbv.it/2c-stampa/03-2/030910de.html | > www.gfbv.it/2c-stampa/03-2/030826de.html | > www.gfbv.it/2c-stampa/03-2/030808de.html | > www.gfbv.it/2c-stampa/03-2/030808ade.html | > www.gfbv.it/2c-stampa/03-2/030527de.html | > www.gfbv.it/3dossier/h2o/staud.html | > www.gfbv.it/3dossier/diritto/ilo169-conv-dt.html > > * www: www.cedincr.org | www.ilo.org _______________________________________________ ================================================ 20 IRAN'S DEADLY ANTI-GAY CRACKDOWN von "RA. Dr. Helmut Graupner" ================================================ IRAN'S DEADLY ANTI-GAY CRACKDOWN--WITH TWO MORE EXECUTIONS SCHEDULED, THE PACE OF REPRESSION STEPS UP http://direland.typepad.com/direland/2005/08/irans_deadly_an.html ================================================ 21 Friedensnobelpreis für Schröder? Kritik an inkonsequenter Friedenspolitik von "GFBV" ================================================ GESELLSCHAFT FÜR BEDROHTE VÖLKER PRESSEMITTEILUNG Göttingen, den 23.08.2005 Friedensnobelpreis für Schröder? "Kleine Völker im Stich gelassen" - Gesellschaft für bedrohte Völker kritisiert Schröders inkonsequente Friedenspolitik Bundeskanzler Gerhard Schröder soll zu den Anwärtern auf den diesjährigen Friedensnobelpreis gehören. Dazu sagt der Generalsekretär der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) in Göttingen, Tilman Zülch: "Im Gegensatz zu Günter Grass, der im Jahr 2000 die Courage gehabt hat, vor dem Pen-Club in Moskau den Völkermord in Tschetschenien öffentlich zu verurteilen und von Wladimir Putin ein Ende des Krieges zu fordern, hat Bundeskanzler Gerhard Schröder von Verfolgung und Vernichtung bedrohte kleine Völker im Stich gelassen. Schröder hat sich zum Anwalt des totalitär regierten Chinas gemacht, das das kleine demokratische Taiwan mit Krieg bedroht und die Tibeter unterdrückt und verfolgt. Er will die Aufhebung des Waffenembargos der EU gegen die Volksrepublik durchsetzen, obwohl sich das Europaparlament und der Bundestag in seiner großen Mehrheit dagegen ausgesprochen haben. Schröder hat Putin als "lupenreinen Demokraten" bezeichnet und betont seine persönliche Freundschaft zu dem russischen Staatspräsidenten, statt von ihm ein Ende der schweren Menschenrechtsverletzungen in Tschetschenien zu fordern. Das hat auch Altkanzler Helmut Kohl nicht getan, der den Vernichtungsfeldzug seines Duz-Freundes Boris Jelzin in Tschetschenien schweigend hingenommen hat. Schröder entsandte auch noch den Chef des BND August Hanning in das total zerbombte Grosny, um die russische Terrorismusbekämpfung zu unterstützen. Inzwischen hat der Völkermord in Tschetschenien schon bis zu 200.000 Opfer gefordert. Wir meinen, dass nur Persönlichkeiten für den Friedensnobelpreis nominiert werden dürfen, die auch wirklich konsequent für den Frieden eingetreten sind und nicht Regime unterstützt haben, die für schwere Menschenrechtsverletzungen verantwortlich sind." Tilman Zülch ist erreichbar unter Tel. 0151 153 09 888. ====================================================== Gesellschaft fuer bedrohte Voelker e.V. (GfbV) Inse Geismar, Pressereferentin Postfach 2024, D-37010 Goettingen Tel.+49/551/49906-25, Fax:++49/551/58028 E-Mail: presse at gfbv.de, Homepage:http://www.gfbv.de ================================================ 22 Abfangjäger/Fohnsdorf/Resolution/KPÖ KPÖ Steiermark ================================================ KPÖ Steiermark Lagergasse 98a 8020 Graz Tel. 03 16 / 71 24 36 Fax 03 16 / 71 62 91 email: kpoe_stmk at hotmail.com Dienstag, 23. August 2005 Presseinformation der KPÖ Steiermark Fohnsdorf: Gemeinderat wendet sich gegen Stationierung aller Abfangjäger in Zeltweg Der Gemeinderat von Fohnsdorf hat sich in der Vorwoche mit einer Resolution dagegen ausgesprochen, dass alle Abfangjäger im Fliegerhorst Zeltweg stationiert werden. Außerdem fordert die Gemeinde Fohnsdorf so rasch als möglich neue Lärmmessungen sowie die Festlegung einer dem neuen Fluggerät entsprechenden Lärmkurve. Sollte diese neue Lärmkurve die erwarteten Verschlechterungen mit sich bringen, fordert die Gemeinde Fohnsdorf dementsprechende Entschädigungszahlungen. Diese Resolution wurde gegen die Stimmen der ÖVP angenommen. KPÖ-Gemeinderätin Elfriede Wieser: "Diese Resolution ist nur ein Anfang. Ich hoffe, dass dieses Thema konsequent weiterverfolgt wird. Wir können nämlich nicht auf uns sitzen lassen, was an Umweltbelastung und Gefährdung unserer Sicherheit auf uns zukommt, wenn alle Abfangjäger bei uns stationiert werden",. Die KPÖ-MandatarInnen der Region hatten in einem Brief an die Verantwortungsträger solche Resolutionen angeregt, wie sie jetzt in Fohnsdorf beschlossen wurde. Zuvor hatte sich bereits die Stadtgemeinde Knittelfeld gegen die Stationierung der Kampfflugzeuge gewendet. Rückfragehinweis: 03573 3532 KPÖ-Steiermark Lagergasse 98 a 8020 Graz Tel.: 0316 71 24 36 Fax 0316 71 62 91 email: kp.stmk at kpoe-graz.at; kpoe_stmk at hotmail.com ================================================ 23 Wahlaufruf der Gruppe Arbeitermacht von ASt-LFI ================================================ Gemeinsam gegen den Generalangriff! Linkspartei wählen, Widerstand organisieren! Wahlaufruf der Gruppe Arbeitermacht (aus: Red Newsletter 171, Informationsdienst des ArbeiterInnenstandpunkt, 24. August 2005, www.arbeiterInnenstandpunkt.net) Im folgenden veröffentlichen wir anläßlich der bevorstehenden Wahlen in Deutschland den Wahlaufruf und das Aktionsprogramm unserer deutschen Schwesterorganisation Gruppe Arbeitermacht. (Redaktion des Red Newsletter) Wer schröpft die Massen besser? Rot/Grün will eine Mehrheit für die Fortsetzung der „Reformpolitik“, CDU/CSU sind stolz darauf, erst gar nichts zu versprechen - außer weiteren Zumutungen. Das deutsche Kapital beklagt zugleich noch immer das Rumeiern seiner politischen Exekutive. Alles wäre nur halbherzig und zu wenig. Nach dem 18. September müssten Nägel mit Köpfen gemacht werden. Die sozialdemokratische Angriffsmaschine der Agenda 2010, die rot/grünen Krieger auf dem Balkan und in Afghanistan haben als Regierung ihre Schuldigkeit getan. Ihr Vorteil, die Einbindung der Gewerkschaften durch die SPD, ist vorerst ausgereizt. Am 18. September will das deutsche Kapital ein neue Regierung, die, ausgestattet mit dem „Mandat des Volkes“, ebendieses Volk schröpft wie keine zuvor seit dem Zweiten Weltkrieg. Dabei hat Rot-Grün, besonders seit der Verkündigung der Agenda 2010, einen konzentrierten Angriff auf die Lohnabhängigen – von den Erwerbslosen, über die Kernschichten der Facharbeiterschaft bis zu den Mittelschichten – durchgezogen, der nachhaltig die Lebens- und Arbeitsbedingungen der großen Mehrheit der Bevölkerung verschlechterte, große Teile der Arbeiterklasse in dauerhafte Arbeitslosigkeit oder Unterbeschäftigung getrieben und zu einer massiven Ausweitung unsicherer Arbeitsverhältnisse, von Leiharbeit und Armut geführt hat. Deshalb ist innerhalb kürzester Zeit die schnell gestrickte "Linkspartei" auf massives Interesse gestoßen und die Umfragen signalisieren enorme Zustimmung. Das ist kein Wunder. Schröders Politik der sozialen Demontage hat Hunderttausende auf die Strasse zum Protest getrieben, viele haben sich von der SPD abgewendet. Eine Wahl nach der anderen hat die SPD verloren und letztlich wurde so der Rücktritt Schröders erzwungen. Andererseits wäre es ein Hohn, wenn jetzt Merkel, Stoiber und Westerwelle an die Regierung kämen, die zynisch noch mehr Angriffe auf die Arbeitenden, die Erwerbslosen, die Rentner und die Jugend versprechen. Die Wahl der Linkspartei ist für Millionen ein Mittel, gegen den Regierungskurs von Rot/Grün zu protestieren und zugleich Schwarz/Gelb zurückzuweisen. Sie wissen sehr genau, dass SPD und Union jahrelang de facto als Große Koalition agierten. Der Protest gegen die Regierung und die Ablehnung von CDU/CSU/FDP sind vollkommen berechtigt und notwendig. Aber die Wahl der Linkspartei reicht nicht. Erstens, weil die Entscheidungen in diesem Land (und der ganzen Welt) nicht in Wahlen fallen. Zweitens, weil die Linkspartei weder die Probleme an der Wurzel anpacken wird noch die geeigneten Mittel dazu ergreifen wird. Nach Rot-Grün ‚Gut, aber nicht gut genug’ - so schätzt die deutsche „Wirtschaft“ sowohl Rot/Grün wie auch das Wahlprogramm der Union ein. Die Gangart soll weiter verschärft werden, da sind sich alle einig - das große Kapital, die multi-nationalen Konzerne, die Banken bis hin zu den anti-gewerkschaftlichen Hasspredigern von Mittelstand und Handwerk. Nur ein drastisch verschärfter Angriff auf die Lohnabhängigen, eine strategische Niederlage der Arbeiterbewegung kann „eine Lösung der Misere“ bringen. Während Rot/Grün den Angriff lanciert und durchgeführt hat, haben die Gewerkschaftsführungen der Regierung den Rücken freigehalten. An allen großen „Reformvorhaben“ haben sie mitgewirkt und zugleich Proteste und betriebliche Abwehrkämpfe abgewürgt und ausverkauft. Diese Politik ermutigte die herrschende Klasse zu weiteren Angriffen – zu Angriffen, die jedoch nicht aus der „Gier“ oder dem „bösen Willen“ der Kapitalisten oder einem Wechsel ihrer „Denkweise“ entspringen. Krise Es ist vielmehr umgekehrt. Die zunehmende Aggressivität der herrschenden Klasse und die Angriffe der Regierung entspringen einer tiefen, strukturellen Krise des Weltkapitalismus, die sich in niedergehenden Profitraten und verschärfter Konkurrenz äußern. Die brummenden Exporte des deutschen Kapitals sind nicht nur Resultat hoher Produktivität – sie sind zugleich auch Resultat davon, dass das Kapital auf den globalen Märkten nach profitableren Anlagen und Konkurrenzvorteilen suchen muss. In der kapitalistischen Weltwirtschaft hat sich ein massives und dramatisches Krisenpotential angesammelt, hinter dem letztlich die Überakkumulation von Kapital steckt. Diese äußert sich wiederum in enormen Überkapazitäten weltweit, in einer dramatischen Massenarbeitslosigkeit auf dem ganzen Globus bis hin zur Verwüstung ganzer Ökonomien sowie in einer enorm angestiegenen Verschuldung staatlicher und privater Haushalte sowie von Unternehmen (gerade in der letzten verbliebenen globalen „Konjunkturlokomotive“, den USA). Die globale „Expansion des deutschen Kapitals“ und die Bildung eines imperialistischen europäischen Blocks ist die, im Rahmen des Kapitalismus folgerichtige, Antwort der deutschen (und französischen) Bourgeoisie auf die verschärfte Konkurrenz. So drastisch die Verschlechterung der Lebensbedingungen für Millionen in den letzten Jahren war – für das deutsche Kapital ist das noch zu wenig. Erfolg oder Misserfolg einer Regierung wird letztlich an der internationalen Konkurrenzfähigkeit und der Formierung eines imperialistischen EU-Blocks unter eigener Führung gemessen, der es mit den USA aufnehmen kann. Daher war auch das Ziel der Agenda von Lissabon aus dem Jahr 1999, die EU zum stärksten und dynamischsten Wirtschaftsraum zu machen, ein Ziel, dem das europäische Großkapital nicht oder nicht rasch genug nachkam. Deshalb zeigen sich auch die Think-Tanks der großen Konzerne oder der EU-Kommission unzufrieden. Daher verlangt das deutsche Kapital eine drastische Verschärfung des Generalangriffs. Keynesianismus ist keine Lösung Das Herumdoktern an der „nationalen Wirtschaft“ ist gerade in den Zeiten der „Globalisierung“ ein Weg in die Sackgasse. Darum sind die „Rezepte“ der Gewerkschaftsbürokratie oder der Führung der Linkspartei so illusionär und perspektivlos. Es nützt den Lohnabhängigen überhaupt nichts, „beweisen“ zu wollen, dass das Kapital mit „dem Standort D“ oder mit der „Mitbestimmung“ doch super fährt, dass eine Steigung der Binnennachfrage durch Lohnerhöhungen und sonstige Mittel zur Steigerung der Massenkaufkraft „eigentlich“ auch im Interesse von Teilen der Unternehmer wären. Solche „Perspektiven“ unterstellen letztlich, dass der Kapitalismus eine Produktionsweise wäre, in der die Interessen von Ausbeutern und Ausgebeuteten „vernünftig“ und zum Wohle aller miteinander in Einklang gebracht werden könnten. Diese Rezepte gehen unwillkürlich in eine national-staatlich orientierte Richtung. Wer, wenn nicht der bestehende bürgerliche Staat; wer, wenn nicht die „sozial-verträglich“ gestalteten Institutionen der EU sollten die „Vernunft“, also eine Form sozialpartnerschaftlichen Kompromisses durchsetzen? Selbst in Zeiten der Hochkonjunktur ging der sozialpartnerschaftliche Klassenkompromisses auf Kosten bestimmter Teile der Klasse, v.a. aber auf Kosten der Lohnabhängigen in der „Dritten Welt“. Ein beträchtlicher Teil dieser „Zugeständnisse“ wurde durch dort erzielte Extraprofite finanziert. In Wirklichkeit täuscht und desorientiert eine solche Herangehensweise nur die Unterdrückten, während die Kapitalisten als Eigentümer der Produktionsmittel und als Klasse, die letztlich auch die Schalthebel der staatlichen Macht kontrolliert, unbeirrt ihren Kurs verfolgen. Die Auswirkungen dieser Politik haben die Gewerkschaften in den letzten Jahren demonstriert. Unter Führung der „Modernisierer“ oder der „Traditionalisten“ hat ihre Politik, sich am „Machbaren“ zu orientieren, immer nur dazu geführt, bei Sozialabbau, Einbrüchen in Tarifverträge „mitzubestimmen“ und „mitzugestalten“. Der Preis dieser Politik sind sinkende Löhne, staatliche Zwangsarbeitsmaßnahmen und das Hintertreiben wirklicher Kämpfe. In den letzten zwei Jahren hat sich mehrmals die Gelegenheit geboten, den Widerstand gegen die Agenda 2010 zu verallgemeinern, als Ausgangspunkt eines politischen Abwehrkampfes gegen den Generalangriff durch Massenstreiks bis hin zum Generalstreik zu nutzen. Beispiele dafür sind Großdemonstrationen wie am 1. November 2003 oder am 3. April 2004, die Montagsdemos vom Sommer/Herbst 2004 oder die Abwehrkämpfe bei Daimler und Opel. Die Gewerkschaftsführungen sind hauptverantwortlich dafür, dass diese Chancen vertan wurden und die Kämpfe in Niederlagen endeten; sie sind hauptverantwortlich dafür, dass die tiefe Legitimationskrise des herrschenden politischen Systems und die enorme Unzufriedenheit mit der Regierung, besonders mit der SPD, sich nicht stärker in organisiertem Widerstand auf der Straße und in den Betrieben niederschlugen. Diese Rolle der Bürokratie wird sich nicht durch gute Ratschläge ändern lassen. Vielmehr ist der politische Kampf gegen diese Arbeiterbürokratie der Bsirske, Sommer und Co. unbedingt notwendig, wenn wir weitere Niederlagen und Ausverkäufe vermeiden und die zunehmende Schwächung von Gewerkschaften und Betriebsräten stoppen wollen. Die Erfahrung der letzten Jahre hat gezeigt, dass ohne organisierte Gegenbewegung zur Bürokratie und ohne der Basis verantwortliche Kampfstrukturen keine wirkliche Chance besteht, den Abwehrkampf zu bündeln, die Macht der reformistischen Bürokratie einzuschränken und sie letztlich zu brechen. Daher ist der Aufbau von Aktionskomitees, von Sozialforen- und Bündnissen in den Stadtteilen sowie deren bundesweite und internationale Koordinierung so wichtig. Daher treten wir dafür ein, das Sozialforum in Deutschland und die Aktionskonferenz der sozialen Bewegungen im November 2005 zu einem wirklichen Ausgangspunkt für die Koordinierung eines bundesweiten Abwehrkampfes gegen die nächste Regierung zu machen. Daher ist der Aufbau einer klassenkämpferischen Bewegung in den Gewerkschaften und Betrieben so wichtig. Die Erfahrung der letzten Jahre hat aber auch gezeigt, dass der Aufbau von „Vernetzungen“, der Versuch, die bestehenden Kämpfe zu bündeln, nicht ausreicht. Zur Vereinheitlichung dieser verschiedenen Kämpfe, zum Zusammenführen betrieblich/gewerkschaftlicher Aktionen und der Montagsdemos z.B. wäre eine politische Konzeption notwendig gewesen – d.h. eine bestimmte, klassenkämpferische, revolutionäre Politik, die vom Gesamtinteresse aller Lohnabhängigen und vom Kampf um die Befreiung der Arbeiterklasse ausgeht. Dazu ist der Aufbau einer politischen Partei der Arbeiterklasse notwendig, die den Kampf gegen den Generalangriff mit dem Kampf zum Sturz des kapitalistischen Systems, für die internationale sozialistische Revolution verbindet. Die Rolle der Linkspartei Der Generalangriff führte zu einer Entfremdung von Hunderttausenden, ja Millionen WählerInnen und Mitgliedern von der SPD. Er verstärkte auch den Erosionsprozess in den Gewerkschaften und führte zu einer Polarisierung bis hin zu den Spitzen des Apparates. Die Linkspartei entstand als Ausdruck dieser Entwicklung. Die Gründung der WASG und später die Formierung der Linkspartei drückt das Bedürfnis nach einer politischen Alternative zu Rot/Grün und zum neoliberalen Angriffsprogramm des Kapitals aus. Während viele ArbeiterInnen, GewerkschafterInnen, Jugendliche, RentnerInnen und AktivistInnen der sozialen Bewegungen darin die Möglichkeit sehen, ihre Ablehnung der Agenda 2010 an der Wahlurne auszudrücken, möchten die Spitzen um Gysi, Lafontaine und Ernst die Linkspartei zu einer weiteren sozialdemokratischen Formation machen, die die Interessen der „tradierten“ Gewerkschaftsbürokratie im Parlament vertritt. Trotz aller formellen Bekenntnisse zu den sozialen Bewegungen soll die Linkspartei v.a. eine parlamentarisch ausgerichtete Formation sein. Sie soll nicht den Kampf und politischen Bruch mit der Sozialdemokratie vorantreiben, sondern den Reformismus außerhalb der SPD wiederbeleben. Um das zu verhindern, können und dürfen sich RevolutionärInnen und AntikapitalistInnen nicht auf bloßes Kommentieren beschränken! Die Wahlen und die Formierung der Linkspartei sind Gegenstand gesteigerten politischen Interesses und bieten RevolutionärInnen die Möglichkeit, „näher“ an die Massen heran zu kommen. So richtig die Kritik an der Linkspartei oder am Parlamentarismus auch sein mögen – als bloße Kritik ist sie unzureichend und rein passiv! KommunistInnen müssen in diese Prozesse aktiv eingreifen und für ihre Positionen offen kämpfen. Die kritische Wahlunterstützung der Linkspartei ist dabei ein Mittel, das mehrere Vorteile hat. Man kann mit den Massen einen Schritt gemeinsam gehen (die Wahl, der Aufbau einer neuen Arbeiterpartei), sich als Mitkämpfer zeigen. Man kann konkrete Forderungen an die FunktionsträgerInnen der Linkspartei stellen, anhand derer die Basis „ihre“ Führung testen kann. Vor allem aber ist es leichter, den Abwehrkampf zu organisieren, wenn man sich auch bei der Wahl an die Seite derer stellt, die Linkspartei wählen, weil sie die Attacken der letzten Jahre stoppen wollen. Jede Stimme für die Linkspartei wird in der aktuellen politischen Lage als eine Stimme gegen das neoliberale Programm des deutschen Kapitals, gegen die direkten Angriffe auf die Arbeiterklasse und die Jugend gewertet. Sie wird als Stimme gewertet, die das Bedürfnis nach einer politischen Alternative zum Ausdruck bringt. Wir rufen dazu auf, bei der Wahl die Linkspartei zu wählen und diesen Protest möglichst stark zu machen. Aber wir tun dies, ohne unsere Kritik am reformistischen und illusionären Programm der Linkspartei und ihrer Führung zu verbergen. Ihr Programm, ihre Konzeption, ihr bisheriges Eingreifen in praktische Kämpfe sind gänzlich untauglich, die Offensive des Kapitals zu stoppen; sie sind genauso untauglich, den Kampf gegen Kapital und Bürokratie in Betrieb und Gewerkschaft zu verbinden. Daher verbinden wir den Wahlaufruf mit einer Reihe von Forderungen, um den Kampf zu beginnen, um dafür zu kämpfen, dass die Linkspartei zu einem Instrument des Kampfes gegen die nächste Regierung und zu einer wirklichen Arbeiterpartei wird: * Im Wahlkampf offensiv gegen die Politik von Rot/Grün und Schwarz/Gelb agitieren! * Wo es Widerstand und Kämpfe gibt, muss versucht werden, ArbeiterkandidatInnen als RepräsentatInnen der Bewegung aufzustellen! So kann zum einen abgesichert werden, dass die Dynamik der Kämpfe Teil der Partei wird; andererseits können die KandidatInnen von ihrer Basis besser in der politischen Praxis getestet werden. * Die vom Luxemburg-Forum initiierten „offenen Listen“ müssen von den sozialen Bewegungen genutzt werden, um Forderungen an die Linkspartei und ihre KandidatInnen zu stellen. * Von der Linkspartei, ihren KandidatInnen und FunktionsträgerInnen fordern wir die Ablehnung aller arbeiterfeindlichen und reaktionären Gesetze! Wir fordern, dass keine Koalitionen mit Rot/Grün gebildet werden und dass die PDS sofort aus den Landesregierungen in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern austritt! * Vor allem geht es darum, konkret den Widerstand gegen die neoliberale Offensive, gegen Sozialabbau, Privatisierungen etc. voran zu treiben und zu organisieren. Initiierung, Aufbau und bundesweite Koordinierung von Aktionskomitees, Sozialbündnissen und -foren gegen den Generalangriff! Unterstützung des Aufbaus einer klassenkämpferischen Basisbewegung in Betrieb und Gewerkschaft! * Die Gewerkschaftsspitze muss aufgefordert werden, sich offen zur neuen Linkspartei zu bekennen, und jede Unterstützung der SPD einzustellen. Gewerkschaften können nicht neutral in einem Wahlkampf agieren, in dem Arbeiter - und Gewerkschaftsrechte offen angegriffen werden, dort muss auch die Gewerkschaftsspitze "Farbe" bekennen. In den Gewerkschaften und Belegschaften müssen offene Diskussionen zur Linkspartei stattfinden, FunktionärInnen und ArbeiterInnen sollen gemeinsam deren politische Ausrichtung diskutieren. * Wir rufen zu offenen Konferenzen auf, wo alle Teile der Arbeiter- und der sozialen Bewegung, der Linken, der antifaschistischen und antimilitaristischen Initiativen und Immigrantenorganisationen darüber diskutieren, wie das Programm, wie die Praxis einer neuen "Linkspartei" aussehen sollen. So kann verhindert werden, dass die verstaubten reformistischen Konzepte als neuer Wein in alten Schläuchen präsentiert werden. Als Arbeitermacht vertreten wir dabei ein revolutionäres Aktionsprogramm – ein Programm, das wir in- und außerhalb der Linkspartei und der WASG vorschlagen, um eine revolutionäre Strömung in der sich formierenden Linkspartei aufzubauen. ======================================================================== Aktionsprogramm: Vom Abwehrkampf zur sozialen Revolution! Nach dem 18. September geht der Generalangriff auf die Lohnabhängigen verschärft weiter – egal, wer an die Regierung kommt, egal, wie viele Prozente die Linkspartei erhält. Daher müssen Wahlkampf und Aufbau der Linkspartei zur Diskussion über die notwendigen Schritte zur Organisierung des Abwehrkampfes und zur Diskussion einer Strategie genutzt werden, die wir dem Kapital entgegenstellen. Wir wenden uns vor allem an die Mitglieder, AnhängerInnen und WählerInnen der Linkspartei, aktive ArbeiterInnen in den Betrieben, AktivistInnen der Arbeitsloseninitiativen und Montagsdemos, Jugendliche, MigrantInnen – an all jene, die in den letzten Jahren schon gekämpft haben. Wir begrüßen die Abwendung von Millionen von der SPD. Wir begrüßen, dass sich GewerkschafterInnen für die Wahl der Linkspartei und für ein Ende der Nibelungentreue zur SPD aussprechen. Aber: dem organisatorischen Bruch mit der SPD muss auch ein Bruch mit ihrem reformistischen politischen Konzept folgen. Die Politik der SPD an der Regierung war kein Betriebsunfall, sondern entspringt ihrer grundsätzlichen Verpflichtung auf den Kapitalismus und den deutschen Imperialismus. Mit dieser Politik muss die Linkspartei brechen! Ansonsten wird sie dazu verurteilt sein, die Fehler der SPD innerhalb kürzester Zeit zu wiederholen. Was wir dringend brauchen, ist eine neue Arbeiterpartei, die eine Perspektive für den Abwehrkampf gegen den Generalangriff weist und ihn mit dem Kampf für die sozialistische Revolution verbindet. Wir schlagen daher folgendes Aktionsprogramm zur Bildung eines revolutionären Flügels in der sich formierenden Linkspartei vor: 1. Kampf dem Generalangriff! Fünf Millionen sind offiziell arbeitslos, weitere Millionen ohne Beschäftigung und soziale Absicherung, Abermillionen in ungeschützten, entrechteten und unterbezahlten Arbeitsverhältnissen. Die Privatisierung des Öffentlichen Dienstes, der Sozialversicherung, des Bildungswesens und der Renten wird weiter vorangetrieben. Gegen diesen Generalangriff ist massive, koordinierte Gegenwehr nötig und möglich. Zentrale Forderungen sind dabei: Kampf gegen alle Entlassungen! Für massive Arbeitszeitverkürzung auf 30 Stunden/Woche bei vollem Lohn- und Personalausgleich! Gesetzlich garantierter Mindestlohn von 10 Euro/Stunde! Arbeitslosengeld in Mindesthöhe von 1500 Euro/Monat! Der Kampf zur Rücknahme aller Hartz- und Agendagesetze, für das Verbot von Leiharbeit, gegen die Aushöhlung des Kündigungsschutzes und gegen die Angriffe auf das Tarifrecht ist ein wichtiger Ausgangspunkt für weitergehenden Widerstand. In der gegenwärtigen Krisenperiode kann dieser Abwehrkampf aber nicht zu einer neuen Periode von „sozialer Sicherheit“, „Wachstum“ oder gesicherter Existenz führen, wie uns Gysi oder Lafontaine einreden wollen. Warum? Weil sie die Kapitalistenklasse und die Regierung von ihrem Ziel, die Lohnabhängigen und ihre Organisationsstrukturen, ihre noch vorhanden betrieblichen und gewerkschaftlichen Rechte und Kampfmöglichkeiten zu zerstören, nicht abbringen werden. Auch jeder erfolgreiche Abwehrkampf wird zu einem neuen, verschärften Angriff der herrschenden Klasse führen. Das heißt, dass wir den Abwehrkampf als Mittel zur Mobilisierung und Politisierung nutzen müssen und zum Aufbau von Kampf- und Mobilisierungsstrukturen, welche die Verfügungsgewalt des Kapitals in Frage stellen und die Aktionen unter die Kontrolle der Arbeiterklasse und aller anderen Kämpfenden stellen. Gegen Schließungen und Entlassungen treten wir für die entschädigungslose Enteignung dieser Unternehmen unter Kontrolle der Beschäftigten ein. Gegen die Privatisierung des Öffentlichen Dienstes treten wir für dessen Kontrolle durch Komitees der Beschäftigen und NutzerInnen ein. Es ist eine Lüge, dass „zu wenig Arbeit“ vorhanden wäre. Es gibt genug gesellschaftlich nützlich Aufgaben, die brach liegen: Jugendzentren werden geschlossen, Schulen verwahrlosen, weil Gelder gestrichen werden, in den Krankenhäusern herrscht gesundheitsgefährdender Personalmangel. Daher treten wir für ein Programm gesellschaftlich nützlicher Arbeiten, kontrolliert von den Beschäftigten und NutzerInnen ein – finanziert durch die Besteuerung von Kapital und großer Vermögen. 2. Aktionskomitees in Betrieben und Stadtteilen! Für eine bundesweite und europaweite Koordinierung des Abwehrkampfes! Solche Forderungen sind nur durch Mobilisierung durchsetzbar, durch Streiks bis hin zum politischen Generalstreik, durch Besetzungen und Blockaden. Sie sind nur durchsetzbar, wenn wir in den einzelnen, oft isolierten Abwehrkämpfen für eine Perspektive eintreten, die diese Kämpfe mit dem politischen Kampf gegen Regierung und Kapital verbindet. Wir treten daher für die Bildung von Aktionskomitees in den Betrieben, den Stadtteilen, an den Unis und Schulen ein, um den Abwehrkampf zu organisieren und direkt unter die Kontrolle der Betroffenen zu stellen. Die Aktionskomitees müssen von deren Versammlungen gewählt werden, diesen rechenschaftspflichtig und abwählbar sein. Wir treten dafür ein, dass die bestehenden Sozialforen- und Bündnisse zu solchen Aktionskomitees werden. Nur so können sie eine Rolle als Aktionszentren für den Widerstand spielen. Ein solche Struktur ermöglicht eine wirklich breite Einbeziehung aller Betroffenen – ob organisiert oder unorganisiert – und kann gerade auch jene Schichten und Teile der Unterdrückten einbeziehen, die oft unterrepräsentiert sind: Frauen, MigrantInnen, Jugendliche. Eine Kampfstruktur, die nur auf den Betrieb, einen Stadtteil oder eine Ausbildungsstätte beschränkt ist, reicht nicht, weil sie sehr schnell isoliert und demoralisiert werden kann. Auch deshalb muss sie lokal, regional, bundesweit vernetzt und koordiniert werden. Die Aktionskonferenz der sozialen Bewegungen am 19./20. November kann und muss die Initiative zur Bildung einer solchen Koordination und zur Schaffung lokaler Aktionskomitees ergreifen. Den Gewerkschaften kommt dabei eine Schlüsselrolle zu. Die Führungen, der bürokratische Gewerkschaftsapparat und die Betriebsräte in den Großkonzernen haben in den letzten Jahren jeden Abwehrkampf hintertrieben, ausverkauft und ins Leere laufen lassen – gerade dann, als z.B. nach dem 3. April, bei den Abwehrkämpfen bei Opel und Daimler oder bei den Montagsdemos die Möglichkeit bestand, diese Kämpfe zu verallgemeinern und zu einer Offensive gegen die Regierung und die Konzerne zu werden. Sie haben es unterlassen, den politischen Generalangriff des Kapitals politisch zu beantworten. Sie haben nicht einmal eine Kampagne gegen die Einschränkungen der Kampfmöglichkeiten der Gewerkschaften und der Klasse, z.B. des Streiksrechts im Falle von Schließungen, geführt. Stattdessen pfuschten sie an den Hartz-Gesetzen mit und suchten ihr Heil in der Sozialpartnerschaft und fruchtlosen Verhandlungen hinter dem Rücken der Beschäftigen und Arbeitslosen. Auf diese Kräfte in den Gewerkschaften ist kein Verlass! Es ist unbedingt notwendig, in den Gewerkschaften und Betrieben eine klassenkämpferische Basisbewegung gegen die Bürokratie aufzubauen, um die Kämpfe zu verbinden, Frustration, Standortnationalismus und Skepsis zu überwinden. Wir treten dafür ein, dass sich auch die Gewerkschaftslinke bewusst das Ziel setzt, eine solche Opposition aufzubauen. 3. Nein zur imperialistischen Formierung! Für internationale Solidarität! Der Generalangriff im Inneren ist mit der Schaffung eines starken europäischen imperialistischen Blocks unter der Vorherrschaft des deutschen Kapitals verbunden. Die Lissaboner Agenda hat das Ziel, die EU zum dynamischsten und stärksten Wirtschaftsraum der Welt zu entwickeln. Diese Dynamik soll durch Angriffe auf die Lohnabhängigen erreicht werden: EU-Dienstleistungsrichtlinie und Arbeitszeitregelungen heißen dabei die Schlagworte. Die Ablehnung des EU-Verfassungsentwurfs in Frankreich zeigt, dass wir die Pläne der Herrschenden durchkreuzen können. Aber damit sind sie noch nicht vom Tisch. Auch die Militarisierung der EU wird durch die europäische Rüstungsagentur, durch die Schaffung von „Battlegroups“ vorangetrieben. Die Bundeswehr soll auch im Inneren eingesetzt werden. Gegen den Generalangriff auf Arbeiterrechte und Lebensbedingungen in der EU hilft nur ein europaweit koordinierter Abwehrkampf und der Kampf für Mindestrechte der Lohnabhängigen in allen Ländern. Dazu sind Massenstreiks bis hin zum Generalstreik notwendig, dazu muss das Europäische Sozialforum zu einem Aktionszentrum des Widerstandes werden, dazu ist eine europaweite Koordinierung des Kampfes notwendig. Dasselbe trifft auf den Kampf gegen die rassistische Abschottung, gegen die nationale Unterdrückung (z.B. des baskischen Volkes), gegen die imperiale Besatzungspolitik in Afghanistan, am Balkan, im Irak oder am Horn von Afrika zu. MigrantInnen, ethnische und nationale Minderheiten sind in der EU einem massiven staatlichen Rassismus und gesellschaftlicher Diskriminierung ausgesetzt! Weg mit der Festung Europa! Weg mit allen Einreisebeschränkungen! Gleiche und uneingeschränkte Rechte für alle, die in der EU leben! Gegen faschistische und rassistische Angriffe: Für Selbstverteidigung, für Massenmobilisierungen der Arbeiterbewegung, der MigrantInnen, der Jugend gegen die Nazis, um ihre Organisationen zu zerschlagen, ihre Handlungs-, Propaganda- und Bewegungsfreiheit zu unterbinden. Kein Euro, kein Mensch für EU-Armee und Bundeswehr! Sofortiger Abzug aller EU-Truppen und der Bundeswehr aus dem Ausland! Schluss mit der offenen oder verhüllten Unterstützung der US-Besatzung des Irak! Solidarität mit dem Widerstand gegen imperialistische Besatzung und Krieg! Der „Krieg gegen Terror“ ist nichts weiter als eine ideologische Formel für mehr Repression – gegen den Widerstand in der „Dritten Welt“, gegen die Solidaritätsbewegung hier, gegen antikapitalistische AktivistInnen und letztlich gegen die Arbeiterbewegung! Weg mit allen „Anti-Terrorgesetzen“! 4. Für Vereinigte Sozialistische Staaten von Europa! Europas und v.a. Deutschlands Imperialisten verfolgen ihr Ziel der europäischen kapitalistischen Einigung mit dem Argument, dass so „Friede“ und „Demokratie“ des Kontinents gesichert würden, dass die Bundeswehr und die europäische Armee zur „Friedenserhaltung“ und als Gegengewichte gegen die „aggressive USA“ dienen würden. Kurz: imperialistische Politik erscheint „humanitär“ und „partnerschaftlich“. Diese imperialistische Propaganda, die täglich von der Realität der Abschiebeknäste, der Sweatshops der „Dritten Welt“ und der zunehmenden Armut hier Lügen gestraft wird, muss demaskiert werden! Wir sagen klar, dass auf dem Boden des Kapitalismus, auf dem Boden des Privateigentums an Produktionsmitteln Europa immer imperialistisch sein wird und sein muss. Wir lehnen es als illusorisch und beschönigend ab, von einem „sozialen“, demokratischen, ökologischen usw. Europa zu fantasieren, ohne den Kapitalismus in Frage zu stellen. Ohne Kampf gegen das Europa der herrschenden Klasse, ohne Sturz des Kapitalismus kann Europa nicht auf fortschrittliche Weise geeinigt werden. Dem Europa des Kapitals, stellen wir das Europa der ArbeiterInnen, der Unterdrückten entgegen: die Vereinigten Sozialistischen Staaten von Europa, die für die Weltrevolution kämpfen. 5. Arbeiterregierung Die Verhältnisse spitzen sich zu. Das Kapital will und braucht eine Veränderung des Klassenverhältnisses zu seinen Gunsten. Dem können wir nur wirksam entgegentreten, wenn wir unsererseits die Machtfrage stellen und uns darauf bewusst vorbereiten. Kontrolle der Produktion in einem einzelnen Großunternehmen oder in Teilen des Öffentlichen Dienstes, ein europaweiter Generalstreik, eine erfolgreiche Mobilisierung, welche die europäischen Imperialisten zum Rückzug zwingt – all das stellt entweder die Herrschaft der Bourgeoisie direkt in Frage oder gefährdet deren strategische Ziele. Daher müssen wir uns auch darauf vorbereiten, die Machtfrage zu beantworten, darauf vorbereiten, der Repression durch den bürgerlichen Staat wirksam zu begegnen. Das beginnt bei jedem Streik mit Streikposten. Das beginnt beim Schutz unserer Demonstrationen und Aktionen. Das beginnt beim Aufbau von eigenständigen Kampf- und Mobilisierungsorganen, wie Aktions- und Streikkomitees. In jedem größeren Kampf müssen und können sie zu Räten oder räteähnlichen Kampforganen weiterentwickelt werden, die eng mit Selbstverteidigungseinheiten der Arbeiterklasse wie Milizen verbunden sind. In einer solchen Situation liegt die Macht auf der Straße. Die Arbeiterklasse, die Unterdrückten können sie dann ergreifen – durch die sozialistische Revolution, durch die Bildung ihrer eigenen Regierung. Eine solche Regierung kann aber nie aus dem Parlament hervorgehen. Sie kann sich nicht auf den bürgerlichen Staatsapparat stützen, auf Repressionskräfte und eine Bürokratie, die dem Kapital dienen. Eine solche Regierung muss sich vielmehr auf Räte stützen. Nur eine solche Regierung wird in der Lage sein, den bürgerlichen Staat zu entwaffnen und durch eine Räterepublik zu ersetzen. Nur sie kann gegen das Kapital wirksam vorgehen, die Ausbeuter enteignen und die Grundlage für eine demokratische Planwirtschaft legen. ================================================ 24 Österreich rüstet für geplante Kriege! von noname at gmx.li ================================================ Österreich rüstet für geplante Kriege! Ja zur Neutralität! Keine Teilnahme an der EU-Armee! Keine Annäherung an die Nato! Soziale Sicherheit statt Aufrüstung! Friedensvolksbegehren - Jetzt unterschreiben! Am 32. Dezember ist es zu spät! www.friedensvolksbegehren.at Die Werkstatt für Frieden & Solidarität hat vor einiger Zeit eine Broschüre Günter Reders mit dem Titel "Auf dem Weg zur EU-Militärprovinz - Die Militarisierung Österreichs" herausgegeben. Sie kann auf http://www.werkstatt.or.at/Kontakt.htm um EUR 2,- exkl. Porto bestellt werden. Der folgende Text begreift sich als unvollständige Zusammenfassung und Ergänzung dieser Broschüre, die euch über die wichtigsten Entwicklungen im Bereich Militarisierung informieren soll. Es lohnt sich wirklich die gesamte Broschüre (44S,A5) zu lesen! „Denn der Menschheit drohen Kriege, gegen welche die vergangenen wie armselige Versuche sind, und sie werden kommen ohne jeden Zweifel, wenn denen, die sie in aller Öffentlichkeit vorbereiten, nicht die Hände zerschlagen werden.“ Bertolt Brecht "Auf dem Weg zur EU-Militärprovinz - Die Militarisierung Österreichs" Headlinegoal 2010 - die globale Kriegsfähigkeit Ein zentraler Punkt des "Vertrages über eine Verfassung für die Europäische Union", der am 29.Oktober 2004 von allen 25 Staats- und Regierungschefs der EU-Mitgliedsstaaten und der drei KandidatInnenländer unterzeichnet wurde, ist die globale Kriegsfähigkeit der EU bis zum Jahr 2010. Auch wenn die sogenannte EU-Verfassung vorerst an den französischen und niederländischen Referenden gescheitert ist ( Dänemark, Tschechien, Portugal, Polen, Großbritannien, Finnland sowie Schweden setzten die Entscheidung darüber vorerst aus), soll dieses Vorhaben weiter verfolgt werden. Am 14.April 2005 - also noch vor dem Referendum in Frankreich - stimmte eine große Mehrheit im "EU-Parlament" für die Umsetzung der außen-und sicherheitpolitischen Teile der sog. EU-Verfassung - "dem Geist und Inhalt nach". Alle anwesenden österreichischen Abgeordneten stimmten dafür. Es erübrigt sich inzwischen wohl zu erwähnen, daß die grünen "EuropaparlamentarierInnen" mit von der Partie waren. Die HandlangerInnen der österreichischen und deutschen Bourgeoisie erfüllen dienstbeflissen ihre Pflicht gegenüber ihren wahren Herren und sorgen für prosperierende Rüstungsgeschäfte (1) und die rücksichtslose Umsetzung imperialistischer Interessen. Europäische Verteidigungsagentur (EVA) Ganz im Geist der EU-Militärverfassung wurde im Juli 2004 die Einrichtung der "Europäischen Verteidigungsagentur" (EVA) beschlossen. Ursprünglich sollte diese Einrichtung "Rüstungsamt" heißen. Die EVA ist für die Bereiche Entwicklung der "Verteidigungs"fähigkeit, Forschung, Beschaffung und Rüstung zuständig. Sie soll auch die militärischen Fähigkeiten der EU vorantreiben und auf die Harmonisierung des militärischen Bedarfs achten. Die EVA soll (ähnlich der Europäischen Zentralbank) möglichst unabhängig von politischer Einflussnahme die Kriegsvorbereitungen der Union vorantreiben. Die österreichische Regierung hat im Juni 2004 die volle Beteiligung an der EVA beschlossen. Dazu "Verteidigungs"minister Platter (ÖVP): "Die EVA wird eine Schlüsselrolle in der Weiterentwicklung der Europäischen Sicherheits-und Verteidigungspolitik (ESVP) einnehmen." Es solle zu einem "besseren Know-How-Transfer und einem optimierten Einsatz von Mitteln im Bereich der militärischen Beschaffungen" führen. "Damit Hand in Hand wird auch ein Impuls für die österreichische Industrie gehen".(2) Der EVA kommt laut der "Militärischen Fähigkeitsverpflichtungskonferenz" vom 22.11.2004 in Brüssel die Rolle als "Gewissen und Katalysator" zu "um die Implementierung des ECAP (3) zu koordinieren" . Aus dem "Außenpolitischen Bericht" aus dem Jahr 2003 geht die Mitwirkung Österreichs am ECAP hervor: "Österreich nimmt an den Projektgruppen 'Hauptquartiere', 'Drohnen', 'Interoperabilität bei humanitären Einsätzen', 'Schutz vor ABC-Waffen' 'Besondere Einsatztruppen' und 'Sanitätseinheiten' teil" .(4) Österreich nimmt also an sechs von 15 Rüstungsprojektgruppen teil! EU-Interventionstruppe und Schlachtgruppen Eine 60.000 SoldatInnen starke EU-Armee soll für weltweite Kriegseinsätze innerhalb von 60 Tagen reagieren und mindestens ein Jahr im Kriegseinsatz stehen können. Dafür wurden ca. 100.000 SoldatInnen, 400 Flugzeuge und 100 Kriegsschiffe bei "Beitragskonferenzen" zugesagt. Im November 2004 wurde bei einer solchen Konferenz die Bildung von 13 Schlachtgruppen bis zum Jahr 2007 beschlossen.(5) Eine Schlachtgruppe besteht aus 1500 SoldatInnen. Sie kann sehr schnell und flexibel weltweit eingesetzt werden und ist selbstständig handlungsfähig, weil sie alle relevanten Waffengattungen in sich vereint. So soll sie kürzere Operationen komplett selbstständig durchführen und bei längeren Operationen als "Vorhut" dienen, die später von der EU-Interventionstruppe abgelöst werden soll. Österreich hat bis jetzt Einheiten mit einer Entsendestärke von 1500 SoldatInnen für die EU-Interventionstruppe und 200 für eine deutsch (!) geführte EU-Schlachtgruppe ("Battle-Group") bis zum Jahr 2007 zugesagt. "Verteidigungs"minister Platter stellte aber bereits 3500 SoldatInnen für EU-Kriegseinsätze im Ausland in Aussicht. Auslandseinsätze des Bundesheeres Ab dem Jahr 1960 beteiligte sich Österreich an klassischen UNO-Blauhelm-Einsätzen (z.B. am Golan oder in Zypern). Solche Einsätze wurden auf Beschluß des UNO-Sicherheitsrates unter der Führung der UNO basierend auf Kapitel VI der UN-Charta durchgeführt. Voraussetzung für solche "Peace-Keeping"-Einsätze war, dass alle Streitparteien einen Waffenstillstand ausverhandelt und dem UNO-Einsatz zugestimmt hatten. Die UNO-Blauhelme durften Waffengewalt nur zu Selbstverteidigungszwecken anwenden. Seit 1996 nehmen österreichische SoldatInnen an sogenannten "Peace-Making" od. "Peace-Enforcement"-Einsätzen basierend auf Kapitel VII der UN-Charta teil. Hierbei handelt es sich um Kampfeinsätze unter der Führung der NATO, der EU oder einer "Lead-Nation" ( Bosnien-Herzegowina: 1996-2001 u. 2004 - NATO sowie seit Dezember 2004 - EU-Führung; Kosovo seit 1999 - NATO-Führung; Mazedonien: 2003 - EU-Führung; Kongo: 2003 - EU-Führung; Afghanistan: 2002 u. 2004, sowie seit August 2005 - NATO-Führung). Bis Anfang der 1990er Jahre galten solche Einsätze als mit der österreichischen Neutralität unvereinbar! Zu den Auslandseinsätzen des österreichischen Bundesheeres im Gebiet des ehemaligen Jugoslawiens meinte "Verteidigungs"minister Platter unverblühmt: "Meine sicherheitspolitische Priorität liegt am Balkan. In Mazedonien, [...] im Kosovo und drittens in Bosnien-Herzegowina." Dort solle das Militär "für die Wirtschaft auch den Boden bereiten", denn der Balkan sei "wirtschaftlich ein für uns ganz interessanter Raum" (6) In Bosnien-Herzegowina hat die EU im Dezember 2004 die Führung von der NATO übernommen. Ähnliches ist für den Kosovo zu erwarten. Der Trend geht dahin, dass die EU sukzessive die militärische Kontrolle über den Balkan ausbaut. "Wenn demnächst auf die eine oder andere Weise Mazedonien noch dazu kommt, wird die gesamte Region ein unerklärtes Protektorat der Europäischen Union sein [...] Ja, der Balkan ist unser Hinterhof. Ja, wir haben dort Interessen, für die wir einstehen wollen. Ja, militärische Macht gehört in letzter Konsequenz eben doch zu den Mitteln, diese Interessen und Werte durchzusetzen [...] Wer Stärke zeigt, wer Interessen hat und sie durchsetzen will - der haftet lange". (7) Konnte 1999 das politische Establishment Österreichs wegen neutralitätsrechtlicher "Bedenken" noch nicht an vorderster Front mit unmittelbaren Kriegshandlungen teilnehmen (besser gesagt teilnehmen lassen, denn die GewinnlerInnen stehen ja nicht in den direkten Kampfhandlungen, sondern lassen SoldatInnen dafür morden und sterben), fand der völkerrechtswidrige Krieg im Europäischen Rat bereits die Zustimmung des damaligen Bundeskanzlers Viktor Klima (SPÖ). Mit Dezember 2005 wird Österreich in Bosnien-Herzegowina im Rahmen von EUFOR-ALTHEA die Kommandoführung der Task Force in Tuzla übernehmen und für 1.650 SoldatInnen und 500 Zivilpersonen für ein Jahr zuständig sein. EU-Militäroperationen 2003 haben in Mazedonien und im Kosovo die ersten Miltäroperationen unter der Führung der EU begonnen. Im Dezember 2004 startete die dritte und bisher größte EU-Militäroperation EUFOR-ALTHEA (althea - griechisch; steht für "heilende Göttin") in Bosnien-Herzegowina mit ca. 7.000 SoldatInnen. Die EU übernahm diese Mission von der NATO nach derer neun-jährigen Führung. Die Finanzierung dieses Einsatzes erfolgt außerhalb des regulären EU-Haushaltes durch Beiträge der Mitgliedsstaaten. Österreich stellte anlässlich dieses Führungswechsels wieder ca. 300 SoldatInnen. Ein österreichischer Teilnehmer am KFOR-Einsatz des Bundesheeres im Kosovo zur Realität osterreichischer Militäreinsätze im Ausland: "Bei der Operation in Dragas kamen wir im türkisch kontrollierten Sektor zum Einsatz. Dabei ist es sogar zu einer Schießerei gekommen. Beim Einsatz in Mitrovica waren die Bundesheer-Soldaten zunächst der französischen Fremdenlegion bzw. der französischen Armee unterstellt. Hier waren wir gemeinsam mit Einheiten der deutschen Bundeswehr in vorderster Reihe bei der Bekämpfung von Demonstrationen von Albanern und Serben. [...] Ein wesentlicher Ausbildungsanteil waren das Nahkampftraining und die sog. 'Crowd and Riot Control', d.h. die Bekämpfung von Aufständen und Demonstrationen. Dafür gibt es einen eigenen Schlagstock - den sogenannten RMS - den 'Rettungs-Mehrzweck-Stock', um irreparable Wirbelsäulenschäden anzurichten. [...] Auch die Waffen die im Kosovo zum Einsatz kommen haben mit traditionellen UNO-Peace-Keeping-Einsätzen nichts mehr zu tun. Dort sind die Soldaten nur leicht bewaffnet. Im Kosovo dagegen sind Österreicher mit schwerem Kampfgerät präsent: Pandur-Panzer, überschwere Maschinengewehre, Panzerabwehrkanonen. Ähnliche grobe Verletzungen der Neutralität gab es auch beim Auslandseinsatz in Afghanistan. Ich habe von einem Bekannten, der dort im Einsatz war, erfahren, dass österreichische Soldaten dafür eingesetzt wurden, den Ausgang von Höhlen zu bewachen, während US-Soldaten drinnen auf Jagd nach Aufständischen gegangen sind." (8) Zu der EU-Mission in der Demokratischen Republik Congo schreibt die Informationsstelle Militarisierung (IMI) e.V.: "Die Demokratische Republik Congo (DRC) scheint von EU-Politikern in erster Linie als Testgebiet für künftige militärische und zivilmilitärische Operationen in Afrika gesehen zu werden. Nachdem schon die Operation Artemis im Sommer 2003 als „Geburtsstunde der europäischen Sicherheitspolitik“ gefeiert wurde, findet gegenwärtig auch die erste „zivile“ Mission im Rahmen der Europäischen Sicherheits- und Verteidigungspolitik (ESVP) in Afrika auf dem Gebiet der DRC statt. Am 2. Mai beschloss der Europäische Rat nun, diese Polizeimission militärisch zu flankieren. Am 8. Juni landeten die ersten acht hochrangigen EU-Militärs, um als Spezialisten bei der Reform des Sicherheitssektors beratend und unterstützend mitzuwirken. Als Grundlage der beiden aktuellen Missionen dient eine offizielle Einladung der kongolesischen „Regierung des Übergangs“, die sich aus Warlords zusammensetzt und nun die auf den 30. Juni angesetzten Wahlen um sechs Monate verschoben hat. An diesem Datum, zugleich der „Unabhängigkeitstag“, gab es massive Proteste der Zivilbevölkerung, welche die korrupte Regierung endlich abwählen möchte. Diese wurden von Polizei und Militär mit scharfen Waffen angegriffen. Es gab in mehreren Städten Tote und Verletzte, deren genaue Zahl unklar ist. In der Folge wurden Radiosender und Zeitungen, die über die Proteste berichteten eingeschüchtert oder vorübergehend geschlossen. Funktionäre der UDPS, einer Partei der zivilen Opposition, die zur Absetzung der aktuellen Regierung zu zivilem Ungehorsam aufrief, wurden verhaftet. Bei diesen Repressiven Massnahmen könnten Polizeikräfte zum Einsatz gekommen sein, die von europäischen Polizisten in Aufstandsbekämpfung ausgebildet wurden und deren Ausrüstung vom Europäischen Entwicklungsfond finanziert wurde." (9) EU-Kriegsszenarien Im Mai 2004 hat das EU-Institut für Sicherheitsstudien im Auftrag des Europäischen Rates und auf Basis der Europäischen Sicherheitsstrategie (ESS) ein Europaean Defence Paper (EDP) als Vorschlag für ein "Weißbuch" vorgelegt, dass die Interessen der EU definiert und davon abgeleitet konkrete EU-Kriegsszenarien entwickelt. (10) Ein zentrales ökonomisches Interesse sei demnach "der Stabilitätsexport zum Schutz von Handelsrouten und dem Fluss von Rohstoffen". (11) Dazu sollte die EU folgende Militäroperationen durchführen können: Friedenserhaltende Einsätze wie z.B. im Kosovo, humanitäre Interventionen wie z.B. in Bosnien oder Ruanda, präventive Verhinderung eines Angriffes mit Massenvernichtungswaffen wie z.B. in Afghanistan, Militäroperationen innerhalb des EU Gebietes zum sogenannten "Heimatschutz" und schließlich Regionalkriege zur Verteidigung europäischer Interessen wie z.B. der 2.Golfkrieg 1990/91. Hinter solch euphemistischen Begriffen verbergen sich oft andere Interessen: Besatzung statt Friedenserhaltung, Angriff statt Prävention, Interessen statt Humanität usf. "Künftige regionale Kriege könnten europäische Interessen tangieren [...] indem europäische Sicherheit und Wohlstand direkt bedroht werden. Bspws. durch die Unterbrechung der Ölversorgung und/oder einer massiven Erhöhung der Energiekosten, [oder] der Störung der Handels-und Warenströme" . Daraus folgen Szenarien wie dieses: "In einem Staat X am Indischen Ozean haben antiwestliche Elemente die Macht erlangt und benutzen das Öl als Waffe, vertreiben westliche Bürger und greifen westliche Interessen an. Darüber hinaus haben sie mit der Invasion des Nachbarlandes Y begonnen, dessen Regime pro-westlich orientiert ist und eine zentrale Rolle beim freien Fluss von Öl in den Westen spielt .[...] Die EU interveniert gemeinsam mit den USA mit einer starken Streitmacht, um das Land Y zu unterstützen und ihre eigenen Interessen zu schützen.[...] Das militärische Ziel der Operation ist es, das besetzte Territorium zu befreien und Kontrolle über einige der Ölinfrastrukturen, Pipelines und Häfen des Landes X zu bekommen". (12) Im EDP werden auch militärische Szenarien entwickelt, "in denen die nationalen Atomstreitkräfte von EU-Mitgliedstaaten (Frankreich und Großbritannien) in die Gleichung entweder explizit oder implizit eingehen können." (13) Militärische Aufrüstung in Österreich Das offizielle Militärbudget wurde in Österreich erneut um 70 Millionen Euro erhöht und beträgt für 2005 und 2006 jeweils 1.810 Millionen Euro. Platter freut sich: " In Zeiten der knappen Staats-Kassen bedeutet dieses Verhandlungsergebnis ein klares 'Ja' der Bundesregierung zur Umsetzung der größten Heeresreform der ZweitenRepublik." (14) Dazu kommen Erlöse aus Verkäufen von Liegenschaften und Rüstungsgütern. Dem Budgetbericht 2005 ist zu entnehmen, wofür das zusätzliche Geld konkret verwendet werden soll: " Der Mehrbedarf wird für den Aufbau des - auch an die EU gemeldeten - Einsatzrahmens für Auslandseinsätze, für Investitionsausgaben zum Aufbau der Auslandskapazitäten [...] benötigt." (15) Das offizielle Militärbudget Österreichs stieg somit in den letzten 13 Jahren um 25%. Die realen Ausgaben sind erfahrungsgemäß immer höher und v.a.werden viele militärisch-relevante Ausgaben außerhalb des offiziellen Militärbudgets geführt. So werden z.B. die 18 Kampfflugzeuge Marke "Eurofighter" extra geführt. Ebenso werden größere Auslandseinsätze des österreichischen Bundesheeres außerhalb des Militärtbudgets finanziert. Damit noch nicht genug: Die Bundesheer-Reformkomission hat empfohlen das Militärbudget gemäß internationaler Standards schrittweise zu erhöhen. Bezüglich der österreichischen Aufrüstungsprojekte ist besonders auffallend, dass hauptsächlich in den Bereichen Luftstreitkräfte, Panzer, und SoldatInnen-Ausrüstung investiert wurde und wird. In diesen Bereichen wurden die größten Rückstände bezüglich Auslandseinsätzen diagnostiziert. Werner Fasslabend, früherer österreichischer "Verteidigungs"minister, nunmehr Vorsitzender des European Affairs Subcommitte Österreich, antwortet der deutschen Militärzeitschrift "Wehrtechnik" auf die Frage, wie es mit der Erhöhung des österreichischen Rüstungsbudgets ausschaut, dass "hierfür die Weichen grundsätzlich gestellt" seien. Das österreichische Militärbudget werde sich "langsam aber sicher dem europäischen Durchschnitt annähern" . (16) Dieser EU-Durchschnitt liegt derzeit bei 2% des Bruttoinlandsproduktes. Der österreichische Anteil - Neutralität sei immer noch Dank - derzeit bei ca. 0,8%. Das heißt, eine Annäherung an den EU-Durchschnitt würde weit mehr als eine Verdoppelung des derzeitigen, österreichischen Militärbudgets bedeuten! Das ist der Beginn einer österreichischen Aufrüstungswelle! WOLLT IHR DAS ALLES ZAHLEN? Anhang (1) aus dem Tagebuch der EU-Militarisierung guernica 5/2005: Der deutsch-französische Rüstungskonzern EADS gibt bekannt, dass die Gewinne im ersten Halbjahr 2005 gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 57% angestiegen sind. 2004 war bereits ein Traumjahr für EADS. Der Umsatz im Rüstungssektor stieg um 16%. (2) www.bundesheer.at/cms/artikel.php?ID=1200, 17.9.2004 (3) European Cabability Action Plan: Von den EU-Staatschefs bereits 2001 ins Leben gerufen um "militärische Fähigkeitslücken" der EU zu überwinden. (4) guernica 5/2005 (5) aus dem Tagebuch der EU-Militarisierung guernica 5/2005: "Beim EU-Gipfel in Brüssel hält der EU-Rat in seinen Schlußfolgerungen fest, dass der Aufbau der EU-Schlachtgruppen ("Battle-Groups") erfolgreich vorankommt und 2005/06 bereits die ersten dieser Kampfgruppen einsatzbereit sein werden. Auch die sog. "zivil-militärische Zelle" als operatives Zentrum für Auslandseinsätze wird spätestens im Juni 2006 einsatzbereit sein. Begrüßt werden die "vier Leuchtturmprojekte" der EU-Verteidigungsagentur in den Bereichen militärische Fähigkeiten, Rüstung, Industrie, und Marktliberalisierung." Im Mai 2005 wurden die vier Leuchturmprojekte vom EU-Rat abgesegnet. Sie betreffen die Bereiche: gepanzerte Kampffahrzeuge (lt. Nick Witney, Leiter der Rüstungsagentur sollen rund 10.000 Stück beschafft werden), Drohnen, Führungs-und Informationssysteme und den europäischen Markt für Rüstungsgüter. (6) "Der Standard", 10.09.2003 (7) "Die Welt", 30.06.2001. (8) guernica 1/2005 (9) www.imi-online.de/2005.php3?id=1190 (10) www.iss-eu.org/chaillot/wp2004.pdf (11) ebd. (12) ebd. (13) ebd. (14) www.bundesheer.at/cms/artikel.php?ID=1236 (15) Budgetbericht 2005, BMF, S.15 (16) Wehrtechnik IV/2004 ================================================ 25 ÖLSF-Liste] Re: HOSI Wien: Keine halben ÖVP-BZÖ-Sachen bei der "Homo-Ehe" - lieber gleich auf rot-grüne Mehrheit warten! von ================================================ am 22.08.2005 9:39 Uhr schrieb Kurt Krickler unter Kurt.Krickler at hosiwien.at: Innenpolitik/Homosexualität/HOSI Wien HOSI Wien: ÖVP-BZÖ-Geplänkel über Gleichstellung von Lesben und Schwulen nicht ernst nehmen! Sehr geehrte Redaktion! Als vor drei Jahren § 207b als Ersatz für den schwulendiskriminierenden Paragraphen 209 ins Strafgesetzbuch aufgenommen wurde, haben viele befürchtet, dass sich § 207b als Bestimmung gegen Schwule in den Köpfen festsetzt, obwohl er unterschiedslos für homo- und heterosexuelle Handlungen gilt. Diese Befürchtung scheint sich nun zu bewahrheiten: Entgegen den Ausführungen im “Falter” sieht § 207b die Strafbarkeit auch für Hetero-Sex mit Unter-16-Jährigen bei Ausnützung einer Zwangslage der Jugendlichen (Absatz 2) sowie die Strafbarkeit für Freier für Sex mit Unter-18-Jährigen gegen Entgelt (Absatz 3) vor. Das scheint sich aber auch unter den StaatsanwältInnen und RichterInnen noch nicht herumgesprochen zu haben. Denn wie sonst ist es zu erklären, dass die Freier in den vom “Falter” geschilderten Fällen freigesprochen wurden – angeblich, weil sie glaubhaft machen konnten, über das Alter der Mädchen nicht Bescheid gewusst zu haben. Das scheint höchst aufklärungsbedürftig, wo doch offenbar manche “Klienten” dieser Begleitagenturen ausdrücklich Mädchen unter 18 Jahren “bestellt” hatten. Wieso hat die Staatsanwaltschaft gegen diese Freisprüche nicht berufen? Weil eine Krähe der anderen kein Auge aushackt, gehörten doch auch Staatsanwälte zum Kundenstock der Agentur? Hier ist Justizministerin Gastinger gefordert, eine Untersuchung in die Wege zu leiten. Nicht logisch erscheint, warum man nicht über die Bestrafung der Freier die Zwangsprostitution und die Prostitution Jugendlicher erfolgreich eindämmen könnte. Man hat den Eindruck, dass hier die vereinte Freierlobby gemeinsame Sache mit Beratungsstellen macht, deren Angestellte sich wohl um ihre Arbeitsplätze sorgen, sollte der Zustrom betroffener Frauen, die aus der Zwangsprostitution flüchten, versiegen. Abgesehen davon, dass man in Schweden an eine Änderung der gesetzlichen Lage offenbar trotz neuer Probleme gar nicht denkt, ist der Verweis dieser selbsternannten “ExpertInnen” auf das schwedische Beispiel auch deshalb nicht stimmig, weil in Schweden jegliche Form der Prostitution für den Freier verboten ist. Dadurch mögen sich neue Probleme ergeben, aber wenn, wie in Österreich, die Prostitution grundsätzlich erlaubt ist, ändert es ja nichts für die legalen Prostituierten, wenn die illegale Pfusch-Konkurrenz auch auf Freierseite bekämpft wird. Im Gegenteil – das ist sicherlich im Interesse der legalen Prostituierten. Jeder Häuslbauer, der Schwarzarbeiter beschäftigt, bekommt eine Strafe aufgebrummt. Warum soll man einen Freier nicht dafür verantwortlich machen, dass er sich eben nicht der Dienste einer minderjährigen Sexsklavin bedient? Die Homosexuelle Initiative (HOSI) Wien fühlt sich angesichts des “Falter”-Berichts in ihrer Haltung – für die wir von vielen anderen Homosexuellenvereinen angefeindet worden sind – bestätigt, nicht für die ersatzlose Streichung des § 207b einzutreten, denn wir sind entschieden gegen die sexuelle Ausbeutung von Jugendlichen unter 18 Jahren durch Prostitution und Pornographie. Allerdings haben wir nicht das geringste Verständnis dafür, wenn die Justiz im Heterosexuellenmilieu diesbezüglich alle Augen zudrückt! Gezeichnet: Homosexuelle Initiative (HOSI) Wien – 1. Lesben- und Schwulenverband Österreichs Rückfragehinweis: Christian Högl, Obmann: Tel. 0699-11811038 Bettina Nemeth, Obfrau: Tel. 0699-11965265 Kurt Krickler, Generalsekretär: Tel. 5451310 oder 0664-5767466 office at hosiwien.at; http://www.hosiwien.at ================================================ ================================================ C) TERMINE ================================================ ======================== Donnerstag http://mund.at/butt/Termine/August/2508.htm Freitag http://www.mund.at/butt/Termine/August/2608.htm Samstag http://www.mund.at/butt/Termine/August/2708.htm ======================== ================================================ D) EDITORIAL ================================================ Für den Inhalt verantwortlich: Ihr. E-Mail-Adresse für Beiträge: widerstand at no-racism.net geschickt. widerst at nd MUND und alle Termine täglich aktualisiert im Web: http://www.no-racism.net/MUND Ziel von MUND (medienunabhängiger Nachrichtendienst) ist die unzensurierte und möglichst rasche Information über gesellschafts- politisch relevante Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu Widerstand und Antirassismus sowie verwandte Themen. sollen einen Titel, Namen und Emailadresse der/des AutorIn enthalten und möglichst kurz und prägnant gehalten sein, ev. mit Hinweis, wo weitere Informationen eingeholt werden können. Bitte keine Attachments! Die inhaltliche und sachliche Verantwortung liegt bei der/dem jeweiligen AutorIn bzw. jenen, die uns die Beiträge schicken. Der MUND wird von einzelnen TagesredakteurInnen zusammengestellt. Da Fehler nicht ausgeschlossen sind, bitten wir, nicht veröffentlichte Beiträge nochmals an widerstand at no-racism.net zu senden. Die Weiterleitung (auch auszugsweise) ist erwünscht. Beiträge mit rassistischen oder sexistischen Inhalten werden nicht veröffentlicht. Sehr persönliche Meldungen werden wir an den betreffenden Adressaten weiterleiten, aber nicht im MUND veröffentlichen. Die bisherigen Ausgaben sind unter http://www.no-racism.net/MUND archiviert. Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage: * Wann: Sonntag, 11.11.2001, 11:11 Uhr * * Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" * * Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf * * Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie. Aber kurz und prägnant.* Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch stillschweigend Zensur zu üben. Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die Nichtaufnahme geliefert. (Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.) Die AbsenderInnen der betroffenen Beiträge werden hiervon informiert. Im Sinne einer "gläsernen Zensur" könnt ihr Euch die Beiträge gerne extra schicken lassen: Ein kurzes Mail an widerstand at no-racism.net genügt. ================================================ E) VERTEILERLISTE ================================================ Zur Eintragung in diesen Verteiler bitte direkt subskribieren unter http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/analle oder von der einzutragenden Adresse aus ein mail schicken an: admin at no-racism.net mit folgendem Text: subscribe no-racism Bitte wegen Automatisierung diesen Wortlaut verwenden! Zur Austragung aus dieser Liste bitte an zusammengestellt. Bitte keine Attachments! (werden nicht angenommen) alles aufgenommen, außer einige Doubletten Redaktionsschluss für diese Ausgabe: Mi, 19.45 Uhr III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III ü, ö, ä, ß, Ü, Ö, Ä III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III widerst at nd-MUND is powered by http://alt.strg.at/ ================================================ From analle at no-racism.net Mon Aug 29 07:24:53 2005 From: analle at no-racism.net (=?iso-8859-1?q?MUND=3A_medienunabh=E4ngiger_Nachrichtendienst?=) Date: Mon, 29 Aug 2005 07:24:53 +0200 Subject: MUND_290805 Message-ID: MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst www.no-racism.net/mund Montag, 29. August 2005 MedieninhaberInnen seid ihr! ================================================ A) INHALT ================================================ <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 01 Einladung - Infoveranstaltung Ulrichsberg/EKH von: newsletter at gajwien.at ================================================ 02 NATIONAL/HYMNEN -- Miki Malör / monochrom / Chor der Gegenstimmen von: nationalhymnen at monochrom.at ================================================ 03 Ankündigung von: a7703688 at unet.univie.ac.at ================================================ 04 Transmitter 2005: Kritische Auseinandersetzung mit Jubel- und Gedankenjahr von: transmitter at oesterreich-2005.at ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND KOMMENTARE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 05 Demonstration in Wien gegen Hinrichtungen im Iran von: Kurt.Krickler at hosiwien.at ================================================ 06 Antirassismus-Demonstration fast ohne österreichische Beteiligung von: INAKKO at gmx.at ================================================ 07 Newsleter 24.08.2005 von: ekhaus at med-user.net ================================================ 08 HOSI Wien fordert schonungslose Aufklärung nach "Falter"-Bericht ü ber Menschenhandel von: Kurt.Krickler at hosiwien.at ================================================ 09 antwort an dietmar köhler im mund vom 24. august von: klaus.zellhofer at gruene.at ================================================ 10 AT: Backup auf der Kurzwelle von: depesche at quintessenz.org ================================================ 11 IT: anonyme und unregistrierte Kommunikation verboten von: depesche at quintessenz.org ================================================ 12 Kontroverse zwischen KPÖ und SPÖ um Sozialpolitik in Wien von: zach at kpoe.at ================================================ 13 Stmk/Spielberg/Kovats/Stellungnahme/KPÖ von: kpoe_stmk at hotmail.com ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< SOLIDARITÄT WELTWEIT ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 14 9 demonstrations against deportations to Iraq von: wadi.wien at gmx.at ================================================ 15 Wieder sollen 2 Jugendliche im Iran hingerichtet werden von: wadi.wien at gmx.at ================================================ 16 Abschiebungen in den Irak / Deportations to Iraq von: wadi.wien at gmx.at ================================================ 17 Irakische Verfassung diskriminiert religiöse Minderheiten von: gfbv.austria at chello.at ================================================ 18 Rotes Kreuz behandelt Terroristen im Irak von: wadi.wien at gmx.at ================================================ 19 Iraq secularists denounce "Islamist" constitution von: wadi.wien at gmx.at ================================================ 20 [slp-info] Venezuela: Veranstaltungen und neue Broschüre von: slp at slp.at ================================================ 21 News über Venezuela von: office at venezuela-info.net ================================================ 22 Sudan: "Wiederaufbau des Sudans nicht ohne Frauen" von: wadi.wien at gmx.at ================================================ 23 The Rules Of The Game Are Changing for us too, Mr Blair von: hx65 at dial.pipex.com ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< LINKS UND HINWEISE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 24 Newsletter andersrum.gruene.at von: andersrum-newsletter at listen.gruene.at ================================================ 25 [al_news] Arbeitskampf bei Joy&Fun / Volksstimmefest / Rotes Kino, Vol.14 von: al at sozialismus.net ================================================ 26 Umfrage 'die Wiener Gruenen...' von: martin.mair at mediaaustria.at ================================================ ================================================ B) TEXTE ================================================ <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 01 Einladung - Infoveranstaltung Ulrichsberg/EKH von: newsletter at gajwien.at ================================================ Infoveranstaltung 02.09.2005 - 19:30 EKH, Wielandgasse 2-4, 1100 Wien Den Kärntner Konsens angreifen! Schluss mit dem Ulrichsbergtreffen! Bei der Info-Veranstaltung am 2. September im EKH wollen wir einerseits näheres zum Hintergrund und der Bedeutung des Treffens erzählen. Dabei werden wir auch rare Video-Auschnitte von den Feiern am Berg, sowie von dem berüchtigten Treffen der "Kameradschaft IV" am Tag davor in Krumpendorf präsentieren. Wir wollen aber auch auf den oft verdrängten Widerstand der PartisanInnen in Kärnten und kurz auf die antifaschistischen Proteste gegen das Treffen in den letzten Jahren eingehen, sowie natürlich die geplanten Gegenaktivitäten vom 16.-18. September 2005 vorstellen. Veranstaltungsbeginn ist 19:30 Uhr. Anschließend an die Info-Veranstaltung gibt's ein entsprechendes musikalisches Rahmenprogramm (Auflegerei). Weitergehende Infos: www.u-berg.at www.gajwien.at ================================================ 02 NATIONAL/HYMNEN -- Miki Malör / monochrom / Chor der Gegenstimmen von: nationalhymnen at monochrom.at ================================================ N A T I O N A L / H Y M N E N = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = Miki Malör / monochrom / Chor der Gegenstimmen www.monochrom.at/nationalhymnen = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = Präsentiert von Miki Malör in Zusammenarbeit mit der Theorieneigungsgruppe monochrom und dem Chor der Gegenstimmen Regie: Miguel Angel Gaspar = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = Eine musikalische Reise. Die ganze Welt von A-Z, durch ihre Hymnen betrachtet. Zum besseren Verständnis der österreichischen Identität. Ein patriotischer Beitrag zum Österreichjahr 2005. = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = Liebe Österreicherinnen und Österreicher! Nationen und die auf ihnen errichteten Nationalstaaten sind eine historische Erfindung. Eine Erfindung der bürgerlichen Klasse. Eine Erfindung zur Durchsetzung ihrer politischen und ökonomischen Interessen. Und das sind auch Sie, liebe Österreicher und Österreicherinnen: Erfindungen zur Durchsetzung politischer und ökonomischer Interessen. Lassen Sie dieses Gefühl zu. Singen sie mit! = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = Aufführungen: 6. September bis 17. September 2005 tägl. 20:00 (ausser So/Mo) dietheater Künstlerhaus, Karlsplatz 5, 1010 Wien www.dietheater.at * Preis: EUR 14,50 / Vorverkauf EUR 12,- = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = Performance: Miki Malör Theorieneigungsgruppe monochrom: Johannes Grenzfurthner, Harald Homolka List (Präsenz, Wording); Frank Apunkt Schneider (Text); Eva Hausberger (Visuals); Franky Ablinger, Evelyn Fürlinger (Daten und Koordination) Chor: Gegenstimmen Konzept: Miki Malör Regie: Miguel Angel Gaspar Musikalische Leitung, Chorsätze: Erke Duit Assistenz: Gerda Schorsch Lichtdesign: Edgar Aichinger Licht, Ton: Andrea Korosec, Ewald Marischka PR: Michaela Benovic-Fellner Fotos: Johannes Kittel Netz, Recherche: Helmut Schütz Dank an: Hagnot Elischka = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = Subvention: Kulturabteilung der Stadt Wien MA 7. ================================================ 03 Ankündigung von: a7703688 at unet.univie.ac.at ================================================ Hallo! Ich möchte Euch bitten, folgende Terminankündigung zu veröffentlichen. Es handelt sich um eine Initiative einiger Erwerbsarbeitsloseninitiativen (ArbeitslosensprecherIn, ZAE, AmSand ua.). Mit herzlichen Grüßen Walter Initiative für eine Erwerbsarbeitslosenkonferenz! In Erwägung eine österreichweite Konferenz zum Thema Erwerbsarbeitslosigkeit zu organisieren (vielleicht auch darüber hinaus), laden wir (Erwerbsarbeitsloseninitiativen, Erwerbsarbeitslose, am Thema Interessierte) alle InteressentInnen herzlich zum Vorbereitungstreffen, am Dienstag, den 30.8.05 ins Amerlinghaus, um 19Uhr Raum 3 (Folgetreffen: 13.9.05, ebendort). Unser Ziel dabei ist, Erwerbsarbeitslosigkeit, die Betroffenen und deren Schicksalhaftigkeit des Leidens an der Welt, in ebenso viele soziale und emanzipatorische Alternativen zu verwandeln; wenn möglich. Diese Alternativen sind gegen eine Regierung gerichtet, die die Unterklasse verstärkt in einen Kreislauf der Verarmung katapultiert, und das dann zynisch "Untüchtigkeit" nennt. Nach jedem Beschäftigungsgipfel gibt es mehr Erwerbsarbeitslose als vorher. An einer solchen, geplanten Konferenz sollen alle teilnehmen können, die sich durch das Thema abgesprochen fühlen, mithin beziehen wir uns auf die neuen Lebens- und Arbeitsbedingungen, unabhängig von Landes- und anderen Grenzen. So sind wir stark an einer Verknüpfung auch zu Erwerbsarbeitslosen anderer Länder interessiert, sowie zu allen anderen in unterprivilegierten Arbeitsverhältnissen stehenden (es sei hier explizit auch die Hausarbeit hervorgehoben, also nicht nur Erwerbsarbeit, aber auch der weite Bereich der prekären Arbeit). Unser Ziel ist nicht so sehr konkret, als vielmehr subjektiv. Es soll zu einem Motivationsschub verhelfen, also mehr auf das Überhaupt des selbständigen Handelns, Seins und des Diskurses zielen. Bei konkreten Zielen besteht ja die Gefahr, das sie uns tagtäglich enteignet werden. Dies wäre ein großer Gewinn. Dass wir uns neue Verbindungen erschließen, neue Möglichkeiten kollektiver Bezogenheit, eine Art gelebter Widerstand, um so Möglichkeiten der Veränderungen zu erkennen. Es geht nicht um statische Konzepte, um "ewige Wahrheiten", sondern um die Kapazität die Veränderungen zu verändern. Es soll allen TeilnehmerInnen die Möglichkeit geboten werden (kein Muss), Beiträge zu gestalten. Danach soll es genügend Raum geben, vermittels Diskussionsrunden aktuelle Stellungnahmen zu be- und verarbeiten. Mit widerständigen Grüßen Walter ================================================ 04 Transmitter 2005: Kritische Auseinandersetzung mit Jubel- und Gedankenjahr von: transmitter at oesterreich-2005.at ================================================ |--- > MEDIEN-INFORMATION |--- > Transmitter 2005: Gegen den Mainstream bürsten! | > Jugendkultur-Festival sucht kritische Auseinandersetzung mit > den Staatsfeierlichkeiten im Jubel- und Gedankenjahr |--- "So wie schon in den Jahren zuvor, wird auch heuer wieder kräftig gegen den Mainstream gebürstet!" Einen ambitionierten Schwerpunkt hat sich das mittlerweile 14. Jugendkultur-Festival Transmitter vorgenommen, das sich von 30. August bis 3. September 2005 der Auseinandersetzung mit dem Jubel- und Gedankenjahr widmet. Veranstaltungsorte sind das Jüdische Museum sowie das Tennis Event Center in Hohenems (Vorarlberg). "Wir wollen nicht im Gedenkjahressumpf vesinken, sondern den Rahmen des Festivals dazu nützen, ein breites und jugendliches Publikum mit kritischen Positionen zu Geschichtsmythen und Heimat-Tümelei zu konfrontieren", erklärt Transmitter-Leiter Bernhard Amann. Für Überraschungen ist gesorgt. Neben Vorträgen, Diskussionen und einer Ausstellung zum Thema "Im Konflikt. Österreich minus2005" werden vor allem die künstlerischen Interventionen der Gruppe "Café Temelin" mit großer Spannung erwartet. Geplante Irritationen sollen aufzeigen, dass gerade auch in Vorarlberg die NS-Vergangenheit einen langen Schatten in die Gegenwart wirft und eine öffentliche Debatte um historische Schuld, Wiedergutmachung, Restitution und politischen Neubeginn dringend geboten ist. Abgerundet wird der Programmschwerpunkt mit einem Konzert der vielseitigen Elektro-Protest-Musikerin Gustav am 1. September 2005. "Es ist unsere Aufgabe, gegen das täglich servierte Gemisch aus Nationalismus, Trümmerfrauenpathos und 50er-Revival Standpunkte einer jungen Generation sichtbar zu machen, die bei den Staatsfeierlichkeiten nicht mitmachen will. Das Transmitter-Festival bietet die Chance, dass sich das Netzwerk der künstlerischen und kulturpolitschen Aktivitäten über Hohenems erweitert und vor allem auch nachhaltige Spuren in den Köpfen der Menschen hinterlässt", so Amann abschließend. |--- > Ausführliche Programm-Informationen |--- > http://oesterreich-2005.at/transmitter/ |--- |--- > Rückfragen |--- > Tel. +43 (676) 309 49 86 > mailto:transmitter at oesterreich-2005.at |--- ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND KOMMENTARE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 05 Demonstration in Wien gegen Hinrichtungen im Iran von: Kurt.Krickler at hosiwien.at ================================================ Medienaussendung der Homosexuellen Initiative (HOSI) Wien vom 26. August 2005: Demonstration in Wien gegen Hinrichtungen im Iran Knapp 50 Personen, darunter die grüne Nationalratsabgeordnete Ulrike Lunacek, folgten dem Aufruf der Rosa Lila Villa und der HOSI Wien und demonstrierten heute, 26. August 2005, vor dem Büro der iranischen Fluglinie Iran Air in der Wiener Innenstadt. Kurz nach 12 Uhr blockierten die KundgebungsteilnehmerInnen auch die Ringstraße vor der Oper für zwei Minuten, indem sie das riesige Transparent über die Fahrbahn des Rings spannten, das AktivistInnen der Rosa Lila Villa kurzfristig von der Villa-Fassade abmontiert und zur Demo mitgenommen hatten. Seit einigen Wochen hängt das Transparent mit der Aufschrift Iran: Justiz mordet Homosexuelle wienzeilenseitig an der Villa und informiert die WienerInnen und die Wien-BesucherInnen. FOTOS VON DER DEMO ZUM HONORARFREIEN ABDRUCK AUF: http://www.hosiwien.at/?p=92 "Unmittelbarer Anlass für die heutige Demo waren Informationen aus dem Iran, wonach morgen bzw. anderen Quellen zufolge übermorgen wieder zwei Homosexuelle hingerichtet werden sollen, und zwar in der Stadt Arak3, berichtet HOSI-Wien-Obmann Christian Högl. (Vgl. OTS0026 vom 21.8.05). Am 19. Juli 2005 waren zwei Jugendliche in der Stadt Meschhed (Mashhad) wegen homosexueller Handlungen öffentlich hingerichtet worden, was internationale Proteste und weltweite Empörung hervorgerufen hatte (vgl. OTS0083 vom 21.7.05). Die Demonstration richtete sich aber nicht nur gegen diese drohende Hinrichtung, sondern ganz allgemein gegen die Todesstrafe und das Totalverbot homosexueller Handlungen. Unsere konkreten Forderungen in diesem Zusammenhang lauten daher auch: * Schluss mit der Todesstrafe! Egal, für welches Delikt; egal, wo! * Schluss mit dem Verbot homosexueller Handlungen! Im Iran und anderswo! * Politisches Asyl in Österreich für verfolgte Schwule und Lesben aus dem Iran und anderen Staaten mit ähnlichem Totalverbot! * Keine Abschiebung Homosexueller in den Iran! Menschenrechtsorganisationen zufolge sind seit der Machtübernahme der Ayatollahs 1979 rund 4000 Schwule und Lesben wegen ihrer Homosexualität im Iran hingerichtet worden. Nach islamischem Recht, der Scharia, sind homosexuelle Handlungen mit der Todesstrafe bedroht! In 75 Staaten der Welt besteht noch ein derartiges Totalverbot homosexueller Handlungen, in neun davon ist die Todesstrafe dafür vorgesehen. Gezeichnet: Homosexuelle Initiative (HOSI) Wien - 1. Lesben- und Schwulenverband Österreichs Rückfragehinweis: Christian Högl, Obmann: Tel. 0699-11811038 Bettina Nemeth, Obfrau: Tel. 0699-11965265 Kurt Krickler, Generalsekretär: Tel. 5451310 oder 0664-5767466 office at hosiwien.at; http://www.hosiwien.at ================================================ 06 Antirassismus-Demonstration fast ohne österreichische Beteiligung von: INAKKO at gmx.at ================================================ Gestern, am Samtag, 27. August fand in der Linzer Innenstadt eine beeindruckende Demonstration gegen Rassismus und Faschismus statt, die von MigrantInnenvereinigungen aus der Türkei organisiert wurde. Die DemonstrantInnen zogen durch die Innenstadt bis zum Hauptplatz, wo es Musik und Tanzdarbietungen gab und die Zuschauer zum Mittanzen eingeladen waren. Sehr positiv festzustellen war die große Zahl von Jugendlichen, die an der Demonstration aktiv beteiligt waren. Antirassismus scheint aber offensichtlich das Anliegen von nur sehr wenigen österreichischen Menschen zu sein, was an der geringen Zahl von einheimischen TeilnehmerInnen (vielleicht waren es sechs bis max. acht Personen) festzustellen war. Die meisten Organisationen glänzten mit Abwesenheit, außer ein paar wenigen TeilnehmerInnen der SLP. Man hat den Eindruck, dass von den ÖsterreicherInnen die Thematik nicht sehr ernst genommen wird, denn sie sind ja nicht selbst betroffen. Wo waren den die ganzen Leute, die immer laut gegen Rassismus aufschreien? Es wird zwar viel über Betroffenheit geredet, getan wird aber nicht viel, oder eben nur nach Lust und Laune. Obwohl es dringend notwendig wäre, angesichts der feindseligen und hasserfüllten Bemerkungen, die man von zahlreichen PassantInnen hörte. Die wenigen, die sich angesprochen fühlten, waren ein paar Punks, die mit ihren Bierdosen herumspritzten. Die österreichische Jugend scheint entweder teilnahmslos oder hoffnungslos zu sein, und man gewinnt den traurigen Eindruck, dass unsere Gesellschaft schon ziemlich krank ist. Es war eine sehr schöne Veranstaltung, die jedoch ein nicht sehr schönes Ende nahm. Auf dem Heimweg der DemonstrantInnen kam es zu Angriffen von rechtsgerichteten türkischen Jugendlichen, was zu einer Schlägerei führte, die auch Verletzungen zum Ergebnis hatte. (beate) -- INTERNATIONALES AKTIONSKOMITEE SALZBURG Internet: http://inakko.gmxhome.de E-mail: INAKKO at gmx.at ================================================ 07 Newsleter 24.08.2005 von: ekhaus at med-user.net ================================================ Wien, 24.08.2005 Wie wir heute in einer Presseaussendung der ÖVP Favoriten lesen mussten, scheint nun auch die Wiener ÖVP sich in Vorwahlkampfzeiten auf sehr durchsichtige Weise ordnungspolitisch profilieren zu wollen. So schreckt die Partei auch nicht davor zurück die Probleme einer schon Jahrzehnte verschlafenen Jugend-, Stadtteil- und Freiraumpolitik, die nun rund um die Situation des Ernst-Kirchweger-Haus (EKH) sichtbar werden, auf dem Rücken der Bevölkerung des 10. Bezirks auszutragen. Völlig aus der Luft gegriffen ist der Vorwurf, die AnrainerInnen seien quasi einer Bedrohung seitens der BewohnerInnen und NutzerInnen des EKH ausgesetzt. So heißt es in der Pressemitteilung: "Völlig verunsichert und verärgert reagieren die Bewohner der Nachbarschaft auf die Verschmutzung, die Lärmerregung sowie die Bettelei auf der nahen Fußgängerzone". (OTS0172, 2005-08-23) Uns ist klar, dass das Verhältnis zwischen den BewohnerInnen des EKHs und den unmittelbaren NachbarInnen in der Vergangenheit nicht immer zum Besten bestellt war. Besonders durch den Verkauf des Hauses an C. Machowetz spitzte sich die Situation zu, im Speziellen durch mehrmaligen Besuch von Persönlichkeiten der rechtsextremen Szene und anderer unliebsamer Gäste. Auch das Bedrohungsszenario einer möglichen Räumung trug nicht zu einem harmonischen Mit- und Nebeneinander bei. In den letzten Jahren wurden zahlreiche Versuche unternommen, die fehlende Kommunikation anzuregen, um das Verhältnis zu verbessern: Feste wurden geplant und organisiert, Einladungen an die Nachbarschaft ausgesprochen und Informationsbroschüren verteilt. Auch dieses Jahr werden wir wieder aktiv auf die Anrainerschaft zugehen, und zwar im Rahmen eines Festes im Wielandpark am 10.9.2005. Dieser Kommunikationsaustausch, so hoffen wir, soll die Grundlage für eine Gesprächsbasis und ein längerfristig befriedetes Verhältnis bilden. Auf jeden Fall kann es keine Lösung sein, wie von der ÖVP gefordert wird, einen runden Tisch alleine mit den AnrainerInnen und der Bezirksvorstehung zu veranstalten, da nur mit einer gemeinsamen Diskussionsbasis ein gelungenes Miteinander erreicht werden kann. näxter Termin: Freitag 26.8. // MOREX OPTIMO (nyc) "artrock" aus nyc, die Presseinfo sagt: "Wieviele neue Formen der klassischen Dreier-Besetzung (Gitarre, Bass, Schlagzeug und drei Stimmen) gibt es noch zu entdecken? Morex Optimo aus Brooklyn haben die ihre jedenfalls gefunden. "XTC auf Acid" oder auch "Punk mit Intellekt" urteilte die US-Presse. Das kompakte Trio nimmt die besten Teile der Rockmusik und kombiniert sie mit Leader Kristofer Widholms Vorliebe für Wortspiele und exzentrische Charaktere. Heather Wagner am Schlagzeug und Yuri Weber am Bass schauen dazu, dass die ganze Sache nicht abgehoben-kopflastig wird, sondern druckvoll und überzeugend aus den Boxen perlt. Ihre erste CD "The Beast of Reflection" hat lobende Kritiken erhalten, ist jedoch ein blasser Schimmer dessen, was die drei live bieten." upcöming dates: Fr. 26.8. MOREX OPTIMO (us) / THE ROMAN GAMES (us) Mi 31. 08 20 uhr Diskussionsrunde zu einem Wohnbereich für MigrantInnen Do 1.09 unzumutBar + plenum fr. 02.09. Antifa Mobilisierungsfest so. 04.09. Weibafrühstück & Konzert mit BRUTAL JUSTICE (uk) / BORA (lit) / KNÖTARÖT (perv) mi 07.09 Politbeislplenum do 08.09 unzumutBar sa 10.09 Strassenfest im Wielandpark do 15.09 unzumutBar + öffentliches plenum so. 18.09. THE SPECTACLE (nor, www.the-spectacle.com) / REQUIEM (us, www.crimethinc.com) / THE PLAGUE MASS (graz, www.theplaguemass.at.tt) Di. 20.09 Hoggidy Hog Hog, Rocksteady Orchestra mi. 21.09. G.I. Joe (it) + Room 204 (it) do 22.09 unzumutBar mi. 28.09. KYLESA (us, prank rec.,www.kylesa.com) & CYRUSS (erdberg) do 29.09 unzumutBar fr. 30.09. Räuberhöhle (d), SPÖNK (wien),Vortex rex (wien), redheadarmy Vorschau: 01.10.: I SHOT CYRUS & DISCARGA (beide sao paolo) + RUIDOSA INMUNDICIA 05.10. FRACTURA (ger) 07.-09.10.: Ladyfest Wien 17.10.: ISKRA (can, profane existence, www.iskra.ws) + DICK CHENEY (swe) + REANIMA 22.10.: vienna noise camp - tbc 25.10.: FLYBROWN (uk) 28.10. ProberaumSoli 29.10. Frauenbanden 31.10. SIGNAL LOST (usa) 04. + 05. 11. MORE NOISE FOR LIFE #3 - tbc 17.12. UNKIND (fin) Kontakt: 0676/ 94 27 520 ekhaus at med-user.net www.med-user.net/ekh www.ekhbleibt.info ================================================ 08 HOSI Wien fordert schonungslose Aufklärung nach "Falter"-Bericht ü ber Menschenhandel von: Kurt.Krickler at hosiwien.at ================================================ Medienaussendung der Homosexuellen Initiative (HOSI) Wien vom 25. August 2005: >> > > Gesellschaftspolitik/Prostitution/Menschenhandel/HOSI Wien HOSI Wien zum 3Falter2-Bericht über Zwangsprostitution: § 207b StGB muss auch für Heterosexuelle gelten 3Als vor drei Jahren § 207b als Ersatz für den schwulendiskriminierenden Paragraphen 209 ins Strafgesetzbuch aufgenommen wurde, haben viele befürchtet, dass sich § 207b als Bestimmung gegen Schwule in den Köpfen festsetzt, obwohl er unterschiedslos für homo- und heterosexuelle Handlungen gilt. Diese Befürchtung scheint sich nun zu bewahrheiten2, kommentiert Bettina Nemeth, Obfrau der Homosexuellen Initiative (HOSI) Wien, den Bericht in der jüngsten Ausgabe des 3Falters2 über den widerwärtigen Frauen- und Mädchenhandel in Wien. 3Dass § 207b auch für Heterosexuelle gilt, scheint sich nicht einmal noch unter allen StaatsanwältInnen und RichterInnen herumgesprochen zu haben.2 Schonungslose Aufklärung von Justizministerin Gastinger gefordert 3Denn wie sonst ist es zu erklären2, ergänzt HOSI-Wien-Obmann Christian Högl, 3dass die Freier in den vom ‘Falter1 geschilderten Fällen freigesprochen wurden - angeblich, weil sie glaubhaft machen konnten, über das Alter der Mädchen nicht Bescheid gewusst zu haben. Das scheint höchst aufklärungsbedürftig, wo doch offenbar manche ‘Klienten1 dieser Begleitagenturen ausdrücklich Mädchen unter 18 Jahren ‘bestellt1 hatten. Wieso hat die Staatsanwaltschaft gegen diese Freisprüche nicht berufen? Weil eine Krähe der anderen kein Auge aushackt, gehörten doch auch Staatsanwälte zum Kundenstock der Agentur? Wir fordern Justizministerin Karin Gastinger auf, eine Untersuchung in die Wege zu leiten, um diesen möglichen Justizskandal schonungslos aufzuklären!2 § 207b muss auch für Heterosexuelle - und auch Staatsanwälte - gelten! 3Die Homosexuelle Initiative (HOSI) Wien2, so Nemeth abschließend, 3fühlt sich angesichts des ‘Falter1-Berichts in ihrer Haltung - wegen der wir von einigen anderen Homosexuellenvereinen heftig kritisiert worden sind - bestätigt, nicht für die ersatzlose Streichung des § 207b einzutreten, denn wir sind entschieden gegen die sexuelle Ausbeutung von Jugendlichen unter 18 Jahren durch Prostitution und Pornographie. Allerdings haben wir nicht das geringste Verständnis dafür, wenn die Justiz im ‘Heterosexuellenmilieu1 diesbezüglich alle Augen zudrückt und § 207b hier nicht zur Anwendung bringt!2 Gezeichnet: Homosexuelle Initiative (HOSI) Wien - 1. Lesben- und Schwulenverband Österreichs Rückfragehinweis: Christian Högl, Obmann: Tel. 0699-11811038 Bettina Nemeth, Obfrau: Tel. 0699-11965265 Kurt Krickler, Generalsekretär: Tel. 5451310 oder 0664-5767466 office at hosiwien.at; http://www.hosiwien.at >>>>>>>>>>>> >>>>>> >>>>>> ================================================ 09 antwort an dietmar köhler im mund vom 24. august von: klaus.zellhofer at gruene.at ================================================ Dietmar Köhler ist recht zu geben: Ein Grundsicherungsmodell, das mit allen Nachteilen der Sozialhilfe (Vermögensverwertung, PartnerInneneinkommen, Rückzahlungspflicht, prekärer Rechtsanspruch, etc.) behaftet wäre, verdient diesen Namen nicht. Daher ziehen die Grünen ein derartiges Modell nicht einmal im Entferntesten in Betracht: Im Gegenteil: Seit Grüne in gesetzgebenden Körperschaften sitzen, fordern wir - ein bundeseinheitliches Sozialhilfe-Rahmengesetz, um den verschiedenen Unterstützungs- wie Durchführungsstandards in den Bundesländern ein Ende zu setzen; - die Festsetzung einer - individuellen - Sicherungshöhe, die nicht nur eine Verwaltung des Elends, sondern auch gesellschaftliche Partizipation erlaubt, also Teilnahme am kulturellen Leben, Gestaltung von Freizeit, Zugang zu Bildung und Gesundheit,...; - eine Anrechnungsregelung von Erwerbseinkommen, die Engagement und soziale Beteiligung fördert, verstärkt (statt wie gegenwärtig mit Entzug der Sozialhilfe, aber auch der Notstandshilfe oder anderer Unterstützungen bestraft); - die Abschaffung der Vermögensverwertung, die in der Praxis die soziale Ausgrenzung erst so richtig zementiert (weil Menschen gezwungen werden, ihr bisheriges soziales Umfeld aufzugeben); - die Abschaffung der Regressforderungen (weil diese eines der größten Hindernisse bei der sozialen wie beruflichen Integration darstellen); -die Abschaffung des Richtsatzmodells (Betroffene bekommen nicht einfach einen bestimmten Geldbetrag zu ihrer Verfügung, sondern - extrem niedrige - Einzelsätze für bestimmte “Bedürfnisse" wie Wohnen, Heizen, Kleidung; diese müssen stets eigens beantragt werden), das auf willkürliche Bezugsgrößen abstellt und den Almosencharakter der Sozialhilfe einzementiert - die Öffnung des Zugangs zu sozialen Beratungs- und Betreuungseinrichtung für alle. Niederschwellig; ohne “Zuweisungen von Ämtern; wann, wo und wie es Menschen brauchen... Kurz zusammengefasst: Sie muss allen Menschen, die sie brauchen, nicht nur die finanziellen Grundbedürfnisse abdecken; sie muss - und zwar vor allem - sie darüber hinaus in die Lage versetzen, akute Problemlagen ohne Existenzangst angehen zu können, dafür - nicht irgendeine, sondern die wirklich benötigte - Unterstützung zu finden und die ganz persönlichen, aktuellen Lebensziele angehen zu können. Die Grundsicherung hat die Rahmenbedingung etwa dafür zu schaffen, dass... ..in ihrer Beziehung von Gewalt bedrohten Frauen ohne Rücksicht auf eventuelle Existenzsorgen den einzigen Schritt setzen können, der ihre Lage verbessert: Die Beziehung zu beenden und den gewalttätigen Ex-Partner vor die Tür zu setzen. ..freie DienstnehmerInnen oder euphemistisch als “Neue Selbständige" bezeichnete Menschen (und zwar egal, ob es sich nun um Fahrrad-BotInnen, Unterrichtende in Erwachsenenbildungs-Einrichtungen, Dauer"PraktikantInnen" oder “Kreative" handelt) nicht gezwungen sind, aus Angst vor dem Verlust von Aufträgen und AuftraggeberInnen die gegenwärtig üblichen und de facto nicht finanziell abgegoltenen Zusatzarbeiten akzeptieren zu müssen. ..Menschen, die Zeit in Weiterbildung oder auch in berufliche Auszeiten investieren wollen (oder müssen), nicht vom Gutdünken einer ArbeitgeberIn, vom AMS etc. abhängig sind. Kurz: Der zentrale Gedanke der Grundsicherung ist es, Menschen von der Sorge nach der rein physischen Existenz zu befreien und ihnen so Raum, Zeit und Ort zu bieten, sich um ihre eigentlichen Probleme, aber auch Wünsche und Ziele zu kümmern. Warum ich im zweiten Sommergespräch der Grünen dann den Begriff “erweiterte Sozialhilfe" verwendet habe? Weil die Grundsicherung an sich - Dietmar Köhler hat es bereits angesprochen - in Zusammenhang mit Arbeitslosengeld und Notstandshilfe (aber Z.B. auch Krankengeld u.Ä.) eine Bundessache ist, wir Grüne uns damit aber nicht abfinden können, dass ein schwelendes Problem unberücksichtigt (und somit ungelöst) bleibt. Die Festsetzung eines Anspruchs auf ¤ 800,- im Monat in Wien wäre nicht der volle, aber ein entscheidender erster Schritt in die richtige Richtung: Wer weniger als diese ¤ 800,- im Monat zur Verfügung hat, und zwar völlig unabhängig davon, ob dieses Geld aus einer Sozialleistung, aus Arbeitslosengeld/Notstandshilfe oder aus Erwerbsarbeit stammt, bekommt die Differenz hinzugezahlt. Als Rechtsanspruch, nicht als Almosen... Die ¤ 800,- orientieren sich dabei an jenem Wert, der in der Armutsforschung als Armutsgefährdungsgrenze betrachtet wird. Von dieser Regelung unmittelbar profitieren würden knappe 15 Prozent der Menschen, die in Wien leben und deren Einkommen regelmäßig oder dauerhaft unter diesem Betrag liegen. Davon profitieren würden aber auch jene Menschen, deren Einkommen - aus welchem Grund auch immer (Auftragsausfälle, Krankheit, Regenerationsphase, Bildungsphase,...) - zeitweise unter diesen Betrag fallen. Wir schaffen in Wien ein Modell, das nicht allein glückseligmachend und ganz sicher optimierbar ist, das aber klar eine Richtung vorgibt: Im siebtreichsten Land der Welt darf kein Mensch mehr von Existenzsorgen geplagt werden. Im siebstreichsten Land der Welt werden Menschen die finanzielle Absicherung vorfinden, ihre Vorstellungen von Leben umzusetzen. Die dabei anfallenden Kosten sind geradezu erstaunlich gering: Wien müsste, statt wie gegenwärtig etwa ein Prozent, zukünftig zwei Prozent seines Budgets für Grundsicherung aufbringen. Aber: Die gesellschaftliche Entwicklung und die Notwendigkeit der Verbesserung sozialer Standards sowie der Standards der gesellschaftlichen Partizipation ist nicht abgeschlossen, wenn es ¤ 800,- im Monat gibt. Unsere Forderung ist ein Einstieg in eine Entwicklung, nicht ein Endpunkt... -- klaus zellhofer pressesprecher Gruener Klub Rathaus 4000/81821 0664 831 74 01 http//wien.gruene.at ================================================ 10 AT: Backup auf der Kurzwelle von: depesche at quintessenz.org ================================================ From: "q/depesche" Subject: AT: Backup auf der Kurzwelle q/depesche 2005-08-25T14:23:21 AT: Backup auf der Kurzwelle Während einige Orte in Tirol und Vorarlberg noch von der Außenwelt abgeschnitten sind unterstützen Amateurfunker den lebenswichtigen Notfunk und die Rettungskräfte. So unwichtig Funk in einer digitalen Welt erscheinen mag, wenn es zu Ausfällen von Strom- und Telefonnetzen kommt, kommen analoge Wellen immer noch durch. Man erinnere sich an Linzstrom, die versuchte die Amateurfunker per Klage mundtot zu machen. -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- http://www.pressetext.at/pte.mc?pte=050823020 EILT: Vorarlberg: Funkamateure stellen Verbindung zur Aussenwelt her Ausfall des öffentlichen Netzes, Funkamateure unterstützen Einsatzorganisationen Wien, Vorarlberg (pts/23.08.2005/12:19) - Seit heute morgen stellen Vorarlberger Funkamateure die Verbindung zur Aussenwelt sicher **** In vielen Orte Vorarlbergs Totalausfall des Festnetzes und des Handynetzes **** Funkamateure unterstützen Einsatzkräfte Unter dem Rufzeichen OE9XRK, der Amateurfunkstelle des Österreichischen Roten Kreuzes und unter den eigenen Rufzeichen der in Vorarlberg stationierten Amateurfunkstationen wird wichtiger, so genannter Katastrophen- und Wellfare-Funkverkehr abgewickelt. In weiten Teilen Vorarlbergs ist aufgrund des Hochwassers die komplette Kommunikations-Infrastruktur zusammengebrochen, oft auch beschädigt worden. In Vorarlberg stationierte Funkamateure, die mit Notstrom auch netzunabhängig Funkverkehr abwickeln können, stellen ihre Anlagen für wichtige "Telefonate" zwischen Angehörigen und Rettungsorganisationen zur Verfügung. [ ... ] Amateurfunk ist ein technisch - experimenteller Funkdienst, der in Österreich durch das Amateurfunkgesetz, einem Bestandteil des Fernmeldegesetzes, reglementiert ist. Weltweit genießen die Interessen von Funkamateuren aufgrund ihrer besonderen Leistungen im Hinblick auf technische Entwicklung und ihrer strukturellen Unterstützung in Not- und Katastrophenfällen den besonderen Schutz durch anerkanntes Völkerrecht. Informationen über den Amateurfunkdienst und die Leistungen von österreichischen Funkamateuren finden Sie auf der Homepage des Österreichischen Versuchsenderverband unter http://www.oevsv.at [ ... ] http://vorarlberg.orf.at/stories/53283 Kommunikation zum Teil zusammengebrochen Die heftigen Regenfälle haben sich auch auf die Kommunikationsreinrichtungen ausgewirkt. Telefonleitungen waren ebenso gestört wie Bankomaten. [ ... ] Probleme für Einsatzkräfte Die Folgen waren dramatisch: Zahlreiche Gemeinden konnten nicht mit den Einsatzzentralen kommunizieren und waren auf sich selbst angewiesen. Die Kommunikation war nur über Funk möglich. http://quintessenz.org/cgi-bin/index?id=000100002822 AT:Free speech alert/cq-call for mirrors Ein großer, österreichischer Stromkonzern klagt Techniker, weil sie ihre Messergebnisse öffentlich diskutieren auf "Kreditschädigung." Ein entsprechend hoher Streitwert der Klage soll der Einschüchterung dienen und eine technische Diskussion darüber abwürgen. Das kann nicht hingenommen werden. http://www.bigbrotherawards.at/2004/nominees/winners.php Kategorie PEOPLEZS CHOICE ["Volkswahl"] Linz Strom GmbH, Linz [ ... ] Nichts unterlassen hat die Linz Strom, um ein ihr nicht genehmes Thema aus den Medien zu bringen, nämlich, dass die in Linz eingesetzte Powerline-Technologie Funkstörungen verursachen kann. Funktechniker wurden wegen "Kreditschädigung" verklagt, weil sie ihre Messergebnisse veröffentlicht hatten. Ein entsprechend hoher Streitwert der Klage sollte der Einschüchterung dienen. Um Medienberichte zu beinflussen, wurde über den Anwalt der Linz Strom GmbH in einem österreichischen Medienunternehmen interveniert, wo dieser Anwalt als Aufsichtsrat fungiert. - -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- relayed by Chris - -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- quintessenz is powered by http://www.onstage.at subscribe/unsubscribe/digest http://www.quintessenz.at/cgi-bin/index?funktion=subscribe comments to depesche at quintessenz.org ================================================ 11 IT: anonyme und unregistrierte Kommunikation verboten von: depesche at quintessenz.org ================================================ From: "q/depesche" Subject: IT: anonyme und unregistrierte Kommunikation verboten q/depesche 2005-08-26T03:39:07 IT: anonyme und unregistrierte Kommunikation verboten Wenn Sie sich schon mal gefragt haben, warum Sie sich beim Betreten des Polizeipräsidiums ausweisen müssen, dann werden Sie umso verwunderter reagieren, wenn Sie in Internet-Cafes, WiFi Hotspots und Call-Shops einen Lichtbildausweis herzeigen müssen. Die Spucke wegbleiben wird Ihnen aber, wenn sie hören, dass Ihre Daten inkl der von Ihnen genutzten Dienste, Verbindungsdaten und was sonst noch alles anfällt bis Ende 2007 aufgehoben werden müssen. Bisher ist nur italienischer Speichel betroffen. -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- Aber Vorsicht: Der Ausweiß- und Datenspeicherzwang droht allen EU-Bürgern! Wer gegen das Verbot anonymer und unregistrierter Kommunikation ist, möge doch die Petition gegen "Dataretention" unterzeichnen: http://www.dataretentionisnosolution.com/index.php?lang=de -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- (...) This week the Rome government introduced new security measures. Users of Internet centers and cafes throughout the country have to show proof of identity. Under the new rules, center operators must store electronically all messages until Dec. 30, 2007, and make the data on the sender and recipient available to the police on request. The actual texts of the messages will remain protected. This measure was first proposed to the European Union by British Prime Minister Tony Blair following 7/7, but some EU countries rejected them as an invasion of privacy. Public telephone centers are now required to demand proof of identity from callers, and to keep details of all calls. (...) http://news.monstersandcritics.com/europe/article_1042462.php/Analysis_New_anti-terror_measures_in_Italy ================================================ 12 Kontroverse zwischen KPÖ und SPÖ um Sozialpolitik in Wien von: zach at kpoe.at ================================================ /Liebe Mund-Redaktion / / / *Nachfolgend eine Kontroverse zwischen der KPÖ-Wien und dem stellvertretenden Vorsitzenden des Finanz- und Wirtschaftsausschusses des Wiener Gemeinderates, Franz Ekkamp von der SPÖ.* Trotz der Länge bitte ich um Publizierung im Mund. / / /OTS0079 5 II 0232 NKP0001 Mi, 24.Aug 2005/ /Innenpolitik/Wien/Wahlen/Soziales/Wohnen/*KPÖ*/ *Stiefsohn (*KPÖ*): SPÖ-Wien ist keine Alternative zur Bundesregierung* Wien (OTS) - Heftige Kritik übt Waltraud Stiefsohn, Sprecherin der *KPÖ*-Wien, an der Politik der Wiener SPÖ: "Die Fakten zeigen, dass die soziale Lage in der Stadt sich nicht von jener im übrigen Österreich unterscheidet, dass Häupl und sein Team keine Alternative zur Politik der schwarz-blau-orangen Bundesregierung realisieren wollen oder können." Die Zahlen untermauern die Kritik der *KPÖ* durchaus: Österreichweit verzeichnet Wien mit knapp 90.000 Beschäftigungslosen die höchste Arbeitslosenrate im Bundesländervergleich - fast 10.000 Jugendliche sind in Wien ohne Beschäftigung. Seit dem Jahr 2000 hat die Zahl der SozialhilfeempfängerInnen in Wien um mehr als die Hälfte zugenommen - ein Drittel der in Armut lebenden Menschen sind Kinder. Leistbares Wohnen wird - auch in Wien - immer mehr zum Luxus. 2004 sind die Mietpreise abermals um 11,5 Prozent gegenüber 2003 gestiegen. Ein/e Beruftstätige/r muss im Schnitt 42 Prozent des Einkommens für die Miete ausgeben. Vor wenigen Wochen wurde zudem der Spitalkostenbeitrag von 7,92 Euro auf 10 Euro pro Tag erhöht. Stiefsohn: "Während die Bundes-SPÖ gegen jede Erhöhung des Selbstbehaltes im Gesundheitssystem wettert, hatte Häupl keine Skrupel einen Gebührenerhöhung vorzunehmen, die vor allem kleinere und mittlere Einkommen belastet." Die *KPÖ* werde daher - so Stiefsohn - "auch im bevorstehenden Wahlkampf die Politik der Anpassung an neoliberale Dogmen, die dazu führt, dass die Reichen reicher werden, kritisieren und Alternativen aufzeigen." Rückfragehinweis: *KPÖ* Tel.: 0676/69 69 002 mailto:bundesvorstand at kpoe.at www.kpoe.at *** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS *** OTS0079 2005-08-24/10:45 ============================================================== Wien-Wahl - SP-Ekkamp: Kurioser Schulterschluss der Wiener KPÖ mit neoliberaler Bundesregierung Übernahme der These, dass nicht Verursacher der wirtschaftlichen und sozialen Misere, sondern Opfer schuld sind Wien (SPW-K) - "Genau das hat im Wiener Gemeinderatswahlkampf noch gefehlt - die Übernahme von Verbal-Floskeln der "Dirty-Campaigning-Manager" der Bundesregierung durch die Wiener KPÖ. Wenn Frau Stiefsohn als Vertreterin der Kleinstpartei meint, dass nicht die Verursacher der wirtschaftlichen und sozialen Misere, sondern die Opfer daran schuld sind, so ist das eine glatte Umkehr der Fakten", stellte Mittwoch der Vorsitzende-Stellvertreter des Finanz- und Wirtschaftsausschusses des Wiener Gemeinderates, Franz Ekkamp, in einer Replik im Pressedienst der SPÖ Wien, zu der Kritik der Wiener KPÖ-Politikerin an der Politik der Stadt Wien fest. "Frau Stiefsohn ist offensichtlich völlig entgangen, dass auch Wien - sowie andere Bundesländer und vor allem die schwächeren Bevölkerungsschichten - Opfer der neoliberalen Wirtschaftspolitik der schwarzblauorangen Bundesregierung mit allen ihren sozialen Verwerfungen ist", setzte Ekkamp fort. " Seit diese Regierung an der Macht ist, hat sie die Investitionen des Bundes wie ebenso die Förderungen u.a. im Kulturbereich in Wien gekürzt, die Zahl der MitarbeiterInnen in den Bundesdienststellen und Bundes-Unternehmen in Wien dramatisch abgebaut, durch laxe und völlig unzureichende Maßnahmen gegen die Schwarzarbeit, durch die Ausweitung der Saisonniers-Regelung und die halbherzige Arbeitsmarktpolitik sowie die ideelle Förderung von geringfügig entlohnten Jobs erst die riesigen Probleme auf dem Arbeitsmarkt geschaffen. Statt eine Steuerreform, die die Klein- und Mittelbetriebe unterstützt, die Kaufkraft breiter und einkommensschwächerer Bevölkerungsschichten stärkt und damit die Wirtschaft ankurbelt, fördert die Bundesregierung die Großkonzerne überproportional. Die schlechte Wirtschaft-, Finanz- und Arbeitsmarktpolitik von Schwarzblauorange ist die Ursache für die Misere", betonte der SP-Mandatar. "Mit Rekordinvestitionen, einer zielgerichteten Wirtschaftsförderung vor allem für die KMUs, der deutlichen Erhöhung der Sozialhilfeausgaben, zahlreichen Jobinitiativen, die Frauen, Langzeitarbeitslose und vor allem Jugendliche bei der Suche nach einem Arbeitsplatz bzw. im Fall von beruflichen Höherqualifizierungen unterstützen, versucht Wien, so Ekkamp, mit aller Kraft gegen diese Entwicklung zu steuern. Ohne diese Maßnahmen seitens der Stadt würde die Situation weitaus dramatischer aussehen", betonte der Politiker. "Was die stark gestiegenen Mieten in privaten Wohnhäusern mit der Politik der Wiener SozialdemokratInnen zu tun haben, bleibt ein Rätsel und wohl nur für Frau Stiefsohn und ihren wenigen Parteiproponenten einsichtig", führte Ekkamp weiter aus. "Bekanntlich fordert die Wiener SPÖ eine Begrenzung der Mieten nach oben und wendet sich vehement gegen das gerade von der neoliberalen Bundesregierung kommentarlos geduldete Zuschlagsunwesen bei der Vermietung von Wohnungen in Privatwohnhäusern. Auch negiert die KPÖ-Sprecherin, dass im Zuge der zur Sicherung der hohen medizinischen Leistungen erfolgten Anpassung des Spitalskostenbeitrags in den Wiener Spitälern gerade die sozial schlechter gestellten PatientInnen davon ausgenommen sind. Wenn Frau Stiefsohn meint, bestehende Zustände kritisieren zu müssen, dann ist das durchaus einsichtig. Sie wäre dabei allerdings gut beraten, sich an die richtige Adresse zu wenden und nicht die Geschäfte der neoliberal agierenden schwarzblauorangen Bundesregierung zu besorgen", stellte Ekkamp abschließend fest. (Schluss) Rückfragehinweis: SPÖ Klub Rathaus, Presse Franz Schäfer Tel.: (01) 4000-81923 Fax: (01) 4000-99-81923 mailto:franz.schaefer at spw.at *** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS *** ============================================================= OTS0117 2005-08-24/12:08 Stiefsohn (KPÖ): SPÖ-Gemeinderat Ekkamp soll WählerInnen und Journalisten nicht für blöd verkaufen Utl.: Wien ist auch Opfer einer SPÖ-Politik, die dem neoliberalen Standortwahnsinn nichts entgegensetzt "Es ist bezeichnend, dass sich die SPÖ-Wien als Opfer der Politik der schwarz-blau-orangen Bundesregierung hinstellen will", erklärt KPÖ-Sprecherin Waltraud Stiefsohn zur Replik von SPÖ-Gemeinderatsabgeordneten Ekkamp auf KPÖ-Kritik an der Politik der Wiener SPÖ. Stiefsohn zu den Vorwürfen von Ekkamp: "Ja, Herr Gemeinderat Ekkamp, Wien ist - wie andere Bundesländer und vor allem die schwächeren Bevölkerungsschichten - Opfer der neoliberalen Wirtschaftspolitik der schwarzblauorangen Bundesregierung. Wien ist aber auch Opfer einer SPÖ-Politik, die dem neoliberalen Standortwahnsinn nichts entgegensetzt, sondern sich andauernd auf wirtschaftspolitische Sachzwänge beruft, wenn Gebühren- und Steuerhöhungen für die Masse der Erwerbstätigen beschlossen werden. Stimmt es oder stimmt es nicht, Herr Abgeordneter, dass in Wien allein in der letzten Legislaturperiode 23 Gebührenerhöhungen vorgenommen wurden?" Bezüglich der Aussage von Ekkamp, dass zur Sicherung der hohen medizinischen Leistungen eine Anpassung des Spitalskostenbeitrags in den Wiener Spitälern notwendig war, sozial schlechter gestellten PatientInnen davon aber ausgenommen sind, fragt Stiefsohn: "Wie kommt es, dass in Wien nicht gilt, was in Oberösterreich gilt? Dort postulierte SPÖ LH-Stv. Haider bezüglich der von ÖVP und Grünen beschlossenen Erhöhung des Selbstbehalts: `Wir haben immer deutlich gesagt, dass wir eine solche Krankenstrafsteuer nicht mittragen werden, die Einkommensschwache und Kleinverdiener derart belastetZ." Stiefsohn weiters: "Was sagen Sie zum Faktum, dass Österreich - bezüglich der Höhe der Selbstbehalte im europäischen Spitzenfeld liegt? Was sagen Sie zu den Ausführungen ihrer SP-Kollegin Laschan am 23. Mai im Gemeinderat, die zwar auch das gesundheitspolitische Flickwerk der Regierung kritisierte, zugleich aber meinte, dass `die sozial gestaffelte Anhebung des SpitalskostenbeitragsZ notwendig sei?" Weiters wünscht sich KPÖ-Sprecherin Stiefsohn vom Abgeordneten Ekkamp "Aufklärung darüber, welche Regierung seinerseits ein Privatstiftungsgesetz beschlossen hat, welches Reiche und Superreiche mit Sonderprivilegien versah. Welche Regierung, Herr Ekkamp, hat seinerzeit die Vermögenssteuer abgeschafft? Welche Regierung hat seinerzeit mit der Zerschlagung und dem Ausverkauf der Verstaatlichten Industrie begonnen?" ===================================== /OTS0172 5 II 0379 DS10004 Mi, 24.Aug 2005/ /Parteien/SPÖ/Ekkamp/Wien/*KPÖ*/Gemeinderatswahl/ *Wien-Wahl - SP-Ekkamp: KP-Stiefsohn vergleicht einmal mehr Äpfel mit Birnen* Wien (SPW-K) - "Die Sprecherin der *KPÖ* Wien, Frau Stiefsohn, vergleicht in ihrer Replik zu meinen Aussagen einmal mehr Äpfel mit Birnen. Während praktisch sämtliche Gebühren und Tariferhöhungen des Bundes nahezu ausschließlich zum Stopfen von Budgetlöchern verwendet wurden und werden, standen und stehen den betriebswirtschaftlich notwendigen Tarifanpassungen in Wien jeweils Leistungen gegenüber, die den WienerInnern und Wienern direkt zugute kommen. Der Unterschied ist für jeden einigermaßen wirtschaftspolitisch Beschlagenen leicht zu erkennen. Wien ist die Antithese zur neoliberal agierenden schwarzblauorangen Bundesregierung", erklärte Mittwoch SP-Gemeinderat Franz Ekkamp. Als Beispiel für seine Ausführungen nannte Ekkamp die Investitionen für den öffentlichen Verkehr. "Die zusätzlichen Einnahmen aus der jüngsten Tarifanpassung im Jahr 2002 bei den Wiener Linien flossen umgehend in Investitionen. Mit den Einnahmen aus den Tarifen werden u.a. die neuen, ultramodernen Tramgarnituren Ulf, aber auch die laufende Erweiterungen des U-Bahnnetzes, das ständig verbesserte Fahrgast-Info-System usw. mitfinanziert. Darüber hinaus schießt Wien zum Betrieb und den Investitionen des öffentlichen Verkehrs in Wien jährlich über 300 Millionen Euro zu. Nicht zuletzt auch deshalb ist die Stadt im internationalen Vergleich - wie zahlreiche Studien belegen - gerade auch beim öffentlichen Verkehr Spitze", betonte Ekkamp. Die gleiche Situation gäbe es, so der Mandatar weiter, auch im Ver- und Entsorgungsbereich. Neue, von Wien forcierte, besonders umweltfreundliche Energiegewinnungsarten wie Biomassekraft, Biogasanlage, aber auch Maßnahmen zur Müllvermeidung und -entsorgung kosteten Geld. Die WienerInnen finanzierten mit den entsprechenden Gebühren diese innovativen Maßnahmen. Ekkamp: "Während den Gebühren in Wien messbare und vor allem ausgezeichnete Leistungen gegenüberstehen, haben die Konsumenten z. B. aus der Verdopplung der Energieabgabe durch die schwarzblauorange Bundesregierung überhaupt keine Gegenleistung erhalten. Mit den Einnahmen wurden ausschließlich Bundesbudgetlöcher gestopft. Dieses Beispiel ließe sich auf anderen Gebieten beliebig fortsetzen". Abschließend meinte Ekkamp, dass betriebs-, und damit verbunden, finanzwirtschaftliches Denken noch nie, gelinde ausgedrückt, eine Stärke der *KPÖ* gewesen wäre. "Wohin die von der *KPÖ* vertretenen wirtschaftspolitischen Maßnahmen u.a. auch auf dem Gebiet der Standortsicherung für Wien führen würden, hat der totale Wirtschafts-Finanz- und Umweltkollaps der kommunistischen Staaten zu Beginn der 90er Jahre des vergangenen Jahrhunderts auf im negativen Sinn beeindruckende Weise unterstrichen. Die Rezepte der *KPÖ* sind alles andere als empfehlenswert. Das sehen so auch die Wienerinnen und Wiener", schloss Ekkamp. (Schluss) Rückfragehinweis: SPÖ Klub Rathaus, Presse Tel.: (01) 4000-81923 *** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS *** ============================================================= /OTS0197 5 II 0490 NKP0003 Mi, 24.Aug 2005/ /Parteien/SPÖ/Ekkamp/*KPÖ*/Gemeinderatswahl/ *Stiefsohn (*KPÖ*): Ekkamp stellt unter Beweis, dass SPÖ-Wien Geldsäcke nicht in die Pflicht nehmen will* Wien (OTS) - Zur Replik, auf die Replik zur Replik, in welcher SP-Gemeinderat Ekkamp der *KPÖ* vorwirft `Äpfel mit BirnenZzu vergleichen, sagt *KPÖ*-Sprecherin Stiefsohn: "Ich nehme zur Kenntnis, dass Herr Gemeinderat Ekkamp Gebührenerhöhungen, die vor allem kleine und mittlere Einkommen überproportional belasten, die Erwerbslose, AlleinerzieherInnen und Mehrkinderfamilien nicht selten existenziell gefährden, für gut erachtet, sofern behauptet werden kann, dass es sich um `betriebswirtschaftlich notwendige TarifanpassungenZhandelt." Stiefsohn: "Laut Sozialbericht 2003/04 konnte in Österreich im Jahre 2002 ein Prozent der Bevölkerung über ein Vermögen von 318 Mrd. Euro Vermögen verfügen, während 90 Prozent der Bevölkerung sich über ein Vermögen von 299 Mrd. Euro erfreuen konnten. Laut "Hitparade" des "Trend" brachten es allein die 100 reichsten Österreicher im Jahre 2004 auf 52,3 Mrd. Euro Vermögen. Ich rate den SPÖ-Mandataren und Gemeinderat Ekkamp, die Berichte zu studieren, damit klar wird, wo das Geld für Investitionen in Infrastruktur, Bildung und Umweltschutz zu holen ist." Dem wachsenden Reichtum einer kleinen Minderheit - so Stiefsohn - steht eine seit Jahren sinkende Lohnquote gegenüber. Zusätzlich werden die Einkommen der Lohnabhängigen durch Streichung von Sozialleistungen, den Euro-Schock und andere Maßnahmen geschmälert. Und die Zahl der an oder unter der Armutsgrenze lebenden wächst in Österreich als einem der reichsten Länder ständig an. Bezüglich der politischen Verantwortung für diese Entwicklungen sagt Stiefsohn: "Bereits 1994 hat der damalige SPÖ-Finanzminister Ferdinand Lacina nicht nur die Vermögenssteuer abgeschafft, sondern auch die steuerschonenden Privatstiftungen geschaffen. Heute sind in rund 2.600 solchen Privatstiftungen mindestens 30 Mrd. Euro steuerschonend veranlagt. In der Folge wurde Österreich zu einem europäischen Steuerparadies. Mit der Senkung der Körperschaftssteuer hat der jetzige Finanzminister Karl Heinz Grasser nur weiter fortgeführt, was unter SPÖ-Regierungen begonnen wurde." Die *KPÖ* - so Stiefsohn - trete ein für die Abschaffung der steuerschonenden Privatstiftungen und die reguläre Besteuerung der dort deponierten Vermögen, die Abschaffung der einer "Flat Tax" entsprechenden Kapitalertragssteuer und statt dessen Besteuerung der Zinserträge mit der Einkommensteuer bis zum Höchststeuersatz von 50 Prozent, die Erhöhung der Körperschaftssteuer auf die Gewinne der Kapitalgesellschaften und die Abschaffung der zahllosen Begünstigungen mit denen Kapital und Vermögen sich der Steuerleistung entziehen. Stiefsohn abschließend: "Die Kritik, welche die *KPÖ* seit mehr als einem Jahrzehnt an den Fehlern und auch Verbrechen in den ehemals realsozialistischen Staaten übt - mit welchen wir zugegeben viel zu lange viel zu unkritsch umgegangen sind - setze ich eigentlich als bekannt voraus. Nicht in Erinnerung ist mir, dass ich oder andere Mitglieder der *KPÖ* für politische Entscheidungen in der Sowjetunion oder der DDR verantwortlich zeichneten. Sehr wohl bekannt ist mir aber, dass in der SU, in der CSSR oder in der DDR die Kluft zwischen Arm und Reich wesentlich geringer war, als dies in Österreich der Fall ist und dass die große Mehrheit der Menschen in diesen Ländern - im Gegensatz zu jetzt - genug zum Essen hatte und im Alter auf ein Leben in Würde hoffen konnte." Rückfragehinweis: *KPÖ* Tel.: 0676/69 69 002 mailto:bundesvorstand at kpoe.at www.kpoe.at *** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS *** OTS0197 2005-08-24/16:52 ================================================ 13 Stmk/Spielberg/Kovats/Stellungnahme/KPÖ von: kpoe_stmk at hotmail.com ================================================ KPÖ Steiermark Lagergasse 98a 8020 Graz Tel. 03 16 / 71 24 36 Fax 03 16 / 71 62 91 email: kpoe_stmk at hotmail.com Donnerstag, 25. August 2005 * Presseinformation der KPÖ Steiermark ** Spielberg: Jetzt bloß keine Bittprozession zu Kovats * Der angekündigte Stopp einer Großinvestition im ATB-Werk Spielberg durch den Kapitalisten Mirko Kovats ist auch als die Folge einer Politik von ÖVP und SPÖ zu sehen, die in den vergangenen Jahren die Zerschlagung der Verstaatlichten Industrie in der Steiermark und die Auslieferung der Arbeitsplatzpolitik an die Interessen der Profitmaximierung betrieben haben. Das sagte der steirische KPÖ-Vorsitzende Franz Stephan Parteder am Donnerstag: "Man hat - auch unter tätiger Mithilfe des ÖGB - alles aus dem Weg geräumt, was die Konzerne gestört hat. Jetzt steht man ohne Instrumente für eine autonome Regionalpolitik da." Die steirische KPÖ rät jetzt von Bittgängen der Spitzenpolitiker zu Magnaten wie Kovats oder Androsch ab. Auch in unserem Land muss sich die Erkenntnis durchsetzen, dass wirkliche Verbesserungen für die arbeitenden Menschen nicht erbettelt, sondern nur erkämpft werden können. Neben international wirksamen Maßnahmen gegen die Standorterpressung durch Großunternehmer wie der Steuer auf Spekulationsgewinne (Tobin-Steuer) ist es nach Auffassung der KPÖ notwendig, Betriebe in öffentlichem Eigentum zu stärken bzw. neu zu gründen. Als Sofortmaßnahme ist der Aufbau von international wirkenden gewerkschaftlichen Vertretungen in transnationalen Konzernen notwendig, damit nicht ein Standort gegen den anderen ausgespielt werden kann. Rückfragehinweis: 0316/712479 KPÖ-Steiermark Lagergasse 98 a 8020 Graz Tel.: 0316 71 24 36 Fax 0316 71 62 91 email: kp.stmk at kpoe-graz.at; kpoe_stmk at hotmail.com -------------------------------------------------------------------------------- Ihre absolut wichtigsten Funktionen auf einer Seite - die MSN Toolbar Hier klicken! ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< SOLIDARITÄT WELTWEIT ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 14 9 demonstrations against deportations to Iraq von: wadi.wien at gmx.at ================================================ http://www.ncadc.org.uk/newszine61/4demos.htm 9 Demonstrations against deportations to Iraq - Scotland - Wales - England Nottingham - Manchester - London - Birmingham - Cardiff - Sheffield - Glasgow At a time when the Foreign Office advises British citizens against traveling to Iraq and warns of attacks by insurgents, it is perverse to round up Iraqis to send them back against their will. Safety and security are entirely relative in Iraq today, so this is not the time to be forcing anyone to return." Joe Stork, deputy director Human Rights Watch's Middle East Division. "Both Iraq and Kurdistan can not be considered safe and Kurdish Refugees should not be put at risk by forced removal" Many refugees and their families and children whom have developed strong links within the Scottish and British societies over the years and are working hard and participating actively into the economy. They have been away from their homeland for long time and many have lost everything to pay for their journeys seeking asylum and without appropriate support and cooperation between the UK and Kurdish Regional governments they will be forced back into extreme hardship or possible refugee- like situations. Most Kurdish refugees want to help rebuild their country when it is safe to return. We know from experience that forcing people back before the situation is stable does not work." If the UK does forcibly return asylum seekers it will be the first government to return individuals to Iraq, a country clearly devastated by insurgency and conflict." Kurdish Cultural Association - Scotland (KCAS) Barzani slams Britain for returning Kurds to war-torn country Kurdish leader Massoud Barzani [head of the Autonomous Kurdish Government in Northern Iraq and leader of the Kurdistan Democratic Party] on Saturday blasted a decision by Britain to send back to war-torn Iraq dozens of Kurds who were refused political asylum in the United Kingdom. This Sunday the 28th right in the middle of the August Bank Holiday week end, the Home Office intend to resume forced removals to Iraq. We need your solidarity and support. We don't want to be forcibly deported. We fled Iraq to save our lives. We seek asylum rights under international laws. We don't want our children to be taken from us. We don't want the door to close on our education and other needs in our lives. This policy of 'forced removals' is against every human rights principle. We need you to support us and protest with us to challenge the deportation policy. -------------------------------------------------------------------------------- Nottingham - Wednesday 24th August 12.00pm to 2.00pm Gathering at Point of Disappearance - Nottingham Central Police Station, corner of Shakespeare Street and North Church Street Nottingham Refugee Campaign Group will be outside Nottingham Police station the 'Point of Disappearance for immigrants/asylum seekers in the Nottinghamshire area this Wednesday and every other Wednesday. For further information, please contact: Nottingham Refugee Campaign Group Jasim: 077 3933 8178 Miriam: 078 6673 3223 jasm_rg at yahoo.co.uk miriam1 at ntlworld.com -------------------------------------------------------------------------------- Wales - Thursday 25th August 2005 - 11:30am Urgent notice of demonstration Kurdish community Welsh Assembly Government Office Cathays Park Cardiff The Welsh Refugee Council is alarmed at news that around 10 Iraqi asylum seekers, who have been living in Wales, have been detained in preparation for forced removals. "Welsh Refugee Council" Sheffield - Thursday 25th Public Meeting - 7.00pm "Scores of people from Iraq, who have had their applications for asylum rejected, are being detained and face imminent deportation. This has been done under pressure from Tony Blair who insists that the number of all deportations must exceed the number of applications for asylum by the end of this year. Blair thinks that if they can get away with sending people back to Iraq - rightly considered by many human rights organisations to be very dangerous - they will be able to send anyone back." SADACCA Centre, 48 The Wicker, Sheffield S3 Organised by CADDI (Campaign Against Detention & Deportation of Iraqis) Contact: 0770 426 6613 (Kurdish) / 0791 370 1740 (English) Manchester - Thursday 25th Demonstration - 2.00pm Piccadilly Gardens, Manchester city centre Organised by Federation of Iraqi Refugees Manchester Contact : Burhan Fatah - 0161 234 2784 / 07866 757 213 -------------------------------------------------------------------------------- Manchester - Friday 26th August 3.00pm Piccadilly Garden, next to Halabja Tree Manchester City Centre Manchester Kurdish Association Centre (KAC) is organising a demonstration to Protest against any possible decisions from the Home Office to deport the Iraqi Kurds, whose claims for asylum have been rejected, to Kurdistan/Iraq. For further information, please contact: (077 6161 6535) (077 6616 7926) (07 89010 1108) kurdishassociationcentre at yahoo.co.uk London Friday 26th 12.00pm to 2.00pm Home office Peel Building 2 Marsham Street London SW1P 4DF Organised by Federation of Iraqi Refugees "We need your solidarity and support. We don't want to be forcibly deported. We fled Iraq to save our lives. We seek asylum rights under international laws. We don't want our children to be taken from us. We don't want the door to close on our education and other needs in our lives. This policy of 'forced removals' is against every human rights principle. We need you to support us and protest with us to challenge the deportation policy." Dashty Jamal on 07734704742 d.jamal at ntlworld.com -------------------------------------------------------------------------------- Scotland - Friday or Saturday Glasgow - demo to be arranged for Friday or Saturday contact: Kurdish Cultural Association - Scotland (KCAS) Kurdish Culture Association (KCA) Glasgow Saleem Salih 077 3404 9594 saleemsalih1 at hotmail.com Sheffield - Saturday Demonstration - 2.00pm The Peace Gardens, Sheffield Town Centre Organised by CADDI (Campaign Against Detention & Deportation of Iraqis) Contact: 0770 426 6613 (Kurdish) / 0791 370 1740 (English) Birmingham - Saturday 27th August 1.00pm Meet outside Virgin Mega Store Near 'The Bull" High Street Birmingham City centre Committee to Defend Asylum Seekers is organising a stall/ protest to highlight the home offices decision to forcibly remove Iraqis on Sunday 28th August. Even if you can pop down for 10 minutes let us know if you re coming For further information, please contact: Salman Mirza 079 6753 9771 mirzasalman at hotmail.com UNHCR London - "no part of Iraq can be considered safe" http://www.ncadc.org.uk/newszine61/unhcr.htm -- WADI - Verband für Krisenhilfe und solidarische Entwicklungszusammenarbeit e-mail: wadi.wien at gmx.at Tel.: 0699-11365509 Spendenkonto in Österreich: Kontonummer 07.405.301 Evangelische Kreditgenossenschaft eG BLZ 31800 ================================================ 15 Wieder sollen 2 Jugendliche im Iran hingerichtet werden von: wadi.wien at gmx.at ================================================ http://www.hosiwien.at/?p=92#more-92 Nach der öffentlichen Hinrichtung zweier Jugendlicher wegen homosexueller Handlungen in der Stadt Mashhad am 19. Juli 2005 die weltweite Empörung ausgelöst hat, droht nun am 27. August (anderen Quellen zufolge am 28. 8.) zwei 27-jährigen Männern in der Stadt Arak wegen homosexueller Handlungen die Hinrichtung (einer Quelle zufolge wurde einer der beiden Männer bereits am 16. 8. hingerichtet - diese Information wurde jedoch von keiner zweiten Quelle bisher bestätigt). “Wie schon im Fall der beiden Jugendlichen wird auch den beiden Männern aus Arak Vergewaltigung eines Dritten vorgeworfen", fasst Christian Högl, Obmann der Homosexuellen Initiative (HOSI) Wien, die spärlichen Informationen über diesen Fall aus dem Internet zusammen. “Wir vermuten aber, dass die Vorwürfe erfunden sind bzw. auf von den Behörden erpressten Falschaussagen möglicherweise tatsächlich beteiligter Dritter beruhen, die damit vielleicht sogar ihr eigenes Leben zu retten versuchen." “Wir verurteilen die Todesstrafe aufs allerschärfste", ergänzt HOSI-Wien-Obfrau Bettina Nemeth, “sie stellt keine zivilisierte Form der Bestrafung für welches Verbrechen auch immer dar, weder in einem Rechtsstaat noch - und schon gar nicht - in einem Regime wie dem iranischen, das die Todesstrafe als Mittel des Terrors und der Unterdrückung einsetzt. Außenministerin Plassnik teilt Abscheu “Die HOSI Wien hat in einem Schreiben an die iranische Botschaft wieder gegen die geplante Hinrichtung protestiert", berichtet Nemeth weiter. “Außerdem haben wir Außenministerin Ursula Plassnik aufgefordert, alles in ihrer Macht Stehende zu unternehmen, um weitere Hinrichtungen im Iran zu verhindern. Sie hatte uns in ihrer Antwort auf unser Schreiben vom Juli mitgeteilt, unsere Abscheu über die Vorgangsweise der iranischen Behörden zu teilen. Unmittelbar nach Bekanntwerden der Hinrichtungen sei das Außenministerium gegenüber der britischen EU-Präsidentschaft dafür eingetreten, dass die EU auf die Vorfälle öffentlich reagiert. Am 26. Juli hat die EU in einer Erklärung die Hinrichtung der beiden Jugendlichen scharf verurteilt. Plassnik hat auch angekündigt, dass diese und andere Fragen im Rahmen des EU-Menschenrechtsdialogs mit dem Iran besprochen werden und sich Österreich während seines EU-Ratsvorsitzes im ersten Halbjahr 2006 aktiv in dieser Frage einbringen werde." Hintergrundinformation zum aktuellen Fall auf englisch unter http://direland.typepad.com/direland/2005/08/irans_deadly_an.html Gezeichnet: Homosexuelle Initiative (HOSI) Wien - 1. Lesben- und Schwulenverband Österreichs Rückfragehinweis: Christian Högl, Obmann: Tel. 0699-11811038 Bettina Nemeth, Obfrau: Tel. 0699-11965265 Kurt Krickler, Generalsekretär: Tel. 5451310 oder 0664-5767466 -- WADI - Verband für Krisenhilfe und solidarische Entwicklungszusammenarbeit e-mail: wadi.wien at gmx.at Tel.: 0699-11365509 Spendenkonto in Österreich: Kontonummer 07.405.301 Evangelische Kreditgenossenschaft eG BLZ 31800 IBAN: AT10 3180 0000 0740 5301 BIC: EVKRATW1 ================================================ 16 Abschiebungen in den Irak / Deportations to Iraq von: wadi.wien at gmx.at ================================================ English Text follows below ------------------------------------------------------- Presserklärung Frankfurt und Oberursel den 26. 8. 2005 Dringend: Hilfsorganisationen kritisieren scharf britische Abschiebungen in den Irak Bruch mit internationalem Flüchtlingsrecht Die seit 1993 im Nordirak tätige Hilfsorganisation WADI und die Mesopotamische Entwicklungsgesellschaft (Mesop) kritisieren scharf die von der britischen Regierung vorgenommenen Zwangsabschiebungen irakischer Flüchtlinge. Seit Mitte August werden in Großbritannien abgelehnte Asylbewerber aus dem kurdischen Nordirak gewaltsam in Flugzeuge nach Arbil/Nordirak gesetzt. Angaben von Flughafenangehörigen in Arbil erreichten einige der Abgeschobenen den Irak in Handschellen. Die Abschiebungen erfolgen in ein Land, in dem tagtäglich Menschen ermordet werden. Keine stichhaltigen Prognosen können derzeit über die Zukunft des Irak gegeben werden. Abschiebungen erfolgen zudem gegen den erklärten Willen der kurdischen Regionalregierung im Norden des Landes sowie der irakischen Regierung, die eine zusätzliche soziale und politische Destabilisierung fürchtet. Der Präsident Irakisch-Kurdistans, Massud Barzani, verurteilte ausdrücklich die Entscheidung der britischen Regierung. Mit ihrem Vorgehen bricht die Britische Regierung international verbriefte Schutzstandards für Flüchtlinge, an die auch Großbritannien und die EU gebunden sind. Wadi und Mesop erinnern daran, dass das Flüchtlingswerk der Vereinten Nationen in England erst am 16. August ausdrücklich darauf hingewiesen hat, dass derzeit kein Teil des Iraks sicher sei. »Both Iraq and Kurdistan can not be considered safe and Kurdish Refugees should not be put at risk by forced removal,« heißt es in der Stellungnahme des UNHCR. Damit korrigierte das Flüchtlingskommissariat der Vereinten Nationen die über Jahre vertretene Auffassung, wonach der Nordirak in bestimmten Fällen als sichere Ausweichalternative gewertet wurde. Hintergrund der veränderten Lageeinschätzung ist die Tatsache, dass sich die Aktivitäten terroristischer Gruppen zunehmend auch auf den Norden des erstreckten. Angesichts des ungeklärten Konflikts über die Region Kirkuk, die von Kurden genauso wie von Turkmenen und Arabern beansprucht wird, bewirkt eine zwangsweise Rückführung von Flüchtlingen einen zusätzlichen Druck, der zur Verschärfung der Lage führt. »Es ist unmenschlich und politisch verantwortungslos, Flüchtlinge gegen ihren Willen in den Irak zu verschicken«, erklärt Thomas Uwer, Sprecher von Wadi. Alle europäischen Regierungen haben Reisewarnungen für den Irak ausgesprochen und ihre Bürger aufgefordert dieses Land nicht zu besuchen, für abgeschobene Asylbewerber aber soll der Irak sicher sein, so Hans Branscheidt für den Vorstand von Mesop. Seit Jahren suchen die Regierungen der EU nach Möglichkeiten, kurdische Asylbewerber loszuwerden. Erst mit der Eröffnung eines internationalen Flughafens in Arbil gibt es nun eine direkte Flugverbindung. Wadi fürchtet, dass andere europäische Regierungen dem britischen Vorbild folgen könnten. Mehr als zehntausend irakische Flüchtlinge alleine in Deutschland verfügen lediglich über einen prekären Aufenthaltsstatus. Von Seiten der Ausländerbehörden wird mitunter erheblicher Druck auf irakische Flüchtlinge ausgeübt, »freiwillig« in den Irak zurückzukehren. Wadi befürchtet deshalb, dass auch deutsche Behörden als Trittbrettfahrer des britischen Vorstoßes mit der erzwungen Abschiebung von Irakern beginnen könnte und fordert eine deutliche Klarstellung von Seiten der Regierung. »Der Bruch mit dem internationalen Flüchtlingsrecht durch die britische Regierung darf nicht dazu führen, dass deutsche Behörden sich ermutigt fühlen, ebenfalls ihre Verpflichtungen zum Flüchtlingsschutz über Bord zu werfen«, erklärt Uwer. Alleine im Jahr 2004 entzog das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge fast 7000 irakischen Flüchtlingen ihren Status. Die Erfahrung, so Thomas von der Osten-Sacken, Projektkoordinator von Wadi, habe zudem gezeigt, dass viele Kurden freiwillig zurückkehren, sobald die Sicherheitssituation dies zulasse. Andere leben seit Jahren in Europa und haben hier ihren Lebensmittelpunkt. Die Europäische Union ist gefordert, langfristige politische Perspektiven zu entwickeln, anstatt aus einseitigen Abschottungsinteressen, die Lebensperspektiven dieser Menschen zu zerstören. Press Release Frankfurt and Oberursel August 26, 2005 Urgent: German Relief Organisations are condemning deportations to Iraq Violation of international refugee law WADI, a relief organisation active in Northern Iraq since 1993, and the Mesopotamian Development Society (Mesop) strongly condem the deportation of refugees to Northern-Iraq undertaken by the British administration these days. British officials recently confirmed that refugees from Iraq are being gathered and prepared for forced return to their country since mid of August. Due to information from Arbil/Iraq, deportation already take place with some of the returned ones handcuffed. This deportation takes place although the security situation at place is still far from being stabile and terrorist attacks take place at a daily basis. No valid predictions exist over the future development in Iraq. Moreover, the deportation takes placer against the explicit will of the Kurdish regional and the Iraqi government, who both fear an additional social and political destabilisation. Massoud Barzani, President of the Kurdish region in Northern Iraq, consequently condemned the decision of the British Administration to return refugees to Iraq by force. The deportation clearly violates vested rights and undermines international protection standards for refugees to which GB and the EU are bound by contracts. Wadi and Mesop are refering to a statement of the UNHCR in Britain from August 16, 2005, in which the organisation clearly stated, that no part of Iraq can be considered as save at present. »Both Iraq and Kurdistan can not be considered safe and Kurdish Refugees should not be put at risk by forced removal.« By this, the UNHCR revised a long time advocated judgement that the Kurdish region can be considered as a safe flight alternative in certain cases. The fact, that terrorist activities are increasingly spreading towards the North are cause to the revision. In view of the still unresolved conflict over the region of Kirkuk -- over which Kurds as well as Turkomen and Arabs claim rights -- the deportation of Kurdish refugees from region is likely to aggravate existing tensions. »Sending back refugees to that region is inhuman and politically irresponsible«, says Thomas Uwer, speaker of Wadi. All European governments warn their citizens not to travel to Iraq due to the unstable security-situation. Only when it comes to refugees, Iraq appears to be safe, Hans Branscheid from Mesop criticises. Since years, European governments are searching for a way to get rid of its Iraqi refugees. Wadi and Mesop are concerned that other European countries might follow the British example. In Germany, more than 10,000 Iraqi refugees dispose only over a low status forcing them to live in an awkward situation. Immigrant authorities regularly put considerable pressure on these people to force them to a »voluntary« return to Iraq. Wadi fears a copycat effect and asks the German government to clearly refrain from thus plans. »The fact that the British government breaks international refugee law should not encourage German authorities to do the same«, expresses Uwer. Thomas von der Osten-Sacken, who is coordinating the programme of Wadi in Northern Iraq refers to his experiences that show the will of the majority of the Iraqi refugees to return if the situation at place is safe enough. »Many Iraqis are living for a considerable time in European countries. Europe is the centre of their life. Therefore, the European Union is demanded to develop sustainable political perspectives instead of destroying the personal perspectives of these people. for Wadi e. V. for Mesop e. V. Thomas Uwer Hans Branscheidt Tel: 0049-172-3052691 Tel: 0049-177-7321200 WADI e. V. Herborner Str. 62 D-60439 Frankfurt a. M. Tel: ++49-69-57002440, Fax: 57002444 email: info at wadinet.de www.wadinet.de Mesopotamische Entwicklungsgesellschaft e. V. Postbox 35 D-61440 Oberursel Tel: ++49-6171-74135, Fax: 73269 Email: mesop at online.de -- WADI - Verband für Krisenhilfe und solidarische Entwicklungszusammenarbeit e-mail: wadi.wien at gmx.at Tel.: 0699-11365509 Spendenkonto in Österreich: Kontonummer 07.405.301 Evangelische Kreditgenossenschaft eG BLZ 31800 IBAN: AT10 3180 0000 0740 5301 BIC: EVKRATW1 ================================================ 17 Irakische Verfassung diskriminiert religiöse Minderheiten von: gfbv.austria at chello.at ================================================ GESELLSCHAFT FÜR BEDROHTE VÖLKER PRESSEMITTEILUNG Göttingen, den 26.08.2005 Irakische Verfassung: Gleichberechtigung der kurdischen Sprache ist Fortschritt - Religiöse Minderheiten weiterhin diskriminiert Während Schiiten und Sunniten im Irak noch immer über den Entwurf der zukünftigen Verfassung streiten, liegen die Passagen über die Rechte der Minderheiten bereits fest. Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) begrüßt es als beispielhafte und bisher einmalige Regelung in der arabischen Welt, dass neben dem Arabischen eine zweite Amtssprache, das Kurdische, offiziell darin anerkannt worden ist. Kurdisch wird von etwa fünf Millionen irakischen Staatsbürgern gesprochen. Nach jahrzehntelangen Kriegsverbrechen und Genozid an etwa 500.000 Kurden (1961-2002) gewährt ihnen nun eine autonome Teilrepublik Sicherheit, so dass sich nach menschlichem Ermessen Verbrechen wie in der Vergangenheit nicht wiederholen werden. Die GfbV bedauert jedoch, dass die Rechte nicht-muslimischer Minderheiten durch den Druck radikaler islamischer Kreise nicht ausdrücklich in der Verfassung verankert und damit geschützt werden. Der Verfassungsentwurf identifiziert den Islam als Quelle der Rechtssprechung, gegen seine Prinzipien darf nicht verstoßen werden. Die islamischen religiösen Rechte und Bräuche werden explizit garantiert. Das Nachsehen haben Christen, Mandäer und Yeziden: 1. Im Irak leben etwa 650.000 Christen, die bis heute die Muttersprache Jesu, das Aramäische in einer neuen Variante, sprechen. Sie finden durch die Bezeichnung Chaldäer und Assyrer Eingang in die Verfassung, werden aber nicht als Angehörige der christlichen Religion geschützt. Seit dem Ende der "heißen" Phase des Krieges werden sie Opfer von Ermordungen, Entführungen, Kirchenzerstörungen und Vertreibungen gerade aufgrund der Tatsache, dass sie Christen sind. Die irakischen Christen gehören heute fünf Konfessionen an. Zehntausende von ihnen mussten nach Syrien, Jordanien und in den Nordirak fliehen. 2. Die nur etwa 50.000 ebenfalls aramäisch-sprachigen Mandäer berufen sich auf Johannes den Täufer und sind eine der ältesten Religionsgemeinschaften im mesopotamischen Raum. Auch sie haben zahlreiche Opfer zu beklagen. Hunderte Mandäer wurden entführt, Geschäfte zerstört. Als sehr kleine Glaubensgemeinschaft haben sie kein schützendes Netzwerk und sind der Willkür der islamistischen Gruppen besonders stark ausgesetzt. Hunderte mandäische Familien sind schon nach Syrien oder nach Jordanien geflüchtet, nachdem sie häufig nur ihr nacktes Leben retten konnten. Sie werden in diesen Staaten jedoch nicht als Flüchtlinge anerkannt, haben kein Recht zu arbeiten, ihre Kinder können die Schule nicht besuchen und sie leben häufig in größter Armut. 3. Die rund 600.000 kurdisch-sprachigen Yeziden gehören einer alten eigenständigen Religion an, die auf mündlicher Überlieferung beruht. Sie wurden wie die muslimischen Kurden Opfer der Vernichtungspolitik unter Saddam Hussein. Besonders schwierig ist ihre Lage durch die Verfassung deshalb, weil ihnen die darin verankerte allgemeine Religionsfreiheit keinen Schutz gewährt. Das Yezidentum ist in den Augen vieler Iraker keine Religion, da es keine Buchreligion ist. Fanatische Moslems ziehen zur Legitimierung der Verfolgung von Yeziden Quellen des Koran heran. Die Yeziden wurden in der Türkei so massiv verfolgt, dass schon in den 80er Jahren fast alle flüchten mussten. Allein in Deutschland sind rund 40.000 von ihnen ansässig geworden. Für Nachfragen und Interviews ist der GfbV-Generalsekretär Tilman Zülch erreichbar unter Tel. 0151 153 09 888. ====================================================== Gesellschaft fuer bedrohte Voelker e.V. (GfbV) Inse Geismar, Pressereferentin Postfach 2024, D-37010 Goettingen Tel.+49/551/49906-25, Fax:++49/551/58028 E-Mail: presse at gfbv.de, Homepage:http://www.gfbv.de ====================================================== ================================================ 18 Rotes Kreuz behandelt Terroristen im Irak von: wadi.wien at gmx.at ================================================ Krankenhausdeal mit den Entführern von Simona Pari und Simona Torretta Vier mutmaßliche Terroristen wurden angeblich für die Freilassung der Helferinnen ärztlich behandelt - Deal gegenüber US-Behörden geheimgehalten Rom - Das italienische Rote Kreuz hat vier mutmaßliche irakische Terroristen in seinem Krankenhaus in Bagdad behandelt, um im Vorjahr die Befreiung der beiden entführten Helferinnen Simona Pari und Simona Torretta zu erreichen. Die Verhandlungen mit den Terroristen über die Freilassung der beiden Freiwilligen seien gegenüber den US-Behörden im Irak geheim gehalten worden, berichtete der Ex-Chef von Italiens Rotem Kreuz im Irak, Maurizio Scelli, nach Angaben der Turiner Tageszeitung "La Stampa" (Donnerstag-Ausgabe). "Der Mann, der für uns gegenüber den Terroristen als Vermittler fungierte, hat uns aufgefordert, das Leben von vier mutmaßlichen Terroristen zu retten, die von den USA gesucht wurden. Sie waren bei einem Kampf verletzt worden. Wir haben sie versteckt und sie zu unseren Ärzten gebracht, die sie operiert haben. Wir haben auch vier ihrer Kinder behandelt, die an Leukämie erkrankt waren", berichtete Scelli. Im Wahrheitsfall drohen Berlusconi Schwierigkeiten Sollten seine Worte bestätigt werden, drohen dem italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi Schwierigkeiten. Der italienische Ministerpräsident hatte entschieden dementiert, dass Rom Lösegeld für die Freilassung der beiden Freiwilligen gezahlt hatte. Simona Pari und Simona Torretta waren am 28. September des Vorjahres nach dreiwöchiger Geiselhaft freigelassen worden. Berlusconis "rechte Hand", Gianni Letta, entschied die Amerikaner nicht zu informieren Scelli berichtete, dass Berlusconis "rechte Hand", Gianni Letta, den Beschluss gefasst hatte, die Amerikaner über die Verhandlungen mit den Terroristen nicht zu informieren. "Die Amerikaner über die Vermittlungen im Dunklen zu lassen, war die Bedingung, um die Geiseln zu retten und uns selbst zu schützen", berichtete Scelli. An der Vermittlungsaktion zur Freilassung der beiden Helferinnen sei auch der Geheimdienstfunktionär Nicola Calipari beteiligt gewesen. Dieser war im März bei einem amerikanischen Check Point auf dem Weg nach Bagdad kurz nach der Freilassung einer weiteren italienischen Geisel im Irak, der Journalistin Giuliana Sgrena, erschossen worden. (APA) -- WADI - Verband für Krisenhilfe und solidarische Entwicklungszusammenarbeit e-mail: wadi.wien at gmx.at Tel.: 0699-11365509 Spendenkonto in Österreich: Kontonummer 07.405.301 Evangelische Kreditgenossenschaft eG BLZ 31800 ================================================ 19 Iraq secularists denounce "Islamist" constitution von: wadi.wien at gmx.at ================================================ 24.08.2005 | Reuters | Andrew Hammond -------------------------------------------------------------------------------- Iraq secularists denounce "Islamist" constitution Secular Iraqis said on Wednesday a proposed new constitution left no room for doubt about the Islamist path the country was heading down two years after a U.S.-led invasion was supposed to produce greater freedoms. The document presented to parliament on Monday is suffused with the language of political Islam in defining the state, and assigns a primary role to Islam as a source for legislation. "The draft aborts the democratic process Iraqis hoped for and is a big victory for political Islam," said writer Adel Abdel-Amir. "Islamic law, not the people, has become the source of authority." The draft says Islam is the official religion of the state and there can be no law that contradicts the "fixed principles of its rulings." The preamble says the constitution responds to "the call of our religious and national leaders and the insistence of our great religious authorities." Language guaranteeing "rights and freedoms" is subordinate to the primary position given to Islam, opponents say. "Human rights should not be linked to Islamic Sharia law at all. It should be listed separately in the constitution," said Safia Souhail, Iraq's ambassador to Egypt. The prominent women's rights campaigner denounced wording that grants each religious sect the right to run its own family courts -- apparently doing away with previous civil codes -- as an open door to further Islamicise the legal system. Although in practice, many Iraqis end up having recourse to religious authorities or informal tribal law, the idea of a united civil code is central to the modern state, Souhail said. "This will lead to creating religious courts. But we should be giving priority to the law," she said. "When we came back from exile, we thought we were going to improve rights and the position of women. But look what has happened -- we have lost all the gains we made over the last 30 years. It's a big disappointment." UNEVEN CHARTER Despite the brutality and despotism, the decades of Baath Party rule under Saddam Hussein left a largely secular legacy, which included relative freedom for women. "We had hoped for a secular constitution that would separate religion from state," said Mirza Dinnayi, leader of the Yazidi sect viewed by Islamists now running Iraq as devil worshippers. "It doesn't even mention some minorities ... A constitution that can't ensure the rights of its citizens and equality doesn't deserve to be called a constitution." The only minorities ensured specific rights are Kurds, who have a federal region in the north, and speakers of Syriac, who it says are free to educate their children in the language. Iraq's state media organs -- the daily paper al-Sabah and satellite channel al-Iraqiya -- have come out full guns blazing in favor of the draft, which the Sunni minority favored by Saddam are mobilizing to bring down in an October referendum. But the popular Azzaman daily said in a column on Wednesday that parliament would be better off dissolved than promulgating a document such as the draft, as expected, later this week. "It gives with one hand and takes with the other. This constitution is not close to a modern state," the paper's managing editor Saad Abbas told Reuters. He drew attention to a list of Baath era crimes in the preamble that gives priority to the suffering of Shi'ites. "It mentions some victims and doesn't mention others. Communists, for example, also suffered. It's fair to the Islamists but not the non-Islamists," Abbas said. Souhail said the United States, a crucial backstage player keen for a deal that meets U.S.-backed deadlines, had let the Shi'ite Islamists and Kurds in government do as they wish. "We have received news that we were not backed by our friends including the Americans. They left the Islamists to come to an agreement with the Kurds," she said. Copyright © 2005 Reuters Limited. © Reuters 2005 -- WADI - Verband für Krisenhilfe und solidarische Entwicklungszusammenarbeit e-mail: wadi.wien at gmx.at Tel.: 0699-11365509 ================================================ 20 [slp-info] Venezuela: Veranstaltungen und neue Broschüre von: slp at slp.at ================================================ Nach dem Besuch der SLP-Bundessprecherin Sonja Grusch in Venezuela organisiert die SLP eine Veranstaltungsreihe zum Thema. * Bericht über die aktuelle Situation und die Weltjugendfestspiele * Analyse der historischen Entwicklung * Diskussion über Perspektiven und Programm für ein sozialistisches Venezuela * Vorstellung der neuen Broschüre "Kontinent im Aufruhr - Venezuela: Der Kampf um eine sozialistische Zukunft, Ursachen und Perpektiven der revolutionären Entwicklung Wien: - Bericht über die aktuelle Lage Mittwoch 31.8. um 19.00, Wien 7, Stiftg.8 - Amerlinghaus/Gallerie - Venezuela: Perspektiven für eine sozialistische Entwicklung Sonntag 4.9. um 16.00, Wien 2 - Volksstimmefest - beim SLP-Stand Salzburg: - Venezuela: Der Kampf um eine sozialistische Zukunft 20.9. um 19.00, Ort siehe www.slp.at/termine weitere Termine in Wien und Linz unter www.slp.at/termine Bestellung der Broschüre möglich: Nach Einzahlung von 3.- auf unser PSK-Konto 8812.733 schicken wir die Broschüre umgehend zu. ================================================ 21 News über Venezuela von: office at venezuela-info.net ================================================ Weitere Artikel finden Sie gesammelt auf http://www.venezuela-info.net ----------------------------------------------------------- Aktuelle Artikel ----------------------------------------------------------- Chávez finanziert linke Allianz in Lateinamerika Venezuelas Präsident Hugo Chávez nutzt die hohen Öleinnahmen seines Landes für eine neue außenpolitische Offensive http://www.handelsblatt.com/pshb/fn/relhbi/sfn/buildhbi/cn/GoArt!200013,200051,946783/SH/0/depot/0/ ----------------------------------------------------------- Aufbruch oder Niedergang? Krystian Woznicki 10.08.2005 Lateinamerika-Forscher versuchen, die Figur Chávez jenseits des Massenmedienspektakels zu analysieren http://www.heise.de/tp/r4/artikel/20/20630/1.html ----------------------------------------------------------- Einserfrage: Späte Gerechtigkeit für die Indigenas? Es antwortet: René Kuppe, Rechtsanthropologe an der Wiener Rechts-wissenschaftlichen Fakultät http://derstandard.at/?url=/?id=2139693 derstandard.at 13.08.2005 ----------------------------------------------------------- Dossier Chávez erkauft sich Lateinamerikas Gunst Billiges Öl, Verträge für eine staatliche Schiffswerft und günstige Kredite für Genossenschaften. http://www.ftd.de/pw/in/18020.html FTD vom 12.08.2005 ----------------------------------------------------------- »Chávez hat den Armen eine Stimme gegeben« Soziale Bewegungen sind wichtig für Venezuela. Noch keine Diskussion über »Sozialismus des 21. Jahrhunderts«. http://www.jungewelt.de/2005/08-23/020.php jungewelt.de,23.08.2005 ----------------------------------------------------------- Venezuela im Würgegriff eines Despoten? Hugo Chávez zeigt sich kämpferisch http://www.wams.de/data/2005/08/14/759991.html Welt am Sonntag, 24.08.2005 ----------------------------------------------------------- Aufruf zum Sozialismus Eröffnung der 16. Weltfestspiele in Caracas. 17000 Teilnehmer aus 144 Staaten. Präsident Chávez: USA sind nicht unbesiegbar http://www.jungewelt.de/2005/08-10/005.php ================================================ 22 Sudan: "Wiederaufbau des Sudans nicht ohne Frauen" von: wadi.wien at gmx.at ================================================ "Wiederaufbau des Sudans nicht ohne Frauen" Demokratie-Konferenz in Wien eröffnet - Frauendelegation will funktionsfähige Netzwerke knüpfen Wien - Die zweite Präsidentin des Nationalrates, Barbara Prammer (S), hat am Freitag in Wien eine Konferenz zum Thema "Die Rolle sudanesischer Frauen beim Demokratisierungsprozess und Wiederaufbau im Sudan" eröffnet. Die dreitägige Konferenz wurde von der österreichisch-sudanesischen Organisation "NilDonau" organisiert und findet in den Räumen des Parlaments statt. Auch die Abgeordneten Petra Bayr (S) und Ulrike Lunacek (G) machten sich für eine Stärkung der Frauenrechte im Sudan stark. "Ohne Frauen gibt es keine Demokratie und ohne die Berücksichtigung der Rechte der Frauen wird es keine gute Zukunft für den Sudan geben", erklärte Prammer in einem Pressegespräch. Es freue sie sehr, dass sie die Gastgeberin dieser Veranstaltung sein dürfe. Ihre Parteikollegin Petra Bayr, entwicklungspolitische Sprecherin der SPÖ, bezeichnete das bloße Zustandekommen der Konferenz als "großen Erfolg". Sie stelle "den ersten Schritt zum Empowerment von Frauen in einem neuen, demokratischen und egalitären Sudan" dar, so Bayr. Lunacek: Sudan auf außenpolitische Agenda Ulrike Lunacek, außenpolitische Sprecherin der Grünen, appellierte in ihrem Statement an die Außenministerin, das Thema Sudan auf die Agenda der kommenden österreichischen EU-Präsidentschaft zu setzen. Die Frage, ob sich der Sudan stabilisieren könne und eine Demokratie werde, an der auch Frauen beteiligt sind, sei "wichtig für die ganze Region, ja für ganz Afrika", so Lunacek. Funktionsfähige Netzwerke bilden Neben VertreterInnen von entwicklungspolitischen und Menschenrechtsorganisationen nimmt auch eine große sudanesische Frauendelegation an der Konferenz teil. Ziel der Veranstaltung sei es, Perspektiven für die Frauen im Sudan zu diskutieren, vor allem aber funktionsfähige Netzwerke zu bilden, erklärte die Organisatorin der Veranstaltung, Ishraga Mustafa Hamid. Sexuelle Übergriffe auf Frauen in Flüchtlingslagern Die Lage in dem größten afrikanischen Flächenstaat ist auch nach dem im Jänner geschlossenen Friedensabkommen für den Süden des Landes weiterhin angespannt. In der Unruheprovinz Darfur (Darfour) sind 3,2 Millionen Menschen auf internationale Hilfe angewiesen. Die Vereinten Nationen hatten zuletzt auch immer wieder sexuelle Übergriffe auf Frauen in sudanesischen Flüchtlingslagern beklagt. (APA) Wadi arbeitet schon seit längerem mit NilDonau, der veranstaltenden Organisation, zusammen und empfielt Personen, die an einer Kontaktaufnahme interessiert sind, auch deren Website zu besuchen: http://www.niledanube.org ================================================ 23 The Rules Of The Game Are Changing for us too, Mr Blair von: hx65 at dial.pipex.com ================================================ FifthInternational.org Global Newswire 25 August 2005 From ISSUE #255 --------------------------------------------------------------------------------- >> The Rules Of The Game Are Changing - for us too, Mr Blair << Just before he jetted off to Barbados to the holiday home of one of his millionaire friends, Tony Blair took the opportunity to indicate that "the rules of the game are changing"- i.e. that the country's civil liberties were coming under attack, not from foreign terrorists but from his own Labour government. The new measures go well beyond anything since the 9/11 attacks, giving the Home Secretary, and the unelected judiciary extended powers in the fields of deportation and control orders. The new laws contravene several sections of the European Charter for Human Rights, and passing them will actually entail repealing sections of this law. The new bill allows Charles Clarke to immediately deport any foreign national even viewing websites deemed to be 'unsuitable'. This law will also extend to being able to deport those frequenting bookshops, mosques or community centres which are deemed to be linked to extremism by the government. The new laws will enable the home secretary to order such places to be shut down by the police. Centres, websites and bookshops can now be deemed as 'extremist' for various reasons, one being 'the justification or glorification of terrorism anywhere.' This effectively criminalises anybody speaking up for the Palestinian, Iraqi or Chechen resistance movements. It would of course have meant putting Margaret Thatcher behind bars for glorifying the mujahedin in Afghanistan during the 1980s. Whilst the new bill sees altogether new powers being given to the forces of the state, it also includes the extension of powers already given. One example is the length of time the police are allowed to detain terror suspects without charge or trial. The new laws will see this go up to three months, effectively creating a policy of internment without trial aimed at the Muslim community in the UK. Another assault on freedom of speech and indeed religion gives he home secretary power to decide whether certain preachers should or shouldn't be allowed to reside or speak in this country. Despite already severe laws on incitement the government is to be further armed with powers to deport those it does not like- or rather those the Sun or the Daily Mail set up a hullabaloo about. Blair's speech can be summed up in his own words; he closed his speech by telling the gathered press 'the rules of the game have changed' as a result of the 07/07 attacks is an outright lie, given that these measures have been introduced at the end of four years which have seen the most legislation and extension of state power since the great miner's strike of 1984. The 2001 attacks on the world trade centre signalled the beginning of four years in which we have seen civil liberties across the world eroded in the name of 'The War On Terror. Immediately following the attacks on 9/11, David Blunkett rushed through the Emergency Terrorism Act of 2001, giving the state the right to intern without charge or evidence foreign nationals suspected of terrorism. Of the 13 individuals detained at Belmarsh under this law, nobody has been charged, and the state refuse to present evidence to the courts on the basis that it may harm national security. Not knowing what crime they were suspected of, nor the nature of the evidence against them, this Kafka-esque detainment amounted to mental torture. Indeed, nearly all the prisoners have reported psychological illnesses resulting directly from their time in Belmarsh, Britain's Guantànamo Bay. Only in March 2005, when the Law Lords ruled that their detention was to contravene the European Charter of Human Rights (1998) were they released, and then under the strictest of bail conditions which amounted to constant surveillance and a form of house arrest. But the "reprieve" was only temporary. Now they are to be deported to their country of origin, irrespective of whether this may leave them subject to torture and the death penalty. The 2001 legislation stood unopposed in parliament until Easter 2005. Only when the Law Lords - the highest court in the UK - bought questioned the Terrorism Act 2001 under the terms of Human Rights Act of 1998, was it put to the government that specifically targeting foreign nationals for internment contravened human rights law, and would therefore have to be altered. Sure enough, the Home Office examined its policy and to right this wrong, made an addition to the act. Under this law, so called 'Control Orders' could be issued instead of imprisonment and that these orders could be applied to anybody, not just foreign nationals. The charge of racism was neatly sidestepped by extending the draconian measures to cover British nationals too! The controls did not replace internment, but were simply an addition to the power of the state. A clause was created within the act to allow a number of controls to be placed on the suspect: house arrest, phone tapping, restriction of internet use, co-operation with surveillance and restrictions on association and movement. If any of the controls are broken, imprisonment immediately follows. They are high-level Antisocial Behaviour Orders, which create crimes where no real offence has been committed. That the government has not in practice moved away from internment is shown by the ongoing case of Belmarsh prisoner, Babar Ahmad. Mr Ahmad was interned and released under suspicion of terrorism. However, in May he was arrested again under the auspices of being extradited to the US to face terrorism charges. The Home Office has had its remit for detaining him extended time and time again whilst the US try and build a case for Mr Ahmad to be deported. Another comparison that can be drawn with repression inflicted in Ireland is that it is not just the power to intern which erode peoples civil liberties, but also the granting of extra-police powers in dealing with 'day to day' incidents. Stop and search powers were significantly increased in the name of anti-terrorism. An examining of who these powers are used against shows that, just like the other parts of the various terrorism acts, they specifically target foreign nationals and ethnic minorities in the UK, with Asian and black people eight times more likely to be stopped and searched. In the 1970s and 1980s, the laws were also used against the solidarity movement that developed in direction opposition to the British occupation of Northern Ireland and the oppression of the nationalist community. In the present period, anti-terror laws have been used against the DSEi protests in 2003 and the G8 protests this summer. The extension of the law to cover British citizens has begun a campaign to extract and expose 'the enemy within'. Just as Thatcher bought in the National Reporting Centre to track and arrest miners all over the country in the Great Strike of 1984-85, the proposed Serious Organised Crime and Police Bill aims to build up a nationwide police force capable of enforcing the law set down by the government. This will see police being able to detain a suspect for up to 192 hours without charge, and will be able to do so for offences as minor as littering and swearing. This highlights recognition by the government that since the invasion of Iraq in 2003, it is facing increasing opposition from outside of parliament, with this being based in the communities hit hardest by its legislation and foreign policy, but spreading more and more through the rest of society. So, when the bombings hit London on the 7th July, the government was more than ready to wrench the country's arm further behind its back with more repressive legislation. Already we have seen yet another raft of additions to anti-terror laws being proposed. This time not only are the basic civil rights of trial by jury and justification of arrest being attacked, but now freedom of speech against the state. If the present proposal succeeds then it will become a crime to raise support for groups at home or abroad taking up arms against the British state. Whilst we are told that this is directly aimed at 'homegrown' terror cells, the reality stretches far beyond this. The law could effectively criminalise calling for victory to the Iraqi resistance. Its aim is not only to persecute the Asian and Muslim communities, but also to prevent a re-mobilisation of the anti-war movement under the only slogan that can unite a movement capable of defeating imperialism in the Middle East. The last month has also seen the state bring visibly armed police into public places and onto the streets of London, putting undercover armed police on the tube network disguised as staff. All of this without union permission, without government announcement and without parliamentary debate. The execution of Jean Charles de Menezes in Stockwell tube station marked a turning point in the 'war on terror' for many people in the UK and around the world. The state has refused to back down over the case, clearly signalling their intent to continue the use of shoot-to-kill on the streets of London. If ever an argument against trusting the police was needed, this is it. Whilst Beeston, the area of Leeds that the bombers came from, has not seen such extreme police brutality, the cops continue to exercise extreme prejudice towards Asian residents of the community. One young woman was seized from her house by armed police and questioned without the option of representation, or recording. Elsewhere in the community, houses are constantly being raided and searched without any evidence of connections to 7th July. And, in the wake of de Menezes death, the people of Beeston are justifiably worried by the presence of police firearms officers on their streets. Politically, 7th July represented two things. First, the crisis of alienation following the failure of the anti-war movement to prevent the invasion of Iraq, and, second, the signal for the government to put the structure of repressive legislation built up over the last four years into full effect. The state has made it very clear that they will grip society by the throat and choke the life out of it when it comes under threat. We must call for communities to defend themselves from the thuggery of the police in the wake of 07/07, and not to be crushed between the millstones of state brutality and reaction in the media. In the wake of the government's new offensive in 'The War on Terror' Tony Blair must be forced to realise that he is not the only person who can change the rules. Now the anti-war and anti-racist movements must change the rules of their game too. Self-Defence is No Offence! Organise to defend communities from the thugs of the police and the fascists. Non-co-operation with repressive and racist legislation, and a call for strike action to bring imperialist troops out of the Middle East! ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< LINKS UND HINWEISE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 24 Newsletter andersrum.gruene.at von: andersrum-newsletter at listen.gruene.at ================================================ ******************************************** Newsletter andersrum.gruene.at mit den neuen Headlines seit 18. 8. 2005 09:01 ********************************************* ******* INHALT ******* - Wir planen für 2006 das 10. Lesbentreffen! - Beenden Sie das Katz- und Maus-Spiel, Herr Lopatka und Frau Fekter! - Bilder vom Lesbenpicknick im Prater - Pink sheep of the family ***************************************** *** Wir planen für 2006 das 10. Lesbentreffen! *** 23. August 2005 Das letzte, 9. Lesbentreffen in Österreich liegt nun 14 Jahre zurück. Wer macht mit? http://www.gruene-andersrum.at/andersrumgrueneat/linke_emanze/artikel/lesen/ 2165/1396/ ***************************************** *** Beenden Sie das Katz- und Maus-Spiel, Herr Lopatka und Frau Fekter! *** 22. August 2005 ÖVP-Entwurf sei nicht "als tatsächliche Gleichstellung Homosexueller zu bezeichnen". http://www.gruene-andersrum.at/oesterreich/artikel/lesen/2127/1396/ ***************************************** *** Bilder vom Lesbenpicknick im Prater *** 21. August 2005 © Iris Hajicsek http://www.gruene-andersrum.at/andersrumgrueneat/linke_emanze/artikel/lesen/ 2168/1396/ ***************************************** *** Pink sheep of the family *** 20. August 2005 Etwa zehn Prozent der Wienerinnen und Wiener sind lesbisch, schwul, bisexuell oder transsexuell. Eine Tatsache, die in der Politik keine Berücksichtigung findet. Besonders die ÖVP - sowohl auf... http://www.gruene-andersrum.at/wien/artikel/lesen/2166/1396/ ============================ http://andersrum.gruene.at/ ============================ ================================================ 25 [al_news] Arbeitskampf bei Joy&Fun / Volksstimmefest / Rotes Kino, Vol.14 von: al at sozialismus.net ================================================ AL-Newsletter Nr. 149 --------------------------- 1. Solidarität mit den Beschäftigten von Joy & Fun! 2. AL und AGM-Stand am Volksstimme-Fest 3. Rotes Kino, Vol.14: Rosa Luxemburg ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ Solidarität mit den Beschäftigten von Joy & Fun! Für den Erhalt aller Arbeitsplätze! Ende Juli wurde gegen den Entertainmentbetrieb "Joy & Fun" im Wiener Einkaufszentrum Millenniumcity ein Konkursantrag gestellt. Nun besteht die Gefahr, dass bis zu 65 Arbeitsplätze verloren gehen. Bereits mehrere Male ist eine größere Gruppe engagierter KollegInnen für mehrere Stunden vor der Millenniumcity gestanden, um die PassantInnen über die aktuelle Situation aufzuklären und um Unterschriften zu sammeln. Die KollegInnen wollen sich damit nicht zufrieden geben, weitere Aktionen sind in Planung ... Begonnen hat die Auseinandersetzung mit einem Streit zwischen dem ehemaligen Eigentümer der Millenniumcity, Christian Stumpf, und der Family Entertainment GmbH, die "Joy & Fun" betreibt. Stumpf, bzw. der aktuelle Eigentümer, die Fondsgesellschaft MPC, dürften über einen längeren Zeitraum Schäden und Beeinträchtigungen nicht behoben haben. Am eindeutigsten ist das bei der mangelnden Durchlüftung im Betrieb, es ist für die KollegInnen sehr anstrengend, längere Schichten unter diesen Bedingungen zu arbeiten. Laut Aussagen hat die Family Entertainment aufgrund dieser Schäden die Mietzahlungen eingestellt. Doch wie die tatsächliche finanzielle Lage aussieht, ist keineswegs geklärt. Es gibt also in der momentanen Situation drei Seiten: da sind Stumpf und die MPC, da ist die Family Entertainment und da sind die KollegInnen mit ihrer berechtigten Sorge um ihre Arbeitsplätze. Die KollegInnen haben bereits wesentliche Schritte gesetzt und sind mit ihrem Anliegen in die Öffentlichkeit gegangen. Es haben bereits mehrere Infotische stattgefunden, bei denen die Resonanz sehr gut war - kein Wunder, die meisten Leute haben Verständnis und finden es gut, wenn KollegInnen versuchen, ihre Arbeitsplätze zu erhalten und für sie zu kämpfen. Es wurde auch bereits eine Betriebsversammlung durchgeführt, bei der wichtige Schritte beschlossen wurden. Es wurden Forderungen aufgestellt, die absolut unterstützenswert sind, wie die nach der Auszahlung der ausstehenden Löhne und Gehälter und die nach dem Erhalt aller Arbeitsplätze. Sehr wichtig wird auch die Forderung nach Einsicht in die Geschäftsunterlagen sein, um zu wissen, wohin das Geld, das für die Miete bestimmt war, tatsächlich gegangen ist. Es wurde auch in sehr demokratischer Weise ein Komitee aus drei Kolleginnen gewählt, das die weiteren Vorbereitungen koordinieren wird. Daneben wurde richtigerweise beschlossen, einen Betriebsrat zu gründen, für den sich auch eine Reihe von Kollegen und Kolleginnen gefunden hat. Niemand kann wissen, wie die Sache ausgeht. Doch eines ist klar: damit, dass die KollegInnen die Initiative ergriffen habt und in die Öffentlichkeit gegangen sind, haben sie einen ersten sehr wichtigen Schritt gesetzt. Wie es zwei Kolleginnen in einem Interview für unsere Homepage www.sozialismus.at sehr treffend ausgedrückt haben: "Für uns ist die Situation nicht einfach. Einige KollegInnen haben sich vielleicht Kredite aufgenommen, andere wissen nicht, wie sie sich ihre Ausbildung finanzieren sollen. Mehr Leute sollten sich trauen, etwas zu machen. Wir wollen die Leute anregen, zu versuchen, zu kämpfen. Und wenn wir verlieren, können wir wenigstens nachher sagen, dass wir es probiert haben. Den Kopf in den Sand stecken ist nicht unser Motto." Solidarität mit den Beschäftigen von Joy & Fun! Erhalt aller Arbeitsplätze! Auszahlung der ausstehenden Löhne und Gehälter! Einsicht in die Geschäftsunterlagen von Family Entertainment! Behebung aller Schäden durch die MPC! ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ AL und AGM-Stand am Volksstimme-Fest Nach einjähriger Pause gibt es diesen "Sommer" wieder ein Volksstimme-Fest (traditionelles großes linkes Fest), und zwar am Sa, den 3. und So., den 4.9 im Prater auf der Jesuitenwiese. Auch wir werden wieder mit einem Info-Stand vertreten sein, dieses Jahr gemeinsam mit der Arbeitsgruppe Marxismus (AGM). Kommt hin und verbringt eine gemütliche Zeit mit uns - bei hoffentlich schönem Wetter ... Ein Programm des Fests findet sich unter http://www.volksstimmefest.at ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ Rotes Kino, Vol.14: Rosa Luxemburg Das Rote Kino ist zurück aus der Sommerpause ... und gleich ordentlich! Denn am Mo., den 12.9. zeigen wir den preisgekrönten Film "Rosa Luxemburg", der das Leben und Wirken der 1919 auf Befehl der SPD-Führung ermordeten deutschen Revolutionärin nachzeichnet. Wie immer gratis und auf Großbildleinwand! Eine ausführliche Filmbeschreibung findet sich auf unserer Homepage http://www.sozialismus.at ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ AL-Antifaschistische Linke Gegen Rassismus, Sexismus, Sozialabbau! Für Solidarität und Sozialismus! mail: al at sozialismus.net web: www.sozialismus.at phon: ++43 (0) 699 817 15 915 post: AL c/o Amerlinghaus, Stiftgasse 8, A-1070 Wien ================================================ 26 Umfrage 'die Wiener Gruenen...' von: martin.mair at mediaaustria.at ================================================ Möge isch ein jeder seine Meinung bilden angesichts dieser Fragen. Wer denen seine Meinung sagen will- nach dem skandalösen Interview von Van der Bellen im Kurier, wo dieser ein Wirtschaftswachstum um jeden Preis zur Beseitigung der "Arbeitslosigkeit" forderte, möge diese Gelegenheitnutzen oder auch nicht. Martin >>From: "Fritz Pletzl" >>To: >>Subject: Fw: Umfrage 'die Wiener Grünen...' >>Date: Thu, 25 Aug 2005 14:11:47 +0200 >> >> >>Liebe Teilnehmerin - lieber Teilnehmer! >> >>Vorerst danke ich dir für deine Teilnahme an der >>vorliegenden Umfrage 'die Wiener Grünen vor den >>Gemeinderatswahlen'. >> >>Die Durchführung ist, so hoffe ich, für dich >>denkbar einfach, denn deine Beantwortung der >>Umfrage erfolgt ausschließlich über das Netz, >>wobei ich für die volle Anonymität aller >>TeilnehmerInnen garantiere. Deine Adresse wird >>natürlich auch versteckt unter 'bcc' >>ausgesendet, du füllst die Umfrage aus und >>schickst sie wieder an mich zurück: >>fritz.pletzl at chello.at >>. Als Zeitrahmen für die Rücksendung können wir >>die 2. September-Woche ins Auge fassen. Die >>'Auswertung' erfolgt dann Anfang Oktober in der >>AKIN (aktuelle Informationen - zu abonnieren >>unter: >> akin.buero at gmx.at ) >>oder für Nicht-AbonnentInnen im Netz. >> >>Bitte beachte, daß du auf deiner Tastatur EINFG >>(einfügen) eingestellt hast, sonst überschreibst >>du eventuell ein paar Zeilen. >>Die Umfrage ist großteils qualitativ gestaltet - >>aber schreib` bitte bitte keine Romane. Und >>falls Probleme auftreten, schick` mir eine mail: >>fritz.pletzl at chello.at >>oder ruf` mich einfach an: 0676/753 1616. Ahja: >>Attachements werden nicht geöffnet! >> >>Falls du, was ich nicht glaube, auf keinen >>Fall an der Umfrage teilnehmen willst, laß es >>mich bitte wissen (eine Mail mit einer >>kurzen Angabe des Grundes wäre nett). >> >> >>Kurzes Muster, wie es laufen sollte: >>(FRAGE = F:) Warum kaufst du die Orangen immer beim Billa? >>(ANTWORT = A): Weil ich der Wlaschek bin und >>dort noch immer Prozente bekomm.... >> >>XXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXX >>SO, LOS GEHT'S: >> >>F: Was empfindest du, wenn du das Lied 'Völker, höret die Signale' hörst? >>A: ... >> >> >>F: Würdest du dich politisch als links bezeichnen? >>A: ... >> >> >>A: Was sind für dich die Kennzeichen linker Politik? >>A: ... >> >> >>A.: Sind die Wiener Grünen deiner Meinung nach Linke? >>A: ... >> >> >>A: Wen oder welche Gruppe würdest du dabei als >>besonders links oder als keinesfalls links >>bezeichnen? >>A: ... >> >> >>F: Wie symphatisch sind dir die Grünen >>insgesamthaben sich deine Sympathiewerte für >>die Grünen irgendwie verändert? >>A: ... >> >> >>F: Durch wen oder durch welche Gruppe der >>Grünen hat diese Veränderung stattgefunden? >>A: ... >> >> >>F: Findest du, daß die Wiener Grünen energisch >>genug auftreten ? Wer davon besonders, wer >>überhaupt nicht? >>A: ... >> >> >>F: Kümmern sich die Wiener Einrichtungen der >>Grünen (Rathausclub, Lindengasse, >>Bezirkslokale...) ausreichend um die zunehmende >>Arbeitslosigkeit? Und wie? >>A: ... >> >> >>F: Haben die grünen FunktionärInnen >>in Wien ausreichende und autonome politische >>Kompetenzen? Und wenn, wie nützen sie dies aus? >>A: ... >> >> >>F: Die Medien orten zunehmend einen >>Richtungsstreit innerhalb der Wiener Grünen. Wie >>würdest du das beschreiben? >>A: ... >> >> >>F: Viele ehemalige oder heute noch >>aktive Funktionäre der Grünen entstammen der >>KPÖ. Woher kommt die politische Scheu vor der >>KPÖ? >>A: ... >> >> >>F: Was verstehst du unter dem politischen Begriff 'Liberal'? >>A: ... >> >> >>F: Wer fällt dir bei den Wiener Grünen ein, der >>oder die am ehesten als liberal zu bezeichnen >>sind? >>A: ... >> >> >>F: Würdest du eine sich liberal nennende Partei wählen? Und warum? >>A: ... >> >> >>F: Was meinst du eigentlich zu der Meinung im >>Standard, daß die beiden Flügel der Wiener >>Grünen aus Liberalen und Bürgerlichen gebildet >>werden? >>A: ... >> >> >>F: Die Wiener Grünen galten einst als 'Bastion >>der Linken' innerhalb der Partei. Was hat sich >>da geändert? >>A: ... >> >> >>F: Sind die Wiener Grünen insgesamt verbürgerlicht? Woran liegt das? >>A: ... >> >> >>F: Fügen sich die Wiener Grünen zu sehr der >>Bundesparteileitung - oder vertreten sie >>lautstark ihre Meinungen? >>A: ... >> >> >>F: Welche politischen Ziele (außer Wahlkampf) >>verfolgen, deiner Meinung nach, Van der Bellen >>und die Bundesparteileitung? >>A: ... >> >> >>F: Wielange sollte Van der Bellen noch 'Chef' der Grünen sein? >>A: ... >> >> >>F: Sind die Grünen in zunehmendem Maße >>autoritätsfixiert? Kennst du Beispiele? >>A: ... >> >> >>F: Sollten sich die Wiener Grünen von den >>Bundes-Grünen politisch mehr abspalten? >>A: ... >> >> >>F: Welchen Kurs sollte die Bundesparteileitung fahren? >>A: ... >> >> >>F: Bist du Grün-WählerIn? Und wie lange schon? >>Hast du vor, demnächst zu einer anderen Partei >>zu wechseln? >>A: ... >> >> >>F: Worin besteht deine Motivation, grün zu >>wählen - oder sie nicht zu wählen? >>A: ... >> >> >>F: Was müßten die Wiener Grünen zuallererst >>ändern, daß du sie überhaupt wählst - oder daß >>du sie weiter wählst? >>A: ... >> >> >>F: Wie schätzt du die Kontakte zwischen >>ArbeiterInnen und den Wiener Grünen ein? Sind >>die Grünen zu sehr abgehoben? >>A: ... >> >> >>F: Kannst du erklären, warum Arbeitslose die Grünen wählen sollten? >>A: ... >> >> >>F: Die Grünen weigern sich, ihre >>Koalitionspräferenzen vor dieser Herbstwahl und >>den NR-Wahlen zu offenbaren. Beeinflußt das >>deine Wahlentscheidung? >>A: ... >> >> >>F: Durch diese Weigerung könnte jedoch eine >>Stimme für die Grünen ohne weiteres eine Stimme >>für die ÖVP sein. Wie siehst du das? >>A: ... >> >> >>F: Könntest du dir trotzdem vorstellen, Grün zu wählen? Warum? >>A: ... >> >> >>F: Käme es für dich in Betracht, der SPÖ deine >>Stimme zu geben, wenn die Grünen auch weiterhin >>keine Koalitionspräferenzen zeigen? >>A: ... >> >> >>F: Wie alt bist du, und was treibst du so? Bist >>du AktivistIn oder FunktionärIn der Grünen? >>A: ... >> >> >> >>So, das war's. Nochmals herzlichen Dank für >>deine Beteiligung und danke dem Cè, der zurecht >>einiges an der Erstfassung auszusetzen hatte. >>Liebe Grü > ================================================= Martin Mair - Publizist virtuell & traditionell Krottenbachstrasse 40/9/6, A-1190 Wien Tel. + Fax: +43 1 3677487, Mobil: + 43 676 3548310 Email: martin.mair at mediaaustria.at http://www.mediaaustria.at - Webhosting & Webdesign http://www.bannertausch.info http://www.mediaweb.at - Medienplattform http://journalisten.mediaweb.at - Journalistenplattform http://www.arbeitslosennetz.at - Arbeitslosenplattform =============================================== ================================================ C) TERMINE ================================================ ======================== Montag http://www.mund.at/butt/Termine/August/2908.htm Dienstag http://www.mund.at/butt/Termine/August/3008.htm Mittwoch http://www.mund.at/butt/Termine/August/3108.htm ======================== ================================================ D) EDITORIAL ================================================ Für den Inhalt verantwortlich: Ihr. E-Mail-Adresse für Beiträge: widerstand at no-racism.net geschickt. widerst at nd MUND und alle Termine täglich aktualisiert im Web: http://www.no-racism.net/MUND Ziel von MUND (medienunabhängiger Nachrichtendienst) ist die unzensurierte und möglichst rasche Information über gesellschafts- politisch relevante Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu Widerstand und Antirassismus sowie verwandte Themen. sollen einen Titel, Namen und Emailadresse der/des AutorIn enthalten und möglichst kurz und prägnant gehalten sein, ev. mit Hinweis, wo weitere Informationen eingeholt werden können. Bitte keine Attachments! Die inhaltliche und sachliche Verantwortung liegt bei der/dem jeweiligen AutorIn bzw. jenen, die uns die Beiträge schicken. Der MUND wird von einzelnen TagesredakteurInnen zusammengestellt. Da Fehler nicht ausgeschlossen sind, bitten wir, nicht veröffentlichte Beiträge nochmals an widerstand at no-racism.net zu senden. Die Weiterleitung (auch auszugsweise) ist erwünscht. Beiträge mit rassistischen oder sexistischen Inhalten werden nicht veröffentlicht. Sehr persönliche Meldungen werden wir an den betreffenden Adressaten weiterleiten, aber nicht im MUND veröffentlichen. Die bisherigen Ausgaben sind unter http://www.no-racism.net/MUND archiviert. Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage: * Wann: Sonntag, 11.11.2001, 11:11 Uhr * * Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" * * Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf * * Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie. Aber kurz und prägnant.* Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch stillschweigend Zensur zu üben. Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die Nichtaufnahme geliefert. (Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.) Die AbsenderInnen der betroffenen Beiträge werden hiervon informiert. Im Sinne einer "gläsernen Zensur" könnt ihr Euch die Beiträge gerne extra schicken lassen: Ein kurzes Mail an widerstand at no-racism.net genügt. ================================================ E) VERTEILERLISTE ================================================ Zur Eintragung in diesen Verteiler bitte direkt subskribieren unter http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/analle oder von der einzutragenden Adresse aus ein mail schicken an: admin at no-racism.net mit folgendem Text: subscribe no-racism Bitte wegen Automatisierung diesen Wortlaut verwenden! Zur Austragung aus dieser Liste bitte an aus Einsendungen an zusammengestellt. Bitte keine Attachments! (werden nicht angenommen) Redaktionsschluss für diese Ausgabe: Sonntag, 18.00 III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III ü, ö, ä, ß, Ü, Ö, Ä III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III widerst at nd-MUND is powered by http://alt.strg.at/ ================================================ From analle at no-racism.net Tue Aug 30 08:08:29 2005 From: analle at no-racism.net (=?iso-8859-1?q?MUND=3A_medienunabh=E4ngiger_Nachrichtendienst?=) Date: Tue, 30 Aug 2005 08:08:29 +0200 Subject: MUND: Dienstag, 30. August 2005 Message-ID: <009001c5ad29$3f285780$4e046d50@chello.at> MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst www.no-racism.net/mund Dienstag, 30. August 2005 ================================================ A) INHALT ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ============================================== 01 Friedensvolksbegehren From: www.friedensvolksbegehren.at ============================================== 02 Fest Malayaische Gesellschaft From: nicholas.hauser at gpa.at ============================================== 03 Depot Programm From: depot-news at mailman.sil.at ============================================== 04 Workshop Graz From: birgit.weyss at univie.ac.at ============================================== 05 Donnerstagspeakerscorner From: august.faschang at oeticket.com ============================================== 06 Die neuen Antidiskriminierungsgesetze From: office at RKLambda.at ============================================== 07 Konzert Rainer von Vielen From: rabenhof.presse at gamuekl.org ============================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND KOMMENTARE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ============================================== 08 Sudans Frauen kämpfen um Mitsprache From: wadi_wien at gmx.at ============================================== 09 China/Zwangsarbeit From: gfbv.austria at chello.at ============================================== ================================================ B) TEXTE ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ============================================== 01 Friedensvolksbegehren From: www.friedensvolksbegehren.at ============================================== Ja zur Neutralität! Keine Teilnahme an der EU-Armee! Keine Annäherung an die Nato! Soziale Sicherheit statt Aufrüstung! Friedensvolksbegehren - Jetzt unterschreiben! www.friedensvolksbegehren.at Zur Zeit liegen knapp 6.000 Unterstützungserklärungen für das Friedensvolksbegehren (FVB) vor. Benötigt werden aber 8.032 bis Ende des Jahres! Verschiedene Gründe sind die Ursachen für einen leider schleppenden Rücklauf an Unterschriften. Viele Menschen haben z.B. keinerlei Hoffnung mehr, mittels Volksbegehren die Politik des herrschenden Establishments ändern zu können. Welche Chancen bietet das Friedensvolksbegehren? Niemand hat die Illusion, dass allein mit einem Volksbegehren eine grundlegende Umkehr in der österreichischen Außen- und Sicherheitspolitik eingeleitet werden könnte. Wir können aber dafür sorgen, dass Farbe bekannt werden muss. Das Bundesverfassungsgesetz über die immerwährende Neutralität aus 1955 ist nach wie vor in Kraft. Die Zustimmung der Menschen in Österreich zur Neutralität ist in den letzten Jahren gestiegen und liegt zur Zeit bei 80%. Vom politischen Establishment wird das Neutralitätsrecht allerdings je nach Gutdünken zurecht gebogen und zurecht gelogen. Gerade das FVB hat diese Verhöhnung der Überzeugungen der Mehrheit der Menschen aufgezeigt. Prominente Beispiele dafür sind der Kriegsermächtigungsartikel 23f in der Bundesverfassung, die Beteiligung an Auslandsmissionen unter dem Kommando der deutschen Bundeswehr, die Beteiligung an der Aufstellung der EU- Battle- Groups und der EU-Rüstungsagentur (EVA). Einen traurigen Höhepunkt stellt die Ratifikation der EU-Verfassung (inklusive Aufrüstungs- und Beistandspflicht) im Nationalrat dar. Das Projekt EU-Verfassung ist nach den Referenden in Frankreich und den Niederlanden zwar auf Eis gelegt, der Militarisierungskurs wird aber trotzdem im Eiltempo voran getrieben. Da die Herrschenden nicht gewillt sind, dem Willen der Menschen zu entsprechen, müssen wir die Doppelbödigkeit der Parlamentsparteien aufzeigen indem wir von unten hör- und sichtbar artikulieren, was Neutralität bedeutet. Die Zeit drängt, denn im Rahmen der österreichischen Ratspräsidentschaft wird im Juni 2006 eine EU-Regierungskonferenz durchgeführt. Es ist gut denkbar, dass unter österreichischer Ägide ein bekannter Plan realisiert wird: die EU-Verfassung würde demnach nur in den Ländern in Kraft treten, die bereit wären mitzugehen. Dies käme einer Neugründung der EU gleich! Wenn es gelingt, das Friedensvolksbegehren noch heuer einzuleiten, könnten wir zum Ausdruck bringen, dass diese Politik der Militarisierung, des Sozialraubes und der Demontage der österreichischen Neutralität nicht in unserem Namen realisiert wird. Unterstützt das Friedensvolksbegehren - jetzt! www.friedensvolksbegehren.at ============================================== 02 Fest Malayaische Gesellschaft From: nicholas.hauser at gpa.at ============================================== Liebe Kollegin! Lieber Kollege! Die "Wiener Malayalische Gesellschaft" lädt Dich und Deine Familie herzlichst zu ihrem diesjährigen Ponnonam und Unabhängigkeitstags-Fest ein. Wer ist die "Wiener Malayalische Gesellschaft"? Unser Bundesland heißt Kerala und da wird die Sprache Malayalam gesprochen. In Indien sind die Bundesländer nach Sprachen aufgeteilt. Die Einwohner, die Malayalam sprechen, werden Malayalee genannt. Deswegen heißt auch unsere Gesellschaft Malayalische Gesellschaft. Das Bundesland Kerala hat eine besondere Bedeutung. Keram bedeutet in unserer Sprache Kokosbaum und la kommt von Land, also LAND DER KOKOSBÄUME. Dieser Verein ist der erste indische Kulturverein in Österreich. Er existiert seit 1974 in Wien. Der Verein, dessen Tätigkeit nicht auf Gewinn gerichtet ist, bezweckt die Förderung der Beziehungen zwischen Österreich und dem indischen Bundesland Kerala. Diese soll erreicht werden durch Förderung der indischen Kultur, besonders der von Kerala, unter den Keralesen in Österreich, um diese Kultur Österreichern und anderen Außenstehenden zugänglich zu machen. Web-site der "Wiener Malayalischen Gesellschaft": http://www.viennamalayalee.org Auf diesem Fest wir es neben Volkstänzen aus dem südlichsten indischen Bundesstaat Kerala, klassischen indischen Tänzen, Odyssi-Tänzen, klassischer indischer Musik und indischer Kunst auch südindische, kulinarische Genüsse und eine Tombola geben. Wir freuen uns auf Dein Kommen! WANN: 3. September 2005, ab 18: 00 Uhr WO: Haus der Begegnung Liesing, Perchtoldsdorferstr. 1, 1230 Wien Der Eintritt ist frei! Daten und Infos zur Veranstaltung auch unter: http://www.interesse.at/kalender/start.php?selM=9&selJ=2005 Mit gewerkschaftlichen Grüßen Nicholas Hauser ============================================== 03 Depot Programm From: depot-news at mailman.sil.at ============================================== Montag, 5. September, 19.00 Kulturrisse Blattkritik 1996 als kleines Service- und Diskursorgan der IG Kultur Österreich gegründet, hat sich die Zeitschrift Kulturrisse seither zu einer der prägnantesten kultur- und gesellschaftspolitischen Plattformen im deutschsprachigen Raum entwickelt. Sie erscheint vierteljährlich und die bisherigen drei Ausgaben dieses Jahres befassten sich mit Public Art Policies, dem EuroMayDay 2005 und politischem Anti-Antisemitismus. Sylvia Köchl, MALMOE Claus Philipp, Der Standard Freitag, 9.September/Samstag, 10.September Democracy Beyond Democracy Symposium Die Demokratie ist heute unangefochten und scheint als Staatsform ihren Zenit erreicht zu haben. Gleichzeitig treten wir aber schon in ein post-demokratisches Zeitalter ein. Angesichts dieser Situation stellt sich die Aufgabe, nicht das Andere der Demokratie, sondern eine "andere" Demokratie zu entwerfen. Das Symposium versucht, mögliche Konturen einer anderen Demokratie herauszuarbeiten: das "Einheitsdenken" der neo-liberalen Post-Demokratie etwa oder die alternativen Konzepte der "radikalen und pluralen Demokratie" (Mouffe) oder der "wilden Demokratie" (Abensour). Freitag, 9. September, 10.30 Which Radical Democracy? 10.30-11.30 Chantal Mouffe, London Democratic Struggle in a Post-Democratic Age 11.30-12.15 Oliver Marchart, Wien/Basel 12.15-13.00 Michael Dillon, Lancaster The Democracy of Protest 15.00-15.45 Jeremy Gilbert, London 15.45-16.30 Jelica Sumic, Ljubljana 17.00-17.45 Simon Tormey, Nottingham 17.45-18.30 Rado Riha, Ljubljana Democracy Against the State - Of an Insurgeant Democracy 19.00-20.00 Miguel Abensour, Paris Samstag, 10. September, 11.00 - 13.00 "Alternative conceptions of democracy -a democratization impulse for the EU?" Round-Table-Diskussion Miguel Abensour, Jeremy Gilbert, Monika Mokre, Chantal Mouffe, Rado Riha, Alan Scott, Sabine Strasser, Jelica Sumic, Simon Turmey. Hinweis: Samstag, 3. September, 19.00 Depot Cafe Der neue Pächter vom Depot Cafe, Lorenz Gilli, eröffnet die Saison nach der Sommerpause mit DJ mam, DJ Tough Thomson, einem kleinen Büffet und freut sich auf Euer Kommen. Depot Breitegasse 3 A-1070 Wien Tel: +43 1 522 76 13 www.depot.or.at ============================================== 04 Workshop Graz From: birgit.weyss at univie.ac.at ============================================== Einladung zu Workshop in Graz: ?Handlungsmöglichkeiten gegen ethnische Diskriminierung in der Arbeitswelt, im Wohnbereich und im Kontakt zu öffentlichen Einrichtungen? Termin: Donnerstag, 22. September 2005, 9 bis 16:30 Uhr Ort: Studio Martinelli, Palais Thienfeld - 1.Stock, Mariahilferstraße 2, 8010 Graz Welche Einrichtungen unterstützen Opfer von Diskriminierungen? Welche rechtlichen Ansprüche ergeben sich im Falle einer Diskriminierung und wann lohnt es sich vor Gericht zu gehen? Diese und andere Fragen sollen von Expert/innen aus der Praxis im Rahmen von kurzen Impulsreferaten und anhand von Beispielen erläutert werden. In drei parallelen Workshopgruppen zu den Bereichen Arbeitswelt, Wohnen und Kontakt zu öffentlichen Einrichtungen sollen spezielle Handlungsmöglichkeiten und präventive Maßnahmen gegen ethnische Diskriminierung vorgestellt und diskutiert werden. Diese Veranstaltung wird vom Ludwig Boltzmann Institut für Menschenrechte in Kooperation mit dem MigrantInnenbeirat der Stadt Graz, Helping Hands Graz und dem Verein Clio organisiert. Dank der finanziellen Unterstützung durch die Europäische Kommission und das Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit besteht keine Teilnahmegebühr. Wir bitten um rechtzeitige Anmeldung bis spätestens 16. Sep. 2005 an das Ludwig Boltzmann Institut für Menschenrechte, Constanze Pritz: E-mail: workshop.bim at univie.ac.at, Tel: 01/ 4277 34016, Fax: 01/ 4277 27429 Weitere Informationen finden Sie unter: www.univie.ac.at/bim/workshopreihe. ============================================== 05 Donnerstagspeakerscorner From: august.faschang at oeticket.com ============================================== Liebe Leute! Auch am DONNERSTAG (1.9.) gibt es zusätzlich zur wöchentlichen Mahnwache gegen Schwarzorange in Österreich und Orangerot in Kärnten vor dem Kanzleramt wieder einen SPEAKERSCORNER, diesmal mit einem Referat von KURT KRICKLER (HOSI Wien) zu aktuellen Problemen, die die schwarzorange Regierung mit dem Thema Homosexualität hat, und damit zu Problemen, die sie für nicht heterosexuelle Menschen schafft... Angesprochen werden u.a.: - Diskriminierungen im neuen Niederlassungs- und Aufenthaltsrecht - die Praxis des §207b, den Schwarzblau 2002 als Ersatz für den nicht mehr haltbaren schwulendiskriminierenden §209 ins Strafgesetzbuch aufgenommen hat. Die Befürchtungen der HOSI aus dem Jahr 2002 werden durch den vom Falter vor Kurzem aufgedeckten Skandal um die Freisprüche bei sexueller Ausbeutung Jugendlicher im Heterosexuellenmilieu in trauriger Weise bestätigt... - die aktuellen und wohl nicht besonders ernst zu nehmenden Geplänkel um eine rechtliche Gleichstellung homosexueller PartnerInnenschaften zwischen ÖVP und BZÖ - in Sachen Gleichstellung von Lebensgemeinschaften gibt es ohnehin Erfolge, die der schwarzblauorangen Regierung mit Hilfe von Gerichten oder der EU abgerungen wurden (Mietrecht, Pflegefreistellung, Hospizkarenz, demnächst Mitversicherung in der gesetzlichen Sozialversicherung) - aufgrund der dramatischen Aktualität gibt es wohl auch Informationen über Hinrichtungen von Homosexuellen im Iran und die Asylpraxis in Österreich Treffpunkt ist um 19Uhr45 Ecke Ballhausplatz/Heldenplatz, Beginn 20Uhr. Und wie jeden Donnerstag gibt es schon ab 17Uhr die WIDERSTANDSLESUNG (Ecke Ballhausplatz/Heldenplatz). Weiterverbreitung erwünscht! ligrü Gustl ============================================= 06 Die neuen Antidiskriminierungsgesetze From: office at RKLambda.at ============================================== Die neuen Antidiskriminierungsgesetze §§§§§§ Was bringen sie für LesBiSchwule und TransGender-BürgerInnen? Donnerstag, 1. September 2005, 19 Uhr Wiener Rathaus, Steinsaal 2 Eingang: Lichtenfelsgasse, Feststiege II Eröffnung: Amtsf. Stadträtin Maga. Sonja Wehsely Dr. Silvia Baldinger Bundes-Gleichbehandlungskommission, Vorsitzende Senat II Sibylle Geiszler Vorsitzende der AG Gleichbehandlung im Innenministerium Maga. Birgit Gutschlhofer Gleichbehandlungsanwältin des Bundes Dr. Barbara Helige Präsidentin der Richtervereinigung Mag. Thomas Schärf Gleichbehandlungskommission, Vorsitzender Senat II Dr. Margarete Schweizer Vorsitzende der AG Gleichbehandlung im Justizministerium Dr. Elisabeth Sturm Gleichbehandlungskommission, AK-Wien Dr. Günther Stepan Leiter d Stelle zur Bekämpfung von Diskriminierungen, Stadt Wien Moderation: RA Dr. Helmut Graupner, RKL Mag. Wolfgang Wilhelm, WASt Seit geraumer Zeit sind nun sowohl im Bund als auch in Wien, zT in Umsetzung europarechtlicher Vorgaben, Antidiskriminierungs- bzw. Gleichbehandlungsgesetze in Kraft, die auch gegen Diskriminierung auf Grund sexueller Orientierung schützen. Da die neuen Gesetze und die auf Ihrer Grundlage eingerichteten Institutionen in der Bevölkerung noch weitgehend unbekannt sind, haben sich das Rechtskomitee LAMBDA (www.RKLambda.at) und die Wiener Antidiskriminierungsstelle für gleichgeschlechtliche Lebensweisen (http://www.wien.gv.at/queerwien/wa.htm) zu einer Informationsveranstaltung entschlossen, die der Vorstellung der neuen Schutzbestimmungen ebenso dienen soll wie dem Kennenlernen und dem Gedankenaustausch zwischen den Vollzugsorganen und den potentiellen Diskriminierungsopfern. Sämtliche PodiumsteilnehmerInnen sind mit dem Vollzug der neuen Bestimmungen führend betraut. Sie werden Ihre Arbeit bzw. Ihre Vorstellungen im Bereich ?sexuelle Orientierung? vorstellen und für eine Diskussion am Podium und mit dem Publikum zur Verfügung stehen. ============================================== 07 Konzert Rainer von Vielen From: rabenhof.presse at gamuekl.org ============================================== RAINER VON VIELEN in concert: Der überragende Sieger des Protestsongcontests 2005 nimmt seinen Gewinn in Anspruch und bestreitet einen Abend als Hauptact im Rabenhof Theater UND STARTET HIERMIT DEN Protestsongcontest 06! Der heißeste Contest zwischen Erdberg und Woodstock geht ins dritte Jahr. Support: LEDERHOSEN LUCIL aus Kanada 1. Oktober 2005 (Beginn: 20.00 Uhr) RABENHOF THEATER A-1030 Wien; Rabengasse 3 Kartenreservierungs-Hotline: Tel. 01/712 82 82 Infos + Online-Reservierung unter: http://www.rabenhof.at Kartenpreise: ? 12,-- Rabenhof Presse Gabriele Müller-Klomfar Tel: +43-699-1-913 14 11 Fax: +43-1-913 14 11 rabenhof_presse at gamuekl.org ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND KOMMENTARE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ============================================== 08 Sudans Frauen kämpfen um Mitsprache From: wadi_wien at gmx.at ============================================== Nil-Donau: Sudans Frauen kämpfen um Mitsprache (Die Presse) 29.08.2005 100 Sudanesinnen forderten in Wien die Trennung von Religion und Staat. WIEN (e. m.). "Es ist wichtig, dass die Frauen, die bisher ausgeschlossen wurden, beim Demokratisierungs- und Wiederaufbauprozess des Sudan ihre Rolle übernehmen." Ishraga Mustafa Hamid (44), die seit zwölf Jahren in Österreich lebt und sich als "schwarze Wienerin" bezeichnet, sieht ohne Beteiligung der Frauen keine Chance auf Frieden im Sudan. Knapp 100 Teilnehmerinnen hat sie am Wochenende in Wien zusammengetrommelt - sudanesische Frauen aus allen Landesteilen sowie aus dem Exil. Die Konferenz wurde von der NGO "NilDonau" organisiert und fand in den Räumen des Parlaments statt. Die Vernetzung sei enorm wichtig, so Hamid; die Frauen aus dem Sudan könnten dabei viel von den Österreicherinnen lernen. "Wir haben in den 60er Jahren viele Rechte durchgesetzt, verlieren sie aber immer wieder, wenn es einen Militärputsch gibt." Amna Dirar, Vertreterin der sudanesischen Frauendelegation, betont, dass Frauen im Sudan nur bei einer strikten Trennung von Religion und Staat eine Zukunft haben. -- WADI - Verband für Krisenhilfe und solidarische Entwicklungszusammenarbeit e-mail: wadi.wien at gmx.at Tel.: 0699-11365509 Spendenkonto in Österreich: Kontonummer 07.405.301 Evangelische Kreditgenossenschaft eG BLZ 31800 IBAN: AT10 3180 0000 0740 5301 BIC: EVKRATW1 Website mit weiteren Informationen zu Projekten von Wadi und Veranstaltungshinweisen: www.wadinet.at ============================================== 09 China/Zwangsarbeit From: gfbv.austria at chello.at ============================================== GESELLSCHAFT FÜR BEDROHTE VÖLKER PRESSEERKLÄRUNG Göttingen, den 29.08.2005 Deutsche Bank: Streit um Profit aus Zwangsarbeit in China GfbV bekräftigt Vorwürfe und schaltet UN-Folterexperten ein Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat der Deutschen Bank am Montag vorgeworfen, durch ihren Handel mit Aktien des chinesischen Perückenherstellers "Henan Rebecca" gegen ihre eigenen Unternehmensprinzipien zu verstoßen. Die Firma beschäftigt Zwangsarbeiter. "Es ist Ausdruck einer beispiellosen Ignoranz gegenüber Menschenrechten, wenn die Deutsche Bank noch immer Geschäfte mit den Wertpapieren dieses Unternehmens macht, obwohl seit Monaten bekannt ist, dass mindestens drei ihrer Zwangsarbeiter zu Tode gefoltert wurden", kritisierte der GfbV-Asienreferent Ulrich Delius. Die Menschenrechtsorganisation will den UN-Folterexperten Manfred Nowak bitten, bei seinem Besuch in China Ende November den Tod der drei Falun Gong-Praktizierenden zu untersuchen, die bei "Henan Rebecca" Zwangsarbeit leisten mussten. Mehrere deutsche Zeitungen hatten in den vergangenen Tagen kritisch hinterfragt, ob die Deutsche Bank vom Einsatz von Zwangsarbeitern in der Perückenfirma in China profitiert. Systematische Folterungen von inhaftierten Falun Gong-Anhängern in dem Xuchang City-Arbeitslager Nr.3 und dem Shibalihe Frauenarbeitslager Nr.2 in Zhenzhou City (Provinz Henan), die Arbeitskräfte für "Henan Rebecca" zur Verfügung stellen, seien bereits seit Anfang 2004 bekannt. Falun Gong hatte am 10. Februar vergangenen Jahres in einer Presseerklärung mitgeteilt, dass mindestens drei namentlich bekannte Anhänger der Meditationsbewegung in den beiden Arbeitslagern in den Jahren 2002/2003 zu Tode gefoltert worden seien. Rund 100.000 der 310.000 in Arbeitslagern Inhaftierten seien Falun Gong-Praktizierende, die nur wegen ihres Glaubens verfolgt würden. Der Einsatz von Zwangsarbeitern durch "Henan Rebecca" sei weithin bekannt und publiziert gewesen, sagte Delius. Bei einer einfachen Internetrecherche werde innerhalb von Minuten deutlich, dass die Firma Zwangsarbeiter einsetzt. Angesichts des katastrophalen Rufes von "Henan Rebecca" sei es abwegig, wenn die Deutsche Bank in einer Stellungnahme zu dem Fall darauf hinweise, dass sie nur in spezifischen Fällen eine Risiko-Analyse durchführe. "Das von der Deutschen Bank zur Schau gestellte Engagement für Menschenrechte wird zu einer Farce, wenn die Bank bei offenkundigen schweren Menschenrechtsverletzungen ihrer Geschäftspartner in China untätig bleibt." Ulrich Delius ist erreichbar unter Tel. 0160 / 95 67 14 03 ====================================================== Gesellschaft fuer bedrohte Voelker e.V. (GfbV) Inse Geismar, Pressereferentin Postfach 2024, D-37010 Goettingen Tel.+49/551/49906-25, Fax:++49/551/58028 E-Mail: presse at gfbv.de, Homepage:http://www.gfbv.de ====================================================== ================================================ C) TERMINE ================================================ ======================== Dienstag http://www.mund.at/butt/Termine/August/3008.htm Mittwoch http://www.mund.at/butt/Termine/August/3108.htm ======================== ================================================ D) EDITORIAL ================================================ Für den Inhalt verantwortlich und damit MedieninhaberInnen: Ihr. E-Mail-Adresse für Beiträge: widerstand at no-racism.net geschickt. widerst at nd MUND und alle Termine täglich aktualisiert im Web: http://www.no-racism.net/MUND Ziel von MUND (medienunabhängiger Nachrichtendienst) ist die unzensurierte und möglichst rasche Information über gesellschafts- politisch relevante Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu Widerstand und Antirassismus sowie verwandte Themen. sollen einen Titel, Namen und Emailadresse der/des AutorIn enthalten und möglichst kurz und prägnant gehalten sein, ev. mit Hinweis, wo weitere Informationen eingeholt werden können. Bitte keine Attachments! Die inhaltliche und sachliche Verantwortung liegt bei der/dem jeweiligen AutorIn bzw. jenen, die uns die Beiträge schicken. Der MUND wird von einzelnen TagesredakteurInnen zusammengestellt. Da Fehler nicht ausgeschlossen sind, bitten wir, nicht veröffentlichte Beiträge nochmals an widerstand at no-racism.net zu senden. Die Weiterleitung (auch auszugsweise) ist erwünscht. Beiträge mit rassistischen oder sexistischen Inhalten werden nicht veröffentlicht. Sehr persönliche Meldungen werden wir an den betreffenden Adressaten weiterleiten, aber nicht im MUND veröffentlichen. Die bisherigen Ausgaben sind unter http://www.no-racism.net/MUND archiviert. Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage: * Wann: Sonntag, 11.11.2001, 11:11 Uhr * * Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" * * Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf * * Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie. Aber kurz und prägnant.* Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch stillschweigend Zensur zu üben. Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die Nichtaufnahme geliefert. (Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.) Die AbsenderInnen der betroffenen Beiträge werden hiervon informiert. Im Sinne einer "gläsernen Zensur" könnt ihr Euch die Beiträge gerne extra schicken lassen: Ein kurzes Mail an widerstand at no-racism.net genügt. ================================================ E) VERTEILERLISTE ================================================ Zur Eintragung in diesen Verteiler bitte direkt subskribieren unter http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/analle oder von der einzutragenden Adresse aus ein mail schicken an: admin at no-racism.net mit folgendem Text: subscribe no-racism Bitte wegen Automatisierung diesen Wortlaut verwenden! Zur Austragung aus dieser Liste bitte an zusammengestellt. Bitte keine Attachments! (werden nicht angenommen) nicht drin: 3 nwr, 1 tv-tipp (bitte nicht) Redaktionsschluss für diese Ausgabe: Mo 22:00 III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III ü, ö, ä, ß, Ü, Ö, Ä III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III widerst at nd-MUND is powered by http://alt.strg.at/ ================================================ From analle at no-racism.net Wed Aug 31 04:24:25 2005 From: analle at no-racism.net (=?iso-8859-1?q?MUND=3A_medienunabh=E4ngiger_Nachrichtendienst?=) Date: Tue, 30 Aug 2005 22:24:25 -0400 Subject: widerst@nd - MUND: Mittwoch, 31.8. 2005 Message-ID: <1515857492.20050830222425@nessizius.com> widerst at nd MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst Mittwoch, 31. August 2005 www.no-racism.net/mund ================================================ A) INHALT ================================================ ================================================ 01 Achtung!1.9.:Speakerscorner mit K. Krickler-Programmänderung!!!!! Von: August Faschang ================================================ 02 Neue Broschüre / Volksstimmefest / Rotes Kino Vol.14 Von: AL-Antifaschistische Linke ================================================ 03 1.10. Konzert RAINER VON VIELEN / Protstsongcontestsieger 05 Von: Rabenhof Presse ================================================ 04 2.9., Schönlaterngassenfest 2005 Von: Zukunfts- und Kulturwerkstätte ================================================ ================================================ MEINUNGEN UND MELDUNGEN ================================================ ================================================ 05 Erwerbsarbeitslos: "Statistik-Salat" -- wie haetten Sie es gern? Von: akin ================================================ 06 Initiativen/Termin: Fuer eine Erwerbsarbeitslosen-Konferenz! Von: akin ================================================ 07 Italien/Moderne Zeiten: Ausweispflicht im Internetcafe Von: akin ================================================ 08 Wiener K(Wahlen)/Glosse: Moderne gruene Trennlinien Von: akin ================================================ 09 Initiativen/Termin: Grundeinkommen -- in Freiheit taetig sein, Kongress Von: akin ================================================ 10 Umwelt/Steiermark/Initiativen: Von: akin ================================================ 11 Das Letzte: Kein Neger zu sein nuetzt auch nichts Von: akin ================================================ 12 Über Schiitische und kurdische Milizen- Wertvoll Von: Initiative muslimischer ÖsterreicherInnen ================================================ 13 Stmk/LTW/KPÖ/Liste 5 Von: KPÖ Steiermark ================================================ ================================================ B) TEXTE ================================================ ================================================ 01 Achtung!1.9.:Speakerscorner mit K. Krickler-Programmänderung!!!!! Von: August Faschang ================================================ Aufgrund einer Terminkollision musste K. Krickler den Speakerscornertermin am 1.9. leider kurzfristig wieder absagen! Als "Ersatz" gibt es eine spannende Tonbanddokumentation über den Selbstmord eines algerischen Schubhäftlings, die Zustände in österreichischen Schubhaftgefängnissen, die beschlossenen weiteren Verschärfungen, die seltsamen Ansichten des vom Innenministerium mit der "Betreuung" von Schubhäftlingen beauftragten Vereins "Menschenrechte Österreich" uswusw. Ort und Zeit bleiben natürlich gleich. Und danach sind wieder alle Teilnehmerinnen im Stammlokal in der Neustiftgasse willkommen! Der Termin mit K. Krickler wird voraussichtlich im Oktober nachgeholt! > -----Ursprüngliche Nachricht----- > Von: August Faschang > Gesendet: Montag, 29. August 2005 20:54 > Betreff: 1.9.:Donnerstagsspeakerscorner mit Kurt Krickler (HOSI Wien) > > Liebe Leute! > > Auch am DONNERSTAG (1.9.) gibt es zusätzlich zur wöchentlichen Mahnwache gegen Schwarzorange in Österreich und Orangerot in Kärnten vor dem Kanzleramt wieder einen SPEAKERSCORNER, diesmal mit einem Referat von KURT KRICKLER (HOSI Wien) zu aktuellen Problemen, die die schwarzorange Regierung mit dem Thema Homosexualität hat, und damit zu Problemen, die sie für nicht heterosexuelle Menschen schafft... > > Angesprochen werden u.a.: > - Diskriminierungen im neuen Niederlassungs- und Aufenthaltsrecht > - die Praxis des §207b, den Schwarzblau 2002 als Ersatz für den nicht mehr haltbaren schwulendiskriminierenden §209 ins Strafgesetzbuch aufgenommen hat. Die Befürchtungen der HOSI aus dem Jahr 2002 werden durch den vom Falter vor Kurzem aufgedeckten Skandal um die Freisprüche bei sexueller Ausbeutung Jugendlicher im Heterosexuellenmilieu in trauriger Weise bestätigt... > - die aktuellen und wohl nicht besonders ernst zu nehmenden Geplänkel um eine rechtliche Gleichstellung homosexueller PartnerInnenschaften zwischen ÖVP und BZÖ - in Sachen Gleichstellung von Lebensgemeinschaften gibt es ohnehin Erfolge, die der schwarzblauorangen Regierung mit Hilfe von Gerichten oder der EU abgerungen wurden (Mietrecht, Pflegefreistellung, Hospizkarenz, demnächst Mitversicherung in der gesetzlichen Sozialversicherung) > - aufgrund der dramatischen Aktualität gibt es wohl auch Informationen über Hinrichtungen von Homosexuellen im Iran und die Asylpraxis in Österreich > > Treffpunkt ist um 19Uhr45 Ecke Ballhausplatz/Heldenplatz, Beginn 20Uhr. > > Und wie jeden Donnerstag gibt es schon ab 17Uhr die WIDERSTANDSLESUNG (Ecke Ballhausplatz/Heldenplatz). > > Weiterverbreitung erwünscht! > > ligrü Gustl ================================================ 02 Neue Broschüre / Volksstimmefest / Rotes Kino Vol.14 Von: AL-Antifaschistische Linke ================================================ AL-Newsletter Nr. 150 --------------------------- 1. Neue Broschüre: "Klassenlos?! - Schule und Sozialismus" 2. AL und AGM-Stand am Volksstimme-Fest 3. Rotes Kino, Vol.14: Rosa Luxemburg ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ Neue Broschüre: "Klassenlos?! Schule und Sozialismus - Schule im Sozialismus" Die Schule hat eine wesentliche erzieherische Funktion. Dort lernen Kinder nicht nur Lesen und Schreiben, sondern machen sich auch mit dem Wissen dieser Welt vertraut, lernen soziale Fertigkeiten und den Umgang mit anderen (jungen) Menschen und werden nicht zuletzt auf ein eigenständiges Leben in der Gesellschaft vorbereitet. Die Schule ist in den meisten Ländern der Welt für junge Menschen ein wesentlicher Teil ihres Heranwachsens, der eine prägende Bedeutung für den Rest des Lebens hat. In Österreich verbringen junge Menschen ab dem 6. Lebensjahr mindestens neun Jahre in der Schule, wenn sie eine Matura machen wollen, werden es zwölf (AHS) oder dreizehn (BHS) Jahre – allerdings nur, wenn die Kinder und Jugendlichen jede Klasse beim ersten Anlauf schaffen. Nachdem es ganz verschiedene Entwürfe darüber gibt, wie die Welt und wie das Zusammenleben der Menschen in dieser Welt aussehen sollen, ist die Frage, wie die Erziehung in der Schule aussehen soll, traditionell eine Frage vehementer politischer Auseinandersetzungen. Mit dieser Broschüre präsentieren wir unsere Entwürfe für eine andere Gestaltung der Schuldbildung. Der Text ist Produkt eines Diskussionsprozesses in der AL, an dem unter anderem SchülerInnen, Lehrlinge, LehrerInnen, Schul-Sozialarbeiter und Kindergartenpädagoginnen teilgenommen haben. 16 Seiten, Preis: 1,50 Euro Zu bestellen unter http://www.sozialismus.at ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ AL und AGM-Stand am Volksstimme-Fest Nach einjähriger Pause gibt es diesen Sommer wieder ein Volksstimme-Fest (traditionelles großes linkes Fest), und zwar am Sa, den 3. und So., den 4.9 im Prater auf der Jesuitenwiese. Auch wir werden wieder mit einem Info-Stand vertreten sein, dieses Jahr gemeinsam mit der Arbeitsgruppe Marxismus (AGM). Kommt hin und verbringt eine gemütliche Zeit mit uns - bei hoffentlich schönem Wetter ... Ein Programm des Fests findet sich unter http://www.volksstimmefest.at ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ Rotes Kino, Vol.14: Rosa Luxemburg Das Rote Kino ist zurück aus der Sommerpause ... und gleich ordentlich! Denn am Mo., den 12.9. zeigen wir den preisgekrönten Film "Rosa Luxemburg", der das Leben und Wirken der 1919 auf Befehl der SPD-Führung ermordeten deutschen Revolutionärin nachzeichnet. Wie immer gratis und auf Großbildleinwand! Eine ausführliche Filmbeschreibung findet sich auf unserer Homepage http://www.sozialismus.at ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ AL-Antifaschistische Linke Gegen Rassismus, Sexismus, Sozialabbau! Für Solidarität und Sozialismus! mail: al at sozialismus.net web: www.sozialismus.at phon: ++43 (0) 699 817 15 915 post: AL c/o Amerlinghaus, Stiftgasse 8, A-1070 Wien ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ Eine weitere Adresse kann per Mail an al_newsletter-subscribe at yahoogroups.com eingetragen werden. Um den Newsletter in Zukunft nicht mehr zu erhalten, genügt ein leeres E-Mail an al_newsletter-unsubscribe at yahoogroups.com Yahoo! Groups Links <*> To visit your group on the web, go to: http://groups.yahoo.com/group/al_newsletter/ <*> To unsubscribe from this group, send an email to: al_newsletter-unsubscribe at yahoogroups.com <*> Your use of Yahoo! Groups is subject to: http://docs.yahoo.com/info/terms/ ================================================ 03 1.10. Konzert RAINER VON VIELEN / Protstsongcontestsieger 05 Von: Rabenhof Presse ================================================ RAINER VON VIELEN in concert: Der überragende Sieger des Protestsongcontests 2005 nimmt seinen Gewinn in Anspruch und bestreitet einen Abend als Hauptact im Rabenhof Theater UND STARTET HIERMIT DEN Protestsongcontest 06! Der heißeste Contest zwischen Erdberg und Woodstock geht ins dritte Jahr. Support: LEDERHOSEN LUCIL aus Kanada 1. Oktober 2005 (Beginn: 20.00 Uhr) RABENHOF THEATER A-1030 Wien; Rabengasse 3 Kartenreservierungs-Hotline: Tel. 01/712 82 82 Infos + Online-Reservierung unter: http://www.rabenhof.at Kartenpreise: ? 12,-- -- Rabenhof Presse Gabriele Müller-Klomfar Tel: +43-699-1-913 14 11 Fax: +43-1-913 14 11 rabenhof_presse at gamuekl.org ================================================ 04 2.9., Schönlaterngassenfest 2005 Von: Zukunfts- und Kulturwerkstätte ================================================ Terminerinnerung Herbstauftakt beim SCHÖNLATERNGASSENFEST 2005 Freitag, 2. September 15 Uhr Eröffnung Ehrenschutz: Bürgermeister Dr. Michael Häupl Programm BÜHNE VOR DER ZUK 1., Schönlaterngasse 9 Freitag, 2. September ab 15 Uhr DJ-Line, Kinderprogramm, Straßenkunst 15.30 Uhr CAJUN RED STARS Live Louisiana Sound 16.30 Uhr SCHNELLKARIKATUREN von AIGERIM BEKEN Persönliche Porträts für ZUK-BesucherInnen 17.30 Uhr TSCHEPPLNICK ON STAGE Jonglieren, Artistik, Kleinkunst 18.30 Uhr ORIGINAL WIENER PRATERKASPERL für Kinder und Erwachsene 19.30 Uhr ULLI SIMAS BEST OF WIEN Thomas Rottenberg im Gespräch mit der Wiener Umweltstadträtin 20.00 Uhr CELIA MARA BASTARDISTA Livemusik aus Brasilien Eintritt frei! Weitere Infos: http://diezuk.at/online/page.php?P=8718 Tel.: 01/513 86 82; Fax: 01/513 86 81; eMail: zuk at spoe.at ---------------------------- Zukunfts- und Kulturwerkstätte Schönlaterngasse 9, A-1010 Wien Tel. 01/513 86 82, Fax 01/513 86 81 http://www.diezuk.at ================================================ ================================================ MEINUNGEN UND MELDUNGEN ================================================ ================================================ 05 Erwerbsarbeitslos: "Statistik-Salat" -- wie haetten Sie es gern? Von: akin ================================================ ********************************************************** akin-Pressedienst. Aussendungszeitpunkt: Dienstag, 30. August 2005; 16:25 ********************************************************** Erwerbsarbeitslos: > "Statistik-Salat" -- wie haetten Sie es gern? > oder: Wie hoch war die Zahl der Arbeitslosen im Jahre 2004? Die Antwort ist schwierig, da gibt es eine ganze Reihe von Zahlen: 778.431 von Arbeitslosigkeit Betroffene d.i. lt. AMS Personen die 2004 mind. 1 Tag arbeitslos vorgemerkt waren enthalten: alle, die waehrend des Jahres ein- oder mehrmals vorgemerkt waren, wobei mehrfache Episoden von Arbeitslosigkeit auch mehrfach gezaehlt werden. nicht enthalten: alle, die ganzjaehrig aus der Vormerkung herausfallen, wie zur Pensionierung Vorgesehene, Zwangspensionierte u.a. "versteckt" Arbeitslose 532.000 AMS-vorgemerkte Arbeitslose + Schulungen + Pensionsvorschuss-Bezieher + unfreiwillige Fruehpensionisten + Hausfrauen mit Jobwunsch (lt. Univ.Prof. Schneider, "Die Presse", 1.5.2005) enthalten: vorgemerkte Arbeitslose, nicht vorgemerkte und "versteckt" Arbeitslose Schaetzung) nicht enthalten: krank gemeldete, gesperrte (auch wenn die Sperre in der Berufung aufgehoben wurde), sofort verfuegbare Lehrstellensuchende 318.100 AMS-vorgemerkte Arbeitslose + Pensionsvorschussbezieher + Schulungsteilnehmer + sofort verfuegbare Lehrstellensuchende (lt. WIFO, "Standard" v. 25.7.2005) enthalten: vorgemerkte Arbeitslose, nicht vorgemerkte und ein Teil der "versteckt" Arbeitslosen nicht enthalten: Grossteil der "versteckt" Arbeitslosen, krank gemeldete, gesperrte (auch wenn die Sperre in der Berufung aufgehoben wurde) 243.900 AMS-Arbeitslose = Jahresdurchschnitt, der zu den 12 Stichtagen als arbeitslos gemeldeten Personen nicht enthalten: stichtagsrelevante Schulungen, Krankmeldungen, Sperren (auch wenn sie in der Berufung aufgehoben werden), zur Pension vorgemerkte sowie die gesamte "versteckte" Arbeitslosigkeit (wie Hoch/ Schulabgaenger und arbeitswillige Fruehpensionisten und Hausfrauen) 196.000 EUROSTAT-neue Version (aus dem neuen Mikrozensus von 91.000 Personen errechnete Zahl der Personen, die arbeitslos + arbeitssuchend waren) enthalten: Arbeitslose, auch wenn sie nicht "vorgemerkt" sind (theoretisch!) nicht enthalten: geringfuegig Beschaeftigte und Arbeitslose, die nicht in der Stichprobe enthalten sind, die sich nicht als arbeitslos deklarieren oder bereits resigniert haben (nicht mehr "suchen") Aus: newsletter 2005/1 der Initiativgruppe ARBEITSLOSIGKEIT (bearb.) Kontakt: Dietmar Koehler, ibd.koehler at utanet.at ================================================ 06 Initiativen/Termin: Fuer eine Erwerbsarbeitslosen-Konferenz! Von: akin ================================================ ********************************************************** akin-Pressedienst. Aussendungszeitpunkt: Dienstag, 30. August 2005; 16:58 ********************************************************** Initiativen: > Fuer eine Erwerbsarbeitslosen-Konferenz! In Erwaegung, eine oesterreichweite Konferenz zum Thema Erwerbsarbeitslosigkeit zu organisieren (vielleicht auch darueber hinaus), laden wir (Erwerbsarbeitsloseninitiativen, Erwerbsarbeitslose, am Thema Interessierte) alle InteressentInnen herzlich zu Vorbereitungstreffen ein. Ein erstes soll heute, Dienstag, um 19 Uhr im Amerlinghaus, Raum 3 stattfinden, ein Folgetreffen ebendort am 13.9. Unser Ziel dabei ist, Erwerbsarbeitslosigkeit, die Betroffenen und deren Schicksalhaftigkeit des Leidens an der Welt, in ebenso viele soziale und emanzipatorische Alternativen zu verwandeln; wenn moeglich. Diese Alternativen sind gegen eine Regierung gerichtet, die die Unterklasse verstaerkt in einen Kreislauf der Verarmung katapultiert, und das dann zynisch "Untuechtigkeit" nennt. Nach jedem Beschaeftigungsgipfel gibt es mehr Erwerbsarbeitslose als vorher. An einer solchen, geplanten Konferenz sollen alle teilnehmen koennen, die sich durch das Thema angesprochen fuehlen, mithin beziehen wir uns auf die neuen Lebens- und Arbeitsbedingungen, unabhaengig von Landes- und anderen Grenzen. So sind wir stark an einer Verknuepfung auch zu Erwerbsarbeitslosen anderer Laender interessiert, sowie zu allen anderen in unterprivilegierten Arbeitsverhaeltnissen stehenden (es sei hier explizit auch die Hausarbeit hervorgehoben, also nicht nur Erwerbsarbeit, aber auch der weite Bereich der prekaeren Arbeit). Unser Ziel ist nicht so sehr konkret, als vielmehr subjektiv. Es soll zu einem Motivationsschub verhelfen, also mehr auf das Ueberhaupt des selbstaendigen Handelns, Seins und des Diskurses zielen. Bei konkreten Zielen besteht ja die Gefahr, das sie uns tagtaeglich enteignet werden. Dies waere ein grosser Gewinn. Dass wir uns neue Verbindungen erschliessen, neue Moeglichkeiten kollektiver Bezogenheit, eine Art gelebter Widerstand, um so Moeglichkeiten der Veraenderungen zu erkennen. Es geht nicht um statische Konzepte, um "ewige Wahrheiten", sondern um die Kapazitaet die Veraenderungen zu veraendern. Es soll allen TeilnehmerInnen die Moeglichkeit geboten werden (kein Muss), Beitraege zu gestalten. Danach soll es genuegend Raum geben, vermittels Diskussionsrunden aktuelle Stellungnahmen zu be- und verarbeiten. Mit widerstaendigen Gruessen *Walter* ================================================ 07 Italien/Moderne Zeiten: Ausweispflicht im Internetcafe Von: akin ================================================ ********************************************************** akin-Pressedienst. Aussendungszeitpunkt: Dienstag, 30. August 2005; 16:57 ********************************************************** Italien/Moderne Zeiten: > Ausweispflicht im Internetcafé In Italien Urlaub zu machen ist auch nicht mehr, was es einmal war. Rauchen darf man in Beiseln und auch in Fernzuegen nicht mehr und die naemlichen Zuege kommen immer spaeter. Ob das an den brutalen Einsparungen liegt oder weil auch die Schaffner mal eine Rauchpause brauchen, sei dahingestellt. Hingegen kann man in den Bahnhofshallen nicht nur nicht rauchen, sondern sogar ihr Betreten faellt manchmal schwer, weil die Schlangen vor den Schaltern so lang werden koennen, dass sie die Eingangstueren blockieren. Und wenn man ins Internetcafe geht, wird man nach einem Ausweis gefragt. Denn das Internet ist bekanntlich ganz boese und wer sich an einen Browser setzt und seine eMails abruft, kann Verheerendes anrichten. Dagegen gibt es seit kurzem ein Gesetz, dass die Lokalbetreiber dazu verpflichtet, die Identitaet des Internetwilligen in einem Register festzuhalten und dieses mehr als 2 Jahre fuer allfaellige Polizeibesuche aufzubewahren. Auch Telefoncenter-Betreiber muessen ihre Kunden seit kurzem in dieser Art belaestigen -- was gerade jene Illegalisierten freuen wird, die doch einmal wieder die Heimat kontaktieren wollen. Nur vor Telefonhuetteln stehen noch keine Carabinieri. Das ist wohl eine Gesetzesluecke. Angeleiert worden war das Ganze nach den Anschlaegen in London auf europaeischer Ebene von Tony Blair, doch die meisten europaeischen Regierungen und Legislativen ignorierten das bislang oder wiesen es gar mit dem Hinweis auf den Schutz des Privatlebens zurueck. Nur in Berlusconis Italien ist ja bekanntlich alles ein wenig anders. -br- ================================================ 08 Wiener K(Wahlen)/Glosse: Moderne gruene Trennlinien Von: akin ================================================ ********************************************************** akin-Pressedienst. Aussendungszeitpunkt: Dienstag, 30. August 2005; 16:47 ********************************************************** Wiener K(Wahlen)/Glosse: > Moderne gruene Trennlinien Ein Liebesbrief Jaaa, ich weiss, Gruenen-Bashing in der akin ist schon ziemlich fad. Und von mir sowieso. Dennoch kann ich es nicht lassen. Vielleicht verbindet sich ja doch eine Hoffnung damit, dass sie darauf irgendwann einmal adaequat reagieren werden. Und so muss man sie halt beschimpfen, denn auf solidarische Kritik hoeren sie ja auch nicht. Ich gebe es ungern zu, aber tief drinnen irgendwo erwarte ich mir von diesen Leuten noch etwas -- selbst wenn sie keine Alternativen, sondern nur mehr Gruene sein wollen. Es mag naiv sein und bar jeder marxististischen oder anarchistischen Argumentierbarkeit, aber die Hoffnung stirbt eben zuletzt. So gesehen, muessten sich die Gruenen ueber die Beschimpfungen von mir und all den anderen freuen -- irgendwo ist das ja doch auch eine Liebeserklaerung. Aber diesmal fasse ich mich kurz in der Erklaerung eben dieser meiner unerwiderten Liebe und moechte nur zwei Meldungen des Sommers herausgreifen, die mir besonders aufgefallen sind. Da waere zum einen die Wiener Gruenen-Chefin Maria Vassilakou, die zwar einerseits bei der Vorstellung ihres Wahlprogramms einige sozial, wenn auch nicht gerade sozialistisch gefaerbte Toene anklingen liess (deutliche Anhebung der Wiener Sozialhilfe etc.), dann aber meinte, ihr "Angebot an buergerliche Waehler" sei ein Christoph Chorherr auf der Liste. Einmal abgesehen davon, dass dieser einen Persoenlichkeitswahlkampf fuehren will, obwohl er eh einen sicheren Listenplatz hat, frage ich mich, was Vassilakou uns damit sagen will. Denn im Prinzip heisst das nichts anderes als: "Liebe Leute, waehlt uns, denn wir vertreten alle Meinungen -- ausser die der Nazis!" Und dann frage ich mich, warum sollte ich das tun? Warum soll ich eine Partei waehlen, die mir zu verstehen gibt, dass sie eigentlich eh fuer nix verlaesslich steht? Wenn ich beschissen werden will, kann ich doch gleich die SPOe waehlen -- da weiss ich wenigstens, wie sie sich in einer Stadtregierung tatsaechlich verhaelt. Aber von einer Partei, die schon in der Opposition keine eindeutige Richtung vertritt, kann man sich ja wohl in einer Regierung kaum Besserungen erwarten. Der Vergleich macht mich sicher: Ein Blick nach drueben, nach Deutschland. Dort haben die Gruenen sieben Jahre auf Bundesebene mitregiert und herausgekommen ist Hartz IV. Und da ist eben die andere Meldung, die mich ein bisserl aufregt: Ein Ausschnitt aus einer Wahlkampfrede von Joschka Fischer, dessen einzige Verteidigung von Hartz IV und anderen Einschnitten ins soziale Netz in der Conclusio endet, dass es "unter der Union noch viel schlimmer" kaeme. Das sind also die Gruenen heute, hueben wie drueben. Sie haben nicht einmal in den Wahlkaempfen irgendetwas Klares, Kaempferisches, Positives anzubieten. Man hat die Gruenen in Deutschland immer gerne in "Fundis" und "Realos" eingeteilt. Bei uns hiess die Einteilung zumeist "buergerlich" und "links". Die Linke kritisierte immer, die Gruenen wuerden immer mehr verbuergerlichen. Sollte das jemals die eigentlichen Trennlinien gewesen sein, so sind sie zumindest heute obsolet. Heute verlaeuft die Trennlinie anders: Zwischen Opportunisten, die das Sagen haben, und den Feiglingen, die im Ernstfall auf das Sagen verzichten. Aber wie erwaehnt: Ich schreibe dies alles hier nur aus tief empfundener Liebe und dass ich die Gruenen auch diesmal nicht waehle, ist eine reine Erziehungsmassnahme, die mir mehr weh tut als leider ihnen. *Bernhard Redl* ================================================ 09 Initiativen/Termin: Grundeinkommen -- in Freiheit taetig sein, Kongress Von: akin ================================================ ********************************************************** akin-Pressedienst. Aussendungszeitpunkt: Dienstag, 30. August 2005; 16:39 ********************************************************** Initiativen/Termin: > Grundeinkommen -- in Freiheit taetig sein Kongress 7.-9.Oktober 2005 Erster deutschsprachiger Kongress ueber bedingungsloses Grundeinkommen thematisiert soziale Innovation fuer das 21.Jahrhundert. Ein bedingungsloses Grundeinkommen bedeutet fuer alle Menschen, dass sie unabhaengig von Erwerbsarbeit und Bedarfspruefung ein existenzsicherndes Einkommen erhalten und eine Teilhabe am sozialen und kulturellen Leben moeglich ist. Fuer den Sueden war "Entwicklung" schon immer ein uneingeloestes Versprechen. Doch heute wird weltweit klar, dass selbst erwerbstaetige Menschen nicht mehr vor Armut sicher sind. Andere Wege und Instrumente sind angesagt. Warum Grundeinkommen? * Grundeinkommen ist ein Menschenrecht, das die gesellschaftliche Teilhabe fuer alle ermoeglicht. * Heute nimmt bei hohem Produktivitaets- und niedrigem Wirtschaftswachstum die Erwerbsarbeitslosigkeit zu. Einkommen und Erwerbsarbeit muessen daher schrittweise entkoppelt werden. * Arbeit ist mehr als Erwerbsarbeit. Gesellschaftlich unbezahlte aber wichtige Arbeit wird durch ein Grundeinkommen erleichtert und aufgewertet. * Grundeinkommen schafft den Raum, in dem sich die Lust auf Taetigkeit und Kreativitaet entfalten koennen. * In der modernen High-Tech-Produktion ist es immer weniger moeglich, Wertschoepfung einer individuellen "Leistung" zuzuordnen. Alle greifen verstaerkt auf das in Verfahren und Technologie gespeicherte Wissen vergangener Generationen sowie auf Netzwerk-Kooperation zurueck. Grundeinkommen traegt dem Rechnung. * Grundeinkommen macht es ArbeitnehmerInnen leichter eigene Wuensche und Vorstellungen im Arbeitsmarkt durchzusetzen, weil sie nicht auf jeden miesen Job angewiesen sind. * Die enorme Produktivitaet der modernen Industriegesellschaft und der gesellschaftliche Reichtum weltweit macht die Finanzierung eines existenzsichernden Grundeinkommens moeglich. * Eine in Freiheit taetige Gesellschaft muss allen Erwerbsarbeit ermoeglichen, die das wollen: Arbeitsumverteilung und Mindestloehne sind notwendige Ergaenzungen eines Grundeinkommens. Was am Kongress geschieht Der Kongress Grundeinkommen behandelt die zentralen Fragen der Einfuehrung eines Grundeinkommens, sowohl im EU-Raum als auch weltweit. ExpertInnen, AktivistInnen und ein interessiertes Publikum treffen sich, um soziale Innovationen zu diskutieren und fuer eine breite Oeffentlichkeit zugaenglich zu machen. BefuerworterInnen und GegnerInnen finden einen Ort, um sich produktiv auszutauschen und einander naeherzukommen. Der Kongress will einen Innovationsschub fuer die stagnierende gesellschafts- und sozialpolitische Debatte bringen. Dazu werden auf zwei oeffentlichen Podien und in zahlreichen Workshops die verschiedenen Aspekte eines Grundeinkommens kontrovers diskutiert. Dabei geht es u.a. um: * Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt * Foerderung alternativer Wirtschaftsweisen und solidarische Oekonomien * Rolle der sozialen Bewegungen/Gewerkschaften * Recht auf Existenzsicherung * Soziale Gerechtigkeit im 21.Jahrhundert Die Frage der Globalisierung der Wirtschaft und der Reichtumsverteilung zwischen Nord und Sued steht genauso auf dem Programm wie die Debatte um die Daseinsvorsorge durch Sozialversicherung und oeffentliche Gueter. Was ist das Grundeinkommen? Das Grundeinkommen ist eine * bedingungslose, finanzielle Zuwendung, * die jedem Mitglied der Gesellschaft * in existenzsichernder Hoehe, * ohne Ruecksicht auf sonstige Einkommen, * auf Arbeit oder Lebensweise * als Rechtsanspruch zusteht * und eine Krankenversicherung inkludiert. Mit anderen Worten: Grundeinkommen ist allgemein: alle BuergerInnen, alle BewohnerInnen des betreffenden Landes muessen tatsaechlich in den Genussdieser Leistung kommen; existenzsichernd: die zur Verfuegung gestellte Summe soll ein bescheidenes, aber dem Standard der Gesellschaft entsprechendes Leben, die Teilhabe an allem, was in dieser Gesellschaft zu einem normalen Leben gehoert, ermoeglichen personenbezogen: jede Frau, jeder Mann, jedes Kind hat ein Recht auf Grundeinkommen. Nur so koennenKontrollen im persoenlichen Bereich vermieden werden und die Freiheit persoenlicher Entscheidungen gewahrt bleiben; arbeitsunabhaengig: mit Grundeinkommen ist weder eine Kontrolle unbezahlter Arbeit, noch eine Verpflichtung zur Erwerbsarbeit verbunden. Die ethische Verpflichtung zu sinnvoller Taetigkeit ist damit nicht aufgehoben, gleichzeitig soll deutlich werden, dass Arbeit nicht einfach mit Erwerbstaetigkeit gleichgesetzt werden kann; ohne Armutsfalle: Leistung drueckt sich keineswegs nur in Geldeinkommen aus. Trotzdem soll Grundeinkommen so gestaltet sein, dass jedes zusaetzliche Einkommen das verfuegbare Einkommen erhoeht; demokratisch: die Inanspruchnahme von Grundeinkommen darf nicht diskriminierend sein, deshalb muessen es alle Mitglieder der Gesellschaft bekommen. Warum Grundeinkommen? Wir leben in einer sich rasch veraendernden Welt. Globalisierung, wirtschaftliche und technische Entwicklungen, Wissensgesellschaft und eine Auseinanderentwicklung zwischen Reich und Arm sowohl weltweit, als auch innerhalb der reichen Laender, Zerstoerung der Umwelt und Verbrauch natuerlicher Ressourcen sind einige Hinweise auf Phaenomene, mit denen wir taeglich konfrontiert werden. (Aussendungstexte/gek.) Quelle und Info: http://www.grundeinkommen2005.org/ ================================================ 10 Umwelt/Steiermark/Initiativen: Von: akin ================================================ ********************************************************** akin-Pressedienst. Aussendungszeitpunkt: Dienstag, 30. August 2005; 16:38 ********************************************************** Umwelt/Steiermark/Initiativen: > Wildwassergebiet gefaehrdet Im Bereich des Flusses Koppentraun (zwischen Bad Aussee und Obertraun) ist ein Wasserkraftwerk in einer der letzten wilden Flusslandschaften der Steiermark geplant. Dagegen machen jetzt lokale Initiativen mobil. Bereits im Juni 2004 war die Unterschutzstellung der Koppentraun beantragt worden. Trotz eines positiven Gutachtens des Bezirksnaturschutzbeauftragten haben die zustaendigen Behoerden, die Expositur in Bad Aussee und die Fachabteilung fuer Naturschutz in Graz, die Unterschutzstellung nicht weiter verfolgt. Nach den jetzt vorliegenden Informationen soll nach der Bad Ausseer Klaeranlage eine Rohrleitung mit einem Durchmesser von 1,8 Meter am linken Traunufer bis zum zu errichtenden Krafthaus (knapp vor der oberoesterreichischen Landesgrenze) verlegt werden. Die ueber 5 km lange Rohrleitung soll zwischen der Bahntrasse und dem Koppentraunufer gefuehrt werden. Um die gewaltigen Mengen an Aushub abtransportieren und die riesigen Rohre verlegen zu koennen, wird eine fuer LKW befahrbare Baustrasse notwendig sein. Der Gemeinderat der Stadtgemeinde Bad Aussee hat am 14. Juli 2005 einstimmig eine Resolution bezueglich der Koppentraun verabschiedet. Darin wird das Amt der Steiermaerkischen Landesregierung, Fachabteilung Naturschutz, aufgefordert, die Unterschutzstellung der Koppentraun im Bereich ‘Schneegraben’ als ‘Naturdenkmal’ zu befuerworten, sowie die politische Expositur Bad Aussee zu veranlassen, den genannten Abschnitt zum Naturdenkmal zu erklaeren. Weiters wird gefordert, dem geplanten Kraftwerksprojekt die naturschutz- und wasserrechtliche Bewilligung nicht zu erteilen. Durch den Kraftwerksbau fuerchten die lokalen Initiativen auch eine Schaedigung des Tourismus. Der ‘Wildnistourismus’ (Wanderer, Tier- und Pflanzenbeobachter, Fischer, Kajakfahrer) vertraegt sich nicht mit einem Kraftwerk, da dadurch die Identitaet der Koppentraun als unberuehrte Flusslandschaft mit natuerlicher Gewaesserdynamik verloren geht. Die oberoesterreichischen Gruenen (in der Landesregierung, aber nicht zustaendig, da das Wasser 100m vor der oberoesterreichischen Landesgrenze wieder in die Traun eingeleitet wird) stehen dem Projekt ebenfalls skeptisch gegenueber. Umweltlandesrat Anschober: "Generell gehen wir in Oberoesterreich immer staerker ab von Ausleitungskraftwerken mit ihren langen Restwasserstrecken (wie hier geplant) und hin zu oekologisch vertraeglicheren Techniken. Klein-Wasserkraft ist ein wichtiger Teil der Energieproduktion, es muss jedoch das Wie und das Wo geplanter Projekte sehr genau hinterfragt und bewertet werden." (Aussendungstexte/bearb.) Quelle, Info, U-Listen, etc..: http://www.koppentraun.at/ ================================================ 11 Das Letzte: Kein Neger zu sein nuetzt auch nichts Von: akin ================================================ ********************************************************** akin-Pressedienst. Aussendungszeitpunkt: Dienstag, 30. August 2005; 16:35 ********************************************************** Das Letzte: > Kein Neger zu sein nuetzt auch nichts Ein Mann faehrt naechtens mit dem Fahrrad durch Ottakring. Er ist zwar so vernuenftig, weiss zu sein, traegt aber leichtsinnigerweise am Kopf Rasta-Locken. Ploetzlich stoppt ihn ein Polizeiwagen. Beim Aussteigen meint einer der Beamten: "Na geh, jetzt hob i glaubt, mir ham an Neger dawischt." Aber wenn man schon mal beim Amtshandeln ist, wird auch der Leider-nicht-Neger gefilzt -- schliesslich will man ja nicht rassistisch sein. Man entdeckt bei ihm tatsaechlich etwas: Einen 100 Euro-Schein in seinem Geldboersel. "Na, dafuer werma scho was finden!" Und nach kreativer Auslegung der Strassenverkehrsordnung findet sich auch wirklich so einiges: Das Vorderlicht sei zu dunkel, das Ruecklicht nicht fest montiert und die Seitenstrahler seien nicht exakt gegenueberliegend auf den Speichen angebracht. Schwere Verbrechen, die natuerlich entsprechend im Sinne der Verkehrssicherheit geahndet werden muessen -- macht 98 Euro. Die Lichtanlage wird abmontiert und zur Ueberpruefung mitgenommen. Und dann -- schliesslich sind Beamte im Dienst immer fleissig und halten sich mit einem Verbrechen nicht laenger auf als unbedingt noetig -- springen die beiden Amtspersonen in ihren Streifenwagen und brausen davon. Erst jetzt wird dem Radfahrer klar, dass er weder ein schriftliches Organmandat noch eine Bestaetigung ueber die Beschlagnahme hat. Er glaubt, getraeumt zu haben, doch in seiner die Hand die -- in selbstverstaendlicher polizeilicher Korrektheit herausgegebenen -- 2 Euro Wechselgeld und das Fehlen seiner Lichtanlage am Fahrrad bestaetigen ihm, dass er durchaus wach ist. Doch die Erkenntnis kommt zu spaet, der Polizeiwagen ist bereits entschwunden, die Nummerntafel lange ausser Sicht. Aber natuerlich muss man der Wahrheit die Ehre geben und dazu sagen: Diese Geschichte ist frei erfunden, jede Aehnlichkeit mit lebenden Polizisten waere rein zufaellig und auch voellig unwahrscheinlich und die ganze Amtshandlung hat ueberhaupt weder so noch anders stattgefunden. Denn erstens machen Wiener Polizisten soetwas nicht, zweitens gibt es nichts Schriftliches und drittens keine Zeugen. Der Radfahrer wird gut beraten sein, die Sache zu vergessen. Er muss wohl doch getraeumt haben. *Bernhard Redl* ================================================ 12 Über Schiitische und kurdische Milizen- Wertvoll Von: Initiative muslimischer ÖsterreicherInnen ================================================ Wahschington Post "Wer nicht zustimmt, liegt tot auf der Straße" Anthony Shadid Steve Fainaru Basra - Schiitische und kurdische Milizen, die häufig im Verbund mit den regulären irakischen Sicherheitskräften operieren, sind für eine jüngste Serie von Entführungen, Ermordungen und anderen Einschüchterungen verantwortlich. Das bestätigten politische Führer, Familienangehörige der Opfer, Menschenrechtsgruppen und irakische Regierungsvertreter. Die Milizen verstärkten durch diese Gewalttaten ihre Kontrolle über Gebiete im Norden und Süden des Irak und gleichzeitig die Teilung des Landes entlang ethnischer und religiöser Linien. Während irakische Politiker in Bagdad um einen Entwurf für eine Verfassung ringen, schaffen die Milizen - und die schiitischen und kurdischen Parteien, die sie kontrollieren - eigene Machtinstitutionen, die keiner gewählten Regierung gegenüber verantwortlich sind. Zahlreiche Bewohner in Basra im Süden, das von den Schiiten beherrscht wird, und in Mosul im Norden, das unter kurdischer Hoheit steht, ebenso wie in den umliegenden Städten und Dörfern beklagen ihre Machtlosigkeit gegenüber dem wachsenden Einfluss dieser Milizen. Viele sprechen von einem Klima der Angst, das sie stark an die Zeit des früheren Präsidenten Saddam Hussein erinnert. So haben kurdische Parteien im Norden des Irak ein lange unentdeckt gebliebenes Netzwerk von wenigstens fünf Gefängnissen eingerichtet, in die hunderte von Sunniten, Turkmenen und Angehörige anderer Minderheiten eingekerkert werden, die zuvor entführt und heimlich von Mosul, der drittgrößten Stadt des Irak, und aus Gebieten bis zur iranischen Grenze in die Gefängnisse gebracht wurden. "Ich sehe keinen Unterschied zwischen Saddam und der Art, wie die Kurden hier handeln", sagte Nahrain Toma, Leiterin der Menschenrechtsorganisation Bethnahain. "Niemand will auch mehr etwas mit den Amerikanern zu tun haben. Warum? Weil sie den Kurden und den Schiiten die Macht gegeben haben. Niemand sonst hat mehr Rechte." Majid Sahri, Berater des irakischen Verteidigungsministeriums in Basra fasst das Milizen-Problem so zusammen: "Sie nehmen Geld vom Staat, Kleidung, Fahrzeuge, aber ihre Loyalität gehört den Parteien." Wer nicht einverstanden sei, "liegt am nächsten Tag tot auf der Straße". -- ================================================ ================================================ 13 Stmk/LTW/KPÖ/Liste 5 Von: KPÖ Steiermark ================================================ KPÖ Steiermark Lagergasse 98a 8020 Graz Tel. 03 16 / 71 24 36 Fax 03 16 / 71 62 91 email: kpoe_stmk at hotmail.com Dienstag, 30. August 2005 Presseinformation der KPÖ Steiermark Landtagswahl: KPÖ ist Liste 5 Die Kaltenegger-KPÖ ist bei der steirischen Landtagswahl am 2. Oktober in allen vier Wahlkreisen die Liste 5. Das steht nach der Sitzung der Landeswahlbehörde am Montag endgültig fest. Spitzenkandidat in allen vier Wahlkreisen ist der Grazer Wohnungsstadtrat Ernest Kaltenegger. An zweiter Stelle tritt im Wahlkreis Graz und Umgebung die Kindergartenpädagogin Claudia Klimt-Weithaler an, im Wahlkreis Obersteier die Knittelfelder Gemeinderätin Ing. Renate Pacher und in den beidenWahlkreisen West- und Oststeiermark Magna-Betriebsrat Peter Scherz. Auf der Landesliste ist der Leobener Stadtrat Dr. Werner Murgg auf Platz 2 gereiht. Die Landesliste umfasst insgesamt 53 KandidatInnen. Bei der Landtagswahl ist die Abgabe von Vorzugsstimmen möglich. Rückfragehinweis: 0316 71 24 79 KPÖ-Steiermark Lagergasse 98 a 8020 Graz Tel.: 0316 71 24 36 Fax 0316 71 62 91 email: kp.stmk at kpoe-graz.at; kpoe_stmk at hotmail.com ================================================ ================================================ B) TERMINE ================================================ ======================== Mittwocha http://mund.at/butt/Termine//August/3108.htm Donnerstag http://www.mund.at/butt/Termine/September/0109.htm Freitag http://www.mund.at/butt/Termine/September/0209.htm ======================== ================================================ D) EDITORIAL ================================================ Für den Inhalt verantwortlich: Ihr. 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(werden nicht angenommen) 1 beitrag nicht genommen: nwr. , Redaktionsschluss für diese Ausgabe: Mi 3.00 Uhr III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III ü, ö, ä, ß, Ü, Ö, Ä III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III widerst at nd-MUND is powered by http://alt.strg.at/ ================================================