From analle at no-racism.net Mon Nov 1 09:50:58 2004 From: analle at no-racism.net (analle at no-racism.net) Date: Mon, 1 Nov 2004 09:50:58 +0100 Subject: widerst@nd! - MUND: Montag, 1. November 2004 Message-ID: widerst at nd! - MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst http://www.no-racism.net/mund Montag, 1. November 2004 %%%%%%%%%%%%%%%%%%%%% IN EIGENER SACHE %%%%%%%%%%%%%%%%%%%%% Liebe Les at s! der MUND soll schöner werden. Noch schöner. Wir suchen daher Leute, die uns kostenlos das Layout, nun, optimieren. Hört uns jemand? Ausserdem wär eine Tagesredstelle frei: Aufwand: 1 Abend pro Woche (Mo abend) ca 3 Stunden am Anfang (mit Routine geht es schneller). Wenn jemand Interesse hat, sich aber nicht gleich einen ganzen Tag antun will: Aushilfsreds suchen wir immer lg Eure Reds ================================================ A) I N H A L T ================================================ >><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< E K H >><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 01 ekh - kpö - finanzen - belege von: zach at kpoe.at ================================================== 02 ES GEHT (OBDACH-) LOS: DIE ERSTE KÜNDIG UNG IST DA!!! von: ekhaus at med-user.net ================================================== 03 Zu den Kaeufern des EKHs - Teil 2 von: raw at raw.at ================================================== 04 Anfrage - Aufforderung von: zach at kpoe.at ================================================== 05 Re: Anfrage - Aufforderung von: TATblatt at blackbox.at ================================================== 06 Re: Anfrage - Aufforderun von: zach at kpoe.at ================================================== 07 Re: Anfrage - Aufforderung von: zach at kpoe.at ================================================== 08 Re(2): Anfrage - Aufforderung von: TATblatt at blackbox.at ================================================== 09 KPÖ - EKH - .... von: zach at kpoe.at ================================================== >><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN >><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 10 Aufruf: Schwarzer Tag der Menschenrechte von: christian.apl at kabsi.at ================================================== 11 Buchpräsentation 5.11.2004: CITY VIEWS. Ein Fotoprojekt mit migrantischen Perspektiven von: contact at eipcp.net ================================================== 12 [kinoki-mikrokino] #119 - mo 1.11./EKH: Anlässlich der US-Präsidentschaftswahlen von: p at kinoki.at ================================================== 13 Depot-Programm: 5. - 12. November von: depot-news at t0.or.at ================================================== 14 Vortrag Michaela Ralser IWK 3. 11. Wien von: silvia.stoller at UNIVIE.AC.AT ================================================== 15 Que(e)r-Beisl im November von: raw at raw.at ================================================== 16 PRESSEINFO "HaShem - der Name" | Urauff ü hrung 4.11 | Licht, Tanz & Klang von: info at hashem.at ================================================== 17 bitte um terminankündigung f. 2.11. danke! von: m.wolfsberger at gmx.at ================================================== 18 Antisemitismustagung in Berlin von: cafe.critique at gmx.net ================================================== >><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND KOMMENTARE >><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 19 Schon wieder Eichenseder ! von: office at asyl-in-not.org ================================================== 20 Wichtige Anträge bei der 5. Wiener Integrationskonferenz von: dieinitiative at gmx.at ================================================== 21 EU-Verfassung/Buttiglione/Stellungnahme/KPÖ von: kpoe_stmk at hotmail.com ================================================== 22 Jagdgelüste?? von: ibd.koehler at utanet.at ================================================== >><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< SOLIDARITÄT WELTWEIT >><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 23 100.000 Tote im Irak? / Neoliberale Masterplan fuer den Irak von: martin.mair at mediaaustria.at ================================================== >><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< LINKS / VERWEISE / HINWEISE >><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 24 Neue Zeitschrift erschienen von: antiD at gmx.net ================================================== 25 CROPfm - Newsletter: Das Maramba-System [29.10.04] von: tarek at sime.com ================================================== ================================================ B) TEXTE ================================================ >><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< E K H >><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 01 ekh - kpö - finanzen - belege von: zach at kpoe.at ================================================== BAIER LÜGT - die Beweise "..........autonom und ohne subventionen" haben die Gruppen im EKH all die Jahre über gearbeitet. Und nun scheitert das Projekt am finanziellen und politischen Unvermögen der KPÖ - so der Vorwurf. Zu den Aussagen der KPÖ, dass die KPÖ Jahr für Jahr Betriebskosten für das EKH zahlen mußte, stellte das EKH in einer Erklärung am 26.10 lapidar fest: "BAIER LÜGT!!!" Eine Aufstellung zu den Fakten und 2 Originale aus vergangenen Tagen, die belegen, dass ohne die praktische Solidarität der KPÖ vieles gar nicht möglich gewesen wäre, finden sich unter http://www.kpoe.at/bund/aktuell/ekh-betriebsk.htm didi zach _______________________________________________ ================================================== 02 ES GEHT (OBDACH-) LOS: DIE ERSTE KÜNDIG UNG IST DA!!! von: ekhaus at med-user.net ================================================== ES GEHT (OBDACH-) LOS: DIE ERSTE KÜNDIGUNG IST DA!!! Heute erreichte uns ein Brief des neuen Hauseigentümers, der Wielandgasse 2-4 VermietungsgesmbH, in dem sie sich eingangs sehr höflich vorstellen und davon ausgehen, dass wir “möglicherweise" von dem Verkauf schon durch die Medien erfahren haben...HA HA! Weiter im Text kündigt der Hausbesitzer alle Präkariatsverträge auf. Das betrifft nun folgende Bereiche: das Wohn- und Integrationsprojekt im 4. Stock, die Räume des Flughafensozialdienstes im 2. Stock, die ATIGF, die Siebdruckwerkstatt und die Voice of Vienna. Wir gehen davon aus, dass die restlichen Bereiche des Hauses in den nächsten Tagen ebenfalls Kündigungs-Einschreiben erhalten werden. Aus den betroffenen Bereichen sollen wir bis 31.12.2004 ausgezogen sein. Da wird uns wohl kalt werden, also soviel zu dem Versprechen Baiers, niemanden im Winter auf die Strasse zu setzen. Ein frohes neues Jahr wünschen wir dir, Walter! Anscheinend schauts mit dem Rechnen auch nicht so gut aus, oder wie war das mit den 6 Monaten Übergangsfrist? DEMO GIBT'S AM 12. NOVEMBER UM 16 Uhr, TREFFPUNKT SÜDBAHNHOF (BUSBAHNHOF) !!! WIR SIND HAAAS! UND WIR BLEIBEN! EKH, 27.10.04 ================================================== 03 Zu den Kaeufern des EKHs - Teil 2 von: raw at raw.at ================================================== ##################################### Aktuelle Infos zur Situation rund ums EKH auf: http://www.ekhbleibt.info http://www.n3tw0rk.org ##################################### Der Verkauf der Ernst-Kirchweger-Hauses fuehrte in den vergangenen Tagen zu vielen Spekulationen ueber die neuen BesitzerInnen des selbstverwalteten linken Zentrums. Verstaendlich - denn schliesslich hat die KPOe alleine schon durch die Tatsache des ploetzlichen Verkaufs eine Vielzahl von aktiven linken Projekten einem moeglichen Ende ausgesetzt! Von Seiten der KPOe kamen in den letzten Tagen mehrere Presseaussendungen, in den mittels wohlplatzierter Luegen der Verkauf gerechtfertigt und verteidigt werden sollte. Dabei wird mittlerweile auch nicht mehr davor zurueckgeschreckt - vollkommen unueberprueft - , die "Ehrenrettung" der Kaeufer zu uebernehmen. Obwohl seit Tagen zahlreiche gesicherte Fakten ueber den Hintergrund der KPOe-Geschaeftspartner zur Verfuegung stehen, verlegt sich die KPOe auf die "Kopf in den Sand"-Taktik. Wer nicht im "Handbuch des oesterreichischen Rechtsextremismus" vorkommt, koenne auch kein Nazi sein, so die verquere Logik der Verantwortlichen. Im folgenden eine Zusammenstellung der hundertprozentig gesichterten - und auch fuer die KPOe leicht nachvollziehbaren Fakten: Als Kaeufer des EKHs tritt eine Wielandgasse 2-4 Vermietungsges.m.b.H. auf, deren Geschaeftsfuehrer ein gewisser "Christian Machowetz" ist, der nicht nur gleichzeitig Chef der "Security Management Christian Machowetz GmbH" ist, sondern auch ein ehemaliges zahlendes Mitglied der neonazistischen Aktion Neue Rechte (ANR). So war er in den 70iger-Jahren in einer Reihe mit den spaeteren Groessen der oesterreichischen Neonazi-Szene aktiv, wie eine in Ventil (12/1977), Zeitschrift der SJ-Wien, veroeffentlichte Kaderliste des Landesverbands Wien der ANR verdeutlicht. Neben Machowetz finden sich hier spaetere Szene-Groessen wie der ehemalige Fuehrer der Volkstreuen Ausserparlamentarischen Opposition (VAPO), Gottfried Kuessel - in den 90iger-Jahren wegen nationalsozialischer Wiederbetaetigung zu 10 Jahren Haft verurteilt - oder der mittlerweile verstorbene Chef der 2002 ausgehobenen Neonazi-Terrorzelle SS-Kampfgemeinschaft Prinz Eugen, Georg Gasser. Zwar behauptet der "Sicherheitsfirmen-Machowetz" nicht der gleiche wie der "ANR-Machowetz" zu sein - eine Behauptung, die die KPOe ihm bisher traurigerweise unhinterfragt abgenommen hat - der Nachweis, dass dies wohl kaum die Wahrheit ist, laesst sich aber ohne groessere Probleme - und ganz ohne staatspolizeiliche Akten und somit auch fuer die KPOe durchfuehrbar - erbringen: Machowetz unterschrieb im Jahre 1977 eine Unterstuetzungserklaerung fuer die ANR, bei der er als Wohnadresse ein Haus im 13. Bezirk angab. Eben dieses Haus gehoert heute ausgerechnet dem juengeren Bruder des Sicherheitsfirmenbetreibers Christian Machowetz. Ein weiterer "Zufall"? So wie der "Zufall" dass der Geschaeftsfuehrer der Security Management Christian Machowetz GmbH laut dem oeffentlich einsehbaren Firmenbuch ein gewisser Walter Jaromin ist, seines Zeichens ebenfalls eine seit Jahrzehnten bekannte Persoenlichkeit in rechtsextremen Kreisen. So sass Jaromin in den spaeten 70-iger Jahren mehrere Monate in Untersuchungshaft, da ihm vorgeworfen wurde, in eine Affaere verwickelt zu sein, bei der es um die Weitergabe von geheimen Daten aus dem Innenministerium ging. Das Nachrichtenmagazin profil schrieb damals ueber sein Umfeld das folgende: "Warum um Jaromins Hab und Gut (es geht um beschlagnahmte Daten, Anm.) so ein Griss ist, erklaeren seine Gegner damit, dass Jaromin nicht nur ein bekannt national eingestellter Mann sei, sondern womoeglich aeusserst innige Beziehungen zu rechten politischen Gruppen, von NDP bis ANR, habe. (...) Er machte aus seiner politischen Anschauung kaum Hehl, bruestete sich gern seiner Freundschaft mit dem Mussolini - Befreier Otto Skorzeny (den er auch in Spanien besucht hatte) und ist glaeubiger Antikommunist." Wieder die ANR, was fuer ein neuerlicher "Zufall". Wie naiv oder blind muss eine Partei sein, wie bewusst Tatsachen verleugnend, wie skrupellos, um all diese Fakten zu leugnen und zu erkennen, an wen sie da ein linkes Projekt verkauft hat? Aber es kommt noch schlimmer. Anstatt sich mit den Fakten auseinanderzusetzen und die noetigen Konsequenzen zu ziehen, wird nun gegen die gehetzt, die die Zusammenhaenge der KPOe-Geschaeftspartner oeffentlich gemacht haben. Da macht sich dann etwa Pressesprecher Didi Zach in einer Aussendung ernsthaft darueber Gedanken, wer sich denn ueberhaupt an den Herrn Machowetz "erinnere" und Zugang zu solchen Daten wie Unterstuetzungslisten habe. In diesem Sinne steht Zach dann ja durchaus in einer klassisch oesterreichischen Tradition von Verdraengung und Schulduebertragung: Das Problem sind offenbar nicht die rechtsextremen Kreise, das Problem sind die, die sie aufdecken. Aber Zach vergisst auch nicht eine zweite bedeutende Komponente der oesterreichischen Mentalitaet zu bemuehen, das Spiel der Verharmlosung: Machowetz habe schliesslich "bei den Nazi-Krawallen keine oeffentliche Rolle gespielt" behauptet Zach da - unbelegt so nebenbei. Also nur ein halber Nazi? Oder doch 3/4? Oder gar nur 25 Prozent? Erschreckend wie hier bar jeglicher politischen Grundsaetze nur mehr blindwuetig verteidigend argumentiert wird. Und zu den Fakten und woher sie stammen: Wir haben hier mehrmals alle Quellen offengelegt, alle hier publizierten Fakten sind leicht ueberpruefbar und sollten sogar fuer die in Fragen des Antifaschismus und der damit verbundenen Recherche offensichtlich nicht sonderlich bewanderte KPOe-Fuehrung nachvollziehbar sein. Was dazu aber wohl fehlt, ist allerdings ganz offensichtlich der notwendige Wille. All das bestaetigt nur eins: Die KPOe ist tot - EKH bleibt! Rosa Antifa Wien (RAW) Oktober 2004 -- ############ RAW ############# Rosa Antifa Wien c/o Rosa Lila Tip Linke Wienzeile 102 A-1060 Wien AUSTRIA ------------------------- E-Mail: raw at raw.at Web: http://www.raw.at Board: http://www.n3tw0rk.org ------------------------- PGP-Key available here: http://www.raw.at/sub/kontakt/raw.asc ############ RAW ############# ================================================== 04 Anfrage - Aufforderung von: zach at kpoe.at ================================================== Werte TATblattlerInnen auf die diversen Vorwürfe Eurer Stellungnahme "antwort auf KPÖ-klarstellungen von didi zach" möchte ich an dieser Stelle nicht eingehen. Da ich - und auch die KPÖ, dessen bin ich mir sicher - an der Klärung der Fakten interessiert bin, würde es mich sehr freuen (nebenbei gesagt wäre es natürlich auch eine Arbeitserleichterung) wenn Ihr Eure recherchierten Fakten mir einfach per Mail oder Fax (01 / 503 65 80 499) zukommen lasst. didi zach ================================================== 05 Re: Anfrage - Aufforderung von: TATblatt at blackbox.at ================================================== bitte sehr. zur klärung aller fakten kann die kpö jedoch auch beisteuern: legt alle schriftstücke rund um den verkauf des ekh vor! ##################################### Aktuelle Infos zur Situation rund ums EKH auf: http://www.ekhbleibt.info http://www.n3tw0rk.org ##################################### Der Verkauf der Ernst-Kirchweger-Hauses fuehrte in den vergangenen Tagen zu vielen Spekulationen ueber die neuen BesitzerInnen des selbstverwalteten linken Zentrums. Verstaendlich - denn schliesslich hat die KPOe alleine schon durch die Tatsache des ploetzlichen Verkaufs eine Vielzahl von aktiven linken Projekten einem moeglichen Ende ausgesetzt! Von Seiten der KPOe kamen in den letzten Tagen mehrere Presseaussendungen, in den mittels wohlplatzierter Luegen der Verkauf gerechtfertigt und verteidigt werden sollte. Dabei wird mittlerweile auch nicht mehr davor zurueckgeschreckt - vollkommen unueberprueft - , die "Ehrenrettung" der Kaeufer zu uebernehmen. Obwohl seit Tagen zahlreiche gesicherte Fakten ueber den Hintergrund der KPOe-Geschaeftspartner zur Verfuegung stehen, verlegt sich die KPOe auf die "Kopf in den Sand"-Taktik. Wer nicht im "Handbuch des oesterreichischen Rechtsextremismus" vorkommt, koenne auch kein Nazi sein, so die verquere Logik der Verantwortlichen. Im folgenden eine Zusammenstellung der hundertprozentig gesichterten - und auch fuer die KPOe leicht nachvollziehbaren Fakten: Als Kaeufer des EKHs tritt eine Wielandgasse 2-4 Vermietungsges.m.b.H. auf, deren Geschaeftsfuehrer ein gewisser "Christian Machowetz" ist, der nicht nur gleichzeitig Chef der "Security Management Christian Machowetz GmbH" ist, sondern auch ein ehemaliges zahlendes Mitglied der neonazistischen Aktion Neue Rechte (ANR). So war er in den 70iger-Jahren in einer Reihe mit den spaeteren Groessen der oesterreichischen Neonazi-Szene aktiv, wie eine in Ventil (12/1977), Zeitschrift der SJ-Wien, veroeffentlichte Kaderliste des Landesverbands Wien der ANR verdeutlicht. Neben Machowetz finden sich hier spaetere Szene-Groessen wie der ehemalige Fuehrer der Volkstreuen Ausserparlamentarischen Opposition (VAPO), Gottfried Kuessel - in den 90iger-Jahren wegen nationalsozialischer Wiederbetaetigung zu 10 Jahren Haft verurteilt - oder der mittlerweile verstorbene Chef der 2002 ausgehobenen Neonazi-Terrorzelle SS-Kampfgemeinschaft Prinz Eugen, Georg Gasser. Zwar behauptet der "Sicherheitsfirmen-Machowetz" nicht der gleiche wie der "ANR-Machowetz" zu sein - eine Behauptung, die die KPOe ihm bisher traurigerweise unhinterfragt abgenommen hat - der Nachweis, dass dies wohl kaum die Wahrheit ist, laesst sich aber ohne groessere Probleme - und ganz ohne staatspolizeiliche Akten und somit auch fuer die KPOe durchfuehrbar - erbringen: Machowetz unterschrieb im Jahre 1977 eine Unterstuetzungserklaerung fuer die ANR, bei der er als Wohnadresse ein Haus im 13. Bezirk angab. Eben dieses Haus gehoert heute ausgerechnet dem juengeren Bruder des Sicherheitsfirmenbetreibers Christian Machowetz. Ein weiterer "Zufall"? So wie der "Zufall" dass der Geschaeftsfuehrer der Security Management Christian Machowetz GmbH laut dem oeffentlich einsehbaren Firmenbuch ein gewisser Walter Jaromin ist, seines Zeichens ebenfalls eine seit Jahrzehnten bekannte Persoenlichkeit in rechtsextremen Kreisen. So sass Jaromin in den spaeten 70-iger Jahren mehrere Monate in Untersuchungshaft, da ihm vorgeworfen wurde, in eine Affaere verwickelt zu sein, bei der es um die Weitergabe von geheimen Daten aus dem Innenministerium ging. Das Nachrichtenmagazin profil schrieb damals ueber sein Umfeld das folgende: "Warum um Jaromins Hab und Gut (es geht um beschlagnahmte Daten, Anm.) so ein Griss ist, erklaeren seine Gegner damit, dass Jaromin nicht nur ein bekannt national eingestellter Mann sei, sondern womoeglich aeusserst innige Beziehungen zu rechten politischen Gruppen, von NDP bis ANR, habe. (...) Er machte aus seiner politischen Anschauung kaum Hehl, bruestete sich gern seiner Freundschaft mit dem Mussolini - Befreier Otto Skorzeny (den er auch in Spanien besucht hatte) und ist glaeubiger Antikommunist." Wieder die ANR, was fuer ein neuerlicher "Zufall". Wie naiv oder blind muss eine Partei sein, wie bewusst Tatsachen verleugnend, wie skrupellos, um all diese Fakten zu leugnen und zu erkennen, an wen sie da ein linkes Projekt verkauft hat? Aber es kommt noch schlimmer. Anstatt sich mit den Fakten auseinanderzusetzen und die noetigen Konsequenzen zu ziehen, wird nun gegen die gehetzt, die die Zusammenhaenge der KPOe-Geschaeftspartner oeffentlich gemacht haben. Da macht sich dann etwa Pressesprecher Didi Zach in einer Aussendung ernsthaft darueber Gedanken, wer sich denn ueberhaupt an den Herrn Machowetz "erinnere" und Zugang zu solchen Daten wie Unterstuetzungslisten habe. In diesem Sinne steht Zach dann ja durchaus in einer klassisch oesterreichischen Tradition von Verdraengung und Schulduebertragung: Das Problem sind offenbar nicht die rechtsextremen Kreise, das Problem sind die, die sie aufdecken. Aber Zach vergisst auch nicht eine zweite bedeutende Komponente der oesterreichischen Mentalitaet zu bemuehen, das Spiel der Verharmlosung: Machowetz habe schliesslich "bei den Nazi-Krawallen keine oeffentliche Rolle gespielt" behauptet Zach da - unbelegt so nebenbei. Also nur ein halber Nazi? Oder doch 3/4? Oder gar nur 25 Prozent? Erschreckend wie hier bar jeglicher politischen Grundsaetze nur mehr blindwuetig verteidigend argumentiert wird. Und zu den Fakten und woher sie stammen: Wir haben hier mehrmals alle Quellen offengelegt, alle hier publizierten Fakten sind leicht ueberpruefbar und sollten sogar fuer die in Fragen des Antifaschismus und der damit verbundenen Recherche offensichtlich nicht sonderlich bewanderte KPOe-Fuehrung nachvollziehbar sein. Was dazu aber wohl fehlt, ist allerdings ganz offensichtlich der notwendige Wille. All das bestaetigt nur eins: Die KPOe ist tot - EKH bleibt! Rosa Antifa Wien (RAW) Oktober 2004 -- ############ RAW ############# Rosa Antifa Wien c/o Rosa Lila Tip Linke Wienzeile 102 A-1060 Wien AUSTRIA didi zach writes on Fri, 29 Oct 2004 10:46:12 +0200 (METDST): >> Werte TATblattlerInnen >> >> auf die diversen Vorwürfe Eurer Stellungnahme "antwort auf >> KPÖ-klarstellungen von didi zach" möchte ich an dieser Stelle nicht >> eingehen. >> >> Da ich - und auch die KPÖ, dessen bin ich mir sicher - an der Klärung >> >> der Fakten interessiert bin, würde es mich sehr freuen (nebenbei >> gesagt >> wäre es natürlich auch eine Arbeitserleichterung) wenn Ihr Eure >> recherchierten Fakten mir einfach per Mail oder Fax (01 / 503 65 80 >> 499) >> zukommen lasst. >> >> didi zach >> >> >> obiges Mail kann auch gerne in den MUND aufgenommen werden. --- http://www.tatblatt.net mailto: TATblatt at blackbox.net ================================================== 06 Re: Anfrage - Aufforderung von: zach at kpoe.at ================================================== Danke für die prompte Antwort - nur.... bitte um Fax wo behauptet wird bzw. hervorgeht, dass ein Christian Machowetz Mitglied der ANR ist. Oder andersrum: wo im DÖW ist dies auffindbar? Welche Person im DÖW kann mir die Unterlagen zuschicken? Wer im DÖW bestätigt, dass Machowetz Aktivist einer rechtsextremen Gruppierung war bzw. ist? Ps.: Gegen eine Kopie des vielzitierten Profil-Artikels habe ich auch nichts einzuwenden. Dank im voraus didi zach TATblatt wrote: > bitte sehr. zur klärung aller fakten kann die >kpö jedoch auch beisteuern: legt alle >schriftstücke rund um den verkauf des ekh vor! > > ##################################### > Aktuelle Infos zur Situation rund ums EKH auf: > > http://www.ekhbleibt.info > http://www.n3tw0rk.org > ##################################### > > Der Verkauf der Ernst-Kirchweger-Hauses fuehrte in den vergangenen Tagen > zu vielen Spekulationen ueber die neuen BesitzerInnen des > selbstverwalteten linken Zentrums. Verstaendlich - denn schliesslich hat > die KPOe alleine schon durch die Tatsache des ploetzlichen Verkaufs eine > Vielzahl von aktiven linken Projekten einem moeglichen Ende ausgesetzt! > Von Seiten der KPOe kamen in den letzten Tagen mehrere > Presseaussendungen, in den mittels wohlplatzierter Luegen der Verkauf > gerechtfertigt und verteidigt werden sollte. Dabei wird mittlerweile > auch nicht mehr davor zurueckgeschreckt - vollkommen unueberprueft - , > die "Ehrenrettung" der Kaeufer zu uebernehmen. Obwohl seit Tagen > zahlreiche gesicherte Fakten ueber den Hintergrund der > KPOe-Geschaeftspartner zur Verfuegung stehen, verlegt sich die KPOe auf > die "Kopf in den Sand"-Taktik. Wer nicht im "Handbuch des > oesterreichischen Rechtsextremismus" vorkommt, koenne auch kein Nazi > sein, so die verquere Logik der Verantwortlichen. Im folgenden eine > Zusammenstellung der hundertprozentig gesichterten - und auch fuer die > KPOe leicht nachvollziehbaren Fakten: > > Als Kaeufer des EKHs tritt eine Wielandgasse 2-4 Vermietungsges.m.b.H. > auf, deren Geschaeftsfuehrer ein gewisser "Christian Machowetz" ist, der > nicht nur gleichzeitig Chef der "Security Management Christian Machowetz > GmbH" ist, sondern auch ein ehemaliges zahlendes Mitglied der > neonazistischen Aktion Neue Rechte (ANR). So war er in den 70iger-Jahren > in einer Reihe mit den spaeteren Groessen der oesterreichischen > Neonazi-Szene aktiv, wie eine in Ventil (12/1977), Zeitschrift der > SJ-Wien, veroeffentlichte Kaderliste des Landesverbands Wien der ANR > verdeutlicht. Neben Machowetz finden sich hier spaetere Szene-Groessen > wie der ehemalige Fuehrer der Volkstreuen Ausserparlamentarischen > Opposition (VAPO), Gottfried Kuessel - in den 90iger-Jahren wegen > nationalsozialischer Wiederbetaetigung zu 10 Jahren Haft verurteilt - > oder der mittlerweile verstorbene Chef der 2002 ausgehobenen > Neonazi-Terrorzelle SS-Kampfgemeinschaft Prinz Eugen, Georg Gasser. > > Zwar behauptet der "Sicherheitsfirmen-Machowetz" nicht der gleiche wie > der "ANR-Machowetz" zu sein - eine Behauptung, die die KPOe ihm bisher > traurigerweise unhinterfragt abgenommen hat - der Nachweis, dass dies > wohl kaum die Wahrheit ist, laesst sich aber ohne groessere Probleme - > und ganz ohne staatspolizeiliche Akten und somit auch fuer die KPOe > durchfuehrbar - erbringen: Machowetz unterschrieb im Jahre 1977 eine > Unterstuetzungserklaerung fuer die ANR, bei der er als Wohnadresse ein > Haus im 13. Bezirk angab. Eben dieses Haus gehoert heute ausgerechnet > dem juengeren Bruder des Sicherheitsfirmenbetreibers Christian > Machowetz. Ein weiterer "Zufall"? > So wie der "Zufall" dass der Geschaeftsfuehrer der Security Management > Christian Machowetz GmbH laut dem oeffentlich einsehbaren Firmenbuch ein > gewisser Walter Jaromin ist, seines Zeichens ebenfalls eine seit > Jahrzehnten bekannte Persoenlichkeit in rechtsextremen Kreisen. So sass > Jaromin in den spaeten 70-iger Jahren mehrere Monate in > Untersuchungshaft, da ihm vorgeworfen wurde, in eine Affaere verwickelt > zu sein, bei der es um die Weitergabe von geheimen Daten aus dem > Innenministerium ging. Das Nachrichtenmagazin >profil schrieb damals ueber sein Umfeld das >folgende: > > "Warum um Jaromins Hab und Gut (es geht um beschlagnahmte Daten, Anm.) > so ein Griss ist, erklaeren seine Gegner damit, dass Jaromin nicht nur > ein bekannt national eingestellter Mann sei, sondern womoeglich > aeusserst innige Beziehungen zu rechten politischen Gruppen, von NDP bis > ANR, habe. (...) Er machte aus seiner politischen Anschauung kaum Hehl, > bruestete sich gern seiner Freundschaft mit dem Mussolini - Befreier > Otto Skorzeny (den er auch in Spanien besucht hatte) und ist glaeubiger > Antikommunist." > > Wieder die ANR, was fuer ein neuerlicher "Zufall". Wie naiv oder blind > muss eine Partei sein, wie bewusst Tatsachen verleugnend, wie > skrupellos, um all diese Fakten zu leugnen und zu erkennen, an wen sie > da ein linkes Projekt verkauft hat? Aber es kommt noch schlimmer. > Anstatt sich mit den Fakten auseinanderzusetzen und die noetigen > Konsequenzen zu ziehen, wird nun gegen die gehetzt, die die > Zusammenhaenge der KPOe-Geschaeftspartner oeffentlich gemacht haben. Da > macht sich dann etwa Pressesprecher Didi Zach in einer Aussendung > ernsthaft darueber Gedanken, wer sich denn ueberhaupt an den Herrn > Machowetz "erinnere" und Zugang zu solchen Daten wie > Unterstuetzungslisten habe. In diesem Sinne steht Zach dann ja durchaus > in einer klassisch oesterreichischen Tradition von Verdraengung und > Schulduebertragung: Das Problem sind offenbar nicht die rechtsextremen > Kreise, das Problem sind die, die sie aufdecken. > Aber Zach vergisst auch nicht eine zweite bedeutende Komponente der > oesterreichischen Mentalitaet zu bemuehen, das Spiel der Verharmlosung: > Machowetz habe schliesslich "bei den Nazi-Krawallen keine oeffentliche > Rolle gespielt" behauptet Zach da - unbelegt so nebenbei. Also nur ein > halber Nazi? Oder doch 3/4? Oder gar nur 25 Prozent? Erschreckend wie > hier bar jeglicher politischen Grundsaetze nur mehr blindwuetig > verteidigend argumentiert wird. > > Und zu den Fakten und woher sie stammen: Wir haben hier mehrmals alle > Quellen offengelegt, alle hier publizierten Fakten sind leicht > ueberpruefbar und sollten sogar fuer die in Fragen des Antifaschismus > und der damit verbundenen Recherche offensichtlich nicht sonderlich > bewanderte KPOe-Fuehrung nachvollziehbar sein. Was dazu aber wohl fehlt, > ist allerdings ganz offensichtlich der notwendige Wille. > > All das bestaetigt nur eins: > Die KPOe ist tot - EKH bleibt! > > Rosa Antifa Wien (RAW) > Oktober 2004 ================================================== 07 Re: Anfrage - Aufforderung von: zach at kpoe.at ================================================== dass DÖW ist groß und weit - und ich nehme mal an, dass nicht jede "private" Schlußfolgerung eines DÖW-Mitarbeiters ein offizielles DÖW-Statement ist. Daher eben die Frage, wer im DÖW sagt.... Sagt das DÖW als Institution auch was? Was sagt das DÖW? Ventil ist zwar gut und schön, aber auch wenn es sich dabei um gedrucktes Papier handelt - a priori ist diese "Ventil-Liste" nicht mehr und nicht wenger wert (so meine Meinung) als die Behauptungen/Zurückweisungen/Distanzierungen des Herrn Machowetz - das eine kann stimmen, das andere kann stimmen.... was die kopien des verkaufsvertrages etc. betrifft, so nehme ich an - bin aber kein jurist - dass dem verein für gegenkultur als mieter des hauses von der neuen hausverwaltung einsicht in die dokumente gewährt werden muss. didi zach TATblatt wrote: > einfach beim döw anrufen oder hinfahren und >dort die unterlagen kopieren. so schwer kann das >doch nicht sein! > im übrigen sind im text alle quellen genannt. >ich zitiere: ".... wie eine in Ventil (12/1977), >Zeitschrift der SJ-Wien, veroeffentlichte >Kaderliste des Landesverbands Wien der ANR >verdeutlicht. Neben Machowetz finden sich hier >spaetere Szene-Groessen wie der ehemalige >Fuehrer der Volkstreuen Ausserparlamentarischen >Opposition (VAPO), Gottfried Kuessel ..." > > im übrigen warten wir noch immer auf die kopien >des verkaufsvertrages und anderer damit >zusammenhängender dokumente! > > > > didi zach writes on Fri, 29 Oct 2004 11:44:50 +0200 (METDST): > > > >> Danke für die prompte Antwort - nur.... >> >> >> bitte um Fax wo behauptet wird bzw. >>hervorgeht, dass ein Christian Machowetz >>Mitglied der ANR ist. >> >> Oder andersrum: wo im DÖW ist dies auffindbar? Welche Person im DÖW >> kann mir die Unterlagen zuschicken? Wer im DÖW >>bestätigt, dass Machowetz Aktivist einer >>rechtsextremen Gruppierung war bzw. ist? >> >> Ps.: Gegen eine Kopie des vielzitierten Profil-Artikels habe ich auch >> >> nichts einzuwenden. >> >> Dank im voraus >> didi zach >> >> >> >> TATblatt wrote: >> >> >> >> >>> bitte sehr. zur klärung aller fakten kann die kpö jedoch auch >>> beisteuern: legt alle schriftstücke rund um den verkauf des ekh vor! >>> >>> ##################################### >>> Aktuelle Infos zur Situation rund ums EKH auf: >>> >>> http://www.ekhbleibt.info >>> http://www.n3tw0rk.org >>> ##################################### >>> >>> Der Verkauf der Ernst-Kirchweger-Hauses fuehrte in den vergangenen >>> Tagen >>> zu vielen Spekulationen ueber die neuen BesitzerInnen des >>> selbstverwalteten linken Zentrums. Verstaendlich - denn schliesslich >>> hat >>> die KPOe alleine schon durch die Tatsache des ploetzlichen Verkaufs >>> eine >>> Vielzahl von aktiven linken Projekten einem moeglichen Ende >>> ausgesetzt! >>> Von Seiten der KPOe kamen in den letzten Tagen mehrere >>> Presseaussendungen, in den mittels wohlplatzierter Luegen der >>> Verkauf >>> gerechtfertigt und verteidigt werden sollte. Dabei wird mittlerweile >>> auch nicht mehr davor zurueckgeschreckt - vollkommen unueberprueft - >>> , >>> die "Ehrenrettung" der Kaeufer zu uebernehmen. Obwohl seit Tagen >>> zahlreiche gesicherte Fakten ueber den Hintergrund der >>> KPOe-Geschaeftspartner zur Verfuegung stehen, verlegt sich die KPOe >>> auf >>> die "Kopf in den Sand"-Taktik. Wer nicht im "Handbuch des >>> oesterreichischen Rechtsextremismus" vorkommt, koenne auch kein Nazi >>> sein, so die verquere Logik der Verantwortlichen. Im folgenden eine >>> Zusammenstellung der hundertprozentig gesichterten - und auch fuer >>> die >>> KPOe leicht nachvollziehbaren Fakten: >>> >>> Als Kaeufer des EKHs tritt eine Wielandgasse 2-4 >>> Vermietungsges.m.b.H. >>> auf, deren Geschaeftsfuehrer ein gewisser "Christian Machowetz" ist, >>> der >>> nicht nur gleichzeitig Chef der "Security Management Christian >>> Machowetz >>> GmbH" ist, sondern auch ein ehemaliges zahlendes Mitglied der >>> neonazistischen Aktion Neue Rechte (ANR). So war er in den >>> 70iger-Jahren >>> in einer Reihe mit den spaeteren Groessen der oesterreichischen >>> Neonazi-Szene aktiv, wie eine in Ventil (12/1977), Zeitschrift der >>> SJ-Wien, veroeffentlichte Kaderliste des Landesverbands Wien der ANR >>> verdeutlicht. Neben Machowetz finden sich hier spaetere >>> Szene-Groessen >>> wie der ehemalige Fuehrer der Volkstreuen Ausserparlamentarischen >>> Opposition (VAPO), Gottfried Kuessel - in den 90iger-Jahren wegen >>> nationalsozialischer Wiederbetaetigung zu 10 Jahren Haft verurteilt >>> - >>> oder der mittlerweile verstorbene Chef der 2002 ausgehobenen >>> Neonazi-Terrorzelle SS-Kampfgemeinschaft Prinz Eugen, Georg Gasser. >>> >>> Zwar behauptet der "Sicherheitsfirmen-Machowetz" nicht der gleiche >>> wie >>> der "ANR-Machowetz" zu sein - eine Behauptung, die die KPOe ihm >>> bisher >>> traurigerweise unhinterfragt abgenommen hat - der Nachweis, dass >>> dies >>> wohl kaum die Wahrheit ist, laesst sich aber ohne groessere Probleme >>> - >>> und ganz ohne staatspolizeiliche Akten und somit auch fuer die KPOe >>> durchfuehrbar - erbringen: Machowetz unterschrieb im Jahre 1977 eine >>> Unterstuetzungserklaerung fuer die ANR, bei der er als Wohnadresse >>> ein >>> Haus im 13. Bezirk angab. Eben dieses Haus gehoert heute >>> ausgerechnet >>> dem juengeren Bruder des Sicherheitsfirmenbetreibers Christian >>> Machowetz. Ein weiterer "Zufall"? >>> So wie der "Zufall" dass der Geschaeftsfuehrer der Security >>> Management >>> Christian Machowetz GmbH laut dem oeffentlich einsehbaren Firmenbuch >>> ein >>> gewisser Walter Jaromin ist, seines Zeichens ebenfalls eine seit >>> Jahrzehnten bekannte Persoenlichkeit in rechtsextremen Kreisen. So >>> sass >>> Jaromin in den spaeten 70-iger Jahren mehrere Monate in >>> Untersuchungshaft, da ihm vorgeworfen wurde, in eine Affaere >>> verwickelt >>> zu sein, bei der es um die Weitergabe von geheimen Daten aus dem >>> Innenministerium ging. Das Nachrichtenmagazin >>>profil schrieb damals ueber sein Umfeld das >>>folgende: >>> >>> "Warum um Jaromins Hab und Gut (es geht um beschlagnahmte Daten, >>> Anm.) >>> so ein Griss ist, erklaeren seine Gegner damit, dass Jaromin nicht >>> nur >>> ein bekannt national eingestellter Mann sei, sondern womoeglich >>> aeusserst innige Beziehungen zu rechten politischen Gruppen, von NDP >>> bis >>> ANR, habe. (...) Er machte aus seiner politischen Anschauung kaum >>> Hehl, >>> bruestete sich gern seiner Freundschaft mit dem Mussolini - Befreier >>> Otto Skorzeny (den er auch in Spanien besucht hatte) und ist >>> glaeubiger >>> Antikommunist." >>> >>> Wieder die ANR, was fuer ein neuerlicher "Zufall". Wie naiv oder >>> blind >>> muss eine Partei sein, wie bewusst Tatsachen verleugnend, wie >>> skrupellos, um all diese Fakten zu leugnen und zu erkennen, an wen >>> sie >>> da ein linkes Projekt verkauft hat? Aber es kommt noch schlimmer. >>> Anstatt sich mit den Fakten auseinanderzusetzen und die noetigen >>> Konsequenzen zu ziehen, wird nun gegen die gehetzt, die die >>> Zusammenhaenge der KPOe-Geschaeftspartner oeffentlich gemacht haben. >>> Da >>> macht sich dann etwa Pressesprecher Didi Zach in einer Aussendung >>> ernsthaft darueber Gedanken, wer sich denn ueberhaupt an den Herrn >>> Machowetz "erinnere" und Zugang zu solchen Daten wie >>> Unterstuetzungslisten habe. In diesem Sinne steht Zach dann ja >>> durchaus >>> in einer klassisch oesterreichischen Tradition von Verdraengung und >>> Schulduebertragung: Das Problem sind offenbar nicht die >>> rechtsextremen >>> Kreise, das Problem sind die, die sie aufdecken. >>> Aber Zach vergisst auch nicht eine zweite bedeutende Komponente der >>> oesterreichischen Mentalitaet zu bemuehen, das Spiel der >>> Verharmlosung: >>> Machowetz habe schliesslich "bei den Nazi-Krawallen keine >>> oeffentliche >>> Rolle gespielt" behauptet Zach da - unbelegt so nebenbei. Also nur >>> ein >>> halber Nazi? Oder doch 3/4? Oder gar nur 25 Prozent? Erschreckend >>> wie >>> hier bar jeglicher politischen Grundsaetze nur mehr blindwuetig >>> verteidigend argumentiert wird. >>> >>> Und zu den Fakten und woher sie stammen: Wir haben hier mehrmals >>> alle >>> Quellen offengelegt, alle hier publizierten Fakten sind leicht >>> ueberpruefbar und sollten sogar fuer die in Fragen des >>> Antifaschismus >>> und der damit verbundenen Recherche offensichtlich nicht sonderlich >>> bewanderte KPOe-Fuehrung nachvollziehbar sein. Was dazu aber wohl >>> fehlt, >>> ist allerdings ganz offensichtlich der notwendige Wille. >>> >>> All das bestaetigt nur eins: >>> Die KPOe ist tot - EKH bleibt! >>> >>> Rosa Antifa Wien (RAW) >>> Oktober 2004 >>> >>> >>> > > > --- http://www.tatblatt.net > mailto: TATblatt at blackbox.net ================================================== 08 Re(2): Anfrage - Aufforderung von: TATblatt at blackbox.at ================================================== du brauchst dich nicht blöd zu stellen. euch ist mittlerweile bewusst, dass der machowetz bei der anr war. das was du hier aufführst ist lächerlich und wird dir auch nichts nutzen. (im übrigen ist der text von der rosa antifa wien. du musst dich bei denen rühren, wenn du was willst.) die frage ist doch, welche konsequenzen du/ihr aus diesen tatsachen zieht. du kannst dir auch vorstellen, wie kooperativ ein hausbesitzer zu uns ist, der früher bei der anr war und jetzt rechtsextreme bei seiner security-firma beschäftigt. was habt ihr zu verbergen, das ihr die dokumente zum verkauf geheim haltet? didi zach writes on Fri, 29 Oct 2004 13:03:10 +0200 (METDST): >> dass DÖW ist groß und weit - und ich nehme mal an, dass nicht jede >> "private" Schlußfolgerung eines DÖW-Mitarbeiters ein offizielles >> DÖW-Statement ist. Daher eben die Frage, wer im DÖW sagt.... Sagt das >> >> DÖW als Institution auch was? Was sagt das DÖW? >> >> Ventil ist zwar gut und schön, aber auch wenn es sich dabei um >> gedrucktes Papier handelt - a priori ist diese "Ventil-Liste" nicht >> mehr >> und nicht wenger wert (so meine Meinung) als die >> Behauptungen/Zurückweisungen/Distanzierungen des Herrn Machowetz - das >> >> eine kann stimmen, das andere kann stimmen.... >> >> was die kopien des verkaufsvertrages etc. betrifft, so nehme ich an - >> >> bin aber kein jurist - dass dem verein für gegenkultur als mieter des >> >> hauses von der neuen hausverwaltung einsicht in die dokumente gewährt >> >> werden muss. >> >> didi zach >> >> >> TATblatt wrote: >> >> > >>> >einfach beim döw anrufen oder hinfahren und dort die unterlagen >>> > kopieren. so schwer kann das doch nicht sein! >>> >im übrigen sind im text alle quellen genannt. ich zitiere: ".... wie >>> > eine in Ventil (12/1977), Zeitschrift der SJ-Wien, veroeffentlichte >>> > Kaderliste des Landesverbands Wien der ANR verdeutlicht. Neben Machowetz >>> > finden sich hier spaetere Szene-Groessen wie der ehemalige Fuehrer der >>> > Volkstreuen Ausserparlamentarischen Opposition (VAPO), Gottfried Kuessel >>> > ..." >>> > >>> >im übrigen warten wir noch immer auf die kopien des verkaufsvertrages >>> > und anderer damit zusammenhängender dokumente! >>> > >>> > >>> > >>> >didi zach writes on >>> >Fri, 29 Oct 2004 11:44:50 +0200 (METDST): >>> > >>> > >>> > >> >>>> >>Danke für die prompte Antwort - nur.... >>>> >> >>>> >> >>>> >>bitte um Fax wo behauptet wird bzw. hervorgeht, dass ein Christian >>>> >>Machowetz Mitglied der ANR ist. >>>> >> >>>> >>Oder andersrum: wo im DÖW ist dies auffindbar? Welche Person im DÖW >>>> >>kann >>>> >>mir die Unterlagen zuschicken? Wer im DÖW bestätigt, dass Machowetz >>>> > > >>>> >>Aktivist einer rechtsextremen Gruppierung war bzw. ist? >>>> >> >>>> >>Ps.: Gegen eine Kopie des vielzitierten Profil-Artikels habe ich >>>> > > auch >>>> >> >>>> >>nichts einzuwenden. >>>> >> >>>> >>Dank im voraus >>>> >>didi zach >>>> >> >>>> >> >>>> >> >>>> >>TATblatt wrote: >>>> >> >>>> >> >>>> >> >>>> >> >>> >>>>> >>>bitte sehr. zur klärung aller fakten kann die kpö jedoch auch >>>>> >>>beisteuern: legt alle schriftstücke rund um den verkauf des ekh >>>>> > > > vor! >>>>> >>> >>>>> >>>##################################### >>>>> >>>Aktuelle Infos zur Situation rund ums EKH auf: >>>>> >>> >>>>> >>>http://www.ekhbleibt.info >>>>> >>>http://www.n3tw0rk.org >>>>> >>>##################################### >>>>> >>> >>>>> >>>Der Verkauf der Ernst-Kirchweger-Hauses fuehrte in den vergangenen >>>>> >>>Tagen >>>>> >>>zu vielen Spekulationen ueber die neuen BesitzerInnen des >>>>> >>>selbstverwalteten linken Zentrums. Verstaendlich - denn >>>>> > > > schliesslich >>>>> >>>hat >>>>> >>>die KPOe alleine schon durch die Tatsache des ploetzlichen >>>>> > > > Verkaufs >>>>> >>>eine >>>>> >>>Vielzahl von aktiven linken Projekten einem moeglichen Ende >>>>> >>>ausgesetzt! >>>>> >>>Von Seiten der KPOe kamen in den letzten Tagen mehrere >>>>> >>>Presseaussendungen, in den mittels wohlplatzierter Luegen der >>>>> >>>Verkauf >>>>> >>>gerechtfertigt und verteidigt werden sollte. Dabei wird >>>>> > > > mittlerweile >>>>> >>>auch nicht mehr davor zurueckgeschreckt - vollkommen unueberprueft >>>>> > > > - >>>>> >>>, >>>>> >>>die "Ehrenrettung" der Kaeufer zu uebernehmen. Obwohl seit Tagen >>>>> >>>zahlreiche gesicherte Fakten ueber den Hintergrund der >>>>> >>>KPOe-Geschaeftspartner zur Verfuegung stehen, verlegt sich die >>>>> > > > KPOe >>>>> >>>auf >>>>> >>>die "Kopf in den Sand"-Taktik. Wer nicht im "Handbuch des >>>>> >>>oesterreichischen Rechtsextremismus" vorkommt, koenne auch kein >>>>> > > > Nazi >>>>> >>>sein, so die verquere Logik der Verantwortlichen. Im folgenden >>>>> > > > eine >>>>> >>>Zusammenstellung der hundertprozentig gesichterten - und auch fuer >>>>> >>>die >>>>> >>>KPOe leicht nachvollziehbaren Fakten: >>>>> >>> >>>>> >>>Als Kaeufer des EKHs tritt eine Wielandgasse 2-4 >>>>> >>>Vermietungsges.m.b.H. >>>>> >>>auf, deren Geschaeftsfuehrer ein gewisser "Christian Machowetz" >>>>> > > > ist, >>>>> >>>der >>>>> >>>nicht nur gleichzeitig Chef der "Security Management Christian >>>>> >>>Machowetz >>>>> >>>GmbH" ist, sondern auch ein ehemaliges zahlendes Mitglied der >>>>> >>>neonazistischen Aktion Neue Rechte (ANR). So war er in den >>>>> >>>70iger-Jahren >>>>> >>>in einer Reihe mit den spaeteren Groessen der oesterreichischen >>>>> >>>Neonazi-Szene aktiv, wie eine in Ventil (12/1977), Zeitschrift der >>>>> >>>SJ-Wien, veroeffentlichte Kaderliste des Landesverbands Wien der >>>>> > > > ANR >>>>> >>>verdeutlicht. Neben Machowetz finden sich hier spaetere >>>>> >>>Szene-Groessen >>>>> >>>wie der ehemalige Fuehrer der Volkstreuen Ausserparlamentarischen >>>>> >>>Opposition (VAPO), Gottfried Kuessel - in den 90iger-Jahren wegen >>>>> >>>nationalsozialischer Wiederbetaetigung zu 10 Jahren Haft >>>>> > > > verurteilt >>>>> >>>- >>>>> >>>oder der mittlerweile verstorbene Chef der 2002 ausgehobenen >>>>> >>>Neonazi-Terrorzelle SS-Kampfgemeinschaft Prinz Eugen, Georg >>>>> > > > Gasser. >>>>> >>> >>>>> >>>Zwar behauptet der "Sicherheitsfirmen-Machowetz" nicht der gleiche >>>>> >>>wie >>>>> >>>der "ANR-Machowetz" zu sein - eine Behauptung, die die KPOe ihm >>>>> >>>bisher >>>>> >>>traurigerweise unhinterfragt abgenommen hat - der Nachweis, dass >>>>> >>>dies >>>>> >>>wohl kaum die Wahrheit ist, laesst sich aber ohne groessere >>>>> > > > Probleme >>>>> >>>- >>>>> >>>und ganz ohne staatspolizeiliche Akten und somit auch fuer die >>>>> > > > KPOe >>>>> >>>durchfuehrbar - erbringen: Machowetz unterschrieb im Jahre 1977 >>>>> > > > eine >>>>> >>>Unterstuetzungserklaerung fuer die ANR, bei der er als Wohnadresse >>>>> >>>ein >>>>> >>>Haus im 13. Bezirk angab. Eben dieses Haus gehoert heute >>>>> >>>ausgerechnet >>>>> >>>dem juengeren Bruder des Sicherheitsfirmenbetreibers Christian >>>>> >>>Machowetz. Ein weiterer "Zufall"? >>>>> >>> >>>>> >>>So wie der "Zufall" dass der Geschaeftsfuehrer der Security >>>>> >>>Management >>>>> >>>Christian Machowetz GmbH laut dem oeffentlich einsehbaren >>>>> > > > Firmenbuch >>>>> >>>ein >>>>> >>>gewisser Walter Jaromin ist, seines Zeichens ebenfalls eine seit >>>>> >>>Jahrzehnten bekannte Persoenlichkeit in rechtsextremen Kreisen. So >>>>> >>>sass >>>>> >>>Jaromin in den spaeten 70-iger Jahren mehrere Monate in >>>>> >>>Untersuchungshaft, da ihm vorgeworfen wurde, in eine Affaere >>>>> >>>verwickelt >>>>> >>>zu sein, bei der es um die Weitergabe von geheimen Daten aus dem >>>>> >>>Innenministerium ging. Das Nachrichtenmagazin profil schrieb damals >>>>> > > > >>>>> >>>ueber sein Umfeld das folgende: >>>>> >>> >>>>> >>>"Warum um Jaromins Hab und Gut (es geht um beschlagnahmte Daten, >>>>> >>>Anm.) >>>>> >>>so ein Griss ist, erklaeren seine Gegner damit, dass Jaromin nicht >>>>> >>>nur >>>>> >>>ein bekannt national eingestellter Mann sei, sondern womoeglich >>>>> >>>aeusserst innige Beziehungen zu rechten politischen Gruppen, von >>>>> > > > NDP >>>>> >>>bis >>>>> >>>ANR, habe. (...) Er machte aus seiner politischen Anschauung kaum >>>>> >>>Hehl, >>>>> >>>bruestete sich gern seiner Freundschaft mit dem Mussolini - >>>>> > > > Befreier >>>>> >>>Otto Skorzeny (den er auch in Spanien besucht hatte) und ist >>>>> >>>glaeubiger >>>>> >>>Antikommunist." >>>>> >>> >>>>> >>>Wieder die ANR, was fuer ein neuerlicher "Zufall". Wie naiv oder >>>>> >>>blind >>>>> >>>muss eine Partei sein, wie bewusst Tatsachen verleugnend, wie >>>>> >>>skrupellos, um all diese Fakten zu leugnen und zu erkennen, an wen >>>>> >>>sie >>>>> >>>da ein linkes Projekt verkauft hat? Aber es kommt noch schlimmer. >>>>> >>>Anstatt sich mit den Fakten auseinanderzusetzen und die noetigen >>>>> >>>Konsequenzen zu ziehen, wird nun gegen die gehetzt, die die >>>>> >>>Zusammenhaenge der KPOe-Geschaeftspartner oeffentlich gemacht >>>>> > > > haben. >>>>> >>>Da >>>>> >>>macht sich dann etwa Pressesprecher Didi Zach in einer Aussendung >>>>> >>>ernsthaft darueber Gedanken, wer sich denn ueberhaupt an den Herrn >>>>> >>>Machowetz "erinnere" und Zugang zu solchen Daten wie >>>>> >>>Unterstuetzungslisten habe. In diesem Sinne steht Zach dann ja >>>>> >>>durchaus >>>>> >>>in einer klassisch oesterreichischen Tradition von Verdraengung >>>>> > > > und >>>>> >>>Schulduebertragung: Das Problem sind offenbar nicht die >>>>> >>>rechtsextremen >>>>> >>>Kreise, das Problem sind die, die sie aufdecken. >>>>> >>> >>>>> >>>Aber Zach vergisst auch nicht eine zweite bedeutende Komponente >>>>> > > > der >>>>> >>>oesterreichischen Mentalitaet zu bemuehen, das Spiel der >>>>> >>>Verharmlosung: >>>>> >>>Machowetz habe schliesslich "bei den Nazi-Krawallen keine >>>>> >>>oeffentliche >>>>> >>>Rolle gespielt" behauptet Zach da - unbelegt so nebenbei. Also nur >>>>> >>>ein >>>>> >>>halber Nazi? Oder doch 3/4? Oder gar nur 25 Prozent? Erschreckend >>>>> >>>wie >>>>> >>>hier bar jeglicher politischen Grundsaetze nur mehr blindwuetig >>>>> >>>verteidigend argumentiert wird. >>>>> >>> >>>>> >>>Und zu den Fakten und woher sie stammen: Wir haben hier mehrmals >>>>> >>>alle >>>>> >>>Quellen offengelegt, alle hier publizierten Fakten sind leicht >>>>> >>>ueberpruefbar und sollten sogar fuer die in Fragen des >>>>> >>>Antifaschismus >>>>> >>>und der damit verbundenen Recherche offensichtlich nicht >>>>> > > > sonderlich >>>>> >>>bewanderte KPOe-Fuehrung nachvollziehbar sein. Was dazu aber wohl >>>>> >>>fehlt, >>>>> >>>ist allerdings ganz offensichtlich der notwendige Wille. >>>>> >>> >>>>> >>>All das bestaetigt nur eins: >>>>> >>>Die KPOe ist tot - EKH bleibt! >>>>> >>> >>>>> >>>Rosa Antifa Wien (RAW) >>>>> >>>Oktober 2004 >>>>> >>> >>>>> >>> >>>>> >>> >>>>> >>> >> >>> > >>> >--- >>> >http://www.tatblatt.net >>> >mailto: TATblatt at blackbox.net >>> > >>> > > >> ================================================== 09 KPÖ - EKH - .... von: zach at kpoe.at ================================================== /OTS0263 5 II 0259 NKP0002 Fr, 29.Okt 2004/ /Politik/Chronik/*KPÖ*/EKH/ *EKH: *KPÖ* fordert konstruktives Verhalten aller Beteiligten* Wien (OTS) - Zur Tatsache, dass die Hausverwaltung Petri & Co, die die neuen Eigentümer des Objekts Wielandg. 2-4 vertritt, die Prekariatsverträge im EKH per 31.12. kündigte, erklärt die *KPÖ*, dass dies nicht den im Zusammenhang mit dem Verkauf des Hauses gemachten Zusagen der neuen Eigentümer entspricht. Die *KPÖ* fordert die neuen Eigentümer auf, die gegebenen Zusagen - insbesondere hinsichtlich Übergangsfristen und Alternativen für die im Haus aktiven Gruppen - einzuhalten. Zur Vorgeschichte: Am 23. Oktober versuchte ein Beauftragter der Hausverwaltung, der diverse Wasserschäden wegen Abwicklung von Versicherungsformalitäten inspizieren wollte, das Haus Wielandg. 2-4 zu betreten - ihm wurde von BenützerInnen jedoch der Zutritt verwehrt. Die Hausverwaltung erklärte daraufhin, soweit der *KPÖ* bekannt, Sie werde in Reaktion auf diesen Vorfall die Prekariate zum ehebaldigsten Zeitpunkt auflösen. Laut *KPÖ*-Informationen wird der "Verein für Gegenkultur" am 4. November mit der Hausverwaltung zusammentreffen. Die *KPÖ* fordert die im Haus befindlichen Gruppen auf, in Verhandlungen mit der Hausverwaltung die Einhaltung der Zusagen einzufordern. Zu den gegen Christian Machowetz, Geschäftsführer der Wielandg. 2-4 GesmbH, vorgebrachten Vorwürfen, dieser sei "Kader" der verbotenen rechtsextremen Gruppierung ANR gewesen, erklärt *KPÖ*-Pressesprecher Zach: "Im Handpunkt des österreichischen Rechtsextremismus taucht seine Name nicht auf, was bei einem `KaderZ zu erwarten wäre. Herr Machowetz hat zudem jede Verbindung zu oder eine Mitgliedschaft in einer Neonazi-Gruppe bestritten. Er hat auch rechtliche Schritte gegen die Vorwürfe angekündigt. Die *KPÖ* wird weitere Stellungnahmen vom Verlauf der offenbar bevorstehenden rechtlichen Auseinandersetzungen bzw. dem Vorliegen neuer Informationen abhängig machen." Rückfragehinweis: *KPÖ* Tel.: 0676/69 69 002 mailto:bundesvorstand at kpoe.at www.kpoe.at *** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS *** OTS0263 2004-10-29/16:52 >><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN >><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 10 Aufruf: Schwarzer Tag der Menschenrechte von: christian.apl at kabsi.at ================================================== SCHWARZER TAG DER MENSCHENRECHTE Schwarze Websiten am Mittwoch, den 3. November Mit politischen Ermittlungen versucht Innenminister Strasser VerteidigerInnen von Menschenrechten aus dem Weg zu räumen. Er will jene eingeschüchtern und delegitimieren, die sich seiner menschenrechtswidrigen Politik in den Weg stellen. Die ganze Geschichte unter http://www.falter.at/index.php?ordner=print&file=F2004_44_1.php Als Zeichen des Protestes und aus Solidarität mit ALLEN bedrohten MenschenrechtsaktivistInnen rufen wir den 3. November zum "Schwarzen Tag der Menschenrechte" aus. Und so geht's: Der eigenen Website eine schwarze "Startseite" vorschalten, die den weißen Schriftzug "Schwarzer Tag der Menschenrechte" trägt. Nach Gusto noch einen eigenen Text beifügen oder unseren Textvorschlag verwenden. Plus Link auf die eigentliche Website. Anbei eine Muster für die "Schwarze Seite" plus ein Banner. WICHTIG: Bei Beteiligung bitte um Information. Wir wollen in einer Aussendung erwähnen, wer aller mitmacht. Gerne auch weiterverteilen! Liebe Grüsse, Philipp Sonderegger SOS MITMENSCH Philipp Sonderegger, Sprecher mobil +43(664) 450 59 60 email phs at sos-mitmensch.at telefon +43 (1) 524 99 00 - 11 fax +43 (1) 524 99 00 - 9 post sos mitmensch, pf 220, 1070 wien web sos-mitmensch.at spenden PSK blz:60000 kn:91000590 ================================================== 11 Buchpräsentation 5.11.2004: CITY VIEWS. Ein Fotoprojekt mit migrantischen Perspektiven von: contact at eipcp.net ================================================== EINLADUNG zur Buchpräsentation und Diskussion am 5.11.2004, 19.00 CITY VIEWS Ein Fotoprojekt mit migrantischen Perspektiven Martin Krenn Gemeinsam mit StadtbewohnerInnen aus migrantischen Kontexten in Wien, Graz, Warschau, Ljubljana, Brest, Helsingborg, London und Newcastle entwickelte der Künstler Martin Krenn prozesshaft die nun auch als Publikation vorliegende Foto-Text-Produktion. City Views entwirft eine städtische Kartographie des Blicks auf traumatische und konfliktbeladene Zonen in den Städten. Orte der Macht, aber auch der Selbstbehauptung und des Widerstands werden in den Blick genommen - oft die Perspektive der jeweiligen Mehrheitsgesellschaften subvertierend und verzerrend.Die Textbeiträge von Marina Grzinic, Stefan Nowotny, Gerald Raunig und Rubia Salgado gehen u.a. exemplarisch auf spezifische als emanzipatorisch wahrgenommene und besetzte Orte wie Metelkova in Ljubljana oder die Universal Embassy in Brüssel ein und setzen sich kritisch mit der Positionierung post-partizipativer Kunstpraxen und möglichen Kooperationen zwischen KünstlerInnen und MigrantInnen für die Herstellung "veränderter Realitäten" auseinander. Petja Dimitrova, Künstlerin Christian Kravagna, Kunsttheoretiker Martin Krenn, Künstler Moderation: Therese Kaufmann Depot Breite Gasse 3, 1070 Wien 5. November 2004 -- Krenn, Martin: City Views. Ein Fotoprojekt mit migrantischen Perspektiven / A photo project with migrant perspectives. republicart, Bd. 3 Wien: Turia + Kant, 2004 ISBN 3-85132-414-5 http://www.republicart.net/publications/cityviews_index.htm Eine Veranstaltung des eipcp im Rahmen von republicart. Vorankündigung: City Views - Buchpräsentation und Diskussion mit Rubia Salgado, Martin Krenn und Andrea Hummer am 10.12.2004, 19.00 Uhr MAIZ, Hofgasse 11, 4020 Linz --- eipcp - european institute for progressive cultural policies a-1060 vienna, gumpendorfer strasse 63b contact at eipcp.net www.eipcp.net www.republicart.net ================================================== 12 [kinoki-mikrokino] #119 - mo 1.11./EKH: Anlässlich der US-Präsidentschaftswahlen von: p at kinoki.at ================================================== hallo, anbei die einladung zu unserem naechsten abend im ernst kirchweger-haus in favoriten. die vorschau auf den 120. termin im aktionsradius augarten findet sich weiter unten, genauso wie unser kurzes statement zu unserem auszug aus dem 7*STERN nach dem EKH-verkauf durch die KPÖ. noch bis sonntag gibts im filmmuseum straub/huillet und john ford zu sehen. hier findet sich unser kurzer essay zur retrospektive: http://www.jungle-world.com/seiten/2004/44/4238.php mit herzlichem gruss, kinok p p.s.: merci fuer die zahlreichen ermutigenden mails! KINOKIS MIKROKINO Politische Filmabende, am 1. und 3. Montag des Monats. UKB 4 Euro kinoki. Verein für audio-visuelle Selbstbestimmung mikrokino at kinoki.at | http://www.kinoki.at Newsletter subskribieren bzw. abbestellen unter: http://www.kinoki.at/mailman/listinfo/kinoki-mikrokino Förderpreis Politische Kulturarbeit 2004 der IG Kultur Österreich. Einladung #119 Montag, 1. November 2004, 20 Uhr Ernst Kirchweger-Haus (EKH), 1100 Wien, Wielandgasse 2-4 (>14A, U1 Keplerplatz) KINOKIS MIKROKINO PRÄSENTIERT: ANLÄSSLICH DER US-PRÄSIDENTSCHAFTSWAHLEN Unprecedented: The 2000 Presidential Election Richard Ray Pérez & Joan Sekler, USA 2002, 50 Min., englische Originalfassung, Video Ein fesselnder Dokumentarfilm über die amerikanische Präsidentschaftswahl 2000 im Bundesstaat Florida. Die Regisseure Richard R. Perez und Joan Sekler untersuchen den umstrittensten politischen Wettstreit in der modernen Geschichte der USA und entwerfen ein beunruhigendes Bild von verdächtigen Unregelmäßigkeiten, Wahlunrecht und Manipulation von Wahllisten. Berkeley Film and Video Festival Grand Festival Award Documentary NY International Film Festival Grand Jury Prize for Best Documentary Anschließend zeigen wir weitere Videos zum Anlass. Link: http://www.unprecedented.org/ *** Vorschau: #120 Montag, 15. November 2004, 20 Uhr Aktionsradius Augarten, 1200, Gaußplatz 11 (Tel. & Fax: 332 26 94, > 31, 5A oder U4 Friedensbrücke) KINOKIS MIKROKINO PRÄSENTIERT IN KOOPERATION MIT DEM "AUGUSTIN": VON DER OBDACHLOSIGKEIT Der schwarze Film (Crni Film) Zelimir Zilnik, Jugoslawien 1971, jug. OF mit dt. Untertiteln "Eines Nachts liest Zelimir Zilnik zehn Obdachlose von den Straßen Novi Sads auf und bietet ihnen an, bei ihm zu wohnen. Während die Obdachlosen in seiner Wohnung sitzen, befragt Zilnik den Sozialdienst, Leute auf der Straße und die Polizei, was er mit den Obdachlosen tun soll. Er stößt auf allgemeine Rat- und Teilnahmslosigkeit. Die Anprangerung eines sozialen Missstands scheint im besten Sinne gelungen, doch dem Filmemacher kommen Selbstzweifel. Er fühlt sich als Voyeur des Asozialen mitschuldig am Elend der Obdachlosen. In einem kaum geschnittenen Interviewstil und mit Handkamera gedreht, zeigt "Der schwarze Film" die Armseligkeit eines abstrakten Humanismus." (TV Movie) Manolo recicla - El senor de los carros (Manolo Recycles - The Lord of The Trollies) Manolo Gonzalez Ramos, Spanien 2004, 60 Min., span. OF mit engl. Untertiteln, DVD Manolo ist ein besonderer Mann, er hat Humor, steckt voller Vitalität und Lebensfreude - und lebt auf der Straße. Er sammelt, was die Leute wegwerfen und ihm noch brauchbar erscheint. Er führt die Sachen im Einkaufswagerln durch die Stadt und verkauft sie. Ein harter Job. Manolo verrichtet ihn mit Leidenschaft und Akribie. Der Film enthüllt uns nach und nach Manolos Lebensgeschichte, wie und warum er auf der Straße lebt. Wir erfahren, dass Manolo eigentlich eine Wohnung hat, aber die ist unbenutzbar, weil sie bis zum Anschlag vollgestopft ist mit Flohmarktsachen. Wie so viele Männer auf der Straße ist Manolo Alkoholiker. Er erkrankt akut an Leberzirrhose und stirbt zuletzt einsam im Spital. Der Filmemacher Manuel Gonzalez Ramos begleitet ihn über drei Jahre bis zu seinem Tod, sein Film setzt ihm ein Denkmal. Dem 37jährigen Ramos, der in Großbritannien studiert hat und dann eigentlich Kunst- und Werbefilme gemacht hat, ist ein einfühlsames Portrait eines besonderen Menschen gelungen. Der Augustin als Gesamtkunstwerk Erich Rappolt, Marc Nana-Gyan Aekwonu, Sebastian de Vos; A 2004, 20 Min. Video-Porträt des "Augustin" und seiner zahlreichen Projekte. Abschlussarbeit eines sozialarbeiterischen Film-Workshops. Links: http://www.augustin.bus.at/ *** liebe freundInnen von kinoki, unser mikrokino findet nicht mehr im 7*STERN statt. die KPÖ, welche das 7*STERN betreibt, hat das ernst kirchweger-haus (EKH) in favoriten verkauft, wie dieser tage bekannt wurde. das EKH ist seit fast 15 jahren eines der lebendigsten politischen projekte in der stadt: linke kurdische gruppen, flüchtlinge, ein infoladen, eine volxbibliothek, werkstätten, proberäume und viele andere projekte leben in diesem haus neben- und miteinander, autonom und ohne subventionen. das volxtheater favoriten, die volxtheaterkarawane und auch unsere filmgruppe kinoki sind hier entstanden. wir haben bereits letztes jahr angekuendigt, dass wir unsere reihe nicht mehr im 7*STERN veranstalten wuerden, sollte die KPÖ das ernst kirchweger-haus verkaufen. das ist nun geschehen. die KPÖ argumentiert mit monetären sachzwängen nach dem verlorenen treuhand-prozess. wir halten den verkauf des EKH fuer eine sauerei und eine politische bankrotterklärung. was ist von einer partei zu halten, die um einer fiktiven revolutionären perspektive willen ein projekt zerstört, welches seit jahren antikapitalismus, antifaschismus und kreativen widerstand lebt und vervielfältigt? wir möchten uns bei den menschen im 7*STERN bedanken, die uns unterstützt und die filmreihe ermöglicht haben: bei el awadalla, barbara sabitzer, attila akkay, allen kollegInnen in der gastronomie und auch bei der KPÖ wien für die kostenlose zurverfügungstellung des 7*STERN-saales. seit ulli fuchs 1998 als damalige programm-leiterin kinoki ins 7*STERN holte, fanden 118 filmprogramme im rahmen der reihe statt. sie funktioniert weitestgehend ohne öffentliche subventionen und wird ermöglicht durch die unkostenbeiträge des publikums. das mikrokino wird im november und dezember an unterschiedlichen orten auftauchen. den 2-woechentlichen rhythmus behalten wir bei: zunächst laden wir ins EKH zum naechsten termin am montag den 1.11. ein, am montag den 15.11. sind wir im aktionsradius augarten zu gast. detaillierte angaben finden sich unten. mit herzlichem gruss, das team von kinokis mikrokino: ulli fuchs (kassa), peter grabher (programmierung und conferance) Link: http://www.med-user.net/ekh/ revolution will not be televised ************************************************* kinoki Gumpendorfer Str. 63B Buerogemeinschaft 1. Stock 1060 Wien Mobile: ++43 (0)650 5031574 Fax: ++43 (0)1 403 87 94-17 mikrokino at kinoki.at http://www.kinoki.at _______________________________________________ kinoki-mikrokino mailing list Un/Subscribe: http://www.kinoki.at/mailman/listinfo/kinoki-mikrokino ================================================== 13 Depot-Programm: 5. - 12. November von: depot-news at t0.or.at ================================================== Freitag, 5. November, 19.00 City Views Projektpräsentation und Diskussion Gemeinsam mit MigrantInnen hat Martin Krenn eine urbane Kartografie als Foto- und Textcollage erstellt, die im eben erschienenen Band “City Views" der Reihe republicart dokumentiert ist. Die prozessuale Recherche konfliktbeladener Zonen in Wien, Graz, Warszawa, Ljubljana, Brest, Helsingborg, London und Newcastle lenkt den Blick auf Orte der Macht, aber auch des Widerstands und der Selbstbehauptung, die wesentliche Perspektiven der Mehrheitsgesellschaft immer wieder subvertieren. Mit der Arbeit verbunden ist eine generelle Diskussion zur Politik dokumentarischer Fotografie, zu Strategien migrantischer Selbstrepräsentation und zu Möglichkeiten der Zusammenarbeit von KünstlerInnen und MigrantInnen bei der Konstruktion alternativer Perspektiven. Petja Dimitrova, Künstlerin Christian Kravagna, Kunsttheoretiker Martin Krenn, Künstler Moderation: Therese Kaufmann, eipcp Martin Krenn: City Views. Ein Fotoprojekt mit migrantischen Perspektiven. republicart, Bd. 3. Wien: Turia + Kant 2004 Mittwoch, 10. November, 19.00 Regina Möller Crossings Die Künstlerin Regina Möller, deren Arbeiten bis 14. November in der Secession zu sehen sind, arbeitet im Grenzbereich von Kunst, Mode und Comic. Sie greift typische Formate und Medien gegenwärtiger Kommunikation auf und reflektiert deren identitätsstiftende Funktionen. So adaptiert und persifliert sie zum Beispiel in der “Frauenzeitschrift" regina die charakteristische Sprache der Zeitschriften. Dabei unterminiert sie durch leichte Verschiebungen die sprachliche Konstruktion traditioneller Bilder von Frauen. Darüber hinaus entwirft Regina Möller unter dem Label embodiment Kleidung, Tapeten und Möbel, wobei sie die herkömmlichen Materialien mit ungewöhnlicher Bedeutung auflädt. Regina Möller, Künstlerin, Berlin Donnerstag, 11. November, 19.00 Das Echo verhallt Podiumsdiskussion Seit zehn Jahren arbeitet der Integrationsverein Echo für Jugendliche der 2. und 3. Generation. Schwerpunkt waren dabei soziokulturelle Projekte und die Herausgabe einer Zeitschrift mit gesellschaftspolitischem Schwerpunkt (www.echo.non.at). Seit einiger Zeit strukturiert die Stadt Wien ihre Jugendarbeit unter dem neuen Motto “Diversität" um. Im Zuge dessen sollte das eigenständige Zeitschriftenprojekt mit drei Mitarbeiterinnen dem Trägerverein ICE-Vienna angegliedert werden. Da jedoch die Verhandlungen mit der Gemeinde gescheitert sind, droht Echo nun das Aus. Was ist der Sinn einer Umstrukturierung, wenn dabei ein Vorzeigeprojekt wie Echo auf der Strecke bleibt? Oder ist die Arbeit von Echo tatsächlich nicht mehr zeitgemäß und bedarfsorientiert? Elke Bitter, Obfrau des Vereins Echo Josef Hollos, Landesjugendreferent, MA 13 Jasmina Marinkovic, Mitarbeiterin der Zeitschrift Echo Bernhard Perchinig, ÖAW, Co-Autor der Studie Migration, Integration, Diversitätspolitik Moderation: Hikmet Kayahan, Migrationsexperte Donnerstag, 11. November, 21.15 Die Macht der Gefühle Film und Theorie Im Gegensatz zu den sonst meist starken Frauen im Zentrum seiner Filme schickt Pedro Almodóvar in “Hable Con Ella" die Balletttänzerin Alicia und die Stierkämpferin Lydia ins Koma. Durch diesen unglücklichen Umstand lernen sich die Lebenspartner der beiden Frauen, der Einzelgänger Benigno und der Journalist Marco, kennen. “Hable Con Ella" erzählt die Liebesgeschichte von Paaren, die nicht zu ihrem Glück finden können. Der Film entwickelt eine Eigendynamik, in der sich Opfer- zu Täterrollen verkehren und Zärtlichkeit zur Besessenheit wird. Almodóvars ebenso kunstvoller wie rauer Umgang mit den Figuren und Geschlechterrollen hinterlässt Unbehagen. Offen bleibt auch, wieviel Raum dieses melodramatische Kunstwerk den BetrachterInnen für ein eigenes Urteil lässt. Philipp Penetzdorfer, Musiker und freier Journalist, Salzburg Hable con Ella / Sprich mit ihr (Spanien 2002, R: Pedro Almodóvar) wird um 19.00 im AudiMax der TU-Wien gezeigt. Die Reihe “Film und Theorie" wird von Kurt Hofmann kuratiert. Freitag, 12. November, 19.00 Gender Screaming Riot Grrrls, Subkulturen und Popmusik 1991 erschien Judith Butlers “Gender Trouble". Zeitgleich formierten sich in Washington, im Umfeld von Punk und Grunge, auch jene Frauen- und Mädchenbands, die mit ihren Bühnenshows geschlechtlich bestimmte Identitäten und konventionelle Konzepte von Weiblichkeit lautstark in Frage stellten. Bands wie Bikini Kill, Bratmobile, Tribe 8, Team Dresch oder Sleater-Kinney dekonstruierten den traditionell codierten Blick, ihr Schreien im Stage-Act war als “Eskalation der Stimme" (Sybille Krämer) dazu prädestiniert, Macht und Ohnmacht originär wahrzunehmen. Ramón Reichert, Kultur- und Medientheoretiker, Kunstuniversität Linz -- Depot Breitegasse 3 A - 1070 Wien +43 1 522 76 13 www.depot.or.at ================================================== 14 Vortrag Michaela Ralser IWK 3. 11. Wien von: silvia.stoller at UNIVIE.AC.AT ================================================== IWK INSTITUT FÜR WISSENSCHAFT UND KUNST Einladung zum Vortrag im Rahmen der Seminarreihe FEMINISTISCHE THEORIE UND GESCHLECHTERFORSCHUNG Die Vortragsreihe widmet sich aktuellen Themen aus dem Bereich der feministischen Theorie, der Frauenforschung und den Gender Studies. Auch in diesem Semester geht es um die Bestandsaufnahme der feministischen Theorie: Welche Themen stehen im Mittelpunkt der gegenwärtigen Auseinandersetzung? Welche Probleme werden diagnostiziert, und wie sehen deren Lösungsmöglichkeiten aus? Nicht zuletzt ist mehr denn je die Frage virulent, welchen Stellenwert die feministische Theorie im Vergleich zu anderen methodischen Ansätzen aus dem Bereich der Kultur-, Geistes- und Sozialwissenschaften heute hat. Die Referentinnen werden, ausgehend von ihrer eigenen Forschungsarbeit, diesen Fragestellungen nachgehen und ihre Analysen zur Diskussion stellen. MITTWOCH, 3.NOVEMBER 2004, 18.30 UHR: Univ. Ass. Dr. Michaela Ralser (Innsbruck): Wenn der Leib spricht ... Dass kollektive Krankheitsbilder mit den kulturellen und sozialen Verhältnissen einer Zeit, den Wissenssystemen und Ideologieformen verwoben sind, kann als Erkenntnis vorausgesetzt werden. Auf welche Weise sich dieser Zusammenhang realisiert und wie er erfahrungsseitig organisiert ist, steht als Frage noch offen. Die neuen wie die alten Leiden der Seele, die den weiblichen Körper als Austragungsort wählen, geben darüber Auskunft, was an sozialen und kulturellen Anforderungen in pathologischen Mengen in die Individuen eingezogen ist in Gestalt vielfach pathogenen KörperSprechens: in den Essstörungen ebenso wie im Borderline-Komplex, in den Angststörungen ebenso wie in den depressiven Erschöpfungen. Darin ist der weibliche Körper Teil des reflexiven Projekts der Subjektbildung unter postmodernen Bedingungen und reflektiert die Klage des Subjekts (die Klage am Subjektverlust) auf symptomatische Weise. Historisch spezifisch agiert der weibliche Leib an der Wende zum 21. Jahrhundert - wie schon einmal - an der Wende zum 20. Jahrhundert Allianzen und Differenzen zwischen der besprochenen und der sprechenden Frau. Wie der leibhaften Seite des konkreten Subjekts mehr Gewicht zukommen könnte - gesellschafts- und subjektseitig ebenso wie auf der Ebene wissenschaftlicher Praxis -, soll im Vortrag diskutiert werden. Ralser, Michaela: Assistentin am Institut für Erziehungswissenschaften in Innsbruck; Schwerpunkt: Geschlechter- und Sozialforschung, Interkulturelles Lernen und Rassismusforschung, Tätigkeit in der PatientInnenanwaltschaft, Arbeit in frauen-, migrations- und integrationspolitischen Zusammenhängen, derzeit Habilitationsstipendiatin des FWF. Konzept und Organisation: Dr. Silvia Stoller / Mag. Dr. Eva Waniek Alle Semestertermine auf einen Blick auf der IWK-Homepage: http://homehobel.phl.univie.ac.at/~iwk/0405ak.html#stoller Veranstaltungsort: INSTITUT FÜR WISSENSCHAFT UND KUNST 1090 Wien, Berggasse 17, Seminarraum 3 Telefon / Fax: (++43 1) 317 43 42 ================================================== 15 Que(e)r-Beisl im November von: raw at raw.at ================================================== Hallo liebe Leute! Tja wie schreibt sich ein locker-flockiges Vorwort in einem Monat wie diesem. Richtig: Gar nicht. Insofern kurz: Mittlerweile wissen wohl eh schon alle, dass die KPOe das EKH - und damit auch unseren Veranstaltungsort - ohne jegliche Verhandlungen mit den BetreiberInnen verkauft hat. Insofern wollen wir euch auch ganz besonders die erste Veranstaltung des Monats ans Herz legen, die sich genau diesem Thema und der weiteren Vorgehensweise widmet. Trotzdem: Viel Spass mit dem neuen Programm eure BeislmacherInnen +++ Gilt fuer alle Veranstaltungen: Ort: Que(e)r-Beisl im EKH. Wielandgasse 2-4, 1100 Wien (U1 Keplerplatz) Veranstaltungsbeginn: 20 Uhr, Beislbetrieb von 18:30-24:00 Uhr Der Eintritt ist immer kostenlos!!! +++ Mittwoch 03. November: EKH bleibt! Viele haben schon nicht mehr damit gerechnet, jetzt ist es Realitaet: Die Kommunistische Partei Oesterreichs hat ohne einen einzigen Versuch einer gemeinsamen Loesung mit den BenutzerInnen das Ernst-Kirchweger-Haus (EKH) an einen privaten Investor verkauft. Zahlreiche Initiativen und Projekte - darunter unter anderem auch das Que(e)r-Beisl selbst - werden durch diesen politischen Amoklauf der KPOe in ihrer Existenz bedroht. Info- und Diskussionsveranstaltung zur aktuellen Situation und zu Perspektiven des EKHs und der darin beheimateten Projekte. +++ Mittwoch 10. November: Und wir bewegen uns doch, soziale Bewegungen in Oesterreich In Wien hat sich mehr getan als ueblicherweise angenommen wird. Gesellschaft und Herrschaftsstrukturen aenderten sich, angestossen durch radikale und weniger radikale Bewegungen: Musik und Drogen, "1968", Feminismus, Schwulen- und Lesbenbewegung, die Besetzung der Wiener Arena, den Widerstand gegen das AKW Zwentendorf und das Wasserkraftwerk Hainburg, die Proteste gegen die Wahl Kurt Waldheims zum Bundespraesidenten, die Studierendenstreiks 1987 und 1996, die Bewegung gegen die OeVP-FPOe-Regierung ab dem Februar 2000. Dieses und vieles mehr wird in dem Buch "Und wir bewegen uns doch" von Robert Foltin behandelt, das vorgestellt wird. In der Diskussion soll es hauptsaechlich darum gehen, inwiefern radikale Bewegungen ueber den Kapitalismus hinausgehen koennen. +++ Mittwoch 17. November: "Durch Reinheit zur Einheit!" Zum Juden-, Intellektuellen- und Frauenhass der Burschenschaften Anlaesslich des "Konrad Lorenz Kommerses" am 20. November sollen einmal mehr die deutschnationalen Maennerbuende unter die Lupe genommen werden. An ihnen und der Literatur der Maennerbund-Ideologen wie z.B. Hans Blueher soll gezeigt werden, wie berechtigt Adornos und Horkheimers Annahme ist, dass die "Erklaerung" des Frauenhasses zugleich "die des Judenhasses" sei. Dass Burschenschafter auf einem Symposium vorm "Kommers" mit der "Frankfurter Schule" als die "9. Todsuende" abrechnen wollen, ueberrascht da nicht: Ihr Hass richtet sich auch gegen die alles "zersetzende" Kritische Theorie, nicht nur weil ihre Vertreter mehrheitlich juedisch und links waren, sondern auch und vor allem weil sie bei aller negativen Dialektik dem Programm der Aufklaerung verpflichtet bleibt. Es ist die kritische Vernunft, die wie "das Weib" und "der Jude" die voelkisch-maennliche Einheit mit Zersetzung bedroht. Vortrag und Diskussion ueber akademische Maennerbuende als Hort des Antisemitismus, Frauenhasses und der deutschen Gegen-Aufklaerung. +++ Mittwoch 24. November: Weg mit der Ehe! Oder Ehe als Weg? Waehrend beispielsweise die HOSI Wien so rasch wie moeglich die Einfuehrung der Eingetragenen PartnerInnenschaft nach skandinavischem Vorbild fordert, da es keinen einzigen Grund gibt, warum man Lesben und Schwulen laenger die voellige Gleichberechtigung verwehren soll (http://www.hosiwien.at) lehnt die Lesbenberatung in der Rosa Lila Villa die Lesbenehe, die Homoehe, die Schwulenehe, den Zivilpakt (ZIP) und auch den Ehebund fuer Heterosexuelle prinzipiell ab. Sie findet, dass gleiche Rechte und Pflichten (Mietrecht, Aufenthaltsrecht, Versicherungsrecht, Erbrecht, Steuerrecht, u.s.w...) allen Menschen zustehen sollten, egal welche Form der PartnerInnenschaft sie gerade leben (http://www.villa.at). Was ist Gleichberechtigung, was heisst gleiche Rechte und was hat das Modell Ehe damit zu tun? Ist es moeglich Lebensmodelle und die damit verbundenen Rechte und Pflichten unabhaengig von nur Zweierbeziehungen zu entwerfen und zu leben? Vortrag und Diskussion von und mit Aktivistinnen der Lesbenberatung. -- ############ RAW ############# Rosa Antifa Wien c/o Rosa Lila Tip Linke Wienzeile 102 A-1060 Wien AUSTRIA ------------------------- E-Mail: raw at raw.at Web: http://www.raw.at Board: http://www.n3tw0rk.org ------------------------- PGP-Key available here: http://www.raw.at/sub/kontakt/raw.asc ############ RAW ############# ================================================== 16 PRESSEINFO "HaShem - der Name" | Uraufführung 4.11 | Licht, Tanz & Klang von: info at hashem.at ================================================== Sehr geehrte Damen und Herren! Anbei schicke ich Ihnen als Anhang die Presseinformation zur Multimedia-Produktion "HaShem - der Name". "HaShem - der Name" ist ein sinnliches Erlebnis aus Licht, Tanz und Klang. Die Multimedia-Produktion des Wiener Medienkünstlers Thomas Hirt beschäftigt sich mit hebräischen Schriftzeichen und Transzendenz. Die Uraufführung findet in Wien im KosmosTheater am 4. November 2004 statt (Uraufführung bereits ausverkauft). Das Projekt wird von der israelitischen Kultusgemeinde unterstützt. Weitere Informationen und Pressefotos finden Sie auf www.hashem.at/presse. Pressekarten können bei Thomas Hirt unter info at hashem.at angefordert werden. Für Journalisten besteht auch die Möglichkeit, die Generalprobe am 4.11.04 um 16:00 Uhr nach Voranmeldung unter info at hashem.at zu besuchen. Termine Uraufführung: Do., 4. November 2004, 20:30 Uhr (ausverkauft) Weitere Vorstellungen: Fr., 5. November 2004, 20:30 Uhr und Sa., 6. November 2004, 20:30 Uhr Aufführungsort KosmosTheater (www.kosmostheater.at) Siebensterngasse 42 1070 Wien Tel: 01-523 12 26 Für Rückfragen stehe ich Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung. Mit freundlichen Grüßen Thomas Hirt ____________________________________ Mag. art. Thomas Hirt Kremsergasse 17/6 A-1130 Wien Tel.: 0650 - 999 8776 Email: info at hashem.at | Web: www.hashem.at ================================================== 17 bitte um terminankündigung f. 2.11. danke! von: m.wolfsberger at gmx.at ================================================== Dienstag 02.11.2004 13:00-14:00 Uhr Radiosendung "Das andere Gesicht Amazoniens - Die Bewegung der indigenen Bevölkerung und die Verletzung der Menschenrechte im Amazonastiefland Ecuadors." Zu Gast im Studio: Rayu Fredy Alvarado Grefa Eine Sendung auf Orange 94.0 im Rahmen des Projektes "Globale Dialoge" Es besteht die Möglichkeit, zwischen 13.00 und 14.00 Uhr im Studio anzurufen und live Fragen an den Studiogast zu stellen: Tel. 01-3190999-3 Hintergrundinfo: Seit die Firma Standard Oil die erste Konzession zum Explorieren von Erdoel auf einer Flaeche von 25.000 km2 gekauft hat und die Verfuegung ueber dieses Gebiet eine Dauer von 50 Jahren weilte, wird mit Nachdruck darauf hingearbeitet, Ecuador die gesamten Rohoelbestaende zu entziehen. Der bis heute entstandene Schaden ist schier unmessbar. 2,5 Millionen ha Wald, das entspricht etwa mehr als einem Viertel der Flaeche Oesterreichs, sind der Erdoelfoerderung und den Folgen der Erschließung schon zum Opfer gefallen. Die durchschnittliche Lebenserwartung liegt in den förderstättennahen Gebieten bei 35 Jahren. Die haeufig auftretenden Unfälle führen durch das unkontrollierte Auslaufen von giftigem Erdoel zur Kontamination des Bodens und der Flüsse. Frauen die mit dem Wasser arbeiten, Kinder die am Boden spielen und Maenner, die ohne jegliche Sicherheitsmaßnahmen und Schutzkleidung verschmutzte Becken reinigen. Dieser traurigen Realitaet versuchen sich Organisationen wie RECOKA - CORCKA zu stellen, und auf friedlichem Wege der Entwicklung entgegenzuwirken. Aufklaerungsarbeit in den Doerfern, Protestmaersche und -schreiben, sowie die Einbeziehung nationaler und internationaler Organisationen die Menschen- und Umweltrechte verteidigen, ermoeglichten bis heute einen Teil der gesamten Bevoelkerung auf diese Probleme aufmerksam zu machen. Mehr über die Aktivitaeten von RECOKA - CORCKA auf der Homepage: http://www.recoka.org ================================================== 18 Antisemitismustagung in Berlin von: cafe.critique at gmx.net ================================================== Antisemitismus in der deutschen Linken 26. - 28. November 2004 Tagung der Hans-Böckler-Stiftung IG Metall Bildungsstätte Berlin Programm und Anmeldungen unter: http://www.boeckler.de/cps/rde/xchg/SID-3D0AB75D-8932BAF9/hbs/hs.xsl/33_31027.html _______________________ 9. November 2004, 17 Uhr “Kein Vergessen! Gegen Antisemitismus und Faschismus! Gegen den antizionistischen Konsens! Solidarität mit Israel!" Gedenkkundgebung zum Novemberpogrom in der Zirkusgasse/Ecke Schmelzgasse, 1020 Wien 12./13. November 2004 Feindaufklärung und Reeducation Symposium über die Notwendigkeit Kritischer Theorie heute Technische Universität, Hauptgebäude, Schütte-Lihotzky-Hörsaal (HS 7),Hof 2, Stiege 7, Erdgeschoß, Karlsplatz 13, 1040 Wien 23. November 2004, 19.30 Uhr Empire und Multitude, Vortrag von Fabian Kettner (Rote Ruhr Uni Bochum) zu Antoni Negri und Michael Hardt, Café 7Stern, Siebensterngasse 31, 1070 Wien 14. Dezember 2004, 18.30 Uhr Antisemitischer Terror sponsored by EU, Vortrag von Ilka Schröder (Ex MdEP), Gemeindezentrum der IKG, Seitenstettengasse 4, 1010 Wien (bitte Ausweis mitnehmen und Zeit für Sicherheitskontrollen einplanen) www.cafecritique.priv.at >><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND KOMMENTARE >><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 19 Schon wieder Eichenseder ! von: office at asyl-in-not.org ================================================== Schon wieder Eichenseder ! Neuer rechtswidriger Aktenvermerk gefunden: Folteropfer deportiert ! Strafanzeige gegen Traiskirchen-Chef ausgeweitet. Strassers Leiter der berüchtigten “Erstaufnahmestelle Ost" in Traiskirchen, Dr. Herwig Eichenseder, kann es offenbar nicht lassen. Der Unabhängige Bundesasylsenat (UBAS) hat schon wieder einen Aktenvermerk gefunden, demzufolge Eichenseder - in voller Kenntnis einer ärztlichen Mitteilung über Folternarben - einen von Putins Schergen gequälten Tschetschenen abschieben ließ. Asyl in Not hat, wie erinnerlich, schon vor einigen Wochen gegen Eichenseder eine Strafanzeige erstattet: Wegen Amtsmissbrauchs, weil er die rechtswidrige Weisung erteilte, einen gefolterten, traumatisierten Tschetschenen auszuweisen. Und wegen Verleumdung, weil er dann auch noch öffentlich behauptete, den Aktenvermerk “laut Dr. Eichenseder Dublinverfahren fortsetzen" hätte wohl ich selber in den Akt geschrieben. Die Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt ermittelt gegen Eichenseder bereits. Und jetzt - dieser neue Skandal. Unseren Mandanten Turko O. hatten Putins Hilfswillige, nebst Schlägen auf den Rücken, mit einer Zange am Finger gefoltert; die Narben bestätigte die Traiskirchner Amtsärztin in ihrem im Akt befindlichen Bericht. Turko wurde trotz meiner Berufung (der damals noch keine aufschiebende Wirkung zukam) mit seiner Familie in die Slowakei deportiert. Der UBAS gab nun der Berufung statt. Und was lesen wir im Bescheid? “Mit Aktenvermerk vom 15.7.2004 hielt das Bundesasylamt folgendes fest: ’Nach Rücksprache mit dem Leiter der EAST OST liegt aufgrund der vorliegenden ärztl. Mitteilung keine medizinisch belegbare Tatsache vor, welche die Annahme rechtfertigen würde, daß der Asylwerber Opfer von Folter sein könnte.'" Der Leiter der EAST Ost, Dr. Herwig Eichenseder, hat also entschieden, daß es keine Folter ist, wenn man jemandem den Finger mit der Zange zwickt. Herr Eichenseder hat das wohl noch nicht am eigenen Leibe erlebt. Wir wünschen es ihm auch nicht. Aus dem UBAS-Bescheid: “Vielmehr drängt sich auf Grund der durch die ärztliche Mitteilung medizinisch bereits belegten Tatsache der Verletzung des Berufungswerbers (...) geradezu die Annahme auf, er könnte ein Folteropfer sein." Wir werden Turko und seine Familie aus der Slowakei nach Österreich zurückholen, so wie andere rechtswidrig Abgeschobene auch. Das Innenministerium wird gut daran tun, uns einen großen Bus zur Verfügung zu stellen. So viele sind das schon. Diese Aktenvermerke, die da immer wieder hervorkommen, lassen die Annahme zu, daß Eichenseder & Co zielbewusst und planmäßig handelten. Strassers Handlanger in Traiskirchen wussten ganz genau, was sie taten. Daß die Abschiebung von Folteropfern rechtswidrig ist. Sie taten es als Erfüllungsgehilfen der Strasser'schen Abschreckungsstrategie: Österreich soll nicht “attraktiv" sein für Flüchtlinge. Strasser gibt die Linie vor; seine Hilfswilligen folgen. Unser Rechtsanwalt Dr. Wolfgang Rainer wird nun eine neue Strafanzeige gegen Eichenseder und mögliche Mittäter formulieren. Aber vergessen wir nicht: Der Fisch stinkt vom Kopf. Es ist Strasser, der die Verantwortung trägt. Es ist Strasser, der Anwälte bespitzeln und Flüchtlinge abschieben lässt. Immer mehr Skandale dieser Art kommen hervor. Strasser geht es nicht mehr gut. Vielleicht sind seine (politischen) Tage gezählt... Michael Genner, Asyl in Not 1090 Wien, Währingerstraße 59 Tel. 408 42 10-15, 0676 - 63 64 371 Vorgeschichte: http://asyl-in-not.org, Archiv: 1.10.2004: Amtsmissbrauch und Verleumdung Spendenkonto: Asyl in Not Bank Austria, Bankleitzahl 20151 Kontonummer 698 035 557 Achtung, Vorankündigung: Kunst Asyl Kunst erwerben, Kunst erleben, Künstler kennenlernen Kuratierte Benefizauktion zu Gunsten von Asyl in Not 8. Dezember 2004, ab 17 Uhr MAK (Museum für angewandte Kunst) 1010 Wien, Stubenring 5 Der Erlös dient zur Gänze der weiteren Arbeit von Asyl in Not ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ Die Zusendungen können Sie bei Bedarf unter http://asyl-in-not.org/abo/ abbestellen. Asyl in Not, Währingerstraße 59, A-1090 Wien Telefon +43/1/408 42 10, Fax +43/1/405 28 88 mailto:office at asyl-in-not.org http://asyl-in-not.org ================================================== 20 Wichtige Anträge bei der 5. Wiener Integrationskonferenz von: dieinitiative at gmx.at ================================================== Liebe Freundinnen und Freunde, hier drei Anträge an die 5. Wiener Integrationskonferenz mit einer aktuellen gesellschaftspolitischen Dimension von Wichtigkeit zur allgemeinen Information. Alle drei wurden erfreulicherweise von den Delegierten fast einstimmig angenommen. Weitere Informationen unter www.integrationskonferenz.at. Für die IMÖ: Tarafa Baghajati ******************************** Antrag 01, Eingebracht durch SOS Mitmensch Illegale Verweigerung der Grundversorgung Einstellung des rechtswidrigen Vollzuges der 15a Vereinbarung zur Grundversorgung für hilfs- und schutzbedürftige Fremde durch die Stadt Wien. Nach Auskunft von Flüchtlingseinrichtungen wurde die Grundversorgung für hilfs- und schutzbedürftige Fremde ohne gemeldeten Wohnsitz durch die Stadt Wien eingestellt. Der Verein Ute Bock - Wohn- und Integrationsprojekt berichtet allein von rund 600 betroffenen Personen. In ganz Wien schätzen die Betreuungseinrichtungen die Zahl der Anspruchsberechtigten ohne festen Wohnsitz auf ca 1.500. Dies ist inhuman, rechtswidrig und sozialpolitisch unvernünftig. Wir stellen daher folgenden Antrag: Die Integrationskonferenz möge die amtsführende Stadträtin für Integration, Frauenfragen, KonsumentInnenschutz & Personal Magª Sonja Wehsely ersuchen, die rechtswidrige Verweigerung der Grundversorgung für hilfs- und schutzbedürftige Fremde ohne festen Wohnsitz abzustellen. Die amtsführende Stadträtin Magª Sonja Wehsely möge zu diesem Zwecke zunächst auf ihre zuständige Amtskollegin, die amtsführende Stadträtin für Gesundheit und Soziales Magª Renate Brauner einwirken, dass diese den rechtswidrigen Vollzug auf dem Wege einer Weisung bis Freitag, den 12. November einstellt. Im Falle einer Zurückweisung des Begehrens durch die amtsführende Stadträtin Magª Renate Brauner möge die amtsführende Stadträtin Magª Sonja Wehsely den Landeshauptmann Dr. Michael Häupl im Rahmen seiner übergeordneten Kompetenz als Wiener Bürgermeister mit der Angelegenheit betrauen. Die amtsführende Stadträtin Magª Sonja Wehsely möge den Mitgliedern der Integrationskonferenz im Rahmen einer email-Aussendung Anfang Dezember 2004 über die Ergebnisse dieser dringenden Intervention berichten, damit die Mitglieder der Integrationskonferenz die illegale Verweigerung der Grundversorgung in vorweihnachtlichen Aktionen gegebenenfalls weiter thematisieren können. Die amtsführende Stadträtin Magª Sonja Wehsely möge der nächstfolgenden Integrationskonferenz Bericht über den Verlauf der Obliegenheit erstatten. Begründung: Viele Asyl Suchende sind aufgrund des herrschenden Quartiermangels auf die Unterkunft von Landsleuten angewiesen. Allein schon diese Fehlleistung der Republik zwingt die Flüchtlinge in prekäre Lebensverhältnisse durch ständig wechselnde Unterkünfte und Passagen-Obdachlosigkeit. Die Stadt Wien leistet bei der Betreuung dieser Zielgruppe mehr als die 15a-Grundversorgungs-Vereinbarung vorsieht. Dies ist nicht selbstverständlich und zeigt den Willen der politisch Verantwortlichen, den Kompetenzstreit der Gebietskörperschaften nicht auf dem Rücken der Betroffenen auszutragen. Weiters ist in diesem Zusammenhang auf die wiederholt getätigte Aussage von Landeshauptmann Dr. Michael Häupl hinzuweisen, dass allen hilfs- und schutzbedürftigen Fremden Grundversorgung zu gewähren sei. Diese an sich selbstverständliche Haltung muss angesichts des Verhaltens anderer Landeshauptleute lobend hervorgehoben werden. Vermutlich auf Druck des Bundes wurde die Grundversorgung hilfs- und schutzbedürftiger Fremder ohne Wohnsitz per Weisung eingestellt. Begründet wird dies mit der angeblichen Gefahr eingeschränkten Zugriffs durch die Behörden auf obdachlos gemeldete Personen. Dieses Argument trifft nicht zu, da die so genannte Obdachlosen-Meldung im Jahre 2002 gerade zur Gewährleistung behördlicher Erreichbarkeit von Personen ohne festen Wohnsitz eingerichtet wurde. Vormals waren diese Personen wegen ständig wechselndem Wohnsitz für die Behörden nur eingeschränkt erreichbar. Zudem liegt die Art der Meldung nicht im Ermessen der betroffenen Personen, da die Unterschrift am Meldezettel vom vorübergehenden VermieterInnen zu erfolgen hätte, was die betroffenen Personen aber nicht erzwingen können. Eine Unterbringung der betroffenen Personen - es handelt sich nach Informationen der AntragsstellerInnen um mindestens 1500 Menschen - in organisierten Unterkünften ist nach Auskunft des Fonds Soziales Wien derzeit nicht möglich. Zudem liegt die Art der Meldung nicht im Ermessen der betroffenen Personen, da eine Unterbringung all dieser Personen - es handelt sich nach Informationen der AntragsstellerInnen um mindestens 1500 Menschen - in organisierten Unterkünften nach Auskunft des Fonds Soziales Wien nicht möglich ist. Somit wäre die Vorgangsweise der Stadt Wien schon aus humanitären und sachpolitischen Gründen abzulehnen. Sie zwingt hunderte Menschen in eine Notlage, in der keine legalen Überlebens-Strategien zur Verfügung stehen. Jedenfalls ist der besprochene Vollzug der Vereinbarung durch die Stadt Wien rechtswidrig. Die 15a-Vereinbarung sieht Grundversorgung für alle hilfs- und schutzbedürftigen Fremden im Bundesgebiet vor. Ein Ausschlussgrund "Mangel an festem Wohnsitz" ist gesetzlich nicht gedeckt . ***************************** Antrag 02, Eingebracht durch Kulturverein Kanafani Unfaire Behandlung der ausländischen Studierenden Die Integrationskonferenz verurteilt die unfaire Behandlung der ausländischen Studierenden in Österreich. 1) Sie spricht sich gegen doppelte Studiengebühren für Studierende ohne österreichische Staatsbürgerschaft aus. 2) Sie tritt für eine volle arbeitsrechtliche Gleichstellung der ausländischen Studierenden mit ihren österreichischen KommilitonInnen ein. 3) Sie fordert die Vereinheitlichung der gesetzlichen Bestimmungen gegenüber ausländischen und inländischen Studierenden. 4) Desweiteren fordert die Integrationskonferenz dazu auf das Universitätsgesetz derart zu novellieren, dass ausländische Studierende ebenfalls ein passives Wahlrecht eingeräumt wird. Die Integrationskonferenz fordert die Stadt Wien, insbesondere die MA 17, dazu auf, sich öffentlich für die berechtigten Anliegen der ausländischen Studierenden stark zu machen. Wir fordern die Stadt Wien dazu auf, auf die Universitäten in Wien derart einzuwirken, dass sie nach Möglichkeit auf die Erhebung von doppelten Studiengebühren verzichten, so wie es die Technische Universität in Wien bereits praktiziert. Auch einfache Studiengebühren sind eine zu hohe Belastung, solange keine arbeitsrechtliche Gleichstellung erfolgt ist. Die Integrationskonferenz fordert BM Bartenstein sowie die Stadt Wien auf, für eine arbeitsrechtliche Gleichstellung von in- und ausländischen Studierenden zu sorgen und entsprechende Gesetzesänderungen zu erarbeiten. Die Integrationskonferenz fordert Frau Bundesministerin Gehrer auf, die Verantwortung für die horrende Situation an den österreichischen Universitäten zu übernehmen, anstatt sie auf die Universitäten abzuwälzen. Frau BM Gehrer wird aufgefordert alle juristischen und politischen Schritte hinsichtlich einer Gleichstellung der StudentInnenschaft mit migrantischem Hintergrund in die Wege zu leiten anstatt die ohnehin geringe Internationalität der Universitäten weiterhin zu bekämpfen. Der Vorstand der "Wiener Integrationskonferenz - Vernetzungsbüro" wird beauftragt, die im Antrag formulierten Forderungen entsprechend mit Bundesministerin Gehrer, Bundesminster Bartenstein und Rektor Winkler zu kommunizieren und der Integrationskonferenz Bericht zu erstatten. Die amtsführende Stadträtin Magª Sonja Wehsely wird ersucht, sich für die oben genannten Anliegen bei den österreichischen Universitäten und bei den zuständigen Ministerien stark zu machen und darüber Bericht zu erstatten. Die amtsführende Stadträtin Magª Wehsely möge dafür Sorge tragen, dass die Möglichkeiten für eine arbeitsrechtliche Gleichstellung der ausländischen Studierenden in Wien ausgelotet werden und der Integrationskonferenz über die erzielten Ergebnisse Bericht erstatten. Alleine eine Veränderung in Wien wäre bereits beispielhaft für ganz Österreich. Begründung An den österreichischen Universitäten, allen voran die größte Universität in Wien, herrschen chaotische Zustände. Die Hochschulen sind herabgewirtschaftet, die Budgets werden immer kleiner, es mangelt an zahlreichen Instituten an Personal und Infrastruktur, die Veranstaltungen sind überlaufen, das Bildungsniveau ist gering, ernsthafte Forschungstätigkeit ist nicht möglich, die studentische Mitbestimmung ist bereits extrem mangelhaft und wird nichtsdestotrotz immer weiter ausgehöhlt, die AkademikerInnenquote im europäischen Vergleich gering und weiter im SinkenŠ Nun hat das Bildungsministerium auch noch der Internationalität der Universitäten in Österreich den Kampf angesagt. Ausländische Studierende, im internationalen Vergleich ist ihr Anteil in Österreich ohnehin sehr klein, sind offenbar unerwünscht. Dabei haben zahlreiche Studien ergeben, dass eine höhere Internationalität der StudentInnenschaft einen positiven Einfluss auf Forschungs- und Ausbildungsniveau ausübt: Je höher die Internationalität der Universität desto besser schneidet diese im Vergleich mit anderen Universitäten weltweit ab. Erstmals müssen heuer tausende Studierende ohne EU - Staatsbürgerschaft Studiengebühren bezahlen, der Großteil von ihnen gleich doppelt soviel wie österreichische StudentInnen und StudentInnen aus EU-Ländern. Zur gleichen Zeit ist es ihnen nicht möglich in Österreich legal zu arbeiten. Dieses Missverhältnis bedeutet für hunderte StudentInnen das vorzeitige Ende ihres Studiums. Zumeist haben sie die Studienplätze in ihren Heimatländern verloren, sodass sie auch dort das Studium letztendlich nicht fortsetzen können. Besonders betroffen sind von den Neuregelungen Studierende aus der Türkei, aus Albanien, aus Weißrussland, aus Bosnien-Herzegowina, aus Bulgarien, aus Kroatien, aus Serbien und Montenegro. Es handelt sich um Studiengebühren von 741, 58 Euro pro Semester, also ca. 1500,- ¤ im Studienjahr. Es sind etwa rund 7500 StudentInnen von dieser neuen Regelung betroffen, die überwiegend aus ärmeren Familienverhältnissen stammen. Das Bildungsministerium entlässt die Universitäten in die "Autonomie" und sich selbst aus der Verantwortung. So bestimmen die Universitäten nun "autonom" über die Einhebung von Studiengebühren bei ausländischen Studierenden. Das Bildungsministerium hat eine "Kann-Bestimmung" erlassen, in der aufgelistet wird, welche Studierenden aus welchem Land wie behandelt werden sollten, ob sie doppelte Studiengebühren oder einfache oder gar keine zu zahlen haben. Jede Universität handhabt diese Empfehlungen anders. Die Folge ist Verwirrung, Chaos und eine fortschreitende Entsolidarisierung unter den Studierenden. Die Zersplitterung der Studierenden wird bewusst betrieben. Sie werden unterteilt in in- und ausländisch. Die ausländischen Studierenden werden danach nochmal aufgesplittet nach Herkunftsland. Und dann wird jede StudentInnengruppe aus dem jeweiligen Land nochmal aufgeplittert je nach Universität. Das heisst, eine türkische Studentin an der TU-Wien wird komplett anders behandelt als eine türkische Studentin an der Universität Wien. Die türkische Studentin an der Universität Wien wird wiederum anders behandelt als ein eine Studentin aus BulgarienŠ Die Universitäten entscheiden von Semester zu Semester neu über die Einhebung von Gebühren. Die Universität Wien zum Beispiel will sich erst Mitte Dezember über eine Refundierung für das laufende Semester entscheiden. Die Folge ist eine nicht unerhebliche Rechtsunsicherheit. Alle ausländischen Studierenden in Österreich zahlen ihren Beitrag ein und sind Mitglied in der Österreichischen HochschülerInnenschaft. Alle politischen Fraktionen der Österreichischen HochschülerInnenschaft, mit Ausnahme des Rings Freiheitlicher Studenten, haben sich dafür ausgesprochen den ausländischen Studierenden auch das passive Wahlrecht zuzugestehen. Das Ministerium hat allerdings dieses Anliegen aller österreichischen Studierenden und ihrer Vertretung ignoriert. Die ausländische Studierenden können selbst am Besten ihre Interessen wahrnehmen und es gibt keinen Grund sie daran zu hindern. Auch hier ist eine Änderung dringend notwendig, um eine volle Partizipation zu erreichen. ******************************* Antrag 10, Eingebracht durch Asiatische Gemeinschaft in Wien, FEYKOM, Gesellschaft für Zusammenkunft der Kulturen, Jedinstvo, Schwarze Frauen Community, ViennaMix, ZARA Der neue Vorstand der Wiener Integrationskonferenz möge beauftragt werden, umgehend zu den jüngsten Angriffen von Innenminister Strasser auf MenschenrechtsverteidigerInnen öffentlich Stellung zu beziehen. Begründung Diese Angriffe richten sich in Wirklichkeit gegen jeden einzelnen von uns und gegen die Zivilgesellschaft im allgemeinen. ******************************** Initiative muslimischer ÖsterreicherInnen e-mail:dieinitiative at gmx.at für Rückfragen und Korrespondenz kontaktieren sie bitte: Omar Al Rawi +43-664-3831942 al-rawi at gmx.at Amina & Tarafa Baghajati +43-1-2595449 baghajati at aon.at Mouddar Khouja +43-1-9685096 mouddar at gmx.net Andrea Saleh +43-1-7965652 salehand at gmx.at ================================================== 21 EU-Verfassung/Buttiglione/Stellungnahme/KPÖ von: kpoe_stmk at hotmail.com ================================================== KPÖ Steiermark Lagergasse 98a 8020 Graz Tel. 03 16 / 71 24 36 Fax 03 16 / 71 62 91 email: kp.stmk at kpoe-graz.at Freitag, 29. Oktober 2004 Presseinformation der KPÖ Steiermark KPÖ wünscht der EU-Verfassung ein Buttiglione-Schicksal - Forderung nach Volksabstimmung "Die neue EU-Verfassung wird hoffentlich das gleiche Schicksal haben wie die neue Kommission des Präsidenten Barroso und abgelehnt werden". Das sagte der steirische KPÖ-Vorsitzende Franz Stephan Parteder am Freitag zur Unterzeichnung dieses Vertrages in Rom. Zentral für die Ablehnung sind für die KPÖ folgende Punkte: 1. Die Militarisierung der EU, die sogar mit einer Aufrüstungsverpflichtung für die Mitgliedstaaten neu im Vertrag festgeschrieben werden soll. Die Neutralität Österreichs würde damit vollends ausgehebelt. 2. Die verfassungsprägende neoliberale Ausrichtung des EU-Vertrages. So soll die Union weiter auf den Grundsatz der "offenen Marktwirtschaft mit freiem Wettbewerb" festgelegt werden. 3. Mit den Änderungen, die der EU-Gipfel am 17./18. Juni beschlossen hat, ist der vorgelegte EU- Verfassungsvertrag weiter verschlechtert worden. Die sozialen Grundrechte sind im Ergebnis der Regierungskonferenz mit dem Verweis auf die erläuternde Erklärung der Grundrechte weiter relativiert worden Parteder: "Wir fordern eine Volksabstimmung über die EU-Verfassung in Österreich. Mit diesem Anliegen stehen wir nicht allein. In kürzester Zeit sind von AktivistInnen der Linzer Friedenswerkstatt, Greenpeace, Attac, vom Österreichischen Friedensrat und von der steirischen Friedensplattform die notwendigen Unterschriften für eine Petition an das Parlament gesammelt worden, in denen eine Volksabstimmung gefordert wird. Auch der ÖGB äußert sich zunehmend kritisch." Rückfragehinweis: 0316 71 24 79 KPÖ-Steiermark Lagergasse 98 a 8020 Graz Tel.: 0316 71 24 36 Fax 0316 71 62 91 email: kp.stmk at kpoe-graz.at; kpoe_stmk at hotmail.com ================================================== 22 Jagdgelüste?? von: ibd.koehler at utanet.at ================================================== ----- Original Message ----- From: kohlerdi To: ÖGV Sent: Saturday, October 30, 2004 6:38 PM Subject: Jagdgelüste?? An: ÖSTERREICHISCHER GEWERBEVEREIN Hrn. Dr. Herwig KAINZ OFFENER BRIEF Sehr geehrter Herr Dr. Kainz, Ihr Editorial (Österreichische Wirtschaft/Heft 4) und Ihre Internet-Veröffentlich (6.10.04) erwecken bei mir den Eindruck, dass Sie sich schon wieder auf die Jagd nach "Sozialschmarotzern" begeben wollen. Unserer bisherigen Korrespondenz konnte ich nicht entnehmen, dass Sie sich durch Fakten von Ihrer Schwarz-Weiss-Malerei bzw. Ihren Pauschal-(Vor-)Urteilen abbringen lassen; weiterhin schreiben Sie von "glücklichen Arbeitslosen", "unmotivierten Österreichern", "Absenkung der Notstandshilfe" (sic!), etc. etc. Trotzdem wollen wir nicht in der Art KainzZscher Pauschalurteile alle Wirtschaftstreibenden als Abgaben- und Steuerhinterzieher (vulgo "Sozialbetrüger") diffamieren, obwohl wir sicher sind, dass der jährlich entstehende Schaden um Potenzen grösser ist, als im Sozialbereich (Grössenordnung hier: Zehntelprozent). Allerdings wollen wir darauf verweisen, dass Erwerbsarbeitslose, deren Familien und vor allem ihr noch nicht arbeitsloser Freundeskreis Kunden und Konsumenten sind. Wir überlegen daher unseren Bekanntenkreis zu ersuchen, nur bei jenen Unternehmen einzukaufen, die nicht Mitglieder des ÖGV sind. Mit freundlichen Grüssen Ing. Dietmar Köhler Verein "Zum Alten Eisen?" Selbsthilfegruppe für Erwerbsarbeitslose ab 40 www.zum-alten-eisen.org >><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< SOLIDARITÄT WELTWEIT >><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 23 100.000 Tote im Irak? / Neoliberale Masterplan fuer den Irak von: martin.mair at mediaaustria.at ================================================== Über einen Hinweis in der monochrom Mailingliste bin ich auf folgenden Artikel gestossen: http://news.independent.co.uk/world/middle_east/story.jsp?story=577151 Revealed: War has cost 100,000 Iraqi lives By Jeremy Laurance and Colin Brown, 29 October 2004 The first scientific study of the human cost of the Iraq war suggests that at least 100,000 Iraqis have lost their lives since their country was invaded in March 2003. More than half of those who died were women and children killed in air strikes, researchers say. Previous estimates have put the Iraqi death toll at around 10,000 - ten times the 1,000 members of the British, American and multi-national forces who have died so far. But the study, published in The Lancet, suggested that Iraqi casualties could be as much as 100 times the coalition losses. It was also savagely critical of the failure by coalition forces to count Iraqi casualties. ..... Public health experts from the United States and Iraq who carried out a survey of 1,000 households in 33 randomly selected neighbourhoods of the country in September say that heart attacks, strokes and chronic illness were the main causes of death before the invasion. Afterwards, violence was the main cause of death. Violent deaths were reported from 15 of the 33 neighbourhoods and the risk was 58 times higher in the period after the invasion than before it. Les Roberts of the Bloom-berg School of Public Health at Johns Hopkins University in Baltimore, Maryland, said: "Making conservative assumptions, we think that about 100,000 excess deaths or more have happened since the 2003 invasion of Iraq. Violence accounted for most of the excess deaths, and air strikes from coalition forces accounted for most violent deaths." The Lancet, which published the research in its online edition yesterday, said it was "a remarkable piece of work by a courageous team of scientists", which had been completed under testing circumstances. .... Of the 142 deaths, half (73) were caused by violence. More than two-thirds of these violent deaths - 52 - happened in the Fallujah area, scene of the heaviest fighting. The researchers say this makes Fallujah a "statistical outlier" which may not be representative of the rest of Iraq. They therefore excluded it from their calculations. The researchers are savagely critical of the US General Tommy Franks for his widely quoted remark that "we don't do body counts". They say that the Geneva Convention requires occupying forces to protect the civilian population, and add the fact that more than half of the deaths caused by them were women and children is "cause for concern". Der Artikelhinweis den ich ursprünglich bekam: http://www.zmag.org/content/showarticle.cfm?SectionID=15&ItemID=6500 Adventure Capitalism by Greg Palast (http://www.gregpalast.com/) In February 2003, a month before the U.S. invasion of Iraq, a 101-page document came my way from somewhere within the U.S. State Department. Titled pleasantly, "Moving the Iraqi Economy from Recovery to Growth," it was part of a larger under-wraps program called "The Iraq Strategy." The Economy Plan goes boldly where no invasion plan has gone before: the complete rewrite, it says, of a conquered state's "policies, laws and regulations." Here's what you'll find in the Plan: A highly detailed program, begun years before the tanks rolled, for imposing a new regime of low taxes on big business, and quick sales of Iraq's banks and bridges-in fact, "ALL state enterprises"-to foreign operators. There's more in the Plan, part of which became public when the State Department hired consulting firm to track the progress of the Iraq makeover. Example: This is likely history's first military assault plan appended to a program for toughening the target nation's copyright laws. And when it comes to oil, the Plan leaves nothing to chance-or to the Iraqis. Beginning on page 73, the secret drafters emphasized that Iraq would have to "privatize" (i.e., sell off) its "oil and supporting industries." The Plan makes it clear that-even if we didn't go in for the oil-we certainly won't leave without it. .... Anmerkung: Leider wird das beschriebene Dokument nicht zum Download angeboten und kann daher auch nicht überprüft werden. Greg Palast schreibt für so ein linksradikales Blättchen Namens "The Observer" und ist "Project Censored 2004 Award Winner" der Califormia State University Journalism School (http://www.projectcensored.org/) Tipp: Linkseite unter http://www.projectcensored.org/resources mit Verzeichnis "progressiver" Meiden und Organisationen als PDF-Dokument -- ========================================== Martin Mair - Publizist virtuell & traditionell Krottenbachstrasse 40/9/6, A-1190 Wien Tel. + Fax: +43 1 3677487, Mobil: + 43 676 3548310 Email: martin.mair at mediaaustria.at http://www.mediaaustria.at - Webhosting & Webdesign http://www.bannertausch.info http://www.mediaweb.at - Medienplattform http://journalisten.mediaweb.at - Journalistenplattform ========================================== >><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< LINKS / VERWEISE / HINWEISE >><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 24 Neue Zeitschrift erschienen von: antiD at gmx.net ================================================== Sehr geehrte Damen und Herren, wir möchten Sie darauf hinweisen, dass soeben die erste Ausgabe eines neuen MAGAZINs erschienen ist. Sie hat den folgenden Inhalt: JOSEF SWOBODA. Nachricht von einer Zeitenwende. TJARK KUNSTREICH. Was ist: Kommunismus heute? (I). EMIL FUCHS und ROBERT MUSIL über Straßenbahnen. VOLKER GERHARDT. Das Tragische bei Hegel. Das Elend im Studentenmilieu. Der Geistergeburtstag. Totengespräch. Das MAGAZIN kostet drei Euro inklusive Versand und kann unter der Adresse magazin_redaktion at gmx.net kontaktiert und bestellt werden. Mit freundlichen Grüßen, Ihre antideutschen Kommunisten Berlin -- antideutsche Kommunisten Berlin http://www.antideutsch.tk/ ================================================== 25 CROPfm - Newsletter: Das Maramba-System [29.10.04] von: tarek at sime.com ================================================== Hi! Die nächste live Sendung ist am 29. Oktober 2004 um 19.00 auf 92.6 Mhz - der Frequenz von Radio Helsinki - im Raum Graz/Steiermark als auch on-line zu hören. Für Fragen und Kommentare während der Sendung steht Ihnen CROPcom zur Verfügung - der liveChat >> http://pia.mur.at/croppage/ccd/ccd_fs.htm Das Maramba-System In der kommenden Sendung spreche ich mit Ilona Lesjak über das Maramba-System, benannt nach Dr. Mauro Ambat einem philippinischen Heiler und ehemaligen Schulmediziner. Im November 1983 nahm, so berichtet Ilona Lesjak, eine göttliche Energie Kontakt mit Dr.Mauro Ambat auf. Dr. Ambat wurde durch diesen Kontakt mit dem Wesen feinstofflicher Energien vertraut gemacht. Dies alles, so Ilona Lesjak, passiert als Hilfestellung und zur Erleichterung für unseren Planeten Erde der vor einem Dimensionswechsel steht. Die Menschheit stehe vor der Aufgabe ihr Bewußtsein zu erhöhen, um den Sinn ihres Lebens und ihrer Aufgaben hier auf Erden zu verstehen. Dr. Ambat bereiste in 20 Jahren 34 Ländern um diese Kenntnisse weiterzugeben. Ilona Lesjak kam vor 3 Jahren in den Kontakt mit dem Maramba-System, und beschloss auch diesen Weg des Dr. Ambat zu gehen. Außerdem freuen wir uns bekannt zu geben, daß CROPfm ab der kommenden Sendung eine Länge von 90 Minuten haben wird. Die Big Brother News fallen diesmal leider aus, Chris Haderer liegt mit Fieber im Bett und konnte den Clip nicht mehr rechtzeitig fertigstellen. Der Clip wird aber demnächst auf der Big Brother Seite zum download verfuegbar sein, und in einer der kommenden Sendungen gespielt werden. Stattdessen gibt es ein update von Dr. Helmut Lammer zum Thema Mars und mögliches Leben auf dem roten Planeten - Interview von Chris Haderer. Big Brother News >> http://pia.mur.at/g7/bigbrother/ Studiogast zur Sendung: Ilona Lesjak (Energiearbeiterin) Bis Dann, Tarek Al-Ubaidi _______________________________________________ CROPfm - the flexxible radio show http://cropfm.mur.at On-Line Archiv mit allen bisherigen Sendungen http://cropfm.mur.at/past_shows.htm ================================================ C) TERMINE ================================================ Montag http://www.mund.at/butt/Termine/November/0111.htm Dienstag http://www.mund.at/butt/Termine/November/0211.htm Mittwoch http://mund.at/butt/Termine/November/0311.htm ======================== ================================================ D) EDITORIAL ================================================ Für den Inhalt verantwortlich: Ihr. Beiträge bitte schicken an: widerstand at no-racism.net Bitte keine Attachments! (werden nicht angenommen) widerst at nd MUND und alle Termine täglich aktualisiert im Web: http://www.no-racism.net/MUND Ziel von MUND (Medienunabhängiger Nachrichtendienst) ist die unzensurierte und möglichst rasche Information über gesellschafts- politisch relevante Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu Widerstand und Antirassismus sowie verwandte Themen. Beiträge sollen einen Titel, Namen und Emailadresse der/des AutorIn enthalten und möglichst kurz und prägnant gehalten sein, ev. mit Hinweis, wo weitere Informationen eingeholt werden können. Bitte keine Attachments! Die inhaltliche und sachliche Verantwortung liegt bei der/dem jeweiligen AutorIn bzw. jenen, die uns die Beiträge schicken. Der MUND wird von einzelnen TagesredakteurInnen zusammengestellt. Da Fehler nicht ausgeschlossen sind, bitten wir, nicht veröffentlichte Beiträge nochmals an widerstand at no-racism.net zu senden. Beiträge mit rassistischen oder sexistischen Inhalten werden nicht veröffentlicht. Sehr persönliche Meldungen werden wir an den betreffenden Adressaten weiterleiten, aber nicht im MUND veröffentlichen. Die bisherigen Ausgaben sind unter http://www.no-racism.net/MUND archiviert. Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage: * Wann: Sonntag, 11.11.2001, 11:11 Uhr * * Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" * * Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf * * Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie. Aber kurz und prägnant.* Die Rubrik "Redaktionelles" nach dem Inhaltsverzeichnis ist u.a. eine Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch stillschweigend Zensur zu üben. Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die Nichtaufnahme geliefert. (Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.) Die AbsenderInnen der betroffenen Beiträge werden hiervon informiert. Im Sinne einer "gläsernen Zensur" könnt ihr Euch die Beiträge gerne extra schicken lassen: Ein kurzes Mail an widerstand at no-racism.net genügt. ================================================ D) VERTEILEROFFENLEGUNG ================================================ An der Aussendung dieser Ausgabe des widerst at nd-MUND beteiligen sich mehrere Organisationen und Einzelpersonen durch Weiterleitung an ihre Adresslisten. Die Weiterleitung (auch auszugsweise) ist erwünscht. Die Verteilung erfolgt zentral. Dies ist der Verteiler von ANAR (Austrian Network Against Racism), Plattform für eine Welt ohne Rassismus, Die Bunten - Forum für Würde, Gerechtigkeit und Demokratie, Integrationskonferenz & TschuschenPower. Zur Eintragung in diesen Verteiler bitte direkt subscribieren unter http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/analle oder von der einzutragenden Adresse aus ein mail schicken an: admin at no-racism.net mit folgendem Text: subscribe no-racism Bitte genau diesen Wortlaut verwenden! Zur Austragung aus dieser Liste bitte an zusammengestellt. Redaktionsschluss für diese Ausgabe: 31.10.04 um 20:00 Uhr Nicht aufgenommen: III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III widerst at nd-MUND is powered by http://alt.strg.at/ _______________________________________________ Techred mailing list Techred at no-racism.net http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/techred _______________________________________________ Techred mailing list Techred at no-racism.net http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/techred From analle at no-racism.net Tue Nov 2 11:58:15 2004 From: analle at no-racism.net (analle at no-racism.net) Date: Tue, 2 Nov 2004 11:58:15 +0100 Subject: MUND: Dienstag, 2. November 2004 Message-ID: MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst www.no-racism.net/mund Dienstag, 2. November 2004 ================================================ A) INHALT ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< EKH-VERKAUF ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ============================================== 01 Zur Presseaussendung der KPÖ vom 29.10. From: TATblatt at blackbox.at ============================================== 02 Nachsatz zum Schlagabtausch From: TATblatt at blackbox.at ============================================== 03 Que(e)r-Beisl am 3. November From: raw at raw.at ============================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND KOMMENTARE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ============================================== 04 Linke feiern Wahlerfolge From: venezuela-info.net ============================================== 05 Guerilla-Marketing für OS Browser From: depesche at quintessenz.org ============================================== 06 El Dia De Los Muertos From: abe at cuadp.org ============================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< SERVICE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ============================================== 07 Glocalist neu From: office at glocalist-review.com ============================================== ================================================ B) TEXTE ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< EKH-VERKAUF ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ============================================== 01 Zur Presseaussendung der KPÖ vom 29.10. From: TATblatt at blackbox.at ============================================== Zur Presseerklärung der KPÖ vom 29.10.(MUND vom 1.11.): Laut Presseaussendung der KPÖ versuchte ein Vertreter der neuen Hausverwaltung des EKH dieses am 23. Oktober zu betreten. Der Grund sei gewesen, dass der Beauftragte Wasserschäden inspizieren wollte. Laut KPÖ-Aussendung wurde diesem von BewohnerInnen des EKH der Zutritt verweigert. Grundsätzlich begrüssen wir es natürlich, wenn die neue Hausverwaltung sich um Schäden im Haus kümmert. In den vergangenen Jahren mussten die BewohnerInnen des EKH sich um alles selbst kümmern, da ja die KPÖ-Hausverwaltung ihren Pflichten nicht nachkam. Der beschriebene Sachverhalt in der neuen KPÖ-Aussendung kommt uns jedoch etwas fragwürdig vor. Laut Auskunft der KPÖ sowie der neuen Hausverwaltung Petri & Co ist die Übernahme der Hausverwaltung erst mit 1. November wirksam. Petri & Co kann also schwerlich vor diesem Termin Zutritt in das EKH verlangen. Weiters müssen wir feststellen, dass im EKH bis heute keine Nachricht über einen Besichtigungstermin eingelangt ist. Sollte die Hausverwaltung Petri & Co eine Besichtigung wünschen, so erwarten wir eine vorherige schriftliche Verständigung. Wenn wir nun diesen Sachverhalt berücksichtigen, dann erscheint es uns mehr als zweifelhaft, dass die Hausverwaltung bzw. der Hausbesitzer diese angebliche Besichtigung als Kündigungsgrund anführt. Dass nun die KPÖ diese Argumentation übernimmt, zeugt von ihrer politischen Verzweiflung den Verkauf zu rechtfertigen. Sollte die KPÖ bei den Vertragsverhandlungen Übergangsfristen für die BewohnerInnen des EKH vereinbart haben, so werden diese wohl im Vertragswerk inkludiert sein. Wir fordern die KPÖ an dieser Stelle erneut auf, sich der politischen Verantwortung zu stellen und den Vertrag den NutzerInnen des EKH zur Verfügung zu stellen. Erneut müssen wir feststellen, dass die KPÖ die Tatsache nicht zur Kenntnis nehmen will, dass der Geschäftsführer des neuen Hausbesitzers eine rechtsextreme Vergangenheit hat. Trotz eindeutiger Beweise (siehe: http://ekhbleibt.info/ekh/info/1099044325) und einer Bestätigung des Dokumentationsarchivs des österreichischen Widerstandes leugnet die KPÖ weiter. Offensichtlich geht es der KPÖ-Führung nur darum, den innerparteilichen Widerstand unter Kontrolle zu halten. TATblatt, 31.10.2004 --- http://www.tatblatt.net mailto: TATblatt at blackbox.net ============================================== 02 Nachsatz zum Schlagabtausch From: TATblatt at blackbox.at ============================================== Ein Nachsatz zum Schlagabtausch zwischen uns und Herrn Zach (KPÖ-Pressesprecher) im gestrigen MUND: Auf der Infoseite ekhbleibt.info finden sich jetzt in Faksimile jene Dokumente, welche die KPÖ nicht zur Kenntnis nehmen will (Unterstützungserklärung von Herrn Machowetz für die ANR, Mitgliederliste des ANR-Landesverbandes Wien samt monatlicher Spendenaufstellung): http://ekhbleibt.info/ekh/info/1099044325 --- http://www.tatblatt.net mailto:TATblatt at blackbox.net ============================================== 03 Que(e)r-Beisl am 3. November From: raw at raw.at ============================================== ##################################### Aktuelle Infos zur Situation rund ums EKH auf: http://www.ekhbleibt.info http://www.n3tw0rk.org ##################################### Mittwoch 03. November: EKH bleibt! Viele haben schon nicht mehr damit gerechnet, jetzt ist es Realitaet: Die Kommunistische Partei Oesterreichs hat ohne einen einzigen Versuch einer gemeinsamen Loesung mit den BenutzerInnen das Ernst-Kirchweger-Haus (EKH) an einen privaten Investor verkauft. Zahlreiche Initiativen und Projekte - darunter unter anderem auch das Que(e)r-Beisl selbst - werden durch diesen politischen Amoklauf der KPOe in ihrer Existenz bedroht. Info- und Diskussionsveranstaltung zur aktuellen Situation und zu Perspektiven des EKHs und der darin beheimateten Projekte. Ort: Que(e)r-Beisl im EKH. Wielandgasse 2-4, 1100 Wien (U1 Keplerplatz) Zeit: 20 Uhr, Beislbetrieb von 18:30-24 Uhr Naechste Woche: Und wir bewegen uns doch, soziale Bewegungen in Oesterreich Vollstaendiges Monatsprogramm auf http://www.raw.at im Bereich Que(e)r -- ############ RAW ############# Rosa Antifa Wien c/o Rosa Lila Tip Linke Wienzeile 102 A-1060 Wien AUSTRIA ------------------------- E-Mail: raw at raw.at Web: http://www.raw.at Board: http://www.n3tw0rk.org ------------------------- PGP-Key available here: http://www.raw.at/sub/kontakt/raw.asc ############ RAW ############# ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND KOMMENTARE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ============================================== 04 Linke feiern Wahlerfolge From: venezuela-info.net ============================================== Linke feiert Wahlerfolg in Uruguay - Vazquez bei rund 50 Prozent Montevideo, 01. Nov (Reuters) - Bei den Wahlen in Uruguay hat die politische Linke ersten Ergebnissen vom Montag zufolge einen historischen Erfolg errungen. Nach Auszählung etwa der Hälfte aller Stimmzettel liegt der linke Präsidentschaftskandidat Tabare Vazquez mit fast 50 Prozent vor seinen konservativen Gegnern, die auf 38 und elf Prozent der Wählerstimmen kommen. Auch in beiden Abgeordnetenkammern sah es nach einem Wahlsieg von Vazquez Koalition aus Sozialisten, Sozialdemokraten, Kommunisten und ehemaligen Guerilla-Mitgliedern aus. Mit einem Wahlsieg der Linken hätte diese die 170 Jahre andauernde Herrschaft der zwei traditionellen Parteien des Landes - der Blancos und Colorados - vorerst beendet. Nach Brasilien, Argentinien, Chile und Venezuela entschiede sich damit ein weiteres südamerikanisches Land zur Ablösung einer von den USA gestützten Freimarkt-Politik, die vielerorts zu wirtschaftlichem Chaos geführt hat. Vazquez erklärte sich selbst wenige Stunden nach der Wahl zum Gewinner. "Wir werden am Morgen mit der Arbeit am politischen Umschwung beginnen, denn wir haben keine Zeit zu verlieren", sagte er Reportern. Anhänger feierten den 64-Jährigen, der sich für mehr soziale Gerechtigkeit und Wohlstand einsetzen will, mit Straßenumzügen. Zwar erholt sich Uruguays Wirtschaft langsam von der jüngsten Krise, dennoch lebt rund ein Drittel der Bevölkerung unterhalb der Armutsgrenze. Etwa 100.000 meist junge Menschen sind ausgewandert, weil sie keine wirtschaftliche Zukunft für sich sahen. Beobachter gingen am Montag davon aus, dass Vazquez die notwendige Stimmenanzahl von 50 Prozent erhält, um das Präsidentenamt schon in der ersten Runde zu erobern. Viele der noch nicht ausgezählten Stimmen kommen aus der Hauptstadt Montevideo, die als Hochburg der Vazquez-Anhänger gilt. Gouverneurswahlen in Venezuela Die erste Presseerklärung des venezuelanischen Wahlrat es gibt folgendes Ergebnis für die Gouverneurswahlen vom 31. Oktober bekannt (Quelle: http://www.globovision.com). Bis aus zwei Bundesstaaten (Zulia und Nueva Esparta) hat die rechtsgerichtete Opposition demnach sämtliche Provinzregierungen verloren. Zuvor hielt sie acht Provinzen (Anzoategui, Apure, Bolivar, Carabobo, Miranda, Monagas, Yaracuy, Zulia) und die MVR 15 (Amazonas, Aragua, Barinas, Cojedes, Delta Amacuro, Falcon, Guarico, Lara, Merida, Nueva Esparta, Portuguesa, Sucre, Tachira, Trujillo, Vargas). Amazonas No hubo elecciones Anzoátegui Tarek William Saab (MVR) Antonio Barreto S 57% 42% Apure Jesús Aguilarte (MVR) Luis Lippa 70% 29% Aragua Didalco Bolívar (MVR) Margarita de Tablante 71% 24% Barinas Hugo de los Reyes Chávez (MVR) Andrés Camejo 76% 13% Bolívar Francisco Rangel (MVR) Antonio Rojas S. 58% 39% Carabobo Henrique Salas Feo (PV) Luis Felipe Acosta Carles (MVR) 48.8% 50.4% Cojedes Jhonny Yanez Rangel (MVR) Alberto Galíndez 55% 37% Delta Amacuro Yelitza Santaella (MVR) Emery Mata 61% 38% Distrito Capital Juan Barreto (MVR) Claudio Fermín 62% 38% Falcón Jesús Montilla (MVR) Luis Stefanello 59% 37% Guárico Eduardo Manuitt (PPT/MVR) José Malavé Rizzo 78% 19% Lara Luis Reyes Reyes (MVR) Orlando Fernández 72% 20% Mérida Florencio Porras (MVR) William Dávila 59% 23% Miranda Diosdado Cabello (MVR) Enrique Mendoza 52.6% 47% Monagas José Gregorio Briceño (MIGATO/MVR) Guillermo Call 57% 43% Nueva Esparta Morel Rodríguez (AD) Alexis Navarro (MVR) 57% 43% Portuguesa Antonia Muñoz (MVR) Iván Colmenares 57% 35% Sucre Ramón Martínez (MVR) Ramiro Gómez 62% 36% Táchira Ronald Blanco La Cruz (MVR) Sergio O. Calderón 57% 40% Trujillo Gilmer Viloria (MVR) Conrado Pérez 54% 27% Vargas Antonio Rodríguez (MVR) Roberto Smith 55% 20% Yaracuy Carlos Jiménez (MVR) Eduardo Lapi 49.6% 48.39% Zulia Manuel Rosales (UNT) Alberto Gutiérrez 55% 43% Ein Service von www.venezuela-info.net ============================================== 05 Guerilla-Marketing für OS Browser From: depesche at quintessenz.org ============================================== From: "q/depesche" Subject: Guerilla Marketing fuer OS Browser q/depesche 2004-11-01T05:24:21 Guerilla Marketing fuer OS Browser Firefox, der Light Browser aus dem Mozilla Projekt, gewinnt zunehmend Marktanteile. Das Marketing wurde kurzerhand von Anwendern in die Hand genommen, die binnen weniger Stunden 50.000 Dollar für eine einseitige Schaltung in der New York Times auftrieben. Das Open Source Projekt Mozilla basiert ursprünglich auf dem Code des ehemaligen Marktführers Netscape. -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- Firefox Campaign: http://www.spreadfirefox.com/ 10 days, 10,000 names, $250,000 Ten short days ago a single call went out inviting you to proudly proclaim your support for a better browser. You answered with a storm of support. Congratulations Firefox users! The NYT campaign has now closed. But the Firefox 1.0 launch is just around the corner - Firefox needs your ongoing support to spread the word. This campaign drew on worldwide support from over 80 countries including Jordan, Gibraltar and Estonia. Firefox Download: http://www.mozilla.org/ The safer, faster, better web browser featuring tabbed browsing, integrated search and live bookmarks. Stop pop-ups, spyware and viruses. Get Firefox and spread the word! "I suggest dumping Microsoft's Internet Explorer" - Walt Mossberg, Wall Street Journal, Sept 16 [ ... ] Marketing Mastermind Rob Davis: http://www.spreadfirefox.com/?q=user/view/28 [ ... ] My career background is as a communications and business development professional. In addition to more serious business development activities, I have a mild addiction to guerilla marketing campaigns. [ ... ] - -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- relayed by Chris - -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- quintessenz is powered by http://www.ewave.at subscribe/unsubscribe/digest http://www.quintessenz.at/cgi-bin/index?funktion=subscribe comments to depesche at quintessenz.org ============================================== 06 El Dia De Los Muertos From: abe at cuadp.org ============================================== Sent to ALL Abolitionists - at least once. Please excuse cross-posts Feel free to forward El Dia De Los Muertos (Day of the Dead) ACTION is below. (special BONUS poem all the way at the end....) Greetings all, Taking a quick break from the streets. I've been focusing on visibility stuff when not canvassing and calling undecideds for the local "not Bush" political party (dems). OK, so here's more politics, I can't help it, but there is a DEATH PENALTY ACTION in the midst of it all..... --abe *** On Saturday I found myself smiling at Bonnie Green, a member of Gainesville Citizens for Alternatives to the Death Penalty. This was not the first time we both showed up for alternative (other than DP) action and found ourselves paired. As we drove to our get-out-the-vote canvass area, Bonnie talked about how her 18-year-old brother was killed in WWII, and what a hole that created in the life of her family. Now retired and more active then ever, Bonnie is working with "Election Protection" http://www.electionprotectionvolunteer.org/electionprotection/index.cfm? in Jacksonville these last few days. She has many issues, but high among them is (my words) stopping BUSH from creating more holes in more families with his LIES http://www.exposebush.com/lies.html to send US military personnel to an unnecessary war with the underlying agenda of making Bush's rich friends RICHER and furthering us all on the path to Armageddon - the true agenda of Bush's Evangelical Christian heart and base. Sunday I was out welcoming Republicans on their way in to the Bush rally in Gainesville. Many undecideds and dems were among the crowd - just going to get a rare glimpse of the person who happens to be in office. A good number of such people made it a point to tell me exactly that. Several asked me for signs and buttons to take with them, which I advised against, because anyone who did not express loyalty to Cheney and his puppet was either not allowed in or escorted out! No dissent allowed! See http://www.gainesville.com/apps/pbcs.dll/article?AID=2004211010328 I left as Air Force One was landing so as to get back home in time to carve my pumpkin and be ready for trick-or-treaters. That was fun. But the scary part was reading details and evidence about Bush's Evangelical Christian agenda in the new Playboy magazine as I waited for the sparse groups of Halloween practitioners (not a lot of kids on my street, but those who came made out *real* good - with handfulls of Snickers and 3 Musketeers!). THIS Morning (Monday) at 7:15am I found myself on a corner at one of the nearby major intersection with Mrs. Welcome, who was waving a Kerry sign as I held up my "Bush/Truth" http://www.exposebush.com/image.html sign. Mrs. Welcome recently retired after teaching for 41 YEARS at the nearby high school. She knew many of the people driving and walking by, and they knew her. We got to talking, and she was telling me about her Evangelical Christian daughter, whose pastor had essentially commanded his flock to vote for Bush as a way to express opposition to gay marriage. It's frightening, and it has frightened Mrs. Welcome and put a scar on an otherwise wonderful relationship with her daughter. This veteran civil rights activist could not convince her daughter away from her single-issue Christian agenda, and that is frightening. Tunnel vision voting is where Bush will gain most of the few African American votes that he will get. SO, now I'm taking a break before heading back out to the streets. Before I get to the El Dia De Los Muertos ACTION, I'm going to borrow some final words from one of those Evangelicals, and with JUST ONE WORD turn it towards peace, love and justice for ALL people, not just Born Again Christians and Right Wing Catholics (who incidentally, if Bush, Ashcroft, etc. have their way will be burning in hell with the rest of us heathens). My addition is in ALL CAPS. >Tomorrow is "Judgment Day" in America. > >God does not normally judge nations by sending down fire and brimstone. >Rather, He judges them by allowing them to live with the consequences of >their own choices. As our bishops have written, "We get the public >officials we deserve. Their virtue -- or lack thereof -- is a judgment not >only on them, but on us. Because of this, we urge our fellow citizens to >see beyond party politics, to analyze campaign rhetoric critically, and to >choose their political leaders according to principle, not party >affiliation or mere self-interest" (Living the Gospel of Life, 34). > >You may have worked very hard to prepare for this year's elections, and I >thank you for that. But today and tomorrow are the days we have to work >the hardest! I encourage you to make a fervent, prayerful, energetic final >push, and get as many people as possible to vote for those who will >advance the culture of ***ALL*** life. Many don't understand what 'pro-life' means http://www.brownsvilleherald.com/opinions_more.php?id=61963_0_11_0_C Weapons Inspector Scott Ritter Comments on 100,000 dead Iraqis http://www.twf.org/News/Y2004/1101-Ritter.html IF YOU CARE, GET EVERYONE YOU KNOW TO THE POLLS TO VOTE FOR THE ONLY VIABLE ALTERNATIVE TO BUSH - JOHN KERRY, who is NOT perfect, but he's NOT Bush. And quite frankly, I'd rather have a President who can carry on a conversation with a fellow world leader without having to resort to aids whispering in his ear and/or a script.... ******************************************************** EL DIA DE LOS MUERTOS TOMORROW is El Dia De Los Muertos (The Day of The Dead). "The Day of the Dead is celebrated in Mexico (and in many other places) on November 2nd. It is a time when families spend time at the cemetery, visiting the graves of their relatives, cleaning and perhaps painting the headstones, arranging flowers, especially flowers of the dead (marigolds) and lighting candles. It is also the time when families construct special home altars dedicated to the spirits of their deceased loved ones. The altars range from simple to very elaborate and are usually filled with objects that provided pleasure to the departed person in life, including favorite food and drink. Altars dedicated to the spirits of deceased children often include toys, candy and other sweets." (From http://muertos.palomar.edu/ ) I never knew about it until I went to work for the family of Cesar Chavez at the headquarters of the United Farm Workers of America, AFL-CIO, where I lived from 1994-1996. The focus on El Dia De Los Muertos was always on the "UFW Martyrs," workers killed in struggle for human rights. We in the abolition movement should consider participating in this celebration as a way to recognize and celebrate the lives of those lost both to criminal murder and state sponsored exterminations. Here is the ACTION Part: At http://www.cuadp.org/exinfo.html - click on the link for "Executions and Victims since 1977," and once there, scroll down to #879, and remember (and remind others of) the names of all those Exterminated by the state in our names this past year, as well as the names of the victims for whom the state used our hands and tax dollars to help exact REVENGE. Please remember these individuals in your thoughts and/or prayers, and ALSO IN YOUR VOTE AT THE POLLS ON ELECTION DAY! I appreciated Magdaleno's comments on El Dia De Los Muertos: >DIA DE LOS MUERTOS - DAY OF THE DEAD > >Some friends had a group over to their house to celebrate this important >day&We had a little ceremony and then we got to light candles to those who >have died&All of these candles were placed on a beautiful Alter which was >set up our on the deck. We fought with the wind to keep the candles >burning... My candle was for the dead in Afghanistan and Iraq. The people >of that part of the world have suffered way too much. Our host Peggy said >that her candle was for the end of the Bush campaign. And there were >plenty of Amens. ALSO - in the midst of the election the KILLING CONTINUES..... From the FOR WHOM THE BELLS TOLL weekly mailing (sign up by sending a message to tollbells-subscribe at yahoogroups.com) >02 - Texas >7:00 PM EST >Lorenzo Morris is scheduled to be killed by the people of Texas in revenge >for the murder of Jesse Fields. Please remember them both in your prayers, and in your VOTE at the POLLS on TUESDAY! *********************** and on the heels of Halloween.... ;-) WOULD YOU SELL YOUR SOUL? Need a lot of cash? Like, right now? Check out this link to see what your soul is worth: http://www.wewantyoursoul.com Not too long ago, in a fit of desperation, I checked to see if it would be worth it to sell my soul as a way of boosting CUADP's capacity to act. Unfortunately, I've got too many skeletons in the closet, it seems. Bill Pelke checked, and his soul is worth almost twice as much as mine! Can you believe that? But, I do believe in redemption, so I'll keep working to do my part to make this world a better place. Now, if YOU can't get out on the road and help educate the masses about why the death penalty is a bad public policy, then maybe you can do the next best thing: Keep CUADP out on the road.... That's right. Checkbook activism is every bit as valid as immersing yourself in the front lines of this important struggle. CUADP could not exist without the financial support of people like YOU. Please support CUADP to the highest level of your capacity at this time. $6 helps. $36 helps more. $3,600 would sure buy a lot of salvation! Get the picture? All kidding aside, CUADP asks for your support because without your support, CUADP ceases to function. Please help. Together we *will* make the difference. Please join those who have kept CUADP going with whatever amount you can offer on a one-time OR monthly basis by using CUADP's secure server to make a contribution now. Please click here: . (If the server is down, please try again in a little while. If you continue to have problems, please e-mail or call 800-973-6548.) If you would like to contribute but don't wish to do so over the internet, please call 800-973-6548 (or 561-743-8878 on your dime!), or mail your contribution to the address shown below. Send checks or money orders to: CUADP PMB 335 2603 NW 13th (AKA Dr. Martin Luther King Jr. Hwy) Gainesville, FL 32609 Yours in the Struggle, --abe Abraham J. Bonowitz Director CONTRIBUTIONS TO CUADP ARE NOT TAX DEDUCTIBLE A COPY OF THE OFFICIAL REGISTRATION AND FINANCIAL INFORMATION MAY BE OBTAINED FROM THE [FL] DIVISION OF CONSUMER SERVICES BY CALLING TOLL FREE 800-435-7352 (FL only) OR 850-413-0840. REGISTRATION DOES NOT IMPLY ENDORSEMENT, APPROVAL, OR RECOMMENDATION BY THE STATE. REGISTRATION # SC-11170. NO PROFESSIONAL SOLICITOR IS CURRENTLY ENGAGED WITH CUADP. 100% OF ANY CONTRIBUTION GOES TO THE ORGANIZATION. ****************** AND NOW, HERE IS THE SPECIAL BONUS - THANKS TRINI! From: "Trinidad Sanchez Jr." Subject: Time for a Change Date: Sun, 31 Oct 2004 16:49:39 +0000 TIME CHANGE Fall Back . . . Spring Forward Raza wake up despiertanse its time to turn the clock back one hour . . . Turn it back to the revolución to the time of Emiliano Zapata Pancho Villa Adelita . . . y las mujeres revolucionares. Turn it back just far enough to take up arms for la justicia has escaped us! Vivimos en un falso paraíso! Wake up Raza turn the clock back ya es tiempo para votar a Bush hijo de la tiznada y su bola de amigos afuera de la caca blanca! Wake up raza its time to turn the clock back! Manaña en la Primavera well move forward al futuro to our dreams sueños de paz y justicia! But today turn the clock back! Trinidad Sánchez, Jr. Denver, Colorado ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< SERVICE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ============================================== 07 Glocalist neu From: office at glocalist-review.com ============================================== SCHWERPUNKTE Innovation und Ökoeffizienz Fortsetzung des Schwerpunktes EU-Verfassung Weiters ein Beitrag zum Thema Ethik und Personalwirtschaft im Rahmen des wirtschaftethischen Diskurses des OENWE, ein Offener Brief von Michael Genner an SPÖ und GRÜNE sowie die gewohnten Vermischten Meldungen. ================================================ C) TERMINE ================================================ ======================== Montag http://www.mund.at/butt/Termine/November/0211.htm Dienstag http://www.mund.at/butt/Termine/November/0311.htm Mittwoch http://www.mund.at/butt/Termine/November/0411.htm ======================== ================================================ D) EDITORIAL ================================================ Für den Inhalt verantwortlich: Ihr. E-Mail-Adresse für Beiträge: widerstand at no-racism.net geschickt. widerst at nd MUND und alle Termine täglich aktualisiert im Web: http://www.no-racism.net/MUND Ziel von MUND (medienunabhängiger Nachrichtendienst) ist die unzensurierte und möglichst rasche Information über gesellschafts- politisch relevante Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu Widerstand und Antirassismus sowie verwandte Themen. sollen einen Titel, Namen und Emailadresse der/des AutorIn enthalten und möglichst kurz und prägnant gehalten sein, ev. mit Hinweis, wo weitere Informationen eingeholt werden können. Bitte keine Attachments! Die inhaltliche und sachliche Verantwortung liegt bei der/dem jeweiligen AutorIn bzw. jenen, die uns die Beiträge schicken. Der MUND wird von einzelnen TagesredakteurInnen zusammengestellt. Da Fehler nicht ausgeschlossen sind, bitten wir, nicht veröffentlichte Beiträge nochmals an widerstand at no-racism.net zu senden. Die Weiterleitung (auch auszugsweise) ist erwünscht. Beiträge mit rassistischen oder sexistischen Inhalten werden nicht veröffentlicht. Sehr persönliche Meldungen werden wir an den betreffenden Adressaten weiterleiten, aber nicht im MUND veröffentlichen. Die bisherigen Ausgaben sind unter http://www.no-racism.net/MUND archiviert. Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage: * Wann: Sonntag, 11.11.2001, 11:11 Uhr * * Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" * * Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf * * Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie. Aber kurz und prägnant.* Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch stillschweigend Zensur zu üben. Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die Nichtaufnahme geliefert. (Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.) Die AbsenderInnen der betroffenen Beiträge werden hiervon informiert. Im Sinne einer "gläsernen Zensur" könnt ihr Euch die Beiträge gerne extra schicken lassen: Ein kurzes Mail an widerstand at no-racism.net genügt. ================================================ E) VERTEILERLISTE ================================================ Zur Eintragung in diesen Verteiler bitte direkt subskribieren unter http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/analle oder von der einzutragenden Adresse aus ein mail schicken an: admin at no-racism.net mit folgendem Text: subscribe no-racism Bitte wegen Automatisierung diesen Wortlaut verwenden! Zur Austragung aus dieser Liste bitte an zusammengestellt. Bitte keine Attachments! (werden nicht angenommen) Redaktionelles: http://www.frankfurterrundschau.de/ressorts/kultur_und_medien/feuilleton/?cn t=178843 kann man sich dort anschauen. Redaktionsschluss für diese Ausgabe: Mo 23:00 III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III ü, ö, ä, ß, Ü, Ö, Ä III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III widerst at nd-MUND is powered by http://alt.strg.at/ ================================================ From analle at no-racism.net Wed Nov 3 08:20:39 2004 From: analle at no-racism.net (analle at no-racism.net) Date: Wed, 3 Nov 2004 08:20:39 +0100 Subject: MUND Mittwoch, 3.11.2004 Message-ID: MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst www.no-racism.net/mund Mittwoch, 3. November 2004 ============================================== !!! FIRST OF ALL !!! Liebe Les at s! der MUND soll schöner werden. Noch schöner. Wir suchen daher Leute, die uns kostenlos das Layout, nun, optimieren. Hört uns jemand? Ausserdem wär eine Tagesredstelle frei: Aufwand: 1 Abend pro Woche (Mo abend) ca 3 Stunden am Anfang (mit Routine geht es schneller). Wenn jemand Interesse hat, sich aber nicht gleich einen ganzen Tag antun will: Aushilfsreds suchen wir immer lg Eure Reds ============================================== A) INHALT ============================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< EKH-VERKAUF ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ============================================== 01 KPÖ-Bundeszentrale besetzt von "martha novak" ============================================== 02 EKH "besetzt" KPÖ und einige Anmerkungen zur " Nicht-Debatte" didi zach ============================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN - ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ============================================== 03 scherenschnitt am kranz der waffen-ss + ehrung der ermordeten deserteure von "wolframkastner" ============================================== 04 Donnerstagsspeakerscorner (4 .11.) mit Buchpräsentation mit Kurt Krickler von "August Faschang" ============================================== 05 Alter > Radio Stimme - 02.11 von Radio Stimme ============================================== 06 Stellungnahme des KPÖ-Landesvorstandes Oberösterreich zum Parteitag von "Ernestine Gauchinger" ============================================== 07 info wars von no such ============================================== 08 bock auf kultur 2004/2 von Verein Ute Bock ============================================== 09 [al_newsletter] Roter Kino-Montag, Demo, etc. von "AL-Antifaschistische Linke" ============================================== 10 Österreich und die "Dritte Welt"/ Gerald Hödl von Promedia ============================================== 11 Volksgruppengespräche im ORF von Cornelia Kogoj ============================================== 12 wwwebtips und buecher-wwwebtips von "akin" ============================================== 13 Initiativen: Sachspenden fuer Fluechtlinge, Lehrgang Gewaltfreiheit von "akin" ============================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND KOMMENTARE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ============================================== 14 Russland: Aufforderung zur Sippenhaft bricht Menschenrechts- konvention von Gesellschaft für bedrohte Völker ============================================== 15 HOSI Wien erhebt schwere Vorwürfe gegen Verfassungsgerichtshof von Kurt Krickler ============================================== 16 Soziales/Schwarzblau: AUS fuer Gesundheitsagenturen? von "akin" ============================================== ================================================ B) TEXTE ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< EKH-VERKAUF ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ============================================== 01 KPÖ-Bundeszentrale besetzt von "martha novak" ============================================== KPÖ-Bundeszentrale besetzt Wir, einige SympathisantInnen des autonomen Zentrums „Ernst Kirchweger Haus“(EKH), haben heute Vormittag die Bundeszentrale der Kommunistischen Partei Österreichs in der Drechslergasse 42 besetzt!!! Zur Erklärung: Die KPÖ, bis Ende Oktober offizielle Eigentümerin, hat das selbstverwaltete Haus in Wien 10 verkauft und somit de facto einer Räumung ausgeliefert. Eine solche würde über 27 verschiedene Gruppen aus den Bereichen Antifaschismus, Antirassismus, Anti(hetero)sexismus, Kultur, Musik, kollektives Wohnen, eine Bibliothek, das Archiv der sozialen Bewegungen, den Infoladen X und den Bereich des Flughafen Sozialdienstes in die Obdachlosigkeit zwingen. Die KPÖ trägt somit die politische Verantwortung für die Zerschlagung eines, in Österreich einzigartigen linken Projekts. Die NutzerInnen erfuhren von dieser Nacht-und-Nebel-Aktion, entgegen vorher gemachten Zusagen des Bundesparteivorsitzender Walter Baier, aus den Medien. Als Käufer des Hauses tritt eine „Wielandgasse 2-4 Vermietungsges. m. b. H.“ auf. Den Vertretern dieser Gesellschaft konnten eindeutig Kontakte zur rechtsradikalen Szene in Österreich nachgewiesen werden. Über die Medien ließ Baier ausrichten, dass den betroffenen Gruppen und Personen eine „Schonfrist“ von sechs Monaten zustehe. Eine glatte Lüge, denn bereits letzten Donnerstag trudelten die ersten Vertragskündigungen ins Haus. Diese beinhalteten die Forderungen, die betroffenen Räumlichkeiten bis spätestens 31.12.2004 zu räumen. Da sich die KPÖ der Verantwortung für die Folgen ihres politischen Amoklaufs nicht entziehen kann, haben wir sie heute „besucht“. Von dem Verlust unseres Freiraums akut bedroht, haben wir damit begonnen uns nach Alternativen umzuschauen. Wir laden alle InteressentInnen zum gemeinsamen Frühstück in der Bundeszentrale der KPÖ ein. ...und heute ist nicht aller Tage - wir kommen wieder keine Frage! EKH BLEIBT!!! Wien, 2.11.2004 ============================================== 02 EKH "besetzt" KPÖ und einige Anmerkungen zur " Nicht-Debatte" didi zach ============================================== Mit der Bitte um Wiedergabe im Mund dz EKH "besetzt" KPÖ und einige Anmerkungen zur "Nicht-Debatte" von didi zach Vorbemerkung: Am 2. November besuchten cirka 20 FreundInnen des EKH die KPÖ in den Räumlichkeiten in der Drechslergasse. Da der Termin weder ausgemacht, noch der Besuch in dieser Art und Weise erwünscht war, wurden die "BesucherInnen" gebeten wieder zu gehen. Als diese Aufforderung ignoriert wurde, wendete sich die KPÖ an die Polizei. Nach Eintreffen der Polizei war die "Frühstücksgruppe" kooperativer - dass auf Indymedia als Besetzung titulierte Frühstück wurde beendet, die Räumlichkeiten wieder verlassen. Nun aber einige Anmerkungen zu einigen Punkten der "Nicht-Debatte" * "Die KPÖ trägt somit die politische Verantwortung für die Zerschlagung eines, in Österreich einzigartigen linken Projekts" - wird von den Gruppen im EHK und FreundInnen des EKH immer wieder formuliert. Ignoriert wird, dass die KPÖ 14 Jahre lang praktische Solidarität eindrucksvoll bewiesen hat, dass ohne Unterstützung bzw. Duldung der KPÖ es kein EKH gegeben hätte. Ignoriert wird auch, dass seit 2003 - aufgrund der faktischen Enteignung der KPÖ durch deutsche Gerichte - die KPÖ finanziell mit dem Rücken zur Wand steht. Ein Verhandlungsteam der KPÖ hatte nicht wirklich was zu verhandeln, da die BesetzerInnen den Standpunkt vertraten und vertreten, dass die KPÖ keine Verfügungsgewalt über das Haus mehr habe - 1 Jahr lang hatte die Möglichkeit bestanden, Alternativen auszuarbeiten. Klar war, dass beide Seiten Zugeständnisse machen müssen, dass nur ein Kompromiss - der sowohl die Autonomie des Projekts EHK respektiert, als auch die finanzielle Notlage der KPÖ zur Kenntnis nimmt - den Weiterbestand des Projekts EKH garantieren kann. Da jedoch keine einvernehmliche Lösung gefunden werden konnte, hat die KPÖ das Objekt Wielandg. schließlich verkauft. * Zur Frage des Geldes: Im MUND vom 29.10. wird einmal mehr vom - diesmal vom Tatblatt - behauptet: "es ist nicht richtig, dass die KPÖ im letzten jahr "cirka 19.000 Euro an Betriebskosten (für Wasser, Müll, Versicherungen, ....) bezahlt hat." es ist weiters nicht richtig, dass die KPÖ in den letzten 10 jahren "cirka 2 Millionen Schilling in das Haus (hat) stecken müssen". Zahlen und Details zu den Kosten, die die KPÖ für das Haus aufbringen musste, finden sich auf der Website der KPÖ unter http://www.kpoe.at/bund/aktuell/ekh-betriebsk.htm Gerne können diese & andere Dokumente natürlich auch im Original eingesehen werden - gerne sind wir auch bereit, die "Dokumente" auf Ihre Glaubwürdigkeit von Grafologen oder sonst wem überprüfen zu lassen. * War/ist Christian Machowetz Rechtsextremer? Für viele aus dem EKH und Umfeld ist sonnenklar, dass Herr Machowetz Rechtsextremer war bzw. ist. Als Beweise werden - soweit mir bekannt - 2 Dokumente angeführt. Ein ÖH-Wahl Unterstützungserklärungsformular, auf welchem der Name aufscheint und Hinweise in einer SJ-Zeitschrift aus dem Jahre 1977, in welcher der Name Machowetz aufscheint. Die Frage ist nunmehr, ob gedrucktes Papier - a priori - einen höheren Glaubwürdigkeitswert hat als die Behauptungen/Zurückweisungen/Distanzierungen des Herrn Machowetz. Ich meine, dass eine wichtige Errungenschaft der Demokratie (die Unschuldsvermutung) auch für Linke, die jemanden anklagen, von Belang sein sollte. Ich als KPÖ-Mitglied und Antifaschist sammle also alle Infos, die mir zugänglich sind, überprüfe (angebliche und tatsächliche) Beweise auf Ihre Stichhaltigkeit und Glaubwürdigkeit und blicke gespannt und interessiert auf den weiteren Lauf den Entwicklung, bevor ich mir ein abschließendes Urteil bilde. * Die DÖW-Auskünfte sind eindeutig - erklärt Tatblatt, RAW, u.a. Abgesehen davon, dass jede und jeder irren kann (also auch dass DÖW!), ist es halt so, dass Herr L., laut eigenen Aussagen Verantwortlicher des Bereichs Rechtsextremismus im DÖW, mir gegenüber erklärt, dass "ausser" den 2 oben genannten Vorwürfen zur Zeit nichts vorliege & dass - wie auch die Recherche des Falter ergeben hat - Herr Machowetz die gegen ihn erhobenen Vorwürfe bestreitet. * Informationen austauschen versus Behauptungen lancieren Ich habe schon letzten Freitag - wie auch im MUND nachlesbar - das TATBLATT gebeten (da wir natürlich an der Prüfung der Vorwürfe und der Klärung der Fakten interessiert sind) der KPÖ die recherchierten Fakten per Mail oder Fax (01 / 503 65 80 499) zukommen zu lassen. Ergebnis war: Wiederholung der - auch uns schon bekannten - Vorwürfe. Die Indizien/Beweise, die vorliegen, wurden aber nicht übermittelt. Vielmehr stellte Tatblatt abschließend fest: "du brauchst dich nicht blöd zu stellen. euch ist mittlerweile bewusst, dass der machowetz bei der anr war. das was du hier aufführst ist lächerlich und wird dir auch nichts nutzen. (im übrigen ist der text von der rosa antifa wien. du musst dich bei denen rühren, wenn du was willst.)" Dass heißt also: Tatblatt und andere dürfen Vorwürfe ventilieren, die sie nur aus zweiter Hand kennen. Wenn die KPÖ jedoch darauf verweist, dass Hr. Machowetz alles bestreitet, dass im Handbuch des Rechtsextremismus kein Eintrag über ihn exisitert, dass Herr Machowetz Klagen angekündigt hat, dann ist die KPÖ blöd bzw. stellt sich blöd. Eine feine Logik!!! didi zach ehrenamtlicher KPÖ-Pressesprecher ============================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN - ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ============================================== 03 scherenschnitt am kranz der waffen-ss + ehrung der ermordeten deserteure von "wolframkastner" ============================================== Trivastraße 7 D-80637 München Tel/Fax 089-157 32 19 wolframkastner at compuserve.de Institut für Kunst und Forschung Institut für Kunst und Forschung, Trivastr. 7, 80637 München 02.11.2004 P R E S S E I N F O R M A T I O N Salzburger Scherenschnitt Sehr geehrte Damen und Herren, wir beehren uns, Ihnen mitteilen zu dürfen, dass auch heuer der braune Spuk der Waffen-SS auf dem Salzburger Kommunalfriedhof nicht unbeschnitten blieb. Den schwarzen Fetzen mit der Aufschrift „Zum Gedenken den gefallenen Kameraden der Waffen-SS“, der seit 1954 alljährlich an einem Kranz auf dem Kommunalfriedhof vor aller Augen aufgehängt und von der Politik geduldet wird, haben wir – Hanne Hiob, Wolfram P. Kastner und Hubert Kramar beschnitten. Mit kleinen weißen Zetteln und einer Bodenschrift am pompösen Salzburger Kriegerdenkmal ehren wir die von der SS in den letzten Kriegstagen 1945 ermordeten Salzburger Deserteure aus der Wehrmacht. Diese Desertation erforderte weitaus mehr Mut, als der irrwitzige Kadavergehorsam der Wehrmachtssoldaten und die fanatische Gefolgschaft der Waffen-SSler in dem verbrecherischen NS-Regime. Den schwarzen SS-Fetzen übergab Hubert Kramar in der Hofburg dem Bundespräsidenten Dr. Heinz Fischer – mit der Bitte, diesem braunen Spuk endlich ein Ende zu bereiten. Mit freundlichen Grüßen Wolfram P. Kastner Fotos der Aktion schicken wir Ihnen gerne auf Anfrage zu. Joyce Rohrmoser, Fotografin und Abonnentin Ihrer Zeitschrift machte die Fotos. ============================================== 04 Donnerstagsspeakerscorner (4 .11.) mit Buchpräsentation mit Kurt Krickler von "August Faschang" ============================================== > Liebe Leute! > > Auch am Donnerstag (4.11.) gibt es zusätzlich >zur wöchentlichen Mahnwache gegen Schwarzblau in >Österreich und Blaurot in Kärnten vor dem >Kanzleramt wieder einen Speakerscorner, diesmal >mit Kurt Krickler (HOSI). Einerseits geht es um >aktuelle Fragen wie die seltsamen Debatten >(nicht nur, aber v.a.) mit und in der ÖVP um die >"Homo-Ehe", andererseits gibt es eine >Buchpräsentation: Kurt Krickler wird ein von ihm >aus dem Dänischen übersetztes Buch über einen >dänischen SS-Arzt vorstellen, der im >KZ-Buchenwald "medizinische" Versuche u.a. an >Homosexuellen machte. Offensichtlich können aber >auch die menschenverachtenden und mörderischen >Konsequenzen der Homophobie insbesondere in der >Nazizeit ÖVP und FPÖ nicht dazu bewegen, von >ihrer homophoben Verbohrtheit abzurücken.Das >Buch ist in Österreich soeben erschienen. Die >bibliographischen Angaben zum Buch im ANHANG! > > Wer das Buch beim Speakerscorner auch gleich >erwerben will, sollte 19,90 eingesteckt haben. >Wer zum Speakerscorner nicht kommen kann, das >Buch aber haben möchte und sich den Weg in eine >Buchhandlung ersparen will, kann mich auch per >Mail oder telefonisch als Überbringer >beauftragen (Ich strecke den Betrag natürlich >auch vor.) > > Treffpunkt ist um 19Uhr45 Ecke >Ballhausplatz/Heldenplatz, Beginn 20Uhr. Und >danach sind wieder alle Teilnehmerinnen im >Stammlokal in der Neustiftgasse willkommen! > > Zahlreiches Kommen zum ersten Speakerscorner >mit Buchpräsentation wäre sehr fein! Vielleicht >den Termin gleich noch im Kalender eintragen, >bevor die mediale Lawine zur US-Wahl endgültig >losbricht! > > Weitere Termintipps: > Dienstag (2.11.), 19Uhr: Videodokumentation: >die 200. Widerstandslesung (Cinestudio, TU, >1060, Getreidemarkt 9) > Donnerstag (4.11.),ab 17Uhr: Widerstandslesung >mit Texten zur Reichspogromnacht (Ecke >Ballhausplatz/Heldenplatz). > Donnerstag (4.11.), 20Uhr: Speakerscorner mit Kurt Krickler, siehe oben. > > > ligrü Gustl > > ANHANG:Biographie über Carl Værnet erscheint in der Edition Regenbogen > > Im Rahmen ihrer Aktivitäten aus Anlaß ihres >25jährigen Bestehens sowie als Vorgriff auf die >60-Jahr-Feiern zur Befreiung vom >Nationalsozialismus hat sich die Edition >Regenbogen, der Verlag der Homosexuellen >Initiative (HOSI) Wien, die deutschen Rechte an >der 2002 in Dänemark erschienenen Biographie >über den dänischen SS-Arzt Carl Værnet >gesichert. Værnet hatte im KZ Buchenwald >medizinische Versuche an Homosexuellen >durchgeführt, um sie von ihrer Homosexualität zu >heilen. Bei Kriegsende wurde er zwar sofort >verhaftet, aber später gelang es ihm, sich nach >Südamerika abzusetzen, wo er bis zu seinem Tod >1965 unbehelligt leben konnte. > NEUERSCHEINUNG IN DER EDITION REGENBOGEN: > > Carl Værnet - Der dänische SS-Arzt im KZ Buchenwald > von Hans Davidsen-Nielsen, Niels Høiby, Niels-Birger Danielsen, Jakob Rubin > > In einer beispiellosen Pervertierung >medizinischen Handelns wurden in den >nationalsozialistischen Konzentrationslagern >zahlreiche pseudowissenschaftliche, nicht selten >tödlich verlaufende Experimente an Häftlingen >vorgenommen. Darunter auch an homosexuellen >Männern, die mit verschiedenen Zwangsmaßnahmen >von ihrer Homosexualität > "> geheilt> "> >werden sollten. > > Der dänische Arzt und SS-Sturmbannführer Carl >Værnet (1893-1965) implantierte im KZ Buchenwald >Häftlingen eine von ihm entwickelte > "> >künstliche Drüse> "> . Diese sollte durch >kontinuierliche Abgabe männlicher Hormone an den >Organismus die homosexuellen Häftlinge zur >Heterosexualität > "> umstimmen> "> . Mindestens >zwei Gefangene starben an den Folgen des >Eingriffs. > > Værnet, der sofort nach Kriegsende verhaftet >wurde, entzog sich auf abenteuerliche Weise >seiner sicheren Verurteilung wegen Verbrechens >gegen die Menschlichkeit durch Flucht nach >Argentinien. F> ür seine Untaten wurde er nie >zur Rechenschaft gezogen; er starb unbehelligt >im argentinischen Exil. > > Wie viele andere Nazi-Ärzte war auch Værnet ein >ganz gewöhnlicher > "> Biedermann> "> , der - >von unstillbarem Sendungsbewußtsein getrieben >und von seinen pseudowissenschaftlichen Ideen >überzeugt - bereit war, alles zu tun, diesen zum >Durchbruch zu verhelfen. > > Aufgrund umfangreicher Recherchen und anhand >zum Teil zuvor nicht zugänglich gewesener >Archivmaterialien sowie Interviews mit drei von >Værnets Kindern und mit einer überlebenden >Versuchsperson ist es den vier Autoren gelungen, >eine NS-Biographie, die einmal mehr das >Prädikat > "> Banalität des Bösen> "> verdient, >auf spannende Weise nachzuzeichnen. Sie geben >dabei umfassende Einblicke nicht nur in das >Funktionieren der nationalsozialistischen >Tötungsmaschinerie, sondern auch in die >außerhalb Dänemarks wenig bekannte, aber dennoch >äußerst interessante Situation dieses kleinen >Landes während der deutschen Besatzungsjahre >1940-45 und in deren Aufarbeitung nach der >Befreiung. > > Aus dem Dänischen von Kurt Krickler. Mit einem >Vorwort von Günter Grau und einem ergänzenden >Kapitel über Eugen Steinach von Florian >Mildenberger. > Edition Regenbogen, Wien 2004. 327 Seiten. > EUR> 19,90. ISBN 3-9500507-2-8. > > Die Übersetzung dieses Buches erfolgte mit >freundlicher Unterstützung von Kunstrådets >Fagudvalg for Litteratur in Dänemark. Es wurde >mit finanzieller Unterstützung des Nationalfonds >der Republik Österreich für Opfer des >Nationalsozialismus und mit Förderung des >Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und >Kultur in Wien gedruckt. > > Die Originalausgabe erschien 2002 unter dem >Titel > "> Værnet - Den danske SS-læge i >Buchenwald ============================================== 05 Alter > Radio Stimme - 02.11 von Radio Stimme ============================================== RADIO STIMME - DIE SENDUNG DER INITIATIVE MINDERHEITEN Dienstag, 02. November 2004 20.00 Uhr, Orange 94.0 Alter In Gesellschaften, die auf Schönheit und Jugendlichkeit fokussieren, ist die Frage nach dem Alter eine selten gestellte. Gleichzeitig scheint das Alter einer gewissen Abwertungstendenz zu unterliegen; andererseits wird Alter im zunehmend Maße als illegitimer Grund für Diskriminierung in Beruf und Alltag anerkannt. Das Thema "Alter" ist damit in einer vergreisenden Gesellschaft ein Thema mit Zukunft. Radio Stimme nähert sich diesem Thema in einer Schwerpunktsendung aus verschiedenen Blickwickeln: neben "Jugendfaschismus" und Generationenkonflikt werden auch die Relativität von Alter und das Tabuthema "Sex und Alter" behandelt. Weitere Sendungsthemen: - Wochenrückblick "Zwei Wochen in einer Stimme" ***** -> Sendung über's Internet hören Die Sendung ist über den Live-Stream von Orange 94,0 zur angegebenen Sendezeit (jeweils Di, 20.00 - 21.00 Uhr) über das Internet zu hören. (Orange 94,0 Live-Stream) ***** -> Sendung verpaßt? Diese und alle anderen Ausgaben von Radio Stimme sind in unserem digitalen Sendungsarchiv jederzeit als Download und Stream abrufbar. (http://www.initiative.minderheiten.at/Radio) ***** -> Radio Stimme Fest Fotos schauen Die Fotos vom Radio Stimme Fest am 30. Mai - zu sehen auf der Homepage der Initiative Minderheiten (http://www.initiative.minderheiten.at) ***** -> aus der Mailinglist austragen/Eintrag ändern? Mail bitte an radio.stimme at initiative.minderheiten.at ***** -- Radio Stimme – Die Sendung der Initiative Minderheiten Das politische Magazin zu den Themen Minderheiten - Menschenrechte - Rassismus on air: jeden zweiten Dienstag, 20.00 Uhr: Orange 94,0 on line: jederzeit: http://www.initiative.minderheiten.at ============================================== 06 Stellungnahme des KPÖ-Landesvorstandes Oberösterreich zum Parteitag von "Ernestine Gauchinger" ============================================== Stellungnahme des KPÖ-Landesvorstandes Oberösterreich zum Parteitag From: KPÖ-Oberösterreich (kpoe.ooe at aon.at) Date: Tue Nov 02 2004 - 10:01:36 CET Vorherige Nachricht: Parteder Franz: "Lavo Stmk: Die KPÖ hat eine bessere Zukunft verdient" Nachrichten sortiert nach: [ Datum ] [ Thread ] [ Subject ] [ Autor ] [ Attachement ] -------------------------------------------------------------------------------- Stellungnahme des KPÖ-Landesvorstandes Oberösterreich zum Parteitag Der 32. Parteitag im Jahre 2003 brachte nicht die durch seine Einberufung als Mitgliederparteitag erhoffte Entscheidung auf breitestmöglicher Grundlage für die Zukunft der KPÖ, sondern im Gegenteil eine Patt-Situation, die sich durch Rücktritte aus dem gewählten kleinen Bundesvorstand und Infragestellung dessen Legitimität weiter verstärkte. Ein bedenkliches Demokratieverständnis wurde beim Parteitag 2003 durch die Ausgabe von Listen über zu wählende bzw. nicht zu wählende KandidatInnen geoffenbart, da dies nichts anderes bedeutet als die politische Instrumentalisierung vieler teilnehmender Mitglieder. Als Konsequenz daraus sowie bedingt durch die für die KPÖ finanziell, personell und organisatorisch prekäre Situation nach dem Novum-Urteil vom September 2003 hat der Bundesvorstand den 33. Parteitag für Dezember 2004 nach Linz als Delegiertenparteitag einberufen. Laut Entscheidung der Schiedskommission über mehrere Einsprüche erfolgte die Einberufung des 33. Parteitages durch den Bundesvorstand statutenkonform. Der Termin für diesen Parteitag im Spätherbst 2004 wurde bereits zu Jahresbeginn auch mit Zustimmung der Landesorganisationen festgelegt. Mit der Vorverlegung auf 4./5. Dezember wurde vom Bundesvorstand den Bedenken der KPÖ-Steiermark im Zusammenhang mit der am 12. Dezember angesetzten Volksbefragung über den Verkauf der Gemeindewohnungen Rechnung getragen. Für eine neuerliche Verschiebung des Parteitages in das erste Quartal 2005 würden in Hinblick auf die in diesem Zeitraum stattfindenden Gemeinderatswahlen in der Steiermark und Niederösterreich die gleichen Argumente gelten. Wie auch die Schiedskommission festgestellt hat ist die Einberufung eines Separatparteitages durch die KPÖ-Ottakring für den 27. November nach Amstetten statutenwidrig. Es handelt sich dabei de facto um die Gründung einer anderen Partei, Mitglieder die sich daran beteiligen stellen sich faktisch außerhalb des geltenden Statuts. Da die Einberufung des Separatparteitages nach Amstetten auch von der im April 2004 gegründeten „Kommunistischen Initiative“ ausdrücklich begrüßt und unterstützt wird, stellt sich die Frage nach der Verantwortung deren UnterstützerInnen für die dadurch zustande gekommene Situation. Fast alle namhaften FunktionärInnen der KPÖ-Steiermark scheinen als UnterstützerInnen der KI auf, die politische Verantwortung für die Eskalation der Krise der KPÖ liegt daher maßgeblich bei diesen UnterstützerInnen. Wir fordern die KPÖ-Steiermark daher auf, sich von der statutenwidrigen Einberufung eines Separatparteitages nach Amstetten zu distanzieren und sich am statutenkonformen Parteitag in Linz zu beteiligen. Die KPÖ-Steiermark ist so wie alle anderen Teilorganisationen und Strömungen der KPÖ eingeladen, im Interesse der Erhaltung der Einheit der Partei beim Linzer Parteitag ihre Positionen einzubringen. Beschlossen vom KPÖ-Landesvorstand Oberösterreich am 29. Oktober 2004 ============================================== 07 info wars von no such ============================================== film premiere: info wars dienstag, 2. november 20:00 uhr filmcasino anschliessend wahlparty mit dj's und liveübertragung der wahlergebnisse bis in die frühen morgenstunden ab freitag, 5. november im top kino I I I I I I I I I I I I I I I I I I I I I I I I I > > > > > > I I I I I I I I I I I I Eine anarchistische Sabotagetruppe bringt George W. Bush dazu die Grenzen der Freiheit zu beschwören? Ein 15 jähriger Filmfan lässt Hollywood gegen die Meinungsfreiheit auftreten? Oder doch lieber eine Plattform zur Versteigerung von Wählerstimmen? info wars zeichnet das Bild der Internetgeneration, ihren Umgang mit Globalisierung und der zunehmenden Macht der multinationalen Konzerne. Gleichzeitig beschreibt der Film auch den Kampf um die ultimative Ressource der Informationsgesellschaft: Die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit. http://www.info-wars.com/ I I I I I I I I I I I I I I I I I I I I I I I I I I> > > > > > I I I I I I I I I I I I I I ============================================== 08 bock auf kultur 2004/2 von Verein Ute Bock ============================================== für den "mund" merci, lg :::::::::::::::::::: Bock auf Kultur 2004 Fortsetzung der Benefizreihe für das Flüchtlingsprojekt von Ute Bock: Unter dem Motto „Bock auf Kultur ’04 - Damit Flüchtlinge eine Chance haben“ werden bis zum 11. Dezember insgesamt 100 KünstlerInnen bei 44 Veranstaltungen - Konzerte, Kabarett, Lesungen - auftreten. Dank der Unterstützung durch Benefizevents und Spenden kann Frau Bock mittlerweile 250 AsylwerberInnen einen Wohnplatz bieten. Darüber hinaus offeriert der Verein Ute Bock eine Rechts- und Sozialberatung sowie kostenlose Deutsch- und EDV-Kurse für Flüchtlinge. Veranstaltungen 2. 11. - 14. 11.: Dienstag, 2.11., 19:00 :: Frauencafe (1080, Lange Gasse 11) :: Ishraga Mustafa Hamid - Trotzdem singe ich. Mittwoch, 3.11., 21:00 :: Fluc Mensa (1020 Praterstern) :: Patrick Pulsinger, Franz Hautzinger, Manfred Hofer + Bernhard Breuer, Angina P. Mittwoch, 3.11., 19:00 :: Hauptbücherei Wien (1070, Urban-Loritz-Platz 2a) :: Podiumsdiskussion: „Asyl-Neu - ein halbes Jahr danach“ Donnerstag, 04.11., 21:00 :: Club U (1010, Otto Wagner Pavillon / Karlsplatz) :: Fritz Ostermayer & Christian Fuchs (FM4) Freitag, 5.11., 20:00 :: Vorstadt (1160, Herbststraße 37) :: Celia Mara Samstag, 6.11., 20:00 :: Tacheles (1020, Karmeliterplatz 1) :: Werner Brix - Brix allein im Megaplexx Mittwoch, 10.11., 21:00 :: Shelter (1200, Wallensteinplatz 8) :: Peekaboo / [wa:rum] Donnerstag, 11.11., 21:00 :: Cafe Concerto (1160, Lerchenfelder Gürtel 53) :: W.i.t.Ch. - Whiskey in the Charts [D, A] Freitag, 12.11., 21:00 :: Bach (1160, Bachgasse 21) :: "drum&bass special" @ B.A.C.H.: shroombab (junglistic sistaz)/intoxicated (cloud9)/ geetox (audiosuite)/ gon (wicked squad) Samstag, 13.11., 20:00 :: Weinhaus Sittl (1160, Lerchenfelder Gürtel 51) Kollegium Kalksburg - »Imma des Söwe«: Trost oder Drohung? Sonntag, 14.11., 21:00 :: Flex (1010, Donaukanal, Abgang Augartenbrücke) Houseverstand / Waxolutionists/ Jürgen Drimal, Fred Scholl & Gernot Ebenlechner Detailprogramm unter http://www.bockaufkultur.at Mehr zum Verein Ute Bock: http://www.fraubock.at ============================================== 09 [al_newsletter] Roter Kino-Montag, Demo, etc. von "AL-Antifaschistische Linke" ============================================== AL-Antifaschistische Linke Newsletter Nr. 120 ***Kultur*** 1) Roter Kino-Montag: ‚Land and Freedom' ***Antifa*** 2) Demonstration: Nazis stoppen! ***Sonstiges*** 3) Morgenrot 30 online ++++++++++++++++++++ 1) Roter Kino-Montag: ‚Land and Freedom' Montag, 8. November: Land and Freedom Eine Geschichte aus dem spanischen BürgerInnenkrieg Regie: Ken Loach Land and Freedom erzählt die Geschichte des Verrats der spanischen Revolution (1936-39) durch die stalinistische Kommunistische Partei. David, ein junger arbeitsloser Kommunist aus Liverpool, beschließt, nach Spanien zu gehen, um gegen die FaschistInnen und für den Sozialismus zu kämpfen. Durch Zufall organisiert er sich nicht in den KP-dominierten Internationalen Brigaden, sondern wird Mitglied einer internationalen Abteilung der POUM (Arbeiterpartei der marxistischen Einheit), einer mit Trotzki sympatisierenden Partei, die während des BürgerInnenkriegs gegen die FaschistInnen keine unwesentliche Rolle spielte und einige zehntausend Menschen organisierte. David beteiligt sich an den Kämpfen gegen den Faschismus, erlebt die revolutionäre Aufbruchssstimmung und auch die Diskussionen ob die Revolution gleich gemacht werden solle oder der Krieg mit Rücksicht auf die Westalliierten im bürgerlichen Rahmen bleiben müssen. Schlußendlich wird David Opfer der Unterdrückung der POUM durch die StalinistInnen (der übrigens auch der österreichische Trotzkist Kurt Landau zum Opfer fiel, der in einem stalinistischen Geheimgefängnis ermordet wurde) und kann mit knapper Not nach England entkommen. Politisch bleibt er aber ungebrochen ... Zur Einstimmung empfehlen wir das Buch "Homage an Katalonien" von George Orwell. Die Geschichte von David ist in wesentlichen Punkten den Erinnerungen von Orwell an seine Zeit in Spanien entlehnt. Ken Loach gilt als einer der international renommiertesten linken Regisseure, Land and Freedom gewann einer Reihe internationaler Preise, unter anderem den Preis der Jury bei den internationalen Filmfestspielen in Cannes. #### Vorführung auf Großbildleinwand #### Montag, 8. November, 19:30h Amerlinghaus, Stiftgasse 8, 1070 Wien ++++++++++++++++++++ 2) Demonstration: Rechtsextreme und Nazis-Burschenschafter stoppen! Am 20.11. treffen sich rechtsextreme und Nazi-Burschenschafter im Hotel Wimberger in Wien. Dort wollen sie ein "Konrad-Lorenz- Symposium" abhalten, um ihre rassistische Hetze zu verbreiten. Als GegnerInnen jeder Form von Faschismus, Rassismus und Antisemitismus rufen wir alle Antifaschistinnen und Antifaschisten auf, sich gemeinsam dieser Provokation entgegenzustellen. Wir protestieren - komm auch DU hin! Treffpunkt: Samstag, 20.11.2004, 13.30, Westbahnhof (innere Mariahilfer-Straße) ++++++++++++++++++++ 3) Morgenrot 30 online Nachdem die Printausgabe schon seit einigen Tagen erhältlich ist, stellen wir das neue Morgenrot nun auch online zur Verfügung. Wir wünschen allen Interessierten wie immer viel Spaß beim Lesen und wollen an dieser Stelle noch einmal auf die Möglichkeit eines Morgenrot-Abos verweisen. Außerdem freuen wir natürlich jederzeit über LeserInnenbriefe! Das neue Morgenrot 30, online auf www.sozialismus.at !!! Viel Freude beim lesen und eine schöne Woche wünscht, AL-Antifaschistische Linke „The more you organise, the closer we get!" ########################### AL-Antifaschistische Linke Gegen Rassismus, Sexismus, Sozialabbau! Für Solidarität und Sozialismus! -------------------------------------------------- Web: www.sozialismus.at Mail: al at sozialismus.net Phone: 0699 10 934 921 Post: AL, c/o Amerlinghaus, Stiftg. 8, A-1070 Wien -------------------------------------------------- Um den Newsletter in Zukunft nicht mehr zu erhalten genügt ein leeres E-Mail an die Adresse: al_newsletter-unsubscribe at yahoogroups.com Eine weitere Adresse kann per Mail an al_newsletter-subscribe at yahoogroups.com eingetragen werden. AL - Antifaschistische Linke netz: www.sozialismus.at, almail at gmx.net tel.: +43 (0) 699 10 934 921 post: AL c/o Amerlinghaus, Stiftg. 8, A-1070 Wien ============================================== 10 Österreich und die "Dritte Welt"/ Gerald Hödl von Promedia ============================================== Einladung zu Präsentation und Diskussion des Buches: Gerald Hödl ÖSTERREICH UND DIE DRITTE WELT Außen- und Entwicklungspolitik der Zweiten Republik bis zum EU-Beitritt 1995 ISBN 3-85371-229-0, br., 304 Seiten, 21,90 Euro, 37,20 sFr. Wo: Österreichisches Lateinamerika Institut, Europasaal, Türkenstraße 25, 1090 Wien Wann: Dienstag, 16. November 2004, 19 Uhr Die TeilnehmerInnen: Dr. Gerald Hödl, Historiker, Autor Dr. Peter Jankowitsch, Außenminister a.D. Mag. Petra Navara, Horizont 3000 Dr. Heribert Steinbauer, AGEZ Anschließend Erfrischungen. Gerald Hödl bietet eine Gesamtdarstellung der österreichischen Politik gegenüber der so genannten Dritten Welt - nicht nur, wie sie sich in internationalen Konflikten und im Bereich der Wirtschaftsbeziehungen äußerte, sondern er beschreibt auch ihre entwicklungspolitischen Konzepte (einschließlich der Entwicklungshilfe). Die österreichische Außen- und Entwicklungspolitik wird dabei nicht als insulares Phänomen begriffen, sondern in den Kontext der globalen politischen und sozio-ökonomischen Prozesse sowie der internationalen entwicklungspolitischen Debatte gerückt. Somit ist das Buch zugleich ein Stück Weltgeschichte im Kleinen, von der Dekolonialisierung des Kongo, über den Nahostkonflikt bis hin zu den Auseinandersetzungen in Zentralamerika. Über Ihr Kommen würde sich freuen Das Promedia-Team Irina Vana, Hannes Hofbauer www.mediashop.at ============================================== 11 Volksgruppengespräche im ORF von Cornelia Kogoj ============================================== ORF-RADIÖ1476 wiener volksgruppengespräche zwei 8. November 2004, um 19.00 Uhr ORF KulturCafe, Argentinierstraße 30a, 1040 Wien, Eintritt frei Europäische Charta der Regional- oder Minderheitensprachen Der Nationalrat genehmigte die „Europäische Charta der Regional- oder Minderheitensprachen“ und völkerrechtlich trat die Sprachencharta für Österreich mit 1. Oktober 2001 in Kraft. Die österreichischen Volksgruppen sehen die Ratifizierung im Bezug auf die Definition der Sprachminderheiten restriktiv und eng ausgelegt. Aus der Charta resultierende Schutzmaßnahmen finden deshalb nicht auf jede österreichische Minderheitensprache im gleichen Maße Anwendung. Darüber diskutieren die Vertreter der Wiener Volksgruppen unter der Leitung von Rainer Rosenberg. Teilnehmer: Dr. Deak, Ernö - Stv. Vorsitzender des Volksgruppenbeirates der Ungarn Ing. Hanzl, Karl - Vorsitzender des Volksgruppenbeirates der Wiener Tschechen DI Konrad, Ingrid – Obfrau des Österreichisch-Slowakischen Kulturvereins in Wien Prof. Sarközi, Rudolf - Vorsitzender des Volksgruppenbeirates der Roma Moderation: Rosenberg, Rainer – Leiter Spezialprogramme Hörfunk - ORF Begrüßung: Erdost, Serdar – Volksgruppenprogramme Radio 1476 Referate: MR Dr. Tichy, Heinz - Die europäische Charta der Regional- oder Minderheitensprachen, Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur Ing. Pauer, Stefan - Auswirkungen der Charta auf die Situation der kroatischen Volksgruppe in Wien, Vorsitzender des Burgenländisch-Kroatischen Kulturvereins in Wien Mit freundlicher Unterstützung vom Österreichischen Volksgruppenzentrum, Kulturverein österreichischer Roma, Burgenländisch-Kroatischen Kulturverein in Wien, Schulverein Komenský, Forum Bilinguale, Österreichisch-Slowakischen Kulturverein in Wien und Zentralverband Ungarischer Vereine in Österreich. -- Dr. Cornelia Kogoj Initiative Minderheiten Gumpendorfer Str. 15/13 A-1060 Wien Tel.: (+43 1) 586 12 49-18 Fax: (+43 1) 586 82 17 www.initiative.minderheiten.at www.gastarbajteri.at ============================================== 12 wwwebtips und buecher-wwwebtips von "akin" ============================================== akin-Pressedienst. Elektronische Teilwiedergabe der nichtkommerziellen Wiener Wochenzeitung 'akin'. Texte im akin-pd muessen aber nicht wortidentisch mit den in der Papierausgabe veroeffentlichten sein. Nachdruck von Eigenbeitraegen mit Quellenangabe erbeten. Namentlich gezeichnete Beitraege stehen in der Verantwortung der VerfasserInnen. Ein Nachdruck von Texten mit anderem Copyright als dem unseren sagt nichts ueber eine anderweitige Verfuegungsberechtigung aus. ********************************************************** Aussendungszeitpunkt: Dienstag, 2. November 2004; 18:39 ********************************************************** > wwwebtips http://www.auf-einefrauenzeitschrift.at/ Die AUF-Eine Frauenzeitschrift wird 30. Und sie feiern mit einem Symposium vom 11.-13.November: "Heute besteht die Frauenbewegung aus einer Vielzahl von Gruppierungen, Projekten, Aktivitaeten oder Individuen aus den wissenschaftlichen, politischen, kulturellen und sozialen Bereichen, die sich mit differenziertesten Problemen und Arbeitsthematiken befassen. Durch diese Entwicklung hat sich der Zusammenhang und der Ueberblick erschwert. Mit dem dreitaegigen Symposium wollen wir ein Bewusstsein fuer die Errungenschaften dieser Vielfalt erarbeiten, Wissen und Strategien austauschen und gemeinsam neue Wege finden und gehen." -- naeheres auf der Website und auch im Terminkalender. Email: auf at auf-einefrauenzeitschrift.at http://SELLtheVOTE.COM Ob diese Site bei Auslieferung der akin noch online sein wird, ist fraglich -- dennoch ist sie nicht uninteressant. Dort gab es naemlich US-Wahlstimmen an Nichtwahlberechtigte zu vergeben -- verfassungsrechtlich sicher nicht in Ordnung, demokratiepolitisch aber ein interessanter Ansatz: US-Buerger boten dort Nicht-US-Buergern an, ihnen ihre Wahl-Stimme zu leihen. Die Argumentation: Der US-Praesident sei nicht nur fuer die USA von Relevanz sondern mache Weltpolitik und so sollten auch andere Menschen rund um den Globus bei seiner Wahl mitbestimmen koennen: Und nicht nur deswegen sei diese Initiative notwendig. Die Userin Linda aus New York: "Meine Stimme geht an einen Puertoricaner -- Sie zahlen dort Bundessteuern, kaempfen in der US-Armee, haben US-Paesse, aber haben kein Recht an den Presidentenwahlen teilzunehmen." http://bush.carlcarter.com Nochmal US-Wahlen: Der akustische Beweis, dass Bush nicht nur bei seinen Diskussionen mit Kerry verkabelt war -- wenns nicht echt ist, ist es zumindest gut gefaelscht. * > buecher-wwwebtips Was Reichtuemer vermoegen, Warum reiche Gesellschaften bei Pensionen, Gesundheit und Sozialem sparen. Hg. v. Armutskonferenz, Attac & Beigewum. 340S. EUR 14.-, Mandelbaum, ISBN 3-85476-128-7. Neuauflage http://www.armut.at/wissen/buch_reichtum.html Robert Foltin: Und wir bewegen uns doch, Soziale Bewegungen in Oesterreich, edition grundrisse http://www.grundrisse.net Oesterreichisches Studienzentrum fuer Frieden und Konfliktloesung(Hg.): Neutralitaet im Neuen Europa, Oesterreichs Beitrag zur Finalitaet der Union, agenda Verlag http://www.agenda.de/programm/buchreihen.php?rid=3 ************************************************* 'akin - aktuelle informationen' a-1170 wien, Lobenhauerngasse 35/2 vox: ++43/1/535-62-00 (anrufbeantworter, unberechenbare buerozeiten) http://akin.mediaweb.at akin.buero at gmx.at Bankverbindung lautend auf: föj/BfS, Bank Austria, BLZ 12000, 223-102-976/00, Zweck: akin ============================================== 13 Initiativen: Sachspenden fuer Fluechtlinge, Lehrgang Gewaltfreiheit von "akin" ============================================== Initiativen: > Sachspenden erbeten Die Ev. Diakonie bittet um Spenden fuer das Fluechtlingshaus "Rossauer Laende". Benoetigt wird: ·Geschirr ·Bettwaesche ·Bettzeug ·Besteck ·Handtuecher ·Tische ·Sessel ·Winterkleidung (auch Schals, Handschuhe) fuer Maenner!, Frauen und (Schul-)Kinder ·Winterschuhe! Bitte alles nur in gutem Zustand! Kontakt:Evangelischer Fluechtlingsdienst, Glasergasse 27, 1090 Wien Kontaktperson: Wolfgang Woblistin 01 3171526/17 * > Lehrgang Gewaltfreiheit Einjaehrige Ausbildung anlaesslich der Internationalen Dekade fuer eine Kultur des Friedens und der Gewaltfreiheit 2001 - 2010 - aktive Gewaltfreiheit - konstruktive Konfliktloesung - Intervention in Konflikten - gewaltfreie Aktion - Beispiele aus der Geschichte - Spiritualitaet der Gewaltfreiheit... Von Maerz bis November 2005, 5 Wochenendmodule, praktische Vertiefung (1 Woche im Sommer): Kosten: Euro 550,- Teilnahmebeitrag fuer den gesamten Lehrgang Information und Anmeldung: Internationaler Versoehnungsbund, oesterreichischer Zweig, Lederergasse 23/3/27, A-1080 Wien, Tel., Fax: 01 - 408 53 32, office at versoehnungsbund.at http://www.versoehnungsbund.at ************************************************* 'akin - aktuelle informationen' a-1170 wien, Lobenhauerngasse 35/2 vox: ++43/1/535-62-00 (anrufbeantworter, unberechenbare buerozeiten) http://akin.mediaweb.at akin.buero at gmx.at Bankverbindung lautend auf: föj/BfS, Bank Austria, BLZ 12000, 223-102-976/00, Zweck: akin ============================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND KOMMENTARE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ============================================== 14 Russland: Aufforderung zur Sippenhaft bricht Menschenrechts- konvention von Gesellschaft für bedrohte Völker ============================================== GESELLSCHAFT FÜR BEDROHTE VÖLKER PRESSEMITTEILUNG Göttingen, den 01.11.2004 Russischer Generalstaatsanwalt fordert Sippenhaft "Entlarvende Aufforderung zum Bruch der Menschenrechtskonvention" Als "entlarvende Aufforderung der russischen Justiz zum offiziellen Bruch mit der internationalen Menschenrechtskonvention" hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) die Forderung des russischen Generalstaatsanwalts Wladimir Ustinov nach Sippenhaft für Angehörige mutmaßlicher Terroristen in Russland bezeichnet. Die Äußerungen von Ustinov seien ein "weithin hörbares Eingeständnis für die Wiederannäherung Russlands an den Stalinismus, zumal für die russische Regierung alle Tschetschenen kollektiv für ,Terroristen' gehalten werden", kritisierte der GfbV-Generalsekretär Tilman Zülch am Montag in Göttingen. Gleichzeitig betonte der Menschenrechtler, dass die GfbV Terrorakte von tschetschenischer wie russischer Seite gleichermaßen auf das Schärfste verurteile. Ustinov hatte am vergangenen Freitag vor der Duma, dem russischen Parlament, verlangt, Terroristen durch "Kontergeiselnahmen" ihrer Verwandten vor Augen zu führen, was Geiselhaft bedeute. Sippenhaft sei in Tschetschenien zwar längst Praxis russischer Sicherheitskräfte. Doch bisher habe die russische Regierung diese Menschenrechtsverletzungen immer geleugnet, sagte Zülch. Nicht nur einfache Zivilisten, auch prominentere Politiker seien davon betroffen. So seien nach einer so genannten "Spezialoperation" Anfang März 2004 in Grosny, Benoi und Noschai Jurt etwa 20 Verwandte von Magomed Chambiew festgenommen worden. Dann sei dem ehemaligen tschetschenischen Verteidigungsminister unter dem früheren Präsidenten Aslan Maschadow ein Ultimatum gesetzt worden: Wenn er sich den Sicherheitskräften nicht bis zum 8. März stelle, würden die Festgenommen erschossen. Chambiew gab nach und stellte sich. Daraufhin wurden seine Angehörigen, die tagelang in Todesangst versetzt worden waren, wieder auf freien Fuß gesetzt. ========================================================= Gesellschaft fuer bedrohte Voelker e.V. (GfbV) Inse Geismar, Pressereferentin Postfach 2024, D-37010 Goettingen Tel. +49/551/49906-25, Fax:+49/551/58028 E-Mail: presse at gfbv.de, Homepage:http://www.gfbv.de ============================================== 15 HOSI Wien erhebt schwere Vorwürfe gegen Verfassungsgerichtshof von Kurt Krickler ============================================== Medienaussendung der Homosexuellen Initiative (HOSI) Wien vom 2. November 2004 Verfassungsgerichtshof/Homosexualität/EU-Recht Nichtanerkennung im Ausland geschlossener gleichgeschlechtlicher Ehen: HOSI Wien über Erkenntnis des Verfassungsgerichtshofs bestürzt Schwere Vorwürfe erhebt die Homosexuelle Initiative (HOSI) Wien gegen den VfGH wegen dessen vorige Woche veröffentlichten Urteils in der Beschwerde des US-Staatsbürgers Lon Williams betreffend die Nichtanerkennung seiner in den Niederlanden mit einem Deutschen geschlossenen Ehe. Der Deutsche konnte eine Anstellung bei einer internationalen Organisation in Wien nicht annehmen, weil Williams keine Niederlassungsbewilligung erhielt. Beiden wurde daher ihr Recht auf Freizügigkeit innerhalb der Europäischen Union EU-rechtswidrig vorenthalten. Der VfGH sieht indes in dieser Nichtanerkennung keine Verfassungs- oder Menschenrechtswidrigkeit und weigert sich zudem – ebenfalls EU-rechtswidrig –, die Sache dem Gerichtshof der Europäischen Gemeinschaften (EuGH) in Luxemburg zur Vorabentscheidung vorzulegen. Beschämendes Urteil “Das Urteil ist beschämend und eines Höchstgerichts unwürdig”, erklärt dazu HOSI-Wien-Obfrau Bettina Nemeth. “Zum einen beleidigt der Gerichtshof in seinem Urteil auf unerträgliche Weise den Beschwerdeführer und seinen Ehegatten, indem er deren Ehe ständig als ‘andere Art von Beziehung’ bezeichnet und vorgibt, der Beschwerdeführer wolle deren Gleichstellung mit einer Ehe, und dabei konsequent ignoriert, dass die beiden ja verheiratet sind und bereits die gleiche Heiratsurkunde wie jedes verschiedengeschlechtliche Ehepaar in Holland haben. Zum anderen sind die einzelnen Begründungen des VfGH teils fadenscheinig, teils schlicht falsch bzw. nicht auf dem aktuellen Stand des EU-Rechts, teils widersprüchlich und vor allem vollkommen willkürlich, wie leicht nachzuweisen war.” “Wir haben in einer ausführlichen und leicht nachvollziehbaren Kritik die einzelnen Passagen des Urteils gleichsam in der Luft zerrissen (der Text findet sich auf www.hosiwien.at). Es ist wirklich eine Schande, dass der VfGH ein derartig schlampiges Urteil zu erlassen wagt. Aber die offensichtliche Homophobie in der Richterschaft scheint zur Folge zu haben, dass das Gericht seine Verantwortung als Hüter der Menschenrechte vergisst, wenn ein Schwuler der Beschwerdeführer ist”, ergänzt HOSI-Wien-Obmann Christian Högl. “Auch beim § 209 StGB hat der VfGH mehrfach seine homophobe Flagge gezeigt und letztlich erst dann, als er nicht mehr anders konnte, diese Bestimmung als verfassungswidrig aufgehoben. Auch damals hat sich gezeigt, dass der VfGH sich nicht der Gerechtigkeit und den Menschenrechten verpflichtet fühlt, sondern bereit ist, jedes noch so lächerliche legalistische und formalistische Mätzchen auszuspielen, um Lesben und Schwulen ihre Gleichstellung und Gleichberechtigung möglichst lange vorzuenthalten. Offenbar denken die VerfassungsrichterInnen in ihrer Allmacht, sie seien sakrosankt, weil es gegen ihre Rechtsbeugung keine innerstaatliche Handhabe mehr gibt. Wobei sie in diesem Fall dem Beschwerdeführer sogar noch den Weg zu der zuständigen europäischen Instanz abgeschnitten haben.” Sackgasse Österreich “Dieses Manöver”, so Nemeth weiter, “halten wir für besonders perfid und verwerflich, denn wir Lesben und Schwule sind auf den Gang nach Straßburg bzw. nach Luxemburg angewiesen. Wie sich hier einmal mehr zeigt, ist Österreich in Sachen Menschenrechte für Lesben und Schwule kein Rechtsstaat. Wir fordern daher den Verwaltungsgerichtshof, an den die Causa zur weiteren Entscheidung abgetreten worden ist, auf, die aufgeworfenen EU-rechtlichen Fragen dem EuGH vorzulegen. Wir werden die Sache auch ans Europäische Parlament und die neue EU-Kommission herantragen. Und sollte das alles nichts fruchten, wird man letztlich wohl die niederländische Regierung dazu bringen müssen, Österreich vor dem EuGH zu verklagen.” “Wir appellieren auch an die Opposition”, so Högl abschließend, “die Urteile des VfGH nicht als sakrosankt zu betrachten, sondern kritisch zu beurteilen. Auch wenn man sich mit Urteilsschelte am VfGH in schlechter Gesellschaft – Haider, Strasser – befindet, muss Recht Recht bleiben. Ausländische Bürger, deren Rechte als EU-Bürger bzw. als deren Familienangehörige von Österreich heute massiv verletzt worden sind, auf die Zeit nach der Einführung entsprechender Rechtsinstitute in Österreich zu vertrösten, stellt eine Verhöhnung dieser Menschen und eine Kapitulation vor der Willkür der Höchstgerichte dar.” Jedenfalls wird sich auch Lon Williams von der willkürlichen, homophoben und unsachlichen Entscheidung des VfGH nicht entmutigen lassen. Er erklärt dazu: “The decision of the VFGH is fundamentally flawed, and I am irreversibly opposed to every argument because the reasoning behind each finding is discriminatory even in the most primitive sense. With that I must reiterate that I am married, and, therefore, the freedom of movement, as provided by EU law, does come into play. My basic human rights have been arbitrarily denied, and my civil status has been deliberately ignored. Hence, I am determined to challenge every single legal statement from this decision no matter how long it takes, and I will not discontinue my legal proceedings until every question is clarified.” HINWEIS: Nähere Details und Umstände des Falls finden sich in den drei Presseaussendungen der HOSI Wien zu dem Fall vom 23. und 26. 8. sowie vom 15. 10. 04 (vgl. auch OTS0153 und OTS0026). Sie sind auf dem Website der HOSI Wien abrufbar, ebenso die erwähnte Urteilskritik zum jetzigen Fall (bitte, diese Aussendung anklicken und im Text nach unten scrollen) sowie die Kritik an der Fehlentscheidung zum § 209 (entsprechenden Menüpunkt anklicken). Rückfragehinweis: Bettina Nemeth, Obfrau: Tel. 0699-11965265 Christian Högl, Obmann: Tel. 0699-11811038; Kurt Krickler, Generalsekretär: Tel. 5451310 oder 0664-5767466; office at hosiwien.at; www.hosiwien.at ============================================== 16 Soziales/Schwarzblau: AUS fuer Gesundheitsagenturen? von "akin" ============================================== Soziales/Schwarzblau: > AUS fuer Gesundheitsagenturen? Ziel bleibt gleich: Zerschlagung der sozialen Gesundheitsversorgung! Durch den Protest quer durch Oesterreich musste die Regierung nun nachgeben und sagen, dass es keine Gesundheitsagenturen geben werde. Das ist ein Erfolg aller Kolleginnen und Kollegen, die sich eingesetzt haben. Doch Achtung! Die Regierung plant nur einen Etikettenschwindel. Die Zerstoerung der Sozialversicherung bleibt weiter am Programm! Weil die Regierung bemerkt, dass die Bevoelkerung keine Zerstoerung des Gesundheitssystems wuenscht, will sie ihre "Gesundheitsreform" anders, und zwar als "ohne zusaetzlicher Verwaltung und ohne zusaetzliche Kosten" verkaufen. Jetzt soll mit Hilfe von zu "Gesundheitsplattformen" erweiterten Landesfonds und einer mit zusaetzlichen Aufgaben zu versehenden "Bundesstrukturkommission" die "Gesundheitsreform" durchgedrueckt werden. Das Ziel dahinter, die Sozialversicherung zu privatisieren und umzufaerben, bzw. die Gelder der Versicherten zu den Privaten umzuleiten, das hat die Regierung keinesfalls aufgegeben. Und ob die "Gesundheitsplattformen" wirklich nichts zusaetzlich kosten, sei abgewartet. Das hat man ja zuletzt bei der "Reform der Reform" des Hauptverbandes der Sozialversicherungstraeger gesehen: dort haben sich seit der "Reform" von 2001 die Buerokratiekosten fuer den Hauptverband vervielfacht und es haben jetzt OeVP und Wirtschaft die absolute Mehrheit, waehrend rund drei Viertel der Gelder der Sozialversicherung von den ArbeitnehmerInnen stammen. Auch wenn es die "Gesundheitsagenturen" jetzt nicht mehr geben soll, die Kassen-Ambulatorien, die AUVA-Unfallkrankenhaeuser und das Wiener Hanuschkrankenhaus sollen weiterhin ausgegliedert und privatisiert werden. Gleichzeitig sollen die Kassen finanziell weiterhin ausgehungert werden, indem ihnen sowohl eine Beitragserhoehung als auch eine Verbreiterung der Beitragsgrundlage vom Gesetzgegber verweigert wird. So sollen die Kassen gezwungen werden, ueber "Selbstbehalte" zu Beitraegen zu kommen. Das ist aber die unsozialste Art der Finanzierung. Die Gewinner dieser "Refform" sollen die privaten Gesundheitsanbieter und Privatversicherungen sein. Dass die Regierung ihre Verkaufsstrategie aendern musste, ist ein Zeichen dafuer, dass sie die Proteste, den Unmut und den bereits hie und da offen gezeigten Widerstand beruecksichtigen muss. Die Versicherten, Beschaeftigten in der Sozialversicherung, ArbeitnehmervertreterInnen in allen Bereichen kann das ermutigen, den Widerstand fortzusetzen und zu verbreitern. Denn wenn das ganze Ausmass der Regierungsvorhaben bekannt wird, dann wird es immer schwerer gelingen, den Menschen ein X fuer ein U vorzumachen. In der OeGB-Urabstimmung haben die Mitglieder mit ueberwaeltigender Mehrheit Kampfmassnahmen befuerwortet fuer den Fall, dass die Sozialversicherung weiter ausgehoehlt bzw. zerschlagen wird. Die "Gesundheitsreform" der Regierung ist dieser Anlassfall! (plattform proSV/bearb.) * Kontakt: 0650 830 7 830, proSV at akis.at ************************************************* 'akin - aktuelle informationen' a-1170 wien, Lobenhauerngasse 35/2 vox: ++43/1/535-62-00 (anrufbeantworter, unberechenbare buerozeiten) http://akin.mediaweb.at akin.buero at gmx.at Bankverbindung lautend auf: föj/BfS, Bank Austria, BLZ 12000, 223-102-976/00, Zweck: akin ============================================== ============================================== C) TERMINE ============================================== ======================== MITTWOCH http://www.mund.at/butt/Termine/November/0311.htm DONNERSTAG http://www.mund.at/butt/Termine/November/0411.htm FREITAG http://www.mund.at/butt/Termine/November/0511.htm ============================================== D) EDITORIAL ============================================== Für den Inhalt verantwortlich: Ihr. E-Mail-Adresse für Beiträge: widerstand at no-racism.net geschickt. widerst at nd MUND und alle Termine täglich aktualisiert im Web: http://www.no-racism.net/MUND Ziel von MUND (medienunabhängiger Nachrichtendienst) ist die unzensurierte und möglichst rasche Information über gesellschafts- politisch relevante Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu Widerstand und Antirassismus sowie verwandte Themen. sollen einen Titel, Namen und Emailadresse der/des AutorIn enthalten und möglichst kurz und prägnant gehalten sein, ev. mit Hinweis, wo weitere Informationen eingeholt werden können. Bitte keine Attachments! Die inhaltliche und sachliche Verantwortung liegt bei der/dem jeweiligen AutorIn bzw. jenen, die uns die Beiträge schicken. Der MUND wird von einzelnen TagesredakteurInnen zusammengestellt. Da Fehler nicht ausgeschlossen sind, bitten wir, nicht veröffentlichte Beiträge nochmals an widerstand at no-racism.net zu senden. Die Weiterleitung (auch auszugsweise) ist erwünscht. Beiträge mit rassistischen oder sexistischen Inhalten werden nicht veröffentlicht. Sehr persönliche Meldungen werden wir an den betreffenden Adressaten weiterleiten, aber nicht im MUND veröffentlichen. Die bisherigen Ausgaben sind unter http://www.no-racism.net/MUND archiviert. Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage: * Wann: Sonntag, 11.11.2001, 11:11 Uhr * * Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" * * Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf * * Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie. Aber kurz und prägnant.* Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch stillschweigend Zensur zu üben. Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die Nichtaufnahme geliefert. (Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.) Die AbsenderInnen der betroffenen Beiträge werden hiervon informiert. Im Sinne einer "gläsernen Zensur" könnt ihr Euch die Beiträge gerne extra schicken lassen: Ein kurzes Mail an widerstand at no-racism.net genügt. ================================================ E) VERTEILERLISTE ================================================ Zur Eintragung in diesen Verteiler bitte direkt subskribieren unter http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/analle oder von der einzutragenden Adresse aus ein mail schicken an: admin at no-racism.net mit folgendem Text: subscribe no-racism Bitte wegen Automatisierung diesen Wortlaut verwenden! Zur Austragung aus dieser Liste bitte an zusammengestellt. Bitte keine Attachments! (werden nicht angenommen) Redaktionelles: nicht aufgenommen: 1 Beitrag wg. IL/Pal - Bezug, 1 Beitrag nicht WR Redaktionsschluss für diese Ausgabe: Di 21.30 III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III ü, ö, ä, ß, Ü, Ö, Ä III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III widerst at nd-MUND is powered by http://alt.strg.at/ ================================================ From analle at no-racism.net Thu Nov 4 08:11:12 2004 From: analle at no-racism.net (analle at no-racism.net) Date: Thu, 4 Nov 2004 08:11:12 +0100 Subject: widerst@nd! - MUND: Donnerstag, 4.11.2004 Message-ID: widerst at nd MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst www.no-racism.net/mund Donnerstag, 4. November 2004 ================================================ A) INHALT ================================================ ================================================ 01 Elfriede Jelinek zum EKH-Verkauf der KPÖ: "ich bin bestürzt und empört" Von: Ökologische Linke ================================================ 02 Solidarität mit dem EKH 1 Von: Freiraum ================================================ 03 Solidarität mit dem EKH 2 Von: Freiraum ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 04 terminankündigung Soli flohmakrt deserteursberatung Von: deserteursberatung at utanet.at ================================================ 05 Einladung zu den >node< Impulswochen vom 22.11.-12.12.04 Von: gruber_sonja ================================================ 06 Hubsi Kramar: Dostojewskij im Bunker Von: GAMUEKL ================================================ 07 Veranstaltungshinweis Von: infoladen wels ================================================ 08 contextXXI-radio Von: Heidelinde Hammer ================================================ 09 25 Jahre HOSI Wien & 25 Jahre WHY NOT Von: Christian Hoegl ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND MEINUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 10 Protest gegen Strasser Von: Cornelia Kogoj ================================================ 11 Public Netbase: Stilllegung ist schwerer Verlust für Kunst und Kultur! Von: Kulturrat Österreich ================================================ 12 Datensicherheit auf ebay.de/ch/at Von: ..q/depesche" ================================================ 13 Make asylum fair, not fast Von: John O ================================================ 14 Mohammed Zakaria Targoni (JEM): »Der Krieg war nicht zu vermeiden« Von: Wadi e.V. Wien ================================================ ================================================ B) TEXTE ================================================ ================================================ 01 Elfriede Jelinek zum EKH-Verkauf der KPÖ: "ich bin bestürzt und empört" Von: Ökologische Linke ================================================ "ich bin bestürzt und empört" Eine Solidaritätserklärung von Elfriede Jelinek Ich bin auch bestürzt und empört über diesen Verkauf. Man hat euch das Haus also buchstäblich unter dem Hintern weggezogen. Das ist unglaublich, vor allem, wenn man bedenkt, wie wertvoll eure Arbeit dort ist, die Integration der unterschiedlichsten Gruppen, Menschen und Projekte. Die KPÖ zieht sich auf irgendwelche formaljuristischen Positionen zurück und vergißt offenbar die letzten Reste von Anstand und Verantwortung euch gegenüber. Ich wünsche euch, daß ihr diese bevorstehende Räumung verhindern könnt und wünsche euch viel Kraft dafür. Alles Liebe und Gute von Elfriede Jelinek. www.elfriedejelinek.com -- Ökologische Linke (ÖKOLI) Schottengasse 3a/1/4/59 A-1010 Wien e-milio: oekoli_wien at gmx.net Visite our Website: http://www.oekoli.cjb.net Ökoli Vorarlberg: http://PolitiX.cjb.net Spenden auf unser Konto sind immer willkommen: Konto Nr.: 56001071333 Bank Austria Creditanstalt BLZ 12000 Unsere Aussendungen sind nicht zur Verbreitung über Indymedia bestimmt! ************************************************ ********* ================================================ 02 Solidarität mit dem EKH 1 Von: Freiraum ================================================ Keine KPÖ. Kein Volk! Kein Vaterland! Nehmt euer Leben selbst in die Hand! Die Gruppe unterstützt das EKH mit allen nötigen Mitteln und ruft zur klaren Distanzierung von der KPÖ und deren Nachfolge-Projekten, wie die Linke, auf. Diese politschen Projekte sind hinter ihrem Verbalradikalismus nicht einmal mehr als poststalinistisch zu bezeichnen. Der Vorstand der KPÖ ließ am 20.10 über den Standard verlautbaren, dass er das Ernst-Kirchweger-Haus verkauft hat, allen Anschein nach an Rechtsextreme. Das ist als klares Einverständnis zu dessen Zerstörung zu verstehen. Was treibt eine Partei, die sich öffentlich als Teil sozialer Bewegungen bezeichnet, dazu das wichtigste Zentrum dieser Bewegung in Wien hinterrücks zu attackieren? Diese Frage haben sich anfänglich viele in der Gruppe Freiraum gestellt. Niemand hatte bisher nämlich das Bedürfnis sich bei all der Scheiße in der Gesellschaft auch noch mit der KPÖ auseinanderzusetzen und war wahrscheinlich irgendwie von der Hoffnung getragen, dass sie sich zumindest ein wenig von dem üblichen angepassten Dreck unterscheiden. Analysiert mensch die Strukturen, scheinen die Ereignisse logischer. Das hilft zwar nicht mehr gegen die aktuelle Situation und die Wut; aber kann vielleicht dabei helfen einige Illusionen in der Zukunft zu vermeiden: Die KPÖ basiert, wie jede primär nach politischen Herrschaftsposten strebende Gruppe, auf reaktionären und anti-emanzipativen Grundsätzen. In diesem Verständnis wird die Realität des eigenen Lebens säuberlich von gesellschaftlichen Verhältnissen und Strukturen getrennt. Politische Veränderung dient zur “glorreichen" Rettung aller anderen Unterdrückten und kann nur über hohe Machtpositionen erreicht werden. Um in diese Positionen zu kommen und sie zu halten, ist ein ständiger harter Wettkampf nötig, dessen Spielregeln bereits feststehen. Um den Wettkampf zu gewinnen muss mensch die vorgesetzten Spielregeln aktzeptieren und sich so in den Herrschaftsapparat integrieren. Das eigentlich als pragmatisch erachtete Werkzeug um seine Ideale umzusetzen, gewinnt so zu nehmend an Bedeutung bis es als wichtigstes Ziel jegliche Ideale und die Wahrnehmung der eigenen Lebensbedingungen verschüttet. Ideen und Bestrebungen zu einer besseren Welt machen so dem blossen Wettstreit um Macht und Einfluss; meist in Form parlamentarischer Alltagspolitik; Platz. Das Ergebnis in diesem Fall ist eine politische Initiative wie KPÖ, die sich in einer sozialrevolutionären Tradition versteht, in ihren Handlungen und internen Vorgängen aber nicht mehr wesentlich von einer x-beliebigen Partei wie der ÖVP zu unterscheiden ist. Ein solches Verständnis von Gesellschaft und politischer Veränderung läuft unseren daher diametral entgegen. Wir verstehen gesellschaftliche Verhältnisse in Bezug und Wechselwirkung mit uns. Ziel ist für uns die Selbstermächtigung; die Schaffung und Verteidigung von Freiräumen, in denen sich Möglichkeiten eines besseren Lebens jenseits der Normalität auftun. Das EKH ist einer der letzten, wenn nicht der einzige Ort in Wien, an dem solche Versuche praktiziert werden. Im EKH sind ein Wohnprojekt, Notplätze für Flüchtlinge, ein Infoladen, eine Volx-Bibliothek, Werkstätten, ein Beisl, Veranstaltungsräume, Zeitung, Proberäume und vieles mehr verschmolzen und haben sich über 15 Jahre als Ort zur Entfaltung und Erprobung von Lebens- und Gesellschaftsformen wider der sexistischen, kapitalistischen, homophoben, gewalttätigen, rassistischen Herrschaftsordnung bewährt. Zuerst fordern wir, um zumindest ein Mal die wirkliche Situation zu kennen, die KPÖ ?SpitzenfunktionärInnen des Finanzausschusses auf, die Kaufverträge unverzüglich zu veröffentlichen. Ebenfalls sollen sie die eigentlichen ?KäuferInnen, falls es sich bei Christian Machowetz nur um einen Mittelsmann handelt, bekannt geben. Wir fordern alle Beteiligten in KPÖ Strukturen (zB: KSV), bei der “Linken Liste", dem ASF, bei Malmö usw. auf Stellung zu beziehen und vorallem die Konsquenzen daraus zu ziehen. Worten werden Taten folgen! www.freiraum.at.tt Wir freuen uns auch schon auf diverse intensive Bekannschaften mit: KPÖ SpitzenfunktionärInnen wie Walter Baier, Michael Graber, Claudia Kriegelsteiner, Hans Höllisch, Waltraud Stiefsohn, Leo Mikesch usw. Gallionsfiguren der Linken wie Leo Gabriel dem neuen Besitzer des EKH dem Geschäftsführer der “Wielandgasse 2-4 Vermietungsges.m.b.H." Christian Machowetz -- www.freiraum.at.tt => Nimm dein Leben selbst in die Hand. Gegen Volk, Staat und Vaterland. ================================================ 03 Solidarität mit dem EKH 2 Von: Freiraum ================================================ Soldarität mit dem EKH Die KPÖ gab am 20.10.2004 überraschend den Verkauf des autonom verwalteten Ernst Kirchweger Hauses bekannt, wahrscheinlich an Rechtsextreme. Das gleichzeitige Verkünden der Gesprächs- und Kooperationsbereitschaft mit den BewohnerInnen des Hauses stehen in einem klaren Widerspruch und sind als politische Verantwortungsabgabe zu verstehen. Wäre diese Entscheidung auch nur ansatzweise im Interesse der BenutzerInnen des Hauses entstanden, so hätten sie diese in die das Haus betreffend Pläne mit einbeziehen müssen, anstatt sie plötzlich vor vollendete Tatsachen zu stellen. Dass schon seit Monaten über einen Verkauf des Hauses spekuliert wurde, kann den Vorwurf der fehlenden Zusammenarbeit nicht entkräften, sondern muss diesen sogar verstärken. Wir ortet hierbei eine typisch österreichische "Immer freundlich lächeln und von hinten das Hackl ins Kreuz hauen"- Mentalität. Ganz so unerwartet kam dieser letzte Schritt der Kapitulation der KPÖ vor den kapitalistischen Strukturen nicht. Trotzdem ist es eine endgültige politische Bankrott-Erklärung: Ein gesellschaftspolitisch gelungenes Experiment, Ressourcen, die jedem/jeder offen stehen und von allen genutzt werden können, wegen finanziellen Überlegungen über Boot zu werfen und zu vernichten, dabei auch noch über menschliche Schicksale hinwegzusehen und die Verantwortung auf die Gemeinde abwälzen. Je stärker die PolitikerInnen sich um ihre Interessen kümmern, desto wichtiger wird es für alle sich auch mehr um ihre persönliche Lebens- und Entfaltungsfreiheit zu kümmern und passiven wie aktiven Widerstand zu leisten. Dazu bieten sich viele Möglichkeiten, auch und gerade im alltäglichen Handeln gibt es Möglichkeiten ein besseres Leben abseits von staatlichen und wirtschaftlichen Logiken und Strukturen auszuprobieren und umzusetzen. Die Gruppe Freiraum ist für Emanzipation, für Selbstbestimmung, für eine bessere Welt und für Utopien. Für uns ist das EKH ein wichtiger Ort für innovatives und sozialengagiertes Zusammenleben, der Raum bietet für experimentelles Umgehen mit einer uns vorgesetzten und verinnerlichten Umgebung, die es zu hinterfragen und aufzubrechen gilt, wenn dam sich ohne Zwänge entfalten will. Aus diesem Grund setzen wir uns für den Erhalt des EKH als autonomes Sozialzentrum, als Veranstaltungsort, als Standort vieler Projekte, die durch den Verkauf bedroht sind, ein. EKH bleibt autonom! www.freiraum.at.tt ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 04 terminankündigung Soli flohmakrt deserteursberatung Von: deserteursberatung at utanet.at ================================================ Flohmarkt bei, mit und für die Deserteurs- und Flüchtlingsberatung! Samstag, 13. November 14:00 - 21:00 h Schottengasse 3a/1/59, 1010 Wien Glühwein, lekker Essen und viel spannende Flohmarktware warten! und es wird garantiert nicht kalt! Mehr Infos unter: http://www.deserteursberatung.at/aktuelles/soli_flohmarkt_131104.htm _______________________________________________ ================================================ 05 Einladung zu den >node< Impulswochen vom 22.11.-12.12.04 Von: gruber_sonja ================================================ >node< Impulswochen - "Wissen schafft Demokratie", 22. November - 12. Dezember 2004 Sehr geehrte Damen und Herren! Wir möchten Sie zu den >node< Impulswochen "Wissen schafft Demokratie", die vom 22. November bis 12. Dezember 2004 in Wien, Eisenstadt, Graz und Innsbruck stattfinden, einladen. Im Rahmen der >node< Impulswochen 2004 diskutieren PraktikerInnen und WissenschafterInnen demokratiepolitische Fragen, die in die Zukunft weisen: Kann Verwaltungsmodernisierung einen Beitrag zu mehr Demokratie leisten? Ist Demokratie im Unternehmen ein Vorteil oder ein Hindernis im Wettbewerb? Wird Antidiskriminierung über Gleichbehandlung oder Gleichstellung erreicht? Wie werden politische Entscheidungen in Europa künftig getroffen werden? Und welches Mitspracherecht werden die BürgerInnen dabei haben? Im Rahmen des Demokratieforschungsprogramms >node< - New Orientations for Democracy in Europe - des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur beschäftigen sich derzeit insgesamt 18 Forschungsprojekte mit aktuellen demokratiepolitischen Herausforderungen, analysieren politische Entwicklungen und Prozesse und erarbeiten Alternativen zur Behebung bestehender Demokratiedefizite ( www.node-research.at). Im Anhang finden Sie das detaillierte Programm zu den >node< Impulswochen. Für Fragen zu einzelnen Programmpunkten oder zum Forschungsprogramm >node< stehen wir Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung. Wir freuen uns auf Ihr Kommen! Mit freundlichen Grüßen Sonja Gruber, Wolfgang Gerlich, Johannes Posch ___________________________ Mag.a Sonja Gruber PlanSinn GmbH & CoKeg Technisches Büro für Planung und Kommunikation Schleifmühlgasse 1a/14 1040 Wien Tel.: ++43/1/585 33 90 - 19 Fax: ++43/1/585 33 90 - 40 Handy: 0664/431 64 10 E-mail: gruber at plansinn.at Web: www.plansinn.at ================================================ 06 Hubsi Kramar: Dostojewskij im Bunker Von: GAMUEKL ================================================ BRANDREDEN 1 “DER GROSSINQUISITOR" FJODOR M. DOSTOJEWSKIJ Es spielen: Nicola FILIPPELLI (Großinquisitor) Peter BOUSEK (Christus) Silvia AMORT (Gesang) Bühne: Erich SPERGER Kostüm: Caterina CZEPEK Assistenz: Alexandra REISINGER Dramaturgie: Helga LOMOSITS Regie: Hubsi KRAMAR Eine Koproduktion des Theaters der SHOWinisten - TAT t.atr & Kabelwerk Wien * VORPREMIERE: 30. November 04 * PREMIERE: 1. Dezember 04 2. - 4., und 7. - 11. Dezember 04 (Beginn: jeweils 20.00 Uhr) im KABELWERK - BUNKER A-1120 Wien, Oswaldgasse 33 Eintritt: ¤ 18,-- / ¤ 15,--/ ¤ 12,-- Freier Eintritt für Obdachlose Kartenreservierung unter: 01 / 577 22 65 und http://www.hubsikramar.net Aus aktuellem Anlass präsentiert Hubsi Kramar hier den ersten Teil seines neuen Zyklus BRANDREDEN und bringt den “Großinquisitor" aus Dostojewskij's Roman “Die Brüder Karamasow" auf die Bühne. Für passendes Ambiente sorgt als stimmungsvoller Auftrittsort der Bunker im Wiener Kabelwerk. Warme Kleidung, festes Schuhwerk und eine Taschenlampe sind nützlich! ZUM STÜCK Großinquisitor zu Christus: “Du aber wolltest den Menschen nicht der Freiheit berauben und verschmähtest den Vorschlag (aus Steinen Brot zu machen). Denn was ist das für eine Freiheit, so urteiltest Du, wenn der Gehorsam durch Brot erkauft wird? Du erwidertest, der Mensch lebe nicht vom Brot allein. Aber Du weißt wohl, dass im Namen eben dieses irdischen Brotes der Erdgeist sich gegen Dich erheben und mit Dir kämpfen und Dich besiegen wird und alle ihm nachfolgen werden...." Dieser Text, diese “Phantasie" von Dostojewskij, hat eine brennende Aktualität. Es gibt kaum einen zweiten Text in der Weltliteratur, der den unüberbrückbaren Gegensatz von FREIHEIT und MACHT so eindringlich und klar macht. Es ist damit ein notwendiger Beitrag zu der vernebelnden Art, wie mit den Themen “Terrorismus", “Kontrolle" und “Sicherheit" die Menschheit von einer kleinen Bande von verbrecherischen Geschäftemachern versklavt wird. Christus steht hier für die Idee (auch die utopische Idee) der Freiheit. Im Gegensatz dazu verkörpert der Großinquisitor die Macht. Er rechtfertigt diese Macht mit jedem Satz und auch jedes Verbrechen damit. Er ist sich auch sicher, im “Recht" zu sein. Dieses Recht zu haben, und dieses vermeintliche Wissen was richtig oder falsch ist, bringt immer wieder sehr viel Unglück über die “Menschen-Schafe", die sich solchen Heilsbringern unterordnen: Manipulatoren, die ihre Glaubensgrundsätze verwenden, um Macht aufzubauen und sie damit zu rechtfertigen. Im Zentrum steht der Vorwurf des Großinquisitors, dass Christus den drei Versuchungen des Satans in der Wüste nicht nachgegeben hat. In diesen drei Versuchungen wären auch die Antworten für die drei großen Fragen der Menschheit zu finden: das WUNDER (Steine in Brot zu verwandeln), das GEHEIMNIS (des Glaubens) und die AUTORITÄT (die Führerschaft) Diesen Versuchungen nachzugeben, so meint der Großinquisitor in seiner Anklage, wäre der einzige Weg gewesen, die Menschen glücklich zu machen. So aber seien sie dem Elend preisgegeben, wenn nicht er und die Kirche den Bund mit dem Satan geschlossen hätten, um die Menschen vor dem Untergang zu bewahrenŠ Diese Inszenierung ist Teil 1 des Zyklus BRANDREDEN: Einer Arbeit der ich mich nun verstärkt widmen werde, weil sichtbar immer mehr Menschen Amok laufen, die Ursachen dafür aber nicht artikulieren können. Der Zyklus BRANDREDEN wird klassische und neue Texte präsentieren, die diesem Amok Worte verleihen. Hubsi Kramar im Oktober 2004 -- Pressebetreuung GAMUEKL - Gabriele Müller-Klomfar 1040 Wien; Favoritenstrasse 45/2/1/4 Tel. 0699-1-913 14 11 e-mail: office at gamuekl.org ================================================ 07 Veranstaltungshinweis Von: infoladen wels ================================================ Hallo! Nächste Woche, am Mittwoch, 10.11.2004, um 19 Uhr wird im Infoladen (Spitalhof 3, 4600 Wels) der Film "Schweigen und Erinnern - Novemberpogrom in Österreich 1938" von Elisabeth Scharang (1998, 50 min) gezeigt. Eintritt ist natürlich und wie immer frei! Am Freitag, 03.12.2004 um 19 Uhr findet folgende Buchpräsention im Alten Schlachthof, Kleiner Saal, statt: "Irak - Von der Republik der Angst zur bürgerlichen Demokratie?", Eintritt ebenfalls frei. mit Thomas Schmidinger, Mary Kreuzer und einem irakischen Autor Buchbeschreibung: Irak - Von der Republik der Angst zur bürgerlichen Demokratie? In diesem Sammelband befassen sich überwiegend irakische AutorInnen mit der Geschichte des Irak bis zum Sturz Saddam Husseins und den aktuellen Entwicklungen seit April 2003. Die AutorInnen, die ein breites politisches Spektrum von gemäßigten schiitischen Islamisten über Vertreter kurdischer Parteien und den irakischen Grünen bis hin zu Kommunisten und einer Arbeiterkommunistin repräsentieren, befassen sich dabei im Gegensatz zu den meisten bisher zum Irak erschienenen Büchern bewusst aus einer irakischen Perspektive mit der politischen Entwicklung des Irak und ermöglichen damit völlig andere Einblicke in die Geschichte des irakischen Ba?thismus und die Perspektiven nach dem Sturz Saddam Husseins, als dies in der europäischen Presse üblich ist. Die HerausgeberInnen des Sammelbandes bereisten den Nordirak im Sommer 2004 und berichten über Erfahrungen und Eindrücke. Hussain Ali Bawa, irakischer Politologe und Autor zweier Beiträge des Sammelbandes, diskutiert über Ideologie des Ba'thismus sowie die Frage von Föderalismus und Demokratie im Nachkriegsirak. Wir würden uns über Dein Kommen sehr freuen! Freundliche Grüße, Kulturverein Infoladen Wels http://www.linkslinxooe.at _______________________________________________ ================================================ 08 contextXXI-radio Von: Heidelinde Hammer ================================================ Wien - Orange 94,0 ACHTUNG: seit Juni 2004 Freitag 13:00 - 14:00 Uhr Graz - Helsinki 92,6 jeden Montag 10:00 - 11:00 Uhr Klagenfurt - AGORA 105,5 / 106,8 / 100,9 jeden Donnerstag 19:00 - 20:00 Uhr Context XXI-Radio bringt: Letzte Monate in Wien. Aufzeichnungen aus dem australischen Internierungslager 1940/41 von Reinhold Eckfeld nach dem gleichnamigen Buch, hrsg. von Martin Krist bei Turia und Kant, Wien 2002. Eckfeld gelang es in seinem Bericht, das Ausgeliefertsein, die vollkommene Entrechtung, die in der Nacht des Novemberpogroms herrschte, in Worte zu fassen, die die Leserinnen und Leser auch heute nicht loslassen. Er beschreibt detailreich die Begegnungen mit nationalsozialistischen Beamten, die Schikanen bei der Beschaffung aller Dokumente und Formulare, die für die Emigration notwendig waren, und schildert Gespräche in den Schlangen vor den Schaltern, die die Verzweiflung der Wartenden widerspiegeln. Eine Sendung von Mary Kreutzer ================================================ 09 25 Jahre HOSI Wien & 25 Jahre WHY NOT Von: Christian Hoegl ================================================ Liebe Freundinnen und Freunde, sowohl die beliebte Disco WHY NOT als auch die HOSI Wien werden heuer 25 Jahre jung. Letztes Wochenende gab's das Fest im Rathaus und dieses Wochenende wird gleich weitergefeiert: Samstag, 6. November 2004 ab 22:00 Uhr im WHY NOT, Wien 1, Tiefer Graben 22 CLUB 25 SPECIAL Der Eintritt ist, wie immer bei dieser Veranstaltung für alle bis Mitternacht frei, für HOSI-Wien-Mitglieder gegen Vorweis ihrer Mitgliedskarte den ganzen Abend frei. Zum doppelten Geburtstag gibt es diesmal noch mehr Specials als zuvor: Vodka und Tequila nur ¤ 2,- heiße Stripp-Show Verlosung um 0:30 folgender Preise: ° 2 Gutscheine im Wert von je 300,- (!) des Reiseveranstalters TUI ° 1 Solariumgutschein im Wert von 40,- von Sun System ° 1 Gutschein von Hairdesign Dragan Sablic ° Gutscheine der Sportsauna ° Brunch-Gutscheine fürs neue Weekend-Brunch im FELIXX ° Gratisdrinks im FELIXX und im WHY NOT ° Freepässe fürs WHY NOT Wir sehen uns also diesen Samstag bei der Geburtstagsparty von WHY NOT & HOSI Wien und am besten gleich am Morgen darauf beim WEEKEND-BRUNCH im FELIXX. ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND MEINUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 10 Protest gegen Strasser Von: Cornelia Kogoj ================================================ Mit politischen Ermittlungen versucht Innenminister Ernst Strasser VerteidigerInnen von Menschenrechten aus dem Weg zu räumen. Jene, die sich seiner menschenrechtswidrigen Politik in den Weg stellen, sollen unter Mißbrauch der Sicherheitsbehörden eingeschüchtert und delegitimiert werden. Als Zeichen des Protestes und aus Solidarität mit allen bedrohten MenschenrechtsaktivistInnen beteiligt sich die Initiative Minderheiten an dem von SOS-Mitmensch initiierten "Schwarzen Tag der Menschenrechte" mit einer schwarzen Webside:: www.initiative.minderheiten.at


--
signatur Dr. Cornelia Kogoj -- Initiative Minderheiten Gumpendorfer Str. 15/13 A-1060 Wien Tel.: (+43 1) 586 12 49-18 Fax: (+43 1) 586 82 17 www.initiative.minderheiten.at www.gastarbajteri.at ================================================ 11 Public Netbase: Stilllegung ist schwerer Verlust für Kunst und Kultur! Von: Kulturrat Österreich ================================================ / PRESSEMITTEILUNG /_____________________ ________________/ Kulturrat Österreich / Public Netbase: Stilllegung ist schwerer Verlust für Kunst und Kultur! Kulturrat Österreich fordert Konsolidierung der Kompetenzplattform ________________/ Public Netbase ist für Kunst- und Kulturschaffende aller Sparten eine unverzichtbare Anlaufstelle im Bereich neuer Medien. Seit vielen Jahren stellt die Wiener Internet-Kulturplattform neben technischer Infrastruktur, Mail- und Webservices, vor allem auch das für künstlerische Projekte erforderliche Know-how zur Verfügung, das am freien Markt nicht gleichwertig angeboten wird. Umso dramatischer ist für den Kulturrat Österreich die Nachricht, dass Public Netbase diese für den gesamten Kunst- und Kulturbereich wichtigen Aufgaben aufgrund jahrelanger finanzieller Schwierigkeiten nicht mehr erfüllen kann. Mehr als eintausend Personen, Projekte und Vereine sind davon betroffen. Ebenso schwer wiegt, dass mit der Stilllegung auch ein wichtiger öffentlicher Raum verloren geht, der als Knotenpunkt internationaler Netzwerke vielen Menschen eine einzigartige Möglichkeit zur partizipativen Auseinandersetzung mit Globalisierung und tiefgreifenden Veränderungen in Gesellschaft, Technologie und Kultur geboten hat. Der Kulturrat Österreich fordert Bundeskanzler Wolfgang Schüssel, Kunststaatssekretär Franz Morak, Wiens Bürgermeister Michael Häupl und Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny dazu auf, der Bedeutung von Public Netbase als weltweit anerkannte Schnittstelle von Kunst und Kultur zur Informationsgesellschaft Rechnung zu tragen und mit einer bedarfsorientierten Finanzierung für eine nachhaltige Konsolidierung zu sorgen. Nur so ist zu gewährleisten, dass diese für die Zukunftsentwicklung von Kunst und Kultur unverzichtbare Kompetenzplattform erhalten bleibt. Weitere Informationen: http://www.t0.or.at/ ________________/ Kulturrat Österreich / ASSITEJ - Association International du Théâtre pour I'Enfance et la Jeunesse, Dachverband der Filmschaffenden, Gewerkschaft Kunst Medien Freie Berufe, IG Architektur, IG Autorinnen Autoren, IG Bildende Kunst, IG Freie Theaterarbeit, IG Kultur Österreich, konsortium.Netz.kultur, Musikergilde, Österreichischer Musikrat, Übersetzergemeinschaft, Verband Freier Radios Österreich, VOICE - Verband der Sprecher und Darsteller / Rückfragen /____________ Gabriele Gerbasits Kulturrat Österreich Gumpendorfer Str. 63b A-1060 Wien Tel. +43 (1) 503 71 20 mailto:contact at kulturrat.at ================================================ 12 Datensicherheit auf ebay.de/ch/at Von: ..q/depesche" ================================================ q/depesche 2004-11-03T02:04:30 Datensicherheit auf ebay.de/ch/at Und zwar die rechtliche Sicherheit des Unternehmens Kundendaten an Dritte weitergeben zu dürfen. Die geänderte Datenschutzerklärung, die alle eBay.de/ch/at Käufer und Verkäufer unterwirft, erlaubt eine Weitergabe persönlicher Daten auch über die Grenzen der EU. -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- eBay im Visier der Datenschützer: http://futurezone.orf.at/futurezone.orf?read=detail&id=255869 [ ... ] Wie die Arge Daten in einer Aussendung am Dienstag kritisierte, seien in dem seit Anfang November veröffentlichten Text besonders die Ermächtigungen zur Datennutzung und Datenweitergabe ausgeweitet worden. [ ... ] Die Datenempfänger innerhalb des Konzerns würden zwar in einer eigenen Liste vollständig aufgezählt, in vielen Fällen wanderten die Daten aber in die USA, warnte die Vereinigung. Dort gebe es keine ausreichenden Datenschutzregeln. [ ... ] Siehe auch depesche Nr. 2721: http://www.quintessenz.at/cgi-bin/index?id=000100002721 [ ... ] The meaning is clear. One fax to eBay from a lawman - police investigator, NSA, FBI or CIA employee, National Park ranger - and eBay sends back the user's full name, email address, home address, mailing address, home telephone number, name of company where seller is employed and user nickname. What's more, eBay will send the history of items he has browsed, feedbacks received, bids he has made, prices he has paid, and even messages sent in the site's various discussion groups. [...] Kommentierte eBay Datenschutzerklärung: ftp://ftp.freenet.at/mar/ebay-ds-erklaerung.pdf - -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- relayed by Chris - -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- quintessenz is powered by http://www.ewave.at subscribe/unsubscribe/digest http://www.quintessenz.at/cgi-bin/index?funktion=subscribe comments to depesche at quintessenz.org _______________________________________________ ================================================ 13 Make asylum fair, not fast Von: John O ================================================ =========== NCADC News Service =========== Everyone pays lip-service to the notion that genuine refugees deserve protection. The reality is that Europe's asylum systems do not always afford refugees even the chance to state their claim. The EU can provide many of the answers to the migration and asylum problems affecting member states. But it cannot not do so as long as individual member states put short-term domestic political interests ahead of the long-term common good. Another problem is the efficiency of asylum procedures. It would be a sound investment to front-load national asylum systems, so that a proper decision is reached in the first instance, instead of at the second or third appeal. Yet last year's harmonized EU legislation deprives a significant proportion of refugees - mainly those fleeing war or violence - of real integration chances, by allowing individual governments to deny them the right to work. Make asylum fair, not fast Ruud Lubbers Comment The Guardian Wednesday November 3, 2004 http://www.guardian.co.uk/comment/story/0,3604,1341934,00.html Asylum is again high on the European agenda. Although the number of asylum seekers arriving in Europe is at its lowest in years, the issue remains explosive, erupting periodically at key EU meetings such as the European Council summit starting tomorrow in Brussels. We need to step back from the notion that Europe is being flooded with asylum seekers. In 1992, around 680,000 people claimed asylum in the 25 states that now make up the EU. Last year, the number was under 350,000. This is manageable, but still the crisis rhetoric continues - often fuelled by thinly disguised xenophobia and political opportunism. Concern over illegal immigration, the poor integration of some migrant communities, and the fallout from September 11 is valid. But it should not be allowed to undermine Europe's commitment to human rights and refugee protection. I have learned during my time with the United Nations High Commission for Refugees that there is no quick fix to such complex global issues. The EU can provide many of the answers to the migration and asylum problems affecting member states. But it cannot not do so as long as individual member states put short-term domestic political interests ahead of the long-term common good. The EU approach to asylum rests on a key premise: that all EU states have similar asylum systems of equally high quality. The harmonization process, now entering its second five-year phase, is designed to bring national systems closer together. But there is a glaring omission: there is no system of burden-sharing. Instead, the tendency is to shift the burden to other EU states, or countries outside the EU that are ill-equipped to handle asylum claims. Then there is the issue of who gets recognised as a refugee. The premise is that an applicant will have the same chance of finding protection as a refugee in all EU countries. But this is not the case. In Slovakia, for example, many asylum seekers are Chechens - a group that, for good reason, has a recognition rate of well over 50% in several EU countries. Yet by September 30, only two people had been granted asylum in Slovakia out of 1,081 cases examined this year. In Greece, even when Saddam Hussein was in power, less than 1% of Iraqi applicants were given refugee status, and the overall recognition rate fell last year to 0.6%. It is not surprising that many asylum seekers move to countries where they think they have a better chance of having claims recognised. Another problem is the efficiency of asylum procedures. It would be a sound investment to front-load national asylum systems, so that a proper decision is reached in the first instance, instead of at the second or third appeal. Everyone pays lip-service to the notion that genuine refugees deserve protection. The reality is that Europe's asylum systems do not always afford refugees even the chance to state their claim. There is also much debate about the need for refugees and migrants to be better integrated in their new European homes. I agree. Yet last year's harmonised EU legislation deprives a significant proportion of refugees - mainly those fleeing war or violence - of real integration chances, by allowing individual governments to deny them the right to work. If European governments can iron out some of these difficulties and harmonise not only their laws but also their practice, they will truly have started to manage rather than simply react to the asylum challenge. I am encouraged that some ministers have started to stress that Europe needs to do more in the regions from which refugees come. The millions of refugees in developing countries deserve much more political and financial investment to help them return home once that is possible, and in the meantime to ensure they have a safe and decent existence. If the EU is serious about stemming irregular migration, it needs to look at providing opportunities for refugees and migrants to come to Europe legally. The proposal to establish an EU resettlement scheme for refugees would be an important step. We also need a system to manage economic migration sensibly. By legitimizing those we want - instead of secretly profiting from their illicit labour in our orchards and hospital wards - we can take back control from people traffickers. A policy built on exclusion is not only morally reprehensible, it is also impractical: it will simply push all forms of migration, including refugees, further underground. As they set the EU's migration agenda for the next five years, I urge European leaders to concentrate on creating a system that is fair and efficient, not simply fast. * Ruud Lubbers is UN high commissioner for refugees and former prime minister of the Netherlands End of Bulletin: Source for this Message: The Guardian Wednesday November 3, 2004 http://www.guardian.co.uk/comment/story/0,3604,1341934,00.html -- ========================= National Coalition of Anti-Deportation Campaigns (NCADC) 1 Delaunays Road Manchester M8 4QS General enquiries 0121 554 6947 ncadc at ncadc.org.uk http://www.ncadc.org.uk/ ========================= ================================================ 14 Mohammed Zakaria Targoni (JEM): »Der Krieg war nicht zu vermeiden« Von: Wadi e.V. Wien ================================================ »Der Krieg war nicht zu vermeiden« Mohammed Zakaria Targoni Mehr als 70 000 Menschen sind nach Angaben der WHO allein seit März in der westsudanesischen Provinz Darfur gestorben, und bei den Friedensverhandlungen zwischen dem islamistischen Militärregime und den bewaffneten Oppositionsgruppen SLM (Sudanese Liberation Movement) und JEM (Justice and Equality Movement) gab es bislang keine Fortschritte. Menschenrechtsorganisationen machen vor allem die Regierung für den Konflikt verantwortlich, erhoben kürzlich aber auch Vorwürfe gegen die Opposition. Mit Dipl. Ing. Mohammed Zakaria Targoni, der in Deutschland lebt und zu den Führungsmitgliedern des JEM zählt, sprach Thomas Schmidinger. Was sind aus Ihrer Sicht die Gründe für den Konflikt in Darfur? Nach den vergeblichen Versuchen in den 48 Jahren seit der Unabhängigkeit, das Land zu demokratisieren, sind wir zu der Überzeugung gekommen, dass die traditionellen Parteien nicht in der Lage sind, einen demokratischen Staat zu etablieren. Die politische und ökonomische Führung des Landes ist seit Jahrzehnten in den Händen einer nordsudanesischen Elite, die nicht mehr als zwei Prozent der gesamten Bevölkerung ausmacht. Wir denken deshalb, dass das Land so nicht mehr weiter regiert werden kann. Mit der derzeitigen Regierung ist der Zerfall des Sudan in kleinere Staaten mit Grenzstreitigkeiten nicht mehr aufzuhalten. Daher möchten wir das Land radikal reformieren. Wir verlangen die Einführung eines echten Föderalismus nach westlichem Muster, wie er etwa in Deutschland existiert. Dadurch könnte eine gleichmäßige Verteilung politischer Macht erreicht werden. Staatsbürgerliche Rechte sollten nicht länger an Religion oder ethnische Zugehörigkeit geknüpft werden, sondern für alle sudanesischen Bürger gelten. Weshalb wählten Sie den Guerillakampf als Mittel, um sich gegen das islamistische Militärregime zur Wehr zu setzen? Nach 171 Konferenzen zur Lösung der erwähnten Probleme seit 1956 sind nur leere Versprechungen wechselnder Regimes geblieben. Keines dieser Regimes hat die politische und ökonomische Ungleichheit im Sudan als Problem erkannt und etwas zur Änderung dieser Verhältnisse unternommen. In einem multiethnischen Staat wie dem Sudan, in dem über 500 ethnische Gruppen leben, dominierte unter wechselnden Regierungen nur eine kleine Gruppe, die alles beherrschte und mit eiserner Faust regierte. Die sudanesische Regierung hat jeden Protest mit Vernichtung bedroht. Einige Regierungsmitglieder erklärten offen, dass sie die Macht mit Gewalt erobert hätten und jeder, der die Macht haben wolle, diese auch nur mit Gewalt erobern könne. Wenn eine Regierung jede andere Möglichkeit politischer Partizipation unmöglich macht, ist ein Krieg nicht zu vermeiden. Hat der Krieg in Darfur die Situation der Zivilbevölkerung nicht nur noch weiter verschlechtert? Das ist richtig, der Krieg hat sogar den ganzen Sudan ruiniert. Aber ohne unseren Aufstand hätte die Situation noch viel düsterer ausgesehen. Bestimmt hätte die Regierung in Darfur ihre ethnischen Säuberungen vollendet und den Namen Darfur von der Landkarte getilgt. Gibt es eine politische oder strategische Zusammenarbeit mit der seit 2003 in Darfur kämpfenden SLM? Die gibt es. Wir wollen die Marginalisierung der Bevölkerung an der Peripherie und die innere Kolonialisierung beenden und aus dem Sudan einen Rechtsstaat machen. In diesen Punkten gibt es keine Unterschiede zwischen JEM und SLM. Wir beabsichtigen sogar, uns zu einer gemeinsamen Organisation zu vereinigen. Internationale Menschenrechtsorganisationen kritisieren nicht nur die sudanesische Regierung und die mit ihr verbündeten Janjawid-Milizen, sondern auch das JEM und das SLM. Auch sie sollen in Überfälle auf die Zivilbevölkerung verwickelt sein. Flüchtlinge berichten auch von sexualisierter Gewalt der Guerilla. Ich kann nichts über das SLM sagen, da es sich dabei um eine eigenständige Organisation handelt, aber unsere Truppen zeichnen sich auf jeden Fall durch diszipliniertes Verhalten aus. Bei uns arbeiten die politische und die militärische Führung eng zusammen. In einem Fall wurden wir zu Unrecht einer Menschenrechtsverletzung beschuldigt. Dabei handelte es sich um einen Spionagefall. Wir hatten sechs Personen verhaftet, die aus Holland und dem Tschad angereist waren. Vier Personen wurden sofort freigelassen, weil sie ahnungslos einen Bekannten begleitet hatten, die beiden anderen später. Die meisten Aussagen des Human Rights Report stimmen einfach nicht. Teilen des JEM wird eine Nähe zum entmachteten Islamistenführer Hasan al-Turabi nachgesagt. Wie ist Ihr Verhältnis zu ihm? In der Tat gehörten einige unserer Führungsmitglieder früher der Regierungspartei National Congress an. Diese Mitglieder sind jedoch vor der Spaltung der Partei, also Ende der neunziger Jahre, aus der Partei ausgetreten. Die Regierung in Khartoum benutzt diese alten politischen Beziehungen manchmal, um uns politisch zu diskreditieren. Aber wir sind eine eigenständige politische Kraft ohne Beziehungen zu Turabi und haben mit seinen Aktivitäten nichts zu tun. Seit Wochen kommt es immer wieder zu Verhandlungen zwischen JEM und SLM auf der einen und der Regierung auf der anderen Seite. Gibt es Fortschritte bei diesen Verhandlungen? Was erwarten Sie von der sudanesischen Regierung? Leider gibt es keine Forschritte, da die Regierung nur taktiert, um Zeit zu gewinnen. Das Regime ist an keiner friedlichen Lösung interessiert. Wir sind mit folgenden Forderungen in die Verhandlungen gegangen: Wir wollen eine vollständige Entmilitarisierung der Janjawid-Milizen, die Verhaftung ihrer Führung und den Rückzug des Militärs in die Kasernen, einen Waffenstillstand und ein militärisches Flugverbot über Darfur. Wir haben uns auch immer für eine unabhängige Untersuchung der Lage in Darfur ausgesprochen. Hier erhoffen wir uns Fortschritte von der Ernennung des italienischen Richters Antonio Cassese zum Leiter einer Untersuchungskommission durch UN-Generalsekretär Kofi Annan. Die Friedensverhandlungen finden in Nigeria statt, aber auch der libysche Staatschef Muammar al-Gaddafi hat sich bemüht zu vermitteln. Welche Rolle spielen die arabischen und afrikanischen Staaten im Konflikt um Darfur? Ägypten und Tschad unterstützen die sudanesische Regierung und sind daher keine Verhandlungspartner für uns. Libyen ist der einzige neutrale Staat, in dem auch über eine Million Flüchtlinge aus Darfur leben. Die anderen Staaten der Arabischen Liga unterstützen sowieso die Regierung des vermeintlichen »arabischen Bruderlandes«. In der Afrikanischen Union ist derzeit Nigeria, das ebenfalls gute Beziehungen zum Sudan pflegt, führend. Was denken Sie über die Reaktion der Uno, Europas und der USA? Wir haben immer wieder an die internationale Öffentlichkeit appelliert. Diese war aber nur mit dem Irak und den palästinensischen Gebieten beschäftigt und hat sich nicht für uns interessiert. Wenn man früher eingegriffen hätte, hätte man das Ausmaß der Katastrophe in Darfur in Grenzen halten können. Leider bewegt sich erst etwas, wenn emotional aufgeladene Bilder über den Fernseher laufen. Die Weltgemeinschaft ist nach den Erfahrungen in Afghanistan und im Irak sehr vorsichtig geworden und hält sich sehr zurück. Letztlich kann dieser Völkermord aber nur durch einen militärischen Eingriff beendet werden. Jungle World, Nummer 46 vom 03. November 2004 www.jungle-world.com ------------------------------------------------ Wadi - Verband für Krisenhilfe und solidarische Entwicklungszusammenarbeit e-mail: wadi_wien at hotmail.com Tel.: 0664/9972139 Spendenkonto in Österreich: Kontonummer 07.405.301 Evangelische Kreditgenossenschaft eG BLZ 31800 Spendenkonto in Deutschland Kontonummer 612305-602 bei der Postbank Frankfurt/M. BLZ: 500 100 60 Website mit weiteren Informationen zu Projekten von Wadi e. V. und politischen Hintergrundinfos: www.wadinet.de ================================================ B) TERMINE ================================================ ======================== Donnerstag http://mund.at/butt/Termine/November/0411.htm Freitag http://www.mund.at/butt/Termine/November/0511.htm Samstag http://www.mund.at/butt/Termine/November/0611.htm ======================== ================================================ D) EDITORIAL ================================================ Für den Inhalt verantwortlich: Ihr. E-Mail-Adresse für Beiträge: widerstand at no-racism.net geschickt. widerst at nd MUND und alle Termine täglich aktualisiert im Web: http://www.no-racism.net/MUND Ziel von MUND (medienunabhängiger Nachrichtendienst) ist die unzensurierte und möglichst rasche Information über gesellschafts- politisch relevante Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu Widerstand und Antirassismus sowie verwandte Themen. sollen einen Titel, Namen und Emailadresse der/des AutorIn enthalten und möglichst kurz und prägnant gehalten sein, ev. mit Hinweis, wo weitere Informationen eingeholt werden können. Bitte keine Attachments! Die inhaltliche und sachliche Verantwortung liegt bei der/dem jeweiligen AutorIn bzw. jenen, die uns die Beiträge schicken. Der MUND wird von einzelnen TagesredakteurInnen zusammengestellt. Da Fehler nicht ausgeschlossen sind, bitten wir, nicht veröffentlichte Beiträge nochmals an widerstand at no-racism.net zu senden. Die Weiterleitung (auch auszugsweise) ist erwünscht. Beiträge mit rassistischen oder sexistischen Inhalten werden nicht veröffentlicht. Sehr persönliche Meldungen werden wir an den betreffenden Adressaten weiterleiten, aber nicht im MUND veröffentlichen. Die bisherigen Ausgaben sind unter http://www.no-racism.net/MUND archiviert. Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage: * Wann: Sonntag, 11.11.2001, 11:11 Uhr * * Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" * * Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf * * Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie. Aber kurz und prägnant.* Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch stillschweigend Zensur zu üben. Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die Nichtaufnahme geliefert. (Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.) Die AbsenderInnen der betroffenen Beiträge werden hiervon informiert. Im Sinne einer "gläsernen Zensur" könnt ihr Euch die Beiträge gerne extra schicken lassen: Ein kurzes Mail an widerstand at no-racism.net genügt. ================================================ E) VERTEILERLISTE ================================================ Zur Eintragung in diesen Verteiler bitte direkt subskribieren unter http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/analle oder von der einzutragenden Adresse aus ein mail schicken an: admin at no-racism.net mit folgendem Text: subscribe no-racism Bitte wegen Automatisierung diesen Wortlaut verwenden! Zur Austragung aus dieser Liste bitte an zusammengestellt. Bitte keine Attachments! (werden nicht angenommen) 3 attachments, 1 unaktuell Redaktionsschluss für diese Ausgabe: Do 2:00 III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III ü, ö, ä, ß, Ü, Ö, Ä III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III widerst at nd-MUND is powered by http://alt.strg.at/ ================================================ From analle at no-racism.net Fri Nov 5 08:19:07 2004 From: analle at no-racism.net (analle at no-racism.net) Date: Fri, 5 Nov 2004 08:19:07 +0100 Subject: widerst@nd! - MUND: Freitag, 5. November 2004 Message-ID: widerst at nd MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst www.no-racism.net/mund Freitag, 5. November 2004 ================================================ A) INHALT ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 01 9.11.: Gedenkkundgebung zum Novemberpogrom Rosa Antifa Wien ================================================== 02 ein buch und eine veranstaltungsreihe "redaktion grundrisse" ================================================== 03 Termin 11. - 13. Nov. Symposium 30 Jahre AUF-Eine Frauenzeitschrift, "AUF-Eine Frauenzeitschrift" ================================================== 04 Veranstaltungshinweis "venezuela-info.net" ================================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND KOMMENTARE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 05 Großes Treffen von Rechtsextremen, am 7. November am Wr. Zentralfriedhof beim SS-Major Novotny Grab, angesagt! "Robert @." ================================================== 06 European Court of Human Rights Again Condemns Austria "PF209" ================================================== 07 Stmk/AK/Auto-Cluster/Wohnungen/GLB KPÖ Steiermark ================================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< DISKUSSION ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 08 Zum Verkauf des EKH "helmut.fellner" ================================================== 09 [slp-info] stellungnahme der slp zur situation der kpö "Sozialistische LinksPartei" ================================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< SOLIDARITÄT WELTWEIT ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 10 Ukraine: Europa soll sich gegen Wahlmanipulationen wehren! Gesellschaft für bedrohte Völker ================================================== 11 Circolo di Basilea (Svizzera) ================================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< LINKS / VERWEISE / HINWEISE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 12 Rifondazione.at (auf deutsch) ================================================== 13 Rifondazione.at ================================================== ================================================ B) TEXTE ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 01 9.11.: Gedenkkundgebung zum Novemberpogrom Rosa Antifa Wien ================================================== ################################### Gedenkkundgebung zum Novemberpogrom 9. November 1938 Niemals vergessen! 09.11.04, 19 Uhr Kleine Sperlgasse 2a / 1020 Wien ################################### Waehrend des Novemberpogroms 1938 wurden in Wien 27 Juedinnen und Juden ermordet, 4000 Wohnungen und Geschaefte sowie 42 Synagogen vom antisemitischen Mob zerstoert. Mit einem Rundgang (Kleine Sperlgasse - Malzgasse - Foerstergasse - Schiffamtsgasse - Grosse Schiffgasse - Kl. Sperlgasse) wollen wir aufzeigen, wie flaechendeckend die antisemitischen Ausschreitungen und Arisierungen in Wien stattfanden. Mit Beitraegen und Textauszuegen zum Novemberpogrom, vorgetragen vom 1. Wiener Lesetheater. Wir wollen euch jedoch bitten, Gegenstaende wie Transparente, Fahnen, Megaphone etc. zuhause zu lassen. Das Gedenken an die Opfer des 9. November soll naemlich weder "Democharakter" haben, noch eine Art "Lichtermeer"-Trauermarsch sein, da ein inhaltsleeres, mystifizierendes Gedenken die Umstaende, die diesen Wahnsinn ermoeglicht haben, nicht anspricht und aehnliche Umstaende, die weiterexistierten, nicht aufgreift. +++++++++++++++++++++++ Im folgenden der Aufruf: 9. November 1938 Niemals vergessen! Zum 66. Mal jaehrt sich am 9. November jener Pogrom, der im 3. Reich die Verfolgung juedischer Menschen eskalieren liess. Gab es schon zuvor Diskriminierungen durch die "Nuernberger Rassengesetze" und antisemitische Ausschreitungen, sollte der Novemberpogrom (von den Nazis als "Reichskristallnacht" bezeichnet) die Deutschen und OesterreicherInnen auf die Ausrottung des europaeischen JuedInnentums einschwoeren und gleichzeitig der Nazifuehrung ein Stimmungsbild verschaffen. Sie wurden nicht enttaeuscht. Nachdem der 17-jaehrige Hershel Grynszpan den deutschen Botschaftsrat in Paris getoetet hatte (aus Rache, weil seine Eltern aus Deutschland ausgewiesen wurden und im deutsch-polnischen Niemandsland wie viele tausend JuedInnen herumirrten), sah die Nazispitze die Chance gegeben, im ganzen Land die Bevoelkerung gegen juedische Menschen zu mobilisieren. Und an jenem 9. November 1938 kam es zur "Reichskristallnacht" (weil sich in der Nacht das Licht in den zerbrochenen Fensterscheiben juedischer Geschaefte widerspiegelte). Nicht bloss organisierte SA-Banden fuehrten den Pogrom durch, nein, die Bevoelkerung mischte tatkraeftig mit. Pluenderungen, Demuetigungen und Morde wurden in jener Nacht vom Mob veruebt. Teilweise ging das den Machthabern insofern zu weit, als sie befuerchteten, dass Werte zerstoert und verloren gingen. Allein in Oesterreich wurden in jener Nacht 27 JuedInnen ermordet, 88 schwer verletzt, mehr als 6.500 festgenommen, 42 Synagogen wurden in Wien zerstoert, mehr als 4.000 Wohnungen und Geschaefte verwuestet und 2.000 Wohnungen zwangsgeraeumt. Die Wiener Bevoelkerung trieb es soweit, dass selbst die Gestapo Muehe hatte, den Mob unter Kontrolle zu bringen. Fuer die Nazis war es ein Erfolg: nun waren sie sich der Unterstuetzung der Bevoelkerung sicher. Was danach kam, ist bekannt: Einsatzkommandos, Vernichtungslager, sechs Millionen ermordete Juedinnen und Juden. Und alles mit Praezision und Gewissenlosigkeit. Am 8. Mai 1945 wurde diesem Treiben durch die Alliierten Streitkraefte ein Ende gesetzt. TaeterInnen Und nicht etwa durch OesterreicherInnen oder Deutsche. Die ueberwaeltigende Mehrheit hat den Holocaust und den Raubkrieg unterstuetzt oder toleriert. Viele profitierten davon, und zeigten kein Interesse daran, den Wahnsinn von sich aus zu beenden. Von sich auf andere schliessend, ist die Vergeltung von Gleichem mit Gleichem erwartet worden. Die Alliierten mussten nach der Befreiung feststellen, dass von Reue keine Spur war, eher depressive Gleichgueltigkeit und Angst vor Vergeltung. Allein die sowjetische Bevoelkerung hatte durch den deutschen Vernichtungskrieg einen Blutzoll von 25 Millionen Toten bezahlt. Die unfassbaren Opferzahlen selbst interessierten hier aber niemand. Zwecks Wiederaufbau wurde die deutsche Volksgemeinschaft durch die oesterreichische Volksgemeinschaft ersetzt und beim vielen Zupacken wollte sich hier niemand mit der gerade verflossenen Nazizeit beschaeftigen. Die Entnazifizierung wurde bald beendet, viele TaeterInnen und MitlaeuferInnen kamen ungeschoren davon, und besetzten wieder politische Aemter und behoerdliche Funktionen. Selbst im Kabinett Kreisky fanden sich noch drei ehemalige NSDAP-Mitglieder. Und davon gab es nach 1945 so viele, dass SPOe und OeVP sich nicht genierten, um ihre Stimmen zu buhlen. Die VorgaengerInnen-partei der FPOe, der Verband der Unabhaengigen (VdU), war ohnehin Sammelbecken derer, denen Joerg Haider noch 1995 eine ordentliche Gesinnung attestierte. Auswirkungen Und so konnte es geschehen, dass ein Kurt Waldheim WEGEN seiner SA-Vergangenheit Bundespraesident wurde, dass ein Joerg Haider mit Nazikoketterie die FPOe an 28% heranfuehren konnte, dass antisemitische Aussagen von PolitikerInnen, die zu ernsthaften Konsequenzen fuehren muessten, hier noch augenzwinkernd akzeptiert werden. Die Israelitische Kultusgemeinde wird ausgehungert, und geschichtsrevisionistische Einrichtungen wie das Haus der Heimat mit Geld ueberhaeuft. Und machen wir uns nichts vor: auch wenn die FPOe am Boden liegt, die Motive, mit denen sie gewaehlt wurde sind immer noch im gleichen Ausmass vorhanden: Antisemitismus, Rassismus, Sexismus, Homophobie, DenunziantInnentum und Autoritaetshoerigkeit. All diese in Oesterreich tief verwurzelten Eigenschaften machten auch den 9. November 1938 moeglich. Diese Kundgebung will ein Anstoss dazu sein, diesen Zustaenden entschieden entgegenzutreten - in jeder Situation. In diesem Sinne: Niemals vergessen! Oesterreichische Zustaende bekaempfen! Initiative Niemals Vergessen Der Aufruf wird unterstuetzt von: Bund sozialdemokratischer Juden - AVODA, Gruenalternative Jugend Wien (GAJ), Grundrisse, Rosa Antifa Wien (RAW), TATblatt -- ############ RAW ############# Rosa Antifa Wien c/o Rosa Lila Tip Linke Wienzeile 102 A-1060 Wien AUSTRIA ------------------------- E-Mail: raw at raw.at Web: http://www.raw.at Board: http://www.n3tw0rk.org ------------------------- PGP-Key available here: http://www.raw.at/sub/kontakt/raw.asc ############ RAW ############# ================================================== 02 ein buch und eine veranstaltungsreihe "redaktion grundrisse" ================================================== liebe leserInnen, liebe interessierte! die nächsten grundrisse erscheinen zwar erst im dezember, dennoch freuen wir uns, euch zwei feine sachen anbieten zu können: - das soeben erschienene erste buch der edition grundrisse, robert foltin's "und wir bewegen uns doch. soziale bewegungen in österreich" und - die am 10.11. startende veranstaltungsreihe "stop making capitalism. gesellschaftskritik und emanzipation im 21. jahrhundert" nähere informationen zu "und wir bewegen uns doch" findet ihr unter www.grundrisse.net, das buch kann und soll per mail bei uns um 18 euro inkl. versand bestellt werden. ach ja, am 30.11. wird in der wiener fluc-mensa die offizielle präsentationsmegaparty über die bühne gehen -> wir werden informieren, ehrenwort! die von den grundrissen, unterstützt von grün-alternativer jugend wien, malmoe, kurswechsel, kommunistischem studentInnenverband, den grün-alternativen studentInnen und dem verband sozialistischer studentInnen und der bundes- sowie der wiener öh konzipierte veranstaltungsreihe "stop making capitalism. gesellschaftskritik und emanzipation im 21. jahrhundert" startet am 10. und 11.11. mit zwei veranstaltungen mit alex demirovic aus frankfurt. bevor wir euch diese veranstaltungen ans herz legen wollen, hier noch der einladungstext zur gesamtreihe, die im monatsrhytmus an der uni wien über die bühne gehen soll: Seltene Einigkeit herrscht seit einiger Zeit zwischen KritikerInnen und ApologetInnen des Kapitalismus. Demnach befindet sich diese Gesellschaftsordnung nach ihrem endgültig weltweiten Siegeszug seit 1989 in einer Phase weit reichender sozialer, ökonomischer und politischer Veränderungen. In diesen Prozessen werden grundlegende gesellschaftliche Ausbeutungs- und Herrschaftsmechanismen transformiert, um unter veränderten Bedingungen aufrechterhalten werden zu können. Aus der Perspektive der gesellschaftlichen Emanzipation , in der es weiterhin darum gehen muss "alle Verhältnisse umzuwerfen, in denen der Mensch ein erniedrigtes, ein geknechtetes, ein verächtliches Wesen ist” (Karl Marx), kann es daher nicht um ein stures Festhalten an überkommenen Weltsichten und überholten Vorstellungen der Emanzipation gehen. Gegen dogmatische und autoritäre Verengungen linker Theoriebildung und einer damit verbundener Verachtung jeglicher politischer Praxis, aber auch gegen eine Fetischisierung von Bewegung um der Bewegung willen, ist zu fragen, welche Konzepte und Entwürfe theoretischer wie praktischer Gesellschaftskritik aus heutiger Sicht noch brauchbar und welche neu gedacht und erprobt werden müssen. In diesem Kontext ist insbesondere die Auseinandersetzung mit feministischen und anti-rassistischen Theorien und Praktiken notwendig, um das Projekt menschlicher Emanzipation für das 21. Jahrhundert zu aktualisieren. Die Veranstaltungsreihe soll im monatlichen Rhythmus stattfinden und sowohl Vorträge als auch Podiumsdiskussionen und Seminare beinhalten. Die behandelten Themen erstrecken sich über die Kritik der politischen Ökonomie, die Auseinandersetzung mit zeitgenössischer feminstischer Theoriebildung oder staatstheoretischen Fragestellungen bis hin zur Frage nach der Zukunft der globalen Protestbewegung und der Diskussion neuerer antirassistischer Theorien. und jetzt zu den aktuellen veranstaltungen: Vortrag & Diskussion zu: "Perspektiven der Gesellschaftskritik im veränderten Kapitalismus" mit Alex Demirovic (Frankfurt a.M.; zZ. Gastprofessor am Institut für Politikwissenschaft an der Uni Wien), Moderation: Roland Atzmüller In den vergangenen 15 bis 20 Jahren haben sich durch die historischen Veränderungen des Kapitalismus für die kritische Gesellschaftstheorie zahlreiche Herausforderungen ergeben. Die Auflösung des Staatssozialismus, die Entstehung neuer sozialer Bewegungen und eine neue, neoliberale Form des Kapitalismus, der viele Argumente der Linken aufgenommen hat, verlangt nicht nur nach einem neuen Verständnis dieser Prozesse, sondern auch nach einer Erneuerung der Art und Weise der Kritik. Mi., 10.11.2004, 19 Uhr, Altes AKH, HS A (Hof 2) Seminar mit Alex Demirovic zu "Gesellschaftliche Arbeitsteilung und Demokratie" Gesellschaftliche Arbeitsteilung ist eine der grundlegenden Formen, die in der kritisch-materialistischen Gesellschaftstheorie zum Thema gemacht wird. Dabei geht es nicht allein um ökonomische Ausbeutung, politische Herrschaft, kulturelle Hegemonie oder disziplinierende Subjektivierungsweisen, sondern um die Logik des gesellschaftlichen Gesamtzusammenhangs. Die Art und Weise der Arbeitsteilung entscheidet darüber, ob Individuen am gesellschaftlichen Prozeß teilhaben oder von ihm mehr oder weniger ausgeschlossen sind. Es soll über die Möglichkeiten diskutiert werden, ob und durch welche Formen der Demokratisierung solche Ausschlüsse überwunden werden können. Do., 11.11.2004, 18 Uhr, Martinstr. 46, 1180 Wien (U6-AKH) ____________________________|_________________________ imperator: "ich verspüre eine erschütterung der macht!" darth vader: "auch ich fühle so." ================================================== 03 Termin 11. - 13. Nov. Symposium 30 Jahre AUF-Eine Frauenzeitschrift, "AUF-Eine Frauenzeitschrift" ================================================== 30 Jahre AUF- Eine Frauenzeitschrift 11.-13. November 2004 Symposium AUF-Work in Progress, Albert Schweitzer Haus, Wien 9., Schwarzspanierstraße 13 Do 11. Nov ab 18:00 Uhr: Eröffnung Ursula Kubes-Hofmann, Vorträge Frigga Haug (InkriT - Institut für kritische Theorie) "Frei wie der Wind und einsam wie das Steppengras Frauenbewegung im Patriarchat Das Bewegende an der "neuen" Frauenbewegung war die atemlose Verbindung von Selbstveränderung und - Gesellschaftsverän- derung, von Persönlichem und Privatem mit Politik im Großen. Dieser ungewöhnliche Horizont brachte uns, die neuen Frauen, in vielfältige Fronten, aus denen es gilt zu lernen, von denen berichtet werden soll. Die Aktionen der neuen Frauenbewegung erhielten ihren radikalen und revolutionären Charakter zum Beispiel nicht dadurch, dass sie systematisch auf alle Gleichstellungsforderungen verzichteten. Sie verbanden vielmehr diese Forderungen auf überraschende Weise mit alltäglichen Dimensionen von Frauenunterdrückung. Pause mit Buffet Gerda Neyer (MPIDR Rostock und Österreichische Akademie der Wissenschaften) Von der Lila Latzhose zum Postfeminismus In den letzten 30 Jahren hat sich das Gesicht der feministischen Bewegungen deutlich gewandelt. Einst als Protestbewegung betrachtet, ist die feministische Bewegung heute in vielen gesellschaftlichen und politischen Institutionen vertreten. Diese Veränderung ging mit einer steten Debatte über die Identität der feministischen Bewegung als solche, ihre Ansprüche und ihre Repräsentation einher. Trotz größerer Diversifikation haben sich die Ziele der feministischen Bewegungen im Grunde nicht verändert: der Kampf gegen die vielfältigen Diskriminierungen und für eine grundlegende, feministische Änderung der gesellschaftlichen Verhältnisse. Anschliessend Diskussion Fr 12. Nov ab 18:00 Uhr: BROT & ROSEN Die verschiedenen Straßen des "einzig richtigen" Weges. Podiumsdiskussion zum Thema Strategien mit Anneliese Erdemgil-Brandstätter (Frauenprojekte), Frigga Haug (InkriT), Stephanie Kiessling (fiber), Christine Klapeer (Feministisches Forum im ASF) und Lisa (FZ Wien) BROT Arbeit, Einkommen, Sozialstaat - ausgehend von der aktuellen Situation, ausgehend von der jeweiligen Strategie - welche po- litischen Perspektiven gibt es dazu? Pause mit Buffet ROSEN Lebenskonzept und politisches Handeln - welche politischen Perspektiven gibt es dazu? Gemeinsam mit dem Publikum wird der Frage nachgegangen, wie die Vielfalt der Strategien gemeinsam und gegenseitig genutzt werden kann. Jeweils nach Brot bzw. Rosen wird die Podiumsdiskussion zu einer Publikumsdiskussion erweitert. Abschließend soll im Rahmen der Publikumsdiskussion die Frage der gemeinsamen und gegenseitigen Nutzung der Vielfalt der Strategien diskutiert werden. AUF-Extra 14:00 Eva Geber: Führung durch das Wien der Frauen. Treffpunkt: Kleeblattgasse 7, 1010 Wien, vor der AUF-Redaktion. Unbedingt anmelden! Tel 01/533 91 64 oder e-mail auf at auf-einefrauenzeitschrift.at Sa 13. Nov 10:00 bis 18:00 Uhr Kurzreferate über die vorangegangenen Arbeitstage Ulrike Gschwandtner und Susi Riegler Workshops mit Impulsreferaten - Wider die Isolation! Phantasieübungen für eine breite frauenpolitische Koalition von mehrheitsöstereichischen und migrantischen Frauenorganisationen. Existenz(=Finanzierungs)krisen und politischer Frust, Ohnmachtsgefühle, Egozentrismus, Ignoranz und/oder Erschöpfung verhindern ein kollektives Entwickeln frauenpolitischer Strategien sowohl zwischen Mehrheitsösterreicherinnen und Migrantinnen als auch innerhalb der mehrheitsösterreichischen bzw. migrantischen Frauenorganisationsszene. Im Blick auf die herrschenden inneren und äußeren Machtverhältnisse will der Workshop zum phantasievollen Ausprobieren möglicher Zusammenarbeitsformen und zur Entwicklung von Szenarien, die aufzeigen "dass alles auch immer ganz anders sein könnte, anregen". Maiz, Luzenir Caixeta, Feminist. Frauenrat, Michaela Moser - "Individuelle und kollektive Alterungsprozesse "Erben und Renovieren oder: Vom Wegrubbeln generativer Spuren" (Edith Futscher) "Schöne Töchter & hässliche Mütter: der Segen des Alterns in der türkischen Gesellschaft" (Jale Akcil) "Die Variablen Alter und Geschlecht im Berufsfeld Journalismus" (Nicole Rummel) Alle: Frauenhetz, Moderation: Marlies Wilhelm - "Frauen machen ihre Geschichte nicht aus freien Stücken, aber sie machen sie selbst" (Frigga Haug) Über feministischen Zorn, feministisches Begehren in den globalisierungskritischen Bewegungen. Gegen Neoliberalismus und Krieg hat sich in den letzten Jahren eine globalisierungskritische "Bewegung der Bewegungen" gebildet und ist zu einem neuen Faktor der Weltpolitik geworden. Welche inhaltlichen Akzente wollen wir setzen, welche Irritationen, Methoden der Provoka- tion, welchen Aktionismus können wir einbringen? Feministisches Forum beim ASF, Heidi Ambrosch - DiskussionsTERZETT zu gender - gender budgeting - genderplanning Und wie steht es um die soziale Lage der Frauen in Österreich? All die Genderei wird feministisch re-visited und geschärft. DiskussionsTERZETT mit werkmobil (Irene Berlach-Pobitzer, Katharina Prinzenstein, Elfie Resch, Marietta Schneider) - "auf der Treppe, die ins Nichts führt, halten wir unsere ungehaltenen Reden" Denkräume, Bewegungsräume, emotionale Räume, politische Räume, Körperräume, Wahrnehmungsräume, Bewegungsräume, öffentliche, teilöffentliche, private, virtuelle, imaginäre Räume. Sind zeitgenössische Frauen(widerstands)räume bewegliche Räume, die von konkreten Orten entkoppelt sind? Wenn ja, was bedeutet das für die Politik, die sie ermöglichen? Infragestellungen philosophischer Denkgebäude und ihres sprachlichen Ausdrucks schließt die Methode des traditionellen Denkens ein. Übertragen auf die Architektur: heißt das, die Methodik des Bauens, das herkömmliche Funktionieren des Prozesses räumlicher Gestaltung anzuzweifeln? - und damit in Folge auch die traditionellen (feministischen) (Widerstands)Räume? Räume stiften Verbindungen. Feministisches politisches Handeln existiert nicht durch Re- Präsentation, sondern durch Insitieren auf Präsenz - im öffentlichen Raum, welchen es wohl (wieder) zu erfinden gilt. Claudia Dietl und Chris Standfest - Lesbische Utopien: Von Geschichte(n) und Theorien zur gelebten Praxis Erster Zugang: "Woman on the Edge of Time" (Marge Piercy's ideale Welt) oder der utopische Roman "The Female Man" von Joanna Russ - basierend u.a. auf Monique Wittig's "The Straight Mind" (Lesben sind keine Frauen). Viele Möglichkeiten als Feministin/Lesbe zu leben: Separatistisch? Im ständigen Geschlechterkampf? Queer vereint - oder vereinnahmt? Zweiter Zugang: Die Rosa Lila Villa als Raum gewordene Utopie. Die Utopie als der bessere Ort, gleichzeitig jedoch auch als Unort, als etwas was nicht existieren darf, um Utopie zu bleiben. Was hat sich seit der Besetzung in unseren Träumen und Visionen um ein Lesben- und Schwulenhaus verändert? Als "jetzige" Rosa Lila Tip-Lesben und Hausbewohnerinnen fragen wir uns und euch von "damals". Dritter Zugang: was gleich ist und was anders ist. Vierter Zugang: Was ist die Vision von heute, zu welchem utopischen Sein wollen wir uns heute in und aus der Rosa Lila Villa hinbewegen? Rosa-Lila Villa, Karin Schönpflug - "Die Forschung und Lehre ist frei - frei von feministischer Wissenschaft Universitätspolitik und Feminismus Die Wende an den österreichischen Universitäten vollzieht die Tendenz des rollback zu den sog. Normalwissenschaften. Als "Feigenblatt" figurieren zwar die Gender-Kategorien (Genderstudies, Gender-Mainstreaming), doch zugleich wird die Feministische Wissenschaft, die von Anbeginn auf einen engen Praxis- und Politikzusammenhang zielgerichtet ist und sich als gesellschaftlich-transformatorisches Projekt begreift, auf ein Nebengeleise - universitär und gesellschaftlich - gestellt. Wie verhalten wir uns als Feministische Wissenschafterinnen in einer solchen Situation? In welchen Modus von Rationalisierungen lassen wir uns einbinden? Was bedeutet der Einzug des Neoliberalismus an den Unis, wie schauen die neuen Dienstverträge aus und warum lesen Feministische Wissenschafterinnen bzw. Lektorinnen nicht einmal das, was in den Verträgen steht? Können Frauen in den Wissenschaften (noch) solidarisch handeln oder werden solche Möglichkeiten vielmehr dem Konkurrenz- und Überlebenskampf preisgegeben? Wie kann eine feministische Öffentlichkeit zur vorherrschenden Wissenschaftspolitik hergestellt werden und welchen Aktionsradius hat sie? Lisbeth N. Trallori - Globalisierung und internationale Frauenbewegungen Die wirtschaftliche Globalisierung wirkt sich vor allem in den Ländern des Südens negativ auf Frauen aus. Lokale und internationale Frauenbewegungen vernetzen sich global und kämpfen für Frauenrechte. Spielerisch wollen wir aufzeigen, wie die Regeln der globalisierten Wirtschaft funktionieren und ausgehend von den Erfahrungen der Frauensolidarität die Möglichkeiten frauenpolitischen Agierens diskutieren. Frauensolidarität, Christina Buder und Silvia Pitscheider Ausstellung und Transparente: Stichwort - Archiv der Frauen- und Lesbenbewegung Büchertisch: Buchhandlung Frauenzimmer Von 16:00 - 18:00 Präsentation der Workshopergebnisse, Abschlussplenum 18:00 Cocktail und kleines Buffet als Übergang zum Fest Sa 13. Nov ab 20:00 Uhr im FZ, Wien 9. Währingerstraße/Prechtlgasse Veranstaltung für Frauen Tel 01/533 91 64, auf at auf-einefrauenzeitschrift.at www.auf-einefrauenzeitschrift.at Buffet in den Pausen Marea Alta Kinderbetreuung bei Anmeldung bis 4. November UKB: Für die gesamte Veranstaltung, Seminare, Führung am Freitag und Fest am Samstag im FZ: 15 EUR (erm. 12.EUR), Einzelveranstaltungen: Symposium 5 EUR/Abend (erm. 3 EUR), Führung 5 EUR/Abend (erm. 3 EUR), Fest 7 EUR (erm. 5 EUR) -------------------------------------- ACHTUNG NEUE EMAIL-ADRESSE auf at auf-einefrauenzeitschrift.at AUF-Eine Frauenzeitschrift Verein zur Förderung feministischer Projekte, Kleeblattgasse 7, A-1010 Wien Tel 01/533 91 64 Fax 01/532 63 37, e-mail: auf at auf- einefrauenzeitschrift.at http://www.AUF-EineFrauenzeitschrift.at ================================================== 04 Veranstaltungshinweis "venezuela-info.net" ================================================== Seminarreihe in der VHS Favoriten - ab 5.11.2004 Arthaberplatz 18,Wien 10 Eine Kooperation zwischen der Volkshochschule Favoriten und dem Bolivarischen Zirkel Wien Im Brennpunkt: VENEZUELA Dokumentarfilmausschnitte, Vorträge, Diskussionen,Kulturprogramm und Info-Tisch Freitag, 5.11.2004, 19.00 Uhr: Die Verfassung der Bolivarischen Republik Venezuela als Fundament des Transformationsprozesses Freitag, 12.11.2004, 19.00 Uhr: 1999 - 2004 : Maßnahmen, Erfolge und Probleme im Prozess der Umgestaltung Freitag, 19.11.2004, 19.00 Uhr: Das politische Erwachen der Indianervölker im bolivarischen Venezuela - Beispiel für Lateinamerika Freitag, 26.11.2004, 19.00 Uhr: Die Frauen im revolutionären Prozess Freitag, 3.12.2004, 19.00 Uhr: Die Bolivarische Revolution als Projekt der lateinamerikanisch- karibischen Integration und Süd-Süd-Kooperation Freitag, 10.12.2004, 19.00 Uhr: Das bolivarische Projekt als anti-neoliberale Alternative im 21. Jahrhundert Anmeldung bei der VHS Favoriten (1100 Wien, Arthaberplatz 18) erwünscht. Pro Abend: 2,-- Euro, 10,-- Euro für alle sechs Abende ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND KOMMENTARE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 05 Großes Treffen von Rechtsextremen, am 7. November am Wr. Zentralfriedhof beim SS-Major Novotny Grab, angesagt! "Robert @." ================================================== Sehr geehrte Damen u. Herren, ich bitte sie, in Angelegenheit des 7. November 2004 etwas zu unternehmen, denn so "kann u. darf" es nicht weitergehen, daß Rechtsextreme in massierter Form auftreten, und von der einheimischen Strasser-Polizei auch noch gedeckt/beschützt werden! Danke für ihre Aufmerksamkeit, Robert Andersch Gedenkkundgebungen am Grabe von Walter Nowotny (Bericht des DÖW): Wie im vergangenen Jahr (Rechtsextreme und Neonazis am Nowotny- Grab) haben auch heuer zu Allerheiligen am Wiener Zentralfriedhof wieder Gedenkkundgebungen für den NS-"Fliegerhelden" Walter Nowotny stattgefunden. Eine Kundgebung wurde vom zunehmend im neonazistischen Spektrum beheimateten Bund freier Jugend (BfJ) beworben. Als Mitveranstalter fungierte eine bis dato unbekannte Gruppe mit dem Namen Jungmannschaft Wien, einem mutmaßlichen Nachfolgeprojekt des seit einiger Zeit aus der Öffentlichkeit verschwundenen neonazistischen Jugendkreis Hagen (Jugendkreis Hagen im Netz). Laut einem Bericht auf der BfJ- Homepage haben sich am 1. November "rund 100, vorwiegend junge, Kameraden und Kameradinnen" zusammengefunden, um unbehelligt von der Polizei "stellvertretend für alle, im heldischen Ringen um des Vaterlandes Ehre und Freiheit, Gefallenen, Major Walter Nowotnys zu gedenken und ihm die zustehende Ehre zu erweisen". In Zweierreihen marschierten die Neonazis, mehrheitlich Angehörige der Skinhead-Szene, unter der "Reichskriegsflagge" und mit schwarzen Fahnen sowie einem Transparent über den Friedhof zum Nowotny-Grab. Dort wurde in einer Rede betont, dass Nowotny "schon vor seiner Soldatenzeit", also in der illegalen Hitler- Bewegung, "im Ringen um Freiheit und Einheit seines Volkes an vorderster Front stritt". Wie dem Bericht des BfJ weiter zu entnehmen ist, wurden nach der Kundgebung am Wiener Zentralfriedhof in Niederösterreich noch zwei weitere "Heldengedenken" in Form von Fackelzügen durchgeführt. Auch der Ring Freiheitlicher Jugend (RFJ) hat am 1. November zusammen mit dem Ring Freiheitlicher Studenten (RFS) und dem Wiener Korporationsring (WKR) beim Nowotny-Grab eine Kranzniederlegung durchgeführt. Angekündigt wurde diese Veranstaltung auf der Homepage des RFS. Auffallend war, dass die Ankündigung des RFS praktisch identisch war mit jener des BfJ. Der einzige Unterschied bestand darin, dass auf der Ankündigung des BfJ der RFJ, RFS und WKR nicht als Veranstalter aufschienen. Zu erwähnen wäre noch, dass diese Kranzniederlegung auch in einem e-mail (mit der Bitte um Weiterleitung) angekündigt wurde. Als Verfasser wird ein RFJ-Funktionär angegeben. Dieses Schreiben wurde auch in von deutschen Neonazis betriebenen e-mail- Verteilernetzen veröffentlicht. Eine weitere Kranzniederlegung wird vom FPÖ-nahen Verein zur Pflege des Grabes von Walter Nowotny für den 7. November angekündigt. Im Forum auf der Homepage des deutschen neonazistischen Wikingerversandes findet diese Veranstaltung einige Beachtung. So wird in einem eigens dafür angelegten Diskussionsforum der Termin dieser Kranzniederlegung veröffentlicht und von österreichischen Neonazis die Möglichkeit diskutiert, auch an dieser Kranzniederlegung teilzunehmen. Ein "H8Skinhead" aus der "Ostmark" kündigt an: "Wir werden kommen". Eine Telefonnummer der FPÖ-Wien wird als Auskunftsstelle z. B. für Fragen, ob Transparente mitgenommen werden können, angegeben. Bezüglich der Anreise zu dieser Kranzniederlegung schreibt ein "Vergaser88" unter Angabe der entsprechenden Handynummer: "Für Buskoordinationen bitte bei Kamerad Johann Herzog [Wiener FPÖ-Stadtrat und Obmannstellverteter des Vereins zur Pflege des Grabes von Walter Nowotny] melden. Die Mitnahme von Fahnen und wenn vorhanden Trommeln ist erwünscht." ================================================== 06 European Court of Human Rights Again Condemns Austria "PF209" ================================================== (English Text Below) "Trotz Aufhebung des § 209 nach wie vor Opfer" Menschenrechtsgerichtshof verurteilt Österreich neuerlich Plattform gegen § 209 fordert Rehabilitationsgesetz ein Mit einem gestern bekannt gegebenen Urteil (Woditschka & Wilfling gegen Österreich) hat der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte Österreich neuerlich wegen der jahrelangen strafrechtlichen Verfolgung homo- und bisexueller Männer verurteilt. Die Aufhebung des § 209 ändere nichts daran, dass die nach dem antihomosexuellen Sonderstrafgesetz Verurteilten nach wie vor Opfer sind. Die Republik Österreich muß den Beschwerdeführern EUR 61.000,-- Schadenersatz zahlen. Die Strafverfahren gegen die beiden Beschwerdeführer erregten seinerzeit in Österreich großes Aufsehen. Michael Woditschka wurde im Juli 2000 durch das Landesgericht für Strafsachen Wien verurteilt, weil er als 19jähriger mit einem 16jährigen sexuelle Kontakte hatte. Die Kontakte wurden bekannt, nachdem der 16jährige einige Monate nach der Beendigung ihrer Beziehung von Gendarmeriebeamten überrascht wurde als er mit seinem neuen Freund in einem Auto intim war. Die Gendarmeriebeamten befragten den Jugendlichen daraufhin nicht nur nach Kontakten mit seinem damaligen Partner sondern erforschten sämtliche sexuellen Beziehungen, die der homosexuelle Jugendliche in den letzten Jahren mit Männern eingegangen war. Dabei nannte er auch den nunmehrigen Beschwerdeführer. Wobei der 16jährige betonte, dass er sich bereits seit seinem 14. Lebensjahr seiner Homosexualität sicher ist, und es stets er selbst gewesen war, der die Initiative zu den Kontakten mit den älteren Partnern gesetzt hat. An der Strafbarkeit und der Verurteilung änderte das nichts. Bei Wolfgang Wilfling wiederum handelt es sich um den Verurteilten im berüchtigten Liebesbrief-Fall. Das Landesgericht Wiener Neustadt verurteilte ihn im Sommer 2001 wegen seiner Liebesbeziehung mit einem 17jährigen zu einer Freiheitsstrafe von 15 Monaten, Der 36jährige Beschuldigte und sein 17jähriger Freund lernten einander über das Internet kennen und lieben. Es entwickelte sich eine innige Liebesbeziehung, die insb. für den Jugendlichen die Erfüllung seiner sexuellen Orientierung in einer von ihm seit langem ersehnten festen Beziehung bedeutete. Als die Mutter des Jugendlichen, die seine Homosexualität nicht zu akzeptieren vermochte, einen herzzerreißenden Liebesbrief fand, erstattete sie Strafanzeige, woraufhin der nunmehrige Beschwerdeführer schlussendlich in Haft genommen worden ist. Sowohl der Jugendliche als auch seine Schwester erklärten bei ihren Einvernahmen gegenüber den Gendarmeriebeamten, dass sie nicht verstehen könnten, warum er sich nicht verlieben dürfe, in wen er wolle und dass das Gesetz schleunigst geändert gehörte. Selbst die Mithäftlinge des 36jährigen und die Justizwachebeamten bekundeten Unverständnis gegenüber seiner Inhaftierung. Die Mutter hingegen hat ihren Sohn misshandelt und zu mehreren Psychologen, Psychotherapeuten und Psychiatern geschleppt, die sich allerdings samt und sonders weigerten, ihn wegen seiner Homosexualität zu behandeln. Die Kriminalabteilung des Landesgendarmeriekommandos Niederösterreich verstieg sich gar zu der Behauptung, dass sie die Ermittlungen "auf Grund der Schwere der Straftat" (!) nicht dem zuständigen Gendarmerieposten überlassen könnte und diese selbst übernehmen müsste. Der 17jährige selbst hat sich an die Homosexuellenbewegung gewandt und um Hilfe für seinen inhaftierten Freund ersucht. Wolfgang Wilfling befand sich ein Monat in Untersuchungshaft. Durch die Haft musste der Unternehmer in der Folge Konkurs anmelden. Aufhebung des § 209 beendete nicht die Diskriminierung Die Diskriminierung von Homo- und Bisexuellen qualifizierte das in Menschenrechtfragen höchste Gericht Europas als ebenso schwerwiegend wie Diskriminierungen auf Grund von Rasse, Herkunft, Hautfarbe oder des Geschlechts. Dabei stellten die Straßburger Richter auch ausdrücklich fest, daß die Aufhebung des § 209 an dieser Diskriminierung nichts geändert hat, weil Österreich nie anerkannt hat, dass § 209 und die darauf gegründete Verfolgung homo- und bisexueller Männer eine Menschenrechtsverletzung war und die Opfer nicht entschädigt hat. Auch der Verfassungsgerichtshof habe die Verstöße gegen die Europäische Menschenrechtskonvention weder anerkannt noch bereinigt. Die Republik Österreich muß den zwei Beschwerdeführern mehr als EUR 61.000,-- Schadenersatz zahlen. An Beitrag zu den Anwaltskosten als auch an Ersatz für die Belastungen durch die Strafverfahren, insb. durch das an die Öffentlichkeit Zerren intimster Details ihres Privatlebens; im Fall Wilfling auch für die Haft. Die Verfahren waren für die Männer schwer erschütternde Ereignisse in ihrem Leben mit nach wie vor erheblichen emotionalen und psychischen Folgen, so die Richter. Derzeit sind vor dem Menschenrechtsgerichtshof noch weitere sieben Beschwerden von Opfern des § 209 anhängig. Zwei Klassen von Opfern Die Plattform gegen § 209 fordert nun die rasche und vollständige Entschädigung und Rehabilitierung aller Opfer des § 209. Trotz Aufhebung des § 209 im August 2002 erfolgte nicht nur keine Entschädigung der zahlreichen Opfer sondern sind ihre Verurteilungen nach wie vor im österreichweiten Strafregister vorgemerkt. Die beiden Beschwerdeführer können nun mit dem Urteil aus Straßburg in Österreich die Erneuerung ihrer Strafverfahren und die Aufhebung ihrer Urteile erreichen. Eine derartige Rehabilitierung können aber nur jene Opfer des § 209 erlangen, die sich an den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte gewandt haben. Alle die das nicht getan haben, bleiben auf Jahre hinweg wegen eines Sexualdeliktes vorbestraft und erhalten keinerlei Wiedergutmachung, weder für den seelischen Schmerz noch für ihre Verteidigungskosten und die (vielfach erfolgte) Vernichtung ihrer bürgerlichen Existenz. "Wir rufen die Bundesregierung auf, endlich zu handeln und die Opfer des § 209 rasch zu entschädigen und zu rehabilitieren", sagt Dr. Helmut Graupner, Sprecher der Plattform gegen § 209 und Anwalt der beiden Beschwerdeführer, "Es darf nicht sein, dass jene, die zu schwach waren, um sich erfolgreich zu wehren, nun als Opfer zweiter Klasse noch einmal unter die Räder kommen". In der überkonfessionellen und überparteilichen Plattform gegen § 209 haben sich über 30 Organisationen zusammengeschlossen, um gegen das in § 209 StGB verankerte diskriminierende zusätzliche Sondermindestalter von 18 Jahren ausschließlich für homosexuelle Beziehungen zwischen Männern (zusätzlich zur allgemeinen, für Heterosexuelle, Lesben und Schwule gleichermaßen gültigen Mindestaltersgrenze von 14 Jahren) anzukämpfen. Der Plattform gehören neben nahezu allen Vereinigungen der Homosexuellenbewegung auch allgemeine Organisationen an, wie Aids-Hilfen, die Kinder- und Jugendanwaltschaften Tirol und Wien, die Österreichische Hochschülerschaft, die Bewährungshilfe, die Österreichische Gesellschaft für Sexualforschung u.v.a.m.. Nach der Aufhebung des § 209 StGB dringt die Plattform auf die Entlassung aller Gefangenen und die Rehabilitierung und Entschädigung aller § 209-Opfer und beobachtet die Vollziehung der § 209-Ersatzbestimmung, § 207b StGB. Presseaussendung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte: http://www.echr.coe.int/Eng/Press/2004/Oct/Chamberjudgments211004.htm Das Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte im Wortlaut: http://cmiskp.echr.coe.int/tkp197/portal.asp?sessionId=753425&skin=hudoc-en&action=request Rückfragehinweis: Plattform gegen § 209: 01/876 30 61, 0676/3094737, office at paragraph209.at, www.paragraph209.at 22.10.2004 "Victims Despite Repeal of Art. 209" European Court of Human Rights Again Condemns Austria for Persecution of Gay Men Platform Against Art. 209 calls for immediate rehabilitation and compensation of all victims With a recently announced judgment (Woditschka & Wilfling vs. Austria) the European Court of Human Rights again condemned Austria for its years of criminal persecution of gay and bisexual men. The repeal of the anti-homosexual statute, Art. 209 Criminal Code, (in 2002) did not affect the victim-status of persons convicted under that law (age of consent of 18 for gay men vs. 14 for lesbians and heterosexuals). The Republic of Austria has to pay EUR 61.000,-- compensation. The then criminal proceedings against the two applicants in Austria caused sensation . Michael Woditschka in July 2000 has been convicted by the Regional Criminal Court of Vienna for - as 19-year-old - having had consensual sexual contact with a 16-year-old young man. Wolfgang Wilfling in summer 2001 has been convicted by the Regional Court of Wiener Neustadt to 15 months imprisonment for a love affair with a 17-year-old he met over the internet. The mother of the adolescent had found love-letters and reported the then 36-year-old to the police. He has been arrested and prosecuted. While the first instance court suspended 14 of the 15 months on probation, the Court of Appeals raised the unsuspended part from one to five months. Wolfgang Wilfling finally spent one month in jail. His detention caused the bankruptcy of his enterprise. Europe's highest court in human rights affairs qualified discrimination of homo- and bisexuals as serious as discrimination on the basis of race, origin, colour and sex. The judges thereby explicitly held that the repeal of the law from the books in 2002 did not terminate discrimination since Austria never acknowledged Art. 209 and the criminal persecution based upon it as human rights violations and since Austria did not afford adequate redress for the victims. Also the Austrian Constitutional Court, the Court said, did not acknowledge let alone afforded redress for the violations of the Convention. Austria has to pay more than EUR 61.000,-- just satisfaction to the two applicants. As a contribution to the costs of legal representation and as redress for distress and humiliation suffered by the criminal proceedings, in particular, by the trial during which details of the applicant's most intimate private life were laid open in public. Those proceedings have to be considered as profoundly destabilising events in the applicants' lives which had and, it cannot be excluded, continue to have a significant emotional and psychological impact on each of them, the Court said. Austrian government must act now Platform Against Art. 209 calls for immediate and comprehensive compensation and rehabilitation of all victims of Art. 209. Despite the repeal of the law in 2002 victims of Art. 209 have not been compensated and they are still registered in the actionwide registry of criminal offenders. The two applicants Woditschka and Wilfling, having been successful in Strasbourg, now are entitled to a renewal of their criminal proceedings and subsequent acquittal. Only victims of Art. 209 who gain a judgment by the European Court of Human Rights in their favour can do so. All other victims who did not go to Strasbourg remain stigmatised, are not rehabilitated, neither for the costs of their defense and the destruction of their life nor for the costs of their defense. "We are calling upon the federal government of Austria to act immediately and to rehabilitate and compensate the victims of Art. 209", says Dr. Helmut Graupner, spokesperson for "Platform Against Art. 209" and attorney of the applicants, "It is unacceptable that those who did not have the power to go to the European Court of Human Rights, are degraded again - as second class victims ." The interdenominational and supra-partisan Platform Against Article 209 comprises more than 30 organisations that joined in the fight against the discriminatory supplemental minimum age of 18 years for homosexual relationships between men only (in addition to the general age of consent of 14 for heterosexuals, lesbians and gays alike), as set forth in article Art. 209 of the Criminal Code. Nearly all associations of the homosexual movement, but also general organizations are members of the Platform, like AIDS-help-organisations, the Ombudspersons for Children and Adolescents of the States of Vienna and Tyrol, the Austrian National Student Union, the National Association of Probation, the Austrian Society for Sexual Research, and many others more. After the repeal of Art. 209 the Platform works for the release of all prisoners, for the deletion of all verdicts from criminal records and for just satisfaction of all victims of Art. 209. In addition it monitors the enforcement of the new Art. 209-substitute-provision, Art. 207b Criminal Code. Press release by the European Court of Human Rights: http://www.echr.coe.int/Eng/Press/2004/Oct/Chamberjudgments211004.htm The full text of the Court's judgment: http://cmiskp.echr.coe.int/tkp197/portal.asp?sessionId=753425&skin=hudoc-en&action=request More information: Platform Against Art. 209: +43/1/876 30 61, 0676/3094737, office at paragraph209.at, www.paragraph209.at 22.10.2004 ================================================== 07 Stmk/AK/Auto-Cluster/Wohnungen/GLB KPÖ Steiermark ================================================== PRESSEMITTEILUNG DES GEWERKSCHAFTLICHEN LINKSBLOCKS (GLB) STEIERMARK Donnerstag, 4. November 2004 AK-Vollversammlung: GLB-Initiativen In der heutigen Vollversammlung der steirischen AK bringt Linksblock-Mandatar Peter Scherz zwei Dringlichkeitsanträge ein. Dabei geht es um die Solidarität mit den Beschäftigten der Autoindustrie in Deutschland und um die Gemeindewohnungen in Graz. Die Solidarität mit den Protestaktionen der Belegschaften des General Motors Konzerns und von VW ist nach Auffassung des Linksblocks aus prinzipiellen Gründen notwendig.. Peter Scherz: "Wir unterstützen den Kampf um die Rettung der Arbeitsplätze an allen Standorten. Er zeigt schon jetzt, dass die hohen Herrschaften nur dann aufgeregt reagieren, wenn die Arbeiter zusammenhalten und sich auf ihre eigene Kraft besinnen. In der deutschen Autoindustrie sollen - wie überall - die Probleme auf die Kleinen abgewälzt werden. Dagegen müssen wir uns gemeinsam wehren". Außerdem sei die Steiermark mit ihrem hohen Anteil der Auto- und Zuliefererindustrie an der Industrieproduktion von allen Entwicklungen in diesem Bereich besonders betroffen. Für Gemeindewohnungen Immer mehr Menschen haben auf dem so genannten freien Markt keine Chance, eine menschenwürdige und leistbare Wohnung zu finden. Wohnungen ohne Maklerprovision, ohne Kaution bei geringem Einkommen und ohne Befristung sind heutzutage kaum zu bekommen. Oft genügt es schon, dass Wohnungssuchende die Frage nach dem Beschäftigungsverhältnis mit der Feststellung beantworten müssen, man sei arbeitslos oder Sozialhilfeempfänger, um die gewünschte Wohnung nicht zu bekommen. Gemeindewohnungen sind eine unverzichtbare Säule der städtischen Sozialpolitik! Peter Scherz: Aus all diesen Gründen soll sich die Vollversammlung der steirischen AK gegen den Verkauf bzw. die Ausgliederung von Gemeindewohnungen wenden. Rückfragehinweis: 0316 404 5233 KPÖ-Steiermark Lagergasse 98 a 8020 Graz Tel.: 0316 71 24 36 Fax 0316 71 62 91 email: kp.stmk at kpoe-graz.at; kpoe_stmk at hotmail.com ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< DISKUSSION ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 08 Zum Verkauf des EKH "helmut.fellner" ================================================== Antrag von Mitgliedern der KPÖ an den Bundesvorstand betreffend Verkauf des EKH (Wielandschule) 1. Wir fordern die sofortige Offenlegung des Kaufvertrages samt allen Nebenabsprachen und Zusatzvereinbarungen. 2. Es werden sämtliche Möglichkeiten einer Rückabwicklung des Kaufvertrages geprüft - insbesondere verlangen wir die Veröffentlichung der Zusage des Käufers, dass die BewohnerInnen und MieterInnen ein halbes Jahr lang nicht gekündigt würden. Sollte es diese Zusage tatsächlich geben, ist der Käufer vertragsbrüchig geworden, da es bereits Kündigungen gegeben hat. 3. Der politische Schaden, der durch den Verkauf und die nun bekannt gewordenen politischen Hintergründe für die KPÖ entstanden ist, ist eine Katastrophe für die Partei. Es sind daher selbst finanzielle Nachteile in Kauf zu nehmen, um den vorherigen Status quo - die Eigentümerschaft der KPÖ - wiederherzustellen. Auf dieser Basis sind sofort Gespräche mit allen Gruppen, die derzeit im EKH beheimatet sind, aufzunehmen, und alle Möglichkeiten einer gemeinsamen Nutzung des Hauses zu prüfen. Insbesondere verweisen wir auf den Antrag der KPÖ-Ottakring an die letzte Wiener Landeskonferenz, der eine Eigennutzung von Teilen des Hauses durch Bundesvorstand und Wiener Stadtleitung in Kooperation mit den BenutzerInnen und BewohnerInnen vorsieht. 4. So vordringlich die Sanierung der KPÖ-Finanzen auch sein mag, - zuerst ist eine schonungslose Offenlegung der finanziellen Situation nötig. Dann soll die Parteibasis darüber entscheiden, wer welchen Anteil am gegenwärtigen Finanzschlamassel hat. Wien, 3. November 2004 Christos Baros Otto Bruckner Gerhard Bruny Karl Dechant Gerhard Dusek Romana Felix-Koppensteiner Hannes Fellner Helmuth Fellner Rudi Hieblinger Eckart Holzinger Hertha Mayer Richard Monz Gürcan Orhan Rudi Reiter Lisl Rizy Lotte Rombach Edeltraud Sgakal Helmuth Sgakal Mehmet Tohumcu Paul Toifelhardt Paul Vodicka Renate Vodnek Eduard Volny Herbert Waloschek Dave Westacott Hans Wotawa Theresia Wotawa ================================================== 09 [slp-info] stellungnahme der slp zur situation der kpö "Sozialistische LinksPartei" ================================================== Stellungnahme der Sozialistischen LinksPartei zur Situation in der Kommunistischen Partei Österreich Angesichts der aggressiven Angriffe der KapitalistInnen auf Rechte und Organisationen der ArbeiterInnenklasse einerseits und der Gegenwehr, die aber meist nicht erfolgreich ist andererseits, stellt sich die Frage nach den Aufgaben sozialistischer und kommunistischer Kräfte. - Afghanistan- und Irakkrieg und DIE Supermacht USA - die größte Antikriegsbewegung der Geschichte. - Die neoliberalen Angriffe und die Zerschlagung der Sozialstaaten - der erste de facto Generalstreik in Österreich seit 1950 - Die zunehmende Verwechselbarkeit der etablierten Parteien - der Wunsch nach einer echten Opposition. Vor dem Hintergrund dieser großen gesellschaftlichen Veränderungen steckt die KPÖ heute in einer Krise. Wir halten diese Krise nicht für das Ergebnis einer kurzfristig falschen Politik, sondern sehen diese im Zusammenhang mit dem Niedergang der - einst starken - KPn und der Krise diverser "linker Organisationen auf internationaler Ebene. Die Mitglieder der KPÖ können auf mutige und großartige Traditionen von insbesondere antifaschistischer Arbeit zurückblicken. Die KPÖ als Partei aber wurzelt auch in jenen Traditionen und Methoden, die Opposition verfolgte, formale vor politische Fragen stellte und die tagtägliche Arbeit in Widerspruch zum Anspruch einer sozialistischen Gesellschaftsveränderung stellte. Wir denken, dass die Krise ihre Wurzeln in diesen Methoden hat und versuchen, das im folgenden näher zu erläutern. Die Krise spitzt sich zu Seit Jahren nehmen auch die Konflikte in der KPÖ zu, in den letzten Monaten hat sich die Situation allerdings so zugespitzt, dass inzwischen viele von einer Spaltung der KPÖ sprechen. Die KPÖ-Krise wird in der linken Öffentlichkeit diskutiert und findet selbst in den bürgerlichen Medien ihren Widerhall. Die SLP beobachtet diese Entwicklung seit längerem, gibt es doch v.a. seit Mitte der 90er viel konkrete Kooperation und auch Bündnisarbeit. Im Gegensatz zu manchen, die angesichts der Krise Schadenfreude empfinden, stellt sich für uns die Frage, inwieweit sich die Krise und eine eventuelle Spaltung der KPÖ auf die antikapitalistischen Kräfte auswirken wird und was die einzelnen Mitglieder und AktivistInnen der KPÖ künftig tun werden. Finanzen nur Auslöser, nicht Ursache Die jetzige Krise der KPÖ hat zwar ihren Auslöser in der Finanzkrise, die dem (ganz im Sinne des deutschen Kapitals gefällten) Novum-Urteil vom September 2003 folgte, aber nicht ihre Ursachen. Gerade in einer Partei wie der KPÖ, die sich lange aus kapitalistischer Tätigkeit bzw. Unterstützung aus stalinistischen Staaten und nicht durch Zuwendungen von Mitgliedern und SympathisantInnen finanziert hat, sind die Finanzen ein zentraler Machtfaktor in der innerparteilichen Auseinandersetzung. Wir denken aber, dass die Ursachen der KPÖ-Krise in einer Reihe von politischen Schwächen liegen, die es nicht nur in der KPÖ gibt. Perspektiven müssen Grundlage politischer Arbeit sein Die politischen Grundlagen für eine sozialistische/kommunistische Partei müssen unserer Ansicht nach ein Programm sowie die Analyse der Ereignisse und die Perspektiven für künftige Entwicklungen sein. Wir können, auch als MarxistInnen, nicht in die Zukunft sehen. Aber wir können durch eine seriöse Analyse mögliche Entwicklungen abschätzen, uns und die Partei darauf vorbereiten. Wir haben diese Perspektivendiskussionen in der KPÖ stets vermisst. Auf dem kommenden Parteitag werden alle politischen Punkte in einer "politischen Generaldebatte" zusammengefasst. Wir glauben, dass es der falsche Ansatz ist, wenn Graber meint "Der 33. Parteitag könne daher kein Programmparteitag sein, sondern es gehe darum, in der KPÖ die fraktionelle Zersetzung zu beenden" (argument 9/04). Auch beim außerordentlichen Parteitag wird die politische Debatte auf "Die aktuellen Aufgaben der KPÖ" reduziert. Wir versuchen in unsere Perspektivendebatten, die regelmäßig in unseren Bundesleitungen, Bundesvorständen und Konferenzen stattfinden, ausgehend von der Entwicklung der Weltwirtschaft sowie wichtiger internationaler Entwicklungen (wie z.B. zur Zeit der Besetzung des Irak und der globalen Protestbewegung) über die österreichischen Entwicklungen in Wirtschaft, Politik und Lage der Klassenkämpfe auf die nächsten Schritte der Partei zu schließen. Ohne ständige Diskussion und Überprüfung der Perspektiven kann eine Organisation nur reagieren, nicht agieren und damit keine zentrale Rolle in Kämpfen spielen. Ohne Perspektiven und eine Analyse der Ereignisse kommt es auch zu Ungeduld in der politischen Arbeit, wo aus dem Wunsch nach Veränderung versucht wird, gesellschaftliche Entwicklungen vorwegzunehmen. Notwendigkeit eines klaren Programms Wir meinen, dass eine sozialistische/kommunistische Partei auch ein klares Programm braucht. Ein solches hat die Aufgabe, ausgehend von der Notwendigkeit einer sozialistischen Gesellschaftsveränderung am Bewusstsein der ArbeiterInnenklasse und Jugend anzusetzen. Es muss Forderungen entwickeln, die Antworten auf aktuelle Fragen (wie Arbeitslosigkeit, Irak-Krieg etc.) in einer Form gibt, die nicht in Sachzwängen verhaftet bleiben, sondern die Grenzen des Kapitalismus und den Weg zu einer sozialistischen Gesellschaftsveränderung aufzeigen. Wenn es ein Programm für die tagtägliche Arbeit, und eines für "später" gibt, bleibt die Partei in kapitalistischen Sachzwängen verhaftet und kann selbst die tagtäglichen Probleme nicht lösen. Der Sozialismus verkommt zu einer Phrase, statt ein konkretes Ziel zu sein. Bei den diversen Wahl-, Kommunal- und Parteiprogrammen und -Entwürfen der KPÖ ist uns diese Trennung immer wieder aufgefallen. Ein Ergebnis dieser Trennung sind Bündnisse mit rechten Kräften, die wir immer wieder beobachtet haben, und die weder der österreichischen ArbeiterInnenklasse noch der KPÖ genutzt haben. Sei es in der Anti-EU-Kampagne der KPÖ, wo die Zusammenarbeit mit rechten Kräften so weit ging, dass diese sogar einen Stand auf dem Volksstimmefest hatten. Oder sei es in der Kommunalpolitik, wo auch vor einer Zusammenarbeit mit der FPÖ nicht zurückgeschreckt wurde (in Graz im "Steirischen Aktionsbündnis Pro-Leben: Wir bleiben gesund!" zur Frage von Gentechnik ebenso wie in Wien gegen die Schließung des Rogner Bades). Die Rolle der ArbeiterInnenklasse In der österreichischen Linken ist auf Grund des jahrzehntelangen Fehlens von Klassenkämpfen ein Zynismus gegenüber der ArbeiterInnenklasse zu finden, der dazu führt, dass mehr Vertrauen in bürgerliche/ liberale Institutionen besteht als in die Fähigkeit der ArbeiterInnenklasse, für ihre Interessen zu kämpfen. Auch in der KPÖ sehen wir die Hoffnung, durch Institutionen wie die UNO oder die Neutralität im Rahmen des Kapitalismus Frieden schaffen zu können. Die ArbeiterInnenklasse kommt in diesen Überlegungen zwar als Profiteurin, nicht aber als Akteurin vor. Der ArbeiterInnenklasse aber kommt im Kampf gegen neoliberale Politik ebenso wie für eine sozialistische Gesellschaftsveränderung die entscheidende Rolle zu. Daran hat sich trotz der Veränderungen in der ArbeiterInnenklasse nichts geändert. Sie ist durch Liberalisierung und Flexibilisierung inhomogener geworden, aber durch die neoliberalen Angriffe ist das Gemeinsame - nämlich nichts zu verkaufen zu haben als die eigene Arbeitskraft - wieder in den Vordergrund getreten. Wir sehen in den verschiedenen Teilen der KPÖ zwar immer wieder Lippenbekenntnisse zur Rolle der ArbeiterInnenklasse als revolutionäres Subjekt, diese sind aber entweder Phrasen oder schlagen sich nicht in der realen Arbeit nieder. Das von Teilen der KPÖ forcierte Projekt der LINKEN ist an der ArbeiterInnenklasse vorbeigegangen. Unter ProponentInnen und KandidatInnen waren keine VertreterInnen jener Kämpfe der ArbeiterInnenklasse, die 2003 und 2004 Österreich aus dem streikmässigen Dornröschenschlaf gerissen haben, zu finden. Keine EisenbahnerInnen, keine PostbuskollegInnen, keine VelocefahrerInnen, also jene Schichten der ArbeiterInnenklasse, bei denen das Bewusstsein in der jüngeren Vergangenheit einen wichtigen Sprung gemacht hat. Aber weder eine sozialistische/kommunistische Partei, noch ein neues linkes Projekt kann - will es erfolgreich sein - abseits von den Entwicklungen in der ArbeiterInnenklasse existieren. Die Frage der Organisation Wir denken, dass hinter der Debatte unterschiedliche Konzepte stehen, wie eine Organisation, die in der Lage ist, der neoliberalen Logik zu kontern, entstehen kann. Wir halten keinen der gegenwärtig präsentierten Ansätze für tauglich, eine ernsthafte Alternative aufzubauen. Weder der Rückzug auf kommunalpolitische Fragen mit Elementen von Sozialarbeit, noch eine offen stalinistische Partei die zwar den "Wiederaufbau einer konsequent auf die ArbeiterInnenklasse orientierten, massenwirksamen Kommunistischen Partei Österreichs" (Brief an die Mitglieder der KPÖ der Kommunistischen Initiative zur Erneuerung der KPÖ) proklamiert ohne zu sagen, wie man dort hin gelangt, noch ein breites "linkes", zivilgesellschaftliches, Projekt, das abgehoben von den Entwicklungen in der ArbeiterInnenklasse agiert, sind dazu in der Lage. Neue Formationen Eine neue ArbeiterInnenpartei mit sozialistischem Programm ist nötig. SozialistInnen und KommunistInnen können der Entwicklung nicht vorgreifen und diese nicht per Proklamation schaffen. Wir können aber jetzt antikapitalistische, sozialistische und kommunistische Kräfte aufbauen, zusammenarbeiten und Bewusstsein schaffen. Eine neue ArbeiterInnenpartei wird als Folge von kommenden Klassenkämpfen entstehen und sie wird Menschen aus verschiedenen gewerkschaftlichen und politischen Zugängen umfassen, die in Fraktionen, Gruppen etc. in dieser neuen Partei auf demokratischer Basis aktiv sein werden. Die LINKE konnte, eben weil sie nicht aus diesen Kämpfen entstanden ist, kein Angebot an diese neuen Schichten, die in den Kampf eingetreten sind, formulieren. Das Beispiel Deutschland und die Entwicklung der "Wahlalternative für Soziale Gerechtigkeit" zeigt, wie wichtig eine bewusste und organisierte Arbeit von SozialistInnen und KommunistInnen ist. Lafontaine, der als er an der Macht war, aktiv Sozialabbau betrieben hat, liebäugelt nun mit der WASG. Sollte er ihr beitreten, wird es um so mehr notwendig sein, für ein sozialistisches Programm zu kämpfen, damit sich nicht sein Kurs des "kleineren Übels" durchsetzt. Die Aufgabe von SozialistInnen und KommunistInnen wird es in einer solchen neuen Formation sein, für ein sozialistisches/kommunistisches Programm zu kämpfen, und nicht, sich hinter Phrasen zu verstecken oder aus Angst, es könnte jemanden abschrecken, darauf zu verzichten. Wir haben durch unsere jahrelange politische Arbeit, durch diverse Bündnisse (u.a. die gemeinsame Kandidatur bei den EU- Wahlen 1996) und durch unsere Arbeit im GLB viele Mitglieder der KPÖ kennen gelernt. Wir bedauern es, dass die jetzige Debatte in erster Linie auf persönlicher Ebene und um formale Punkte und nicht um perspektivische und programmatische Fragen geführt wird. Auch wenn der Konflikt in erster Linie persönlich geführt wird, hat er doch politische Hintergründe, die nur politisch gelöst werden können. Wir versuchen in der SLP, die Einheit der Partei auf Grundlage einer demokratischen Debatte und politischer Einheit herzustellen. Wir haben regelmäßig Perspektivendiskussionen und bilanzieren unsere Arbeit. Wir halten den "Demokratischen Zentralismus", der größtmögliche innerorganisatorische Demokratie mit größtmöglicher Schlagkraft nach außen verbindet, für die beste Organisationsform für eine Partei der ArbeiterInnenklasse (auch wenn der Begriff "Demokratischer Zentralismus durch dessen missbräuchliche Anwendung auf gänzlich undemokratische Organisationen diskreditiert wurde). Wir haben darüber hinaus in der SLP ein Fraktions- und Tendenzrecht, das Mitgliedern, bei Beibehaltung ihrer Aufgaben als Mitglieder, die Möglichkeit gibt, um politische Positionen auch in Form von organisierter Opposition in der Partei zu kämpfen. Die Zukunft der KPÖ ist ungewiss, eine Lösung ist - selbst wenn es zu einer Parteispaltung kommen sollte - nicht zu erwarten. Wir können die Entwicklungen in der KPÖ nur von Außen beobachten und sind zweifellos nicht über alle Details informiert. Die um den Verkauf des EKH/Wielandschule entbrannte Debatte spiegelt ein Demokratiedefizit wieder, wenn in einer derart heiklen und seit Jahren auch KPÖ-intern strittigen Frage die eigene Mitgliedschaft über den Verkauf offensichtlich aus den Medien informiert wurde. Wir möchten die GenossInnen der KPÖ auf unsere Stellungnahmen zur aktuellen Lage (siehe www.slp.at), unser Parteiprogramm und unsere Treffen hinweisen, um die Debatte über die Aufgaben von SozialistInnen/KommunistInnen gemeinsam in einem solidarischen Rahmen führen zu können. Die Bundesleitung der Sozialistischen LinksPartei (SLP) Wien, den 3.11.04 ************ Sonja Grusch, Sozialistische LinksPartei - SLP Österr. Sektion des CWI ************ ____________________________________________ slp-info at slp.at - Info-Mailliste der SLP Mails abbestellen/Einstellungen ändern: http://slp.at/mailman/listinfo/slp-info Für weitere Infos: http://www.slp.at ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< SOLIDARITÄT WELTWEIT ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 10 Ukraine: Europa soll sich gegen Wahlmanipulationen wehren! Gesellschaft für bedrohte Völker ================================================== GESELLSCHAFT FÜR BEDROHTE VÖLKER PRESSEMITTEILUNG Göttingen, den 04.11.2004 Stichwahl in der Ukraine: Autoritäres ,postsowjetisches' Regime verhindern! Europa soll sich gegen Wahlmanipulationen wehren Mit der Bitte, die demokratische Opposition der Ukraine zur bevorstehenden Stichwahl deutlich zu unterstützen, hat sich die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) am Donnerstag an die demokratischen Parteien der Schweiz, Österreichs, der Beneluxländer und Deutschlands gewandt. Europa müsse sich gegen die Bestrebungen des russischen Präsidenten Wladimir Putin wehren, die europäische Ukraine erneut einem autoritären ,postsowjetischen' Herrschaftssystem zu unterwerfen, heißt es in den Schreiben der Menschenrechtsorganisation. Die schwerwiegenden Wahlmanipulationen in der Ukraine seien ein Anschlag auf die Grundwerte der europäischen Demokratie. Zu den Manipulationen gehörten die Gleichschaltung des Fernsehens, die Fälschung der Stimmzettel in nicht von internationalen Beobachter überwachten Wahllokalen, das Erfinden von mindestens 120.000 zusätzlichen Stimmen, die Einmischung der staatlichen Administration in den Wahlkampf und bei der Stimmabgabe, die tatsächliche Ausschließung von zehn Prozent der Wähler und nicht zuletzt der ungeheuerliche Giftanschlag auf den demokratischen Kandidaten Viktor Juschtschenko. Die GfbV erinnerte daran, dass Europa der Bevölkerung der Ukraine besonders verpflichtet ist, weil sie unsäglich unter den Diktaturen Hitlers und Stalins gelitten hat. Neben den allseits bekannten furchtbaren Verbrechen der Nationalsozialisten soll die Ukraine zwischen 1926 und 1937 elf Millionen Menschen durch die Zwangskollektivierung, die weitgehende Ausrottung der Kulaken (der so genannten Groß- und Mittelbauern) und die von Stalin organisierte Aushungerung der ukrainischen Bauern mit dem Zentrum Scharkiv/Scharkow verloren haben*. Deshalb sollten sich die demokratischen europäischen Kräfte besonders bemühen, die Ukraine an Europa heranzuführen. *siehe unter anderem das Standardwerk von Robert Conquest "Ernte des Todes - Holocaust in der Ukraine 1929-1939, München 1988 sowie die damalige Presseberichterstattung während des bis heute vielfach tabuisierten "Hungermordes" in der Neuen Zürcher Zeitung, der österreichischen "Reichspost" und dem jüdischen Forwaerts (New York) Für Nachfragen ist der Generalsekretär der GfbV Deutschland, Tilman Zülch, auch erreichbar unter Tel. 0151 153 09 888. ========================================================= Gesellschaft fuer bedrohte Voelker e.V. (GfbV) Inse Geismar, Pressereferentin Postfach 2024, D-37010 Goettingen Tel. +49/551/49906-25, Fax:+49/551/58028 E-Mail: presse at gfbv.de, Homepage:http://www.gfbv.de ========================================================== ================================================== 11 Circolo di Basilea (Svizzera) ================================================== Partito della Rifondazione Comunista Circolo di Basilea Postfach 1042 CH 4123 ALLSCHWIL Care Compagne e Compagni, Come probabilmente saprete, il VI Congresso Del Partito della Rifondazione Comunista è ormai alle porte. Alcuni compagni hanno avuto l’idea di proporre un’assemblea degli iscritti per discutere sullo stato di cose all’interno del Partito e analizzare le varie strategie messe in campo su come affrontare il futuro politico da parte del PRC. Pertanto il circolo di Basilea organizza un’assemblea pubblica degli iscritti che avrà luogo sabato 6 novembre alle ore 17 presso la sede del circolo, Rihentorstrasse 27 Tel. 061 681.40.00 Al seguire sarà offerto un rinfresco a tutti i partecipanti. Stante l’importanza della riunione siete tutti invitati a partecipare. ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< LINKS / VERWEISE / HINWEISE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 12 Rifondazione.at (auf deutsch) ================================================== Liebe GenossInnen, Wir sind dabei eine neue Nummer des Folders "Rifondazione.at" vorzubereiten. Der Druck und die Veröffentlichung der Nummer 1 (alle, die die Nummer 0 noch nicht haben, können diese gratis beziehen, wenn sie sich mit uns in Verbindung setzen) ist im Jänner vorgesehen, also in zirka drei Monaten. Wenn jemand interessantes Material hat oder einen Artikel schreiben will, kann er/sie uns kontaktieren. Unsere Adressen findet Ihr auf der Homepage www.rifondazione.at. Auch diese Nummer wird wieder von uns selbst finanziert werden, ohne Gewinnabsichten und sie ist natürlich gratis für jeden, der sie lesen will. Grüsse, Stefano ================================================== 13 Rifondazione.at ================================================== Cari compagni Stiamo preparando un nuovo numero della rivistina-folder "Rifondazione.at". La messa in stampa e la pubblicazione del numero 1 (per chi non avesse il numero 0 lo potrà ricevere gratuitamente mettendosi in contatto) è prevista per il mese di gennaio e quindi fra circa 3 mesi. Se qualcuno ha del materiale interessante o vuole scrivere un articolo troverà i nostri indirizzi nella homepage www.rifondazione.at. Anche questo numero sarà autofinanziato dai compagni, senza scopo di lucro e naturalmente gratuito per chiunque lo vorrà leggere. Saluti Stefano ================================================ C) TERMINE ================================================ ======================== Freitag http://www.mund.at/butt/Termine/November/0511.htm Samstag http://www.mund.at/butt/Termine/November/0611.htm Sonntag http://mund.at/butt/Termine/November/0711.htm ======================== ================================================ D) EDITORIAL ================================================ Für den Inhalt verantwortlich: Ihr. E-Mail-Adresse für Beiträge: widerstand at no-racism.net geschickt. widerst at nd MUND und alle Termine täglich aktualisiert im Web: http://www.no-racism.net/MUND Ziel von MUND (medienunabhängiger Nachrichtendienst) ist die unzensurierte und möglichst rasche Information über gesellschafts- politisch relevante Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu Widerstand und Antirassismus sowie verwandte Themen. sollen einen Titel, Namen und Emailadresse der/des AutorIn enthalten und möglichst kurz und prägnant gehalten sein, ev. mit Hinweis, wo weitere Informationen eingeholt werden können. Bitte keine Attachments! Die inhaltliche und sachliche Verantwortung liegt bei der/dem jeweiligen AutorIn bzw. jenen, die uns die Beiträge schicken. Der MUND wird von einzelnen TagesredakteurInnen zusammengestellt. Da Fehler nicht ausgeschlossen sind, bitten wir, nicht veröffentlichte Beiträge nochmals an widerstand at no-racism.net zu senden. Die Weiterleitung (auch auszugsweise) ist erwünscht. Beiträge mit rassistischen oder sexistischen Inhalten werden nicht veröffentlicht. Sehr persönliche Meldungen werden wir an den betreffenden Adressaten weiterleiten, aber nicht im MUND veröffentlichen. Die bisherigen Ausgaben sind unter http://www.no-racism.net/MUND archiviert. Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage: * Wann: Sonntag, 11.11.2001, 11:11 Uhr * * Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" * * Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf * * Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie. Aber kurz und prägnant.* Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch stillschweigend Zensur zu üben. Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die Nichtaufnahme geliefert. (Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.) Die AbsenderInnen der betroffenen Beiträge werden hiervon informiert. Im Sinne einer "gläsernen Zensur" könnt ihr Euch die Beiträge gerne extra schicken lassen: Ein kurzes Mail an widerstand at no-racism.net genügt. ================================================ E) VERTEILERLISTE ================================================ Zur Eintragung in diesen Verteiler bitte direkt subskribieren unter http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/analle oder von der einzutragenden Adresse aus ein mail schicken an: admin at no-racism.net mit folgendem Text: subscribe no-racism Bitte wegen Automatisierung diesen Wortlaut verwenden! Zur Austragung aus dieser Liste bitte an zusammengestellt. Bitte keine Attachments! (werden nicht angenommen) Weggelassen: nix. Redaktionsschluss für diese Ausgabe: Donnerstag, 20:00 Uhr III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III widerst at nd-MUND is powered by http://alt.strg.at/ From analle at no-racism.net Mon Nov 8 09:00:18 2004 From: analle at no-racism.net (analle at no-racism.net) Date: Mon, 8 Nov 2004 09:00:18 +0100 Subject: MUND: Montag, 8. November 2004 Message-ID: <01c601c4c568$fd5b3460$4e046d50@chello.at> MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst www.no-racism.net/mund Montag, 8. November 2004 ================================================ A) INHALT ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< EKH ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ============================================== 01 Alle Verträge gekündigt From: ekhaus at med-user.net ============================================== 02 Demo 12.11. From: ekhaus at med-user.net ============================================== 03 Malmoe-Antwort From: koechl at malmoe.org ============================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ============================================== 04 Kundgebung 9. November From: bagru.powi at gmx.at ============================================== 05 Wichtige mietrechtliche Nachricht From: office at mieterinnen.org ============================================== 06 Soli-Flohmarkt From: deserteursberatung at utanet.at ============================================== 07 Augustin blüht im November From: mario at aktiv.co.at ============================================== 08 Kanafani-Newsletter From: kulturverein at kanafani.at ============================================== 09 Kulturni Centar From: kogoj at initiativeminderheiten.at ============================================== 10 3 proposals for banners From: oliver.ressler at chello.at ============================================== 11 7stern vom 8. - 20. November From: 7stern.kultur at kpoe.at ============================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND KOMMENTARE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ============================================== 12 Agencies: Coca-Cola-Friend Acosta goes Governor From: office at venezuela-info.net ============================================== 13 Burma: Massenflucht von Muslimen From: gfbv.austria at chello.at ============================================== 14 EU und Menschenrechte From: gfbv.austria at chello.at ============================================== 15 Wahlen/Tschechien/Kommunisten From: kpoe_stmk at hotmail.com ============================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< SERVICE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ============================================== 16 Glocalist 47 erschienen From: office at glocalist-review.com ============================================== ================================================ B) TEXTE ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< EKH ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ============================================== 01 Alle Verträge gekündigt From: ekhaus at med-user.net ============================================== EKH: Alle Verträge gekündigt ! Heute erreichte uns eine Mitteilung der Wielandgasse 2 - 4 VermietungesmbH, dass mit dem 31.12.2004 die Mietverträge aller (!) Räumlichkeiten des EKHs gekündigt sind, und nicht wie bisher angenommen die Präkeriatsverträge. Die Hausverwaltung weigert sich die Rechtmässigkeit der Hauptmietverträge für einige Teile des Hauses anzuerkennen. Es wird um eine einvernehmliche Lösung ohne jeglichen öffentlichen politischen Aspekt gebeten. Weiters wurde uns naheglegt von rechtlichen Schritten Abstand zu nehmen,um eine Eskalation zu verhindern, ansonsten käme es zu einer Räumungsklage. Warum das Wahrnehmen unserer Rechte als Mieterinnen einer Eskalation gleichkommen soll, sei dahin gestellt ... . EKH, am 04.11.2004 ============================================== 02 Demo 12.11. From: ekhaus at med-user.net ============================================== DEMO!!! EKH BLEIBT!! WIR AUCH!!!! Freiräume schaffen, autonome Strukturen verteidigen!!! 12.11.2004 16 uhr Busbahnhof Südtirolerplatz Wir laden euch alle ein mit uns am 12.11.2004 auf die Strasse zu gehen und linke Freiräume, Strukturen und Projekte weiter zu erkämpfen und zu verteidigen. Wir wünschen uns mehr Lärm, um die vielen gefährdeten linken Projekte in Wien. Das leise Sterben der anarchistischen Buchhandlung und des RBHs, das Subventionsende des Jugend-, Kultur- und Integrationsvereines Echo und des Netzkulturinstitutes public netbase samt servern, sowie der bevorstehende Umbau des Tüwis zur Mensa. Auch der Arena werden Subventionskürzungen seitens der Stadt Wien angedroht und die KAPU in Linz ist ebenfalls von massiven finanziellen Problemen betroffen. So vielfältig wie die bedrohten kulturellen , Migrations und sozialpolitischen Projekte sind, so vielfältig soll auch unser Widerstand sein... Akuter Anlassfall zur Demo ist für uns der Verkauf des EKHs durch die Kommunistische Partei Österreichs. Damit sind weitere 27 das EKH nutzende Projekte und Plattformen in Gefahr geräumt zu werden. Seitens der angeblichen Käuferin, der Wielandgasse 2 - 4 VermietungsgesmbH, wurden alle Räumlichkeiten bereits aufgekündigt. Laut KPÖ wurden medial Übergangsfristen zugesichert. Aber bei derart seriösen Geschäftspartnern wie Hrn Christian Machowetz darf mensch sich über derartige Vorgehensweisen nicht wundern, denn dieser pflegt auch belegterweise Beziehungen zu Rechtsextremen. (nachzulesen auf http://www.ekhbleibt.info) Das EKH ist kein Spekulationsobjekt, sondern ein wichtiger öffentlicher Teil der kulturellen, sozialen und linken Infrastruktur in Wien. Gerade in einer Zeit, wo die Stadt alle möglichen emazipatorischen Projekten den Geldhahn abdreht, ist es wichtiger den je unkommerzielle autonome Strukturen zu verteidigen. Wien braucht antisexistische, antirassistische und antifaschistische Freiräume !! Es kann nicht sein, dass fortschrittlichen migrationspolitischen Projekten die Subventionen gekürzt werden !!!! Widerstand braucht Platz und nichtkommerzielle Treffpunkte !! Soziale Projekte müssen verteidigt werden und (gegen)kulturelle Freiräume geschaffen werden. SOLIGRUPPE EKH BLEIBT!! WIEN BRAUCHT SOZIALE ZENTREN !!!! http://www.ekhbleibt.info ============================================== 03 Malmoe-Antwort From: koechl at malmoe.org ============================================== Bzgl. Posting der Gruppe Freiraum vom 4. November: "Solidarität mit dem EKH 1" MALMOE-Antwort an Freiraum Liebe Leute von Freiraum, ihr habt es zwar nicht ganz eindeutig geschrieben, aber wir haben den Eindruck, dass ihr uns unter eine Liste von irgendwie in KPÖ-Strukturen involvierte oder von diesen abhängige Gruppen subsumiert. Deswegen möchten wir Folgendes klarstellen: MALMOE hat noch nie weder einen Groschen noch einen Cent von der KPÖ bekommen. MALMOE ist ein völlig unabhängiges Zeitungsprojekt, das von einem Kollektiv gemacht wird, welches aus den verschiedensten Menschen besteht, die hier ihre Freizeit investieren. Ein paar dieser Menschen sind oder waren (aktive) Mitglieder der KPÖ, zwei von uns haben beruflich sogar lange Zeit bei der "Volksstimme" gearbeitet. Andere gehören DJ-Kollektiven an oder auch anderen Zeitungsprojekten oder sind in Kunstzusammenhängen aktiv. Manche von uns haben das ASF besucht oder sind früher Donnerstags spazieren gegangen oder organisieren Diskussionsveranstaltungen oder Clubs. Wir haben also "Naheverhältnisse" in vielen Bereichen. Aber wir fragen sicher nicht nach Mitgliedsausweisen. Dennoch: Ihr fordert u.a. uns ja freundlich auf, zum Verkauf des EKH Stellung zu beziehen und daraus Konsequenzen zu ziehen. Zu ersterem lest bitte die Ausgabe 23, die diese Woche erscheinen wird. Was aber die Konsequenzen betrifft, so haben wir keine zu ziehen: Es gibt keinen KPÖ-Ort zu verlassen, wie es das Kinoki getan hat, und es gibt auch keine finanziellen oder sonstigen Verbindungen zu kappen, weil die eben nicht existieren. Oder seid ihr etwa der Meinung, dass jene MALMOEs, die gleichzeitig auch KPÖ-Mitglieder sind, nun rausgeschmissen gehören? Nein, bestimmt nicht. Wer in der KPÖ für den Verkauf verantwortlich ist, ist bekannt. Dass es innerhalb der KPÖ einen ziemlichen Aufstand gibt, dass der "linke Flügel" sich das offenbar nicht gefallen lassen will und dass es hier viele KPlerInnen gibt, die sich vehement dafür einsetzen, dass der Verkauf rückgängig gemacht wird, ist ebenso bekannt. Und - welch eine Überraschung - genau solche KPlerInnen sind jene, die auch bei MALMOE mitarbeiten. In diesem Sinne: EKH bleibt! Die MALMOE-Redaktion _______________________________ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ============================================== 04 Kundgebung 9. November From: bagru.powi at gmx.at ============================================== Niemals Vergessen! Gegen Antisemitismus und Faschismus! Kundgebung am 9.11. um 17.00; Ecke Zirkusgasse/Schmelzgasse, 2. Bezirk Bisher unterstützende Gruppen: Anthropoid Innsbruck, Archiv der sozialen Bewegungen/Wien, Café Critique, Context XXI, Die Zecken, Fakultätsvertretung HuS, GO Dogma, Grünalternative Jugend (GAJ) Wien, Hashomer Hazair, Infoladen Wels, Israelitische Kultusgemeinde Wien (IKG), LIAB, LICRA, monochrom, Ökoli, Redaktion NU, StRV HUS-Doktorat, StRV Politikwissenschaft, Verein "Erinnern - Villach", www.juedische.at, ZPCL - der B'nai B'rith Die Pogrome rund um den 9. November 1938 waren nur die Höhepunkte eines von antisemitischen Ausschreitungen geprägten Jahres. Im Raubzug gegen ihre jüdischen NachbarInnen spielten die OstmärkerInnen eine Vorreiterrolle. Bereits vor der umjubelten Vereinigung Österreichs mit Nazideutschland am 12. März 1938 fanden Pogrome statt, die nach dem Anschluss durch "wilde" Arisierungen ergänzt wurden. Dieser Fanatismus veranlasste sogar die zentralen Stellen zu Maßnahmen, um die Enteignung der Jüdinnen und Juden im gesamten NS-Reich in "ordentliche" Bahnen zu lenken. Nachdem es im Oktober in Wien erneut zu Gewalttaten, Plünderungen und Brandstiftungen gekommen war, schien die Zeit in den Augen der Nazis reif für ein Vorgehen im gesamten Deutschen Reich. Der Pogrom im November 1938 übertraf die bisherige Barbarei, und die Blutorgie ließ für die Zukunft noch Schlimmeres erwarten. Er war die endgültige Enthemmung des antisemitischen Mobs und der Auftakt zum Massenmord. Die damalige "Ostmark" und insbesondere Wien bildeten die Vorhut der Vernichtung. "Spontane" Antwort der Bevölkerung Die NSDAP-Propaganda versuchte, den Pogrom als "spontane" Antwort der Bevölkerung auf den Tod eines deutschen Diplomaten darzustellen. Der "Startschuss" zum Pogrom wurde dann vom Propagandaminister gegeben. Alle, die in den letzten Wochen und Monaten von den Parteistellen und Gauleitungen wegen unkontrollierbaren und "wilden" Arisierungen zur Ordnung gerufen wurden, durften nun endlich wieder zuschlagen. Der von den Nazis geprägte Name "Reichskristallnacht" kokettiert dabei mit dem "schaurig-schönen" Widerschein des Feuers in den auf der Strasse liegenden Glasscherben und verharmlost die blutige Gewalt. "Arbeitsteilung" Während die SA in Zivil gemeinsam mit Angehörigen der Hitlerjugend und anderen Parteiorganisationen jüdische Geschäfte und Wohnungen plünderte und zerstörte, ging die SS, ebenfalls in Zivilkleidung, gezielt gegen Funktionäre jüdischer Organisationen vor. Verhaftete Jüdinnen und Juden brachte man in Schulen, Gefängnisse und in die spanische Hofreitschule neben der Hofburg, zwang sie zu gymnastischen Übungen, ohne ihnen Nahrung zu geben und ließ sie aufrecht stehend schlafen. Einige Jüdinnen wurden gezwungen, sich zu entkleiden und zur Unterhaltung der Sturmtruppen sexuelle Handlungen mit Prostituierten auszuführen; andere mussten nackt tanzen. Ein Gestapo-Agent aus Wien berichtete später, dass er und seine Kameraden Schwierigkeiten gehabt hätten, die Menschenmenge davon abzuhalten, noch mehr Jüdinnen und Juden tätlich anzugreifen. In Wien wurden insgesamt 42 Synagogen und Bethäuser meist durch Brände zerstört. 27 Juden wurden getötet und 88 schwer verletzt. 6.547 Jüdinnen und Juden wurden in Wien verhaftet, fast 4000 von ihnen wurden ins Konzentrationslager Dachau verschleppt. Tausende jüdische Geschäfte und Wohnungen wurden zerstört. 4.083 jüdische Geschäfte wurden gesperrt. Allein im "Kreis Wien I" wurden 1.950 Wohnungen zwangsgeräumt. Hunderte Jüdinnen und Juden begingen darauf hin Selbstmord. Eine Rückgabe der enteigneten Wohnungen und Geschäfte nach 1945 fand praktisch nicht statt. Bis zum heutigen Tag profitieren die Nachkommen der TäterInnen in Wien und ganz Österreich von den Verbrechen, die damals ihren Anfang nahmen. Aber nicht nur in Wien, auch in der ostmärkischen Provinz tobte der Mob: Im heutigen Niederösterreich kam es zur Sprengung von Synagogen und zu Massenfestnahmen. Die Tempel in Berndorf, Vöslau und Baden fielen dem Pogrom zum Opfer. In Baden wurden alle Jüdinnen und Juden verhaftet, in St. Pölten kam es zu Massenfestnahmen. In Salzburg-Stadt wurden Geschäfte verwüstet, Akten aus der Kultusgemeinde weggeschafft und die Synagoge demoliert. Im Land Salzburg wurden etwa hundert Juden und Jüdinnen festgenommen. In Oberösterreich wurden 65 Jüdinnen und Juden bereits am 8. November festgenommen. In Linz und Graz wurden in der Nacht zum 10. November die Synagogen niedergebrannt. In Klagenfurt wurde der Tempel völlig zerstört. Der Mob wandte sich vor allem gegen Wohnungen der Jüdinnen und Juden, da die Geschäfte bereits vorher "arisiert" worden waren. 40 Jüdinnen und Juden wurden verhaftet und nach Dachau deportiert. In Tirol konzentrierte sich der Terror auf Innsbruck, wo vier Juden ermordet wurden. Im Burgenland wurde die Synagoge in Eisenstadt zerstört. Gegen den antizionistischen Konsens! Solidarität mit Israel! Der für die österreichische postnationalsozialistische Gesellschaft charakteristische Antisemitismus tobt sich heute zunehmend im Hass auf den Staat der Shoah-Überlebenden aus. Der von Deutschen sowie ÖsterreicherInnen mit Begeisterung vom Zaun gebrochene Vernichtungsfeldzug gegen Polen und die Sowjetunion, der Beginn der totalen Vernichtung des europäischen Judentums im Herbst 1941 und die Flucht von vielen Jüdinnen und Juden waren die entscheidenden Ursachen für die Gründung Israels. Während der Zionismus in den 50 Jahren davor noch von vielen Jüdinnen und Juden abgelehnt wurde, da sie die Hoffnung auf Assimilierung nicht aufgaben oder ein Ende des Antisemitismus durch die revolutionäre Veränderung der Gesellschaft erkämpfen wollten, bestätigte der deutsch-österreichische Vernichtungswahn in grausamer Weise die Notwendigkeit eines jüdischen Staates. Trotz widriger Umstände und gegen den erbitterten Widerstand Großbritanniens gelang Tausenden Opfern des NS-Terrors die Flucht nach Palästina. Nach der Staatsgründung Israels und der Nichtanerkennung des UN-Teilungsplanes durch die arabischen Nachbarstaaten begannen diese ihren ersten Krieg gegen den neuen Staat. In den 15-monatigen Kampfhandlungen ließen über 6000 Israelis, viele eben erst den nationalsozialistischen Todesmühlen entkommen, ihr Leben. Israel ist seitdem Schutzmacht und Zuflucht für Jüdinnen und Juden weltweit. Selbst wenn, wie im 2. Weltkrieg, fast alle Länder dieser Erde ihre Grenzen nochmals für jüdische Flüchtlinge schließen sollten, mit Israel gibt es einen Ort, wo sie, solange die Möglichkeiten zur militärischen Selbstverteidigung gewährleistet sind, relativen Schutz vor antisemitischer Gewalt finden. Genau diese Selbstverteidigung wird jedoch in Europa Israel zunehmend abgesprochen. Von den Medienberichten im ORF und den verschiedenen Tageszeigungen über die Rechte bis zu weiten Teilen der radikalen Linken wird die Schuld an der Eskalation des Nahostkonfliktes seit Beginn der "al-Aqsa-Intifada" ausschließlich bei Israel gesehen. Dabei wird der Hass auf Israel zunehmend auch zur Gefahr für die jüdischen Gemeinden in Europa. Mit dem Vorwand gegen Israel vorzugehen, werden in ganz Europa mittlerweile jüdische Gemeinden und Einrichtungen angegriffen. Dabei gilt es längst als normal, dass jede Synagoge, jede jüdische Schule und Organisation bewacht werden muss. Vor einem Jahr, am 9. November 2003 wurde auch unsere Kundgebung, organisiert von jüdischen Organisationen und antifaschistischen Linken, die an die Zerstörung der Synagoge in der Zirkusgasse im zweiten Wiener Gemeindebezirk am 11. November 1938 durch die Nationalsozialisten erinnern wollten, von aus der Linken stammenden AntisemitInnen angegriffen. Während der Rede des Psychiaters Alexander Friedmann, Mitglied des Vorstandes der Israelitischen Kultusgemeinde und Gründer von ESRA, stürmten etwa 10 Personen mit palästinensischen Fahnen in die Zirkusgasse und störten das Gedenken an die Opfer mit Palästina-Fahnen, "Freiheit für Palästina und den Irak"-Transparenten und Parolen gegen Israel und die USA, die durch Megaphone gerufen wurden. Die Polizei reagierte auf die Aufforderung der Veranstalter, die Störaktion sofort zu beenden, zunächst überhaupt nicht. Erst als die TeilnehmerInnen der Gedenkkundgebung die Gruppe abdrängten und ihr Megaphon abnahmen, schritten die Beamten ein. Zu einer kurzfristigen Festnahme eines der antisemitischen Rädelsführer kam es lediglich, weil sich der Möchtegernmärtyrer für die palästinensische Sache weigerte, seinen Ausweis zu zeigen. Gegenüber der APA meinten die Beamten: "Nach einem neonazistischen Hintergrund schaut es eher nicht aus" - tatsächlich handelt es sich bei den AngreiferInnen um Mitglieder der Gruppe "Sedunia" und des der PFLP nahe stehenden "Arabischen Palästinaclub", die unter dem Label "Antirassismus" seit einigen Jahren ihren rabiaten Antizionismus und Antisemitismus auf diversen "linken" Demonstrationen und Kundgebungen zum besten geben. Bereits in den Wochen zuvor waren AktivistInnen der "Sedunia" in physische Auseinandersetzungen mit linken Studierenden auf der Fakultätsvertretung der Human- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät verwickelt. Alexander Friedmann erklärte nach dem Zwischenfall: "Dieser Angriff ist ein Beweis dafür was los ist. Das ist eine Dokumentation dafür, welches Bündnis zwischen Islamismus und Neonazismus auch hierzulande besteht. Die haben das Gefühl, das ihre Zeit wieder gekommen ist." In Österreich wurden laut Veranstaltern im ersten Halbjahr 2003 108 antisemitische Vorfälle gemeldet. In der Folge distanzierten sich zwar alle möglichen linken Gruppen vom Vorgehen der "Sedunia", allerdings änderte dies nichts am rabiaten "Antizionismus", dem die Mehrheit der österreichischen Linken weiterhin frönt. Wir wollen uns mit dieser Normalität nicht abfinden und uns mit dieser Kundgebung auch mit den jüdischen Gemeinden Europas und mit Israel als dem Staat solidarisieren, der im Erstfall die Selbstverteidigung von Jüdinnen und Juden ermöglichen kann. In der Zirkusgasse 22 stand bis zu ihrer Zerstörung und Plünderung durch den Nazi-Mob am 10. November 1938 die Synagoge der seit 1736 bestehenden türkisch-jüdischen Gemeinde, auch "Türkischer Tempel" genannt. Sie wurde im maurischen Stil zwischen 1885 und 1887 nach den Plänen des Architekten Hugo von Weidenfeld erbaut. Als Vorbild diente die Alhambra, worin sich das Andenken an die ehemalige spanische Heimat der Sepharden äußerte. Die Synagoge verfügte über 424 Sitz- und 250 Stehplätze und war in der Ersten Republik vor allem als Wirkstätte des Oberkantors Isidor Lewit von Bedeutung. Erst 1988, ein halbes Jahrhundert nach der Zerstörung der Synagoge, wurde eine von der Stadt Wien gestiftete Gedenktafel am ihrem ehemaligen Ort angebracht. Infos unter: www.gegennazis.at.tf ============================================== 05 Wichtige mietrechtliche Nachricht From: office at mieterinnen.org ============================================== Liebe Widerständler, die für Mittwoch, dem 10. November 2004 angekündigte Diskussionsveranstaltung zum Thema: "Ab 1.1.2005 Kostenpflicht in den wohnrechtlichen Verfahren, rechtliche und soziale Auswirkungen" musste leider abgesagt werden. Die vorgesehenen ReferentInnen haben bis auf eine nicht den Mut gefunden ihre zunächst gegebenen Zusagen einzuhalten. Der Vorstand der MI-MieterInnen-Initiative hat sich daher entschlossen untenstehende Schneeball-Aktion zu starten, um noch möglichst viele Menschen über die auf uns alle als MieterInnen potenziell zukommende Kostenlawine zu informieren und um auch im eventuellen Bedarfsfall noch rechtzeitig reagieren zu können. Der Sinn dieser Aktion ist, dass sich der jeweilige Empfänger als Multiplikator der Information versteht und sie an möglichst viele Menschen, möglichst mit einem persönlichen Anschreiben, weiterleitet und die wiederum genauso als Multiplikator fungieren. Es grüßt euch Josef Iraschko, MI-MieterInnen-Initiative ***** ***** ***** ***** ***** ***** ***** ! ! ! WICHTIGE INFORMATION ! ! ! Diese Information muss möglichst viele Menschen erreichen, um eine breite Gegenöffentlichkeit herzustellen! Mailen Sie diesen Text allen Ihren Freunden und Bekannten! ***** ***** ***** ***** ***** ***** ***** Die Bombe tickt.... Mit 1. Jänner 2005 tritt das neue "Wohnrechtliche Außerstreitbegleitgesetz" in Kraft. Dieses Gesetz wird sehr negative Auswirkungen auf 1-2 Millionen österreichische Haushalte haben. Es bringt die Kostenpflicht bei allen bisher kostenfreien Mietstreitigkeiten. Stellen Sie noch in diesem Jahr Ihre Anträge bei der Schlichtungsstelle! Selbst eine sehr breite Ablehnungsfront (Caritas, Arbeiterkammer, BAWOG, Bundes-ÖH, sämtliche MieterInnen-Organisationen, Wohnungseigentümer-Vertretungen, soziale Interessenvertretungen etc. und selbst der OGH und einige Landesregierungen) scheiterte an der Uneinsichtigkeit der schwarz-blauen Regierung. Leider schweigen sich zur Zeit sowohl Opposition als auch die Medien über die verheerenden Auswirkungen dieses Gesetzes aus, selbst namhafte MieterInnen-Organisationen haben ihren Widerstand aufgegeben Wir vom parteiunabhängigen Verein MI-MieterInnen-Initiative bleiben aber dabei: Dieses mieterInnenfeindliche Gesetz muss weg! Und wir haben eine Idee, wie das gehen könnte und Sie können dabei eine wichtige Rolle spielen. Als ersten Schritt müssen wir eine breite Öffentlichkeit herstellen. Dazu haben wir folgende Vorschläge: Vorschlag 1: Ihr persönlicher Schritt raus aus der Kostenfalle! Wenn Sie das Gefühl haben, dass mit Ihrer Miete, mit Ihren Betriebskosten, oder vielleicht mit einer Ablöse etwas nicht stimmt oder wenn notwendige Erhaltungsarbeiten durch die Verwaltung nicht durchgeführt werden, dann stellen Sie noch in diesem Jahr einen entsprechenden Antrag bei der Schlichtungsstelle! Wie das geht, haben wir auf unserer home-page unter http://mieterinnen.org dargestellt. Hier finden Sie auch noch weitere Informationen, Materialien zum Gesetz und entsprechende Tipps. Vorschlag 2: Information weiterleiten und die Kostenbombe entschärfen! Leiten Sie dieses e-mail an Ihre Freunde und Bekannten mit einem kleinen, persönlichen Einleitungssatz weiter. Vielleicht haben diese gerade ein Mietproblem. Sie helfen dann mit, die auf uns alle zurollende Kostenbombe vorerst zu entschärfen. Und diese Bekannten sollen das e-mail wiederum an ihren Bekannten- und Verwandtenkreis weiterleiten usw. Wir haben mächtige Gegner, aber auch der Riese Goliath wurde vom kleinen David besiegt! Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte direkt an die MI-MieterInnen-Initiative, Tel. 319 44 86! _________________________________________________________________________ Die Antwort auf folgende Fragen finden Sie hier: Wie ist ein Antrag bei der Schlichtungsstelle zu stellen?: http://mieterinnen.org/staticpages/index.php?page=20041031144538350 Warum die Gesetzesänderung und in welchem Interesse?: http://mieterinnen.org/staticpages/index.php?page=20041031153518885/li> Warum sollten Sie noch heuer einen Antrag stellen?: http://mieterinnen.org/staticpages/index.php?page=20041031152709470 In welchen Fällen sollten Sie noch heuer einen Antrag bei der Schlichtungsstelle stellen?: http://mieterinnen.org/staticpages/index.php?page=20041031143703982 Was versteht man unter einem Außerstreitverfahren?: http://mieterinnen.org/staticpages/index.php?page=20041031144612238 Umfassende Informationen zum Thema "Wohnrechtliches Außerstreitbegleitgesetz" finden Sie auch unter: http://www.mieterselbsthilfe.kpoe.at/news.html, http://www.mietervereinigung.at/html/pres_02.php, http://www.oeh.ac.at/wohnrecht/, http://www.gdw.at/Stellungnahme_Wohnaus_GdW.htm, http://www.mieterschutzverband.at/msv/index.php?id_link=71 ============================================== 06 Soli-Flohmarkt From: deserteursberatung at utanet.at ============================================== +++ bitte weitermailen +++ bitte weitersagen +++ Liebe Leute! Solidaritäts - Flohmarkt für die Deserteurs- und Flüchtlingsberatung "bei, mit und für uns!" Sa, 13. Nov. 2004 14:00 - 20:00 in der Schottengasse 3a/1/59, 1010 Wien (U2 Schottentor, U3 Herrengasse) Stadtplan: http://www.deserteursberatung.at/desiintern/stadtplan.htm !!! Glühwein, lekker Essen & viel spannende Flohmarktware warten!!! Erstehen der Flohmarktware auch via Tauschkreis möglich. mehr Infos: http://www.deserteursberatung.at/aktuelles/soli_flohmarkt_131104.htm Weitere Flohmarktware ist herzlich willkommen! Tschuldigung falls mehrfachmails... Bis bald... Eure Deserteurs- und Flüchtlingsberatung Schotteng. 3a/1/59 A-1010 Wien Tel.: +43/1/533 72 71 Fax.: +43/1/532 74 16 www.deserteursberatung.at ============================================== 07 Augustin blüht im November From: mario at aktiv.co.at ============================================== Presseinformation des Augustin 1 Kalender + 4 Filme: Der Augustin blüht auch im November! (1) Im Vorjahr war die Nachfrage nach dem Augustin-Kalender sensationell. Die Auflage von 10.000 Stück war innerhalb einer Woche ausverkauft. Da staunten selbst die abgebrühtesten Augustin-Verkäufer. Der Beschluss, das Experiment fortzusetzen, fiel leicht. Erneut schwirrten mehr als 40 Augustin-VerkäuferInnen mit Einwegkameras aus, um Situationen ihres Straßenlebens festzuhalten. Die Kalendermacher GmbH & Co KG, wie schon im Vorjahr Initiator und Sponsor des Kalenderprojekts, wählte 12 Monats-Sujets aus und lädt zur Präsentation das Kalenders ein. Musiker und Musikerinnen, die auf ihre Gage verzichten, sorgen dafür, dass daraus ein schönes Fest entsteht. Roland Neuwirth, Doris Windhager, 1. Wiener Pawlatschen AG, Tini Kainrath, Izabel Padovani, Ronaldo Saggiorato, Erwin Schmidt/Piano, Stimmgewitter Augustin. Wann? Donnerstag, 11. November, ab 18.30 Uhr Wo? Internet Café Bignet enter.price, Theobaldgasse 19, Ecke Windmühlgasse/Mariahilferstraße, 1060 Wien Eintritt frei (2) Ihren ersten gemeinsamen Filmabend veranstalten Kinoki/Mikrokino und der Augustin. Drei Filme zum Thema Obdachlosigkeit stehen auf dem Programm. "Manolo recicla ­ Der Mann mit dem Einkauswagerl", eine Hommage an einen stadtbekannten Madrider Clochard, ist die Entdeckung des diesjährigen Filmfestivals Locarno. Als liebevolle und eindringliche Fabel begleitet der Dokumentarfilm den existentiellen Kampf dieses Mannes gegen die Verzweiflung. Doch der Film ist auch eine Hymne ans Leben, an dessen Einfachheit und seine vielen kleinen Freuden. "Der schwarze Film" handelt von Obdachlosen in Novi Sad, damals Jugoslawien, und von der Teilnahmslosigkeit der Gesellschaft. "Der Augustin als Gesamtkunstwerk" ist der erste Dokumentarfilm, der der Buntheit des Augustin gerecht wird ­ und das, obwohl er nicht von Filmprofis gemacht wurde. Manolo recicla - El senor de los carros (Manolo Recycles - The Lord of The Trollies), Manolo Gonzalez Ramos, Spanien 2004, 60 Min., span. OF mit engl. Untertiteln, DVD. Der schwarze Film (Crni Film), Zelimir Zilnik, Jugoslawien 1971, 17 min., jug. OF mit dt. Untertiteln. Der Augustin als Gesamtkunstwerk, Dokumentarfilm von Erich Rappold, Marc Nana-Gyan Ackwonu und Sebastian de Vos. Wien 2004, 20 min. Wann? Montag, 15. November, 20 Uhr Wo? Aktionsradius Augarten, 1200, Gaußplatz 11. Tel. 332 72 11 Eintritt 4 Euro (3) "Wonderful ­ Urlaub wie noch nie" heißt der Film Hubsi Kramars, dessen Protagonisten die Augustin-Menschen Christa, Christian, Heidi und Hömal sind. Das Thema: Was passiert, wenn Obdachlose - bzw. Langzeitarbeitslose - Urlaub machen? Von Staats wegen ist das nicht gern gesehen: Wer nix arbeitet, soll nix haben. Wer nichts hat, ist ein Sozialschmarotzer und gehört bestraft. Und sicher soll er keinen Urlaub machen. Das dürfen nur die wohlhabenden Ausbeuter und die durchgewalkten Arbeitssklaven, die dafür einmal kurzzeitig aus dem Maus-Laufrad ins Touristen-Laufrad wechseln dürfen. Wann? 7., 8., 14. und 15. November, 20 Uhr bzw. 16 Uhr (7.11.) Wo? Schikaneder Kino, 1040 Wien, Margaretenstraße 24. Tel. 585 58 88 ============================================== 08 Kanafani-Newsletter From: kulturverein at kanafani.at ============================================== 1) Kanafani - Frauentanzfest am Samstag den 20.11.2004 2) Filmabende bei freiem Eintritt: Kanafani-Integrationspaket 3) Gedenken an das Novemberpogrom 1938 4) neuerliche Aufforderung zum Rücktritt an BMI Dr. Ernst Strasser 5) Studierendenproteste: Aufruf zum grossen Bettelzug und anderes 6) andere interessante Hinweise ************************************* Der islamische Fastenmonat Ramadan neigt sich dem Ende zu. Wir wünschen allen muslimischen Freundinnen und Freunden weiterhin einen gesegneten Ramadan und bereits jetzt ein schönes Ramadan-Fest / Eid al-Fitr / Seker Bayrami. Eid Mubarark! ************************************* 1) Die Frauen des Kulturvereins Kanafani laden ein zum Frauentanzfest mit Musik aus dem Süden Am Samstag den 20. November 2004, von 19:00 bis 24:00 im Barada in der Robert Hammerling Gasse 1, 1150 Wien (Nahe Westbahnhof) Das Frauentanzfest ist wieder da, die Sommerpause ist vorbei! Wir freuen uns euch wieder ganz herzlich zu einer fröhlichen Hafla einladen zu können. Es gibt, wie immer, moderne und traditionelle Tanzmusik aus dem Süden, d.h. arabischer Raum (von Rai bis Dabka), Afrika, Türkei, Kurdistan, Iran, Indien, Pakistan usw. Musikwünsche werden berücksichtigt, scheut euch also nicht eure Lieblingsmusik mitzunehmen. Es erwartet euch desweiteren: ein grosser Tanzsaal, Raucherzone, rauch- und schuhfreie Zonen, ein Gratisbuffet sowie Getränke zum Selbstkostenpreis (kein Alkohol). Und nicht zuletzt: Eine herzliche Atmosphäre. Wer also für ein paar Stunden die Kälte und alle Sorgen außen vor lassen und mit anderen Frauen gemeinsam ausgelassen tanzen, plaudern und feiern möchte, ist am besagten Samstag im Barada genau an der richtigen Adresse. Unkostenbeitrag: 4 EURO. Kinder können mitgenommen werden. Falls ihr noch weitere Fragen habt, könnt ihr uns auch telefonisch erreichen (0699/10207540) oder uns ein Mail schicken an frauen at kanfani.at. ---------------------------------------- 2) Filmabende November Das Kanafani INTEGRATIONSPAKET Samstag 27. 11. bis Montag 29. 11 2004 im AAKH, Universitätscampus, Hof 2, Hörsaalzentrum, HS C1 AUSLÄNDER/INNEN müssen selbstverständlich INTEGRIERT werden. Vor dieser Verpflichtung wollen wir uns nicht drücken. Das Kanafani - INTEGRATIONS-PAKET soll AUSLÄNDER/INNEN unsere HEIMAT ÖSTERREICH und ihre KULTURELLEN UND POLITISCHEN VERHÄLTNISSE näher bringen. "Herr Karl" ist GELERNTER ÖSTERREICHER und seine Lebenserfahrungen sind eine wichtige QUELLE ÖSTERREICHISCHER LEBENSWEISHEIT. "Das Fest des Huhnes" dokumentiert ÖSTERREICHISCHE KULTUR UND BRAUCHTUM; der ethnologisch-objektive Blick und die notwendige Distanz eines afrikanischen Kamerateams zeigt schonungslos ÖSTERREICHISCHE RITEN UND SITTEN. Der Fall des HEINRICH GROSS ("Spiegelgrund") zeigt wie in Österreich KARRIERE gemacht werden kann. Die "71 Fragmente einer Chronologie des Zufalls" zeigt SITUATIONEN UND LEBENSWELTEN AUS ÖSTERREICH. Und "Die Wahrheit über Österreich" ist ganz einfach die WAHRHEIT ÜBER ÖSTERREICH. Auch unsere INLÄNDISCHEN MITBÜRGER/INNEN sind beim Kanafani - Integrationspaket herzlich willkommen! 27.11., Einlass: 16.30, Beginn: 17.00: Fest des Huhnes 18.30: Wahrheit über Österreich anschliessend Gespräch mit Regisseur Walter Wippersberger (angefragt) 28.11., Einlass: 16.30, Beginn: 17.00: Herr Karl 18:30: Spiegelgrund anschliessend Gespräch mit den RegisseurInnen Angelika Schuster und Tristan Sindelgruber (angefragt) 29.11., Einlass: 18.30, Beginn: 19.00: 71 Fragmente einer Chronologie des Zufalls (Regie: Michael Haneke) weitere Informationen: http://members.aon.at/wippersberg/index.html http://standbild.linuxpower.at/spiegelframe.htm http://www.filmarchiv.at/events/sommer02/ 71fragmente.htm http://www.oeh.univie.ac.at/aktuelles/veranstaltungen/kanafani.htm Alle Filme bei freiem Eintritt! Mit freundlicher Unterstützung der Österreichischen HochschülerInnenschaft - Universitätsvertretung Wien. ---------------------------------------- 3) Mahnwache und Kundgebung im Gedenken an die Opfer des Novemberpogrom Am 9. November um 15:00h beim Antifaschistischen Gedenkstein vor dem ehemaligem Aspangbahnhof, 1030 Wien, Aspangstraße 2/Platz der Deportierten In der Nacht vom 9. zum 10. November 1938 brannten in Wien 42 Synagogen, zahllose jüdische Geschäfte und Wohnungen wurden geplündert, zerstört und beschlagnahmt. 6547 Jüdinnen und Juden wurden festgenommen und 3700 davon in das Konzentrationslager Dachau verschickt. Viele fanden direkt in der Pogromnacht den Tod oder wurden zu Opfern von Vergewaltigungen. Diese Nacht vom 9. zum 10. November 1938 war kein Randphänomen der Geschichte des Dritten Reiches, sondern ein Geschehen, dem zentrale Bedeutung zukommt. Das Novemberpogrom war eine Hauptstation auf dem Weg der verbrecherischen nationalsozialistischen Politik hin zum industriell organisierten Völkermord. Und wer es wissen wollte, hat Bescheid gewußt. Niemals vergessen! Siehe auch: http://www.ikg-wien.at/IKG/Members/irene/1049452786350/1097592063276?portal_ skin=Event&id=1097592063276 ---------------------------------------- 4) Übernehmen Sie endlich Verantwortung, Herr Strasser! Als Cheibani Wague, azam allahu ajraqum, von Polizisten (im Verbund mit Sanitätern) getötet worden ist, hat sich Innenminister Strasser schützend vor "seine Beamten" gestellt. Er liess keinen Zweifel daran aufkommen, dass alles rechtmässig abgelaufen ist. Dabei war und ist es nach wie vor offensichtlich, dass der strukturelle Rassismus in der österreichischen Exekutive wieder ein Menschenleben gefordert hat, nämlich Cheibanes. Damals haben wir den Rücktritt des Innenministers gefordert, "als Zeichen dafür, dass die politisch Verantwortlichen endlich dazu bereit sind, aus ihrer Verantwortung auch die Konsequenzen zu ziehen". Und auch heute fordern wir wieder den Rücktritt des Innenminister Strasser. Es kann als bewiesen gelten, dass auf höchste Weisungen hin zwei kritische engagierte AnwältInnen kriminalisiert werden sollen, um jede Opposition gegen die weitere Aushöhlung des Asylrechts einzuschüchtern. Doch Herr Strasser weiss von nichts und fühlt sich wieder einmal "nicht verantwortlich", wie er gegenüber den Medien erklärte. Wir solidarisieren uns mit den MenschenrechtsanwältInnen RA Dr. Nadja Lorenz (Frau Lorenz ist bezeichnenderweise auch die Anwältin der Witwe Cheibane Wagues) und RA Dr. Georg Bürstmayer. Dr. Strasser, es ist längste Zeit den Hut zu nehmen! Kulturverein Kanafani Weitere Infos: http://www.sos-mitmensch.at/politischeermittlungen.html http://www.falter.at/index.php?ordner=print&file=F2004_44_1.php http://www.kanafani.at/Cheibani.htm ---------------------------------------- 5) Das Leid der Studierenden... Die verheerende Situation an den österreichischen Universitäten trifft uns persönlich hart, sind doch die meisten "Kanafanis" Studierende und nicht wenige von uns arbeiten am bereits in die Schlagzeilen geratenen Publizistik-Institut in Wien. Viele von uns haben keinen österreichischen Pass und dürfen neuerdings gleich doppelt so hohe Studiengebühren zahlen. Es war für uns daher ein logischer Schritt sich innerhalb der "Plattform ausländische Studierende" zu organisieren, eine Eigeninitiative von Migrantinnenvereinen mit hohem Studierenden-Anteil. Auf Initiative dieser Plattform wird nun eine Demonstration stattfinden, zu der auch unter anderem die StudentInnengewerkschaft (GPA - StudentInnen) und die ÖH - Uni Wien aufrufen. Die Aushungerungen der Universitäten muss ein Ende haben. Denn Bildung ist weder Privileg noch Ware. Wir hoffen auf Eure Beteiligung und Unterstützung! Aufruf an alle KollegInnen: KOMMT ALLE ZUM BETTELZUG: Treffpunkt: Am Do. 11.11. um 11 Uhr vor der Hauptuniversität, Dr. Karl-Lueger-Ring, Uni-Rampe Alle Bettelstudentinnen ziehen gemeinsam bettelnd durch die Stadt um letztendlich bei BM Gehrer am Minoritenplatz ihre Beute abzuliefern. Vor den Redaktionen des Standard und des Falters, vor dem ÖVP-Parlamentsklubs und der SPÖ-Zentrale werden kurze Kundgebungen mit Redebeiträgen gehalten, während einige Bettlerinnen in den jeweiligen Büros ihr Glück versuchen. anschliessend: Aktionstreffen der BettlerInnen und Unzufriedenen. Ort wird bei der Demonstration bekanntgegeben. ********************** BETTELN FÜR BM GEHRER! Das Bildungsministerium hat kein Geld. Die Universitäten haben kein Geld. Alle sind bettelarm. Aber niemand will betteln gehen. Daher haben die Ministerien und die Rektorate entschieden: Die Studierenden müssen das Geld auftreiben. Insbesondere die ausländischen Studierenden sind zum Betteln prädestiniert: Sie dürfen nämlich sowieso nicht arbeiten in Österreich. Daher haben Ministerium und Rektorate entschieden, dass sie gleich doppelt soviel Geld wie die österreichischen Studierenden auftreiben sollen, nämlich 741,58 ? pro Nase und Semester. Daher: Wir gehen betteln für Gehrer, Winkler und Co, wer geht mit? Betteln statt Studieren! An den österreichischen Universitäten, allen voran die größte Universität in Wien, herrschen chaotische Zustände. Die Hochschulen sind herabgewirtschaftet, die Budgets werden immer kleiner, es mangelt an zahlreichen Instituten an Personal und Infrastruktur, die Veranstaltungen sind überlaufen, das Bildungsniveau ist gering, ernsthafte Forschungstätigkeit ist nicht möglich, die studentische Mitbestimmung ist bereits extrem mangelhaft und wird nichtsdestotrotz immer weiter ausgehöhlt, die AkademikerInnenquote ist im europäischen Vergleich gering und weiter im Sinken, die Anmeldung zu Seminaren wird zum Glücksspiel? Ordentlich studieren können wir also nicht. Das ist aber nicht unbedingt negativ zu sehen. Bleibt uns doch mehr Zeit zum Geld erbetteln! Ist doch nicht schlecht, oder? Gegen einen Numerus Rassismus! Die Zersplitterung der Studierenden wird bewusst betrieben! "Selbstverständlich" wird die Unterteilung der StudentInnenschaft in in- und ausländisch vorgenommen. Die ausländischen Studierenden werden danach nochmal aufgesplittet nach Herkunftsland. Und dann wird jede StudentInnengruppe aus dem jeweiligen Land nochmal aufgesplittert je nach Universität. Denn das Bildungsministerium entlässt die Universitäten in die ?Autonomie? und sich selbst aus der Verantwortung. Das heisst, eine türkische Studentin an der TU-Wien wird anders behandelt als eine türkische Studentin an der Universität Wien. Die türkische Studentin an der Universität Wien wird wiederum anders behandelt als eine Studentin aus Bulgarien? Das geht uns allerdings zuweit. Wir gehen alle gemeinsam betteln, wir lassen uns nur ungern gegeneinander aufspielen. Und die Aufsplitterung wird nicht bei den ausländischen Studierenden halt machen: Mit der Vollrechtsfähigkeit der Universitäten ab 2007 werden wir alle davon betroffen sein. Eine weitere Erhöhung der Studiengebühren ist zu erwarten. Daher: BettelstudentInnen aller Länder vereinigt Euch! HOCH LEBE DIE ORGANISIERTE BETTELEI (Kopf der Bande siehe Überschrift)! ********************** Egitim Bakani Gehrer icin dilenmek! Dilencilerden dilencilere Egitim Bakanligi´nin parasi yok. Üniversitelerin parasi yok. Hepsi dilenecek kadar yoksul. Ama kimse dilenmek istemiyor. Bundan dolayi bakanlar ve rektörler su karara vardilar: Bu acigi ögrenciler tedarik etmeli. Özellikle de yabanci ögrenciler dilenmeye uygun görüldü, ama buna karsin Avusturya´da calisma haklari da yok. Bu yüzden Bakanlik ve Rektörlük tarafindan yabanci ögrencilerin her sömestr icin iki misli yani 741 Euro ödemelerine karar verildi. Buyüzden: Gehrer, Winkler und Co biz dilenmeye gidiyoruz, kim katilmak ister? Okumak yerine dilenmek! Avusturya Üniverstileri´nde, özellikle de Viyana Üniversitesi´nde kaos hüküm sürüyor. Yüksek okullara verilen destek kisitlandi ve bir cok enstitüde personel ve altyapi eksikligi var, lakin egitime olan talep cok fazla. Buna karsin egitim seviyesi cok düsük. Ciddi bilimsel arastirmalar yapilamiyor. Okullarda akedemisyenlerin sayisi diger Avrupa Üniversiteleri´ne nazaran cok az ve gittikce bu sayi düsüyor. Seminerlere kayit olabilmek ise sansa bagli. Duzenli bir sekilde okuyamiyoruz. Bu illa ki negatif görülmemeli. Dilenmek icin daha cok zamanimiz oluyor! Bu kötü degil, degil mi? Fasizme karsi!! Bilincli bir sekilde ögrenci birligi parcalaniyor.Ve ögrenciler yerli ve yabanci olarak siniflandiriliyor. Yabanci ögrenciler tekrar geldikleri ülkelere göre gruplandiriliyorlar. Daha sonra belli ülkelerden gelen ögrenci gruplari üniversitelere göre siniflandiriliyorlar. Cünkü egitim bakanligi üniversitelere özerklik ve sorumluluk veriyor. Bu demek oluyor ki, TU`da okuyan Türkiyeli ögrencilere Uni Wien`de okuyanlara göre farkli kurallar uygulaniyor. Siniflandirma devam ediyor ve Uni Wien`de ki Türkiyeli ögrenciler Bulgar ögrencilerden farkli tutuluyor. Buna artik bir son verilmeli. Bu yüzden hepbirlikte dilenmeye gidiyoruz. Dilenmek zorunda olan bütün ögrencileri birliktelige davet ediyoruz?. Yasasin organize olmus dilencilik (Örgütün basi icin basliga bakiniz)! ********************** Flyer können ab Montag an der ÖH - Universitätsvertretung im Alten AKH, Universitätscampus, Hof 1 abgeholt werden! ********************** Die Österreichische HochschülerInnenschaft fordert alle StudentInnen auf, über die eigenen Studienbedingungen und die Erfahrungen an den österreichischen Unis zu berichten. Alle Mails an: ich.will.studieren at oeh.ac.at Die Mails werden dann - klarerweise anonymisiert - in ein Forderungspapier verarbeitet und dem Ministerium vorgelegt. Genauere Infos und bereits eingelangte Berichte findet ihr auf unserer Homepage unter www.oeh.ac.at ********************** Der Antrag des Kulturvereins Kanafani betreffend den Anliegen der ausländischen Studierenden in Österreich wurde von der Integrationskonferenz 2004 ohne Gegenstimmen angenommen. Wir hoffen, er zeigt Wirkung. Im Folgenden der Wortlaut: Unfaire Behandlung der ausländischen Studierenden Die Integrationskonferenz verurteilt die unfaire Behandlung der ausländischen Studierenden in Österreich. 1) Sie spricht sich gegen doppelte Studiengebühren für Studierende ohne österreichische Staatsbürgerschaft aus. 2) Sie tritt für eine volle arbeitsrechtliche Gleichstellung der ausländischen Studierenden mit ihren österreichischen KommilitonInnen ein. 3) Sie fordert die Vereinheitlichung der gesetzlichen Bestimmungen gegenüber ausländischen und inländischen Studierenden. 4) Desweiteren fordert die Integrationskonferenz dazu auf das Universitätsgesetz derart zu novellieren, dass ausländische Studierende ebenfalls ein passives Wahlrecht eingeräumt wird. Die Integrationskonferenz fordert die Stadt Wien, insbesondere die MA 17, dazu auf, sich öffentlich für die berechtigten Anliegen der ausländischen Studierenden stark zu machen. Wir fordern die Stadt Wien dazu auf, auf die Universitäten in Wien derart einzuwirken, dass sie nach Möglichkeit auf die Erhebung von doppelten Studiengebühren verzichten. Auch einfache Studiengebühren sind eine zu hohe Belastung, solange keine arbeitsrechtliche Gleichstellung erfolgt ist. Die Integrationskonferenz fordert BM Bartenstein sowie die Stadt Wien auf, für eine arbeitsrechtliche Gleichstellung von in- und ausländischen Studierenden zu sorgen und entsprechende Gesetzesänderungen zu erarbeiten. Die Integrationskonferenz fordert Frau Bundesministerin Gehrer auf, die Verantwortung für die horrende Situation an den österreichischen Universitäten zu übernehmen, anstatt sie auf die Universitäten abzuwälzen. Frau BM Gehrer wird aufgefordert alle juristischen und politischen Schritte hinsichtlich einer Gleichstellung der StudentInnenschaft mit migrantischem Hintergrund in die Wege zu leiten anstatt die ohnehin geringe Internationalität der Universitäten weiterhin zu bekämpfen. Der Vorstand der "Wiener Integrationskonferenz - Vernetzungsbüro" wird beauftragt, die im Antrag formulierten Forderungen entsprechend mit Bundesministerin Gehrer, Bundesminster Bartenstein und Rektor Winkler zu kommunizieren und der Integrationskonferenz Bericht zu erstatten. Die amtsführende Stadträtin Magª Sonja Wehsely wird ersucht, sich für die oben genannten Anliegen bei den österreichischen Universitäten und bei den zuständigen Ministerien stark zu machen und darüber Bericht zu erstatten. Die amtsführende Stadträtin Magª Wehsely möge dafür Sorge tragen, dass die Möglichkeiten für eine arbeitsrechtliche Gleichstellung der ausländischen Studierenden in Wien ausgelotet werden und der Integrationskonferenz über die erzielten Ergebnisse Bericht erstatten. Alleine eine Veränderung in Wien wäre bereits beispielhaft für ganz Österreich. Begründung An den österreichischen Universitäten, allen voran die größte Universität in Wien, herrschen chaotische Zustände. Die Hochschulen sind herabgewirtschaftet, die Budgets werden immer kleiner, es mangelt an zahlreichen Instituten an Personal und Infrastruktur, die Veranstaltungen sind überlaufen, das Bildungsniveau ist gering, ernsthafte Forschungstätigkeit ist nicht möglich, die studentische Mitbestimmung ist bereits extrem mangelhaft und wird nichtsdestotrotz immer weiter ausgehöhlt, die AkademikerInnenquote im europäischen Vergleich gering und weiter im Sinken? Nun hat das Bildungsministerium auch noch der Internationalität der Universitäten in Österreich den Kampf angesagt. Ausländische Studierende, im internationalen Vergleich ist ihr Anteil in Österreich ohnehin sehr klein, sind offenbar unerwünscht. Dabei haben zahlreiche Studien ergeben, dass eine höhere Internationalität der StudentInnenschaft einen positiven Einfluss auf Forschungs- und Ausbildungsniveau ausübt: Je höher die Internationalität der Universität desto besser schneidet diese im Vergleich mit anderen Universitäten weltweit ab. Erstmals müssen heuer tausende Studierende ohne EU - Staatsbürgerschaft Studiengebühren bezahlen, der Großteil von ihnen gleich doppelt soviel wie österreichische StudentInnen und StudentInnen aus EU-Ländern. Zur gleichen Zeit ist es ihnen nicht möglich in Österreich legal zu arbeiten. Dieses Missverhältnis bedeutet für hunderte StudentInnen das vorzeitige Ende ihres Studiums. Zumeist haben sie die Studienplätze in ihren Heimatländern verloren, sodass sie auch dort das Studium letztendlich nicht fortsetzen können. Besonders betroffen sind von den Neuregelungen Studierende aus der Türkei, aus Albanien, aus Weißrussland, aus Bosnien-Herzegowina, aus Bulgarien, aus Kroatien, aus Serbien und Montenegro. Es handelt sich um Studiengebühren von 741, 58 Euro pro Semester, also ca. 1500,- Euro im Studienjahr. Es sind etwa rund 7500 StudentInnen von dieser neuen Regelung betroffen, die überwiegend aus ärmeren Familienverhältnissen stammen. Das Bildungsministerium entlässt die Universitäten in die "Autonomie" und sich selbst aus der Verantwortung. So bestimmen die Universitäten nun "autonom" über die Einhebung von Studiengebühren bei ausländischen Studierenden. Das Bildungsministerium hat eine "Kann-Bestimmung" erlassen, in der aufgelistet wird, welche Studierenden aus welchem Land wie behandelt werden sollten, ob sie doppelte Studiengebühren oder einfache oder gar keine zu zahlen haben. Jede Universität handhabt diese Empfehlungen anders. Die Folge ist Verwirrung, Chaos und eine fortschreitende Entsolidarisierung unter den Studierenden. Die Zersplitterung der Studierenden wird bewusst betrieben. Sie werden unterteilt in in- und ausländisch. Die ausländischen Studierenden werden danach nochmal aufgesplittet nach Herkunftsland. Und dann wird jede StudentInnengruppe aus dem jeweiligen Land nochmal aufgeplittert je nach Universität. Das heisst, eine türkische Studentin an der TU-Wien wird komplett anders behandelt als eine türkische Studentin an der Universität Wien. Die türkische Studentin an der Universität Wien wird wiederum anders behandelt als ein eine Studentin aus Bulgarien... Die Universitäten entscheiden von Semester zu Semester neu über die Einhebung von Gebühren. Die Universität Wien zum Beispiel will sich erst Mitte Dezember über eine Refundierung für das laufende Semester entscheiden. Die Folge ist eine nicht unerhebliche Rechtsunsicherheit. Alle ausländischen Studierenden in Österreich zahlen ihren Beitrag ein und sind Mitglied in der Österreichischen HochschülerInnenschaft. Alle politischen Fraktionen der Österreichischen HochschülerInnenschaft, mit Ausnahme des Rings Freiheitlicher Studenten, haben sich dafür ausgesprochen den ausländischen Studierenden auch das passive Wahlrecht zuzugestehen. Das Ministerium hat allerdings dieses Anliegen aller österreichischen Studierenden und ihrer Vertretung ignoriert. Die ausländische Studierenden können selbst am Besten ihre Interessen wahrnehmen und es gibt keinen Grund sie daran zu hindern. Auch hier ist eine Änderung dringend notwendig, um eine volle Partizipation zu erreichen. ---------------------------------------- 6) weitere interessante Hinweise: Der Kulturverein AVERROES lädt ein zur literarischen Reise in den Maghreb ein, die mit der Präsentation von Literatur aus Marokko begonnen wird. Hamidou Khaider liest Texte von Autoren aus Marokko und wird von Khaled Abed auf der Udd begleitet. Eintritt: Freie Spende Samstag, 6. November 2004, 18:30 Uhr Buchhandlung AVERROES, Schwarzspanierstraße 20, 1090 Wien Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost (Österreich) veranstaltet einen Vortrag mit Roni HAMMERMANN von 'Machsomwatch' (Machsom = Checkpoint). "Israelischer Widerstand gegen die Besatzungs- und Annexionspolitik". Afro-Asiatisches Institut in Wien, Wien 9, Türkenstraße 3 Freitag 5.11.2004, 19.00-21.30 Uhr Der Bund sozialdemokratischer AkademikerInnen lädt ein: Jugend und Islam - Internationalität. Integration. Identität. Dienstag, 16. November um 19.00 Uhr BSA-Generalsekretariat, 1010 Wien, Landesgerichtsstraße 16, 3. Stock Wie gehen junge Menschen mit dem Islam und dem entsprechenden kulturellen Background um? Stehen sie in Österreich in einem besonderen Spannungsfeld oder wird Integration ?gelebt?? Kann der Islam Jugendliche wirklich besser ansprechen und für sich begeistern, als es andere Religionen vermögen? Auf eine interessante Diskussion mit VertreterInnen aus multikulturellen, muslimischen und sozialdemokratischen Jugendorganisationen und der SPÖ freuen sich Julia Lemonia Raptis (Internationale Arbeitsgruppe BSA) und Ali Taghian (Verein Eingebürgerte für die Demokratie) kulturverein kanafani - redaktion der.wisch sensengasse 5/3, 1090 wien 0043/69910587806 die welt ist unser zuhause - al alamu bajtuna ============================================== 09 Kulturni Centar From: kogoj at initiativeminderheiten.at ============================================== KULTURNI CENTAR - Österreichisch-bosnisch-herzegowinischer Kulturverein asylkoordination österreich - Verein von AusländerInnen- u. Flüchtlingshilfsorganisationen u -betreuerInnen EINLADUNG Rückkehr von Kriegsflüchtlinge in Österreich nach Bosnien und Herzegowina und was daraus wurde Teil II: Berichte von Besuchen bei Rückkehrern Mittwoch, 17. November 2004 um 17h KULTURNI CENTAR, 1090 Wien, Hahngasse 6/ 2 Stiege/ Mezz./Tür 19 17.00 - 17.15h Begrüßung und Vorstellung 17.15 -17.45h Annemarie Kury: 13 Jahre Vertriebenen-Arbeit im ehemaligen Jugoslawien, hauptsächlich in Bosnien und Herzegowina 17.55 ? 18.20h Dragan Perak Besuch aus Österreich. Wiedersehen mit RückkehrerInnen. 18.20-19.00h Diskussion Ausklang bei einem Imbiss. Ende ca. 20.00h asylkoordination österreich und KULTURNI CENTAR arbeiten gemeinsam an einem Projekt zur Evaluation freiwilliger Rückkehr. Wesentliche Beiträge dazu sind zwei Diskussionsveranstaltungen. Die Ergebnisse werden Teil des Projektberichts an die EU Kommission und das österreichische Innenministerium sein. Eine erste Veranstaltung am 23.6.2004 zeigte, dass sinnvolle Rückkehrhilfe immer auch die ökonomische Situation berücksichtigen muss. Rückkehrhilfe und Wiederaufbau sind eng miteinander verbunden. Seit diesem Termin fanden weitere Reisen nach Bosnien statt, über die beim Treffen berichtet wird: Annemarie Kury berichtet über die Lage von 32 Familien in Bosnien und Herzegowina Dragan Perak führte Interviews mit Rückgekehrten in Mostar, Brcko, Sarajevo, Prijedor Berichte von diesen Reisen und Gesprächen möchten wir gerne mit Ihnen unter den folgenden Aspekten diskutieren - Wie können ÖsterreicherInnen für Menschen in Bosnien Hilfe zur Selbsthilfe geben? - Wie können bosnische MigrantInnen und ehemalige Flüchtlinge in Österreich RückkehrerInnen heute unterstützen? Wir laden Sie sehr herzlich ein, als Kennerin bzw. Kenner der Situation in Bosnien und Herzegowina Ihre Erfahrungen und Meinungen zu diesem Thema mit uns auszutauschen. Die Veranstaltung findet in deutscher und bosnischer Sprache statt. Für Fahrtkosten ist ein Zuschuss vorgesehen. Um Anmeldung wird gebeten: Mag. Dragan Perak Tel.: 01 4078704, email: dragan.perak at balkan-dialog.org -- Dr. Cornelia Kogoj Initiative Minderheiten Gumpendorfer Str. 15/13 A-1060 Wien Tel.: (+43 1) 586 12 49-18 Fax: (+43 1) 586 82 17 www.initiative.minderheiten.at ============================================== 10 3 proposals for banners From: oliver.ressler at chello.at ============================================== 3 proposals for banners (2004) Oliver Ressler & David Thorne "3 proposals for banners? is a set of drawings of extremely long protest banners which might be used in a strong and radical international anti-capitalist movement. These somewhat atypical, non-didactic, challenging and humorous banners could be used in demonstrations, applied on the facades of buildings, or displayed in public spaces, in order to mix up the rhetoric of oppositional politics and to complicate the visual and verbal languages of protest. "3 proposals for banners? is the most recent manifestation of Oliver Ressler (A) and David Thorne?s (USA) ongoing collaboration, "Boom!?. "Boom!? consists of text works in various media designed for flexible production and application in a range of display contexts. The project began as a series of banners for use in counter-globalization protests, and has also been realized in art institutions, as contributions in print media, and as public art. The works in the series to date inject full-length statements into the traditionally short linguistic structure of the "url? to generate web addresses which address the central contradictions of globalized capitalism. The dysfunctional urls function as sites in which a certain hysterical excess is generated; if there are still "locations? marked by the urls, they are speculative locations within a troubled neoliberal imaginary. Versions of "Boom!? have been presented in exhibitions at Dunkers Kulturhus, Helsingborg (S, 2003), Gallery 825, Los Angeles (2003), Whitney Museum of American Art Independent Study Program Exhibition, New York (2002), Los Angeles Contemporary Exhibitions, LA (2002), World-Information.Org, Amsterdam (2002), Kunst Raum Goethestrasse, Linz (2002), Kunsthalle Exnergasse, Vienna (2001) and others. The drawings for "3 proposals for banners? were executed by maz_sokup. The url texts read: www.ifonlypeoplewouldopentheirheartstothevisionthatfreedomisonthemarch andbelievethattheyarebeingspiritedonthewingsofangelsintoabrightandshining futurecalledglobalfreemarketdemocracythenthefactthatthisvisionthingbecomes clearonlyaftertheireyesaregougedoutandtheycannotseewheretheyaregoingat allandthattherearenoangelsleadingthewayonthislongforcedmarchcouldbe betterleftunsaid.com www.ifonlypeoplewouldunderstandwidespreadunemploymentpovertyand exploitationasanecessitytothefrictionlessfunctioningofglobalcapitalismthen therewouldbenoneedforthemtocarryaroundtheseridiculousbannerscallingfor theexpropriationofbanksfactorieslandpatentsandotherpossessionsofthe corporatestewardsthroughaseriesoffearlessandcollectivepoliticalacts.com www.ifonlytheendlessdisplayofglitteringostentationstillpossessedarapturous appealortheoldaccountingtricksstillheldoutthevaguelyeternalhopeofclass mobilityinanupwarddirectionthenpeoplewouldnotinsuchoverwhelming numbersrefusetocontinuetodwellinawonderlandinwhichupisdownandyesis noandshitisadelicacystuffedintotheirmouthstostopthemfromsoloudlydisturbing thesilencewhichhasforsolongbeensogoldenforsomanyofthefew.com "3 proposals for banners? is presented in the framework of the exhibition "American Visions and Revisions?, curated by Erin Donnelly & Susanna Cole, at Kunsthalle Exnergasse in Vienna (http://kunsthalle.wuk.at) from 10.11. - 11.12.2004 Further information on "Boom!?: www.ressler.at ============================================== 11 7stern vom 8. - 20. November From: 7stern.kultur at kpoe.at ============================================== KULTURZENTRUM ? CAFÉ 7STERN, 1070, siebensterngasse 31, tel. 0699/15236157 7stern at action.at www.7stern.net Das Café hat täglich außer Sonntag von 16 -2 Uhr geöffnet. Anfragen bezüglich Saalmiete und Veranstaltungen: Waltraud Stiefsohn, 0676/5421638 VERANSTALTUNGEN IN DEN NÄCHSTEN ZWEI WOCHEN: Montag, 8. November, 20 Uhr WILDE WORTE Gastgeber: Michaela Opferkuh, Franz Hütterer, Richard Weihs Gast: Lisa Tomaschek-Habrina NARZISS UND ECHO In ihrem satirischen Dramolett zeichnet Lisa Tomaschek-Habrina den Dichter Peter Altenberg/Richard Engländer als gespaltenen Narren der Wiener Kaffeehaus-Literatenszene. Ein prominent besetztes Finale im Café Central führt zur entlarvenden Enthüllung eines immer noch aktuellen Frauenbildes und gipfelt in einer fulminanten Diskussion über die sexuelle Organisation der Geschlechter. ------------------------------------------------------ Mittwoch, 10. November, 18.30 Uhr Schachmeisterschaftsspiel Roter Bauer 7Stern ? der einzige dezitiert linke Schachclub Wiens hat sein nächstes Meisterschaftsspiel in der 1. Klasse Nord. Zuseher sind gerne willkommen. Wir nehmen auch gerne neue Mitglieder auf, egal, ob sie Meisterschaft spielen wollen, oder auch nur bei unseren Clubabenden einfach so vorbeizuschauen und ein wenig zu spielen. Clubabend ist jeden Mittwoch, ab 18 Uhr im 7Stern! ---------------------------------------------------------------- Samstag, 13. November, 19.30 Uhr Benefizveranstaltung für das Lernhilfe-Programm des Romano Centro in Wien. Konzert gojim ?East and West? "East and West" lautet knapp und prägnant das neue Programm der seit mehr als 15 Jahren bestehenden Band gojim. Hinter "East and West" steckt freilich weit mehr als eine nur allzu häufig benutzte Sprachformel, nämlich der Gedanke an die EU-Erweiterung und die Herausforderung unterschiedliche Ethnien und Kulturen betreffend sowie die Diskussionen zukünftig auch muslimische Staaten in die EU zu integrieren. gojim zeigt die positiven Aspekte auf und an Hand der jüdischen als "fremder" Kultur, wie sehr sich diese im Lauf der Jahrhunderte eingliedern, anregen und befruchten konnte. Das Quintett spielt dabei ein Repertoire von jiddischen Liedern und Instrumentalmusik der Juden aus ganz Europa, von der äußersten Grenze zu Asien bis Wien und jener Musik, die Juden bei ihrer Auswanderung oder Flucht nach Amerika mitgenommen haben. Osteuropäische Klezmermusik, Widerstandslieder der Partisanen von Wilna, Lieder und Chansons des ostjüdischen und Wiener jiddischen Theaters bis hin zu Instrumentalmusik der "Yiddish Swing Era" werden zu hören sein. vorgetragen von einem Ensemble, das Kritiker im In- und Ausland jubeln lässt, weil die fünf Damen und Herren den bewährten Klezmerklängen und den jiddischen Liedern reichlich Raum für Improvisation und der freien Assoziation geben. UKB: 7.- Euro für das Lernhilfe-Programm des Romano Centro in Wien. Lernhilfe-Programm des Romano Centro in Wien: Kinder aus Romafamilien werden oft weder von Lehrern noch von ihren Eltern schulisch ausreichend gefördert, so dass viele mit dem strengen österreichischen Schulsystem schlecht zurechtkommen. Das Wiener Romano Centro organisiert daher Lernhilfe für Roma-Kinder. 65 engagierte Studenten betreuen die Kinder bei den Hausaufgaben und koordinieren bei Problemen zwischen Eltern und Lehrern. Die Studenten fördern dadurch das gegenseitige Verständnis der unterschiedlichen Traditionen und Wertvorstellungen mit denen Roma und Nicht-Roma in Wien aufwachsen. Die Aufwandsentschädigung für die Studenten wird durch Spenden finanziert. ------------------------------------------------------- Mittwoch, 17. November, 19 Uhr PRÄSENTATION Menschenrechtsprojekte in Guatemala und Mexiko Eine Veranstaltung der Mexiko Plattform und Guatemala Solidarität Österreich. Beide Organisationen sind auf der Suche nach Freiwilligen für mehrwöchige Einsätze in indigenen Dörfern. Die Aufgaben dabei sind neutrale Menschenrechtsbeobachtung und deren Dokumentation, was zum unmittelbaren Schutz gefährdeter MenschenrechtsaktivistInnen führt. Die aktuelle politische Situation der beiden Länder sowie Berichte mit Dias von ehem. MenschenrechtsbeobachterInnen untermalen diesen Abend. ---------------------------------------------------------------- Samstag, 20. November, 20.30 Uhr Konzert Brachialilluminator - Ens Morbi - Mandragora 20.30 Brachialilluminator Doom-Death-Metal-Ska-Techno-Punk - das Unerwartete erwarten. Präsentation der neuen CD "(brachialilluminator) travels". 21.15 Ens Morbi Tschinderassa-Bumm ohne unnötiges Geschnörkel von Gitarre, Keyboard und sonstigem Beckenrandschwimmertum. 22.00 Mandragora Die legendäre Kult-Metal-Band erfreut begastet mit Lieblingsliedern aus ihren Jugendjahren und ihre größten Hits im neuen Gewand. Eintritt frei _______________________________________________ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND KOMMENTARE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ============================================== 12 Agencies: Coca-Cola-Friend Acosta goes Governor From: office at venezuela-info.net ============================================== **************************** Kleiner Venezuela - Sprachführer: http://www.venezuela-info.net/article.php?id=3669 **************************** Chavez foes lose key Venezuela state in poll defeat CARACAS, Venezuela, Nov 4 (Reuters) - Venezuelan officials on Thursday declared a hard-line supporter of President Hugo Chavez the winner of a disputed state governor\'s race and completed the opposition\'s drubbing in recent local elections. Pro-Chavez candidates swept to victory in the Oct. 31 vote for governors and municipal mayors and consolidated the left-wing leader\'s power two months after he won a referendum on his presidency in the world\'s No. 5 oil exporter. Authorities this week deployed troops in Carabobo, Yaracuy and Miranda states, where opposition governors disputed the results. But the election was generally peaceful, contrasting with the often violent conflict that has surrounded Chavez\'s rule. Election officials on Thursday confirmed pro-Chavez candidate and retired Gen. Luis Acosta had won Carabobo with 51 percent of the vote. Candidates loyal to Chavez were also declared winners in Yaracuy and Miranda this week. \"Mission accomplished,\" Acosta told reporters after the National Electoral Council ruling. Supporters of Chavez, a tough-talking populist first elected in 1998 promising to fight poverty, now control all but two of the 23 state governor offices and hold more than two-thirds of the country\'s mayoral offices. His six-year rule has been marked by confrontation with opponents who say he is an autocrat copying Cuban-style Communism. Foes fear his post-election vow to deepen his \"revolution\" signals a political crackdown. Opposition leaders rejected his August referendum win as a fraud engineered by pro-government election officials, but international observers have endorsed the result. Carabobo was a key state for the opposition. The father of outgoing Gov. Henrique Salas was the challenger in the 1998 presidential election that brought Chavez to power. Salas rejected Thursday\'s election council ruling as illegal. \"I don\'t recognize this victory, but I will abide by the decision,\" he told reporters. \"There has been a coup in Carabobo. I\'m not a defeated governor, but one who has been ousted from the capital city.\" Gov. Acosta is one of several candidates selected from ex-military colleagues of Chavez, a former army paratrooper who led a failed rebellion six years before winning the presidency at the ballot box. Chavez survived a coup himself in 2002. Acosta, a former National Guard officer nicknamed \"Rambo,\" made headlines last year when he belched in front of TV cameras after leading troops to take over a Coca-Cola plant during an opposition strike that disrupted food and fuel supplies. Venezuela Agrees to Sell Oil to Dominican Republic Nov. 3 (Bloomberg) -- Venezuela, South America\'s largest oil producer, reached a final agreement to sell crude oil and petroleum products to the Dominican Republic at preferential terms. The agreement will be signed Saturday, when Venezuelan President Hugo Chavez visits the Dominican Republic, an energy and mines ministry spokeswoman said. Under terms of the agreement, the Dominican Republic will be able to finance as much as 25 percent of its oil purchases under subsidized terms by joining and ratifying the Caracas Energy Accord. The Dominican Republic imports about 144,000 barrels a day of oil and petroleum products. Venezuela will sell it about 50,000 barrels a day, the country\'s information ministry said in a press statement. At current prices, the agreement is worth at least $550 million a year. Venezuela cut off oil sales to the Dominican Republic for three months last year for failing to take steps against an alleged conspiracy to assassinate Chavez. Venezuela once supplied about 75 percent of the Dominican Republic\'s oil needs. The Caracas Energy Accord allows countries to pay for 75 percent to 95 percent of Venezuelan oil at market prices, and to finance the rest at 2 percent interest over 15 years. Ten Central American and Caribbean countries signed the agreement in October 2000. Venezuela is trying to diversify its customer base for crude oil in an attempt to reduce its dependence on the U.S., Ivan Orellana, the country\'s governor to the Organization of Petroleum Exporting Countries, said in an interview last month. Petroleos de Venezuela Says Some Spending Is Delayed (Update1) ^c.2004 Bloomberg News< (Adds comments from analyst in third-fourth paragraphs.) By Peter Wilson Nov. 4 (Bloomberg) -- Petroleos de Venezuela SA, the state oil company, said it\'s behind schedule in carrying out a $5 billion capital spending program this year. Deputy Energy and Mines Minister Luis Vierma told reporters at an energy conference in Puerto La Cruz, Venezuela, that about 80 percent of the Caracas-based company\'s planned investments in the eastern region have been completed, while spending in the west has been delayed ``They just don\'t have enough people to execute all their projects,\'\' said David Voght, managing director of energy consulting company IPD Latin America, which has offices in Caracas and Mexico City. ``They have good people, they just don\'t have enough of them to spend the money.\'\' Petroleos de Venezuela fired more than 18,000 of its 33,000 employees last year to end a strike aimed at forcing President Hugo Chavez from office. That\'s left the company with too few skilled engineers, managers and planners, Voght said. Vierma didn\'t explain why investments in the western part of the country were lagging the east, which has younger fields and newer technology. ``We\'re now at a rhythm which will allow us to maintain our resource base, not only for this year, but for next year as well,\'\' he said. Petroleos de Venezuela will have a 2005 budget of about $22 billion, of which 40 percent to 50 percent may be slotted for investments, he said. US group seeks to defuse Venezuela funding row CARACAS, Venezuela, Nov 4 (Reuters) - A Washington-based pro-democracy group said on Thursday it wanted to defuse a row with leftist President Hugo Chavez, who has accused the U.S. Congress-funded organization of backing efforts to topple him. The financing by the National Endowment for Democracy (NED) for Venezuelan pro-democracy groups provoked a diplomatic row earlier this year between Washington and populist Chavez, a fierce critic of U.S. President George W. Bush\'s policies, NED President Carl Gershman and two other members of the group would visit Caracas Monday and Tuesday, an NED spokeswoman told Reuters. Washington has denied any interference in Venezuela, which is a leading supplier of oil to the United States. The NED, which describes itself as a private, non-profit organization created in 1983 to strengthen democracy around the world, denies seeking Chavez\'s removal. Chavez says the U.S. organization has financed political opponents who tried to oust him in an abortive 2002 coup and also forced a constitutional referendum on his rule in August, which he won. Foes accuse him of ruling like a dictator. The NED says it funds non-government groups in Venezuela and around the world promoting political rights, freedom of expression, professional journalism and conflict mediation. \"The purpose of this trip is to seek a better understanding with the government about the Endowment itself as an organization, and about the objectives of our grants to civil society groups in Venezuela.\" NED Public Affairs Manager Jane Riley Jacobsen said in an e-mail sent to Caracas. Gershman was expected to raise the case of two Venezuelan citizens who are facing jail because their group received $31,000 from the NED as part of a grant. Maria Corina Machado and Alejandro Plaz, whose Sumate group was a leading promoter of the Aug. 15 referendum against Chavez, are charged with \"conspiring to destroy the nation\'s republican system\". This carries a possible jail term of eight to 16 years. The NED was \"deeply concerned\" about these charges, Jacobsen said. The U.S. government, which has criticized Chavez\'s friendship with Cuba\'s Communist President Fidel Castro, has defended the NED funding in Venezuela. Since Chavez\'s referendum win, senior U.S. officials have said they want to improve ties with his government. Venezuelan Oct. Car Sales Double on Economic Growth Nov. 4 (Bloomberg) -- Venezuelan vehicle sales rose to a 29-month high in October, suggesting the economy grew for a fifth consecutive quarter in the October-December period, the automobile chamber of commerce said. Sales of cars, trucks and buses by the nation\'s seven assemblers, plus estimated sales by importers, rose to 13,583 units from 6,152 in October 2003. Sales were the highest since May 2002, the chamber said. ``We can\'t keep cars on the lots,\'\' said Jorge Herrera, sales manager at VAS Caracas SA, which sells Volkswagen and Audi cars. ``People are buying them as a hedge against inflation and devaluation.\'\' The economy grew 23 percent in the first half as increased government spending helped spur a recovery from a two-year recession. The bolivar has weakened 61 percent since the beginning of 2002 while the government expects inflation to slow to 21 percent this year from 27 percent last year. Vehicles sales rose 7.8 percent from September, the chamber said. Through October, car sales totaled 100,979 this year. Car sales fell 50 percent last year to 63,726 units as the economy shrank 7.6 percent, following an 8.9 percent contraction in 2002. General Motors Venezolana led sales in September with 3,748 units sold, or 28 percent of the market. Ford Motor de Venezuela followed with 2,202 units sold, or 16 percent of the market. Toyota de Venezuela was third with 2,091 units sold, or 15 percent of the market. DisclaimText http://www.venezuela-info.net/newsletter/english/permission/abmelden.php ============================================== 13 Burma: Massenflucht von Muslimen From: gfbv.austria at chello.at ============================================== GESELLSCHAFT FÜR BEDROHTE VÖLKER PRESSEERKLÄRUNG Göttingen, den 05.11.2004 Massenflucht von Muslimen aus Burma Mit einem Massenexodus reagieren seit zwei Wochen Muslime in Burma auf eine neue Welle willkürlicher Verhaftungen in dem im Westen des Landes gelegenen Bundesstaat Rakhine. Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) berichtete am Freitag, mehr als 15.000 muslimische Rohingya seien seit Mitte Oktober 2004 nach Bangladesch geflohen. Weitere 35.000 warteten am Grenzfluss Naaf auf Aufnahme im Nachbarland. "Dort droht eine Flüchtlingstragödie, da Bangladesch nicht bereit ist, den Rohingya erneut Zuflucht zu gewähren", warnte der GfbV-Asienreferent Ulrich Delius. An der Grenze seien die Wachen verstärkt worden, um einen weiteren Zustrom von Flüchtlingen zu verhindern. Zu Beginn der 80er Jahre hatten nach schweren Menschenrechtsverletzungen in dem überwiegend buddhistisch geprägten Burma schon einmal 250.000 Muslime Schutz in Bangladesch gesucht. Nach jahrelangen Verhandlungen hatten sich beide Staaten im Dezember 2002 auf die Rückführung der Flüchtlinge verständigt. Vertreter der Rohingya hatten gegen die Repatriierung protestiert. Den meisten Flüchtlingen blieb jedoch angesichts der Einstellung internationaler humanitärer Hilfe keine andere Wahl, als nach Burma zurückzukehren. Nur 23.000 Rohingya weigerten sich bis heute, einer Rückführung zuzustimmen. Sie leben unter katastrophalen Bedingungen in Lagern im Südosten Bangladeschs. Die 700.000 Muslime stellen rund ein Drittel der Bevölkerung in dem Rakhine-Staat in Burma. Als die burmesische Zentralregierung 1978 mit einer groß angelegten Aktion die Staatsbürgerschaft der Bevölkerung überprüfte, um illegale Einwanderer auszuweisen, kam es zu Massenprotesten der Rohingya. Zahlreiche Muslime wurden verhaftet und Zehntausende flohen in das Nachbarland. Vertreter der Rohingya werfen der burmesischen Zentralregierung Rassismus vor, da sie die Muslime nicht als vollwertige Staatsbürger anerkennt. Unter Tel. 0160 95 67 14 03 ist Ulrich Delius ist für Nachfragen erreichbar. ========================================================= Gesellschaft fuer bedrohte Voelker e.V. (GfbV) Inse Geismar, Pressereferentin Postfach 2024, D-37010 Goettingen Tel. +49/551/49906-25, Fax:+49/551/58028 E-Mail: presse at gfbv.de, Homepage:http://www.gfbv.de ========================================================== ============================================== 14 EU und Menschenrechte From: gfbv.austria at chello.at ============================================== > www.gfbv.it/2c-stampa/04-1/041105de.html > > EU und Menschenrechte > Eine Agentur auch für Minderheiten > > Bozen, 5. November 2004 > > Die EU plant die Umwandlung ihrer Beobachtungsstelle Rassismus in Wien > in eine Agentur der Grundrechte. Entsprechende Vorgabe zu den > Grundrechten sind in der EU-Grundrechtecharta und in der Verfassung > vorgesehen. Teil der Grundwertekatalogs sind auch der Minderheitenschutz > und die Förderung der Minderheiten. Auch aus diesen Gründen sollte die > geplante Agentur die bisherigen Aufgaben des EU-Minderheitenbüros Eblul > übernehmen. In der Europäischen Union gibt es mehr als 100 autochthone > Sprachen, die im täglichen Leben verwendet werden. Von diesen sind 25 > offizielle Amtssprachen der EU. Von den mehr als 450 Millionen Bürgern > der EU sprechen fast 100 Millionen eine andere Sprache als die > offizielle Staatssprache des Mitgliedslandes, in dem sie leben; fast > jeder siebte Unions-Bürger gehört einer sprachlichen Minderheit an. > > Unabhängig von der Anerkennung von Minderheitensprachen durch die > Europäische Union ist der nationale juridische Status unterschiedlich: > er reicht von der offiziellen Anerkennung bis zur völligen Leugnung von > sprachlichen Minderheiten auf dem eigenen Staatsgebiet. In den 25 > Mitgliedstaaten wird zusätzlich zur Staatssprache mindestens eine > weitere zweite Sprache gesprochen. Durch die Förderung dieser Sprachen > wird ein Grundstein für ein mehrsprachiges Europa gelegt. > > Die neuen EU-Mitglieder wurden von der EU-Kommission aufgefordert, noch > vor dem Beitritt offene Minderheitenfragen zu lösen. Ganz im Sinne des > Europaparlaments, das seit seinem Bestehen engagiert in > Minderheitenfragen agierte. Ein Grund mehr, in der EU-Architektur > endlich auch den Minderheiten einen "Freiraum" zuzugestehen. Es waren > die drei EU-Weisen Athisari, Frowein und Oreja, die nach Amtsantritt der > ersten ÖV-FP-Regierung in Österreich in Menschenrechtsfragen eine > EU-Regelung anregten. Die drei Weisen (siehe: > www.initiative.minderheiten.at/Dokumente/bericht_de.pdf unter > EU-Weisenbericht) sprachen sich dafür aus, innerhalb des Europäischen > Rates eine Menschenrechtsbehörde anzusiedeln. > > Minderheitenvertreter wie die grüne österreichische Parlamentarierin > Terezija Stoisits verlangten einen Kommissar für Minderheiten, ähnliches > forderte die Föderalistische Union Europäischer Volksgruppen. Rudolf > Sarközi vom Kulturverein österreichischer Roma (www.kv-roma.at) regte > nach den Roma-Protesten in der Slowakei an, einen EU-Roma-Kommissar zu > beauftragen. Millionen Angehörige zählen die Sprachminderheiten in der > EU, die russischen Minderheiten im Baltikum werden - bei Nicht-Umsetzung > von Minderheitenrechten - auch zu einem Problem zwischen der EU und > Russland werden. Die EU sollte handeln, bevor es soweit kommt. Die > geplante Agentur für Grundrechte sollte zu einer schlagkräftigen > Menschenrechtsbehörde werden. Wir fordern deshalb: > > * einen Kommissar für Menschen- und Minderheitenrechte im > Europäischen Rat, der auch Sitz und Stimme in der EU-Kommission hat - > wie auch der EU-Außenminister (GASP), der sowohl im Europäischen Rat als > auch in der EU-Kommission sitzen wird, > * die Zusammenlegung des EU-Minderheitenbüros European Bureau for > lesser used languages (Eblul: www.eblul.org) in Brüssel mit der > EU-Beobachtungsstelle Rassismus in Wien (eumc.eu.int/eumc/index.php) > sowie der Generaldirektion soziale Angelegenheiten (die für die > Überwachung der "Nicht-Diskriminierung" laut EU-Grundrechtecharta und > EU-Verfassung zuständig ist > europa.eu.int/comm/dgs/employment_social/index_de.htm) zu einer > schlagkräftigen Menschenrechtsbehörde, die mit dem EU-Ausschuss der > Regionen (www.cor.eu.int/de/index.html) und entsprechenden Abteilungen > des Europarates zusammenarbeiten soll, > * die Menschenrechtsbehörde soll die Umsetzung der Europäischen > Menschenrechtskonvention, der Rahmenkonvention zum Schutz nationaler > Minderheiten und der Charta der Regional- und Minderheitensprachen der > Europarates (www.coe.int/T/d/Menschenrechte) überwachen. > > Die NGO in der EU sollten die Chance nutzen, bei der Schaffung dieser > Agentur mitzuwirken. Siehe weitere Informationen: > volksgruppen.orf.at/volksgruppen/aktuell/stories/19744/. > > Siehe auch: > * www.gfbv.it: www.gfbv.it/2c-stampa/04-1/040921de.html | > www.gfbv.it/2c-stampa/04-1/040806de.html | > www.gfbv.it/2c-stampa/04-1/040806de.html | > www.gfbv.it/2c-stampa/04-1/040715de.html | > www.gfbv.it/2c-stampa/04-1/040628de.html | > www.gfbv.it/2c-stampa/04-1/040624de.html | > www.gfbv.it/2c-stampa/03-2/031015de.html | > www.gfbv.it/2c-stampa/03-2/031001de.html | > www.gfbv.it/2c-stampa/03-2/030630ade.html | > www.gfbv.it/2c-stampa/03-2/030925de.html | > www.gfbv.it/2c-stampa/03-1/030326ade.html | > www.gfbv.it/2c-stampa/1-01/19-2-dt.html | > www.gfbv.it/3dossier/edicolmin/altre.html | > www.gfbv.it/3dossier/eu-min/regenbogen.html > > * www: www.eblul.org | europa.eu.int/futurum/ > ============================================== 15 Wahlen/Tschechien/Kommunisten From: kpoe_stmk at hotmail.com ============================================== PRESSEMITTEILUNG DER STEIRISCHEN KPÖ Graz, am 6. 11. 04 TSCHECHIEN: GUTES ABSCHNEIDEN DER KP Bei den Senats- und Regionalwahlen in Tschechien hat die Kommunistsiche Partei (KSCM) nach ersten Meldungen sehr gut abgeschnitten. Sie erzielte in den meisten Regionen zwischen 20 und 25 Prozent der Stimmen und konnte fast überall die Sozialdemokraten deutlich distanzieren. Auch bei den nach dem Mehrheitswahlrecht abgehaltenen Senatswahlen gelangen KP-Kandidaten in einigen Wahlkreisen in den zweiten Wahlgang. Der steirische KPÖ-Vorsitzende Franz Stephan Parteder: "Ich verbinde den herzlichen Glückwunsch an die Genossen in unserem nördlichen Nachbarland mit der Feststellung, dass die KP Böhmens und Mährens ihre Stärke der Verankerung in wichtigen Industriegemeinden und ihrer konsequenten Politik verdankt, die dem massiven Druck der Herrschenden auf Verleugnung ihrer Identität und ihrer Wurzeln nicht nachgegeben hat". KPÖ-Steiermark Lagergasse 98 a 8020 Graz Tel.: 0316 71 24 36 Fax 0316 71 62 91 email: kp.stmk at kpoe-graz.at; kpoe_stmk at hotmail.com ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< SERVICE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ============================================== 16 Glocalist 47 erschienen From: office at glocalist-review.com ============================================== SCHWERPUNKT 3. Teil EU-Verfassung mit Beiträgen u.a. von Gewerkschaft der Eisenbahner und Ulrich Duchrow (Prof. für Theologie/Univ. Heidelberg) Weiters Beiträge zu Ökoeffizienz, Medienpolitik und zum wirtschaftsethischen Diskurs des OENWE und Offene Briefe vom Verein "Zum Alten Eisen?" und AK-Wien sowie die gewohnten Vermischten Meldungen und Termine. Als NGO der Woche präsentieren wir den Verein NINLIL. Viel Freude beim Lesen wünscht Christian Neugebauer ps: Am 25. November 18.30 Uhr (bis ca. 21.30) wird die NGO des Jahres - gewählt von der Glocalist Community - präsentiert. Wir ersuchen um Anmeldung zur Teilnahme per Mail bis zum 22. November. _____ Glocalist Review: Digitale Wochenzeitschrift für NGOs&NPOs Barmherzigengasse 17 - stiege 6 - top 1 A-1030 Wien f: 01/597 2001 m: 0699 11 88 16 43 e: office at glocalist-review.com w: http://www.glocalist-review.com Agentur: arbeitsraum-philosophie: agentur für analoge&digitale kommunikationswirtschaft GmbH- www.arbeitsraum.at ================================================ C) TERMINE ================================================ ======================== Montag http://www.mund.at/butt/Termine/November/0811.htm Dienstag http://www.mund.at/butt/Termine/November/0911.htm Mittwoch http://www.mund.at/butt/Termine/November/1011.htm ======================== ================================================ D) EDITORIAL ================================================ Für den Inhalt verantwortlich: Ihr. E-Mail-Adresse für Beiträge: widerstand at no-racism.net geschickt. widerst at nd MUND und alle Termine täglich aktualisiert im Web: http://www.no-racism.net/MUND Ziel von MUND (medienunabhängiger Nachrichtendienst) ist die unzensurierte und möglichst rasche Information über gesellschafts- politisch relevante Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu Widerstand und Antirassismus sowie verwandte Themen. sollen einen Titel, Namen und Emailadresse der/des AutorIn enthalten und möglichst kurz und prägnant gehalten sein, ev. mit Hinweis, wo weitere Informationen eingeholt werden können. Bitte keine Attachments! Die inhaltliche und sachliche Verantwortung liegt bei der/dem jeweiligen AutorIn bzw. jenen, die uns die Beiträge schicken. Der MUND wird von einzelnen TagesredakteurInnen zusammengestellt. Da Fehler nicht ausgeschlossen sind, bitten wir, nicht veröffentlichte Beiträge nochmals an widerstand at no-racism.net zu senden. Die Weiterleitung (auch auszugsweise) ist erwünscht. Beiträge mit rassistischen oder sexistischen Inhalten werden nicht veröffentlicht. Sehr persönliche Meldungen werden wir an den betreffenden Adressaten weiterleiten, aber nicht im MUND veröffentlichen. Die bisherigen Ausgaben sind unter http://www.no-racism.net/MUND archiviert. Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage: * Wann: Sonntag, 11.11.2001, 11:11 Uhr * * Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" * * Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf * * Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie. Aber kurz und prägnant.* Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch stillschweigend Zensur zu üben. Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die Nichtaufnahme geliefert. (Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.) Die AbsenderInnen der betroffenen Beiträge werden hiervon informiert. Im Sinne einer "gläsernen Zensur" könnt ihr Euch die Beiträge gerne extra schicken lassen: Ein kurzes Mail an widerstand at no-racism.net genügt. ================================================ E) VERTEILERLISTE ================================================ Zur Eintragung in diesen Verteiler bitte direkt subskribieren unter http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/analle oder von der einzutragenden Adresse aus ein mail schicken an: admin at no-racism.net mit folgendem Text: subscribe no-racism Bitte wegen Automatisierung diesen Wortlaut verwenden! Zur Austragung aus dieser Liste bitte an zusammengestellt. Bitte keine Attachments! (werden nicht angenommen) nicht drin: etliches veraltetes, 3 beiträge nwr Redaktionsschluss für diese Ausgabe: So 18:00 III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III ü, ö, ä, ß, Ü, Ö, Ä III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III widerst at nd-MUND is powered by http://alt.strg.at/ ================================================ From analle at no-racism.net Tue Nov 9 08:52:01 2004 From: analle at no-racism.net (analle at no-racism.net) Date: Tue, 9 Nov 2004 08:52:01 +0100 Subject: widerst@nd! - MUND: Dienstag, 9.11.2004 Message-ID: widerst at nd MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst www.no-racism.net/mund Dienstag, 9. November 2004 ================================================ A) INHALT ================================================ ================================================ 01 ACUS gegen Abschaffung der Neutralitaet Von: Alois Reisenbichler - Stadtteilzentrum Simmering ================================================ 02 Presseaussendung des EKH Solikomitees vom 7.11.04 Von: ekhaus at med-user.net ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 03 Que(e)r-Beisl am 10. November / Soziale Bewegungen in Oesterreich Von: Rosa Antifa Wien ================================================ 04 Friedensjournalismus Von: Alois Reisenbichler - Stadtteilzentrum Simmering ================================================ 05 veranstaltung zu migrant. maedchen Von: Verein Efeu ================================================ 06 Veranstaltung: ALLE REDEN VON INTEGRATION - WIR AUCH VON QUALITÄT NEUE WEGE ZUR INTEGRATIONSFACHKRAFT: Von: Petra Wiener ================================================ 07 9. November: Vortrag und Film Von: nico mayer ================================================ 08 Wiener Regenbogen-Ball 2005 Von: Philipp Kainz ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND MEINUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 09 Va-Tech/Weiz/Siemens/Alarm/GLB Von: KPÖ Steiermark ================================================ 10 Flugsicherheit, uneinsichtige US-Bürger und der Iran Von: "q/depesche" ================================================ 11 US: Patente vs. 3D Von: "q/depesche" ================================================ 12 Grüne/Neutralität/EU/Battle Groups/KPÖ Von: Parteder Franz ================================================ 13 Libertad! zum Daschner-Prozess Von: kampagne ================================================ ================================================ B) TEXTE ================================================ ================================================ 01 ACUS gegen Abschaffung der Neutralitaet Von: Alois Reisenbichler - Stadtteilzentrum Simmering ================================================ ACUS PRESSEAUSSENDUNG: ACUS gegen Abschaffung der immerwährenden Neutralität: Nur eine EU mit neutralen Staaten dient dem Frieden! Die Arbeitsgemeinschaft Christentum und Sozialdemokratie (ACUS) spricht sich gegen den Vorschlag der Grünen aus, die immerwährende Neutralität Österreichs zu Gunsten einer EU-Verteidigungsarmee abzuschaffen. "Neutralität bedeutet keinem Militärblock anzugehören und an keinen Kriegen teilzunehmen. Ein Krieg des österreichischen Bundesheeres ist unmöglich. Eine große EU-Armee kann leicht zum Kriegführen verwendet werden", sagt der Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Christentum und Sozialdemokratie (ACUS) Richard Schadauer. "Was geschieht bei einer gemeinsamen EU-Armee mit den französischen und britischen Atomwaffen? Soll die Europäische Union in ein Wettrüsten mit den USA eintreten? Wer wird die EU-Aufrüstung bezahlen?", fragt der ACUS-Bundesvorsitzende Richard Schadauer. "Es ist schade, dass die Grünen nicht die schon im Verfassungsentwurf vorhandenen Pläne zur Aufrüstung kritisieren, sondern alle jene unterstützen, die aus der Europäischen Union eine bewaffnete Supermacht machen wollen. Leider haben sich die Befürchtungen, dass bei den Grünen die Neutralität nicht so wie in der Sozialdemokratie verankert ist, bewahrheitet. Das ist sehr schade", sagt Richard Schadauer. "Nur eine Europäische Union, in der neutrale Staaten Platz haben, garantiert, dass die EU nicht nach dem schlechten US-Vorbild weltweit Kriege führt", schloss ACUS-Bundesvorsitzender Richard Schadauer. Informationen: Richard Schadauer, Tel. 01 789 24 58 Alois Reisenbichler A-1110 Wien, Schneidergasse 15/9 Telefon 0043 - 664 - 39 51 809 _______________________________________________ ================================================ 02 Presseaussendung des EKH Solikomitees vom 7.11.04 Von: ekhaus at med-user.net ================================================ Im Rahmen der Politik-Matinee: Wien 2014 - Visionen für die Stadt, an der u. a. Bürgermeister Dr. Michael Häupl, Ingrid Brugger (Kunstforum Bank Austria), Michael Landau (Caritas Wien) ihre Zukunftsvorstellungen zum Besten gaben, konnten sich eine Gruppe AktivistInnen nicht zurückhalten, auch ihre Visionen lautstark kund zu tun. Nach Landauers Plädoyer für soziale Projekte und eine offene Migrationspolitik, kamen die Fakten aus dem Publikum: Subventionskürzungen in sozialen und kulturellen Einrichtungen ( Public Netbase, Echo, Arena...), hinzu kommt dass das einzige autonome- soziale Zentrum in Österreich akut von einer Räumung bedroht ist. Die SymphatisantInnen des Ernst Kirchweger Hauses, forderten die Freigabe leerstehender Häuser, um Orte zu schaffen, an denen konkrete, offensiv- politische Arbeit, alternative Lebenskultur und künstlerische Ziele verfolgt werden können. Es wurden Transparente entrollt auf denen war klar zu lesen: FREIRÄUME SCHAFFEN - EKH BLEIBT!!! An die BesucherInnen der Veranstaltung wurde des weiteren folgendes Flugblatt verteilt, es ist als Attachment im Anhang zu finden sowie 2 Fotos von der Veranstaltung. Bei weiteren Fragen zum Thema und zur Aktion kontaktieren Sie bitte telefonisch 0676/9427520. mit freundlichen Grüssen EKH Solikomitee. ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 03 Que(e)r-Beisl am 10. November / Soziale Bewegungen in Oesterreich Von: Rosa Antifa Wien ================================================ Mittwoch 10. November: Und wir bewegen uns doch, soziale Bewegungen in Oesterreich In Wien hat sich mehr getan als ueblicherweise angenommen wird. Gesellschaft und Herrschaftsstrukturen aenderten sich, angestossen durch radikale und weniger radikale Bewegungen: Musik und Drogen, "1968", Feminismus, Schwulen- und Lesbenbewegung, die Besetzung der Wiener Arena, den Widerstand gegen das AKW Zwentendorf und das Wasserkraftwerk Hainburg, die Proteste gegen die Wahl Kurt Waldheims zum Bundespraesidenten, die Studierendenstreiks 1987 und 1996, die Bewegung gegen die OeVP-FPOe-Regierung ab dem Februar 2000. Dieses und vieles mehr wird in dem Buch "Und wir bewegen uns doch" von Robert Foltin behandelt, das vorgestellt wird. In der Diskussion soll es hauptsaechlich darum gehen, inwiefern radikale Bewegungen ueber den Kapitalismus hinausgehen koennen. Ort: Que(e)r-Beisl im EKH. Wielandgasse 2-4, 1100 Wien (U1 Keplerplatz) Zeit: 20 Uhr, Beislbetrieb von 18:30-24 Uhr Naechste Woche: "Durch Reinheit zur Einheit!" - Zum Juden-, Intellektuellen- und Frauenhass der Burschenschaften Vollstaendiges Monatsprogramm auf http://www.raw.at im Bereich Que(e)r -- ############ RAW ############# Rosa Antifa Wien c/o Rosa Lila Tip Linke Wienzeile 102 A-1060 Wien AUSTRIA ------------------------- E-Mail: raw at raw.at Web: http://www.raw.at Board: http://www.n3tw0rk.org ------------------------- PGP-Key available here: http://www.raw.at/sub/kontakt/raw.asc ############ RAW ############# ================================================ 04 Friedensjournalismus Von: Alois Reisenbichler - Stadtteilzentrum Simmering ================================================ FRIEDENSJOURNALISMUS Medien sind für die politische Diskussion und Bewusstseinbildung von zentraler Bedeutung. Das gilt nicht nur für traditionelle Organisationen, sondern auch für soziale Bewegungen wie die Friedensbewegung. Die Friedensinitiative Donaustadt hat daher zum Thema "FRIEDENSJOURNALISMUS" Mag. Andreas Landl eingeladen. Mag. Landl gestaltet eine Homepage mit friedenspolitischen Informationen www.friedensnews.at sowie eine Radiosendung zum Thema Friedensarbeit. Das Referat von Mag. Andreas Landl zum Thema "Friedensjournalismus" beginnt am Dienstag, 9. November 2004 um 19.00 Uhr in der Donaucitykirche, 1220 Wien, Donaucitystraße 2. Für den Wiener Terminkalender: Dienstag, 9. November 2004 19.00 Uhr Friedensjournalismus, Mag. Andreas Landl, Donaucitykirche, 1220 Wien, Donaucitystraße 2. Friedensinitiative Donaustadt Eintritt frei. Informationen: Ernst Toman, Friedensinitiative Donaustadt, Tel. 01 263 61 92 Andreas Pecha, WIener Friedensbewegung, pax.vienna at chello.at _______________________________________________ ================================================ 05 veranstaltung zu migrant. maedchen Von: Verein Efeu ================================================ *"Junge Frauen der 2./3. Generation erzählen über ihre schulischen Erfahrungen"* 6 junge Frauen (Schülerinnen oder ehemalige Schülerinnen) der 2./3. Generation bzw. Migrantinnen erzählen, wie sie Schule erleben / erlebt haben: Wie ist Schule auf ihre speziellen Situationen eingegangen, welche Gewalterfahrungen haben sie in der Schule gemacht, was wünschen sie sich von Schule / LehrerInnen, sehen sie Schule / LehrerInnen als Anlaufstelle bei etwaigen Problemen,...? Bräge aus em Publikum sind herzlich willkommen Termin: Freitag, 26. November 2004 von 18 h -20 h Ort: VHS 21 - 1210 Wien, Angerer Straße 14 (Kammersaal) Zielgruppe: SchülerInnen, LehrerInnen und alle Interessierten Moderatorin: Jale Akcil *Workshop "Was können Lehrerinnen tun, um auf Probleme von Mädchen der 2./3. Generation adäquat zu reagieren?" Anmeldung erforderlich!!* Mädchen der 2./3. Generation sind genau so wenig gleich wie alle "österreichischen" Mädchen. Dennoch sind einige Mädchen mit speziellen Gewaltformen konfrontiert (wie z. B. Zwangs-ver-heiratungs-gefahr, dem Zwang ein Kopftuch zu tragen oder Genitalverstümmelung). Schule kann und soll ein Platz für ein von Gewalt betroffenes Mädchen sein, um sich zu äußern. Außerdem sind Verletzungen, Unkonzen-triert-heit, Motivations-losigkeit und vermehrte Fehlzeiten Anzeichen dafür, dass ein Mädchen mit ernsthaften Problemen zu kämpfen hat. In diesem Workshop wird an Hand von Fallbeispielen herausgearbeitet, was Lehrerinnen in solchen Situationen tun können, um ein Mädchen zu unter-stützen. Termin: Samstag, 27. November 2004 von 9 h -17 h Ort: EfEU - 1030 Wien, Untere Weißgerberstr. 41 (Ecke Hetzgasse) Zielgruppe: Lehrerinnen Workshopleiterin: Gül Ayse Basari, Mitarbeiterin beim Orient Express Anmeldung per Mail oder Fax bei EfEU (inkl. Einzahlung eines Unkostenbeitrags von 15 Euro auf das PSK-Konto lautend auf EfEU, BLZ 60000- Nr. 93.043.603). *//* */Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung./* Mit freundlichen Grüßen, Mag.a Renate Tanzberger ******************************************************** EfEU Verein zur Erarbeitung feministischer Erziehungs- und Unterrichtsmodelle Mag.a Renate Tanzberger Untere Weißgerberstr. 41 [neu! Das Büro ist nicht übersiedelt, es wurde bloß der Eingang ums Eck verlegt] A-1030 Wien fon: ++43-1-966 28 24, 966 28 30 fax: ++43-1-715 98 88 verein.efeu at chello.at (neu!) http://members.chello.at/verein.efeu (neu!) ================================================ 06 Veranstaltungshinweis: ALLE REDEN VON INTEGRATION - WIR AUCH VON QUALITÄT NEUE WEGE ZUR INTEGRATIONSFACHKRAFT: Von: Petra Wiener ================================================ Sehr geehrte Damen und Herren! Am 26. und 27. November findet die QSI Tagung "Neue Wege zur Integrationsfachkraft" in der Arbeiterkammer Wien statt. ALLE REDEN VON INTEGRATION - WIR AUCH VON QUALITÄT NEUE WEGE ZUR INTEGRATIONSFACHKRAFT: Tagung und Seminar der EQUAL Entwicklungspartnerschaft QSI - Quality Supported Skills for Integration in Zusammenarbeit mit der Bundesarbeiterkammer am 26. und 27. November 2004 im Bildungszentrum der Arbeiterkammer in Wien Das genaue Programm und die Möglichkeit zur Online-Anmeldung finden Sie unter www.qsi.at/tagung, Informationen zum Projekt unter www.qsi.at. ================================================ 07 9. November: Vortrag und Film Von: nico mayer ================================================ upsddwn presents: V:E:K:K:S, Zentagasse 26, 1050 Vienna Dienstag 9. November 2004 Themenabend: 9.11.1938 - 9.11.2004 KEIN VERGEBEN! KEIN VERGESSEN! 19.00 Uhr: Vortrag von Konstantin Kaiser, Theodor-Kramer-Gesellschaft, zu den Ereignissen in Wien am 9.11.38 21.00 Uhr: Dokumentation "Sobibor, 14. Oktober 1943, 16.00 Uhr" (FR 2001) von Claude Lanzmann Es wird auch etwas zu essen geben. --------------------------------------------- ================================================ 08 Wiener Regenbogen-Ball 2005 Von: Philipp Kainz ================================================ Presseaussendung der Homosexuelle Initiative (HOSI) Wien vom 08. November 2004: Wiener Regenbogen-Ball am 29. Jänner 2005 Bereits zum achten Mal findet am Samstag, dem 29. Jänner 2005 im Parkhotel Schönbrunn der Wiener Regenbogen-Ball statt. Im nobel-dekadenten, gülden-weinroten Ballsaal werden Lesben, Schwule und Transgender-Personen mit FreundInnen und Bekannten ordentlich das Tanzbein schwingen. Es ist jener geschichtsträchtige Ort, wo einst schon Johann Strauß mit seinem Orchester aufspielte und die illustere Runde des Hofes in Tanzlaune versetzte. Allein das Herabschreiten über eine der geschwungenen Feststiegen wird zum Erlebnis und garantiert einen glanzvollen Auftritt. Für die nötige Tanzmusik im Ballsaal sorgen in bewährter Manier die Damenkapelle Johann Strauß und die Band A-Live, die sich wieder im Halbstundentakt abwechseln werden. Auch abseits der Tanzfläche garantieren Murielle Stadelman und die stimmungsvolle Jazz-Formation Desert Wind für beste Unterhaltung. Ein besonderes Highlight des Abends wird der mitternächtliche Showact von Marc Almond sein. Trotz seines schweren Unfalls sind wir zuversichtlich, dass der ehemalige Sänger des Pop-Duos Soft Cell (u.a. “Tainted Love") wie geplant auftreten wird. Den Ehrenschutz hat dankenswerter Weise wieder der Bürgermeister der Stadt Wien, Dr. Michael Häupl übernommen. Karten für den Regenbogen-Ball 2005 sind seit 1. November bei folgenden Stellen erhältlich: Buchhandlung Löwenherz, Café Berg, Café Standard, Café Willendorf, Ex Equo, Felixx, Frauencafé, Ginas Weibar, Tiberius, Tanzschule Stanek und auf www.hosiwien.at sowie in allen Zweigstellen der Bank Austria-Creditanstalt. Der Regenbogen-Ball ist mit der Regenbogen-Parade das wichtigste Zeichen für ein selbstbewusstes Auftreten der Wiener lesbisch-schwul-transgender-Community. Denn der Kampf um gleich viel Recht für gleich viel Liebe, um Respekt und Anerkennung ist leider noch nicht beendet. Die innenpolitische Debatte über die Einführung einer gleichgeschlechtlichen PartnerInnenschaft in diesem Sommer wurde von Seiten der Regierungsparteien durch das Zugeständnis lediglich kosmetischer Änderungen abgewürgt. Trotzdem wird das einer rauschenden Ballnacht am 29. Jänner 2005 keinen Abbruch tun, und die HOSI Wien freut sich schon, auch Sie auf dem Ball begrüßen zu dürfen. Für weitere Informationen und Anfragen jeglicher Art steht Ihnen unser Pressereferent Philipp Kainz gerne zur Verfügung: Kontakt: philipp.kainz at hosiwien.at Tel: 0650/850 45 76 www.hosiwien.at/ball Mag. Philipp Kainz Pressereferent Regenbogen-Ball ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND MEINUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 09 Va-Tech/Weiz/Siemens/Alarm/GLB Von: KPÖ Steiermark ================================================ PRESSEMITTEILUNG DES GEWERKSCHAFTLICHEN LINKSBLOCKS (GLB) STEIERMARK Montag, 8. November 2004 Elin Weiz: Rote Alarmlampen leuchten! "Nach den jüngsten Entwicklungen rund um die VA-Tech leuchten die roten Alarmlampen für den Standort Weiz auf." Das sagte der steirische AK-Rat Peter Scherz vom Gewerkschaftlichen Linksblock (GLB) am Montag. Peter Scherz: "Bei Elin-Weiz werden nicht die Beschäftigten und die Bevölkerung der Region sondern der Finanzmarkt bestimmen, wie es weitergehen wird". Die Warnungen des Firmenvorstandes vor dramatischen Arbeitsplatzverlusten seien sehr ernst zu nehmen. Die Kooperation mit General Electric werde bei einem Siemens-Einstieg wohl "sofort eingestellt" werden, vermutet Sernetz. Davon wären in Österreich 900 Arbeitsplätze in Weiz und Wien sowie einige ausländische Standorte betroffen. Leider muss daran erinnert werden, dass der Verkauf der voestalpine-Anteile an der VA Tech im Jahre 2003 mit Zustimmung der SPÖ-Betriebsräte im Aufsichtsrat erfolgt ist. Verdrängt wird von der SPÖ schließlich auch, dass die Grundlage für die heutige Misere der VA Tech in der Ära der rotschwarzen Regierung mit der Zerschlagung der ehemals einheitlichen Voest im Jahre 1988 und dem Börsengang im Jahre 1994 gelegt wurde. Peter Scherz: "So schaut es in Wirklichkeit aus. Zuerst erzählt man bei der Privatisierung eines gut gehenden Betriebes schöne Geschichten von neuen Märkten. Dann kommen aber der Druck auf die Arbeitsplätze, auf den Standort und große Unsicherheit für die Menschen. Die Aktienbörse ist auf einmal wichtiger als die Qualität der Produkte". Rückfragehinweis: 0316 404 5233 KPÖ-Steiermark Lagergasse 98 a 8020 Graz Tel.: 0316 71 24 36 Fax 0316 71 62 91 email: kp.stmk at kpoe-graz.at; kpoe_stmk at hotmail.com ================================================ 10 Flugsicherheit, uneinsichtige US-Bürger und der Iran Von: "q/depesche" ================================================ q/depesche 2004-11-07T20:22:16 Flugsicherheit, uneinsichtige US-Bürger und der Iran Könnte es sein, dass es selbst US Bürgern zu viel wird, was auf Ihren eigenen Flughäfen passiert, und dieses auch noch in den Medien und vor Gerichten artikulieren? -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- Nein, bestimmt nur ein paar verwirrte Schäfchen [1]. Einzelfälle die noch nicht begriffen haben [2], dass es nie "zuviel" an Sicherheit geben kann. Schließlich - suggerieren die Behörden - ist Sicherheit genauso gut kontrollierbar wie Terror-Alarmstufen - und nach oben steigerbar wie DotCom-Aktienkurse... [3] IRAN hebt Sicherheit nach US-Vorbild Wie unpatriotisch so ein Querulantentum doch ist, zeigt sich im internationalen Vergleich: Auch Teheran möchte seine Flug- und Immigrationssicherheit auf westliches Niveau katapultieren und vor suspekten Menschen schützen: durch ein Fingerprintsystem [4]. Ein entsprechendes Gesetz wurd letzte Woche von einem Parlamentskomitee vorgelegt und gilt - he? Moment - nur für US-Bürger!? [1] Trapped on the list [NYT/IHT 3.Nov 2004] http://www.iht.com/articles/2004/11/02/travel/trlist.html [2] On the Move: When a pat-down seems like a groping http://www.iht.com/articles/2004/11/02/travel/trsearch.html [3] ACLU Challenges NO-fly list http://www.aclu.org/SafeandFree/SafeandFree.cfm?ID=12740&c=206 [4] http://www.iht.com/articles/2004/11/03/news/travel4.html ================================================ 11 US: Patente vs. 3D Von: "q/depesche" ================================================ US: Patente vs. 3D Tektronix hat sein altes Patentportfolio verkauft. In diesem befinden sich Patente fuer das Dithering oder kuenstliche 3D-Perspektiven. Skrupellose Anwaelte erwaben diesen und nutzen nun das Patentsystem aus, um ganze Industriezweige mit teilweise 20 Jahre alten Patenten abzukassieren. -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- 3 D - Game over? [...] Tektronix war der erste, der ein Patent darauf einreichte, um nicht eines Tages jemand anders Lizenzgebühren zahlen zu müssen. Selbst erhob man keine. [...] Im Grafikbereich bietet Tektronix heute keine Produkte mehr an. Also hat das Unternehmen die nun überflüssig gewordenen Patente zu Geld gemacht und verkauft, damit jemand anders daraus Nutzen ziehen kann. [...] Zugegriffen hat die texanische Anwaltskanzlei McKool Smith. [...] Zunächst gingen sie mit dem vom April 1987 stammenden US-Patent 4.734.690 gegen Spielehersteller vor: Das Patent beschreibt die perspektivische Umsetzung dreidimensionaler Objekte auf normale Bildschirme, also ein Bestandteil aller 3D-Shooter von Castle Wolfenstein bis Doom 3. [...] Die Patente behandeln alle möglichen Computergrafik-Themen von Farbpaletten über Dithering und schnelles Zwischenspeichern bis zum Prinzip von Online-Spielen. [...] Das Recht steht dank des umstrittenen amerikanischen Patentrechts auf der Seite der Anwälte, denn fast 20 Jahre alte Patente nun noch als ungültig zu erklären, ist zumindest schwierig, auch wenn manche der beschriebenen Techniken bereits bis zu 10 Jahre vor der Patentzuteilung gebräuchlich gewesen sein sollen. [...] Mehr: http://www.heise.de/tp/deutsch/special/copy/18743/1.html Noch mehr: http://www.planet3dgames.de/index.php?site=news&th=14 ================================================ 12 Grüne/Neutralität/EU/Battle Groups/KPÖ Von: Parteder Franz ================================================ Peter Pilz, Neutralität und EU-Battle Groups "Die Grüne Parteispitze weiß ganz genau, was ihr Abschied von der österreichischen Neutralität und das große Medienecho auf diesen Beschluss zu bedeuten haben: Zwei Wochen vor der Entscheidung über die Teilnahme des österreichischen Bundesheeres an einer "Battle Group" der EU gemeinsam mit Deutschland und Tschechien soll der Widerstand der Bevölkerung gegen die Aushöhlung der Neutralität geschwächt oder als reaktionär denunziert werden." Das stellte der steirische KPÖ-Vorsitzende Franz Stephan Parteder am Montag fest. Laut Salzburger nachrichten versteht man unter "Battle Groups" Kampfgruppen von rund 1500 Soldaten, die innerhalb weniger Tage Tausende Kilometer von Zuhause entfernt eingesetzt werden können. "Dort sind sie dann völlig selbstständig aktiv, das heißt, sie müssen alles selbst erledigen: Kampfeinsatz, Logistik, technische und medizinische Versorgung, Verpflegung und, und, und. Im Prinzip ist so eine Battle-Group eine ganze Armee im Kleinen." Verteidigungsminister Platter hat am Wochenende bestätigt, dass die österreichische Regierung an dieser neutralitätswidrigen Truppe teilnehmen will, die weltweit in Krisenregionen eingesetzt werden soll. Am 25. November soll in Brüssel die endgültige Entscheidung darüber fallen. Die jüngste Entwicklung zeigt, dass Neutralität und Mitgliedschaft in der EU immer weniger vereinbar sind. Parteder: "Wir wenden uns gegen den parteien- und medienübergreifenden Konsens, die Menschen in Österreich über die Orientierung in der Außenpolitik zu hintergehen. Auch deshalb fordern wir eine Volksabstimmung über die EU-Verfassung." Rückfragehinweis: 0316 71 24 79 KPÖ-Steiermark Lagergasse 98 a 8020 Graz Tel.: 0316 71 24 36 Fax 0316 71 62 91 email: kp.stmk at kpoe-graz.at; kpoe_stmk at hotmail.com ================================================ 13 Libertad! zum Daschner-Prozess Von: kampagne ================================================ Kampagne Libertad! Falkstr. 74, 60487 Frankfurt kampagne at libertad.de http://www.libertad.de Am 18.11.04 beginnt in Frankfurt/Main der Prozess gegen Wolfgang Daschner. Der ehemalige Vize-Polizeipräsident hat die Folterung eines Verhafteten angeordnet, um Informationen zu erpressen. Libertad! u.a. Gruppen rufen zur kritischen Begleitung des Prozesses auf: Kommt zur kritischen Begleitung des Folterprozesses Donnerstag, 18. November 2004 - Frankfurt/Main, Gerichtsstraße 2 (Nähe Konstablerwache), Gebäude C, Zimmer C 165. Kommt bis spätenstens 8.30 Uhr vor Gebäude C. ::::: Hier das Flugblatt von Libertad! ::::::::: (K)ein bisschen Folter Schlagen, Treten, Fingerbrechen für Wahrheit & Moral Erst die Fotos der gefolterten, misshandelten und sexuell missbrauchten und gedemütigten Gefangenen - und die der sadistisch vergnügten Folterer und Folterinnen - aus dem irakischen Abu Ghraib haben die systematische Misshandlung von Gefangenen durch amerikanische und britische Soldaten öffentlich gemacht und weltweit skandalisiert. Nicht nur in den USA wird seit längerer Zeit offen über die Vorzüge der Folter diskutiert. Das spanische Gefängnissystem sieht seit 1991 repressive Sonderbehandlungen vor. Im Frühjahr wurde in Italien ein Gesetz beraten, dass die einmalige Folter an Gefangenen legalisiert. In England sind inzwischen Aussagen, die unter Folter erpresst wurden, gerichtsverwertbar. Wenn das keine Einladung ist... In Deutschland machte der frankfurter Vize-Polizeipräsident Wolfgang Daschner seine Folteranweisung selbst öffentlich. Im Herbst 2002 sollte der als Kindesentführer verdächtigte Magnus Gäfgen durch ein spezielles Verhörs im Frankfurter Polizeipräsidium den Verbleib des Kindes preisgeben. Der Führungsstab der Frankfurter Polizei hatte bereits über die Anwendung von Gewalt diskutiert. Der hessische Ministerpräsident Koch und sein Innenminister Bouffier wurden darüber auf dem laufenden gehalten. Daschner notierte den Vorgang für die Akten. Der Verhörte war übermüdet und ihm wurde nach eigener Aussage angekündigt, ihm die Zähne einzuschlagen sowie mit der rassistisch-sexualisierten Gewaltandrohung: “Wir stecken dich mit zwei Negern in eine Zelle. Die ficken dich in den Arsch und schlagen dich zusammen und du musst ihre Schwänze lutschen." Auch das Einflößen von Pharmazeutika wurde diskutiert, um die psychische Widerstandskraft herabzusetzen. Daschner ordnete schließlich wohlüberlegt die Folter an. “Keine Maßnahmen, die schwere Verletzungen hinterlassen. Da gibt es etliche Möglichkeiten. Zum Beispiel, indem man das Handgelenk nach hinten drückt und überdehnt. Es gibt am Ohr bestimmte Stellen, jeder Kampfsportler weiß das, wo man draufdrückt und es tut sehr weh, ohne dass irgendeine Verletzung entsteht. Sie brauchen jemandem nicht fürchterliche Schmerzen zuzufügen. Es genügt, wenn es relativ geringer Schmerz für eine bestimmte Dauer aufrechterhalten wird." Wolfgang Daschner Es ist kein Geheimnis: Misshandlungen bei Verhaftungen, Verhören, erkennungsdienstlichen Behandlungen und in Knästen und Lagern gehören zum Alltag - vom deutschen Polizeirevier bis nach Guantánamo. (Der Leiter der Gefängnisse im Irak war vormals Kommandant in Guantánamo; das Gefängnispersonal von Abu Ghraib war schon wegen Brutalität in us-amerikanischen Gefängnissen aufgefallen.) Die alltägliche Folter wird aber erst zum Thema und Skandal, wenn Bilder, Aktennotizen oder ein beim Verhör Verstorbener in die Öffentlichkeit gelangen. Diese Fälle gelten dann als einmaliger Ausrutscher. Mit seiner Aktennotiz gelang es Wolfgang Daschner eine öffentliche Diskussion loszutreten, deren Beiträge einer Debatte aus dem “deutschen Herbst" 1977 ähneln. Während der Entführung des Arbeitgeberpräsidenten Schleyer durch die RAF wurde von Politikern gefordert und seitens der Schmidt-Regierung erwogen, die inhaftierten RAF-Gefangenen standrechtlich zu erschießen, um so die Freilassung Schleyers zu erzwingen. Vorher hatte bereits der niedersächsische Ministerpräsident Albrecht die Einführung der Folter gefordert. Die heutigen Debatten in den USA und Europa zielen erneut auf die Legalisierung von Folter. Ein öffentlich gewordener “Einzelfall" müsste dann von staatlicher Seite nicht mehr bedauert werden, weil er zu einer verallgemeinerten Praxis auf gesetzlicher Grundlage gehören würde. Die Handlanger Der inzwischen suspendierte Frankfurter Polizeivizepräsident Daschner steht ab 18. November 2004 vor Gericht. Mitangeklagt ist ein 50-jähriger Kriminalhauptkommissar, der die Anweisungen Daschners ausführte. Anklagepunkt ist jedoch lediglich Nötigung und nicht die offenkundig begangene Straftat der Aussageerpressung. Auf der Anklagebank werden sich weder der hessische Ministerpräsident und Innenminister oder die Kripobeamten, die über das geplante Vorgehen mindestens informiert waren, verantworten müssen, noch der Polizeipsychologe, der Polizeiarzt und der aus seinem Urlaub eingeflogene Polizeikampfsporttrainer, die zur Folter bereit standen. Die Befürworter Daschner steht nicht allein. 700 seiner Kollegen aus dem Frankfurter Polizeipräsidium erklärten mit ihrer Unterschrift, Daschner sei kein Vorwurf zu machen. Er habe richtig gehandelt. Auch andere Lokalgrößen wie der CDU-Landtagsabgeordnete Boris Rhein oder der Frankfurter Manager Ulrich W. Reinholdt verteidigten den Polizei-Vize. Daschner erhielt aber auch zahllose prominente Unterstützung: “Ich billige sein Verhalten in vollem Umfang." Frankfurts Polizeipräsident Harald Weiss-Bollandt “Ich persönlich halte Daschners Verhalten für menschlich sehr verständlich." Roland Koch, hessischer Ministerpräsident “Verständnis" zeigte auch der ehemalige hessische Justizminister Rupert von Plottnitz “Bei der Anwendung von polizeilicher Gewalt kann in bestimmten Fällen ein rechtfertigender Notstand vorliegen." Brigitte Zypries, Bundesjustizministerin “Er hat nach elementarsten sittlichen Geboten unseres Rechtsstaats gehandelt. Er muss, ebenso wie der Polizeibeamte, der an der Gewaltandrohung beteiligt war, freigesprochen werden." Oskar Lafontaine, ehemaliger SPD-Vorsitzender “Für mich bleibt Daschner ein Ehrenmann." Konrad Freiberg, Vorsitzender der Gewerkschaft der Polizei “Ich hätte auch so gehandelt." Holger Bernsee, stellvertretender Vorsitzende des Bundes Deutscher Kriminalbeamter. Im Namen des BDK verteidigte auch Lothar Herrmann das Vorgehen Daschners. “Ich habe Hochachtung vor dem Mut des Polizeibeamten, seinen Gewissenskonflikt durch einen Vermerk öffentlich zu machen. [...] Es sind Fälle vorstellbar, in denen auch Folter oder ihre Androhung erlaubt sein können." Geert Mackenroth, Vorsitzender des Deutschen Richterbunds. Nach scharfer Kritik bedauerte Mackenroth diese Aussage, unterstellte Daschner aber gleichzeitig “ein sehr ehrenvolles Motiv". “Die umstrittene polizeiliche Maßnahme sehe ich in der konkreten Situation vielmehr als ermessensfehlerfreie Tätigkeit im Rahmen der Amtspflicht". Prof. Dr. Otto Rudolf Kissel, Präsident des Bundesarbeitsgerichts aD. “Man muss Folter in Betracht ziehen, wenn durch Terroristen eine große Zahl von Menschen bedroht werden." Jörg Schönbohm, brandenburgischer Innenminister Die Folter durch US-Soldaten im Irak-Krieg befürwortete der Militär-Ausbilder und Professor der Bundeswehr-Universität München Michael Wolffsohn. Unterstützung erhielt er dabei von dem aus der Unionsfraktion ausgeschlossene Bundestagsabgeordnete Martin Hohmann. Folter als “letztes Mittel" des Rechtstaates Folter ist ein Synonym für Diktaturen - und so versuchen ihre demokratischen Befürworter eine Revison der Sprache, um so das Folterverbot revidieren zu können. So wird zu erst “gute" und “schlechte" Folter definiert. Die eine ist willkürlich, also außerhalb des bestehenden Rechts, die andere ist rechtsstaatlich abgesichert, weil sie auf ordnungsgemäßgen Weg angeordnet und durchgeführt wird. Denn es kann ja nicht das Gleiche sein, was ein Despot oder ein Demokrat macht, auch wenn es das Selbe ist. Es ist kein Zufall, dass die in Deutschland betriebene Erhebung der Folter zum demokratischen Rechtsgut parallel zur Etablierung des US-amerikanischen Folter- und Lagersystem stattfindet. Die neuen Kriege des Bush-Blair-Komplexes haben die Grenzen zwischen innen und außen aufgehoben. Es herrscht ein internationaler Krieg, ein permanenter Bürgerkrieg im Weltmaßstab. Die deutsche Regierung verteidigt die Freiheit des Kapitals am Hindukusch, während die US-Militärs in Abu Ghraib, auf Guantanamo und an anderen geheimen Orten foltern. Der Schritt vom “bedauerlichen Einzelfall" zum System der Folter ist längst vollzogen. So wie in Deutschland die gezielte und systematische Misshandlung redifiniert wird, um sie praktikabel zu machen, hat die US-Administration ein juristisch-bürokratisches Regelwerk der Folter erstellt. Die Genfer Konvention über die Behandlung von Kriegsgefangenen, die UNO-Menschenrechtsdeklaration und alle Konventionen gegen Folter wurden durch eigene “Rechtsgutachten" ausgehebelt und der Begriff Folter völlig neu interpretiert. Heraus kam eine mit Demokratie und Rechtsstaat kompatible Lizenz zum Foltern. Von höchster Stelle, dem Präsidialamt, genehmigt und von Verteidigungsminister Donald Rumsfeld angeordnet umfasst der Katalog “aggressive Verhörmethoden" genannte Folter-Techniken: Todesdrohungen und Taktiken, bei denen der Häftling den Eindruck gewinnt, er solle ertränkt werden; Verhöre von 20 Stunden Dauer, vor denen Gefangene kalten Temperaturen, lauten Geräuschen, grellem Licht oder völliger Dunkelheit ausgesetzt werden; Einsatz von Hunden; Schlafentzug bis zu 72 Stunden; Zwang zum Verharren in unbequemen Körperstellungen und Isolationshaft bis zu 30 Tagen. Erlaubt wurden auch körperliche Misshandlungen, die möglichst keine Spuren hinterlassen, was dann “milde, nicht zu Verletzungen führende Kontakte" genannt wurde. “Nach dem 11.September haben wir die Handschuhe ausgezogen", sagte der damalige Chef der Terrorabwehr der CIA, Cofer Black. Was damit gemeint war, ist seit den Fotos aus Abu Ghraib bekannt. Von der deutschen Polizeiwache nach Abu Ghraib und zurück Die durch die Folterbefürworter losgetretene Debatte bezweckt die Aufweichung des Folterverbots. Die Befürwortung von Folter - gleich, gegen wen sie angewandt werden soll - resultiert aus einer zutiefst autoritären Haltung. Folter und Polizeigewalt würde nach ihrer Legalisierung nicht nur gegen Kindesentführer oder “Terrorismusverdächtige" praktiziert werden, sondern gegen alle, die der herrschenden Ordnung nicht in den Kram passen. Die Befürwortung der Folter als “letztes Mittel" des Rechtstaates führt nicht zur Rettung von Menschenleben, sondern nach Abu Ghraib! Wir widersetzen uns der autoritären Formierung der Gesellschaft und schlagen Krach gegen diese Mentalität. Es ist an der Zeit den Folterbefürwortern auf die Finger zu hauen. Wer Folter rechtfertigt und verteidigt macht sie praktikabel. Folterer, ob in deutschen Polizeiwachen oder auf Guantanamo behaupten immer, sie handelten in Notwehr, Folter sei das "kleinere Übel" gegen das Böse dieser Welt. Und sie sagen: Das sind die Kosten der Freiheit, die wir tragen müssen. Wir sagen: Folter und bürgerliche Demokratie schließen sich so wenig aus, wie Krieg und Kapitalismus. Im Gegenteil. Deswegen: Gegen die Kosten der Freiheit! Der Prozess gegen Ex-Vizepolizeipräsident W. Daschner u.a. wird am 18.11.2004 vor dem Landgericht Frankfurt eröffnet. Kommt zur kritischen Begleitung des Folterprozesses Donnerstag, 18. November 2004 - Frankfurt/Main, Gerichtsstraße 2 (Nähe Konstablerwache), Gebäude C, Zimmer C 165. Kommt bis spätenstens 8.30 Uhr vor Gebäude C. Weitere Prozesstermine: Mo 22.11.04, 10:30h, Do 25.11.04, 09:30h, Do 02.12.04, 09:30h, Mo 06.12.04, 10:30h, Do 09.12.04, 09:30h, Do 16.12.04, 09:30h, Mo 20.12.04, 10:30h Widerstand & Solidarität Stoppt Folter, Hinrichtungen, Sonder- und Lagerhaft Ein Flugblatt der Kampagne Libertad!, Kontakt: Libertad! - Falkstr. 74, 60487 Frankfurt - Internet: www.libertad.de - eMail: kampagne at libertad.de Hinweis: Das Flugblatt als Druck-/Kopiervorlage (.pdf-Datei) kann unter dieser Adresse angesehen und/oder heruntergeladen werden: http://www.libertad.de/service/downloads/pdf/daschnerflugi.pdf ================================================ B) TERMINE ================================================ ======================== Donnerstag http://mund.at/butt/Termine/November/0911.htm Freitag http://www.mund.at/butt/Termine/November/1011.htm Samstag http://www.mund.at/butt/Termine/November/1111.htm ======================== ================================================ D) EDITORIAL ================================================ Für den Inhalt verantwortlich: Ihr. E-Mail-Adresse für Beiträge: widerstand at no-racism.net geschickt. widerst at nd MUND und alle Termine täglich aktualisiert im Web: http://www.no-racism.net/MUND Ziel von MUND (medienunabhängiger Nachrichtendienst) ist die unzensurierte und möglichst rasche Information über gesellschafts- politisch relevante Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu Widerstand und Antirassismus sowie verwandte Themen. sollen einen Titel, Namen und Emailadresse der/des AutorIn enthalten und möglichst kurz und prägnant gehalten sein, ev. mit Hinweis, wo weitere Informationen eingeholt werden können. Bitte keine Attachments! Die inhaltliche und sachliche Verantwortung liegt bei der/dem jeweiligen AutorIn bzw. jenen, die uns die Beiträge schicken. Der MUND wird von einzelnen TagesredakteurInnen zusammengestellt. Da Fehler nicht ausgeschlossen sind, bitten wir, nicht veröffentlichte Beiträge nochmals an widerstand at no-racism.net zu senden. Die Weiterleitung (auch auszugsweise) ist erwünscht. Beiträge mit rassistischen oder sexistischen Inhalten werden nicht veröffentlicht. Sehr persönliche Meldungen werden wir an den betreffenden Adressaten weiterleiten, aber nicht im MUND veröffentlichen. Die bisherigen Ausgaben sind unter http://www.no-racism.net/MUND archiviert. Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage: * Wann: Sonntag, 11.11.2001, 11:11 Uhr * * Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" * * Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf * * Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie. Aber kurz und prägnant.* Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch stillschweigend Zensur zu üben. Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die Nichtaufnahme geliefert. (Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.) Die AbsenderInnen der betroffenen Beiträge werden hiervon informiert. Im Sinne einer "gläsernen Zensur" könnt ihr Euch die Beiträge gerne extra schicken lassen: Ein kurzes Mail an widerstand at no-racism.net genügt. ================================================ E) VERTEILERLISTE ================================================ Zur Eintragung in diesen Verteiler bitte direkt subskribieren unter http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/analle oder von der einzutragenden Adresse aus ein mail schicken an: admin at no-racism.net mit folgendem Text: subscribe no-racism Bitte wegen Automatisierung diesen Wortlaut verwenden! Zur Austragung aus dieser Liste bitte an zusammengestellt. Bitte keine Attachments! (werden nicht angenommen) Redaktionsschluss für diese Ausgabe: Di 2:00 III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III ü, ö, ä, ß, Ü, Ö, Ä III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III widerst at nd-MUND is powered by http://alt.strg.at/ ================================================ From analle at no-racism.net Wed Nov 10 10:20:21 2004 From: analle at no-racism.net (analle at no-racism.net) Date: Wed, 10 Nov 2004 10:20:21 +0100 Subject: widerst@nd! - MUND: Mittwoch, 10.11.2004 Message-ID: widerst at nd MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst www.no-racism.net/mund Mittwoch, 10. November 2004 ================================================ A) INHALT ================================================ ================================================ 01 Linke gegen KPÖ von "Ernestine Gauchinger" ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< > ANKÜNDIGUNGEN und AKTIONEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< > ================================================ 02 Buchpräsentation: "In einer Wehrmachtsausstellung - Erfahrungen mit Geschichtsvermittlung" von "trafo.k" ================================================ 03 Aviso: AKS startet Herbstkampagne von "Flo Steininger" ================================================ 04 10.+11.11.: Veranstaltungen mit Alex Demirovic von MALMOE ================================================ 05 tanzpool november 04 im KosmosTheater von KosmosTheater ================================================ 06 REMINDER, Pressegespräch 11. Nov. 11 Uhr Café Landtmann: 30 Jahre AUF-Eine Frauenzeitschrift von ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< > MELDUNGEN UND MEINUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< > ================================================ 07 ÖBB lehnt Zugnamen "Homosexuelle Initiative" ab von Kurt Krickler ================================================ 08 MORE... This & That! von "Abraham J. Bonowitz" ================================================ 09 Detention of Children Condemned again von John O ================================================ ================================================ B) TEXTE ================================================ ================================================ 01 Linke gegen KPÖ von "Ernestine Gauchinger" ================================================ Subject: KPÖ kontra EKH KPÖ kontra linke Projekte Solidarität mit dem EKH Der Verkauf der Wiener Wieland-Schule, die von autonomen Gruppen, Kulturinitiativen und MigrantInnen unter dem Namen Ernst Kirchweger Haus (EKH) als soziales Zentrum bekannt gemacht wurde, hat hohe Wellen geschlagen. Wenige Wochen vor dem KPÖ-Parteitag hat die derzeitige Führung mit dem Bundesvorsitzenden Walter Baier und Finanzreferenten Michael Graber die Immobilie verkauft. Verständigt wurden die BenutzerInnen und BewohnerInnen des EKH durch eine Meldung im “Standard". Die massiven Vorwürfe kamen auch aus den eigenen Reihen, von KPÖ-Mitgliedern, die den Verkauf als Widerspruch zur postulierten “Öffnung" der KPÖ-Führung sehen. Die KPÖ-Führung argumentierte mit finanziellen Notwendigkeiten, nachdem durch das Novum-Urteil der KPÖ 130 Millionen Euro entgehen. Dazu drängen sich uns allerdings einige Fragen auf: 1. Bisher wurde noch nie in der linken Öffentlichkeit diskutiert, woher diese Gelder kommen. Ist dieser Vermögensanteil, das der KPÖ vom deutschen Staat durch ein politisches Urteil enteignet wurde, aus Spenden, Erbschaften von KPÖ-Mitgliedern oder Mitgliedsbeiträgen zusammengespart worden? Nein, es handelt sich um Vermögen und Immobilien, das die KPÖ auf Grund ihrer Komplizenschaft mit den stalinistischen Regimen erwerben konnte. 2. Was machte die Ost-West-Geschäfte so lukrativ? Indem den ArbeiterInnen der Mehrwert ihrer Lohnarbeit enteignet wurde - die KPÖ lebte seit 1945 sehr gut von der Ausbeutung der ArbeiterInnen in Ost und West. Und sie tut bis heute so, als hätte sie einen moralischen Anspruch auf das Vermögen. Das sehen wir anders. Das mindeste, was die KPÖ tun kann, ist es, dieses Geld für soziale Projekte aufzuwenden, u.a. für den sofortigen Ankauf einer neuen Bleibe für die BenutzerInnen und BewohnerInnen des EKH. Diejenigen in der KPÖ, die sich zwar politisch für eine Öffnung hin zu den sozialen Bewegungen und einem Bruch mit der stalinistischen Vergangenheit aussprechen, aber den Verkauf des EKH rechtfertigen, verstricken sich in einen Widerspruch. Mit dem Verkauf des EKH - und nicht irgendeiner Immobilie - machen sie deutlich, dass es um “Geld um jeden Preis" geht. Welche Glaubwürdigkeit hat die KPÖ, wenn sie bereits ist, Schritte zu setzen wie diesen mit dem EKH? Geht Parteiegoismus noch immer vor Solidarität? Eine Linke, die in ihrem Anspruch auf emanzipatorische Ziele ernst genommen werden will, kann sich um eine Stellungnahme nicht drücken. Wie es derzeit aussieht, soll die LINKE-Konferenz, geplant für den 20.11., verschoben werden. Auch die KPÖ-Führung hält die Verschiebungsvorschläge aus den eigenen Reihen mittlerweile für vernünftig. Egal, ob am 20. November oder zu einem späteren Zeitpunkt: Wir dürfen kein Gras über die Sache wachsen lassen. Die LINKE-Konferenz muss zu dem Konflikt Satellung beziehen, denn es handelt sich um keinen “KPÖ-internen Konfikt", wie manche weis machen wollen. Es handelt sich um einen Angriff der KPÖ auf einen teil der ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< > ANKÜNDIGUNGEN und AKTIONEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< > ================================================ 02 Buchpräsentation: "In einer Wehrmachtsausstellung - Erfahrungen mit Geschichtsvermittlung" von "trafo.k" ================================================ Welche Bezüge haben Jugendliche heute zur NS-Vergangenheit? Wo liegen die Möglichkeiten und Grenzen der Vermittlung in Bezug auf die NS-Zeit? Diesen Fragen widmet sich der Sammelband »In einer Wehrmachtsausstellung. Erfahrungen mit Geschichtsvermittlung« Herausgegeben von Büro trafo.K. Verlag Turia + Kant. Schwerpunkte sind Reflexionen über geschichtspädagogische Herangehensweisen, Erfahrungen in der Wiener Präsentation der »Wehrmachtsausstellung« (2002) sowie die Vorstellung der Ergebnisse einer Studie zu den Bezügen von Jugendlichen zur NS-Vergangenheit. Präsentation und Diskussion des Sammelbandes am 24. November 2004 um 19:00 Akademie der bildenden Künste Wien Hörsaal M 13 (ehem: Institut für Gegenwartskunst) Schillerplatz 3, 1010 Wien Vorstellung des Buchprojektes und der Studie: Charlotte Martinz-Turek und Ines Garnitschnig anschließende Diskussion mit Heidemarie Uhl (Akademie der Wissenschaften), den HerausgeberInnen Charlotte Martinz-Turek, Alexander Pollak, Nora Sternfeld und Ines Garnitschnig. Rezensionen - Auswahl http://derstandard.at/?url=/?id=1662654 http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/rezensionen/2004-4-016 http://www.jungle-world.com/seiten/2004/35/3822.php http://www.malmoe.org/artikel/widersprechen/706 http://www.falter.at/rezensionen/detail.php?id=2141&ref=swid=43 http://h-net.msu.edu/cgi-bin/logbrowse.pl?trx=vx&list=h- museum&month=0408&week=b&msg=hvEupllJnVzUVlFXhEbTIA&user=&pw= ------------------- Büro trafo.K Kunst - Kultur - Kommunikation Schleifmühlgasse 1A/14 1040 Wien tel&fax: 5854979 email: trafo.K at sil.at ================================================ 03 Aviso: AKS startet Herbstkampagne von "Flo Steininger" ================================================ Pressemeldung der Aktion kritischer SchülerInnen Bildung/Schulen/AKS/Aviso Dienstag, 9.11.2004 Aviso: AKS startet Herbstkampagne Utl.: SchülerInnen wehren sich gegen Leistungsdruck! Die AKS (Aktion kritischer SchülerInnen) startet kommenden Donnerstag mit einem bundesweiten Medienaktionstag ihre Herbstkampagne unter dem Motto: „Macht Leistung Bildung?- Beurteilung teilt ein, teilen wir aus!“. AktivistInnen der AKS werden verteilt über das ganze Bundesgebiet mit einem „Leistungsnetz“ darauf aufmerksam machen, dass der wirtschaftliche Leistungsdruck den SchülerInnen ihre Entfaltungsmöglichkeiten nimmt. Die AKS weist darauf hin, dass Faktoren wie Notendruck und Konkurrenzkampf in der Schule für viele eine unüberwindbare Hürde darstellt. Hauptaktion: Wien, Untere Mariahilferstraße (vor Museumsquatier), ab 09:30 Uhr Weitere Aktionen: Wien, Urban-Loritz-Platz, ab 10:00 Uhr Linz, Am Taubenmarkt, ab 13:00 Uhr Ried, Busbahnhof, ab 14:30 Uhr Rohrbach, Busbahnhof, ab 14:00 Uhr Salzburg, Am Alten Markt, ab 11:00 Uhr St. Johannab, Hauptplatz 14:30 Uhr Graz, Hauptplatz ab 11:00 Uhr Bregenz: Leutbühlplatz, ab 12:30 Uhr Innsbruck, Annasäule 14:00 Uhr Telfs, Inntalcenter 16:00 Uhr Spittal, Hauptplatz ab 11:00 Uhr Purkersdorf, Hauptplatz ab 13:45 Uhr Wr. Neustadt, Hauptplatz 13:00 Uhr St. Pölten, Rathausplatz ab 14:00 Uhr Rückfragehinweis: Kim Kadlec, 0699/11408142 ================================================ 04 10.+11.11.: Veranstaltungen mit Alex Demirovic von MALMOE ================================================ Mi., 10.11.2004, 19 Uhr, Altes AKH, HS A (Hof 2), 1090 Wien "Perspektiven der Gesellschaftskritik im veränderten Kapitalismus" Diskussion mit Alex Demirovic. Moderation: Roland Atzmüller In den vergangenen 15 bis 20 Jahren haben sich durch die historischen Veränderungen des Kapitalismus für die kritische Gesellschaftstheorie zahlreiche Herausforderungen ergeben. Die Auflösung des Staatssozialismus, die Entstehung neuer sozialer Bewegungen und eine neue, neoliberale Form des Kapitalismus, der viele Argumente der Linken aufgenommen hat, verlangt nicht nur nach einem neuen Verständnis dieser Prozesse, sondern auch nach einer Erneuerung der Art und Weise der Kritik. Do., 11.11.2004, 18 Uhr, Martinstr. 46, 1180 Wien (U6-AKH) Seminar mit Alex Demirovic zu "Gesellschaftliche Arbeitsteilung und Demokratie" Gesellschaftliche Arbeitsteilung ist eine der grundlegenden Formen, die in der kritisch-materialistischen Gesellschaftstheorie zum Thema gemacht wird. Dabei geht es nicht allein um ökonomische Ausbeutung, politische Herrschaft, kulturelle Hegemonie oder disziplinierende Subjektivierungsweisen, sondern um die Logik des gesellschaftlichen Gesamtzusammenhangs. Die Art und Weise der Arbeitsteilung entscheidet darüber, ob Individuen am gesellschaftlichen Prozeß teilhaben oder von ihm mehr oder weniger ausgeschlossen sind. Es soll über die Möglichkeiten diskutiert werden, ob und durch welche Formen der Demokratisierung solche Ausschlüsse überwunden werden können. Auftakt der Veranstaltungsreihe "Stop making capitalism. Gesellschaftskritik und Emanzipation im 21. Jahrhundert", organisiert von der Zeitschrift Grundrisse, unterstützt von Grün-alternativer Jugend Wien, MALMOE, Kurswechsel, Kommunistischem StudentInnenverband, den Grün-alternativen StudentInnen und dem Verband Sozialistischer StudentInnen und der Bundes- sowie der Wiener ÖH. Die Veranstaltungsreihe soll im monatlichen Rhythmus stattfinden und sowohl Vorträge als auch Podiumsdiskussionen und Seminare beinhalten. Die behandelten Themen erstrecken sich über die Kritik der politischen Ökonomie, die Auseinandersetzung mit zeitgenössischer feministischer Theoriebildung oder staatstheoretischen Fragestellungen bis hin zur Frage nach der Zukunft der globalen Protestbewegung und der Diskussion neuerer antirassistischer Theorien. ************************ Demnaechst: MALMOE Heft 23 mit Themen wie Kunstgewerkschaften, 2005 Feierwahnsinn, EKH Krise, Feministischer Popmusik, die Terminals dieser Welt uva. Abos unter www.malmoe.org! _______________________________________________ malmoe newsletter http://www.malmoe.org Abbestellen des newsletters auf http://goldfisch.at/mailman/listinfo/malmoe oder ein mail mit dem subject "unsubscribe" an malmoe-request at list.malmoe.at schicken. _______________________________________________ ================================================ 05 tanzpool november 04 im KosmosTheater von KosmosTheater ================================================ KosmosTheater präsentiert: Wir laden Sie auf`s allerherzlichste zum tanzpool november 04 ein und ersuchen um Ankündigung in ihrem Medium. Sollten Sie Fragen zum Programm haben oder Fotos benötigen, wenden Sie sich bitte direkt an tanzpool office, Tel. 01-5856243. tanzpool november 04 Auch diesen Herbst präsentieren sich bei t a n z p o o l wieder nationale und internationale KünstlerInnen mit ihren Kurzstücken. Zu sehen sein werden Esther Balfe (TanzTheater Wien), die bereits letzten Herbst ihre erste Choreografie gezeigt hat und diesmal einen Ausschnitt aus ihrem neuen Stück tanzen wird, Claudia Cardona und Dominik Borucki (Spanien/Deutschland) mit einem Duett sowie die Amerikanerin Katie Duck (Niederlande) mit einer Improvisation. Begleitet wird sie hierbei vom Wiener Musiker Heinz Ditsch und der Sängerin Lilian Fritz (Wien). Weiters freuen wir uns auf die Soloperformance von Günter Marinelli (Dornbirn/Österreich), einem Koproduktionspartner von t a n z p o o l, sowie auf die junge Choreografin Kerstin Kussmaul (Wien und Deutschland), deren Solo von Mariella Greil getanzt werden wird. Erstmals präsentiert t a n z p o o l mit dem Duett von Nina Kripas (Wien/Austria) eine Hip-Hop Produktion, im Anschluss daran wird ein DJ live auflegen. Die Performerin Helene Weinzierl (Laroque Dance Company, Wien) zeigt die Premiere ihres neuen Quartetts - auch sie ist eine Kooperationspartnerin von t a n z p o o l – während das von Liz King (TanzTheater Wien) choreografierte Stück besonders auf den Dialog zwischen der Künstlerin und der jungen Tänzerin Julia Mach (Wien) setzen wird. Di 16. und Mi 17.November 20:00 What/s up mit Dominik Borucki/Claudia Cardona (D/E) Julia Mach/Liz King (A) Playing Truant mit Esther Balfe (A) Fr 19. und Sa 20.November 20:00 o körper mit Günther Marinelli (A) Tropea couch potatoes`paradise mit Helene Weinzierl (A) Mo 22. und Di 23.November 2004 20:00 Reality Check mit Kerstin Kussmaul (D/A) Katie Duck/Ellen Knops/Heinz Ditsch/Lilian Fritz (NL/A) Step into da cypher mit Nina Kripas (A) Termin Di 16. - Di 23. November / 20:00 außer 18.,21. Veranstalter Eine Koproduktion zwischen tanzpool und KosmosTheater Preis EUR 14,-/erm. EUR 12,- Tel.01-5856243 >> Mehr Info Ladies Night Die Entertainerinnen laden ein Alle 14 Tage sägt, schrägt und zimmert sich die weibliche Kabarett- und Comedyszene ein Programm zusammen. Für Sie. Alle Stars hautnah. Eine Stunde lang. Ausgeschlafen und angetörnt. Beinhart und rasiert. Jeden zweiten Freitag im Monat. Um 23:00 Uhr. Um wohlfeile 7,50 Euro inklusive 1 Getränk. Sie werden dann schon sehen, wer dran ist. Überraschung. mit Anna Blau, Valerie Bolzano, Ruth Brauer, Betty Bulldozer, Eva D., Susanne Draxler,Christina Förster, Natascha Gundacker, Mizzi Hudribusch, Edith Leyrer, Jennifer Lee Mitchell, Claudia Martini, Sabine Naber, Eva Poltrona, Petra Riffel, Tanja Simma, Susanne Schubarsky, Ingeborg Schwab, Gerti Tröbinger,Christa Urbanek Termin Fr 12.11.&Fr 26.11.&Fr 10.12. / 23:00 Preis EUR 7,50 Tel. 01-5231226 >> Mehr Info KosmosTheater / A-1070 Wien Siebensterngasse 42 / Tel. 01 5231226 / www.kosmostheater.at / email: office at kosmostheater.at / an Veranstaltungstagen geöffnet ab 19:00 / Büro Mo-Fr 11:00 bis 15:00 ================================================ 06 REMINDER, Pressegespräch 11. Nov. 11 Uhr Café Landtmann: 30 Jahre AUF-Eine Frauenzeitschrift von ================================================ Liebe Kolleginnen! Die Redaktion der "AUF – Eine Frauenzeitschrift" lädt zum PRESSEGESPRÄCH, denn die AUF – eine der ersten deutschsprachigen feministischen Zeitschriften – wird 30! Das gibt Anlass zum Nachdenken über die Vergangenheit der Frauenbewegung, ihre jetzige Situation und ihre Perspektiven. Österreichische und Internationale Wissenschaftlerinnen und Expertinnen wie Frigga Haug, Gerda R. Neyer und Eva Geber geben einen Ausblick und stellen das Symposium „30 Jahre AUF – work in progress (11. – 13. November 2004) vor. Thema: 30 Jahre "AUF – Eine Frauenzeitschrift work in progress" Teilnehmerinnen: Frigga Haug (InkriT – Institut für kritische Theorie) Gerda R. Neyer (Max Planck Institut for Demographical Research u. ÖAW) Eva Geber (AUF – Eine Frauenzeitschrift) Zeit: Donnerstag, 11. November 2004, 11:00 Uhr Ort: Café Landmann (Dr. Karl Lueger-Ring 4, 1010 Wien) Frigga Haug, Gerda R. Neyer und Eva Geber stehen Ihnen gerne für Interviews zur Verfügung. Für Fragen und Interviewtermine wenden Sie sich bitte an Astrid Jane Rieger (Tel: 0699/1 968 49 31; Email: auf at auf-einefrauenzeitschrift.at). Bei Anfrage schicken wir auch gerne eine Pressemappe zu. u. A. w. g. Es würde uns freuen, Sie bei unserem Pressegespräch begrüßen zu dürfen. i. A. Ursula Eysin AUF-Eine Frauenzeitschrift Verein zur Förderung feministischer Projekte, Kleeblattgasse 7, A-1010 Wien Tel 01/533 91 64 Fax 01/532 63 37, e-mail: auf at auf-einefrauenzeitschrift.at http://www.AUF-EineFrauenzeitschrift.at ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< > MELDUNGEN UND MEINUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< > ================================================ 07 ÖBB lehnt Zugnamen "Homosexuelle Initiative" ab von Kurt Krickler ================================================ Medienaussendung der Homosexuellen Initiative (HOSI) Wien vom 9. November 2004 ÖBB/Homosexualität/Antidiskriminierung/HOSI Wien ÖBB verweigern Zugpatronanz für “Homosexuelle Initiative” HOSI Wien fordert Vorstandssprecher Huber und Verkehrsminister Gorbach auf, ein Machtwort zu sprechen “Zur Feier unseres 25-jährigen Bestehens”, erklärt HOSI-Wien-Obfrau Bettina Nemeth, “wollten wir für das kommende Fahrplanjahr zwei ÖBB-Züge ‘Homosexuelle Initiative’ taufen. Ein Eilzug von Passau nach Wien und einer von Salzburg nach Innsbruck sollten von Dezember 2004 bis Dezember 2005 unseren Namen tragen, wofür wir – eben wegen des einmaligen Anlasses – auch tief in unsere Vereinstasche gegriffen hätten.” “Obwohl bereits bei der Agentur fix gebucht und angezahlt, wurde der Auftrag von dieser storniert, nachdem das zuständige ÖBB-Gremium den Zugnamen abgelehnt hatte”, berichtet HOSI-Wien-Obmann Christian Högl weiter. “Wir fühlten uns plötzlich wieder in unsere Anfangszeit zurückversetzt. Unfassbar, dass solche Dinge auch heute noch passieren. Das ist hochgradig anachronistisch, bedenkt man etwa, wie massiv der Wiener Tourismusverband durch entsprechende Werbemaßnahmen Schwule und Lesben ansprechen will oder dass die österreichische Fremdenverkehrswerbung mit ‘Gayfriendly Austria’-Broschüren wirbt.” Am Abstellgleis “Und dabei betonen die Österreichischen Bundesbahnen stets, ein modernes Unternehmen sein zu wollen”, ergänzt Nemeth. “Mit ihrer Haltung stehen die ÖBB-Manager jedoch hoffnungslos am Abstellgleis. Die scheinen die Zeichen der Zeit noch nicht erkannt zu haben: Mit ihren Ansichten und Positionen können sie vielleicht noch im mittleren ÖBB-Management überleben, aber zum EU-Kommissar brächten sie es damit nicht! – Apropos EU-Kommission: Wir werden diesen Fall an die neue EU-Kommission herantragen, zeigt er doch anschaulich, dass die bisherigen EU-Antidiskriminierungsrichtlinien im Bereich des Zugangs zu Waren und Dienstleistungen nicht ausreichen, weil in diesem Bereich eine Diskriminierung aufgrund der sexuellen Orientierung nicht verboten ist. Wir haben daher keine rechtliche Handhabe gegen das Vorgehen der ÖBB, das unsere Möglichkeiten einschränkt, auf unsere berechtigten Anliegen aufmerksam zu machen, und uns auf dem wichtigen Feld der Spendenakquirierung benachteiligt.” Machtwort erforderlich “Wir haben den neuen ÖBB-Vorstandssprecher Martin Huber sowie Verkehrsminister Hubert Gorbach in Briefen aufgefordert, ein Machtwort zu sprechen und die Zugpatronanz zu ermöglichen (nachzulesen auf www.hosiwien.at). Sollte es für den kommenden Fahrplanwechsel nunmehr zu spät sein, bestehen wir auf jeden Fall darauf, für das übernächste Fahrplanjahr 2005/6 entsprechende Zugpatronanzen erwerben zu können. Wir ersuchen die SPÖ und die Grünen, entsprechende parlamentarische Initiativen zu setzen, um diese unglaubliche Diskriminierung abzustellen”, so Högl abschließend. “Die HOSI Wien ist ja kein Sex- oder Pornounternehmen, sondern eine NGO, die als Teil der Zivilgesellschaft für die Menschenrechte und Gleichstellung von Lesben und Schwulen und gegen Unterdrückung und Diskriminierung jeglicher Art eintritt und dabei gegen bigotte Vorurteile, Irrationalismus, Obskurantismus und religiösen Wahn kämpft. Wie man sieht, ist auf diesem Gebiet noch viel zu tun.” Rückfragehinweis: Bettina Nemeth, Obfrau: Tel. 0699-11965265 Christian Högl, Obmann: Tel. 0699-11811038; Kurt Krickler, Generalsekretär: Tel. 5451310 oder 0664-5767466; office at hosiwien.at; www.hosiwien.at ================================================ 08 MORE... This & That! von "Abraham J. Bonowitz" ================================================ CONTENTS AFSC statement on killing du jour Vietnam Debates Death Penalty Civil Disobedience in Austria UC Irvine Amnesty Event - REPORT THANK Bush for signing the IPA Why US Catholics Must Say No to the DP and more.... ******************* AFSC STATEMENT ON KILLING DU JOUR >Kay Whitlock >National Representative for LGBT Issues >American Friends Service Committee >Telephone: 406-721-7844 >Fax: 406-728-2314 >Email: kwhitlock at afsc.org > >The American Friends Service Committee grieves >the loss of Michael J. Burzinksi, who was >murdered in July, 1994 by four teenage males, >including Demarco McCullum, who were waiting >outside a gay night club, apparently having been >told that patrons of the club had money and >"were easy targets." Mr. Burzinski was >assaulted and robbed before being shot in the >head. It is possible, perhaps even probable, >that homophobia was a complicating factor in the >assault and theft that escalated into killing, >and that those who committed these acts of >violence were negatively influenced by >stereotypes about gay people and the belief that >gay people are expendable. > >We join his family and friends who continue to >mourn his death, and we stand with all of those >in lesbian, gay, bisexual, and transgender >communities, and other communities, who are >targeted for hate violence. Surely, the right >to the integrity of one's own person, and the >right to live freely, without fear of threat, >intimidation, or violence are essential human >rights for all people. The American Friends >Service Committee has worked with communities >targeted for hate violence for over eighty >years, and we continue to address not only the >harms of hate violence, but its root causes. We >seek to help create the kinds of just and >beloved communities in which the human and civil >rights of all people are upheld. > >At the same time, we know from experience that >state-sponsored violence is the mirror image of >hate violence. Both forms of violence seek to >destroy the feared and despised "other." Our >witness for justice leads us to the belief that >no person is expendable, and that lethal >violence is no more acceptable when committed by >the state than when it is committed by >individuals. > >On November 9, Demarco McCullum is scheduled to >be executed in Texas. Our spiritual convictions >lead us to oppose the execution of Mr. McCullum >and to work for the abolition of the death >penalty in the United States. The violence that >took Mr. Burzinski's life will be compounded by >the state violence that demands Mr. McCullum's >life. > >The death penalty is a human rights violation in >every instance, whether the death comes at the >hands of those who violently assault others, or >through the lethal bureaucratic machinations of >the state. > >We will work ceaselessly for an end to the hate >violence and state violence that stain the soul >of our nation. > >## > >For more information on the American Friends >Service Committee's position on the intersection >between hate violence and state violence, please >see "In a Time of Broken Bones: A Call for >National Dialogue on Hate Violence & the >Limitations of Hate Crimes Legislation," and >"Why Abolition of the Death Penalty Is a Queer >Issue," available at >http://www.afsc.org/lgbt/criminal-justice/ > ********************* VIETNAM DEBATES DEATH PENALTY Vietnam wows rights advocates by putting death penalty up for debate http://www.channelnewsasia.com/stories/afp_asiapacific/view/115811/1/.html ******************** CIVIL DISOBEDIENCE IN AUSTRIA Death penalty opponents drape `Mankiller' banner over Schwarzenegger's name at stadium WILLIAM J. KOLE Associated Press VIENNA, Austria - Activists opposed to the death penalty scaled the roof of a soccer stadium named for Arnold Schwarzenegger on Friday and unfurled a banner covering the California governor's name with the word "Mankiller." The activists said they were protesting Schwarzenegger's support for capital punishment in California. The death penalty is illegal in Austria, where Schwarzenegger was born and began his bodybuilding career. "We decided to pointedly protest the death penalty in California a few days before the U.S. presidential election" next Tuesday, said Peter Rosenauer, a spokesman for the group Resistance for Peace. "The Republican governor of California and close political confidant of U.S. President George W. Bush has not renounced the death penalty," he said. Two members of the group dressed in blue workmen's overalls walked unnoticed into Schwarzenegger Stadium in Graz, about 200 kilometers (120 miles) south of Vienna, and used a ladder to reach the roof and cover Schwarzenegger's name with the banner. qqqqqqqqqqqqqqq>From the ground, with the banner in place, the stadium's main sign read "Arnold Mankiller Stadium" for about two hours before authorities were called to the scene to remove the label. Graz's stadium was renamed on June 20, 1997, to mark the 50th birthday of Schwarzenegger, who was born in the nearby village of Thal. He became a naturalized U.S. citizen in 1984. Although Schwarzenegger and his films remain hugely popular in his homeland, Austrian opponents of the death penalty said earlier this month they were reviving their drive to rename the 15,350-seat stadium. Local activists with the Green Party and the Communist Party had pressed the council to change the stadium's name after Schwarzenegger earlier this year refused to grant clemency to a condemned murderer who had faced execution in California. The killer, Kevin Cooper, won a stay of execution just hours before he was to be put to death. ******************** UC IRVINE AMNESTY GROUP EVENT CUADP was pleased to be among those able to assist the students in pulling this together... Here is a pretty good report: http://horus.vcsa.uci.edu/article.php?id=2915 ******************** THANK BUSH FOR SIGNING IPA Justice Watch sends the following: >Thank President Bush for Signing the IPA into Law - Ask President Bush to >Recommend Fully Funding Its Programs! > >Thank President Bush for signing the Innocence Protection Act into law and >urge him to provide for full funding of the IPA's programs in his executive >budget for the next fiscal year! You can send a personalized letter by >clicking on the TAKE ACTION button/link or by visiting: > >http://CJReform.org/grassroots > >On Saturday, October 30, 2004, President Bush signed into law the Justice >for All Act of 2004 (HR 5107)! HR 5107 incorporates the Advancing Justice >Through DNA Technology Act (HR 3214/S 1700 the Innocence Protection Act is >Title III of this bill) with many provisions from a victims' rights bill. >Amid a flood of constituent letters and faxes supporting the Justice For >All Act, the bill passed the US House of Representatives on October 6, 2004 >in an overwhelming 393-14 vote, and sailed through the US Senate by >unanimous consent three days later. > >The Justice for All Act is an important step forward for innocent victims >of crime, and for innocent people who might otherwise be sentenced to >death. But even though the bill is now a law, there is still work to be >done: we need to make sure that the Kirk Bloodsworth Post-Conviction DNA >Testing Program and other programs created by HR 5107 are fully funded. > >The appropriations process begins when the President submits his budget >recommendations to Congress, which the Members of Congress will review >before developing their own budget recommendations. If new programs like >those found in the Justice for All Act of 2004 are to be funded this year, >Congress must first pass a bill that authorizes federal funds to be used >for those programs. Once these authorization bills are passed, the Senate >and House will determine how much money will be spent on a program by >sending a series of appropriations bills through the legislative process. > >Since President Bush will remain in office next year, this break between >the 108th and the 109th Congress is a perfect opportunity to thank >President Bush for signing the Justice for All Act and urge him to provide >for full funding of the Innocence Protection Act programs in his executive >budget for fiscal year 2005! You can send your letter today by visiting: > >http://CJReform.org/grassroots > >Thank you again for your support! As our success in passing HR 5107 shows, >your personalized letters make a difference by showing that there is >widespread support across the United States. We need to make it clear that >these programs must be a funding priority during the appropriations >process, so please send your letter today and then encourage two of your >friends to do the same. > ************************* Sent: Tuesday, October 26, 2004 8:51 AM Subject: Why US Catholics Must Say No to the Death Penalty/America Magazine Why U.S Catholics Must Say No To The Death Penalty America Magazine - November 1, 2004 www.americamagazine.org By Dale S. Recinella As I begin my seventh year of cell-to-cell ministry on Floridas death row, it is not surprising that I am frequently asked to speak to Catholic audiences on the realities of the American death penalty. Most invitations are from Catholics who are sincerely interested in the truth, but who know that politicians and agenda-oriented media channels have provided them only opinions, with almost no facts. In such an environment, our dialogue must start with the basics. Paragraph 2267 of the Catechism of the Catholic Church is the relevant passage on Catholic teaching about the death penalty: Assuming that the guilty partys identity and responsibility have been fully determined, the traditional teaching of the Church does not exclude recourse to the death penalty, if this is the only possible way of effectively defending human lives against the unjust aggressor. If, however, non-lethal means are sufficient to defend and protect peoples safety from the aggressor, authority will limit itself to such means, as these are more in keeping with the concrete conditions of the common good and more in conformity with the dignity of the human person. Today, in fact, as a consequence of the possibilities which the state has for effectively preventing crime, by rendering one who has committed an offense incapable of doing harmwithout definitively taking away from him the possibility of redeeming himselfthe cases in which the execution of the offender is an absolute necessity are very rare, if not practically non-existent. It has been disappointing to find that two of the questions most frequently asked of me about this text add very little to the audiencesunderstanding of the issues. The first question focuses on the last paragraph of the catechism text and is usually asked by liberals: Isnt it true that the Catholic Church has changed its teaching about capital punishment?I have learned that this is not so much a question about capital punishment as an attempt to suggest something about the doctrine of infallibilitynamely that any change in this teaching proves the doctrine is questionable. The response, of course, is that the teaching is consistent, but nuanced to take into account modern realities. A second frequent question focuses upon the middle of the first paragraph and is usually asked by conservatives: Isnt it true that the death penalty is not intrinsically evil but abortion is?This is usually not a death penalty question, but rather a thinly veiled assertion that real Catholics can support only a particular political party. That issue has been addressed in a statement by our U.S. Catholic bishops. The point for our purposes is that both questions are salvos in an esoteric theological debate, which assumes, for purposes of argument, that the death penalty works flawlessly and infallibly. No one in America has ever seen such a death penalty. Neither question advances the knowledge of the average American Catholic parishioner about the deep moral and ethical problems with Americas death penalty, which is a deeply flawed, fallible and sometimes perverted system. A much more significant question leaps from the introduction to the catechism text. Does the American death penalty guarantee a full determination of the accused partys identity and responsibility?The answer is a resounding no. There are many factors that contribute to this result. Perhaps the most severe is the American legal doctrine of what is called procedural bar. Procedural bar is a legal concept that has been marketed to the public under false pretenses. Americans are told that there is no reason why it should take longer than five years after a death sentence to carry out an execution. Therefore, we are advised, anyone on death row for longer than five years must be clogging the courts with spurious appeals. The solution is simply to cut off access to the courts after a certain period of time. That is the doctrine. After a certain period of time, in other words, the accused is forbidden to present new evidence to the courts. The foregoing pretenses fly in the face of reality. Since 1976, according to the non-profit Death Penalty Information Center in Washington, D.C., 115 people have been released from Americas death rows with evidence of their innocence. For those 115 exonerated death row inmates, the average time between being sentenced to death and exoneration was more than nine years. So one might assume that when a citizens life is at stake, the time periods allowed for the introduction of new evidence would be long ones. Not so. In Florida, a condemned man may introduce evidence of innocence only within one to two years after the imposition of the death sentence. In Texas, the condemned can do so only within 18 months after receiving a death sentence. In Virginia the period has been temporarily extended from 21 days to 90 days. What about evidence of innocence that the prosecutors and police had in their possession but hid from the court? Too bad. Thanks to various legal procedures, prosecutors have been able to obtain court decisions to the effect that such conduct no longer merits court review of innocence. Politically desirable executions can roll forward, enhancing the political careers, salaries and perks of ambitious politicians and government employees, unimpeded by the evidence of innocence that may be sitting in the courthouse basementnever to be reviewed by a judge or a jury. We might hope that in the United States only trivial evidence would be disregarded in this fashion. If only that were true. Unfortunately, it is not. For example, in one case the prosecution hidthe original police report and used a revisedpolice report at trial. The original police report did not support the guilt of the accused; the revised police report did. No jury or court has been able to review the original police report. Too much time has passed; the evidence of innocence is thus subject to procedural bar. Recently, in Missouri the state argued, almost successfully, that there is no constitutional right not to be executed just because one is innocent. In that case, a man had been sentenced to death based on nothing but the testimony of three jailhouse snitches. Years later, all three admitted to lying. The Missouri State Supreme Court ruled for a new trial by a razor-thin vote of 4 to 3. We might want to believe that the federal courts would act as a safety net against execution of the innocent. Not anymore. The Anti-Terrorism and Effective Death Penalty Act of 1996 severely limits the ability of federal courts to hear post-trial evidence of innocence that state courts have refused to consider. The shortened time limits created by this law pose an especially egregious risk of executing poor defendants despite late-discovered evidence of innocence. Without the resources to hire an attorney, they may be unable to meet the shorter time limits. Even those with competent counsel are out of luck. Recently, a federal court took the rare step of granting a state death row inmate a new trial. The federal judge was outraged that the prosecutor had materially misled the court and the jury about the motivations of the states only witness. It had been misrepresented to them that the witness had nothing to gain by his testimony, when in fact he was being released from reams of felony charges. The state also hid other evidence concerning their star witness, who, it turns out, had himself originally been charged with the murder. The states own attorneys told the press that there was not a shred of evidence connecting the death row inmate to the murder. Then the federal appeals court overruled the new trial and reinstated the death penalty. Why? It had been too long. Procedural bar. The state is pushing on toward execution. The watershed event in Americas plunge toward routine executions without a full determination of the condemneds identity and responsibility was the U.S. Supreme Court case of Leonel Herrera in 1993. A former Texas judge submitted an affidavit stating that another man had confessed to the crime for which Herrera was facing execution. Numerous other pieces of new evidence also threw doubt on his conviction. In a modern rendition of the famous Gospel scene of Pilates hand-washing, the Supreme Court announced that it could not be concerned with factual innocence. It could address only procedural violations. Herrera was executed. This is the death penality in the United States. This is the disastrous state of affairs that caused Governor George H. Ryan Sr. to commute the sentences of everyone on Illinoisdeath row. This is the mess that prompted pro-death penalty Governor Frank Keating of Oklahoma to opine that our standard of guilt must be raised from beyond a reasonable doubtto moral certainty.Under the American death penalty, it is preposterous to assume that the guilty partys identity and responsibility have been fully determined, as required by the Catholic Catechism. Although we may not yet be ready to tackle the abstract theological concepts involved in the abolition of the death penalty universally, we can say with certainty that all American Catholics who accept church teaching must be opposed to the death penalty as it is used in the United States today. Until the case of Leonel Herrera is overturned, the Anti-Terrorism and Effective Death Penalty Act of 1996 is repealed, and the legal doctrine of procedural bar is banned in capital cases, it is simply not possible to be a faithful Catholic and support the use of the death penalty in the United States. Dale S. Recinella, author of The Biblical Truth About Americas Death Penalty (Northeastern University Press: fall 2004), is a lawyer. He was a presenter on religious and ethical issues and the death penalty at the 2nd World Congress Against the Death Penalty, Montreal, Canada, in October. Click here for a sample of author's writings in America and for books by author at amazon.com. Link to "sample writings" is slow; link to amazon may list books by authors with similar names. ******************* STILL READING? Please join those who have kept CUADP going with whatever amount you can offer on a one-time OR monthly basis by using CUADP's secure server to make a contribution now. Please click here: . (If the server is down, please try again in a little while. If you continue to have problems, please e-mail or call 800-973-6548.) If you would like to contribute but don't wish to do so over the internet, please leave a message at 800-973-6548 and I will call you back when I am able, or mail your contribution to the address shown below. Send checks or money orders to: CUADP PMB 335 2603 NW 13th St. Gainesville, FL 32609 THANK YOU! Yours in the Struggle, --abe Abraham J. Bonowitz Director, CUADP CONTRIBUTIONS TO CUADP ARE NOT TAX DEDUCTIBLE A COPY OF THE OFFICIAL REGISTRATION AND FINANCIAL INFORMATION MAY BE OBTAINED FROM THE [FL] DIVISION OF CONSUMER SERVICES BY CALLING TOLL FREE 800-435-7352 (FL only) OR 850-413-0840. REGISTRATION DOES NOT IMPLY ENDORSEMENT, APPROVAL, OR RECOMMENDATION BY THE STATE. REGISTRATION # SC-11170. NO PROFESSIONAL SOLICITOR IS CURRENTLY ENGAGED WITH CUADP. 100% OF ANY CONTRIBUTION GOES TO THE ORGANIZATION. ************************ SENT BY Abraham J. Bonowitz Director, CUADP ******************************************************** YES FRIENDS! There is an Alternative to the Death Penalty Citizens United for Alternatives to the Death Penalty (CUADP) works to end the death penalty in the United States through aggressive campaigns of public education and the promotion of tactical grassroots activism. Visit or call 800-973-6548 PMB 335, 2603 Dr. Martin Luther King Jr. Hwy Gainesville, FL 32609 ******************************************************** ================================================ 09 Detention of Children Condemned again von John O ================================================ NCADC News Service Detention of Children Condemned again Anne Owers the Chief Inspector of Prisons has published today Tuesday 9th November a report on her Inspection of Oakington Reception Centre in June of this year. At the time of her visit, 41 children under the age of 18 were being held, 15 had been in detention for one to four weeks. below are selected extracts chosen by NCADC The *response to the report by Home Office Minister Des Browne, has not answered any of Anne Owers criticisms. The UK government has still not ratified the 'UN Convention on the Rights of the Child', which would give more protection to children held in detention. Report on an announced inspection of Oakington Immigration Reception Centre by the Chief Inspector of Prisons Anne Owers "Oakington Immigration Reception Centre remained a largely safe and respectful environment, but procedures for managing more vulnerable detainees and safeguarding children were not sufficiently robust," However, since our last inspection, the population and function of Oakington had changed. In particular, it was holding detainees facing the prospect of imminent removal without a right of appeal: some of whom would be removed immediately after completion of the fast-track process. This had implications for security, vulnerability and the length of time detainees, including children, spent in the centre. The centre had paid attention to the security risks; but in our view had paid insufficient attention to the need for effective systems to manage the increased risk of suicide and self-harm; or to provide sufficient purposeful activity for longerstaying detainees. The rate of absconds from the centre had risen dramatically during 2003, as detainees had little to lose, or much to fear. In order to prevent this, the centre's physical security had been increased and detainees thought to be abscond risks were moved into the secure Detainee Departure Unit (DDU) - a locked-down separation unit, with a limited regime. They shared this facility with detainees who were disruptive, and those at serious risk of suicide and self-harm. In addition, the unit was used as a temporary staging post for those being transferred to other centres or removed from the country. Both women and men could be held there. In our view, the multiple functions of the DDU are incompatible and unsustainable. The regime is too restrictive for the great majority of those held there, who pose no threat to order or discipline; and who may be in a state of considerable anxiety or depression. The unit should not be used for the suicidal; and alternative means of managing those thought to be abscond risks should be developed. The dangers of not doing so were starkly apparent during our inspection, with a serious suicide attempt by a detainee facing removal, who was in the DDU only because of the suspicion that he might abscond. More generally, we were not convinced that the procedures and mechanisms for identifying and supporting detainees at risk of self-harm were sufficiently well-developed to cope with the centre's current population. Much of the centre's safety depended upon the good and positive staff-detainee relationships; but these needed to be supported by robust systems. We also found that the mechanisms for deciding to detain children, and reviewing their detention and developmental needs, were not sufficiently robust. Under IND's own instructions, the detention of children is always a sensitive matter and should be decided at senior level (by an Assistant Director). We saw no evidence of such authorisation, and indeed on-site staff appeared unaware of the need for it. . . . . . . . . The instructions also require regard to be given to Article 8 of the European Convention on Human Rights: again, we saw no evidence that a balancing exercise between the necessity of detention and the welfare of the child had been carried out. The centre made conscientious attempts to identify and support children at risk of harm; but residential staff lacked the necessary qualifications, or support from social services. The concerns they did raise about children underline the need for independent review of a child's welfare and development after seven days, as we have previously recommended." The full report should be available to download from: http://www.homeoffice.gov.uk/justice/prisons/inspprisons/ However the Home Office is some times slow at placing documents on its website, so NCADC have placed a copy of the report with the Home Office press release @ http://www.ncadc.org.uk/newszine52/anneowers.html NCADC ++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++ Bail for Immigration Detainees (BID) "HMIP's report shows that increasing numbers of children are being locked up in an environment where they fail to thrive, where social services are slow to respond to concerns, and where older children in particular are not receiving a full education." "We are still waiting for the system of welfare assessments at 21 days, promised in December 2003, to be put in place for all detained children." BID have condemned the government's intention to expand the number of children detained by opening a new 286 bed family unit at Yarl's Wood at the end of this year. The government's wide powers of immigration detention are endangering children and urgently need to be balanced by robust systems that place the child’s needs at the heart of decisions about them, detention charity. Of 36 families who have contacted BID in the past 18 months, the average length of detention was 49 days, and the outcome of detention in the majority of cases (20 families) was released on temporary admission. In the 14 cases where the family were removed, the average length of detention was 43 days. ++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++ *Home Office response to HMCIP Report on Oakington Immigration Reception Centre Statement by Des Browne: Home Office press release: Tuesday 9th November http://www.gnn.gov.uk/Content/Detail.asp?ReleaseID=134757&NewsAreaID=2 "The report raises the issue of children in detention - detaining children is a sensitive matter. We believe that the mechanisms for detaining children and reviewing their detention at Oakington are dealt with sensitively and with priority. Family cases are highlighted and prioritised and any children in detention with families are closely monitored. "We recognise the need to provide a comprehensive programme of activities throughout the day to occupy both adults and children and education classes are now provided for all school age children. We will review the current provision and take steps to ensure that the programme is promoted and detainees encouraged to participate." End of Bulletin: Source for this Message: As quoted -- ========================= National Coalition of Anti-Deportation Campaigns (NCADC) 1 Delaunays Road Manchester M8 4QS General enquiries 0121 554 6947 ncadc at ncadc.org.uk http://www.ncadc.org.uk/ ========================= ================================================ B) TERMINE ================================================ ======================== Mittwoch http://mund.at/butt/Termine/November/1011.htm Donnerstag http://www.mund.at/butt/Termine/November/1111.htm Freitag http://www.mund.at/butt/Termine/November/1211.htm ======================== ================================================ D) EDITORIAL ================================================ Für den Inhalt verantwortlich: Ihr. E-Mail-Adresse für Beiträge: widerstand at no-racism.net geschickt. widerst at nd MUND und alle Termine täglich aktualisiert im Web: http://www.no-racism.net/MUND Ziel von MUND (medienunabhängiger Nachrichtendienst) ist die unzensurierte und möglichst rasche Information über gesellschafts- politisch relevante Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu Widerstand und Antirassismus sowie verwandte Themen. sollen einen Titel, Namen und Emailadresse der/des AutorIn enthalten und möglichst kurz und prägnant gehalten sein, ev. mit Hinweis, wo weitere Informationen eingeholt werden können. Bitte keine Attachments! Die inhaltliche und sachliche Verantwortung liegt bei der/dem jeweiligen AutorIn bzw. jenen, die uns die Beiträge schicken. Der MUND wird von einzelnen TagesredakteurInnen zusammengestellt. Da Fehler nicht ausgeschlossen sind, bitten wir, nicht veröffentlichte Beiträge nochmals an widerstand at no-racism.net zu senden. Die Weiterleitung (auch auszugsweise) ist erwünscht. Beiträge mit rassistischen oder sexistischen Inhalten werden nicht veröffentlicht. Sehr persönliche Meldungen werden wir an den betreffenden Adressaten weiterleiten, aber nicht im MUND veröffentlichen. Die bisherigen Ausgaben sind unter http://www.no-racism.net/MUND archiviert. Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage: * Wann: Sonntag, 11.11.2001, 11:11 Uhr * * Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" * * Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf * * Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie. Aber kurz und prägnant.* Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch stillschweigend Zensur zu üben. Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die Nichtaufnahme geliefert. (Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.) Die AbsenderInnen der betroffenen Beiträge werden hiervon informiert. Im Sinne einer "gläsernen Zensur" könnt ihr Euch die Beiträge gerne extra schicken lassen: Ein kurzes Mail an widerstand at no-racism.net genügt. ================================================ E) VERTEILERLISTE ================================================ Zur Eintragung in diesen Verteiler bitte direkt subskribieren unter http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/analle oder von der einzutragenden Adresse aus ein mail schicken an: admin at no-racism.net mit folgendem Text: subscribe no-racism Bitte wegen Automatisierung diesen Wortlaut verwenden! Zur Austragung aus dieser Liste bitte an zusammengestellt. Bitte keine Attachments! (werden nicht angenommen) Redaktionsschluss für diese Ausgabe: Di 22:00 III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III ü, ö, ä, ß, Ü, Ö, Ä III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III widerst at nd-MUND is powered by http://alt.strg.at/ ================================================ From analle at no-racism.net Thu Nov 11 10:39:54 2004 From: analle at no-racism.net (analle at no-racism.net) Date: Thu, 11 Nov 2004 10:39:54 +0100 Subject: widerst@nd! - MUND: Donnerstag, 11.11.2004 Message-ID: widerst at nd MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst www.no-racism.net/mund Donnerstag, 11. November 2004 ================================================ A) INHALT ================================================ ================================================ 01 EKH - Die Projekte muessen erhalten bleiben! Von: akin ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 02 Coalition for Action / Koalition für Aktion Von: global at no-racism.net ================================================ 03 Buchpräsentation: "In einer Wehrmachtsausstellung - Erfahrungen mit Geschichtsvermittlung" Von: Cornelia Kogoj ================================================ 04 workshop mit Marlene Streeruwitz Von: Mag. Elisabeth Huber ================================================ 05 16.11.04 Das war das ESF in London Von: Transdanubien gegen Schwarzblau ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MILITÄR, MORD UND TOTSCHLAG UND DIE GRÜNEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 06 'I got my kills ... I just love my job' Von: www.antiwar.com ================================================ 07 Pilz/Grüne/Abschaffung der Neutralität Von: Friedenswerkstatt Linz ================================================ 08 Militaer/Debatte (I): Beschluss der Gruenen Von: akin ================================================ 09 Militaer/Debatte (II): Reingefallen Von: akin ================================================ 10 Militaer/Debatte (III): Kriege der Reichen Von: akin ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND MEINUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 11 Yassir Arafat: Larger than life Von: Wadi e.V. Wien ================================================ 12 Die indonesische Botschaft in Holland interessiert sich für die Südtirol-Autonomie Von: Gesellschaft für bedrohte Völker ================================================ 13 Bertinotti a Vienna www.rifondazione.at Von: stefano at rifondazione.at ================================================ 14 Strahlende Zukunft/Kommentar: Der erste Tote Von: akin ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< UNBEZAHLTE WERBUNG ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 15 Haben Sie schon afrikanisch gegessen? Von: Angelika Denk ================================================ ================================================ B) TEXTE ================================================ ================================================ 01 EKH - Die Projekte muessen erhalten bleiben! Von: akin ================================================ EKH/Stimmen aus der KPOe: > Die Projekte muessen erhalten bleiben! Zur rechtlichen und politischen Einschaetzung der gegenwaertigen Situation der MieterInnen im EKH. Die Antwort muss notgedrungen zweigeteilt sein, naemlich in eine formal- juristische und in eine politische. 1. Juristisch Eine rechtlich einwandfreie Antwort koennte ich nur geben, wenn ich ueber den Inhalt der verschiedenen Vertraege Bescheid wuesste. Laut AKIN und Mieter-Interessengemeinschaft gibt es in der Hauptsache schriftliche Vertraege, davon viele mit blossem Anerkennungszins + Zahlung der Betriebskosten. Gibt es keinen schriftlichen Vertrag, wird die Sache ein wenig komplizierter. In den Faellen mit sehr niedrigem Mietzins (also meist nur Betriebskosten) handelt es sich rechtlich um sogenannte "Prekarien". Dazu sagt das ABGB im §974 folgendes: "Hat man weder die Dauer, noch die Absicht des Gebrauches bestimmt; so entsteht kein wahrer Vertrag, sondern ein unverbindliches Bittleihen (Prekarium), und der Verleiher kann die entlehnte Sache nach Willkuer zurueckfordern". Das heisst also: es ist zwar ein Nutzungsrecht (unabhaengig ob mit Vertrag oder nicht) entstanden, das aber jederzeit ohne grossen Aufwand zurueckgefordert werden kann. Da nach meiner Information keine Miete und teilweise auch keine Betriebskosten bezahlt wurden bzw. werden, ist die Sache juristisch relativ einfach. Und ob jetzt die KPOe Eigentuemerin ist oder irgendwer anderer, spielt fuer die Rechtslage keine Rolle. 2. Politisch Da wird die Sache schon heikler. Mein Standpunkt: Ich verstehe die ganzen Aufgeregtheiten nicht und ich halte auch nicht viel von einer Politik der blossen Gefuehle. Es ist aeusserst interessant, dass sich ploetzlich eine Menge Menschen fuer diese Sache interessieren, die sich bisher ueberhaupt nicht darum gekuemmert haben und in den meisten der diesbezueglichen Stellungnahmen schwingt eine Anti-KPOe-Stimmung mit, die von Schadenfreude bis zu reinstem Antikommunismus geht und von einer wirklichen Solidaritaet mit den Besetzern meilenweit entfernt ist. Was sind die Fakten: Das Haus wurde besetzt. Die HausbesetzerInnenbewegung entstand nicht von ungefaehr in Berlin Anfang der 80-er Jahre. Dazu muss man aber die Hintergruende und auch die Intentionen kennen. Berlin war damals noch eine geteilte Stadt, es gab auch politische Zugestaendnisse, weil Westberlin abhaengig davon war, dass ueberhaupt wer sich in dieser umzingelten Stadt niederliess. Die HausbesitzerInnen liessen massenhaft Haeuser leer stehen um durch ein verkuerztes Angebot die Erhoehung der Mietpreise zu erreichen. Das fuehrte einerseits zu einer starken Wohnraumnachfrage vor allem von jungen Menschen, andererseits als Reaktion auf den Leerstand zu den Besetzungen, die auch anfangs von der Bevoelkerung sehr positiv aufgenommen wurde. Schliesslich waren rund 180 Haeuser besetzt und durch die meist autonomen BesetzerInnengruppen gingen natuerlich auch die jeweiligen politischen Intentionen in die Bewegung ein. Die in meinen Augen politisch Reiferen betrachteten die "Enteignung" als politischen, antikapitalistischen Akt, andere wollten Freiraeume fuer neue Lebensformen erproben, wieder andere bekaempften die Wohnungsspekulation. Ein grosser Teil der autonomen bis anarchistischen Szene wollte kostenlos wohnen und damit sehr bewusst die politischen Strukturen herausfordern. Alle drei Intentionen kann ich nachvollziehen und mich mit ihnen solidarisieren. Es kam in keinen Fall zu parteipolitisch motivierten Besetzungen, z.B. von Parteizentralen oder Parteieigentum, da es - wie oben ausgefuehrt - keine dezidiert repressive Wohnungspolitik gab. Anders liegt es mit der Besetzung der Wielandschule in Wien. Fuer diese Besetzung lassen sich folgende Grundstrukturen erkennen: 1. Es wurde der leichteste Weg gewaehlt, da man davon ausgehen konnte, dass die KPOe als Eigentuemerin keine staatliche Gewalt rufen wuerde, bzw. man durchaus damit rechnen konnte, dass diese auch nicht zu Gunsten der Partei eingeschritten waere. 2. Die Besetzung - vorgenommen von autonomen und anarchistischen Gruppierungen - richtete sich politisch ganz bewusst gegen die KommunistInnen als politische Gegner. Es ging also nicht um eine gesellschaftspolitische Auseinandersetzung mit der herrschenden Wohnungspolitik. 3. Es handelte sich auf keinen Fall um einen Kampf gegen die Wohnungsspekulation und daher auch um keinen auch nur ansatzweise zu unterstuetzenden Akt. D.h. also, es gab, und das gilt fuer einige Gruppen nach wie vor, eine auf antikommunistische Stimmungsmache angelegte Besetzung. Die umliegende Bevoelkerung wurde von einigen Besetzergruppen bewusst terrorisiert, um durch die so provozierten Polizeieinsaetze die KPOe indirekt auf Grund ihrer Duldung der Besetzung zu diskreditieren. In der Folge ist es der KPOe offensichtlich (wahrscheinlich nicht freiwillig) gelungen, eine halbweg arbeitsfaehige Plattform zu gruenden und auch vielen Projekten dort legale kostenguenstige Unterbringungsmoeglichkeiten zu schaffen. Die Kosten musste allerdings die KPOe als Eigentuemerin tragen und die waren nicht gering. Solange die KPOe ueber entsprechende Mittel verfuegte, war das wahrscheinlich auch tragbar. Die derzeitige materielle Situation der KPOe ist dramatisch, ueber 50 FunktionaerInnen wurden gekuendigt, selbst das Mieter-Selbsthilfezentrum verfuegt nur noch ueber die Infrastruktur, die derzeitige Beratung erfolgt auf freiwilliger Basis. Die jaehrlichen Kosten des EKH werden mit bis zu 17.000 Euro beziffert - wer soll die jetzt tragen? Dazu kommt, dass fuer unbedingt notwendige Erhaltungsarbeiten mindestens (geschaetzt) 300.000 Euro eingesetzt werden muessten. Wenn notwendige Erhaltungsarbeiten von Amts wegen erzwungen worden waeren (z.B. behoerdliche Bauauftraege), dann waere die KPOe in den endgueltigen Konkursgetrieben worden. Jetzt argumentieren viele, na gut die KPOe haette den Leuten das Haus ja schenken koennen. Selbst wenn, wer haette dann die Verantwortung und damit die ins Unendliche anwachsende Kosten uebernommen? Jetzt hat die KPOe also - fuer mich ueberraschend - doch einen Kaeufer gefunden. Unabhaengig davon, wer da tatsaechlich dahinter steckt, was hat sich an der Situation fuer die MieterInnen geaendert? Wenn sie einen Vertrag haben, dann uebernimmt der Kaeufer daraus saemtliche Pflichten und Rechte. Sind es Prekarien, wovon ich ausgehe, dann wird der Kaeufer die Vertraege so schnell wie moeglich zu loesen versuchen. Laut letzter Meldung von Seiten der KPOe wurde hier die vorlaeufige Loesung gefunden, dass es Mietzusagen bis zum 30. Juni 2005 gibt. Und jetzt stehe ich mit den inner- und ausserparteilichen (kuenstlichen?) meist moralisierenden Aufgeregtheiten ein wenig an. Es steht den MieterInnen frei, jetzt erst recht und eigentlich den politischen Kampf um ihre Projekte und das Haus zu fuehren. Und erst ueber den jetzt beginnenden Kampf zum Erhalt des Hauses, der Projekte und der Einhaltung der Mietvertraege koennte eine so breite Solidaritaetsfront aufgebaut werden, dass die sich bisher vornehm zurueckhaltende Wiener Politik, vornehmlich die SPOe, sich wird einschalten muessen. Vielleicht sollte man ein bisschen ueber den eigenen Tellerrand hinausschauen: das Haus ist nicht zu erhalten, es ist absolut heruntergewirtschaftet und ohne Millionen-Investitionen war schon vorher und ist erst recht jetzt nichts mehr daraus zu machen. Die Option, dass das Haus langfristig abgerissen werden soll, um einem eintraeglicherem Mietobjekt Platz zu machen, ist auf Grund des Standortes und der voelligen Unbrauchbarkeit des Gebaeudes als zu verwertendes Mietobjekt sicherlich nicht von der Hand zu weisen. Vielleicht ist auch der jetzige Kaeufer nur ein Strohmann, aber das kann und muss der KPOe wohl voellig egal sein. Die Forderung nach Ruecknahme des Verkaufs: Da muesste man den Kaufvertrag erst kennen und da muss man der KPOe schon zugestehen, dass sie diesen juristisch einwandfrei gemacht hat. Ich gehe sogar von einer Ausstiegsklausel aus, wenn sich Teile eines solchen Vertrags nicht erfuellen lassen. Und dann, was weiter? Die materielle Situation bleibt dieselbe. Eine Moeglichkeit gaebe es schon: wenn alle diejenigen, die sich zur Zeit so aufgeregt positionieren, sich solidarisch erklaeren und bereit waeren, das Haus zu kaufen bzw. die Kosten fuer den Erhalt zu uebernehmen. Dann muesste man nur eine juristisch tragbare Konstruktion dafuer finden. Aber der KPOe nach wie vor den finanziellen Klotz allein zuzuschustern, ist ein wenig einfach. Der einzig wirklich politische Adressat der jetzigen Krise ist die Gemeinde Wien. Damit wuerde man sich allerdings in Abhaengigkeit von einer politischen Linie begeben, die restriktiver ist als die bisherige. Die andere - wie es bisher ausschaut - unrealistischere Alternative ist die Solidaritaet der Tat und nicht wie bisher nur der Worte. Und die heisst: Diversifikation der materiellen Grundlagen durch regelmaessige Spenden, Uebernahme von materiellen Patenschaften, Vereinsstrukturen mit Mitglied- und Spendenbeitraegen. Allerdings stellt sich auch dann die Frage, wer die materielle, politische und vor allem rechtliche Verantwortung uebernimmt. Dieses derzeitige diffuse Geschwaetz und das Anpinkeln der KPOe zeugt von einer politischen Unkultur, die nur auf dem Hintergrund eines Jahrzehnte lang eingeuebten paternalistischen Subventionsdenkens verstaendlich ist. Nach wie vor haben die Besetzer meine volle Solidaritaet, aber ohne die Bereitschaft, gegen den eigentlichen Gegner, die kapitalistische Gesellschaftsordnung kaempfen zu wollen, wird das Problem nicht langfristig geloest. Ich bin sicherlich nicht damit einverstanden, wie von der Fuehrung der KPOe vor allem auch parteiintern dieses Problem angegangen wurde. Es haetten sich sicherlich eine Menge Reibungsverluste und auch verstaendliches Misstrauen in die Problemloesungskompetenz der Parteifuehrung vermeiden lassen, wenn hier die ohnehin vorhandenen Strukturen von Anfang an mit einbezogen worden waeren. *Josef Iraschko, MieterInnenSelbsthilfezentrum* * Lieber Josef, auf Deinen Brief gaebe es viel zu entgegnen, aber zumindest eines muessen wir sofort feststellen:. Wir halten die Behauptung, dass EKHler die umliegende Bevoelkerung "bewusst terrorisiert" haetten, um Polizeieinsaetze zu provozieren, fuer unfair und unwahr. *Die Redaktion* ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 02 Coalition for Action / Koalition für Aktion Von: global at no-racism.net ================================================ ----- Weitergeleitete Nachricht von schaufel at utanet.at ---- Liebe Freundinnen und Freunde! Nach der Demonstration in Krems zum Tod von Edwin Ndupu und einer nachfogenden Kundgebung vor dem Justizministerium stellen wir uns die Frage, wie wir weiterhin gegen den institutionellen Rassismus vorgehen können. Wir wollen uns gemeinsam überlegen, welche weiteren Vorgangsweisen und Aktionsformen sinnvoll und von uns auch durchführbar sind, ohne dass wir darauf warten, bis wieder etwas Schreckliches passiert. Es ist wichtig, kontinuierlich zu arbeiten und auch unabhängig von einem konkreten Anlassfall darüber eine Diskussion zu führen, wie wir der zunehmenden staatlichen Repression gemeinsam begegnen können. MigrantInnen werden kriminalisiert und weggesperrt, gegen engagierte Anwälte und MenschenrechtsaktivistInnen werden Untersuchungen eingeleitet, der Überwachungs- und Polizeistaat weiter ausgebaut. Es liegt an uns, eine Gegenöffentlichkeit zu schaffen und solche Fälle wie Ahmed F., Marcus Omofuma, Richard Ibekwe, Bilal Ilter, Okpara Johnson, Seibane Wague, Edwin Ndupu... nicht zur Normalität werden zu lassen. Deshalb laden wir euch erneut zu einem Treffen und zwar: am Dienstag, dem 16.November, um 18 Uhr im Amerlinghaus, Stiftgasse 8 1070 Wien Dear friends! After the demonstration in Krems concerning the death of Mr. Edwin Ndupu and a following rally in front of the ministery of justice we question ourselves, how we can continue to act against institutionalized racism. Together we want to consider, how to proceed and what significant kind of actions we are able to carry out, without waiting till the next horrible incident. It is important, to work continuously and independet from a concrete occasion to establish a discussion about how we can confront the increasing state repression together. Migrants are cirminalized and closed up in prisons, investigations are beeing conducted against lawyers and human rights activists, surveillance and police state is expanding. It depends on us to create a counter public and not to allow cases like Ahmed F., Marcus Omofuma, Richard Ibekwe, Bilal Ilter, Okpara Johnson, Seibane Wague, Edwin Ndupu... to become normality. Therefore we invite you to a meeting on Tuesday, November 16th 6 p.m. in Amerlinghaus, Stiftgasse 8 A-1070 Wien Coalition for Action / Koalition für Aktion schaufel at utanet.at Weitere Infos: http://no-racism.net http://at.indymedia.org ================================================ 03 Buchpräsentation: "In einer Wehrmachtsausstellung - Erfahrungen mit Geschichtsvermittlung" Von: Cornelia Kogoj ================================================ ------------ Welche Bezüge haben Jugendliche heute zur NS-Vergangenheit? Wo liegen die Möglichkeiten und Grenzen der Vermittlung in Bezug auf die NS-Zeit? Diesen Fragen widmet sich der Sammelband »In einer Wehrmachtsausstellung. Erfahrungen mit Geschichtsvermittlung« Herausgegeben von Büro trafo.K. Verlag Turia + Kant. Schwerpunkte sind Reflexionen über geschichtspädagogische Herangehensweisen, Erfahrungen in der Wiener Präsentation der »Wehrmachtsausstellung« (2002) sowie die Vorstellung der Ergebnisse einer Studie zu den Bezügen von Jugendlichen zur NS-Vergangenheit. Präsentation und Diskussion des Sammelbandes am 24. November 2004 um 19:00 Akademie der bildenden Künste Wien Hörsaal M 13 (ehem: Institut für Gegenwartskunst) Schillerplatz 3, 1010 Wien Vorstellung des Buchprojektes und der Studie: Charlotte Martinz-Turek und Ines Garnitschnig anschließende Diskussion mit Heidemarie Uhl (Akademie der Wissenschaften), den HerausgeberInnen Charlotte Martinz-Turek, Alexander Pollak, Nora Sternfeld und Ines Garnitschnig. Rezensionen - Auswahl http://derstandard.at/?url=/?id=1662654 http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/rezensionen/2004-4-016 http://www.jungle-world.com/seiten/2004/35/3822.php http://www.malmoe.org/artikel/widersprechen/706 http://www.falter.at/rezensionen/detail.php?id=2141&ref=swid=43 http://h-net.msu.edu/cgi-bin/logbrowse.pl?trx=vx&list=h- museum&month=0408&week=b&msg=hvEupllJnVzUVlFXhEbTIA&user=&pw= ------------------- Büro trafo.K Kunst - Kultur - Kommunikation Schleifmühlgasse 1A/14 1040 Wien tel&fax: 5854979 email: trafo.K at sil.at -- Initiative Minderheiten Gumpendorfer Str. 15/13 A-1060 Wien Tel.: (+43 1) 586 12 49-18 Fax: (+43 1) 586 82 17 www.initiative.minderheiten.at www.gastarbajteri.at ================================================ 04 workshop mit Marlene Streeruwitz Von: Mag. Elisabeth Huber ================================================ Sehr geehrte Damen und Herren, wir wollen Sie noch einmal auf die Veranstaltungsreihe mitSprache: literatur und demokratie hinweisen. Eine Veranstaltungsreihe in ganz Österreich, bei der AutorInnen, PublizistInnen und WissenschafterInnen lesen und diskutieren. Nächste Termine im Literaturhaus in Wien: Do, 18. November, 19 Uhr Marlene Streeruwitz hält einen workshop zum Thema: Übungen zur Demonstrationskunde Anhand eines Videoprojektes, das Gefühle von MigrantInnen beim Gehen über die Straße zeigt, wird thematisiert, was ein politisches Subjekt ist, wann das politische Objektdasein beginnt. - Alltagszustände als Grundlage der poltischen Situation. Do, 25. November, 19 Uhr andere (W)orte - literarische Begegnungen in Europa Sabine Scholl, Alexandra Millner und Tzveta Sofronieva diskutieren über Sprache und Identität, über belastende (W)orte und über Missverständnisse und Potentiale der Mehrsprachigkeit in einer erweiterten EU. -- Mag. Elisabeth Huber Dokumentationsstelle für neuere österreichische Literatur A-1070 Wien, Seidengasse 13 http://www.literaturhaus.at Tel. +43/1/526 20 44-41, Fax -30 _______________________________________________ ================================================ 05 16.11.04 Das war das ESF in London Von: Transdanubien gegen Schwarzblau ================================================ Liebe Leute ! Nachdem unsere Diskussion zum Verein LeFö aufgrund der Verhinderung der DiskussionsteilnehmerInnen Verschoben werden muss, wollen wir uns diesmal bei unserem monatlichen Treffen mit folgendem Thema Beschäftigen: "Das war das ESF in London 2004" Überlagert von Ereignissen wie dem US - Präsidentschaftswahlkampf und daher weitgehend unbeachtet von den etablierten Medien fand vom 15. bis 17. Oktober 2004 das Europäische Sozialforum (ESF) in London statt. Pia Lichtblau von ATTAC Österreich war dabei und wird uns Ihre Eindrücke vom Treffen schildern. Ort: Chinarestaurant "Sun", Donaufelderstrasse 229, 1. Stock Zeit: 16.11.2004, 19 Uhr (Diskussionsbeginn ca. 19:30 Uhr) Stefan für Transdanubien gegen Schwarzblau. _______________________________________________ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MILITÄR, MORD UND TOTSCHLAG UND DIE GRÜNEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 06 'I got my kills ... I just love my job' Von: www.antiwar.com ================================================ 'I got my kills ... I just love my job' Toby Harnden in Fallujah observes American soldiers of the 1st Infantry Division taskforce avenging their fallen comrades as battle begins 09/11/04 "The Telegraph" -- After seven months in Iraq's Sunni triangle, for many American soldiers the opportunity to avenge dead friends by taking a life was a moment of sheer exhilaration. As they approached their "holding position", from where hours later they would advance into the city, they picked off insurgents on the rooftops and in windows. "I got myself a real juicy target," shouted Sgt James Anyett, peering through the thermal sight of a Long Range Acquisition System (LRAS) mounted on one of Phantom's Humvees. "Prepare to copy that 89089226. Direction 202 degrees. Range 950 metres. I got five motherf****** in a building with weapons." Capt Kirk Mayfield, commander of the Phantoms, called for fire from his task force's mortar team. But Sgt Anyett didn't want to wait. "Dude, give me the sniper rifle. I can take them out - I'm from Alabama." Two minutes tick by. "They're moving deep," shouted Sgt Anyett with disappointment. A dozen loud booms rattle the sky and smoke rose as mortars rained down on the co-ordinates the sergeant had given. "Yeah," he yelled. "Battle Damage Assessment - nothing. Building's gone. I got my kills, I'm coming down. I just love my job." Phantom Troop had rolled out of Camp Fallujah, the main US military base, shortly before 4am. All morning they took fire from the Al-Askari district in Fallujah's north-east, their target for the invasion proper. The insurgents, not understanding the capabilities of the LRAS, crept along rooftops and poked their heads out of windows. Even when they were more than a mile away, the soldiers of Phantom Troop had their eyes on them. Lt Jack Farley, a US Marines officer, sauntered over to compare notes with the Phantoms. "You guys get to do all the fun stuff," he said. "It's like a video game. We've taken small arms fire here all day. It just sounds like popcorn going off." Another marine stepped forward and began to fire an M4 rifle at the city. "He's a reservist for the San Diego police. He wants a piece of the action, too". A Phantom Abrams tank moved up the road running along the high ground. Its barrel, stencilled with the words "Ali Baba under 3 Thieves" swivelled towards the city and then fired a 120mm round at a house where two men with AK-47s had been pinpointed. "Ain't nobody moving now," shouted a soldier as the dust cleared. "He rocked that guy's world." One of Phantom's sniper teams laid down fire into the city with a Barrett .50 calibre rifle and a Remington 700. A suspected truck bomb was riddled with bullets, the crack of the Barrett echoing through the mainly deserted section of the city. The insurgents fired 60mm mortars back, one of them wounding a soldier. There were 25mm rounds from Phantom's Bradley fighting vehicles, barrages from Paladin howitzers back at Camp Fallujah and bursts of fire from .50 calibre machineguns. One by one, the howitzers used by the insurgents were destroyed. "Everybody's curious," grinned Sgt Anyett as he waited for a sniper with a Russian-made Dragonov to show his face one last, fatal time. A bullet zinged by. Dusk fell and 7pm, "A hour", the appointed hour to move into the city, approached. The soldiers of Phantom all reflected. "Given the choice, I would never have wanted to fire a gun," said Cpl Chris Merrell, 21, manning a machinegun mounted on a Humvee. "But it didn't work out that way. I'd like a thousand boring missions rather than one interesting one." On his wrist was a black bracelet bearing the name of a sergeant from Phantom Troop. "This is a buddy of mine that died," he said. "Pretty much everyone in the unit has one." One fear playing on the mind of the task force was that of "friendly fire", also known as "blue on blue". "Any urban fight is confusing," Lt Col Newell, the force's commander, told his troops before the battle. "The biggest threat out there is not them, but us." His officers said that the plan to invade Fallujah involved months of detailed planning and elaborate "feints" designed to draw the insurgents out into the open and fool them into thinking the offensive would come from another side of the city. "They're probably thinking that we'll come in from the east," said Capt Natalie Friel, an intelligence officer with task force, before the battle. But the actual plan involves penetrating the city from the north and sweeping south. "I don't think they know what's coming. They have no idea of the magnitude," she said. "But their defences are pretty circular. They're prepared for any kind of direction. They've got strong points on all four corners of the city." The aim was to push the insurgents south, killing as many as possible, before swinging west. They would then be driven into the Euphrates. * Tony Blair's problems over Iraq deepened still further last night when one of his most respected former advisers suggested the entire conflict had been illegal. Sir Stephen Wall, who was head of the European Secretariat in the Cabinet Office, said: "We allowed our judgment of the dire consequences of inaction to allow us to depart from the rule of law." © Copyright of Telegraph Group Limited ================================================ 07 Pilz/Grüne/Abschaffung der Neutralität Von: Friedenswerkstatt Linz ================================================ Werkstatt Frieden & Solidarität (vormals Friedenswerkstatt Linz) Waltherstraße 15 4020 Linz Tel. 0732/771094, Fax 0732/797391 e-mail: friwe at servus.at www.friwe.at Medieninformation: Pilz/Grüne/Abschaffung der Neutralität Am Ende steht die Kriegsbeteiligung Österreichs an der Seite Deutschlands Der “Friedens- und Sicherheitssprecher" der Grünen, Peter Pilz, versucht seine Partei auf abenteuerliche Wege zu führen. In einem von Pilz in den Erweiterten Bundesvorstand eingebrachten Papier werden die grünen Reihen auf die Abschaffung der Neutralität ausgerichtet. Gleichzeitig wird von einer Europäischen Armee unter einem europäischen Verteidigungsminister halluziniert. Jedem Kenner der europäischen Machtstrukturen ist klar, daß es diese Form der Vergemeinschaftung nicht geben wird. Was es geben wird und was konkret betrieben wird, ist die Unterordnung der kleinen und mittleren Staaten unter das militärische Diktat der großen Mächte. Für Österreich heißt dies insbesondere Deutschlands. So wird die Regierung am 22. November 2004 in Brüssel die Beteiligung Österreichs an einer gemeinsamen EU-Schlachtgruppe mit Deutschland und Tschechien bekanntgeben. Soeben hat der deutsche Konzern Siemens damit begonnen, sich die österreichische VA-Tech einzuverleiben. Pilz wird damit zum Sprecher des deutschen Außenamtes in Wien. Das Konzept ist nicht schwer zu durchschauen. Mit der Forderung nach Vergemeinschaftung der Verteidigungspolitik ist das goldene Kalb aufgestellt, zu dessen Anbetung Zeremonienmeister Pilz auffordert. Hemmnisse, wie die österreichische Neutralität müssen diesem Kalb geopfert werden. Aufrüstung und Krieg werden jedoch Europa spalten. Wenn sich Österreich von der Neutralität verabschiedet, um an einer gemeinsamen europäischen Verteidigung teilzunehmen, wird es sich an der Seite Deutschlands im Kampf um die Vorherrschaft in Europa wiederfinden. Diese Unterordnung Österreichs unter die Wünsche Berlins erfolgt wirtschaftlich, militärisch und, wie Pilz beweist, auch politisch. Pilz läuft in der Zwischenzeit jedem Hölzl hinterher, daß ihm von Berlin geworfen wird: I. Beispiel: Berlin fordert Mehrheitsabstimmungen in der Außen- und Verteidigungspolitik und macht über ein militarisiertes Kerneuropa dafür Druck. Pilz schnappt auf und fordert in seinem Papier an den EBV der Grünen Mehrheitsabstimmungen in der Außen- und Verteidigungspolitik (und damit das Ende der Neutralität), sonst “...droht damit eine europäische Militärpolitik ohne ausreichendes außenpolitisches Fundament..." In der Europäischen Rüstungsagentur gilt bereits das Mehrheitsprinzip. Vergegenwärtigen muß man sich zudem, daß die Forderung nach Mehrheitsabstimmung jetzt erfolgt. Mit dem Verfassungsvertrag konnte Deutschland die Verdoppelung seiner Stimmgewichte von 9% auf über 18% durchsetzen, während Österreich sein Stimmgewicht von 3,1% auf 1,8% fast halbierte. Die ganzen schönen Bedingungen und Ziele (wie UN-Bindung, Durchsetzung von Menschen- und Völkerrecht) unter denen Österreich laut Pilz seine Neutralität aufgeben solle, sind im Falle von Mehrheitsabstimmungen, das Papier nicht wert, auf dem sie gedruckt sind. II. Beispiel: Deutschland kämpft gegen den Druck der USA und ihrer Verbündeten für von der Nato unabhängige Militär- und Rüstungsstrukturen. Pilz sieht eine gute Möglichkeit sich zum nützlichen Diener seiner Herren zu machen. Die Neutralität ist für Pilz ein Auslaufmodell, er möchte sie aber noch “als Sperriegel gegen eine sicherheitspolitische Integration der gesamten EU in die Nato und damit gegen die Unterordnung unter die Politik der USA"; “aber auch als Untersützung bei der Herausbildung gemeinsamer europäischer Strukturen." nutzen. III. Beispiel: Deutschland möchte die Gunst der Stunde nutzen und die in Personalnot befindlichen Amerikaner bei der Besetzung vieler Balkanländer endgültig beerben. Pilz sekundiert: “Von den Sicherheitskräften her ist die EU bereits heute in der Lage, hier die volle Verantwortung zu übernehmen." und droht die weitere ethnische Parzellierung auf dem Balkan nach dem Auslaufen der UN-Sicherheitsratsresolution 1244 an. Die Ankündigung einer Volksabstimmung in zehn Jahren ist nackte Verhöhnung. Die Weichen werden jetzt gestellt. Über die EU-Verfassung, die EU-Schlachtgruppen, die Rüstungsagentur wird jetzt entschieden. Jetzt wird die österreichische Industrie in den Aufbau einer deutsch-europäischen Rüstungsindustrie integriert. Die EU will laut “head line goal" die volle Kriegsfähigkeit a la Irak bis zum Jahr 2010. In zehn Jahren können diese Entwicklungen alle nur abgewunken werden, nicht mehr abgestimmt. Die Grünen befürworten die EU-Militärverfassung und verweigern den Menschen in Österreich eine Volksabstimmung darüber. Pilz versucht damit den Grünen jene Funktion zukommen zu lassen, die jahrzehntelang die Deutschnationalen in Österreich ausgeübt haben: die Speerspitze bei der Zerstörung der II. Republik. Gerade das Friedensvolksbegehren hat jedoch deutlich gemacht, daß viele Grüne nicht bereit sind, in den Fußstapfen der FPÖ zu wandeln. Die nächsten Wochen werden zeigen, ob die Grünen gemeinsam mit Pilz in Richtung militärisches Weltmachtabenteurertum schreiten oder mit der Verteidigung der Neutralität ein wirkungsvolles Instrument gegen den deutsch-europäischen Militarismus entwickeln werden. Das Friedensvolksbegehren ist ein klares, unmißverständliches Angebot, sich gemeinsam mit anderen politischen Kräften für zweiteres stark zu machen. Wenig überzeugend ist die Stellungnahme des SP-Chefs Gusenbauer. Gusenbauer erklärt jetzt die SPÖ zum einzigen Garanten für die Neutralität, verschweigt dabei aber, daß er am 28. 12.2003 fast wortgleich mit Pilz, ebenso das Ende der Neutralität forderte, sollte sich eine gemeinsame europäische Verteidigungspolitik herausbilden. “Die VA-Tech-Übernahme durch Siemens, die Beteiligung an EU-Rüstungsagentur und EU-Schlachtgruppen, der Vorstoß der Grünen zur Abschaffung der Neutralität: all diese Entwicklungen zeigen, daß es kaum noch eine Opposition auf parlamentarischer Ebene gibt. Wenn Pilz einen Diskussionsprozeß ankündigt, ist dies eine Drohung. Ausgestattet mit Millionen Parteienförderung und besten Medienkontakten, hofft Pilz die Öffentlichkeit desinformieren und verwirren zu können," erklärt der Vorsitzende der Werkstatt Frieden&Solidarität, MMag Günter Reder. “Umso wichtiger wird eine Organisation wie die Werkstatt. Wir ersuchen alle Menschen, die dieser Entwicklung etwas entgegenhalten wollen, sich in der Werkstatt zu engagieren. Wir müssen selbst wirkmächtig werden. Rückfragehinweis:Boris Lechthaler, 0732-771094 ================================================ 08 Militaer/Debatte (I): Beschluss der Gruenen Von: akin ================================================ Militaer/Debatte: > Farbverschiebung ins Olivgruene Mit den Gruenen in die EU-Armee? "Die Gruenen haben sich mit einem Beschluss im Erweiterten Bundesvorstand von der Neutralitaet verabschiedet. Anstelle nationaler Armeen soll es kuenftig ein europaeisches Heer unter der Fuehrung eines europaeischen Verteidigungsministers geben." Mit dieser Meldung liess der Standard am Montag aufhorchen. Peter Pilz gab wieder einmal eines seiner bei der Basis so beliebten Interviews und liess den Standard schreiben: "Aus Sicht der Gruenen soll die europaeische Verteidigungspolitik vergemeinschaftet werden. Pilz: ZVergemeinschaftung heisst, es gibt keinen nationalen Sonderstatus mehr. Es gibt weder Neutralitaet noch eine Buendnismitgliedschaft.Z (...)Das sechsseitige Papier, mit dem die Gruenen fuer eine Aufgabe der Neutralitaet eintreten, wurde im Erweiterten Bundesvorstand mit nur einer Gegenstimme beschlossen. Lediglich Herbert Brunner aus Wien wollte den Beschluss nicht mittragen. ZDie anderen Parteien druecken sich da herum. Diese Diskussion haette ich in der SPOe nicht fuehren koennenZ, sagt Pilz. (...) Aus Sicht der Gruenen sollte es in etwa zehn Jahren eine Volksabstimmung geben. Pilz: ZIch hoffe, dass wir dann Ja sagen.Z Mit dieser Position seien die Gruenen die einzige Partei, die in der Sicherheitspolitik ein schluessiges Regierungsprogramm haette." Daraufhin bemuehte sich Parteivize Eva Glawischnig bei einer Pressekonferenz, PilzZens Vorstoss etwas zu relativieren: Demnach wuerden die Gruenen einem Abschied von der Neutralitaet nur dann zustimmen, wenn kein europaeischer Staat mehr eine Sonderrolle habe, also nicht mehr der NATO angehoere. Ausserdem muesste das Europaeische Parlament die gemeinsame Sicherheitspolitik in der Union aktiv kontrollieren koennen. Was hatte der Erweiterte Bundesvorstand aber wirklich beschlossen? Zur Versachlichung der Diskussion bringen wir nebst Debattenbeitraegen auch den Wortlaut des Beschlusses: *** Sicher in Europa ein Oesterreichischer Beitrag zur Europaeischen Friedensordnung Beschluss des Erweiterten Bundesvorstands der Gruenen Seit ihren politischen Anfaengen treten die Gruenen gegen jeden Militarismus und fuer die Vermeidung von Gewalt bei Konfliktloesungen ein. Sicherheitspolitik beginnt fuer die Gruenen bei der Stilllegung von Atomkraftwerken, bei der Bewahrung sozialen Friedens, dem Ausbau sozialer Grundrechte und bei einer Aussenpolitik, die rechtzeitig Konflikten vorbeugt und sie zu entschaerfen hilft. Militaerische Mittel stehen fuer Gruene an letzter Stelle. Aber gerade weil ihr Einsatz vermieden und ihr Gewicht gering gehalten werden soll, muessen sich Gruene besonders genau mit ihnen befassen. In der EU stehen die grossen Entscheidungen ueber die Sicherheitspolitik bevor. Die Gruenen werden sich nicht abseits halten, sondern in den beginnenden Auseinandersetzungen in der EU und in Oesterreich klar Stellung beziehen. Umgeben von EU-Partnern und NATO-Staaten geraet das neutrale Oesterreich immer mehr in eine Gunstlage. Kaum ein anderer Staat kann sich so unabhaengig von aktuellen Bedrohungen und Buendnisverpflichtungen fuer gemeinsame europaeische Ziele einsetzen. Oesterreich ist in der Lage, frei und aus eigenen Stuecken einen sinnvollen Beitrag zur europaeischen Sicherheit zu leisten. SICHER IN EUROPA 1. Nach dem Ende des Kalten Krieges wird Europa Stueck fuer Stueck friedlich geeint. Ein Kontinent des Friedens, der Menschenrechte und der Demokratie nimmt Gestalt an. Die Europaeische Union einigt einen Bereich der Politik nach dem anderen. Die grossen Entscheidungen werden jetzt auch in der Sicherheitspolitik vorbereitet. 2. Europa wird auf absehbare Zeit nicht mehr militaerisch bedroht. Damit ist die Verteidigung der Aussengrenzen der Union nicht mehr die Hauptaufgabe der militaerischen Sicherheitspolitik der Union. 3. Derzeit wird die europaeische Sicherheitspolitik von der Konkurrenz zwischen NATO und ihrer Europaeisierung bestimmt. Die USA setzen den Irak-Krieg bewusst als Mittel zur Vertiefung der Spaltung in ein britisch-italienisch-polnisches und ein deutsch-franzoesisches Europa ein. Mit dem Verfassungsprozess und der Herausbildung gemeinsamer sicherheitspolitischer Strukturen und Instrumente gewinnt die Europaeisierung an Gewicht und Geschwindigkeit. Am Ende steht die Entscheidung ueber eine Frage: Soll an die Stelle der NATO und von 25 nationalen Militaers eine gemeinsame und autonome Verteidigung treten? Ein "Ja" auf diese Frage hat weitreichende Konsequenzen. Nach der Vergemeinschaftung gibt es keinen Sonderstatus eines EU-Mitglieds - und damit kann es auch keine NATO-Mitgliedschaft eines EU-Staates geben. Die Nachkriegszeit geht damit auch in der Sicherheitspolitik zu Ende. Europa uebernimmt die Verantwortung fuer seine Sicherheit selbst. Das Ziel der europaeischen Sicherheitspolitik liegt immer mehr im Beitrag zu einer globalen Friedensordnung auf der Basis von Menschenrechten, Voelkerrecht, Rechtsstaatlichkeit und Demokratie. Die Globalisierung von Rechtsstaatlichkeit und Demokratie gegen das Prinzip des Diktats des Staerkeren steht im Mittelpunkt dieser Politik. Daher setzt sich die EU fuer den Ausbau von Institutionen (UNO, Internationaler Strafgerichtshof und andere) und dazu gehoeriger Verfahren ein. 5. Mit der Globalisierung von Rechtsstaatlichkeit und Demokratie aendert sich auch des Wesen militaerischer Streitkraefte. Wenn sie im Namen von internationalen Einrichtungen und Organisationen taetig werden und an deren Regeln gebunden sind, wandelt sich das Militaer immer mehr zu einer internationalen Polizei. 6. Die friedliche europaeische Sicherheitspolitik kann nur ein Instrument einer gemeinsamen Aussenpolitik sein. Im Gegensatz zur Sicherheitspolitik hat die Aussenpolitik der Union durch die Verfassung kurzfristig kein neues wirkungsvolles Instrument erhalten. Der Aussenminister/die Aussenministerin ist weiter an das Einstimmigkeitsprinzip gebunden und hat keine Kompetenzen in der Gestaltung der Sicherheitspolitik, insbesondere hinsichtlich der Strukturierten Zusammenarbeit. Die Gefahr besteht, dass die Aussenpolitik durch das Einstimmigkeitsprinzip gefesselt bleibt und parallel dazu die Militaerpolitik durch die neuen Instrumente ein wesentlich hoeheres Mass an Flexibilitaet gewinnt. Es droht damit eine europaeische Militaerpolitik ohne ausreichendes aussenpolitisches Fundament und ohne wirkungsvolle Kontrolle durch das EU-Parlament. 7. Die Hauptaufgabe gruener Politik bleibt damit gleich: Aufwertung der Aussenpolitik durch Abgehen vom Einstimmigkeitsprinzip, Gestaltung der Grundlagen der Sicherheitspolitik durch die gemeinsame Aussenpolitik, Einspruchsrechte von Aussenpolitik, Rat und Parlament beim Einsatz militaerischer Kraefte jenseits der Unionsgrenzen und Kontroll- und Mitgestaltungsrechte des Parlaments. 8. Die Gruenen treten fuer die Vergemeinschaftung der Aussenpolitik und in deren Folge fuer die Vergemeinschaftung der Sicherheitspolitik ein. Ein halbes Jahrhundert nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges soll Europa die Verantwortung fuer seine Sicherheit selbst uebernehmen. Europa braucht weder 25 Armeen noch 25 Verteidigungsministerien, um die Sicherheit seiner Aussengrenzen gegen die wenigen verbliebenen Bedrohungen zu garantieren. Europa braucht gemeinsame Strukturen, um gemeinsame Aufgaben der internationalen Friedenspolitik zu bewaeltigen. Und die EU muss vor allem eines: die letzten Probleme der Sicherheit in Europa selbst loesen. 9. Das letzte Problem der innereuropaeischen Sicherheit ist die Herstellung stabiler friedlicher und demokratischer Verhaeltnisse in Suedosteuropa. Von den Sicherheitskraeften her ist die EU bereits heute in der Lage, hier die volle Verantwortung allein zu uebernehmen. Was fehlt, ist auch hier die gemeinsame Aussenpolitik. Mit dem Auslaufen der Sicherheitsrats-Resolution 1244 im Jahr 2005 und der Abstimmung ueber die Selbstaendigkeit Montenegros im Jahr 2006 steht die Aussenpolitik der EU vor ihrer naechsten europaeischen Bewaehrungsprobe. 10. Das Scheitern der US-Intervention im Irak zeigt auch fuer Europa eines: Mit rein militaerischen Mitteln kann ein schneller Krieg vorlaeufig "gewonnen" werden - nicht mehr. Auch gemeinsame Aktionen im Rahmen der UNO werden in der Regel nur dann erfolgreich sein, wenn sie das Leben der Zivilbevoelkerung spuerbar verbessern. Wasser, Energieversorgung, funktionierende Krankenhaeuser und Schulen, oeffentlicher Transport und Telefon - mit einem Bruchteil der Kosten militaerischer Interventionen koennen die betroffenen Menschen ueberzeugt werden, dass es internationalen Gemeinschaften um ihre Zukunft geht. Dazu braucht die EU neben militaerischen Kraeften vor allem schnell einsetzbare zivile Einsatzkraefte zur raschen Wiederherstellung der Infrastruktur. 11. Neben der aussenpolitischen Bestimmung fusst eine europaeische Friedenspolitik auf einem zweiten Prinzip: Mehr als viele andere muss gerade eine Politik, die ueber militaerische Mittel verfuegt und Kriege fuehren kann, demokratisch bestimmt und voelkerrechtlich legitimiert sein. Das garantieren zwei Prinzipien: das umfassende Kontroll- und Zustimmungsrecht des europaeischen Parlaments; und das Recht des gesamten Rates, gemeinsam mit dem Parlament ueber den Einsatz militaerischer Kraefte zu beschliessen. Diese Rechte sind im Entwurf zur gemeinsamen europaeischen Verfassung nicht in ausreichendem Mass gewaehrleistet. 12. Eines kann sich die EU sofort leisten: den Verzicht auf Massenvernichtungswaffen. Darueber hinaus soll die EU fortgeschrittene Vertragswerke wie den Vertrag ueber das Verbot von Landminen mehr als bisher unterstuetzen (Einbindung v.a. von Finnland) und die Kampagne fuer einen Vertrag ueber die Verbreitung von Kleinwaffen von Anfang an unterstuetzen. Voraussetzung dafuer ist, dass die EU von Anfang an ihrer eigenen Ruestungsindustrie enge Grenzen setzt. SOLIDARISCH UND NEUTRAL 13. Die oesterreichische Regierung hat die Verankerung der Neutralitaet in der europaeischen Verfassung bewusst schwach verhandelt. Im Art. I-40 (7) raeumt die Verfassung "bestimmten Staaten" Ruecksicht auf deren "besonderen Charakter" der Sicherheitspolitik ein und nennt hier ausschliesslich die Mitglieder der NATO. Man kann aus der Formulierung das Recht auf vergleichbare Ruecksicht gegenueber den Neutralen ableiten, wie es auch Irland fuer sich beansprucht hat. Eine aktive oesterreichische Neutralitaetspolitik, wie sie die Gruenen fordern, beruft sich auf diese Formulierung; eine oesterreichische Politik, die die Neutralitaet moeglichst bald abschaffen will, kann die Unklarheit dieser Formulierung ebenso nuetzen. Es haengt also von der oesterreichischen Politik ab, ob Oesterreich bis zur Vergemeinschaftung der Sicherheit nach aussen neutral bleibt. Die Garantie fuer die Neutralitaet ist nach wie vor die oesterreichische und nicht die europaeische Verfassung. Unsere Chance besteht in der neuen, wichtigen Rolle der oesterreichischen Neutralitaet fuer Europa: + als Sperrriegel gegen eine sicherheitspolitische Integration der gesamten EU in die NATO und damit gegen die Unterordnung unter die Politik der USA; + als Argument, fuer jede gemeinsame militaerische Aktion ein ausreichend voelkerrechtlich begruendetes Mandat (UNO) zu fordern; + als Argument, eine Nichtbeteiligung aller EU-Staaten an Kriegen zu fordern; + aber auch als Unterstuetzung bei der Herausbildung gemeinsamer europaeischer Strukturen. Aktive Neutralitaets- und Friedenspolitik spielt eine wichtige Rolle beim Aufbau einer Europaeischen Friedensordnung. Darueber hinaus bietet die Neutralitaet in den naechsten Jahren eine weitere Chance. Die neutralen und buendnisfreien Staaten koennen gerade in Bezug auf die Strukturierte Zusammenarbeit, die UN-Mandatierung und die Zustaendigkeiten von Parlament und Rat eine gemeinsame Position und damit einen gemeinsamen politischen Kern entwickeln. Eine schwedische Parlamentsdelegation hat am 7. September 2004 bei einer Aussprache im Parlament klar gemacht, dass sich Schweden nicht an der Strukturierten Zusammenarbeit in ihrer geplanten Form beteiligen will. Die oesterreichische Bundesregierung versucht trotzdem, vom Praesidium der Bundesheer-Reformkommission einen Persilschein fuer eine Beteiligung von Anfang an zu erhalten. Bei einem "Nein" von Gruenen und SPOe wird es dazu wahrscheinlich nicht kommen. Die oesterreichische Neutralitaet wird in der Zeit bis zur Vergemeinschaftung der europaeischen Sicherheit weiter der Verfassungskern unserer Sicherheitspolitik bleiben. 14. Erst mit der Vergemeinschaftung enden die sicherheitspolitischen Sonderstellungen der einzelnen Mitglieder der EU. Das betrifft sowohl die NATO-Mitgliedschaften als auch die Neutralitaet. Fuer Oesterreich fuehrt dieser Schritt, der die oesterreichische Neutralitaet durch die Sicherheitsgemeinschaft ersetzt, nur ueber eine Volksabstimmung. Die Abschaffung der Neutralitaet darf nur ueber eine Volksabstimmung erfolgen. Bis dahin wird sich Oesterreich solidarisch an voelkerrechtlich ausreichend legitimierten Friedenseinsaetzen beteiligen, aber dreierlei weiterhin garantieren: + keine Beteiligung an Kriegen (Afghanistan, Irak...); + keine Teilnahme an einem militaerischen Buendnis (NATO, Buendnis im Rahmen der EU); + keine Stationierung fremder Truppen. Die Neutralitaet bleibt damit der Verfassungskern der oesterreichischen Sicherheitspolitik in Europa. Oesterreich ist auf Basis seiner Verfassung in der EU und in der UNO solidarisch und jenseits der Unionsgrenzen neutral. DIE EUROPAeISCHE VERFASSUNG UND OeSTERREICH 15. Trotz des Fehlens der Grundlagen fuer eine gemeinsame Aussenpolitik sieht die Verfassung neue Instrumente fuer die Sicherheitspolitik vor. Die Gruenen treten fuer die Ratifizierung des Entwurfs ein. Sie stellen aber fest, dass die Verfassung gerade in den Teilen, die die Grundlagen fuer eine gemeinsame Aussen- und Sicherheitspolitik legen sollten, ihre grossen Schwaechen zeigt. Daher fordern die Gruenen, dass die oesterreichische Politik auf der Basis der Neutralitaet hier rechtzeitig eine klare Haltung einnimmt. 16. Wie andere Staaten auch muss Oesterreich jetzt eine grundsaetzliche Entscheidung treffen: Soll es sich um jeden Preis an der Herausbildung rein militaerischer Kernstrukturen beteiligen oder soll es versuchen, gemeinsam mit anderen die Voraussetzungen fuer eine demokratisch kontrollierte Sicherheitspolitik, die nicht mehr als ein Instrument einer gemeinsamen Aussenpolitik ist, zu schaffen? 17. Art. I-43 verpflichtet die EU-Staaten zur Solidaritaet, wenn ein EU-Mitgliedstaat von einem Terroranschlag betroffen ist oder Opfer einer Naturkatastrophe bzw. einer von Menschen verursachten Katastrophe wird. Drei Feststellungen sind hier von oesterreichischer Seite notwendig: Zum ersten setzen militaerische Hilfsleistungen Beschluesse von Regierung und Hauptausschuss voraus. Darueber besteht im Nationalrat Konsens. Zum zweiten beinhaltet die Bestimmung keine Verpflichtung zur Teilnahme an allen Massnahmen zur "Praevention" (Ueberwachungsstaat). Zum dritten soll Oesterreich klarstellen, dass es sich an keinen praeventiven militaerischen Massnahmen gegen terroristische Bedrohungen beteiligen wird. In vielen Staaten Europas versuchen Militaers und Militaerpolitiker, mit dem Verweis auf die "terroristische Bedrohung" dem Militaer eine polizeiliche Aufgabe zu uebertragen. Damit besteht die Gefahr, dass die Terrorbekaempfung von der Ueberwachung bis zum bewaffneten Einsatz jenseits der Strafprozessordnung und damit ausserhalb der Rechtsstaatlichkeit stattfindet. Das ist weder notwendig noch vertretbar. In den Empfehlungen der Bundesheer-Reformkommission wurde daher auch klargestellt, dass das Heer der Polizei nur fuer Assistenzleistungen zur Verfuegung steht - aber keine eigenen Rolle in der Bekaempfung des Terrorismus spielt. Da diese Feststellung in der europaeischen Verfassung vollkommen fehlt, muss Oesterreich seinen Rechtsstaat hier durch eine eindeutige Festlegung absichern. 18. Art. I-40 (7) regelt die militaerische Beistandspflicht. Es ist wichtig, dass die EU gerade den neuen Mitgliedern ein Hoechstmass an Sicherheit garantiert. Die Formulierung ueberlaesst die Entscheidung ueber militaerische Hilfe dem einzelnen Mitgliedsstaat, da letzten Endes der "besondere Charakter der Sicherheits- und Verteidigungspolitik bestimmter Mitgliedsstaaten unberuehrt" bleibt. Damit entsteht kein Problem fuer die oesterreichische Neutralitaet. 19. Im Gegensatz zu den beiden ersten Bestimmungen geht es bei der Strukturierten Zusammenarbeit um die Entscheidung ueber den Weg in die gemeinsame Sicherheit. In den Artikeln I-40 (6) und Art. III-213 wird bestimmt, dass "Mitgliedsstaaten, die anspruchsvollere Kriterien in Bezug auf die militaerischen Faehigkeiten erfuellen und die im Hinblick auf Missionen mit hoechsten Anforderungen untereinander festere Verpflichtungen eingegangen sind, eine staendige Strukturierte Zusammenarbeit im Rahmen der Union begruenden". Die Strukturierte Zusammenarbeit folgt dem Modell "Schengen". Rund um Deutschland und Frankreich soll ein militaerisches Kerneuropa gebildet werden. Voraussetzung dafuer sind ein ueberdurchschnittlich hohes Ruestungsniveau und die "Verpflichtungen". Rund um Deutschland und Frankreich zeichnet sich gemeinsam mit den Benelux-Staaten eine Kerngruppe fuer die Strukturierte Zusammenarbeit ab. Waehrend die durchschnittlichen Militaerausgaben in der EU bei etwa 1,4 Prozent liegen, betraegt der entsprechende Wert in dieser Gruppe rund zwei Prozent. Oesterreich liegt derzeit bei knapp 0,8 Prozent und damit bei den "anspruchslosesten" Kriterien in Bezug auf die Strukturierte Zusammenarbeit. Der Klub wird exklusiv: Nicht der Rat oder das Parlament, sondern die kleine Gruppe der Mitglieder der Strukturierten Zusammenarbeit entscheiden, wer zu ihrer Runde stossen darf. Damit gibt die EU das Recht, ueber die sicherheitspolitische Zukunft zu bestimmen, an eine Minderheit hochgeruesteter Staaten auf. Militaerisch bilden "Battle Groups" - etwa 1500 Personen umfassende, schwer bewaffnete und hoch mobile Einheiten den Kern der Zusammenarbeit. Wenn ihre Mitglieder wollen, kann sie niemand daran hindern, selbst die Beschluesse ueber militaerische Einsaetze zu fassen. Damit bestimmen sie ohne aussenpolitische und parlamentarische Legitimation faktisch ueber die europaeische Sicherheitspolitik. 20. Wie es Schweden bereits getan hat, soll auch Oesterreich von Anfang an klarstellen, dass es sich nicht an der Strukturierten Zusammenarbeit beteiligen wird. Statt dessen soll sich Oesterreich in der EU dafuer einsetzen, dass + die handlungsfaehige gemeinsame Aussenpolitik in der Verfassung verankert wird; + das Parlament alle notwendigen Rechte zur Kontrolle und Mitentscheidung in den Fragen der Sicherheitspolitik erhaelt; + die Bestimmungen ueber die Strukturierte Zusammenarbeit so geaendert werden, dass der Zugang zu ihr offen und die Entscheidung ueber den Einsatz ihrer Kraefte nicht mehr ausschliesslich von den beteiligten Staaten im Namen Europas getroffen werden kann (Anhoerungs- und Vetorecht des Rates bzw. des Parlaments). 21. Bei all dem ist sowohl in der EU als auch in Oesterreich darauf zu achten, dass die Militaerausgaben insgesamt nicht erhoeht, sondern nur umgeschichtet werden. [...] [Der letzte Abschnitt: "DIE REFORM DES BUNDESHEERES" wurde hier nicht wiedergegeben] *************************************************** Der akin-pd ist die elektronische Teilwiedergabe der nichtkommerziellen Wiener Wochenzeitung 'akin'. Texte im akin-pd muessen aber nicht wortidentisch mit den in der Papierausgabe veroeffentlichten sein. Nachdruck von Eigenbeitraegen mit Quellenangabe erbeten. Namentlich gezeichnete Beitraege stehen in der Verantwortung der VerfasserInnen. Ein Nachdruck von Texten mit anderem Copyright als dem unseren sagt nichts ueber eine anderweitige Verfuegungsberechtigung aus. Der akin-pd wird nur als Abonnement verschickt. Wer versehentlich in den Verteiler geraten ist, kann den akin-pd per formlosen Mail an akin.buero at gmx.at abbestellen. ************************************************* 'akin - aktuelle informationen' a-1170 wien, Lobenhauerngasse 35/2 vox: ++43/1/535-62-00 (anrufbeantworter, unberechenbare buerozeiten) http://akin.mediaweb.at akin.buero at gmx.at Bankverbindung lautend auf: föj/BfS, Bank Austria, BLZ 12000, 223-102-976/00, Zweck: akin _______________________________________________ ================================================ 09 Militaer/Debatte (II): Reingefallen Von: akin ================================================ Militaer/Debatte (II): > Reingefallen Das Dokument der Gruenen zur oesterreichischen Neutralitaet ist im ersten Moment von bemerkenswerter Klarheit, gut lesbar, verstaendlich und ueberzeugend. Im ersten Moment. "Wieso wird das so heftig kritisiert?" denk ich mir und "Die betonen doch eh die Wichtigkeit der Neutralitaet" und bin schon reingefallen. Der Hund liegt tiefer begraben, aber das bemerke ich wegen der mir eigenen Naivitaet nicht rechtzeitig. Die mir eigene Naivitaet teile ich mit den Gruenen: Punkt 4 lautet: "Das Ziel der europaeischen Sicherheitspolitik liegt immer mehr im Beitrag zu einer globalen Friedensordnung auf der Basis von Menschenrechten, Voelkerrecht, Rechtsstaatlichkeit und Demokratie. Die Globalisierung von Rechtsstaatlichkeit und Demokratie gegen das Prinzip des Diktats des Staerkeren steht im Mittelpunkt dieser Politik. Daher setzt sich die EU fuer den Ausbau von Institutionen (UNO, Internationaler Strafgerichtshof und andere) und dazu gehoeriger Verfahren ein." Klingt toll. Ist aber nicht so. Wenn ich mir anschau, was sich grad in Italien abspielt, moecht ich die Prinzipien von Herrn Berlusconi nicht exportiert wissen. Die EU setzt sich fuer den Ausbau von internationalen Institutionen ein - mag schon stimmen, immerhin gibt es da eine Menge gut bezahlter Posten und das dient zur Verminderung der Akademiker-Arbeitslosigkeit. Sehr vernuenftig, aber ob damit gegen das Diktat des Staerkeren aufzukommen sein wird? Grad wo sich doch Militaers immer als die Staerkeren vorkommen. Das oesterreichische Bundesheer hat sich in der Geschichte der ersten Republik trotz hehrer Grundsaetze zwei Mal falsch verhalten: 1934 und 1938. Auch die Heere anderer Laender haben sich trotz aehnlicher in Verfassungen festgeschriebener Prinzipien immer wieder falsch verhalten, es steht zu befuerchten, dass die Existenz von Heeren schon das Problem an sich ist. Ich in meiner Naivitaet haett angenommen, dass die Gruenen das wissen und betonen. Wieder nix. *Ilse Grusch* ================================================ 10 Militaer/Debatte (III): Kriege der Reichen Von: akin ================================================ > Kriege der Reichen Die Gruenen und andere auf dem Kriegspfad Das Hauptergebnis der US-Wahlen mag so manche erschreckt oder hauptsaechlich verwundert haben. Bush bleibt der Welt auch die naechsten Jahre als gewaehlter Praesident und globaler Sargnagel erhalten. Dem Erstaunen entsprechend, versuchten die Medien weltweit ihrem jeweiligen Publikum die seltsam erscheinenden Gruende seiner Wiederwahl zu erklaeren. Diese waren scheinbar sehr unterschiedlicher Natur. Aber es kristallisierten sich als Ergebnisse anstrengender Analysen schnell die nicht sehr voneinander abweichenden Begriffe Krieg, Krieg und nocheinmal Krieg heraus. Kurz koennte all das so erklaert werden: 'Wir friedlichen und gottesfuerchtigen Amerikaner sind in unserem eigenen Land von islamistischen Banden angegriffen worden - daher fuehren wir auch den Krieg gegen die Laender, wo diese Feinde herkommen - und wir werden ihn mit Bush und Gott letztendlich auch gewinnen.' Soll heissen: Er, George W. Bush, soll mit dem Krieg weitermachen. Tut er auch. Dass es neben den blutruenstigen und unbedingten Kriegsbefuerwortern auch das andere US-Amerika gibt, ist spaetestens seit Michael Moore bekannt. Nur - was helfen die naheliegendsten Gruende, John Kerry zu waehlen - Krieg ist nunmal Krieg, und ein richtiger Cowboy wie Bush gibt nicht auf, selbst wenn immer mehr arme Amerikaner ihren Sohn im Irak oder sonstwo im Sand verrecken sehen. Richtige Patrioten zeigen sich darin, unbewusst den richtig Reichen ihren Tribut zu zollen, auch wenn es die eigenen Kinder kosten sollte. Dass sie glauben, der Krieg und die ganze Scheisse geschehe fuer Gott und Vaterland, ist ein kleiner, laesslicher Selbstbetrug, der noch dazu von keinem Gericht der Welt belangt wird. Unvergessen bleibt ein Fernsehbericht ueber den US-Patriotismus, in dem z.B. die Mutter eines im Irak-Krieg gestorbenen Sohnes jeden Morgen weinend die US-Fahne am Haus befestigt. Doch Patriotismus dient nicht nur in den USA als Gleitmittel fuer Kriegsbegeisterung, die letztlich den Reichen nuetzt, die leider vor lauter Geschaeften keine Zeit fuer unmittelbare Kriegsdienste zur Verfuegung haben. Die Bevoelkerung der USA entsendet mit ihren ca. 280 Mill. ohne Problem an die hunderttausend Soldaten an verschiedene Kriegsschauplaetze. Afghanistan, immer mehr zunehmende Kontingente im Irak, sie koennten sich mit der reinen Kriegsfuehrung auch ohne Probleme dem Iran 'widmen'. Sind Riesenarmeen einmal in Trab gesetzt, haelt sie nur noch eine andere Riesenarmee auf. Auch ohne viel Phantasie koennte eine solche durchaus in der EU entstehen. Auch ohne die naechsten Erweiterungen betraegt die Bevoelkerung EU-Europas in etwa bereits eine halbe Milliarde (!). Die Basteleien an der EU-Verfassung muenden mit der groessten Wahrscheinlichkeit spaetestens nach den naechsten Beitritten in die beruechtigte EU-Armee. Dass diese Armee den divergierenden nationalen Interessen entzogen sein soll, leuchtet nur dem ein, der strahlenden Auges voller Naivitaet die Ritter ohne Furcht und Tadel im Auge hat. Die EU wird schon bisher von Lobbies dirigiert, die sich unter dem Zeichen der Gemeinsamkeit ohne weiteres auch die 'Hilfeleistungen' dieser Armee zu Nutzen machen koennten und werden. Aus den derzeitig 25 Mitgliederstaaten der EU werden in einigen Jahren 30 werden. Nur zur Vorstellung: So an die 30 Armeen waeren dann also in einer gebuendelt. Aber wer haette das fuer manche zweifelhafte Glueck, ueber dieses Gesamtheer der EU zu herrschen? Richtig: die Lobbies - auf klassenkaempferisch die Reichen. Die Medien bieten zwar ohnedies genug anderwaertiges Spektakel, das mit Josè Manuel Barroso beginnt und mit Rocco Buttiglione endet, aber wer kommt dann? Es starten die mit den wenigsten Widerspruechen - die Smarten, Eloquenten, die ohne Aufregung ihre privaten Geschaefte in der EU vollziehen. Und - um den Reigen des Unertraeglichen fortzufuehren - unsere Gruenen entbloeden sich nicht, politischen Geschmack an einer EU-Armee zu zeigen. Dies natuerlich nur unter diesen und jenen Vorgaben, die alle mit Demokratie beginnen und mit Menschenrechten enden. Wie weit dies eine lobbyistisch gesteuerte Riesen-Armee der EU zu beeinflussen vermag, demonstriert gerade ein gewisser Herr Bush. Das Rezept dazu ist sehr einfach: Auffahren des Patriotismus, Konstruktion von 1,2,3 Feindbildern und weitgehender Abbau des Sozialwesens. *Fritz Pletzl* ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND MEINUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 11 Yassir Arafat: Larger than life Von: Wadi e.V. Wien ================================================ Larger than life Puritanischer Workaholic, Guerillaführer und gescheiterter Staatsmann: Yassir Arafat symbolisierte den nationalreligiösen Kampf der Palästinenser. von jörn schulz Eine gewisse Bewunderung für ihn hegte selbst ein Feind, der immer mal wieder erwogen hatte, ihn töten zu lassen. »Es ist unmöglich, die Bereitschaft der Palästinenser zur Konfrontation nicht zu würdigen«, antwortete Ariel Sharon auf die Frage nach seiner Haltung zu Yassir Arafat. »Wenn es um Mord, Grausamkeit, die Erziehung einer ganzen Generation zum Hass und den Einsatz von Kindern an der Front geht, habe ich keine Achtung vor ihm«, sagte Israels Ministerpräsident im April 2001 der Tageszeitung Ha'aretz. Dennoch sei er »manchmal neidisch auf die Art, wie die Palästinenser sich einsetzen, ohne zu zweifeln«. Zweifel an der Legitimität seiner Ziele und Mittel scheint Arafat nie gekannt zu haben, und seine Bereitschaft zur Konfrontation symbolisierten die Uniform und die umgeschnallte Pistole, ohne die er nur selten einen öffentlichen Auftritt absolvierte. »Ich bin mit der palästinensischen Revolution verheiratet«, bekundete er selbst. Eine Studie der Psychologen Shaul Kimhi, Shmuel Even und Jerrold Post bezeichnet ihn als »eindimensionale Persönlichkeit« ohne Privatleben und Interessen jenseits der palästinensischen Politik. Arafat, der bereits als Student in Ägypten ein puritanischer Workaholic war, wurde Ende der vierziger Jahre Sympathisant, möglicherweise auch Mitglied der Muslimbruderschaft. Ein Islamist wurde Arafat jedoch nicht, vermutlich entwickelte er damals jene nationalreligiöse Ideologie, die später die Politik seiner Fatah-Bewegung und weitgehend auch der PLO prägte. Wie unzählige andere Araber seiner Generation hatte auch Arafat nach der in der palästinensischen Nationalmythologie als »Nakba« (Katastrophe) bezeichneten Niederlage im Kampf gegen die Gründung Israels 1948 begonnen, den arabischen Regierungen zu misstrauen. Er gründete 1958 in Kuwait mit einigen Freunden die Fatah, noch aber hatten die arabischen Regierungen den palästinensischen Nationalismus unter Kontrolle. Der 1964 gegründete Dachverband PLO war zunächst ihr Instrument. Erst die Entlegitimierung der arabischen Regierungen nach der Niederlage im Krieg von 1967 ermöglichte es der PLO, sich aus dieser Abhängigkeit zu lösen. Damals gelang der PLO ihr wohl bedeutendster politischer Erfolg, von dem Arafat bis zum Schluss glaubte profitieren zu können. Es gelang, dem palästinensischen Nationalismus große Anziehungskraft in aller Welt zu verleihen. Zunächst solidarisierte sich vor allem die Linke, obwohl die 1968 verabschiedete Charta der PLO konsequent jedes Bekenntnis zu den fortschrittlichen Ideen und sozialistischen Parolen vermeidet, die sonst fast jedes nationalistische Manifest jener Zeit enthält. Stattdessen wird die »palästinensische Identität« als »ein echtes, essenzielles und angeborenes Charakteristikum« bezeichnet. Damit der Palästinenser das nicht vergisst, sollen »alle Mittel der Information und der Erziehung« eingesetzt werden: »Er muss auf den bewaffneten Kampf vorbereitet werden und bereit sein, Besitz und Leben zu opfern, um sein Vaterland wieder zu gewinnen.« Die Existenz Israels galt der PLO schlicht als »illegal«, und nur Juden, die bereits vor der »zionistischen Invasion« in Palästina lebten, sollte ein Bleiberecht gewährt werden. Unter dieser Leitlinie begann die erste spektakuläre Phase des internationalen Terrorismus, in der Fatah-Kommandos eine führende Rolle spielten. Jüdische Zivilisten galten bereits damals als legitime Ziele, doch man begnügte sich mit der Sprengung entführter Flugzeuge westlicher Airlines und ließ die Passagiere frei. Diese Aktionen stärkten den Mythos des »kämpfenden Volkes«, das sich heroisch der imperialistischen Übermacht entgegenstellte. Als deren Vasallen wurden damals jedoch auch die arabischen Regierungen betrachtet. Die Fatah-Kommandos des »Schwarzen September« verdankten ihren Namen den Kämpfen zwischen PLO-Truppen und der jordanischen Armee im September 1970. Arafat war vor allem auf seine Unabhängigkeit bedacht und hielt es für das Recht der PLO, vom Territorium arabischer Staaten aus Krieg zu führen. Ende der sechziger Jahre hatte sich jedoch eine linke Opposition gebildet, PFLP und DFLP propagierten die Revolution in der arabischen Welt, deren Ziel eine sozialistische Föderation im Nahen Osten war, die auch Israel einschließen sollte. Auf diese Ideologie bezog sich auch die westliche radikale Linke. Man mag rückblickend daran zweifeln, ob die sozialistische Nahost-Föderation jemals ein Chance hatte. Die Lage wäre aber heute wohl weniger trostlos, wenn die palästinensische Linke sich tatsächlich um ein Bündnis mit der israelischen Arbeiterklasse bemüht hätte. Stattdessen traten PFLP und DFLP mit möglichst spektakulären Guerillaaktionen in einen Wettbewerb um street credibility mit den bürgerlichen Nationalisten und kritisierten jeden Anflug von Kompromissbereitschaft bei Arafat. Während der militaristische Nationalismus der Linken jede Solidarisierung der israelischen Bevölkerung unmöglich machte, blieb es Arafats Fatah überlassen, eine diplomatische Lösung zu torpedieren. Als Ende der siebziger Jahre im Rahmen der ägyptisch-israelischen Friedensverhandlungen die Autonomie der palästinensischen Gebiete diskutiert wurde, lehnte Arafat ab. Erst 1988 konnte er sich dazu durchringen, das Existenzrecht Israels anzuerkennen. Es war vielleicht kein Zufall, dass sich Arafat in dieser Zeit zu einer Heirat entschloss. Seine 1992 bekannt gegebene Ehe mit der christlich getauften, blonden und der westlichen Lebensweise gegenüber aufgeschlossenen Suha Tawil war sicherlich hilfreich bei dem Versuch, das Image des Terroristen loszuwerden. Auf familiäre Intimität legte er jedenfalls keinen Wert, immerhin gönnte er seiner Frau eine großzügige Apanage. Seiner neuen Rolle als angehender Staatsmann wurde Arafat nicht ganz gerecht. Er legte großen Wert darauf, dass seine Hände stets sauber erschienen, und lebte immer spartanisch. Doch er nutzte die Korruption in so extensiver Weise als Mittel des Machterhalts, dass kaum etwas von mehreren Milliarden Dollar Auslandshilfe für Entwicklungsprojekte blieb. Er sprach oft von »den Juden«, wenn er die Israelis meinte, enthielt sich jedoch offener antisemitischer Hetze. Die überließ er seinen Untergebenen und Predigern sowie einem Bildungssystem, das weiterhin den Leitlinien der PLO-Charta folgt, obwohl deren explizit antiisraelische Passagen 1996 für ungültig erklärt wurden. Nicht nur als nationales Symbol der Palästinenser, sondern auch als Feindbild war Arafat »larger than life«. Die Konzentration auf seine Unberechenbarkeit, seine Fehlentscheidungen und sein doppeltes Spiel bei Friedensverhandlungen verdeckten oft den Blick auf die tiefer liegenden Ursachen, die sowohl ein erfolgreiches nation building als auch eine Einigung mit Israel verhindert haben. Zahlreiche Chancen wurden in den vergangenen Jahrzehnten, auch von israelischen Regierungen, verpasst. Derzeit stehen vor allem die Ideologisierung und die Warlordisierung in der palästinensischen Gesellschaft dem Frieden im Weg. Beides hat Arafat gefördert, dennoch dürfte seine Autorität die Ambitionen islamistischer und nationalistischer Extremisten gebremst haben. Während Arafat im Sterben liegt, diskutieren linke und rechte Israelis, ob man ihm etwas zu viel Verantwortung aufgeladen hat und ob man ein Begräbnis nicht auf dem Tempelberg, aber im Gebiet Jerusalems gestatten sollte. Dies, kommentierte Meron Benvenisti in der Tageszeitung Ha'aretz, wäre auch ein Ausdruck des Respekts der Israelis vor ihrer eigenen Geschichte. Denn »wer seinen Feind verachtet, verkleinert seine eigenen Siege«. Jungle World, Nummer 47 vom 10. November 2004 www.jungle-world.com ================================================ 12 Die indonesische Botschaft in Holland interessiert sich für die Südtirol-Autonomie Von: Gesellschaft für bedrohte Völker ================================================ Presseerklärung der Gesellschaft für bedrohte Völker-Südtirol www.gfbv.it/2c-stampa/04-1/041110de.html Von Südtirol lernen? Die indonesische Botschaft in Holland interessiert sich für die Südtirol-Autonomie Bozen, 10. November 2004 Zwei hochrangige Mitarbeiter der indonesischen Botschaft in Den Haag haben sich in Bozen im Auftrag ihrer Regierung über die Entwicklung der Südtirol-Autonomie informiert. Konsul Mulya Wirana und der Wirtschaftsexperte Abraham Lebelauw führten - über Vermittlung der GfbV - Gespräche mit Christoph Pan vom Südtiroler Volksgruppen-Institut (www.svi-bz.org), mit Landtagspräsidentin Veronika Stirner-Brantsch, mit Landeshauptmann Luis Durnwalder und mit SVP-Parlamentariern. Anlass für den Südtirol-Besuch (am 8. November) ist das Reformprojekt der indonesischen Regierung, Befugnisse der Zentralregierung an die Regionen des Landes abzugeben. Die Konflikte zwischen den verschiedenen Nationalitäten der Molukker, Aceh, Papuas und der Bevölkerungsmehrheit eskalierten in den vergangenen Jahren. Die Exil-Gemeinde der Molukker in Holland empfahl deshalb der indonesischen Regierung, Lösungsmodelle für Nationalitätenkonflikte zu studieren. Die Diplomaten Mulya und Lebelauw zogen nach den Gesprächen in Bozen eine positive Bilanz. Die Autonomie und deren schrittweise Umsetzung sind für die hochrangigen Botschaftsmitarbeiter ein Modell, genauso der auch über die UNO institutionalisierte Dialog zwischen Italien, Österreich und der SVP, der die Autonomie ermöglichte. Als nachahmenswert finden die Diplomaten die Kompetenzenbalance zwischen dem autonomen Südtirol und der italienischen Regierung. Die Umsetzung regionaler Selbstverwaltung in Indonesien wird laut Darstellung der beiden Diplomaten langwierig sein. Die Konflikte in Indonesien haben ihre Ursache auch in der vom Staat betriebenen Migrationpolitik. Die Zentralregierung siedelt Landlose und Bewohner von Slums, Angehörige der Mehrheitsbevölkerung gezielt in den Regionen der "Minderheiten" an, schürt damit ethnische und religiöse Auseinandersetzungen. Brutal unterdrückte indonesisches Militär auch über Jahrzehnte Ost-Timor. Nicht von ungefähr warfen Menschenrechtsorganisation Indonesien Völkermord vor. Allein schon deshalb ist die Suche nach friedlichen Lösungsmodellen durch die Zentralregierung zu begrüßen. Siehe auch: www.gfbv.it: www.gfbv.it/2c-stampa/04-1/040428de.html | _______________________________________________ ================================================ 13 Bertinotti a Vienna www.rifondazione.at Von: stefano at rifondazione.at ================================================ www.rifondazione.at Cari Compagni Abbiamo ricevuto la seguente comunicazione dal Partito Comunista Austriaco: (...) Bertinotti auf Einladung der KPÖ am 17. Dezember in Wien Die Veranstaltung der KPÖ mit Fausto Bertinotti (Rifondazione Comunista) und Walter Baier zum Thema "Der Kommunismus des 21. Jahrhunderts und die Linke" findet am Freitag, 17. Dezember, Beginn: 19 Uhr Ort: NIG (Neues Institutsgebäude der Uni-Wien), Hörsaal 3 statt. lg didi zach Traduzione italiana: (...) Bertinotti su invito del Partito Comunista Austriaco il 17 dicembre 2004 a Vienna La discussione organizzata del Partito Comunista Austriaco con Fausto Bertinotti (Rifondazione Comunista) e Walter Baier sul "Comunismo del ventunesimo secolo e la sinistra", si terrà venerdì 17 dicembre, inizio ore 19.00 al NIG (Nuovo Istituto dell' Università di Vienna). Ringraziamo per la comunicazione Sarebbe opportuno in merito aprire una "profonda" discussione per chiarirsi le idee. Non si può non essere felici di avere finalmente l'occasione di ascoltare il segretario di partito a Vienna, lo si sperava da tanto tempo, ma è inutile nasconderci che la situazione è oltremodo complicata. In un precedente comunicato avevamo richiesto una maggiore chiarezza sulla questione EKH e in caso contrario non avremmo partecipato ad alcuna iniziativa pubblica del Partito Comunista Austriaco (d' ora in poi Kpoe). Posizioni simili sono state espresse dai compagni di Go- Dogma (interni al Kpoe), Kurt Wendt e altri compagni del Kpoe.. come da una miriade di aggregazioni di sinistra . Nei comunicati successivi effettivamente ci sono stati sforzi in tal senso, però puntualmente contraddetti dalle aggregazioni dell' EKH e si è arrivati al punto che per il 12 novembre è annunciata una manifestazione di solidarietà con l' EKH. Come interpretare questo invito a Bertinotti??? A voler essere maligni lo si potrebbe intendere come una "manovra" politica del Kpoe per dare qualcosa in pasto ai leoni e per sopire voci troppo discordanti. Quindi una manovra non proprio "pulita", e che rischia di avere conseguenze non completamente valutate 1) la possibile contestazione che ci potrebbe essere quel giorno -guardare: http://at.indymedia.org/newswire/display/46231/index.php e le ultime iniziative dell' EKH in merito- e che a nessuno di noi, affezionati a Fausto, farebbe piacere 2) tutto questo poco dopo il congresso di partito del Kpoe, forse uno dei più difficili nella seconda repubblica austriaca, dove si prevedono scissioni, discussioni sulla crisi economica del partito e naturalmente anche sulla questione dell' EKH. Manca poco più di un mese... Saluti, Stefano ================================================ 14 Strahlende Zukunft/Kommentar: Der erste Tote Von: akin ================================================ Strahlende Zukunft/Kommentar: > Der erste Tote Jetzt ist es also passiert: Die Castor-Transporte haben ihr erstes Todesopfer gefordert. Bei Avricourt in Lothringen kurz vor der deutschen Grenze ueberrollte ein Zug mit zwoelf Atommuellbehaeltern einen 21-Jaehrigen. Sébastien Briat hatte sich an die Gleise gekettet. Ihm wurden beide Beine abgefahren und er verblutete. Seit 1995 gab es immer wieder Blockade-Aktionen gegen die deutschen Atommuelltransporte und der Einsatz der Taktik des Zivilen Ungehorsams unter Einsatz des eigenen Koerpers war fast schon so etwas wie Routine. Und jetzt das! Einige Sicherheitsmassnahmen waren von Seiten der Demonstranten vernachlaessigt worden, sicher. Dennoch: Lange Zeit galt bei solchen Aktionen, dass die Polizei zwar bisweilen recht kraeftig zulangt, aber letztendlich doch sehr darauf bedacht ist, dass niemand dauerhaft zu Schaden kommt -- schon des eigenen Images wegen. Mittlerweile duerfte man da aber etwas lockerer vorgehen. In diesem Zusammenhang ist auch die Aktion letztes Jahr auf der Autobahn bei Aubonne (Schweiz) zu sehen, bei der ein Polizist einem angeseilten Aktivisten einfach die Leine kappte und diesen 30 Meter in die Tiefe stuerzen liess -- doch der hatte wenigstens noch so viel Glueck, den Sturz schwerverletzt zu ueberleben. Bei Avricourt war der Hubschrauber, der die Strecke ueberwachen sollte, gerade zum Tanken heimgeflogen. Eine Motorradstreife tauchte erst auf, als der Zug schon zu nahe war, um noch rechtzeitig bremsen zu koennen. Es wird wohl nicht Absicht sein, Aktivisten umkommen zu lassen. Niemand will einen Toten. Die Achtsamkeit der Polizeibehoerden bei solchen Aktionen, Menschen, die fuer ihre Ueberzeugung defensiv ihre Koerper einsetzen, nicht einfach draufgehen zu lassen, wird aber geringer. Und das ist nicht fuer die einzelnen Betroffenen gefaehrlich, sondern auch fuer die politische Kultur. Damit lautet naemlich die Botschaft: Bei Zivilem Ungehorsam koennt ihr ums Leben kommen, wir nehmen darauf keine Ruecksicht mehr. *Bernhard Redl* ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< UNBEZAHLTE WERBUNG ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 15 Haben Sie schon afrikanisch gegessen? Von: Angelika Denk ================================================ Haben Sie schon afrikanisch gegessen? Probieren Sie es doch mal aus! In unserem neueröffneten Cafe servieren wir Ihnen original afrikanische Köstlichkeiten ab 6.10 ¤. Sie erreichen uns mit den Linien 5 und 33 , Station Lazarettgasse, direkt hinter der Buchhandlung Maudrich, in der Nähe des alten AKH Wir haben auch eine Internetzugang für unsere Gäste! AFI-Cafe Lazarettgasse 8/1b/1 1090 Wien geööffnet: Mo - Sa : 16 - 23 Uhr Newly opened African Cafe! Come and try our delicious dishes for very cheap prices! We serve pounded yam, rice, beans, plantains, egussisoup, ogbono, vegetable goat and fish pepper soup avsilable We have different types of beers, like stout, guinness, etc. and musicŠ we have internet access for our guests. You can reach us with line (Strassenbahn) 5 and 33, stop Lazarettgasse. AFI-Café Lazarettgasse 8/1b/1 1090 Wien opening hours : Mo - Sa : 4- 11 pm ================================================ B) TERMINE ================================================ ======================== Donnerstag http://mund.at/butt/Termine/November/1111.htm Freitag http://www.mund.at/butt/Termine/November/1211.htm Samstag http://www.mund.at/butt/Termine/November/1311.htm ======================== ================================================ D) EDITORIAL ================================================ Für den Inhalt verantwortlich: Ihr. E-Mail-Adresse für Beiträge: widerstand at no-racism.net geschickt. widerst at nd MUND und alle Termine täglich aktualisiert im Web: http://www.no-racism.net/MUND Ziel von MUND (medienunabhängiger Nachrichtendienst) ist die unzensurierte und möglichst rasche Information über gesellschafts- politisch relevante Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu Widerstand und Antirassismus sowie verwandte Themen. sollen einen Titel, Namen und Emailadresse der/des AutorIn enthalten und möglichst kurz und prägnant gehalten sein, ev. mit Hinweis, wo weitere Informationen eingeholt werden können. Bitte keine Attachments! Die inhaltliche und sachliche Verantwortung liegt bei der/dem jeweiligen AutorIn bzw. jenen, die uns die Beiträge schicken. Der MUND wird von einzelnen TagesredakteurInnen zusammengestellt. Da Fehler nicht ausgeschlossen sind, bitten wir, nicht veröffentlichte Beiträge nochmals an widerstand at no-racism.net zu senden. Die Weiterleitung (auch auszugsweise) ist erwünscht. Beiträge mit rassistischen oder sexistischen Inhalten werden nicht veröffentlicht. Sehr persönliche Meldungen werden wir an den betreffenden Adressaten weiterleiten, aber nicht im MUND veröffentlichen. Die bisherigen Ausgaben sind unter http://www.no-racism.net/MUND archiviert. Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage: * Wann: Sonntag, 11.11.2001, 11:11 Uhr * * Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" * * Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf * * Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie. Aber kurz und prägnant.* Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch stillschweigend Zensur zu üben. Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die Nichtaufnahme geliefert. (Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.) Die AbsenderInnen der betroffenen Beiträge werden hiervon informiert. Im Sinne einer "gläsernen Zensur" könnt ihr Euch die Beiträge gerne extra schicken lassen: Ein kurzes Mail an widerstand at no-racism.net genügt. ================================================ E) VERTEILERLISTE ================================================ Zur Eintragung in diesen Verteiler bitte direkt subskribieren unter http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/analle oder von der einzutragenden Adresse aus ein mail schicken an: admin at no-racism.net mit folgendem Text: subscribe no-racism Bitte wegen Automatisierung diesen Wortlaut verwenden! Zur Austragung aus dieser Liste bitte an zusammengestellt. Bitte keine Attachments! (werden nicht angenommen) 3 nicht widerstandsrelevante nachrichten, 1 unaktuelle nachricht Redaktionsschluss für diese Ausgabe: Do 2:00 III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III ü, ö, ä, ß, Ü, Ö, Ä III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III widerst at nd-MUND is powered by http://alt.strg.at/ ================================================ From analle at no-racism.net Fri Nov 12 08:34:48 2004 From: analle at no-racism.net (analle at no-racism.net) Date: Fri, 12 Nov 2004 08:34:48 +0100 Subject: widerst@nd! - MUND: Freitag, 12.11.2004 Message-ID: widerst at nd MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst www.no-racism.net/mund Freitag, 12. November 2004 ================================================ A) INHALT ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 01 Reminder: Symposium Kritische Theorie "Cafe Critique" ================================================== 02 ContextXXI-Radio "Heidelinde Hammer" ================================================== 03 erinner: Solidaritäts - Flohmarkt Sa,13.Nov. 14-20 uhr Deserteurs und Flüchtlingsberatung ================================================== 04 Kristallnacht Zeitzeugen berichten; Volkstheater, 14. November, 11 Uhr Gerald Buchas ================================================== 05 Vortrag / Videopräsentation Cornelia Kogoj ================================================== 06 KULTUR-SENSIBLE GESCHLECHTERERZIEHUNG Verein Multikulturell ================================================== 07 IG AUTORINNEN AUTOREN BEI DER BUCHWOCHE 2004 IM WIENER RATHAUS Traude Korosa ================================================== 08 Mahnwache, Widerstandslesung, Betteln für Gehrer "August Faschang" ================================================== ================================================== 09 lesbische.filmtage.graz "Judith Dremel" ================================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND KOMMENTARE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 10 Stellungnahme der SLP zum Verkauf von EKH/Wielandschule durch die KPÖ "Sozialistische LinksPartei" ================================================== 11 [FriWe] Rundbrief November 2004 "Friedenswerkstatt Linz" ================================================== 12 Tschetschenien-Demo? ================================================== 13 KSV (Bertinotti a Vienna) ================================================== 14 European Community Media Forum gegründet "W.Hirner: Radiofabrik 107,5 MHz" ================================================== 15 BSV: ÖH muss starke Vertretung bleiben! "Selma Schmid" ================================================== 16 Regierung/Hochschülerschaft/Gesetznovelle/KSV KPÖ Steiermark ================================================== 17 AKS: Macht Leistung Bildung? "Flo Steininger" ================================================== 18 Risposta di Walter Baier (Bertinotti a VIenna) "" ================================================== 19 Besuch äthiopischer Ministerpräsident in Österreich "GfbV - Hans Bogenreiter" ================================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< DISKUSSION ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 20 stellungnahme der slp zu einem mögichen eu-beitritt der türkei "Sozialistische LinksPartei" ================================================== ================================================ B) TEXTE ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 01 Reminder: Symposium Kritische Theorie "Cafe Critique" ================================================== Feindaufklärung und Reeducation: Über die Notwendigkeit Kritischer Theorie heute Symposium am 12. und 13. November 2004 Technische Universität, Hauptgebäude Schütte-Lihotzky-Hörsaal (HS 7) Karlsplatz 13, 1040 Wien Hof 2, Stiege 7, Erdgeschoß Eine Veranstaltung von Café Critique und der Studienrichtungsvertretung Politikwissenschaft Unterstützt vom HaShomer HaZair und Teilen der Fachschaft Informatik Für November haben rechtsradikale Burschenschaften und Freiheitliche von der "Arge Konrad Lorenz" angekündigt, ihren Haß auf die sogenannte "Frankfurter Schule" in Wien im Vorfeld eines "Konrad-Lorenz Kommers" öffentlich auszutoben. Grund genug, an Feindaufklärung und Reeducation zu erinnern, wie sie einmal gegen das Dritte Reich mobilisiert wurden, und einen ihrer besten Teile, die Kritische Theorie, gegen das Fortleben des Nationalsozialismus innerhalb der Demokratien Deutsch- Europas ins Treffen zu führen und einige ihrer zentralen Gedanken zu rekapitulieren. Freitag, 12. 11. 15 Uhr Eröffnung und Einleitung: Stephan Grigat 15.15 Johann Dvorák: Adorno als Ruhestörer 16.00 Heribert Schiedel: Der Haß der Antisemiten auf die Kritik Adorno und Horkheimer als Feindbild und der Hintergrund der rechtsradikalen "Arge Konrad Lorenz" 18.00 Stephan Grigat: Kritik, befreite Gesellschaft und Solidarität mit Israel Zur Aktualität der Kritischen Theorie 20.00 Gerhard Scheit: Racket und Vernichtung Kritische Theorie gegen (post-)nazistische und islamistische Banden Samstag, 13. 11. 14.00 Ljiljana Radonic: Die Bedeutung der Psychoanalyse für die Kritische Theorie 16.00 Florian Markl: Was heißt "struktureller Antisemitismus"? 17.45 Alex Gruber: Deutschland - Amerika Die Kritische Theorie im Kampf gegen Nazi-Deutschland anschließend Podiumsdiskussion über Antifaschismus "auf den Bajonetten der USA" und die Notwendigkeit von Feindaufklärung und Reeducation heute mit Hannah Fröhlich, Karl Pfeifer, Gerhard Scheit, Heribert Schiedel und Thomas Schmidinger Moderation: Stephan Grigat __________________________ 23. 11. 04 Wien, 19.30 Empire und Multitude. Die Welt von Michael Hardt und Antonio Negri Vortrag von Fabian Kettner (RRU Bochum) Café 7Stern, Siebensterngasse 31, 1070 Wien 14. 12. 04 Wien, 18.30 Antisemitischer Terror sponsored by EU Vortrag von Ilka Schröder (von 1999 bis 2004 Mitglied des Europäischen Parlaments) Gemeindezentrum der IKG Seitenstettengasse 4 1010 Wien bitte Ausweiß mitnehmen und Zeit für Einlaßkontrollen einplanen http://www.cafecritique.priv.at ================================================== 02 ContextXXI-Radio "Heidelinde Hammer" ================================================== Wien - Orange 94,0 ACHTUNG: seit Juni 2004 Freitag 13:00 - 14:00 Uhr Graz - Helsinki 92,6 jeden Montag 10:00 - 11:00 Uhr Klagenfurt - AGORA 105,5 / 106,8 / 100,9 jeden Donnerstag 19:00 20:00 Uhr Context XXI-Radio bringt am: 11., 12. und 15. November 2004 "Einmal muss Schluss sein?!" Doron Rabinovici liest aus seinem neuen Roman Ohnehin (Suhrkamp, 2004). Mit Musik von Deishovida und not 4 you, gestaltet von Mary Kreutzer. 18., 19. und 22. November 2004 "Äxte gegen Technokraten. Der nubischen Widerstand gegen den Kajbar-Staudamm" Thomas Schmidinger bereiste in den letzten Jahren mehrmals den Sudan und Ägypten und führte dabei gemeinsam mit Mary Kreutzer ein Interview mit Suad Ibrahim Ahmed, einer Kommunistin und Aktivistin der nubian alliance, einem Zusammenschluß von NubierInnen im Kampf gegen die Überflutung ihres Landes. 25., 26. und 29. November 2004 "Die versunkene Stadt. Frauen im Widerstand gegen den Nationalsozialismus" Die Sendung bringt Beiträge des Context XXI-Symposiums von Rita Thalmann, Tusia Herzberg, Ingrid Strobl und Katrin Auer. Gestaltet von Eva Krivanec und Mary Kreutzer. Gefördert durch den Nationalfonds der Republik Österreich für Opfer des Nationalsozialismus. ================================================== 03 erinner: Solidaritäts - Flohmarkt Sa,13.Nov. 14-20 uhr Deserteurs und Flüchtlingsberatung ================================================== ...ich bin dein erinnerungsmail... +++ bitte weitermailen +++ bitte weitersagen +++ Liebe Leute! Solidaritäts - Flohmarkt für die Deserteurs- und Flüchtlingsberatung "bei, mit und für uns!" Sa, 13. Nov. 2004 14:00 - 20:00 in der Schottengasse 3a/1/59, 1010 Wien (U2 Schottentor, U3 Herrengasse) Stadtplan: http://www.deserteursberatung.at/desiintern/stadtplan.htm !!! Glühwein, lekker Essen & viel spannende Flohmarktware warten!!! Erstehen der Flohmarktware auch via Tauschkreis möglich. mehr Infos: http://www.deserteursberatung.at/aktuelles/soli_flohmarkt_131104.htm Weitere Flohmarktware ist herzlich willkommen! Tschuldigung falls mehrfachmails... Bis bald... Eure Deserteurs- und Flüchtlingsberatung Schotteng. 3a/1/59 A-1010 Wien Tel.: +43/1/533 72 71 Fax.: +43/1/532 74 16 www.deserteursberatung.at ================================================== 04 Kristallnacht Zeitzeugen berichten; Volkstheater, 14. November, 11 Uhr Gerald Buchas ================================================== Kristallnacht Zeitzeugen berichten; Volkstheater, 14. November, 11 Uhr Matinee zum Thema "Und wo war Gott ...?" Den Aspekt der Religion rückt heuer die bereits zum 12. Mal stattfindende Zeitzeugen-Matinee im Gedenken an die November-Pogrome im Wiener Volkstheater in den Mittelpunkt: Unter dem Titel "Und wo war Gott ...?" werden jüdische Opfer des Holocaust ebenso über ihren Leidensweg berichten, wie die Mitverantwortung der christlichen Kirchen zur Sprache gebracht wird. "Wie kann Gott dies nur zulassen? Hat Gott uns verlassen?" Für viele jüdische Menschen bedeuteten die Gräuel des "3. Reiches" von den diskriminierenden Gesetzen angefangen über die unmenschlichen Lebensbedingungen in den Ghettos bis hin zur Verfolgung und Massenmord eine Prüfung. Aber auch die Rolle der christlichen Kirchen wird bei der von der Theatergruppe B-project organisierten Matinee "Kristallnacht Zeitzeugen berichten" zur Sprache kommen: Zwar setzten sich viele Priester für verfolgte Mitmenschen ein, viele starben im KZ, doch die Kirchen schwiegen oder kollaborierten mit dem Nazi-Regime. Moderiert wird dieses Gespräch (Leitung: Gerald Buchas) vom Journalisten Hans-Henning Scharsach. Im Anschluss an die Matinee hat der BUND Sozialdemokratischer Juden-AVODA in der "spielbar" ein Gespräch mit Oberrabbiner Chaim Eisenberg und Prof. Rudolf Sarközi über das Thema organisiert. Zu den ZeitzeugInnen zählen unter anderem Judith Jaegermann, die heute in Israel lebt und als Kind nach Theresienstadt und Auschwitz deportiert und später von den Briten befreit wurde und als 16-jährige nach Palästina kam. Prof. Dr. Kurt Schubert begann sein Studium Altsemitische Philologie mit Orientalischer Altertumswissenschaft an der Universität Wien 1941, war im katholischen Widerstand und konnte nach vielen Mühen 1955 an der Universität Wien die Gründung des ersten Instituts zur Erforschung der jüdischen Kultur und Geschichte im deutschen Sprachraum durchzusetzen. Fanja Branzowska-Iocheles wurde in Kaunas in Litauen geboren und erlebte die Zeit im Ghetto in Vilnius, sie ist eine der wenigen noch lebenden Partisaninnen von Vilnius. "Und wo war Gott ...?" Gedenkveranstaltung im Rahmen von "Kristallnacht Zeitzeugen berichten" Volkstheater, Wien, 14. November 2004, 11 Uhr Karten unter Tel. (01) 524 72 63 oder 524 72 64 Kartenpreise: 12 Euro (ermäßigt: 7,50 Euro) Eine Produktion von B-project www.kristallnacht.at ================================================== 05 Vortrag / Videopräsentation Cornelia Kogoj ================================================== Vortrag/Videopräsentation: Zeigam Azizov (London) "Global escape: art as a scene of proliferated means and ideas." Dienstag 16. November, 15.30 Uhr, Raum M13, Mezzanin Akademie der bildenden Künste, Wien, Schillerplatz 3, 1010 Wien Zeigam Azizov arbeitet als Künstler und Theoretiker vorwiegend zu Fragen von Globalisierung, Migration und Rassismus Vortrag im Rahmen des Seminars "Migration, Exil und Diaspora in der Kunst der Gegenwart" (Gastprof. Christian Kravagna) -- Dr. Cornelia Kogoj Initiative Minderheiten Gumpendorfer Str. 15/13 A-1060 Wien Tel.: (+43 1) 586 12 49-18 Fax: (+43 1) 586 82 17 www.initiative.minderheiten.at www.gastarbajteri.at ================================================== 06 KULTUR-SENSIBLE GESCHLECHTERERZIEHUNG Verein Multikulturell ================================================== VEREIN MULTIKULTURELL MIGRATIONSAKADEMIE Mentlgasse 7, 6020 Innsbruck Tel: 0512 - 56 29 29 Fax: 0512 - 56 30 34 Email office at migration.cc Ein Orientierungsforum für und mit Migrantenjugendlichen Das 4. Modul im Rahmen unseres Orientierungsforums Sexuelle Aufklärung von Jugendlichen unter Beachtung der kulturellen und religiösen Gegebenheiten mit Georgia SEVER, Peregrina Wien findet am Samstag, dem 13. November 2004 von 12:00 - 16:00 Uhr in der Migrationsakademie, Mentlgasse 7 statt. Sexuelle Aufklärung ist in der heutigen Zeit unabdingbar. Doch wird in den Schulen, wo die Aufklärung stattfindet, selten auf die kulturellen Unterschiede bei den Jugendlichen eingegangen. In diesem Modul soll eine Aufklärung unter besonderer Beachtung der Kulturen und Religionen angeboten werden. Den Inhalt dieses Workshops können die Jugendlichen aktiv mitgestalten, indem sie uns ihre Fragen über Sexualität, Pubertät, Frauenprobleme, Männerprobleme im Vorhinein mitteilen. Georgia Sever von der psychologischen Beratung des Peregrina in Wien wird diese Fragen im Modul beantworten. Da Georgia Sever auch Sexualberaterin ist, kann sie bei Bedarf nach dem Workshop auch Einzelberatungen anbieten. ANMELDUNGEN IM BÜRO ================================================== 07 IG AUTORINNEN AUTOREN BEI DER BUCHWOCHE 2004 IM WIENER RATHAUS Traude Korosa ================================================== Die Interessensgemeinschaft für österreichische Autorinnen Autoren ist auch heuer wieder mit einem Gemeinschaftsstand für österreichische Verlage bei der Buchwoche im Wiener Rathaus (vom 16.11.04 bis 21.11.04) vertreten. Am Gemeinschaftsstand für österreichische Verlage der IG Autorinnen Autoren wird eine Auswahl der Neuerscheinungen von über hundert österreichischen Verlagen sowie aktuelle Verlagsprogramme präsentiert. Öffnungszeiten der Buchwoche jeweils von 10.00 bis 19.00. Am IG Stand gratis abgegeben wird der Katalog DIE LITERATUR 2004 - mit einem Überblick über die Vielfalt der östereichischen Verlagslandschaft: der Katalog beinhaltet die wichtigsten Angaben zu 185 österreichischen Verlagen, 1.481 Neuerscheinungen sowie 1.473 backlist-Titel aus dem Jahr 2003. Ein weiterer Teil des Kataloges listet 408 Titel österreichischer AutorInnen auf, die in deutschen und schweizer Verlagen veröffentlicht wurden. Informationen zur öst. Buchwoche 2004 bzw. Programm: http://www.buchwoche.at Nachtrag zur Frankfurter Buchmesse, Oktober 2004: Die Beiträge der Buchpräsentationen am IG-Stand während der Frankfurter Buchmesse finden Sie unter: http://www.literadio.org Das IG-Team bei der Buchwoche freut sich auf Ihren Besuch mfg Traude Korosa IG AutorInnen Mag. Traude Korosa Seidengasse 13 A-1070 Wien Tel. 01/52 620 44 54 Fax: 01/52 620 44 55 URL der verlag-LINK-site: http://www.kultur.at/linx/verlag/ ================================================== 08 Mahnwache, Widerstandslesung, Betteln für Gehrer "August Faschang" ================================================== Liebe Leute! Auch am Donnerstag (11.11.) gibt es von 20Uhr-20Uhr15 die wöchentliche Mahnwache gegen Schwarzblau in Österreich und Blaurot in Kärnten vor dem Kanzleramt. Der gewöhnlich damit verbundene Speakerscorner wird diesmal entweder in geänderter Form oder nicht stattfinden. Da ein Teil der regelmäßigen Teilnehmer/innen diesen Donnerstag an einer andernorts gleichzeitig stattfindenden Protestveranstaltung teilnehmen möchte, zusätzlich Leute aufgrund von Urlauben, Fortbildungen etc. ihre Abwesenheit angekündigt haben und auch noch Krankheitserreger durch Wien streunen, ist für diesen Donnerstag eine geringe Teilnehmer/innen absehbar. (Überraschungen sind erwünscht!) Deswegen wird das vorgesehene Referat im Gedenken an die Novemberpogromnacht abgesagt. Es werden mindestens zwei Leute Texte zum 9.11.1938 mitbringen. Falls wir doch nicht so wenige sein sollten und/oder falls es dem Wunsch der Teilnehmer/innen entspricht, können diese Texte verlesen werden. Alle sind eingeladen, weitere Texte zum Novemberpogrom mitzubringen! Gegen die regierenden Naziverharmloser/innen! Weitere Termintipps: Donnerstag (11.11.), 11Uhr, Treffpunkt vor der Hauptuni, Karl Lueger Ring, Uni-Rampe: Betteln für Gehrer, mitorganisiert vom Kulturverein Kanafani - Näheres im ANHANG! Donnerstag (11.11.),ab 17Uhr: Widerstandslesung (Ecke Ballhausplatz/Heldenplatz). Donnerstag (11.11.), 20Uhr: Mahnwache, siehe oben. Sorry wegen der späten Aussendung (erst heute aus dem Grippebett gekrochen) & in der Hoffnung, dass wir uns nächste Woche wieder in größeren Massen am Ballhausplatz treffen! Gustl ANHANG: BETTELN FÜR GEHRER Die verheerende Situation an den > österreichischen Universitäten trifft uns persönlich hart, sind doch die meisten "Kanafanis" Studierende und nicht wenige von uns arbeiten am bereits in die Schlagzeilen geratenen Publizistik-Institut in Wien. Viele von uns haben keinen österreichischen Pass und dürfen neuerdings gleich doppelt so hohe Studiengebühren zahlen. Es war für uns daher ein logischer Schritt sich innerhalb der "Plattform ausländische Studierende" zu organisieren, eine Eigeninitiative von Migrantinnenvereinen mit hohem Studierenden-Anteil. Auf Initiative dieser Plattform wird nun eine Demonstration stattfinden, zu der auch unter anderem die StudentInnengewerkschaft (GPA - StudentInnen) und die ÖH - Uni Wien aufrufen. Die Aushungerungen der Universitäten muss ein Ende haben. Denn Bildung ist weder Privileg noch Ware. Wir hoffen auf Eure Beteiligung und Unterstützung! Aufruf an alle KollegInnen: KOMMT ALLE ZUM BETTELZUG: Treffpunkt: Am Do. 11.11. um 11 Uhr vor der Hauptuniversität, Dr. Karl-Lueger-Ring, Uni-Rampe Alle Bettelstudentinnen ziehen gemeinsam bettelnd durch die Stadt um letztendlich bei BM Gehrer am Minoritenplatz ihre Beute abzuliefern. Vor den Redaktionen des Standard und des Falters, vor dem ÖVP-Parlamentsklubs und der SPÖ-Zentrale werden kurze Kundgebungen mit Redebeiträgen gehalten, während einige Bettlerinnen in den jeweiligen Büros ihr Glück versuchen. anschliessend: Aktionstreffen der BettlerInnen und Unzufriedenen. Ort wird bei der Demonstration bekanntgegeben. ********************** BETTELN FÜR BM GEHRER! Das Bildungsministerium hat kein Geld. Die Universitäten haben kein Geld. Alle sind bettelarm. Aber niemand will betteln gehen. Daher haben die Ministerien und die Rektorate entschieden: Die Studierenden müssen das Geld auftreiben. Insbesondere die ausländischen Studierenden sind zum Betteln prädestiniert: Sie dürfen nämlich sowieso nicht arbeiten in> Österreich. Daher haben Ministerium und Rektorate entschieden, dass sie gleich doppelt soviel Geld wie die österreichischen Studierenden auftreiben sollen, nämlich 741,58 Euro pro Nase und Semester. Daher: Wir gehen betteln für Gehrer, Winkler und Co, wer geht mit? Betteln statt Studieren! An den österreichischen Universitäten, allen voran die größte Universität in Wien, herrschen chaotische Zustände. Die Hochschulen sind herabgewirtschaftet, die Budgets werden immer kleiner, es mangelt an zahlreichen Instituten an Personal und Infrastruktur, die Veranstaltungen sind überlaufen, das Bildungsniveau ist gering, ernsthafte Forschungstätigkeit ist nicht möglich, die studentische Mitbestimmung ist bereits extrem mangelhaft und wird nichtsdestotrotz immer weiter ausgehöhlt, die AkademikerInnenquote ist im europäischen Vergleich gering und weiter im Sinken, die Anmeldung zu Seminaren wird zum Glücksspiel. Ordentlich studieren können wir also nicht. Das ist aber nicht unbedingt negativ zu sehen. Bleibt uns doch mehr Zeit zum Geld erbetteln! Ist doch nicht schlecht, oder? Gegen einen Numerus Rassismus! Die Zersplitterung der Studierenden wird bewusst betrieben! "Selbstverständlich" wird die Unterteilung der StudentInnenschaft in in- und ausländisch vorgenommen. Die ausländischen Studierenden werden danach nochmal aufgesplittet nach Herkunftsland. Und dann wird jede StudentInnengruppe aus dem jeweiligen Land nochmal aufgesplittert je nach Universität. Denn das Bildungsministerium entlässt die Universitäten in die "Autonomie" und sich selbst aus der Verantwortung. Das heisst, eine türkische Studentin an der TU-Wien wird anders behandelt als eine türkische Studentin an der Universität Wien. Die türkische Studentin an der Universität Wien wird wiederum anders behandelt als eine Studentin aus Bulgarien. Das geht uns allerdings zuweit. Wir gehen alle gemeinsam betteln, wir lassen uns nur ungern gegeneinander aufspielen. Und die Aufsplitterung wird nicht bei den ausländischen Studierenden halt machen: Mit der Vollrechtsfähigkeit der Universitäten ab 2007 werden wir alle davon betroffen sein. Eine weitere Erhöhung der Studiengebühren ist zu erwarten. Daher: BettelstudentInnen aller Länder vereinigt Euch! HOCH LEBE DIE ORGANISIERTE BETTELEI (Kopf der Bande siehe Überschrift)! Flyer können an der ÖH - Universitätsvertretung im Alten AKH, Universitätscampus, Hof 1 abgeholt werden! ********************** Die Österreichische HochschülerInnenschaft fordert alle StudentInnen auf, über die eigenen Studienbedingungen und die Erfahrungen an den österreichischen Unis zu berichten. Alle Mails an: ich.will.studieren at oeh.ac.at Die Mails werden dann - klarerweise anonymisiert - in ein Forderungspapier verarbeitet und dem Ministerium vorgelegt. ================================================== 09 lesbische.filmtage.graz "Judith Dremel" ================================================== "lesbisch(er)leben" mit den lesbischen.film.tagen graz Nach dem großen Erfolg im Vorjahr gehen die lesbischen.film.tage graz (le.f.t) diesen November mit viel Schwung in die zweite Runde diesmal mit einem bunten Programm voll von Klischees und Mythen rund ums Lesbisch-Sein. Die lesbischen.film.tage, im Dezember 2003 als erste Veranstaltung dieser Art in Graz gestartet, finden nun schon zum zweiten Mal statt. Das Ziel des Festivals: Lesbische Lebensrealitäten außerhalb des üblichen Hollywooddiskurses sichtbar zu machen und aus ihrer eher exotischen und oft auf Sexualität reduzierten Ecke zu holen. Dieses Konzept wurde im letzten Jahr durch eine über 70%ige Auslastung der Filme mehr als bestätigt, und mit diesem Anspruch will le.f.t auch heuer wieder für volle Kinosäle sorgen. Unter dem Motto "lesbisch(er)leben" beschäftigen sich die Organisatorinnen Uma Höbel (Verein Frauenservice), Martina Kump (Verein Labrys) und Eva Kuntschner von 24. bis 27. November mit den Mythen, die sich rund ums Lesbisch-Sein ranken. "Lesbische Frauen sehen sich immer wieder mit einschränkenden Vorurteilen konfrontiert, innerhalb wie außerhalb der 'Szene'," so Uma Höbel. "Wir wollen diese Klischees hinterfragen." So tummeln sich im heurigen Programm z.B. Feuerwehrfrauen neben nicht-geouteten Lesben mit Videotagebüchern, und es wird allen Ernstes die Frage gestellt, was Ottilie Normalverbraucherin unter einer "Kampflesbe" versteht. Interkultureller Ansatz "Besonders wichtig ist uns dabei der internationale und -kulturelle Ansatz" meint Martina Kump, was ein Blick auf das Programm bestätigt. Neben Filmen aus der Schweiz, den USA und Deutschland finden sich auch Produktionen aus Schweden und Argentinien. Auch ein anspruchsvolles Rahmenprogramm mit Workshops und Vorträgen darf heuer nicht fehlen. Eva Kuntschner: "Der im letzten Jahr eröffnete, teilweise sehr kontroversiell geführte Diskurs, der weit über die 'Szene' hinausging, soll fortgesetzt werden." Wie schon im Vorjahr will le.f.t auch heuer mindestens so viele Fragen aufwerfen, wie beantwortet werden können, wie z.B.: Sind Klischees ausschließlich negative, von außen verordnete Schablonen, in die sich Lesben zwängen lassen müssen, oder ist es auch möglich, sich ebendiese Klischees zueigen zu machen, sie mit Augenzwinkern für die eigene Realität "zurechtzustutzen"? Gibt es überhaupt eine gemeinsame lesbische Wahrnehmung? Sind alle Lesben gleich nur manche sind lesbischer? Und: Steckt nicht in allen von uns eine Feuerwehrfrau? Große Zukunftspläne Ehrgeiziges Ziel der Veranstalterinnen: le.f.t soll sich in Graz etablieren und in Zukunft alle zwei Jahre stattfinden alternierend mit und als Ergänzung zu identities, Queer Filmfestival Wien. Nähere Informationen unter [4]www.frauenservice.at/left Rückfragen jederzeit an Judith Dremel (Referentin für Öffentlichkeitsarbeit und Sponsoring) per E-Mail: [5]pr_left at web.de bzw. unter der Telefonnummer 0650/77 07 017. le.f.t-Programm: 24. 27. November 2004, jeweils 19.30 im [6]Filmzentrum im Rechbauerkino [Rechbauerstr. 6, 8010 Graz] Kartenreservierungen ab 10. November unter [7]left at frauenservice.org Vorverkauf: am 10. und 17.11.04 im Rahmen der labrys lounge im 1st act, Jakoministraße 34 (nähere Infos unter [8]www.labrys.gundl.at) Eine Veranstaltung von Frauenservice/Uma Höbel, LABRYS/Martina Kump und Mag.a Eva Kuntschner. Mittwoch, 24. November 2004 Stefanie Jordan-Themenabend le.f.t präsentiert die vielfach ausgezeichnete deutsche Animations- und Dokumentarfilmerin: (Eröffnung durch Brigitte Hinteregger, Unabhängige Frauenbeauftragte der Stadt Graz) Late at Night Inspiriert vom gleichnamigen Lied von Cassandra Wilson ist diese Komposition aus Malerei, Animation und Musik der Ausdruck eines wohl allseits bekannten Gefühls. Animation, D 1997, 4 min Regie und Animation: Stefanie Jordan [9]mehr Infos Crude Eine abstrakte Geschichte über Schmerz und Lust, gefilmt im Rahmen des berühmt-berüchtigten S/M-Spektakels des Folsom Street Fair in San Francisco. experimental, s/w, USA/D 1996, 4 min 20 sec Regie: Stefanie Jordan [10]mehr Infos Some Real Heat in der Hitze des Gefechts Dokumentarfilm über sechs Feuerwehrfrauen in San Francisco, über "chainsaw mamas", "axe moments", Feuer und den Mythos eines gefährlichen und männerdominierten Berufes. Dokumentation, USA/D 2001, 54 min, OmU Regie: Stefanie Jordan [11]mehr Infos Donnerstag, 25. November 2004 Kurzfilmabend turbulenzen Als Einleitung zum Kurzfilmabend zeigt LE.F.T. den Film einer Grazer Regisseurin: turbulenzen ist der innere Dialog einer Frau, die sich in eine Frau verliebt und plötzlich "Flugzeuge im Bauch" hat. Ein Film aus dem Grenzbereich zwischen Erzählung und eigenem Erleben. experimental, Ö 2004, 5min 40sec Regie: Ulla Klopf Lesbian Fun Shorts Kurzfilmabend "with a twist" Was wäre ein lesbisches Filmfestival ohne einen Kurzfilmabend? Und doch ist dieser etwas anders in sieben Kurzfilmen, allesamt auf Festivals prämiert, geht es um lesbische Liebe, um Geheimagentinnen, den ultimativen Lesben-Knigge und um ein Weihnachtsfest, wo die ganze Familie "stille Nacht, lesbische Nacht" trällert. [12]mehr Infos Freitag, 26. November 2004 Sichtweiten "Was ist eine Lesbe?" ZürcherInnen antworten und werfen eine neue Frage auf: Bestimmt sich die Wahrheit aus der Sicht der Klischees oder verstellt das Klischee die Sicht auf die Wahrheit? Dokumentation, CH 2003, 7,5 min, schweizerdeutsch - OmU Regie: Samira El-Maawi [13]mehr Infos Du ska nog se att det går över Don't You Worry, It will Probably Pass My, Natalie und Joppe sind jung, lesbisch und wohnen in schwedischen Kleinstädten. Als Videotagebuch in Eigenregie von den drei jungen Frauen verfasst, beschäftigt sich der Film auf einfühlsame Weise mit der Befindlichkeit von Lesben vor dem Coming-Out. Dokumentation, Schweden 2003, 74 min, OmeU Regie: Cecilia Neant-Falk [14]mehr Infos Samstag, 27. November 2004 Tan de repente Aus heiterem Himmel "Willst du ficken?" Mit diesen Worten spricht die Aussteigerin Mao die Unterwäscheverkäuferin Marcia an, die ein ereignisloses Dasein in Buenos Aires führt. Marcia will nicht. Also wird sie von Mao und deren Liebhaberin Lenin kurzerhand entführt und mit auf eine Reise genommen, die sie ans Meer und schließlich ins Dorf von Lenins Großmutter führt. Und plötzlich will Marcia gar nicht mehr zurück... Spielfilm, Argentinien 2002, 90 min, spanisch/eU) Regie: Diego Lerman [15]mehr Infos Rahmenprogramm: Donnerstag, 25.11.04, 17:30 Diskussion "Wer soll denn das bezahlen? Produktionsbedingungen für lesbische Filme" Die Regisseurinnen Samira El-Maawi (Zürich) und Stephanie Jordan (Berlin), beide im LE.F.T-Programm vertreten, sprechen über Leid, Freud und Arbeitsbedingungen bei Filmen mit lesbischem Inhalt. Ort: Galerie Nova im Rechbauer, Eintritt Frei Freitag, 26.11., und Samstag, 27.11., jeweils 13:00 bis 17:00 Workshop "Starke Frauen, schräge Mädels, und immer wieder Femmes Fatales Einführung in die feministische Filmanalyse" Film ist das Medium unserer Zeit, was die Konstruktion von Geschlecht anbelangt. Diese geschieht häufig nicht offen in der Handlung, sondern versteckt über Kameraführung oder Inszenierung. Filmanalyse ist ein wichtiger Teil der feministisch-politischen Bildung, die das zur Kritik nötige 'Analyse-Handwerkszeug' zur Verfügung stellt. Ziele: Filmanalyse ist wichtig, soll aber nicht den Spaß am Filmschauen verderben! Die Teilnehmerinnen sollen Anwendungsgebiete der feministischen Filmanalyse kennen lernen und auch selbst analytisch/kritisch tätig werden. Ort: palaverconnected, Griesgasse 8, Seminarraum Kosten: 29 / erm. 19 Leitung: Mag.a Eva Kuntschner Informationen und Anmeldung unter [16]www.frauenservice.at/bildung oder 0316/ 72 20 44 Samstag, 27.11.04, 21:00 Frauenfest WOMEN ONLY! Ort: Café Galileo [Lessingstr.25, 8010 Graz, Campus Alte Technik] Eintritt: 3 Unkostenbeitrag mit DJanes murla, Verena und Anna Änderungen vorbehalten ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND KOMMENTARE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 10 Stellungnahme der SLP zum Verkauf von EKH/Wielandschule durch die KPÖ "Sozialistische LinksPartei" ================================================== Seit mehreren Wochen findet eine hitzige Debatte über den Verkauf von Wielandschule/EKH durch die KPÖ statt. Für die SLP ist dies keine simple "gut-böse"-Frage. Wir haben dazu eine differenzierte und dennoch klare Position. Im Rahmen der kapitalistischen Gesellschaft sind die Mittel für Jugendkultur, alternative Projekte, linke Strukturen knapp. Diese wurden und werden daher v.a. durch Selbstausbeutung finanziert bzw. erkämpft (durch Kampagnen, Besetzungen etc.). Die wirtschaftliche und politische Situation der letzten Jahre hat die Situation weiter verschärft, Subventionen und Förderungen für diesen Bereich werden gekürzt. Die zentrale Verantwortung kommt der öffentlichen Hand zu: Bund, Länder und Gemeinden (und hier den zentralen politischen Kräften, insbesondere der SPÖ). Hier gilt es vor allem Druck zu erzeugen, um Mittel für solche Projekte zu erhalten bzw. zu sichern. Der Mangel an öffentlichen Mitteln hat immer wieder zu Eigeninitiativen, wie z.B. Hausbesetzungen geführt, die grundsätzlich zu verteidigen sind. Die Besetzung von EKH/Wielandschule stellt hier einen Sonderfall dar, da die Eigentümerin des Haus eine linke Organisation ist bzw. war. Die KPÖ war, aufgrund ihrer und der österreichischen Geschichte, lange Zeit eine reiche Partei; mit Geld, Immobilien und Unternehmen. Darüber waren aber weder die Parteimitglieder voll informiert, noch wurden diese Mittel im vollen Umfang zur Stärkung von Klassenkämpfen und der ArbeiterInnenbewegung eingesetzt. Die KPÖ hat oft wie ein "normaler" Kapitalist agiert. Politisch hat die KPÖ ihr Geld oftmals als Druckmittel zur Durchsetzung politischer Anliegen in Bündnissen verwendet. Die Ressourcen lagen teilweise, wie bei der Wielandschule, brach. Mit der Besetzung der Wielandschule wurden diese brachliegenden Ressourcen für einen Teil der Linken nutzbar gemacht. Wir halten das EKH nicht für "den allen zugänglichen und von allen nutzbaren linken Raum" sondern für EIN linkes Projekt unter vielen, dem wir durchaus kritisch gegenüberstehen. Als die Wielandschule besetzt wurde, war diese kurz zuvor von der KPÖ geöffnet worden. Diverse linke Gruppen hatten darin Räume zur Nutzung, darunter auch wir. Die BesetzerInnen haben die Weiterbenützung dieses Büros durch uns verhindert. Der "linke Raum EKH" ist also nur für ein bestimmtes linkes Publikum nutzbar. Trotzdem war das Projekt EKH zweifellos ein lebendigeres Projekt als die zuvor brach liegende Wielandschule, in dem verschiedenste Gruppen, Projekte und Aktivitäten existieren konnten, die sonst schwer oder nicht möglich gewesen wären. Als solches bedeutet ein Ende des EKH weniger Möglichkeiten für linke Aktivitäten. Der jetzige Verkauf durch die KPÖ ist aus mehreren Aspekten skandalös: er ging an der KPÖ-Basis vorbei (was auch die Enteignung jener Teile der KPÖ bedeutet, die das EKH-Projekt abgelehnt haben) und wurde über eine zumindest dubiose Immobilienkanzlei abgewickelt. Der "Pragmatismus", insbesondere in Finanzfragen, und die undemokratische Tradition der KPÖ sind hier voll zum Tragen gekommen. Über die internen Abläufe (Wie sehen die Finanzen der KPÖ tatsächlich aus?; Wurden die Betriebskosten durch die BewohnerInnen bezahlt?; Hätte die KPÖ Teile des Hauses für eigene Büros verwenden können? etc.) wissen wir zuwenig, bzw. es gibt widersprüchliche Informationen, um diese exakt beurteilen zu können. Unseres Wissens nach hat keine der Seiten ein Nutzungs- und Finanzierungskonzept öffentlich gemacht, das aus Wielandschule/EKH ein Projekt gemacht hätte, das wirklich die gesamte Linke umfasst hätte. Es hat keine politische Kampagne für ein solches Konzept gegeben. Offensichtlich ist ein undemokratischer Umgang der KPÖ-Führung in der eigenen Partei und ein problematischer Umgang außerhalb, der insbesondere die MigrantInnen im Haus vor existentielle Probleme stellt und diese unmittelbar vor dem Winter auf die Straße setzt. Dieser Umgang ist unverantwortlich. Insofern unterstützen wir das Recht des Kampfes gegen eine Zwangsräumung und fordern die KPÖ auf, den Verkaufsvertrag rückgängig zu machen. Angesichts dieses Konfliktes darf aber nicht übersehen werden, daß das wesentliche Problem die fehlenden Mittel für solche und andere linke, antikapitalistische, alternative, antifaschistische ... Projekte ist, die nicht durch eine Mittel-Umverteilung innerhalb der Linken, sondern nur durch das Erzeugen von politischem Druck auf die öffentliche Hand gelöst werden können. ************ Sonja Grusch, Sozialistische LinksPartei - SLP Österr. Sektion des CWI ************ _______________________________________________ slp-linkeorgs at slp.at mailliste http://slp.at/mailman/listinfo/slp-linkeorgs ================================================== 11 [FriWe] Rundbrief November 2004 "Friedenswerkstatt Linz" ================================================== Werkstatt Frieden & Solidarität (vormals Friedenswerkstatt Linz) Waltherstraße 15, 4020 Linz Tel. 0732/771094, Fax 0732/797391 e-mail: friwe at servus.at www.friwe.at Rundbrief der Werkstatt Frieden & Solidarität Inhalt: (1) Pilz/Grüne/Abschaffung der Neutralität: Am Ende steht die Kriegsbeteiligung Österreichs an der Seite Deutschlands (2) Privatisierung = Sozialabbau = Militarisierung: Entwickeln wir Widerstand gegen den Verkauf der VA-Tech an den Rüstungs- und Atomkonzern Siemens. (3) Plenum der Werkstatt Frieden&Solidarität (4) Veranstaltungsreihe der Werkstatt Frieden & Solidarität Diebstahl öffentlicher Güter? Liberalisierung und Privatisierung durch EU-Verfassung und EU-Richtlinien; Vortrag und Diskussion mit Annette Groth, Stuttgart, ATTAC Deutschland (5) Petition: Volksabstimmung über die EU-Verfassung (6) Friedensvolksbegehren: Aus 1 mach 2! (7) Materialien (1) Medieninformation: Pilz/Grüne/Abschaffung der Neutralität Am Ende steht die Kriegsbeteiligung Österreichs an der Seite Deutschlands Der "Friedens- und Sicherheitssprecher" der Grünen, Peter Pilz, versucht seine Partei auf abenteuerliche Wege zu führen. In einem von Pilz in den Erweiterten Bundesvorstand eingebrachten Papier werden die grünen Reihen auf die Abschaffung der Neutralität ausgerichtet. Gleichzeitig wird von einer Europäischen Armee unter einem europäischen Verteidigungsminister halluziniert. Jedem Kenner der europäischen Machtstrukturen ist klar, daß es diese Form der Vergemeinschaftung nicht geben wird. Was es geben wird und was konkret betrieben wird, ist die Unterordnung der kleinen und mittleren Staaten unter das militärische Diktat der großen Mächte. Für Österreich heißt dies insbesondere Deutschlands. So wird die Regierung am 22. November 2004 in Brüssel die Beteiligung Österreichs an einer gemeinsamen EU- Schlachtgruppe mit Deutschland und Tschechien bekanntgeben. Soeben hat der deutsche Konzern Siemens damit begonnen, sich die österreichische VA-Tech einzuverleiben. Pilz wird damit zum Sprecher des deutschen Außenamtes in Wien. Das Konzept ist nicht schwer zu durchschauen. Mit der Forderung nach Vergemeinschaftung der Verteidigungspolitik ist das goldene Kalb aufgestellt, zu dessen Anbetung Zeremonienmeister Pilz auffordert. Hemmnisse, wie die österreichische Neutralität müssen diesem Kalb geopfert werden. Aufrüstung und Krieg werden jedoch Europa spalten. Wenn sich Österreich von der Neutralität verabschiedet, um an einer gemeinsamen europäischen Verteidigung teilzunehmen, wird es sich an der Seite Deutschlands im Kampf um die Vorherrschaft in Europa wiederfinden. Diese Unterordnung Österreichs unter die Wünsche Berlins erfolgt wirtschaftlich, militärisch und, wie Pilz beweist, auch politisch. Pilz läuft in der Zwischenzeit jedem Hölzl hinterher, daß ihm von Berlin geworfen wird: I. Beispiel: Berlin fordert Mehrheitsabstimmungen in der Außen- und Verteidigungspolitik und macht über ein militarisiertes Kerneuropa dafür Druck. Pilz schnappt auf und fordert in seinem Papier an den EBV der Grünen Mehrheitsabstimmungen in der Außen- und Verteidigungspolitik (und damit das Ende der Neutralität), sonst "...droht damit eine europäische Militärpolitik ohne ausreichendes außenpolitisches Fundament..." In der Europäischen Rüstungsagentur gilt bereits das Mehrheitsprinzip. Vergegenwärtigen muß man sich zudem, daß die Forderung nach Mehrheitsabstimmung jetzt erfolgt. Mit dem Verfassungsvertrag konnte Deutschland die Verdoppelung seiner Stimmgewichte von 9% auf über 18% durchsetzen, während Österreich sein Stimmgewicht von 3,1% auf 1,8% fast halbierte. Die ganzen schönen Bedingungen und Ziele (wie UN-Bindung, Durchsetzung von Menschen- und Völkerrecht) unter denen Österreich laut Pilz seine Neutralität aufgeben solle, sind im Falle von Mehrheitsabstimmungen, das Papier nicht wert, auf dem sie gedruckt sind. II. Beispiel: Deutschland kämpft gegen den Druck der USA und ihrer Verbündeten für von der Nato unabhängige Militär- und Rüstungsstrukturen. Pilz sieht eine gute Möglichkeit sich zum nützlichen Diener seiner Herren zu machen. Die Neutralität ist für Pilz ein Auslaufmodell, er möchte sie aber noch "als Sperriegel gegen eine sicherheitspolitische Integration der gesamten EU in die Nato und damit gegen die Unterordnung unter die Politik der USA"; "aber auch als Untersützung bei der Herausbildung gemeinsamer europäischer Strukturen." nutzen. III. Beispiel: Deutschland möchte die Gunst der Stunde nutzen und die in Personalnot befindlichen Amerikaner bei der Besetzung vieler Balkanländer endgültig beerben. Pilz sekundiert: "Von den Sicherheitskräften her ist die EU bereits heute in der Lage, hier die volle Verantwortung zu übernehmen." und droht die weitere ethnische Parzellierung auf dem Balkan nach dem Auslaufen der UN- Sicherheitsratsresolution 1244 an. Die Ankündigung einer Volksabstimmung in zehn Jahren ist nackte Verhöhnung. Die Weichen werden jetzt gestellt. Über die EU- Verfassung, die EU-Schlachtgruppen, die Rüstungsagentur wird jetzt entschieden. Jetzt wird die österreichische Industrie in den Aufbau einer deutsch-europäischen Rüstungsindustrie integriert. Die EU will laut "head line goal" die volle Kriegsfähigkeit a la Irak bis zum Jahr 2010. In zehn Jahren können diese Entwicklungen alle nur abgewunken werden, nicht mehr abgestimmt. Die Grünen befürworten die EU-Militärverfassung und verweigern den Menschen in Österreich eine Volksabstimmung darüber. Pilz versucht damit den Grünen jene Funktion zukommen zu lassen, die jahrzehntelang die Deutschnationalen in Österreich ausgeübt haben: die Speerspitze bei der Zerstörung der II. Republik. Gerade das Friedensvolksbegehren hat jedoch deutlich gemacht, daß viele Grüne nicht bereit sind, in den Fußstapfen der FPÖ zu wandeln. Die nächsten Wochen werden zeigen, ob die Grünen gemeinsam mit Pilz in Richtung militärisches Weltmachtabenteurertum schreiten oder mit der Verteidigung der Neutralität ein wirkungsvolles Instrument gegen den deutsch- europäischen Militarismus entwickeln werden. Das Friedensvolksbegehren ist ein klares, unmißverständliches Angebot, sich gemeinsam mit anderen politischen Kräften für zweiteres stark zu machen. Wenig überzeugend ist die Stellungnahme des SP-Chefs Gusenbauer. Gusenbauer erklärt jetzt die SPÖ zum einzigen Garanten für die Neutralität, verschweigt dabei aber, daß er am 28. 12.2003 fast wortgleich mit Pilz, ebenso das Ende der Neutralität forderte, sollte sich eine gemeinsame europäische Verteidigungspolitik herausbilden. "Die VA-Tech-Übernahme durch Siemens, die Beteiligung an EU-Rüstungsagentur und EU-Schlachtgruppen, der Vorstoß der Grünen zur Abschaffung der Neutralität: all diese Entwicklungen zeigen, daß es kaum noch eine Opposition auf parlamentarischer Ebene gibt. Wenn Pilz einen Diskussionsprozeß ankündigt, ist dies eine Drohung. Ausgestattet mit Millionen Parteienförderung und besten Medienkontakten, hofft Pilz die Öffentlichkeit desinformieren und verwirren zu können," erklärt der Vorsitzende der Werkstatt Frieden&Solidarität, MMag Günter Reder. "Umso wichtiger wird eine Organisation wie die Werkstatt. Wir ersuchen alle Menschen, die dieser Entwicklung etwas entgegenhalten wollen, sich in der Werkstatt zu engagieren. Wir müssen selbst wirkmächtig werden. (2) Privatisierung = Sozialabbau = Militarisierung Entwickeln wir Widerstand gegen den Verkauf der VA-Tech an den Rüstungs- und Atomkonzern Siemens. Der Verkauf der VA-Tech- Anteile von Mirko Kovats an Siemens zeigt, wohin Privatisierung führt. Der Finanzspekulant Mirko Kovats wird durch diesen Deal innerhalb eines Jahres um 100 Millionen Euro reicher, zum gleichen Zeitpunkt erklärt er den ArbeitnehmerInnen, dass sie "durch ein Tal der Tränen gehen müssen", weil ihr Lebensstandard zu hoch sei (OÖN, 6.11.2004). Zum jüngsten Metaller- Vertragsabschluss erklärt Kovats katlschnäuzig: "Ich habe meinen Leuten auch gesagt, dass 2,5% mehr Lohn für alle auch 2,5% weniger Personal bedeuten." (OÖN, 6.11.2004) Auch die Politik von Siemens gegenüber den Beschäftigten ist bekannt. Motto: "Genug ist nie genug". Trotz Rekordgewinnen wird mittels der Drohung der Standortverlagerung Arbeitszeitverlängerung und Lohnverzicht durchgedrückt. Rüstungsproduzent, Kriegsgewinnler, Atomkonzern Siemens plant die Gesamtübernahme der VA-Tech. Damit würde eines der wichtigsten österreichischen Industrieunternehmen direkt dem deutschen Rüstungs- und Atomkapital einverleibt. Siemens produziert für die Ausstattung von Kampfflugzeugen, Kriegsschiffen, Lenkwaffen und Panzern mit Informationstechnologie und elektrischen Hilfsmitteln. So z. B. ist Siemens an der Produktion des Eurofighters beteiligt. Siemens profitiert von den Kriegen gegen Irak und Afghanistan. So bekam Siemens den Auftrag zur Verlegung des Telefonnetzes in Kabul und anderen afghanischen Städten. Als einer der wenigen europäischen Konzerne bekommt Siemens aufgrund seiner guten Kontakte zur Bush- Regierung auch fette Aufträge der USA im besetzten Irak. Siemens und die franzöische Framatome bilden mit erheblichem Abstand die Nummer eins in der AKW-Branche (Atomkraftwerksbau, Atomkraftwerks-Service und Brennelemente). Diese beiden Unternehmen sind auch die Hauptlobbyisten bei der EU-Kommission, um wieder eine Renaissance der Atomenergie einzuleiten. Diese Unternehmen haben Druck gemacht, dass der EURATOM-Vertrag als Anhang in die EU-Verfassung aufgenommen wird. Öffentliche Kontrolle zurückgewinnen! Privatisierung und Militarisierung sind zwei Seiten einer Medaille. Privatisierung bedeutet die vollständige Unterordnungen unter das Kommando der Profitmaximierung. Und beim Kampf um Absatz- und Kapitalmärkten, bei der Disziplinierung von Arbeitskräften und dem Zugang zu Erdölquellen hat die Nase vorn, wer über eine entsprechende militärische Drohkulisse verfügt. Der Ausverkauf der österreichischen Industrie an deutsches Rüstungskapital geht Hand in Hand mit der Aufrüstung des Bundesheeres, der Demolierung der Neutralität und Aufstellung einer deutsch-österreichischen EU-Schlachtgruppe für weltweite Militäreinsätze. Der Kampf um eine friedliches, neutrales und weltoffenes Österreich muss daher ebenfalls Hand in Hand gehen mit dem Kampf um die Rückgewinnung öffentlicher Kontrolle über die zentralen Wirtschaftsbereiche. Politisches Establishment für Ausverkauf Die Reaktion des politischen Establishments ist bezeichnend. Die Regierungsparteien sind zufrieden, SPÖ-Vorsitzender Gusenbauer sieht den Verkauf an Siemens "tendenziell positiv", und die Grünen sagen gleich gar nichts. Wer die Neutralität ad acta legen will, hat offensichtlich auch keine Probleme mit Rüstungs- und Atomproduzenten mehr. Die Einmütigkeit der Spitzen aller Parlamentsparteien ist kennzeichnend. Denn in allen wesentlichen Bereichen der Militarisierung des Landes gibt es diesen Konsens über die Parteigrenzen hinweg: für die EU-Verfassung, die eine Aufrüstungsverpflichtung beinhaltet; für die Beteiligung an der EU-Rüstungsagentur; für die Beteiligung Österreichs an EU- Militärmissionen, usw. Widerstand gegen Siemens-Deal In dieser Situation ist es umso wichtiger, dass wir nicht resignieren, sondern das einzig mögliche tun, wenn wir uns nicht zum Spielball von Rüstungskapital, Finanzspekulanten und Sozialabbauern machen lassen wollen: Bewegungen und Kampagnen von unten her entwickeln, Gegenöffentlichkeit erzeugen, und vor allem: uns organisieren. Nur so können wir den Zumutungen der Mächtigen entgegentreten. Beim nächsten Plenum der Werkstatt Frieden & Solidarität wollen wir über Möglichkeiten beraten, wie wir Widerstand gegen den Verkauf der VA-Tech an den Rüstungs- und Atomkonzern Siemens leisten können, und wie wir diesen Widerstand mit unseren derzeitigen Kampagnen für das Friedensvolksbegehrens und gegen die EU-Verfassung verbinden können. Wir laden alle Interessierten dazu recht herzlich ein. (3) Plenum der Werkstatt Frieden&Solidarität Dienstag, 16.11.2004, 18.00, Büro - Waltherstr. 15, Linz Tagesordnung: 1. Beitrittsverhandlungen der EU mit der Türkei 2. Wandern durch das Tal der Tränen - Mirko Kovats und das Schicksal der VA-Tech. 3. Allfälliges Zu 1.: Alle Reden vom EU-Beitritt der Türkei. Was beschlossen wurde, sind Beitrittsverhandlungen mit der Perspektive eines Beitritts. Der Verhandlungsprozeß zielt in zwei Richtungen: Unterordnung der Türkei, Transformation der EU insbesondere im Zusammenhang mit der Finanzverteilung weg von Agrar- und Regionalförderung hin zu Forschung und Rüstung. Beim Plenum wird ein Vertreter der DIDF (Föderation der demokratischen Arbeitervereine) ihre Position zu den Beitrittsverhandlungen referieren. Im Anschluß wollen wir eine Position der Werkstatt Frieden&Solidarität diskutieren und beschließen. (4) Veranstaltungsreihe der Werkstatt Frieden & Solidarität im November 2004 Diebstahl öffentlicher Güter? Liberalisierung und Privatisierung durch EU-Verfassung und EU- Richtlinien Vortrag und Diskussion mit Annette Groth, Stuttgart, ATTAC Deutschland Steyr, Mo, 22.11.2004, 19.30 Uhr, Arbeiterkammer (Kl. Saal), Redtenbachergasse 1a gemeinsam mit Attac OÖ, Grüne Bildungswerkstatt OÖ, Die Grünen Steyr, ÖGB Steyr Linz, Di, 23.11.2004, 19.30 Uhr, Universität; HS 6, Keplergebäude gemeinsam mit Attac OÖ, Grüne Bildungswerkstatt OÖ, Grün-Alternative StudentInnen Graz, Mi, 24.11.2004, 19.30 Uhr, Universität-Graz, HS B (150m v. Haupteingang links) gemeinsam mit Steirische Friedensplattform, Attac Steiermark, Grüne Akademie, KSC, ÖH Freistadt, Do, 25.11.2004, 19.30 Uhr, Pfarrsaal, Dechantplatz 1 gemeinsam mit AK-Freistadt, ÖGB-Freistadt, Pfarre Freistadt, Eine Welt Gruppe, Katholisches Bildungswerk, Attac OÖ, Grüne Bildungswerkstatt OÖ Seit Anfang der 90er Jahre schwappt eine mächtige Privatisierungswelle über die Welt. Betroffen sind viele mit Steuergeldern finanzierte öffentliche Einrichtungen in den Sektoren Gesundheit, Telekommunikation, Energie- und Wasserversorgung sowie der öffentliche Nahverkehr, um nur einige zu nennen. Kommunales Eigentum wird in private Hände transferiert, wobei dieser Privatisierungsprozess von Weltbank, Internationalem Währungsfonds und Europäischer Union angeschoben wird. Da mit der Unterzeichnung der EU-Verfassung die neoliberale Wirtschaftspolitik Verfassungsrang erhält, steht zu befürchten, dass die Privatisierung öffentlicher Güter und Dienstleistungen institutionalisiert und weiter forciert werden soll. Aus dem "Weißbuch über die Dienstleistungen von allgemeinem Interesse" geht hervor, dass eine "Rahmenrichtlinie für die Dienstleistungen" - bekannt unter der Bezeichnung Bolkeistein Richtlinie - bis nach Inkrafttreten der neuen europäischen Verfassung zurückgestellt werden soll. Die Bolkestein Richtlinie ist der bisher radikalste und umfassendste Angriff auf die Sozialsysteme der EU-Staaten. Ihren Deregulierungszweck verfolgt die Richtlinie mit einem Mix aus schrittweiser Beseitigung staatlicher Auflagen sowie dem systematischen Unterlaufen nationalen Rechts durch das sog. "Herkunftslandprinzip". Danach unterliegen Dienstleistungsunternehmen in der EU nur noch den Anforderungen ihres Herkunftslandes. Höhere Umwelt- und Sozialstandards anderer EU-Mitgliedsstaaten sollen negiert werden. Wenn dieser Entwurf Gesetz werden sollte, würden auf einen Schlag Dreiviertel der gesamten EU-Wirtschaft liberalisiert und beträfe sämtliche freien Berufe wie Wirtschaftsprüfer, Architekten oder Rechtsanwälte, öffentlichen Dienst, Gesundheitswesen und die freien Träger der Wohlfahrtspflege. Bolkestein-Richtlinie und die Ratifizierung der EU-Verfassung müssen verhindert werden! (5) Petition: Volksabstimmung über die EU-Verfassung Um in Österreich Druck für eine Volksabstimmung zu entwickeln, haben die Werkstatt Frieden & Solidarität und der Österreichische Friedensrat die Petition "Für eine Volksabstimmung über die EU- Verfassung", gestartet. Diese kann auf der Web-Page www.friwe.at downgeloadet oder in der Werkstatt bestellt werden: mailto: friwe at servus.at Thomas Schönfeld und Angelika Hofmann haben die Petition mit 770 Unterschriften am 27. Oktober 2004 beim Nationalrat eingereicht. Am 15. Dezember 2004 tagt zum nächsten Mal der Petitionsausschuß. Wir wollen noch vor der Sitzung die weiteren eingegangenen Unterschriften übergeben. Wir ersuchen Euch deshalb die bis zu diesem Zeitpunkt unterschriebenen Petitionslisten bis spätesten 6. Dezember ans Büro zu übermitteln. Am 29. Oktober 2004 haben die EU-Staats- und Regierungschefs in Rom "feierlich" die EU-Verfassung unterzeichnet. Doch damit ist die Sache nicht entschieden, denn die Verfassung muss noch in allen EU-Staaten ratifiziert werden. In Österreich wollen weder die Regierung noch die Spitzen der Oppositionsparteien die Bevölkerung über diese einschneidende Verfassung entscheiden lassen. Dafür gibt es zwei Gründe: 1) Die Führungen aller vier Parlamentsparteien sind sich einig in der Unterstützung der Inhalte der EU-Verfassung 2) Sie fürchten, dass diese Inhalte im Zuge einer Volksabstimmungskampagne vor der Bevölkerung nicht mehr länger verheimlicht werden können. Denn diese Verfassung ist in mehrerlei Hinsicht einzigartig: Die vorgeschlagene EU-Verfassung beinhaltet... ... eine Aufrüstungsverpflichtung. Im Artikel I-41 heißt es: "Die Mitgliedstaaten verpflichten sich, ihre militärischen Fähigkeiten schrittweise zu verbessern." (Art. I-41, 3). Damit stehen Abrüstungsbefür-worter außerhalb der Verfassung. ... ein eigenes Rüstungsamt ("Agentur für die Bereiche Entwicklung der Verteidigungsfähigkeit, Forschung, Beschaffung und Rüstung"), das die Aufrüstung der EU-Staaten kontrollieren und ankurbeln soll (Art. I-43, 3) ... die Selbstmandatierung des EU-Ministerrat für weltweite Kriegseinsätze (Art. I-41, Art. III-307) ... eine militärische Beistandsverpflichtung, die schärfer ist als die der NATO (Art. I-41,7) ... einen Anhang, in dem der EURATOM-Vertrag bekräftigt wird, der Förderung der Atomenergie vorsieht. ... die Verpflichtung zu einer neoliberalen Wirtschaftspolitik: "Die Tätigkeit der Mitgliedstaaten und der Union umfasst .... die Einführung einer Wirtschaftspolitik, die... dem Grundsatz einer offenen Marktwirtschaft mit freiem Wettbewerb verpflichtet ist." (III-177) ... einen Hebel zur weiteren Liberalisierung und Privatisierung öffentlicher Dienste im Sozial-, Bildungs- und Gesundheitsbereich. In Zukunft soll über "Kompetenz "Grundsätze und Bedingungen, insbesondere jene wirtschaftlicher und finanzieller Art" öffentlicher Dienste der EU-Minsterrat per Mehrheitsentscheidung beschließen können (Art. III-122). ... die Veränderung der Stimmgewichte in den EU-Räten zugunsten der großen Staaten und zu Lasten der kleineren und mittleren: so steigen die Stimmgewichte Deutschlands um über 100%, die Frankreichs und Großbritanniens um 45%; andererseits verlieren Österreich, Schweden, Portugal, Griechenland, Belgien, Tschechien, Ungarn, Dänemark, Slowakei, Finnland, Irland zwischen 35% und 65% an Stimmgewichten. Nähere Informationen über die Inhalte der EU-Verfassung auf www.friwe.at bzw. in der Broschüre "EU-Verfassung - Europa der Konzerne und Generäle" Die EU-Verfassung aus der Sicht von Friedens-, Anti-Atom- und globalisierungskritischer Bewegung 2. Auflage, mit Beilageblatt zu den Änderungen des EU-Gipfels, 17./18. Juni 2004. EUR 3,50 (exkl. Porto) in der Friedenswerkstatt Linz bestellt werden. Friedenswerkstatt Linz, Waltherstr. 15b, 4020 Linz, Tel. 0732/771094, email: friwe at servus.at; Bei Bestellungen ab 10 Expl. sinkt der Einzelpreis auf EUR 3,-- Nähere Informationen zur EU-Verfassung unter www.friwe.at Aktuelle Informationen über die Auseinandersetzung zur EU- Verfassung finden sich auch in der "guernica" - der Zeitung der Werkstatt Frieden & Solidarität. Ein Probeexemplar schicken wir gerne kostenlos zu. Bestellung an friwe at servus.at (6) Friedensvolksbegehren: Aus 1 mach 2! Zur Einleitung des Friedensvolksbegehrens brauchen wir 8.032 Unterstützungserklärungen. Zur Zeit haben wir gut die Hälfte beisammen. Wenn all jene, die bereits eine Unterstützungserklärungen abgegeben haben, noch einen Menschen von der Richtigkeit und Notwendigkeit der Forderungen des Friedensvolksbegehrens überzeugen, können wir das Volksbegehren beim Innenministerium einreichen. Die Stimme der "Plattform Neutralität statt Euro-Armee!" könnte dann nur mehr schwer einfach ignoriert werden. Ohne das Friedensvolksbegehren wären wir der Drohung von Peter Pilz, Sicherheitssprecher der Grünen, mit besten Medienkontakten und Millionen Parteienförderung eine Kampagne gegen die Neutralität und für eine EU-Armee unter einem europäischen Verteidigungsminister zu starten, hilflos ausgeliefert. Aus diesem Grund haben wir diesem Rundbrief in der Anlage auch das Formular der Unterstützungserklärung als Anlage beigefügt. Nähere Informationen gibt es wie immer unter www.friedensvolksbegehren.at. Im vergangenen Jahr wurden über 150.000 Falter, zehntausende Flubglätter, tausende Plakate verteilt. Dies ist die einzige Möglichkeit um gegen die geballte Medienignoranz in der Frage der Militarisierung anzukämpfen. Durch die vielen kleinen Aktivitäten für das Friedensvolksbegehren sind alle Drucksorten fast vergriffen. Die notwendige Neuauflage von Informationsfaltern, Plakaten, Klebern etc. ist mit erheblichen Kosten verbunden. Wir ersuchen Sie deshalb um Spenden auf das Kontonr.:80006274146, BLZ:34777, bei der Raiffeisenbank Perg, Kennwort: Friedensvolksbegehren. Ein Euro für das Friedensvolksbegehren ist eine Investition in Frieden, Sicherheit und Solidarität. (7) Materialien Gerald Oberansmayr Auf dem Weg zur Supermacht Die Militarisierung der Europäischen Union Als Anfang der 1990er Jahre der französische General Michel Fennebresque forderte, die EU müsse ein "Waffenpotential vergleichbar den USA" aufbauen, ging das noch in den Friedenshoffnungen der ersten Wendejahre unter. Ein Jahrzehnt später tritt jedoch die Finalität der EU, wie sie seit dem Vertrag von Maastricht vorangetrieben wurde, unverkennbar hervor: die Herausbildung einer militärischen Supermacht. EUR 9,90 (exkl. Porto) Andreas Wehr Europa ohne Demokratie Die Europäische Union ist auf dem Weg zur wirtschaftlichen und militärischen Großmacht. Aber ihre demokratische Legitimität steht auf tönernen Füßen. Ihre Verfassung soll das bestehende Demokratiedefizit festschreiben und ihre Mitgliedsstaaten zu permanenter Aufrüstung und neoliberalem Sozialkahlschlag verpflichten. (154 Seiten) EUR 12,90 Winfried Wolf Afghanistan, der Krieg und die neue Weltordnung "Nach dem 11. September 2001 sei Înichts mehr wie zuvorÎ, heißt es allerorten. Tatsächlich ist alles so wie immer. Reale oder behauptete Terrorakte werden als Vorwand für Kriege und die Durchsetzung materieller Interessen genommen" (aus dem Vorwort). EUR 12,- (exkl. Porto) Winfried Wolf Sturzflug in die Krise Die Weltwirtschaft - Das Öl - Der Krieg Winfried Wolf liefert eine Fülle Material zum brüchigen Zustand der internationalen Ökonomie, zum Zusammenhang von Krise, Öl und Krieg und Belege für die Gefahr einer neuen Weltwirtschaftskrise. EUR 15,- (exkl. Porto) Winfried Wolf Die Europäische Union Geschichte EWG/EG/EU / Blockkonkurrenz zu den USA / Militarisierung / Die brüchige Achse Berlin - Paris / Die Schlacht um die "europäischen Champions" Sanofi-Aventis und Siemens-Alstom / Kommandozentrale Rüstungsagentur / Kriegsbereit in fünf Tagen: Die Nachrüstung der EU-Verfassung / Lenin live zur Globalisierungsdebatte A5-Broschüre, 32 Seiten, EUR 2,- (exkl. Porto) Hannes Hofbauer Osterweiterung Vom Drang nach Osten zur peripheren EU-Integration Der laufend stattfindenden Diffamierung von Gegnern des europäischen Großraums setzt Hofbauer eine Fülle von Material entgegen, das die Erweiterung als das zu Tage treten lässt, was sie ist: eine letztlich militärisch abgesicherte Expansion westeuropäischer Kapitalgruppen. EUR 17,90 (exkl. Porto) Gerald Dunkl Stammtischphilosophen Gedichte, Sprüche, Aphorismen "Wenn geächtete Terrorgruppen größer wären, wären sie geachtete Armeen". EUR 7,85 (exkl. Porto) Matthias Küntzel Der Weg in den Krieg Deutschland, die NATO und das Kosovo Gestützt auf eine systematische Auswertung aller verfügbaren nationalen und internationalen Quellen, belegt Küntzel überzeugend, dass Deutschland keineswegs "gutwillig, überfordert, am Ende machtlos" (Die Zeit) in den Jugoslawien-Krieg von Washington hineingedrängt worden ist, sondern ihn zielstrebig und bewusst geschürt hat. EUR 18,50 (exkl. Porto) Kurt Köpruner Reisen in das Land der Kriege Erlebnisse eines Fremden in Jugoslawien Vor allem aus beruflichen Gründen reiste Kurt Köpruner in den Jahren 1990 bis 2000 viele Male in das zerfallende Jugoslawien. Mit leichter Hand und großem erzählerischen Talent hat er aufgezeichnet, was er dort selber erlebt und in vielfältigen geschäfltichen und privaten Kontakten erfahren hat - und das entspricht meist ganz und gar nicht den hiesigen "amtlichen" Darstellungen von der Krise am Balkan. EUR 19,90 (exkl. Porto) Joachim Becker/Andrea Komlosy (Hrsg.) Grenzen weltweit Zonen, Linien, Mauern im historischen Vergleich Allerorst ist seit dem Fall des Eisernen Vorhanges von der Aufhebuung von Grenzen die Rede. Bei näherem Hinsehen springen gleichwohl alte und neue Barrieren ins Auge. "Schengen" und die Befestigungslinie zwischen den USA und Mexiko grenzen Zentralräume von Randgebieten ab. Zudem existieren Mauern zwischen Stadtvierteln unterschiedlicher religiöser und ethnischer Gruppen von Belfast über Usti nad Labem bis Jerusalem. Die AutorInnen des vorliegenden Bandes diskutieren die unterschiedlichen Funktionen von regaion sowie sozial zunehmend schärfer gezogenen Grenzen in einer Welt, deren Selbstverständnis gleichwohl ein grenzenloses ist. EUR 22,90 (exkl. Porto) Und außerdem gibt es noch das Friedenswerkstatt-T-Shirt (Motiv sh. www.friwe.at) zum Preis von EUR 10,- (bei Bestellungen ab 5 Leiberl EUR 8,-) Bestellungen von Büchern und T-Shirt an friwe at servus.at ================================================== 12 Tschetschenien-Demo? ================================================== Vielen Dank fuer eure super infos, ich habe ein Anliegen. Mir tun die Menschen in Tschtschenien leid und eigentlich macht niemand etwas nicht einmal eine Demo. Sollten wir nicht unsere Menschlichkeit und Solidaritaet zeigen und eine Demo starten. Wenn ihr was davon haelt informiert mich bitte, Danke Angelika Grkinic ================================================== 13 KSV (Bertinotti a Vienna) ================================================== www.rifondazione.at Ci hanno scritti gli "Sudenti Universitari Comunisti Austriaci" che prendono posizione in merito al dibattito con Bertinotti Cari compagni Vi comunichiamo purtroppo che non saremo presenti al dibattito con Bertinotti. La segreteria degli "Studenti Universitari Comunisti Austriaci" ha deciso l' 8.11.2004 quanto segue: "In seguito alla vendita da parte del KPOE dell' EKH ci sentiamo costretti a disdire la nostra partecipazione alla discussione "La sinistra europea e il comunismo del ventunesimo secolo". E' per noi ormai impossibile affrontare questa iniziativa. Questa decisione non significa che interromperemo a tutti i livelli la notra amicizia e solidarietà con il KPOE, e non ne vediamo il pericolo. Riteniamo soltanto addolorati necessario questo passo, anche nella prospettiva di una credibilità del KSV alleato con altre organizzazioni di sinistra e a differenti gruppi universitari. Vogliamo così anche esprimere il nostro rammarico per il come e il perchè è stata venduta la scuola nella strada Wieland (EKH ndr.). " per i chiarimenti è sicuramente disponibile anche il coordinatore della sezione viennese andreas filipovic (ksv/uv-wien) email ksv ksv at reflex.at Auf Deutsch Liebe GenossInnen, wir müssen Euch leider mitteilen, dass wir unsere Teilnahme an der Bertinotti-Veranstaltung absagen werden. Das KSV-Plenum vom 8.11.2004 hat folgendes Beschlossen: "Infolge des Verkaufes des EKH durch die KPÖ sehen wir uns gezwungen unsere Zusage bezüglich der Mitwirkung an der unter dem Titel "Europäische Linke und Kommunismus im 21. Jahrhundert" zurückzunehmen. Es ist uns nicht mehr möglich diese Veranstaltung mitzutragen. Dieser Beschluss soll nicht bedeuten, dass wir unser freundschaftliches, solidarisches Verhältnis zur KPÖ in irgendeiner Weise "aufkünden" wollen, oder gar nur gefährdet sehen. Wir halten diesen Schritt bedauerlicherweise für notwendig, auch im Hinblck auf die Glaubwürdigkeit des KSV in Bündnissen mit anderen linken Organisationen und Gruppen vor allem im univrsitären Bereich. Wir wollen damit auch unsere Bedenken bezüglich der Art und Weise des Verkaufs der Wielandschule zum Ausdruck bringen." bei rückfragen steht euch sicher auch der koordinator des wiener ksv andreas filipovic (ksv/uv-wien) zur verfügung email ksv ksv at reflex.at ================================================== 14 European Community Media Forum gegründet "W.Hirner: Radiofabrik 107,5 MHz" ================================================== Presseinformation des Verbandes Freier Radios - Österreich European Community Media Forum (ECMF) gegründet Das Europäische Community Media Forum wurde am letzten Wochenende im Rahmen einer Konferenz in Halle an der Saale, Deutschland gegründet. Das Hauptziel des ECMF ist die Anerkennung, Förderung und Unterstützung von Community Media - des dritten audiovisuellen Sektors - in Europa. Das Europäische Community Media Forum soll eine offene Plattform sein für die Partizipation lokaler, nationaler und internationaler Organisationen, nicht beschränkt auf Community Media, sondern auch unter Einbeziehung von Organisationen, welche Community Media und das Recht auf Informations- und Meinungsfreiheit unterstützen und fördern. Das ECMF erkennt das Positionspapier, das im August 2004 dem Steering Committee des Europarates übergeben wurde, als statuarische Basis seiner Arbeit an. Dem Positionspapier haben sich mehr als 50 unterschiedliche Organisationen angeschlossen, die im Bereich der Community Media auf lokaler, nationaler und internationaler Ebene aktiv sind. Kontakte: Österreich - Helmut Peissl (VFRO) - helmut.peissl at civic-forum.org Italien - Francesco Diasio (AMISnet) - fdiasio at amisnet.org Niederlande - Pieter De Wit (OLON) - pdw at olon.nl Deutschland - Thomas Kupfer (BFR) - Thomas-Kupfer at radiocorax.de (0345-2036841, 0178-3881611) Deutschland - Sven Thiermann (BFR) - sven at mechlabor.net (0331-74000265, 0163-7814667) Dänemark, Schweden, Finnland, Norwegen (NORDSAM) - Rui Monteiro - info at nordsam.org Serbien (CrossRadio) - Dejan Ubovic - kfro at sezam.yu Slowenien (Radio Mars) - Mojca Plansak - mojca at radiomars.si www.fmedia.ecn.cz www.freie-radio.de www.radiocorax.de ================================================== 15 BSV: ÖH muss starke Vertretung bleiben! "Selma Schmid" ================================================== Pressemeldung der BundesschülerInnenvertretung Bildung/BSV/ÖH Donnerstag, 11.11.2004 BSV: ÖH muss starke Vertretung bleiben! Utl.: Offizielle Vertretung der SchülerInnen solidarisiert sich mit Studierenden Die geplante Reform des HochschülerInnenschaftsgesetzes stößt auch bei der BSV (BundesschülerInnenvertretung) auf Widerstand. "Demokratische Vertretungen zu knebeln und umzufärben, weil sie eventuell unangenehm sind, ist einer Demokratie unwürdig!", so Bundesschulsprecherin Selma Schmid. "Für die BSV existiert bereits ein indirektes Wahlsystem", erklärt Schmid. Ihr seien daher auch die Probleme bewusst, die die von der ÖVP vorgeschlagene ÖH-Reform mit sich bringen würde: "Die Basisnähe geht volkommen verloren und der Bekannheitsgrad unter den StudentInnen sinkt drastisch." Ein Umstand, der laut Schmid unbedingt verhindert werden muss: "Wir möchten nicht, dass die ÖH unter den selben Umständen arbeiten muss wie wir!" Schmid fordert daher alle SchülerInnen, "denen Basisnähe und Mitbestimmungsmöglichkeit wichtig ist", auf, sich mit den StudentInnen zu solidarisieren. "Wir werden die ÖH mit allen Mitteln unterstützen. Denn so darf mit demokratischen Vertretungen nicht umgegangen werden!", schließt Schmid. Rückfragehinweis: Selma Schmid 0699 / 19208794 ================================================== 16 Regierung/Hochschülerschaft/Gesetznovelle/KSV KPÖ Steiermark ================================================== KPÖ Steiermark Lagergasse 98a 8020 Graz Tel. 03 16 / 71 24 36 Fax 03 16 / 71 62 91 email: kp.stmk at kpoe-graz.at Donnerstag, 11. November 2004 Presseinformation der KPÖ Steiermark Unis: Kritische Stimmen sollen mundtot gemacht werden! "Als demokratiepolitische Katastrophe und noch dazu realitätsfremd" bezeichnete der Grazer KSV-Vorsitzende Hanno Wisiak die Novelle des HSG, die gestern überfallsartig dem Parlament vorgelegt wurde. "Die Bundesvertretung der ÖH leistet nicht nur wichtige Arbeit, was die Erstellung von Broschüren und andere Hilfestellungen für Studierende betrifft, sondern auch allgemeinpolitische Arbeit, die von enormer Relevanz sein kann. Vermutlich will man deshalb die Direktwahl zur Bundesvertretung abschaffen und eine schwarze Mehrheit sichern." so Wisiak weiter. Auch die Direktwahl zu den Fakultätsvertretungen wackelt. Nach dem UG 2002, mit dem die Mitbestimmungsrechte der Studierenden an den Unis schon massiv beschnitten wurden, ist dieses der nächste Schritt die Studierenden von Angehörigen der Universitäten zu "KundInnen" zu machen. Schon beim Hauptverband der Sozialversicherungsträger hat man kritische Stimmen durch administrative Maßnahmen mundtot gemacht. Dasselbe soll jetzt an den Unis passieren. Diese sollten zu mit privatwirtschaftlichen Firmen vergleichbaren Einrichtungen werden, und da ist für Demokratie eben kein Platz. Bezeichnend ist die Tatsache, dass durch das Einbringen des Entwurfes als Initiativantrag der Hochschülerschaft als einer Körperschaft öffentlichen rechts die Möglichkeit zur Begutachtung des Entwurfes, der sie direkt betrifft, genommen wurde. "Wir KommunistInnen werden uns gegen jeden weiteren Abbau der demokratischen Mitspracherechte wehren" schließt Wisiak. Rücksprachehinweis: 0660 - 34 09 884 KPÖ-Steiermark Lagergasse 98 a 8020 Graz Tel.: 0316 71 24 36 Fax 0316 71 62 91 email: kp.stmk at kpoe-graz.at; kpoe_stmk at hotmail.com ================================================== 17 AKS: Macht Leistung Bildung? "Flo Steininger" ================================================== Pressemeldung der Aktion kritischer SchülerInnen Bildung/Schulen/AKS/Leistungsbegriff Donnerstag, 11.11.2004 AKS: Macht Leistung Bildung? Utl.: AKS startet Herbstkampagne zum Thema Leistungsbegriff Die AKS (Aktion kritischer SchülerInnen) widmet ihre diesjährige Herbstkampagne dem schulischen Leistungsbegriff. Als Auftakt wurden in ganz Österreich unter dem Motto "Macht Leistung Bildung?" Leistungsnetze gespannt. "Menschen sind mehr als bloße Humanressourcen. Darauf wollen wir hinweisen", sagte die AKS-Bundesvorsitzende, Kim Kadlec, anlässlich des Kampagnenauftakts. Wirtschaftliche Verwertbarkeit dürfe daher nicht zum ausschlaggebenden Kriterium in der Schule werden. Kritik übt Kadlec besonders an der derzeitigen Art der Leistungsbeurteilung: "Das Dogma, dass nur wer gute Noten nach Hause bringt, auch etwas leistet, muss aufgebrochen werden", ist die Schülervertreterin überzeugt. Schließlich sei dieses Dogma eine der wichtigsten Ursachen für zunehmende Schulfrustration: "Durch den immer stärker werdenden Leistungsdruck werden wir SchülerInnen regelrecht zermürbt." Einen weiteren Aspekt des derzeitigen Leistungsbegriffs zeigte die AKS mit Aktionen in ganz Österreich auf: SchülerInnen verfingen sich symbolisch in einem Leistungsnetz, dessen Fäden mit Begriffen wie Einkommen der Eltern, Herkunft, Autoritätshörigkeit, Konkurrenz und ähnlichem gekennzeichnet waren. "Faktoren wie diese beeinflussen in Österreich massiv den Bildungsweg. Nur wer gewisse Anforderungen erfüllt, kann in unserem jetzigen System auch Erfolg haben", beschreibt Kadlec die Situation. SchülerInnen müssten daher - genauso selbstverständlich wie rechnen und schreiben - lernen, sich anzupassen. Abschließend zitierte Kadlec den Untertitel der Kampagen: "Beurteilung teilt ein, teilen wir aus!" Die AKS-Kampagne dauert noch bis Weihnachten. Honorarfreie Bilder der heutigen Aktion auf Anfrage. Rückfragehinweis: Kim Kadlec, 0699/11408142 ================================================== 18 Risposta di Walter Baier (Bertinotti a VIenna) "" ================================================== www.rifondazione.at Risposta di Walter Baier (Segretario del Partito Comunista Austriaco) che ringraziamo, sia per l'invito che per la disponibilità a discutere, seguirà una nostra lettera aperta in lingua italiana e tedesca. Antwort von Walter Baier (Obmann der Kommunistischen Partei Österreichs), dem wir sowohl für die Einladung als auch für die Diskussionsbereitschaft danken. Es wird von unserer Seite ein offener Brief in italienischer und deutscher Sprache folgen. Caro Stefano, la mia lingua italiana è pessima. Però ho a grandi linee capito il tuo scritto. Eppure mi risulta difficile risponderti perchè si tratta di questioni piuttosto serie. Voglio essere sicuro che ci capiamo correttamente. Assolutamente per ciò che riguarda la discussione con Fausto Bertinotti non si tratta di una "manovra politica". L' iniziativa è stata pianificata molti mesi fa e non c'è nessun motivo per rinviarla. Dato che la lotta politica va avanti, e il Kpoe non può rinunciare a presentarsi pubblicamente. Capisco veramente il tuo e-mail, che sospetti conclusioni spiacevoli per la presenza di Fausto? Il meglio sarebbe incontrarci per discutere su tutte le questioni. Se però continuiamo a comunicare con e-mail, dobbiamo deciderci per una lingua, che entrambi conosciamo. Per me l'ideale sarebbe oltre il tedesco, l' ingelese, il francese e lo spagnolo. Aspetto una risposta Con saluti comunisti Walter Baier (Auf Deutsch) Lieber Stefano, mein Italienisch ist sehr schlecht. Ich habe aber Dein Schreiben einigermaßen verstanden. Trotzdem fällt es mir schwer, Dir zu antworten, weil es sich um eine ernste Angelegenheit handelt. Ich möchte sicher sein, dass wir uns wirklich korrekt verstehen. Keinesfalls geht es bei der Debatte mit Fausto Bertinotti um ein "politisches Manöver". Die Veranstaltung wurde bereits vor Monaten geplant, und es besteht keine Veranlassung, sie abzusagen. Denn der politische Kampf geht ja auch weiter, und die KPÖ kann nicht darauf verzichten, öffentlich aufzutreten. Verstehe ich Deine e-mail richtig, dass Du unliebsame Ereignisse im Zusammenhang mit der Anwesenheit von Fausto fürchtest? Am besten wäre, dass wir uns treffen, um alle diese Fragen zu besprechen. Wenn wir aber die Kommunikation auf der e-mail-Ebene halten, müssen wir uns auf eine Sprache einigen, die wir beide gleichermaßen beherrschen. Bei mir ist das außer Deutsch noch Englisch, Französich und Spanisch. In Erwartung Deiner Antwort. Mit kommunistischen Grüßen, Walter Baier ================================================== 19 Besuch äthiopischer Ministerpräsident in Österreich "GfbV - Hans Bogenreiter" ================================================== GESELLSCHAFT FÜR BEDROHTE VÖLKER-ÖSTERREICH PRESSEERKLÄRUNG Wien, den 11.11.2004 Äthiopischer Ministerpräsident besucht Österreich Äthiopien: Systematische Verfolgung von Bürgerrechtlern der Oromo stoppen Anlässlich des Besuches des äthiopischen Ministerpräsidenten Meles Zenawi hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) auf die systematische Verfolgung von Bürgerrechtlern der Oromo- Volksgruppe in Äthiopien hingewiesen. Die Menschenrechtsorganisation appellierte an Außenministerin Dr. Ursula Plassnik und Bundespräsident Dr. Heinz Fischer, sich besonders für die Freilassung von drei inhaftierten Führern einer Kultur- und Wohltätigkeitsorganisation der Oromo einzusetzen. Meles Zenawi wird am Freitag, den 12. November 2004, in Österreich erwartet. "Journalisten, Lehrer, Schauspieler und Studenten werden inhaftiert, weil sie sich für die kulturellen und sozialen Rechte der Oromo eingesetzt und friedliche Proteste gegen deren Unterdrückung protestiert haben", kritisierte der GfbV- Afrikareferent Ulrich Delius. Dirribi Demissie, Gamachu Feyera und Sintayehu Workneh von der Macha Tulema Entwicklungs- und Hilfsorganisation sind am 18. Mai 2004 festgenommen worden. Die Büros ihrer Organisation wurden geschlossen und ihr Eigentum beschlagnahmt. Zwar seien die Inhaftierten auf Anordnung des Bundesgerichts Äthiopiens am 6. August gegen Kaution freigelassen worden, doch schon eine Woche später seien sie unter Verletzung der äthiopischen Verfassung und des Völkerrechts erneut verhaftet worden. Mitarbeiter der Hilfsorganisation Oromo Relief Association (ORA) würden seit Jahren ohne Gerichtsverfahren festgehalten, über ihren Verbleib gäbe es keine Auskunft, sagte Delius. So fehle vom Entwicklungshelfer Husein Abdi seit seiner Verhaftung am 5. November 1996 jedes Lebenszeichen. Auch über das Schicksal des am 20. August 2000 festgenommenen ORA-Mitarbeiters Amanti Abdisa gebe es seither keine Informationen. Hunderte Oromo-Studenten seien seit dem Jahr 2000 von den Universitäten Addis Abeba, Mekelle, Jimma, Debub und Alemaya zwangsweise exmatrikuliert worden, weil sie gegen die Diskriminierung der Oromo protestiert hätten. Im Jahr 2004 sei willkürlich mehr als 100 Oromo-Studenten die Teilnahme an Abschlussprüfungen ihrer Studiengänge verweigert worden, obwohl sie alle geforderten Zulassungsbedingungen erfüllt hätten. Die mehr als 30 Millionen Oromo bilden die größte Bevölkerungsgruppe in dem Vielvölkerstaat. Da die Oromo- Freiheitsbewegung Oromo Liberation Front (OLF) für einen unabhängigen Oromo-Staat kämpft, werden pauschal alle Oromo, die mehr kulturelle Rechte für ihre Bevölkerungsgruppe fordern, als "Terroristen" und OLF-Unterstützer kriminalisiert. Für Nachfragen und Interviews sind der GfbV-Afrikareferent Dr. Ulrich Delius (Tel. 0049/ 160 95 67 1403) und Dr. Johann Bogenreiter, GF der GfbV-Ö (Tel. 503 13 36), erreichbar. Gesellschaft für bedrohte Völker-Österreich U-Viaduktgasse 53/7a A1030 Wien Tel. + Fax: + 43/1/503 1336 e-mail: hans.bogenreiter at gfbv.at home-page: www.gfbv.at ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< DISKUSSION ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 20 stellungnahme der slp zu einem mögichen eu-beitritt der türkei "Sozialistische LinksPartei" ================================================== Stellungnahme der SLP zur Diskussion um EU-Beitrittsverhandlungen mit der Türkei Türkei & EU: Internationale ArbeiterInnen-Einheit gegen EU-Kapital und rassistische Hetze Die Auseinandersetzungen um einen möglichen EU-Beitritt der Türkei sind emotionalisiert und polarisiert. Die Sozialistische LinksPartei (SLP) nimmt im Gegensatz zu allen etablierten Parteien einen unabhängigen Standpunkt ein, der auf den Interessen von ArbeitnehmerInnen, Arbeitslosen und Jugendlichen sowohl in Österreich als auch der Türkei baut. Wir lehnen die Bestrebungen des EU-Kapitals ab, die Arbeitskräfte der Türkei stärker auszubeuten. Wir stellen uns gegen die anti-islamische und rassistische Hetze, die besonders von rechtsextremen Kräften geschürt wird. Gleichzeitig warnen wir vor Illusionen in ein angeblich soziales und demokratisches EU-Europa, das die Türkei demokratisieren und ent-militarisieren oder den Lebensstandard der Bevölkerung heben könnte. Als MarxistInnen beleuchten wir die verschiedenen Argumente und Hintergründe. Unsere internationalistische Position umfasst, unabhängig vom eventuellen EU-Beitritt, die Forderungen nach vollen demokratischen und sozialen Rechte für alle in Österreich (bzw. im jeweiligen EU-Land) lebenden Menschen, Reise- und Niederlassungsfreiheit sowie die Zurückweisung jeglicher national-chauvinistischer Positionen. Konkret bedeutet das die Rücknahme aller rassistischen Gesetze der letzten Jahrzehnte, sowie volle Rechte in Bezug auf Wohnen, Arbeit und Sozialleistungen für alle hier lebenden Menschen, unabhängig von der StaatsbürgerInnenschaft. Beim EU-Gipfel der Staats-und Regierungschefs am 17. Dezember 2004 wird über die Aufnahme von Beitrittsverhandlungen mit der Türkei entschieden. Gegebenenfalls steht ein Türkei-Beitritt in zehn Jahren an. Doch in zehn Jahren kann und wird viel passieren. Angesichts der schwierigen und instabilen Situation des Kapitalismus weltweit - auch in der EU - und einer alles andere als friedlichen Perspektive für den Mittleren und Nahen Osten kann nur eines gesagt werden: sollte die Türkei tatsächlich in zehn Jahren in einer EU Mitglied werden, dann hat diese mit der heutigen EU wenig gemeinsam. 1) Wirtschaftliche Gründe stehen im Zentrum: Vor dem Hintergrund der kapitalistischen Krise und steigender Konkurrenz ist der Zugriff auf Regionen und Länder zentral. Die Türkei ist als Rohstoffquelle, Absatzmarkt, Anlagesphäre für Kapital sowie billige Arbeitskräfte interessant. Das europäische Kapital will sich den Zugang zu türkischen Ressourcen und dem türkischen Markt sichern und diese nicht den USA überlassen. Die zunehmende Blockbildung (der NAFTA-Block aus USA, Kanada und Mexiko soll auf ganz Nord- und Südamerika zur FTAA erweitert werden vs. der EU) beschleunigt diesen Prozess. Das ist der vorrangige Grund aus der Sicht der Herrschenden für einen möglichen EU-Beitritt der Türkei. Neue Märkte: Mit einem EU-Beitritt der Türkei erhoffen sich viele europäische Unternehmen Vorteile gegenüber den USA auf einem Absatzmarkt von knapp 70 Millionen Menschen mit Wirtschaftswachstum von bis zu 6 % (bei allerdings sehr hoher Inflation). Dies gilt besonders für die deutsche Wirtschaft, die mit 15,3 % der wichtigste Importpartner der Türkei ist und ein besonderes Interesse an einem EU-Beitritt der Türkei zeigt. BDI- Präsident Rogowski: "Für die deutsche Industrie ist die Türkei ein Wachstumsmarkt mit großem strategischen Potenzial." (Financial Times Deutschland, 6.10.04) "Der deutsche Groß- und Außenhandel begrüßt die Entscheidung der EU- Kommission. Wir befürworten die Aufnahme von Beitrittsverhandlungen mit der Türkei aus wirtschaftlichen und politischen Gründen. Ökonomisch, weil wir von der Dynamik des Beitrittsprozesses zum gegenseitigen Nutzen überzeugt sind. Wie schon bei den vorangegangenen Erweiterungen rechnen wir mit einer beitrittsinduzierten Wachstums- und Gewinnerspirale, von der Deutschland überproportional profitiert." Dies erklärt Anton F. Börner, Präsident des Bundesverbandes des Deutschen Groß- und Außenhandels e.V. (BGA) Es geht aber nicht nur um den Absatz von Waren, sondern auch um den Zugriff auf (zu privatisierende) Infrastruktur und den Kapitalmarkt. Schon seit Ende der 1990er Jahre wurden auf Druck des IWF (Internationaler Währungsfond) Energie- und anderer Staatsbetriebe an die internationalen Monopole, insbesondere Deutschlands, verkauft. Dies soll beschleunigt werden. Die EU bedeutet keine Änderung der Wirtschaftspolitik, sondern setzt die IWF-Politik, die zu Privatisierung und damit Massenentlassungen, zur Zurückdrängung gewerkschaftlicher Organisation, zu hoher Arbeitslosigkeit und niedrigen Löhnen geführt hat, fort. Die Brüsseler Berichte, die den "Fortschritt in der Erfüllung der Beitrittskriterien" verfolgen, führen eine Mängelliste: darauf steht die "Beschleunigung der Privatisierung der Industrie und Landwirtschaft". Die Liberalisierung der Post, Umstrukturierung des Bankensektors, Fortsetzen der Agrarreformen und Marktliberalisierungen werden gefordert, sowie das staatliche Tabak-Monopol als "erhebliches Problem" kritisiert. "Neue Märkte" ist nicht nur regional, sondern auch branchenmässig zu verstehen, der GATS-Vertrag u.ä. haben die Aufgabe, bisher staatlich geführte Bereiche für die Privatwirtschaft zu öffnen. Der geschätzte Investitionsbedarf ist groß: 10.000 Autobahn-Kilometer fehlen ebenso wie 30.000 Kilometer Schienennetz und vernünftige Häfen. Millionen Wohnungen sind dringend sanierungsbedürftig und es gibt einen wachsenden Telekommunikations-Markt. Im Zuge der Verhandlungen gibt es beiderseitige wirtschaftliche Gunstbezeugungen: Turkish Airlines bestellte beim europäischen Airbus-Konzern 36 Maschinen. Bisher orderte die Airline ausschließlich bei Boeing (USA). Zugleich kündigte Erdogan an, sein Land wolle künftig Kernkraftanlagen aus Frankreich beziehen. Deutschland will der Türkei nun einige hundert Leopard-II-Panzer verkaufen. Noch in den 1990er Jahren war dies aufgrund der Einstufung der Türkei als "Krisengebiet" nicht durchsetzbar. 2) Strategische Position der Türkei: Durch ihre Lage im "Krisendreieck Balkan - Kaukasus - Mittlerer Osten" und grenzend an Irak und den Kaukasus, auf dem Weg zum Erdöl des Persischen Golfs und des Kaspischen Meeres, hat die Türkei große strategische Bedeutung: wirtschaftlich und militärisch. Die Türkei könnte für die EU-Staaten zum Billiglohnland werden, wohin Produktion ausgelagert werden kann und das nah an den Märkten im Nahen und Mittleren Osten liegt. Es wäre somit "Türöffner" in Richtung islamischer Staaten, was insbesondere vor dem Hintergrund der US-Politik in der Region von wachsender Bedeutung sein kann. Insgesamt sind die EU-Erweiterungspläne allerdings voller Widersprüche und stellen eine "Flucht nach vorne" dar. Die Hoffnung ist, dadurch die Wirtschaft zu stabilisieren. Die Widersprüchlichkeit wird u.a. in den unterschiedlichen Hoffnungen und Einschätzungen bezüglich der Türkei und ihrer Haltung zur EU bzw. den USA ausgedrückt. Als bisher US-loyales NATO-Mitglied wird die Möglichkeit, die Türkei in einem wachsenden Konflikt zwischen den Wirtschaftsblöcken auf Seiten der EU halten zu können, von den imperialistischen Mächten als unterschiedlich eingeschätzt. Diese unterschiedliche Einschätzung ist ein wesentlicher Grund für die unterschiedliche Haltung der einzelnen EU-Staaten zu einem möglichen Beitritt der Türkei. Die letzten Jahre haben die USA und Britannien die Aufnahme des NATO-Landes Türkei in die Europäische Union (EU) gefordert, während Länder wie Deutschland und Frankreich eher zögerten. Beides hatte den selben Grund. Die Türkei galt wie Britannien als besonders enger Verbündeter der USA, während die Herrschenden in Frankreich und Deutschland versuchen, die EU zu einer mit den USA konkurrierenden Weltmacht aufzubauen. Dazu dient die Aufrüstung der EU, die in der EU-Verfassung verankert werden soll, sowie die gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik. Dass Chirac und Schröder jetzt für den EU-Beitritt der Türkei sind, drückt die Hoffnung aus, die Türkei im Laufe der jahrelangen Beitrittsverhandlungen "umpolen" zu können. Gestärkt wird diese Hoffnung durch die Türkisch-US-Amerikanischen Spannungen im Zuge des Irak-Krieges und der Besatzung. Dann wäre die Türkei mit ihrer Lage ein großer Trumpf im Konkurrenzkampf mit den USA. Wenn die Rechnung nicht aufgeht, wäre sie neben Britannien ein weiteres "trojanisches Pferd" der USA in der EU. Diese Unsicherheit ist einer der Gründe, warum die Herrschenden in der EU sich keineswegs einig sind, ob sie für den Beitritt der Türkei sein sollen. Vor dem Hintergrund wachsender wirtschaftlicher Konkurrenz und damit Spannungen innerhalb der EU birgt die Frage des Beitrittes der Türkei einigen Sprengstoff. Es kommt zu einem Kräftemessen zwischen Staats- und Regierungsschefs bzw. EU-Parlament, zwischen den Fraktionen und Nationalstaaten. 3) Probleme eines Beitrittes: Neben den erwarteten Vorteilen für die Wirtschaft gibt es eine Reihe offener Fragen und (potentieller) Probleme: Agrarpolitik: Die türkische Agrarfläche ist 38 Millionen Hektar groß. Mit 33 % arbeiten weit mehr TürkInnen in der Landwirtschaft als im Durchschnitt der EU-25 (5 %). Hohe Agrarsubventionen der EU an die Türkei werden als Hindernis für einen Beitritt genannt. Diese Berechnung geht allerdings vom derzeitigen Rechtsstand aus, der sich bis 2015 ändern wird. Auf der anderen Seite muss die Türkei ihren extrem (preis)geschützten Agrarsektor reformieren, was zu Billigimporten führen kann und die BäuerInnen unter Druck setzt. Strukturförderung: Nach jetzigen Regeln wäre die gesamte Türkei "Ziel-1-Gebiet". Zudem würden bei einem Beitritt die zehn ärmsten EU-Regionen alle in der Ost-Türkei liegen. Andere Regionen, die jetzt Förderungen erhalten, würden diese verlieren (da die Förderung sich nach dem EU-Durchschnitt berechnet, der mit einem Beitritt der Türkei sinkt) - was für die jeweilige Bevölkerung stärkere soziale Probleme bedeuten würde. Viele RegionalpolitikerInnen würden so einen Beitritt populistisch ablehnen. Um dem entgegenzuwirken wird überlegt, die Ansprüche der Türkei zu kappen. Arbeitsmarkt: bereits 1963 wurde die "Assoziierung" der Türkei mit dem EU-Vorläufer EWG beschlossen. Seither ist der Zugang für türkische ArbeitnehmerInnen leichter als für andere "AusländerInnen", wenn auch schwerer als für EU-BürgerInnen. Mit einem eventuellen Beitritt der Türkei wird - wie schon bei der EU-Osterweiterung - insbesondere von rechten EU-GegnerInnen die Angst vor zusätzlicher "Arbeitsimmigration" geschürt. Angesichts von steigender Arbeitslosigkeit und der Kürzungen bei Arbeitslosen (z.B. Hartz IV in Deutschland) fällt diese Propaganda auf fruchtbaren Boden. Tatsächlich ist bei der Freizügigkeit der ArbeiterInnen von "permanenten Schutzklauseln" die Rede ("geschützt" wird durch sie der Staat vor dem Zahlen von Sozialleistungen). Menschenrechte: diese werden von Beitritts-GegnerInnen ebenso wie die Religionsfrage vorgeschoben. Tatsächlich hat keine Regierung eines EU-Staates Probleme mit Menschenrechtsverletzungen, solange die Kassa stimmt. Der wachsende islamische Fundamentalismus ist eine sensiblere Frage, da hier viel Stimmung, insbesondere im Zusammenhang mit der Frage von "Terrorismus" gemacht wird. Für die Herrschenden ist er auch insofern ein Problem, als er die Regierung und das türkische politische System unberechenbarer macht, da sie unter steigendem Druck von religiösen Gruppen stehen. Es sind nicht die Fragen von "christlichen Werten" oder "Frauenrechten" sondern die Frage von Berechenbarkeit, die für die Regierungen der EU-Staaten von Bedeutung sind. Die türkische Regierung ist offensichtlich bereit, die wirtschaftlichen Auflagen zu erfüllen (z.B. Maastricht-Vertrag), bei den "demokratischen" ist das keineswegs so deutlich. Zypern ist seit 1974 in einen türkischen Nord- und einen griechischen Südteil geteilt. In der Türkei ist Zypern ein sensibles Thema. In letzter Zeit gab es von Seiten der türkischen Regierung Signale in Richtung einer weicheren Position - mit der Unterstützung für das UN-Referendum über eine Wiedervereinigung erhoffte sich die türkische Regierung bessere Karten für die eigenen Beitrittsverhandlungen. Da das Referendum mehrheitlich gegen eine Wiedervereinigung ausgegangen ist, ist die Zypernfrage keineswegs gelöst, sondern nur auf die lange Bank geschoben. Die Frage einer Vereinigung als eigener zypriotischer Staat und insbesondere die Interessen der türkisch-zypriotischen sowie griechisch-zypriotischen ArbeiterInnenklasse stellen sich für die EU nicht. 4) Wer ist für oder gegen einen Beitritt? Die Haltungen zu einem eventuellen Beitritt sind in- und außerhalb der Türkei sehr widersprüchlich. Sie sind nicht einfach entlang eines traditionellen links-rechts-Schemas zu erklären. Innerhalb der Türkei wird der Beitritt von den meisten linken und auch gewerkschaftlichen Kräften unterstützt. Es gibt jedoch auch Ablehnung (u.a. von der linken ÖDP) gegen das kapitalistische/imperialistische Projekt EU. Die Regierungspartei AKP, die ihre Wurzeln im islamischen Fundamentalismus hat, gegenwärtig aber v.a. die Interessen des türkischen Kapitals vertritt, tritt für den Beitritt ein, während offen fundamentalistische Organisationen sowie v.a. die traditionell ntaionalistischen Kräfte und das Militär gegen einen Beitritt sind. Viele Generäle befürchten einen Verlust ihrer Machtposition. Auch außerhalb der Türkei finden sich BefürworterInnen und GegnerInnen in den verschiedenen Lagern (SPÖ dagegen - SPD dafür; FP-Haider dafür - FP-Mölzer dagegen), wobei die Tendenz besteht, dass "Oppositionsparteien" versuchen, auf Basis der ablehnenden Stimmung in der Bevölkerung auf Stimmenfang zu gehen (z.B. die SPÖ, die für eine Zwitterlösung steht, die wirtschaftliche Vorteile für das europäische Kapital bringt, aber trotzdem die Türkei draußen hält). Von weiten Teilen der extremen Rechten wird das Thema zu offener anti-islamischer und nationalistischer Hetze genutzt. In der Türkei gibt es große Hoffnungen in einen EU-Beitritt (70- 90 % positiv zur EU). Diese umfassen die Verbesserung der sozialen Lage, dem Ausbau demokratischer Rechte, Rückdrängung des Einflusses des Militärs und das Selbstbestimmungsrecht der KurdInnen sowie Verbesserungen für die alewitische Bevölkerung. Auch viele Linke erhoffen sich durch einen Druck von Seiten der EU in Bezug auf demokratische und Menschenrechte eine wichtige Unterstützung der fortschrittlichen Kräfte. In den überwiegend von KurdInnen bewohnten südöstlichen Provinzen gibt es eine Zustimmung von 97,7 % für einen EU-Beitritt - die wichtigen kurdischen Organisationen befürworten einen Beitritt. Doch der EU sind Menschenrechte und im speziellen die Rechte von ArbeiterInnen nicht viel Wert. Den Assoziationsvertrag gibt es mit der Türkei trotz Verfolgung und Unterdrückung der KurdInnen. Nach dem Militärputsch in der Türkei 1980 äußerte das Europäische Parlament Verständnis und Deutschland hat die Generäle sogar unterstützt. Die in Kurdistan eingesetzten Sonderkommandos wurden zuerst von deutschen Militärs ausgebildet. 1991 waren der Türkei unter dem deutschen Kanzler Kohl schon 300 NVA-Schützenpanzer überlassen worden. Das ZDF-Magazin "Frontal 21 berichtete kürzlich, dass Spezialkräfte der türkischen Gendarmerie diese Panzer in der Provinz Sirnak gegen aufständische KurdInnen einsetzten. In den alten und neuen EU-Staaten gibt es in den letzten Jahren zunehmend repressive Gesetze und die Abschaffung demokratischer Rechte unter dem Vorwand der Terrorbekämpfung wird auch in Österreich u.a. von "amnesty international" kritisiert. 5) Große Skepsis und rechtsextreme Hetzer In den EU-Staaten gibt es große Skepsis, viele Vorurteile und starke Ablehnung gegen einen EU-Beitritt der Türkei. Laut einer Format-Umfrage sind 66 % der ÖsterreicherInnen dagegen. Die wachsenden sozialen Probleme in der EU sind die Grundlage, auf der nationalistische, rassistische und christlich- fundamentalistische Stimmung gemacht wird. Auch nicht- rechtsextreme bürgerliche Parteien - wie in Deutschland die CDU und in Österreich die SPÖ - schüren diese Vorurteile. Die CDU hat eine Unterschriftensammlung gegen einen EU-Beitritt der Türkei angedacht, der sofort von der neo-faschistischen NPD und DVU aufgegriffen wurde. Insbesondere von rechtsextremen PopulistInnen wie H.C.Strache ( FP-Wien) wird mit offen anti-türkischen und anti-islamischen Argumenten gearbeitet. Es ist nicht ausgeschlossen, dass von rechter Seite ein Volksbegehren gegen den EU-Beitritt eingeleitet wird. Die rechtsextreme Anti-Türkei-Politik dient nicht dazu, den Lebensstandard der österreichischen ArbeiterInnen zu verteidigen oder zu verbessern. Im Gegenteil ist die Politik der FPÖ praktisch darauf ausgerichtet, diesen diesen drastisch zu senken. Ein solches Volksbegehren würde daher zur Stärkung der FPÖ und des Rassismus führen. Es würde eingesetzt werden, um von der Verantwortung der FPÖ für den Sozialabbau in Österreich abzulenken. Gegen eine solche Hetze, wie auch gegen den Sozialabbau, der sie verstärkt, ist gemeinsamer Widerstand von österreichischen, türkischen, kurdischen, alewitischen ArbeiterInnen und Jugendlichen notwendig. Dem ÖGB kommt hierbei eine besondere Aufgabe zu, die er bisher nicht erfüllt: anstatt sich auf einen nationalistischen "Österreich zuerst"-Standpunkt zurückzuziehen, hätte die Gewerkschaft die Aufgabe, ALLE Beschäftigten, unabhängig von ihrer Nationalität oder Herkunft zu organisieren und für ihre gemeinsamen Interessen einzutreten. Wir SozialistInnen haben zur Frage EU-Beitritt der Türkei eine differenzierte Position. Wir sind nicht reflexartig "dafür", weil die rechten "dagegen" sind, sondern versuchen bei den jeweiligen Kampagnen - für oder gegen den Beitritt - aufzuzeigen, was dahinter steckt. Wir stellen den diversen bürgerlichen Standpunkten eine sozialistische und internationalistische Position entgegen. Wichtig ist es, die Hintergründe zu erklären und die Auswirkungen. Keineswegs würde sich die soziale Situation der türkischen ArbeiterInnen und BäuerInnen verbessern. Die Regierung in Ankara ist bereit, alle neoliberalen Angriffe durchzuführen und von den EU-Agrarsubventionen haben die Klein- und KleinstbäuerInnen nichts (wie sich z.B. in Polen im Zuge der Osterweiterung gezeigt hat). Sozialabbau und Subventionskürzungen in anderen Staaten werden nicht in erster Linie das Ergebnis eines Beitrittes der Türkei sein, sondern einer neoliberalen Politik, die Sozialstaaten zerschlagen, Öffentliche Dienste privatisieren und die Rechte der ArbeiterInnen einschränken will. Die EU wird den Aufbau moderner Fabriken (mit vielen Maschinen und wenig Arbeitskräften) in der Türkei subventionieren, mit denen dann die ArbeiterInnen in ganz Europa erpresst werden, niedrigere Löhne zu akzeptieren. Nicht die türkischen ArbeiterInnen sind schuld, sondern der Kapitalismus und seine Nutzniesser. Die Leidtragenden der Politik der EU sind ArbeitnehmerInnen, Jugendliche, Frauen, PensionistInnen, Arbeitslose; in der "alten EU", den "neuen EU-Staaten und der Türkei. Wir sind gegen die EU der Banken und Konzerne an sich, weil dieses nur dazu dient, für die europäischen KapitalistInnen möglicht gute Bedingungen zu schaffen. Wenn sich die Menschen in der Türkei mehrheitlich dazu entschließen, der EU beitreten zu wollen, dann sollen sie das Recht dazu haben. Wir müssen aber davor warnen, dass ihre Hoffnungen nicht erfüllt werden und werden mit jenen Kräften in der Türkei und Kurdistan zusammenarbeiten, die das auch so sehen. Wichtig ist, die Erfahrungen mit dem EU-Beitritt der osteuropäischen Staaten und die enttäuschten Hoffnungen einzubeziehen. In den Versuchen, Belegschaften und Standorte gegeneinander auszuspielen, ist sich das europäische Kapital einig. Der Europäische Gewerkschaftsbund hat die Aufgabe, eine internationalistische Herangehensweise und Arbeit gegen Standortlogik und erpresserisches "nach unten Nivellieren" zu organisieren. Es ist daher notwendig, dem Projekt der EU und der weiteren Erweiterung das Projekt des gemeinsamen Kampfes von ArbeitnehmerInnen und Jugendlichen in und außerhalb der EU entgegenzustellen. Insbesondere den Gewerkschaften kommt hier große Verantwortung dabei zu, die national-chauvinistische Propaganda zu überwinden. Möglichkeiten für solche Kämpfe hat es in der Vergangenheit schon gegeben, und ArbeiterInnen haben auch schon grenzüberschreitende Kämpfe geführt. Der Europäische Gewerkschaftsbund hat diese Entwicklung aber nur zögerlich mitgemacht und setzt auf Verhandlungen statt Klassenkampf. Diese Lähmung der Gewerkschaften muss überwunden und durch eine internationalistische und kämpferische Politik ersetzt werden. Ein vereinigtes Europa ist ein wichtiger Schritt für eine Welt ohne Ausbeutung. Frieden, Wohlstand und Sicherheit sind für die Menschen in Europa und Asien aber nicht möglich, solange die Profitlogik des Kapitalismus regiert. Eine echte Vereinigung kann nur auf Basis einer grundlegend anderen Gesellschafts- und Wirtschaftsordnung erfolgen. Die SLP, österreichische Sektion des "Komitee für eine ArbeiterInnen-Internationale (CWI/KAI), tritt daher für eine Föderation der sozialistischen Staaten von Europa als echtes Friedens- und Wohlstands-Projekt ein. Wien, 11.11.04 ************ Sonja Grusch, Sozialistische LinksPartei - SLP Österr. Sektion des CWI ************ _______________________________________________ slp-info at slp.at - Info-Mailliste der SLP Mails abbestellen/Einstellungen ändern: http://slp.at/mailman/listinfo/slp-info Für weitere Infos: http://www.slp.at ================================================ C) TERMINE ================================================ ======================== Freitag http://www.mund.at/butt/Termine/November/1211.htm Samstag http://www.mund.at/butt/Termine/November/1311.htm Sonntag http://mund.at/butt/Termine/November/1411.htm ======================== ================================================ D) EDITORIAL ================================================ Für den Inhalt verantwortlich: Ihr. E-Mail-Adresse für Beiträge: widerstand at no-racism.net geschickt. widerst at nd MUND und alle Termine täglich aktualisiert im Web: http://www.no-racism.net/MUND Ziel von MUND (medienunabhängiger Nachrichtendienst) ist die unzensurierte und möglichst rasche Information über gesellschafts- politisch relevante Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu Widerstand und Antirassismus sowie verwandte Themen. sollen einen Titel, Namen und Emailadresse der/des AutorIn enthalten und möglichst kurz und prägnant gehalten sein, ev. mit Hinweis, wo weitere Informationen eingeholt werden können. Bitte keine Attachments! Die inhaltliche und sachliche Verantwortung liegt bei der/dem jeweiligen AutorIn bzw. jenen, die uns die Beiträge schicken. Der MUND wird von einzelnen TagesredakteurInnen zusammengestellt. Da Fehler nicht ausgeschlossen sind, bitten wir, nicht veröffentlichte Beiträge nochmals an widerstand at no-racism.net zu senden. Die Weiterleitung (auch auszugsweise) ist erwünscht. Beiträge mit rassistischen oder sexistischen Inhalten werden nicht veröffentlicht. Sehr persönliche Meldungen werden wir an den betreffenden Adressaten weiterleiten, aber nicht im MUND veröffentlichen. Die bisherigen Ausgaben sind unter http://www.no-racism.net/MUND archiviert. Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage: * Wann: Sonntag, 11.11.2001, 11:11 Uhr * * Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" * * Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf * * Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie. Aber kurz und prägnant.* Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch stillschweigend Zensur zu üben. Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die Nichtaufnahme geliefert. (Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.) Die AbsenderInnen der betroffenen Beiträge werden hiervon informiert. Im Sinne einer "gläsernen Zensur" könnt ihr Euch die Beiträge gerne extra schicken lassen: Ein kurzes Mail an widerstand at no-racism.net genügt. ================================================ E) VERTEILERLISTE ================================================ Zur Eintragung in diesen Verteiler bitte direkt subskribieren unter http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/analle oder von der einzutragenden Adresse aus ein mail schicken an: admin at no-racism.net mit folgendem Text: subscribe no-racism Bitte wegen Automatisierung diesen Wortlaut verwenden! Zur Austragung aus dieser Liste bitte an zusammengestellt. Bitte keine Attachments! (werden nicht angenommen) Weggelassen: nix Redaktionsschluss für diese Ausgabe: Donnerstag, 20:30 Uhr III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III widerst at nd-MUND is powered by http://alt.strg.at/ -- _______________________________________________ Techred mailing list Techred at no-racism.net http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/techred From analle at no-racism.net Mon Nov 15 09:44:59 2004 From: analle at no-racism.net (analle at no-racism.net) Date: Mon, 15 Nov 2004 09:44:59 +0100 Subject: montag mund 15.11.04 Message-ID: widerst at nd MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst Montag, 15.11.2004 ================================================ A) INHALT ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 01 01 [kinoki-mikrokino] #120 - mo 15.11./aktionsradiusaugarten: Von der Obdachlosigkeit von: kinoki-mikrokino at action.at ================================================== 02 Depot-Programm: die Woche ab 15. November von: ================================================== 03 Interkulturelle Akzente von: ================================================== 04 Einladung zur Diskussionsrunde: Kultur.Revolution.04 - hackln bis zum Umfallen? von: ================================================== 05 Veranstaltungshinweis von: ================================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND KOMMENTARE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 06 An die SozialsprecherIN der im Parlament vertretenen Parteien von: ================================================== 07 Weiz/Elin/Kovats/Siemens von: ================================================== 08 [gipfelsoli] Aubonne von: ================================================== 09 [al_newsletter] Demo: Nazis stoppen!, EKH, ... von: ================================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< SOLIDARITÄT WELTWEIT ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 10 SOUTH WALES COUNCILLOR JAILED FOR PEACE ACTIONS von: ================================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< LINKS / VERWEISE / HINWEISE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 11 Newsletter 20/2004 von: ================================================== 12 Stellenausschreibung / Infos zum Welt Aids Tag 04 von: ================================================== 13 CROPfm - Newsletter: The Three hare Project [12.11.04] von: ================================================== 14 EKH-Demo: Fotos von: ================================================== 15 Presseausgabe Glocalist: SChwerpunkt Kunst im sozialenFeld von: GLOCALIST REVIEW ================================================== ================================================ B) TEXTE ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 01 [kinoki-mikrokino] #120 - mo 15.11./aktionsradiusaugarten: Von der Obdachlosigkeit von: kinoki-mikrokino at action.at ==================================================. KINOKIS MIKROKINO Politische Filmabende, am 1. und 3. Montag des Monats. UKB 4 Euro kinoki. Verein für audio-visuelle Selbstbestimmung mikrokino at kinoki.at | http://www.kinoki.at Newsletter subskribieren bzw. abbestellen unter: http://www.kinoki.at/mailman/listinfo/kinoki-mikrokino Förderpreis Politische Kulturarbeit 2004 der IG Kultur Österreich. Einladung #120 Montag, 15. November 2004, 20 Uhr Aktionsradius Augarten, 1200, Gaußplatz 11 (Tel. & Fax: 332 26 94, > 31, 5A oder U4 Friedensbrücke) KINOKIS MIKROKINO PRÄSENTIERT IN KOOPERATION MIT DEM "AUGUSTIN": VON DER OBDACHLOSIGKEIT Der schwarze Film (Crni Film) Zelimir Zilnik, Jugoslawien 1971, jug. OF mit dt. Untertiteln "Eines Nachts liest Zelimir Zilnik zehn Obdachlose von den Straßen Novi Sads auf und bietet ihnen an, bei ihm zu wohnen. Während die Obdachlosen in seiner Wohnung sitzen, befragt Zilnik den Sozialdienst, Leute auf der Straße und die Polizei, was er mit den Obdachlosen tun soll. Er stößt auf allgemeine Rat- und Teilnahmslosigkeit. Die Anprangerung eines sozialen Missstands scheint im besten Sinne gelungen, doch dem Filmemacher kommen Selbstzweifel. Er fühlt sich als Voyeur des Asozialen mitschuldig am Elend der Obdachlosen. In einem kaum geschnittenen Interviewstil und mit Handkamera gedreht, zeigt "Der schwarze Film" die Armseligkeit eines abstrakten Humanismus." (TV Movie) Manolo recicla - El senor de los carros (Manolo Recycles - The Lord of The Trollies) Manolo Gonzalez Ramos, Spanien 2004, 60 Min., span. OF mit engl. Untertiteln, DVD Manolo ist ein besonderer Mann, er hat Humor, steckt voller Vitalität und Lebensfreude - und lebt auf der Straße. Er sammelt, was die Leute wegwerfen und ihm noch brauchbar erscheint. Er führt die Sachen im Einkaufswagerln durch die Stadt und verkauft sie. Ein harter Job. Manolo verrichtet ihn mit Leidenschaft und Akribie. Der Film enthüllt uns nach und nach Manolos Lebensgeschichte, wie und warum er auf der Straße lebt. Wir erfahren, dass Manolo eigentlich eine Wohnung hat, aber die ist unbenutzbar, weil sie bis zum Anschlag vollgestopft ist mit Flohmarktsachen. Wie so viele Männer auf der Straße ist Manolo Alkoholiker. Er erkrankt akut an Leberzirrhose und stirbt zuletzt einsam im Spital. Der Filmemacher Manuel Gonzalez Ramos begleitet ihn über drei Jahre bis zu seinem Tod, sein Film setzt ihm ein Denkmal. Dem 37jährigen Ramos, der in Großbritannien studiert hat und dann eigentlich Kunst- und Werbefilme gemacht hat, ist ein einfühlsames Portrait eines besonderen Menschen gelungen. Der Augustin als Gesamtkunstwerk Erich Rappolt, Marc Nana-Gyan Aekwonu, Sebastian de Vos; A 2004, 20 Min. Video-Porträt des "Augustin" und seiner zahlreichen Projekte. Abschlussarbeit eines sozialarbeiterischen Film-Workshops. Links: http://www.augustin.bus.at/ *** Vorschau: #121 Montag, 6. Dezember 2004, 20 Uhr Votiv Kino, Studio, Währinger Straße 12, 1090 Wien, Kartenreservierung: Tel.: 317 35 71, http://www.votivkino.at/, Einheitspreis 5,50 Euro KINOKIS MIKROKINO PRÄSENTIERT: HANNE HIOB HIOBSBOTSCHAFT ODER: FURCHT UND ELEND DES DRITTEN REICHES Hiobsbotschaft Regie und Buch: Ottokar Runze, Idee: Hanne Hiob, DarstellerInnen: Hanne Hiob, Edgar Bessen, Roland Renner, Erica Schramm, Peter Petersen, Ted Lesley, u.a. D 1995/1996, 77 Min. (1. Teil 30 Min, 2. Teil 47 Min.), OF dt., Video Die Mörder sind unter uns. Naziverbrecher, die als Ärzte medizinische Versuche an Menschen vornahmen, die als Richter noch in den letzten Kriegstagen Deserteure strafrechtlich verfolgten und aburteilten, die als Offiziere Zivilisten als Rache nach Partisanenüberfällen hinmorden ließen und verschont blieben aus Mangel an Zeugen oder wegen Verjährung. Die Täter gelangten vielfach zu Ansehen in der bundesrepublikanischen Gesellschaft, während die Opfer vergeblich auf Entschädigung warten. Eine pensionierte Kriminalrätin, sie gilt als Kapazität für die Aufklärung von Tötungsdelikten, unterrichtet in Seminaren junge Polizeibeamte. Frau Kriminalrätin a. D. scheint besessen. Sie erwähnt den Namen eines Hitlergenerals und danach findet man ihn an der Gartenpforte seiner Villa als Leiche. Weitere Nazi-Verbrecher sterben unter ungeklärten Umständen. Ist es die Kriminalrätin oder eine Doppelgängerin, die in Veranstaltungen Briefe aus Konzentrationslagern in Nazideutschland vorträgt? Gegen die Kriminalrätin wird ermittelt und vor Gericht will man ihr auf die Spur kommen. Ein Sachverständiger soll klären, ob auch Hass töten kann. Hanne Hiob, die jahrelang mit ihrem Programm "'Nun lebt wohl und werdet Kämpfer...' - Letzte Briefe aus den Konzentrationslagern" durch Deutschland und Österreich reiste, hat zahlreiche Täterbiographien sorgfältig recherchiert und stellt deren Vergangenheit und die Gegenwart vor. In den als Krimi inszenierten Film wurden eine Fülle von Dokumentaraufnahmen und -texte eingearbeitet, die ihn auch zu einem Zeitdokument für die Jahre 1945 bis heute machen. Furcht und Elend des Dritten Reiches Regie: Ursula Bonhoff, Text: Bert Brecht, DDR 1981, 90 Min. (2. Teil), OF dt., Video Brechts Szenenfolge über die Funktionsweise der NS-Terrorherrschaft in einer DDR-Fernsehversion, fein inszeniert mit brillianten SchauspielerInnen. Hanne Hiob liest zu Beginn einen Text zum Kontext der Inszenierung. Von Brechts 24 Szenen sind 12 in dieser Version enthalten. Wir zeigen aus Zeitgründen nur den zweiten Teil des Filmes mit den Szenen: "Der Spitzel", "Die Stunde des Arbeiters", "Der Entlassene", "Das Mahnwort", "Die Bergpredigt", "Winterhilfe" und "Volksbefragung". In Anwesenheit von Hanne Hiob, geb. 1923 in München, Brechts erste Tochter aus der Ehe mit der Opernsängerin Marianne Zoff. Als Tänzerin und Schauspielerin hat sie Engagements in Wien, Berlin, Zürich, Hamburg und München. Rollen in Stücken ihres Vaters übernimmt sie erst nach dessen Tod: u.a. die stumme Kattrin an der Seite von Therese Giehse in Mutter Courage und die Johanna in der Uraufführung der Heiligen Johanna der Schlachthöfe 1959 unter der Regie von Gustaf Gründgens. Seit den 70er Jahren stellt Hanne Hiob eigene Brecht-Abende und Antifaschistische Abende zusammen, sie ist Mit-Initiatorin des „Anachronistischen Zuges“ gegen Krieg und Faschismus, der szenischen Welturaufführung von Brechts Gedicht "Legende vom toten Soldaten" auf dem Soldatenfriedhof Bitburg und spielt in zahlreichen Filmen und Fernsehfilmen. *** Hinweise: 1) fr 12.11., 16h, südtiroler platz: ekh bleibt!-demo 2) plattform präventive gegenjubiläum 2005 3) 12.-14.11.2004: DocuZoneAustria - Eröffnungsfestival 4) 18.11.-2.12. Jüdische Filmwoche *** 1) http://www.med-user.net/ekh/ DEMO! EKH BLEIBT! 12.11.2004 16 uhr Busbahnhof Südtirolerplatz *** 2) http://www.oesterreich-2005.at/ ÖSTERREICH 2005: DAS VORSORGE-PAKET GEGEN EIN JAHR HEIMAT-FEIERN! 60 Jahre Befreiung, 50 Jahre Staatsvertrag, 10 Jahre EU-Mitgliedschaft - im so genannten Jubiläumsjahr 2005 steht Österreich ein neuerlicher Schub an Geschichtsverzerrung und Chauvinismus, an Opfermythen und diversen rot-weiß-roten Identitätskonstruktionen bevor. Bereits das 70-jährige Jubiläum des Februar 1934 hat gezeigt: Anstelle einer umfangreichen Debatte über den Austrofaschismus und seine Kontinuitäten bis in die Gegenwart wurde der Diskurs in Politik, Medien und Gesellschaft nach rechts verschoben. Hier sind nachhaltige Effekte zweier Perioden der Bundesregierung von ÖVP und FPÖ zu erkennen, die in den Jahren seit 2000 eine weitgehende Verschränkung von neoliberalen und autoritär-nationalistischen Tendenzen in Gang gebracht hat. Für das Jubeljahr 2005 ist ein weiterer Höhepunkt in der hegemonialen Verankerung dieser Politik zu erwarten. Eine breite Palette von politischen und kulturellen Veranstaltungen sowie Publikationen soll dieser Jubiläumsmaschine entgegen gesetzt werden und zugleich die vielfältigen Themen der verschiedenen Jubiläen aus verschiedenen emanzipatorischen Blickwinkeln thematisieren. Die Plattform steht allen Interessierten offen, versteht sich jedoch nicht als zentrale Koordination solcher Veranstaltungen, sondern als Impulsgeberin und Anstoß zur Versammlung. contact [at] oesterreich-2005.at *** 3) http://www.docuzone.at/ DocuZoneAustria Eröffnungsfestival 12.-14.11.2004 Topkino Wien, Rechbauer Graz, Filmfabrik Dornbirn, Volkskino Klagenfurt, u.a. Das Projekt Docu Zone Austria (DZA) setzt sich zum Ziel, mithilfe digitaler Technologie die Auswertung von Dokumentarfilmen und Spezialprogrammen in österreichischen Kinos zu verbessern und diese Filme einem größeren Publikum zugänglich zu machen. Docu Zone sieht sich als Plattform für Verleiher, Kinos, Dokumentarfilmer, Produzenten, Förderer und alle anderen, die in diesem Kontext arbeiten, um Synergien zu ermöglichen, sowohl was Kenntnisse als auch geplante Aktivitäten betrifft. Damit will DZA die Chancen einer landesweiten und erfolgversprechenderen Auswertung dieser allgemein als „schwierig“ geltenden Filme erhöhen. Docu Zone Austria ermöglicht den teilnehmenden Kinos, Verleihern und anderen nicht nur die Nutzung der neuesten und hochwertigsten digitalen Projektionstechnologien, mittels derer Filme gleichzeitig und kostengünstiger in die Kinos gebracht werden können, sondern auch den Zugang zum europäischen Netzwerk European Docu Zone (EDZ) – CinemaNet Europe. Docu Zone Austria Gumpendorferstrasse 80/2 A-1060 Wien office at docuzone.at Tel: 01 595 2991 Fax: 01 595 2991 21 *** 4) http://www.jfw.at/2004/index.html JÜDISCHE FILMWOCHE WIEN 2004 18. November bis 2. Dezember Nach einer zweijährigen Pause wird die Jüdische Filmwoche Wien heuer im Votivkino und im De France Kino stattfinden. Dank der Unterstützung durch die Constantin Film können wir die Eröffnung am 18. November im Urania Kino feiern. Wie in den letzten Jahren wollen wir auch heuer wieder verschiedene Themenschwerpunkte präsentieren. Da uns die Medien zum Thema Israel/Palästina meist mit undifferenzierten Bildern und Informationen täglich bestürmen, scheint es uns wichtig, Filme über die Wurzeln des Konfliktes zu zeigen. Einer unserer Gäste, der israelische Regisseur Benny Brunner, wird dazu die Dokumentarfilme It Is No Dream, Al-Nakba: The Palestinian Catastrophe 1948 und The Wall präsentieren. In It Is No Dream stellt sich eine Gruppe israelischer Intellektueller die Frage, was aus Theodor Herzls Vision geworden ist. Al-Nakba setzt sich mit einer tragischen Seite der Staatsgründung Israels auseinander: der Vertreibung von 750.000 PalästinenserInnen. The Wall zeigt eindringlich, wie stark das Leben palästinensischer Familien durch die Mauer, die von Israel gebaut wird, beeinflusst ist. Dr. John Bunzl wird die Vorführung von Arna’s Children einleiten. Dieser Film porträtiert Arna Mer Khamis, eine tapfere Jüdin, die sich um palästinensische Jugendliche in Jenin kümmerte. Anhand von Lebensgeschichten behandelt der Film aber auch die Frage, warum Menschen zu Selbstmordattentätern werden. Between The Lines beschreibt das Leben der jüdisch-israelischen Ha’aretz-Journalistin Amira Hass, die seit 1998 aus Ramallah berichtet. Uri Avnery, einer der großen Männer der israelischen Friedensbewegung, wird in Uri Avnery: Warrior For Peace dargestellt. Die beiden Regisseure des Films Route 181 - der Palästinenser Michel Khleifi und der Israeli Eyal Sivan - zeigen ihre Reise entlang der Straße, die 1947 das israelische vom palästinensischen Gebiet trennte. Frank Stern, Gastprofessor am Institut für Zeitgeschichte der Universität Wien, wird die böse Satire Made in Israel einführen. Der israelische Regisseur David Ofek wird seinen Dokumentarfilm No. 17 präsentieren. Darin begibt er sich auf die Suche nach einem unbekannten Toten, der bei einem Bombenattentat ums Leben kam. Sleeping With The Enemy zeigt ein Friedenscamp mit PalästinenserInnen und Israelis, das 2000 in Japan organisiert wurde. Drei Jahre später treffen sich in Behind Enemy Lines zwei Teilnehmer des Camps, der palästinensische Journalist Adnan Joulani und der israelische Polizist Benny Hernes, wieder. In Wailing Walls vergleichen die israelischen Regisseure Tor Ben Mayor und Yehuda Litani die Situation in ihrer Heimat mit der politischen Lage in Nordirland. Im Experimentalfilmprogramm Zoom In-Zoom Out reflektieren israelische KünstlerInnen ihre Sicht der Situation in Israel/Palästina. Regisseur Joseph Rochlitz berichtet in The Righteous Enemy über die Rettung von 40.000 Jüdinnen und Juden durch italienische Soldaten und Diplomaten. In True Child Of Vienna begleitet er seinen Vater und dessen Bruder bei einer Reise nach Wien. Die beiden waren Teenager, als sie 1938 aus der Stadt fliehen mussten. Zum 100. Geburtstag des polnisch-jüdischen Schriftstellers Isaac Bashevis Singer zeigen wir den Zeichentrickfilm Die Schelme von Schelm, Barbra Streisands Yentl und Paul Mazurskys Enemies: A Love Story. Dank einer Einladung des Polnischen Instituts Wien wird Regisseur Adam Kinaszweski während der Vorführung seines Dokumentarfilmes Warsaw: Landscape with Singer über das Leben von Isaac Bashevis Singer anwesend sein. In einem Österreich-Schwerpunkt stellen österreichische Filmschaffende ihre Produktionen vor. Hubert Canavals Dokumentarfilm In der Fremde zu Haus erzählt vom Leben dreier ÖsterreicherInnen, die auf der Flucht vor dem Nationalsozialismus in Mexiko eine neue Heimat fanden. Walter Wehmeyer beobachtet in Naher Osten Hoffnung und Traum der Jugend die Begegnungen von arabischen und jüdischen Jugendlichen in einem Friedenscamp in Kärnten. Chaltura - Leila und Lena von Michael Pfeifenberger zeigt die Lebenswege der Beduinin Leila und der Russin Lena. In Christian Mehofers Spielfilm Die dritte Minute begegnen zwei Hitlerjungen einer in einem Keller versteckten Jüdin am Ende des Krieges. Simone Bader und Jo Schmeiser (Klub Zwei) zeigen in Things.Places.Years, wie Vertreibung, Emigration und Holocaust das Leben von zwölf in London wohnenden Frauen durch drei Generationen prägen. In Erinnerung an das polnisch-jüdische Komikerpaar Szymon Dzigan und Jisroel Szumacher werden drei Filme in jiddischer Sprache gezeigt. Die Komödie Freiliche Kapzonim (Fröhlicher Bettler/Jolly Paupers, 1937) und On a Heym (Ohne ein Zuhause/Without a Home, 1939), den letzten jiddischen Film, der in Polen vor dem Zweiten Weltkrieg gedreht wurde. 1948 spielten Dzigan und Szumacher in Unzere Kinder (Our Children) mit. Weiters zeigen wir auch heuer wieder eine Reihe von neuen internationalen Spielfilmen. Abjad (The First Letter) schildert in wunderbar poetischen Bildern das Leben eines 16-jährigen Buben im Iran knapp vor der Islamischen Revolution 1979. All I’ve Got behandelt einfühlsam, aber auch humorvoll, die Frage nach Liebe, Leben und Tod. Constantin Costra-Gavras Meisterwerk Der Stellvertreter zeigt, basierend auf Rolf Hochhuths gleichnamigem Theaterstück, Verflechtungen zwischen dem Vatikan und dem Nazi-Regime. Der niederländische Regisseur Ben Sombogaart (angefragt) wird seinen 2004 für den Oskar nominierten Film Die Zwillinge, eine berührende Frauengeschichte, präsentieren. Léa Pool schildert in Emporte-Moi einfühlsam die schwierige familiäre und persönliche Situation eines jungen Mädchens im Montreal der 60er Jahre. Die charmante Komödie Samy y yo beweist, dass es auch in Buenos Aires jüdische Stadtneurotiker geben kann. The Postwoman stellt uns Luna vor, die auf der Suche nach der großen Liebe ist. Voyages verflechtet die Lebensgeschichten dreier älterer Frauen ineinander. In Wir müssen zusammenhalten versteckt ein tschechisches Ehepaar einen jüdischen Bekannten während des Zweiten Weltkriegs. In Wondrous Oblivion hat der elfjährige Jude David im London der 60er Jahre nur einen Traum: im Cricket-Schulteam mit zu spielen. Weiters präsentieren wir auch neuere Dokumentarfilme. Nurit Kedars Asesino behandelt die Geschichte jener rund 30.000 ArgentinierInnen, die während der Militärdiktatur von 1976 bis 1983 ãverschwanden“. Einige jüdische Familien baten die israelische Botschaft um Unterstützung bei der Suche nach ihren vermissten Angehörigen. Da Israel damals gute Waffengeschäfte mit Argentinien machte, wurde ihnen die Hilfe verwehrt. In Born in Buenos Aires gibt Regisseurin Beth Toni Kruvant Einblicke in die schwierige politische und wirtschaftliche Situation der argentinischen Bevölkerung. Die russische Produktion Dziga And His Brothers schildert Leben und Werk der drei Kaufmanbrüder: Boris war ein geschätzter Kameramann (z.B. L’Atalante und On the Water Front/Die Faust im Nacken), Michail war Kameramann und Regisseur, Denis wurde unter dem Pseudonym Dziga Vertov bekannt. Dziga And His Brothers wird mit drei Kurzfilmen eingeleitet, die jüdisches Leben in Bialystok (der Heimatstadt der Brüder Kaufman), Krakau und Lemberg zeigen. Flucht in den Dschungel schildert die Geschichte eines brasilianischen Ortes, wo in den 30er Jahren deutschen EmigrantInnen vor den Nazis Zuflucht fanden. In Make Me A Match werden sowohl professionelle Heiratsvermittler, als auch deren Klienten auf der Suche nach Eheglück begeleitet. In einem alten Cadillac begibt sich Brian Bain, der Regisseur von Shalom Y’All, auf die Spuren jüdischen Lebens in den Südstaaten der USA. Damit aber auch der Humor nicht zu kurz kommt, zeigen wir die schräge "Jewxploitation" Komödie The Hebrew Hammer, in der ein New Yorker Privatdetektiv - sozusagen die ãjüdische Antwort“ auf Shaft und Mike Hammer - einen äußerst schwierigen Fall zu lösen hat. Die sehr schwarze Komödie Mrs. Meitlemeihr stellt sich die Frage: Was wäre gewesen, wenn Adolf Hitler den Zweiten Weltkrieg überlebt hätte und, als Frau verkleidet, in London untergetaucht wäre? In ihrem dreiteiligen Programm Hitler - The Horror And The Horrah präsentiert die junge israelische Künstlerin Tamy Ben Tor ungewohnte Zugänge zum Thema Adolf Hitler. In ihrem Film Kinky Friedman - Proud To Be An Asshole From El Paso interviewt Regisseurin Simone de Vries deklarierte Fans des jüdischen Countrysängers Richard "Kinky" Friedman, darunter Willie Nelson und Bill Clinton. Im kanadischen Dokumentarfilm Schmelvis: Searching For The King’s Jewish Roots machen sich ein Filmteam, ein Rabbiner und ein jüdisch-orthodoxen Elvis-Imitator mit dem Künstlernamen Schmelvis, auf die Suche nach den jüdischen Wurzeln von Elvis Presley. Falls Sie die Antwort dazu erfahren wollen: sie finden sie im Kino. Monika & Frédéric-Gérard Kaczek und Team revolution will not be televised ************************************************* kinoki Gumpendorfer Str. 63B Buerogemeinschaft 1. Stock 1060 Wien Mobile: ++43 (0)650 5031574 Fax: ++43 (0)1 403 87 94-17 mikrokino at kinoki.at http://www.kinoki.at _______________________________________________ kinoki-mikrokino mailing list Un/Subscribe: http://www.kinoki.at/mailman/listinfo/kinoki-mikrokino ================================================== 02 Depot-Programm: die Woche ab 15. November von: <depot-news at t0.or.at> ================================================== Montag, 15. November, 19.00 FM5 Zeitschriftenpräsentation Das in Oberösterreich gegründete Freie Magazin FM5 hat einen neuen medialen Raum erschlossen: Seit Jänner 2003 etablierte sich diese Online-Plattform für Kunst und Jugendkultur in ihrer Form und Funktion als - gar nicht fauler - Kompromiss zwischen schnell zu aktualisierendem Online-Medium und fundiert recherchiertem Magazin. FM5 erscheint einmal im Monat unter www.fm5.at und wird laufend aktualisiert. In dem Magazin finden sich kritische Reportagen sowie Beiträge über Musik, Literatur, Kunst und Lifestyle. Neben journalistischen Artikeln bietet FM5 auch Raum für die Erstveröffentlichung von künstlerisch-literarischen Texten. Zudem wird zum zweiten Geburtstag von FM5 am 5. Jänner 2005 nolabel - eine innovative Plattform für KünstlerInnen im Musikbereich - gestartet. Dieses Projekt wird im Depot zum ersten Mal der Öffentlichkeit präsentiert. Martin Aschauer, Herausgeber Dienstag, 16. November, 19.00 Antworten auf den Kulturrelativismus Diplomarbeit Mathias Thaler unternimmt in seiner Diplomarbeit den Versuch, eine spezifische Kritik am Menschenrechtssystem eingehend zu analysieren: Was bedeutet es, wenn heutzutage behauptet wird, Menschenrechte seien bloß Ausdruck westlicher Kultur und Geistesgeschichte und könnten deswegen keinerlei Anspruch auf universelle Gültigkeit erheben? Dies führt den Autor weiter zu den möglichen Reaktionen auf die kulturrelativistische Infragestellung der Menschenrechte und zu einer generellen Problematik: Sind TheoretikerInnen in der Lage, den Kulturrelativismus zwar ernst zu nehmen, aber ihm dennoch etwas entgegenzuhalten? Mathias Thaler: Antworten auf den Kulturrelativismus. Eine philosophische Untersuchung aktueller Debatten zur Universalität der Menschenrechte. Diplomarbeit, Uni-Wien 2003 Mittwoch, 17. November, 19.00 Wirtschaftskultur Gespräch Die Bedeutung von Wirtschaftssystemen für das menschliche Zusammenleben ist facettenreich und lässt sich nicht allein auf den Einfluss der Pole Freie Marktwirtschaft oder Sozialismus reduzieren. Umgekehrt haben auch Kultur, Werte und Glaubenshaltungen einen Einfluss auf das ökonomische Handeln. Wirtschaftssysteme lassen sich daher den Gesellschaften nicht einfach überstülpen. Der oft beschriebene Export des neoliberalen Modells, vor allem durch multinationale Konzerne, führt entweder zur völligen Veränderung lokaler Traditionen oder zu Abwehrreaktionen und Konflikten. Außerdem stellt sich die Frage, ob der Neoliberalismus nicht die kulturellen Ressourcen zerstört, aus denen er sich speist. Das gibt Anlass, über eine Kultur des Wirtschaftens nachzudenken. Ferdinand Lacina, Konsulent der BA-CA, Bundesminister für Finanzen a.D. Corinna Milborn, Politologin mit Schwerpunkt Globalisierung Moderation: Lydia Ninz, Wirtschaftsjournalistin Donnerstag, 18. November, 19.00 Die Faszination neoliberaler Metaphern Wie Bilder Meinung machen Der wirtschaftliche Aufschwung nach dem Zweiten Weltkrieg war von steigenden Staatsquoten, der Entwicklung des Wohlfahrtsstaats, aber auch von einer vermehrten Bedeutung firmeninterner Planungsprozesse begleitet, die Begriffe wie "mixed economy" oder "soziale Marktwirtschaft" zu ökonomischen Leitbildern machten. Im Rahmen dieser Entwicklung gab es jedoch auch eine ideologische Trendumkehr, die eine Marktwirtschaft ohne Adjektive zum Maß aller Dinge erhob. Neoliberale Weltbilder haben in den letzten dreißig Jahren einen erstaunlichen Siegeszug erlebt. Ihr Erfolg mag komplexe historische und ideengeschichtliche Hintergründe haben, mitentscheidend waren aber auch jene faszinierenden und widersprüchlichen Bilder des Marktsystems, die nicht als Argumente fungierten, sondern zu seinen Koordinaten wurden. Richard Sturn, Professor für Finanzwissenschaft und Forschungsdekan der Sozial- und Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät, Graz Freitag, 19. November, 19.00 Heiliger Hieronymus bitt´ für uns Europäische Kultur in Nachbarländern "Europa sollte sich unter den Schutz des Heiligen Hieronymus stellen, Schutzpatron der Übersetzer und Dolmetscher; im Bereich Sprachen, der buchstäblich jedes Land angeht, hat Europa eine Gemeinschaftsaufgabe: dafür Sorge zu tragen, dass die europäische Gemeinschaft die Ausbildung von ÜbersetzerInnen und DolmetscherInnen sowie die Verbreitung von literarischen Texten mit Hilfe eines europäischen Fonds für Literaturübersetzungen fördert." Diese Forderung stellte der Dramaturg und Übersetzer Michel Bataillon beim Warschauer Herbst 2003 auf. Ist ihr die EU aber nachgekommen? Ursca P. Cerne, Übersetzerin von Texten H.C. Artmanns, Ilse Aichingers, Robert Schindels u.a., spricht über die Erwartungen des Literaturbetriebs, speziell der ÜbersetzerInnen, an die EU. Ursca P. Cerne, Übersetzerin und Literaturkritikerin, Ljubljana Die Reihe "Europäische Kultur in Nachbarländern" erfolgt in Kooperation mit dem Projekt Gemeinsam erweitern des ÖGB (www.gemeinsamerweitern.at). -- Depot Breitegasse 3 A-1070 Wien tel. + 43 1 522 76 13 www.depot.or.at ================================================== 03 Interkulturelle Akzente von: <menschenbuehne111 at hotmail.com> ================================================== Erstes Wiener MigrantInnen-Theater DIE MENSCHENBÜHNE zeigt im Rahmen der „Interkulturellen Akzente“ im Theater Akzent, Wien 1040, Theresianumgasse 18 am 23. November 2004, 20.00 Uhr GEGENÜBER von Christian Baier Inszenierung: Sebastian Hirn Darsteller: Aleksandra Tehovnik, Kresimir Nikolic „Gegenüber“ – für eine junge ausländische Gelegenheitsprostituierte wird die Auseinandersetzung mit einem Kunden in einem Hotelzimmer zum Fanal ihrer eigenen Vergangenheit. Was als lockeres Gespräch beginnt, entwickelt sich angesichts eines schweigenden Freiers zum Verhör, zur Beichte, zum Geständnis. Das Stück ist eine Studie über den permanenten Identitätsverlust und vom Aufbrechen geschwürartiger Lebenslügen im Hohlraum des Schweigens. Es spielen Aleksandra Tehovnik (Slowenien) und Kresimir Nikolic (Kroatien) in der Inszenierung des Luc-Bondy-Schülers Sebastian Hirn. „Die Menschenbühne“ ist Wiens erstes deutschsprachiges MigrantInnen-Theater. 1996 gegründet, hat es sich durch Ur- und österreichische Erstaufführungen zeitgenössischer DramatikerInnen aus Polen, Rumänien, der Ukraine, der Slowakei, Irland, Amerika und Österreich international einen Namen gemacht. Informationen und Kartenreservierung: Theater Akzent 501 65/3306 Tageskasse: Argentinierstraße 37, Mo-Fr 8.00 – 18.00 Uhr ================================================== 04 Einladung zur Diskussionsrunde: Kultur.Revolution.04 - hackln bis zum Umfallen? von: <heinz at nessizius.com> ================================================== Einladung zur 2. Diskussionsrunde der Veranstaltungsreihe Kultur.Revolution.04 - hackln bis zum Umfallen? “Arbeit und soziale Sicherheit in der Kunst“ Montag, 15. November 2004, 19 Uhr Theater Odeon, Taborstraße 10, 1020 Wien Josef Haslinger (Schriftsteller) Katharina Stemberger (Schauspielerin) Dr. Gerhard Ruiss (IG-Autoren, Musiker) Brigitte Neundlinger (Musikerin) Gerald Kletz (Sozialreferat ÖGB/GPA) Moderation: Peter Paul Skrepek (KMSfB) Worum geht es? Gibt es ein Recht auf bezahlte Arbeit auch für Kunstschaffende, Recht auf volle Teilnahme am sozialen Netz zu gleichen Bedingungen? Nicht arbeitslos – nur auftragslos: Arbeits- bzw. Auftragsvermittlung. Zugang zu den [elektronischen] Massenmedien. Bezahlte Arbeit versus Sozialhilfe - oder hackln bis zum Umfallen? Eintritt frei Info: http://www.musikergilde.at ================================================== 05 Veranstaltungshinweis von: <infoladen-wels at liwest.at> ================================================== Hallo! Wir bitten um Ankündigung folgender Veranstaltung: Buchpräsentation: Und wir bewegen uns doch - Soziale Bewegungen in Österreich mit Robert Foltin Donnerstag, 06. Jänner 2005, 19 Uhr im Infoladen Wels, Spitalhof 3, 4600 Wels Buchbeschreibung: Immer wieder wird - je nach Standpunkt - beklagt oder festgestellt, dass linke Bewegungen in Österreich nie ein größeres Ausmaß erreicht hätten. Trotzdem veränderte sich die institutionelle Struktur wie auch die Sichtweise und Lebensverhältnisse der Bevölkerung auch durch soziale Kämpfe. Internationale Einflüsse waren zwar wichtig, aber es gab auch hier mehr oder minder starke Aktivitäten. Diese Bewegungen, von den Revolten des Lebensstils der 1960er über die Besetzung der Wiener Arena, den Widerstand gegen das AKW Zwentendorf und das Wasserkraftwerk Hainburg, die Proteste gegen die Wahl Kurt Waldheims zum Bundespräsidenten bis hin zu den Studierendenstreiks 1987 und 1996 und vieles mehr werden von Robert Foltin nachgezeichnet. Nicht zu vergessen die Bewegung gegen die ÖVP-FPÖ-Regierung ab dem Februar 2000, die eine für Österreich unerwartete Intensität hatte, aber auch der relativ schwache Widerhall der globalen Protestbewegung zu Beginn des neuen Jahrtausends. Im Zusammenhang mit seinen historischen Betrachtungen aus Perspektive des Widerstandes entwickelt der Autor auch eine Analyse der Transformation internationaler Entwicklungen und eine Beschreibung der Veränderungen der herrschenden Strukturen - nicht nur in Österreich. Vielen Dank im voraus! lg, Infoladen Wels Kulturverein und linke Buchhandlung Spitalhof 3 4600 Wels Tel.: 07242-910432 http://www.linkslinxooe.at ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND KOMMENTARE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 06 An die SozialsprecherIN der im Parlament vertretenen Parteien von: <ibd.koehler at utanet.at> ================================================== An die SozialsprecherIN der im Parlament vertretenen Parteien Sehr geehrte Nationalratsabgeordnete! Wir nehmen den INTERNATIONALEN TAG DER MENSCHENRECHTE am 10.12.2004 zum Anlass darauf hinzuweisen, dass eine Reihe von Menschenrechtsbestimmungen auch nach 40 Jahren noch immer nicht umgesetzt sind: Der INTERNATIONALE PAKT ÜBER WIRTSCHAFTLICHE, SOZIALE UND KULTURELLE RECHTE (WSK) v. 16.12.1966 definiert in Art. 6 das Recht auf frei gewählte oder angenommene Arbeit. Im krassen Widerspruch dazu sehen wir die Zumutbarkeitsbestimmungen in §§ 9 und 10 des ARBEITSLOSENVERSICHERUNGSGESETZES (AlVG). Art. 7 WSK nennt ein Arbeitsentgelt, dass allen einen angemessenen Lebensunterhalt mit ihren Familien zusichert. Unter Bezugnahme auf das AlVG bestätigt der VwGH (1996/2350) ausdrücklich, dass angemessene Entlohnung nicht auf die individuelle Bedarfssituation des Arbeitslosen abstellt, sondern auf die Gegebenheiten des Arbeitsmarktes. Weiters, dass Erwerbsarbeitslose jeden Job annehmen müssen, sofern die Entlohnung über der Geringfügigkeitsgrenze (dzt. knapp 317,- Euro !!!) liegt und nach Kollektivvertrag erfolgt. Art. 11 WSK bestätigt das Recht auf angemessenen Lebensstandard (Ernährung, Bekleidung, Unterbringung) aller inkl. ihrer Familien, sowie eine stetige Verbesserung der Lebensbedingungen. Faktum ist, dass die Anwendung des Sippenhaftungsprinzips (Anrechnung des Partnereinkommens bei der Berechnung der Notstandshilfe) in vielen Fällen zur Verarmung der Betroffenen und ihrer Familien führt. Die durchschnittliche Notstandshilfe beträgt etwa 550,- Euro und liegt damit weit unter der Armutsschwelle von 780,- Euro. Von SozialhilfebezieherInnen ganz zu schweigen. Art. 13 WSK bestätigt das Recht auf Bildung. Dieses Recht wird Erwerbsarbeitslosen verweigert - und zwar mit dem Hinweis, sie müssten uneingeschränkt dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen. Ohne einen Anspruch auf Vollständigkeit erheben zu wollen dürfen wir Ihnen folgende Fragen unterbreiten: Wie stehen Sie zu den genannten Umsetzungsproblemen? In welcher Form dürfen wir bei unseren Bemühungen um Implementierung der genannten Artikel mit Ihrer Unterstützung rechnen? Da in der EU-Verfassung die genannten Probleme (neben vielen anderen) ausgeblendet bleiben: Treten Sie dafür ein, in Österreich eine Volksabstimmung über die EU-Verfassung abzuhalten? Werden Sie im Österreichkonvent für individuell einklagbare soziale Grundrechte eintreten? Ihrer Stellungnahme sehen wir mit grossem Interesse entgegen. Mit freundlichen Grüssen Ing. Dietmar Köhler für: AMSand Arbeitslosenitiative Wien SoNed! Arbeitsloseninitiative Braunau AI Arbeitsloseninitiative Kärnten IGEL Interessengemeinschaft Erwerbsloser "Zum Alten Eisen?" Selbsthilfegruppe von Erwerbsarbeitslosen ab 40 ================================================== 07 Weiz/Elin/Kovats/Siemens von: <kpoe_stmk at hotmail.com> ================================================== KPÖ Steiermark Lagergasse 98a 8020 Graz Tel. 03 16 / 71 24 36 Fax 03 16 / 71 62 91 email: kp.stmk at kpoe-graz.at Freitag, 12. November 2004 Presseinformation der KPÖ Steiermark Weiz: Will Siemens neuen Elin Deal mit Kovats? Hochleitner-Interview lässt aufhorchen Die VA-Tech gerät vollends in die Hand des Siemens-Konzerns. Gleichzeitig gibt es Spekulationen über die Zukunft des Elin-Standortes Weiz, die große Gefahren für die 900 Beschäftigten dieses Traditionsbetriebes signalisieren. Der Generaldirektor von Siemens Österreich, Albert Hochleitner, hat nämlich nicht ausgeschlossen, einen Teil des Betriebes in Weiz wieder an Mirko Kovats zu verkaufen. In einem Interview mit der Zeitschrift Format (46/04) erklärt Hochleitner wörtlich: "Wenn man einen Teil des Werkes Weiz verkaufen müsste, was wir nicht anstreben, könnte die Kovats-Gruppe ein möglicher Kandidat sein. Aber es gibt auch andere". "In dieser Situation erwarten wir uns von den steirischen Landespolitikern etwas anderes als das übliche Vorwahlgeplänkel". Das sagte der steirische KPÖ-Vorsitzende Franz Stephan Parteder am Freitag: "Bei Elin-Weiz darf nicht der Finanzmarkt bestimmen, wie es weitergehen wird. Privatisierung bedeutet die vollständige Unterordnungen unter das Kommando der Profitmaximierung. In dieser Situation ist es umso wichtiger, dass wir nicht resignieren, sondern das einzig mögliche tun, wenn wir uns nicht zum Spielball von Rüstungskapital, Finanzspekulanten und Sozialabbauern machen lassen wollen: Bewegungen und Kampagnen von unten her entwickeln und Gegenöffentlichkeit erzeugen. Es geht um die Rückgewinnung öffentlicher Kontrolle über die zentralen Wirtschaftsbereiche." Rückfragehinweis: 0316 71 24 79 KPÖ-Steiermark Lagergasse 98 a 8020 Graz Tel.: 0316 71 24 36 Fax 0316 71 62 91 email: kp.stmk at kpoe-graz.at; kpoe_stmk at hotmail.com ================================================== 08 [gipfelsoli] Aubonne von: <gipfelsoli-l at lists.nadir.org> ================================================== Gipfelinfo - Meldungen über globalisierte Solidarität und die Proteste gegen unsolidarische Globalisierung -------------------------------------------------------------------------- - Pressrelease - 12.11.2004 - Lausanne, CH - Communiqué de presse - 12.11.2004 - Lausanne, Suisse ------------------------------------------------------------------------- Pressrelease - 12.11.2004 - Lausanne, CH Justice for Aubonne - The fight continues Action au Chateau: Martin Shaw and Gesine Wenzel demand disciplinary action and compensation. Their appeal against the judge's whitewash of the police declares the police intervention on the Aubonne bridge as illegal and requests further investigation. With a banner saying "Your cops are your responsibility!", today the climbers of the Aubonnebridge Action entered the Chateau in Lausanne, seat of the government of Vaud. The two activists, who nearly had been killed by the police cutting their climbing rope during the G8 last year, together with supporters and the press, asked the Conseil d'Etat to accept responsibility for the actions of their police force. The document produced by their lawyer requests disciplinary action to be taken against the officer who cut the rope, Michael Deiss, and his senior officer, Claude Poget, for their illegal intervention. Until now the state has been ignoring the fact, that both have been disobeying the official G8 guidelines and neglected their duty to protect human life. Nothing has been done about the obvious dysfunction of the internal police hierarchy. The G8 guidelines stipulated that the police have to engage in communication with protestors, even in spontaneous actions. The instructions were to act proportionally and to respect the right of freedom of expression. At the same time compensation for the injuries and the suffering of the climbers has been claimed based on the Loi sur la responsabilite de l'Etat, des communes et de leurs agents. The state has been invited to engage spokes people to enter negotiations. A 23 pages appeal against the decision of the exmining magistrate to whitewash the police has been handed in to the Tribunal of the Canton of Vaud. The tribunal has been asked to charge Poget and Deiss for endangering life and severe body harm on Martin Shaw and simple body harm on Gesine Wenzel plus charging Poget for false testimony. The latter had made several false statements that are in clear contradiction to the video evidence. Considering that the instruction judge had ignored the requests for investigation from the accusing party, the open questions were repeated to the higher court: How can it be that police teams are formed that can't communicate? Had the Swiss German police reinforcement permission to act although they could not even understand orders or information? What was the content of the Poget's phone conversations before the cut of the rope? To what extent was language a real problem? Which orders and which information was given when, by whom and to whom? The declaration of the instruction judge had been criticised for being biased. It contains elements that are arbitrary and contra-dictionary to the file. The judge had ruled that the temerity of the activists were the main cause for the incident. Martin Shaw rectifies: "The biggest "mistake" we made was to believe that the police would actually follow their orders !" Gesine Wenzel despite of the history of police impunity in Switzerland and the general rise of repression of political dissent still wonders: "How is it possible, that we have been declared guilty for endangering the lives of the drivers and the police who nearly killed us are let off without even a trial? How can people still believe they live in a democratic, neutral country when double standards are so obviously applied?" Martin Shaw is certain: "Now is the time for the politicians to accept responsibility." Aubonne Group -aubonne at no-log.org - www.aubonnebridge.net (with 8 min video of the action) For more information or interviews with Martin Shaw and Gesine Wenzel, contact: 078 683 6405 [Aubonne Group - aubonne at no-log.org] ------------------------------------------------------------------------- Communiqué de presse - 12.11.2004 - Lausanne, Suisse Justice pour Aubonne - Le combat continue! Action au Château: Martin Shaw et Gesine Wenzel exigent des sanctions disciplinaires à l'encontre des policiers en cause, ainsi que des dommages et intérêts pour le préjudice subi. Leur recours contre la décision du juge, qui blanchit la police, dénonce l'illégalité de l'intervention policière sur le pont de l'Aubonne et réclame un complément d'enquête. Aujourd'hui, les militants de l'action sur le pont de l'Aubonne, qui avaient failli être tués par la police après qu'un de ses membres eut coupé la corde à laquelle ils étaient suspendus dans le vide, ont demandé au Conseil d'Etat du canton de Vaud qu'il endosse la responsabilité de la "bavure" commise par ses forces de police. Le document produit par leur avocat réclame des sanctions disciplinaires à l'encontre de Michael Deiss, le policier qui a coupé la corde, et de son supérieur hiérarchique, Claude Poget, pour leur intervention illégale. Jusqu'à présent, l'Etat persiste à ignorer qu'ils ont tous deux violé la doctrine d'engagement officielle durant le G8 et négligé leur devoir de protéger la vie humaine. Rien n'a été fait à propos des dysfonctionnements évidents de la hiérarchie policière. La doctrine d'engagement stipulait que la police devait gérer les actions spontanées "de la même façon qu'une manifestation autorisée, le contact avec les organisateurs devant être recherché sur le lieu du rassemblement." Tout le personnel policier devait respecter le principe de proportionnalité et "tenir compte de la nature légitime de l'expression d'opinions par la voie de la manifestation" Parallèlement, des dommages et intérêts ont été demandés, pour les blessures et les souffrances endurées par les grimpeurs, conformément à la Loi sur la responsabilite de l'Etat, des communes et de leurs agents. L'Etat a été invité à engager des porte-parole pour entamer des négociations. Un recours de 23 pages contre la décision du juge d'instruction de blanchir la police a été déposé auprès du Tribunal d'accusation du tribunal cantonal vaudois, demandant l'inculpation de Poget et de Deiss pour mise en danger de la vie d'autrui et lésions corporelles graves sur Martin SHAW et lésions corporelles simples sur Gésine WENZEL, ainsi que de Poget seul pour faux témoignage. Ce dernier a fait plusieurs faux témoignages en contradiction criante avec la preuve vidéo. Considérant que le juge d'instruction a ignoré les demandes d'enquête déposées par les plaignants, les questions en suspens ont été réitérées auprès du Tribunal d'accusation. Comment est-il possible que des patrouilles engagées ne puissent pas communiquer entre elles et que les membres d'une même patrouille soient incapables de communiquer entre eux? Les policiers suisses alémaniques avaient-ils une permission renforcée, bien qu'ils n'aient même pas pu comprendre les ordres ou les informations? Quel était le contenu de la conversation téléphonique de Poget, avant le sectionnement de la corde? Dans quelle mesure la barrière linguistique a-t-elle posé problème? Quels ordres et quelles informations ont été donnés, quand, par qui et à qui? L'ordonnance du juge d'instruction a été critiquée pour sa partialité. Elle contient des éléments arbitraires et en contradiction avec le dossier. Le juge a décidé que la témérité The judge had ruled that the temerity of the activists were the main cause for the incident. Martin Shaw rectifie: "Notre plus grande a été de croire que les policiers suivraient les ordres!" Malgré la longue tradition d'impunité dont jouit la police en Suisse et la recrudescence généralisée de la répression à l'encontre des dissidents politiques, Gesine Wenzel s'étonne encore: "Comment se peut-il que nous ayons été condamnés pour avoir mis en danger la vie des automobilistes, alors que la police, qui a failli nous tuer, s'en tire s'en même un procès? Comment les gens peuvent-ils encore croire qu'ils vivent dans un pays démocratique et neutre, quand on y rend de toute évidence une justice arbitraire." Martin Shaw est certain que "l'heure est venue pour l'Etat d'admettre sa responsabilité politique". Aubonne Group - aubonne at no-log.org - www.aubonnebridge.net (avec vidéo de l'action; durée: 8'). Pour d'autres informations ou des interviews de Martin Shaw et Gesine Wenzel, contact: 078 683 6405. [Aubonne Group - aubonne at no-log.org] -------------------------------------------------------------------------- gipfelsoli infogruppe Die AutorInnen der Beiträge, so sie nicht von uns verfasst sind, sind mit eckigen Klammern versehen. Wir können leider keine Verantwortung für die Richtigkeit der Beiträge übernehmen. Auch geben die Beiträge nicht zwangsläufig unsere Meinung wieder. Kontakt, Kritik, Beiträge: gipfelsoli at nadir.org gipfelsoli mailinglist subscribe - unsubscribe https://lists.nadir.org/cgi-bin/mailman/listinfo/gipfelsoli-l ================================================== 09 [al_newsletter] Demo: Nazis stoppen!, EKH, ... von: <group_ad at yahoo.de> ================================================== AL-Antifaschistische Linke Newsletter Nr. 121 ***Antifa*** 1) Demonstration: Rechtsextreme und Nazis-Burschenschafter stoppen am 20.11.04! 2) Nazikundgebung unter Polizeischutz. Übergriffe auf AntifaschistInnen. ***Sonstiges*** 3) Stellungnahme der AL zur derzeitigen Situation rund um das EKH ++++++++++++++++++++ 1) Demonstration gegen Konrad-Lorenz-Symposium und Nazi- Burschenschaften! Am Samstag, den 20.November 2004, treffen sich rechtsextreme und Nazi-Burschenschafter im Hotel Wimberger am Wiener Gürtel. Dort wollen sie ein "Konrad-Lorenz-Symposium" abhalten, um ihre rassistische Hetze wissenschaftlich untermauert zu verbreiten. Konrad Lorenz eignet sich ideal als Zugpferd solcher rechtsextremen Veranstaltungen. Als "Ziehvater" von Graugänsen und Nobelpreisträger für Medizin und Physiologie genießt er hohes Ansehen in der heutigen Gesellschaft. Seine rassistische Hetze oder die engen Kontakte zu faschistischen Kreisen als ordentlicher Professor der Psychologie an der Reichsuniversität Königsberg sind aber weniger bekannt. So war Lorenz Mitglied des NSV (nationalsozialistischer Studentenverband) und seit 1938 Mitglied der NSDAP. Er hatte sich vor allem einen Namen durch seine Vorträge im Stile der faschistischen Rassenpropaganda gemacht. "Seine daraus folgenden Schlussfolgerung einer notwendigen systematischen Selektion kranken Erbmaterials zur Erhaltung einer lebenstüchtigen Zivilisation bildeten bis zu seinem Tode im Jahr 1989 den Kern seines biologisch determinierten Gesellschaftsverständnisses." (Übernommen von de.wikipedia.org) Organisatoren dieses Symposium und dem anschließenden Burschenschafter-Kommers ist die rechtsextreme Burschenschaft Olympia. Sie gilt als Nazi-Kaderschmiede und unterhält Kontakte bis in die hohe Politik. So ziert der, beim Fechten mit anderen Kameraden der Burschenschaft Olympia erhaltene Schmiss u.a. die Gesichter von Harald Stefan, Wr. FP-Gemeinderat, Martin Graf, ehem. FP-Nationalratsabgeordneter und ehem. FP-Hochschulsprecher, oder den NDP-Kader Norbert Burger. Behördliche Schritte gegen die Burschenschaft Olympia aufgrund ihrer Leugnung der Shoa bezeichnen sie als "Rückfall in eine längst überwunden geglaubte Zeit der geistigen Unfreiheit". Und Graf meinte zum NS-Verbotsgesetz im Format: "Es muss in einer demokratischen Welt zulässig sein, ein Gesetz, das die Meinungsfreiheit und die politische Tätigkeit einschränkt, zu kritisieren." (Format 21/2000, S.50) Als GegnerInnen jeder Form von Faschismus, Rassismus und Antisemitismus rufen wir alle Antifaschistinnen und Antifaschisten auf, sich gemeinsam dieser Provokation entgegenzustellen. Wir protestieren - komm auch DU hin! Treffpunkt: Wann? Samstag, 20. November 2004, 13.30 (pünktlich !!!) Wo? Wien, Innere Mariahilferstraße (Westbahnhof) Weitere Infos dazu. Der andere Konrad Lorenz Nobelpreis für den Nationalsozialismus (MR 14/01) Auf: www.sozialismus.at/zeitung/mr14/lorenz.html Themenschwerpunkt Antifaschismus Material zum Thema Auf: www.sozialismus.at/texte/thema-antifa.html und www.sozialismus.at/gegenrechts.html Kein Fußbreit den Faschisten !!! No pasaran !!! ++++++++++++++++++++ 2) Nazikundgebung am Wiener Zentralfriedhof geht unter Polizeischutz über die Bühne. Übergriffe auf AntifaschistInnen. Ein Heldengedenken rechtsextremer und neonazistischer Kreise ging am Sonntag, den 7. November 2004, am Wiener Zentralfriedhof unter massivem Polizeischutz über die Bühne. Als AntifaschistInnen bekannte Neonazis am Zutritt zur Kundgebung hindern wollten, schritt die Polizei ein und drängte die DemonstrantInnen brutal mit Tritten ab, um den Neonazis die Teilnahme an ihrem Heldengedenken zu ermöglichen. Presseaussendung der AL: Nazikundgebung geht unter Polizeischutz über die Bühne Utl: AntifaschistInnen von Polizei mit Tritten abgedrängt [AL-PD] Ein Heldengedenken rechtsextremer und neonazistischer Kreise ging heute am Wiener Zentralfriedhof unter massivem Polizeischutz über die Bühne. Als AntifaschistInnen bekannte Neonazis am Zutritt zur Kundgebung hindern wollten, schritt die Polizei ein und drängte die DemonstrantInnen brutal mit Tritten ab, um den Neonazis die Teilnahme an ihrem Heldengedenken zu ermöglichen. Rund 70 - 100 Rechtsextreme und Neonazis nahmen heute an einem Aufmarsch am Grab des Nazioffizier Walter Nowotny am Wiener Zentralfriedhof teil. Aufgerufen hatte der FPÖ-nahe Verein zur Pflege des Grabes von Walter Nowotny, dessen stellvertretender Obmann der Wiener FPÖ-Stadtrat und rechtsextreme Burschenschafter Johann Herzog ist. Unterstützt wurde der Aufruf von mehreren Neonazi- Homepages. Neben bekannten Neonazis und Nazis-Skinheads nahmen auch die FPÖ- Jugendorganisationen RFS und RFJ an der Kundgebung teil. Der RFJ legte für den Nazioffizier Nowotny einen Kranz mit der Aufschrift "Vorbild der Jugend" nieder, der RFS beteiligte sich mit der Aufschrift "Im Gedenken an einen Helden". Daneben lagen Grabschleifen in den sogenannten "Reichskriegsfarben". Rund 50 AntifaschistInnen protestierten gegen diesen rechtsextremen Aufmarsch. Die Polizei verhängte daraufhin für die AntifaschistInnen ein Platzverbot für den gesamten Zentralfriedhof, der Naziaufmarsch konnte ungestört über die Bühne gehen. Dieses Platzverbot, das völlig willkürlich über einzelne Personen verhängt wurde, ist nach Aussage der AL-Antifaschistische Linke rechtlich nicht gedeckt, die AL behält sich rechtliche Schritte vor. Es wurden sogar Unbeteiligte an Zutritt zum Friedhof gehindert, teilweise wurden am Eingang zum Friedhof die Ausweise der FriedhofsbesucherInnen kontrolliert. In einer Aussendung erklärt die AL: "Das Verhalten der Polizei ist skandalös. Bekannte Rechtsextreme und Nazis werden von einem Großaufgebot der Polizei geschützt, während dessen werden AntifaschistInnen abgedrängt und geprügelt. Nicht nur Innenminister Strasser, auch Wiens SP-Bürgermeister Häupl werden hier Fragen zu beantworten haben." Wien, 7.November.2004 ++++++++++++++++++++ 3) Stellungnahme der AL-Antifaschistische Linke zur derzeitigen Situation rund um das EKH Keine Räumung des EKH! Linke Freiräume schaffen und verteidigen! Das "EKH", das Ernst-Kirchweger-Haus, benannt nach einem Kommunisten, der 1965 von einem Neonazi erschlagen wurde, ist ein besetztes Haus im 10. Bezirk in Wien. Das Haus wurde 1990 von autonomen Gruppen besetzt und ist nun von der Räumung bedroht. Besonders brisant wird der Konflikt dadurch, das bis vor kurzem die KPÖ Eigentümerin des Hauses war. Zur Vorgeschichte Nach der Räumung der beiden besetzten Häuser Ägidigasse/Spalowskygasse im 6. Bezirk Ende der 80er Jahre waren die ehemaligen BesetzerInnen auf der Suche nach neuen Räumen. Langwierige Diskussionen um verschiedene Objekte wurden mit der Stadt Wien geführt, die Stadt bot - absurderweise - als Alternative ein Haus am Alberner Hafen, einem der abgelegensten Orte am Rande von Wien, der mit öffentlichen Verkehrsmitteln kaum zu erreichen ist. Dies war natürlich nicht akzeptabel. Schlussendlich beschloss 1990 eine Gruppe von BesetzerInnen, ein Objekt in der Wielandgasse im 10. Bezirk zu besetzen, das der KPÖ gehörte - die sogenannte Wielandschule - und benannte es in EKH um. Dieses Gebäude war seit den 50er Jahren im Besitz der KPÖ und wurde unter anderem für Schulungen, Veranstaltungen und als Wohnraum für ausländische Gäste der Partei benützt. Die KPÖ war zu diesem Zeitpunkt kaum handlungsfähig. Der Zusammenbruch des Stalinismus hatte die moskauhörige KPÖ schwer getroffen, vier Fünftel der Mitgliedschaft kehrten der Partei innerhalb kurzer Zeit frustriert den Rücken. Ein Flügel rund um die beiden Kurzzeit-Vorsitzenden Walter Silbermayer und Susanne Sohn wollte die Partei komplett liquidieren, als sie keine Mehrheit erhielten, zogen sie sich - böse Zungen behaupten, finanziell saniert - aus der Partei zurück. Als eine ihrer letzten Amtshandlungen legalisierten sie die Besetzung der Wielandschule. Situation der KPÖ Die KPÖ war als Partei immer in einer besonderen Situation. Ihr Einfluss innerhalb der ArbeiterInnenbewegung war sehr gering, durch ihre Verbindungen nach Osteuropa und zur Sowjetunion war sie dennoch eine sehr finanzstarke Partei, die weite Teile des Osthandels kontrollierte und so unter anderem eine Tageszeitung und einen Hauptamtlichen-Apparat mit rund 200 MitarbeiterInnen am Leben erhalten konnte. Gleichzeitig hielt die Partei auch gegenüber den eigenen Mitglieder und FunktionärInnen strenges Stillschweigen über die finanzielle Situation der Partei, die Unternehmen der Partei (Handelsfirmen, eine Ölfirma, ein Reisebüro, eine Spedition, ...) agierten wie stinknormale kapitalistische Unternehmen. Der Profit, den die Partei aus diesen Unternehmen schöpfte, war direkte Folge der stalinistischen Unterdrückung in den RGW-Staaten (Rat für gegenseitige Wirtschaftshilfe, die wirtschaftspolitische Klammer, die die stalinistischen Staaten zusammenhielt, Gegenstück zur EG/EU). Dennoch war und ist die KPÖ eine linke Partei, die mit dem aus den Unternehmen entstandenen Profit im weitesten Sinne "linke" politische Arbeit macht (Betriebsarbeit, Frauenarbeit, Engagement in sozialen Kämpfe, Engagement in antifaschistischen Aktivitäten, ...) und damit offensichtlich nicht mit einem/r kapitalistischen HausbesitzerIn gleichzusetzen ist, der/die den Profit in seinen/ihren Privatbesitz übernimmt. Diese Feststellung ändert allerdings nichts an unserer fundamentalen Kritik an der reformistischen und unzulänglichen Politik der KPÖ, die wir in einer Reihe von Artikeln ausführlich kritisiert haben (zu finden unter http://www.sozialismus.net/innen.html#kpoe) Sind Hausbesetzungen legitim? Hausbesetzungen können verschiedene Gründe haben. Sie können als politischer Akt die Notwendigkeit von Freiräumen aufzeigen, sie können das Bedürfnis nach Wohn- und Lebensraum befriedigen, sie können soziale Zentren schaffen oder sie können eine Mischung aus diesen Gründen sein. Alle sind legitim. Der kapitalistischen Verwertungslogik stellen wir antikapitalistische Losungen entgegen, die das Bedürfnis der Menschen nach Wohn- und Lebensraum über das Bedürfnis der KapitalistInnen nach Profit stellt. Bereits im "Lied der Kommunarden" über die Kommune von Paris von 1871 heißt es: In Erwägung, dass da Häuser stehen, während ihr uns ohne Bleibe lasst, haben wir beschlossen, jetzt dort einzuziehen, weil es uns in unsern Löchern nicht mehr passt." Die Besetzung der Wielandschule/EKH Das Lied der Kommunarden erwähnt aber auch einen wesentlichen Knackpunkt bei der Besetzung der Wielandschule. Das Bedürfnis der ehemaligen BewohnerInnen der "Ägidi/Spalo" (also der besetzten Häuser Ägidigasse/Spalowskygasse) nach Wohn- und Lebensraum war verständlich und legitim. Doch wurden mit der Besetzung der Wielandschule nicht die getroffen, die die HausbesetzerInnen "ohne Bleibe" gelassen hatten, also kapitalistische SpekulantInnen und die Stadt Wien, sondern eine linke Partei, die KPÖ. Es wurde keine gesellschaftspolitische Auseinandersetzung um die herrschende Wohnungspolitik geführt, die Wielandschule war auch kein Spekulationsobjekt. Gerade zum Zeitpunkt der Besetzung trat die KPÖ mit diversen linken Gruppen in Verhandlungen, um die Wielandschule für linke Projekte zu öffnen. Damit hätten wir damals die Besetzung der Wielandschule nicht unterstützen können. Die BewohnerInnen suchten sich schlicht den schwächsten Gegner aus, der nicht willens und in der Lage war, eine Räumung durchzusetzen. Aus eigener Schwäche wurde der Konflikt in die Linke getragen. Anstatt eine Diskussion über die Ursachen der Wohnungsnot zu führen, wurde die Linke gespalten und die bürgerliche Journaille hatte einen willkommenen Anlaß, sich wieder mal das Maul über den Reichtum der KP zerreissen, um von den die tatsächlichen AusbeuterInnen in dieser Gesellschaft abzulenken. Die Stadt Wien und die BesitzerInnen der diversen Spekulationsobjekte in Wien waren mehr als froh über diese Entscheidung der BesetzerInnen, die den "Unruheherd" endlich unterbrachte, noch dazu so, das niemandem außer der KPÖ ein Schaden entstand. Die Gruppen im EKH fordern nun eine Solidarität von der KPÖ ein, die sie damals nicht geübt haben. Viele Schwierigkeiten, die sich jetzt aus dem Verkauf ergeben, sind aus der damaligen Entscheidung der autonomen Gruppen erklärbar, ein Haus der KPÖ zu besetzen. Rolle der Autonomen Das EKH war nie ein "Haus der Linken", wie es jetzt dargestellt wird, es war und ist vor allem ein Haus einer bestimmten Strömung in der Linken, der Autonomen. Die Autonomen fordern jetzt auch von der gesamten Linken Solidarität, dennoch waren einige der Strukturen, die im "Haus" beheimatet waren, in der Vergangenheit äußerst unsolidarisch gegenüber anderen Strömungen der Linken, etwa das "Tatblatt", das immer wieder, teils mit Unterstellungen, teils mit schlichten Unwahrheiten, gegen trotzkistische Gruppen gehetzt hat. Allerdings gab und gibt es andere Gruppen im Haus, die in sehr solidarischer und korrekter Weise mit anderen Linken zusammengearbeitet haben und die wir bei allen politischen Unterschieden als BündnispartnerInnen schätzen. Wir sind aber nicht sektiererisch und werden in unserer Solidarität in der gegenwärtigen Situation nicht über Vergangenes nachdenken und zwischen den Gruppen werten, sondern das EKH als Ganzes verteidigen. Der Verkauf des EKH Nach dem verlorenen Novum-Prozess gegen die deutsche Bundesregierung, bei der es für die KPÖ um deutlich mehr als hundert Millionen Euro ging, hat die KPÖ ein umfangreiches Sparkonzept umgesetzt. Betroffen waren davon unter anderem die Wochenzeitung Volksstimme, die eingestellt wurde, oder ein Gutteil der Parteiangestellten, die entlassen werden mussten. Wir können nachvollziehen, das eine politische Struktur zuerst daran interessiert ist, ihre ureigene Infrastruktur am Leben zu erhalten, als andere Projekte zu finanzieren. Sollte es der Partei tatsächlich so schlecht gehen, könnten wir den Verkauf des EKH vielleicht nachvollziehen. Allerdings haben wir keinen Einblick in die tatsächlichen Parteifinanzen der KPÖ. Auffällig ist, dass der Verkauf des EKH kurz vor der Spaltung der KPÖ (deren beide Flügel in den nächsten Wochen voraussichtlich zwei getrennte Parteitage abhalten werden, mehr unter http://www.sozialismus.net/texte/innen/kpoe-vor-spaltung.html) über die Bühne gehen soll. Offensichtlich möchte der Baier-Flügel vor dem Parteitag und etwaigen rechtlichen Folgen (v.a. Diskussionen darüber, welcher Parteitag nun legitim ist und damit, welche Parteileitung künftig über das Parteivermögen bestimmen wird) Tatsachen schaffen. Die große Mehrheit der Mitglieder, auch die Wiener Stadtleitung, immerhin die Stadt, in der das EKH steht, dürften aus den Medien vom Verkauf erfahren haben. Hier scheint es also nicht um ein Finanzproblem zu gehen, sondern um eine politische Entscheidung. Diese lehnen wir ab, um so mehr, als uns und - bis auf eine Handvoll ausgewählter SpitzenfunktionärInnen - auch allen KPÖ- Mitgliedern bis heute nicht einmal ansatzweise klar ist, wieviel Geld die KPÖ tatsächlich zur Verfügung hat. Zusätzlich peinlich wird der Verkauf durch die Tatsache, dass das Haus offensichtlich an einen (zumindest) ehemaligen Rechtsextremen verkauft wurde. Wir stellen uns im Zweifelsfall auf die Seite des Angeklagten und wollen annehmen, dass die KPÖ das nicht absichtlich getan hat. Das ändert aber nichts an der Peinlichkeit und Hilflosigkeit, mit der diese Entscheidung jetzt gerechtfertigt wird, anstatt sich dafür zu entschuldigen und alles zu tun, um sie rückgängig zu machen. Die KPÖ versucht verzweifelt zu argumentieren, dass der neue Hausbesitzer, Christian Machowetz, früher nicht in rechtsextremen Zusammenhängen aktiv war - etwas, was klar belegt ist - und stellt sich damit auf dessen Seite, was untragbar ist. Was nun tun? Durch den Verkauf sind die Fronten klar geworden. Hier linke HausbesetzerInnen, da ein kapitalistischer Spekulant, der das Haus räumen möchte. Damit ist auch unser Platz klar und der ist an der Seite der BesetzerInnen. - Solidarität mit dem EKH! - Keine Räumung! Rücknahme der Kündigungen der Mietverträge! - Linke Freiräume schaffen und verteidigen! - Für eine ausreichende Anzahl selbstverwalteter sozialer Zentren! - Die Häusern denen, die drin wohnen, die Betriebe denen, die drin arbeiten! - Gegen Wohnungsnot und kapitalistische Spekulation! - Leistbare Mieten für alle! Viel Freude beim lesen, ein schönes Wochenende und sozialistische Grüße, AL-Antifaschistische Linke ########################### AL-Antifaschistische Linke Gegen Rassismus, Sexismus, Sozialabbau! Für Solidarität und Sozialismus! -------------------------------------------------- Web: www.sozialismus.at Mail: al at sozialismus.net Post: AL, c/o Amerlinghaus, Stiftg. 8, A-1070 Wien -------------------------------------------------- Um den Newsletter in Zukunft nicht mehr zu erhalten genügt ein leeres E-Mail an die Adresse: al_newsletter-unsubscribe at yahoogroups.com Eine weitere Adresse kann per Mail an al_newsletter-subscribe at yahoogroups.com eingetragen werden. AL - Antifaschistische Linke netz: www.sozialismus.at, almail at gmx.net tel.: +43 (0) 699 10 934 921 post: AL c/o Amerlinghaus, Stiftg. 8, A-1070 Wien ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< SOLIDARITÄT WELTWEIT ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 10 SOUTH WALES COUNCILLOR JAILED FOR PEACE ACTIONS von: <mark.cutts at ntlworld.com> ================================================== From: jane tallents <tp2000 at gn.apc.org> Subject: [TP] SOUTH WALES COUNCILLOR JAILED FOR PEACE ACTIONS Date sent: Sat, 06 Nov 2004 18:33:39 +0000 5 Nov 2004 SOUTH WALES COUNCILLOR JAILED FOR PEACE ACTIONS Popular Caerphilly councillor and veteran anti-nuclear activist Ray Davies, was sentenced to 28 days in prison today, for "wilful refusal" to pay fines of over £2000. The peace protest fines were incurred while taking non- violent direct action at UK nuclear bases. Ray, who is a member of Trident Ploughshares, had undertaken disarmament actions at the nuclear submarine yard in Plymouth and the nuclear bomb factory at Aldermaston. Previously, he took part in the sit-downs and blockades at Faslane naval base, where Trident submarines are berthed. When asked why he refused to pay the fines, Ray said: "To pay these fines would be to condone the deaths of one hundred thousand Iraqi civilians, and the deaths of British and American soldiers. Nothing you could impose on me would make me pay." Members of Welsh CND, the Cardiff Red Choir and Trident Ploughshares were in court to hear the sentence. Ray is in Cardiff prison. Mail can be sent to him at: HMP Cardiff Knox Road Cardiff CF24 0UG (or e-mail prisoners at tridentploughshares.org and we will send it to Ray. A personal card or letter is nicer if there is time.) ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< LINKS / VERWEISE / HINWEISE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 11 Newsletter 20/2004 von: <LM.Sender at spoe.at> ================================================== <http://www.diezuk.at/bilder/newsletter_top_logo.jpg> <http://www.diezuk.at/bilder/newsletter_dummy.gif> Newsletter 20/2004 Wenn Sie diesen Newsletter nicht im HTML-Format sehen können, klicken Sie bitte http://www.diezuk.at/online/page.php?P=15395 <http://www.diezuk.at/online/page.php?P=15395> <http://www.diezuk.at/bilder/linefull.gif> Blackout Asyl?! <http://www.diezuk.at/bilder/leer.gif> <http://www.diezuk.at/bilder/leer.gif> <http://www.diezuk.at/bilder/leer.gif> <http://www.diezuk.at/bilder/leer.gif> Seit etwas mehr als einem Jahr ist die österreichische Flüchtlingspolitik Gegenstand heftiger politischer Debatten und Kritik. Selbst die UNHCR-Weltzentrale sah sich veranlasst, Österreich vor einem Bruch der Genfer Flüchtlingskonvention zu warnen. Doch trotz aller Zweifel und Appelle beschlossen die Regierungsparteien am 23. Oktober 2003 das so genannte Asyl-Paket. Das neue Asylgesetz und die Ländervereinbarung betreffend Zuständigkeiten und Finanzierung von Quartieren für Flüchtlinge traten schließlich am 1. Mai 2004 in Kraft. Ein Blick auf die vergangenen Monate zeigt ein ebenso ernüchterndes wie befremdliches Bild: der schwelende Streit um die Erfüllung der 15a-Vereinbarung; der Umgang des Innenministers mit den Asylanwälten des Menschenrechtsbeirats. Schließlich musste der VfGH feststellen, dass das Asylgesetz in wesentlichen Teilen nicht der Bundesverfassung entspricht. Während in Österreich die Vorurteile gegenüber Asylwerbern wachsen, sinkt die Anzahl der Anträge im westlichen Trend. Was ist da los? Wo bleibt die Qualitätssicherung in den Verfahren? Warum wird dieses unwürdige Schauspiel auf dem Rücken der Ärmsten ausgetragen? Ein Rückblick und ein Ausblick. <http://www.diezuk.at/bilder/linedot.gif> Podiumsdiskussion am Dienstag, 23. November 2004, 19 Uhr <http://www.diezuk.at/bilder/leer.gif> <http://www.diezuk.at/bilder/leer.gif> in der Zukunfts- und Kulturwerkstätte Schönlaterngasse 9, 1010 Wien mit: <http://www.diezuk.at/bilder/singlepfeil.jpg> Ute Bock <http://www.diezuk.at/bilder/leer.gif> Obfrau des Flüchtlingsprojektes Verein Ute Bock <http://www.diezuk.at/bilder/singlepfeil.jpg> Mag. Georg Bürstmayr <http://www.diezuk.at/bilder/leer.gif> Asylanwalt <http://www.diezuk.at/bilder/singlepfeil.jpg> Mag. Walter Posch <http://www.diezuk.at/bilder/leer.gif> Abg.z.NR, Menschenrechtssprecher der SPÖ <http://www.diezuk.at/bilder/singlepfeil.jpg> Moderation: Mag. Wolfgang Machreich <http://www.diezuk.at/bilder/leer.gif> Journalist, Die Furche <http://www.diezuk.at/bilder/linedot.gif> <http://www.diezuk.at/bilder/doppelpfeil.jpg> Nähere Infos unter: <http://www.diezuk.at/bilder/doppelpfeil.jpg> An- und Abmeldung des Veranstaltungsabos: Zukunfts- und Kulturwerkstätte Schönlaterngasse 9, 1010 Wien Tel.: 01/513 86 82 www.diezuk.at zuk at spoe.at Gehen Sie bitte auf die Seite www.diezuk.at/online/page.php?P=10180 <http://www.diezuk.at/online/page.php?P=10180> In Kooperation mit <http://www.diezuk.at/bilder/../bilder/spoeklubparl_120.jpg> <http://www.diezuk.at/bilder/linefull.gif> ================================================== 12 Stellenausschreibung / Infos zum Welt Aids Tag 04 von: <andersrum.wien at gruene.at> ================================================== Inhalt: 1. In eigener Sache 2. Stellenausschreibung 3. Infos zum Welt Aids Tag 04 1. In eigener Sache: Unser Postverteiler wurde kürzlich umgestellt. Dadurch ergaben sich in den vergangenen Wochen Unregelmäßigkeiten beim Versand unseres Newsletters. Wir bitten um Entschuldigung, wenn Menschen, die ihre Email-Adresse auf unserer Website http://andersrum.gruene.at ausgetragen haben, trotzdem Mails von uns bekommen. Bitte tragt euch erneut aus oder kontaktiert uns per Reply/Antworten. 2. Stellenausschreibung Der Grüne Parlamentsklub sucht: ReferentIn für Sicherheitspolitik SekretärIn Presse-AssistentIn des Kommunikationschefs Kampagnen- und WahlkampfleiterIn Details im angehängten PDF 3. Infos Welt Aids Tag 04 Welt AIDS Tag - 1. Dezember 2004 Fackelzug Er ist ein Tag der Solidarität mit Menschen mit HIV und AIDS und denen, die ihnen nahestehen, aber auch ein Tag, an dem deutlich gemacht wird, dass für diese Menschen jeder Tag des Jahres ein Tag mit HIV/AIDS ist. Treffpunkt: 18.30 Uhr am Herbert von Karajan Platz neben der Staatsoper, 1010 Wien Abmarsch: 19.00 Uhr durch die innere Stadt in Richtung Michaeler Kirche anschließend findet ein Gottesdienst mit Pater Clemens Kriz in der Michael Kirche statt. Verein H.I.V.(Hoffnung - Information - Vertrauen) Wiltrut Stefanek 0699 / 114 03 426 verein-h.i.v at chello.at Wiener Welt Aids Tag Seit vorigem Jahr gibt es zum 1. Dezember den Wiener Weltaidstag, der heuer in der Hauptbücherei Wien mit ausgewählten Vorträgen zum Thema "Frauen, Mädchen und AIDS" begangen werden wird. Bitte melden sie sich noch rechtzeitig an! Auf Ihr Kommen freut sich das Präventions-Team der Aids Hilfe Wien. Dr. Elisabeth C. Berger Aids Hilfe Wien, HIV-Prevention for Women Mariahilfer Gürtel 4, 1060 Vienna Phone: +43 1 595 37 11 - 93 Fax: +43 1 595 37 11 - 17 E-mail: berger at aids.at http://www.aids.at ================================================== 13 CROPfm - Newsletter: The Three hare Project [12.11.04] von: <tarek at sime.com> ================================================== Hi! Die nächste live Sendung ist am 12. November 2004 um 19.00 auf 92.6 Mhz - der Frequenz von Radio Helsinki - im Raum Graz/Steiermark als auch on-line zu hören. Für Fragen und Kommentare während der Sendung steht Ihnen CROPcom zur Verfügung - der liveChat. The Three Hares Project Das "The Three Hares Project" wurde im Jahr 2000 von Sue Andrew, Kunsthistorikerin, Chris Chapman, Dokumentar-Photograf (>> Bilder) und Tom Greeves, Archäologe und Historiker gegründet. Seither beschäftigt sich diese "non-profit" Organisation mit der Erforschung dieses rätselhaften und sehr alten Symbols, welches bisher in Europa, dem nahen Osten und buddhistischen Höhlen in China (Dunhuang) gefunden wurde. Tom Greeves Nachforschungen begannen in den späten 80'ern, und resultierten schließlich in einem Artikel, welcher im Dartmoor Magazin Winter 1991 publiziert wurde. Darin veröffentlicht Greeves erstmals seine Untersuchungen über die Verbreitung des Symbols. Das "Three Hares Project" dokumentierte seither alle bekannten Vorkommnisse dieses Motivs in Devon und dem übrigen Vereinten Königreich, und wendet sich nun dem übrigen (kontinentalen) Europa zu. Das Team reiste 2004 nach China und hielt unter Anderem akademische Vorträge in Mogao un Peking zu diesem Thema (>> Artikel). Tom Greeves wird in der kommenden Sendung zu Gast sein, und ich bin schon sehr gespannt welche neuen Erkenntnisse er aus China mitgebracht hat. Das Interview wird in englisch Sprache geführt. Big Brother News >> http://pia.mur.at/g7/bigbrother/ Themenseite "The Three Hares" >> http://cropfm.mur.at/three_hares.htm Telefongast zur Sendung: Tom Greeves (Archäologe und Historiker >> http://www.chrischapmanphotography.com/hares/) _______________________________________________ CROPfm - the flexxible radio show http://cropfm.mur.at On-Line Archiv mit allen bisherigen Sendungen http://cropfm.mur.at/past_shows.htm ================================================== 14 EKH-Demo: Fotos von: <office at christine-werner.com> ================================================== EKH-Demo: Fotos unter info at ekhbleibt.info -- www.christine-werner.com autorin, netz- & aktionskünstlerin ================================================== 15 Presseausgabe Glocalist: SChwerpunkt Kunst im sozialenFeld von: GLOCALIST REVIEW <office at glocalist-review.com> ================================================== Sehr geehrte Damen und Herren, werte Redaktion, anbei die aktuelle Presseausgabe des GLOCALIST. Wir wollen auf ein neues Feature aufmerksam machen: Das Lesezeichen. Sie finden dieses - nach dem Öffnen des Dokumentes - auf der linken Seite in der horizontalen Navigation Ihres aktuellen Adobe Reader. Klicken Sie auf die Kartei "Lesezeichen". Sie können dann alternativ innerhalb des Glocalist Dokumentes rasch und schnell per Klick navigieren. Die gewohnte Navigation über das Inhaltsverzeichnis bleibt nach wie vor bestehen und verwendbar. SCHWERPUNKT Kunst im sozialen Feld Weiters ein Dokument der AGEZ zur EZA, als NGO der Woche präsentieren wir den Verein EFEU sowie Termine&Angebote des Österreichischen Netzwerk Wirtschaftsethik und die gewohnten Vermischten Meldungen und Termine. Viel Freude beim Lesen wünscht Christian Neugebauer _____ Glocalist Review: Digitale Wochenzeitschrift für NGOs&NPOs Barmherzigengasse 17 - stiege 6 - top 1 A-1030 Wien f: 01/597 2001 m: 0699 11 88 16 43 e: office at glocalist-review.com w: http://www.glocalist-review.com Agentur: arbeitsraum-philosophie: agentur für analoge&digitale kommunikationswirtschaft GmbH- www.arbeitsraum.at ================================================ C) TERMINE ================================================ Montag http://www.mund.at/butt/Termine/November/1511.htm Dienstag http://www.mund.at/butt/Termine/November/1611.htm Mittwoch http://mund.at/butt/Termine/November/1711.htm ======================== ================================================ D) EDITORIAL ================================================ Für den Inhalt verantwortlich: Ihr. E-Mail-Adresse für Beiträge: widerstand at no-racism.net geschickt. widerst at nd MUND und alle Termine täglich aktualisiert im Web: http://www.no-racism.net/MUND Ziel von MUND (medienunabhängiger Nachrichtendienst) ist die unzensurierte und möglichst rasche Information über gesellschafts- politisch relevante Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu Widerstand und Antirassismus sowie verwandte Themen. sollen einen Titel, Namen und Emailadresse der/des AutorIn enthalten und möglichst kurz und prägnant gehalten sein, ev. mit Hinweis, wo weitere Informationen eingeholt werden können. Bitte keine Attachments! Die inhaltliche und sachliche Verantwortung liegt bei der/dem jeweiligen AutorIn bzw. jenen, die uns die Beiträge schicken. Der MUND wird von einzelnen TagesredakteurInnen zusammengestellt. Da Fehler nicht ausgeschlossen sind, bitten wir, nicht veröffentlichte Beiträge nochmals an widerstand at no-racism.net zu senden. Die Weiterleitung (auch auszugsweise) ist erwünscht. Beiträge mit rassistischen oder sexistischen Inhalten werden nicht veröffentlicht. Sehr persönliche Meldungen werden wir an den betreffenden Adressaten weiterleiten, aber nicht im MUND veröffentlichen. Die bisherigen Ausgaben sind unter http://www.no-racism.net/MUND archiviert. Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage: * Wann: Sonntag, 11.11.2001, 11:11 Uhr * * Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" * * Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf * * Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie. Aber kurz und prägnant.* Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch stillschweigend Zensur zu üben. Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die Nichtaufnahme geliefert. (Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.) Die AbsenderInnen der betroffenen Beiträge werden hiervon informiert. Im Sinne einer "gläsernen Zensur" könnt ihr Euch die Beiträge gerne extra schicken lassen: Ein kurzes Mail an widerstand at no-racism.net genügt. ================================================ E) VERTEILERLISTE ================================================ Zur Eintragung in diesen Verteiler bitte direkt subskribieren unter http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/analle oder von der einzutragenden Adresse aus ein mail schicken an: admin at no-racism.net mit folgendem Text: subscribe no-racism Bitte wegen Automatisierung diesen Wortlaut verwenden! Zur Austragung aus dieser Liste bitte an <admin at no-racism.net ein mail mit dem Text unsubscribe no-racism Bitte wegen Automatisierung diesen Wortlaut verwenden! REDAKTIONELLES: nicht aufgenommen: 5 beiträge - 1 veralteter termin - 4 beiträge ohne widerstandsrelevanz Diese Ausgabe hat Vlatka Frketic aus Einsendungen an <widerstand at no-racism.net> zusammengestellt. Bitte keine Attachments! (werden nicht angenommen) Weggelassen: Redaktionsschluss für diese Ausgabe: Sonntag, 20:00 Uhr III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III widerst at nd-MUND is powered by http://alt.strg.at/ From analle at no-racism.net Tue Nov 16 09:09:32 2004 From: analle at no-racism.net (analle at no-racism.net) Date: Tue, 16 Nov 2004 09:09:32 +0100 Subject: MUND: Dienstag, 16. November 2004 Message-ID: <01c401c4cbb3$9aeca100$4e046d50@chello.at> MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst www.no-racism.net/mund Dienstag, 16. November 2004 ================================================ A) INHALT ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< EKH ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ============================================== 01 Hausverwaltung bietet Räumungsvergleich an From: bundesvorstand at kpoe.at ============================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< HSG ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ============================================== 02 GAJ zur geplanten HSG-Änderung From: buero at gajwien.at ============================================== 03 AKS bietet ÖVP Nachhilfe an From: florian.steininger at aks.at ============================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ============================================== 04 Das Echo verhallt From: radio.stimme at initiative.minderheiten.at ============================================== 05 Veranstaltung gegen Rassismus, Faschismus und Antisemitismus From: Talk_Together at gmx.at ============================================== 06 Donnerstag Speakerscorner From: august.faschang at oeticket.com ============================================== 07 ViennaMix From: wadi_wien at hotmail.com ============================================== 08 Malmoe neu From: redaktion at malmoe.org ============================================== 09 Buchpräsentation From: contact at eipc. net ============================================== 10 Bunker-Premiere From: office at gamuekl.org ============================================== 11 "Be afraid, Honey" From: rabenhof_presse at gamuekl.org ============================================== 12 Roböxotica 2004 From: roboexotica at monochrom.at ============================================== 13 Zukunftswerkstatt Programm From: LM.Sender at spoe.at ============================================== 14 Umberto Eco a Vienna From: stefano at rifundazione.at ============================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND KOMMENTARE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ============================================== 15 Drogen an Schulen From: florian.steininger at aks.at ============================================== 16 Walter Baier stellt klar From: gauchinger at hotmail.com ============================================== 17 The Other Face of U.S. "Success" in Fallujah From: hx65 at dial.pipex.com ============================================== ================================================ B) TEXTE ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< EKH ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ============================================== 01 Hausverwaltung bietet Räumungsvergleich an From: bundesvorstand at kpoe.at ============================================== In einem FAX bestätigte die neue Hausverwaltung der Räumlichkeiten in der Wielandgasse heute SCHRIFTLICH, dass sie bis 30. Dezember gewillt ist, "mit sämtlichen Parteien gerichtliche Räumungsvergleiche per 30.6.2005 zu schließen." Festgehalten wird auch, dass es "Vorgespräche um Ersatzquartiere und Unterbringsmöglichkeiten" mit der Gemeinde und dem Sozialverein Wobes gibt. Das Fax findet sich unter www.kpoe.at/bund/aktuell/vergleich-ekh.html ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< HSG ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ============================================== 02 GAJ zur geplanten HSG-Änderung From: buero at gajwien.at ============================================== Grünalternative Jugend Wien: Gehrer muss zurücktreten: Geplante Gesetzesänderung zur HochschülerInnenvertretung demokratiepolitisch völlig inakzeptabel! Wien. Die Regierungsparteien zeigen einmal mehr ihr Verständnis von Demokratie. Demokratie ist dort wo Schwarz - Blau eine Mehrheit hat. Überall wo es anders ist wird abgeschafft, verändert, verdreht um politische GegnerInnen mundtot zu machen und die Mehrheitsverhältnisse nach Regierungsvorstellungen zu verändern. Siehe Hauptverband, AK, ORF und jetzt der Versuch der Demontage der Bundesvertretung der ÖH. Die Universitätspolitik hat Gehrer derartig in den Sand gesetzt, dass es schon keine Superlative mehr für ihre Rücktrittsreife gibt. Die linke ÖH war der Bundesregierung seit ihrer Wahl ein Dorn im Auge, zählt sie doch zu ihren schärfsten Kritikerinen - und das nicht nur im Bildungspolitischen Bereich. Eine der großen Stärken der ÖH ist ihr politischer Anspruch, neben Service und Beratung für StudentInnen bezieht sie mit Wort und Tat zu aktuellen politischen Themen und österreichischer Geschichte Stellung. Konsequenterweise will Gehrer den Wahlmodus zur Vertretung der Studierenden auf Bundesebene so verändern, dass eine politisch genehme Vertretung daraus resultiert. Dabei muss allerdings das direkte, gleiche, allgemeine Wahlrecht draufgehen. Denn es ist nicht anzunehmen, dass die Mehrheit der Studierenden so masochistisch ist Listen zu wählen, die Gehrers Politik begrüßen. Die ÖVP zeigt, dass Demokratie weiterhin kein Wert in ihrem politischen Denken ist. Ein Dollfuß Bild findet nicht umsonst seinen Platz im ÖVP Klub. Rückfragehinweis: Grünalternative Jugend Wien info at gajwien.at ============================================== 03 AKS bietet ÖVP Nachhilfe an From: florian.steininger at aks.at ============================================== Pressemeldung der Aktion kritischer SchülerInnen Bildung/AKS/ÖH/ÖVP/Demokratie Montag, 15.11.2004 AKS bietet ÖVP Nachhilfe an Utl.: System der SchülerInnenvertretung bei weitem kein Vorbild für ÖH "Anscheinend brauchen Gertrude Brinek und Silvia Fuhrmann Nachhilfe in Sachen Schuldemokratie", so Kim Kadlec, Bundesvorsitzende der AKS (Aktion kritischer SchülerInnen), "sonst würden sie nie das Wahlsystem der SchülerInnenvertretung als Vorbild für die ÖH bezeichnen." Dieses indirekte System verursache ein enormes Demokratiedefizit. "Seit Jahren versuchen SchülervertreterInnen mit allen Mitteln, dieses System demokratischer zu machen", wundert sich Kadlec über das ÖVP-Lob für das Modell der SchülerInnenvertretungswahlen. "Gerade Frau Fuhrmann, einst selbst in der SchülerInnenvertretung, sollte es besser wissen." Die Einführung der Direktwahl der Landes- und BundesschülerInnenvertretung sei eine langjährige Forderung der AKS: "Die SchülerInnen sollen direkt entscheiden können, wer sie vertritt. Gleiches gilt für die Studierenden." Die AKS wird die ÖH in ihrem Kampf gegen diesen "unglaublichen Eingriff in die demokratische Mitbestimmung" jedenfalls mit allen Mitteln unterstützen. Rückfragehinweis: Kim Kadlec, 0699/11408142 ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ============================================== 04 Das Echo verhallt From: radio.stimme at initiative.minderheiten.at ============================================== RADIO STIMME - DIE SENDUNG DER INITIATIVE MINDERHEITEN Dienstag, 16. November 2004 20.00 Uhr, Orange 94.0 Das Echo verhallt Hat ein Jugendverein, der sich nicht um alle Jugendlichen kümmert, sondern nur um solche, die einer ganz bestimmten gesellschaftlichen Diskriminierung ausgesetzt sind, eine Existenzberechtigung? Geht es nach der Wiener Stadtpolitik, dann lautet die Antwort: Nicht mehr. Der seit 1996 von der Stadt Wien geförderten Jugendverein Echo, der sich vornehmlich um Jugendliche der zweiten und dritten MigrantInnengeneration kümmert, soll ab kommendem Jahr keine Subventionen mehr erhalten. Wir bringen die Zusammenfassung und Kommentierung einer Podiumsdiskussion dazu. Weitere Sendungsthemen: - Zum Thema Frauenhandel - Film als "transnationale Projektionsfläche": Strategien der Reflexion von Macht, Identität und Repräsentation - Vereinsportrait Ninlil - Wochenrückblick "Zwei Wochen in einer Stimme" ***** -> Sendung über's Internet hören Die Sendung ist über den Live-Stream von Orange 94,0 zur angegebenen Sendezeit (jeweils Di, 20.00 - 21.00 Uhr) über das Internet zu hören. (Orange 94,0 Live-Stream) ***** -> Sendung verpaßt? Das Internet-Archiv Diese und alle anderen Ausgaben von Radio Stimme sind in unserem digitalen Sendungsarchiv jederzeit als Download und Stream abrufbar. (http://www.initiative.minderheiten.at/Radio) ***** -> aus der Mailinglist austragen/Eintrag ändern? Mail bitte an radio.stimme at initiative.minderheiten.at ***** -- Radio Stimme ? Die Sendung der Initiative Minderheiten Das politische Magazin zu den Themen Minderheiten - Menschenrechte - Rassismus on air: jeden zweiten Dienstag, 20.00 Uhr: Orange 94,0 on line: jederzeit: http://www.initiative.minderheiten.at ============================================== 05 Veranstaltung gegen Rassismus, Faschismus und Antisemitismus From: Talk_Together at gmx.at ============================================== Veranstaltung in Erinnerung an den Novemberpogrom 1938: ES DARF NIE WIEDER PASSIEREN! Widerstand gegen Rassismus, Faschismus und Antisemitismus Freitag, 19. November 2004 20:00 Uhr Programm: "Lernt mit grojss chejschek" (Lernt mit großer Begeisterung) jüdische Lieder mit Regina Hopfgartner und Peter Schwarzbauer Erinnerungen von K.H. Schubert, Gedichte von Erich Fried Lesung von und mit Naser Khadem und Hajrija Hrustanovic und Ursula Schliesselberger -- TALK TOGETHER! Zeitung von und für MigrantInnen und Nicht-MigrantInnen Verein Salzburg - Kommunikation und Kultur Postfach 28, 5033 Salzburg www.talktogether.org ============================================== 06 Donnerstag Speakerscorner From: august.faschang at oeticket.com ============================================== > -----Ursprüngliche Nachricht----- > Von: August Faschang > Gesendet: Montag, 15. November 2004 20:53 > Betreff: Donnerstagsspeakersconer (15.11.) mit A. Yilmaz (Plattform ausländ. Studierender); Demo am 20.11. > > Liebe Leute! > > Auch am Donnerstag (18.11.) gibt es zusätzlich zur wöchentlichen Mahnwache gegen Schwarzblau in Österreich und Blaurot in Kärnten vor dem Kanzleramt wieder einen Speakerscorner, diesmal mit einem Referat von Asuman Yilmaz (Plattform ausländische Studierende) zur Situation ausländischer Studierender in Österreich (doppelte Studiengebühren, Arbeitsrecht, Fremdenrecht...) und auch allgemein zu den verheerendenZuständen an den österr. Universitäten. Nachdem die schwarzblaue Regierung Studiengebühren eingeführt und die Unis in die "Autonomie" und sich selbst aus der Verantwortung entlassen hat, gibt es ein Ergebnis: Chaos. Bei der Behandlung ausländischer Studierender zeigen sich 2 Hauptmerkmale schwarzblauer Politik besonders deutlich: Rassismus und der Aufbau zusätzlicher Hürden für sozial Schwache... > > Treffpunkt ist um 19Uhr45 Ecke Ballhausplatz/Heldenplatz, Beginn 20Uhr. Und danach sind wieder alle Teilnehmerinnen im Stammlokal in der Neustiftgasse willkommen! > > Der Speakerscorner ist eine von mehreren Aktionen, die den Protest gegen die Diskriminierung ausländ. Studierender stärken sollen. Solidarität ist nötig - Bitte kommt zahlreich! Denn solange immer nur die alleine protestieren, die gerade von der jeweils aktuellsten schwarzblauen Verschlechterung betroffen sind, wird sich nichts ändern... > > Weitere Termintipps: > Donnerstag (18.11.),ab 17Uhr: Widerstandslesung (Ecke Ballhausplatz/Heldenplatz). > Donnerstag (18.11.), 20Uhr: Speakerscorner mit Asuman Yilmaz (Plattform ausländische Studierende), siehe oben. > Samstag (20.11.), Treffpunkt 13Uhr30, Westbahnhof-Innere Mariahilferstraße: Demonstration gegen Konrad-Lorenz-Symposium von rechtsextremen Burschenschaften - Konrad Lorenz, Graugänseverführer, Naziparteimitglied und pseudowissenschaftlicher rassistischer Ideologe erfreut sich bei der rechtsextremen Burschenschaft Olympia großer Beliebtheit. Diese rechtsextreme Burschenschaft organisert das erwähnte Symposium und hat - wen wundert´s - beste Verbindungen zur FPÖ - Näheres im ANHANG. > > ligrü Gustl > ANHANG: Zur Demo gegen rechtsextreme Burschenschaften > > Am Samstag, den 20.November 2004, treffen sich rechtsextreme und > Nazi-Burschenschafter im Hotel Wimberger am Wiener Gürtel. Dort > wollen sie ein "Konrad-Lorenz-Symposium" abhalten, um ihre > rassistische Hetze wissenschaftlich untermauert zu verbreiten. > > Konrad Lorenz eignet sich ideal als Zugpferd solcher rechtsextremen > Veranstaltungen. Als "Ziehvater" von Graugänsen und Nobelpreisträger > für Medizin und Physiologie genießt er hohes Ansehen in der heutigen > Gesellschaft. Seine rassistische Hetze oder die engen Kontakte zu > faschistischen Kreisen als ordentlicher Professor der Psychologie an > der Reichsuniversität Königsberg sind aber weniger bekannt. So war > Lorenz Mitglied des NSV (nationalsozialistischer Studentenverband) > und seit 1938 Mitglied der NSDAP. Er hatte sich vor allem einen > Namen durch seine Vorträge im Stile der faschistischen > Rassenpropaganda gemacht. "Seine daraus folgenden Schlussfolgerung > einer notwendigen systematischen Selektion kranken Erbmaterials zur > Erhaltung einer lebenstüchtigen Zivilisation bildeten bis zu seinem > Tode im Jahr 1989 den Kern seines biologisch determinierten > Gesellschaftsverständnisses." (Übernommen von de.wikipedia.org) > > Organisatoren dieses Symposium und dem anschließenden > Burschenschafter-Kommers ist die rechtsextreme Burschenschaft > Olympia. Sie gilt als Nazi-Kaderschmiede und unterhält Kontakte bis > in die hohe Politik. So ziert der, beim Fechten mit anderen > Kameraden der Burschenschaft Olympia erhaltene Schmiss u.a. die > > Gesichter von Harald Stefan, Wr. FP-Gemeinderat, Martin Graf, ehem. > FP-Nationalratsabgeordneter und ehem. FP-Hochschulsprecher, oder den > NDP-Kader Norbert Burger. Behördliche Schritte gegen die > Burschenschaft Olympia aufgrund ihrer Leugnung der Shoa bezeichnen > sie als "Rückfall in eine längst überwunden geglaubte Zeit der > geistigen Unfreiheit". Und Graf meinte zum NS-Verbotsgesetz im > Format: "Es muss in einer demokratischen Welt zulässig sein, ein > Gesetz, das die Meinungsfreiheit und die politische Tätigkeit > einschränkt, zu kritisieren." (Format 21/2000, S.50) > > Als GegnerInnen jeder Form von Faschismus, Rassismus und > Antisemitismus rufen wir alle Antifaschistinnen und Antifaschisten > auf, sich gemeinsam dieser Provokation entgegenzustellen. Wir > protestieren - komm auch DU hin! > > Treffpunkt: > Wann? Samstag, 20. November 2004, 13.30 (pünktlich !!!) > Wo? Wien, Innere Mariahilferstraße (Westbahnhof) > > ============================================== 07 ViennaMix From: wadi_wien at hotmail.com ============================================== ViennaMix - Verein für Les/Bi/Schwule und Transgender MigrantInnen Der erste Verein für Les/Bi/Schwule und Transgender MigrantInnen stellt sich vor. ViennaMix - der erste Verein für Les/Bi/Schwule und Transgender MigrantInnen trifft sich jeden zweiten Dienstag im Monat um 19 Uhr im Konferenzraum der Rosa Lila Villa (Linke Wienzeile 102, 1060 Wien) im ersten Stock. Wir richten uns an Les/Bi/Schwule und Transgender MigrantInnen, sowie alle Interessierten, und bieten diesen Personen eine Anlaufstelle. Wir bieten konkrete Hilfe, rechtlichen Rat und professionelle Beratung. Alle, die sich in ungezwungener Atmosphäre über kulturelle, religiöse und/oder sexuelle Themen austauschen wollen, sind eingeladen dies hier zu tun. Wir engagieren uns politisch für die Interessen und Probleme der Les/Bi/Schwulen MigrantInnen Community in Österreich. Gruppen und Organisationen, sowie Einzelpersonen, die an einer Zusammenarbeit interessiert sind, sind eingeladen uns zu kontaktieren - alle Informationen über ViennaMix sind auf unserer Homepage www.viennamix.at zu finden. Anonyme E-mail Beratung unter: info (at) viennamix.at Die nächsten Treffen finden am 23.11.2004, 7.12.2004, 21.12.2004 statt. ------------------------------------------------ Wadi - Verband für Krisenhilfe und solidarische Entwicklungszusammenarbeit e-mail: wadi_wien at hotmail.com Tel.: 0664/9972139 Spendenkonto in Österreich: Kontonummer 07.405.301 Evangelische Kreditgenossenschaft eG BLZ 31800 Spendenkonto in Deutschland Kontonummer 612305-602 bei der Postbank Frankfurt/M. BLZ: 500 100 60 Website mit weiteren Informationen zu Projekten von Wadi e. V. und politischen Hintergrundinfos: www.wadinet.de ============================================== 08 Malmoe neu From: redaktion at malmoe.org ============================================== Jetzt neu: MALMOE Heft 23 - der Regenschutz gegen die neokonservative Kaltwetterfront: *Flex Art Workers Unite! Kreative Selbst/Organisation *Diskursiv: EKH wohin? Zum Stellenwert des EKH in der Wiener Linken *Mit Tom Hanks im Terminal. Flucht &Transit in Oesterreich, Italien und im Film *New Kicks: Feministische Musiknetzwerke *Jubeljahr 2005 und Praeventivmassnahmen *Argentinische Perspektiven: Erfahrungen von Gegenmacht und Vielfalt plus: Indie vs. Major im Musikbusiness, Le Tigre Interview, die wahren VerliererInnen der US-Wahlen u.v.a.m. ************************************ Anleitung zur Subversion im Brauchtum: Malmoe-Abo zu Weihnachten schenken! 10 Euro (fuer 5 Ausgaben) oder 35 Euro (fuer 20 Ausgaben). Ein Muss fuer Menschen mit Haltung: redaktion at malmoe.org ************************************ MALMOE Lese lieber ungewoehnlich http://www.malmoe.org redaktion at malmoe.org _______________________________________________ malmoe newsletter http://www.malmoe.org ============================================== 09 Buchpräsentation From: contact at eipc. net ============================================== EINLADUNG zur Buchpräsentation und Diskussion anlässlich der Neuerscheinung von Boris Buden: Der Schacht von Babel. Ist Kultur übersetzbar? am 22. November 2004, 19.00 Depot, Breitegasse 3, 1070 Wien 23. November 2004, 19.30 Kunstraum Goethestraße, Goethestraße 22, 4020 Linz Mit der Metapher "kulturelle Übersetzung" werden heute Theorien der sprachlichen Übersetzung auf kulturelle Prozesse umgemünzt und zum Medium nationaler, europäischer oder globaler Transformationen erklärt. Das Problem an solch kultureller Übersetzung ist freilich, dass sie selbst sich nicht ins Politische übersetzen lässt. Es gilt daher einen Schacht von Babel zu graben - auf der Suche nach der verlorenen gesellschaftlichen Emanzipation. "Die letzten Jahrzehnte haben eine zentrale lebensweltliche Kategorie hervorgebracht: die 'Kultur'. Warum Kultur? - Nun, was ist ein kultureller Lebensstil anderes als etwa die Tatsache, dass jeden Dezember in jedem Haus und sogar an öffentlichen Plätzen ein Weihnachtsbaum anzutreffen ist - obwohl wir nicht an den Weihnachtsmann glauben? 'Kultur', das ist der Name für all die Dinge, die wir tun und ausführen, ohne wirklich daran zu glauben, ohne sie 'ernst zu nehmen.' Boris Budens Buch trifft mitten ins Herz des ideologischen Durcheinanders der Gegenwart, und es durchschlägt seinen Gordischen Knoten: Der Schacht von Babel macht reinen Tisch für einen Neuanfang. Darum sollte JEDER in unserem Wissens-Betrieb es lesen - und dann sein Leben ändern!" Slavoj Zizek http://www.eipcp.net/news/schachtvonbabel_de.html Veranstaltungen des eipcp in Kooperation mit Depot und Kunstraum Goethestraße. www.depot.or.at www.kunstraum.at Boris Buden: Der Schacht von Babel. Ist Kultur übersetzbar? Kadmos, Berlin, 2004 ISBN 3931659720 210 Seiten, EUR 20,50 www.kv-kadmos.com --- eipcp - european institute for progressive cultural policies a-1060 vienna, gumpendorfer strasse 63b contact at eipcp.net www.eipcp.net www.republicart.net ============================================== 10 Bunker-Premiere From: office at gamuekl.org ============================================== Aus aktuellem Anlass präsentiert Hubsi Kramar hier den ersten Teil seines neuen Zyklus BRANDREDEN und bringt den ?Großinquisitor? aus Dostojewskij?s Roman ?Die Brüder Karamasow? auf die Bühne. In der Hauptrolle: Nicola FILIPPELLI sowie Peter BOUSEK (Christus) und Silvia AMORT (Gesang) Für passendes Ambiente sorgt als stimmungsvoller Auftrittsort der Bunker im Wiener Kabelwerk. Warme Kleidung, festes Schuhwerk und eine Taschenlampe sind nützlich! Vorpremiere: 30. November 04 (20h) PREMIERE: 1. Dezember 04 (20h) Weitere Spieltage: 2. - 4., und 7. - 11. Dezember 04 (Beginn: jeweils 20.00 Uhr) im KABELWERK ? BUNKER: A-1120 Wien, Oswaldgasse 33 Eintritt: ? 18,-- / ? 15,--/ ? 12,-- Kartenreservierung unter Tel. 577 22 65 Oder http://www.hubsikramar.net ZUM STÜCK Großinquisitor zu Christus: ?Du aber wolltest den Menschen nicht der Freiheit berauben und verschmähtest den Vorschlag (aus Steinen Brot zu machen). Denn was ist das für eine Freiheit, so urteiltest Du, wenn der Gehorsam durch Brot erkauft wird? Du erwidertest, der Mensch lebe nicht vom Brot allein. Aber Du weißt wohl, dass im Namen eben dieses irdischen Brotes der Erdgeist sich gegen Dich erheben und mit Dir kämpfen und Dich besiegen wird und alle ihm nachfolgen werden....? Dieser Text, diese ?Phantasie? von Dostojewskij, hat eine brennende Aktualität. Es gibt kaum einen zweiten Text in der Weltliteratur, der den unüberbrückbaren Gegensatz von FREIHEIT und MACHT so eindringlich und klar macht. Es ist damit ein notwendiger Beitrag zu der vernebelnden Art, wie mit den Themen ?Terrorismus?, ?Kontrolle? und ?Sicherheit? die Menschheit von einer kleinen Bande von verbrecherischen Geschäftemachern versklavt wird. Christus steht hier für die Idee (auch die utopische Idee) der Freiheit. Im Gegensatz dazu verkörpert der Großinquisitor die Macht. Er rechtfertigt diese Macht mit jedem Satz und auch jedes Verbrechen damit. Er ist sich auch sicher, im ?Recht? zu sein. Dieses Recht zu haben, und dieses vermeintliche Wissen was richtig oder falsch ist, bringt immer wieder sehr viel Unglück über die ?Menschen-Schafe?, die sich solchen Heilsbringern unterordnen: Manipulatoren, die ihre Glaubensgrundsätze verwenden, um Macht aufzubauen und sie damit zu rechtfertigen. Im Zentrum steht der Vorwurf des Großinquisitors, dass Christus den drei Versuchungen des Satans in der Wüste nicht nachgegeben hat. In diesen drei Versuchungen wären auch die Antworten für die drei großen Fragen der Menschheit zu finden: das WUNDER (Steine in Brot zu verwandeln), das GEHEIMNIS (des Glaubens) und die AUTORITÄT (die Führerschaft) Diesen Versuchungen nachzugeben, so meint der Großinquisitor in seiner Anklage, wäre der einzige Weg gewesen, die Menschen glücklich zu machen. So aber seien sie dem Elend preisgegeben, wenn nicht er und die Kirche den Bund mit dem Satan geschlossen hätten, um die Menschen vor dem Untergang zu bewahren? Diese Inszenierung ist Teil 1 des Zyklus BRANDREDEN: Einer Arbeit der ich mich nun verstärkt widmen werde, weil sichtbar immer mehr Menschen Amok laufen, die Ursachen dafür aber nicht artikulieren können. Der Zyklus BRANDREDEN wird klassische und neue Texte präsentieren, die diesem Amok Worte verleihen. Hubsi Kramar im Oktober 2004 DER AUTOR Fjodor Michailowitsch Dostojewskij * 11. November 1821 in Moskau; ? 9. Februar 1881 in St. Petersburg) gilt neben Leo Tolstoi als bedeutendster russischer Schriftsteller. Dostojewskij entstammte verarmtem Adel, sein Vater war Arzt. Nach dem Tod seiner Mutter 1837 ließ sich Dostojewskij mit seinem Bruder in St. Petersburg nieder, wo er von 1838 bis 1843 an der Militärakademie Bauingenieurswesen studierte. 1839 wurde sein Vater auf dem heimischen Landgut durch leibeigene Bauern ermordet. 1844 begann er mit den Arbeiten zu seinem 1846 veröffentlichten Debut ?Arme Leute?. Mit dessen Erscheinen wurde Dostojewskij schlagartig berühmt, die zeitgenössische Kritik feierte ihn als Genie. 1847 trat er einem Kreis von Revolutionären bei; als er in deren Reihen 1849 einen später als "kriminelles Schreiben" apostrophierten Text des Literaturkritikers Wissarion Grigorijewitsch Belinskij an Nikolai Gogol vortrug, denunzierte man ihn und er wurde zum Tode verurteilt. Erst auf dem Richtplatz begnadigte Zar Nikolaus I. ihn zu vier Jahren Verbannung und Zwangsarbeit in Sibirien, mit anschließender Militärdienstpflicht. 1866 erschien der erste der großen Romane, durch die Dostojewskij Teil der Weltliteratur wurde: ?Schuld und Sühne? (auch unter den Titeln Verbrechen und Strafe und Raskolnikow bekannt). Die Geschichte des abgerissenen und bitterarmen Studenten Rodion Romanowitsch Raskolnikow, der aus Hochmut zum Mörder wird und sich in der Folge zu einem Menschen entwickelt, der die Welt entdeckt als das, was sie ist, überzeugt durch psychologisch realistische Charaktere und präzises, anschauliches Erzählen. Zugleich ist der Roman auch Abbild der Wandlung Dostojewskis selbst vom Revolutionär zum konservativen Christen. Im selben Jahr erschien auch der innerhalb von nur 26 Tagen verfasste Kurzroman ?Der Spieler?, ein Bekenntnis seiner Spielsucht. Kurz nach seiner zweiten Eheschließung 1867 setzte er sich wegen seiner hohen Spielschulden fluchtartig ins Ausland ab, um sich dem Zugriff seiner Gläubiger zu entziehen. Er wohnte längere Zeit in Baden-Baden und kehrte erst 1871 wieder nach Russland zurück. 1868 verlor er erneut alles am Spieltisch. Im Folgejahr erschien sein zweites Großwerk, ?Der Idiot?, die tragikomische Geschichte des Fürsten Myschkin, der ob seiner Güte, Ehrlichkeit und Tugendhaftigkeit in der St. Petersburger Gesellschaft scheitert. Seinem Ende zu verlief das Leben Dostojewskijs in ruhigeren Bahnen. In dieser Ruhe verfasste er die beiden letzten seiner großen Werke: ?Die Dämonen? - einen politischen Roman über die vernichtende Macht des Anarchismus und Nihilismus, und abschließend ?Die Brüder Karamasow? (1880), ein Panorama der russischen Gesellschaft am Ende des 19. Jahrhunderts und zugleich eine Quintessenz seines eigenen Werkes. Als Dostojewskij 1881 an einer Lungenblutung in Folge eines Emphysems starb, nahmen rund 60.000 Menschen an seinem Begräbnis teil. BIOGRAFIEN ? NICOLA FILIPPELLI (Großinquisitor) Artist, Schauspieler und Maler. Geboren 1939 in Longobardi (Cosenza). Zunächst Zirkusartist in Rom (im ?Trocadero? und ?Circo Togni?). Danach 1960 Schauspielausbildung an der Accademia Veneziana. Schwerpunkte: ?Commedia Populare? und ?Commedia dell´ Arte?. Als Schauspieler Zusammenarbeit mit Giorgio Strehler (?Piccolo Teatro? / Mailand), Ennio Ronconi und Eduardo de Filippo (Rom), Dario Fo (?Trastevere al teatro sacco?) etc. Ab 1970 zahlreiche Engagements, z.B.: im Thaliatheater in Hamburg, aber vor allem in Wien: Volkstheater (?Die Bürger?, Peter Turrini), Schauspielhaus und Dario Fo Theater mit Otto Tausig, Ernie Mangold und Heinz Petters. Zusammenarbeit mit Hubsi Kramar in folgenden Produktionen: 1996 ?Coppelius? / Theater der Jugend, Wien 2002 ?Mein Kampf? von George Tabori / Männerheim Meldemannstrasse 2003 ?Der Lebende Adventkalender? / Tanzquartier Wien Film / TV: zahlreiche Rollen in in- und ausländischen Filmen. Malerei: Ausstellungen in Galerien in Österreich, Italien, Schweiz, Deutschland, Ungarn, Frankreich, USA. ? Peter BOUSEK (Christus) Geboren 1956 in Wien Ausbildung in Malerei und Grafik Wanderjahre durch Europa und Asien Ausbildung zum Goldschmied in Wien Leben und arbeiten in Monte Catini/Toscana Seit 1985 als freischaffender Goldschmied im eigenen Atelier in Wien tätig. Ausstellungen in Wien, Italien und Deutschland. 1996 Auftritt im WEARD III TEMPO als Jesus Weiters: arbeitet als Zimmerer, Tischler, Stein, -Holzrestaurator, Goldschmied und Vater. ? Silvia AMORT (Gesang) Studierte nach einem Mode-Diplom bei Lagerfeld am Wiener Konservatorium Musical und Operette. Neben einem eigenen Brecht-Programm auch Engagements am Schauspielhaus, Volkstheater, Burgtheater und im Künstlerhaus sowie Zusammenarbeit mit Hans Gratzer, Dietmar Pflegerl, Rikki Thelen, Flora St. Loup u.a. Gastierte in Deutschland und Moskau in Schauspiel-, Musiktheater-, Tanztheater- und Operettenproduktionen. ? Hubsi KRAMAR ( Regie) Geboren 1948 in Scheibbs (NÖ), zählt Hubsi Kramar seit Jahrzehnten als Aktionist, Schauspieler (Bühne und Film) und Regisseur zu den wichtigsten Protagonisten der freien Theaterszene, dessen Werk politischem Engagement zutiefst verbunden ist. Kramar besuchte in den 70er Jahren das Reinhardt Seminar und die Filmhochschule Wien und studierte kulturelles Management in Harvard (USA). Neben seiner intensiven Auseinandersetzung mit experimentellem Theater, zahlreiche Schauspiel-Engagements an großen Häusern (Burgtheater, Staatsoper, Theater in der Josefstadt, Schauspiel Bochum, Nationaltheater Heidelberg u.a.). Ab 1979 eigenständige Theaterarbeiten und Gründung des Theater der SHOWinisten, dessen Ensemble 1995 mit der Gründung des Weard Theater und des TAT t.atr (1997) noch erweitert wurde. Zu den letzten Produktionen zählen Mein Kampf (George Tabori; Nestroypreis 2003), die Gunter Falk Gala und Schüler Hitler sowie ?AUSVERKAUF? ? Kein Theater Theater 1 (April/Mai 2004) und das Filmprojekt ?WONDERFUL ? Urlaub wie noch nie? ? Kein Theater Theater 2 (Oktober 2004) ============================================== 11 "Be afraid, Honey" From: rabenhof_presse at gamuekl.org ============================================== Die geheimen Anstalts-Tagebücher von Stermann und Grissemann "BE AFRAID, HONEY!" Premiere: 29. November 2004 6. + 13. Dezember 2004 (Beginn: 20.00 Uhr) RABENHOF THEATER A-1030 Wien; Rabengasse 3 Kartenreservierungs-Hotline: Tel. 01/712 82 82 Infos + Online-Reservierung unter: http://www.rabenhof.at Kartenpreise: ? 15,-- / ? 10,-- Schonungsloser Enthüllungsjournalismus! FM 4 - die hoffnungslos überalterte Redaktion - gaukelt seit Jahren den bemitleidenswerten Hörern Hippness und Jugendlichkeit vor. Es reicht! Dieses entsetzliche Lügengebäude muss zum Einsturz gebracht werden! Verlogene Redaktionsstuben werden von Grissemann und Stermann, den einzigen Unbestechlichen, erbarmungslos ausgeräuchert. In ihren Tagebüchern beschreiben sie, wie FM4 wirklich ist: Chef-Grausamkeiten, Mitarbeiterunterdrückung, Hass-Mobbing und fortschreitende emotionale Vergletscherung. Die Wahrheit ist dem Hörer zumutbar! Wer schweigt, verliert! Prominente FM4-Nasen wie Blumenau, Eigensperger, Larkin, Freeman, Votava, Lang, Unterweger, Ostermayer und wie sie alle heißen, werden in den Enthüllungsbüchern so beschrieben, wie sie tatsächlich sind. -- Rabenhof Presse Tel. +43-699-1-913 14 11 Fax: +43-1-913 14 11 A-1030 Wien; Rabengasse 3 ============================================== 12 Roböxotica 2004 From: roboexotica at monochrom.at ============================================== R O B Ö X O T I C A 2 0 0 4 Die Roböxotica, das weltweit erste und zwangsläufig führende Festival für Cocktail-Robotik, wird von 19. bis 27. November 2004 veranstaltet. Alle sind geladen vorbeizuschauen und eine siliziumschwangere Barkonversation zu betreiben. KünstlerInnen, TechnikerInnen und WissenschaftlerInnen aus der ganzen Welt präsentieren Cocktail-Robots und andere hedonistische Robotkonzepte. Sie wagen einen kleiner Blick in die Zukunft technologischer Entwicklung. Was können wir uns erwarten? Was wir uns definitiv von der Zukunft erwarten könnern ist das Scheitern. Jemals versucht einen Cocktail-Roboter zu bauen? Hat es geklappt? Nicht so ganz? Wunderbar! Der Titel des diesjährigen Roböxotica-Symposiums ist "Das schöne Scheitern". Das Scheitern, den Fehler, das Versagen, das Nicht-Funktionierende in der Technikentwicklung zum Thema zu machen, heißt: Die Black Box Technik öffnen. Die Science and Technology Studies (insbesondere Langdon Winner und Bruno Latour) haben überzeugend dargelegt, dass die weit verbreitete Unfähigkeit, technische Artefakte als gemachte, als soziale und kulturelle Entitäten zu begreifen darauf zurück zu führen ist, dass retrospektiv immer nur jene Technologien "übrig bleiben" die sich für eine Kultur als funktional heraus stellen und in den Alltag integriert werden können. Was jedoch als funktional, gelungen und nutzbringend angesehen wird, ist selbst das Produkt sozialer und kultureller, nicht zuletzt politischer und ökonomischer Prozesse. Auswahlverfahren und ausgeschiedene Produkte (fehlgeleitete Prozesse, ernüchternde Zwischenergebnisse, unnütze Prototypen) kommen nicht zur Sprache. Ziel des Symposiums ist es, die Reichhaltigkeit von Technikentwicklungsprozessen ohne denunziatorische Absicht sichtbar machen, zu zeigen, welche kulturellen Muster diesen zu Grunde liegen. Deshalb wird nicht nur Technikentwicklung thematisiert, das Motiv des "Scheiterns als Chance" wird darüber hinaus kulturwissenschaftlich untersucht. ++++ Das kuratorische Team: Johannes Grenzfurthner (monochrom), Magnus Wurzer (SHIFZ), Karin Harrasser (Science Communications), Günther Friesinger (monochrom/Büro für Philosophie), Thomas Ballhausen (Filmarchiv Austria), Chris Veigl (SHIFZ) und Franky Ablinger (monochrom) ++++ Homepage: http://www.roboexotica.org/ http://www.monochrom.at/roboexotica/ ++++ Zeitplan, Gäste: http://www.monochrom.at/roboexotica/de/programm.htm ++++ Vortragende (Auswahl): Douglas Repetto (Columbia University), Karen Marcelo (Survival Research Labs), Marcus Hammerschmitt (Telepolis, SF-Autor), Jutta Weber (Philosophin, Institut für Wissenschaftsforschung der Universität Wien) u.v.a. T I M E L I N E ++++ Freitag, 19.11., Museumsquartier Wien, Electric Avenue 19 Uhr: Eröffnung der Roböxotica 2004 Eröffnende Worte Kurze Wortmeldungen der geladenen Gäste 20:30 Uhr: Musikperformance: Jörg Piringer (IFTAF) bis 22 Uhr ist die Ausstellung geöffnet ++++ Freitag, 19.11. VEKKS, Zentagasse 26, 1050 Wien ab 22 Uhr: opening party Rainer Tramin & Emerson Spitfire Krach DJ Die Rich ++++ Samstag, 20.11. Museumsquartier Wien, Electric Avenue 10 - 22 Uhr: Ausstellung 17 Uhr: Workshop Robot / Grundlagen Chris Veigl 20 Uhr: Vortrag Offene Körper, gestörte Systeme Einführung in das Filmprogramm Thomas Ballhausen, Gabriele Werner 21 Uhr: Screening Westworld (Michael Crichton 1973) ++++ Samstag, 20.11., VEKKS, Zentagasse 26, 1050 Wien ab 22 Uhr: LIVE-Abend digital gadgets / vocals Parasew feat. Shira (metrosau.com) 24 Uhr: DJ phonül ++++ Sonntag, 21.11., Museumsquartier Wien, Electric Avenue 10 - 22 Uhr: Ausstellung 18 Uhr: Workshop Murmelcomics präsentieren ihren Comic-Roboter Elffriede zeichnet 20 Uhr: Screening: Konsum und Herrschaft Robotic Angel Rintaro 2002, nach dem Comicbuch von Osamu Tezuka ++++ Montag, 22.11., Museumsquartier Wien, Electric Avenue 10 - 22 Uhr: Ausstellung 19 Uhr: Workshop mit Karen Marcelo 20:30 Uhr: Filmscreening: Die Vorgeschichte der Matrix Welt am Draht Rainer Werner Fassbinder 1973 ++++ Dienstag, 23.11., Museumsquartier Wien, Electric Avenue 10 - 22 Uhr: Ausstellung 18:30 Uhr: Workshop mit Douglas Repetto 20:30 Uhr: Impulsreferate und Gespräch Die Funktion von Fehlern in der Technikentwicklung Jutta Weber und Robert Vargason ++++ Mittwoch, 24.11., Museumsquartier Wien, Electric Avenue 10 - 22 Uhr: Ausstellung 18 Uhr: Workshop Fernwirkmaschinen - Schwarzpulver - und ein Hauch von Leben Pjotr Riedelsperger, Khaled Kenawi, Martin Reiter Frei nach Dieter Seefranz´ "Wer bastelt mit" Erarbeitung eines Basic Suicybie Anmeldung für Material erforderlich: Materialgebühr EUR 10,- Anmeldung bitte an: nurschrec at yahoo.de HörerInnen ohne Material sind zugelassen! 20 Uhr: Lesung Vaucansons Ente Geschichte eines Idioten Marcus Hammerschmitt anschließend Diskussion Die Versprechungen der Technik und das Scheitern von Sozialutopien Marcus Hammerschmitt und Christoph Spehr ++++ Donnerstag, 25.11., Museumsquartier Wien, Electric Avenue 10 - 22 Uhr: Ausstellung 18 Uhr: Workshop mit Sergej Teterin 20:30 Uhr: Filmscreening: Die Roboter drehen durch - Stellvertreterkriege Kurzeinführung mit Drehli Robnik M.A.R.K. 13 Richard Stanley, 1990 ++++ Freitag, 26.11. Museumsquartier Wien, Electric Avenue 10 - 22 Uhr: Ausstellung 18 Uhr: Workshop mit David Dempsey (FM4) 20:30 Uhr: Vorträge und Diskussion Art, Philosophy and Sciences: Productive Misunderstandings? Douglas Repetto und Wolfgang Pircher "Artists are interesting people with dull ideas, while scientists are dull people with interesting ideas." (Bruce Sterling) ++++ Freitag, 26.11., VEKKS, Zentagasse 26, 1050 Wien ab 22 Uhr: ememem nur schrec!s Multimediamassaker mit Peter Riedelsperger und Martin Reiter Cryptone - live DJ Mr. Electric ++++ Samstag, 27.11., Museumsquartier Wien, Electric Avenue 10 - 22 Uhr: Ausstellung 17 Uhr: Mr. Beam presents: "The Gallery of Horrors" ein Projekt von Fritz Kleibel robota112 musique cocktailesque 18 Uhr: Workshop Robovisioning mit Magnus Wurzer mit Reality Check von Markus Schwaiger 20 Uhr: Podiumsdiskussion Karen Marcelo im Gespräch mit Johannes Grenzfurthner 21 Uhr: Verleihung des ACRA Konzert: Christian und Michael ++++ Samstag, 27.11., VEKKS, Zentagasse 26, 1050 Wien ab 22 Uhr: Live Ronnie Rocket & Band DJ Operator Spice ============================================== 13 Zukunftswerkstatt Programm From: LM.Sender at spoe.at ============================================== Newsletter 21/2004 Wenn Sie diesen Newsletter nicht im HTML-Format sehen können, klicken Sie bitte http://www.diezuk.at/online/page.php?P=15445 Lieder, Musik und Gedichte aus Lateinamerika Zum 100. Geburtstag des Dichters Pablo Neruda Konzertabend am Donnerstag, 25. November 2004, 19 Uhr Internationaler UN-Tag gegen Gewalt an Frauen in der Zukunfts- und Kulturwerkstätte Schönlaterngasse 9, 1010 Wien mit: JORGE VILLALON Historiker und Musiker aus Chile Einleitung: CORINNA MILBORN (Chefredakteurin der Menschenrechtszeitschrift LIGA; Politikwissenschaftlerin) im Gespräch mit PETRA BAYR (Abg.z.NR; Entwicklungspolitische Sprecherin der SPÖ) Zur Person: Jorge Villalón wurde 1948 in Illapel, Chile geboren. Er studierte Geschichte und Geographie an der Universität von Santiago in Chile und widmete sich der Sammlung und Interpretation von Volksliedern und -melodien aus Lateinamerika. Villalón engagierte sich als Kulturschaffender im Rahmen der Volksbewegung insbesondere während der Regierungszeit Allendes bis 1973. Nach dem Militärputsch in Chile wurde er aufgrund seiner Unterstützung für Allende zu lebenslanger Haft verurteilt. 1976 wurde er im Rahmen einer Interventionsaktion der BRD freigelassen und ging ins Exil. An der Universität Tübingen studierte er Geschichte und Politikwissenschaften und lebt seit 1984 in Branquilla, Kolumbien. Jorge Villalón arbeitet als Universitätsdozent für Weltgeschichte und ist Sammler und Interpret von Volksliedern und Melodien. Nähere Infos unter: An- und Abmeldung des Veranstaltungsabos: Zukunfts- und Kulturwerkstätte Schönlaterngasse 9, 1010 Wien Tel.: 01/513 86 82 www.diezuk.at zuk at spoe.at Gehen Sie bitte auf die Seite www.diezuk.at/online/page.php?P=10180 In Kooperation mit ============================================== 14 Umberto Eco a Vienna From: stefano at rifundazione.at ============================================== www.rifondazione.at (siamo stati attaccati e al momento il sito non è raggiungibile) Giovedì 18.11.2004 ore 20.00, Burghtheater, Dr. Karl Lueger Ring 2 Presentazione del libro "La misteriosa fiamma della regina Loana" (Ed. Bompiani) con Claus Philipp (Der Standard) e Umberto Eco Lettura dei testi in lingua tedesca: Peter Matic www.burgtheater.at ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND KOMMENTARE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ============================================== 15 Drogen an Schulen From: florian.steininger at aks.at ============================================== Pressemeldung der Aktion kritischer SchülerInnen Bildung/Schulen/AKS/Drogen Montag, 15.11.2004 Drogen an Schulen: Kriminalisierung schlechtestes Mittel Utl.: Polizei patrouilliert mit Drogenhunden an Kärntner Schule "Die Polizei kontrolliert SchülerInnen mit Drogenhunden, LH Haider wünscht sich, dass Rucksäcke und Schränke durchsucht werden dürfen und Videokameras überwachen Schulhöfe. Mit sinnvoller Suchtprävention hat dies rein gar nichts zu tun", so Kim Kadlec, Bundesvorsitzende der AKS (Aktion kritischer SchülerInnen). Die AKS fordert mehr Mittel für die Suchtprävention und eine verstärkte Einbindung von Beratungsstellen. "An einem Kärntner Gymnasium hat der Schulgemeinschaftsausschuss beschlossen, dass die Polizei durchschnittlich einmal im Monat mit Drogenhunden die SchülerInnen kontrolliert, obwohl es an dieser Schule noch nie Probleme in diesem Bereich gab", schildert Kadlec die "absurden Auswüchse" der Haiderschen Drogenpolitik: "Anstatt dass umfangreiche Prävention betrieben wird, werden SchülerInnen von der Polizei abgeführt und kriminalisiert." Für die AKS ein unhaltbarer Zustand: "Das sind amerikanische Zustände. Als nächstes werden dann wohl private Sicherheitsdienste angestellt, die jede/n beim Eintreten in die Schule auf Drogen und Waffen durchsuchen", so Kadlec. In die gleiche Richtung gehe der unlängst in einer Aussendung geäußerte Wunsch LH Haiders, dass an Schulen bereits bei Verdacht gehandelt werden darf: "Das heißt nichts anderes, als dass LehrerInnen die Rucksäcke und Schränke von SchülerInnen durchsuchen dürfen." Für Kadlec sind dies "polizeistaatliche Methoden", da Verdacht äußerst frei interpretierbar sei. Abschließend fordert die Schülervertreterin mehr Mittel für umfassende Drogen- und Suchtprävention anstatt unnötiger Kriminalisierung: "Legale Drogen bilden oft ein viel größeres Problem als Illegale. Davon ist in Kärnten aber keine Rede." Rückfragehinweis: Kim Kadlec, 0699/11408142 ============================================== 16 Walter Baier stellt klar From: gauchinger at hotmail.com ============================================== Vier politische Anmerkungen - Von KPÖ-Bundesvorsitzenden Walter Baier 1. Der Versuch, von zehn Parteimitgliedern -- unter ihnen Bruckner, Murgg, Mikosch, Rizy, Rombach, Renner, Hafenscherer u.a. -- , den 33. Parteitag der KPÖ per Gerichtsbeschluss verbieten zu lassen, stellt eine neue Qualität in der Zerstörungswut einer Minderheit der Partei gegen die KPÖ dar. Wörtlich wird als "Beklagte und Gegnerin" ihrer Klage ausgewiesen: "Kommunistische Partei Österreichs, Drechselergasse 42, 1140-Wien" Erstmals in der Geschichte der fraktionellen Auseinandersetzung richten sich die Angriffe nun nicht mehr gegen den Bundesvorstand, die Finanzkommission oder einzelne VertreterInnen der Partei, sondern gegen die Partei als Ganzes. Dieser Angriff auf unsere Partei stellt klar, dass die, die ihn ausführen, tatsächlich die KPÖ als ihre Gegnerin begreifen. 2.Schon das Ansinnen, einen ordungsgemäß einberufenen Parteitag der KPÖ gerichtlich untersagen zu lassen, und dies womöglich mittels Polizei durchzusetzen, stellt eine Ungeheuerlichkeit dar. Doch ist der hier gestartete Angriff ein noch viel weiter gehender. Der Schlüsselsatz in dem Klagsbegehren von Murgg, Bruckner und Co. lautet: "Wie der vom derzeitigen Bundesvorstand der beklagten Partei zur Diskussion gestellte Statutenentwurf (...) zeigt, geht es am Parteitag um richtungsweisende Entscheidungen für die Zukunft der beklagten Partei. In einem solchen Fall, der nicht bloß die innere Autonomie des Vereins betrifft, hat die volle Überprüfung der Gerichte Platz zu greifen." Es ist nicht auszuschließen, dass sich die ErfinderInnen der Klage gegen die KPÖ in ihrem ideologischen Fanatismus der möglichen Konsequenzen nicht bewusst sind. Tatsächlich bedeutet dieser Satz: Erstmals in der Gechichte der Zweiten Republik soll das Recht, die Entscheidung über die "Zukunft" der KPÖ zu treffen und "richtungsweisende Beschlüsse" zu fassen, nicht Sache der "inneren Autonomie" sein. Stattdessen habe eine "volle (!!!) Überprüfung der Gerichte Platz zu greifen". Mit anderen Worten, es soll die KPÖ unter Gerichtskuratell gestellt werden. Wer schützt davor, dass eine Behörde die Logik der KlagsführerInnen zu Ende denkt und auch die Absicht, "richtungsweisende Beschlüsse" etwa gegen eine Beteiiligung österreichischer Truppen an einem Kriegseinsatz, der vollen "Überprüfung der Gerichte" unterstellen will? Sollte möglich sein, eine derartige Zumutung, vor einem österreichischen Gericht durchzusetzen, wäre das vor allem auch ein Eingriff in das bislang liberale österreichische Parteienrecht. Die Klage gegen die KPÖ ist damit der gültigste Beitrag, den Murgg und Co. in zehn Jahren Programmdebatte verfasst haben. Er steht für ihr Verständnis von Rechtsstaat, Demokratie und Parteienfreiheit. Die schwarz-blaue Bundesregierung, insbesondere der Innenminister werden sich bedanken. Insoweit nämlich Zukunft und richtungsweisende Beschlüsse nicht mehr der autonomen Bestimmung der Partei(en) unterliegen, weshalb dann nur "volle Überprüfung der Gerichte" und nicht -- "preväntiv" -- auch volle Überprüfung durch die Polizei? 3. So schauen sie also aus, die selbst ernannten Retter und Retterinnen der KPÖ vor dem "Revisionismus", die "Kommunistische Initiative zur Erneuerung der KPÖ" u.a.: Sie wollen die Partei dem bürgerlichen Staat -- konservativen Richtern --, der schwarzblauen Regierung und dem blauen Justizimisterium ausliefern. Dabei ist die Klagsschrift der Zehn gegen die KPÖ von ihrer Gesamtsanlage keine spontane Entgleisung, sondern Teil einer fraktionell abgestimmten Strategie. Sie vervollständigt den Versuch, die KPÖ putschartig zu übernehmen, durch einen Angriff auf die Integrität der Partei. Geht es nach Murgg, Bruckner und Co. sollte von der KPÖ nichts übrig bleiben. 4.Die KPÖ wird auch den juristischen Angriff abwehren. Dieser dürfte auch der Erkenntnis von Murgg, Bruckner und Co. geschuldet sein, dass die Amstettner Versammlung keine wie immer geartete stututarische oder juristische Wirksamkeit entfalten kann. Politisch bleibt aber festzuhalten, dass der Versuch, die KPÖ unter Gerichtsaufsicht zu stellen, der weitestgehende Angriff gegen die Partei seit ihrem Verbot 1933 darstellt. Dass es Menschen sind, die eine KPÖ-Mitgliedskarte besitzen, verblüfft nur auf den ersten Blick. Im Vorwort der mit Franz Muhri gemeinsam verfassten Arbeit "Stalin und wir" habe ich geschrieben: "Wo immer das stalinistische Prinzip sich im kommunistischen Diskurs merkbar macht, repräsentiert es die zerstörerischen bzw. selbstzerstörerischen Tendenzen in der Linken." Die KPÖ wird ihren Linzer Parteitag durchführen und die notwendigen Schlussfolgerungen ziehen. ============================================== 17 The Other Face of U.S. "Success" in Fallujah From: hx65 at dial.pipex.com ============================================== This story has been forwarded to you from http://ipsnews.net, the world's only global news service specialising in the issues you care about. IRAQ: The Other Face of U.S. 'Success' in Fallujah Dahr Jamail BAGHDAD, Nov 15 (IPS) - Everyone saw it coming, only the U.S. forces did not: humanitarian disaster in Fallujah, and stronger resistance against U.S. and allied occupying forces all around Iraq. The real face of the 'success' of the U.S. military assault in Fallujah is now beginning to present itself. Thousands of families remain trapped inside Fallujah with no food, clean water or medical assistance. No one can say how many of the 1,200 'rebels' U.S. forces claim to have killed inside Fallujah are civilians, or whether the death toll is higher. The Iraqi Red Crescent Society, which is supported by the Red Cross and the United Nations Children's Fund (UNICEF) has called the situation in Fallujah a "big disaster". The Iraqi Red Crescent has several teams of relief workers and doctors, and truckloads of food waiting for the authorisation from the U.S.-backed interim government and the U.S. military, but they have not been allowed in. The International Committee for the Red Cross (ICRC) has expressed grave concern for the civilians left in the city. "All those taking part in the combat have a responsibility to spare civilians and give access to the wounded," ICRC spokesman Rana Sidani said in a statement. U.S. forces have said they will now carry out 'humanitarian' tasks on their own. It could be too late, going by the people's voices that are now emerging. Muna Salim who managed to flee the city with her sister after the rest of their family was killed by U.S. bombs, said Fallujah had turned from a battlefield to a ghost town in recent days. "Most families stayed inside their houses all the time," she said after reaching Baghdad. "We were always very hungry because we didn't want to eat our food or drink all of the water. We never knew if we would be able to get more, so we tried to be careful." She could not bring herself to talk of the killings. "The Americans didn't care about us," said a young refugee who gave his name only as Ahmed. He arrived in Baghdad with most of his family three days back. "All the medical people left the city and the only people in the city are Fallujans or from Ramadi or other cities who came to try to help us." People in Fallujah had been left helpless, he said. "Anyone who left their house would either be shot by American snipers or recruited by the Mujahideen," he said. "So we stayed inside most of the time and prayed. The more the bombs exploded the more we prayed and cried." Ahmed says he did not expect to survive. "Every night we said goodbye to one another because we expected to die," he said. "You could see areas where all the houses were flattened, there was just nothing left. We could get water at times, but there was no electricity ever." U.S. forces had bombed families in their homes, he said. "Even those of us who do not fight, we are suffering so much because of the U.S. bombs and tanks. Can't they see this is turning so many people against them?" Iraqi resistance has taken control of many cities across Iraq following the U.S. siege of Fallujah. Despite U.S. military claims of being in control of Mosul in the north, al-Jazeera reported that the U.S. military, Iraqi police and National Guardsmen have disappeared from the streets and armed men wearing masks are wandering freely around. A freelance journalist in the city told al-Jazeera on telephone from the city: "The situation is very bad, there is no security, only armed resistance groups on the streets, and it seems there is no government in Mosul." The U.S. military says it has taken back control of Mosul police stations and other areas. Iraqi rebels are now also in control of large areas of Ramadi, Samarra, Haditha, Baquba, Hiyt, Qaim, Latifiyah,Taji and Khaldiyah. Fighting has been reported also in the Shia holy city Kerbala. The uprising has spread across the capital as well. The districts al-Dora, al-Amiriyah, Abu Ghraib, al-Adhamiya and Khan Dhari are now largely controlled by resistance fighters. U.S. military vehicles have been damaged and destroyed near the city Hiyt. Fighting has spread to the normally peaceful town Hilla, just south of Baghdad. "The security situation there has gone from bad to worse," Ali Abdulla, a 35-year-old carpenter from Hilla said. "You can hear the fighting all around the city now, and the resistance is fighting against the Polish very fiercely." Abdulla said this was the first time there had been fighting between Polish troops and resistance fighters. . (END/2004) ================================================ C) TERMINE ================================================ ======================== Dienstag http://www.mund.at/butt/Termine/November/1611.htm Mittwoch http://www.mund.at/butt/Termine/November/1711.htm Donnerstag http://www.mund.at/butt/Termine/November/1811.htm ======================== ================================================ D) EDITORIAL ================================================ Für den Inhalt verantwortlich: Ihr. E-Mail-Adresse für Beiträge: widerstand at no-racism.net geschickt. widerst at nd MUND und alle Termine täglich aktualisiert im Web: http://www.no-racism.net/MUND Ziel von MUND (medienunabhängiger Nachrichtendienst) ist die unzensurierte und möglichst rasche Information über gesellschafts- politisch relevante Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu Widerstand und Antirassismus sowie verwandte Themen. sollen einen Titel, Namen und Emailadresse der/des AutorIn enthalten und möglichst kurz und prägnant gehalten sein, ev. mit Hinweis, wo weitere Informationen eingeholt werden können. Bitte keine Attachments! Die inhaltliche und sachliche Verantwortung liegt bei der/dem jeweiligen AutorIn bzw. jenen, die uns die Beiträge schicken. Der MUND wird von einzelnen TagesredakteurInnen zusammengestellt. Da Fehler nicht ausgeschlossen sind, bitten wir, nicht veröffentlichte Beiträge nochmals an widerstand at no-racism.net zu senden. Die Weiterleitung (auch auszugsweise) ist erwünscht. Beiträge mit rassistischen oder sexistischen Inhalten werden nicht veröffentlicht. Sehr persönliche Meldungen werden wir an den betreffenden Adressaten weiterleiten, aber nicht im MUND veröffentlichen. Die bisherigen Ausgaben sind unter http://www.no-racism.net/MUND archiviert. Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage: * Wann: Sonntag, 11.11.2001, 11:11 Uhr * * Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" * * Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf * * Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie. Aber kurz und prägnant.* Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch stillschweigend Zensur zu üben. Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die Nichtaufnahme geliefert. (Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.) Die AbsenderInnen der betroffenen Beiträge werden hiervon informiert. Im Sinne einer "gläsernen Zensur" könnt ihr Euch die Beiträge gerne extra schicken lassen: Ein kurzes Mail an widerstand at no-racism.net genügt. ================================================ E) VERTEILERLISTE ================================================ Zur Eintragung in diesen Verteiler bitte direkt subskribieren unter http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/analle oder von der einzutragenden Adresse aus ein mail schicken an: admin at no-racism.net mit folgendem Text: subscribe no-racism Bitte wegen Automatisierung diesen Wortlaut verwenden! Zur Austragung aus dieser Liste bitte an zusammengestellt. Bitte keine Attachments! (werden nicht angenommen) alles aufgenommen Redaktionsschluss für diese Ausgabe: Mo 22:00 III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III ü, ö, ä, ß, Ü, Ö, Ä III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III widerst at nd-MUND is powered by http://alt.strg.at/ ================================================ From analle at no-racism.net Wed Nov 17 07:25:59 2004 From: analle at no-racism.net (analle at no-racism.net) Date: Wed, 17 Nov 2004 07:25:59 +0100 Subject: widerst@nd! - MUND: Mittwoch, 17.11.2004 Message-ID: widerst at nd MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst www.no-racism.net/mund Mittwoch, 17. November 2004 ================================================ A) INHALT ================================================ ================================================ 01 Einstellung der Vorbereitung des 33.ao.Mitgliederparteitags Von: kpoe.ottakring at gmx.at ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 03 Que(e)r-Beisl am 17. November / "Durch Reinheit zur Einheit!" Von: Rosa Antifa Wien ================================================ 04 EINLADUNG proSV - Plattform-Treffen - 24. November 2004 17.30 Uhr, GPA, 1010 Wien, Eingang Börsegasse (vis a vis von der Börse), 3. Stock, Sitzugssaal Von: Wilfried Leisch ================================================ 07 Veranstaltungsreihe: Diebstahl öffentlicher Güter Von: Friedenswerkstatt Linz ================================================ 08 BSA-Diskussion: Frauen und Islam Von: Initiative muslimischer ÖsterreicherInnen ================================================ 09 Bitte um Informationsmaterial Von: Hermann Klosius ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< PRAKTIKUMSSTELLE FREI? ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 10 Bewerbung für eine Praktikumsstelle Von: judith brandstätter ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND MEINUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 11 Amina Baghajati zu Jugendlichen mit islamischemHintergrund Von: Initiative muslimischer ÖsterreicherInnen ================================================ 12 Keine Neutralitaetsentsorgung - Stellungnahme GA Wien Von: akin ================================================ 13 WWWebtips: Hainburg - Die Mutter aller Besetzungen Von: akin ================================================ 14 Forwarded from Electronic Iraq Von: Electronic Iraq [http://electronicIraq.net] ================================================ 15 Maori owned foreshore and seabed will be STOLEN! Von: ECOTERRA Intl. ================================================ 16 Aubonne Von: gipfelsoli-l at lists.nadir.org ================================================ 17 Türkei: Warnung vor Einsatz deutscher Panzer gegen Nordirak Von: Gesellschaft für bedrohte Völker ================================================ 18 Glosse: Wir Eigenverantworteten Von: akin ================================================ ================================================ B) TEXTE ================================================ ================================================ 01 Einstellung der Vorbereitung des 33.ao.Mitgliederparteitags Von: kpoe.ottakring at gmx.at ================================================ Kommunistische Partei Österreichs (KPÖ) Bezirksorganisation Ottakring Familienplatz 6 1160 Wien Tel. und Fax.: 0043/1/699 106 33 211 email: kpoe.ottakring at gmx.at Mittwoch, 16. November 2004 Presseinformation der KPÖ Ottakring In den letzten Wochen wurden von verschiedenen Personen innerhalb der KPÖ wertvolle Initiativen gesetzt, um eine Einberufung eines Mitgliederparteitages zu erreichen, wie dies vom letzten Parteitag beschlossen worden ist. Die BO Ottakring unterstützt diese Bemühungen, indem sie alle Vorbereitungen für ihren statutenkonform einberufenen 33.ao. Mitgliederparteitag einstellt. Diesen Schritt setzen wir zu aller erst aus Verantwortungsbewusstsein gegenüber der Gesamtpartei, um in einer dramatischen Situation den Spaltungsabsichten des restlichen Bundesvorstandes um W. Baier und M. Graber entgegenzuwirken. Wir unterstützen vollinhaltlich den Schritt jener GenossInnen, die eine Klage zur Abhaltung eines Mitgliederparteitag eingebracht haben. Gleichzeitig fordern wir W. Baier und M. Graber auf, ihren Delegiertenparteitag ebenfalls abzusetzen und in den ersten Wochen des nächsten Jahres einen Mitgliederparteitag einzuberufen. Begründung: 1.Eine Reihe von Initiativen innerhalb der KPÖ (z.B. ein Offener Brief von Gen. Stadtrat Ernest Kaltenegger, ein gemeinsamer Brief und Appell der vier zurückgetretenen Bundesvorstandsmitglieder, Beschlüsse von Landes- und Bezirksorganisationen, Unterschriftensammlungen etc.) haben sich eindeutig für die Einberufung eines Mitglieder- statt eines Delegiertenparteitages ausgesprochen, so wie es der letzte Parteitag mit überwältigender Mehrheit beschlossen hat. 2.Von zehn GenossInnen wurde eine Klage auf Einberufung eines Mitgliederparteitages eingereicht; diesen Schritt erachten wir in der jetzigen Situation einer völligen Entrechtung der Parteibasis und eines glatten Bruches des Willens des letzten Parteitages für gerechtfertigt. M. Graber und W. Baier haben es in ihrer Hand, durch Absage des Delegiertenparteitags und Einberufung eines Mitgliederparteitages in den ersten Wochen des nächsten Jahres diese spektakuläre Maßnahme gegenstandslos zu machen, die Spaltung der Partei nicht mehr weiter voranzutreiben, und so die Möglichkeit zu schaffen, durch gemeinsame politische Aktionen in der Öffentlichkeit die innerparteilichen Auseinandersetzungen zu überwinden. 3. In der Vorbereitung des 33.ao.Parteitages wurden immer wieder GenossInnen durch (Ausschluss-)Drohungen unter Druck gesetzt; es besteht darüber hinaus der begründete Verdacht, dass einzelne in die Vorbereitung des 33.ao.Parteitages involvierte GenossInnen durch Klagen existenziell gefährdet werden sollen. Der Kampf um die Kommunistische Partei Österreichs ist damit nicht zu Ende. Der um die KPÖ hat gerade erst begonnen. Rückfragehinweis: 0043/1/699 106 33 211 KPÖ-Ottakring Familienplatz 6 1160 Wien Tel. und Fax.: 0043/1/699 106 33 211 email: kpoe.ottakring at gmx.at Anhang: Beschluss der KPÖ-Ottakring im Wortlaut: http://www.kominform.at/article.php?story=20041115212511214 Klage von Mitgliedern der KPÖ: http://www.kominform.at/article.php?story=20041112084824453 Offener Brief der zurückgetretenen Bundesvorstandsmitglieder: http://www.kominform.at/article.php?story=2004111009472373 ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 03 Que(e)r-Beisl am 17. November / "Durch Reinheit zur Einheit!" Von: Rosa Antifa Wien ================================================ Mittwoch 17. November: "Durch Reinheit zur Einheit!" Zum Juden-, Intellektuellen- und Frauenhass der Burschenschaften Anlaesslich des "Konrad Lorenz Kommerses" am 20. November sollen einmal mehr die deutschnationalen Maennerbuende unter die Lupe genommen werden. An ihnen und der Literatur der Maennerbund-Ideologen wie z.B. Hans Blueher soll gezeigt werden, wie berechtigt Adornos und Horkheimers Annahme ist, dass die "Erklaerung" des Frauenhasses zugleich "die des Judenhasses" sei. Dass Burschenschafter auf einem Symposium vorm "Kommers" mit der "Frankfurter Schule" als die "9. Todsuende" abrechnen wollen, ueberrascht da nicht: Ihr Hass richtet sich auch gegen die alles "zersetzende" Kritische Theorie, nicht nur weil ihre Vertreter mehrheitlich juedisch und links waren, sondern auch und vor allem weil sie bei aller negativen Dialektik dem Programm der Aufklaerung verpflichtet bleibt. Es ist die kritische Vernunft, die wie "das Weib" und "der Jude" die voelkisch-maennliche Einheit mit Zersetzung bedroht. Vortrag und Diskussion ueber akademische Maennerbuende als Hort des Antisemitismus, Frauenhasses und der deutschen Gegen-Aufklaerung. Ort: Que(e)r-Beisl im EKH. Wielandgasse 2-4, 1100 Wien (U1 Keplerplatz) Zeit: 20 Uhr, Beislbetrieb von 18:30-24 Uhr Naechste Woche: Weg mit der Ehe! Oder Ehe als Weg? Vollstaendiges Monatsprogramm auf http://www.raw.at im Bereich Que(e)r -- ############ RAW ############# Rosa Antifa Wien c/o Rosa Lila Tip Linke Wienzeile 102 A-1060 Wien AUSTRIA ------------------------- E-Mail: raw at raw.at Web: http://www.raw.at Board: http://www.n3tw0rk.org ------------------------- PGP-Key available here: http://www.raw.at/sub/kontakt/raw.asc ############ RAW ############# ================================================ 04 EINLADUNG proSV - Plattform-Treffen - 24. November 2004 17.30 Uhr, GPA, 1010 Wien, Eingang Börsegasse (vis a vis von der Börse), 3. Stock, Sitzugssaal Von: Wilfried Leisch ================================================ pro SV Keine Zerschlagung der Sozialversicherung NEU: Homepage!! http://prosv.akis.at oder http://www.prosv.akis.at EINLADUNG FÜR WIEN zum Plattform-Treffen am 24. November 2004 Zeit: 17.30 Uhr Ort: Gewerkschaft der Privatangestellten (GPA), 1010 Wien, Eingang Börsegasse (vis a vis von der Börse), 3. Stock, Sitzugssaal Inhalt/TO: 1) Neue Belastungen für die Versicherten im namen der Gesundheitssicherung 2) Die Situation für KV, PV, AUVA - keine Ausgliederungen? 3) Weiterhin Bundesgesundheitsagentur und Landesplattformen zur Umverteilung der Sozialversicherungsmittel zu den privaten Gesundheitsanbietern geplant 4) Weitere Aktivitäten 5) Anbei die heutige Presseaussendung der Plattform proSV Um Anmeldung wird gebeten: proSV at akis.at Tel.: 0650 830 7 830 PRESSEAUSSENDUNG der Plattform ProSV - Keine Zerschlagung der Sozialversicherung - 15. November 2004 OFFEN GESAGT - ein Skandal, war die gestrige ORF-Debatte zur "Gesundheitsreform". Unter dem Motto "Gesundheit muss uns etwas wert sein, Gesundheit hat seinen Preis", soll die Umleitung der Gelder der Sozialversicherten über eine Bundesgesundheitsagentur sowie über 9 Landesplattformen zu den privaten Gesundheitsanbietern erfolgen. Das war gestern klar und deutlich an den Aussagen von Gesundheitsministerin Rauch-Kallat und der Mitdiskutanten zu erkennen. Erstens holt man sich mit den neuen Maßnahmen erst recht wieder das Geld bei den Wenigverdienern, zweitens soll das Thema, wo das Geld für das Gesundheitssystem wirklich zu holen ist, weiter im Dunkeln bleiben. Es wird durch das jahrelange Aushungern der Kassen (Ansteigen der Arbeitslosigkeit, damit weniger Beitragseinnahmen; Weigerung, die Beitragsgrundlage der Krankenversicherung auf eine Wertschöpfungsbasis zu stellen; Entzug von 1,2 Milliarden Kassen-Geldern für die "Null-Defizit-Politik" der Regierung seit 2001, Nicht-Eintreibung der 897 Millionen-Euro Unternehmerschulden an die Kassen usw.) der Finanzierungsnotstand an die Wand gemalt und damit gleichzeitig die privaten Gesundheitsanbieter ins Spiel gebracht. Dafür werden verschiedene "Gesundheitsökonomen" - wie auch in der ORF-Sendung wieder - aufgeboten, die dann von einer notwendigen Schließung von Spitälern sprechen. Gleichzeitig boommen aber private Kliniken, weil die Reichen immer mehr Geld zur Verfügung haben. Auch die teure Medizintechnikpolitik oder die Politik des Hätschelns der Pharmaindustrie (so wurde die Rezeptgebühr auf Generika wieder nicht gesenkt) wird nicht beendet. Dafür aber wird der Zuschuss z.B. für Sehbehelfe beendet, was wiederum Einkommensschwache trifft. OFFEN GESAGT - wenn man die Debatte mit angesehen hat, dann bekommt man auch anläßlich des zwischen allen Parteien ausverhandelten Finanzausgleichs den Eindruck, dass die Sozialversicherungseinrichtungen, unser Gesundheitssystem, die im Gesundheitsbereich Beschäftigten und vor allem die Versicherten/Patienten von a l l e n im Regen stehen gelassen werden. Auch in der neuen geplanten Gesundheitsstruktur, sollen die Versicherten über ihre Sozialversicheurngsbeiträge zwar zahlen, aber besonders im Spitalsbereich keinen Einfluss auf die Verwendung der MIttel haben. Wo bleiben da SPÖ, Grüne und ÖGB. Wenn jetzt ÖGB-Präsident Verzetnitsch für die Finanzierung des Gesundheitssystems die Verbreiterung der Beitragsgrundlage in Richtung Wertschöpfung verlangt, ist das gut, aber zu wenig, um die unsoziale Gesundheitspolitik, die jetzt auf die Schiene gestellt wird, zu verhindern. Schluss mit der vornehmen Zurückhaltung: In der ÖGB-Urabstimmung 2001 haben die Mitglieder mit überwältigender Mehrheit Kampfmaßnahmen befürwortet für den Fall, dass die Sozialversicherung weiter ausgehöhlt bzw. zerschalgen wird. Die "Gesundheitsreform" der Regierung ist dieser Anlassfall! plattform proSV keine Zerschlagung der Sozialversicherung proSV at akis.at 0650 830 7 830 http://www.prosv.akis.at Wer keine Zusendungen mehr erhalten will, gibt uns dies bitte unter proSV at akis.at bekannt. Wir ersuchen, Mehrfachzusendungen zu entschuldigen. P.S. Zur Info eine weitere Aussendung: "Schlag ins Gesicht für chronisch Kranke" Die letzte ASVG-Novelle zwingt die Pharma-Firmen, Großpackungen aufzulassen. Wien (pts, 11. Nov 2004 10:28) - Das wird noch bei vielen Patienten für Wut und Empörung sorgen. In der letzten ASVG-Novelle hat die Regierung beschlossen, Großpackungen aus dem sogenannten Erstattungskodex, der Liste der von den Krankenkassen bezahlten Medikamente, zu streichen. Im Gesetzestext heißt es dazu wörtlich: ASVG § 351c (4): "Bei Arzneispezialitäten, die vornehmlich der Behandlung von Akutkrankheiten dienen, ist nur jene Packungsgröße (in den Erstattungskodex, Anm.) aufzunehmen, deren Inhalt für die Behandlung des Regelfalles ausreicht. Bei Arzneispezialitäten, die der Behandlung von chronischen Krankheiten dienen, ist eine Packungsgröße zur Anbehandlung oder Erprobung (Kleinpackung) und eine zweite Packungsgröße für die medikamentöse Versorgung für die Dauer eines Monates aufzunehmen." Im Klartext bedeutet das: Packungsgrößen, die über einen Monatsbedarf hinausgehen, sind nicht mehr im Erstattungskodex und werden somit auch nicht mehr von den Krankenkassen bezahlt. "Für chronisch Kranke ist das ein Schlag ins Gesicht", ist Hubert Dreßler, Präsident des Branchenverbands Pharmig, empört. "Wenn Großpackungen nicht mehr von der Kasse bezahlt werden, bleibt den Pharma-Firmen gar nichts anders übrig, als die Großpackungen aufzulassen." Tatsächlich werden chronisch kranke Patienten wie beispielsweise Herzinfarkt-, Schlaganfall- oder Krebspatienten für ihre Medikamente künftig ungleich tiefer in die Tasche greifen müssen als bisher: Bei einer Drei-Monats-Therapie werden sie statt bisher 4,35 Euro künftig eine Rezeptgebühr von 13,05 Euro entrichten müssen. Bei einer Behandlung, die ein ganzes Jahr lang dauert, sind künftig 52,20 Euro fällig statt bisher 17,40 Euro. Huber Dreßler: "Einmal mehr wird Gesundheitspolitik auf dem Rücken der Ärmsten gemacht, das dürfen wir nicht zulassen. Ich appelliere an die verantwortlichen Politiker, die Konsequenzen ihres Handelns zu überdenken und dieses Gesetz im Zuge der nächsten ASVG-Novelle umgehend zu ändern." (Ende) Aussender: Pharmig Ansprechpartner: Mag. Sabine Völz, email: sabine.voelz at pharmig.at, Tel. 00 43 (1) 523 29 56/20 ================================================ 07 Veranstaltungsreihe: Diebstahl öffentlicher Güter Von: Friedenswerkstatt Linz ================================================ Werkstatt Frieden & Solidarität (vormals Friedenswerkstatt Linz) Waltherstraße 15, 4020 Linz Tel. 0732/771094, Fax 0732/797391 e-mail: friwe at servus.at www.friwe.at Sehr geehrte Damen und Herren, wir dürfen auf folgende Veranstaltungsreihe hinweisen und ersuchen um Ankündigung bzw. Berichterstattung: Veranstaltungsreihe der Werkstatt Frieden & Solidarität im November 2004 Diebstahl öffentlicher Güter? Liberalisierung und Privatisierung durch EU-Verfassung und EU-Richtlinien Vortrag und Diskussion mit Annette Groth, Stuttgart, ATTAC Deutschland Steyr, Mo, 22.11.2004, 19.30 Uhr, Arbeiterkammer (Kl. Saal), Redtenbachergasse 1a gemeinsam mit Attac OÖ, Grüne Bildungswerkstatt OÖ, Die Grünen Steyr, ÖGB Steyr Linz, Di, 23.11.2004, 19.30 Uhr, Universität; HS 6, Keplergebäude gemeinsam mit Attac OÖ, Grüne Bildungswerkstatt OÖ, Grün-Alternative StudentInnen Graz, Mi, 24.11.2004, 19.30 Uhr, Universität-Graz, HS B (150m v. Haupteingang links) gemeinsam mit Steirische Friedensplattform, Attac Steiermark, Grüne Akademie, KSC, ÖH Freistadt, Do, 25.11.2004, 19.30 Uhr, Pfarrsaal, Dechantplatz 1 gemeinsam mit AK-Freistadt, ÖGB-Freistadt, Pfarre Freistadt, Eine Welt Gruppe, Katholisches Bildungswerk, Attac OÖ, Grüne Bildungswerkstatt OÖ Seit Anfang der 90er Jahre schwappt eine mächtige Privatisierungswelle über die Welt. Betroffen sind viele mit Steuergeldern finanzierte öffentliche Einrichtungen in den Sektoren Gesundheit, Telekommunikation, Energie- und Wasserversorgung sowie der öffentliche Nahverkehr, um nur einige zu nennen. Kommunales Eigentum wird in private Hände transferiert, wobei dieser Privatisierungsprozess von Weltbank, Internationalem Währungsfonds und Europäischer Union angeschoben wird. Da mit der Unterzeichnung der EU-Verfassung die neoliberale Wirtschaftspolitik Verfassungsrang erhält, steht zu befürchten, dass die Privatisierung öffentlicher Güter und Dienstleistungen institutionalisiert und weiter forciert werden soll. Aus dem "Weißbuch über die Dienstleistungen von allgemeinem Interesse" geht hervor, dass eine "Rahmenrichtlinie für die Dienstleistungen" - bekannt unter der Bezeichnung Bolkeistein Richtlinie - bis nach Inkrafttreten der neuen europäischen Verfassung zurückgestellt werden soll. Die Bolkestein Richtlinie ist der bisher radikalste und umfassendste Angriff auf die Sozialsysteme der EU-Staaten. Ihren Deregulierungszweck verfolgt die Richtlinie mit einem Mix aus schrittweiser Beseitigung staatlicher Auflagen sowie dem systematischen Unterlaufen nationalen Rechts durch das sog. "Herkunftslandprinzip". Danach unterliegen Dienstleistungsunternehmen in der EU nur noch den Anforderungen ihres Herkunftslandes. Höhere Umwelt- und Sozialstandards anderer EU-Mitgliedsstaaten sollen negiert werden. Wenn dieser Entwurf Gesetz werden sollte, würden auf einen Schlag Dreiviertel der gesamten EU-Wirtschaft liberalisiert und beträfe sämtliche freien Berufe wie Wirtschaftsprüfer, Architekten oder Rechtsanwälte, öffentlichen Dienst, Gesundheitswesen und die freien Träger der Wohlfahrtspflege. Bolkestein-Richtlinie und die Ratifizierung der EU-Verfassung müssen verhindert werden! Rückfragehinweis: Boris Lechthaler, 0732-771094 ================================================ 08 BSA-Diskussion: Frauen und Islam Von: Initiative muslimischer ÖsterreicherInnen ================================================ Ankündigungstext für BSA-Diskussion Sehr geehrte Damen und Herren, liebe FreundInnen! Im Folgenden der Ankündigungstext für unsere Diskussion, die DiskutantInnen sind in alphabetischer Reihenfolge erwähnt: 2. Dezember 2004 19.00; BSA Generalsekretariat Frauen und Islam Themen- und Fragestellungen jenseits des Kopftuchstreits Welche Rolle(n) spielen Frauen im Islam? Wie sind der Islam und die Emanzipation der Frauen vereinbar? Was bewirkt Migration in diesem Kontext? Welchen Klischees und Vorurteilen sind islamische Frauen in Österreich ausgesetzt? Diese und weitere Themen diskutieren: Omar Al-Rawi (Landtagsabgeordneter der SPÖ Wien); Carla-Amina Baghajati (Medienreferentin der Islamische Glaubensgemeinschaft), Jaleh Lackner-Gohari (Frauen ohne Grenzen) und Paula Wehsely (Frauen- und Integrationsstadträtin der Stadt Wien - angefragt) Auf Ihr/Euer Kommen freuen sich Julia Lemonia Raptis (Internationale Arbeitsgruppe des BSA) und Ali Taghian (Verein Eingebürgerte für die Demokratie) und deren Teams. Allfällige Änderungen bitte so rasch als möglich an Fr. Daniela Stepp stepp at bsa.at bekannt geben. Vielen Dank & mit lieben Grüßen Julia Lemonia Raptis Wurzingergasse 9/5 A-1180 Vienna Tel.: +43.699.10 29 83 57 ================================================ 09 Bitte um Informationsmaterial Von: Hermann Klosius ================================================ From: karl.leyrer at schule.at To: Sent: Monday, November 15, 2004 5:22 PM Subject: Bitte um Informationsmaterial Karl LEYRER karl.leyrer at schule.at Tel 03112 2285 Gemeinsam mit Margit Pieber und Otmar Höll organisiere ich das Seminar "Eine andere Welt ist möglich - eine andere Welt ist nötig" im Rahmen des Universitätslehrgangs Politische Bildung in der Zeit vom 28.11. bis 3.12.2004 in Inns- bruck - Igls. Bei dieser Gelegenheit wollen wir die große Zahl von zivilgesellschaftlichen Gruppierungen den TeilnehmerInnen vor- stellen, wie sie etwa im Sozialforum oder in der Armutskonferenz ( um nur zwei Beispiele zu nennen ) vertreten sind. Uns geht es darum, den teilnehmenden politisch Bildenden einerseits ein wenig Hoffnung zu vermitteln durch diese bunte Vielfalt von Organisationen, Kleingruppen und persönlichen Initiativen, die ihre verschiedensten Aktivitäten entwickeln. Gleichermaßen geht es uns darum, dass die TeilnehmerInnen diese Vielfalt an ihre Klientel weitervermitteln, damit wenigstens dieses entmutigende Vorurteil : "Als einzelne Person kann ich denn doch nichts bewirken" aufgeweicht werden kann. Daher bitten wir Sie, uns für einen möglichst umfangreichen Informationstisch Unterlagen über Ihre Arbeitsfelder und womöglich verwandter Initiativen (denn hinter manchen Adressen stehen ja ganze Arbeitsgemeinschaften, deren detaillierte Anschriften uns unbekannt sein mögen) zur Verfügung zu stellen. Die Seminaradresse ist : Seminar Internationale Politik z.H. Mag.Karl Leyrer Tiroler Bildungsinstitut Grillhof Grillhofweg 100 6080 Igls - Vill Mit herzlichem Dank für Ihre Mühe und freundlichen Grüßen Karl Leyrer ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< PRAKTIKUMSSTELLE FREI? ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 10 Bewerbung für eine Praktikumsstelle Von: judith brandstätter ================================================ Betreff: Praktikum Sehr geehrte Damen und Herren, ich bin Seminarleiterin und arbeite derzeit mit arbeitsuchenden Frauen. Mit diesem Mail möchte ich Ihnen eine meiner KursteilnehmerInnen ans Herz legen. Frau Bhiyan Barwary ist seit 2000 in Östereich und ihr großes Wunsch ist es mit Kindern zu arbeiten. Sie hat eine - durch Heirat - leider nicht abgeschlossene Ausbildung zur Volksschullehrerin. Durch ihre Sprachkenntnisse - perfekt Arabisch, perfekt Kurdisch, Englischkenntnisse und gute Deutschkenntnisse, Türkisch kann sie verstehen - könnte sie doch möglicherweise Kindern mit diesen Muttersprachen eine große Hilfe sein. Sollte es bei Ihnen die Möglichkeit für Schnuppertage oder ein Praktikum geben wäre das eine sehr gute Möglichkeit für sie den ersten Schritt in eine mögliche berufliche Zukunft. Beides wäre für Sie natürlich vollig kostenlos und ist Frau Bhiyan auch über uns versichert. Für weitere Fragen stehe ich und Frau Barwary jederzeit gerne zur Verfügung. Judith Brandstätter Seminarleitung Produktmanagement STV ibis acam GmbH Salzburg Vogelweiderstraße 34 5020 Salzburg Tel.: 0662 / 87 61 39 - 17 Fax: 0662 / 87 61 39 - 4 mailto: judith.brandstaetter at ibisacam.at www.ibisacam.at "Menschen Zukunft vermitteln" Mit "ibis acam" innovative Lernwelten entdecken ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND MEINUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 11 Amina Baghajati zu Jugendlichen mit islamischemHintergrund Von: Initiative muslimischer ÖsterreicherInnen ================================================ "Wichtig ist die freie Entscheidung" Carla Amina Baghajati von der Islamischen Glaubensgemeinschaft über die Probleme Jugendlicher, frühe Ehen und das Glück, in zwei Kulturen aufzuwachsen - Ein Interview Link: http://derstandard.at/?id=1851446 Islamische Glaubengemeinschaft www.derislam.at ================================================ 12 Keine Neutralitaetsentsorgung - Stellungnahme GA Wien Von: akin ================================================ Olivgruen/Debatte: > Keine Neutralitaetsentsorgung Stellungnahme von Monika Vana, Wiener Gruene und Mitglied des Erweiterten Bundesvorstandes. Im Zusammenhang mit den Berichten ueber den Beschluss der Bundesgruenen zur Europaeischen Sicherheitspolitik lege ich wert auf die Feststellung, dass es die Wiener Gruenen waren, die die Neutralitaet in der Sitzung des EBV vehement verteidigt haben und die Verpflichtung zur aktiven Neutralitaetspolitik sowie die Bedeutung der Neutralitaet in einem Europaeischen Sicherheitssystem als Antraege eingebracht haben (siehe Stellungnahme im Anhang). Die Wiener Gruenen stehen weiterhin gemaess dem Grundsatzprogramm der Gruenen fuer die Aufrechterhaltung der Neutralitaet, zum JA zur Neutralitaet bei einer Volksabstimmung und zur Entwicklung einer aktiven Neutralitaets- und Friedenspolitik, die ueber die "Kernneutralitaet" laut Verfassungsrecht hinausgeht. Diese Positionen wurden auf meinen Antrag hin einstimmig in den Beschluss des EBV aufgenommen. Peter Pilz hat keinerlei Legitimation, die "Abschaffung der Neutralitaet" durch die Gruenen zu verkuenden. Nachstehend die schriftlich und muendlich eingebrachte Stellungnahme zur Neutralitaet auf der Sitzung des EBV: "Die Wiener Gruenen werden keiner Position zustimmen, die die Neutralitaet entsorgt, in Frage stellt oder aushoehlt. Die oesterreichische Neutralitaet bzw. aktive Neutralitaetspolitik wird auch in einem Europaeischen Sicherheitssystem nicht obsolet sein. Es bedarf in einer Gruenen Positionierung einer klaren Aussage dazu, dass die Gruenen die Oesterreichische Neutralitaet auch nach Etablierung eines Europaeischen Sicherheitssystems aufrecht erhalten wollen und aktive Neutralitaetspolitik zu entwickeln ist." (Stellungnahme von M Vana im Namen der Wiener Gruenen Delegierten auf der Sitzung des EBV am 29. 10. 2004) ### ================================================ 13 WWWebtips: Hainburg - Die Mutter aller Besetzungen Von: akin ================================================ WWWebtips: > Die Mutter aller Besetzungen http://www.hainburg20.at/ "8.12.1984 -- Sternwanderung des ZKonrad-Lorenz-VolksbegehrensZ, der Oesterreichischer Hochschuelerschaft und anderen Au-Initiativen mit ca. 5.000 TeilnehmerInnen auf die ZBruecklwieseZ bei Stopfenreuth. Freda Meissner-Blau, Guenther Nenning, Joerg Mauthe und Bernd Loetsch treten neben anderen als Sprecher auf. Aufruf zum Zgewaltfreien WiderstandZ gegen das Kraftwerk." So ist es zu lesen auf der offizioesen Site mit dem Titel "20 Jahre Hainburg - Courage lohnt sich..." Da wird gross gefeiert, die Haudegen von damals werden zitiert, der grossartige Geist von Hainburg angerufen und die braven Oekos von Global 2000, OeGUT und WWF promotet. Das Ganze gesponsert vom "Lebensministerium". Die Terroristen und Staatsfeinde sind zu Oeko-Nationalhelden mutiert. http://www.nhm-wien.ac.at/D/sonderausstellung.html Unterstuetzt wird das ganze Brimborium mit der Ausstellung "Donauauen - Wildnis am Strom" des Naturhistorischen Museums (30.10.-28.2). Und auf deren Webseite werden grossartig die Naturschoenheiten gefeiert. Brumm, brumm, brumm, Kaefer flieg herum. http://www.aeiou.at/aeiou.film.o/o402a Im Oesterreich-Lexikon gibts ausserdem ein nettes Kurzfilmchen aus den alten Zeiten, wo staatstragende Demonstranten mit verhetzten Polizisten raufen. Oder so aehnlich. http://www.oekonews.at/index.php?mdoc_id=1006098 "Als vor zwanzig Jahren die rot-blaue Regierung ein Grosswasserkraftwerksprojekt in den unberuehrten Donau-Auen beschlossen hatte, gab es erstmals seit Zwentendorf (AKW) wieder Massen-Proteste, die blutige Auseinandersetzungen zur Folge hatten. Das Kraftwerk wurde nicht gebaut, die Donau-Auen als Naturschutz- und Nationalpark-Gebiet deklariert. Seither schreiben sich viele Oekos diesen Erfolg zu. Aber es ist auffallend, dass diese Helden von damals heute zur geplanten Lobau-Autobahn schweigen, die eben diesen Nationalpark brutal durchbrechen soll..." Und weiter im Text auf der Oekonews-Site: "Es gibt in der Oekoenergie-Szene etliche, die behaupten, dass Hainburg nur verhindert wurde, weil die fossile Lobby mitgeholfen hat, dieses Kraftwerk zu verhindern. Paranoia oder nicht - wer weiss das schon? Aber auffallend ist, dass offenbar die Wasserkraft mehr Aufsehen erregt als eine Autobahn?" Naja, was soll man machen? So ist das halt in einer Demokratie: Miesmacher gibt es immer! Allerdings hier doch recht viele. Ein anderes Beispiel: http://www.20-jahre-hainburg.at/ "Alten und neuen Begehrlichkeiten entgegenzutreten, neben dem Nationalpark fuer eine adaequate Gestaltung der Donau selbst zu sorgen und eine zukunftsfaehige Energiepolitik durchzusetzen ist mehr denn je Gebot der Stunde - wenig Spielraum fuer einen geruhsamen Blick auf eine abgeschlossene Vergangenheit." heisst es auf der gerade im Entstehen befindlichen Site mit dem proklamatischen Titel "20 Jahre Hainburg -- Ein Blick in die Zukunft statt Nostalgie" Es wird spannend, wie sich die Feierlichkeiten gestalten werden. -br- ================================================ 14 Forwarded from Electronic Iraq Von: Electronic Iraq [http://electronicIraq.net] ================================================ MUND, I thought you would be interested in the following link: http://electroniciraq.net/news/1716.shtml Iraq liberated Electronic Iraq [http://electronicIraq.net] is a news portal on the US-Iraq crisis published by veteran antiwar campaigners Voices in the Wilderness [http://www.vitw.org] and respected Middle East supplementary news publishers, the Electronic Intifada [http://electronicIntifada.net]. ================================================ 15 Maori owned foreshore and seabed will be STOLEN! Von: ECOTERRA Intl. ================================================ Maori owned foreshore and seabed will be STOLEN! The Governance of New Zealand is planning to ram the foreshore and seabed law through Parliament this week to shut down the most controversial issue of its five years in office. 1 million acres of Maori owned foreshore and seabed will be confiscated (STOLEN!) by the white settler Govt well before Christmas. Not any owned by pakeha (whites) or anyone else. Just that in Maori hands alone. Racist, thieving white governance, with a few well paid token brown lap-dog house-PET, sell-outs as the colonisers gate-keepers. ------------------------ T O P S Foreshore law within days 15 November 2004 By VERNON SMALL THE DOMINION POST The Government is planning to ram the foreshore and seabed law through Parliament this week to shut down the most controversial issue of its five years in office. Deputy Prime Minister Michael Cullen confirmed yesterday that that was the Government's plan, barring unforeseen hitches. But he refused to discuss planned changes till after Cabinet and caucus had signed them off today and tomorrow. Till now it was thought the bill would get its final reading closer to Christmas, but Beehive sources said the plan was now to pass it into law by the end of the week. The bill asserts crown ownership of the foreshore and seabed not now in private hands. National's Gerry Brownlee said the move indicated the Government had done a deal with NZ First, which has said it will support the new law. He said the result would be Labour "getting out the chequebook" by the end of the week to start compensating Maori claimants. In a clear sign of how important a quick resolution of the issue is to the Government, the prime minister's chief policy adviser Heather Simpson is to stay behind to help steer the law through Parliament, rather than accompany Helen Clark to the Apec meeting in Chile. In another sign of the toll the issue has taken on the party, delegates to Labour's annual conference on Saturday gave a long, standing ovation to its Maori caucus members after Miss Clark thanked them for staying "staunch on what they consider to be the best interests of their people - our people - and taking New Zealand forward together". The bill was reported back from a special select committee earlier this month, but political divisions prevented the committee agreeing on any significant amendments. However, the Government has a raft of mostly technical amendments to make, and is also considering a recommendation from its MPs who sat on the committee. That would dump the concept of ancestral connection from the original bill and define more clearly what possible redress - including trusteeship - could be available to Maori groups who, but for the bill, would have been granted customary title to the foreshore and seabed. Dr Cullen devoted almost half of his closing speech to Labour's conference yesterday to defending the Government's position. He said the bill would spell out crown ownership as well as the threshold for what would have been required to demonstrate the existence of customary title, called territorial customary rights in the bill. He said a model, similar to the Okahu Bay governance arrangement with Ngati Whatua, had clear attractions. But that should not prevent direct negotiations between the Crown and a group that successfully applied for customary title, Dr Cullen said. Meanwhile, in a further attempt to clear its programme of controversial issues before election year, the Government has secured agreement for urgency from the Greens for the Civil Union Bill. ------------ Foreshore bill will be passed before Christmas - NZ First THURSDAY , 11 NOVEMBER 2004 http://www.stuff.co.nz/stuff/print/0,1478,3093494a6160,00.html By GRANT FLEMING The foreshore and seabed will be confirmed in government ownership before Christmas, New Zealand First leader Winston Peters says. The Government has been working with NZ First on changes to the legislation, after MPs on the special select committee considering the bill could not agree to the changes the Government wanted. The Government is reliant on NZ First's support to pass the bill. Mr Peters told NZPA yesterday agreement had been reached on all major points and only fine details remained. He said it was possible the talks could be concluded as early as Friday night, paving the way for the changed bill to be tabled in Parliament, debated, and voted on before Christmas. With NZ First's 13 votes the Government will be able to comfortably pass the bill. Mr Peters yesterday told Parliament he was pleased that New Zealanders going to the beach this summer would be able to do so secure in the knowledge that they owned it. "New Zealanders will own the foreshore and seabed forever and there will be free access for everyone." The latest round of changes would iron out potential unintended consequences of the bill, he said. "Port companies will get certainty of tenure - we are confident they will be happy with the outcome we have secured for them. "And customary rights will be protected. Maori have nothing to fear and anyone who says otherwise is simply making mischief." Mr Peters said National and ACT's opposition to the bill was an attempt to score cheap political points. A spokeswoman for Deputy Prime Minister Michael Cullen, the minister charged with managing the legislation, confirmed talks were going well and were nearing conclusion. The Government will hope that the passing of the bill will spell the end of a major political headache that has re-ignited the race debate and seen a surge in support for the National Party. The saga started with a Court of Appeal ruling last year, which said the Maori Land Court could hear claims for customary title to the foreshore and seabed. The ruling raised the possibility that private title might be the end result, prompting fears New Zealanders could be denied access to some beaches. Both the Government and Mr Peters say the bill guarantees that customary rights holders will not be able to bar access to beaches. Mr Peters said the bill will also prevent the sale of the foreshore and seabed - land below the high tide mark - to foreigners. ------------ Under the gaze of the tipuna, Maori land is lost again (Green Party media release) 4 November 2004 Green MP Metiria Turei says the Foreshore and Seabed Select Committee process has been a rude farce. "The Government's announcement today does absolutely nothing for Maori," said Mrs Turei, the Green Party's Maori Affairs Spokesperson and representative on the Committee. "Submitters criticised Ancestral Connection Orders in the original draft of the Bill for being hollow. All they wanted was to be able to exercise their kaitiakitanga within the resource management framework. "The simple removal of ACOs from the Bill now doesn't meet their concerns, it just leaves them in where they always been, subject to the whim of local authorities and their variable understanding of the Treaty. "The Government's suggestion that Maori reserves constituted under Te Ture Whenua Maori Act might be used for redress where customary title is proved might sound attractive, but they are in no way guaranteed. Crown ownership is still going to be entrenched in law while the rights of tangata whenua remain subject to the Government's beck and call. "Today's report back confirms for all to see that the ad hoc 'Fisheries and other sea-related' Select Committee is impotent. "The hearing process only happened so the Government could tick the boxes in the law making process" said Mrs Turei. -------------- Foreshore Select Committee fail ... No amendments were made to the FSSB legislation and now it returns to Parliament without change. Whanau, marae, hapu, and iwi who presented oral and written submissions calling for change to the legislation have been discounted - again. >From here the legislation will go to its next reading, Helen Clark has indicated it will become law before Christmas with ownership vested in the Crown. the Foreshore and Seabed Bill was reported back to parliament today. The Fisheries and Other Sea-related Legislation Committee did not reach agreement on whether the Bill should be passed, so reported it back to parliament with no amendments. It appears that any government amendments to the Bill will be made via Supplementary Order papers and the legislation will be passed before the end of the year essentially unchanged. The Select Committee Report has seven parts - an outline of issues arising during consideration of the bill; then a section with the views of Labour and Progressive, National, New Zealand First, ACT, the Green Party, and United Future. It is available online at http://www.clerk.parliament.govt.nz/Content/SelectCommitteeReports/Final%20F S% 20Report.pdf Michael Cullen has put out a press release about the Select Committee Report which is online at http://www.beehive.govt.nz/ViewDocument.cfm?DocumentID=21395 - it includes statements such as: "This does not detract from the value of the committee process and the forum it provided for submitters to have their voices heard and their views on the Bill communicated to the government... Officials from the Department of Prime Minister and Cabinet who monitored the committee hearings and assisted the committee in its deliberations have drawn up a list of recommendations to address practical concerns raised in the submissions. These are mostly technical in nature and uncontroversial." Given that the government apparently intends to proceed with this confiscation legislation despite the majority of submitters rejecting the Bill as a substantial breach of the Treaty of Waitangi, as unfair and unjust, and as a violation of human rights protected in domestic legislation and international human rights conventions, it is difficult to see how anyone could describe a Select Committee process which has clearly failed as having "value" - and whose precisely are the voices he claims were "heard"? Furthermore, to describe the list of recommendations as "mostly technical in nature and uncontroversial" when they fail to address the basic travesty of justice that is the Foreshore and Seabed Bill is simply ridiculous. Cullen's press release misleadingly has a link to the 'Foreshore and Seabed Bill Departmental Report' which was put together by government officials, not to the Select Committee report ... the Departmental Report is online at http://www.beehive.govt.nz/foreshore/recommendations/ ----------------- ================================================ 16 Aubonne Von: gipfelsoli-l at lists.nadir.org ================================================ Gipfelinfo - Meldungen über globalisierte Solidarität und die Proteste gegen unsolidarische Globalisierung -------------------------------------------------------------------------- Justice for Aubonne - The fight continues Pressrelease - 12.11.2004 - Lausanne, CH Action au Chateau: Martin Shaw and Gesine Wenzel demand disciplinary action and compensation. Their appeal against the judge's whitewash of the police declares the police intervention on the Aubonne bridge as illegal and requests further investigation. With a banner saying "Your cops are your responsibility!", today the climbers of the Aubonnebridge Action entered the Chateau in Lausanne, seat of the government of Vaud. The two activists, who nearly had been killed by the police cutting their climbing rope during the G8 last year, together with supporters and the press asked the Conseil d'Etat to accept responsibility for the actions of their police force. The document produced by their lawyer requests disciplinary action to be taken against the officer who cut the rope, Michael Deiss, and his senior officer, Claude Poget, for their illegal intervention. Until now the state has been ignoring the fact, that both have been disobeying the official G8 guidelines and neglected their duty to protect human life. Nothing has been done about the obvious dysfunction of the internal police hierarchy. The G8 guidelines stipulated that the police have to engage in communication with protestors, even in spontaneous actions. The instructions were to act proportionally and to respect the right of freedom of expression. At the same time compensation for the injuries and the suffering of the climbers has been claimed based on the Loi sur la responsabilite de l'Etat, des communes et de leurs agents. The state has been invited to engage spokes people to enter negotiations. A 23 pages appeal against the decision of the exmining magistrate to whitewash the police has been handed in to the Tribunal of the Canton of Vaud. The tribunal has been asked to charge Poget and Deiss for endangering life and severe body harm on Martin Shaw and simple body harm on Gesine Wenzel plus charging Poget for false testimony. The latter had made several false statements that are in clear contradiction to the video evidence. Considering that the instruction judge had ignored the requests for investigation from the accusing party, the open questions were repeated to the higher court: How can it be that police teams are formed that can't communicate? Had the Swiss German police reinforcement permission to act although they could not even understand orders or information? What was the content of the Poget's phone conversations before the cut of the rope? To what extent was language a real problem? Which orders and which information was given when, by whom and to whom? The declaration of the instruction judge had been criticised for being biased. It contains elements that are arbitrary and contra-dictionary to the file. The judge had ruled that the temerity of the activists were the main cause for the incident. Martin Shaw rectifies: "The biggest "mistake" we made was to believe that the police would actually follow their orders !" Gesine Wenzel despite of the history of police impunity in Switzerland and the general rise of repression of political dissent still wonders: "How is it possible, that we have been declared guilty for endangering the lives of the drivers and the police who nearly killed us are let off without even a trial? How can people still believe they live in a democratic, neutral country when double standards are so obviously applied?" Martin Shaw is certain: "Now is the time for the politicians to accept responsibility." Aubonne Group -aubonne at no-log.org - www.aubonnebridge.net (with 8 min video of the action) For more information or interviews with Martin Shaw and Gesine Wenzel, contact: 078 683 6405 [Aubonne Support Group Contact: 0041 078 683 6405, aubonne at no-log.org] -------------------------------------------------------------------------- gipfelsoli infogruppe Die AutorInnen der Beiträge, so sie nicht von uns verfasst sind, sind mit eckigen Klammern versehen. Wir können leider keine Verantwortung für die Richtigkeit der Beiträge übernehmen. Auch geben die Beiträge nicht zwangsläufig unsere Meinung wieder. Kontakt, Kritik, Beiträge: gipfelsoli at nadir.org gipfelsoli mailinglist subscribe - unsubscribe https://lists.nadir.org/cgi-bin/mailman/listinfo/gipfelsoli-l -------------------------------------------------------------------------- ================================================ 17 Türkei: Warnung vor Einsatz deutscher Panzer gegen Nordirak Von: Gesellschaft für bedrohte Völker ================================================ GESELLSCHAFT FÜR BEDROHTE VÖLKER PRESSEERKLÄRUNG Göttingen/Berlin, den 16.11.2004 Gesellschaft für bedrohte Völker warnt vor Panzerverkauf an die Türkei: Kampfeinsatz gegen Nordirak nicht ausgeschlossen Aufgrund der wiederholten Drohungen der Türkei gegen den kurdisch verwalteten Nordirak hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) am Dienstag dringend vor einem Verkauf von 350 Leopard- Kampfpanzern an den Nato-Partner gewarnt. “Mit Blick auf den noch immer von türkischen Truppen besetzten Norden Zyperns ist ein Überfall der Türkei auf Irakisch-Kurdistan ein durchaus realistisches Szenario", heißt es in einem Schreiben von GfbV- Generalsekretär Tilman Zülch an Verteidigungsminister Peter Struck. Bis heute stünden 300 türkische Panzer mit 35.000 Soldaten kampfbereit auf Zypern und hielten 36% der Fläche dieses EU-Staates besetzt. Seit ihrem Einmarsch 1974 verhinderten sie die Rückkehr von 80% der Bevölkerung Nordzyperns, die damals vertrieben worden waren. Bevor die türkische Armee mit Panzern aus Deutschland hochgerüstet werde, müsse dafür gesorgt werden, dass die 300 Panzer aus Zypern abgezogen werden, forderte Zülch. Sollte die Bundesregierung dann die Lieferung ihrer 350 Leopard-Panzer gegen alle Widerstände durchsetzen, müsse jedoch ausdrücklich ausgeschlossen werden, dass sie gegen die Kurden in der Türkei, gegen Irakisch-Kurdistan oder gegen das EU-Mitglied Zypern eingesetzt werden. Struck reist am Mittwoch und Donnerstag zu politischen Gesprächen nach Ankara. Für Nachfragen und Interviews ist Tilman Zülch auch erreichbar unter Tel. 0151 153 09 888. ========================================================= Gesellschaft fuer bedrohte Voelker e.V. (GfbV) Inse Geismar, Pressereferentin Postfach 2024, D-37010 Goettingen Tel. +49/551/49906-25, Fax:+49/551/58028 E-Mail: presse at gfbv.de, Homepage:http://www.gfbv.de ========================================================== ================================================ 18 Glosse: Wir Eigenverantworteten Von: akin ================================================ Glosse: > Wir Eigenverantworteten Ausufernde Assoziationen nach der Lektuere zweier Zeitungsmeldungen Fuer das autofahrende Volk sollen Verfehlungen teurer werden -- die Verwaltungsstrafen fuer freisprechloses Handyphonieren und fuer Gurtenlosigkeit wurden erhoeht. Interessanterweise soll Nichtangurten 35 Euro kosten, waehrend rechtswidriges Telefonieren mit 25 Euro guenstiger zu uebertreten ist. Wieso eigentlich? Wieso soll jemand, der sich selbst gefaehrdet, mehr bezahlen als jemand, der auch andere gefaehrdet. Warum soll jemand ueberhaupt bestraft werden, der niemand anderen als sich selbst gefaehrdet? Was geht das die Gesellschaft an? Als naechstes kommt man noch auf die Idee, einen erfolglosen Selbstmoerder nachtraeglich wegen Mordversuchs anzuzeigen. Wieso glaubt dieser Staat eigentlich immer, er muss uns vor uns selber schuetzen, in dem er uns abstraft -- wie ist das mit der vielgeruehmten Eigenverantwortung? Glaubt der Staat, dass wir uns selbst nicht schaedigen duerfen, er uns aber zum Zwecke der Verhinderung der Selbstschaedigung sehr wohl schaedigen darf? Da reden sie von den Rechten des Individuums und dann stellt man fest: Wir gehoeren uns gar nicht und duerfen mit unserem Leben eben nicht machen, was wir wollen. Eigenverantwortung heisst nur, dass wir immer weniger vom Staat erwarten duerfen. Bei den Rechten an uns selbst schaut es damit nicht so gut aus. Und ich glaube nicht, dass ich hier uebertreibe. Zugegeben, das Beispiel Gurtepflicht klingt ein wenig laecherlich fuer so hochfliegende Gedanken -- es geht mir hier aber nicht um das Bestrafen von Nicht-Angurten, es geht darum, dass gesellschaftliche Modelle oft in den Kleinigkeiten viel deutlicher zu Tage treten als in den grossen philosophischen, politischen und rechtlichen Fragen. Denn dieses Modell, dass wir Eigentum der Obrigkeit sind, findet man bei genauem Hinschauen haeufiger. Und besonders schoen sieht man das beim Thema Drogenmissbrauch. Einen Altvorderen, der seinem Kind erklaert, dass er es eben schlagen muesse, wenn er es beim Kiffen erwischt ("Glaub mir, mir tut jeder Schlag mehr weh als dir!"), koennen wir heutzutage keineswegs mehr als einen guten Vater ansehen. Nur bei Vater Staat ist alles anders: Menschen, die Drogen konsumieren, werden nach wie vor kriminalisiert und schikaniert. Zurueck zum Vergleich zwischen Handy- und Gurten-Strafen und zurueck zur Eingangsfrage: Warum dieses Unverhaeltnis? Vielleicht, weil es gar kein Unverhaeltnis ist, die Strafen sind recht passend zum Verhaeltnis der gesellschaftlichen Akzeptanz: Delikte, die gesellschaftlich eher akzeptiert sind, werden hoeher bestraft. Denn eben deswegen, weil ein Gurtenmuffel sich nur selbst gefaehrdet, kann der soziale Druck als geringer angenommen werden und daher will der Staat diesen Druck staerker erhoehen als fuer illegale Handynutzer. Logisch. Nur wo bleibt da die Demokratie? Wenn etwas staerker gesellschaftlich akzeptiert ist, muss es doch viel eher erlaubt sein als etwas, an dem viel Kritik geuebt wird. Und wenn es eher erlaubt ist, muss es doch auch geringere Strafen dafuer geben -- wenn ueberhaupt. Noch einmal ein Sprung zurueck. Zum Gift naemlich. Joerg Haider uebt sich wieder mal im Drogenkrieg. Da schlaegt der Landeshauptmann und auch Schulreferent von Kaernten doch allen Ernstes vor, Videoueberwachungen nicht nur vor der Schule, sondern auch in der Schule einzufuehren. Er sagt aber nicht dazu, wo er diese Videokameras anbringen moechte. Wohlweislich, denn in den Klassenraeumen kann man das Video vielleicht verwenden, um Schummler zu ueberfuehren, aber sicher nicht, um Drogenmissbrauch zu beobachten. Das heisst, man will die Schueler in der wenigen Zeit, wo sie ein bisschen Freiraum geniessen, in den Pausen, auch noch der totalen Kontrolle unterwerfen. Besonders spannend wird es aber, wenn man den Gedanken zu Ende denkt -- Denn die Gaenge sind fuer den Konsum verbotener Substanzen sicher nicht geeignet. Von den Schulhoefen wird man sie mit Video bald vertrieben haben. Traditionell erledigt man so etwas aber immer schon -- von der ersten Zigarette bis zur Heroinnadel -- auf dem Klo. Will Haider da wirklich Kameras anbringen lassen? Sollen unsere armen, kleinen, gefaehrdeten Kinder oder zumeist eher Jugendlichen beim Pinkeln und beim Scheissen gefilmt werden, um sie vor den boesen, boesen Drogen zu bewahren? Weil man ja nur ihr Bestes will? Und erwartet man dann allen Ernstes von ihnen, dass aus ihnen aufrechte Mitmenschen werden? Solche, die fuer ihr Leben Eigenverantwortung tragen? Solche, die Selbstvertrauen besitzen, obwohl man ihnen nichtmal vertraut hat, wenn sie aufs Klo gegangen sind? Selbst wenn es nicht soweit kommt, alleine der Gedanke der totalen Kontrolle ist erschreckend. So verbiegt man Menschen. Und wenn sich diese verbogenen Menschen dann auch dementsprechend verhalten, quasseln unsere Obrigkeiten wieder davon, dass schliesslich und endlich diese Menschen schon fuer sich selbstverantwortlich sein muessen, denn: Jeder ist seines Glueckes Schmied. Eigenverantwortlich? Ja, natuerlich sind wir eigenverantwortlich. Fragt sich nur: Wem? *Bernhard Redl* ================================================ B) TERMINE ================================================ ======================== Donnerstag http://mund.at/butt/Termine/November/1711.htm Freitag http://www.mund.at/butt/Termine/November/1811.htm Samstag http://www.mund.at/butt/Termine/November/1911.htm ======================== ================================================ D) EDITORIAL ================================================ Für den Inhalt verantwortlich: Ihr. E-Mail-Adresse für Beiträge: widerstand at no-racism.net geschickt. widerst at nd MUND und alle Termine täglich aktualisiert im Web: http://www.no-racism.net/MUND Ziel von MUND (medienunabhängiger Nachrichtendienst) ist die unzensurierte und möglichst rasche Information über gesellschafts- politisch relevante Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu Widerstand und Antirassismus sowie verwandte Themen. sollen einen Titel, Namen und Emailadresse der/des AutorIn enthalten und möglichst kurz und prägnant gehalten sein, ev. mit Hinweis, wo weitere Informationen eingeholt werden können. Bitte keine Attachments! Die inhaltliche und sachliche Verantwortung liegt bei der/dem jeweiligen AutorIn bzw. jenen, die uns die Beiträge schicken. Der MUND wird von einzelnen TagesredakteurInnen zusammengestellt. Da Fehler nicht ausgeschlossen sind, bitten wir, nicht veröffentlichte Beiträge nochmals an widerstand at no-racism.net zu senden. Die Weiterleitung (auch auszugsweise) ist erwünscht. Beiträge mit rassistischen oder sexistischen Inhalten werden nicht veröffentlicht. Sehr persönliche Meldungen werden wir an den betreffenden Adressaten weiterleiten, aber nicht im MUND veröffentlichen. Die bisherigen Ausgaben sind unter http://www.no-racism.net/MUND archiviert. Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage: * Wann: Sonntag, 11.11.2001, 11:11 Uhr * * Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" * * Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf * * Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie. Aber kurz und prägnant.* Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch stillschweigend Zensur zu üben. Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die Nichtaufnahme geliefert. (Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.) Die AbsenderInnen der betroffenen Beiträge werden hiervon informiert. Im Sinne einer "gläsernen Zensur" könnt ihr Euch die Beiträge gerne extra schicken lassen: Ein kurzes Mail an widerstand at no-racism.net genügt. ================================================ E) VERTEILERLISTE ================================================ Zur Eintragung in diesen Verteiler bitte direkt subskribieren unter http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/analle oder von der einzutragenden Adresse aus ein mail schicken an: admin at no-racism.net mit folgendem Text: subscribe no-racism Bitte wegen Automatisierung diesen Wortlaut verwenden! Zur Austragung aus dieser Liste bitte an zusammengestellt. Bitte keine Attachments! (werden nicht angenommen) 2 nicht widerstandsrelevante nachrichten, 1 attachment Redaktionsschluss für diese Ausgabe: Mi 2:00 III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III ü, ö, ä, ß, Ü, Ö, Ä III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III widerst at nd-MUND is powered by http://alt.strg.at/ ================================================ From analle at no-racism.net Thu Nov 18 00:06:39 2004 From: analle at no-racism.net (analle at no-racism.net) Date: Thu, 18 Nov 2004 00:06:39 +0100 Subject: MUND: Donnerstag, 18.11.2004 Message-ID: widerst at nd MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst www.no-racism.net/mund Donnerstag, 18. November 2004 ================================================ A) INHALT ================================================ ================================================ 01 ai - strassensammlung; bitte um eintrag von martin.juen at amnesty.at ================================================ 02 Innenministerkonferenz in Deutschland: Christen aus Irak und Kosovo-Minderheiten schützen! von ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 03 Pressemitteilung zum Waffenstillstand in Uganda von "GfbV - Hans Bogenreiter" ================================================ 04 Argumente gegen die Marktwirtschaft von GegenStandpunkt at gmx.at ================================================ 05 [Fwd: Einladung zum Film "wir leben ewig"] von carla at orange.or.at ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND MEINUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 06 LSV: Solidarität mit der ÖH! von "Selma Schmid" ================================================ 07 Rifondazione.at (siamo stati attaccati) von "" ================================================ 08 SWPAT: Polen gegen Softwarepat/ente von "q/depesche" ================================================ 09 Australien von agm#agmarxismus.net at mx.inode.at ================================================ 10 Venezuela-Info.net Newsletter von venezuela-info.net ================================================ ================================================ B) TEXTE ================================================ ================================================ 01 ai - strassensammlung; bitte um eintrag von martin.juen at amnesty.at ================================================ aktiv für die menschenrechte - einmal anders ** 10. - 12. Dezember 2004 ** ai-Straßensammlung 04 Spenden Sie ein paar Stunden Ihrer Zeit und helfen Sie mit bei der Straßensammlung 2004 in Wien! Wir laden Sie ein, gemeinsam mit vielen Anderen auf den Wiener Straßen und Weihnachtsmärkten sammeln zu gehen - Spaß, persönliche Erfahrung und motivierende Begegnungen sind bei diesem besonderen Erlebnis garantiert! amnesty-Kenntnisse sind zum Sammeln nicht erforderlich. Mindestalter: 14 Jahre. Kontaktadresse zur Anmeldung oder für Fragen: amnesty international Österreich Moeringgasse 10, 1150 Wien Tel. (01) 78008, Fax: DW 44 region.wien at amnesty.at online-Anmeldung: www.amnesty.at/strassensammlung deadline: 06.12.04 Die angemeldeten SammlerInnen bekommen nähere Infos. Unterstützen ai Sie mit Ihrer Zeitspende im Kampf für die Verteidigung der Menschenrechte! ________________________________________________________________________________ rückfragen - bitte per email oder tel (siehe unten) an mich. mit herzlichen grüßen & dank im voraus, Martin Juen ________________________________ DI Martin Juen Team ai-Straßensammlung 2004 tel: +43/664/411 46 77 @: martin.juen at amnesty.at _______________________________________________ ================================================ 02 Innenministerkonferenz in Deutschland: Christen aus Irak und Kosovo-Minderheiten schützen! von ================================================ GESELLSCHAFT FÜR BEDROHTE VÖLKER PRESSEERKLÄRUNG Göttingen/Berlin, 17.11.2004 Innenministerkonferenz: Abschiebestopp für assyro-chaldäiche Christen aus dem Irak und Bleiberecht für Kosovo-Minderheiten gefordert Am Vortag der Innenministerkonferenz fordert die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) einen Abschiebestopp für assyro- chaldäische Christen aus den arabischen Teilen des Irak und ein Bleiberecht für die 38 500 nach Deutschland geflüchteten Aschkali, Roma und so genannte „Ägypter“ aus dem Kosovo. Die Menschenrechtsorganisation hatte die Innenminister rechtzeitig über die bedrohliche Situation beider Minderheiten informiert. Verschiedene irakische und internationale Terrororganisationen versuchen zielbewusst und planmäßig, die 700 000 Angehörige zählende Volksgruppe der Assyro-Chaldäer aus dem Lande zu jagen. Systematisch werden die Kirchen - insgesamt bereits 14 - in die Luft gejagt. 200 Christen wurden bisher umgebracht, die CD`s über die Enthauptung junger Christen werden auf Märkten angeboten. Entführungen, Vergewaltigungen, Morde oder Verschwindenlassen von Assyro-Chaldäern sind an der Tagesordnung. 50 000 bis 70 000 sind bereits geflüchtet. Die Stadt Basra ist schon „christenrein“. Alle 4 000 Familien sollen die Stadt verlassen haben. Die Volksgruppe, die Neuaramäisch als Muttersprache spricht, gehört wie die religiöse Minderheit der Mandäer zu den eigentlichen Ureinwohnern des Irak. Die genauso massiv verfolgten Mandäer benutzen Aramäisch als Kirchensprache. Ihre vorchristliche monotheistische Religion geht auf Johannes den Täufer zurück. Die Situation der täglich von der albanischen Mehrheit diskriminierten und verfolgten kosovarischen Restminderheit indischer Abstammung der Aschkali, der sog. Kosovo-„Ägypter“ und der Roma hat sich weiter verschlechtert. Eine Rückkehr der 38 500 als Flüchtlinge in Deutschland lebenden Angehörigen dieser Minderheiten ist wegen Lebensgefahr völlig unmöglich. „Die GfbV fordert deshalb ein Bleiberecht für diejenigen, die mehr als fünf Jahre in Deutschland leben, und eine einjährige Aufenthaltsbefugnis für alle anderen“, sagt der GfbV- Generalsekretär Tilman Zülch. Nach den Pogromen im März 2004 sind diese Volksgruppen im Kosovo auf 15 000 bis 20 000 Angehörige zusammengeschrumpft. Nur noch 10 bis 13 Prozent ihrer ursprünglichen Anzahl sind im Land geblieben. Vor allem nach der vollständigen Zerstörung des Aschkali-Stadtteils von Vushtrri/Vu?itrn haben wieder Tausende in panischer Flucht den Kosovo verlassen. Völlig verarmt, zu fast 100 % arbeitslos, inzwischen von nahezu allen humanitären Hilfswerken verlassen, medizinisch so gut wie nicht versorgt und weitgehend am Schulunterricht gehindert, gibt es keine Lebensperspektive mehr für diese Minderheit in der kosovo- albanischen Gesellschaft. Ihre Angehörigen waren bis 1999 u.a. in Industrie- und Energiekombinaten, in Bergwerken, in der Landwirtschaft und dem Kleinhandel tätig. Ihre Bewegungsfreiheit ist total eingeschränkt, die Angehörigen der Minderheiten müssen ständig mit Angriffen auf Leib und Leben rechnen, wenn sie ihre Ghettos verlassen. Die Gfbv, im Kosovo ständig mit einem vierköpfigen Team vertreten, beklagt das totale Versagen der internationalen Truppen während der März-Pogrome gegen die Minderheiten und fordert eine schnelle Zentralisierung der Befehlskette. Außerdem kritisiert unsere Menschenrechtsorganisation die unterbliebene Hilfeleistung der internationalen Gemeinschaft, die ganze 200 der 14 000 von albanischen Extremisten zerstörten Häuser der Roma, Aschkali und „Ägypter“ wiederaufgebaut hat. Für Nachfragen ist der GfbV-Generalsekretär Tilman Zülch auch erreichbar unter Tel. 0151 153 09 888. Auf der Homepage der GfbV oder zu bestellen: Paul Polansky: Kosovo: Roma und Aschkali ohne Zukunft? Ergebnisse einer Recherche vom 1. Januar bis 31. Oktober 2004. ========================================================= Gesellschaft fuer bedrohte Voelker e.V. (GfbV) Inse Geismar, Pressereferentin Postfach 2024, D-37010 Goettingen Tel. +49/551/49906-25, Fax:+49/551/58028 E-Mail: presse at gfbv.de, Homepage:http://www.gfbv.de ========================================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 03 Pressemitteilung zum Waffenstillstand in Uganda von "GfbV - Hans Bogenreiter" ================================================ GESELLSCHAFT FÜR BEDROHTE VÖLKER-Ö, PRESSEERKLÄRUNG, Wien, den 17.11.2004 Uganda: Waffenstillstand im Bürgerkrieg Appell an Außenministerin Plassnik: Helfen Sie mit, den tragischen und opferreichen Bürgerkrieg zu beenden! Nach der Ausrufung eines einwöchigen Waffenstillstandes in Uganda - ein Schwerpunktland der österreichischen Entwicklungszusammenarbeit - hat die Gesellschaft für bedrohte Völker an Außenministerin Dr. Ursula Plassnik appelliert, diese Chance für die Beendigung der Bürgerkriegstragödie zu ergreifen und sich für ein Ende des Mordens durch Kindersoldaten einzusetzen. Europa solle sofort Hilfe und Vermittlung anbieten, sagte der GfbV-Afrikareferent Ulrich Delius. Die ugandische Regierung hatte am Sonntag verkündet, die Waffen ruhen zu lassen, um die Bedingungen für die Aufnahme von Friedensverhandlungen mit der aufständischen Lord’s Resistance Army (LRA) zu klären. Europa solle sich bereit erklären, Friedensgespräche zwischen den Konfliktparteien in Uganda zu organisieren, forderte die GfbV in einem an die Außenministerin gerichteten Appell. Denn ohne Hilfe von außen drohe der kleine Funke Hoffnung auf einen Frieden zu erlöschen. Nur widerwillig habe sich die ugandische Regierung, die auf eine militärische Lösung des Konfliktes im Norden des Landes setze, zum Waffenstillstand durchgerungen. Nun müsse die knappe Zeit genutzt werden, um die ugandische Regierung zur Aufnahme von Gesprächen mit der LRA in Europa zu drängen. Die LRA habe bereits Interesse an Verhandlungen in den Niederlanden signalisiert. Mehr als 20.000 entführte Kinder, die von der LRA als Kindersoldaten missbraucht würden, und 1,6 Millionen Binnenflüchtlinge, die vor den Kämpfen im Norden des Landes geflohen seien, warteten dringend auf ein Ende des seit 18 Jahren andauernden mörderischen Bürgerkrieges. Die Lage in den Flüchtlingslagern werde immer katastrophaler. So sei die Todesrate alarmierend hoch (mit durchschnittlich 2,8 Toten täglich pro 10.000 Lagerinsassen). Die meisten Flüchtlinge seien traumatisiert von den Menschenrechtsverletzungen, die sie miterleben mussten. Doch auch die Camps böten ihnen keinen Schutz. So beklagte die ugandische Menschenrechtskommission erst letzte Woche, Frauen würden in den Flüchtlingslagern von Regierungssoldaten vergewaltigt, die sie eigentlich beschützen sollten. Für Nachfragen und Interviews sind der GfbV-Afrikareferent Dr. Ulrich Delius (Tel. 0049/ 160 95 67 1403) und Dr. Johann Bogenreiter, GF der GfbV-Ö (Tel. 503 13 36), erreichbar. Gesellschaft für bedrohte Völker-Österreich U-Viaduktgasse 53/7a A1030 Wien Tel. + Fax: + 43/1/503 1336 e-mail: hans.bogenreiter at gfbv.at home-page: www.gfbv.at ================================================ 04 Argumente gegen die Marktwirtschaft von GegenStandpunkt at gmx.at ================================================ GegenStandpunkt-Diskussion: ARGUMENTE GEGEN DIE MARKTWIRTSCHAFT Mehr Staat statt/oder privat? Ist der „Keynesianismus“ eine Alternative? Montag 22.11.04 um 19:30 Neues Institutsgebäude (NIG) Hörsaal 2, Universitätsstraße 7, 1010 Wien, Es war einmal eine Zeit, die ist noch gar nicht so lange her, da gehörten zu den hehren Verheißungen der Marktwirtschaft auch die Titel „Krisenfreies Wachstum“ und „Vollbeschäftigung“. Wirtschaftspolitiker und ihre Geistesgenossen in den Universitäten verkündeten die Segnungen von Staatsverschuldung und „antizyklischer Konjunkturpolitik“. Ein amerikanischer Präsident, der gerade in Vietnam Krieg führte, reklamierte „Wir sind alle Keynesianer“, während sich ein österreichischer Kanzler für seine angebliche Erfindung der „Austro“-Variante hiervon feiern ließ. Das alles gilt heute weitgehend als out. Die Staatsverschuldung ist zwar allerorten höher denn je und steigt weiter; gesprochen wird aber von „Nulldefizit“ und „Stabilitätskriterien“. Zu „Wachstum“ gehört nicht mehr “störungsfrei“ oder gar „krisenfrei“, sondern „Standortkonkurrenz“, und statt „Vollbeschäftigung“ heißt der Schlager „Flexibilität“. Dieser rapide und recht radikale Wandel in Wort & Tat des kapitalistischen Lebens lässt so manche Kritiker daran glauben, dass die - eigentlich gute - Marktwirtschaft in falsche Hände geraten und pervertiert worden sei: „Neoliberalismus“, „Globalisierung“ und „Turbokapitalismus“ heißen hier etwa die Stichwörter. Und dass man dazu beitragen müsse, dass „der Staat seine Handlungsfreiheit zurückgewinnt“. Etwa mit dem bewährten Gegenstück zu den Auffassungen eines F.v. Hayek oder Milton Friedman, eben John Maynard Keynes. Was davon zu halten ist, was es mit der „neoliberalen Zeitenwende“ auf sich hat und mit den Konjunkturen akademischer Größen, dazu gibt es Argumente & Angebote auf der Diskussionsveranstaltung ARGUMENTE GEGEN DIE MARKTWIRTSCHAFT Mehr Staat statt/oder privat? Ist der „Keynesianismus“ eine Alternative? Montag 22.11.2004 um 19:30 Neues Institutsgebäude (NIG) Hörsaal 2, Universitätsstraße 7, 1010 Wien -- ================================================ 05 [Fwd: Einladung zum Film "wir leben ewig"] von carla at orange.or.at ================================================ Liebe Frauen, herzliche Einladung zum Dokumentarfilm „wir leben ewig“ im Frauen-Café in der Langegasse 11 am Mo, 29.11. um 20 Uhr 6 Frauen erzählen von ihrer Zeit im Ghetto von Wilna. Der Holocaust stellt eine klare Trennlinie zwischen Juden und Nichtjuden dar. wir leben ewig zeigt die filmische Umsetzung einer Begegnung dieser beiden Welten, die in den Konzerten der Musikgruppe gojim (Nicht-Juden) stattgefunden hat. Über die Lieder aus dem Wilnaer Ghetto, diesmal gesungen von ÖsterreicherInnen und Deutschen, entsteht ein Dialog über Generationen und Kulturen hinweg. Ein Dialog von Menschen, die voneinander berührt wurden. ============================================================ Zutritt im FrauenCafe ausschließlich für FrauenLesben ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND MEINUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================ 06 LSV: Solidarität mit der ÖH! von "Selma Schmid" ================================================ Pressemeldung der LandesschülerInnenvertretung Wien Bildung/LSV/ÖH/SchülerInnenparlament Mittwoch, 17.11.2004 LSV: Solidarität mit der ÖH! Utl.: Wiener SchülerInnen fordern Rücknahme des HSG Auf dem Wiener SchülerInnenparlament der Wiener LSV (LandesschülerInnenvertretung) haben sich die Schülerinnen und Schüler klar gegen die von den Regierungsparteien geplante Reform des HöchschülerInnenschaftsgesetzes ausgesprochen. „Wir SchülerInnen verstehen unter Demokratie nicht, einer demokratischen Vertretung ihre Rechte abzusprechen und zu Gunsten einer Partei umzufärben!“, so Landesschulsprecherin Sophie Lojka. Den Wiener SchülerInnen seien die Probleme, die mit einer indirekten Wahl aufkommen, bekannt. „Die SchülerInnen Wiens fordern seit Jahren das Wahlsystem der ÖH auch für ihre Vertretung und somit auch das Recht ihre Vertretung selbst wählen zu können. Unser undemokratisches Wahlsystem als Vorbild zu nehmen und der ÖH aufzwingen zu wollen ist für uns SchülerInnen ein Schlag ins Gesicht der Demokratie!“, erklärt Lojka enttäuscht. „Die ÖH kann mit der Solidarität der Wiener SchülerInnen rechnen! Wir werden sie mit allen Mitteln unterstützen, denn eine Beschneidung der demokratischen Vertretungen ist für uns nicht akzeptabel!“, schließt Lojka. Rückfragehinweis: Sophie Lojka 0650/ 6809578 ================================================ 07 Rifondazione.at (siamo stati attaccati) von "" ================================================ Siamo stati attaccati! Al momento i server sono fuori uso e ci vorranno giorni per poterli riattivare, nel frattempo questa homepage sostituirà quella di Rifondazione.at http://digilander.libero.it/stefanodincecco/ ================================================ 08 SWPAT: Polen gegen Softwarepat/ente von "q/depesche" ================================================ From: "q/depesche" Subject: SWPAT: Polen gegen Softwarepat/ente q/depesche 2004-11-17T13:29:08 SWPAT: Polen gegen Softwarepat/ente Die polnische Regierung verweigert die Unterstützung des Ratstextes. Nach intensiven Beratungen mit Wirtschaft, Open Source Vertretern und Patentamt hat Polen der Rechtsbeugung durch europäisches Patentamt und den Patentromantikern ein unmissverständliches Nein entgegengesetzt. -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- Die unscheinbare Pressemeldung der Polnischen Regierung, ganz unten auf: http://www.kprm.gov.pl/441_12649.htm birgt Sprengkraft: mit dem Nein von Polen, kommt die dünne Mehrheit im EU-Rat für die Legalisierung der Softwarepatente des europäischen Patentamtes ins Schwanken. Österreich war bereits bei der letzten Abstimmung unter den Ländern, die dieser Richtlinie ihre Unterstützung verweigert haben. Offenbar fehlt es der, lt. EU-Kommission so "allgemein anerkannten Rechtssprechung des europäischen Patentamtes" nun doch an Anerkennung. Die EICTA lässt bereits, per Financial Times, um 30.000 Erfindungen trauern, die aber anscheinend nur ihre sogenannten Eigentümer und findige Patentamtsbeamte für solche halten können. Mit einem Ende der Richtlinie hätten in den meisten EU Staaten Patentansprüche auf Erfindungen wie "Webbrowser in Firmen verwenden" (von Boeing erforscht), "symmetrische Verschlüsselung" (hat Microsoft erfunden) oder "Webserver zum e-mails ansehen" (von Toyota erfunden) dann wohl keine Chance mehr. http://news.ft.com/cms/s/0babebc2-2775-11d9-a0dd-00000e2511c8,stream=FTSynd,s01=2.html Vielleicht hat die IT-Branche ja doch noch eine Chance, so zu bleiben wie sie ist: etwas Ausgeflippt, aber eben nicht Schwachsinnig. - -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- relayed by Bernhard Mayer - -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- quintessenz is powered by http://www.ewave.at subscribe/unsubscribe/digest http://www.quintessenz.at/cgi-bin/index?funktion=subscribe comments to depesche at quintessenz.org ================================================ 09 Australien von agm#agmarxismus.net at mx.inode.at ================================================ Einleitung Mit dem Wahlsieg vom 2. November hat sich die US-Kriegsregierung im Amt halten können. Obwohl (trotz gestiegener Wahlbeteiligung) etwa 40% der Wahlberechtigten, vor allem aus der Arbeiter/innen/klasse, nicht wählen gingen, gelang es der Bush-Cheney-Clique dennoch, erhebliche Teile der Mittelschichten und teilweise auch der Lohnabhängigen und der nationalen Minderheiten für ihren aggressiven Nationalismus und christlichen Fundamentalismus zu mobilisieren. Auch wenn die Unterschiede zwischen "Republikanern" und "Demokraten" minimal sind, bedeutet das Ergebnis dennoch eine Stärkung der gegenwärtigen Kriegstreiber/innen im Weißen Haus und die schnelle Durchsetzung besonders reaktionärer Politiken. Während der Ausgang der US-Wahlen in der deutschsprachigen linken Öffentlichkeit ziemlich breit rezipiert wird, ist die Stabilisierung des wichtigen US-Kriegsverbündeten, der konservativen Regierung in Australien, ein knappen Monat vorher kaum zur Kenntnis genommen worden. Wir haben folgende Einschätzung eines Genossen aus Sydney erhalten, die im Anhang auch einen Überblick über die australische Arbeiter/innen/bewegung gibt. W a h l e n i n A u s t r a l i e n : K o n s e r v a t i v e b l e i b e n a n d e r M a c h t Am 9. Oktober 2004 hat die konservative Regierung unter John Howard ihre Macht weiter ausgebaut. Durch das australische Mehrheitswahlrecht konnte sie nicht nur die Mehrheit im Repräsentantenhaus festigen, sondern auch zum ersten Mal die Mehrheit im Oberhaus, dem Senat, für sich gewinnen. Die Regierung der Liberal Party und National Party konnte zusätzliche 3,5% der Wählerstimmen gewinnen und kam auf 46,2% (nach Verteilung der Präferenzstimmen: 52,6%), während die oppositionelle Labor Party ihr schlechtestes Ergebnis seit 1931 erzielte (38,3%, nach Verteilung der Präferenzstimmen: 47,4%). Die Grünen gewannen 6,9%, das bestes Ergebnis seit ihrer Gründung. Die Socialist Alliance (die nicht landesweit kandidierte) kam auf über 14.000 Stimmen, etwas weniger als 1%. Die Verschuldung der Haushalte als Hauptfaktor für Howards Wahlsieg Über 90% der Australier/innen waren gegen die Beteiligung des Landes am Irakfeldzug der US, mehr als 750.000 demonstrierten im Februar 2003 gegen den Krieg, die große Mehrheit wendet sich gegen eine weitere Deregulierung im Gesundheitssystem und nur 19% der Bevölkerung unterstützen eine Vollprivatisierung des halbstaatlichen Telekomunternehmens Telstra. Alles Positionen, die der Politik der konservativen Regierung diametral entgegengesetzt sind. Warum hat Howard trotzdem gewonnen? Ein wichtiger Faktor war die Angstkampagne der Regierung vor höheren Zinsen. Die Haushaltsverschuldung der Australier/innen hat über die letzten Jahre einen neuen Rekord erreicht auch und insbesondere im Vergleich zu anderen Ländern. Grund dafür waren die rapide ansteigenden Hauspreise, die immer mehr Familien zwangen, höhere Kredite für den Hauskauf aufzunehmen. Von 1997 bis 2002 stieg die Haushaltsverschuldung durchschnittlich 15,4% pro Jahr, 2003 sogar um mehr als 20%. Die Bedrohung durch höherer Zinsen kann man am Verhältnis der Gesamtverschuldung zum Gesamteinkommen der Haushalte ersehen: 1993 war die Gesamtverschuldung bloß 56% des Gesamteinkommens (wie etwa in anderen Ländern), während sie sich 2004 auf mehr als 125% verdoppelte. Kreditnehmer/innen können in Australien bis zu 100% Kredit für den Kauf eines Hauses / einer Wohnung aufnehmen. Hinzu kommt, dass es anders als in Österreich kaum Höchstzinsen auf Wohnungskredite gibt, jeder Anstieg der Zinsen wird daher sofort dem Kreditnehmer/innen angelastet. Die Immobilienpreise haben sich seit 1996 ebenso mehr als verdoppelt (in Städten wie Sydney verdreifacht). Ein Haus kostete 1996 etwa das Sechsfache eines durchschnittlichen Jahreseinkommens, während es heute das Neunfache kostet. Dies resultiert auch in Illusion des Wohlstands für Hausbesitzer/innen, die oft einen neuen Kredit auf das teurer gewordene Haus aufnehmen, um sich Konsumausgaben, etwa ein neues Auto, leisten zu können. Viele bürgerliche Ökonom/inn/en sprechen von den massiv angestiegenen Hauspreisen in Australien (und Britannien) als der mother of all bubbles(Mutter aller Spekulationsblasen). Wenn die Zinsen, die nach 1998 massiv gesenkt wurden, wieder ansteigen, könnten die Hauspreise rasch wieder fallen und die Zinsbelastung der Haushalte stark zunehmen (was wiederum in weniger Konsumausgaben resultiert und in einer tiefe Rezession enden kann). Die Hauspreise reflektieren auch nicht Produktivitätsgewinne der australischen Ökonomie, sondern bloß eine Umverteilung von Reichtum von jenen, die keine Immobilien besitzen zu Immobilienbesitzer/inne/n. Howards Angstkampagne, eine Laborregierung würde höhere Zinsen bedeuten, hat den gewünschten Effekt gehabt und war Thema Nummer 1 im Wahlkampf. Labor hat daher insbesondere in den Regionen Wähler/innen/stimmen verloren, wo die Hypothekenbelastung am höchsten ist. Die bestehende ökonomische Unsicherheit, insbesondere die Angst das Eigenheim zu verlieren, wurde natürlich auch von den bürgerlichen Medien weiter geschürt. Einerseits vermittelte sie den Wähler/inne/n die Regierungspropaganda, dass es den Australier/inne/n noch nie besser ging, andererseits warnten sie davor, dass dies alles in gefährdet wäre, sollte Labor an die Macht kommen. Rupert Murdochs Newscorp hat etwa 50% Marktanteil am australischen Zeitungsmarkt und die wichtigsten drei Fernsehsender stehen alle im Besitz von rechten Medienmagnaten. Die oppositionelle Labor Party stellte sich jedoch nicht als Alternative zu Howard dar, sondern bloß als dessen Fortsetzung. Labor Party Die Konservativen mit dem Arbeiterantlitz Die Labor Party Australiens war schon seit jeher eine der konservativsten sozialdemokratischen Parteien der Welt und hat schon die neoliberalen Konterreformen der 80er und 90er Jahren durchgesetzt was letztlich auch in ihrer Abwahl 1996 resultierte. Der neue Parteivorsitzende Mark Latham unterstrich in seiner Rede auf der Parteikonferenz, dass nur Labor, nicht Howards konservative Regierung, die nächste Phase der Wirtschaftsreformendurchsetzten könne, die von den Laborregierungen von 1983 bis 1996 begonnen wurden. Labor hat die moderne australische Wirtschaft durchgesetzt. Wettbewerb und Produktivität sind Labor Worte. Sie gehören nicht den Konservativen, sondern uns.Während seine beiden Vorgänger, Simon Crean und Kim Beazley, sich von den unpopulären Laborregierungen der 80er und 90er Jahre (ohne) Erfolg distanzierten, spricht sich Latham offen für weitere prokapitalistische Reformen aus. Er fordert weitere Deregulierung von Wirtschaftszweigen, weitere Privatisierung von Teilen der Gesundheitsvorsorgung, niedrigere Einkommensteuern für Reiche und Sozialkürzungen für die Armen und kritisiert die Howardregierung, dass diese nicht konsequent genug dieses Programm zu verfolgt. Unterschiede zu Howard gibt es in der Außenpolitik, wo Latham für eine von den USA unabhängigere Linie eintritt (unter anderem forderte er verhalten den Rückzug der australischen Truppen im Irak). Dies ist auch im Interesse eines großen Teils der herrschende Klasse, die befürchtet, dass Howards uneingeschränkte Unterstützung von Bush gegen ihre langfristigen strategischen und kommerziellen Interessen in Asien ist. Trotzdem ist Latham weiterhin für eine enge Partnerschaftmit den USA und hat gleich nach seiner Wahl zum Parteivorsitzenden dem US-Botschafter einen Besuch abgestattet. Im Wahlkampf wie auch in der politischen Realität unterschied sich demnach die Labor Party kaum von den Konservativen und beide vertraten in essentiellen Punkten dasselbe Programm. Die Labor Party konnte (und wollte) den Australier/inne/n keine Alternative zu Howard anbieten. Nach der Wahlniederlage hat Latham sogar angekündigt, die Labor Party noch weiter zu reformieren und die wenigen fortschrittlichen Programmpunkte zu entfernen. Auch die Forderung nach dem Truppenabzug aus dem Irak wurde fallengelassen. Howards Reformagenda Ausgestattet mit einer Mehrheit im Repräsentantenhaus und Senat plant Howard die Implementierung einer großen Zahl neoliberaler Maßnahmen. Australien ist mit der Privatisierung des Pensionssystem, Deregulierung des Gesundheitswesens und der weitgehenden Privatisierung fast aller staatlichen Unternehmen und Infrastruktur jedoch schon viel weiter als die meisten europäischen Staaten. Die bereits angekündigten Maßnahmen umfassen unter anderem > Vollprivatisierung des staatlichen Telekomunternehmens Telstra: der Staat hält immer noch einen 51% Anteil an diesem börsennotierten Unternehmen. Der angekündigte Verkauf über die Börse wird der größte Börsengang in der Geschichte Australiens die beteiligten Investbanken erwarten über US$100 Millionen Honorar. > Deregulation der Medien: Medienunternehmen sollen künftig weitgehend unbeschränkt sowohl Radio, TV als auch Zeitungen besitzen dürfen, auch sollen ausländische Konzerne künftig verstärkt in Australien aktiv werden dürfen. Dies erlaubt insbesondere Rupert Murdochs News Corp nicht nur den australischen Zeitungsmarkt zu kontrollieren, sondern auch Fernsehsender seinem Konzern hinzuzufügen. News Corp hat übrigens seit kurzem sein Hauptquartier in die USA verlegt die Medieninitiave Howards kommt daher sehr gelegen. Aktien börsennotierter Medienunternehmen haben seit Howards Wahlsieg über 30% hinzugewonnen. > Weitere Deregulierung und Privatisierung im Gesundheitsbereich: wesentliche Bereiche des vormals staatlichen Gesundheitssystems sind schon privatisiert, die börsennotierten Gesundheitskonzerne (Radiologie und Pathologiekliniken, Spitäler, etc.) sind wichtige Bestandteile des australischen Kapitalmarktes ihnen sollen weitere profitable Teile des Staats zugeschanzt werden. Selbstbehalte und private Gesundheitsversicherungen sollen weiter and an Bedeutung gewinnen. Aktien börsennotierter Pharmaunternehmen haben seit Howards Wahlsieg über 20% hinzugewonnen. > Verlängerung der Lebensarbeitszeit: Steuerbegünstigte Auszahlung der einbezahlten Pensionen soll erst mit 67 oder 70 möglich sein. > Weitere Beschneidung der Gewerkschaftsrechte: geplant ist unter anderem, dass Arbeitnehmer (kleinere) Unternehmen wegen unfairerKündigung nicht mehr belangen können, Schutz für Streikbrecher und Zeitarbeiter, Verbot von Solidaritätsstreiks sowie Streiks während eines gültigen Betriebsübereinkommens (oft 2 bis 4 Jahre) und grundsätzliche Einschränkung branchenweiter Tarifverträge. Eine Perspektive gegen diese bevorstehenden Angriffe kann sicherlich nicht die Labour Party geben, sondern nur ein konsequenter Klassenkampf, der mit Standort- und Systemlogik bricht. Auch wenn die antikapitalistische Linke in Australien schwach ist, so bietet die Klassenkampfgeschichte des "fünften Kontinents" doch auch Ansatzpunkte für eine radikalere Politik. D a s a n d e r e A u s t r a l i e n Ein geschichtlicher und politischer Abriss Zauberhafte Wüstenlandschaften, Badestrände, Tauchparadiese und die unvermeidlichen Känguruhs und Koalas. In Österreich wird der rote Kontinent hauptsächlich als Touristendestination angesehen. Australien ist jedoch mehr als das: ein seit jeher treuer Vasall des britischen und amerikanischen Imperialismus, neoliberaler Vorreiter mit zunehmenden sozialen Spannungen und ein Land, in dem Aborigines seit mehr als 200 Jahren diskriminiert werden. Pioniereund Aborigines Australien wurde als Strafkolonie Großbritanniens gegründet. Die erste Kolonialsiedlung entstand 1788 im heutigen Sydney und bis ins späte 19. Jahrhundert wurden Sträflinge, meist Kleinkriminelle, aber auch irische Freiheitskämpfer und englische Revolutionäre nach down underverschifft. Dazu gesellten sich freie Kolonialist/inn/en, die sich ein besseres Leben erhofften oder auch nur von den billigen gefangenen Arbeitskräften profitieren wollten. Es waren letztlich jedoch die Sträflinge, die Australien urbar machten, Strassen bauten und sogar die erste Zeitung publizierten. Die Aborigines, die Ureinwohner Australiens, wurden von Beginn an mit aller Härte verfolgt. Dies hatte weniger mit einer gezielter Ausrottungspolitik zu tun, als mit der Schwierigkeit, die Aborigines zu versklaven und nutzbar zu machen. Hinzu kam, dass diese keinen Eigentumsbegriff kannten und sich daher auch manchmal am Vieh der Kolonialisten bedienten. Durch Seuchen, Zwangsheiraten, aber auch gezielte Massaker wurde sukzessive die Zahl der Eingeborenenvon 500.000 auf etwa 100.000 heute reduziert. Wahl- und Bürgerrechte wurden ihnen überhaupt erst 1967 zuerkannt. Trotz einiger positiver Reformen in den letzten Jahrzehnten, setzt sich die Diskriminierung bis heute fort: die Lebenserwartung ist 20 Jahre niedriger, fast die Hälfte ist arbeitslos und 19% der Gefängnisinsassen sind Aborigines (obwohl sie weniger als 1% der Bevölkerung ausmachen). Gewerkschaften und Labor Party Um 1850 bildeten sich die ersten Gewerkschaften, und die Bauarbeiter erkämpfen den Achtstundentag eine weltweite Premiere. Der Eureka Stockade Aufstand 1854 ist der Beginn der Demokratisierung Australiens und führt zum Männerwahlrecht, wenn auch mit Gewichtung nach Steuerklasse. In den nächsten Jahrzehnten gewinnen die Arbeiterverbände massiv an Stärke und um 1890 erschüttern Streikwellen das ganze Land. Die Arbeiter/innen fordern gewerkschaftliche Organisierungsfreiheit und den Achtstundentag: Eight hours work, eight hours play, eight hours rest and eight bob a day. (bob = shilling) Die Streikbewegung wird zwar von Armee und Polizei zerschlagen, viele der Forderungen werden jedoch später erfüllt. Die Gewerkschaften antworten mit der Gründung der Labor Party (ALP). Im bürgerlichen Spektrum gab es damals wie heute die Liberals (Konservative) und Nationals (Konservative, stark in ländlichen Gegenden). Anders als in den meisten anderen Ländern bleibt die Labor Party jedoch sehr handzahm und beschränkt sich auf Reformen, die im australischen Kapitalismus möglich sind (,) ohne das System in Frage zu stellen. So schrieb Lenin über die Labor Party: Was ist das für ein originelles kapitalistisches Land, wo die Arbeiter das Oberhaus beherrschen und vor kurzer Zeit auch das Unterhaus beherrscht haben, ohne dass dadurch das kapitalistische System in irgendeiner Weise gefährdet war. Die Labor Party ist in Wirklichkeit eine liberal-bürgerliche Partei, während die sogenannten australischen Liberalen Konservative sind. ... Die Arbeiterpartei in Australien hat das durchgeführt, was in anderen Ländern die Liberalen durchführten: einen gemeinsamen Zolltarif für das ganze Land, ein gemeinsames Schulgesetz, eine gemeinsame Grundsteuer und eine gemeinsame Fabriksgesetzgebung. 1901 1940: Von der Staatsgründung zum Zweiten Weltkrieg 1901 wurde Australien als eigener Staat gegründet, die englische Queen blieb jedoch bis zum heutigen Tag Staatsoberhaupt mit einem Gouverneur in Australien. 1914 trat Australien an der Seite Englands am 1. Weltkrieg ein. Die Zwangseinberufung von Soldaten wurde zweimal bei Volksabstimmungen abgelehnt. Die australischen Soldaten wurden vom englischen Imperialismus als Kanonenfutter benutzt und überproportional viele kommen um. Trotzdem wurde Australien auch weiterhin an der Seite Englands (2. Weltkrieg) und später der USA (Vietnam, 1. und 2. Golfkrieg) in die Schlacht ziehen. Während des 1. Weltkriegs kam es zu zahlreichen wilden Streiks, 1917 sogar zu einem Generalstreik. Der Widerstand wird während des Krieges von der anarchosyndikalistischen I.W.W. (Industrial Workers of the World) getragen, die jedoch in den 1920ern in die Bedeutungslosigkeit versinkt. Die 1920 gegründete Kommunistische Partei, wie die meisten Schwesterparteien zu Beginn der 30er Jahre stalinisiert, gewann zwar einigen Einfluss in den Gewerkschaften, schaffte es jedoch nie zu einer Massenpartei. Sie löste sich nach Zusammenbruch der Sowjetunion 1991 auf. Der 18-monatige Generalstreik in den Jahren 1919-1920 in Broken Hill, dem Zentrum des australischen Bergbaus, führte zu weitgehenden Arbeiterselbstverwaltung der Stadt und der 35-Stundenwoche (!). Die 1920er Jahre waren gekennzeichnet von einem wirtschaftlichen Aufschwung und einer einhergehenden Abflachung der Arbeitskämpfe. Mit dem Beginn der Weltwirtschaftskrise 1929 kennzeichnen jedoch spontane Revolten und Streiks die Situation des Land. 1934 wurden die Löhne zwischen 10% und 30% gekürzt, doch die Arbeiter wurden im Stich gelassen - die Gewerkschaftsführung fügte sich einem vom Gericht ausgesprochenen Streikverbot. Jack Lang, der Ministerpräsident des Staates New South Wales, wollte 1940 Schlüsselindustrien verstaatlichen und weigerte sich den Schuldendienst an englische Gläubiger zu leisten. Er wurde von der Bundesregierung jedoch seines Amtes enthoben Australien darf seine guten Beziehungen mit England nicht aufs Spiel setzen, schon gar nicht in Kriegszeiten. Von der Sozialpartnerschaft zur Offensive des Kapitals In den drei Jahrzehnten nach dem Zweiten Weltkrieg haben Konservative wie Labor eine sozialpartnerschaftliche Linie verfolgt, um spontane Revolten wie in der Vergangenheit zu vermeiden. Vollbeschäftigung, steigende Löhne und Lebensstandards, soziale Sicherheit und ein Wohlfahrtsstaat wurden erreicht. Nach politischen und sozialen Unruhen in den späten 1960er und frühen 1970er Jahren sowie der Rezession von 1973 bis 1975 wurde für das Kapital eine Wende notwendig. Die 1972 gewählte Labor-Regierung stand dem im Weg. Neben einigen sozialen Reformen zog sie die australischen Truppen aus Vietnam ab und begann die US Militär- und Spionagebasen im Outback in Frage zu stellen. 1975 setzt der Gouverneur der Queen Premierminister Whitlam ab. Neben dem Druck der USA war auch die wohlwollende Unterstützung der australischen Kapitalisten ein maßgeblicher Faktor für diesen einzigartigen Schritt. Nach diesem außerparlamentarischen Coup und einer Hetzkampagne gegen Whitlam in der Presse gewinnen die Konservativen die Wahlen. Die auf Whitlam folgende konservative Regierung konnte nur äußerst zaghaft die sozialen Errungenschaften abbauen. Einerseits waren die Gewerkschaften zu stark, andererseits waren die Konservativen durch ihre Beteiligung am Sturz Whitlams selbst diskreditiert. 1983 kam mit Hilfe von mächtigen Teilen des Establishments eine Labor-Regierung unter Bob Hawke an die Macht und begann die bis heute anhaltende neoliberale Offensive gegen die Arbeitnehmer. Mit dem Argument der Sicherstellung der australischen Wettbewerbsfähigkeit restrukturierten Hawke und sein Finanzminister Paul Keating die australische Wirtschaft und deregulierten die Finanzmärkte. Zentral war jedoch das Übereinkommen mit den Gewerkschaften, Arbeitskämpfe und Lohnzuwächse zu vereiteln. Dadurch konnten die Unternehmer erfolgreich die Reallöhne kürzen, die effektive Arbeitszeit erhöhen sowie fundamental das Kräfteverhältnis im Betrieb zu ihren Gunsten ändern. Während die große Mehrzahl der Arbeiter dadurch schlechter gestellt wurde, stieg die Profitrate der australischen Unternehmen massiv an. 1988 erreichte die Feindseligkeit gegen Labors unternehmerfreundliches Programm einen Höhepunkt und zahlreiche Gewerkschaften diskutierten, mit der Labor Party endgültig zu brechen. Bei den Wahlen 1990 erreichte Labor das schlechteste Ergebnis seit 1910 und konnte nur durch Vorzugsstimmen von kleineren Parteien an der Macht bleiben. Die Antwort auf die Rezession 1991 und der wachsenden Krise der australischen Wirtschaft waren weitere Attacken auf den Lebensstandard des Großteil der Bevölkerung. Diese Aufgabe fiel Keating zu, der vom Finanzminister zum Premierminister aufstieg. Insbesondere eine weitere Senkung der Reallöhne sollte erreicht werden. Die massive Förderung von billigen flexiblenJobs und Leiharbeitsunternehmen zwang die wachsende Zahl von Arbeitslosen in unsichere Teilzeitjobs. Die wachsende Internationalisierung der australischen Wirtschaft verlangte auch eine Änderung der nationalen Ausrichtung. Während früher die australischen Unternehmen sich hauptsächlich an Europa und den USA orientierten, war jetzt Asien der Fokus. Dies verlangte auch eine Änderung der weißenAustralienpolitik, Keating setzte sich für die Integration mit Asien, Multikultur, eine Versöhnung mit den Aborigines sowie eine australische Republik ein. Dies alles sollte Australien in der asiatischen Region strategisch optimaler positionieren. Durch die fortgesetzte neoliberale Politik verlor Keating jedoch immer mehr die Unterstützung der arbeitenden Bevölkerung. Die Wahlen 1996 endete für Labor in einer Rekordniederlage und die konservative Howard-Regierung kam an die Macht. Howard hat die wirtschaftspolitische Linie seiner Vorgänger übernommen und das Tempo weiter beschleunigt. Innenpolitisch wurde die Diskriminierung gegen Flüchtlinge verschärft, außenpolitisch wurde verstärkt eine enge Koalition mit den USA gesucht, was sich an der australischen Teilnahme am Afghanistankrieg und am Irakfeldzug manifestierte. Australien heute - Umverteilung von Arm nach Reich Während die ungleiche Verteilung von Einkommen in Australien zwischen 1915 und 1969 stetig abgenommen hat und bis 1981 relativ konstant blieb, nahm sie in den 90er Jahren trotz eines Wirtschaftswachstums von 3 bis 4% pro Jahr dramatisch zu. Oberflächlich betrachtet scheint diese soziale Krise nicht auf, da das durchschnittliche Haushaltseinkommen in den 90er Jahren anstieg, für die unteren 50% der australischen Haushalte fiel der das wöchentliche Einkommen jedoch. Ende der 90er Jahre verdienten die oberen 20% der Haushalte fast 50% des gesamten Einkommens, also genauso viel wie die unteren 80% der Bevölkerung. Die Einkommensstatistik verzerrt jedoch das Bild, wenn Untersuchungen über das Vermögen außer Acht gelassen werden. Zwischen 1993 und 2004 stieg der australische Aktienindex um mehr als 150%. Dies kam hauptsächlich den Superreichen zugute. Im Jahr 2000 besaßen die reichsten 200 Familien ein Vermögen von durchschnittlich A$300 Millionen, und es gab 11 Milliardäre, 8 mehr als 1995. Die reichsten 1% besitzen mehr als die Hälfte der Aktien und die reichsten 10% mehr als 85%. Die unteren 50% der Haushalte der Australier besitzen jeweils weniger als A$ 1.000 an Aktien und Vermögen, während die unteren 10% ein negatives (!) Nettovermögen besitzen (durchschnittliche Schulden von A$ 1.000). Dieser Umverteilung von unten nach oben wurde politisch nachgeholfen. Die Labor-Regierungen seit den 80er Jahren reduzierten die höchste Einkommenssteuerstufe von 60% auf 47% und die Unternehmenssteuern von 47% auf 36%, was den Reichtum der Top 200 Haushalte zwischen 1986 und 1996 von A$7.3 Milliarden auf A$37.3 Milliarden steigerte. Die Hälfte der Steuerkürzungen der konservativen Howard-Regierung haben die oberen 20% eingestreicht. Wahrend der letzten drei Jahrzehnte hat sich der Anteil der Familien, die in Armut leben müssen, mehr als verdoppelt. Eine vor kurzem publizierte Studie besagt, dass 2,5 Millionen Menschen (einschließlich 732.000 Kinder), d.h. 13% der Bevölkerung, nicht die wesentlichsten Lebensbedürfnisse decken können. Im Jahr 1970 waren weniger als 3% der Haushalte von der Sozialhilfe abhängig, während 1999 mehr als 15% Sozialhilfe bezogen. Bis Mitte der 70er Jahr war Armut auf Alte, Behinderte und Kranke beschränkt. Heute sind die Armen Arbeitslose und Lohnabhängige. Das wirkliche Niveau der Arbeitslosigkeit (offiziell 5,7%) wird von der Regierung verschleiert. Nach der offiziellen Statistik ist jeder, der eine Stunde in der Woche arbeitet, nicht arbeitslos. Das Magazin National Economics hat berechnet, dass die reale Arbeitslosenrate mindestens 10% beträgt. Für Jugendliche ist es noch dramatischer: die Arbeitslosenrate von 16 bis 19-jährigen liegt mehr als dreimal über dem nationalen Durchschnitt. Aborigines haben sogar eine offizielle Arbeitslosenrate von mehr als 26%, die inoffizielle liegt sogar bei 40%. Working Poor Eine Charakteristik der letzten beiden Jahrzehnte war insbesondere die Zunahme der working poor. Der Anteil der Arbeitenden, die in Armut leben, hat zwischen 1973 und 1996 um mehr als 65% zugenommen. Vollzeitjobs wurden seit den 80er Jahren zunehmend durch schlechtbezahlte Teilzeitjobs ersetzt. Während 1980 bloß15% der Arbeitenden in Teilzeitjobs arbeiteten, stieg dieser Anteil auf 29% im Jahr 2000, der zweithöchste Anteil der Welt. Die große Mehrheit der neugeschaffenen Jobs findet sich daher genau im Teilzeitbereich und Teilzeitarbeiter/innen verdienen bloß 23.5% des durchschnittlichen Gehalts eines Vollzeitangestellten. Da es unmöglich ist, nurmit einen Job durchzukommen, sind viele Arbeiter gezwungen zwei oder mehr Jobs anzunehmen. Durch die Flexibilisierungder Arbeit steigt die Jobunsicherheit und der Arbeitsstress unaufhörlich an, was zwangsläufig zu Familienkrisen führt. Für jene, die noch Vollzeitjobs haben, intensiviert sich der Grad der Ausbeutung dramatisch. Australien ist eines der wenigen Länder der Welt, in dem sich die durchschnittliche Arbeitswoche seit den 1980ern verlängert hat, durchschnittlich 3,7 Stunden pro Woche. Seit den 80er Jahren hat die Anzahl der Menschen, die mehr als 45 Stunden die Woche arbeiten, um 76% zugenommen. Mehr als 2,5 Millionen Menschen sind gezwungen länger zu arbeiten, viele davon Lastwagenfahrer, Bergbau- und Fabriksarbeiter/innen, was zu einem Anstieg von Arbeitsunfällen und Verletzungen führt. Hinzu kommt, dass viele der Überstunden nicht bezahlt werden. Soziale Krise? Law and Order! Der Anstieg der Hauspreise hat es vielen Lohnabhängigen unmöglich gemacht, sich in einer Lage, die eine gute Infrastruktur aufweist, (d.h. gute öffentliche Verkehrsanschlüsse, Unterhaltung, Restaurants, etc.) anzusiedeln. Dies führt immer stärker zur Ghettobildung, zu verarmten Gürteln außerhalb der Innenstädte. Die Verarmung und unsichere Existenz von Millionen Menschen hat zwangsläufig zu Problemen geführt: Depressionen, Alkohol und Drogenmissbrauch, Kleinkriminalität und Selbstmorde. Die Schuld für diese Probleme wird jedoch nicht den sozialen Prozessen gegeben also den neoliberalen Reformenund der Auflösung von sicheren und gutbezahlten Jobs , sondern den Opfern selbst. Law and Orderist das Motto sowohl der Konservativen und Labor, und die Zahl der Polizist/inn/en und privaten Sicherheitsbeamt/inn/en nimmt stetig zu. Seit 1950 hat sich die Zahl der Gefangenen mehr als verdoppelt (von 52 pro 100.000 Menschen auf fast 110 heute). Mehr als 80% der Gefangenen sind wegen Drogenvergehen verurteilt. Aborigines, die am meisten unterdrückten Menschen Australiens, werden fünfzehnmal eher eingesperrt als andere Australier/innen. Pensionssystem Das australische Superannuation-Pensionssystem wird von vielen neoliberalen europäischen Pensionsexperten als beispielgebend herangezogen. Es basiert auf verpflichtender Individualvorsorge ohne Umverteilung und Generationsvertrag. Alle arbeitenden Australier/innen müssen mindestens 9% ihres Bruttoeinkommens in einen Investmentfonds veranlagen. Die Art der Veranlagung bleibt einem selbst überlassen (Aktien, Anleihen, etc.). Die Fonds, zumeist von Banken oder Versicherungen, verlangen jedoch mindestens 1,5-3% der Gesamtveranlagung als erfolgsunabhängige Gebühr (zum Vergleich: die österreichischen Sozialversicherungen beanspruchen weniger als 0,1%). Die endgültige Pensionsauszahlung hängt unmittelbar von Erfolg des entsprechenden Fonds ab, d.h. Volatilität von Aktienmärkten, Währungen und der jeweiligen Anlagestrategie. Erst wenn alle Reserven (und oft selbst das Eigenheim) aufgebraucht wurden, tritt eine minimale staatliche Grundversorgung in Kraft. Widerstand Der Widerstand gegen diese Politik hat sich in den letzten Jahren immer weiter ausgebreitet, was sich nicht im Wahlergebnis manifestiert hat. Es gibt von Tausenden Australier/inne/n unterstützte Kampagnen gegen die menschenverachtende Politik gegen Flüchtlinge, die in Australien ab der Ankunft sofort und oft jahrelang in Lager eingesperrt werden meist abseits in der australischen Wüste gelegen. Mit Befreiungsaktionen, Hungerstreiks, Demonstrationen, etc. wird Druck auf die Regierung ausgeübt. 90% der Australier/innen waren gegen die Teilnahme des Landes am US-Feldzug gegen den Irak. Mehr als 500,000 demonstrierten in Sydney und 250,000 in Melbourne jeweils die größten Demonstrationen nach 1945. Zu Kriegsbeginn kam es auch zu spontanen Arbeitsniederlegungen in zahlreichen Betrieben. Einhergehend mit diesem außerparlamentarischen Widerstand sind immer mehr Menschen desillusioniert von der herrschenden Politik. Die Labor Party hat sich über die letzten Jahrzehnte zu einem bürokratischen Rumpf reduziert, dominiert von rivalisierenden Abgeordnetenfraktionen, Gewerkschaftsbürokrat/inn/en und Karrierist/inn/en, die um Regierungsposten rittern und deren Politik sich kaum von den Konservativen unterscheidet. Bei Wahlen haben die Grünen zwar stark zugelegt, haben jedoch kaum eine Aktivistenbasis oder Gewerkschaftsverankerung. Ihr politisches Programm ist zwar fortschrittlicher als das ihrer Schwesterparteien in Europa, was sich jedoch sehr schnell ändern kann (siehe Deutschland oder Österreich), insbesondere wenn sie beginnen, sich an der Regierung zu beteiligen. Das kapitalistische System wird sowieso nicht in Frage gestellt. Socialist Alliance Der relevanteste linksradikale Pol ist zur Zeit die Socialist Alliance, ein Bündnis, an dem sich die meisten der sozialistischen, antikapitalistischen und radikalen Gruppen beteiligen. Die Socialist Alliance wurde 2001 in Melbourne gegründet. Führend in der Socialist Alliance ist die Democratic Socialist Party, die etwas mehr als die Hälfte der Aktiven stellt. Neben den Mitgliedern der beteiligten Gruppen haben sich bis heute auch etwa 400 unabhängigeSozialisten angeschlossen. Ein Grossteil des Widerstands wird von der Socialist Alliance initiiert, so z.B. die ersten Antikriegsdemonstrationen und ein großer Teil der Flüchtlingskampagnen. Mit insgesamt etwa 1.000 Mitgliedern ist die Socialist Alliance immer noch relativ klein. Bei Wahlen in New South Wales letztes Jahr gewann sie aber in mehreren Bezirken mehr als 5% der Stimmen und bei den nationalen Wahlen über 14.000 Stimmen (etwa 0,6% der Stimmen). Weiters hat sie eine relativ starke gewerkschaftliche Verankerung, etwa in der Hafenarbeiter- und Lehrer/innen/gewerkschaft. Auch die Führung der kämpferischen Workers First Gruppe gehören der Socialist Alliance an. Die Socialist Alliance (gemeinsam mit der DSP) publiziert auch die sozialistische Wochenzeitung Green Left Weekly, die verbundene Webseite (www.greenleft.org.au) ist die meistbesuchteste politische Webseite Australiens. Obwohl die Socialist Alliance die profilierteste sozialistische Gruppe in Australien darstellt, so darf nicht übersehen werden, dass die DSP eine wichtige Stellung einnimmt und wesentliche organisatorische und politische Entscheidungen der Socialist Alliance von der DSP vorgegeben werden. Kleinere Bündnispartner innerhalb der Socialist Alliance haben schon mehrmals das dominierende (manchmal ans undemokratisch grenzende) Verhalten der DSP Mitgliedern bei wichtigen Abstimmungen kritisiert. Die DSP trennte sich 1985 vom Vereinigten Sekretariat der 4. Internationale (und der amerikanischen Socialist Workers Party) nach einer langen internen Debatte zur trotzkistischen Theorie, insbesondere der permanenten Revolution. Die Kritik an der Theorie der permanenten Revolution resultierte (und resultiert) in oft unreflektierten Sympathien mit antiimperialistischen Befreiungsbewegungen, so z.B. in Kuba, Venezuela (Chavez) und East Timor (Gusmao). Die DSP agiert auch oft sehr opportunistisch hinsichtlich der australischen Grünen, die zwar fortschrittlicher sind als die europäischen Schwesterparteien, aber keinerlei systemüberwindenden Anspruch erheben. Trotz aller Kritik sei angemerkt, dass die DSP und die Socialist Alliance insgesamt ein sehr wichtiger Teil des Widerstands gegen die herrschenden Verhältnisse in Australien darstellt. Eddie Proprentner Weitere AGM-Texte: www.agmarxismus.net ================================================ 10 Venezuela-Info.net Newsletter von venezuela-info.net ================================================ Veranstaltungsreihe in der VHS Favoriten Im Brennpunkt: VENEZUELA Freitag, 19.11.2004, 19.00 Uhr: Das politische Erwachen der Indianervölker im bolivarischen Venezuela - Beispiel für Lateinamerika Vortragender: Prof. Rene Kuppe Dokumentarfilmausschnitte, Vorträge, Info-Tisch, Kulturprogramm. Anmeldung bei der http://www.vhs.at/Kurssuche.do?mID=2020&nb=7&sB=send&term=venezuela&x=32&y=4 VHS Favoriten (1100 Wien, Arthaberplatz 18) erwünscht, vor Ort möglich. Pro Abend: 2,-- Euro, 10,-- Euro für alle sechs Abende Eine Kooperation zwischen der Volkshochschule Favoriten und dem Bolivarischen Zirkel Wien ------------------------------------------------------------------------------------------- Die Verfassung »befolgen« oder »angreifen«? Lebensmittelkäufer oder Anti-Chavez-Demonstranten? Manipulationen und Fälschungen der venezolanischen Massenmedien http://www.venezuela-info.net/article.php?id=3674&rid=217 ------------------------------------------------------------------------------------------- Nuestra Revolución [spanisch] Para muchos la Revolución comenzó mucho antes incluso de que existiera partido comunista http://www.venezuela-info.net/article.php?id=3672&rid=219 ------------------------------------------------------------------------------------------- Im Aufbruch Venezuelas Frauen kämpfen für ihre Rechte und spielen zum ersten Mal eine wichtige Rolle - innerhalb einer Regierung, die als politische und soziale Revolution bezeichnet wird. http://www.venezuela-info.net/article.php?id=3654&rid=218 ------------------------------------------------------------------------------------------- Dario Azzellini, Caracas Forcierte Revolution Venezuela im Umbruch: Präsident Chávez konkretisierte Maßnahmen zur Vertiefung des bolivarianischen Prozesses. Notizen von der jW-Leserreise http://www.jungewelt.de/2004/11-17/010.php ------------------------------------------------------------------------------------------- Unterstützung aus »positiver Mittelklasse« Venezuela im Umbruch: In den Armensiedlungen der Hauptstadt brachte erst die Bolivarianische Revolution den Ausgeschlossenen ihre Rechte. Notizen von der jW-Leserreise, von Harald Neuber, Caracas http://www.jungewelt.de/2004/11-13/011.php ------------------------------------------------------------------------------------------- Agrarwirtschaft in Lateinamerika Kubas Landwirtschaft auf neuen Wegen - Erste Erfolge der Agrarreform Von Monika Lüpschen http://www.dradio.de/dlf/sendungen/hintergrundpolitik/320092/ Sie interessieren sich nicht länger für den Newsletter von venezuela-info.net? Über den unten angeführten Link können Sie den Newsletter wieder abbestellen: http://www.venezuela-info.net/newsletter/deutsch/permission/abmelden.php ================================================ B) TERMINE ================================================ ======================== Donnerstag http://mund.at/butt/Termine/November/1811.htm Freitag http://www.mund.at/butt/Termine/November/1911.htm Samstag http://www.mund.at/butt/Termine/November/2011.htm ======================== ================================================ D) EDITORIAL ================================================ Für den Inhalt verantwortlich: Ihr. E-Mail-Adresse für Beiträge: widerstand at no-racism.net geschickt. widerst at nd MUND und alle Termine täglich aktualisiert im Web: http://www.no-racism.net/MUND Ziel von MUND (medienunabhängiger Nachrichtendienst) ist die unzensurierte und möglichst rasche Information über gesellschafts- politisch relevante Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu Widerstand und Antirassismus sowie verwandte Themen. sollen einen Titel, Namen und Emailadresse der/des AutorIn enthalten und möglichst kurz und prägnant gehalten sein, ev. mit Hinweis, wo weitere Informationen eingeholt werden können. Bitte keine Attachments! Die inhaltliche und sachliche Verantwortung liegt bei der/dem jeweiligen AutorIn bzw. jenen, die uns die Beiträge schicken. Der MUND wird von einzelnen TagesredakteurInnen zusammengestellt. Da Fehler nicht ausgeschlossen sind, bitten wir, nicht veröffentlichte Beiträge nochmals an widerstand at no-racism.net zu senden. Die Weiterleitung (auch auszugsweise) ist erwünscht. Beiträge mit rassistischen oder sexistischen Inhalten werden nicht veröffentlicht. Sehr persönliche Meldungen werden wir an den betreffenden Adressaten weiterleiten, aber nicht im MUND veröffentlichen. Die bisherigen Ausgaben sind unter http://www.no-racism.net/MUND archiviert. Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage: * Wann: Sonntag, 11.11.2001, 11:11 Uhr * * Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" * * Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf * * Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie. Aber kurz und prägnant.* Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch stillschweigend Zensur zu üben. Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die Nichtaufnahme geliefert. (Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.) Die AbsenderInnen der betroffenen Beiträge werden hiervon informiert. Im Sinne einer "gläsernen Zensur" könnt ihr Euch die Beiträge gerne extra schicken lassen: Ein kurzes Mail an widerstand at no-racism.net genügt. ================================================ E) VERTEILERLISTE ================================================ Zur Eintragung in diesen Verteiler bitte direkt subskribieren unter http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/analle oder von der einzutragenden Adresse aus ein mail schicken an: admin at no-racism.net mit folgendem Text: subscribe no-racism Bitte wegen Automatisierung diesen Wortlaut verwenden! Zur Austragung aus dieser Liste bitte an zusammengestellt. Bitte keine Attachments! (werden nicht angenommen) nicht aufgenommen: Doubletten, 1 beitrag zurückgestellt Redaktionsschluss für diese Ausgabe: Mi 21.00 Uhr III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III ü, ö, ä, ß, Ü, Ö, Ä III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III widerst at nd-MUND is powered by http://alt.strg.at/ ================================================ From analle at no-racism.net Fri Nov 19 08:15:45 2004 From: analle at no-racism.net (analle at no-racism.net) Date: Fri, 19 Nov 2004 08:15:45 +0100 Subject: widerst@nd! - MUND: Freitag, 19.11.2004 Message-ID: widerst at nd MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst http://www.no-racism.net/mund Freitag, 19.November 2004 ================================================ A) INHALT ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 01 24.11.: Gustav Ernst und Werner Kofler im LIteraturhaus "Mag. Elisabeth Huber" ================================================== 02 26.11.-4.12.: Wilde Mischung Berlin im KosmosTheater KosmosTheater ================================================== 03 25.11.: Filmankündigung: die fetten Jahre sind vorbei GAJ Wien ================================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND KOMMENTARE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 04 Kontrolle durch Islam-Unterricht von Bernhard Frauscher, Kurier vom 17.11.2004, Seite 7 "Kulturverein Kanafani" ================================================== 05 Zum Konrad Lorenz Kommers: Vogerltanz der Braunen Rosa Antifa Wien ================================================== 06 EU-Kommission/Abstimmung/Steirer/KPÖ KPÖ Steiermark ================================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< SOLIDARITÄT WELTWEIT ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 07 Niederlande: Schreckhaftes Aufwachen "Wadi e.V. Wien" ================================================== 08 Sudan: Vorwurf des Völkermords belegt Gesellschaft für bedrohte Völker ================================================== ================================================ B) TEXTE ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 01 24.11.: Gustav Ernst und Werner Kofler im LIteraturhaus "Mag. Elisabeth Huber" ================================================== Sehr geehrte Damen und Herren, wir möchten Sie auf eine ganz besondere Lesung aufmerksam machen [am 24.11. um 19:00 uhr - red]: Gustav Ernst und Werner Kofler lesen aus ihren jüngsten Büchern "Grado. Süße Nacht" und "Kalte Herberge. Bruchstücke". (beide Deuticke 2004) Zwei Autoren, einander gut bekannt, sind angetreten, um ihre Werke den ZuhörerInnen perönlich zu Gehör zu bringen. Man darf auf das Wechselspiel der beiden gespannt sein, auf den sexuell ausschweifenden Monolog eines Gustav Ernst im Vergleich zu dem sprachmächtigen Verwirrspiel eines Werner Kofler. Mit freundlichen Grüßen Elisabeth Huber -- Mag. Elisabeth Huber Dokumentationsstelle für neuere österreichische Literatur A-1070 Wien, Seidengasse 13 http://www.literaturhaus.at Tel. +43/1/526 20 44-41, Fax -30 ================================================== 02 26.11.-4.12.: Wilde Mischung Berlin im KosmosTheater KosmosTheater ================================================== KosmosTheater präsentiert: Wir laden Sie herzlichst zur Premiere am 26.November 20:30 ein und ersuchen Sie um Ankündigung in Ihrem Medium. Taffe Mütter - coole TöchterLily Walden in einer clownesken Doppelrolle Auch Clowns haben Erziehungsprobleme. Eine Entertainerin erst recht. Was immer eine Mutter tut, die Tochter findet es peinlich. Und umgekehrt. Mutter Flora begeistert ihr Publikum, doch zu Hause fällt sie allen auf die Nerven. Wer kann, ergreift die Flucht. Doch wohin soll eine Tochter flüchten? Mutter Floras virtuose Musikartistik spornt an und beflügelt, aber Witze nicht. Sie sind immer nur schön, wenn man sie 1x hört. Wenn man täglich als Witzetestpublikum herhalten muß... Welche Tochter erträgt das? Als echtes Entertainerkind läuft Florinda aus dem Ruder - wendet sich nicht nur der Literatur zu, sondern gündet mit zwei skurrilen Freunden eine Kampfsportgruppe für künstlergeschädigte Kinder. Natürlich ist sie, ohne es zu merken, selbst eine exzellente Clownin geworden. Kinder lernen nunmal durch Abgucken. Die Wahrheit ist: es trompeten beide auf Gießkannen, fiedeln auf 2 Geigen gleichzeitig, wirbeln auf dem Artistenxylophon und tanzen mit dem Hund. 2 Geschichten, 2 Wahrheiten, 2 Lügen und 1 Hund. Es kämpfen ein Apfel und sein Stamm um die Wahrheit! Nur bei Bach, Mozart und Rossini ruhen sich Mutter und Tochter aus. Das Theater Wilde Mischung gibt es seit 1984 und wurde bereits mehrmals mit Preisen ausgezeichnet, u. a. mit dem Deutschen Kleinkunstpreis und der Barocken Sau vom Bodensee. Die Darbietungen der Wilden Mischung sind immer eine Kombination von Sinnlichkeit und Geist. Unsere stärkste Waffe vor allem ist das Lachen, denn Lachen befreit den Verstand, und nur ein scharfer Verstand stellt die richtigen Fragen! Also: " Lachen Sie laut und im falschen Moment!" Termin Fr 26.11. - Sa 04.12. / 20:30 außer So, Mo VeranstalterKosmosTheater PreisEUR 14,- / erm. EUR 12,- Tel. 01-5231226 Mail: office at kosmostheater.at Fray Frömming Ladies Night im KosmosKlubDie Entertainerinnen laden ein Alle 14 Tage sägt, schrägt und zimmert sich die weibliche Kabarett- und Comedyszene ein Programm zusammen. Für Sie. Alle Stars hautnah. Eine Stunde lang. Ausgeschlafen und angetörnt. Beinhart und rasiert. Jeden zweiten Freitag im Monat. Um 23:00 Uhr. Um wohlfeile 7,50 Euro inklusive 1 Getränk. Sie werden dann schon sehen, wer dran ist. Überraschung. mit Anna Blau, Valerie Bolzano, Ruth Brauer , Eva D., Susanne Draxler, Christina Förster, Natascha Gundacker, Mizzi Hudribusch, Edith Leyrer, Jennifer Lee Mitchell, Claudia Martini, Sabina Naber, Eva Poltrona, Petra Riffel, Tanja Simma, Susanne Schubarsky, Ingeborg Schwab, Gerti Tröbinger, Christa Urbanek Termin: Fr 26.11. + Fr 10.12. / 20:30 Preis EUR 7,50 inkl. Getränk Tel- 01-5231226 Mail: office at kosmostheater.at Collage Susanne Draxler KosmosTheater / A-1070 Wien Siebensterngasse 42 / Tel. 01 5231226 / www.kosmostheater.at / email: office at kosmostheater.at / an Veranstaltungstagen geöffnet ab 19:00 / Büro Mo-Fr 11:00 bis 15:00 ================================================== 03 25.11.: Filmankündigung: die fetten Jahre sind vorbei GAJ Wien ================================================== Eintritt Frei! Die fetten Jahre sind vorbei Ein Filmabend der besonderen Art, veranstaltet von GAJ Wien und Grüne Wien Ein Film von Hans Weingartner. Dass die Güter dieser Welt ungerecht verteilt sind, ist allen klar; wie das zu ändern sei hingegen nicht so ganz. Die Freunde Jan und Peter haben ihren eigenen Weg gefunden: Nachts brechen sie in Villen ein, nicht um zu stehlen, sondern um das Mobiliar auf den Kopf zu stellen. Ihre hinterlassenen Botschaften lauten: "Die fetten Jahre sind vorbei" oder "Sie haben zu viel Geld", unterzeichnet mit "Die Erziehungsberechtigten". Jule, die eigentlich mit Peter liiert ist, und Jan verlieben sich ineinander. Eines Nachts steigen sie zu zweit in eine Villa ein und werden schlussendlich dabei vom Besitzer überrascht. Dafür haben die selbst ernannten Erziehungsberechtigten keinen Plan - und werden unversehens zu EntführerInnen. Hans Weingartners lange erwartete, zweite Regiearbeit nach "Das weiße Rauschen" lief im Wettbewerb von Cannes und wurde in München mit dem Preis für die beste Regie ausgezeichnet. Besetzung: Jan - Daniel Brühl, Jule - Julia Jentsch, Peter - Stipe Erceg Anschließend gratis Essen und DJ Line! Wann? 25. November 2004; 18 Uhr (reservierte Karten ab 17 Uhr; Restkarten ab 17.30 Uhr) Wo? Urania 1010, Uraniastr. 1; U1 & U4 Schwedenplatz; Straßenbahn Linie 1 und N; Station Stubenring/Julius Raabplatz Reservierungen: Telefonisch: Mo - Do: 9.00-16.00 Uhr, Fr: 9.00-13.00 Uhr; Tel.: 4000/81581; e-mail: jugendinfo at gruene.at oder unter: www.gajwien.at Eintritt Frei! ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND KOMMENTARE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 04 Kontrolle durch Islam-Unterricht von Bernhard Frauscher, Kurier vom 17.11.2004, Seite 7 "Kulturverein Kanafani" ================================================== Leserbrief betreffend: Kontrolle durch Islam-Unterricht von Bernhard Frauscher, Kurier vom 17.11.2004, Seite 7; erging bereits an die Redaktion Sehr geehrte Damen und Herren, Der, anscheinend politisch motivierte, Mord am niederländischen Filmemacher Van Gogh wird von ihrem Deutschland-Korrespondenten als islamischer "Ritualmord" bezeichnet. Die Vorstellung vom "Ritualmord" erinnert stark an die antisemitischen Schauermärchen, die oftmals Pogrome eingeleitet haben. Es gibt in keiner der Weltreligionen Ritualmorde und wer anderes behauptet versucht Rassimus und Hass zu schüren. In den Niederlanden brennen mittlerweile Moscheen und islamische Schulen. Es wäre sehr bedauerlich, wenn der Eindruck entstehen würde, dass der Kurier zu einer ähnlichen Stimmung in Österreich beitragen möchte. Mit freundlichen Grüssen, Baruch Wolski Für den Kulturverein Kanafani kulturverein kanafani - redaktion der.wisch sensengasse 5/3, 1090 wien 0043/69910587806 die welt ist unser zuhause - al alamu bajtuna ================================================== 05 Zum Konrad Lorenz Kommers: Vogerltanz der Braunen Rosa Antifa Wien ================================================== Vogerltanz der Braunen In Biologie-Schulbuechern wird er oft zitiert, in der Oeffentlichkeit hoch gelobt, bekannt ist er als Verhaltensforscher und Nobelpreistraeger. In dieses Strahlemann- Image passt weniger, dass nun rechtsextreme Burschenschaften einen eigenen Kommers fuer den Wissenschafter abhalten. Dass dies manche verwundert liegt wohl auch daran, dass gewoehnlich verdraengt wird, welche Ideologie Konrad Lorenz in seinen Arbeiten bedient hat. Gerade an seinem Beispiel zeigt sich, wie Kontinuitaeten aus der Nazizeit unhinterfragt in der zweiten Republik weitergefuehrt werden konnten, und dass es niemals eine hinreichende Auseinandersetzung mit der Ideologie des Nationalsozialismus gab. Das Beispiel von Konrad Lorenz zeigt nur zu deutlich, wie "gruendlich" in Oesterreich entnazifiziert wurde. In der speziellen oesterreichischen Nachkriegsordnung, die auf Verdraengen und Verdecken aufgebaut wurde, konnten Nazikarrieren in allen Bereichen beinahe nahtlos fortgesetzt werden. Zum Beispiel Heinrich Gross, der - trotz seiner Beteiligung an der Ermordung hunderter Kinder - eine Karriere als Gerichtsgutachter und Neuropathologe machte. Ein wenig bekannter Aspekt dieser Karriere ist die weitere "wissenschaftliche" Verwertung der Gehirne von Euthanasieopfern, die Heinrich Gross bis in die 70er- Jahre systematisch betrieb. Viele Fakten ueber Lorenz' Nazivergangenheit sind spaetestens seit der Kritik an der Verleihung des Nobelpreises 1973 an ihn bekannt. Trotzdem genoss und geniesst der Forscher weiterhin grosse Sympathien in weiten Teilen der Bevoelkerung. Als Rassenhygieniker liebt ihn die Rechte, als Umweltschuetzer haben ihn manche OekoaktivistInnen ins Herz geschlossen und als Mitbegruender der Vergleichenden Verhaltensforschung geniesst er nach wie vor Anerkennung in der Wissenschaft. Jegliche Kritik an Konrad Lorenz wird sofort zurueckgeschmettert und diffamiert - so bezeichnete z.B. Bernd Loetsch, Umweltaktivist und Generaldirektor des Naturhistorischen Museums, KritikerInnen von Lorenz als "politische Amoklaeufer". Und gerade weil Konrad Lorenz noch immer als der "gute Onkel" gilt, der mit den Tieren sprach, muessen die Fakten auf den Tisch: Lorenz hegte sehr frueh Begeisterung fuer den Nationalsozialismus, was durch zahlreiche von ihm geschriebene Artikel und durch persoenliche Briefe dokumentiert ist. Seine Euphorie - und nebenbei wohl die Hoffnung, durch die Nationalsozialisten einen Karriereschub zu erhalten - fand im Juni 1938 durch die von ihm beantragte NSDAP-Mitgliedschaft ihren Ausdruck. Tatsaechlich waren ihm Kontakte in die NS-Maschinerie nuetzlich: So liess er einen anderen Wissenschafter, der - so Lorenz - "Propaganda fuer Kreuzung von Menschenrassen", also "Rassenschande en gros" betrieb, ausschalten, in dem er ihn eiskalt mit dem Ziel, ihn mundtot zu machen, denunzierte. Nach 1945 leugnete Lorenz seine NSDAP-Mitgliedschaft - wie soviele andere OesterreicherInnen mit ihm. Doch die ideologische Naehe seiner Arbeit zum Nationalsozialismus ist - trotz seiner gegenteiligen Beteuerungen - nicht schwer auszumachen. Mit seinen Schriften lieferte er auch eine "wissenschaftliche" Rechtfertigung fuer das nationalsozialistische Euthanasieprogramm. Im Jahr 1940, in dem er zum Ordinarius fuer Psychologie an die Universitaet Koenigsberg berufen wurde, schrieb er seine Ueberlegungen zur "Degeneration bei Tier und Mensch" in dem Artikel "Durch Domestikation verursachte Stoerungen arteigenen Verhaltens" nieder. Darin schreibt er dezidiert von der "Ausmerzung ethisch Minderwertiger". Diese "Nebenmenschen" seien einer "Verhaustierung" ausgesetzt, was zu "Ausfaellen an Instinkthandlungen" fuehre. In der Natur wuerden solche "Ausfallsmutanten" gnadenlos ausgemerzt werden, was in kuenstlichen Situationen verhindert sei. Deshalb muesse der "Volksarzt", wie es Lorenz nennt, "minderwertiges Menschenmaterial aus dem gesunden Volkskoerper schneiden". Doch gleichfalls wuerden die "gesunden Gefuehle unserer Besten" eine "natuerliche Auslese" erzeugen. Schlussfolgernd meint Konrad Lorenz noch: "Der rassische Gedanke als Grundlage unserer Staatsform hat schon unendlich viel in dieser Richtung geleistet." Als Lorenz 1973 in einem Interview auf diese Zitate angesprochen und damit konfrontiert wurde, dass dieser nach wie vor ueber "sozial minderwertiges Menschenmaterial" rede, reagierte er folgendermassen: Jules Huf: Es gibt doch kein minderwertiges Menschenmaterial. Konrad Lorenz: Doch. Jules Huf: Ein Mensch ist doch niemals minderwertig. Konrad Lorenz: Das wuerde ich leugnen. Ein Mensch mit ethischen Verfallserscheinungen, deren es heute enorm viele gibt, ist tatsaechlich wertphilosophisch nicht dasselbe wie ein vollwertiger, anstaendiger Mensch.(...) Nach der Niederlage des Nationalsozialismus konnte der Forscher an viele seiner Gedankengaenge anknuepfen, freilich mit einer etwas entschaerften Sprache und weniger ambitioniert fuer eine Eugenik streitend. Lorenz versuchte immer wieder, seine Nazivergangenheit mit dem Verweis auf seine Naivitaet herunterzuspielen. So schreibt er etwa in "Leben ist Lernen": "Ich habe gehofft, dass der Nationalsozialismus etwas Gutes bringen wird, naemlich in Bezug auf die Hochschaetzung der biologischen Vollwertigkeit des Menschen, gegen Domestikation usw. Dass die Leute `MordÎ meinten, wenn sie `ausmerzenÎ oder wenn sie `SelektionÎ sagten, das habe ich damals wirklich nicht geglaubt." Er distanzierte sich damit aber nur von der Wortwahl, in keiner Weise jedoch vom Inhalt seiner Artikel. Stattdessen verteidigte er unaufhoerlich seine Degenerationslehre, die er der Domestikation zuschrieb: dabei gleiche der Stadtmensch dem degenerierten Haustier. Der von ihm ausgemachte Schoenheitsinstinkt - ein angeborenes Schoenheitsempfinden - weist nicht zufaellig in die Richtung des vom Nationalsozialismus propagierten Schoenheitsideals. In seinem Buch "Die acht Todsuenden der zivilisierten Menschheit" bedauert Lorenz 1971 den "genetischen Verfall" durch mangelnden "Selektionsdruck", sieht die "rebellierende Jugend" als soziale Parasiten und bemaengelt das "Abreissen der Tradition". Alles im allem predigt Lorenz ein faschistoides Menschenbild, in dem stramme naturverbunde Maenner und Frauen "jene Freude" erleben, "die durch herbe Anstrengung beim Ueberwinden von Hindernissen gewonnen werden kann" und ihre Wuensche und Ziele hinter das Ueberleben der Gattung reihen. Er vertritt eine vollkommene fortschritts- und technikfeindliche Ideologie und sieht das Heil in Traditionen und Natur. Seine "Liebe zur Natur" machte ihn zum grossen Vorbild und Mitstreiter der Oekologiebewegung. Und so wurde der "Vater der Graugaense" auch noch zum - zumindest namentlichen - Vater des Volksbegehrens fuer die Hainburger Au. Seine haeufigen Radio und Fernsehauftritte und seine darin vermittelten populaerwissenschaftlichen Inhalte machten ihn in Oesterreich zu dem wohl bekanntesten und beliebtesten Wissenschafter. Seine "erdige" Art und die Tatsache, dass er als "echter" Oesterreicher einen Nobelpreis sein Eigen nennen durfte, erfuellt noch heute die Herzen der Oesterreicher mit Stolz und Patriotismus. Von seiner Rolle im Nationalsozialismus will fast niemand etwas wissen, und wenn doch jemand darueber das Schweigen bricht, dann wird sie/er bruesk zurechtgewiesen. Auch Lorenz und seine Juenger liessen sich nicht lumpen und beschimpften KritikerInnen als "Drecksschleudern" und "Gsindel". Warum diese Weigerung? Ist es, weil das Ansehen eines Volkshelden nicht beschmutzt werden darf? Oder vielleicht, weil in diesem Land noch immer zu viele den Theorien von Konrad Lorenz einiges abgewinnen koennen? Vielleicht hatte Konrad Lorenz doch recht, als er schrieb:" Ich glaube, wir Oesterreicher sind die aufrichtigsten und ueberzeugtesten Nationalsozialisten ueberhaupt!" Rosa Antifa Wien (RAW) November 2004 Kasten: Konrad Lorenz im O-Ton Ich war als Deutschdenkender und Naturwissenschaftler selbstverstaendlich immer Nationalsozialist und aus weltanschaulichen Gruenden erbitterter Feind des schwarzen Regimes (nie gespendet oder geflaggt) und hatte wegen dieser auch aus meinen Arbeiten hervorgehenden Einstellung Schwierigkeiten mit der Erlangung der Dozentur. Ich habe unter Wissenschaftlern und vor allem Studenten eine wirklich erfolgreiche Werbetaetigkeit entfaltet, schon lange vor dem Umbruch war es mir gelungen, sozialistischen Studenten die biologische Unmoeglichkeit des Marxismus zu beweisen und sie zum Nationalsozialismus zu bekehren. Auf meinen vielen Kongress- und Vortragsreisen habe ich immer und ueberall mit aller Macht getrachtet, den Luegen der juedisch- internationalen Presse ueber die angebliche Beliebtheit Schuschniggs und ueber die angebliche Vergewaltigung Oesterreichs durch den Nationalsozialismus mit zwingenden Beweisen entgegenzutreten. Dasselbe habe ich allen auslaendischen Arbeitsgaesten auf meiner Forschungsstelle in Altenberg gegenueber getan. Schliesslich darf ich wohl sagen, dass meine ganze wissenschaftliche Lebensarbeit, in der stammesgeschichtliche, rassenkundliche und sozialpsychologische Fragen im Vordergrund stehen, im Dienste Nationalsozialistischen Denkens steht! (Aus dem Antrag von Konrad Lorenz zu seiner Aufnahme in die NSDAP) -- ############ RAW ############# Rosa Antifa Wien c/o Rosa Lila Tip Linke Wienzeile 102 A-1060 Wien AUSTRIA ------------------------- E-Mail: raw at raw.at Web: http://www.raw.at Board: http://www.n3tw0rk.org ------------------------- PGP-Key available here: http://www.raw.at/sub/kontakt/raw.asc ############ RAW ############# ================================================== 06 EU-Kommission/Abstimmung/Steirer/KPÖ KPÖ Steiermark ================================================== KPÖ Steiermark Lagergasse 98a 8020 Graz Tel. 03 16 / 71 24 36 Fax 03 16 / 71 62 91 email: kp.stmk at kpoe-graz.at Donnerstag, 18. November 2004 Presseinformation der KPÖ Steiermark EU-Kommission: Keine Gegenstimme der Steirer "Es ist schade, dass die beiden EU-Abgeordneten aus der Steiermark Rack (VP) und Leichtfried (SP) heute nicht gegen die neue EU- Kommission gestimmt haben, wie dies 5 von 18 österreichischen VertreterInnen getan haben". Das sagte der steirischer KPÖ-Vorsitzende Franz Stephan Parteder am Donnerstag. Das neue Kommissionsteam von José Manuel Barroso ist nicht viel besser als das alte. Es steht weiterhin für einen harten neoliberalen Kurs, der die Interessen von Großkonzernen und Unternehmen vertritt, das europäische Sozialmodell in seiner bisherigen Form möglichst reibungslos entsorgen soll und den Rüstungskurs auf dem Weg zur Supermacht EU weiter forciert. Folgenden Worten der deutschen EU-Abgeordneten Sahra Wagenknecht zur heutigen Bestätigung der EU-Kommission kann man nur zustimmen:"Wie groß der Unmut im Parlament weiterhin ist wird dadurch belegt, dass sich überraschend viele Parlamentarier dem Druck zu einer Zustimmung zur Kommission widersetzten und dagegen stimmten oder sich enthielten. Dass es trotz der gravierenden Mängel des Kommissionsvorschlags und der massiven Auseinandersetzungen der letzten Wochen dennoch zu einer deutlichen Mehrheit reichte, zeigt jedoch zum einen die fest gefügte grundlegende neoliberale Ausrichtung einer Parlamentsmehrheit, zum anderen entlarvt er die vor nicht einmal einem Monat stattgefundene Inszenierung eines kritischen Parlaments, das ernsthaft und konsequent eine Auseinandersetzung einfordert, weitgehend als Farce." Rückfragehinweis: 0316 71 24 79 KPÖ-Steiermark Lagergasse 98 a 8020 Graz Tel.: 0316 71 24 36 Fax 0316 71 62 91 email: kp.stmk at kpoe-graz.at; kpoe_stmk at hotmail.com ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< SOLIDARITÄT WELTWEIT ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 07 Niederlande: Schreckhaftes Aufwachen "Wadi e.V. Wien" ================================================== Schreckhaftes Aufwachen Von Ermittlungserfolgen, Brandanschlägen und der Sehnsucht nach Ruhe. Die niederländische Woche nach dem Mord an Theo van Gogh. von udo van lengen Man darf nicht alle Marokkaner unter Generalverdacht stellen«, meint Bram de Groot, ein Student aus Amsterdam. Es sei an der Zeit, gegen die Gewaltspirale in den Niederlanden aufzustehen und zur Besinnung aufzurufen, erklärt er. Man müsse endlich aus der kollektiven Ohnmacht aufwachen. Kaum eine Woche nachdem der Jihad in den Niederlanden begonnen hat - so stuft zumindest das Kabinett den Mord an Theo van Gogh ein -, überlegen de Groot und andere Studenten, zu Friedensdemonstrationen aufzurufen. Blieb es unmittelbar nach dem Mord an dem Filmemacher Theo van Gogh relativ ruhig, so wütete während der vergangenen Woche die politische Gewalt in den Niederlanden umso heftiger. Mehr als 20 muslimische Einrichtungen sowie ein halbes Dutzend Kirchen wurden angegriffen. Auf der Tätersuche tappt die Polizei weitgehend im Dunkeln. Ein Mann konnte verhaftet werden, der sich mit einem Molotow-Cocktail auf den Weg zur Moschee in Ijsselstein bei Utrecht gemacht hatte. Vor allem in den kleinen Städten im Osten der Niederlande ist das Entsetzen über das Ausmaß der Gewalt groß. In Uden, einem Städtchen in der Provinz Brabant, brannte die muslimische Grundschule nieder. Nun fragt man sich dort: Was haben die Schulkinder aus Uden mit dem Mord an Theo van Gogh in Amsterdam zu tun? »Wir gehen hier doch wirklich tolerant miteinander um«, gibt der Udener Leo Scheenen gegenüber der Tageszeitung Volkskrant seinen Unmut zu Protokoll. »Wenn es einen Ort gibt, wo die Integration erfolgreich war, dann ist es Uden«, meint ein anderer Einwohner. Unterdessen präsentieren die Ermittler täglich neue Details aus dem Umfeld des mutmaßlichen Mörders Mohammed B. Am Mittwoch vergangener Woche wurden in einer landesweiten Polizeiaktion sieben mutmaßliche Terroristen verhaftet. In Den Haag kam es dabei zu schweren Schießereien mit der Polizei. Vier Beamte und einer der Gesuchten wurden dabei verletzt. Die Verdächtigen sollen Mitglied der Hofstadgroep sein, einer Gruppe um den seit Juni inhaftierten 18jährigen Samir A. Ihnen wird vorgeworfen, Anschläge auf Politiker geplant zu haben, darunter die Abgeordnete Hirsli Ali, die auch die Drehbuchautorin von Theo van Goghs islamkritischem Film ist. Mittlerweile gehen die Ermittler davon aus, dass in den Niederlanden etwa 1000 Muslimfundamentalisten leben und Verbindungen zu internationalen Netzwerken unterhalten. Die Gruppe, zu der Mohammed B. gehört, soll Kontakt zu einer spanischen Gruppe namens »Märtyrer für Marokko« gehabt haben, die u.a. einen Anschlag auf den nationalen spanischen Gerichtshof plante. Als wichtigstes Mitglied gilt der Ende August in der Schweiz verhaftete Mohammed Achraf. Er soll die niederländische Hofstadgroep finanziell unterstützt und aus dem Schweizer Gefängnis mit Mohammed B. telefoniert haben, so die Ermittler. Dass die Hofstadgroep und ihre internationalen Verbindungen erst jetzt zum Thema werden, beschäftigt nun das Parlament in Den Haag. Was wusste der niederländische Geheimdienst vor dem Mord an van Gogh, fragen viele Parlamentarier nicht nur der Opposition. Innenminister Johan Remkes wurde vom Fraktionschef seiner eigenen rechtsliberalen Partei das Vertrauen entzogen. Ministerpräsident Jan-Peter Balkenende widersprach der Rücktrittsforderung. In Krisenzeiten wie diesen brauche man Ruhe im Kabinett, so Balkenende. Eine Regierungskrise würde die Unsicherheit im Lande nur vergrößern. Für viele Marokkaner ist sie bereits so groß, dass sie sich in den Niederlanden nicht mehr sicher fühlen. Sie haben den Eindruck, dass alle Marokkaner als kriminell angesehen werden. Einige marokkanische Familien überlegen sogar, die Niederlande zu verlassen. Die gegenwärtige Eskalation kennt keine Gewinner, nur jede Menge Verlierer. Jungle World, Nummer 48 vom 17. November 2004 www.jungle-world.com ------------------------------------------------ Wadi - Verband für Krisenhilfe und solidarische Entwicklungszusammenarbeit e-mail: wadi_wien at hotmail.com Tel.: 0664/9972139 Spendenkonto in Österreich: Kontonummer 07.405.301 Evangelische Kreditgenossenschaft eG BLZ 31800 Spendenkonto in Deutschland Kontonummer 612305-602 bei der Postbank Frankfurt/M. BLZ: 500 100 60 Website mit weiteren Informationen zu Projekten von Wadi e. V. und politischen Hintergrundinfos: www.wadinet.de ================================================== 08 Sudan: Vorwurf des Völkermords belegt Gesellschaft für bedrohte Völker ================================================== GESELLSCHAFT FÜR BEDROHTE VÖLKER PRESSEERKLÄRUNG Göttingen/Berlin, den 18.11.2004 Weltsicherheitsrat berät in Nairobi über Völkermord im Sudan (18.11.2004) Gesellschaft für bedrohte Völker belegt Vorwurf des Genozids in Darfur In einem am Donnerstag in Göttingen veröffentlichten Report hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) den Vorwurf gegen die sudanesische Regierung bekräftigt, im Westen des Sudan werde Völkermord verübt. In dem 17seitigen Report werden die Ergebnisse einer Befragung von Darfur-Flüchtlingen durch eine dreiköpfige GfbV- Untersuchungsmission in Camps im Tschad zusammengefasst, die belegen, dass die Terror verbreitenden Janjaweed-Milizionäre eng mit der sudanesischen Armee zusammenarbeiten. So erklärten 93,5 Prozent der mehr als 300 Interviewten, dass Janjaweed gemeinsam mit regulären Soldaten ihre Dörfer überfielen. Auch berichteten 81,5 Prozent der Flüchtlinge, vor dem Überfall sei ihr Dorf von sudanesischer Luftwaffe angegriffen worden. Die sudanesische Regierung hat bislang jede Verantwortung für den Terror der Milizen bestritten. "Doch der Sudan macht sich des Genozids schuldig, wenn schwer bewaffnete sudanesische Soldaten regelmäßig mit ihren Fahrzeugen an den Angriffen auf Zivilisten beteiligt sind", erklärte der GfbV-Afrikareferent Ulrich Delius. Die meisten Flüchtlinge seien noch immer traumatisiert und berichteten über schreckliche Menschenrechtsverletzungen der Angreifer. So erklärten 96,3 Prozent der aus 130 unterschiedlichen Dörfern stammenden von dem GfbV-Team befragten Flüchtlinge, sie seien Augenzeugen von Erschießungen gewesen. Mehr als 94 Prozent aller Befragten verloren bei den Überfällen ihre Ernte und ihr Vieh. 94,5 Prozent sagten aus, ihr Haus sei niedergebrannt worden. Über die Vergiftung ihrer Brunnen berichteten 92,5 Prozent der Interviewten. "Diese Zahlen belegen, dass die sudanesischen Soldaten und Milizionäre der örtlichen Bevölkerung systematisch die Lebensgrundlage entziehen wollen, um sie dauerhaft zu vertreiben und die Gebiete ethnisch zu säubern", sagte Delius. "Wer systematisch einer Bevölkerungsgruppe die Lebensgrundlage entzieht, verübt Genozid gemäß Artikel 2 der Völkermordkonvention. Der Genozid-Vorwurf ist aber auch gerechtfertigt, weil der Sudan zwischen April 2003 und August 2004 seine eigene Bevölkerung in Darfur ausgehungert hat und humanitäre Hilfe gezielt blockiert hat." "Der Weltsicherheitsrat muss endlich den Druck auf die sudanesische Führung erhöhen, sonst macht er sich zum Komplizen von Völkermördern", forderte die GfbV. So müsse ein Öl- und Waffenembargo gegen den Sudan verhängt werden, die Gelder der sudanesischen Führung eingefroren und eine humanitäre Intervention ernsthaft angedroht werden. Der Sicherheitsrat tagt am Donnerstag in Nairobi. Für Nachfragen und Interviews ist der GfbV-Afrika-Experte Ulrich Delius erreichbar unter Tel. 0160 95 67 1403. Gern übersenden wir Ihnen auch unseren Menschenrechtsreport per Fax, E-Mail oder mit regulärer Post. ========================================================= Gesellschaft fuer bedrohte Voelker e.V. (GfbV) Inse Geismar, Pressereferentin Postfach 2024, D-37010 Goettingen Tel. +49/551/49906-25, Fax:+49/551/58028 E-Mail: presse at gfbv.de, Homepage:http://www.gfbv.de ========================================================== ================================================ C) TERMINE ================================================ ======================== Freitag http://www.mund.at/butt/Termine/November/1911.htm Samstag http://www.mund.at/butt/Termine/November/2011.htm Sonntag http://mund.at/butt/Termine/November/2111.htm ======================== ================================================ D) EDITORIAL ================================================ Für den Inhalt verantwortlich: Ihr. E-Mail-Adresse für Beiträge: widerstand at no-racism.net geschickt. widerst at nd MUND und alle Termine täglich aktualisiert im Web: http://www.no-racism.net/MUND Ziel von MUND (medienunabhängiger Nachrichtendienst) ist die unzensurierte und möglichst rasche Information über gesellschafts- politisch relevante Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu Widerstand und Antirassismus sowie verwandte Themen. sollen einen Titel, Namen und Emailadresse der/des AutorIn enthalten und möglichst kurz und prägnant gehalten sein, ev. mit Hinweis, wo weitere Informationen eingeholt werden können. Bitte keine Attachments! Die inhaltliche und sachliche Verantwortung liegt bei der/dem jeweiligen AutorIn bzw. jenen, die uns die Beiträge schicken. Der MUND wird von einzelnen TagesredakteurInnen zusammengestellt. Da Fehler nicht ausgeschlossen sind, bitten wir, nicht veröffentlichte Beiträge nochmals an widerstand at no-racism.net zu senden. Die Weiterleitung (auch auszugsweise) ist erwünscht. Beiträge mit rassistischen oder sexistischen Inhalten werden nicht veröffentlicht. Sehr persönliche Meldungen werden wir an den betreffenden Adressaten weiterleiten, aber nicht im MUND veröffentlichen. Die bisherigen Ausgaben sind unter http://www.no-racism.net/MUND archiviert. Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage: * Wann: Sonntag, 11.11.2001, 11:11 Uhr * * Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" * * Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf * * Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie. Aber kurz und prägnant.* Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch stillschweigend Zensur zu üben. Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die Nichtaufnahme geliefert. (Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.) Die AbsenderInnen der betroffenen Beiträge werden hiervon informiert. Im Sinne einer "gläsernen Zensur" könnt ihr Euch die Beiträge gerne extra schicken lassen: Ein kurzes Mail an widerstand at no-racism.net genügt. ================================================ E) VERTEILERLISTE ================================================ Zur Eintragung in diesen Verteiler bitte direkt subskribieren unter http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/analle oder von der einzutragenden Adresse aus ein mail schicken an: admin at no-racism.net mit folgendem Text: subscribe no-racism Bitte wegen Automatisierung diesen Wortlaut verwenden! Zur Austragung aus dieser Liste bitte an zusammengestellt. Bitte keine Attachments! (werden nicht angenommen) Weggelassen: Nix Redaktionsschluss für diese Ausgabe: Do 20:00 Uhr III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III widerst at nd-MUND is powered by http://alt.strg.at/ From analle at no-racism.net Mon Nov 22 10:07:40 2004 From: analle at no-racism.net (analle at no-racism.net) Date: Mon, 22 Nov 2004 10:07:40 +0100 Subject: MUND: Montag, 22. November 2004 Message-ID: MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst www.no-racism.net/mund Montag, 22. November 2004 ================================================ A) INHALT ================================================ ============================================== 01 meine freundin sitzt in schubhaft! From: arge.frauen at chello.at ============================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ============================================== 02 VolxTheaterKarawane vor Gericht From: flo at no-racism.net ============================================== 03 Irakische Frauen und Mädchen From: wadi_wien at hotmail.com ============================================== 04 Interkulturelle Akzente From: kogoj at initiative.minderheiten.at ============================================== 05 Der mehrsprachige Kindergarten From: heike.warmuth at gruene.at ============================================== 06 Empire und Multitude From: cafe.critique at gmx.net ============================================== 07 Depot-Programm From: depot_news at mailman.sil.at ============================================== 08 7.12. Finale Österreichischer World Music Preis From: office at gamuekl.org ============================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND KOMMENTARE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ============================================== 09 Proteste gegen Folterbefürworter From: kampagne at libertad.de ============================================== 10 EU-Schlachtgruppen From: office at friedensvolksbegehren.at ============================================== 11 Schlachtgruppen/Neutralität/KPÖ From: kpoe_stmk at hotmail.com ============================================== 12 Zum Konrad-Lorenz-Kommers From: raw at raw.at ============================================== 13 Frühwarnsystem sollte unnötig sein From: selma.schmid at aks.at ============================================== 14 Kosovo: Rücktritt von BND-Chef gefordert From: gfbv.austria at chello.at ============================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< DISKUSSION ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ============================================== 15 Lettera aperta/Offener Brief an Walter Baier From: stefano at rifondazione.at ============================================== ================================================ B) TEXTE ================================================ ============================================== 01 meine freundin sitzt in schubhaft! From: arge.frauen at chello.at ============================================== Hallo Frauen, hallo MundlerInnen! Eine afrikanische Frau, nach einem abgelehnten Asylantrag, muss sich einer schweren OP unterziehen, kommt dadurch in Schubhaft und ist jetzt, frisch operiert, im Schub-Häfen. Sie ist nicht nur krank, sondern schwebt in Gefahr, abgeschoben zu werden. Das sind die Menschrechte in Österreich. Diese und auch die andren Abschiebungen von Afrikanerinnen und Frauen aus buchtstäblich aller Herren Länder, müssen aufgezeigt und müssen verhindert werden! Weltweit sind mehr Frauen und Kinder als Männer auf der Flucht, bewegen sich innerhalb der Kontinente, die wenigsten kommen aber nach Europa. Warum wohl? Frauen wollen sich nun gemeinsam mit den Betroffenen organisieren, um diesen Abschiebereien, die Folter und Mord bedeuten, aufzuzeigen und zu verhindern. Wenn eine Interesse hat, logistisch, mit Geld, mit Arbeit, .... sich einzubringen, also Widerstand zu leisten, gegen den tagtäglichen patriarchalen Wahnsinn, der die Schwächsten zuerst trifft, bitte ein Mail an arge.frauen at chello.at, Kontakt wird hergestellt. Am 25. November sind global FrauenLesben gegen Männergewalt an Frauen auf den Strassen. Diese Männergewalt ist im Patriarchat auch die Staatsgewalt. Frauen wollen nicht nur überleben, sie wollen leben und müssen das Patriarchat aus den Angeln heben. ! Solidarität ist eine Waffe und unsere Stärke ! Aufruftext: Seit einem Jahr betreue ich Afrikanerinnen, die bei Frau Ute Bock wohnen. Eine dieser Frauen sitzt seit 5 Tagen in Schubhaft obwohl sie sich vor ca. 14 Tagen einer schweren Operation unterziehen musste. Wir wurden zwar bei der Caritas gewarnt, daß bei Zustimmung einer Annahme der Sozialversicherung für sie die Gefahr besteht, von der Fremdenpolizei abgeholt zu werden. Alle Daten von versicherten Flüchtlingen werden an die Fremdenpolizei weitergegeben. Sie kam 2001 nach Österreich. Die Begründung für ihr Asylansuchen war, so wie in unzähligen anderen Fällen, die Zwangsheirat mit Gewaltfolgen und Morddrohungen. Aus dieser Zeit stammen auch mehrere Narben und eine Schusswunde (vom Ger.med. bestätigt). Der Antrag wurde abgelehnt. Es folgte Aufenhaltsverbot. Ein Jahr später erkrankte sie und wurde 1 ½ Jahre falsch behandelt (ist zu beweisen). Erst als mir ihr zu häufiges erkranken aufgefallen ist, sind wir gemeinsam zum empfohlenen Arzt gegangen. Diagnose: schweres Asthma. Kurze Zeit später die nächste schlimme Diagnose: dringend notwendige OP an der Gebärmutter. Wir wussten, daß durch eine OP die Gefahr besteht, von der Fremdenpolizei ins Visier genommen zu werden. Nach nochmaligen genauen Entersuchungen bei einer Frauenärztin stand fest, daß sie operiert werden mußte. Sie nahm Ressourcen in Anspruch und jetzt bekommt sie Sanktionen spüren. Meine Sorge ist, das ihr im Gefängnis etwas zustoßen kann. Sie hat eine 20cm große, frische Narbe. Letzte Woche am Donnerstag war ich sie im Spital besuchen. Es ging ihr nicht besonders gut. Sie hatte Schmerzen und konnte nur mit fremder Hilfe gehen. Ich habe große Angst, daß sie im Gefängnis sterben wird. Eine Abschiebung würde sie auch nicht überleben. Anwalt ist eingeschalten Sofortige Legalisierung aller Papierlosen!!! ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ============================================== 02 VolxTheaterKarawane vor Gericht From: flo at no-racism.net ============================================== Festival der Regionen-Nachspiel am 25.11. im Bezirksgericht Lambach Im Rahmen des Festivals der Regionen 2003 führte die VolxTheaterkarawane im Realgymnasium Lambach eine künstlerische Aufführung zwecks Erhebung biometrischer Daten von Schülerinnen und Schülern durch. Nach Polit-Interventionen durch LH Pühringer und Dialogverweigerung von Seiten des RG Lambach stehen nun vier VolxTheater-AktivistInnen wegen Amtsanmaßung und Täuschung vor Gericht. Oberösterreichs Landeshauptmann Josef Pühringer intervenierte bereits während des Festivals der Regionen 2003 bei den Behörden: "Dazu darf ich mitteilen, dass ich ihre Informationen selbstverständlich sofort und umgehend an die Staatsanwaltschaft und die Sicherheitsdirektion des Bundeslandes Oberösterreich zur Prüfung der strafrechtlichen Tatbestände weitergegeben habe", so LH Pühringer in einem Brief an den Direktor des Realgymnasiums Lambach (liegt dem Gerichtsakt bei). Biometrie wurde von den Nationalsozialisten zur Wissenschaft erhoben und erfreut sich in den Überwachungsdiskursen der Vergangenen Jahre wieder zunehmend an Beliebtheit. Mit ihren Aktionen während des Festivals der Regionen 2003 machte die VolxTheaterKarawane auf die kurz zuvor beim EU-Gipfel in Thessaloniki beschlossenen Maßnahmen bezüglich biometrischer Daten in EU-Pässen aufmerksam. Die Verwendung biometrischer Daten dürfte sich trotz aller Bedenken sowohl innerhalb der Europäischen Union als auch in den USA durchsetzen. Nun soll ausgerechnet die erste künstlerisch-kritische Hinterfragung zur Erfassung biometrischer Daten in Oberösterreich, die die VolxTheaterKarawane im Sommer 2003 durchführte, die Gerichte beschäftigen. "Über Freiheit oder Kriminalisierung kritischer KünstlerInnen in Österreich wird am 25. November das Bezirksgericht Lambach entscheiden", so Fritz Fluchthelfer von der VolxTheaterKarawane. Verhandlung im und Aktionen vor dem Gerichtsgebäude: 25. November 2004, ab 9:00 Uhr Bezirksgericht Lambach, Bahnhofsstraße 1, 4650 Lambach Der Bestrafungsantrag der Staatsanwaltschaft Wels: http://no-racism.net/noborderlab/strafantrag Videos zur Aktion: http://no-racism.net/noborderlab/video Informationen zu Biometrie (no-racism.net): http://no-racism.net/thema/43/ Bei etwaigen Rüchfragen wenden sie sich bitte an das Büro Mag. Embacher: ++43 1 503 24 04 // office at anwaltsbuero.at oder an noborder at no-racism.net -- This mail was sent through the strg.at network. http://strg.at _______________________________________________ ============================================== 03 Irakische Frauen und Mädchen From: wadi_wien at hotmail.com ============================================== Der Krieg im Inneren Irakische Frauen und Mädchen zwischen Demokratie & Terror Freitag, 26. November 2004 | 19.00 Uhr Humboldt-Universität| Hauptgebäude| Unter den Linden 6|Raum 30.38 Eine Veranstaltung von WADI e.V. - Verband für Krisenhilfe und solidarische Entwicklungs- zusammenarbeit, mit Unterstützung des Europäischen Zentrums für kurdische Studien/Berlin, des RefRats der HU-Berlin und der Kurdistan AG der FU-Berlin. Terror und Gewalt kennzeichnen das Bild des Irak auch anderthalb Jahre nach dem Ende des Krieges. Entwicklungen, die außerhalb der Auseinandersetzung zwischen der irakischen Übergangsregierung und den Koalitionstruppen auf der einen, islamischen und nationalistischen Terroristen auf der anderen Seite liegen, werden zumeist nur am Rande wahrgenommen. Zumal über die Situation irakischer Frauen, die mit dem Sturz des Ba'thstaates die Hoffnung auf mehr Rechte und eine größere Beteiligung an den politischen Entwicklungen des Landes verbanden, herrscht weitgehend Unkenntnis. Bis heute hat sich das Bild eines zwar diktatorischen aber doch säkularen Staates erhalten, der Frauen stärker als in anderen Ländern der Region an Bildung und Wirtschaftsleben partizipieren ließ. Tatsächlich aber litten Frauen unter dem Regime Saddam Husseins unter einer Vielzahl von Repressionen. Nach dem Sturz der Diktatur sind im ganzen Irak Fraueninitiativen entstanden, die sich für mehr Rechte und eine stärkere Beteiligung von Frauen in politischen Gremien und dem öffentlichen Leben einsetzen. Im Frühjahr 2004 verhinderten irakische Frauenrechtlerinnen, dass Regelungen aus der Scharia im Familien- und Zivilrecht übernommen wurden, wie es islamische Parteien im Regierungsrat durchsetzen wollten. Vielerorts sind Frauenzentren entstanden, in denen Opfer männlicher Gewalt betreut werden oder Frauen eine Ausbildung erhalten. Doch Aktivistinnen und Initiativen sind immer stärker bedroht vom Terror islamistischer Gruppen vor allem im Zentralirak. Häusliche Gewalt, sogenannte »Verbrechen der Ehre« und auch Genitalverstümmlungen sind vor allem in ländlichen Regionen verbreitet. Über die Situation der Frauen im Irak und die Bewältigung der diktatorischen Vergangenheit, über den Terror islamistischer und nationalistischer Gruppen sowie über die Chancen und Perspektiven irakischer Frauen sprechen: Adrin Takhsh, Assyrische Frauenunion in Deutschland, Rüdesheim Adrin Takhsh wird über die Situation im Zentralirak und vor allem in Bagdad berichten, über die Gewalt islamischer Milizen gegen Frauen und die Probleme irakischer Christinnen, sich gegenüber der Gewalt zu behaupten. Amira Voss, irakische Juristin, Berlin Amira Voss wird über die (rechtliche) Situation von Frauen vor und nach dem Sturz des Ba'thregimes sprechen, über Entwicklungen im Nordirak, wo Fraueninitiativen bereits seit Jahren aktiv für mehr Rechte streiten sowie über die Chancen und Perspektiven der Beteiligung von Frauen an einem neuen Irak. Mary Kreutzer, Projektleiterin WADI/Österreich, Wien Mary Kreutzer wird über ihre Erfahrungen der konkreten Arbeit mit Frauen im Nordirak sprechen, wo WADI Frauenzentren unter anderem in der Hauraman-Region unterstützt, die jahrelang von der radikal-islamischen »Ansar al-Islam«-Miliz kontrolliert wurde, sowie über Gewalt gegen Frauen und Genitalverstümmlungen. Christian Knoop, WADI, Frankfurt/Main Christian Knoop forscht über Geschlechterverhältnisse und Homosexualität im Nahen Osten. Er wird über die Probleme der männlich dominierten Gesellschaft, über Sexualvorstellungen und die Folgen für das Geschlechterverhältnis sowie die Vorstellungswelt gewalttätiger Männer sprechen. ******************************************************************** Hintergrund: Frauen im Irak Das Erbe der Diktatur Die Aufgabe, die den irakischen Frauen unter dem Ba'thstaat zukam, beschrieb 1991 die staatseigene Zeitung »Al-Jumhurriyah« folgendermaßen: »Jede irakische Mutter muss ihrem Säugling beibringen, wie man schießt, kämpft und heldenhaft stirbt.« Der radikale Nationalismus der Ba'thpartei war - vom Bild des »gütigen Vaters« Saddam Hussein und dem des Volkes als »unschuldig und rein« bis zur Kennzeichnung westlich-liberaler Demokratie als »Hure« - vollständig von einer männlichen Vorstellungswelt geprägt. In der alltäglichen Praxis hatten Frauen praktisch keinerlei Möglichkeiten, an politischen Entscheidungen zu partizipieren. Im Gegenteil: Obwohl der irakische Staat gerne damit warb, Schutz und Gleichberechtigung von Frauen rechtlich zu garantieren, wurden die Rechte irakischer Frauen stark eingeschränkt. Frauen durften nicht ohne männliche Begleitung das Land verlassen; innerfamiliäre Gewalt gegen Frauen aus »Gründen der persönlichen Ehre« bis hin zum Mord waren per Gesetz ausdrücklich erlaubt (die UN Frauenorganisation UNIFEM schätzt, dass mehr als 4.000 Frauen im Rahmen dieser Gesetzgebung legal ermordet wurden); Vergewaltigungen und Folter weiblicher Angehöriger wurden regelhaft eingesetzt, um Aussagen Inhaftierter zu erpressen; Frauen, der Prostitution beschuldigt, wurden öffentlich enthauptet. Gewalt und Angst prägte das Verhältnis von Bürger und Staat. Terror und Ausnahmezustand Islamistische und nationalistische Rebellengruppen setzen diese Gewalt fort. Islamische Milizen zwingen Frauen zur Verhüllung, halten Mädchen vom Schulbesuch ab und bedrohen Frauen, die sich ihrem Zwangsregime widersetzen. Im September 2003 wurde Aqila al-Hashimi, eine der damals drei Frauen im Regierungsrat, ermordet, im März 2004 starb die amerikanische Frauenrechtlerin Fern L. Holland bei einem gezielten Anschlag. Frauenaktivistinnen, Richterinnen und Anwältinnen, Journalistinnen und Lehrerinnen, die in der Öffentlichkeit auftreten, werden regelmäßig bedroht. Zu Opfern der Gewalt werden auch Frauen, die mit der Koalitionsverwaltung »kollaborieren«, wie vier Wäscherinnen, die in Bagdad im Januar 2004 ermordet wurden. Das Klima allgemeiner Angst und Gewalt in den Unruheregionen trifft Frauen auf vielfältige Weise. Frauen und Mädchen trauen sich in diesen Gebieten vielfach nicht, das Haus zu verlassen, weil »Aufständische« - die sich zum großen Teil aus den ehemaligen Mitarbeitern der Armee und der Sicherheitskräfte der gestürzten Diktatur, aus perspektivlosen jungen Männern und Kriminellen rekrutieren - rücksichtslos gegen Zivilistinnen vorgehen. Human Rights Watch berichtet von einer hohen Zahl an Vergewaltigungen, Entführungen und Morden an Frauen. Häusliche Gewalt und gesellschaftlicher Ausschluss Äußere Gewalt und Bedrohung werden regelhaft nach Innen weitergeleitet. Die Legalisierung häuslicher Gewalt gegen Frauen unter Saddam Hussein hat zu einer vollständigen Verfügungsgewalt der Männer über ihre weiblichen Angehörigen geführt. Frauen, die vermeintlich die Ehre der Familie verletzt haben, werden nicht selten grausam ermordet oder in den Selbstmord getrieben. Zwangsehen und Genitalverstümmlungen sind in ländlichen Gebieten nach wie vor verbreitet. Frauen werden vielfach daran gehindert, Schulen zu besuchen oder eine Ausbildung zu absolvieren. Über 40 % der irakischen Frauen, schätzt die Weltbank, sind Analphabetinnen. Vor dem Irakkrieg besuchten in den von der Hussein-Regierung kontrollierten Gebieten lediglich 35 % der Mädchen eine Schule. Frauen sind in besonderem Maße auch von der ökonomischen Situation des Landes getroffen. Nur etwa 10 % der Frauen gingen der UN Entwicklungsorganisation UNDP zufolge vor dem Krieg einer »wirtschaftlichen Tätigkeit« nach, während die Zahl der weiblich geführten Haushalte in Folge von Kriegen und Säuberungskampagnen, bei denen Männer verschleppt oder getötet wurden, enorm angestiegen ist. Der Human Development Report der Vereinten Nationen listete den Irak 2002 auf Platz 126 von insgesamt 174 Staaten ein, was Gleichberechtigung und Frauenrechte betrifft. Fraueninitiativen und demokratischer Wiederaufbau Etwa 60 % der irakischen Bevölkerung sind weiblich. Mit dem Sturz Saddam Husseins sind im gesamten Land Fraueninitiativen entstanden, die für mehr Rechte und eine stärkere Beteiligung von Frauen an politischen Entscheidungen eintreten. Anlaufstellen wurden eröffnet, in denen Frauen in Krisensituationen und Opfer männlicher Gewalt professionelle Hilfe finden, aber auch Frauenzentren mit Ausbildungskursen, Internetcafés und Frauenbibliotheken. Auf mehreren Konferenzen haben sich irakische Frauen für eine stärkere Repräsentation in der Übergangsregierung eingesetzt und verhindert, dass Regelungen aus der Scharia im Familien- und Zivilrecht übernommen wurden, wie es islamische Parteien im Regierungsrat durchgesetzt hatten. Im 25-köpfigen Übergangsrat befand sich bis Juni 2004 lediglich eine Frau. Von den 30 Ministern der jetzigen Übergangsregierung sind sechs weiblich. Die Übergangsverfassung legt für die Nationalversammlung eine Quote von 25 % weiblicher Abgeordneter fest. In allen Teilen des Landes engagieren sich Frauenrechtlerinnen gegen die »Geschlechterapartheid« im Irak. ------------------------------------------------ Wadi - Verband für Krisenhilfe und solidarische Entwicklungszusammenarbeit e-mail: wadi_wien at hotmail.com Tel.: 0664/9972139 Spendenkonto in Österreich: Kontonummer 07.405.301 Evangelische Kreditgenossenschaft eG BLZ 31800 Spendenkonto in Deutschland Kontonummer 612305-602 bei der Postbank Frankfurt/M. BLZ: 500 100 60 Website mit weiteren Informationen zu Projekten von Wadi e. V. und politischen Hintergrundinfos: www.wadinet.de ============================================== 04 Interkulturelle Akzente From: kogoj at initiative.minderheiten.at ============================================== Interkulturelle AKZENTE 23. bis 26. November 04 23. November 04, 20.00 Uhr Die Menschenbühne-Erstes Wiener MigrantInnen-Theater "Gegenüber" Für eine junge ausländische Gelegenheitsprostituierte wird die Auseinandersetzung mit einem Kunden in einem Hotelzimmer zum Fanal ihrer eigenen Vergangenheit. Was als lockeres Gespräch beginnt, entwickelt sich angesichts eines schweigenden Freiers zum Verhör, zur Beichte, zum Geständnis. Das Stück ist eine Studie über den permanenten Identitätsverlust und vom Aufbrechen geschwürartiger Lebenslügen im Hohlraum des Schweigens. 24. November 04, 20.00 Uhr Ein Forumtheaterstück der Theatergruppe Wiegl "Bedingunglos für den Job - Betrug am Bau" ist ein interkulturelles Stück über Ausgrenzung und Betrügerei. Der Bau-arbeiter Jusef Säfi wird in seiner Suche nach Arbeit von (Schein-) Arbeitsfirmen betrogen und um seinen Lohn gebracht. Er versucht seine Rechte einzuklagen, jedoch ohne Erfolg. Wie kann Jusef sich gegen Betrug zur Wehr setzen? Eine erlebte Geschichte mit der Frage nach Veränderung. 25. November 04, 20.00 Uhr Wiener Vorstadttheater-Integratives Theater Österreich "Nachtasyl / Na dnje" Maxim Gorki schildert in seinem Stück archetypische Auswirkungen im Zusammenleben auf engstem Raum. Hier erleben seine Bewohner des Nachtasyls alle großen Themen menschlichen Seins: von Liebe und Haß, Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit bis hin zum Suizid. Sprache ist in der zweisprachigen Inszenierung Manfred Michalkes weit mehr als nur Kommunikationsmittel: sie wirkt hier auch als künstlerisches Ausdrucksmittel, das gemeinsam mit Lichteffekten, musikalischen Elementen u.v.a. die Verständlichkeit des Bühnengeschehens über alle Sprachbarrieren hinweg möglich macht. 26. November 04, 20.00 Uhr Verein Echo präsentiert die Gruppe Das Kunst "Dirty Dishes" ist die rabenschwarze "social comedy" über das Schicksal illegal beschäftigter Ausländer in der Küche einer Pizzeria. Die jungen MigrantInnen, die zum Überleben illegale Arbeit annehmen müssen, sind der Willkür ihres ausbeuterischen Chefs ausgeliefert. Es ist Silvester. Hochleistungshektik und Stress machen die Arbeit zum endlos scheinenden Zwangsaufenthalt im Gruselkabinett. Doch die Küchencrew gönnt sich ab und zu die nötigen Love-, Peace- und Fun-Einlagen. Jede Menge "dreckats Gschirr" wird gespült, geworfen und bisweilen zerschlagen, der Teig genudelt bis die Pizza zum Frisbee wird. Ein unterhaltsames Theaterstück, welches zum Nachdenken anregen soll. Theater AKZENT Karten Hotline: 501 65/3306 Tickets: Euro 15,-/ 12,- Tageskasse:1040 Wien, Argentinierstraße 37 von Montag bis Freitag von 8.00 bis 18.00 Uhr Weitere Infos finden Sie auf: http://www.akzent.at -- Dr. Cornelia Kogoj Initiative Minderheiten Gumpendorfer Str. 15/13 A-1060 Wien Tel.: (+43 1) 586 12 49-18 Fax: (+43 1) 586 82 17 www.initiative.minderheiten.at ============================================== 05 Der mehrsprachige Kindergarten From: heike.warmuth at gruene.at ============================================== AVISO/Wiener Grüne: Der mehrsprachige Kindergarten - Grüne präsentieren ihr Programm Thema: Die Wiener Grünen präsentieren ihr Programm für die Förderung von Kindern mit bi- und multilingualem Sprachhintergrund im Kindergarten. Mit: LAbg. Claudia Sommer-Smolik, Kinder- und Jugendsprecherin der Wiener Grünen Zeit: Dienstag, 23. November 2004, 10.30 Uhr Ort: Kindergarten in der Fesstgasse 12, 1160 Wien Achtung Fotoredaktionen! Wir laden alle MedienvertreterInnen herzlich dazu ein. Liebe Grüße, Heike Warmuth -- Mag. Heike Warmuth Pressesprecherin Grüner Klub im Rathaus Wiener Rathaus, Stiege 6, 1082 Wien Tel.: 4000-81814, Fax: 4000-99-81811 http://wien.gruene.at ============================================== 06 Empire und Multitude From: cafe.critique at gmx.net ============================================== Empire und Multitude Über die Welt Michael Hardts und Antonio Negris Vortrag von Fabian Kettner Dienstag, 23. November 2004 19.30 Uhr Café 7Stern, Siebensterngasse 31, 1070 Wien Anfang 2001 erschien die deutsche Übersetzung von Empire. Es sorgte für Furore in fast allen Feuilletons; in einigen Kreisen der Linken wurde es begeistert aufgenommen. Der Grund für diese Begeisterung ist nach der Lektüre unklar: was Hardt & Negri bieten, ist nichts Neues. Das ist nicht schlimm, aber wieso wird es dann dafür gefeiert? Empire ist zum einen ein Digest von soziologischen und politologischen Studien des letzten Jahrzehnts über Globalisierung: über die Veränderungen in der Arbeitswelt und ihrer Organisation, über das Verhältnis von erster, zweiter und dritter Welt zueinander, wie über das von Markt, Geld und Kapital auf der einen und Staat und Zivilgesellschaft auf der anderen Seite. Zum anderen ist Empire eine Revue von Theorien und Theorieversatzstücken und ein dropping von Theoretikernamen. Eklektizismus wäre ein Lob, dies aber setzte voraus, dass man verstanden hat, was man zusammenfügt. Tatsächlich aber tradieren Hardt & Negri, sowohl in ihrer Kritik wie in ihrer Fortentwicklung, v.a. die Fehler des Marxismus-Leninismus. Außerdem ist dieses update von Weltzustandsbeschreibung und Theoriestandard die Kulisse, in der Hardt & Negri ihre Weltanschauung entfalten. Sie schreiben also nichts Neues, aber sie artikulieren etwas. Sie soufflieren ihren begeisterten Rezipienten das, was sie schon immer, wenn schon nicht dachten, so doch zumindest in sich hatten; und was nun, nach der Lektüre, einen Ausdruck gefunden hat. Das movens in Empire ist eine Ontologie der "Menge" ("multitude"), mit deren manichäischem Antagonismus mit der Herrschaft, dem "Empire", Hardt & Negri Geschichtsphilosophie betreiben, an deren Ende die eschatologische Verheißung steht, wenn, nachdem die Entfremdung am größten, das Tal am tiefsten und die Not am höchsten, hinterrücks, durch und gegen die Intentionen der Herrschaft, der Kommunismus sich hergestellt haben werde. Aber der Weg dahin ist hart, dornig und blutig. Den Unterdrückten, der aufbegehrenden "Menge", denen, deren Sache sie angeblich vertreten, wird von Hardt & Negri noch mehr zugemutet als von Seiten der Herrschaft von Staat & Kapital ohnehin. Der Wirbel um Empire ist inzwischen abgeebbt, seit wenigen Wochen liegt die deutsche Übersetzung des Nachfolgers, Multitude, vor. In dem Vortrag sollen beide Bücher ideologiekritisch zersetzt werden. Fabian Kettner ist Mitglied des Arbeitskreises Rote Ruhr-Uni in Bochum. Eine Veranstaltung von Café Critique und der Studienrichtungsvertretung Politikwissenschaft. ____________________ 14. 12. 04 18.30 Antisemitischer Terror sponsored by EU Vortrag von Ilka Schröder (von 1999 bis 2004 Mitglied des Europäischen Parlaments) Gemeindezentrum der IKG Seitenstettengasse 4 1010 Wien bitte Ausweiß mitnehmen und Zeit für Einlaßkontrollen einplanen http://wwww.cafecritique.priv.at ============================================== 07 Depot-Programm From: depot_news at mailman.sil.at ============================================== Montag, 22. November, 19.00 Der Schacht von Babel Buchpräsentation Die Übertragung sprachlicher Übersetzungen auf kulturelle Prozesse wird "kulturelle Übersetzung" genannt. Ihr Problem ist freilich, dass sich diese Transformation selbst nicht mehr ins Politische übersetzen lässt, weil nämlich die letzten Jahrzehnte Kultur als zentrale, lebensweltliche Kategorie hervorgebracht haben. Boris Buden, selbst Philosoph und Übersetzer, misstraut den scheinbar universalistisch einsetzbaren Kulturübersetzungen allemal, so wie er sprachlichen Gemeinschaftsbildungen misstraut. Boris Buden, Autor, London im Gespräch mit Gerald Raunig, Philosoph, Wien Boris Buden: Der Schacht von Babel. Ist Kultur übersetzbar? Berlin: Kadmos 2004 Dienstag, 23. November, 19.00 Kunst und Kulturpolitik in Slowenien Europäische Kultur in Nachbarländern Sloweniens Kunstszene zog schon lange vor dem EU-Beitritt die internationale Aufmerksamkeit auf sich. Mit IRWIN, Laibach, den Roten Piloten (heute Noordung) tourte die Neue Slowenische Kunst bereits in den 80ern durch Europa und spätestens seit der Manifesta 3 ist Ljubljana, mehr als andere Städte neuer EU-Mitgliedsländer, ein angesagter und hipper Ort für Kunstinteressierte. Und doch wird auf nationaler Ebene die Kulturpolitik als provinziell und wenig fundiert kritisiert. Was kann von der neuen, konservativen Regierung erwartet werden, was kann die Mitgliedschaft in der Europäischen Union bewirken? Welche Chancen und Probleme ergeben sich für die slowenische Kulturpolitik und Kunst? Igor Zabel, Kurator, Museum of Modern Art, Ljubljana Mittwoch, 24. November, 19.00 Gemeinwesenarbeit Buchpräsentation Was eigentlich ist eine Gemeinwesenarbeit? Der Begriff kommt aus dem angelsächsischen Raum und steht für die bürgerliche Mitgestaltung in allen Lebensbereichen. Zunächst in Entwicklungsländern angewendet, wurde die Gemeinwesenarbeit bald in Europa übernommen und führte schließlich zu Impulsen auch für Österreich. Im vorgestellten Buch werden Modellprojekte der Bildungs-, Kulturund Sozialarbeit aus dem ländlichen Raum und aus Ballungszentren dargestellt. Die AutorInnen waren in die Projektarbeit selbst involviert und geben neben theoretischen Grundlagen authentische Erfahrungsberichte. Janko Malle, arge region kultur Ernst Koller, bm:bwk Anton Rohrmoser, arge region kultur Wolfgang Kellner, Verein Österreichischer Volksbildungswerke Anton Rohrmoser (Hg.): Gemeinwesenarbeit im ländlichen Raum. Zeitgeschichtliche und aktuelle Modelle aus den Bereichen Bildung, Kultur, Sozialarbeit und Regionalentwicklung. Innsbruck /Wien: Studienverlag 2004 Freitag, 26. November, 19.00 Attac in Ungarn Europäische Kultur in Nachbarländern Die Kultur demokratischer Gesellschaften äußert sich weniger in der Anzahl von Opernhäusern und Kunstmuseen, sie definiert sich vielmehr über eine Vielfalt gesellschaftskritischer und politisch engagierter BürgerInnen und Organisationen. Das international agierende globalisierungskritische Netzwerk Attac wendet sich, unter anderem, gegen die Auswirkungen der weltweiten neoliberalen Entwicklung auf die soziale Sicherheit. Das Fazit von Attac Ungarn sieht da insbesondere die EU kritischer als erwartet: Kann diese EU, zumindest so wie sie sich zur Zeit entwickelt, zum Garanten für sozialen Frieden werden? Matyas Benyik, Präsident von Attac Ungarn -- Depot Breite Gasse 3 A-1070 Wien +43 1 522 76 13 www.depot.or.at ---------------------------------------------------------------------------- ---- _______________________________________________ Depot-news mailing list Depot-news at mailman.sil.at http://mailman.sil.at/mailman/listinfo/depot-news ============================================== 08 7.12. Finale Österreichischer World Music Preis From: office at gamuekl.org ============================================== Der Österreichische Worldmusik Preis 2004 unter dem Motto "Festival der Klänge" strebt nun seinem Höhepunkt zu: Eine hochkarätig besetzte, achtköpfige Jury hat nun im Rahmen einer Vorausscheidung am 9.11.04 aus 130 Einsendungen jene 10 Finalistinnen ausgewählt, die sich und ihre Kunst im Rahmen des großen Abschlusskonzertes am 7.12.04 (20h) im Wiener Jazzclub PORGY & BESS präsentieren und sich dem Wettbewerb stellen werden: DIE BEWERBER UM DEN WORLD MUSIC PREIS 2004 SIND: . Umut Akar . Loukia Agapiou . Nim Sofyan . Kohelet . Ambassade Orchester Wien DIE BEWERBER UM DEN WORLD MUSIC FÖRDERPREIS 2004 SIND: . Fatima Spar & Die Freedom Fries . Matilda Leko Band . Rumis Real Power . Tres Monos . Umut Vardiyasi - Schicht der Hoffung Bereits zum zweiten Mal haben heuer im Rahmen dieser Veranstaltung in Österreich lebende MusikerInnen und Gruppen unterschiedlichster Ethnien die Möglichkeit, sich am "Österreichischen World Musikpreis 2004" zu beteiligen. Initiator und Veranstalter des Wettbewerbes ist das IKKZ (Internationales Kultur und Kommunikationszentrum) in Wien. Genaue Detailinformationen zum Festival/Wettbewerb und den einzelnen KünstlerInnen Finden Sie in der im Attachment beiliegenden ausführlichen Pressemaüe. PRESSEFOTO-DOWLOAD + Fotocreditliste unter http://www.gamuekl.org/worldmusicpreis (alle Fotos honorarfrei, der Bestand wird laufend ergänzt) FÜR RUNDFUNK: TONTRÄGER mit Musikbeiträgen aller Wettbewerbsteilnehmer können Ihnen auf Anfrage sofort übermittelt werden. Wir ersuchen um Vorankündigung bzw. Berichterstattung und stehen Ihnen wie immer in allen weiteren Fragen, zwecks Interviewvereinbarung bzw. Reservierung Ihrer Pressekarten (siehe auch beiliegendes Antwortfax) jederzeit gerne unter Tel. 0699-1-913 14 11 zur Verfügung) Mit freundlichen Grüssen Gabriele Müller-Klomfar Pressebetreuung -- GAMUEKL Gabriele Müller-Klomfar A-1040 Wien; Favoritenstrasse 58/Top 15 - Gartenhäuschen Tel. 0699-1-913 14 11 Nur Fax: 01/913 14 11 ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND KOMMENTARE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ============================================== 09 Proteste gegen Folterbefürworter From: kampagne at libertad.de ============================================== Kampagne Libertad! Falkstr. 74, D-60487 Frankfurt eMail: kampagne at libertad.de Internet: www.libertad.de Pressemitteilung Für Folter gibt es keine Rechtfertigung Proteste gegen Folterbefürworter in verschiedenen Städten In verschiedenen Städten organisierte Libertad! am Donnerstag und Freitag Protestaktionen gegen Folter und ihre Befürworter. In Saarbrücken wurde gegen Oskar Lafontaine protestiert und an seinem Haus plakatiert. In München wies ein Infostand in der Innenstadt insbesondere auf die Rolle des Professors an der Bundeswehrhochschule Michael Wolfsohn hin. An der Freien Universität in Berlin wurde gegen andere professuale Relativierer des Folterverbots, wie Prof. Dr. Winfried Brugger protestiert. In Rhein-Main wurde der Vizepolizeipräsident an seinem Wohnort besucht. Bereits am Donnerstag hatten Mitglieder von Libertad! gemeinsam mit anderen Gruppen während der Eröffnung des Frankfurter Folter-Prozesses vor dem Gerichtsgebäude demonstriert. Seit dem 18. November 2004 steht der vorläufig suspendierte Frankfurter Polizeivizepräsident Wolfgang Daschner in Frankfurt vor Gericht. Daschner machte im Herbst 2002 eine Anweisung, einen Verdächtigen foltern zu lassen, aktenkundig, und beschwor damit gezielt eine öffentliche Debatte über die Legitimität und die Legalität von Folter herauf. Libertad! wies anlässlich der Prozesseröffnung darauf hin, dass sich diese Debatte in eine internationale Entwicklung einreiht, in der bürgerliche Demokratien sich ihrer proklamierten Enthaltsamkeit der Folter gegenüber entledigen. Fotos von gedemütigten Gefangenen aus dem irakischen Abu Ghraib machten die Systematik der Misshandlung von Gefangenen durch Soldaten öffentlich. Das spanische Gefängnissystem sieht seit 1991 repressive Sonderbehandlungen vor. In Italien wurde ein Gesetz beraten, das die einmalige Folter an Gefangenen legalisiert. In England sind Aussagen, die unter Folter erpresst werden, gerichtsverwertbar. Diese Beispiele zeigen: Der Schritt vom "bedauerlichen Einzelfall" zum System der Folter ist vollzogen. Angesichts dieser Entwicklung macht Libertad! deutlich: wer Folter rechtfertigt und verteidigt, macht sie praktikabel. Der zur Folter bereite Vize-Polizeipräsident Wolfgang Daschner ist in Deutschland nicht allein. 700 seiner Polizeikollegen erklärten mit ihrer Unterschrift, Daschner sei kein Vorwurf zu machen. Von zahllosen Prominenten erhielt er öffentlich Unterstützung: Roland Koch, hessischer Ministerpräsident, Brigitte Zypries, Bundesjustizministerin, Rupert von Plottnitz, ehemaliger Justizminister in Hessen, Gert Mackenroth, Vorsitzender des deutschen Richterbundes, Konrad Freiberg, Vorsitzender der Gewerkschaft der Polizei und viele andere betonten in der Debatte angebliche gute Gründe, um von Seiten des Staates Folter als Verhörmethode zu legitimieren. Auch Oskar Lafontaine, ehemaliger SPD-Vorsitzender und gern gesehener Redner auf Demonstrationen, outete sich als Befürworter der zur Diskussion gestellten Menschenrechtsverletzung: Zwar sei Folter gesetzlich verboten, jedoch gebe es "immer Situationen im Leben, wo der Verweis auf Gesetze oder das Beharren auf Prinzipien nicht weiterhilft". Libertad! akzeptiert keine wertende Einteilung in abzulehnende "schlechte" Folter unter der Herrschaft von Diktaturen und akzeptabler "gut begründeter" Folter in Demokratien. Libertad! rückt den Folterbefürwortern auf die Pelle. Mit der Kundgebung vor dem Gerichtsgebäude am Tag der Prozesseröffnung, mit Protestbesuchen bei Folterbefürwortern, mit Infoständen und Plakataktionen in verschiedenen Städten wendet sich Libertad! gegen Legitimierung und Legalisierung von solchen Menschenrechtsverletzungen. Kontakt: Libertad! - Falkstr. 72, 60487 Frankfurt - Internet: www.libertad.de - eMail: kampagne at libertad.de -- Mit freundlichen Grüssen kampagne mailto:kampagne at libertad.de FREIHEIT FÜR ALLE POLITISCHEN GEFANGENEN WELTWEIT! ============================================== 10 EU-Schlachtgruppen From: office at friedensvolksbegehren.at ============================================== Plattform "Neutralität statt Euro-Armee!" p. A.: Werkstatt Frieden&Solidarität Waltherstr. 15, 4020 Linz Tel.: 0732-771094, Fax: 0732-797391 E-Mail: offfice at friedensvolksbegehren.at Web: www.friedensvolksbegehren.at Medieninformation Plattform "Neutralität statt Euro-Armee": Beteiligung an EU-Schlachtgruppen ist abenteuerlich und rechtswidrig. "Die Konzeption ist also folgende: Wenn ein Konflikt in Europa oder außerhalb von Europa auftritt, dann wollen wir schnell eine solche Battlegroup einsetzen." Der deutsche Verteidigungsminister Peter Struck im Bundestag am 23.09.2004 Am Montag, 22.Nov. 2004 will Bundeskanzler Schüssel die österreichische Beteiligung an einer sogenannten "EU-Schlachtgruppe" in Brüssel bekanntgeben. Diese "battle groups" sind als Ramboeinheiten konzipiert und sollen die globale militärische Interventionsfähigkeit der EU herstellen. Eine Schlachtgruppe umfaßt 2000-6000 Mann, soll innerhalb von 5-14 Tagen einsatzfähig sein und auf jeweils unterschiedliche Einsatzbedingungen spezialisiert sein. 10-15 solcher Schlachtgruppen sind geplant. Auffallend ist, daß sowohl Anzahl als auch die Mannstärke dieser Schlachtgruppen ständig nach oben revidiert wird. Die Aufstellung dieser EU-Schlachtgruppen bis zum Jahr 2007 steht im Zusammenhang mit dem EU-Head-Line Goal 2010, der Erlangung der vollen Kriegsfähigkeit "a la Irak". Das Mandat reicht dabei bis zur Führung von Präventivkriegen, u. a. zur ominösen Terrorismusbekämpfung. Ab 2008 soll auch ein Flugzeugträger für diese Schlachtgruppen zur Verfügung stehen. Die österreichische Beteiligung am Schlachtgruppenkonzept dient auch zum Einstieg an der "Ständigen Strukturierten Zusammenarbeit", wie dies Ferrero-Waldner explizit zum Ausdruck brachte. Im beim Junigipfel der EU dazu beschlossenen Protokoll wurde auch klargestellt, daß diese Beteiligung mit weiterer Aufrüstung verbunden ist. Nur jene Staaten, die "anspruchsvolle" Kriterien hinsichtlich Bewaffnung, Mobiltät, etc. erfüllen, können sich an der Ständigen Strukturierten Zusammenarbeit beteiligen. Diese Aufrüstung wird den Sozialraubbau weitertreiben. Die Feststellung, daß es dabei keine verfassungsrechtliche Probleme gäbe, und alles mit der Neutralität vereinbar sei, gehört ins Kuriositätenkabinett. Aus der politischen Führung unseres Landes ist in der Zwischenzeit eine Ansammlung völlig lächerlicher Figuren geworden. Das wäre eigentlich deren Privatsache, als Vertreter Österreichs geben sie aber Land und Menschen der Lächerlichkeit preis. Mit welchen Geisteskindern wir hier konfrontiert sind, zeigt auch die Bundesheerübung "Schutz 04". Mit dem Übungsszenario "Kampf gegen den Terrorismus" wurde der Militäreinsatz gegen unbewaffnete Demonstranten geübt, die "eine Beteiligung Österreichs am MFOR-Einsatz (Überungsannahme) verhindern wollen." (Aus Truppendienst 4-2004) Morgen, am 19.11.2004, werden auch weitere 150 österreichische SoldatInnen im Rahmen des EU-For Einsatzes nach Bosnien-Herzegowina entsandt. Während die Beteiligung an UN-Blauhelmeinsätzen niedergefahren wird, wird die Beteiligung an neokolonialen Besatzungstruppen kontinuierlich ausgebaut. SP-Chef Gusenbauer, der sich noch vor einer Woche zum Retter der Neutralität hochstilisierte, bringt zu all dem den Mund nicht auf. Das grüne Duo Pilz und Van der Bellen hat bereits klargestellt, daß sie bei diesem Abenteurertum mitmachen wollen und dafür auch bereit sind, die Neutralität zu opfern. Van der Bellen fordert die Bereitstellung von Aufklärungseinheiten. Wahrscheinlich weil sich der österreichische Heeresgeheimdienst mit der Erfindung des Hufeisenplans 1999 bereits für den Nato-Angriffskrieg gegen Jugoslawien so verdient gemacht hat. Veronika Rochhart, Friedensvolksbegehrensaktivistin, Graz: "Ohne dem Friedensvolksbegehren gäbe es offensichtlich keine Stimme mehr in Österreich, die unmißverständlich für Neutralität, Solidarität und soziale Sicherheit, gegen militärisches Weltmachtabenteurertum an der Seite von EU und Nato Stellung beziehen würde. Wir müssen selbst aktiv werden! Das ist die Lehre, die wir aus der sicherheitspolitischen Geisterfahrerei unserer politischen Führung ziehen." Rückfragen: Roman Gutsch, 0699-19528834, Klaus Heidegger (Pax Christ Tirol), 05223-44398, Ulrike Koushan (Werkstatt Frieden&Solidarität), 0662-648911, Rosi Krenn (ARGE Wehrdienstverweigerung u. Gewaltfreiheit),0699-12115985, Boris Lechthaler (Werkstatt Frieden&Solidarität), 0664-7607937, Franz Luger (Pax Christi OÖ), Gerald Oberansmayr (Werkstatt Frieden&Solidarität), 0732-771094, Andreas Pecha (Wiener Friedensbewegung), 01-2084994, Veronika Rochhart (Steirische Friedensplattform), 0650-2582411, Johann Schögler (Steirische Friedensplattform), 0316-402664 ============================================== 11 Schlachtgruppen/Neutralität/KPÖ From: kpoe_stmk at hotmail.com ============================================== KPÖ Steiermark Lagergasse 98a 8020 Graz Tel. 03 16 / 71 24 36 Fax 03 16 / 71 62 91 email: kp.stmk at kpoe-graz.at Samstag, 20. November 2004 Presseinformation der KPÖ Steiermark Battle Groups: Gegen Neutralität und Sozialstaat "Mit Neutralität hat das nichts mehr zu tun". Das sagte der steirische KPÖ-Vorsitzende Franz Stephan Parteder am Samstag zur Ankündigung der Regierung, dass sich Einheiten des Bundesheeres an einer EU-Battlegroup beteiligen werden. "Besonders enttäuschend ist dabei, dass sich die SPÖ seinerzeit auf den Paragraphen 23 f der Verfassung eingelassen hat, der die Neutralität zugunsten des Aufrüstungskonzepts der EU aushebelt. Genau darauf beruft sich der Verteidigungsminister jetzt." Der steirische KPÖ-Vorsitzende verwies darüber hinaus auf eine Analyse der Plattform Neutralität statt NATO-Armee, in der folgendes festgehalten wird: "Die österreichische Beteiligung am Schlachtgruppenkonzept dient auch zum Einstieg an der "Ständigen Strukturierten Zusammenarbeit", wie dies Ferrero-Waldner explizit zum Ausdruck brachte. Im beim Junigipfel der EU dazu beschlossenen Protokoll wurde auch klargestellt, daß diese Beteiligung mit weiterer Aufrüstung verbunden ist. Nur jene Staaten, die "anspruchsvolle" Kriterien hinsichtlich Bewaffnung, Mobiltät, etc. erfüllen, können sich an der Ständigen Strukturierten Zusammenarbeit beteiligen. Diese Aufrüstung wird den Sozialraubbau weitertreiben" Rückfragehinweis: 71 24 79 KPÖ-Steiermark Lagergasse 98 a 8020 Graz Tel.: 0316 71 24 36 Fax 0316 71 62 91 email: kp.stmk at kpoe-graz.at; kpoe_stmk at hotmail.com ============================================== 12 Zum Konrad-Lorenz-Kommers From: raw at raw.at ============================================== ##################### Aktuelle Infos auch auf: http://www.n3tw0rk.org ##################### Rechtsextreme Kontinuitaeten Am 20. November 2004 findet in Wien der "Konrad-Lorenz Kommers" mit einem "Symposion" unter dem Titel "Frankfurter Schule - die 9. Todsuende" statt. Organisiert wird das Ganze von der "ARGE Konrad Lorenz", die getragen wird von der Burschenschaft Olympia, der Burschenschaft Silesia dem Wiener Korporationring (WKR) und dem Ring Freiheitlicher Studenten (RFS). Geladen sind diverse Groessen der rechtsextremen Szene wie Otto Scrinzi und Rolf Kosiek, kein Wunder wenn die Olympia (mit)organisiert: So fanden in ihrer "Bude" in juengerer Vergangenheit unter anderem Veranstaltungen mit traellernden Neonazis wie Michael Mueller und Frank Rennicke ebenso wie z.b. ein Seminar zu Julius Evola - welcher die SS als eine biologische und heldische Elite pries - statt. Warum Konrad Lorenz, warum die "Kritische Theorie"? Dass sich die Rechtsextremen fuer das NSDAP-Mitglied Konrad Lorenz begeistern, ist kein Zufall: die Umlegung der Ergebnisse der Verhaltensforschung bei Tieren auf menschliche Gesellschaften dient ihnen als angeblich "wissenschaftliche" Legitimation fuer das propagierte biologistische und voelkische Weltbild. (mehr zu Lorenz in unserem Flugblatt "Vogerltanz der Braunen"). Und auch die "Kritische Theorie" gehoert aus den verschiedensten Gruenden zu den Lieblingsfeindbildern der Rechten: Mit der 68er-Bewegung wurden gesellschaftliche Emanzipationsprozesse in Gang gesetzt, die in vielen Bereichen ungebrochenen Kontinuitaeten des Nationalsozialismus angegriffen und autoritaere Strukturen aufgebrochen haben. Fuer den Referenten Rudolf Kosiek fuehrte die Kritische Theorie damit die "Umerziehung der Siegermaechte zum Ziel". Ziel der Kritischen Theorie sei die "Zerstoerung der deutschen geistigen Tradition, Vernichtung von Volks- und Vaterlandsbewusstsein sowie Aufloesung der Volksgemeinschaft, Wiedereinfuehrung des Marxismus und des Klassenkampfes, Abbau aller Autoritaeten, Herabsetzung der Familie, Sexualisierung des Lebens, Aufhebung des abendlaendischen Schoenheits- und Kunstbegriffs". Alles Dinge, die einem rechten Recken freilich wenig Freude bereiten. Aber schauen wir uns die Liste der Redner genauer an: Rolf Kosiek der ehemalige Chefideologe der Nationaldemokratischen Partei Deutschlands (NPD) ist seit 1991 Vorsitzender der "Gesellschaft fuer Freie Publizistik" (GFP) welche 1960 mit dem Ziel, rechtsextremistischen Verlegern, Schriftstellern und Publizisten ein Forum zur Verbreitung ihres Gedankenguts zu geben, von ehemaligen SS- und NSDAP-Angehoerigen gegruendet wurde: "Die GFP sieht ihre Aufgabe auch in der Aufklaerung ueber Geschichtsentstellungen, insbesondere in der Frage der Kriegsschuld an beiden Weltkriegen und in der Richtigstellung einseitiger Verzerrungen in der Zeitgeschichte." Welche "Geschichtsentstellungen" gemeint sind, macht Kosiek in der vom "Verein Dichterstein Offenhausen" im Jahre 1991 herausgegebenen Schrift "Wir gedenken..." sehr deutlich: in seinem Beitrag "Historikerstreit und Geschichtsbewusstsein" ist von den "die Deutschen belastenden Geschichtsluegen" die Rede. So spricht er von der "Abnormitaet der heutigen Verhaeltnisse" und behauptet, es sei erwiesen, "dass es im KL Dachau wie auch sonst im Altreichsgebiet keine Massenvergasungen in einem KL gegeben habe" und dass "die nach 1945 in Dachau vorgefuehrte Gaskammer (...) erst nach dem Zusammenbruch durch deutsche Kriegsgefangene auf Befehl der Amerikaner" gebaut worden sei. Ein Rechtsgutachten zum "Verein Dichterstein Offenhausen" in dem u.a. die "Ausfuehrungen" Kosieks als Verstoss gegen das Wiederbetaetigungsverbot bezeichnet wurden, brachte es immerhin zu einer Parlamentarischen Anfrage von Herbert Haupt in der dieser die Massnahmen von Staatspolizei und Bundesministerium fuer Inneres gegen Kosiek als skandaloesen Rufmord bezeichnete Bernd Rabehl Ein weiterer Redner auf der Liste ist Bernd Rabehl: Der ehemaliger Vertreter der 68er-Bewegung in Deutschland - wobei er allerdings schon damals die sogenannte "nationale Fraktion" der StudentInnenbewegung repraesentierte - gibt sich seit Ende der 90er regelmaessig bei rechtsextremen Organisationen ein Stelldichein. So auch bei der der pflichtschlagenden Muenchner Burschenschaft Danubia - diese veranstaltet in ihrer Bude nicht nur einschlaegige "Diskussionen" sondern bot auch 2001 einem Skinheadschlaeger Unterschlupf nachdem dieser einen Griechen fast tot gepruegelt hatte. Bei seinem Vortrag zum Thema "nationalrevolutionaere Ansaetze 1968 und die heutige Lage der Deutschen" entwirft er ein Bedrohungszenario der "Ueberfremdung" und beklagt die Aufloesung der "nationalen Kultur" der deutschen vor dem Hintergrund von "Asylanten- und Fluechtlingsstroemen aus der ganzen Welt". Ebenso bedauert er die "fehlende nationale Identitaet der umerzogenen Deutschen". Das "deutsche Volk", so Rabehl, werde von politischen Kraeften beherrscht, die es seiner nationalen Identitaet und Kultur beraubten. Otto Scrinzi Als ehemaligem SA-Sturmfuehrer und Mitglied der NSDAP stand Otto Scrinzi einer politischen Karriere in Oesterreich natuerlich nichts im Wege - und so bekleidet er nur wenige Jahre nach der militaerischen Niederschlagung des Nationalsozialismus bereits wieder das Amt des Kaerntner Landesobmanns des "Verbands der Unabhaengigen" (VdU). Der VdU diente nach 1945 als Sammelbecken fuer oesterreichische Alt-Nazis, aus dem dann 1956 schliesslich die FPOe hervorgehen sollte. 1966 bis 1979 war er fuer die FPOe Abgeordneter zum Nationalrat, waehrend dieser Zeit unterzeichnete er auch den Aufruf der "Deutschen National-Zeitung" fuer eine Generalamnestie fuer NS-Verbrechen und etablierte sich als Stammredner bei der rechtsextremen Arbeitsgemeinschaft fuer demokratische Politik (AFP), 1986 kandidierte er als Kandidat fuer die Bundespraesidentschaft. Bis heute betaetigt er sich als Publizist in diversen rechtsextrem Blaettern wie der "Aula" (FPOe-nahes Theorieorgan der "Neuen Rechten"), den "Fakten" und dem "Eckhartboten" (seit 2002 der Eckhart - Organ des "Schutzverein Oesterreichische Landsmannschaft (OeLM)") Friedrich Romig Aber die Vertreter der extremen Rechten duerfen in Oesterreich nicht nur im Parlament sitzen sondern auch auf den heimischen Unis "lehren": Friedrich Romig, der sowohl als Dozent in Wien und Graz referierte, haelt ab und an auch schon mal Vortraege bei der oben bereits erwaehnten rechtsextremen Burschenschaft Danubia und ist ehemaliger "Europabeauftragter" von Ex-Bischof Kurt Krenn. Im Rahmen einer Rede auf einer FPOe Veranstaltung im Jahr 1997 machte er dann ganz klar welchem Gedankengut er anhaengt: "Demokratische Regime unterscheiden sich vom Nationalsozialismus heute unter anderem dadurch, dass die Schreibtischtaeter à la Eichmann durch die Abstimm-Moerder auf den Parlamentsbaenken ausgetauscht wurden, mit dem Erfolg, dass jetzt zehnmal mehr Unschuldige voellig legal umgebracht werden als Hitler Juden illegal ermorden und vergasen liess." In einem Artikel in der Aula laesst sich laut Romig "die Tatsache nicht beschoenigen, dass beispielsweise in den USA das "Menschenrecht" der Frau auf Toetung ihres ungeborenen Kindes seit 1973 verfassungsrechtlich geschuetzt ist", er bezeichnet Abtreibung in Folge auch als einen neuen "Holocaust im Musterland der Demokratie" Zum Dokumentationsarchiv des oesterreichischen Widerstandes (DOeW) schreibt er: "Was Not tut, ist die systematische Bekaempfung des eiternden Geschwuers, das unser Land vergiftet." Mit antisemitischen Codes und Meldungen spart Romig in seinen Texten - vor allem wenn es gegen Globalisierung und die USA geht - ebenfalls nicht. Er sieht in der "Globalisierung" den "Weg" "auf dem das Judentum [...] seinem biblischen Auftrag gemaess weltweite Dominanz erlangt". Gleich den Nationalsozialisten behauptet Romig, die Juden und Juedinnen wuerden systematisch Zweifel aussaehen und die "Volksgemeinschaften" spalten. Die maennerbuendlerische-Elite der Burschenschaften hat gerade in den letzten Jahren wieder vermehrt an Einfluss dazugewonnen. Nicht zuletzt durch die Regierungsbeteiligung der FPOe haben sie es geschafft, ihren politischen und gesellschaftlichen Einfluss zu verstaerken. Sie versuchen Frauen in die Gebaer- und Hausfrauenrolle zu draengen, verbreiten Antisemitismus, auch Hetze gegen Homosexuelle ist keine Seltenheit - Rassismus ist sowieso Programm. Gegen Faschismus in allen Formen und Farben! Rosa Antifa Wien (RAW) November 2004 -- ############ RAW ############# Rosa Antifa Wien c/o Rosa Lila Tip Linke Wienzeile 102 A-1060 Wien AUSTRIA ------------------------- E-Mail: raw at raw.at Web: http://www.raw.at Board: http://www.n3tw0rk.org ------------------------- PGP-Key available here: http://www.raw.at/sub/kontakt/raw.asc ############ RAW ############# ============================================== 13 Frühwarnsystem sollte unnötig sein From: selma.schmid at aks.at ============================================== Pressemeldung der BundesschülerInnenvertretung Bildung/Schulen/BSV/Frühwarnsystem Freitag, 19.11.2004 BSV: Frühwarnsystem sollte unnötig sein! Utl.: Änderungen nur Symptombekämpfung "Die geplante Ausweitung des Frühwarnsystems wird in der BundesschülerInnenvertretung zwar nicht abgelehnt, geht aber am eigentlichen Problem vorbei", so Bundesschulsprecherin Selma Schmid. Das Sitzenbleiben abzuschaffen wäre hingegen der richtige Schritt. Bereits in einer Stellungnahme zum neuen Gesetz äußerte sich die BundesschülerInnenvertretung kritisch: so seien die neuen Regelungen nur als "Symptombekämpfung" zu verstehen. "Die Ausweitung des Frühwarnsystems ändert nichts daran, dass SchülerInnen durch Noten und die Angst Sitzenzubleiben eingeschüchtert werden", so Schmid. Die Bundesschulsprecherin fordert daher die Abschaffung des Sitzenbleibens: "Es dient nur dazu, SchülerInnen, die die unindividuellen Leistungsanforderungen nicht erfüllen können, zu sanktionieren." Das gesamte Leistungsbeurteilungssystem sollte nach Ansicht der BundesschülerInnenvertretung überdacht werden. Rückfragehinweis: Selma Schmid 0699 / 19208794 ============================================== 14 Kosovo: Rücktritt von BND-Chef gefordert From: gfbv.austria at chello.at ============================================== GESELLSCHAFT FÜR BEDROHTE VÖLKER PRESSEMITTEILUNG Göttingen/Berlin, den 19.11.2004 Kosovo-Unruhen - Gesellschaft für bedrohte Völker fordert Rücktritt von BND-Chef August Hanning Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat nach Bekanntwerden schwerer Vorwürfe gegen den Bundesnachrichtendienst BND im Zusammenhang mit den blutigen Übergriffen Mitte März im Kosovo den Rücktritt von BND-Chef August Hanning gefordert. "Ein Nachrichtendienst, der Berichte seiner eigenen Informanten über Vorbereitungen für gewalttätige Übergriffe nicht sofort an seinen Dienstherren, die Bundesregierung, weitergibt, muss sich Versagen auf ganzer Linie vorwerfen lassen", erklärte der GfbV- Generalsekretär Tilman Zülch am Freitag. "Aber auch die Bundesregierung hat die Menschenrechtssituation vor allem der Minderheiten der Roma, Aschkali und "Ägypter" im Kosovo jahrelang in verharmlosenden Lageberichten des Auswärtigen Amtes beschönigt - auch trotz der von unserer Menschenrechtsorganisation immer wieder vorgebrachten Warnungen." Diese Lageberichte haben sogar dazu geführt, dass auf Beschluss von Innenministerien Aschkali und "Kosovo-Ägypter" zwangsweise in den Kosovo zurückgeschoben wurden und so Gefahr für Leib und Leben ausgesetzt wurden. Laut einem Bericht des Zweiten Deutschen Fernsehens, der am Donnerstag ausgestrahlt wurde, hat der BND schon Wochen vor den brutalen Übergriffen radikaler Kosovo-Albaner am 17. und 18. März von deren Plänen gewusst. Ein Informant des BND habe die Unruhen in der südserbischen Provinz mitorganisiert. Es waren die schwersten Ausschreitungen seit dem Ende des Kosovo-Krieges. Sie richteten sich nicht nur gegen die serbische Minderheit und ihre Kirchen. Auch Angehörige der Roma und Aschkali waren betroffen. In Vushtrri/Vucitrn wurde das gesamte Stadtviertel der Aschkali von einem aufgebrachten albanischen Mob völlig zerstört. Im Kosovo leben nur noch etwa 20.000 Roma, Aschkali und "Ägypter". Rund 130.000 wurden nach 1999 von extremistischen Albanern, unterstützt von großen Teilen der albanischen Bevölkerung, vertrieben. 14.000 von 19.000 ihrer Häuser und 75 ihrer Dörfer und Stadtteile wurden zerstört. Die im Kosovo Verbliebenen und ihre Kinder werden Berichten des vierköpfigen GfbV-Teams im Kosovo zufolge ständig bedroht und wagen sich kaum noch auf die Straße. Den aktuellen Bericht des GfbV-Kosovo-Teams über die Menschenrechtslage der Roma, Aschkali und "Ägypter" finden Sie auf unserer Homepage unter http://www.gfbv.de/dokus/dokinh.htm Für Nachfragen ist der GfbV-Generalsekretär Tilman Zülch erreichbar unter Tel. 0151 153 09 888. ========================================================= Gesellschaft fuer bedrohte Voelker e.V. (GfbV) Inse Geismar, Pressereferentin Postfach 2024, D-37010 Goettingen Tel. +49/551/49906-25, Fax:+49/551/58028 E-Mail: presse at gfbv.de, Homepage:http://www.gfbv.de ========================================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< DISKUSSION ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ============================================== 15 Lettera aperta/Offener Brief an Walter Baier From: stefano at rifondazione.at ============================================== Lettera aperta a Walter Baier (Bertinotti a Vienna) Caro Walter Baier In questi anni abbiamo seguito con vivo interesse le evoluzioni del Partito Comunista Austriaco, apprezzato l' entrata del Partito nella "Sinistra Europea", le manifestazioni e le prese di posizione sui temi più scottanti che hanno scosso la vita politica dell' Austria e di Vienna. Ci ricordiamo ancora le interminabili manifestazioni del 2000 quando l' OVP si coalizzò con l' FPOE ed alcuni di noi, con voi erano in Ballhausplatz, il giorno in cui il nuovo governo dovette passare attraverso i tunnel per essere ricevuti dall' allora presidente della repubblica. Alcuni di noi manifestavano in Italia per esprimere solidarietà e per questo sono stati condannati. Sono passati quasi 5 anni e nel frattempo abbiamo anche purtroppo vissuto il lento declino del KPOE: niente più Volkstimme (giornale di partito) agli angoli delle strade per tenersi informati, niente più Volkstimme nelle librerie per tenersi informati, niente più Volkstimme, niente più festa di partito, la più vecchia festa di Vienna dove si poteva mangiare e fare quattro chiacchiere con altri compagni, sede centrale del partito più piccola, niente EKH, niente.... l' Italia è famosa per essere un paese di santi e di ladri, noi non siamo nè gli uni e nè gli altri. In questi 5 anni abbiamo cercato di dare segnali diversi, abbiamo investito nostre risorse e come ben sai al KPOE non abbiamo mai chiesto niente. Ci rendiamo conto, la situazione è difficile e bisogna stringere la cinghia, noi in questo siamo esperti, tutti gli italiani all'estero e per giunta anche comunisti sono esperti in questo. Sappiamo cos'è il razzismo, la fame, il sacrificio, la lotta politica e la guerra e dobbiamo dire che per molti di noi l' EKH è stato un rifugio concreto ed intellettuale, uno degli embrioni della sinistra europea, il "Leoncavallo" degli austriaci. Più o meno state chiedendo ai vostri militanti e compagni di strada di stringere la cinghia, di fare i santi, ma come ben sai senza un tetto sulla testa e con la pancia vuota è molto difficile ragionare, il più delle volte si riesce ad esprimere soltanto rabbia... ed è bene esprimerla... perchè significa essere ancora vivi. Questo è il segnale che vi comunicano i compagni che hanno occupato temporaneamente le sedi del partito a Vienna, Klagenfurt e Salisburgo, questo è il segnale che vi comunicano i manifestanti davanti al locale in Siebensterngasse e le migliaia di comunicati che vi sono arrivati in questi giorni. Walter se ricordiamo bene sei laureato in economia... un economista deve saper prevedere i momenti brutti, avere il polso della situazione finanziaria e lasciar perdere le favolette (ricordi Grasser e il debito 0 ?)... noi chiediamo di non ragionare come gli economisti neoliberali, vendita= moneta = partito, chiediamo di ricordare l' Europa Sociale, perchè c'è realmente il rischio che dopo il congresso, il 6 dicembre non ci sia più un partito austriaco nella sinistra europea..... ma solo delle singolarità, dei piccoli gruppetti, una presenza sradicata e fatta di parole vuote e di politica povera che danneggerebbe i compagni tedeschi, francesi, portoghesi ed europei. Se qualcuno ha fatto il passo più lungo della gamba... questa persona se ne deve assumere la responsabilità e trarne le conseguenze, ritrovare la dignità e il rispetto di un discorso comunista che non si può comprare o vendere. Oggettivamente si può essere orgogliosi della resistenza dei tuoi connazionali sulla questione EKH, sarebbe strano il contrario, se non ci fosse stata resistenza, lo siamo noi che vorremmo regalargli 10 100 1000 centri sociali, perchè difendono la democrazia austriaca. Siamo seriamente preoccupati, non sappiamo come sarà la situazione fra un mese, ma adesso leggiamo difficoltà e non ci farebbe piacere che Fausto Bertinotti ne rimanesse coinvolto. Non è poi così fantasiosa la nostra lettura (vedi KSV), abbiamo fatto molte lotte con i compagni austriaci e non siamo arrivati ieri. Ad ogni modo ringraziamo per aver organizzato il dibattito, lo speriamo pacifico, vivace intellettualmente, dignitoso. Vi auguriamo di superare il punto critico raggiunto e di "rifondare" un discorso politico vero, potente e dinamico. Capace di essere lungimirante e in grado di incidere sugli equilibri politici e culturali. In attesa di una risposta Saluti Comunisti Rifondazione Comunista a Vienna www.rifondazione.at Offener Brief an Walter Baier (Bertinotti in Wien) Lieber Walter Baier In den letzten Jahren haben wir die Entwicklungen der Oesterreichischen Kommunistischen Partei mit grossem Interesse verfolgt, den Beitritt zur Partei der Europaeischen Linken, die Demonstrationen und Stellungnahmen zu den brennenden Themen des politischen Lebens in Oesterreich und in Wiens begruesst. Wir erinnern uns noch an die staendigen Demonstrationen im Jahr 2000, als die OEVP mit der FPOE eine Koalition gebildet hatte, und einige von uns mit euch am Ballhausplatz waren, als die neue Regierung unterirdisch zur Angelobung beim Bundespraesidenten schreiten musste. Einige von uns haben in Italien demonstriert, um ihre Solidaritaet auszudruecken und sind dafuer gerichtlich verurteilt worden. Seit damals sind fast fuenf Jahre vergangen und in der Zwischenzeit haben wir leider den langsamen Verfall der Kpoe miterleben muessen: keine Volksstimme mehr (die Parteizeitung) an den Strassenecken, um auf dem Laufenden zu bleiben, keine Volksstimme mehr in den Buchhandlungen, ueberhaupt keine Volksstimme mehr, kein Volksstimmefest mehr, das das aelteste Fest in Wien war, wo man essen und mit anderen Genossen plaudern konnte, die Parteizentrale, die immer kleiner wurde, kein EKH mehr, nichts... Italien ist bekannt dafuer ein Land von Heiligen und Dieben zu sein, aber wir sind weder das eine noch das andere. In diesen fuenf Jahren haben wir versucht verschiedene Signale zu geben, wir haben unsere Ressourcen investiert und wie du sicher weisst, haben wir von der Kpoe nie etwas verlangt. Wir sind uns bewusst, dass die Lage schwierig ist und dass man den Guertel enger schnallen muss, darin sind wir Experten, alle Italiener im Ausland und daher alle Kommunisten sind darin Experten. Wir wissen, was Rassismus, Hunger, Opfer, politischer Kampf und Krieg ist und wir muessen sagen, dass das EKH fuer viele von uns ein konkreter und intellektueller Zufluchtsort, einer der Embryionen der Europaeischen Linke, das oesterreichische "Leoncavallo" war. Ihr zwingt eure Aktivisten und Genossen mehr oder weniger dazu den Guertel enger zu schnallen, die Heiligen zu spielen, aber wie du sicher weisst, ist es sehr schwer ohne ein Dach ueber dem Kopf und mit leerem Magen vernuenftig zu denken. Meistens kann man dann nur mehr seine Wut zum Ausdruck bringen: Und das ist gut so, weil es bedeutet, dass man noch am Leben ist. Das ist das Signal, das euch die Genossen, die voruebergehend die Parteizentralen in Wien, Klagenfurt und Salzburg besetzt haben, geben. Das ist das Signal, das euch die Demonstranten vor dem Lokal in der Siebensterngasse und die tausenden von Protestschreiben geben, die euch in diesen Tagen erreicht haben. Walter, wenn wir uns richtig erinnern, hast du Wirtschaft studiert.... ein Oekonom muss schlechte Zeiten vorhersehen koennen, ueber die finanzielle Situation bescheid wissen und keine Maerchen erzaehlen (erinnerst du dich an Grasser und das Nulldefizit?) ... wir wollen kein neoliberales Denken, Verkauf= Geld= Partei. Wir wollen, dass man sich an das soziale Europa erinnert, weil das Risiko da ist, dass es nach dem Parteitag am 6. Dezember keine oesterreichische Partei in der Europaeische Linken mehr geben wird, sondern nur mehr einzelne Gruppen, eine entwurzelte, aus leeren Worten bestehende und unglaubwuerdige Praesenz, die den deutschen, franzoesischen, portugiesischen und europaeischen Genossen nur schaden wuerde. Wenn jemand den Bogen ueberspannt hat, dann sollte dieser jemand die Verantwortung dafuer uebernehmen und die Konsequenzen daraus ziehen und die Wuerde und den Respekt eines kommunistischen Diskurses, die man weder kaufen noch verkaufen kann, wiederfinden. Man kann wirklich stolz sein auf den Widerstand deiner Landsleute in der Frage des EKH. Es waere seltsam gewesen, wenn es keinen Widerstand gegeben haette. Wir wuerden ihnen gerne 10, 100, 1000 Centri Sociali schenken weil sie die oesterreichische Demokratie verteidigen. Wir machen uns ernste Sorgen, wir wissen nicht, wie die Lage in einem Monat sein wird, aber jetzt sehen wir Schwierigkeiten und es waere nicht gut, wenn Fausto Bertinotti darin verwickelt wuerde. Unsere Analyse ist nicht so aus der Luft gegriffen (siehe KSV), wir haben viele Kaempfe gemeinsam mit den oesterreichischen Genossen gefochten und wir sind nicht seit gestern da. Auf jeden Fall bedanken wir uns, dass ihr die Diskussionsveranstaltung organisiert, wir hoffen, dass diese friedlich, intellektuell lebendig und wuerdevoll ablaeuft. Wir hoffen, dass die Krise ueberwunden wird und ein politischer Diskurs, der wahrhaftig, stark und dynamisch ist, "neu gegruendet" wird. Ein Diskurs, der vorausschauend und dazu in der Lage ist, auf die politischen und kulturellen Gleichgewichte im Land Einfluss auszuueben. In Erwartung einer Antwort verbleiben wir mit kommunistischen Gruessen Rifondazione Comunista Wien www.rifondazione.at ================================================ C) TERMINE ================================================ ======================== Montag http://www.mund.at/butt/Termine/November/2211.htm Dienstag http://www.mund.at/butt/Termine/November/2311.htm Mittwoch http://www.mund.at/butt/Termine/November/2411.htm ======================== ================================================ D) EDITORIAL ================================================ Für den Inhalt verantwortlich: Ihr. E-Mail-Adresse für Beiträge: widerstand at no-racism.net geschickt. widerst at nd MUND und alle Termine täglich aktualisiert im Web: http://www.no-racism.net/MUND Ziel von MUND (medienunabhängiger Nachrichtendienst) ist die unzensurierte und möglichst rasche Information über gesellschafts- politisch relevante Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu Widerstand und Antirassismus sowie verwandte Themen. sollen einen Titel, Namen und Emailadresse der/des AutorIn enthalten und möglichst kurz und prägnant gehalten sein, ev. mit Hinweis, wo weitere Informationen eingeholt werden können. Bitte keine Attachments! Die inhaltliche und sachliche Verantwortung liegt bei der/dem jeweiligen AutorIn bzw. jenen, die uns die Beiträge schicken. Der MUND wird von einzelnen TagesredakteurInnen zusammengestellt. Da Fehler nicht ausgeschlossen sind, bitten wir, nicht veröffentlichte Beiträge nochmals an widerstand at no-racism.net zu senden. Die Weiterleitung (auch auszugsweise) ist erwünscht. Beiträge mit rassistischen oder sexistischen Inhalten werden nicht veröffentlicht. Sehr persönliche Meldungen werden wir an den betreffenden Adressaten weiterleiten, aber nicht im MUND veröffentlichen. Die bisherigen Ausgaben sind unter http://www.no-racism.net/MUND archiviert. Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage: * Wann: Sonntag, 11.11.2001, 11:11 Uhr * * Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" * * Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf * * Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie. Aber kurz und prägnant.* Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch stillschweigend Zensur zu üben. Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die Nichtaufnahme geliefert. (Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.) Die AbsenderInnen der betroffenen Beiträge werden hiervon informiert. Im Sinne einer "gläsernen Zensur" könnt ihr Euch die Beiträge gerne extra schicken lassen: Ein kurzes Mail an widerstand at no-racism.net genügt. ================================================ E) VERTEILERLISTE ================================================ Zur Eintragung in diesen Verteiler bitte direkt subskribieren unter http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/analle oder von der einzutragenden Adresse aus ein mail schicken an: admin at no-racism.net mit folgendem Text: subscribe no-racism Bitte wegen Automatisierung diesen Wortlaut verwenden! Zur Austragung aus dieser Liste bitte an zusammengestellt. Bitte keine Attachments! (werden nicht angenommen) nicht drin: mehreres unaktuelles, einige formatprobleme (bitte beachtet, dass wir plaintext verschicken. noch so hübsche bildchen dürfen leider nicht rein) Redaktionsschluss für diese Ausgabe: So 22:00 III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III ü, ö, ä, ß, Ü, Ö, Ä III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III widerst at nd-MUND is powered by http://alt.strg.at/ ================================================ From analle at no-racism.net Wed Nov 24 23:32:12 2004 From: analle at no-racism.net (analle at no-racism.net) Date: Wed, 24 Nov 2004 23:32:12 +0100 Subject: MUND: Donnerstag, 25. November 2004 Message-ID: <006a01c4d275$73155140$4e046d50@chello.at> MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst www.no-racism.net/mund Donnerstag, 25. November 2004 ================================================ A) INHALT ================================================ ============================================== 01 Demo: 25. November - Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen von Rosa Antifa Wien ============================================== 02 Verfassungsbruch muß strafbar sein! von office at asyl-in-not.org ============================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< EKH und TORTEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ============================================== 03 Helden sind Sexisten von claudia krieglsteiner ============================================== 04 Antwort: Helden sind Sexisten von TATblatt ============================================== 04a ad antwort des tatblatt auf claudia krieglsteiner: 1 einwand, 1 frage, 1 vorschlag zur güte von: claudia.volgger at chello.at ============================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ============================================== 05 IG Architektur: Demo-Info-Lounge 26.11.04 von "Beatrix Roidinger" ============================================== 06 [FriWe] Rundbrief: Protest bei ORF-Publikumsrat von "Friedenswerkstatt Linz" ============================================== 07 kino andersrum am 26.11.: better than chocolate von Grüne Andersrum ============================================== 08 Que(e)r-Beisl am 24. November / Weg mit der Ehe! Oder Ehe als Weg? von Rosa Antifa Wien ============================================== 09 Dienstagstermine im (neu renovierten) HOSI-Zentrum von Christian Hoegl ============================================== 10 ASt 1 korrigiert - Mit der Bitte um Veröffentlichung von ASt-LFI ============================================== 11 Einladung zur Veranstaltung "Lebensrealtiäten von Migrantinnen" - 1.Dez., Secession von "LEFÖ" ============================================== 12 Terminhinweis - Buchpräsentation "Weiter Grenzenlos Kochen in St. Andrä-Wördern 2004" am 5.12.2004 von Meister Franz ============================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND KOMMENTARE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ============================================== 13 [al_newsletter] Demo-Bericht/Türkei in EU?/Grüne Krieger von "AL-Antifaschistische Linke" ============================================== 14 kultur-online news nr. 13 von redaktion at kultur-online.net ============================================== 15 TU-Graz/Stronach/Professur/Stellungnahme von KPÖ Steiermark ============================================== 16 Stellungnahme zur Wiener Theaterreform von KosmosTheater ============================================== 17 Asyl/Recht/Kommentar: Apartheid auf oesterreichisch - zu den "Gebietsberechtigungen" von "akin" ============================================== 18 EU/Militaer/Glossen: Falsche Fragen, Fuer diese EU in den Krieg? von "akin" ============================================== 19 Indymedia-News/Termine: IMC Vienna, zur Beschlagnahme in London, IMC Austria offline von "akin" ============================================== 20 Selzthal/Postamt/Protest/Gampmayer/KPÖ von KPÖ Steiermark ============================================== 21 AKS-Appell an Gehrer: "Es wird Zeit für Veränderung! von "Flo Steininger" ============================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< SOLI/INTERNATiONALES ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ============================================== 22 Nigeria: General Strike called off amid concessions and threats von NEWSWIRE (by way of Edgar Ernstbrunner ) ============================================== 23 [gipfelsoli] G8-Gipfel 2007 -- Evian -- Eu-Gipfel 2005 von gipfelsoli-l at lists.nadir.org ============================================== 24 EU-Russland-Gipfel: Von Putin Einhaltung von UN-Konvention verlangen von Gesellschaft für bedrohte Völker ============================================== ================================================ B) TEXTE ================================================ ============================================== 01 Demo: 25. November - Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen von Rosa Antifa Wien ============================================== 25. November - Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen ########################### Frauen/Maedchen/Lesben/Transgender-Demonstration Treffpunkt: 16:30, Universitaet Wien (Rampe) ########################### Gewalt gegen Frauen/Maedchen/Lesben/Transgender beginnt mit der Angst beim nach Hause gehen in der Nacht; mit den Pfiffen auf der Strasse. Gewalt ist die Frage nach dem Kinderwunsch beim Vorstellungsgespraech. Gewalt ist der Zwang sich nach gewissen Vorstellungen kleiden zu muessen. Gewalt ist die Einkommensschere zwischen Frauen und Maenner. Gewalt ist die Frau nicht zu Wort kommen zu lassen. Bei Gewalt gegen Frauen/Maedchen/Lesben/Transgender handelt es sich also um einen Uebergriff auf die persoenliche Integritaet von Frauen/Maedchen/ Lesben/Transgender und die Missachtung ihrer Grenzen. Gewalt findet in einem System statt, das Frauen/Maedchen/Lesben/Transgender strukturell benachteiligt und ihnen die Macht ueber sich selbst entzieht. Gewalt haelt das System, welches von Maennern fuer Maenner geschaffen wurde aufrecht. Gewalt hat System. Frauen/Maedchen/Lesben/Transgender sind mit psychischer, physischer, sexueller, oekonomischer und struktureller Gewalt konfrontiert. Die Arbeit von Frauen/Maedchen/Lesben/Transgender wird marginalisiert und abgewertet. Sie werden auf Mutterrolle und Haushalt reduziert. Die aktuelle konservative Familienpolitik draengt Frauen auch in Oester­ reich vermehrt an den Herd. Die Aushoehlung von ArbeiterInnenrechten trifft wieder v.a. Frauen/Maedchen/ Lesben/Transgender. Diese Verschaerfung der oekonomischen Situation zeigt sich auch in der Streichung von Subventionen fuer Frauen/Maedchen/Lesben/Transgenderinitiativen, was eine substantielle Gefaehrdung von Frauen/Maedchen/Lesben/Transgenderraeumen und Frauenhaeusern bedeutet. Frauen/Maedchen/Lesben/Transgender sind mit sexueller Gewalt konfrontiert. Sexuelle Gewalt ist ein besonderes Merkmal dafuer, wie sehr Frauen/Maedchen/Lesben/Transgender die Verfuegungs- und Definitionsmacht ueber den eigenen Koerper, und das was mit ihm geschieht, entrissen wird. Auch die Reduzierung der Frau auf ein Sexobjekt ist sexuelle Gewalt. Frauen/Maedchen/Lesben/Transgender sind mit heterosexueller und homophober Gewalt konfrontiert. Die heterosexuelle Zweierbeziehung gilt als gesellschaftliche Norm. Lesbische und transgender Lebens­weisen werden nicht anerkannt. Lesben und Transgender werden strukturell diskriminiert und Uebergriffen ausgesetzt. Frauen/Maedchen/Lesben/Transgender sind mit rassistischer Gewalt konfrontiert. Frauen/Maedchen/Lesben/Transgender, die nicht der Norm einer Mehrheitsoesterreicherin entsprechen, sind staendig mit rassistischen Uebergriffen konfrontiert. Viele Migrantinnen haben in Oesterreich keine eigenstaen­dige Aufenthaltsbewilligung: Abhaengigkeit von Ehemaennern und Vaetern wird verstaerkt. Aufgrund der ras­sistischen Gesetzgebung koennen Migrantinnen oft nicht eigenstaendig erwerbstaetig sein. Durch die Illega­lisierung von Menschen werden v.a. auch viele Frauen/Maedchen/Lesben/Transgender von oeffentlichen Leistungen und Schutz ausgeschlossen. Frauen/Maedchen/Lesben/Transgender sind mit Gewalt konfrontiert, wenn sie als behindert klassifiziert werden. Sie koennen oft nicht selbst ueber ihr Leben bestimmen. Sie werden entmuendigt und sind haeufiger sexueller Gewalt ausgesetzt. Wir sind gegen Gewalt an Frauen/Maedchen/Lesben/Transgender! Gemeinsam wehren wir uns gegen Gewalt an Frauen/Maedchen/Lesben/Transgender! Wir fordern: - Selbstbestimmungsrecht von Frauen/Maedchen/Lesben/Transgender! - Die Anerkennung und Einhaltung unserer Grenzen - Solidaritaet unter Frauen/Maedchen/Lesben/Transgender! KAMPF DEM SEXISMUS IM ALLTAG UND IM STAAT!!! Unterstuetzerinnen: Frauenreferat OeH Bundesvertretung, Frauenreferat OeH Uni Wien, Frauenreferat OeH Angewandte Kunst Wien, Frauen/Lesben der RAW, Frauen Fakultaetsvertretung HuS, LIAB-Frauen, BAGRU Nawi Frauen, GRAS Frauen, KSV Frauen VSStOe Frauen, uvm. -- ############ RAW ############# Rosa Antifa Wien c/o Rosa Lila Tip Linke Wienzeile 102 A-1060 Wien AUSTRIA ------------------------- E-Mail: raw at raw.at Web: http://www.raw.at Board: http://www.n3tw0rk.org ------------------------- PGP-Key available here: http://www.raw.at/sub/kontakt/raw.asc ############ RAW ############# ============================================== 02 Verfassungsbruch muß strafbar sein! von office at asyl-in-not.org ============================================== Verfassungsbruch muß strafbar sein! Strasser bereitet neues Unheil vor. Asyl in Not schließt sich einem Vorschlag von Rechtsanwalt Dr. Herbert Pochieser an. Der Innenminister hat aus dem Erkenntnis des Verfassungsgerichtshofs nichts gelernt. Die Hauptpunkte seines Asylgesetzes (Neuerungsverbot, Abschiebung trotz Berufung) wurden als verfassungswidrig aufgehoben. Aber Strasser kündigt ­ als wäre nichts geschehen - neue Verfassungsbrüche an: Er will Doppelbestrafungen einführen, wie sie sonst nur Länder wie Nigeria kennen. Er versucht - ohne Rücksicht auf die Unschuldsvermutung - "Verdächtige" zu kriminalisieren. Vor allem aber möchte er die unabhängige Gerichtsbarkeit liquidieren: Nicht nur der UBAS soll weg, der ihm schon lange ein Dorn im Auge ist, auch der Verwaltungsgerichtshof soll aus dem Asylverfahren verschwinden. Am liebsten wäre ihm: alle Macht für die Polizei. Asyl in Not hat den bekannten Wiener Rechtsanwalt und Menschenrechtsexperten Dr. Herbert Pochieser um seine Meinung gefragt, wie man diesen Polizeiminister mit rechtsstaatlichen Mitteln in die Schranken weisen kann. Dr. Pochieser schlägt vor, einen Straftatbestand "Verfassungsbruch" zu schaffen. Der neue Paragraph im Strafgesetzbuch sollte lauten: "Verfassungsbruch. Wer wissentlich österreichisches Verfassungsrecht missachtet, insbesondere dem Gesetzgeber ein verfassungswidriges Gesetz zur Beschlussfassung zuführt, ist mit Freiheitsstrafe von einem bis zu fünf Jahren zu bestrafen." In Anlehnung an die verschärfte Strafbarkeit von Delikten, die gewerbsmäßig begangen werden, schlägt Dr. Pochieser einen weiteren Paragraphen vor: "Systematischer Verfassungsbruch. Wer wiederholt einen Verfassungsbruch begeht, ist mit Freiheitsstrafe von fünf bis zu zehn Jahren zu bestrafen." Überdies wäre ­ da Erkenntnisse des Verfassungsgerichtshofes immer wieder in skandalöser Weise missachtet wurden (Beispiel unter mehreren: Ortstafelerkenntnis) - ein weiterer Straftatbestand herzustellen: "Wer es verweigert, mit den ihm zu Gebote stehenden rechtlichen Mitteln unverzüglich den der Rechtsanschauung des Verfassungs- oder Verwaltungsgerichtshofes oder des Obersten Gerichtshofes entsprechenden Rechtszustand herzustellen, ist mit Freiheitsstrafe von einem bis zu zehn Jahren zu bestrafen." Die Aufhebung von Gesetzen durch den Verfassungsgerichtshof ist "unverzüglich kundzumachen". In der Praxis wird die Kundmachung oft wochenlang verzögert. Also wäre die Verpflichtung zur Kundmachung an eine Frist von einer Woche zu binden und überdies auch hier ein Straftatbestand einzuführen: "Wer die unverzügliche Kundmachung eines Erkenntnisses der Verfassungsgerichtshofes verzögert, ist mit Freiheitsstrafe von einem bis zu fünf Jahren zu bestrafen." Alle diese Vorschläge finden wir durchaus ­ wie heißt das ? ­ verfolgenswert. Wir machen sie hiermit der Öffentlichkeit bekannt und leiten sie zugleich den Parlamentsklubs der demokratischen Parteien weiter, in der Hoffnung auf rasche Erledigung. Österreich muß nämlich wieder ein Rechtsstaat werden. Die Menschenrechte (die ein Teil der Verfassung sind) müssen endlich wieder gelten in diesem Land. Michael Genner Asyl in Not 1090 Wien, Währingerstraße 59 Tel. 408 42 10-15, 0676 ­ 63 64 371 Spendenkonto: Asyl in Not Bank Austria, Bankleitzahl 20151 Kontonummer 698 035 557 Achtung, Vorankündigung: Kunst Asyl Kunst erwerben, Kunst erleben, Künstler kennenlernen Kuratierte Benefizauktion zu Gunsten von Asyl in Not 8. Dezember 2004, ab 17 Uhr MAK (Museum für angewandte Kunst) 1010 Wien, Stubenring 5 Der Erlös dient zur Gänze der weiteren Arbeit von Asyl in Not Die Bilder sehen Sie demnächst online: www.kunstasyl.at Den Katalog schicken wir Ihnen auf Wunsch gerne zu. ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ Die Zusendungen können Sie bei Bedarf unter http://asyl-in-not.org/abo/ abbestellen. Asyl in Not, Währingerstraße 59, A-1090 Wien Telefon +43/1/408 42 10, Fax +43/1/405 28 88 mailto:office at asyl-in-not.org http://asyl-in-not.org --===============1938410437== Content-Type: text/plain; charset="iso-8859-1" MIME-Version: 1.0 Content-Transfer-Encoding: quoted-printable Content-Disposition: inline ============================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< EKH und TORTEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ============================================== 03 Helden sind Sexisten von claudia krieglsteiner ============================================== Helden sind Sexisten Auf der hoempage des Tatblatt und der stalinistischen Kominform wird der Tortenwurf gegen Walter Baier vom 20. November gefeiert. Zur Aktion generell: Demütigungsrituale gegen Linke finde ich prinzipiell oarsch und sie sind, meiner Meinung nach, auch nicht Ausdruck von linkem Selbstverständnis. Denn selbst wenn mensch symbolische Gewaltanwendung gegen Personen wie Bill Gates oder Herrn Kabas - wegen des mit ihnen untrennbar verbundenen Polizeiaufgebotes - noch als Buben-Mutprobe mit politischem Aussagewert sieht, ist der Mut den mann aufbringen muss, um so einen Akt im Rahmen einer linken Veranstaltung zu setzen, meiner Ansicht nach, nicht für anschließende Heldenverehrung geeignet. Ich würde aber gerne von den Tätern und ProtagonistInnen erklärt bekommen, warum ich diesem Ritual unterworfen wurde. Ich bin bekanntlich keine Entscheidungsträgerin im Zusammenhang mit dem EKH-Verkauf, wohl aber eine der KommunistInnen, die für die Entscheidung argumentieren. Solche Genossen und Genossinnen waren aber bei der Veranstaltung am Samstag in gößerer Anzahl anwesend. Also: Warum ich? Wie wurde bei den Vorbereitungen argumentiert? Wirklich sexistisch werden die Vorgänge jedenfalls jetzt bei der Aufbereitung: In der Selbst- und freundlichen Unterstützungs-Darstellung der Aktion komme ich jedenfalls nicht mehr vor. Die Auslöschung des weiblichen Anteils an Geschichte, Betroffenheit und Handlungen ist so alt wie das Patriarchat ­ und findet bis zum heutigen Tag auch in den linken Zusammenhängen AkteurInnen. Stellungnahmen bleiben aus. Unter dem Eindruck dieser jüngsten Erfahrungen interessiert mich die ganze EKH-Geschichte so jetzt eigentlich nimmer. ============================================== 04 Antwort: Helden sind Sexisten von TATblatt ============================================== Antwort: Helden sind Sexisten Wir erlauben uns kurz auf das email von claudia kriegelsteinern zu antworten, das uns und den mund heute erreicht hat. dies würden wir gerne in zwei teilen machen. zum ersten gibt es da den vorwurf des sexismus, da claudia kriegelsteiner sich - kurz zusammengefasst - in unserer "freundlichen Unterstützungs-Darstellung" nicht mehr erwähnt sieht und dies als "Auslöschung des weiblichen Anteils an Geschichte" sieht. einerseits dürfen wir versichern, dass wir die rolle von claudia kriegelsteiner natürlich nicht vergessen oder gar verdrängt haben, seit heute ist aus diesem grund auf unserer website auch ein ausführlicher bericht zu lesen (http://www.tatblatt.net/216/216ots-tortung-baier.html), indem claudia kriegelsteiner natürlich auch würdigende erwähnung findet. dies soll natürlich nicht darüber hinwegtäuschen, dass claudia kriegelsteiner insoferne recht hat, als bis montag nachmittag zur tortungsaktion lediglich ein satz mit dem hinweis "nähere infos folgen" zu dem vorfall zu finden war, indem kriegelsteiner tatsächlich nicht erwähnt wurde. wir stehen auch nicht hintan, uns dafür zu entschuldigen, dass durch die kürze dieses beitrags (d! er auf mangelnder zeit unsererseits genauer zu recherchieren beruhte) claudia kriegelsteiner keine entsprechende würdigung fand und dies auch durchaus - wie claudia kriegelsteiner für uns nachvollziehbar ausgeführt hat - strukturell sexistische implikationen hat. in der argumentation aber nicht mehr folgen können wir kriegelsteiner, wenn sie - und hier wären wir beim zweiten teil unserer antwort - in zusammenhang mit dem tortung nun plötzlich von "gewaltanwendung" spricht. die analogien zur peinlich-gespielten aufgeregtheit z.b. diverser övp/fpö regierungsmitglieder bei ähnlichen situationen in den letzten jahren ist hier halt recht offensichtlich. diese art der reaktion überrascht uns aber an sich nicht, da sie ja auch in anderen politischen lagern bekanntlicher maßen gerne dafür verwendet wird, von der eigenen position der macht, sowie strukturell bis offen eingesetzten gewalt abzulenken. so war es doch diese kpö-führung (inkl. kriegelsteiner), die sich erst anfang november im zuge einer symbolisch-theatralischen besetzung ihrer parteizentrale, nicht anders zu helfen wusste, als spezialeinheiten der polizei herbeizurufen, um für "ordnung" zu sorgen. nur um ein beispiel aus jüngster vergangenheit zu nennen. (eine aufzählung von viel! en weiteren einschlägigen kp-drohnungen und maßnahmen durchgesetzt mit polizeigewalt gegen soziale bewegungen im allgemeinen oder das ekh im speziellen, ließe sich natürlich jederzeit und zwar recht lange vortsetzen). was - in relation zu dem offen repressiven vorgehen der kp-führung gegen das ekh inkl. verkauf an den inhaber einer securityfirma - ist dazu schon ein tortenwurf? warum wurde gerade ich mit einer torte bedacht, fragt sich claudia kriegelsteiner weiter, und nicht z.b. auch didi zach, der wohl in den letzten wochen auch sehr darum gebettelt hat? tja, das sind wohl fragen, die die tortenwerferInnen letztlich selbst beantworten werden müssen. etwas seltsam stößt es uns an dieser stelle aber schon auf, wenn kriegelsteiner sich selbst hier als eine am parteiverkauf scheinbar völlig unbeteiligte zuschauerIn darstellt. so war es doch gerade kriegelsteiner, die vor gut einem jahr uns gegenüber im ekh erklärt hat, dass der verkauf von immobilien im besitz der kpö ausschließlich in den zuständigkeitsbereich der einzelnen landesorganisationen fällt. (von den leeren versprechungen gemeinsam mit den projekten im ekh eine lösung für das ekh zu suchen mal abgesehen.) bleibt also auch hier die frage offen, wie will kriegelsteiner unter diesen umständen von all dem nichts gewusst haben? und bei all diesen ungereimtheiten, wir kriegelsteiner wohl auch nicht daran vorbeikommen sich für "die EKH-Geschichte" jetzt mal zu interessieren und von der bisher praktizierten realitätsverweigerung abstand zu nehmen. wir fordern in dem sinne daher auch weiterhin - Offenlegung aller Kaufverträge und vor allem Nebenabsprachen, durch die KPÖ - Auflösung bzw. Rücknahme des Vertrags mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln durch die KPÖ - Stellungnahme zum politischen Hintergrund der neuen Hausverwaltung, Unterstützung bei allen weiteren rechtlichen Schritten, die die neue Hausverwaltung gegen uns bzw. wir gegen diese einleiten werden. mit freundlichen grüßen, tatblatt ps. im anhang erlauben wir uns noch der vollständigkeit halber die presseerklärung des ekh zum kongress (jedoch vor der tortung) weiterzuleiten, die auch vor ort verteilt wurde. vielleicht wird claudia kriegelsteiner ja ihre rolle im vorfeld des verkaufs wieder deutlicher in erinnerung gerufen: Presseerklärung anlässlich des Kongresses "Die Linke" Am Samstag, 20. November von 10 bis 18 Uhr soll eine linke Arbeitstagung im WUK stattfinden. Veranstalterin ist "Die Linke", mitgegründet vom Bundesvorstand der KPÖ, die sich "als ein pluralistisches Bündnis von linken, feministischen Strömungen und Einzelpersonen versteht". U.a. soll die Frage aufgeworfen werden wie eine andere , von Kapitalismus und Patriarchat befreite Gesellschaft ausschauen könnte. Seit nun über 14 Jahren versuchen die AktivistInnen im und rund ums EKH tagtäglich antirassistische, antikapitalistische und antisexistische Ideen und Ansprüche in die Praxis umzusetzen, konfrontiert mit Repression und kapitalistischer Realität. "Eine andere Welt ist möglich" ? Diese Frage stellen sich auch die vom Verkauf des Ernst Kirchweger Hauses betroffenen Bewohner - , Benutzer - , SymphatisantInnen, da durch den Verkauf eben diese Arbeit existenziell bedroht wird. Mitveranstalterin des Kongresses ist v.a. die KPÖ, welche erst kürzlich das EKH an Immobilienspekulanten die belegte Beziehungen zur rechtsextremen Szene pflegen, hinter dem Rücken der eigenen Parteibasis verkauft hat. Trotz gegenteiligen Beschlusses der letzten Landeskonferenz der KPÖ Wien: "Die heute zusammen das "Ernst Kirchweger Haus (EKH)" bildenden politischen, kulturellen und sozialen Initiativen stellen einen wichtigen Teil der Wiener Linken und Sozialbewegung dar. Die gemeinsame Entwicklung einer den Verkauf verhindernden finanziellen Lösung soll den Charakter des EKH als soziales Zentrum erhalten, verbreitern und absichern. Die Landeskonferenz sieht in solchen Bemühungen die Möglichkeit, eine finanziell tragfähige Lösung wie auch einen politischen Erfolg im Interesse der Wiener Linken und der KPÖ finden zu können". Sowohl das bewusste Hintergehen der eigenen Parteibasis, als auch der Verkauf der den Gesetzmäßigkeiten einer neoliberalen Logik folgt, widerspricht der Zusammenarbeit innerhalb einer pluralistischen Linken. Denn es ist pure Ironie eine andere nicht kapitalistische Welt fordern zu wollen, die sich aus dem Profit der Liegenschaft Wielandgasse 2 ­ 4 finanzieren soll. Wir zitieren aus dem Programm der Linken: "Trotzdem geht die neoliberale Offensive weiter, rollt über unsere Köpfe hinweg und durch sie hindurch". Hat der Bundesvorstand der KPÖ sich nicht allein auf Grund dieser Tatsache als Bündnispartner einer linken Opposition disqualifiziert? Nicht nur dass die VeranstalterInnen des Kongresses den geforderten Ausschluss der KPÖ Vorsitzenden Kriegelsteiner und Baier ignoriert haben, sollen die oben genannten Personen welche maßgeblich den Verkauf dieses Kultur und Sozialprojektes zu verantworten haben, die Eröffnungsrede halten. "Mehr als je bräuchte es eine handlungsfähige Linke, die Widerstand gegen die Zerstörung des Sozialen leistet und die die Alternative einer friedlich, sozial, ökologisch und demokratisch verfassten Welt, jenseits patriarchaler Herrschaftsstrukturen verkörpert"; in diesem Sinne EKH bleibt! Wir fordern aus all den oben angeführten Gründen: - die sofortige Offenlegung der Kaufverträge und Rücktritt von diesen - das öffentliche Eingeständnis des Bundesvorstandes, das Haus an Rechtsextreme veräussert zu haben - falls dies nicht erfolgen sollte, fordern wir den Ausschluss des KPÖ Bundesvorstandes aus jeglichen Bündnissen - das Weiterbestehen des EKHs mit all seinen Konzepten - mehr Freiräume und selbstverwaltete Zentren Für Rückfragen stehen wir unter folgender Telefonnummer gerne zur Verfügung: 0676/9427520 --- http://www.tatblatt.net mailto:TATblatt at blackbox.net _______________________________________________ =================================== 04a ad antwort des tatblatt auf claudia krieglsteiner: 1 einwand, 1 frage, 1 vorschlag zur güte von: claudia.volgger at chello.at =================================== das ots des tatblatt dokumentiert, dass die tapferen torter entweder nicht einmal den namen der frau, die sie angegriffen haben, kennen oder ihn bewusst verstümmeln. sexistische helden, aber macht nix: hauptsach helden. das tatblatt selbst meint, claudia krieglsteiner sei zwar vielleicht zum falschen zeitpunkt, nämlich zu früh (als stellvertreterin für einen, der nicht so leicht zu erreichen war? hm?), aber jedenfalls zu recht attackiert worden, denn: "wie will krieglsteiner unter diesen umständen von all dem nichts gewusst haben?" das ist interessant, weil es den kreis der zukünftigen zielscheiben doch exponentiell erweitert. eine torte ins gesicht kriegen könnten, mit dieser begründung, mal mindestens alle leute, die im letzten jahr der kpö angehört haben: irgendwas haben die auch gewusst, zumindest, dass der verkauf diskutiert wurde, verhindert haben sie ihn nicht: also zack! und was ist eigentlich mit frauen oder lebensgefährtinnen von kp-mitgliedern? gar nichts können die ja eigentlich auch nicht gewusst haben, oder? also: torte oder schere, was schwebt euch da so vor? und überhaupt: wenn ich mich recht erinnere, wurden in den letzten fünf jahren folgende nicht der ausserparlamentarischen linken angehörenden leute mit backwerk beworfen: schüssel, schwedenbomben (noch als vizekanzler, nach der angelobung ungesüsst). kabas, normale konditorware. der rektor der uni wien. 3:2. das lässt sich noch verbessern. wozu ein hübsches protestmittel überhaupt an nicht der linken szene angehörende verschwenden: die zeigen einen womöglich noch an, oder haben security-leute, die hässlich werden könnten - unannehmlichkeiten, die wirklich nicht sein müssen. dagegen wissen wir doch alle, dass der treffen innerhalb der restlinken, in denen irgendeineR nicht durchsetzen kann, was er oder sie möchte, die anderen also ganz klar strukturelle gewalt anwenden, einfach legion sind. und in diesem vertrauten rahmen ist dann auch der kreativität bei der weiterentwicklung der waffe aller raum eröffnet: in fades tofu oder schlagobers kommen dann hundstrümmerl für antideutsche, katzenkotze für antiimps, chillies für organisierte, juckpulver für unorganisierte (chinin vielleicht nicht. von ausreichend muskatnuss wird den leuten auch schlecht, und die vergiftung geht nach drei tagen rückstandsfrei vorbei, meistens.) in diesem sinne, ihr lieben, und damit die fade diskussionskultur im sinne des rechtes auf ewige pubertät endlich voranschreiten möge zur fröhlichen nachahmung endlich der richtigen marx, wünsch ich euch, und den deppen, die ihr verteidigt, recht herzlich eine portion spaghetti all'arrabiata, von oben, heiss. ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ============================================== 05 IG Architektur: Demo-Info-Lounge 26.11.04 von "Beatrix Roidinger" ============================================== P R E S S E M E L D U N G Liebe Journalistinnen, liebe Journalisten, anbei übermitteln wir ihnen den offenen Brief der ig-architektur, der detailliert Stellung zum Gesetzesentwurf des neuen Ziviltechnikergesetzes nimmt und an die Bundeskammer der Architekten (Herrn DI Krapfenbauer) adressiert ist. Am Freitag, den 26.11.2004 findet um 17.00 eine aktionistische Protestaktion der ig-architektur vor der Bundeskammer statt. Mit freundlichen Grüßen Beatrix Roidinger Presse ig-architektur Mobil: +43-699-149 148 11 Tel.: +43-1-481 54 54.20 Email: beatrix at roidinger.com Weiterführende Informationen & Downloads: www.ig-architektur.at befugt? Demo - Info - Lounge Freitag, 26.11.2004 Schluss mit unsinnigen Restriktionen! Gegen die geplante Novelle des Ziviltechnikergesetzes! Die IG-Architektur - die offene und unabhängige Plattform für Architekturschaffende - ruft am 26.11.2004 zur ersten Architektur-Protestkundgebung in der Geschichte Österreichs auf. Die IG-Architektur protestiert gegen den in Europa einmalig restriktiven Berufszugang: Für Architekturschaffende ist der Weg zur selbständigen Berufsausübung in Österreich, im Vergleich zu anderen EU-Ländern, nachweislich nicht nur besonders teuer, sondern formal auch schwierig bis unmöglich. Das neue Ziviltechnikerkammergesetz (ZTKG) mildert die sozialen Härten kaum. Die geplante Novelle des Ziviltechnikergesetzes (ZTG) wird die Situation sogar noch erheblich verschärfen. Konsequenz ist der sukzessive Ausschluss des heimischen Nachwuchses vom Markt. Architektur als ein Motor der "Creative Industries" braucht das innovative Potential der kleinen dynamischen Büros. Die IG-Architektur fordert daher: 1) Berufszugang für AbsolventInnen entsprechend der wirtschaftlichen Realität des Berufsstandes 2) Ein gerechtes Beitragssystem zur Sozialversicherung für ArchitektInnen 3) Ende der zwangsweisen Doppelversicherungen 4) Keine Ausgrenzung vom Markt für ArchitektInnen mit ruhender Befugnis 5) Eine zeitgemäße gesetzliche Grundlage für die Berufsausübung Demo - Info - Lounge Im Anschluss an eine aktionistische Protestkundgebung vor der Bundeskammer der Architekten findet eine Informationsveranstaltung im Semper Depot statt. Vortragende aus den Niederlanden, Italien, Deutschland und der Slowakei geben Einblicke in die jeweiligen Arbeitsbedingungen sowie die verschiedenen Modelle des Berufszugangs. Sie gestatten so einen Vergleich mit der Situation in diesen EU-Ländern. Anschließend können die begonnenen Diskussionen im informellen Rahmen der IG-Architektur Lounge weitergeführt werden. Zeitplan 17:00 Protestkundgebung vor der Bundeskammer Wien, Karlsgasse 9, 1040 Wien 18:30 Pressegespräch mit den InitiatorInnen, Atelierhaus der Akademie der bildenden Künste Wien Semper Depot, Lehargasse 6, 1060 Wien 19:00 Informationsveranstaltung mit internationalen Gästen 21:00 IG-Architektur Lounge mit Installation, DJs, Drinks & Food Detaillierte Informationen über die IG-Architektur sowie eine ausführliche Stellungnahme: www.ig-architektur.at Pressekontakt Mag. Beatrix Roidinger Sprengersteig 21 A-1160 Wien Tel: +43-1-481 54 54/20 Mobil: +43-699-148 148 11 Email: beatrix at roidinger.com ============================================== 06 [FriWe] Rundbrief: Protest bei ORF-Publikumsrat von "Friedenswerkstatt Linz" ============================================== Werkstatt Frieden & Solidarität (vormals Friedenswerkstatt Linz) Waltherstraße 15, 4020 Linz Tel. 0732/771094, Fax 0732/797391 e-mail: friwe at servus.at www.friwe.at Rundbrief der Werkstatt Frieden & Solidarität Wer diesen Rundbrief nicht mehr erhalten möchte, ersuchen wir um ein E-Mail unter folgendem Link: mailto:mailfriwe-request at friwe.at?subject=unsubscribe Sollte jemand den Rundbrief in verstümmelter Form erhalten, schicken wir diesen gerne auch im pdf-Format zu. Inhalt: (1) Protest bei ORF-Publikumsrat über Berichterstattung zu EU-Schlachtgruppen. (2) Wichtiges Koordinationstreffen (3) Verantaltungshinweise (4) Petition: Volksabstimmung über die EU-Verfassung (5) Friedensvolksbegehren: Aus 1 mach 2! (6) Materialien (1) Protest bei ORF-Publikumsrat über Berichterstattung zu EU-Schlachtgruppen. Liebe FreundInnen und Freunde, wir ersuchen Euch beim ORF-Publikumsrat Protest gegen die Regierungspropaganda vie ORF bezüglich der österreichischen Beteiligung an den EU-Schlachtgruppen einzulegen. Dazu unten zur Information unsere Medieninformation vom 21.11.2004. Die Adresse lautet: Publikumsrat ORF Würzburggasse 30 A - 1136 Wien Fax: (01) 87878 / 550716 E-Mail: publikumsrat at orf.at Am Montag, 29. November, 10.00 Uhr im ORF-Zentrum, 1136 Wien, Würzburggasse 30, 6. Stock, Großer Sitzungssaal, findet die nächste öffentliche Sitzung des Rates statt. Medieninformation: Österreichische Beteiligung an EU-Schlachtgruppen: Propaganda statt Information Protest bei Hörer und Sehervertretung des ORF "Wenn Österreich jetzt bei der Aufstellung der schnellen Eingreifgruppen mitmacht, dann ist das der endgültige Abschied von der Neutralität!" (Dr. Reiner Steinweg, Friedensforscher, Kirchenzeitung 18.11.2004) Am Sonntag, 21. 11. 2004 wurde stündlich in den ORF-Nachrichten verlautbart, die Teilnahme Österreichs an den EU-Schlachtgruppen sei mit der Neutralität vereinbar. Begründet wurde diese Propagandalüge der Bundesregierung mit einer Stellungnahme der Verfassungsrechtlecher Öhlinger und Mayer. "Der EU-Vertrag ist stärker als die Neutralität", erklärt Verfassungsrechtler Theo Öhlinger. "Außenpolitisch ist Österreich kein neutraler Staat mehr" (OÖN, 20.11.2004). Das ist eine völlig andere Aussage, als jene, die der ORF im Auftrag der Regierung verbreitete. Die Werkstatt Frieden&Solidarität wird deshalb bei der Hörer- und Sehervertretung des ORF Protest gegen diese unverantwortliche Lügenpropaganda einlegen. Argumentiert wird die Lüge von der Vereinbarkeit von Neutralität und Kriegen im Auftrag der EU - auch an Angriffskriege ohne UN-Mandat ist dabei gedacht - mit dem Artikel 23 f BVG. Dieser per 01. Mai 1999 in die Verfassung gemogelte Artikel ist jedoch mit der Neutralität unvereinbar. Dies wurde von den Verfassungsrechtlern Adamovich und Korinek wiederholt festgestellt. Die ersatzlosse Streichung des Artikel 23f BVG ist deshalb eine der zentralen Forderungen des Friedensvolksbegehrens (www.friedensvolksbegehren.at) "Neutralität ist keine Frage von Paragrafenreiterei. Es ist völlig lächerlich, wenn da Rechtsexpertisen vorgelegt werden, die die Beteiligung an Kriegen als vereinbar mit der Neutralität darstellen. Neutralität ist eine Frage des Vertrauens. Sowohl die Menschen im Ausland als auch in Österreich müssen darauf vertrauen können, daß sich Österreich wirklich neutral verhält. Wenn dieses Vertrauen zerstört ist, sind all diese Expertisen für den Hugo!" so Boris Lechthaler, Koordinator für das Friedensvolksbegehren. Der Botschafter eines potenziellen Partnerlandes bei den militärischen Ambitionen in der "Presse" vom 18.11.2004: "Solange ihr mit uns in den Krieg zieht, ist uns Euer Status egal." Die SPÖ, einst stolz auf ihre außenpolitische Kompetenz, hat sich diesbezüglich selbst amputiert. Jetzt fordert die SPÖ die UN-Bindung bei Einsätzen der EU-Schlachtgruppen. Am 18.Mai 1998 haben sie jedoch per Initiativantrag im Parlament gemeinsam mit der ÖVP und dem Liberalen Forum selbst dafür gesorgt, daß die Anleitung zum Völkerrechsbruch namens Artikel 23f BVG in die Verfassung kam. Rückfragehinweis: Mag. Gerald Oberansmayr, 0732-771094 (2) Wichtiges Koordinationstreffen: Gibt es überhaupt noch eine Opposition gegen die österreichische Beteiligung an Aufrüstung und Krieg? Der Versuch von Peter Pilz & Co die Haltung der Grünen zur Neutralität zu wenden, die drohende Beteiligung Österreichs an den EU-Schlachtgruppen, ohne Widerspruch von seiten der sogenannten parlamentarischen Opposition, unterstreichen: Ohne das Friedensvolksbegehren gäbe es keine wahrnehmbare oppositionelle Stimme mehr gegen die beschleunigte Militarisierung der österreichischen Außen- und Sicherheitspolitik. Wir verfügen zur Zeit über nicht ganz 5.000 Unterstützungserklärungen. Wir brauchen 9.000 um das Friedensvolksbegehren einleiten zu können. Bei unserem nächsten Koordinationstreffen, wollen wir beraten, wie wir mit dem Friedensvolksbegehren weiterarbeiten. Wann: Samstag, 27. November 2004, 13.00-15.30 Wo: Büro der Werkstatt Frieden&Solidarität Im Anschluß an unser Koordinationstreffen wollen wir von 16.00-18.00 eine Besprechung der Plattform für eine Volksabstimmung über die EU-Verfassung durchführen. (3) Verantaltungshinweise: 4.1. Veranstaltungsreihe der Werkstatt Frieden & Solidarität im November 2004 Diebstahl öffentlicher Güter? Liberalisierung und Privatisierung durch EU-Verfassung und EU-Richtlinien Vortrag und Diskussion mit Annette Groth, Stuttgart, ATTAC Deutschland Steyr, Mo, 22.11.2004, 19.30 Uhr, Arbeiterkammer (Kl. Saal), Redtenbachergasse 1a gemeinsam mit Attac OÖ, Grüne Bildungswerkstatt OÖ, Die Grünen Steyr, ÖGB Steyr Linz, Di, 23.11.2004, 19.30 Uhr, Universität; HS 6, Keplergebäude gemeinsam mit Attac OÖ, Grüne Bildungswerkstatt OÖ, Grün-Alternative StudentInnen Graz, Mi, 24.11.2004, 19.30 Uhr, Universität-Graz, HS B (150m v. Haupteingang links) gemeinsam mit Steirische Friedensplattform, Attac Steiermark, Grüne Akademie, KSC, ÖH Freistadt, Do, 25.11.2004, 19.30 Uhr, Pfarrsaal, Dechantplatz 1 gemeinsam mit AK-Freistadt, ÖGB-Freistadt, Pfarre Freistadt, Eine Welt Gruppe, Katholisches Bildungswerk, Attac OÖ, Grüne Bildungswerkstatt OÖ 4.2. EU-Militarisierung und Migration Veranstaltungsreihe in 15 Städten in Deutschland und Österreich mit dem Buchautor Rudi Friedrich, 3. bis 29. November 2004 Dienstag, 23. November 2004, 19.30 Uhr Universität Salzburg, GesWi, Rudolfskai 42, HS 387 Montag, 29. November 2004, 20.00 Universität Wien, Neues Institutsgebäude, Universitätsstr. 7, Wien Am 29. Oktober unterzeichneten die Regierungschefs der 25 Mitgliedsstaaten der Europäischen Union den EU-Verfassungsentwurf. Alle Mitgliedsstaaten sollen nun den Entwurf ratifizieren, damit die Verfassung 2009 in Kraft treten kann. Die Deutsche Friedensgesellschaft - Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen(DFG-VK) Hessen, dasBildungswerk Hessen der DFG-VK und Connection.e.V. starten angesichts dessen eine Veranstaltungsreihe zur Militarisierung und Flüchtlingsabwehr der EU. Friedensorganisationen treten für die Entmilitarisierung, ein offenes Europa und ein umfassendes Recht auf Kriegsdienstverweigerung ein. "Der Verfassungsentwurf", so heute der Buchautor Rudi Friedrich, werde "eine Politik legitimieren, die schon an den Außengrenzen der Union die Einreise von Schutz suchenden Flüchtlingen zu verhindern sucht". Zudem werde die EU zu einer Militärmacht ausgebaut, um weltweit Kriege führen zu können. (organisiert von: Arge Wehrdienstverweigerung & Gewaltfreiheit Salzburg, unterstützt von: Friedensbüro Salzburg, Salzburg Social Forum, ÖH, Grüne Bildungswerkstatt Salzburg) (4) Petition: Volksabstimmung über die EU-Verfassung Um in Österreich Druck für eine Volksabstimmung zu entwickeln, haben die Werkstatt Frieden & Solidarität und der Österreichische Friedensrat die Petition "Für eine Volksabstimmung über die EU-Verfassung", gestartet. Diese kann auf der Web-Page www.friwe.at downgeloadet oder in der Werkstatt bestellt werden: mailto: friwe at servus.at Thomas Schönfeld und Angelika Hofmann haben die Petition mit 770 Unterschriften am 27. Oktober 2004 beim Nationalrat eingereicht. Am 15. Dezember 2004 tagt zum nächsten Mal der Petitionsausschuß. Wir wollen noch vor der Sitzung die weiteren eingegangenen Unterschriften übergeben. Wir ersuchen Euch deshalb die bis zu diesem Zeitpunkt unterschriebenen Petitionslisten bis spätesten 6. Dezember ans Büro zu übermitteln. Am 29. Oktober 2004 haben die EU-Staats- und Regierungschefs in Rom "feierlich" die EU-Verfassung unterzeichnet. Doch damit ist die Sache nicht entschieden, denn die Verfassung muss noch in allen EU-Staaten ratifiziert werden. In Österreich wollen weder die Regierung noch die Spitzen der Oppositionsparteien die Bevölkerung über diese einschneidende Verfassung entscheiden lassen. Dafür gibt es zwei Gründe: 1) Die Führungen aller vier Parlamentsparteien sind sich einig in der Unterstützung der Inhalte der EU-Verfassung 2) Sie fürchten, dass diese Inhalte im Zuge einer Volksabstimmungskampagne vor der Bevölkerung nicht mehr länger verheimlicht werden können. Denn diese Verfassung ist in mehrerlei Hinsicht einzigartig: Die vorgeschlagene EU-Verfassung beinhaltet... ... eine Aufrüstungsverpflichtung. Im Artikel I-41 heißt es: "Die Mitgliedstaaten verpflichten sich, ihre militärischen Fähigkeiten schrittweise zu verbessern." (Art. I-41, 3). Damit stehen Abrüstungsbefür-worter außerhalb der Verfassung. ... ein eigenes Rüstungsamt ("Agentur für die Bereiche Entwicklung der Verteidigungsfähigkeit, Forschung, Beschaffung und Rüstung"), das die Aufrüstung der EU-Staaten kontrollieren und ankurbeln soll (Art. I-43, 3) ... die Selbstmandatierung des EU-Ministerrat für weltweite Kriegseinsätze (Art. I-41, Art. III-307) ... eine militärische Beistandsverpflichtung, die schärfer ist als die der NATO (Art. I-41,7) ... einen Anhang, in dem der EURATOM-Vertrag bekräftigt wird, der Förderung der Atomenergie vorsieht. ... die Verpflichtung zu einer neoliberalen Wirtschaftspolitik: "Die Tätigkeit der Mitgliedstaaten und der Union umfasst .... die Einführung einer Wirtschaftspolitik, die... dem Grundsatz einer offenen Marktwirtschaft mit freiem Wettbewerb verpflichtet ist." (III-177) ... einen Hebel zur weiteren Liberalisierung und Privatisierung öffentlicher Dienste im Sozial-, Bildungs- und Gesundheitsbereich. In Zukunft soll über "Kompetenz "Grundsätze und Bedingungen, insbesondere jene wirtschaftlicher und finanzieller Art" öffentlicher Dienste der EU-Minsterrat per Mehrheitsentscheidung beschließen können (Art. III-122). ... die Veränderung der Stimmgewichte in den EU-Räten zugunsten der großen Staaten und zu Lasten der kleineren und mittleren: so steigen die Stimmgewichte Deutschlands um über 100%, die Frankreichs und Großbritanniens um 45%; andererseits verlieren Österreich, Schweden, Portugal, Griechenland, Belgien, Tschechien, Ungarn, Dänemark, Slowakei, Finnland, Irland zwischen 35% und 65% an Stimmgewichten. Nähere Informationen über die Inhalte der EU-Verfassung auf www.friwe.at bzw. in der Broschüre "EU-Verfassung - Europa der Konzerne und Generäle" Die EU-Verfassung aus der Sicht von Friedens-, Anti-Atom- und globalisierungskritischer Bewegung 2. Auflage, mit Beilageblatt zu den Änderungen des EU-Gipfels, 17./18. Juni 2004. EUR 3,50 (exkl. Porto) in der Friedenswerkstatt Linz bestellt werden. Friedenswerkstatt Linz, Waltherstr. 15b, 4020 Linz, Tel. 0732/771094, email: friwe at servus.at; Bei Bestellungen ab 10 Expl. sinkt der Einzelpreis auf EUR 3,-- Nähere Informationen zur EU-Verfassung unter www.friwe.at Aktuelle Informationen über die Auseinandersetzung zur EU-Verfassung finden sich auch in der "guernica" - der Zeitung der Werkstatt Frieden & Solidarität. Ein Probeexemplar schicken wir gerne kostenlos zu. Bestellung an friwe at servus.at (5) Friedensvolksbegehren: Aus 1 mach 2! Zur Einleitung des Friedensvolksbegehrens brauchen wir 8.032 Unterstützungserklärungen. Zur Zeit haben wir gut die Hälfte beisammen. Wenn all jene, die bereits eine Unterstützungserklärungen abgegeben haben, noch einen Menschen von der Richtigkeit und Notwendigkeit der Forderungen des Friedensvolksbegehrens überzeugen, können wir das Volksbegehren beim Innenministerium einreichen. Die Stimme der "Plattform Neutralität statt Euro-Armee!" könnte dann nur mehr schwer einfach ignoriert werden. Ohne das Friedensvolksbegehren wären wir der Drohung von Peter Pilz, Sicherheitssprecher der Grünen, mit besten Medienkontakten und Millionen Parteienförderung eine Kampagne gegen die Neutralität und für eine EU-Armee unter einem europäischen Verteidigungsminister zu starten, hilflos ausgeliefert. Aus diesem Grund haben wir diesem Rundbrief in der Anlage auch das Formular der Unterstützungserklärung als Anlage beigefügt. Nähere Informationen gibt es wie immer unter www.friedensvolksbegehren.at. Im vergangenen Jahr wurden über 150.000 Falter, zehntausende Flubglätter, tausende Plakate verteilt. Dies ist die einzige Möglichkeit um gegen die geballte Medienignoranz in der Frage der Militarisierung anzukämpfen. Durch die vielen kleinen Aktivitäten für das Friedensvolksbegehren sind alle Drucksorten fast vergriffen. Die notwendige Neuauflage von Informationsfaltern, Plakaten, Klebern etc. ist mit erheblichen Kosten verbunden. Wir ersuchen Sie deshalb um Spenden auf das Kontonr.:80006274146, BLZ:34777, bei der Raiffeisenbank Perg, Kennwort: Friedensvolksbegehren. Ein Euro für das Friedensvolksbegehren ist eine Investition in Frieden, Sicherheit und Solidarität. (6) Materialien Gerald Oberansmayr Auf dem Weg zur Supermacht Die Militarisierung der Europäischen Union Als Anfang der 1990er Jahre der französische General Michel Fennebresque forderte, die EU müsse ein "Waffenpotential vergleichbar den USA" aufbauen, ging das noch in den Friedenshoffnungen der ersten Wendejahre unter. Ein Jahrzehnt später tritt jedoch die Finalität der EU, wie sie seit dem Vertrag von Maastricht vorangetrieben wurde, unverkennbar hervor: die Herausbildung einer militärischen Supermacht. [mehr] EUR 9,90 (exkl. Porto) Andreas Wehr Europa ohne Demokratie Die Europäische Union ist auf dem Weg zur wirtschaftlichen und militärischen Großmacht. Aber ihre demokratische Legitimität steht auf tönernen Füßen. Ihre Verfassung soll das bestehende Demokratiedefizit festschreiben und ihre Mitgliedsstaaten zu permanenter Aufrüstung und neoliberalem Sozialkahlschlag verpflichten. (154 Seiten) EUR 12,90 Winfried Wolf Afghanistan, der Krieg und die neue Weltordnung "Nach dem 11. September 2001 sei ´nichts mehr wie zuvor´, heißt es allerorten. Tatsächlich ist alles so wie immer. Reale oder behauptete Terrorakte werden als Vorwand für Kriege und die Durchsetzung materieller Interessen genommen" (aus dem Vorwort). EUR 12,- (exkl. Porto) Winfried Wolf Sturzflug in die Krise Die Weltwirtschaft - Das Öl - Der Krieg Winfried Wolf liefert eine Fülle Material zum brüchigen Zustand der internationalen Ökonomie, zum Zusammenhang von Krise, Öl und Krieg und Belege für die Gefahr einer neuen Weltwirtschaftskrise. EUR 15,- (exkl. Porto) Winfried Wolf Die Europäische Union Geschichte EWG/EG/EU / Blockkonkurrenz zu den USA / Militarisierung / Die brüchige Achse Berlin - Paris / Die Schlacht um die "europäischen Champions Sanofi-Aventis und Siemens-Alstom / Kommandozentrale Rüstungsagentur / Kriegsbereit in fünf Tagen: Die Nachrüstung der EU-Verfassung / Lenin live zur Globalisierungsdebatte A5-Broschüre, 32 Seiten, EUR 2,- (exkl. Porto) Hannes Hofbauer Osterweiterung Vom Drang nach Osten zur peripheren EU-Integration Der laufend stattfindenden Diffamierung von Gegnern des europäischen Großraums setzt Hofbauer eine Fülle von Material entgegen, das die Erweiterung als das zu Tage treten lässt, was sie ist: eine letztlich militärisch abgesicherte Expansion westeuropäischer Kapitalgruppen. EUR 17,90 (exkl. Porto) Gerald Dunkl Stammtischphilosophen Gedichte, Sprüche, Aphorismen "Wenn geächtete Terrorgruppen größer wären, wären sie geachtete Armeen". EUR 7,85 (exkl. Porto) Matthias Küntzel Der Weg in den Krieg Deutschland, die NATO und das Kosovo Gestützt auf eine systematische Auswertung aller verfügbaren nationalen und internationalen Quellen, belegt Küntzel überzeugend, dass Deutschland keineswegs "gutwillig, überfordert, am Ende machtlos" (Die Zeit) in den Jugoslawien-Krieg von Washington hineingedrängt worden ist, sondern ihn zielstrebig und bewusst geschürt hat. EUR 18,50 (exkl. Porto) Kurt Köpruner Reisen in das Land der Kriege Erlebnisse eines Fremden in Jugoslawien Vor allem aus beruflichen Gründen reiste Kurt Köpruner in den Jahren 1990 bis 2000 viele Male in das zerfallende Jugoslawien. Mit leichter Hand und großem erzählerischen Talent hat er aufgezeichnet, was er dort selber erlebt und in vielfältigen geschäfltichen und privaten Kontakten erfahren hat - und das entspricht meist ganz und gar nicht den hiesigen "amtlichen" Darstellungen von der Krise am Balkan. EUR 19,90 (exkl. Porto) Joachim Becker/Andrea Komlosy (Hrsg.) Grenzen weltweit Zonen, Linien, Mauern im historischen Vergleich Allerorst ist seit dem Fall des Eisernen Vorhanges von der Aufhebuung von Grenzen die Rede. Bei näherem Hinsehen springen gleichwohl alte und neue Barrieren ins Auge. "Schengen" und die Befestigungslinie zwischen den USA und Mexiko grenzen Zentralräume von Randgebieten ab. Zudem existieren Mauern zwischen Stadtvierteln unterschiedlicher religiöser und ethnischer Gruppen von Belfast über Usti nad Labem bis Jerusalem. Die AutorInnen des vorliegenden Bandes diskutieren die unterschiedlichen Funktionen von regaion sowie sozial zunehmend schärfer gezogenen Grenzen in einer Welt, deren Selbstverständnis gleichwohl ein grenzenloses ist. EUR 22,90 (exkl. Porto) Und außerdem gibt es noch das Friedenswerkstatt-T-Shirt (Motiv sh. www.friwe.at) zum Preis von EUR 10,- (bei Bestellungen ab 5 Leiberl EUR 8,-) Bestellungen von Büchern und T-Shirt an friwe at servus.at ============================================== 07 kino andersrum am 26.11.: better than chocolate von Grüne Andersrum ============================================== 2004-11-22 15:30 26.11., 19:30 h: "better than chocolate" im cinemagic Die Grüne Wirtschaft und die Grünen Andersrum laden ein... Anlässlich der bevorstehenden Wirtschaftskammerwahl laden die Grüne Wirtschaft und die Grünen Andersrum zu einem Kinoabend für lesbische, schwule und transgender UnternehmerInnen und FreundInnen. Wir zeigen die mehrfach preisgekrönten Film "Better Than Chocolate" Junge 19 und frisch in die butche Kim verliebt ist Maggie. Die beiden teilen ein aufregendes Sexualleben miteinander, dass nur durch das Auftauchen von Maggies Mutter Lila gestört wird. Denn diese hat sich von ihrem Mann getrennt und sucht jetzt eine neue Bleibe, eine neue Zukunft und eine neue Liebe, die besser ist als Schokolade. Dass sie ausgerechnet bei ihrer Tochter vor der Tür steht, passt der verliebten Maggie überhaupt nicht, zumal Lila Maggies lästigen jüngeren Bruder Paul im Schlepptau hat. Das Liebesnest verwandelt sich so in eine "Wie sag ich's meiner Mutter"-Hölle, denn Lila ahnt nichts von Maggies Liebe zu Frauen und oder ihrer Arbeit im lesbisch-schwulen Buchladen. Die fehlende Privatheit, das Versteckspielen und das fortdauernde Nörgeln Lilas treiben einen gewaltigen Keil zwischen Kim und Maggie... Die kanadische Regisseurin Anne Wheeler hat ihr buntes Universum großstädtischer Menschen jeglicher sexueller Orientierung fast überbevölkert: Eine transsexuelle Frau findet am Ende genau so ihr Glück, wie Maggies Bruder Paul und ein halbes Dutzend anderer Nebenfiguren auch. Und selbst Lila überwindet ihre Schokoladen-Sucht mit der Hilfe von einigen Batterien. Zwischen dem Wohlgefühl heißer Schokolade, dem Zartbitter unsicherer Gefühle bis zum nougat-süßen Happy End, diese Komödie weißt alle Geschmacksfacetten auf ­ und am Ende wissen alle, warum Maggie nicht aufhören kann, so selig zu lächeln. Regie: Anne Wheeler, Canada 1999, 93 Min. Freitag, 26. November 2004 19.30 Uhr CINEMAGIC (ehem. Opernkino) Friedrichstraße 4 1010 Wien Begrüßung: Volker Plass, Bundessprecher der Grünen Wirtschaft Nach dem Film: Brötchen, Getränke, Kennenlernen ... Um Sitzplatzreservierung wird gebeten: kino at gruenewirtschaft.at Der Eintritt ist wie immer frei! _______________________________________________ ============================================== 08 Que(e)r-Beisl am 24. November / Weg mit der Ehe! Oder Ehe als Weg? von Rosa Antifa Wien ============================================== 24. November: Weg mit der Ehe! Oder Ehe als Weg? Waehrend beispielsweise die HOSI Wien so rasch wie moeglich die Einfuehrung der Eingetragenen PartnerInnenschaft nach skandinavischem Vorbild fordert, da es keinen einzigen Grund gibt, warum man Lesben und Schwulen laenger die voellige Gleichberechtigung verwehren soll (http://www.hosiwien.at) lehnt die Lesbenberatung in der Rosa Lila Villa die Lesbenehe, die Homoehe, die Schwulenehe, den Zivilpakt (ZIP) und auch den Ehebund fuer Heterosexuelle prinzipiell ab. Sie findet, dass gleiche Rechte und Pflichten (Mietrecht, Aufenthaltsrecht, Versicherungsrecht, Erbrecht, Steuerrecht, u.s.w...) allen Menschen zustehen sollten, egal welche Form der PartnerInnenschaft sie gerade leben (http://www.villa.at). Was ist Gleichberechtigung, was heisst gleiche Rechte und was hat das Modell Ehe damit zu tun? Ist es moeglich Lebensmodelle und die damit verbundenen Rechte und Pflichten unabhaengig von nur Zweierbeziehungen zu entwerfen und zu leben? Vortrag und Diskussion von und mit Aktivistinnen der Lesbenberatung. Ort: Que(e)r-Beisl im EKH. Wielandgasse 2-4, 1100 Wien (U1 Keplerplatz) Zeit: 20 Uhr, Beislbetrieb von 18:30-24 Uhr Naechste Woche: Film: Die Ritterinnen Vollstaendiges Monatsprogramm auf http://www.raw.at im Bereich Que(e)r -- ############ RAW ############# Rosa Antifa Wien c/o Rosa Lila Tip Linke Wienzeile 102 A-1060 Wien AUSTRIA ------------------------- E-Mail: raw at raw.at Web: http://www.raw.at Board: http://www.n3tw0rk.org ------------------------- PGP-Key available here: http://www.raw.at/sub/kontakt/raw.asc ############ RAW ############# ============================================== 09 Dienstagstermine im (neu renovierten) HOSI-Zentrum von Christian Hoegl ============================================== Dienstag 23. November, 20.00 Uhr: "HOSI ...in der Zeit, ...im Bild" Archivzusammenschnitt von Fernsehaufnahmen aus den Jahren 1979-1991 in Videogroßprojektion Dienstag 30. November, 20.00 Uhr: "Das Ende der Lesben- und Schwulenbewegung?" offene Podiumsdiskussion bei der es darum gehen soll, ein bisserl Utopien zu spinnen, welche Aufgaben auf die Lesben- und Schwulenbewegung in den nächsten 25 Jahren zukommen. Ist mit der bald absehbaren Erfüllung aller Forderungen auf politischer Ebene alles erledigt? Gibt es Bereiche, wo auch in Zukunft Wachsamkeit Not tut? Wie sieht es mit Bereichen wie Coming-out, sozialen Kontakten, Alternativkultur usw. aus? Am Podium und im Publikum AktivistInnen der frühen Bewegung und natürlich besonders VertreterInnen der jungen Generation. im HOSI-Zentrum (frisch & bunt neu ausgemalt!) Wien 2, Novaragasse 40 - jeden Dienstag ab 19 Uhr geöffnet Tel. 01/216 66 04 · www.hosiwien.at ============================================== 10 ASt 1 korrigiert - Mit der Bitte um Veröffentlichung von ASt-LFI ============================================== Marxismus 2004 Eine Diskussionsveranstaltung des ArbeiterInnenstandpunkt Samstag, 4. Dezember Amerlinghaus, Stiftg. 8, 1070 Wien (U3 Neubaugasse) Beginn: 15.00 Uhr Die Geschichte des Trotzkismus in Österreich 1927-1950 Die Geschichte unserer Bewegung - ihre Stärken, ihre Fehler, ihre Lehren. 16.45 Uhr Österreich als imperialistische Macht - Gestern und Heute Früher herrschte der österreichische Imperialismus durch das Habsburger Reich. Heute drängt er wirtschaftlich, "friedlich und demokratisch" wieder nach Osteuropa vor. Was sind die Hintergründe? Wo steht die ArbeiterInnenbewegung? Wie kann eine internationale Solidarität aufgebaut werden? 18.30 Uhr KPÖ vor der Spaltung: Welche Perspektiven gibt es heute in Österreich für den Aufbau einer kommunistischen Partei? Eine Debatte zwischen Vertretern des ArbeiterInnenstandpunkt und der KP-Opposition Informationen unter: ArbeiterInnenstandpunkt: Stiftgasse 8, 1070 Wien E-Mail: arbeiterInnenstandpunkt at gmx.at Tel.: 0650/406 83 14 http://www.arbeiterinnenstandpunkt.net ============================================== 11 Einladung zur Veranstaltung "Lebensrealtiäten von Migrantinnen" - 1.Dez., Secession von "LEFÖ" ============================================== Liebe KollegInnen, liebe FreundInnen! Wir möchten Euch/Sie zu folgender Veranstaltung einladen: Lebensrealitäten von Migrantinnen Das Schicksal von Migrantinnen wird in Österreich oft totgeschwiegen oder verliert sich in eindimensionalen Ansichten. Fünf verschiedene Frauenorganisationen in Wien möchten Sie auf die Pluralität von Lebensrealitäten aufmerksam machen und Ihnen Empowerment-Prozesse von Migrantinnen näher bringen. Mittwoch, 1. 12. 2004, 18:30 Secession, Friedrichstrasse 12, 1010 Wien Programm: ai-AG Frauen, amnesty international Österreich: Frauen & Asylrecht FIBEL: Heiratsmigration als Risiko FIBEL - Beratung für Angehörige bikultureller/binationaler Partnerschaften und Familien. LEFÖ: Strukturelle Gewalt gegen Migrantinnen LEFÖ (Beratung, Bildung und Begleitung für Migrantinnen) ist eine Organisation, die sich für die Rechte von Frauen/Migrantinnen einsetzt. Schwarze Frauen Community: ,,Empowerment-Prozesse schwarzer Frauen afrikanischer Herkunft in Wien", Studie zur Situation afrikanischer Frauen bzw. Afro-Österreicherinnen Die Schwarze Frauen Community ist eine Initiative schwarzer Frauen unterschiedlicher Herkunft, Nationalität, Kultur, Sozialisation, Religion, Hautfarbe, Sprache, Weltanschauung und Lebensweise. FeMigra: Video zum Thema ,,Was ist Feminismus?" FeMigra - Self-Empowerment, politische (Kultur)- Arbeit, feministische antirassistische Arbeit vom Standpunkt feministischer Migrantinnen aus. Die Sängerin Priska Ayuk, Mag.a Ishraga Mustafa Hamid und Grace Latigo werden Sie musikalisch und lyrisch durch den Abend begleiten. ___________________________ LEFÖ Beratung, Bildung und Begleitung für Migrantinnen Kettenbrückengasse 15/4 A-1050 Wien Tel: +43-1-5811881 Fax: +43-1-5811882 Homepage: www.lefoe.at Legal Agenda for Migrant Prostitutes and Trafficked Women: www.femmigration.net ============================================== 12 Terminhinweis - Buchpräsentation "Weiter Grenzenlos Kochen in St. Andrä-Wördern 2004" am 5.12.2004 von Meister Franz ============================================== Liebe Freunde und Bekannte! St.Andrä-Wördern hat lt. Volkszählung 2001 mehr als 6300 Einwohner. Hiervon sind 401 nicht österreichische StaatsbürgerInnen, die aus mehr als 55 Staaten/Nationen (exakt 59) im Lauf der Jahrzehnte zugezogen sind. Aus einer Privatinitiative hat es sich entwickelt. Wie kann man gute Integrationsarbeit machen? Natürlich auch über den Zusammenhang mit den alltäglichen Dingen des Lebens, wie z.B. Essen und Trinken. Eine kleine Gruppe von "Einheimischen" und "Zuagrasten" hat sich daher im Frühjahr 2003 zusammengesetzt und das Projekt "Grenzenlos Kochen" entwickelt. 2003 wurde an vier Abenden mit den "ausländischen" MitbürgerInnen gemeinsam gekocht und gegessen. Die Abende wurden fotographisch dokumentiert, die Rezepte gesammelt und im Dezember 2003 kam unserer erstes Kochbuch heraus. 2004 haben wir unseren Verein "Grenzenlos St. Andrä-Wördern" gegründet und weiter gekocht. Nun präsentieren wir unser zweites Kochbuch "Weiter Grenzenlos Kochen in St. Andrä-Wördern" Wenn Euch gefällt was hier (in St. Andrä-Wördern) passiert dann kommt bitte zur Präsentation (und mailt dieses PDF an alle, denen das auch gefallen könnte). Ausdrucken, aufhängen, verteilen, weitersagen, Freunde mitbringen... Wir präsentieren uns, unsere Pläne für 2005 und unser neues Kochbuch - natürlich mit allerlei Kulinarik und Unterhaltung. Info zur Idee und zum Buch letzten Jahres auf www.grenzenloskochen.at (Neue Website in Arbeit und sollte ab 5.12.04 Online sein). Unser neues Kochbuch wird am 5.12.2004 in Greifenstein und ab 6.12.2004 in ausgewählten Buchhandlungen im Wiener Raum erhältlich sein (Liste bei mir erhältlich). Mit der neugestalteten Homepage wird auch eine Online-Bestellung möglich sein. Das neue Kochbuch (mehr als 45 Rezepte, durchgehend farbige Abbildungen, 96 Seiten, gebunden) wird wieder um EUR 12,50 (exkl. Versand) erhältlich sein. Schöne Woche, viel Spass und Erfolg! Franz Meister Büro: (01) 31304 3740 Privat: 02242 31342 meisterovi at telering.at ------------------------- Für die Anreise mit der S-Bahn: Aus Richtung Wien Bahnhof/Haltestelle Datum Zeit Dauer Umst. Produkte Ticket 05.12.04 Wien Franz Josefs Bf ab 10:38 Greifenstein-Altenberg an 11:06 0:28 0 S 40 21 Tarif km Aus Richtung Tulln Übersicht Bahnhof/Haltestelle Datum Zeit Dauer Umst. Produkte Ticket 05.12.04 Tulln/Donau ab 10:48 Greifenstein-Altenberg an 11:03 0:15 0 S 40 15 Tarif km ------ Hinweise zum Parken siehe Beilage ============================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND KOMMENTARE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ============================================== 13 [al_newsletter] Demo-Bericht/Türkei in EU?/Grüne Krieger von "AL-Antifaschistische Linke" ============================================== AL-Antifaschistische Linke Newsletter Nr. 123 1) Antifa: 500 TeilnehmerInnen bei Demo gegen Burschenschafter! 2) EU: Soll die Türkei der EU beitreten? 3) Österreich: Grüne Militarisierung ++++++++++++++++++++ 1) Presseausendung der AL zur Demo gegen Burschenschafter am 20.11.04 in Wien: 500 TeilnehmerInnen auf Demo gegen Burschenschafter Utl.: AL sieht vollen Erfolg der antifaschistischen Mobilisierung [AL-PD] Rund 500 AntifaschistInnen demonstrierten heute gegen den Konrad-Lorenz-Kommers rechtsextremer und neonazistischer Burschenschafter. Die AL-Antifaschistische Linke sieht in der Mobilisierung einen vollen Erfolg. Heute um 14h versammelten sich am Wiener Westbahnhof die antifaschistischen DemonstrantInnen. Nachdem das Hotel Wimberger den Rechtsextremen kurzfristig den Raum gekündigt hatte, wurde die Veranstaltung in das Haus der Burschenschaft Olympia in der Gumpendorferstraße verlegt. Die rechtsextreme Olympen-Bude wurde von einem Großaufgebot von mehreren hundert Polizisten, Wasserwerfern und der Hundestaffel der Polizei beschützt. Die Demonstration zog nach einem kurzen Zwischenstopp vor der Olympia zur nächstgelegenen U-Bahn-Station, von wo der Demonstrationszug geschlossen mit der U- Bahn zur Uni Wien weiterfuhr, wo für 15h eine Kranzniederlegung der Neonazis angekündigt war. Offensichtlich auf Druck der Demonstration verlegten die Burschenschafter ihre Kranzniederlegung vor und konnten so zeitgerecht vor der Demonstration flüchten. Der Kranz wurde anschließend von antifaschistischen AktivistInnen fachgerecht entsorgt. Die AL sieht sich in ihrer Mobilisierung bestätigt: "Zuerst wurde den Burschenschaftern der Raum gekündigt, dann mussten sie ihren Aufmarsch abblasen und schließlich musste ihre Veranstaltung von hunderten Polizisten beschützt werden. Das wirft zwar ein bezeichnendes Bild auf die Polizei, dennoch war das ein guter Tag für alle AntifaschistInnen." Weitere Infos auf www.sozialismus.at Bilder von der Demo unter: http://www.sozialismus.net/events/antifa-demo_201104/antifa-demo.html ++++++++++++++++++++ 2) Soll die Türkei der EU beitreten? Stellungnahme der AL-Antifaschistische Linke zu einem möglichen Beitritt der Türkei zur Europäischen Union Die Debatte um einen möglichen Beitritt der Türkei zur Europäischen Union erhitzt die Gemüter. Die EU-Komission hat Beitrittsgesprächen unter Vorbehalten zugestimmt, am 17. Dezember sollen die Staats- und Regierungschefs der EU endgültig entscheiden. Doch wie soll sich die Linke zu diesem Beitritt positionieren? Anfang Oktober hat die EU-Komission beschlossen, unter starken Vorbehalten - vor allem einer jährlichen Überprüfung der "Fortschritte", welche die Türkei macht - die Beitrittsgespräche mit der Türkei aufzunehmen. Es handelt sich dabei um ein Langzeitprojekt, der Beitritt soll frühestens rund um das Jahr 2015 stattfinden. Dennoch gibt es starke Widerstände gegen diesen Beitritt, der in Österreich vor allem von der FPÖ und der SPÖ kommt. Sowohl in SPÖ wie in FPÖ gibt es dazu unterschiedliche Positionen, in der Sozialdemokratie geht die Spaltung quer durch die Partei, in der FPÖ kämpft mittlerweile Jörg Haider als einsamer Ritter für die Türkei, was sich wohl nur mehr psychologisch erklären lässt. Die Linke hingegen ist gefordert, Antworten jenseits rassistischer Hetze und bedingungsloser Anbiederung sowohl an das kapitalistische Projekt EU wie an die Türkei zu geben. Tatsache ist, dass ein Gutteil der Ablehnung der Beitrittsperspektive für die EU der Angst vor den damit verbundenen Kosten entspringt. Das darf für SozialistInnen in der EU kein Argument sein. Die ArbeiterInnenklasse der EU hat nicht zuletzt deshalb einen im Weltmaßstab sehr hohen Wohlstand, weil ein Großteil der Länder auf diesem Planeten als billige Zulieferer für den Norden fungieren. Es ist natürlich ebenso verständlich wie legitim, wenn Menschen in anderen Ländern ebenfalls ihren Anteil an diesem Wohlstand wollen. Wer soll das bezahlen? Der Kampf, den es hier zu führen gilt, ist einer um die Frage, wer den Beitritt bezahlen soll. Wir werden dafür sorgen müssen, dass nicht die west- und mitteleuropäische ArbeiterInnenklasse die Schuldenlast aufgebürdet bekommt, sondern diejenigen, die vom Beitritt der Türkei in erster Linie profitieren, nämlich die großen Konzerne. Diese bekommen schließlich einen neuen Markt mit rund 70 Millionen potentiellen KundInnen (wie der österreichisch-türkische Eigentümer des internationalen Caterers "Do&Co" Attila Dogudan, ebenso treffend wie erfreut festgestellt hat). Daneben steht das Argument einer möglichen politischen Dominanz (durch die Bevölkerungsentwicklung wird die Türkei im Jahr 2015 wahrscheinlich größer als Deutschland sein) und die der unterschiedlichen kulturellen Traditionen im Raum. Hier müssen wir klar die rassistische Komponente dieser Argumentation betonen. Das Abstimmungsverhalten im EU-Parlament zeigt klar, dass die jeweiligen LandesvertreterInnen ihr Abstimmungsverhalten an das ihrer internationalen Fraktion anpassen, also nach ihren politischen Überzeugungen und nicht nach nationalen Kriterien stimmen (was ja auch logisch ist). Warum sollten das die VertreterInnen der Türkei anders handhaben als diejenigen Deutschlands? Das kulturelle Argument ist ebenso wenig nachvollziehbar. Die EU ist kein christlicher Staat, warum sollten dann mehrheitlich islamische Staaten ein Problem sein? (Interessanterweise wird diese Argumentation beim ebenfalls mehrheitlich islamischen Bosnien oder beim orthodoxen Bulgarien nie gebraucht). Das Argument, dass dort (derzeit) mit der AKP eine rechte Partei an der Regierung ist, die traditionell dem politischen Islam nahe steht, scheint ebenfalls an den Haaren herbeigezogen, wenn gleichzeitig in mehreren EU-Ländern (so in Österreich oder Italien) rechtsextreme Parteien an der Regierung beteiligt sind. Situation in der Türkei Jenseits dieser abstrusen Argumente macht es aber natürlich Sinn, die politische Situation in der Türkei einer näheren Analyse zu unterziehen. Einen Gutteil der Macht hält immer noch der vom Militär dominierte Nationale Sicherheitsrat inne, der auch immer wieder Parteien verbietet. (Das Militär ist übrigens eng an die USA gebunden, ein EU-Beitritt der Türkei würde daher, soweit heute perspektivisch absehbar, jenen EU-Flügel stärken, der eine deutliche Zusammenarbeit mit den USA favorisieren.) Für die Wahlen zum Parlament gibt es eine 10% (!) Hürde, die verhindern soll, dass Parteien, die der kurdischen Minderheit nahe stehen, einziehen können (Erst kürzlich wurde die kurdische Abgeordnete Leyla Zana nach zehn Jahren aus dem Gefängnis entlassen. Sie war verurteilt worden, weil sie im Parlament kurdisch gesprochen hatte). KurdInnen werden immer noch massiv unterdrückt, obwohl sich die Lage in den letzten Jahren ein wenig gebessert hat. Dennoch ist Türkisch- Kurdistan ein von der Armee besetztes Militärprotektorat, in dem bürgerliche Rechte systematisch mit Füßen getreten werden. In der Türkei gibt es tausende politische Gefangene, Folter steht an der Tagesordnung. Es gibt eine systematische Zusammenarbeit der faschistischen Grauen Wölfe (die in den 70ern und 80ern Todesschwadronen gegen Linke organisiert haben), der großen Drogenbarone und von Teilen des Militärs. Das alles findet selbstverständlich nicht unsere Billigung. Es gilt aber festzustellen, dass der faschistische Militärputsch in Griechenland 1967, die faschistischen Regierungen von Portugal und Spanien (bis 1974, bzw. 1975!), oder die organisierte Zusammenarbeit von FaschistInnen, Mafia und Geheimdiensten in Italien (die seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs hervorragend funktioniert), für die Staaten der heutigen EU kein Problem waren und sind. Es geht also nicht um eine Verteidigung der Türkei, es geht darum, die unlautere Argumentation mancher EU-PolitikerInnen aufzuzeigen. Konsequenzen Die EU ist ein kapitalistisches Projekt, das gerade jetzt mit der neuen EU-Verfassung (siehe unten) die Verpflichtung zu Sozialabbau, Privatisierungen und Aufrüstung erneut fest schreibt. Wie könnten wir wollen, dass noch mehr Menschen diesem Projekt unterworfen werden? Daher werden wir uns gegen einen EU-Beitritt der Türkei aussprechen. Wir werden dies aber - im Gegensatz zu den VertreterInnen von SPÖ und FPÖ ­ gemeinsam mit der türkischen revolutionären Linken tun. Trotz dieser Ablehnung könnte es bei einer eventuellen Volksabstimmung nötig sein, sich zu enthalten, um den nationalistischen Gefühlen in Österreich nicht Vorschub zu leisten (ganz anders liegt die Frage bei einer möglichen Abstimmung über die neue EU-Verfassung, hier müssten selbstverständlich alle linken Kräfte für eine Ablehnung eintreten). Schlussendlich gilt es aber zu betonen, dass das Problem der Türkei, Österreichs, und aller anderen heutigen oder künftigen EU-Staaten nicht die Frage eines EU-Beitritts ist, sondern die Frage, wie sehr die arbeitenden Menschen und die Jugend in der Lage sein werden, den Kapitalismus an sich in Frage zu stellen. ++++++++++++++++++++ 3) Grüne Krieger am Vormarsch Mit ihrem jüngsten Beschluss zur Abschaffung der Neutralität und zur Einsetzung einer Euro-Armee haben sich die Grünen erneut als olivgrüne Krieger geoutet. Grünen-Chef Van der Bellen ist sogar für die Beteiligung Österreichs an EU-Kampftruppen. Am 29.10.2004 hat der erweiterte Bundesvorstand der Grünen einen Grundsatzbeschluss für die "Vergemeinschaftung der Außenpolitik" gefasst. Wörtlich heißt es: "Die Grünen treten für die Vergemeinschaftung der Außenpolitik und in deren Folge für die Vergemeinschaftung der Sicherheitspolitik ein. Ein halbes Jahrhundert nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges soll Europa die Verantwortung für seine Sicherheit selbst übernehmen. Europa braucht weder 25 Armeen noch 25 Verteidigungsministerien, um die Sicherheit seiner Außengrenzen gegen die wenigen verbliebenen Bedrohungen zu garantieren. Europa braucht gemeinsame Strukturen, um gemeinsame Aufgaben der internationalen Friedenspolitik zu bewältigen. Und die EU muss vor allem eines: die letzten Probleme der Sicherheit in Europa selbst lösen." Weiter schreiben die Grünen: "Die österreichische Neutralität wird in der Zeit bis zur Vergemeinschaftung der europäischen Sicherheit weiter der Verfassungskern unserer Sicherheitspolitik bleiben." "Erst mit der Vergemeinschaftung enden die sicherheitspolitischen Sonderstellungen der einzelnen Mitglieder der EU. Das betrifft sowohl die Nato-Mitgliedschaft als auch die Neutralität. Für Österreich führt dieser Schritt, der die österreichische Neutralität durch die Sicherheitsgemeinschaft ersetzt, nur über eine Volksabstimmung. Die Abschaffung der Neutralität darf nur über eine Volksabstimmung erfolgen." Dieser Beschluss wurde auf einer breiten Basis gefällt, auch Maria Vassilakou, die Vertreterin von Wien als einzigem Bundesland mit einer Mehrheit der "Linken" innerhalb der Grünen, hat zugestimmt. Peter Pilz erläutert das Papier: "Die Grünen sind erstmals für das Ersetzen der Neutralität durch die Sicherheitsgemeinschaft. Ziel ist eine Gemeinschaft, die 25 nationale Armeen durch ein gemeinsames Militär als Instrument einer gemeinsamen Friedenspolitik ersetzt. Grünen-Chef Alexander Van der Bellen ergänzt: "Wir sagen ja zur politischen Union. Wir sagen Ja zur gemeinsamen Außenpolitik. Also sagen wir auch Ja zur gemeinsamen Sicherheits- und Verteidigungspolitik." Van der Bellen weiter: "Ich wette nicht viele Euro auf eine langfristige Zukunft der Nato." Daher hält er es auch für denkbar, dass die EU-Staaten der NATO den Rücken kehren und sich zu einer gemeinsamen europäischen Sicherheitspolitik zusammenschließen. Vizechefin Eva Glawischnig assistiert und meint, die Grünen würden einem Abschied von der Neutralität nur dann zustimmen, wenn kein europäischer Staat mehr eine Sonderrolle habe, also nicht mehr der NATO angehöre. Letztlich lassen alle diese Äußerungen nur einen klaren Schluss zu: die Grünen haben das Wesen der EU entweder nicht verstanden oder sie stimmen ihm zu. Was bedauerlicher wäre, sei dahingestellt. Hintergründe Die EU entwickelt sich immer mehr zu einem militärischen Herausforderer der USA. Massive Aufrüstungsbestrebungen der EU- Staaten sind zu beobachten, die sogar taktische Atomwaffen miteinbezieht (mehr dazu im Editorial des MR 26 (1)). Es sind sogar erste Stellvertreterkriege, etwa im sogenannten Afrikanischen Weltkrieg (mehr dazu unter Afrika im Kontinentalkrieg (2), und "StellvertreterInnenkriege in Afrika" (3)), oder im aktuellen Konflikt an der Elfenbeinküste - beide vor allem zwischen Frankreich und den USA - im Gange. Und die Richtung ist klar: "Die zentrale außenpolitische Zielsetzung lautet, Politik und Handeln anderer Nationen so zu beeinflussen, dass damit den Interessen und Werten der eigenen Nation gedient ist. Die zur Verfügung stehenden Mittel reichen von freundlichen Worten bis zu Marschflugkörpern." Mit diesen Worten zitiert CDU-Vorsitzende Angela Merkel aus der Autobiographie der demokratischen Ex-US- Außenministerin Madeleine Albright und erklärt dann: "Es ist auch eine Definition, die aus meiner Sicht nicht nur für die amerikanische Außen- und Sicherheitspolitik Gültigkeit haben muss, sondern auch Maßstab einer europäischen Außen- und Sicherheitspolitik sein sollte, besser: sein muss." Nun sind aus verschiedenen Grünen kurz- und mittelfristig militärische Konflikte zwischen EU und USA sehr unwahrscheinlich. Der wichtigste ist die entscheidende militärische Überlegenheit der USA. Doch die EU ist bemüht, diesen Nachteil auszugleichen, um unabhängig von und langfristig sogar gegen die USA Kriege führen zu können. Als erster Schritt wird in Kürze der Beschluss zu einer europaweiten militärischen Eingreiftruppe gefasst, die binnen Tagen weltweit agieren kann. Grünen-Chef Van der Bellen ist übrigens für eine - vorerst - "symbolische Beteiligung" Österreichs an einer solchen EU-Kampftruppe. Van der Bellen hat recht, wenn er kein Geld auf eine langfristige Zukunft der NATO setzen möchte. Nur verschweigt er, was die Konsequenz seiner Äußerungen ist, nämlich das Ja der Grünen zu einer militärisch voll aktionsfähigen EU, die ihre weltweiten imperialistischen Ambitionen bewaffnet durchsetzt. Die Grünen wollen diesen Prozess sogar beschleunigen, indem sie gemeinsame EU- Interventionskräfte an Stelle der NATO als Vorbedingung für ihre Abkehr von der Neutralität nennen. Die Rolle der Neutralität Die Neutralität ist eine der großen Lebenslügen der österreichischen Innenpolitik. Tatsächlich war Österreich nie neutral. Vom US- unterstützten Aufbau der B-Gendarmerie als paramilitärische Truppe in der Zeit der alliierten Besatzung über die NATO-Horchposten auf Bundesgebiet und die Einbindung Österreichs in NATO-Überlegungen im Fall eines Konflikts mit den Warschauer-Pakt-Staaten bis zum Beitritt zum NATO-Freundeskreis "Partnership for peace plus" (PfP+) reicht die Geschichte österreichischer Westeinbindung. Im Gegenzug dazu waren und sind SozialistInnen nicht neutral. Wenn etwa die imperialistischen Blöcke USA oder EU ein Land des Südens auf Grund seines Ölreichtums angreifen, werden wir nicht abseits stehen. Doch die momentanen Angriffe auf die Neutralität bezwecken nicht, eine fortschrittliche Außenpolitik umzusetzen, sondern Österreich endlich kriegstauglich zu machen. Von ÖVP und FPÖ - aber auch von der Sozialdemokratie - sind wir das seit vielen Jahren gewohnt (die Mitgliedschaft bei PfP+ wurde von einem sozialdemokratischen Kanzler umgesetzt), die Grünen wollen nun offensichtlich im Chor der Großen mitmischen. Und wie das oft bei zu spät Gekommenen passiert, muss es nun gleich die Überholspur sein. Peter Pilz, der ja im "Standard" schon vor einiger Zeit einen EU- Kriegskomissar gefordert hat, gibt die Linie vor, die Partei trottet ohne größere Abweichungen in den Führungsgremien hinter her. Die Schlussfolgerung ist klar: die Grünen machen sich startklar für eine Regierungsbeteiligung als Juniorpartnerin von ÖVP oder SPÖ. Wohin dieser Weg geht, das führen die deutschen Grünen derzeit eindrucksvoll vor. Wer diesen Weg aber mit seiner/ihrer Stimme unterstützt, ist selbst schuld. (1) www.sozialismus.net/zeitung/mr26/editorial26.html (2) www.sozialismus.net/zeitung/mr22/afrika-kontinentalkrieg.html (3) www.sozialismus.net/zeitung/mr22/afrika- kontinentalkrieg.html#stellvertreter Mehr zum Thema: Militär/Neutralität: www.sozialismus.net/innen.html#militaer Themenschwerpunkt ,Krieg und Frieden': www.sozialismus.net/features/krieg-frieden.html Einen schönen Wochenstart wünscht euch die AL-Antifaschistische Linke ########################### AL-Antifaschistische Linke Gegen Rassismus, Sexismus, Sozialabbau! Für Solidarität und Sozialismus! -------------------------------------------------- Web: www.sozialismus.at Mail: al at sozialismus.net Post: AL, c/o Amerlinghaus, Stiftg. 8, A-1070 Wien -------------------------------------------------- Um den Newsletter in Zukunft nicht mehr zu erhalten genügt ein leeres E-Mail an die Adresse: al_newsletter-unsubscribe at yahoogroups.com Eine weitere Adresse kann per Mail an al_newsletter-subscribe at yahoogroups.com eingetragen werden. AL - Antifaschistische Linke netz: www.sozialismus.at, almail at gmx.net tel.: +43 (0) 699 10 934 921 post: AL c/o Amerlinghaus, Stiftg. 8, A-1070 Wien Yahoo! Groups Links <*> To visit your group on the web, go to: http://groups.yahoo.com/group/al_newsletter/ <*> To unsubscribe from this group, send an email to: al_newsletter-unsubscribe at yahoogroups.com <*> Your use of Yahoo! Groups is subject to: http://docs.yahoo.com/info/terms/ ============================================== 14 kultur-online news nr. 13 von redaktion at kultur-online.net ============================================== newsletter nr. 13 2004-11-22 neue beiträge auf kultur-online: 22.11.04 Hints & Coons Eberhard Bosslet - Okkupanten - Freitag, 19. November 04, Künstlerhaus Palais Thurn & Taxis, Bregenz. Beitrag auf kultur-online ansehen 22.11.04 Znort Probleme beim Nachrufschreiben - Von den prominenten Toten der letzten Zeit machten es ein Jude und ein Araber den Nachrufschreiber nicht gerade leicht: Jacques Derrida und Jassir Arafat. Der Satz "De mortuis nil nisi bene" gilt zwar nicht für Personen von öffentlichem Interesse, aber philosophische und politische Scharlatane beim Namen zu nennen, kann ins Auge gehen. Beitrag auf kultur-online ansehen 21.11.04 Das Wort zum Sonntag Kultiviert zivilisiert - Kultur & Zivilisation - ein altes Begriffspaar, das oft gegeneinander ausgespielt wird, in welchem, je nach ideologischem Standort, der eine über den andern Superiorität beansprucht. Es ist auffällig, dass wir eine modische Hausse von "Kulturwissenschaften" seit einigen Jahren beobachten können, nicht aber eine von "Zivilisationswissenschaften". Kultur scheint eindeutig grundlegend, überbedeutsam. Zivilisation erscheint eher als Formalität, Regelwerk. Beitrag auf kultur-online ansehen 21.11.04 Ein Drehbuch - wie macht man das? Eine kleine Einführung in die Entstehung und die Bedingungen eines Drehbuches. Im Oktober 2003 lief an der TU Berlin das Seminar "Das ZDF- Krimiformat 'Wilsberg'" und die Internetplattform "eScript". Die Ergebnisse und Aufgaben der jeweiligen Seminarstunden können angesehen und heruntergeladen werden. Beitrag auf kultur-online ansehen 20.11.04 Der Abstieg des Abendlandes Das ursprünglich als vierte Produktion geplante Auftragswerk des Vorarlberger Autors Christian Mähr "Spengler oder Der Aufstieg des Morgenland" musste aus budgetären Gründen auf 2005 verschoben werden. Stattdessen bringt das Theater KOSMOS als vierte Produktion Martin McDonagh' groteskes Stück "Der Kissenmann" in der Inszenierung von Augustin Jagg auf die Hinterbühne des Bregenzer Festspielhauses, Premiere ist am 12. Dezember 2004. Beitrag auf kultur-online ansehen 20.11.04 Kostenlose mp3-Downloads: Geoff Dyer - "But Beautiful - Ein Buch über Jazz" "But Beautiful" nähert sich dem Jazz - der Musik und den Männern, die ihn geprägt haben. Am Beispiel von Thelonious Monk, Charles Mingus, Chet Baker und Lester Young wird das turbulente Leben der Stars des Modernen Jazz beschrieben. Beitrag auf kultur-online ansehen 19.11.04 messages from the past In der letzten Ausstellung des diesjährigen "message salon"-Programms zeigen die Betreiberin Esther Eppstein und die Künstlerin Saskja Rosset Fotografien aller Ausstellungen, die seit der Eröffnung des Hauses am Rigiplatz im Jahre 2001 dort stattgefunden haben. Es waren dies über 55 Veranstaltungen mit zahlreichen Vertreterinnen und Vertretern der jungen Kunstszene, mehrheitlich aus Zürich. Beitrag auf kultur-online ansehen 19.11.04 Perry Lotters Tagebuch Das Trubeljahr kommt: 2005 feiern die Österreicher 60 Jahre Kriegsende, 50 Jahre immerwährende Neutralität, 50 Jahre Bundesheer und 10 Jahre EU-Mitgliedschaft. Meine Mary sieht's wieder einmal anders. Beitrag auf kultur-online ansehen 19.11.04 Open access: Concilium medii aevi Concilium medii aevi macht es sich zur Aufgabe, neuste Forschungsergebnisse auf schnellstem Wege der wissenschaftlichen Öffentlichkeit vorzustellen. Beitrag auf kultur-online ansehen u.v.a.m tel.: +43 (0)5574 85362 email: redaktion at kultur-online.at web: www.kultur-online.net ============================================== 15 TU-Graz/Stronach/Professur/Stellungnahme von KPÖ Steiermark ============================================== KPÖ Steiermark Lagergasse 98a 8020 Graz Tel. 03 16 / 71 24 36 Fax 03 16 / 71 62 91 email: kp.stmk at kpoe-graz.at Samstag, 20. November 2004 Presseinformation der KPÖ Steiermark Auf der Weg zur gemieteten Wissenschaft Eine Honorarprofessur für Frank Stronach? Kritik ist vonnöten! Die Verleihung der Lehrbefugnis als Honorarprofessor durch die TU-Graz an Frank Stronach ist ein besonderes Beispiel für das sonst normale akademische Ritual universitärer Danksagung für geleistete Dienste, hier also für Professuren, sogar Institute. HonProf Frank Stronach muss schließlich auch lehren können dürfen an seinen Stiftungen. Dies stellten der Vorsitzende der Hochschülerschaft an der Uni Graz, Philipp Funovits, Ass.-Prof. Dipl.-Ing. Dr. Hans Mikosch von der TU-Wien, der Grazer KSV-Vorsitzende Hanno Wisiak und der Wissenschaftssprecher der KPÖ-Graz, Gemeinderat Georg Fuchs, in einer gemeinsamen Erklärung fest. Die erbrachte Nothilfe ist nur Ausdruck für die Zerschlagung öffentlicher Einrichtungen durch das Kürzen oder gar Streichen ihrer bisherigen Finanzierungsquellen, und zwar weil das Geld anderswo gewinnträchtiger eingesetzt werden soll, nicht, weil es nicht vorhanden wäre! Drittmittel, die inneruniversitäre Bezeichnung für Finanzierung durch universitätsfremde Einrichtungen, sind aber, letzten Endes egal in welcher Höhe, kein zweckdienlicher Ersatz für vollkommen unzureichende öffentliche Mittel. Sie sind eine notwendige Ergänzung, auch - im naturwissenschaftlich-technischen Bereich - ein Beweis für verwertbare, anwendungsfähige wissenschaftliche Arbeit auf internationalem Niveau. Aber schon bisher haben sich Institute über diese Quellen finanziert, haben ein Vielfaches an ihrer 'ordentlichen Dotation' eingeworben durch spezielle Forschungsarbeiten, Dienstleistungen, u.ä. Schon seit vielen Jahren wäre kein zeitgemäßer Lehrbetrieb mehr möglich, wenn nicht Drittmittelgelder und -geräte auch für Studenten zur Verfügung gestellt worden wären - von international relevanter Forschung ganz zu schweigen. Aber wie können sich Geisteswissenschafter in dieser Zeit der gekürzten Budgets helfen, um ihre Forschung und Lehre aufrechterhalten zu können? Es ist vor allem zu fragen: Was ist das für eine Wissenschaft, die entsteht über Drittmittel-finanzierte Projekte, die entwickelt wird an Stronach-Instituten von Stronach-Professoren? Die notwendigen Änderungen auch im österreichischen universitären Bildungs- und Forschungssystem werden dadurch in eine falsche Richtung gedrängt. Ausgliederung aus öffentlicher Kontrolle und Verantwortung ist ein Schritt zurück zu Urformen der Konkurrenz, ja zu Kannibalismus: Die ausgegliederten Universitäten streiten sich mit der ausgegliederten Bundesimmobilienverwaltung; diese will ihre Kosten minimieren, um ihr vom Finanzministerium gekürztes Budget nicht zu sprengen, jene müssen ihre Mietverträge maximieren, um über das Bildungsministerium demselben Finanzminister die verlangten Dividenden zahlen zu können! Und um sich die Mieten leisten zu können, wandert die Uni zu privaten Vermietern und zieht selbst auf die grüne Wiese - auch eine Art von Konjunkturbelebung! Fremdfinanzierung ist nur ein anderes Wort für Privatisierung, und die hilft nicht, weder beim Kommunalverkehr, noch bei Wohnungen, und eben auch nicht in Wissenschaft und Forschung. Das sind bestenfalls Notlösungen, die aber die Notwendigkeit der grundsätzlichen Änderung des geltenden Universitätsgesetzes 2002 untergraben, und die berechtigten Proteste dagegen diskreditieren. Oder helfen vielleicht Stronach-Subventionen in der Fußball-Bundesliga? Es ist bitter, feststellen zu müssen, dass jahrzehntealte Aussagen ihre volle Gültigkeit behalten haben: Bertolt Brecht ließ Galilei den Opportunismus von Wissenschafter charakterisieren mit 'hochintelligenten Zwergen, die für alles gemietet werden können'. Dagegen ist es unerlässlich, 'sich der gesellschaftlichen Verantwortung zu stellen, um nicht als Baumanager zu enden, sondern Architekt zu werden', wie Dr. hc. mult. Grete Schütte-Lihotzky bei ihrer Laudatio zur Verleihung der ersten Ehrendoktorwürde einer Technischen Universität für eine Frau in Graz vor vielen Jahren meinte. Rückfragehinweis: 71 24 79 KPÖ-Steiermark Lagergasse 98 a 8020 Graz Tel.: 0316 71 24 36 Fax 0316 71 62 91 email: kp.stmk at kpoe-graz.at; kpoe_stmk at hotmail.com ============================================== 16 Stellungnahme zur Wiener Theaterreform von KosmosTheater ============================================== Förderungswürdig - fragwürdig - würdig? Erste Stellungnahme des KosmosTheaters zur Wiener Theaterreform Am 19.11.2004 hat Kulturstadtrat Dr. Mailath-Pokorny im Zuge der Wiener Theaterreform seine Entscheidungen bekannt gegeben. Bezüglich des KosmosTheaters wurde eine Weiterführung auf Basis einer 4-Jahresförderung abgelehnt. Eine 2-Jahresförderung würde unter zwei Bedingungen gewährt: der bestehende Hauptmietvertrag müsste "von einem anderen Rechtsträger übernommen" und die Intendanz neu ausgeschrieben werden. Dem voraus ging eine Ausschreibung mit einem umfassenden und detaillierten inhaltsbezogenen Kriterienkatalog. Das KosmosTheater bewarb sich unter den Aspekten der europaweit einzigartigen Genderbezogenheit, spartenübergreifenden Nachwuchsförderung und internationalen Vielfalt. Die Umsetzung dieses Konzeptes ergibt seit nunmehr vier Jahren ein ungewöhnlich vielfältiges und weithin geschätztes Programm. Die vom KosmosTheater ausführlich dargelegten Entsprechungen gemäß der Kriterien wurden anscheinend nicht berücksichtigt. Mietrechtsverhältnisse im Sinne eines Kriteriums waren nicht Gegenstand der Ausschreibung. Die bestehenden Mietrechtsverhältnisse zwischen der "Kosmos Frauenraum Kulturzentrum GmbH" und den Hauseigentümern waren 1999 die Bedingung von Stadt und Bund (zuständiger Sektionsleiter der BKA-Kunstsektion: Dr. Mailath-Pokorny) für die Errichtung des Theaters und Kulturzentrums unter der derzeitigen Leitung mit dem derzeitigen Konzept. Zitat Kulturstadtrat Dr. Andreas Mailath-Pokorny 2004: "Ich weiß, dass das KosmosTheater von vielen und auch prinzipiell geschätzt und gewollt wird. Ich weiß auch, dass das auch für viele Kunstschaffende eine Art Anlaufort ist. Ich weiß auch aus meiner eigenen Erfahrung, dass das ein wichtiger Ort der Auseinandersetzung ist, weil man sich mit einem frauenkunstspezifischen Ort auseinandersetzen muss. [...] Ich glaube, dass das für Wien ein Gewinn ist, eine notwendige Geschichte. Fazit: Man erachtet ein Konzept als förderungswürdig, aber nicht jene, die das Konzept erarbeitet haben und erfolgreich umsetzen Wien, am 22.11.2004 >> Mehr Info ============================================== 17 Asyl/Recht/Kommentar: Apartheid auf oesterreichisch - zu den "Gebietsberechtigungen" von "akin" ============================================== > Apartheid auf oesterreichisch Die vorgeschlagenen "Gebietsberechtigungen" haben ein Vorbild: Die deutsche "Residenzpflicht" Innenminister Strasser hat ja -- ausser von der FPOe -- nicht viel Lob fuer seine eigenartigen Vorstellungen gefunden, wie man ein verfassungswidriges Gesetz repariert. Der groesste Aufreger war wohl die "Sicherheitsverwahrung" fuer verurteilte Asylwerber -- wohl gedacht als Ueberbrueckungshaft zwischen Straf- und Schubhaft und verfassungsrechtlich sicher ein Husarenstueck. Verfassungsrechtler noergelten auch an der Abschaffung des VwGH als Instanz im Asylverfahren herum, da der Unabhaengige Bundesasylsenat (UBAS) kein ordentliches Gericht sei -- was sich allerdings aendern koennte, da mit der geplanten Verfassungsreform im Verwaltungsbereich endlich ordentliche Gerichte eingefuehrt werden sollen, was neben den Unabhaengigen Verwaltungssenaten wohl auch den UBAS betreffen muesste. Abgesehen davon freut sich der VfGH sicher schon auf die ersten, vom UBAS abgelehnten Asylwerber, um Strasser sein Gesetz erneut um die Ohren zu hauen. Bleibt die dritte Idee, die "Gebietsberechtigungen" -- entweder nur fuer vorbestrafte oder eher doch fuer alle Fluechtlinge (Strasser hatte da verschiedene Formulierungen parat). Da hat der Minister allerdings nicht -- wie bei den Gerichten -- davon gesprochen, dass das sonst auch ueberall so gehandhabt wuerde. Waere auch eine Chuzpe gewesen, denn laut Fluechtlingshilfsorganisationen gibt es die sonst nirgends -- ausser: in Deutschland. Dort heisst das "Residenzpflicht" und es ist ein wunderbares Mittel Asylwerbern das Leben zu erschweren -- die Hilfsorganisationen koennen ein Lied davon singen und singen es auch staendig, nur dass eben die rotgruene Regierung kein Ohrwaschel ruehrt. In Deutschland gilt seit 1982: Wollen Asylwerber den Landkreis, zu dem sie verdonnert sind, verlassen, muessen sie eine Genehmigung einholen. Nur wird die erstens nur nach Gutduenken der Beamten, zweitens binnen recht unterschiedlichen Fristen und drittens erst nach Zahlung einer Gebuehr erteilt. Ohne solche Urlaubsscheine kann man sich sehr schnell sehr viele Verwaltungsstrafen einfangen. Damit kann man nicht nur verhindern, dass sich die Menschen integrieren oder gar wohlfuehlen, man kann sie auch kriminalisieren und man kann sie daran hindern, Beratungsstellen aufzusuchen. Und wenn sie sich politisch betaetigen wollen oder gar organisieren, um sich gegen die miese Behandlung zu beschweren, so hat man ein probates Mittel, dies zu unterbinden. Die Fluechtlingsorganisation "The Voice" vergleicht die Residenzpflicht mit den Passgesetzen des suedafrikanischen Apartheidsystems: "Fluechtlinge in Deutschland sind das Opfer des Residenzpflichtgesetzes, eines Systems von Aufenthaltszuweisungen und -beschraenkungen, vergleichbar mit der Aera der rassistischen Apartheid in Suedafrika. Auch Deutschland hat seine 'Passgesetze'. Es ist Fluechtlingen verboten, sich in Deutschland frei zu bewegen. Sie duerfen den ihnen als Wohnort zugewiesenen Landkreis nicht verlassen und sind verpflichtet, in einer ihnen zugewiesenen Fluechtlingsunterkunft (oft abgelegen oder mitten im Wald) zu wohnen." Sollte das auch in Oesterreich doch noch beschlossen werden, wuerde es zum Beispiel bedeuten, dass Fluechtlinge aus Traiskirchen nicht mehr zu den Beratungsstellen, Anwaltskanzleien und politischen Organisationen in Wien einpendeln koennten. Das wuerde den Asylbehoerden das Leben tatsaechlich sehr erleichtern. *Bernhard Redl* *************************************************** Der akin-pd ist die elektronische Teilwiedergabe der nichtkommerziellen Wiener Wochenzeitung 'akin'. Texte im akin-pd muessen aber nicht wortidentisch mit den in der Papierausgabe veroeffentlichten sein. Nachdruck von Eigenbeitraegen mit Quellenangabe erbeten. Namentlich gezeichnete Beitraege stehen in der Verantwortung der VerfasserInnen. Ein Nachdruck von Texten mit anderem Copyright als dem unseren sagt nichts ueber eine anderweitige Verfuegungsberechtigung aus. Der akin-pd wird nur als Abonnement verschickt. Wer versehentlich in den Verteiler geraten ist, kann den akin-pd per formlosen Mail an akin.buero at gmx.at abbestellen. ************************************************* 'akin - aktuelle informationen' a-1170 wien, Lobenhauerngasse 35/2 vox: ++43/1/535-62-00 (anrufbeantworter, unberechenbare buerozeiten) http://akin.mediaweb.at akin.buero at gmx.at Bankverbindung lautend auf: föj/BfS, Bank Austria, BLZ 12000, 223-102-976/00, Zweck: akin ============================================== 18 EU/Militaer/Glossen: Falsche Fragen, Fuer diese EU in den Krieg? von "akin" ============================================== EU/Militaer/Glossen: > Falsche Fragen Es ist genau das passiert, was passieren musste: Die Gruenen haben mit ihrer regierungstauglichkeitsbedingten Erklaerung fuer einen EU-Militaerblock dafuer gesorgt, dass es keine in der Oeffentlichkeit mehr wahrnehmbare Anti-Militaer-Stimme gibt. Zwar versuchte die Wiener Ober-Gruene Vassilakou mit einem NEWS-Interview zu retten, was zu retten ist ("Werde bei Volksabstimmung fuer Neutralitaet votieren, will keine EU-Armee und das Bundesheer abschaffen"), doch nutzt das nicht viel, da die Bundeshauptstadt bekanntlich keine eigene Verteidigungskompetenz hat. Denn nun laeuft die Debatte um die Battlegroups und die radikalste parlamentarische Gegnerschaft dazu ist der zustaendige Referent der Gruenen: Peter Pilz. Was anderes gibt es nicht und so diskutierten in der ZiB 3 der OeVP-Wehrsprecher und der fruehere gruene Friedens- und jetzt "Sicherheitssprecher" ueber die Frage, ob NATO- und EU-Militaerpolitik kompatibel seien und Pilz kreierte das schoene Wort von der "militaerischen Friedenspolitik", ein Begriff von nahezu orwellscher Qualitaet. So gibt es nur mehr die Frage, welchem Militaerblock Oesterreich angehoeren soll; Fragen wie Neutralitaet oder gar Entmilitarisierung waren gar nicht mehr auf dem Tapet. Die Gruenen fuehren Diskussionen entlang von Fragestellungen, die ihnen noch vor ein paar Jahren das kalte Grauen bereitet haetten. Es gibt gute Argumentationen, auch wenn sie nicht die meinen sind, warum man der Ansicht sein kann, dass eine politische Notsituation militaerischen Eingriff benoetigt. Aber dann soll man das mit klaren Worten tun und nicht staendig behuebschen. Wenn man von "Kriegspolitik" reden will, soll man nicht von "Sicherheitspolitik" reden; wenn man "militaerische Intervention" meint, soll man nicht von "Solidaritaet" reden und wenn man das Wort "battle groups" uebersetzen moechte, soll man das ruhig wortwoertlich tun: "Schlachtgruppen". Dann wuerden sich vielleicht ein paar Protagonisten dieser Debatten -- und vor allem das Publikum -- ein wenig klarer sein, wovon eigentlich die Rede ist. Vom Toeten naemlich. *Bernhard Redl* *** > Fuer diese EU in den Krieg? Unter grossem Jubel aller Bevoelkerungen der EU wurde Barrosos neue EU-Kommission endlich inthronisiert. Sofort wendete diese alle Kraefte auf, um in Europa... Schluss - aus! Dass dies lediglich Galgenhumor war, muesste hoffentlich klar erkennbar sein. Der Grossteil der werten Kommissare und -innen kann einfach nur als schauderhaft bezeichnet werden und duerfte nur wegen der gar zu offenen Widerlichkeit der Ausgeschiedenen gerade mal so durchgerutscht sein. Aber nun haben wir mal diesen Apparat, der sich allerdings sofort Sorgen zu machen beginnt, wie die zerfledderten nationalen Sicherheitsstrukturen zu einer gefuerchteten EU-Armee umzubilden waeren. Aller Anfang ist schwer, aber bloss schon die Moeglichkeit einer Beteiligung an diesem supranationalen Heer laesst in manchem das revanchistische, ein bisschen verstaubte Kriegerherz hoeher schlagen. Unwillkuerlich faellt mir dazu der gute Peter Pilz ein, der allerdings das Entstehen eines EU-Heeres mit schlichter Nuetzlichkeit begruendet. So meint er, 25 Verteidigungsminister seien voellig sinnlos. Es reiche doch einer, dem dann der kriegerische Haufen der einzelnen EU-Laender zur gefaelligen Weiterverwertung uebergeben werden moege. Ein Super-Extra-Verteidigungsminister -- also die oberste Exekutive des eiligst zu schaffenden Sicherheitsapparates der EU -- endlich ein Europaeischer Kommissar fuer Verteidigungsangelegenheiten mit dem Oberkommando fuer ein bald stehendes Heer. Na gut, eventuell wollte Pilz nicht soweit gehen -- aber Freunde, die Spatzen pfeifen es von den Daechern, dieses Szenario steht uns bevor. In Angesicht der bisherigen und wenig ruhmreichen Kommission koennte ein Miesmacher schnell auf die Idee kommen, dass den Job vielleicht ein Paranoiker mit Hassgefuehlen oder ein orthodoxer Super-Christ bekommt, wobei sich weder der eine noch der andere irgendwelchen Plebisziten unterwerfen mussten. Bei der Besetzung koennte es sich aber auch schlicht um einen ueblen Geschaeftemacher handeln -- Berlusconi waere unwahrscheinlich, aber eine der netten Denkmoeglichkeiten. Also -- meine Lieben von der dann kapitalistischen Einheitsfront -- ist euer Ansinnen nach wie vor ein ungeheurer Geistesblitz? Denn wer A sagt, muss auch als B eine EU-Armee unter hoechst ungewisser Flagge akzeptieren. Zu den ersteren, den A-Sagern gehoeren diejenigen, die fuer Neutralitaet eintreten, die nur in der EU gelten soll. Gegen Angriffe auf ein Mitgliedsland muesse dieses doch unterstuetzt werden, ist dann die Meinung, womit wir schon zwangslaeufig auf dem Weg zu B sind. Es gibt nachvollziehbare Gruende, warum der 1919 gegruendete Voelkerbund sein Ende im II. Weltkrieg fand - und dann 1946 von den UN abgeloest wurde, die von den USA mittlerweile auf Fluechtlingsbetreuung und Armutsbekaempfung zurechtgestutzt worden sind. Die oesterreichische Neutralitaet auch nur ganz wenig ueber Bord zu werfen, heisst, es gibt sie nicht mehr. Immerhin werden dafuer in ein paar Jahren die Ruestungsindustrien maechtig unterstuetzt. *Fritz Pletzl* ============================================== 19 Indymedia-News/Termine: IMC Vienna, zur Beschlagnahme in London, IMC Austria offline von "akin" ============================================== Indymedia-News/Termine > IMC Vienna und die Kinderkrankheiten Das Indymedia Center Vienna soll aller Voraussicht nach Ende des Jahres starten. Zu diesem Zwecke muss man sich allerdings auch mit dem leidigen Thema "Zensur/notwendige Redaktion" auseinandersetzen, ein Thema, mit dem sich Alternativmedien seit jeher immer wieder auseinandersetzen muessen. Um diese "Kinderkrankheiten" einer neuen Diskussionsplattform moeglichst schnell ueberwinden zu koennen organisiert das IMC Vienna eine Veranstaltung zum Thema "Zensur vs. Open Publishing". Dazu eingeladen sind auch diesbezueglich leidgepruefte VertreterInnen von verschiedenen alteingessenen linken Medienprojekten. 15.Dezember 2004, 20:30; EKH, 1100, Wielandgasse Mehr details zur Veranstaltung: http://docs.indymedia.org/view/Local/ImcViennaOpenPublishingDiskussionsveran staltung * > Italien war´s Langsam kommt Licht in die misterioese Angelegenheit rund um die Beschlagnahme der Serverplatten eines IMC-Hosts in London (akin 23/04, akin-pd 12.10.2004). Bislang war man auf Geruechte angewiesen, jetzt ist zumindest eins klar: Die Beschlagnahme unter Beteiligung amerikanischer Behoerden erfolgte aufgrund einer italienischen Anforderung. Das geht aus einem Dokument hervor, dass die NGO ´Electronic Frontier Foundation´ (EFF) im Zuge der Ablehnung eines Ansuchens um Dokumenteneinsicht von den zustaendigen texanischen Behoerden erhielt. Die stellvertretende Staatsanwaeltin Morena Plazzi, Bologna, bestaetigte laut der EFF, sie habe die Server-Logbuecher angefordert, aber bestritt, eine Abschaltung gewollt zu haben. Weswegen sie ermittelt ist allerdings immer noch genauso fraglich, wie die Rechtmaessigkeit des Vorgehens der italienischen, britischen und US-amerikanischen Behoerden. * > Edna meldet sich nicht mehr Schon wieder sind einige Indymedia-Seiten offline. Diesmal ist nicht das FBI schuld, sondern wegen eines erheblichen technischen Crashs des Rechners Edna.indymedia.org ist so einiges nicht erreichbar -- unter anderem die Austria-Site. Wann die Sites wieder online gehen und ob ihre Datenbestande wieder hergestellt werden koennen, ist derzeit unklar. (akin) *************************************************** Der akin-pd ist die elektronische Teilwiedergabe der nichtkommerziellen Wiener Wochenzeitung 'akin'. Texte im akin-pd muessen aber nicht wortidentisch mit den in der Papierausgabe veroeffentlichten sein. Nachdruck von Eigenbeitraegen mit Quellenangabe erbeten. Namentlich gezeichnete Beitraege stehen in der Verantwortung der VerfasserInnen. Ein Nachdruck von Texten mit anderem Copyright als dem unseren sagt nichts ueber eine anderweitige Verfuegungsberechtigung aus. Der akin-pd wird nur als Abonnement verschickt. Wer versehentlich in den Verteiler geraten ist, kann den akin-pd per formlosen Mail an akin.buero at gmx.at abbestellen. ============================================== 20 Selzthal/Postamt/Protest/Gampmayer/KPÖ von KPÖ Steiermark ============================================== KPÖ Steiermark Lagergasse 98a 8020 Graz Tel. 03 16 / 71 24 36 Fax 03 16 / 71 62 91 email: kp.stmk at kpoe-graz.at Mittwoch, 24. November 2004 Presseinformation der KPÖ Steiermark Selzthal: Wichtiges Stück Infrastruktur geht verloren "Mit der Schließung des Postamts in Selzthal geht ein wichtiges Stück Infrastruktur in unserem Ort verloren". Das sagte der Selzthaler KPÖ-Sprecher Heinrich Gampmayer am Mittwoch: "Galt Selzthal vor Jahren noch als Garant düe sichere Arbeitsplätze bei Bahn und Post, so ist in der SPÖ-Hochburg in den letzten Jahren ein enormer Arbeitsplätzeverlust geschehen. Für die Post war Selzthal die Drehscheibe. Mit der Aufgabe der Bahnpost, der Briefträger und des Paketdienstes gingen bereits 40-50 Arbeitsplätze verloren. Bei der Bahn geht der Arbeitsplatzverlust in die Hunderte." Der KPÖ-Vertreter kritisierte, dass die Gewerkschaft den schrittweisen Arbeitsplatzabbau hingenommen hatte. Selzthal sei jetzt zu einem ort geworden, dessen Zukunft in den Sternen stehe: "Bei der Bahn ist mit weiteren Arbeitsplatzverlusten zu rechen und mit der Schließung des Postamtes geht abermals ein wichtiges Stück Infrastruktur verloren. Selzthal musste in den letzten Jahren einen enormen Einwohnerrückgang hinnehmen. Dies wird sich in nächster Zeit fortsetzen. Denn die Zukunft der Jugend ist bei und gleich Null". Rückfragehinweis: 03616 216 KPÖ-Steiermark Lagergasse 98 a 8020 Graz Tel.: 0316 71 24 36 Fax 0316 71 62 91 email: kp.stmk at kpoe-graz.at; kpoe_stmk at hotmail.com ============================================== 21 AKS-Appell an Gehrer: "Es wird Zeit für Veränderung! von "Flo Steininger" ============================================== Pressemeldung der Aktion kritischer SchülerInnen Bildung/Schulen/AKS/PISA Mittwoch, 24.11.2004 AKS-Appell an Gehrer: "Es wird Zeit für Veränderung!" Utl.: Ende der "dogmatischen Bildungspolitik" gefordert "Sollte Österreich in der Tat bei der PISA-Studie drastisch schlechter abschneiden, ist Gehrers Bildungspolitik endgültig gescheitert", wirft Kim Kadlec, Bundesvorsitzende der AKS (Aktion kritischer SchülerInnen) der Bildungsministerin Versagen vor. Eine offene Diskussion auch über die grundlegende Organisation des Bildungssystems sei jetzt notwendig. "Die österreichische Bildungspolitik ist ein einziger Scherbenhaufen: anstatt auch grundsätzliche Änderungen zu diskutieren, folgt das Ministerium einer dogmatischen Richtung", so Kadlec. Die erwarteten schlechten Ergebnisse in der repräsentativen PISA-Studie überraschen die Schülervertreterin daher nicht: "Wenn jahrelang gekürzt, sozial selektiert, den LehrerInnen vor den Kopf gestoßen und die Mitbestimmung gestrichen wird, kann ja nichts anderes herauskommen." Für die AKS wäre der einzige logische Schritt, möglichst bald eine Trendwende zu schaffen, ein umfassender Reformprozess: "Die Unsinnigkeit einer Trennung zwischen Hauptschule und AHS-Unterstufe muss endlich erkannt werden. Ebenso müssen andere Maßnahmen berücksichtigt werden, gegen die sich Gehrer seit Jahren sperrt - wie etwa andere Formen der Leistungsbeurteilung. Zwtl.: Leistungsdruck senken! Kadlec betont eine weitere wichtige Maßnahme, die bei der letzten PISA-Studie Finnland zum Erfolg geführt habe: "In unserem Schulsystem wird durch Noten und ständigen Leistungsdruck den SchülerInnen die Freude am Lernen genommen. Das Gegenteil sollte der Fall sein." Das Grundprinzip bei Lernrückständen von SchülerInnen müsse daher lauten: Nicht die SchülerInnen, sondern die Schule hat zu wenig getan. In diesem Zusammenhang verweist Kadlec auch auf die zunehmende Ökonomisierung der Bildung in Österreich: "Wirtschaftliche Prinzipien sind in der Schule nicht angebracht. Konkurrenz und Egoismus führen nicht zu Lernerfolgen." Der vorherrschende wirtschaftliche Leistungsbegriff müsse ersetzt werden. Rückfragehinweis: Kim Kadlec, 0699/11408142 ============================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< SOLI/INTERNATiONALES ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ============================================== 22 Nigeria: General Strike called off amid concessions and threats von NEWSWIRE (by way of Edgar Ernstbrunner ) ============================================== >>NIGERIA: GENERAL STRIKE CALLED OFF AMID CONCESSIONS AND THREATS FifthInternational.Org, London The leaders of the Nigeria Labour Congress (NLC) decided to suspend a nationwide general strike which was due to begin on 16 November. The decision followed a move on the eve of the strike by the government to order a temporary increase in fuel subsidies and an immediate cut in pump. Petrol and diesel prices would be cut immediately from 52 to 49 naira per litre for eight weeks. The decision marked a major climbdown for President Olusegun Obasanjo, who had previously insisted his deregulation policy was irreversible when he announced on 23 September that fuel prices would climb. In October a four-day general brought industry and government to a standstill; this followed a three-day general strike in June. Both had enormous popular support throughout the country. But since the first strike in June the government has used its full range of legal and military powers to try and break the NLC and the opposition. It passed a law through the Senate, yet to be ratified by the second chamber, which outlawed the NLC as a national trade union federation and made it illegal for the NLC to call national strike action. It even tried to outlaw strikes in certain industries but this was too much even for the compliant Senate, which threw out that particular clause. In September, the High Court ruled the office of President of the NLC illegal. The government has gone back to the courts to try to obtain an injunction against further strike action while Shell, which is the biggest oil company in Nigeria, has gone to the courts to prevent white collar and blue collar oil unions from joining the strike. In both cases the judge postponed the hearings to the 18 November, two days after the indefinite strike begins. The police have also attacked workers' demonstrations and harassed trade unionists including the leaders, such as NLC President Adams Oshiomole. The government realises that the trade union movement in Nigeria is the effective opposition to its policies. The strikes are well supported by other unions such as the white-collar federation, the Trades Union Congress, and 30 or more civil society and ethnic groups. Recently, these groups have formed the Labour and Civil Society Coalition to organise and prosecute the strikes. The NLC has been leading the campaign against the government's neoliberal policies for the past four years and has gained in popularity, as its strikes have grown in solidarity. These strikes have mainly centred on the rising price of fuel. Nigeria is one of the top 10 producers of oil in the world and is the fifth biggest exporter to the United States. In a country where 70 per cent of the 120 million people live on less than a dollar a day, subsidised cheap fuel is the only benefit of this oil bonanza. But the government of President Olesugun Obasanjo has set out to raise the price of fuel to a "true market price" and cut subsidies. In June, the government tried to raise the price to more than 50 Naira a litre (about 20 pence) but settled for a price in the low 40s. In September, the government tried again to raise the price, which sparked the recent workers' action. To buy off the NLC trade union leaders, the government set up a committee that proposed some tax reductions but did not budge on the question of halting the price rise. The unions rejected the committee's deal and set out to plan the November action. But despite the militancy of the workers and the support of the civil society organisations, the trade union leaders have squandered chance after chance to deliver a knockout blow to the government. Even the four-day general strike in October saw the oil industry relatively unhindered, although in the November strike the NLC plans to disrupt oil production. Oshiomole and his fellow leaders have led workers out on strike for a few days, action which has been solid, and then led them back to work for more negotiations with the government. There has been a general strike every year for the past five years and yet the conflict between unions and government has continued with no side having outright victory. Only an indefinite general strike can force the government to abandon one of its key policies and open the road to removing it from power. The development of links between unions and civil society organisations is a progressive move that can contribute to victory. Workers and activists need to set up local councils of action in all the major towns and cities to run the strike. With local control and by developing links with other such bodies regionally and nationally they can guard against a sell out by the national leaders. These committees should organise effective picketing - the June strike saw innovative flying pickets on motorbikes and columns of union trucks to enforce the strike. They could take on the distribution of fuel to emergency services like hospitals and take charge of the transport and distribution of food. In the unions, especially the NLC, rank and file activists should organise committees to close down industries, plants, firms and government offices - and crucially to help fight for control of the strike from below rather than leave it in the hands of trade union leaders. Furthermore, trade union strike committees and labour and civil society organisations need to organise nationally to build an effective leadership to stop the government. The NLC this year launched a Labour Party but one under the influence of its reformist and pro-market programme. What is needed is a revolutionary workers party that can unite trade unionists, civil society bodies, ethnic groups and young people, who are often the most militant in these struggles, and fight for the revolutionary transformation of society. A rank and file led general strike with local councils of action taking over the leadership and co-ordinating nationally would give an enormous opportunity to build such a party. Those fighting for such a party need to raise demands to oust Obasanjo and his cronies, to nationalise the oil industry and other sectors of the economy and to fight for a workers government. Furthermore key to the successful winning of the indefinite general strike will be defending picket lines and activists from police and army violence. This would mean arming the strikers and their supporters and laying the basis for building a militia that could fight for and defend a workers government. A general strike poses the question of who runs society. If the government is victorious, maybe by making a few concessions and buying off the union leaders, it will continue its privatisations and kow-towing to the multinationals like Shell, causing greater misery and poverty, and suppressing all the national and ethnic struggles of the masses. The present government concessions will end in January; once agin the NLC will be faced with the prospect of organising a general strike. If and when it is launched opens the possibility of the workers leading other sections of society such as ethnic organisations and youth groups towards a struggle for power and a socialist future. Such a result would act as a beacon to workers and peasants all over Africa. That is how high the stakes are in Nigeria in November. And that is why the workers need to take control of their own future. FOR MORE ON NIGERIA SEE: http://www.fifthinternational.org/LFIfiles/NigeriaGSmay2004.html ============================================== 23 [gipfelsoli] G8-Gipfel 2007 -- Evian -- Eu-Gipfel 2005 von gipfelsoli-l at lists.nadir.org ============================================== Gipfelinfo - Meldungen über globalisierte Solidarität und die Proteste gegen unsolidarische Globalisierung -------------------------------------------------------------------------- - Geht der Zuschlag an Heiligendamm??? - Verletzt, dann verurteilt - Zusammen gegen den EU Gipfel 2005 ------------------------------------------------------------------------ Geht der Zuschlag an Heiligendamm??? Nach Informationen aus der Politik deutet alles daraufhin, dass der nächste G8- Gipfel in Deutschland 2007 in Heiligendamm stattfinden wird. Offiziell ist noch nichts, aber die Gerüchte erhärten sich, dass Heiligendamm (bei Rostock), 2007 den nächsten deutschen G8-Gipfel beherbergen wird. Die offizielle Bekanntgabe des Veranstaltungsortes wird für Frühjahr des nächsten Jahres erwartet. Dennoch kann mit grosser Sicherheit davon ausgegangen werden, dass die Wahl auf Heiligendamm, Deutschlands ältestes Seebad fallen wird. Der Ort scheint geradezu prädestiniert für ein Treffen selbsternannter Weltregierer. Nach Innen 'hui' und für die Außen 'pfui': Als Veranstaltungsort in Heiligendamm wird das Kempinski Grand Hotel Heiligendamm fungieren. Ein Hotel, dass sich dafür rühmt, den europäischen Hochadel, nebst Zarenfamilie beherbergt zu haben. Und die Neugründung scheint in diese Fußstapfen treten zu wollen. Zielgruppe sind die oberen Zehntausend, die ihren Luxus exklusiv - im wahrsten Sinne des Wortes geniessen sollen. Ausgeschlossen wird schon jetzt der gemeine Pöbel: Fahhradweg gesperrt, Fotografieren unerwünscht und einen Versuch den Strand vor dem Hotel zu privatisieren, wurde auch schon gemacht (bis jetzt erfolglos). 2007, so denn der Gipfel in Heiligendamm stattfinden wird, wird sich der ausschliessende Charakter der Exklusivität noch stärker zeigen. Durch die Seelage, ist der Ort nur noch nach drei Seiten hin abzuschirmen. Das dies für die Polizei ohne größere Probleme zu bewältigen sein wird, ist anzunehmen. Der Ort ist umgeben von offenem Flachland. Die nächsten Orte sind jeweils einige Kilometer entfernt. Am nächsten liegen noch Bad Doberan im Süden und das Seebad Kühlungsborn im Westen, die aber jeweils ungefähr fünf Kilometer von Heiligendamm entfernt sind. Nach Rostock im Osten, sind es dann schon ca. 20 Kilometer. Rostock hätte als Messestadt die nötige Infrastruktur für Unterbringung der Presse und als Touristengegend hätte die Region auch genügend Übernachtungsmöglichkeiten, um den Tross der Zehntausend unterzubringen, die die 8 begleiten. Die Gegner der G8 und ihres Gipfels in Deutschland können sich also langsam aufwärmen und erkundigen wo Heiligendamm liegt. Ab dem Frühjahr, nach einer offiziellen Bekanntgabe des Veranstaltungsortes, kann die Debatte über Strategien und die Planung für einen Gegengipfel beginnen. Zudem wäre meiner Ansicht nach eine inhaltliche und theoretische Auseinandersetzung mit der G8 dringend erforderlich, da bisher die größte Opposition gegen die G8 daher stammt, dass man gegen die G8 ist. Aber bevor die G8 nach Deutschland kommt kann man sich schon einmal auf Schottland einstimmen, wo die G8 sich nächstes Jahr verstecken wird. Weitere Infos zum nächstjährigen G8-Gipfel auf www.dissent.org.uk [indymedia.de, von anti-g8 Greifswald - 22.11.2004 17:54] ------------------------------------------------------------------------ Verletzt, dann verurteilt Im Juni 2003 machten Martin Shaw und Gesine Wenzel unfreiwillig Schlagzeilen. Die beiden Globalisierungskritiker hatten mit einer spektakulären Aktion gegen den G8-Gipfel in Evian protestiert. Sie seilten sich von der Autobahnbrücke von Aubonne in der Nähe von Genf ab, um die Zufahrt der Delegation zu verzögern. Die Aktion wurde durch eine brachiale Polizeiaktion beendet. Ein Polizist schnitt das Seil kurzerhand durch, ohne Rücksicht auf die Gesundheit der beiden Gipfelgegner zu nehmen. Martin Shaw stürzte 20 Meter in einen Bach und zog sich dabei schwere Verletzungen zu. Gesine Wenzel wurde durch die schnelle Reaktion anderer Demonstranten, die das lose Seilende festhielten, vor einem Sturz bewahrt. Am 15. November sind Shaw und Wenzel von der Schweizer Justiz wegen Eingriff in den Straßenverkehr zu Haftstrafen von 20 Tagen verurteilt, die auf zwei Jahre zur Bewährung ausgesetzt wurden. Für die beteiligte Polizei hingegen soll der Einsatz keine juristischen Folgen mehr haben. Das zuständige Gericht im Schweizer Kanton Waadtland stellte die Ermittlungen ein. Die Aktivisten hätten sich bewusst in eine sehr gefährliche Situation begeben, erklärte Untersuchungsrichter Jacques Antenen gegenüber der Schweizer Presse. Dem widersprachen die Betroffenen nach ihrer Verurteilung vehement. Unterstützung bekamen Shaw und Wenzel von Globalisierungskritikern aus vielen Ländern. Aus Italien hat die Mutter des bei den Protesten gegen den G8-Gipfel in Genua im Sommer 2001 von der Polizei erschossenen Carlo Giulinani Solidarität gezeigt: »Martin und Gesine hatten Glück, aber es muss endlich Schluss sein mit der Immunität der Polizei, bevor noch mehr Aktivisten zu Tode ommen.« Wenzel und Shaw haben angekündigt, dass sie gegen ihre Verurteilung und die Freisprüche der Polizisten Berufung einlegen wollen. Peter Nowak [http://www.nd-online.de/artikel.asp?AID=63053&IDC=41] ------------------------------------------------------------------------ Herrschaft bekämpfen – Alternativen schaffen Zusammen gegen den EU Gipfel 2005 Luxemburg wird ab 1/1 2005 den EU Vorsitz innehaben. Luxemburg ist neben Brüssel und Strasburg die dritte europäische Hauptstadt und Sitz zahlreicher EU- Institutionen, darunter auch solch wenig bekannte wie das EURODAC, zentrales Computerregister aller AsylbewerberInnen. In der Tradition der EU-Gipfelproteste von Nizza, Göteborg, Brüssel, Thessaloniki etc, wollen wir 2005 diesen Gipfel als Kristallisationspunkt und Möglichkeit nutzen, um unsere Proteste gegen die herrschende Politik nachdrücklich an die Öffentlichkeit zu vermitteln und wirksam vorzutragen. Wir, das ist ein Zusammenschluss undogmatischer Organisationen, Gruppen und Einzelpersonen aus Luxemburg, Grossregion und darüberhinaus. Wir wollen in unserer Praxis und unseren Inhalten über die üblichen Protestrituale hinausgehen, neue Diskussionen anstoßen und selbstbestimmte Aktionsformen entfalten. Dabei wollen wir insbesondere drei inhaltliche Grundsätze betonen 1) Antikapitalismus : Die aktuelle kapitalistische Wirtschaft, die auch das herrschende Paradigma der EU darstellt, erzeugt Ungleichheit, Armut und Umweltzerstörung, in einem stetig wachsenden Ausmaß. Wir glauben nicht an einen Kapitalismus mit „menschlichem Gesicht", sondern wir wollen für eine andere alternative Wirtschaftsordnung kämpfen, die statt Lohnarbeit, Leistungsterror und Warenform die Solidarität und freie Entfaltung von jedermensch setzt. 2) Selbstbestimmung und Emanzipation : Wir wollen als Alternative zum bestehenden repressiven Staat eine Gesellschaft die auf einem solidarischen und selbstbestimmten Miteinander basiert. Wir wollen Schluss machen mit allen Formen patriarchaler, rassistischer , antisemitischer und sonstiger Diskriminierung, und unser Leben zurückerkämpfen! 3) Antinationalismus: Wir stellen die EU nicht in Frage, weil sie eine supranationale Organisation ist und unsere vermeintliche „nationale Souveränität" aushölt oder irgendwelchen imaginierten „nationalen Identitäten" schadet. Der Nationalstaat ist für uns keine Alternative zur kapitalistischen Globalisierung. Neurechte Inhalte und konservative Identitätspolitik lehnen wir genauso ab wie die Abschottung der EU nach aussen. Die Kämpfe um die Freiheit der Menschen müssen darauf abzielen, Grenzen niederzureissen, und nicht, neue zu errichten! Die EU als politische Herrschaftsstruktur ist eine Konsequenz der modernen Entwicklung des Kapitalismus. Sie bildet einen Block, der in wirtschaftlicher, militärischer und politischer Hinsicht den gestiegenen Erfordernissen kapitalistischer Verwertungs- und Herrschaftsmechanismen genügen soll. Die Logik der EU ist die neoliberaler Verwertungsprozesse. Ökonomisch nicht verwendbare Menschen werden abgeschoben, soziale Rechte massiv angegriffen und Freiheitsrechte abgeschafft. Auch aussenpolitisch verfolgt die EU eine Linie der Militarisierung und Hegemonialpolitik. Wir gehen nicht auf die Straße, weil wir die EU als alleinige Wurzel allen Übels identifiziert hätten. Die EU ist nur eine von vielen Institutionen im komplexen Geflecht moderner Herrschaftsverhältnisse, aber auch eine mit hohem Symbol und Prestige-Gehalt. Wir wollen diese erhöhte Aufmerksamkeit und Mobilisierungsmöglichkeit rund um den EU-Gipfel als Bühne nutzen, um unsere Überzeugungen auf der Straße auszudrücken. Welche Form für welchen Protest ? Wir wollen mit unseren Akionen festgefahrene Protestrituale aufbrechen zugunsten kreativer Aktionen und Möglichkeiten. Wir wollen dabei eine bunte Vielfalt von Ansätze und Strömungen auf einer gemeinsamen Basis zusammenführen. Eine solche Basis für uns ist : - Die Weigerung, unser Selbstbestimmungsrecht an Parteien und staatliche Institutionen zu delegieren - Die Selbstorganisierung und Eigenständigkeit der Bewegung nach antiautoritären Grundsätzen - Die direkte Aktion und der zivile und soziale Ungehorsam. Einige Beispiele für mögliche Aktionsformen in diesem Rahmen sind zB. Street- Parties, Street-Art, Blockaden und Besetzungen, Spaß- und Kommunikationsguerilla, u.v.m. Es geht uns dabei keineswegs um eine militärischer Eskalationslogik oder die vielfach von Medien und Polizei beschworenen und inszenierten Gewaltorgien. Wir wollen kein Klima der Gewalt, aber eins der Befreiung, und wir werden unmissverständlich deutlich machen, dass sowohl unsere Köpfe wie die Straßen niemals zu kontrollieren sein werden ! Wir finden es insbesondere wichtig, dass es auch über den reinen Straßenprotest hinaus einen Raum für Begegnungen, Diskussion, Reflexion und selbstbestimmte Planungen gibt. Angesichts der immer stärkerern Repressionsmaschine des Staates anlässlich von klassischen Demos etc. sehen wir es als notwendig an, uns auch eine eigene Alternative zum bestehenden System zu erkämpfen und aufzubauen. Ein erster Schritt in diese Richtung ist der Plan eines selbstorganisiertem alternativen und antikapitalistischen Camps im Rahmen unserer Kampagne. In unserer Vorstellung wäre ein solches Projekt : (1) Ein selbstbestimmter Raum für Reflexion und Aktion, der es ermöglicht sich politisch auszudrücken und dabei insbesondere unsere Alternativen aufzeigt. Paralell zu den Aktionen sollte die Einrichtung konkreter Gegenentwürfe passieren, d.h. : Basisdemokratie, Selbstorganisierung, ziviler Ungehorsam etc. Wir wollen dass ein solcher Raum zumindest ansatzweise die Möglichkeit bietet, soziale und politische Experimente jenseit der kapitalistischen Gesellschaft zu versuchen. (2)Ein Raum der Begegnung und Zusammenkunft für die Vielfalt der verschiedensten sozialen und politischen Kämpfe, mit der Möglichkeit des Austauschs und der Vernetzung der verschiedensten Widerstandsstrategien, Netze und Perspektiven. (3)Ein Raum der Diskussion und Weiterentwicklung in dem auch „strittige" Themen zur Sprache kommen, die sonst oft genug nur am Rande behandelt werden. Dazu gehören insbesondere Antisemitismus und Antizionismus, aber auch Genderdiskussionen, „Tierrechte" u.v.m. Als Gruppen und Personen, die sich in dieser Plattform wiederfinden und vernetzen, wollen wir Kräfte bündeln und Widerstandsperspektiven zusammenführen, um zum EU Gipfel 2005 gemeinsam und nachhaltig Proteste und Alternativen zu formulieren und vielfältige Gegenaktionen ins Leben zu rufen - im Rahmen und nach den Grundsätzen dieses Plattformtextes. [http://www.eurotop.lu] -------------------------------------------------------------------------- gipfelsoli infogruppe Die AutorInnen der Beiträge, so sie nicht von uns verfasst sind, sind mit eckigen Klammern versehen. Wir können leider keine Verantwortung für die Richtigkeit der Beiträge übernehmen. Auch geben die Beiträge nicht zwangsläufig unsere Meinung wieder. Kontakt, Kritik, Beiträge: gipfelsoli at nadir.org gipfelsoli mailinglist subscribe - unsubscribe https://lists.nadir.org/cgi-bin/mailman/listinfo/gipfelsoli-l ============================================== 24 EU-Russland-Gipfel: Von Putin Einhaltung von UN-Konvention verlangen von Gesellschaft für bedrohte Völker ============================================== GESELLSCHAFT FÜR BEDROHTE VÖLKER INTERNATIONAL PRESSEERKLÄRUNG Göttingen/Den Haag, den 24.11.2004 EU-Russland-Gipfel in Den Haag (25.November 2004) EU-Regierungschefs sollen von Putin Respektierung der UN-Konvention gegen Genozid einfordern Die Regierungschefs der Europäischen Union sollen den russischen Präsidenten Wladimir Putin auf ihrem Gipfeltreffen in Den Haag am Donnerstag dringend dazu auffordern, die UN-Konvention zur Verhütung und Bestrafung des Völkermordes zu respektieren. Diese Forderung hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) am Mittwoch in Schreiben an alle EU- Regierungen erhoben. "Es ist unerträglich, dass Russland diese Konvention täglich in Tschetschenien verletzt, ohne dass die europäischen Staaten sich darüber empören", erklärte der Präsident der GfbV International, Tilman Zülch. Während die GfbV und andere Menschenrechtsorganisationen von mindestens 160.000 ganz überwiegend zivilen Opfern der beiden Tschetschenienkriege ausgehen, schätzt der zweifellos wohl informierte prorussische Vorsitzende des tschetschenischen Staatsrates, Taus Djabrailow, die Zahl der Opfer inzwischen auf mehr als 200.000 seit 1994. Die permanente Missachtung der Genozid-Konvention wird nach Auffassung der GfbV auch durch die Weigerung der russischen Justiz deutlich, Menschenrechtsverletzungen von Militär und Geheimdienst zu ahnden. Allein das Büro des Sonderbeauftragten für Menschenrechte in Tschetschenien hat von Januar 2003 bis Januar 2004 nach Angaben des Europarates 1799 Beschwerden erhalten, die in 547 Fällen Vermisste betrafen. 71 Beschwerden wurden an den zuständigen Militärstaatsanwalt und 554 an den zivilen Staatsanwalt weitergeleitet. Im Jahr 2003 registrierte der Militärstaatsanwalt insgesamt 799 Beschwerden, von denen 367 Entführungen oder willkürliche Verhaftungen von insgesamt 496 Bürgern zum Inhalt hatten. Nur in zehn dieser Fälle wurden Strafverfahren eingeleitet, von denen dann drei vor Gericht kamen. 4763 Klagen erreichten 2003 den zivilen Staatsanwalt. 419 Strafverfahren wurden angestrengt, 15 vor Gericht gebracht. "Wie in Russland mit dem Völkerrecht umgegangen wird, kristallisiert sich deutlich im Umgang von Behörden und Sicherheitskräften mit Menschenrechtlern ", erklärte die GfbV. Mindestens 13 Menschenrechtler wurden seit 1999 ermordet, sechs weitere sind verschwunden. 19 wurden gefoltert oder geschlagen, 19 weitere willkürlich verhaftet. Nachfragen beantwortet gern die GfbV-Osteuropa- Referentin Sarah Reinke unter Tel.-Durchwahl 0551 499 06-28. ========================================================= Gesellschaft fuer bedrohte Voelker e.V. (GfbV) Inse Geismar, Pressereferentin Postfach 2024, D-37010 Goettingen Tel. +49/551/49906-25, Fax:+49/551/58028 E-Mail: presse at gfbv.de, Homepage:http://www.gfbv.de ========================================================== ================================================ C) TERMINE ================================================ ================ Donnerstag http://www.mund.at/butt/Termine/November/2511.htm ================ Freitag http://www.mund.at/butt/Termine/November/2611.htm ================ Samstag http://www.mund.at/butt/Termine/November/2711.htm ================ ================================================ D) EDITORIAL ================================================ Für den Inhalt verantwortlich: Ihr. E-Mail-Adresse für Beiträge: widerstand at no-racism.net geschickt. widerst at nd MUND und alle Termine täglich aktualisiert im Web: http://www.no-racism.net/MUND Ziel von MUND (medienunabhängiger Nachrichtendienst) ist die unzensurierte und möglichst rasche Information über gesellschafts- politisch relevante Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu Widerstand und Antirassismus sowie verwandte Themen. sollen einen Titel, Namen und Emailadresse der/des AutorIn enthalten und möglichst kurz und prägnant gehalten sein, ev. mit Hinweis, wo weitere Informationen eingeholt werden können. Bitte keine Attachments! Die inhaltliche und sachliche Verantwortung liegt bei der/dem jeweiligen AutorIn bzw. jenen, die uns die Beiträge schicken. Der MUND wird von einzelnen TagesredakteurInnen zusammengestellt. Da Fehler nicht ausgeschlossen sind, bitten wir, nicht veröffentlichte Beiträge nochmals an widerstand at no-racism.net zu senden. Die Weiterleitung (auch auszugsweise) ist erwünscht. Beiträge mit rassistischen oder sexistischen Inhalten werden nicht veröffentlicht. Sehr persönliche Meldungen werden wir an den betreffenden Adressaten weiterleiten, aber nicht im MUND veröffentlichen. Die bisherigen Ausgaben sind unter http://www.no-racism.net/MUND archiviert. Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage: * Wann: Sonntag, 11.11.2001, 11:11 Uhr * * Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" * * Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf * * Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie. Aber kurz und prägnant.* Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch stillschweigend Zensur zu üben. Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die Nichtaufnahme geliefert. (Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.) Die AbsenderInnen der betroffenen Beiträge werden hiervon informiert. Im Sinne einer "gläsernen Zensur" könnt ihr Euch die Beiträge gerne extra schicken lassen: Ein kurzes Mail an widerstand at no-racism.net genügt. ================================================ E) VERTEILERLISTE ================================================ Zur Eintragung in diesen Verteiler bitte direkt subskribieren unter http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/analle oder von der einzutragenden Adresse aus ein mail schicken an: admin at no-racism.net mit folgendem Text: subscribe no-racism Bitte wegen Automatisierung diesen Wortlaut verwenden! Zur Austragung aus dieser Liste bitte an zusammengestellt. Bitte keine Attachments! (werden nicht angenommen) nicht drin: Doubletten, nicht WR Beiträge, nicht aktueller Beitrag, 1 Beitrag IL/PAL-Bezug, Attachments, 1 Beitrag aus den Mainstream-Medien Redaktionsschluss für diese Ausgabe: Mi, 17.00 Uhr III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III ü, ö, ä, ß, Ü, Ö, Ä III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III widerst at nd-MUND is powered by http://alt.strg.at/ ================================================ From analle at no-racism.net Fri Nov 26 09:01:04 2004 From: analle at no-racism.net (analle at no-racism.net) Date: Fri, 26 Nov 2004 09:01:04 +0100 Subject: widerst@nd! - MUND: Freitag, 26.11.2004 Message-ID: widerst at nd MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst www.no-racism.net/mund Freitag, 26.5.2004 ================================================ A) INHALT ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 01 26.11.: CROPfm - Newsletter: The Shift Tarek Al-Ubaidi ================================================== 02 29.11.: Militarismus & Flüchtlingsabwehr - Diskussion Deserteurs und Flüchtlingsberatung ================================================== 03 30.11.: Buchpräsentation "Dead Men Working " Alternative Jugend Graz" ================================================== 04 Ab 3.12.: Veranstaltungen vom IL Wels infoladen wels ================================================== 05 7.12.: ÖGS: Forum Sexualität: Regenbogenfamilien "RA Dr. Helmut Graupner" ================================================== 06 ACUS fuer muslimischen Feiertag Alois Reisenbichler - Stadtteilzentrum Simmering ================================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND KOMMENTARE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 07 Fw: Medieninformation/Dringend "Friedenswerkstatt Linz" ================================================== 08 Medieninformation: EU-Schlachtgruppen/Artikel 23f/ Friedensvolksbegehren "Friedenswerkstatt Linz" ================================================== 09 www.rifondazione.at (Bertinotti a Vienna) ================================================== 10 BSV: PISA-Studie beweist Handlungsbedarf "Selma Schmid" ================================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< DISKUSSION ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 11 Agenda 2010 agm ================================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< SOLIDARITÄT WELTWEIT ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 12 [gipfelsoli] Genua gipfelsoli-l at lists.nadir.org ================================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< LINKS / VERWEISE / HINWEISE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 13 kanalB sonderseite zum EKH verkauf Flo (kanalB) ================================================== 14 Neues von der Arbeiterfotografie arbeiterfotografie at t-online.de (arbeiterfotografie) ================================================== ================================================ B) TEXTE ================================================ ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 01 26.11.: CROPfm - Newsletter: The Shift Tarek Al-Ubaidi ================================================== Guten Abend, Die nächste live Sendung ist am 26. November 2004 um 19.00 auf 92.6 Mhz - der Frequenz von Radio Helsinki - im Raum Graz/Steiermark als auch on-line zu hören. Für Fragen und Kommentare während der Sendung steht Ihnen CROPcom zur Verfügung - der liveChat. Titel der Sendung: The Shift Ein nachdenklicher Michael Glickman sprach mit uns über Kornkreise (>> Wiltshire 2004), deren Bedeutung und Ursprünge sowie "The Shift". Michael kommentiert die jüngsten Entwicklungen aus dem Jahr 2004 (u.a. >> Mexico UFO case) und geht dann auf die großen Veränderungen ein, die, wie er glaubt, in den nächsten Jahren auf die Menschheit zukommen. Die Urheber der Kornkreise bzw. 11 außerirdische Zivilisationen, würden in den kommenden fünf Jahren in offenen Kontakt treten, um dem Planeten bei diesem schwierigen "Übergang" zu helfen. Und obwohl Michael keinerlei Beweise für diese Behauptungen vorweisen kann, ist er felsenfest von deren Wahrheit überzeugt. "Ich frage mich mehrmals am Tag ob ich nun nicht völlig spinne...", so der durch Krankheit körperlich gezeichnete Michael Glickman. Den Rest erzählt er im Interview, das Anfang August 2004 in Horton/Wiltshire aufgezeichnet wurde. Aufzeichnung einer Live-Sendung mit Michael Glickman, Winter 2003 >> http://cropfm.mur.at/past_shows.htm#glickman Themenseite Crop Circles >> http://cropfm.mur.at/sendung_cropcircles.htm Swirled News >> http://www.swirlednews.com/index.asp Bis Dann, Tarek Al-Ubaidi _______________________________________________ CROPfm - the flexxible radio show http://cropfm.mur.at On-Line Archiv mit allen bisherigen Sendungen http://cropfm.mur.at/past_shows.htm ================================================== 02 29.11.: Militarismus & Flüchtlingsabwehr - Diskussion Deserteurs und Flüchtlingsberatung ================================================== +++ bitte weitermailen +++ bitte weitersagen +++ Liebe Leute! Als Mitveranstalterin laden wir Euch gerne ein: Diskussionsveranstaltung - "In welcher Verfassung ist Europa? - EU: Militarisierung und Flüchtlingsabwehr" Mit dem neuen gleichnamigen Buch ist der Mitherausgeber Rudi Friedrich von der Connection.e.V. gerade auf Veranstaltungstournee. Mo, 29. 11. 2004, 20.00 Neues Institutsgebäude (NIG), Hörsaal 2, Universitätsstrasse 7, 1010 Wien Am 29. Oktober unterzeichneten die Regierungschefs der 25 Mitgliedsstaaten der Europäischen Union den EU- Verfassungsentwurf. Alle Mitgliedsstaaten sollen nun den Entwurf ratifizieren, damit die Verfassung 2009 in Kraft treten kann. Die Deutsche Friedensgesellschaft - Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK) Hessen, das Bildungswerk Hessen der DFG-VK und Connection.e.V. starten angesichts dessen eine Veranstaltungsreihe zur Militarisierung und Flüchtlingsabwehr der EU. Friedensorganisationen treten für die Entmilitarisierung, ein offenes Europa und ein umfassendes Recht auf Kriegsdienstverweigerung ein. "Der Verfassungsentwurf", so heute der Buchautor Rudi Friedrich, werde "eine Politik legitimieren, die schon an den Außengrenzen der Union die Einreise von Schutz suchenden Flüchtlingen zu verhindern sucht". Zudem werde die EU zu einer Militärmacht ausgebaut, um weltweit Kriege führen zu können. In Wien wird die drohende EU-Verfassung und ihr Kontext mit Migration unter der Perspektive des Friedensvolksbegehrens diskutiert. Eure Deserteurs- und Flüchtlingsberatung Schotteng. 3a/1/59 A-1010 Wien Tel.: +43/1/533 72 71 Fax.: +43/1/532 74 16 www.deserteursberatung.at ================================================== 03 30.11.: Buchpräsentation "Dead Men Working " Alternative Jugend Graz" ================================================== Buchpräsentation "Dead Men Working" mit Franz Schandl und Maria Wölflingseder Dienstag 30.11.2004, 19.00 Uhr Grüne Akademie Graz, Paulustorg.3 Nach "Manifest gegen Arbeit" und "Feierabend" aktuelle Attacken gegen Hetze, Verelendung und Ausgrenzung. Die derzeitige Generalmobilmachung gegen den Sozialstaat, die zunehmende Repression gegen Arbeitslose und Ausgegrenzte und die Schaffung eines breiten Sektors von Elendsarbeit sind noch nicht das letzte Wort einer Krisenverwaltung der Arbeits- und Warengesellschaft, die auch in den Weltmarktzentren immer brutalere Züge annimmt. Je klarer zu Tage tritt, dass die rasante Produktivitätsentwicklung immer mehr Arbeit überflüssig macht, desto heftiger klammert sich diese Gesellschaft an die entgegengesetzte Perspektive. Unter der Prämisse "Arbeit schaffen um jeden Preis" werden die Potentiale gesellschaftlichen Reichtums rücksichtslos der kapitalistischen Form geopfert. Die gesellschaftliche Opposition zeigt sich angesichts der immer neuen Zumutungen gelähmt. Aus ihrer Paralyse kann sie nur herausfinden, wenn sie aufhört, die Diktatur von Arbeit und Warenproduktion fraglos zu akzeptieren und stattdessen in ihr das zentrale Problem dieser Gesellschaft erkennt. VeranstaltERIn: Grüne Akdmie und AJG -Alternative Jugend Graz ================================================== 04 Ab 3.12.: Veranstaltungen vom IL Wels infoladen wels ================================================== Nächste Veranstaltungen vom Infoladen Wels: 3. Dezember/19 Uhr: Buchpräsentation und Diskussion "IRAK - Von der Republik der Angst zum bürgerlichen Rechtsstaat?" mit den HerausgeberInnen Mary Kreutzer und Thomas Schmidinger sowie einem irakischen Genossen. Im vorzustellenden Sammelband befassen sich überwiegend irakische AutorInnen mit der Geschichte des Irak bis zum Sturz Saddam Husseins und den aktuellen Entwicklungen seit April 2003. Die AutorInnen, die ein breites politisches Spektrum von gemäßigten schiitischen Islamisten über Vertreter kurdischer Parteien und den irakischen Grünen bis hin zu Kommunisten und einer Arbeiterkommunistin repräsentieren, befassen sich dabei im Gegensatz zu den meisten bisher zum Irak erschienenen Büchern bewusst aus einer irakischen Perspektive mit der politischen Entwicklung des Irak und ermöglichen damit völlig andere Einblicke in die Geschichte des irakischen BaÎthismus und die Perspektiven nach dem Sturz Saddam Husseins, als dies in der europäischen Presse üblich ist. Die HerausgeberInnen des Sammelbandes bereisten den Nordirak im Sommer 2004 und berichten über Erfahrungen und Eindrücke. ALTER SCHLACHTHOF; Dragonerstr. 22, 4600 Wels 16. Dezember/19 Uhr: Video und anschließend Diskussion "TONI NEGRI . Eine Revolte, die nicht endet" im INFOLADEN, Spitalhof 3, 4600 Wels 26. Dezember/20 Uhr: Jahresabschlußfestl, Bowle, spontane Literatur- und Gesangseinlagen befürchtet - im INFOLADEN 30. Dezember/21 Uhr wird weitergefeiert mit TRAM SURFERS (Ska- Punk - Linz) und den CLUB 99 (Ska/Italien) im FRED SEGA, Vogelweiderstr. 1, 4600 Wels 6. Jänner 05/19 Uhr: Buchpräsentation und Diskussion von Robert FOLTINs "Und wir bewegen uns doch. Soziale Bewegungen in Österreich." Im INFOLADEN. Bis aufs Konzert im SEGA überall freier Eintritt. www.linkslinxooe.at ================================================== 05 7.12.: ÖGS: Forum Sexualität: Regenbogenfamilien "RA Dr. Helmut Graupner" ================================================== Regenbogenfamilien KINDER IN GLEICHGESCHLECHTLICHEN PARTNERSCHAFTEN Im Zuge der Debatte um die Gleichstellung von homosexuellen Partnerschaften mit der Ehe, wurden auch die Themen Kinder in gleichgeschlechtlichen Partnerschaften, (Stiefkind-) Adoption und der Kinderwunsch von Lesben und Schwulen Gegenstand der Diskussion. Die Meinungen darüber, ob gleichgeschlechtlich empfindende Frauen und Männer "gute Eltern" sind, gehen derzeit in der Bevölkerung auseinander. De facto leben in den USA mindestens 10 Mio., in Deutschland 40.000, in Österreich 5.000 Kinder in Familien mit gleichgeschlechtlichen Partnerinnen und Partnern. Brauchen Kinder eine Mutter und einen Vater, um eine gesunde sexuelle Identität und Geschlechts-rollenidentität zu entwickeln? Haben Männer genügend Fürsorglichkeit, damit sich Kinder in einer schwulen Partnerschaft geborgen fühlen und entfalten können? Werden Kinder in gleichgeschlecht-lichen Partnerschaften eher homosexuell? Die wesentliche Frage ist: Was brauchen Kinder, um sich gesund und hilfreich entwickeln und entfalten zu können? ExpertInnen gehen dieser Frage nach und stellen sich der Diskussion. Podium - Univ. - Prof. Dr. Ernst BERGER, Kinder- und Jugendpsychiater - Maga. Dr. Brigitte CIZEK, Klinische und Gesundheitspsychologin, Österreichisches Institut für Familienforschung - Univ.-Lekt. Dr. Helmut GRAUPNER, Rechtsanwalt, Präsident des Rechtskomitees LAMBDA, Co-Vorsitzender der ÖGS - DDr. Klaus KÜNG, Familienbischof der Katholischen Kirche Österreichs - angefragt - Mag. Johannes WAHALA, Psychotherapeut, Sexualforscher, Vorsitzender der ÖGS - lesbische Mutter / schwuler Vater / Kind in gleichgeschlechtlicher Partnerschaft Begrüßung Renate Kaufmann, Bezirksvorsteherin 1060 Wien Moderation Mag. Thomas Hofer, Journalist Ort und Zeit Dienstag, 07. Dezember 2004, um 20.00 Uhr Festsaal der Bezirksvorstehung Mariahilf 1060 Wien, Amerlingstraße 11 Kontakt und Informationen Österreichische Gesellschaft für Sexualforschung DSA Elisabeth Cinatl, Generalsekretärin Tel: +43 1 585 69 60 Email: office at oegs.or.at ================================================== 06 ACUS fuer muslimischen Feiertag Alois Reisenbichler - Stadtteilzentrum Simmering ================================================== Arbeitsgemeinschaft Christentum und Sozialdemokratie (ACUS): Musliminnen und Muslime haben Recht auf eigenen Feiertag Die Arbeitsgemeinschaft Christentum und Sozialdemokratie (ACUS) unterstützt die Forderung der Wiener Integrationsstadträtin Maga. Sonja Wehsely nach einem muslimischen Feiertag. "Es ist eine demokratiepolitische Notwendigkeit, der Diskriminierung der Menschen islamischen Glaubens entgegenzutreten. Ein muslimischer Feiertag ist dazu ein Beitrag", betont der Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Christentum und Sozialdemokratie (ACUS) Richard Schadauer. "Als religiöse Sozialistinnen und Sozialisten geht es uns um den Dialog mit dem Islam und vor allem um die Zusammenarbeit mit Musliminnen und Muslime im Einsatz für eine friedlichere und gerechtere Welt", schloss ACUS-Bundes- vorsitzender Richard Schadauer. Informationen: Richard Schadauer, Tel. 01 789 24 58 Alois Reisenbichler, Tel. 0664 39 51 809 Wir bitten Mehrfachzusendungen zu entschuldigen! Alois Reisenbichler A-1110 Wien, Schneidergasse 15/9 Telefon 0043 - 664 - 39 51 809 ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND KOMMENTARE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 07 Fw: Medieninformation/Dringend "Friedenswerkstatt Linz" ================================================== Werkstatt Frieden & Solidarität (vormals Friedenswerkstatt Linz) Waltherstraße 15, 4020 Linz Tel. 0732/771094, Fax 0732/797391 e-mail: friwe at servus.at www.friwe.at Medieninformation: Pinocchio in der Hofburg Bundespräsident Heinz Fischer im Wahlkampf auf die Frage, wie er zu den vier Forderungen des Friedensvolksbegehrens steht: "Ich unsterstütze diese Forderungen, weil ich ein überzeugter Anhänger der österreichischen Neutralität bin...!" (Vgl. Guernica 1/2004, S. 8) Eine dieser Forderungen des Friedensvolksbegehrens lautet: "Die Republik Österreich darf keine SoldatInnen, keine Waffen, keinen Euro für eine EU-Armee bereitstellen. Sämtliche Zusagen der Bundesregierung in diesem Zusammenhang werden widerrrufen..." Heute, am 25.11.2004, erklärt Fischer laut APA: "Einen Widerspruch zur Neutralität stelle die Beteiligung an den 'battle groups' nur dar, wenn kein UNO-Mandat vorliegt. 'Denn mit UN- Mandat sind sie ex definitione kein Krieg.' " Fischer teilt damit die Neutralitätsinterpretation der blau- schwarzen Regierung. Das ist natürlich Unsinn. Nach dieser Logik würden die USA zur Zeit keinen Krieg im Irak führen, weil sie in der Zwischenzeit für ihre Besatzung über ein UN-Mandat verfügen. Mandate des Sicherheitsrates der UN, werden in der Zwischenzeit immer öfter zwischen den Mitgliedern des Sicherheitsrates ausgedealt. Die Europäer bekamen im Gegenzug für ihre Zustimmung zur Besetzung des Irak grünes Licht für den Artemis-Einsatz im Kongo 2003. Fischer hat uns also im Wahlkampf belogen. Die Ansage: "Aus Sicht Brüssels ist kein UN-Mandat notwendig, aus Österreichs Sicht bei Kampfeinsätzen schon." (Fischer laut APA vom 25.11.2004) ist völlig wertlos. Immerhin hat die SPÖ unter Mitwirkung Fischers bereits 1998 mit dem Artikel 23 f BVG die Legitimation für die österreichische Teilnahme an EU-Kriegen auch ohne UN-Mandat im Nationalrat durchgezogen. In den Erläuterungen zum Artikel 23 f BVG wurde damals unter Mitwirkung Fischers betont: "Mit dieser Änderung ist klargestellt, daß Österreich nicht nur an Maßnahmen der Gemeinsamen Außen - und Sicherheitspolitik auf der Grundlage des Maastrichter Vertrages - insbesondere was die Verhängung von Wirtschaftsembargos betrifft - teilnehmen kann, sondern vollumfänglich auch an den durch den Vertrag von Amsterdam in den EU - Vertrag (Art 17 Abs. 2) neu eingeführten sog. Petersberg - Aufgaben. In Entsprechung des Vertrages von Amsterdam gilt dies auch für den Fall, daß eine solche Maßnahme nicht in Durchführung eines Beschlusses des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen ergriffen wird (Art. 51 der Satzung der Vereinten Nationen). (aus den Erläuterungen zum Artikel 23 f BVG: http://www1.parlinkom.gv.at/pd/pm/XX/A/texte/007/A00791_.html ) Günter Reder, Vorsitzender der Werkstatt Frieden&Solidarität: "Damit zeigt sich, daß sämtliche tönenden Ansagen der SP-Spitze , die SPÖ sei der Garant für die immerwährende Neutralität das Papier nicht wert sind, auf dem sie gedruckt sind. Das Einzige, was uns die SP-Spitze garantieren kann, ist die Nichteinhaltung von Wahlversprechen. Die einzigen, die die Wiederherstellung einer aktiv neutralen Außenpolitik durchsetzen können, sind die Menschen in Österreich selbst. Deshalb gibt es das Friedensvolksbegehren. Dafür gibt es die Werkstatt Frieden&Solidarität." Rückfragehinweis: Boris Lechthaler, 0732-771094 ================================================== 08 Medieninformation: EU-Schlachtgruppen/Artikel 23f/Friedensvolksbegehren "Friedenswerkstatt Linz" ================================================== Plattform "Neutralität statt Euro-Armee!" p. A.: Werkstatt Frieden&Solidarität Waltherstr. 15, 4020 Linz Tel.: 0732-771094, Fax: 0732-797391 E-Mail: offfice at friedensvolksbegehren.at Web: www.friedensvolksbegehren.at Medieninformation EU-Schlachtgruppen/Artikel 23 f BVG/Friedensvolksbegehren "Die Republik Österreich darf keine SoldatInnen, keine Waffen, keinen Euro für eine EU-Armee bereitstellen. ... Der Nationalrat streicht den neutralitätswidrigen Artikel 23 f BVG aus der Verfassung." so lautet eine der zentralen Forderungen des Friedensvolksbegehrens. Von einigen - auch grünen und sozialdemokratischen - Spitzenpolitikern wurde die Unterstützung des Friedensvolksbegehrens verweigert, weil die Forderung nach Abschaffung des Artikel 23 f BVG nicht vereinbar sei mit der Mitgliedschaft Österreichs in der EU. (Vgl. Petra Bayr, Madeleine Petrovic, Guernica 5/2004, S. 7). Die Entsendung von 200 österreichischen SoldatInnen zu einer EU- Schlachtgruppe unter deutschem Kommando, wird jetzt mit dem Artikel 23 f BVG legitimiert. Die Plattform "Neutalität statt Euro-Armee", Trägerin des Friedensvolksbegehren, hat mit der Forderung nach Abschaffung des Art. 23 BVG richtig erkannt, daß dieser Artikel das offene verfassungsrechtliche Scheunentor für NeutalitätsgegnerInnen und Militarisierer ist. Wenn jetzt von der parlamentarischen Opposition die Bindung an ein Mandat des UN- Sciherheitsrates für Einsätze österreichischer Schlachtgruppen verlangt wird, so müssen wir daran erinnern, daß bereits in den Erläuterungen zum Artikel 23 f BVG darauf hingewiesen wird, daß auch an Kampfeinsätze unter Bruch des Völkerrechts gedacht wird: "Mit dieser Änderung ist klargestellt, daß Österreich nicht nur an Maßnahmen der Gemeinsamen Außen - und Sicherheitspolitik auf der Grundlage des Maastrichter Vertrages - insbesondere was die Verhängung von Wirtschaftsembargos betrifft - teilnehmen kann, sondern vollumfänglich auch an den durch den Vertrag von Amsterdam in den EU - Vertrag (Art 17 Abs. 2) neu eingeführten sog. Petersberg - Aufgaben. In Entsprechung des Vertrages von Amsterdam gilt dies auch für den Fall, daß eine solche Maßnahme nicht in Durchführung eines Beschlusses des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen ergriffen wird (Art. 51 der Satzung der Vereinten Nationen). (aus den Erläuterungen zum Artikel 23 f BVG: http://www1.parlinkom.gv.at/pd/pm/XX/A/texte/007/A00791_.html ) Ulrike Koushan, Sprecherin des Friedensvolksbegehrens in Salzburg: "Das offene Scheunentor namens Art. 23 f BVG muß zugemauert werden. Das ist eines der zentralen Ziele des Friedensvolksbegehrens. Ich ersuche deshalb all jene, die jetzt durch die Entscheidung über die Beteiligung an den EU- Schlachtgruppen alarmiert sind, das Friedensvolksbegehren tatkräftig zu unterstützen." Rückfragen: Roman Gutsch, 0699-19528834, Klaus Heidegger (Pax Christ Tirol), 05223-44398, Ulrike Koushan (Werkstatt Frieden&Solidarität), 0662-648911, Rosi Krenn (ARGE Wehrdienstverweigerung u. Gewaltfreiheit),0699-12115985, Boris Lechthaler (Werkstatt Frieden&Solidarität), 0664-7607937, Franz Luger (Pax Christi OÖ), Gerald Oberansmayr (Werkstatt Frieden&Solidarität), 0732-771094, Andreas Pecha (Wiener Friedensbewegung), 01-2084994, Veronika Rochhart (Steirische Friedensplattform), 0650-2582411, Johann Schögler (Steirische Friedensplattform), 0316-402664 Bundesverfassungsgesetz (B-VG) Artikel 23f. (1) Österreich wirkt an der Gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik der Europäischen Union auf Grund des Titels V des Vertrages über die Europäische Union in der Fassung des Vertrages von Amsterdam mit. Dies schließt die Mitwirkung an Aufgaben gemäß Art. 17 Abs. 2 dieses Vertrages sowie an Maßnahmen ein, mit denen die Wirtschaftsbeziehungen zu einem oder mehreren dritten Ländern ausgesetzt, eingeschränkt oder vollständig eingestellt werden. Beschlüsse des Europäischen Rates zu einer gemeinsamen Verteidigung der Europäischen Union sowie zu einer Integration der Westeuropäischen Union in die Europäische Union bedürfen der Beschlußfassung des Nationalrates und des Bundesrates in sinngemäßer Anwendung des Art. 44 Abs. 1 und 2. (2) Für Beschlüsse im Rahmen der Gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik der Europäischen Union auf Grund des Titels V sowie für Beschlüsse im Rahmen der polizeilichen und justitiellen Zusammenarbeit in Strafsachen auf Grund des Titels VI des Vertrages über die Europäische Union in der Fassung des Vertrages von Amsterdam gilt Art. 23e Abs. 2 und 5. (3) Bei Beschlüssen betreffend friedenserhaltende Aufgaben sowie Kampfeinsatze bei der Krisenbewältigung einschließlich friedensschaffender Maßnahmen sowie bei Beschlüssen gemäß Art. 17 des Vertrages über die Europäische Union in der Fassung des Vertrages von Amsterdam betreffend die schrittweise Festlegung einer gemeinsamen Verteidigungspolitik und die engeren institutionellen Beziehungen zur Westeuropäischen Union ist das Stimmrecht im Einvernehmen zwischen dem Bundeskanzler und dem Bundesminister für auswärtige Angelegenheiten auszuüben. (4) Eine Zustimmung zu Maßnahmen gemäß Abs. 3 darf, wenn der zu fassende Beschluß eine Verpflichtung Österreichs zur Entsendung von Einheiten oder einzelnen Personen bewirken würde, nur unter dem Vorbehalt gegeben werden, daß es diesbezüglich noch der Durchführung des für die Entsendung von Einheiten oder einzelnen Personen in das Ausland verfassungsrechtlich vorgesehenen Verfahren bedarf. (BGBl. I Nr. 83/1998, ab 1.1.1999) ================================================== 09 www.rifondazione.at (Bertinotti a Vienna) ================================================== Ringraziamo i molti compagni che hanno solidarizzato con la lettera aperta a Walter Baier (e ancora senza risposta). Alleghiamo un comunicato dell' EKH e ne traduciamo una piccola parte in italiano. Stefano Wir danken den vielen GenossInnen, die mit unserem offenen Brief an Walter Baier - von ihm noch unbeantwortet - solidarisiert haben. Anbei ein Kommuniqué des EKH, aus dem wir einen kleinen Teil ins Italienische übersetzen. Stefano "(...) Proposte per altre Azioni dirette sono per il congresso del Partito comunista austriaco il 4 e il 5 dicembre, come per l'iniziativa con Rifondazione Comunista e W. Baier il 17 dicembre; poco prima di Natale si terrà un' altra manifestazione di solidarietà con l' EKH, sarà comunicato l'esatto giorno (...) " (...) Vorschläge für direkte Aktionen sind der kommende Parteitag der KPÖ am 4. und 5. Dez. in Linz, sowie die Veranstaltung der kommunistischen Rifundazioni mit W.Baier am 17. Dez.; kurz vor Weihnachten wird es auch die nächste "EKH bleibt!" - Demo geben, der genaue Termin wird noch angekündigt! (...) Zum Stand der Dinge ums EKH Wie wir durch die Presse erfuhren, wurde das Haus am 7.10. 2004 verkauft. Laut Kaufvertrag handelt es sich bei den neuen Besitzern um die "Wielandgasse 2-4 Vermietungsges.m.b.H.", welche die Liegenschaft der Wielandgasse um nur 600 000 Euro erworben hat. Als Geschäftsführer wird Herr Christian Machowetz genannt, welcher laut Firmenbuch auch noch Inhaber der "Security Management Christian Machowetz GmbH" ist. Dass es sich bei dieser Person um einen bekannten Rechtsextremen handelt scheint die KPÖ nicht sonderlich zu stören. Im Gegenteil, es kam seitens der KPÖ in den letzten Wochen zu mehreren Presseaussendungen, in den der Verkauf gerechtfertigt und verteidigt wurde. Obwohl die KPÖ von mehreren autonomen Gruppen und Initativen über den Hintergrund der KPÖ-Geschäftspartner informiert wurde, weigerten sich die Verantwortlichen Graber, Baier und Co. bis heute die Konsequenzen für ihren politischen faux pas zu tragen. "Denn wer nicht im "Handbuch des österreichischen Rechtsextremismus" vermerkt sei, könne auch kein Rechtsradikaler sein", so der Pressesprecher Didi Zach. Ebenfalls als Lüge entpuppte sich die ausverhandelte "Schonfrist" von sechs Monaten. Bereits zwei Wochen nach dem Datum des Verkaufs erhielten wir die ersten Kündigungen, fristlos gekündigt wurden alle Präkeriats und Mietverträge mit dem 31.12.2004, letztere weil sie von der Vermietungsges.m.b.H. nicht als solche anerkannt werden. Weiters räumt die neue Hausverwaltung eine Übergangsfrist von einem halben Jahr ein, jedoch nur bei einer gemeinsamen friedlichen Übereinkunft. Gefordert wird die freiwillige Auflösung der Verträge und der Auszug aller Projekte und Gruppen. Falls wir jedoch rechtliche Schritte zur Wahrung unserer Mietrechte ergreifen werden, wird dies als nicht kooperatives Verhalten gewertet, und es werden keine weitern Fristen mehr eingeräumt. Trotz alledem sind wir bereits im Kontakt mit AnwältInnen, und bereiten uns auf kommende Prozesse vor. Unserer Mietverträge waren schon einmal vor Gericht und wurden rechtlich als solche bestätigt, für die Präkeriatsverträge bestehen Mitnutzungsvereinbarungen, die gerade geprüft werden. Da die neue Hausverwaltung darauf spekuliert, uns mit rechtlich ungedeckten Schritten so schnell wie möglich aus dem Haus zu vertreiben, ist es wichtig diesen Prozess mit allen möglichen Mitteln so lange wie möglich hinaus zu zögern. Klar ist dass solche Prozesse enorm viel Geld kosten, deshalb brauchen wir Unterstützung und Solidarität, praktisch und auch finanziell. Unterstützen könnt ihr uns dabei, indem ihr Solifeste für uns organisiert, eigenständig Plakate, Flyers und Transpis in Umlauf bringt, oder einfach spendet. Förderlich wäre es auch, öffentliche Personen, wie z.B. KünstlerInnen, PolitikerInnen und AktivistInnen, mit der Thematik aktionistisch zu konfrontieren und Statements einzufordern, damit das EKH zum öffentlichen Gesprächsthema wird und bleibt. Wichtig ist es, dass politische Menschen anfangen, eigenständig zu arbeiten, da unsere Kapazitäten nicht unendlich sind, auch wenn uns dies manchmal unterstellt wird. Wenn ihr euch persönlich informieren wollt, oder mit uns in Kontakt treten wollt, oder einfach Anregungen holen oder geben wollt, so könnt ihr uns jederzeit anschreiben oder jeden Dienstag um 19 Uhr zum offenen Treffen in den Infoladen X kommen. Vorschläge für direkte Aktionen sind der kommende Parteitag der KPÖ am 4. und 5. Dez. in Linz, sowie die Veranstaltung der kommunistischen Rifundazioni mit W.Baier am 17. Dez.; kurz vor Weihnachten wird es auch die nächste "EKH bleibt!" - Demo geben, der genaue Termin wird noch angekündigt! Weiters kündigen wir ein mehrtägiges Kulturfestival für den Zeitraum von 23. bis 27. März an, für dass wir uns Anregungen, Vorschläge und Mitarbeit erhoffen. Die Idee dahinter ist es eine Plattform bedrohter Projekte und Initativen wie das TÜWI, die Arena, der Verein Echo ec. zu schaffen, um auf eine generelle, Kulturschaffende betreffende Repressionspolitk aufmerksam zu machen. Hierzu wird es bald ein offenes Vorbereitungstreffen geben, voraussichtlich am 6.Dez. im Depot. An diesem Tag wird es wahrscheinlich auch eine Pressekonferenz zum Thema geben. Weitere Ideen sind in Planung, wir befinden uns gerade in einem Diskussionsprozess, um zukünftige Strategien und Forderungen auszuarbeiten. Hierbei sind natürlich Ideen und Anregungen eurerseits ausdrücklich erwünscht! Unser Spendenkonto: Kontonummer: 514 051 53 501 Bank Austria/CA BLZ: 12 000 H.D.S. EKH BLEIBT. EKH, 23.11.2004 ekhaus at med-user.net ================================================== 10 BSV: PISA-Studie beweist Handlungsbedarf "Selma Schmid" ================================================== Pressemeldung der BundesschülerInnenvertretung Bildung/Schulen/BSV/PISA Mittwoch, 24.11.2004 BSV: PISA-Studie beweist Handlungsbedarf Utl.: BSV erwartet Einladung zu umfassender Diskussion "Das Bildungsministerium sollte die PISA-Studie sehr ernst nehmen und endlich einsehen, dass Österreichs Schulen schwere Probleme haben", fordert Bundesschulsprecherin Selma Schmid das Bildungsministerium zum Handeln auf. Die BundesschülerInnenvertretung (BSV) erwarte sich eine Einladung zu einer "grundlegenden Diskussion". "In der Schule sollte es um die SchülerInnen gehen. Wir vertreten die SchülerInnen und haben daher auch zahlreiche Verbesserungsvorschläge", fordert Schmid ein Ende der "Drü berfahr-Politik" der Ministerin. "Wir SchülerInnen wissen schließlich am besten, wo der Schuh drückt." Die Verbesserungsvorschläge der BSV betreffen vor allem die Organisation des Schulsystems und die pädagogischen Prinzipien: "In Österreich wird bereits mit 10 Jahren in verschiedene Schultypen differenziert anstatt dass individuell gefördert wird", kritisiert Schmid. Ähnlich verhalte es sich im Unterricht selbst: "SchülerInnen lernen nur vorgekaute Inhalte zu reproduzieren anstatt selbst zu erkunden. Ihr Ziel ist daher oft nicht, etwas zu lernen, sondern nur möglichst gute Noten zu erreichen." Schmid wünscht sich abschließend, dass sich Österreich ein Beispiel an Deutschland nehme und in einen umfassenden Diskussionsprozess über die grundlegenden Prinzipien von Schule und Unterricht einsteige. "Diesen Diskussionen - so es sie hoffentlich gibt - müssen auch Taten folgen. Mit einem Reförmchen im Gehrerschen Stil ist es nicht getan", schließt Schmid. Rückfragehinweis: Selma Schmid 0699 / 19208794 ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< DISKUSSION ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 11 Agenda 2010 agm ================================================== Der nachfolgende Text gibt - vor allem für die Leser/innen in Österreich - einen Überblick über die gegenwärtigen Angriffe auf die Lohnabhängigen in Deutschland und versucht eine grundlegende politische Bewertung. Für diejenigen Gegner/innen der österreichischen Rechtsregierung, die Hoffnungen in eine rot- grüne Koalition haben, ist der Beitrag auch eine nachdrückliche Warnung, was eine solche Regierungsformation in der Realität bedeutet und dass nicht Wahlen, sondern konsequente Klassenkämpfe die einzig erfolgversprechende Antwort auf die Offensive der Kapitalist/inn/enklasse sind. D i e B e d e u t u n g d e r A g e n d a 2 0 1 0 1. Das Kapitalverhältnis im Sozialstaat Stärker noch als in anderen Teilen der Welt hat es die radikale Linke in Österreich und in Deutschland mit einem verhärteten Staatsfetisch zu tun. Eine der historischen Besonderheiten beider Länder ist gleichermaßen dessen Grund und Ausdruck: die lange Tradition einer Identität von Wirtschafts- und Sozialpolitik, von dem korporatistischen Versuch der ständischen Aufhebung des Klassenverhältnisses über die in der Volksgemeinschaft propagierte totale Einheit von Kapital und Arbeit bis zur sozialpartnerschaftlichen Vermittlung des Antagonismus. Es handelt sich beim Staat um ein gesellschaftliches Herrschaftsverhältnis, dessen Existenz darin begründet ist, die für die Aufrechterhaltung der Kapitalakkumulation notwendigen Bedingungen zu bereiten. Das tut er zunächst über die Bereitstellung eines Regelwerks in der Form des bürgerlichen Gesetzes, das den Subjekten formale Gleichheit garantiert und dafür sorgt, dass der Träger der Ware Arbeitskraft diese auf dem Markt verkauft, wozu er ein Verhältnis eingeht, das die Form eines Vertrages hat. In diesem Schein des Vertrages zwischen Gleichen liegt schon ein Grund, warum der Staat als das erscheint, was er nicht ist - als Sachwalter des Gemeinwohls. Verstärkt wird dieser Schein, der den Kern des Staatsfetischs ausmacht, noch in der Form, die zahlreiche Staaten des imperialistischen Westens nach Ende des Zweiten Weltkrieges, und auf Basis der solcherart vorgenommenen Krisenbewältigung angenommen haben: dem Sozialstaat. In Zeiten, in denen die Profite nichts zu wünschen übrig ließen, erschien es nur als konsequent, einen Teil davon für die Befriedung der sozialen Gegensätze aufzuwenden. Das geschah vor allem über den Auf- und Ausbau von staatlichen Versicherungssystemen, die aus zumeist zwischen Arbeitgebernund Arbeitnehmernaufgeteilten Beiträgen finanziert wurden. Zusätzlich zu diesem Aspekt des individuellen Anspruchserwerbs im Arbeitsverhältnis konnten im Rahmen einer Verteilung der Lasten Einkommensunterscheide angenähert werden. Nicht zuletzt konnte der Staat für jenen Teil der Klasse sorgen, der notwendigerweise aus dem Kapitalverhältnis herausfiel und arbeitslos wurde. Das sorgte nicht nur für sozialen Frieden, sondern garantierte auch, dass die Reservearmee stets einsatzbereit für den Bedarfsfall blieb. Was die Bourgeoisie heute plötzlich weiß, dass nämlich die sogenannten Lohnnebenkosten im Grunde nichts anderes als Lohn sind, stimmte damals schon genauso, denn tatsächlich zahlt das Kapital den Teil der Abgaben, der vom Lohn abgezogen wird, genauso, wie den Teil, den es selbst direkt beisteuert. Das Entscheidende an diesem Umweg über den Staat ist aber, dass ihm damit in Form eines Teils der Lohnsumme einiges an Macht in die Hände gelegt wird. Zum einen kann der Staat sich um so besser als der Sachwalter des Gemeinwohls präsentieren, zum anderen ermöglicht ihm das paternalistische System der Sozialleistungen, die Bürger/innen abhängiger zu machen und zu integrieren. Daneben kann er über diesen von ihm verwalteten Teil der Lohnsumme die Reallöhne selbst regulieren, und so in der StandortpolitikMaßnahmen setzen. Von seiner Aufgabe für die Kapitalakkumulation zu sorgen weicht der Staat als Sozialstaat also keineswegs ab, im Gegenteil, er macht sie reibungsloser, widerspruchsfreier und effizienter. Über die genauen Gründe, warum immer mehr Staaten von dieser Praxis abkehren, kann gesondert gesprochen werden, fest steht jedenfalls, dass in der letzten Zeit die Spielräume für das Kapital wieder enger werden. Und eben in dieser Phase zeigen sich die Momente der nationalen Vergesellschaftung besonders, nicht allein in der Abgrenzung nach außen, als im Glauben an ein durch den Staat bereitetes Gemeinwohl aller, zu dem Kapital wie Arbeit ihren Beitrag zu leisten haben. Die weitreichendere Funktion des Sozialstaats liegt also weniger in einem bloßen Erkaufen sozialen Friedens durch Zugeständnisse, denn viel mehr in der Zementierung der Unhinterfragbarkeit der Form Staat als Organisation sozialer Verhältnisse. II. Historische Situation des deutschen Imperialismus Mit der Einverleibung der ehemaligen DDR hat der deutsche Imperialismus ein langfristiges Ziel erreicht, zumal die Kosten für diese Aktion bequem über Massensteuern abgewälzt wurden. Damit wurde der Weg auch frei, die Angleichung der lang beklagten Differenz zwischen der ökonomischen Bedeutung Deutschlands und insbesondere seiner politischen und militärischen Stärke auf dem geopolitischen Parkett in Angriff zu nehmen. Wie sehr auch immer die momentanen Veränderungen direkt wirtschaftlich notwendig sind, es liegt jedenfalls in der Logik des Kapitalismus selbst in diese Richtung zu marschieren, sei es um die Profite direkt zu sichern, oder um die deutsche Wirtschaft, den deutschen Staat, wie den gesamten EURO-Kapitalismus gegen die USA konkurrenzfähig zu machen. Die Sozialdemokratie war dazu bisher in einem weitaus größeren Maß als die Regierung Kohl in der Lage, sowohl was die Aggressivität ihrer Außenpolitik als auch die Verschlechterung der Bedingungen, unter denen die Ware Arbeitskraft verkauft werden muss, betrifft. III. Agenda 2010 Das Selbstverständnis des deutschen Sozialstaats hat sich seit der Einführung des Arbeitsförderungsgesetzes in den Sechzigern, das bis jetzt die wichtigste Grundlage der Arbeitsmarktsteuerung war, einige Male gewandelt. Vom keynesianistischen Wohlfahrtsstaat schwenkte die Regierung Kohl auf ein Modell des schlanken Staatesein, der vor allem auf Kosteneffizienz und eine Rücknahme der staatlichen Eingriffe bedacht war. Das Schlagwort, mit dem die rot-grüne Regierung angetreten ist, ist das des aktivierenden Sozialstaats. Neben dem Newspeak, der die gesamte Agenda 2010 durchzieht, verbirgt sich darin auch die Kombination von Elementen beider vorhergegangener Modelle: Zum einen geht es darum, die Kosten für Staat und Kapital zu senken - verkauft wird das als Steigerung der Eigenverantwortung der Bürger/innen - zum anderen werden tatsächlich sehr massive Eingriffe in den Arbeitsmarkt vorgenommen. Das ist einer der Gründe, warum eine Etikettierung der gegenwärtigen Politik als Zerschlagung des Sozialstaats den Kern der Sache verfehlt. Es handelt sich nämlich keineswegs um eine neue Auflage eines Laisser-faire Regimes die Regierungsgewalt über die Bedingungen des Verkaufs der Ware Arbeitskraft wird eher ausgedehnt denn eingeschränkt. Der Aspekt des Sozialstaats, der dem Staat Macht über die Subjekte verleiht, soll in jedem Fall beibehalten werden. Agenda 2010ist das Label, unter dem Schröder sein neoliberales Programm zu Beginn der zweiten Regierungsperiode präsentierte. Der kapitalfreundliche Umbau des Sozialstaates begann freilich früher. Die Angriffspunkte lassen sich grob in drei Bereiche teilen: Renten-System, Gesundheitssystem, Arbeitsmarkt und Sozialversicherung. Rente Erste Etappe auf dem Feldzug war das Rentensystem, das als Versicherungssystem unter dem Einfluss demographischer Entwicklung und vor allem dem ständigen Stellenabbau bei der momentanen Verteilungslage unter dem gleichen Finanzierungsproblem leidet wie alle staatlichen Versicherungssysteme: immer weniger Beitragszahler/innen müssen die Leistungen für immer mehr Bezieher/innen finanzieren, und das immer länger. Die Antwort der Regierung in diesem Fall war, ein langfristig angelegtes Verfahren zur Teilprivatisierung der Altersvorsorge. Dem Endprodukt hat sein geistiger Vater Walter Riester den Namen geliehen, seither bekannt als Riester Rente. Konkret ist die Absenkung des Niveaus der Sozialversicherungsrente um 25% bis 2050 geplant. Versicherungsmathematisch bzw. rechtlich funktioniert das so, dass eine fiktive Rendite einer privaten Vorsorge zugrundegelegt wird, um die jährliche Kürzung zu errechnen. Bis 2008 ist für derartige Vorsorge eine Rate von 4% des Nettoeinkommens als Standardaufwendung festgesetzt. Die Renditenerwartung, die willkürlich festgesetzt wurde, liegt bei kontinuierlichen 5,5 % - wohlgemerkt auf 50 Jahre. Der Wahnsinn einer solchen Annahme ist auf den ersten Blick ersichtlich: Ein gar nicht mal so außergewöhnlicher Börsencrash könnte bei entsprechender Anlagestrategie zu Massenaltersarmut führen. In Kombination mit den jetzt vorgenommenen Maßnahmen ergeben sich daraus eine Reihe weiterer Verschlechterungen. Die Kalkulation beruht nämlich außerdem auf der (männlichen) Normalerwerbsbiographie von 45 Jahren kontinuierlicher Beitragsleistung, also genau dem Gegenteil dessen, was die Hartz-Eingriffe in den Arbeitsmarkt forcieren. Aber schon aus dieser Annahme ergibt sich für 2050 ein Durchschnittsrentenniveau knapp über der Sozialhilfe; bei der fortschreitenden Prekarisierung sieht die Sache noch weit katastrophaler aus. Dazu ist zu erwarten, dass das ebenso immer nachdrücklichere Bestehen auf dem Abstandsgebot, das heißt, dass Löhne höher zu sein haben als das Sozialhilfeniveau, dahin führen wird, dass Sozialleistungen weiter abgesenkt werden. Als Übergangsmaßnahmen werden dazu kurzfristige Anreize geschaffen. Nicht so unmittelbar abzusehen ist , ob bei Privatisierungsvorhaben in dieser Größenordnung ein nationaler Kapitalmarkt solche Geldmengen aufnehmen könnte. Denkbar ist, dass solche Renditen stärker im Ausland erwirtschaftet werden müsste, womit der imperialistische Druck verschärft würde. Im Rahmen der Agenda 2010 kamen dazu noch einige kurzfristige Einsparungen. Vorgesehen ist etwa der Einbau einer Nachhaltigkeitsklausel: das heißt, das Gesamtvolumen der ausbezahlten Rente soll an die zu diesem Zeitpunkt eingezahlten Beiträge gekoppelt werden. Gesundheitswesen Bei einer ähnlichen Problemlage im Gesundheitssystem wurde nach Vorgaben einer zweiten Kommission, der wiederum nach ihrem Vorsitzenden benannten Rürup Kommission, eine Reihe von Maßnahmen umgesetzt, die vor allem Leistungskürzungen und die Einführung von Zuzahlungen umfassen, somit auch eine Notwendigkeit für private Vorsorge schaffen bzw. die generelle Unterwerfung von Teilen des Gesundheitssystems unter kapitalistische Verhältnisse, wie etwa die Zulassung von Arzneimittelketten. Zu den wichtigsten Maßnahmen zählen: Bei langer Krankheit zahlen Arbeitnehmer/innen zusätzlich 0,25% ihres Bruttoeinkommens an die Kasse, bei gleichzeitiger Entlastung der Kapitalseite; Streichung von Zahnersatz und Brillen als Versicherungsleistung; nicht rezeptpflichtige Medikamente müssen selber bezahlt werden; Praxisgebühr; Finanzierung versicherungsfremder Leistungen(v.a. Schwangerschaften und Geburten) aus Steuermitteln, dazu Anhebung der Tabaksteuer um einen Euro pro Schachtel, also Massensteuern, also Klassensteuern. Darüber hinaus werden die Kürzungen in den Gesundheitsbudgets die Arbeitsbedingungen drer Beschäftigten und letztlich die Betreuung der Patient/inn/en erheblich verschlechtern. Menschen werden in Bezug auf ihre Gesundheit zu Wirtschaftlichkeit angehalten. Arbeitsmarkt / Arbeitsrecht Für die Arbeitsgesetzgebung relevant sind vor allem jene Maßnahmen, die als Gesetzespakete Hartz I-IVin zwei Etappen, vor und nach der Wahl, beschlossen wurden. Die Maßnahmen beruhen auf den Vorschlägen der Kommission für moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt(so heißen auch die Gesetze offiziell), die unter Vorsitz von VW-Personalchef Peter Hartz von der sozialdemokratischen Regierung eingesetzt wurde. Die Stoßrichtung diser Vorschläge wurde im wesentlichen umgesetzt, mit kosmetischen Zugeständnissen aber auch Verschärfungen. Teilweise betrafen die verschiedenen Pakete dieselben Bereiche. Anzumerken ist vielleicht, dass die jüngste Welle an Protesten vor allem auf Hartz IV zurückzuführen ist, das als letztes der Gesetze verabschiedet wurde und dessen Kern die Zusammenlegung von Arbeitshilfe und Sozialgeld ist. Offiziell sollte die Kommission Vorschläge zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit vorlegen. Tatsächlich setzen auch die meisten der Maßnahmen auf der Ebene der Arbeitslosenversicherung, der Arbeitsämter und der Arbeitsmarktsteuerung an. Begründet wird der resultierende offensichtliche Angriff auf die Erwerbstätigen damit, dass dem Kapital Spielräume geschaffen werden müssen, um Arbeitsplätze schaffen zu können. Kritik an den Maßnahmen verfehlt das wesentliche, wenn sie sich bloß darauf beschränkt, die Kürzung von Leistungen zum Gegenstand zu machen. Allerdings beschränken sich die Maßnahmen keineswegs auf das Feld der Arbeitslosigkeit und mitnichten haben sie deren Beseitigung zum Ziel. Worum es geht, ist nichts anderes als eine groß angelegte Umformung des Arbeitsmarktes nach den Bedürfnissen des Kapitals und, damit verbunden, eine nach eben diesen Gesichtspunkten optimierte Nutzung der Reservearmee. Kurz gefasst: Die Akkumulationsbedingungen werden radikal verbessert. Grob lassen sich dabei zwei Felder der Eingriffe Unterscheiden, zum einen strukturelle Maßnahmen, die vor allem die Verwaltung betreffen, zum anderen die Veränderungen im Bereich der Sozialrechte. Grundzug aller Maßnahmen ist die Forcierung prekärer Arbeitsverhältnisse, und die Entlastung des Kapitals auf Kosten der Lohnabhängigen. Gerade ohnehin benachteiligte Die in Bundesagentur für Arbeit umdesignte Bundesanstalt für Arbeit wird aus dem Weisungsverhältnis mit der Regierung gelöst, statt dessen wird auf ein leistungsorientiertes Kontraktsprinzip umgestellt: Die Agenturen operieren wirtschaftlich eigenständig, sind der Regierung gegenüber jedoch verpflichtet, vereinbarte Ziele zu erreichen. Dieser Druck kann auch bedeuten, dass die Bediensteten der Agenturen leistungsorientiertentlohnt werden, den Druck vor allem zu spüren bekommen werden die Arbeitssuchenden, die nun als Kunden der Agentur definiert werden. Das Kundenverhältnis sieht so aus, dass sie, um überhaupt Ansprüche geltend machen zu können, eine Eingliederungsvereinbarung eingehen müssen, die ihnen bei Androhung drakonischer Strafen eine Menge Pflichten und kaum Rechte beschert. Zunächst gibt es die schon angesprochene tatsächliche Kürzung von Leistungen: Die Bezugsdauer des Arbeitslosengeldes wird verringert, die Arbeitslosenhilfe wird mit dem Sozialgeld zum Arbeitslosengeld II zusammengelegt, wobei sowohl Höhe als auch rechtliche Grundlage sich an letzterem orientieren. Das hat unter anderem zur Folge, dass die de facto Funktion des Sozialgelds als Mindestlohn unterminiert wird. Das Vermögen wird in die Bedürftigkeitsprüfung mit einbezogen. Durch die verstärkte Anrechnung von Partnereinkommen verlieren hunderttausende Frauen jeden Anspruch auf Lohnersatzleistungen, womit sich ihre Abhängigkeit noch weiter verschärft. Die Zumutbarkeitsgrenzen werden gesenkt, damit können Menschen sowohl zum Ortswechsel als auch in Teilzeitarbeitsverhältnisse und solche, deren Lohnniveau unter dem des Arbeitslosengeldes liegt, gezwungen werden. Unter Bezug des Arbeitslosengeldes II wird jede Arbeit zumutbar. Außerdem können die Bezieher zu gemeinnütziger Arbeit gegen eine Mehraufwandsgebühr von 1-2 ¬ gezwungen werden. Gegenüber der Agentur sind die Kundenbeweispflichtig, das Amt darf soziale Daten erheben und speichern, eingeschlossen denen der Familienmitglieder. Asylwerber verlieren alle Ansprüche und müssen mit den kärglichen Leistungen des Asylbewerberleistungsgesetzes auskommen. In verschiedenen arbeitsrechtlichen Eingriffen werden neue Möglichkeiten prekärer Beschäftigungsverhältnisse geschaffen, der Kündigungsschutz wird gelockert, die Betriebsgröße, ab der er wirksam wird, wird verdoppelt. Und schließlich werden die Verpflichtungen des Arbeitgebers bei Maßnahmen zur Vermeidung von oder nach Entlassungen massiv verringert. Alles in allem lässt sich zusammenfassen: Der Zugriff des Staates auf das arbeitssuchende Subjekt wird drastisch erhöht, zahlreiche Mittel der Kontrolle und Einschüchterung geschaffen, der Arbeitsmarkt wird in Richtung prekärer Arbeitsverhältnisse flexibilisiert, das Kapital wird von Lasten befreit und Leistungen werden gekürzt. IV. Perspektive? Die entscheidende Frage für die längerfristige Perspektive eines Widerstandes gegen die Angriffe auf die Lohnabhängigen liegt nicht bloß in seiner Breite und Intensität sondern letztlich vor allem darin ob es ihm gelingt den realen Wahn des Kapitalverhältnisses zu erkennen und die Mechanismen des Systems selbst in Frage zu stellen So ließe sich denn Arbeitslosigkeit leicht ausbuchstabieren als das Problem, dass beim gegenwärtigen Stand der Produktivkräfte so viel mit so wenig Arbeitskraft erzeugt wird, dass für einen relevanten Teil der Menschheit nichts zu tun übrig bleibt. Was eigentlich eine mehr als erfreuliche Entwicklung wäre, dass nämlich weniger gearbeitet werden muss, gilt freilich nicht unter dem eisernen Gesetz der Profitmaximierung. Und so kommt es, dass jene Fraktion der Gesellschaft, die gemeinhin als Intelligenz bezeichnet wird, und sich vor allem dadurch auszeichnet, dass sie zwanzig bis fünfundzwanzig Jahre ihres Lebens damit verbracht hat, vorgeblich denken zu lernen, nun eine Lösung präsentiert, die darin besteht dass mehr gearbeitet werden muss und zwar für weniger Geld, und weiters aus dem Recht auf Arbeit eine Pflicht zu werden hat. Nicht zuletzt tritt hier das Wesen des Staates als Gewaltverhältnis deutlich hervor. Nicht vom besseren Funktionieren des Staates ist also ein Ausweg zu erwarten, sondern von seiner Zerschlagung. Sebastian Kopp (AGM-Betrieb) Weitere AGM-Texte unter: www.agmarxismus.net ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< SOLIDARITÄT WELTWEIT ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 12 [gipfelsoli] Genua gipfelsoli-l at lists.nadir.org ================================================== Gipfelinfo - Meldungen über globalisierte Solidarität und die Proteste gegen unsolidarische Globalisierung -------------------------------------------------------------------------- InchiostroG8: der G8 in Tinte Dieses Projekt soll ein Ort sein, um uns das, was während und nach dem G8 im Juli 2001 geschah, in die Erinnerung zurückzuholen und zu behandeln. Eine Entschuldigung um zu erzählen, was wir gesehen, gedacht und gehört haben. Die Erinnerung ist ein kollektives Räderwerk: lassen wir es arbeiten! L'Inchiostro del G8 - der G8 in Tinte Der G8 in Genua: geschrieben, gesprochen, erzählt Genua im Juli 2001: dreihunderttausend Personen gingen auf die Strasse und demonstrierten gegen den G8. Während dreier Tage wurde die ligurische Hauptstadt zum Schauplatz eines kollektiven Traums: "Eine andere Welt ist möglich" lautete der Slogan, der verschiedene Ideologien und individuelle Ansichten vereint. Der Mord an Carlo Giuliano sowie die Gewalt in den Kasernen, in den Krankenhäusern und in den Strassen stellten eine andere Seite von Genua ins Rampenlicht: die eines kollektiver Alptraums, der nur schwer zu verdauen ist. Indymedia Italien, ein Netzwerk für unhabhängige Kommunikation, lanciert nun, nach drei Jahren, ein Projekt um Zeichen, Spuren und Erinnerungen rund um den G8 in Genua zu sammeln. Dieses Projekt soll ein Ort sein, um uns das, was während und nach dem G8 im Juli 2001 geschah, in die Erinnerung zurückzuholen und zu behandeln. Eine Entschuldigung um zu erzählen, was wir gesehen, gedacht und gehört haben. Literatur und Kunst, durch einen Füller, eine Tastatur, ein Farbstift entstanden, Radioaufnahmen und Zeitungsausgaben, Webseiten und Videos, Lieder und Comics. Tagebücher und Novellen, Romane und Wahne. Ich-Erzählungen, Teile des Lebens und der Bewegung, persönliche Bilder, Erinnerungsfragmente vom Traum oder Alptraum G8 in Genua. Die Erinnerung ist ein kollektives Räderwerk: lassen wir es arbeiten! Das gesammelte multimediale Material des Projektes "Inchiostro del G8 - der G8 in Tinte" wird wie Dokumentations- und Zeugnismaterial organisiert, publiziert und behandelt werden. Wählt selbst, wie ihr uns eure Beiträge senden wollt: :: via e-mail: inchiesta-g8 at indymedia.org :: mit der Post: Inchiostro G8 c/o Genoa Legal Forum Via San Luca 15/7 I-16124 Genova Italien :: Texte, Audios, Photos und Videos dürfen ruhig auch auf dem Newswire von Indymedia Italia gepostet werden (erinnert euch, die Kategorie "Genova" zu klicken): http://italy.indymedia.org/publish.php Indymedia Italien nimmt am Projekt "SupportoG8" teil: "SupportoG8" - UnterstützungG8 - ist ein Projekt, das von Indymedia Italien lanciert wurde. "SupportoG8" ist ein Netzwerk von Personen, die fortlaufend die Gerichtsprozesse betreffend den G8 in Genua verfolgen: Gerichtsprozesse gegen DemonstrantInnen, sowie Prozesse gegen einige Polizeikräfte, "Ordnungshüter", die während des G8 ihre Macht missbraucht haben, andere Personen quält und zusammengeschlagen haben. "SupportoG8" - UnterstützungG8 - protokolliert Gerichtsverhandlungen und verwandelt sie in klare, übersichtliche Zusammenfassungen, veröffentlicht und übersetzt sie. "SupportoG8" lanciert neue Projekte, Kampagnen, Informations- Initiativen und Spendenaktionen."SupportoG8" unterstützt das Genova Legal Forum, die Anwälte und Anwältinnen, die ihrerseits die angeklagten DemonstrantInnen verteidigen sowie PrivatklägerInnen vertreten. "SupportoG8" trägt zur Analisierung und Archivierung von audio-, visuellen und schriftlichen Materialien bei. Material, das als Zeuge der Geschichte jener Tage in Genua fungiert - für die gerichtlichen Prozesse sowie zur kollektiven Erinnerung. Mehr Informationen über dieses Projekt unter: http://italy.indymedia.org/controinchiesta.php e-Mail:: inchiesta-g8 at indymedia.org · Homepage:: http://italy.indymedia.org/ controinchiesta.php · [von imc italia - 25.11.2004 09:17] -------------------------------------------------------------------------- gipfelsoli infogruppe Die AutorInnen der Beiträge, so sie nicht von uns verfasst sind, sind mit eckigen Klammern versehen. Wir können leider keine Verantwortung für die Richtigkeit der Beiträge übernehmen. Auch geben die Beiträge nicht zwangsläufig unsere Meinung wieder. Kontakt, Kritik, Beiträge: gipfelsoli at nadir.org gipfelsoli mailinglist subscribe - unsubscribe https://lists.nadir.org/cgi-bin/mailman/listinfo/gipfelsoli-l -------------------------------------------------------------------------- ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< LINKS / VERWEISE / HINWEISE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 13 kanalB sonderseite zum EKH verkauf Flo (kanalB) ================================================== hi, unter http://austria.kanalb.org/topic.php?clipId0 haben wir ein thema zur berichterstattung rund um den verkauf des EKH eingerichtet. lg, flo ---------------------------- web: http://kanalB.at pgpkey: http://kanalB.at/flo_kanalB.asc fingerprint: 63F7 0F87 D8BD B54F 0C88 98BD 1592 D17B D246 4A5D ================================================== 14 Neues von der Arbeiterfotografie arbeiterfotografie at t-online.de (arbeiterfotografie) ================================================== Liebe Freundinnen und Freunde, neu auf der Sonderseite "Kein Krieg!" in der Rubrik 'Krieg und Medien': * Wie gerufen: 'Bin Laden' greift in die US-Wahlkampf-Show ein Über das Bin-Laden-Wahlkampf-Video, das von El Dschasira am 29.10.2004 ausgestrahlt wurde (siehe auch unten in dieser eMail) http://www.arbeiterfotografie.com/galerie/kein-krieg/hintergrund/index-feind-10.html neu auf der Sonderseite "Kein Krieg!" in der Rubrik 'Kriegsschauplatz Irak': * Die neuen Nazis marschieren Ein Schrei des Entsetzens - von Andreas Vogel, November 2004 http://www.arbeiterfotografie.com/galerie/kein-krieg/hintergrund/index-irak-1.html neu auf der Sonderseite "Kein Krieg!" in der Rubrik 'Analyse der Situation')': * Operation Holland gelungen Anmerkungen zur Installation eines Feindbildes - von Andreas Vogel, 17.11.2004 http://www.arbeiterfotografie.com/galerie/kein-krieg/hintergrund/index-artikel-2.html neu auf der Sonderseite "Kein Krieg!" in der Rubrik 'Rezensionen': * Agentur VII auf der Photokina, Köln 2004 Einblicke in die Funktionsweise der Machtapparate - Eine Betrachtung zur Ausstellung über die Kriegsberichterstattung der Agentur VII im Rahmen der 'Visual Gallery' http://www.arbeiterfotografie.com/galerie/kein-krieg/hintergrund/index-rezension-8.html neu auf der Sonderseite "Aus der Welt der Medien": * Brave New World oder So funktioniert das 4. Reich Betrachtungen von Werner Schlegel vom 11.11.2004 http://www.arbeiterfotografie.com/medien/2004-11-11-werner-schlegel-new-brave-world.html neu auf der Sonderseite "Sozialraub": * Bildserien 'Ich-AG', 'Armes Deutschland', 'Öffentliche Kommunikation', 'Obdachlos' und neue Bild-Kommentare zu Hartz IV http://www.arbeiterfotografie.com/sozialraub/bild-kommentare.html ansonsten neu auf der Sonderseite "Sozialraub": * Ausstellung 'Rettet den Reichtum' Die Politik des globalen Kapitals und der Widerstand dagegen (Detailierte Angaben siehe auch weiter unten in dieser eMail) * Kongress 'Die Medien und der globale Krieg nach innen und außen' mit Ellen Diederich, Andreas Neumann, Werner Rügemer, Peter Wahl, Gerhard Wisnewski Anneliese Fikentscher (Moderation) (Detailierte Angaben siehe auch weiter unten in dieser eMail) * Den Reichtum den Reichen? Über den 'alternativlosen' Umbau der Gesellschaft und die wenigen Stimmen dagegen, 18.11.2004 http://www.arbeiterfotografie.com/sozialraub und es gibt folgende neue Reportagen: * 'Gemeinsam gegen Sozialraub, Agenda 2010 und Hartz IV! ' - Demonstration vor der Bundesagentur für Arbeit Nürnberg, 6.11.2004 * 'Jetzt wird es ernst - der Flughafen rückt noch näher' - Kundgebung gegen den geplanten Flughafenausbau Frankfurt, 5.11.2004 * Protest gegen unbezahlte Arbeit bei den VAG-Betrieben des Schmidt+Koch Konzerns Bremerhaven, 22.10.2004 * 'Opel Bochum muß leben' - Protest gegen die geplanten Massenentlassungen bei Opel Bochum/Rüsselsheim, 19.10.2004 * Protest gegen die geplanten Massenentlassungen bei Opel Bochum, 16.10.2004 * 'Kalk stellt sich quer' - Nazi-Aufmarsch und der Protest dagegen Köln, 16.10.2004 (in 2 Teilen) * Aktionstag 'SSK bleibt' - Protest der Sozialistischen Selbsthilfe Köln gegen den Verkauf ihres Hauses Köln, 13.10.2004 * 55. Jahrestag der Gründung der DDR - Festveranstaltung der Gesellschaft für Bürgerrecht und Menschenwürde Berlin, 7.10.2004 * Bundesweiter Protest gegen Hartz IV Berlin, 2./3.10.2004 sowie diverse Reportagen von den Montagsdemonstrationen in verschiedenen Städten. Diese und weitere Reportage sind zu finden unter: http://www.arbeiterfotografie.com/reportage Weitere Reportagen in Vorbereitung. Hintergrundinformation über das rote i rechts über den Bildern Die Bilder können für nicht kommerzielle Zwecke (je nach Etat) auch kostenlos verwendet werden, für Flugblätter, Zeitungen, Internet,... (bei Autorenangabe 'arbeiterfotografie.com' und Mitteilung über die Verwendung bzw. Zusendung eines Belegexemplars). Mit besten Grüßen Anneliese Fikentscher und Andreas Neumann ------------------------------------------------------------------------ Ausstellung Rettet den Reichtum - Die Politik des globalen Kapitals und der Widerstand dagegen Ausstellung des Bundesverbands Arbeiterfotografie in Zusammenarbeit mit ver.di Berlin-Brandenburg, Bereich Medien Fast zeitgleich mit dem Inkrafttreten der so genannten Hartz-IV-Gesetzgebung, einer Zäsur beim Umbau unseres Staates, betreiben über 20 FotografInnen und BildkünstlerInnen aus dem Verband Arbeiterfotografie und darüber hinaus die Suche nach dem verschwundenen Reichtum, zeigen und analysieren die Situation, streifen dabei lokale wie globale Aspekte. Sie tun dies mit unterschiedlichen Mitteln, mit Einzelfotos, Serien, Reportagen, Collagen und Montagen, in der Absicht mit ihren Arbeiten einen Beitrag zum Widerstand zu leisten - gegen die Politik des globalen Kapitals, die mit der Hartz-IV-Gesetzgebung eine neue Ebene der Eskalation erreicht hat. Ort: Mediengalerie, Haus der Buchdrucker, Dudenstraße 10, 10965 Berlin-Kreuzberg (U-Bahnhof: Platz der Luftbrücke, Bus-Linien 119, 104) Eröffnung: Freitag, 7.1.2005 20 Uhr * Begrüßung Mediengalerie: Constanze Lindemann (ver.di Berlin-Brandenburg, Bereich Medien) * Einführung Arbeiterfotografie: Dietmar Treber (Verbandsvorsitzender) * Ernennung von Gabriele Senft sowie Monica und Walter Heilig zu Ehrenmitgliedern der Arbeiterfotografie * Saxophon: Claudia Hofbauer und Gabi Hoffmann Ausstellungsdauer: 8.1. bis 6.2.2005 Öffnungszeiten: Mo-Do 12-19 Uhr und nach Vereinbarung siehe auch: http://www.arbeiterfotografie.com/sozialraub/rettet-den-reichtum.html ------------------------------------------------------------------------ Kongress Die Medien und der globale Krieg nach innen und außen Veranstaltung des Bundesverbands Arbeiterfotografie in Zusammenarbeit mit der Mediengalerie und ver.di Fachbereich Medien, Kunst und Industrie, Berlin-Brandenburg im Rahmen der Ausstellung 'Rettet den Reichtum' Die Veranstaltung umfaßt mehrere Vorträge und eine Podiumsdiskussion mit Referenten und Teilnehmern aus dem Bereich Medien, Gewerkschaft, Wirtschafts- und Politikwissenschaft. Es geht um die Rolle der Medien in der neoliberalen Politik mit ihrer Umverteilung im Innern sowie ihren Kriegen nach außen und die Möglichkeiten einer Gegenöffentlichkeit insbesondere mit visuellen Mitteln - anknüpfend an die Äußerung der indischen Schriftstellerin Arundhati Roy auf dem 4. Weltsozialforum in Mumbai, 16. Januar 2004: "Natürlich wird jeder Krieg des Imperiums zum gerechten Krieg erklärt. Das hängt zum großen Teil von der Rolle der Medienkonzerne ab. Es ist wichtig zu verstehen, daß Medienkonzerne nicht lediglich das neoliberale Projekt unterstützen. Sie sind das neoliberale Projekt." Ort: Mediengalerie, Haus der Buchdrucker, Dudenstraße 10, 10965 Berlin-Kreuzberg (U-Bahnhof: Platz der Luftbrücke, Bus-Linien 119, 104) Termin: Sonntag, 9.1.2005, 15 bis 21 Uhr Begrüßung: Roland Tremper (Geschäftsführer ver.di Bezirk Berlin) Moderation: Anneliese Fikentscher (Arbeiterfotografie) Beteiligte Referenten und Diskussionsteilnehmer: * Ellen Diederich, Oberhausen (Frauenfriedensarchiv Fasia Jansen) * Andreas Neumann, Köln (Arbeiterfotografie) * Dr. Werner Rügemer, Köln (Philosoph und Publizist, Autor/Herausgeber der Bücher Arm-Reich, Colonia Corrupta, Die Berater) * Peter Wahl, Berlin (Mitglied im Bundessprecherrat von attac) * Gerhard Wisnewski, München (Journalist und Politologe, Autor von Büchern zum 11. September 2001) Vorträge (ab 15 Uhr): * Reichtum: die Fähigkeit abzuschöpfen Werner Rügemer über die Verteilung von Armut und Reichtum - und die Rolle der Medien dabei * Das neoliberale Projekt Ellen Diederich über den Zusammenhang von Privatisierung und Krieg - und die Rolle der Medien dabei * Ist eine andere Welt möglich? Peter Wahl über die weltweite Bewegung gegen die kapitalistische Globalisierung - und die Rolle der Medien dabei Podiumsdiskussion (ab ca. 18.30 Uhr): Die Medien und der globale Krieg nach innen und außen mit Ellen Diederich, Andreas Neumann, Werner Rügemer, Peter Wahl, Gerhard Wisnewski und Anneliese Fikentscher (Moderation) siehe auch: http://www.arbeiterfotografie.com/sozialraub/rettet-den-reichtum.html ------------------------------------------------------------------------ Wie gerufen: 'Bin Laden' greift in die US-Wahlkampf-Show ein Über das Bin-Laden-Wahlkampf-Video, das von El Dschasira am 29.10.2004 ausgestrahlt wurde Die Zeitplanung stimmt. Vier Tage vor den US- Präsidentschaftswahlen wird ein Video in Umlauf gebracht, das eine Person zeigt, die Bin Laden genannt wird, und es ist eine Stimme zu hören, die der gleichen Person zugeordnet wird. So wird das Video Bestandteil der Wahlkampf-Show mit durchaus bemerkenswertem Öffentlichkeitswert ... ... das Feindbild ist ein weiteres Mal gefestigt. Der 'Krieg gegen den Terror', wie der weltweite Eroberungsfeldzug genannt wird, kann weiter gehen. Um mit den Worten des US-amerikanischen Schriftstellers Gore Vidal zu sprechen: Die zwei rechten Flügel des vom US-Kapital gesteuerten Einparteiensystems, die 'Demokraten' mit Kerry und die 'Republikaner' mit Bush als Verlautbarungsorgan, erhalten Gelegenheit, sich in ihrem Willen zum Krieg gegenseitig zu überbieten und so ein weiteres Mal den Krieg als Notwendigkeit in die Köpfe der Menschen zu hämmern. Mehr unter: http://www.arbeiterfotografie.com/galerie/kein-krieg/hintergrund/index-feind-10.html ------------------------------------------------------------------------ Arbeiterfotografie - Forum für Engagierte Fotografie Anneliese Fikentscher Andreas Neumann Merheimer Str. 107 D-50733 Köln Tel: 0221/727 999 Fax: 0221/732 55 88 eMail: arbeiterfotografie at t-online.de Web: www.arbeiterfotografie.com ------------------------------------------------------------------------ ================================================ C) TERMINE ================================================ ======================== Freitag http://www.mund.at/butt/Termine/November/2611.htm Samstag http://www.mund.at/butt/Termine/November/2711.htm Donnerstag http://mund.at/butt/Termine/November/2811.htm ======================== ================================================ D) EDITORIAL ================================================ Für den Inhalt verantwortlich: Ihr. E-Mail-Adresse für Beiträge: widerstand at no-racism.net geschickt. widerst at nd MUND und alle Termine täglich aktualisiert im Web: http://www.no-racism.net/MUND Ziel von MUND (medienunabhängiger Nachrichtendienst) ist die unzensurierte und möglichst rasche Information über gesellschafts- politisch relevante Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu Widerstand und Antirassismus sowie verwandte Themen. sollen einen Titel, Namen und Emailadresse der/des AutorIn enthalten und möglichst kurz und prägnant gehalten sein, ev. mit Hinweis, wo weitere Informationen eingeholt werden können. Bitte keine Attachments! Die inhaltliche und sachliche Verantwortung liegt bei der/dem jeweiligen AutorIn bzw. jenen, die uns die Beiträge schicken. Der MUND wird von einzelnen TagesredakteurInnen zusammengestellt. Da Fehler nicht ausgeschlossen sind, bitten wir, nicht veröffentlichte Beiträge nochmals an widerstand at no-racism.net zu senden. Die Weiterleitung (auch auszugsweise) ist erwünscht. Beiträge mit rassistischen oder sexistischen Inhalten werden nicht veröffentlicht. Sehr persönliche Meldungen werden wir an den betreffenden Adressaten weiterleiten, aber nicht im MUND veröffentlichen. Die bisherigen Ausgaben sind unter http://www.no-racism.net/MUND archiviert. Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage: * Wann: Sonntag, 11.11.2001, 11:11 Uhr * * Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" * * Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf * * Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie. Aber kurz und prägnant.* Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch stillschweigend Zensur zu üben. Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die Nichtaufnahme geliefert. (Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.) Die AbsenderInnen der betroffenen Beiträge werden hiervon informiert. Im Sinne einer "gläsernen Zensur" könnt ihr Euch die Beiträge gerne extra schicken lassen: Ein kurzes Mail an widerstand at no-racism.net genügt. ================================================ E) VERTEILERLISTE ================================================ Zur Eintragung in diesen Verteiler bitte direkt subskribieren unter http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/analle oder von der einzutragenden Adresse aus ein mail schicken an: admin at no-racism.net mit folgendem Text: subscribe no-racism Bitte wegen Automatisierung diesen Wortlaut verwenden! Zur Austragung aus dieser Liste bitte an aus Einsendungen an zusammengestellt. Bitte keine Attachments! (werden nicht angenommen) Für diese Ausgabe nicht aufgenommen: Veraltete Terminankündigungen Zwei m.E. nicht widerstandsrelevante Beiträge zurückgestellt Veraltete Terminankündigungen Redaktionsschluss für diese Ausgabe: 20:00 Uhr III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III widerst at nd-MUND is powered by http://alt.strg.at/ From analle at no-racism.net Mon Nov 29 11:01:20 2004 From: analle at no-racism.net (analle at no-racism.net) Date: Mon, 29 Nov 2004 11:01:20 +0100 Subject: widerst@nd MUND: Montag, 29.11.2004 Message-ID: widerst at nd MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst www.no-racism.net/mund Montag, 29.11.2004 ================================================ A) INHALT ================================================ >><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< > AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN >><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< > ================================================== 01 buch.präsentation.einladung. von: grundrisse at gmx.net ================================================== 02 Antirassistische Kundgebung zum Marcus Omofuma von: info at gajwien.at ================================================== 03 KUNST * MACHT * POLITIK von: peter.horn at gruene.at ================================================== 04 Depot-Programm: die Woche ab 29. November von: depot-news at mailman.sil.at ================================================== 05 Venezuel-Info.net Newsletter - Jetzt mit noch mehr Umlauten! ; -) von: office at venezuela-info.net ================================================== 06 Militarismus & Flüchtlingsabwehr - Diskussion Mo, 29.11. von: Christian.Mokricky at umweltberatung.at ================================================== 07 Buchpräsentation: Irak - Von der Republik der Angst zur bürgerlichen Demokratie? von: wadi_wien at hotmail.com ================================================== 08 ASt - Marxismus 2004 von: ast-lfi at utanet.at ================================================== 09 Studientag der Friedensdekade von: stadtteilzentrum at simmeringonline.at ================================================== >><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< > MELDUNGEN UND KOMMENTARE >><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< > <> ================================================== 10 Theaterreform genderspezifisch von: office at kosmostheater.at ================================================== 11 Newsletter 27. 11. `04 von: ekhaus at med-user.net ================================================== <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< SOLIDARITÄT WELTWEIT >><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< > ================================================== 12 Solidarität mit den koreanischen Zwangsprostituierten von: LesbenFrauenNachrichten at gmx.at ================================================== 13 Genua/ Bolzaneto -- G8 2005 Gleneagles/ Potsdam von: gipfelsoli-l at lists.nadir.org ================================================== 14 Fax kampagne; 29.11.2004 - dezentraler Aktionstag für Akubuo Chukwudi von: voice_mail at emdash.org ================================================== >><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< > LINKS / VERWEISE / HINWEISE >><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< > ================================================== 15 [SOSMM - Info] Bock auf Falsche Zahlen, Moment Strassensammlung! von: phs at sos-mitmensch.at ================================================== 16 Presseausgabe Glocalist>>Wahl zur NGO des Jahres 2004:Verein RAINBOWS Sieger von: office at glocalist-review.com ================================================== 17 new eipcp-publication: Regional Strategies. On Spatial Aspects of European Cultural Policy von: contact at eipcp.net ================================================== ================================================ B) TEXTE ================================================ >><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< > AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN >><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< > ================================================== 01 buch.präsentation.einladung. von: grundrisse at gmx.net ================================================== liebe leserInnen, liebe interessierte, am Dienstag, 30.11.2004, wird ab 20 Uhr in der Wiener Fluc-Mensa (Wien-Praterstern, details: http://www.fluc.at/contact.htm) die Buchpräsentation von Robert Foltins "Und wir bewegen uns doch. Soziale Bewegungen in Österreich" (nähere infos unter www.grundrisse.net) über die Bühne gehen. Neben einer literarischen Darbietung des Autors zum viel versprechenden Themenkomplex "Widerstand der Körper & kulturelle Revolten in der Kontrollgesellschaft" wird es außerdem noch Kurzfilme des Avantgardefilmemachers Ernst Schmidt Jr. zu sehen geben, zu hören und zu tanzen danach auch genug. Es verbürgen hinter den Pulten: Alfa y Romea, Club Socialismo Tropical, disCobbedienti, Foxxxy, icz, MadED. Alsdann: die Nummer 1 der "edition grundrisse" feiern! Strömt zu Hauf!! eure grundrisse-redaktion ps: wer diesen newsletter nicht mehr mag -> kurzes mail. ================================================== 02 Antirassistische Kundgebung zum Marcus Omofuma von: info at gajwien.at ================================================== Die Grünalternative Jugend Wien veranstaltet am 30.11.04 um 15:00 Uhr eine Kundgebung, Ecke Mariahilferstraße- Museumsquartier 1070 Wien gegen Rassismus vor dem Marcus Omofuma Denkmal. Seit einem Jahr steht der Gedenkstein, der an den im Zuge seiner Abschiebung brutal zu Tode gebrachten Marcus Omofuma erinnert, vor dem Museumsquartier in Wien. Während dieses Jahres wurde er wiederholt rassistisch angegriffen und beschädigt. Zeichen wie KKK (Ku-Klux- Klan) wurden mit weißem Lack auf den Stein geschrieben, die Informationstafel mehrmals zerstört und zuletzt sogar mit Teer übergossen. Auch die temporäre Verhüllung, eine gemeinsame Aktion der Grünalternativen Jugend Wien mit der Bildhauerin Ulrike Truger, wurde zig-mal beschädigt bzw. zerstört. Aber nicht nur der Stein ist Opfer, rassistische Schmierereien im öffentliche Raum gehören leider längst zum Stadtbild. Hikmet Kayahan, Leiter des Vereins ZARA, Beratungsstelle für Opfer & ZeugInnen von Rassismus wird zu diesem Thema sprechen. Rassistische Beschmierungen im öffentlichen Raum werden massenweise bei ZARA gemeldet. Sie stellen eine Bedrohung dar, schaffen ein Klima der Gewalt, der Angst und dürfen nicht toleriert werden. Auch die "Asylpolitik" hat sich (nicht nur im letzten Jahr) wieder drastisch verschärft. Die Politik der Angst, die von der FPÖ seit Jahren benutzt wird um Stimmen zu bekommen, wird von ÖVP Minister Strasser übernommen und in die Tat umgesetzt. Nicht einmal wenn Gesetze vom Verfassungsgerichtshof aufgehoben werden, hat das Innenministerium Einsicht. Nein, schnell bastelt sich der Innenminister ein anderes restriktives Gesetz. Über die nicht vorhandene "Asylpolitik" Österreichs und die skandalösen Abschiebegesetze wird ein Vertreter von Asyl in Not referieren. Bei der Veranstaltung vor dem erneut geputzten Marcus Omofuma Denkmal, Ecke Mariahilferstraße- Museumsquartier 1070 Wien, am 30.11. um 15.00 werden VertreterInnen von ZARA, Asyl in Not, sowie der Schriftsteller Charles Ofuedo, die Nationalratsabgeordnete Terezija Stoisits und Madeleine Reiser, Bezirksvorsteher-Stellvertreterin im 7ten Bezirk, sprechen. ================================================== 03 KUNST * MACHT * POLITIK von: peter.horn at gruene.at ================================================== KUNST * MACHT * POLITIK Auftakt zur einer Dialogreihe der Grünen Leopoldstadt, diesmal mit: .... Martina Wäfler, Expertin für Kunst und Stadt(teil)entwicklung und .... Wolfgang Zinggl, NRabg. & Kultursprecher der Grünen Mittwoch, 1. Dezember, 19 Uhr GALERIE VOR ORT, 1020 Wien Wohlmutstrasse 14 19.00 Uhr: Kurzfilme von MACHFELD [aka Sabine Maier & Michael Mastrototaro] Dog Man, Video, Österreich 2000, Länge: 2 Min 18 Sec. Flieg nicht rückwerts, Video, Österreich 2002, Länge: 1 Min 19 Sec. In Zeiten wie diesen, Video, Österreich, Länge: 9 Min 13 Sec. Kupele Central, 16mm Film/Video, Österreich/Slowakei 2004, Länge: 3 Min 36 Sec. Ab 19.20: Diskussion Livevideostream by MACHFELD/Studio (www.machfeld.net/studio/vorort.html) *************************************************************************** Jede Diskussion über die Begriffe Kunst und Kultur kann nur ein Versuch einer Annäherung sein. Jede Definition dieser Begriffe durch die Politik / die PolitikerInnen ist schon eine Grenzziehung, ein Ausschließen des Anderen, ein Abgrenzen. Und jede Form der Abgrenzung im künstlerischen und kulturellen Kontext hat mitunter Funktionen, die mehr mit Herrschafts- und Machtverhältnissen zu tun haben können denn mit einem möglichen Verständnis von Kunst und Kultur, das diese als freie, unbändige und subversive Ausdrucksformen sieht. **************************************************************************** "Es gibt Wertungen in der Kultur, die uns so eingebrannt sind, dass kaum jemand darüber nachdenkt und die unsere generellen Einstellungen doch ordentlich mit bestimmen. Wieso ehren wir zum Beispiel ständig Individuen als Kulturträger und nicht Gruppen, wieso werden abgeschlossene Werke geachtet, nicht aber die Prozesse oder die dahinter liegenden Ideen? Ich wünsche mir eine Akzentverschiebung. Eine Bewertung der Kulturnation nicht von den ästhetischen Leuchttürmen herunter, sondern von den ökonomischen Rändern aus. Von sozialer Ausgrenzung Bedrohte sind die schwächsten Glieder unserer Gesellschaft und an ihrer Befindlichkeit misst sich in Wahrheit die Kultur eines Landes. Kulturelles Kapital wird zwar heute gerne in ökonomisches verwandelt. Es könnte aber genauso gut auch in soziales getauscht werden." Wolfgang Zinggl ================================================== 04 Depot-Programm: die Woche ab 29. November von: depot-news at mailman.sil.at ================================================== Montag, 29. November, 19.00 Kunstausbildung Vorstellung alternativer Modelle Teil II Im zweiten Teil der Veranstaltung um das Dauerthema Reformen an österreichischen Kunstuniversitäten werden zwei Modelle vorgestellt, die Alternativen zum traditionellen Lehrbetrieb darstellen. An der wiener kunst schule, einer Aus- und Weiterbildungsstätte für bildende und angewandte Kunst, werden alle aufgenommen, die sich rechtzeitig anmelden - der fragwürdigen Beurteilung künstlerischer Begabung, wie an den Kunstuniversitäten üblich, müssen sich die Studienbeginner hier nicht unterziehen. Die Internationale Sommerakademie in Salzburg wiederum ist mit ihrem Zusammentreffen von Lehrenden und Studierenden für eine kurze, aber intensive Periode des Kunstschaffens ein Gegenmodell zur staatlichen Ausbildung mit ihrem trägen Lehrkörper. Wären gute Alternativen nicht ein Grund, über radikale Reformen nachzudenken? Andrea Hubin, wiener kunst schule Barbara Wally, Direktorin der Sommerakademie für Bildende Kunst, Salzburg im Gespräch mit Eva Blimlinger, Universität für angewandte Kunst Dienstag, 30. November, 19.00 Wie könnte Bezirkskultur sein? Bei der Bestandsaufnahme im Juni wurde ausführlich darüber gesprochen, was Bezirkskultur eigentlich ist, wie unterschiedlich die dafür zuständigen Kommissionsvorsitzenden ihre Aufgaben definieren und wie unterschiedlich die Höhe der Budgets je nach Bezirk ist. Dabei hat sich herausgestellt, dass die Qualität einer Bezirkskultur vor allem von den eingereichten Vorschlägen abhängt. In einer zweiten Runde im Oktober stellten drei Kunst- und Kulturschaffende ihre Konzepte zur Verwendung der Bezirkskulturgelder vor, diese Diskussion wird nun mit weiteren Projektvorschlägen fortgesetzt. Sicher ist für die gewählten BezirksvertreterInnen im Publikum noch einmal die eine oder andere Anregung dabei. Monika Piesch, Konzept zur Belebung urbanen Freiraums Ula Schneider und Birgit Brodner, Soho in Ottakring Uschi und Dieter Schreiber, Aktionsradius Augarten Moderation: Christoph Widauer, Kulturvermittler Mittwoch, 1. Dezember, 19.00 Frucade oder Eierlikör Vor zehn Jahren, am 26. November 1994, war alles besser. Statt der müden TV-Talkshow mit Barbara Karlich zu Hause vor dem Fernsehgerät, gab es - spät abends und live im Globusverlag - die erste Nette Leit Show mit Hermes Phettberg. Es folgten 23 weitere Shows mit insgesamt 72 so unterschiedlichen Gästen wie Valie Export, Edith Klinger, Hermann Nitsch, Manfred Deix oder Marcel Prawy. Und jetzt, nach zehn Jahren, gibt es ein Gipfeltreffen zwischen Hermes Phettberg und dem Regisseur Kurt Palm. Zur Einstimmung werden Ausschnitte und Highlights aus vergangenen Tagen gezeigt. Wie beurteilen die beiden die Show im Rückblick, warum gibt es kein Comeback, wäre Ähnliches heute möglich? Kurt Palm, Regisseur und Erfinder der Show Hermes Phettberg, Künstler Moderation: Wolfgang Kralicek, Kulturredakteur, Falter Donnerstag, 2. Dezember, 19.00 Einst YU jetzt EU Europäische Kultur in Nachbarländern Slowenien, schon zu Titos Zeiten die wohlhabendste Republik im damaligen Jugoslawien, gilt als Musterschüler der neuen EUBeitrittsländer. Rastko Mo_nik, Kultursoziologe, Philosoph und Kämpfer für die Festigung der BürgerInnengesellschaft, hat sich nicht nur als linker EU-Kritiker international einen Namen gemacht. Er gehört auch zu der wenig beliebten Minderheit in Slowenien, die der Abspaltung seines Heimatlandes von Jugoslawien kritisch gegenüberstand: Slowenien habe sich in Jugoslawien auf der Gewinnerseite befunden, während es in der EU auf die Verliererstraße geraten werde - so seine Warnung vor dem EU-Beitritt. Wie sieht er die Lage heute, ein halbes Jahr nach dem EU-Beitritt Sloweniens? Rastko Mocnik, Professor für Philosophie an der Universität Ljubljana -- Depot Breite Gasse 3 A-1070 Wien +431 522 76 13 www.depot.or.at ================================================== 05 Venezuel-Info.net Newsletter - Jetzt mit noch mehr Umlauten! ; -) von: office at venezuela-info.net ================================================== http://www.venezuela-info.net -------------------------------------------------------------- ***** SEMINAR ***** -------------------------------------------------------------- Veranstaltungsreihe in der VHS Favoriten Im Brennpunkt: VENEZUELA Freitag, 26.11.2004, 19.00 Uhr Die Frauen im revolutionären Prozess. Referentinnen: Irene Filip, Zoraida Nieto Dokumentarfilmausschnitte, Vorträge, Info-Tisch, Kulturprogramm. Anmeldung bei der http://www.vhs.at/Kurssuche.do?mID=2020&nb=7&sB=send&term=venezuela&x=32&y=4 VHS Favoriten (1100 Wien, Arthaberplatz 18) erwünscht, vor Ort möglich. Pro Abend: 2,-- Euro, 10,-- Euro für alle sechs Abende Eine Kooperation zwischen der Volkshochschule Favoriten und dem Bolivarischen Zirkel Wien -------------------------------------------------------------- ***** LATEINAMERIKA-KINO ****** -------------------------------------------------------------- Desnudo con naranjas (Venezuela 1996) R: Luis Alberto Lamata D: Daniel Alvarado, Lourdes Valera, Alexander Milic. Mitte des 19. Jahrhunderts versuchen zwei Menschen ihre Schicksalsfäden zu durchtrennen: Er, ein dunkelhäutiger Indio im Befreiungsheer; sie, vermutlich ein Überbleibsel des Förderationskrieges. Er versteht nur etwas vom Töten. Sie ist weiß und musste lernen, was Hunger ist. Altersempfehlung: Ab 18 Jahre 27.11.: Zeit: 20.30 (OmenglU) 02.12.: Zeit: 18.30 (OmenglU) Filmhaus am Spittelberg 1070 Wien, Spittelbergg. 3 Telefon: 522 48 16 -------------------------------------------------------------- Diskurs gegen das Vergessen/Discurso contre el olvido (Guatemala 2003) R: Sergio Valdés Pedroni. Videodokumentation: die Kämpfe der Linken in Guatemala - ihre Hoffnungen, die internen Spaltungen, die Repressalien des Staates. Ein poetischer Essay, der Zeitzeugen zu Wort kommen lässt, über vergebene Chancen und auch vorhandene Möglichkeiten reflektiert. Altersempfehlung: Ab 18 Jahre 26.11.: Zeit: 19.00 (OmU) HTU Cinestudio 1060 Wien, Getreidemarkt 9 Telefon: 588 01-495 13 (Filmreferat) Web: www.cinestudio.at -------------------------------------------------------------- ***** NEU AUF VENEZUELA-INFO.NET ****** -------------------------------------------------------------- Weblog: Aus den venezolanischen Medien Das Waffenlager eines der mutmaßlichen Attentäter im Fall des Staatsanwaltes Danilo Anderson http://www.venezuela-info.net/article.php?id=3677&rid=217 -------------------------------------------------------------- ***** PRESSESPIEGEL ****** -------------------------------------------------------------- Anschlag auf Rechtsstaat Venezuela im Umbruch. Staatsanwalt in Venezuela von Autobombe getötet. Hinweise auf Terrorkampagne gegen Regierung Chávez. Tausende auf Trauerkundgebung. http://www.jungewelt.de/2004/11-22/006.php -------------------------------------------------------------- USA steckt hinter Terroranschlag! Politischer Mord an Staatsanwalt in Venezuela - Die Spur führt in die USA http://www.rbi-aktuell.de/Politik/25112004-03/25112004-03.html -------------------------------------------------------------- Ein Service von www.venezuela-info.net Sie wollen den Newsletter von venezuela-info.net abbestellen? Klicken Sie auf den folgenden Link: http://www.venezuela-info.net/newsletter/deutsch/permission/abmelden.php <> ================================================== 06 Militarismus & Flüchtlingsabwehr - Diskussion Mo, 29.11. von: Christian.Mokricky at umweltberatung.at ================================================== >Einladung > >Diskussionsveranstaltung - "In welcher Verfassung ist Europa? - EU: >Militarisierung und Flüchtlingsabwehr" >Mit dem neuen gleichnamigen Buch ist der Mitherausgeber Rudi Friedrich von >der Connection.e.V. gerade auf Veranstaltungstournee. >Mo, 29. 11. 2004, 20.00 >Neues Institutsgebäude (NIG), Hörsaal 2, Universitätsstrasse 7, 1010 Wien > >Am 29. Oktober unterzeichneten die Regierungschefs der 25 Mitgliedsstaaten >der Europäischen Union den EU-Verfassungsentwurf. Alle Mitgliedsstaaten >sollen nun den Entwurf ratifizieren, damit die Verfassung 2009 in Kraft >treten kann. > >Die Deutsche Friedensgesellschaft - Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen >(DFG-VK) Hessen, das Bildungswerk Hessen der DFG-VK und Connection.e.V. >starten angesichts dessen eine Veranstaltungsreihe zur Militarisierung und >Flüchtlingsabwehr der EU. > >Friedensorganisationen treten für die Entmilitarisierung, ein offenes Europa >und ein umfassendes Recht auf Kriegsdienstverweigerung ein. "Der >Verfassungsentwurf", so heute der Buchautor Rudi Friedrich, werde "eine >Politik legitimieren, die schon an den Außengrenzen der Union die Einreise >von Schutz suchenden Flüchtlingen zu verhindern sucht". Zudem werde die EU >zu einer Militärmacht ausgebaut, um weltweit Kriege führen zu können. Die Arge für Wehrdienstverweigerung und Gewaltfreiheit kritisiert die einhellige Zustimmung aller Parlamentsparteien zum Verfassungsentwurf. Die VolksvertreterInnen kehren sich dadurch von zivilen Konfliktlösungsansätzen ab und unterstützen dem Aufbau von EU-Interventionstruppen. 2000 SoldatInnen stellt Österreich auch für präventive Militärschläge für die EU-Armee. ________________________________________________________ christian mokricky arge für wehrdienstverweigerung und gewaltfreiheit schottengasse 3a/59 1010 wien t +43-1-5359109 f +43-1-5327416 m +43-699-10971183 argewdv at verweigert.at www.verweigert.at <> ================================================== 07 Buchpräsentation: Irak - Von der Republik der Angst zur bürgerlichen Demokratie? von: wadi_wien at hotmail.com ================================================== Buchpräsentation: Irak - Von der Republik der Angst zur bürgerlichen Demokratie? Mary Kreutzer, Thomas Schmidinger (Hg.) Irak - Von der Republik der Angst zur bürgerlichen Demokratie? Herbst 2004 * 416 Seiten * 19,00 ¤ * ISBN 3-924627-85-1 In diesem Sammelband befassen sich überwiegend irakische AutorInnen mit der Geschichte des Irak bis zum Sturz Saddam Husseins und den aktuellen Entwicklungen seit April 2003. Die AutorInnen, die ein breites politisches Spektrum von gemäßigten schiitischen Islamisten über Vertreter kurdischer Parteien und den irakischen Grünen bis hin zu Kommunisten und einer Arbeiterkommunistin repräsentieren, befassen sich dabei im Gegensatz zu den meisten bisher zum Irak erschienenen Büchern bewusst aus einer irakischen Perspektive mit der politischen Entwicklung des Irak und ermöglichen damit völlig andere Einblicke in die Geschichte des irakischen Ba'thismus und die Perspektiven nach dem Sturz Saddam Husseins, als dies in der europäischen Presse üblich ist. Die HerausgeberInnen des Sammelbandes bereisten den Nordirak im Sommer 2004 und berichten über Erfahrungen und Eindrücke. Hussain Ali Bawa, irakischer Politologe und Autor zweier Beiträge des Sammelbandes, diskutiert über Ideologie des Ba'thismus sowie die Frage von Föderalismus und Demokratie im Nachkriegsirak. Freitag, 03. Dezember 2004, 19 Uhr Alter Schlachthof, Kleiner Saal (1. Stock, Rückseite), Dragonerstraße 22, 4600 Wels mit Thomas Schmidinger und Mary Kreuzer Dienstag, 07. Dezember 2004, 19 Uhr Cafe Restaurant HERO, Dominikanerbastei 17, 1010 Wien mit Mary Kreutzer, Kasim Talaa und Hussain Ali Bawa ------------------------------------------------ Wadi - Verband für Krisenhilfe und solidarische Entwicklungszusammenarbeit e-mail: wadi_wien at hotmail.com Tel.: 0664/9972139 Spendenkonto in Österreich: Kontonummer 07.405.301 Evangelische Kreditgenossenschaft eG BLZ 31800 Spendenkonto in Deutschland Kontonummer 612305-602 bei der Postbank Frankfurt/M. BLZ: 500 100 60 Website mit weiteren Informationen zu Projekten von Wadi e. V. und politischen Hintergrundinfos: www.wadinet.de <> ================================================== 08 ASt - Marxismus 2004 von: ast-lfi at utanet.at ================================================== Marxismus 2004 Eine Diskussionsveranstaltung des ArbeiterInnenstandpunkt Samstag, 4. Dezember Amerlinghaus, Stiftg. 8, 1070 Wien (U3 Neubaugasse) Beginn: 15.00 Uhr Die Geschichte des Trotzkismus in Österreich 1927-1950 Die Geschichte unserer Bewegung - ihre Stärken, ihre Fehler, ihre Lehren. 16.45 Uhr Österreich als imperialistische Macht - Gestern und Heute Früher herrschte der österreichische Imperialismus durch das Habsburger Reich. Heute drängt er wirtschaftlich, “friedlich und demokratisch" wieder nach Osteuropa vor. Was sind die Hintergründe? Wo steht die ArbeiterInnenbewegung? Wie kann eine internationale Solidarität aufgebaut werden? 18.30 Uhr KPÖ vor der Spaltung: Welche Perspektiven gibt es heute in Österreich für den Aufbau einer kommunistischen Partei? Eine Debatte zwischen Vertretern des ArbeiterInnenstandpunkt und der KP-Opposition Informationen unter: E-Mail: ast-lfi at utanet.at Tel.: 0650/406 83 14 http://www.arbeiterinnenstandpunkt.net <> ================================================== 09 Studientag der Friedensdekade von: stadtteilzentrum at simmeringonline.at ================================================== Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Friedensfreundinnen und Friedensfreunde, auch wenn sich schon viele FriedensaktivistInnen angemeldet haben bzw. von diesen Veranstaltungen wissen, erlauben wir uns, noch einmal auf den STUDIENTAG DER DEKADE FÜR KULTUR DES FRIEDENS UND DER GEWALTFREIHEIT FÜR DIE KINDER DIESER WELT UND DER ÖKUMENISCHEN DEKADE ZUR ÜBERWINDUNG DER GEWALT am 4. DEZEMBER 2004 in WIEN hinzuweisen. Anschließend findet die Generalversammlung des Versöhnungsbundes statt. Am Sonntag gibt es um 19.00 Uhr einen Friedensgottesdienst, der auch in Ö1 übertragen wird. Mit den besten Wünschen für ein schönes erstes Adventwochenende und mit solidarischen Friedensgrüßen Andreas Pecha Alois Reisenbichler P.S.: Wir bitten Mehrfachzusendungen zu entschuldigen. Studientag “Gewalt überwinden - als Nachbarn in Europa voneinander lernen" Der Ökumenische Rat der Kirchen hat für den Zeitraum 2001 bis 2010 eine “Dekade zur Überwindung von Gewalt" ausgerufen. Für denselben Zeitraum hat die UNO eine “Dekade für eine Kultur des Friedens und der Gewaltfreiheit für die Kinder dieser Welt" eröffnet. Engagierte Gruppen und Personen sind eingeladen, sich in Friedens- und Versöhnungsarbeit im österreichischem Kontext im Sinne der Dekade miteinander zu vernetzen. Am Studientag 2004 werden sich Friedens- und Versöhnungsprojekte aus dem zivilgesellschaftlichen und kirchlich-ökumenischen Bereich in österreichischen Nachbarländern und in Österreich selbst vorstellen. Dadurch sollen gemeinsame Lernerfahrungen und grenzüberschreitende Vernetzungen solcher Projekte im neuen Europa ermöglicht werden. *VeranstalterInnen:* Evangelische Akademie Wien, Arbeitsgruppe “Dekade zur Überwindung von Gewalt", Netzwerk für Frieden und Gewaltfreiheit *Ort*: Don Bosco Haus, 1130 Wien, St. Veit-Gasse 25, U4 “Unter St. Veit", Straßenbahn 58 “Verbindungsbahn *Samstag, 4. Dezember 2004* 10.00 Uhr: Begrüßung und Einleitung 10.15-11.30 Uhr: Präsentation von Friedens- und Versöhnungsprojekten, Gemeinsamer Schwerpunkt: Gewalt überwinden in der regionalen Arbeit Tschechische Republik: Südböhmische Mütter gegen Atomgefahren (Dana Kuchtová); Slowenien/Österreich: Projekt Ausstellung "Kultur des Friedens" - Razstava "kultura miru" (Marko Kosan, Pavel Zablatnik); Österreich: Evang. Flüchtlingsdienst - Minderjährige AsylwerberInnen (Gerhard Wallner); Ungarn: Bocs - Stiftung: Friedenskirchen und Versöhnungsarbeit (Miklos Galambos); Slowakei: Tabita - Projekt mit Roma (Jana Adameova); Kosovo: Diakonie - Friedensprojekt mit Ashkali (Karl Helmreich) 11.45-12.45 Uhr: Vertiefung und Informationen in Arbeitsgruppen zu den einzelnen Projekten 14.00-15.30 Uhr: Querschnitte der Projekte: Gemeinsamkeiten und Unterschiede; Motivationen für zivilgesellschaftliches Engagement; Umgang mit Widerständen - Moderation: Elfriede Maierhofer; 16.00 Uhr: Abschluss im Plenum, Schlussmeditation - 17.00 Uhr: Ende des Studientages *Anmeldung:* bei Evangelische Akademie Wien, Tel. 01 408 06 95, Mail: akademie at evang.at Nach dem Studientag findet die *Generalversammlung des Internationalen Versöhnungsbundes Österreichischer Zweig* statt: 18.00 - 20.00 Uhr: "Friede als Frucht der Gerechtigkeit" - Vortrag von Robert Reischer über die Teilnahme an der Olivenernte in Palästina ab 20.00 Uhr: Gemütlicher Abend mit Erfahrungsaustausch *Sonntag, 5. Dezember:* 9.00 - 12.30 Uhr: "Friede als Frucht der Gerechtigkeit" - Feier, Arbeitskreise und Ausblick 14.00 - 16.00 Uhr: Mitgliederversammlung des Internationalen Versöhnungsbundes, österreichischer Zweig Infos: Versöhnungsbund, Tel. 01 408 53 32, Mail: office at versoehnungsbund.at , www.versoehungsbund.at GOTTESDIENST Am *Sonntag, 5. Dezember 2004* wird in der Lutherischen Stadtkirche, 1010 Wien, Dorotheergasse 18 um 19.00 Uhr ein *Gottesdienst* zur Dekade “Überwindung der Gewalt" mit OKR Bünker gefeiert (Liveübertragung in Ö1). <> >><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< > MELDUNGEN UND KOMMENTARE >><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< > ================================================== 10 Theaterreform genderspezifisch von: office at kosmostheater.at ================================================== KosmosTheater präsentiert: Theaterreform genderspezifisch Im Zuge der Wiener Theaterreform werden 19 Freie Gruppen ohne eigene Häuser mit 4-, 2- oder 1-Jahresförderungen gefördert. Die Aufteilung der künstlerischen Spitzenpositionen beträgt dabei: 16 MÄNNER ZU 3 FRAUEN (84 : 16 Prozent) Im Einzelnen: Im Tanzbereich werden neun Freie Gruppen bedacht. Davon sind acht leitende Choreografen männlichen und eine weiblichen Geschlechts. Im Musiktheater werden vier Gruppen gefördert. Vier künstlerische Leiter sind männlichen, keine ist weiblichen Geschlechts. Kindertheater: zwei Gruppen, beide unter weiblicher Leitung. Im Sprechtheater wird eine freie Gruppe gefördert: die künstlerische Leitung ist männlich besetzt. Ein interkulturelles Autorenprojekt wird gefördert: die künstlerische Leitung ist männlich besetzt. Förderung spartenübergreifender Arbeit: zwei Gruppen, beide künstlerischen Leiter sind Männer. "Wien steht für Offenheit, Chancengleichheit und Toleranz", fasste Mailath-Pokorny (der verantwortliche Kulturstadtrat, Anm. Kosmos) die politischen Grundsätze der Wiener Stadtregierung zusammen. So habe er sofort nach seinem Amtsantritt auf die Tatsache reagiert, dass Frauen in Spitzenpositionen im Kulturbereich unterrepräsentiert seien: 50 Prozent der Neubesetzungen werden an Frauen vergeben. Quelle: http://domino.spoe.or.at/www/spoew/AktuellNtf.nsf/0/b8099e4585a125ecc1256ba800414dd7?OpenDocument Der gesamte Reformbericht ist unter http://www.wien.gv.at/ma07/pdf/empfkonzeptf.pdf abrufbar. >> Mehr Info KosmosTheater / A-1070 Wien Siebensterngasse 42 / Tel. 01 5231226 / www.kosmostheater.at / email: office at kosmostheater.at / an Veranstaltungstagen geöffnet ab 19:00 / Büro Mo-Fr 11:00 bis 15:00 ================================================== 11 Newsletter 27. 11. `04 von: ekhaus at med-user.net ================================================== >>Hallo zusammen, >> >>es gibt wieder mal ein paar wichtige Sachen: >> >>*** >>Gestern erreichte uns ein Brief der neuen Hausverwaltung, in dem wir dazu >>aufgefordert werden, bis 14.12. die "Ablagerungen" in den Gangbereichen ab >>dem >>ersten Stock, zu entfernen. Diese Gangbereiche werden seit 14 Jahren als >>kollektive Wohnbereiche genutzt, dort befinden sich unsere Küchen, >>Wohnzimmer, >>Büros und das Requisitenkammerl des Volxtheaters Favoriten. Ausserdem sind >>diese Bereiche vertraglich mitangemietet und werden über die betriebskosten >>auch >>gezahlt.Das würde einen massiven Eingriff in unsere Lebensqualität bedeuten, >>den >>wir als psychologischen und realen Angriff auf unsere Wohnsituation werten. >>*** >>Am 6.12.2004 um 10h wird es eine Pressekonferenz zur Thematik in der Public >>Netbase geben. In den nächsten Tagen werden wir eine "offizielle" Einladung >>verschicken... >> >>*** >>Einladung zur öffentlichen Demovorbereitung für die EKH BLEIBT! Wein8sdemo >>am >>18. Dezember, findet im EKH am 9. Dezember im EKH Vereinslokal um 19.00 uhr >>statt. >> >>DEMO Wer schenkt uns das EKH!!! Wein8en schafft >>Freiräume 2004 - Wir bleiben!! >>18. Dezember Treffpunkt 14.00 uhr Westbahnhof >> >>An Alle!!!! das heisst Wein8smenschen, Engerln >>und Christkindln kommet!! Feuer und flamme >>bringt auch licht ins dunkle, zu dieser >>besinnlichen >>wein-nachtzeit wollen wir uns auf eine fröhliche Demo vorbereiten und dem >>vorweihnachtlichen Konsumterror wie damals die obdachlosen Maria und Josef >>mit >>der Forderung nach einer geeigneten Herberge trotzen. >> >>Unsere Wunschliste an de Chriskindln und Wein8smenschen: >>Unkommerzielle Projekte und Gegenkultur brauchen Raum!!! >>Herbergen für Frauen, Männer und Kinder, vor allem für Marginalisierte, >>Flüchtlinge und Obdachlose!!! >>Mehr autonome kollektive Wohnräume und soziale unkommerzielle Treffpunkte!! >>Nieder mit den unerschinglichen Mietzinsen!!! >>Soziale und politische Verantwortung lasst sich nicht wegbeten, werdet >>aktiv!! Christkindl? - Wer schenkt uns das EKH!! >> >> >>*** >>Nächste Termine: >> >>Mittwoch 1.12. Que(e)r-Beisl mit dem Film "Die Ritterinnen" (www.raw.at) >>Donnerstag 2.12. Unzumutbar >>Freitag 3.12. Bocksoli: Fuckhead/Phal/OneBomb>OneTarget >> > <<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< <>SOLIDARITÄT WELTWEIT ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ================================================== 12 Solidarität mit den koreanischen Zwangsprostituierten von: LesbenFrauenNachrichten at gmx.at ================================================== liebe frauen dies ist zum weiterschicken, -verbreiten eine solidarische aktion/unterstützungsmöglichkeit in der Auseinandersetzung um Zwangsprostitution in Kriegen. Wie auch im Film "Das große Schweigen" zu Zwangsprostitution im NS-Faschismus vorkommt, haben sich in Korea die Frauen organisiert und sind an die Öffentlichkeit gegangen. Sie fordern Entschädigung und auch die Benennung der Zwangsprostitution in den Schul-geschichtsbüchern. Das find ich sehr "beeindruckend" - gerade auch im Vergleich mit der Auseinandersetzung hier um Zwangsprostitution im NS-Faschismus. Die Unterschriftenliste (siehe Anhang) ist eine weitere "Aktion" in Solidarität mit den Frauen, die zur Prostitution gezwungen wurden feministische Grüße lisa --- Weitergeleitete Nachricht / Forwarded Message --- Date: Sat, 27 Nov 2004 19:18:02 +0100 (MET) From: "Zora Roth" To: lesbenfrauennachrichten at gmx.at Subject: Solidarität mit den koreanischen Zwangssexarbeiterinnen ------------------------------------------------------------------------ Hallo Koreainteressierte, 1935-1945 während des Asienpazifikkrieges wurden 200.000 junge koreanische Frauen zwangsverschleppt um als Sexsklavinnen damaligen japanischen Soldaten sexuell zu dienen. Es geht um die koreanischen zwangsprostituierten Frauen, die seit 14 Jahren um Wiedererlangung ihrer Menschenwürde kämpfen.Leider bis jetzt vergebens. Deshalb wollen wir für die betroffenen Frauen Unterschriften sammeln und wir möchten sie nächstes Jahr an die Internationale Arbeitsorganisation und an Kofi Annan abgeben. Ich füge Ihnen eine Unterschriftenliste bei. Wir möchten weltweit 1.000.000.Unterschriften sammeln. Ich möchte bis März 2004 die erste Runde gesammelter Unterschriften nach Korean Council schicken ( Korean Council schickt an Internationale Arbeitsorganisation) und die zweite Runde bis Ende Juli 2005 sammeln ( an Kofi Annan geschickt ). Ich bin sehr dankbar wenn Sie uns helfen würden für die betroffenen Frauen Unterschriften zu sammeln und mir schicken würden. Ich danke Ihnen vorraus. Ich werde alle Unterschriften sammeln und schicke sie nach Korea. Viele Grüße Chung-Noh Gross. Kontakt: Koreanische Frauengruppe in Deutschland Chung-Noh Gross. Widenhof 12 14163 Berlin Tel: 030-8031105 ================================================== 13 Genua/ Bolzaneto -- G8 2005 Gleneagles/ Potsdam von: gipfelsoli-l at lists.nadir.org ================================================== Gipfelinfo - Meldungen über globalisierte Solidarität und die Proteste gegen unsolidarische Globalisierung -------------------------------------------------------------------------- - Bolzaneto: Liebe Freundin, lieber Freund - Rocken gegen G8 - Soli-Konzert/Party für dissent! -------------------------------------------------------------------------- Bolzaneto: Liebe Freundin, lieber Freund wie vielleicht bereits über die Medien oder über durch unsere Webseite www. veritagiustizia.it bekannt, wird in den nächsten Monaten (27-01-2005) die Vorverhandlung gegen 47 Beamte und Angehörige der Polizei, der Gefängniswache, Ärzte und Pfleger stattfinden. Es handelt sich dabei insbesondere um 12 Carabinieri 14 Polizeibeamte 16 Strafanstaltspolizeibeamte 5 Ärzte und Krankenpfleger welchen die Misshandlungen derjenigen, die von Freitag, 20. Juli bis zum Sonntag, 22 Juli 2001, in der Kaserne Bolzaneto von Genua als Festgenommene und/ oder Angehaltene verweilt haben, vorgeworfen wird. Da das spezifische Verbrechen der Folter in der italienischen Rechtsordnung unbekannt ist, hat die Staatsanwaltschaft Antrag auf Überweisung in das Hauptverfahren für folgende Verbrechen gestellt: Amtsmissbrauch, Körperverletzung, Tätlichkeiten, Beleidigung, Nötigung, Missbrauch der Amtsgewalt gegenüber in Haft befindlichen Personen, Drohung, Urkundenfälschung, Unterlassung der ärztlichen Meldung, persönliche Begünstigung. Es ist wahrscheinlich unnötig, Dich auf die Wichtigkeit dieses Prozesses, welcher denen, die in jenen Tagen in ihren Grundrechten verletzt wurden, die Möglichkeit gibt, die Verurteilung zumindest einiger der Angeklagten zu erwirken und einen Schadensersatz zugesprochen zu bekommen, aufmerksam zu machen. Der Weg ist noch lang, da sich nun nur um die so genannte Vorverhandlung anbahnt, in welcher der Richter entscheiden wird, ob und welche Angeklagte in das im Hauptverfahren verwiesen werden, welches die Schuldurteile verhängen kann. In dieser Phase könnte es sein, dass einige Angeklagte das so genannte "verkürzte Verfahren" wählen werden, welches die Überprüfung und die Öffentlichkeit des Hauptverfahrens ausschließt; andere Angeklagte könnten die Strafzumessung eingehen, und somit eine Strafe mit der Anklage vereinbaren; es könnte auch sein, dass für einige Angeklagte das Verfahren archiviert, d.h. eingestellt, wird. Deshalb können wir nichts als gegeben betrachten, und bereiten uns auf die Vorverhandlung vor, damit unsere Anwesenheit ihren Zweck erfüllt. Technisch gesehen können wir uns als Nebenkläger einlassen, um die Schadensersatzansprüche geltend machen zu können und aktiv den Prozess mitverfolgen können. Diese Möglichkeit ist nicht nur den Misshandelten der Bolzanetokaserne vorbehalten, sondern kann auch von deren Familienangehörigen geltend genutzt werden, insofern sie auch einen Schaden erlitten haben. Diese haben stunden- oder tagelang Kinder, Eltern, Lebensgefährten, verloren, welche in der Bolzanetokaserne verschwunden waren, ohne dass sie darüber in Kenntnis gesetzt wurden, da den Betroffenen das Rechtes verboten wurde, Verwandte, Anwälte oder das Konsulat zu benachrichtigen. Im Prozess für die Diazschule, welcher in diesen Tagen in der Vorverhandlung steht, habe ich das Recht in Anspruch genommen, mich als Nebenklägerin als Mutter einer der Opfer im Prozess einzulassen. Ich werde das gleiche Recht für die Bolzanetokaserne ausüben, für den Schaden, den ich als Mutter einer Misshandelten, die in der Kaserne über 24 Stunden verschwunden ist, erlitten habe. Wir schätzten es als sehr wichtig, dass Alljenige, welchen Gewalttaten und Schäden zugefügt wurden, sich als Nebenkläger einlassen: wenn Du auch dieser Ansicht bist und keinen Anwalt kennst, setzte Dich mit uns in Kontakt, damit wir Dir die notwendigen Informationen geben können und Dich eventuell auf einen Anwalt verweisen können. Wenn Du bereits einen Anwalt hast, und über die Initiativen des Komitees für Wahrheit und Gerechtigkeit für Genua am Laufenden gehalten werden willst, kannst Du uns unter der Adresse info at veritagiustizia.it erreichen. Durch Deine Emailadresse und / oder deine Telefonnummer werden wir zu Dir Verbindung aufnehmen, um Dich über die Initiativen des Komitees für Wahrheit und Gerechtigkeit zu informieren und Dir alle nötigen Informationen zu geben. Mit freundlichem Gruss, Enrica Bartesaghi Präsident des Komitees für Wahrheit und Gerechtigkeit für Genua www.veritagiustizia.it info at veritagiustizia.it Das Komitee für Wahrheit und Gerechtigkeit für Genua sammelt Spenden für die Opfer der Polizeigewalt in Genua im Juli 2001: K/K 34566992 ABI 07061 CAB 01400. 03.11.04 [http://www.veritagiustizia.it/doc_deu/bolzaneto_liebe_freundin_lieber_freund. php] -------------------------------------------------------------------------- Rocken gegen G8 - Soli-Konzert/Party für dissent! Birmingham, Evian, Seattle... diese Städte sind zu Synonymen des Widerstandes gegen eine Globalisierung von oben, wie sie zu Zeit stattfindet, geworden. Aber warum? Was ist der G8-Gipfel und warum sind wir dagegen? Der G8-Gipfel ist ein informales Treffen der Regierungschef der sieben wirtschaftlich stärksten Ländern plus Russland, sowie dem Chef der Europäischen Union. Diese unterhalten sich hinter verschlossenen Türen darüber, wie ihre Ansichten in Themen, wie beispielsweise Klimawandel, Schuldenerlass oder Terrorismus sind. Die Treffen sind keine politischen Vertragstreffen, sondern, wie gesagt, informal. Dennoch bestimmen sie hauptsächlich die Arbeitsweisen der WTO, der IMF, sowie der Weltbank. Weitere Infos gibt's am 8.12.2004 19.00 Uhr in der Offenen Uni BerlinS. Im nächstem Sommer (6.-8. Juli 2005) findet das nächste G8-Treffen in Gleneagles/Schottland statt. Um diesem dagegen zu wirken hat sich im Herbst 2003 ein Netzwerk in der UK gegründet, welches aus verschiedenen lokalen Gruppen zusammensetzt und nach den PGA (People's Global Action; www.agp.org) Grundsätzen arbeitet. Weiteres kann gern auf der Homepage weitergelesen werden unter www. dissent.org.uk. Auch im deutschsprachigen Raum wächst die Mobilisierung. So findet am letzten Februar Wochenende ein internationales Vernetzungstreffen in Tübingen statt. Da das Netzwerk offen ohne jegliche Unterstützung von Parteien, Gewerkschaften etc. fungiert, braucht es Geld... Daher rockt am 11.12.2004 Potsdam bei einem/r Soli-Konzert/Party. In der Oberen Mensa (Neues Palais; Bahnhof Sanssouci; Bus 605, 606, 095) spielen unter dem Thema "Rocken gegen G8" "Desert" und "Reizgas", gefolgt von verschiedenen DJs. Der Eintritt beträgt 3 Euro. Also kommt vorbei und rockt mit! [g8resist2005 at lists.kommunikationssystem.de] -------------------------------------------------------------------------- gipfelsoli infogruppe Die AutorInnen der Beiträge, so sie nicht von uns verfasst sind, sind mit eckigen Klammern versehen. Wir können leider keine Verantwortung für die Richtigkeit der Beiträge übernehmen. Auch geben die Beiträge nicht zwangsläufig unsere Meinung wieder. Kontakt, Kritik, Beiträge: gipfelsoli at nadir.org gipfelsoli mailinglist subscribe - unsubscribe https://lists.nadir.org/cgi-bin/mailman/listinfo/gipfelsoli-l -------------------------------------------------------------------------- ================================================== 14 Fax kampagne; 29.11.2004 - dezentraler Aktionstag für Akubuo Chukwudi von: voice_mail at emdash.org ================================================== Fax: 29.11.2004 - dezentraler Aktionstag für Akubuo Chukwudi http://thecaravan.org Anlässlich des dezentralen Aktionstags für den Menschenrechts- und antirassistischen Aktivisten Akubuo Chukwudi rufen wir am Montag, den 29.11.2004 zwischen 10 und 14 Uhr zu einer Fax-Demonstration auf. Am 1.12.2004 wird die Härtefallkommission Mecklenburg-Vorpommerns darüber entscheiden, ob Akubuo Chukwudi aufgrund humanitärer Gründe eine Bleibeperspektive eingeräumt wird. Die Idee dieser Fax-Demonstration ist es nun im Rahmen der seit Wochen laufenden Fax-Kampagne in einer gemeinsamen und konzentrierten Fax-Aktion gegen die Abschiebung von Akubuo Chukwudi zu protestieren. Die Demonstration wird in der Presse angekündigt werden und auch in anderen Städten wollen Menschen per Fax demonstrieren. Wir möchten Euch einladen, an dieser Fax-Demonstration teilzunehmen und am Montag, den 29.11.2004 zwischen 10 und 14 Uhr untenstehenden Text an das Innenministerium in Schwerin und die Ausländerbehörde in Parchim zu faxen. Wenn Ihr nur ein Fax schicken könnt, dann schickt dieses bitte an das Innenministerium. Bitte schickt keine Faxe direkt an die Härtefallkommission. Wenn Ihr zwischen 10 und 14 Uhr nicht faxen könnt - später oder früher ist auch okay. // *Innenministerium in Schwerin: 0385-5882972 oder 5882974 (fax) Ausländerbehörde in Parchim: 03871-722664 (fax)* Falls gerade andere DemonstrationsteilnehmerInnen in der Leitung sind, ist das eigentlich ein gutes Zeichen.... Also gerne mehrmals versuchen. Herzliche Grüße, Akubuo-Soli Bremen (Anti-Lager-Tour-AG , Karawane für die Rechte der Flüchtlinge und MigrantInnen und viele andere) Hier der Text für das gemeinsame Fax: ______________________________________________________________________________________ Fax-Demonstration nach Schwerin und Parchim , Montag 29.11.04 10-14 Uhr Hiermit beteiligen wir uns an der heutigen Fax-Demonstration nach Mecklenburg-Vorpommern. Wir demonstrieren dagegen, dass der Aktivist für Menschenrechte und Antirasissmus Akubuo Chukwudi nach Nigeria abgeschoben werden soll. Akubuo Chukwudi lebt bereits seit 11 Jahren in Deutschland. Allein das sollte reichen, Akubuo Chukwudi endlich ein dauerhaftes Bleiberecht in Deutschland einzuräumen. Nach einem rassistischen Überfall Ende Oktober 2004 hat sich sein gesundheitlicher Zustand massiv verschlechtert. Hinzu kommt, dass Akubuo Chukwudi im Falle einer Abschiebung unmittelbare Gefahr für Leib und Leben droht. Durch seine zahlreichen, exilpolitischen Aktivitäten ist er den nigerianischen Behörden bestens bekannt. Bereits drei Mal saß Akubuo Chukwudi in Abschiebehaft - 1997, 1998 und 2000. Im Jahr 2000 hat ihn nur ein 26-tägiger, von einer internationalen Kampagne begleiteter Hungerstreik vor seiner Abschiebung bewahrt. Die Behörden wollen Akubuo Chukwudi loswerden, weil er eine unbequeme und vor allem unüberhörbare Stimme ist. Als Mitglied der Flüchtlingsselbstorganisation The Voice und der Karawane für die Recht von Flüchtlingen und MigrantInnen kämpft Akubuo Chukwudi schon seit langem gegen rassistische Diskriminierung, Ausgrenzung und Isolation von Flüchtlingen in Deutschland. Im Sommer 2004 ist Akubuo Chukwudi einer der tragenden AktivistInnen der Anti-Lager-Action-Tour gewesen. Ziel dieser 17-tägigen Tour quer durch Nord- und Ostdeutschland war es, Flüchtlingslager als ein zentrales Instrument rassistischer Isolationspolitik bekannt zu machen. Im Übrigen hat Akubuo Chukwudi selbst zehn Jahre lang in einem solchen von ihm und anderen Flüchtlingen als "Dschungelheim" titulierten Flüchtlingslager mitten im Wald Mecklenburg-Vorpommerns gelebt. Die aktuelle Abschiebungsandrohung ist also alles andere als Zufall. Auch seine beiden letzen Inhaftierungen folgten unmittelbar im Anschluss an politische Aktivitäten: An die erste Karawane-Tour 1998 und den Internationalen Flüchtlingskongress 2000 in Jena. Aber Akubuo Chukwudi ist nur einer von vielen Flüchtlingen, die derzeit in Mecklenburg-Vorpommern akut von Abschiebung bedroht sind. Ziel der Landesregierung in Mecklenburg-Vorpommern ist es, langjährig geduldete Flüchtlinge noch vor Jahresfrist abzuschieben, denn das neue Zuwanderungsgesetz die beinhaltet die Möglichkeit, dass langjährig geduldete Flüchtlinge in den Genuss einer dauerhaften Bleiberechtsregelung kommen können. Am 1. 12. 2004 entscheidet die Härtefallkommission Mecklenburg-Vorpommerns darüber, ob Akubuo Chukwudi aufgrund humanitärer Gründe eine Bleibeperspektive eingeräumt wird. Wir denken: 11 Jahre sind genug! Wir fordern deshalb die Verantwortlichen in Mecklenburg Vorpommern auf, die gegen Akubuo Chukwudi und viele andere Flüchtlinge in Mecklenburg-Vorpommern gerichteten Abschiebeanstrengungen sofort einzustellen. Akubuo Chukwudi muss bleiben! Abschiebungen stoppen! Fax Campaign, 29. November für Akubuo Fax Campaign, 29. November, KEINE ABSCHIEBUNG VON AKUBUO Karawane für die Rechte der Flüchtlinge und MigrantInnen, Bielefeld, Teutoburgerstr.106 Bielefeld Fax Campaign demonstration 29. November for Akubo between 10 am. and 2 pm. His struggle for egual rights for all continues The VOICE Jena All Rights for all! Fax Campaign 29. November for Akubuo KEINE ABSCHIEBUNG VON AKUBUO Akubuo Anusonwu Chukwudi ist ein Menschenrechtsaktivist aus Nigeria. Weil er aufgrund seines politischen Engagements dort konkret von Folter und Ermordung bedroht war, ist er 1993 nach Deutschland geflohen........ http://www.thevoiceforum.org/fax-m-v Internetadressen mit mehr Informationen über Akubuos Kämpfe folgt noch. Videointerview zur drohenden Abschiebung Akubuo Chukwudis http://www.umbruch-bildarchiv.de/video/deportation/121104akubuochukwudi.html Bilder von der Demo in Schwerin http://www.umbruch-bildarchiv.de/bildarchiv/ereignis/201104schwerin.html Wir haben zwei Interviews mit Akubuo (Juli 2004 - wurden Sonntag 21.11. angefertigt) auf http://www.de.indymedia.org/2004/11/99968.shtml verlinkt. broadcast about Akubuo on free radio's. We have linked two interviews of Akubuo made in July 2004 (produced on sunday 21.11.) on http://www.de.indymedia.org/2004/11/99968.shtml - Hintergrundinformationen zur Situation von Akubuo Chukwudi - Videoberichte über die vorherigen Abschiebeversuche von Akubo 1 - 2 - 3 - Videos mit Interviews von Akubuo bei KanalB 1 und 2 und 3 und 4 und 5 und 6 - Karawane für die Rechte von Flüchtlingen und MigrantInnen - The Voice Forum . Erste Selbstorganisation von afrikanischen Flüchtlingen in der BRD All Rights for all! Fax Campaign 29. November for Akubuo All Rights for all! Fax Campaign 29. November for Akubo His struggle for egual rights for all continues . Stop the deportion! Right to stay for Akubo! His obligation to leave was only extended to the 30th of November for the immediate hearing of his application by HärtelKommission to appeal for Aubuo stay on humitarian grounds Call on the general public to support Akubuo deportation stop and his campaign against the "intergration of refugees in Isolation - against camps, lager, Residence obligation of residenzplicht and deporation"ŠŠŠŠ.http://www.thevoiceforum.org/allright >><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< > LINKS / VERWEISE / HINWEISE >><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< > ================================================== 15 [SOSMM - Info] Bock auf Falsche Zahlen, Moment Strassensammlung! von: phs at sos-mitmensch.at ================================================== *** Falsche Zahlen *** MOMENT - Neue Zeitung für Menschenrechte *** Strassensammlung für SOS Mitmensch *** Bock auf Kultur 2004 *** FALSCHE ZAHLEN Derzeit schaukelen sich FPÖ und ÖVP gegenseitig hoch, wer sich die noch schärferen Asyl-Forderungen ausdenken kann. Um den möglichst effizienten Schutz von Verfolgten geht es schon lange nicht mehr. Vorgestern hat das Innministerium Zahlen der polizeilichen Anzeigenstatistik mißbraucht, um angebliche "Kriminalität" von Asylwerbenden zu belegen. Dieses Instrument der Dokumentation und Evaluation polizeilicher Arbeit ist allerdings gänzlich ungeeignet, Aussagen über Kriminialität von Personengruppen zu treffen. Grund: Der Exekutive liegen keine Daten über Verurteilungen vor, darüber entscheiden in Rechtsstaaten Gerichte. In Österreich werden diese Daten in der gerichtlichen Verurteilungsstatistik dokumentiert. Dieser können zwar auch keine Daten speziell über Asylwerbende entnommen werden. Dafür ein andere interessante Information: Während die Exekutive im Jahre 2004 rund 240.000 Menschen verdächtigte, kam es zu rund 40.000 Verurteilungen. Auch wenn die Umlegung dieses Verhältnisses auf angezeigte Asylwerbende nur bedingt gilt: Bei geschätzten 50.000 Asylwerberbenden, die sich heuer in Österreich aufhielten, sind 3 Prozent "Kriminelle" doch deutlich geringer, als die fälschlich behaupteten 40 Prozent. Die Veröffentlichung der Zahlen durch das Innenministerium entpuppt sich als durchsichtiges Manöver. *** MOMENT - ZEITUNG FÜR MENSCHENRECHTE Wir wären dann auch soweit! Zum 12. Geburtstag präsentieren wir unsere neue Zeitung für Menschenrechte und laden zur Release-Party im Pulse in der Schottenfeldgasse 3, 1070 Wien. Titel der Nullnummer: Ich wär dann auch soweit! Wir freuen uns auf Ihr Kommen am Tag der Menschenrechte, dem 10. Dezember ab 20.00 Uhr. Ein Teil dieser Ausgabe wird durch KolporteurInnen der Bunten Zeitung verteilt, ein weiterer wird dem Standard beiliegen. Auf Wunsch wird ein Exemplar zugesandt. >> mailto:office at sosmitmensch.at *** STRASSENSAMMLUNG Zwischen 3. und 7. Dezember sind emsige SammlerInnen auf den Strassen Wiens unterwegs. Sie sammeln Geld, damit wir weiter arbeiten können. Denn wir finanzieren uns nur durch private Spenden. Wir bitten daher: falls Sie zwischen 3. und 7. Dezember auf den Straßen Wiens unterwegs sind und auf jemanden mit einer SOS Mitmensch-Sammelbox treffen sollten, uns mit einer Spende zu unterstützen. Auch Mitsammeln lohnt sich, allen SammlerInnen winken Super-Preise. >> http://www.sosmitmensch.at *** BOCK AUF KULTUR 2004 Endspurt der Benefizreihe für das Flüchtlingsprojekt von Ute Bock: Unter dem Motto “Bock auf Kultur '04 - Damit Flüchtlinge eine Chance haben" werden noch bis zum 11. Dezember KünstlerInnen zu Gunsten des Flüchtlingsprojektes auftreten. Dank der Unterstützung durch Benefizevents und Spenden kann Frau Bock mittlerweile 250 AsylwerberInnen einen Wohnplatz bieten. Darüber hinaus offeriert der Verein Ute Bock eine Rechts- und Sozialberatung sowie kostenlose Deutsch- und EDV-Kurse für Flüchtlinge. Freiwillige Eintrittsspende je nach Veranstaltung zwischen 3 und 10 Euro. >> http://www.fraubock.at *** ENDE ================================================== 16 Presseausgabe Glocalist>>Wahl zur NGO des Jahres 2004:Verein RAINBOWS Sieger von: office at glocalist-review.com ================================================== Sehr geehrte Damen und Herren, werte Redaktion, die Wahl zur NGO des Jahres 2004 ist geschlagen und die Glocalist Community hat entschieden. Per E-Mail Vote wurde als NGO des Jahres 2004 RAINBOWS gewählt. Auf Platz 2 landete Med Tech Plus und Platz 3 entschied ZARA für sich. Weitere Details im Heft. SCHWERPUNKT Wahl NGO des Jahres 2004 Als NGO der Woche präsentieren wir diesmal den Verein Weltethos Österreich. Weiters ein Offener Brief vom Verein "Zum Alten Eisen?" anlässlich 10. Dezember Menschenrechtstag, der wirtschaftsethische Diskurs des OeNWE mit Terminen und einem Beitrag von Sesto Castagnoli (Ehrenpräsident des OeNWE), ein Beitrag zur Diskussion um die EU-Verfassung und die gewohnten Vermischten Meldungen und Termine. Viel Freude beim Lesen wünscht Christian Neugebauer _____ Glocalist Review: Digitale Wochenzeitschrift für NGOs&NPOs Barmherzigengasse 17 - stiege 6 - top 1 A-1030 Wien f: 01/597 2001 m: 0699 11 88 16 43 e: office at glocalist-review.com w: http://www.glocalist-review.com Agentur: arbeitsraum-philosophie: agentur für analoge&digitale kommunikationswirtschaft GmbH- www.arbeitsraum.at ================================================== 17 new eipcp-publication: Regional Strategies. On Spatial Aspects of European Cultural Policy von: contact at eipcp.net ================================================== The new eipcp-publication is now online: Regional Strategies. On Spatial Aspects of European Cultural Policy Counterpointing neoliberal globalisation, in the 1980s a "mobilisation" occurred at the regional level that still continues. The study carried out by Raimund Minichbauer describes the logic of the instrumentalisation of art practices und cultural concepts in this context and outlines fields for possible counter-strategies: regions and European public spheres, local knowledge, non-additive European networking, cultural policy and regional governance as well as the conjunction of territoriality, migration and precariousness. http://www.eipcp.net/policies/text/regstrat_en.htm Raimund Minichbauer: Regional Strategies / Regionale Strategien Wien: eipcp 2004 --- eipcp - european institute for progressive cultural policies a-1060 vienna, gumpendorfer strasse 63b contact at eipcp.net www.eipcp.net www.republicart.net ================================================ C) TERMINE ================================================ Montag http://www.mund.at/butt/Termine/November/2911.htm Dienstag http://www.mund.at/butt/Termine/November/3011.htm Mittwoch http://mund.at/butt/Termine/Dezember/0112.htm ======================== ================================================ D) EDITORIAL ================================================ Für den Inhalt verantwortlich: Ihr. E-Mail-Adresse für Beiträge: widerstand at no-racism.net geschickt. widerst at nd MUND und alle Termine täglich aktualisiert im Web: http://www.no-racism.net/MUND Ziel von MUND (medienunabhängiger Nachrichtendienst) ist die unzensurierte und möglichst rasche Information über gesellschafts- politisch relevante Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu Widerstand und Antirassismus sowie verwandte Themen. sollen einen Titel, Namen und Emailadresse der/des AutorIn enthalten und möglichst kurz und prägnant gehalten sein, ev. mit Hinweis, wo weitere Informationen eingeholt werden können. Bitte keine Attachments! Die inhaltliche und sachliche Verantwortung liegt bei der/dem jeweiligen AutorIn bzw. jenen, die uns die Beiträge schicken. Der MUND wird von einzelnen TagesredakteurInnen zusammengestellt. Da Fehler nicht ausgeschlossen sind, bitten wir, nicht veröffentlichte Beiträge nochmals an widerstand at no-racism.net zu senden. Die Weiterleitung (auch auszugsweise) ist erwünscht. Beiträge mit rassistischen oder sexistischen Inhalten werden nicht veröffentlicht. Sehr persönliche Meldungen werden wir an den betreffenden Adressaten weiterleiten, aber nicht im MUND veröffentlichen. Die bisherigen Ausgaben sind unter http://www.no-racism.net/MUND archiviert. Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage: * Wann: Sonntag, 11.11.2001, 11:11 Uhr * * Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" * * Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf * * Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie. Aber kurz und prägnant.* Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch stillschweigend Zensur zu üben. Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die Nichtaufnahme geliefert. (Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.) Die AbsenderInnen der betroffenen Beiträge werden hiervon informiert. Im Sinne einer "gläsernen Zensur" könnt ihr Euch die Beiträge gerne extra schicken lassen: Ein kurzes Mail an widerstand at no-racism.net genügt. ================================================ E) VERTEILERLISTE ================================================ Zur Eintragung in diesen Verteiler bitte direkt subskribieren unter http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/analle oder von der einzutragenden Adresse aus ein mail schicken an: admin at no-racism.net mit folgendem Text: subscribe no-racism Bitte wegen Automatisierung diesen Wortlaut verwenden! Zur Austragung aus dieser Liste bitte an aus Einsendungen an zusammengestellt. Bitte keine Attachments! (werden nicht angenommen) Für diese Ausgabe nicht aufgenommen: - doppelte Zusendungen - vergangene Termine - 2 mails ohne widerstandsrelevanz Redaktionsschluss für diese Ausgabe: 28.11., 18.00 III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III widerst at nd-MUND is powered by http://alt.strg.at/ From analle at no-racism.net Tue Nov 30 08:45:27 2004 From: analle at no-racism.net (analle at no-racism.net) Date: Tue, 30 Nov 2004 08:45:27 +0100 Subject: MUND: Dienstag, 30. November 2004 Message-ID: <00f501c4d6b0$8f5de4e0$4e046d50@chello.at> MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst www.no-racism.net/mund Dienstag, 30. November 2004 ================================================ A) INHALT ================================================ ============================================== 01 EU: Fingerprints ante portas From: depesche at quintessenz.org ============================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ============================================== 02 Hey Opa, warum warst du auch so ein Scheiss-Nazi? From: radio.stimme at initiative.minderheiten.at ============================================== 03 Kunst Asyl From: office at asyl-in-not.org ============================================== 04 - Nächstes Treffen From: imc.vienna at gmx.net ============================================== 05 Roter Kino-Montag From: al_newsletter at yahoogroups.com ============================================== 06 Sisyphus Verlagspräsentation From: sisyphus at silverserver.at ============================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND KOMMENTARE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ============================================== 07 Linke ohne SOAL From: kpoe_stmk at hotmail.com ============================================== ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< DISKUSSION ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ============================================== 08 Stellungnahme zum Text von "rifondazione" From: efritz at chello.at ============================================== ================================================ B) TEXTE ================================================ ============================================== 01 EU: Fingerprints ante portas From: depesche at quintessenz.org ============================================== From: "q/depesche" Subject: EU: Fingerprints ante portas q/depesche 2004-11-29T00:58:39 EU: Fingerprints ante portas Mittwoch oder Donnerstag soll das EU-Parlament den Beschluss der Innenminister absegnen, Fingerabdrücke in Reisepässen Eu-weit verpflichtend festzuschreiben. Ansonsten gibts was auf die Rübe vom Innen/mini/sterat - es wird nicht einmal das Anhörungs/verfahren richtig durchgeführt. -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- We the undersigned are calling on you to reject the 'Draft Council Regulation on standards for security features and biometrics in passports and travel documents issued by Member States'. This is an unnecessary and rushed policy that will have hazardous effects on Europeans' right to privacy. This policy process requires additional oversight, and the eventual systems established will require significant controls and a strong legal framework to ensure that this is a proportionate response to the war on terrorism. In particular, we call for the removal of the requirement for fingerprinting all EU citizens. We are quite alarmed by the political dynamics at play in this policy decision. The Council of the European Union pressed the European Parliament into including the Coelho reports on biometric identifiers on the agenda for the mini-session on Wednesday, 1 December 2004. Behind closed doors on October 25 the Justice and Home Affairs Council decided to introduce mandatory fingerprinting for all EU citizens into the draft regulation. The Parliament's response to this significant shift in policy is even more alarming: a majority of the Presidents of the Political Groups acccepted the claim that the change was not sufficient grounds for the report to be sent back to the LIBE Committee for further consideration. If the Presidents had refused to accept, the Council would have called for an urgency procedure. If the Presidents had refused, the Council would have also delayed the introduction of the co-decision procedure for immigration and asylum issues to April 1 instead of January 1. These dynamics are irresponsible and unhealthy for a functioning democratic system. Securing our passports from fraudulent use is indeed a pressing need, particularly considering the substantial number of blank passports lost every year. The proposed policy that is being presented to you for review will however have significant implications. This policy is dependent on an unprepared and under-developed technological infrastructure. It will therefore lead to an increased risk of abuse. We are calling on the European Parliament to reject this policy. The case still has not been made openly and clearly as to why biometric passports are required. There is a lack of adequate safeguards. We urge the Parliament to oppose the creation of an EU-wide database of personal data. We further urge the Parliament to oppose mandatory fingerprinting as an unnecessary and disproportionate act. Finally, we are calling on the Parliament to reserve the right to question the legal basis of the proposal. Im Volltext http://www.privacyinternational.org/issues/terrorism/ep_letter_biometrics.ht ml - -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- relayed by Harkank - -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- quintessenz is powered by http://www.ewave.at subscribe/unsubscribe/digest http://www.quintessenz.at/cgi-bin/index?funktion=subscribe comments to depesche at quintessenz.org ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ============================================== 02 Hey Opa, warum warst du auch so ein Scheiss-Nazi? From: radio.stimme at initiative.minderheiten.at ============================================== RADIO STIMME - DIE SENDUNG DER INITIATIVE MINDERHEITEN Dienstag, 30. November 2004 20.00 Uhr, Orange 94.0 "Hey Opa, warum warst Du auch so ein Scheiß-Nazi?" Im Umfeld der Wehrmachtsausstellung 2002 in Wien führten die beiden WissenschafterInnen Ines Garnitschnig und Stephanie Kiessling eine Studie unter Jugendlichen durch, die deren Umgang mit dem Thema Nationalsozialismus beleuchtete. Die Studie versuchte die Frage zu beantworten, wie in Österreich lebende Jugendliche mit dem im Schulunterricht vermittelten Faktenwissen und den Erzählungen aus der eigenen Familie umgehen. Die beiden AutorInnen der soeben publizierten Studie sind zu Gast im Studio. Weitere Sendungsthemen: - Vereinsportrait Ninlil - Wochenrückblick "Zwei Wochen in einer Stimme" ***** -> Sendung über's Internet hören Die Sendung ist über den Live-Stream von Orange 94,0 zur angegebenen Sendezeit (jeweils Di, 20.00 - 21.00 Uhr) über das Internet zu hören. (Orange 94.0 Live-Stream) ***** -> Sendung verpaßt? Das Internet-Archiv Diese und alle anderen Ausgaben von Radio Stimme sind in unserem digitalen Sendungsarchiv jederzeit als Download und Stream abrufbar. (http://www.initiative.minderheiten.at/Radio) ***** -> aus der Mailinglist austragen/Eintrag ändern? Mail bitte an radio.stimme at initiative.minderheiten.at ***** -- Radio Stimme - Die Sendung der Initiative Minderheiten Das politische Magazin zu den Themen Minderheiten - Menschenrechte - Rassismus on air: jeden zweiten Dienstag, 20.00 Uhr: Orange 94,0 on line: jederzeit: http://www.initiative.minderheiten.at ============================================== 03 Kunst Asyl From: office at asyl-in-not.org ============================================== Kunst Asyl Die erste kuratierte Charity-Auktion. Eine Veranstaltung zu Gunsten von Asyl in Not 8.12.2004, ab 17 Uhr, MAK Kunst erwerben - Kunst erleben - Künstler kennenlernen An Charity-Auktionen herrscht fürwahr kein Mangel; sehr wohl aber an solchen Charity-Auktionen, die sich auch für Kunst interessieren und nicht nur für den Erlös daraus. Asyl in Not verwirklicht heuer mit seiner Auktion unter dem Namen Kunst Asyl ein völlig neues Konzept: · Die Liste der teilnehmenden Künstler ist von zwei Experten aus der Kunstszene kuratiert. · Und wir stören die Marktchancen unserer Spenderinnen und Spender nicht durch Dumpingpreise, sondern fördern sie vielmehr durch professionelle Öffentlichkeitsarbeit für unsere Veranstaltung. Wie positiv das Echo auf dieses Konzept in der Künstlerschaft ist, beweist die außerordentlich hohe Qualität der Werke, die wir heuer gespendet bekommen haben. Unter dem Titel Fremde Nachbarn wird im Rahmen von Kunst Asyl von nun an jährlich die Kunstszene eines "neuen" EU-Landes vorgestellt; den Anfang macht heuer Polen. Vier Präsentationen von bekannten Videokünstlern sorgen dafür, dass man bei Kunst Asyl nicht nur Kunst kaufen, sondern auch Kunst erleben kann. Asyl in Not ist ein gemeinnütziger Verein, der Flüchtlinge und Asylwerber juristisch und politisch vertritt; der Reinerlös der Veranstaltung kommt der Aufrechterhaltung dieser schwierigen und verantwortungsvollen Arbeit zugute. Der Gesamtkatalog ist online einzusehen unter www.kunstasyl.at oder kann beim Verein Asyl in Not bestellt werden (Tel. 01/4084210-15, E-Mail office at asyl-in-not.org). Organisationsleitung: Robert Schlesinger 8. Dezember 2004, ab 17 Uhr, MAK Österreichisches Museum für Angewandte Kunst 1010 Wien, Stubenring 5 - Eingang: Weiskirchnerstr. 3 Auktionatorin: Andrea Jungmann, Managing Director, Sotheby's Austria 16.30 Einlass und Büffeteröffnung 17.00 Begrüßung 17.15 Videopräsentation 1: Oliver Ressler & Martin Krenn 17.45 Videopräsentation 2: Pirmin Blum 18.00 Auktion 1. Teil: Lose Nr. 1 bis 64 19.30 Pause, Büffet, Smalltalk 20.00 Videopräsentation 3: N.I.C.J.O.B. 20.10 Videopräsentation 4: Isa Rosenberger 20.45 Auktion 2. Teil: Lose Nr. 65 bis 125 Vorbesichtigung: 5. und 6.12. 10-20 Uhr, 7.12. 10-24 Uhr, 8.12. 10-17 Uhr (ebenfalls im MAK, Wien 1, Eingang Weiskirchnerstr. 3). ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ Die Zusendungen können Sie bei Bedarf unter http://asyl-in-not.org/abo/ abbestellen. Asyl in Not, Währingerstraße 59, A-1090 Wien Telefon +43/1/408 42 10, Fax +43/1/405 28 88 mailto:office at asyl-in-not.org http://asyl-in-not.org ============================================== 04 - Nächstes Treffen From: imc.vienna at gmx.net ============================================== Liebe Leute, Unser nächstes Treffen ist am Mittwoch, den 1. Dezember im Infoladen 10/EKH. Beginn ist 20.00 c Uhr c.t. Nähere Infos inkl. Tagesordnung fürs Treffen : http://docs.indymedia.org/view/Local/ImcViennaTreffen6 Es geht übrigens ans Eingemachte, seit gestern ist Imc.Vienna ein anerkanntes IMC, die Seite wird also ehebaldigst online gehen. Dementsprechend gibt es einiges zu besprechen. Also vorbeikommen. lg imc.vienna -- *** indymedia - alles muss mensch selber machen *** http://docs.indymedia.org/view/Local/ImcVienna ============================================== 05 Roter Kino-Montag From: al_newsletter at yahoogroups.com ============================================== AL-Antifaschistische Linke Newsletter Nr. 125 Roter Kino-Montag, Vol.7: Panzerkreuzer Potemkin Russland im Jahr 1905. Der russisch-japanische Krieg wirft seine Schatten auch auf die Hafenstadt Odessa am Schwarzen Meer. Die Disziplin in Armee und Marine wird mit härtesten Maßnahmen aufrechterhalten. Doch unter den Matrosen des Panzerkreuzers "Fürst Potemkin" herrscht wegen verdorbener Verpflegung starke Unzufriedenheit und Missstimmung, die plötzlich in einen Aufstand umschlägt. Vergeblich versuchen die Offiziere, die Disziplin wiederherzustellen. Am Ende siegt die Kameradschaft, und die rote Fahne der Revolution flattert im Wind. Die Geschichte der Meuterei auf dem Panzerkreuzer Potemkin ist gleichzeitig die Geschichte der russischen Revolution von 1905, die das Vorspiel zur Oktoberrevolution 1917 lieferte. Der Film aus dem Jahr 1925 lebt bis heute von der Kraft seiner beeindruckenden Bilder und gilt bis heute zu Recht als Meilenstein in der Geschichte des politischen Films. Panzerkreuzer Potemkin Regie: Sergej Eisenstein !!! Großbildleinwand !!! Wann? Montag, 6.12., 19.30h Wo? Amerlinghaus, Stiftgasse 8, 1070 Wien (U3 Neubaugasse, Ausgang Stiftgasse) Wir freuen uns auf euer Kommen! Eure AL-Antifaschistische Linke ########################### AL-Antifaschistische Linke Gegen Rassismus, Sexismus, Sozialabbau! Für Solidarität und Sozialismus! -------------------------------------------------- Web: www.sozialismus.at Mail: al at sozialismus.net Post: AL, c/o Amerlinghaus, Stiftg. 8, A-1070 Wien ============================================== 06 Sisyphus Verlagspräsentation From: sisyphus at silverserver.at ============================================== SISYPHUS Verlagspräsentation 2004 Es lesen: Kurt Leutgeb aus seinem Roman K2, in dem in Wien ganze Häuser und öffentliche Plätze vom Erdboden verschluckt werden, worauf aus deren Trümmern am Stadtrand ein Berg wächst, der zur Fremdenverkehrsattraktion schlechthin wird; Markus Köhle aus Letternletscho - Ein Stabreim-Abcetera: in jedem der 26 Buchstaben, in denen eine ganze Welt enthalten ist, stabgereimte Geschichten; z. B. jene über Lothar Lambrechtsdorfer: Lothar lehrte Landwirtschaft, leitete Leibeserziehungs-Leistungskurse. Lothars lebhafte Lehrkraft ließ Lernende lauschen. Lothar Lambrechtsdorfer liebte Landwirte-Leben, liebte Liptauer, Legehennen, Latzhosen, Lodenmäntel; Ludwig Roman Fleischer aus Edam und Ava, einer Schöpfungsgeschichte in Schüttelreimen, und seinem neuen Roman Weihnachten im Entzug, in dem eine Drogentherapiestation in der Nähe Wiens als Gesellschaftsmodell herangezogen wird. Außerdem gibt's ein paar kurze Hörproben aus der Widerstandslesungs-Anthologie "...bis sie gehen" (hgg. von El Awadalla und Traude Korosa). (weitere Infos zum Programm unter: www.silverserver.co.at/sisyphus) Durch den Abend führt Eva Maria Fleischer. Der Verlag bittet am Ende der Veranstaltung zu einem kleinen Büffet. Literaturhaus, Seidengasse 13, 1070 am 2. Dezember um 19 Uhr 30 ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< MELDUNGEN UND KOMMENTARE ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ============================================== 07 Linke ohne SOAL From: kpoe_stmk at hotmail.com ============================================== SOAL zieht sich aus der "LINKEn" zurück eine Stellungnahme SOAL zieht sich aus "LINKE - Opposition für ein solidarisches Europa" zurück Obwohl die Vorbereitungsgruppe und die TeilnehmerInnen der Arbeitskonferenz bereits in den vorangegangen Wochen über die Vorgangsweise der KPÖ (Verkauf des EKH und damit Beendigung der sozialen, kulturellen und autonomen Projekte durch die KPÖ) informiert waren, war die Konferenz nicht in der Lage, über eine Solidaritätserklärung mit den EKHlerInnen und über eine Kritik an der Vorgangsweise der KPÖ abzustimmen. De facto hat sich die KPÖ durchsetzen können, da diese die Drohung in den Raum gestellt hat, sich im Falle einer Solidaritätserklärung mit dem EKH aus der "LINKEn - Opposition für ein solidarisches Europa" zurück zu ziehen. Der Tagungsregie war die Präsenz der KPÖ dann doch wichtiger als die Solidarität mit Teilen der Wiener Linken rund ums EKH. Die SOAL zieht aus den Vorgängen die Konsequenz und stellt die Mitarbeit im Projekt "LINKE - Opposition für ein solidarisches Europa" ein. Sozialistische Alternative (SOAL/4. Internationale) PS. Gen. Hermann Dworczak spricht nicht im Namen der SOAL, er vertritt seine eigene Meinung. 27. 11.04 KPÖ-Steiermark Lagergasse 98 a 8020 Graz Tel.: 0316 71 24 36 Fax 0316 71 62 91 email: kp.stmk at kpoe-graz.at; kpoe_stmk at hotmail.com ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< DISKUSSION ><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>>< ============================================== 08 Stellungnahme zum Text von "rifondazione" From: efritz at chello.at ============================================== Stellungnahme zum Text von "rifondazione" - Wien vom 24. November Seit nunmehr einem Monat haben die VertreterInnen der KPÖ immer wieder Argumente vorgebracht, die den Verkauf des EKH begründen, gegenüber den BewohnerInnen ebenso wie gegenüber der Öffentlichkeit. Dem Vertreter der sgn. RifcomGruppe Wien wurde von Walter Baier u.a. auch eine Aussprache angeboten - die Antwort war ein "offener Brief", in dem auf keines der Argumente der KPÖ auch nur im geringsten eingegangen wird bzw. sie völlig ignoriert werden. Daher ist darauf keine neuerliche Stellungnahme von Walter Baier erfolgt Der Aufruf im Text von "rifondazione" zu "direkter Aktion" bei der Veranstaltung mit Fausto Bertinotti, dem Generalsekretär von rifondazione comunista und Vorsitzenden der Europäischen Linkspartei, bzw. dem Parteitag der KPÖ zeigt, dass es darum geht, den Weg der Konfrontation fortzusetzen. Die Gruppe "rifondazione" in Wien kann übrigens nicht im Namen der Partei Rifondazione Comunista sprechen, da sie von ihr nicht anerkannt ist. Es kann sich nur SympatisantInnen von RifCom handeln, was allerdings hinsichtlich ihrer Haltung zur bevorstehenden Diskussionsveranstaltung mit Bertinotti einige Fragen aufwirft. Die KPÖ befindet sich in einer Entscheidungssituation, in der es darum geht den Bruch mit dem Stalinismus tatsächlich zu vollziehen. Teile der Partei, die sich z.B. gegen den Beitritt der KPÖ zur europäischen Linken gestellt haben, den europäischen Sozialbewegungen ablehnend und feindlich gegenüber stehen und eine Öffnung der KPÖ zu anderen Teilen der radikalen und antikapitalistischen Linken ablehnen, wollen diesen Parteitag verhindern. Wem nützt also solch ein Aufruf zur "direkten Aktion", welche "Allianzen" sollen zu Stande kommen? Waltraud Fritz-Klackl Mitglied des Vorstandes der Europäischen Linkspartei ================================================ C) TERMINE ================================================ ======================== Montag http://www.mund.at/butt/Termine/November/3011.htm Dienstag http://www.mund.at/butt/Termine/Dezember/0112.htm Mittwoch http://www.mund.at/butt/Termine/Dezember/0212.htm ======================== ================================================ D) EDITORIAL ================================================ Für den Inhalt verantwortlich: Ihr. E-Mail-Adresse für Beiträge: widerstand at no-racism.net geschickt. widerst at nd MUND und alle Termine täglich aktualisiert im Web: http://www.no-racism.net/MUND Ziel von MUND (medienunabhängiger Nachrichtendienst) ist die unzensurierte und möglichst rasche Information über gesellschafts- politisch relevante Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu Widerstand und Antirassismus sowie verwandte Themen. sollen einen Titel, Namen und Emailadresse der/des AutorIn enthalten und möglichst kurz und prägnant gehalten sein, ev. mit Hinweis, wo weitere Informationen eingeholt werden können. Bitte keine Attachments! Die inhaltliche und sachliche Verantwortung liegt bei der/dem jeweiligen AutorIn bzw. jenen, die uns die Beiträge schicken. Der MUND wird von einzelnen TagesredakteurInnen zusammengestellt. Da Fehler nicht ausgeschlossen sind, bitten wir, nicht veröffentlichte Beiträge nochmals an widerstand at no-racism.net zu senden. Die Weiterleitung (auch auszugsweise) ist erwünscht. Beiträge mit rassistischen oder sexistischen Inhalten werden nicht veröffentlicht. Sehr persönliche Meldungen werden wir an den betreffenden Adressaten weiterleiten, aber nicht im MUND veröffentlichen. Die bisherigen Ausgaben sind unter http://www.no-racism.net/MUND archiviert. Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage: * Wann: Sonntag, 11.11.2001, 11:11 Uhr * * Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" * * Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf * * Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie. Aber kurz und prägnant.* Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch stillschweigend Zensur zu üben. Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die Nichtaufnahme geliefert. (Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.) Die AbsenderInnen der betroffenen Beiträge werden hiervon informiert. Im Sinne einer "gläsernen Zensur" könnt ihr Euch die Beiträge gerne extra schicken lassen: Ein kurzes Mail an widerstand at no-racism.net genügt. ================================================ E) VERTEILERLISTE ================================================ Zur Eintragung in diesen Verteiler bitte direkt subskribieren unter http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/analle oder von der einzutragenden Adresse aus ein mail schicken an: admin at no-racism.net mit folgendem Text: subscribe no-racism Bitte wegen Automatisierung diesen Wortlaut verwenden! Zur Austragung aus dieser Liste bitte an zusammengestellt. Bitte keine Attachments! (werden nicht angenommen) nicht drin: 1 wg. format, eine nwr Redaktionsschluss für diese Ausgabe: Mo 22:00 III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III ü, ö, ä, ß, Ü, Ö, Ä III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III widerst at nd-MUND is powered by http://alt.strg.at/ ================================================